Erfolg_Print_18-04_01_27-09-2018

erfolgmagazin

DIE NEUEN REICHEN: Wie sie ticken und was sie wollen
OLIVER POCHER: Im Interview über Grenzen und Geld
FRANK THELEN: Im Interview über Ziele und Gründer-DNA
SIDO: Interview über Kritik und Business
DORO PESCH: Interview über Durchhalten im Rockstar-Life
ANNETTE FRIER: Interview über Humor als Waffe
RICHARD BRANSON: Der Millionär
RIHANNA: Erfolgsstory
TOM CRUISE: Alles oder nichts

ERFOLG

THOMAS ANDERS ÜBER STÄRKEN UND SELBSTREFLEXION

D A S L E S E N E R F O L G R E I C H E

magazin

4 / 2018

OLIVER

POCHER

IM INTERVIEW ÜBER

GRENZEN UND GELD

FRANK

THELEN

INTERVIEW ÜBER ZIELE

UND GRÜNDER-DNA

SIDO

INTERVIEW ÜBER

KRITIK UND BUSINESS

RICHARD

BRANSON

DER MILLIARDÄR

Verleger Julien

Backhaus über

Neugier

RIHANNA

ERFOLGSSTORY

TOM CRUISE

ALLES ODER NICHTS

ANNETTE FRIER

INTERVIEW

DORO PESCH

ROCKSTAR-LIFE

BILDER: CALO BALAERA, ISMAIL GÖK, PRIVAT (3)

Lukas

Spies

Sebastian

Hager

DIE

NEUEN

REICHEN

Wie sie ticken und

was sie wollen

Daniel

Schweig

Thomas

Knedel

BACKHAUS VERLAG 5 EUR


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Editorial

Julien Backhaus

Verleger und

Herausgeber

Bild: Ismail Gök

Das nächste Heft

erscheint am

19. Dez. 2018

Neugier ist der Schlüssel

zum Erfolg

Vor kurzem habe ich mein Zeugnis aus der zehnten

Klasse im Tresor wiedergefunden. Es war ein Realschulzeugnis

mit schlechten Noten. In Chemie war

ich sogar so schlecht, dass es nicht benotet werden

konnte. Es wäre wohl eine sieben geworden. Ich

gebe zu, dass ich ein selektiver Typ bin: Dinge, die mich nicht

interessieren, blende ich aus. Ich habe das Zeugnis auf Facebook

und Instagram veröffentlicht und wollte wissen, wem es ähnlich

ging. Ich war erstaunt. Viele sehr erfolgreiche Menschen hatten

schlechte Zeugnisse. Kurze Zeit später hatte ich ein Treffen mit

dem Star-Investor Frank Thelen. Auch er erzählte mir, dass seine

schulischen Leistungen schlecht waren. In einem Managementbuch

las ich später, dass tatsächlich eine Vielzahl von CEOs der

Fortune 500 Unternehmen schlechte Schüler waren.

Der Fakt lässt sich also nicht abstreiten, dass schulische Leistungen

für den beruflichen Erfolg zumindest nicht in erster Linie relevant

sind. Abgesehen von dieser Tatsache hat mich aber doch interessiert,

warum oft diejenigen mit den schlechtesten Noten die wertvollsten

Unternehmen aufbauen. Ich glaube, es hat mit Neugier zu

tun. Wenn Sie wissen, dass Sie etwas nicht wissen, es aber wissen

wollen, müssen Sie neugierig sein. Wenn Sie etwas nicht wissen,

müssen Sie sich an die Arbeit machen, es herauszufinden. Anders

werden Sie nicht zur Lösung gelangen. Das Gegenteil ist eine Falle.

Wenn Sie glauben, alles bereits zu wissen, hören Sie automatisch

auf, nach möglichen Lösungen zu suchen. Sie tragen Scheuklappen

und blenden die Chancen um sich herum aus. Sind Sie jedoch

neugierig und wissbegierig, dann sind Sie sensibilisiert und höchst

empfänglich für verschiedene Lösungen. Wir alle haben schon gehört,

dass nicht nur ein Weg nach Rom führt. Also sollten wir stets

infrage stellen, ob die Lösung, die wir uns zurecht gelegt haben,

wirklich die einzige ist. Ich glaube sogar, Probleme machen das

Leben erst lebenswert, weil sie uns zwingen, das Leben aus verschiedenen

Blickwinkeln zu betrachten. Dieser Weg führt uns oft

zu unseren glücklichsten Momenten.

Glückliche Momente wünsche ich Ihnen mit dieser neuen

Ausgabe, aber auch im ganzen Leben.

Ihr Julien Backhaus

Impressum

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Erfolg Magazin ISSN 25057342

Redaktion/Verlag Backhaus Verlag

E-Mail: info@backhausverlag.de

Chefredakteur (V.i.S.d.P.) Julien D. Backhaus

Redakteur Jan Conrad

Redakteurin und Satz Martina Schäfer

E-Mail: info@backhausverlag.de

Herausgeber, Verleger Julien D. Backhaus

Anschrift:

Waffensener Dorfstr. 54, 27356 Rotenburg

Telefon (0 42 68) 9 53 04 91

E-Mail info@backhausverlag.de

Internet: www.backhausverlag.de

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ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

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INHALT 4/2018

Erfolg

Richard Branson:

11 Mio. bis Geschäftsschluss........................ 6

Die Rihanna-Story ......................................10

Oliver Pocher: Grenzen überschreiten..........12

SIDO: Ganz ehrlich......................................18

Frank Thelen: Ich lasse einfach nicht los......22

Doro Pesch: Durchhalten.............................26

Tom Cruise: Ich bin ein

Alles-oder-nichts-Typ..................................32

Story

Andreas Tissen:

Der Glückliche macht glücklich...................17

Bora Imren: Denke positiv...........................21

Daniel Schweig: Social Media......................30

Thomas Knedel: Immopreneur....................36

Sebastian Hager: Erfolg beginnt

außerhalb der Komfortzone........................38

Lukas Spies: Generation

Smartphone Millionär.................................52

Stefanie Kogler: Discover the Lady Boss.......54

Daniel Schweig: Social Media......................30

Thomas Knedel: Immopreneur....................36

Einstellung

Annette Frier: Humor ist

meine Hauptwaffe......................................44

Thaddeus Koroma: From broke 2 Boss........46

Tobias Beck: Unbox your life.......................50

Jörg Löhr: Erhöhe deine Ansprüche.............62

Leben

Thomas Anders: Zeig, was du kannst..........40

Denke wie ein Freak....................................58

26

Doro Pesch

Durchhalten

Bilder: David Havlena, Oliver Reetz (2), M. Bathor, Calo Ballaera, Christian Holthausen

40

Thomas Anders

Zeig was

du kannst

4 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Wissen

Paul Misar: Die Erfolgsformel......................48

Jürgen Höller: Denkst du

wirklich groß genug?..................................56

Leck mich am Arsch....................................60

Sonstiges

Die neue Erfolg Dossiers:

Grigori Kalinski und Gabriel Schandl............ 9

Best of Web:

Schauen Sie doch mal online rein................64

Partnerevents:

Star Press Media Night Mallorca 2018.........66

Polo Players Night Düsseldorf......................68

Eventkalender.............................................70

44

Annette

Frier

Humor ist

meine

Hauptwaffe

12

Oliver Pocher

Grenzen überschreiten

SIDO

Ganz

ehrlich

18

22

Frank Thelen

Interview über

Startup DNA

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

5


Erfolg

Wir brauchen 11 Mio.

bis Geschäftsschluss

Auszug aus der neuen Biografie von Milliardär Richard Branson

Während dieser Verhandlungen

mit dem

Slot-Ausschuss von

Heathrow erfuhr ich

von Jordan Harris

und Jeff Ayeroff, die unser amerikanisches

Musiklabel leiteten, dass Janet Jackson

gerne einen Vertrag mit Virgin Music unterzeichnen

wolle. Für Virgin Music war

dies ein ebenso großer Durchbruch wie

der erfolgreiche Kampf um den Zugang

nach Heathrow für Virgin Atlantic. Janet

Jackson war eine der größten Sängerinnen

der Welt, und ich erkannte, dass sie alles

daran setzen würde, diese Spitzenposition

zu behaupten. Sie wollte noch erfolgreicher

werden als ihr Bruder Michael.

Neben Talent ist einer der entscheidenden

Erfolgsfaktoren in der Karriere eines Sängers

seine geistige Stärke. Und davon hatte

Janet reichlich. Sie hatte ihren Erfolg über

eine Reihe von Alben aufgebaut. Für einen

Künstler ist der langsame Weg zum Erfolg

in vielerlei Hinsicht besser, weil er dann

lernen kann, mit diesem Ruhm zu leben.

Zudem gewinnt er auf diese Art eine breitere,

treuere Fangemeinde. Als Janet mich

auf Necker Island besuchte, sah ich die

Zeichen ihrer Entschlossenheit. So hielt

sie sich konsequent im Schatten auf, um

Bilder: Deopsitphotos.com/Jean Nelson

6 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Erfolg

ihren Teint nicht zu verderben. Der Sonne

kann man auf den Jungfraueninseln praktisch

nicht entgehen, aber Janet tat alles,

was sie konnte. Sie hatte zwar genauso viel

Spaß wie alle anderen auch, doch gelang

es ihr, direkte Sonneneinstrahlung

zu vermeiden

– auch wenn es

etwas deplatziert wirkte,

wenn sie in eine Art

Leichentuch gewickelt

am Strand saß. Obwohl

Janet mir erklärt hatte,

dass sie gerne von

Virgin unter Vertrag genommen

würde, mussten wir dennoch

in einer Art Auktion mit dem höchsten

Angebot gleichziehen, bevor ihre Vorliebe

für uns den Ausschlag gab. Das würde

sehr viel mehr kosten, als wir aus dem

Ärmel schütteln konnten, aber ich wusste

instinktiv, dass wir gewinnen mussten: Ein

Vertrag mit Janet Jackson würde Virgins

Position als attraktivste Plattenfirma der

Welt bestätigen. Und ich dachte nicht im

Traum daran, mir dabei von der Vorsicht

unserer Banker einen Strich durch die

Rechnung machen zu lassen. Meine ganze

geschäftliche Laufbahn hindurch habe

ich stets versucht, die Kosten im Griff zu

behalten und das Verlustrisiko möglichst

zu minimieren. Die Virgin-Gruppe konnte

nur überleben, weil wir immer sparsam

mit unseren liquiden Mitteln umgingen.

Ich wusste aber auch, dass man diese Regeln

bisweilen brechen und sein Geld mit

vollen Händen ausgeben muss. Die Chance,

Janet Jackson unter Vertrag zu nehmen,

war ein solcher Fall – wir durften sie uns

keinesfalls entgehen lassen. Nachdem ich

mit Simon und Ken darüber gesprochen

hatte, beschloss ich, Janet das höchste Angebot

zu unterbreiten, das jemals für einen

Sänger gemacht wurde. Ferner wollte ich

alle Regeln der Musikbranche brechen und

ihr einen Vertrag für ein einziges Album

anbieten. Dafür gab es praktisch keine

Präzedenzfälle. Ich wollte die Konkurrenz

beiseite fegen. Ich war überzeugt, dass Janet

ihre Plattenfirma bestimmt nicht mehr

wechseln wollte, wenn sie einmal mit

Virgin gearbeitet hatte. Ein Vertrag mit Janet

Jackson würde nicht nur die Position

von Virgin Music als bestes Plattenlabel

der Welt zementieren, sondern auch das

richtige Signal an alle in der City und bei

der CAA senden, die unter Umständen

den von British Airways in die Welt gesetzten

Gerüchten über Liquiditätsprobleme

bei der Virgin-Gruppe Glauben schenken

könnten. Der einzige Haken an der Sache

»Ein Vertrag mit Janet

Jackson würde Virgins

Position als attraktivste

Plattenfirma der Welt

bestätigen.«

war, dass wir tatsächlich mit Liquiditätsproblemen

zu kämpfen hatten. Ich wusste,

dass uns die Lloyds Bank nicht helfen

würde, wenn ich für den Vertrag mit Janet

um eine Aufstockung unseres Kontokorrentkredits

bat. Daher

suchten Trevor und ich

nach Mitteln und Wegen,

unsere Aktiva so

zu jonglieren, dass wir

weitere Kreditzusagen

für die Anzahlung aushandeln

konnten. Nach

mehreren eiligst vereinbarten

Treffen mit verschiedenen

Banken sagte die Bank of Nova

Scotia Trevor schließlich die Finanzierung

des Vertrages mit Janet Jackson zu. Wir boten

Janet Jackson 15 Millionen Dollar, von

denen 5 Millionen Dollar bei Vertragsunterzeichnung

fällig wurden. Die Angebote

stiegen jedoch bald, und wir mussten für

ein einziges Album auf 20 Millionen Dollar

und schließlich auf 25 Millionen Dollar

gehen. Das war erheblich mehr, als jemals

für ein Album ausgegeben

worden war.

Die Bank wiesen wir

darauf hin, dass Janet

die führende Sängerin

der Welt sei und

mehr Singles aus ihrem

letzten Album

in den Top 5 gelandet

seien als bei allen

anderen Künstlern,

einschließlich ihres

Bruders Michael. Die

Bank of Nova Scotia

versprach, ihre Zusage

auf 25 Millionen zu

erweitern. Janet hielt

Wort: Als sich die Angebote

auf 25 Millionen

Dollar einpendelten,

wählte sie Virgin.

Der Vertrag gehörte

uns, und wir mussten

die 11 Millionen

Dollar beschaffen,

die ihr bei der Unterzeichnung zustanden.

In Hochstimmung überließ ich Trevor in

London die letzten Verhandlungen mit der

Bank of Nova Scotia und Ken in Los Angeles

die Gespräche mit Janets Anwälten und

fuhr mit meiner Familie und Peter Gabriel

über Ostern zum Skifahren nach Zermatt.

Peter war ursprünglich der Sänger von Genesis

gewesen und inzwischen bei Virgin

als Solokünstler unter Vertrag. Er ist zugleich

einer meiner engsten Freunde. Wir

kamen am Donnerstagabend in Zermatt

an und gingen am Freitagmorgen auf die

Piste. Als wir zu einem frühen Mittagessen

ins Hotel zurückkehrten, beschlossen Holly

und Sam, im Hotelpool schwimmen zu

gehen. Peter und ich einigten uns auf eine

Partie Tennis. Als ich an der Rezeption

vorbeiging, rief mir der Hotelbesitzer Alex

zu: „Richard, da ist ein Anruf für Sie.“ In

unseren Zimmern gab es kein Telefon; daher

nahm ich das Gespräch in dem kleinen

Kiosk im Foyer entgegen. Es war Trevor.

„Ich habe leider schlechte Neuigkeiten.

Wir können das Geld für den Vertrag mit

Janet Jackson nicht aufbringen. Du weißt

ja, dass die Unterzeichnung heute stattfinden

soll, aber Nova Scotia hat uns im Stich

gelassen. Wir brauchen 11 Millionen Dollar

bis zum Geschäftsschluss in Los Angeles.

Ken meint, wir sollten ihr sagen, dass

wir das Geld nicht auftreiben können, und

die Finger von der ganzen Sache lassen.“

Vor meiner Abreise am Donnerstag hatte

die Bank of Nova Scotia versprochen, die

zur Vertragsunterzeichnung benötigten

11 Millionen Dollar

bereitzustellen.

Während ich Trevor

zuhörte, schmolz der

Schnee auf meinen

Stiefeln und bildete

eine kleine Pfütze auf

dem gefliesten Boden

unter mir. Ich fragte

mich, mit welchen Aktivposten

wir noch jonglieren

konnten, um

das Geld aufzutreiben.

Ich wollte die Unterzeichnung

keinesfalls

auf die nächste Woche

verschieben oder

ganz aufgeben. Dann

könnten uns unsere

Konkurrenten Janet

Jackson vor der Nase

wegschnappen. Peter

Gabriel kam mit seinem

Tennisschläger

zurück. Ich wusste,

dass wir ihm in der nächsten Woche Tantiemen

in Höhe von fast 2 Millionen Pfund

zahlen mussten. „Warte einen Augenblick,

Trevor!“ Ich legte meine Hand auf den

Hörer. „Peter, es tut mir leid, aber das

hier wird ziemlich lange dauern.“ „Macht

nichts«, rief er fröhlich. »Ich geh zu den

Kindern in den Pool.“

Ich wartete, bis Peter außer Hörweite war,

bevor ich Trevor nach den fälligen Tantiemen

fragte. „Nächste Woche gehen circa 5

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

7


Erfolg

Bild: Deposithphotos/Jean Nelson, Cover: FBV

Millionen Pfund raus, einschließlich des

Schecks für Peter Gabriel“, sagte er. „Nun,

damit könnten wir was drehen. Ich bin

sicher, dass das Peter nichts ausmachen

wird“, versuchte ich mich selbst zu überzeugen.

„Ganz bestimmt nicht. Ich werde

ihn auf einen Drink einladen. Aber was

können wir sonst tun?“ In London war es

jetzt Vormittag, in der Schweiz kurz vor

Mittag. Wir mussten bis Büroschluss in

Los Angeles 11 Millionen Dollar zusammenkratzen.

Es schien unmöglich zu sein.

Unser einziger Vorteil war, dass in Los Angeles

noch alle schliefen und uns 15 Stunden

blieben, um diese Summe aufzutreiben.

Wir gingen schnell die Liste unserer

Optionen durch: Wir konnten Fujisankei

um eine weitere Investition in Virgin Music

oder Seibu-Saison um eine Finanzspritze

für Virgin Atlantic bitten; wir konnten

versuchen, möglichst viel Geld aus Virgin

Communications herauszuklopfen.

„Wie geht’s Robert mit dem Verkauf der

Sega-Lizenz?“ fragte ich. „Der Vertrag

wird erst in ein paar Wochen geschlossen“,

sagte Trevor. Ich machte noch einige

weitere Vorschläge: Verkauf von Necker

Island oder meines Hauses in London,

Vergabe von Unterlizenzen für einige unserer

Künstler. Das Problem war nur, dass

alles seine Zeit dauern würde, und weder

Fujisankei noch Seibu-Saison auch nur 1

Million Dollar aus dem Ärmel schütteln

konnten, von 11 Millionen Dollar ganz

zu schweigen. Seibu-Saison hatte viel in

Hotels investiert und war infolge des Golfkriegs

in die roten Zahlen gerutscht. Mir

schien, dass wir das Geld niemals aus anderen

Quellen beschaffen könnten, sodass

wir uns nochmals an die Bank of Nova

Scotia wenden mussten.

„Hast du mit den Bankern in London

gesprochen?“, frage ich. „Ja“, antwortete

Trevor. „Tja, vielleicht sollten wir einfach

direkt mit der Spitze sprechen“, schlug

ich vor. „Vielleicht könntest du mit ihrem

Chairman in Toronto reden. Der könnte

vielleicht die Entscheidung der Londoner

Niederlassung rückgängig machen.“ „Ich

könnte mich mit ihrem Vice Chairman

Bruce Birmingham treffen“, meinte Trevor.

„Ich kenne ihn ziemlich gut. Lass mich nur

die Flugzeiten herausfinden.“ Trevor rief in

seinem Büro Shirley etwas zu. „Wann geht

der Flug?“ „Es geht einer um 13.00 Uhr ab

Heathrow.“ Während Trevor zu seinem

Wettflug gegen die Zeit nach Toronto aufbrach,

ging ich zu Peter, der mit Holly und

Sam im Pool herumplanschte. Auf einmal

war mir klar, dass ich es nicht übers

Herz brachte, seinen Tantiemenscheck

zurückzuhalten. Bruce Birmingham bei

der Bank of Nova Scotia war unsere einzige

Hoffnung. Ich rief Ken in Los Angeles

an. Dort war es mitten in der Nacht, aber

Ken hatte offensichtlich noch kein Auge

zugetan. „Trevor ist auf dem Weg nach

Toronto“, teilte ich ihm mit. „Wir werden

versuchen, Nova Scotia umzustimmen.“

„Wir haben bis heute Abend Zeit für den

Vertragsschluss“, antwortete Ken mit düsterer

Stimme. Er hatte ungeheuer viel

Arbeit in die Vertragsverhandlungen und

die Vorbereitung der Unterzeichnung gesteckt.

„Wo ist die Niederlassung der Bank

Richard Branson mit seiner Mutter Eve.

of Nova Scotia in Los Angeles?“ fragte ich.

„Das werde ich herausfinden«, erwiderte

Ken. »Wir werden einen Kurier vor der

Tür abstellen.“ Der Flug nach Toronto

dauerte acht Stunden. Den Großteil des

Nachmittags verbrachte ich mit dem vergeblichen

Versuch, in London Kapital aufzutreiben.

Ich hatte kein Glück. Als es in

Zermatt Abend wurde, hatte Ken bereits

begonnen, mit Janet Jacksons Anwälten in

Beverly Hills den Vertrag ein letztes Mal

durchzugehen. Peter, Joan, die Kinder und

ich setzten uns zu einem späten Abendessen

zusammen. Trevor landete um 15.00

Uhr Ortszeit in Toronto und traf kurz vor

Geschäftsschluss bei der Bank of Nova

»Ich wusste..., dass man

diese Regeln bisweilen

brechen und sein Geld

mit vollen Händen

ausgeben muss.«

Scotia ein. Um 3.00 Uhr morgens war es

still in der Hotellobby in Zermatt. Die

Kinder und Peter hatten mich schon lange

aufgegeben, und selbst der Nachtportier

war in seinem Büro hinter der Rezeption

verschwunden. Ich saß wie auf glühenden

Kohlen auf einem Plastiksofa neben dem

Münzfernsprecher

und stellte mir Trevor in Toronto im

Gespräch mit Bruce Birmingham vor.

Nach einer Weile läutete das Telefon:

Trevor und Bruce riefen mich aus der

Kantine der Bank of Nova Scotia an. Per

Konferenzschaltung besprachen wir das

Problem. Ohne mit der Wimper zu zucken,

versprach ich, dass Virgin von Janet

Jacksons nächstem Album ebenso viele

Exemplare verkaufen würde wie ihr Bruder

mit Thriller. Bruce Birmingham erkannte

offenbar den Wert dieses Albums

für Virgin, wollte sich jedoch nur ungern

über die Entscheidung der Londoner Niederlassung

hinwegsetzen. Für ihn wäre

der einfachste Weg gewesen, uns übers

Wochenende hinzuhalten. Dann hätte sich

die Entscheidung erübrigt. „Wir brauchen

die Entscheidung jetzt“, sagte ich. „Ich

sitze im Foyer dieses Hotels und es ist fast

4.00 Uhr morgens. Zum Glück verhandelt

Ken in LA; würde die Unterzeichnung

in Hongkong stattfinden, hätten wir den

Vertrag schon verloren. Wenn wir Janet

Jackson verpflichten wollen, brauchen

wir einen Bankscheck bis zum Geschäftsschluss

in Los Angeles.“ „Es ist eine Frage

des Vertrauens“, sagte Trevor. „Virgin hat

seine Kreditzahlungen immer pünktlich

geleistet. Diesmal wird es nicht anders

sein.“ „Trev“, sagte Bruce, „kann ich Ihnen

vertrauen? Sonst bin ich ein toter Mann.“

„Ja, Sie können mir vertrauen.“ Es entstand

eine lange Pause. „Tja, die in London

werden wohl ganz schön wütend auf mich

sein“, meinte Bruce schließlich. „Aber was

soll’s. Janet Jackson ist eine phantastische

Lady. Holen wir uns den Vertrag. Aber für

Madonna hätte ich das nicht getan!" Es

dauerte noch zwei weitere nervenaufreibende

Stunden, bis der Bankscheck in der

Niederlassung der Bank of Nova Scotia in

Los Angeles freigegeben wurde. Um 17.00

Uhr Westküstenzeit, während Trevor und

Bruce zur Feier des Tages in Toronto zum

Abendessen gingen und ich zu schlafen

versuchte, wurde in Beverly Hills den Anwälten

von Janet Jackson ein Bankscheck

über 11 Millionen Dollar überreicht. Janet

Jackson selbst hatte nicht die leiseste Ahnung,

welche Probleme seine Beschaffung

hervorgerufen hatte. Sie und Ken Berry

unterzeichneten den Vertrag. „Verflixt!“,

sagte einer ihrer Rechtsanwälte mit dem

Scheck in der Hand. „Den hätten wir eher

verlangen müssen. Jetzt können wir ihn

erst am Montag einreichen.“

8 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Erfolg Dossier

GRATIS

ERFOLG MAGAZIN DOSSIER

Grigori Kalinski: Amazon Kindle Business

Wie sind Sie dahin

gekommen, wo Sie

h e u t e

stehen?

Bei den

vielen Business Modellen,

die ich in meinem Leben

ausprobiert habe, war es

nur eine Frage der Zeit, bis

irgendeines davon richtig

durchstarten würde. Schonvon

klein an trage ich das

unternehmerische Gen in

mir. Seit der Schulzeit hat

mich eigentlich nur eine Sache

interessiert: Business! Ob

mit Karten, selbstgemachten

Zeichnungen, oder auf Pausenhof-Flohmärkten,

ich war immer

auf der Suche nach neuen Möglichkeiten.

Genauso war es dann auch während des

Studiums. Nichts hat mich mehr gefesselt

als die Monetarisierung

meiner zahlreichen Ideen.

Natürlich muss ich zugeben,

dass die meisten

Ideen im besten Fall zu

nichts geführt haben.

Doch wie einer meiner

Unternehmer-Freunde

immer sagt: „Wenn auch

nur eine Sache, die ich

vorhabe, richtig klappt,

habe ich für mein Leben

ausgesorgt.“ Genauso ist

es mir ergangen. Langsam

aber sicher zeigen

sich die Erfolge und es

kristallisiert sich ein Weg heraus, der mich

an mein gewünschtes Ziel führt.

Welche Herausforderungen hatten Sie,

die Erfolgsregeln in Ihr eigenes Leben zu

integrieren?

Es ist für mich nie schwer gewesen gegen

den Strom zu schwimmen und somit war

mir schon immer klar, dass ich niemals

den „normalen“, von der Gesellschaft

vorgesehenen Berufsweg gehen werde.

Nichtsdestotrotz stamme ich aus einem

akademischen und künstlerischen Elternhaus,

in dem Bildung der Kinder an erster

Stelle steht. Deshalb bin ich zu Beginn den

kompletten Weg gegangen, angefangen an

einem Gymnasium mit Latein und Altgriechisch

bis hin zu einem Studium der

Rechtswissenschaft und danach . . .

Sie wollen mehr? Lesen Sie online weiter

unter www.Erfolg-Magazin.de

Gabriel Schandl: Leistungsglück

Bilder: privat

Wie sind Sie dahin gekommen,

wo Sie heute

stehen? Wie hat sich

das entwickelt?

In meiner Kindheit

war ich das Gegenteil von dem, was ich

heute bin. Damals war ich schüchtern,

ängstlich, unsicher, hatte keine Selbstsicherheit,

keinen Selbstwert. Ich wusste

nicht, wie ich mich wehren oder durchsetzen

kann. Ich erinnere mich noch an sehr

unangenehme Situationen im Kindergarten

und in der Grundschule, die in mir

ihre Spuren hinterlassen haben. Dort war

der Ausgangspunkt für meine unbändige

Motivation, zu lernen, wie es geht. Wie Erfolg

geht. Wie es geht, selbstsicher zu sein.

Wie es geht, sich zu wehren. Verbal zumindest.

Naja, gut, ich trainierte später auch

einige Jahre Karate, bis zum braunen

Gurt, das gab mir auch schon etwas

mehr Selbstsicherheit. Aber erst in

den vielen Seminaren, die ich als

junger Mensch besuchte, lernte und

erfuhr ich, dass ich Stärken habe,

Talente, die ich nutzen kann und vor

allem auch, wie. So wurde ich zum

„Weiterbildungs-Junkie“, der immer

mehr lernen wollte, weil ich merkte,

es bringt mich voran. Ich fuhr ins

Ausland, in die Schweiz, nach Deutschland,

sogar in die USA, um von den Besten

zu lernen. Zum Teil sogar fremdfinanziert,

also auf Kredit, da ich das Geld

damals noch nicht hatte. Heute weiß ich,

dass jeder Euro und jeder Cent eine gute

Investition waren. An einer Stelle hatte ich

dann so gute Erfahrungen mit dem Wis-

sen gemacht, dass

ich den Wunsch

verspürte, das weiterzugeben

und

auch andere dabei

zu unterstützen,

ihre Talente zu finden

und zu leben.

So kam ich in die

Branche der Trainer,

Redner und

Coaches. Das hat mich seitdem nicht mehr

losgelassen. Heute stehe ich auf großen

und kleinen Bühnen und liebe es. Im Oktober

stehe ich als Redner beim Stuttgarter

Wissensforum auf der Bühne . . .

Was dort geplant ist, können Sie online

nachlesen unter www.Erfolg-Magazin.de

Die kompletten E-Dossiers und auch alle bisher erschienenen finden Sie gratis online unter

www.Erfolg-Magazin.de

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

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Erfolg

10 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Erfolg

Die Rihanna-Story

Opferbereitschaft, harte Arbeit und Glück

Mit ihrer unverwechselbar

vielseitigen Stimme

sang sich Rihanna an die

Spitze der Charts. Daneben

gilt sie als Vorreiterin

für viele Modetrends der letzten Jahre.

Die Diva zählt schon jetzt als Pop-Ikone

der heutigen Musik und gehört mit 250

Millionen verkauften Platten zu den meistverkauften

Musikkünstlern aller Zeiten.

Doch viele wissen nicht, dass ihre Karriere

beinahe nicht zustande gekommen wäre.

Es war eine Mischung aus Glück, Opferbereitschaft

und harter Arbeit, die sie dahin

gebracht hat, wo sie heute steht.

Als Robyn Rihanna Fenty wurde sie am

20. Februar 1988 als ältestes von drei Kindern

auf der Karibikinsel Barbados geboren.

Ihre Mutter arbeitete als Buchhalterin

und ihr Vater als Lagerleiter. Rihannas

Kindheit war alles andere als sorglos und

idyllisch. Vor allem die Auseinandersetzungen

mit ihrem von Alkohol- und Kokain

abhängigen Vater prägten ihre jungen

Jahre. Als sie 14 Jahre alt war, gingen ihre

Eltern, die sich jahrelang mit Eheproblemen

herumgeschlagen hatten, getrennte

Wege. Wohl als Folge der Gesamtsituation

kämpfte die Jugendliche mehrere Jahre mit

lähmenden Kopfschmerzen, die sie vor ihren

Freunden und Klassenkameraden geheim

hielt. Um sich von ihren Problemen

abzulenken, beschäftigte sich Rihanna als

Teenager viel mit Musik und begann zu

singen. Zusammen mit zwei ihrer Schulfreundinnen

gründete sie ihre erste kleine

Band. 2003 kam es zu dem wegweisenden

Treffen mit dem Produzenten Evan Rogers,

der ihr von Freunden vorgestellt wurde,

als er gerade mit seiner Frau Urlaub auf

Barbados machte. „In der Sekunde, als Rihanna

den Raum betrat, kam es mir so vor,

als ob die anderen beiden Mädchen nicht

existierten“, sagte Rogers über das erste

Treffen mit dem Trio. Weniger als ein Jahr

später, als Rihanna gerade mal 16 Jahre alt

war, verließ sie Barbados, um mit Rogers

und seiner Frau nach Connecticut zu ziehen

und an der Aufnahme eines Demo-Albums

zu arbeiten. Sie gab alles dafür, um

ihren Traum zu verwirklichen, auch wenn

sie dafür ihre Familie verlassen musste.

Zusammen mit dem Songwriter Carl Sturken

entstand so ihre erste Hit-Single „Pon

de Replay“.

Rogers und Sturken waren begeistert von

der jungen Künstlerin und schickte das

Demoalbum an verschiedene US-Plattenfirmen.

Eins davon landete schließlich

bei dem erfolgreichen Musikproduzenten

und Unternehmer Jay-Z. Es reichte nur

ein Treffen, um ihn von Rihannas Talent

zu überzeugen. Noch vor Ort unterschrieb

sie bei dem Label Def Jam ihren ersten

Plattenvertrag. Im August 2005 wurde

ihre erste richtige Single mit „Pon de

Replay“ veröffentlicht und schlug ein wie

eine Bombe. Nach kurzer Zeit erreichte

der Song den Platz 22 der Billboard-Singlecharts

und ebnete den Weg für Rihanna

als aufstrebenden Popstar. Ihr erstes

»In der Sekunde, als Rihanna

den Raum betrat, kam es mir so

vor, als ob die anderen beiden

Mädchen nicht existierten«

Evan Rogers

Album „Music of the Sun“ erschien im

gleichen Monat und erreichte Platz 10 der

Billboard-Albumcharts und erreichte nach

kurzer Zeit Gold in den USA und Platin in

mehreren anderen Ländern. Somit war es

keine Überraschung, dass selbst Stars wie

Gwen Stefani auf die junge Künstlerin aufmerksam

wurden und sie zur Eröffnung

ihrer Tour eingeladen wurde. Ein Lebenstraum

ging für Rihanna in Erfüllung.

Ihr zweites Album „A Girl Like Me” folgte

im nächsten Jahr und wurde zu einem riesigen

kommerziellen Erfolg. Rihanna etablierte

sich nun als Teenie-Sensation und

landete mit ihrer Hit-Single „SOS“ auf Platz

1 der US Billboard Hot 100. In über 13 Ländern

wurde das Album kurz nach Veröffentlichung

in die Top Ten katapultiert.

Damit war das Ende der Erfolgsleiter noch

lange nicht in Sicht. Mit ihrem Album

„Good Girl Gone Bad“ reihte sie sich endgültig

in der Liga der Superstars ein. Mit

Hilfe einer großangelegten Werbekampagne

konnte das Album einige erfolgreiche

Singles hervorbringen. Zum ersten Mal

kollaborierte Rihanna mit anderen erfolgreichen

Musikern und sicherte sich so

einige Songs mit Stars wie Jay-Z, Ne-Yo,

Timbaland und Justin Timberlake. Ihre

Hit-Single „Umbrella“ verhalf ihr dabei

zu ihrem ersten Grammy in der Kategorie

Best Rap/Sung Collaboration. Neben ihren

eigenen Hits konnte man Rihanna auch in

einer Reihe anderer populärer Songs hören.

Darunter waren Lieder von Jay-Z, Eminem,

Maroon 5 und Kanye West.

Es folgen mehrere Alben, die alle an den

großen kommerziellen Erfolg anknüpfen

konnten. Im Laufe ihrer Karriere gewann

Rihanna insgesamt acht Grammy Awards,

außerdem 14 Billboard Music Awards,

MTV Awards und steht mehrfach im

Guinnessbuch der Rekorde. Rihanna soll

mittlerweile ein Nettovermögen von 245

Millionen US-Dollar angesammelt haben.

Doch auch Ihre Filmrollen trugen zu Rihannas

Berühmtheit bei. Sie spielte 2012

in dem Science-Fiction-Film „Battleship“

mit und wurde später als Stimme der

Hauptfigur des animierten Blockbusters

„Home“ gecastet. 2017 hatte Rihanna

mehrere Auftritte in der Serie „Bates

Motel“ und sicherte sich eine große Rolle

in „Valerian und die Stadt der Tausend

Planeten“. Im gleichen Jahr konnte man

sie im Film „Ocean’s 8“ neben Superstars

wie Anne Hathaway, Cate Blanchett und

Sandra Bullock sehen.

Wohltätigkeitsarbeit ist für Rihanna schon

immer eine Herzensangelegenheit gewesen.

Mit über 82 Millionen Fans auf Twitter,

57 Millionen Instagram-Followern

und 81 Millionen Facebook-Fans hat sie

dafür eine Reichweite aufgebaut, wovon

andere nur träumen könnten. Als ihre

erste Organisation gründete sie im Jahr

2006 die Believe Foundation, um unheilbar

kranken Kindern zu helfen. Weiter tritt

sie regelmäßig für wohltätige Zwecke in

Konzerten auf, um Bewusstsein für soziale

Probleme zu schaffen und Geld zu sammeln.

Im Jahr 2012 gründete sie außerdem

die Clara Lionel Foundation, welche nach

ihren Großeltern benannt wurde. Die Organisation

hat sich als Ziel gesetzt, die Lebensqualität

von Gemeinschaften weltweit

in den Bereichen Bildung, Kultur, Kunst

und Gesundheit zu verbessern.

Bild: Depositphotos/S_Buckley

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

11


Erfolg

Oliver Pocher

Grenzen überschreiten

INTERVIEW

Du bist durch extremes

Polarisieren und Beleidigen

berühmt geworden. Ist

das eine Form von Kunst

oder bist du tatsächlich so?

Wenn ich auf der Bühne oder sonst irgendwo

auftrete, spiele ich definitiv keine

Rolle sondern gebe mich so, wie ich

weitestgehend auch abseits der Kamera

bin. Die Behauptung, ich sei durch das

Beleidigen von anderen Menschen in der

Öffentlichkeit bekannt geworden, sehe

ich übrigens ganz anders. Wenn man die

Wahrheit ausspricht, fühlen sich viele auf

den Schlips getreten und es ist im Alltag

eher ungewöhnlich so zu agieren. Ich spreche

die vermeintlichen Schwachstellen der

Leute direkt an und damit kann nun mal

leider nicht jeder umgehen. Irgendwann

hat man dann ein Image, gegen das ich es

auch Leid bin anzukämpfen. Von daher ist

es Segen und Fluch, wenn man polarisiert.

Ich kann aber eben nicht anders als mir

selber treu zubleiben. Es gibt genug von

den glattgebügelten Leuten. Bei den meisten

Interviews mit Profi-Fußballern zum

Beispiel , weiß man vorher schon, welche

Floskeln kommen. Wenn einer mal ein

bisschen was links und rechts sagt, dann

bekommt er gleich Gegenwind. Das ist

natürlich die bei weitem aufwendigere Art

durch das Leben zu gehen, aber für mich

kommt es nur so in Frage.

Jürgen von der Lippe hat mir das mal so

erklärt: „Je tiefer man unter die Gürtellinie

geht, desto witziger ist das im Nachhinein.“

Ich meine du könntest auch ein

Hirschhausen sein, aber du hast dich für

diesen kritischen Weg entschieden.

Ich möchte auch wirklich nicht jemand

anderes sein. Es ist auch nicht so, dass ich

morgens aufstehe und mich frage, wen ich

heute mal in die Pfanne hauen kann. Aber

wenn ich irgendwo etwas sehe, was mir

auffällt, dann bin ich auch jemand, der das

relativ deutlich zum Besten gibt. Ob die

anderen das hören wollen oder nicht.

Wie ist das denn bei deinen Kindern,

wenn die sich gegenseitig mobben oder

anecken? Sagst du dann: „Jo, finde ich

gut was ihr da macht“?

Wie schon gesagt, ich spiele keine Rolle,

auch als Vater nicht. Aber es ist natürlich

selbstverständlich, dass man mit Kindern

anders umgeht als mit Erwachsenen. Mit

den eigenen oder auch mit anderen. Da

mache selbst ich Unterschiede (lacht).

Bei deinem ersten öffentlichen Auftritt

bei Bärbel Schäfer gab es zwar keinen

Applaus, aber man merkte, dass du ein

Wadenbeißer bist. Du hast dann versprochen,

groß rauszukommen und hast

das auch gehalten. War das schon immer

in deinem Leben so, dass du einer bist,

der sich bis zum bitteren Ende festbeißt?

Also wer als Zeuge Jehovas von Tür zu Tür

geht und sagt: „Guten Tag, wir möchten

gerne mit Ihnen über die Bibel sprechen“

und dabei die Tür im Gesicht hat und sagt:

„Kein Problem, wir sind in vier Wochen

wieder da“ den schreckt nichts ab. Das ist

eigentlich für die Branche und allem, womit

wir zu tun haben, genau das Richtige.

Ich habe selten irgendwas hinterhergeschmissen

bekommen, ich musste mich

besonders am Anfang meiner TV Karriere

immer gegen Widerstände durchsetzen.

Ich liebe vor allem Anfragen von Firmen,

ob man gerne dies oder das moderieren

möchte. Dann aber hinterherschieben,

dass es gut wäre, wenn man bitte dieses

oder jenes nicht sagt. Darauf sage ich im

Regelfall, dass sie sich dann besser jemand

anderen holen sollen, weil, wenn man etwas

Spezielles auch ein bisschen authentisch

haben möchte, sollte man die Person

nicht zu stark reglementieren.

Du bist also ein Grenzüberschreiter?

Ich würde sagen, dass ich ein Grenzgänger

bin. Dabei bleibt es nicht aus, dass man

auch mal eine Grenze überschreitet. Ich

traue mich eben auch auf das dünne Eis und

manchmal knackt es dann auch gewaltig.

Ist das dann nur auf der Bühne so, oder

generell in deinem Leben?

Auch hier muss ich mich wiederholen, vor

und hinter der Kamera bin ich die nahezu

gleiche Person. Wenn Leute sagen, „es

geht nicht“, zu hinterfragen, warum es eigentlich

nicht doch gehen könnte, ist ein

Automatismus bei mir, den ich auch nicht

ausschalten möchte.

Du hast in Hannover eine Ausbildung

zum Versicherungskaufmann gemacht,

auch nachdem du zu der Zeit schon deine

Leidenschaft fürs Unterhalten gefunden

hattest, oder?

Ja, ich bin zur Schulzeit als klassischer

Klassenkasper großgeworden. Das war

schon von vornerein immer etwas, was

mich interessiert und begleitet hat. Versicherungskaufmann

habe ich nur gelernt,

weil meine Mutter gesagt hat, dass ich etwas

Anständiges lernen soll. Für mich war

auch klar, dass ich nicht aufs Gymnasium

gehen wollte, um danach zu studieren. Die

drei Jahre wären für mich verschenkte Zeit

gewesen. Zur Schulzeit war ich zugegebenermaßen

nicht der fleissigste und habe

immer nur mit dem nötigsten Aufwand

gearbeitet. Auch meine Ausbildung habe

ich nur mit einer Vier beendet. Das war alles

wie beim Hochsprung. Nach dem Motto:

Gerade drüber reicht ja auch. Zu der

Zeit hatte ich aber auch schon angefangen,

parallel als DJ aufzulegen. Ich hatte meine

ersten Stand-Up-Aufritte, habe bei einem

öffentlichen Kanal fürs Radio gearbeitet

und war vorher beim Krankenhausradio.

Jedes Jahr habe ich meine Bewerbungen

zu Viva und MTV geschickt. Damals gab

es noch kein YouTube, man musste wirklich

noch klassisch mit einer Videokamera

etwas filmen und sich bewerben. Für mich

war aber immer irgendwie klar, irgendwas

wird beim Fernsehen vor der Kamera

klappen. Andere haben mich damals für

„verrückt“ gehalten. Das ist wahrscheinlich

auch heute noch so, aber aus ganz anderen

Gründen (lacht).

Bild: Svea Mühlfahrt/Benjamin Kurtz Fotografie

12 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Erfolg

»Wenn Leute sagen,

„es geht nicht“, zu hinterfragen,

warum es eigentlich

nicht doch gehen könnte,

ist ein Automatismus bei

mir, den ich auch nicht ausschalten

möchte.«

Oliver Pocher ist

mit seinem neuen

Live-Programm

#Social Media Bitch

ab November 2018

auf Deutschlandtour

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

13


Erfolg

Irgendwann gab es ja den Punkt, an dem

du dich vollends der Unterhaltung verschrieben

hast. Liebst du diesen Beruf?

Das kann man wahrscheinlich gar nicht

mehr als Beruf bezeichnen, sondern das

ist wahrscheinlich einfach deine Lebensart.

Oder trennst du da was?

Es ist eine absolute Lebensqualität, dass ich

meinen Job einfach gerne mache. Weil ich

auch in der „normalen“ Berufswelt gearbeitet

habe und weiß, was es heißt, auf die

zum Leben dazu. Auch meine finanzielle

Situation mache ich mir regelmässige bewusst.

Teilweise hätte ich früher Monate

für das arbeiten müssen, was ich heute mit

wenigen Auftritten verdiene. Ich finde es

wichtig das nicht zu vergessen.

Du hast ja gerade über Geld gesprochen.

Spätestens mit deiner Beteiligung an

Brainpool wurdest du zum Unternehmer.

Wie wichtig ist dir Einfluss und Geld?

nicht morgen ein riesen Skandal aufgedeckt

wird und es geht alles in den Keller.

Oder du sagst „Gold, here we go“ und auf

einmal stürzt Gold einfach nur so ab. Deswegen

habe ich eher in Immobilien oder

Firmen, mit denen ich arbeite, investiert.

Ich bin keiner, der sich am nächsten

Start-up-Unternehmen beteiligt.

Wie verändert sich denn dieses lineare

Fernsehen? Du hast vorhin schon You-

Uhr zu gucken und runterzuzählen oder

andere für sich ausstempeln zu lassen,

um schon um vier gehen zu können, aber

noch offiziell bis um fünf dagewesen zu

sein. Ich habe noch Zivildienst im Behindertenfahrdienst

beim ASB geleistet und

kenne auch den Schichtdienst mit allem

drumherum. Ich weiß wirklich, was es

heißt, sich irgendwie ins Wochenende zu

retten, auf Urlaub zu hoffen und eigentlich

keinen Bock zu haben, auf das, was man

macht. Deswegen weiß ich sehr zu schätzen,

dass ich das, was ich mache, wirklich

gerne tue. Klar gibt es auch in meinem Job

mal Sachen, die nervig und hier und da

anstrengend sind, aber das gehört einfach

Einfluss ist mir bei der Arbeit vor allem

inhaltlich wichtig. Um Einfluss zu bekommen

hilft Geld natürlich, auch wenn es

nicht der einzige Weg ist mitentscheiden

zu können. Finanziell ist die beste Situation,

wenn einem die Sachen gehören, die

man hat und man schuldenfrei und unabhängig

agieren kann. Das habe ich halt

immer beherzigt und nie irgendwelchen

durchgeknallten Kram gemacht, auch was

Aktien und Ähnliches betrifft. Als damals,

im Jahr 2000, Viva an die Börse gegangen

ist, kamen alle mit Vorzugsaktien an

und die sind alle in den Keller gegangen.

Ich habe auch Zweifel, wenn ich jetzt zum

Beispiel sage: „Apple ist der Shit“ ob dann

Tube angesprochen und hast selber einen

großen YouTube-Kanal. Auf der anderen

Seite hast du dann typische TV-Shows.

Von einem großen YouTube-Kanal bin ich

weit von weg. Man stellt die Sachen natürlich

online und muss heutzutage auch sehen,

dass man die Rechte davon hat. Social Media

ist einfach eine Möglichkeit, sich einer

breiten Öffentlichkeit mitzuteilen. Das war

früher auch prominenten Menschen nur

durch ein Interview möglich, heute kann

das jeder selbst über die verschiedenden

Social Media-Kanäle in die Hand nehmen.

Wenn ich etwas loswerden will, poste ich es

einfach schnell. Klar verändert sich dementsprechend

das Fernsehen. Alleine das

Bild: Svea Mühlfahrt/Benjamin Kurtz Fotografie

14 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Erfolg

Geld ist nicht mehr so vorhanden wie früher.

Die Werbeeinnahmen teilen sich heute

anders auf. Heute geben die Firmen auch

Geld für einen Post aus, in dem man sagt:

„Hallo, trinkt doch auch diesen Tee hier

oder macht doch auch hier Urlaub wo ich

gerade bin.“ Es gibt andere Geschäftsfelder

und es ist viel breiter geworden. Das klassische

Fernsehen an sich hält immer noch

zu sehr an seiner eigenen Rolle fest und verliert

dadurch rasant den Anschluss.

muss den Zuschauern auch etwas geboten

werden, sonst sitzen bald nur noch

Komparsen im Publikum die dafür Geld

bekommen. Im werbefinanzierten Markt

sieht man bei den Privaten, wie der Kuchen

immer kleiner wird und die Quoten

sich auch immer mehr verteilen. Es ist

diese Fragmentierung, die auch in Amerika

extrem zu sehen ist, wo man 60 Sender

hat und jede kleine Randgruppe kann

sich Ihren Kram angucken. Aber es gibt

Könntest du dir vorstellen, dass du über

deinen YouTube-Kanal irgendwann mal

mehr Zuschauer generieren kannst, als

über das Fernsehen?

Ich mache ja beides. Ich bin nicht der

klassische YouTuber, dafür bin ich aus der

Zielgruppe raus. Ich habe am Anfang mal

eine Kooperation mit der ProSiebenSat.1

Media SE gehabt, Q&As und andere Sachen

gemacht und regelmäßig gepostet.

Ich bin da aber raus, weil ich gar keinen

Aber die merken das doch auch und kaufen

YouTube-Kanäle?

Ja, aber ich bin immer noch sehr erstaunt,

mit welcher Arroganz dem Zuschauer gegenüber

die Fernsehsendungen im Studio

zumindest teilweise produziert werden.

Das man die Zuschauer für fünf Stunden

mit einer Flasche Wasser, die es nach vier

Stunden gibt, einfach hinsetzt. Das funktioniert

vielleicht bei Aufzeichnungen

ausserhalb der Metropolen, weil die Leute

froh sind, dass mal was anderes los ist.

Aber ich frage mich wirklich, wie lange

die Menschen in Köln noch zu Fernsehsendungen

Montags um 16 Uhr rausfahren

werden. Damit das weiter funktioniert

nicht mehr die Ereignisse, dass sich zehn

Millionen Leute eine Unterhaltungsshow

angucken. Die Zeiten sind vorbei. „Wetten,

dass..?“ ist nicht mehr und es wird auch

keine Unterhaltungsshow mehr geben, die

sich sieben, acht Millionen Leute angucken.

Das Dschungelcamp ist mittlerweile

die größte Unterhaltungsshow und die gibt

es nur einmal im Jahr für 14 Tage.

»Es ist eine absolute Lebensqualität,

dass ich meinen Job

einfach gerne mache.«

Bock habe, den Leuten zu zeigen: „Hey

Leute huhu, ich bin im Urlaub. Hey, wow,

hier wohne ich und das ist mein Auto und

kommt vorbei“, und dabei Leuten vorzuspielen,

dass man wirklich Interesse hat,

damit die einen über alles lieben und bitte

auch im Idealfall vor der Tür stehen und

klingeln. Das bin ich einfach nicht.

Du hast jetzt dein neues Bühnenprogramm

# pocher # socialmediabitch und

da bist du den Leuten sehr nahe. Magst

du Menschen, suchst du die Nähe und

pflegst du viele Freundschaften?

Ich mag es einfach auf der Bühne zustehen.

Ich bin die klassische Rampensau. Vor wie

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

15


Erfolg

Mit Bildern von Svea Mühlfahrt von Benjamin Kurtz Fotografie

vielen Menschen ich dabei stehe ist relativ

nebensächlich. Selbstverständlich mag ich

Menschen, wenn auch nicht alle, das ist

klar (lacht). Ich habe einen recht großen

Bekanntenkreis was in der Branche nicht

ausbleibt und bin grundsätzlich lieber in

Gesellschaft als für mich alleine. Freunde

aus meiner Zeit vor dem Fernsehen habe

ich tatsächlich auch noch, wenn auch nur

sehr wenige. Aber ja, ich bin schon jemand

der in Regelmässigen abständen bei

meinem Umfeld anruft und mal hört was

es so neues gibt. Was den direkten

Kontakt zum Publikum

angeht bin ich keiner, der sich

gerne anbiedert. Wenn mich

jemand anspricht, bekommt

jeder, der normal fragt, ein

Foto. Egal, ob ich gerade nach

dem zehn Stunden Flug aus

dem Flieger steige oder irgendwas

anderes. Wer nett

und höflich ist, bei dem habe ich auch kein

Problem, wenn er mich anspricht. Ich verstecke

mich nicht oder gehe mit Securities

aus dem Haus. Andersherum rufe ich aber

auch nicht aktiv zu Autogrammstunden

auf. Ein gesundes Mittelmass ist da für

mich die perfekte Lösung.

Sendung nicht mehr. Wenn man alles gemacht

hat, dann macht man halt das nächste.

Wenn es Sachen teilweise nicht mehr

gibt, kommen neue Sachen. Irgendwie

geht es immer weiter.

Hast du so eine grundlegende Erfolgsphilosophie,

der du immer versuchst

treu zu bleiben?

»Viele Leute sagen: „Das was

der kann, kann ich auch.“

Ich sage dann immer: „Ja bitte,

geh hin und trete auf."«

genug Sender und genug Fläche gibt und

sich darauf konzentrieren. Natürlich vergleicht

man sich und ich sehe andauernd

Sachen, von denen ich sage, das kann ich

besser. Manche Leute sind sehr negativ

und grundfrustriert, das bin ich nicht. Ich

habe einen gesunden Ehrgeiz und möchte

auch alles bestmöglich machen. Aber

wenn etwas nicht klappt oder Sendungen

Ist deine Unterhaltungsleidenschaft mehr

aus der Perspektive, dass du das gerne

machst oder dass die Leute darauf reagieren?

Also machst du das in erster Linie

eher wegen dir oder wegen anderen?

Beides. Sobald ich Publikum habe und

einer lacht, ziehe ich das auch knallhart

gagmäßig durch. Manchmal reicht es auch

schon, wenn ich gelacht habe. Von daher

reichen schon zwei Personen im Raum

und ich find’s lustig, dass ich mich über

irgendwas lustig mache. Das ist natürlich

auf der Bühne perfekt, wenn man die Reaktionen

sieht und das Publikum reagiert

und lacht. Da weiß man, dass man auf dem

richtigen Weg ist und dann geht das auch

immer so weiter. Das funktioniert bei mir

eigentlich schon ab dem Aufstehen nach

diesem Prinzip. Ich bin jetzt nicht dieser

rotweinschwenkende, vor dem Kamin sitzende,

latent Depressive, der sich irgendwie

auf diese Bühne schleppt und dann

versucht, da irgendwas aus den Leuten

rauszuholen. Mich dürfen die Sachen die

ich mache selber nicht langweilen, deswegen

gehe ich auch nicht ständig auf Tour.

So 100 Termine im Jahr zu spielen, habe

ich am Anfang gemacht, aber irgendwann

hast du jede Halle vier Mal gesehen und

die Abläufe sind wie bei Filmen oder Serien

genau dasselbe. Wenn es mich persönlich

nicht mehr interessiert oder langweilt,

dann mache ich halt auch mal eine

Ne, ich habe auch nie ein Lebensmotto

gehabt. Erstmal ist es wichtig grundsätzlich

das zu machen, was einem Spaß

macht. Ich glaube, dass merken die Leute

auch und haben Spaß daran, wenn sie

das auf der Bühne sehen. Ich mache das

fast 20 Jahre und habe schon das Gefühl

und die Gewissheit, dass ich es auch noch

die nächsten 20 Jahre machen kann. Auch

wenn es mal ein paar Rückschläge gibt

darf man nicht gleich nervös

werden und alles und

jeden in Frage stellen. Ich

versuche auch in Krisensituationen

so gelassen wie

möglich zu bleiben. Ich habe

keine Zukunftsängste, diese

gewisse Entspanntheit hilft

mir dabei. Viele sind so verkrampft

und haben Angst, nicht mehr da

zu sein oder nicht mehr stattzufinden. Damit

muss man umgehen können, auch ich.

Es gibt immer Leute, die spielen in größere

Hallen oder spielen erfolgreicher oder

haben mehr Fernsehsendungen. Da muss

man einfach für sich selber sagen, dass es

»Ich bin die

klassische

Rampensau«

abgesagt werden, ist das halt so, dann

kommt etwas Neues. Es gibt auch nicht

dieses Erfolgsrezept. Wenn man gut ist in

seinem Job, egal wo, wird man auch früher

oder später immer erfolgreich damit sein.

Viele Leute sagen: „Das was der kann,

kann ich auch.“ Ich sage dann immer: „Ja

bitte, geh hin und trete auf.“ Heutzutage

hat man ja mit YouTube und social Media

die Möglichkeit, sich selbst darzustellen.

Man braucht nicht unbedingt

einen Fernsehsender.

Ich kann mich hinstellen,

jeden Tag lustig irgendwelche

Insta Stories machen

und könnte meinen Senf abgeben.

Auch wenn ich Themen

anstoßen will, ich weiß

ja, mit welchen Posts ich

welche Reaktionen auslöse, also schreibe

ich über diverse Personen ausführlicher

und weiß, dass es dementsprechend eine

Reaktion gibt. Es gibt nicht nur Fernsehen,

da gibt es andere Möglichkeiten und

damit wird man auch immer wieder Geld

verdienen.

16 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Erfolg Story

Nur der Glückliche

macht glücklich

Andreas Tissen lebt leidenschaftlich vor, was er vermittelt

Schon in der Schule in Kasachstan

brillierte Andreas Tissen mit

überdurchschnittlich guten Leistungen

und erkämpfte Wettbewerbserfolge

im Tanzen, Musik

und Volleyball. Mit 16 Jahren kam er nach

Deutschland und beherrschte innerhalb

von sieben Monaten die deutsche Sprache

gut genug, um aufs Gymnasium zu gehen.

Doch noch vor dem Abi hatte ihn eine andere

Leidenschaft gepackt: Der Vertrieb.

So verkaufte er siebzehnjährig erfolgreich

hochwertige Kochtöpfe an ältere Damen.

Nicht Fachkompetenz war sein Geheimnis,

sondern emotionale Intelligenz.

Ein Finanzseminar inspirierte ihn, in

den Strukturvertrieb beziehungsweise

Agenturbetrieb eines großen Finanzdienstleisters

einzusteigen und Versicherungsfachmann

zu lernen. Darin war er

so erfolgreich, dass er mit 21 Jahren zum

jüngsten General-Agenturleiter Deutschlands

wurde. So entdeckte er für sich die

Leidenschaft erfolgreich zu sein und andere

erfolgreich zu machen. Durch Leistung

getrieben lebte er nach dem Motto:

„Glücklich ist, wer glücklich macht!“ und

baute für mehrere renommierte Vertriebsgesellschaften

die Organisation, Systeme

und Ausbildungsakademie auf.

Die Zukunftspläne waren ambitioniert,

doch wer hochfliegt, kann tief fallen. Er

führte ein Luxusleben und ließ die Distanz

zwischen sich und seinen wichtigsten Mitmenschen

wachsen, und das rächte sich.

2009 brach seine Welt zusammen, als die

Mannschaft, mit der er über zehn Jahre

den Vertrieb aufgebaut und große Erfolge

gesammelt hatte, ihn mit zwei Dritteln

seines Teams verließ, allen voran sein bester

Freund. Plötzlich stand

er fast alleine da und vor der

bereits zweiten Insolvenz.

Die Folge: ein Burn-Out mit

nur 32 Jahren.

Andreas Tissen ist keiner, der

liegen bleibt. Er startete bereits nach knapp

sechs Monaten neu. Doch die Existenzangst

saß ihm tief im Nacken und trieb

ihn zu einer Reihe Fehlentscheidungen.

Fehlende Fachkompetenz, falsche Berater

und Verlust des Fokus auf das Wichtige

brachten ihn im März 2011 für 24 Stunden

hinter schwedische Gardinen. Dieser Tiefpunkt

führte zur Wende.

Entschlossen brachte er sein Leben beruflich

und privat ins Reine. Es folgte der

Verkauf des Unternehmens und eine feste

Entscheidung, seine Stärken zu stärken.

Seine Erfahrungswerte der letzten 19 Jahre

im Vertrieb und Leadership sind wertvoll.

Andreas Tissen erreichte mit seinem

Team 1,2 Milliarden Euro Umsatz und

über 50.000 Anwerbungen

und

Mitarbeiter, die

er durch Einstellungsprozess

geführt

hat. Dieses

praktische Wissen

wollte er jetzt

multiplizieren und

andere Menschen

bereichern.

Nach einer Neuorientierung

und

einer Weiterbildung

als zertifizierter

Trainer bei

der „Buhr & Team

Akademie“, syste-

»Ich hole Menschen

dort ab, wo sie sind, und

begleite sie dorthin, wo

sie hinwollen«

mischer Business

Coach bei der

„Münchner Akademie

für Business

Coaching“ und einer Vielzahl von weiteren

Trainings, Seminaren und Büchern,

begann er als Trainer, Speaker und Coach

seine Thesen, Methoden und Werte zu

vermitteln. Sein Leben bekam ein neues

Lebensmotto: „Nur der Glückliche macht

glücklich!“

Heute ist Andreas Tissen, der russischsprachige

Trainer und Coach Nr. 1 im

deutschsprachigen Raum. Neben einer

großen Nachfrage nach seinen

Trainings, sowohl für

interne Trainings für Weltmarkführer,

wie auch für

offene nationale und internationale

Veranstaltungen, ist

er 2016 bei der „Buhr & Team Akademie“

zum „Trainer des Jahres“ gewählt worden.

Er ist ein Co-Autor des Buches „Training

ist der Erfolg von Morgen“ und Autor des

neu erschienen Buches „Mach das Unmögliche

möglich“, in dem er seine Erfahrungen

rund um menschliches Potential

teilt. Er arbeitet kontinuierlich hart an sich

selbst.

Andreas Tissen ist ein überzeugter Christ

und glücklicher Ehemann und Vater von

zwei erwachsenen Kindern. Der sonntägliche

Gottesdienst und die Gemeinde sind

sein geistiger Energielieferant für die Woche.

Seine Frau Larissa ist seit 21 Jahren an

seiner Seite sein Seelenhüter und Freund.

Sie überstanden gemeinsam drei Ehekrisen.

Andreas Tissen nutzt Sport als eine

Art physischer Wiedergeburt, die ihn auch

mental ungemein stärkt. Im Jahr 2013 lief

er seinen ersten Marathon, im Jahr 2018

war er Finisher seiner ersten Mittel distanz

im Triathlon (1,9 km Schwimmen, 90 km

Fahrrad, 21 km Laufen). Er bereitet sich

für das Jahr 2020 auf den Ironman vor.

Einen besonderen Kontakt pflegt er zu

Conrad Adenauers Enkel Andreas, der

ihm als Mentor zur Seite steht.

Andreas Tissen lebt leidenschaftlich vor,

was er in seinen Trainings, Seminaren

und Coaching weitervermittelt. Aus der

reichen Erfahrung seiner Erfolge und

Niederlagen schöpft er, um Menschen bei

ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten.

Das „Powerlife Bootcamp“ und die

„Selfmade Factory“ sind zwei Säulen seines

Weiterbildungskonzeptes, welches seit

2015 bereits mehrere tausend Menschen

glücklicher und erfüllter machte. Er sagt:

„Ich hole Menschen dort ab, wo sie sind,

und begleite sie dorthin, wo sie hinwollen!“

Ich bin ihr Erfolgsnavigator.

Bilder: privat

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

17


Erfolg

GANZ EHRLICH

SIDO im Interview:

Wenn du genau weißt, wo du stehst,

kann dir keine Kritik der Welt etwas anhaben

INTERVIEW

Stimmt es, dass du damals mit

Rap angefangen hast, weil du in

der Schule nach Aufmerksamkeit

gesucht hast?

Ja, klingt hart, aber so könnte

man das ausdrücken. Ich war nicht besonders

beliebt in der Schule. Ich habe

gemerkt, dass der Typ mit der Gitarre aus

der Schulband ne riesen Warze im Gesicht

hatte, da wuchsen schon Haare raus. Aber

die Frauen haben trotzdem seine Warze

geleckt, wenn er es wollte. Und das war,

weil er singen konnte und die ihn in der

Band anschmachten konnten mit seiner

Gitarre. Da wurde mir klar, wenn ich das

hinkriege, dann werde ich vielleicht auch

ein bisschen beliebter. Ich hatte keinen

Bock auf diesen ganzen Gangster-Scheiß,

der dich im Viertel auch beliebt hätte machen

können. Dafür war mein Adrenalinhaushalt

hoch genug, ich brauchte das

Ich hatte keinen Bock auf diesen

ganzen Gangster-Scheiß.

nicht. Dann habe ich gemerkt, dass ich

nicht singen kann, sonst wäre ich wahrscheinlich

in einer Boyband gewesen, weil

das damals zu der Zeit die Angesagtesten

waren. Dann kam der Rap um die Ecke.

Ich habe Bushido mal gefragt, warum er

damals mit dem Gangsta-Rap angefangen

hat und er sagte: „Ja gut, du fragst

einen Elefanten auch nicht, warum er

sich so verhält wie ein Elefant, weil man

einfach so ist.“ War das bei dir auch so

oder war das ein Stilmittel für dich?

Ich habe ja keinen Gangsta-Rap gemacht,

also das muss man unterscheiden. Ich

habe auch nie erzählt, ich verkaufe irgendwas

an irgendwen. Mir war auch immer

wichtig, dass ich mich nicht größer

mache, als ich bin. Ich habe es immer als

Straßenrap betitelt, ich bin eben ein Junge

von der Straße gewesen und das war mei-

Bilder: Oliver Reetz

18 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Erfolg

Mit Bildern von Oliver Reetz

Ich mache nur Sachen, für

die ich wirklich Leidenschaft

entwickeln kann.

ne Mukke. Ich habe nie sowas erzählt wie:

„Ich schlage euch zusammen“ oder „Ich

verkaufe viele Gramm an irgendwen und

fahre rüber nach Holland über die Grenze“

oder irgend so einen Schwachsinn, was die

eben alle erzählen. Ich wollte nie Unsinn

reden, sondern authentisch sein. Deswegen

kannst du einen Löwen nicht fragen,

warum er so ist, der ist so.

Du bist heute nicht nur Künstler, sondern

auch Unternehmer. Wie sehr liegt

dir Business am Herzen? Also deine Tattoo-Studios

und all solche Sachen?

Ich habe keine Tattoo-Studios mehr. Mittlerweile

habe ich eine andere Firma, die

heißt Easy Meal. Da vertreiben wir gesundes

Essen, Vodka, Gin und so weiter. Und

ich habe eine Plattenfirma. Ich bin da so

realistisch, wie man nur sein kann, dass

meine Karriere eines Tages vorbei sein

wird. Darüber war ich mir schon immer

gewiss. Von mir aus mache ich noch bis

zum Ende irgendwas. Mit 50 werde ich

wahrscheinlich nicht mehr Rappen, aber

irgendwo würde ich schon Musik machen.

Nur irgendwann wird sich wahrscheinlich

keiner mehr für mich interessieren. Das

wird passieren. Und die Zeiten werden immer

schneller, dass kann sogar schon demnächst

sein, also brauche ich ja irgendwas

für danach.

Macht dir das dann trotzdem Spaß, also

kannst du auch da eine Leidenschaft entwickeln

oder ist das tatsächlich eine Sache,

wo man sagt: „Naja, Geld muss ich

ja verdienen“?

Ich mache nur Sachen, für die ich wirklich

die Leidenschaft entwickeln kann. Zum

Beispiel ist CBD eine Sache, für die ich

mich jetzt sehr interessiere und in die ich

unbedingt einsteigen möchte. Gesundes

Essen, dafür interessiere ich mich sehr und

es ist mir sehr wichtig, keinen Müll, wie

abgepacktes Fleisch, zu essen. Ich versuche

da bei Leuten ein gewisses Bewusstsein zu

schaffen. Früher konnte ich es mir nicht

leisten. Da hat man dann ‘ne Packung Nudeln

gegessen und war glücklich für den

Tag. Da war das egal, man konnte sich

über sowas nicht so richtig ‘nen Kopf machen.

Aber es ist nicht teuer, sich gesund

zu ernähren und das ist ganz wichtig. Man

sollte das den Leuten sagen.

Wann hast du das mit Easy Meal gemacht?

Wann ging das los?

Seit Oktober ist die Firma online, aber

es gab sie schon anderthalb Jahre vorher.

Man arbeitet ja lange bevor man überhaupt

online geht.

War das eine gemeinsame Idee oder bist

du als Investor eingestiegen?

Das war ein Start-up, das mit der Idee zu uns

kam. Aber entwickelt haben wir das dann

alle zusammen. Die Idee reicht ja nicht.

SIDO und Julien

Backhaus unterhielten

sich über

Rap, das Leben

und Geschäfte.

Aber dann müssen die ja auch irgendwie

aus dem Musiksektor gekommen sein

oder wie kommt man an dich ran als Investor?

Oder hast du eine Investment firma?

Nö, aber das kriegt man schon hin.

Jetzt mal zum Thema X Factor: Für deinen

musikalischen Aufstieg musstest du

hart kämpfen. Können solche Castingshows

auch verhindern, dass man sich

erstmal über Jahre entwickelt und sich

ein dickes Fell zulegt?

Ja, da hast du recht. Es ist schwer, aber ich

muss sagen, ich habe mehr Respekt vor

jemandem, der sich seinen Erfolg schwer

erkämpft hat. Natürlich ist es in den Castingshows

auch nicht einfach, weil du

auch der beste von allen sein musst, die da

kommen. Aber der Weg ist eben sehr kurz

und die Zeit danach ist dann sehr schwierig.

Wirst du ins kalte Wasser geschmissen

und alleine gelassen? Oder bleibt jemand

bei dir und du hast einen guten Manager,

der dich berät? Das sind alles Sachen, die

du keine Zeit hast zu lernen. Die musst du

jetzt ganz schnell draufkriegen. Und dazu

brauchst du Berater.

Aber dann bist du doch schon in der Situation,

sozusagen in Watte gepackt zu

sein. Du machst dann eigentlich gar keine

Fehler mehr, weil du einen perfekten

Manager hast.

Du suchst dir ja das Team selber aus, dir

wird ja nicht aufgezwungen, wer dein Manager

sein soll. Du suchst es dir aus und da

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

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Erfolg

Du darfst dich nicht größer

sehen, als du bist.

Immer ehrlich sein und lieber

eine Sache nicht ansprechen,

wenn du weißt, es könnte

jemanden verletzen.

kannst du Fehler machen, dir ein falsches

Team aussuchen. Ich habe auch ein Team,

ohne geht es nicht.

Du teilst ja aus und steckst aber auch

viel ein. Wie geht man so mit Kritik im

großen Stil um?

Man muss sich ganz bewusst über seinen

Standpunkt sein. Wenn man ganz ehrlich

mit sich sein kann und sich bewusst ist,

dass es immer jemanden gibt, der cooler,

besser, schöner, reicher und krasser

ist als du und weiß, wo man genau steht,

dann kann dir keine Kritik der Welt was

anhaben. Du darfst dich nicht größer sehen,

als du bist. Dann kann dich jemand

schon verletzen, wenn er sagt, dass deine

Uhr voll billig ist. Das verletzt dich, weil

du denkst: „Boah, ich bin doch so reich.“

Aber du musst einfach wissen, wo du

stehst und dass es immer reichere Leute

gibt. Du kaufst dir ein Boot für zwei Millionen

und einen Tag später fährt einer mit

einem Boot für zehn Millionen an deinem

Boot vorbei.

Ist das ein eventuelles Problem der Castingshows?

Die Teilnehmer waren nicht

so wie du früher in der Hood und wurden

runtergemacht oder kritisiert. Ihr

legt euch über die Jahre ein hartes Fell

zu und in einer Castingshow wird man

gleich zum Erfolg und

auf die Titelseiten katapultiert.

Trotzdem reich, trotzdem

berühmt und

trotzdem wahrscheinlich

alles, was man sich

je erträumt hat. Die erträumen

sich ja nicht

den Weg dahin, die erträumen sich nur

das, was sie am Ende haben. Wenn es

funktioniert, haben die das alles, ohne

den langen Weg. Respekt haben sie sich

trotzdem verdient. Und sie haben alles,

wovon sie geträumt haben, als sie zu diesem

Casting gekommen sind. Also nichts

zu meckern.

Gibt es da ein Erfolgsgeheimnis von Sido

oder ein Prinzip, dem du selber versuchst

immer treu zu bleiben? Du hast

eben schon über Charakter geredet.

Ehrlich sein. Immer ehrlich sein und lieber

eine Sache nicht ansprechen, wenn du

weißt, es könnte jemanden verletzen. Das

habe ich gelernt.

Bilder: Oliver Reetz

20 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Story

Denke

positiv

Bora Imren - Persönlichkeitsentwicklung

trifft auf Online Marketing

Bild: privat

Um ein erfolgreiches Online

Business zu führen und

sich gleichzeitig mit einer

starken Präsenz auf dem

Markt zu etablieren, ist

weitaus mehr nötig, als die Hacks des Online

Marketings zu verstehen. Es benötigt

eine ebenso starke Persönlichkeit.

Bora Imren ist ein erfolgreicher Unternehmer,

der es sich zur Aufgabe gemacht hat,

andere Menschen auf ihrem Weg zu einem

eigenen Online Business zu unterstützen.

Dazu hat er nicht nur sein eigenes Buch

geschrieben, das im Dezember 2018 auf

dem Markt erscheinen wird, sondern auch

einen Online Kurs entwickelt.

Dieser Kurs vereinigt Facebook-Marketing

mit der persönlichen Weiterentwicklung

und bietet damit zwei Komponenten.

Nach seiner Auffassung spiegeln diese in

ihrer gemeinsamen Wirkung auch das Geheimnis

seines eigenen Erfolges wider.

Bora Imren wuchs in Berlin

auf, die Wurzeln seiner Familie

reichen jedoch bis in die Türkei

zurück. Seine Eltern verließen

aufgrund der schwierigen Arbeitsverhältnisse

ihre Heimat

und bauten sich ein neues Leben

in Deutschland auf. Schon als kleiner

Junge machte der heute 35jährige

das erste Mal Erfahrungen im

Verkauf, denn während sein Vater

russische Uhren am Ku’Damm verkaufte,

stand er mit seinem eigenen kleinen Stand

daneben und war für die Bernsteineier

und Matroschkas zuständig.

Nach der 10. Klasse beendete er die Schule

und machte eine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann.

Dies tat er aus Liebe zu

seiner Mutter, die ihm erst mit einer abgeschlossenen

Ausbildung ihren Segen für

den Weg in die Selbstständigkeit geben

konnte. Ein Weg, der durch viele Hürden

und Tiefen gekennzeichnet war, und zu

seiner heutigen inneren Willenskraft und

Ausdauer beitrug.

Es folgten diverse Jobs als Promoter, Callcenter-Telefonist

und schließlich die Position

eines Teamleiters bei einer Direktmarketingfirma.

Für sein Verkaufstalent

wurde er 2006 mit dem Sales Award ausgezeichnet.

Als er durch einen erneuten Job als Promoter

erkannte, wie lukrativ der Verkauf

und damit die eigentliche Provision der

jeweiligen Verträge wirklich ist, eröffnete

er einen eigenen Laden für Mobilfunkverträge.

Es entstand ein eigenes Call Center

mit 22 Mitarbeitern, sowie der erste digitale

Verkauf von Verträgen über Ebay und

Amazon.

»Pflege Umgang mit den

richtigen Menschen«

Mit der Frage, wie es möglich war, dauerhaft

unabhängig von Drittanbietern zu

sein, fand Bora Imren sich schließlich im

Facebookmarketing wider und schaffte damit

Jahresumsätze in Millionenhöhe.

Der Weg dorthin war lang. Bora nutzte

jede freie Minute, um alles über Face-

book-Marketing zu erfahren und verschlang

dazu Unmengen an Büchern.

Er nahm an Webinaren und Seminaren

teil und vernetzte sich ständig mit neuen

Menschen, die das gleiche wie er wollten.

Er setzte sich Ziele und transformierte mit

seinem starken Willen zum Erfolg und

dem richtigen Mindset sein gesamtes Leben.

Heute erzählt er, dass viele Menschen sich

nicht bereit fühlen, etwas zu wagen und

auf den perfekten Moment warten. Die

Krux dabei ist, dass es diesen Moment seiner

Erfahrung nach einfach nicht gibt. Positiv

zu denken und sich für das Vertrauen

und nicht die Angst zu entscheiden, sei an

dieser Stelle enorm wichtig und der erste

Schritt aus der Komfortzone. Es ginge dabei

ausschließlich um den Mut, sich seiner

Angst zu stellen, nach einer Niederlage

wieder aufzustehen und seinen Fokus

niemals zu verlieren. „Denke positiv und

höre auf, nach Ausreden für deine

Träume zu suchen“ sind dabei nur

zwei seiner wichtigsten Grundsätze,

die ein erfolgreiches Leben möglich

machen.

Heute befindet sich Bora Imren in

der Position, in der er etwas zurückgeben

möchte, denn so wie er sich

von Jahr zu Jahr entwickelte, so veränderten

sich auch seine Träume.

Seine Herzensangelegenheit ist es

heute, einen Mehrwert für andere Menschen

zu kreieren und dabei seine eigene

Dankbarkeit auszudrücken. Es ist seine

Mission die Menschen Schritt für Schritt

auf ihrem Weg zu begleiten und sie durch

ein eigenes Online Business dabei zu unterstützen,

auch ihre Träume zu leben.

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

21


Erfolg

»Ich lasse

einfach nicht los«

Frank Thelen

Direkt nach der Schule hast du dein erstes

Unternehmen im Multimediasektor

gegründet und wurdest auch ziemlich

schnell von großen Firmen für kleines

Geld beauftragt.

Aber ich bin nur über größere Agenturen

als Unter-Dienstleister an diese Kunden

gekommen. Hier habe ich mir nach und

nach einen Ruf als zuverlässiger Softwareentwickler

erarbeitet. Ich hatte eine eigene

Software Library als Alternative zum Branchenstandard

entwickelt, die schneller und

flexibler war. Ich selbst war zu Beginn nie

in der Akquise beim Endkunden, das haben

die größeren Vertriebsagenturen gemacht.

Ich war in der Ebene darunter und

für kleines Geld der Programmierknecht.

Es hat mir aber Spaß gemacht, die Dinger

zu bauen. Am Ende des Tages war es dann

meine Lösung, die 1&1, Agfa, den Bundestag

und andere große Kunden bedient hat.

Mit Bildern von Christian Holthausen

INTERVIEW

Viele behaupten ja, man muss es als Unternehmer

alleine schaffen. Aber das ist

doch Unsinn oder? Man braucht doch

immer Unterstützer, Förderer, Türöffner.

Alleine würde man irgendwann verzweifeln,

weil man auch keinen hat, der einem

Zuspruch oder Guidance gibt. In meiner

schwierigen Phase war es für mich extrem

wichtig, Leute zu haben, die an mich geglaubt

haben und mir neue Wege gezeigt

haben. Es gibt nicht den einen Ironman,

der alleine durchläuft und alles macht. Das

ist Blödsinn.

Wie findet man als Gründer gedanklich

die Balance zwischen Fremdkapital und

dem Kapitalaufbau durch Verkäufe oder

Dienstleistungen?

Man muss hier zwischen normalen Geschäften

und Technologie-Startups unterscheiden.

Wenn ich wie z. B. Lilium

Aviation einen elektrischen Jet entwickeln

will, benötige ich sehr viele Wagniskapital.

Aber viele Startups können auch ohne externes

Kapital weit voran gebracht werden.

Jeder gute Gründer, den ich kenne, hat

einfach mit Arbeit angefangen. Der hat

programmiert, hat verkauft und direkt losgelegt.

Das ist das, woran ich oftmals die

Leute unterscheide. Gehen sie möglichst

viele Schritte selber bis zum Maximum

oder sagen sie: "Dafür habe ich kein Geld

gehabt.“ Ein gutes Beispiel war bei „Die

Höhle der Löwen". Da hat einer gesagt:

„Ich weiß nicht, wie viele Leute auf diesem

Flughafen langlaufen, weil ich nicht dahin

komme, ohne ein Ticket zu kaufen.“ Ich

sagte nur, dass er auch irgendwie ein Ticket

für einen Flieger um vier Uhr für 29 - 50

Euro kaufen könnte, weil das wichtig fürs

Unternehmen wäre und er diese Schritte

hätte gehen können. „Da hätte ich ja sehr

früh aufstehen müssen“, antwortete er. Ja,

aber genau daran erkennt man, ob jemand

das wirklich machen will oder nicht. Deswegen

braucht man am Anfang nicht viel

Geld, um die ersten Schritte zu gehen. Das

sieht man selbst bei den Gründern von Lilium.

Das Unternehmen hat mittlerweile

100 Millionen Dollar Wagniskapital, aber

die Gründer haben sich erstmal mit ihrem

eigenen Taschengeld von den Eltern

irgendwo Module zusammengekauft und

damit schon mal einen ersten Jet schweben

lassen. Natürlich in klein, aber sie haben

Tag und Nacht gebaut und sich nicht gefragt,

wo sie 100 Millionen herbekommen,

um so ein Flugzeug zu bauen. Das ist eine

ganz wichtige Eigenschaft, die auch ich

mir glücklicherweise angeeignet habe.

Nehmen wir zum Beispiel das Buch, das

ich jetzt veröffentlicht habe. Dafür setze

ich mich selber spät abends bis um Mitternacht

an den Desktop und verkaufe es. Ich

schreibe auf Xing und LinkedIn überall

Leute an mit: „Du hast doch dreißig Tankstellen,

du hast doch dies, du hast doch das,

und hier ist das Buch.“ Die Erstauflage hat

100.000 Stück, was wohl für ein Buch relativ

viel ist, aber ich möchte das schaffen.

Bilder: Christian Holthausen

22 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Erfolg

Ich lasse einfach nicht los. Diese Eigenschaft,

zu sagen „ich gehe diesen Schritt

und greife zum Telefon oder zur Tastatur

und schreibe die hundertste Mail“ fehlt

mir oftmals bei Gründern und die fragen

sich dann, wie sie an den Handel kommen.

Ich bin früher zu 20 Vorstellungen gegangen

und habe Kapitalgeber angesprochen,

sobald sie von der Bühne gegangen sind.

Ich habe auf sie gewartet, um sie dort zu

treffen. Und diese DNA braucht man, um

etwas zu erreichen.

Das heißt, es gibt tatsächlich zwei Lager

bestehend aus denen, die gründen, weil

es cool ist und denen, die aus Leidenschaft

gründen?

Ja genau. Ich habe ein Team, das relativ

viel abschirmt, aber ich lasse mir einmal

die Woche das bescheuertste Highlight geben

und das ist aktuell Zeit in Dosen. Und

die wollten Geld von uns! Haben die sich

gar nicht damit befasst, was wir machen?

Wir machen Hightech, Deep Tech und

Food. Wer mich kennt, weiß, dass ich da

durchdrehe. Davon kriegen wir pro Woche

bestimmt 100 Stück.

Gab es nicht schon ähnliche Kandidaten

bei „Die Höhle der Löwen“?

Davon hatten wir ganz viele. Du kannst

ganz genau sehen, dass die eigentlich nur

Bock aufs Reisen haben oder gerne Fotos

von wilden Löwen machen, aber nicht hart

arbeiten wollen. Auf die Nachfrage, ob

es schon online ist, hieß es, dass sie nicht

programmieren können. Pass auf mein

Freund, lern programmieren oder suche

dir einen Studenten, der programmieren

kann oder nimm irgendein Framework

wie Jimdo aus Hamburg und stell den

Kram irgendwie online! Diese DNA hat da

gefehlt. Es kam nur „Ja gebt mir mal Geld,

ich will reisen und ich will fotografieren“.

Das erlebt man sehr häufig, sogar der größere

Teil, aber man sieht sie natürlich auch

nicht lange, weil sie sehr schnell verglühen.

Julien Backhaus und Frank Thelen (rechts),

beide Firmengründer direkt nach der Schule,

unterhielten sich über Firmengründungen.

Mit eurem späteren Unternehmen Twisd

musstet ihr Insolvenz anmelden und

in deinem Buch schreibst du darüber,

dass ihr das eventuell hättet vermeiden

können, wenn ihr mehr Wissen gehabt

hättet. Ist man als Gründer ein bisschen

verleitet zu glauben, man müsse alles selber

wissen? Dass man irgendwann aufhört,

sich Experten an Bord zu holen und

glaubt, man sei der Gott für alles?

Mein Problem war nie, dass ich gedacht

habe, ich wüsste alles. Für mich war der

Zugriff auf die Experten das Problem. Ich

wusste nicht wer mir bei welchen Herausforderungen

effektiv helfen kann. Exakt

das wollen wir heute mit meinem Freigeist

Team liefern. Wir haben 20 Jahre Erfahrung

und den Anspruch, dass, wenn ein

Gründer uns etwas fragt wie „Wie eröffne

ich im Lebensmitteleinzelhandel?“ oder

„Ich bin gerade in einer schwierigen Situation,

muss ich Insolvenz anmelden?“, wir

ihm in 95 Prozent der Fälle entweder sofort

eine kompetente Antwort geben können,

oder nochmal kurz in unser Netzwerk

greifen. Wir liefern exakt das, was mir damals

gefehlt hat. Mir hat ein Mentor oder

Coach gefehlt, der mir gesagt hätte: „Frank

hör jetzt mal auf, Leute einzustellen und

verkauf erstmal welche von diesen Kisten,

von da aus gehen wir dann einen Schritt

weiter.“ Ich habe nie geglaubt, alles zu wissen.

Nur hatte ich nicht die richtigen Leute

und musste irgendwann Entscheidungen

treffen und dadurch habe ich bitterböse

und saudumme Fehlentscheidungen getroffen.

Kann man das als Wald-und-Wiesen-

Gründer umgehen? Die Leute bei euch

haben jetzt das Glück, aber so ein kleiner

Gründer um die Ecke?

Ein kleiner Gründer um die Ecke muss

meist nicht so große Entscheidungen treffen

und es geht nicht um so viel Geld, wie

bei mir damals. Wir haben ja 1,4 Millionen

D-Mark in meinem Venture Capital gehabt.

Nur war der Venture Capital-Markt

noch komplett neu und unsere Kapitalgeber

hatten von nichts eine Ahnung. Die

haben irgendeinen Geschäftsführer eingestellt,

der dann ein Förderprogramm leiten

sollte. Damals gab es keine Gründerszene.

Heutzutage kann man sogar Gespräche

darüber führen, es gibt tolle Blogs oder

Bücher. Das ist einfach gewachsen. Basisthemen

kann man sicherlich besser lernen,

es gibt sogar Konferenzen. Es ist besser geworden

und deswegen kann man sich heute

effektiver informieren. Ich kann auch

immer nur dazu raten, dir einen Coach

oder Mentor zu suchen, der es schon mal

gemacht hat und groß ist. Natürlich ist es

schwierig, solche Leute zu finden.

Muss man denen etwas abgeben oder sie

beteiligen?

Das ist eine schwierige Frage. Es gibt

diesen tollen Begriff „Skin in the game.“

Wenn du mir jetzt sagen würdest, dass du

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

23


Erfolg

mich als Coach haben willst und mir 2,5

Prozent an deiner Firma gibst, ohne weiteres

Geld dazu, dann kriege ich das von

dir geschenkt und bin entweder ein stabiler

und fairer Typ und helfe dir auch oder ich

nehme einfach die 2,5 Prozent und mache

nichts. Einfach irgendwelchen Beratern

oder Coaches Anteile zu geben ist meines

Erachtens keine gute Idee. Wenn man das

macht, dann im sogenannten „Vesting“.

Das heißt, das Ziel sind zum Beispiel 2,5

Prozent über vier Jahre. Im ersten Jahr,

darf ich jederzeit sagen, dass du mir nicht

geholfen hast und du gehst mit 0,0 Prozent

zurück. Wenn du mir ein Jahr geholfen

hast und ich weiterhin auf deinen Rat zähle,

dann kriegst du ein oder zwei Prozent.

Macht man das so ähnlich wie in der

Software mit einem Pflichtenheft? Denn

der kann behaupten, du hast mir nicht

geholfen, aber letztendlich hat er ihm

vielleicht doch geholfen.

Nein, das ist ganz schwierig. Auch heutzutage

haben wir manchmal das Problem,

dass Gründer sich fragen, ob wir ihnen

auch wirklich helfen. Dann sage ich, frag

die 30 anderen Gründer oder lass es. Aber

es ist wirklich schwierig, wenn er mich

fragt, ob wir mal festlegen, was ich für

ihn tue. Dann ist meine Antwort, dass ich

nicht weiß, was ich für ihn tun werde. Vielleicht

hast du ein Vertriebsproblem, oder

dein Co-Founder geht und wir müssen für

dich ein neues Team aufbauen. Ein Mentor

ist im Idealfall jemand, der dich 360 Grad

betreut. Die Frage, wird es da oder dort

brennen, kann ich dir vorher nicht beantworten.

Deswegen ist es am besten, wenn

man ihn beteiligt, aber über mehrere Jahre

gevestet und ihm schrittweise die Anteile

zu geben, wenn beide sagen: „Ich rufe dich

gerne an und du hilfst mir.“

Du hast eben schon über eure damalige

Firma gesprochen. Wenn du das Wort

Trau dich, richtig böse zu arbeiten

und das Risiko zu nehmen.

Es kann dein größter Erfolg werden . . .

scheitern hörst, was bedeutet das für dich?

Ich sehe aktuell zwei Extreme. Wenn ich

an manche Dax CEOs denke, dann denke

ich, dass die dringend lernen müssen, das

scheitern möglich sein muss. Hier fehlt

der Mut. S Wenn ich Fuckup Nights sehe,

dann denke ich mir, dass ihr doch bitte

Scheitern nicht feiern sollt. Auf der anderen

Seite hat sich zum Beispiel Jeff Bezos

getraut, das Fire Phone zu machen, weil

er gesehen hat, dass das Smartphone der

wichtigste Kontakt zu seinen Kunden ist.

Also hat er 300 Millionen investiert, das

Fire Phone gebaut und ist damit komplett

gescheitert. Er hat die Verantwortung auf

sich genommen und war zwar enttäuscht,

aber er stand dahinter und es war gut, dass

sie es versucht haben. Auch wenn es traurig

war, dabei richtig viel Geld verloren zu haben,

ist das genau der richtige Ansatz. Weil

er sich das getraut hat und gescheitert ist,

konnte er danach den Echo rausbringen.

Das ist der richtige Weg. Trau dich, wenn

sich in deinem Markt etwas verändert und

trau dich, im Grenzbereich daran zu arbeiten

und das Risiko zu nehmen. Das kann

dein größter Erfolg werden und wenn es

daneben geht, reflektiere es und frage dich,

welche Annahmen waren falsch, wo hätten

wir besser oder härter arbeiten müssen.

Aber bitte mach

keine coole Scheitern-Party..

Woher stammt

dein heutiger

Wunsch in andere Startups zu investieren?

Das wirkt bei dir schon fast wie so

eine Sportart.

Erstens habe ich mich vor ein oder zwei

Jahren dazu entschlossen, für zehn Jahre

lang nicht mehr selber zu gründen und selber

CEO zu werden, sondern anderen zu

helfen. Das ist das, was wir hier tun. Der

Ansporn ist, klügere Menschen als mich

zu finden, die größere und bessere Ideen

haben als ich. Wenn man sich Lilium oder

Neufund anguckt, dann sind das unfassbar

intelligente Gründer, mit sehr großen

Visionen. Ein Buch zum Thema Quantencomputing

liegt hier vor mir, das ist eine

völlig neue Art, wie Computer gebaut und

programmiert werden. In solche Bereiche

werden wir richtig progressiv und mit hohem

Risiko investieren.

Jeder hat hinter seinem Handeln einen

inneren Wert, ein „Deswegen mache ich

das eigentlich.“ Der eine will Anerkennung,

der andere will ausgesorgt haben

etc. Was ist das bei dir?

Die meisten Leute würden über mich

wahrscheinlich sagen: „Der ist Multimillionär,

der kennt die Kanzlerin und hat

ein schnelles Auto.“ So sehe ich mich aber

nicht. Angst ist vielleicht das falsche Wort,

aber ich habe jeden Tag Respekt davor,

dass ich hinfalle und mir weh tue, wieder

pleite gehe und fühle mich deswegen als

Underdog. Ich fühle mich überhaupt nicht

als einer von denen, die dazugehören, vielleicht

tue ich es irgendwann. Immer wenn

ich irgendwohin komme, muss ich zeigen,

dass ich da sein darf, dass ich deswegen

früher komme, länger bleibe und ein ticken

schneller laufe. Ich glaube, ich habe

diese Motivation, weil meine Kindheit

echt nicht gut war. Nicht wegen meinen

Eltern, sondern wegen mir, weil ich total

underperformt habe. Ich bin von der

Schule geflogen und habe nichts auf die

Kette bekommen. Als die anderen einen

stabilen Job, die erste Freundin oder den

ersten Golf hatten, bin ich mit einer Million

Schulden nach Hause gekommen, die

keiner jemals hätte bezahlen können. Das

war schon eine sehr unschöne Zeit. Dieses

Stigma habe ich nie abgelegt. Es treibt

mich aber auch an, zu sagen: „Ihr werdet

sehen.“ Ich würde gerne irgendwann mal

damit aufhören, meinen Frieden damit haben,

um sagen zu können: „So, jetzt sind

wir wieder bei null, jetzt ist der Frank ein

ganz normaler Mensch und kein Verlierer

mehr.“ Aber ich habe heute noch zwei, drei

Themen, die ich vorher erledigen will.

Was sind denn die Kardinalfehler, die

Gründer heute immer noch machen?

Also der größte Fehler ist, dass man vom

Geld, vom Exit oder vom Markt kommt.

Du musst zuerst zum Beispiel das erfolgreichste

Magazin, ein Flugzeug oder einen

Taskmanager machen wollen, der fehlerfrei

funktioniert und von jedem verstanden

wird. Von da aus kommt dann die

Frage, ob es dafür einen Markt gibt und

wie viel Kapital man braucht. Aber immer

dieses: „Ich habe BWL studiert oder

ich habe gesehen, der fährt einen Ferrari,

deswegen mache ich das.“ Ich bin niemals

Bilder: Christian Holthausen

24 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Erfolg

irgendwelchen Märkten hinterhergerannt.

Wir hatten mal ein Team, welches ich retten

wollte und habe mir gesagt, dass ich

mal so einen richtig geilen BWL Case mache.

Weißt du, was wir gemacht haben?

Tierfutter. In jedem vierten Haushalt gibt

es ein Tier, das sind 2.000.000 Tiere. Die

Tiere fressen zwei bis dreimal am Tag und

leben zehn Jahre. Das ist natürlich geil,

wenn du das hochrechnest und siehst,

dass der berechenbare Markt riesengroß

ist. Also habe ich gesagt „passt mal auf

liebes Team, damit ihr nicht arbeitslos

werdet, machen wir jetzt Tierfutter“ und

habe Futterland.de gegründet. Das war

ein erfolgreiches E-Commerce Team und

trotzdem ist es gegen die Wand gefahren,

weil das genau dieser Ansatz aus der BWL

war, den ich hasse. In dem Fall habe ich

ihn gemacht, um den Leuten zu helfen. Es

ist immer der falsche Ansatz zu sagen, es

gibt 2.000.000 Tiere und deswegen mache

ich jetzt Tierfutter. Der richtige Ansatz ist

So, jetzt sind wir wieder bei null,

jetzt ist der Frank ein ganz normaler Mensch

und kein Verlierer mehr.

sowas wie: „Ich hatte ein krankes Tier, deswegen

habe ich dies und das gemacht und

gemerkt, dass funktioniert besser und jetzt

würde ich das auch gerne anderen geben.

Mal schauen, wie groß der Markt ist.“ Dieser

Twist ist der wirklich entscheidende.

Du musst auch bereit sein, alles andere

zur Priorität B zu machen und das ist

nicht immer schön. Auch eines meiner

schlimmen Sachen auf meiner Liste ist,

dass ein Designer die Geburt seines Kindes

verpasst hat, weil dieses Kind früher

als geplant kam und er in San Francisco

war. Das entsteht, wenn du gründest und

wenn du es zu deiner Priorität A machst.

Es ist toll, wenn du ein Unternehmen

aufbauen kannst, denn ich glaube, das ist

eine der schönsten Erfahrungen im Leben.

Aber du musst dazu bereit sein, dass alles

andere nur noch zur Priorität B wird.

Das hört sich jetzt vielleicht mega cool an,

ist es aber gar nicht. Es ist echt ein riesen

Problem. Und du musst bereit sein, durch

Der bekannte Tech-Investor

und Juror bei "Die

Höhle der Löwen" hat

seine Autobiographie

"Startup DNA" auf den

Markt gebracht.

wirklich tiefe Durststrecken zu laufen. Die

Leute sagen oft einfach „Ja ich bin dann in

der Zeitung“ oder „Da gibt es eine coole

Party und einen Gründerpreis.“ Ne, du

musst einfach alleine viel Zeit vor deinem

Schreibtisch und auf der Straße verbringen,

weil du zu Kunden fährst. Du musst

bereit sein, diesen harten Weg zu gehen

und der Weg des Angestellten ist da deutlich

einfacher.

Als Investor hat man viel mit Verlusten

zutun. Gewöhnt man sich da irgendwann

dran? Ist das irgendwann einfach

eine Kalkulation?

Definitiv. Ich glaube sogar, dass wir mehr

Dinge abschreiben müssen, weil wir von

unserer DNA her oftmals versuchen, noch

etwas zu retten und machen noch eine

Bridge. Aber man muss es einfach aussprechen,

wenn etwas gescheitert ist und man

sieht, dass es nicht das große Ding wird

oder die Gründer hoffnungslos überfordert

sind. Es ist eine schwierige Aufgabe

eines Investors, den Stecker zu ziehen, weil

es halt nicht mehr geht. Das gehört dazu

und man muss es konsequent machen. Es

ist „survival of the fittest“ sich auf die Gewinner

zu konzentrieren. Darin müssen

wir beispielsweise noch besser werden.

Das ist ein bisschen, wie das komische

Sparverhalten der Anleger in Deutschland.

Jemand kauft Aktien oder Vermögensprodukte

und geht davon etwas

schief, macht er das nie wieder. Anstatt

ein Prinzip von beispielsweise zehn Investments

zu haben und davon funktionieren

sechs und vier eben nicht. Dass

man das einfach als normal akzeptiert,

ist bei euch auch wichtig.

Das ist bei uns super wichtig. Das Anlegen

der Deutschen ist genau das. Wenn es erstmal

eine ganze Zeit gelaufen ist, legen sie

ihr Geld da an und wenn es runter geht,

dann gehen sie wieder raus. Anstatt einfach

mal eine langfristige Strategie zu haben,

langfristig zu investieren und mit der

Volatilität klarzukommen. Am Ende des

Tages, wenn man nicht komplett daneben

liegt, verdient man mit Aktien Geld, aber

man muss diese Konsequenz haben, dabei

zu bleiben.

Könntest du dir vorstellen, dass die Deutschen

irgendwann geistig soweit sind, in

eine Art Startup Fonds zu investieren?

Es ist auf jeden Fall noch ein langer Weg.

Mit Neufund aus Berlin versuchen wir

das investieren in Technologie-Unternehmen

mehr Menschen möglich zu machen.

Aber man muss auch ehrlich sagen, nicht

jeder sollte in diese riskante Risikoklasse

investieren, der Anleger muss sich mit der

Technologie und dem Unternehmen vorher

befassen. Also zuerst einige Jahre mit

Aktien Erfahrungen sammeln und dann

langsam im Bereich Startups Erfahrung

sammeln. Das wichtigste ist, möglichst wenig

auf dem Sparkonto ohne Zinsen liegen

zu lassen und in Anlageklassen, die man

versteht, breit zu streuen.

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

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Erfolg

INTERVIEW

Bilder: Tom Baumann, David Havlena, Hall of Heavy Metal

Wie kam es eigentlich

dazu, dass du Rockstar

geworden bist?

War das von Anfang

an der Plan? Oder

gab es noch einen Plan B?

Es ging mir gar nicht darum, Rockstar zu

werden, ich wollte einfach Musik machen,

schon von klein auf, als ich drei Jahre alt

war und grade eben den Plattenspieler

bedienen konnte. Es ging nie um Ruhm,

es ging immer um die Musik. Ich liebe

Sport, habe auch viel gemalt und hatte einen

Draht zu allem Künstlerischen. Mit 15

fing ich eine Lehre als Typographin an. Auf

einmal habe ich tierisch abgenommen. Als

Frau denkt man zuerst, cool, schlank und

schlanker, aber ich wusste schon, irgendwas

stimmte nicht. Der Arzt fand nichst,

aber irgendwann kam es ganz dicke und

ich musste für ein Jahr echt um mein Leben

kämpfen. Da habe ich beschlossen:

Wenn ich jemals lebend wieder aus dem

Krankenbett rauskomme, dann möchte

ich die Menschen glücklich machen. Wie

durch ein Wunder wurde ich tatsächlich

wieder gesund, kam aus dem Krankenhaus

raus und hatte zwei

Wochen später meine

erste Band. Ich habe meine

Lehre noch fertig gemacht,

weil ich eigentlich Grafikerin

werden wollte. Aber

ich hatte meine erste Band, „Snakebite“,

später „Attack“ und schließlich „Warlock“.

Damit waren wir zur rechten Zeit an der

rechten Stelle, als Metal gerade ganz groß

wurde.

Du warst ja eine der allerersten Frauen in

der Metal-Szene

Ja, wir haben 1982 angefangen, und dann

einen Plattenvertrag in Belgien bekommen.

Die Benelux-Länder waren schon

viel weiter als Deutschland. Die hatten

schon Magazine, da gab es hier noch

handgeschriebene oder Schreibmaschinen-getippte,

fotokopierte Fanzines in

schwarzweiß. Wir haben beim belgischen

Plattenlabel Mausoleum unterschrieben

und unsere erste Platte gemacht und damit

gerechnet, vielleicht 100 Platten an Familie

und Freunde zu verkaufen. Und dann

waren im ersten Monat plötzlich 25.000

Scheiben weg. Wir wussten gar nicht, dass

so viele Leute wussten, dass wir als Band

existieren. Von da an ging es immer so

weiter.

Es war immer mein großer Traum, nach

Amerika zu kommen. Nachdem wir die

dritte Platte eingespielt hatten, gab es damit

eine dreitägige Promotion-Tour nach

New York. Am zweiten Tag stand für mich

fest, ich bleibe da. Und da habe ich auch

das erste Mal Antony Robbins mit seinen

Commercials im Fernsehen gesehen. Dort

habe ich auch eine meiner schönsten Platten

„Triumph and Agony“ gemacht, auf

der auch „Für immer" und „All we are“

drauf sind, zwei Songs, die bis heute zu

meinen meistgehörten gehören. „Für immer“

war übrigens der allererste deutsche

Song. Wäre ich in Deutschland geblieben,

ich wäre nie auf die Idee gekommen, einen

deutschen Song zu machen. Das war im

Metal sehr ungewöhnlich, das gab es damals

noch nicht. Heute gibt es ja Rammstein,

die ich sehr liebe.

Im August 2018 wurde Doro

in die "Hall of Heavy Metal

History" aufgenommen.

Ich hatte damals meine erste Wohnung

in Manhattan. Es war wahnsinnig teuer,

da musstest du für so eine kleine Schuhbox

echt reinklotzen, aber da gab es viele

Verbündete. In den 80ern waren da die

besten Leute am Start: die besten Tontechniker,

Musiker und Studios. Ich bin also in

New York geblieben und habe den amerikanischen

Spirit verinnerlicht, dass es viel

schöner und einfacher ist, alles positiv zu

sehen. In Deutschland waren alle so kritisch,

was ja nicht schlecht ist. Aber wenn

Doro Pesch und Martina Schäfer

unterhielten sich auf dem Wacken

open Air 2018 über Metal, Martial

Arts und Erfolg.

man Musik macht und neue Ideen hat, ist

es wichtig, dass man Gleichgesinnte hat,

die sagen: „das ist ja ne verrückte Idee, geil!

Komm, das probieren wir mal aus.“ Hier

würde man sagen: „Hey, du spinnst doch.“

Du gehst also nicht mit dem Kopf an ein

neues Lied heran, sondern eher aus dem

Bauch heraus?

Immer! Ich bin ein totaler Gefühlsmensch

und gehe komplett nach Bauchgefühl, Instinkt,

nach meinem Herzen. Das ist auch

die größte Intelligenz, man spürt ja alles.

Wenn man mit dem Kopf drangeht hat man

als Musiker oder Künstler schon verloren.

Was würdest du jemandem raten, der

neu in der Branche durchstarten will?

Das leben, was man ist. Immer dranbleiben,

am besten jeden Tag. Wir haben damals

im Probenraum jeden Tag geprobt.

Das war einfach eine Regel, wir wussten

gar nicht wieso. Aber es ist wichtig es jeden

Tag zu machen, dranzubleiben. Man sollte

immer an sich selbst glauben und machen,

was man spürt. Man hat ja im Herzen ein

Gefühl dafür, was richtig ist und mit welchen

Leuten man gut kann und mit welchen

Leuten es schwierig wird. Ich sag immer,

„Follow your heart, it can’t go wrong“.

Man muss auch immer versuchen, sich zu

verbessern, Gleichgesinnte zu finden, die

einen unterstützen und von denen man

lernen kann. Ich liebe Motivationstrainer

und habe auch früher in Amerika einen

Coach gehabt, Bruce Reynolds, eine Frau.

Das war auch ziemlich amerikanisch, da

wurde man arg geschliffen. Manchmal

dachte ich, ich halte das nicht aus, aber

ich konnte das ja keinem sagen, das war

so anstrengend! Es war wie ein Bootcamp,

aber dadurch habe ich so viel gelernt, besonders

Durchhaltevermögen. Für die

Touren braucht man das. Je härte es wird,

desto mehr muss man sich durchkämpfen.

Bei der Stange bleiben, niemals aufgeben –

das ist eins der Erfolgsgeheimnisse. Auch

wenn man mal eine Bruchlandung erlebt,

ganz schnell wieder aufstehen, das Beste

darin sehen und daraus zu lernen.

Diese ganzen Lehrgänge bei Anthony Robbins

liebe ich. Wenn ich schlecht drauf bin,

höre ich immer wieder Motivations-CD's

und schon bin ich wieder im richtigen

Mindframe. Ich weiß worum es geht und

mache weiter. Es ist ja nicht immer alles

einfach. Motivationsbücher geben mir

wahnsinnig viel. Irgendwann, wenn ich

mal Zeit habe, möchte ich auch ein Motivationsbuch

schreiben, weil ich ja nun

schon so lange Jahre Erfahrung gesammelt

habe und auch weiß, wie man mit ganz

schwierigen Erfahrungen umgeht, wenn

nicht alles glatt geht.

26 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Erfolg

Doro Pesch

DURCHHALTEN

Seit 35 Jahren steht die "Queen of Heavy Metal" auf der Bühne

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

27


Erfolg

Kannst du da ein Beispiel geben? Was

waren deine größten Niederlagen, und

wie bist du damit umgegangen?

Eine Situation, die sehr lange angehalten

hat. Ich komme ja aus dem ganz traditionellen

Metal und Rock der 80er, als das so

richtig groß wurde. Das war unglaublich.

In Amerika haben wir die schönsten Videos

mit ganz tollen Filmregisseuren für

MTV gemacht, eine von allen supportete

Industrie. Man war mit dabei, ging auf

Touren und Festivals.

1991 ging ich nach Nashville und habe

eine neue Platte mit Barry Becket, dem

Produzenten der Rolling Stones, gemacht.

Darauf waren wahnsinns Songs mit großartigen

Künstlern. Für mich ist Metal Freiheit,

alles das zu sein und zu machen, was

man will, ob Balladen, eine Deutschnummer,

gefühlvolle Sachen oder einen Blues,

also das herauszugeben, was einem im

Herzen und in der Seele schlummert. Nur

merkte man plötzlich, das Klima hat sich

geändert: 1990 war noch alles gut und aber

1991? Dieser Metal, diese Rockmusik, die

wir machten, war auf einmal out. Grunge

war in, mit Nirvana, Pearl Jam und keiner

wollte den traditionellen Metal mehr haben.

Ich habe meine Platte also zur Plattenfirma

gebracht und meinte: „Meine

Platte ist fertig, und das hier könnte die

erste Single sein, das vielleicht eine zweite,

das das Video“, da kam die erste Frage: „Ja

ist es denn Grunge?“ Ich: „Nein, ich fühle

keinen Grunge“, darauf: „Wenn es kein

Grunge ist, können wir es nicht rausbringen.“

Die haben sich das noch nicht mal

angehört! In Europa ging noch alles, in

Amerika ging gar nichts mehr. Die Platte

kam auch nicht in Amerika raus, obwohl

sie dort gemacht wurde. Die zweite Platte,

auch unheimlich gut, das gleiche Spiel: „Ist

es Grunge?“, „Nein“, „Nein danke“. Diese

Doro mit Band (v.l.n.r.): Jonny Dee (Schlagzeug), Nick

Douglas (Bass), Luca Princiotta (Gitarre), Bas Maas (Gitarre,

rechts außen). Ihr neues Studioalbum, "Forever Warrios,

forever united" ist seit August 2018 im Handel

Phase hielt zehn Jahre an, in denen man

sich gedulden und dranbleiben musste. Es

war ja immer mein Traum, es in Amerika

zu schaffen. Wir haben überall anders

schön getourt. In Europa ging noch viel,

in Deutschland wurden die Touren sogar

verlängert. Die Leute wussten, wenn etwas

Spezielles ist, von Herzen kommt und Bedeutung

hat. Aber in Amerika, wenn da

die Industrie auf einmal nicht mehr mit

macht, bekommst du eben keinen Support

mehr, das ist so ein bisschen wie „flavour

of the month“. Da mussten wir zehn Jahre

dranbleiben und nicht aufgeben.

Viele deiner Kollegen machen ja noch

Geschäfte außerhalb der Musik, als Immobilieninvestoren

oder ähnliches. Hast

du auch ein zweites Standbein?

Nein, bei mir ist es nur die Musik. So nebenher

mache ich noch ganz gern Independent-Filme

mit Luke Gasser, einem ganz

wilden Schweizer. Zuerst sollte ich nur die

Filmmusik machen. Doch dann haben wir

uns zur Besprechung getroffen und uns

so gut angefreundet, dass er mich gefragt

hat, ob ich die weibliche Hauptrolle spielen

will. Wir drehten im Winter in einem kleinen

Boot auf dem halb gefrorenen See. Es

war morgens, vier Uhr, Sonnenaufgang, es

war irre kalt. Der Film spielte in der Bronzezeit,

wir hatten jede Menge Äxte, Bogen

und Pfeile an Bord. Alle meinten, „Doro,

beweg dich bloß nicht“ und da waren wir

»Es ist wichtig, dass man Gleichgesinnte hat,

die sagen: „das ist ja ne verrückte Idee, geil!

Komm, das probieren wir mal aus.«

auch schon im See. Ich bin untergegangen,

weil ich soviel schwere Klamotten anhatte

und die Waffen mich runterzogen. Die

Jungs holten mich erstmal aus dem See.

Aber, weil das eine Independent-Produktion

war, waren da keine Handtücher,

keine Hollywood-Entourage. Also saß ich

da, bedröppelt, eiskalt. Da fragte mich der

Produzent: „Willst du aufgeben?“ und ich

sagte: „Nein, niemals!“ Wir haben zusammen

dann drei Filme gemacht, die irre

anstrengend waren, aber seitdem kann ich

jede Tour überleben. Ich sage nicht, dass

28 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Erfolg

Bilder: Tim Tronckoe, Nuclear Blast, Tom Baumann

ich die mit links mache, aber da ist man

gestählt.

Apropos gestählt: Du bist ja mit Regina

Halmich befreundet. Boxt du selber auch?

Ich bin ein Riesenfan von Martial Arts. Ich

mache momentan Wing Tsjun und Eskrima.

Da bist du auf der Bühne fit wie ein

Turnschuh, merkst keinen Schmerz, Geist

und Körper sind in guter Verfassung. Im

Training bekommt man ja öfter mal eine

gewischt, dann kannst du dich entweder

hinsetzen und jammern oder

du kannst „aua, aua“ nur denken

und weitermachen. Das

hilft unglaublich für die Bühne,

da kannst du richtig durchpushen.

Ich hatte ja schon einige

Interviews heute und wurde

gefragt: „Bei dem Konzert vorhin

sind in der Hitze einige

Leute umgefallen. Warum bist

du nicht umgefallen?“ Wahrscheinlich

weil ich Martial Arts

mache, und wenn‘s hart wird, muss man

einfach noch härter Gas geben, dann geht

das schon. Man lernt mit härteren Situationen

umzugehen und niemals aufzugeben.

Und das Selbstbewusstsein ist ein anderes.

Man kommt nicht mehr in eine solche Opferhaltung.

Als Frau ist es super, wenn man

weiß, wie man sich in einer brenzligen Situation

wehren kann. Man hat einfach eine

andere Ausstrahlung, dass man gar nicht

so als Opfer wahrgenommen wird. Und

seitdem ich das mache, bin ich auch nie

wieder in eine brenzlige Situation gekommen.

Ich habe auch viele Selbstverteidigungskurse

gemacht. Man muss sich schon

überwinden, wenn man angegriffen wird,

in einer komischen Situation ist, dass man

das Gefühl hat, man kann sofort schreien,

statt zu einer Salzsäule zu erstarren. Wie es

im Ernstfall ist, will ich gar nicht wissen,

aber bisher bin ich nicht mehr in eine solche

Situation geraten.

Wir spielen ja auch oft im Ausland, aber

in vielen Ländern kann man gar nicht

mehr spielen, einfach, weil man Frau ist.

Das geht nicht mehr, weil, wenn du Haut

zeigst, ist der Kopf ab. Ich kenne noch die

Zeiten, als alles ganz normal war. Es gibt

auf der ganzen Welt Metal-Fans, auch in

den Ländern, wo Metal verboten ist. Ich

kenne dort Bands, die wurden aus dem

Probenraum gezerrt und dafür ins Gefängnis

gesteckt, inklusive Folter. Das ist

wirklich ganz schlimm. Man muss sich in

der Welt durchkämpfen für das Gute. Und

deswegen brauche ich auch diese ganzen

Motivationscoaches. Deswegen lese ich

auch so gern das Erfolg Magazin, weil da

immer Leute drin sind, bei denen ich mir

denke, „das muss ich mir angucken, auf

das Seminar muss ich hin.“ Und ich weiß

übrigens, Tony Robbins ist Metal-Fan.

Sieh an, das wusste ich gar nicht.

Ja, und der kennt uns. Damals, in den 80ern,

als MTV so groß war hatte er ja dort auch

seine Commercials. Bei seinen Seminaren

hat er auch immer so coole Musik laufen,

die einen so total aufpuscht, da sind normale

Leute manchmal etwas überfordert.

Aber da bekommst du so einen solchen

»Wenns hart wird,

muss man einfach

noch härter Gas

geben.«

Schwung. Aber das ist typisch im Rock und

Metal, dass man so empowert wird.

Wenn man in die Rap-Szene sieht, sind die

Texte oft persönlich angreifend und aggressiv

gegenüber anderen Rappern und

das schwappt

auch auf die

Fans über.

Wenn man

die Metal-Szene

betrachtet,

wie sieht es da

unter den Bands und den Fans aus?

Lauter herzensgute Leute, freundlich, verbunden,

jeder hilft dem anderen. Unter

den Bands erst recht, auf jeden Fall! Ich

hatte ja das große Glück von Anfang an

mit den größten Bands der Welt zu touren.

Judas Priest war 86 die größte Metal-Band

überhaupt. Dann mit Lemmy von Motörhead,

87 und 2000 mit Ronnie James Dio.

Da hat sich eine Freundschaft entwickelt.

Gene Simmons, der Bassmann von KISS,

hat eine Platte produziert. Er hat gesagt:

„Doro, ich will nicht nur, dass du eine

super Platte machst, ich will auch, dass

du ganz viel lernst“. Das war ihm sehr

wichtig. Er hat mir ganz viel beigebracht,

weil er auch Lehrer war. Ich habe einen

Blues geschrieben und ihm als Demo gezeigt.

Er meinte: „Nicht schlecht. Aber

kennst du…“ Ich kannte nur die gängigen

Blues-Leute und am nächsten Tag gab er

mir einen Riesenstapel Vinyl-Platten in die

Hand: „Das hörst du dir jetzt alles durch“.

Dazu hatte er zwei Tickets für Dr. John in

einer Spelunke irgendwo in Manhattan.

Da saß dann ein Mann mit langem Bart

am Klavier. Als ich alle Platten und mehrere

Konzerte, auch Etta James, durchhatte,

konnte ich sagen: „Gene, jetzt weiß ich,

wovon wir reden“, und er meinte, „Dann

kannst du jetzt eventuell deinen ersten

Blues machen.“

Ich hatte immer gute Mentoren im Leben.

Das kam

durch Zufall,

»Follow your heart,

it can’t go wrong.«

auch wenn

man sagt, es

gibt eigentlich

keine Zufälle.

Ich hatte für

17 Jahre einen super Manager, Alex Grob,

der auch Psychologe war. Er hat mich in

Amerika unterstützt bei meinem Wunsch

in Amerika zu bleiben, was damals gar

nicht so einfach war. Von ihm habe ich

auch wahnsinnig viel gelernt. Die Band

sind fast alles Amis bis auf einen Italiener,

ein internationales Trüppchen.

Zieht dich nichts mehr nach Deutschland

zurück?

Doch, die Festivals, wie Wacken und auch

die Tourneen. Und die Fans auch. Ich fühle

mich als Weltbürger. Ich fühle mich überall

auf der Welt zu Hause, wo Rockfans sind

und das Herz am rechten Fleck schlägt. Ich

bin genauso gerne in Deutschland wie in

Amerika, Ecuador oder Russland. Mein

Zuhause ist der Tourbus.

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

29


Story

SOCIAL MEDIA

DER MARKT DER

ZUKUNFT

30 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Story

Daniel Schweig hat ein Millionen-Geschäft aufgebaut.

Bilder: Schweig

Er selbst beschreibt sich als

ganz normalen Typen aus

Nürnberg, ohne irgendwelche

Superkräfte oder unglaublichen

Talente. Nur hat Daniel

Schweig das geschafft, wovon viele junge

Unternehmen heute träumen. Mit einem

Hauptschulabschluss und einer Ausbildung

zum Zerspanungsmechaniker wollte

er sich nicht zufriedengeben. Sein Ziel war

es, ganz nach oben zu kommen und ihm

war von Anfang an klar, dass ihm sein

Talent eines Tages zum erfolgreichen Unternehmer

machen würde. Als Vorbild

galt dabei vor allem sein Vater, der ein

erfolgreicher Geschäftsleiter in einem internationalen

Geschäft war. Sein Talent,

Geschäfte zu machen, offenbarte sich

schon in der Schule, als er Diddl-Blätter,

die er für 10 Pfennig eingekauft hatte, für

20 Pfennig auf dem Pausenhof weitervertickte.

Weil er einfach nicht wusste, was er

mit seinem Leben anstellen wollte, lernte

er nach dem qualifizierten Hauptschulabschluss

Zerspanungsmechaniker und arbeitete

danach vier Jahre als Dreher. Sein

Traum, als erfolgreicher Unternehmer zu

arbeiten, rückte derweil in weite Ferne.

Es war ein Mix aus Unterforderung und

Langeweile, der ihn dazu veranlasste, dort

weiterzumachen, wo er in seiner Kindheit

aufgehört hat – Geschäfte machen.

Er ging in die Bibliothek und kaufte sich

seine ersten Bücher, die den Grundstein

seines neuen Lebens bilden sollten. Sein

erstes Buch war „Rich Dad Poor Dad“

von Robert Kiyosaki. Heute beschreibt

er den Zeitpunkt als einen Schlüsselmoment

in seinem Leben, als er dieses Buch

das erste Mal gelesen hat. Nachdem er es

in Rekordzeit viermal durchgelesen und

bunt markiert hatte, musste er sich etwas

Neues suchen und stieß dabei auf YouTube.

Je mehr erfolgreiche Menschen er

sich anschaute, desto öfter stellte er sich

die Frage, was die überhaupt anders

machen, um so erfolgreich zu werden.

Die Lösung kam ziemlich unerwartet.

Eines Tages wurde er von einem Kumpel

angerufen, der sich unbedingt mit

ihm treffen wollte. Es stellte sich heraus,

dass er im Network Marketing angefangen

hatte und mit ihm zusammenarbeiten

wollte. Hier konnte er es allen zeigen und

sein Talent beweisen. In nur knapp 2,5

Jahren baute er einen Vertrieb mit 7000

Menschen auf und übertraf damit jegliche

Erwartungen. Doch es war nicht die

Art Geschäft, die ihn wirklich packte. Viel

lieber wollte er sich ein eigenes Imperium

aufbauen. So nahm er all das angeeignete

Wissen und machte sich an die Planung

eines Konzeptes. Er gründete eine Social

Media-Beratung und konnte mithilfe seines

Wissens aus Facebook Ads und Online

Marketing in sechs Tagen 17 Neukunden

gewinnen. Sein Aufgabenbereich war klar

definiert – einen Neukundenprozess mit

Facebook Messenger Chatbots aufbauen.

Er verhilft anderen Unternehmen dazu,

mit Social Media ihren Umsatz mehr als zu

verdoppeln. Für ihn ist diese Technologie

das Marketing der Zukunft. Mittlerweile

baut er sich mit sieben weiteren Unternehmern

eine Agentur auf.

Das Handy ist das Auge

zur Welt.

Er beschreibt es als einen seiner größten

Siege, herausgefunden zu haben, wer er

wirklich ist und was er machen will. Für

ihn hat jeder Mensch ein bestimmtes Talent

oder eine Gabe, die er in sich trägt. Die

Herausforderung sieht er darin, erst einmal

herauszufinden, welche. Dafür musste er

Dinge tun, die er zuvor noch nie gemacht

hatte und sich auf die Reise begeben.

Eine Möglichkeit, sich weiterzubilden und

auf dem neuesten Stand zu bleiben, sind

für ihn die Buchclubs. Dort spart er oft die

Zeit, alles selber durchzulesen und kann

sich auf die wichtigen Highlights jedes

einzelnen Buches konzentrieren. Auch bekannte

Coaches wie Tai Lopez oder Grant

Cardone sind ein wichtiger Bestandteil seiner

Weiterbildung. Online Kurse gehören

ebenfalls dazu, wenn man vorne mitmischen

will.

Genau wie Siege gehören auch Niederlagen

für Daniel Schweig zum Leben dazu.

Dabei sieht er sie nicht als etwas Schlechtes,

sondern als notwendige Schritte zum

Erfolg. Als er sich dafür entschieden hatte,

sich auf Messenger Chatbots zu konzentrieren,

hatte er weder einen Mentor,

noch anderweitige Hilfe. „Ich hatte niemanden,

den ich fragen konnte, wie das

funktioniert, weil es eine komplett neue

Technologie ist.“ Zwar musste er einige

Wege ausprobieren, wusste dafür am

Ende aber ganz genau, welche Methode

am effektivsten in der Online Marketing

Welt funktioniert.

Wenn es um die Zukunft von Marketing

geht, ist eines für ihn klar – das Handy

ist das Auge zur Welt. „Das Handy ist

unser treuer Gefährte. Wir stehen mit

dem Handy auf, gehen damit zur Arbeit

und schlafen damit wieder ein. Ich

würde ganz klar sagen, dass das Handy

eine extrem wichtige Rolle in unserem

Leben spielt und noch einiges in Zukunft

auf uns zukommen wird.“ Schweig geht

davon aus, dass sich das Handy in den

nächsten Jahren stark weiterentwickeln

und so verändern wird, dass man es nicht

mehr wiedererkennt. Aber dabei soll es

nicht bleiben. Seien es selbstfahrende

Autos, Roboter als Unterstützung im

Eigenheim oder die stark zunehmende

Rolle von Gesundheits-Apps und

Fitness-Armbändern – so sieht die

Zukunft aus und das wird in 15 Jahren

weitestgehend Normalität sein.

Gerade bei Unternehmen wie Apple,

Google und Co. sieht er ein enormes

Wachstumspotenzial. Die künstliche

Intelligenz wird dabei die größte Rolle

einnehmen und die Technik der Zukunft

bestimmen.

„Kunden könnten in fünf Jahren erwarten,

dass digitale Assistenten nicht mehr nur

fest vorgegebene Phrasen verstehen, sondern

natürliche Sprache analysieren und

nachvollziehen können.“ Und plant, Vorreiter

dieser Entwicklung zu sein.

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

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Erfolg

Tom Cruise

» Ich bin ein

Alles-oder-nichts-

Typ «

32 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Erfolg

Tom Cruise schreckt vor Risiken nicht zurück, denn ohne Rückschläge

gibt es keinen Lernprozess und keinen Erfolg.

Bild: Depositphotos/PopularImages, Jagersbacher

Thomas Cruise Mapother IV

ist eine Person, die polarisiert,

wie kaum eine andere

Personenmarke. Neben seinen

Auftritten in Boulevardzeitschriften

aller Welt, ist er natürlich

gern gesehener Schauspieler in großen

Kinoblockbustern. Dies ist nicht erst seit

gestern der Fall, sondern bereits seit beinahe

vier Jahrzehnten. Ein triftiger Grund,

sich mit Tom Cruise etwas näher auseinander

zu setzen.

Besonders eine Rolle scheint ihm auf den

Leib geschneidert zu sein, nämlich die des

unerschütterlichen Geheimagenten in der

Mission Impossible Reihe. Dieser Tage

schlüpft Cruise bereits zum sechsten Mal

in die berühmte Rolle des Ethan Hunt und

darf Spezialaufträge in spektakulärer Art

und Weise erledigen. Doch sein eigenes

Leben ähnelt so gar nicht, dem des unerschütterlichen

Geheimagenten. Werfen

wir doch gemeinsam einen Blick darauf.

Mehr als „ein“ Schauspieler

Cruise, der 1962 in New York geboren

wurde, hatte seine Filmpremiere bereits

1981. Im Erfolg-Magazin geht es uns ja

gerade darum, wie langfristiger Erfolg

sichergestellt werden kann. Das Beispiel

Tom Cruise hat einige wertvolle Perspektiven

beizutragen, was es benötigt, um sich

dermaßen lange auf hohem Niveau halten

zu können.

Natürlich könnte man, bei oberflächlicher

Betrachtung, zu folgender lapidaren

Aussage kommen: „Er ist eben ein

guter Schauspieler und deshalb ist er so

berühmt!“. Doch diese Analyse greift viel

zu kurz, wenn man eine Person unter die

Lupe nimmt, die sich bereits seit beinahe

vier Jahrzehnten im Showbusiness befindet.

One-Way-Ticket to Show-Olymp

Bereits 1986, fünf Jahre nach seinem

Leinwanddebüt, gelang Tom Cruise mit

„Top Gun“ der große Durchbruch in Hollywood.

Der Film übertraf, mit Cruise in

der Hauptrolle, die Erwartungen bei Weitem.

Doch seine große Zeit kam erst noch.

In den Jahren 1992 bis 1996 stellte er einen

beeindruckenden Rekord auf, indem

er mit

• „Eine Frage der Ehre“,

• „Die Firma“,

• „Interview mit einem Vampir“,

• „Mission: Impossible“ und

• „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“

nacheinander fünf Filme drehte, die in den

USA jeweils über 100 Millionen Dollar

einspielten. Dieses Ergebnis war nicht zuletzt

seiner „Marke“ zu verdanken.

Licht und Schatten

Natürlich war nicht alles Gold, was Tom

Cruise anfasste. Er musste auch einige

Flops hinnehmen, wie die Neuverfilmung

der Mumie aus 2017. Doch auch privat

ging es oft hoch her bei ihm. Beispielsweise

Individuals have to

decide what is true and

real for them.

wurde er vom Hochglanzmagazin „Vanity

Fair“ 2005 zum peinlichsten Star des Jahres

gewählt. Seine gescheiterten Ehen mit

Nicole Kidman und Katie Holmes sorgten

immer wieder für Gesprächsstoff.

Doch seine Nähe zur Sekte Scientology

setzte seinem Privatleben immer wieder

die Krone auf. Er wird von dieser Vereinigung

aktiv für den Auftritt in der Öffentlichkeit

und die Mitgliederrekrutierung

„benutzt“. Dies spricht ebenfalls für seine

Marke, wird hier aber natürlich negativ

eingesetzt.

Michael Jagersbacher

ist Kommunikationstrainer, Unternehmer

und Buchautor. Auf seinem Blog unter

www.michael-jagersbacher.at gibt er Tipps,

wie man sympathischer wird und mehr

Profil erhält.

Wo schauspielerisch viel Licht ist, existiert

auch viel Schatten und Neid. Neben seinen

drei Oscar-Nominierungen, seinen sieben

Golden Globe Awards, musste er auch sieben

Goldene Himbeeren hinnehmen:

• 1989: Nominierung: Schlechtester

Hauptdarsteller für Cocktail

• 1995: Schlechtestes Leinwandpaar gemeinsam

mit Brad Pitt für Interview mit

einem Vampir

• 2001: Nominierung: Schlechteste Neuverfilmung

oder Fortsetzung für Mission:

Impossible II

• 2006: Nervendste Zielscheibe der

Klatschpresse für Tom Cruise, Katie Holmes,

Oprah Winfreys Couch, der Eiffelturm

& „Tom’s Baby“

• 2006: Nominierung: Nervendste Zielscheibe

der Klatschpresse für Tom Cruise

und seinen Feldzug gegen Psychiater

• 2006: Nominierung: Schlechtester

Hauptdarsteller für Krieg der Welten

• 2018: Schlechtester Hauptdarsteller für

Die Mumie

Scheiterbereitschaft

Was können wir aus dem Beispiel Cruise

lernen? Jedes Projekt birgt die Gefahr des

Scheiterns in sich. Hier stellt Cruise keine

Ausnahme dar, wie wir gesehen haben

und wird es in Zukunft auch nicht. Jedes

Filmskript, jedes Unternehmen, jeder

Versuch ist risikobehaftet. Wenn Sie kein

Risiko eingehen wollen, dann sollten Sie

nicht einmal eine Beziehung eingehen,

denn schließlich kann auch diese scheitern.

Arnold Schwarzenegger hat dies für den

Filmmarkt sehr schön analysiert: „Bei

allem, was ich je versucht habe, war ich stets

bereit zu scheitern. Im Filmgeschäft holte

man sich Film-Skripte. Viele Male dachte

ich mir: „Das ist ein Gewinner-Skript“, nur

um nach der Filmveröffentlichung festzustellen,

dass der Film nicht funktionierte.

Ihr habt sicher meine Filme gesehen: „Red

Sonja“, „Hercules in New York“ oder „Last

Action Hero“, die waren ein Griff ins Klo.

Doch das ist in Ordnung, schließlich hatte

ich zur gleichen Zeit Filme wie „Terminator“,

„Conan“, „True Lies“, „Twins“ und

„Predator“. Diese gingen durch die Decke.“

Ohne Licht kein Schatten und umgekehrt.

Stellen Sie sich vor, Cruise oder

Schwarzenegger wären kein Risiko eingegangen!

Welch tollen Filmmomente würden

uns entgehen.

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

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Erfolg

Die Ausgangslage ist völlig egal!

Oftmals wird bei anhaltender Erfolglosigkeit

gerne die Ausrede genommen, dass

die Ausgangsbedingungen suboptimal gewesen

wären:

• Ich habe kein Geld.

• Ich bin zu groß, zu klein, zu dick, usw.

führen Sie die Liste selbst gerne fort!

• Andere sind besser.

• Ich habe keine Zeit.

• Ich hatte eben kein Glück.

Wer, wenn nicht wir selbst, gestalten maßgeblich

die Ausgangssituation mit, beziehungsweise

messen ihnen die Bedeutung

zu, die sie dann tatsächlich für uns haben?

Wenn wir ihnen kaum eine Bedeutung zuweisen,

haben sie kaum Einfluss auf unser

Handeln. Wenn wir ihnen große Bedeutung

zumessen, werden sie große Bedeutung

für uns haben. Cruise dazu: „I don´t

care who you are, life has challenges“.

Nehmen Sie Tom Cruise als Beispiel. Er

selbst wuchs mit drei Schwestern in ärmlichen

Verhältnissen auf. Seine damalige

Umgebung waren vor allem Umzugskartons,

da seine Eltern keinen festen Wohnsitz

hatten. Er besuchte über 15 verschiedene

Schulen in den USA und in Kanada.

Ein stabiles Umfeld konnte ihm nicht geboten

werden. Nicht wirklich die besten

Voraussetzungen, um eine Weltkarriere zu

starten. Als Ausgleich für die Instabilität

suchte er schon sehr bald seinen inneren

Frieden im Glauben. Dazu besuchte er sogar

ein Jahr lang ein Priesterseminar der

Katholiken in einem Kloster.

Bild: Depositphotos/PopularImages

All in

Ein weiteres Erfolgsmerkmal von Tom

Cruise ist seine Leidenschaft. Leiden – im

wahrsten Sinne des Wortes. Denn etliche

seiner Stunts absolviert er höchstpersönlich.

Dafür ist er für den neuesten Mission-Impossible-Film

aus einem Flugzeug

gesprungen, welches sich 7000 Metern

über dem Boden befand. Diese Szene wurde

100 Mal (!) gedreht, bis sie den hohen

Anforderungen von Cruise genügten.

Auch den Helikopter lenkt er eigenhändig

durch gefährliche Bergschluchten.

Die hohen Ansprüche an sich und sein

Team hält er in einem Zitat fest: „I'm an

all-or-nothing kind

of person, and

when I become interested

in something,

I give it my

all.“ Wer in Superlativen

denkt, hat

wahrlich eine große

Chance, erfolgreich

zu werden.

I'm an all-or- nothing

kind of person,

and when I become

interested in something,

I give it my all.

Bei einem wenig

spektakulären Stunt

brach er sich den Knöchel, doch vollendete

den Film eben unter Schmerzen, sodass

es kaum zu Verzögerungen kam. Die Szene,

in welcher er sich verletzte kam auch

tatsächlich so in den Film. Realistischer

geht es wohl nicht.

Der richtige Nährboden

Vielleicht war seine Kindheit aber auch

genau der richtige

„Nährboden“ für einen

außergewöhnlichen

Werdegang.

Ohne diese herausfordernde

Kindheit

hätte er vielleicht

einen völlig anderen

Weg eingeschlagen.

Wir können es

nicht wissen.

Mit Sicherheit

lernte Cruise sehr schnell mit Enttäuschungen

und neuen Situationen umzugehen.

Charaktereigenschaften, die auf dem

Weg nach ganz oben sehr behilflich sein

können. Es ist ja schlussendlich auch nicht

so, dass Tom Cruise mit all den nötigen Fähigkeiten

auf die Welt gekommen ist. Diese

muss man sich eben aneignen. Hier ein

passendes Zitat von ihm: „When you have

to cope with a lot of problems, you´re either

going to sink or you´re going to swim“.

Ist Lernen immer angenehm? Natürlich

nicht, wie Sie aus eigener Erfahrung bestimmt

bestätigen können. Doch Sie selbst

bestimmen die Auswirkungen der Einwirkungen:

„Individuals have to decide what

is true and real for them.“

Geben Sie Ihren Ausgangsbedingungen

niemals die Schuld, sondern seien Sie ihnen

dankbar, denn diese haben Sie zu der

Person gemacht, die Sie heute sind und das

Erfolg-Magazin“ in Händen halten. Dies

kann der wunderbare Beginn, einer großen

Erfolgsstory sein.

34 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


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Das größte Bildungsevent der Region mit folgenden Top Referenten:

Urs Meier • Kay-Sölve Richter • Lukas-Pierre Bessis • Daniela A. Ben Said • Christian Lindemann •

Thomas Baschab • William Wanker • Gabriel Schandl CSP, CMC • Holger Kracke

Moderation: Aljoscha Höhn • Patricia Küll

Richtig entscheiden in bewegten Zeiten – Der Finanz-Talk mit:

Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen • Oliver Flaskämper • Dirk Müller

Moderation: Judith Bogner

PROGRAMM & TICKETS: WWW.STUTTGARTER-WISSENSFORUM.DE +49 711 75 85 84 0


Story

IMMO

PRENEUR

Selbst ist der

Investor

Thomas Knedel gehört zu den schlauesten Immobilienköpfen

Deutschlands. Ein Netzwerker durch und durch.

Kinder lernen am besten aus dem Vorbild

ihrer Umgebung. Aber wie soll ein junger

Mensch finanzielles Verständnis lernen,

wenn das von zu Hause nicht vorgelebt

wird? Thomas Knedel stammt

aus recht einfachen Verhältnissen

und beschloss schon als Jugendlicher,

dass er es einmal besser

haben wollte. Dass für ihn und

seine Geschwister Klassenfahrten

und Markenklamotten finanziell

nicht drin waren, spornte ihn an.

Er wollte experimentieren und versuchte

sich in vielen kleinen Jobs,

wie PC-Reparaturen, Chauffeur für einen

Rechtsanwalt, später Pakete ausfahren

und Behindertenfahrdienste. Ja, sogar als

Promoter in Discotheken und Veranstalter

von Tanzwettbewerben versuchte sich der

eigentlich schüchterne Typ.

Als wichtige Weichenstellung für sein Leben

erwies sich, dass er mit 16 als Aushilfskraft

bei Immobilienmakler Horst Neuhaus

in Frankfurt anfing. Der lebte

sehr einfach, kaufte seine Hosen

im Fünferpack im Tchibo und

investierte "mit Bankdarlehen"

in wunderschöne Mehrfamilienhäuser

im Frankfurter Nordend.

Er betonte immer, dass er mit

fremdem Geld von der Bank investiere.

„Schulden machen, das

kann ich auch“, beschloss der

junge Knedel, und entschied, sich intensiv

mit Immobilien auseinander zu setzen,

da er erkannte, dass man mit sehr wenig

Geld durchaus große Summen bewegen

kann. Darin einfach nur gut sein reichte

ihm nicht, er wollte zu den Besten gehören.

Nach einem Studium zum Bau-Ingenieur

(FH), studierte er berufsbegleitend Immobilienökonom

an der European Business

School. Einige Zeit später legte er noch die

Qualifikation zum MRICS (Internationaler

Immobilienverband RICS mit höchstem

Renommee) nach.

Als Angestellter bei einem ehemaligen

Fondsinitiator, wo er geschlossene Immobilienfonds

aus der Zeit "Neuaufbau Ost"

betreute, wurde er ins kalte Wasser geworfen.

Sein Vorgänger war geflüchtet, denn

viele Investments waren notleidend und

einige schwierige Situationen zu meistern.

In den nächsten drei Jahren, in denen er

Deals bis 200 Mio. Euro bearbeitete, erwies

sich die gute Ausbildung immer wieder als

Schlüssel für die Problemlösung.

36 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Story

Bilder: Alessandro de Matteis, Konstantin Feise

Schon während des Studiums schmiedete

er am ersten Mehrfamilienhaus, das er

auch direkt nach erfolgter Festanstellung

kaufte, denn dazu brauchte er drei Gehaltsnachweise.

Er las sich rechtlich und

steuerlich ein und startete so einfach seine

Investments komplett aus eigener Kraft,

jedoch noch ohne wirkliches System.

Dennoch konnte er recht früh Substanz

und Vermögen aufbauen. Mentoren

hatte er, mangels Netzwerk, keine. Während

seiner Angestelltenzeit wurde er

von seinen Kollegen immer wieder milde

belächelt wegen seiner kleinen Häuschen.

Doch Knedel war sich sicher: "Ihr werdet

später sehen...".

2004 reizte es ihn, Konzernstrukturen kennen

zu lernen. Doch auch dort wird nur

mit Wasser gekocht, stellte er schnell fest.

Karriere war nichts für ihn, da er sich nicht

unterordnen wollte. Daher machte er sich

2006 mit einem Partner im Asset Management

und Property Management für Gewerbeimmobilien

selbständig und nahm

dabei Aufträge des ehemaligen Arbeitgebers

mit. Von dieser Zeit erzählt er: "Wir

haben sehr viele Immobilien im Wert optimiert

und durch unser intensives Management

viele Probleme gelöst.“ Internationale

Kunden und die Hessische Landesbank

wussten das sehr zu schätzen. Hier erwies

sich seine Mitgliedschaft in der RICS als

sehr hilfreich, internationalen Kunden das

Geschäftsmodell zu vermitteln. Doch die

Fremdbestimmung durch Kunden empfand

er als sehr einengend.

Zudem zeigte sich immer mehr, dass die

Geschäftspartner unterschiedliche Vorstellungen

hatten. Nach langwierigen Verhandlungen

und kostspieliger Auszahlung

trennten sich die Wege. Knedel übernahm

das Unternehmen allein. Damit gab es keine

Fesseln mehr, Knedel konnte sich mit

Unterstützung seiner Frau Diana Herein

unternehmerisch frei entfalten und es

entstand in nur vier Jahren ein unglaubliches

Momentum. Er richtete die Unternehmensgruppe

neu aus und legte den

Grundstein der Triamis Gruppe, die sich

mit Immobilien Investment befasst. Nun

konnte er auch eine Herzensangelegenheit

verwirklichen: Die Gründung des Immopreneur

Netzwerks mit heute weit über

50.000 Kontakten. Wie wegweisend dieser

Schritt war, zeigt sich darin, dass schon

zum ersten Immopreneur Kongress über

350 Teilnehmer kamen. Die Veranstaltung

ist inzwischen ein Fixpunkt im Jahr.

Mit dem ersten Finanzinvestor erfolgte

2017 ein massiver Ausbau der Triamis Unternehmensgruppe.

Das für 2018 gesteckte

Ziel, "Jeden Monat ein Mehrfamilienhaus",

konnte bis inklusive September verwirklicht

werden. Auf zwei weitere Projekte ist Knedel

2018 besonders stolz: Die Gründung

der Crowd-Investing-Plattform "Deutsche

Immobilienanleihen" und den sehr erfolgreichen

Start des Coaching-Programms

"Immopreneur Mastery", zusammen mit

seinem Geschäftspartner Oliver Fischer.

»Ich habe vielfach erlebt,

wie verknöchert die alte

Immobilienwirtschaft war.«

Der tägliche Austausch mit der Community

ist ihm besonders wichtig. „Am meisten

habe ich meine "Immopreneure" ins Herz

geschlossenen. Ich liebe den Austausch

unter Unternehmern und Investoren“,

schwärmt er und fügt, befragt über den

Grund, warum er eine so große Community

aufgebaut hat, dazu: „Ich habe

vielfach erlebt, wie verknöchert die alte

Immobilienwirtschaft war. Ich war schon

immer den neuen Medien zugewandt

und wollte dies ändern. Zudem freut es

mich, dass ich heute so viel Positives stiften

kann. Immer wenn mich Erfolgsmeldungen

meiner Community erreichen,

freue ich mich mindestens genauso wie sie

selbst.“ Am meisten freut er sich, wenn er

die Meldung liest, jemand habe seinen Job

gekündigt. Denn er ist der Meinung, dass

nicht nur die Stadtplaner und Architekten

Städte verschönern und setzt hinterher:

„Was würden die tun, wenn die Investoren

nicht die Mittel, den unbedingten Durchsetzungswillen

und oft Kreativität dafür

aufbringen würden?“

Der Erfolg solcher Projekte setzt den

neuesten Wissensstand voraus. Für zeit-

effektives Lernen verschlingt Knedel viele

Hörbücher beim Laufen. Persönlich setzt

er auf Masterminds und besucht Seminare

wie beispielsweise von Tobias Beck, verschiedene

Kongresse und Marketingveranstaltungen.

2019 plant er dafür auch in

die USA zur reisen.

Seine Frau Diana Herein, der er bescheinigt

„eine großartige Immobilieninvestorin“

zu sein, ist dabei immer an seiner

Seite. So wundert es nicht, dass sie

als Co-Autorin an seinem zweiten Buch

"Das System Immobilie" mitschrieb. Sie

hilft ihm auch bei seinem Kernbusiness:

in Immobilien investieren, unterbewertete

Immobilien aufzuspüren, aufwerten und

dann zu halten und teilweise auch wieder

zu verkaufen. Dazu suchen sie bundesweit

nach Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen

in sehr guten Lagen. Ihre Arbeit

beinhaltet zudem die Aufteilung von

Mehrfamilienhäusern in Eigentumswohnungen.

Wobei eine Zusammenarbeit mit

Co-Investoren und sonstigen Finanzpartnern

durchaus in den Plan passt. Dazu gibt

es neuerdings die Crowd-Investing-Plattform

"Deutsche Immobilienanleihen" als

Finanzierungsplattform für fremde und

eigene Projekte.

Thomas Knedel wirbt immer wieder für das Immobilien-Investment und teilt

gerne sein Fachwissen mit Interessierten. Mehr unter www.immopreneur.de

Doch damit nicht genug. Thomas Knedels

neuestes Projekt ist das exklusive Coaching-Programm

"Immopreneur Mastery",

mit dem er Immobilieninvestoren den Start

erleichtern möchte. "Solch ein Programm

hätte ich mir selbst sicher einen 10-Jahresvorsprung

für die Erreichung meiner Ziele

gegeben. Ich möchte daher gerade sehr umsetzungsstarken

Investoren die Möglichkeit

geben, direkt einzusteigen beziehungsweise

ihre Systeme auf- und auszubauen."

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

37


Story

Erfolg beginnt außerhalb

der Komfortzone

Mit Nebenjobs hielt sich Sebastian Hager über Wasser

um seinen großen Traum zu verwirklichen

Bilder: Hager

Sebastian Hagers Vater pflegte seit

jeher ein großes und gepflegtes

Netzwerk an Menschen, die ihn

regelmäßig um Rat fragten. Jeder

in der Stadt kannte ihn und

er war überall willkommen. Davon beeindruckt,

wollte Sebastian Hager das ebenso

erreichen, genauso wie finanzielle Unabhängigkeit.

Mit einem Unterschied: Er möchte später

finanziell so gut dastehen, um als Vater für

seine Kinder täglich da sein zu können.

In seiner Jugend war Hager noch schüchtern

und zurückhaltend – dennoch hatte

er schon viele Ideen und Projekte im Kopf.

Was ihm zu diesem Zeitpunkt einfach

fehlte – Mut!

Seinen Weg zu einem sicheren, finanziell

einträglichen Job sah er als erstes im Besuch

des IT-Zweiges der Höheren Technischen

Lehranstalt in Ybbs. Schon nach

dem ersten Schuljahr war ihm klar, dass

das doch nicht die richtige Branche für ihn

war. Trotzdem gab er nicht auf. Mit der

Matura in der Tasche begann die lange Suche

nach dem richtigen Job, der richtigen

Branche.

Mit 24 hatte er neun Jobs ausprobiert, der

letzte davon Autoverkäufer. Diese Arbeit

machte ihm wirklich Spaß und er ging

auch sehr motiviert ans Werk. Er wollte

innovative Ideen einbringen um noch

mehr Kunden zu generieren und effektive

Werbung in den Sozialen Medien nutzen.

Doch als Angestellter konnte er nichts

»Man verliert nie – entweder

man gewinnt oder man lernt«

Großes in diese Richtung bewegen. Er

liebte den Kontakt zu Menschen und fand

einen guten Draht zur Kundschaft, nur

die finanzielle Seite dieses Jobs entsprach

nicht seinen Vorstellungen: Die Bezahlung

von 1250 bis 1550 € bei bis zu 240 Arbeitsstunden

im Monat würde ihm nicht zur

finanziellen Freiheit verhelfen.

Er schwärmte zu diesem Zeitpunkt für einen

Aston Martin DB

11. Sein Chef holte ihn

jedoch auf den Boden

der Tatsachen zurück,

als er zu ihm sagte:

„Als Autoverkäufer

wirst du dir so einen

Wagen nie leisten

können.“ Dieser Satz

war Grund genug, um

wieder an seinen eigenen

Traum zu denken und sein Ziel zu

verfolgen.

Im Mai 2011 erfuhr er zum ersten Mal

von Network Marketing. Sein Cousin und

bester Freund besuchte ihn, legte einen Flyer

auf den Tisch und rief: „Ich hab was

gefunden, da können wir reich werden!“

Hagers skeptische Reaktion: „Das ist sicher

illegal!“ Er hatte zu diesem Zeitpunkt

keine Ahnung von der Branche Network

Marketing und wusste auch nicht wie das

funktioniert. Er konnte sich nicht vorstellen,

dass man in dieser

Branche 50.000 € oder

mehr verdienen kann.

Nach einem genaueren

Blick auf den Flyer

zeigte er mit dem Finger

auf die höchste Karriereleiter

und verkündete,

dass er dieses Ziel erreichen werde. Sieben

Jahre später war er tatsächlich an der Spitze,

International President einer weltweit

operierenden, österreichischen Company.

Der Weg dorthin war schwer und schien

oft aussichtslos. Als er 2011 mit diesem

»Du bist der Durchschnitt

der 5 Personen, mit

denen du am meisten

Zeit verbringst.«

Business starten wollte, teilte keiner sein

Interesse oder konnte das Potenzial erkennen.

Er wurde ausgelacht und als komplett

irre abgestempelt. Leute distanzierten sich

von ihm, da sie ihn im Verdacht hatten,

ein „illegales“ Geschäft zu betreiben und

sagten ihm voraus, sein Unternehmen

würde kein halbes Jahr bestehen.

Nach all den Rückschlägen in seinem persönlichen

Umfeld ging er nach Deutschland,

um mit fremden Personen auf der

Straße sein Business aufzubauen. Dafür

nahm er einen Kredit auf und war sechs

Monate lang in München unterwegs. In

dieser Zeit erzählte er über 3.500 fremden

Menschen auf der Straße von seiner Geschäftsidee

und den Expansionsplänen in

Deutschland. Genau zwei Personen fanden

die Idee toll, sprangen aber nach ein

paar Wochen wieder ab. In dieser Hinsicht

war der Trip ein großer Reinfall. Doch in

diesen sechs Monate entwickelte er sich

persönlich enorm weiter: Er wurde extrovertiert

und empathisch, seine Angst mit

fremden Personen zu sprechen war Geschichte.

So zog er aus dieser Niederlage

einen Gewinn – menschlich gesehen wohl

den größten!

Mit einem großen Minus auf dem Konto

kam Sebastian Hager zurück nach Österreich,

ohne geregeltes Einkommen oder

Geld für seine Krankenversicherung. Aufgeben

war keine Option für ihn. Er pendelte

von Hilfsjob zu Hilfsjob und arbeitete

währenddessen unverdrossen weiter

an der Idee, ein internationales Netzwerk

aus motivierten Menschen aufzubauen. Er

wollte weder Hilfe noch Geld von Freunden

oder Familie annehmen.

Es gab nur

ein Ziel für ihn: Seinen

Traum wahr werden

zu lassen. Unermüdlich

kämpfte er weiter,

um Geld zu verdienen

und seine Vision einer

riesen Organisation weiter zu verwirklichen.

Sein Lebensmotto hielt ihn über

Wasser: „Man verliert nie! Entweder man

gewinnt - oder man lernt.“

Das Wissen über Network Marketing ist

vielfältig, die Branche groß und ständiges

38 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Story

»Ich wusste, dass ich selbst

die einzige Person bin, die

es in der Hand hat, ob ich

erfolgreich werde oder als

Loser durchs Leben gehe.«

Lernen ein Wegbegleiter. Am Anfang waren

es Bücher und Videos. Mittlerweile

besitzt Hager das Privileg, sich mit sehr

erfolgreichen Menschen persönlich auszutauschen.

Weiterbildung ist wichtig. So

bleibt Hager ständig am Ball, verfolgt die

Entwicklung der Branche und analysiert

erfolgreiche Menschen auf der ganzen

Welt. Die Entwicklung zeigt, Network

Marketing ist ein gewinnbringendes, seriöses

und zukunftsorientiertes Geschäft.

Im Dezember 2015 war es so weit: Der

Zeitpunkt, der alles so komplett auf den

Kopf stellte! Gemeinsam mit ein paar

Kollegen brachte er #BCR auf den Markt.

Über 40.000 motivierte und zielstrebige

Menschen sind mittlerweile dabei. „Eine

große Familie, in der jeder jeden unterstützt

und niemand alleine gelassen

wird“. Denn: „Gemeinsam kann man viel

mehr erreichen“, schwärmt Hager. Die

Geschäftsidee: #BCR hat kein Produkt zu

verkaufen, sondern bietet eine kostenlose

Stammkundenkarte, mit der man bei über

90.000 Partner-Unternehmen

weltweit Geld

spart. Die Marketer,

die dieses Business mit

aufbauen, profitieren an

den Umsätzen, die dabei getätigt werden -

vergleichbar mit der Provision eines Autoverkäufers.

Fließt Umsatz durch Einkauf,

bekommen die Marketer von den Partnerbetrieben

Provision. Diese bezahlen damit

für die effektivste Werbeform der Welt, die

Mund-zu-Mund-Propaganda.

Sebastian Hager hat als International President

inzwischen den höchsten Rang

»Gemeinsam kann man

viel mehr erreichen.«

in seiner Company erreicht und ist trotz

des großen Erfolges am Boden geblieben.

Zielgerichtet ist er zum Erfolg gekommen.

Mit einem Monatseinkommen, das nun

auch einen Kauf eines Aston Martin DB

11 zulässt, hat er seinen

großen Traum verwirklicht:

Finanzielle Unabhängigkeit

und die Weitergabe

seines Wissens

an ein großes Netzwerk auf verschiedenen

Bühnen.

Um im Unternehmertum erfolgreich zu

werden, rät er auf den „Average of five“

zu achten. Das bedeutet: „Du bist der

Durchschnitt der 5 Personen, mit denen

du am meisten Zeit verbringst“. Dies riet

ihm einst sein Mentor und diese Weisheit

möchte auch er weitergeben.

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

39


Leben

Thomas Anders

wurde mit Modern

Talking berühmt.

Er ist in der neuen

Staffel von X Factor

als Juror zu sehen.

40 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Leben

ZEIG, WAS

DU KANNST

Thomas Anders im Interview über

Stärken, Selbstreflexion und Auslese

INTERVIEW

Bild: Oliver Reetz

Herr Anders, Sie wirken

immer so tiefenentspannt.

Kann das daran

liegen, dass Sie nur noch

das tun, was Sie möchten?

Oder war das schon immer so?

Nein, das war nicht immer so. Als junger

Mensch war ich noch nicht so entspannt.

Man muss sich ja erstmal seine Sporen verdienen

und träumt von einer Karriere, von

der man nicht weiß, ob man sie hinkriegt.

Heute haben Sie Recht mit Ihrer Einschätzung,

ich habe das Privileg, nur das zu tun,

was mir Freude macht.

Schon als Kind haben Sie sich für Musik

und das Singen begeistert und haben

deutlich gemacht, dass Sie das auch beruflich

machen möchten. Ich kann mir

vorstellen, dass da Druck aus dem familiären

Umfeld kam. Sänger ist ein eher

unüblicher Beruf. Sie haben aber Ihren

Kopf durchgesetzt?

Ich habe mit sechs angefangen, Musik zu

machen. Dann kamen die ersten Auftritte

und als Achtjähriger ist man weniger der

starke Typ, der seinen Kopf durchsetzt

und als Goliath gegen den Rest der Welt

kämpft. Man möchte einfach das tun, was

einem Freude macht. Ich hatte sehr viel

Glück, dass meine Eltern mich unterstützt

haben. Aber die Schulleistungen mussten

natürlich weiterhin stimmen. Wenn das

nicht funktionierte, schoben meine Eltern

dem einen Riegel vor. Für mich war dennoch

klar, ich wollte diesen Weg gehen, ich

wollte Musik machen, auch wenn ich mit

12 oder 14 noch nicht die Gedanken gemacht

habe, womit ich später ganz konkret

meinen Lebensunterhalt verdienen werde.

Das kam für mich nach dem Abitur, als ich

anfing zu studieren. Ich musste die Zeit für

Musik zuerst mit der Schule und später

mit der Uni teilen. Das machte mich nicht

glücklich, darum habe ich relativ schnell

das Studium „ruhen lassen“ und habe

Man muss es von „der Pike

auf“ lernen. Auch ich bin in

den Anfängen jedes Wochenende

... in Diskotheken

und auf Feiern aufgetreten,

wo mich niemand kannte.

Das ist die gnadenloseste

Jury.

mich voll und ganz auf die Musik konzentriert,

mit dem Resultat, dass zwei Jahre

später Modern Talking losging.

Eine Definition von Glück lautet, man

muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort

sein. Das bedeutet auch, dass jemand wie

ein Thomas Anders, der schon auf der

Bühne gestanden hat, mehr Glück haben

wird, so eine Chance zu bekommen, als

jemand, der nur im Keller singt.

Richtig, man muss neben Talent und

Fleiß sich auch „zeigen“. Auch ich musste

mich irgendwann einem Wettbewerb

stellen. Nur damals nannte man es nicht

Casting-Show und es war nicht medial

begleitet im Fernsehen, man nanntes es

Talentwettbewerb. Das war die Vorgehensweise

Anfang der 70er.

Ist das nicht nach wie vor eine gute Sache?

Casting-Shows auf der einen Seite,

aber auf der anderen Seite auch die

Leute, die sich einfach jahrelang durchkämpfen

und sich ein dickes Fell zulegen,

so wie sie?

Richtig, das ist genau mein Reden, man

muss es von „der Pike auf “ lernen. Auch

ich bin in den Anfängen jedes Wochenende

durch die Dörfer gezogen und in Diskotheken

und auf Feiern aufgetreten, wo

mich niemand kannte.

Und da saß schon Ihre Jury, oder?

Das ist die gnadenloseste Jury. Aber

nur so lernt man und wird erfolgreich.

Ein Beispiel aus einem anderen Genre:

Jemand interessiert sich fürs Bäckerhandwerk

und kreiert durch Zufall einen

ganz tollen Kuchen. Weil er es aber

handwerklich nie gelernt hat, wird er

diese Torte nicht noch einmal genauso

hinbekommen. Die Torte war ein Zufallsprodukt.

Im fehlt das Wissen, um den

Geschmack zu reproduzieren. Ich dagegen

habe mein Handwerk gelernt. Von

meinem ersten Auftritt mit sechs bis zu

meinem ersten Schallplattenvertrag mit

fünfzehn lagen neun Jahre. Das waren

neun Lehrjahre.

Apropos Kindheit. Stimmt es, dass Sie das

Intro zu „Ducktales“ gesungen haben?

Nein, das ist nur ein Gerücht.

Musik wird irgendwann auch zum Business.

Wie leicht fällt das einem Künstler

wie Ihnen? Man sagt, Künstler in-

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

41


Leben

Mit Bildern von Oliver Reetz

teressieren sich weniger für Business,

sondern eher für die Kunst.

Das stimmt zwar häufig, aber ich habe im

Laufe der Jahre gelernt, dass man auch Business

machen muss und Geschäftsmann

ist. Die meisten, die heute immer noch

erfolgreich in der Branche sind, haben auf

jeden Fall eine gewisse Portion Geschäftssinn.

Sonst läuft es nicht. Geschäftssinn

meint nicht nur den monetären Bezug,

sondern alles, was Marketing betrifft, was

man mit Musik und mit sich als Person

machen kann. Wenn man so lange dabei

ist wie ich, muss man auch immer kritisch

mit sich selbst umgehen und versuchen,

sich immer wieder neu zu finden und auszutesten.

Das gehört dazu.

Wie schwer ist es, dabei authentisch zu

bleiben, wenn man sich neu erfinden will

oder soll?

Man muss es selbst wollen, es muss aus

einem selber entstehen. Wenn die Neuerfindung

von außen gefordert wird beziehungsweise

übergestülpt wird, klappt

es nicht. Dann ist es auch nicht mehr authentisch

und man braucht erst gar nicht

anfangen.

Haben Sie das auch schon hinter sich?

Der größte Bruch war nach der ersten

Karriere mit Modern Talking. Als ich

nach Amerika gegangen bin und das Album

„Sold“ aufgenommen habe, das von

Wenn man so lange dabei

ist wie ich, muss man

auch immer kritisch mit

sich selbst umgehen und

versuchen, sich immer

wieder neu zu finden und

auszutesten.

Peter Wolf produziert wurde. Für mich

stimmlich der größte Meilenstein in der

Weiterentwicklung. Auch als erfolgreicher

Künstler braucht man hin und wieder ein

Coaching, um an sich zu arbeiten, sich

weiterzuentwickeln, und das hat er hervorragend

unterstützt. Ich wurde unter

anderem von Phillip Ingram gecoacht, der

Bruder von James Ingram. Der Coach, der

Mariah Carey und George Michael trainiert

hat. Der kam ins Studio und hat mir

dann gezeigt, wie man Töne noch anders

formt. Das Album war kein Erfolg, aber es

war von der Stimme und dem Lernen her

das wichtigste Album meiner Karriere.

Eigentlich war das eine Art Investment?

Das stimmt.

Als Jury-Mitglied bei X-Factor wird sicherlich

auch mal verlangt, dass Sie auf

einen Kandidaten draufhauen oder ihn

runterputzen. Fällt ihnen das leicht?

Es wird nicht verlangt, dass man draufhaut.

Aber man muss auch ehrlich sein.

Wenn da jemand kommt, der einfach

nicht genug Talent hat, dann muss man

das auch sagen dürfen. Aber es kommt immer

drauf an, wie man es sagt. Ich muss

nicht verletzend werden und kann immer

noch Respekt haben, auch wenn ich dem

Kandidaten ein „nein“ gebe. Ich habe einigen

Kandidaten gesagt, dass ich nicht

42 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Leben

Thomas Anders

neue CD

"Ewig mit dir"

kommt am

19. Oktober 2018

in den Handel

gut finde, was sie machen. Ich habe aber

auch versucht, die Lösung mitzugeben.

Unsere Morderatorin, Charlotte Würdig,

kam einmal zu mir und sagte, dass sie

das überhaupt nicht kapiert, wie ich das

mache, dass die Kandidaten, die von mir

das entscheidende NO bekommen und

rausfliegen, hinterher freudestrahlend bei

ihr stehen und happy damit sind. Es liegt

wahrscheinlich daran, dass ich ihnen dann

erkläre, was sie falsch gemacht haben, woran

sie arbeiten müssen. Das ist wohl eines

der Geheimnisse.

Sie sind weltweit extrem erfolgreich,

auch in Richtung Russland. Können Sie

da manchmal melancholisch werden,

wenn Sie sich die politischen

Situationen

zwischen unseren

Ländern anschauen?

Sind Sie da auch ein

bisschen Botschafter?

Dann werde ich nicht

melancholisch, da werde ich eher traurig

oder böse, es macht mich fassungslos. Ich

sehe mich aber nicht als politischer Botschafter.

Wenn ich auf der Bühne stehe und

zum Beispiel Brother Louie singe, habe ich

nicht eine Sekunde lang das Gefühl, ich

muss hier eine politische Botschaft rüberbringen,

sondern es geht darum, die Menschen

zu unterhalten.

Gibt es ein Erfolgsprinzip, dem Sie immer

treu bleiben werden?

Sich nicht unterkriegen lassen. Und an

sich glauben. Das ist ganz wichtig. Natürlich

gehört dazu eine Selbstreflexion.

Wie glaubt man an sich?

Durch Selbstreflexion und Ehrlichkeit. Ich

erkläre es am Beispiel der Musik, aber im

Grunde kann man es auf jeden Lebensbereich

übertragen. Wenn ich glaube, Musik

ist mein Weg, aber

Heute machen viele etwas

nur, um bekannt zu werden

und nicht, weil sie eine

Botschaft oder eine

Profession haben.

es klappt nicht so

mit dem Erfolg,

sollte man sich

fragen, ob diese

Musikrichtung

auch die Richtige

ist. Musik hat ja

viele Sparten. Vielleicht muss ich eine andere

Richtung gehen. Vielleicht muss ich

an meinem Äußeren arbeiten oder an meinen

Texten. Ich glaube, ganz viele Menschen

beziehungsweise Jungmusiker können

sich nicht vorstellen, wie viel Arbeit

dahintersteckt, nach oben zu kommen,

langfristig erfolgreich zu sein. Natürlich

gibt es auch Phänomene, die im Internet

entstehen und kurzfristig sehr erfolgreich

sind. Aber die Frage ist immer, wird es diesen

„Youtube Star“ auch morgen noch geben.

Bei manchen denke ich „das braucht

kein Mensch“.

Das haben Eltern damals auch über Sie

gesagt.

Vielleicht, aber trotzdem wurden meine

Platten gekauft. Ich habe das Gefühl, heute

machen viele etwas nur, um bekannt zu

werden und nicht, weil sie eine Botschaft

oder eine Profession haben. Ich möchte

nicht alle über einen Kamm scheren,

aber wie viele von unseren Pseudoprominenten

haben denn tatsächlich etwas

geleistet? Außer zu provozieren, sich auszuziehen

oder sich lächerlich zu machen.

Das sind doch mittlerweile oft die Attribute,

mit denen man eigene Sendungen

kriegt. Aber die werden keine 40 Jahre

überleben in der Branche.

Vielen Dank Herr Anders.

Bild: Oliver Reetz

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

43


Einstellung

Annette Frier

»Humor ist

meine Hauptwaffe«

44 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Einstellung

Annette Frier ist eine bekannte

deutsche Schauspielerin.

Ihre Laufbahn beschreibt die

Stationen Theater, Comedy

sowie Film und Fernsehen. Ihre

Leistung schlägt sich in zahlreichen

Auszeichnungen nieder.

Bild: M. Bathor, Uth

Was sind die drei wichtigsten

Emotionen,

die Sie mögen?

Freude, Lust, Liebe.

Was tun Sie dafür, um „gute“ Emotionen

möglichst oft auskosten und genießen zu

können?

Da achte ich darauf. Das kann man sehr

gut steuern. Wenn es bei mir überhaupt

ein Emotionsmanagement gibt, dann

in der Form, dass ich mich von Störfaktoren

- von denen es im emotionalen Bereich

viele gibt – weitestgehend nicht aus

der Fassung bringen lasse. Ich schaue mir

diese Faktoren kurz an und lasse sie dann

weiterziehen.

Was ist eine typische Emotionsblockade

in Ihrem Leben?

Ich glaube, Unmut ganz direkt zu äußern.

Da kann ich mir manchmal von Leuten,

die das machen, noch eine Scheibe abschneiden.

Wenn Leute Ihren Unmut direkt

äußern, finde ich das auch oft unangenehm,

aber denke dann auch, ja, das war

jetzt genau richtig.

Mit welcher Strategie kommen Sie da

wieder heraus?

Humor ist meine Hauptwaffe. Wie beim

Ritter die Rüstung. Da habe ich ziemliche

Mechanismen gefunden, dass ich die entweder

über Humor äußere oder über Diplomatie.

Wie orientieren Sie sich in kritischen

Situationen?

Ich versuche, mich auf meine Position zu

fokussieren und mich möglichst wenig

ablenken zu lassen. Also eigentlich ist das

immer wieder das Gleiche: Man atmet

und bleibt durchlässig. Man schaut sich

ein schlechtes Gefühl an, indem man es

zulässt, es dann aber auch wieder verabschiedet.

Welche Rolle spielen in so einer Situation

dabei Ihre Bedürfnisse?

Die Bedürfniskultur ist in unserer Gesellschaft

natürlich ganz klar Richtung besser,

mehr, schneller, größer, weiter und höher.

Und das sind Bedürfnisse, die geschürt

werden, die sind auch gesellschaftlich anerkannt

und deswegen hechten ihnen alle

hinterher. Ich bin genau in diesem Gesellschaftsgerüst

drin und ich weiß aber, dass

das letztendlich relativ wenig mit meiner

Person oder überhaupt mit einem Menschen

zu tun hat. Dass das also auch Dinge

sind, die meistens zu nicht mehr Freude

führen oder zu einem besseren Leben.

Deswegen sind meine Ziele andere als dieses

Direkte. Das ist wie Hunger haben. Da

hat man eigentlich Bock auf ein Schnitzel

mit Fritten und dann ist es vielleicht mühsamer,

in dem Moment Obstsalat zu machen,

es tut aber besser.

Wie schaffen Sie es, sich selbst offen und

selbstkritisch zu begegnen?

Einmal mehr, einmal weniger – das schaffe

ich nicht immer. Ich als Schauspieler bin

sozusagen meine Ware. Ich fand das Bild

ganz gut. Ich habe überhaupt keine Pufferzone

zwischen mir und einem Scheitern.

Das landet alles sehr direkt bei mir und

ich glaube, dass das bei anderen Menschen

auch so ist. Aber der Reflex ist natürlich,

den Fehler in äußeren Umständen zu suchen.

Ich glaube, wenn man richtig damit

umgeht, kann man wirklich viel dazulernen,

besonders, wie man das praktisch

umsetzt.

Was unterstützt Sie in Veränderungsprozessen,

sich neu auszurichten und

neue Perspektiven zu erlangen?

Das mache ich zum Beispiel hier auch gerade

für das Keynote Speaker Immobilienforum

von Immobilienscout24. So etwas

habe ich noch nicht gemacht: Mich mit

einem selbst geschriebenen Bühnenprogramm

vor 700 Makler zu stellen. Das hat

für mich damit zu tun, dass man einfach

Sachen macht, auf die man eigentlich nicht

kommt. Das finde ich immer gut, weil

mich das dazu anregt, zu improvisieren

und aus gewohnten Pfaden herauszulatschen.

Das ist – glaube ich – mein Mittel

dagegen.

»Ich habe überhaupt keine

Pufferzone zwischen mir

und einem Scheitern.«

Wie setzen Sie sich Prioritäten?

Ich versuche, meine Prioritäten auf die

Dinge, die mir wirklich wichtig sind, zu

legen. Das hat oft etwas mit Langfristigkeit

und kurzfristigen Sachen zu tun, von

denen ich gerade gesprochen habe. Aber

natürlich setze ich meine Prioritäten bei

den Leuten, für die ich verantwortlich bin,

sprich meine Kinder, mein Mann, meine

Familie.

Wie finden Sie für sich heraus, was

machbar ist?

Indem ich mir eine Sache anschaue und

versuche, die Perspektive zu wechseln.

Carmen Uth

ist Expertin für

Emotionsleadership

und Geschäftsführerin

von chancemotion ® .

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

45


Einstellung

From broke2 Boss

Acht Mentoren für mehr Erfolg

Wer nach Erfolg strebt

hat Träume. Wer seine

Träume realisieren

will braucht Mut. Jede

Erfolgspersönlichkeit

kann ein Lied davon singen, dass der

Traum schnell von der Realität eingeholt

werden kann. Wahrscheinlich gehörst

du auch dazu? Willkommen im Club der

Mutigen. Ich bin Thaddaeus Koroma und

man kennt mich als Celebrity Life Coach

und Mentor der nächsten Generation.

Aufgewachsen bin ich in Berlin Wedding,

einem sozialen Brennpunkt. Schon oft

bin ich in meinem Leben gefallen, habe

versagt und galt in der Familie lange als

Misserfolg.

Mit 19 Jahren galt ich in den USA als einer

der top europäischen Basketballspieler

meiner Altersklasse. Voller Lebenswünsche

hatte ich mit 20 Jahren die Aussicht

auf die NBA und den damit verbundenen

Lifestyle vor Augen. Kurz darauf die Di-

1. Luis Figo

Ich lernte die

internationale

Fußballlegende auf

der Aftershow Party

des Laureus Sport

Awards kennen. Danach

schrieben wir hin und her bis er mich

nach Madrid einlud, um ihnen einen Pep-

Talk fürs Leben zu geben. Da saßen wir.

Er, meine beiden Neffen und ich. Hier ist

ein wertvoller Punkt, den er ihnen mitgab:

"Erfolgreiche Menschen leben immer

für den nächsten Schritt und haben eine

schlechte Erinnerung.” Er ergänzte: “Arbeite

hart und bereite dich auf die Zukunft

vor. Doch wisse, dass egal wie sehr du dich

ins Zeug legen wirst, es wird schlechte

Tage geben und daran kannst du nichts

ändern. Nehme sie an und vergesse sie

direkt wieder. Konzentriere

dich auf die Arbeit,

die vor dir liegt und gebe

alles. Stecke dein Herzblut

rein, aber hardere

nicht mit den schwierigen

Zeiten. Wenn du deinen

Träumen nachjagst, wird

die alte Realität immer

wieder mal anklopfen. Wir alle werden

hin und wieder enttäuscht. Die großen

»Das Spiel heißt

loslassen,

vergessen,

fokussieren«

agnose: Sportinvalide. Mit 21 Jahren: Ich

suche nach einer Alternative. Ich mache

mich selbstständig. Mit 23 Jahren: Ich bin

verzweifelt, ratlos und hoch verschuldet.

Ich bin oft frustriert, aber ich bleibe dran.

Ich lerne viel und setze es gnadenlos um.

Mit 28 Jahren: Multi-Millionär!

Wie kann jemand so schnell die Kurve

bekommen? Was kannst du daraus lernen

und für dich mitnehmen? Wie kannst du

es für deinen Erfolg nutzen? Verantwortlich

für meinen Wandel waren in erster

Linie meine Mentoren, Leitbilder und erfolgreichen

Freunde. Sie halfen mir mein

Denken umzuformen. Ich möchte dir die

acht Personen und ihre Prinzipien vorstellen,

die meine Art des Denkens am meisten

geprägt haben. Vielleicht werden sie

dich genauso voranbringen, wie sie mich

vorangebracht haben. So wirst du den Weg

von “Broke” zum “Boss” gehen. Arbeite so

lange an dir, bis deine Leitbilder zu deinen

Freunden und Partnern werden.

Namen, die Erfolgreichen, die Legenden -

Am Ende kommt nur derjenige weiter, der

es lernt, schnell zu vergessen und loszulassen.

Jeder Tag ist ein neuer Tag. Starte

ihn dementsprechend.“ Nur der nächste

Schritt zählt. Andere erinnern sich an Erfolge

oder Misserfolge, du jedoch solltest

dich ganz einfach auf den nächsten Schritt

konzentrieren.

2. Tai Lopez

ist ein US Internet

Marketing Gigant.

Ihn lernte ich über

gemeinsame Freunde

der NBA kennen. Im

Frühling 2016 lud er

mich das erste Mal ein, ihn

zu besuchen. Es war unglaublich wachrüttelnd.

Denn er gab mir Tipps mit, wie

man in so wenigen Schritten

wie möglich an den

Punkt kommt eine Million

Euro pro Monat zu

verdienen. Für ihn sind

die drei wichtigsten Faktoren,

um das zu bewerkstelligen

das Aufbauen

eines strategischen Netzwerks,

Online Marketing und Personal

Brandbuilding. Du weißt sicher, dass du

deinen Profit exponentiell steigerst, sobald

du das Thema Online Marketing meisterst

und integrierst. Es ist das wahrscheinlich

machtvollste Instrument der heutigen Unternehmerepoche.

Mit weniger erreichst du mehr - ganz

simpel.

3. Mike Tyson

Vor einigen Monaten

waren Mike Tyson

und ich als Speaker

eingeladen. Im Backstage

trafen wir das erste

Mal aufeinander. Im Gespräch

traf er zwei Aussagen,

die für dich wertvoll sein könnten. Auf die

Frage hin, was er sich für junge, aufstrebende

Erfolgspersönlichkeiten wünschen

würde, sagte er: “ich wünsche mir, dass

junge Leute ganz, ganz früh lernen mit

Geld umzugehen. Wenn sie das nicht lernen,

kann es für sie extrem viel kaputt machen”

Die Antwort auf die Frage, was ihn

so erfolgreich gemacht hat war: “ich ging

mit vollem Einsatz in den Ring, weil ich

Angst hatte, dass der Gegner mich ernsthaft

verletzen will. Also musste ich alles

geben. Direkt ab der ersten Sekunde. Ich

war bereit härter zuzuschlagen, als mein

Gegner.”

.Stell dir vor, du würdest die nächsten fünf

Jahre mit der Intention aufstehen, härter

in den Erfolgsring zu steigen, als irgendjemand

von dir erwarten könnte. Du würdest

mit einer klaren Intention und solch

einer Einsatzbereitschaft durch den Tag

gehen. Du würdest nicht mehr zögern und

warten und stattdessen fokussiert wie ein

Adler auf deine Ziele zusteuern. Wie sehr

würde sich dein Leben wandeln? Wo wärst

du in drei Jahren?

4. Tim Ferris

Tim Ferris lernte ich

auf dem Seminar “Date

with Destiny” von Tony

Robbins kennen. Wir

verbrachten ganze vier

Tage zusammen. Natürlich

stellte ich ihm während unserer Gespräche

ein Haufen Fragen. Denn seine Denkansätze

und Herangehensweisen sind immer

sehr speziell. Ich fragte ihn, was eine Eigenschaft

ist, die er niemals missen wollen

würde, wenn es darum geht, seinen eige-

46 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Einstellung

Bilder: Koroma

nen Lebensweg zu finden, zu beschreiten

und zu meistern. Er antwortete, dass

seiner Meinung nach, die erfolgreichsten

Menschen gelernt haben die besten Fragen

zu stellen. Sie stellen gute, durchdachte

und problemlösungsorientierte Fragen,

die es erlauben, dass sich ungewöhnliche

Antworten entwicklen können. Hier ist

eine Frage, die er regelmäßig nutzt, um aus

sich selbst die besten Antworten heraus

zukitzeln: “Wenn ich mein Zehnjahresziel

bereits kennen sollte, was hält mich davon

ab, dieses Zehnjahresziel bereits in sechs

Monaten zu erreichen?” Diese Frage sorgt

dafür, dass du außerhalb deiner Komfortzone

denkst. Du kommst auf Antworten,

an die du dich evtl. unbewusst bisher noch

nicht herangetraut hast. In Lösungen und

Ziele muss man hineinwachsen, sagte Tim.

Diese Frage sorgt dafür, dass du wachsen

und dich strecken musst.

5. Jamie Foxx

Ich lernte ihn in Los

Angeles auf einer

Celebrity Aftershow

Party kennen. Zwei

Wochen später trafen

wir uns in Miami. Hier

gab er mir einen Tipp mit, der ihm selbst

zu großem Erfolg verhalf (er gewann den

Oskar). “Sei die neugierigste und lernhungrigste

Person, die du kennst und feier

den Erfolg anderer mehr als sie es selbst

feiern. Werde zum größten und authentischsten

Supporter, der Ihnen in den

Sinn kommen kann. Werde zu einer Art

Super-Cheerleader. Wenn du das schaffst,

wird die Welt es dir zurückzahlen, wenn es

um deinen Erfolg geht.”

6. Xerxes Ferchiani

a.k.a Double X

Double X ist eine der

bekanntesten Marketing-

und Brandingexperten

Miamis

und einer der bestvernetztesten

jungen Entrepreneure der Ostküste.

Er ist der Mann hinter den Kulissen.

Leute, wie Will Smith, Ronaldhino oder J.

Balvin kennen und vertrauen auf ihn. Seit

einiger Zeit ist er mein Geschäftspartner

und zählt heute meinen engsten Freunden.

Er betont ständig, wie wichtig es sei,

Menschen zuvorzukommen. Dazu sagt er

immer wieder: “Thaddaeus, build it before

you need it” und zitiert aus dem Buch von

Keith Ferrazi - "geh nie alleine essen". .Er

meint damit, dass man mit der klaren Absicht

durch den Tag gehen soll, Menschen

einen Mehrwert zu bieten. Jeder braucht

irgendwie, irgendwann Unterstützung.

“Hilf ihnen, Supporte sie, noch lange lange

bevor du selbst etwas brauchst. Dann

wirst du nie an den Punkt kommen, etwas

zu brauchen, weil du mit diesem Zugang

bereits alles hast.” Geh mit der Einstellung

durch die Welt, dass du hier bist, um zu

geben und nicht, um zu nehmen.

7. Akon

ist eine Weltmusikikone.

Er hat 95 Platinschallplatten,

50

Goldschallplatten,

ist fünffacher Gewinner

des World Music

Awards, Billboard Awards

Gewinner und Artist of the year 2007. Er

ist der ehemalige Manager von Lady Gaga.

Akon lernte ich über gemeinsame Freunde

kennen, Babs und Mani. Wir trafen uns

alle in Monaco. Sie stellten mich vor, als sei

ich ein Teil der Familie. Das öffnete mir die

Tür, um auf tieferer Ebene zu connecten.

Ich fragte Akon, was seiner Meinung nach

ein wichtiger Schlüsselfaktor sei, um erfolgreich

zu sein. Akon’s Antwort verblüffte

mich. Sie verblüffte mich so sehr, dass

ich basierend darauf eine komplette Podcastfolge

aufnahm und zwei inspirierende

YouTube Videos drehte. Er erzählte mir,

dass die Angst, der Erfolgsfaktor Nummer

eins für seine heutigen Leistungen

ist. Dazu sollte man seine unglaubliche

Erfolgsgeschichte kennen. Er begann mit

nichts und schaffte es als Musikkünstler

an die Weltspitze. Zusätzlich entdeckte er

Lady Gaga und verhalf ihr zu ihrem gigantischen

Durchbruch. Und heute ist er einer

der größten, bekanntesten und meistgefeiertesten

afrikanischen Unternehmer und

Philanthropen der Welt. Als Philanthrop

versorgt so ganz nebenbei unglaubliche

600 Mio. Afrikaner mit

Strom, die vorher keinen

richtigen Zugang dazu

hatten. Akon ist eine lebende

Legende. Wie du

siehst kannst du die Angst

nutzen, um dich auf ganz

neue Ebenen zu bringen.

Die Podcastfolge dazu

findest du unter FROM BROKE 2 BOSS

(Folge 2: Werde zu einer Persönlichkeit).

8. Eran Davidson

Seit 2014 ist Eran mein Mentor. Er steht

mir mit Schritt und Tritt zur Seite und

begleitet mich persönlich. Seine Tipps

haben mir den finanziellen Durchbruch

beschert. Bevor ich ihn kannte war ich

bei Null. Zwei Jahre nachdem wir uns

kennenlernten verdiente ich meine erste

siebenstellige Summe. Er veränderte mein

Denken, indem er mir zeigte, was es bedeutet,

eine finanzielle Intelligenz aufzubauen.

Er wies mich ständig darauf hin,

was die wichtigsten Erfolgsfaktoren für

mich seien, um die nächste Ebene zu erreichen.

“Thaddaeus, it’s about GOALS &

ENERGY”, betonte er immer wieder. Ziele

und Energie sind die beiden Faktoren. Ich

erinnere mich gerne daran zurück, wie er

mich mit meiner damaligen Freundin zu

sich nach Hause einlud. Er trug mir mit

Nachdruck auf, dass es ungeheuer wichtig

sei, anzufangen mein Jahr im Voraus strategisch

zu planen. Ich sollte agieren, statt

zu reagieren. Ich sollte proaktiv werden,

wenn es um meine Ziele, meine Zeit und

mein Leben geht. Ich sollte lernen, das

Jahr in Zyklen und Phasen aufzubauen.

Ziele brauchen Pläne!

Jetzt zur Energie. Die richtige Energie entsteht

durch die Aufmerksamkeit auf die

wichtigen Dinge. Ich sollte meine volle

Aufmerksamkeit auf meine Zwischenziele

legen. Ich sollte sie gezielt attackieren und

mit einem Plan untermauern. Sobald ich

ein Zwischenziel erreicht

habe, solle ich sofort

das nächste Ziel ansteuern,

damit ich

mein Momentum und

meine Energie nicht

verliere. Energie ist alles!

Diese Tipps und Strategien

sorgten dafür, dass ich den Weg von

“Broke” zu “Boss” gehen konnte.

Heute darf ich mit einigen der größten

Celebrities unserer Zeit arbeiten, während

ich meinen ersten Fond aufsetze, in Startup-Companies

und Rohstoffe investiere,

neun von zwölf Monaten die Welt bereise,

zahlreiche von Waisenkinder unterstütze

und mit meinen Seminaren Tausenden

dabei helfe, bessere Ergebnisse in ihrem

Leben zu erzielen.

»Wer nach Erfolg strebt, hat Träume.

Wer seine Träume realisieren

will, braucht Mut.

Stärke kommt von innen.«

Mein Fazit:

Du wirst zu dem, was du regelmäßig

denkst. Deine mentale Fitness bestimmt

die Möglichkeiten, die du sehen und

nutzen kannst. Die richtigen Gedanken

können dein Leben drastisch verändern.

Deine Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt.

Träume können am Ende real werden,

auch wenn sie gelegentlich von der

momentanen Realität gestört werden. Wie

ich anfangs bereits sagte: Wer nach Erfolg

strebt hat Träume. Und wer seine Träume

realisieren will braucht Mut. Stärke kommt

von innen. Ich wünsche dir viel Erfolg auf

deinem Weg.

Beste Grüße von Deinem Fan und Mentor,

Thaddaeus Koroma

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

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Wissen

Die Erfolgsformel von

Zuckerberg, Jobs & Co.

48 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Wissen

Warum Zeitgeist und Disruption

die Märkte verändern

Bild: Depositphotos.com/kobbydagan, Misar

Was müssen Unternehmer,

die langfristigen

Erfolg haben wollen,

heute anders machen?

Was haben Steve Jobs,

Larry Page und Sergey Brin, und Mark Zuckerberg

gemeinsam?

Alle der vorgenannten Personen sind

Multi millionäre, aber das sind die Früchte

ihrer Arbeit, nicht die Ursache. Aber Geld

und Vermögensaufbau sind immer nur das

Resultat, nicht die Wurzel des Erfolges. Wir

wollen aber die Ursache herausfinden.

Was genau ist das Fundament

der erfolgreichen Arbeit dieser Personen?

Auch wenn all diese Persönlichkeiten

unterschiedliche Stärken haben bzw.

hatten, so haben sie alle auch einige

Gemeinsamkeiten, die den Erfolg am

Ende bewirkt haben:

1. Sie alle haben als Pioniere neue

Branchen erschaffen oder bestehende

verändert. Jeder dieser einzigartigen

Persönlichkeiten hatte am

Anfang einen Traum. Den Traum,

die Welt zu verändern und aus dieser

Vision ist letztendlich eine persönliche

Mission entstanden.

2. Sie haben es verstanden, diesen Traum

gegen alle Widerstände am Leben zu erhalten

und zum Leben zu erwecken, indem

sie aus ihrer Vision eine Mission gemacht

haben. Kein außergewöhnlicher Erfolg ist

aus Modellierung von Branchenkollegen

entstanden, sondern nur durch Einzigartigkeit.

3. Sie haben es verstanden ihre Mission

bekannt zu machen. Jede dieser Personen

hat eine einzigartige Positionierung für sich

und ihr Unternehmen gefunden und aus

dieser einzigartigen Positionierung eine

einzigartige Marke aufgebaut. Nicht umsonst

finden sich alle unter den Top 10 der

bekanntesten Marken und sie haben damit

alteingesessene Marken anderer Branchen

von den vordersten Plätzen verdrängt. Ei-

Paul Misar

ist mehrfacher

Entrepreneur und

Gründer der Best of

Best Entrepreneur

Academy. Daneben

ist er mehrfacher

Bestsellerautor.

Alle Lifedesign

Entrepreneure

sind Missionare,

die bereit sind, diese

Welt zu verändern.

nige wie Steve Jobs waren sogar mitverantwortlich

am Untergang anderer Marken,

die sich auf ihrer Marktführerposition ausgeruht

haben. Bestes Beispiel ist Nokia.

4. Sie alle sind spitz in den Markt eingedrungen:

Steve Jobs mit iPod und iPhone,

Larry Page und Sergey Brin mit einer

Suchmaschine namens Google, die ein

anderes Konzept hatte als die damaligen

Branchenersten und Mark Zuckerberg mit

Facebook ging ebenfalls neue Wege.

5. Sie alle haben nach und nach wie Feldherren

neue Territorien erobert und für

sich beansprucht. Steve Jobs mit Revolutionierung

der Musikindustrie und Apps, danach

mit iPad, Sergey Brin und Larry Page

mit Google Maps, Kauf von YouTube und

Entwicklung des Google-Cars, Mark Zuckerberg

mit Übernahme von WhatsApp

und Instagram.

6. Nicht alle waren erster in ihrer Ursprungsbranche:

Steve Jobs musste jahrelang

hinter Bill Gates im Windschatten

nachfahren, bevor er zum Überholmanöver

ansetzte. Die Google-Gründer waren

nicht die Erfinder der ersten Suchmaschine.

Yahoo war damals Marktführer, als sie

starteten. Und Mark Zuckerberg hatte am

Anfang seiner Karriere einige Rechtsstreitigkeiten

mit Menschen, die behaupteten,

er wäre nicht der Ursprung der Idee gewesen

eine soziale Plattform wie Facebook zu

erschaffen.

7. Sie alle haben sich mit Resilienz und

Ausdauer gegen alle Widerstände durchgesetzt.

Und genau darum geht es auch für

jeden, der heute Erfolg haben will.

Es sind folgende Punkte, die Lifedesign

Entrepreneure anders machen.

Nochmals zusammengefasst die Erfolgsformel

der Lifedesign Entrepreneure:

1. Alle Lifedesign Entrepreneure sind

Missionare, die bereit sind diese Welt zu

verändern oder wie Steve Jobs zu sagen

pflegte, eine Delle ins Universum zu schlagen.

2. Alle Lifedesign Entrepreneure sind

Marketing- und Branding-Profis und

einzigartig.

3. Alle Lifedesign Entrepreneure sind

Strategen und Krieger (des Lichts), die bereit

sind, für Ihre Mission zu kämpfen, bis

sie gewonnen haben.

4. Alle Lifedesign Entrepreneure weiten

permanent ihr Territorium aus

und sind Meister der strategischen

Kriegsführung. Sie haben gelernt für

ihre Träume zu kämpfen.

5. Alle Lifedesign Entrepreneure

beobachten Branchen und schaffen

neue Märkte, weil sie beobachten,

was Kunden wünschen und was der

existierende Markt noch nicht abdeckt.

Sie verändern Branchen durch

Disruption und zerstören Altes und

nicht zeitgemäßes, indem sie auf

Kundenwünsche und Marktbedürfnisse

eingehen und ihrer Zeit voraus

sind. Sie sind Vordenker.

6. Alle Lifedesign Entrepreneure haben

sich nicht davon abschrecken lassen gegen

alt eingesessene Branchenriesen anzutreten.

Sie haben einfach für sich beschlossen,

die Branche disruptiv zu verändern und

neue Branchen zu erschaffen, indem sie alt

bewährtes mit neuen Komponenten verknüpft

haben. So werden sie zu Marktführern.

7. Alle Lifedesign Entrepreneure sind

Kämpfer und Meister der Resilienz. Weder

konnte man Steve Jobs stoppen, indem

man ihn bei Apple aus einer eigenen Firma

hinaus geworfen hat, noch durch eine Beinahe-Pleite,

wo Microsoft, der Hauptwidersacher,

Apple Aktien gekauft hat.

Am 27. und 28.10.2018 findet im Capitol

in Offenbach der 1. Livekongress für

Lifedesign Entrepreneure statt. Wenn auch

Du ein Lifedesign Entrepreneur bist oder

werden möchtest, dann solltest du dir die

Chance nicht entgehen lassen mit dabei

zu sein. Das Erfolg Magazin ist einer der

Sponsoren des Events, weil wir an die Zukunft

von Entrepreneurship und Innovation

glauben.

Du hast hier die Chance deine Karten für

dich und deine Begleitung zu sichern:

www.lifedesign-entrepreneur-kongress.com

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

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Einstellung

50 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Einstellung

UNBOX

YOUR LIFE

Bewohnerfrei durchs Leben

Von Tobias Beck

Bild: Tobias Dellit, Cover: Gabal

Was, wenn das Leben

in keine gesellschaftlich

vorgefertigte Kiste

passt? Muss ich

mir dann die Flügel

abschneiden und mich passend machen?

Muss ich mich in etwas hineinpressen, um

dazuzugehören? Bin ich zu Misserfolg verurteilt,

weil die besten Kisten schon besetzt

sind? Im Kindergarten und in der Schule

war das die Nachricht, die Top-Speaker

und Trainer Tobias Beck entgegen hallte.

Denn das vermittelt das System

Menschen, deren natürliche Flugbahn

anderes verläuft als die der

Allgemeinheit. Menschen, die

nicht der Herde hinterher trotten.

Wider Erwarten hat Beck irgendwann

eine Kiste, die sehr

erfolgreich aussieht. Darin stecken

ein dickes Auto, eine teure

Wohnung, eine hübsche Freundin.

Ansonsten Leere. Das Vakuum lässt

ihm die gesellschaftlich anerkannte Kiste

um die Ohren fliegen. Bankrott. Die Implosion

ist reinigend: „Ich rappelte mich

in meinem alten Kinderzimmer wieder

auf und dachte mir, viereckig und in eine

Kiste gequetscht sieht eh' doof aus“, sagt

Beck – und lässt sein Leben ausgepackt.

Mit Erfolg: Als Sprecher hilft er Tausenden

Menschen, ihre inneren Pakete zu öffnen

und den Inhalt erstrahlen zu lassen.

„Es gibt Werkzeuge, mit denen Menschen

innere Grenzen sprengen können“, sagt

Beck. Bestandsaufnahme mit dem Lebensrad

etwa. Man unterteilt einen Kreis

in sechs Bereiche: Körper und Fitness,

Finanzen, Außendarstellung, Gefühle,

Unterbewusstsein und Spiritualität. Diese

füllt man nach Punkten auf. Das Ergebnis

zeigt, wo es etwas zu tun gibt. „Man darf

sich nicht entmutigen lassen, wenn das

Rad eiert“, sagt Beck, „man sieht dann

einfach, an welcher Stelle man die Ärmel

hochkrempeln muss.“

Immer unverzichtbar: der Blick nach innen.

„Ich bin überzeugt, Erfolg fängt zuhause

an“, sagt Beck. „Viele Menschen

wollen Firmen aufbauen, kriegen aber

ihre Beziehungen nicht auf die Kette.“

Zu diesen Beziehungen zählt auch die zu

uns selbst. Deshalb arbeitet Beck mit dem

„Inneren Kind“. Das ist der Anteil in uns,

der abenteuerlustig und begeistert geblieben

ist. Manchmal braucht er ein bisschen

Liebe, damit er sich hervorlocken lässt.

„Nimm doch mal den kleinen Menschen

in dir an die Hand und erinnere ihn daran,

wie viel Spaß es macht, zu spielen und

Fang an zu spielen!

Dann spürst du deine Stärke

und Leidenschaft und kommst

in deine Kraft

im Hier und Jetzt zu sein“, rät Beck. Wer

innerlich frei ist, kann auch für andere da

sein. Für seine Familie. Für Freunde, Kollegen

und Mitarbeiter. „Fang an zu spielen!

Dann spürst du deine Stärke und Leidenschaft

und kommst in deine Kraft“, sagt

Beck.

Sich innerlich klein machen und dabei

an Größe gewinnen. Das ist auch die Intention

des Dienens: „Als ich

angefangen habe, anderen zu

nutzen und Menschen voranzubringen,

ging mein Leben

richtig nach vorne“, berichtet

Beck. Lernen. Dienen. Der

Welt etwas zurückgeben. Dem

Prinzip folgt Beck, als er nach

der Pleite Flugbegleiter wird

und in seiner Freizeit Seminare

großer Trainer besucht.

Mittlerweile sitzt er selbst in

der First Class und kennt beide

Seiten des Lebens. Schüler ist

er geblieben: Obschon er jährlich Tausende

Menschen in ihre Berufung führt, lässt

er sich weiter ausbilden. Und betritt Flugzeuge

immer noch als Flugbegleiter.

In seinem neuen Buch „Unbox Your Life“

gibt Beck Anleitung, die Kiste des Lebens

zu öffnen – unterhaltsam und effektiv.

Oft muss erst Unangenehmes raus, um

an den Kern zu kommen. Vielleicht gibt

es ein paar Bewohner, die ihre negative

Energie bei einem abladen. Bewohner?

„Das sind Menschen, die reinkommen

und nur ihren Körper mitbringen, weil

sie innerlich schon tot sind. Die beschweren

sich sogar, wenn der Donut ein Loch

hat“, erklärt Beck. Wer die aus seinem

Leben verbannt, macht einen

großen Schritt in Richtung Erfolg:

„Wir sind die Summe der fünf

Menschen, mit denen wir uns am

meisten umgeben“, sagt Beck. Der

Speaker und Hochschuldozent erklärt,

warum man sich dagegen

nicht wehren kann: „Das liegt an

den Spiegelneuronen. Diese Nervenzellen

lassen uns das Verhalten unseres

Umfelds so miterleben, als sei es unser eigenes.

Und sie lassen uns die Menschen

um uns herum imitieren. Da haben wir gar

keine Wahl!“ Die gute Nachricht: Das ist

keine Einbahnstraße. Becks Lösung: Umgib

dich mit Menschen, die so sind, wie du

sein möchtest, und du wächst automatisch.

Eine Smartphone-Werbung am Flughafen

gibt. Beck den Anstoß

zum Buch. Zufall? Schließlich

macht er seine ersten Schritte

als Trainer in der Telekommunikationsbranche.

„Unbox

Your Phone“ liest er dort – und

schüttelt innerlich den Kopf:

„Bevor wir Telefone entpacken,

sollten wir das mit uns selber

tun und unsere vorprogrammierten

Apps in vollem Umfang

ausleben.“

Info: Mehr Tipps gibt es jetzt

in Tobias Becks neuem Buch „Unbox your

Life!: BEWOHNERFREI: Das Geheimnis

für deinen Erfolg im Leben“.

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

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Story

Generation

Smartphone

Millionär

Die meisten Menschen denken bei so einem Titel

vermutlich an materielle Dinge und Geld. Nicht so der

Autor des gleichnamigen Buches, Lukas Spies.

52 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Story

Aufgewachsen im schwäbischen

Einzugsgebiet von

Stuttgart war das absolute

Ausnahmetalent Lukas

jemand, der schon in der

frühen Kindheit Grenzen sprengte, immer

neue Dinge ausprobierte und äußerst aktiv

war. Ein Leben im Standardraster kam

für ihn nicht in Frage. Er wollte ein Leben

voller Selbstverwirklichung und Freiheit.

Doch nach dem Abitur wusste er nicht,

welcher Beruf ihn dorthin bringen könnte,

wo er hinwollte. Seiner Meinung nach se-

»Irgendwann musste ich

mir die Frage stellen: Will

ich bei Porsche arbeiten

oder irgendwann mal

einen Porsche fahren?«

hen sich heutzutage die meisten GenY und

GenZ´ler vor der selben Challenge. „Die

Arbeitswelt und viele Unternehmen sind

noch nicht auf die Bedürfnisse dieser Generationen

angepasst und auf deren Sichtweise

über erfüllende Arbeit“. Da soziale

Projekte und soziales Engagement zu den

wichtigen Dingen in seinem Leben zählen,

entschloss er sich, ein Freiwilliges Soziales

Jahr zu absolvieren und in einem Kinderheim

in Kapstadt, Südafrika zu arbeiten.

Diese Zeit half ihm, sich für einen Weg

zu entscheiden und so begann er eine

kaufmännische Ausbildung bei seinem

Lieblings-Autohersteller Porsche mit

einem ganz klaren Ziel: CEO.

Er ging äußerst ambitioniert

und engagiert an die Arbeit

und plante fest,

»In der heutigen Zeit ist einfach

alles möglich. Nie war es so

einfach, sein eigenes Geschäft zu

starten und aus der Routine und

dem tristen Alltag auszubrechen«

dort ein Studium abzuschließen und mit

30 zu promovieren. Schnell fand er jedoch

für sich heraus, dass ihn das klassische

Angestelltentum nicht zu den zu den Erfolgen

bringen würde, die er sich für sein

Leben wünschte. „Irgendwann musste ich

mir der Frage stellen: Will ich bei Porsche

arbeiten oder irgendwann mal einen Porsche

fahren?“

Im Dezember 2014 erzählte ihm ein

Freund von einer Geschäftsmöglichkeit

im Fitness- und Gesundheitsbereich. Er

wurde zu einer Geschäftspräsentation bei

McDonalds eingeladen, bei der sich alles

um Network Marketing drehte. Lukas hatte

davon noch nie gehört, war aber sofort

Feuer und Flamme für die Idee der Selbstverwirklichung

und der Möglichkeit, sich

eine passive Einkommensquelle aufzubauen.

Die anfängliche Skepsis, die so gut wie

jeder empfindet, wenn er Network Marketing

kennenlernt, galt in Lukas Fall absolut

nicht dem Geschäftsmodell oder den Personen,

die ihm das Geschäft vorgestellt haben,

sondern lediglich der Tatsache, dass

die scheinbar größte Chance in seinem

Leben zum Greifen nah zu sein schien

und der Weg ein komplett anderer war,

als ihm bisher immer gepredigt worden

war. Er erkannte darin seine Chance, die

sich mit seinen Plänen von der Zukunft

deckte. Ihm gefiel das Prinzip, durch das

Leistungsbereitschaft belohnt wird. Nach

holprigen Anfängen, in denen er nach

vier Monaten einen Scheck von gerade

mal 19,86€ vorweisen konnte, entschied

er sich All In zu gehen. Er wollte in seinem

Leben niemals sagen müssen: „Hätte

ich doch damals nur“. In den folgenden

viereinhalb Jahren wurde er zum erfolgreichsten

Vertriebspartner

unter 30 in seiner Firma und

gehört zu den Top 5 in

ganz Europa. Mit 25

Jahren schaffte er, was nur ganz wenige

überhaupt jemals erreichen: ein Netzwerk

von 100.000en Kunden und Partnern aufzubauen.

Dieses wächst seither jeden Monat

um mehrere Tausend in ganz Europa

und weltweit 21 Ländern. Damit gehört er

bereits in jungen Jahren zur absoluten Elite

in der Branche.

Dennoch glaubt er, dass das alles erst der

Anfang ist: „Es gibt so viele, vor allem junge

Menschen da draußen, die einfach nach Alternativen

suchen und wir treffen, sowohl

mit diesem Geschäftsmodel im Gesundheitsmarkt

genau den Zahn der Zeit“.

Trotzdem sieht er auch innerhalb der Branche

einen deutlichen Wandel, auf den sich

Unternehmen wie Vertriebspartner einstellen

müssen. „Die Welt verändert sich heutzutage

so schnell. Das Ziel ist, ein langfristiges

Geschäft für die nächsten Jahrzehnte

aufzubauen. Dabei wird sich auch die Branche

Network Marketing verändern. In der

Zukunft wird es vor allen Dingen darum

gehen, ein kundenorientiertes Geschäft

aufzubauen, das eher den Charakter eines

E-Commerce trägt, als den des klassischen

Multi-Level-Marketing“.

Lukas Spies und sein Team waren die ersten

im deutschsprachigen Raum, die Social

Media komplett als Multiplikator und

Hebeleffekt nutzten. Er sieht hier auch

weiterhin die größten Möglichkeiten, da

die Sozialen Medien aus unserer Kommunikation

nicht mehr wegzudenken sind.

„In der heutigen Zeit ist einfach alles möglich.

Nie war es so einfach, sein eigenes Geschäft

zu starten und aus der Routine und

dem tristen Alltag auszubrechen“ Seine

größte Motivation ist es, auch anderen Menschen

die Chance zu bieten, die er selbst ergriffen

hat. „Zu sehen, wie andere Menschen

sich entwickeln und sie bei der Entfaltung

ihres Potenzials zu unterstützen, macht mich

einfach extrem glücklich“, sagt er.

Die Veröffentlichung seines erstens Buches

war für ihn ein weiterer Traum, den er sich

jetzt erfüllt hat. Darin beschreibt er seinen

Weg und geht detailliert auf die Dinge ein,

die notwendig sind, um ein so großes Business

aufzubauen. Für ihn steht der Titel

„Generation: Smartphone Millionär“ weniger

dafür, eine Millionen im Network

Marketing verdient zu haben, als dafür,

mit dem Smartphone und den Sozialen

Netzwerken Millionen von Menschenleben

positiv zu beeinflussen und etwas

bewegen zu können. Es gibt viele Erfolgsbücher,

aber keines, das von jemandem in

so jungen Jahren – mit den nachweislichen

Erfolgen – geschrieben wurde und so exakt

den aktuellen Zeitgeist trifft. Lukas

versetzt sich in die Lage der Menschen,

die heutzutage ein Geschäft starten

wollen, da er alle Facetten

selbst durchlebt

hat.

Bilder: Spies

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

53


Story

»Ich bin an diesem Punkt,

weil ich Risiken

eingegangen bin und

an mich selbst geglaubt

habe. Ich bin hier, weil ich

es verdient habe.«

54 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Story

DISCOVER THE

LADY BOSS

Stefanie Kogler tauscht Golfschläger gegen

Beauty Business. Eine Powerfrau macht ihren Weg.

Bilder: Kogler, Jean Van Luelik

Was hat Profigolf mit

Beauty zu tun? Nichts.

Alles. Zumindest für

die ehemalige Profigolferin

Stefanie Kogler.

Sie ist als Quereinsteigerin im Beauty

Business mit der gleichen Zielstrebigkeit

und Ehrgeiz auf dem Weg nach oben, wie

auf dem Grün. So schafft sie, was nur wenige

Sportler schaffen und baut auch in ihrem

zweiten Karriereweg in Rekordzeit ein

Millionen Business auf.

Schon mit 9 Jahren findet Stefanie Kogler

im damals kometenhaft aufstrebenden

Tiger Woods ihr erstes großes Vorbild.

Kein Turnier und keinen Schwung des Superstars

wird verpasst und das neue Ziel

des Mädchens steht fest: Nummer eins der

Damen Welt zu werden. Mit ihrer großen

Zielstrebigkeit wurde sie schnell sehr gut

im Golf, immer gemäß ihrer Einstellung:

„entweder ganz oder gar nicht“.

Durch Zufall brachte ihr Partner Thomas

sie auf die Idee, sich in Verbindung mit

Freunden in den USA zu setzen. Er war

zu der Zeit CEO von Starbucks, seine Frau

baute ein Beauty Business in Atlanta auf.

Ein spannendes für Stefanie Kogler, die

sich schon immer für das Thema Beauty

interessierte, nicht zuletzt, weil sie schon

immer Problemhaut hatte. Der Zeitpunkt

hätte nicht besser sein können, denn nach

Jahren im Profisport zollte ihr Körper mit

ersten Verletzungen den Tribut. Sehnsucht

auch noch mal was anderes im Leben zu

tun erwachte und der Traum der Beauty

Karriere war geboren.

Der Anfang war härter als gedacht,

denn geschäftliche Erfahrungen hatte

die Golferin gleich null und verkaufen

war auch ein Fremdwort sie. Aber Feh-

ler sind dazu da, aus ihnen zu lernen.

Aufgeben war auf dem Weg zum Traum

keine Option. Sie biss sich durch und mit

demselben Ehrgeiz, mit dem sie früher

ihr Spiel perfektionierte, stellte sie sich

selbst die Herausforderung, es auch im

Business wieder in Rekordzeit zum Erfolg

zu schaffen.

In dieser Phase schwor sie sich, wenn sie

diesen Code knacken und es in dieser

Branche nochmal an die Spitze schaffen

würde, würde sie mit anderen eine

Plattform schaffen, um genau diese Erfahrungen

teilen zu können und anderen

Frauen eine Möglichkeiten zu bieten, sich

zu verwirklichen.

Das Glück ist mit denen, die beherzt anpacken.

Gerade mal vier Jahre später haben

über 1000 Frauen die Beauty Academy gemacht

oder gestartet, und konnten ihr Leben

verändern. Das Konzept, das in dem

Alpenland so erfolgreich ist, soll nun auch

in Deutschland für Interessierte verfügbar

sein. „Discover the lady boss" ist die Mission

von Stefanie. Sie und ihr Mann Thomas

wollen gemeinsam Frauen, Paaren und Familien

helfen, genau den Lifestyle zu führen,

den sie sich wünschen.

Ganz nach Tiger Woods großartigem Motto:

"The greatest thing about tomorrow is,

I will be better than today and that is how

I look at Life".

Dieses Motto hat sich auch Stefanie Kogler

zu eigen gemacht und verfolgt es täglich.

„Ich bin dankbar für alles, was ich

von meinem großen Vorbild Tiger Woods

und meiner Sportkarriere lernen durfte.

Ich wäre sonst nie da, wo ich jetzt bin und

hoffe, dass ich so vielen Frauen wie möglich

inspirieren kann, ihre Träume zu leben“,

sagt sie.

Früher Golferin, heute erfolgreiche

Unternehmerin - Stefanie Kogler liebt

die Perfektion.

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

55


Wissen

Denkst du

wirklich

groß

genug?

56 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Wissen

Als ich 1991 mit meiner Frau

Kerstin auf einem Konzert

in den Dortmunder Westfalenhallen

war, stellte ich mir

plötzlich vor, wie es wäre,

auf dieser riesigen Bühne zu stehen und

15.000 Menschen zu motivieren und zu

begeistern! Dieser Gedanke ließ mich nie

so wirklich los und das, obwohl ich damals

gerade einmal 10 Teilnehmer pro Seminar

hatte… Trotzdem ließ der Gedanke mich

nicht mehr los! Mir wurde klar, dass ich

meine Vision unbedingt verfolgen musste.

Deshalb nahm ich es mir zum Ziel, im

Jahr 2000 die Westfalenhallen mit 15.000

Menschen zu füllen! Ich stellte mir diese

Vision jeden Tag vor, sah die Bilder, stellte

mir vor, wie ich sprach, wie die Leute applaudierten,

wie sie lachten! Ich spürte das

Gefühl in meinem Körper, wirklich auf der

Bühne zu stehen und 15.000 Menschen

Von Jürgen Höller

etwas sagen zu dürfen! Immer öfter hatte

ich das Bild als Vision vor Augen. Das Ziel

stand fest: Innerhalb von 9 Jahren mussten

aus 10 Seminarteilnehmern 15.000 Teilnehmer

werden!

Ich erstellte mir eine Strategie, mit der

ich – Schritt für Schritt – diese Vision

auch tatsächlich umsetzen und erreichen

könnte. Am 5. Februar 2000 war es dann

tatsächlich so weit: Fast 14.000 Menschen

sprangen am Ende meines Vortrages von

ihren Stühlen und gaben mir begeisterte

Standing Ovations!

So stark kann die Macht einer Vision sein.

So stark ist die Kraft der inneren Bilder, die

einen antreiben können! Und aus diesem

Grund schreibe ich Dir heute diese Zeilen.

Welche Vision, welche großartige und

kraftvolle Vision Deiner Zukunft hast Du?

Besitzt Du noch die Kraft, die Energie, die

Ausdauer und Konsequenz, um diese Vision

auch wirklich in die Tat umzusetzen?

Mach Deine Vision jetzt zu Deiner Wirklichkeit!

Ich möchte Dir auf diesem Weg zur Seite

stehen! Ja, ich bin diesen Weg selbst gegangen

und weiß, wie schwer er sein kann. Ich

weiß, dass die eigenen Visionen manchmal

so groß wirken, dass man sich gar nicht

vorstellen kann, sie umzusetzen…

Aber ich möchte Dir hier und heute beweisen,

dass Du JEDE Deiner Visionen umsetzen

kannst! Aus diesem Grund möchte

ich Dich heute einladen:

Nachdem ich bereits 2000 die Westfalenhallen

mit 15.000 Menschen füllen konnte,

werde ich am 1. und 2.12.2018 die Olympiahalle

in München mit 10.000 Menschen

füllen!

Das Beste dabei ist: Du kannst bei dieser

tollen Veranstaltung zu absoluten Sonderkonditionen

dabei sein!

Das Event des Jahres – Hast Du noch Visionen? – Denkst Du auch wirklich groß genug?

POWER-WEEKEND

von Jürgen Höller

Bilder: Bild: Höller, Depositphotos.com/s_Bukley, Johannes ArIt_laif Jürgen Höller Academy

Seit 25 Jahren veranstaltet Jürgen

Höller mehrmals pro Jahr seine

POWER-DAYS. Im Jahr 2018

gibt es einen zusätzlichen Termin

am 1. und 2. Dezember 2018

in München in der Olympiahalle.

Bei diesem besonderen Event sind neben

Jürgen Höller und seinem Cheftrainer

Mike Dierssen noch weitere namhafte

Stargäste geplant. Also ein Event, das es so

in dieser Form noch nie gab und das mit

Sicherheit einmalig sein wird.

In den letzten Wochen und Monaten habe

ich zusammen mit meinem Team alle Hebel

in Bewegung gesetzt, um dieses einmalige

Event, für uns DAS Event des Jahres,

möglich zu machen!

Wir sind dabei, absolute Stargäste einzuladen

und einen neuen Weltrekord aufzustellen,

und wir bereiten uns natürlich darauf

vor, Dir viel neues Wissen, Strategien

und Tipps mit an die Hand zu geben, die

Dein Leben für immer verändern werden!

Versprochen!

Wie können nur zwei Tage Dein Leben

für immer verändern?

Hierzu möchte ich Dir eine kleine Geschichte

erzählen, die Dir zeigt, dass Du

viel weniger als zwei ganze Tage brauchst,

um Dein Leben für immer zu verändern!

Der Begründer der Chaostheorie heißt

Edward Lorenz. Von ihm stammt der

bekannte Satz: „Wenn in Shanghai ein

Schmetterling mit seinen Flügeln wackelt,

kann dies in New York einen Wirbelsturm

auslösen.“

Lorenz hatte einmal die Zahl 0,506127 errechnet

als den wichtigsten Startwert für

praktisch jede Wetterberechnung. Eines

Tages unterlief Lorenz aber leider ein kleiner

Fehler bei seiner Berechnung… Statt

der kompletten Zahl gab er beim Rechnen

nur 0,506 an! Wir sprechen hier von einer

Abweichung von gerade einmal 0,000127.

Eine Abweichung, die so gering ist, dass sie

nichts bewirken könnte… Oder? Falsch!

Das Ergebnis seiner Wettervorhersage veränderte

sich von Sturm zu Sonnenschein!

Wie kann das sein? Wie kann eine Veränderung

um etwa ein Zwölftausendstel ein

komplett anderes Wetterergebnis bei der

Vorausberechnung erwirken? Die Antwort

auf diese Frage ist einfach:

Schon die kleinsten Veränderungen können

große Auswirkungen haben!

Und genau aus diesem Grund möchte ich

Dich zu meinem Power-Weekend nach

München vom 1. bis 2.12.2018 einladen.

Für Dich als Leser des ERFOLG-Magazins

zum Sonderpreis.

https://www.juergenhoeller.com/

power-weekend

Denn schon zwei Tage könnten Dein Leben

für immer verändern! Am 1. und

2.12.2018 zeige ich Dir zusammen mit

Mike Dierssen und absoluten Weltstars,

wie Du ein erfolgreicheres Leben führen

kannst. Das Power-Weekend hilft Dir

dabei, in Deinem Leben beruflich und privat

erfolgreicher zu sein. Sei dabei, wenn

wir in der Münchener Olympiahalle ein

Feuerwerk der Begeisterung zünden!

Ich kann Dir versprechen, dass Du an diesem

Tag Dinge lernen wirst, die Du niemals

für möglich gehalten hast!

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

57


Leben

Denke wie

ein Freak!

Von der Kunst, sich nicht von Emotionen leiten zu lassen

Bilder: Depositphotos/PopularImages, Goldmann

Es ist leichter, konform

zu gehen mit dem, was

Ihre Familie und Freunde

denken, als neue

Familienmitglieder und

Freunde zu finden!

Unser Denken ist inspiriert

von dem, was als »der ökonomische

Ansatz« bekannt

ist. Das bedeutet allerdings

keine Fokussierung auf »die

Ökonomie« – ganz und gar nicht. Der ökonomische

Ansatz ist breiter angelegt sowie

auch einfacher als das. Er stützt sich auf

Daten statt auf Ahnung und Vermutung

oder Ideologie, um zu verstehen, wie die

Welt funktioniert, zu lernen, wie Anreize

erfolgreich (oder erfolglos) sind, wie man

Ressourcen zugeteilt bekommt und welcherlei

Hindernisse Leute davon abhalten,

jene Ressourcen zu bekommen, seien sie

nun konkret (wie Nahrungs- und Transportmittel)

oder anspruchsvoller (wie Bildung

und Liebe).

Es ist nichts Magisches an dieser Denkweise.

Sie handelt normalerweise im Offenkundigen

und legt einen riesigen Wert

auf den gesunden

Menschenverstand.

Hier also

die schlechte

Nachricht: Sollten

Sie . . . in der Hoffnung

kommen, es

sei das Äquivalent

für einen seine

Geheimnisse ausplaudernden

Zauberer,

mögen Sie

enttäuscht werden. Aber es gibt auch die

gute Nachricht: Zu denken wie ein Freak

ist einfach genug, sodass es jeder kann.

Das Verblüffende ist, dass es so wenige

Leute tun.

Warum ist das so? Ein Grund liegt darin,

dass es leicht ist, Ihre – politischen, intellektuellen

oder anderweitigen – Voreingenommenheiten

Ihre Weltansicht einfärben

zu lassen. Immer mehr Forschungsergebnisse

legen nahe, dass selbst die gescheitesten

Leute dazu neigen, Belege oder

Indizien auszusuchen, die bestätigen, was

sie bereits denken, statt neue oder andere

Informationen zu berücksichtigen, die ihnen

eine robustere Sicht der Wirklichkeit

geben würden. Es ist auch verlockend,

mit einer Herde zu laufen. Selbst bei den

wichtigsten Tagesfragen übernehmen wir

häufig die Ansichten unserer Freunde, Familienmitglieder

und Kollegen. Auf einer

bestimmten Ebene ist das sinnvoll: Es ist

leichter, konform zu

gehen mit dem, was

Ihre Familie und

Freunde denken, als

neue Familienmitglieder

und Freunde

zu finden! Aber mit

der Herde zu laufen

bedeutet, dass

wir leicht den Status quo annehmen, nur

widerwillig unsere Meinung ändern und

gern unser Denken delegieren.

Eine weitere Barriere für das Denken wie

ein Freak ist, dass die meisten Leute zu

beschäftigt sind,

um die Art, wie

sie denken, neu

zu durchdenken

– oder auch nur

viel Zeit damit

zu verbringen,

überhaupt zu

denken. Wann

haben Sie sich

das letzte Mal für

eine Stunde reinen,

unverfälschten Denkens hingesetzt?

Wenn Sie wie die meisten Leute sind, ist

das schon eine Weile her. Ist das einfach

eine Funktion unseres Hochgeschwindigkeitszeitalters?

Vielleicht nicht. Der

aberwitzig talentierte George Bernard

Shaw – ein Weltklasseschriftsteller und ein

Gründer der London School of Economics

– hob dieses Denkdefizit vor vielen Jahren

besonders hervor. »Wenige Leute denken

mehr als zwei- oder dreimal im Jahr«,

sagte Shaw Berichten zufolge. »Ich habe

mir einen international guten Ruf erworben,

indem ich ein- oder zweimal in der

Woche denke.«

Sie werden sich daran

gewöhnen müssen,

dass die Leute Sie

einen Spinner nennen.

Auch wir versuchen, ein- oder zweimal in

der Woche zu denken (obgleich sicherlich

nicht so intelligent wie Shaw), und ermuntern

Sie, dasselbe zu tun. Das heißt nicht,

dass Sie unbedingt wie ein Freak denken

wollen sollten. Es weist einige potenzielle

Nachteile auf. Sie sehen sich möglicherweise

weit, weit

entfernt von den

vorherrschenden

Strömungen. Sie

könnten gelegentlich

Dinge sagen,

die andere Leute

sich winden lassen.

Beispielsweise

treffen Sie vielleicht ein allerliebst

gewissenhaftes Paar mit drei Kindern und

platzen ganz unwillkürlich damit heraus,

dass Kindersitze eine Zeit- und Geldverschwendung

sind (jedenfalls sagen ebendies

die Crashtestdaten aus). Oder Sie

schwafeln bei einem Festtagsessen mit der

Familie Ihrer neuen festen Freundin darüber,

inwiefern die Local-Food-Bewegung

tatsächlich der Umwelt schaden kann

– nur um zu erfahren, dass ihr Vater ein

zum harten Kern gehörender Locavore ist

und alles auf dem Tisch im Umkreis von

80 Kilometern angebaut oder gezüchtet

wurde. Sie werden sich daran gewöhnen

müssen, dass die Leute Sie einen Spinner

nennen, sich vor Entrüstung ereifern oder

vielleicht sogar aufstehen und den Saal

verlassen. Diesbezüglich haben wir eine

Erfahrung aus erster Hand.

Buchauszug aus

"Think like a freak!"

Steven D. Levitt &

Stephen J. Dubner,

Goldmann Verlag

ISBN-13: 978-3442158867

58 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Leben

Mehr Freak geht nicht:

Marilyn Manson machte

aus der Kultivierung

seiner Andersartigkeit

eine Marke und sein

Erfolgsgeheimnis.

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

59


Wissen

LECK MICH

AM ARSCH

Trends bestimmen unser Tun.

Wie in der Mode schwimmen

wir auch im Thema „Erfolg

auf den neuesten Strömungen

mit. Von der Selbstverwirklichungswelle

der Hippies über die Planungsgläubigkeit

der 80ger- Jahre in die

Sinnsuche der 90ger-Jahre - folgsam trottet

die Masse den Gurus und ihren ultimativen

5-Punkte-Plänen oder todsicheren

7-Schritte-Progammen zum Erfolg nach.

Dabei würde ein beherztes „LMAA“ dazu

manche sehr viel glücklicher und erfolgreicher

machen.

Wie eine gesunde

Portion davon

Sie glücklich

machen kann

„Die Welt gehört denen, die ausbrechen,

statt einzuknicken!“, warb vor einigen Jahren

Die Welt. Es kann sein, dass manche

der oben genannten Trends sehr gut in Ihr

eigenes Lebenskonzept passen. Und dann

ist es gut, wenn Sie diese Trends mitmachen.

Wenn Sie der Masse folgen, statt auszubrechen.

Es kann aber auch sein, dass die Trends

Sie (unbewusst) unter Druck setzen. Dass

Lebensszenarien „in“ sind, die so gar nicht

Ihren Bedürfnissen entsprechen. Selbstverwirklichung?

Vielleicht ist Ihnen ein

sicherer Job sehr viel wichtiger. Und Sie erleben

Ihre Erfüllung in Ihren Hobbys und

in Ihrer Freizeit. Ist das jetzt „schlimm“?

Nein, ist es nicht!

Cordula

Nussbaum

ist Autorin, Coach

und Rednerin.

Sie studierte

Kommunikationswissenschaft

mit

Psychologie und

Wirtschaftsgeografie

sowie Journalismus.

Manche Autoren prangern derzeit den

„Selbstoptimierungs-Zwang“ an. Kernaussage:

„Wir lassen uns nicht unter Druck

setzen, uns zu optimieren!“ Aber gibt es

diesen Zwang wirklich? Wer zwingt uns

denn, zu überlegen, was uns Spaß macht?

Wie wir leben wollen? Ja, ich stimme den

Autoren zu: Wir müssen uns nicht verändern.

Wir müssen uns nicht optimieren.

Wir dürfen so bleiben, wie wir sind. Aber

wir können es auch ganz anders machen.

Jeder Trend löst früher oder später einen

Gegentrend aus. Die gute Botschaft: Sie

haben die freie Wahl, welchen Ideen Sie

folgen wollen und welchen nicht. Wer jetzt

verbissen sagt: „Pah – diesen Selbstoptimierungsquatsch

mache ich nicht mit!“,

der verhält sich schon wieder konformistisch.

Gegen das eine – aber konform

mit dem anderen. Wer sich grundsätzlich

gegen Vorgaben wehrt, erfüllt auch schon

wieder eine. Nämlich die Vorgabe: „Lass

Dir nichts vorgeben.“

Nehmen Sie die Trends wahr, und hören

Sie dann auf sich: Was davon will ich wirklich

annehmen? Was taugt für mich? Was

taugt nicht? Die Welt gehört denen, die

ausbrechen. Nehmen Sie es wörtlich! Ausbrechen

heißt nicht gezwungenermaßen,

Außergewöhnliches zu tun oder ein Aussteiger

zu werden, der mit nur 50 Dingen

lebt. Es heißt nicht, zu kündigen, um im

Dschungel Affenbabys zu füttern. Brechen

Sie aus, aus Trends, die Ihnen nicht taugen.

Sagen Sie „LMAA!“ zu gesellschaftlichen

„Must-dos“, die Sie doch gar nicht glücklich

machen. Haben Sie den Mut, Ihre eigene

Meinung zu leben.

Im Jahr 2002 begann ich öffentlich eine

Lanze zu brechen für „anti-systematische

Menschen“, die ohne die gängigen „Erfolgs“-Methoden

erfolgreich und glücklich

sind. Die statt auf Planung und Disziplin

auf Intuition und Leidenschaft setzten. Die

Bilder: Depositphotos/Photocreo, Nussbaum, Cover: Gabal

60 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Wissen

die gängigen Zeitmanagement-Methoden

und Prioritäten-Matrix nach Eisenhower

ignorierten, aber am Ende des Tages

glücklich waren mit dem Geschafften.

Menschen, die ihre Zeit genossen, statt sie

zu managen.

Ich gab ihnen liebevoll den Namen „Kreative

Chaoten“ und meine damit die Menschen,

die einfach keinen Spaß an systematischer

Planung, Zieledefinitionen oder

stoischer Plan-Abarbeitung haben. Den

Out-of-the-Box-Denkern, den Polypotentials,

den Vielseitig-Interessierten. Den

Überfliegern wie Richard Branson.

Ich stärkte den Kreativen Chaoten den

Rücken, das eigene Potenzial zu erkennen

und einen eigenen Weg zu Erfolg und

Glück zu gehen. Nicht mit einem 7-Schritte-Plan,

sondern einem Fundus an Ideen

und Strategien, aus denen jeder seinen

eigenen Cocktail mixen konnte. Und ich

wurde von den Systematikern systematisch

abgewatscht. „Bullshit“ sei es, was ich

da erzähle. Zeitmanagement ohne penible

Planung? So gehe das nicht! Intuition und

Leidenschaft, um ein Lebenswerk aufzubauen?

Nein, man brauche einen strukturierten

Lebensplan, sonst erreiche man

nichts.

Trotz der Anfeindungen blieb ich meinem

Ansatz treu und fand über die Jahre Befürworter

wie das Magazin coaching heute,

das schrieb: „Sie schwimmt gegen den

Strom. Seit Jahr und Tag schreibt sie das

Gegenteil von dem, was einige der ganz

Großen in der Weiterbildungsindustrie als

Dogmen verkünden.“ Heute gelte ich laut

Spiegel Wissen als „führende Expertin im

Bereich Zeitmanagement“. Mein Ansatz

funktioniert für die Kreativen Chaoten

und auch für Menschen, die in agilen, dynamischen

Szenarien arbeiten.

Warum erzähle ich Ihnen das? Schöpfen

Sie aus meiner Erfahrung den Mut auszu-

Dieser Text ist ein

redigierter Auszug

aus "LMAA – 66 Miniplädoyers

für mehr

Mut, Leichtigkeit und

Gelassenheit"

GABAL Verlag 2018

Blick ins Buch +

Gratis-Sonder edition

„6 Miniplädoyers“

unter www.gehtjadoch.com/lmaa

brechen aus dem, was „man“ tun oder lassen

soll, was „man“ denken und für „richtig“

befinden soll.

Vertrauen Sie darauf, dass Sie selbst am

besten wissen, was gut für Sie ist. Und brechen

Sie aus allem anderen aus. So gehört

Ihnen die Welt!

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

61


Einstellung

Erhöhe deine

Ansprüche

Wie wir uns realistisch zu höheren Zielen motivieren

Buchauszug aus "Erfolg und Motivation in Zeiten der Veränderung" von Jörg Löhr

Wenn Sie nun den

Drang verspüren, etwas

zu verändern,

wenn Sie deutlich

merken, dass etwas

geschehen muss: Was sollten Sie dann als

Allererstes tun? Ihre Ansprüche erhöhen!

Also sich nicht mit dem Mittelmaß oder

der zweitbesten Lösung zufriedengeben,

sondern nur das als genug betrachten, was

Sie wirklich wollen! Ein

Mensch, der genügsam

ist, wird eher passiv sein.

Einer, der dagegen hohen

Zielen zustrebt, ist quasi

im positiven Sinne zur

Aktivität »verdammt«.

Allerdings braucht es

eine Menge an Mut, anspruchsvoll

zu sein. Es

wird innere und äußere

Widerstände geben. Sich gegen diese zur

Wehr zu setzen, erfordert ein klares Ja zu

sich selbst. »Ja, ich bin einzigartig. Ja, ich

habe verdient zu erreichen, was ich mir

wünsche. Ja, ich will genau das und nicht

einen faulen Kompromiss.« Wenn Sie erst

einmal so zu sich selbst sprechen, werden

Sie schnell feststellen: Wir Menschen sind

adaptive Wesen. Wir belassen unsere Energie

genau auf dem Level, das wir benötigen.

Und wir heben sie auf ein viel höheres

Level, wenn unsere Ansprüche das unabdingbar

machen.

Bau von Luftschlössern ist kontraproduktiv

Selbstverständlich funktioniert das nur so

lange, wie Sie den Bogen nicht überspannen.

Es führt zu nichts, seine Ansprüche

in Richtung einer Utopie zu steigern. Sind

Träume nicht einmal prinzipiell erfüllbar,

frustrieren sie eher, als dass sie anspornen.

Sie merken dann rasch, dass all die eingesetzte

Energie letztendlich vergeudet ist.

Das demotiviert, statt Kräfte freizusetzen.

Als Folge kommen Sie viel weniger weit,

als dies mit zwar ehrgeizigen und Mut

erfordernden, doch auch erfüllbaren Ansprüchen

möglich wäre.

Ohne Zweifel ist es schwierig, die Grenze

zwischen dem Irrealen und dem noch

Machbaren zu erkennen. Vor allem Menschen,

die sich meist wenig zutrauen, die

zur Passivität neigen und die sich schnell

zufriedengeben, sollten ganz bewusst gegensteuern,

also sich immer wieder selbst

fragen: Reicht mir das, was ich habe, wirklich?

Und ist das, was ich anstrebe, genug?

Sind da keine ehrgeizigeren Träume, ist da

nicht etwas, das Ihre Augen leuchten lässt,

wenn Sie nur daran denken?

Der deutsch-schweizerische Schriftsteller

und Dichter Hermann Hesse sagte: »Damit

das Mögliche

entsteht, muss immer

wieder das Unmögliche

versucht werden.«

Halt, werden

Sie vielleicht sagen.

Haben wir nicht gerade gesagt, unrealistische

Ansprüche demotivieren eher, als

dass sie zu Höchstleistungen führen?

Stimmt, doch »unmöglich« gehört nicht

unbedingt in die Kategorie Utopie. Was

Sie für unmöglich halten, ist es oft nur in

Ihrem Kopf. Sie belegen es einfach deshalb

mit diesem Wort, weil es Ihnen als

zu schwierig, zu langwierig oder zu risikoreich

erscheint. All das mag es tatsächlich

sein – sofern Sie das Wörtchen »zu«

weglassen. Wollen Sie etwas aus vollem

Herzen, wird es kein »zu schwierig« geben,

sondern nur ein »schwierig«. Kein

Jörg Löhr

ist ehemaliger deutscher Handballspieler,

Unternehmensberater und Motivationstrainer

und Buchautor.

Grund also, es zu verwerfen! Dafür jede

Menge Gründe, sich inspirieren zu lassen,

weil das Energien freisetzt, die Kreativität

erhöht und die Ausdauer ebenso.

Tatsächliche Grenzen von nur scheinbaren

unterscheiden

Natürlich darf es nur um eingebildete Limits

gehen, nicht um die realen. Sind Sie

über 30 und können Sie nicht Schlittschuh

laufen, werden Sie hundertprozentig niemals

eine Medaille im Eiskunstlauf gewinnen.

Das ist absolut unmöglich, nicht lediglich

in Ihrem Kopf. Auch wenn Sie wie

ein Wahnsinniger

trainieren und alles

andere dafür

aufgeben würden:

Sie kämen selbst

bei größtem Talent

nicht einmal ansatzweise in Reichweite

einer Medaille, sondern würden höchstwahrscheinlich

nur ein guter Freizeitläufer

werden.

Sind Sie dagegen seit Jahren im Vertrieb

tätig und möchten nun die Karriereleiter

in Ihrem Unternehmen hinaufklettern,

mag das äußerst schwierig und kompliziert

sein. Vielleicht gibt es zahlreiche

Mitbewerber, vielleicht ist man noch nicht

wirklich auf Sie aufmerksam geworden,

vielleicht haben Sie auch Angst vor der

Verantwortung. Der Anspruch, mehr als

das aktuell Erreichte zu haben, ist dennoch

ein in dieser Welt machbarer Traum. Haben

Sie das einmal verstanden, sind Sie

schon auf dem Weg zur Realisierung. Sie

werden dann nicht mehr mit der aktuellen

Position zufrieden sein. Ihre Ansprüche

sind ganz einfach andere geworden.

Irgendwie durchkommen ist nicht genug

Was das bringt? Sehr viel! Schließlich findet

Erfolg im Kopf statt. Ja, da sind Qualifikationen,

da sind auch Zufälle. Oft wird

von Glück gesprochen, wenn man erklären

will, warum die oder der so großen Erfolg

hat. Schauen Sie jedoch genauer hin, ist

immer die Geisteshaltung das, was den

Unterschied macht. Wer lediglich den Anspruch

hat, irgendwie durchzukommen,

Damit das Mögliche entsteht,

muss immer wieder

das Unmögliche versucht

werden. Hermann Hesse

Bilder: Löhr, Depositphotos/Katatonia82

62 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Einstellung

hatte, wurde ich vor der Saison 2007/2008

ins Trainingslager von Eintracht Frankfurt

gerufen. Ich fragte die Spieler des Vereins

nach dem Ziel für die laufende Saison, und

die Antwort lautete fast durch die Bank:

nicht absteigen! Ganz klar ein Vermeidungsziel

und zudem eine gefährliche Formulierung,

denn Negationen kennt unser

Unterbewusstsein nicht. Dort kam also die

Botschaft »Absteigen!« an. Fatal!

Meine Aufgabe beim großen hessischen

Traditionsclub bestand nun u.a. darin, aus

dem Vermeidungsziel »Nicht absteigen«

ein Anstrebungsziel zu machen. Und das

lautete: »45+. Also: Bis zum Ende der Saison

erreichen wir 45 oder mehr Punkte.«

Denn mit 45 Punkten wäre man im gesicherten

Mittelfeld und hätte nichts mit

dem Abstiegskampf zu tun. Letzten Endes

ging es darum, mentale Ressourcen zu

nutzen. Die gesamte Mannschaft nahm

dies an und schwor sich auf das neue Ziel,

das Anstrebungsziel, ein. Ergebnis: Die

Eintracht schaffte 23 Punkte in der Hinrunde,

die zusammen mit den 23 Punkten

aus der Rückrunde exakt 46 Zähler ergaben.

45+!

War das vielleicht Zufall? Definitiv nicht.

Ich bin davon überzeugt, dass Erfolg im

Kopf entsteht – vorausgesetzt, er ist prinzipiell

möglich. Zwar sind Anstrebungsziele

noch keine Garantie dafür, erfolgreich zu

sein, doch sie sind sicher eine unverzichtbare

Basis. Das heißt: Formulieren Sie für

Ihre Zukunft, was Sie Positives erreichen

möchten. Und reden Sie nicht ständig

darüber oder denken Sie nicht immerwährend

daran, welches Übel Sie vermeiden,

welche Katastrophen nicht eintreten

sollten. Diese würden sich sonst nur in

Ihrem Unterbewusstsein festsetzen, während

etwas Erstrebenswertes Sie aktiviert

und motiviert.

der wird aller Voraussicht nach genau

das tun: irgendwie durchkommen. Ihnen

reicht das höchstwahrscheinlich nicht.

Denn: Sie lesen dieses Buch, um mehr darüber

zu erfahren, was erfolgreicher macht

und was Sie motiviert.

Ein spannendes Leben ist eben für die allermeisten

etwas anderes als bloßes Durchlavieren.

Deshalb erhöhen Sie unbedingt

Ihre Ansprüche über das Maß hinaus, das

sehr leicht erreichbar ist. Kultivieren Sie

Ihren Ehrgeiz, denn der ist nötig, um rauszukommen

aus dem

Business as usual. Oft

wird ein bestimmtes

Ereignis die Initialzündung

für eine solch

grundlegende Veränderung sein. Das

kann ein Persönlichkeitsseminar sein, in

dem man die eigenen Muster erkennt und

die Kompassnadel neu justiert. Oder aber

die Beförderung eines Kollegen. Zwar mögen

Sie ihm diese gönnen, aber wenn Sie

ehrlich zu sich selbst sind, dürfte auch ein

wenig Neid im Spiel sein. Gut so, wenn Sie

den nicht gegen den anderen richten, sondern

für sich selbst nutzen!

Wollen Sie etwas aus

vollem Herzen, wird es kein

»zu schwierig« geben.

Anstrebungsziele statt Vermeidungsziele

setzen

Und da ist noch ein Punkt: In schwierigen

Situationen darf man nicht in der Perspektive

der Vermeidung

denken.

Besonders häufig

erlebe ich das in

meiner Tätigkeit

als Mentaltrainer, vor allem im Leistungssport.

Als ich vor etlichen Jahren mein erstes

Engagement in der Fußballbundesliga

In Kürze

• Geben Sie sich nicht zu leicht mit

dem zufrieden, was Sie bereits erreicht

haben!

• Überlegen Sie, wo Sie wirklich

hinwollen, von was Sie schon immer

geträumt haben, was den Unterschied

ausmacht!

• Schrauben Sie Ihre Ansprüche in die

Höhe, ohne deshalb Luftschlösser zu

bauen!

• Nutzen Sie anspornende Ereignisse

in Ihrem Umfeld, um Ihren Ehrgeiz zu

befeuern!

• Versuchen Sie nicht, etwas Schlimmes

zu vermeiden, sondern vielmehr

etwas Positives zu realisieren.

• Unterscheiden Sie die tatsächlichen,

nicht änderbaren Grenzen von den nur

scheinbaren, also eingebildeten. Und

dann ignorieren Sie die Limits, die es

nur in Ihrem Kopf gibt.

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

63


Einstellung

Best of Web

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Motivation: So überlebte Nelson

Mandela den Knast

2018 wäre Nelson Mandela 100 geworden….

Wir alle wissen wie wichtig es ist, seine

eigenen Ziele zu erreichen. Aber die Allerwenigsten

stellen sich die Fragen, wie

man diese Ziele, sprich eine starke, klare

Vision kreiert? Ich möchte mit Ihnen teilen,

wie man eine solche Vision bei sich

selbst installiert. Gehen wir zurück ins

Jahr 1994 – Nelson Mandela wird der erste

schwarze Präsident in Südafrika. Seine

Vision, schwarz und weiß zu vereinen,

lebt er Tag für Tag. Mit dieser Vision

überlebt er sogar 27 Jahre im Gefängnis.

Er wusste, er kann seine Vision realisieren

wenn er die Position und Gelegenheit

dafür erhält. Die Position bekam er, als er

Präsident in Südafrika wurde. Die Gelegenheit

bekam er, als die Rugby Weltmeisterschaft

in Südafrika stattfand. Für

Mandela war klar, dass der Blick der Welt

auf seinem Land liegen würde und er so

eine Veränderung erreichen könnte. Er

lud den Kapitän der Nationalmannschaft

ein und machte ihm klar, dass die Möglichkeit

bestand, Rugby Weltmeister im

eigenen Land zu werden.

Zu diesem Zeitpunkt war die Mannschaft

weder gut aufgestellt, noch akzeptiert.

Doch die Motivation des Kapitäns übertrug

sich auf die Mannschaft und somit

auf ihr Spiel. Das vermeintlich unmögliche

Ziel wurde erreicht: Weltmeister im

eigenen Land zu werden. Die Stimmung

im Stadion, die zunächst von Gewalt zwischen

schwarz und weiß geprägt war, . . .

Wie es weiterging, lesen Sie online unter

www.Erfolg-Magazin.de

Erfolgreich – mit Recht:

Tipps vom Star-Anwalt

14 Jahre Selbstständigkeit, 8 Jahre Führung

einer hochrangigen Kanzlei, 3

Standorte. Das sind die Zahlen des Erfolgs.

Zumindest für Rechtsanwalt Markus

Mingers. Als Chef der renommierten

Anwaltskanzlei Mingers & Kreuzer blickt

er auf einen bunten Lebenslauf zurück,

der schon während des Jura-Studiums

große Besonderheiten aufweist. Oftmals

gab er, parallel zu seinem Studium,

Nachhilfeunterricht, was über kurz

oder lang dazu führte, dass er sein erstes

kleines Unternehmen gründete: Ein

Jura-Repetitorium. Mit dem Abschluss

des Studiums konnte er dieses verkaufen

und begann, als Angestellter in einer

Anwaltskanzlei zu arbeiten. Er merkte

jedoch schnell, dass er mehr will und zu

Größerem bestimmt war und fasste den

Entschluss zur anwaltlichen Selbständigkeit

und absolvierte zusätzlich, als einer

der ersten Anwälte in Deutschland, den

Fachanwaltslehrgang im Handels- und

Gesellschaftsrecht. Schließlich zog es ihn

nach Jülich zu der Anwaltskanzlei „Kreuzer

& Partner, in welcher er 2010 die

Führung übernahm. Getreu dem Motto

„David gegen Goliath“ beschloss er, sich

für die kleinen Verbraucher einzusetzen

und feiert damit bis heute große Erfolge.

Markus Mingers hat vier Tipps, die ihm

persönlich auf seinem Weg zum Erfolg

geholfen haben: 1. Es ist nicht wichtig,

was andere über dich denken.

Weitere Tipps von Markus Mingers lesen

Sie unter www.Erfolg-Magazin.de

64 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


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Beliebte Artikel auf www.erfolg-magazin.de

Bilder: Depositphotos.com/Ginasanders/Jeewee/Mkaliva, Klitschko, Zitelmann

Wladimir Klitschko ein Jahr

nach der Boxkarriere

Hamburg, 3. August 2018 – Vor genau

einem Jahr erklärte Boxlegende Wladimir

Klitschko seine Boxlaufbahn für

beendet. Fast 100 Tage hatte er sich

im Vorfeld Zeit genommen, um seine

Entscheidung zu treffen, nicht zu einem

Rückkampf gegen Anthony Joshua

anzutreten.

Als Amateur und als Profi-Boxer hat

Wladimir Klitschko alles erreicht. Doch

auch seine Karriere hatte Höhen und

Tiefen. In den 27 Jahren seiner erfolgreichen

Boxkarriere entstand die Philosophie

„Challenge Management“. Dank

dieser inneren Haltung, verbunden mit

der für ihn zentralen Schlüsselfähigkeit

Willenskraft, gleichermaßen basierend

auf körperlicher und mentaler Stärke,

verlor er auch nach Niederlagen sein

Ziel nicht aus den Augen und stieg letztlich

als Gewinner aus dem Ring.

Dennoch wusste er schon sehr früh,

dass seine erste Karriere als Profi-Boxer

endlich ist. Der studierte Sportwissen-

Will Smith kauft deutsches

Unternehmen

Will Smith und der deutsch-schweizerische

Filmregisseur Marc Forster haben

sich zusammengetan, um die Telepool

GmbH zu erwerben, eine deutsche

Lizenz- und Vertriebsgesellschaft. Im

Rahmen des Kaufes soll das Unterneh-

schaftler legte daher nicht nur 2001 seine

Promotion ab, sondern baute bereits

parallel zum Boxsport eine Existenz als

Unternehmer auf. Denn, das war für ihn

zentral, er wollte aktiv und unter seinen

Bedingungen den Zeitpunkt seines Karriereendes

bestimmen und selbst wählen.

Welche Strategie er dafür anwendete erfahren

Sie unter www.Erfolg-Magazin.de

men zu einem Entwicklungs-, Finanzierungs-

und Vertriebspartner für die Filme

von Smith und Forster werden.

Telepool veröffentlicht, verkauft und

vermarktet Filme, betreibt Merchandising

und Video-on-Demand-Portale im

deutschsprachigen

Raum. Obwohl die

Telepool GmbH in den

USA wenig bekannt

ist, existiert das Medienunternehmen

bereits seit mehr als

fünf Jahrzehnten und

ist eines der führenden

Vertriebsgesellschaften

in Europa.

Mehr dazu unter www.

Erfolg-Magazin.de

Superreiche:

Buchtour durch

China mit Rainer

Zitelmann

Von Dr. Dr. Rainer Zitelmann

In den vergangenen Jahren ist die Zahl

der Millionäre und Milliardäre in keinem

Land so stark gestiegen wie in China.

Und Millionen Chinesen träumen

davon, selbst reich zu werden. Deshalb

wurde schon mein Buch „Reich werden

und bleiben“ ins Chinesische übersetzt

und fand dort große Beachtung in den

Medien. Auch mein Buch über die

„Psychologie der Superreichen“ erschien

kürzlich in China – Anlass für den

großen Wissenschaftsverlag SSAP mich

zu einer PR-Tour durch fünf chinesische

Metropolen einzuladen . . . In jeder

dieser Städte habe ich Vorträge gehalten

und zahlreiche Interviews mit Zeitungen

und Fernsehen gegeben.

Meine Eindrücke: Die Chinesen sind

ungeheuer neugierig und vor allem

hungrig. Besonders die jungen Chinesen

sind voll von Optimismus und Ehrgeiz.

Nach meinem Vortrag in Peking kam

ein Schüler zu mir, zehn Jahre alt. Er

sprach gut Englisch. Und wollte meine

Empfehlung, wann er beginnen solle,

neben der Schule zu arbeiten, sich vielleicht

selbstständig zu machen, um reich

zu werden . . .

Welche weiteren Eindrücke Dr. Dr.

Zitelmann von seiner China-Reise

mitbrachte lesen Sie unter

www.Erfolg-Magazin.de

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

65


Erfolg Magazin Partnerevents

Jürgen Milski und Giulia

Siegel und Mark Terenzi

mit Begleiterin Sonja

versprühten beste Laune

Haben gut lachen:

Johannes Haller und seine

Freundin Yelic Koc

Star Press

Mallorca 2018

Joachim Llambi feierte ausgelassen

mit Musikproduzentin Kristina Bach

66 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Erfolg Magazin Partnerevents

Marbella-It-Girl Rebecca Kratz

und Sängerin Sarah Joelle

Jahnel posierten gemeinsam

vor den Fotografen.

„Melitta Mann“ Egon Wellenbrink

und „Vision Body“ Girl

Louisa hatten sichtlich Spaß

Schönheitschirurg Prof.

Dr. Werner Mang und

Begleiterin feierten mit

Karl-Heinz Richard von

Sayn-Wittgenstein und

Sänger Costa Cordalis

Media Night

Auf dieser traumhaften

Finca feierten die Stars

Schauspieler Philipp Brenninkmeyer und

seine Ehefrau Tara mit Michael Ammer,

einem der Gastgeber, und dessen

Freundin Laura Gockel.

Grandioses Event unterm mediterranen Sternenzelt

Rund 800 illustere Gäste fanden sich am

10. August 2018 in einer historischen Finca

aus dem 15. Jh. ein, um ein rauschendes

Mallorca-Fest zu genießen. Mit Schauspielerin

Jenny Elvers und ihrem Sohn Paul,

Stylist Thomas Rath, Sänger Mark Terenzi,

Art Garfunkel jr., Florian Scholze und

Ex-Fußball Nationalspieler Jan Schlaudraff

und vielen anderen Berühmtheiten

versammelte sich eine illustere Partygesellschaft,

die sich gern von Tenor Ricardo

Marinello und den Sängern Markus

Luca und Michelle J. Bradshaw sowie zwei

DJs in Stimmung bringen ließ. Es wurde

viel getalkt, gelacht und getanzt bis in die

frühen Morgenstunden. Michael Ammer

Events, JCW Marketing, Hugster 67 und

Star Press zelebrierten eines der Feste der

Saison auf des Deutschen Lieblingsinsel,

präsentiert von Erfolg Magazin.

Bilder: Star Press, Jonny Wen, SW Photo Mallorca

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

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Erfolg Magazin Partnerevents

Model Cathy Lugner, Carolin Ehrensberger,

bekannt von Bachelor

in Paradise und Bachelor-Gewinnerin

Kristina Yantsen setzten sich

gekonnt in Szene

Sänger Markus Luca, Schauspieler Tom

Barcal, Gastgeber Michael Ammer,

Schauspieler Jürgen Trovato und Gastgeber

Jan Christoph Wagner bildeten

eine gutgelaunte Herrenrunde

9. Juni 2018 in Düsseldorf

Polo Players Night

Feiern wie die Könige im Hotel De Medici

Das exklusive Living Hotel De Medici, ein

altes Jesuiten-Schloss-Kloster aus dem 16.

Jahrhundert in der Düsseldorfer Altstadt,

bildete eine Traumkulisse für die Players

Night zum Turnier in Düsseldorf der German

Polo Tour 2018. Das von Michael Ammer

Events und JCW Marketing organisierte

Event startete Outdoor bei bestem Wetter

im historischen Innenhof des 5-Sterne-Hotels

mit leckeren Welcome-Drinks von

SCAVI & RAY und X-Vodka Germany und

Livemusik. Danach ging`s in den Medici

Saal zur Party mit DJ Senay Gueler &

Live-Acts wie Cosmo Klein. 450 geladene

Gäste des von Erfolg Magazin präsentierten

Events feierten ein rauschendes Fest in einer

der schönsten Locations der Rheinmetropole,

darunter Schauspieler Karsten

Speck, Designerin Caren Pfleger, Jürgen

von der Lippe, der Maler Leon Löwentraut,

Nina Vorbrodt, Esther Kim von den Toten

Hosen, Schauspieler Stefan Franz, Sänger

Joel Brandstein, Model Cathy Lugner, ARD

Moderatorin Shary Rewes und viele mehr.

Bilder: Jonny Wen, Dirk Lang, AEDT, Strar Press

Der Veranstalter der German

Polo Tour Christopher

Kirsch (2. von rechts, unten)

und die Polo-Spieler aus

aller Welt mit ihren Damen

haben es sich bei der

Players Night im Innenhof

gemütlich gemacht.

68 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


Erfolg Magazin Partnerevents

Gio Floris, MTV-Moderatorin

Francesca Woith, Sabrina

Woith und Sänger Markus Luca

stoßen mit SCAVI & RAY an.

De Medici-Hoteldirektor

Berthold Reul mit Partygästen

Marion van Elsland-

Kerssenberg (Lilly Beckers

Tante), links, und eine

Freundin in bester

Party-Laune

Niloufar Bädrich und Begleitung

feiern mit Reality

TV Star Hubert Fella

Theaterchef Rene Heinersdorff mit seiner Frau, der Schauspielerin

Tanja Schleif und Schauspieler Carsten Speck und Freunde hatten

zuvor den 70. Geburtstag von Jürgen von der Lippe gefeiert.

ERFOLG magazin . Ausgabe 04/2018 . www.erfolg-magazin.de

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Erfolg Magazin Partnerevents

Annabell Whitney

Feel it! 100% Music.

Power.Inspiration

23. November 2018 / Bad Homburg

vor der Höhe

Mehr als nur ein Seminar, mehr als

eine Party. Damit beschreibt Annabell

Whitney ihr einzigartiges Event, welches

aus Live-Musik, Power und Inspiration

besteht. Keine langweiligen Vorträge oder

Reden, sondern eine Show, die Sie zu neuen

Entscheidungen und Wegen motiviert

und Ihnen Energie spenden soll.

Wissensforum

Stuttgart

19. Oktober 2018 / Stuttgart

Das Motto „Erfolg lebt von Initiative!“ ist

bei dem Speakers Excellence Wissensforum

in Stuttgart Programm. Informativ und unterhaltsam

vermitteln die Spitzenreferenten

ihr Expertenwissen zu Themen wie Verkauf,

Marketing, Politik und Sport. Vor allem für

Führungskräfte und Entscheider sind es

wichtige Impulsive, um ihr Unternehmen

auf das nächste Level zu bringen.

Jürgen Höllers

Power-Weekend

01.-02. Dezember 2018 / München

Trotz vieler Rückschläge und Misserfolge

hat er es geschafft, wovon andere noch

träumen. Jürgen Höller ist der mit Abstand

erfolgreichste Trainer Europas und

hilft jedes Jahr über 25.000 Teilnehmern

zu ihrem persönlichen Erfolg. Bei seinen

zweitägigen Power-Days mischt er Aktienund

Fitnesstipps mit seinen persönlichen

Strategien zum Erfolg und einer einmaligen

Bühnenshow.

Teamleaderkongress

"Menschenbewusstsein -

Menschenführung"

06.-07. Oktober 2018 / Blaubeuren

Als Unternehmer, Führungskraft, Teamleiter

oder Gründer eines Start-Ups ist es nicht

immer einfach, die Performance seines

eigenen Teams zu verbessern. In diesem

Kongress lernen Sie alles über Leadership,

Kommunikation, Mentoring und vieles

mehr, um eine Erfolg bringende Werte- und

Leitkultur in Ihr Unternehmen zu bringen.

Immosion Campus

17. November 2018 / Köln

Der Immosion Campus ist der perfekte

Ort für angehende Immobilieninvestoren,

Makler, Kapitalanleger und Jungunternehmer,

die sich untereinander vernetzen und

weiterbilden wollen. Es sind Deutschlands

Top-Experten aus Bereichen wie Immobilien,

Motivation und Finanzen vor Ort, um

den Teilnehmern ein breites Wissen für ihre

eigenen Projekte zu vermitteln.

Businesswochen für

die Region Böblingen

15.-28. Oktober 2018 / Böblingen

Auch dieses Jahr öffnet der wirtschaftsstärkste

Landkreis des Landes wieder seine Tore

und ermöglicht es den Besuchern, einen

umfangreichen Blick hinter die Kulissen der

erfolgreichsten Unternehmer Deutschlands

zu werfen. Neben hochkarätigen Vorträgen

und Seminaren werden auch wieder die

Businesswochen-Awards an die vielversprechendsten

Unternehmer und Start-Ups

verliehen.

Business Progress

Seminar – Erfolgreich

verkaufen lernen

04. Oktober 2018 / Düsseldorf

Wachstum, Umsatzsteigerung und Strategieentwicklung

sind die wichtigsten

Themen des Business Progress Seminars in

Düsseldorf. Zusammen mit dem bekanntesten

Erfolgstrainer und Motivationstrainer

Brian Tracy erfahren Sie in diesem einzigartigen

Seminar unteranderem, wie man

ein hohes Maß an Selbstvertrauen aufbauen

und strategisches Denken nutzen kann, um

mehr Aufträge zu gewinnen.

Immopreneur Kongress

10.-11. November 2018 / Darmstadt

Die Pflichtveranstaltung für jeden erfolgreichen

Immobilieninvestor und diejenigen,

die es noch werden wollen. Von erfahrenen

Speakern und Experten können sie Insider-Tipps-

und Tricks der Besten aus der

Branche lernen und wertvolle Kontakte

knüpfen, um ihr eigenes Netzwerk zu

erweitern.

Lifedesign Entrepreneur

Kongress

27.-28. Oktober 2018 / Offenbach bei

Frankfurt am Main

Arbeiten rund um die Uhr, ständig Geldprobleme

und an Urlaub ist gar nicht zu

denken. Für viele Unternehmer ist das leider

der Alltag in der Selbständigkeit geworden.

Dass es so nicht sein muss, zeigt der Lifedesign

Entrepreneur Kongress. Mithilfe von

erfolgreichen Star-Speakern werden die

Grundlagen für ein zeitgemäßes Unternehmertum

vermittelt, die einem als Selbständiger

den Unternehmenserfolg ermöglichen

sollen.

Bild: Benjamin Kurz

70 www.erfolg-magazin.de . Ausgabe 04/2018 . ERFOLG magazin


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