18.09.2018 Aufrufe

Bahnsport 10/2018

Liebe BSA-Leser, herzlich willkommen zu unserer Oktober-Ausgabe. Dieser Monat hat es zwar nochmal so richtig in sich mit den letzten noch ausstehenden Rennen dieses Jahres, verheißt damit einhergehend aber leider auch das Ende der Sommersaison. Doch bevor sich jetzt die Wehmut bei uns breitmacht, haben wir erst einmal noch allen Grund zur Freude. Fast parallel zu unserem Erscheinen dürfen wir uns als erstes einmal auf den neuen Langbahnweltmeister freuen. Anmerkung: Zum Zeitpunkt unseres Redaktionsschlusses haben wir noch gut zwei Wochen bis dahin und drücken natürlich „unserem“ Smoli ganz feste die Daumen für sein großes Langbahn-Ziel, den WM-Einzeltitel...

Liebe BSA-Leser,
herzlich willkommen zu unserer Oktober-Ausgabe.
Dieser Monat hat es zwar nochmal so
richtig in sich mit den letzten noch ausstehenden
Rennen dieses Jahres, verheißt damit einhergehend
aber leider auch das Ende der Sommersaison.
Doch bevor sich jetzt die Wehmut
bei uns breitmacht, haben wir erst einmal noch
allen Grund zur Freude.
Fast parallel zu unserem Erscheinen dürfen wir
uns als erstes einmal auf den neuen Langbahnweltmeister
freuen. Anmerkung: Zum Zeitpunkt
unseres Redaktionsschlusses haben wir noch
gut zwei Wochen bis dahin und drücken natürlich
„unserem“ Smoli ganz feste die Daumen
für sein großes Langbahn-Ziel, den WM-Einzeltitel...

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN
  • Keine Tags gefunden...

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

48. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 10/18

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Jörg Tebbe holt Langbahn-DM-Titel

vor Smolinski und Diener

und Team-WM-Bronze

SPEEDWAY-WM: Tai Woffinden lässt Federn, B.Zmarzlik holt auf

SPEEDWAY-EM: Leon Madsen ist Europameister

SEITENWAGEN-DM: Titel für M.Venus/M.Heiß

KLASSIKER: Cloppenburg und Vechta


24mx.de | info@24mx.de | 03 222 / 10 90 900

49,99€

99,99€

24MX Race Campingtisch

Unser Campingtisch ist sensationell

praktisch! Dieses Set ist leicht aufgebaut

und genauso schnell wieder verstaut.

19,99€

39,99€

Twenty Rapid Fuel Jug 20L

Mit dem Twenty Rapid Fuel Jug tankst

du bequem in nur wenigen Sekunden,

ganz ohne Kleckern und Spritzen.

ab

99,99€

Plastik-Kit

5-teiliges Plastik-Kit bestehend aus vorderem

und hinterem Kotflügel, Seitenteilen,

Kühlerverkleidung und Nummerntafel.

24MX behält sich eventuelle Preisänderungen vor. Für die Richtigkeit

der Angaben und die Verfügbarkeit der Produkte wird nicht garantiert.

ab

99,99€

Komplettes Dekor-Kit

Dekor-Kit: Kühlerflügel, Tank, Kotflügel vorne

und hinten, Gabelbeinschutz, Luftfilterkasten,

Schwingarm und Startnummerntafel.

49,99€

99,99€

24MX Umweltmatte

Diese praktische Matte absorbiert über

1L Öl. Größe: 1m x 2m!

SCHAU AUF 24MX.DE VORBEI!


Freud und Leid: Patryk Dudek gewann den Slowenien-Grand-Prix in Krsko, ein paar Tage später 10

verletzte er sich bei einem schwedischen Ligarennen, was das Saison-Aus bedeuten könnte

SPEEDWAY

WM: GP 7 - Gorzow/PL 6

WM: GP 8 - Krsko/SLO 10

WM: Junioren Team Outrup/DK 13

EM: Einzel, Paar + Junioren Team

Daugavpils/LV, Brovst/DK,

Daugavpils/LV 14

DM: Team Cup Berghaupten 25

Teterow + Ludwigslust 26

Cloppenburg 28

ADAC-Bundesendlauf Herxheim

+ Nordhastedt + Wolfslake 30

LANGBAHN

WM: Team + Trophy 125 ccm

Morizes/F 20

24

Foto oben: Jarek Pabijan; Foto unten: Ubbo Bandy

LANGBAHN

DM: Solo Scheeßel

DM: Seitenwagen Bad Hersfeld

22

24

Pfarrkirchen, Berghaupten,

Schwarme, Zweibrücken 32

GRASBAHN

Vechta 34

SONSTIGES

People & Facts 4

International 36

Bazar 43

Vorschauen 44

Termine/Letzte Meldungen/

Impressum 46

Sensation: Jörg Tebbe wird Deutscher Langbahnmeister vor Martin Smolinski und Bernd Diener

Zum Titelbild: Jörg Tebbe holt sich den Deutschen Langbahnmeistertitel in Scheeßel • Foto: Rudi Hagen

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe BSA-Leser,

INHALT & EDITORIAL

Ende Gelände

herzlich willkommen zu unserer Oktober-Ausgabe.

Dieser Monat hat es zwar nochmal so

richtig in sich mit den letzten noch ausstehenden

Rennen dieses Jahres, verheißt damit einhergehend

aber leider auch das Ende der Sommersaison.

Doch bevor sich jetzt die Wehmut

bei uns breitmacht, haben wir erst einmal noch

allen Grund zur Freude.

Fast parallel zu unserem Erscheinen dürfen wir

uns als erstes einmal auf den neuen Langbahnweltmeister

freuen. Anmerkung: Zum Zeitpunkt

unseres Redaktionsschlusses haben wir noch

gut zwei Wochen bis dahin und drücken natürlich

„unserem“ Smoli ganz feste die Daumen

für sein großes Langbahn-Ziel, den WM-Einzeltitel!

Aber auch das Abschneiden bei der Team-WM

im französischen Morizes verlief durchaus positiv.

Zur Bronzemedaille gratulieren wir unserem

„Newcomer“-Team ganz herzlich.

Nationalmannschaftskapitän Jörg Tebbe gewann

darüber hinaus auch noch ganz frisch die

Deutsche Langbahnmeisterschaft in Scheeßel

vor Martin Smolinski und Bernd Diener und verwies

somit die starke Konkurrenz aus dem Süden

auf die Plätze. Alles Gute auch zu diesem

Erfolg!

Aber auch in Sachen Speedway war und ist eine

Menge los. So steht zum Beispiel das große

Bundesliga-Finale unmittelbar bevor. Während

das Hin-Rennen beim Rekordmeister in Landshut

steigt, wird der Deutsche Meister dieses

Jahr am 3. Oktober in Wittstock gekürt. Und ob

dann die Teufel oder die Wölfe obenauf sein

werden, das steht aktuell noch in den Sternen.

In anderer Sache darf sich ein Devil aber auf jeden

Fall schon freuen, Leon Madsen ist neuer

Europameister, herzlichen Glückwunsch dazu!

Wie Sie unschwer merken, ist dies eine Zeit der

Entscheidungen, einhergehend mit Spannung

und Vorfreude. Und ich finde das toll. Und zwar

nicht nur die Tatsache, dass sich somit die Dinge

klären, sondern auch dieses Fieber drum herum,

das uns über die ganze Saison begleitet.

Entweder man ist Bahnsportler oder man ist

keiner. Wenn man aber einer ist, dann meist

schon von klein auf und dann durch und durch.

Und das ist eine derart schöne Begeisterung,

die mich immer wieder erfreut ... auf dem Rennplatz

zum einen genauso wie in vielen sehr

freundlichen und herzlichen Telefonaten zuletzt.

Danke, dass Sie/Ihr an unserer Seite sind/

seid! Wir freuen uns mit jeder neuen Ausgabe,

Ihr/Euer Fachmagazin zu sein.

Was ich auch auf jeden Fall noch erwähnen und

keinesfalls vergessen möchte, ist der tolle

Sport, den der Nachwuchs schon zeigt ... ob

beim ADAC Bundesendlauf in Herxheim oder der

DMSJ Meisterschaft in Olching oder überhaupt

fast Wochenende für Wochenende, Hut ab!

Und jetzt Spotlight an für den Oktober! Und weil

eine Saison auch einen gescheiten Abschluss

braucht, kann ich Ihnen abschließend nur

wärmstens noch den alljährlichen Saisonkehraus

in Dohren empfehlen, das ist Racing, Kult

und Feuerwerk alles in einem! Also nix wie auf

die Rennbahn! In diesem Sinne einen schönen

goldenen Oktober!

MfG

Nadine P.

Besuchen Sie uns auf

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 3


PEOPLE & FACTS

herrlichem Sonnenschein von früheren Helfern, jungen Fahrern, Fans und

MSVH-Vorstandsmitgliedern mit Jubel empfangen und durch ein Spalier

von Motorrädern zu ihrem früheren Team-Zelt geführt, wo auch ihr früheres

Rennmotorrad wartete. Symbolisch als Start in einen neuen Lebensabschnitt

durfte Nadine nochmals am Gashahn drehen und das Startband

hochgehen lassen.

Die Motorsportvereinigung Herxheim wünscht der Wirtschaftsprüferin

Nadine und ihrem Micha alles Gute für die kommende Zeit.

• Text u. Foto: Edelbert Müller

Vorzeitiges Saisonende

für Patryk Dudek?

Drei Tage nach seinem GP-Sieg im slowenischen Krsko nahm Patryk Dudek

in Malilla an einem Semifinalrennen der schwedischen Elitserien teil.

In Heat 11 lag der Pole an 2. Stelle, verlor jedoch die Kontrolle über sein

Bike, touchierte das Hinterrad von Peter Ljung und beide Fahrer gingen zu

Boden. Der Sturz erwies sich für den Polen als verhängnisvoll. Er wurde

ins Krankenhaus eingeliefert, wo man einen Armbruch vermutete. Leider

wurde der verletzte rechte Arm nicht geröntgt. Um diese Untersuchung so

schnell wie möglich durchzuführen, fuhr Dudek in ein anderes Krankenhaus

nach Växjö (zirka 80 Kilometer von Malilla entfernt), aber auch dort

halfen die Mediziner dem Fahrer nicht. Erst am Mittwoch früh wurde der

Arm in Zielona Gora genau untersucht. Dudek hatte sich beim Sturz einen

Bruch des Oberarmknochens zugezogen und die Ärzte rieten dem 26-Jährigen,

sich schnell operieren zu lassen. Dudek entschied sich für eine

Fachklinik in Barcelona, wo sich unter anderem Jason Doyle und Emil Saifutdinow

Operationen unterzogen hatten. Am 13. September flog der Pole

nach Katalonien und lag schon am nächsten Tag auf dem OP-Tisch.

Die Chance, dass Dudek in dieser Saison noch Speedwayrennen bestreiten

wird, ist gering. Der Fahrer lag in der WM an 5. Position und kämpfte

um eine Medaille, wird jedoch durch die Verletzung den GP-Runden in Teterow

und Torun fernbleiben müssen. Nun ist es unwahrscheinlich, dass

Dudek in der Gesamtwertung unter den Topacht bleibt.

Wir wünschen dem polnischen Speedwayfahrer gute Besserung.

• Text: Georg Dobes; Foto: Jarek Pabijan

Nadine Bärmann (Frenk)

in die Ehe gestartet

Die bisher erfolgreichste Bahnsport-Amazone und langjährige Clubfahrerin

der Motorsportvereinigung Herxheim, Nadine Frenk, hat Ihren Micha

geheiratet und nennt sich nun Bärmann.

Nach der standesamtlichen Trauung im Museum in Herxheim, bei der die

Verbandsbürgermeisterin Hedi Braun persönlich die Trauung vornahm,

fand nun am 17. August 2018 auch die kirchliche Trauung in einer idyllisch

gelegenen Kapelle in Appenhofen unweit von Herxheim statt. Nach einer

stimmungsvollen Trauungszeremonie wurde das neuvermählte Paar bei

Spannung vor dem Rennen:

Holgis 911 Porsche und Brösels

Red Porsche Killer stehen bereit

Werner-Rennen –

der größte Knaller seit Ben Hur

Vor 30 Jahren machte das erste Werner-Rennen mit über 200.000 Zuschauern

Schlagzeilen. Nun, 30 Jahre später, wollte man nicht dieselben

Fehler noch einmal machen und plante alles sehr genau.

Verkehrsschilder vom Elbtunnel bis Flensburg (von denen viele wegen

dem Werner-Emblem schon vor dem Rennen geklaut wurden), Sperrung

der Bundesstraße zwischen Bad Bramstedt und Bad Segeberg und nur für

Besucher und Anwohner frei. Dazu folgende Zahlen: 50 Kilometer bespannte

Bauzäune, ein Kilometer Schwerlaststraße, 200 Hektar Festival-

Gelände, 500 Mobiltoiletten, 250 Metall-Mobil-WCs, 250 Einheiten wassergespülte

WCs, 250 Urinalplätze, 1500 Lkw mit Material. 75 Lkw mit

Bühnenmaterial für vier Bühnen mit 90 Gruppen wie BAP, Chapman usw.

10 Sattelzüge Tontechnik, 33 Sattelzüge Lichttechnik, 3000 Mitarbeiter,

1800 Securities und Ordner, 150 Rettungskräfte, 40 Dieselaggregate für

12 Megawatt Stromleistung.

Für den Motorsport war auch gut gesorgt. Insgesamt 1100 Fahrer in acht

Rennklassen waren dabei. Von einer extra gebauten Crosspiste über Flattrackstrecke

bis zur Dragster-Piste, auf der auch das Werner-Rennen stattfand.

Höhepunkt am vierten Tag war natürlich das Revanche-Rennen. Holgi mit

seinem roten 911er gegen Brösels Red Porsche Killer. Hier standen dann

richtige Menschenmassen, von denen die meisten wegen der doppelten

Leitplanke sicher nur das Dach des Porsches und den Helm von Brösel sahen.

Hierbei handelte es sich um Sicherheitsmaßnahmen, die von Röttger

Feldmann (Brösel) im Vorfeld auch kritisiert wurden. Das Rennen selbst

gewann dann zur großen Überraschung Brösel mit seiner viermotorigen

Horex. Auf jeden Fall war diese Revanche vor gut 50.000 Menschen ein

voller Erfolg und im nächsten Jahr könnte eine weitere Revanche folgen.

• Text u. Fotos: Jörn Werner

JAP mit

Scheibenbremse

auf dem Drag Strip

4 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


German Speedway Tour

führt Kategorisierung

der Veranstaltungen ein

Die German Speedway Tour verbindet mit einer gemeinsamen Wertung alle

offenen Rennen der Vereine der Speedway Veranstalter Gemeinschaft.

Die Erfahrungen mit der Erstellung der Rangliste haben in der Vergangenheit

bereits dazu geführt, dass die Veranstaltungen in Paar- und in Teamwertung

gleichwertig in das Ergebnis eingegangen sind. Aus der Betrachtung

der teilnehmenden Sportler bei den Veranstaltungen wird nun eine

weitere Konsequenz gezogen. Dabei wird die vom DMSB-Fachausschuss

erstellte Kategorisierung in die Wertung mit einbezogen.

Natürlich stellt es für einen Sportler eine andere Herausforderung dar,

sich gegen einen in die Kategorie B eingestuften Kontrahenten durchzusetzen

als gegen einen Aktiven aus der Kategorie C. Daher werden die Veranstaltungen,

bei denen mehr als die Hälfte der deutschen Teilnehmer

aus der Kategorie B sind, mit drei Sternen bewertet. Die Sportler erhalten

dafür in gewohnter Weise die volle Punktzahl. Bei Veranstaltungen, bei

denen bis zu 50 Prozent der deutschen Teilnehmer aus der Kategorie B

sind, erhalten die Aktiven die Hälfte der Punkte der Rennen. Bei Veranstaltungen,

bei denen kein Fahrer der Kategorie B startet, gibt es ein Viertel

der Punkte.

Aus dieser Kategorisierung der Veranstaltungen ergibt sich die Rangliste.

Die vorderen Plätze werden zurzeit von Aktiven der Kategorie B belegt.

Dies spiegelt sicher auch die Leistungsfähigkeit dieser Sportler in offenen

Rennen wider. An der Spitze der Wertung steht der amtierende deutsche

Meister Martin Smolinski, der mit diesem Platz unterstreicht, dass

er auch in offenen Rennen immer hochmotiviert und erfolgreich unterwegs

ist.

Noch stehen die traditionellen Herbsttermine in Meißen, Olching, Dohren

und Wittstock aus. Es sind daher noch viele Punkte zu vergeben, bis der

diesjährige Gewinner der German Speedway Tour feststeht. Nach Abschluss

der Serie werden wir den Endstand natürlich veröffentlichen • SVG

Spendenbereitschaft groß

Es gibt sie noch und die Spendenbereitschaft für die Bahnsport-Unfallhilfe

ist groß. Auf diesem Wege möchten wir uns bei den Spendern bedanken:

Peter Möller ............. 200,00 Euro

Karl Demuth ............. 100,00 Euro

Frank Bretschneider ... 80,00 Euro

Veronika u. Bernhard

Mika .......................... 70,00 Euro

Renate u. Erich

Schäfferer ................. 50,00 Euro

Josef Heile .................. 50,00 Euro

Helmut Evers .............. 50,00 Euro

Max Fischer ................ 32,50 Euro

Wiebke Lüders ............ 30,00 Euro

Hannelore Wenger ...... 30,00 Euro

Patrik Fiecker .............. 25,00 Euro

Hartmut Henkel ........... 15,00 Euro

Hör’ mal, wer da spricht

Heute: „The Voice“

Michael Schubert

Zu den vielbeschäftigten Sprechern

auf deutschen Bahnen gehört

Michael Schubert, genannt

„Schubi“ oder „The Voice“. Der

50-jährige geborene Hamburger

ist auf dem Land aufgewachsen

und wohnt mit Frau Sabine und

drei gemeinsamen Kindern in

Moorrege, Kreis Pinneberg, in

Schleswig-Holstein, nur zirka 25

km von der Hansestadt entfernt.

Der gelernte Fotograf und Fotokaufmann,

der mittlerweile als

Vertriebsleiter für Sägewerktechnik

in aller Welt unterwegs ist,

kam, wie er selbst sagt, durch Zufall

zum Job des Stadionsprechers,

zuerst beim Fußball, dann beim

Speedway und auf der Langbahn.

„1994 suchte der TSV Uetersen aus der Oberliga Hamburg einen Stadionsprecher“,

blickt Michael Schubert zurück, „ich habe bei denen früher

selbst Fußball gespielt und so war ich urplötzlich Sprecher bei deren Hallenturnier

mit Showprogramm, wo auch viele Prominente eingebunden

waren, so zum Beispiel Carlo von Tiedemann oder Jens Riewa von Radio

Hamburg.“

Die Verbindung zum Bahnsport kam später. Schuberts Schwiegervater

Wolfgang Schütt aus Brokstedt brachte ihn schon zu der Zeit auf den (Methanol-)Geschmack,

als noch beim MSC Krupunder gefahren wurde. Da

„Schubi“ auch kleine Berichte für die Uetersener Nachrichten schrieb,

wurde er von Holger Lund gefragt, ob er nicht mal über seinen Schwager

Stephan Katt schreiben könne.

Damit war die Verbindung zum MSC Brokstedt hergestellt, die dann bei

Michael Schubert anfragten: „Willst du nicht mal bei uns sprechen?“ So

fand er sich in die Sprecherrolle bei den Brokstedtern ein, zuerst als Co-

Sprecher von Klaus Witt und 2011 als dessen Nachfolger.

Mit seinem Fachwissen und seiner Stimmgewalt machte sich „Schubi“

dann relativ schnell einen Namen im Bahnsport. „Gegen Stralsund habe

ich mein erstes Bundesligarennen gesprochen, dann kam eine Anfrage

für die Night of the Fights in Cloppenburg, dann fragte Josef Hukelmann

aus Werlte bei mir an und so nahm die ganze Sprechergeschichte volle

Fahrt auf“, erinnert er sich.

Mittlerweile ist Schubert bei mehr als 30 Veranstaltungen pro Jahr als

Sprecher beim Speedway, Eisspeedway und auf der Langbahn beschäftigt,

darunter viele nationale und internationale Prädikate mit dem Höhepunkt,

dem Deutschland-GP im Speedway 2016. Schubert: „Meine Familie

hat sich damit arrangiert, dass ich oft unterwegs bin. Ich habe einen

guten Job und kann auch Bahnsport-Sachen absagen.“

Auf der Bahn will Michael Schubert, der sich selbst als anständig, gut erzogen

und gebildet beschreibt, die Leute unterhalten und etwas Gutes für

den Bahnsport tun. „Ich ticke wie ein Sportler und mein Adrenalinspiegel

ist während meines Sprecherjobs hoch. Nach dem Rennen muss ich dann

meine Ruhe haben.“ • Text u. Foto: Rudi Hagen

+

Auch Sie können mit einer kleinen Spende

auf nachfolgend genanntes Konto helfen.

Bahnsport-aktuell-Unfallkonto“ Raiffeisenbank Rodenbach IBAN DE28 5066 3699 0000 0495 57

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 5


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 7 - Gorzow/PL

Martin Vaculik

überrascht

Etwas überraschend triumphierte Martin Vaculik in Gorzow. Tai Woffinden stand wieder

auf dem Podium und führt die WM-Wertung weiterhin an. Referee Krister Gardell

brachte Patryk Dudek um den möglichen Tagessieg.

Als es um 17:45 Uhr in Gorzow anfing, heftig zu

regnen, war eine reibungslose Durchführung

des GP-Rennens im Edward-Jancarz-Stadion in

Gefahr. Doch Gott sei Dank war es mit dem Regen

bereits nach zirka 20 Minuten vorbei. Man

ordnete einen intensiven Bahndienst an und

verzichtete auf die übliche Fahrervorstellung.

Zwanzig Minuten später als geplant war es

dann soweit und die Teilnehmer des Auftaktlaufes

rollten ans Startband. Die Bahnverhältnisse

waren anfangs ziemlich schwierig, aber

schon nach einigen Heats wurden sie besser

und die Zuschauer bekamen guten Sport geboten.

Das Finale ist logischerweise immer der Höhepunkt

einer GP-Veranstaltung. In Gorzow war

es auch nicht anders, aber es zog sich diesmal

sehr in die Länge. Den Endlauf brach Krister

Gardell aus Schweden nämlich nicht weniger

als dreimal ab und Patryk Dudek war am Ende

der tragische Held. Beim ersten Mal kam es

dem Unparteiischen so vor, als ob Dudek einen

unkorrekten Start fabriziert hätte. Er lag falsch,

weil der Pole einen perfekten Start hingelegt

hatte. Der Referee gab seinen Fehler zu, denn

er verwarnte Dudek nicht. In der Wiederholung

startete der 26-Jährige von der zweiten Bahn

wieder sehr gut, brachte jedoch dabei seine

Maschine nicht unter Kontrolle und fuhr bis

zum Kurveneingang auf dem Hinterrad. Da

reichte der ausgestreckte Ellenbogen von Bartosz

Zmarzlik völlig aus, um Dudek zu Fall zu

bringen. Gardell machte keinen Laufabbruchverursacher

aus und ordnete den nächsten Rerun

mit allen vier Fahrern an. Vorher musste

aber der Airfence ausgetauscht werden. Inzwischen

hatte die Nervosität über den gebeutelten

Dudek die Oberhand gewonnen und der

Pole wurde danach wegen eines unkorrekten

Starts verwarnt. Als das Startband zum vierten

Mal hochschnellte, spielte Dudek keine Rolle

mehr und kam als Vierter ins Ziel. Man darf gespannt

sein, ob der Schwede wegen des nach

Gefühl oder eher nach Gutdünken abgebrochenen

Laufes irgendwelche Konsequenzen zu tragen

hat. Seine Handlungsweise grenzte nämlich

schon an Wettbewerbsverzerrung.

Völlig überraschend gewann Martin Vaculik die

GP-Runde. Der Slowake zeigte vor 17.000 Zuschauern

eine sehr starke Performance. In den

Vorläufen erzielte der 28-Jährige drei Siege

und schloss diese Rennphase mit 12 Zählern

als Zweitbester ab. Im zweiten Semifinalheat

schoss Vaculik aus den Bändern und landete

einen Start-Ziel-Sieg. Vor dem Finale entschied

sich Vaculik für die Außenbahn und lag damit

goldrichtig. Er startete gut und kam mit großem

Speed auf die Gerade. Zmarzlik machte

Vaculik zwar die Fahrlinie an der Planke zu,

aber der Slowake griff in der zweiten Kurve

nochmal an und zog außen am Polen vorbei. Er

setzte sich an die Spitze und siegte souverän.

Es ist der zweite Triumph des Slowaken in Gorzow.

Im Jancarz-Stadion hatte er schon vor

sechs Jahren gewonnen. Trotz des Sieges und

respektabler 18 Punkte hat Vaculik kaum Chancen

unter den Topacht zu bleiben, weil er zwei

GP-Rennen verletzungsbedingt aussetzen

musste. Der Erfolg auf der 329 Meter langen

Strecke könnte allerdings bei der Vergabe der

permanenten Wildcards ein gutes Argument

sein. „Ich freue mich sehr über den Sieg. Das

ist ein tolles Gefühl. Ich möchte mich bei den

Fans bedanken. Sie haben für eine fantastische

Stimmung gesorgt. Wenn man ein Rennen

gewinnt, ist das immer ein guter Grund zur

Freude. Aber das ist bereits Vergangenheit. Ich

denke schon an die nächste GP-Runde in Teterow“,

sagte der glückliche Gewinner.

Bartosz Zmarzlik gehörte vor dem Rennen zum

engsten Favoritenkreis und zunächst sah es

aus, als ob er den Erwartungen gerecht werden

könnte. In der Qualifikation erkämpfte sich der

Fahrer des heimischen Vereins vier Siege und

nur in Lauf 9 musste er sich mit Platz 3 zufriedengeben.

In Heat 21 ließ der 23-Jährige seinen

Gegnern nicht den Hauch einer Chance

und zog ins Finale ein. Er fuhr von der Innenbahn

und lag am Anfang in Führung, musste

aber dann Vaculik, seinen Teamkollegen von

Stal Gorzow, ziehen lassen und wurde vor ausverkauften

Rängen Gesamtzweiter. „Der Renntag

war schwierig. Ich würde sagen, das GP-

Rennen in Gorzow ist für mich immer am

schwierigsten, weil alle Fans von mir erwarten,

dass ich hier gewinne. Ich will sie nicht enttäuschen

und setze mich unter Druck. Ich bin sehr

froh, dass ich heute 18 Punkte erkämpft habe“,

sagte der Pole.

Tai Woffinden kam als WM-Führender mit einem

komfortablen Vorsprung von 17 Punkten

nach Gorzow, aber er machte nicht solch einen

souveränen Eindruck wie in den bisherigen GP-

Rennen. Der zweifache Weltmeister erkämpfte

6 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


Martin Vaculik siegte in Gorzow; hier gegen Nicki Pedersen (gelb) und

Maciej Janowski (blau), die für Aufregung anderer Art sorgten, außen Przemyslaw Pawlicki (weiß)

in den Vorläufen keinen Sieg und schaffte mit

9 Zählern gerade noch als Achter den Sprung

in die nächste Runde. In Lauf 22 kam „Woffy“

hinter Vaculik als Zweiter ins Ziel und qualifizierte

sich zum sechsten Mal in dieser Saison

fürs Finale, wo er letztendlich Dritter wurde.

„Das ist schon etwas Außergewöhnliches,

wenn man sich sehr viel Mühe gibt, um das Optimum

erreichen zu wollen und am Ende wird

die Suche mit einem Erfolg gekrönt. Ich bin ins

Finale und dann aufs Podium gekommen, obwohl

ich heute keinen Lauf gewonnen habe.

Das war ein sehr wichtiger Abend für mich“, erzählte

der 28-Jährige, der nur einen Zähler von

seinem Vorsprung eingebüßt hatte.

Wie bereits erwähnt, musste sich Patryk Dudek

mit dem unbeliebten 4. Rang begnügen, aber

der 26-Jährige hakte den Rennabend schnell

ab. „Ich habe Bartosz nichts vorzuwerfen. Seine

Aktion war im Rahmen des Erlaubten. Nach

dem Sturz war mein Adrenalinspiegel ziemlich

hoch. Mein Körper tut etwas weh, aber ich hoffe,

dass morgen schon wieder alles in Ordnung

sein wird. Schade, dass der erste Start abgebrochen

wurde, aber ich will nicht darüber grübeln.

Ich freue mich, dass ich im Finale war und

12 Punkte erzielt habe“, gab der Vizeweltmeister

zu Protokoll.

Artem Laguta fing das Turnier furios an. Der

Russe war nach drei Durchgängen noch ungeschlagen,

aber dann bekam er wohl nicht mit,

dass sich die Bahnverhältnisse verändert hatten.

Die Technik des 27-Jährigen war danach

nämlich deutlich langsamer. Laguta erreichte

mit 12 Punkten natürlich das Semifinale, aber

in Heat 22 schied er als Dritter aus. Ähnlich erging

es Matej Zagar. Der Slowene verzeichnete

in der Qualifikation ebenfalls drei Siege, aber

im ersten Semifinallauf kam er nicht über den

3. Rang hinaus. Nach seinem schwachen Abschneiden

in Malilla konnte sich Greg Hancock

steigern. Nach drei Durchgängen hatte der

vierfache Weltmeister zwar nur 4 Zähler auf

dem Konto, aber dann holte er zwei Dreier und

zog ins Semifinale ein, wo er jedoch Letzter

wurde. Maciej Janowski schrieb in den Vorläufen

9 Punkte und kam mit einem Sieg als Siebter

in die nächste Runde, wo er jedoch auch

sang- und klanglos unterging.

Von viel Pech kann Jason Doyle reden. Der Titelverteidiger

schloss die Quali mit 9 Zählern

ab und konnte – ähnlich wie Woffinden – keinen

Sieg erringen. Da der Australier im direkten

Duell jedoch dem Engländer unterlag, belegte

er Rang 9 und konnte nach 20 Heats seine

Technik packen. Die Wildcard hatte Szymon

Wozniak erhalten. Der 25-Jährige, der im Vorjahr

polnischer Meister geworden war, hatte

nach drei Durchgängen beachtliche 6 Zähler,

aber in Lauf – nomen est omen – 13 ging er leer

aus. Am Ende hatte er 8 Punkte, was nur für

Gesamtplatz 10 reichte. „Es fehlte ganz, ganz

wenig und ich hätte das Semifinale erreicht.

Vielleicht hätte ich es mit einem Quäntchen

Glück geschafft, denn manchmal kann man

sich mit 8 Punkten fürs Semifinale qualifizieren.

Ich habe heute 2, 3 Punkte liegen lassen.

Im Kampf gegen die Weltelite fehlt mir noch Erfahrung.

Jeder Fehler wird im GP von den Gegnern

sofort gnadenlos ausgenutzt“, sagte der

Fahrer des Clubs aus Gorzow nach dem Rennen.

Nicki Pedersen konnte nicht an seinen Erfolg

von Malilla anknüpfen. Der Skandinavier

erkämpfte in den Vorläufen 6 Punkte und landete

auf Platz 11. Craig Cook hatte nach zwölf

Läufen noch gar keinen Punkt auf dem Konto,

aber in der Endphase der Qualifikation zeigte

der Engländer, dass er imstande ist, gelegentlich

den Gegnern Punkte wegzunehmen. In

Heat 20 kam er gut aus den Bändern und erzielte

einen Start-Ziel-Sieg. Cook brachte es

auf 4 Zähler und wurde Tageszwölfter.

Przemyslaw Pawlicki fuhr in den letzten zwei

Saisons für den heimischen Club und kennt die

Bahn in- und auswendig, konnte aber mit diesem

Wissen nicht viel ausrichten. Der Pole erfuhr

lediglich 3 Punkte. Eine sehr enttäuschende

Leistung zeigte Emil Saifutdinow. Der Russe

hatte nach vier Durchgängen nur 3 Zähler und

keine Chance mehr, das Semifinale zu erreichen.

Zu allem Übel wurde er in Lauf 19 disqualifiziert.

Der 28-Jährige vermasselte von der Innenbahn

fahrend den Start, touchierte dann in

der Startkurve das Hinterrad von Wozniak und

stürzte. Auch Janowski ging dabei zu Boden.

Fredrik Lindgren war am 19. August in der polnischen

Ekstraliga gestürzt und hatte dabei eine

Handverletzung erlitten. Aus diesem Grund

ging er zwei Tage später in Malilla nicht an den

Start, als seine schwedische Mannschaft aus

Eskilstuna ein Ligamatch bestritt. Erst am Freitag

nach dem Training beschloss der 32-Jähri-

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 7


SPEEDWAY-WM

„Extremist“: Platz 2 für Bartosz Zmarzlik

ge, dass er am polnischen GP teilnehmen will.

Doch schon in seinem ersten Lauf stürzte der

Skandinavier und wurde vom Re-run ausgeschlossen.

Der Fahrer kam insgesamt auf nur

2 Pünktchen. Chris Holder war in Gorzow ein

Schatten seiner selbst und konnte keine Punkte

erkämpfen.

In Heat 16 kam es zu einer sehr beschämenden

Situation. Vaculik lag in Führung, gefolgt von

Janowski und Pedersen. In der zweiten Runde,

in der Kurve, machte der Pole einen Fehler und

ließ sich zu weit nach außen treiben. Das nutzte

der Däne sofort aus und griff Janowski innen

an. Es war eine harte Attacke, aber auf jeden

Fall regelkonform. Doch „Magic“ rastete danach

aus. Beide Fahrer fuhren auf der Gerade

Rad-an-Rad, bis Janowski sich durchsetzen

konnte. Doch der Konflikt war noch lange nicht

aus der Welt. Noch während des Laufes zeigte

der 27-Jährige dem dreifachen Weltmeister den

Mittelfinger und nach dem Zieleinlauf eskalierte

die Situation. Pedersen verstellte dem Polen

die Einfahrt ins Fahrerlager und gleich danach

schubste einer der Mechaniker von Janowski

im Tunnel den Skandinavier beim Vorbeifahren.

Pedersen blieb auf den Beinen, ließ aber

die Maschine fallen. Es kam zu einem heftigen

Gerangel und dann griff der Vater des polnischen

Fahrers Pedersen von hinten an und

schubste ihn mit voller Wucht. Zum Glück gelang

es Phil Morris und anderen Funktionären,

beide Teams zu trennen und die Gemüter zu

beruhigen. Nach dem Turnier fand eine Jury-

Sitzung statt und beide Fahrer wurden bestraft.

Armando Castagna (Jury-Präsident),

Krister Gardell (Schiedsrichter) und Marek Wojaczek

(Rennleiter) beschlossen, dass Maciej

Janowski für seine obszöne Geste und das

skandalöse Benehmen des Teams 2000 Euro

hinblättern muss. Nicki Pedersen wurde eine

Geldstrafe in Höhe von 300 Euro für Beleidigung

der Funktionäre mit anstößigen Worten

aufgebrummt.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

EINDRÜCKE UND STIMMEN

AM RANDE

Tai Woffinden konnte seinen großen Vorjahrestriumph

nicht wiederholen. „Das war einer dieser

Abende zum Vergessen. Meine Abstimmung

war nicht okay, mir fehlte die nötige Geschwindigkeit.“

Zu Freddie Lindgren vergrößerte sich der Abstand

im Klassement nach Gorzow auf 27 Punkte.

Der Schwede ging allerdings mit einer Handverletzung

ins Rennen, die er sich zuvor beim

Ekstraliga-Match seines Vereins Czestochowa

in Tarnow zugezogen hatte.

Auch diesmal – wie schon bei Ligarennen zuvor

– wurde die Sicht vom Stadion ins Fahrerlager

durch Bretter versperrt, was für großen Unmut

bei den Fans sorgte.

Polens populärer Handball-Torhüter Slawomir

Szmal, der letztes Jahr seine Karriere beendete,

musste im Fahrerlager viele Autogramme geben.

Chris Holder, Weltmeister von 2012, erlebte in

Gorzow den Tiefpunkt seiner Grand-Prix-Karriere.

Noch nie hat er ein WM-Rennen mit null

Punkten beendet! Mittlerweile sieht es nicht gut

aus für den Verbleib im GP.

Matej Zagar scheiterte in den Halbfinals. „Hätte

ich die Performance der letzten beiden Runden

gebracht, würde ich besser dastehen. Aber

11 Punkte sind auch schon ganz gut.“

Greg Hancock: „In meinem Halbfinale ist es

nicht gut gelaufen. Aber in den nächsten drei

Runden ist noch alles möglich. Es kann viel passieren.“

Artem Laguta: „Ich bin doch etwas enttäuscht,

dass ich nicht ins Finale gekommen bin. Meine

Maschinen liefen gut. Die Hauptsache sind aber

die Punkte für mich. Ich hoffe, dass es nächstes

Jahr besser laufen wird. Mir fehlt noch die

Grand-Prix-Erfahrung.“

Heftige Niederschläge zwangen zu Maßnahmen:

Einfach, aber effektiv

Netter Einfall der Veranstalter: Nach Lauf 8 kam

die GLS (= Hauptsponsor) „Dance Cam“ in der

Pause zum Einsatz, die ganz viele tanzende und

auch „nur“ fröhliche Fans einfing.

Sehr emotionaler Augenblick: Die polnische

Hymne wurde nur kurz vor dem Rennen orchestral

angestimmt, danach sangen allein die Zuschauer

ohne musikalische Begleitung ihre

„Mazurek Dabrowskiego“!

Der GP wurde mit nur 25 Minuten Verspätung

gestartet. Grund war der große Regen zuvor.

Von 17:40 bis 18:15 Uhr gingen erhebliche Wassermassen

aufs Oval nieder. Danach präsentierte

sich ein Bahndienst in Bestform, unterstützt

von einer guten Drainage. Per Besen wurde

feuchter Belag abgetragen und mit Quarzsand

aufgefüllt. Selbst Race-Director Phil Morris

war sich nicht zu schade, selbst mitzuhelfen!

Um 19:05 Uhr war die 329 Meter lange Bahn

wieder gut befahrbar.

Das zeigte sich zumindest in Lauf 8, als Bartosz

Zmarzlik mit 58,56 Sekunden eine Zeit fuhr, die

nur 0,56 Sekunden langsamer war als der

Bahnrekord von Niels-Kristian Iversen aus

2012. „Ich liebe diese Bahn sehr, aber der Druck

bei Heimrennen ist für mich immens groß. Jeder

erwartet wieder den Sieg. In der zweiten Kurve

im Endlauf machte ich einen Fehler. Es war auf

der Innenbahn nicht schnell genug. Ich hätte

weiter außen bleiben müssen, aber da fuhr

schon Martin Vaculik auf der Ideallinie. Das

Wichtigste war, dass ich 18 Punkte einfahren

konnte“, so Zmarzlik nach dem Rennen.

Auch schon traditionell: Vor dem Finale wurde

wieder Mikis Theodorakis’ Alexis Zorbas eingespielt.

Patryk Dudek: „Im Finale bin ich das vierte Mal

auf Blau gestartet. Diesmal war es keine gute

Bahn für mich. Auch auf der Maschine fühlte ich

mich in diesem Lauf nicht so richtig wohl.“

Das Edward-Jancarz-Stadion war wieder einmal

ausverkauft. Leider war es vorerst der letzte

Grand Prix in Gorzow. Waren es am Freitag noch

Gerüchte, so sickerte am Samstag durch, dass

nach langen Verhandlungen nun doch Wroclaw

(Breslau) anstatt Gorzow den GP von Polen austrägt.

Zweifelsohne bietet Breslau den Speedway-Touristen

weitaus mehr, aber die Atmosphäre

im Edward-Jancarz-Stadion ist unvergleichlich.

• Text u. Fotos: Andreas Fahldiek u. Dieter Thielking

Opfer oder Täter: Bei Nicki Pedersen nicht immer

einfach auszumachen

8 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


48. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 5/18

ABO-TIPP

SPEEDWAY • SANDBAHN •

GRASBAHN • EISSPEEDWAY

EISSPEEDWAY:

Inzell überzeugt

mit neuem

Konzept

3. WM-Titel für

Dimitri Koltakow

in Heerenveen

SPEEDWAY:

Bundesliga-

Auftakt in

Diedenbergen

Team-Cup

Cloppenburg

+ Diedenbergen

Parchim

Neuenknick

Herxheim

15

für

12

Greifen

Sie zu!

• Sie bekommen im ersten

Bezugsjahr 15 Ausgaben Bahnsport

aktuell und müssen nur

12 bezahlen. Danach erhalten

Sie pro Jahr 12 Ausgaben

• Sie erhalten Monat für Monat Ihre

Bahnsport aktuell pünktlich in Ihren

Briefkasten geliefert

• Es entstehen keine weiteren

Kosten, das Porto für den Versand

des Magazins übernehmen wir

• Sie sparen 20% gegenüber

dem Einzelkauf am Kiosk

• Sie bekommen 12 Ausgaben

Bahnsport aktuell im Jahr für nur

49,- Euro (Ausland 63,- Euro)

Abo-Angebot: 15 für 12

12 HEFTE FÜR NUR: INLAND 49,- EURO / AUSLAND 63,- EURO


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 8 - Krsko/SLO

Dudek

siegt ...

Patryk Dudek gewann in Slowenien, aber der wahre Sieger der GP-Runde war Bartosz Zmarzlik. Tai Woffinden verpasste das Semifinale deutlic

Bereits zum dreizehnten Mal wurde ein GP im

direkt an der Save schön gelegenen Matija-Gubec-Stadion

ausgetragen, aber am Freitag gab

es in Krsko besorgte Gesichter. Wegen Dauerregens

musste das Training ersatzlos gestrichen

werden und eine reibungslose Durchführung

des Turniers war in Gefahr. Am Sonnabend

herrschte jedoch glücklicherweise im

Osten Sloweniens sonniges, ideales Rennwetter.

In den vergangenen Jahren war immer wieder

darüber geklagt worden, dass es auf der 387

Meter langen Bahn sehr wenig Positionskämpfe

und Überholvorgänge gäbe. Leider war es

am 8. September auch nicht anders. Gute

Starts waren das A und O und die meisten Läufe

wurden schon in dieser Phase entschieden.

Überholmanöver konnte man an den Fingern

einer Hand abzählen, doch es gab in Krsko

auch Situationen, die sehr emotional waren

und die Gemüter erhitzten.

Es begann schon in Heat 2. Maciej Janowski lag

mit großem Abstand in Führung, als die Kette

in der Zielkurve riss. Der Pole erreichte das

Ziel, wurde jedoch vorher durchgereicht und

ging leer aus. Das gleiche Malheur passierte

Craig Cook in Lauf 7. Der Engländer lag ebenfalls

an der Spitze, bis auch seine Kette in der

zweiten Runde den Geist aufgab. Vom Unglück

des 31-Jährigen profitierte unter anderem Nicki

Pedersen. Der dreifache Weltmeister hatte

nach dem Start Probleme mit seiner Maschine,

war deutlich abgeschlagen und wollte eigentlich

schon aufgeben und ins Innenfeld rollen,

doch dann setzte er die Fahrt fort und kam mit

einem großen Rückstand als Dritter ins Ziel.

Doch diese Ereignisse waren nicht zu vergleichen

mit der Situation vor dem letzten Rennen

des vierten Durchgangs. Schiedsrichter Artur

Kusmierz disqualifizierte Tai Woffinden wegen

Zeitüberschreitung. Es war eine strittige, aber

auch eine mutige Entscheidung, die sofort Verschwörungstheorien

hervorrief. Man warf dem

Unparteiischen vor, er wolle Bartosz Zmarzlik

dazu verhelfen, Woffinden in der Gesamtwertung

einzuholen. Die unbestrittene Tatsache

ist, dass der Engländer zirka zwei Meter vor

dem Startband stand, als die zwei Minuten abliefen.

Tatsache ist auch, dass Hancock, Janowski

und Zmarzlik am Band waren, aber

startbereit waren sie auch nicht. „Meine Disqualifikation

war ungerecht. Es ist immer wieder

vorgekommen, dass nach zwei Minuten

nicht alle Fahrer am Startband standen, aber

keiner von ihnen wurde disqualifiziert. Warum

ist das gerade mir passiert? Etwa weil ich die

Gesamtwertung anführe? Ich wollte bei der Jury

Einspruch einlegen, aber man hat mir davon

abgeraten. Es handele sich nämlich um eine

Tatsachenentscheidung, die nicht mehr geändert

werden könne. Stattdessen werde ich

mich lieber darauf konzentrieren, die Goldmedaille

zu gewinnen“, sagte der verbitterte

zweifache Weltmeister. Auf jeden Fall hat „Woffy“

recht, wenn er sagt, er werde sich auf den

Titelgewinn konzentrieren. Mehr Konzentration

muss auch sein, denn die Performance, die

der 28-Jährige in Slowenien bot, war alles andere

als weltmeisterlich. Der Engländer erzielte

nur 5 Pünktchen und belegte einen enttäuschenden

14. Rang. Angenommen Woffy wäre

nicht disqualifiziert worden und hätte den Lauf

gewonnen, hätte er die Qualifikation auch

nicht überstanden.

Nach der Disqualifikation des WM-Führenden

hatte Bartosz Zmarzlik plötzlich die große

Chance, seinen Rückstand auf Woffinden in der

WM-Wertung gewaltig zu verkürzen. In den

Vorläufen holte der Pole einen Sieg und erzielte

11 Punkte. Dadurch hatte er schon 6 Zähler

gutgemacht. Und er könnte nochmal 6 Punkte

hinzufügen, wenn er das Semifinale und den

Endlauf gewonnen hätte. Diese Chance nutzte

der 23-Jährige jedoch nicht. In Heat 22 kam

Zmarzlik hinter Dudek und Hancock als Dritter

ins Ziel und schied aus. Er wurde schließlich

Tagesfünfter. „Die hiesige Bahn ist merkwür-

10 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


Sieger Patryk Dudek

gegen Greg Hancock

d büßte 7 Zähler von seinem WM-Vorsprung ein.

dig. Es ist sehr schwierig, hier richtig schnell

zu werden. Meine Motorräder waren optimal

vorbereitet, aber ich habe das Semifinale vergeigt.

Der Start war nicht schlecht, aber ich habe

in der ersten Kurve Fehler gemacht. Nichtsdestotrotz

freue ich mich über mein Resultat.

Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich hier

noch nie 12 Punkte erzielt“, gab Zmarzlik zu

Protokoll. Zwei GP-Runden vor WM-Ende hatte

der Fahrer nur noch 9 Punkte weniger als Woffinden.

Hatte Patryk Dudek in Gorzow noch Pech (der

Referee hatte den Finallauf grundlos abgebrochen

und dadurch für den 26-Jährigen den

möglichen Sieg vereitelt), war ihm in Slowenien

das Glück jedoch hold. Dudek verzeichnete

in den Vorläufen zwei Dreier und schloss mit

10 Zählern als Fünftbester die Rennphase ab.

Im zweiten Semifinale legte der Pilot von Bahn

2 fahrend den besten Start hin, setzte sich an

die Spitze und siegte souverän. Er qualifizierte

sich zum dritten Mal in dieser Saison fürs Finale.

Im Endlauf fuhr der Pole von der Innenbahn.

Er kam ideal aus den Bändern und ließ vor zirka

6000 Zuschauern seinen Gegnern nicht den

Hauch einer Chance. Es ist sein zweiter GP-

Sieg. „Ich habe einen großen Schritt Richtung

Bronzemedaille gemacht, aber der Weg dorthin

ist noch lang. Im GP werden keine Fehler

verziehen. Es reicht, wenn man einen schlechten

Tag erwischt. Heute spielten gute Starts eine

entscheidende Rolle. Ich habe meine Technik

dafür entsprechend abgestimmt“, erzählte

Dudek. In der Gesamtwertung lag er an 5. Position

und nur 5 Punkte trennten ihn von Platz 3.

Es ist schon etwas merkwürdig, wenn man von

einer Überraschung spricht, wenn der amtierende

Weltmeister das Finale erreicht. Im Fall

von Jason Doyle trifft das jedoch zu. Im Vergleich

zu den vergangenen zwei Jahren war der

Australier bisher deutlich schwächer und fuhr

überwiegend unter den Erwartungen. Er kam

nur einmal in den Endlauf und belegte in Horsens

Platz 4. Vor dem Rennen in Krsko lag

Doyle im WM-Klassement an 10. Stelle. In Slowenien

zeigte sich der „Downunder“-Pilot jedoch

wieder in sehr guter Form. In den Vorläufen

holte der 32-Jährige drei Siege und kam auf

respektable 13 Punkte. In Lauf 21 unterlag

Doyle zwar Fredrik Lindgren, zog jedoch ins Finale

ein, wo er letztendlich Zweiter wurde. Er

kam im Gubec-Stadion insgesamt auf 17 Punkte

und war in der Gesamtwertung ex aequo mit

Emil Saifutdinow Achter.

Greg Hancock ist wie ein guter Wein, je älter er

wird, desto besser wird er auch. In Slowenien

wusste der vierfache Weltmeister wieder zu

überzeugen. Er konnte insgesamt drei Siege

vorweisen und erreichte zum 91. Mal ein GP-Finale.

In Krsko bestieg er die unterste Podeststufe

und erkämpfte insgesamt 15 Punkte. Der

US-Amerikaner ist momentan WM-Sechster.

Obwohl Fredrik Lindgren in Gorzow mit 2 Zählern

lediglich Fünfzehnter wurde, gab der

Schwede im Kampf um eine Medaille noch

nicht auf. In Slowenien brachte der 32-Jährige

eine sehr gute Leistung. In den Vorläufen erzielte

der Skandinavier 10 Zähler und siegte in

Rennen 21. Im Finale wurde Lindgren Vierter,

machte aber 3 Punkte Rückstand auf Janowski

wett. Beide Fahrer lagen nach Krsko auf 3. Position.

Maciej Janowski verlor zwar drei sicher geglaubte

Punkte, überstand jedoch mit 9 Zählern

die Qualifikation. Im ersten Semifinale

konnte der Pole den Titelverteidiger nicht gefährden

und meldete sich letztendlich als Dritter

im Ziel. „Schade, dass ich im ersten Lauf

ausgefallen bin. Deshalb musste ich im Semifinale

von der Außenbahn starten. Zu allem Übel

kam vor dem Lauf sehr viel loses Material auf

die Bahn und es wurde noch schwieriger, etwas

Sinnvolles daraus zu machen. Der Start

war alles andere als gut und man konnte danach

sehen, dass ich nichts ausrichten konnte“,

sagte „Magic“. Chris Holder war in Gorzow

mit Abstand der schlechteste Pilot, aber in Slowenien

konnte sich der ehemalige Weltmeister

deutlich steigern. Der Australier erzielte

10 Punkte, zog ins Semifinale ein, aber in Rennen

21 kam er nicht über den letzten Platz hinaus.

Martin Vaculik konnte zwar an seinen Erfolg

von Gorzow nicht anknüpfen, zeigte aber

in Krsko eine gute Leistung. Der Slowake er-

... und Zmarzlik holt auf

Bartosz Zmarzlik vor Emil Saifutdinow (blau),

Matic Ivacic (gelb) und Fredrik Lindgren (rot)

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 11


SPEEDWAY-WM

reichte mit 9 Punkten die Topacht des Abends,

doch im Semifinale kam das Aus. Der 28-Jährige

landete am Ende auf Tagesrang 8.

Artem Laguta verzeichnete zwei Siege, ging

aber auch zweimal leer aus. Mit 7 Zählern verpasste

der Russe die nächste Runde und wurde

Neunter. Nicki Pedersen war mit Laguta punktgleich,

konnte aber in Krsko keinen Lauf gewinnen.

Unter den Erwartungen fuhr Emil Saifutdinow.

Der 28-Jährige hatte nach drei

Durchgängen nur einen Punkt auf dem Konto

und seine Chance, die Vorläufe zu überstehen,

war futsch. Mit seinem Sieg in Lauf 14 betrieb

er nur noch Schadensbegrenzung. Mit insgesamt

5 Zählern wurde der Russe Elfter. Matej

Zagar musste seine Teilnahme an der heimischen

GP-Runde verletzungsbedingt absagen.

Am 2. September war der Slowene in der polnischen

Ekstraliga gestürzt und hatte sich dabei

eine starke Gehirnerschütterung zugezogen.

Seinen Platz in Krsko nahm Niels-Kristian Iversen

ein. Der Däne, der sich ja in Landshut für

die GP-Serie im kommenden Jahr qualifiziert

hatte, belegte mit 5 Punkten Rang 12. Weiter

folgte Craig Cook. Der Engländer hätte eine

bessere Platzierung erkämpfen können, wäre

er in Rennen 7 nicht ausgefallen. Przemyslaw

Pawlicki zeigte wieder eine schwache Leistung

und wurde Fünfzehnter. Matic Ivacic fuhr im

Matija-Gubec-Stadion mit der Wildcard, konnte

jedoch keine Punkte holen. Der 25-Jährige war

mit der Aufgabe deutlich überfordert.

• Texte: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

AM RANDE Das Stadion in Krsko wurde 1946 gebaut und 1980 gründlich renoviert. Die Fußballer des

NK Krsko tragen ihre Spiele dort aus. Die Sportstätte trägt den Namen von Matija Gubec. Der Mann lebte

im 16. Jahrhundert und war Anführer des Bauernaufstandes von 1572. Die Rebellion richtete sich gegen die

damals herrschenden Gutsherren und Grafen. Nach einigen Erfolgen wurden die Bauerntruppen in einer

Schlacht bei Krsko vernichtend geschlagen und Matija Gubec geriet in Gefangenschaft. Am 15. Februar

1573 wurde der Anführer des Aufstandes im Alter von 35 Jahren in Zagreb unter Folter grausam hingerichtet

und anschließend gevierteilt. Seit dieser Zeit wird Gubec als Nationalheld verehrt.

Jason Doyle vor Patryk Dudek

und Martin Vaculik

Jason Doyle, Patryk Dudek

und Greg Hancock (v.l.)

SPEEDWAY-WM

(nach 8 von 10 Grand Prix)

Pl./Name

Nat. GP1 GP2 GP3 GP4 GP5 GP6 GP7 GP8 Ges.

1. Tai Woffinden GB 15 16 18 16 16 10 12 5 108

2. Bartosz Zmarzlik PL 9 4 10 13 19 14 18 12 99

3. Maciej Janowski PL 13 11 5 18 12 11 9 10 89

4. Fredrik Lindgren S 16 16 7 15 7 13 2 13 89

5. Patryk Dudek PL 10 14 6 6 10 10 12 16 84

6. Greg Hancock USA 8 7 16 10 12 3 10 15 81

7. Artem Laguta RUS 13 8 12 8 6 6 13 7 73

8. Jason Doyle AUS 5 9 12 9 5 4 9 17 70

9. Emil Saifutdinow RUS 8 15 11 14 8 6 3 5 70

10. Matej Zagar SLO 9 7 5 7 6 16 11 61

11. Nicki Pedersen DK 2 8 12 3 6 15 6 7 59

12. Chris Holder AUS 10 5 9 7 7 5 0 10 53

13. Martin Vaculik** SK 3 1 3 10 18 9 44

14. Przemyslaw Pawlicki PL 3 5 5 1 10 3 3 2 32

15. Craig Cook GB 2 2 2 3 9 3 4 5 30

16. Niels-Kristian Iversen DK 4 5 5 14

17. Szymon Wozniak* PL 8 8

18. Krzysztof Kasprzak* PL 7 7

19. Andreas Jonsson* S 7 7

20. Vaclav Milik* CZ 6 6

21. Peter Ljung* S 5 5

22. Michael Jepsen Jensen* DK 4 4

23. Oliver Berntzon** S 3 3

24. Maksym Drabik** PL 2 2

25. Bartosz Smektala** PL 2 2

26. Robert Lambert* GB 1 1

27. Mikkel Michelsen** DK 1 1

28. Joel Kling** S 1 1

GP7 - Gorzow/PL - SF1: Zmarzlik, Dudek, Zagar, Janowski;

SF2: Vaculik, Woffinden, Laguta, Hancock; Finale: Vaculik, Zmarzlik, Woffinden, Dudek.

GP8 - Krsko/SLO - SF1: Lindgren, Doyle, Janowski, Holder;

SF2: Dudek, Hancock, Zmarzlik, Vaculik; Finale: Dudek, Doyle, Hancock, Lindgren.

*) Wildcard; **) Reserve

12 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


Junioren - Team - Finale - Outrup/DK

Polen siegt vor Gastgeber Dänemark (links) und England

• Foto: Rene Deleuran Mølgaard Andersen

Polen

wieder

Junioren-

Weltmeister

Die polnische Mannschaft

galt vor dem Finalrennen in Outrup

als alleiniger Favorit

und sie wurde ihrer Rolle gerecht.

Aber das Gastgeberteam

war für die Polen weitgehend

ein ebenbürtiger Gegner.

Nachdem Bartosz Smektala den Auftaktlauf

gewann, gingen die „Weiß-Roten“ in Führung,

aber in Heat 4 stürzte Rafal Karczmarz.

Schiedsrichter Oleksandr Latosinski aus der

Ukraine brach das Rennen ab und disqualifizierte

den Polen. Obwohl sich der 19-Jährige

glücklicherweise keine Verletzung zugezogen

hatte, bestritt er keine weiteren Rennen und

wurde durch Wiktor Lampart ersetzt. „Rafal

trug nur leichte Prellungen davon. Da er jedoch

schon beim Training schlechte Starts hatte und

diese heute enorm wichtig waren, beschloss

ich, Wiktor eine Chance zu geben. Karczmarz

hat im vierten Lauf den Start auch vermasselt“,

erklärte Teammanager Rafal Dobrucki seine

Entscheidung. Im Re-run siegte Patrick Hansen

und die Dänen übernahmen das Kommando.

Da Smektala im darauffolgenden Lauf 3 Punkte

einheimste und Jonas Seifert-Salk Dritter wurde,

zogen die Titelverteidiger mit den Gastgebern

gleich. Nach elf Heats hatten die Polen

schon 7 Zähler Vorsprung und es schien, als ob

der Kampf um Gold bereits entschieden wäre.

Doch die Dänen holten danach vier Siege in

Folge und ihr Rückstand auf die Titelverteidiger

betrug vor dem Finaldurchgang nur noch

4 Punkte. Da Andreas Lyager und Frederik Jakobsen

danach wieder als Erste ins Ziel kamen,

wurde es für das polnische Team brenzlig. „Vor

dem 19. Rennen kam mir der Gedanke, dass

wir doch verlieren könnten. Die Gastgeber hatten

einen unglaublichen Lauf und unser Vorsprung

wurde immer kleiner“, sagte Dobrucki.

Heat 19 hatte es in sich. Daniel Kaczmarek

führte, aber dann stürzte Emil Millberg

(Schweden) und der Lauf wurde abgebrochen.

In der Wiederholung kam es ausgangs der

Startkurve zu einer folgenschweren Kollision.

Hansen griff Kaczmarek innen an und beide

Fahrer stürzten. Der Däne wurde vom Re-run

ausgeschlossen und Lampart kam für Kaczmarek

zum Einsatz. Der 17-jährige Pole holte

3 Punkte und das Team von Dobrucki konnte

bereits seine erfolgreiche Titelverteidigung feiern.

Die „Weiß-Roten“ kamen vor zirka 1500

Zuschauern auf insgesamt 46 Punkte und hatten

letztendlich 4 Zähler mehr auf dem Konto

als die Dänen. Es ist die elfte Goldmedaille der

Polen und der fünfte WM-Titel in Folge.

Die Triumphatoren erzielten auf der 300 Meter

langen Bahn neun Laufsiege. Kaczmarek und

Smektala kreuzten jeweils dreimal als Erste

die Ziellinie. Bei den Gastgebern waren Lyager

und Jakobsen Leistungsträger. Sie verzeichneten

ebenfalls jeweils drei Siege. Hansen hatte

zwei Dreier vorzuweisen. „Ich bin etwas enttäuscht,

weil die Polen heute nicht unschlagbar

waren. Unser Ziel war Gold. Wir haben heute

bewiesen, dass wir eine starke Mannschaft

haben, aber wir haben einige Punkte liegen

lassen und das war entscheidend“, sagte der

19-jährige Skandinavier.

Die Bronzemedaille holte das britische Team.

Die Engländer kamen ohne Robert Lambert,

der am gleichen Tag im dritten EM-Finale in

Daugavpils fuhr, nach Outrup. Wäre der 20-

Jährige dabei gewesen, hätte die Mannschaft

sicher in den Kampf um den Titel eingreifen

können. Daniel Bewley spielte bei den Engländern

die erste Geige. Der 19-Jährige holte drei

Siege und erzielte mit 13 Zählern fast die Hälfte

der Ausbeute des ganzen Teams. Die Schweden

traten in Outrup ohne ihre besten Fahrer

an. Alexander Woentin, Joel Kling und Filip

Hjelmland mussten dem Finale verletzungsbedingt

fernbleiben. Ihre Abwesenheit konnte

die schwedische Mannschaft auf keine Weise

kompensieren. Sie erzielte insgesamt nur

4 Zähler und belegte den letzten Platz.

• Georg Dobes

Speedway-Junioren-Team-WM - Finale - Outrup/DK - 18.8.2018

Ergebnis:

1. Polen, 46 Punkte (Rafal Karczmarz 0, Daniel Kaczmarek 11,

Maksym Drabik 11, Bartosz Smektala, 13, Wiktor Lampart 11);

2. Dänemark, 42 (Christian Thaysen 6, Patrick Hansen 9, Andreas

Lyager 12, Frederik Jakobsen 13, Jonas Seifert-Salk 2);

3. Großbritannien, 29 (Daniel Bewley 13, Ellis Perks 4, Zach

Wajtknecht 7, Nathan Greaves 4, Connor Mountain 1);

4. Schweden, 4 (Anton Karlsson 1, Henrik Bergström 0, Emil

Millberg 2, Robin Norman 1, William Björling 0).

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 13


SPEEDWAY-EM

Finale 3 - Daugavpils/LV

Leon Madsen

vor Andrej

Kudrjaschow

und Robert

Lambert

Die Leon-Madsen-Gala

Leon Madsen (Mitte) siegt vor Emil Saifutdinow und Robert Lambert

Obwohl Jaroslaw Hampel im zweiten Finalrennen

in Güstrow nur Achter geworden war, kam

der Pole als EM-Leader nach Daugavpils. Er

wollte in der zweitgrößten Stadt Lettlands seine

Führung festigen, aber er fuhr erneut unter

den Erwartungen. Der 36-Jährige erzielte in der

Qualifikation zwei Siege und erreichte gerade

noch als Sechstbester das Semifinale. In Heat

21 startete Hampel schlecht von der Außenbahn

und gab nach drei Runden an letzter Stelle

liegend auf. Der Fahrer belegte am Ende Tagesrang

6.

Leon Madsen gab auf der 373 Meter langen

Bahn eine Galavorstellung. Der 29-jährige Däne

erzielte in den Vorläufen 13 Punkte und zog direkt

in den Endlauf ein, wo er vor rund 6000 Zuschauern

seinen Gegnern keine Chance ließ

und als Sieger die Ziellinie kreuzte. Der im polnischen

Wejherowo ansässige Pilot übernahm

die EM-Gesamtführung und hatte somit vor

dem abschließenden Rennen im legendären

Slaski-Stadion in Chorzow 4 Zähler mehr auf

dem Konto als Hampel. „Das ist kein großer Vorsprung.

Jarek wird in Chorzow bestimmt eine

14 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


starke Leistung bringen. Er hat auch eine größere

Erfahrung als ich, wenn es um temporäre

Bahnen geht, und auf so einer Strecke wird das

letzte Rennen ja stattfinden“, sagte der Skandinavier.

Nach seinem Triumph in Güstrow bewies Robert

Lambert erneut, dass er imstande ist, um vorderste

Plätze zu kämpfen. In Daugavpils verzeichnete

der Engländer in den Vorläufen drei

Siege und qualifizierte sich neben Madsen direkt

fürs Finale. Er duellierte sich in der Anfangsphase

mit Emil Saifutdinow um den

2. Rang, zog jedoch am Ende den Kürzeren und

kam auf die niedrigste Podiumsstufe. Lambert

ist in der SEC-Wertung momentan Dritter und

hat gute Chancen auf eine Medaille. Saifutdinow,

der im Lokomotiv-Stadion Tageszweiter

wurde, hat 3 Punkte Rückstand auf den Engländer.

Vaclav Milik schloss die Qualifikation mit

10 Zählern ab, gewann vor dem Russen den Semifinallauf,

griff jedoch im Endlauf nicht ins Geschehen

ein und belegte am Ende Rang 4.

Antonio Lindbäck verpasste knapp den direkten

Einzug ins Finale. Der Schwede hatte zwei

Dreier vorzuweisen und schrieb insgesamt

11 Punkte. Der 33-Jährige musste den Last-

Chance-Heat bestreiten, wo er jedoch nur Dritter

wurde und damit ausschied. Eine gute Chance,

die Topsechs des Abends zu erreichen, hatte

Peter Kildemand. Der Däne hatte nach vier

Durchgängen 7 Punkte, ging jedoch in Lauf 20

leer aus und konnte nach 20 Rennen seine Technik

packen. „Ich weiß nicht, wie das passieren

konnte. Ich habe den Start vermasselt und

konnte danach nach Hause fahren. Meine Erwartungen

waren heute viel größer als der erzielte

Rang 9“, gab der enttäuschte 28-Jährige

zu Protokoll.

Kai Huckenbeck wurde im Lokomotiv-Stadion

Elfter. Der Deutsche fing verheißungsvoll mit einem

2. Platz an, aber in Rennen 5 machte er in

der Startkurve einen Fehler und blieb im Endeffekt

ohne Punkte. Im dritten Durchgang meldete

sich der 25-Jährige vor Titelverteidiger Andzejs

Lebedevs, Andrej Kudrjaschow und Krzysztof

Kasprzak als Erster im Ziel. Dieser Erfolg erwies

sich jedoch als ein Pyrrhus-Sieg, denn sein

Motor ging dabei fest. In den weiteren Rennen

fuhr Huckenbeck auf der Reservemaschine und

erkämpfte nur noch einen Zähler. Nach drei Finalrunden

liegt „Hucke“ im Gesamtklassement

an 8. Position, hat aber nur 2 Punkte weniger

als der fünftplatzierte Lindbäck. Eine Chance,

am Ende unter die Topfünf zu kommen, besteht

also weiterhin. Damit würde sich der DMSB-

Vertreter seine Teilnahme an den EM-Finalrunden

im kommenden Jahr sichern.

Auf den Start in Daugavpils verzichtete Piotr

Pawlicki. Der Grund für seine Abwesenheit war

unklar, denn es gab keine offizielle Information

darüber. Wahrscheinlich lag es an seinem Sturz

in der schwedischen Liga, der vier Tage zuvor

passierte.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Paar - Finale - Brovst/DK

Polnischer

Sieg

Der Kampf um den EM-Titel im Paarwettbewerb

wurde erst im letzten Lauf des Finals entschieden.

In Heat 21 trafen die Duos aus Dänemark

und Polen aufeinander. Vor dem Rennen hatten

die Gastgeber 2 Punkte mehr auf dem Konto

(21:19) und ein Unentschieden hätte ihnen gereicht,

um den Sieg feiern zu können. Doch

überraschend kamen Grzegorz Zengota und Tobiasz

Musielak besser aus den Bändern, übernahmen

die Führung und holten gegen die favorisierten

Anders Thomsen und Michael Jepsen

Jensen einen 5:1-Sieg. Die Polen erzielten

dadurch insgesamt 24 Zähler und freuten sich

über die erfolgreiche Titelverteidigung. In der

Anfangsphase setzte Teammanager Janusz

Slaczka auf Jakub Jamrog, aber der 27-Jährige

stürzte in Heat 14 in der Startkurve und Referee

Giuseppe Grandi aus Italien schloss den

Fahrer vom Re-run aus.

Die Dänen holten vor lediglich 500 Fans die Silbermedaille.

Etwas überraschend war Thomsen

– und nicht Jepsen Jensen – Leistungsträger

des Teams. In Lauf 13 schickte Teammanager

Hans Nielsen sogar Thomas Jörgensen für

den ehemaligen Juniorenweltmeister an den

Start, aber der Reservist kam hinter seinem

Teamkameraden und Nicolas Covatti nur als

Dritter ins Ziel. Für eine kleine Sensation sorgten

die Italiener. Covatti zeigte sich auf der 270

Meter langen Bahn in hervorragender Form.

Der 30-Jährige erkämpfte 16 Zähler und beugte

sich nur Thomsen sowie Oliver Berntzon. Michele

Paco Castagna steuerte in Dänemark

wichtige 5 Zähler bei und das italienische Duo

hatte letztendlich nur einen Punkt weniger als

die Gastgeber. Die Südeuropäer sicherten sich

die Bronzemedaille.

Vor dem Rennen gehörten auch die Schweden

zum Favoritenkreis und in der Anfangsphase

des Finals mischten sie kräftig mit. Doch in der

Wiederholung von Rennen 14 touchierte Linus

Sundström das Hinterrad von Zengota und beide

Fahrer stürzten. Der Skandinavier wurde

disqualifiziert und bestritt danach keine weiteren

Läufe mehr. Sundström zog sich glücklicherweise

keine Brüche zu, aber es ging ihm

nicht gut. Da die Mannschaft ohne Reservefahrer

nach Brovst gekommen war, musste Berntzon

die restlichen Heats allein bestreiten. Im

Endeffekt kamen die Schweden letztendlich

auf 20 Zähler und verpassten ganz knapp einen

Podiumsrang.

Das DMSB-Team trat mit Ronny Weis und Valentin

Grobauer an, aber man hatte schon nach

dem ersten Rennen die Hoffnung auf ein gutes

Resultat begraben müssen. Das deutsche Duo

fuhr gegen Russland. Sergej Logatschew verlor

die Kontrolle über seine Maschine und sie traf

Grobauer. Beide Fahrer stürzten, doch der Russe

konnte im Gegensatz zu dem Niederbayer

gleich die Bahn verlassen. Er wurde als Laufabbruchverursacher

disqualifiziert. Der Deutsche

wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo man

eine Gehirnerschütterung diagnostizierte. „Ich

kann mich an den Sturz sowie die darauffolgenden

Stunden nicht mehr erinnern, erst ab

dem Abend waren wieder ein paar Fetzen vorhanden.

Dass ich mich an fast einen ganzen

Tag nicht mehr erinnern kann, ist mir bisher

noch nie passiert. Ich hatte großes Glück, dass

mir nicht mehr passiert ist“, teilte Grobauer

auf seiner Webseite mit. Erst gegen Abend wurde

er entlassen und konnte die Heimreise antreten.

Ronny Weis absolvierte die weiteren

Rennen allein und erzielte insgesamt 10 Punkte,

was am Ende für Gesamtplatz 6 reichte.

Die Letten nominierten zuerst Andzejs Lebedevs

und Kjastas Puodzuks für das Finale, aber

sie wurden kurzfristig durch zwei Nachwuchsfahrer

aus Riga ersetzt. Rudolfs Sprogis und Ricards

Ansviesulis waren deutlich überfordert

und konnten nur aufgrund eines Ausfalls (Logatschew)

und einer Verletzung (Grobauer)

punkten. Lettland belegte Rang 7.

• Text: Georg Dobes; Foto: FIM Europe

Speedway-Paar-EM - Finale - Brovst/DK - 1.9.2018

Ergebnis:

1. Polen, 24 Punkte (Grzegorz Zengota 16, Tobiasz Musielak 3,

Jakub Jamrog 5); 2. Dänemark, 22 (Michael Jepsen Jensen 8,

Anders Thomsen 13, Thomas Jörgensen 1); 3. Italien, 21 (Nicolas

Covatti 16, Michele Paco Castagna 5); 4. Schweden, 20 (Oliver

Berntzon 13, Linus Sundström 7); 5. Russland, 16 (Sergej

Logatschew 6, Wiktor Kulakow 10); 6. Deutschland, 10 (Ronny

Weis 10, Valentin Grobauer 0); 7. Lettland, 9 (Rudolfs Sprogis

7, Ricards Ansviesulis 2).

Polen (Mitte) siegt mit (v.l.) Tobiasz Musielak, Jakub Jamrog und Grzegorz Zengota vor Dänemark (links) mit Thomas

Jörgensen, Anders Thomsen und Michael Jepsen Jensen sowie Italien mit Nicolas Covatti und Michele Paco Castagna

Speedway-EM - Finale 3 - Daugavpils/LV - 18.8.2018

Ergebnis:

1. Leon Madsen, DK, 13+3=16 Punkte; 2. Emil Saifutdinow,

RUS, 11+2=13; 3. Robert Lambert, GB, 12+1=13; 4. Vaclav Milik,

CZ, 10+0=10; 5. Antonio Lindbäck, S, 11; 6. Jaroslaw Hampel,

PL, 9; 7. Andrej Kudrjaschow, RUS, 8; 8. Mikkel Michelsen, DK,

8; 9. Peter Kildemand, DK, 7; 10. Andzejs Lebedevs, LV, 7;

11. Kai Huckenbeck, PL, 6; 12. Andreas Jonsson, S, 6; 13. Aleksandr

Loktaev, UKR, 4; 14. Olegs Mihailovs, LV, 4; 15. Krzysztof

Kasprzak, PL, 3; 16. Josef Franc, CZ, 1.

Stand (nach 3 Rennen): 1. Madsen, 38 Punkte; 2. Hampel, 34;

3. Lambert, 33; 4. Saifutdinow, 30; 5. Lindbäck, 28; 6. Mikkelsen,

28; 7. Milik, 26; 8. Huckenbeck, 26; 9. Kildemand, 25;

10. Kudrjaschow, 21.

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 15


SPEEDWAY-EM

Junioren - Team - Finale - Daugavpils/LV

Sechsmal in Folge gewannen die Polen die

Goldmedaille im europäischen Junioren-Teamwettbewerb

und sie galten in Daugavpils logischerweise

als Favoriten. Doch ihre Siegesserie

ist zu Ende. Teammanager Rafal Dobrucki

unterschätzte die Konkurrenz und die Mannschaft

trat im Lokomotiv-Stadion ohne ihre

Leistungsträger Maksym Drabik und Bartosz

Smektala an. Auch Dobrucki hatte es nicht nötig,

in Lettland seine Jungs zu betreuen. Seinen

Platz nahm Dariusz Cieslak, Mitglied der

Hauptkommission des Speedwaysports, ein.

Die jungen Dänen hatten schon zwei Wochen

zuvor bewiesen, dass sie eine starke Mannschaft

haben. In Outrup, wo das Junioren-

Team-WM-Finale stattfand, unterlagen sie den

Polen nur knapp. Nach Lettland kamen die

Skandinavier mit dem gleichen Team und entthronten

die „Weiß-Roten“. Die Fahrer von

Teammanager Henrik Möller, der für Hans Nielsen

eingesprungen war, hatten einen fulminanten

Start. Sie holten am Anfang vier Siege

in Folge und hatten nach dem ersten Durchgang

schon 6 Punkte Vorsprung auf die Titelverteidiger.

Die polnische Mannschaft fing danach

an, den Punkteabstand im Verlauf des

Rennens zu verkürzen. Nach zwölf Läufen hatten

sie 3 Zähler weniger als Dänemark (27:24).

Als Andreas Lyager in Heat 13 in der Startkurve

stürzte und disqualifiziert wurde, zogen die

Polen nach einem souveränen Sieg von Dominik

Kubera sogar mit den Skandinaviern

gleich, doch das war nur der „Schwanengesang“

der Europameister.

Vor der letzten Serie hatte Dänemark wieder

5 Punkte Vorsprung (35:30). Im darauffolgenden

Rennen kam Lyager als Sieger ins Ziel,

während Daniel Kaczmarek nur Dritter wurde.

In Lauf 19 meldete sich Wiktor Lampart zwar

vor Patrick Hansen als Erster im Ziel, aber die

Dänen konnten schon den Titelgewinn feiern,

denn sie hatten 5 Zähler mehr auf dem Konto.

Im letzten Rennen des Finals kreuzte Frederik

Jakobsen als Sieger den Zielstrich, während

Kubera leer ausging. Am Ende triumphierte die

dänische Mannschaft vor zirka 2000 Zuschauern

mit einem deutlichen Vorsprung von

8 Punkten.

Die Gastgeber holten auf der 373 Meter langen

Bahn die Bronzemedaille und die Schweden

wurden Letzte. Das lettische Team sicherte sich

den Podiumsrang in der Anfangsphase des Finals.

Nach elf Läufen hatten sie 13 Zähler mehr

auf dem Konto als die Skandinavier (16:3). Die

Mannschaft von Teammanager Vladimirs Ribnikovs

ließ danach deutlich nach, hatte aber

nach 20 Heats immerhin 5 Punkte Vorsprung.

Ihr bester Mann, Olegs Mihailovs, verzeichnete

einen Dreier und erzielte über 40 Prozent der

Ausbeute seines Teams. Punktbester Fahrer

der Schweden war Joel Kling, der in Lauf 14 den

einzigen Sieg für seine Mannschaft erkämpfte.

• Text u. Fotos: Georg Dobes

D

16 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


nen lösen

olen ab

Speedway-Junioren-Team-EM - Finale

Daugavpils/LV - 1.9.2018

Ergebnis:

1. Dänemark, 45 Punkte

(Mads Hansen 11, Patrick Hansen 12, Andreas

Lyager 9, Frederik Jakobsen 13, Jonas Seifert-Salk N);

2. Polen, 37

(Rafal Karczmarz 10, Igor Kopec-Sobczynski 3, Wiktor

Lampart 12, Dominik Kubera 9, Daniel Kaczmarek 3);

3. Lettland, 21

(Olegs Mihailovs, 9, Artjoms Trofimovs 4, Davis

Kurmis 4, Ernests Matjusonoks 4, Elvis Avgucevics N);

4. Schweden, 16

(Alexander Woentin 3, Christoffer Selvin 2, Joel Kling 7,

Anton Karlsson 3, Emil Millberg 1).

Frederik Jakobsen vor Joel

Kling und Dominik Kubera

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 17


LANGBAHN-TEAM-WM

Finale Morizes/F

Frankreich hat sich erstmals die Goldmedaille

bei der Langbahn-Team-Weltmeisterschaft gesichert.

Im heimischen Morizes dominierte die Équipe Tricolore

nach Belieben. Die deutsche Nationalmannschaft mit Kapitän

Jörg Tebbe, Lukas Fienhage, Danny Maaßen und Jens

Benneker sicherte sich mit einer geschlossenen Leistung

und für so manchen überraschend die Bronzemedaille.

Frankreich siegt vor England und Deutschland

• Foto: Jesper Veldhuizen

Vive la France!

Es war der vorletzte Lauf, der gleich zwei Nationen

zum Jubeln brachte: Im Duell Frankreich

gegen Deutschland feierten die einen den Titel,

die anderen Rang 3. Es war eine Bronzemedaille,

die für das deutsche Team im Vorfeld

nach der Absage einiger Nationalmannschafts-

Aspiranten so nicht zwingend zu erwarten war.

Mit einer kompakten Mannschaftsleistung und

jenem, was man Teamgeist nennt, schaffte das

Nationalteam um Teammanager Josef Hukelmann

vor 3800 Zuschauern letztlich Rang 3

hinter den Mannschaften aus Frankreich und

Großbritannien.

„Wir haben im und mit dem deutschen Team

schon viele Höhepunkte gehabt und WM-Titel

gewonnen. Aber das hier bedeutet mir sehr

viel und freut mich ungemein“, sagte Teammanager

Josef Hukelmann. Viel war im Vorfeld geschehen:

Einige der Topfahrer hatten abgesagt,

um andernorts an den Start gehen zu

können. Andere, wie Michael Härtel oder David

Pfeffer, mussten verletzungsbedingt absagen.

Kurzfristig stand sogar das Zurückziehen der

Mannschaft aus dem Wettbewerb auf der Liste

der Möglichkeiten. Dass davon – auch aus dem

Verantwortungsbewusstsein der DMSB-Verantwortlichen

den anderen Nationen und der FIM

gegenüber – schließlich abgesehen wurde,

dürfte am Ende keinen mehr gefreut haben als

Teammanager Hukelmann selbst. Lauf Nummer

14 – und damit das vorletzte Rennen der

Langbahn-Team-WM mit Frankreich und

Deutschland als Gegner – wurde zum Freudentaumel

schlechthin. Während Frankreich enthusiastisch

den ersten WM-Titel überhaupt

feierte, lag man sich auch im deutschen Lager

in den Armen. Rang 3, zum ersten Mal Bronze

nach achtmal Gold und zweimal Silber: Wer

hätte daran schon im Vorfeld geglaubt? Obwohl

die Platzierungen eigentlich schon vor jenem

legendären Heat 14 feststanden, fuhr Jörg

Tebbe, als ginge es ums nackte Überleben.

„What have you done? (Was hast du getan?)“,

wurde er später von Mathieu Trésarrieu voller

Respekt und Anerkennung gefragt, der auf Tebbes

Traumstart anspielte. Zwar schlüpfte dem

deutschen Teamkapitän später noch Dimitri

Bergé durch, dennoch bedeutete das 9:6 der

Franzosen gegen die Deutschen den an diesem

Tag punktniedrigsten Laufsieg der Équipe Tricolore.

Doch zunächst einmal zu den Anfängen: Jörg

Tebbe, Lukas Fienhage und Danny Maaßen begannen

mit einem 9:6-Sieg gegen die Niederlande,

die wie die Schweden und Tschechen lediglich

zu dritt antraten. Unmittelbar nach dem

Auftaktsieg der Deutschen bedeutete das Duell

Frankreich gegen Großbritannien bereits eine

Vorentscheidung in Sachen WM-Titel, die

die Gastgeber mit einem 10:5 klar für sich bunkerten.

Auch danach gaben die Franzosen das

Zepter nicht aus der Hand und gewannen alle

ihre Duelle – jene gegen Schweden und Tschechien

sogar mit maximaler Punktezahl. Am Ende

standen 54 Punkte und eine große Dominanz

der Hausherren zu Buche. Die Zuschauer

feierten ihre Helden – überschwänglich, voller

Stolz und in ausgelassener Stimmung.

Das Team Germany konnte auch gegen Tschechien

ein 9:6 einfahren, bevor es gegen Großbritannien

dann mit einem 5:10 das Nachsehen

hatte. Gegen die Schweden riss Danny Maaßen

das Startband. Nichts wurde es aus dem erhofften

„Zwölfer“. „Ich wollte den Lauf unbedingt

gewinnen und war überzeugt, dass ich

da gut rauskomme“, sagte Maaßen. Und weiter:

„Ich habe fast geheult auf der Gerade ge-

18 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


genüber, als ich disqualifiziert in Richtung Fahrerlager

musste.“ Dass das Schweden-Duell

nicht zum deutschen Desaster wurde, dafür

sorgten Maaßens Teamkollegen Fienhage und

Tebbe, die mit einem 9:6 das maximal Mögliche

herausholten.

Im darauffolgenden Rennen brachten sich die

Tschechen selbst um die Chancen auf Bronze.

Lediglich 3 Punkte gegen die Franzosen reichten

nicht, um zum Team Germany aufzuschließen,

das zu diesem Zeitpunkt bereits 32 Punkte

auf dem Konto hatte. Der 3. Rang für

Deutschland stand letztlich schon nach dem

letzten Lauf der Tschechen fest. Im Rennen gegen

die Briten in Durchgang 5 sprang ein 5:10

für die östlichen Nachbarn heraus und ein

punktetechnischer „Gleichstand“ mit den

Deutschen. Diese hatten aber mit Jörg Tebbe,

Lukas Fienhage und Jens Benneker noch den

Lauf gegen die Franzosen zu bestreiten. Somit

musste Bronze nur noch nach Hause gebracht

werden.

„Wir sind ein Superrennen gefahren“, freute

sich Teamkapitän Jörg Tebbe am Ende: „Vielleicht

liegt es auch daran, dass die Erwartungshaltung

an uns nicht so groß war wie

sonst. Umso schöner ist es, dass es mit Bronze

geklappt hat.“ Danny Maaßen lobte den „tollen

Teamzusammenhalt“: „Wir haben gezeigt,

dass es funktioniert und wir haben viel Spaß

miteinander gehabt.“ Lukas Fienhage, neben

Jörg Tebbe eifrigster Punktesammler im deutschen

Team, war nach eigener Aussage

„höchst zufrieden“: „Wir waren dieses Mal die

Underdogs. Niemand hat mit uns gerechnet.

Die Franzosen sind brutal stark gefahren. Aber

auch wir haben eine geschlossene Teamleistung

gezeigt – und das ist, was zählt.“ Für Jens

Benneker, der erst kurz vor der WM wegen des

verletzungsbedingten Ausfalls von David Pfeffer

in die Nationalmannschaft nachrückte, war

es die erste Medaille seiner Karriere überhaupt:

„Die Freude darüber ist sehr, sehr

groß.“ Leicht getrübt wurde sie nur durch einen

gerissenen Kupplungszug nach seinem

Einsatz in Rennen 14. Das durchgehende Motorrad

verletzte zwei Personen leicht. Riesenstimmung

herrschte bei den Franzosen, deren

Fans im Stadion für mächtig Trubel und Jubel

sorgten – und ihr Team mit zum Titel pushten.

• Texte u. Foto oben: Susi Weber

AUF EINEN BLICK

Fienhage mit Mühldorf-Wildcard ausgestattet

Nicht zuletzt aufgrund ihres Einsatzes für das

DMSB-Team belohnten die Verantwortlichen des

Bahnausschusses die drei Nationalmannschaftsfahrer

Lukas Fienhage, Jörg Tebbe und Danny

Maaßen mit der WM-Teilnahme zum Saisonende.

Tebbe verzichtete von sich aus zugunsten Fienhages

auf die Wildcard für den fünften und letzten

Langbahn-Einzel-Grand-Prix in Mühldorf. Der

deutsche Nationalmannschaftskapitän wird beim

WM-Finale erster Reservefahrer sein. Reserveplatz

2 geht an Danny Maaßen, der im kommenden

Jahr seine Langbahn-Aktivitäten ausbauen

will und wird.

Erste Medaille für Maaßen und Benneker

Für Danny Maaßen und Jens Benneker war es die

erste Team-WM-Teilnahme – und die Bronzemedaille

somit auch die erste Medaille. Lukas Fienhage

konnte seiner Goldmedaille aus dem vergangenen

Jahr nun auch noch die Bronzemedaille

hinzufügen. Jörg Tebbe war bislang bei den Teamweltmeisterschaften

in Scheeßel (2011), St. Macaire

(2012), Swingfield (2013), Forssa (2014),

Mühldorf (2015), Marienbad (2016) und Morizes

(2018) mit dabei. Mit Ausnahme der Team-WM in

D-Team-Spirit mit Teammanager Josef Hukelmann,

Jens Benneker, Danny Maaßen, Lukas Fienhage und Jörg Tebbe

Großbritannien, bei der Deutschland den 4. Rang

erreichte, stand Tebbe jedes Mal auf dem Podest.

Dreimal kehrte Tebbe mit Gold, je einmal mit Silber

und Bronze nach Hause zurück. In der ewigen

WM-Tabelle bleibt Deutschland mit acht Gold-,

zwei Silber- und einer Bronzemedaille an der Spitze.

Auf den Plätzen folgen die Niederlande

(2/4/2), Frankreich (1/3/4) und Großbritannien

(1/3/3). Jeweils einmal kamen bislang Finnland

und Tschechien auf den 3. Platz.

Hukelmann zieht positives Fazit

zur „jungen Truppe“

„Die Jungs haben in Morizes wirklich begeistert“,

schwärmte Teammanager Josef Hukelmann nach

Rennende über sein Nationalmannschafts-Quartett.

Gegenseitig gab man sich Tipps, half einander

aus, bewies Zusammenhalt. „Das“, sagt Hukelmann,

„ist auch von den anderen Nationen positiv

bemerkt und bewertet worden.“ Seine „junge

Truppe“ wurde im Übrigen auch von zu Hause aus

unterstützt. Die verletzten Fahrer Michael Härtel

und David Pfeffer meldeten sich regelmäßig und

unterstützten ihre Teamkollegen mental. Hukelmann:

„Auch das weiß ich zu schätzen und fand

es sehr gut.“

Die Franzosen hatten ihre Gegner im Griff: Mathieu Trésarrieu (7), Dimitri Bergé (9) und David Bellego (8) ließen dem Rest der Welt kaum Chancen • Foto: Jesper Veldhuizen

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 19


LANGBAHN-TEAM-WM

Medaille gesichert: Jörg Tebbe (1), Lukas

Fienhage (2) und Danny Maaßen (3)

• Foto: Jesper Veldhuizen

LANGBAHN-TEAM-WM - Finale - Morizes/F - 1.9.2018

Pl./Team Fahrer 1 2 3 4 5 EP GP

1. Frankreich Mathieu Trésarrieu 4 4 5 3 3 19 54

David Bellego 1 2 4 5 N 12

Dimitri Bergé 5 5 3 4 5 22

Stéphane Trésarrieu 1 1

2. England James Shanes 3 4 3 4 5 19 46

Zach Wajtknecht 0 3 N N 3 6

Chris Harris 2 5 5 2 2 16

Adam Ellis 2 3 5

3. Deutschland Jörg Tebbe 4 3 0 4 4 15 38

Lukas Fienhage 3 2 4 5 2 16

Danny Maaßen 2 4 1 D N 7

Jens Benneker 0 0

4. Niederlande Theo Pijper 5 1 4 5 5 20 34

Dave Meijerink 1 3 1 1 4 10

Lars Zandvliet 0 0 3 0 1 4

5. Tschechien Josef Franc 4 5 5 2 4 20 32

Martin Malek 2 1 2 1 1 7

Michal Skurla 5 0 0 0 0 5

6. Schweden Anders Mellgren 1 1 1 3 3 9 21

Andreas Bergström 0 0 0 1 0 1

Robin Aspegren 3 2 2 2 2 11

Vanicek Trophysieger, Hegener schrammt am Podest vorbei

Gemeinsam mit dem späteren FIM-Youth-

Trophy-Sieger Jaroslav Vanicek aus

Tschechien dominierte Marlon Hegener

die 125-ccm-FIM-Track-Racing-Youth-

Gold-Trophy im französischen Morizes.

Im Finale verpasste der 13-jährige Sohn

von Ex-Bahnsportler Benny Hegener

dann aber einen guten Start – und kam

auf Rang 4 ins Ziel.

Die deutsche Nationalmannschaft, die in Morizes

die Langbahn-Team-Weltmeisterschaft bestritt,

stand bereits parat. Parat für jenen jungen

Mann, der den Youth-Gold-Trophy-Endlauf

der fünf besten Nachwuchspiloten in der

125er-Klasse ohne jegliche Probleme erreichte.

Wie sein Konkurrent Jaroslav Vanicek hatte Hegener

alle Vorläufe und das Halbfinale gewonnen.

Viel war ihm zuzutrauen. Doch im Finale

verpasste der Teenager aus Georgsmarienhütte

bei Osnabrück den Start durch Getriebeprobleme

und kam „nur“ als Vierter ins Ziel. Ein

schwacher Trost: Marlon Hegener war in Morizes

zweitbester Punktesammler und hatte sich

durchaus Respekt verdient.

Das Podium machten andere unter sich aus. Jaroslav

Vanicek holte auch im Endlauf den Sieg.

Vizemeister wurde Sam McGurk, der als Fünftbester

nach dem Halbfinale gerade noch ins Finale

gerutscht war. Platz 3 ging mit Bruno Belan

an den zweiten Tschechen im Endlauf. Die drei

weiteren Starter aus den DMSB-Reihen, Alexandra

Schauer, Marvin Kleinert und Ben Iken, belegten

am Ende die Ränge 10, 12 und 13.

• Text: Susi Weber; Fotos: Jesper Veldhuizen

FIM Track Racing Youth Gold Trophy 125 ccm - Morizes/F

1.9.2018

Ergebnis:

Wertung nach Finale: 1. Jaroslav Vanicek, CZ, 24 Punkte; 2. Sam

McGurk, GB, 15; 3. Bruno Belan, CZ, 19; 4. Marlon Hegener, D,

21; 5. Tino Bouin, F, 16.

Weitere Platzierungen: 6. Daniel Klima, CZ, 12; 7. Harry McGurk,

GB, 11; 8. Nynke Sijbesma, NL, 9; Nigel Hummel, NL, 6; 10. Alexandra

Schauer, D, 5; 11. Ryan Belarbe, F, 5; 12. Marvin Kleinert,

D, 3; 13. Ben Iken, D, 3; 14. Delina Kruit, NL, 1.

Wie die Großen: Kinder-Schampus

für Sieger Jaroslav Vanicek (Mitte),

Sam McGurk (re.) und Bruno Belan

Die erfolgreichen Tschechen Jaroslav Vanicek (9)

und Bruno Belan (13)

FIM Track Racing Youth Gold

Trophy 125 ccm - Morizes/F

20 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


Auf den Frust folgt die Lust

Langbahn-WM-Teammanager Josef Hukelmann (auf dem Foto rechts) kritisiert mangelnde

Bereitschaft, um für die deutsche Nationalmannschaft zu starten. Lukas Fienhage, Jörg Tebbe

(Foto links), Danny Maaßen und Jens Benneker übernahmen nun am 1. September 2018 die

Aufgabe, sich in Morizes/Frankreich mit fünf anderen Nationen zu messen.

Die Enttäuschung ist dem langjährigen Langbahn-

WM-Teammanager deutlich anzumerken. Hart geht

er mit jenen Fahrern ins Gericht, die ihm in den vergangenen

Wochen aus den unterschiedlichsten

Gründen Absagen erteilt haben. Nur für wenige

zeigt er Verständnis. Statt Smolinski, Dilger, Diener,

Katt oder Hülshorst übernahmen am 1. September

Lukas Fienhage, Jörg Tebbe, Danny Maaßen

und Jens Benneker Verantwortung und gaben gegen

die Niederlande, Frankreich, Großbritannien,

Schweden und Tschechien ihr Bestes. „Nach einer

Phase der Niedergeschlagenheit freue ich mich nun

sehr auf den zwölften Team-Wettbewerb der Geschichte

und eine Mannschaft, die zu hundert Prozent

hinter den schwarz-rot-goldenen Farben

steht“, sagte Hukelmann vor der Veranstaltung.

Martin Smolinski, Stephan Katt, Bernd Diener, Max

Dilger, Christian Hülshorst, Erik Riss – Teammanager

Jupp Hukelmann hatte, wie in jedem Jahr, mit

allen gesprochen, die für die Langbahn-Team-WM

in Frage kamen – und hatte durchweg Absagen kassiert.

Verständnis äußert er lediglich für Diener

(„Die Bahn ist wirklich nicht auf ihn zugeschnitten.

Zudem hat er ein gewisses Alter.“) und Erik Riss

(„Er fuhr mit Ausnahme von Marmande das gesamte

Jahr nicht auf der Langbahn und hatte auch zu

Saisonbeginn nicht für die Langbahn-WM Interesse

geäußert und gemeldet.“). „Ich habe immer gedacht,

dass ich mich auf die Leute verlassen kann“,

sagt Hukelmann. Damit meint Hukelmann nicht nur

ausschließlich Fahrer, sondern auch Veranstalter,

die potenzielle Nationalmannschaftsmitglieder mit

Geld ködern. Wobei: Umsonst müssen laut Hukelmann

auch Nationalmannschaftsfahrer nicht fahren:

„Für den WM-Titel gibt es 6600 Euro an Prämie

und einen Zuschuss des DMSB.“ Vor Jahren, als es

kostenintensiver nach Skandinavien ging, hat Hukelmann

auch schon selbst nach weiteren Sponsoren

gesucht und sie gefunden – und das Geld unter

dem deutschen Quartett verteilt. Hukelmann: „Leider

scheint es inzwischen so zu sein, dass wir Individualisten

haben, die nur an sich denken und wenig

Nationalbewusstsein besitzen.“

Gefreut hatte sich Hukelmann, der kurzzeitig sogar

mit einer Absage des Teamwettbewerbes liebäugelte,

aber dennoch auch: „In Güstrow haben mir zwei

nicht mehr aktive Fahrer und ehemalige Teamweltmeister

signalisiert: Wenn alle Stricke reißen, fahren

wir! Das war ernst gemeint und hat gut getan.“

Auch Jörg Tebbe holte Hukelmann zurück auf den

Boden der Tatsachen: „Er machte mir klar: Wir sagen

auf gar keinen Fall ab. Zur Not fahren wir zu

dritt.“ Dennoch stellt sich für Hukelmann die Frage:

„Wie viel ist den Langbahnpiloten ihr Sport eigentlich

noch wert?“ Mittelfristig sei es auch vom Verband

her nicht akzeptabel, dieses Verhalten zu tolerieren:

„Da werden Taten folgen müssen. Es kann

nicht sein, dass jeder nur für sich die Rosinen herauspickt

und das große Ganze nicht sieht.“

Ein klares Bekenntnis zur Nationalmannschaft hatte

hingegen Michael Härtel abgegeben. Er wollte

unbedingt fahren, wurde aber noch von seiner Verletzung

ausgebremst. Auch wenn Härtel letztendlich

nicht starten konnte, lobt Hukelmann die Einstellung

des 20-jährigen Dingolfingers: „Seine

Grundeinstellung stimmt!“. Letzteres gilt laut dem

Teammanager auch für den 18-jährigen Lukas Fienhage

aus Lohne, der im vergangenen Jahr sein Debüt

in der Nationalmannschaft feierte und auf Anhieb

mit ihr Gold gewann. Jörg Tebbe aus Dohren,

mit 39 Jahren „Senior“ der Mannschaft, signalisierte

von Anfang an seine Bereitschaft. Auch David

Pfeffer wäre gerne dabei gewesen. Der 21-Jährige

aus Hohberg bei Offenburg hatte sich sehr auf seinen

Nationalmannschaftseinsatz gefreut, wurde

dann aber auch von einer Verletzung ausgebremst.

Als Ersatz fungierte Jens Benneker. Mit Danny Maaßen

(24/Nordhastedt) stand ein bislang mehr von

der Speedwaybahn her bekanntes Talent parat.

Schließlich hat sich das deutsche Team aller Unkenrufe

zum Trotz bewährt, was die Bronzemedaille

mehr als deutlich beweist.

• Texte, Tabellen u. Foto: Susi Weber

Medaillenspiegel

(nach WM 2018 und 12 Weltmeisterschaften)

Gold Silber Bronze

Deutschland 8 2 1

Niederlande 2 4 2

Frankreich 1 3 4

Großbritannien 1 3 3

Finnland 0 0 1

Tschechien 0 0 1

Chronik und Statistik

Langbahn-Team-WM

2007 Morizes/Frankreich

Gerd Riss, Enrico Janoschka, Stephan Katt,

Matten Kröger

1. Deutschland, 2. Großbritannien,

3. Frankreich

2008 Werlte/Deutschland

Gerd Riss, Matten Kröger, Stephan Katt,

Bernd Diener

1. Deutschland, 2. Niederlande,

3. Großbritannien

2009 Eenrum/Niederlande

Gerd Riss, Matten Kröger, Enrico Janoschka,

Richard Speiser

1. Deutschland, 2. Niederlande, 3. Frankreich

2010 Morizes/Frankreich

Matten Kröger, Stephan Katt, Richard Speiser,

Martin Smolinski

1. Deutschland, 2. Frankreich, 3. Niederlande

2011 Scheeßel/D

Stephan Katt, Richard Speiser, Jörg Tebbe,

Martin Smolinski

1. Deutschland, 2. Niederlande,

3. Großbritannien

2012 St. Macaire/Frankreich

Matten Kröger, Stephan Katt, Jörg Tebbe,

Bernd Diener

1. Deutschland, 2. Großbritannien,

3. Frankreich

2013 Swingfield/GB

Stephan Katt, Richard Speiser, Jörg Tebbe,

Enrico Janoschka

1. Niederlande, 2. Frankreich,

3. Großbritannien, 4. Deutschland

2014 Forssa/FIN

Enrico Janoschka, Jörg Tebbe, Erik Riss,

Stephan Katt

1. Deutschland, 2. Niederlande, 3. Frankreich,

4. Finnland (Platz 2 bis 4 Stechen)

2015 Mühldorf/D

Jörg Tebbe, Michael Härtel, Stephan Katt,

Erik Riss

1. Großbritannien, 2. Deutschland, 3. Finnland

2016 Marienbad/CZ

Martin Smolinski, Jörg Tebbe, Michael Härtel,

Stephan Katt

1. Niederlande, 2. Deutschland, 3. Tschechien

2017 Roden/NL

Michael Härtel, Martin Smolinski,

Stephan Katt, Lukas Fienhage

1. Deutschland, 2. Frankreich, 3. Niederlande

2018 Morizes/F

Jörg Tebbe , Lukas Fienhage, Danny Maaßen,

Jens Benneker

1. Frankreich, 2. Großbritannien,

3. Deutschland

Teilnahmen

Langbahn-Team-WM

(einschließlich 2018)

Stephan Katt ............................................. 10

Jörg Tebbe .................................................. 7

Matthias Kröger .......................................... 5

Richard Speiser .......................................... 4

Enrico Janoschka ......................................... 4

Martin Smolinski ........................................ 4

Michael Härtel ............................................ 3

Gerd Riss .................................................... 3

Bernd Diener .............................................. 2

Erik Riss ..................................................... 2

Lukas Fienhage ........................................... 2

Danny Maaßen ............................................ 1

Jens Benneker ............................................. 1

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 21


LANGBAHN-DM Solo

Scheeßel

Jörg Tebbe

neuer Deutscher

Langbahnmeister

Der neue Deutscher Meister auf der Langbahn heißt Jörg Tebbe.

Der Dohrener gewann auf dem bestens präparierten Eichenring in

Scheeßel völlig überraschend alle seine Läufe und verwies Martin

Smolinski, der bis auf das Finale ebenfalls alles gewann, auf Platz 2.

Es war schon fast sensationell, auf jeden Fall

sehr erstaunlich, wie stark Jörg Tebbe in Scheeßel

auf der 1000-m-Bahn auftrumpfte. Der Kapitän

der deutschen Langbahn-Nationalmannschaft

fuhr seine Läufe absolut unaufgeregt,

mit exzellenten Starts und einem sauberen

Strich in den Kurven.

Schon in den Vorläufen hatte der 39-jährige

Emsländer mit drei Siegen gezeigt, dass mit

ihm an diesem schönen Spätsommertag im

Kampf um den Titel zu rechnen sein wird, zumal

er hier auch schon die beiden ausländischen

Gaststarter, die Briten Richard Hall und Andrew

Appleton, besiegt hatte.

Aber auf den Top-Favoriten auf den deutschen

Meistertitel, den Olchinger Martin Smolinski,

war er bis dato noch nicht am Band gestanden,

das sollte erst im alles entscheidenden Finale

der Fall sein.

Smolinski selbst fuhr an diesem Tage bis zum

Endlauf ebenso souverän wie Tebbe. Drei blitzblanke

Siege in den Vorläufen und der Gewinn

des Semifinales 2 zeigten den Bayern auf Titelkurs.

Aber es sollte dann doch anders kommen.

Dass ein Rennen erstmal gefahren werden

muss, bis man an der schwarz-weißen Flagge

vorbeirast und dass auf einer Bahn wie der in

Scheeßel alles passieren kann, sind Binsenweisheiten.

Aber so kann der Sport nun mal

sein.

Im Finale ging es von den Punkteständen her

vor allem um den Zweikampf zwischen Smolinski

und Tebbe, die beide 17 Punkte auf ihrem

Konto hatten. Zur Erklärung: In den Vorläufen

wurden 4 Punkte für den Sieg verteilt, ab den

Semifinals 5. Theoretische Chancen hatten so

auch noch Bernd Diener (13 Punkte) und Max

Dilger (12).

Lukas Fienhage konnte sich mit 10 Zählern noch

Podestchancen ausrechnen, wohingegen Andrew

Appleton mit 15 Punkten im Finale nur

noch sein Punktegeld aufbessern konnte, denn

für die DM wurde er nicht gewertet.

Das Finale war bis zum Schluss heiß umkämpft.

Jörg Tebbe erwischte wieder einen Superstart,

während Smolinski in Kurve 1 einen ordentlichen

Sandstrahl auf die Brille bekam. Der Bayer

versuchte alles, kam im Verlauf der vier Runden

zwischendurch auch näher an Tebbe heran, der

aber blieb ruhig und steuerte souverän seinen

zweiten deutschen Meistertitel nach Hause.

Tebbe war nach dem Finale weniger euphorisch,

sondern eher ruhig und in sich gekehrt.

„Ich habe eigentlich den ganzen Tag nicht daran

geglaubt, dass ich hier heute gewinnen

könnte“, sagte der sympathische Familienvater

vor der Siegerehrung zu BSA, „so habe ich von

Lauf zu Lauf gedacht und wollte vor allem immer

die Starts gewinnen.“

Martin Smolinski, der wie am Vortag in Vechta

trotz bester Leistungen nur Zweiter wurde, zeigte

sich als fairer Sportsmann und lobte den Sieger.

„Tebbe hat sehr gut gearbeitet, ich wollte

eigentlich in der ersten Kurve vor ihm sein, habe

da aber einen brutalen Strahl bekommen,

ich habe später noch einmal angegriffen, kam

in Kurve 2 aber in eine Rille. So ist der Sport.

Glückwunsch an den Sieger.“

Dritter im Finale wurde Andrew Appleton vor

Bernd Diener. Richard Hall, der als zweiter Ausländer

mitfuhr, war in Semifinale 2 gestürzt,

wobei ein Teil des Airfence zerplatzte. Das führte

zu einiger Zeitverzögerung. Auf den Plätzen

4, 5 und 6 der DM-Wertung folgten Max Dilger,

Lukas Fienhage und Stephan Katt.

22 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


Jörg Tebbe vor Bernd Diener, Martin Smolinski,

Andrew Appleton und Lukas Fienhage

Matthijssen/Mollema bei den Gespannen

unschlagbar

Der MSC Eichenring Scheeßel hatte in Zusammenarbeit

mit dem AC Vechta auch ein Top-Seitenwagenfeld

auf den Eichenring geholt. Die

Europameister aus den Niederlanden William

Matthijssen und Beifahrerin Sandra Mollema

zeigten auch auf diesem Hochgeschwindigkeitskurs

ihre Extraklasse. Sie gewannen alle

ihre Läufe unangefochten.

Es gab zwei Finalläufe. Im ersten Finale der Tageswertung

gewannen die Niederländer vor

Markus Venus/Markus Heiß vom RSC Pfarrkirchen,

den Briten Mitch Godden/Paul Smith,

Karl Keil/David Kersten und Wilfred Detz/Wendy

Arling aus den Niederlanden.

Im sogenannten Superlauf, wo die fünf punktbesten

Teams vom Vortag in Vechta und dem

Rennen in Scheeßel antraten, waren wie im Tagesfinale

die ersten drei vorne, Vierte wurden

Sven Holstein/Bonita van Dijk (NL).

Letztere hatten zuvor für einigen Wirbel gesorgt.

Im vierten Lauf der Seitenwagenklasse

hatte Holstein in der Startkurve bei voller Fahrt

urplötzlich den Gashebel zugedreht und Markus

Brandhofer/Tim Scheunemann hatten

keine Chance und knallten auf das Gespann

vor ihnen. Glücklicherweise ging das Ganze

ohne größere Verletzungen ab, aber das Rennen

war damit für die Haunstettener vorbei.

Holstein hatte Dreck auf seine Brille bekommen

und nichts mehr gesehen. So war es

auch einen Lauf später, als die Niederländer

auf der Zielgeraden ruckartig abstoppten

und Keil/Kersten einen halben Abflug über

das plötzlich auftauchende Hindernis machten,

danach aber weiterfahren konnten.

• Text und Foto: Rudi Hagen; Ehrung: Daniel Sievers

70. ADAC-Sandbahnrennen Eichenring Scheeßel

16.9.2018

Rahmenprogramm-Ergebnis:

I-Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL,

16 Punkte; 2. Mitch Godden/Paul Smith, GB, 11; 3. Markus

Venus/Markus Heiß, D, 8; 4. Wilfred Detz/Wendy Arling, NL,

8; 5. Karl Keil/David Kersten, D, 5; 6. Sven Holstein/Bonita

van Dijk, NL, 3; 7. Shaun Harvey/Danny Hogg, GB, 3; 8. Oliver

Möller/Dana Frohbös, D, 3; 9. Markus Brandhofer/Tim

Scheunemann, D, 2.

Finale: 1. Matthijssen/Mollema; 2. Venus/Heiß; 3. Godden/

Smith; 4. Keil/Kersten; 5. Detz/Arling.

Superlauf: 1. Matthijssen/Mollema; 2. Venus/Heiß; 3. Godden/Smith;

4. Holstein/van Dijk.

LANGBAHN-DM SOLO Scheeßel - 16.9.

Pl./Name 1 2 3 SF Finale Ges.

1. Jörg Tebbe 4 4 4 5 5 22

2. Martin Smolinski 4 4 4 5 4 21

3. Andrew Appleton (GB)* 4 4 3 4 2 17

4. Bernd Diener 3 3 3 4 3 16

5. Max Dilger 3 2 4 3 1 13

6. Lukas Fienhage 2 3 2 3 0 10

7. Stephan Katt 3 3 2 2 10

8. Christian Hülshorst 1 2 3 0 6

9. Fabien Neid 2 2 D 1 5

10. Marcel Dachs 1 1 1 2 5

11. Dennis Helfer 1 0 2 1 4

12. Richard Hall (GB)* 2 1 1 D 4

13. Jens Benneker 0 1 0 1

14. Stefan Repschläger 1 1

15. Fabian Wachs A A A 0

16. Marcel Sebastian A N N 0

17. Finn Loheider 0 0

*) außer Konkurrenz

Semifinale 1: 1. Tebbe; 2. Diener; 3. Dilger; 4. Dachs; 5. Neid; 6. Hülshorst.

Semifinale 2: 1. Smolinski; 2. Appleton; 3. Fienhage; 4. Katt; 5. Helfer; 6. Hall S.

Finale: 1. Tebbe; 2. Smolinski; 3. Diener; 4. Appleton; 5. Dilger; 6. Fienhage.

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 23


LANGBAHN-DM

Seitenwagen

• Foto: Ubbo Bandy

So ein bisschen sah es wie ein Sonntagnachmittagsspaziergang aus, was

Markus Venus/ Markus Heiß in Bad Hersfeld anstellten: Fünf Starts, fünfmal

schon als dominierender Führender aus der Startkurve heraus, fünf

Siege. Nur einmal stand den beiden Titelverteidigern, die in Bad Hersfeld

ihren fünften nationalen Titel holten, das Glück zur Seite: Im ersten Lauf

retteten sie sich gerade noch einmal so als Sieger über die Ziellinie, nachdem

der Lenkungsdämpfer abgebrochen war.

Erst im vierten Vorlauf trafen die Meister der Jahre 2013 bis 2015 und 2017

auf Markus Brandhofer/Tim Scheunemann, die ihrerseits bis dato alle

Vorläufe gewonnen hatten. Die „Vorentscheidung“ fiel deutlicher aus als

gedacht. Anstatt des Duells Venus/Brandhofer fand sich Letztgenannter

mit einem Kupplungsdefekt auf Platz 4 wieder. Die „Musik“ hinter Venus

machten Manuel Meier/Melanie Schrempp und Oliver Möller/Dana Frohbös,

die sich nichts schenkten. Der bessere Ausgang für das Schwarzwälder

Geschwisterpaar entschied am Ende dann auch über deren 3. Gesamtrang.

Nichts mehr anbrennen ließen Markus Venus/ Markus Heiß auch im Finale.

Ihren 2. Rang im Endlauf kommentierte Brandhofer-Beifahrer Tim

Scheunemann so: „Damit ist auch klar, dass unser 4. Rang im vierten Vorlauf

nichts verändert hat. Wir wären so oder so Zweite gewesen.“ Ihre Anerkennung

vor der Leistung der alten und neuen Meister brachten Brandhofer/Scheunemann

auch auf dem Siegerpodest zum Ausdruck. Groß war

die Freude auch bei den Drittplatzierten Meier/Schrempp. „Wir sind überglücklich,

dass wir in der I-Lizenz angekommen sind und es läuft“, sagte

Manuel Meier.

Nicht gewertet wurde das dänische Gespann Mike Frederiksen/Steven

Grandt, das – rein sportlich betrachtet – den 4. Platz belegte, als „Nicht-

DMSB-Gespann“ aber außer Konkurrenz startete. In der I-Solo-Klasse

siegte Andrew Appleton vor Stephan Katt und Marcel Dachs. • Susi Weber

Markus Venus/Markus Heiß

holen sich Titel Nummer 5

Keinen Zweifel ließen die Pfarrkirchener Markus Venus und Markus Heiß an ihrer Titelverteidigung

bei der DMSB-Meisterschaft der Gespanne in Bad Hersfeld.

Auf die Plätze verwiesen sie dabei Markus Brandhofer/Tim Scheunemann und Manuel Meier/Melanie Schrempp.

13. DMV-Flutlicht-Grasbahnrennen Bad Hersfeld - 18.8.2018

Ergebnis:

I-Solo: 1. Andrew Appleton, GB, 20 Punkte; 2. Stephan Katt, 14; 3. Marcel Dachs, 14; 4. Jörg Tebbe,

13; 5. Christian Hülshorst, 11; 6. David Pfeffer, 10; 7. Jens Benneker, 7; 8. Dave Mears, GB, 6; 9. Lars

Zandvliet, NL, 5; 10. Marcel Sebastian, 4.

B-Solo: 1. Mario Niedermeier, 18 Punkte; 2. Dennis Helfer, 16, 3. Julian Bielmeier, 13; 4. Sebastian

Trapp, 9; 5. Robert Grichtmaier, 4.

B-Seitenwagen: 1. Nicole Standke/Kim Kempa, 12 Punkte; 2. Jan Kempa/Dennis Pollrich, 8;

3. André Schönig/Linda Frohbös, 3; 4. Jens Voss/Günther Schaper, 1.

LANGBAHN-DM SEITENWAGEN

Bad Hersfeld - 18.8.2018

Pl./Name 1 2 3 4 Finale Ges.

1. Markus Venus/Markus Heiß 4 4 4 4 4 20

2. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann 4 4 4 1 3 16

3. Manuel Meier/Melanie Schrempp 1 3 3 3 1 11

4. Raphael San Millan/Benedikt Zapf 2 3 A 3 2 10

5. Roman Löffler/Markus Tork 3 D 3 2 8

6. Achim San Millan/Viktor Caric 3 2 2 1 8

7. Oliver Möller/Dana Frohbös D 1 1 2 4

8. Maximilian Klaas/Myron McNeil 0 A 1 1

9. Andreas Horn/Sonja End 1 1

10. Florian Kreuzmayr/Roman Grammelsberger A A 0

11. Mike Frederiksen/Steven Grandt* (DK) 2 2 2 4 0 10

*) außer Wertung

24 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


Interview mit Markus Venus

Ziele sind Titelverteidigung und EM-Titel

Zum fünften Mal nach 2013, 2014, 2015 und 2017 sicherten sich Markus Venus/Markus

Heiß in Bad Hersfeld die nationale Meisterschaft der Seitenwagenpiloten. Susi Weber

sprach mit dem alten und neuen DMSB-Meister.

Susi Weber: Markus, wer euch heute zuschaute,

hatte den Eindruck, gegen eure Dominanz

gibt es kein Mittel. Provokant gefragt: Habt ihr

es in Deutschland zu einfach?

Markus Venus (lacht): Das war schwerer, als

manche glauben. Im ersten Lauf ist uns nach

eineinhalb Runden der Lenkungsdämpfer abgebrochen.

Das ging sehr auf die Arme. Der

Sieg war wacklig. Gut, wir hatten sehr, sehr gute

Starts. Trotzdem ist es eben nicht einfach

oder selbstverständlich, bei einer Meisterschaft

zu gewinnen. Da muss immer alles zusammengehen,

bis zum Schluss – und du

musst jederzeit hellwach sein.

Heißt: Es wird euch nicht langweilig?

Nein, ganz sicher nicht. Jedes Rennen ist anders.

Du musst immer wieder aufs Neue eine

neue Linie wählen, brauchst freie Sicht. Wenn

du den Start nicht hast, ist es immer ein Problem.

Genießt man auch den fünften Titel noch so

wie die anderen?

Selbstverständlich. Man arbeitet das ganze

Jahr hin auf eine Deutsche Meisterschaft oder

eine Europameisterschaft. Und es ist immer

schön, wenn das dann auch gelingt.

Stichwort EM: Der Europameisterschaftstitel

ist noch etwas, was in eurer Sammlung fehlt.

Auch 2018 hat es nicht geklappt. Sind William

Matthijssen/Sandra Mollema unschlagbar?

Nein. 2018 haben wir die beiden beispielsweise

in Bielefeld und Melsungen geschlagen. Bei

der EM ist es aber wie verhext und an diesem

Tag immer was los. Dieses Jahr ging beispielsweise

der Transporter auf dem Weg nach Werlte

kaputt.

Was habt ihr euch für 2019 vorgenommen?

Dasselbe wie dieses Jahr. Wir werden erneut

versuchen, in Deutschland den Titel zu verteidigen

und den EM-Titel zu holen. Natürlich

wünscht sich jeder, Meister zu werden. Sollte

es aber nicht gelingen, geht die Welt auch nicht

unter.

Info: Markus Venus begann seine Karriere

2005, stieg 2006 in die Internationale Klasse

auf. 2007 wurde er erstmals Vize-Europameister.

Seit 2009 fährt der 36-jährige Pfarrkirchener

mit Markus Heiß im Beiboot. Neben nunmehr

fünf Deutschen Meistertiteln erreichte

Markus Venus mit dem 31-jährigen Heiß zwei

Vize-Europameisterschaften und drei 3. Plätze

bei der Seitenwagen-EM.

Berghaupten

Höhenflug

der Adler

Die Gastgeber konnten den Heimvorteil voll

nutzen und wurden ihrer Favoritenrolle vor eigenem

Publikum gerecht.

Die Black Forest Eagles siegten vor den Güstrow

Torros und den Diedenbergen Rockets.

Für die Landshut Devils ist nach diesem Rennen

die diesjährige STC-Serie schon beendet.

Speedway Team Cup - Berghaupten - 25.8.2018

Ergebnis:

1. Black Forest Eagles Berghaupten, 45 Punkte (Max Dilger 15,

Danny Maaßen 0, Ethan Spiller 11, Maximilian Pongratz 5, Daniel

Spiller 14); 2. Güstrow Torros, 36 (Tobias Busch 9, Hannes

Gast 6, Lukas Baumann 9, Ben Ernst 12); 3. Diedenbergen

Rockets, 21 (René Deddens 8, Marius Hillebrand 3, Leon Maier

5, Celina Liebmann 5, Julian Bielmeier 0); 4. Landshut Young

Devils, 11 (Stephan Katt 2, Mario Niedermeier 4, Jonas Wilke 3,

Maximilian Troidl 2).

Stand: 1. MSC Cloppenburg Fighters, 3 Rennen/125 Laufpunkte/8

Matchpunkte; 2. Black Forest Eagles Berghaupten,

3/117/8; 3. Emsland Speedwayteam Dohren, 2/83/5; 4. Meißen

Hornets, 2/76/5; 5. Güstrow Torros, 3/82/3; 6. MSC Olching,

2/61/3; 7. Diedenbergen Rockets, 3/50/2; 8. Neuenknick

Hexen, 2/44/2; 9. Landshut Young Devils, 4/41/0.

Markus Venus/Markus Heiß wurden Deutsche

Meister bei den Gespannen vor Markus

Brandhofer/Tim Scheunemann und Manuel

Meier/Melanie Schrempp

• Foto: Susi Weber

Maximum

für die Eagles:

Max Dilger vor

Tobias Busch

• Foto: Uwe Ebler

Anzeigen-Telefon 06184 923352

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 25


SPEEDWAY

Teterow - Schildbürgerpokal

Brady Kurtz

überragend

Schildbürgerpokal geht zum zweiten Mal

ins Land der Kängurus – Australiens Champion

Brady Kurtz überragender Fahrer des Abends.

Sieger Brady Kurtz vor

Kacper Gomolski und

Martin Smolinski

• Foto: Daniel Sievers

Bei der 15. Auflage des Speedwayklassikers

„Schildbürgerpokal“ in der Teterower Bergring-

Arena am 17. August erlebten knapp 1000 Zuschauer

einen an Spannung geladenen Motorsportabend.

„Fünfer- und Sechser-Speedway

ist schon was Besonderes, da geht es hart und

eng zur Sache“, so ein Fan aus dem Raum Teterow.

Und nicht nur ihm stockte bei manchen

Szenen der Atem, wenn die Stahlschuhmänner

nach dem Start durch die erste Kurve drifteten.

Allen voran Brady Kurtz. Der australische Meister

war der Mann des Abends. Nur einen Punkt

gab er an den Dänen Mikkel Bech in der Vorrunde

ab. „Nicht jeder Start von mir war ideal, aber

ich konnte mich immer nach vorne kämpfen“,

so der spätere Sieger. Er ist der zweite Australier

nach Chris Holder (2014), der den Pokal mit

nach Hause nimmt.

Mit dem Deutschen Meister Martin Smolinski

im Starterfeld waren die Hoffnungen der Zuschauer

groß. Klappt es mit einem Podestplatz

nach seiner Galavorstellung beim Meisterschaftslauf

zwei Wochen zuvor in Güstrow?

Macht er es Tobias Kroner nach, der vor genau

zehn Jahren das Meisterstück schaffte, ganz

oben auf dem Siegerpodest zu stehen? Leider

wurden die Fans total enttäuscht. „Smoli“ beendete

seine Qualilläufe mit nur 3 Punkten und

erreichte nicht einmal das Semifinale. Nur Platz

16 sprang am Ende heraus, ein Abend zum Abhaken

für den Bayern. Auf die Frage im Vorfeld

des Rennens, ob er einen Podestplatz anvisiert,

gab der 33-jährige Ex-Grand-Prix-Starter zur

Antwort: „Wer weiß, ich habe noch ein paar Jahre

Zeit …“ Smolinski machte sich nach dem Rennen

mit seinem Team gleich auf den Weg ins

niederländische Eenrum zum Langbahn-Grand-

Prix.

Jacob Thorssell,

Brady Kurtz und Patrick

Hougaard (v.l.)

Auch Max Dilger kam über die Vorrunde nicht hinaus.

Der Deutsche scheiterte knapp am Weiterkommen.

Deutschland-Vertretung Nummer

3, Mathias Bartz, hatte ebenfalls mit dem Ausgang

des Abends nicht zu tun. Nach einem Sturz

in seinem zweiten Vorlauf meldete sich der

Brandenburger ab und verfolgte das Geschehen

mit einer Handverletzung vom Fahrerlager

aus.

Schon beim Auerhahnpokal zu Pfingsten hatte

der Pole Adrian Gala Pech, als er im Finale mit

Motorschaden ausfiel. Der junge Pole, für so

manchen Publikumsliebling, erhoffte sich einen

Platz auf dem Treppchen. Leider misslang

dieses Unterfangen. Durch eine Disqualifikation

aufgrund Startbandberührung in der Vorrunde

waren seine Träume geplatzt. Wutentbrannt

fuhr er zurück in seine Box und verstand die

Welt nicht mehr …

Nach je drei Punktläufen in den Semifinals –

erstmals ohne deutsche Beteiligung (!) – standen

die Finalteilnehmer fest. Fahrer aus fünf

Nationen hofften auf den Sieg. Der Australier

Brady Kurtz ließ sich die Butter nicht vom Brot

nehmen und verwies den Schweden Jacob

Thorssell und Patrik Hougaard auf die Plätze

2 und 3. Der amtierende Europameister Andzejs

Lebedevs aus Lettland schrammte kurz am Podest

vorbei, fuhr aber in seinem ersten Vorlauf

die schnellste Zeit des Abends. 60,28 Sekunden

brauchte er für vier Runden, was einer Geschwindigkeit

von 74,89 km/h entspricht. Die

beiden Polen Miroslav Jablonski und Zbigniew

Suchecki überquerten als Fünfter und Sechster

die Ziellinie.

• Text und Siegerehrungsfoto: Peter Stanislawski

Int. ADAC-Speedwayrennen 15. Schildbürgerpokal Teterow

17.8.2018

Ergebnis:

(nach Finale): 1. Brady Kurtz, AUS; 2. Jacob Thorssell, S; 3. Patrik

Hougaard, DK; 4. Andzejs Lebedevs, LV; 5. Miroslav Jablonski,

PL; 6. Zbigniew Suchecki, PL.

Weitere Platzierungen (nach Semifinals): 7. Kacper Gomolski,

PL; 8. Wadim Tarasenko, RUS; 9. Mikkel Bech, DK; 10. Norbert

Magosi, H; 11. Matej Kus, CZ; 12. Jaimon Lidsey, AUS; 13. Adrian

Gala, PL; 14. Max Dilger, D; 15. Stanislav Melnychuk, UKR;

16. Martin Smolinski, D; 17. Tero Aarnio, FIN; 18. Zdenek Holub,

CZ; 19. Glen Moi, N; 20. Mathias Bartz, D; 22. Danny Maaßen

(Res.), D.

26 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


Ludwigslust

Karl-Heinz-

Podeyn-Pokal

geht nach

Dänemark

Der drittplatzierte Kamil Brzozowski vor Matej Kus (rot), Lasse Frederiksen (gelb) und Lukas Baumann (blau)

Im August fand auf der Ludwigsluster Speedwaybahn der

2. Karl-Heinz-Podeyn-Gedächtnispokal statt. Eröffnet

wurde die Veranstaltung mit der Fahrervorstellung und der

deutschen Nationalhymne. Der Bürgermeister der Stadt

Ludwigslust hielt eine kurze Ansprache und kündigte an,

dass es weitere Bemühungen gibt, die Bahnanlage weiter

zu modernisieren.

Genannt hatten Fahrer aus neun Nationen. Da kurzfristig zwei Fahrer

absagten, sprangen Thomas Jörgensen und Jaimon Lidsey ein

und zeigten, wie alle anderen auch, Speedway vom Feinsten. Es

gab an diesem Abend viele kampfbetonte Rennen mit Überholmanövern

und Rad-an-Rad-Kämpfen, wobei den Zuschauern doch

manchmal der Atem wegblieb. Viel Applaus war hierfür der Lohn.

An diesem Abend behielt kein Fahrer eine weiße Weste.

Im dritten Durchgang verschenkte der Finne Tero Aarnio durch eine

Disqualifikation wegen Berühren des Startbandes seine Chancen

auf den Tagessieg. Nach vier Durchgängen lagen drei Fahrer mit

10 Punkten in Front. Sie gewannen auch ihre letzten Läufe und so

musste die Majorität der besseren Plätze über den Tagessieg entscheiden:

1. Thomas Jörgensen, 2. Jaimon Lidsey, 3. Kamil Brzozowski

und 4. Kasper Lykke Nielsen. Diese vier Fahrer trugen dann

auch den Sonderlauf um den Karl-Heinz-Podeyn-Gedächtnispokal

aus. Den Start gewann Jörgensen. Er wurde vier Runden lang vom

Australier Lidsey attackiert, konnte aber seine Führung bis ins Ziel

behaupten. Zweiter somit Lidsey vor Brzozowski und Nielsen.

Stark war auch das Auftreten von Lukas Baumann, der als bester

Deutscher auf einen beachtlichen 9. Platz mit 7 Punkten kam.

Bei der Siegerehrung überreichte die Witwe von Karl-Heinz Podeyn

den Pokal an den Sieger des Abends, Thomas Jörgensen. Der

nächste Karl-Heinz-Podeyn-Gedächtnispokal wird am 17. August

2019 erneut unter Flutlicht stattfinden. Die Vorbereitungen auf diese

Veranstaltung sind bereits angelaufen und einige von den Topfahrern

der letzten Veranstaltung haben schon nach der Siegerehrung

ihr Interesse für nächstes Jahr bekundet. • Foto: Heiko Stahl

ADMV-Speedway-Flutlichtrennen Ludwigslust - 18.8.2018

Ergebnis:

1. Thomas Jörgensen, DK, 13 Punkte; 2. Jaimon Lidsey, AUS, 13; 3. Kamil Brzozowski, PL,

13; 4. Kasper Lykke Nielsen, DK, 10; 5. Tero Aarnio, FIN, 9; 6. Zdenek Holub, CZ, 9; 7. Matej

Kus, CZ, 8; 8. Glenn Moi, N, 7; 9. Lukas Baumann, D, 7; 10. Norbert Magosi, H, 6; 11. Marcel

Kajzer, PL, 6; 12. Stanislav Melnychuk, UKR, 6; 13. Lasse Frederiksen, N, 5; 14. Mathias

Bartz, D, 4; 15. Emil Engström, DK, 3; 16. Leon Arnheim, D, 1.

Sonderlauf: 1. Jörgensen; 2. Lidsey; 3. Brzozowski.

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 27


SPEEDWAY

Cloppenburg

Timo Lahti gewinnt McDonald’s Super Cup

Finale: Sieger Timo Lahti (rot) vor Niels-Kristian Iversen

(blau), Andzejs Lebedevs (weiß) • Foto: Rudi Hagen

Der Finne Timo Lahti war der überragende Fahrer bei der „Night of the Fights“ in Cloppenburg.

Der gleichfalls starke Martin Smolinski aus Olching wurde Zweiter

vor dem dänischen GP-Piloten Niels-Kristian Iversen.

René Deddens vor Kai Huckenbeck und

US-Boy Luke Becker • Foto: Ubbo Bandy

28 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


Sieg für Timo Lahti aus Finnland vor Martin Smolinski (links) und Niels-Kristian Iversen • Foto: Daniel Sievers

Junioren A (v.l.): Carl Wynant, Sieger Paul Weisheit und der Drittplatzierte Valentino Scheibe • Foto: Rudi Hagen

MSC-Präsident Burkhard Timme begrüßt die zahlreichen Zuschauer • Foto: Rudi Hagen

Der MSC Cloppenburg hat sein Speedwayrennen

„Night of the Fights“ zu einem echten Event gemacht.

Über 4000 Besucherinnen und Besucher

sahen an einem Samstag im Motodrom an der

Boschstraße tollen Motorsport in einem super Rahmen.

Flutlichtrennen im Cloppenburger Stadtteil Emstekerfeld,

das ist eine große Hausnummer. Wenn das

Licht angeht, die Musik aus dicken Lautsprechern

erschallt und die Motoren dröhnen, dann geht die

Post so richtig ab auf und um das Speedway-Oval.

Dazu heizten Sprecher Michael Schubert und Moderator

Rüdiger Stadel das Publikum zusätzlich an.

Die Fahrer sind auch begeistert von der Stimmung

im Motodrom. „Das ist einfach eine mega-geile

Veranstaltung hier in Cloppenburg“, sagte auch

der Deutsche Speedway-Meister Martin Smolinski

aus Olching, der für dieses Rennen auf seine Teilnahme

an der Langbahn-Team-Weltmeisterschaft

in Frankreich verzichtete.

Aber die kurze Speedwaybahn ist schwierig zu fahren.

„Es ist hier extrem glatt und bei dem Radius ist

es kompliziert, eine vernünftige Linie zu finden“,

konstatierte am Ende Max Dilger, der im Semifinale

2 nur Letzter wurde und damit das Finale verpasste.

Dieses Schicksal erlitt auch René Deddens. Der

Teamkapitän der MSC Cloppenburg Fighters in der

2. Bundesliga war sehr gut mit einem Laufsieg in

den Rennabend gestartet, kam aber im Semifinale

1 nicht über den 3. Platz hinaus. Vor ihm fuhren der

spätere Sieger Timo Lahti aus Finnland und Martin

Smolinski (Platz 2) durchs Ziel. Aus war es mit dem

Traum vom Finale.

„Der Startplatz innen war schlecht“, klagte Deddens

später geknickt, „mein Start war zwar ganz

gut, aber ich konnte den Vorteil in der ersten Kurve

nicht nutzen. Schade, ich war hier heute Abend so

schnell wie nie zuvor.“

Die Rennen vor zirka 4000 Zuschauern im urigen

Motodrom waren durchweg spannend. Martin

Smolinski wurde im Finale Zweiter hinter dem

überragenden Finnen Timo Lahti, der damit den

„McDonald’s Super Cup“ mit in den hohen Norden

nehmen konnte. Gleich nach dem Start fand sich

„Smoli“ in Kurve 1 auf dem letzten Platz wieder und

pflügte sich anschließend bis auf Platz 2 vor. Der

Olchinger lobte die Veranstaltung und den Veranstalter

in den höchsten Tönen. „Was der Club hier

wieder auf die Beine gestellt hat, ist schon sensationell.“

Kai Huckenbeck, der in der Nacht zuvor von einer

langen Tour aus Polen zurückgekommen war, konnte

sich nicht für die Semifinals qualifizieren und

wurde Zehnter. Tobias Busch rückte für Robert

Lambert ins Feld und belegte am Ende Platz 12.

Gleich in seinem ersten Heat wurde der Stralsunder

vom Schweden Tomas Jonasson abgeräumt und

landete unter dem Airfence. • Text: Rudi Hagen

Int. ADAC-Speedwayrennen Cloppenburg „Night of the Fights“

1.9.2018:

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Timo Lahti, FIN, 19 Punkte; 2. Martin Smolinski, 14;

3. Niels-Kristian Iversen, DK, 14; 4. Andzejs Lebedevs, LT, 13; 5. René

Deddens, 11; 6. Peter Kildemand, DK, 8; 7. Max Dilger, 10; 8. Steve

Worrall, GB, 8; 9. Mikkel Bech, DK, 7; 10. Kai Huckenbeck, 7; 11. Rafal

Okoniewski, PL, 7; 12. Tobias Busch, 6; 13. Luke Becker, USA, 5;

14. Kacper Gomolski, PL, 4; 15. Tomas Jonasson, S, 3; 16. Matej Kus,

CZ, 2.

Semifinale 1: 1. Lahti; 2. Smolinski; 3. Deddens; 4. Worrall.

Semifinale 2: 1. Iversen; 2. Lebedevs; 3. Kildemand; 4. Dilger.

Finale: 1. Lahti; 2. Smolinski; 3. Iversen; 4. Lebedevs.

Junioren C - 250 ccm: 1. Ben Ernst, 15 Punkte; 2. Lukas Wegner, 13;

3. Tomek Dau, 9; 4. Melf Ketelsen, 8; 5. Celina Liebmann, 8; 6. Jonny

Wynant, 7; 7. Mattis Möller, 7; 8. Jelto Schäfer, 6; 9. Kevin Lück, 5;

10. Jason Sobolewitsch, 4; 11. Tom Finger, 4, 12. Jan Meyer, 4;

13. Sem Ensing, 3; 14. Fabian Heinemann, 2; 15. Ann-Katrin Gerdes, 1.

Junioren A - 50 ccm: 1. Paul Weisheit, 15 Punkte; 2. Carl Wynant, 12;

3. Valentino Scheibe, 11; 4. Tajo Nicolas Groh, 6; 5. Felix Klütemeyer,

5; 6. Len-Joris Rixen, 4; 7. Levi Böhme, 4; 8. Mike Jarzewski, 2; Marko

Jarzewski, 1.

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 29


SPEEDWAY

Die erste Mannschaft der „Nordseekrabben“ Nordhastedt (Mitte) setzte sich beim

Speedwayrennen der 125-ccm-Klasse gegen die „Scorpions“ aus Mulmshorn (re.)

und die „Tigers“ vom MSC Brokstedt durch

ADAC Talents Team Trophy Nordhastedt

Heimvorteil genutzt

Beim dritten Lauf der ADAC Talents Team Trophy im Speedway nutzten

die Gastgeber vom MSC Nordseeküste Nordhastedt ihren Heimvorteil

und sicherten sich einen hauchdünnen Sieg.

Die erste Mannschaft der „Nordhastedt Nordseekrabben“ fuhr insgesamt

14 Punkte ein und belegte am Ende den 1. Rang. Zwar kamen die „Scorpions“

aus Mulmshorn ebenfalls auf 14 Zähler, hatten im direkten Vergleich

mit dem Team aus Dithmarschen aber die schlechteren Karten. Gefahren

wurde auf dem Dithmarschenring im Paarsystem, sodass jede Mannschaft

jeweils zwei Fahrer auf die Bahn schickte, die sich dann mit jeweils

einer gegnerischen Vertretung messen mussten. Mit viel Engagement

trotzten die zehn bis 16 Jahre alten Nachwuchsrennfahrer dem strömenden

Regen, der die Bahn extrem anspruchsvoll machte und den Startern

viel fahrerisches Geschick abverlangte.

Auf seinen 125-ccm-Motorrädern zeigte der Speedwaynachwuchs den Zuschauern

dabei interessante Läufe. Zeitweilig war es ein echtes Kopf-an-

Kopf-Rennen, bei dem sich der Nachwuchs des MSC Brokstedt e.V. im

ADAC ebenfalls gut in Szene setzen konnte und letztlich mit 13 Zählern

den 3. Podestplatz enterte. In der Endabrechnung kam die Vertretung der

„Young Bulls“ aus Leipzig mit 12 Punkten auf den 4. Rang vor der zweiten

Mannschaft der „Nordseekrabben“ (3 Punkte).

• Fotos: MSC Brokstedt

ADAC Talents Team Trophy - 3. Lauf - Nordhastedt - 25.8.2018

Ergebnisse:

1. Nordhastedt „Nordseekrabben“ I, 14 Punkte (Louis Ruhnke 12, Julian Ploog 2); 2. Mulmshorn

„Scorpions“, 14 (Nick Haltermann 9, Freya Redlich 5); 3. Brokstedt „Tigers“, 13 (Sam Schubert 9,

Lennard Suhr 4); 4. „Young Bulls“ Leipzig, 12 (Manuel Raul 8, Bruno Thomas 4); 5. Nordhastedt

„Nordseekrabben“ II, 3 (Malte Semrau 3, Jonas Landwehr 0).

Auf dem Dithmarschenring in Albersdorf

bestimmte der Speedway-

Nachwuchs wieder einmal das Geschehen.

Beim dritten Lauf der ADAC

Talents Team Trophy traten fünf

Mannschaften gegeneinander an

ADAC-Bundesendlauf Herxheim

Nachwuchsfahrer zeigen toll

Bestes Wetter, motivierte Nachwuchsfahrer und eine bestens präparierte

Bahn waren die perfekte Mischung für einen gelungenen Rennnachmittag

auf der Herxheimer Speedwaybahn. Beim ADAC-Bundesendlauf wurden

die Sieger in vier Klassen ermittelt.

Bei den jüngsten Fahrern der Juniorklasse A mit 50-ccm-Motorrädern war

es Thies Schweer vom ADAC Weser-Ems, der sich am Tagesende nach einem

Sieg im Finale über den Sieg freuen durfte. Thies Schweer ging wie

Carl Wynant mit 14 Punkten ins Tagesfinale und mit dem Sieg in diesem sicherte

er sich auch den Gesamtsieg. Seinen einzigen Punkt gab Schweer

gegen den drittplatzierten Magnus Rau vom ADAC Sachsen ab, der sich im

Finale mit einem 3. Rang auch den 3. Gesamtplatz von Michelle Rau

schnappen konnte. Von den drei Teilnehmern des ADAC Pfalz in dieser

Klasse verpasste Tajo-Nikolas Groh als Siebter das Tagesfinale denkbar

knapp. Die Neulinge Jamie und Lean Würtenberg beendeten das Rennen

mit 3 Punkten auf dem 10. und 11. Rang.

In der Juniorklasse B war Patrick Hyjek vom ADAC Südbayern nicht zu stoppen.

Alle Vorläufe und auch das Finale gewann der Junge vom MSC Olching,

er sicherte sich den Sieg in der Junior-B-Klasse, in der mit 125-ccm-

Motorrädern gefahren wird. Mit Platz 2 und 3 komplettierten Luca Kastner

und Kacper Cymerman ein Top-Ergebnis für den ADAC Südbayern. Kimi

Weber und Alicia Würtenberg, die für den ADAC Pfalz und die MSV

Herxheim starteten, sammelten wertvolle Rennerfahrung in diesem starken

Feld und beendeten den Renntag auf den Rängen 14 und 16. Alicia

Würtenberg überstand einen Rennsturz unbeschadet.

In der Juniorklasse C, in der bereits mit 250-ccm-Speedwaymotorrädern

gefahren wird, stahl Erik Bachhuber dem 250er-Weltmeister Ben Ernst die

Show. Der Sohn von Stefan Bachhuber zog mit 7 Punkten ins Finale ein, in

dem alle vier Fahrer noch die Chance auf den Sieg hatten, und gewann

dieses in souveräner Manier. Er verwies Maximilian Troidl und Mattis Möller

auf den 2. und 3. Rang. Ben Ernst führte in seinem ersten Lauf das Feld

an, verließ dann allerdings die Bahn und wurde disqualifiziert. Die verpassten

Punkte konnte Ernst dann nicht mehr aufholen, er wurde Fünfter.

Ebenso viele Punkte wie Ernst holte Leon Krusch, der für die MSV

Herxheim und den ADAC Pfalz in dieser Klasse am Start war, er beendete

das Rennen auf dem 7. Rang.

In der 500-ccm-Klasse auf den großen Speedwaymaschinen durfte sich

Jonas Wilke über den Sieg freuen. Lediglich im Finale musste sich Wilke

geschlagen geben, doch am guten Gesamtergebnis änderte dies für Wilke

vom ADAC Südbayern nichts. Auf Rang 2 beendete Lukas Baumann das

Rennen, der wie der drittplatzierte Leon Arnheim für den ADAC Hansa unterwegs

war. Dustin Schultz, der als einziger Herxheimer in dieser Klasse

am Start war, holte 5 Punkte und wurde Siebter.

Nach 41 Rennläufen durften sich die Sieger in den einzelnen Klassen von

den Zuschauern, die das Rennen bei freiem Eintritt genossen, nochmals

feiern lassen. • Text: Manuel Wüst; Fotos: Thomas Sommer

ADAC-Bundesendlauf 2018 - Herxheim - 8.9.2018

Ergebnisse:

Junior A: 1. Thies Schweer, 19 Punkte; 2. Carl Wynant, 18; 3. Magnus Rau, 15; 4. Michelle Rau, 15;

5. Valentino Scheibe, 9; 6. Levi Böhme, 7; 7. Tajo-Nikolas Groh, 6; 8. Felix Klütemeyer, 5; 9. Len-Joris

Rixen, 5; 10. Jamie Würtenberg, 3; 11. Lean Würtenberg, 3; 12. Tim-Alexander Riedl, 0.

Junior B: 1. Patrick Hyjek, 12 Punkte; 2. Luca Kastner, 10; 3. Kacper Cymerman, 8; 4. Ben Iken, 7;

5. Marvin Kleinert, 7; 6. Cyrill Hofmann, 6; 7. Manuel Rau, 6; 8. Patricia Erhart, 5; 9. Jonas Landwehr,

4; 10. Mascha Schwend, 4; 11. Julian Ploog, 3; 12. Sarah Fischer, 3; 13. Maximilian Gammel,

1; 14. Kimi Weber, 1; 15. Tom Meyer, 1; 16. Alicia Würtenberg, 0.

Junior C: 1. Erik Bachhuber, 10 Punkte; 2. Maximilian Troidl, 10; 3. Mattis Möller, 8; 4. Tom Finger,

7; 5. Ben Ernst, 5; 6. Jonny Wynant, 5; 7. Leon Krusch, 5; 8. Kevin Lück, 4; 9. Ann-Kathrin Gerdes, 3;

10. Jan Meyer, 1; 11. Jelto Schäfer, 0; 12. Jason Sobolewitsch, 0.

B-Solo U18: 1. Jonas Wilke, 14 Punkte; 2. Lukas Baumann, 11; 3. Leon Arnheim, 10; 4. Celina Liebmann,

7; 5. Julian Bielmeier, 6; 6. Leon Maier, 5; 7. Dustin Schultz, 5; 8. Mario Niedermeier, 3; 9. Timo

Wachs, 3; 10. Maximilian Firniss, 1.

30 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


Sport

Sieger B-Lizenz U18:

1. Jonas Wilke (Mitte),

2. Lukas Baumann (links)

und 3. Leon Arnheim

(rechts)

Sieger Junior A: 1. Thies Schweer (Mitte), 2. Carl Wynant (links) und 3. Magnus Rau (rechts)

Oberkrämerpokal: 1. Marcel Kajzer (Mitte), 2. Kacper Gomolski (links) und

3. Daniel Spiller (rechts)

Oberkrämerpokal Wolfslake

Marcel Kajzer siegt

Bei bestem Wetter waren gut 600 zahlende Zuschauer zum Oberkrämerpokal

nach Wolfslake gekommen, um die internationalen Fahrer aus vier

Nationen zu sehen.

Bekanntester Fahrer war wohl Zielona Goras Kacper Gomolski, der in Begleitung

fünf weiterer nicht so bekannter Fahrer aus Polen anreiste. Hinzu

gesellten sich drei Dänen, zwei Tschechen und ein Holländer. Die deutschen

Farben vertraten Dominik Möser, Daniel Spiller, René Deddens,

Matze Bartz und Steven Mauer.

Nach drei Läufen führte Gomolski mit Maximum vor seinem polnischen

Kollegen Marcel Kajzer mit 8 Punkten. Mit je zwei Laufsiegen folgten dann

aber schon Dominik Möser, Daniel Spiller und der Däne Christian Thaysen

(je 7). In Heat 15 schrieb dann die einzige Lady im Feld, Maya Aamand aus

Dänemark, einen Laufsieg. Bartz fiel zweimal aus. Gleich im nächsten

Lauf gewann unter dem Jubel der Zuschauer Möser vor Gomolski und auch

Kajzer schrieb einen Sieg. Eine Vorentscheidung fiel in Heat 17. Kajzer

konnte seinen Landsmann Gomolski schlagen. Da auch Spiller und Möser

ihre Endläufe gewannen, traten sie im letzten Lauf des Tages gegen Kajzer

und Gomolski an. Kajzer setzte sich gegen Gomolski durch und gewann

den Oberkrämerpokal 2018. Spiller hielt gut mit, Möser wurde in der ersten

Ecke ganz nach außen gedrückt und konnte nur noch hinterherfahren.

Im Rahmenprogramm fuhr die Klasse Junior C 250 ccm je vier Läufe. Weltmeister

Ben Ernst ließ seinen Gegnern keine Chance und gewann mit

12 Punkten vor seinem Dauerrivalen Lukas Wegner und Melf Ketelsen.

Vierte wurde durch eine falsche Reifenwahl Celina Liebmann.

In der Klasse Junior A waren nur drei Fahrer am Start. Bruno Thomas gewann

drei von vier Heats vor Nick Colin Haltermann und Freya Redlich.

Resümee: Ein gutes Rennen mit nur einem Sturz, aber viel Staub.

• Texte u. Fotos: Jörn Werner

AM RANDE

Erstmals im Einsatz in Wolfslake waren polnische Rettungswagen. Nach

einigem Hin und Her musste man auf Rettungskräfte aus Zielona Gora zurückgreifen.

Auf einem der Rettungswagen war sogar ganz groß die Mickey

Mouse und die Clubaufschrift Falubaz Zielona Gora abgebildet.

Aufgrund clubinterner Unstimmigkeiten packte Rennleiter Max Reinelt am

Mittag seine Tasche und reiste ab. Glücklicherweise war André Haltermann

vor Ort und übernahm diese Position.

Sieger Junior B: 1. Patrick Hyjek (Mitte), 2. Luca Kastner (links) und 3. Kacper Cymerman (re.)

Sieger Junior C: 1. Erik Bachhuber (Mitte), 2. Maximilian Troidl (li.) und 3. Mattis Möller (re.)

Int. ADAC-Speedwayrennen Wolfslake

Oberkrämerpokal - 9.9.2018

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Marcel Kajzer, PL, 14 Punkte; 2. Kacper Gomolski,

PL, 13; 3. Dominik Möser, D, 13; 4. Daniel Spiller,

D, 11; 5. Kenneth Jörgensen, DK, 10; 6. Christian

Thaysen, DK, 10; 7. Zdenek Holub, CZ, 9; 8. Steven Mauer,

D, 6; 9. Maya Aamand, DK, 6; 10. René Deddens, D,

6; 11. Marek Lutow, CZ, 6; 12. Damian Pawliczak, PL, 5;

13. Mathias Bartz, D, 5; 14. Jacub Ozyka, PL, 3; 15. Geert

Bruinsma, NL, 3; 16. Damian Boduch, PL, 0.

Oberkrämerpokal: 1. Kajzer; 2. Gomolski; 3. Spiller;

4. Möser.

Junior C - 250 ccm: 1. Ben Ernst, 12 Punkte; 2. Lucas Wegener,

11; 3. Melf Ketelsen, 9; 4. Celina Liebmann, 7;

5. Patrik Skaarup, DK, 7; 6. Andreas Hvid Jacobsen, DK,

5; 7. Tom Finger, 4; 8. Jason Sobolewitsch, 3; 9. Ann-

Kathrin Gerdes, 2.

Junior B - 125 ccm: 1. Bruno Thomas, 7 Punkte; 2. Nick

Colin Haltermann, 5; 3. Freya Redlich, 0.

Junior B: 1. Bruno Thomas, 2. Nick

Colin Haltermann 3. Freya Redlich

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 31


LANGBAHN Ergebnisspiegel

Sandbahnrennen Pfarrkirchen

Smoli siegt

Bei strahlendem Spätsommerwetter und guter

Zuschauerresonanz startete das Rennen

auf dem 1000-Meter-Oval mit den B-Lizenz-

Solisten. Fabien Neid siegte vor Dennis Helfer,

Julian Bielmeier, Sebastian Trapp und

Frank Ernst. Neid gewann mit Maximum und

erzielte im Endlauf seine schnellste Rundenzeit,

was auf gute Bahnverhältnisse schließen

ließ.

Im Rennen der I-Solisten erzielte Martin Smolinski

ein Vorlaufmaximum mit 20 Punkten vor

Andrew Appleton (18) und James Shanes (15).

Im Endlauf schlug der Defektteufel zu. In Runde

3 erwischte es Appleton, in Runde 4 Smolinski.

Shanes gewann den Endlauf vor Max

Dilger. Smolinski schob sein Motorrad zirka

300 Meter ins Ziel zum Tagessieg. Mit seinem

2. Platz im Endlauf kam Dilger wie Appleton

auf 18 Zähler, was am Ende Rang 3 bedeutete.

Den Sonderlauf mit vier I- und zwei B-Solisten

gewann Smolinski vor Dilger und Shanes.

Die Rennläufe der I-Seitenwagen eröffnete

das Duo Karl Keil/David Kersten mit einem

Sieg über Mitch Godden/Paul Smith. Nach

vier Vorläufen und Finale siegten am Ende

Markus Venus/Markus Heiß auf ihrer Heimbahn

mit Maximum vor Godden/Smith und

Keil/Kersten. Bei der Siegerehrung strahlte

Karl Keil mit der Nachmittagssonne um die

Wette. • Helmut Geyer

DMV-Sandbahnrennen Pfarrkirchen - 9.9.2018

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Martin Smolinski, D, 22 Punkte; 2. James Shanes,

GB, 20; 3. Max Dilger, D, 18; 4. Andrew Appleton, GB, 18;

5. Jörg Tebbe, D, 15; 6. Hynek Stichauer, CZ, 12; 7. Stephan

Katt, D, 8; 8. Marcel Dachs, D, 7; 9. Bernd Diener, D, 7;

10. Martin Malek, CZ, 3; 11. Lukas Fienhage, D, 3; 12. Alessandro

Milanese, I, 1.

B-Solo: 1. Fabien Neid, 20 Punkte; 2. Dennis Helfer, 16; 3. Julian

Bielmeier, 15; 4. Sebastian Trapp, 10; 5. Frank Ernst, 6;

6. Maik Brinkkötter, 4; 7. Robert Grichtmaier, 3; 8. Paolo Bonfante,

I, 1.

I-Seitenwagen: 1. Markus Venus/Markus Heiß, D, 20 Punkte;

2. Mitch Godden/Paul Smith, GB, 15; 3. Karl Keil/David Kersten,

D, 14; 4. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann, D, 9;

5. Florian Kreuzmayr/Roman Grammelsberger, D, 6; 6. Raphael

San Millan/Benedikt Zapf, D, 6; 7. Martin Brandl/Hermann

Brandl, D, 3; 8. Sebastian Kehrer/Patrik Lepnik, D, 2.

32 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


DMV-Grasbahnrennen - 26.8.2018

BERGHAUPTEN

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Martin Smolinski, D, 25 Punkte; 2. Mathieu Trésarrieu,

F, 20; 3. Bernd Diener, D, 18; 4. Jörg Tebbe, D, 15; 5. Max

Dilger, D, 13; 6. Richard Hall, GB; 7. Stephan Katt, D, 10;

8. Marcel Dachs, D, 9; 9. Danny Maaßen, D, 7; 10. Martin Malek,

CZ, 6; 11. Christian Hülshorst, D, 1; 12. Marcel Sebastian,

D, 1.

I-Seitenwagen: 1. Markus Venus/Markus Heiß, D, 17 Punkte;

2. Sven Holstein/Bonita van Dijk, NL, 15; 3. Karl Keil/David

Kersten, D, 15; 4. Manuel Meier/Melanie Schrempp, D, 13;

5. Achim San Millan/Victor Caric, D, 9; 6. David Carvill/Dennis

Smith, GB, 7; 7. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann, D, 3;

8. Guillaume Comblon/Chloé Agez, F, 2; 9. Imanuel

Schramm/Hermann Bacher, D, 2; 10. Raphael San Millan/Benedikt

Zapf, D, 2.

B-Seitenwagen: 1. Andreas Horn/Sonja End, 19 Punkte; 2. Sebastian

Kehrer/Patrick Lepnik, 18; 3. Uwe Schreiner/Bernd

Schreiner, 14; 4. Roman Löffler/Tobias Tesch, 13; 5. Jan Kempa/Dennis

Pollrich, 5.

68. ADAC-Grasbahnrennen - 2.9.2018

SCHWARME

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Bernd Diener, D, 20 Punkte; 2. Max Dilger, D, 18;

3. Richard Hall, GB, 14; 4. Jarno de Vries, NL, 10; 5. Mika Meijer,

NL, 9; 6. Stephan Katt, D, 8; 7. Christian Hülshorst, D, 4;

8. Marcel Sebastian, 4; 9. Soren Vedsted, DK, 2; 10. Sjoerd

Rozenberg, NL, 1.

57. Int. ADAC-Grasbahnrennen - 2.9.2018

ZWEIBRÜCKEN

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Theo Pijper, NL, 20 Punkte; 2. Andrew Appleton, GB,

16; 3. Mathieu Trésarrieu, F, 15; 4. Marcel Dachs, D, 15; 5. Josef

Franc, CZ, 14; 6. Julien Cayre, F, 13; 7. Paul Cooper, GB, 9;

8. Michal Dudek, CZ, 7; 9. Lars Zandvliet, NL, 5; 10. Anders

Mellgren, S, 3; 11. Andreas Bergström, S, 2; 12. Aarni Heikkila,

FIN, 1.

Sonderlauf um die „Silberne Rose“: 1. Pijper; 2. Trésarrieu;

3. Appleton; 4. Dachs; 5. Franc; 6. Cayre.

B-Solo: 1. Dennis Helfer; 2. Julian Bielmeier; 3. Mario Niedermeier.

Junior B - 125 ccm: 1. Maximilian Gammel; 2. Alicia Würtenberg;

3. Cyrill Hofmann.

B-Seitenwagen: 1. Imanuel Schramm/Hermann Bacher;

2. Udo Poppe/Martin Weick; 3. Sebastian Kehrer/Patrick Lepnik.

Pfarrkirchen-Sieger Martin Smolinski 84) vor Andrew Appleton (22),

Max Dilger, (31) James Shanes (93) und Jörg Tebbe • Foto: Niklas Breu

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 33


SANDBAHN

Vechta

Finalsieg entscheidet für

Mathieu Trésarrieu und

gegen Martin Smolinski

(Noch-)Weltmeister Mathieu Trésarrieu siegte beim 50. Jubiläumsrennen des AC Vechta

vor Martin Smolinski. Beide hatten am Ende 24 Punkte. Die Finalplatzierung entschied.

Zu seinem Jubiläumsrennen hatte der AC Vechta

bei den Solisten wie auch bei den Gespannen

ein starkes Fahrerfeld aufgeboten. Doch noch

zu Wochenbeginn musste der Club umdisponieren,

denn die Briten Chris Harris und David

Howe sowie der Niederländer Theo Pijper hatten

abgesagt, da sie an einem Nachholtermin in

der englischen Speedwayliga teilnehmen

mussten.

„Tja, da war erstmal guter Rat teuer“, machte

AC-Vorstand Heinz Wollering das Dilemma des

Clubs deutlich, „aber am Ende haben wir das

noch ganz gut hinbekommen.“

In der Tat, denn die zirka 6000 Zuschauer sahen

im Reiterwaldstadion unter Flutlicht sehr attraktive

Rennen mit einem glänzend eingestellten

Martin Smolinski. Der Olchinger gewann

seine drei Vorläufe ebenso wie das Semifinale

1. Dabei glänzte „Smoli“ durch seinen enormen

Kampfgeist und seine kluge Linienwahl.

Der spannendste Lauf war für die meisten Fans

wohl Lauf 16, als sich Smolinski und Mathieu

Trésarrieu rundenlang bekämpften, ehe der

Bayer dann doch noch die Nase vorne hatte. Der

Franzose gab insgesamt wie Smolinski eine beeindruckende

Vorstellung in Vechta ab.

Das Finale war dann auch durch den sehenswerten

Zweikampf der beiden Konkurrenten um

den aktuellen Weltmeistertitel bestimmt.

Knapp drei Runden führte der Deutsche, ehe

der Franzose an der Nummer 84 ausgangs der

Startkurve vorbeistechen konnte.

Vielleicht hätte Smolinski seinen Konkurrenten

noch eingeholt, was den Gesamtsieg bedeutet

hätte, aber da brach Schiedsrichter Michael

Stuffert aus Unna den Lauf ab, da der Brite Richard

Hall gestürzt war. Der Lauf wurde mit dem

Stand dieser Runde beendet und Trésarrieu

hatte den Sieg in der Tasche. „Was soll’s, es hat

total Spaß gemacht, es war eine tolle Veranstaltung“,

lobte Smolinski anschließend.

Hynek Stichauer (CZ) wurde Dritter vor dem

starken Max Dilger und Andrew Appleton aus

Großbritannien. Dessen Landsmann James

Shanes hatte Pech. Als er in Semifinale 1 schon

auf Finalkurs war, machte der Vergaser Probleme

und aus war der Traum vom Sieg.

Danny Maaßen macht sich auf der Langbahn

immer besser. Der Nationalmannschaftsfahrer

fuhr couragiert ins Semifinale vor, musste da

aber einen Ausfall hinnehmen und wurde Neunter.

Jörg Tebbe folgte auf Platz 11.

Stephan Katt hatte sich seinen 39. Geburtstag

sicher anders vorgestellt. Der Neuwittenbeker

schied nach den Vorläufen mit fünf Punkten aus

und rangierte am Ende auf Platz 13.

Gespanne:

Matthijssen/Mollema vor Venus/Heiß

Die Rennen der Seitenwagenklasse waren super,

sagenhaft, mit Gänsehautatmosphäre.

Das Gespannfeld, wie ein EM-Finale aufgestellt,

bot Sport vom Allerfeinsten.

Nach den Vorläufen führten William Matthijssen/Sandra

Mollema (NL) mit 11 Punkten

vor Markus Venus/Markus Heiß vom RSC Pfarrkirchen

mit 10 Zählern. Die Deutschen Meister

hatten ihre beiden Vorläufe souverän gewonnen,

aber in ihrem dritten Heat kostete ein

Hochstart sie 2 wichtige Punkte. Davon profitierten

die Niederländer als Laufsieger und deren

Landsleute Sven Holstein/Bonita van Dijk

auf Rang 2.

Das Finale konnten Matthijssen/Mollema nach

großem Kampf ebenfalls für sich vor Venus/

Heiß entscheiden, sodass sie mit 2 Punkten im

Gesamtstand auf den obersten Podestplatz

steigen konnten. Gesamtdritte wurden die Wiedereinsteiger

Holstein/van Dijk vor Markus

Brandhofer/Tim Scheunemann vom AMC

Haunstetten.

Was Brandhofer/Scheunemann an diesem

schönen Abend in Vechta zeigten, war grandios.

„Das ist einfach der Wahnsinn, oder“,

stöhnte Heinz Wollering, als wieder einmal eine

riskante Fahrt der Haunstettener gut über die

Runden gegangen war. In ihrem zweiten Heat

hatten sie einen Hochstart produziert und sich

anschließend noch durch das gesamte Feld von

Platz 4 auf 2 durchgepflügt. Auch Lauf 19 war

nichts für schwache Nerven, als sie wieder nach

verpatztem Start einen um den anderen aufholten

und am Ende Laufsieger wurden.

Und noch etwas: Erstmals wurde in Vechta der

Bahnrekord für Seitenwagen ausgefahren. Venus/Heiß

waren mit 93,13 km/h am schnellsten

unterwegs, gefolgt von Matthijssen/Mollema

(92,22), Detz/Arling (91,12) und Godden/Smith

(90,37).

Bei den B-Solisten setzte sich der Wagenfelder

Sascha Stumpe mit 17 Punkten durch. Pechvogel

war Fabian Wachs vom MSC Werlte, dem ein

abgesprungener Hinterreifen im letzten Vorlauf

zum Verhängnis wurde. Diese Punkte fehlten

zum Sieg, so reichte es nur zu Rang 2. Dritter

wurde Routinier Jens Buchberger aus Hemmoor

mit 11 Zählern. • Text und Fotos: Rudi Hagen

34 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


Finale: Mathieu Trésarrieu (1) vor Martin Smolinski (84), Richard Hall (134) und Andrew Appleton (22)

Int. ADAC-Flutlichtrennen Vechta - 15.9.2018

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Mathieu Trésarrieu, F, 24 Punkte; 2. Martin Smolinski,

D, 24; 3. Hynek Stichauer, CZ, 17; 4. Max Dilger, D, 16; 5. Andrew

Appleton, GB, 16; 6. Richard Hall, GB, 13; 7. Dave Meijerink, NL,

12; 8. James Shanes, GB, 12; 9. Martin Malek, CZ, 8; 10. Danny

Maaßen, D, 8; 11. Henry van der Steen, NL, 7; 12. Jörg Tebbe, D,

7; 13. Stephan Katt, D, 5; 14. Marcel Dachs, D, 4; 15. Jarno de

Vries, NL, 2; 16. Mark Beishuizen, NL, 2; 17. Mika Meijer, NL, 2;

18. Jens Benneker, D, 0.

Semifinale 1: 1. Smolinski; 2. Meijerink; 3. Stichauer; 4. Van der

Steen; Maaßen A; Shanes A.

Semifinale 2: 1. Trésarrieu; 2. Dilger; 3. Hall; 4. Appleton; 5. Malek;

6. Tebbe.

Finale: 1. Trésarrieu; 2. Smolinski; 3. Stichauer; 4. Dilger;

5. Appleton; 6. Hall S.

B-Solo: 1. Sascha Stumpe, 17 Punkte; 2. Fabian Wachs, 15;

3. Jens Buchberger, 11; 4. Julian Bielmeier, 11; 5. Finn Loheider,

8; 6. Mario Niedermeier, 6; 7. Dennis Helfer, 4; 8. Fabien Neid,

2; 9. Dirk Oellrich, 0.

Junioren B 125 ccm: 1. Freya Redlich, 9 Punkte; 2. Tom Meyer, 7;

3. Manuel Rau, 6.

Junioren C 250 ccm: 1. Sem Ensing, 9 Punkte; 2. Kevin Lück, 9;

3. Fabian Heinemann, 4; 4. Jason Sobolewitsch, 1.

I-Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL,

15 Punkte; 2. Markus Venus/Markus Heiß, D, 13; 3. Sven Holstein/Bonita

van Dijk, NL, 10; 4. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann,

D, 10; 5. Wilfred Detz/Wendy Arling, NL, 7; 6. Karl Keil/

David Kersten, D, 5; 7. Shaun Harvey/Danny Hogg, GB, 4;

8. Mitch Godden/Paul Smith, GB, 3; 9. Mike Frederiksen/Steven

Grandt, DK, 3; 10. Christophe Grenier/Vincent Bertonèche,

F, 0.

Martin Smolinski (84 ) wurde am Ende Zweiter, Hynek Stichauer (88) Dritter;

dahinter (v.l.) Mika Meijer (16), Richard Hall (134) und Marcel Dachs (33)

Seitenwagen-Sieger William Matthijssen/Sandra Mollema

hielten die Konkurrenz einmal mehr in Schach

B-Sieger Sascha Stumpe (36) vor Mario Niedermeier (12), der im

nächsten Moment stürzt, Fabian Wachs (34) und Finn Loheider (46)

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 35


INTERNATIONAL

Erik Riss vor Chris Harris in der Begegnung Glasgow gegen Edinburgh

Championship Riders’ Individual - Sheffield

Erik Riss im Grand Final

Dieses Rennen war wieder einmal beste Werbung für diesen Sport. Aufgrund

eines Ausfalles in Lauf 13 schaffte es Craig Cook gerade noch in den

Hoffnungslauf. Diesen gewann der Brite nach gutem Start. Erik Riss konnte

sich nach spektakulärem Kampf mit Charles Wright als Zweiter für den

Endlauf qualifizieren. Das alles entscheidende Finale war äußerst sehenswert.

Richard Lawson hatte auf Weiß den besten Start. Dahinter

gleich Lokalmatador Kyle Howarth. Ende der ersten Runde konnte sich

dann Cook vom 3. Platz an die Spitze kämpfen. Erik Riss durfte erstmals

an diesem Prestigerennen teilnehmen und schlug sich sehr gut. Mit seinen

3-1-3-1-3 Punkten aus den Vorläufen schaffte er locker die Qualifikation

für den Hoffnungslauf.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Richard Lawson, 11 Punkte; 2. Kyle Howarth, 11; 3. Erik Riss, 11; 4. Craig

Cook, 10; 5. Tyron Proctor, 9; 6. Charles Wright, 9; 7. Tero Aarnio, 9; 8. Ben Barker, 8; 9. Aaron Summers,

8; 10. Steve Worrall, 7; 11. Ricky Wells, 6; 12. Scott Nicholls, 6; 13. Michael Palm Toft, 5;

14. Josh Auty, 5; 15. Kevin Doolan, 3; 16. Nico Covatti, 1; 17. Kyle Bickley (Res.), 1.

Halbfinale: 1. Cook; 2. Riss; 3. Wright; 4. Proctor.

Finale: 1. Cook; 2. Lawson; 3. Howarth; 4. Riss.

ENGLAND

SGB Premiership

Die Würfel sind gefallen

Das letzte noch ausstehende Match zwischen Swindon und Belle Vue hat

nur noch statistischen Wert. Vorjahresmeister Swindon und Finalist Wolverhampton

– beide Clubs sehr erfolgsverwöhnt – haben überraschend

den Sprung in die Play-off-Halbfinals nicht geschafft.

Ergebnisse: Leicester - Belle Vue (Mark Riss 2-3-1-0-1=7) 58:32 Punkte; Poole - Somerset 47:43;

Somerset - Belle Vue (M.Riss 0-3-0-0=3) 42:48; Swindon - Belle Vue 41:49; Belle Vue (M.Riss

0-1-1-0=2) - Leicester 57:33; Somerset - Poole 51:39; Wolverhampton - Swindon 53:37; King’s Lynn

(Erik Riss 2-1-2-2-1=8) - Wolverhampton 60:30; King’s Lynn (E.Riss 2-1-2-2-0=7) - Wolverhampton

55:35; Poole - Swindon 54:36; Somerset - Leicester 46:32 (Abbruch nach Lauf 13); Belle Vue

(M.Riss 0-0-0-0=0) - Wolverhampton 52:38; Leicester - King’s Lynn (Erik Riss 3-2-3-2-0=10)

40:50; Poole - Somerset 48:42; Swindon - Poole 47:42; Wolverhampton - Belle Vue (M.Riss

3-1-1-S-1-0=6) 46:44; King’s Lynn (E.Riss 2-0-3-N=5) - Poole 58:32; Somerset - Wolverhampton

59:31; Leicester - Somerset 46:44; Wolverhampton - King’s Lynn (E.Riss S-0-3-3-1=7) 43:47; Somerset

- King’s Lynn (E.Riss 0-1-3-A-0=4) 61:29; Belle Vue (M.Riss 0-N-1-0-N=1) - Somerset 48:42;

King’s Lynn (E.Riss 2-0-3-3-1=9) - Leicester 56:34; King’s Lynn (E.Riss 1-3-3-1=8) - Leicester

60:30; Poole - Wolverhampton 55:35.

Premiership-Play-off-

Halbfinals stehen fest

Als Führende der Premiership hatten die King’s Lynn Stars (mit Erik Riss)

das Wahlrecht, gegen welches der weiteren Topvier-Teams sie in den Playoff-Halbfinals

fahren wollen. Die Wahl fiel auf Belle Vue (mit Mark Riss).

36 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


Die Stars werden das erste Match am 24. September in Manchester fahren.

Belle Vues Craig Cook meinte dazu: Wir lieben deren Bahn und wir

werden uns für die beiden letzten Heimniederlagen gegen King’s Lynn revanchieren!“

Im zweiten Halbfinale der Play-offs fährt Somerset gegen

Poole. Allerdings wird das erste Match (am 17. September) in Somerset

ausgefahren, obwohl die Rebels Zweite der Premiership wurden. Clubchefin

Debbie Hancock: „Wir werden zuerst zu Hause fahren und wollen

dort so viele Punkte wie möglich an Vorsprung herausholen.“ Die Rückmatches

beider Halbfinals finden dann am 1. Oktober statt.

SGB Championship

Alles ist noch möglich

Die Play-offs werden so wie in der SGB Premiership ausgetragen, das

heißt mit den vier besten Teams. Die Fans erwartet also noch ein ganz heißer

Endspurt. Workington und Edinburgh konnten sich etwas Luft verschaffen.

Ipswich (mit Mark Riss) hofft auf die schnelle Rückkehr vom immer

noch am Knie verletzten Rory Schlein.

Ergebnisse: Sheffield - Newcastle 35:55 Punkte; Edinburgh (E.Riss 3-3-3-3-1=13) - Sheffield

54:36; Scunthorpe - Berwick 45:45; Berwick - Peterborough 55:35; Workington - Ipswich (M.Riss

3-1-2-0-S=6) 50:40; Newcastle - Peterborough 47:43; Ipswich (M.Riss 1-1-1-2-2=7) - Peterborough

41:49; Redcar - Workington 45:44; Sheffield - Edinburgh (E.Riss 2-3-1-0=6) 45:45; Edinburgh

(E.Riss 3-3-3-S=9) - Glasgow 56:33; Scunthorpe - Ipswich 30:59; Newcastle - Lakeside

53:37; Ipswich (M.Riss 1-1-2-1=5) - Scunthorpe 51:38; Redcar - Newcastle 52:38; Edinburgh

(E.Riss 3-3-3-3=12) - Workington 65:25; Glasgow - Newcastle 58:32; Scunthorpe - Sheffield

46:44; Workington - Edinburgh (E.Riss 3-2-1-2=8) 48:42; Glasgow - Ipswich (M.Riss 1-S-1-S=2)

47:42; Edinburgh (E.Riss 2-3-3-2=10) - Lakeside 57:33; Redcar - Sheffield 47:42; Workington -

Redcar 47:43; Workington - Newcastle 63:27; Newcastle - Scunthorpe 42:46; Peterborough - Berwick

47:43.

Championship Shields - 1. Halbfinale

Ob das reicht?

Spannende Angelegenheit an der Normanby Road. Workington beherrschte

dieses erste Match von Anfang an. Bis Lauf 14 lagen die Comets

noch mit 4 Punkten vorn. Im letzten Lauf entfachten Jake Allen und Josh

Auty eine unglaubliche Aufholjagd und gewannen 5:1 gegen Rasmus Jensen

und Gastfahrer Tero Aarnio. Dennoch bleibt Workington Favorit .

Ergebnis: Scunthorpe - Workington 45:45 Punkte.

National League

Mildenhall Maximum

Drei Rennen vor Abschluss der National League führt Mildenhall mit einem

unglaublichen Maximum die Tabelle an. Auch hier qualifizieren sich

die besten vier Clubs für die Play-off-Halbfinals.

Ergebnisse: Birmingham - Buxton 55:34 Punkte; Isle of Wight - Mildenhall 37:53; Plymouth - Mildenhall

36:54; Stoke - Kent 36:53; Kent - Plymouth 53:37; Birmingham - Stoke 63:27; Belle Vue -

Buxton 57:32; Eastbourne - Coventry 52:32; Kent - Birmingham 46:43; Birmingham - Coventry

43:47; Isle of Wight - Eastbourne (Ethan Spiller 2-1-3-1-1=8) 38:52; Belle Vue - Kent 57:33; Eastbourne

(E.Spiller S-0-0-1=1) - Kent 56:31; Buxton - Isle of Wight 41:49; Coventry - Plymouth 59:31;

Mildenhall - Eastbourne (E.Spiller 1-1-2-0-0=4) 57:33; Kent - Mildenhall 40:50; Belle Vue - Isle of

Wight 58:32; Plymouth - Birmingham 39:50; Coventry - Stoke 48:42; Coventry - Birmingham

53:36.

National League Knockout Cup - Halbfinale

Desaster

Mildenhall ist auch im Pokalwettbewerb haushoher Favorit. Das erste

Match des Semifinals gegen den National-League-Meister des Vorjahres

unterstrich die derzeitige Form der Fen Tigers nur allzu deutlich. Die Belle

Vue Colts wurden regelrecht vorgeführt. Ihr desaströses Abschneiden ist

unerklärlich.

Ergebnis: Mildenhall - Belle Vue 64:2 Punkte.

National Trophy - Golden Hammer - Wolverhampton

Tom Beacon siegt

Tom Beacon, die Nummer 1 des rivalisierenden Nachbarclubs Birmingham,

gewann den Golden Hammer mit Maximum. Damit ist er erst der

sechste Fahrer in der gesamten langen Historie dieses Prestigerennens,

der mit Maximum siegte. Die Entscheidung fiel in Lauf 18, in dem sich Bacon

vor Danny Ayres platzierte.

• Texte: Andreas Fahldiek; Foto: Ron MacNeill

Ergebnis: 1. Tom Bacon, 15 Punkte; 2. Daniel Ayres, 14; 3. Max Clegg, 12; 4. Tom Perry, 12; 5. Drew

Kemp, 11; 6. Ben Morley, 10; 7. Tom Brennan, 9; 8. Jason Edwards, 6; 9. Kyle Bickley, 6; 10. Luke Harris,

6; 11. Alfie Bowtell, 5; 12. Daniel Phillips, 5; 13. Connor Coles, 4; 14. Rob Shuttleworth, 3; 15. David

Wallinger, 2; 16. James Chattin (Res.), 0; 17. Luke Ruddick, 0.

SGB PREMIERSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Robert Lambert (1) GB King’s Lynn 22 9,95

2. Jason Doyle (3) AUS Somerset 22 9,77

3. Max Fricke (4) AUS Belle Vue 25 8,70

4. Troy Batchelor (2) AUS Swindon 25 8,63

5. Hans Andersen (5) DK Leicester 22 8,41

6. Sam Masters (6) AUS Wolverhampton 25 8,31

7. Chris Harris (-) GB Poole 11 8,25

8. Rory Schlein (7) AUS Wolverhampton 20 8,22

9. Craig Cook (8) GB Belle Vue 22 8,21

10. Jack Holder (9) AUS Somerset 24 8,10

SGB CHAMPIONSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Ricky Wells (3) USA Edinburgh 26 9,86

2. Richard Lawson (2) GB Lakeside 19 9,52

3. Nick Morris (3) AUS Lakeside 20 9,46

4. Erik Riss (5) D Edinburgh 25 9,30

5. Josh Auty (8) GB Scunthorpe 25 9,02

6. Rory Schlein (4) AUS Ipswich 20 8,95

7. Richie Worrall (-) GB Edinburgh 26 8,92

8. Adam Ellis (6) GB Lakeside 20 8,82

9. Charles Wright (9) GB Sheffield 26 8,84

10. Michael Palm Toft (10) DK Peterborough 19 8,79

NATIONAL LEAGUE TOP-10

Pl./Name Club R Ave.

1. James Shanes (2) Birmingham 13 10,73

2. Tom Bacon (1) Birmingham 23 10,68

3. Ben Morley (3) Isle of Wight 18 9,95

4. Connor Mountain (4) Coventry 18 9,95

5. Drew Kemp (5) Mildenhall 23 9,80

6. Luke Bowen (7) Kent 19 9,61

7. Ellis Perks (-) Plymouth 9 9,51

8. Leon Flint (10) Birmingham 22 9,51

9. Adam Roynon (8) Plymouth 11 9,50

10. Daniel Ayres (-) Mildenhall 25 9,45

SGB PREMIERSHIP

Pl./Club R S U N Ges.

1. King’s Lynn (4) 24 16 1 7 53

2. Somerset (3) 24 13 1 10 47

3. Poole (2) 24 12 1 11 44

4. Belle Vue (6) 23 12 0 11 40

5. Swindon (1) 23 11 0 12 35

6. Wolverh’ton (5) 24 10 1 13 34

7. Leicester (7) 24 7 0 17 23

NATIONAL LEAGUE

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Mildenhall (1) 15 15 0 0 50

2. Kent (2) 16 9 1 6 31

3. Birmingham (6) 16 8 1 7 30

4. Belle Vue (3) 17 9 0 8 30

5. Eastbourne (5) 13 8 0 5 28

6. Coventry (7) 15 8 1 6 28

7. Plymouth (4) 15 6 0 9 20

8. Isle of Wight (8) 17 6 0 11 20

9. Stoke (9) 12 2 1 9 8

10. Buxton (10) 10 0 0 10 0

SGB CHAMPIONSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Peterb’ough (1) 18 11 2 5 41

2. Workington (6) 17 11 0 6 36

3. Edinburgh (7) 18 10 1 7 35

4. Glasgow (3) 17 10 0 7 33

5. Lakeside (2) 16 10 0 6 32

6. Ipswich (5) 18 8 2 8 31

7. Berwick (4) 18 9 1 8 31

8. Scunthorpe (8) 20 8 1 11 27

9. Newcastle (9) 18 7 1 10 24

10. Redcar (11) 20 7 0 13 24

11. Sheffield (10) 20 4 2 14 17

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 37


INTERNATIONAL

Int. Teamvergleich - Polen gegen Weltauswahl - Chorzow - 1.9.2018

Knapper Heimsieg

Am 1. September fand im Slaski-Stadion die Generalprobe zum Speedway-EM-Finale

statt. Und sie war sehr gelungen. Das Match zwischen der

polnischen Nationalmannschaft und der Weltauswahl, die von Zenon

Plech gemanagt wurde, sahen sich zirka 17.000 Zuschauer an und sie kamen

voll auf ihre Kosten. Das Duell begann mit zwei Unentschieden, aber

dann erkämpften Bartosz Zmarzlik und Kacper Woryna einen Doppelsieg

und die Polen gingen in Führung. Doch die Gäste schlugen zurück und

übernahmen nach Heat 5 die Spitze, als Matej Zagar und Nicki Pedersen

Zmarzlik und Woryna hinter sich ließen. Nach elf Rennen führte die Weltauswahl

schon mit 37:29, doch die „Weiß-Roten“ legten einen bemerkenswerten

Endspurt hin. Zuerst bezwangen Janusz Kolodziej und Maciej

Janowski ihre Gegner Jack Holder und Andrej Kudrjaschow mit einem 5:1.

Im vorletzen Lauf kreuzte Patryk Dudek als Erster die Ziellinie, während

Zmarzlik Dritter wurde. Das letzte Rennen sollte alles entscheidend sein,

denn die Gäste hatten nur 2 Punkte Vorsprung. Kolodziej und Janowski

ließen Chris Holder und Zagar keine Chance, holten einen Doppelsieg und

drehten den Spieß am Ende doch um. Die Gastgeber triumphierten auf

der 370 Meter langen temporären Bahn in Chorzow letztendlich mit

46:44. • Texte u. Foto: Georg Dobes

Ergebnis: 1. Polen, 46 Punkte (Maciej Janowski 13, Przemyslaw Pawlicki 4, Patryk Dudek 8, Janusz

Kolodziej 10, Bartosz Zmarzlik 6, Kacper Woryna 5); 2. Weltauswahl, 44 (Chris Holder 9, Jack Holder

7, Nicki Pedersen 8, Matej Zagar 11, Andrej Kudrjaschow 3, Martin Vaculik 6).

Ekstraliga

13. Runde - 19.8.: Unia Tarnow, 51 Punkte (N.Pedersen 12, Mroczka 10, Jamrog 10, Kildemand 6,

K.Bjerre 9, Konieczny 0, Rolnicki 4); Wlokniarz Czestochowa, 39 (Madsen 16, Musielak 0, Miedzinski

10, Zagar 5, F.Lindgren 3, Gruchalski 3, Swiacik 1, Lyager 1). Bonuspunkt für Czestochowa.

Sparta Wroclaw, 45 Punkte (Woffinden 9, Drozdz 0, Janowski 12, Fricke 4, Milik 9, Liszka 4, Drabik

7); K.S. Torun, 45 (Doyle 8, Przedpelski 6, C.Holder 2, Iversen 14, Koscielski 0, Kopec-Sobczynski

4, J.Holder 11). Bonuspunkt für Torun.

G.K.M. Grudziadz, 55 Punkte (Lindbäck 12, Huckenbeck 1-1-1-1=4, Pr. Pawlicki 8, Buczkowski 8,

A.Laguta 14, Wawrzyniak 4, Wieczorek 5); Falubaz Zielona Gora, 35 (Thorssell 0, Protasiewicz 10,

Dudek 14, Zengota 0, Jepsen Jensen 8, Pawliczak 3, Tonder 0). Bonuspunkt für Grudziadz.

14. Runde - 26.8.: Falubaz Zielona Gora, 51 Punkte (Dudek 14, Zengota 7, Protasiewicz 9, Thorssell

3, Jepsen Jensen 11, Tonder 4, Pawliczak 3); Unia Tarnow, 39 (N.Pedersen 8, Mroczka 2, Jamrog 8,

Kildemand 5, K.Bjerre 11, Rolnicki 5, Konieczny 0). Bonuspunkt für Zielona Gora.

Unia Leszno, 55 Punkte (Saifutdinow 11, Hampel 10, Kurtz 5, Kolodziej 9, Piotr Pawlicki 10, Smektala

10, Szlauderbach 0); Sparta Wroclaw, 35 (Woffinden 12, Drozdz 0, Milik 0, Janowski 9, Fricke

4, Drabik 9, Liszka 1). Bonuspunkt für Leszno.

K.S. Torun, 55 Punkte (Doyle 8, C.Holder 9, Przedpelski 3, Iversen 11, Kopec-Sobczynski 4, Kaczmarek

9, J.Holder 11); Stal Gorzow, 35 (Vaculik 6, Sz.Wozniak 0, Kasprzak 11, Walasek 1, Zmarzlik 16,

Karczmarz 0, Szczotka 1). Bonuspunkt für Torun.

31.8.: Wlokniarz Czestochowa, 45 Punkte (Madsen 12, Musielak 0, Miedzinski 6, F.Lindgren 9, Zagar

8, Swiacik 3, Gruchalski 6, Lyager 1); G.K.M. Grudziadz, 45 (Lindbäck 10, Huckenbeck

2-3-0-1-0=6, Pr.Pawlicki 9, Bucz- kowski 5, A.Laguta 14, Wieczorek 1, Wawrzyniak 0). Kein Bonuspunkt,

90:90.

EKSTRALIGA

ENDTABELLE HAUPTRUNDE

Pl./Club R P Ges.

1. Leszno 14 29 +168

2. Gorzow 14 21 +43

3. Czestochowa 14 19 +2

4. Wroclaw 14 19 +54

5. Torun 14 18 –19

6. Grudziadz 14 12 –86

7. Zielona Gora 14 10 –64

8. Tarnow 14 10 –98

Unia Tarnow steigt in die 1. Liga ab.

Falubaz Zielona Gora wird 2 Relegationsrennen

gegen den Vizemeister

der 1. Liga bestreiten.

POLEN

PLAY-OFF-RUNDE - Halbfinals - Hinrunde -

2.9.: Wlokniarz Czestochowa, 41 Punkte

(Madsen 11, Musielak 4, Miedzinski 5, F.Lindgren

6, Zagar 3, Swiacik 1, Gruchalski 11, Lyager

0); Stal Gorzow, 49 (Vaculik 15, Walasek 1,

Kasprzak 10, Sz.Wozniak 6, Zmarzlik 11,

Karczmarz 5, Szczotka 1).

Sparta Wroclaw, 42 Punkte (Woffinden 9, Fricke

9, Janowski 9, Drozdz 2, Milik 3, Liszka 0,

Drabik 10, Wojdylo 0); Unia Leszno, 48 (Saifutdinow

11, Hampel 4, Kurtz 3, Kolodziej 13,

Piotr Pawlicki 8, Smektala 8, Kubera 1).

Rückrunde - 9.9.: Stal Gorzow, 51 Punkte

(Kasprzak 11, Sundström 3, Vaculik 9, Sz.Wozniak

9, Zmarzlik 12, Szczotka 2, Karczmarz 5);

Wlokniarz Czestochowa, 39 (Madsen 14, Musielak

2, Miedzinski 11, Lyager 3, F.Lindgren 5,

Gruchalski 4, Swiacik 0). Gorzow qualifiziert

sich fürs Finale.

Unia Leszno, 48 Punkte (Saifutdinow 10, Kurtz

5, Hampel 8, Kolodziej 4, Pi.Pawlicki 10,

Smektala 8, Kubera 3); Sparta Wroclaw,

42 (Woffinden 8, Janowski 15, Milik 1, Fricke 7,

Drabik 7, Liszka 0, Tschugunow 4). Leszno

qualifizierte sich fürs Finale.

1. Liga

9. Runde - Nachholrennen - 17.8.: Orzel Lodz, 53 Punkte (Loktaev 11, J.Miskowiak 11, Kosciuch 10,

Kudrjaschow 8, Tungate 6); Polonia Pila, 37 (Jonasson 15, Gapinski 11, Cyfer 5). Bonuspunkt für

Lodz.

13. Runde - 19.8.: R.O.W. Rybnik, 56 Punkte (Lebedevs 13, Woryna 10, Ma.Szczepaniak 9, Skupien

8, Bewley 7, Batchelor 6); Lokomotiv Daugavpils, 34 (Ljung 12, Lahti 6, Tarasenko 6, Puodzuks 5).

Bonuspunkt für Rybnik.

Start Gniezno, 47 Punkte (Pavlic 11, Nilsson 9, Gala 8, Berntzon 8, M.Jablonski 5); Motor Lublin,

43 (D.Lampart 10, R.Lambert 10, Miesiac 8, Jonsson 6, W.Lampart 6). Bonuspunkt für Lublin.

Orzel Lodz, 58 Punkte (Tungate 13, Kosciuch 12, J.Miskowiak 11, Loktaev 10, Grajczonek 6, Kudrjaschow

5); Wanda Krakow, 32 (Jedrzejewski 9, Logatschew 7, Koza 5, Summers 5). Bonuspunkt

für Lodz.

Wybrzeze Gdansk, 63 Punkte (Michelsen 15, Thomsen 12, O.Fajfer 8, Bech 8, Zupinski 7, Kossakowski

7, Mi.Szczepaniak 6); Polonia Pila, 27 (Jonasson 10, Cyfer 9, Gapinski 6). Bonuspunkt

für Gdansk.

10. Runde - Nachholrennen: Polonia Pila, 40 Punkte; Wanda Krakow, 0. Technische Niederlage.

14. Runde - 24.8.: Lokomotiv Daugavpils, 50 Punkte (Lahti 14, Ljung 10, Tarasenko 8, Puodzuks 7,

Mihailovs 6); Start Gniezno, 39 (Pavlic 11, Gala 8, Berntzon 6, M.Jablonski 5). Bonuspunkt

für Gniezno.

Polonia Pila, 40 Punkte (Jonasson 11, Okoniewski 10, Gapinski 8, Cyfer 5); R.O.W. Rybnik,

49 (Woryna 12, Lebedevs 11, Batchelor 11, Chmiel 7, Ma.Szczepaniak 6). Bonuspunkt für Rybnik.

29.8.: Wanda Krakow, 45 Punkte (Logatschew 14, Koza 11, Jedrzejewski 8, Lisiecki 8); Wybrzeze

Gdansk, 43 (Hougaard 13, Turowski 10, Mi. Szczepaniak 9, Zupinski 7). Bonuspunkt für Gdansk.

30.8.: Orzel Lodz, 48 Punkte (Kosciuch 12, Tungate 11, H.Andersen 8, J.Miskowiak 7); Motor Lublin,

42 (R.Lambert 12, W.Lampart 10, Jonsson 9, Miesiac 8). Bonuspunkt für Lodz.

11. Runde - Nachholrennen - 28.8.: Orzel

Lodz, 60 Punkte (Kosciuch 13, H.Andersen 13,

Tungate 12, Grajczonek 8, Loktaev 8, J.Miskowiak

6); Wybrzeze Gdansk, 30 (Mi.Szczepaniak

10, Hougaard 8, O.Fajfer 5). Bonuspunkt für

Lodz.

PLAY-OFF-RUNDE - Halbfinals - Hinrunde -

31.8.: Lokomotiv Daugavpils, 43 Punkte

(Ljung 16, Lahti 9, Puodzuks 6, Mihailovs 5);

Motor Lublin, 47 (Miesiac 10, W.Lampart 10,

D.Lampart 9, Jonsson 9, R.Lambert 8).

Start Gniezno, 45 Punkte (Pavlic 13, Gala 8,

Krcmar 7, Berntzon 5); R.O.W. Rybnik, 45

(Ma.Szczepaniak 12, Woryna 8, Lebedevs 8,

Batchelor 6).

Rückrunde - 8.9.: Motor Lublin, 55 Punkte

(Miesiac 11, Kling 11, Jonsson 11, R.Lambert 9,

W.Lampart 6, D.Lampart 6); Lokomotiv Daugavpils,

35 (Ljung 11, Lahti 10). Lublin qualifizierte

sich fürs Finale.

R.O.W. Rybnik, 52 Punkte (Woryna 13, Lebedevs

12, Batchelor 9, Karpow 8, Ma.Szczepaniak

6); Start Gniezno, 38 (Berntzon 9, Pavlic

7, Nowak 7, Gala 6, Bogdanowicz 5). Rybnik

qualifizierte sich fürs Finale.

2. Liga

13. Runde (19.8.): Polonia Bydgoszcz,

43 Punkte (Ajtner-Gollob 11, Bach 9, ... Grobauer

1-3-1-0-1=6); Kolejarz Opole, 47 (Legowik

12, Wölbert 2-1-3-1-3=10, Polis 9, Gizatullin

9). Bonuspunkt für Opole.

P.S.Z. Poznan, 58 Punkte (Kajzer 12, F.Jakobsen

10, Bellego 9, Borodulin 8, K.Fajfer 8, Lutowicz

8); K.S.M. Krosno, 31 (Puszakowski 10,

Burza 10, M.Rempala 8). Bonuspunkt für

Poznan.

Ostrovia Ostrow, 37 Punkte (Klindt 14, B.

Pedersen 8); Stal Rzeszow, 53 (N.Morris 12,

Becker 11, Hancock 10). Bonuspunkt für

Rzeszow.

14. Runde - 26.8.: Kolejarz Opole, 47 Punkte (Wölbert 3-3-3-2-2=13, Polis 10, Gizatullin 8, Legowik

8); P.S.Z. Poznan, 43 (F.Jakobsen 10, Bellego 10, Borodulin 8). Bonuspunkt für Opole.

30.8.: K.S.M. Krosno, 37 Punkte (P.Hansen 14, Franc 8); Unia Kolejarz Rawicz, 53 (V.Trofimov 13,

Balinski 12, Lidsey 11). Bonuspunkt für Rawicz.

PLAY-OFF-RUNDE - Halbfinals - Hinrunde - 2.9.: Kolejarz Opole, 41 Punkte (Wölbert

3-3-3-1-3-S=13, M.Hansen 13); Stal Rzeszow, 49 (N.Morris 11, Baran 11, Mazur 9).

3.9.: Unia Kolejarz Rawicz, 47 Punkte (Lidsey 13, V.Trofimov 10, Balinski 8); Ostrovia Ostrow,

43 (Suchecki 11, Gafurow 10, Brzozowski 9, B.Pedersen 8).

Rückrunde - 9.9.: Ostrovia Ostrow, 49 Punkte (Klindt 13, B.Pedersen 12); Unia Kolejarz Rawicz,

41 (Lidsey 12, Trofimov 11, Balinski 11). Ostrow qualifizierte sich fürs Finale.

Stal Rzeszow, 54 Punkte (Becker 12, Hancock 12, Baran 9); Kolejarz Opole, 36 (M.Hansen 12,

Legowik 9, Lawson 8). Rzeszow qualifizierte sich fürs Finale.

Pawel Waloszek

verstorben

Am 7. September verstarb mit Pawel

Waloszek einer der besten

Speedwayfahrer der Welt aus den

1960er- und 1970er-Jahren.

Er wurde am 28. April 1938 in Swietochlowice

geboren. In dieser

oberschlesischen Stadt begann

1954 auch seine sportliche Laufbahn.

Zwei Jahre später, als 18-Jähriger,

gab Waloszek sein Ligadebüt

in der Mannschaft von Gwardia

Kattowitz. Der junge Fahrer wechselte

den Verein, weil es Gerüchte

gab, dass es Speedway in Swietochlowice

bald nicht mehr geben

1. LIGA

ENDTABELLE HAUPTRUNDE

Pl./Club R P Ges.

1. Lublin 14 26 +187

2. Rybnik 14 23 +181

3. Gniezno 14 23 +66

4. Daugavpils 14 21 –4

5. Lodz 14 18 +47

6. Gdansk 14 15 +40

7. Pila 14 7 –149

8. Krakow 14 5 –368

Wanda Krakow steigt in die 2. Liga ab.

Polonia Pila wird 2 Relegationsrennen

gegen den Vizemeister der 2. Liga

bestreiten.

2. LIGA

ENDTABELLE HAUPTRUNDE

Pl./Club R P Ges.

1. Rzeszow 12 29 +181

2. Ostrow 12 24 +137

3. Rawicz 12 13 +31

4. Opole 12 9 –29

5. Poznan 12 8 –37

6. Bydgoszcz 12 8 –136

7. Krosno 12 2 –147

38 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


würde. 1958 kam er zurück und wurde Leistungsträger des Teams von

Slask. Die zwei folgenden Saisons verbrachte der Oberschlesier in Warschau

und Gdansk. Legia Warschau und Legia Gdansk waren Militärclubs

und Waloszek absolvierte dort seinen Militärdienst. 1960 gewann Waloszek

seine erste Medaille. Mit Legia Gdansk wurde er polnischer Team-Vizemeister.

Im nächsten Jahr kam der Fahrer wieder nach Swietochlowice

zurück und blieb dem Club bis zum Ende seiner sportlichen Laufbahn

1985 treu. Mit der Mannschaft von Slask holte er drei weitere Silber-

(1969, 1970, 1973) und zwei Bronzemedaillen. Nicht weniger als 18-mal erreichte

Pawel die Finals der Einzelmeisterschaft, aber es gelang ihm

nicht, polnischer Meister zu werden. Zweimal war er ganz nah dran. 1969

(Rybnik) und 1972 (Bydgoszcz) wurde Waloszek Vizemeister. Drei Jahre

später holte der Pilot in Czestochowa die Bronzemedaille. 1968 gewann

der Oberschlesier den Goldhelm. Dieser Wettbewerb war damals genauso

hoch angesehen wie die Meisterschaft. Die besten polnischen Fahrer

absolvierten mehrere Runden und es war sehr schwierig, sich gegen die

Konkurrenz durchzusetzen.

Pawel Waloszek war auch international sehr erfolgreich. Zwischen 1958

und 1975 nahm der Pole an WM-Qualifikationen teil und erreichte fünfmal

die Weltfinals. 1962 belegte er im Wembley-Stadion Rang 16. 1968 wurde

er im Ullevi-Stadion in Göteborg Fünfter. Zwei Jahre später feierte Waloszek

seinen größten Erfolg. Im Olympia-Stadion in Wroclaw erzielte der

Fahrer 14 Punkte und sicherte sich die WM-Silbermedaille. Nur Ivan Mauger

war an diesem Renntag besser als er. 1972 in Wembley schloss Waloszek

das Turnier als Achter ab und in der darauffolgenden Saison wurde er

im Slaski-Stadion in Chorzow Siebter. In seiner zahlreichen Sammlung

der Trophäen befindet sich auch eine WM-Goldmedaille. 1965 wurde Waloszek

mit der polnischen Nationalmannschaft in Kempten Teamweltmeister,

obwohl er als Reservist keinen Lauf bestritt. Darüber hinaus erkämpfte

der Pole in diesem Prädikat fünf Bronzemedaillen.

Seit 2014 trägt das Stadion in Swietochlowice seinen Namen und im vergangenen

Jahr wurde Waloszek für seine Verdienste zum Ehrenbürger der

Stadt Swietochlowice ernannt. Ruhe in Frieden, Pawel.

RUSSLAND

Teammeisterschaft

(Speedwayliga)

Balakowo vorne

Der Teammanager von Turbina Waleri Gordejew bewies im Duell mit Mega-

Lada, dass er ein besserer Stratege als Oleg Kurguskin ist. Im Juli verpflichtete

Mega-Lada Artem Laguta. Seine Aufgabe war es, die Mannschaft

in der Endphase der Teammeisterschaft zu unterstützen. Am 15. August

empfing das Team aus Togliatti seine Erzrivalen von Turbina und die

Gastgeber mussten gewinnen, um ins Finale zu kommen. Kurguskin war

sich wohl sehr sicher, dass diese Aufgabe zu bewältigen ist und nominierte

Laguta nicht. Diese Tatsache nutzte Gordejew aus. Er setzte Emil Saifutdinow

ein und hoffte, dass seine Mannschaft mit dem russischen Speedway-Ass

die Gastgeber bezwingen könnte. Damit hätte sich Mega-Lada

nicht fürs Finale qualifiziert und Wostok Wladiwostok wäre ein einfacher

Gegner gewesen. Gordejews Rechnung ging auf. Saifutdinow war im Anatoli-Stepanow-Stadion

eine Klasse für sich und die Gäste triumphierten

mit 50:41.

Erwartungsgemäß schlug die Mannschaft von Wostok in Oktjabrskij die

Gastgeber und zog ins Finale ein. Das Team aus Oktjabrskij leistete in der

Anfangsphase erbitterten Widerstand. Nach sechs Läufen lag es mit einem

Punkt zurück (19:20), doch danach holte Wostok drei Siege in Folge

und hatte am Ende 7 Zähler mehr auf dem Konto.

Ergebnisse - 15.8.: STK Oktjabrskij, 43 Punkte (Sujew 1, Subarew 5, Gatijatow 7, Kononow 5, Fajzulin

8, Gizatullin 17); Wostok Wladiwostok, 50 (Tarasenko 12, Hvan 1, Karion 11, Logatschew 8, P.Laguta

10, Kotlar 8).

Mega-Lada Togliatti, 41 Punkte (Bolschakow 6, Gafurow 10, Monachow 8, Kudrjaschow 9, J.Saidullin

1, Lachbaum 7); SK Turbina Balakowo, 50 (Kulakow 9, Kaibuschew 4, Kusnetzow 0, Tschalow 15,

Bogma 7, Saifutdinow 15).

Finalrunde

Im ersten Finalrennen, das in Balakowo stattfand, wäre es fast zu einer

Sensation gekommen. Die favorisierten Gastgeber hatten große Mühe,

sich gegen das junge Team von Wladiwostok durchzusetzen. Nach acht

Rennen herrschte mit 24:24 noch Gleichstand. Danach holte Turbina einen

Doppelsieg und triumphierte letztendlich mit 47:42. Saifutdinow

fand wieder keinen Bezwinger. Ohne den 28-Jährigen hätte das Team aus

Balakowo wohl eine bittere Niederlage erlitten.

Im ersten Duell um die Bronzemedaille, das in Oktjabrskij über die Bühne

ging, siegte die Mannschaft von Mega-Lada mit 56:36. Die Gäste traten

wieder ohne Artem Laguta an, aber diesmal war sein Kommen auch nicht

nötig, weil STK den verletzten Denis Gizatullin nicht einsetzen konnte.

Hinrunde - 5.9. - Um die Goldmedaille: SK Turbina Balakowo, 47 Punkte (Tschalow 12, Kaibuschew

1, Kulakow 8, Kusnetzow 1, Borodulin 5, Bogma 2, Saifutdinow 18); Wostok Wladiwostok, 42 (Logatschew

7, Karion 7, Tarasenko 8, P.Laguta 10, Kotlar 10).

Um die Bronzemedaille: STK Oktjabrskij, 36 Punkte (Gatijatow 4, Subarew 0, Nagibin 1, Wlasow

12, Fajzulin 8, Kononow 11); Mega-Lada Togliatti, 56 (Bolschakow 4, Gafurow 17, Monachow 4,

Kudrjaschow 15, J.Saidullin 4, Lachbaum 12).

Einzelmeisterschaft - Finale - Balakowo - 28.8.2018

Kudrjaschow verteidigt Titel

Andrej Kudrjaschow ist es gelungen,

im Turbina-Stadion den Meistertitel

erfolgreich zu verteidigen.

Der Fahrer von Mega-Lada erkämpfte

in Balakowo insgesamt

13 Punkte. Er beugte sich nur in

seinem ersten Lauf Sergej Logatschew

und Wladimir Borodulin. Da

zwei Fahrer von Turbina das Finale

mit jeweils 12 Zählern abschlossen,

musste um die Silbermedaille

gestochen werden. Sieger wurde

Ilja Tschalow, während Wladimir

Borodulin am Start ausfiel. Vor

dem letzten Durchgang führte Sergej

Logatschew mit 11 Zählern und

es schien, als ob der Fahrer von

Wostok nach Gold greifen könnte,

aber der 23-Jährige stürzte in Rennen

20 und wurde disqualifiziert.

Im Endeffekt musste er sich mit dem unbeliebten 4. Gesamtrang begnügen.

Roman Lachbaum, der sechs Tage zuvor Juniorenmeister geworden

war, belegte in Balakowo Platz 5. Denis Gizatullin fing verheißungsvoll

mit einem Sieg an, stürzte jedoch in seinem nächsten Rennen und bestritt

danach keine Läufe mehr. • Fotos: Jarek Pabijan (Porträt); Georg Dobes (Action)

Ergebnis: 1. Andrej Kudrjaschow, 13 Punkte; 2. Ilja Tschalow, 12+3; 3. Wladimir Borodulin, 12+A;

4. Sergej Logatschew, 11; 5. Roman Lachbaum, 10; 6. Mark Karion, 9; 7. Wiatcheslaw Monachow, 9;

8. Wladimir Morozow, 9; 9. Wiktor Kulakow, 8; 10. Pawel Laguta, 6; 11. Wadim Tarasenko, 5;

12. Jewgeni Saidullin, 4; 13. Witali Kotlar, 4; 14. Denis Gizatullin, 3; 15. Semen Wlasow, 3; 16. Renat

Gafurow, 2; 17. Sergej Darkin, 0.

Andrej Kudrjaschow ist

Russischer Speedwaymeister

SPEEDWAYLIGA

ENDTABELLE HAUPTRUNDE

Pl./Club R P Ges.

1. Balakowo 6 10 +50

2. Wladiwostok 6 8 +22

3. Togliatti 6 6 +3

4. Oktjabrskij 6 0 –75

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 39


INTERNATIONAL

Ergebnis: 1. Roman Lachbaum, 14 Punkte; 2. Arslan Fajzulin, 13; 3. Pawel Laguta, 11+3; 4. Mark Karion,

11+2; 5. Witali Kotlar, 10; 6. Iwan Bolschakow, 10; 7. Jewgeni Saidullin, 9; 8. Kyrill Hwan, 7; 9. Alexander

Kaibuschew, 6; 10. Semen Sujew, 6; 11. Ilja Kusnetzow, 6; 12. Wladimir Bogma, 4; 13. Nikita Subarew,

4; 14. Denis Belajew, 3; 15. Wiatcheslaw Monachow, 2; 16. Iwan Sirotkin, 2; 17. Pawel Nagibin, 1;

18. Dimitri Petrakow, 0.

Junioren-Teammeisterschaft - Togliatti

Finale

Ergebnisse - Runde 1 - Balakowo - 17.8.: 1. Wostok Wladiwostok, 45 Punkte (Karion 11, Kotlar 9, Fajzulin

9, Hvan 5, P.Laguta 11); 2. Mega-Lada Togliatti, 34 (J.Saidullin 9, Sujew 5, Bolschakow 0, Monachow 7,

Lachbaum 13); 3. Turbina Balakowo, 29 (Sirotkin 1, Kaibuschew 8, Kusnetzow 7, Petrakow 1, Bogma 12).

Runde 2 - Togliatti - 1.9.: 1. Mega-Lada Togliatti, 45 Punkte (J.Saidullin 13, Sujew 5, Monachow 9, Bolschakow

4, Lachbaum 14); 2. Wostok Wladiwostok, 37 (Karion 5, Kotlar 13, Fajzulin 6, Hwan 1, P.Laguta

12); 3. Turbina Balakowo, 22 (Kusnetzow 7, Kaibuschew 2, Berdyschew 4, Bogma 9).

Roman Lachbaum (Mitte) ist Juniorenmeister, Vize Arslan Fajzulin (li.), Dritter Pawel Laguta

Junioren-Einzelmeisterschaft - Finale - Togliatti - 22.8.2018

Lachbaum ist Meister

Roman Lachbaum ist neuer Juniorenmeister. Der Fahrer von Mega-Lada

erzielte im Finale in Togliatti insgesamt 14 Punkte. Die einzige Niederlage

brachte ihm Arslan Fajzulin bei. Der 19-Jährige von STK Oktjabrskij war

nach drei Durchgängen noch ungeschlagen, aber in Lauf 13 kam er nicht

über den 3. Platz hinaus. Er beugte sich Pawel Laguta und Iwan Bolschakow.

Am Ende wurde der junge Pilot Gesamtzweiter. Laguta erzielte 11

Punkte und holte die Bronzemedaille. Vorher musste er sich jedoch gegen

seinen punktgleichen Kameraden von Wostok Mark Karion durchsetzen.

Arslan Fajzulin vor Dimitri Petrakow

und Nikita Subarew

Paarmeisterschaft - Runde 1 - Togliatti

Mega-Lada Meister

Das Team von Mega-Lada ist Paarmeister. Andrej Kudrjaschow, Renat Gafurow

und Sergej Darkin (kam gar nicht zum Einsatz) triumphierten in den ersten

zwei Runden und belegten in Oktjabrskij Tagesrang 2. Die Mannschaft

von Turbina Balakowo wurde Vizemeister, während das zweite Team von Mega-Lada

Bronze holte.

Ergebnisse - Runde 2 - Balakowo - 24.8.: 1. Mega-Lada Togliatti, 29 Punkte (Kudrjaschow 15, Gafurow

14, Darkin N); 2. Mega-Lada Togliatti - Team B, 23 (J.Saidullin 8, Lachbaum 15, Bolschakow N); 3. SK

Turbina Balakowo, 22 (Kulakow 8, Borodulin 5, Tschalow 9); 4. Wostok Wladiwostok, 18 (Kotlar 9, P.Laguta

9); 5. STK Oktjabrskij, 13 (Wlasow 6, Kononow 6, Gatijatow 1); 6. Wostok Wladiwostok - Team B,

12 (Karion 7, Korowko 1, Hwan 4); 7. SK Turbina Balakowo - Team B, 8 (Kaibuschew 0, Kusnetzow 8, Berdyschew

0).

Runde 3 - Oktjabrskij - 30.8.: 1. SK Turbina Balakowo, 26 Punkte (Tschalow 11, Kulakow 15, Borodulin

N); 2. Mega-Lada Togliatti, 25 (Kudrjaschow 11, Gafurow 14, Darkin N); 3. STK Oktjabrskij, 22 (Wlasow

3, Gatijatow 11, Fajzulin 8); 4. Mega-Lada Togliatti - Team B, 19 (J.Saidullin 4, Lachbaum 15, Monachow

0); 5. SK Turbina Balakowo - Team B, 14 (Kusnetzow 6, Kaibuschew 8, Berdyschew N); 6. Wostok Wladiwostok,

12 (Kotlar 5, P.Laguta 7); 7. Wostok Wladiwostok - Team B, 8 (Hwan 1, Karion 5, Korowko 2).

Endstand der Meisterschaft: 1. Togliatti, 22 Matchpunkte; 2. Balakowo, 18; 3. Togliatti B, 16; 4. Oktjabrskij,

12; 5. Wladiwostok, 9; 6. Balakowo B, 6; 7. Wladiwostok B, 4.

Anatoli-Stepanow-Memorial - 7.9.2018

Mega-Lada setzt sich durch

Am 7. September fand in Togliatti die zehnte Ausgabe des Stepanow-Memorials

statt. Diesmal wurde das Rennen als Vierkampf ausgetragen. Am Start

waren Mannschaften, die am Teamchampionat teilnehmen. Der einzige Unterschied

bestand darin, dass die Teams jeweils einen Ausländer einsetzen

durften. Sieger des Rennens wurde Mega-Lada, gefolgt von Wostok, Turbina

und STK. • Texte u. Fotos: Georg Dobes

Ergebnis: 1. Mega-Lada Togliatti, 34 Punkte (Andrej Kudrjaschow 12, Timo Lahti 11, Renat Gafurow 5,

Roman Lachbaum 6); 2. Wostok Wladiwostok, 26 (Pawel Laguta 5, Mark Karion 8, Sergej Logatschew

7, Andzejs Lebedevs 6); 3. Turbina Balakowo, 19 (Hans Andersen 4, Ilja Tschalow 4, Wiktor Kulakow 5,

Wladimir Borodulin 6); 4. STK Oktjabrskij, 17 (Igor Kononow 6, Arslan Fajzulin 2, Grzegorz Zengota 7,

Marat Gatijatow 2).

Mega-Lada Togliatti siegt vor

Wostok Wladiwostok (links)

und Turbina Balakowo

beim Anatoli-

Stepanow-

Memorial

40 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


Vaclav Milik fuhr Maximum in Pilsen und

machte seine Titelambitionen deutlich

• Archivfoto: Daniel Sievers

Einzelmeisterschaft - Finale 3 - Pilsen - 5.9.2018

Spannung pur

Der Kampf um den tschechischen Meistertitel ist in diesem Jahr so spannend,

wie schon lange nicht mehr. In Pilsen, wo das dritte Finalrennen

durchgeführt wurde, triumphierte Vaclav Milik, er meldete damit seine

Anwartschaft auf die Goldmedaille an. Der beste Fahrer unserer östlichen

Nachbarn auf internationaler Bühne erzielte im Westen des Landes ein lupenreines

Punktemaximum und hat nur noch einen Zähler Rückstand auf

das führende Duo. Titelverteidiger Josef Franc wurde in Pilsen mit 13 Punkten

Dritter und zog in der Gesamtwertung mit Eduard Krcmar gleich. Der

22-jährige Fahrer aus Slany erkämpfte 14 Punkte und belegte Rang 2.

Die letzte, entscheidende Runde des Championats findet am 7. Oktober in

Brezolupy statt.

Ergebnis: 1. Vaclav Milik, 15 Punkte; 2. Eduard Krcmar, 14; 3. Josef Franc, 13; 4. Ondrej Smetana, 12;

5. Michal Skurla, 10; 6. Zdenek Holub, 8; 7. Jan Kvech, 8; 8. Martin Malek, 8; 9. David Pacalaj, SK,

7; 10. Matej Kus, 6; 11. Zdenek Simota, 6; 12. Petr Chlupac, 4; 13. Filip Hajek, 4; 14. Jakub Valkovic,

SK, 2; 15. Martin Gavenda, 2; 16. Jaroslav Petrak, 1.

Stand (nach 3 Rennen): 1. Krcmar, 41 Punkte; 2. Franc, 41; 3. Milik, 40; 4. Simota, 29; 5. Kus, 27;

6. Skurla, 25; 7. Smetana, 24; 8. Malek, 23; 9. Hynek Stichauer, 21; 10. Kvech, 17.

Landespokal

Ergebnisse - Runde 7 - Pardubice - 22.8.: 1. Hynek Stichauer, 20 Punkte; 2. Ondrej Smetana, 17+4;

3. Zdenek Simota, 17+3; 4. Martin Gavenda, 17+2; 5. Petr Chlupac, 17+1; 6. Jan Kvech, 16; 7. Ronny

Weis, D, 16; 8. Zdenek Holub, 13; 9. Richard Geyer, D, 13; 10. Filip Hajek, 12; 11. Michal Tomka, SK,

12; 12. Jaroslav Petrak, 11; 13. Patrik Mikel, 10; 14. Jakub Valkovic, SK, 9; 15. Michal Skurla, 9;

16. Daniel Klima, 9; 17. Sindy Weber, D, 6; 18. Daniel Silhan, 5; 19. Jan Macek, 4; 20. Roman Marek,

4; 21. Michal Bastecky, 4; 22. Pavel Kuchar, 4; 23. Lukas Vinter, 1.

Runde 8 - Svitavy - 25.8.: 1. Smetana, 15+3 Punkte; 2. Skurla, 15+2; 3. Mikel, 12; 4. Gavenda, 10;

5. Petrak, 9; 6. Macek, 6; 7. Silhan, 6; 8. Weber, 6; 9. Kuchar, 5; 10. Bastecky, 4; 11. Vinter, 0.

Runde 9 - Liberec - 8.9.: 1. Smetana, 13+3 Punkte; 2. Simota, 13+2; 3. Stichauer, 12+3; 4. Hajek,

12+2; 5. Mikel, 12+1; 6. Skurla, 11; 7. Chlupac, 10; 8. Z.Holub, 10; 9. J.Kvech, 9; 10. David Pacalaj,

SK, 7; 11. Petrak, 7; 12. Silhan, 5; 13. Weber, 5; 14. Kuchar, 3; 15. Bastecky, 3; 16. Frantisek Klier, 1;

17. Klima, 1; 18. Macek, 1.

Stand (nach 9 Rennen): 1. Simota, 157 Punkte; 2. Smetana, 149; 3. Skurla, 128; 4. Stichauer, 120;

5. Z.Holub, 111; 6. J. Kvech, 104; 7. Gavenda, 100; 8. Petrak, 83; 9. Chlupac, 79; 10. Mikel, 70.

Die zwei schlechtesten Resultate jedes Fahrer wurden gestrichen.

TSCHECHIEN

vertagt. Die Mannschaft aus Pardubice ging nämlich stark geschwächt an

den Start. Das Unheil nahm schon eine Woche vorher seinen Lauf. Am

22. August stürzte Hynek Stichauer in Pardubice und der Fahrer erlitt eine

Knieverletzung. Teammanager Lubomir Vozar musste nach einem Gastfahrer

suchen und wurde bei seinen Konkurrenten aus der Hauptstadt

fündig. Da Michal Skurla für das Rennen in Slany nicht vorgesehen war,

durfte er beim Team von Zlata Prilba aushelfen. Doch beim Training vor

dem Rennen passierte noch ein Unglück und diesmal konnte man nicht

mehr schnell genug reagieren. Patrik Mikel stürzte und verletzte sich am

rechten Bein. Da der 20-Jährige als Junior nominiert war, konnte nur ein

U21-Fahrer ihn ersetzen. Doch im Stadion war keiner. Dadurch blieb die

Startbahn von Mikel in vier Läufen frei.

Diese schwierige Situation nutzte die Mannschaft aus Prag logischerweise

aus. Sie übernahm nach Lauf 3 die Führung und gab sie nicht mehr ab.

Nach acht Heats hatte Marketa schon 6 Punkte Vorsprung auf Pardubice,

doch dann holte Zlata Prilba drei Siege in Folge und konnte sogar nach einem

Ausfall von Franc mit den Pragern gleichziehen. Doch mehr war an

diesem Renntag nicht drin. Das Team von Marketa konterte und gewann

letztendlich mit 41 Punkten, während Pardubice mit den Gastgebern hart

um Platz 2 kämpfen musste. Vor dem letzten Rennen hatte Slany 2 Punkte

mehr auf dem Konto (34:32), aber dann wurde Krcmar wegen Zeitüberschreitung

disqualifiziert. Milik erzielte seinen fünften Sieg und sicherte

seiner Mannschaft Gesamtrang 2. Der Pilot fand in Slany keinen Bezwinger.

SC Zarnovica trat ohne Vaculik an und war nur Punktelieferant. Die

Slowaken schlossen das Rennen mit lediglich 9 Zählern ab. • Georg Dobes

Ergebnis: 1. Marketa Prag, 41 Punkte (Hajek 3, Kus 10, Smetana 10, Franc 9, J.Kvech 9); 2. Zlata Prilba

Pardubice, 35 (Skurla 6, Zengota 14, Mikel N, Silhan 0, Milik 15); 3. AK 3ton Slany, 34 (Krcmar 8,

Chlupac 7, Jamrog 10, Simota 9); 4. SC Zarnovica, 9 (Tomka 1, Valkovic 1, Gavenda 3, Pacalaj 4).

1. Liga

Runde 3 - Pilsen - 12.8.2018

Ergebnis: 1. Marketa Prag, 37 Punkte (Skurla 14, Smetana 11, Z.Holub 12); 2. Zlata Prilba Pardubice,

25 (Petrak 9, Mejtsky 2, Mikel 14); 3. Junior-Team, 15 (Hajek 3, Klima 7, Silhan 5); 4. SC Zarnovica,

13 (Tomka 0, Valkovic 8, Mihalik 5).

Teammeisterschaft - Slany - 29.8.2018

Extraliga

Am 29. August fand in Slany die vorletzte Runde der Extraliga statt. Hätte

die Mannschaft von Zlata Prilba im Stadion an der Netovicka-Straße gewonnen,

hätte sie schon den Gewinn der Goldmedaille feiern können.

Doch dazu kam es nicht und die Krönung des neuen Teammeisters wurde

EXTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Pardubice 7 23 237

2. Prag 7 20 219

3. Slany 7 18 211

4. Zarnovica 7 9 91

1. LIGA ENDSTAND

Pl./Club R P Ges.

1. Prag 3 12 79

2. Junior-Team 3 8 54

3. Pardubice 3 6 54

4. Zarnovica 3 4 41

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 41


INTERNATIONAL

NIEDERLANDE

Grasbahnrennen Staphorst - 24.8.2018

James Shanes überragend

James Shanes war der überragende Mann in Staphorst. Der junge Brite

konnte alle Vorläufe sowie den Finallauf bei den internationalen Solisten

gewinnen. Den Bahnrekordsieg musste er allerdings Dave Meijerink überlassen.

Meijerink (17,221 Sek.) verwies Shanes (17,371) auf Platz 2. Stephan

Katt erreichte den 3. Platz mit 17,961 Sek. Der 2016 von Jannick de

Jong aufgestellte Rekord von 17,05 Sek. konnte aber nicht gebrochen werden.

Einige Fahrer hatten kurzfristig abgesagt, sodass die Läufe mit sieben Piloten

gestartet werden mussten. Jeder absolvierte vier Vorläufe. Shanes

(24 Vorlaufpunkte), Meijerink (22), Katt (20), Mark Beishuizen (19) und

Danny Maaßen (16) qualifizierten sich direkt fürs A-Finale. Christian Hülshorst

und Richard Hall schafften den Sprung übers B-Finale.

Im Finale war es wiederum Shanes, der als Erster die Zielflagge sah und

gewann. Zweiter wurde Meijerink vor dem Sieger des B-Finals, Hülshorst.

Auf den Plätzen folgen Katt, Hall, Beishuizen und Maaßen.

Ergebnisse - Specials Int. (nach B-/A-Finals): 1. James Shanes, GB, 24 Vorlaufpunkte; 2. Dave Meijerink,

NL, 22; 3. Christian Hülshorst, D, 16; 4. Stephan Katt, D, 20; 5. Richard Hall, GB, 10; 6. Mark

Beishuizen, NL, 19; 7. Danny Maaßen, D, 16; 8. Sjoerd Rozenberg, NL, 6; 9. Jarno de Vries, NL, 11;

10. Mika Meijer, NL, 8; 11. Lars Zandvliet, NL, 3; 12. William Kruit, NL, 8; 13. Michal Dudek, CZ, 3.

NK ST 250 (nach Finale): 1. Anne Bos, 28 Vorlaufpunkte; 2. Gert Jan Valk, 27; 3. Mark van Dellen, 28;

4. Ruben Guikema, 14; 5. Johan Kuiken, 27; 6. Marcel Vlig, 19; 7. Joey van Kammen, 18; 8. Bas

Homans, 14; 9. Lorenzo Punter, 11; 10. Lazar de Vries, 9; 11. Niels Broekema, 2; 12. Jeffrey Oppersma,

0.

NK ST 450 (nach Finale) : 1. Jan Okke Loonstra, 33 Vorlaufpunkte; 2. Frank Hamming, 26; 3. Reinse

de Jong, 28; 4. Olav den Engelsman, 13; 5. Stef Hamstra, 19; 6. Erwin Mulder, 13; 7. Bert Dijkstra,

23; 8. Wybe Valkema, 22; 9. Jamie Elsinga, 11; 10. Youri Jansen, 7; 11. Annelies Veensma, 2; 12. Aaron

Schokker, 1.

Cup ST 250 (nach B-/A-Finals): 1. Gert van der Heide, 18 Vorlaufpunkte; 2. Tonny Blok, 13; 3. Maaike

de Ree, 15; 4. Stefan Schra, 13; 5. Hessel de Ree, 9; 6. Harriet Zwiers, 17; 7. Kelly Velda, 6; 8. Iris

Meindertsma, 12; 9. Rick Grasdijk, 12; 10. Bart Borg, 1; 11. Roelof Postma, 4; 12. Ron Zandbergen,

4; 13. Jan Fokker, 7; 14. Kelsy Rozenberg, 4.

Regioklasse (nach B-/A-Finals): 1. Nicklas Brakke, 17 Vorlaufpunkte; 2. John Bosman, 14; 3. Martin

de Witte, 16; 4. Ronald ter Braake, 12; 5. Emiel Trompetter, 11; 6. Martijn Kappe, 8; 7. Jasper van

Strik, 12; 8. Roelof Tippe, 5; 9. Mandy Vogelzang, 6; 10. René Boer, 18; 11. Jarno Lier, 5; 12. Klaas

Kin, 3; 13. Joey Litjes, 4; 14. Carlo Brakke, 3; 15. Tim Jonkers, 0.

Grasbahnrennen Uithuizen - 8.9.2018

Dave Meijerink dominiert

Der junge Niederländer Dave Meijerink erzielte einen Maximumsieg gegen

starke Konkurrenz. Josef Franc kam mit den zu Beginn schwierigen

Bahnverhältnissen überhaupt nicht zurecht. Romano Hummel wollte in

Uithuizen sein Comeback geben. Das Training lief gut, auch in seinem ersten

Heat konnte er anfangs noch gut mithalten und führte sogar. In der

dritten Runde wurde er langsamer, konnte aber seinen Platz hinter Meijerink

halten. Für die restlichen Läufe meldete er sich ab. Meijerink (20), David

Howe (18), Paul Hurry (16) und Theo Pijper (15) konnten sich direkt fürs

Finale qualifizieren. Aus dem B-Finale stießen Mark Beishuizen und Julian

Cayre hinzu. Das Finale gewann sodann Meijerink vor Hurry, Pijper, Beishuizen

und Cayre. Howe hatte Pech. Ihm riss die Kette.

Seitenwagen-Sieger Sven Holstein/Bonita van Dijk (innen)

gegen die zweitplatzierten Wilfred Detz/Wendy Arling

Bei den Gespannen lag ebenfalls Spannung in der Luft. Keins der Teams

konnte alle Vorläufe gewinnen. Somit gab es tolle Duelle zu sehen. Wilfred

Detz/Wendy Arling (15 Vorlaufpunkte), Sven Holstein/Bonita van Dijk

(13) und Mitch Godden/Paul Smith (14) konnten sich direkt fürs Finale

qualifizieren. Im B-Finale hatten die Franzosen Guillaume Comblon/

Chloé Agez Pech, da sie als Dritte die Ziellinie überquerten. David Carvill/

Dennis Smit gewannen vor den Franzosen Christophe Grenier/Vincent

Bertonèche. Im A-Finale kam es zum Duell zwischen Detz und Holstein.

Holstein setzte sich durch. Als Dritte kamen Godden/Smith vor Carvill/

Smit und Grenier/Bertonèche ins Ziel. Insgesamt gab es bei den Seitenwagen

sechs Ausfälle zu verzeichnen.

Die nationale Klasse gewann Christian Wagemans vor William Kruit und

Kevin Glorie. • Texte u. Fotos: Ubbo Bandy

Ergebnisse - Specials Int. (nach B-/A-Finals): 1. Dave Meijerink, NL, 20 Vorlaufpunkte; 2. Paul Hurry,

GB, 16; 3. Theo Pijper, 15; 4. Mark Beishuizen, NL, 9; 5. Julian Cayre, F, 9; 6. David Howe, GB, 18;

7. Mika Mijer, NL, 9; 8. Jerôme Lespinasse, F, 9; 9. Lars Zandvliet, NL, 4; 10. Richard Hall, GB, 4;

11. Romano Hummel, NL, 4; 12. Josef Franc, CZ, 3.

Specials Nat. (nach B-/A-Finals): 1. Christian Wagemans, 8 Vorlaufpunkte; 2. William Kruit, 8;

3. Kevin Glorie, 5; 4. Andy ter Schuur, 2; 5. Kelly Velda, 5; 6. Nico Eijbergen, 5; 7. Wiebo Bouwmeester,

4; 8. Ferdy Gelsema, 0; 9. Margriet Diever, 0; 10. Mike van der Noordaa, 3.

Int. Seitenwagen (nach B-/A-Finals): 1. Sven Holstein/Bonita van Dijk, NL, 13 Vorlaufpunkte;

2. Wilfred Detz/Wendy Arling, NL, 15; 3. Mitch Godden/Paul Smith, GB, 14; 4. David Carvill/Dennis

Smit, GB, 10; 5. Christophe Grenier/Vincent Bertonèche, F, 2; 6. Guillaume Comblon/Chloé Agez,

F, 12; 7. Josh Goodwin/Scott Goodwin, GB, 2; 8. Dan Berwick/Cameron Godden, GB, 4; 9. Marcel

Raatjes/Marco Sterenborg, NL, 1; 10. Mike Frederiksen/Steven Grandt, DK, 0.

NK ST 250 (nach A-Finale): 1. Mark van Dellen, 27 Vorlaufpunkte; 2. Anne Bos, 29; 3. Gert Jan Valk,

26; 4. Joey van Kammen, 19; 5. Gert van der Heide, 19; 6. Ruben Guikema, 14; 7. Marcel Vlig, 17;

8. Bas Homans, 15; 9. Lazar de Vries, 10; 10. Lorenzo Punter, 8; 11. Niels Broekema, 7; 12. Jeffrey

Oppersma, 4.

NK ST 450 (nach A-Finale): 1. Jan Okke Loonstra, 31 Vorlaufpunkte; 2. Reinse de Jong, 27; 3. Frank

Hamming, 26; 4. Stef Hamstra, 25; 5. Erwin Mulder, 23; 6. Wybe Valkema, 16; 7. Olav den Engelsman,

18; 8. Bert Dijkstra, 12; 9. Harm-Jan Mellies, 10; 10. Aaron Schokker, 6; 11. Annelies Veensma, 2.

Uithuizen-Sieger Dave Meijerink vor Paul Hurry und Romano Hummel (v.l.)

42 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


BAZAR

F.L. TUNING

– Franz Lehmann tunt wieder Bahnmotoren –

Erfolge mit Lehmann-Tuning:

2 Weltmeistertitel, 1 Vizeweltmeistertitel

Tuning mit Piezo-Vergaser

Das Ansaugluftgemisch wird molekular feinzerstäubt

Höhere Leistung, höhere Drehzahl, weniger Methanolverbrauch,

geringerer Schadstoffausstoß

Unterlagen vom TÜV Frankfurt auf dem Prüfstand liegen vor

Franz Lehmann, Klosterstr. 10/2, 88069 Tettnang-Oberlangnau

Tel. 07543 54847

mit dem Profi-Trainer Marko Barthel

TERMINE 2018

SEPTEMBER

22. Endurotraining in Torgau

28.-30. EnduroPROjekt in Hohenmölsen

3 Tage freies Fahren

- JAHRESHIGHLIGHT -

mce10

OKTOBER

27. Endurotraining

in Langensteinbach

28. eXtrem-Endurotraining

in Langensteinbach

TERMINE 2019 ab Oktober buchbar !

Angebote auf der Webseite unter www.enduropro.de

Anzeigen-Telefon: 06184 923330

P

A

R

T

N

E

R

BAZAR

Notstromaggregat

Bahnsport Solo oder Seitenwagen-Kalender

2019 nur 12,- € +

Porto + Nachnahme. Ubbo Bandy,

Eisvogelring 39, 26135 Oldenburg,

Tel. 0441 203743

Gigator GPG 6000

Technische Daten: 6,5 PS Motorleistung - Superbenzin bleifrei, Nennspannung

12V/230V/380V, Tankinhalt 15 l , ca. 11 Dauerbetriebsstunden bei 2/3 Last, 1x

CEE 16 Ampere, 3x 230V-Steckdosen, 1x 380V, Steckdose-Seilzugstarter; Dauerleistung

- 2300 Watt, Maße 605 x 440 x 440 mm, Gesamtgewicht 44 kg, Bedienungsanleitung

vorhanden, Made in Germany; 189,- €. Tel. 0171 5055360

ANZEIGENCOUPON Anzeigenschluss für BSA November: 15. Oktober 2018

Dealers

only!

JAWA-Motoren

Tuning & Ersatzteile

TRC GmbH

Soar 25 . 32139 Spenge Germany

Telefon: ++49 (0) 5225-859256

Fax: ++49 (0) 5225-859257

www.gw-racing-parts.de

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 43


VORSCHAUEN

28.-30.9. PARDUBICE/CZ

SPEEDWAY-SPEKTAKEL X 3

Das Pardubicer „Speedway Weekend“ zieht jährlich tausende Besucher

in seinen Bann, so sicherlich auch in diesem Jahr. Von Freitag, 28. September,

bis Sonntag, 30. September, finden wieder die drei traditionellen

Rennen statt. Am Freitagabend ab 19:00 Uhr kämpfen die Junioren im

dritten und letzten Finale der diesjährigen WM um den Titel. Am Samstagnachmittag

werden ab 14:00 Uhr 24 Juniorenfahrer bei der 44. Ausgabe

des Goldenen-Band-Wettbewerbes miteinander wetteifern. Weiterer

Bestandteil des Rennprogramms ist der Wettbewerb weiterer Nachwuchsfahrer

in der Klasse 250 ccm um den Jawa Cup. Der Höhepunkt des

Wochenendes aber wird die 70. Ausgabe des Wettbewerbs um den Goldenen

Helm, der am Sonntag um 12:00 Uhr startet, sein. Der AMK ZP Pardubice

wird wieder versuchen, das Who’s who der Speedwayelite für

dieses Rennen zu verpflichten. Die Verhandlungen laufen noch. Natürlich

gehören dazu auch einige deutsche Toppiloten, um die deutschen

Fans nicht zu enttäuschen. Zahlreiche frühere, vom Club eingeladene

Gewinner des Goldhelms werden sicherlich ebenfalls vor Ort sein.

Termin: 28. bis 30. September 2018

Int. Goldhelmrennen „Zlata Prilba“ Pardubice

30.9. MÜHLDORF:

GEHT SMOLINSKIS LANGBAHN-

TRAUM IN ERFÜLLUNG?

Der WM-Titel wird in diesem Jahr auf einer echten Langbahn vergeben:

1000 Meter ist das Oval in Mühldorf lang. Eine der schnellsten Pisten

wartet auf die besten Sandbahnfahrer der Welt. Es wird spannend am

30. September. Martin Smolinski möchte seine erste komplette Langbahn-WM-Saison

beim letzten Rennen mit dem WM-Titel krönen. Nach

seinem bösen Sturz beim zweiten GP in La Réole gelang ihm in Roden eine

grandiose Vorstellung mit einem Maximumsieg und er konnte sich immer

mehr an seine ärgsten Konkurrenten annähern. Smoli ist zum WM-

Favoriten geworden! Der amtierende Weltmeister Mathieu Trésarrieu,

sein französischer Landsmann Dimitri Bergé und natürlich der schnelle

Tscheche Josef Franc sowie James Shanes aus England werden ihm den

Titel nicht so leicht überlassen. Es wird eng hergehen beim Finale in

Mühldorf, aber mit großer Unterstützung durch die Fans sollte es für

Martin doch klappen. Das Rennen im Rennen: Neben dem WM-Titel steht

noch eine weitere begehrte Trophäe für den Punktbesten bereit: Im Rahmen

des WM-Rennens wird auch der ADAC-Goldhelm ausgefahren. Für

einen gesunden Michi Härtel immerhin die Chance, diesen Preis neben

den „Schwammerling“ ins Regal zu stellen. Weitere Informationen, auch

zum Kartenvorverkauf, finden Sie auf www.msc-muehldorf.de. Ein komplettes

Rennwochenende erwartet die Besucher, im Hauptprogramm natürlich

auch mit der internationalen Seitenwagen-Elite. Samstag ab

13:30 Uhr Training; Sonntag ab 9:20 Uhr Rennen der nationalen Klassen;

10:00 Uhr Warm-up; 12:00 Uhr Autogrammstunde; 13:00 Uhr Fahrervorstellung;

13:30 Uhr Start zum ersten WM-Rennen.

Termin: 30. September 2018

Int. ADAC-Sandbahnrennen Mühldorf

Langbahn-WM-Finale + ADAC-Goldhelm

Kann Smoli seine Gegner wieder in

Schach halten? • Foto: Ubbo Bandy

René Deddens sorgt immer für spannende Rennen im Hexenkessel von Neuenknick,

hier vor Mathias Bartz und Leon Arnheim • Foto: Daniel Sievers

30.9. + 20.10.

NEUENKNICK

SPEEDWAY TEAM CUP

UND CLUBMEISTERSCHAFT

In der 2. Speedway Bundesliga (Team Cup) steigt die Spannung. Mit den letzten

drei Rennen am 23. September in Güstrow, eine Woche später beim SC

Neuenknick/Petershagen sowie in Olching (Finale) geht der Team Cup 2018

in seine Schlussphase. Das Prädikat erfährt inzwischen großen Zuspruch.

Aufgrund hochkarätiger Fahrer sowie junger Nachwuchstalente, die mit starken

Leistungen begeistern, steht der Team Cup von der Spannung der Rennen

her kaum hinter der 1. Speedway Bundesliga zurück. Die Zuschauer haben

in den vergangenen Jahren und auch in diesem Jahr hochklassige

Rennen und spannende Fights mit viel Dramatik erlebt.

Beim SC Neuenknick, der das vorletzte Team-Cup-Rennen der Saison am

Sonntag, 30. September, im Lindenauer Speedwaystadion ausrichtet, treffen

die Meißen Hornets, die Diedenbergen Rockets, die MSC Cloppenburg

Fighters und die Neuenknick Hexen aufeinander. Mit den Fighters vom MSC

Cloppenburg und ihren beiden Topfahrern René Deddens (Kapitän) und Lukas

Fienhage sowie den Meißen Hornets, die neben Ronny Weis in dieser

Saison auch den sechsfachen Deutschen Meister Martin Smolinski in ihrem

Kader präsentierten, gehen zwei der Favoritenteams des diesjährigen Cups

in Neuenknick an den Start. Das Team aus Neuenknick will trotz der starken

Konkurrenz und trotz ausfallbedingter kurzfristiger Umstellung seines

Teams unbedingt den in seinen bisherigen drei Rennen erkämpften 6. Platz

verteidigen oder sich sogar noch verbessern. Für den SC treten u.a. Danny

Maaßen, Darrel de Vries und Maximilian Firniß an.

Am Sonnabend, 20. Oktober, findet die Clubmeisterschaft des SC Neuenknick

mit internationalen und nationalen Fahrern sowie Ex- und Hobbyfahrern

statt. Die Veranstaltung beginnt um 9:00 Uhr mit dem Training aller Klassen.

Der Beginn des Leistungsvergleichs ist um zirka 12:00 Uhr geplant. Die

Veranstaltung endet gegen 16:00 Uhr. Die Veranstaltung ist wieder in verschiedene

Leistungsklassen eingeteilt. Sowohl aktive internationale als

auch nationale Fahrer des SC Neuenknick sowie Exfahrer, Oldiesolisten und

Hobbyfahrer werden an den Start gehen. Zugelassen sind auch clubexterne

Fahrer, die allerdings nicht in die Punktewertung zur Clubmeisterschaft einbezogen

werden. Der Eintritt zu dieser Traditionsveranstaltung des SC Neuenknick

ist frei.

Speedway Team Cup Neuenknick. 30. September 2018. Im Rahmenprogramm

werden NBM-Läufe der Junior-A- und -B-Klasse zu sehen sein. Training

ab 9:00 Uhr, Rennstart 13:30 Uhr, Eintritt 10,- Euro, Ermäßigt 8,- Euro.

Clubmeisterschaft Neuenknick. 20. Oktober 2018. Leistungsvergleich mit

aktiven internationalen als auch nationalen Fahrern des SC Neuenknick sowie

Ex-Fahrern, Oldiesolisten und Hobbyfahrern. Training ab 9:00 Uhr,

Hauptveranstaltung 13:30 Uhr, Eintritt frei.

Info unter: sc-neuenknick.com

Termine: 30. September + 20. Oktober 2018

ADAC-Speedwayrennen Neuenknick

44 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


Martin Smolinski (rot) kämpft auf seiner Heimbahn um das „Goldene Band

der Schlossbrauerei Maxlrain“ • Foto: Helmut Richter

6./7.10. OLCHING

SPEEDWAYMARATHON

Speedway Team Cup, ADAC Bayerncup und Goldenes Band

Einen regelrechten „Speedway-Marathon“ gibt es Anfang Oktober beim MSC

Olching. Schuld daran ist der Wettergott, denn der Vorlauf zum Speedway

Team Cup hätte bereits Mitte Juli stattfinden sollen. Hier verhielt es sich jedoch

so, dass die Bahn witterungsbedingt nicht befahrbar war. Der Team Cup

wurde nun kurzerhand an den ohnehin geplanten Renntermin im Oktober

geheftet.

Los geht’s also am 6. Oktober (Samstag) mit dem Olchinger Vorlauf zum

Speedway Team Cup. Neben der Gastgebermannschaft aus Olching sind

hier die Teams aus Berghaupten, Dohren und Neuenknick mit dabei. Ab

14:00 Uhr nachmittags geht es hier um wichtige Punkte auf dem Weg zum

Titel.

Am Sonntag gibt es dann gleich zwei Rennen an einem Tag: Bereits morgens

um 9:30 Uhr startet der ADAC Bayerncup einen weiteren Vorlauf. Und

am Nachmittag geht es dann ab 14:00 Uhr mit dem internationalen Rennen

um das „Goldene Band der Schlossbrauerei Maxlrain“ weiter. Mit dabei ist

hier natürlich der Olchinger Lokalmatador Martin Smolinski, der sich einmal

mehr die begehrte gelbe Trophäe holen möchte. Die Konkurrenz auf

Smolis Heimbahn ist jedoch stark: Zugesagt haben bisher David Bellego,

Dimitri Bergé, Andreas Lyager, Sam Masters, Paco Castagna, Valentin Grobauer,

Danny Maaßen, Marcel Kajzer, Mads Hansen, René Deddens, Daniel

Gappmaier – und nicht zuletzt der diesjährige Gewinner der in Olching ausgetragenen

„German Open“ – Robert Lambert.

Aktuelle Infos gibt es wie gewohnt auf der Homepage: www.msco.de

Termin: 6./7. Oktober 2018

ADAC-Speedwayrennen Olching - Goldenes Band

1.10. PRAG/CZ

50. Lubos-Tomicek-Memorial

Das traditionelle Lubos-Tomicek-Memorial in Prag findet erneut einen Tag

nach dem Goldhelmrennen in Pardubice statt. Der Prager Markéta-Stadion-

Club lädt somit am Montag, 1. Oktober, ab 18:45 Uhr zum 50. Jubiläum des

Lubos-Tomicek-Memorials ein. Lubos Tomicek galt als der beste tschechoslowakische

Fahrer seiner Zeit. Er war Kapitän der Nationalmannschaft, die in

Göteborg im Jahr 1960 den 3. Platz in der Speedway-WM erkämpfte und 1963

in Wien bei der WM sogar den 2. Platz errang. Außerdem war er sechsmaliger

Champion seines Landes. Tomiceks herausragende Karriere endete am

20. Oktober 1968 auf tragische Weise im Finale des „Goldenen Helmes“ in

Pardubice. Nach einer Kollision mit einem anderen Fahrer verletzte er sich so

schwer, dass er noch am selben Tag im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.

Prag und das legendäre „Tomicek Memorial“ freuen sich auf viele deutsche Zuschauer

und versprechen einen tollen Rennabend im Marketa-Stadion • Foto: Pavel Lebeda

Seit 1969 wird ihm zu Ehren, immer am Tag nach dem „Goldenen Helm“, das

Lubos-Tomicek-Memorial im Prager Marketa-Stadion ausgetragen. Das erste

Rennen gewann Barry Briggs. Ivan Mauger siegte viermal. Unter den weiteren

Gewinnern finden sich Namen wie Ole Olsen, Hans Nielsen, Erik Gundersen,

Tomasz Gollob, Tony Rickardsson, Jason Crump, Greg Hancock und Nicki

Pedersen. Die letzten tschechischen Sieger waren Matej Kus und Josef Franc.

In der Vergangenheit nahmen auch deutsche Fahrer am Rennen teil. Dieses

Jahr sind dies Christian Hefenbrock, Martin Smolinski und Kai Huckenbeck.

Besuchen Sie das Lubos-Tomicek-Memorial und genießen Sie den Aufenthalt

in der historischen Hauptstadt Prag.

Termin: 1. Oktober 2018

Lubos-Tomicek-Memorial Prag/CZ

13.10. DOHREN

Germany vs. Rest of the World

Namhafte internationale Fahrer kämpfen gegen die besten deutschen

Speedwayasse in einem Mannschaftswettbewerb um den Sieg. Nachdem

Lokalmatador Tobi Kroner im letzten Jahr seinen Rücktritt bekanntgegeben

hat, widmet er sich nun als 1. Vorsitzender voll der Planung des Rennens und

der Zusammenstellung eines attraktiven Fahrerfeldes. Localhero Kai Huckenbeck

wird das deutsche Team anführen und versuchen, mit seinen Kollegen

für einen Heimsieg zu sorgen. Aktuelle Informationen rund um das Fahrerfeld

werden auf der Vereins-Website und Facebookseite veröffentlicht.

Neben dem Teamwettbewerb bietet eine stark besetzte internationale

B-Gruppe ebenfalls reichlich Action auf der kleinsten Speedwaybahn

Deutschlands. Auch der Nachwuchs bekommt in Dohren die Chance, Fahrpraxis

zu sammeln. Die Juniorklassen A und B werden bereits am Nachmittag

ab 15:00 Uhr ihre Vorläufe bestreiten. Im Abendprogramm können sie dann

vor gefüllten Zuschauerrängen ihr Können zeigen.

Die Rennläufe im Hauptprogramm am Abend starten um 19:00 Uhr. Wie gewohnt

gibt es beim „Rausschmeißer der Saison“ im Anschluss an das Rennen

ein großes Feuerwerk!

Eintrittspreise: 15,- Euro Erwachsene, 8,- Euro Ermäßigte (Schüler, Studenten,

Behinderte; gg. Ausweisvorlage) , Kinder bis 14 Jahre frei.

Termin: 13. Oktober 2018

ADAC-Speedwayrennen Dohren

Start frei zum Saison-Kehraus in Dohren

Oktober '18 BAHNSPORT AKTUELL 45


LETZTE MELDUNGEN/IMPRESSUM/TERMINE

LETZTE MELDUNGEN

Europameister: Leon Madsen und Freundin sind happy • Foto: Daniel Sievers

Junioren-Europameister: Dominik Kubera siegt vor Wiktor Lampart (li.) und Frederik Jakobsen

Speedway-EM - Finale 4

Chorzow/PL - 15.9.2018

Leon Madsen

Europameister

Leon Madsen zeigte in Chorzow eine

große Klasse und wurde vor

über 31.500 Zuschauern hochverdient

Europameister. Der Däne

fand im Slaski-Stadion keinen Bezwinger.

Jaroslaw Hampel qualifizierte

sich für den Endlauf und belegte

Tagesrang 4. Der Pole erkämpfte

am Ende die Silbermedaille.

Obwohl Robert Lambert in

Polen nur Achter wurde, bestieg er

– dank seiner guten Leistungen in

Güstrow und Daugavpils – die

niedrigste Stufe des EM-Podestes.

Kai Huckenbeck stürzte im Auftaktrennen

und bestritt in Chorzow

insgesamt nur drei Läufe. Der

Deutsche konnte keine Punkte erzielen

und wurde letztendlich EM-

Neunter. • Georg Dobes

Ergebnis: 1. Leon Madsen, DK, 18 Punkte

(15+3); 2. Antonio Lindbäck, S, 12 (10+2);

3. Kacper Woryna, PL, 13 (12+1); 4. Jaroslaw

Hampel, PL, 11 (11+0); 5. Mikkel Michelsen,

DK, 12; 6. Emil Saifutdinow, RUS, 9; 7. Piotr

Pawlicki, PL, 8; 8. Robert Lambert, GB, 8;

9. Krzysztof Kasprzak, PL, 7; 10. Peter Kildemand,

DK, 7; 11. Vaclav Milik, CZ, 6; 12. Andrej

Kudrjaschow, RUS, 5; 13. Josef Franc, CZ, 3;

14. Jakub Miskowiak, PL, 3; 15. Andzejs Lebedevs,

LV, 3; 16. Rafal Karczmarz, PL, 1; 17. Kai

Huckenbeck, D, 0; 18. Andreas Jonsson, S, 0.

EM-Endstand: 1. Madsen, 56 Punkte; 2. Hampel,

45; 3. Lambert, 41; 4. Mikkelsen, 40;

5. Lindbäck, 40; 6. Saifutdinow, 39; 7. Kildemand,

32; 8. Milik, 32; 9. Huckenbeck, 32; 10.

Kudrjaschow, 32; 11. Kasprzak, 24; 12. Pawlicki,

20; 13. Lebedevs, 20; 14. Jonsson, 19.

Speedway-Junioren-EM - Finale

Stralsund - 15.9.2018

Dominik Kubera

Junioren-

Europameister

Erwartungsgemäß holte Dominik

Kubera im Paul-Greifzu-Stadion

die Goldmedaille. Der Pole erzielte

insgesamt vor zirka 2000 Zuschauern

14 Punkte. Zweiter wurde

sein Landsmann Wiktor Lampart

vor Frederik Jakobsen. Der Däne

war der einzige Fahrer, der den

späteren Triumphator schlagen

konnte. Patrick Hansen führte in

Heat 11, hatte aber auf der letzten

Gerade einen fürchterlich aussehenden

Sturz. Der Däne verlor dabei

das Bewusstsein und wurde

ins Krankenhaus transportiert.

Dort wurde eine Verletzung der

Lunge und höchstwahrscheinlich

ein Schlüsselbeinbruch diagnostiziert.

• Text und Foto: Georg Dobes

Ergebnis: 1. Dominik Kubera, PL, 14 Punkte;

2. Wiktor Lampart, PL, 13; 3. Frederik Jakobsen,

DK, 12; 4. Andreas Lyager, DK, 11; 5. Olegs

Mihailovs, LV, 11; 6. Joel Kling, S, 9; 7. Wiktor

Trofimow, PL, 8; 8. Igor Kopec-Sobczynski, PL,

7; 9. Christian Thaysen, DK, 7; 10. Arslan Fajzulin,

RUS, 6; 11. Lasse Fredriksen, N, 6; 12. Lukas

Fienhage, D, 5; 13. Hubert Czerniawski,

PL, 3; 14. Jan Kvech, CZ, 3; 15. Patryk Wojdylo,

PL, 2; 16. Patrick Hansen, DK, 2.

DMSJ-Finale Olching - 15.9.2018

Grand-Prix-Feeling

bei den Junioren

Das Finale zur Deutschen Jugend

Meisterschaft kam am 15. September

nach Olching. An diesem

Renntag wurde es für den deutschen

Speedway-Nachwuchs der

Juniorenklassen A, B und C ernst:

Christian Hefenbrock, der seit dieser

Saison Trainer des DMSJ Bahnsport

Junior Teams ist, und seine

Truppe zogen diese Veranstaltung

in Zusammenarbeit mit den Funktionären

des Motorsportclubs Olching

so richtig professionell auf –

mit Auslosung der Startnummern

vor dem Rennen, Übertragung per

Live-Stream, und Startplatzwahl

für den Finallauf wie beim Speedway

Grand Prix der „Großen“.

Ergebnisse:

Juniorenklasse A: 1. Thies Schweer, 14 Punkte;

2. Magnus Rau, 12; 3. Carl Wynant, 10; 4. Paul

Aurelius Weisheit , 6; 5. Frieda Thomas, 6;

6. Michelle Rau , 4; 7. Felix Klütemeyer, 1; 8. Tajo-Nicolas

Groh , 1.

Juniorenklasse B: 1. Patrick Hyjek, 14 Punkte;

2. Marlon Hegener , 14; 3. Bruno Thomas, 11;

4. Luca Kastner , 9; 5. Alexandra Schauer , 7;

6. Leonie Weinhold, 6; 7. Cyrill Hofmann , 5;

8. Ben Iken , 5; 9. Patricia Erhart , 5; 10. Sarah

Fischer , 1; 11. Toni Eichhorn, 1; 12. Sebastian

Adorjan, 0; 13. Kacper Cymerman, 0.

Juniorenklasse C: 1. Ben Ernst, 13 Punkte;

2. Erik Bachhuber, 13; 3. Celina Liebmann, 10;

4. Tim Wunderer, 9; 5. Lukas Wegner, 9; 6. Maximilian

Pongratz, 7; 7. Jonny Wynant , 5;

8. Melf Ketelsen, 4; 9. Timo Wachs, 4; 10. Maximilian

Troidl, 2; 11. Leon Krusch, 1; 12. Tom

Finger, 1; 13. Mattis Möller , 0.

Bahnsport aktuell 11/2018 erscheint am 29. Oktober 2018

IMPRESSUM

Ziegler Verlags OHG

- Bahnsport aktuell -

Birkenweiherstr. 14

D-63505 Langenselbold

Telefon: 06184 9233-30

Telefax: 06184 9233-55

E-Mail:

redaktion@ziegler-verlag.de

mce.redaktion@mce-aktuell.de

Homepage:

www.ziegler-verlag.de

Herausgeber:

Ziegler Verlags OHG

Redaktionsleiterin:

Brigitte Geyer-Bernhardt

Redaktionsassistentin:

Gaby Gasche

Layout: Brigitte Geyer-Bernhardt

Mitarbeiter Inland:

Ubbo Bandy, Georg Dobes,

Andreas Fahldiek, Rudi Hagen,

Volker Linke, Wolfgang Radszuweit,

Susi Weber

Fotografen: Ubbo Bandy, Niklas Breu,

Georg Dobes, Ralf Dreier,

Sascha Geißler, Klaus Goffelmeyer,

Rudi Hagen, Jens Körner,

Wolfgang Radszuweit, Jens Schwarz,

Daniel Sievers, Susi Weber

Ausland:

Alfred Domes/A, Jarek Pabijan/PL,

Ron MacNeill/GB, Steve Dixon/GB

Geschäftsführer: Stefan Ziegler

Gesamtanzeigenleitung:

Dieter Ziegler

Anzeigenverkaufsleitung:

Ralf Ziegler

Akquisition:

Nadine Pfeiffer

Druck und Verarbeitung:

Brühlsche Universitätsdruckerei GmbH

& Co KG, Gießen

Anzeigenpreisliste Nr. 48/18

Bei Anzeigenaufträgen aus dem

Ausland Vorkasse

Gerichtsstand Hanau

Einzelheft € 4,50 inkl. MwSt.

Österreich: € 5,00

Schweiz: Sfr 8,50

Abonnement jährlich € 49,-

Auslandsabonnement

jährlich € 63,- inkl. Porto

Kündigung nur unter Einhaltung

der Kündigungsfrist von 3 Monaten vor

Ablauf des Bezugsjahres

per Einschreiben

Zahlungen erbeten an:

Ziegler Verlags OHG,

Postbank Frankfurt, IBAN:

DE06 5001 0060 0333 9506 06,

BIC: PBNKDEFF oder

Commerzbank Hanau, IBAN:

DE68 5064 0015 0234 5866 00,

BIC: COBADEFFXXX

Der Verlag übernimmt keine Haftung

für unverlangt eingeschickte Manuskripte

u. Fotos. Leserbriefe können

aus redaktionellen Gründen gekürzt

werden. Die Zeitschrift und alle Beiträge

sind urheberrechtlich geschützt.

Veröffentlichungen, auch auszugsweise,

nur mit Genehmigung der

Redaktion. Namentlich

gekennzeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung der

Redaktion wieder.

46 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '18


Termine September/Oktober

- alle Termine ohne Gewähr -

SEPTEMBER

28.9. Bundesliga-Finale 1 - Landshut

1. Speedway-Bundesliga

AC Landshut e.V. im ADAC, Kirchgasse 250

84028 Landshut, Fax 0871 9637722

E-Mail: info@ac-landshut.de, www.speedway-landshut.de

28.-30.9. 70. Goldhelm Pardubice

28.9.: U21-WM - Finale 3 • 29.9.: Goldenes Band • 30.9.: Goldhelm

www.zlataprilba.cz

29.9. Deutsche DMV-Shorttrack-Quadmeisterschaft Diedenbergen

MSC Diedenbergen e.V. im DMV

Weilbacher Straße 25, 65719 Hofheim

Tel. 06192 37884 (Clubhaus), 0177 2337561, Fax 06192 38757

E-Mail: vorstand@msc-diedenbergen.de

www.msc-diedenbergen.de

30.9. ADAC-Speedwayrennen Neuenknick

Speedway Team Cup

SC Neuenknick e.V. im ADAC, Am Brokenkamp 9

32469 Petershagen, E-Mail: MarioHauke77@web.de

www.sc-neuenknick.com

30.9. Int. ADAC-Sandbahnrennen Mühldorf

Langbahn-WM - Finale 5

MSC Mühldorf e.V. im ADAC, Postfach 1009

84453 Mühldorf a. Inn, Tel. 08636 5670

Fax 08636 6970807, E-Mail: info@msc-muehldorf.de

www.msc-muehldorf.de

OKTOBER

1.10. 50. Lubos-Tomic-Memorial Prag/CZ, Marketa-Stadion

www.speedway-prague.cz

3.10. Bundesliga-Finale 2 - Heidering Wittstock

1. Speedway-Bundesliga

MSC „Wölfe“ Wittstock e.V. im ADMV

Finkenkruger Str. 49 a, 14612 Falkensee

E-Mail: MSC-Woelfe@speedwayteam-wittstock.de

www.speedwayteam-wittstock.de

3.10. Int. ADMV-Speedwayrennen Meißen „Silberner Stahlschuh“

Speedway - offene Veranstaltung

MC Meißen e.V. im ADMV, Speedwaystadion

Zaschendorfer Straße 77 a, 01662 Meißen

Tel. 03521 7286569, E-Mail: info@mc-meissen-speedway.de

www.mc-meissen-speedway.de

6./7.10. ADAC-Speedwayrennen Olching - Goldenes Band

6.10.: Speedway Team Cup + Bayern Cup

7.10.: Goldenes Band

MSC Olching e.V. im ADAC, Postfach 1224, 82134 Olching

Tel. 08142 17011, Fax 08142 18992

E-Mail: info@msco.de, www.msco.de

7.10. 71. ADMV-Sandbahnrennen Lübbenau

Deutscher Langbahnpokal Solo

MSC Jugend Lübbenau e.V. im ADMV

Postfach 200007, 03218 Lübbenau, Tel. 0172 7943015

E-Mail: henry.pfeiffer@msc-jugend-luebbenau.com

www.msc-jugend-luebbenau.com

13.10. ADAC-Speedwayrennen Dohren

Speedway - offene Veranstaltung

MSC Dohren e.V. im ADAC, Hauptstr. 8, 49770 Dohren

Tel. 05962 1535, E-Mail: info@msc-dohren.de

www.msc-dohren.de

14.10. ADAC-Speedwayrennen Landshut

Speedway - U21-DM

AC Landshut e.V. im ADAC, Kirchgasse 250

84028 Landshut, Fax 0871 9637722

E-Mail: info@ac-landshut.de, www.speedway-landshut.de

20.10. Int. ADMV-Speedwayrennen „Race of the Night“ Wittstock

Speedway - offene Veranstaltung

MSC „Wölfe“ Wittstock e.V. im ADMV

Finkenkruger Str. 49 a, 14612 Falkensee

E-Mail: MSC-Woelfe@speedwayteam-wittstock.de

www.speedwayteam-wittstock.de

20.10. ADMV-Saisonabschlussrennen Parchim

Speedway + Langbahn - offene Veranstaltung

MC Mecklenburgring Parchim e.V. im ADMV

Postfach 1243, 19362 Parchim, Tel. 0172 3130631

E-Mail: behncke.heiko@gmail.com

mc-mecklenburgring.de.tl

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!