rostfrei_14_september_18_web

busch.bettina

NR.14| HERBST 2018 | KOSTENLOS ZUR MITNAHME

Das Magazin für die aktive Generation 40+ in Ingolstadt und Umgebung

Tu Dir gut!

Viele Wege führen zu

Glück und Wohlbefinden –

welchen Weg gehst Du?


Oktober 2018 – April 2019

SPIEGELZELT, MÜNCHEN

www.teatro.de


Wir wollen Ihnen gut tun!

3

Editorial

Was war das für ein Sommer! Haben Sie ihn auch so genossen

wie wir? Sonne satt, davon können wir hoffentlich

noch lange zehren, denn Sonne tut uns gut! Aber nicht

nur die. Wir haben in dieser Ausgabe mal die verschiedensten

Aspekte des Lebens zusammen getragen, die uns, unserem Körper

und Geist, gut tun. Hoffentlich ist auch für Sie das richtige dabei!

Richtig gut getan hat die

ganz besondere Einladung

aus dem Hause Börner. Unsere

Redaktionsleiterin Susanne

Puppele, die es als Lokaljournalistin

eher gewohnt ist, zwischen

Eichstätt und Neuburg, Pfaffenhofen und

Ingolstadt nach interessanten Geschichten

zu suchen, wanderte für diese Ausgabe mit

Katharina Börner über die Weinberge des familieneigenen Weingutes in der Nähe

von Rom. Ein herzliches Dankeschön noch einmal für die Einladung und Einblicke!

Erstaunt waren wir über die Zuschrift einer Leserin, die unser letztes Titelbild unpassend

fand. Zu jung, weil die Frau keine 40+ sei (Anm. d. Geschäftsführung: richtig,

es handelt sich um meine Tochter und sie ist noch nicht 40! Anm. d. Redakteurin:

ich bin es auch noch nicht!), zu unbayrisch, weil die Sahnetorte schwäbisch sei, zu

anrüchig, weil das Dirndl Dekolletee zeigt. Ob da der Wunsch Vater ihrer Gedanken

war? Oder warum kam uns bei der Auswahl keine Spur von Anrüchigkeit in den Sinn?

Leider konnten wir ihrem Wunsch nach einem männlichen Titelmodel mit dem sie

sich anscheinend auf´s Radl schwingen möchte – in ihrer Zuschrift war noch etwas

von „leicht geöffnetem Hosenschlitz“ und „Frankfurter Würstchen“ die Rede – nicht

entsprechen. Und wollen jetzt auch gar nicht näher darüber nachdenken. Trotzdem

danke für´s Lesen und Kommentieren!

Überhaupt freuen wir uns natürlich über jede Art von Feedback. Schließlich wollen

wir, dass Sie die Lektüre jeder Ausgabe rostfrei genießen – vom Titelbild bis zur

Rückseite!

Viel Spaß beim Lesen!

Eure

Geschäftsführerin Bettina Busch

Redaktionsleitung Susanne Puppele

I M P R E S S U M

Herausgeber: BJB Medien&Events

Adresse: Marsstraße 17

85080 Gaimersheim

www.rostfrei-ingolstadt.de

Telefon: 0176/64840258

E-Mail:

info@rostfrei-ingolstadt.de

V.i.S.d.P. und Anzeigenleitung:

Bettina Busch

Grafik:

Mandy Horbas

Redaktion: Susanne Puppele

s.puppele@

rostfrei-ingolstadt.de

0162/3926061

Autoren dieser Ausgabe: Vreni Simon

Titel:

Pixabay.com

Druck:

Strube Druck & Medien

Auflage: 10.000 Exemplare kostenlos zur

Mitnahme an über 500 Auslegestellen in

Ingolstadt und Umgebung. Wir übernehmen

keine Haftung bzgl. zugesandter Texte,

Anzeigen und Fotos. Der Einsender muss

alle Copyrightrechte oder die Erlaubnis zur

Veröffentlichung bzw. Verwendung besitzen.

Ausgabe 04/18 erscheint im Dezember 2018.


Manchmal kann man

nicht viel machen.

Gegen Darmkrebs schon.

Gehe jetzt zur Vorsorge.

felix-burda-stiftung.de


INHALT5

TU DIR GUTES 10

40

GESUNDHEIT & VORSROGE

Ayurveda – eine Einführung 10

Lerne Dich selbst zu schätzen! 12

Frauenzauber: Mädels unter sich! 13

Der Rest Deines Lebens startet JETZT 14

Sich gutes tun beginnt im Kleinen 15

Klangschalen in der Salzoase 16

Zauberer Sven Catello lebt seinen Traum 17

Brauerreiradeln: ein Genuss 17

Yoga und Krebs 18

Wandern in und um Weißenburg 19

Wandern mit Eseln 20

Kurbäder entdecken 20

Pilgern – Rückbesinnung und Grenzerfahrung 21

Die richtige Wanderausrüstung 24

Das tat gut: Ausflug zu Omina romana 26

FÜR KÖCHE & FEINSCHMECKER 32

Renate Wiedenbauer: 3fach hilfreich 41

Was tun bei Spannungskopfschmerz? 42

Der Apothekentipp: Pflege der Zahnprothese 43

46 MEDIZIN & PFLEGE

Multiple Sklerose – was ist das? 46

Therapie und Forschung: Das Interview 46

Klinik im Porträt: Marianne Strauß Klinik 48

Leben mit MS 50

Das Dorf des Vergessens: Leben mit Demenz 51

Kommunikation bei Demenz 53

90 Jahre Klinik Dr. Maul 54

58

TRAUER & ABSCHIED

nurINpur eröffnet in Ingolstadt 32

Die Brennnessel von Gisela Harrer 33

It´s Showtime im teatro 34

Unsere liebsten Rezepte: Steinpilzrisotto 35

Fleißige Bienchen: 150 Jahre BZV 36

Tag des Grabsteins am 20. Oktober58

Theaterprojekt zur Trauerbewältigung 59

Trauer oder Depression? 59


6

Schon gehört, dass...

... der Abendmarkt Oktoberfest feiert?

Beim Pressefrühstück erläuterte

IN-City-Vorstand Thomas

Deiser, wie die Baustelle in der

Fußgängerzone weiter gehen

soll. Zahlreiche Aktionen sollen

die Zeit bis zur Fertigstellung

publikumswirksam überbrücken.

Schon gehört, dass...

IN-City gibt nicht auf!

Der Ingolstädter

Abendmarkt, der ähnlichem

einem Langen

Donnerstag für eine

volle Innenstadt sorgen

soll, wurde wieder

belebt. Neu ist, dass der

Shopping-Abend unter

einem Motto steht und

größer aufgezogen

werden soll.

Im September bevölkerten

Food-Trucks

von 15 bis 20 Uhr die

Innenstadt zusätzlich.

Das Angebot wurde gut

angenommen.

Am 4. Oktober heißt es dann: Auf zum Oktoberfest!

Ziel ist es, als Ergänzung zum Wochenmarkt auch

Frischwaren in der Innenstadt anzubieten und die

Geschäfte zu gemeinsamen, längeren Öffnungszeiten

am Donnerstag zu animieren.

... die Asklepios-Klinik in Bad Abbach eine

der besten Kliniken Deutschlands ist?

Nach der Bewertung unabhängiger

Prüfinstitute

zählt die Asklepios-Klinik

in Bad Abbach zu den besten

Krankenhäusern Deutschlands.

Seit Anfang des Jahres wurden

die Fachklinik für Orthopädie und

Rheumatologie vor Regensburg

und ihre Ärzte 2018 bereits sieben

Mal mit Höchstbewertungen ausgezeichnet.

Unter anderem erhielt die Klinik

vom F.A.Z.-Institut Bestnoten. Auch

Professor Dr. Joachim

Grifka, Direktor

der Orthopädischen

Universitätsklinik

Bad Abbach.

Foto: obx-news/Asklepios-Klinikum

Bad

Abbach

in Deutschlands größtem Krankenhaustest des Magazins

Focus wurde es als Nationales Top-Krankenhaus,

als Regionales Top-Krankenhaus und als Orthopädische

Rehaklinik mit Bestnoten ausgezeichnet. In

der Focus-Liste der besten Ärzte Deutschlands 2018

belegten Professor Dr. Joachim Grifka im Bereich der

Hüft- und Kniechirurgie und 2018 erstmals auch Prof.

Dr. Martin Fleck in der Rheumatologie Spitzenplätze.

... längst medizinisch anerkannt -

mit Hypnose zu neuem Lebensgefühl!

Schenken Sie Kindern

eine liebevolle Familie.

Helfen ab

1 €

pro Tag

SOS-Kinderdorf gibt in Deutschland und weltweit

Kindern in Not ein liebevolles Zuhause und fördert

ihre Entwicklung nachhaltig. Wenden auch Sie die

Geschichte eines Kindes zum Guten.

Helfen Sie mit! Als SOS-Pate!

Jetzt Pate werden: sos-kinderdorf.de

Hypnose kann bei nahezu allen belastenden

Themen eingesetzt werden.

Besonders effektiv ist die Hypnose zur

Gewichtsreduktion, bei der Raucherentwöhnung,

der Reduzierung von Stress,

Ängsten, Schlafstörungen und Bornout.

Aufgrund der nebenwirkungsfreien Einsatzweise

wird die Hypnose auch bei Schmerzen immer

populärer.

Manchmal muss man die Perspektive

wechseln, um den Himmel zu sehen!

Jurastr. 16c

85139 Wettstetten

Telefon 08 41 / 99 20 10

mobil 0 15 77 / 1 89 09 68


7

... Weinanbau in Neuburg Tradition hat?

Aber nur im Kleinen...., sehr Kleinen...

Schon gehört, dass...

V.l.: Jürgen Brandl, Rüdiger Vogt, Manfred Murr.

Von einer frühen Ernte spachen die Verantwortlichen

der Neuburger Stadtgärtnerei heuer.

Seit einigen Jahren kümmern sich Jürgen

Brandl und Manfred Murr mit viel Hingabe um empfindliche

Gewächse. Am Stadtberg unterhalb der

Burgwehr gedeihen seit längerem Rebstöcke.

Das Miniatur-Anbaugebiet ist nicht nur schön anzuschauen.

Es erinnert an längst vergangene Zeiten, in

denen immer wieder mal versucht wurde, Neuburg als

Weinanbaugebiet zu etablieren. Im großen Stil ist das

aufgrund der geographischen Beschaffenheit im Stadtgebiet

nie gelungen. Heuer betrug die Ernte der rund

70 Rebstöcke rund 15 Kilo blaue Trauben „Regent“. „Die

Qualität stimmt, die Trauben sind sehr schmackhaft.“,

erzählt Jürgen Brandl. Großer Beliebtheit erfreuen sich

die süßen Früchte auch bei Langfingern. So wurden

mehrfach Personen erwischt, die sich zu nächtlicher

Stunde mit großen Taschen bewaffnet an den Rebstöcken

bedienen. „Wir haben sicherlich nichts dagegen,

wenn man sich beim Aufenthalt an der schönen

Hutzeldörre ein paar Trauben zum Verzehr abzupft.

Die Trauben jedoch kiloweise abzutransportieren ist

Diebstahl“, betont Bürgermeister Rüdiger Vogt.


8

ANZEIGE

Schon gehört, dass...

Schon gehört, dass...

Das verantwortliche

Team des Zentrums für

Radiologie und Neuroradiologie

mit dem Zertifikat

– Prof. Dr. Dierk

Vorwerk, Dr. Katja Glenz,

Dr. Steffen Ziegler und

Dr. Lisa Bauer (v.l.n.r).

... im Klinikum Ingolstadt das erste Zentrum für kardiovaskuläre

Bildgebung in Oberbayern entsteht?

Das Zentrum für Radiologie und Neuroradiologie am Klinikum Ingolstadt ist das erste Zentrum für kardiovaskuläre

Bildgebung in Oberbayern und eines von nur vier in ganz Bayern. Nach einer umfassenden

Prüfung hat die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) die Voraussetzungen bestätigt.

„Patientinnen und Patienten, die sich an einem

solchen Zentrum behandeln lassen, können sich

dauerhaft auf eine hochspezialisierte Diagnostik bei

Kernspintomographie ( MRT) und Computertomographie

(CT) des Herzens verlassen,“ erklärt Oberarzt

Dr. Steffen Ziegler, Leiter des Zentrums für kardiovaskuläre

Bildgebung. Denn die DRG setzt strenge

Maßregeln an: zertifiziert werden nur Kliniken, in

denen das Personal speziell ausgebildet ist, die

über hochmoderne medizinische Geräte verfügen

sowie mindestens 300 Untersuchungen im Jahr

durchführen. Neben Ziegler verfügen Oberärztin Dr.

Lisa Bauer und Fachärztin Dr. Katja Glenz über eine

entsprechende Zertifizierung, die umfangreiches

Wissen im Bereich kardialer Erkrankungen sowie

kostenloses Faltblatt

anfordern unter

www.lbv.de/igel

Igel

im Garten?

Das braucht er.

Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

umfassende praktische Erfahrungen bei der Indikationsstellung

und Beurteilung von MRTs und CTs des

Herzens nachweist.

Bei all der technischen und fachlichen Expertise ist

dem Direktor des Zentrums für Radiologie und Neuroradiologie,

Prof. Dr. Dierk Vorwerk, eines besonders

wichtig: die fächerübergreifende Zusammenarbeit.

„Die Diagnose stellen wir bei solchen Fällen gemeinsam

mit den Kardiologen. Der Patient profitiert damit

vom Fachwissen beider Disziplinen. Die Zusammenarbeit

mit der Medizinischen Klinik I, die von Prof. Dr.

Seidl geleitet wird, funktioniert sehr gut und ist ein

wichtiger Teil unserer Arbeit und trägt erheblich zum

Wohle unserer Patienten bei.“

Viele Blutkrebspatienten auch.

Rette Leben und registrier’ Dich auf dkms.de

Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein!


Der Buchtipp

Alte Liebe rostet nicht

Amber führt eigentlich eine glückliche Ehe in

London. Es kommt manchmal zum Streit, aber

beide finden das normal. Als Amber aber ihren

Job verliert und ihr Vater einen Herzinfarkt in

Australien erleidet, gerät sie Panik. Sie entscheidet

sich, nach Australien in ihre alte Heimat zu

fliegen. Dort trifft sie zufällig ihre erste große Liebe,

die sie eigentlich nie vergessen hat. Ihm geht

es aber genauso. Eine schwierige Entscheidung

steht bevor. Siegt die Vernunft oder das Gefühl?

Ein liebevoller Sommerroman!

Palge Toon „Wer, wenn nicht Du?“

Krüger Verlag ISBN978-38103-3049-3 €11,00

Wir verlosen ein Exemplar unter allen richtigen

Einsendungen unseres Kreuzworträtsels!

verleiht den

Kurios, witzig, zum Kopf schütteln oder die Hände

über demselbigen zusammen schlagen – so sind die

Geschichten, die unsere Auszeichnung verdienen.

Sie haben etwas erlebt, das den rostigen Nagel verdient

hat? Schreiben Sie uns: info@rostfrei-ingolstadt.de.

Diesmal geht der rostige Nagel an Lesenplusreisen.de

Wenn man zu einem Zeitschriften-Abo eine Prämie bekommt,

freut man sich. Sollte die Prämie ein Reisegutschein

sein, kann man eigentlich irgendwie gleich davon ausgehen,

dass da ein Haken ist. In diesem Fall gab es zu einem GEOlino-Abo

(wie man am Namen der Zeitschrift erkennt, ein

Magazin für Kinder) einen Reise-Gutschein für 7 Übernachtungen

für 2 Personen. Relativ umständlich: man kann die

Reise nicht einfach buchen, sondern muss über das Portal

anfragen, die kontaktieren dann das Hotel... blablabla. Das

klingt nach viel Arbeit, darum war die Seite des Anbieters

auch immer überlastet. Versuchen Sie es später noch einmal.

Nach mehreren Anfragen bekomme ich eine Mitarbeiterin

ans Telefon, die mir dann sagt, dass ich keine Kinder dazu

buchen kann. Den Reisegutschein, den es zu einer KINDER-

Zeitschrift gab, gilt nur für 2 Erwachsene. Und nachdem ich

ja 2 Kinder hätte, würde sie meinen Gutschein jetzt inaktiv

schalten. „Stop!“, sagte ich der Telefondame, „vielleicht möchte

ich nur mit meinem Mann weg fahren?“. Ihre empörte

Antwort: „Ja, Sie werden doch wohl Ihre Kinder nicht zuhause

lassen!“ Und dann hat sie einfach aufgelegt... Zum nächsten

Abo möchte ich wieder eine Einkaufstasche...

Wenn ich mal

alt bin...

Sebastian Kügele,

10 Jahre, aus München

...möchte ich folgendes tun:

Ein ruhiges Leben führen.

Wann beginnt für Dich denn „Alt sein“.

Und wie merkt man, dass man alt ist?

Ab 60 Jahren. Wenn man sich im Alltag

schwerer tut und nicht mehr alles machen

kann.

Was ist am älter werden gut?

Was findest Du nicht so gut?

Gut finde ich, dass man nicht mehr zur

Schule muss und sich auf die Rente freuen

kann. Nicht so gut ist, dass man eher

Krankheiten bekommt oder sogar stirbt.

Was meinst Du war anders, als Deine

Großeltern so alt waren wie Du?

Sie hatten nur Schwarz-weiß-Fernsehen,

ein Waschbrett statt einer Waschmaschine

und auch Kinder mussten körperlich

schwer arbeiten.

Wenn Du Deinen Großeltern einen Tipp

fürs Leben geben könntest, was würdest

Du Ihnen raten?

Sie sollen sich nicht ärgern und einfach

jeden Tag genießen!

Was findest Du voll cool an Deiner Oma

oder Deinem Opa?

Wir haben einen Freund, Robert. Der fährt

mit 94 Jahren mal schnell nach Italien

zum Golf spielen, wenn er Lust hat.

Was würdest Du mit demjenigen unbedingt

mal machen wollen?

Ich würde sehr gerne mal mit ihm in die

Allianz Arena zum FC Bayern gehen.

9

Von Lesern & für Leser


10

Titel: Tu dir gut!

Ayurveda – eine Einführung

Von der Kunst, gesund zu leben und sanft zu heilen

Welcher Typ sind Sie? Der Aktive, redegewandt und ideenreich, der schnell lernt, aber ebenso schnell

wieder vergisst? Das klingt nach vata. Oder gehören Sie zu denen, die unglaublich gut beobachten

können, energisch auftreten, mit athletischem Äußeren? Das deutet auf einen Pitta-Typ hin. Oder

sind Sie eher von rundlicher Gestalt, mit gutem Gedächtnis und einer Vorliebe für´s leibliche Wohl? Ganz klar,

Kapha-Typ! Woher ich das weiß? Das sagt mir die Lehre des Ayurveda, die komplexe und doch in den Grundzügen

eigentlich leicht verständliche Heilkunde, deren Basis eine universelle Philosophie ist. Auszüge daraus

finden immer mehr Anwendung in Empfehlungen zu Ernährung und Lebensweise, die für uns alle gut sind.

Ohne dass man gleich die komplette Philosophie, die dahinter steckt, verinnerlicht. Die beiden Expertinnen

Sabrina Steinberger und Cornelia Völkl führten mit einem informativen Abend im YOGA freiraum unterhaltsam

und fundiert in das Thema ein.

Selbst für sein Wohlergehen verantwortlich zu sein,

sich am eigenen Heilungsprozess beteiligen zu können

– wer wünscht sich das nicht? Immer mehr Menschen

wollen selbstbestimmt Verantwortung für Körper und

Geist übernehmen. Wer sich dabei an den Prinzipien

des Ayurveda orientiert, kommt diesem Wunsch schon

sehr nahe.

Inhaberin YOGA freiraum

Sabrina Steinberger führte

unterhaltsam und fachlich

kompetent in das

Thema ein.

Heilpraktikerin Conny

Völkl beschäftigt sich mit

ihrer Firma Sarataveda mit

der Herstellung von Ölen

und Kosmetik nach dem

ayurvedischen Vorbild mit

deutschen Kräutern.

Die ayurvedische Philosophie

basiert auf uraltem Wissen

und hat ihren Ursprung in

Indien. Der Mensch wird

dabei als Ganzes betrachtet

und ist untrennbar mit dem

Universum verbunden. Nur

wenn es dem einzelnen

Individuum gut geht, geht es

auch der ganzen Gesellschaft

eines Lebensraumes gut. Das

klingt vielen zu abstrakt. Der

Mensch ist außerdem eine

Einheit aus Körper, Geist und

Seele. Das leuchtet ein und ist

auch westlichen Denkweisen

nicht fremd.

Gesund sein bedeutet im

Ayurveda mehr als nur die

Abwesenheit von Krankheit.

Nur wer im Einklang mit sich

selbst, ausgeglichen und

kraftvoll, in Harmonie und

Gleichgewicht lebt, ist gesund.

Ein zentraler Schlüssel

auf dem Weg zur Gesundheit

sind die fünf Elemente, aus

denen jedes Lebewesen in unterschiedlichen

Proportionen

zusammengesetzt ist: Luft,

Feuer, Äther, Erde und Wasser. In uns Menschen finden

sich die Grundelemente in drei Doshas wieder. Übersetzt

bedeutet Dosha soviel wie „Fehler“.

Doshas steuern die Funktionen des Körpers und sollten

im Gleichgewicht liegen. Meist herrschen jedoch

ein oder zwei Doshas vor. Das Ungleichgewicht sorgt

für gesundheitliche Einschränkungen.

Die Doshas

Vata

Körper ist dünn, schwach, feingliedrig, die Gliedmaßen

klein oder groß. Gesicht eher schmal, klein, hager oder

zerfurcht. Haut oft trocken, glanzlos und neigt zu rauen

Stellen. Haare dünn, trocken und neigt zu Schuppen.

Hände schmal, klein, rissig, an den Händen treten die

Adern hervor und sie sind oft kalt.

Vata-Typen sind häufig nervös, unorganisiert und

ängstlich. Sie sind vergesslich und können schlecht

auswendig lernen. Sie neigen zu Stimmungsschwankungen,

schlafen nachts schlecht ein und wachen häufig

auf. Sie leiden unter einer schlechten Verdauung

und neigen zu Tinnitus.

Pitta

Körper ist athletisch, normalgewichtig und von mittlerer

Größe, Gesicht rötlich, eckig und scharfkantig.

Haut errötet leicht, hat Sommersprossen, ist weich und

ölig und neigt zu Unreinheiten. Haare fein, weich und

frühzeitig ergraut. Hände warm, rosig und weich.

Pitta-Typen fühlen sich häufig angespannt, sind ungeduldig

und schwitzen leicht. Sie reagieren mit Ärger

auf Hunger, können aufbrausend und stur sein. Sie

sind Perfektionisten. Kopfschmerzen, Durchfall, Sodbrennen,

Sehschwäche sind häufige Beschwerden.

Kapha

Körper ist stämmig, eher großgliedrig und mit erhöhtem

Gewicht. Gesicht blass mit weichen Zügen. Dicke,

robuste Haut mit Neigung zu Wasseransammlungen.

Haare kräftig und schnell fettend. Hände kräftig.


11

Titel: Tu dir gut!

Kapha-Typen sind oft müde und antriebslos. Sie neigen

zu Übergewicht und sind oft erkältet. Sie trennen

sich nur schwer von Dingen und essen oft zuviel und

bewegen sich zu wenig. Sie leiden unter Wasseransammlungen,

übermäßiger Schleimbildung, träger

Verdauung, Schläfrigkeit, Diabetes und Tumoren.

Wer nun seinen Dosha-Typ kennt, kann durch Ernährung

und Lebensweise Ungleichgewichte ausbalancieren.

Ayurvedische Heilbehandlungen helfen dabei.

Wichtiger Bestandteil: Ernährung

Allgemein für alle Doshas gilt:

Kochen Sie in Ruhe.

Kochen Sie frisch.

Verwenden Sie Gewürze und Kräuter.

Essen Sie in entspannter Atmosphäre.

Essen Sie in Ruhe.

Bitte gut kauen.

Beachten Sie die Portionsgröße.

Halten Sie Abstand zwischen den Mahlzeiten.

Trinken Sie morgens heißes Wasser!

Zusätzliche Empfehlungen für die einzelnen Typen:

Vata

Regelmäßig essen

Häufig kleinere Mahlzeiten

Warme und flüssige Speisen, eher suppig

Gekocht

Wurzelgemüse, auch mal Fleisch, Ghee, Butter, warme

Kohlenhydrate, bevorzugt: süß, sauer, salzig

Rohkost, Salate, trockenes, kaltes Essen, Gegrilltes,

Gebratenes. Meide: bitter, herb, scharf.

Pitta

Kühlendes, nicht kaltes Essen und Trinken

Mahlzeiten mit süß beenden

Kühlende Krätertees

Leichte Salate, vegetarisch oder weißes Fleisch,

bevorzugt: süß, bitter, herb

Rotes Fleisch, schwer verdauliches, Eis, kalte Speisen,

zu Heißes, meide: sauer, salzig, scharf.

Kapha

Erst bei Hunger essen

Erwärmendes Essen und Trinken

Kein übermäßiges Trinken

Salat und Rohkost, trockene, leichte Speisen, herbe

Früchte, vegetarisch/vegan, Honig, bevorzugt: bitteres,

scharf, herb

fettige/ölige Speisen, Süßes, wasserhaltige Lebensmittel,

Eis, Kohlenhydrate reduzieren. meide: süß,

sauer, salzig.

Ayurveda und Yoga

Beide streben Gesundheit, Achtsamkeit, Zufriedenheit

und Ausgeglichenheit an. Im Yoga erzielt man die

Verbindung von Körper, Geist und Seele durch Asanas,

Pranayama (Atemübungen) und Meditation. Dabei

kann jeder Yogi mit dem Wissen um seine Doshas die

jeweiligen Übungen (Asanas) an seinen Typ anpassen:

Ein Pitta-Typ liebt kraftvolles Power-Yoga, sollte sich

zum Ausgleich aber einmal eine beruhigende Yin Yoga-

Stunde gönnen. Ein flattriger Vata-Typ geht gerne zum

Yin-Yoga, braucht aber auch Stabilität und Kraftaufbau.

Der gemütliche Kapha-Typ verbringt seine Yogastunde

gerne in der Endendspannung, sollte aber auch auf

Bewegung und Verbrennung achten, um ins Gleichgewicht

zu kommen.

Der Vortrag im YOGA Freiraum bei freiem Eintritt

informierte unterhaltsam und kompetent. Um eine

kleine Spende unter den Teilnehmern wurde gebeten:

somit konnten dem Ingolstädter Tierschutzverein

TRI e.V. 70 Dosen Katzenfutter gespendet

werden!

Gerade für Yoga-Lehrer, Heilpraktiker und alle, die

tiefer in die Materie einsteigen möchten:

In der YOGA freiraum Akademie in Oberstimm findet

regelmäßig eine Ayurveda Basis-Ausbildung durch

Dr. Jeevan Ellil Parambath statt.

Die nächste Ausbildungseinheit startet bereits im

Oktober und endet im Juli 2019. Bei Interesse melden

Sie sich bitte bei Marion Hofer oder Sabrina

Steinberger unter info@yoga-freiraum.com


12

Titel: Tu dir gut!

ANZEIGE

Der Expertentipp:

Was bedeutet „SELBSTFÜRSORGE“?

Petra Wenzel

Sie kennen vermutlich: „Ich kümmere

mich als Erstes mal um…

den Partner, die Kinder, die

Eltern, die Kollegen, die Freunde...

und wo bleiben Sie???

SELBSTFÜRSORGE heißt: Ich sorge für mich

selbst, ich nehme meine Bedürfnisse wahr und

verhalte mich entsprechend! Dazu gehört, dass

man diese Bedürfnisse erst einmal kennen (lernen)

muss; wieder spüren, was einem wirklich gut tut.

Leichter gesagt als getan! Verschüttet unter hunderten

von: „Ich muss..., vorher sollte ich aber noch...“

nehmen wir uns kaum noch Zeit, um in uns hinein

zu spüren. Die entscheidende Frage: „Was will ich?

Was brauche ich zum glücklich sein?“ wird selten

gestellt. Dabei geht es nicht um Materielles, um

Geld oder das ganz große Glück, sondern vielmehr

um eine Zufriedenheit, um das kleine Glück des

Augenblicks, wenn man genießen kann, was einem

gut tut. Der Eine liebt es bei lauter Musik zu tanzen,

ein Anderer braucht meditative Stille, Einer genießt

ein heißes Bad, ein Anderer eine Massage, Einer entspannt

sich am Besten in der Natur, noch ein Anderer

braucht ein Ohr zum Zuhören oder einfach mal

in den Arm genommen werden. Es gibt unzählige

individuelle Wohlfühlmomente, die Glückshormone

in uns produzieren!

Aber vielleicht wissen Sie gar nicht mehr, was Ihnen

gut tut, vielleicht können Sie sich selbst nicht mehr

spüren, vielleicht musste Ihr „Ich“ zu oft zurückstecken,

so dass Sie es nicht mehr gewohnt sind, nach

ihm zu schauen. Sie hören nicht, wie es schreit:

„He – ich bin auch noch da, ich möchte auch gesehen

werden, sonst verlierst du mich!“ Es ist keine

Überraschung, dass sich heutzutage viele Menschen

verloren und haltlos fühlen, keinen Sinn

mehr in dem sehen, was sie tagtäglich tun.

Geben Sie Ihrem „Ich“ wieder eine Stimme. Nehmen

Sie sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit und fragen

Sie es, wie es ihm geht, was es heute dringend

braucht. Lassen Sie das zu einer täglichen Gewohnheit

werden und setzen Sie Ihre Bedürfnisse baldmöglichst

um.

Auf diesem Weg kann ich Sie gerne unterstützen und

begleiten!

Gerne können Sie auch für Ihr körperliches und seelisches

Wohlbefinden die Behandlung „Die sanften

Hände“ bei mir buchen.

Ich freue mich auf ein unverbindliches Gespräch

unter 0176 50687997

Ihr Persönlicher Wegbereiter

Petra Wenzel – Entspannungspädagogin,

Mental- und Motivationscoach

Petra Wenzel

Inhaberin des Sonnenscheinbaum-Zentrums

lizensierte Musikgartenlehrerin

Entspannungspädagogin

Moderne Mentaltrainerin

Ruppertswies 16

85092 Kösching

Mobil: 0176/50687997

www.sonnenscheinbaum.de


ANZEIGE

13

Perfekte Haut mit Cosmeceuticals

aus den USA mit

Sabine Klöckers

Für perfekte Reinheit

im Haushalt mit

Bettina Buchberger

Rund um die Dose

mit

Janine Schipplock

Lässt Schmuck erleben

mit

Heike Jaster

Titel: Tu dir gut!

4. Frauenzauber

Backen wie im Steinofen

mit

Evi Huber

Duftende Flammen

mit

Natalie Hasselbach

Aus der Fülle der Natur

mit

Helga Lottner

Erneut im Bürgerhaus in Pobenhausen

Liebe Mädels, dies ist nur für Euch:

Shoppen, Probieren, Ratschen und

Genießen. Es ist wieder soweit:

Der Karlskroner Frauenzauber freut sich auf

Euch am Samstag, den 27. und Sonntag, den

28. Oktober im Bürgerhaus in Pobenhausen!

An zwei Tage lautet das Motto: starke Frauen mit

starken Themen rund um Schönheit, Gesundheit,

Haushalt und Kreatives. Freut Euch ganz besonders

auf den Samstag mit LateNight und karibischen

Köstlichkeiten, mit Strohhalm und Schirmchen!

Mädels, das tut doch einfach gut, oder?

Live erleben

mit

Daniela Becker

Mode für unsere Zukunft

mit

Nadine Preindl

Backen macht Spaß

mit

Kornelia Promberger

Nähen

von Stoff

und Leder

Kartn bayrisch & stylisch

mit

Carolin Nentwig

Unikate aus Filz

mit

Tanja Amler

Wäsche zum Wohlfühlen

mit

Maria Dill

Nähen von Stoff

und Leder mit

Renate Bodensteiner

Samstag von

17 bis 21 Uhr

Sonntag von

11 bis 17 Uhr

Liebevoll gebastelt

mit

Anika Geyer

Im Bürgerhaus in Pobenhausen

Schrobenhausener Straße 10 | 85123 Karlskron

Erleben Sie die Kraft der

Öle mit

Daniela Kühn


14 ANZEIGE

Titel: Tu dir gut!

Der Expertentipp:

Träumen | Erlauben | TUN

Heidi Weißlein

Aus Lebensträumen Wirklichkeit machen.

Und zwar JETZT!

„Das Leben ist keine Generalprobe.“ Dieses

Zitat von Udo Walz begleitet mich schon seit mehreren

Jahren. Viele Menschen leben ihr Leben, als

ob es ewig dauern würde. Sie verschieben alles auf

morgen, auf später, auf irgendwann. Doch wann

ist später? Später kann es zu spät sein.

Vor einiger Zeit las ich in dem Buch „Change als

Chance“ von Slatco Sterzenbach folgende Frage:

„An welchem Ort auf diesem Planeten sind die

meisten Lebensträume?“ Seine Antwort erschütterte

mich: „Auf den Friedhöfen. Hier sind viele

Träume begraben, die Menschen hatten, Menschen,

die sich nicht getraut haben, diese Träume

zu erfüllen.“

Vor vier Jahren – im Juli 2014 – stand ich vor einem

Wendepunkt im Leben. Weitermachen wie bisher

und funktionieren? Oder vielleicht doch noch einmal

durchstarten? Ich war zu diesem Zeitpunkt 53 Jahre alt.

Da ist man doch eigentlich ZU ALT. Die Entscheidung

wurde mir durch meinen Körper abgenommen, der

einfach streikte. Er hatte mich oft genug gewarnt. Und

heute kann ich sagen: ich bin froh darüber! Niemand

ist zu alt für irgendetwas, auch wenn einem das viele

andere, durchaus wohlmeinende Menschen, einreden

wollen. In der Geschichtswissenschaft nennt man dies

einen Divergenzpunkt. Was das ist? Eine Weggabelung:

„Was wäre wenn?“

Was wäre, wenn ich alles beim Alten beließe? Oder:

Was wäre, wenn ich komplett neu durchstarte? Nun,

diese Antwort können nur Sie selbst sich geben.

Denken Sie einmal an Ihre Kindheit: was wollten Sie als

Kind einmal werden? Astronaut, Pilot, Schauspielerin

oder Lehrerin? Was sind Ihre Stärken, was sind Ihre

Träume? Wollten Sie schon immer einmal eine Weltreise

machen oder ein Café in Paris eröffnen? Ich sage

Ihnen: „Wenn nicht JETZT – wann dann?“ Heute ist der

erste Tag vom Rest Ihres Lebens – wohlgemerkt: Ihres

Lebens! Sie leben nicht das Leben eines anderen. Nur

Sie allein bestimmen, wo die Reise Sie hinführen wird.

Ich höre immer wieder: „Aber ich habe doch Verpflichtungen.

Da kann man nicht einfach…“ Darf ich Sie

an das oben genannte Zitat erinnern? Wann wird der

richtige Zeitpunkt sein? Wenn es danach geht: NIE!

Sie finden immer einen anderen Vorwand, eine Ausrede

– richtig – eine Ausrede, um nicht handeln zu

müssen. Niemand sagt, dass es einfach ist, oder leicht,

oder erfolgreich. Meine Ausbilderin, Sabine Asgodom,

sagt dazu immer: „Wann werden Sie wissen, ob

Sie es können?“ Richtig: „Wenn Sie es getan haben.“

Ich habe diesen Schritt gewagt. „Diese Ausbildung

wird Ihr Leben verändern.“ - Das war das Versprechen

der Ausbildungsbroschüre zum Coach. Und ich hätte

damals NIE gedacht, wie sehr sich mein Leben wirklich

verändern würde.

Was können Sie nun tun, wenn Sie tief in sich den

Wunsch nach Veränderung spüren? Horchen Sie in

sich hinein. Überlegen Sie, was Ihre Wünsche, Ihre Ziele

sind. Suchen Sie sich Unterstützer, ob im Freundeskreis

oder aber durch einen Coach. Informieren Sie sich im

Internet, mit Büchern oder in Kursen.

Und dann: Leinen los! Tun Sie sich etwas Gutes. Jemand

anders als Sie selbst kann es nicht für Sie tun!

Heidi Weißlein Träumen | Erlauben | TUN

Coaching-Praxis

Auto-Union-Ring 11

85101 Lenting

Tel.: 08456 5540 mobil: 01575 2380422

info@heidi-weisslein.de

www.heidi-weisslein.de


ANZEIGE

Der Expertentipp:

Tun Sie sich Gutes! Jederzeit!

Gerti Bräuning

15

Titel: Tu dir gut!

Haben Sie sich heute schon etwas gutes getan? An sich gedacht? Sich Zeit nur für sich selbst genommen?

Vielleicht tun Sie das ja auch gerade, während Sie in der neuen Ausgabe der rostfrei schmökern!

Gratulation! Dazu kann ich nur jedem raten: Tu Dir was gutes und zwar jetzt und jeden Tag!

Viele Jahre war ich in hervorragenden Hotels als Spa-

Therapeutin beschäftigt. Und natürlich ist es eine wundervolle

Sache, wenn man sich beim Wellness-Wochenende

verwöhnen lässt. Aber, liebe Leserinnen und Leser, doch

nicht nur dieses eine Mal im Jahr! Können Sie denn die

restlichen 360 Tage nicht auch eine Auszeit, etwas Gutes

für sich, Ihren Geist und Ihren Körper gebrauchen? Die

Tipps rechts sind lediglich Anregungen, wie Sie jeden Tag

zu einem guten machen können.

Wer zu mir kommt, fühlt sich oft gestresst, leidet vielleicht

schon unter Schmerzen und merkt, das der eigene Energiefluss

irgendwo stockt. Ich verwende viele Techniken,

um den Menschen wieder in seine Mitte zu bringen! Meine

Klienten erhalten eine auf sie abgestimmte Kombination

anerkannter Körpertherapien, ob Feldenkrais, Polarity,

Atemtherapie oder Kommunikative Körpertherapie. Sie

dürfen sich auf meiner Klangliege mit leiser Musik und

Farbtherapie entspannen, während mittels sanfter Berührungen

wie Massieren, Rütteln, Klopfen, Akupressur und

mehr ihr Energiefluss wieder in Einklang gebracht wird.

Auch hochwertige Essenzen und Düfte setze ich gezielt

ein. Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.

Ich freue mich auf Ihren Anruf

Ihre Gerti Bräuning

So wird jeder Tag, ein guter:

Sie sitzen oft viele Stunden am Computer?

Stehen Sie jede halbe Stunde auf, atmen Sie

tief durch und strecken sie sich ausgiebig!

Genießen Sie jede Mahlzeit! Nehmen Sie

sich Zeit, zu schmecken, was Sie gerade zu

sich nehmen. Oder bereiten Sie ein Gericht

achtsam zu. Seien Sie dankbar – frische Lebensmittel

sind keine Selbstverständlichkeit

auf unseren Tischen!

Zuhören und antworten: ein gutes Gespräch

mit dem Partner, den Kindern oder

Freunden ist etwas wunderbares. Hören Sie

gut zu, fragen Sie nach, interessieren Sie sich

für die Belange des anderen. Dann können

Sie sich danach ohne schlechtes Gewissen

auf sich konzentrieren. Zum Beispiel mit...

...einer Tasse Kaffee und einem guten

Buch, einem Schaumbad und einem Gläschen

Rotwein, der Lieblingszeitschrift, dem

Fotoalbum oder einfach nur mit 5 Minuten

ohne Beschäftigung – diese Zeit nehmen Sie

sich jeden Tag und gehört nur Ihnen!

Gertraud Theresia Bräuning, Gesundheitscoach & Stresstherapeutin

Tassilostraße 46 | 85126 Münchsmünster

Telefon: 08402 1522

E-Mail: info@energeticbodywork.de

www.energeticbodywork.de


16

Titel: Tu dir gut!

ANZEIGE

Der Expertentipp:

Entspannung mit Salz und Klang

Ulrike Ahrend

Sie fühlen sich gestresst, ausgepowert und geschwächt?

Der viel zitierte Balanceakt zwischen

Beruf, Familienleben und Alltag wird für Sie

immer mehr zum Kraftakt? Stopp! Bevor Ihr inneres

Gleichgewicht noch mehr in Disharmonie gerät und

sie damit anfälliger für Krankheiten aller Art werden

– schaffen Sie sich einen Rückzugsort, an dem Sie

entspannen und zurück zu sich finden. Die Salzoase

Gaimersheim kann so ein Ort für Sie werden. Lernen

Sie auch die wikungsvolle Kombination von Salz

und Klang kennen und gehen Sie mit mir auf eine

Klangreise*!

Wie wirkt Klang auf unseren Körper?

Klang spricht das ursprüngliche Vertrauen im

Menschen an. Dadurch wird schnell eine tiefe Entspannung

erreicht.

In dieser Klang- Entspannung geschieht das

LOSLASSEN. Körper, Seele und Geist können vom

angesammelten Alltagsstress, von Problemen, von

Verspannungen und Blockaden, von Sorgen und

Unsicherheit loslassen. Eine Neuordnung kann

geschehen, der Körper kann wieder in Harmonie

kommen und gesund werden.

Jede Zelle des Körpers erfährt eine sanfte Massage

(„Zellmassage“) und findet so ihre ursprüngliche

Ordnung wieder.

In der tiefen Entspannung entsteht durch die

Klangreise zusätzlich ein neues positives und freies

Körperbewusstsein.

Die nächsten Termine sind:

24.10.2018 07.11.2018

22.11.2018 05.12.2018

12.12.2018 20.12.2018

jeweils von 19.00-20.00 Uhr

Vorherige Anmeldung ist erforderlich unter Telefon:

0151- 54 77 15 02 oder auf meiner Homepage.

Ich freue mich mit Ihnen auf Klangreise zu gehen!

* Mit der Klangreise werden keine Krankheiten behandelt,

sondern das Gesunde im Menschen gestärkt. Sie zielt nicht

auf eine konkrete Behandlung von Problemen, löst aber häufig

deren Ursache. Klangreise ersetzt keine fachärztliche oder

andere notwendige therapeutische Behandlungen. Für die

Behandlung von körperlichen und psychischen Problemen ist

der Facharzt zuständig.

Salzoase Gaimersheim und Private Physiotherapie Ulrike Ahrend

Beethovenstraße 25

85080 Gaimersheim

info@salzoase-gaimersheim.de

Tel.: 0151-54771502

www.salzoase-gaimersheim.de


Zauberhafte Mathematik

Sven Catello lebt seinen Traum als Zauberkünstler

Mathematik und Zauberei haben auf den ersten

Blick nicht viel gemeinsam. Doch Sven Keidel

vereint Zahlen und Magie. Am Abend unterhält

er seine Gäste unter dem Namen Catello mit rätselhaften

Kunststücken, am Vormittag unterrichtet er Mathematik.

Mit Humor und Leidenschaft verbindet der 50-Jährige zwei

Welten.

17

Titel: Tu dir gut!

„Lassen Sie uns starten, denn Zauberkunst muss man erleben!“

Die Gäste blicken gespannt in Richtung Bühne. Auf

diesen Moment haben alle gewartet. Mit einem Lächeln

steht Sven Catello im Scheinwerferlicht. Er trägt ein violettes

Hemd und ein schwarzes Sakko. Die geschminkten Augen

lassen ihn geheimnisvoll wirken. Etwa 30 Zuschauer haben

im Halbkreis um ihn Platz genommen. Der Zauberkünstler

holt einen Stapel Spielkarten aus einem braunen Koffer. Die

Show beginnt.

Einmal im Monat steht Sven Catello im NH Hotel in Ingolstadt

im Rampenlicht. Neben Zauberkunst bekommen die Gäste

beim „Catello Zaubermenü“ ein Drei-Gänge Dinner geboten.

In der Stadt ist der großgewachsene Mann bekannt. Er zaubert

auf Hochzeiten, Firmenfeiern und Kinderveranstaltungen.

Nebenberuflich unterrichtet der gebürtige Darmstädter

Mathematik an der Fach- und Berufsoberschule Ingolstadt.

Aufregung kennt er nicht. Selbstbewusst und voller Leidenschaft

steht der 50-Jährige mit den markanten Gesichtszügen

vor seinen Gästen. Ausstrahlung und Elan spielen für ihn bei

den Auftritten eine wichtige Rolle. „Sonst denken die Leute

ich bin eine Schlaftablette“, witzelt er.

Regelmäßig zaubert Catello am Abend auf der Bühne, doch

am Vormittag hat er keine zahlenden Gäste, sondern Schüler

in den Reihen vor sich sitzen. Nach seinem Diplomstudium

in Mathematik an der Universität Eichstätt führt er seit acht

Jahren die Schüler der FOS/BOS Ingolstadt zum Abitur. Am

Lehrerpult tauscht er das Sakko gegen ein kurzärmliges

Hemd, beige Jeans und Flipflops und den Künstlernamen

Catello gegen Keidel. „Will sich jemand mit der letzten Hausaufgabe

15 Punkte verdienen?“ In der zweiten Reihe geht

eine Hand nach oben. „Kann ich die Aufgabe in der nächsten

Stunde abgeben?“, fragt ein Schüler. „Heute oder gar nicht!“

antwortet Sven Keidel bestimmt. Der 50-Jährige weiß, dass er

viel von seinen Schülern verlangt, aber in einem Jahr, sollen

sie ein erfolgreiches Abitur in der Tasche haben. Auch im

Klassenzimmer kommt seine Kunst zum Einsatz. „Herr Keidel

führt oft neue Themen mit Zauberkunststücken ein. Das

macht den Unterricht viel lockerer und verständlicher“, verrät

eine Schülerin.

Wenn Keidel mit seinem Segway durch die

Ingolstädter Altstadt fährt, mustern ihn neugierige

Blicke und Getuschel ist zu hören: „Das ist

doch der Zauberer!“ Das er erkannt wird, stört

Keidel nicht, er genießt seine Bekanntheit in

der Stadt: „Ich habe keinen wirklichen Promistatus,

ein Selfie wollte noch keiner“, lacht der

Mann mit den dunklen Haaren.

Heute steht Keidel als Catello selbstbewusst

und sicher auf der Bühne. In seiner Schulzeit

sei er schüchtern und zurückgezogen gewesen,

berichtet der Künstler. Geholfen habe

ihm das Judotraining, das er seit seinem 16.

Lebensjahr betreibt, und die Arbeit als Ausbilder

in der Bundeswehr. „Beim Judo, in der

Schule und beim Zaubern war ich jedes Mal

ein komplett anderer Mensch. Mittlerweile

bin ich in allen drei Bereichen derselbe. Das

trenne ich nicht mehr.“

Sven Keidel hat seine drei Leidenschaften

zum Beruf gemacht. Mit seiner 20 Jahre

jüngeren Frau ist er glücklich verheiratet

und stolzer Vater einer zweijährigen Tochter.

Wenn er gefragt wird, was er beruflich

macht, antwortet er meistens: Zauberkünstler.

„Außer ich bin im Urlaub an einer

Zollkontrolle. Da bin ich Lehrer. Das finden

die langweilig und ich werde sofort durchgewunken!“


Text: Vreni Simon


18

Titel: Tu dir gut!

ANZEIGE

Der Expertentipp:

Yoga und Krebs

Wer die Diagnose „Krebs“ erhält, gerade

mitten in der Therapie ist oder bereits eine

Krebs-Behandlung hinter sich hat, befindet

sich in einer sensiblen Phase seines Lebens. Ängste,

(Selbst)-Zweifel, Unverständnis, aber auch Wut können

sich breit machen und zusammen mit möglichen

körperlichen Einschränkungen sehr belastend

wirken. Yoga hilft in dieser Lebensphase neue Kraft

zu tanken und Mut zu schöpfen. Als zertifizierte Yogalehrerin

sowie Yoga und Krebs Begleiterin, möchte

ich Sie auf diesem Weg gerne unterstützen!

„Krebst nimmt einem den Atem,

Yoga gibt ihn Dir zurück!

Jedes Jahr erkranken 500.000 Menschen in Deutschland

an Krebs. Männer leiden vor allem an Prostata-,

Lungen- und Darmkrebs, bei uns Frauen ist es vor

allem der Brust-, Darm- und Lungenkrebs. Doch ganz

egal, welche Krebsdiagnose Sie erhalten – die Herausforderungen,

vor die man als Patient gestellt ist, sind

immer ähnlich. Wissenschaftliche Studien haben längst

bewiesen, dass Yoga unglaublich positive Auswirkungen

auf unser Körpergefühl, unsere Gesundheit und

natürlich auch auf unsere Psyche hat.

Empathie und eine gute Yogalehrer-Ausbildung waren

mir nicht genug, um Menschen in dieser besonderen

Lebenssituation adäquat unterstützen zu können. In

meiner Ausbildung zur Yoga und Krebs Begleiterin

bei Gaby Kammler habe ich fundiertes Wissen über

die Erkrankung, aktuelle Therapien und entstehende

Marga Klingenschmidt

Nebenwirkungen erhalten. Wenn man dies berücksichtigt,

ist Yoga der optimale Begleiter auf Ihrem Weg

zurück zu einem gesunden Körper! Yoga kann gezielt

Schmerzen reduzieren, die Schlafqualität verbessern,

Depressionen vorbeugen oder lindern. Yoga

regt den Lymphfluss an und verringert so die Gefahr

von Ödemen. Kognitive Funktionen, die durch eine

Chemotherapie oftmals beeinträchtigt wurden, kann

Yoga wieder aktivieren, Ängste werden abgebaut, die

Lebensqualität steigt. Yoga sorgt dafür, dass wir wieder

achtsamer mit uns und unserem Körper umgehen,

aus dem negativen Gedankenkarusell aussteigen. Sie

lernen, Ihrem Körper wieder zu vertrauen und merken,

zu welchen Leistungen Sie in der Lage sind! Wer nach

einer Operation mit Narbenbildung zu kämpfen hat,

wird durch Yoga eine sanfte und stetige Verbesserung

der Beweglichkeit erfahren. Verdauungsprobleme

werden gelindert, Osteoporose kann vermindert oder

sogar gestoppt werden. Sie bauen Muskeln auf, ihre

Atemkapazität steigt. Außerdem treffen Sie in meinem

speziellen Yoga und Krebs-Kurs auf Gleichgesinnte und

können sich austauschen.

Der Ablauf: sanft und unterstützend

Ganz egal, ob Sie absoluter Yoga-Neuling oder erfahrener

Yogi sind – bevor wir auf der Matte beginnen, steht

ein ausführliches Gespräch an. In welchem Stadium

der Therapie befinden Sie sich? Wie ist Ihr Gesundheitszustand?

Wo haben Sie Einschränkungen? Wobei

brauchen Sie am meisten Unterstützung? Die 60minütige

Yoga-Stunde selbst beginnt mit einer Mediation.

Es folgt ein sanfter Flow zur Anregung des Lymphflusses

sowie ein kräftigender Teil. Die Asanas werden

oftmals durch Hilfsmittel wie Blöcke, Bolster, Kissen etc.

unterstützt und vereinfacht. Den Abschluss bildet eine

entspannende Schlussmediation, die durch das Singen

eines Mantra vertieft werden kann.

Sie haben Fragen? Rufen Sie mich einfach an!

Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen!

Ihre Marga Klingenschmidt

für

Dich

Ganesha-Yoga-Refugium

Marga Klingenschmidt; Yoga-Lehrerin, Yoga und Krebs Begleiterin

Nördl. Ringstr. 27A |85049 Ingolstadt

01 76 / 243 66 304

Info@ganesha-yoga-refugium.de

www.ganesha-yoga-refugium.de


Weißenburger Wanderwelt

Vom Spaziergang bis zur großen Tour: die Weißenburger Sehenswürdigkeiten

entdecken und Natur genießen

19

Titel: Tu dir gut!

Der Stadelhofweg (Nr. 7)

Limeswanderweg: Wandern zu römischen Spuren

am UNESCO-Welterbe Limes

Der relative kurze Wanderweg

führt vom Wanderparkplatz

„Jakobsruhe" zuerst am Waldrand

entlang zum Stadelhof. Auf diesem

Weg hat man immer wieder

eine schöne Aussicht in die

Umgebung und herrliche Sonne

besonders am Abend. Durch den

Ludwigswald gelangt man wieder

zurück zum Wanderparkplatz.

Gesamtlänge: 4 km

Gehzeit ca.: 1 Stunde

Tour-Charakter:

mit mäßigen Steigungen

(hügelig)

Wanderweg, teilweise auch auf

naturnahen, pfadigen Wegstrecken,

mit Steigungen, aber mit

gutem Schuhwerk problemlos zu

begehen.

überwiegend auf eigener

Trasse, abseits des motorisierten

Verkehrs

zum Teil Wirtschafts- und Forstwege

mit teilweise grober Fahrbahndecke

bzw. Wiesenwegen

Geschichte erleben und Natur entdecken - der Limeswanderweg

führt auf rund 115 abwechslungsreichen Tourenkilometern von

Gunzenhausen bis Bad Gögging. Die naturnahe Route verläuft

entlang des raetischen Limes – der antike Grenzwall, seit 2005

Welterbe der UNESCO, führt mitten durch den Naturpark Altmühltal.

Unterwegs treffen die Wanderer auf die zahlreichen Spuren

der römischen Vergangenheit, die das Geschichtserlebnis in der

Region so einzigartig machen: freigelegte Thermen, rekonstruierte

Wachttürme und Limeskastelle. Dazu entdeckt man einmalige

Naturlandschaften wie offene Talhänge mit Wacholderheiden,

Buchenwälder und markante Anhöhen, von denen herrliche Ausblicke

über die Altmühljuraregion zu genießen sind. Diese Verbindung

von Naturerlebnis und anschaulicher Geschichtskunde machen

zusammen mit einem abwechslungsreichen Streckenprofil

und der vorbildlichen Ausschilderung das moderne Wegekonzept

des neuen Fernwanderwegs im Naturpark Altmühltal aus. Planung

und Beschilderung des Limeswanderweges wurden über Naturparkförderung/EU-Phasing-Out-Mittel

bezuschusst.

Gesamtlänge: 115 km

Tour-Charakter:

Wanderweg, teilweise auch auf naturnahen,

pfadigen Wegstrecken, mit Steigungen,

aber mit gutem Schuhwerk problemlos zu begehen.


20

Titel: Tu dir gut!

Für Pack-Esel

Auf dem Rücken des Esels das Glück dieser Erde entdecken

Sanftmütig, ausdauernd und zuverlässig: Esel

gelten seit Jahrhunderten als ideale Reisebegleiter

des Menschen. In Breitenbrunn in der

Oberpfalz (Kreis Neumarkt) führen Luigi, Vroni,

Mario, Benjamin, Fred und Sina Tages- und Fernwanderer

durch lichte Wälder und wildromantische

Flusstäler des Bayerischen Jura. Die Ruhe, die

sie ausstrahlen, ist ansteckend.

„Wer mit Eseln durch die Natur wandert, entspannt

schnell und nachhaltig", sagt Ulrike Eberl-Walter

vom Tourismusverband Ostbayern. Bei mehrtägigen

Wanderungen tragen die Tiere das Gepäck und verschaffen

so noch mehr Freiraum für Erholung und

Genuss. Um das Wohl der Esel unterwegs kümmern

sich erfahrene Guides, die die Gruppe bei jeder

Wanderung begleiten. Eine Woche Eselwandern

obx-news/Tourismusverband Ostbayern

gibt es ab etwa 300 Euro. Kosten für Übernachtungen

und Verpflegung kommen noch hinzu. Termine

und Informationen unter www.pack-esel.com.

Die Bayerische Rhön

Die Gesundheitsregion des Bäderlands bietet für jeden Gast einen Wohlfühlort

Wer die abwechslungsreiche Landschaft des Mittelgebirges zu schätzen weiß und

zugleich etwas für seine Gesundheit tun möchte, kann im Bäderland Bayerische

Rhön seinen Wohlfühlort finden. Fünf unterfränkische Heilbäder, die in den Tälern

der Fränkischen Saale und Sinn eng beieinander liegen, haben sich zu einer Gesundheitsregion

entwickelt – ohne ihren historischen Charme zu verlieren.

In Zeiten, die von Stress und Überforderung gekennzeichnet sind, legt der Traditionskurort

Bad Kissingen ein Augenmerk auf medizinische Behandlungen, die einen gesunden Lebensstil

und die mentale Gesundheit fördern. Damit es gar nicht zu einer Erkrankung kommt,

steht die Stärkung der mentalen Widerstandskraft im Vordergrund. Auch wer bereits erkrankt

ist, profitiert von der sogenannten Resilienz. Denn sie fördert die Genesung, lindert stressbedingte

Krankheitssymptome und hilft, die Erkrankung mental besser zu bewältigen. In

Bad Bocklet haben Patienten die Möglichkeit, die ganzheitlichen Methoden der indischen

Gesundheitslehre Ayurveda zu erfahren. Vier im indischen Kerala ausgebildete Therapeuten

sorgen gemäß den Verordnungen ausgebildeter Ayurveda-Ärzte mit medizinischen Ölgüssen

und Ölmassagen für Linderung zahlreicher Beschwerden und das Wohlbefinden der Patienten.

Für alle, die nicht wissen, welches Gesundheitsangebot für sie passt, steht unter

www.baederland-bayerische-rhoen.de ein Gesundheitsfinder bereit.

Um den Zeichen des Älterwerdens zu begegnen, kann eine Trinkkur mit der Lola-Montez-

Quelle in Bad Brückenau wirksam sein. Sie ist der Anti-Aging-Tipp für Haut, Haar und Nägel.

In Bad Königshofen können Patienten mit Atemwegserkrankungen im Bienenzentrum durch

die Bienenstocklufttherapie auf Erleichterung hoffen. Rheumatiker können in Bad Neustadt

bei einem prickelnden Bad in hundertprozentiger Natursole Schmerzlinderung erfahren. Im

Anschluss haben Patienten die Möglichkeit, ihre Bewegungsfähigkeit im Kurpark oder auf

400 Kilometern markierten Rad- und Wanderwegen zu trainieren.

Unter www.rgz24.de/wellness-rhoen gibt es für alle fünf Heilbäder eine Übersicht.


21

„Von jeder Haustür führt ein

Weg nach Altötting“

Wallfahrten – Gemeinschaftserlebnis mit

Tiefgang für Jedermann

Titel: Tu dir gut!

Der Einzug der Pilger in Altötting gehört für alle Wallfahrer

zu den ergreifendsten Momenten.

Foto: H. Heine/Verkehrsbüro Aö

Es ist Urlaubszeit, wir treffen uns zum gemütlichen

Weißwurstfrühstück auf der Terrasse von

Freunden, als Gastgeberin Sandra fragt: „Und

wer kommt Anfang Oktober mit mir mit? Ich geh heuer

zum ersten Mal wallfahrten.“ Stille, keine betretene.

Eher allgemeine Verwunderung. „Ja bist jetzt Du so

katholisch?“ –„Des is dann ja wie wandern, oder? Ja,

warum fahr ma nicht an Tegernsee. Da könnt ma im

Bräustüberl einkehren...“ Spontane Zusagen gab es

zwar keine, Bewunderung nach ein paar erklärenden

Worten der angehenden Pilgerin durchaus. Und wer

weiß, vielleicht geht unser kompletter Freundeskreis

nächstes Jahr mit die 115 km von Wolnzach nach

Altötting. Denn „irgendwie ist es wie eine Sucht“, beschreibt

es Werner, der bereits seit 2012 begeisterter

Wallfahrer ist. Und auch Ulrike Kirnich, Direktorin des

Wallfahrts- und Verkehrsbüro bestätigt: „ Wer einmal

kommt, kommt immer wieder. “

Sandra aus Ingolstadt pilgert

heuer zum 1. Mal. Teddy

muss zuhause bei ihrem

Mann Martin bleiben.

Die Pilger-Premiere der Köschingerin

Nicole war bereits

2014. Sie beschreibt Pilgern wie

eine Sucht.

Auch Werner aus Baar-Ebenhausen sieht sich als „Süchtigen“.

Er pilgert seit 2012 mit Vater und Onkel, die selbst

seit 15 bzw. 30 Jahren wallfahrten. Alle drei freuen sich

schon auf Oktober, wenn ihre Fußwallfahrt von Wolnzach

bzw. Pförring nach Altötting heuer endlich statt findet.


22

Titel: Tu dir gut!

Für jeden die passende Wallfahrt

Es ist ein Zusammenspiel von verschiedenen Aspekten:

sportliche Motivation, Wunsch nach einem

inspirierenden Gemeinschaftserlebnis, besondere

Art der Religionsausübung, Suche nach Spiritualität

oder auch aus einem Gelübde heraus, wie es oftmals

nach überstandener Krankheit ausgesprochen wird.

Welche Gründe jemanden auf den Pilgerweg bringen

ist eigentlich egal. „Von jeder Haustür geht ein

Weg nach Altötting“, lacht Ulrike Kirnich und berichtet

von Kindern und Jugendlichen, die mit den

Eltern oder Freizeitgruppen zum ersten Mal Richtung

Kapellplatz ziehen oder auch von weit über

70-Jährigen, die seit Jahrzehnten dabei sind. „Die

Möglichkeiten zu pilgern sind sehr breit gefächert.

Es gibt die klassische Fußwallfahrt, kurze und längere

Strecken, geführt oder selbstständig, in kleineren

Gruppen oder mit der ganzen Pfarrei. Manche reisen

mit Bus und Bahn. Wir haben Radwallfahrten, die gerade

in den letzten Jahren im Zuge des Radel-Booms

enorm zugenommen haben. Einmal im Jahr gibt es

in Altötting auch eine Pferde-, eine Motorrad- und

sogar eine Bulldog-Wallfahrt! Da ist für jeden das

passende dabei!“

Die Vorbereitungsphase

Keine Angst, Sie müssen kein monatelanges Training

absolvieren! Eine gewisse Grundkondition, eine gute

gesundheitliche Verfassung und eine Portion Motivation

ist jedoch wichtig, betont Kirnich. Das weiß

auch Nicole, die 2014 zum ersten Mal mit ihrer besten

Freundin gepilgert ist: „Direkt vorbereiten aufs Pilgern

ist schwierig. Beim ersten Mal, hat mir meine Freundin

schon erzählt, wie anstrengend es wird, aber ich

habe nicht geglaubt, dass man wirklich über seine

Grenzen gehen muss. Ich glaube jeder Pilger bereitet

sich anders auf diesen Weg vor, für mich ist es wichtig

körperlich fit zu sein und gut ausgerüstet! Das heißt für

mich, die richtigen Schuhe, Kleidung, Kopfbedeckung

etc. dabei zu haben. Jeder hat hier so seine eigenen

Mehr Infos rund

ums Pilgern

gibt es im

Wallfahrts- und

Verkehrsbüro,

Kapellplatz 2a,

84503 Altötting,

Tel. 08671/5062-39,

www.altoetting.de

Bei schönem Wetter steigt auch

die Laune der Pilger. Nicole mit

ihrer Freundin auf dem Weg nach

Altötting.

Es war dieser Moment, der in Sandra den Wunsch, selbst einmal

zu pilgern, wachsen ließ: ihre Mutter Lydia (l.) mit ihrer

Freundin Doris (winkend) nach 115 km beim Einzug auf den

Kapellplatz in Altötting.


23

Titel: Tu dir gut!

Tricks: ich trage Laufschuhe mit Gelsohle, zwei bis drei

Nummern größer.“ Werner schwört zusätzlich auf die

richtigen Socken. Und Sandra läuft ihre zwar bereits

getragenen Wanderschuhe gerade noch besser ein.

Das rät auch die Direktorin des Wallfahrtsbüros: „Nur

nicht mit neuen Schuhen los laufen!“

„Keine Ausreden mehr!“ – damit macht sich Sandra

Mut. Als außerplanmäßig ein Platz in der Pilgergruppe

ihrer Mutter Lydia frei wurde, war das ihr Wink des

Schicksals die 115 km endlich in Angriff zu nehmen.

Sie hofft, dass die Gene ihrer Mutter bei ihr durchgeschlagen

haben. Die war zum 50. Geburtstag auch

schon auf einem Teil des Jakobswegs unterwegs. Für

Sandra wird das vielleicht unbeständige Wetter und

die Ungewissheit, ob sie 115 km meistern kann, die

größte Herausforderung sein. „Trotz Blasen mit Spaß

weiter gehen und der Schlafmangel“ sind die größten

Hürden für Werner, der mit Vater und Onkel pilgert.

In ihnen hat er die besten Vorbilder: sein Vater gehört

seit 15 Jahren, sein Onkel bereits seit 30 Jahren zur

Gemeinschaft der Altötting-Wallfahrer. „Als Pilger ist

man irgendwie immer auch Grenzgänger“, beschreibt

es Nicole. „Natürlich komme ich an meine Grenzen.

Meist erst physisch, dann hilft der Kopf beim Weitergehen.

Auch hier ist irgendwann die Grenze erreicht und

wenn man es dann schafft, auch darüber hinweg zu

kommen, dann ist der Kapellplatz nicht mehr weit!“

Tränen, Lachen, Erleichterung

Und jetzt kommt er. Der wohl bewegendste Moment

für jeden Pilger: Der Einzug auf den Kapellplatz an

der Basilika in Altötting. „Ich hab es geschafft, es

hat sich gelohnt, meine Liebsten warten am Ende

meines Weges auf mich..., so waren meine Gedanken

beim ersten Mal“, erinnert sich Nicole. Und auch Sandra,

der dieser Moment ja erst noch bevor steht, war

schon zu Tränen gerührt, als sie ihre Mutter letztes

Jahr auf dem Kapellplatz abholen durfte. Doch auch

der Weg dorthin ist bereits gesäumt von ganz besonderen

Momenten: Werner traf in einer Unterkunft

spätnachts auf den Sohn der Unterkunftsmutter und

erkannte in ihm einen alten Bundeswehrkollegen,

mit dem er vor mehr als 20 Jahren seine Grundausbildung

in Donauwörth absolviert hat! Für Nicole

ist pilgern wie eine Achterbahnfahrt: „An einem Tag

schwöre ich nie wieder mit zu gehen, an nächsten

ist das schon wieder vergessen. Beim Pilgern gibt es

viele Momente, die mir immer in Erinnerung bleiben

werden, Begegnungen, Gespräche mit anderen Menschen,

die dich ein Stück deines Weges weitertragen,

es erträglicher machen. Erleichtertes Weinen beim

Einlaufen am Ende eines Tages, wie schnell man sich

über Nacht körperlich wieder erholen kann, kleine

Wunder, die dir während des Pilgerns immer wieder

begegnen und bewusster wahrgenommen werden

als im Alltag.“

Gewisse Spiritualität

Für Sandra ist auch nicht unbedingt der religiöse

Aspekt ausschlaggebend. „Das gemeinsame Singen

und Beten hat aber einen sehr meditativen Charakter,

egal ob gläubig oder nicht. Ich denke jedoch,

dass eine gewisse Spiritualität bei allen Pilgern

vorhanden ist,“ ist sich Kirnich sicher. Und Nicole

beschreibt es noch genauer: „Das Laufen in der

Gemeinschaft beflügelt, wir lachen, weinen, singen

und beten zusammen, jeder ist ein wichtiger Teil.

Ich kann in den drei Tagen viel über mein Leben

nachdenken und bekomme den Kopf frei, ich reinige

mich innerlich. Dieses Gefühl, wenn die Leute

am Straßenrand klatschen, deine Familie auf dich

wartet und dich in die Arme nimmt, dann ist aller

Schmerz vergessen und weicht dem Stolz, den man

dann fühlt: ich habe es wieder geschafft! Nach dem

Abschlussgottesdienst verabschiedet man sich von

seinen Wegbegleitern immer mit dem gleichen Satz:

„Bis nächstes Jahr!“ und dann taucht man wieder

in seinen Alltag ein. Doch dieses ´Bewusst-bei-sichselbst-sein`,

wirkt bei mir noch lange nach!“


24

ANZEIGE

Titel: Tu dir gut!


ANZEIGE

25


26

Titel: Tu dir gut!

Die Wein-Manufaktur

Die Ingolstädter Unternehmerfamilie Börner hat sich mit ihrem

italienischen Weingut Ômina Romana einen Familientraum erfüllt

und erzeugt südlich von Rom Spitzenweine höchster Qualität

Das Weingut Ômina Romana eine Autostunde südlich von Rom in den Albaner Bergen des Latiums gelegen.

Katharina Börner ist

Geschäftsführerin

von Ômina Romana.

Seit September hat

sie ihren Wohnort

komplett nach Italien

verlegt.

Ich habe wenig bis keine Ahnung

von Wein. Umso mehr

gleicht die Einladung von

Familie Börner, ihr Weingut

südlich von Rom zu besuchen,

einem Abenteuer für beide Seiten.

Auf der einen Seite Katharina Börner, auf der

anderen ich. Zwischen uns: acht Top-Weine. Für

mich sind sie erst mal rot und weiß. Vielleicht noch

trocken, frisch, schwer oder sogar vollmundig.

Für die junge Ingolstädterin und Wahl-Italienerin

sind sie noch viel mehr. Dass ich gerne Wein trinke

sieht sie lachend als großen Vorteil bei der nahenden

Verkostung. Als Geschäftsführerin des Weingutes

Ômina Romana und Sommelière muss sie

nun versuchen, mir die Faszination ihrer Qualitätsprodukte

näher zu bringen. Ômina Romana-Weine

sind Weine der Premiumklasse und bewegen sich

in einem Preissegment, dass ich als passionierter

Schorle-Trinker nicht mit dem kleinen Zeh betrete.

Meinen Mangel an Fachwissen und geübter

Verkoster-Zunge mache ich durch Neugierde wett.

Ich schmecke nach und lasse wirken, beginne Nuancen

zu unterscheiden, vergleiche noch einmal

und bekomme ein Gefühl, was ein erstklassiger

Wein mit einem macht. Ihr Vater Anton Börner hat

einmal gesagt: „Ômina-Weine sollte man vor allem

trinken, weil sie gut schmecken.“ Da stimme ich

gerne zu. Ebenfalls nicht lange überzeugen musste

man mich vom Engagement und der Liebe zum

Produkt: vom Boden, über die Pflanze, die Traube

und die Herstellung bis hin zur Gestaltung des

Logos und der Etiketten. Die komplette Unternehmer

Familie Börner legt ihr Herzblut und deutsche

Gründlichkeit in das Weingut südlich von Italien.


Auf zum Auswärtstermin!

Als ich morgens um 8 Uhr auf dem Flughafen Rom-

Fiumicino lande, weiß ich noch nicht, was mich

erwartet. Außer einem Mann mit einem Ômina

Romana-Schild. Froh, klimatisiert und Limousinenchauffiert

zu werden, kämpfen wir uns durch

den morgendlichen römischen Verkehr. Rund um

den Flughafen ertönt der bekannte italienische

Geräuschpegel aus Hupen und Schimpftiraden.

Federico, mein Fahrer, bleibt relaxed. Bei meinen

Recherchen bin ich auf eine kurze Youtube-Sequenz

gestoßen, in der Ômina-Agronomin Paula Pacheco

von ihrer Arbeit erzählt: passione, pieno di amore,

molto emozionante – das verstehe sogar ich, denn

richtig, italienisch spreche ich natürlich auch nicht!

Ginge es nach Anton Börner, so wäre es bei mir nicht

weit her mit dem Berufswunsch Winzer im Latium.

Drei Dinge braucht dieser laut Börner: perfekte

Sprachkenntnisse, einheimische Mitarbeiter, die

das Land und das Wetter kennen und die ständige

Anwesenheit des Padrone.

27

Ein Familientraum wird wahr

Als Anton Börner 2004 mit seiner italienischen Frau

Anna Maria auf der Suche nach einem Haus in der

Nähe von Rom war, stießen sie durch Zufall auf die

Weinberge in den Albaner Bergen. „Warum wird hier

kein erstklassiger Wein angebaut?“, fragte sich der

Unternehmer, der in Ingolstadt auf ganz anderem

Gebiet bekannt ist. Gleichzeitig war Börner 17 Jahre

Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel,

Dienstleistungen (BGA). Erst im September

2017 wurde er dort nach einer äußerst erfolgreichen

Amtszeit abgelöst.

Einem lang gehegten Familientraum war es nun zu

schulden, dass Börner das Angebot des Bauern aus

dem Lazio nicht mehr aus dem Kopf ging. Endlich

wieder eine eigene Landwirtschaft betreiben! Wie

sie sein Urgroßvater im ersten Weltkrieg bewirtschaftete.

Leider musste dieser damals mangels

Nachfolger verkaufen. Jede darauffolgende Generation

der Familie Börner trieb der Wunsch nach

einer Rückkehr zur Landwirtschaft um. Schließlich

erwarb er rund 80 Hektar Land, perfekt gelegen auf

verschiedensten Schichten Vulkangestein, sanft abfallend

gen Meer, sonnenbeschienen und windumweht.

In meinem Kopf entstehen pittoreske Szenen.

Welch romantische Vorstellung! Katharina Börner

grätscht jedoch sofort charmant dazwischen: denn

jetzt beginnt die Arbeit! 2008 musste der Bestand an

Weinstöcken und Bewuchs erst einmal gerodet werden,

2009 wurden die ersten 20 Hektar bepflanzt.

Zuvor nahm Anton Börner Kontakt zu deutschen

Katharina Börner mit ihrem Vater Anton Börner.

Experten der Universität Geisenheim auf. Meter für

Meter wurden Bodenproben entnommen um eine

detaillierte Darstellung der Bodenbeschaffenheit

zu erlangen. Anhand dieser Grundlagen konnte ein

Plan erstellt werden, welche Rebsorte auf welchem

Boden und in welcher Hanglage am besten gedeihen

könne. Den heimischen Bauern war die leichte

Skepsis ob dieses Aufwands anzusehen. Heute sind

sie stolz auf ihre „Famiglia Borner“, die erstklassige

Spitzenweine zurück in das geschichtsträchtige Latium

gebracht hat. Als Symbol für diese Wiedergeburt

ziert der Feuervogel Phönix das Logo. Der Name

Ômina selbst versinnbildlicht den Einklang mit der

Natur. Er endet mit Alpha und beginnt mit Omega,

dem ersten und letzten Buchstaben antiker Alphabete

und steht für Ende und Neubeginn.


28

Titel: Tu dir gut!

Von Göttern und der Wissenschaft

Hier war es, wo Odysseus der verführerischen Circe

verfiel, Kaiser Augustus das Licht der Welt erblickte und

römische Soldaten die ersten Reben nach Deutschland

und Frankreich brachten. „Wir befinden uns somit an

der Wiege des westeuropäischen Weinanbaus“, erzählt

Katharina Börner. Die Götter waren es auch, die für die

Herstellung des Rebensaftes zuständig waren. Nur ihre

Gewogenheit lies den Traubensaft auf unerklärliche

Weise zu Wein werden. Bei Ômina Romana verlässt

man sich mehr auf wissenschaftliche Erkenntnisse

denn göttliche Gnaden. Obwohl die Cuvées des Weinguts

nach den römischen Göttern Diana, Hermes, Janus

und Ceres benannt sind. Wein und der namensgebende

Gott ähneln sich. So schmeckt Diana lebendig

weiblich nach fruchtigen Aromen aus Brombeere und

Himbeere mit dezenter Vanillenote. Janus überzeugt

als Erfinder des Ackerbaus durch komplexe Malve- und

Waldfruchtaromen, durchsetzt von Schokolade und

Kaffee.

Mens et Manus: Mit Geist und Hand

Dass bereits die erste Ernte 2011 hochdotierte Weine

hervorbringen würde, war für die Branche überraschend.

Aber gerechtfertigt: Jeder Setzling wurde

per Hand eingepflanzt, der optimale Abstand genau

berechnet, das Unkraut rund um die Pflänzchen per

Hand gezupft. Eine Wetterstation sammelt Daten rund

um Niederschlag, Wind und Sonneneinstrahlung, die

beispielsweise Prognosen über die Wahrscheinlichkeit

eines möglichen Schädlingsbefalls liefern. „So können

wir präventiv aktiv werden“, erklärt Katharina Börner.

„Wir brauchen auf diese Art zwei Drittel weniger Spritzmittel

als herkömmliche Betriebe. Diesen Aufwand betreibt

sonst keiner.“ Dies nur als ein kleines Beispiel, was

Ômina Romana von anderen Weingütern unterscheidet.

Und wodurch sich auch der Preis der Erzeugnisse

erklären lässt. Die Geschäftsführerin hat seit Herbst

2017 ihren Wohnort komplett nach Italien verlegt. Jetzt

lebt sie „ums Eck“ und ist schnell heimisch geworden.

Die Frauen und Männer aus dem Ort zeigen ihr, wie

sehr sie die Arbeit der deutschen Familie zu schätzen

wissen. Im Ort grüßt man lautstark schon von weitem.

Das ist der sympathischen jungen Frau mit dem herzlichen

Lachen gleich ein wenig unangenehm. Sie lächelt

schüchtern als sie davon erzählt. Schnell zurück auf ein

Terrain, wo sie sich wohler fühlt. Als wir vor den akkuraten

Reben-Reihen stehen, erzählt sie vom Leseprozess.

Wichtig sei es, den richtigen Reifegrad zu erwischen.

Sogar innerhalb eines Feldes der gleichen Rebsorte

kann der obere Teil früher reif sein, als der untere, der

länger im Schatten liegt. Dies heißt es zu erkennen.

Das geschieht durch eine aufwändige Sensorialanalyse,

bei der die Experten vor Ort mit einem Fragebogen

durch die Weinberge gehen und den Trauben Schulnoten

hinsichtlich Beschaffenheit der Schale, des Fruchtfleisches,

des Kerns usw. geben. Jeden Tag aufs neue,

um dann den perfekten Erntenzeitpunkt zu erwischen.

„Wir beschäftigen nur unsere eigenen Leute, keine

externen Erntehelfer, die zu einem festgesetzten Termin

anrücken und ihre Arbeit tun wollen. Egal ob die

Traube reif ist oder nicht. Wir warten. Und ernten auch

nur kleine Mengen, die dann sofort verarbeitet werden

können und nicht stundenlang in der italienischen Augustsonne

liegen. Das ist ein hoher Kostenfaktor, aber

unabdingbar für unsere hohen Qualitätsansprüche.“

August bis Oktober wird geerntet. Zuvor wird zurück-

Das kleine Örtchen Nemi schmiegt sich an die

Hänge oberhalb des gleichnamigen Kratersees.


geschnitten und mindestens zwei Mal selektiert. Ein

Weinstock darf nur zwei Dolden reifen lassen. Qualität

statt Quantität ist auch hier Devise. Der Prozess von der

Anlieferung, der Entrappung – wenn die Traube von

Stängel und Stiel befreit wird – und des Kelterns läuft

nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ab. Ômina Romana

verfügt beispielsweise über eine in Zusammenarbeit

mit Experten konstruierte Technik, mit der unter

Zuhilfenahme von Trockeneis in einem hohen Behälter

mit integriertem Propeller, sich die weißen Trauben

durch ihr Eigengewicht pressen. Der dort extrahierte

erste Traubensaft wandert im Anschluss zur ersten Klärung

in ebenso hohe Stahlbehälter, die Fermentation

findet im Barrique oder Edelstahl statt. Dann bekommt

der Wein Zeit zur Reife. „Wir verwenden ausschließlich

französische Eichenfässer von vier verschiedenen Herstellern.“

Einer legt mehr Wert auf Holztöne, der andere

auf das Toasting – bevor einer fragt: das ist das Flämmen

der inneren Fasswände, die den Rauchgeschmack

dann an den Wein abgeben. Die Eigenschaften werden

mit den jeweiligen Weinen abgestimmt und ergeben

dann immer unterschiedliche Geschmacksnuancen.

„Das macht unsere Weine noch komplexer.“

Premiumqualität für die ganze Welt

Oberstes Ziel war von Beginn an höchste Qualität zu

erzielen. „Das ist uns gelungen“, bekräftigt Katharina

Börner. Jetzt geht es für die studierte Betriebswirtschaftlerin

an den Aufbau eines effektiven Vertriebsnetzes.

Momentan werden Ômina-Weine in Deutschland

– hier kümmert sich ihr Bruder Johannes, der auch

Geschäftsführer des Ingolstädter Haustechnikbetriebes

ist, um den Vertrieb – und Italien verkauft und in

ausgewählten Gastronomie-Betrieben ausgeschenkt.

Die Märkte USA und Asien sollen folgen. „Nun heißt

es unseren Namen in der Welt des Weins bekannt

zu machen“, lacht Katharina Börner. Dazu ist sie viel

unterwegs. Oder empfängt Gäste aus der Branche, um

sie durch die Felder und

die Produktionsstätten zu

führen. Fast bekomme ich

ein schlechtes Gewissen,

weil sie ihre Zeit einem

Sommelière-Dilettanten

wie mir opfern muss. Doch

geduldig erklärt sie mir alle

Prozesse, beschreibt ihre

Arbeit, ihre Produkte, die

Liebe zur Herzlichkeit von

Land und Leute und weißt

Federico noch extra an, mir

auf dem Weg zurück gen

Flughafen das malerischer

Örtchen Nemi zu zeigen.

Es hänge von der Tagesform ab, welcher Wein einem

heute am besten schmecke. Katharina Börner selbst

trinkt Wein am liebsten in Gesellschaft. Ihren 37.

Geburtstag ein paar Tage vor meinem Besuch feierte

sie vielleicht mit einem spritzigen Weißwein in großer

Runde. Nach einem harten Arbeitstag ist einem mehr

nach einem leichten Rotwein. Außerdem genießt sie

den täglichen Blick über die grünen Hügel, die Ruhe,

das Rauschen des Windes. Ich überzeuge mich davon,

als wir zusammen mit Hofhund Bazi fast am Ende des

Weingutes leicht erhöht neben den Ruinen eines alten

Gebäudes stehen, hinter uns erahnt man das Meer.

Wir verabschieden uns. Ob sie in Ingolstadt ein paar

Exemplare des Magazins haben könnten? Welche

sympathisch bescheidene Frage! Eigenhändig werde

ich sie vorbeifahren!

Liebliches Latium

Zarte Jasminblüten, feuriger Hibiskus und liebliche

Tamarisken säumen den Weg in das kleine Örtchen

Nemi oberhalb des gleichnamigen Kratersees in den

Albaner Bergen. Schlanke Zypressen, hochgewachsene

Pinien und die namensgebenden Kastanienwälder

(Nemus = Der Hain) verbreiten einen würzigen Duft.

Die Natur fährt das volle Programm an Schönem auf;

gehört das Latium doch nicht traditionell zu den Regionen,

wo Italienurlauber ihr Herz und ihre Urlaubskasse

lassen. Nemi jedoch ist sehr reizvoll, der Blick

auf den See atemberaubenden. Weil es die Zeit noch

zulässt und Federico Gefallen daran gefunden hat, die

deutsche Frau, die ihm so dankbar war, dass sie nicht

selbst durch das Straßengewirr des Flughafens und der

Albaner Berge finden musste, noch ein wenig seine

Heimat zu zeigen. Wir halten hoch über dem Albaner

See mit Blick auf Castel Gandolfo direkt vor uns. Hier

pennt der Papst im Sommer, sehr flapsig ausgedrückt.

Geht der Blick von der Sommerresidenz seiner Heiligkeit

gen Osten, erstreckt sich die italienische Hauptstadt

über knapp 1300 Quadratmeter. Wir verlassen

die herbe Schönheit des Latiums und erreichen das

Einzugsgebiet des Flughafens Fiumicino. Der bauliche

Charme ist wohl an jedem Flughafen gleich. Landet

man in München, dauert es auch bis zur Hallertau, bis

wieder von ansprechender Landschaft die Rede ist.

Manche sagen, sogar bis zum Altmühltal. Zuhause

angekommen werfe ich einen Blick auf den aktuellen

Weinbestand im Hause. Ob mein Gaumen nach derartigen

Hochgenüssen überhaupt noch empfänglich für

meine Standard-Weißweinschorle ist? Ich werde ihm

etwas Ruhe gönnen und meiner kleine, aber so besonderen

Reise wie einem guten Roten im Abgang noch

etwas nach schmecken.

29

Titel: Tu dir gut!


30

Titel: Tu dir gut!

ANZEIGE

Ein Fest für Genießer

Das blaue Gutscheinbuch in neuer Auflage – mit Gastro- und

Freizeitangeboten in rund 130 Regionalausgaben

Ab sofort ist in ganz Deutschland wieder Entdecken,

Genießen und Sparen angesagt: Die

neue Auflage des Gastro- und Freizeitführers

„Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de“ erscheint.

Genießer dürfen sich auf attraktive Gutscheine

aus den Bereichen Gastronomie, Freizeit, Wellness,

Kultur und Shopping freuen. Neu in diesem Jahr:

Jede der rund 130 Regionalausgaben enthält so

viele 2für1-Angebote wie nie zuvor – für noch

schönere Entdeckungsreisen mit der Extra-Portion

Sparpotenzial!

Die Region neu erleben

Ein schönes Abendessen zu zweit, ein Relax-Tag in

der Therme oder eine ausgiebige Shoppingtour: Mit

den Gutscheinen der „Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de“

können Genießer ihre Region neu kennenlernen

– dieses Mal mit besonders vielen 2für1-

Angeboten. Restaurants spendieren zum Beispiel

das zweite Hauptgericht, beim Wellness bekommt

der Partner die Massage geschenkt, im Freizeitpark

ist der zweite Eintritt gratis oder beim Shoppen gibt

es satte Rabatte. Viele langjährige Teilnehmer sind

wieder mit an Bord. Die Macher des blauen Originals

konnten aber auch neue Geheimtipps für die Auflage

2018/2019 gewinnen. Die Gastronomie- und Freizeitgutscheine

bescheren nicht nur schöne Erlebnisse,

sondern schonen auch den Geldbeutel. Der Wert

der Gutscheine liegt bei mehreren Hundert Euro pro

Buch. Bereits mit dem zweiten eingelösten Gutschein

hat sich die Anschaffung meist schon gelohnt. Viel

Genuss für wenig Geld!

Extra-Geschenk für Genießer

Auf die Gutscheinbuch-Freunde wartet ein zusätzliches

Geschenk: Die Kundenkarte in jedem Buch

gewährt Zugriff auf 8.000 weitere kostenlose Online-

Coupons mit reinen 2für1-Angeboten. Einfach unter

www.gutscheinbuchplus.de anmelden, Wunsch-Gutscheine

generieren und drauflos sparen.

Sie erhalten das Gutscheinbuch im Handel, unter

www.gutscheinbuch.de oder unter der gebührenfreien

Bestell-Hotline 0800/22 66 56 00.

Oder Sie lösen unser Kreuzworträtsel. Wir verlosen

das Gutscheinbuch für die Region Ingolstadt

und die Region PAF-ND-SOB.


Neumarkter Passionsspiele

Vorverkauf-Start am 29. Oktober

31

Titel: Tu dir gut!

Knapp ein halbes Jahr vor der Premiere der nur

alle zehn Jahre stattfindenden Neumarkter Passionsspiele

(9. März bis 19. April 2019) beginnt

nun am 29. Oktober der Kartenvorverkauf. Gleichzeitig

starten die Proben für die neue Inszenierung des

Spiels, an dem rund 500 Neumarkter mitwirken.

Die Neumarkter Passionsspiele haben lange

Tradition(en). Das heute aufgeführte Spiel vom Leiden

und Sterben Christi ist eine literarische Neuschöpfung

aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts. In dieser

Zeit rief man die Erinnerung an die ältere, im Zuge der

Aufklärung erloschene Passionsspieltradition wieder

wach. Mittlerweile hat sich die Neumarkter Spielgemeinschaft

einen wichtigen Platz in der Passionsspiellandschaft

erobert, als Mitglied der EUROPASSION,

der über 90 Passionsspielorte aus 15 Ländern Europas

angehören, pflegt man einen internationalen Erfahrungsaustausch.

Mehr auf www.passionsspiele-neumarkt.de.

Koffer packen

Das muss mit auf Kreuzfahrt!

Informieren Sie sich vorab bei Ihrem

Reisebüro, welcher Dresscode auf

Ihrem Kreuzfahrtschiff herrscht. Von

sportlich leger bis zu elegant kann

vor allem das Abendoutfit variieren!

Kopfbedeckung und Halstuch dienen als

Sonnen-und Windschutz. Nie vergessen!

Wer das Sonnendeck und die Badelandschaft

bereits testen möchte, bevor

das Gepäck auf die Kabine gebracht

wurde, der packt Bikini und Badehose

am Besten ins Handgepäck. Sie fliegen

zum Schiff? Lesen Sie genau nach,

welches Maximalgewicht Ihr Handgepäck

nicht überschreiten darf.

DER INSIDER-TIPP: Extra Kleiderbügel

von Zuhause für die elegante Garderobe

und Sicherheitsnadeln um die Vorhänge

blickdicht zu verschließen mitnehmen!


32

Für Köche & Feinschmecker

Fotos: „Original unverpackt-Laden“, Berlin

Pures Vergnügen

nurINpur eröffnet ersten Unverpackt-Laden in Ingolstadt

Obst und Gemüse aus der Region und unverpackt!

Müll ist die Pest eines überverpackten Zeitalters

– so provokant beschreibt es der

Publizist Dr. Fritz Rinnhofer. Und ganz ohne

Provokation: Ja, Müll ist eines der großen Probleme

eines begrenzten Lebensraumes. Doch das Umdenken

beginnt! Plastik-Fasten als Neujahrsvorsatz,

Zahnbürsten und Coffee-to-go-Becher aus Bambus,

Plastiktütenverbote beim Klamottenkauf. Müllvermeidung

begegnet uns – Gott sei´s gedankt – an

vielleicht nicht jeder, aber an immer mehr Straßenecken.

Und bald auch Am Pulverl, Ecke Aventinstraße

in Ingolstadt. Seit Frühjahr 2018 wurde renoviert,

gewerkelt und geräumt: In Kürze eröffnet der

1. Unverpackt-Laden in Ingolstadt seine Pforten.

„Unser Konzept ist ein verpackungsfreier, nachhaltiger

Supermarkt für Lebensmittel und Drogerieartikel im

Herzen Ingolstadts. Du hast bei uns die Möglichkeit,

bedarfsgerecht, regional und ökologisch korrekt einzukaufen“,

erklärt Barbara Cremerius, die zusammen

mit Simon Stapf die Geschäfte von nurINpur führt.

Andreas Kuhn und Kathrin Mantel vervollständigen

das Gründerteam. Nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne

im Frühjahr 2018 hat das engagierte

Quartett mittlerweile eine Heimat Am Pulverl 13 gefunden.

Nicht nur alteingesessene Haunwöhrer freuen

sich nun, dass dem historischen kleinen Häuschen mit

dem wild-romantischen Garten neues Leben eingehaucht

wird. Ab sofort leistet jeder, der dort einkauft,

auch noch einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung

von Verpackungsmüll.

Auch Drogerie- und Kosmetikprodukte wird es bei nurINpur

geben.

Unverpackt einkaufen

Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte in Edelstahl- oder

Glasbehältern, Obst und Gemüse so regional und

saisonal wie möglich (teilweise wird auch im ladeneigenen

Garten hinter dem Haus angebaut), Fleisch

nur auf Bestellung, Kosmetik und Drogerieartikel in

nachhaltigen Verpackungen oder zum Wiederbefüllen.

Wer hier einkauft, ist eingeladen, seine eigenen

Behältnisse mitzubringen oder kann diese natürlich

auch vor Ort, für den spontanen Einkauf, erwerben

bzw. leihen. „Wir haben bei unserer Händlersuche

nicht nur innovative Betriebe entdeckt, sondern

auch viele zum Umdenken angeregt. Ein Molkereiunternehmen

denkt über Schmand in Gläsern

nach, ein Creme-Lieferant über die Verwendung von

Honigpapier“, erzählt Cremerius, die gerade von ihrem

Praktikum in einem Unverpackt-Laden in Berlin

zurück ist. Außerdem muss sie gleich wieder ans

Apian-Gymnasium, zum Projekttag zur Müllvermeidung.

„Die Kinder sind mit Feuereifer dabei“, freut

sich die engagierte Ingolstädterin über das große

Interesse. Auch aus der Bevölkerung: „Während der

Umbauarbeiten haben wir oft Besuch bekommen.

Wann wir endlich eröffnen würden, wie sehr man

sich freue, dass das alte Häuschen eine neue Bestimmung

bekäme, ob man irgendwie helfen könne. Das

macht uns Mut!“ Uns auch. Und bringt Zuversicht.

Ein weiteres Stück Zukunft ist nun auch in Ingolstadt

angekommen.


Kräuter-Wissen

Von Gisela Harrer

Eine Hommage an

die Brennnessel:

Ein Kraut, dass man

nicht unterschätzen

sollte. Schon früh, als die

Zeiten rau und die Menschen

arm waren, wurde

sie verwendet. Später als

Dünger für Pflanzen und

Gemüse.

Als Lieferant für meine Kunden, darunter Sterne- und

Fernsehköche sowie die gehobene Gastronomie, kann

ich sie nur empfehlen. Sie ist unglaublich vielfältig: ob

getrocknet einfach als Tee, für Suppen, Pesto mit Pasta,

im Risotto, in der Lasagne oder sogar im Knödel!

Vergessen Sie beim Sammeln auch die Samen nicht!

Getrocknet (nicht in der Sonne, einfach bei Zimmertemperatur

in einer Schachtel) lassen Sie sich hervorragend

in einem Glas aufbewahren. Die Samen können

in einer Pfanne ohne Öl geröstet werden und geben so

Salaten oder auch nur einem Butterbrot so richtig Pep.

Die Blätter nicht roh verwenden! Dann macht die

Brennnessel ihrem Namen alle Ehre. Blanchieren Sie die

Blätter oder kochen Sie sie mit. Ein Koch aus Österreich

war vor einigen Jahren von meiner Brennnessellieferung

gar nicht begeistert. Das Kraut wäre überhaupt

nicht gut angekommen bei seinen Gästen. Ich konnte

das gar nicht verstehen. Doch als er mir erzählte, wie er

sie serviert hat, schon: Leider hatte er die Blätter roh in

den Salat gegeben!

Die Brennnessel leitet Wasser aus dem Körper aus und

stärkt das Immunsystem. Im Vergleich: die Brennnessel

weißt 333 mg Kalium-Kalzium-Magnesium-Folsäure-

VitaminC auf 100g auf. Der Kopfsalat nur 11mg. Außerdem

ist die Pflanze anregend, darum: nicht vernichten,

sondern damit in der Küche zaubern!

Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit!

Ihre Gisela Harrer

Schon

probiert?

Brennnesselsuppe mit Ei

Zutaten: (4 Personen):

3EL Olivenöl

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

2 mittelgroße Kartoffeln

500g frische Brennnnessel

1 l Gemüsebrühe

6 Eier

6 Kerbelblätter

Salz und Pfeffer

Die Brennnessel ist eine der ältesten Heilpflanzen

und hilft bei Arthrose, Arthritis und auch

bei Blasenproblemen und... sie schmeckt.

Für ein leckeres Spätsommersüppchen das Öl

im Topf erhitzen, Zwiebel, Knoblauch und Kartoffeln

klein schneiden und darin unter Rühren

ca. 5 Minuten andünsten.

Dann Gemüsebrühe und Brennnessel dazu geben

und mit Salz und Pfeffer würzen. Lassen Sie

die Suppe nun ca. 15 Minuten köcheln – ohne

Deckel.

Wenn die Kartoffeln weich sind, die Suppe

pürieren.

Eier weich kochen und die Suppe in tiefe Teller

geben. Die Eierhälften darauf geben.

Als Garnitur die Kerbelblätter dazu – Sie verleihen

der Suppe eine süßliche Note.

Guten Appetit!

33

Für Köche & Feinschmecker


34

Für Köche & Feinschmecker

ANZEIGE

Neu: jetzt auch in Augsburg!

It´s !

Alfons Schuhbeck lädt zu einer

spektakulären Show ins teatro-Spiegelzelt

Das neue Programm

„Showtime“ im

teatro-Spiegelzelt

verspricht Glamour pur.

Wer der Einladung von

Sternekoch Alfons Schuhbeck

folgt, den erwartet ein

atemberaubendes Spektakel

aus Akrobatik und Unterhaltung

kombiniert mit

feinsten Gaumenfreuden.

Let the Show begin!

SINFONIE

DES GUTEN

GESCHMACKS

Gebeizter Lachs l

Reiberdatschi l

Limettenjoghurt

Er ist Münchens beliebtester Sternekoch: Alfons

Schuhbeck, der Sie auch heuer wieder mit auf eine

kulinarische Reise in die Welt des guten Geschmacks

nimmt. Eingebettet ist das 4-Gang-

Menü in eine Show der Extraklasse. SHOWTIME

lädt Sie ganz herzlich in eine magisch-glitzernde

Glamourwelt ein: Zirkusdirektor Karsten Speck

führt mit Witz, Charme und Leichtigkeit der alten

Schule gekonnt durch den Abend, während sein

Gegenspieler, der missmutige Magier Hieronymus,

mit penetrant schlechter Laune, Pöbelei und zünftigem

Granteln die teatro-Gäste begeistert. Voller

Emotion verführt Sie das Duo Dasha und Vadym mit

ihrem leidenschaftlichen Tanz durch die Lüfte. Dort

tummeln sich auch die faszinierenden exotischen

Vögel, die Illusionist Marko Karvo spielend leicht aus

flatternden Tüchern hervorzaubert …

Sie werden staunen und unvergessliche Momente

voll Freude erleben! Genießen Sie eine Dinner-Show

der Extraklasse.

DAS MENÜ

Nudel l Trüffel l Parmesan

Ente l Blaukraut l

Kartoffelknödel

Bayerische Creme l

Pistazieneis l Kumquat


Meine liebsten Rezepte

Steinpilzrisotto

mit Weißwein und Parmesan

Zutaten für 4 Personen:

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

25 g getrocknete

oder 250 g frische Steinpilze

250 g Risottoreis

100 ml trockener Weißwein

400 ml Gemüsebrühe

1/2 Bund Petersilie

50 g Butter

30 g geriebener Parmesan

Salz, Pfeffer

35

Für Köche & Feinschmecker

Zubereitung im Schnellkochtopf:

Zwiebel und Knoblauch schälen und zusammen mit den Steinpilzen fein zerkleinern. Bei frischen

Pilzen, diese vorher putzen und mit Küchenpapier abreiben. Alles mit Risottoreis, Wein

und Gemüsebrühe in einen Topf geben, den Schnellgardeckel aufsetzen und verschließen. Den Topf

auf höchster Stufe der Kochstelle aufheizen, bis die notwendige Aufheiz-Temperatur erreicht ist,

den Herd zurückdrehen und das Gericht eine Minute garen lassen. Anschließend den Topf zur Seite

stellen, von selbst drucklos werden lassen und den Deckel abnehmen. Petersilienblätter abzupfen

und fein hacken. Butter, Petersilie und Parmesan unter das Risotto heben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Guten Appetit!!!!


36

Für Köche & Feinschmecker

Mehr Bewusstsein für die Biene

Auch Dank des Bezirks-Bienenzuchtvereins Ingolstadt, der sein 150-jähriges

Bestehen mit einem Festwochenende gefeiert hat

Bürgermeister Sepp Mißlbeck über reicht mit den

Stadträten Manfred Schuhmann (l.) und Hans Achhammer

(r.) eine Spende der Stadt an den 1. Vorsitzenden

des Bezirksbienenzuchtvereins Josef Kaufmann

(2.v.l.)

Die amtierende bayerische Honigkönigin

Katharina I. aus Vilsbiburg hatte mit

ihrer sympathischen Art sofort alle Gäste

für sich und die emsige Arbeit ihrer

Schützlinge eingenommen.

Mit einem Festwochenende am 4. und 5. August begingen die 311 Mitglieder das

150-jährige Jubiläum. Zahlreiche Gäste kamen an beiden Tagen zum Lehrbienenstand

am Mooshäusl und informierten sich über die Arbeit des Vereins.

Vom bienenfleißigen Verein, mit Tradition und dem Blick für´s

Moderne, einer engagierten Nachwuchsarbeit und 311 tatkräftigen

Mitgliedern, sprachen die Festredner auf der großen Jubiläumsfeier

des Bezirks-Bienenzuchtvereins Ingolstadt e.V.. Und ein jeder

erwähnte den großen Beitrag, den der Verein in Sachen Natur- und

Honigbienenschutz betreibe. Und nicht zu vergessen: die Honigbiene

ist nach Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier in Deutschland!

Dass das Leben und Arbeiten des fleißigen Insekts Immer mehr in den

Fokus der Bevölkerung gerät, zeigt auch deutlich das große Interesse

der Besucher: zwei Tage lang herrschte nicht nur bei den 13 Bienenvölkern

des Vereins, sondern auch im Festzelt, im Museum und dem

Garten des Lehrbienenstandes reges Treiben. Man konnte nicht nur

einen Einblick in die Arbeit des Imkers werfen, sondern auch Produkte

erwerben: vom Honig bis zur Bienenwachskerze, aber auch Hilfsmittel

aus dem Imkereifachbetrieb. Wer selbst der Biene etwas Gutes tun

möchte, der kann sich eine eigene Bienenweide anlegen. Keine Angst,

dazu braucht´s nicht mehrere Quadratmeter Acker, sondern nur ein

kleines Lavendelstöckchen für den Balkon!


Foto: rgz/Sanofi/Getty

Mehr Bewegung! 37

Mit den Enkeln spielen und

herumtoben - gesunde Gelenke

sind dafür eine wichtige

Voraussetzung. Unter www.

fit-und-mobil.info gibt es

Anregungen, wie der Alltag

beweglicher gestaltet werden

kann. Und bei Schmerzen

kann der Arzt Hyaluronsäure-

Injektionen wie etwa Synvisc

verordnen.

Pva vrsr

Ziel bei der privaten Vorsorge

ist es, den Lebensstandard im

Alter zu sichern und die drohende

Lücke in der Altersversorgung

zu schließen. Die

Generation 50plus bevorzugt

dabei Produkte, mit denen

man das bislang angesparte

Kapital mehren oder zumindest

erhalten kann. Infos dazu gibt es

unter www.standardlife.de.

Foto: rgz/Rosenhof Seniorenwohnanlagen

Foto: rgz/Standard Life Versicherung/shapecharge

Hintergrundgrafik: Getty

Ran an den Bauch

Gerade wer beruflich viel sitzen muss und

sich wenig bewegt, setzt leichter einen

Bauch an - das kann auch den Testosteronspiegel

negativ beeinflussen. Regelmäßige

Bewegung ist dann angesagt.

Helfen kann außerdem ein Testosteron-

Gel wie „Testogel Dosiergel“. Weitere Infos

gibt es unter www.mannvital.de.

Foto: rgz/Testosterontherapie/Getty

Best Ager in

Bestform

Die „Besten Jahre“ fit und aktiv

genießen – mit viel Bewegung

an der frischen Luft und einem

ausgeglichenen Lebensstil

Huw

Wer sich pudelwohl in seiner

Haut fühlt, kann Freizeitaktivitäten

mit Lebenslust genießen.

Zur Behandlung trockener,

barrieregestörter Haut eignet

sich eine Salbe mit einem

hohen Anteil an Leinöl wie

Linivit. Die Haut wird glatter

und geschmeidiger. Näheres

dazu unter www.linivit.de

Gemeinschaft pflegen

Neues Wohnen im Alter: Warum den

Ruhestand im Eigenheim verbringen,

das eigentlich viel zu groß geworden ist?

Seniorenresidenzen verbinden Wohnkomfort

mit viel Abwechslung und

Geselligkeit. Unter www.rosenhof.de

etwa gibt es mehr Informationen dazu.

Foto: rgz/LINIVIT


38

Leben & Natur

Foto: rgz/Jentschura Internaonal/Maridav-shuerstock

Wie Luft zum Atmen

Rundum erfrischt und lebendig – so fühlt

man sich nach einem Waldspaziergang.

Dieses Gefühl kann man sich auch nach

Hause holen: In Bioläden und Reformhäusern

gibt es mit Sauerstoff angereichertes

Hautwasser wie „Miravera“.

Mehr Infos zu Hautpflege mit Sauerstoff

gibt es unter www.p-jentschura.com

Foto: rgz/LTO Eckernförder Bucht GmbH/Silke Goes

Wildromantisch

Entspannen und genießen – so könnte

das Moo eines Urlaubs in der Ferienregion

Odenwald lauten. Zu den landschalichen

Höhepunkten des Neckarsteigs

zählt sicher die wildromansche

Margaretenschlucht bei Neckargerach:

www.tg-odenwald.de.

Foto: rgz/Tourismus-Service Kellenhusen/M. Hertrich

Während der Fahrradwochen

im OstseeFerienLand

wartet jeden Tag eine andere

geführte Tour auf die Radfahrer.

Insgesamt 300 Kilometer

Radwege führen dort durch eine

ebene Landscha, die alles andere

als langweilig ist: Blaues Meer, viel Wald

und steile Küsten. Die Radwanderkarte kann

unter www.ostseeferienland.de bestellt werden.

Vorsicht, Zecke!

Auch bei Vierbeinern ist ein guter

Zeckenschutz gefragt. Eine natürliche

Alternave zu chemischen Mieln ist

das Ergänzungsfuermiel „Formel-Z“

mit einem Vitamin-B-Komplex aus

Hefe sowie Vitamin B1. Zecken und

Flöhe werden somit ferngehalten:

www.formel-z.info

Waldbaden

Tief ins Grün eintauchen – gut für Körper, Geist und Sle

Foto: rgz/Magnesium Diasporal/PantherMedia/matej-kastelic

Drhelt

Step by step

Nordic Walking ist ein gesunder Sport für jedes

Alter – und kann sehr schweißtreibend sein!

Um nach dem Training Defizite auszugleichen,

eignen sich Mineralstoffe wie Magnesium-

Diasporal 400 Extra direkt (Apotheke). Die

prakschen Poronstütchen sind überall dabei.

Gewagt

Der Fünf-Sterne-

Campingplatz

Havelberge in Mecklenburg-Vorpommern

ist

für Kinder ein riesiger

Abenteuerpark. Direkt

am Woblitzsee am

Rande des Müritz-

Naonalparks gelegen,

lädt er kleine Camper

beispielsweise in den

Waldseilgarten ein.

Infos gibt es unter www.

camping-caravan-mv.de.

Foto: rgz/www.formel-z.info/Gey

Foto: rgz/bvcd-mv.de

Foto: thx


Hungrige Igelmamas unterwegs!

Trockenheit setzt den Igeln schwer zu – Igelbabys oft nur scheinbar verlassen

39

Leben & Natur

Die meisten Igelkinder in Bayern werden im

Spätsommer geboren. Für die Aufzucht

brauchen die Igelmütter nun besonders

viel Energie. Der Regen der letzten Tage ist daher

höchst willkommen, denn die lange Trockenheit

zuvor erschwerte ihnen die Nahrungssuche. Die

Würmer verzogen sich in tiefere und feuchtere

Erdschichten und der Boden war und ist teils

immer noch zu hart zum Scharren nach Nahrung.

Trotz erstem Regen ist es gerade jetzt wichtig,

den Igelmüttern im heimischen Garten zu helfen.

Frisches Wasser und eine kurzfristige Fütterung

unterstützen den stacheligen Gartenbewohner.

Doch Vorsicht! Bei unvorsichtiger Gartenarbeit

laufen die Igelnester Gefahr, zerstört zu werden.

„Ein Igelnest ohne Mutter ist noch kein Grund

zur Sorge. Ist das Nest jedoch definitiv verlassen,

benötigen verwaiste Igelbabys sofort Hilfe und

eine artgerechte Versorgung“, erklärt die LBV-

Igelexpertin Martina Gehret.

Während der Trockenheit mangelt es dem Igel

nicht nur an Wasser, sondern oft auch an Boden-

Nahrungstieren. Regenwürmer und Co. ziehen sich

in feuchtere Bodenschichten zurück und sind damit

für den Igel nicht zu erreichen. Als Folge müssen die

Igelmütter weitere Strecken laufen, um satt zu werden

oder ihren Durst zu stillen. „Es gibt viele Gründe,

warum eine Igelmutter das Nest verlässt. So lässt

sie beispielsweise ihre Jungen im geschützten Nest

zurück, solange sie auf Nahrungssuche geht“, weiß

Martina Gehret. Ein scheinbar verlassenes Igelnest

ist also noch kein Grund zur Sorge. „Wichtig ist es zu

wissen, wann ein Nest wirklich verlassen ist. Flüchtet

die Mutter, weil das Nest durch Gartenarbeiten zerstört

wurde, kommt sie vielleicht zurück und quartiert

ihren Nachwuchs um“, erklärt die LBV-Igelbeauftragte.

Frisch geborene Igelkinder können ohne

Probleme zwei Stunden ohne Mutter überstehen,

ältere Igelkinder können sogar sechs Stunden ohne

Nahrung auskommen. Erst wenn die Igelmutter in

dieser Zeitspanne nicht zurückkommt, gelten die

Igelkinder als verwaist und brauchen Schutz, Wärme

und Nahrung.

Im August und September kommen die meisten

Igelkinder zur Welt. Nach 35 Tagen Tragzeit werden

durchschnittlich vier bis sechs Igelsäuglinge mit

gerade mal 12 Gramm Körpergewicht geboren. Zu

diesem Zeitpunkt sind die Leichtgewichte jedoch

noch blind und taub und werden von der Mutter

beschützt und gesäugt. „Die Entwicklung der Igelbabys

kostet die Igelmutter viel Kraft“, so Gehret.

Ständig sind die Jungen auf der Suche nach den

Zitzen der Mutter und wollen gesäugt werden. Auch

die Igelmutter hat während der Jungenaufzucht

einen riesigen Hunger und geht nachts selbst auf

Beutefang.

Die Aufzucht verwaister Igelsäuglinge ist ein

24-Stunden-Job und sehr anstrengend. Niemand

kann das besser als die Igelmutter. Die Aufzucht sollte

daher nur übernommen werden, wenn definitiv

feststeht, dass die Mutter nicht zurückkommen wird.

„Am besten wendet man sich an einen Tierarzt oder

eine Igelstation“, empfiehlt Martina Gehret. Detaillierte

Informationen zur Aufzucht von Igelsäuglingen

sind unter www.igel-in-bayern.de zu finden.


40

Gesundheit & Vorsorge

ANZEIGE

Gold statt Geld

6% Goldrendite jährlich netto steuerfrei im Goldhaus Ingolstadt im Birnbaumhäusl

Juwelier Rald Berg im historischen Birnbaumhäusl, erbaut 1473, mit Filiale im Westpark seit 2012, ist seit

knapp 30 Jahren eine Institution für Schmuck-, Uhren- und Goldliebhaber in Ingolstadt. Exquisite Juwelen, bezaubernde

Verlobungsringe, faszinierende Trauringe und spannende Uhrenmarken sind sein Markenzeichen.

Auf Gold setzen

Doch eines ist ihm in den letzten Jahren extrem bewusst geworden:

Geld verliert in Deutschland jedes Jahr mindestens 3 Prozent

an Wert, das sind 30 Prozent Kaufkraftverlust innerhalb von zehn

Jahren. 10.000 Euro sind nach zehn Jahren nur noch maximal

7.000 Euro Wert. Vergleicht man z.B. den Preis für eine Mass Bier

auf der Wies´n von vor zehn Jahren und heute (7,50 Euro zu 11.50

Euro), wird einem der Werteverfall des Geldes so richtig bewusst.

Gold hingegen ist seit gut 3.000 Jahren Zahlungsmittel, es hat

Kriege, Währungsreformen und Krisen problemlos überstanden,

es hat sich seit 1970 um das 18-fache erhöht. Gold steigt pro Jahr

durchschnittlich um 9 bis 10 Prozent. Die Unze hat 1970 ca. 70

Euro gekostet, derzeit ca. 1.100

Euro. Die extreme Entwicklung

des immer knapper werdenden

Goldes auf dieser Welt ist noch gar

nicht abzusehen. Länder kaufen

enorme Mengen an Gold als Reserven

und Alternativen für unser

immer labiler werdendes Finanzsystem

auf. Alleine Deutschland

hat derzeit ca. 3.378 Tonnen Gold

eingelagert, um für Krisenzeiten

gerüstet zu sein. Aktuelle Geldanlage-

und Sparmöglichkeiten sind

entweder nicht gewinnbringend

oder mit hohem Risiko behaftet;

der Immobilienmarkt hat ebenfalls

seine eigenen Gesetze. Was

können die Menschen alternativ

tun, um ihren Vermögensaufbau

mittel- bis langfristig sicher, rentabel,

jederzeit verfügbar und dazu

noch steuerfrei zu gestalten?

GOLDHAUS.INGOLSTADT

über

im Birnbaumhäusl

25

Jahre

beste

Beratung

Gold für mehr Rendite

Ralf Berg bietet hierfür eine geniale

Lösung: „Investieren Sie in

Gold! Kaufen Sie Gold im Goldhaus Ingolstadt im Birnbaumhäusl“,

ist sein Tipp. In Zusammenarbeit mit einer renommierten Goldund

Silberscheideanstalt bietet er folgende hochinteressanten

Goldkonzepte an:

1. Der Kunde kauft 1 Gramm Goldbarren (LBMA-zertifiziert

und eingeschweißt) zum besten Marktpreis in Deutschland,

lagert diese sicher, insolvenzgeschützt und jederzeit verfügbar

im Loomis-Zollfreilager in Frankfurt ein und erhält ab einer

Einlagensumme von 3.000 Euro Wert monatlich 0,5 Prozent

Bonus Gold netto physisch dazu gelegt. Das entspricht einer

6 prozentigen Goldrendite. Der allgemeine Wertzuwachs des

Goldes ist hierbei noch nicht berücksichtigt. Die Anlageform ist

die langfristig gewinnbringendste. Bei einer Lagerzeit von zehn

Jahren besitzt der Kunde für 60 Prozent des Kaufpreises mehr

Gold. Dieses Gold oder ein Teil davon ist jederzeit wieder in

Geld umtauschbar. Der Gewinn ist steuerfrei ab dem 13. Monat.

2. Der Kunde kauft Gold ab 10.000 Euro zum besten Tagespreis

in Deutschland, lagert dieses wie im ersten Fall ein und erhält

4,2 Prozent jährlichen Goldbonus. Günstiger kann man kein

Gold kaufen. Der Gewinn ist steuerfrei ab dem 13. Monat.

3. Der Kunde kauft Gold in monatlichen Raten ab 25 Euro und

erhält ab 3.000 Euro einbezahltem

Kapital 0,5 Prozent

monatliches Bonusgold dazu

gelegt. Kinder bis zum 18. Lebensjahr

erhalten zusätzlich

auf alle innerhalb eines Jahres

einbezahlten Beträge rückwirkend

pro Jahr 3 Prozent

Bonusgold dazu gelegt. Das

entspricht 9 Prozent pro Jahr.

4. Der Kunde kauft Gold zum

tagesüblichen Goldpreis und

lagert es dort ein, wo er möchte.

Dann hat er jedoch das

Lagerrisiko, eventuelle Lagerkosten

und kein Bonusgold.

Gold ist die jederzeit sicherste

Geldanlage der Welt. Gold ist

ein Wertspeicher mit enormem

Potential. Gold gehört in jeden

Haushalt und ist die ehrlichste

Altersvorsorge überhaupt.

Expertentipps für Verbraucher

Handelserlöse aus Barrengold sind gem. § EstG nach zwölfmonatiger

Haltedauer steuerfrei

Man sollte stets LBMA-zertifizierte 999,9 Feingoldbarren kaufen.

Diese werden weltweit als Zahlungsmittel akzeptiert.

Der sichererste Lagerort in Deutschland ist ein Zollfreilager. In

Kombination mit einem Bonus-Gold-Konzept über das Goldhaus

Ingolstadt werden die Lagerkosten übernommen.


Heilpraktikerin und

Wegbegleiterin

ANZEIGE

Renate Wiedenbauer verfolgt in ihrer Praxis

„Hoffnung als Weg“ drei verschiedene

Ansätze, um ihren Patienten zu helfen

41

Gesundheit & Vorsorge

Wer zu ihr kommt, hat oft meist schon einen langen, steinigen Weg hinter sich. Dann ist das

wichtigste den Patienten schnell von seinen akuten Schmerzen zu befreien, damit der Kopf

klar ist für: Wie machen wir weiter? Feinfühlig, empathisch und mit Fachkompetenz ist Heilpraktikerin

Renate Wiedenbauer an Ihrer Seite. Sie müssen sich nicht entscheiden, welcher Weg der Ihre

ist. Gehen Sie doch einfach ein Stück auf jedem...

Naturheilpraxis

Die Atemleser

Lebens- und Sterbeamme

Körper und Geist in Einklang bringen.

Renate Wiedenbauer arbeitet

an diesem Ziel mit den verschiedensten

Methoden. Dazu verfügt

sie über zahlreiche Zusatzqualifikationen

wie die Neuraltherapie

zur Schmerzbehandlung oder das

ILP®-Coaching und Psychotherapie.

Ihre heilkundlichen Behandlungen,

wie Ausleitungs- und Umstimmungstherapien,

Biologische

Krebstherapie, Eigenblut- und

Infusionstherapie, Darmsanierung,

Hormontherapie und Vitascanning

finden in entspannter

Atmosphäre in ihrer lichtdurchfluteten

Praxis, umgeben von

einem Ruhe gebenden Garten

statt. Gleichzeitig arbeitet sie mit

Schulmedizinern zusammen, die

das ganzheitliche Behandlungskonzept

komplettieren können.

Gute Ernährung gehört zu einem

gesunden Körper. Anhand

einer wissenschaftlich basierten

Atemluftmessung kann Renate

Wiedenbauer Aussagen über

Stoffwechselvorgänge, Zucker- und

Fettverbrennungswerte des Patienten

treffen. Danach wird ein Ernährungsplan

erstellt, der ganz speziell

auf die betreffende Person zugeschnitten

ist. Die Atemleser liefern

keine Diätanweisung, sondern eine

Ernährungsumstellung mit Atemübungen

und Hintergrundwissen,

die langfristig für Ihr Wohlfühlgewicht

sorgt. Doch der e-Scan Ihrer

Atemluft sagt noch viel mehr: Befinde

ich mich im Anfangsstadium

einer Diabeteserkrankung, atme ich

zu oberflächlich und schade damit

meiner Durchblutung?

Du bist, was du atmest!

Das Leben besteht aus vielen kleinen

Abschieden, schon lange bevor

das Thema „Tod“ zu Tage tritt. Jeder

Augenblick kann auch ein kleines

Sterben sein. Gerät Ihr Leben aus

den Fugen, stecken Sie in einer

Lebenskrise – Renate Wiedenbauer

begleitet Sie als Lebens- und

Sterbeamme aus diesem Tief. Oder

haben Sie eine lebensbedrohliche

Diagnose erhalten? Auch jetzt

benötigen Sie Kraft und Lebenswillen.

Sinn- und Hoffnungslosigkeit

ziehen meist weitere Krankheiten

nach sich. Der Körper reagiert,

wenn der Geist verletzt ist. Renate

Wiedenbauer gibt Mut und hilft

durch Mitgefühl – nicht Mitleid –

andere Lösungswege zu finden!

Nicht nur auf dem letzten Weg des

Lebens.Lesen Sie dazu auch den

Expertentipp auf Seite 55.

Renate Wiedenbauer Heilpraktikerin, Die Atemleser, Trauer- und Sterbeamme,

Fortstr. 17 | 85120 Hepberg | Tel.: 08456 1285

RenateWiedenbauer@t-online.de | www.renatewiedenbauer.de


42

ANZEIGE

Der Expertentipp

Spannungskopfschmerzen - was tun?

Den Alltag ohne Kopfschmerzen genießen!

Die häufigsten Gründe für

Spannungskopfschmerzen und was Sie

dagegen tun können.

Häufige Ursachen

• Fehlhaltungen am Arbeitsplatz

• zu wenig Entspannung

• Stress im Job

Symptome

Bei Spannungskopfschmerzen handelt es sich um

dumpfe, beidseitige Kopfschmerzen, begleitet von

muskulärer Anspannung im Nackenbereich.

Anja Borger

Heilpraktikerin

Tabletten können den Kopfschmerz nicht

heilen. Die Akupunktur dagegen packt den

Kopfschmerz bei der Wurzel!

Vorteile der Akupunktur

• sehr sanfte und wirkungsvolle Therapiemethode

• Wirksamkeit durch vielzählige Studien belegt

• nahezu schmerzfrei - aufgrund spezieller feiner Nadeln

• wenig Zeitaufwand

• keine Nebenwirkungen

Verbesserung der Beschwerden

• erfahrungsgemäß ist ab der 4-5 Sitzung eine Linderung zu

erwarten

• nach 5 –15 Sitzungen können sich die Beschwerden

erheblich verbessern oder sogar vollständig abklingen

Klassische Behandlungsmethode

Die konservative Therapieform bei

Spannungskopfschmerzen ist die Einnahme von

klassischen Schmerzmedikamenten.

Kopfschmerztabletten beheben nicht die Ursache des

Kopfschmerzes, sie betäuben den Schmerz lediglich

für die Wirkungsdauer des Präparats.

Mein Tipp: Akupunktur bei

Spannungskopfschmerzen

Setzen Sie auf natürliche Behandlungsmethoden um

Ihren Kopfschmerz dauerhaft in den Griff zu

bekommen. In meiner naturheilkundlichen Praxis hat

sich die Akupunktur bei Spannungskopfschmerzen als

primäre Behandlungstherapie etabliert.

Patienten Erfahrung

Sandra M. 34 Jahre: Seit mehreren Jahren leide ich unter

stressbedingten Spannungskopfschmerzen. Selbst die

Einnahme von Schmerzmedikamenten, als auch regelmäßige

Entspannungsübungen führten zu keiner vollständigen

Schmerzfreiheit. Die Lösung meines langjährigen Problems,

fand ich in der Akupunktur Behandlung bei Frau Borger .

Therapieverlauf:

• eine Verbesserung meiner Beschwerden trat bereits nach

der 5. Behandlung ein

• nach der 10. Behandlung konnte ich meinen Alltag

wieder genießen

ANJA BORGER, Heilpraktikerin

Praxis für Naturheilverfahren

Bergstraße 19, 85049 Ingolstadt / Irgertsheim

Tel.: 0152 / 23997822

Naturheilpraxis

ANJA BORGER

Naturheilpraxis

ANJA BORGER

Ihre Gesundheit im Mittelpunkt

Besuchen Sie meine Praxis auch online:

naturheilpraxis-borger.de

Ihre Gesundheit im Mittelpunkt


ANZEIGE

43

Der Apothekentipp

Dritte Zähne richtig pflegen

das rät Vita Sauerbrei-Krusche der Eichenwald Apotheke

Gesundheit & Vorsorge

Egal ob herausnehmbare Prothese oder festsitzender Zahnersatz: Die Mundhygiene ist bei den Dritten

Zähnen genauso wichtig wie die Pflege der echten Zähne, denn auf den künstlichen Zähnen kann sich

ebenfalls ein bakterieller Belag bilden. Mit diesen sieben Tipps bleibt Ihr Gebiss lange Zeit bissfest!

1. Zahnersatz nach jeder Mahlzeit säubern! Oft reicht

es auch schon, den Zahnersatz unter klarem Wasser

abzuspülen.

2. 1x täglich mit spezieller Prothesenbürste putzen!

Sie erhalten diese in Ihrer Apotheke oder im Drogeriefachgeschäft.

Ultraschallgeräte zur Prothesenreinigung

und -desinfizierung arbeiten besonders

gründlich. Solche Geräte verwenden auch Zahnärzte

und Zahntechniker. Sie sind in gut sortierten Haushaltswarengeschäften

erhältlich. Bezugsquellen kann

Ihnen der Zahnarzt oder Apotheker benennen. In

den Behälter wird eine dreiprozentige Wasserstoffsuperoxid-Lösung

gefüllt (in Apotheken erhältlich) und

zehn Minuten nach dem Einschalten ist die Prothese

hygienisch sauber.

5. Wer eine Vollprothese trägt, sollte zusätzlich das

Zahnfleisch regelmäßig massieren, da die Prothese

die Mundschleimhaut an Kiefer und Gaumen verdeckt

und die natürlich Pflege durch Zunge und

Speichel so verhindert wird. Die Zahnfleischmassage

sollte besonders für ältere Menschen zur regelmäßigen,

täglichen Gewohnheit werden. Im Alter nehmen

die Abbauprozesse im Kieferkamm zu. Diese Entwicklung

kann zwar nicht vermieden, aber deutlich

verlangsamt werden, wenn das Zahnfleisch immer

wieder massiert und dadurch gut durchblutet wird.

6. Reinigen Sie die Prothese in einem mit Wasser

gefüllten Waschbecken. Fällt Sie Ihnen herunter, geht

Sie nicht so leicht kaputt.

7. Bewahren SIe das Gebiss in frischem Wasser auf,

wenn Sie es für längere Zeit herausnehmen.

3. Verwenden Sie einen Gebissreiniger, der mit

speziellen Reinigungsmitteln die gebildeten Beläge

und kalkhaltigen Zahnstein entfernt. Ihr Apotheker

hilft Ihnen gerne bei der Suche nach dem passenden

Reinigungsprodukt.

4. Verwenden Sie Zahnseide und Mundduschen

wie gewohnt, um auch die Zahnzwischenräume zu

säubern.


44

Sozial & caritativ

ANZEIGE

Ehrenamt – wo bist Du?!

Ihr Weg zu einer ehrenamtlichen Tätigkeit in Ingolstadt

Das Wichtigste überhaupt vorneweg: Ehrenamt soll Spaß machen!

Das betont auch Petra Graupner von der Geschäftsstelle

der Freiwilligen Agentur Ingolstadt: „Sonst macht das Ganze ja

überhaupt keinen Sinn!“ Schließlich handelt es sich um Ihre Freizeit,

die Sie unentgeltlich dem guten Zweck zur Verfügung stellen. Umso

wichtiger ist es, das für sich passende Ehrenamt zu finden. Ja, und wie

stell ich das an? Hier kommt die Freiwilligen Agentur Ingolstadt ins

Spiel. Sie ist der Vermittler zwischen den sozialen Einrichtungen in

Ingolstadt und den potentiellen Ehrenamtlern. Sie bringt Bedarf und

Angebot zusammen. Eine spannende Arbeit für jeden Beteiligten!

Christian Lange ist Vorsitzender der

Freiwilligen Agentur Ingolstadt.

Ingolstadt ist in der glücklichen Lage einer hohen Beschäftigungsquote.

Wer in Vollzeit arbeitet, verfügt natürlich über weniger freie Zeit, die er

ins Ehrenamt investieren könnte. Erfahrungsgemäß engagieren sich vor

allem Menschen im Ruhestand oder die in Teilzeit arbeiten bzw. sich in

Elternzeit befinden auf ehrenamtlicher Basis. „Es herrscht ein kleines Akquiseproblem

im Bereich des Ehrenamtes“, gibt Christian Lange, Vorsitzender

der Freiwilligen Agentur Ingolstadt offen zu. Es würden viel mehr

Menschen von sozialen Einrichtungen gesucht werden, als sich tatsächlich

zur Verfügung stellen. Auch in den konkreten Projekten der Freiwilligen

Agentur wie den Jobpaten, die sich um Jugendliche auf dem Weg

zu einer passenden Ausbildung kümmern, stellt das engagierte Team in

ihrer Arbeit fest, dass noch großer Bedarf an Manpower ist.

Elisabeth Weiland, Leiterin der Geschäftsstelle

Petra Graupner, Engagementberaterin

Hubert Meisinger, Leiter „Jobpaten“-

Projekt

Ich suche ein Ehrenamt...

und wähle dann am besten die Nummer der Freiwilligen Agentur die da

lautet: 0841/9516755! „Dann legen wir einen Termin für ein gemeinsames

Beratungsgespräch fest. Am besten wäre es, wenn der Ehrenamtsanwärter

unseren Fragebogen vorher ausfüllt, dann können wir diesen

beim Gespräch gleich zusammen durchgehen“, rät Petra Graupner, die

selbst seit vielen Jahren in der Patientenannahme im Klinikum Ingolstadt

ehrenamtlich tätig ist. Den Fragebogen finden Sie online zum

Download auf www.freiwilligenagentur-in.de und er hilft, die Vorstellungen

und Interessen des Ehrenamtlers besser zu konkretisieren.

→Kinder, Senioren... Mit welcher Personengruppe

möchte ich gerne arbeiten? Oder lieber mit Einzelpersonen?

→Betreuung, Sport, Verwaltung: Welche Beschäftigung

macht mir selbst Freude?

→ Möchte ich lieber unterstützend tätig sein oder

traue ich mir eine eigenverantwortliche Aufgabe zu?

→ Wie viele Stunden kann ich tätig sein? Zu welcher

Uhrzeit und an welchen Tagen? Regelmäßig oder

spontan? Nur über eine kurze Zeitspanne oder über

mehrere Monate?

→ Was kann ich gut? Sprachkenntnisse, Erfahrung in

bestimmten Bereichen, handwerkliches Geschick etc.

→ Und was mache ich überhaupt nicht gerne?


ANZEIGE

45

Sozial & caritativ

Der Vorstand der Freiwilligen Agentur Ingolstadt: (v.l.) Jürgen Siebicke, Christian Lange, Franz Wöhrl, Caroline Schwärzli-

Bühler und Günther Menig (es fehlt Inge Kunze-Bechstädt). Im Sommer verstarb leider Günther Menig unerwartet und

plötzlich. „Es ist ein großer Verlust für die FWA, denn er war ein herzensguter Mensch, der sich über lange Jahre sehr in der

FWA engagiert hat und durch seine liebe Art einfach so etwas wie die „gute Seele“ war“, betont Lange. Nun sucht die FWA

selbst dringend nach einem Nachfolger Menigs in seiner Funktion als Kassier.

Gerade letzteres ist eine wichtige Frage, die Sie ehrlich beantworten sollten.

Sonst wird das schwer mit der beiderseitigen Win-Win-Situation! Das weiß

auch Petra Graupner: „Auch ich selbst gehe nach meiner ehrenamtlichen

Tätigkeit im Krankenhaus immer mit einem unglaublich guten Gefühl nach

Hause. Ich weiß, ich habe etwas Sinnvolles mit meiner freien Zeit angefangen,

konnte jemandem behilflich sein oder habe ihm eine besondere Situation

erleichtert. Somit profitieren nicht nur die sozialen Einrichtungen, sondern

auch der Ehrenamtliche selbst enorm vom freiwilligen Engagement!“

Meist verlässt man nach dem Beratungsgespräch die Freiwilligen Agentur

mit drei, vier Angeboten in der Hand. Auch der Kontakt zwischen der sozialen

Einrichtung und dem Ehrenamtlichen wird noch von der Agentur

hergestellt. Alles weitere läuft dann ohne das Zutun der FWA ab. „Wir würden

uns jedoch freuen, wenn der Ehrenamtliche oder die soziale Einrichtung uns

Feedback geben würden. Wie ist die Zusammenarbeit gelaufen? Hat es gefunkt

zwischen dem Freiwilligen und der sozialen Einrichtung?

Ist die Ehrenamtsstelle somit vergeben oder sollen

wir weiter suchen? Das wäre nicht nur für den qualitativen

Ausbau des Beratungsgespräches wichtig, sondern auch

für uns persönlich. Ein kleines Erfolgserlebnis wäre schön“,

lacht Petra Graupner.

Laut Lange werden aktuell vor allem im Bereich der Pflege

weitere Ehrenamtliche gesucht. Noch kaum aktiv ist die

Freiwilligen Agentur in der Flüchtlingshilfe, möchte dies

aber in den kommenden Monaten intensiv starten. Wer

sich unverbindlich informieren möchte, kann dies gerne

online auf www.freiwilligenagentur-in.de tun oder

sich direkt mit der Freiwilligen Agentur unter Telefon:

0841/9516755 in Verbindung setzen.

© olezzo - fotolia.com

FREIWILLIGEN

AGENTUR INGOLSTADT

www.ehrenamt-in.de

Sie suchen eine ehrenamtliche

Betätigung?

Sie wollen mit Menschen zusammen

und für sie da sein?

Dann melden Sie sich und

wir suchen gemeinsam ein

passendes Angebot für Sie.

Kreuzstraße 12 | 85049 Ingolstadt

Tel. 08 41 – 9 51 67 55


46

Medizin & Pflege

Krankheit mit den 1000 Gesichtern

Multiple Sklerose – (noch) unheilbar, doch behandelbar: eine Einführung

Es kribbelt in Armen und Beinen, ein Taubheitsgefühl in den

Fingern macht sich breit, ein elektrisierendes Gefühl entlang

der Wirbelsäule bei Nackenbeugung zeigt sich. Unsicherheiten

beim Gehen und Stehen sind feststellbar, eine Spastik stört den

normalen Gang, man sieht Doppelbilder oder bemerkt eine Sehverschlechterung

auf einem Auge – die Erstsymptome bei Multipler

Sklerose , kurz MS können bei jedem Patienten anders sein.

MS ist eine Autoimmunkrankheit, bei der es zu Entzündungen im

Zentralen Nervensystem, also im Gehirn und Rückenmark, kommt.

Warum ist noch nicht zu 100 Prozent geklärt. Man weiß jedoch, dass

mehrere Faktoren dafür verantwortlich sind: Neben den Genen bedingen

bestimmte Umweltfaktoren wie mangelnde Sonnenexposition,

bestimmte virale Infekte oder Rauchen die Störung der immunologischen

Vorgänge am Nervensystem mit. Wichtig für einen erfolgreichen

Behandlungsverlauf ist eine frühe Diagnosestellung. Dazu steht der

Neurologie heute ein engmaschiges Diagnosenetz aus Anamnese,

körperlicher Untersuchung, Blut-, Nervenwasseranalysen, und Kernspintomographie zur Verfügung. Mit rund

120.000 Erkrankten in Deutschland ist die MS die häufigste neurologische Erkrankung, die im jungen Erwachsenenalter

zu bleibender Behinderung und vorzeitiger Berentung führt. Meist treten die ersten Krankheitsanzeichen

zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf, wobei Frauen doppelt so häufig betroffen sind wie Männer.

Dr. Julia Collado Seidel ist Fachärztin für

Neurologie an der Neurologischen Klinik

am Klinikum Ingolstadt.

„Dank intensiver Forschung

wird MS immer besser

verstanden und die Therapien

weiter entwickelt!“

Die Neurologin Dr. Julia Collado Seidel beschäftigt

sich als Fachärztin am Klinikum Ingolstadt

mit der Behandlung Multipler Sklerose

Die Diagnose MS ist für Betroffene noch immer ein

großer Schock. Dabei kann viel getan werden, um

ein Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

Welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung?

Dr. Collado Seidel: MS ist derzeit nicht heilbar. Die Behandlung

konzentriert sich darauf, die Entzündungsaktivität

zu vermeiden oder zu unterdrücken. Die immunmodulatorische

Therapie orientiert sich an der Stärke

der Entzündungsaktivität und ist sehr individuell. Denn

auch wenn sich die Entzündungen der Nervenzellen

und damit die körperlichen Einschränkungen wieder

zurückbilden – jede Entzündung schädigt das Gewebe.

Der durch die Entzündung entstandene Schaden

kann anfangs repariert werden, bei wiederholten

Entzündungsaktivität kommt es aber unweigerlich

zum Verlust von Gewebe und damit zum Verlust von

Funktionen. Deswegen sollen Entzündungen möglichst

verhindert werden. Das funktioniert schon ganz

gut mit der immunmodulatorischen Therapie. Hierfür

stehen mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Medikamente

zur Verfügung, als Spitzen, Tabletten oder

auch Infusionen. Hat der Patient einen Krankheitsschub,

gilt als erstes, die akute Schubbehandlung mit

hoch dosiertem Kortison, das stark entzündungshem-


Die drei Verlaufsformen:

Bei der schubförmigen MS (80% der Erkrankten beginnen

mit dieser Form) tritt die Krankheit in Schüben auf,

die zu bleibender Behinderung führen können.

Die sekundär progrediente MS beginnt ebenfalls

schubförmig, geht dann jedoch in eine Phase der kontinuierlichen

Verschlechterung mit oder ohne Schübe

über.

Seltener ist die primär progrediente MS. Hier kommt

es von Beginn an zu einer schleichenden Verschlechterung,

ohne das klinische Schübe erkennbar wären.

Eine Prognose über den Krankheitsverlauf zu machen,

ist kaum möglich. Eine Heilung derzeit auch noch

nicht. Dank moderner Medikamente werden Behinderungen

jedoch deutlich hinausgezögert. Die Lebenserwartung

der meisten MS-Patienten entspricht nahezu

der Normalbevölkerung. Sofern die Behandlung

konsequent durchgeführt wird und der Patient gut auf

die Medikation und Anwendungen anspricht.

mend wirkt. Da Cortison bei einer längeren Einnahme

starke Nebenwirkungen hat, beträgt die Dauer dieser

Schubtherapie meist nur drei bis fünf Tage. Die immunmodulatorische

Schubtherapie sollte auch in der

schubfreien Zeit durchgeführt werden, da die Krankheit

auch dann aktiv sein kann. Außerdem besteht eine

umfassende Therapie aus weiteren Bausteinen: Physiound

Ergotherapie um körperliche Einschränkungen

und die Motorik zu verbessern. Logopädie bei Sprachund

Schluckbeschwerden. Sport hat sich als äußerst

hilfreich erwiesen: Ausdauer, leichtes Krafttraining

und Entspannungsübungen in Kombination wären

wünschenswert. Chronische Müdigkeit kann durch

rehabilitative Ansätze sowie Sport und Medikamente

in Kombination behandelt werden. Die Neuropsychologie

bietet Gedächtnis- und Aufmerksamkeitstraining.

Wichtig ist, dass die Therapie möglichst frühzeitig

begonnen und verlaufsmodifiziert wird. So können

manche Symptome erst gar nicht oder nur in abgemilderter

Form auftreten. Ich rate allen meinen Patienten

zu einem aktiven Leben mit Unternehmungen, Spaß

und Bewegung. Das ist wichtig für Körper und Geist.

Wo setzt die aktuelle Forschung an?

Dr. Collado Seidel: Die MS ist nicht nur die Krankheit

der 1000 Gesichter, sondern sie stellt die Forschung

auch vor viele Rätsel.

1. Wie entsteht die Entzündung am Gehirn/Rückenmark,

welche Mechanismen sind beteiligt, und wie

kann sie verhindert werden?

2. Wie kann entstandener Schaden behoben werden?

3. Was löst überhaupt die Entzündung aus und wie

kann sie kontrolliert werden?

4. Welche Umweltfaktoren und genetische Faktoren

spielen eine Rolle?

LACHEN MACHT LOCKER

rostfrei verlost humorvolle Illustrationen von Phil Hubbe

Der 52-jährige Karikaturist Phil Hubbe erkrankte im Jahr 1985 selbst an MS.

Seine Freunde rieten ihm, in die Offensive zu gehen und die Krankheit in seinen

Arbeiten zum Thema zu machen. Mit Erfolg. Nach Veröffentlichungen z.B. in

der Fachzeitschrift „Handicap“, Deutschlands führendem Informations-

und Lifestylemagazin für mobilitätsbehinderte Menschen,

veröffentlichte er 2004 sein erstes Buch „Der Stuhl des

Manitou – Behinderte Cartoons“ (Lappan Verlag Oldenburg).

Aus diesem Buch sind auch die beiden Cartoons auf den Seiten

46 und 50. Seine neueste Cartoon-Sammlung „Der siebte Sinn“

porträtiert humorvoll den Alltag und die absurden Situationen,

die Menschen mit Behinderung meistern müssen. Wo man

verzweifeln könnte, schafft er mit seinem Humor den Raum für befreiendes

Lachen und ein unverkrampftes Miteinander von Menschen mit und ohne

Behinderung. Wir verlosen ein Exemplar. Schreiben Sie uns: rostfrei, Marsstr. 17,

85080 Gaimersheim oder info©rostfrei-ingolstadt.de. Stichwort: MS.

5. Wie lässt sich die Diagnostik der MS verbessern, um

die Patienten frühestmöglich zu behandeln?

In der Diagnose der MS kommt unter anderem die

MRT zum Einsatz. Je besser und hochtechnisierter diese

bildgebenden, medizinischen Gerätschaften sind,

desto besser und früher kann die MS erkannt und mit

der Behandlung begonnen werden.

Außerdem ist die Erkrankung heute viel differenzierter

definiert. Manche Symptome, die früher der MS zugeordnet

wurden, wurden nun als eigenständige Krankheit

erkannt, die auch eine ganz andere Behandlung

notwenig machen.

Die Frühphase, also die Phase in der die ersten Schübe

auftreten, ist bereits gut erforscht. Es steht eine gute

Auswahl an Medikamenten zur Verfügung, die die

Entzündungen hemmen oder beseitigen, es kommen

auch immer noch neue Medikamente mit verbesserten

Wirkansätzen auf den Markt. Doch die Spätphase,

in der es bereits zu bisher irreparablen Schäden des

Zentralen Nervensystems gekommen ist, steht noch

im Fokus der Forschung. Die Frage lautet: wie könnten

von einer Entzündung betroffene oder zerstörte

Nervenzellen wieder aufgebaut werden?

Die Forschung beschäftigt sich natürlich immer auch

noch mit den auslösenden Faktoren der MS. Mittlerweile

wurden bereits MS begünstigende Gene isoliert.

Doch hier ist ebenfalls noch Forschungsbedarf.

Jeder MS-Patient reagiert unterschiedlich auf z.B.

Hitze oder Stress. Forschungsgegenstand sind deswegen

auch die Umweltfaktoren oder Verhaltensweisen

und Essgewohnheiten der Patienten, die den

Verlauf der MS-Erkrankung in irgendeiner Art und

Weise beeinflussen.

47

Medizin & Pflege


48

ANZEIGE

Medizin & Pflege

Das Klinik-Portät

Marianne-Strauß-Klinik am Starnberger See

Sie ist seit 30 Jahren die Spezialklinik für die Behandlung

von Multipler Sklerose. Die Marianne-Strauß-Klinik

am Starnberger See begleitet

als neurologische Fachklinik

und Kompetenzzentrum für

MS ihre Patienten durch alle

Stadien der Erkrankung: ob

nun aktuell eine akutmedizinische

Behandlung von Nöten

oder eine Reha-Maßnahme

angestrebt werden soll. Der

Erhalt und die Steigerung der

Lebensqualität sind das Ziel

Geschäftsführer

Jürgen Schneider

Geschäftsführer und

Ärztlicher Leiter Prof.

Dr. Ingo Kleiter.

der sehr individuellen Therapiepläne,

die der Ärztliche Leiter

und Geschäftsführer Prof.

Dr. Ingo Kleiter mit seinem

engagierten und bestens ausgebildeten

Team erarbeitet.

„Wir möchten unseren Patienten

eine hoch-qualitative

Behandlung bieten. Deshalb

arbeiten wir nicht nur mit viel

Herz und persönlichem Engagement,

sondern auch mit

wissenschaftlich fundierten

Behandlungskonzepten, die

wir in unserer täglichen Arbeit

überprüfen und weiterentwickeln“, betont Kleiter.

Ein ganzheitlicher Ansatz wird verfolgt, demnach

profitieren Patienten von der Erstdiagnose an.

Tradition und Moderne treffen hier aufeinander:

Ende September feierte die Marianne-Strauß-Klinik

ihr 30jähriges Bestehen und damit drei Jahrzehnte

außergewöhnlicher Arbeit auf dem Gebiet der MS.

Multimodales Behandlungskonzept

„Unsere medizinische Behandlungsstrategie beruht

auf verschiedenen Säulen: einer frühzeitig einsetzenden

Immuntherapie, einer intensiven symptomatischen

Therapie, einer intensiven Begleitung

durch unsere therapeutischen Abteilungen sowie

unseren unterstützenden Angeboten“, so Geschäfts-


Buch-Tipp:

„Alles wie immer, nichts wie

sonst – Mein fast normales

Leben mit multipler Sklerose“

von Julia Hubinger

49

Medizin & Pflege

Die Marianne-Strauß-Klinik ist eingebettet in eine natürliche

Parklandschaft und in Sichtweite zum Starnberger See. Die

Klinik liegt in Kempfenhausen, einem Ortsteil der Gemeinde

Berg, die mit gemütlichen Cafés und traditionellen bayerischen

Gasthäusern immer einen Besuch wert ist.

führer Jürgen Schneider. Denn die „Krankheit mit

den 1000 Gesichtern macht es auch nötig, auf die

unterschiedlichste Art auf sie zu reagieren. Wie im

Schaubild gezeigt, steht jedem Patient neben den

komplexen Therapiestrategien eine Auswahl an pflegerischen

Angeboten zur Verfügung. Äußerst wichtig

ist jedoch auch, dass Patienten Unterstützung

erfahren: sei es durch seelsorgerische Maßnahmen

bei Ängsten und Ungewissheit oder auch durch die

Beratung des Sozialdienstes, die hilft die Lebenssituation

mit der unheilbaren Krankheit zu bewältigen.

Das breite Spektrum ermöglicht es, immer eine

passgenaue Therapie entwickeln zu können – nach

neuesten immunologischen Erkenntnissen und auf

dem aktuellsten Stand der Forschung.

Zeit nehmen!

Das nennen die Verantwortlichen als wesentlichen

Faktor des Erfolges. Darum verbringen Patienten im

Durchschnitt auch 16 Tage in der Klinik. Der persönliche

Kontakt, ausführliche Gespräche und Begegnungen

tragen zum Gelingen der Therapie bei.

Doch es kann auch immer Phasen im Leben geben,

in denen man Beratung, Diagnostik und Therapie

rund um die Erkrankung Multiple Sklerose benötigt,

jedoch nach der Therapieeinheit wieder nach Hause

möchte. Für diese Patienten steht die Tagesklinik zur

Verfügung. Gleichzeitig bietet die Marianne-Strauß-

Klinik eine privatärztliche Ambulanz für Privatversicherte

oder Selbstzahler sowie eine neuroimmunologische

Ambulanz nach §116b.

Marianne-Strauß-Klinik am Starnberger See

Milchberg 21 | 82335 Berg

Telefon: 08151/261-0 | www.ms-klinik.de

Julia ist Anfang dreißig, nach

einigen Jahren Fernbeziehung

endlich wieder mit

ihrem Mann zusammengezogen

und rundum glücklich – es läuft

eigentlich alles nach Plan. Wegen

eines Kribbelns und Taubheitsgefühlen

im Körper lässt sie

sich nichtsahnend im Krankenhaus

untersuchen.

Es folgt der Schock: Diagnose

Multiple Sklerose! Für die bis dahin

kerngesunde Julia bricht eine

Welt zusammen. Plötzlich ist sie

mit einer unheilbaren Krankheit

konfrontiert, die ihr Leben auf einen Schlag verändert.

Es folgen Klinikaufenthalte und unzählige

Tests, Therapien mit starken Medikamenten, Momente

der Verzweiflung und Angst und auch Wut

auf das ungerechte Schicksal. Doch Julia steckt den

Kopf nicht in den Sand und lernt mit der Zeit, dass

ihr Leben mit Multipler Sklerose zwar nicht immer

einfach ist, aber jederzeit absolut lebenswert bleibt.

Authentisch und mit viel Feingefühl erzählt sie, was

die Krankheit für sie verändert hat und wie sie trotz

allem hoffnungsvoll ihre Zukunft anpackt. Dazu

gehört auch die Entscheidung, mit ihrem Mann eine

Familie zu gründen – MS hin oder her. »Alles wie

immer, nichts wie sonst« ist der berührende Erfahrungsbericht

einer jungen Frau, die im Umgang mit

ihrer Krankheit jede Menge Stärke und Kampfgeist

beweist und einen Einblick in das Krankheitsbild

MS gewährt. Ein wichtiges Memoir, das allen selbst

Betroffenen, Angehörigen und Interessierten Mut

macht und zeigt: Aufgeben kommt nicht in Frage!

Wir verlosen ein Exemplar des mutigen Buches

von Julia Hubinger. Schreiben Sie uns:

rostfrei, Marsstr. 17, 85080 Gaimersheim oder

info@rostfrei-ingolstadt.de

Bitte Stichwort: MS angeben!

224 Seiten, € 14,95

ISBN: 978-3-95910-124-0


50

Medizin & Pflege

Der Krankheit die Stirn bieten

Martina* lebt seit fast 20 Jahren mit MS. Sie hat ihren

eigenen Weg gefunden, der Krankheit zu begegnen.

Mit Erfolg: Ihr letzter schwerer Schub war vor 7 Jahren.

Heute ist gutes Wetter. Es ist bedeckt, eher kühl, nichts zu

spüren von der schwülen Sommerhitze. Die ist nichts für die

Martina. Da bleibt sie lieber zuhause in ihren klimatisierten

vier Wänden. Am Weiher in der Sonne liegt die sympathische Ingolstädterin

nicht gern. Nicht mehr. Als Kind gehörte ausgiebiges Sonnenbaden

früher natürlich zu jedem Urlaub dazu. Heute verträgt

Martina Hitze nicht mehr gut. Martina leidet seit fast 20 Jahren an

MS. Der Krankheit mit den 1000 Gesichtern. Und bei Martina zeigt

sich eben das Gesicht, das keine Hitze mag.

Als sie damals mit Anfang 20 während einer recht

stressigen Phase des Studiums ein leichtes Taubheitsgefühl

im Oberschenkel verspürte, brachte sie das

nicht mit einer Begebenheit von vor zwei Jahren in

Verbindung, als sie in der Schule plötzlich Probleme

mit einem Bein hatte und es beim Laufen ein paar Wochen

leicht hinterher zog. Noch machte sie sich keine

Sorgen. Das ging vorbei damals. Das wird wieder vergehen.

Erst einmal ab in den wohlverdienten Urlaub in

die Sonne. „Eines Abends habe ich leicht verschwommen

gesehen. Meer, Wind, Sand. Ich hab es darauf

geschoben. Am nächsten Morgen war meine Pupille

stark vergrößert. Tage später bin ich aufgewacht und

mein damaliger Freund hatte drei Augen. Heute weiß

ich, das waren Doppelbilder. Damals war´s einfach nur

schockierend“, erinnert sie sich. Zuhause ging es sofort

in Klinikum. Weil sie relativ viele Symptome auf einmal

aufwies, war die Diagnose einfacher. „Ich sehe die Ärzte

noch vor mir stehen, wie sie mir den Befund erklären.

Mein Immunsystem richte sich gegen mich selbst,

greife den eigenen Körper an.... Ich habe aufmerksam

zugehört und immer darauf gewartet, dass der Satz

kommt: „Und hier mit diesem Medikament geht das

wieder weg.“ Da kam nichts. Außer irgendwann der

Begriff MS. Und mir die Tränen“, erzählt Martina leise.

Doch ihr oftmals trockener Humor gewinnt die Überhand:

„Wissen über die Krankheit hatte ich damals nur

aus meiner Lieblingsserie „Verbotene Liebe“, lacht sie.

Mittlerweile ist sie Expertin auf dem Gebiet. Wie auch

ihre Eltern, von denen sie von Anfang an viel Zuversicht

und jede denkbare Unterstützung erhalten hat.

2002 wurde eine Spritzentherapie gestartet. 3 Mal

pro Woche, an den Behandlungstagen ging es ihr

nicht gut. Ihr Immunsystem wurde runtergefahren,

sie bekam meist Fieber. Trotzdem kamen die Schübe.

Taubheitsgefühle in Händen und Füßen, Doppelbilder,

Probleme beim Fokussieren. „2006 hatte ich

einen schweren Schub während der Abschlussprüfungen.

Ich kam sogar 5 Wochen auf Reha. Hin bin ich

mit dem Rollator. Nach Hause ohne. Er steht seither

im Keller. Gebraucht habe ich ihn nie wieder.“ Die

Therapie wurde umgestellt. 2007 lernte sie ihren heutigen

Mann kennen. Recht schnell erzählte sie ihm

von ihrer Krankheit. „Damit kann man ja nicht bis zum

ersten Schub warten!“ Und doch weiß man erst dann,

ob man damit zurecht kommt. Er tut es. Besonnen

und ruhig habe er gefragt, wie er ihr helfen könne,

schmiert Brote, schließt Knöpfe, schenkt Kaffee ein.

Denn Feinmotorik und bestimmte Bewegungsabläufe,

bei denen sie die Arme nicht irgendwo aufstützen

kann, wie z.B. Fahrrad fahren oder Fenster putzen,

bereiten ihr Schwierigkeiten. Fenster putzen könne

man ja auch lassen. Oder delegieren.

Schwierigkeiten hatte sie nach dem ganz schlechten

Jahr 2011 auch mit ihrer Behandlungsmethode.

Ihr Kopf weigerte sich gegen die Spitzen. Sah sie

nicht mehr als Heilmittel, sondern als Gift. Seit April

2012 hat sie die Spritzen abgesetzt. Natürlich unter

ärztlicher Beobachtung. Ihre Werte waren und sind

sehr gut. Regelmäßige Tests ergaben eine Verbesserung

ihres Zustandes, die Schubrate ging nach

unten. Alle 5 Wochen bekommt sie nun eine Infusion,

die ihren Mineralstoff- und Vitaminhaushalt ins

Gleichgewicht bringt und entgiftet. Zusammen mit

Physiotherapie und Entspannungstechniken, einer

Ernährungsumstellung von Beginn an und schrittweisen

Anpassung im Alltag, wie einem Auto mit

Automatikgetriebe und einem PC mit Spracherkennung

im Büro, bietet Martina ihrer MS die Stirn. Wer

die hübsche Blondine sieht, sieht sonst nichts. Das

ist auch ihr Wunsch: die Lebensqualität erhalten und

den Rollator im Keller lassen.

* Name von der Redaktion geändert.


51

Leben im Demenz-Dorf?

Lebensraum für Menschen mit Demenz

Medizin & Pflege

Tönebön am See in Hameln in Niedersachsen legt Wert auf den Erhalt der Eigenständigkeit von an Demenz erkrankten Menschen.

Hier leben die Bewohner in sechs Hausgemeinschaften zusammen.

Wohnen fast wie Daheim – das ist der

Wunsch aller Menschen mit Demenz.

Ein selbstbestimmtes Leben in einer

Gemeinschaft führen, normalen Alltag erleben

und trotzdem das richtige Maß an Pflege erhalten.

Die Tönebön-Stiftung in Niedersachsen betreibt

neben verschiedenen Heimen auch eine besondere

Art der Betreuung: in Tönebön am See leben

Menschen mit Demenz in sechs Hausgemeinschaften.

Hier wird gekocht, gebacken und Wäsche gewaschen.

Jeder tut dabei was er kann, was seinen

Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Präsenzund

Pflegekräfte begleiten den Tagesablauf und

übernehmen Tätigkeiten, die die Bewohner nicht

mehr leisten können.

Bekannter als Tönebön in Niedersachsen ist in

Fachkreisen das niederländische Pflegezentrum De

Hogeweyk in Weesp bei Amsterdam. Dort leben die

Bewohner eben auch nicht in einem großen mehrgeschossigen

Wohnklotz, sondern im „Dorf“ in kleineren

Reihenhäusern, die um einen geschlossenen

Innenhof herum angeordnet sind. Der Innenhof ist

parkähnlich gestaltet, bietet Sitzgelegenheiten und

ein großes Schachfeld, aber auch straßenähnliche

Wege. Außerdem gibt es einen Marktplatz, einen

Friseur, ein Café und einen kleinen Supermarkt.

Zukunftsweisendes Konzept

Die öffentliche Diskussion war groß: von einem

Disneyland für Demenzkranke war ebenso die

Rede, wie davon, dass Kranke in einer Enklave leben

müssen, anstatt echte Inklusion zu erfahren. Doch

Dr. Winfried Teschauer, wissenschaftlicher Leiter

der Ingenium-Stiftung, sieht vor allem die positiven

Dr. Winfried Teschauer

stv. Vorsitzender der

ingenium-Stiftung

Effekte von Wohngemeinschaften:

„Die Betreuung kann viel

persönlicher gestaltet werden

und der Bewohner behält seine

Individualität. Daran sehe ich

erstmal nur Gutes. Dass Menschen

mit Demenz in Wohngemeinschaften

zusammen

leben, ist ein zukunftsweisendes

Konzept, dass unbedingt

weiter verfolgt werden sollte!“

Konzepte wie Tönebön scheiterten

jedoch i.d.R. am erhöhten

Finanzaufwand für die Grundstücke: „Betreiber

einer Pflegeeinrichtung müssen nun mal leider auch

wirtschaftlich denken. Als Standardleistung für den

Großteil aller Menschen mit Demenz ist Tönebön

nicht realisierbar.“

Positive Aspekte übernehmen

Trotzdem wäre ein Ausbau derartiger Einrichtungen

äußerst wünschenswert. Ein Anfang könnte es

sein, Teile des Konzeptes in den derzeitigen Heimalltag

zu integrieren. „Wichtig ist meiner Meinung

nach vor allem, den dort lebenden Menschen eine

sinnstiftende Beschäftigungen zu ermöglichen. Im

Alter macht man doch auch gerne Dinge, die einen

als junger Mensch schon interessiert haben: Essen

zubereiten in einer Gemeinschaftsküche. Säen und

Pflanzen in einem Garten mit Hochbeeten. Manche

möchten bei der Wäsche helfen oder auch die Terrasse

fegen. Das würde ich übrigens später einmal

gerne übernehmen. Sollte ich im Alter in einer

Heimeinrichtung leben, möchte ich nicht plötzlich

töpfern müssen!“


52

Medizin & Pflege

Pflegebedürftigkeit

Für Betroffene und ihre Angehörige stellen sich viele wichtige Fragen

Wenn die eigenen Eltern, der Ehepartner

oder andere Angehörige nicht mehr alleine

zurechtkommen, stellen sich viele

Fragen. Hier gibt es wichtige Antworten.

Was steht einer pflegebedürftigen Person zu?

„Wer eine pflegerische Versorgung benötigt, kann

Pflegegeld beantragen. Die Pflegeversicherung

zahlt diese finanzielle Leistung, wenn die Pflege

selbst sichergestellt wird – etwa durch Angehörige“,

erklärt Roland-Partneranwältin Susanne

Gundermann, Fachanwältin für Familienrecht von

der Mannheimer Anwaltssozietät Decker, Schad &

Kollegen. Das Pflegegeld werde nicht direkt an die

Pflegeperson gezahlt, sondern an den Pflegebedürftigen.

Dieser könne es als finanzielle Anerkennung

an pflegende Angehörige weitergeben. „Das Pflegegeld

kann auch für die ambulante Pflege durch eine

Fachkraft verwendet werden“, so Gundermann. Bei

der Betreuung in einer Einrichtung übernimmt die

Pflegeversicherung die Pflegekosten je nach Pflegegrad.

Die weiteren Kosten tragen die Bewohner oder

deren Angehörige selbst.

Was ist mit der Pflegezeit?

Wer bei einem Arbeitgeber mit mehr als 15 Beschäftigten

angestellt ist, kann sich bis zu sechs Monate

für die Pflege von nahen Angehörigen freistellen

lassen. „Die Pflegezeit muss gegenüber dem Arbeitgeber

zehn Arbeitstage, bevor sie in Anspruch

genommen wird, schriftlich angekündigt werden“,

betont Gundermann. Die Pflegeperson könne sich

vollständig oder teilweise von der Arbeit freistellen

lassen und sei sozialversichert. Sie erhalte aber auch

keinen oder nur einen anteiligen Lohn für diese Zeit.

Wie beantragt man Pflegegeld?

Den Antrag auf die Zahlung von Pflegegeld stellt

man bei der Krankenkasse des Pflegebedürftigen.

Voraussetzung ist, dass der Pflegebedürftige vorab

einen Pflegegrad erhalten hat. „Die Einteilung wird

ebenfalls bei der Krankenkasse des Pflegebedürftigen

beantragt“, so Gundermann. Der Medizinische

Dienst der Krankenversicherung (MDK) überprüft

die Situation zu Hause beim pflegebedürftigen

Antragsteller. Danach erfolgt der Bescheid über

die Festsetzung. „Wenn der Pflegegrad unerwartet

gering ausfällt, sollte man binnen eines Monats

Widerspruch bei der Krankenkasse einlegen“, rät

Gundermann.

Für wessen Pflege muss man aufkommen?

Laut Gesetz müssen Bürger Unterhalt für „Verwandte

gerader Linie“ bezahlen, also für Personen, von denen

sie abstammen oder die von ihnen abstammen.

„Wenn das Pflegegeld, das Einkommen und das

Vermögen des Pflegebedürftigen nicht ausreichen,

um etwa die Heimkosten ganz zu decken, können

Kinder im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit herangezogen

werden“, so die Roland-Partneranwältin. Ob

und in welcher Höhe Kinder zahlen müssen, sollten

sie sich von einem Anwalt berechnen lassen.


Kommunikation bei Demenz

So kann sie für beide Seiten positiv verlaufen

Eine Kommunikation auf Augenhöhe ist zwischen einem Demenz-Patienten und einem gesunden

Menschen ab einem bestimmten Krankheitsgrad kaum mehr möglich. Dies liegt vor allem am

Gedächtnisverlust, der dem Kranken nicht bewusst ist, und dem Resultat davon: er lebt oft in

seiner eigenen Welt. Und die lässt ihn vehement JETZT nach Hause gehen wollen, obwohl er sich doch

in seinen eigenen vier Wänden befindet. Oder er möchte JETZT zu Mittag essen, obwohl es mitten in

der Nacht ist. Damit beide Seiten aus der Kommunikation etwas Positives ziehen, sollten Angehörige

folgende Tipps beachten:

Orientierung vermitteln: Weil Menschen mit

Demenz unter Umständen nicht wissen, dass gerade

Winter ist, macht die Aufforderung „Zieh bitte Deine

Jacke an“ nicht viel Sinn. Besser, Sie geben gleichzeitig

noch eine Zusatzinformation: „Es ist so kalt

draußen. Du wirst frieren. Bitte zieh Deine Jacke an.“

Einfache Sätze: Verwenden Sie simple Sätze mit

einfachem Satzbau. Kurze Sätze sind für Demenzkranke

viel leichter verständlich und umsetzbar.

Hilfestellung geben: Sie reden über das Buch dort

auf dem Tisch? Zeigen Sie direkt darauf. Das hilft

dem Kranken, den Bezug herzustellen. Wenn Sie ihn

ansprechen, suchen Sie den Blickkontakt. Dann weiß

er, dass auch er mit der Ansprache gemeint ist.

Zeit lassen: Menschen mit Demenz finden oft

nicht gleich die richtige Formulierung. Lassen Sie

ihm Zeit und reden Sie nicht gleich dazwischen

Wiederholungen sind wichtig: Steht etwas besonderes

an, sie bekommen z.B. Besuch, dann sprechen

Sie regelmäßig davon.

Konkrete Anweisungen geben: „Deckst Du bitte

den Tisch?“ – Diese Aufforderung impliziert zu viele

Handlungsanweisungen. Besser: „Nimm bitte die

Teller und stelle sie auf den Tisch.“ Auch ein „Was

möchtest Du heute machen?“ lässt dem Kranken

zu viel Spielraum, den er gar nicht braucht. Besser:

„Willst Du lieber fernsehen oder soll ich Dir vorlesen?

53

Medizin & Pflege


54

Medizin & Pflege

Das Traditionskrankenhaus

90 Jahre Klinik Dr. Maul in Ingolstadt

Klinikgründer Dr. Georg Maul

Bereits seit 90 Jahren steht

die Klinik Dr. Maul im Herzen

Ingolstadts für traditionelle

Werte auf modernstem

Niveau. Heute arbeiten mehr als

140 Beschäftigte und 25 Belegärzte

an 365 Tagen im Jahr für

Ihre Gesundheit. Mittlerweile

wird das Traditionshaus in der

4. Generation als mittelständisches

Familienunternehmen der

Familien Maul/Neudecker betrieben.

Begonnen hat die Geschichte

der Klinik im Jahr 1928...

Es war der Chirurg Dr. Georg Maul, Vater der langjährigen

Klinikleiterin Beate Neudecker und Großvater des

Chirurgen und Orthopäden sowie heutigen Klinikleiters

Dr. Michael Neudecker, der vor 90 Jahren das Haus

an der Östlichen Ringstraße eröffnete. Sein Vater gab

ihm die Liebe zum Beruf weiter, betrieb er doch selbst

gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine Praxis am Paradeplatz

und arbeitete als leitender Arzt am städtischen

Krankenhaus in der Beckerstraße. Bereits am Paradeplatz

wurden erste kleinere Operationen durchgeführt,

doch schnell gelangte man an seine Kapazitätsgrenzen.

Der Neubau am heutigen Standort verfügte im

Gründungsjahr über 35 Betten für die Fachrichtungen

Chirurgie, Geburtshilfe und Gynäkologie. 1961 übernahm

Dr. Ludwig Neudecker, der Schwiegersohn des

Klinikgründers, die Ärztliche Leitung. Fast 35 Jahre lang

sorgte er für nochmalige Erweiterungen und Umbaumaßnahmen.

Einer seiner Söhne, Dr. Michael Neudecker,

ebenfalls Chirurg, konnte die Familiengeneration

nun in der 4. Generation fortsetzen. Er ist Geschäftsführer

und seit 2016 ärztlicher Leiter der Klinik Dr. Maul.

Die Klinik Dr. Maul im Gründungsjahr

1928 und heute.

Alle Fotos: Klinik Dr. Maul

Das bisher umfangreichste Bauprojekt in der Klinikgeschichte

war die Generalsanierung des Hauses, die

1991 begonnen wurde. Das ursprüngliche Klinikgebäude

wurde dabei schrittweise abgetragen und in

mehreren Bauabschnitten neu aufgebaut. Im Jahr

2000 kam die Generalsanierung zum Abschluss. 2014

erfuhr die Klinik eine zusätzliche Erweiterung. Ein

wahrer Kraftakt, denn die Umbaumaßnahmen wurden

bei vollständig laufendem Betrieb durchgeführt.

Seit 1. Juli 2006 sind Dr. Michael Neudecker und seit 1.

Oktober 2010 Dr. Tristan Künzel, Facharzt für Chirurgie

und Viszeralchirurgie in der Chirurgisch-orthopädischen

Gemeinschaftspraxis Ingolstadt tätig, die sich

im Erdgeschoss der Klinik befindet. Seit 1. Oktober

2017 werden sie unterstützt durch Dr. Dorina Tertiu,

Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie

ab 1. Oktober 2018 zusätzlich durch Dr. Robert Lindner,

einem Endoprothetik-Spezialisten von der Uniklinik

Jena. Die Klinik Dr. Maul freut sich über ständig steigende

OP- und Patientenzahlen: über 3000 stationäre

Operationen und über 12.000 Patienten jährlich in der

Notaufnahme zeugen von der Kompetenz und Leistungsfähigkeit.


ANZEIGEN

Der Expertentipp:

Trauer von Kindern und Jugendlichen

Renate Wiedenbauer

55

Medizin & Pflege

Renate Wiedenbauer, zertifizierte Traueramme

nach Claudia Cardinal (Trauerbegleitung bei

Kindern und Jugendlichen) gibt Rat:

Was bedeutet Trauer? „Ein tiefer seelischer

Schmerz über einen Verlust oder ein Unglück“.

Vielleicht bedeutet Trauer jedoch auch das Begreifen,

dass etwas Kostbares unwiderruflich verloren

und vorbei ist. Ja, eine gemeinsame Zukunft ist

zu Ende. Jedoch so unterschiedlich wir Menschen

sind, so unterschiedlich ist auch der Umgang mit

dieser Situation. Und diese Unterschiede gelten

auch für Kinder und Jugendliche.

Hürden die je nach unterschiedlichem Alter bei Kindern

auftauchen können sind z.B.:

Wut und Zorn, Aggressivität, Rückzug, Schuldgefühle,

Leistungsabfall in der Schule, Stimmungsschwankungen,

Schlafängste und Alpträume.

Was sollten Erwachsene beachten:

Erklären Sie was passiert ist, sprechen Sie über

den Tod, bleiben sie dabei authentisch und zeigen

ihre eigenen Gefühle.

Beziehen Sie Kinder und Jugendliche in den Abschiedsprozess

mit ein, denn sie gehören dazu!

Kreieren Sie zusammen mit dem Kind die Abschiedsfeier

z.B. mit dem Basteln von Grabbeigaben

oder das Bemalen des Sarges.

Erzählen Sie Märchen und Geschichten , die Fragen

aufgreifen, die Kinder und Jugendliche bewegen

und stellen. Hier bietet sich z.B. Aschenputtel,

Gevatter Tod o.ä. an.

Theater zum Tabuthema Tod

Während meiner Ausbildung als Traueramme wurde

mir bewusst, welche große Herausforderung es für

uns Erwachsene sein kann, gerade diesen Rat zu

befolgen.

Deshalb braucht es fundierte Werkzeuge um einen

trauernden Menschen begleiten zu können. Da den

Betroffenen der Alltag und die gemeinsame Zukunft

weggebrochen ist, sollte mit den Trauernden ein

Weg zurück in einen veränderten Alltag und in eine

andere Zukunft mit den Verstorbenen gefunden

werden. Gerade Eltern und Erwachsene im Umfeld,

sind nur wenig oder gar nicht darauf vorbereitet,

in dieser Krise Rat zu geben. Vor allem, da sie selbst

betroffen sind und vielleicht ebenso sprachlos und

handlungsunfähig. Deshalb braucht es hier oftmals

Unterstützung von außen.

Es ist deshalb eine Vision entstanden, ein Theaterstück

zu erschaffen, um das Tabu Tod zu verwandeln.

Trauer bedeuten Abschiede dennoch. Doch

eine veränderte Sichtweise kann uns allen Unterstützung

geben, eine geänderte Sicht auf den Schrecken

zu haben.

Nach nunmehr drei Jahren tatkräftiger Unterstützung

eines Teams, bestehend aus Sterbeammen und

anderen visionären Helfern, gesponsert durch den

gemeinnützigen Verein Sterbeheilkunde e.V. freuen

wir uns, am 31.10.2018 Premiere feiern zu können.

Das Stück heißt „Das Haus des Lebens“ (nach Claudia

Cardinal), für junge Leute von 10 – 103 Jahren.

Mehr dazu lesen Sie auf Seite 59.

Renate Wiedenbauer

Heilpraktikerin, Die Atemleser, Trauer- und Sterbeamme,

Fortstr. 17

85120 Hepberg

Tel.: 08456 1285

RenateWiedenbauer@t-online.de

www.renatewiedenbauer.de


56 ANZEIGE

Trauer & Abschied

Der Expertentipp:

Hypnose zur Trauerbewältigung

So finden Sie wieder zurück zu neuer Lebensfreude

und Zuversicht!

Annette Meier

Auch ich weiß, wie sich dieser Alptraum anfühlt,

denn ich musste miterleben, wie sich mein Partner

vor vielen Jahren das Leben nahm.

Jeder Mensch reagiert völlig unterschiedlich auf

eine Todesnachricht und in der Folgezeit.

Eines ist jedoch immer der Fall:

Der Körper reagiert auf unterschiedlichen Ebenen

mit:

Tod und Sterben sind zwei Themen, die in

unserer Gesellschaft leider immer noch aus

unserem Alltag verbannt werden.

Wir tun alles, um uns nur ja nicht damit befassen

zu müssen, weil wir oft fürchterliche Angst vor

schmerzlichen Verlusten haben. Doch jeden von uns

trifft es irgendwann. Einen geliebten Menschen zu

verlieren ist erschütternd, vor allem wenn der Tod

ohne Vorwarnung eintritt.

Trauer ist keine Krankheit, keine Fehlfunktion und

auch kein Zeichen von Schwäche, sondern ein ganz

normaler und notwendiger Prozess um Verluste zu

verarbeiten. Leider erlebe ich es fast täglich in meiner

Praxis, wie unglaublich schwer es vielen Menschen

fällt, ihre Trauer zu bewältigen und mit dem

Verlust umzugehen.

















Brustbeklemmung und Druck

Leeregefühl im Magen

Atemnot

Antriebsmangel

Traurigkeit

Weinen, Wut oder Aggression

Schuldgefühlen

Ängsten wie z. B. Verlust- und Verlassensangst

Einsamkeit

Sehnsucht

Schlafstörungen

Appetitlosigkeit

Sozialer Rückzug

Zwangshandlungen

Alpträumen

Ruhe- und Rastlosigkeit

Gerade bei Suizid oder tragischen Unfällen fehlt oft

jede Hilfe und professionelle Unterstützung und

Betreuung der Hinterbliebenen. Von einem Moment

auf den anderen scheint die Welt still zu stehen und

nichts ist mehr wie es war.

Viele Betroffene flüchten dann in die Isolation oder

betäuben ihren Schmerz mit Alkohol oder anderen

stimmungsaufhellenden Medikamenten.

Es tauchen plötzlich Fragen auf, für die wir keine

Antwort finden.

Selbst Jahre oder Jahrzehnte später leiden die

Betroffenen noch massiv unter diesem Verlust und

nicht nur das. Hinzu gesellen sich Ängste, Blockaden,

körperliche Beschwerden und Depressionen.


Jetzt GRATIS anfordern:

Hypnose-Crashkurs!

www.hypnosepraxis-annette-meier.de

ANZEIGE

57

Trauer & Abschied

Geht es Ihnen vielleicht genau so oder

kennen Sie Menschen, die in solch einer

Situation sind?

Trauern Sie um einen geliebten Menschen und

hält Sie dieser Verlust zurück?

Haben Sie Schwierigkeiten zu lächeln oder wirklich

loszulassen, wieder Spaß und Freude im Alltag

und Gefühle von Liebe zuzulassen?

Hängen Sie immer noch ständig in der Vergangenheit

rum und verwenden Sie alle Energie mit

diesen belastenden Gefühlen umzugehen?

Plagen Sie Schuldgefühle, Selbstvorwürfe und

Verzweiflung?

Leiden Sie unter Ängsten, Blockaden, Schmerzen,

Schwindel und Einsamkeit?

Begleiten Sie einen geliebten Menschen auf seinem

letzten Weg?

Wollen Sie endlich wieder…

glücklich sein und voller Freude jeden neuen

Tag erleben?

neue Hoffnung schöpfen?

voller Zuversicht und Gelassenheit in die

Zukunft schauen?

lachen können ohne Schuldgefühle?

offen sein für neue Kontakte?

voller Elan und Antrieb Ihren Alltag meistern?

Hypnose ist eine hoch effektive und erfolgreiche

Methode zur Trauerbewältigung, bei Schuldgefühlen,

Ängsten, Depressionen, Burnout, Stress, zur

Gewichtsreduktion und Raucherentwöhnung.

Rufen Sie mich noch heute an.

Ich freue mich auf Sie.

Ihre Annette Meier

Annette Meier

Praxis für Hypnose und Mentalcoaching

Jurastr. 16c

85139 Wettstetten

Tel.: 0841/992010

annette@meier-praxis.de

www.hypnosepraxis-annette-meier.de


58

Trauer & Abschied

1. Tag des Grabsteins

Der 20. Oktober setzt den Gedenkstein in den Fokus

Du

fehlst

mir!

20.10.2018

TAG DES

GRABSTEINS .DE

20.10.2018

Der Grabstein ist das

sichtbare Zeichen der

Erinnerung

Informieren Sie sich bei

Ihrem Steinmetz vor Ort

tagdesgrabsteins.de

Rituale und Symbole geben uns Menschen Halt.

Dies ist vor allem wichtig, wenn es nur noch die

Erinnerung gibt, die lebt. Das Grab ist für viele

Menschen der Ort, an dem sie ihre Trauer ausleben,

verarbeiten und somit ein erfülltes Leben weiterleben

können. „Einem guten Grabstein gelingt es, die

Identität des Verstorbenen zu bewahren und mit

ihm über den Tod hinaus in Verbindung zu bleiben.

Der Besuch am Grab ist ein wichtiges, ein zentrales

Trauerritual für die Trauerbewältigung“, beschreibt

es Akexander Hanel, Initiator des Tags des Grabsteins

und des „Friedhofskulturkongresses“ sowie Inhaber

des Fashionlabels für Grabsteine „Rokstyle“. Der 1.

Tag des Grabstein ist am 20. Oktober 2018.

ISchön gestaltete, personenbezogene und individuell

gestaltete Grabsteine werten einen Friedhof nicht

nur otpisch auf, sie sind auch die letzte Möglichkeit

dem lieben Verstorbenen Respekt und Dankbarkeit

entgegen zu bringen. Schon in der Antike wurden

außerhalb der Städte so genannte Grabstraßen mit

Grabsteinen angelegt. Später übernahmen die Christen

diese Sitte und etablierten eine Tradition, die sich

in den verschiedensten Kulturen und Religionen auf

Friedhöfen zeigt.

Ob sich die Hinterbliebenen nun für einen traditionellen

Stein oder die modernere Variante im Materialmix

aus verschiedenen Natursteinen entscheiden, hängt

natürlich auch mit den Vorlieben des Verstorbenen zusammen.

Schlicht und elegant, puristisch und modern

oder altertümlich romantisch – was würde den Verstorbenen

am treffendsten widerspiegeln? Lassen Sie sich

bei der Auswahl professionell beraten und nehmen Sie

sich Zeit, damit die Grabstätte auch wirklich zum Ort

wird, an dem man gerne kommt, um sich zu erinnern.

Friedhöfe lebenswert machen

Das Café Finovo (Kombination

aus Ende und

Neubeginn) befindet sich

direkt hinter dem großen

Eingangstor eines Berliner

Friedhofes. Dort finden

auch die Lebenden einen

Moment Ruhe, während

sie Kaffee und selbstgebackenen Kuchen genießen.

Bereits zwei Friedhöfe in Berlin haben mittlerweile ihr

eigenes Café. Und so mancher Jogger quert bei seiner

Laufrunde den Friedhof seines Ortes. Schließlich sind

Friedhöfe im Flächennutzungsplan ausdrücklich als

Grünanlagen ausgewiesen, die der Erholung dienen

sollen. Alles was die Ruhe und Besinnlichkeit des Ortes

stört (Ballspiele oder andere Sportarten) gehören

natürlich nicht an einen Ort des Nachdenkens. Doch

jeder Sportler weiß auch um den meditativen Part des

Laufens – warum also den Ort unserer lieben Verstorbenen

nicht mehr ins Leben integrieren?


Mach kein Theater?

Oder gerade doch?

Theaterstück „Haus des Lebens“ nach Claudia Cardinal

59

Trauer & Abschied

beschäftigt sich offensiv mit Tabu-Thema Trauer

von Kindern und Jugendlichen.

Es ist ein großes, bisher einmaliges Projekt: Sterbeammen aus dem

süddeutschen Kreis haben sich getraut. Sie haben aus einem Kernstück

ihrer Ausbildung und Arbeit bei Claudia Cardinal ein Theaterstück

geschaffen. Cardinal ist selbst Heilpraktikerin, Sterbeamme,

Buchautorin und Gründerin des Vereins Sterbeheilkunde.eV. Unter der

Ägide der Hepbergerin Renate Wiedenbauer (siehe Bericht S. 43 und

55) entsteht das „Haus des Leben“ als Theaterstück.

Was passiert?

Es gibt ein Haus mit unendlich vielen Zimmern. In diesem Haus passiert

viel, je nachdem, in welchem Teil ein Mensch sich befindet. Ja, in diesem

Haus ist alles möglich! Um in dieses Haus hineinkommen zu können, gibt es jedoch eine

kleine Bedingung: die Wahl eines Kostüms. Nur wer dies trägt, ist als Mensch erkennbar und kann „mitmischen“.

Und jede Seele weiß, dass sie irgendwann dieses Kostüm wieder abgeben wird. Wir begleiten eine Seele

(Toni), die ein Kostüm trägt, auf ihrem Weg. Wir sehen, wie sie durch die Eingangstür hineinkommt, beladen mit

Geschenken in Form ihrer Talente und Fähigkeiten. Wir erleben auch, wie sie in den unendlich vielen Zimmern

Freude und Leid erlebt - begleitet vom Lebensengel und vom Todesengel. Was sie wohl erzählen wird, wenn sie

am Ende, nachdem sie ihr Kostüm abgegeben hat, wieder nach Hause kommt?

Die Aufführung findet am Mittwoch, den 31. Oktober ab 18 Uhr im Landgasthaus „Buchberger“ in Hofstetten

statt. Der Eintritt ist frei, Platzreservierung möglich unter renatewiedenbauer@posteo.de

Trauer ja, Depression nein

Unterscheidungsmerkmale helfen zu differenzieren

Trauer nach einem Verlust und das Leiden an einer Depression weisen Ähnlichkeiten auf, sollten

aber nicht verwechselt werden. Beim Unterscheiden helfen Kriterien, im Zweifelsfall sollte jedoch

immer ein Spezialist konsultiert werden:

Emotionen schwanken

Trost wird angenommen

Intensives Denken

Intaktes Selbstwertgefühl

Trauer:

Nur partiell eingeschränkte

Zukunftsperspektiven

Wahrung von Beziehungen

Todeswunsch als „Nachsterben“

Emotionen sind erstarrt

Trostlosigkeit herrscht vor

Pessimistisches Grübeln

Selbstzweifel, Selbstabwertung

Depression:

Generalisierte Hoffnungslosigkeit

Abschirmung von anderen

Menschen

Todeswunsch als „Befreiung“

Wir geben Ihrer Trauerfeier

einen würdigen Rahmen.

Vom Blumenschmuck, Kaffee und

Kuchen bis zum Menü.

Individuell nach Ihren Wünschen.

Wir beraten Sie gerne dazu.

Am Auwaldsee 20 · 85053 Ingolstadt · Tel. 08 41/99 39 08 15 • Fax 08 41/99 39 08 19

www.Auwaldsee-IN.de

Buslinie 51/N9


60

Leben & Natur

Andenbewohner

fühlen sich auch in Bayern wohl.

Angelika Spängler züchtet erfolgreich

Alpakas mitten in Baar-Ebenhausen.

Der Beginn ihrer

Alpakazucht war

eigentlich mehr

dem Umstand geschuldet,

dass ihr Mann und sie auf

der Suche nach einem

vierbeinigen Landschaftspfleger

für die Wiesen des

elterlichen Hofes waren.

„Schafe schieden schnell

aus. Die Wiesen liegen mitten

im Neubaugebiet. Die

Geruchsbelästigung hätte

man uns nicht verziehen“,

lacht die sympathische

Züchterin. Außerdem

wollte sie keine Schlachttiere.

Als das erste Alpaka

sie mit seinen großen,

dunklen Augen ansah, war

es um die bodenständige

Baar-Ebenhausenerin

geschehen...

Pahaha Alpacas – der Zuchtbetrieb

Seit gut drei Jahren bevölkern diese gutmütigen

Nachfahren des Urkamels die Wiesen um das

Wohnhaus von Familie Spängler und haben die

Systemingenieurin zur Inhaberin eines landwirtschaftlichen

Betriebes gemacht. Gezüchtet werden

Huacaya- und Suri-Alpakas, wobei Suris eine echte

Besonderheit darstellen: weltweit sind nur zwei bis

fünf Prozent aller Alpakas Suris. Ihre Faser scheitelt

sich auf dem Rücken und hängt in langen, glänzenden

Locken herunter. Sie wirkt viel weicher und ihre

glatte Oberflächenstruktur vermittelt ein Gefühl,

als würde man über Seide streichen. Suri-Vlies ist

deswegen sehr begehrt und eignet sich gut zum

Verkauf. Produkte aus Alpaka-Faser, und aus Suri-Faser

im besonderen, sind äußerst wertig. Gleichzeitig

erfüllen ihre Tiere hohe Maßstäbe: Die aufwändige

Zuchteignungsprüfung und regelmäßige Faseranalysen

sind für die ambitionierte Züchterin unabdingbar.

Ihr Junghengst Paco (Bild unten Mitte mit Angelika

Spängler) soll die Zucht weiterführen. „Doch den

Mann in sich hat er noch nicht entdeckt. Obwohl wir

ihn heuer bei allen wichtigen Vorgängen zuschauen

haben lassen“, lacht Spängler.

Der Fortbestand der Zucht ist gesichert. 8 Jungtiere leben aktuell bei Angelika Spängler und fünf Stuten sind trächtig. Voraussichtlicher

Geburtstermin Juli 2019. Doch die Züchterin weiß: langsam muss sie sich auch von dem einen oder anderen Tier

trennen. Denn sie züchtet die flauschigen Gefährten nicht nur aufgrund der einzigartigen Faser, sondern auch zum Verkauf.


Zuschauer haben die Spänglers und ihre Tiere auch aus der Nachbarschaft.

Oder eigentlich aus dem ganzen Ort. Gerade die kleinen Baar-

Ebenhausener beobachten das muntere Treiben der Andenbewohner,

die sich in Bayern schnell heimisch gefühlt haben. „Die Reaktion unserer

Nachbarn war und ist toll! Allerdings sind sie auch wirklich vorbildliche

Mitbewohner. Sie sind leise, riechen nicht und sind sehr selbstständig.“

Natürlich schaut Angelika Spängler täglich nach ihren Tieren, doch beispielsweise

die Geburten der Jungtiere, den Crias, bewältigen Alpaka-

Stuten ohne fremde Hilfe.

61

Leben & Natur

ALPakART – Handwerkskunst mit Alpaka-Produkten

Während Angelika Spängler den Zuchtbetrieb

„Pahaha Alpacas“ unter ihrer Ägide

hat, ist ihr Mann Inhaber von „ALPakART“.

Dort werden handgemachte und fair gehandelte

Produkte direkt aus den peruanischen

Anden gehandelt. In Zusammenarbeit

mit der Österreichischen Designerin

Durch den Kauf von Alpaka-

Produkten bei ALPakART unterstützen

Sie Frauen und junge

Mütter in Peru.

Susanne Frühmann von beanie.at vertreibt

er handgestrickte Mode aus reiner

peruanischer Baby-Alpaka-Faser: Vom

Stirnband, „unserem Top-Seller“, bis zum

wirklich edlen Poncho. Neu ab diesem Herbst sind Fäustlinge und Mützen

mit Webpelz-Bommel. Doch das Beste an den Produkten ist, dass

durch den Kauf ein soziales Projekt in Peru unterstützt wird: Die Vereinigung

„Solid Peru“ mit ihrer Untergruppe „diamanta“ unterstützt Frauen

und vor allem junge Mütter in Peru durch Bildungsmaßnahmen. Im

Gegenzug stricken sie Produkte aus Alpaka-Wolle, auch für ALPakART.

Wer ALPakART live erleben möchte – man findet Familie Spängler auch

auf vielen Märkten in der Region. Auch in echter Alpaka-Begleitung!

29./30.09 LebensArt in Geisenfeld

28./29.10 Kunsthandwerkermarkt - Neuburg/Donau Residenzschloss

10.11 Martinimarkt Wasserschloss Train

30.11/01.+02.12 Klein aber fein Kunsthandwerker Weihnachtsmarkt Ingolstadt

15.12/16.12 Köschinger Waldweihnacht (mit echten Alpakas!!)

Derzeit leben 17 Tiere in Baar-Ebenhausen. Zu den Damen auf dem Bild mit ihren

Jungtieren kommen noch drei junge männliche Alpakas, mit denen Angelika

Spängler auf Märkte oder auch Wettbewerbe geht.

Gewinnen Sie ein Stirnband

von ALPakART.

Mehr auf Seite 66.


62

Mit Herz & Hand

Anika schenkt

mit Herz

Und bringt zur Weihnachtszeit

Kinderaugen zum Strahlen

Sie tun, was ihnen

am Herzen liegt.

Für mehr Miteinander,

mehr Menschlichkeit,

mehr Nächstenliebe,

mehr Nachhaltigkeit!

Nie hätte sie gedacht, was diese Aktion für Wellen schlägt!

Als ihre Mutter vor acht Jahren im Radio von „Geschenkemit-Herz“

der Hilfsorganisation Humedica hörte, begann

das Packerlsammeln bei der Eichstätter Familie. Sie unterstützt

die Aktion und wurde Sammelstelle: seither können Weihnachtspackerl

bei ihr in der Änderungsschneiderei Sonja Besendörfer

abgegeben werden. Im ersten Jahr waren es 33 Geschenke. 2017

jedoch bereits 185 mit viel Liebe gepackte, bunte Packerl, für

Kinder, die in teilweise unvorstellbar armen Verhältnissen leben

müssen. Ihre Tochter Anika Pfuhler ist seit fünf Jahren ebenfalls

mit Herz und Hand dabei. Zusammen mit ihrer Mutter halfen sie

vergangene Weihnachten sogar vier Tage lang in Rumänien bei

der Verteilung der Weihnachtsgeschenke an die Kinder. Ein unvergessliches

Erlebnis für die junge Eichstätterin.

„Es hat mir wirklich die Augen für Armut geöffnet“, erzählt Anika

Pfuhler. Sie erinnert sich an die teilweise katastrophalen Zustände

in einem kleinen Dorf im rumänischen Hinterland: „Die Menschen

wohnten in Blechhütten ohne Fenster. Es gab keine Straßen, die Kinder

standen schmutzig und zerlumpt vor uns. Und es war bitterkalt.

Das war wirklich eine andere Welt für mich.“ Wie für jeden von uns.

Und Anika hilft tatkräftig mit, dass uns diese Welt ein klein wenig

mehr vor Augen gehalten wird und es Kindern in armen Verhältnissen

zur Weihnachtszeit besser geht.

Die 25jährige Eichstätterin nahm sich

ihre Mutter zum Vorbild, die sich seit

acht Jahren in der Humedica-Aktion

„Geschenke mit Herz“ engagiert. Seit

vier Jahren packt auch Anika fleißig

Päckchen. Zum Weihnachtsfest 2017

waren es 185 Päckchen! Das möchte

sie heuer auf jeden Fall noch toppen.

Humedica hilft

Die Aktion „Geschenke-mit-Herz“ wird von der Hilfsorganisation

Humedica aus Kaufbeuren durchgeführt. 2017 wurden zum Fest der

Liebe 89.415 Packerl verschickt und sorgten auf der ganzen Welt bei

Mädchen und Jungen für strahlende Kinderaugen. Mit 72.096 Päckchen

wurde der Großteil der Pakete auch 2017 wieder von Menschen

in ganz Bayern gepackt. Empfänger waren vor allem bedürftige


63

Mit Herz & Hand

Zusammen waren Mutter und Tochter

vergangenes Jahr auch in Rumänien vor

Ort und konnten die strahlenden Kinderaugen

live miterleben. Vier Tage lang

haben sie dort mit angepackt und rund

2500 Päckchen verteilt.

Kinder in der Ukraine, Serbien, Weißrussland, Moldawien, Litauen, Rumänien,

Albanien oder dem Kosovo. Hier wurden die Packerl zum Beispiel

in Waisen- oder Krankenhäusern sowie Kindergärten und Schulen an

Kinder verteilt, die sonst nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Ein Teil der Pakete blieb aber auch in Bayern. Einige Tafeln verschenkten

sie an Kinder, deren Eltern jeden Cent umdrehen müssen.

Familie, Freunde, Arbeitskollegen, Nachbarn – das Umfeld von Anika

und ihrer Mutter ist sensibilisiert für das Thema und packt jedes Jahr:

ein Päckchen oder mit an. Durch ihren Besuch in Rumänien können die

beiden engagierten Frauen nun auch noch detaillierter erzählen, wie

wertvoll die Aktion ist. „Wir stecken jedes Jahr unglaublich viel Herzblut,

Zeit und Kraft in die Weihnachtsaktion. Die Reaktion der Kinder in

Rumänien war fast so etwas wie eine Belohnung für die Bemühungen“,

so Anika weiter. Die Flyer für 2018 liegen schon bereit. Geschenke können

bis 5. Dezember 2018 an allen Sammelstellen abgegeben werden.

Sie wollen helfen?

Sie möchten heuer selbst ein Weihnachtspäckchen packen? Sie finden alle Sammelstellen,

den Alterscoupon und viele weitere Infos auf www.geschenk-mit-herz.de.

Weitere Hilfsmöglichkeiten:

Spenden: Humedica packt ein Päckchen im Wert von 15 Euro für Sie.

Fördern:

Mitmachen:

Als Humedica-Fördermitglied sorgen Sie mit Ihrem Mitgliedsbeitrag für

eine regelmäßige Spende.

Werden Sie Teil des Teams! Alljährlich werden ehrenamtliche, helfende Hände

für Logistik und Verwaltung gesucht.


64

Veranstaltungen & Termine

© Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH

© Adrie Mouthaan

WAS IST DENN HIER LOS?

Verkaufsoffener Feiertag

Mittwoch, 3. Oktober 2018 von 13 bis 18 Uhr

in der Ingolstädter Innenstadt

Am Tag der Deutschen Einheit

öffnen die Ingolstädter

Innenstadtgeschäfte trotz

Feiertag ihre Türen für Sie!

Shoppen, Bummeln und

Genießen lautet das Motto

unter dem der Stadtmarketingverein

INCity

und Innenstadtgeschäfte

erneut zum Verkaufsoffenen Feiertag laden. Von

13 bis 18 Uhr herrscht in der Innenstadt rege

Betriebsamkeit und im Anschluss können Sie

den Feiertag auf dem Ingolstädter Herbstfest

ausklingen lassen.

35. Ingolstädter Jazztage

Samstag, 27. Oktober bis Freitag, 16. November

„ A night like this“ – klingelt

es da in Ihren Ohren?

Richtig, damit stürmte im

Jahr 2010 Caro Emerald

die deutschen Charts und

wurde 2011 mit Platin ausgezeichnet.

Heuer kommt

die grandiose Jazz- und

Popmusikerin nach Ingolstadt

und stellt damit ein

weiteres Highlight der 35.

Ingolstädter Jazztage dar.

Eröffnet wird der musikalische

Reigen am 27. Oktober

im Kulturzentrum neun mit der Verleihung

des diesjährigen Jazzförderpreises an den Posaunisten

Carsten Fuss. Caro Emerald verzaubert

im Festsaal am Montag, den 12. November. Ein

visionärer Abend am 16. November bildet den

Abschluss der Jazztage. Im Digitalen Gründerzentrum

brigk gehen digitale und analoge künstlerische

Ausdrucksformen auf Tuchfühlung.

Mehr auf www.ingolstaedter-jazztage.de

15. Altmühltaler Lammabtrieb

Samstag, 29. bis Sonntag 30. September von

10 bis 18 Uhr

Das „Altmühltaler Lamm“ ist ein erfolgreiches

Projekt zum Erhalt der

Wacholderheide, der Hüteschäferei

und garantiert

uns beste Fleischqualität

aus artgerechter Haltung.

Ende September werden

die Lämmer mit einem

Lammabtrieb in Böhming in den Winter verabschiedet.

Rund um das Hotel & Restaurant

„Römer-Castell“ findet der große Woll- und

Handwerkermarkt statt. Dort warten auf den

Besucher viele Attraktionen rund ums Lamm mit

einem Rahmenprogramm für die ganze Familie.

Die Lamm-Gastronomen verwöhnen mit ihren

Spezialitäten. Mehr auf www.kipfenberg.de

Goldenes Herbstfest der Reise

Samstag, 13. Oktober von 12 bis 18 Uhr und

Sonntag 14. Oktober von 10 bis 17 Uhr auf

dem Spangler-Betriebshof in Karlskron

Mit 20 Ausstellern aus der Touristik freut sich

das Team von Spangler auf Ihren Besuch beim

diesjährigen Goldenen Herbstfest der Reise.

Im unterhaltsamen Rahmenprogramm finden

sich Highlights für Groß und Klein. Vielleicht ist

Ihnen auch das Glück hold und Sie gewinnen

bei der großen Reiseverlosung? Speis und Trank,

Kaffee und Kuchen gehören natürlich zu einem

richtigen Festtag. Der Sonntag startet auch

gleich mit einem Frühschoppen und zünftigem

Weißwurstfrühstück. Eintritt und Parken sind

frei! Auf www.spangler-touristik.net finden Sie

das Programm und sowie einen Rabattcoupon

für Ihre nächste Buchung bei Spangler Touristik.


Unter uns gesagt...

Leidige Urlaubsbekanntschaften

65

Der Kommentar

Wir haben

zwei Kinder

in einem

Alter, in dem ein Urlaub

ohne Urlaubsbekanntschaften,

geknüpft am Spielplatz,

Pool, Strand

oder bei der Minidisco

kein richtiger Urlaub ist. Heuer hat es uns am

Riesen-Schachbrett (Grüße an Fabian und Simon)

und am Peppa-Wutz-Kinderbüffet (Hallo, Amalia)

erwischt. Früher schlossen wir unsere Freundschaften

an der Bar oder auf der Tanzfläche. Jetzt

entstehen sie nur noch als Kollateralschaden der

Kinderfreundschaften. Da ist die neue Freundin

fast so etwas wie die Cousine. Die kann man sich

halt einfach nicht aussuchen...

Und was haben wir in früheren Urlauben schon

alles kennengelernt! Da gab es: Die Dänen. Das

waren Papa Kaspar, Mama Namenlos und Baby

Noah. Ach ja und der ältere Sohn Matthias. Ein Blick

in die wunderhübschen Glutaugen und die sonnengebräunte

Haut des kleinen Rackers machten

schnell klar: nein, du bist nicht der leibliche Sohn

des käsigen Kaspars, sondern das Ergebnis eines

aufregenden Südamerika-Urlaubs von Mama Namenlos.

Bereits in unserer frühen Kennenlernphase

(wir hatten ca. eine halbe Stunde mit ihnen belanglos

geplaudert) erzählte Papa Kaspar uns, dass sie

gerade überlegten, was der beste Abstand zu Kind

Nr. 3 wäre. Noah sei ja schon 9 Monate. Noch wäre

Mama Namenlos zwar nicht schwanger aber *anzügliches

Grinsen von Mann zu Mann* „You´ll never

know!“ Danke für´s Gespräch und adieu Privatsphäre.

Er sei Therapeut. Jedenfalls hat er Thomas

(später mehr unter: Die Polen) bereits einer Sitzung

unterzogen.

Immer witzig sind auch: Die Polen. Und ich meine

jetzt nicht die, die betrunken am Pool randaliert

haben. Nein, Thomas und seine Modelfreundin.

Richtig, der Thomas, der von Däne Kaspar therapiert

wurde. Mit dem Resultat: er müsse sich endlich

mehr Zeit für sich als Mann nehmen. Zu dieser

grandiosen Erkenntnis ist er erst nach seinem

vierwöchigen Surftrip im Frühjahr auf Teneriffa gekommen.

Seine Freundin surft nicht. Sie rennt. Der

einjährigen Tochter Helena hinterher, die im Urlaub

laufen gelernt hat.

Vielleicht sitzen Kaspar und Mama Namenlos

gerade in ihrem windigen Dänemark, bei einer

Tasse Tee und schwelgen in Urlaubserinnerungen...

„Weißt noch, Kaspar: Die Deutschen? Der sympathische

Bayer mit den zwei frechen Kindern? Der

Junge hat auf dem Weg vom Kinderbüffet bis zum

Tisch eine Spur aus Pommes und Chickennuggets

nach sich gezogen und immer mit dem Eisportionierer

gleich nachdem er sich Schoko genommen

hat, in das Vanilleeis rein gematscht. Ohne den

Löffel vorher sauber zu machen! Mensch, als der

sich mal auf der Anlage verlaufen hatte, da sind sie

aber gerannt! Und die Tochter, die hat sich beim

Frühstück gleich drei!!! Pfannkuchen auf einmal

genommen. Mit Nutella! Und dann hat sie nur

einen gegessen, weil ihr vom Schokozeug schlecht

war. Denen fehlts doch von Grundauf schon. Mama

Namenlos war aber auch wirklich kein Vorbild. Hast

Du gesehen wie die beim Sirtaki getanzt hat? Das

war bestimmt der Ouzo zum Abendessen. Die hat

sich ja an der Bar auch immer zwei Getränke auf

einmal genommen! Und hast Du gesehen, wie die

ihren Kindern Schach an diesem Riesenschachbrett

beigebracht hat? Ich wollt schon aufstehen und

sagen: Der Bauer wirft nur diagonal, Maaaaaannnn!

Ob die Tochter überhaupt von ihm ist? So blond?

Gut, den kleinen Sohn kann er nicht verleugnen,

aber wer weiß ob Mama Namenlos vor acht Jahren

nicht schon mal einen aufregenden Schwedenurlaub

verbracht hat? Ich mein ja nur. Geht uns ja

auch nix an, aber man redet halt.“

rostfrei-Redaktionsleiterin Susanne Puppele möchte an dieser

Stelle vermerken: es waren sogar zwei Ouzo und Sirtaki tanzt

sie mit keinem wie mit zehn hervorragend! Außerdem Grüße

an: Die Landsberger. Die Lieblingsurlaubsbekanntschaften :-)


66

Rätsel & Gewinnspiel

Mitmachen und gewinnen:

Schicken Sie das Lösungswort an: raetsel@rostfrei-ingolstadt.de

oder per Post an:

rostfrei, BJB Medien & Events, Marsstr. 17, 85080 Gaimersheim.

Einsendeschluss ist der 13. November 2018.

Wir verlosen:

2 Karten für die Salzoase in Gaimersheim

3 Einkaufsgutscheine im Wert von 10 Euro

von nurINpur in Ingolstadt

Roman: „Wer, wenn nicht Du?“ von Palge Toon

Kochbuch: „Feines aus Pilzen“

Die Gewinner der letzten Ausgabe wurden schriftlich benachrichtigt.

Viel Spaß beim Rätseln und viel Glück!

Kochbuch: „Himmlische Plätzchen"

für den Thermomix von Christine Haas

Stirnband von ALPakART

im Wert von 45 Euro

je 5 Gutscheinbücher für IN und PAF-ND-SOB

Herzlichen Glückwunsch!


Wellness

* WINTERZAUBER * Genuss

im Verwöhnhotel Kristall**** S am Achensee

ALLES NEU FÜR SUPERIOR-URLAUB!

Buchen Sie jetzt Ihr Wellness-Wunsch-Konzert mit 2 Lieblings-

Treatments nach Wahl, Aktivprogramm & ausgezeichnetem Kulinarium

Mehr auf www.kristall-pertisau.at

2 – 7

Nächte

ab € 311,–

p. P.

GROSSES

AKTIVPROGRAMM

6 geführte Wanderungen / Woche

Relaxen

zu zweit

auf 2100 m² SPA mit Wellness-Alm

Gourmet-

Kulinarik

für Feinschmecker und Weinliebhaber

Verwöhnhotel KRISTALL | Adi Rieser

6213 Pertisau am Achensee | Tirol | Österreich | info@kristall-pertisau.at

Gerne beraten wir Sie auch telefonisch: Tel. +43 (0)5243 5490 | www.kristall-pertisau.at


JEMAND MIT HERZ

JEMAND WIE DU

Bewirb Dich jetzt um einen Ausbildungsplatz (Beginn 2019)

Gesundheits- und Krankenpfleger (w/m/d)

Staatlich geprüfter Pflegefachhelfer (w/m/d)

Hebamme (w/m/d)

Operationstechnischer Assistent (w/m/d)

Medizinischer Fachangestellter (w/m/d)

Fachinformatiker für Systemintegration (w/m/d)

Kaufmann für Büromanagement (w/m/d)

Koch (w/m/d)

Mehr Informationen: www.klinikum-ingolstadt.de/karriere/ausbildung

Bewerbung an: personal@klinikum-ingolstadt.de

Weitere Magazine dieses Users