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michaeldaro

Aquarell des Hengstes BURNUS AA

Familie Klimike ist seit jeher eng mit dem Trakehner Pferd verbunden. Das

Aquarelgemälde des Hengstes BURNUS AA gemalt von Ernst Kühlbrandt* ist eine

Stiftung von Ruth Klimke, Münster an den Trakehner Zuchtbezirk Westfalen. Hierfür

möchte sich der Zuchtbezirk herzlichst bedanken!

Die Stiftung des Bildes ist mit dem Wunsch verbunden etwas Besonders für jemanden

‚Besonderen‘ zu bewirken. Der Zuchtbezirk Westfalen möchte dieses spezielle Werk

als ‚Wander-Ehrenpreis‘ für die beste Halbblutstute des Zuchtbezirks etablieren und

zeitgleich den Verfechter und begeisterten Züchter des Edelblutes ehren. Der

Zuchtbezirk Westfalen wird in der Klasse für Halb- und Vollblutstuten anlässlich der 6.

Landesschau Trakehner Zuchtstuten erstmals diesen Hans-Peeck-Preis verleihen!

*Ernst Kühlbrandt

(geb. 1891 in Kronberg – Österreich-Ungarn, gest. 1975 in Verden)

Der siebenbürgische Pferdemaler war von Kindesbeinen an ein Pferdeliebhaber. Nach seinem

Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Budapest 1918 arbeitete er dort ab 1919

als Professor. Kühlbrandt malte mit Vorliebe in Öl und Aquarell.

Seine vor 1913 geschaffenen Bilder wurden nach dem Ersten Weltkrieg durch das Russische

Militär beschlagnahmt. Durch diplomatisches Geschick wurden diese Werke 1930 dem Staat

Preußen übertragen. 1936 bis 1940 lebte Kühlbrandt in Berlin und verbrachte danach sehr viel

Zeit im Hauptgestüt Trakehnen – Pferde waren dort seine Hauptmotive. Nach dem Zweiten

Weltkrieg wurden seine Werke erneut durch die Rote Armee beschlagnahmt und als

Reparation nach Russland überführt. Aktuell befinden sich neun Bilder im russischen Gestüt

Kirow, der Verbleib der anderen Bilder ist nicht geklärt. Nach dem Zweiten Weltkrieg fertigte

der Maler Auftragswerke an und lebte bis zu seinem Tod in Verden.

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