PolarNEWS Magazin - 27 - D

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Dies & Das

Wir lieben es frostig!

Kompromisslos und engagiert sorgen wir für die umweltgerechte und wirtschaftliche Kältetechnik.

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Danke!

Eiszeit

gastronomie

SSP Kälteplaner AG | CH-4702 Oensingen | CH-6004 Luzern | CH-1800 Vevey

Tel +41 62 388 03 50 | www.kaelteplaner.ch

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Chemie

SSP Kälteplaner AG | D-87787 Wolfertschwenden

Tel +49 8334 259708 0 | www.kaelteplaner.ch

Als wir den Geschäftsführer Beat

Schmutz 2004 anfragten, ob er für seine

Firma SSP|Kälteplaner.ch in unserem

Magazin ein Inserat schalten wolle,

hat er spontan zugesagt. Das machte

uns Mut, denn ein Magazin zu machen,

ist teuer. Ohne Inserate wäre das

nicht möglich. Zumal PolarNEWS

noch immer gratis verteilt wird.

Seit der ersten Ausgabe hat Beat unserem

Magazin die Treue gehalten und in

jeder Ausgabe ein Inserat geschaltet.

Bis heute. Er ist somit nicht nur unser

ältester Inserent, sondern auch der passionierteste

Fan von PolarNEWS. Jetzt,

wo wir uns aus PolarNEWS zurückziehen,

möchten wir dir dafür danken.

Denn Fans wie du machen PolarNEWS

erst möglich. Danke!

Rosamaria und Heiner Kubny

Eis, Eis, Eis, immer wieder, von allen Blickwinkeln

und an allen möglichen Orten: Der

Fotograf Philippe Bourseiller hat jahrelang

Eis auf der ganzen Welt beobachtet und fotografiert.

Die Bilder des fünffach mit dem

World Press Award ausgezeichneten Franzosen

sind immer wieder überraschend, bezaubernd

und irritierend. Der Journalist Brice

Perrier hat dazu viele Spezialisten zum Thema

Eis und Klimawandel interviewt. «Nur

Eis» klingt langweilig? Bourseiller zeigt, dass

Eis extrem spannend ist.

Philippe Bourseiller (Bilder), Brice Perrier

(Text): Eis. Knesebeck. 296 Seiten, 45 Euro.

Panorama-Ansichten

Seit dreissig Jahren zieht es den österreichischen

Landschaftsfotografen Christoph Ruhsam

immer wieder in die Arktis, wo er mit Vorliebe

grossformatige Panoramabilder schiesst.

Nun versammelt er seine besten Fotografien im

Bildband «Frozen Latitudes» und erzählt dazu

Geschichten und Erlebnisse aus seiner Arbeit.

Als Schriftführer der Österreichischen Gesellschaft

für Polarforschung interessiert Ruhsam

auch der Klimawandel, deshalb erklärt der Klimaforscher

Wolfgang Schöner im sechsten und

letzten Kapitel die aktuellsten Forschungsergebnisse

zum Thema. Landschaftsbilder von

faszinierender Schönheit, Texte in Deutsch und

Englisch.

Christoph Ruhsam: Frozen Latitudes.

Seltmann+Söhne, 288 Seiten, 59 Euro.

Meinung

Armer Eisbär

Am 28. Juli dieses Jahres gingen die Gäste der MS «Bremen», einem Schiff der Reederei

Hapag-Lloyd, in einer Bucht in Spitzbergen an Land. Ein Eisbär griff einen der Guides

an und verletzte ihn schwer, der Eisbär wurde erschossen. Das Bild des toten Eisbären

löste in den sozialen Medien und den Kommentarspalten digitaler Zeitungen massive

Shitstorms aus. Der Tenor der weltweiten Empörung: Armer Eisbär – Reisen in polare

Gebiete gehören verboten – Eisbären-Störer sind Arschlöcher (sorry für den Ausdruck,

aber so steht es in vielen Kommentaren) – Stört die Natur nicht! Und so weiter.

Fakt ist: Der Fehler war nicht, dass der Guide auf den Eisbären geschossen hat. Sondern

dass die Expeditionsleitung diesen Landgang gar nie hätte erlauben dürfen. Denn erstens

war bekannt, dass sich seit Tagen ein Eisbär in der Gegend aufhielt. Zweitens lag

am Strand ein Walkadaver – und wo Futter ist, sind auch Eisbären. Um das zu wissen,

braucht es nicht mal eine spezielle Ausbildung.

Aber der Schaden ist nun angerichtet. Trotzdem in aller Kürze die eine und andere

Bemerkung für polternde Kommentarschreiber:

• Landgänge in Spitzbergen dürfen per Gesetz nur mit bewaffneter Begleitung durchgeführt

werden.

• Wer bedrohte Tiere in freier Wildbahn live erlebt hat, wird zu Hause zum besten Botschafter

für den Tierschutz. Das ist der ewige Widerspruch zwischen Tierschutz und

Tourismus. Aber es ist nun mal so.

• Was unterscheidet eine Reise in polare Gebiete von einer Safari in Afrika oder einer

Wanderung zu den einheimischen Auerhähnen? Nichts! Die Präsenz des Menschen

beeinflusst die Tierwelt überall. Wer also im Sinne geschützter Natur die Reisen in

polare Gebiete verbieten will, darf konsequenterweise überhaupt nicht mehr reisen.

Nicht mal mit der Seilbahn in die eigenen Berge.

• Dieser Vorfall passierte aufgrund eines eindeutigen Fehlentscheids einer verantwortlichen

Einzelperson. Harte Konsequenzen sind da richtig. Aber es macht keinen Sinn,

deswegen die ganze Reisebranche zu verdammen.

• Und ja: Für fundierte Kommentare ist es überaus hilfreich, wenn man den Unterschied

zwischen Eisbären und Pinguinen kennt.

Christian Hug

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