Campzeit 2018

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Das Magazin zum 13. BDB-Musikcamp 2018

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Campzeit

Das Magazin zum 13. BDB-Musikcamp 2018

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3

wenn der erste Paukenschlag

ertönt und die druckfrische

Campzeit aufgeschlagen wird,

dann ist der Höhepunkt des 13.

BDB-Musikcamps erreicht.

Seit 13 Jahren dreht sich bereits

alles um Musik, Spaß und

Zusammenhalt. Darum ist die

Zahl 13 für uns keineswegs

eine Unglückszahl, sondern

symbolisiert Wandel und

Neubeginn. Was sich dieses

Jahr im BDB-Musikcamp alles

getan und weiterentwickelt hat,

haben wir hier auf einen Schlag

zusammengefasst. Erfahrt alles

über die neuen musikalischen

Leiter, die Workshopinhalte

und vieles mehr. Wir hoffen,

es ist uns gelungen einen Teil

der Entwicklungen im Camp

festzuhalten und wünschen

gute Unterhaltung mit

der Campzeit 2018.

Jetzt schlägt’s 13!

REPORTAGE

4 Alles Bürki, oder was?

10 Kleine Gruppen ganz groß – Teil I

14 Kleine Gruppen ganz groß – Teil II

HAUTNAH

8 Dr. Jugendleiter hilft weiter!

20 Und die Favoriten sind ...

QUERBEET

12 Fotogalerie

16 Campstatistik

17 Impressum

18 Nachwuchs braucht Förderung

22 Sponsoren

23 Konzertprogramm

TITELFOTO: Mario Müller

Campzeit 2018


4

Alles

Bürki,

oder was?

Fünf Mal Bürki – so steht es im Programm. Was sich

vermeintlich Die MC Julei langweilig sticht nun liest, zum achten entpuppte Mal sich infolge schon in See. in den Unter

Proben dem Kommando als abwechslungsreiche der drei Kapitäne und Bruder, klangvolle Geigges Premiere. und Geigges Für

tritt die achtköpfige Crew eine spannende und lehrreiche Reise

an, viele an Teilnehmer deren Ende war jeder seine Matrose Musik schließlich der Grund das sich Steuer für das selbst

13. BDB-Musikcamp in anzumelden. die Hand nehmen Zeit, den kann. Menschen hinter

den Noten kennenzulernen.

Campzeit 2018


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Mit welchen Vorstellungen bist Du am Sonntag hier

angereist?

Meine Vorstellung war natürlich definiert einerseits

durch das, was Martin Baumgartner mir über das Lager erzählt

hat und den Bildern und Zeitschriften, die ich vorab bekommen

habe. Generell versuche ich mir jedoch so wenig wie möglich

vorzustellen, wie es sein könnte. Denn als Dirigent ist es

wichtig, dass man erst einmal schaut: wie klingt’s, wie läuft’s …

um daraus etwas zu entwickeln. Wenn ich eine fixe Vorstellung

habe, wie das Orchester klingen könnte, dann bin ich im Prinzip

schon befangen. Deshalb komme ich lieber erst einmal an,

höre und schaue. Und insofern war ich eigentlich sehr positiv

überrascht, wie das Orchester klang und musiziert.

Dirigierst Du häufig solche Projekt- und Jugendorchester?

Unterschiedlich. Solche Lagerwochen, wie das Musikcamp,

mache ich als Gastdirigent nur eine pro Jahr. Ich bin in meinem

Beruf schon oft unterwegs, da muss ich schauen, dass es nicht

zu viel wird und auch noch Zeit für meine Familie bleibt. Projektorchester

mit Jugendlichen dirigiere ich nur ungefähr alle

zwei Jahre, aber immer wieder und querbeet. Ich war schon in

Kolumbien mit einem Jugendorchester proben und bin nächstes

Jahr in der Schweiz bei einer Jugend-Brassband engagiert.

Was hebt unser BDB-Musikcamp von den Jugendlagern

ab, die Du schon kennst?

Einerseits die Größe der Orchester. Das gibt es bei uns in der

Schweiz nicht so häufig, dass jeweils rund 100 Musikerinnen

und Musiker zusammen musizieren. Andererseits auch die Art

des Lagers. Es gibt ja nicht nur die Orchester, sondern auch

noch die Workshops am Abend, in denen sich die Teilnehmer

zusätzlich weiterbilden können. Besonders macht das BDB-

Musikcamp natürlich auch noch die Lage beim Europa-Park

und dass die Teilnehmer Freizeit haben, um nachmittags in

den Park zu gehen. Das ist die perfekte Lösung, um solch ein

Lager durchzuführen. So kommt neben dem eigentlichen, der

Musik, auch das Gesellige nicht zu kurz.

Das A-Orchester spielt fast ausschließlich Stücke von Dir.

Wie geht es Dir damit, am Dirigierpult zu stehen und Jugendlichen

Deine Musik zu vermitteln. Verstehen die Jugendlichen

gleich, was Du mit Deiner Musik ausdrücken

möchtest?

Meine Musik ist eigentlich ziemlich durchschaubar, wenn ich

ehrlich bin. Ich versuche so zu komponieren, dass die Musik

selbsterklärend ist. Also, ich schreibe Filmmusik, nur einfach

ohne Film, sodass die Vorstellung angeregt wird. Und ich stelle

fest, dass ich das sehr gut kann, Gefühle auszulösen und Stimmungen

zu erzeugen, sodass ich gar nicht erzählen muss, was

passiert und die Musiker selber wissen, um was es geht. Das

ist schon faszinierend.

Kam es schon einmal vor, dass Du Deine Werke in Interpretationen

gehört hast, die ganz anders waren, als Du es

Dir gedacht hast?

Ja, jede Interpretation hat ihre eigenen Ideen, und so soll es

auch sein. Dass eine Interpretation wirklich komplett daneben

lag, das kam, glaube ich, noch nie vor. Sicherlich gab es schon

mal eine Stelle oder einen Übergang, bei dem ich mir sagte,

das war jetzt zu langsam und das habe ich mir anders vorgestellt.

Aber ich finde es dann auch spannend, zu sehen, wie ein

Werk funktioniert, wenn es ein anderer dirigiert, und was er

daraus macht, was er für Ideen hat und was er da noch rausholen

kann. Und ich stelle immer wieder fest: Dirigieren ist etwas

ganz Anderes als Komponieren. Ich habe als Komponist eine

Vorstellung, wie es klingen soll, und komme dann als Dirigent

vors Orchester und merke dann, das ich das ja gar nicht so

dirigieren kann, wie ich es haben möchte, weil es technisch gar

nicht möglich ist. Und von daher ist das auch spannend, meine

eigenen Werke zu proben, weil ich da nie weiß, was dabei

herauskommt.

Du komponierst sehr viel. Was bedeutet das in Zahlen?

Ich schaffe rund 60 Minuten Musik pro Jahr. Das heißt ich mache

pro Woche eine Minute Musik, plus minus. Das ist das

Maß, das ich von den Aufträgen her erfüllen kann. Ich habe

jetzt schon für die nächsten zwei Jahre wieder genügend Aufträge

beisammen und bin im Prinzip schon wieder ausgelastet.

Pro Jahr ergibt das dann halt 10 bis 12 Werke, wobei ich sagen

muss, dass da Konzertwerke, die 14 Minuten dauern, genauso

dabei sind, wie kleinere Sachen wie Märsche, Polka, Unterhaltungswerke

und Solowerke, je nachdem, was bestellt wird und

gewünscht ist. Das schöne ist ja, dass ich die volle Bandbreite

habe und nicht nur ein Genre bediene. Das macht es für mich

auch sehr spannend, mal für die Besetzung, mal für eine andere

in einem anderen Stil etwas zu schreiben.

Gibt es da einen besonderen Lieblingsstil? Oder sagst Du,

Du machst alles gleich gern?

Ich mach schon alles gleich gern. Ein symphonisches Werk

im hohen Schwierigkeitsgrad zu schreiben, ist natürlich sehr

spannend, weil man die ganze Bandbreite der Möglichkeiten

ausschöpfen kann. Aber auch eine Polka zu schreiben hat

seine Idee. Da geht es dann vielleicht darum, den gewissen

Ohrwurm zu schreiben, während es beim Marsch darum geht,

etwas zu schreiben, was noch niemand geschrieben hat, was

aber eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist. Gerne lese ich

mich auch in neue Themen ein. Wenn ich zum Beispiel einen

Salsa schreiben will, dann muss ich mich einlesen und schauen,

wie Salsa funktioniert. Oder wenn ich etwas im Jazz schreiben

muss oder darf, dann muss ich mich damit auch beschäftigen,

genauso beim Solo-Werk. Ich habe zum Beispiel ein Solo-Konzert

für zwei Celli und Blasorchester geschrieben und hatte im

Vorfeld keine große Ahnung vom Cello, seinen Möglichkeiten,

seiner Spielweise, der Lage und was geht und was nicht. Und

so gewinnt man, wenn man liefern muss, immer auch persönlich

etwas dazu.

Kommt es manchmal auch vor, dass Du eine Schreibblockade

hast? Und was tust Du dann dagegen?

Bis jetzt zum Glück nie! Ich bin wirklich ein Vielschreiber, das

Mario Bürki ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten

Komponisten der Schweiz. Er begann

sehr früh, bereits während seines Studiums zum

Blasmusikdirigent, mit dem Komponieren. Bürki schreibt

seine Werke überwiegend im Auftrag für diverse Wertungsspiele

und Wettbewerbe. Sein Werk „Szenen aus

Max und Moritz“ hat einen Preis beim WASBE-Kompositionspreis

gewonnen und seine Komposition „Indian Fire“

wurde beim Flicorno D‘Oro Junior mit dem Spezialpreis

für das originellste Konzertstück ausgezeichnet. Darüber

hinaus ist er Musikschulleiter der Musikschule der Jugendmusik

Ostermundingen und seit 20 Jahren Dirigent der

Musikgesellschaft Ostermundingen. Bürki lernte Trompete,

Klavier und Orgel. Als gefragter Dozent, Gastdirigent

und Blasmusik-Experte ist er weltweit gefragt.

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darf ich so sagen. Ich bin halt auch ein sehr auditiver Mensch.

Ich habe so viele Ideen im Kopf, und ich überlege lieber so lange

an den Ideen herum, bis ich weiß: Dieses Stück beginnt auf

die Art, dieser Teil klingt so und dieser so. Dann erst schreibe

ich es auf. Und zum Glück hatte ich bisher immer den Flow.

Wobei bei den Aufträgen schon ein gewisser Druck da sein

muss, damit ich funktioniere. Kürzlich habe ich mal zwei Monate

Pause gemacht und dann festgestellt: Plötzlich bin ich wie

leer. Da hatte ich fast Angst, dass die Ideen nicht wiederkommen.

Zum Glück sind sie wieder gekommen. Aber es war schon

schwer für mich, mit dieser „Leerzeit“ umzugehen.

Komponierst Du manchmal auch für Dich privat, also für

Deine Frau und Deine Kinder?

Das hab' ich bisher noch nicht gemacht! Die Notwendigkeit,

der Familie ein Stück zu widmen, war noch nicht da. Als Erholung

finde ich die Familie aber sehr wichtig. Von der Energie her

kommt jede Musik von meiner Familie, von den Kindern und

meiner Frau. Für eine Widmung fehlte bisher vielleicht einfach

der Anlass, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Wenn Du am Dirigentenpult stehst und im Orchester

ein Riesensound entsteht, hast Du dann nicht auch Lust

im Orchester zu sitzen und mitzumusizieren? Immerhin

spielst Du selbst Trompete, Klavier und Orgel.

Ich spiele jetzt seit zehn Jahren nicht mehr Trompete, weil es

einfach zeitlich nicht mehr unter einen Hut zu bringen war, mit

dem Komponieren, den Gastdirigaten, Workshops etc. Das

Klavier brauche ich zum Komponieren – ich habe leider nicht

das absolute Gehör, oder je nachdem als Dirigent zum Glück

nicht das absolute Gehör –, sodass ich das Klavier benötige,

um herauszufinden, was ich in meinem Kopf höre und um die

Töne zu finden. Orgel habe ich auch seit längerem nicht mehr

gespielt, weil die Lust zu spielen im Moment einfach nicht da

ist. Ich muss aber gestehen, dass ich heute das Alphorn ausprobiert

habe (als Schweizer natürlich nicht zum ersten Mal;

wie er unserem Fotografen gestand; Anm. d. Reaktion), um mal

wieder ein paar Töne zu spielen. Aber ich finde es halt spannender

musizieren zu lassen als Dirigent und dann noch mit

den eigenen Werken. Wenn ich höre was ich geschrieben habe

und wie das klingt, das finde ich schon wahnsinnig spannend.

Und von daher vermisse ich das Musizieren im Moment nicht.

(mmü/mfa)

Das Interview in voller Länge findet

ihr auf dem YouTube-Kanal der

BDB-Bläserjugend.

25-Fragen-Challenge

Wer traut sich an 25 knifflige Musikfragen, während er in

den Kaffeetassen des Europaparks durchgewirbelt wird?

Die Medienteamer Maria, Max und Niclas fuhren diese Woche

etliche Male hintereinander im Karussell, um die Quizteilnehmern

zu befragen. Zahlreiche Jugendliche und Teamer stellten

sich der Herausforderung gegen Gastdirigent Mario Bürki

anzutreten.

1. Wie viele Ventile hat eine Trompete?

2. Wer sang von 99 Luftballons?

3. Welches Instrument spielt in einem Orchester der

Konzertmeister?

4. Welcher Komponist konnte seinen Namen buchstäblich in

Musik darstellen?

5. Wie heißt der Sänger von den toten Hosen?

6. Wenn 8 Musiker auf der Bühne stehen und 5 gehen

'runter – wie viele stehen dann noch oben?

7. Wer schrieb das Musikstück "1405: Der Brand von Bern"?

8. Wieviele Saiten hat eine Harfe?

9. Wer tanzt "in unserm Haus herum, fidibum"?

10. Was ist eine Sackpfeife?

11. Wer schrieb die deutsche Nationalhymne?

12. Wie heißt die enharmonische Verwechslung von ais?

13. Unter welcher Nummer errecht man Rosie?

14. Wer schrieb die Musik zum Musical Tarzan?

15. Bei wem ist alles im Lot aufm Boot?

16. Das wievielte Musikcamp findet gerade statt?

17. Welche Frequenz hat der Kammerton A1?

18. Welchen Marsch aus der Hauptstadt kann man sowohl

essen als auch trinken?

19. Von dem stammt der Dauer-Ohrwurm "Last Christmas"?

20. Welcher Musiker benannte sich nach einer Währung?

21. Wie heißt das traditionelle Blasmusikinstrument der

Aborigines?

22. Wer gewann den ESC 2010?

23. Welche Frau wurde von den Toten Hosen aufgefordert,

ihre sekundären Geschlechtsteile einzupacken?

24. Wer war der "Walzer-König"?

25. Wie viele Tasten hat ein handelsübliches Klavier?

Unsere Sieger:

1. Platz: Markus Müller und Dominik Kist

2. Platz: Jens Thum und Patrick Thum

3. Platz: Julia Spänle und Johanna Debatin

Markus Müller und Dominik Kist haben die Challenge mit 19

richtigen Antworten klar gewonnen und die Konkurrenz inklusive

dem Herausforderer Mario Bürki hinter sich gelassen.

Die Teamer-Challenge führt Jakob Scherzinger zusammen mit

Martin Baumgartner und 15 richtigen Antworten an.

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START SMALL

DREAM

BIG

7

1

2

3

ERSTER

MONAT

GRATIS

MIETE

Lösung: (1) 3, (2) Nena, (3) Geige, (4) Johann Sebastian Bach, (5)

Campino, (6) 3, (7) Mario Bürki, (8) 47, (9) Bi-Ba-Butzemann, (10)

Mundharmonika, (11) Joseph Hayden,(12) b, (13) 32168, (14) Phil

Collins, (15) Käpt'n Blaubär, (16) 13, (17) 440 Hertz, (18) Berliner

Luft, (19) Wham, (20) 50 Cent, (21) Didgeridoo, (22) Lena Meyer-

Landrut, (23) Bettina, (24) Johann Strauß Jr., (25) 88

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Campzeit 2018


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Dr.Jugendleiter

hilft weiter!

Unsere Redaktion erreichen täglich zahlreiche Leserbriefe

mit den verschiedensten Fragen rund

um das Thema Musik. In den letzten Tagen haben

sich vermehrt diverse Fragen zum Thema Jugendleiter

angehäuft. Ein Glück, dass wir Experten im Haus

haben. Unsere Medienteamer Marie Wintergerst und

Lukas Eckert haben die Fragen an die acht angehenden

Jugendleiter vom diesjährigen BDB-Jugendleitercamp

weitergeleitet. Jeder von ihnen hatte einen passenden

Ratschlag parat. (mwi/lec)

Verzweifelte Eltern rufen mich

an. Sie sagen, ihr Kind habe

keinen Spaß am Instrumentalunterricht.

Was sage ich ihnen?

Wie gehe ich damit um?

Anaïs Tubbesing: „Du könntest mit

den Eltern reden und sie fragen, ob

es am Instrument liegt. Vielleicht könnte

das Kind auch ein anderes Instrument ausprobieren. Du

könntest sie aber auch einmal fragen, ob es am Lehrer

liegt, der einfach einen blöden Unterricht für das Kind

macht. Wichtig ist es aber, auch mit dem Kind persönlich

zu reden und nachzufragen, wo das Problem liegt. Vielleicht

will es ja auch gar kein Instrument spielen, sondern

ein anderes Hobby ausüben.“

Ich überlege gerade, ob ich mich

bei den kommenden Wahlen als

Jugendleiter aufstellen lassen

soll. Ich weiß aber nicht, was

als Jugendleiter auf mich zukommt.

Welche Aufgaben erwarten

mich?

Lewin Griesinger: „Im Vordergrund

steht erstmal für die Jungmusiker da zu

sein. Du hast ganz viel mit den Jugendlichen zu tun. Man

kann als Jugendleiter auch schöne Ausflüge organisieren

und Probewochenenden planen. Das tolle ist natürlich

auch, sich selbst weiterbilden zu können, wie zum Beispiel

durch so einen Jugendleiterlehrgang. Du solltest die

Fähigkeit besitzen, die Jungmusiker auch einmal motivieren

zu können. Selbstverständlich ist aber nicht alles nur

Spaß: Sei dir bewusst, dass du die Verantwortung für die

Kinder und Jugendlichen in deinem Verein trägst. Deshalb

solltest du dich auch in den Bereichen Aufsichtspflicht

und Jugendschutz auskennen. Nur so kannst du

den Eltern die Sicherheit ihrer Kinder gewährleisten.“

Es möchten sich neue Schüler für

den Instrumentalunterricht anmelden.

Wie gehe ich am besten

vor?

Lars Müller: „Als Erstes solltest

du mit dem Instrumentallehrer

abklären, ob er noch Plätze frei hat.

Und wenn das dann geregelt ist, dann

gehe am besten auf die Eltern zu und teile

ihnen mit, dass ein Platz frei ist. Dann musst du noch mit

dem Vorstand regeln, dass die Kinder neu in den Verein

aufgenommen werden. In den ersten Unterricht könntest

du vielleicht das Kind begleiten.“

Wie kann ich die Jungmusiker

motivieren, regelmäßiger in

die Jugendorchesterprobe zu

kommen?

Johanna Debatin: „Führe doch

eine Anwesenheitsliste. So könntest

du zum Beispiel regelmäßige

Probenbesuche belohnen. Wer am

Ende des Jahres weniger als dreimal gefehlt hat, bekommt

etwas Süßes oder einen Kinogutschein. Das ist

bestimmt ein Anreiz für viele Kinder. Dann könntest du

natürlich auch dabei helfen, die Proben ansprechend zu

gestalten, sodass es allen Spaß macht.“

Ich möchte nicht alleine den

Posten als Jugendleiter übernehmen.

Wie schaffe ich es,

eine weitere Person für das

Amt zu begeistern?

Matthias Haverkamp: „Natürlich

ist es erstmal am einfachsten Gleichaltrigen

von deiner Arbeit zu erzählen

und sie davon zu begeistern, welche Möglichkeiten man

als Jugendleiter hat. Zum Beispiel Bildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten

wie die JuLeiCa. Die Vorteile, die

man dadurch erhält, sind natürlich auch toll. Und dann

macht natürlich auch die Arbeit mit Jugendlichen Spaß.

Erzähle doch, welche Veranstaltungen und Ausflüge man

planen kann, wie zum Beispiel Klettergarten, Schwimmen

gehen oder Schlittschuh fahren.“

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Ich möchte gerne mit dem Jugendorchester

einen Ausflug

machen. Was muss ich bei den

Vorbereitungen beachten?

Jannik Hosp: „Grundlegende Sachen.

Also es kommt erst einmal

darauf an, wohin es geht und was

für ein Ort es ist. Bei einem Ausflug

würde ich zuerst die Eltern informieren

und versicherungstechnische Fragen abklären. Dann

gibt es viele Dinge zu organisieren. Bei einem Ausflug zur

Schlittschuhbahn zum Beispiel. Wer hat Schlittschuhe,

wie viele müssen ausgeliehen werden? Im Elternbrief

muss auch darüber informiert werden, wie wir den Zielort

erreichen und was dabei zu beachten ist. Grundsätzlich

ist die Sicherheit der Kinder am wichtigsten, daher

solltest du natürlich die Erlaubnis der Eltern einholen.“

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Wie schaffe ich es, neue Kinder

für den Musikverein zu

begeistern?

Philipp Messmer: „Ich finde, man

sollte den Kindern Musik früh

nahe bringen, aber nicht zu früh.

Am besten erreichst du sie in der

zweiten oder dritten Klasse. Wenn du

die Kinder erst ansprichst, wenn sie bereits älter sind,

haben sie oft schon viele andere Hobbies und machen

Musik dann vielleicht nur so „nebenher“. Man kann die

Kinder über Infoveranstaltungen begeistern, die am besten

in der Schule stattfinden. Hier sind Instrumentenvorstellungen

eine sehr gute Methode, um Interesse zu

wecken. Einfach zeigen, was es so gibt, das Angebot der

Bläserklassen und Musik-AGs vorstellen und die Schüler

ausprobieren lassen.“

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Eines der Kinder hat auf dem

Probenwochenende Heimweh

bekommen, was soll ich tun?

Julia Spänle: „Du kannst versuchen,

das Kind mit Spielen auf

andere Gedanken zu bringen oder

Freunde des Kindes dazu zu holen,

um das Kind aufzuheitern. Eventuell

kannst du im Notfall auch gemeinsam mit

dem Kind die Eltern anrufen, das macht das Heimweh allerdings

auch hin und wieder schlimmer. Hier muss man

dann besonders abwägen.“

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Campzeit 2018


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Kleine Gruppen

ganz groß

Campzeit 2018


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Was spielt eigentlich die Posaune vor mir? Was macht

die Flöte? Und wie hängt das alles zusammen? Den

Tubisten Peter Riese trieben diese Fragen so sehr

um, dass er sich daranmachte, der Sache auf den Grund zu

gehen. Letztlich war das der Antrieb, der aus ihm einen anerkannten

Arrangeur machte. Im Workshop „Arrangieren für

Ensemble“ weihte er die Teilnehmer in die Geheimnisse eines

guten Arrangements ein und erklärte ihnen die Grundbegriffe

des Transponierens. Und das war genau das, was sie von ihm

erwarteten. Patrick beispielsweise hat schon für Musikvereine

und Brassbands arrangiert, bislang aber immer nur „frei

Schnauze“. Vom Workshop erhofft er sich richtiges Rüstzeug

fürs Arrangieren an die Hand zu bekommen.

Genauso geht es Anna und Veit. Beide haben schon im kleinen

Rahmen arrangiert: sie für die Kirchenband, er für den Hausgebrauch.

Damit es gut klingt, gilt es jedoch Regeln zu beachten.

„Ihr müsst die Instrumente kennen, ihre Stimmlagen und

Tonumfänge, das ist das Allerwichtigste“, betont Peter Riese

und lässt nur Sekunden später keinen Zweifel daran, dass er

alle Eigenheiten von allen Instrumenten kennt. „Ich hatte das

Glück, in einem kleinen Musikverein aufgewachsen zu sein.

Irgendwann kannte und konnte ich einfach ganz viele Instrumente

spielen“.

Grundlagen über einen mehrstimmigen Satz, klangliche Vorstellungen

und Wissen darum, welche Tonart sich für welche

Besetzung eignet, können auch nicht schaden. Hilfreich ist

auch die Erkenntnis, dass alles, auch das was im Radio zu hören

ist, auf einem vierstimmigen Satz nach dem Schema Sopran,

Alt, Tenor und Bass beruht. Welche Instrumente weit oder

eng mensuriert, wie gestimmt sind und wie transponiert werden

müssen – das ließ bei den Teilnehmern indes schnell die

Köpfe rauchen. „Am Anfang schien mir das logisch, aber jetzt

ist alles nur noch ein großes Durcheinander“, gesteht Fagottistin

Rahel.

Der Praxistest brachte dann aber für jeden ein unerwartetes

Erfolgserlebnis: Die Aufgabe mit Hilfe des „eisernen Schlüssels

der Musik“, dem Quintenzirkel, eine Stimme in C-Dur für das

eigene Instrument in B-Dur zu transponieren, gelang auf Anhieb.

„Ich bin von den Socken. Da war kein einziger Fehler drin“,

lobt Riese voll der Überzeugung. „Irgendwann geht euch das in

Fleisch und Blut über“.

Und wenn nicht, dann gibt es in Kombination mit einigen

Grundkenntnissen immer noch die digitale Unterstützung

durch Sequenzer wie Logic Pro, Cubase und Pro Tools und Notationsprogramm

wie Capella, Finale und Sibelius. (mfa)

Brassband, Woodband und Bigband: Das Musizieren im

Ensemble ist im Musikcamp eine feste Größe. In Workshops

und Registerproben pflegen die Musikerinnen

und Musiker das Zusammenspielen, lernen aufeinander zu

hören und Verantwortung zu übernehmen. Dass das Thema

Ensemblemusizieren 2018 auch theoretisch aufgegriffen wird,

kommt nicht von ungefähr. Hat doch die BDB-Bläserjugend

das Musikcamp zum Auftakt ihres „Jahres des Ensemblemusizierens“

erkoren. Was nicht verwundert. Denn ein Impulsgeber

war das Musikcamp schon immer. Die Stücke, die dort aufliegen,

werden später in den Orchestern der Teilnehmer genauso

gespielt, wie Inhalte aus den Workshops aufgegriffen. Warum

sollte dieser Weg nicht auch für das Ensemble musizieren

funktionieren? Das dachten sich wohl auch die Verantwortlichen

der BDB-Bläserjugend. „Wir wollen bei den Vereinen die

Einsicht über die Bedeutung des Ensemblemusizierens fördern“,

sagte Matthias Wolf im Interview mit der Campzeit. Am

Herzen liegt dem Bundesjugendleiter das Ensemblemusizieren,

weil mit ihm meist eine Qualitätssteigerung einhergeht.

„Beim Ensemblemusizieren ist der einzelne Musizierende besonders

gefordert, da bei sehr vielen Besetzungsformen jede

Stimme solistisch besetzt ist. Das fördert das Zusammenspiel,

das Aufeinanderhören und stärkt die Eigenverantwortung“, erläutert

Wolf. Chancen bietet die Kammermusik indes nicht nur

im Hinblick auf die Qualifizierung der Musiker, sondern auch im

Bereich Konzertformate. Dass Ensembles eine Bereicherung

für jedes Konzert sind, das wird das Abschlusskonzert des Musikcamps

2018 unter Beweis stellen. Dort stehen Brass- und

Woodband selbstverständlich wieder auf der Bühne, um das

Blasmusik affine Publikum mit der Begeisterung der Teilnehmer

anzustecken. Wenn es gelänge, dann wäre die Rechnung

der BDB-Bläserjugend aufgegangen.

Hier herrscht Spielfreude pur

Backings? Gap? Section? Alles klar? In der Bigband schon.

Dort haben sich 12 Saxophonisten, neun Posaunisten,

acht Trompeter, fünf Schlagzeuger, ein Tubist und ein

E-Bassist um Philipp Niersmans versammelt und die haben

das neue Vokabular schnell drauf. Und nicht nur das Vokabular.

Philipp Niersmans verteilt Noten und Soli, zählt ein und

los geht’s. „Wir probieren einfach mal aus, was passiert.“ Um

es vorweg zu nehmen: viel. Nicht nur weil offensichtlich viele

Bigband-Erfahrung mitbringen, sondern weil sich der Begeisterung,

die Philipp Niersmans versprüht, keiner entziehen

kann. Der 26-Jährige aus Nordrhein-Westfalen singt Melodien,

klatscht Rhythmen und haut in die Tasten, dass es eine Freude

ist. Kaum verwunderlich, dass sich immer mehr Zuhörer anlocken

lassen und die Musiker auf der Bühne alles geben. Von

den acht Stunden Probe, die den Musikern da schon im Ansatz

stecken, ist nichts zu spüren. Hier herrscht Spielfreude pur.

„Das klingt echt cool“, freut sich Philipp Niersmans. Für den

studierten Jazz-Trompeter geht es in erster Linie darum Spaß

zu haben und Literatur kennenzulernen. Vier Stücke aus Latin,

Funk und Swing und verschiedener Schwierigkeitsgrade hat er

dabei und die „prügelt“ er durch. Die Probenzeit ist schließlich

knapp und muss von der Freizeit am Lagerfeuer und im Europa-Park

abgezwackt werden. Obwohl – ein „Muss“ ist es für

die 36 Bigband-Player nicht. Im Gegenteil. Sie sind mit Leidenschaft

dabei und fiebern ihrem Auftritt beim bunten Abend

entgegen. „Die Stücke machen voll Bock!“, lobt Schlagzeuger

Julius im Vorbeigehen seinen Bandleader für die Auswahl. Dem

wird das Publikum beim Bunten Abend lautstark beipflichten,

so viel steht schon einmal fest. (mfa)

Holzbläser in Klang und Balance

Wo es eine Brassband gibt, kann die Woodband auch

nicht weit sein, dachte sich der BDB. Obwohl sich

das Konzept der Woodband in der restlichen Blasmusikszene

noch nicht hinreichend etabliert hat, ist die Holzbläserformation

im BDB-Musikcamp seit 2015 zusammen

mit der Brassband Programm. Und so sind ihre Klänge auch

in diesem Jahr bereits von Weitem in den Gängen der Ruster

Grundschule zu hören, bevor man die Woodband überhaupt

zu Gesicht bekommt. 11 Flöten, 9 Klarinetten, 7 Saxophone

und ein Schlagzeuger bilden die diesjährige Woodband. Unter

der Leitung von Jakob Scherzinger finden die noch zu Beginn

etwas unsicheren Musikerinnen und Musiker schnell zusammen

und können bereits nach der ersten Probe am Montag-

Campzeit 2018


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Campzeit 2018


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Mehr Bilder online unter:

www.bdbmusikcamp.de

Campzeit 2018


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Jakob Scherzinger

Als FSJler beim BDB war Jakob

Scherzinger 2011 zum ersten

Mal im Musikcamp dabei. Seitdem

war er bereits sieben Mal

Teamer im Camp und half dazu

auch oft an der Oboe in den

beiden Orchestern aus.Erstmals

übernahm er in diesem Jahr aber

eine weitere Aufgabe: Die Leitung der

Woodband. Die Campzeit hat ihm zu diesem speziellen Ensemble

einige Fragen gestellt.

Wie findest Du das Konzept „Woodband“?

Grundsätzlich gefällt mir die Idee der Woodband sehr gut.

Es gibt jedoch Vor- und Nachteile. Ein Vorteil an dieser Besetzung

ist der kammermusikalische Aspekt: Die Spieler

müssen genau aufeinander hören, gleichzeitig sind die einzelnen

Stimmen auch sehr solistisch. Gerade bei den Flöten

ist interessant, dass es eine größere Bandbreite an Stimmen

gibt, als im traditionellen Blasorchester. Das macht das Ensemble

für Flöten sehr reizvoll.

Auf der anderen Seite ist oft die Intonation ein Problem,

wenn man viel hohes Holz hat. Dazu fehlen bei der Woodband

leider oft die fundamentalen Bass-Stimmen, weil man

nicht auf ausreichende Bariton-Saxophone, Bassklarinetten

und Fagotte zurückgreifen kann. Das macht den Klangausgleich

schwierig. Ein weiterer Nachteil ist, dass es auch nicht

einfach ist, für diese ungewöhnliche Formation Noten zu

finden.

Wie gehst Du bei Deiner Suche nach Literatur für Woodbands

vor?

Wie gesagt, es gibt wenig Literatur für Woodbands. Gut ist

es, wenn man selbst arrangieren oder gar komponieren

kann. Dann lässt sich durchaus etwas für diese Besetzung

machen.Für die Woodband im diesjährigen Camp habe ich

beim Stück „Hoe down“ teilweise Stimmen neu gesetzt und

verteilt.

Das zweite Stück „Windfall“ ist aber tatsächlich eines der

wenigen Originale für Holzblasinstrumente eines Blasorchesters.

Das Stück ist von 1972 und wurde in den USA geschrieben.

Ich musste das Stück auch direkt aus Amerika

bestellen und am Zoll abholen. Es kam deshalb erst knapp

vor dem Camp an. Generell würde ich mir auf jeden Fall wünschen,

dass es für diese interessante Besetzung mehr Literatur

gibt.

Hast Du außerhalb des Camps schon einmal eine Woodband

geleitet?

Nicht direkt. Allerdings habe ich bereits verschiedene Kammermusik-Formationen

geleitet. Zum Beispiel Holzbläser-

Quintette oder auch Oktette. Diese klassischen Besetzungen

kommen dann aber grundsätzlich ohne Saxophon aus. Dass

man eine solche Woodband aus allen Holzblasinstrumenten

eines Blasorchesters formt, ist eher ungewöhnlich und noch

nicht sehr verbreitet. Es ist aber wie eine Art Mischung aus

Blasorchester und Kammermusik und das gefällt mir sehr.

abend einige große Fortschritte verzeichnen. Auch ihr Dirigent

ist zufrieden: „Wir haben zwar wenig Zeit, aber wir bekommen

das hin!“ Und damit es auch wirklich klappt, wird fleißig weiter

an den Stücken „Hoe-Down“ aus der Suite von Woodwinds,

dem Kult-Klassiker „Bohemian Rhapsody“ von Queen und

„Windfall“ von Bill Holcombe geprobt. Besonders wichtig sei

bei einer Holzbläserformation die Balance zwischen den einzelnen

Instrumenten und Klängen, erklärt Scherzinger den 28

Jugendlichen. „Das Fundament bilden die tiefen Instrumente.“

Hier also die zwei Baritonsaxophone und die Bassklarinette.

Die Spitze sind hingegen die hohen Instrumente, allen voran

die Piccoloflöte. Deshalb müsse jede Note perfekt artikuliert

und die Ohren für die Mitspielenden geöffnet werden, um eine

ausgewogene Klangbalance herstellen zu können. Und das

funktioniert schon gut. Das Klangfundament des „Woodband-

Hauses“ ist so stabil, dass sich die restlichen Instrumente

rundum wohl fühlen können. (mwi)

Ein Chor im BDB-Musikcamp? Aber bitte!

Musik machen mit dem eigenen Instrument? Kein Problem!

Aber das Instrument beiseite legen und die

körpereigene Stimme nutzen – das ist für viele eher

ungewohnt. Doch genau das schien für viele der Reiz gewesen

zu sein, am Chorworkshop teilzunehmen. In der Vergangenheit

gab es schon einmal die Möglichkeit, im Camp in einem

Chor zu singen und so keimte auch dieses Jahr wieder die Idee

zu einem Chor-Workshop wieder auf. Unsere Teamerin Helena

Warratz hat Musik auf Lehramt studiert und erweitert ihr Studium

momentan mit dem Fach Gesang. Außerdem leitet sie

drei Chöre, vom Kinderchor über den Gesangsverein bis hin

zum Kirchenchor – die passende Kandidatin also für die Leitung

des Workshops.

Mehr als 30 interessierte Teilnehmer und Teamer wollten hier

im Camp einmal in die Welt des Singens eintauchen. So wurden

sie am ersten Workshop-Tag mit Einsingübungen von Helena

leicht herangeführt. Weiter ging es mit kleineren Liedern und

einem afrikanischen Loop-Song. Das ist ein Lied, das beliebig

oft wiederholt werden kann und für den traditionellen „Bunten

Abend“ als Eröffnung eingeplant wurde. Als Programmpunkte

für den Freitagabend wurden außerdem „The lion sleeps tonight“

und „Oh happy day“ einstudiert. Die Jugendlichen waren

dem Chor gegenüber sehr aufgeschlossen, sodass sich das Ergebnis

schon nach kurzer Zeit hören lassen konnte. (jne)

Die Teamer – einmal musikalisch

Wenn alle Camp-Teilnehmer fleißig in den Proben des

A- und B-Orchesters sitzen, bleibt den Teamern oft

nichts anderes übrig als gespannt zuzuhören. So

mancher verspürt dann das Bedürfnis auch selbst einmal

musikalisch tätig zu werden. Damit die Teamer während der

Camp-Woche musikalisch nicht völlig auf dem Trockenen sitzen,

wurde die Teamer-Band ins Leben gerufen. Für den großen

Auftritt am Bunten Abend bereitet sich die Band in einigen

Proben nach der allmorgendlichen Teamer-Sitzung vor. Um die

Leitung in diesem Jahr kümmert sich Franz Schindler, der mit

humorvollen Metaphern und Feingefühl mit dem Ensemble die

Klassiker „Uptown Girl“ und „In The Summertime“ einstudiert.

Als langjähriger Teamer weiß Franz genau Bescheid, was die

Camp-Teilnehmer am Bunten Abend von der Teamer-Band erwarten.

Und um am Ende ein ausgewogenes Ergebnis zu erzielen,

sind sich da die Teamer auch nicht zu schade, kurzfristig

mal das Instrument zu wechseln. So rutschte Marco nach der

ersten Probe einmal quer durchs Ensemble von der Querflöte

auf die Posaune. Franz jedenfalls freut sich auf den Auftritt.

„Wir überzeugen dann mit feinen Klängen, während die Big

Band eher für den Punch verantwortlich ist“. (lec)

Campzeit 2018


15

Franz Schindler

Ein Musikcamp ohne Franz

Schindler ist eigentlich undenkbar.

Der 61-Jährige Dirigent

und Musikpädagoge ist

Teamer der ersten Stunde und

vom ersten Musikcamp an dabei.

Seine Schützlinge von damals,

Marc Mehler, Marco und Simon

Geigges sind heute in seine Fußstapfen

getreten und nun ebenfalls Teamer im Musikcamp.

Franz, du hast zum ersten Musikcamp eine Bücherkiste

mitgebracht und das allabendliche Vorlesen eingeführt.

Inzwischen bringen viele Teamer ihre eigenen Bücher

zum Vorlesen mit. Warum sind solche Rituale wichtig?

Die Kinder und Jugendlichen haben den ganzen Tag volles

Programm, stehen oft schon um sieben auf und gehen erst

um 23.30 Uhr ins Bett. Das Vorlesen lässt sie zur Ruhe kommen

und runterfahren und sorgt gerade bei den Jüngeren

dafür, dass sie sich wohl und aufgehoben fühlen. Auch weil

es Erinnerungen an das Kindsein weckt. Da glaube ich immer

noch voll und ganz an die Kraft von Geschichten und

Märchen. Für meine eigenen Kinder habe ich die Gute-

Nacht-Geschichten erfunden und weitergesponnen. Und

ich erinnere mich, dass auch Bernd Redemann anfangs

viele abenteuerliche Geschichten aus seinem Polizeidienst

erzählt hat – Geschichten von Verfolgungsjagden zum Beispiel.

Die waren zwar nicht erfunden, bei den Jungs aber der

Renner.

Du bist als Betreuer eingespannt, leitest Registerproben

und die Teamerband. Was ist im MC Deine liebste Rolle?

Meine Lieblingsrolle im Musikcamp passt ganz gut zu der

Tatsache, dass ich der älteste Teamer bin: ich sorge gerne

dafür, dass im Musikcamp ein guter Geist weht, und dass

es sowohl zwischen den Teamern als auch unter den Teilnehmern

menschlich funktioniert. Da kann ich die Gelassenheit

des Alters (schmunzelt) und meine ganze Erfahrung

aus Familie und Verein einbringen. Immerhin bin ich Vater

von vier Kindern und habe über viele Jahre Musikvereine,

Jugendkapellen und Chöre geleitet. Das macht mich quasi

zum Allrounder

Was macht das BDB-Musikcamp aus Deiner Sicht so

besonders?

Das, was das Musikcamp zu etwas Besonderem macht,

ist zum einen, dass die Musik im Fokus steht. Das hat sich

durch den Umzug in die Rheingießenhalle noch verstärkt,

was mich sehr freut. Jetzt sind wir noch mehr bei uns selber

und bei der Musik. Mehr als alles andere aber ist es der

Spirit, der hier herrscht. Er macht das Musikcamp wirklich

einzigartig. Eine Woche lang wird hier das große WIR gelebt,

und alle bringen sich mit ihrer Persönlichkeit für das große

Ganze ein. Hier werden anspruchsvolle Werke erarbeitet

und im Umgang mit einander soziale Fertigkeiten erworben.

Das Konzert ist dann die Demonstration all dessen und das

ist durch die Musik hindurch spürbar, auch für das Publikum.

DAS MUSS NICHT SEIN!

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Campzeit 2018


16

Wie viele Teilnehmer spielen welches Instrument?

0 10 20 30 40 50

Klarinette (42)

Querflöte (36)

Woher kommen die Teilnehmer?

Trompete (26)

Saxophon (22)

Schlagwerk (20)

Posaune (18)

Horn (14)

Tenorhorn (11)

Tuba (8)

Fagott (3)

Oboe (1)

8,64 %

1,62 %

0,51 %

Aus welchem

Musikverein kommen

die meisten Teilnehmer?

The Young

Winds

&

Musikverein

Elchesheim-

Illingen

Musikverein

Edelweiß

Busenbach

Alle Instrumente

im Camp sind für

insgesamt 436.000 €

versichert!

Musikverein

Winterspüren

2 1 3

0,51 %

Schweiz

0,51 %

79,81 %

8,1 %

Wie haben die Teilnehmer ihre

musikalische Laufbahn begonnen?

5,58 %

Wer hat welches Abzeichen?

23,46 %

40,22 %

32 %

46 %

16 %

30,72 %

Campstatistik (jne/lec)

Bläserklasse direkt mit Einzelunterricht

Blockflötenunterricht musikalische Früherziehung

Campzeit 2018


17

Der durchschnittliche

Camp-Teilnehmer...

52,16 %

47,84 %

...ist 16,9 Jahre alt

...war bereits 2,6 mal im Camp

...isst pro Tag 1,1 Würste

...trinkt pro Tag 2,6 Liter

... sammelt während

der Campwoche ca. 34

Getränkeflaschen-Deckel und

unterstützt damit den Verein

Deckel drauf e.V.

(www.deckel-gegen-Polio.de).

Dieser setzt den Materialwert

der Kunststoffdeckel

zur Finanzierung von

Schluckimpfungen Polio ein.

...übt 2,3 mal in der Woche

...spielt sein Instrument seit 8,7 Jahren

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Impressum

Bund Deutscher

Blasmusikverbände e. V.

Bläserjugend

V.i.S.d.P.

Christoph Karle

Layout und Gestaltung

Max Christoph Udri

Redaktion

Martina Faller [mfa], Julia

Neetzow [jne], Marie Wintergerst

[mwi], Lukas Eckert [lec]

Fotos

Mario Müller

Videos online

Niclas Seidel

Maria Münchenbach

Anzeigenredaktion

Gabi Wagner / Cordula

Hellmich, Bund Deutscher

Blasmusikverbände e.V.

Alois-Schnorr-Straße 10,

79219 Staufen

Druck

Habé Offset GmbH

Freiburger Straße 10

79312 Emmendingen

Auflage

1.500 Expl. am Konzert

6.500 Expl. in „blasmusik”

Erscheinungsdatum

25.08.2018

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Campzeit 2018


Empfohlen vom Bund Deutscher Blasmusikverbände e.V.

18

Nachwuchsarbeit

braucht Förderung

Das BDB-Musikcamp kann sich auch 2018 über großzügige Unterstützung aus der Wirtschaft

freuen. Die Marke lexoffice der Freiburger Haufe-Lexware GmbH unterstützt mit einem prominenten

Betrag die Jugendveranstaltung und trägt damit maßgeblich dazu bei, die Kostenentwicklung

abzufedern und die Teilnehmergebühren konstant zu halten. Warum das dem Softwareentwickler

ein Anliegen ist, darüber sprach Medienteamerin Martina Faller mit Michael Schönstein

von lexoffice.

Michael Schönstein ist

als Senior Business Architect

Marketing bei

der Haufe Group in Freiburg für

die Software „lexoffice“ im Einsatz.

In einem agilen Entwicklungsteam

mit 80 Kollegen wird

die Software seit 4 Jahren fortlaufend

verbessert, optimiert

und erweitert. Mittlerweile

nutzen über 70.000 Anwender

lexoffice für die automatisierte Online-

Buchhaltung. Als Amateurmusiker und Dirigent kennt

Michael Schönstein die Szene der Blasmusik und weiß

um die Schwierigkeiten und Herausforderungen auch im

Bereich des Vereinsmanagements, Sponsorings und der

Jugendarbeit.

Ihre Unterstützung des BDB-Musikcamps ist für uns ein

deutliches Signal: Warum ist Jugendarbeit für lexoffice ein

Anliegen?

Im Grunde geht es um Leidenschaft. Unsere Kunden sind

Selbstständige, Freiberufler oder kleine und mittlere Unternehmen.

Sie lieben, was sie tun, auch wenn es für sie einen

sehr hohen Einsatz bedeutet. Sie stellen etwas auf die Beine,

entwickeln sich weiter und steuern auf ihre Ziele zu. Genau

dieses Engagement beobachten wir auch beim BDB und es ist

eine große Freude, dass der Nachwuchs mit so viel Initiative

dabei ist. Die Mitglieder lieben die Musik, sie investieren viel

und erschaffen ganz viel Neues. Das ist keine Selbstverständlichkeit

heutzutage.

Auf den ersten Blick haben die Amateurmusik und ein

Softwareentwickler nur wenig miteinander gemein.

Welche Verbindungen gibt es zwischen lexoffice und der

Blasmusik?

Zum einen freuen wir uns natürlich, wenn wir einen starken

Verband aus der Region unterstützen können und speziell das

BDB-Musikcamp ist eine tolle Sache. Die Teilnehmer fiebern

dem Event entgegen und sie geben ihre Freude mit der Musik

zurück. Zum anderen arbeiten wir bei lexoffice agil und dem

Kunden zugewandt. Wir wollen unsere Anwender begeistern.

Das macht die Blasmusik auch – eben für die Zuhörer. Aber

hinter der Leichtigkeit nach außen, steckt einfach viel harte Arbeit

und Fleiß. Das sieht man nicht, doch jeder Beteiligte weiß

ein Lied davon zu singen. Das gilt für Blasmusiker genauso wie

für Softwareentwickler.

Mindestens so sicher wie mit ihrem Instrument sind die

Jugendlichen von heute im Umgang mit ihrem Smartphone.

Sind die Musikcamp-Teilnehmer Ihre Zielgruppe

von morgen?

Ja. Wer sein Hobby mit der Blasmusik später zum Beruf

macht, ist mit lexoffice auf jeden Fall gut beraten. Dennoch

ist lexoffice für alle geeignet, egal ob „Digital Native“ oder

„Digital Immigrant“. Wer mit dem Smartphone Fotos aufnehmen

kann, der kommt auch mit lexoffice zurecht. Das

Smartphone ist aber kein Muss. Wer lieber in Ruhe am Computer

arbeitet, kann lexoffice ebenfalls bequem am heimischen

Arbeitsplatz mit großem Bildschirm nutzen.

Blasmusik und Buchhaltung – der Spagat könnte kaum

größer sein. Was macht Sie so sicher, dass sich Blasmusiker

für Buchhaltung begeistern lassen?

Blasmusiker, die mit Musik ihren Lebensunterhalt verdienen

oder zumindest ein „Zubrot“, sparen mit lexoffice viel Zeit bei

der Buchhaltung. Denn der Papierkram weicht der digitalen

Ordnung, ganz von allein und damit bleibt mehr Zeit für die

schönen Dinge – für mehr Musik. Das klingt doch ganz gut,

oder nicht? (mfa)

Empfohlen von

Bund Deutscher Blasmusikverbände e.V.

e.V.

Empfohlen vom Bund Deutscher

Campzeit 2018


cher Blasmusikverbände e.V.

19

Mein Papierkram

macht sich von allein!

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Als Mitglied des BDB erhalten Sie

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Mit der Online-Software sind Ihre Rechnungen in Sekunden erstellt. Wiederkehrende

Rechnungen versendet lexoffice automatisch. Sie beobachten einfach, wie die Zahlungen

sauber getaktet eintreffen, z.B. unterwegs auf dem Smartphone.

Campzeit 2018


20

Und die Favoriten sind...

Jedes der ausgewählten Stücke für das Abschlusskonzert hat seinen eigenen Charme und

seine eigene Geschichte. Doch welches ist den Musikerinnen und Musikern besonders ans

Herz gewachsen und ihr erklärtes Lieblingsstück? Um das herauszufinden, haben wir in den

beiden Orchestern wieder eine Umfrage gestartet. Was herauskam und was die Dirigenten

dazu sagen, erfahrt ihr hier.

Die Wahl des B-Orchesters: Into the Joy of Spring – James

Swearingen

Das Lieblingsstück des B-Orchesters hat sich hingegen weniger

schnell herauskristallisiert. Die Wahl fiel schlussendlich

auf Into the Joy of Spring von James Swearingen. In drei Sätzen

schildert das Stück den Übergang vom kalten und stürmischen

Winter in einen erblühenden Frühling.Das Werk beginnt mit

dem dunklen und furiosen ersten Satz Winter‘s Fury. Hier wird

der Winter mit all seinen Facetten vorgestellt. Danach wird das

Stück ruhig und melodiös. Das Trompetensolo leitet das Frühlingserwachen

ein. Allmählich, aber nur ganz langsam, beginnen

in Spring’s Awakening die Blumen zu blühen. Verträumte,

getragene Passagen und Soli erzählen von der Schönheit der

Natur, bevor der feierliche dritte Satz A Celebration of Joy den

Frühlingsbeginn feiert. Der Facettenreichtum hat einem Teilnehmer

des B-Orchesters besonders gut gefallen. Durch anspruchsvolle

Läufe steige die Herausforderung und animiere

so die Mitspielenden noch einmal mehr die Noten aufmerksam

zu studieren.

Was sagt der Dirigent Oliver Grote dazu?

„Ich habe eigentlich schon damit gerechnet, dass sich das Orchester

für dieses Stück entscheidet“, so Oliver Grote. Into the

Joy of Spring ist auch sein Favorit. Das Ergebnis sei vorhersehbar

gewesen, denn das Lieblingsstück vom letzten Jahr war

vom gleichen Komponisten, James Swearingen. „Aber die Musik

des Komponisten macht den Jugendlichen einfach Spaß“.

Das Besondere an diesem Werk seien sein „sinfonischer Anstrich“

und der hohe Schwierigkeitsgrad, erklärt Grote. Zwar

habe er mit dem Orchester zu Beginn etwas Zeit gebraucht,

dieses schwere Stück technisch zu erarbeiten, aber diese Hürde

konnte überwunden werden und jetzt „macht das Stück natürlich

umso mehr Spaß.“

Was Oliver Grote noch über Into the Joy

of Spring denkt, und weshalb er dieses

Werk ausgewählt hat, erfahrt ihr im Interview

auf YouTube unter BDB-Bläserjugend.

(mwi)

Die Wahl des A-Orchesters: Castellum – Mario Bürki

Das Siegerstück des A-Orchesters konnte schnell gekürt werden.

Castellum von Mario Bürki gewann haushoch und ließ alle

anderen Werke weit hinter sich zurück. Doch was bedeutet

Castellum eigentlich? Als Castellum wird ein Militärlager der

Römer bezeichnet. Es stellte für die Römer einen wichtigen

Bestandteil ihrer Kriegsstrategie dar. Unter anderem von diesen

Bauten hat sich Mario Bürki inspirieren lassen. Das Werk

erzählt aber auch vom Alltag in der römischen Stadt Augusta

Raurica und der Arbeit der Bauern auf dem Land. Die Musiker

des A-Orchesters sind sich einig: Besonders viel Gänsehaut

bereiten die Passagen, die an Kampfszenen erinnern. „Es ist

schon sehr beeindruckend, wenn es auf einmal laut wird und

man sich dann bildlich vorstellen kann, wie eine römische Legion

rumtrampelt und kämpft“, sagt eine Musikerin begeistert.

Auch für das Ohr des Zuhörers klingt es sehr nach bildhafter

Filmmusik. Welcher Film wird also vor ihrem inneren Auge

ablaufen?

Was sagt der Dirigent Mario Bürki dazu?

Mario Bürki wollte die Stückauswahl möglichst breit und

vielfältig gestalten, verriet er uns im Interview. Aufgrund der

Vielfalt, „hätte es jedes der Stücke sein können“, das sich als

Lieblingsstück der Musiker entpuppt. Deshalb „war ich schon

positiv überrascht, dass es jetzt gerade auf das Filmmusikwerk

Castellum gefallen ist“, so Bürki weiter. Aber die Entscheidung

sei nachvollziehbar, denn „es ist eben alles drin was man gerne

mag und worunter man sich etwas vorstellen kann.“

Das komplette Interview mit Mario Bürki

mit weiteren Details und Informationen

über sein neues Werk Castellum, findet

ihr auf dem YouTube-Kanal der BDB-Bläserjugend.

(mwi)

Campzeit 2018


21

UC-XL

UC-L

UC-M

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Ich finde, die beste Basis für

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Campzeit 2018


22

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Campzeit 2018


23

BDB-Musikcamp 2018

Abschlusskonzert

Samstag, 25. August 2018, um 19.00 Uhr in der Rheingießenhalle Rust

Woodband

(Jakob Scherzinger)

Windfall

Bill Holcombe

Hoe-Down (aus der Suite for Woodwinds)

Adam Gorb

Brassband

(Martin Baumgartner)

The last night of fall

Etienne Crausaz

B-Orchester

(Oliver Grote, Mario Bürki)

Funkadelic

Jones Dean

March for a Festival

Bruce Pearson

Beyond the Riverbend

Robert Sheldon

Flowerfield Rock

Mario Bürki

Into the Joy of Spring

James Swearingen

Shape of you

Ed Sheeran

Arr. Matt Conaway

A-Orchester

(Mario Bürki, Oliver Grote)

Mazedonia

Mario Bürki

Folksongs from Sunnmore

Mario Bürki

Velocity

Robert Sheldon

Castellum

Mario Bürki

Milestone

Mario Bürk

Campzeit 2018


Musikcamp

STARKE TÖNE - TOLLER SOUND 2018

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