Berliner Kurier 29.09.2018

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Demenz 2018

BERLINER KURIER, Sonnabend, 29. September 2018

DerIsolation keineChance

Demenziell veränderte Menschen und ihreAngehörigen möchten am Leben teilnehmen –Wissen erleichtertden Kontakt

Abschied auf Raten, Versinken

im Vergessen –

Demenz isteine Krankheit,

die nicht wie andere nur

den Körper angreift, sondern

den Menschen als Persönlichkeit.

Dasmacht Angst, und das

löst Schockwellen im gesamten

Umfeld des Erkrankten

aus. Weil der Hauptrisikofaktor

für Demenz –esgibt viele

verschiedene Arten, Alzheimer

ist die verbreitetste –das

Alter ist, gibt es mit steigender

Lebenserwartung immer mehr

Betroffene. Obwohl kaum eine

andereKrankheit so viele Wissenschaftler

weltweit beschäftigt,

istAlzheimer,der allmähliche

Untergang von immer

mehr Gehirnzellen, nach wie

vor unheilbar. Der medizinische

Schwerpunkt liegt daher

auf Prävention, Verlangsamung

des Krankheitsfortschritts

und bestmöglicher

Versorgung.

GettyImages/Obencem

Diagnose Alzheimer ist für viele Angehörige zuerst einmal ein

Schock. Teilnahme am geselligen Leben hilft vielen Erkrankten.

Rund 1,7 Millionen demenziell

veränderte Menschen leben

in Deutschland, der größte Teil

von ihnen wird von Angehörigen

versorgt. Kürzlich gab es

zum Welt-Alzheimertag viele

Aktionen, umauf deren Schicksal

aufmerksam zu machen.

„Demenz –dabei und mittendrin“

hieß das Motto, das den

größten Wunsch der Betroffenen

aufgreift: So weit es geht am

Alltag teilnehmenzukönnen, im

gewohnten Umfeld zu bleiben,

Hobbies nachzugehen, etwas

Sinnvolles zu tun, im Freundeskreis

und in der Gemeinde aktiv

zu bleiben und größtmögliche

Geborgenheit zu erfahren. Das

alles ist möglich, wenn sie die

nötigeUnterstützung erhalten.

„Menschen mit Demenz hilft

es, wenn alle, die ihnen im Alltag

begegnen, etwas über die

Erkrankung wissen“, sagt Monika

Kaus, Vorsitzende der Deutschen

Alzheimer Gesellschaft.

„Das gilt für Familienangehörige,

Nachbarn, Freunde oder

den Verkäufer im Supermarkt.“

Die bundesweite Initiative

„Demenz-Partner“ der Deutschen

Alzheimer Gesellschaft

will dazu einen Beitrag leisten:

In 90-minütigen Kursen wird

ein Grundwissen über Demenz

vermittelt. Die Teilnehmenden

lernen etwas über das Krankheitsbild

sowie den Umgang mit

Betroffenen. Schon über 30000

Demenz-Partner gibt es in ganz

Deutschland. „Wir alle können

dazu beitragen, dass Menschen

mit Demenz dabei und mittendrin

sind“, sagt Monika Kaus.

„Wir können uns über Demenz

informieren, Verständnis für die

Betroffenen entwickeln, sie einbeziehen,

Unterstützung anbieten

und unseren Blick auf den

Menschen richten.“ (fwo.)

Alzheimer Präventionsstudie derFirma Novartis

Wollen Sie d aran teilnehmen?

Wir führen eine klinische Studie zur Prävention von Alzheimer durch. ImRahmen der Studie soll die Verträglichkeit und

Wirksamkeit von zwei noch nicht zugelassenen Wirkstoffen gegenüber Placebo in der Vorbeugung von Alzheimer bei

Personen mit erhöhtem Alzheimer Risiko erforscht werden.

‣ Teilnehmen könnengesunde Frauen und Männer, zwischen 60 und 75 Jahren.

‣ Siehaben keine Gedächtnisprobleme?

‣ Siehaben Verwandte, die an Alzheimerleiden?

‣ Siesind bereit, einenGentest durchführen zu lassen,umzuerfahren,

ob Sieein erhöhtes Risiko fürAlzheimer haben?

Die Entscheidung, obSie für diese Studie geeignet sind, trifft der Prüfarzt. Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind,

dann melden Sie sich bei uns!

Weitere Infos: 030 450 540 077 demenz-vorbeugen@charite.de

CharitéCampus Berlin-Buch • ECRC Experimentaland ClinicalResearchCenter • Lindenberger Weg80•13125 Berlin

Weitere Informationen im Internet unter www.generation.novartis.de

Diese Untersuchung ist denzuständigen Behördenangezeigt. Novartisist Sponsor derStudie.

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