LCHF Magazin 03-2018_Leseprobe

DVSMediaGmbH

03

Ausgabe 03/2018 | September | EUR 6,00 | CHF 8,90

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LOW CARB – LCHF

Magazin für Gesundheit und ketogene Ernährung

WISSEN

was gut tut

Jodsalz

Gewichtsregulierung

Diabetes

LESE-

PROBE

Herausgegeben von:

LCHF DEUTSCHLAND

www.LCHF-Deutschland.de


EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser!

wir blicken auf einen langen und heißen Sommer zurück. Einen

Sommer, in dem Sie hoffentlich viel Sonne getankt haben und Ihnen

genügend Freizeit zur Verfügung stand, um ihn zu genießen.

Für uns ist genügend Freizeit immer wieder ein großes Thema.

Es gibt stets viel zu tun, auch an den Wochenenden. In der Regel

trägt uns die Begeisterung für die gesunde Ernährung und wir sind

uns auch bewusst, dass wir einen Beitrag zur Ernährungsrevolution

leisten. Im Sommer gab es dennoch einige Momente, in denen wir

uns gefragt haben, für wen machen wir das alles, das Magazin, die

Akademie, die Website oder den Kongress? Lohnt sich der Aufwand?

Und dann kommen die Momente, in denen das Herz überläuft vor

Rührung und Freude. So geschehen nach diesen bewegenden Zeilen:

„Schon zwei Mal stand ich abseits des „Weges“, hatte keinen Plan

und keine Richtung. Euch war es kein einziges Mal zu viel, mir uneigennützig und ohne Wenn und Aber zu

helfen. Wieder Licht auf den dunklen Weg zu bringen und mir die „Hand“ zu reichen, nachdem ich um „Hilfe“

gerufen habe. Ja, es gibt sie, die Engel, die einfach NUR SO da sind, wenn man sie braucht. Für mich gehört

Ihr zwei dazu.“ Sandra Schmitt-Jenseit.

Das sind die Situationen, die jeden Zweifel von jetzt auf gleich beseitigen. Die die Funken der Begeisterung

neu entzünden. Die uns sagen lassen: Genau für solche Momente machen wir es. Alle Menschen, denen

wir helfen können, werden für uns zu Kraftquellen. Und dafür sind wir dankbar, dafür lohnt sich unsere

Arbeit, das erfüllt unser Leben sinnvoll.

Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie Ihre Kraftquelle gefunden haben. Gesunde Ernährung

ist sicherlich auch eine gute Kraftquelle, doch verschiedene Quellen zu haben, ist wirklich von Vorteil.

Lassen Sie sich nun vom aktuellen Low Carb – LCHF Magazin inspirieren, von den vielen Aspekten einer

gesunden Ernährung.

Iris Jansen & Margret Ache

Viel Spaß beim Lesen,

Margret Ache & Iris Jansen

LOW CARB-

<

LCHF KOCHJOURNAL

Herbst

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LCHF DEUTSCHLAND

www.LCHF-Deutschland.de


INHALT

Editorial

Inhalt 03

Basiswissen 04

LCHF Basiswissen – Salz 04

LCHF Grundschule – Vitamin D 05

Wissenswertes 06

LCHF und Diabetes in der Hausarztpraxis von Dipl. Biol. Christian Selig 06

Antinährstoff Lektine von Julia Schuler 09

Ketone messen – die unterschiedlichen Methoden im Vergleich

von Mag. Julia Tulipan

Jodsalz verhindert Jodmangel − und die Erde ist eine Schreibe

von Kyra Kaufmann

Sauer macht nicht nur glücklich, sondern auch gesund

von Susanne Lonkowsky

Den Pilzen/Heilpilzen auf der Spur von Heike Vorbau-Konzak 21

Mit Kälte die Gesundheit stärken von Miriam Hoffbauer 26

Ein Fokus auf Vitamin K2 von Dr. med. univ. Vilmos Fux 29

Wieso sind Ernährungsratschläge immer so widersprüchlich?

von Melanie Ryan

Ketolumne XVII: Keto bei Krebs – Gewichtszunahme 35

Fett vs. Muskulatur von Christian Rumerskirch 38

Erfolgsgeschichten 42

Es ist viel passiert von Carmela Mongelli-Lamprecht 42

Meine persönliche Reise von Daniel Warm 44

Mein Weg weg vom Übergewicht, hin zu einer besserer Gesundheit und

mehr Lebensqualität von Sandra Waßmuth

Kreative Küche 48

Rezepte von Carmela Mongelli-Lamprecht 48

Rezepte von Birgitta Höglund 50

Rezept aus dem „Geschmacksabenteuer für unsere süßen Kleinen“ 52

Kolumne von Romina Scalco 53

Gesundheitstraining 54

Genuss-Inspirationen gegen Stress: Wasserkefir von Dr. Sabine Paul 54

Ketogene Ernährung und Meditation von Stefanie Ebenfeld 56

Buchvorstellung von Romina Scalco 58

LCHF Deutschland Akademie 25,61

Abonnement/Impressum 63

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13

15

20

31

46

3


WISSENSWERTES

LCHF und Diabetes in der

Hausarztpraxis

von Christian Selig

„Ich seh seit einer Woche

verschwommen.” So begann

die Vorstellung eines freundlichen

Endvierzigers, Montagearbeiter

von Beruf, mit einer

beachtlichen Bauchrundung.

Er war sichtlich besorgt. Er

erzählte, dass ein Freund von

ihm einst das gleiche Problem

hatte, und dieser erhielt damals die Diagnose „Diabetes”. Ein

Blutzucker-Schnelltest (342mg/dl) und ein Urintest bestätigten

unseren Verdacht. Der Langzeit-Zuckerwert lag bei „sportlichen”

11,2% (99mmol/l).

Bei einem weiteren Termin besprachen wir seine aktuelle Ernährung;

er erzählte mir von großen Mengen an Softgetränken

und vielen stärkehaltige Speisen. Ich erklärte ihm, dass Zucker

und Stärke den Blutzucker verschlechtern und über die Jahre

zahlreiche Folgeschäden für ihn unvermeidlich wären. Deshalb

empfahl ich ihm eine Ernährung mit möglichst wenig Kohlenhydraten.

Zur Information gab ich ihm den LCHF-Deutschland

Flyer mit. „Hängen Sie sich das an Ihre Kühlschrank-Wand!”

sagte ich ihm und hoffte, er würde das auch tun. Zusätzlich

zeigte ich ihm, wie man ein Blutzucker-Messgerät bedient.

Wie ich erfuhr, konsultierte er eine Woche nach diesem Gespräch

eine Kollegin, welche ihm Metformin verschrieb und zu

einer DGE-konformen Ernährungsberatung riet. Für diese hatte

er jedoch „unglücklicherweise“ keine Zeit.

Beim nächsten Termin mit mir präsentierte er voller Stolz

seine Blutzuckerwerte. Schon drei Tage nach der Ernährungsumstellung

bewegten sich fast alle Werte in einem für einen

Diabetiker erstaunlich guten Bereich (110 bis 140mg/dl), die

nicht durch das neu verschriebene Metformin erklärbar waren.

Er wurde in unserer Praxis in das DMP („Disease Management

Programm”) aufgenommen. Diese Programme verwalten Patienten

mit chronische Krankheiten, indem sich die betroffenen

Patienten regelmäßig vorstellen und Blutwerte erhoben,

die Füße auf Geschwüre untersucht und Überweisungen zu

Fachärzten veranlasst werden. So bekam ich ihn alle drei Monate

zu Gesicht.

Drei Monate später, beim „DMP”, zeigte er mir erneut stolz

Christian Selig, Arzt

seine selbst protokollierten Blutzuckerwerte. Bei den einzelnen

Ausreißern konnte er jedes Mal exakt benennen, welche süße

Sünde er da gegessen hatte. Vor mir stand jemand, der mit

Hilfe der Blutzucker-Selbstmessung fast vollständige Kontrolle

über seine Krankheit hatte. Bei seinem Enthusiasmus hätte

man meinen können, er habe das „Schicksal” Diabetes alleine

besiegt. Aufgeregt verlangte er, dass ich ihn unbedingt anrufen

müsse, sobald sein Langzeitwert vorläge und fragte, ob er auch

wieder mit dem Metformin aufhören könne.

Am Folgetag trudelte der Wert durch's Fax – Langzeitwert

HbA1c von 6,1%! Wir vereinbarten eine Halbierung seiner Metformin-Dosis.

Nebenbei hatte er sieben Kilogramm Gewicht

verloren. Sein HDL (das „gute Cholesterin“) war leicht angestiegen

und er hatte seine Neutralfette auf ein Drittel des Ausgangswertes

reduziert.

Ich freue mich schon auf den nächsten Termin mit ihm.

LCHF und Diabetes in der Hausarztpraxis:

Das Gute

LCHF ist schnell und einfach erklärt. Durch eine auf den Patienten

zugeschnittene persönliche Ansprache ist es mir möglich,

die Vorzüge und Wirkungsweise verständlich zu machen. Oftmals

stößt eine simple Darstellung der Ursachen einer Krankheit

und der daraus logisch folgenden Begleiterkrankungen

bei den Patienten auf eine gewisse Einsicht. Wenn dann die

Behandlung mit einer veränderten Ernährung auch noch erste

Erfolge zeigt, stößt man schnell auf große Dankbarkeit.

Eine umfassende Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr ist

die beste Waffe bei einer Neudiagnose eines Typ-2-Diabetes

(vgl. Feinman et al. in Nutrition, 31(1):1–13). Blutwerte und

Körpermaße verbessern sich, beziehungsweise verschlechtern

sich nicht relevant (vgl. Santos et al. in Obesity Reviews

13(11):1048–1066). Im weniger regulierten Gesundheitswesen

der USA feiert die Firma Virta mit ihrem Geschäftsmodell,

6


Jodsalz verhindert Jodmangel – und die Erde

ist eine Scheibe

von Kyra Kauffmann, Heilpraktikerin/Autorin

Fakten und Mythen rund um ein

umstrittenes Spurenelement

www.naturheilkundliche-medizin.de

Kyra Kauffmann

Kennen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel? Ich gehe davon aus.

In den letzten Jahren wurde so viel über dieses in seinen umfassenden

Wirkungen lange Zeit verkannte Vitamin-Hormon

geschrieben, dass aufgeklärte Patienten heute nicht mehr ihre

Hausärzte überzeugen müssen, diesen Wert in ihrem Blut zu

bestimmen.

Aber was ist mit Ihrem Jod-Status? Wurde dieser jemals gemessen?

Nein – meiner auch nicht, bis ich– eher durch Zufall

vor einigen Jahren – einfach mal bei mir meinen eigenen Wert

habe messen lassen und zu meiner Überraschung einen starken

(!) Jodmangel festgestellte. Wie konnte das sein? Ich aß

regelmäßig Fisch, verwendete eine Kräutersalzmischung mit

Algen und hatte dennoch Jodmangel. Den Grund hierfür verrate

ich später.

Der Blick auf meine Schilddrüsenhormonwerte hat den Jodmangel

nicht verraten – diese waren immer gut.

Jodmangel bei normalen Schilddrüsenwerten? Eigentlich ein

Widerspruch, wenn man der gängigen Literatur Glauben schenken

darf. Ich begann zu recherchieren und vor allem auch meine

Patienten auf ihren Jodstatus zu untersuchen. Die Ergebnisse

erstaunten mich: Jodmangel – in fast allen Altersgruppen, bei

meinen weiblichen Patienten in der Regel gravierender als bei

meinen männlichen.

Ich war verwirrt. Gerade in naturheilkundlichen Kreisen

wird oft vor einer angeblichen in Deutschland herrschenden

„Zwangsjodierung” und Überjodierung gewarnt. Wie passte

das zusammen? Ich wollte dem Thema „Jod” auf den Grund gehen.

Seitdem beschäftige ich mich fast täglich mit diesem Spurenelement

und freue mich über jede Gelegenheit, Jod wieder

ins rechte Licht zu rücken bzw. zu rehabilitieren, denn vor ca.

150 Jahren galt Jod in Europa als wichtiges Arzneimittel.

"When ye don't know where, what and why, prescribe ye then

K and I." – so lautete ein geflügeltes Wort unter Ärzten des 19.

Jahrhunderts (sinngemäß in etwa: „Wenn du in deiner Therapie

nicht weiterkommst, dann verschreibe Kaliumjodid.”)

Jod-Fakten und Jod-Bedarf

Vielleicht nähern wir uns dem Thema zunächst einmal über

Fakten.

Nüchtern betrachtet ist Jod einfach nur ein chemisches Element,

wie Zink, Eisen, Magnesium oder Selen. Sie finden es

in der 7. Hauptgruppe der Halogene im Periodensystem der

Elemente. Es gibt kein natürliches oder künstliches Jod. Jod ist

ein Spurenelement (oder differenzieren Sie zwischen „natürlichem”

Zink und „künstlichem” Zink?). Für den Körper ist es

15


Sauer macht nicht nur glücklich,

sondern auch gesund

von Susanne Lonkowsky

Wer sich mit gesunder Ernährung beschäftigt, kommt um das

Thema Fermentieren nicht herum. Dabei ist es keine Neuheit,

Lebensmittel zu fermentieren. Bereits für unsere Urgroßeltern

gehörte das Haltbarmachen von Gemüse zum Alltag. Warum

die vermeintlich antike Technik wieder voll im Trend ist, möchte

ich im ersten Teil meines Beitrages erläutern.

Was bedeutet fermentieren?

Kurz gesagt: Fermentieren bedeutet

vergären. Gärung ist der Prozess, bei

dem organische Stoffe durch Bakterien

umgesetzt werden. Beispielsweise wird

Gemüse mehrere Wochen bei verschiedenen

Temperaturen in einer Salzlake

eingelegt. Unter Ausschluss von Sauerstoff

beginnen die Milchsäurebakterien

zu arbeiten. Die entstehende Milchsäure

dient als natürlicher Konservierungsstoff.

Damit ist das Gemüse mit allen Nährstoffen und völlig frei von

Zusätzen über einen langen Zeitraum haltbar.

Warum sind fermentierte Lebensmittel

gesund?

Ein großer Teil unseres Immunsystems ist im Darm ansässig.

Die in fermentierten Nahrungsmitteln enthalten Enzyme und

Milchsäurebakterien fördern das Wachstum gesunder Bakterien

im Darm und haben einen positiven Einfluss auf unser

Mikrobiom (Gesamtheit aller den Menschen besiedelnden Mikroorganismen).

Probiotische – also fermentierte Lebensmittel

– stärken die Darmflora und machen die Lebensmittel leichter

verdaulich.

Fünf weitere Vorteile des Fermentierens:

1. Der Vorgang des Fermentierens kommt ohne zusätzlich zugeführte

Energie aus. Das Gemüse wird nicht erhitzt. Somit

bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe und Vitamine enthalten.

Instagram:

s_light_low_carb

Susanne Lonkowsky

2. Saisonales Gemüse bereichert die Wintermonate. Somit kann

man das ganze Jahr über lokal angebautes Gemüse essen.

3. Fermentiertes Gemüse schmeckt anders als rohes Gemüse.

Es bietet eine geschmackliche Vielfalt und kreiert Geschmackserlebnisse.

4. Fermentieren entfernt Giftstoffe. Die Milchsäure tötet Ecoli-

Bakterien ab. Das macht den Verzehr sicherer als das Essen

von rohem Gemüse.

5. Die Bakterien zersetzen bei der Fermentation unter anderem

den enthalten Zucker. Somit haben fermentierte Lebensmittel

viel weniger Kohlenhydrate.

Der Fermentation sind keine Grenzen gesetzt. Neben Gemüse

eignen sich auch andere Nahrungsmittel wie Obst, Nüsse, Samen

oder auch Gewürze zum Gären. Sogar Tee und Wasser wird

mit Hilfe von Pilzen fermentiert. Kombucha (fermentierter Tee)

ist bereits seit vielen tausend Jahren als Heiltrunk in der chinesischen

Medizin bekannt.

Auch Maria und Marco von „SAUER MACHT GLÜCKLICH“ haben

ihre Liebe zur Fermentation entdeckt. Zwei sympathische

Menschen, die vor einigen Jahren zu einem gesünderen Lebensstil

finden wollten. Dabei entwickelten sie eine Vorliebe

für Lebensmittel frei von Geschmacksverstärkern und Konservierungsmitteln.

Sie wollten gluten- und zuckerzusatzfreie

leckere Lebensmittel mit Vitaminen und Mineralstoffen zu sich

nehmen. Also haben sie das Gemüse selbst eingelegt und sind

somit zum Fermentieren gekommen. In der Zwischenzeit kann

man bei „SAUER MACHT GLÜCKLICH“ nicht nur eingelegtes

Gemüse kaufen. Auch Startersets und jede Menge Tipps und

Rezepte bieten die beiden an. Mit dem Rabatt-Code „Sauer-

MachtGlücklich“ bekommen alle Leser des LCHF Magazins einen

Rabatt von 5% auf die Produkte von Maria und Marco.

In der nächsten Ausgabe beantworte ich unter anderem folgende

Fragen: Welche Ausstattung wird zum Fermentieren von

Gemüse benötigt? Welche Gemüsesorten eignen sich? Was gibt

es zu beachten? Außerdem habe ich ein tolles Rezept parat.

20

Low Carb – LCHF Magazin 3/2018


LCHF DEUTSCHLAND AKADEMIE

Ausbildung zum Gesundheits- und Ernährungscoach

Low Carb – LCHF – Keto Lifestyle

Die Ausbildung zum Gesundheits- und Ernährungscoach Low

Carb – LCHF – Keto Lifestyle bietet die Grundlage für eine Erweiterung

bestehender Kompetenzen oder einer beruflichen

Neuorientierung. Ziel der Ausbildung ist, die Low Carb – Ernährungsformen

als ganzheitliches qualitatives Modell an andere

Menschen weitergeben zu können.

Die Ausbildung Gesundheits- und Ernährungscoach Low Carb

LCHF – Keto Lifestyle umfasst die Bereiche Ernährung, Mentales

Training, Stressmanagement, Bewegung und Entspannung.

Sie beinhaltet, neben über zwanzig Lehrbriefen zum

Selbststudium, zwei Webinare und Informationsbriefe.

Während der Ausbildungszeit werden Sie fachlich und persönlich

von uns begleitet. Abgeschlossen wird die Ausbildung

mit einer einwöchigen Praxiswoche und der Abschlussprüfung.

Die Prüfung besteht aus einer Hausarbeit, einem schriftlichen

und zwei praktischen Teilen. Nach der bestandenen Prüfung

erhalten Sie ein Zertifikat, das Sie berechtigt, als Gesundheitsund

Ernährungscoach Low Carb – LCHF – Keto Lifestyle zu arbeiten.

Ausbildungsbeginn und Abschluss

Die Ausbildung beginnt monatlich und endet frühestens

nach 6 und spätestens nach 18 Monaten. Das bietet Ihnen eine

höchst mögliche Flexibilität Ihres Lerntempos. Die Plätze für

die Praxis- und Prüfungswoche werden nach Eingang der

Anmeldungen vergeben. Auf individuelle Wünsche gehen wir

gerne ein.

Termine Praxis- und Prüfungswoche:

» 02.03. – 10.03.2019 oder

» 06.04. – 14.04.2019 oder

» 27.04. – 05.05.2019

» weitere Termine im Herbst 2019

Dozentinnen: Margret Ache – Iris Jansen – Romina Scalco –

Mag. Julia Tulipan

Weitere Informationen finden Sie hier: https://lchf-deutschland.de/aus-und-weiterbildungen/basisausbildung-gesundheits-und-ernaehrungscoach/

Für Ihre Fragen rund um unser Ausbildungsangebot nehmen

wir uns gerne Zeit.

Herzliche Grüße

aus der LCHF Deutschland Akademie

Margret Ache und Iris Jansen

Kontakt: info@lchf-deutschland.de

25


Wieso sind Ernährungsratschläge

immer so widersprüchlich?

von Melanie Ryan

„Esst Margarine, denn Butter erhöht das Herzinfarktrisiko.

Eier übrigens auch.“ Oh, Verzeihung: „Margarine erhöht das

Herzinfarktrisiko, esst lieber Butter. Eier schützen vor Herzinfarkt.“

www.nutrilicious

nutrition.co.uk

Melanie Ryan

„Die Basis eurer Ernährung sollten Kohlenhydrate sein: Sie

sättigen, sind reich an Ballaststoffen und haben wenig Kalorien.“

– „Zu viele Kohlenhydrate machen dick und tragen zu

Herzkrankheit und Diabetes bei.“

Ja, was denn nun? Wer blickt da noch durch? Man kann es

eigentlich niemandem verdenken, wenn er das Handtuch wirft

und einfach aufgibt. Als Ernährungsberaterin werde ich oft gefragt,

wieso Ernährungsratschläge immer so widersprüchlich

sind. Für mich war dieses Phänomen mit ein Grund, Ernährungslehre

zu studieren. Ich wollte lernen, die Forschung zu

verstehen, um mir dann selbst eine Meinung zu bilden.

Die Gründe, warum gerade auf diesem Gebiet so viel Verwirrung

zu bestehen scheint, sind vielfältig und kompliziert, aber

ich versuche, sie hier knapp zusammenzufassen.

1. Ernährungsforschung ist schwierig

Menschen sind keine Laborratten. Es ist nicht möglich, die

Ernährung einer Gruppe von Menschen streng zu kontrollieren,

denn man kann sie schließlich nicht über Wochen, Monate oder

gar Jahre irgendwo einsperren und ihnen nur das Essen vorsetzen,

das man erforschen will. Warum macht man das dann nicht

einfach in Gefängnissen oder in der Psychiatrie, wo Menschen

sowieso schon eingesperrt sind? Weil das ethisch nicht vertretbar

und außerdem verboten ist, aber – ob Sie’s glauben oder

nicht – bevor es Gesetze gab, die ein solches Vorgehen verbieten,

wurde es tatsächlich gelegentlich so gemacht!

In der Realität erhalten die Teilnehmer von Ernährungsstudien

einen Ernährungsplan, dem sie folgen sollen. Aber ob und

wie streng sie das auch tun, weiß man nicht. Die genaue Einhaltung

eines Plans kann auch sehr schwierig sein, besonders

wenn die Studie über einen längeren Zeitraum laufen soll. Die

Ergebnisse von Studien mit einer kurzen Laufzeit sind unter

Umständen nicht repräsentativ. Wenn jahrelange Fehlernährung

zu Erkrankungen geführt hat, lassen sich diese nicht von

heute auf morgen umkehren. Langzeitstudien hingegen sind

noch schwieriger zu kontrollieren: Vielleicht hätten die Probanden

keine Probleme, für vier oder sechs Wochen einem extrem

niedrigkalorischen Plan zu folgen. Aber ein ganzes Jahr? Oder

zwei? Oder noch länger?

Langzeitstudien beziehen ihre Ernährungsdaten in der Regel

aus Fragebögen und retrospektiven Ernährungsprotokollen, für

die die Studienteilnehmer auflisten sollen, was sie gegessen

haben. Wissen Sie heute noch, was vorgestern auf dem Tisch

31


Ketolumne XVII: Keto bei Krebs

– Gewichtszunahme

von Christiane Wader

Ein großer Trugschluss bei der ketogenen Ernährung ist die

Angst vor einer Gewichtsabnahme, worüber viel diskutiert

wird. Gerade die behandelnden Ärzte wollen ihre Patienten

schützen und stellen sich daher oft gegen die ketogene Ernährung

bei Krebs. Im Gegensatz dazu will und muss der ein

oder andere Krebspatient sein Gewicht verringern. Gerade bei

Brustkrebs ist ein bestehendes Übergewicht nicht hilfreich, da

im Fettgewebe Hormone gebildet werden und der gemeine

Brustkrebs zumeist Andockstellen für Hormone besitzt, welche

nur zu gern den Tumor mit „Nahrung“ versorgen.

Bei dem Thema Krebs stellt man sich immer wieder automatisch

einen Schwersterkrankten vor, von der Chemo gezeichnet

und total abgemagert. Zusätzlich ist das Thema Low Carb in

der Bevölkerung zumeist mit Abnehmen verknüpft. Wen verwundert

es da, dass ebenso die Mediziner zu dem Thema keine

andere Einstellung haben. „Low Carb impliziert eine Gewichtsabnahme“,

dies ist das allgemeine Credo. Doch das geht auch

anders…

Zuerst finde ich es wichtig aufzuzeigen, welche anderen supportiven

Effekte eine ketogene Ernährung für einen Krebspatienten

bringen kann. Viele Krebspatienten sind mangelernährt,

dies bezieht sich weniger auf das Körpergewicht als vielmehr

auf den schlechten und geringen Anteil der Muskelmasse des

Patienten. Unter der ketogenen Ernährung bleiben die Muskeln

Christiane Wader

vermehrt erhalten, nicht ohne Grund ist diese Ernährungsform

bei Bodybuildern eine beliebte Art das Training zu unterstützen.

Ausdauersportler entdecken in den letzten Jahre ebenso

vermehrt den Vorteil der Ketonkörper. Diese Energiegeber ermöglichen

eine lange Zeit unterschätze, kontinuierliche und

länger als unter Glukose andauernde Leistungskraft. Bisher

galt Zucker als Energiespender. Bei einem Feuer wäre Zucker

vergleichbar mit Papier, es erzeugt schnell eine gute Flamme,

welche allerdings ebenso schnell wieder erlischt. Fett hingegen

kann man sich gut als einen Holzscheit vorstellen, wenn dieser

brennt gibt er kontinuierlich und lange gute Energie in Form

von Ketonkörpern ab.

Viel zu oft wird ebenso die Insulinresistenz bei Krebspatienten

vernachlässigt, doch ist sie vergleichbar mit Diabetes-Typ-2.

Der Körper kann den verzehrten Zucker nicht mehr ausreichend

verarbeiten und so freut sich der Tumor gleich doppelt über die

überschüssige Glukose im Körper. Warum also nicht zusätzlich

versuchen, genau diesen Prozess zu unterbinden? Wer mag,

kann unter anderem dieses Thema in der „Ketolumne VII: Keto

bei Krebs, Zusammenhänge“ nachlesen.

35


Seminare in Schweden

Balsam f ür die Seele

Juni 2019

&

August 2019

www.LCHF-Deutschland.de | info@lchf-deutschland.de

41


Rezepte

von Birgitta Höglund

Erfolgreiche schwedische

Kochbuchautorin

Birgitta Höglund

https://birgittahoglundsmat.wordpress.com/

Feta-Käsecreme mit Paranüsse

Zutaten:

» 100 g Feta-Käse

» 40 g grob gehackte Paranüsse

» 100 g Crème double

» 1 EL kaltgepresstes Olivenöl

» 2 TL Zitronensaft

» 1 EL fein gehackte Petersilie

» etwas Salz nach Geschmack

Zubereitung:

Den Käse in einer Schüssel zerbröseln und mit einer Gabel

zerdrücken. Mit Crème double und den Nüssen gut vermischen.

Zitronensaft, Olivenöl und Petersilie dazugeben und verrühren.

Abschmecken und nach Bedarf würzen.

Gerne für ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen,

das macht die Creme noch schmackhafter.

Feta-Käsecreme

50


Anzeige:

Geschmacksabenteuer

von LCHF Deutschland

BUNTE FLEISCHSPIESSE

Warme Speisen

Zutaten:

1. Das Fleisch, die Paprika und die Zwiebel in möglichst gleichgroße

Stücke schneiden und abwechselnd mit den Brokkoliröschen auf

Holzspieße stecken. Mit Salz und Pfeffer würzen und in einer Pfanne

in Olivenöl braten oder auf einen Grill legen.

2 Portionen

» 250 g Nackenkotelett

» 1 rote Paprikaschote

» 1 gelbe Paprikaschote

» 1 rote Zwiebel

» 4 gekochte Brokkoliröschen

» Salz, Pfeffer

» Olivenöl zum Braten

» 4 kleine Holzspieße

Dieses und mehr

familienfreundliche Rezepte

finden Sie im Kochjournal.

DAS KOCHJOURNAL

Geschmacksabenteuer für

unsere süßen Kleinen

„Leckere Rezepte für die

ganze Familie“

Artikel-Nr.: 1166

ISBN: 978-3-946010-14-2

Preis: 6,00 € + Versandkosten

Bestellen Sie unter:

http://www.expert-

fachmedien.de/gesund-

heit-und-ernaehrung/

52


Ketogene Ernährung und

Meditation

von Stefanie Ebenfeld

Mein Name ist Steffi, ich bin Yogalehrerin und 2011 im Alter

von 42 Jahren an Brustkrebs erkrankt. Seit der zusätzlichen Diagnose

meiner Knochenmetastasen in 2014, ernähre ich mich

ausschließlich ketogen. Ich bin davon überzeugt, dass diese

Ernährungsweise die schulmedizinische Behandlung sinnvoll

unterstützt, und tatsächlich ist meine metastasierte Brustkrebserkrankung

seither auch stabil.

Jeder, der sich ketogen ernährt, kontrolliert den Wert seiner

Ketose (Konzentration, der in der Leber produzierten Ketonkörper

im Blut) durch unterschiedliche Messmethoden, um

sicherzustellen, dass sich sein Körper tatsächlich von einem Glukosestoffwechsel

auf einen Fettstoffwechsel umgestellt hat. Ich

selber habe relativ schnell angefangen, meine Ketose täglich

mithilfe von Blutkontrollen zu ermitteln, um ein Gespür dafür

zu bekommen, wie sich diese Stoffwechselsituation im Tagesablauf

verändert. Mein Ziel war und ist es immer noch, eine möglichst

tiefe Ketose zu erreichen, weil es in Teilen der Fachliteratur

bei Krebs empfohlen wird. Unter anderem sollen Ketonkörper

die Krebszellen selbst in eine Apoptose (Zelltod) zwingen können.

Meine Vorstellung ist daher: Viele Ketonkörper bedeuten

auch viele tote Krebszellen …

Stefanie Ebenfeld

Nun ist mir im Laufe der Zeit aufgefallen, dass der Wert der

Ketose starken Schwankungen unterworfen ist. So kann zum

Beispiel eine Messung direkt nach körperlicher Anstrengung

und Sport einen geringen Ketosewert ergeben, einfach weil

die Ketonkörper durch die Bewegung aufgebraucht worden

sind. Soweit – so einleuchtend. Sehr interessant und gerade als

Yogalehrerin noch viel spannender finde ich die Frage, wie der

Ketosewert und damit unser ganzer Körper auf Stress reagiert.

Nach mehrjähriger Beobachtung an mir selbst kann ich definitiv

sagen: Der Ketosewert reagiert bei Stress, indem er absinkt.

Gleichzeitig steigt der Blutzuckerspiegel weitgehend ernährungsunabhängig

an!

Zum ersten Mal aufgefallen ist mir umgekehrt der Zusammenhang

zwischen einer guten, tiefen Ketose und Entspannung

in unserem Sommerurlaub in Kroatien vor zwei Jahren.

Ich lag an jedem einzelnen Urlaubstag mit einem guten Buch

ausgestattet auf der Liege am Meer und fühlte mich sehr ausgeglichen

und frei von Stress. Natürlich hatte ich mein Blutmess-

56


GESUNDHEIT UND ERNÄHRUNG

Sabine Paul

Gehirndoping mit Gewürzen

Best.-Nr. 1163

ISBN 978-3-946010-12-8

Preis: 19,80 Euro + Versandkosten

DAS KOCHJOURNAL

GESCHMACKSABENTEUER

Preis: 6,00 Euro + Versandkosten

ISBN Nummer: 978-3-946010-14-2

Bestellnummer: 1166

LOW CARB – LCHF

Magazin für Gesundheit und

ketogene Ernährung

Jahresabonnement: 20,00 Euro +

Versandkosten (4 Ausgaben)

Ihre Bestellungen richten Sie bitte an:

Expert Fachmedien GmbH // Aachener Straße 172 // 40223 Düsseldorf

Telefon: +49. (0)2 11. 15 91-210/151 // Fax: +49. (0)2 11. 15 91-150

E-Mail: lchf@dvs-hg.de // info@lchf-deutschland.de

Weitere Informationen unter: www.lchf-deutschland.de

oder auf www.expert-fachmedien.de/gesundheit-und-ernaehrung

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