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Dach_2018

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Spezial

Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e. V.

Dach

September 2018

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WIR HABEN

EINEN PLAN

Wir entwickeln für jeden Kunden eine individuelle Werbelösung, vom Konzept bis

zum fertigen Druckprodukt und darüber hinaus, wie zum Beispiel außergewöhnliche/

veredelte Verpackungsdesigns.

Druckerei Gebr. Geiselberger GmbH

Gebr. Geiselberger Mediengesellschaft mbH

Martin-Moser-Straße 23 . 84503 Altötting . T 08671 5065-0 . www.geiselberger.de . www.gmg.de

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Inhalt

4 Ganz schön schräg:

Der Hochschulwettbewerb Dachwelten

5 GUT FIXIERT

6 Umwelt schonen mit innovativen Flachdachlösungen

8 Zink am Bau – ästhetisch, nachhaltig und erlaubt!

10 Solarziegel unauffällig ins Dach integriert – Made in

Germany

11 Eine Dachhaut mit langer Lebensdauer

Titelbild:

NELSKAMP G10 PV

Solarziegel unauffällig ins Dach integriert

Bildrechte:

Dachziegelwerke Nelskamp GmbH

12 Geprüft und für gut befunden

Erfolgsgeschichte ohne Gleichen

PU-Pionier wird 50

14 Erste geruchsneutrale und schnellreaktive

Flüssigabdichtung

15 Das RIB-ROOF Komplettdach mit Begrünungssystem

16 Layher Kassettendach – flexibler und temporärer

Baustellenschutz

18 isoweld ® 3000m: schwierige Fälle leicht gemacht

19 KIELSTEG Dach verbindet Funktionalität mit

architektonischem Anspruch

20 Tageslichtsystem unterstützt Energiekonzept

Impressum

Herausgeber: BDB Nachrichten München,

Matthias Manghofer

Geiselberger Mediengesellschaft mbH,

Telefon: 08671 5065-50, Telefax: 08671 5065-44,

E-Mail: mail@gmg.de

Redaktion & Layout: BDB Nachrichten,

Matthias Manghofer,

Telefon: 089 360474-20

E-Mail: mail@bdb-nachrichten.net

Anzeigen/CVD: Anne Hölters,

E-Mail: hoelters@bdb-nachrichten.net

Geschäftsstelle: BDB Nachrichten Journal,

Hildeboldstraße 3, 80797 München,

Telefon: 089 360474-0, Telefax: 089 36192350

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH – Druck und Verlag,

Martin-Moser-Str. 23, 84503 Altötting,

Telefon: 08671 5065-0, Telefax: 08671 5065-68,

E-Mail: mail@geiselberger.de

Papier: Chlorfrei gebleicht

BDB-Nachrichten Journal spezial – Dach 3

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Ganz schön schräg:

Der Hochschulwettbewerb Dachwelten

Um 9.30 Uhr kehrt konzentrierte Ruhe ein im Brauhaus „Altes Mädchen“, unterm hellgrauen Hamburger Himmel an diesem

Septembertag 2017, im Schanzenviertel. Gerade hat Moderator Thomas Greiser die Stegreif-Aufgabe für das Finale des

11. Dachwelten-Wettbewerbs präsentiert: Eine Baulücke ganz in der Nähe soll geschlossen werden – natürlich muss der Entwurf

getreu dem Dachwelten-Motto „Ganz schön schräg“ mit geneigtem Dach geplant werden. Und Greiser formuliert auch einen

sozialen Auftrag: „Über eine Wohnnutzung hinaus soll der neue Gebäudeabschnitt einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität

im Stadtquartier leisten.“

Eine große Chance

Ausgerichtet wird der Wettbewerb vom Deutschen

Dach-Zentrum e.V. (DDZ). Als Verband

führender Hersteller der Dachbranche steht

für das DDZ die Förderung des geneigten Daches

im Fokus.

Chance“, sagt Thomas Greiser. Er begleitet

den Wettbewerb seit Jahren konzeptionell

und als Moderator. Für die

Studierenden sind die Dachwelten eine

Möglichkeit, Kontakte zur Industrie aufzubauen

und sich auch der handwerklichen

und haptischen Dimension von

Ziegeln, Zink und Co. zu nähern. Die Industrie

freut sich über den direkten Draht

zur Lehre und damit zu zukünftigen Bau-

Trends.

Dachwelten gehen ins 12. Jahr

Das Wettbewerbs-Motto lautet auch

2018 wieder „Ganz schön schräg“ – und

Die Gewinner der Dachwelten 2017: die Studierenden der HS Bochum stellt die Themen Konstruktion, Entwurf

und Relevanz des geneigten Daches in

Jetzt verteilen sich die Finalisten, allesamt angehende Architekten

oder Bauingenieure, an ihre Arbeitsstationen. In Vierer-

aus einer Vorrunde in 2 Phasen und dem Finale:

den Mittelpunkt. In seiner 12. Auflage besteht der Wettbewerb

teams sitzen sie an Notebooks und Schneidmatten. Vor ihnen

In Phase 1 reisen die Experten des DDZ an 9 Hochschulen, um

liegen sechs Stunden zum Konzipieren, Skizzieren, Modellbauen

– und um eine Präsentation vorzubereiten, die eine Jury

die Studierenden auf eine semesterbegleitende Aufgabe zu

briefen. Zum Semesterende in Phase 2 präsentieren die Teilnehmer

ihre Projekte – die besten vier jeder Hochschule quali-

aus Professoren, Verlegern und Experten der Baustoffindustrie

begeistern und überzeugen soll. Es geht neben der Ehre auch

fizieren sich als Team fürs Finale.

um 5.000 Euro Preisgeld.

Im Finale treffen dann 9 Teams aufeinander und ermitteln im

Kurz vor Ablauf der Frist flutet Hektik den Raum. Modelle werden

geklebt, PowerPoint-Charts verschoben, Ausdrucke ge-

Stegreif-Entwurf die Preisträger. Im Internet kann der aktuelle

Wettbewerb verfolgt werden – mit vielen Bildern und Videomacht.

Dann ist Schluss. Durchatmen. Der nächste Programmpunkt

folgt schnell: die Präsentation. In nur fünf Minuten muss

Reportagen: www.dachwelten.de

jedes Team mit seinem Entwurf die Jury um Prof. Jürgen Braun

überzeugen. Doch auch nach einem so harten

Tag: Die Vorträge sind konzentriert und sicher.

Schließlich werden neben der Idee auch Umsetzung

und Präsentation gewertet.

„Der Wettbewerb bietet Hochschulen und

Baustoffindustrie gleichermaßen eine große

Dachwelten-Finale 2017 im Hamburger Schanzenviertel

4

BDB-Nachrichten Journal spezial – Dach

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GUT FIXIERT

Bedingt durch den Klimawandel werden Dächer zunehmend Starkregenereignissen und besonders erhöhten Windbelastungen

ausgesetzt. Daher ist die Lagesicherung des gesamten Dachaufbaus für die Nutzungsdauer von Flachdächern von entscheidender

Bedeutung.

Für das Flachdach sind sichere, wirtschaftliche und dauerhafte

Lösungen gefragt. Die Abdichtung soll über eine lange

Nutzungszeit sowie gegen vielfältige Einwirkungen Schutz

bieten. Dafür muss die Lagesicherheit des Dachaufbaus gegenüber

den Windkräften gewährleistet sein.

wirtschaftliche Verlegung sowie einen niedrigen Ressour cenverbrauch

und weitgehend sortenreine Rückbaufähigkeit aus.

Kiesdach, Verlegung mit Auflast

Ob Alt- oder Neubauten: Als Abdichtungsschicht werden

Kunststoffdachbahnen auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmt,

und können

··

mechanisch befestigt,

··

lose verlegt mit Auflast oder

··

verklebt ausgeführt werden.

Mechanische Befestigung

Sie ist eine insbesondere auf Leichtdächer zugeschnittene

und seit Jahrzehnten in der Praxis bewährte Lagesicherungsmethode.

Bei dieser Technik bleibt die von den darunterliegenden

Funktionsschichten flächig getrennte und flexible

Kunststoffdachbahn von den Einwirkungen aus der Tragkonstruktion,

wie Bewegungen, weitgehend unberührt. Die lose

aufeinander verlegten Dachschichten mit Dampfsperre,

Wärme dämmschicht und Abdichtung werden in einem

Arbeitsgang in der Tragschale befestigt.

Lose Verlegung mit Auflast

Die Auflast dient der Windsogsicherung und setzt entsprechend

statisch dimensionierte Tragkonstruktionen voraus.

Auch bei dieser Verlegart ist die Abdichtungsschicht von den

darunterliegenden Funktionsschichten flächig getrennt. Wie

bei der mechanischen Befestigung lässt sich die lose verlegte

Kunststoffdachbahn nach Bedarf oder nach dem Ende der

Nutzungszeit sortenrein demontieren und verwerten.

Verklebte Verlegung

Die verklebte Verlegung von Kunststoffdachbahnen erfolgt mit

produktbezogenen Systemklebstoffen oder mit Selbstklebebahnen.

Die Klebeart ist abhängig von der verwendeten Abdichtungsbahn

sowie der Art des Untergrundes. Alle Schichten

des gesamten Dachsystems müssen so miteinander

verbunden/verklebt sein, dass die Windsoglasten in die Tragkonstruktion

sicher abgeleitet werden können.

Zusammenfassung

Die Abdichtung mit Kunststoffdachbahnen und die drei Arten

der Lagesicherung sind seit Jahrzehnten erprobt und haben

sich auch unter den erhöhten Anforderungen durch die Umweltveränderungen

bewährt. Zusätzlich zeichnet sich die

einlagige Abdichtung mit Kunststoffdachbahnen durch eine

Kunststoffdachbahnen sind Kunststoff- und Elastomerbahnen

nach DIN EN 13956 auf Basis von Thermoplasten,

Thermoplastischen Elastomeren und Elastomeren.

Kunststoffdachbahnen können aus nachfolgenden Werkstoffen

hergestellt sein:

ECB Ethylencopolymerisat-Bitumen

EPDM Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymer

EVA/EVAC Ethylen-Vinylacetat-Terpolymer/-Copolymer

FPO Flexibles Polyolefin (auf Basis PE oder PP)

PIB Polyisobutylen

PVC-P Polyvinylchlorid (bitumenverträglich bv oder

nicht bitumenverträglich nb)

TPE Thermoplastische Elastomere

40 Jahre DUD e. V.

Seit 1978 arbeiten die führenden Hersteller von Kunststoffdachbahnen

für Dach- und Bauwerksabdichtungen im Industrieverband

der Produzenten von Kunststoff-Dach- und

Dichtungsbahnen DUD e. V. zusammen. Mitglieder sind alwitra

GmbH & Co., Carlisle Construction Materials GmbH,

FDT FlachdachTechnologie GmbH & Co. KG, POLYFIN AG,

Sika Deutschland GmbH und WOLFIN Bautechnik GmbH

Informationen unter: www.die-kunststoffdachbahn.de

BDB-Nachrichten Journal spezial – Dach 5

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Umwelt schonen mit innovativen Flachdachlösungen

„ECO-ACTIV“ – die Bahn mit dem Stickoxid-Katalysator

Unter Umweltaspekten kann Bauen durchaus ein massiver Eingriff in die natürliche Umwelt sein, bei dem der Planer nachhaltig

darüber mit entscheidet, wie verträglich sich dieser Eingriff gestaltet. Als Systemlieferant hochwertiger Flachdachlösungen bietet

Icopal, ein Unternehmen der BMI Group, dem Architekten wie dem Bauingenieur perfekte Abdichtungstechnologien, die höchste

Qualität, Funktionalität und Sicherheit mit einem hohen Umweltanspruch verbinden.

Systemanbieter hochwertiger Flachdachlösungen

Die Icopal GmbH ist bekannt als Produzent hochwertiger Abdichtungssysteme

für Flachdächer, von der Dampfsperrbahn

über die Dämmung bis zur zweilagigen Bitumenabdichtung.

Das ganze Flachdachpaket im System aus einer Hand. In

Deutschland ist Icopal mit zwei Werken in Werne und Saarwellingen

vertreten. Aus der einfachen Bitumenbahn haben

die Icopal-Experten immer wieder spezialisierte Systeme für

verschiedenste Anforderungen und Anwendungen entwickelt

und sich damit einen herausragenden Ruf beim Planer, den

Verarbeitern und dem Fachhandel erarbeitet. Im Kerngeschäft

der Flachdachabdichtung produziert und verkauft Icopal ausschließlich

Produkte, deren Funktion und Eigenschaften die

Standards der einschlägigen Normen deutlich übertreffen. Nur

so kann die Icopal-Langzeitsicherheit wirklich garantiert werden.

Innovation ist Standard

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sind als zentrale Faktoren

bei der Entwicklung und Produktion gesetzt.

Ein Beispiel: ECO-ACTIV, eine Oberlagsbahn aus Elastomerbitumen

für die einlagige Verlegung – und die erste Elastomerbitumenbahn

mit Navigator-Label, vergeben von der Deutschen

Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) für Bauprodukte.

Im DGNB-Navigator finden Architekten und Planer detaillierte

Informationen über das Produkt und seine ökobilanziellen

Kennwerte. In der Datenbank ist mit der Elastomerbitumen-

Schweißbahn ECO-ACTIV die erste Bitumenbahn

überhaupt aufgeführt. Darauf dürfen

die Entwickler von Icopal mit Recht

mächtig stolz sein. Denn sie ist Teil der Lösung

für eine saubere Umwelt. Durch die

oberseitig aufgetragene, katalytisch wirkende

NOXITE-Bestreuung werden schädliche

Stickoxide aus der Luft in Nitrate umgewandelt.

Auf diese Weise lässt sich eine

deutliche Reduzierung der hochgiftigen

Stickoxide erzielen.

Die TU München hat diese Wirkung geprüft

und für die „ECO-ACTIV“ bestätigt und

quantifiziert. Beispielhaft: 100 m² ECO-AC-

TIV können den Stickoxidausstoß eines

EURO-4-PKWs mit einer durchschnittlichen

Laufleistung von jährlich 15.000 km in einem

Jahr aus der Luft reinigen. Die Flachdachflächen

der Städte und Ballungsräume

können so als „Katalysator“ für die Stickoxidbelastung

genutzt werden und eine Verbesserung

der Luftqualität bewirken – zusätzlich

zur Verbesserung der städtebaulichen

Gestaltungsqualität.

Umwelt: global denken, lokal handeln

DGNB-Label

für ECO-ACTIV,

der ersten

Elastomerbitumen-Schweißbahn

überhaupt,

die in der

Datenbank

aufgeführt ist.

Das Problem der Umweltbelastung durch Treibhausgas- und

Stickoxidemissionen ist eine Herausforderung nicht nur auf

Bundesebene. Auch auf kommunaler Ebene ist Initiative gefordert.

Es gibt verschiedene zielführende Ansätze zur Reduzierung

der Emissionen, die einen plausiblen Weg zur Verbesserung

der Luftqualität in dicht besiedelten und stark

frequentierten Lebensräumen darstellen. Emissionsarmer Verkehr

und energieeffiziente Gebäudebewirtschaftung sind dabei

maßgeblich Bausteine. Sie stellen eine wichtige Säule des

Klimaschutzkonzeptes dar. Icopal wird deshalb auch in Zukunft

alles daran setzen, Innovationen im Bereich des Umweltschutzes

zu entwickeln bzw. bestehende Lösungen weiter

zu verbessern und so nicht nur den Menschen, sondern auch

der Umwelt einen exzellenten Service bieten.

ECO-ACTIV: katalytisch wirkende Oberlagsbahn für saubere Luft

6

BDB-Nachrichten Journal spezial – Dach

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Bei der Icopal GmbH verantwortet Markus Kircher

in der Geschäftsführung den Vertriebsbereich:

„Wir treiben uns selbst an, unsere Produkte und

unseren Service permanent weiter zu entwickeln.

Innovation, Qualität und Umweltbewusstsein ist in

unseren Unternehmenszielen fest verankert.“

Technik- und Umwelt-Symposien für Architekten und Planer

Auch im 2. Halbjahr 2018 laden die Unternehmen Braas, Icopal und Lamilux zu

ihrer Veranstaltungsreihe „Symposium für Architekten und Planer“ ein. Bundesweit

finden an 17 attraktiven Veranstaltungsorten Seminare zu Themen wie

„Lösungen für knifflige Details rund ums Dach“ oder „Sanierung von Flachdachkonstruktionen

im Bestand“ statt. Auf https://www.icopal.de/termine-und-veranstaltungen/symposium/

finden Sie eine Übersicht der Orte und Zeiten sowie jeweils

ein Programm mit allen relevanten Informationen zum Download. Die

Teilnahme an den Veranstaltungen ist nicht nur kostenlos, sondern wird von den

jeweiligen Architekten- bzw. Ingenieurkammern mit zwei bis vier Fortbildungspunkten

honoriert.

Weitere umfassende Informationen über Icopal, das komplette Produkt- und

Serviceprogramm sowie die Anwendungsbereiche sind zu finden unter

www.icopal.de.

Icopal GmbH

Referenz von Icopal: Schenck Technologie- und Industriepark, Darmstadt

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Zink am Bau – ästhetisch, nachhaltig und erlaubt!

Vieles spricht für Dach- und Fassadengestaltung mit Zink. Doch Einschränkungen sorgen für Verwirrung.

Zink als Baumaterial hat eine lange Tradition und wird aufgrund

vieler Vorteile geschätzt. Es überzeugt durch seine Optik,

seine Nachhaltigkeit und seine Sicherheit für Mensch und

Umwelt. Einschränkungen von Zink in Bebauungsplänen sorgen

jedoch für Irritation bei Planern und Bauherren. Wir möchten

an dieser Stelle aufklären.

Verbote gegen Zink am Bau – rechtlich bedenklich!

Manche Gemeinden schränken den Einsatz von Metallen in

Bebauungsplänen ein. Sprechen gestalterische Aspekte gegen

metallene Oberflächen, ist dies nachvollziehbar. Wird die

Abschwemmung von Zink durch Regen und ein möglicher

Zinkeintrag in Böden und Gewässer als Grund genannt, sollte

das genauer hinterfragt werden.

Zinkblech ist grundsätzlich erlaubt!

Zinkblech für den Einsatz an Gebäuden trägt eine CE-Kennzeichnung.

Damit handelt es sich um ein europaweit zugelassenes

Baumaterial, dessen Verwendung ohne Risiko für

Mensch und Umwelt uneingeschränkt erlaubt ist. Kommunale

Verbote in Bebauungsplänen zum Schutz der Umwelt greifen

somit in europäisches Marktrecht ein und besitzen keine

rechtliche Grundlage.

Gemeinden fehlt die rechtliche Befugnis für Einschränkungen

in B-Plänen aus Umweltgründen. Sie müssen sich an rechtliche

Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes halten. Einschränkungen

von Zink in Bebauungsplänen aus Umweltgründen

verstoßen gegen geltendes EU-Recht!

Verbot der Regenwasserversickerung

Teilweise werden in B-Plänen Bauprodukte aus Metall verboten,

weil die Versickerung von Regen, der von Metallflächen

abgeleitet wird, beschränkt werden soll. Fakt ist, dass die

oberirdische Versickerung von Regenwasser grundsätzlich

empfohlen und erlaubt ist. Nur für Bauprojekte in Baden-Württemberg

und Bayern bestehen in Niederschlagsfreistellungsverordnungen

besondere Regelungen für den Aufbau z. B.

von Versickerungsmulden oder für die Einleitung in Fließgewässer.

Wissenswerte Fakten für Ihre Praxis

Beim Thema Bauzink und Umweltschutz können Sie auf diese

Fakten zurückgreifen:

Zink schützt sich selbst! Zinkblech bildet eine harte, äußerst

robuste und natürliche Schutzschicht, die das Metall vor Umwelteinflüssen

schützt. Grund dafür ist der Luftsauerstoff und

Kohlendioxid, die sich mit Zink zur Zinkpatina verbinden und

der Oberfläche die typische graublaue Färbung verleihen. Das

Besondere: Die Patina ist „selbstheilend“, sodass sich bei Beschädigungen

innerhalb kurzer Zeit eine neue Schutzschicht

bildet.

Zink-Abschwemmung durch Regen: Es ist richtig, dass in

früheren Jahren der „saure Regen“ Zinkionen von Zinkoberflächen

abgeschwemmt hat. Durch moderne Filteranlagen in

Kraftwerken, Industrieanlagen und dem Verkehr und den damit

gesunkenen SO 2 -Mengen in der Luft ist diese Problematik

seit den 1980er Jahren deutlich zurückgegangen, so auch die

Abschwemmungen von Metallen. Aktuelle Umweltberichte

der Regierung bestätigen das. Der Anteil an Zink, der von

Zinkdächern und -fassaden in die Umwelt gelangt, beträgt

nach Untersuchungen des Umweltbundesamtes (UBA) von

2005 nur max. 1–2 % pro Jahr.

8

BDB-Nachrichten Journal spezial – Dach

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Boden- und Gewässerschutz: Zink im Regenwasser, das auf

den Erdboden trifft, wird in der Regel dauerhaft von natürlichen

Bodenbestandteilen gebunden und ist nicht bioverfügbar.

Es gelangt nicht in tiefere Schichten und damit auch nicht

ins Grundwasser. Ein durchlässiger und humoser, bewachsener

Oberboden von mindestens 30 cm Stärke und einem pH-

Wert von 6–8 erfüllt eine hervorragende Filterfunktion. Gut zu

wissen: Zink zählt nicht zu den Stoffen, für die die deutsche

Trinkwasserverordnung Grenzwerte vorsieht. Auch die europäische

Wasserrahmenrichtlinie zum Schutz von Gewässern

führt Zink nicht als gefährlichen Stoff auf.

Ihre guten Gründe für Zink am Bau

1. Ästhetik: Zinkbleche sind optisch ansprechend, in verschiedenen

Farbtönen erhältlich und zeitlos für jeden Baustil

in der Architektur einsetzbar.

2. Nachhaltigkeit: Zink ist äußerst langlebig. Die Haltbarkeit

beträgt bis zu 200 Jahre. Das Schöne dabei: In dieser Zeit

sind Dach und Fassade aus Zinkblech praktisch wartungsfrei.

3. Recyclingvermögen: Zinkblech wird nach der Nutzung

fast zu 100 % recycelt. Das schont die Umwelt und spart

Energie, die sonst für den weiteren Abbau und die Herstellung

von Primärzink aufgewendet werden müsste. Zinkblech wird

schon seit Jahrzehnten in einem geschlossenen Wertstoffkreislauf

genutzt – Systeme, die andere Werkstoffe erst für

sich entwickeln müssen.

4. Sicherheit für Mensch und Umwelt: Bei Zinkblechen handelt

es sich um ein zugelassenes und nachhaltig hergestelltes

Baumaterial, das umweltverträglich und unbedenklich im Regenwasser-Management

ist. Da Zink überall vorkommt, z. B.

im Boden und in Gewässern – und für die Gesundheit von

Mensch, Tier und Pflanze sogar unverzichtbar ist – hat Zink

seinen ganz natürlichen Platz in Natur und Umwelt.

Weitere Informationen unter www.bauzink.de

Initiative Zink, informationen@initiative-zink.de

Zink aufs Dach!

In allen Punkten überzeugend:

[ ]

GANZnachhaltig

30

• Nachhaltig

• Wartungsfrei

• Recycelbar

• CE-zertifiziert

• Unproblematisch in der

Versickerung

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Wir informieren unter

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BDB-Nachrichten Journal spezial – Dach 9

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Nelskamp G10 PV Solarziegel

Solarziegel unauffällig

ins Dach integriert –

Made in Germany

California dreamin‘ – am Niederrhein bereits Realität:

Solarziegel von Nelskamp haben den großen Vorzug,

nicht irgendwann, sondern bereits jetzt verfügbar zu sein.

Man kann sie ansehen, anfühlen, testen und natürlich auch

aufs Dach bringen. Dort wirken sie ästhetisch und effizient –

ein Häuserleben lang – und erzeugen leistungsfähig Strom aus

Tageslicht. Denn Ästhetik und Effizienz schließen sich nicht

länger aus: Das von Nelskamp neu entwickelte G10 PV-Element

sorgt für dauerhafte Stromversorgung von Eigenheimen

oder Großobjekten, bei harmonisch-unauffälliger Ästhetik. Die

PV-Module bilden mit den Glatt-Ziegeln G 10 eine Einheit, liegen

direkt auf der Lattung und bieten so ein enheitliches und

ebenes Deckbild.

Das G10 PV System verbindet modernes Design und ökologische

Nachhaltigkeit mit extrem leistungsfähiger und deshalb

gewinnbringender Technik. Auf dem Dach fällt es erst beim

zweiten Blick ins Auge: Denn die überdeckenden G10 PV Elemente

liegen wie die Glattziegel, regendicht und flächenbündig,

direkt auf der Lattung. Wasserablaufkerben am unteren

Rand der Module verstärken die Dachziegelästhetik. Das Gesamtdeckbild

ist harmonisch – Dachästhetik ohne Ecken und

Kanten. Ein wasserdichtes Unterdach, wie bei klassischen Indach-PV

Anlagen, ist nicht erforderlich. Pro m² Modulfläche

erreichen die Module eine maximale Leistung von 167 Wp,

d. h. minimalst reichen gerade einmal 5,9 m² Modulfläche für

1KWp elektrische Leistung aus. Damit erzielt die Anlage je

nach Standort und Lage zwischen 750 und 1.100 kWh Strom

pro KWp-PV-Leistung und erreicht annähernd gleiche Werte

wie eine Aufdach-Anlage.

Als montagefertige Einheit geliefert ist das G10 PV-Element

mit einer Deckbreite von 8 Ziegeln einfach, schnell und sicher

im Zuge der Eindeckung zu montieren. Die Deckmaße entsprechen

hier dem G10-Standardziegel. Der variable Überdeckungsbereich

von +/- 10 mm sorgt für die einheitliche Dach-

Einteilung. Vorgefertigte Kabel mit MC4 Steckern ermöglichen

die montagefreundliche und sichere Verbindung. Die Module

werden in Deutschland gefertigt und unterliegen strengen

Qualitätsanforderungen für Langlebigkeit und Leistung.

10

Made in Germany – Nelskamps G10 PV Solarziegel-System:

flächenbündig überdeckend

G10 PV-Element harmonisch integriert, Fotos: Nelskamp

Technische Daten

Solarziegel System G10 PV

Modulleistung (Pmax): 120 Wp

Nennstrom (Im): 9,23 A

Leerlaufspannung (Voc): 16,00 V

Kurzschlussstrom (Isc): 9,86 A

Maximale Spannung (Vmp): 13,01 V

Maximale Systemspannung: 1.000 V

Temperaturkoeffizient (Voc): - 0,30 %/°C

Temperaturkoeffizient (Isc): +0,07 %/°C

Temperaturkoeffizient (Pmpp): - 0,38 %/°C

Hagelbeständigkeit: nach IEC 61215 + IEC 61730

Zellwirkungsgrad: 18,3 %

Modulgewicht: 9,5 kg

Modulgröße

Deckbreite: 8 Ziegel = 2,00 m

Modulmaße: 1.965 x 350 x 20 mm

Decklänge des Ziegels u. Moduls: 394 mm +/- 10 mm

Anschluss

Kabelstecker MC4 Kompatibel

Solarkabel 2 x 4,0 mm² je 1.000 mm lang

Nelskamp-Solar:

··

entwickelte mit dem „SolarPowerPack“ ein Solar-Dachpfannen-Kollektor-Wärmepumpensystem,

··

das „MS 5 PV“-Modul als reinen Stromerzeuger,

··

mit „2Power“ und „MS 5 2Power“ zwei Kombi-Systeme

zur Strom- und Wärmegewinnung in einem Modul,

··

sowie jetzt den Solarziegel G10 PV.

Kooperation Nelskamp-Solar und SySpro Betonfertigteile:

Zudem haben Nelskamp und SySpro Energiedächer und

Thermowände zu einem Niedrigenergiehaus mit integriertem

Wärmespeicher kombiniert. Diese neue Technologiekombination

erreicht durch Solarstrom, Sonnenwärme und Speichermöglichkeiten

eine autarke Strom-, Wärme-/Klima- und

Warmwasserversorgung.

Dipl.-Ing. Christian Bremer

Leiter PV & Solar Nelskamp

BDB-Nachrichten Journal spezial – Dach

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Eine Dachhaut mit langer Lebensdauer

Von diesem Dach hat man einen direkten Blick auf den Kölner Dom, ein Bauwerk für die Ewigkeit. Zwar nicht für Jahrhunderte,

aber doch für eine Generation soll die Dachhaut des Geschäftshauses „Coeur de Cologne“ der Witterung trotzen.

Sie besteht aus dem Werkstoff TPO, den die Firma KÖSTER

BAUCHEMIE AG aus Aurich geliefert hat – und für den sie eine

bemerkenswerte Haltbarkeit von 25 Jahren garantiert. Die

Dachdecker haben das Material während der Verarbeitung einem

Härtetest unterzogen.

Entworfen wurde „Coeur Cologne“ vom Architekturbüro Meyer

Schmitz-Morkramer. Stromlinienförmig ragt das Gebäude ins

Kunibertsviertel. Hinter den hohen Fenstern bietet es 11.000

m² Bürofläche und knapp 1.000 m² für Gastronomie. Sein

Highlight ist neben der Dachterrasse ein Skygarden, der die

Freiluftetage in sanften Wellen begrünt. Auch dies ist eine Herausforderung

für die Dachabdichtung.

Auf rund 4.000 m² Flachdachfläche verlegte die Dachbau Vogl

GmbH über hundert Bahnen von KÖSTER TPO 2.0, um die

oberen drei Ebenen abzudichten. Die Bauleitung entschied

sich wegen dessen Eigenschaften für dieses besondere Thermoplastische

Polyolefin. Das Material enthält keine Weichmacher

und lässt sich trotzdem homogen verschweißen. Dadurch

schmiegt es sich bei der Verlegung flexibel an und schließt sicher

ab. Wichtig war darüber hinaus neben der Verrottungsfestigkeit,

die unter einem Dachgarten nötig ist, die extreme

Kälteflexibilität, die schon während des Verlegens Temperaturen

bis minus 50 °C verträgt. Die Begrünung des Dachgartens

setzt natürlich auch voraus, dass das verlegte Material wurzelfest

ist – KÖSTER TPO hält sogar kräftigen Bäumen stand. Zusätzlich

ist Polyolefin sowohl UV-beständig als auch mikrobenresistent.

Die Verträglichkeit mit Polystyrol-Dämmstoffen ist

ebenfalls nachgewiesen, sodass Schäden an der Dämmung

durch das Verschweißen der Abdichtungsbahnen vermieden

werden.

Das „Coeur Cologne“ war mit seinen Aufbauten, Terrassen und

Gartenelementen keine leichte Aufgabe für die Dachdecker.

Jetzt ist es geschafft. Ohne jeden Riss in der schützenden

Dachhaut des Hauses.

BDB-Nachrichten Journal spezial – Dach 11

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Dämmstoffpionier puren wird 50 Jahre jung

Geprüft und für gut befunden

Erfolgsgeschichte ohne Gleichen

PU-Pionier wird 50

Hans Bommer, der Gründer der puren,

hat Dr. Andreas Huther zu seinem

Nachfolger erwählt. Foto: puren

Blick auf das puren-Hauptwerk in Überlingen

am Bodensee. Foto: puren

Zertifiziert vom Passivhausinstitut:

Attikaelement aus purenit. Foto: puren

Nach 50 Jahren unentbehrlich

Der Dämmstoffpionier puren aus Überlingen feiert sein 50-jähiges

Bestehen mit einem Dämmstoff, der so aktuell ist wie nie

zuvor. Hochleistungs-PU-Dämmstoffe erfüllen höchste Anforderungen

und setzen Maßstäbe als Dach-, Decken-, Perimeter-

oder Fassadendämmungen. Mit ihren ausgezeichneten

Dämmeigenschaften erlauben sie schlanke Konstruktionen

und erfüllen mühelos alle heutigen und zukünftigen Forderungen

bis hin zum Passivhaus. PU-Hochleistungsdämmstoffe

zählen heute zu den bewährten, robusten und bezahlbaren

Materialien mit großer Zukunft, ist sich puren sicher.

Aus kleinsten Anfängen:

Alles begann vor 51 Jahren in einem Gespräch unter Kaufleuten,

bei dem erstmals der Begriff „Urethan“ viel. Hans Bommer,

der Sohn einer in Überlingen bekannten Kaufmanns- und

Erfinderfamilie erhielt von seinem Vater den Tipp, sich nach

dem neuen Material zu erkundigen. Nachdem sich das seinerzeit

geradezu sensationelle Leistungspotential des neuen

Dämmstoffes bestätigte, gründete Hans Bommer am 12. Februar

1968 die Firma puren. In einer 150 m² großen Werkstatt

wurden mit zwei Mitarbeitern die ersten Formen ausgeschäumt.

Noch war die Produktion langsam. Ein PU-Block mit

den Abmessungen 0,5 x 0,5 x 1,0 Meter benötigte zwei Stunden

zum Aushärten. Das Jahr 1970 markierte die ersten Anfänge

des heutigen Hauptwerkes in Überlingen aber auch eine

der vielen Erfindungen, die mit diesem Dämmstoff einhergingen.

Die damalige Erfindung hieß Öl-Ex und war ein PU-Granulat,

das noch heute zur Öl-Schadensbekämpfung eingesetzt

wird.

Mit Tempo zum Durchbruch:

Der Durchbruch folgt 1972, als es puren gelingt, den Produktionsprozess

zu beschleunigen. Statt der ursprünglichen zwei

Stunden werden pro Block nur noch 10 Minuten benötigt. Die

Produktion wird schneller und ergiebiger. 1976 nahm puren die

erste Doppelbandanlage in Betrieb. Mit ihr wurde in einem

kontinuierlichen Fließbandprozess Plattenware vor allem für

Dachdämmungen hergestellt. 1980 nimmt puren als einer der

ersten Hersteller eine kontinuierlich laufende Produktionsstraße

für PU-Blöcke in Betrieb. Sie werden in Überlingen erstmals

endlos gefertigt und auf Länge geschnitten. Zur puren

kommen Standorte in Abtsgmünd bei Aalen (1988), Wiesloch

bei Heidelberg (1989), Neuenhagen bei Berlin (1990) und Obermarchtal

zwischen Überlingen und Ulm (1990). In den Folgejahren

werden die Werke ausgebaut und auf Produktlinien spezialisiert.

Seit rund 40 Jahren gibt es bei puren einen Werkstoffkreislauf.

Produktions- und Baustellenverschnitte werden zu purenit verarbeitet,

einem holzähnlichen dämmenden Funktionswerkstoff,

der in den folgenden Jahren viele neue Märkte erschließt

und den tiefen Sinn eines wirtschaftlichen Werkstoffkreislaufs

bestätigt. Den großen Entwicklungsschritten in der Produktion

von Block- und Plattenwaren folgen parallel innovative Hochleistungsdämmstoffe

für WDVS einschließlich Brandschutzriegel

sowie schwerentflammbare Dämmstoffe für den Baubereich.

Nach 50 Jahren beschäftigt puren in seinen weitgehend

automatisierten Produktionen rund 300 Mitarbeiter und darf

sich zurecht als Pionier der PU-Branche bezeichnen.

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BDB-Nachrichten Journal spezial – Dach

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Parallele Entwicklungen:

Bereits in den 1990er Jahren gibt es erste Kontakte nach

China. 1996 entsteht ein Joint-Venture in Jinan. 2007 wird das

ursprüngliche Joint-Venture durch die Gründung der Firma

Shanghai Huafon Puren Polyurethane Ltd. ergänzt. 2010 baut

dieses Unternehmen das seinerzeit größte Werk Asiens für

PU-Blockschäume.

Im gleichen Zeitraum entstehen neben den Dämmstoffen für

die Baubranche stofflich und thematisch verwandte neue Produkte.

Dazu zählen unter anderem die unsichtbar in Wände

integrierbaren Lautsprecher purSonic und die Entwicklung der

Bomat-Brennwerttechnik für eine innovative, korrosionsfreie

Wärmerückgewinnung. Blockschäume werden für Formteile

verschiedenster Art, z. B. für Modelle in der Autoindustrie,

Kühlfahrzeuge und Spülmaschinen eingesetzt. PU-Schäume

dämmen DHL-Lieferfahrzeuge und die neuen Züge der ICE

4-Familie. PU-Formteile optimieren den Wärmeschutz von

modernen Fenstern und Türen. Durch den Einsatz unterschiedlicher

Rohdichten und Rezepturen können leichte und

stabile PU-Konstruktionsdämmstoffe mit angepassten Festigkeiten

und Eigenschaften für die verschiedensten Einsatzgebiete

hergestellt werden. Nach 50 Jahren sind PU-Dämmstoffe

heute so aktuell wie einst.

puren im Internet: www.puren.com

Ein großer Einsatzschwerpunkt für PU-Dämmstoffe ist das geneigte

Dach. Foto: puren

BDB-Nachrichten Journal spezial – Dach 13

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Erste geruchsneutrale und

schnellreaktive Flüssigabdichtung

Revopur Flüssigkunststoff nach EOTA/ETAG 005 zugelassen.

Zeit kostet Geld – auch bei Flüssigabdichtungen. Konventionelle Produkte boten bisher zwar eine schnelle Verarbeitung, jedoch

auch eine starke Geruchsentwicklung bauseits. Gerade bei hoher Temperatur entwickelten einige Flüssigkunststoffe extreme

Gerüche. Zudem wurden immer höhere Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung (PSA) des Verarbeiters gestellt.

Revopur hat es sich zur Aufgabe gemacht diesem Zustand entgegen zu wirken.

Ein mit Revopur abgedichtetes Flachdach. Fotos: Revopur GmbH

Laut Herstellerangabe ist Revopur WP200 der erste geruchsneutrale,

schnellreaktive Flüssigkunststoff der nach ca. 3

Stunden aushärtet. Der lösemittel- und monomerfreie Flüssigkunststoff

auf Basis von Polyaspartic/Polyurethan ist zudem

feuchtigkeitstolerant und härtet ab -10°C störungsfrei aus. Zudem

ist er alkalibeständig und verträgt sich mit fast allen baulichen

Untergründen wie Bitumen, Kunststoffbahnen oder

Glas und kann ohne Grundierungen auf Beton, Metall, GFK,

Hart-PVC und Holz aufgebracht werden. Die hochelastische

Abdichtung überbrückt Risse und passt sich den temperaturbedingten

Bewegungen unterschiedlicher Materialien an. Insbesondere

Details werden nahtlos und unterlaufsicher eingebunden.

Mit Revopur WP200 wurde ein neuer, schnell reaktiver

Flüssigkunststoff für die Abdichtung zahlreicher Anwendungen

geprüft und zugelassen. In allen Leistungsklassen wurden

dabei herausragende Ergebnisse erzielt und damit die Anforderungen

der Bauproduktenrichtlinie der EU mit den höchsten

zu erreichenden Werten erfüllt. Die Europäische Technische

Bewertung (ETA) erfolgt mit der Kennzeichnung des bekannten

CE-Zeichens auf den Produkten.

Revopur WP200 stellt mit seinen herausragenden Produkteigenschaften

eine sehr innovative Abdichtungslösung dar, die

dauerhaft und zuverlässig Schutz vor Feuchtigkeit bietet.

Zahlreiche Nachhaltigkeitszertifikate von der DGNB, LEED,

baubook und eco-bau belegen die Umweltfreundlichkeit der

Produkte. Seine schnelle Aushärtezeit bei gleichzeitiger Geruchsneutralität

macht ihn dabei einzigartig. Die in Deutsch-

Die ETA-Zulassung ist seit 30.03.2018 gültig.

Das Verfahren wurden vom Österreichischen

Institut für Bautechnik durchgeführt.

Die wichtigsten Leistungsmerkmale im Überblick:

Nutzungsdauer: W3 (25 Jahre)

Klimazone:

M und S

(gemäßigtes und extremes Klima)

Nutzlasten:

P1 bis P4

(besondere Nutzlast)

Dachneigung:

S1 bis S4

(alle Dachneigungen)

niedrigste

Oberflächentemperatur: TL4 (-30°C)

höchste

Oberflächentemperatur: TH4 (+90°C)

land erzeugten, zweikomponentigen Flüssigkunststoffe sind

hochwertige Abdichtungslösungen für Flachdächer, Balkone,

Parkdecks, Brunnen, Fundamente und Nasszellen.

Weitere Informationen: www.revopur.de

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BDB-Nachrichten Journal spezial – Dach

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Das RIB-ROOF Komplettdach mit Begrünungssystem

Praktikable Systemlösung überzeugt mit Leichtigkeit und einfacher Montage

In Kooperation mit Knauf Insulation „Urbanscape“- Dachbegrünungen hat Zambelli ein neues Dachbegrünungssystem entwickelt.

Es wurde insbesondere für die einfache Montage auf Flachdächern im Wohnungsbau und für Gewerbeobjekte in städtischen

Gebieten konzipiert. Der Hersteller folgt mit seinem neuartigen Gründachaufbau dem vorherrschenden Trend, Dächer zur

Dachbegrünung zu nutzen und damit nicht nur die Niederschlagsentwässerungsgebühr einzusparen, sondern auch zusätzliche

Flächen für das urbane Stadtklima nutzbar zu machen. Die Produktidee mündete in der Komplettlösung mit einem für die

gesamte Nutzungsdauer des Daches ausgelegten, sicher und nachhaltig konzipierten Komplettdach mit einfach zu verlegendem

Begrünungsaufbau.

• Stahl oder Aluminium erfüllen die höchsten Ansprüche an

Funktion, Design und Wirtschaftlichkeit. Deshalb bieten

Komplettdachsysteme aus RIB-ROOF-Profilen hervorragende

bauphysikalische Eigenschaften, d. h. gute Wärmeisolierung,

verlässlichen Schallschutz, optimalen sommerlichen

Wärmeschutz und hohe Feuerbeständigkeit.

Optisch und funktional sofort perfekt

Passgenau und montagefertig

Das Gründach ist ein innovatives System mit einer

sehr hohen Wasserspeicherkapazität.

Die praktikable Systemlösung inkl. der optionalen durchdringungsfreien

Absturzsicherungseinrichtung für die spätere

Wartung und Instandhaltung wird komplett vom Hersteller geplant,

werkseitig konfektioniert und montagefertig auf die

Baustelle geliefert. Das Komplettdach mit Grünaufbau punktet

mit vielen ökonomischen und ökologischen Vorteilen:

Die nachhaltigsten Dachkonstruktionen unserer Zeit sind aus

Metallleichtbauelementen (Stahl oder Aluminium). Sie ermöglichen

als Komplettdächer verschiedene Kombinationen mit

interessanten Leistungspaketen. Zambelli RIB-ROOF beschreitet

mit seinen Komplettdachlösungen konsequent den

richtigen Weg hin zu mehr Verantwortung für Wirtschaftlichkeit

und Umwelt.

• Das System wurde fertigungstechnisch auf die Stehfalzhöhe

und die Profilbreiten der RIB-ROOF-Profile angepasst

und verfügt damit über eine vergleichsweise niedrige Aufbauhöhe

von 100 mm und ein geringes Gewicht.

• Im Gegensatz zu den klassischen Marktbegleitern basiert

der Aufbau nicht auf Schüttstoffen, Substraten aus z. B. Lavagestein,

Ziegel, Blähton etc., sondern auf einer Rollenware

aus bindemittelfreier Steinwolle, die als Wachstumsmatte

dient. Der aufwändige Silo- oder BIG-BAG-Einsatz

inkl. der Logistik entfällt.

• Die Verlegung ist denkbar einfach und schnell erledigt. Damit

ist von vornherein eine sehr effiziente Verlegungsleistung

„aus einer Hand“ gewährleistet, da der Dachdeckeroder

Verlegebetrieb des RIB-ROOF Metalldachs auch die

Installation der Begrünung vornehmen kann.

• Dank der innovativen Wachstumsmatte ist das Komplettsystem

sehr leicht (Trockengewicht ca. 15-20 kg /gesättigtes

Begrünungssystem bis zu 80 kg/m 2 ) und in der Lage bis

zu 60 Liter Wasser pro Quadratmeter zu speichern.

• Aufgrund des geringen Gewichtes eignet sich das RIB-

ROOF Komplettdach mit dem Grünaufbau auch für Sanierungen.

Das RIB-ROOF Komplettdach mit einfach zu verlegendem

Begrünungsaufbau.

BDB-Nachrichten Journal spezial – Dach 15

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Layher Kassettendach – flexibler und temporärer

Baustellenschutz

Die Schmiede des um 1240 gegründeten Zisterzienserklosters Rechentshofen wird derzeit aufwendig saniert. Um die Bausubstanz

des denkmalgeschützten Gebäudeensembles während der Renovierungsarbeiten vor Witterungseinflüssen zu schützen, ließen

die Verantwortlichen ein temporäres Wetterschutzdach errichten. Mit einer Kombination aus den Layher Systemlösungen

AllroundGerüst und Kassettendach konnte die DITTUS Gerüstbau GmbH die temporäre Konstruktion nicht nur wirtschaftlich

montieren, sondern auch exakt an den leicht abschüssigen Geländeverlauf anpassen.

Als um 1240 die Gotik langsam auch in der regionalen Architektur

Einzug hielt, wurde das Zisterzienserkloster Rechentshofen

südöstlich von Hohenhaslach in der Nähe von Stuttgart

gebaut. Heute steht das beeindruckende Gebäudeensemble

komplett unter Denkmalschutz und wird gerade aufwendig

saniert, um einem großzügigen Reiterhof Platz zu bieten. In

den nächsten Monaten widmen sich die Experten unter anderem

der maroden alten Schmiede auf dem Gelände. Um die

Bausubstanz während der Renovierungsarbeiten vor Witterungseinflüssen

zu schützen, ließen die Verantwortlichen von

der DITTUS Gerüstbau GmbH ein temporäres Wetterschutzdach

errichten. Die Lösung für Jörg Dittus, Geschäftsführer

des gleichnamigen Heilbronner Gerüstbaubetriebs, war das

Kassettendach von Layher. „Ein großer Vorteil der Layher Systeme

ist die große Flexibilität und Bandbreite der lieferbaren

Standardbauteile, mit denen wir ohne teure und aufwendige

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Sonderlösungen bereits die meisten unserer Projekte meistern

können“, betont der erfahrene Gerüstbauer Dittus.

Stabil, weitreichend, systemunabhängig

Das Kassettendach hat sich auf Baustellen für Umbau und

Aufstockung von Dächern, Renovierung und Restaurierung

sowie für den industriellen Einsatz einen festen Platz erworben

– gerade bei höheren Lasten und größeren Spannweiten:

Möglich sind bis zu 30 Meter. Die regendichten Dachkassetten

schützen dabei Bauwerk und Einrichtung während des Umbaus

oder der Dachreparatur nicht nur wirkungsvoll vor Witterungseinflüssen,

sondern lassen sich auch an beliebiger Stelle

zur Materialbeschickung entnehmen. Die temporären Dächer

sind zudem begehbar, Lichtkassetten ermöglichen Tageslichtbedingungen.

Langlebigkeit in der Anwendung ist ebenfalls

gegeben: Sehr robuste Bauteile aus verzinktem Stahl gewähr-

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leisten eine lange Haltbarkeit und damit Lebens- und Nutzungsdauer

– ideal für den oftmaligen Auf- und Abbau sowie

lange Standzeiten. Gerüstbauunternehmen profitieren außerdem

von einem einfachen und wirtschaftlichen Aufbau: Dafür

sorgen sowohl die gewichtsoptimierten Serien-Bauteile und

die intelligente Keilverbindung als auch die schnelle Vormontage

der Dachbinder am Boden und der Versatz per Kran. Als

Unterkonstruktion kommen die Layher Systemgerüste Blitz

und Allround zum Einsatz – die Lösung ist aber auch mit anderen

Systemen am Markt kombinierbar.

Unterkonstruktion aus AllroundGerüst flexibel angepasst

Für die Baustelle auf dem altehrwürdigen Klostergelände

stellte die fünfköpfige Dittus-Kolonne zuerst ein Allround-

Gerüst um den Baukörper der Schmiede, die an der ehemaligen

Klosterkapelle anschließt. Modular aufgebaut, lässt sich

das Allround-System durch verschiedene Standardlängen dabei

nicht nur flexibel an schwierige Gebäudegeometrien und

Geländeverläufe – hier an den abschüssigen Boden – anpassen,

sondern dank selbstsichernder Keilschlossverbindung

„AutoLock“ auch schnell montieren. In diesem Fall hatte das

Technische Büro von Layher die gesamte Planung von Gerüst

und Dach übernommen. Besondere Herausforderung war die

Tatsache, dass durch die Verzahnung von Kapelle und

Schmiede für die schützende Dachkonstruktion eine ohne zusätzliche

Abstützung funktionierende Abfanglösung für eine

Seite des Kassettendachs gefunden werden musste. Gelöst

wurde diese Anforderung durch einen zusätzlich quer montierten

Gitterträger, der als Sonderauflager für den Dachbinder

dient. Zudem wurde das freitragende Gerüst mit zusätzlichem

Ballast und einer verbreiterten Basis gegen Windeinfluss gesichert.

Schnell per Kran errichtet

Die Montage der gut 17 Meter breiten Dachbinder erfolgte

schnell und sicher am Boden. Mithilfe eines mobilen 60-Tonnen-Turmfaltkrans

konnten die Gerüstbauer die rund 1,6 Tonnen

schweren Dachbinder in neun sowie in zwölf Metern Höhe

schnell und passgenau auf der vorbereiteten Allround-Unterkonstruktion

aufsetzen. Dabei zeigte sich schnell die enorme

Flexibilität des Layher Materials, da die Gerüstbau-Spezialisten

einen ausladenden Baum, der nicht beschnitten werden

durfte, umbauen mussten. Temperaturen um den Gefrierpunkt

und Graupelschauer machten die Arbeitssicherheit auf den

Dachfeldern zu einer zusätzlichen Herausforderung. Das komplett

über die Binder verlaufende Sicherungsseil ermöglichte

den Monteuren trotzdem ein sicheres und völlig freies Arbeiten

ohne lästiges Umhängen ihrer Sicherheitseinrichtungen.

Passende Ausbauteile erweitern Anwendungsmöglichkeiten

Für Jörg Dittus, der mit seinem Betrieb sowohl Gerüstbau als

auch Tribünen anbietet, sind die Dachlösungen von Layher

eine zusätzliche Möglichkeit, auf dem Markt aufzutreten. Professioneller

Bautenschutz ist ja dabei nur eine mögliche Anwendung

der Kassettendächer von Layher. Ebenso lassen

sich damit auch schnell große und stabile Hallen errichten –

zum Beispiel für Veranstaltungen wie Messen oder Konzerte.

„Wie beim ganzen Angebot von Layher können wir uns auch

bei den Dächern darauf verlassen, dass alles passt und sich

einfach und unkompliziert montieren lässt“, erläutert Dittus.

„Und wenn wir doch einmal eine Frage haben oder fachliche

Unterstützung bei einer Planung brauchen,

reicht ein Anruf im Technischen

Büro und uns wird ganz selbstverständlich

und unkompliziert geholfen.

Diese Qualität und dieser Service ist

wirklich eine Alleinstellung von Layher“,

so Dittus abschließend. Weitere

Informationen zum Projekt inklusive

Video-Clip unter www.geruestgeschichten.com/dittus.

Durch die verschiedenen Standardlängen des Layher Allround-

Gerüsts ließ sich die Unterkonstruktion für das Wetterschutzdach

bei der Sanierung des Zisterzienserklosters Rechentshofen

einfach und schnell an den leicht abschüssigen

Geländeverlauf anpassen.

Seit mehr als sieben Jahrzehnten steht Layher für Sicherheit

und Wirtschaftlichkeit sowie Gerüstsysteme „Made in

Germany“. Mit seinen Ideen hat das zukunftsorientierte und

innovationsstarke Familienunternehmen dem Gerüstbau

kontinuierlich entscheidende Impulse gegeben und die

Entwicklung maßgeblich beeinflusst. Doch Layher steht

nicht nur für hochwertige Gerüst-, Schutz- und Event-Systeme,

Fahrgerüste und Leitern, sondern bietet als zuverlässiger

Partner Kunden aus Gerüstbau, Handwerk, Bauwirtschaft,

Industrie und der Veranstaltungsbranche auch

wegweisende Serviceleistungen. Tagtäglich machen die

1.700 qualifizierten und motivierten Mitarbeiter „mehr möglich“

– egal ob am hochautomatisierten Stammsitz in Güglingen-Eibensbach

oder bei den Vertriebstöchtern in rund

40 Ländern weltweit.

Weitere Informationen zum Unternehmen und den vielseitig

einsetzbaren Gerüstsystemen aus dem Hause Layher auf

www.layher.com.

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isoweld ® 3000m: schwierige Fälle leicht gemacht

SFS ermöglicht einfache Flachdachbefestigung auch an schwer zugänglichen Stellen

Als Spezialist für innovative Befestigungslösungen rund um

die Gebäudehülle bietet SFS u. a. leistungsstarke Lösungen

für die mechanische Flachdachbefestigung und setzt dort mit

dem System isoweld ® Maßstäbe. isoweld ® erlaubt die wirtschaftliche,

sichere Befestigung von Dachbahnen durch Induktionsschweißen

– ohne zusätzliche Befestigung der Wärmedämmung

und unabhängig vom Dachbahnrand. In

Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen ergeben sich dadurch

Einsparungen von bis zu 20 Prozent. Jetzt hat SFS für

schwierige Montagebedingungen ein neues Induktionsschweißgerät

entwickelt, das die Befestigung von Kunststoffdachbahnen

selbst in Problemfällen einfach, schnell und sicher

macht: isoweld ® 3000m.

Maximale Verarbeitungssicherheit gewährleistet der große

Funktionsumfang, der mit dem von isoweld ® 3000 identisch

ist. Mittels Befestigern und Lastverteiltellern wird zunächst die

Wärmedämmung in der Unterkonstruktion fixiert. Dann folgt

die Verlegung der Abdichtungsbahnen und die Verschweißung

der Nähte. Abschließend werden die speziell beschichteten

Lastverteilteller durch induktive Erwärmung mit der

Dachbahn verbunden und durchdringungsfrei befestigt.

Induktionsgerät mit Sicherheitsfunktionen

Besonders vorteilhaft sind die zahlreichen Sicherheitsfunktionen

des isoweld ® -Systems. So zeigt die Such- und Kontrollfunktion

an, ob der Induktor korrekt über dem Teller platziert

ist. Die Verschweißung wird erst dann ausgelöst, wenn die

Platzierung stimmt. Auch die automatische Anpassung der

Parameter an die Umgebungstemperatur sowie die Kompensation

von Stromschwankungen sind im Leistungsumfang

enthalten. Das gewährleistet die optimale Qualität des Befestigungsvorgangs.

Umfassendes Dienstleistungsangebot

Neben innovativen und zuverlässigen Befestigungssystemen

für das Flachdach bietet SFS zudem ein umfangreiches Serviceangebot.

Maßgeschneiderte Business Solutions wie die objektbezogene

Windsogberechnung erleichtern die tägliche

Arbeit und bieten zusätzliche Sicherheit bei der Planung und

Ausführung von Projekten.

Das Induktionsschweißgerät isoweld ® 3000m von SFS macht

die Befestigung von Kunststoffdachbahnen selbst

in Problemfällen einfach, schnell und sicher.

Kompakt, leistungsstark, nutzerfreundlich

Die kompakte Alternative zum bewährten isoweld ® 3000 ist

aufgrund ihrer handlichen Größe ideal für die mechanische

Befestigung von einlagigen Kunststoffdachbahnen in schwer

zugänglichen Bereichen oder an aufstrebenden Bauteilen wie

z. B. einer Attika. Auch für Anwendungen mit begrenztem

Platz wie auf Baugerüsten ist isoweld ® 3000m bestens geeignet.

Dabei zeichnet sich isoweld ® 3000m durch seine hohe

Mobilität, einfaches Handling sowie eine hohe Nutzerfreundlichkeit

und Praxistauglichkeit aus – vom widerstandsfähigen

Produktdesign über die integrierten Radbremsen bis zu dem

vibrationsarmen Gehäuse mit seinem übersichtlichen Display.

Für maximale Bewegungsfreiheit sorgt das 6 Meter lange Kabel

des praktischen Handinduktors.

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Das Induktionsschweißgerät isoweld ® 3000m von SFS

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Flexibel nutzbare Fläche im neuen Montagezentrum von Rosenberger:

KIELSTEG Dach verbindet

Funktionalität mit architektonischem Anspruch

Das neue Montagezentrum der Rosenberger Hochfrequenztechnik

zeigt einmal mehr, dass der Spagat zwischen

Funktionalität und Architektur im Industriebau

durchaus gelingen kann. Das Dach der Halle wurde mit

2.300 m 2 KIELSTEG Holzbauelementen realisiert. Dabei

wurden bis zu 19,7 m lange Elemente als Einfeldträger

verbaut, so dass die dreischiffige, ca. 56 x 53 m große

Halle mit nur zwei Mittelstützenreihen auskommt. Da die

Bauteile trotz der enormen statischen Leistungsfähigkeit

nur 61 cm hoch sind, konnten die Planer das zweistöckige

Gebäude als vergleichsweise flachen Baukörper realisieren.

Die Holzelemente harmonieren zudem perfekt mit der

Sheddach-Konstruktion, die für eine optimale Tageslichtausbeute

in der Halle sorgt. Ein brandschutz-technisches

Novum ist zudem die direkt an den Holzbauteilen

montierte Sprinkleranlage.

Bei Kielsteg handelt es sich um ein hochtragfähiges, einachsig

gerichtetes Fertigbauteil aus Holz. Es besteht aus einem

Ober- und Untergurt aus Schnittholz sowie Stegen aus Sperrholz

oder OSB. Die charakteristische Krümmung der Stege in

Form eines Bootskieles gibt dem Bauelement seinen Namen.

Typischerweise werden die flächenbildenden Holzbauelemente

als Dachkonstruktion bei Hallen eingesetzt, die ein großes

Stützenraster erfordern. Bis zu 27 Meter lassen sich beispielsweise

direkt als Einfeldsystem überbauen. Die üblichen

Stützenraster im Hallenbau können so erheblich vergrößert

und die Primärkonstruktion stark reduziert werden. Die Flächen

lassen sich so flexibler nutzen.

Auch bei Rosenberger stand eine möglichst frei bespielbare

Grundrissfläche im Fokus.

Das neue Montagezentrum sollte maximalen Platz für die Produktionsmaschinen

bieten und einen effizienten Materialfluss

erlauben. Wichtig war auch ein wandlungsfähiges Layout, um

auf künftige Produktionsänderungen schnell reagieren zu können.

Diese Anforderungen galt es, mit einer ansprechenden

Architektur in Einklang zu bringen, denn das neue Montagezentrum

ist Teil eines Corporate Architecture Konzepts für einen

komplett neuen Werksteil, bestehend aus diversen Büro-,

Produktions- und Logistikgebäuden.

Entwickelt und realisiert wurde das Konzept von den Architekten

des Industriebauspezialisten Hinterschwepfinger, die mit

den KIELSTEG Elementen alle Aspekte unter einen Hut bringen

konnten und den verschiedenen Ansprüchen gleichermaßen

gerecht werden konnten.

Autor: KIELSTEG Deutschland GmbH

Kontakt:

Durch die Kombination mit Sheddach-Elementen wird die

Halle natürlich und blendfrei beleuchtet.

(© KIELSTEG Deutschland GmbH)

Insbesondere bei Produktionshallen ermöglicht die Überdachung

großer Flächen mit möglichst wenig Stützen eine hohe

Flexibilität in der Grundrissnutzung

(© KIELSTEG Deutschland GmbH)

.

KIELSTEG Deutschland GmbH

Lisa Kleinfeld

Hintermehringer Str. 3

84561 Mehring

Tel: 08677/91755554

E-Mail: info@kielsteg.de

Web: www.kielsteg.de

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Glasdachkonstruktion für „nearly zero energy building“

Tageslichtsystem unterstützt Energiekonzept

Das neugebaute Willibald-Gluck-Gymnasium ist eines der größten Gymnasien Bayerns – und hält die für 2030 geforderten

Standards für Niedrigstenergiehäuser ein. Zwei passivhauszertifizierte Glasdachkonstruktionen von LAMILUX sind Teil dieses

Energiekonzeptes. Sie erhellen die Atrien und sorgen für ein gutes Klima.

Statements

WGG087©2015

Architekt Johannes Berschneider:

WGG007©2015

WGG061©2015 „Der Schulbaukörper ist als klarer,

langer Riegel umgesetzt. Deshalb

Das Gymnasium setzt auf eine effiziente Gebäudehülle samt

waren Lichtpunkte nach innen notwendig.

Wir planten ein Tageslicht-

Betonkernaktivierung zur Beheizung und Kühlung der Räume.

Daneben sind viel Tageslicht, Elemente zur Lüftung und Wärmerückgewinnung

und regenerative Ressourcen wie Erdkonzept

ohne dunkle Flure, in dem

die beiden Atrien Tageslicht über alle

wärme und Sonnenenergie weitere Hauptakteure des „nearly

Geschosse ins Gebäude liefern.“

zero energy buildings“.

Schulleiter Bernhard Schiffer:

Lüftbare Atriendächer

„Die Glasdächer sind zum einen eine

Die beiden Satteldächer LAMILUX CI-System Glasarchitektur

PR60 energysave sind als Schrägverglasungskomponenten

mit der höchsten Passivhaus-Einstufung „Advanced Component

architektonische Bereicherung unserer

Schule, vor allem aber stellen sie

sicher, dass diese Schule zu einem

phA“ zertifiziert. Das Glasdach auf der nördlichen Pau-

WGG070©2015 Ort des frohen Miteinanders wird. So

senhalle ist 13 x 21 Meter groß und besteht aus 60 Glasfeldern,

fördert die Helligkeit schlichtweg eine

wohingegen das 13 x 20 Meter große Glasdach der

Pausenhalle Süd mit 54 Feldern konstruiert ist. Jeweils sechs

davon sind mit einem LAMILUX CI-System Rauchlift M ausgestattet.

Im Brandfall sind das die Rauch- und Wärmeabzugselemente

(RWA).

Auch für das Lüftungskonzept des Neubaus sind die RWA-

Flügel auf den beiden Atrium-Dächern wichtig: Die Zuluft

strömt über die Fenster der Klassenräume in Flure, Hallen und

gute, heitere Grundstimmung, zum anderen aber trägt sie – zusammen

mit dem offenen Konzept unserer Schule – dazu bei,

dass man sich gegenseitig wahrnimmt und so auch die Schule

als Stätte der Begegnung wahrgenommen wird. Und ein wenig

vermitteln die Glasdächer natürlich dadurch, dass der Blick zum

blauen Himmel unverstellt möglich ist, auch ein Gefühl der Freiheit

– für Schüler und Lehrer gleichermaßen.“

LAMILUX-Projektleiter Roland Schübel:

Pausenzonen. Über die Glasdächer wird sie anschließend abgeleitet.

Gerade in heißen Sommermonaten kann der Schulkomplex

auf diese Weise über Nacht mit frischer Luft durchspült

und so gekühlt werden.

„Die großformatigen Scheiben bringen zahlreiche Vorteile:

Durch den verringerten Profilanteil sowie den geringen Anteil

des Randverbunds an der Gesamtfläche halten die Glasdächer

einen sehr guten U-Wert.“

Herausfordernde Montage

LAMILUX-Gebietsverkaufsleiter Jens Schiller:

Die Glas-Aluminium-Konstruktion wurde in zwei Schritten auf

„Das Objekt war vor allem wegen der Größe der Verglasungsscheiben

und der Lüftungsflügel sehr anspruchsvoll. Heute sind

dem Dach montiert. Zuerst mussten die Aufsatzkranzkonstruktionen

mittels Hubbühnen aus dem Gebäudeinneren heraus

befestigt werden, um die nötige Absturzsicherheit zu ge-

die Atriendächer optische Highlights der Schule – und erfüllen

ihren Dienst zum aktiven Energiemanagement des Gebäudes

währleisten. An diesen Konstruktionen konnten danach die

einwandfrei.“

Einnetzungen gezogen und die Verglasung von oben angebracht

werden.

www.lamilux.de

Fotos: Architekten und Innenarchitekten, Büro Berschneider + Berschneider, Fotografin Petra Kellner

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