PROGRAMMHEFT HEIDELBERGER THEATERTAGE 2018

heidelbergertheatertage

Programmheft der Heidelberger Theatertage 2018. Im Herbst 2018 steht Heidelberg ganz im Zeichen des Freien Theaters: Vom 24. Oktober bis 4. November hebt sich zum einundzwanzigsten Mal der Vorhang für das jährliche Festival "Heidelberger Theatertage der Freien Gruppen". Ensembles aus dem gesamten deutschsprachigen Raum treten den Wettbewerb um den Heidelberger Theaterpreis und unseren Wanderpokal "Heidelberger Puck" an. Weitere Informationen unter www.karlstorbahnhof.de , www.theaterverein-hd.de und http://theater.rs.uni-heidelberg.de Karten an allen bekannten VVK-Stellen, bei Reservix und unter www.karlstorbahnhof.de

THEATERTAGE

24.10. – 04.11.2018

21. Heidelberger Theaterpreis

Karlstorbahnhof - TiKK - Theater im Romanischen Keller

www.karlstorbahnhof.de


Liebes Theaterpublikum,

GRUSS

die Heidelberger Theatertage bieten 2018 einen

herausragenden Überblick beachtenswerter

Produktionen der so genannten „freien Szene“

auf den Theaterbühnen des Karlstorbahnhofs

und des Romanischen Kellers.

Theaterensembles aus dem gesamten deutschsprachigen

Raum präsentieren eine große Bandbreite

an Themen, Inhalten, Formen und Formaten

der Darstellenden Kunst. Das Festival lädt

alle – Künstlerinnen und Künstler wie Publikum

– jedes Jahr dazu ein, das abwechslungsreiche

Programm gemeinsam zu erleben und zu diskutieren.

Angeregte Diskussionen sind gewiss, auch

in der Jury: Denn die Produktionen wetteifern um

den Heidelberger Theaterpreis, der 2018 zum

21. Mal verliehen wird. Daneben gibt es mit dem

„Heidelberger Puck“ noch den begehrten Publikumspreis

sowie den „Studentenkuss“, den

Preis der studentischen Jury, zu gewinnen.

Insofern bereichern die Heidelberger Theatertage

nicht nur das kulturelle Angebot Heidelbergs,

sondern unterstützen zugleich die Ensembles

und Kreativen der freien Szene, indem sie

deren Produktionen einem breiteren Publikum

bekannt machen. Darüber hinaus fördert das

Festival den gemeinschaftlichen Dialog über

und durch Kunst und Kultur.

Dafür, dass sie diese wertvolle Plattform

sozialen und künstlerischen Austauschs

jedes Jahr erneut bieten, danke ich allen

beteiligten Kooperationspartnern – dem

Freien Theaterverein, dem Theater im Romanischen

Keller und Kulturhaus Karlstorbahnhof

– und namentlich Matthias Paul

als Festivalleiter mit seinem Team. Ihnen

allen mein herzliches Toi Toi Toi für ein

erfolgreiches Festival.

Allen Besucherinnen und Besuchern der

Heidelberger Theatertage wünsche ich

unterhaltsame und inspirierende Vorstellungen.

Prof. Dr. Eckart Würzner

Oberbürgermeister


WILLKOMMEN

Liebe Theaterfreundinnen und Theaterfreunde, verehrtes Publikum!

Von Mittwoch 24.10. bis Sonntag 04.11. zeigen

die HEIDELBERGER THEATERTAGE wieder einmal,

was die deutschsprachige Freie Theaterlandschaft

zu bieten hat. Im Wettbewerb um

den 21. HEIDELBERGER THEATERPREIS präsentieren

acht Freie Theaterensembles aus

Deutschland und der Schweiz ihre für den

Preis nominierten Produktionen einer Fachjury,

einer Studierenden-Jury und nicht zuletzt

Ihnen, den Zuschauerinnen und Zuschauern,

die den heißbegehrten Publikumspreis und

damit verbunden unseren Wanderpokal, den

Heidelberger Puck, vergeben.

Auch in diesem Jahr ist der Bogen weit gespannt:

Moderne zeitgenössische Dramatik

und klassisches Sprechtheater sind genauso

vertreten wie performative Stückentwicklungen

und ungewöhnliche wie packende Theaterformen.

Dass dabei auch der Humor nicht

zu kurz kommt, können wir Ihnen versprechen!

Denn bereits im Vorfeld, im Rahmen unserer

THEATERTAGE-VORSPIELE, gastiert die Hauptpreisträgerin

des Baden-Württembergischen

Kleinkunstpreises 2015 mit ihrem Solo-Programm

Rosemie Warth: „Sonst nix…“ am Fr 5.,

Sa 6. und So 7.10. im TiKK. Rosemie … Clownin

… Komikerin … oder Verzauberin …? Für sie gibt

es keine Schublade! Rosemie ist Rosemie, und

als Frau der ganz besonderen Art trifft sie voll

in die Herzen der Zuschauer.

So auch das Pop-Chanson-Cabaret-Duo Bastian

Korff und Florian Ludewig (ja, der eine von

Malediva und der andere vom Radio!), die am

Mi 24.10. mit ihrem Programm Korff / Ludewig

- Gehen baden eine wunderbare musikalische

Kombi aus knalligem Pop-Konzert, melancholischem

Chanson-Abend und klugem Kabarett

auf die Bühne des Karlstorbahnhofs bringen!

Sie eröffnen unser Festival mit einer Prise Las

Vegas und einer Prise Offenbach.

Zwei ausgewählte Aufführungen von Ensembles

des Gastgebervereins sind außerhalb des

Wettbewerbs zu sehen: Am Di 23.10. zeigen die

Allümeurs mit Heyden spielt Haydn von Johannes

Hucke ihre neueste Produktion, die ein

knappes Jahr zuvor im TiKK uraufgeführt wurde.


VEREIN

Frisch im Verein ist das Ensemble CL-20, das am

Do 25.10. ihre End- oder besser Anfangszeit-

Farce Aus dem Nichts entsteht am Ende immer

Etwas von Julian van Daal noch einmal im TiKK

zeigen wird. Selbstverständlich gibt es auch

wieder eine ganz besondere Bühnenschau mit

Theaterfest (Sa 03.11.) und mit Höhepunkten

der vergangenen Offene-Bühne-Saison. Die

Aufführung von Der Mann im Futteral nach

Anton Tschechov des Ensembles Vohuman aus

Hamburg am So 04.11. rundet unser Rahmenprogramm

ab. Die Produktion vereint verblüffend

und gekonnt Einflüsse des Brecht’schen

Verfremdungseffekts, des absurden Theaters

Becketts sowie des Contemporary-Tanzes und

wurde völlig verdient mit dem Publikumspreis

des Iranischen Theaterfestivals 2018 ausgezeichnet.

Im Wettbewerb spielen von Fr 26.10. bis Sa 3.11.

acht Ensembles aus Berlin, Dresden, Marburg,

Köln, Zürich, Cottbus und Unterföhring um die

Gunst des Publikums und der Fach- sowie der

Studierendenjury, bevor die Verleihung des

21. Heidelberger Theaterpreises am So 04.11.

von out of the box in einen golden tönenden

Rahmen gestellt wird.

Freuen Sie sich also gemeinsam mit uns

und all unseren Gästen auf unvergessliche

HEIDELBERGER THEATERTAGE 2018!

Heinrich Santen und Matthias Paul

Der Verein versteht sich als Interessenvertreter

der Freien Theaterkultur Heidelbergs und Umgebung,

die in Bandbreite und Qualität als eine

der bedeutendsten Süddeutschlands gelten kann.

Zur Zeit sind 30 Mitgliedsgruppen mit über 300

Personen im Theaterverein organisiert, wobei

sowohl professionelle, überregional bekannte

Künstler als auch universitäre und freie Ensembles

und Laienspielgruppen ihren Platz im Verein

gefunden haben.

Der Theaterverein wurde 1993 in den Räumen

der Theater- und Spielberatung gegründet, die

ebenfalls zu seinen Mitgliedern gehört, und bezog

1995 seine Räumlichkeiten im Karlstorbahnhof.

Das dort betriebene Theater TIKK – Theater

im Kulturhaus Karlstorbahnhof zählt mit ca. 150

Aufführungen im Jahr zu einer der meistbespielten

und beliebtesten Bühnen der Region.

Der Theaterverein ist Mitglied im Landesverband

für Amateurtheater Baden-Württemberg.

www.theaterverein-hd.de


VORSPIELE

05.10. FR

06.10. SA

07.10. SO

Foto © Marc Theis

Rosemie Warth:

„Sonst nix …“

Hauptpreisträgerin des Baden-Württembergischen

Kleinkunstpreises 2015

Solo-Abend

Rosemie… Clownin… Komikerin… oder Verzauberin…?

Für sie gibt es keine Schublade!

Rosemie ist Rosemie, und als Frau der ganz

besonderen Art trifft sie voll in die Herzen der

Zuschauer.

Die ausgebildete Tänzerin und leidenschaftliche

Sängerin präsentiert sich ihrem Publikum

als herrliche verklemmte Schwäbin, die uns

mit ihrer Mischung aus Begriffsstutzigkeit,

schlauer Selbstironie und berührender Lebensphilosophie

in die ach so menschlichen Missgeschicke

führt und uns zugleich mit ihrem

Charme und ihrer Herzenswärme umarmt.

Mit ihrem Solo Abend, einer Abenteuer-Reise

durch das Leben, bei der sie mutig, poetisch

und spielerisch erforscht, was alles in uns

steckt und darauf wartet, gelebt zu werden,

präsentiert sie dem Publikum auf unscheinbare

Weise ihre „wahren Talente“.

Ein mitreißender, berührender Abend, in dem

mit großer Spielfreude geflirtet, getanzt und

musiziert wird. Ein Abend, der zum Nachdenken

einlädt, der aber vor allem einzigartig

wahrhaftig und unfassbar komisch ist.

Mitglied im Freien Theaterverein Heidelberg e.V.

20 Uhr | TiKK

VVK 19 € (+ VVK-Gebühr) | AK 23 €

www.rosemie.de


VORSPIELE

23.10. DI

Heyden spielt Haydn

von Johannes Hucke

die Allümeurs

Heyden ist aus der Zeit gefallen, eigentlich

sein Leben lang. Virtuose der Schönheit und

der Lüste, ist er einer, der die Streichquartette

von Joseph Haydn ebenso bravourös interpretiert

wie die Partituren der gehobenen Küche.

Er wird zum Leitstern einer exquisiten Schar

von jungen Individualisten, die sich den schönen

Künsten verschreiben, erlesene Weinkeller

und exotisches Räucherwerk pflegen und sich

in den Verästelungen subtiler erotischer Ausund

Abschweifungen schließlich verlieren.

Inmitten dieser Jeunesse dorée verliebt sich

Heyden unsterblich in den androgynen Basil,

Schöngeist, Mittelpunkt und zugleich zynischer

Beobachter des dekadenten Treibens.

Erst als es bereits zu spät ist, begreift Heyden,

dass seine Welt dem Untergang geweiht ist.

Totalitäre Gesundheitsnormierer haben die

Regierung übernommen, deren Präsident

einen gnadenlosen Überwachungsstaat errichtet,

in dem Anderssein schnell lebensgefährlich

wird. Basil verschwindet spurlos, Heyden

wird verhaftet und zum Tode verurteilt.

Aber so schnell gibt dieser Partisan der Sinnlichkeit

nicht auf. Er kennt den Präsidenten

und seine Geheimnisse aus alten Tagen, und

es beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.

die Allümeurs: In den 1990er Jahren aus der

studentischen Theatergruppe am Romanischen

Seminar der Universität Heidelberg hervorgegangen,

formierte sich die Truppe um die Heidelberger

Regisseurin Antje Reinhard und den

Frankfurter Autor Johannes Hucke 2008 neu

und begann, in deutscher Sprache zu spielen.

Spiel: Emmerich Pilz, Marélis Bär, Günter Weißkopf

Regie: Antje Reinhard | Bühnenbild: Bernhard Schulz

Mitglied im Freien Theaterverein Heidelberg e.V.

20 Uhr | TiKK

VVK 11/7 € (+ VVK-Gebühr) | AK 14/9 €

Foto © packwerk-photos.de


ERÖFFNUNG

24.10. MI

Foto © Markus Hodapp

Korff/Ludewig:

Gehen baden

Pop-Cabaret

So oft man schon versucht hat, das Duo

Korff / Ludewig in eine Schublade zu stecken,

so oft sind sie auch wieder rausgeklettert –

bis sie sich ihre eigene gebaut haben.

Pop-Cabaret machen die beiden: Eine musikalische

Kombi aus knalligem Pop-Konzert,

melancholischem Chanson-Abend und klugem

Kabarett. Mit einem Hauch Vegas und einem

Hauch Offenbach. Und für die Zuschauer

gleichzeitig auch wie eine gemütliche Runde

mit Freunden in der Küche. Denn es gibt nichts,

worüber Korff / Ludewig nicht plaudern oder

singen, sie baden in sämtlichen Themen, die

das Leben so hergibt: Aus schönen Melodien,

Alltagspoesie und viel Humor mixen die beiden

einen prickelnden Unterhaltungscocktail,

der süchtig macht und den Alltag bunter

strahlen lässt.

Korffs außergewöhnliche Stimme spielt virtuos

auf der Klaviatur der Gefühle und sorgt auch

für die ein oder andere Träne – vor Lachen

oder Weinen. Und Ludewigs Tanz an den Tasten

oder Surfen über die Saiten wechselt von einfühlsam

bis wild – bis am Ende keiner mehr

ruhig sitzen bleiben kann.

20 Uhr | Karlstorbahnhof Saal

VVK 16 € (+ VVK-Gebühr) | AK 20 €

www.korff-ludewig.de


RAHMENPROGRAMM

25.10. DO

Aus dem Nichts entsteht

am Ende immer Etwas

von Julian van Daal

Ensemble CL-20

Wir schreiben den 25. Oktober 2018, es ist Tag

Eins. Menschheitsgeschichte, zweiter Versuch.

Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht

mehr. Die Apokalypse hat den Planeten leergeräumt,

und einzig drei Menschen haben

überlebt: Eva, Andi und Oskar.

Oskar, der fest davon überzeugt ist, für diesen

Neuanfang verantwortlich zu sein, will nun damit

beginnen, die Menschheit wieder aufzubauen.

Er plant nicht weniger als ein neues unschuldiges

Menschengeschlecht zu begründen.

Einziges Problem: Eva, die letzte Frau, zeigt

nur wenig Begeisterung für den Plan und ihre

damit verbundene Aufgabe. Auch Andi, im

früheren Leben mit Eva liiert und damit schon

hinreichend beschäftigt, kann und will Oskars

Vision nicht so recht folgen. Die Aufbruchsbewegung

gerät ins Wanken. Im Wechselspiel

zwischen Witz, Ernst und Absurdität müssen

Köpfe rollen. Und wie steht Gott eigentlich zur

Schöpfung 2.0? Und was weiß Lisa, die sich

ständig einmischt und irgendwie alles schon

mal gesehen hat?

Aus dem Nichts entsteht am Ende immer Etwas

lässt keinen Stein auf dem anderen und baut

daraus eine Welt, die uns dennoch beunruhigend

bekannt erscheint – eine blutige, bitterböse,

aberwitzige Farce über das Ende der

Geschichte und das, was danach kommt...

facebook: Ensemble.CL20

Mitglied im Freien Theaterverein Heidelberg e.V.

20 Uhr | TiKK

VVK 9 € (+ VVK-Gebühr) | AK 11 €


WETTBEWERB

26.10. FR

Esel sucht Schwein

Eine Actionsatire im Kletterwald

des Kennenlernens.

RED DOG THEATER, Berlin

Ehrliches/wildes HausSchwein sucht aufgeschlossene

Zuschauer zum gemeinsamen

Phantasieren und kurzweiligen Spaßhaben.

Schaut zu wie Träume ertrinken, die Hoffnung

sich aufbläst und Ansprüche einem die Tür vor

der Nase zuwerfen.

Marie begibt sich auf die akribische Suche

nach dem perfekten Leben: dem passenden

Partner, einer aufsteigenden Karriere, der perfekten

Wohnung, ein bisschen Spaß vielleicht?

Lieber nichts riskieren. Ausgehen, nicht ausgehen,

fit bleiben, Date finden, Date haben, Date

auswerten und nebenbei arbeiten, arbeiten,

arbeiten.

20 – 21 Uhr | TiKK

VVK 11/7 € (+ VVK-Gebühr) | AK 14/9 €

Mit wildem Humor und treffenden Dialogen

schafft das Red Dog Theater einen tiefgründigen

Blick in uns alle hinein. Wo der

Selbstoptimierungswahn den Genuss schon

besiegt hat und längst der Vernunft die Pistole

auf die Brust drückt. Hier treffen Puppenspiel,

Slapstick, Körpertheater, Objekttheater, Musik

und Schauspiel aufeinander und weisen alle

Theaterregeln in ihre Schranken. Eine rasante

und dennoch poetische Inszenierung über

den modernen Menschen inklusive all seiner

Absurditäten.

Achtung! Genussgefahr.

Im Anschluss an die Vorstellung findet im klub_k

des Karlstorbahnhofs ein Publikumsgespräch mit

dem Ensemble statt.


WETTBEWERB

27.10. SA

ENTER2ESC

Ein Theaterprojekt

Künstlerinnenkollektiv

CAPTAIN KITCHEN INC, Dresden

Im Jahr 2017 begann das Kollektiv CAPTAIN

KITCHEN INC mit der Entwicklung des Theaterstücks

ENTER2ESC. Das 60-minütige Stück,

welches sich mit dem Thema Entzug sowie den

einhergehenden physischen und psychischen

Hürden beschäftigt, feierte im April 2018 seine

Premiere in Dresden. Formal angelehnt an

Computer-Rollenspiele, wird Abhängigkeit als

Krankheit und der Umgang mit Betroffenen,

speziell im Prozess der Entwöhnung, untersucht

und aus verschiedenen Perspektiven

beleuchtet. Im Stück begleiten die ZuschauerInnen

einen suchtkranken Menschen durch

die verschiedenen Stadien des Entzugs und

erfahren Einblick in zwei Welten: die Gedanken,

Gefühle, Geschichte und Beweggründe

der Hauptfigur sowie die Prozesse und

Bewältigungsmechanismen, die während eines

Crystal-Meth-Entzugs im Gehirn stattfinden.

Ziel des Kollektivs ist es, „den Glauben der Zuschauer

an ihre Kraft, diesen Kampf zu gewinnen,

zu stärken und eine Geschichte über Mut,

Tapferkeit und die Liebe zum Leben zu erzählen“

– aber auch, Betroffene, Angehörige und die

beobachtende Gesellschaft für dieses Thema

zu sensibilisieren.

Schauspielerin: Judith Nebel | Musikerin: Katharina Lattke

Grafikerin: Daniela Laura Rodriguez Bello | Tänzerin: Anna

Maria Damm | Projektmanagerin: Juliane Leuckfeld

Das Projekt wird gefördert durch das Themenjahr

KULTURJAHR SUCHT, der Landeshauptstadt Dresden.

Im Anschluss an die Vorstellung findet im klub_k

des Karlstorbahnhofs ein Publikumsgespräch mit

dem Ensemble statt.

19 – 20 Uhr | TiKK

VVK 11/7 € (+ VVK-Gebühr) | AK 14/9 €


WETTBEWERB

27.10. SA

Er ist nicht nur ein Pädophiler. Sie ist nicht nur

ein Opfer. Damals waren sie ein Liebespaar.

Una war zwölf und Ray war 38, als man sie zusammen

ertappte und er wegen Verführung

einer Minderjährigen festgenommen wurde.

16 Jahre später lebt Ray unter einem anderen

Namen und arbeitet in einer Firma, die Geräte

für Zahnarztpraxen herstellt. Er hat seine

Strafe abgesessen, ist mit einer neuen Frau

zusammen und hat sich ein neues Leben aufgebaut.

Anders als Ray kommt Una nicht mit

dem klar, was damals geschehen ist. Als sie bei

einem Zahnarztbesuch zufällig Rays Foto in

einer Zeitschrift sieht, entschließt sie sich,

ihn aufzusuchen.

Das Kammerspiel BLACKBIRD zeigt die Begegnung

zweier Menschen, deren Leben von einer

gemeinsamen Erfahrung geprägt ist. Opfer und

Täter treffen unvermittelt aufeinander. So sehr

21 – 22.35 Uhr | Theater im Romanischen Keller

VVK 11/7 € (+ VVK-Gebühr) | AK 14/9 €

BLACKBIRD

von David Harrower

Waggonhalle Marburg

zu Beginn die Rollen klar erscheinen, so sehr

verkehrt sich im Laufe der Unterredung das allzu

einfache Rollenschema und offenbart die

Geschichte einer ganz und gar unmöglichen

Zuneigung. Ein bedrückendes, flirrendes und

provokantes Theaterstück, in dem die Zuschauerperspektive

auf Moral und Unmoral ständig

verschwimmt.

Regie: Matze Schmidt | Regieassistenz: Helga Niehaus,

Lena Uebelacker, Koami Raymond Awudza | Spiel: Sophie-

Bo Heinkel, Nisse Kreysing, Franziska Reitz, Kira Friebertshäuser

| Bühnenbild und Ausstattung: Daniela Vogt

Text: Litag Theaterverlag

Das Projekt wurde gefördert vom Hessischen Ministerium

für Wissenschaft und Kunst und vom Magistrat der

Universitätsstadt Marburg.

Im Anschluss an die Vorstellung findet im Foyer des

Theaters im Romanischen Keller ein Publikumsgespräch

mit dem Ensemble statt.


WETTBEWERB

28.10. SO

Clockwork Orange

nach Anthony Burgess, Bühnenfassung von

Julia Fischer und Charlotte Sprenger

Theater der Keller, Köln

Wenn ein Mensch nicht wählen kann,

hört er auf, Mensch zu sein.

Alex und seine Droogs versetzen die Stadt in

Angst und Schrecken. Sie überfallen beliebig

wehrlose Opfer, vergewaltigen Frauen, bekriegen

sich mit anderen Gangs. Die Gewalt ist

für Alex Spaß und Genuss, das geraubte Geld

Nebensache.

In seinem Kultbuch aus dem Jahre 1962 stellt

Anthony Burgess eine Lösung zur Disposition,

ebenso effektiv wie bedrohlich nah an gegenwärtigen

Möglichkeiten: Was spricht dagegen,

Gewaltbereitschaft einfach medizinisch zu

unterbinden, wenn es machbar ist?

Regie: Charlotte Sprenger | Spiel: Markus J. Bachmann,

Frank Casali, Liliom Lewald, Denis Merzbach, Madieu

Nguyen | Bühne: Thomas Garvie | Kostüme: Janina Warnk

Dramaturgie: Barbara Kastner

Im Anschluss an die Vorstellung findet im Foyer des

Theaters im Romanischen Keller ein Publikumsgespräch

mit dem Ensemble statt.

19 – 20.45 Uhr | Theater im Romanischen Keller

VVK 11/7 € (+ VVK-Gebühr) | AK 14/9 €

Foto © MEYERORIGINALS


WETTBEWERB

31.10. MI

MATTO REGIERT

frei nach Friedrich Glauser –

ein Stück mit Puppen und Menschen

DAKAR Produktion, Zürich in Ko-Produktion

mit dem Theater Stadelhofen

Die psychiatrische Klinik Randlingen: eine kleine,

geschlossene Welt, bevölkert mit Ärzten,

Patienten und Pflegern. Schritte hallen durch

die langen Gänge, Musik tropft durch die

Ritzen der Wände, Schlüssel kreischen, Türen

werden aufgerissen und fallen ins Schloss. Der

saure Klang der Turmuhr kündigt einen neuen

Tag an, der für einmal nicht routinemässig totgeschlagen

wird, denn sowohl der Direktor

Borstli als auch der Patient Pieterlen sind verschwunden

und Wachtmeister Studer soll die

Sache aufklären. Benebelt durch die suggestive

Kraft von Chefarzt Dr. Laduner tastet Studer

sich durch das Labyrinth der Abteilungen, wird

von der eigenen Vergangenheit eingeholt und

ringt mit Schatten.

Eine Geschichte über die Grenzen des gesunden

Menschenverstandes, mit vielerlei Lügen

und mehr als nur einer Wahrheit.

Spiel: Delia Dahinden, Anna Karger, Lukas Roth | Dramaturgie/Text:

Gabriella Mojzes, Anna Karger | Regie: Dorothee

Metz | Puppenbau: Delia Dahinden | Musik: Martin

Schumacher | Bühne: Didi Berger, Lukas Roth | Licht und

Technik: Michael Murr, Li Sanli, Andi Luchsinger

Grafik: Lars Klingenberg | www.dakar-produktion.ch

Für das Stück HIN IST HIN wurde DAKAR Produktion

bei den Theatertagen 2015 mit dem 1. PREIS DER JURY

ausgezeichnet.

Im Anschluss an die Vorstellung findet im klub_k

des Karlstorbahnhofs ein Publikumsgespräch mit

dem Ensemble statt.

20 – 21.20 Uhr | TiKK

VVK 11/7 € (+ VVK-Gebühr) | AK 14/9 €

Foto © Andrin Winteler


WETTBEWERB

01.11. DO

Rosa – Trotz alledem

Eigenproduktion

Panse/Kastner Productions, Berlin

Vor 100 Jahren zerstörte der Erste Weltkrieg

Europa, die Russische Revolution stand kurz

bevor – und Rosa Luxemburg kämpfte für eine

friedliche, gerechtere Welt. Sie führte den

Menschen die gravierende Kluft zwischen Arm

und Reich vor Augen, sprach von „Kriegswirtschaft“

und „Meinungsmanipulation“.

Ihr Name ist bekannt, doch wofür stand sie?

Ihr Nachlass lässt ihr politisches Wirken, ihre

flammenden Reden lebendig werden, aber

auch ihre Situation als Frau und ihre stillen,

privaten Momente, in denen sie erschöpft vom

politischen Kampf innehielt: Ihre Liebe zur

Ornithologie, zur Literatur, ihre Liebesbeziehungen

und Freundschaften. Rosa Luxemburgs

Denken und Handeln wirkt in unsere Gegenwart

hinein – in eine Zeit der „alternativen

Fakten“, der politischen Unberechenbarkeiten,

der gefühlten Ohnmacht in einer komplexen

Welt. Gespräche und Reden von historischen

und heutigen Figuren lassen wiederkehrende

Muster und Machtstrukturen deutlich werden

und legen die Zwiegespaltenheit der Menschen

offen: Anpassung an das System oder

politischer Kampf – privates Glück oder

politischer Auftrag?

Spiel: Susanne Jansen, Arne van Dorsten, Lutz Wessel

Musik: Annegret Enderle | Text & Regie: Anja Panse | Regieassistenz:

Henrike Schmidt | Ausstattung: Kathrin Krumbein

Dramaturgie/Produktionsleitung: Barbara Kastner | Puppenbau:

Rodrigo Umseher, Ludwig Pauli | Grafik: buerominimal

In Kooperation mit: Theater unterm Dach Berlin, Landesmuseum

für moderne Kunst Cottbus, Uckermärkisches

Nationaltheater – Kulturgut Metzelthin. Gefördert mit

Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung

und Kultur des Landes Brandenburg.

Im Anschluss an die Vorstellung findet im klub_k

des Karlstorbahnhofs ein Publikumsgespräch mit

dem Ensemble statt.

20 – 21.15 Uhr | TiKK

VVK 11/7 € (+ VVK-Gebühr) | AK 14/9 €

Foto © Zé de Paiva


WETTBEWERB

02.11. FR

Wann hast du das letzte

Mal auf der Spitze eines

Berges Sex gehabt?

von Panni Néder

auf Deutsch, Englisch, Ungarisch, u.v.m.

nomerMaids, Berlin

Drei Frauen. Ein dreiköpfiges Geschöpf aus zwei

Ländern. Drei Körper in Bewegung. Wir. Wir singen

manchmal. Wir stellen Fragen. Über Politik.

About destiny. About personal issues and

priorities. Über Spinat zwischen den Zähnen

und sexuelle Frustrationen. In 14 different

languages. Question: Är det interessant what

we say? Verstehst du das? Ymmärrätkö mitä

sanon? És ha nem, akkor mi van? Question: When

did you ask yourself the last time? Question:

Wann hast du das letzte Mal auf der Spitze eines

Berges Sex gehabt? Question: Is that an

interesting question? Do we interact? Do we

open? Do we move? Her og nå.

Ausgangspunkt der Inszenierung ist eine in

Deutschland lebende ungarische Regisseurin,

die sich im Produktionszwang befindet:

Sie muss inszenieren, doch ist es interessant,

was sie sagen will? Ihre eigene Diversität als

gebürtige Ungarin und Wahl-Berlinerin konkretisiert

sich in Fragen: Was kann/soll/muss

man einem deutschen Publikum erzählen?

Drei Performerinnen, die die Gedankengänge

der Regisseurin verkörpern, hüpfen zwischen

Zeiten und Orten im schnellen Sprachwechsel.

Spiel: Adrienn Bazsó, Charlotte Mednansky, Panni Néder

Text / Inszenierung: Panni Néder

Kostüm: Emöke Samu, Susann Kotte

Im Anschluss an die Vorstellung findet im klub_k

des Karlstorbahnhofs ein Publikumsgespräch mit

dem Ensemble statt.

20 – 21.15 Uhr | TikK

VVK 11/7 € (+ VVK-Gebühr) | AK 14/9 €

Foto © Krisztian Bocsi


WETTBEWERB

03.11. SA

Name: Sophie Scholl

von Rike Reiniger

tim – Theater ist mehr, Unterföhring

Sophie studiert Jura und steht kurz vor ihrem

Abschluss. Die Namensgleichheit mit der historischen

Sophie Scholl ist reiner Zufall.

Die Leben der beiden Studentinnen werden

durch die parallele Handlungsführung eng miteinander

verwoben: Die Sophie der Gegenwart

muss vor Gericht aussagen, da ihr Professor

verdächtigt wird, Prüfungsunterlagen vorab an

Studenten herausgegeben zu haben, um sich zu

bereichern. Er wälzt die Verantwortung auf seine

Sekretärin ab und erpresst seine Studentin.

Sophie könnte bezeugen, dass es nicht die Sekretärin

war. Aber soll Sophie ihre Zukunft aufs

Spiel setzen? Soll sie riskieren, dass die Prüfungen

wegen des Betrugs für ungültig erklärt

werden? Die anspruchsvolle Namensgleichheit

und die ständige Erinnerung daran stellt eine

große moralische Hypothek dar – muss nicht

gerade sie Rückgrat zeigen?

Die Dramaturgie des Stücks ermöglicht es, den

inneren Konflikt der Darstellerin mithilfe von

Rückblenden aus den Lebensstationen der

jugendlichen Widerstandskämpferin zu veranschaulichen.

Sophie quälen Gewissenskonflikte

und sie gesteht, nicht den Mut ihrer Namenspatronin

zu besitzen.

Das Stück zieht jeden in den Bann: Es geht um

die Angst vor der eigenen Courage, die wir alle

kennen – kaum einer wird sie los, der seine

berufliche Laufbahn noch nicht beendet hat.

Aber genau die mangelnde Reflexion über

dieses Dilemma führt zum Verlust an Demokratie,

den wir zurzeit erleben.

Spiel: Marget Flach

Regie und Dramaturgie: Anschi Prott

Im Anschluss an die Vorstellung findet im klub_k

des Karlstorbahnhofs ein Publikumsgespräch mit

dem Ensemble statt.

19 – 20.05 Uhr | TikK

VVK 11/7 € (+ VVK-Gebühr) | AK 14/9 €

Foto © Andreas Prott


THEATERFEST

03.11. SA

Lange Nacht der

Rampensau

Bühnenschau & Theaterfest

Foto TUTU TOULOUSE © René van der Voorden

Nach einer Woche Hochkultur wird es Zeit,

auch der leichteren Muse Auge, Ohr und

Zwerchfell zu öffnen und damit die Bühne des

Romanischen Kellers für alle Stars und Sternchen

aus jedwedem Subgenre der darstellenden

Künste. Und vielleicht erlaubt uns – neben

unseren LokalmatadorInnen – das ein und

andere Teilnehmerensemble einen Einblick in

die nicht-wettbewerbstauglichen Tiefen ihres

theatralen Schaffens. Heute wird mit unseren

Gästen und allen Machern und Freunden des

Freien Theaters gemeinsam gefeiert, gespielt,

geplauscht und gestaunt!

Mit dabei sind u.a.: Iain Goodwin – der schottische

Sänger hat „contemporary and traditional

songs“ aus seiner großbritannischen Heimat

im Gitarrenkoffer mit dabei. Tutu Toulouse –

das Musik- und Schauspielensemble wird

exklusiv für uns ein Türchen seines frischgerieselten

Weihnachtsprogramms öffnen.

Im Anschluss an das Bühnenprogramm wird

das Theaterfest mit Musik & Drinks an der Bar

im Foyer fröhlich fortgesetzt.

21 Uhr | Theater im Romanischen Keller

AK 5 € | Freier Eintritt bei Vorlage einer Eintrittskarte

einer beliebigen Veranstaltung der Theatertage 2018


RAHMENPROGRAMM

04.11. SO

Der Mann

im Futteral

von Wendy Wusterstein,

nach Anton Tschechov

Vohuman, Hamburg

Ist Veränderung gut? Die junge Varinka hat

sich in den älteren Lehrer des Dorfes verliebt.

Je mehr sie durch die Liebe von Glücksgefühlen

überwältigt wird, desto zurückhaltender

wird ihr Geliebter Bylinkov. Der konservative

alte Mann hält mit beiden Händen an seiner

traditionellen und bewährten Lebensweise

fest, während die mädchenhafte Dreißigjährige

bereit ist, alles Neue mit ihm in Erfahrung

zu bringen. Bis sie eines Tages zu ihm fährt –

und zwar mit einem Fahrrad.

Das Stück basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte

von Anton Tschechov, die Handlung

wird zu gleichen Teilen durch zeitgenössischen

Tanz und durch Sprechtheater (in persischer

Sprache) dargestellt. Die Inszenierung nimmt

Einflüsse von Brechts epischem Theater,

dem absurden Theater Becketts sowie des

Contemporary-Tanzes auf, was durch den

Einsatz von Live-Musik unterstützt wird.

Um Irritationen durch eine deutsche Über-/

Untertitelung des persischsprachigen Theaterteiles

zu vermeiden, wird vor der Aufführung

kurz in den Inhalt eingeführt.

Text: Wendy Wusterstein | Regie: Babak Radmehr

Spiel: Parichehr Bijani, Babak Radmehr

In Kooperation mit dem IRANISCHEN THEATERFESTIVAL

HEIDELBERG des Boje Kulturvereins.

Die Inszenierung wurde mit dem Publikumspreis des

12. IRANISCHEN THEATERFESTIVALS HEIDELBERG

ausgezeichnet.

19 – 20.30 Uhr | Theater im Romanischen Keller

VVK 11/7 € (+ VVK-Gebühr) | AK 14/9 €


AUSKLANG

04.11. SO

Preis & Fest

Preisverleihung

Musik: out of the box

Der Sekt ist gekühlt, der rote Teppich verlegt,

die goldenen Umschläge bestückt! „And the

winner is ... ” Nach den zehn an- und aufregenden

Festivaltagen vergeben die Jurys den 21.

Heidelberger Theaterpreis sowie den Heidelberger

Studentenkuss an die herausragenden

Produktionen des Jahres. Der Gewinner des

Publikumspreises bekommt außerdem den

Wanderpokal Heidelberger Puck verliehen.

Musikalisch gülden gerahmt wird der Abend

vom ausgekastetsten Quartett der Metropolregion:

out of the box. Mit Charme, Hingabe

und Niveau arrangieren und interpretieren sie

Klassiker der Musikgeschichte und Chartbreaker

neu und überraschen mit manch exquisitem

Kleinod weniger bekannter Künstler.

21 Uhr | TiKK

Eintritt frei, um Reservierung wird

gebeten: tikk@karlstorbahnhof.de

Foto © René van der Voorden


JURY

Nicholas Humphrey

ist Regisseur und Theaterpädagoge. Er studierte

mit Schwerpunkt Regie an der Royal Academy

of Dramatic Art in London, erhielt seine Ausbildung

in der Meisner-Schauspielmethode bei

Scott Williams und führte Regie u.a. für Theatre

Collection London, White Horse Theatre und

English Theatre Hamburg. Er war langjährig im

Jugend- und Schultheater tätig und erhielt Lehraufträge

u.a. an der Arts Ed Schauspielschule

in London. Er ist Associate Director der Butterfly

Theatre Company London und künstlerischer

Leiter des Studiengangs Theaterpädagogik an

der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Wolfgang Kerbs

entdeckte vor über 30 Jahren seine Liebe zum

Theater und steht seitdem als Schauspieler auf

der Bühne. Angefangen hat alles bei der Freilichtbühne

Mannheim und deren Zimmertheater.

Dort spielte er vom Kindertheater über Komödien

bis hin zu Klassikern alles, was der Spielplan

zu bieten hatte. Anfang der 2000er ging

er mit dem mitgegründeten Theater21 in der

Region auf Tour. Ab dann war er als freier Schauspieler

u.a. bei der Theaterwerkstatt Heidelberg,

dem TiG7 und dem Capitol Mannheim zu

sehen. Seit 2006 ist er festes Mitglied im Ensemble

des Oststadt Theater Mannheim und steht

dort aktuell in zahlreichen Boulevardkomödien

auf der Bühne. Auch im Kindertheater des

Capitol hat er einen festen Platz im Ensemble.

Isabelle Krys

ist Lehrerin und unterrichtet an einer deutschfranzösischen

Schule in Heidelberg, die sie vor

über 20 Jahren mitbegründet hat. Seit mehreren

Jahren macht sie in Frankreich und in Deutschland

Amateurtheater auf der Bühne und hinter

den Kulissen, als Schauspielerin und Regisseurin

für Kindertheater. Einige kleine Kunst- und

Performanceprojekte in Heidelberg ergänzen

ihr Repertoire. Sie hat vor kurzem eine theaterpädagogische

Ausbildung absolviert und ist Mitglied

im Vorstand des Freien Theatervereins.

Thomas Reutter

ist Fernsehjournalist für ARD, SWR und arte.

Ehrenamtlich engagiert er sich bei der Kulturinitiative

INDUSTRIETEMPEL, einem „Verein

für außergewöhnliche Projekte an außergewöhnlichen

Orten“. Seit er den INDUSTRIE-

TEMPEL 1989 mitbegründete, hat er zahlreiche

Theater- und Performance-Aufführungen

veranstaltet – unter anderem in Wasser-, Klärund

Pumpwerken, Kesselhäusern, Bunkern, in

einem unterirdischen Regenwasserbecken, auf

einem stillgelegtem Bahngelände, uvm.

Julia Schifferdecker

ist seit Anfang 2018 Teil des Verwaltungsteams

im Kulturamt Heidelberg. Nach ihrem

Studium Public Management B.A. ist sie für

die Betreuung der Förderung künstlerischer

und kultureller Einrichtungen und Gruppen

zuständig. Neben der Projektförderung und

der Institutionellen Förderung betreut sie u.a.

den neuen Förderfond KulturLabHD.


Karin Tebben

Dr. phil. habil., lehrt als Professorin für Neuere

deutsche Literaturwissenschaft am Germanistischen

Seminar der Universität Heidelberg. Ihr

besonderes Anliegen ist es, das Interesse von

Studierenden an Dramenkultur und Theaterpraxis

zu wecken und in Kooperation mit dem

Theater zu intensivieren.

STUDIERENDEN-JURY

… und ihr Theatertage-Seminar

Wie in den letzten Jahren werden die teilnehmenden

Studierenden eine eigenständige

studentische Jury bilden, die den Preis

Heidelberger Studentenkuss verleiht. Darüber

hinaus ist die „Studi-Jury“ aktiv an der Festivalorganisation

und -durchführung beteiligt.


IMPRESSUM

Die Heidelberger Theatertage 2018 werden vom

Freien Theaterverein Heidelberg e.V. in Kooperation

mit dem Kulturhaus Karlstorbahnhof e.V.

und dem Theater im Romanischen Keller

veranstaltet.

Das Festival wird gefördert vom Ministerium

für Wissenschaft, Forschung und Kunst über

den Landesverband Amateurtheater Baden-

Württemberg e.V. und von der Stadt Heidelberg

über das Kulturamt.

Für die freundliche Unterstützung danken wir

all unseren Partnern, Förderern und Sponsoren

und allen Helferinnen und Helfern. Für die

langjährige, hilfreiche und freundschaftliche

Partnerschaft sei besonders Kathi Beil und

dem Atelier Formgeber gedankt.

Herausgeber:

Freier Theaterverein Heidelberg e.V.

Vorstände:

Heinrich Santen, Anette Wieling

Bundesfreiwilligendienst:

Angelika Feigenbutz

Theaterleitung TiKK – Theater im

Kulturhaus Karlstorbahnhof:

Matthias Paul

Theaterleitung Romanischer Keller:

Julius Hoderlein, Philipp Spilger

Festivalleitung:

Matthias Paul

Adresse:

Freier Theaterverein Heidelberg e.V.

Am Karlstor 1 | 69117 Heidelberg

Telefon: 06221 / 97 89 28

Mail: tikk@karlstorbahnhof.de

www.theaterverein-hd.de

Der Freie Theaterverein Heidelberg e.V. wird

gefördert durch das Land Baden-Württemberg

und die Stadt Heidelberg.

Druck:

ABC-DRUCK GmbH, Heidelberg

Gestaltung:

Kathi Beil / kathi@formgeber.de

Titelfoto:

Cargo-Theater, Freiburg: festgefeiert

20. HEIDELBERGER THEATERPREIS, 1. Preis der

Jury und Studentenkuss der Studierendenjury

Vorverkauf:

Bitte nutzen Sie den Karten-Vorverkauf an allen

bekannten Vorverkaufsstellen oder online

unter www.karlstorbahnhof.de. Eine Kartenreservierung

ist leider für keine der Veranstaltungen

im Rahmen des Festivals möglich.

Informationen zum Festival:

www.karlstorbahnhof.de

Telefon: 06221 / 97 89 28

Mail: tikk@karlstorbahnhof.de

heidelberger.theatertage


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