Aufrufe
vor 2 Monaten

Neue Szene Augsburg 2018-10

Stadtmagazin mit umfassendem Veranstaltungskalender für Augsburg

38 SPORT Interview mit

38 SPORT Interview mit FCA-Neuzugang FELIX GÖTZE Keine verwöhnte Memme! Mehr geht kaum noch! Felix Götze ist bei Borussia Dortmund und beim FC Bayern groß geworden. Der U19-Nationalspieler konnte bereits in der Champions Youth League internationale Erfahrungen sammeln. In der letzten Saison war er auch schon im Kader der FC Bayern-Profis vertreten. Walter Sianos traf den Neuzugang zum Interview. Du bist in Memmingen geboren, also ein echter Schwabe. Aber lange hast du dort nicht gewohnt, oder? Das stimmt nicht, ich bin in Dortmund geboren und aufgewachsen, aber überall steht Memmingen, selbst bei Wikipedia oder transfermarkt.de. Ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte. Na gut, damit haben wir das ja schon mal richtig stellen können. Du bist bei Borussia Dortmund und danach beim FC Bayern ausgebildet worden. Da ist eigentlich kaum noch eine Steigerung drin. Ich hatte schon früh sehr gute Ausbilder, gerade der BVB ist dafür bekannt, dass man über eines der besten Nachwuchsleistungszentren überhaupt verfügt. Der FC Bayern hat in den letzten Jahren stark nachgezogen. Das war sicher kein Nachteil für mich, bei diesen beiden Top-Klubs ausgebildet worden zu sein. In München hast du bei den Profis trainiert und warst dort auch bereits im Kader. Wie ist das, wenn man seine Zeit mit Spielern wie Robben, Müller, Neuer oder James verbringt. In erster Linie war das eine sehr lehrreiche Zeit. Man spielt mit den Besten der Welt, da stehen im Kader nicht nur zwei oder drei Weltklassespieler, sondern das gesamte Team hat eine unglaubliche Qualität. Da kann man sich überall etwas abschauen, nicht nur auf meiner Position. Ich stand vor der Entscheidung, vom BVB zum FC Bayern zu gehen und diese Entscheidung war definitiv die richtige, denn ich habe sehr davon profitiert und es hat mich weiter gebracht. Wie groß war dein Respekt, als du zum ersten Mal auf den Trainingsplatz der Profis marschiert bist? Der war natürlich immens, Spieler wie Robben oder Ribery kannte ich schon als Kind und überall stehen Nationalspieler um dich herum. Das muss ich schon zugeben, dass in diesem Moment ein Traum für mich in Erfüllung gegangen ist. Wie ist das mit der Hierarchie? Die gibt es natürlich, dazu gehört es auch, die Bälle zu tragen und die Tore zu holen. Das ist beim FCA auch noch so und ich denke, es dauert noch etwas, bis ich davon erlöst bin (lacht). Max Eberl, der Manager von Borussia Mönchengladbach hat sich letzte Woche im Kicker über Jungprofis geäußert. Er sagte u.a.: „In den Foto: Cchristian Menkel nächsten Jahren werden nicht mehr diese gierigen, jungen Spieler kommen, sondern verwöhnte Jungs, die nicht mehr kritikfähig sind und die bei jedem kleinen Widerstand zu ihrem Berater rennen“. Sind Jungprofis heute tatsächlich verwöhnte Memmen? Das ist eine schwere Frage. Es kann schon sein, dass es solche Fälle gibt, aber ich weiß nicht, ob man das so verallgemeinern kann. Ich selber fühle mich durch solche Statements nicht angesprochen und die Jungprofis, die ich kenne, sind auch nicht so drauf. Es gibt kaum etwas Schöneres, als in der Bundesliga zu spielen und wer da nicht gierig ist und nicht immer Vollgas gibt, der bleibt früher oder später auf der Strecke. Mit der Champions Youth League bist du in Europa schon viel herumgekommen, letztes Jahr hast du beispielsweise gegen Celtic Glasgow, RSC Anderlecht, Paris St. Germain und Real Madrid gespielt. Das ist eine absolut tolle Sache, sich schon in jungen Jahren mit Mannschaften aus anderen Ländern vergleichen zu können. Man sammelt schon früh internationale Erfahrung, diese Liga es ist einfach ein anderes Niveau und sie macht auch großen Spaß. Beim FC Bayern hast du letzte Saison in der U23 gespielt. Wie ist das, wenn man gegen die Real-Jugend spielt und die Woche drauf dann gegen Seligenporten oder Heimstetten in der Regionalliga? Das ist natürlich allein vom Namen her schon ein ganz anderes Ding, aber egal gegen wen du antrittst, man muss immer voll zur Sache gehen, egal ob gegen Madrid oder Aschaffenburg.

SPORT 39 4 Ich denke mir, gerade in der Provinz, sind alle heiß auf den FCB. Gab es da immer extra auf die Socken? Ja, das ist schon so, jeder ist bis unter die Haarspitzen motiviert, selbst wenn es gegen die U23 vom FC Bayern geht. Neben deinem Bruder Mario hat ja auch dein Bruder Fabian für Clubs wie den VfL Bochum, den BVB, Mainz und die SpVgg Unterhaching gespielt. Er hat mit 25 Jahren die Stiefel an den Nagel gehängt und dann angefangen, zu studieren. Ich finde das bemerkenswert. Ich fand seine Entscheidung auch top. Fabian hatte immer viel mit Verletzungen zu kämpfen und kam irgendwann nicht mehr richtig rein. Und dann hatte er keine Lust mehr, immer wieder neu zu beginnen. Er hat dann mit dem Studium begonnen, den Bachelor zügig fertig gemacht und ist gerade dabei, seinen Master zu machen. Da habe ich echt Respekt davor. Drei Brüder, die kicken können, woher kommt denn dieses außergewöhnliche Talent? Wir stammen aus eine sehr sportlichen Familie, aber meine Eltern sind eher Tennis-Cracks. Wir Jungs sind beim Fußball hängen geblieben, aber “Der FCA war der richtige Club zur richtigen Zeit!“ mit den Ballsportarten ist das ja auch so, wenn man eine gut kann, kriegt man die anderen auch hin. Du bist der Jüngste im Bunde. Sind deine großen Brüder Vorbilder? Ja natürlich, mein Jugendverein war der Hombrucher FV, da haben meine Brüder schon beide beim BVB gespielt und ich habe ihnen oft zugeschaut. Das war schon eine große Motivation. Du hast gesagt, dass es keine leichte Entscheidung war, den FC Bayern Richtung Augsburg zu verlassen. Jetzt bist du drei Monate hier. Wie lautet dein erstes Fazit? Ich habe die richtige Entscheidung getroffen und jetzt schon einen Schritt nach vorne gemacht und bereits meine ersten Bundesligaminuten bekommen. Du bist ein Defensivspezialist, ein echter Allrounder. Kann man so sagen. Ich habe auf der 8er-Position gespielt, letztes Jahr rechts hinten, davor auch Innenverteidiger, man wird heute so geschult, dass man auf mehreren Positionen spielen kann. Davon profitiere ich jetzt natürlich. Bei einem Interview hast du gesagt, dass du viel Musik hörst. Verrate uns doch mal deine aktuelle Playlist. Ich bin großer Fan des kandischen RnB-Musikers „The Weeknd“. Er ist mein Alltime-Favourite, leider konnte nicht auf sein Konzert gehen und ich hoffe, er kommt bald wieder mal nach Deutschland. Verrätst du uns, welche Klamotten du dir zuletzt zugelegt hast? Nichts Außergewöhnliches. Mein Go-To-Shop ist Zara, da habe ich mir erst zwei T-Shirts gekauft. Für welches Produkt wärst du der perfekte Werbeträger? Für den Playstation-Hype „Fortnite.” Foto: Carmen Dammaschke-Gerstmeyr

Neue Szene Augsburg 2018-01
Neue Szene 2017-08
Neue Szene Augsburg 2014-11
Neue Szene Augsburg 2016-02
Neue Szene Augsburg 2016-01
Neue Szene Augsburg 2014-10
Neue Szene Augsburg 2014-08
Neue Szene Augsburg 2014-07
Neue Szene Augsburg 2017-07 K
Neue Szene Augsburg 2016-07
Neue Szene Augsburg 2015-07
Neue Szene Augsburg 2014-06
Neue Szene Augsburg 2014-09
Neue Szene Augsburg 2015-05
Neue Szene Augsburg 2015-02
Stadtmagazin Neue Szene Augsburg 2012-10
Neue Szene Augsburg 2013-12
Neue Szene Augsburg 2018-08
Neue Szene Augsburg 2014-05
Stadtmagazin Neue Szene Augsburg 2013-03
Stadtmagazin Neue Szene Augsburg 2013-01
Neue Szene Augsburg 2017-09