Berliner Kurier 29.09.2018

BerlinerVerlagGmbH

BERLIN Kolumne Chin Meyerüber die Islamisierung Deutschlands SEITE 11 * BERLINER KURIER, Sonnabend, 29. September 2018 DER ROTE TEPPICH Ehre, wemEhregebührt! Patrick Loewenstein koordiniert das Projekt Urbanität und Vielfalt in Potsdam Foto: dpa Gefährdete Wildpflanzen in Berlin und Brandenburg retten –das wollen Botaniker mit Hilfe von Bürgern. Fast 1000 Hobbygärtner machen bereits mit. Am Wochenende können weitere dazukommen, hofft Patrick Loewenstein. Er koordiniert das Projekt „Urbanität &Vielfalt“. „Allein in diesem Jahr konnten wir über 600 neue Pflanzenpaten gewinnen“, sagt Loewenstein. An diesem Sonnabend sind Interessenten, die sich Sämereien abholen möchten, von 13 Uhr bis 18 Uhr zu einer Samen-Börse mit Herbstfest auf das Gelände der ehemaligen IGA in Marzahn eingeladen. Mit dem Projekt wollen Potsdamer Botaniker bedrohte Wildpflanzen retten. Seit 2017 verteilen sie jeweils 10 000 Setzlinge an Interessenten, die diese in Gärten und auf Balkonen pflanzen und Samen gewinnen und verteilen. „Ziel ist es, Pflanzen, die einst heimisch waren, wieder heimisch werden zu lassen“, so Loewenstein. Unter den Gewächsen sind viele mit klingenden Namen: Zweifelhafter Schmielenhafer, Wald-Läusekraut, Steifer Augentrost, Stängellose Kratzdistel, Ohrlöffel- Leimkraut. Wer will solche Raritäten nicht im Garten haben? Verödet das Olympiastadion, wenn die Alte Dame auszieht? Vordem Sportausschussverteidigt Hertha seine Neubaupläne Von FREDERIK BOMBOSCH Berlin – Einst war er die rechte Hand von Thilo Sarrazin, jetzt soll er Herthas Neubaupläne durchsetzen: Am Freitag stellt sich Ex-Staatssekretär Klaus Teichert (64) den Fragen der Abgeordneten im Sportausschuss. Er bringt viele Zahlen mit und bunte Bilder von der geplanten Arena (55 000 Plätze, Fertigstellung 2025). Für das zentrale Problem hat er aber auch keine Lösung: Was soll aus dem Olympiastadion werden, wenn Hertha auszieht? Der Neubau und die Zukunft des alten Stadions sind eng verknüpft. Nicht nur, weil Hertha der Hauptmieter ist im Olympiastadion. Sondern auch, weil die neue Spielstätte direkt neben der alten entstehen soll. Folge: Findet bei Hertha ein Spiel oder eine andere Veranstaltung statt, dann muss es im Olympiastadion ruhig bleiben. Zwei Großveranstaltungen an einem Standort würden die Verkehrswege überlasten – und die Anwohner über Gebühr nerven. Dem Olympiastadion würden durch den Hertha-Umzug also nicht nur die Hälfte der Einnahmen wegbrechen – Geschäftsführer Oliver Rohwedder hätte auch seine liebe Not, neue Nutzer zu finden. „Hertha ist ein Berliner Verein, und wir wollen ihn in Berlin halten“, sagt Sportsenator Andreas Geisel (52, SPD). „Aber das darf nicht zum Nachteil des Landes Berlin geschehen.“ Heißt im Klartext: Der Senat, der Hertha oft genug Mietnachlässe gewährt hat, wenn es klemmte, will dem Verein dieses Mal nicht entgegenkommen. Auch die Abgeordneten begegnen dem Hertha-Abgesandten kühl. Sie bohren nach, wer die Investoren sind, die Hertha das Kapital für den 200-Millionen-Euro-Bau bereitstellen. Schließlich will Hertha ein Stück öffentliches Land in Erbpacht nutzen. Der Verdacht sei nicht abwegig, dass davon dubiose Geldgeber im Ausland profitieren, sagt FDP-Politiker Stefan Förster (37). Doch Teichert verriet nichts. „Das wäre gegen die Interessen unserer Partner“, sagt er. Erwiderung vom SPD-Abgeordneten Dennis Buchner (41): „Ich frage mich, wie Sie das vor Ihren Fans durchhalten wollen.“ Ebenfalls unzufrieden sind die Bewohner der Häuser, die dem Neubau weichen müssten. Sie wollen Ersatzwohnungen – haben aber von Hertha noch nichts gehört. „Dafür ist es zu früh“, sagt Teichert. Fragen? Wünsche? Tipps? Redaktion: Tel. 030/63 33 11 456 (Mo.–Fr. 10–18 Uhr) 10969 Berlin, Alte Jakobstraße 105 E-Mail: leser-bk@dumont.de Abo-Service: Tel. 030/232777 Foto: Imago So weit,soleer: DasOlympiastadion hat Platz für 75 000 Zuschauer.Voll ist es fast nie –deshalb will Hertha einen Neubau mit mehr Atmosphäre.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine