Gazette Charlottenburg Oktober 2018

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Gazette für Charlottenburg und Westend

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Oktober 2018

Charlottenburg

Kultur für

Kinder

GRATIS ZUM MITNEHMEN


2 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2018

Kultur für Kinder

Oktober ist KinderKulturMonat

Kleine Künstlerinnen in der Kreativ-Fabrik.


Foto: Darian Gerstenberger

Berlins Kultur mal nur für Kinder.

Ob Staatsballett, Naturkundemuseum

oder die Domäne Dahlem

– viele Theater, Opernhäuser, Museen

und andere bieten ein buntes

und kostenloses Programm nur für

Kinder an. An jedem Oktober-Wochenende

ist eine Menge los. So

können Kinder ihr eigenes Kulturprogramm

zusammenstellen und

neue Welten für sich entdecken.

Im vergangenen Jahr hat der KinderKulturmonat

3500 Familien

begeistert! Er findet bereits zum

siebten Mal statt und ist für Kinder

von 4 bis 12 Jahren konzipiert. Hier

ein Auszug aus dem Programm für

Charlottenburg-Wilmersdorf. Das

gesamte Programm, weitere Informationen

und Anmeldung unter

www.kinderkulturmonat.de.

Wie entstehen Radio und Fernsehen?

Bei einer Tour durch die

Studios des rbb in der Masurenallee

16-20 werden am 6. Oktober

um 13 Uhr die unterschiedlichen

Produktionsweisen gezeigt. Viele

Fragen, z. B. was Radioleute für ihre

Arbeit benötigen und wie Kameras

und Scheinwerfer eingesetzt werden,

oder was es mit der blauen

Wand im Fernsehstudio auf sich

hat, werden gemeinsam geklärt.

Und das mit der blauen Wand

kann selbst ausprobieren werden.

Veranstaltung nur für Kinder, Altersstufe

8-12 Jahre.

Im Käthe-Kollwitz-Museum in der

Fasanenstraße 24 wird am 13. Oktober

um 11 Uhr Kunst lebendig!

Mit dem Einsatz des eigenen Körper

erfahren die Kinder mehr über

die Menschen in den Kunstwerken

von Käthe Kollwitz. Mit kleinen

Theaterübungen und Spiele wird

entdeckt, welche Geschichten sich

hinter den Gesichtern und Körpern

verbergen könnten. Zum Schluss

werden die Teilnehmer sogar selber

zum Kunstwerk, indem sie sich

gegenseitig mit Kohle zeichnen.

Veranstaltung nur für Kinder, Altersstufe

8-12 Jahre.

Einmal selbst Ballerina oder Ballerino

sein! Ein Besuch am 14.

Oktober beim Staatsballett in

der Deutschen Oper Berlin, Richard-Wagner-Straße

10, gibt die

Gelegenheit, hinter die Kulissen zu

schauen und viele Fragen zu stellen.

Wie viele Leute sind im Ensemble?

Wie oft trainieren sie? Und was

ist das Geheimnis der Spitzenschuhe?

Keine Frage bleibt offen und es

wird auch selbst getanzt: In einem

der Ballettsäle werden Tanzschritte

ausprobiert, fast wie bei den Profis,

von denen die Teilnehmer/innen

bestimmt den ein oder anderen

sehen werden. Veranstaltung nur

für Kinder, Altersgruppe 8-12 Jahre.

Beginn 12.30 Uhr.


WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS Gazette Charlottenburg Gazette Wilmersdorf | Oktober | 102018 | | 3

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Ich freue mich sehr über einen

neuen Kulturstandort im Charlottenburger

Nordosten, dessen

Konzeption ich außerordentlich

spannend finde: Herzliche Gratulation

zur Eröffnung! Auch in

diesem Monat gibt es ein großartiges

Geschäftsjubiläum zu

feiern: Wunderbare Kreativität

und Vielfalt in unserer tollen City

West.

Atelierhaus-Genossenschaft

Berlin eröffnet erstes

eigenfinanziertes Atelierhaus

Reinhard Naumann

Ich eröffnete gemeinsam mit

der Atelierhaus-Genossenschaft

Berlin (AHGB) im September

das erste von

Künstler*innen eigenfinanzierte

Atelierhaus

„AHGB Haus 1“ am Stieffring

7 im Charlottenburger

Nordosten.

Um dem Ateliernotstand

in Berlin durch Eigeninitiative

entgegenzutreten,

wurde 2015 die Atelierhaus-Genossenschaft

Berlin als

Initiative des Kunstverein Tiergarten

e. V. im benachbarten Ortsteil

Moabit gegründet. Mittlerweile

sind knapp 50 Künstler*innen

Mitglieder der Genossenschaft.

Rund 30 Künstler*innen haben

im Januar 2017 die Mittel und

den Mut aufgebracht, das Gebäude

von einem privaten Eigentümer

zu erwerben.

Mit ihrem Engagement in dieser

Genossenschaft machen sie

deutlich, wie wichtig ihnen der

Erhalt des Standortfaktors Kultur

in Berlin ist. Denn durch das

genossenschaftliche Prinzip mit

seiner nachhaltigen Strategie

sichern sie sich nicht nur selbst

Arbeitsplatz und Ausstellungsraum,

sondern erhalten den neu

geschaffenen Atelier-Standort

auch für nächste Generationen

von Berliner Künstler*innen. Ich

freue mich sehr über das vielfältige,

spannende künstlerische

Schaffen an diesem neuen Kulturstandort!

90 Jahre Feinkostgeschäft

Rogacki

Ich werde am Mittwoch, dem

17.10.2018, um 13 Uhr die Glückwünsche

des Bezirksamtes

zum 90-jährigen Bestehen des

Feinkostgeschäfts von Dietmar

Rogacki überbringen.

1928 gründeten Paul

und Lucia Rogacki den

Räucherwarenhandel im

Bezirk Wedding und zogen

bereits 1932 mit ihrer

Aal- und Fischräucherei

nach Charlottenburg

in die Wilmersdorfer

Straße. Nach dem Zweiten

Weltkrieg baute die

Familie das Geschäft erfolgreich

wieder auf. Nun führt Dietmar

Rogacki das traditionelle Feinkostgeschäft

in dritter Generation

fort. Im Laufe der Jahrzehnte

konnte Rogacki sein Warensortiment

bei Wahrung höchster

Qualität stetig vergrößern und

ist zu einem mittelständischen

„Super-Feinkostgeschäft“ mit

vielen engagierten Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern herangewachsen.

Über die Bezirksgrenzen

hinaus hat sich Rogacki

zu einem beliebten Ziel der Berliner

Feinschmecker-Szene entwickelt.

Bereits 2010, 2012 sowie

2015 wurde das Feinkostgeschäft

Rogacki in der Zeitschrift „Der

Feinschmecker“ erwähnt und

zu den besten Fischgeschäften

gezählt. Im Jahr 2018 folgte ein

Eintrag im Buch „Genuss Guide“

vom Tagesspiegel, in welchem

die besten Restaurant, Cafés

und Feinkostgeschäfte adressiert

sind. Im selben Jahr wurde

Rogacki von der internationalen

Webseite „lianorg“ als Top Choice

bewertet. Dietmar Rogacki, und

sein Team zeigen wie es möglich

ist, Tradition mit Innovation zu

verbinden, um im Wettbewerb

bestehen zu können. Zahlreiche

Stammgäste – eine tolle typisch

Berliner Mischung – danken es

mit ihrer Treue. Ich gratuliere sehr

herzlich zum 90-jährigen Jubiläum

und wünsche weiterhin viel

Erfolg!

18. Bezirkstag

Am 19. Oktober begehen wir alljährlich

in Charlottenburg-Wilmersdorf

unseren Bezirkstag,

denn am 19. Oktober 2000 trat

zum ersten Mal die gemeinsame

BVV für den neuen Bezirk

Charlottenburg-Wilmersdorf

zusammen. Wir feiern diesen

Tag, indem wir unsere Bürgermedaille

an Bürgerinnen und

Bürger verleihen, die sich in herausragender

Weise für unseren

Bezirk und um das Gemeinwohl

verdient gemacht haben. Im

Rahmen eines feierlichen Empfangs

werden BVV-Vorsteherin

Annegret Hansen und ich diese

höchste Auszeichnung unseres

Bezirks verleihen. Ich freue mich

sehr auf die Begegnung mit den

Geehrten. Insgesamt haben bisher

323 Männer und Frauen für

ihr ehrenamtliches Engagement

im sozialen und kirchlichen Bereich,

in der Kultur und Bildung,

im Sport, für die Umwelt, in der

Politik oder in anderen wichtigen

Bereichen die Bürgermedaille erhalten.

In der nächsten Ausgabe

der Gazette werden Sie mehr

über die Personen erfahren, die

in diesem Jahr geehrt werden.

Ganz besonders freue ich mich,

dass wir drei Delegationen aus

Anlass besonderer Partnerschaftsjubiläen

zu Gast haben

werden, und die sich in das

Goldene Buch von Charlottenburg-Wilmersdorf

eintragen

werden:

Waldeck-Frankenberg (30 Jahre),

Meseritz/Miedzyrzecz (25 Jahre),

5. Bezirk Budapest (20 Jahre).

Kiezspaziergang

Der nächste Kiezspaziergang findet

am 13. Oktober um 14 Uhr

statt. Wir treffen uns auf dem

kleinen Platz vor der Sammlung

Scharf-Gerstenberg in der

Schloßstraße 70, wo wir von Frau

Dr. Zacharias, der künstlerischen

Leiterin der Sammlung begrüßt

werden. Von dort geht es durch

die Schloßstraße mit den zahlreichen

Baudenkmalen über den

Sophie-Charlotte-Platz und den

Witzlebenplatz mit dem ehemaligen

Reichskriegsgericht zur katholischen

Kirche St. Canisius, wo

uns Pfarrer Hösl empfangen wird.

Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei.

Alle Interessierten sind

willkommen. Informationen über

die bisherigen Kiezspaziergänge

finden Sie im Internet unter

www.kiezspaziergaenge.de.

Für Ihre Anregungen, Lob und

Kritik bin ich für Sie erreichbar

unter naumann@charlottenburgwilmersdorf.de.

Ihr

Reinhard Naumann

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4 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2018

20 Jahre Mahnmal Gleis 17

Erinnerung an die Deportationen der Berliner Juden

Eine Reise ins Grauen: Als am

18. Oktober 1941 der erste Zug

vom Gleis 17 am Bahnhof Grunewald

in Richtung Osten fuhr,

ahnten die in Viehwaggons gepferchten

Menschen mit Sicherheit

schon nichts Gutes. Dass es

für die meisten eine Reise ohne

Wiederkehr werden sollte, wussten

sie nicht. Es ging in Richtung

Litzmannstadt – heute Lodz –

Warschau und Riga. In den Folgejahren

führten die Gleise nach

Theresienstadt und Auschwitz.

Der Zug war der erste in einer

langen Reihe von Deportationszügen

vom Gleis 17. Die

Züge brachten mehr als 50.000

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186 Stahlgussobjekte erinnern an jeden einzelnen Deportationszug.

Menschen aus Berlin und dem

Brandenburger Umland in die

Konzentrationslager. Lange

Schlangen mit Menschen, die

nur noch das besaßen, was sie

am Leib trugen und was sie tragen

konnten, wurden zum Bahnhof

getrieben. Die Fahrkosten

wurden aus dem Vermögen der

Deportierten bezahlt. Der Weg in

den Tod kostet pro Kilometer vier

Pfennige für Erwachsene, zwei

Pfennige für ein Kind.

Das vor 20 Jahren eingeweihte

Mahnmal lässt das Grauen und

die Hoffnungslosigkeit der Menschen

erahnen. Auf 186 Stahlgussplatten,

von denen jede für

einen Zug in die Konzentrationslager

steht, stehen Darum der

Abfahrt, Anzahl der Deportierten

und Bestimmungsort des Zugs.

Zusätzlich ließ man den bereits

abgetragenen Bahnsteig auf einer

Länge von ca. 160 Metern

wieder aufbauen. Am 18. Oktober

ist es 77 Jahre her, dass die erste

Fahrt in den Tod am Bahnhof Grunewald

startete. Mehrere Mahnmale

erinnern an dieses Datum.

Bereits 1953 brachte eine kleine

Gruppe eine Gedenktafel zur Er-

Birken aus der Umgebung der Gedenkstätte

Auschwitz-Birkenau.

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innerung an die Deportationen

am Signalhaus an. Diese Tafel

wurde einige Zeit später wieder

entfernt. 1973 wurde erneut

eine Gedenktafel angebracht,

die 1986 durch einen Diebstahl

verschwand. Am 46. Jahrestag

des ersten Deportationszug, dem

18. Oktober 1987 errichtete die

Frauengruppe der evangelischen

Grunewald-Gemeinde auf dem

Bahnhofsvorplatz ein Mahnmal,

das aus drei Eisenbahnschwellen

bestand, von denen eine senkrecht

stand. Auf einer Schwelle

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Über 85 Jahre in

Charlottenburg

feinen Juwelen- und Goldschmuck

befand sich eine Messingplatte

mit Erinnerungsinschrift. Nachdem

die Initiatorinnen aus Altersgründen

nicht mehr in der Lage

waren, das Mahnmal zu pflegen,

wuchs es zu. Die Messingplatte

wurde gestohlen. 2005 ließ man

es in vereinfachter Form wieder

aufbauen und erneut eine Messingplatte

montieren.

Seit 1991 steht ein 18 Meter langer

Betonblock mit schemenhaften

Umrissen deportierter

Menschen vor Ort. Der Entwurf

stammt von dem polnischen

Künstler Karol Broniatowski. Das

zentrale Denkmal befindet sich

hingegen entlang des Gleises.

Auf 186 Stahlgussobjekten, von

denen jedes für einen Zug steht,

der die Menschen in die Konzentrationslager

brachten, stehen

Datum der Abfahrt, Anzahl der

Deportierten und das Ziel des Zuges.

Zusätzlich wurde der bereits

abgetragene Bahnsteig auf einer

Länge von ca. 160 Metern wieder

aufgebaut. 2012 pflanzte Lukacz

Sorowiec im Rahmen der Biennale

Birken aus der Umgebung der

Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

auf dem Bahnhofsvorplatz.

Mahnmal der evangelischen Grunewald-Gemeinde.

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Männlich, alleinstehend, auf 6,5 Quadratmetern

Erstes deutsches Ledigenheim war in Charlottenburg

Es war in der Gründerzeit. Eine

Zeit, in der die Menschen nach

Berlin strömten und auch dringend

als Arbeitskräfte gebraucht

wurden. Der Wohnraum war

knapp. Zwar wurde viel gebaut,

aber die Wohnungen waren auch

sehr gefragt. Für alleinstehende

Männer, die nur ein geringes

Einkommen hatten, wurde in der

Charlottenburger Danckelmannstraße

das erste Ledigenheim

Deutschlands gebaut. So sollte

das Vermieten einzelner Betten

an „Schlafburschen“, womit sich

Familien die Miete aufbesserten,

eingedämmt werden. Denn die

sittenstrenge Gesellschaft fürchtete

um die Moral, wenn unverheiratete

Männer allein in einer

Wohnung mit Ehefrauen und

Töchtern waren.

Die Zimmer im Ledigenheim, in

denen Männer im arbeitsfähigen

Alter und einem geringen

Einkommen wohnen durften,

hatten etwas mehr als 6 Quadratmeter.

Darin war Platz für einen

Tisch, ein Bett und ein Spind, in

dem die persönlichen Sachen

eingeschlossen wurden. Und ein

Nachtschränkchen. Aus dem Jahr

1931 stammte die Bitte, darin die

Adressen Verwandter und persönliche

Papiere aufzubewahren,

damit die Verwaltung die Angehörigen

benachrichtigen konnte,

wenn der Mieter starb. Die

Ausstattung des Ledigenheims

war durchaus komfortabel. Es

gab eine Bücherei, eine Küche

mit Gasherden, einen Speisesaal

und eine Badeanstalt. Bettwäsche

und Handtücher wurden

zur Verfügung gestellt.

Bis in die 1940er-Jahre herrschte

strenges Frauenverbot, woraufhin

das Heim im Volksmund

„Bullenkloster“ genannt wurde.

Gazette Charlottenburg | Oktober 2018 | 5

Nach der Aufhebung des Verbots

war Damenbesuch zwischen

14 und 22 Uhr erlaubt. Wenn

jedoch herauskam, dass eine

Dame mehrere Herren besuchte,

bekam sie Hausverbot. Die Betten

waren begehrt – wurde ein

Zimmer frei, stand sehr schnell

der Nachmieter auf der Matte.

Das Ledigenheim bestand noch

bis in die 1960er-Jahre. Dann

standen mehr und mehr Zimmer

leer und die Bausubstanz

war nicht mehr die Beste. Die

Wohnungsnot hatte abgenommen

und ein Weiterbetrieb war

nicht wirtschaftlich. Das Heim

wurde geschlossen und verkauft.

Der Käufer, die Gewobag,

ließ es umbauen, wobei die alte

Fassade originalgetreu erhalten

wurde. Anfang der 80er-Jahre

zogen hier die ersten Studenten

ein. Aus dem Ledigenheim in der

Danckelmannstraße 46 – 67 wurde

ein Studentenwohnheim, das

immer noch besteht.

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6 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2018

Was wird aus dem Teufelsberg?

Viele Ideen und wenig Geld für die Zukunft des Areals

Hoch über Berlins Wäldern – wo

einst die West-Alliierten lauschten,

pfeift seit über 20 Jahren nur

noch der Wind durch die Gebäude.

Sämtliche Pläne für eine neue

Nutzung des früheren „letzten

Hügels vor Moskau“ sind bisher

gescheitert. 1996 verkaufte der

Senat das Gelände mit der Abhörstation

an eine Investorengemeinschaft,

die für ihre luxuriösen

Pläne nicht verwirklichen konnte.

Eine Friedensuniversität – interessantes

Gegenstück zur Wehrtechnischen

Fakultät, deren Rohbau

tief im Berg liegt – kam ebenso

wenig zustande. Pfiffige Pächter

organisierten Führungen für Interessierte

durch die Ruinen der

Abhörstation. Partylocation, riesiges

Kunstatelier, Drehort für Filme

– der Teufelsberg hatte in den

letzten Jahrzehnten viele unterschiedliche

Gäste gesehen. Nun

steht er wieder im Mittelpunkt.

Anträge, die verfallende Abhörstation

unter Denkmalschutz zu

stellen, wurden bereits gestellt

und befürwortet. Allerdings fehlen

noch einige Abstimmungen

in den beteiligten Ebenen.

Engagierte Bürger

Auch zwei Bürgerinitiativen engagieren

sich. Die Pläne vom Aktionsbündnis

Teufelsberg sehen gar

ein Wachsen des Berges vor – nach

Plänen aus den 1950er-Jahren

wäre er 18 Meter höher geworden,

als er tatsächlich ist. Der damalige

Landschaftsarchitekt hatte

eine Höhe von 138 Metern über

dem Meeresspiegel gewünscht,

aber nach der Aufschüttung sowie

der Gestaltung mit Sand und

Mutterboden maß er lediglich

120 Meter. Weitere Ideen der Initiative

sind der weitgehende Abriss

der Abhörstation – der markante

Hauptturm soll jedoch stehenbleiben.

Ein Museum und ein Café

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könnten hier einziehen. Der vom

Aktionsbündnis erhoffte Rückkauf

des Teufelsbergs, wird vom Land

Berlin abgelehnt. Andere Ideen

hat die Initiative kultur-DENK-MAL

Berliner Teufelsberg. Sie möchte

das Gebäude-Ensemble erhalten

und sanieren. So soll es an die Aktivitäten

der Alliierten erinnern,

die hier mit 1 500 Mitarbeitern

den Warschauer Pakt belauschten.

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Charlottenburger Nixen

Damen-Schwimmverein wurde vor 125 Jahren gegründet

Die Stunde der schwimmenden

Frauen schlug am 5. August 1893.

An diesem Tag gründeten die jungen

schwimmbegeisterten Mädchen

Margarete Hoffmann, Anna

und Josephine Kostka und weitere

den Damen-Schwimmverein Nixe.

Einige Brüder der Mädchen waren

bereits Mitglied im Charlottenburger

Schwimmverein. Da es als unschicklich

galt, wenn Frauen und

Mädchen schwammen, blieben

die Proteste nicht aus. Allein die

Vorstellung, dass Mädchen und

Damen bei Wettkämpfen schwimmen,

trieb den einen die Zornesund

den anderen die Schamröte

ins Gesicht.

Der Gegenwind brachte die jungen

Frauen nicht aus dem Konzept.

Und der Mitgliederzulauf

gab ihnen recht. Bis heute sind

die „Nixen“ ein reiner Frauenschwimmverein.

Überlegungen

aus der Vergangenheit, auch

Jungen und Männer aufzunehmen,

wurden wieder verworfen.

Nixen am Kochsee 1907.

Das hatte keine ideologischen

Gründe, sondern der Verein kam

auch ohne männliche Mitglieder

gut zurecht. Zunächst wurde im

Kochsee trainiert. Diesen ließ die

Stadt Charlottenburg 1912 zuschütten

– ungeachtet zahlreicher

Archiv Charlottenburger Nixen

Proteste aus der Bevölkerung. Die

Nixen wechselten zunächst an den

Halensee, an dem es damals ein

Sportseebad gab. Im Erste Weltkrieg

gab es andere Probleme zu

lösen, als zu schwimmen und nach

Kriegsende waren die aktiven

Gazette Charlottenburg | Oktober 2018 | 7

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Schwimmerinnen aus den Vorkriegsjahren

rar. Die Nixen setzten

auf Nachwuchsförderung und die

Mitgliederzahlen stiegen wieder.

1926 zogen sie ins Westend-Bad

um. Dort war das Wasser lediglich

15 Grad „warm“. Was die Sportlerinnen

aber nicht störte und Vorteile

in den Wettkämpfen brachte.

Selbst bei den Olympischen Spielen

in Berlin waren vier Nixen mit

im Becken. Im Zweiten Weltkrieg

löste sich der Verein auf. 1951

erfolgte die Wiedergründung.

Der sportliche Erfolg stellte sich

wieder ein – Nixen wurden mehrmals

in die Nationalmannschaft

berufen. Doch der Leistungssport

wandelte sich immer mehr zum

Profisport. 2014 gaben Nixen den

kostenintensiven Leistungssport

auf, da er durch Vereinsbeiträge

nicht mehr zu finanzieren war

und widmen sich heute dem

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8 | Gazette Charlottenburg & | Wilmersdorf

Oktober 2018

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Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

Kündigungsstreit wegen Vermietung von Räumen an die AfD. Ratskeller Charlottenburg vor dem Aus?

Die Fraktionen in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf

nehmen in den folgenden

Beiträgen zu diesem Thema Stellung.

Berlin SPD-Fraktion

Kündigungsstreit wegen Vermietung von

Räumen an die AfD. Ratskeller Charlottenburg

vor dem Aus! Darf eine Verwaltung

Miet- und Pachtverträge kündigen und neu

ausschreiben? Ja, das darf sie!

Darf sie dieses auch im Zusammenhang

mit dem Ratskeller Charlottenburg tun? Ja,

das darf sie! Dieses Recht der Verwaltung

wird jedoch im Zusammenhang mit der

Kündigung der Pächter*in des Ratskellers

Charlottenburg von der rechtpopulistischen

AfD in Frage gestellt.

Die SPD-Fraktion hat dazu eine klare

Haltung: Aus Sicht der SPD-Fraktion gehört

zum Verwaltungshandeln auch die

frist- und formgerechte Kündigung von

Miet- und Pachtverträgen, dieses gilt auch

für den Ratskeller Charlottenburg. Der

jetzigen Pächter*in steht es frei, gegen

die Kündigung Rechtsmittel einzulegen.

In der BVV-Sitzung im August hat der zuständige

Stadtrat Schruoffeneger öffentlich

verneint, dass die Kündigung der Pächter*in

aufgrund von Vermietungen von Räumen

an die AfD erfolgte. Er stellte öffentlich die

Überlegungen des Bezirksamtes für eine

neue Konzeption - verbunden mit Umbaumaßnahmen

vor. Die SPD-Fraktion erwartet

nunmehr vom zuständigen Stadtrat, dass

diese neue Konzeption zügig in den zuständigen

BVV-Ausschüssen vorgelegt wird.

Constanze Röder

CDU-Fraktion

Kündigungsstreit wegen Vermietung von

Räumen an die AfD - Ratskeller Charlottenburg

vor dem Aus?

Diese Behauptung trifft nach Ansicht der

CDU-Fraktion nicht zu. Hier wird ein Verwaltungshandeln

missbraucht, in eigenem

Interesse ein Politikum zu konstruieren. Ein

Vertrag, der sich bisher um ein Jahr verlängerte,

ist dieses Mal fristgerecht vom

Bezirksamt gekündigt worden. Die Vergabe

des Ratskellers wird neu ausgeschrieben.

Dafür gibt es gute Gründe: Die Kantine

soll in die Räume integriert werden. Die

bisherigen Räume der Kantine werden

dringend für die wachsende Verwaltung

benötigt. Es sollen zukünftig mehr Lebensmittel

aus biologischem Anbau angeboten

werden, heute allgemeiner Standard. Der

Ratskeller soll sich zu einem kulturellen Ort

entwickeln. Eine Belebung wäre von Vorteil.

Wie alles unterliegen auch Ratskeller einer

Entwicklung. Mit der Ausschreibung für

eine neue Vergabe des Ratskellers ergeben

sich Möglichkeiten für neue Konzepte. Auf

diese Ausschreibung kann sich jeder, auch

die bisherigen Betreiber, bewerben.

Das Auswahlverfahren muss fair und an der

Sache orientiert sein. Eines ist richtig: Politische

Spiele darf es mit so einem Thema

nicht geben. Der Ratskeller Charlottenburg

steht nicht vor dem Aus, sondern vor einer

Entwicklung und bleibt uns so hoffentlich

noch lange erhalten. Susanne Klose

B‘90/Grünen-Fraktion

Nach 20 Jahren schreibt der Bezirk den

Ratskeller im Rathaus Charlottenburg neu

aus. Damit reagiert er zum einen auf die

Platznot im Haus, zum anderen auf das von

vielen Beschäftigten als mager bewertete

Angebot der Rathauskantine, die zum Ratskeller

gehört. Mit einem neuen Konzept

soll mittags ein attraktives Angebot für

die Mitarbeiter*innen und Besucher*innen

geschaffen werden und abends ein

attraktives Restaurant, welches nicht nur

Ewiggestrige anzieht, wie es das Ambiente

des Ratskellers derzeit anscheinend

macht. Außerdem soll in dem zukünftigen

Pachtvertrag vereinbart werden, dass ein

bestimmter Anteil an regionalen und fairen

Produkten verwendet wird. Das war

bisher nicht der Fall und soll zukünftig in

alle Pachtverträge aufgenommen werden.

Damit wird Charlottenburg-Wilmersdorf

seiner Rolle als fairer Bezirk gerecht. Bei

einer Neuausschreibung können alle Bewerber*innen

deutlich machen, wie sie mit

ihrem Konzept einen attraktiven Treffpunkt

im Rathaus Charlottenburg schaffen wollen.

Wenn am Ende ein neuer Ratskeller

entsteht, der von den Bürger*innen wieder

angenommen wird, sollte keiner etwas dagegen

haben.

Christoph Wapler

FDP-Fraktion

Auch für den Bezirk gilt der juristische

Grundsatz, dass man sich seine Vertragspartner

frei aussuchen darf. Diese Privatautonomie

ist ein hohes Gut und erfordert

grundsätzlich auch keine Rechtfertigung,

wenn von ihr Gebrauch gemacht wird. Ein

weiterer juristischer Grundsatz ist jedoch

der von Treu und Glauben. Man muss sich

anständig verhalten und darf nicht bewusst

den Vertragspartner „in die Pfanne

hauen“. Letzteres geschah jedoch im Fall

des Ratskellers. Die vertragliche Verpflichtung

der Pächterin, den „Ratskeller in einer

der Würde des Rathauses entsprechenden

Weise zu führen“ bedeutet eben auch, dass

man einer in der Kommunal- und Landespolitik

vertretenden Partei das Recht eingestehen

muss, die Räume des Ratskellers

(verfassungstreu) zu nutzen. Demokratie ist

nichts Einfaches. Es erfordert die ständige

Auseinandersetzung mit dem politischen

Kontrahenten und Transparenz. Es ist nicht

hilfreich, wenn in Zeiten von Populismus

und Politikverdrossenheit brisante Angelegenheiten

in Hinterzimmern entschieden

werden. Der Ratskeller hat sich in einem

Schreiben an das Bezirksamt von der AFD

inhaltlich distanziert und trotzdem weiterhin

bewirtet – so wie alle Parteien der

BVV. Trotzdem hat die rot-grün-rote Zählgemeinschaft

den Umstand genutzt, um

einen wirtschaftlichen Betrieb politisch

motiviert zu ruinieren. Die AFD kann nun

erst recht ihre „Opferrolle“ einnehmen.

Maximilian Rexrodt & Felix Recke

Alternative

für

Deutschland

AfD-Fraktion

Frage an Radio Eriwan: Erfolgte die Kündigung

der Wirtin aus politischen Gründen,

weil sie auch der AfD Räume vermietet

hat? Im Prinzip: N e i n !

Aber: Der Grüne Bezirksstadtrat hatte

der Wirtin schon früher nahegelegt, sich

politisch zurückzuhalten. Jetzt will er dort

„Demokratieförderung“. Die Linke in der

BVV sieht mit der AfD im Ratskeller rechte

Umtriebe am Werk und den Sieg des Sozialismus

in Gefahr. SPD, CDU und Grüne

sagen scheinheilig: Hat mit Politik nichts

zu tun und stimmen in trauter Eintracht

gegen den Antrag der AfD, der fordert,

die Kündigung zurückzunehmen. Die FDP

findet: Kündigung ist politisch, stimmt

mit der AfD. Die Wirtin sagt, sie sei neutral,

müsse laut Vertrag an alle Parteien

vermieten. Stimmt nicht, sagt der Stadtrat.

Und Linksextreme hatten mehrfach

gegen die AfD im Ratskeller protestiert

und Scheiben eingeworfen. Abgesehen

davon, hat die Kündigung aber rein gar

nichts mit Politik zu tun.

Übrigens: Ein neuer Mieter/Pächter wird

sich nicht finden. Der müsste nämlich sehr

viel Geld in die Hand nehmen, um das

Traditionsrestaurant zu modernisieren.

Das Bezirksamt hat auch keine Mittel dafür.

Das war’s dann: Adieu, Ratskeller. Die

Menschen im Bezirk werden ihn vermissen.

Aber die fragt ja keiner.

Michael Seyfert

Linksfraktion

Seit Jahren ist Charlottenburg-Wilmersdorf

ein Treffpunkt für die sog. „Neue Rechte“:

Die Bibliothek des Konservatismus, die

Dienstagsgespräche und auch der Ratskeller

Charlottenburg gehören als wichtige

Infrastrukturen dazu. Im Ratskeller finden

immer wieder berlinweite Treffen der AfD

und anderer Faschist*innen, wie der „Identitäten

Bewegung“ oder von Burschenschaften

statt. Der Raum hat Tradition: Schon

in den 1990er Jahren wurde dieser an die

rechtsextreme Partei „Die Republikaner“

vermietet. Und das direkt am Rathaus Charlottenburg,

einem Ort der Demokratie. Es ist

eine gute Entscheidung des Bezirksamtes,

dass der Vertrag mit dem Pächter zum Ende

des Jahres ausläuft. Dies war nötig, damit

in einer Ausschreibung ein „Konzept zur

Demokratieförderung“ verlangt werden

kann. Es steht dem aktuellen Pächter frei,

sich dort ebenfalls zu bewerben. Seit Jahren

weisen Antifa-Gruppen auf diesen und

andere Treffpunkte hin – mit Erfolg! Schon

in der Debatte in der BVV habe ich gesagt:

Kein Fußbreit der AfD und ihren Freunden!

Gut, wenn Infrastrukturen der neuen Rechten

verschwinden! Niklas Schenker

SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung

Fraktionszvorsitzende: Constanze Röder

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„Blind Date“ mit René Koch

Kostenloses Schminkseminar für Blinde

Der Berliner Starvisagist René

Koch und Erfinder des „Ertastbaren

Schminkens“ veranstaltet

anlässlich des Festivals „Berlin

leuchtet“ seinen traditionellen

kostenlosen Beauty-Workshop

für blinde und sehbehinderte

Frauen. Auch sie wünschen sich

ein gepflegtes und modisches

Aussehen, sagt der Schminkmeister.

Eine der interessierten

Teilnehmerinnen bringt es sogar

noch direkter auf den Punkt: „Wir

können zwar nicht sehen, aber

wir wollen gesehen werden“.

Im Seminar zeigt René Koch

den perfekten und machbaren

Umgang mit Lidschatten, Puderdose

und Lippenstift mittels

Finger oder Pinsel. Für die Handhabung

zu Hause werden die

Make-up-Utensilien von ihm so

markiert, dass sie durch das Tasten

zu erkennen sind.

Nach dem Workshop gibt es einen

Rundgang durch sein Lippenstiftmuseum,

wobei die Blinden und

René Koch hilft Hannah dabei, wie und wo sie in ihrem Gesicht Rouge

platzieren soll. Die studierte Sprachwissenschaftlerin ist von Geburt an

blind und wünscht sich für ihren Berufsalltag ein typgerechtes Make-up.


Foto: Dieter Stadler

Sehbehinderten die historischen

Lippenstifte von der Barockzeit

über den Stummfilm, der Nachkriegszeit

bis heute betasten und

beschnuppern dürfen. Darunter

auch den Volkslippenstift, den

Hildegard Knef 1952 beworben

hat. Zum Abschluss gibt es ein

Gläschen Himbeerprosecco und

falls ein vierbeiniger Begleiter

dabei sein sollte, Hundekuchen.

Eine Anmeldung ist erforderlich,

da begrenzte Teilnehmerzahl.

Telefonisch: 030/854 28 29 und

Email: email@rene-koch-berlin.de

Das Seminar findet am Samstag,

den 6. Oktober von 15 bis 18 Uhr

im Lippenstiftmuseum, Helmstedter

Straße 16, in Wilmersdorf

statt.

Gazette Charlottenburg | Oktober 2018 | 9

Satirisch ernst

Ein heiter-nachdenklicher Streifzug

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des Alltags, Gebrauchslyrik und

Kurzgeschichten aus der Feder

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Abend hat der Berliner

„Stimmspieler und Schausprecher“

Dirk Lausch gute Seiten und

schlechte Seiten eine Vielzahl satirischer

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Klar, dass er auf seiner

Jagd nach literarischen Pretiosen

einige sehr wortgewandte schmucke

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10 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2018

Schlosspark Theater Berlin

Das Berliner Sprechtheater startet facettenreich in seine 10. Spielzeit

Ein Narr, wer das Schlosspark Theater

Berlin als bloßes Boulevardtheater

bezeichnet. In seiner 10.

Spielzeit unter der Leitung von

Dieter Hallervorden zeigt es einmal

mehr eine beeindruckende

Vielfalt, die von der gehobenen

Komödie über eigenproduzierte

Klassiker bis hin zum zeitaktuell

neuinszenierten Theaterstück

und Drama reicht. Auch das

jüngere Publikum wird dabei

altersgerecht angesprochen: Sei

es durch das professionell geleitete

junge Ensemble „YAS-Junges

Schlosspark Theater“ oder durch

die Kooperation mit der Literaturinitiative

Berlin. Außerdem besteht

seit 2010 in den Sommerferien

das Angebot für Kinder

und Jugendliche bis 16 Jahren

zu freiem Eintritt.

So fragt man sich wieder einmal,

was eigentlich noch geschehen

muss, damit dem Haus als Berliner

Kultureinrichtung mit Leuchtturmfunktion

jenseits von Mitte

Auf in die 10. Spielzeit…

endlich die finanzielle Unterstützung

von kulturpolitischer Seite

zugesprochen wird, der es schon

lange gerecht wird.

Von ernst bis heiter

Ernst wird Intendant Hallervorden,

wenn er davon erzählt,

dass er auch nach 10 Jahren

immer noch pro Spielzeit rund

100.000 Euro aus eigener Tasche

dazulegen muss, um das Haus am

Leben zu erhalten. Dabei erfährt

er zwar Unterstützung durch die

Stiftung Deutsche Klassenlotterie

Berlin und aus privaten Bereichen,

die Kulturpolitik jedoch hält sich

weiterhin vornehm zurück, wenn

Intendant Dieter Hallervorden

steht mit persönlichem und

finanziellem Einsatz für das

Schlosspark Theater.

es darum geht, dem Schlosspark

Theater die dringend notwendige

Finanzspritze zu setzen.

Doch auch in der gerade begonnenen

10. Spielzeit kann sich das

Haus wieder auf seinen theaterkundigen

Retter verlassen und

mit einer Reihe neuer sehenswerter

Stücke aufwarten:

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Gazette Charlottenburg | Oktober 2018 | 11

„Der Stellvertreter“ – ein christliches Trauerspiel.


Foto: DERDEHMEL/Urbschat

Da geht es – in intimer Atmosphäre

der Champagnerhalle

des Theaters – komödiantisch

im Soloprogramm von Johannes

Hallervorden zu, der sich mit dem

Stück „Der letzte Raucher“ nicht

nur die Anerkennung seines kritischen

Vaters, sondern auch die

des Publikums u. a. in Hannover,

Peine und Wörlitz erspielt hat. An

der Seite von Anita Kupsch und

Dagmar Biener wird man ihn in

Steglitz wenig später auch in

„Was zählt, ist die Familie“ unter

der Regie von Anatol Preissler erleben

können. In Anlehnung an

den Film erwartet das Publikum

in der neuen Spielzeit mit „Monsieur

Claude und seine Töchter“

mit Brigitte Grothum und Peter

Bause ein weiterer Leckerbissen,

Regie führt Philip Tiedemann.

In einem Gastspiel der Tragikomödie

„Paul Abraham – Operettenkönig

von Berlin“ wird es im

Haus an der Schloßstraße ein

Wiedersehen mit Jörg Schüttauf

geben.

Die jüngeren Theatergäste werden

mit der neuen „Romeo und

Julia“-Inszenierung des YAS-Theaters

angesprochen, die jüngsten

mit dem beliebten „Karneval der

Tiere“ und dem „Nussknacker“, der

Weihnachtsstimmung verbreiten

wird. Daneben vervollkommnen

namhafte Lesungen und Konzerte

die 37 Angebote umfassende

Vielfalt der 10. Spielsaison.

Passend dazu: In einer nicht weniger

abwechslungsreichen Ausstellung

„Mein Schlosspark Theater“

zeigt das Steglitz Museum

in der Drakestraße 64 A bis zum

30. Juni nächsten Jahres die mit

dem Bezirk verbundene „Theatergeschichte

des Hauses in fünf Akten“,

von Barlog bis Hallervorden,

eindrucksvoll in Szene gesetzt.

„Der Stellvertreter“

Mit einem besonderen Highlight

führt Dieter Hallervorden („Meine

Wurzeln liegen in der politischen

Satire. Ich beziehe Stellung, gebe

meine Meinung kund und zeige

Fahne!...) das Theater nun in die

10. Spielzeit:

Rolf Hochhuths legendäres fünfaktiges

Drama „Der Stellvertreter“,

im Jahr 1963 uraufgeführt und

damals umstritten, beeindruckt

in neuer Kammerspiel-Inszenierung

und Regie von Philip Tiedemann.

Behutsam verdichtet, auf

acht Szenen und sieben Schauspieler

komprimiert, bewegt und

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mahnt das Schauspiel zu Obacht

und rechtzeitigem Gegensteuern,

– passgenau zur momentanen Situation

Deutschlands mit volksverhetzendem,

braungefärbtem

Geschwätz. Dabei stellt das Stück

immer wieder Fragen nach der

Hölle des Holocaust, der Moral

der Gesellschaft und dem christlichen

Selbstverständnis:

Im August 1942 ist der junge

Pater Ricardo (Tilmar Kuhn) entsetzt

über die Äußerung der katholischen

Kirche, das Vorgehen

und die Überzeugung der Nazis

mit Verhaftungen, Deportationen

und Holocaust seien kein Grund

zur Beunruhigung. Kirchliche

Weltfremdheit, Geldgier und salbungsvolles

Geschwafel begegnen

dem Pater. Unterstützung

findet er in SS-Sturmbannführer

Gerstein (Oliver Nitsche), einem

Doppelagenten. Gemeinsam reisen

beide nach Italien, um Papst

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12 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2018

Nach der Premiere – mit Rolf Hochhuth (l.).

Pius XII. (Georg Preuße) zum Eingreifen

gegen die Gräueltaten

zu bewegen. Doch der – ganz

Stellvertreter Christi´s auf Erden

und Oberhaupt der katholischen

Weltkirche – begegnet, von Diplomatie

anstatt von Nächstenliebe

geleitet, dem für die Juden

bittenden Ricardo, der mit dem

Judenstern an der Soutane sein

Leben als Opfer bringen will und

sich so solidarisch mit den Juden

erklärt. Der Papst, nicht eigentlich

böse, aber eben auch nur ein

Mensch mit Angst, und im tiefen

Glauben daran, dass Gott hinter

all dem steht, betet indessen für

die Opfer des Holocaust, denn

Foto: WiföPawlik

„auch diese Stunde ist die Stunde

Gottes.“ So nimmt das „christliche

Trauerspiel“, wie der Untertitel des

Hochhuth-Stückes lautet, seinen

unseligen Lauf.

Das Bühnenbild, minimalistisch

und bedrückend mit Schwarz

und Weiß spielend, Schattenbilder

und Toninszenierungen, die

mit Sirenengeheul und Flugzeugmotorengeräusch

bedrohliche

Kriegs- und Bombenatmosphäre

ins Publikum projektieren, all das

zieht den Zuschauer ins Stück hinein,

lässt ihn nicht eine Sekunde

der so ergreifend inszenierten

Aufführung unberührt. Im Hintergrund

als Stimme und Schatten

der so zerbrechlichen Randfiguren

und verletzbaren Gesellschaft Krista

Birkner, die mit zarter Stimme

fast hoffnungsvoll ein altes Wiegenlied

singt. Für die Opfer lässt

Tiedemann den unvergessenen

Coco Schumann zu Wort kommen.

Ein „Collier hochkarätiger Diamanten“

nennt der Regisseur zu

Recht das Schauspiel-Ensemble,

das hervorragend aufeinander

eingespielt die Botschaft des Stückes

so verständlich zu vermitteln

vermag.

Das erreichte Nachklingen in jedem

Einzelnen nach eindringlichem

Schlussbild macht dieses

Stück mehr als sehenswert und

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oder alten Kulturinteressierten.

Zur Nachbereitung des Stückes

ist das hervorragend gestaltete

Programmheft zu empfehlen, das

viel Hintergrundinformation und

lesenswerte Aussagen liefert.

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Rolf Hochhuth äußerte sich nach

der Premiere stolz und glücklich

„darüber, dass ich diese Inszenierung

erleben darf.“

Der Papst – Georg Preuße

Mit seinem Namen wird „Mary“

verbunden, die schillernde Travestie-Schönheit

mit liebevoll

schnodderigem Mundwerk und

hintergründigen Texten, die Alt

und Jung gleichermaßen zu begeistern

wusste.

Als Papst brilliert Georg Preuße

nun in einer Mischung aus geistlicher

Verklärtheit, Überheblichkeit

und Weltferne, der dabei die

Wirtschaftlichkeit seines Handelns

für die katholische Kirche jedoch

nicht außer Acht lässt. Preuße legt

die Rolle feinfühlig an, lässt einen

nach außen zwar strengen, nicht

bösen, im Innern aber mit aufkeimender

Angst und Verzweiflung

kämpfenden Papst Pius erstehen,

der sich dem Gottgegebenen ob

seines Amtes als Stellvertreter

Gottes zu fügen hat.

Dieter Hallervorden ist es gelungen,

Preuße mit dieser Rolle aus

Zürich nach Berlin zu locken.

„Eigentlich wollte ich nicht mehr

spielen, aber die Aussage die-

… wenn das Haus nasse Füße hat …

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Gazette Charlottenburg | Oktober 2018 | 13

Vor der Theatertür Georg Preuße –

auf der Bühne Papst Pius XII.

ses Stückes in seiner Aktualität

hat mich überzeugt“, erklärt der

„Schaulebende“, der das Wort

„Schauspieler“ für sich nicht hören

mag. Vielmehr müsse ein Schauspieler

jede Rolle spielen können.

Er jedoch könne dies nur, wenn

sie ihn so erfülle, dass er sie leben

kann. Dann aber stehe er ganz in

ihrem Dienste. Für jede Rolle sei er

daher nicht einsetzbar.

Das ist es wohl auch, was ihn so realistisch

auf das Publikum wirken

lässt, wie es „Mary“ tat. – Dieses

tiefe Einleben in die Rolle war es

auch, das ihm schließlich alle Kraft

raubte. „Mary hat mir viel von meinem

eigenen Leben genommen.

So musste ich etwas egoistischer

werden. Schließlich war ich 40

Jahre mit ihr für unser Publikum

da“, betont Georg Preuße, der mit

seinem Mann, Produzenten und

Manager Jack Amsler seit vielen

Jahren zusammenlebt. Seine Rolle

erklärt der Schaulebende so: „Bei

„Mary und Gordy“ war Gordy der

Antrieb, ich die Lokomotive, die

Gleisanlage aber war und ist bis

heute Jack.“

Nach Mary folgte „Jedermann“,

auch Dürrenmatt und Borchert

spielte Preuße, dem das Hochhuth-Stück

aus der Seele spricht:

So setzte er sich bereits in Texten

von „Mary“ dafür ein, dass die Gesellschaft

politische Hintergründe

zu verstehen lernt, denn „Demokratie

verträgt keine unwissenden

in diesem Sinne „dummen“ Leute.

Sie ist die einzige Staatsform,

die abgewählt werden kann“, wie

Georg Preuße als Papst Pius XII.

Foto DERDEHMEL/Urbschat

Georg Preuße weiß.

Neben dem Theaterspielen genießt

er jetzt auch das Wiedersehen

mit Berlin, wo er in Charlottenburg

lebte. „Berliner zu sein, ist

ein Lebensgefühl“, weiß Preuße,

der in Niedersachsen aufwuchs,

Informatik studierte und durch`s

Jobben in einer Bar zur Travestie

fand. Vorbehalte gegen Homosexualität

hat er nicht nur durch

die Kirche zu spüren bekommen,

auch im Elternhaus und bei

Mary-Auftritten wurden sie immer

wieder spürbar. – Ein Grund mehr

für Georg Preuße, sich in die Rolle

des Papstes, in dessen innere

Angst und Verletzbarkeit hinein

zu fühlen, aber auch in dessen

glaubensbegründete, doch falsche

Überzeugung.

Eine Rolle mehr, die Georg Preuße

auf der Bühne nicht nur überzeugend

verkörpert, sondern mit

ganzer Person lebt. Eine Fiktion

hat er dabei: Wie wäre das Stück

angelegt worden, wenn Deutschland

nicht den Zweiten Weltkrieg

verloren hätte?

Weitere Aufführungen „Der Stellvertreter“:

19. – 24. November,

4. – 6. und 8. Dezember 2018 um

jeweils 20 Uhr sowie Januar 2019.

Spielplan unter www.

schlossparktheater.de, Kartentelefon

030 – 789 56 67 100, mehr

zum Steglitz Museum unter www.

steglitz-museum.de

Übrigens: Wer auch hinter die

Kulissen des Schlosspark Theaters

blicken und dem Haus noch

näher kommen möchte, der

kann dies mit dem „Freundeskreis

des Schlosspark Theater in

Berlin e. V.“: Näheres unter www.

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14 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2018

Immobilien: Vererben oder verschenken?

Tipps, um Haus oder Wohnung weiterzugeben

Die Deutschen erben und vererben

so viel wie nie – immer häufiger

auch Immobilien. Was es

bei der Weitergabe von Häusern

oder Wohnungen an die nächste

Generation zu beachten gilt, weiß

Michaela Rassat, Juristin der D.A.S.

Rechtsschutz. Sie erklärt, wann

eine Schenkung sinnvoll sein

kann und wie Immobilienbesitzer

juristisch auf der sicheren

Seite sind.

Niemand beschäftigt sich gerne

mit dem Tod. Wer allerdings die eigene

Immobilie vererben möchte,

sollte sich rechtzeitig Gedanken

machen: Wer soll das Haus oder

die Wohnung bekommen? Wie

viel Erbschaftsteuer würde fällig?

Ist eine Schenkung sinnvoller?

„Wer die Dinge frühzeitig regelt

und sich fachlichen Rat einholt,

kann dafür sorgen, dass die Immobilie

ohne viel Aufwand und

unnötige Kosten an die Begünstigten

übergeht“, weiß Michaela

Rassat.

Vererben oder Verschenken –

eine Frage des Gesamtvermögens

Wer die Immobilie an Familienmitglieder

weitergeben möchte,

sollte sich darüber Gedanken

machen, ob er sie vererben oder

bereits zu Lebzeiten verschenken

möchte. „In beiden Fällen müssen

Begünstigte Steuern zahlen. Die

im individuellen Fall geltenden

Sätze sind bei Erbschaft- und

Schenkungssteuer gleich hoch“,

so Michaela Rassat. „Auch die nach

Verwandtschaftsgrad gestaffelten

Steuerfreibeträge sind dieselben.“

So können beispielsweise Eheoder

eingetragene Lebenspartner

eine Immobilie bis zu einem

Wert von 500.000 Euro erben

oder geschenkt bekommen, ohne

darauf Steuern zahlen zu müssen.

Bei Kindern liegt der Freibetrag

bei 400.000 Euro, bei Enkeln bei

200.000 Euro. Das Besondere bei

einer Schenkung ist aber, dass Betroffene

den Freibetrag alle zehn

RATGEBER


Foto: ERGO Group

Jahre neu ausschöpfen können.

„Will jemand also ein Vermögen

verschenken, dessen Höhe über

dem persönlichen Freibetrag des

Beschenkten liegt, kann er dies

steuergünstig oder gar steuerfrei

bereits zu Lebzeiten etappenweise

tun“, erläutert die Juristin.

„Ein Kind kann beispielsweise erst

die Eigentumswohnung im Wert

von 350.000 Euro und dann nach

zehn Jahren noch Geldvermögen

von 100.000 Euro erhalten.“ Egal

ob Schenkung oder Erbe: Überschreitet

der Immobilienwert

den persönlichen Freibetrag,

fällt Erbschaft- beziehungsweise

Schenkungssteuer an – und zwar

auf den Betrag, der nach Abzug

des Freibetrags übrig bleibt. Eine

Besonderheit gilt für die engsten

Angehörigen: Vererbt ein

Ehemann seiner Frau das bisher

selbst genutzte Haus, kann sie unabhängig

vom Freibetrag steuerfrei

erben, wenn sie mindestens

zehn Jahre darin wohnen bleibt.

Auch für Kinder gilt das, allerdings

mit einer Einschränkung: Das Erbe

bleibt steuerfrei, wenn die Wohnfläche

der Immobilie nicht größer

als 200 Quadratmeter ist. Ansonsten

fallen für die darüber liegenden

Quadratmeter Steuern an.

Rechtliche Absicherung

der Erbschaft …

Bevor die Entscheidung fällt, auf

welchem Weg der Besitzer die

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Immobilie weitergeben möchte,

sollte er sich auf jeden Fall rechtlich

beraten lassen. Denn oft

steckt die Tücke im Detail. „Die

Berechnung der Erbschaft- oder

Schenkungssteuer beispielsweise

ist sehr komplex“, weiß die Juristin.

Wer seine Immobilie vererben

möchte, sollte ein Testament

aufsetzen – handschriftlich, mit

Datum versehen und unterschrieben.

„Wer ganz sicher sein möchte,

dass sein Testament rechtskräftig

ist, der kann ein notarielles

Testament erstellen lassen. Der

Notar beurkundet dabei nicht

nur den Inhalt des Testaments,

er kann auch beim Aufsetzen des

Textes beraten. Das fertige Dokument

leitet er dann zur amtlichen

Aufbewahrung an das Nachlassgericht

weiter“, so Rassat.

… oder der Schenkung

Ein Vertrag über eine geplante

Schenkung erfordert immer eine

notarielle Beurkundung – egal,

was der Betreffende verschenken

will. Das gilt also auch für

jede Übertragung des Eigentums

an einer Immobilie. Es muss ein

vom Notar beurkundeter Übergabe-

oder Schenkungsvertrag her,

in dem der Eigentümer festlegen

kann, was bis zu seinem Tod mit

der Immobilie geschieht: So kann

er beispielsweise mit dem Wohnrecht

oder Nießbrauch – das

Nutzungsrecht an der Immobilie

– regeln, dass er noch lebenslang

in dem Haus oder der Wohnung

wohnen bleiben oder im Falle

eines Mehrfamilienhauses auch

anfallende Mieten für sich behalten

darf. Er kann sich aber auch

ein Rückforderungsrecht in Form

einer Rückfallklausel vorbehalten,

etwa wenn der Beschenkte insolvent

wird oder er die Immobilie

weiterverkaufen möchte. Eine

weitere Möglichkeit: Der bisherige

Eigentümer kann sich ein

Widerrufsrecht einräumen. Sollte

er selbst in finanzielle Not geraten,

kann er so die Schenkung

rückgängig machen. Denn selbst

wenn Immobilieneigentümer ihrer

Nachfolgegeneration Gutes

tun wollen: „Sie sollten auch ihr

eigenes Wohl, etwa die Vorsorge

fürs Alter, im Blick behalten

und sich nicht beispielsweise

aufgrund einer Steuerersparnis

voreilig für eine Schenkung entscheiden“,

so der abschließende

Tipp von Michaela Rassat.

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Selbst an der besten Küche nagt der

Zahn der Zeit: Altbackene Fronten,

Gebrauchsspuren und zu wenig Stauraum.

Da macht das Kochen keinen

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Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de

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Redaktion Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de

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Anzeigen Karin Keiser · ☎ (030) 822 34 93 · anzeigen@gazette-berlin.de

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Nächste Ausgabe November Nr. 11/2018

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16 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2018

Ein Jahr SIRPLUS

Lebensmittel retten an mittlerweile drei Standorten

Charlottenburg, Steglitz, Kreuzberg – die Lebensmittelretter

von SIRPLUS sind mit drei

Standorten in Berlin vertreten. Nach einer der

erfolgreichsten Crowdfunding Kampagnen

Deutschlands, mit der mehr als 90.000 Euro

gesammelt wurden, konnten die Gründer

Raphael Fellmer und Martin Schott im September

2017 ihren ersten Rettermarkt in

Charlottenburg an der Wilmersdorfer Straße,

eröffnen. „Wir wollen das Thema Lebensmittelverschwendung

in die Mitte der Gesellschaft

tragen” bekräftigt Fellmer und fasst das

Konzept des Unternehmens mit den Worten

„Nachhaltigkeit für alle, als win-win-win Situation

für alle Beteiligten” zusammen.

Weitere Standorte vorerst in Berlin

Seit der Eröffnung vor einem Jahr hat das

Unternehmen zwei weitere Standorte in der

Steglitzer Schloßstraße und der Markthalle

Neun in Kreuzberg eröffnet und somit die Verkaufsfläche

bereits versechsfacht. Insgesamt

haben 200.000 Kunden in den letzten 12 Monaten

über eine Million Produkte gerettet und

zurück in den Kreislauf geführt. Durch die starke

Expansion hat sich das SIRPLUS Team mittlerweile

auf über 50 Mitarbeiter vergrößert.

Einkauf in der SIRPLUS-Filiale Markthalle

Neun.

Foto: SIRPLUS

Zahlreiche Auszeichnungen

Für ihr Engagement gegen Lebens mittelverschwen

dung wurde SIRPLUS 2018 mit

vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem

mit dem Bundespreis „Zu gut für die

Tonne” vom Bundesministerium für Ernährung

und Landwirtschaft und als „Ausgezeichneter

Ort im Land der Ideen”. Für das

nächste Jahr haben die Gründer sich das

Ziel gesetzt, ihre Mission durch ein Franchise-Konzept

sowie weitere eigene Filialen

auszubauen.

Zukunftspläne

SIRPLUS ist es wichtig, dass die geretteten Lebensmittel

nicht den bestehenden gemeinnützigen

Organisationen weggenommen

werden und agiert laut Fellmer nach dem „Tafel

First-Prinzip”. Für die Zukunft hat sich das

Start-up vorgenommen, noch mehr in das

Thema Bildung zu investieren und u. a. junge

Schüler zu Multiplikatoren auszubilden.

Diese sollen die Möglichkeit bekommen, sich

an ihren Schulen für das Thema Lebensmittelwertschätzung

zu engagieren und dies

in den Schulalltag einzubinden. Außerdem

möchten die Lebensmittelretter die Regularien

zu dem MHD nachhaltig verändern. Denn

laut Fellmer heißt es „‘Mindestens haltbar bis’

und nicht ‘Sofort tödlich ab’”.

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