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Journal_3-2018

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Inhalt

Blockheizkraftwerk

36 Zukunftssichere Energielösungen für

Neu- und Altbauten

Bauelemente

38 ISOshade ® – Isolierglaseinheit mit

Sonnenschutz

Klima, Lüftung, Heizung

58 Lüftungselemente mit hohem Schallschutz:

Neues Dämmmaterial bei Außenwand-

Luftdurchlass erreicht Normschallpegeldifferenz

von 70 dB

59 Schatzkiste mit Lüftung

60 Neubau oder Sanierung? Lüftung einplanen!

Brandschutz

39 Lückenschluss bei der U5 in Berlin

Entwässerungstechnik

40 Hocheffiziente Parkdeckentwässerung

42 Das Design liegt Ihnen zu Füßen

Fassaden

43 Moderne Fassade für das ehemalige

Marine-Gebäude 27E in Amsterdam

Holz-/Holzwerkstoffe

44 Oberflächenqualität von

Konstruktionsvollholz KVH ®

Fortsetzung, Teil 2

Gebäudeautomation

49 Neue KNX Lösungen von Warema

50 Es geht um Sicherheit und Flexibilität

Hochwasser-/Überflutungsschutz

51 Nachhaltiger Hochwasserschutz in Edelstahl

52 Jungkur für Gnevsdorfer Wehr

Innendämmung

53 Energetisch saniert trotz Denkmalschutz

54 Die Calsitherm Klimaplatte sorgt für ein

behagliches Raumgefühl in der Barenboim-

Said-Akademie

55 Innovation: KP-Kleber SB für gipshaltige

Untergründe

56 Im Herzen Ramersdorfs

Regenwassernutzung-/Versickerung

61 Klimawandel und Regenwassernutzung

62 D-Raintank 3000 und Funke Filterschacht ®

64 Nachhaltiges Regenwasser-Management

durch wasserdurchlässige Flächen.

66 Einfacheres Regenwasser-Management

67 Perfektes Regenwasser-Management

68 Bauplanung ohne Risiken

Multifunktionsgläser

69 Sicher und hygienisch

Löschwasserversorgung

70 Das ist die Abwasser-Lösung für Betreiber

Rund ums Parken

72 Maßgeschneidertes Parken auf drei Ebenen –

individuell und ansprechend im Design

Water Systems

73 Wasser-Managementsystem mit KNX-Option

Solartechnik

74 Wohnungen in Mehrfamilien-Sonnenhäusern

sind begehrt

Weiterbildung

76 Fachingenieur/Fachplaner/Fachbauleiter für

Pflasterbau

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Blockheizkraftwerk

Einfach und effizient

Zukunftssichere Energielösungen für Neu- und Altbauten

Kostengünstig, gesetzeskonform, nutzerfreundlich und zukunftssicher – so wünschen sich Planer, Architekten,

Investoren und Bauträger die Energieversorgung in ihren Objekten. Mit innovativen Blockheizkraftwerken lassen

sich diese Anforderungen einfach und zuverlässig erfüllen.

dehülle allein nicht mehr zu schaffen, sondern nur noch mit

moderner Heizanlagentechnik. Eine wesentliche Rolle spielt

hierbei der in der EnEV geregelte Primärenergiefaktor, der mit

einer Kombination aus BHKW und Brennwertkessel erheblich

gesenkt werden kann. Das bedeutet in der Praxis: Wer

ein BHKW nutzt, der muss unter Umständen deutlich weniger

für bauliche Maßnahmen im Hinblick auf die Energieeffizienz

ausgeben. Das Erreichen der Standards Effizienzhaus

70 und 55 ist ebenfalls mit geringem Aufwand möglich. Und

auch für die Erfüllung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes

(EEWärmeG) bietet die Kombination von BHKW und

Photovoltaik eine attraktive Option.

Ob Wohnungswirtschaft, Industrie oder Gewerbe: Immer mehr

Bauherren und Immobilienbesitzer erkennen das große wirtschaftliche

Potenzial von Blockheizkraftwerken (BHKW). Dieses

basiert in erster Linie auf dem hocheffizienten Funktionsprinzip

der Kraft-Wärme-Kopplung: Die eingesetzte Brennstoff-

Energie in Form von Gas wird genutzt, um nicht nur Wärme,

sondern auch Strom zu erzeugen. Auf teuren konventionellen

Strom kann somit verzichtet werden. Aber BHKW bieten noch

eine ganze Reihe weiterer entscheidender Vorteile.

Installieren lässt sich ein dezentrales Wärme- und Stromversorgungssystem

im Übrigen nicht nur in Neubauten, sondern

auch in bestehenden Gebäuden.

Schnelle Amortisation

Ein zentraler Punkt sind die Errichtungskosten. Hier liegen

Blockheizkraftwerke mit anderen modernen Heizsystemen

nahezu gleichauf. Im Betrieb jedoch ziehen die BHKW kalkulatorisch

davon, denn es sind die einzigen Heizanlagen, mit

denen Erträge erwirtschaftet werden können. So gibt es bzgl.

des erzeugten Stroms zwei Möglichkeiten: Er wird direkt im

Objekt verbraucht und kann so – günstig, aber dennoch gewinnbringend

– an die einzelnen Parteien verkauft werden. Die

zweite Variante ist die automatische Einspeisung ins Stromnetz

mit entsprechender Vergütung nach dem Kraft-Wärme-

Kopplungsgesetz. Hinzu kommen zahlreiche Fördermöglichkeiten

und ggf. erhöhte Tilgungszuschüsse bei KfW-Krediten

sowie Steuerbefreiungen. Dies alles führt unterm Strich zum

Ergebnis, dass sich die Investition in ein Blockheizkraftwerk in

der Regel bereits nach wenigen Jahren amortisiert.

EnEV souverän erfüllt

Im Jahr 2016 wurden die Anforderungen der Energieeinsparverordnung

(EnEV) bzgl. der Absenkung des Primärenergiebedarfs

von Gebäuden nochmals deutlich verschärft, und

zwar um 25 % gegenüber der EnEV 2009. Die Einhaltung

der EnEV 2016 ist somit über eine Optimierung der Gebäu-

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Blockheizkraftwerk

Wettbewerbsvorteil Mieterstrommodell

Mit Blockheizkraftwerken in Kombination mit einem Mieterstrommodell

lassen sich im Hinblick auf die wirtschaftliche

Optimierung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum

einen kann der im BHKW erzeugte Strom direkt an die Bewohner

verkauft und damit zusätzlicher Gewinn erwirtschaftet

werden. Zum anderen profitieren die Bewohner von günstigem

Strom – so wie beispielsweise in einem Objekt in der

Gartenstraße in Weil der Stadt: Hier hat die Bezirksbaugenossenschaft

Altwürttemberg e.G. eine neue BHKW-Anlage mit

Mieterstromkonzept umgesetzt. Und das zahlt sich aus: Der

„interne“ Strom schlägt nämlich mit ca. zwei Cent pro kWh

weniger zu Buche als der aus dem allgemeinen Versorgungsnetz

bezogene Reststrom. Durch solche dauerhaften Kostenvorteile

gewinnen sowohl Wohn- als auch Gewerbeobjekte

deutlich an Attraktivität für bestehende und zukünftige Mieter.

Die Abrechnung des Mieterstroms übernimmt EM Energiemanagement,

der Spezialist für Energiemanagement.

Einfache Umsetzung – hohe Kostensicherheit

Der Weg zum BHKW und damit zu einer ebenso wirtschaftlichen

wie zukunftssicheren Energieversorgung ist kürzer und

einfacher als viele glauben. So kümmert sich die enerquinn

Energiesystemtechnik GmbH aus dem schwäbischen Weingarten

um die komplette Realisation – von der Beratung über

Planung, Antragstellung und Installation bis hin zur Abrechnung.

Und auch nach der Inbetriebnahme sorgen die erfahrenen

Spezialisten für höchste Kosten- und Betriebssicherheit,

so zum Beispiel im Rahmen eines individuell abgestimmten

10-Jahre-Vollwartungsvertrages inklusive Fernüberwachung.

Damit stehen die Kosten für Wartung und Instandhaltung

schon beim Kauf der Anlage fest – egal, was passiert.

Weitere Informationen zum Thema wirtschaftliche und zukunftssichere

Energieversorgung für Neubau und Bestand finden

Sie auf www.enerquinn.de

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Bauelemente

Bauelement für Hochleistungsfassaden von iconic skin

ISOshade ® – Isolierglaseinheit mit Sonnenschutz

Speziell für den Einsatz in Hochleistungsfassaden hat iconic skin, Hersteller von Bauelementen für Glasfassaden,

eine zukunftsweisende Technologie entwickelt, die Sonnen-, Wärme- und Schallschutz in einer kompakten

Bauweise vereint. Das Ergebnis ist ISOshade ® . Das raumhohe Bauelement besteht aus einem 3-fach Isolierglas

und einem Zwischenraum mit werkseitig integrierter Sonnenschutzanlage – wahlweise ein Raffstore oder eine

Senkrechtmarkise.

ISOshade ® ist als ISOshade ® RS mit integriertem Raffstore bzw als

ISOshade ® SM mit integrierter Senkrechtmarkise erhältlich.

©iconic skin

ISOshade ® ist ein raumhohes Einsatzelement

für Hochleistungsfassaden. ©iconic skin

Wirtschaftliches Bauelement

Die Intelligenz von ISOshade ® liegt im Zwischenraum. Die Einhaltung

der Klimalasten erfolgt durch ein volumenabhängiges

Druckausgleichsystem. Dieses sorgt dafür, dass bei Temperaturänderung

der entstehende Über- oder Unterdruck auf ein

zulässiges Maß reduziert wird. Kurz gesagt: Der Zwischenraum

konditioniert sich selbst. Trockenmittel im Rahmenverbund

sorgt für zusätzliche Sicherheit vor Kondensatbildung.

Mit ISOshade ® schließt iconic skin die Lücke zwischen der

Closed Cavity Fassade (CCF) als betriebliches System auf der

einen und einer isolierverglasten Außenfassade mit Sonnenschutz

auf der anderen Seite. Insbesondere bei kleineren Losgrößen

zeigt ISOshade ® seine wirtschaftliche Flexibilität im

Vergleich zu projektbezogenen CCF-Lösungen.

Optimaler Wärmeschutz

Auf die saisonal wechselnden Anforderungen des Außenklimas

reagiert ISOshade ® flexibel. Der eingebaute Raffstore

bzw. die Senkrechtmarkise regelt den Eintrag von Licht und

Wärme. Über justierbare Raffstore-Lamellen lässt sich der Tageslichteinfall

individuell dosieren. Senkrechtmarkisen liefern

eine diffuse Lichtstimmung und sorgen für eine angenehme

Arbeitsumgebung. Durch die Integration in den Zwischenraum

ist die Sonnenschutzanlage vor Wind, Regen und Schmutz geschützt

und kann so witterungsunabhängig bewegt werden.

Effizienter Schallschutz

Bereits in der Standardausführung erreicht ISOshade ® alle

gängigen Lärmschutzvorgaben für Wohnbau, Industrie- und

Produktionsgebäude sowie bei Büroverglasungen. Durch Einbringen

von Schallschutzfolien kann die Luftschalldämmung

noch weiter erhöht werden. Entsprechende Glasqualitäten

und Schallschutzfolien sorgen für ein Maximum an Transparenz

und der Lärm bleibt draußen.

ISOshade ® wird wie Isolierglas gehandhabt und als komplettes

Produkt von qualifizierten Metallbauunternehmen in Pfosten-Riegel-

oder Elementfassaden eingebaut. Glasaufbau

(TVG, ESG oder VSG), Interlayer und Beschichtungen werden

entsprechend den Performance-Anforderungen individuell

angepasst. Je nach Ausführung erreicht ISOshade ® hohe

Dämmwerte bis 0,6 W/(m²K), einen Energiedurchlassgrad von

6 % sowie Schallschutzwerte von 44-52 dB.

Neue Ausführungen auf der BAU2019

ISOshade ® ist aktuell in zwei Produktausführungen erhältlich:

Bei ISOshade ® RS ist in den Zwischenraum ein Raffstore integriert.

ISOshade ® SM wird mit integrierter Senkrechtmarkise

geliefert. Weitere Produktvarianten und -neuheiten stellt iconic

skin im Januar 2019 auf der BAU2019 (Halle C3/Stand 302)

der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme in

München vor.

38 BDB-Nachrichten Journal 3/2018

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Brandschutz

Lückenschluss

bei der U5

in Berlin

Schwer entflammbare Signalkabel

tragen zum Brandschutz bei

Noch in den 1990er-Jahren hatte Kanzler

Helmut Kohl darauf gedrungen, dass

die Verlängerung der Berliner U-Bahnlinie

5 vom Hauptbahnhof bis zum „Alex“

in den Hauptstadtfinanzierungsvertrag

aufgenommen wird. Seit 2009 ist der

erste Streckenabschnitt der sogenannten

Kanzler-U-Bahn zwischen Brandenburger

Tor und Hauptbahnhof mit

der einzigen Zwischenhaltestelle „Bundestag“

als U55 in Betrieb. Der zweite,

2,2 Kilometer lange Lückenschluss vom

Brandenburger Tor zum Alexanderplatz,

soll im Jahr 2020 fertiggestellt sein –

mit schwer entflammbaren Signalkabeln

der Brandschutzklasse B2ca von

Bayka. „Ein wichtiges Kriterium bei der

Auftragsvergabe war sicher die Tatsache,

dass dieses Kabel sämtliche Vorschriften

der novellierten Bauproduktenverordnung

erfüllt. Damit ist auch

im Brandfall die Betriebssicherheit gewährleistet“,

erläutert René Meng, Key-

Account-Manager des Kabelherstellers

aus dem bayerischem Roth.

Europäische BauPVO behandelt Kabel

und Leitungen als Bauprodukte

Vorbeugender Brandschutz ist aktueller

denn je, denn Betreiber, Planer und ausführende

Betriebe stehen beim Thema

Brandschutz im Katastrophenfall direkt

in der Haftung. Seit 1. Juli 2017 werden

Kabel und Leitungen, die dauerhaft in

einem Bauwerk des Hoch- und Tiefbaus

verbleiben, in der europäischen Bauproduktenverordnung

(EU-BauPVO) als

Bauprodukte behandelt. Die Einordnung

in neu geschaffene Brandschutzklassen

ermöglicht einen direkten Vergleich

bei der Kabelwahl. Bauprodukte

der Euroklassen A1 und A2 sowie B

(schwer entflammbar) dürfen nicht zu

einem Flashover beitragen. Experten

empfehlen daher für Gebäude mit hohem

Sicherheitsbedarf und Fluchtwege

mindestens die Brandschutzklasse B2

„schwer entflammbar“. Diese Kabel

und Leitungen unterbinden die Brandweiterleitung,

entwickeln weniger dichten

Rauch und weniger korrosive sowie

toxische Rauchgase.

Nicht nur die anstehenden, europaweit

gültigen Gesetzesänderungen haben

uns dazu getrieben, uns intensiv mit

dem Thema Brandschutz auseinanderzusetzen“,

so Bayka-Vertriebsleiter

Martin Ludwig. „Vor allem Katastrophen

im Verkehrsbereich wie der Brand

im Düsseldorfer Flughafen 1996 haben

dazu geführt, dass unsere Branche

bereits seit Jahrzehnten halogenfreie,

flammwidrige und raucharme Brandschutzkabel

entwickelt.“ Diese Produkte

verfügen über Isolierungen aus

Polymeren auf der Basis reiner Kohlenwasserstoffe

wie Polyethylen oder Polypropylen,

denen anorganische Flammschutzmittel

zugesetzt sind. „Es gibt

mittlerweile kaum ein Einsatzgebiet, bei

dem PVC-Kabel notwendigerweise in

Bauwerken verbaut werden müssen“,

fährt Ludwig fort.

Noch nicht verbindlich geklärt ist die

Frage, welche Gebäudebereiche welchen

Sicherheitsbedarf haben und

welche Brandschutzklassen in welchem

Fall gewählt werden sollen. Viele

Verkehrsbetriebe haben daher eigene

technische Bestimmungen für den

Brandschutz festgelegt und auch der

Fachverband Kabel und isolierte Drähte

(ZVEI) hat zur Orientierung eine Empfehlung

ausgearbeitet.

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Entwässerungstechnik

Hocheffiziente Parkdeckentwässerung

Entwässerungsspezialist Aschl erweitert Produktserie rund um das Thema Parken

Die Aschl GmbH, führender Spezialist für anspruchsvolle Entwässerungstechnik, präsentiert eine Neuheit für die

Entwässerung von Garagen, Parkhäusern und Parkdecks: Der Bodenablauf SECUSINK aus Edelstahl sorgt dank

integrierter Drainagefunktion für eine optimale Wasserabfuhr. SECUSINK enthält einen dichten Anschlussflansch

für Kunstharzbelag oder Gussasphaltbeschichtung. Mit der Entwicklung von SECUSINK baut Aschl seine

bewährte Produktserie rund ums Parken weiter aus. In Zusammenhang mit der hocheffizienten Parkdeckrinne

SECURIN ® schützt die Entwässerungstechnik von Aschl nachhaltig den Bodenaufbau und vermeidet so Schäden

an der Bausubstanz.

Undicht gewordene Parkdeckrinnen und Abläufe können den

Bau geschossübergreifend schädigen und hohe Sanierungskosten

verursachen. Zudem korrodieren herkömmliche, lediglich

verzinkte Entwässerungskomponenten durch Wasser und

Streusalz und greifen die Asphaltbeläge und Betonträger des

Gebäudes an. Die Produktserie von Aschl wirkt dieser Problematik

effektiv entgegen und ist auch bei Sanierungen einfach

und schnell einzubauen.

Effiziente Bodenentwässerung vermeidet Bauschäden

Die neue Punktentwässerung SECUSINK von Aschl für Garagen,

Parkhäuser und Parkdecks sorgt dank der Drainagelöcher

für eine optimale Entwässerung des Bodenaufbaus –

selbst bei Dehnungsrissen im Asphalt.

Die neue Punktentwässerung SECUSINK ist für Garagen,

Parkhäuser und Parkdecks mit Kunstharzbelag, Gussasphaltbeschichtung

aber auch für Fliesenbeläge geeignet. Der Ablauf

besitzt eine integrierte Drainagefunktion für eine optimale

Entwässerung des Bodenaufbaus. Auch bei Dehnungsrissen

wird absolute Dichtheit garantiert: Selbst dann fließt das Wasser

mit einer Ablaufleistung von ca. 2,8 l/s über SECUSINK ab

und verhindert so Schäden im Bodenaufbau. SECUSINK besteht

komplett aus gebeiztem und passiviertem Edelstahl V2A

oder V4A. Der Punktablauf enthält außerdem ein Dichtflansch

mit individueller Höhe zur Fahrbahnoberkante. Mit SECUSINK

wird dank herausnehmbarem Schmutzfangkorb eine einfache

Reinigung ermöglicht. Auch Sicherheit wird mit SECUSINK

garantiert: Die Abdeckung des Ablaufs ist mittels Schrauben

gegen Verrutschen, unbefugtes Manipulieren sowie Diebstahl

gesichert.

Entwässerungsrinne mit Drainagefunktion

Die Edelstahl-Punktentwässerung SECUSINK von Aschl ist in

verschiedenen Ausführungen erhältlich und für Kunstharzbelag,

Gussasphaltbeschichtung und Fliesenbeläge geeignet.

Der Dichtflansch kann in beliebiger Höhe unter der

Fahrbahnoberkante angebracht werden.

In Kombination mit der Verdunstungs- und Ablaufrinne SECU-

RIN ® von Aschl gehören Schäden an der Bausubstanz durch

schlecht abfließendes oder unkontrolliert versickerndes Wasser

endgültig der Vergangenheit an. Die Parkdeckrinne SE-

CURIN ® mit Anschlussflansch (Belastungsklasse C250) ist in

Edelstahl V2A und V4A sowie in drei unterschiedlichen Breiten

lieferbar. Die Rinnengeometrie der SECURIN ® ist mittels eines

zusätzlichen Drainagespalts so gestaltet, dass Dehnungsrisse

im Boden als Drainage verwendet werden und das Wasser

direkt in die Parkdeckrinne fließt. Der gelochte Anschlussflansch

auf beiden Seiten sorgt dabei für eine Verkrallung mit

dem Bodenbelag, damit Rinne und Boden eine absolut dichte

Einheit bilden. Dank der verschraubbaren Modulbauweise ist

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Entwässerungstechnik

die Parkdeckrinne SECURIN ® einfach und schnell einzubauen

– ohne aufwendiges Schweißen. Die Höhe kann dabei von

oben stufenlos eingestellt und so millimetergenau dem Niveau

des Bodenbelages angeglichen werden.

Mit der hocheffizienten, langlebigen Entwässerungstechnik

von Aschl wird der Bodenaufbau von Garagen, Parkhäusern

und Parkdecks nachhaltig geschützt – dadurch werden Schäden

an der Bausubstanz vermieden.

Mit der intelligenten Entwässerungstechnik von Aschl

werden Bodenaufbau und Bausubstanz nachhaltig

geschützt. Dank Drainagefunktion und der

Ausführung in Edelstahl sind Parkdeckrinnen

und Abläufe von Aschl korrosionsfrei.

Bildquellen: Aschl GmbH, Pichl bei Wels.

Die patentierte Entwässerungstechnik von Aschl

verhindert Wasserschäden in Garagen, Parkhäusern

und Parkdecks. Aufgrund der geringen Einbauhöhe

von nur 45 Millimetern für Kunstharzböden und

75 Millimetern für Gussasphalt eignet sich die Parkdeckrinne

SECURIN ® auch bestens für Sanierungen.

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Entwässerungstechnik

Das Design liegt Ihnen zu Füßen

Anspruchsvolles Design, selbst für die zweckmäßigsten Gebrauchsgegenstände, ist ein Thema, das zunehmend

auch im äußeren Umfeld von Bauwerken zum Tragen kommt, denn das repräsentative Erscheinungsbild vieler

Gebäude wird durch deren detailliert geplante Außenanlagen verstärkt und bereichert. Dies gilt für Privathäuser

ebenso wie für Geschäftshäuser.

Hierbei werden sogar Roste mit verschiedenen Belastungsansprüchen

in ein und demselben Design gefertigt, um ein

einheitliches Erscheinungsbild von der Fassaden- bis hin zur

Hofentwässerung im Schwerlastbereich zu erzielen. Der reddot-prämierte

Längsstabrost Hydra Linearis zum Beispiel ist

für alle Belastungsklassen von A 15 bis D 400 erhältlich.

Generell aber lässt sich sagen, dass ein Großteil der Roste

mit jedem beliebigen Rinnentyp kombinierbar ist. Hierbei entscheidend

ist lediglich die jeweilige Belastungsklasse der beiden

Komponenten.

Das ostwestfälische Familienunternehmen Richard Brink hat

es sich von jeher zur Aufgabe gemacht, Funktionalität mit Ästhetik

zu verbinden. Selbst für Produkte, die man im wahrsten

Sinne des Wortes mit Füßen tritt, wie Fassaden-, Dränage- und

Entwässerungsrinnen, konzipiert das Familienunternehmen

aparte Designs, die auf Kundenwunsch auch bei maßgefertigten

Entwässerungslösungen angewandt werden. Sie machen

aus dem Umfeld des Gebäudes, der Visitenkarte des Hauses,

etwas ganz Besonderes.

Die Bandbreite der möglichen Rinnenabdeckungen wächst

von Jahr zu Jahr weiter. Architekten, Verarbeiter und Bauherren

können zurzeit aus einem Sortiment von über zwanzig

Rostdesigns die geeignete Abdeckung für das jeweilige Bauvorhaben

wählen.

Dezente Roste mit Perforationen, unterschiedlichste Längsund

Querstabroste sowie Maschenroste bieten eine breit gefächerte

Auswahl für jeden Geschmack.

Ein weiterer reddot-prämierter Rost ist der Doppelschlitzrost

Gemini mit Steineinlageschale, der die Auszeichnung „Best

of the Best“ verliehen bekommen hat. Er beweist im besonderen

Maße, dass Funktionalität und Design sich nicht widersprechen

müssen. Der dezent aber dennoch elegant wirkende

Rost lässt sich mit dem Steinbelag der jeweilig umgebenden

Pflasterfläche belegen. Lediglich zwei glänzende Doppelschlitze

aus hochwertigem Edelstahl treten an der Oberfläche

in Erscheinung und setzen kontrastreiche Akzente. Gerade bei

Schlitzrinnen ist das Thema Wartungsfreundlichkeit besonders

wichtig, da eindringender Schmutz und Laub den Abfluss des

Niederschlagswassers behindern können. Der Doppelschlitzrost

Gemini lässt sich komplett entnehmen und bietet somit

die Möglichkeit der schnellen und einfachen Revision des Rinnensystems.

Besondere Bauformen wie radiale Rinnen und Roste für die

Fassadenentwässerung an Drehtrommeltüren sowie die auf

Laibungstiefe und -breite angefertigten Entwässerungslösungen

für Fenster und Türöffnungen werden auf Kundenwunsch

gefertigt. Sie bieten dem Planer uneingeschränkten Freiraum

für ein durchgängiges Gestaltungskonzept, bei dem die Entwässerung

zum passgenauen Detail mit Designanspruch wird.

Text/Fotos: Dipl.-Des. Sebastian Brink

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Fassaden

Moderne Fassade für das ehemalige

Marine-Gebäude 27E in Amsterdam

Fotocredits: Rieder Gruppe / Ditz Fejer

formparts von Rieder als prägendes Element

Eine ehemalige Ausbildungsakademie der Marine in Amsterdam sollte für den

EU-Ratssitz der Niederlande vom Architekturbüro bureau SLA in ein Konferenzund

Pressezentrum umgestaltet werden. Die außergewöhnliche Fassade mit

Glasfaserbeton-Elementen von Rieder und einzigartigen Brise Soleils in Form

der europäischen Nationalflaggen machte das renovierte Bauwerk schnell

zum neuen Wahrzeichen des früheren Marine-Stützpunktes. Heute erfüllt das

Gebäude einen anderen Zweck: Start-Ups können sich in dem besonderen

Bau ihren kreativen Entwicklungen widmen.

Auf raffinierte Art und

Weise interpretierten

die Planer den damaligen

Baustil neu und

übersetzten ihn in die

Architektur der Gegenwart.

Die größte Veränderung

am Gebäude

27E zeigt sich an der

Nord- und der Südfassade

des Hauses.

Hier ersetzten die Architekten die ehemalige Band- durch eine

Lochfassade mit 3,5 x 3,5 m großen Fenstern. Die anthrazitfarbenen

Formteile von Rieder an der Fassade verleihen dem Bau

sein außergewöhnliches Erscheinungsbild. Zusammen mit den

Brise Soleils an der Südfassade, die durch die Anordnung ihrer

filigranen Holzlamellen die Nationalflaggen der Europäischen

Gemeinschaft nachempfinden, stellen die Glasfaserbeton-Elemente

einen besonderen Blickfang dar.

Bei der Renovierung des Hauses 27E am ehemaligen Marine-

Areal unweit des Amsterdamer Hauptbahnhofes standen die

Architekten vor der Herausforderung in sehr kurzer Zeit ein innovatives

und vorzeigbares Konzept umzusetzen. Nur mit den

richtigen Partnern konnte dieses Ziel – in nur 1,5 Jahren zu

planen und fertig zu bauen – erreicht werden. Peter van Assche,

der planende Architekt, sagt zum gestalterischen Konzept:

„Wir wollten bei dem Bauwerk den Charme der Nachkriegsarchitektur

aufrechterhalten und das Gebäude nur mit

einzelnen, gezielten Eingriffen an die Anforderungen unserer

Zeit anpassen.“ Der ursprüngliche Bau wurde Ende der 50er-

Jahre als Ausbildungsakademie errichtet. Als zeittypisch aufgeständerter

Stahlskelettbau mit anpassungsfähigem Grundriss

entsprach es optisch ganz dem Stil dieser Zeit.

Ästhetisch und anspruchsvoll

Die Verkleidung ist nicht nur ästhetisch und innovativ, sondern

erfüllt auch funktionelle Anforderungen an die Gebäudehülle.

So fungieren die formparts von Rieder auch als Sonnenschutz.

Durch das geringe Gewicht der nur 13 mm dünnen Elemente

sowie die hohen Spannweiten von bis zu 4,5 m ist weniger Material

an Unterkonstruktion erforderlich. Das geringe Gewicht

der formparts war außerdem für die Gebäudestatik der ehemaligen

Akademie ein wichtiger Vorteil, da nur wenig zusätzliche

Last eingebracht werden konnte.

Bei der Realisierung der Fassade des Haus 27E spielte der

Faktor Zeit eine ausschlaggebende Rolle. In enger Zusammenarbeit

konnte schließlich eine rasch umsetzbare, kosteneffiziente

und ästhetisch anspruchsvolle Lösung gefunden

werden. Um die Anzahl der Fassadenfugen so gering wie möglich

zu halten, wählten die Planer vorrangig L- und U-förmige

Formteile. Diese wurden von Rieder innerhalb weniger Wochen

geliefert und waren schnell montiert.

Partner für Sonderlösungen

Die Elemente aus Glasfaserbeton werden in der Manufaktur

des Familienunternehmens vielfach gemeinsam mit Architekten,

Designern und Kunden für das jeweilige Projekt entwickelt

und maßgeschneidert angefertigt. Hierfür beschäftigt Rieder

ein eigenes Team, das sich ausschließlich

um die Unterstützung von Architekten und

Planern bei der Umsetzung von individuellen

Projekten kümmert. Ästhetik und Funktionalität

der Lösung spielen dabei eine

ebenso große Rolle wie Kosteneffizienz. So

hat sich Rieder in den vergangenen Jahren

weg vom reinen Plattenproduzenten hin

zum Anbieter von Lösungen für komplexe

Gebäudehüllen entwickelt.

www.rieder.cc

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Holz-/Holzwerkstoffe

B. Radovic und T. Wiegand

Oberflächenqualität von Konstruktionsvollholz KVH ®

Fortsetzung, Teil 2

Herr Akad. Dir. i. R. Dipl.-Ing. Borimir Radovic war langjähriger Leiter der Abteilung Holz der MPA Universität

Stuttgart – „Otto-Graf-Institut“ und ist Mitglied in verschiedenen Sachverständigenausschüssen beim Deutschen

Institut für Bautechnik sowie in zahlreichen anderen Gremien. Herr Dr.-Ing. Tobias Wiegand ist Geschäftsführer

der Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz e.V., der Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V., sowie des

Verbandes Holzfaser Dämmstoffe e.V.

2.5 Äste

Äste sind als Träger von Blättern und Nadeln ein natürlicher

Bestandteil des Baumes und der daraus gewonnenen Schnittholzprodukte.

Da Äste Querschnittsschwächungen und örtliche

Faserabweichungen verursachen, stellt die Ästigkeit ein

wesentliches Kriterium für die Festigkeitssortierung dar.

Die Ästigkeit von Kanthölzern wird nach DIN 4074-1 ausschließlich

anhand der Größe der Einzeläste bewertet, siehe

Bild 10. Das Einzelastkriterium A für Kanthölzer bezieht sich

Für visuell sortiertes, nicht keilgezinktes Vollholz nach DIN

EN 14081-1 können verschiedene nationale Sortiernormen

zur Anwendung kommen. Die nationalen Sortierklassen werden

unter Beachtung der Holzart und der Herkunft über die

Zuordnungsnorm DIN EN 1912 [15] oder über Prüfberichte

anerkannter Stellen einer der europäischen Festigkeitsklassen

aus DIN EN 338 [16] zugeordnet, siehe Tabelle 2.

Für eine europäische Festigkeitsklasse können je nach verwendeter

nationaler Sortiernorm, Holzart und Herkunft, unterschiedliche

Astgrößen zulässig sein. Umgekehrt können bei

gleicher Ästigkeit unterschiedliche Festigkeiten erreicht werden.

Für die Masse des in Deutschland und Österreich visuell

sortierten Vollholzes bleibt DIN 4074-1 bislang aber die übliche

Sortiernorm. Im Folgenden wird daher für die visuelle Sortierung

nur auf diese Norm Bezug genommen.

Legende: 1 = Kantenkast

d

d d d

1 2 3

= max . ; ; ;

b b b h

A

4

Bild 10: Messung Einzeläste bei Kanthölzern nach DIN 4074-1


÷


Tabelle 2:

Zuordnung visueller Sortierklassen nach DIN 4074-1 für

Kanthölzer zu europäischen Festigkeitsklassen

44 BDB-Nachrichten Journal 3/2018

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 44 10.09.18 15:26


Holz-/Holzwerkstoffe

dabei auf die Querschnittsabmessungen. Mit größer werdenden

Querschnittsabmessungen sind daher größere Äste zulässig.

Alternativ kann das Holz maschinell sortiert werden. Auch bei

einer maschinellen Festigkeitssortierung sind Äste ein wesentliches

Kriterium. Feste Werte für Astgrößen können aber

nicht angegeben werden, da in gewissen Grenzen eine große

Ästigkeit durch eine hohe Rohdichte kompensiert werden

kann (und umgekehrt).

Aus dem oben Gesagten folgt, dass die Festigkeitsklasse nur

eine gewisse Orientierung hinsichtlich der zu erwartenden relativen

Astgröße erlaubt. Die Angabe einer Festigkeitsklasse

reicht daher für eine Klassifizierung nach ästhetischen Kriterien

nicht aus, zumal auch keinerlei Aussagen zum Astzustand

getroffen werden.

Aus ästhetischen Gründen beschränkt die Vereinbarung über

Konstruktionsvollholz KVH ® die Größe des Einzelastes auf

A ≤ 2/5, gemessen nach DIN 4074-1, und gibt zusätzlich als

zulässigen Größtwert eines Durchmessers von 70 mm an. Bei

maschinell sortiertem Holz gilt die Beschränkung nur für die

Oberflächenklasse KVH ® Si (sichtbarer Bereich). Zudem enthält

die Vereinbarung über Konstruktionsvollholz KVH ® Vorgaben

für den Astzustand, siehe auch Tabelle 1.

Die Kriterien für den Astzustand gelten sowohl bei der Anlieferung

wie auch im eingebauten Zustand.

Es ist in der Regel nicht ratsam, aus ästhetischen Gründen

über die Vereinbarung über Konstruktionsvollholz KVH ® hinausgehende

Anforderungen an die Astgröße, Anzahl der Äste

oder deren Abstand zu stellen. Zusätzliche Anforderungen

stellen einen tiefen Eingriff in den Produktionsablauf dar, erfordern

aufgrund des höheren Ausschusses die Sortierung einer

größeren Holzmenge und erhöhen damit die Produktionskosten

und verlängern die Lieferzeit erheblich.

2.6 Harzgallen

Bei allen für die Herstellung von Konstruktionsvollholz KVH ®

verwendeten einheimischen Nadelholzarten (Fichte, Kiefer,

Lärche, Douglasie), außer bei der Tanne, findet man Harzgallen

vor. Harzgallen werden im lebenden Stamm gebildet und

verlaufen stets innerhalb eines Jahrringes. Beim Schnittholz

erscheinen sie auf den tangentialen Flächen in ovaler und auf

den radialen Flächen in länglicher Form.

Da Harzgallen die Festigkeit des Holzes kaum beeinflussen,

werden sie bei der Festigkeitssortierung nicht berücksichtigt.

Der Austritt von Harz aus Harzgallen ist auch bei einer sorgfältigen

Sortierung nie gänzlich auszuschließen, da dicht unter

der Oberfläche liegende Harzgallen bei einer Temperatureinwirkung

auch zu einem späteren Zeitpunkt noch aufbrechen

können.

Wie bei den Ästen sollte auch bei den Harzgallen die Wahrnehmbarkeit

in Abhängigkeit der Ausleuchtung und des Abstandes

zum Auge eines möglichen Betrachters berücksichtigt

werden. Die Beschränkung der zulässigen Breite von

Harzgallen auf 5 mm stimmt dabei mit den Vorgaben für BS-

Holz der Sichtqualität gemäß BS-Holz Merkblatt [17] überein.

Aufgrund der oben beschriebenen Problematik der späteren

Ausharzungen gelten die in Tabelle 1 gegebenen Kriterien für

Harzgallen nach Ansicht der Autoren nur für den Auslieferungszustand.

2.7 Risse

Bei den Rissen wird zwischen Blitzrissen, Ringschäle und

Schwindrissen (Trockenrissen) unterschieden.

Blitzrisse entstehen an stehenden Bäumen. Sie verlaufen radial

zu den Jahrringen und sind durch eine dunkle Farbe (Verkohlung)

des angrenzenden Holzes zu erkennen. Bei einer

Ringschäle handelt es sich um einen dem Jahrring folgenden

Riss, wobei dieser den ganzen Jahrring oder nur einen Teil

des Jahrrings erfassen kann. Die Ringschäle entsteht in der

Regel durch Wuchsspannungen im stehenden Baum und verläuft

meistens in den ersten Schichten des Frühholzes. Sowohl

die Blitzrisse wie auch die Ringschäle sind bei tragenden

Hölzern und damit auch bei Konstruktionsvollholz KVH ® nicht

zulässig, da sie die Festigkeit des Holzes stark herabsetzen

können.

Schwindrisse entstehen bei Trocknung des Holzes unterhalb

des Fasersättigungsbereiches und sind auf den Unterschied

zwischen dem Schwindmaß in tangentialer und dem

Schwindmaß in radialer Richtung zurückzuführen. Sie reduzieren

die zur Übertragung von Schub- und Querzugkräften

verfügbare Breite der Hölzer und begrenzen damit die Schubund

Querzugtragfähigkeit.

Auch bei sorgfältigster Herstellung und geringen Schwankungen

der Holzfeuchte können materialbedingt zumindest kleine

Risse nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Bei größeren

Klimaschwankungen bzw. bei stärkerem Nachtrocknen der

Bauteile nach dem Einbau ist mit tieferen Rissen zu rechnen.

In statischer Hinsicht werden Schwindrisse als projizierte Risstiefen

nach DIN 4074-1 bewertet, siehe Bild 11. Die projizierte

Risstiefe beschreibt die Reduzierung der für die Übertragung

der Schub- und Querzugspannungen zur Verfügung stehende

Querschnittsfläche. Die nach DIN 4074-1 zulässigen Risstiefen

wurden bei der Festlegung der charakteristischen Schubund

Querzugfestigkeiten bzw. der Festlegung des Rissfaktors

für die Beanspruchbarkeit auf Schub kcr aus DIN EN 1995-1-1

[18], [19] bereits berücksichtigt und müssen bei der Bemessung

nicht gesondert berücksichtigt werden.

Da für die Tragfähigkeit nur die Risstiefe maßgebend ist, werden

in der DIN 4074-1 keine Aussagen über die in ästhetischer

Hinsicht interessantere Rissbreite gemacht. Die Wahrnehmbarkeit

eines Risses hängt wesentlich von der Rissbreite ab,

wobei bei einer farbigen Behandlung der Oberfläche bereits

geringere Rissbreiten als störend empfunden werden können.

BDB-Nachrichten Journal 3/2018 45

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 45 10.09.18 15:26


Holz-/Holzwerkstoffe

reich der Oberfläche angeschnittenen Zellen. Bei verbautem

Holz können auch Verunreinigungen der Oberfläche als Nahrung

dienen. Die Schimmelpilze bilden einen meist grünen bis

blaugrünen oder schwärzlichen Rasen. Auch die Schimmelpilze

benötigen für ihre Entstehung und Entwicklung eine hohe

Holzfeuchte, wobei diese Feuchte nur im Bereich der Oberfläche

vorhanden sein muss. Hohe Luftfeuchte und unbewegte

Luft begünstigen das Wachstum dieser Pilze. Schimmelpilze

können je nach Nutzung des Gebäudes eine erhebliche Gesundheitsgefährdung

darstellen. Konstruktionsvollholz KVH ®

soll bei der Anlieferung daher frei von Schimmelbefall sein.

Bild 11: Bestimmung der Risstiefe nach DIN 4074-1

Die Vereinbarung über Konstruktionsvollholz KVH ® schließt

diese Lücke mit den in Tabelle 1 enthaltenen Anforderungen.

Eine Beschränkung bezüglich Länge und Anzahl von Schwindrissen

existiert weder in DIN 4074-1 noch in der Vereinbarung

über Konstruktionsvollholz KVH ® .

Die in Tabelle 1 angegebenen Risstiefen und -breiten sollten

sowohl zum Zeitpunkt der Anlieferung als auch im eingebauten

Zustand eingehalten werden. Da allerdings die nachträgliche

Rissbildung stark vom sachgerechten Transport, Lagerung,

und Einbau der Bauteile sowie auch von der sachgerechten

Inbetriebnahme des Gebäudes (z. B. schonendes Aufheizen

bei ausreichender Feuchteabfuhr) abhängt, muss die zum

Zeitpunkt der Anlieferung vorhandene Rissbildung und Bauteilfeuchte

kontrolliert, protokolliert und erff. beanstandet werden.

Andernfalls ist eine spätere Analyse von Rissursachen

kaum möglich.

2.8 Verfärbungen

Bläue- und Schimmelpilze gehören zu den holzverfärbenden

Pilzen. Sie ernähren sich nur von den Zellinhaltsstoffen, die

tragende Zellwandsubstanz (Zellulose, Lignin) wird nicht angegriffen,

sodass die Tragfähigkeit des Holzes nicht herabgesetzt

wird, wie dies bei holzzerstörenden Pilzen der Fall ist.

Die Bläuepilze verursachen eine blaue bis grauschwarze Verfärbung

des Holzes, die sich bei Nadelhölzern über den ganzen

Splintholzbereich erstrecken kann. Sie treten vornehmlich

an frisch geschlagenen, noch nicht aufgearbeiteten Stämmen

(Stammholzbläue) und an nicht ausreichend getrocknetem

sowie schlecht gestapelten Kanthölzern, Bohlen und Brettern

(Schnittholzbläue) auf. Es gibt zudem noch die Anstrichbläuepilze,

die das mit einem Anstrich versehene Holz unterhalb

des Anstriches angreifen können, wenn das einmal getrocknete

Holz nachträglich erhöhte Feuchte aufnimmt.

Die Schimmelpilze besiedeln nur die Oberfläche des Holzes

und ernähren sich nur von den Zellinhaltsstoffen der im Be-

Braune und rote Streifen sind auf einen Befall durch holzzerstörende

Pilze bei unsachgemäßer Lagerung des Holzes im

Wald zurückzuführen. Solange diese braunen und roten Streifen

noch nagelfest sind, ist die Festigkeit des Holzes nicht

nennenswert herabgesetzt. Daher sind diese Streifen in allen

Sortierklassen gemäß DIN 4074-1 erlaubt.

Die Anforderungen an Verfärbungen aus der Vereinbarung

über Konstruktionsvollholz KVH ® sind in Tabelle 1 wiedergegeben

und um Aussagen zu Schimmelbefall ergänzt worden.

Einer Verfärbung oder einem Schimmelbefall nach Anlieferung

kann durch sachgerechten Schutz bis zur Fertigstellung

des Gebäudes entgegengewirkt werden. So ist bei Transport,

Lagerung und Einbau das Holz vor Feuchte zu schützen. Bei

Konstruktionsvollholz KVH ® wird eine Folienummantelung

empfohlen. Bei Folien kann es unter bestimmten Klimabedingungen

zu Tauwasserbildung kommen, sodass unterhalb der

Folie die Bedingungen für die Entstehung von Schimmel- und

Bläuepilzen gegeben sein können. Daher sollten Folierungen

umgehend entfernt und die Hölzer auf einem trockenen Untergrund

unter Verwendung von Stapelhölzern und Leisten gelagert

werden. Eventuelle notwendige Abdeckungen mit Planen

sollen so ausgeführt werden, dass eine Luftzirkulation unter

der Abdeckung möglich ist. Insbesondere bei Estricharbeiten

ist für eine ausreichende Lüftung zu sorgen. Nichtbeachtung

dieser Maßnahme kann zu einer verstärkten Bläue- und auch

Schimmelpilzbildung in kälteren Gebäudeteilen führen.

Da Bläue- und Schimmelbefall durch fehlerhafte Behandlung

nach der Anlieferung der Bauteile auftreten kann, sollte auch

hier durch eine Wareneingangskontrolle der Zustand bei Anlieferung

kontrolliert werden. Es gelten die diesbezüglich gemachten

Angaben im Abschnitt „Risse“.

2.9 Insektenbefall

Das für die Herstellung von KVH verwendete Vollholz kann

Fraßgänge durch Frischholzinsekten aufweisen. Eine Ausweitung

des Befalls im eingeschnittenen trockenen Holz ist ausgeschlossen.

Es verbleiben aber die im Frischholz entstandenen

Fraßgänge. Gemäß DIN 4074-1: 2012-06 sind Fraßgänge

mit einem Durchmesser ≤ 2mm in allen Sortierklassen zulässig.

Aus ästhetischen Gründen sind diese Fraßgänge bei Konstruktionsvollholz

KVH ® NSi tolerierbar, bei Konstruktionsvollholz

KVH ® Si aber auszuschließen, siehe Tabelle 1.

46 BDB-Nachrichten Journal 3/2018

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 46 10.09.18 15:26


Holz-/Holzwerkstoffe

Ein gänzlich „fehlerloses“ Holz kann aufgrund der natürlichen

Herkunft des Werkstoffes nicht erwartet werden.

Die Vereinbarung über Konstruktionsvollholz KVH ® gilt für

Fichte, Tanne, Lärche, Kiefer und Douglasie. Für andere Holzarten

kann sie in Abstimmung mit dem Hersteller sinngemäß

angewendet werden.

2.10 Keilzinkenverbindungen

Für die Keilzinkenverbindung werden in der Regel modifizierte

Melaminharz- und Polyurethanharzklebstoffe eingesetzt. Aufgrund

der hellen Farbe dieser Klebstoffe und geringer Klebfugendicke

wird die Keilzinkenverbindung kaum wahrgenommen.

Das Abzeichnen der Klebstofffugen ist produktspezifisch

und in keinem Fall ein Mangel. Klebstoffperlen sind dagegen

nur bei egalisierten Oberflächen, nicht jedoch bei gehobelten

Oberflächen akzeptabel.

Die Zinkengründe von Keilzinkungen in tragenden Bauteilen

dürfen, anders als die von nichttragenden Keilzinkungen z. B.

für den Fensterbau, nicht geschlossen sein, da ansonsten die

für eine ordnungsgemäße Klebung erforderliche Flankenpressung

nicht sichergestellt ist. Das erforderliche Zinkenspiel von

i.d.R. 0,4 mm bis 1 mm muss daher toleriert werden.

Bezüglich der Tragfähigkeit ist die Anzahl sowie der Abstand

der Keilzinkenverbindungen nicht limitiert; produktionsbedingt

beträgt der Abstand zwischen einzelnen Keilzinkungen in der

Regel zwischen etwa 2 m und 4 m.

2.11 Verschmutzungen

Bild 13: Geöffnete Keilzinkung

Grundsätzlich ist Konstruktionsvollholz KVH ® so zu lagern,

zu transportieren und einzubauen, dass keine nennenswerten

Verschmutzungen entstehen können, da das Entfernen dieser

Verschmutzungen mit großem Zeitaufwand verbunden ist.

Leichte Verschmutzungen bei der Anlieferung können nicht

vollständig ausgeschlossen werden.

Sind Verschmutzungen nicht sicher auszuschließen, so sollten

besonders später sichtbar verbleibende Hölzer während

Transport, Lagerung und Montage durch diffusionsoffenen

Folien oder durch Verwendung von temporären Witterungsanstrichen

geschützt werden.

2.12 Von der Vereinbarung über Konstruktionsvollholz KVH ®

abweichende Anforderungen

Für die Festlegung einer Oberflächenqualität sollte die Vereinbarung

über Konstruktionsvollholz KVH ® herangezogen werden.

Sollten im Einzelfall unter der Beachtung technischer und

wirtschaftlicher Beschränkungen, individuelle Oberflächenqualitäten

vereinbart werden, sollten diese anhand der in der

Vereinbarung über Konstruktionsvollholz KVH ® festgelegten

Kriterien definiert werden.

Die Vereinbarung über Konstruktionsvollholz KVH ® lässt für

Fichte, Tanne, Lärche, Kiefer und Douglasie verschiedene

Wahlmöglichkeiten zu: So kann, wie oben erläutert, für die

Oberflächenklasse KVH ® Si ein herzfreier Einschnitt ausgeschrieben

werden und die Maßhaltigkeit in Längsrichtung

sowie die Art der Bearbeitung der Enden vereinbart werden.

Häufige individuell vereinbarte Abweichungen von der Vereinbarung

sind ansonsten ein scharfkantiger Einschnitt anstelle

gefaster Kanten und die Hobelung in der Oberflächenklasse

KVH ® NSi.

3. Hinweise zur Mängelbeseitigung

3.1 Allgemeines

Werden in der Wareneingangskontrolle Mängel festgestellt

oder sind diese nach der Ablieferung durch unsachgerechten

Transport, Lagerung, Einbau oder Aufheizen des Bauwerkes

entstanden, so sollten diese umgehend dokumentiert und

müssen ggf. effektive und wirtschaftliche Methoden zur Mängelbeseitigung

gefunden werden. Nachfolgend sollen, ohne

Anspruch auf Vollständigkeit, einige der häufigeren Maßnahmen

diskutiert werden.

3.2 Sanierung von Verfärbungen, Entfernung von

Schimmelpilz

Ein Bläue und Schimmelbefall kann mit verschiedensten Maßnahmen

vermieden werden, siehe 2.8. Eine aufgetretene Verblauung

kann erff. durch Bleichen der Holzoberfläche des

trockenen Bauteiles weitgehend beseitigt werden. Dazu wird

zunächst eine 20%ige Ammoniaklösung, danach sofort einoder

mehrmals eine 10%ige Wasserstoffsuperoxidlösung aufgetragen.

Abschließend wird mit Essigsäure neutralisiert und

mit Wasser nachgewaschen. Alternativ kann bei nur äußerlich

auftretender Bläue die Oberfläche abgeschliffen werden.

Wenn bei Konstruktionsvollholz KVH ® ein Schimmelpilzbefall

auftritt, ist zunächst dafür zu sorgen, dass die meist nur

im Bereich der Oberfläche vorhandene erhöhte Holzfeuchte

abgegeben wird. Anschließend wird der Schimmelpilzbefall

durch Abbürsten oder -schleifen der getrockneten Oberfläche

entfernt. Beim Abschleifen oder Abbürsten der Schimmelpilzteile

ist stets eine Atemschutzmaske zu verwenden. Die einschlägigen

Vorschriften zum Arbeitsschutz sind zu beachten.

Hinweise zur Beurteilung von Schimmelpilzbefall und zu den

erforderlichen Maßnahmen enthält z. B. [20].

Allen Verfahren zur Entfernung eines Bläue- oder Schimmelbefalls

ist gemein, dass sie einerseits sehr arbeitsaufwändig

sind, andererseits mit Farbunterschieden beim Nachdunkeln

BDB-Nachrichten Journal 3/2018 47

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 47 10.09.18 15:26


Holz-/Holzwerkstoffe

der Hölzer bzw. bei einer nichtdeckenden Beschichtung zu

rechnen ist. Ein dunkler deckender Anstrich kann eine Alternative

sein.

3.3 Die Beseitigung von Verschmutzungen

Verschmutzungen können durch die bereits im Abschnitt 2.11

beschriebenen Maßnahmen verhindert werden.

Leichte und/oder frische Verschmutzungen können in der Regel

durch Abwischen mit feuchten Tüchern beseitigt werden.

Temporäre Witterungsschutzanstriche erleichtern die Reinigung

erheblich. Bei stärkeren Verschmutzungen, wie z. B.

Spuren von Niederschlagswasser, muss das Holz im sichtbaren

Bereich i. d. R. abgeschliffen werden. Es ergeben sich die

bereits im Abschnitt 3.2 beschriebenen Probleme.

Bildnachweis:

Abbildungen 1-7, 9-11,13

Überwachungsgemeinschaft KVH e.V., Wuppertal

Abbildungen 8, 12: N.N.

KVH ® , DuobalKen ®

unD TriobalKen ®

- nacH europäiscHer norm -

Konstruktionsvollholz KVH® und Balkenschichtholz (Duobalken®, Triobalken®)

sind hochwertige Baustoffe für konstruktive Verwendungen im modernen

Holzbau, besonders geeignet für:

QQ

tragende und aussteifende Holzkonstruktionen,

QQ

Bauteile mit hohen gestalterischen Ansprüchen,

QQ

Bauteile, bei denen auf vorbeugenden chemischen Holzschutz

verzichtet werden kann.

Europäisch geregelt gemäß DIN EN 15497:2014-7 (Konstruktionsvollholz KVH®)

und DIN EN 14080:2013-08 (Duobalken®, Triobalken®)

Literatur

Die zitierten Normen können über den Beuth-Verlag, Berlin,

bezogen werden

[1] DIN EN 14081-1: 2011-05, Holzbauwerke – Nach Festigkeit sortiertes

Bauholz für tragende Zwecke mit rechteckigem Querschnitt –

Teil 1: Allgemeine Anforderungen

[2] DIN 20000-5: 2012-03, Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken

– Teil 5: Nach Festigkeit sortiertes Bauholz für tragende Zwecke

mit rechteckigem Querschnitt

[3] DIN EN 15497: 2014-07, Keilzinkenverbindungen im Bauholz –

Leistungsanforderungen und Mindestanforderungen an die Herstellung

[4] DIN 20000-7: 2015-08, Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken

– Teil 7: Keilgezinktes Vollholzholz für tragende Zwecke nach

DIN EN 15497

[5] ATV DIN 18334: 2016-09, VOB: Verdingungsordnung für Bauleistungen

Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen

(ATV) Zimmer- und Holzarbeiten

[6] DIN 68365:2008-12, Schnittholz für Zimmererarbeiten – Sortierung

nach dem Aussehen – Nadelholz

[7] Vereinbarung über KVH ® (Konstruktionsvollholz) zwischen dem

Bund Deutscher Zimmermeister im ZDB und der Überwachungsgemeinschaft

Konstruktionsvollholz e.V.; Fassung September 2015

[8] Radovic, B.; Wiegand, T. (2005), Oberflächenqualitäten von Brettschichtholz,

Bauen mit Holz 07/2005 und 08/2005, Bruderverlag, Köln

[9] DIN 4074-1: 2012-06, Sortierung von Holz nach der Tragfähigkeit,

Teil 1: Nadelschnittholz

[10] Grosser, D. 1998: Merkblattreihe Einheimische Holzarten, Holzabsatzfonds,

Bonn

[11] Grosser, D.; Zimmer, B. 1998; Einheimische Holzarten und ihre

Verwendung, In: INFORMATIONSDIENST HOLZ; holzbau handbuch,

Reihe 4, Teil 2, Folge 2, Entwicklungsgemeinschaft Holzbau (EGH) in

der DGfH e.V., München

[12] DIN 68800-1: 2011-10, Holzschutz – Teil 1: Allgemeines

[13] DIN 68800-2: 2012-02, Holzschutz – Teil 2: Vorbeugende bauliche

Maßnahmen im Hochbau

[14] DIN EN 336, Bauholz für tragende Zwecke – Maße, zulässige Abweichungen

[15] DIN EN 1912: 2013-10, Bauholz für tragende Zwecke – Festigkeitsklassen

– Zuordnung von visuellen Sortierklassen und Holzarten

[16] DIN EN 338: 2016-07, Bauholz für tragende Zwecke – Festigkeitsklassen

[17] Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V. (2016), BS-Holz-Merkblatt,

10. Auflage, Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V., Wuppertal

[18] DIN EN 1995-1-1:2010-12, Eurocode 5: Bemessung und Konstruktion

von Holzbauten – Teil 1-1: Allgemeines – Allgemeine Regeln

und Regeln für den Hochbau

[19] DIN EN 1995-1-1/NA:2013-08, Nationaler Anhang – national festgelegte

Parameter – Eurocode 5: Bemessung und Konstruktion von

Holzbauten – Teil 1-1: Allgemeines – Allgemeine Regeln und Regeln

für den Hochbau

[20] Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg 2011: Handlungsempfehlung

für die Sanierung von mit Schimmelpilzen befallenen Innenräumen

Mehr Informationen zur europäischen Norm unter www.kvh.eu oder bei:

Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz e.V.

Heinz–Fangman–Straße 2, D-42287 Wuppertal – GERMANY

Fax: ++ 49 (0) 202 / 769 72 73–5, Email: info@kvh.eu

48 BDB-Nachrichten Journal 3/2018

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 48 10.09.18 15:26


Gebäudeautomation

Unbegrenzte Steuerungsmöglichkeiten

Neue KNX Lösungen von Warema

Die Zukunft der Haustechnik heißt Gebäudeautomation – und sie hat bereits begonnen. Über datenverarbeitende

Bussysteme, die Sensoren und Aktoren verbinden, laufen die Signale für alle angeschlossenen Produkte wie

Sonnenschutz, Licht und Fenster. Der Sonnenlicht-Manager Warema bietet für das KNX System maßgeschneiderte

neue Produktlösungen, die genau auf die verschiedenen Anforderungen im privaten Wohnbereich sowie im

Gewerbebau abgestimmt sind.

Intelligente Vernetzung mit KNX Sonnenschutzaktoren

Die KNX Technologie gehört zu den führenden Steuerungsstandards

im Smart Home. Alle von Warema entwickelten

Komponenten entsprechen den geforderten Normen und

Standards, so dass sie problemlos auch herstellerübergreifend

mit weiteren Produkten der Haustechnik kombiniert

werden können. Mit den KNX Sonnenschutzaktoren lassen

sich zwei bis acht verschiedene Sonnenschutzantriebe mit

230 Volt Wechselspannung (AC) unabhängig voneinander

steuern. Auch der neue 4-fach Aktor KNX SA 4MDC bietet

große Flexibilität und ermöglicht die unabhängige Steuerung

von vier 24 Volt (DC) Sonnenschutzmotoren. Um die optimale

Energieausbeutung zu gewährleisten, kann die manuelle Bedienung

über Automatikeingänge (z. B. Cut-Off) eingeschränkt

werden. Am Aktor enthaltene Federkraftklemmen ermöglichen

eine einfache Montage.

Alle Warema KNX Mehrfachaktoren sind als Reiheneinbaugeräte

erhältlich oder als Aufputzvarianten, mittels derer integrierten

Binäreingänge handelsübliche (Jalousie-)Taster

anschließbar sind. Einfach wechselbare Feinsicherungen sorgen

für den optimalen Leitungsschutz der angeschlossenen

Komponenten und gewährleisten somit ein Plus an Sicherheit.

Diese sind auf den Aktoren standardmäßig bereits vorhanden.

Innovativ und einzigartig bei den Aufputzaktoren sind die manuelle

Vorrangbedienung und die bequeme Betätigung der

KNX-Programmiertaste via Bluetooth und Smartphone-App –

abgehängte Decken oder doppelter Boden sind kein Problem

bei der Inbetriebnahme.

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sind mit den Warema KNX Aufputzaktoren kein Problem – dank der

manuellen Vorrangbedienung per Smartphone (Bluetooth)

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Mit dem modular aufgebauten System Warema BAline

lassen sich verschiedene Komponenten der Gebäudetechnik

flexibel und individuell zusammenfassen.

Modulares System für flexible Raumautomation

Mit dem modular aufgebauten System Warema BAline lassen

sich verschiedene Komponenten der Gebäudetechnik flexibel

und individuell zusammenfassen. Mit dem Basismodul

KNXMCM ist es möglich, Warema BAline in ein KNX Bussystem

zu integrieren. Bis zu acht BAline Erweiterungsmodule

und somit eine Vielzahl an Sensoren und Verbraucher eines

Raumes können an das Modul angeschlossen werden. Die

Besonderheit des Produktes ist es, dass die Nutzer über den

frei programmierbarer Logikbaustein einfach komplexe Funktions-

und Automatisierungsabläufe realisieren können.

Bussystem-Lösungen von Warema – der Weg zu mehr

Lebensqualität, Energieeffizienz und gebäudetechnischer

Wertsteigerung.

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oder als Aufputzvarianten erhältlich.

Copyright: Warema

BDB-Nachrichten Journal 3/2018 49

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 49 10.09.18 15:26


Gebäudeautomation

Siedle Access im Schwarzwald-Baar-Klinikum

Es geht um Sicherheit und Flexibilität

Eines der größten Krankenhäuser in Baden-Württemberg setzt seit mehreren Jahren auf komplett vernetzte

Gebäudetechnik mit eingebundener Gebäudekommunikation aus dem Hause Siedle. Die Erfahrungen sind

rundherum positiv.

gut.“ Das Unternehmen investiert zudem viel in die kontinuierliche

Weiterentwicklung von Siedle Access: „Das macht sich

in der Stabilität des Systems bemerkbar.“

www.siedle.de

Das Schwarzwald-Baar-Klinikum wurde 2009 bis 2013 errichtet und

ist ein zukunftsorientiertes Krankenhaus der Zentralversorgung.

Siedle Access ermöglicht die Gebäudekommunikation über

beträchtliche Distanzen und die Vernetzung zahlreicher Teilnehmer.

24 Fachabteilungen auf 46.000 Quadratmetern und jährlich

50.000 stationäre Patienten: Das Schwarzwald-Baar-Klinikum

in Villingen-Schwenningen stellt hohe Anforderungen an die

technische Gebäudeausstattung – gerade auch im Bereich

der Gebäudekommunikation. Schon bei der Errichtung des

Krankenhauses entschied man sich deshalb für das IP-basierte

Kommunikationssystem Siedle Access. Sicherheitsaspekte

und die Notwendigkeit, auf Nutzungs- und Funktionsveränderungen

jederzeit schnell reagieren zu können, gaben

den Ausschlag.

„In unserem Klinikum ist alles in ein Netzwerk integriert, von

der Telefonie bis zum Fernsehen für Patienten“, erklärt Matthias

Harzer. Für den IT-Sachgebietsleiter liegen die Vorteile

der IP-basierten Gebäudekommunikation auf der Hand: Viele

sensible Bereiche müssen rund um die Uhr geschützt werden,

etwa Intensivstationen, Operationssäle, Apotheken und Labore.

Zutrittskontrollen und Gegensprechanlagen mit Videokameras

sind unerlässlich. Gerade hier beweist Siedle Access

seine Leistungsstärke. Das System vernetzt sämtliche Außen-

und Innentüren sowie die Aufzüge der Klinik mit WLAN-

Telefonen. Auf diese Weise können Mitarbeiter den Türruf im

ganzen Gebäude annehmen, beantworten und die Tür öffnen.

Das ist ein Beitrag zu mehr Mobilität, die für das Klinikum als

24-Stunden-Betrieb besonders wertvoll ist.

Auf Dauer überzeugt Siedle Access vor allem durch seine

große Anpassungsfähigkeit, denn Ergänzungen und Ausbauten

sind fast unbegrenzt möglich. Mit der einmaligen Installation

ist es allerdings nicht getan. „Dienstleistungen sind von

zentraler Bedeutung, vor allem ein professioneller Service“,

so Harzer. „Wir arbeiten jetzt schon einige Jahre mit Siedle

als Dienstleister zusammen und unsere Erfahrungen sind sehr

Matthias Harzer, 35, ist Sachgebietsleiter für IT-Infrastruktur

am Schwarzwald-Baar-Klinikum. Am System Siedle Access

schätzt er besonders die Flexibilität und Erweiterbarkeit.

„Der Vorteil beim IP-System Access ist tatsächlich die

hohe Flexibilität. Für die Anforderungen eines Großklinikums

ist Siedle Access das System der Zukunft.“

Matthias Harzer, IT-Sachgebietsleiter am Schwarzwald-

Baar-Klinikum

Der 24-Stunden-Betrieb stellt

besondere Anforderungen an die

Sicherheit der Zugänge. An der

zentralen Notaufnahme erfolgt die

Zutrittskontrolle an einer Stele mit

Videokamera: Hier ist jederzeit sichtbar,

wer Einlass begehrt.

Die „Gifträume“ zählen zu den

sensiblen Bereichen einer Klinik.

Besucher melden sich über die

Gegensprechanlage, die dank

zweier Blindmodule mit

Videokamera und Zutrittskontrolle

nachgerüstet werden kann.

Neben Patienten, Mitarbeitern und

Besuchern betreten auch

unterschiedliche Lieferanten die

Großklinik – sofern sie über eine

entsprechende Zutrittsberechtigung

verfügen oder sich über die

Video-Gegensprechanlage

identifizieren können.

© S. Siedle & Söhne

50 BDB-Nachrichten Journal 3/2018

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 50 10.09.18 15:26


Hochwasser-/Überflutungsschutz

Nachhaltiger Hochwasserschutz in Edelstahl

Bundesweit sorgen sich nicht nur Hausbesitzer

vor drohendem Hochwasser und den damit verbundenen

Überschwemmungen. Auch die Verantwortlichen

in den Verwaltungen müssen sich allen

Ortens mit den Auswirkungen des Klimawandels

beschäftigen. Anstelle der früher fast vorhersehbaren

Schneeschmelze stehen mittlerweile die nahezu

unkalkulierbaren Starkregenereignisse im Vordergrund.

Frühere hochwassersichere Regionen

werden über Nacht zu Katastrophengebieten und

gezwungen, in Hochwasserschutz-Maßnahmen zu

investieren.

Gefahr droht über und unter der Erde

HydroMaxx Abflusssteuerung im neuen

Hochwasserrückhaltebecken Sulzberg

Objektschutz sichert

einen Treppenabgang

Hochwasser kann man nicht verhindern – man kann nur versuchen,

sich darauf vorzubereiten und seine negativen Auswirkungen

zu reduzieren. Dies fängt bei der Installation von

Hochwasserrückhaltebecken an, geht über die Nutzung von

mobilen Hochwasserschutzeinrichtungen an Straßen und Gebäuden,

bis hin zu einem modernen Kanalmanagement mit

integrierten Hochwasserschutz-Komponenten – denn oft

kommt das Wasser von unten statt von oben.

In allen genannten Bereichen ist es sinnvoll, mit einem Partner

zu arbeiten, der über umfangreiche Erfahrungen in der Regenwasserbehandlung

verfügt. Die Firma Steinhardt GmbH Wassertechnik

hat sich in den über 30 Jahren ihres Bestehens hier

mit innovativen Lösungen weltweit einen Namen gemacht.

Die HydroBeam Kanalabsicherung hat sich nicht nur bei

Instandsetzungsarbeiten bewährt. Auch im Hochwasserfall helfen sie

sensible Bereiche zu schützen

Unverwüstlicher Edelstahl ist dabei das Mittel der Wahl und

der Stoff, aus dem die Ingenieure Lösungen erarbeiten, die

– komplett „made in Germany“ – für ihren Einsatzzweck maßgefertigt

werden.

Die Palette reicht dabei vom gigantischen HydroMaxx Abflussregler

für Hochwasserrückhaltebecken über mobile HydroBeam

Objektschutzsysteme und Kanalabsicherungen, bis

zu den HydroLatch Hochwasserschutzklappen und dem innovativen

HydroSwizz Schutzwandsystem.

Erfahrung und Service gefragt

Hochwasserschutz muss heute vielschichtig geplant und

vorsichtig in das Stadtbild integriert werden. Die Steinhardt

GmbH bietet Ihnen deshalb Planungshilfen in vielfältiger Form

an: technische Unterlagen für Ihre Planer und Ingenieure, Konstruktionszeichnungen

für eine problemlose Integration in Ihre

Gesamtanlage und professionellen Rat bei der Planung Ihrer

Bauvorhaben. Nutzen Sie diesen Service und überzeugen Sie

sich selbst von den Kompetenzen eines weltweit erfolgreichen

deutschen Mittelständlers.

Kontakt:

Steinhardt GmbH Wassertechnik | Röderweg 6-10 | D-65232 Taunusstein

Telefon: 0049-6128-9165-0 | Telefax: 0049-6128-9165-27

E-Mail: info(at)steinhardt.de | www.steinhardt.de

BDB-Nachrichten Journal 3/2018 51

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Hochwasser-/Überflutungsschutz

Jungkur für

Gnevsdorfer Wehr

Hochwasserschutz: Stahlbau-Spezialisten von SCHORISCH

an der Havel im Einsatz/Mobilkran stemmt 41 Tonnen

Das Wehr Gnevsdorf nimmt für den Hochwasserschutz

entlang der Havel eine entscheidende Rolle ein.

Deshalb muss es ständig in Funktionsbereitschaft

gehalten und instandgesetzt werden. Den Zuschlag

für die jüngste Instandsetzung erhielten die Stahlbau-

Spezialisten von SCHORISCH in Karstädt.

Für die Demontage der Anlage setzten sie im November letzten

Jahres einen der größten Mobilkräne Deutschlands ein. Je

41 Tonnen musste der an seinem Ausleger in die Höhe hieven,

damit die beiden Grundschütze des Wehres in bis zu 56 Meter

Entfernung zu seinem Standort ausgebaut und auf einen

Schwertransporter verladen werden konnten. Allein schon

diese Arbeiten gestalteten sich wie erwartet als Herausforderung

für alle Projektbeteiligten.

Mehrere Spezialtransporter haben dann die tonnenschweren

Stahlteile in die Werke Karstädt und Brandenburg gebracht,

wo sie entschichtet, instandgesetzt und wieder beschichtet

wurden, schildert Holger Hahn, Leiter Stahlwasserbau im

SCHORISCH-Kompetenzzentrum Stahlbau. Außerdem wurden

neue Dichtungen angeschraubt.

Das Wehr Gnevsdorf wurde mit Hilfe eines der größten Mobilkräne

Deutschlands von den Spezialisten aus dem SCHORISCH-

Kompetenzzentrum Stahlbau demontiert und verladen, damit die

Stahlbauteile saniert werden können. Fotos: SCHORISCH

41 Tonnen hängen in Gnevsdorf am Kranausleger.

Im Frühjahr dieses Jahres haben die Stahlbauer aus Brandenburg

das in seine Einzelteile zerlegte Wehr wieder zusammengebaut.

Dafür wurde erneut der 1200-Tonnen-Mobilkran

angefordert, der trotz eines Ballastgewichts von 200 Tonnen

durch den weit ausgefahrenen Ausleger erneut an seine Belastungsgrenze

stieß. Um das Gesamtgewicht zu reduzieren,

wurden die Aufsatzklappen von vorneherein demontiert, erläutert

Projekt-Ingenieur Hans-Jürgen Schlestein die Vorgehensweise.

Die vier Teile der Maschinenanlage samt Elektromotoren und

die im Durchmesser jeweils metergroßen Zahnräder mussten

ebenfalls generalüberholt werden. Beim Wiedereinbau wurden

sämtliche Führungen vor Ort nochmals sorgfältig überprüft.

Umbau und Modernisierung der Wehrverschlüsse sowie der

Antriebselemente waren notwendig geworden, um die dauerhafte

Betriebssicherheit der 1954 gebauten Anlage auch in

Zukunft sicherzustellen. „Dass man uns als regionalem Unternehmen

diesen Auftrag in Millionenhöhe anvertraut hat“, sagt

Geschäftsführer Detlef Möhr, „sichert Arbeitsplätze direkt vor

Ort und ist natürlich auch ein großer Vertrauensvorschuss.“

Früher war das Land zwischen Havelberg und Rathenow regelmäßig

von Überschwemmungen betroffen, da die Elbe im

Bereich der ursprünglichen Havelmündung mit 15 Zentimeter

auf einen Kilometer ein drei- bis viermal so hohes Gefälle wie

Funktionsprobe am instandgesetzten Gnevsdorfer Wehr.

die Havel aufwies. Das führte immer wieder zu erheblichen

Ernteausfällen. Schon 1934 begann man mit dem Bau der

Wehrgruppe und der Schleuse Havelberg.

Der rund elf Kilometer lange Gnevsdorfer Vorfluter wurde 1956

fertiggestellt. Durch diesen künstlichen Havelabfluss wird der

Rückstaupunkt der Elbe flussabwärts verlegt. Mit dem Bau

der zweiten Havelmündung in die Elbe konnte die Rückstauhöhe

der Havelniederung erheblich gesenkt werden. Die vier

Wehre bei Quitzöbel (Altarm- und Durchstichwehr), Neuwerben

und Gnevsdorf sowie die Schleuse Havelberg ergänzen

das sorgfältig ausgeklügelte Hochwasserschutzsystem.

Weitere Infos im Internet unter: www.schorisch-stahlbau.de.

52 BDB-Nachrichten Journal 3/2018

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Innendämmung

Energetisch saniert trotz Denkmalschutz

In der Freisinger Luckengasse hat Architekt Volker Herzog zwei Altstadthäuser behutsam saniert und mit einem

Aerogel-Dämmputz energetisch auf einen aktuellen Stand gebracht. Eines davon, ein ehemaliges Domherrenhaus

aus dem Jahre 1689, steht unter Denkmalschutz.

Das bis zu 60 Zentimeter dicke Außenmauerwerk der beiden

Gebäude zog den Architekten und Bauherren besonders in

seinen Bann. Doch dieses massive und in Würde gealterte

Gemäuer zu sanieren erforderte eine architektonische Gratwanderung

zwischen Ästhetik, Denkmalschutz und energetischen

Anforderungen. Auf Grund des Denkmalschutzes kam

nur eine Innendämmung in Frage. Vorgesetzte Schalen hätten

jedoch die Oberflächenhaptik des historischen Mauerwerks

zerstört. Also suchte man nach einem hochwärmedämmenden,

diffusionsoffen Innenputz, der nach den Vorgaben des

Denkmalsschutzes zudem auf Kalk basieren musste. Diese

komplexen Anforderungen erfüllt derzeit nur der „Fixit 222 Aerogel“

von Hasit. Als weltweit erster Dämmputz kombiniert er

die positiven Eigenschaften von mineralischen Kalkputzen mit

den Vorteilen eines leistungsstarken Dämmputzes. Über eingearbeitete

Aerogele erreicht er einen Wärmedämmwert von

λ D 0,028 W/mK. Stellt man diese Wärmeleitzahl den λ D 0,035

W/mK einer marktüblichen Wärmedämmplatte gegenüber, so

erkennt man die enorme Leistungsfähigkeit dieses Putzes.

Rechnet man die Kosten für den bei einer herkömmlichen

Dämmung erforderlichen Ausgleich des Untergrundes hinzu

ist der Wärmedämmputz zudem die wirtschaftlichere Lösung.

Architektonischer Mehrwert

In der Gestaltung bietet der Putz ganz andere Optionen als

vorgesetzte Dämmsysteme. Durch die geringe Schichtstärke

von lediglich 6 bis 10 Zentimetern, bleibt die Charakteristik

des Gebäudes erhalten. Zudem kann der Fixit 222 mit jedem

Sanierungsputz, Kalkputz und sehr vielen Endputzen kombi-

© HASIT Trockenmörtel GmbH

niert werden. Damit ergibt sich zum ersten Mal die Möglichkeit,

historische Gebäude auf einen aktuellen Energiestandard

zu bringen ohne ihre Optik zu verändern. Nach der Sanierung

zeichnet sich das Mauerwerk durch eine hohe Diffusionsoffenheit

aus, das durch seine hocheffiziente Feuchteaufnahme

und -abgabe zuverlässig die Entstehung von Kondensationsfeuchte

verhindert.

Autor: Peter Gahr

Weitere Informationen

HASIT Trockenmörtel GmbH

Landshuter Straße 30

85356 Freising

Telefon: +49 (0)8161 602-0

E-Mail: kontakt@hasit.de

Homepage: www.hasit.de

BDB-Nachrichten Journal 3/2018 53

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 53 10.09.18 15:26


Innendämmung

Die Calsitherm Klimaplatte sorgt für ein behagliches

Raumgefühl in der Barenboim-Said-Akademie

Eine Musikhochschule, an der Studierende aus Israel und aus arabischen Ländern gemeinsam studieren können:

Dieser Traum des Dirigenten Daniel Barenboim und des Literarturkritikers Eduard Said wurde in Berlin Realität.

Das frühere Kulissendepot der Staatsoper Unter den Linden

befindet sich in deren rückwärtig angrenzendem Bereich an

der Französischen Straße. Bevor die Studierenden

das 1951/1952 erbaute und

heute denkmalgeschützte Gebäude beziehen

konnten, wurde es umfangreich

saniert und umgebaut. Unter anderem

entstand ein imposanter Konzertsaal

mit 683 Plätzen nach einem Entwurf des

Architekten Frank Gehry und ein Auditorium

für 100 Studierende. Zusätzlich

befinden sich in dem Gebäude 21

Proberäume und Büros. So wie die angehenden

Musikhochschulabsolventen

heute hier ihr Handwerk erlernen und

das harmonische Zusammenspiel im

Orchester üben, so mussten bei den

Umbauten 54 Gewerke koordiniert und

in Einklang gebracht werden. Auf einer

Bruttogrundfläche von circa 8.400 m²

und einer Nutzfläche von 6.500 m² begann

im Mai 2014 der Bau, die Akademie konnte 2016 bezogen

werden und der Pierre-Boulez-Saal wurde feierlich im

März 2017 eröffnet. Die gesamten Baukosten belaufen sich

auf 35,1 Millionen Euro.

Neben 320 t Beton und 36 t Bewehrungsstahl

kamen auch 1.100 m² Klimaplatten

von Calsitherm zum Einsatz. Diese wurden

zum Teil in 15 m hohen Räumen verarbeitet.

Auf den bis zu 80 cm dicken

Wänden brachten die Verarbeiter 50 mm

dicke Klimaplatten auf, die als Funktionsschicht

dabei unterstützen, den Isothermenverlauf,

also die Raumtemperatur

bzw. die Luftfeuchtigkeit zu regulieren.

Die Calsitherm Klimaplatten bestehen aus

den natürlichen Rohstoffen wie Kalk und

Sand (Calciumoxid und Siliziumdioxid).

Der mineralische Werkstoff wird in überhitztem

Wasserdampf und unter hohem

Druck zu winzigen Calciumsilikatkristallen

ausgebildet. Diese sind über Milliarden

Mikroporen miteinander verbunden

und ermöglichen so die hohe Wasseraufnahme

und das enorme Transportvermögen. Damit wirken die

Klimaplatten enorm feuchteregulierend und vermeiden Kon-

Die Barenboim-Said-Akademie liegt direkt hinter der Staatsoper und

wurde von dieser früher als Kulissendepot genutzt. (Gebäude außen)

Wie baut man eine Ellipse? Der Entwurf des Konzertsaals ist ein

Geschenk des Architekten Frank Gehry.

54 BDB-Nachrichten Journal 3/2018

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 54 10.09.18 15:27


Innendämmung

densatbildung. Das trägt zur nachhaltigen Schimmelprävention

auch bei Problemstellen bei. Selbstverständlich

sind die Klimaplatten als nicht

brennbarer Dämmstoff bauaufsichtlich zugelassen

und vom Institut Bauen und Umwelt e.V. als umweltverträgliches

Bauprodukt klassifiziert. Bereits

seit über 20 Jahren werden diese Platten erfolgreich

als feuchteregulierende Innendämmung und

zur nachhaltigen Schimmelprävention eingesetzt.

Paul Boulez-Saal: 600 Sitzplätze bietet der

außergewöhnliche Konzertsaal.

Bildquelle: Till Schuster, Architekturfotografie

Innovation: KP-Kleber SB für gipshaltige Untergründe

Calsitherm entwickelt sulfatbeständigen Kleber für Innenraumsanierungen

Sanierungen von Gebäuden und deren Innenräumen, die in

den 1980 und 1990 Jahren errichtet wurden, stehen aktuell

immer häufiger in den Auftragsbüchern von Verarbeitern. Zu

dieser Zeit war es üblich feuchteempfindliche Gipsputze zu

verwenden. Häufig nutzen Sanierer bei der Anbringung von

Dämmplatten auch gipshaltige Kleber. Gipsprodukte bergen

das Risiko, dass die Verbindung von Wand zu Innendämmung

an Tragfähigkeit verliert und sich Risse bilden können.

Der Grund: Herkömmliche Kleber sind für mineralische Untergründe

wie Kalk, Kalkzement oder Beton entwickelt. Sie

reagieren unter Feuchteeinwirkung mit dem gipshaltigen und

wasserlöslichen Untergrund. Der neu entwickelte KP-Kleber

SB für Gipsputze ermöglicht ein sicheres Verkleben von Klimaplatten,

denn er ist sulfatbeständig. Diese wesentliche Fähigkeit

des KP-Kleber SB von Calsitherm bewirkt, dass sich

bei dieser Verbindung keine Salze mehr aus dem Zement lösen,

die bei der Anwendung von normalem Kleber der Grund

für eine Ablösung der Platten sind. Die Verwendung des sulfatbeständigen

KP-Kleber SB bietet für Verarbeiter und für

den Bauherren den entscheidenden Vorteil, dass der Gipsputz

nicht mehr aufwändig abgenommen und die Wand nicht neu

verputzt werden muss. Das bedeutet konkret: eine geringere

Bauzeit und eine deutliche Kosteneinsparung. Es entsteht

weniger Schmutz und das ist oft bei bewohnten Gebäuden

ein zentraler Faktor. Geeignete Untergründe sind tragfähige

Kalkgips- oder Gipsputze mit einer Mindestdicke von 10 mm,

um die Dämmplatten langfristig zu halten. Natürlich ist auch

bei dieser Verarbeitung eine intakte und trockene Konstruktion

die Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Ausführung.

Sind Feuchtequellen in der Wand vorhanden, müssen diese

vor der Sanierung abgedichtet werden. Durch die Verbindung

der bewährten Klimaplatte mit dem KP-Kleber SB erhält der

Kunde ein neues System, das auf kritischen Untergründen ein

sicheres Verlegen ermöglicht.

KP-Kleber SB

Sicheres Verkleben

von Klimaplatten

auf Gipsputz!

NEU!

made in Paderborn | www.calsitherm.de

BDB-Nachrichten Journal 3/2018 55

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 55 10.09.18 15:27


Innendämmung

Im Herzen Ramersdorfs

Die sorgsame Sanierung mit Innendämmung macht aus dem einstigen Schandfleck im Denkmalensemble der

Ortsmitte München-Ramersdorf wieder ein Schmuckstück.

Liegenschaft erwarb und 2011 die Sanierung beschloss, ging

es aufwärts. Förderlich war hier sicher, dass dem Haus in der

Aribonenstraße 22 als eines der wenigen noch erhaltenen Gebäude

im historischen Ortskern von Ramersdorf eine Schlüsselrolle

bei der Aufwertung zugeteilt wurde.

Alles erhalten, was zu erhalten ist

Mit einer innenliegenden Dämmung mit Poroton-WDF konnte dem

Denkmalschutz entsprochen und die ursprüngliche

Bausubstanz erhalten werden. Nach drei Jahren umfassender

Sanierungsarbeiten bezogen im Mai die Mieter ihre Wohnungen.

Für optimale Dämmwerte wurden insgesamt 700 Quadratmeter

Innenwände mit der 12 Millimeter starken Poroton-WDF isoliert.

Bild: Schlagmann Poroton, Christian Willner

Im Zuge des Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramms

„Städtebaulicher Denkmalschutz“, bei der die ensemblegeschützte

Ortsmitte rund um die Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf

seit 2011 gefördert wird, wurde auch das denkmalgeschützte

„Straub-Haus“ energetisch saniert. Das dreigeschossige Wohnhaus

im Stil der Neurenaissance um 1900 erbaut, verwahrloste

über die Jahre hinweg. Die Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung

(MGS), eine Tochtergesellschaft der GWG Städtische

Wohnungsgesellschaft München und seit 2008 Eigentümerin,

entschloss sich 2015 zur umfassenden Kernsanierung des historischen

Gebäudes. Über beinahe drei Jahre erstreckten sich

die aufwändigen Maßnahmen, bis im Frühjahr 2018 die neuen

Mieter einziehen konnten. Aus Denkmalschutzgründen war an

eine Außendämmung nicht zu denken, deshalb entschloss man

sich für eine Innendämmung, die sich auf über 700 Quadratmeter

Wandfläche erstreckte. Nach gründlicher Prüfung verschiedener

Systeme entschied man sich für das keramische Wärmedämmsystem

Poroton-WDF 120. Der moderne Baustoff von

Schlagmann Poroton erfüllte die Vorgaben von Bauherren wie

Planern und ermöglichte eine wirtschaftliche wie auch bauphysikalisch

einwandfreie Lösung.

Das Baudenkmal, umgeben von einem rund 3.000 Quadratmeter

großen Garten, kennen viele Münchner, die von der Autobahn

A8 aus Süden kommend die Stadtgrenze Münchens

passieren. Nur wenige wissen, dass das einstmals prächtige

Haus um 1880 von August und Maria Seebauer für sich und

ihre drei Kinder erbaut wurde und als Stammhaus der gleichnamigen,

in München bekannten Gärtnerdynastie gilt. Bis in

die 1980er Jahre war es in Familienbesitz, danach verwahrlosten

Gebäude und Grundstück. Erst als 2008 die GWG die

Während sich die Stadt in einem Realisierungswettbewerb

an die Neuordnung und Aufwertung der Ramersdorfer Mitte

machte, erstellte die MSG zusammen mit dem Büro Architekten

am Pündterplatz (München) ein machbares Sanierungskonzept.

Hand in Hand mit dem Denkmalschutz erarbeitete

Architekt Jörg Homeier federführend die Maßnahmen. Gegenüber

der Süddeutschen Zeitung erklärte er: „Die Auflage

war, denkmalpflegerisch alles zu erhalten, was zu erhalten

ist.“ Am äußeren Erscheinungsbild sollte nichts verändert,

jedoch Wärme- und Schallschutz auf den Stand der Technik

gebracht werden. An eine außen angebrachte Dämmung

war deshalb nicht zu denken, so prüfte das Planungsteam

verschiedene Lösungen einer Innendämmung und entschied

sich für die Poroton-WDF in einer Stärke von zwölf Zentimeter.

Hier gefiel vor allem die robuste Stein-Oberfläche des Dämmmaterials,

das die Verantwortlichen auch in Ausführungsqualität

und Wirtschaftlichkeit überzeugte. Projektmanager Oliver

Kreipe von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG:

„Da hat sich viel getan in den letzten Jahren“.

Robuste und wirtschaftliche Dämmung von innen

Die rund hundert Jahre alte Bausubstanz zeigte unterschiedliche

Stärken und Schwächen. Während die Wände in den unteren

Etagen mit einem 47 Zentimeter starken Ziegelmauerwerk

eine solide Basis bildeten, war das Mauerwerk im Dachgeschoss

mit 30 Zentimetern Wandstärke dagegen bei weitem

nicht ausreichend. So wurden insgesamt 700 Quadratmeter

Wandfläche innenseitig mit WDF gedämmt. Dabei konnten die

Unebenheiten im Bestandsmauerwerk einwandfrei ausgeglichen

werden. Denn im Gegensatz zu anderen Dämmsystemen

wird die WDF nicht an die bestehende Wand geklebt, sondern

freistehend davor aufgemauert. Dadurch werden von vornherein

Probleme vermieden, wie sie beispielsweise durch lose

Putzstellen entstehen können. Auch stellen Unebenheiten im

Bestand kein Problem dar, denn intakter Bestandsputz muss

im Regelfall nicht entfernt werden. Nicht zuletzt erfordert diese

Konstruktion keine Gewebeeinlage – sie gewährleistet somit

eine unproblematisch durchführbare und bewährte Planziegelverarbeitung.

Herkömmliche Elektroinstallationen sowie

die sichere Anbringung von Gegenständen sind mit dem richtigen

Werkzeug bzw. empfohlenen Dübeln möglich.

Lediglich die Übergänge zwischen den Etagen erforderten hier

eine Speziallösung, weil die massive WDF in diesem Fall nicht

56 BDB-Nachrichten Journal 3/2018

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Innendämmung

DÄMMT

NATÜRLICH

OHNE

SCHADSTOFFE

Eine moderne Innendämmung muss ökologisch,

massiv und wohngesund sein. Die Wärmedämmfassade

POROTON®-WDF® ist eine massive Ziegelwand, gefüllt

mit Öko-Dämmstoff Perlit. Sie ist schadstofffrei und

klimaregulierend.

Sie wird einfach und sicher verarbeitet, brennt nicht –

und der Dübel hält auch!

Installationsdosen konnten problemlos in die Innendämmung integriert

werden. Um die Wärmedämmfassade (WDF) über alle Geschosse

hinweg hochziehen zu können, wurde der Bodenaufbau geöffnet.

Bilder: Schlagmann Poroton

ohne Unterstützung auf die alten Holzbalkendecken aufgelagert

werden sollte. So wurden die Balken, die parallel zur Außenwand

verlaufen, mit Winkeln so gesichert, dass ein Durchbiegen

auszuschließen war. Im nächsten Schritt wurde der

Bodenaufbau geöffnet, damit die WDF über alle Geschosse

hinweg hochgezogen werden konnte.

Ausbau und Dämmung des Dachgeschosses ermöglichten

außerdem, dass zu den bestehenden sechs Wohneinheiten

zwei weitere Wohnungen mit rund 150 Quadratmetern zusätzlichem

Wohnraum hinzugewonnen werden konnten.

Innenputz

POROTON®-WDF®

Hinterfüllung

Bestandsputz

Bestandswand

www.poroton-wdf.de

Bild: Schlagmann Poroton, Christian Willner

BDB-Nachrichten Journal 3/2018 57

PROFI_WDF_ID_87x260mm.indd 1 31.08.18 11:47

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Klima, Lüftung, Heizung

Lüftungselemente mit hohem Schallschutz:

Neues Dämmmaterial bei Außenwand-Luftdurchlass

erreicht Normschallpegeldifferenz von 70 dB

Im vergangenen Jahr hat die LUNOS Lüftungstechnik GmbH bereits einen Außenwand-Luftdurchlass (ALD-S) auf

den Markt gebracht, der sich aufgrund seines speziellen Schallabsorbers besonders für Wohnungen in Gebieten

mit hohem Außenlärm eignet. Nun wurde das Dämmungselement von der firmeninternen Technikabteilung

überarbeitet, sodass die Schallschutzwerte von 62 dB auf 70 dB verbessert werden konnten.

„Mit dem Dämm-Material

Basotect von BASF haben wir

hervorragende Erfahrungen

gemacht und nutzen diesen

Schaumstoff selbstverständlich

auch weiterhin

für andere Produkte

von LUNOS. Unser technisches

Team hat nach

zahlreichen Versuchsreihen

nun jedoch einen

Schaumstoff mit besseren

Schallabsorptionseigenschaften

entwickelt“,

so Michael Merscher,

Geschäftsleitung von LUNOS.

Quelle:

LUNOS Lüftungstechnik

„Mit dem Dämm-Material Basotect

von BASF haben wir hervorragende

Erfahrungen gemacht

und nutzen diesen Schaumstoff

selbstverständlich auch weiterhin

für andere Produkte von LUNOS.

Unser technisches Team hat

nach zahlreichen Versuchsreihen

nun jedoch einen Schaumstoff

mit noch besseren Schallabsorptionseigenschaften

entwickelt“,

so Michael Merscher, Geschäftsleitung

von LUNOS. Das neue

flexible Material auf Granulatbasis

ist eine Zusammenstellung von

technischen Schäumen, die aufgrund

des Herstellungsprozesses

ein hohes spezifisches Gewicht

erzielen, während gleichzeitig die

große Flexibilität erhalten bleibt.

„Ein ALD-S mit 500 mm Länge,

kombiniert mit der Innenblende 9/

IBE und dem neuen LUNOtherm S

von LUNOS, erreicht auf diese

Weise eine Normschallpegeldifferenz

von 70 dB“, so Merscher

weiter.

Das ALD-S dient als passive Nachströmung für Wohn- und

Schlafräume. Es wird vor allem in Kombination mit LUNOS

Abluftgeräten der Baureihe Silvento genutzt. Durch den

Grundlastbetrieb der Ablüfter in den Funktionsräumen wie

Bad und Küche wird ein stetiger Unterdruck gebildet und auf

diese Weise über die ALD-S Frischluft in das Haus transportiert.

Dadurch wird eine nutzerunabhängige Lüftung bei normgerechter

Planung nach DIN1946-6 sichergestellt.

Im Jahr 1959 ursprünglich als LUNOS Lüftung gegründet,

brachte das Unternehmen mit Sitz in Berlin-Spandau 1960

den ersten passiven Außenluftdurchlass aus Kunststoff auf

den Markt. Nach diversen Eigenentwicklungen im Lüftungsbereich,

firmierte die Firma 2002 schließlich zur LUNOS Lüftungstechnik

GmbH für Raumluftsysteme um. 2011 entstanden

die ersten e2-Lüfter mit Wärmerückgewinnung sowie

2013 die erste Lüftersteuerung mit Touchscreen und E-Ink-

LUNOS Lüftungstechnik hat beim Außenwand-Luftdurchlass ALD-S

das Schallschutzelement überarbeitet. Das neue flexible Material auf

Granulatbasis ist eine Zusammenstellung von technischen Schäumen,

die aufgrund des Regenerierungsprozesses ein hohes spezifisches

Gewicht erzielen, während gleichzeitig die große Flexibilität erhalten

bleibt. Auf diese Wiese kann eine Normschallpegeldifferenz von bis zu

70 dB erzielt werden. Quelle: LUNOS Lüftungstechnik GmbH

Display (TAC). Aktuell beschäftigt der Hersteller für innovative

Lüftungssysteme am Berliner Standort 100 Mitarbeiter, darunter

14 Ingenieure. Die komplette Produktion erfolgt ebenfalls

in Berlin. Die Produkte aus dem Bereich Lüftung und Wärmerückgewinnung

werden über den dreistufigen Vertriebsweg

an Großhändler weiterverkauft, die wiederum den Kontakt mit

Installateuren, Architekten, Handwerkern und Planern herstellen.

Zwölf Industrievertretungen stehen den Kunden deutschlandweit

betreuend sowie beratend zur Seite. Neben dem Vertrieb

über Landesvertretungen in ganz Europa, ist LUNOS auf

allen weiteren Kontinenten vertreten. Mit einem Zuwachs von

16 % im Jahr 2017 erwirtschaftete LUNOS einen Umsatz von

rund 35 Millionen Euro.

Mehr Info für Leser/Zuschauer/Interessenten:

LUNOS Lüftungstechnik GmbH für Raumluftsysteme

Wilhelmstr. 31, 13593 Berlin, Tel.: 030 362001-0, Fax: 030 362001-89

E-Mail: info@lunos.de, Internet: www.lunos.de

58 BDB-Nachrichten Journal 3/2018

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 58 10.09.18 15:27


Klima, Lüftung, Heizung

Schatzkiste mit Lüftung

Kita-Neubau in Illingen

In der baden-württembergischen Gemeinde Illingen wurde 2016 die neue

Kindertagesstätte „Schatzkiste“ eröffnet. Kinder und Erzieherinnen genießen darin die frische Luft, die mit

dezentralen Lüftungsgeräten von LTM aus Ulm sichergestellt wird. Mit dem Neubau ist eine viergruppige Kita

mit intelligentem Raumkonzept und ansprechender Architektur entstanden. Die Konstruktion besteht aus

vorgefertigten Holzrahmenelementen; so konnten bei schmalen Wandaufbauten ein guter Dämmstandard und ein

angenehmes Raumklima geschaffen werden.

Für die Lüftungsplanung zeichnet Sven Buchter mit seinem

Büro „die planfabrik“ für technische Gebäudeausrichtung verantwortlich.

Die Kita sollte eigentlich mit herkömmlicher Fensterlüftung

betrieben werden, aber Buchter war gleich klar,

dass ein luftdicht gebautes Gebäude mit so hoher Personenbelegung

nur mit einer kontrollierten Lüftung zufriedenstellend

belüftet werden kann.

Fast wie ein Designelement wirken die weiß lackierten Rohre,

mit denen die verbrauchte Luft abgesaugt wird.

Die Kita „Schatzkiste“ in Illingen, Baden-Württemberg –

mit Lüftungslösungen von LTM. Fotos: LTM

Dezentrale Lüftung mit Anbindung weiterer Räume

Die Gruppenräume sind jeweils mit einem dezentralen Lüftungsgerät

„LTM dezent 800 Komfort“ ausgerüstet, wobei jedes

Gerät über einen CO 2 -Sensor verfügt, der die Luftmenge

ständig exakt dem Bedarf anpasst. Die Geräte sind deckenhängend

im angrenzenden Materialraum montiert, von wo aus

mit kurzen Luftkanälen zum Dach die Außenluftanschlüsse

hergestellt wurden. Jedes LTM dezent-800 be- und entlüftet

mehrere Räume und übernimmt so eine semizentrale Funktion.

Der Mehrzweckraum und das Bistro mit Küchenbereich

wurden ebenfalls mit je einem LTM dezent-800 ausgestattet.

Wenn es um die Belüftung von Großraumbüros, Klassenräumen,

Vereinsheimen oder Kindergärten geht, ist das dezent-

800 fast schon ein Klassiker des Herstellers LTM. Das Gerät

wird üblicherweise an der Decke mit direktem Außenwandanschluss

montiert; alternativ kann es wie in der „Schatzkiste“

mit Luftleitungen versehen werden. Mit einem Wärmebereitstellungsgrad

bis zu 92 % trägt das dezentrale Lüftungsgerät

im Winter zur Heizkostenersparnis bei; im Sommer wird die

WRG automatisch über einen Bypass zugunsten der kühlen

Nachtluft umgangen. Für kleinere oder weniger stark belegte

Räume stehen die dezent-Geräteversionen 300 und 600 zur

Verfügung.

Einzellüftungsgeräte in Funktionsräumen

Aufgrund der baulichen Gegebenheiten war es beim Projekt

in Illingen nicht möglich, alle Räume an die semizentralen

Lüftungsgeräte anzuschließen und in das Kanalnetz einzubinden.

Deshalb wurden einige Funktionsräume mit dezentralen

Einzellüftungsgeräten ausgestattet. Insgesamt acht

LTM Thermo-Lüfter 1230 belüften jetzt z. B. Personalzimmer

und Sanitärräume.

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Klima, Lüftung, Heizung

Neubau oder Sanierung? Lüftung einplanen!

Kontrollierte Wohnraumlüftungen stellen notwendigen

Luftwechsel sicher

Die Luftdichtheit von Gebäuden hat seit Einführung der Energieeinsparverordnung

(EnEV) kontinuierlich zugenommen.

Das Ziel ist dabei, den spezifischen Verbrauch an Primär- und

Endenergie im Gebäudesektor zu reduzieren. Aufgrund des

ebenfalls reduzierten Luftwechsels kam es dadurch allerdings

zu einer Zunahme von Feuchteschäden in Wohngebäuden.

Für Neubauten ist daher heute ein Lüftungskonzept vorgeschrieben.

Auch bei umfassenden Sanierungsmaßnahmen

müssen entsprechende Lösungen mit eingeplant sein.

Lösungen wie das Integralsystem THZ 504 sind auf die Lüftung

von bis zu 240 Quadratmetern Wohnfläche ausgelegt. Das Gerät

vereint dank integrierter Wärmepumpe mehrere Funktionen:

Lüftung, Heizung, die Warmwasserbereitung und die Kühlung.

Zentrale und dezentrale Wohnraumlüftung

Bei der kontrollierten Wohnraumlüftung lassen sich zwei Systeme

unterscheiden: zentrale und dezentrale. Bei einem zentralen

System ist das Lüftungsgerät an einer Stelle des Hauses

platziert und führt über Lüftungskanäle frische Luft zu und die

verbrauchte Luft ab. Lösungen wie das Integralsystem THZ

504 von Tecalor sind auf die Lüftung von bis zu 240 Quadratmetern

Wohnfläche ausgelegt. Das Gerät kann dank integrierter

Wärmepumpe neben der Lüftung gleichzeitig die Heizung

und die Warmwasserbereitung übernehmen. Zudem ist mit

dem THZ 504 auch eine Kühlung möglich.

Gerade im Bestand sind dezentrale Lüftungssysteme wie

das TDL 40 WRG eine optimale Lösung für den

ausreichenden Luftaustausch.

Dezentrale Lüftungsanlagen sind vor allem auf die Sanierung

des Bestands ausgerichtet, in dem die Verlegung der notwendigen

Lüftungskanäle nicht möglich ist. Die Geräte werden in

einzelnen Räumen, also dezentral, installiert. Der Pendellüfter

TDL 40 WRG von Tecalor lässt sich beispielsweise in Außenwände

einbauen.

Die Wärme zurückgewinnen

Alle Anlagen von Tecalor sind mit Wärmetauschern zur Wärmerückgewinnung

ausgestattet. So wird die Energie aus der

verbrauchten Raumluft genutzt, um die frische Außenluft vorzuwärmen.

Bis zu 90 Prozent – beim TDL 40 WRG sogar 93

Prozent – der Wärme lassen sich auf diese Weise zurückgewinnen.

Neben Wärme ist auch ein gewisses Maß an Luftfeuchtigkeit

notwendig, um sich in den eigenen vier Wänden

wohl zu fühlen. Daher gibt es mit dem TZL 135 FRG sogar

ein Lüftungsgerät von Tecalor, das bis zu 65 Prozent der Luftfeuchte

aus der verbrauchten Luft zurückgewinnt.

Schall reduzieren

Eine Lüftungsanlage soll die Wohnqualität erhöhen und nicht

durch Geräusche belasten. Die Anlagen von Tecalor arbeiten

daher mit sehr langsamen Volumenströmen, sodass bei richtiger

Installation von den Luftauslässen in den Wohnräumen faktisch

keine Geräusche ausgehen. Auch die Anlagengeräusche

werden gedämpft, damit sie sich nicht über die Wände des

Hauses übertragen. So ist ein hochwertiges Wohnambiente

sichergestellt. Weitere Informationen: www.tecalor.de

Durch das Teleskopgehäuse ist der Einbau des dezentralen

Pendellüfters TDL 40 WRG auch in Altbauten problemlos möglich.

Mit dem TZL 135 FRG gibt es ein Lüftungsgerät von Tecalor, das bis

zu 65 Prozent der Luftfeuchte aus der verbrauchten Luft zurückgewinnt.

Die besonders flache Bauweise des Lüftungsgeräts ermöglicht

eine platzsparende Installation in abgehängten Decken eines Raumes.

Bilder: Tecalor

Weitere Informationen:

Tecalor: Internet: www.tecalor.de

E-Mail: info@tecalor.de

Telefon: (05531) 99 06 89 50 82

60 BDB-Nachrichten Journal 3/2018

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 60 10.09.18 15:27


Regenwassernutzung-/Versickerung

Klimawandel und Regenwassernutzung

Die Transformation der Wasserinfrastruktur steht bei vielen Städten und Kommunen

ganz oben auf der Agenda. Starkregenereignisse und Überschwemmungen bringen die

bestehenden Systeme an ihre Grenzen.

Lang anhaltende Trockenperioden wie aktuell in diesem Jahr

haben direkte Auswirkungen auf Stadtklima, Wasserhaushalt,

Landwirtschaft und Natur. Mit bereits fast 70 Sommertagen in

Frankfurt/Main Anfang August, ist die Rekordzahl von 96 Tagen

aus dem Jahr 2003 nicht mehr fern. Gemäß Definition der Meteorologen

muss an einem Sommertag der Tageshöchstwert bei

25 Grad oder mehr, an einem Hitzetag der Tageshöchstwert bei

30 Grad oder mehr liegen. Der Wassermangel führte in einigen

Regionen bereits zur Einschränkungen bei der Bewässerung,

Trockenschäden bei Pflanzen und Bäumen sind die Regel.

Regenwasserspeicher als Bestandteil der

Grundstückentwässerung

Quelle: Göller/fbr

Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung fordert

daher seit langem den Einbau von Regenwasserspeichern

in Baugebieten und die ganzjährige Nutzung des Regenwassers

in Gebäuden. Mit der Speicherung von Regenwasser können

somit Trockenperioden überbrückt aber auch zugleich das

Überflutungsrisiko durch kräftige Niederschläge sogenannte

„Hot Spots“, die meistens in den Sommermonaten auftreten,

eingedämmt werden. Wo Regenwasser anfällt, sollte dieses

lokal gespeichert, bewirtschaftet und genutzt werden. Mit der

konsequenten Speicherung von Regenwasser in unterirdischen

Zisternen – mittlerweile sind fast 2 Millionen Regenwasserspeicher

bundesweit verbaut – steht eine natürliche Ressource zur

vielfältigen Nutzung zur Verfügung.

Speicherung von Regenwasser bei Großprojekten, Quelle: Rikutec

Regenwasser hat Potential

Längst nicht alle Anwendungen in Gebäuden benötigen Trinkwasser.

Neben den bereits gängigen Applikationen in Privathaushalten

(Toilettenspülung, Waschmaschine) kann Regenwasser

als Betriebswasser auch in öffentlichen Gebäuden oder

in Industrie und Gewerbe eingesetzt werden.

Weitergehende Wasserkonzepte schließen die Mehrfachnutzung

und Kreislaufführung von Wasser mit ein. Wasserrecycling,

durch Aufbereitung von Grauwasser aus Duschen und

Badewannen für die Toilettenspülung, bietet gerade in Hotels,

dem Geschosswohnungsbau, Sportstätten und Studierendenwohnheime

weitergehendes Potential zur Reduzierung des

Wasserverbrauches.

Weitere Informationen finden Sie unter www.fbr.de/regenwasser

Mit dem gespeicherten Regenwasser lässt sich auch in Trockenperioden

die Versorgung und damit der Erhalt des wertvollen

Stadtgrüns sicher stellen, ohne den Trinkwasserbedarf

weiter zu erhöhen. Dies schützt die lokalen Grundwasservorkommen

sowohl in Stadtnähe als auch im Umland. In vielen

Fällen werden Grundwasservorkommen aus umliegenden Regionen

„angezapft“, was mit negativen Auswirkungen auf die

Ökosysteme der Liefergebiete verbunden ist.

BDB-Nachrichten Journal 3/2018 61

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Regenwassernutzung-/Versickerung

D-Raintank 3000 und Funke Filterschacht ®

Regenwassermanagement in einer neuen Dimension

Klimawandel, zunehmende Starkregenereignisse und zunehmende

Flächenversiegelung tragen dazu bei, dass die Anforderungen

an die Ver- und Entsorgungsleitungen stetig steigen.

Oberflächenwasser soll möglichst kontrolliert abgeleitet und

sinnvoll und nachhaltig wiederverwendet werden; doch immer

häufiger kann die vorhandene Kanalisation die Regenwassermengen

nicht mehr aufnehmen und abführen. Vor diesem

Hintergrund entwickelt die Funke Kunststoffe GmbH seit Jahren

zukunftsweisende Produkte, welche die vom Gesetzgeber

geforderte möglichst ortsnahe Versickerung, Reinigung, Speicherung

oder Nutzung der Niederschläge ermöglichen. Aktuelle

Beispiele sind der D-Raintank 3000 – ein System für den

ökologisch sinnvollen Umgang mit Regenwasser, das nach

dem fachgerechten Einbau Niederschlagswasser speichern

und sukzessive dreidimensional an das umliegende Erdreich

abgeben kann – sowie der Funke Filterschacht ® , der für eine

effektive Niederschlagswasserbehandlung auf kleinstem

Raum konstruiert wurde: Beim Durchfließen werden mehr als

90 % der enthaltenen Sedimente und sowohl gelöste als auch

ungelöste Schadstoffe in den verschiedenen Bauteilen des

Schachtkörpers zurückgehalten.

D-Raintank 3000

Die grauen Elemente des Systems D-Raintank 3000 verfügen

über die Abmessungen L x B x H 600 x 600 x 600 mm. Die

hohe Tragfähigkeit wird durch die statisch optimierte Konstruktion

und den Einsatz des widerstandsfähigen Kunststoffes

PVC-U mit einem E-Modul größer 3000 N/mm 2 sichergestellt.

Die Konstruktion mit jeweils vier lastabtragenden Säulen

je Element sorgt für eine optimale Kraftübertragung ins umliegende

Erdreich. Lage und Position der einzelnen Rigolen-

Elemente, die dreidimensional durchflutbar sind und dreilagig

Die Konstruktion mit jeweils vier lastabtragenden Säulen je Element

sorgt für eine optimale Kraftübertragung ins umliegende Erdreich.

Foto: Funke Kunststoffe

übereinander eingebaut werden können, werden durch blaue

4-fach-Verbinder sichergestellt.

Speicherfähigkeit 97 %

Zu den wesentlichen

Bauteilen des Funke

Filterschachts ® zählen der

tangentiale Zulauf, eine

senkrecht im Schachtkörper

integrierte Spirallamelle,

ein Strömungstrenner,

ein Filterkörper sowie ein

umlaufendes Vollsickerrohr.

Foto: Funke Kunststoffe

Der Funke Filterschacht ® hat

inklusive der Abdeckplatte eine

Gesamthöhe von ca. 3,20 m.

Foto: Funke Kunststoffe

62 BDB-Nachrichten Journal 3/2018

Das wartungsarme System eignet sich zur Dach-, Hof-, Abstellflächen-

und Straßenentwässerung, zur Entwässerung

von Gewerbeflächen sowie für die Kombination mit einer

Mulde oder einem Filterschacht. Außerdem kann es zur Überlaufversickerung

einer Regenwassernutzungsanlage eingesetzt

werden. Die Speicherfähigkeit liegt bei 97 %, während

eine übliche Kies- oder Schotterrigole nur ungefähr 30 %

bis 35 % erreicht. Hervorzuheben ist der einfache Umgang

mit den fertig angelieferten Elementen auf der Baustelle. Sie

sind leicht einzubauen und können raumsparend angeordnet

werden. Die Außenseiten einer Rigole werden mit speziellen

gerasterten Seitenplatten versehen. Im Rigoleninneren dageab

35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 62 10.09.18 15:27


Regenwassernutzung-/Versickerung

Viel Platz für die Kamerabefahrung: Aufgrund der Konstruktion liegt die Speicherfähigkeit des

Systems D-Raintank 3000 bei 97 %, während eine übliche Kies- oder Schotterrigole nur

ungefähr 30 % bis 35 % erreicht. Foto: Funke Kunststoffe

gen sind keine Seitenplatten erforderlich. Damit ist eine Kamera-Befahrbarkeit und

In spektion in alle Richtungen durchgehend möglich. An die Seitenplatten können

Rohre von DN/OD 160-400 angeschlossen werden. Die D-Raintank-Elemente des

Systems können je nach Bedarf mit Spülrohren im Nennweitenbereich von DN/OD

200-400 ausgestattet werden. Für eine Inspektion der Rigole kann der Inspektionsblock

an beliebiger Stelle angeordnet werden.

Die Sickermulde

mit Substrat

zur Behandlung von belasteten

Niederschlagswasserabflüssen

• bindet Öl/Schwermetalle

• bildet belebte Bodenzone

• schützt das Grundwasser

für bis zu 20 m 2 Anschlussfläche

Funke Filterschacht ®

Der Funke Filterschacht ® , der über eine Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik

(DIBt) verfügt, wird aus einem Funke Profilrohr DN 1000 monolithisch gefertigt.

Zu den wesentlichen Bauteilen zählen der tangentiale Zulauf, eine senkrecht im

Schachtkörper integrierte Spirallamelle, ein Strömungstrenner, ein Filterkörper sowie

ein umlaufendes Vollsickerrohr. Der Funke Filterschacht ® ist für eine Anschlussfläche

von bis zu 600 m 2 geeignet. Der Schacht hat inklusive der Abdeckplatte eine

Gesamthöhe von ca. 3,20 m. Der Höhenversatz zwischen Zu- und Ablauf beträgt

ca. 1,00 m, die Ablauftiefe liegt bei ca. 2,00 m. Der Filterkörper besteht aus dem

bewährten D-Rainclean ® -Substrat. Die Ableitung des Regenwassers erfolgt über ein

umlaufendes Vollsickerrohr, das in einer speziellen Kies-Packung gelagert ist.

Weitreichende Behandlung

Das Regenwasser fließt über den seitlichen Zulauf in den Filterschacht. Insbesondere

durch die bei größeren Wasserfrachten auftretende Fließgeschwindigkeit gelangt

das einströmende Wasser in eine Drehbewegung, bei der ein Teil der Sedimente

langsam zu Boden sinkt und durch den kegelförmigen Strömungstrenner

zum Schachtboden geführt wird. Der hydrostatische Druck ist dafür verantwortlich,

dass das Regenwasser durch die Spirallamelle im Inneren des Filterschachtes nach

oben geführt wird. Die Spirallamelle sorgt dafür, dass der Weg der im Regenwasser

enthaltenen Teilchen um das Mehrfache verlängert wird. Das trägt dazu bei, dass

wiederum ein Großteil der im Regenwasser enthaltenen Sedimente zurückbleibt

und durch die Spirallamelle nach unten sinkt, bevor die Wasserfracht auf den Substratkörper

gelangt. Hier werden zusätzlich gelöste organische und anorganische

Schadstoffe zurückgehalten, bevor das Wasser über ein umlaufendes Vollsickerrohr

sukzessive aus dem Schachtkörper nach außen geführt wird.

Funke Kunststoffe GmbH

Tel.: 02388 3071-0

www.funkegruppe.de

BDB-Nachrichten Journal 3/2018 63

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 63 10.09.18 15:27


Regenwassernutzung/-Versickerung

Nachhaltiges Regenwassermanagement durch

wasserdurchlässige Flächen.

64 BDB-Nachrichten Journal 3/2018

Überschwemmungen und Hitzeinseln sind die spürbaren Folgen vom anhaltenden

Flächenfraß, durch den unsere Böden ihre natürlichen Funktionen verlieren.

Mit der steigenden Häufigkeit von Starkregenereignissen zeigen nicht

nur die folgenschweren Schäden, wie notwendig die versiegelungsfreie Bodenbefestigung

heutzutage ist.

Dabei ist es einfach, belastbare Flächen, die die natürlichen Funktionen beibehalten,

zu schaffen: Mit ECORASTER® Bodengitter! Die professionelle Lösung

für belastbare Flächen, die im Gegensatz zu versiegelten Flächen insbesondere

die Regenrückhaltefunktion aufrechterhalten.

Durch diese versiegelungsfreien Flächen können Regen und Tauwasser ungehindert

versickern und durch den Unterbau abgeleitet oder aufgenommen

werden. Das macht in den meisten Fällen teure Drainagen oder aufwendige

Regenrückhaltemaßnahmen überflüssig. Ein geschätzter Nebeneffekt ist auch

die Reduzierung anfallender Niederschlagsgebühren.

Bei ECORASTER ® kann das Erscheinungsbild der Flächen frei gestaltet werden,

ohne den lastverteilenden Flächenverbund aufzulösen. Befahrbare Grünflächen

werden dabei genauso ermöglicht, wie Kombinationen mit Splitt oder

ECORASTER ® Bloxx. Passgenaues Zubehör, von Kurvenelementen bis hin zu

Böschungswinkeln, erweitert die Einsatzmöglichkeiten.

Der Unterbau wird i. d. R. auf dem ausgehobenen gewachsenen Boden erstellt.

Vlies, Schotter und Splitt bilden in Schichten den wasserführenden Unterbau,

daher wird das gebrochene Material mit einem Gefälle von ca. 1,5%

verlegt und verdichtet. Die Regenrückhaltefunktion der Fläche wird dabei

maßgeblich von der Höhe des Unterbaus bestimmt.

Damit ergeben sich nahezu unbegrenzte Anwendungen und Gestaltungsmöglichkeiten:

Zufahrten, Wege, Parkplätze und u. a. Stellflächen für Schwerlast.

Neu im Sortiment ist Bloxx, die versiegelungsfreie Bodenbefestigung im

Pflasterdesign. Der Clou ist die integrierte Ablaufrinne. Das einzigartige Design

sorgt stets für einen hohen Abflusswert und lässt Regenwasser in hohem

Maße versickern. Schmutz und grober Dreck kann das eingebaute Drainagesystem

nicht sonderlich beeinträchtigen. So ist Frust durch verdreckte Fugen

oder gefährlich lose Pflastersteine nahezu ausgeschlossen. Bloxx und E50

passen nahtlos aneinander, die perfekte Kombination von Pflaster- und begrünten

Flächen.

Die fertiggestellte Oberfläche ist zertifiziert versiegelungs- sowie barrierefrei

und sorgt für eine einfache Pflege. Falls einzelne Bloxx Pflastersteine (z. B.

wegen Verschmutzung durch Kaugummi) ausgetauscht werden müssen, dann

ist dies ohne die Auflösung des Flächenverbundes problemlos möglich. Die

eingesetzten Steine berühren einander nicht, ein umständliches Wiedereinsetzen

ist somit ausgeschlossen. Ein klarer Vorteil gegenüber herkömmlichen

Pflasterflächen. Auch im Vergleich mit Drainagepflaster überzeugen Bloxx mit

konstanten Abflusswerten, denn die Einwirkungen auf die Steinoberfläche haben

keinen Einfluss auf die Durchlässigkeit der Fläche.

Der Kunde hat die Wahl zwischen vier unterschiedlichen Betonsteinfarben,

das erlaubt eine kreative Gestaltung vom Freibad bis hin zum klassischen

Parkplatz. Die Markierung von E-Fahrzeugplätzen oder Behindertenparkplätab

35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 64 10.09.18 15:27


Regenwassernutzung/-Versickerung

zen ist ebenso möglich, wie die Gestaltung mit heimischem

Granit. Ein großer Vorteil ist auch die Möglichkeit, Flächen

abwechslungsreich zu gestalten, denn Bloxx passen nahtlos

an ECORASTER ® E50 Bodengitter. Betonpflaster mit belastbaren

Grünflächen zu kombinieren ist die ideale Lösung für

ein modernes und entsiegeltes Stadtbild.

Wie bei allen ECORASTER ® Bodengittertypen werden die

leeren Gitter in Lagen zu 1,33 m² verlegt und im Anschluss

befüllt. Flächen von 500m² pro Tag sind mit nur zwei Arbeitskräften

problemlos möglich. Die einfache und rasche Verlegung

unterstreicht die deutlichen Kostenvorteile von ECO-

RASTER ® .

Ganzjährig ist die Flächenpflege unproblematisch, auch im

Winter. Der Winterdienst mit Räumschild (Kunststoffkante)

oder Bürste sowie der Einsatz von Tausalz sind uneingeschränkt

möglich. Der Vorteil im Winter: Das Tauwasser versickert

und kann an der Oberfläche nicht mehr gefrieren.

Zusammen mit der extrem hohen Belastbarkeit von über

800 Tonnen pro Quadratmeter und der Haltbarkeit ist es also

ein besonders nachhaltiges und pflegeleichtes System.

ECORASTER ® ist ein deutsches Markenprodukt, das aus

hochwertigem LDPE hergestellt wird, dass als Rohstoff im

Recyclingverfahren selbst gewonnen wird. Die Elemente sind

allesamt witterungsfest (-50 bis +90°C), bruchfest, UV-resistent

und umweltneutral.

Bei Baumbestand ist das Anheben der Deckschicht/ Pflasterflächen

deutlich geringer, da bei der Verwendung von

ECORASTER ® die Versiegelung aufgehoben wird und das

Wurzelwerk nicht mehr den Drang zur Oberfläche hat. Die

Wurzel wird durch die Versiegelungsfreiheit flächig und ausreichend mit Sauerstoff und Wasser versorgt.

ECORASTER ® Bodengitter sind zudem RAL und TÜV geprüft, mehrfach zertifiziert und unterliegen strengen Qualitätskontrollen.

Weitere Informationen finden Sie auch im Internet auf www.ecoraster.com.

Belastbare Flächen schaffen. Natürliche Funktionen erhalten.

versiegelungsfrei

UV-/ witterungsfest

hochbelastbar

www.ecoraster.de

BDB-Nachrichten Journal 3/2018 65

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 65 10.09.18 15:27


Regenwassernutzung/-Versickerung

Einfacheres Regenwasser-Management

Wenig Tiefgang, viel Volumen: Spezielle Flachtanks lassen sich ohne großen baulichen Aufwand als

Regenwassertank, Retentionstank und Versickerungsrigole nutzen.

Große Speicher – wirtschaftlich effizient, ökologisch sinnvoll

Starkregen treffen deutsche Gemeinden immer häufiger. In

Kombination mit der steigenden Flächenversiegelung werden

Kanalisationen dadurch schnell überlastet, was zu örtlichen

Überschwemmungen führen kann. Um das zu verhindern,

machen immer mehr Städte und Gemeinden bei neuen Bauvorhaben

Maßnahmen zum Regenwasser-Management, wie

die Rückhaltung und die Versickerung, zur Auflage. Auch der

starke Anstieg der Trinkwasser- und Abwassergebühren haben

dazu geführt, dass immer mehr private, gewerbliche und

öffentliche Einrichtungen, Anlagen zur Nutzung von Betriebsund

Regenwasser errichten. Ein Erdspeicher ist hier die ideale

Lösung, um große Mengen Wasser aufzufangen, vor- und

rückzuhalten, zu nutzen und versickern zu lassen.

Für die Bauherren sind die unterirdischen Speicher jedoch ein

Problem, erfordern klassische Tanks doch eine tiefe Baugrube

mit Böschung. Als einfachere und kostengünstigere Alternative

dazu hat Premier Tech Aqua großvolumige Flachtanks entwickelt:

Die NEOplus-Behälter fassen bis zu 50.000 Liter und

benötigen dank ihrer geringen Höhe von 1,4 m nur eine flache

Baugrube ohne Böschung. Durch ihre spezielle Geometrie

sind sie zudem sehr stabil und gleichzeitig leicht, so dass sie

bequem mit dem Aushubbagger an ihren Platz transportiert

werden können.

35 % weniger Material. Zeit für nachhaltige Ideen.

Das Flachtank-Konzept spart bis zu 35 % Rohstoffmaterial

ein. Und das bei deutlich besseren statischen Eigenschaften,

die für einen stabilen Erdtank von entscheidender Bedeutung

sind. Gelungen ist dies durch eine torusförmige, zum

Patent angemeldete, Geometrie. Dafür wurde der Flachtank

mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz Preis und ganz aktuell

mit dem German Design Award Gold 2017 ausgezeichnet.

Hochbeständige PE-Speicher – hergestellt in Deutschland

Die Flachtanks werden im spannungsfreien Rotationsverfahren

aus Polyethylen (PE) monolithisch hergestellt. Dadurch

wird eine sehr große Robustheit erreicht und ein dauerhafter

Schutz vor Bruch oder Rissbildung gewährleistet. Die gesamte

Fertigung erfolgt in Deutschland und unterliegt einer strengen

Qualitätssicherung. Premier Tech Aqua gibt daher auf seine

Tanks eine Garantie von 35 Jahren.

Einbaubeispiel NEOplus 2 x 25.000 L: Mit den großvolumigen Flachtanks reduziert sich der Bauaufwand erheblich. Sie lassen sich einfach mit

einem Aushubbagger transportieren und benötigen eine wesentlich flachere Baugrube als herkömmliche Tanks.

66 BDB-Nachrichten Journal 3/2018

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Regenwassernutzung/-Versickerung

Perfektes Regenwasser-Management

Bewährte Systemlösungen von FRÄNKISCHE

Wasser ist mächtig und kraftvoll. Das positiv zu nutzen und Regenwasser ökologisch und ökonomisch sinnvoll

wieder in den natürlichen Kreislauf zurückzuleiten, ist die zentrale Aufgabe im Regenwassermanagement von

FRÄNKISCHE. Unter dem Motto „Wasser, Wissen, Beratung“ setzt der marktführende Systemanbieter auf

langlebige, kompatible und wartungsarme Komponenten, die Niederschläge transportieren, reinigen, speichern

und in die Natur zurückführen.

Starkregenereignisse und immer häufiger auftretende Jahrhundert-Hochwasser

zeigen, dass Wasser nach wie vor eine

unberechenbare Naturgewalt ist. Außerdem ist die zunehmende

Versiegelung großer Flächen eine Ursache für Hochwasser,

verschmutztes Grundwasser und Überschwemmungen.

„Wir setzen seit mehr als 20 Jahren

unser Wissen und unsere Erfahrung dafür

ein, im Regenwassermanagement Wirtschaftlichkeit,

Effizienz und Ökologie in Einklang

zu bringen: Unsere Systemlösungen

nutzen die positiven Seiten des Wassers

und tragen dazu bei, Mensch und Umwelt

nachhaltig zu schützen“, sagt Roman von

Urbanowicz, Leiter Bereich Drainage Systeme.

Zukunftssichere Entwässerung

Der Lösungsansatz von FRÄNKISCHE umfasst das Transportieren,

Reinigen, Speichern und Ableiten von Regenwasser.

„Diese vier Aufgaben spiegeln sich in unserem Regenwassermanagement

wider. So werden die Niederschläge

ökonomisch und ökologisch sinnvoll wieder in die Natur zurückgeführt“,

erklärt Michael Schütz, Leiter Entwicklung/Produktmanagement.

Zukunftssichere Verkehrswege- und Siedlungsentwässerung

vermeidet Engpässe im Kanalnetz und

beugt in vielen Bereichen Überflutungen vor: im Straßen- und

Schienenverkehr, in dicht besiedelten Stadtgebieten und auf

Großparkplätzen, rund um Industrie- und Gewerbebauten sowie

im Garten- und Landschaftsbau.

Absolute Verlässlichkeit

Voraussetzung für ein tragfähiges und naturnahes Regenwassermanagement

sind langlebige, technisch zuverlässige und

wartungsfreundliche Komponenten, die optimal aufeinander

abgestimmt und untereinander voll kompatibel sind. Alle Systembausteine

der Anlagen liefert FRÄNKISCHE individuell angepasst

an die Gegebenheiten vor Ort. Umfassende Beratung

ist ebenfalls ein wichtiges Element im Regenwassermanagement:

Systemberater unterstützen Planer, Baufirmen und Behörden

in persönlichen Gesprächen.

Ausführliche Informationen sowie Produktbeschreibungen

erhalten Sie unter www.fraenkische.com bzw. per E-Mail an:

marketing@fraenkische.de

Unterirdische Regenwasserspeicher -

ein effektiver Schutz gegen Starkregen

In deutschen Städten und Kommunen

ist die Entwässerungsinfrastruktur mit

den extremen Niederschlagsmengen

zunehmend überfordert.

Die gigantischen Wassermassen bilden

zerstörerische Kräfte und verursachen

extreme Sachschäden. FRÄNKISCHE

bietet eine breite Produktpalette für

einen umfassenden und nachhaltigen

Überflutungsschutz.

www.fraenkische.com

Rigolenfüllkörper

Rigofill inspect

Speicherkapazität

400 Liter

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ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 67 10.09.18 15:27


Regenwassernutzung/-Versickerung

Bauplanung ohne Risiken

RIKUTEC Retentionstanks bieten sicheren Schutz gegen Wasserschäden

Unwetter treten leider auch in unseren Regionen immer häufiger auf. Sehr oft verursachen große, schlagartige

Niederschlagsmengen hohe Schäden mit kosten- und arbeitsintensiven Folgen für viele – vom Eigenheimbesitzer

bis zum kommunalen Großprojekt. Hintergrund hierzu sind oftmals nicht mehr ausreichende bzw. kleiner

dimensionierte Planungen der öffentlichen Kanalisationen. Besonders bei Neubauprojekten wird daher sehr oft

der Einsatz von Retentionsbehältern durch Gemeinden und Kommunen vorgeschrieben.

Individual Lösungen – vom Eigenheim bis zum Großprojekt

Architekten und Bauplaner sind hier aktiv gefragt, durch entsprechende

Schutzmaßnahmen einer Überflutung entgegenzuwirken.

Als professionelle Lösung bietet RIKUTEC, einer der

führenden Hersteller und internationaler Vertreiber von HDPE-

Tanks, die Behälterserie Aqua`Terne an. Die drei einwandigen

Varianten (Aqua`Terne 70, Aqua`Terne 112 und Aqua`Terne

122) sind bis 2,2 t Achslast Pkw-befahrbar und somit bestens

für den Einbau z. B. unter einer Hofeinfahrt oder des Carports

eines Ein- und Zweifamilienhauses geeignet. In den verschiedenen

Abmessungen und den Volumengrößen von 2.000 bis

10.500 Liter wird hier allen Ansprüchen für den privaten Sektor

Genüge getan.

Drei Retentionsbehälter der Aqua`Terne-Serie 204

mit jeweils 27.000 Liter, Mainz-Kastel

Für Großobjekte, wie bei Neubauten kommunaler Objekte,

wie Campingplätze, Bewässerung von Grünanlagen, Sportplatzbauten,

Regenrückhaltung und Retention bietet die doppelwandige

Aqua`Terne 204 mit einer Belastung bis zu 11,5 t

Achslast (Lkw-befahrbar) die perfekte Lösung. Mit einer Volumenbreite

von 5.000 bis 52.500 Liter kann dieser Behältertyp,

je nach Anforderung, dimensioniert werden. So wurde einem

Büro- und Wohnkomplex in Mainz eine gekoppelte Behälteranlage

mit einem Gesamtvolumen von 81.000 Litern verbaut.

Diese puffert das Niederschlagswasser der rund 2.000 m²

Dachflächen und leitet dieses verzögert in kontrollierten Mengen

über eine Retentionsdrossel weiter an das städtische Abwassernetz.

Mit den Retentionszisternen der Aqua `Terne Serie 204 bietet

RIKUTEC einen sicheren, individuell planbaren Schutz gegen

Wasserschäden sowohl im Privatsektor als auch für ein Wassermanagement

von Großverbrauchern. Und eines ist gewiss:

„Der Bedarf an Retentionstanks wird weiter rapide ansteigen“

so Andreas Wagner, zuständiger Vertriebsleiter im Bereich

HABITAT der Firma RIKUTEC.

Weitere Informationen zu RIKUTEC unter: www.rikutec.de

Die RIKUTEC Aqua`Terne-Serie 204 in

der Montage

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Multifunktionsgläser

Multifunktionsgläser im Erweiterungsbau des Florence-Nightingale-Krankenhauses in Düsseldorf

Sicher und hygienisch

Das Florence-Nightingale-Krankenhaus ist eine der größten Kliniken in Düsseldorf und liegt in einer parkähnlichen

Umgebung mit zahlreichen denkmalgeschützten Gebäuden. Durch einen umfangreichen Um- und Ausbau

wurde der Komplex für Patienten, Besucher und Mitarbeiter zukunftsoffener, moderner und zeitgemäßer. Für

einen wartungsfreien Sicht- und Sonnenschutz sorgt dabei das Multifunktionsglas ISOLETTE in der Fassade des

Erweiterungsbaus.

Dabei musste der auf Spezialeinrichtungen und Sonderbauten

spezialisierte Metallbauer die bereits verbauten Rahmen

an das System anpassen und in den Halteleisten die Durchführung

für die Kurbelkupplung einfräsen. „Dies bedeutete

einen nicht unerheblichen Aufwand, der aufgrund des engen

Zeitplans genau geplant und mit den parallel laufenden Innenausbaugewerken

abgestimmt werden musste“, so Geschäftsführer

Thomas Berger.

Das aus den 1970er-Jahren stammende Haupthaus wurde

in zwei Bauabschnitten im laufenden Krankenhausbetrieb

modernisiert, umgebaut und erweitert. In einem ersten Bauabschnitt

entstand ein Funktionsneubau, der neben einem

neuen zentralen OP-Bereich auch eine interdisziplinäre Notaufnahme

und neue Räume für die Geburtshilfe sowie einen

großen Diagnostikbereich beheimatet. Im Mitte 2018

fertiggestellten zweiten Bauabschnitt erhielt das Haus eine

neue zentrale, großzügige und offene Eingangshalle mit angeschlossener

Cafeteria, einer Patientenbücherei und einem

Veranstaltungsraum. Außerdem wurde der alte Funktionsbau

entkernt und modernisiert. Darin entstanden sind neben

mehreren, auf einer Etage gebündelten Chefarztambulanzen

auch eine Intensivstation für Erwachsene mit direkter Anbindung

an die OP-Ebene und eine Kinderintensivstation auf der

Ebene des Kreißsaals. Neben hochmoderner Medizintechnik

in dem staubfreien Arbeitsbereich sorgt das Multifunktionsglas

ISOLETTE in der Fassade für den wartungs- und reinigungsfreien

Sicht- und Sonnenschutz. Aus hygienischen und

sicherheitstechnischen Gründen erfolgt die Bedienung mit einer

abnehmbaren Aluminium-Handkurbel. So lassen sich alle

Jalousien variabel und bedarfsgerecht einstellen.

Die Wahl des manuellen Kurbelsystems war hinsichtlich des

straffen Bauablaufs auch die zeitlich günstigere Alternative im

Vergleich zu einer Anbindung an die hausinterne BUS-Steuerung,

da die Jalousien-Isoliergläser in den bereits in die Fassade

eingebauten Aluminium-Fensterrahmen nachgerüstet

wurden. Die beim regionalen ISOLETTE-Kooperationspartner

gefertigten Gläser wurden vor Ort von der Firma Berger GmbH

& Co. KG aus Kamp-Lintfort, einem langjährigen Partner in der

Verarbeitung von ISOLETTE-Jalousienisoliergläsern, montiert.

Für die Patienten des Florence-Nightingale-Krankenhauses

bedeutet die deutliche Vergrößerung und Modernisierung des

Gesamtkomplexes eine weitere Verbesserung der medizinischen

Versorgung durch die Kaiserswerther Diakonie als Träger.

Die verschiedenen Abteilungen des Hauses arbeiten interdisziplinär

zusammen; durch den Umbau wurden nicht nur

kürzere Wege geschaffen, sondern auch effizientere Abläufe

etabliert. Dank der ausgewogenen Klimatisierung der Räume

und einer individuell regulierbaren Tageslichtlenkung trägt

auch das Multifunktionsglas ISOLETTE entscheidend zu einer

kontinuierlichen Genesung der Patienten bei.

ISOLETTE ® – Das Jalousien-Isolierglas

Ein Multifunktionsglas für moderne

Architektur

Die ISOLETTE ® ist eine Isolierglaseinheit

mit eingebauter Jalousie. Die Jalousie ist

im hermetisch geschlossenen Scheibenzwischenraum

(SZR) eingebaut und wird

motorisch oder manuell angetrieben. Sie

kann je nach Anforderungsprofil nur gedreht

und gewendet oder auch gehoben

und gesenkt werden.

Das Multifunktionsglas ISOLETTE ® übernimmt in einem Bauteil

die Funktionen Beschattung, Blendschutz und Tageslichtlenkung.

Es trägt wesentlich zu einer ausgewogenen Klimatisierung

und Tageslichtversorgung von Bürogebäuden und

Privatbauten bei. Eingebunden in ein elektronisches Gebäudemanagement

sorgt die ISOLETTE ® automatisch für optimale

und individuell bestimmbare klimatische Bedingungen.

Die ISOLETTE ® funktioniert in allen Fenster- und Türsystemen

im Innen- und Außenbereich. Die optimale Lösung für Industrie-,

Büro- und Verwaltungsbauten, öffentliche Bauten, Schulen

und Krankenhäuser sowie für den privaten Wohnungsbau.

Bildnachweis: © Faltenbacher Jalousienbau

BDB-Nachrichten Journal 3/2018 69

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Löschwasserversorgung

Das ist die Abwasser-Lösung für Betreiber

Immer mehr Feststoffe landen im Abwasser öffentlicher Gebäude. Die große Frage für Betreiber: Wie kann

ich mein Gebäude sicher entwässern – trotzdem? Die Lösung: die Wilo-EMUport CORE, das innovative

Feststofftrennsystem aus dem Hause Wilo. Alles, was Sie dazu wissen müssen.

Mal sind es Feuchttücher und Hygieneartikel – mal Sicherungsetiketten

von Kleidungsstücken. Die Liste der Dinge, die

in öffentlichen Gebäuden in der Toilette landen, ist lang und

kurios. Egal, ob Flughafen, Kaufhaus oder Krankenhaus: Das

Problem von groben Feststoffen im Abwasser ist für Betreiber

altbekannt. „Wir stellen allerdings fest: Der Feststoffgehalt

im Abwasser solcher Gebäude nimmt immer weiter zu“, sagt

Christian Borka, Product Portfolio Manager bei Wilo. „Und immer

öfter werden Gegenstände über die Toiletten entsorgt, die

nicht in unserem Abwasser landen sollten.“

Dass das Feststoff-Problem vor allem öffentliche Gebäude betrifft,

ist schnell erklärt: Der Kreis der Personen, die Zugang zu

den Sanitäranlagen hat, ist in öffentlichen Gebäuden besonders

groß – und unkontrollierbar. Werfen sie grobe Feststoffe

in die Toilette, kann das fatale Folgen haben. Vor allem für die

Gebäudetechnik. Aber warum?

Ein Plus an Betriebssicherheit

Die Antwort ist einfach. Wird das Abwasser über eine Abwasserhebeanlage

ins Kanalsystem gepumpt, muss es eine wichtige

Engstelle passieren: die Pumpen. Auch die Feststoffe im

Abwasser müssen über die Pumpen aus dem Gebäude befördert

werden – zumindest theoretisch. Werden beispielsweise

Feuchttücher oder vliesartige Stoffe über die Toilette entsorgt,

können sie sich um das Laufrad wickeln oder in der Hydraulik

ablagern. Die Folge: Die Pumpen verstopfen, es kommt zu Betriebsausfällen.

Und mitunter zu teuren und ärgerlichen Schäden.

Die Wilo-Lösung für dieses Problem: die Wilo-EMUport CORE,

das standardisierte Feststofftrennsystem. Grobe Feststoffe

im Abwasser werden vor den Pumpen zurückgehalten – und

schließlich einfach mit dem Abwasser zusammen in die Kanalisation

abgeführt. „Die Wilo-EMUport CORE ist also so konstruiert,

dass grobe Feststoffe die Hebeanlagen nicht blockieren

können und den Abwassertransport nicht stören. Das bedeutet

natürlich ein immenses Plus an Betriebssicherheit“, sagt

Christian Borka.

Praktisch – und in bewährter Wilo-Qualität

„Und auch sonst haben wir ein Produkt geschaffen, dass das

Leben unser Kunden so einfach wie möglich macht“, findet

Borka. Meint: Die Wilo-EMUport CORE orientiert sich in ihren

Wilo-EMUport CORE gegen kostenintensiven Betriebsausfall.

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Das Feststoff-Trennsystem dokumentiert einzigartige Wilo-Technologie.

Dadurch werden die groben Feststoffe vom Abwasser

getrennt und vor den Pumpen in separaten Feststoff-Trennbehältern

zurückgehalten. Nur das vorgereinigte Abwasser passiert die

Pumpenhydraulik und wird in den Sammelbehälter geleitet. Beim

Pumpvorgang wird dieses Abwasser in den jeweils vorgelagerten

Feststoff-Trennbehälter gepumpt und mit den Feststoffen in die

Druckrohrleitung gedrückt. Die Pumpen stehen trocken außerhalb

des Behälters und damit nicht im Fördermedium. Wartungsarbeiten

an den Pumpen können so komfortabel und hygienisch durchgeführt

werden.

Funktionen voll und ganz an der Praxis. Für eine einfachere

Wartung lassen sich die Feststofftrennbehälter einzeln absperren,

um sie im laufenden Betrieb zu warten. Der transparente

Zulaufkasten macht eine Sichtprüfung auch während

des Betriebs möglich, und Schnellspannverbindungen

sorgen für eine schnelle und einfache Reinigung.

Das sind die Vorteile der Wilo-EMUport CORE im

Überblick:

··

Betriebssicher durch die Trennung der Feststoffe vom

Abwasser: Große Feststoffe müssen nicht die Pumpe

passieren – und es kommt nicht zu Verstopfungen

··

Langlebig und korrosionsfrei durch den Einsatz von PEund

PUR-Material

··

Wartungsfreundlich, auch während des Betriebs – dank

hygienischer Trockenaufstellung, leichtem Zugang von

außen und Einzelabsperrung

··

Zukunftssicher – auch bei steigendem Feststoffgehalt im

Abwasser

··

Flexibler einbaubar

··

Einfach integrierbares und anschlussfertiges

Plug&Pump-System

··

Energiesparend durch effiziente Abwasser-Tauchmotorpumpen,

wahlweise mit IE3-Motoren

Wilo-GEP Fire – sichere

Löschwasserversorgung

garantiert.

Die Wilo-GEP Fire lässt in puncto Planungsfreiheit keine Wünsche

offen: maximale Sicherheit auf minimalem Raum.

Zuverlässige Vorteile der Wilo-GEP Fire

ƒ Modulare zertifizierte Systemlösung für individuelle Anforderungen

ƒ Platzsparende Kompaktanlage mit minimaler Aufstellfläche ab

0,64 m² dank zertifiziertem Vorlagebehälter mit Separator und

freiem Auslauf (EN 1717)

ƒ Hygienische Sicherheit auch bei der Aufstellung unterhalb der

Rückstauebene durch optionale Pumpen-Notentwässerung

ƒ Effektives Wartungsmanagement und permanente Betriebsinformationen

www.planerline.de

Das Wilo-PlanerPortal

Alle Informationen zur Wilo-EMUport CORE finden Sie unter www.wilo.de

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Experten mit Live-Chat und Video-Telefonie.

BDB-Nachrichten Journal 3/2018 71

71

Oder telefonisch unter 0231 4102 7080

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Rund ums Parken

Maßgeschneidertes Parken auf drei Ebenen –

individuell und ansprechend im Design

In einem Wohnungsneubau direkt in der Lörracher Innenstadt hat die WÖHR Autoparksysteme GmbH ein neues

Projekt fertiggestellt. Das halbautomatische Parksystem vom Typ COMBILIFT 543 bietet 14 Stellplätze auf fünf

Rastern und drei Parkebenen übereinander. Auf einer Parkfläche von nur knapp 78 m² hätten in konventioneller

Parkplatzgestaltung nur fünf Fahrzeuge untergebracht werden können. „Der geringe Raumanspruch des

Combilifts ist ein Aspekt, der beim Verdichten der Innenstädte zunehmend an Bedeutung gewinnt“, erklärt

WÖHR Geschäftsführer Jens Niepelt.

Wer seinem Parksystem im wahrsten Sinne des Wortes von

Grund auf ein ansprechendes Design verleihen will, hat sogar

die Möglichkeit, die Stellplatz-Profile individuell zu planen.

Die exklusivste Innovation ist an dieser Stelle das „Alu

Prime Profil“ aus eloxiertem Aluminium, das mit nur 46 mm

Profilhöhe einen maximalen Park- und Begehkomfort bietet.

Durch die Nutzung hochwertiger Materialien erscheint das Alu

Prime Profil im ansprechenden Design und bietet einen erhöhten

Korrosionsschutz mit extra langer Lebensdauer. Robuster

kommt dagegen das feuerverzinkte „Smart Profil“ aus Stahl

daher, das sich mit seinem flachen Profil ebenfalls durch eine

hohe Benutzerfreundlichkeit auszeichnet. Zur Verwendung an

Orten mit mäßigen Umwelteinflüssen eignet sich das „Classic

Profil“, das zur Standardausstattung der WÖHR Anlagen gehört.

Der Clou dieses Parksystems ist neben der hohen Funktionalität

die umfangreiche Individualisierbarkeit, die aus einem

Combilift ein Designobjekt mit vielen Features werden lässt. So

erfolgt in einem Projekt in Lörrach die Bedienung des Systems

klassisch über die Nutzung von RFID-Chips an einem Bedientableau

– die meist gewählte Variante, mit der WÖHR seine

Autoparksysteme standardmäßig ausstattet. Wer es komfortabler

möchte, entscheidet sich für die Variante „Handsender“,

die ein Öffnen der Tore per Funk und das

Schließen per Infrarot bequem vom Fahrzeug

aus vorsieht. Oder er wählt die intelligenteste

Lösung, die das Unternehmen in

Sachen Bedienkonzepte zu bieten hat: die

WÖHR Smart-Parking-App, die ab IOS 9

und Android 6 verfügbar ist.

Wer in Sachen Mobilität am Puls der Zeit lebt und ein Fahrzeug

mit Elektroantrieb nutzt, braucht sich bei der Nutzung eines

Combilifts keine Gedanken um die Reichweite zu machen.

Denn Dank der WÖHR Universal-Standsäule für E-Laden, die

auf den Plattformen installiert und bauseitig mit einer Wallbox

ausgestattet werden kann, wird das Fahrzeug während seines

Aufenthalts im Parksystem geladen.

Ebenso flexibel wählbar ist auch die optische

Gestaltung der Schiebetore, die so

den individuellen Ansprüchen des Kunden

angepasst werden kann. Die Möglichkeiten

reichen vom standardmäßig angebotenen

feuerverzinkten Stahlgittertor für Tiefgaragen

und pulverbeschichteten Stahlblech-Toren

für oberirdische Garagen, optional über eloxierte

oder pulverbeschichtete Aluminium-

Lochblech-Tore bis hin zu Aluminiumrahmen

für bauseitige Füllungen.

Copyright: WÖHR Autoparksysteme GmbH, woehr.de

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ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 72 10.09.18 15:27


Water Systems

Wasser-Managementsystem mit KNX-Option

AQUA 3000 open: Wasser mobil und effizient managen

Das AQUA 3000 open Wassermanagementsystem ermöglicht den Betreibern großer Trinkwasserinstallationssysteme

mehr Effizienz beim Wasser- und Energieverbrauch. Ziel ist, die bestmögliche Trinkwasserhygiene an

jeder Entnahmestelle im Gebäude zu gewährleisten. Dabei werden begrenzte Ressourcen, wie Energie und

Wasser geschont und somit der CO 2 -Ausstoß vermindert.

Ein Ethernet-CAN-Coppler

(ECC2) mit integriertem

WEB-Server und zwei Ergänzungsmodulen

unterstützt

die mobile Steuerung

und Überwachung

der gesamten Trinkwasserinstallation

im Objekt. Die

GLT-Anbindungsoption,

z. B. über KNX-IP erleichtert

das Zusammenspiel

aller Gebäudebereiche und

wird über eine genormte

RJ45 Schnittstelle realisiert.

Franke ist seit 2016

auch Mitglied der KNX

Association.

Sämtliche Daten und relevanten Parameter der Armatur können

mit Datum und Uhrzeit direkt ausgelesen werden. Die

ausgelesenen Daten stehen im csv-Format zur Verfügung und

können anschließend in der vom Betreiber bevorzugten Form

visualisiert werden. Die interne Speicherzeit beträgt maximal

drei Monate. Das gut lesbare, beleuchtete Display erleichtert

das Ablesen und Navigieren im Menü. Das Wassermanagementsystem

AQUA 3000 open ermöglicht für alle angeschlossenen

Armaturen Hygienespülungen, Thermische Desinfektionen,

Betriebsartenumschaltung, Reinigungsabschaltung,

Systemstörungsmeldungen, wie z. B. die Leckagedetektion

und Statistikfunktionen. Für die räumliche Unterteilung innerhalb

eines Gebäudes oder zur effektiven und sicheren Durchführung

von Sonderfunktionen bietet sich die Einteilung aller

an einen ECC2 angeschlossenen Armaturen in Gruppen an

(bis zu acht Gruppen).

Weitere Informationen: www.franke.de

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Solartechnik

Wohnungen in Mehrfamilien-Sonnenhäusern

sind begehrt

Die weitgehend solar beheizten Mehrfamilienhäuser in Chemnitz und Obersulm sind fertiggestellt. Die Eigentumswohnungen

waren in kurzer Zeit verkauft. ++ Nachhaltige und kostengünstige Energieerzeugung als Verkaufsargument

Wohnungen in weitgehend solar beheizten Gebäuden sind

bei Immobilienkäufern begehrt. Das zeigen zwei Sonnenhaus-

Projekte, die in den vergangenen Monaten abgeschlossen

wurden. In Chemnitz hat die FASA AG das erste Gebäude des

„Solardomizils“ fertiggestellt. Die elf von insgesamt 30 Wohnungen,

die in zwei Bauabschnitten entstehen, waren in wenigen

Monaten verkauft und das in einer Stadt mit Leerstand.

Fast alle Bewohner sind mittlerweile eingezogen. Auch in Obersulm

in der Nähe von Heilbronn waren die sechs Eigentumswohnungen

in dem Mehrfamilien-Sonnenhaus von KHB-Creativ

Wohnbau schnell vergriffen. Die Bewohner haben ihr neues

Heim im Dezember 2017 bezogen.

Beide Mehrfamilienhäuser sind als Sonnenhäuser konzipiert.

Das heißt, mindestens die Hälfte des Energiebedarfs für die

Raumheizung und die Warmwasserbereitung wird solar erzeugt.

Die Bewohner können dadurch mit dauerhaft niedrigen Heizkosten

rechnen. Außerdem entsteht bei der Energieerzeugung

deutlich weniger CO 2 als bei konventionellen Heizsystemen.

Klassisches Sonnenhaus in Chemnitz

Laut Ullrich Hintzen, Vorstand des Bauunternehmens FASA

AG, ist es keine Selbstverständlichkeit, dass Neubauwohnungen

in Chemnitz so schnell verkauft werden. Die Perspektive,

hier nachhaltig wohnen zu können, ebenso wie die zentrumsnahe

Lage im Stadtteil Schlosschemnitz, erachtet er als die

wesentlichen Gründe für den schnellen Verkauf. Sein Unternehmen

baut aktuell das zweite Gebäude des Solardomizils.

Das „Solardomizil II“ wird Wohnungen mit 52 bis 170 Quadratmeter

Wohnfläche haben.

Die Mehrkosten für dieses solare Konzept liegen im Neubaubereich

bei ca. 100,- Euro/m² Wohnfläche. Das heißt, der Preis

für eine 100 m² große Eigentumswohnung erhöht sich um lediglich

ca. 10.000,- Euro gegenüber konventioneller Bauweise.

Dem steht die Einsparung durch langfristig niedrige

und kalkulierbare Heizkosten gegenüber.

Solarenergie für Wärme, Strom und Elektromobilität

Das Mehrfamilienhaus in Obersulm beherbergt sechs Wohnungen

mit insgesamt 520 Quadratmeter Wohnfläche. Hier

Solardomizil I in Chemnitz, Foto: FASA AG Mehrfamilien-Sonnenhaus in Obersulm, Foto: KHB-Creativ Wohnbau

Bei der zweiteiligen Eigentumswohnanlage in Chemnitz handelt

es sich um ein Sonnenhaus mit einer modernen, futuristisch

anmutenden Solararchitektur.

Insgesamt 317 Quadratmeter Solarkollektoren sind bzw. werden

noch in die Ostfassade und der nach Süden orientierten

Giebelseite integriert. Sie werden die Hälfte des Wärmebedarfs

für die rund 3.000 Quadratmeter Wohnfläche im Solardomizil

I und II solar erzeugen. Solarwärme, die gerade nicht

verbraucht wird, kann in einem 200 Kubikmeter großen Langzeitwärmespeicher

zwischengespeichert werden.

erzeugen 75 Quadratmeter Solarkollektoren die Hälfte des

Wärmebedarfs für die Raumheizung und die Warmwasserbereitung.

Die Solarkollektoren sind auf dem Dach und an der

Fassade montiert. Der Pufferspeicher fasst nur 10,5 Kubikmeter

Wasser.

Rainer Körner, Geschäftsführer von KHB-Creativ Wohnbau

und 2. Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts, hatte vorab

eine Vergleichsrechnung erstellt, in der er die Heizkosten für

eine Sonnenhaus-Heizung und ein Wärmepumpen-Heizsystem

gegenübergestellt hatte. Das Ergebnis: Für die einge-

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Solartechnik

baute Heizung hat er Heizkosten von 1,75 Euro/m² errechnet.

Bei einer Wärmepumpenheizung hätten sie sich auf 5,96 Euro/

m² belaufen.

„Die ökologische und zukunftsweisende Bauweise, die heute

und in der Zukunft günstigste Nebenkosten garantiert und

dadurch auch eine hohe Wertsteigerung erwarten lässt, war

ein wichtiges Verkaufsargument“, sagt Rainer Körner. Damit

hier auch Strom umweltfreundlich mit der Sonne erzeugt wird,

hat KHB-Creativ Wohnbau zusätzlich Photovoltaikanlagen

an den Balkonen und auf der Garage installiert. Jeder Eigentümer

kann eine PV-Anlage mit zwei Kilowatt Leistung sein

Eigen nennen. „So wird Solarenergie für Wärme, Strom und

Elektromobilität erzeugt, was die Energiekosten noch weiter

senkt“, sagt Körner.

Eines steht für ihn schon fest: „Das nächste Mehrfamilienhaus

würden wir wieder als Sonnenhaus bauen. Die Abwicklung ist

unproblematisch und die Mehrkosten sind so gering, dass es

keine Überlegung wert ist, ein Standard-Heizsystem einzubauen.“

Weitere Informationen:

Sonnenhaus-Institut: www.sonnenhaus-institut.de

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BDB-Nachrichten Journal 3/2018 75

ab 35 BDB Produktteil Umbruch 3-18_5.indd 75 10.09.18 15:28


Weiterbildung

Fachingenieur/Fachplaner/

Fachbauleiter für Pflasterbau

In Deutschland sind weit über die Hälfte der urbanen Verkehrsflächen

im kommunalen und privaten Bereich mit Pflasterdecken und

Plattenbelägen befestigt. Obwohl in Deutschland ein umfangreiches

Technisches Regelwerk existiert, kommt es immer wieder zu Schäden.

Ab 17.01.2019 bietet EIPOS in Kooperation mit der TU Dresden

– Professur für Straßenbau – zum 3. Mal die berufsbegleitende

Fachfortbildung zum „Fachingenieur/Fachplaner/Fachbauleiter für

Pflasterbau“ an.

Fachkompetenz im Pflasterbau

Ziel ist es, Planern, Bauingenieuren, Mitarbeitern von Ingenieur- und Planungsbüros

sowie Bauunternehmen fundierte Kenntnisse zur Pflasterbauweise, zu Plattenbelägen

und zu versickerungsfähigen Pflasterbefestigungen zu vermitteln. Die

Teilnehmer erlernen, qualifizierte Planungen und korrekte Ausschreibungen zu erstellen,

Pflasterdecken und Plattenbeläge richtig auszuführen sowie die Überwachung

und Abnahme der Bauarbeiten fachgerecht durchzuführen. Sie erwerben

eine spezielle Fachkunde für Pflasterbauweisen.

Praxisorientierte Qualifikation

Die Übertragbarkeit der fachlichen Inhalte in ihre täglichen Aufgaben sichert unser

praxisorientierter Lehrplan sowie die Studienkurse im Straßenbaulabor der TU

Dresden. Profitieren Sie von erfahrenen Dozenten, dem intensiven Erfahrungsaustausch

mit den führenden Fachexperten auf diesem Gebiet und den Berufskollegen

innerhalb der Seminargruppe.

Breit aufgestellt und unterstützt

Die Fachfortbildung wird von den Trägerverbänden Hauptverband der Deutschen

Bauindustrie e.V., Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V., Betonverband

Straße, Landschaft, Garten e.V.; Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie,

Deutschen Naturwerksteinverband e.V., Landesinnungsverband des

Sächsischen Straßenbaugewerbes, IG Deutscher Pflasterer und Steinsetzer e.V.

unterstützt und gefördert. Vom SLG Bonn erhalten die kursbesten Teilnehmer ein

Stipendium und vom ZDB Berlin die Einladung zu den Deutschen Pflastertagen.

Mehr Informationen zur Weiterbildung unter: www.eipos.de

Webcode PB

BDB-Nachrichten Journal 3/2018 76

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