SPORTaktiv Oktober 2018

Sportaktiv.Magazin

OKT/NOV 2018

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ODER

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THE PERFECT MATCH

Lavazza, offizieller Sponsor der Erste Bank Open 500 in Wien,

verlost zwei VIP-Tickets für den „THIEMstag“ am 23. Oktober

Lavazza ermöglicht zwei Tennisfans am „THIEMstag“ Dominic Thiem

bei seinem Auftaktmatch bei den diesjährigen Erste Bank Open 500 live

anzufeuern und verlost dazu zwei VIP-Tickets. Die GewinnerInnen erwarten

VIP-Sitzplätze, hochkarätiges Catering im VIP-Club sowie köstliche

original italienische Lavazza Caffè-Genussmomente.

„Tennis zählt neben Kaffee zu den größten Leidenschaften der Familie

Lavazza. Aus einem Sport, der viel Energie erfordert und italienischem

Espresso, der für einen Energieschub sorgt, entsteht ein perfektes Doppel.

Tennis bedeutet jedoch nicht nur körperliche Anstrengung und Spaß am

Sport, sondern verbindet Menschen – wie auch Kaffee uns zusammenbringt“,

freut sich Dr. Oliver Knop, Geschäftsführer von Lavazza

Deutschland und Österreich, anlässlich des Turniers.

GEWINNSPIEL

Jetzt am Gewinnspiel teilnehmen!

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unter allen Teilnehmern die

sich unter www.sportaktiv.com

bis 15.10.2018 melden, 1x zwei

VIP-Tickets für die Erste Bank

Open 500 in Wien, gültig am

„THIEMstag“ – Dienstag,

den 23.10.2018.

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EDITORIAL

KLAUS MOLIDOR

SPORTaktiv-Chefredakteur

klaus.molidor@styria.com

Laura philipp

Deutsche Profi-Triathletin

WENIGER IST

WIRKLICH MEHR

Coverfoto: Dynafit/Patitucci; Foto: Thomas Polzer

Herrlich, so ein Aktivurlaub in Österreich. Wandern, Rafting, Canyoning,

Biken, Laufen, Schwimmen in unseren Bergen, Flüssen und Seen. Danke

an meine beiden Burschen, dass sie vom Strandurlaub genug hatten und

auf „Nicht daheim und doch zu Hause“ gepocht haben. Dabei laden sich

die Batterien so richtig auf. Nebenbei lässt einen das Loslassen vom getakteten

Trainings- und Büro-Alltag auch eines hautnah spüren: Wie wichtig

die Erholung für die Leistung ist. Ausgeschlafen, mit freiem Kopf und

nach sieben, acht, neun Tagen „Leistungspause“ auf allen Ebenen läuft es

sich wieder viel besser, geht dir am Berg die Luft nicht beim ersten Hügel

aus, wird der vermeintliche Hardcore Trail gefühlt zum flowigen Genuss.

Darum haben wir diese Ausgabe auch unter das Generalthema Regeneration

gestellt. Sie soll zeigen, wie wichtig das Loslassen ist, das bewusste

Entspannen – für den Moment und für die künftige Leistungsfähigkeit.

Mentaltrainer und Herzratenvariabilitäts-Experte Klaus Landauf hat in

einer Geschichte Tipps parat, wie man sein Stress-Level senkt. Rennradelnde

Manager zeigen in einer anderen Geschichte, dass man produktiver

ist, wenn man sich zwischendurch eine Ausfahrt gönnt. Dass der Trend

zurück zur Natur ohnehin nicht aufzuhalten ist, beweist unsere Geschichte

über den europaweiten Zulauf zu Trailrunning-Events.

Es gibt eben – und das sei exzessiv trainierenden Hobbysportlern und

Turbokapitalisten gleichermaßen ins Stammbuch geschrieben – keinen

Organismus, der ununterbrochen wächst. Regeneration bedeutet ja nicht

Stillstand oder Rückschritt sondern Erneuerung, Neuentstehung. Zulassen

muss man sie halt, sonst wird es nix mit der neuen Kraft. Nicht im Sport

und nicht im Beruf. Oder wie es schon der griechische Redner Demosthenes

so treffend von rund 2400 Jahren formuliert hat: „Auch Quellen und

Brunnen versiegen, wenn man zu oft und und zu viel aus ihnen schöpft.“

Bleibt fit, Euer Klaus

run fast

stay

visible

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INHALT

TOP-STORY

FIT

6 DANIELA RYF ÜBER ... PERFEKTION

Die dreifache Ironman-Hawaii-Siegerin im Interview

16 ERHOLEN, SONST FRISST DICH DER TIGER

Wie wir wieder lernen, ordentlich zu regenerieren

26 FITNESSAPOSTEL UND EISENBIEGER

Der Vergleich: High-End-Fitnesstempel gegen Muckibude

DEINE STRECKE.DEIN ANSPRUCH.DEINEGARMIN.

32 LEBEN UND LEISTUNG

Was Eiweiß in der Ernährung leistet und wie Sportler es nutzen

38 AUSPROBIERT

Diesmal: Schattenboxen, Strom-Regeneration und Kopfhörer

46 DAS SPORTLICHE REZEPT

Diesmal: Kichererbsen-Avocado-Salat mit Granatapfel

RUN

POWERED BY RUNTASTIC

48 PERSPEKTIVENWECHSEL

Was Hobbyläufer und Profi verbindet

54 OH WIE REIZEND!

Typfrage: Laufen im Dunklen oder am Laufband

58 ANDERE LÄNDER, ANDERE SITTEN

Eine Rundschau über Trail-Events in ganz Europa

64 AUSPROBIERT

Im Test-Einsatz: zwei Laufschuhe und eine Stirnlampe

MUSIC

NAVIGATION

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SERIE

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MITDEINER GARMIN

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48


84

BIKE

70 WIR LERNEN AM GIPFEL

Erkenntnisse vom MTB-Kongress in Saalbach

74 EIN PEKOLL GEHT NICHT IN PENSION

Markus Pekoll über Influencer und 70-Jährige auf Trails

77 BIST DU NICHT GANZ DICHT?

Technikserie, Teil V: Tubeless Reifen

78 MANAGER SATTELN UM

Rennrad ist bei vielen Führungskräften das neue Golf

80 AUSPROBIERT

Liegestütz für Biker, Ultraleicht-Jacke und 2-in-1-Helm

OUTDOOR

84 RUNTER GEHT’S MIT DEM HELI

Was Flugretter im Bergsommer so alles erleben

Fotos: Thomas Polzer, Christoph Heigl

88 STELL DICH DER DUNKELHEIT

Live dabei: SPORTaktiv beim Höhlenklettern

90 DIE SUCHE NACH DEM INTENSIVEN LEBEN

David Misch hat 18 Extremsportler interviewt

98 VERTICAL FITNESS

Kaum ein Sport macht so umfassend fit wie Klettern

112 AUSPROBIERT

Wasserfilter, Hängemattenzelt, Rucksack


DANIELA RYF ÜBER

PERFEKTION

ZWEI TAGE VOR DEM RENNEN GIBT’S EIN

STEAK UND ROTWEIN. DANN GEHT

DANIELA RYF ANS LIMIT. UND LÄSST DEM

REST DER WELT-ELITE NUR SELTEN EINE

CHANCE. WIE DAS FUNKTIONIERT?

MIT REICHLICH LEIDENSCHAFT. UND

EINER PRISE PERFEKTION.

INTERVIEW: AXEL RABENSTEIN

D

aniela, du hast drei Jahre in Folge beim

Ironman auf Hawaii triumphiert. Liegt das

an dir? Oder an der Konkurrenz?

Triathlon ist eine Fleißsportart. Dank

meinem Team kann ich das Beste aus mir

herausholen. Und ich arbeite wirklich hart

an mir. Es gibt Zeiten, zu denen ich praktisch

nur trainiere, schlafe und esse.

Du hast mal gesagt, im Leben gehe es darum

herauszufinden, worin man gut ist. Du

bist zweifellos gut im Triathlon. Aber was

genau ist deine Stärke?

Ich hätte weder Schwimmerin werden können,

noch Radfahrerin oder Läuferin. Nur

in der Kombination des Triathlons war ich

richtig gut. Ich glaube, meine große Stärke

ist, dass ich das harte Training mag und

auch vertrage. Mein Körper ist relativ stark

und kann ein hohes Volumen aushalten.

Wann hast du herausgefunden, dass

Triathlon deine Stärke ist? War es eine

Phase in deinem Leben? Oder ein ganz

bestimmter Moment?

Als ich im Alter von 13 Jahren meinen

ersten Triathlon absolviert habe, wusste ich

sofort, dass ich es wieder machen möchte.

6 SPORTaktiv


,,

ICH BRENNE

DAFÜR, EIN

RENNEN ÜBER

ACHT STUNDEN

VOM START

BIS INS ZIEL

VOLL

DURCHZUZIEHEN.

Fotos: Derrick Goss

SPORTaktiv

7


Mir hat die Atmosphäre gefallen. Und

die Herausforderung, diese drei Disziplinen

zu kombinieren. Ich spürte eine Leidenschaft,

die ich bis heute in mir trage.

Spürst du diese Leidenschaft auch

dann, wenn’s auf der Langdistanz mal

wieder weh tut?

Die Langdistanz hat viele mentale

Aspekte. Wenn du beim Schwimmen

an den Marathon denkst, wird dir übel.

Es ist wie im Büro: Steht dir das Wasser

bis zum Hals, weil du 100 Dokumente

gleichzeitig bearbeiten sollst, legst du

am besten alles zur Seite und erledigst

eines nach dem anderen. Irgendwann

drehst du dich um und hast es geschafft.

Genauso ist es beim Ironman. Wenn

man in kleinen Schritten denkt, steht

man plötzlich an der Ziellinie.

Du bist seit Jahren kaum zu schlagen,

betonst aber immer wieder, besser

werden zu wollen. Worin siehst du

noch Potenzial?

Das Material spielt eine große Rolle,

hier gibt’s immer was zu optimieren.

Zudem finde ich es spannend herauszufinden,

was in meinem Körper steckt,

wozu er fähig ist. Ich brenne dafür, ein

Rennen über acht Stunden vom Start

bis ins Ziel mit Vollgas durchziehen zu

können.

Du bist dafür bekannt, schon auf der

Radstrecke ans Limit zu gehen. Wie

tarierst du aus, dass du am Ende doch

nicht einbrichst?

Ich gehe lieber ein und habe versucht,

das Maximum herauszuholen, als dass

ich mich schone und am Schluss etwas

bereue. Ich will an meine Grenzen

stoßen. Und erstaunlicherweise rette

ich mich häufig ins Ziel, auch wenn ich

meine Grenzen überschritten habe. Du

musst mutig sein und auf deinen Körper

hören, dann improvisieren, cool bleiben

und immer weiter daran glauben, dass

du es schaffen kannst.

Du hast mal vom „ominösen Punkt“

gesprochen. Wenn der Körper nicht

mehr so funktioniert, wie er sollte.

Was meinst du damit?

Es ist der Punkt, ab dem man nichts

mehr spürt. Eine Art Trance. Plötzlich

geht alles von alleine, Körper und Geist

scheinen zu harmonieren. Vielleicht

kann man es mit einem lustigen Abend

in der Disco vergleichen, wenn die High

Heels nicht mehr wehtun, weil man einfach

viel zu viel Spaß beim Tanzen hat.

Diesen Zustand versuche ich im Rennen

zu erreichen. Wenn ich es schaffe, kann

ich mein Maximum herausholen.

Zu welchem Zeitpunkt des Rennens

kommt dieser Punkt?

Unterschiedlich, er kommt auch nicht

immer. Bei der WM 2016 auf Hawaii

kam dieser Zustand schon beim

Schwimmen. Ich hatte keine Schmerzen,

konnte das komplette Rennen abrocken.

Im Jahr 2017 wiederum hatte ich nach

140 km auf dem Rad einen Rückstand

und war frustriert. Ich beschloss, meinen

Kopf wie einen Computer zu reseten

und ohne Rücksicht auf Verluste alles

reinzulegen. Nach einem Tempowechsel

kam ich von einer Sekunde auf die

nächste in einen Flow, einen Tunnel.

Aber man kann es nicht erzwingen.

Wenn ich einen Beat oder eine Melodie

im Kopf habe, hilft es mir allerdings

dabei.

Es heißt, im Körper stecke weitaus

mehr, als dieser zugeben möchte. Ist

ein solcher Tunnel die Schwelle zum

Bereich der menschlichen Leistungsreserven?

DANIELA RYF

wurde am 29. Mai 1987 in

Solothurn (Schweiz) geboren.

Im Jahr 2008 wurde sie

U23-Weltmeisterin auf der

Triathlon-Kurzdistanz und

Olympia-Siebte in Peking.

Nach zwei WM-Titeln in der

Mixed-Staffel wechselte sie

auf die Mittel- und Langdistanz.

Hier dominiert sie seit

Jahren die Weltelite, gewann

zwischen 2014 und 2018

viermal die IRONMAN 70.3

WM sowie drei Mal in Folge

(2015-2017) den IRONMAN

auf Hawaii, wo sie auch den

Streckenrekord hält.

Daniela Ryf ist ledig und

lebt in Feldbrunnen-

St. Niklaus (Schweiz).

www.danielaryf.ch

Der Körper ist zu Sachen fähig, die wir

als unmöglich ansehen, bis es jemand

getan hat. Vermutlich ist es eine Art

Schutz, dass wir so denken. Aber wenn

man ohne Limit denkt, ist sehr viel

mehr möglich.

Funktioniert das nur unter Druck ... in

einem Wettkampf?

Die Grenze der körperlichen Leistungsfähigkeit

wird auch im Training verschoben.

Indem man gewisse Trainings

schneller absolviert als beim letzten Mal.

So wird man fitter und die Grenze, die

mal das Limit war, ist nicht mehr das

Fotos: Derrick Goss

8 SPORTaktiv


Limit. Du läufst über eine bestimmte

Zeit eine Pace, die du noch nie gelaufen

bist. Für mich übrigens eines der besten

Gefühle, die es gibt. Aber in der Tat: Die

Höchstleistung, die ich im Wettkampf

zeige, wäre im Training nicht möglich.

Wird das Verschieben der eigenen

Grenzen immer weiter gehen?

Es wird nicht ewig möglich sein, besser

zu werden. Deshalb ist es gut, dass wir

nicht wissen, ob und wann wir das Maximum

erreicht haben. Aber wer aufhört

besser werden zu wollen, der wird schon

schlechter.

Kann man sagen, dass du nach

Perfektion strebst?

Ja. Eine meiner persönlichen Schwächen

ist, dass ich nicht sehr schnell zufrieden

bin. Das ist nicht immer von Vorteil, weil

es viel braucht, um zufrieden zu sein.

Aber im Sport ist es definitiv ein Vorteil.

Hattest du schon mal das Gefühl eines

perfekten Rennens?

Ja, das hatte ich. Die Kurzdistanz bei

den Olympischen Spielen 2008 in Peking

war wohl perfekt. Ich glaube, besser

hätte ich auf dieser Distanz nicht sein

können. Die Langdistanz-WM in Kona

2016 hat sich auch ziemlich perfekt

angefühlt. Ich war total im Flow und es

war, als würde mein Körper von alleine

funktionieren.

Könntest du dir vorstellen, deine

ultimative Leistungsfähigkeit zu

erreichen?

Genau das strebe ich an! Sollte ich dieses

Gefühl jemals erleben, gebe ich sofort

Bescheid.

Wäre das erhebend, weil du das Ziel

erreicht hast? Oder frustrierend, weil

es ab hier nicht mehr weiter geht?

Wahrscheinlich beides.

Gäbe es dann noch einen Grund,

weiterzumachen?

Natürlich! Der Spaß am Sport wäre

Grund genug.

Ist für diesen Spaß auch dein

traditionelles Glas Rotwein wichtig?

Das stimmt, ich trinke gerne mal

etwas Rotwein, so muss ich auf wenig

verzichten. Zwei Tage vor dem Rennen

gibt’s ein Steak und ein Glas Wein

zum Abendessen. In diesem Moment

relativiert sich alles und ich entspanne

mich. So mache ich es schon seit fast

zehn Jahren. Und es hat meistens gut

funktioniert.

SPORTaktiv

9


1. DEZEMBER

SKIOPENING OBERTAUERN

Der Auftakt der Skisaison wird in

Obertauern, Österreichs schneereichstem

Wintersportort, mit

einem Open-Air-Konzert gefeiert.

Die Wiener Band Wanda ist ebenso

zu sehen, wie Singer/Songwriter

Josh, der mit „Cordula Grün“ den

Sommerhit 2018 gelandet hat.

www.obertauern.com

3./4. NOVEMBER

KÄRNTEN MARATHON

Zum 2. Mal steigt in und um Feldkirchen

zwischen Flatschacher und

Ossiacher See der 2. Internationale

Kärnten Marathon. Neben den

klassischen Bewerben gibt es auch

einen Super-Marathon (52 km).

www.internationalerkaernten-marathon.at

TOP

EVENTS

OKTOBER | NOVEMBER | DEZEMBER

8. BIS 20. NOVEMBER

FREERIDE FILMFESTIVAL

Zum 9. Mal tourt das Festival

durch Österreich, Deutschland

und die Schweiz. Im Mittelpunkt

stehen heuer Frauen-Power und

hochalpines Bergsteigen.

Alle Infos und Termine:

www.freeride-filmfestival.com

13. BIS 17. NOVEMBER

MOUNTAINFILM GRAZ

250 Filme aus 32 Ländern laufen

bei diesem Festival in Graz.

Alexander Huber präsentiert

dabei seinen Multivisionsvortrag

„Die steile Welt der Berge“.

Teilnehmer der legendären Everest-Expedition

vor 40 Jahren werden

über ihre Erlebnisse erzählen.

www.mountainfilm.com

20./21. OKTOBER

ALPINMESSE INNSBRUCK

Bergsportfans werden in der Messe

Innsbruck mit Know-how, Service

und Infos über die neuesten Produkte

bedient, es gibt Workshops

rund um alpine Themen sowie Multimedia-,

Impuls-, Lawinen- und

Reisevorträge, unter anderem von

Tamara Lunger und Simon Gietl.

www.alpinmesse.info

10 SPORTaktiv


11. BIS 14. OKTOBER

GRAZ MARATHON

Fotos: GEPA pictures/Hans Oberländer, Parktherme Bad Radkersburg, Alpinmesse Innsbruck, Kärnten Marathon, Hörmandinger, Matthias Fritzwallner, Mirja Geh, Thomas Senf, Martin Huber, Florian Trykowski

10. NOVEMBER|

24-STUNDEN-SCHWIMMEN|

Zum 13. Mal wird in der

Parktherme Bad Radkersburg

(St) für den guten

Zweck geschwommen. Beim

24- Stunden-Schwimmen gehen

für jede geschwommene Länge

5 Cent an „Licht ins Dunkel“.

www.parktherme.at

15. DEZEMBER|

SNOWRUN PLANAI|

Spitzen- und Hobbysportler

werden wieder versuchen, die

berühmte Abfahrt auf der Schladminger

Planai (St) bergauf im

Schnee zu bezwingen. 1000

Höhenmeter auf 3,4 Kilometern

Läge warten auf Läufer und

Tourenskigeher.

www.snowrun.at

Zum 25-jährigen Jubiläum

geht das Event-Wochenende

in Graz schon am Donnerstag

los. Am Sonntag steigen dann

Marathon-, Halb-, Viertelund

Staffelmarathon.

www.grazmarathon.at

21. OKTOBER

WOLFGANGSEELAUF

7. BIS 9. DEZEMBER|

SAALBACH BERGFESTIVAL|

Zum bereits 6. Mal steigt das

zweitägige BERGFESTival in

Saalbach. An verschiedenen

Locations werden heuer unter

anderem Seiler & Speer und die

Beatsteaks auftreten.

www.saalbach.com

Erstmals werden beim 47. Int.

Wolfgangseelauf – Salzkammergut

Marathon 6000 Anmeldungen

erwartet. Samstag steigt der Junior-

Marathon, Sonntag die Läufe über

5, 10, 27 und 42,2 Kilometer.

Infos und vergünstigte Anmeldung

bis 18. Oktober unter:

www.wolfgangseelauf.at

SPORTaktiv

11


12 SPORTaktiv

KIA SPORTAGE

TESTFAHREN

UND AB AUF

DIE PISTE!


ERLEBE DEN NEUEN SPORTLICHEN

KIA SPORTAGE BEI EINER TESTFAHRT

BEI DEINEM KIA-PARTNER. UND

GEWINNE MIT GLÜCK EINES VON

DREI HOCHWERTIGEN K2-SKISETS.

Du liebst Überraschungen? Dann ist

der neue Kia Sportage genau der richtige

Begleiter.

Voll bepackt mit neuesten Technologien,

innovativen Features und herausragender

Fahrdynamik macht er deinen

Alltag zum ganz besonderen Erlebnis.

Und die 7 Jahre Werksgarantie sorgen

dafür, dass es die schönen Überraschungen

sind, die dir in Erinnerung bleiben.

Mit Sicherheit.

Und nun kommt das Beste: Wenn

du bis Ende November 2018 den neuen

Kia Sportage beim Kia-Partner testest,

dann nimmst du am Gewinnspiel für

eines von drei coolen und hochwertigen

Skisets K2 Turbo Charger (inkl. Bindung)

im Wert von € 699,95 teil.

UND SO BIST DU BEI DER VERLOSUNG

DER K2 SKI DABEI

1. Teste den neuen Kia Sportage beim

Kia-Partner in deiner Nähe.

2. Mach ein Foto mit dir und dem neuen

Kia Sportage.

3. Lade dein Foto hoch auf

https://sportage.kia-erlebnis.at

und registriere dich fürs Gewinnspiel.

GEWINNSPIELZEITRAUM

4. Oktober bis 30. November 2018.

Die Teilnahmebedingungen findest du unter

https://sportage.kia-erlebnis.at

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Fotos: Kia, K2

SPORTaktiv

13


DIE SPORTAKTIV

LESERCAMPS

„GIB DIR DEN FLOW“ HIESS ES IM SEPTEMBER

BEIM BIKE FLOW CAMP IN DEN KÄRNTNER

NOCKBERGEN. DIE STIMMUNG UNTER DEN

25 TEILNEHMERN? PRÄCHTIG WIE DIE

KÄRNTNER TRAILS.

IM WINTER ERWARTEN EUCH VIER

UNTERSCHIEDLICHE CAMPS MIT 7 TERMINEN.

DA SOLLTE FÜR JEDEN GESCHMACK DAS

PASSENDE DABEI SEIN.

ALSO: ANMELDEN – WIR SEHEN UNS!

DIE ANMELDEPHASE

LÄUFT BEIM ...

SCHNEESCHUH-CAMP

10.–13. JÄNNER

im Sportresort Hohe Salve in den

Kitzbüheler Alpen/Tirol.

Mehr dazu: Seite 96-97

ALPE-ADRIA-SKITOUREN-CAMP

21.–24. FEBRUAR

28. FEBRUAR – 3. MÄRZ

7.–10. MÄRZ

FREERIDE-CAMP

24.–27. JÄNNER

21.–24. MÄRZ

am Nassfeld/Kärnten.

Mehr dazu auf www.sportaktiv.com

ALLE INFOS UNTER

www.sportaktiv.com

im Thermenhotel Karawankenhof in Villach/Kärnten

Mehr dazu: Im Skitourenguide

auf Seite 28/29

SKITOUREN-EINSTEIGERCAMP

21.–24. MÄRZ

in der Nationalparkregion Hohe Tauern Kärnten.

Mehr dazu: Im Skitourenguide

auf Seite 90/91

Fotos: Tourismus Bad Kleinkirchheim

14 SPORTaktiv


TRAINING | GESUNDHEIT | ERNÄHRUNG

FIT

4000 KILOMETER

IN 83 TAGEN

Martin Fluch, der fünf Jahre in

Georgien Deutsch unterrichtet

hat, ist auf Cross-Skates zurück

nach Deutschland gelaufen. Bei

dem Charity-Lauf sammelte er

2000 Euro für die Kinderkrebshilfe.

Reiseimpressionen unter

www.ubiquinol.info

Fotos: Ulbiquinol, bellicon-fitness, Getty Images

LAUFEND AKTUELLE STORYS,

TRENDS UND TIPPS RUND

UMS THEMA FITNESS AUF:

WWW.SPORTAKTIV.COM

PRÄMIERTER RÜCKENTRAINER

Die „Aktion Gesunder Rücken“ (AGR) hat Sportgeräte

und Trainingsprogramme prämiert und mit dem Gütesiegel

„Geprüft & empfohlen“ versehen. Darunter auch das

Trampolin von bellicon (Bild). „Sanftes Schwingtraining

regt neben der Aktivierung der tiefliegenden Muskeln

den Stoffwechsel an, fördert die Koordination und

stärkt das Herz-Kreislauf-System“, so die AGR.

www.agr-ev.de/trampolin

LAND DER

VEREINSSPORTLER

Jeder vierte Österreicher und fast jeder

zweite 10- bis 16-Jährige ist Mitglied in

einem Sportverein. Die Daten wurden erstmals

erhoben und von der Bundessportorganisation

(BSO) präsentiert. 1,3 Mio. Männer

und 790.000 Frauen betreiben Vereinssport;

489.000 sind Funktionäre. Besonders regelmäßig

nutzen Menschen mit Migrationshintergrund

die Sportvereins-Angebote.

www.bso.or.at

SPORTaktiv

15


ERHOLEN,

SONST FRISST

DICH DER

TIGER

IN DER STEINZEIT GANZ

NORMAL, HEUTE VÖLLIG

VERDRÄNGT: DURCH-

SCHNAUFEN NACH

STARKER BELASTUNG.

WIE WIR REGENERATION

WIEDER LERNEN UND

WARUM DAS PARADO-

XON WENIGER TRAINING

GLEICH MEHR LEISTUNG

GAR KEINES IST.

VON KLAUS MOLIDOR

16 SPORTaktiv


L

Foto: Getty Images

ang und langsam, hart und schnell, Abwechslung,

neue Reize, Pace-orientiert,

Puls-orientiert, Training, Training noch

mehr Training. Soll uns schneller, besser,

fitter machen. Allein – tut es nicht.

„Weniger ist mehr“, sagt der Grazer

Mentaltrainer und Experte für Herzratenvariabilität

(HRV) Klaus Landauf.

Sprich: Regeneration ist wichtiger, als

wir Hobbysportler glauben wollen. „Im

Spitzensport heißt es: 40 Prozent des

Gesamtaufwandes ist Regeneration.“

Jetzt im Herbst, wo die Wettkampfsaison

zu Ende geht, das Wetter schlechter

wird, ist eine gute Zeit, mit dem

Loslassen einmal zu beginnen. „Nur

einmal pro Jahr ein paar Wochen kürzer

zu treten reicht aber nicht aus“, warnt

Landauf. Hier gilt wie beim Training:

Die Wiederholung ist die Mutter des

Lernens. Wünschenswert wäre, so Landauf,

gleich nach jedem Training bewusst

eine Regenerationseinheit anzuhängen.

„20, 25 Minuten bewusst entspannen.

Hinlegen, entspannende Musik hören

zum Beispiel.“ Wer einen besonders

straffen Zeitplan hat, sollte lieber 20

Minuten weniger trainieren, als auf die

Regeneration zu verzichten.

Ein weiterer wichtiger Tipp für das

Gewohnheitstier Mensch: die Regeneration

gleich in den Trainingsplan schreiben.

„Dann macht man es viel eher, als

wenn es nicht da steht“, sagt Experte

Landauf.

Eine Initialzündung, einen notwendigen

Antrieb zum Auslassen kann, ja

sollte, eine Messung der Herzratenvariabilität

sein. Vereinfacht gesagt zeigt sie

an, wie wir aus der Sicht unserer inneren

Prozesse funktionieren, ob man so weiter

machen kann oder besser ein, zwei Gänge

runterschalten sollte. „Das gesunde

Herz schlägt im Optimalfall nämlich in

zeitlich unregelmäßigen Abständen“, erklärt

Landauf. „Je variabler der Abstand

zwischen den Schlägen ist, desto größer

ist die Reiz-Reaktionsfähigkeit. Je

gleichbleibender die Abstände sind,

desto weniger gut kann sich das Herz

an Belastungen anpassen.“

„DIE REGE-

NERATION

SOLLTE 40

PROZENT DES

GESAMTEN

AUFWANDES

BETRAGEN“

Qualität leidet

Meistens merken wir gar nicht, dass

wir weniger trainieren sollten. Wundern

uns aber, warum die Leistung

stagniert, wir leicht verletzt sind oder

schnell einmal kränkeln. „Mit fehlender

Regeneration bringen die Leute

das meistens nicht in Zusammenhang.“

Anhand der HRV kann man also

schon sehen, ob man überbelastet ist.

Weil das Herz auch mit dem vegetativen

Nervensystem in Verbindung steht,

sinkt nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit,

auch die Feinmotorik ist

eingeschränkt. Für Spitzensportler fatal.

„Wenn der Marcel Hirscher nicht mehr

auf sagen wir 5 Zentimeter an das Tor

heranfahren kann, sondern nur auf 10,

wirkt sich das aus und entscheidet über

den Sieg“, erklärt es Landauf plastisch.

Eine Abnahme der Herzratenvariabilität

wirkt sich aber auch bei Hobbysport-

SPORTaktiv

17


KLAUS

LANDAUF

ist Mentaltrainer in Graz

und arbeitet auch mit

Spitzensportlern

www.landauf.com

TIPPS ZUM DURCHATMEN

1. TIEFE BAUCHATMUNG

FLACH AUF DEN RÜCKEN LEGEN UND TIEF

EIN- UND AUSATMEN. ZUR KONTROLLE DEN

DAUMEN AUF DEN NABEL LEGEN. SO KANN

MAN ÜBERPRÜFEN, OB SICH DER BAUCH

BEIM ATMEN WIRKLICH HEBT UND SENKT.

2. GEH-ATEM-ÜBUNG

ATME DREI BIS VIER SCHRITTE EIN UND

FÜNF BIS ACHT SCHRITTE AUS. „DU

KONZENTRIERST DICH AUFS ATMEN UND

MUSST GLEICHZEITIG ZÄHLEN. DADURCH

HAT DER ALLTAG IN DEN GEDANKEN KEINE

CHANCE“, ERKLÄRT LANDAUF.

lern und im beruflichen Alltag aus. „Dadurch

kann man dann auch nicht mehr

so gut Dinge aufnehmen oder reagieren,

man kann Situationen nicht mehr richtig

einschätzen, das periphere Sehen nimmt

ab – Stichwort Tunnelblick – die Argumentationsfähigkeit

leidet und auch die

Emotionskontrolle funktioniert nicht

mehr optimal.“

Faustregel, wie viel Regeneration optimal

ist, lässt sich kaum eine aufstellen.

„Weil wir alle unterschiedliche Individuen

sind. Der Eine braucht mehr, der andere

weniger Erholung.“ Und bei jedem

funktioniert auch etwas anderes optimal.

„In meinen Seminaren probieren wir

viele verschiedene Inhalte aus. Anhand

der HRV können wir erkennen, ob der

Organismus beim Meditieren oder beim

leichten Ausdauertraining, besonders gut

reagiert.“

Ganz wichtig für die optimale Erholung

ist auch der Schlaf. 7 Stunden und

plus/minus 1 gelten als Faustregel. „Der

Schlaf ist, das zeigen wissenschaftliche

Untersuchungen, der optimale Reparateur“,

sagt Landauf. Wobei auch hier

Fotos: Getty Images, privat

18 SPORTaktiv


nicht nur die bloße Quantität den

Ausschlag gibt. „Die Qualität der Tiefschlafphasen

ist wichtig, und die lässt

sich steigern.“ Zum Beispiel mit Meditation

vor dem Einschlafen. „Einfach

bewusst über den Tag reflektieren und

damit abschließen, damit wir ihn nicht

mit in den Schlaf nehmen“, sagt Landauf.

Das kann also Meditation sein,

oder progressive Muskelentspannung,

oder tiefes Atmen.

Womit wir beim dritten wichtigen

Punkt in der Regeneration neben der

HRV und dem Schlaf sind: dem Atmen.

„Der Atem transportiert unseren

Treibstoff, den Sauerstoff, und wenn

wir den nicht in ausreichender Menge

zur Verfügung haben, wie soll die

Maschine dann rund laufen?“, sagt

Landauf. Tiefes Atmen beruhigt. Wer

das vor einem wichtigen Gespräch oder

einer Prüfung probiert hat, wird das

bestätigen. Gerade in Stresssituationen

verflacht sich der Atem leicht und wir

nehmen zu wenig Sauerstoff auf. „Menschen

mit Burn-Out atmen auch nur

noch ganz flach“, weiß Landauf, darum

ist es dort eine wichtige Methode, sie

zum tiefen Durchatmen zu bringen.

Und wie viel soll man jetzt in die Regeneration

investieren? Nur im Herbst

ist natürlich zu wenig. „Aber der

Herbst kann ein Grund sein, um damit

zu beginnen. Nichts tun ist ja für viele

Hobbysportler ganz schwer.“ Wesentlich

ist für Landauf dabei die Regelmäßigkeit,

nicht der Umfang. „Lieber

jeden Tag fünf Minuten als einmal in

der Woche 30 Minuten. „Und die Zeit

hat wirklich jeder“.

Messen, trainineren, bewerten. Das

braucht es heutzutage halt auch bei der

Regeneration. Weil wir verlernt haben

auf unsere Instinkte zu hören. „Herz,

Organe und Organismus funktionieren

schon seit der Steinzeit gleich. Wenn

der Tiger gekommen ist, sind wir davongerannt

und haben danach hinter

dem Busch durchgeschnauft. Wenn wir

heute im Job eine Stresssituation mit

den Kollegen oder dem Chef haben,

schnaufen wir danach aber nicht mehr

durch, sondern arbeiten gleich weiter.“

Das schlägt sich dann eben in der eingeschränkten

Leistungsfähigkeit nieder.

Oder anders gesagt: Erholen ist angesagt,

sonst frisst dich der Tiger.

Der neue

Time to

Erwachsen ist man oft genug! Erleben Sie den neuen Suzuki VITARA mit kraftvollen Boosterjet-Motoren für

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GRÜNKRAFT-PAKETE

als Balance-, Aktiv &

Fit- oder Energie-Paket

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Bad Radkersburg

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Die Körperzellen entspannen und die

Seele baumeln lassen – danach sehnen

sich Sportlerkörper nach dem Training. Ein

Thermalbad eignet sich dafür bestens! Besonders

im Bad Radkersburger Thermalwasser,

denn im Südosten der Steiermark sprudelt das

Wasser mit 80 Grad höchst mineralstoffreich

an die Erdoberfläche und entfaltet im 34 bis

36 Grad warmen Becken der Parktherme seine

besondere Wirkung. Bereits ein 25-minütiges

Thermalbad wirkt stresslindernd.

Doch nicht nur im Thermalwasser lassen sich

in der Parktherme Bad Radkersburg die Lebensgeister

wecken. Gemeinsam mit dem neuen

Vita med Gesundheitszentrum entstand ein

Kompetenzzentrum für Gesundheit, Regeneration

und Lebensstil. So profitieren Gäste von

weiteren regionalen Heilmitteln, wie dem Klöcher

Vulcano Fango oder dem „Long Life“-Mineralwasser,

in dem natürliches Magnesium

und Calcium in hoher Konzentration stecken.

Die Wirkung dieses Mineralwassers lässt sich

bei einem Kohlensäurebad – kombiniert mit dem

Duft von Lavendel und Holunder – buchstäblich

am ganzen Körper spüren.

Entspannendes Faszientraining

Herzstück des Vita med Gesundheitszentrums

ist das Medizinische Trainingszentrum. Neben

modernen Trainingsgeräten für Ausdauer, Kraft

und Beweglichkeit findet man hier auch spezielle

Faszien-Trainingsgeräte. Dabei werden die

Eigenschaften des muskulären Bindegewebes

gefördert und Verklebungen, Verspannungen

oder Verhärtungen des Gewebes gelöst. Auch bei

Massagen und Pflegeanwendungen im Vita Med

Gesundheitszentrum der Parktherme lässt es sich

bestens entspannen.

Für eine langfristige Gesundheit vorsorgen kann

man auch mit den Grünkraft-Paketen Balance,

Aktiv & Fit und Energie (siehe Kasten). Ob bei einer

Massage, einem heißen Aufguss im Saunadorf

oder in der Relax-Zone, überall gilt: einfach abschalten

und sich wieder wie neugeboren fühlen.

Fotos: Parktherme Bad Radkersbur/Harald Eisenberger

20 SPORTaktiv


EINTAUCHEN VOR

TRAUMKULISSE

Das TAUERN SPA in Zell am See-

Kaprun bietet den idealen Mix aus

Aktivurlaub und Entspannung.

So erlebt man den goldenen Herbst

von seiner schönsten Seite, inklusive

Vorgeschmack auf den Winter.

Foto: Tauern Spa

Alles ist möglich. So lautet auch im

Herbst das Motto in der Region Zell

am See-Kaprun, denn das Angebot lässt

eine Fülle an Aktivitäten zu. Entspanntes

Wandern im gold-schimmernden

Blätterwald oder gemütliche Stunden

im Wellnessbereich: So schauen Genuss

und Erholung im Salzburger Land aus.

Wer zwischendurch den Schuss Sport

und Aktivurlaub braucht, ist hier auch

am richtigen Fleck, liegen die glitzernden

Pisten am Kitzsteinhorn auch vor

der Haustür. Auch Rennradfahrer und

Mountainbiker finden im Herbst in der

Region noch beste Bedingungen.

Perfekter Ausgangspunkt ist das TAU-

ERN SPA in Kaprun, ein 4*S Resort

mit seinem gläsernen Skylinepool, Hotel

Panorama SPA, Fitness-Studio und SPA

Erlebnis auf über 20.000 Quadratmetern

in der SPA Wasser- & Saunawelt.

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Gültig bis 30.4.`19.

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WÄRME UND

SCHMERZ

REGENERATION, TEIL 2.

IN THERMEN LASSEN

SICH STRESS UND

VERSPANNUNGEN

BESONDERS GUT

ABBAUEN. MIT

WARMEM WASSER –

UND MIT EIN BISSCHEN

SCHMERZ AN DEN

FASZIENROLLEN.

VON KLAUS MOLIDOR

Fotos: Parktherme Bad Radkersburg/Harald Eisenberger

22 SPORTaktiv


Der Speichel lügt nicht. Keine Angst,

es geht hier nicht um Kommissar

DNA oder Kriminaltechnik, sondern

um Stress und vielmehr Regeneration.

Wie sehr wir gestresst sind, lässt sich

mit dem Spiegel des Hormons Cortisol

zeigen und dieser Spiegel wiederum ist

leicht über den Speichel feststellbar. Und

hier kommt das Thermalwasser ins Spiel.

„Eine Studie der Uni Graz hat gezeigt,

dass der Stress deutlich sinkt, wenn man

20 Minuten im Thermalwasser badet“,

sagt Sportwissenschafterin Miriam Rosenkranz

von der Parktherme Bad Radkersburg.

81 Probanden haben an der

Studie teilgenommen und gezeigt, dass

das Bad im mineralisierten Wasser besser

zum Stressabbau beiträgt, als 60 Minuten

liegen im Ruheraum. Bei stark Gestressten

ist die Kombination von Walking und

Baden im Thermalwasser der optimale

Stress-Killer, wie die Studie gezeigt hat.

Der systolische Blutdruck sinkt nachweislich,

wenn man sich vor einer Ruhephase

moderat bewegt. 20 Minuten im Becken

reichen da schon. Neben dem bekannten

entspannenden Effekt auf Muskeln,

Bänder und Sehnen hilft das Wasser also

nicht nur bei der körperlichen, sondern

auch bei der mentalen Regeneration.

Dem Körper tut das Radkersburger

Wasser ohnehin besonders gut. „Weil es

so stark mineralisiert ist“, erklärt Rosenkranz.

Wir nehmen beim Schweben im

MIRIAM

ROSENKRANZ

ist Sportwissenschaftlerin im Vita

Med-Gesundheitszentrum der

Parktherme Bad Radkersburg.

Sport fällt im warmen Wasser angenehmer

aus. Dazu kommen Sprudeldüsen

im Wasser, die ebenfalls dazu beitragen

Verspannungen und muskuläre Verhärtungen

zu lösen.

Thermen bieten heutzutage aber nicht

nur passive Regeneration wie Massagen,

Moorbäder und eben das Thermalwasser

an, sondern in den meisten Fällen auch

aktive Erholung. Im Radkersburger Fall

ist es das angeschlossene VitaMed-Zentrum.

„Besonders gut kommt der Fasziengerätezirkel

an“, sagt Rosenkranz.

Der ersten Assoziation namens „Autsch“

nimmt sie sofort die Schärfe. „Neben

den klassischen Faszienrollen haben wir

auch Geräte, bei denen die Rollen oder

Doppelkugeln an Geräten montiert sind.

So kann man die Intensität variieren,

weil man nicht mit dem ganzen Körpergewicht

draufliegt, sondern zum Beispiel

ein Bein rauflegen kann oder bei den

Kugeln per Haltegriff steuern kann, wie

stark man sich anlehnt.“ Wer nicht weiß,

wie er welche Geräte bedient oder wie er

die Muskeln ausrollen soll, dem helfen

Therapeuten beim Einstieg in die aktive

Regeneration. Und wenn die Fasziengeräte

doch zu sehr geschmerzt haben – ab

ins warme Wasser.

,,SCHON 20 MINUTEN

IM THERMALWASSER

REDUZIEREN DEN

STRESS DEUTLICH.“

Thermalbecken also über unsere Haut

auch Mineralien auf, die der Körper benötigt.

Das Gute dabei: man kann es zwei,

drei Mal pro Tag locker wiederholen.

„Ich mache das nach harten Einheiten

selbst sehr gerne“, sagt Hobby-Triathletin

Rosenkranz. Auch das Dehnen nach dem

Pannonische

Fahrradabenteuer

BIKE PAKET – Terme 3000

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Preis pro Person

im Economy-Zimmer

Hotel Termal

2 Nächte

128 €

Das Paket beinhaltet: Unterbringung mit

Halbpension, Baden In Hotelbad inkl. Terme

3000, Sauna im Hotel, Bademantel, Fahrradkarte

von Pomurje, Möglichkeit der Reinigung

der Fahrradausrüstung, Aufbewahrungsraum

für Fahrräder, einmal Fahrrad-Smoothie.

TERME 3000 –

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SCHNELLER UND BESSER LAUFEN

MIT BLACKROLL ®

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VERGESSEN, DASS NEBEN DEM EIGENTLICHEN LAUFTRAINING

DIE RICHTIGE REGENERATION EINE ZENTRALE ROLLE SPIELT. GÖNNE

DEINEN LÄUFERBEINEN EINE PAUSE – WIR ZEIGEN DIR, WIE’S GEHT.

Trotz vieler positiver Effekte durch regelmäßiges

Laufen können eine falsche Technik

und Trainingsfehler zu Verletzungen und

Überlastungsschäden führen. Umso wichtiger

ist es, dass du dir nach einem harten Training

und Wettkämpfen die Zeit nimmst, um zu

regenerieren. Denn Regeneration, Stretching

und Erholung sind wichtig für deine Leistungssteigerung.

Von Läufern für Läufer

Mit der RUNNING BOX hat BLACKROLL®

gemeinsam mit der Langstreckenläuferin und

mehrfachen Deutschen Meisterin Sabrina Mockenhaupt

ein Set entwickelt, welches Tools

für das Faszientraining und das funktionelle

Training im Laufsport enthält. Die folgenden

Übungen sollen dir helfen, den häufigsten

Läuferverletzungen vorzubeugen und die Regeneration

nach einer Trainingseinheit zu beschleunigen.

Oberschenkel-Außenseite.

Lege dich

seitlich mit dem

Oberschenkel auf

die BLACKROLL®

SLIM und schiebe

dich langsam über

die Rolle vor und

zurück.

Wade + Achillessehne:

Lege

die Wade auf

die MINI FLOW.

Stütze dich mit

den Händen auf,

hebe das Gesäß

und rolle langsam

die Waden- und

Achillessehnenregion

aus.

ANZEIGE / Fotos: Blackroll

24 SPORTaktiv


Falkensteiner Therme &

Golf Hotel Bad Waltersdorf

Tel. 0 33 33/31 0 65

badwaltersdorf@

falkensteiner.com

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thermenherbst

ENTSPANNTER

HERBST-GENUSS

IM FALKENSTEINER THERME & GOLF

HOTEL BAD WALTERSDORF KÖNNEN

ALLE AB 16 DEN HERSBT VON SEINER

ENTSPANNTESTEN SEITE ERLEBEN.

DRINNEN WIE DRAUSSEN.

Fotos: Falkensteiner Hotels & Residences

Was gibt es Schöneres, als sich in

einen flauschigen Bademantel zu

kuscheln, die wohltuende Wärme des

Wassers zu genießen und sich von angenehmen

Düften umschmeicheln zu lassen

– während draußen die Temperaturen

sinken, die Tage kürzer werden und

sich die Blätter in buntes Herbstlaub

verwandeln? Der Herbst ist die perfekte

Zeit, um es sich gemütlich zu machen,

zu genießen und sich verwöhnen zu

lassen. Nirgendwo gelingt das besser als

im Falkensteiner Therme & Golf Hotel

im steirischen Bad Waltersdorf.

You & Me

Das Vier-Sterne-Superior und Adults-

Only Hotel ist speziell auf die Wünsche

und Bedürfnisse von Erwachsenen ab

16 Jahren ausgerichtet ist. Das „You

& Me“-Erfolgskonzept begeistert

in ungezwungener Atmosphäre mit

Langschläferfrühstück bis 14 Uhr. Und

mit den „7 Days, 7 Highlights“, die

jeden Tag ein neues besonderes Erlebnis

garantieren, wie zum Beispiel die Candle

Night oder Late Night Wellness. Ruhe,

Entspannung und Erholung bietet der

2.500 m² große Acquapura SPA mit 35

Grad warmem Thermalwasser und einer

Vielzahl an wohltuenden Anwendungen

und Massagen.

Freizeit und Fußball

Die Umgebung ist außerdem perfekt

für eine Vielzahl an Unternehmungen,

wie Wandern, Radfahren oder Golfen

am direkt vorm Hotel gelegenen

18-Loch-Golfplatz. Und wenn der

Winter Einzug gehalten hat, lädt die

Landschaft zum Wandern, Eisstockschießen

und Langlaufen ein.

Übrigens: Nicht nur Naturliebhaber

wissen die Annehmlichkeiten des Falkensteiner

Hotels in Bad Waltersdorf zu

schätzen. Zahlreiche Fußballclubs aus

aller Welt waren hier bereits zu Gast und

nutzten die optimalen Rahmenbedingungen

für ihre Trainingslager. Zuletzt

auch das Österreichische Fußball-

Nationalteam. Die Diskretion, der aufmerksame

Service, die exzellente Kulinarik

und die großzügigen Möglichkeiten

zum Entspannen im Acquapura SPA

machen das Falkensteiner Therme &

Golf Hotel eben zum perfekten Ort, um

richtig Kraft zu tanken.

SPORTaktiv

25


FITNESSAPOSTEL

UND EISENBIEGER

Bei John Harris (Bild oben)

wird gehobene Qualität

geboten. Rustikaler geht

es im beliebten „Gym“

von Ex-Bodybuilder

Kurt Gorjup (links) zu.

26 SPORTaktiv


HIGHTECH ODER MUCKI-BUDE? IM HERBST

PILGERN VIELE IN DIE FITNESSCENTER.

ABER WIE FINDET MAN FÜR SICH DAS BESTE?

WAS IST DER WOHLFÜHLFAKTOR?

SPORTAKTIV SCHUPFT DIE MUSKELN.

VON CHRISTOPH HEIGL

Fotos: Thomas Polzer, John Harris

Kennst du den schon? „Hab meinen

WhatsApp-Status auf ,Im Fitnessstudio‘

geändert. Jetzt vier Anrufe

und 20 Nachrichten meiner Freunde,

ob mir denn mein Handy gestohlen

wurde?“ Keine Sorge, und die Freunde

sollen sich nur wundern, Herbstzeit ist

Fitnesscenter-Zeit. Werden die Tage kürzer

und das Wetter schlechter, sinkt die

Motivation, im Freien zu trainieren. Im

Gegenzug steigen die Mitgliederzahlen

in den Studios.

Die Fülle an Angeboten am Markt

ist fast unüberschaubar. Wir versuchen,

einen Blick in die Welt der Crosstrainer,

Hantelstangen, Ergometer und Laufbänder

zu werfen und ein paar Fragen

zu beantworten: Wo bin ich am besten

aufgehoben? Welche Angebote will ich

nutzen? Was will ich zahlen?

Der Markt bietet so ziemlich alles.

Von der klassischen Kraftkammer in

Klubheimen und Sportvereinen, über

vielfältigste Angebote im breiten Fitnessbereich

bis hin zum oberen Segment

der Premium-Marken. Genauso breit

gefächert ist die Preisgestaltung: Die

Preisschwelle der großen Ketten, auch

„Diskonter“ genannt, liegt mit den

billigsten Abos bei 20 Euro im Monat

(clever-fit, McFit, Fitinn, etc). Im mittleren

Segment zwischen 50 und 70 Euro

Euro werden Angebote und Qualität

verfeinert (z. B. Vibes Fitness, Injoy,

Kieser, reine Damen-Marken wie Mrs.

Sporty und Curves). Nach oben runden

die Premium-Anbieter wie „John Harris“

ab, wo man ab 109 Euro monatlich

in die Welt der Fitnesstempel eintaucht.

Überall dazwischen tummeln sich kleinere

und private Anbieter. Generell gilt:

Im Detail entstehen bei fast allen noch

zusätzliche Kosten (Einschreibgebühr,

Getränke, Garderobe, Kurse, Kosten bei

Vertragsauflösung etc.). Drum prüfe,

wer sich ewig schindet.

Verwirrend? Unser SPORTaktiv-Experte

Kurt Steinbauer hat einen einfachen

Rat. „Das beste Fitnessstudio

ist das, wo ich gerne hingehe.“ Der

Sportwissenschafter empfiehlt, sich und

seine Motive zu hinterfragen. „Welcher

Typ bin ich? Will ich eine Gruppe oder

schwitze ich lieber alleine? Welches

Ambiente bevorzuge ich – puristisch

oder volles Wellness-Package? Mache ich

es wegen der Figur? Wegen einer Verletzung

oder Schmerzen? Wie viel bin

ich bereit, zu zahlen?“ Dann erst solle

man sich an die Auswahl seines Studios

machen. „Was und wo ich trainiere,

ist fast zweitrangig. Jeder Beitrag zur

SPORTaktiv

27


Edler Parkett,

Top-Geräte

und als

Highlight der

20-Meter-Pool:

John Harris in

Graz.

Gesundheit ist wertvoll“, versichert Steinbauer.

Dabei habe die 2-2-1-Formel noch

Gültigkeit: Jeder gesunde Mensch sollte pro

Woche zumindest 2 Stunden Cardio-Training

für Herzkreislauf machen, 2 Mal seine

Muskeln kräftigen und ein koordinatives

Training einstreuen. „Ob billig oder teuer,

alle Fitnessstudios erfüllen den Zweck,

den Menschen die nötige Dosis Fitness zu

vermitteln.“ Gute Trainer und Sportwissenschafter

vermitteln zudem ihr Wissen aus

Training, medizinischen Grundkenntnissen

und sozialer Kompetenz. Noch ein Tipp von

Steinbauer: Viele Zusatzversicherungen stellen

Gutscheine für Trainings aus.

Zu guter Letzt: Was darf man an Fortschritten

erwarten? „Wer zumindest ein

halbes Jahr trainiert, erhöht auf jeden Fall

seinen Muskelanteil, ist sicher fitter, fühlt

sich generell wohler und hat das eine oder

andere Wehwehchen wie Rückenschmerzen

beseitigt“, versichert Steinbauer. Bei der oft

ZU UNS KOMMEN

ALLE. WIR

HABEN STUDENTEN,

JUNGE, ÄLTERE

UND VIELE

DAMEN.

MAXIMILIAN

WASCHER,

JOHN HARRIS GRAZ

28 SPORTaktiv


Fotos: John Harris

gewünschten Gewichtsabnahme schaut

das anders aus. „Nur durchs Trainieren

nimmt man nicht ab. Da braucht es schon

auch eine Umstellung der Ernährung.“ Die

Erfahrungen zeigen auch: Zwei bis acht

Wochen ist die Motivation meistens sehr

hoch, für eine langfristige Änderung muss

man neue Verhaltensmuster jedoch mindestens

ein Jahr konsequent durchziehen.

Dann sind die Chancen hoch, dass man

dran bleibt.

Gehobenes Niveau

Mit diesen Empfehlungen im Hinterkopf

schauen wir bei „John Harris“ (Filiale

Graz) vorbei. 3500 Quadratmeter auf drei

Ebenen in bester Innenstadtlage, 20-Meter-Pool,

Sonnenterrasse mit Ausblick auf

die benachbarte Oper, Saunalandschaft,

Ruheräume, Solarium, Massage, Ernährungsberatung.

„So ein Angebot gibt es in

Österreich nur bei uns“, sagt Clubmanager

Maximilian Wascher. „John Harris steht

für absolute Top-Qualität, beim Personal,

bei der Ausrüstung und beim Training.“

Der Club verströmt sportlichen Lifestyle,

ist picobello, hell, große Glasflächen, edler

Parkett – trainieren fast wie im VIP-Klub.

Böse Zungen behaupten, hierher kommen

nur die Reichen und Schönen, top gestylt

und im neuesten Outfit. Da muss Wascher

lachen. „Zu uns kommen alle. Wir

haben Studenten, Junge, Ältere und viele

TREIBSTOFF FÜR

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• Optimale Versorgung für Training

und Wettkampf ab einer Stunde

• Hochwertige Kohlenhydrate

aus reinstem Maltodextrin

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Palatinose TM

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• Vitamin-C-B Komplex unterstützt

den Energiestoffwechsel

• Ohne Farb-, Konservierungs- und

Zusatzstoffe sowie Industriezuckerzusätze


Damen.“ Etwa 50 Prozent Frauenanteil

hat John Harris, eine eigene Damensauna

trägt dem Rechnung. Das Konzept gehe

auf. „Wir bieten gehobene Qualität, achten

auf unsere Klientel und halten Regeln

ein“, sagt Wascher über den Betrieb mit 18

Festangestellten.

Los geht es mit dem U26-Tarif von 79

Euro im Monat, darüber gibt es bei einem

Jahresvertrag den Standardtarif von 109

Euro. Da sind sämtliche Leistungen wie

Sauna, Pool und Kurse eingeschlossen.

Davor ist jedoch eine Einschreibgebühr

von 150 Euro fällig, mit der auch eine

Körperanalyse, eine Trainerstunde und ein

Trainingsplan abgedeckt sind. „John Harris“

hat 365 Tage im Jahr offen, fast rund

um die Uhr. „Wir haben Leistungssportler,

die zwei Mal am Tag zu uns kommen und

andere, die selbst an trainingsfreien Tagen

Pool, Sauna oder Sonnenterrasse nutzen.“

Unser Eindruck: edel, riesiges Angebot für

Menschen mit viel Zeit für ihre Fitness.

DAS BESTE

FITNESSSTUDIO IST

DAS, WO ICH

GERNE HINGEHE.

KURT STEINBAUER,

SPORTWISSEN-

SCHAFTER

Der Dinosaurier

Manche sind auch mit weniger zufrieden.

Große Bekanntheit hat in Graz ein Studio,

das wie der Gegenentwurf zu John Harris

dasteht. „Kurtis Gym“ heißt das Center

von Kurt Gorjup (63), das er bereits seit

40 Jahren führt. Von außen wirkt es wie

seit Jahren geschlossen, über einen Hinterhof

gelangt man in das flache Gebäude.

„Kraftkammer“ wäre abschätzig, aber hier

ist es eher rustikal. „Eisenscheiben und

Holzvertäfelungen, mehr braucht es nicht,

ein Paradies für alle, die Gewichte heben

wollen“, schreibt ein Kunde auf Facebook.

Kurtis Gym ist Kult und nicht nur für

Eisenbieger und Hantelschupfer. Es gibt

keine Berührungsängste, selbst Andreas Gabalier

hat hier trainiert, erzählt man. Gorjup

war hier in den Schwarzenegger-Zeiten

Wettkampf-Bodybuilder, hat in 40 Jahren

einiges gesehen. „Wir sind vom Mittelalter

bis in die Moderne mitmarschiert“, lacht

der sympathische Mann mit Schnauzer

und Pferdeschwanz unterm Kapperl. Viele

Konkurrenten haben seine „Muckibude“

belächelt und waren selbst bald wieder vom

Markt. „Aber es wird schwerer“, sagt Gorjup,

der sein Gym mithilfe seiner bereits

pensionierten Schwester Meli führt. „Gegen

die großen Ketten hast du auf Dauer keine

Chance. Die haben rund um die Uhr offen.

Ich kann nicht einmal Urlaub machen.

Alle Dinosaurier sterben einmal aus.“ Er

ist Coach, Freund, Psychiater. „Ich kenn

bei vielen die Kinder und Enkelkinder. Bei

anderen Studios bist du eine Mitgliedsnummer.


Neben klassischen Hanteln und Kraftstationen

findet man hier auch Laufband und

Ergometer, Kurse bietet „der Kurti“ nicht

an, „aus Platzgründen“. Bei ihm zählt das

Motto, das außen an den Scheiben klebt:

Born to Train. „Mehr braucht es nicht.“ Bei

ihm gibt es keine Verträge, man zahlt monatlich,

fertig. Studenten 20, der normale

Tarif 35 Euro. Gorjup: „Im Frühling kommen

die meisten wegen der Badefigur, im

Herbst wegen dem schlechten Gewissen.“

Unser Eindruck: erdig, für Muskelfreunde

ohne Kontaktscheue.

Ach ja, kennst du den auch? „Ich wollte

dieses Jahr 10 kg abnehmen. Jetzt

fehlen nur noch 13.“

30 SPORTaktiv


PEEROTON FITNESSTALK, TEIL 5

VOM ALBTRAUM

ZUR LEIDENSCHAFT

MOUNTAINBIKE-RENNEN

SIND DAS LEBEN VON RO-

MANA FRITZ- WINTER – UND

DER PERFEKTE AUSGLEICH

ZUM JOB. WAS SIE DABEI

ANTREIBT, HAT SIE UNS IM

FITNESS TALK VERRATEN.

PEEROTON

BIKER-PAKET

ANZEIGE / Fotos: Igor Schifris, Sportograf

R

omana, was bedeuten dir Rennen wie

die Crocodile Trophy oder zuletzt der

Bike Marathon in Saalfelden Leogang

– wo du jeweils gewonnen hast?

Ich liebe Sport, Bewegung und die Natur.

Und ich liebe es, ein wenig an meine

körperlichen und mentalen Grenzen

zu gehen – allerdings ohne gesundheitliches

Risiko. Ich komme vom Triathlon

und konnte durch eine Überbelastung

zwei Jahre nicht laufen. Ein Albtraum –

doch dann hab ich genau dadurch den

Mountainbike-Sport entdeckt.

Was sind deine Ziele?

Gesund und fit alt werden, mit welchem

Sport auch immer. Das Wichtigste ist für

mich derzeit, dass ich meine Leidenschaft

mit meinem Mann Robert teilen kann.

2017 haben wir auf Hochzeitsreise an der

Crocodile Trophy teilgenommen, und

den Mixed-Bewerb sogar gewonnen.

Welche Rolle spielt Essen und Trinken

für dich im Sport?

Natürlich gönne ich mir auch mal etwas,

zum Beispiel beim Heurigen. Doch die

Basis eines gesunden und leistungsfähigen

Körpers liegt in einer ausgewogenen

Ernährung. Sportnahrung ist dabei eine

sinnvolle und sehr effiziente Ergänzung.

Warum verwendest du gern Peeroton-Produkte?

Weil ich großen Wert auf Qualität und

Geschmack lege. Die Getränke kann ich

optimal an die Belastungsintensität anpassen.

Und ich hab nicht nur im Sport

immer einen Eiweißriegel dabei, für den

Fall, dass ich Lust auf etwas Süßes habe.

• Powerpack Riegel –

um Energie langfristig

abrufen zu können

• ISO Active Sport Drink

– der Biker- Treibstoff

für maximale

Ausdauer

• Energy Riegel – der

Extrem-Ausdauer-

Manager am Bike

• Energizer Ultra Gel –

für den ultra schnellen

Energiekick

• Magnesium

Professional –

Muskel fit-Manager

für optimale

Muskelperformance

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SPORTaktiv

31


LEBEN

UND

LEISTUNG

KRAFTSPORTLER

BRAUCHEN PROTEIN – UND

ES HILFT, ZU REGENERIEREN.

SAGT DAS HALBWISSEN.

ABER SONST? PASSEND ZU

UNSEREM REGENERATIONS-

SCHWERPUNKT: WAS

EIWEISS IN DER ERNÄH-

RUNG ALLES LEISTET, UND

WIE SPORTLER ES NUTZEN.

VON CHRISTOF DOMENIG

Ohne Eiweiß kein Leben – und keine

Leistung“. Dieser Merksatz des

Ernährungsmediziners Dr. Meinrad

Lindschinger ist zugespitzt, aber im

Grunde stimmt er schon. „Der Mensch

hat im Wesentlichen keine Eiweißreserven.

Es muss also regelmäßig zugeführt

werden“, präzisiert Lindschinger.

Mit der Nahrung aufgenommenes

Eiweiß dient dem Körper dazu, solches

herzustellen, das dann unterschiedliche

strukturelle Aufgaben erfüllt – z. B.

Bindegewebe, Zellmembranen oder

Muskelzellen zu bilden. Und das genauso

funktionelle Aufgaben im Körper

übernimmt, z. B. Transportfunktionen,

Stoffwechselfunktionen.

„Bausteine“ der Proteine sind Aminosäuren.

20 Aminosäuren gibt es, neun

sind „essenziell“ – müssen also unbedingt

mit der Nahrung aufgenommen

werden. Aminosäuren haben aber noch

weitere Funktionen zu erfüllen, etwa im

Immunsystem oder sie dienen als Ausgangssubstanz

für Hormone.

Im Sport, vor allem im Ausdauersport,

wurden mit dem Fokus auf die

Kohlenhydrate die Proteine lange Zeit

zu wenig beachtet. Nicht missverstehen:

Unterversorgt mit Protein ist in der

westlichen Welt kaum jemand, weiß

Lindschinger. Stattdessen rückt die

Eiweiß-Qualität in den Blickpunkt.

Die tägliche Proteinmenge

Ein Blick auf die täglich benötigten Eiweißmengen

ist dennoch zunächst zum

Verständnis wichtig:

• Der Basisbedarf liegt bei 0,8 bis 0,9 g

Eiweiß pro kg Körpergewicht. Der erhöht

sich auch nicht, wenn Sport im

Grundlagenbereich ausgeübt wird.

Fotos: iStock

32 SPORTaktiv


• Für Ausdauersportler mit mittlerem

bis hartem Training (die z. B. auch

regelmäßig Intervalltrainings durchführen

und an Wettbewerben teilnehmen)

liegt der tägliche Bedarf bei

1,2-1,6 g/kg Körpergewicht.

• Kraftsportler benötigen etwa 1,2 bis

1,7 g/kg Körpergewicht.

• Bei sehr harten Trainingsbelastungen,

oder bei jugendlichen Sportlern,

sind 2 g/kg Körpergewicht nötig.

Was darüber hinaus geht ist nicht

nur unnötig, sondern belastet sogar

den Körper.

Um ein wenig Rechenarbeit kommen

Ernährungsbewusste zunächst nicht

herum – mit der Zeit entwickelt man

dann ein Gefühl für die aufgenommene

Menge. Ein 80 kg schwerer Kraftsportler

im Training benötigt folglich

als Minimum 96 g Eiweiß pro Tag zum

Erhalt seiner Muskulatur. Und bis zu

136 g, um Muskelmasse aufzubauen.

Achtung: Nicht zu große Eiweißportionen

auf einmal einplanen – mehr als 30

g kann das menschliche Verdauungssystem

nämlich nicht aufspalten. Also

lieber öfter kleinere – als weniger oft

eine große Portion essen.

Auf die Kombination kommt es an

Ebenso wichtig wie die passende Menge

ist die Eiweiß-Qualität. Je nach

Quelle hat Eiweiß eine gewisse „biologische

Wertigkeit“ – je höher dieser

Wert, desto besser kann es der Körper

nutzen. Den Referenzwert 100 liefert

das „Weiße“ des Hühnereis. Milch-Eiweiß

hat zum Beispiel eine biologische

Wertigkeit von 86, Rindfleisch von

76 – entsprechende Listen findet man

einfach im Internet.

Die zweite wichtige Information lässt

sich mittels einer einfachen Faustregel

merken: 50:50. Heißt: Das über den

Tag aufgenommene Nahrungsprotein

sollte jeweils zur Hälfte aus hochwertigen

tierischen und pflanzlichen Quellen

stammen. Welche das konkret sein

können, entnehmt ihr dem Kasten.

Konkretes Rechenbeispiel mit unserem

vorhin angenommenen Kraftsportler:

Bei rund 120 g Eiweißbedarf

sollen 60 g (= 6 Portionen) über den

Tag aus hochwertigen tierischen Quellen

gegessen werden. Die zweiten 60 g

stammen dann aus der zweiten Tabelle

HOCHWERTIGE

EIWEISSLIEFERANTEN

Tierische Eiweißquellen –

1 Portion = 10 g hochwertiges Eiweiß

ist enthalten in

¼ l Mager- oder Buttermilch,

Joghurt, Kefir

100 g Topfen (10 % oder 20 %),

magerer Frischkäse (0,1 %)

70 g Magertopfen, Cottage

Cheese, Tofu

50 g Hartkäse, mageres Fleisch,

Geflügel, Fisch, magerer Schinken,

Krakauer, Karree, Rohschinken

1 Ei

Pflanzliche Eiweißquellen

Getreide (Brot, Nudeln, Couscous,

Ebly, Müsli, Cerealien)

Reis

Kartoffeln

Hülsenfrüchte

mit pflanzlichen Quellen. Vorteil: Die

pflanzlichen Eiweißlieferanten wie Getreideprodukte,

Reis oder Kartoffeln

liefern gleichzeitig viele der ebenfalls

benötigten Kohlenhydrate.

„Am besten kombiniert man tierische

und pflanzliche Lebensmittel in einer

Mahlzeit. Die Aminosäuren ergänzen

sich und dadurch kann der Organismus

SPORTaktiv

33


mehr körperspezifisches Eiweiß aufbauen“,

erklärt Lindschinger. Durch diese

Kombination erhöht sich die „biologische

Wertigkeit“ in Summe deutlich.

Kurzer Sidestep: Vegetarier haben

selbst bei hohen sportlichen Belastungen

gegenüber Fleischessern keinen Nachteil,

sagt der Ernährungsmediziner. Vegan

wird die Sache schwieriger. Mit Expertenhilfe

lässt sich aber auch eine vegane

Ernährungsweise mit Sport vereinbaren.

Neben Eiweiß-Menge, -Qualität und

der Kombination gibt es natürlich noch

weitere Einflussfaktoren, für eine gute

Protein-Versorgung. Der Zeitpunkt der

Aufnahme (im Krafttraining möglichst

knapp vor und nach der Belastung)

spielt eine Rolle, ebenso wie andere

Nährstoffe. Um etwa als Kraftsportler einen

optimalen Muskelzuwachs zu erzielen,

ist ferner die Gesamt-Energieaufnahme

zu beachten: Sie soll um rund

500 bis 700 kcal pro Tag erhöht sein.

Besondere Aminosäuren

Zu erwähnen sind auch die „BCAA“:

Mit diesem Begriff fasst man die essenziellen

Aminosäuren Valin, Leucin

und Isoleucin zusammen, erklärt

Experte Lindschinger. Aufgrund ihrer

Form werden sie als „verzweigtkettige

Aminosäuren“ (im Englischen:

Branched Chain Amino Acids – also

BCAA) bezeichnet. Die BCAA werden

besonders leicht und schnell in die

Muskeln transportiert, und mit zunehmender

körperlicher Belastung direkt

zur Energiebereitstellung genutzt.

Muskeleiweiß wird geschont und die

Regeneration gefördert. Auch bei der

DR. MEINRAD

LINDSCHINGER

ist Facharzt für Innere Medizin

und Ernährungsmedizin und

ärztlicher Leiter am Institut für

Ernährung und Stoffwechselerkrankungen

in Laßnitzhöhe (St).

Er ist auch Begründer des

Ernährungskonzepts

Functional Eating®.

www.lindschinger.at

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34 SPORTaktiv

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SERIE: SPORTNAHRUNG UNTER

DER LUPE, TEIL 2

RECOVERY

DRINKS

WAS BRINGT‘S, WAS SOLL DRIN SEIN?

Foto: Andi Bruckner, iStock

Widerstandskraft gegen Erkältungen spielen

die BCAA eine Rolle. Thunfisch, Lachs,

Fleisch, Hülsenfrüchte, Weizenkeime sowie

Milch und Milchprodukte sind hochwertige

Quellen für Valin, Isoleucin und Leucin.

Auch in der Regeneration ist Eiweiß ein

wichtiger „Mitspieler“. Am besten wirken

Proteine nach Trainingsbelastungen, wenn

sie mit Kohlenhydraten kombiniert werden.

„Kohlenhydrate stimulieren einen Anstieg

des Hormons Insulin, welches seinerseits

den Muskel zur Aufnahme von Aminosäuren

stimuliert“, erklärt der Ernährungsmediziner.

Unmittelbar, also innerhalb

einer Stunde nach der Trainingsbelastung,

erfolgt die Zufuhr einer Eiweiß-Kohlenhydrat-Kombination

am besten in flüssiger

Form (z. B. mit einem Recoveryshake –

siehe rechts; auch als Bananenmilch oder

Joghurt-Obst-Drink). Ist mehr als eine

Stunde nach dem Training vergangen, ist

eine normale Mahlzeit ideal. „Spät-Trainierern“

empfiehlt Lindschinger im Sinn der

Schlafqualität, eher auf eine leichte Mahlzeit

zu setzen: Topfencreme, Fruchtjoghurt,

Milchreis oder Cornflakes mit Milch eignen

sich sehr gut. Schließlich ist auch ein guter

Schlaf ein wesentlicher Regenerationsfaktor.

1. Was ist ein Recovery Drink?

Spezielle Protein-Sportgetränke, die

neben Eiweiß auch Kohlenhydrate und

Flüssigkeit liefern, und in dieser Kombination

die Regeneration beschleunigen.

Recovery Drinks sollen möglichst unmittelbar

nach einer harten sportlichen Belastung

getrunken werden, jedenfalls

innerhalb der ersten Stunde.

2. Wer braucht einen Recovery

Drink?

Für Spitzensportler und intensiv trainierende

Freizeitsportler ist es durchaus sinnvoll, dem

Körper nach einer ungewohnten Belastung

Eiweiß in leicht verwertbarer Form zu verabreichen.

Auch wenn Wettkämpfe in kurzer

Folge ohne ausreichende Regenerationszeit

aufeinander folgen, macht ein Recovery

Drink Sinn. Reine Breitensportler nehmen

dagegen in der Regel genügend Eiweiß über

die normale Nahrung auf, um damit ihren

Bedarf zu decken.

3. Woran erkennt man einen guten

Recovery Drink?

Eine Kombination aus unterschiedlichen

Eiweißquellen (z. B. Molke-, Milch-, Soja-,

Hülsenfrüchte- oder Hühnereiweiß) bringt

Vorteile gegenüber einer einzelnen Eiweißquelle,

da der Körper konstanter mit

Aminosäuren versorgt werden kann.

SPORTaktiv

35


IN

RUHE

ZUR

KRAFT

MIKRONÄHRSTOFFE IM

SPORT – TEIL 3:

IN DER REGENERATION.

NACH EINER UNGEWOHNTEN

TRAININGS- ODER

WETTKAMPFBELASTUNG

LOHNT ES SICH, AUF

SPEZIELLE MIKRONÄHR-

STOFFE ZU SETZEN.

Es kann nicht oft genug gesagt werden:

Sportliche Leistungsfähigkeit

wird nicht durch Belastung allein,

sondern auch durch ausreichende

Erholung gesteigert: „Versorgende

Ruhephasen sind notwendig, um

Trainingserfolge sichtbar zu machen“,

formuliert es Dr. Birgit Schiel. Die Gesundheitswissenschaftlerin

weiß auch:

„Neben regenerativem Training, Massagen

oder ausreichend Schlaf fördert

auch eine abwechslungsreiche Ernährung

die Regeneration.“

Kommt der Körper nach dem Sport

zur Ruhe, dann ändert sich der Belastungsstoffwechsel

– die großteils

abbauenden („katabolen“) gehen in

überwiegend aufbauende („anabole“)

Stoffwechselvorgänge über. Allerdings

hat der Körper viele der für den Aufbau

benötigten Nährstoffe schon während

des Sports verbraucht. Werden diese,

die Regeneration unterstützenden

Nährstoffe nun zugeführt, können sie

deshalb besonders gut aufgenommen

werden.

Über allem steht nach forderndem

Sport zunächst jedoch der Flüssigkeitsausgleich:

Empfohlen wird das 1,5- bis

zweifache der ausgeschwitzten Flüssigkeitsmenge.

Da mit dem Schweiß

immer auch Mineralstoffe verloren gehen,

reicht reines Wasser hier nicht aus:

Besonders die Mineralstoffe Kalium und

Magnesium sollten ersetzt werden.

Welche Mikronährstoff-Kombinationen

in der Erholungsphase sonst noch

eine entscheidende Rolle spielen, erklärt

Birgit Schiel:

ANZEIGE / Fotos: Mathias Lixl, Pure

36 SPORTaktiv


DR. BIRGIT SCHIEL

ist Gesundheitswissenschaftlerin

aus dem Expertenteam von

Pure Encapsulations.

3 FÜR DIE REGENERATION

Drei ideale Regenerations-Helfer von

Pure Encapsulations.

PROTEINE UND AMINOSÄUREN

Nach Wettkämpfen greifen viele bereits kurz nach

der Zielankunft zu einem „Recovery Drink“ – zu

Recht. Diese Getränke bestehen aus speziellen

Kombinationen von Kohlenhydraten und hochwertigen

Proteinen, und sind oftmals mit Aminosäuren

angereichert. Proteine und Kohlenhydrate wirken

dabei „synergistisch“, verstärken sich also gegenseitig

in ihrer Wirkung. Bestimmte Aminosäuren

wirken sich positiv auf die Muskelglykogen-

Neubildung aus. BCAAs – verzweigtkettige

Aminosäuren – spielen eine wichtige Rolle,

um die Proteinsynthese zu erhöhen.

VITAMIN B6, ZINK UND MAGNESIUM

Durch stetes Ausdauertraining und damit das

sukzessive Entleeren und Wiederauffüllen der

Energiespeicher kommt es zu einer Verbesserung

der Speicherleistung, sowie zu einer Steigerung der

Stoffwechselvorgänge. Für eine gesteigerte

Umwandlung von Kohlenhydraten, Fetten und

Eiweißsubstanz in Stoffwechselenergie ist eine

vermehrte Zufuhr von Vitamin B6, Zink und

Magnesium hilfreich: Vitamin B6 trägt zum

Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel bei, Zink und

Magnesium sind an der Eiweißsynthese beteiligt.

PURE SPORT BASISVERSORGUNG

kombiniert Vitamine, Mineralstoffe und

Spurenelemente mit dem Vitaminoid Coenzym

Q10 und Taurin. Die Formel liefert Sportlern

täglich sorgfältig ausgewählte Mikronährstoffe

für den Energiestoffwechsel und trägt

so zur Deckung eines erhöhten Bedarfs bei.

PURE BCAA VERZWEIGTKETTIGE

AMINOSÄUREN

basiert auf hochwertigen Reinsubstanzen und

enthält die Aminosäure Leucin, Isoleucin und

Valin. Diese können vom Körper nicht selbst

gebildet werden und müssen daher über die

Nahrung zugeführt werden.

VITAMIN C 1000 GEPUFFERT

Gepuffertes Vitamin C wird auch von Menschen

mit empfindlicher Verdauung gut vertragen.

Zusätzlich enthält dieses Pure Produkt die

Mineralstoffe Calcium, Magnesium und Kalium

für die Elektrolytbalance.

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VITAMIN C, VITAMIN E UND SELEN

Intensive sportliche Aktivität bedingt im Organismus

außerdem ein erhöhtes Aufkommen von freien

Radikalen. Dadurch können Muskelzellen geschädigt,

das Immunsystem geschwächt, Entzündungen

ausgelöst und generell die Regenerationsfähigkeit

vermindert werden. Vor allem Ausdauerathleten

sollten ihren antioxidativen Zellschutz gegen diese

negativen Auswirkungen kontinuierlich erneuern:

Vitamin C, Vitamin E und Selen sind dabei wichtig.

Vitamin C unterstützt zusätzlich die normale

Funktion des Immunsystems während und nach

intensiver körperlicher Betätigung. Um diesen Effekt

zu erzielen, sind ergänzend zu einer ausgewogenen

Ernährung 200 mg Vitamin C nötig.

SPORTaktiv

37


AUS

PRO

BIERT

FIT

DRAHTLOSER TRAININGSFREUND

Manchmal muss es einfach Musik sein. Der richtige Song zur

richtigen Zeit hat schon manchen aus einem Trainingstief wieder

herausgebracht. Kabel war natürlich gestern, also drahtlose

On-Ear-Kopfhörer die „Steh auf wenn du am Boden bist“

per Bluetooth aus dem Smarthphone ins Hirn schicken. Wir

haben die AL3+ FREEDOM von MIIEGO getestet. Die sitzen gut

am Ohr, der Bügel geht über den Hinterkopf – das sorgt für

eine schlanke Optik. Wer nicht als laufender DJ gelten will,

schätzt das. Die Dinger sitzen auch tatsächlich gut. Kein Verrutschen,

kein starker Druck. Besonders positiv: auch nach

knapp zwei Stunden ist der Akku immer noch fast voll. Wenn

die Ohren unter dem (sanften) Druck zu schmerzen beginnen,

kann man die Hörer ein wenig höher schieben: entlastet die

Lauscher und die Musik ist immer noch zu hören. Allerdings:

Unter den Schaumstoff-Polstern schwitzt man bei langer Belastung

im Spätsommer doch ordentlich. Nach meinem Test im

Fitnessstudio und auf der Laufrunde wollte die Kopfhörer zumindest

keiner mehr aufsetzen ...

TRAINIEREN MIT MUSIK,

ERHOLEN MIT STROM, BOXEN

GEGEN DEN SCHATTEN.

UNSERE DREI FITNESS-

TESTS IM OKTOBER:

VON KLAUS MOLIDOR

UND THOMAS POLZER

Fotos: Thomas Polzer, Diana Zabini

38 SPORTaktiv


LASS DIE FÄUSTE FLIEGEN!

STROM AN, SCHMERZEN WEG

Schattenboxen hält mehr und mehr Einzug in den Fitnessstudios.

Wir haben das im Vibes Fitness in Graz ausprobiert.

Dabei werden aber nicht einfach die Fäuste geschwungen.

Trainiert wird mit dem S3 Shadowboxer (UVP € 99,90). Unter

dem Brustkorb wird ein Gürtel montiert. Daran sind Bänder,

sogenannte Tubes, fixiert, die man mit Griffen in alle Richtungen

ziehen kann. Damit wird geboxt.

Die Hände in die zwei Tubes gesteckt – und los geht es mit

einer gestreckten Geraden links, Uppercut rechts und Serien

von schnellen „Links-rechts“-Kombinationen, wie es der

Kursleiter vorgibt. Die Beweglichkeit der Tubes ermöglicht

eine Vielzahl an Übungs variationen. Macht Spaß und man

kann sich dabei voll auspowern. Muskeltraining, Cardiotraining,

Beweglichtkeit, Koordination – alles lässt sich mit dem

Shadowboxer trainieren.

Das geht auch daheim im Wohnzimmer, in der Gruppe

macht es aber deutlich mehr Spaß. Klar gibt es Anleitungen

und Videos, aber in der Gruppe geht das einfach besser. Was

auffällt: Wenn man es nicht gewohnt ist, schmerzt der Schulterbereich

schnell. Beim ersten Test hatte ich das Gefühl,

dass mir die Arme abfallen, aber von Training zu Training

wird’s immer besser.

Strom und Entspannung klingt auf den ersten Blick nicht wie ein

Begriffspaar das zusammen passt. Elektro-muskuläre Stimulationsgeräte

wie das COMPEX SP 8.0 sollen das aber möglich machen.

Mal schauen. Das drahtlose Geräte mit dem Farb display

erleichtert schon einmal die Handhabung. Der Bildschirm zeigt

an, an welchen Stelle die Elektroden aufgeklebt werden müssen.

Auch die Programmnamen Training, Wettkampferholung, Entspannungsmassage

etc. sind selbsterklärend. Also, Strom an!

Die erste Reaktion: Lachen. Wer kitzlig ist, wird das anfangs als

unangenehm empfinden. Auch dass der Muskel zuckt, ohne

dass man ihn selbst ansteuert ist gewöhnungsbedürftig. Vergeht

aber nach ein paar Minuten. Danach ist es angenehm – zumindest

in den von uns getesteten Regenerationsprogrammen. Vorallem

ist es das Gefühl danach.

Fazit: In den Tagen nach einem Marathon etwa macht das SP

8.0 die Beine tatsächlich rascher frisch, Verhärtungen lösen

sich. Noch dazu bequem auf dem Sofa.

SPORTaktiv

39


KOKOS-POWER

Pimp deine Ernährung mit Ballaststoffen

auf. Kokosmehl von DR. GOERG

hat über 40 % Ballaststoff-Anteil,

dabei relativ wenige Kohlenhydrate

(22 %) und viel Protein (18 %). Auch

Kokosraspeln und Kokosflakes sind

kleine Ballaststoff-Wunder.

www.drgoerg.com

DAS TUT GUT

Eine Wohltat für den

gesamten Bewegungsapparat

ist das RUBILIND Muskelund

Gelenks-Roll-on. Es

fördert die Regeneration

und Durchblutung, lockert

Verspannungen und hilft bei

Muskelkater.

www.roesch-handel.at

FIT

NEWS

KRÄFTIG IN DEN

HERBST STARTEN

SUPER PLUS

FÜR BIKER

Der PEEROTON ISO Active

Sportdrink ist der optimale

Treibstoff für maximale

Ausdauer. Mit Palatinose,

hochwertigste Kohlenhydrate.

Beste Versorgung, wenn

Training oder Wettkampf

länger als eine Stunde dauern.

www.peeroton.com

Die patentierten THERABÄNDER CLX

bestehen aus aneinandergereihten

Griff- und Fuß-Schlaufen und

ermöglichen ein vielfältiges, effektives

und gelenkschonendes Krafttraining.

Erhältlich sind sie in sieben

farbkodierten Widerständen inklusive

kostenloser Übungs-App.

www.simplyfit.at/clx

REIN INS NASS

Von BECO gibt es erstmals

Fitnessbekleidung auf dem

Markt, die speziell für den

Sport im und am Wasser

entwickelt wurde. BEactive

heißt die Bekleidungslinie aus

einem wasserbeständigen

und besonders schnell

trocknendem Materialmix.

www.beco-beermann.com

Fotos: Hersteller

40 SPORTaktiv


Wandern auf den Spuren

des Wiener Wassers

Wien wird weltweit um sein kristallklares Hochquellenwasser

beneidet. Die Stadt Wien investiert im Jahr rund 50 Millionen

Euro in die Infrastruktur der Wasserleitungen.

Wer wissen will, woher das köstliche Nass kommt, dem

empfiehlt die MA 31 – Wiener Wasser eine herbstliche

Wanderung auf dem Wasserleitungswanderweg durch

das Höllental. Der Weg führt über Kaiserbrunn entlang

des alpinen Steigs, bei dem man den Ausblick über die

Schwarza genießen und schließlich über die Talstation

der Raxseilbahn bis nach Gloggnitz fahren kann.

Besichtigung der Quelle und

des Wasserleitungsmuseums

In Kaiserbrunn kann man sich im Museum auf die Spur

des Wiener Wassers begeben. Das Haus des ersten

Wasseraufsehers, erbaut im 19. Jahrhundert, wurde

als Museumsgebäude selbst zum Ausstellungsstück.

Im Rahmen einer Führung kann man die Entstehungsgeschichte

der Wiener Wasserversorgung und die

erfrischende Atmosphäre der Kaiserbrunnquelle erleben.

Wanderkarte & Infos

Öffnungszeiten:

1. Mai bis Anfang November

Sa., So. und Feiertag von

10 bis 17 Uhr

Führungen für Gruppen ab zehn

Personen nach Anmeldung.

Eintritt frei!

Adresse und Anmeldung:

Wasserleitungsmuseum Kaiserbrunn

Kaiserbrunn 5

2651 Reichenau/Rax

Tel.: +43/(0)2666/525 48

www.wienerwasser.at

Fotos: Wiener Wasser/Zinner

Bezahlte Anzeige

www.wienerwasser.at

SPORTaktiv

41


Kinder Gesund

42 SPORTaktiv

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG DES BMÖDS


Bewegen

Eine Initiative

des Sportministers

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt:

Kinder und Jugendliche sollten täglich

mindestens 60 Minuten aktiv sein!

Foto: ©SerrNovic

Studienergebnisse zeigen: Nur 40 % der 11-17-jährigen Schülerinnen und Schüler in

Österreich gelingt es, diese WHO-Empfehlung an zumindest 5 Tagen der Woche einzuhalten.

Nur 28,5 % der Kinder sind mindestens 7 Stunden in der Woche körperlich aktiv.

Bewegung wirkt: Mehr Bewegung trägt dazu bei, gesundheitliche Risiken zu verringern und

fördert gleichzeitig die Konzentration für schulische Leistungen.

Die gezielte Zusammenarbeit von Kindergarten, Schule und Sport ist der wichtigste Ansatz

für mehr Bewegung im Alltag von Kindern und Jugendlichen.

Daher forciert der Sportminister die Bemühungen der Initiative „Kinder gesund bewegen“.

SPORTaktiv

43


Fit im Winter

mit Vitamin D!

Für ein starkes Immunsystem

benötigt der Körper

unter anderem eine ausreichende

Versorgung mit

Vitamin D.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

zeigen zudem den positiven

Effekt von Vitamin D auf Infekte,

Entzündungen, Bluthochdruck

und Diabetes. Denken Sie deshalb

an eine optimale Versorgung

mit Vitamin D – dadurch fühlt man

sich zumeist auch aktiver, kräftiger

und ausgeglichener.

Die körpereigene Vitamin D-

Produktion reicht oftmals

nicht aus, wegen:

• zu wenig Aufenthalt im Freien,

• zu wenig Sonnenstunden

in Österreich,

• Verwendung von Sonnenschutz

(LSF>8).

Die zusätzliche Einnahme von

Vitamin D unterstützt daher eine

optimale Versorgung das ganze

Jahr über.

D3 Kwizda mit 3.000 I.E.

Vitamin D3 stärkt Muskeln, Immunsystem,

Zellteilung und Knochen

das ganze Jahr über.

• 28 od. 56 Minitabletten/Pkg.

• zum Schlucken, Lutschen

oder Kauen

• gelatine- und fructosefrei

• exklusiv in Ihrer Apotheke

Das österreichische Vitamin D3 –

entwickelt und produziert in Wien

Diätetisches Lebensmittel für besondere

medizinische Ernährungszwecke. Nur

unter ärztlicher Aufsicht verwenden.

KOPFSACHE KOPFSACHE

ECKEN

UND KANTEN

ÜBER

DAS GLÜCK

E

chte „Typen“ – woran erkennen wir sie?

Das deutsche Wort Diese „Glück“ Originale wird stechen mit „happiness“

oder „luck“ Masse heraus, ins Englische haben übersetzt. Ecken und Kanten,

aus der grauen

„Happiness“ hinterlassen bezieht Eindruck sich auf das und persönliche

Wohlfühlglück, dächtnis. „luck“ Typen meint sind das Unikate, Zufalls-

die gibt’s nur ein

bleiben einem im Ge-

PETER PETER

GURMANN glück. GURMANN Nach der Mal. Seligman’schen Typen haben Theorie sich ihre wird Unabhängigkeit in

persönliches Wohlfühlglück der Gemeinschaft durch bewahrt fünf messbare und leben nach eigenen,

nicht die ich nach beeinflussen fremden Vorstellungen. kann: Mit die-

... ist Sport- und Gesund-Sportheitspsychologe sowie heitspsychologe sowie

Elemente und Gesund-

ausgelöst,

Positives Gefühl. ser inneren Von Zeit Haltung zu Zeit schaffen sollte ich sie mir sich in der Regel

Beratungs lehrer in Beratungs lehrer in

Klagenfurt. Kontakt: Klagenfurt. das Leben Kontakt: so angenehm nicht nur Freunde: wie möglich Sie machen, spalten gerne es – entweder

peter.gurmann@aon.at peter.gurmann@aon.at geht ums Genießen, man ist Freude für oder und gegen Behaglichkeit. sie. Ihr Anderssein stellt

Engagement. dann Ich brauche eine Bedrohung eine (berufliche) für das Weltbild mancher

Aufgabe, die mich Zeitgenossen ausfüllt. Die dar. Anforderungen

entsprechen meinen Siegertypen Fähigkeiten. im publikumswirksamen Ich bin weder Sport

überfordert noch sind langweile gefragt, ihre ich mich. Erfolge Die lassen Zeit sich vermarkten:

vergeht wie im Denken Flug. wir nur an aktuelle Sportgrößen wie

Gelingende Beziehungen. Cristiano Ronaldo, Enge Verbindungen

Rafael Nadal oder Serena

mit Menschen, Williams. bei denen Richtige mich Typen wohl- müssen und nicht immer

geborgen fühle. am Podest stehen, sie definieren ihren Erfolg

Sinn. Was hat selbst: Bedeutung Von Mai für mich, bis September was erlebe auf ich der Alm als

als gut, schön Kuhhalter oder bereichernd? arbeiten, Das einen wird Ironman für jeden

etwas anderes Jahr sein. keine Der Bekleidung eine findet kaufen, im Sport, Kitesurfen lernen,

finishen, ein

der andere beim den Fischen Berg- und seine Schiführer Erfüllung. machen … Erfolg ist

Zielerreichung so oder unterschiedlich sich als wirksam wie die erleben. Menschen.

Ich halte das Heft Dazu meines Lebens kleine in Geschichte: der Hand. Michael Edwards,

besser ziehe bekannt ich für als gewöhnlich Eddie the Eagle, ist

Was ich mir vornehme,

durch. Ausnahmen ein ehemaliger bestätigen britischer die Regel. Skispringer. Bei den

Das Zufallsglück Olympischen kann ich Spielen nicht zwingen, 1988 nur Calgary belegte er

Gelegenheiten sowohl schaffen auf und der innerlich Normalschanze bereit sein. als auch auf der

Will ich in der Großschanze Lotterie gewinnen, den letzten muss Platz. ich einen Die Zuschauer

Lottoschein kaufen. jubelten Und ihm wenn trotzdem es der zu. Zufall Für will, kurze Zeit avancierte

er Zeit zum am Medienstar, richtigen Ort. auch So aufgrund seiner

bin ich zur richtigen

wie beim australischen starken Brillengläser. Eisschnellläufer Diese Steven beschlugen bei den

Bradbury, der Wettkämpfen, sich 2002 in Salt mussten Lake City von völlig diesem Typen vor

unerwartet den den Olympiasieg Sprüngen gereinigt im Shorttrack werden. sicherte.

Die vier schichte Konkurrenten ist sogar vor verfilmt ihm schossen worden.

Seine Lebensge-

sich in der letzten Der Kurve Schriftsteller gegenseitig Arno aus Gruen der drückte es so

Bahn. Wie steht aus: es „Wir schon alle in werden der Bibel: als Die Originale Letzten

werden die doch Ersten die sein meisten … sterben als

geboren,

Kopie.“

Foto: Peter Gurmann

44 SPORTaktiv


REZEPT-TIPP:

APRIKOSEN-CUPCAKES

FÜR DIE MUFFINS

ANZEIGE / Fotos: Dr. Goerg

KARMA FOOD

TASTE OF ASIA

MIT DEN FÜNF NEUEN BIO-WÜRZÖLEN VON DR. GOERG

KOMMT SCHWUNG IN DIE KÜCHE.

Lassen Sie sich von den Aromen aus fernen

Ländern Asiens verzaubern: Chili,

Knoblauch-Chili, Ingwer, Kurkuma und

Zimt sorgen für feinste exotische Noten

auf dem Teller. Die Basis der Würzöle

bildet das Premium Bio-Kokosöl von Dr.

Goerg. Es wird bei max. 38 °C direkt

aus den erntefrischen Bio-Kokosnüssen

innerhalb von 72 Stunden nach der Ernte

hergestellt – ist ungebleicht, ungehärtet

und weder raffiniert noch desodoriert. Die

Kokosnüsse für das Fair-Trade- Kokosöl

wachsen in idealen klimatischen Bedingungen

auf den Philippinen in einer

nachhaltigen Mischkultur.

Durch die edlen Gewürze verfeinern

Sie jedes Gericht im Handumdrehen. Die

feurige Schärfe von Chili passt zu Fleisch,

Fisch, Gemüse und Tofu. Knoblauch-Chili

würzt Dips für Snacks und Fingerfood.

Ingwer gibt frischem Fisch und

vegetarischem Sushi eine milde Schärfe.

Kurkuma schmeckt köstlich zu Gemüse

und Curry-Gerichten. Und die lieblichen

Zimt-Aromen sind perfekt für süße und

herzhafte Speisen.

Extra-Tipp: Braten Sie Ihr Lieblingsgericht

mit den Ölen nur sehr schonend an.

So bleibt das Aroma am besten erhalten.

DR. GOERG

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Bio-Kokosblütenzucker

1 Prise Salz

80 g Dr. Goerg Premium

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150 g Bio-Magerquark

15 g Flohsamenschalen

30 g Dr. Goerg Premium

Bio-Kokosmehl

20 g Dr. Goerg Premium

Bio-Kokosraspel

1 Prise Johannesbrotkernmehl

1 TL Weinstein-Backpulver

1 TL Natron

Abrieb 1/2 Bio-Orange

6 Bio-Aprikosen

1 TL Nelken (gemahlen)

FÜR DAS FROSTING

250 g Frischkäse

50 g Dr. Goerg Premium

Bio-Kokosraspeln

50 g Erythrit-Puder

Abrieb 1/2 Bio-Orange

ZUBEREITUNG

1. Die Eier mit dem Bio-Kokosblütenzucker

und Salz schaumig

schlagen, die weiteren Zutaten

einrühren.

2. Bio-Kokosmehl, Weinstein-Backpulver,

Natron, Flohsamenschalen

und Johannesbrotkernmehl in einer

Schüssel vermischen und zum

feuchten Teig hinzugeben. Mixen,

bis ein homogener Teig entsteht.

3. Den Teig in die Muffinförmchen

füllen und je eine Aprikosenhälfte

in den Teig drücken. Bei 170 Grad

Unter- und Oberhitze 40 Minuten

backen.

4. Frischkäse, Erythrit-Pulver, die

Bio-Kokosraspeln und Orangenabrieb

anrühren. Danach das Frosting

in einen Spritzbeutel füllen und so

lange kühl stellen, bis die Cupcakes

abgekühlt sind. Dann das Frosting

darauf verteilen und mit frischer

Minze garnieren.

SPORTaktiv

45


Kichererbsen- Avocado-

Salat mit Granatapfel

Pro Portion:

330 kcal

23 g Kohlenhydrate

8 g Protein

20 g Fett

Foto: Runtastic

Kichererbsen peppen jedes Gericht auf: Kombiniert mit Avocado und

Granatapfel schmecken die Hülsenfrüchte in einem selbstgemachten Salat

unglaublich köstlich. Ein wahres Superfood-Rezept!

Zutaten:

500 g Kichererbsen

(vorgegart)

2 EL Olivenöl

1 TL Paprikapulver

1 TL Knoblauchpulver

nach Belieben Salz und

Pfeffer

1 Frühlingszwiebel

2 Avocado

Saft von 1 Zitrone

8 EL Granatapfelkerne

1.

2.

3.

4.

Heiz den Ofen auf 200° C Ober- und Unterhitze vor.

Leg ein Backblech mit Backpapier aus.

Wasch die Kichererbsen mit Wasser ab und tupf

sie trocken. Misch sie anschließend mit Olivenöl,

Salz, Pfeffer, Paprika- und Knoblauchpulver. Gib die

Kichererbsen auf das Blech und back sie ca. 25

Minuten im Ofen.

Schneide währenddessen die Frühlingszwiebel in

Ringe und die Avocados klein. Vermisch alles mit

Zitronensaft und den gebackenen Kichererbsen in

einer Schüssel.

Rühr die Granatapfelkerne zum Schluss unter.

Mahlzeit!

Zubereitungszeit: 35 Minuten | Portionen: 4 | Schwierigkeitsgrad: einfach

Mehr Rezepte auf www.runtastic.com/apps/runtasty

46 SPORTaktiv

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RUN

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RUNTASTIC

Florian Gschwandtner, Gründer

der Erfolgs-App „Runtastic“,

beschreibt in seinem Buch

„So läuft Start-up“ seinen Weg

und wie man Erlebnisse und

erworbene Kompetenzen als

Ressourcen nützt, um über sich

hinauszuwachsen.

MARATHON-WELTREKORD

Fotos: Buch Gschwandtner, Berlin Marathon, Thomas Polzer

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LASS DICH ZIEHEN

Die Pacemaker von SPORTaktiv sind wieder

im Einsatz: Beim Graz Marathon am 14.

Oktober ziehen sie dich zur Bestzeit. Egal,

ob du den Marathon unter drei Stunden

beenden möchtest oder den „Halben“

in zwei Stunden absolvieren möchtest.

www.sportaktiv.com

Eliud Kipchoge hat in 2:01:39 Stunden einen neuen

Marathon-Weltrekord aufgestellt und die alte

Bestmarke seines kenianischen Landsmannes

Dennis Kimetto gleich um 1:18 Minuten verbessert.

Wo? Natürlich in Berlin, der schnellsten Strecke der

Welt, auf der die letzten acht Weltrekorde über die

42,195 Kilometer gelaufen wurden.

SPORTaktiv

47


PERSPEKTIVEN-

WECHSEL

WELCHE SCHNITTPUNKTE

GIBT ES ZWISCHEN EINEM,

DEM LAUFEN BERUF UND

BERUFUNG IST – UND

DENEN, DIE IN DER

FREIZEIT AUS SPASS AN

DER FREUD LAUFEN?

WIR HABEN BEI EINER

GEMEINSAMEN LAUFRUNDE

MIT MARATHONPROFI

VALENTIN PFEIL IN DESSEN

HEIMATSTADT STEYR (OÖ)

NACHGEFORSCHT.

VON CHRISTOF DOMENIG

FOTOS: THOMAS POLZER

Hobby- trifft Profiläufer zu gemeinsamem

Auslauf – zum

für uns (vermeintlich) idealen

Zeitpunkt: Kurz nach Valentin Pfeils

EM-Marathon sollte doch eine extra

lockere Regenerationsrunde für den

Oberösterreicher genau richtig sein. Als

einzig mögliche Tempo-Schnittmenge,

wenn ein 2:14-Marathonmann auf einen

Fitnessjogger trifft.

So oder ähnlich war unsere Grundidee.

Leider kommt es manchmal eben

anders als man denkt: Nachdem ihn

von Dezember bis März eine Achillessehnen-Verletzung

gequält hatte,

musste der 30-Jährige nun beim Berliner

EM-Marathon Anfang August bekanntlich

aufgeben. Während drei österreichische

Kollegen eine historische

Bronze-Medaille im neuen Teambewerb

erliefen.

Ende August trafen wir daher auf einen

Valentin Pfeil, der nach der EM doch

noch ein wenig geknickt war. Aber, wie er

selbst sagt (siehe Interview): Einmal losgelaufen,

erscheint das, was einen bedrückt,

bald in einem etwas anderen Licht.

Was die Tempofrage betrifft: „Mein

Grundlagentempo liegt bei 3:30 bis 3:40.

Langsamer als 4:20 lauf ich eigentlich

ganz selten“, erklärte Pfeil – und ließ

dann, als höflicher Gastgeber, einfach den

SPORT aktiv-Schreibtischtäter die Pace

bestimmen. Der deshalb im Anschluss

auch noch Luft für diese Fragen hatte ...

Was war bei der EM genau?

Von meinen bisher vier Marathons war

das der erste, bei dem ich es nicht geschafft

habe, mich so vorzubereiten, dass

ich am Tag X in Topform war. Offenbar

auch nicht ausreichend regeneriert. Die

Verletzung soll keine Ausrede sein – de

facto bin ich aber mit einem Trainingsrückstand

in die Saison reingegangen.

Die ersten drei Marathons waren alle sehr

gute Tage, wo ich mich entsprechend gefühlt

habe. Diesmal war es leider nicht so.

48 SPORTaktiv


Wann und woran hast du das bemerkt?

Üblicherweise sollte es bei Kilometer 30

bis 35 hart werden. Diesmal war dieses

Gefühl schon bei Kilometer 16/17 da.

Man versucht natürlich noch, das Beste

aus der Situation zu machen, aber bei

Kilometer 28/29 bin ich ausgestiegen.

Womit dir auch die Team-Medaille

entgangen ist …

Ja, aber das war zu dem Zeitpunkt absolut

nicht absehbar. Letztlich hätte ich als

Viertschnellster auch nichts zur Medaille

beigetragen.

Kannst du aus diesem Rückschlag

auch etwas Positives ziehen?

Naja, einfach zu sagen, alles im Leben

hat irgendetwas Positives: Das geht mir

ein bisschen zu wenig in die Tiefe. Natürlich

darf es, so lange man kämpft und

Optionen hat, auch einmal nicht so gut

laufen. 2016 hab ich beim Wien Marathon

das angestrebte Olympia-Limit

nicht gebracht, aber das Gefühl gehabt,

dass ich alles geben konnte. Jetzt war ich

dagegen nicht in der Lage, alles rauszuhauen.

Aber gut, es ist so, und es gilt,

die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Lass uns über deine Anfänge sprechen:

War der Laufsport für dich eine

rationale Entscheidung, weil du talentiert

warst? Oder hast du dich dafür

entschieden, weil es dir am meisten

Spaß gemacht hat?

SPORTaktiv

49


Natürlich bleibt man einerseits dort, wo

man am besten ist. Ich hab als Kind mehrere

Sportarten betrieben, etwa Skirennen

bestritten. Mit flatterndem Rennanzug,

die Schwereren sind mir um die Ohren

gefahren. Mein erster Lauf war der

Schloss parklauf in Steyr – dort, wo wir

vorhin losgelaufen sind. Ein kleiner, toller

Lauf. Übrigens finde ich es schade, dass

gerade viele solche kleine Läufe am Aussterben

sind, weil es diese Veranstaltungen

sind, mit denen man Kinder zum Laufen

bringen kann ...

Gleich ein Sieg beim ersten Lauf?

Nein. Sicher auch, weil andere in meinem

Alter größer waren. Ich hab aber in der

Jugend schon gemerkt, dass mir Laufen

am meisten liegt. Was ich aber immer am

meisten geschätzt habe, ist die Unabhängigkeit:

Alles liegt nur an einem selbst.

Wie ernst man es nimmt, welche Ziele

man sich setzt.

Speziell das Marathonlaufen und der

Mythos, der damit verbunden ist: War

das immer schon dein Ziel?

Das hatte ich immer schon im Hinterkopf.

Während des Studiums wäre es

sich aber nicht ausgegangen. 2016, mit

27 Jahren, war es dann gut an der Zeit.

Marathon ist sicherlich die Strecke, mit

der ich mich am meisten identifiziere. Mit

dem Mythos Marathon ist auch Olympia

untrennbar verbunden. Das ist wohl für

jeden Leichtathleten das größte Ziel.

Wie schaut, grob skizziert, eine

Trainingswoche von dir aus?

Es gibt zwei bis maximal drei Belastungstage

pro Woche – das sind die ganz wichtigen

Tage. Rund um diese baut sich das

restliche Training auf. Meist sind es rund

zwölf Einheiten pro Woche. Komplette

Ruhetage sind selten, alle drei, vier Wochen

einmal. Dazu Ergänzungstraining –

Kraft, Stabi, Lauftechnik. An Laufkilometern

sind es meist zwischen 160 und 200.

Was beschäftigt dich in langen Grundlageneinheiten?

Woran denkst du da?

Allein laufe ich sehr viel mit Musik. Ich

empfinde es als angenehm, wenn Lauf und

Musik quasi eins werden; alles was tanzbar

VALENTIN PFEIL

Der am 17. Juli 1988 geborene

Athlet von LAC Steyr debütierte

2016 in 2:16:37 in Wien auf der

Marathondistanz. Ein Jahr

darauf stellte er beim Vienna

City Marathon 2017 seine Bestzeit

von 2:14:49 auf. Im selben

Jahr Platz 23 und achtbester

Europäer beim WM-Marathon

in London.

2018 musste Pfeil, nach Achillessehnen-Problemen

in der

Saison-Vorbereitung, erst

seine geplante Teilnahme

am Vienna City Marathon

absagen. Und dann beim EM-

Marathon Anfang August in

Berlin aufgeben – während

die Österreicher Lemawork

Ketema, Peter Herzog und

Christian Steinhammer Bronze

im erstmals ausgeschriebenen

Teambewerb gewannen.

Valentin Pfeil ist Veterinärmediziner

und lebt seit der

Studienzeit in Wien. Eine Zeit

lang versuchte er Marathonlaufen

mit der Arbeit als

Tierarzt zu verbinden.

Seit 2017 ist er Marathonprofi.

ist, ist auch laufbar. Ansonsten ist es ganz

klar so: Dinge, die einen beschäftigen und

belasten, sieht man in einem anderen Licht

und mit der nötigen Distanz, wenn man

einmal losgelaufen ist.

Wie fühlt sich der ideale Lauf an?

Es gibt diese Läufe, wo man das Gefühl

hat, die Straße geht einem aus. Im Wettkampf

kenne ich das nicht – im Training

schon. Das kann im Intervalltraining genauso

wie im Dauerlauf passieren. Und es

kann bei zwei Grad und Dauerregen sein.

Wenn es wie jetzt ungemütlicher,

kühler und nass wird, sinken bei vielen

Freizeitläufern auch die Laufumfänge ...

Ich finde, dass jede Jahreszeit etwas für

sich hat. Den Herbst mag ich sogar am

liebsten – das ist üblicherweise die Zeit

des Wiedereinstiegs nach der Saisonpause,

wo man voller Pläne und Hoffnungen ist.

Ein goldener Herbsttag mit diesem Gefühl,

das ist schon was ganz Besonderes.

Ist das also auch für dich jetzt die Zeit,

um einmal durchzuschnaufen?

Wäre die EM gut gelaufen, wäre es so. De

facto bestimmen leider öfters Verletzun-

Fotos: Lisa Leutner

50 SPORTaktiv


gen meine Saisonpausen. Das Thema

Regeneration darf man nicht unterschätzen,

speziell beim Laufen auch

nicht die Stoßbelastung. Auch für den

Kopf ist es gut, mal was anderes zu machen.

Auf der anderen Seite muss man

hart trainieren, um auf einem gewissen

Niveau zu laufen.

Kannst du einen Trainingsplan auch

einmal spontan abändern, wenn du

dich danach fühlst?

Das passiert im Zusammenspiel mit

dem Trainer. Als Athlet ist man schon

ehrgeizig, neigt dazu, zu denken: „Das

trainiere ich auch noch.“ Die digitale

Welt macht die Sache nicht einfacher,

wenn man auf Instagram sieht, was die

Konkurrenz alles täglich macht. Da ist

es gut, wenn einem der Trainer die Entscheidung

abnimmt.

Stichwort Instagram: Welche

Bedeutung hat Social Media für dich?

Ich will die Möglichkeiten sinnvoll

nutzen. Bestimmte Sponsoren legen

auch Wert darauf. Von der Persönlichkeit

her will ich mich nicht zu

100 Prozent exponieren. Ich versuche

jedenfalls, nicht nur Stellung zu beziehen,

wenn es gut läuft. Wenn ich aber

einmal nichts zu sagen habe, belasse ich

es auch dabei.

Social Media führt gedanklich zum

Trailrunning-Boom. Wie findest du

den?

Sagen wir so: Alles, was Menschen

zu mehr Bewegung motiviert, ist zu

befürworten. Ich habe manchmal den

Eindruck, dass dort bei manchen das

Leid zu sehr im Vordergrund steht und

dass bei Ultradistanzen der Schritt zum

Masochismus als ein kleiner erscheint.

Ansonsten ist es doch das Schönste in

der Natur zu laufen. Vom Sportlichen

her: Ein Kilian Jornet ist zweifellos ein

sehr guter Sportler – ohne das irgendwie

vergleichen zu können.

Wirst du später auch ohne

Leistungs ambition noch leidenschaftlich

laufen?

Ich hoffe schon, dass ich, wenn es

so weit ist, mit einem gesunden Bewegungsapparat

aus dem Profisport

rausgehe. Und ich bin sicher, dass ich

dann weiter Spaß, Freude und Lust am

Laufen verspüre. Sport macht aktiver,

fitter, auch in einem normalen Beruf

leistungsfähiger. Wichtig ist halt, dass

man eine Regelmäßigkeit schafft –

sonst wird es eher immer mühsam

bleiben.

NEUHEIT FÜR JEDES

STARTSACKERL

Panaceo hat sich zum Ziel gesetzt,

bei Bewerben in Österreich in jedem

Startsackerl vertreten zu sein.

Bislang hat man 50 Veranstaltungen

und 15.000 Gutscheine verteilt.

Veranstalter können sich melden.

ANZEIGE/Fotos: Panaceo, iStock

Größter Startsackerl-Sponsor Österreichs

zu werden, das ist das Ziel der Firma

Panaceo. Einfach Musterpackungen zu

verteilen, ist den Experten aber zu wenig

und nicht nachhaltig genug, weil Panaceo

für gute Beratung steht. Aus diesem

Grund erhalten Sportler im Startsackerl

Gutscheine im Wert von 10 Euro für

eine kostenlose Dose Panaceo Sport

Pulver (100 g), die in ganz Österreich

im Panaceo Sports Corner (in Apotheken)

eingelöst werden. Dort erhält man auch die

Beratung. Panaceo funktioniert nämlich

nicht wie andere Ergänzungsmittel bei

Sportnahrung (Zuführen von Stoffen).

Panaceo filtert im Magen-Darm-Trakt

leistungsmindernde Giftstoffe wie Blei,

Cadmium oder Nickel, die sonst zu einer

undichten Darmwand („leaky gut“) führen

können, wie 141 Studien belegen.

DU ORGANISIERST

SELBST EINE

VERANSTALTUNG?

Füll das Formular auf unserer

Homepage aus und wir

sponsern deine Veranstaltung

mit Panaceo-Gutscheinen.

Hast du z. B. 500 Teilnehmer,

erhältst du Gutscheine

im Wert von 5000 Euro.

www.panaceo-sport.com

SPORTaktiv

51


ALLER GUTEN

DINGE SIND IN DER

WACHAU DREI

SPORTaktiv hat beim 21. Wachaumarathon

die 3er-Staffel ausprobiert

und trotz guter Leistung eine

Niederlage einstecken müssen.

Die Staffel ist einer jener Bewerbe, die bei

den großen Lauf-Events in Österreich

steigenden Zulauf finden. Daher hat

der Wachaumarathon gleich drei Versionen im

Programm: die klassische Viererstaffel mit zwei

kürzeren und zwei längeren Etappen, die Zweier-Staffel,

bei denen der Startläufer etwas mehr,

der zweite etwas weniger als einen Halbmarathon

zu bewältigen hat. Und die Dreierstaffel.

Wir finden: DAS Format für Freundesrunden,

bei denen nicht alle Heavy-Runners sind, oder

Familien. Der erste hat 22,9 Kilometer zu

laufen, der zweite 12,2 und der Schlussläufer

7,1 Kilometer. Da ist für jeden ein passendes

Teilstück dabei.

Staffel-Neuland

Das Wetter war diesmal – anders als im Vorjahr

– zum Laufen perfekt. 12 Grad am Start in

Emmersdorf um 10 Uhr, bewölkter Himmel

aus dem hin und wieder die Sonne durchgeblinzelt

hat und aus dem zwischendurch auch

ganz feiner Nieselregen gefallen ist. Kein Wind,

weder Hitze noch Kälte – Läuferherz, was willst

du mehr?

Wir haben uns heuer für den „Dreier“ entschieden,

weil es den kaum wo gibt. Und wir

haben uns entschieden, einen Gegner einzuladen,

den wir auf der Strecke besiegen wollten:

Klaus Höfler, unseren „Mann fürs Grobe“,

zigfacher Marathon- und Ultratrail-Finisher

hat sich allein auf die ganzen 42,195 Kilometer

gemacht. Dass wir gegen einen, der 3:30

Stunden einfach aus den Beinen schüttelt,

einen extrem guten Tag brauchen würden, war

klar. Einen sehr guten haben wir gehabt. 3:38

Stunden haben zum 9. Rang im 3er-Bewerb

gereicht. Allein: Klaus hatte einen noch besseren

Tag und lief nach 3:19:13 in Krems durch

den Zielbogen.

Fotos: Klaus Molidor, Benjamin Butschell, fairplayfoto

52 SPORTaktiv


Elisabeth Smolle

feiert den Sieg

bei den Damen,

Wolfgang Wallner

triumphiert zum

6. Mal bei den

Herren (Bild

links unten).

Klaus Höfler (rechts) nach seinem Sieg gegen die

SPORTaktiv-Runners Christof Domenig, Klaus Molidor

und „Legionär“ Florian Heigl (von rechts nach links)

Wir haben aber auch die Erkenntnis gewonnen,

dass die Wachau eine Reise wert ist. Weil:

Flache Strecke, eine Reise von A nach B durch

eine Landschaft, die immerhin UNESCO-

Weltkulturerbe ist, statt der üblichen Runden

durch ein urbanes Gebiet. Der „Dreier“ hat

Spaß gemacht – gerade aufgrund der unterschiedlichen

Distanzen, die geradezu nach

Taktieren und Tüfteln an der optimalen Aufstellung

schreien – zumindest, wenn man sich

ein Match gegen eine andere Staffel oder einen

Einzelläufer ausmacht. Apropos Einzelläufer:

Bei den Herren siegte Wolfgang Wallner in

2:30:52, bei den Damen Elisabeth Smolle in

2:56:40. Auf der Halbdistanz gewann Geoffrey

Ronoh aus Kenia in 1:00:21, bei den Damen

knackte Perendis Lekapena aus Kenia in

1:09:21 den 15 Jahre alten Streckenrekord.

SPORTaktiv

53


Drinnen oder

draußen? Der

SPORTaktiv-

Redakteur am

Laufband mit Trainer

Alexander Rossi und

rechts, wie er im

Dunkeln tappt.

OH, WIE

REIZEND!

WELCHER TYP LÄUFER BIST DU?

ZIEHT ES DICH IM HERBST ZUM

LAUFEN IN DIE DUNKELHEIT?

ODER RENNST DU LIEBER AM

LAUFBAND? WIR HABEN BEIDES

AUSPROBIERT UND VIEL

ÜBER REIZE ERFAHREN.

VON CHRISTOPH HEIGL

Es ist sowas wie eine Erstbesteigung. Meine

Erfahrungen mit Laufbändern sind gleich

null. Doch der Trainer ist zur Hand und

weist mich ein. „Das Laufband ist gedämpft

und simuliert keinen Asphalt, sondern weichen

Waldboden“, sagt Alexander Rossi, Fitnesscoach

bei John Harris. Das Technogym-Laufband,

auf das ich gerade klettere, ist eine

Hightech-Maschine neuester Prägung und hat

den Gegenwert eines Kleinwagens. Am riesigen

Display kann man alle Parameter einstellen

und ich trabe mit 7 km/h los. Es gelingt ohne

Stolperer, fühlt sich sehr natürlich und angenehm

an. Doch das Super-Ding kann mehr.

Via Handy und QR-Code können sich Mitglieder

einloggen und ihre ganz persönlichen

Vorlieben einstellen. Auch sämtliche Trainingsdaten

und individuell zusammengestellten

Programme sind abrufbar, via App („My Well-

Fotos: Thomas Polzer

54 SPORTaktiv


BEIM LAUFEN

IM FREIEN MUSST DU

DICH ABSTOSSEN,

AM LAUFBAND ZIEHT ES

DIR QUASI DEN BODEN


UNTER DEN FÜSSEN WEG.

ness“) auch am Handy und Heim-PC

immer aktualisiert. Neben Trainingsprogrammen

sind zum Zeitvertreib

nette Gimmicks wie Youtube und viele

TV-Stationen am Display. Skype wurde

wegen des Telefonierverbotes während

des Trainings im Studio wieder entfernt.

Handys kann man andocken, der Pulsgurt

wird vom Laufband erkannt. Selbst

Google Maps ist am Bildschirm. In einem

Fitnessstudio? Klar, man kann sich

mit anderen Usern zusammenreden und

virtuell gemeinsam den New-York-Marathon

rennen. Durch Google Street

View sieht man, wo man (und die

„Konkurrenz“) gerade läuft. Mir stellt

Trainer Rossi ein Intervall mit „Hügeln“

zusammen, das Laufband stellt sich

steil auf und simuliert eine Steigung, so

reize ich die 25 km/h Maximalspeed des

walzengetriebenen Endlosbandes gerade

nicht aus. Der Schweiß fließt auch so.

Bei John Harris, erzählt man, laufen Triathleten

mitunter auch ganze vier Stunden

am Stück auf dem Laufband.

Wenig Unterschied

„Die modernen, qualitativ hochwertigen

Laufbänder erlauben wirklich tolles

Lauftraining“, sagt Sportwissenschafter

Stefan Arvay. „Die Laufbewegung

am Band kommt der natürlichen sehr

nahe.“ Wo der Unterschied noch liegt?

„Beim normalen Laufen im Freien setzt

du den Fuß auf und musst den Körperschwerpunkt

über den Fuß bringen und

dich abstoßen. Am Laufband zieht es

dir ja quasi den Boden unter den Füßen

weg. Das erzeugt geringfügig andere

Bewegungsabläufe und Muskelbelastungen.“

Für Geübte kann das Laufband

auch als Lauftechniktraining eingesetzt

werden. „Bei kurzen Interval len

kann man wegen des wegfallenden

Luftwiderstandes höhere Geschwindigkeiten

realisieren als im Freien und

läuft mehr über den Mittelfuß und

mit höherer Frequenz, was ökonomischer

ist als ein zu langer Schritt mit

Fußaufsatz über die Ferse.“

Ein weiterer Einsatzbereich ist die

Diagnostik im Labor. Der Vorteil

gegenüber Feldtests liegt in der permanenten

Überwachungsmöglichkeit

des Probanden (z. B. mittels EKG),

der Nachteil darin, dass die erhobenen

Geschwindigkeiten nicht immer 1:1

SPORTaktiv

55


ins Freie übertragbar sind.

Besonders gut anwendbar ist das

Laufband in der Reha. Arvay kennt

Beispiele von älteren Patienten genauso

wie von Profisportlern. „Beim deutschen

Bundesligaklub Hoffenheim

habe ich gesehen, wie sie Fußballer

nach Verletzungen gewichtsentlastend

aufs Band heben und die Profis beispielweise

nur mit 40% des Körpergewichtes

erste Laufübungen machen

können.“ Was auch für das Laufband

spricht, ist die Möglichkeit, in einem

Studio das Laufen noch mit Kraftübungen

oder Regeneration mit Sauna

und Massagen zu verbinden.


MIT EINER|

STIRNLAMPE|

DURCH DIE NACHT|

ODER DURCH DEN|

SCHNEE ZU|

LAUFEN, IST EIN|

GANZ ANDERES,|

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selbst in die Hand:

Schon 1 Glas (0,25 L) hohes C PLUS

Zink deckt Ihren Tagesbedarf an

Vitamin C und rd. 40 % des Bedarfs

an Zink – zur Unterstützung Ihres

Immunsystems sowie Ihrer Knochen,

Haare, Haut, Nägel und Sehkraft.

56 SPORTaktiv

hohesC.at

Raus ins Freie

Szenenwechsel, wir tappen im Dunkeln.

Nur eine kleine Stirnlampe

sorgt für etwas Licht, als wir in der

anbrechenden Dunkelheit eines

Herbstabends eine Laufrunde ziehen.

Die Augen versuchen, Hindernisse zu

erkennen, damit man nicht stolpert.

Man sucht die Nähe von Straßenlaternen

und hofft, auf keine unbeleuchteten

Radfahrer und Hunde auf Gassi-Tour

zu treffen. Frische Luft, frische

Eindrücke. Bekannte Laufrunden werden

im Halbdunkel zu Neuentdeckungen.

Und auch, wenn man die eine

oder andere Schicht mehr anhat als im

Sommer: Laufen im Freien fühlt sich

subjektiv nach mehr Freiheit an.

„Dieses Freiluftgefühl kann das

beste Laufband nicht bieten“, bestätigt

Sportwissenschafter Arvay unser

Empfinden. „Unebenes Gelände,

Wurzeln, Gehsteigkanten, das fordert

und fördert permanent unsere Gelenke

und Bänder. Dadurch läuft man im

Dunkeln konzentrierter und ist offener

für Reize. Auch, was den ,Tastsinn‘ der

Füße betrifft.“ Später, wenn es rutschiger

und eisig wird, aktiviert man wie

beim Auto das ESP, um Schleudern

und Rutschen zu verhindern. Der

ganze Körper wird zum Tastorgan.

Der „Erlebnisfaktor“ sei beim Laufen

im Finstern sowieso eine willkommene

Abwechslung, meint Arvay: „Mit einer

Stirnlampe durch die Nacht oder durch

den Schnee zu laufen, ist einmal ein

ganz anderes und cooles Erlebnis.“

Immer wieder betont er die Wichtigkeit

von Reizen im Training: „Das

Laufband kann super Reize bieten,

ein Lauf im Finstern sorgt für neue

Eindrücke und sehr zu empfehlen sind

im Winter auch Läufe im Gelände.

Das ist nicht so monoton, man muss

ständig die Schrittlänge variieren und

wechselt im kupierten Gelände häufig

die Schrittfrequenz – das alles sorgt für

Reize und macht ein abwechslungsreiches

Training aus, für Hobbyläufer

genauso wie für Leistungssportler.“

Keine Ausrutscher

Somit gibt es bei unserem „Duell“

Laufband gegen Finsternis-Run wie erwartet

keinen Sieger. Dosiert eingesetzt

kann man sich von beidem die nötigen

Reize für sein Laufraining holen. Und

übrigens: Die Räubersgeschichten von

Menschen, die am Laufband stolpern

und rückwärts aus dem Laufband

geschossen werden, passieren in der

Studiopraxis nie, wie Trainer Alexander

Rossi mit einem Schmunzeln

versichert: „Das findet man nur auf

Youtube.“


LEDLENSER NEO10R

perfekt für Trailläufer und bei Wettkämpfen

der schwenkbare Lampenkopf kann abgenommen

und an einem Brustgurt befestigt

werden

einhändig fokussierbar lässt sich die NEO-

10R jeder Gegebenheit anpassen.

PREIS (UVP): € 99,99

www.ledlenser.com/de

LUMA ACTIVE LED

STIRNBAND

3 Leuchtmodi vorne für die

perfekte Ausleuchtung der

Strecke

rotes Rücklicht für erhöhte

Sicherheit auf der Straße

bis zu 15 Stunden Leuchtdauer

wiederaufladbarer Akku

70 Gramm Gesamtgewicht

PREIS (UVP): € 99,–

www.luma-enlite.com

ES WERDE

LICHT

STIRNLAMPEN UND - BÄNDER|

ZUM LAUFEN IN DER DUNKELHEIT|

EDELRID COMETALITE

ein Power LED mit 3 Helligkeitsstufen

für ein fokussiertes

Fernlicht und Blinkmodus

eine rote Eco LED mit Nachtsicht-

und SOS-Blinkmodus für

eine optimale Ausleuchtung

im Nahbereich und eine lange

Leuchtdauer

PREIS (UVP): € 40,–

www.edelrid.de

SILVA TRAIL RUNNER 4

Fotos: Hersteller

BLACK DIAMOND SPOT

Stirnlampe für den vielseitigen

Einsatz wurde mit 300 Lumen und

einer vollständig

wasserdichten Konstruktion

überarbeitet

rote SinglePower LED für die

Nachtsicht mit Dimm- und

Blinkeinstellungen

PREIS (UVP): € 40,–

eu.blackdiamondequipment.com

PETZL BINDI®

ultraleichte, aufladbare Stirnlampe

für den Alltagsgebrauch

Lampe mit nur 35 g und 200 Lumen

zum regelmäßigen Trainieren in der

Stadt oder in den Bergen

wird per USB-Kabel aufgeladen

PREIS (UVP): € 50,–

www.petzl.com/at

hat mit 350 Lumen und einer Leuchtweite

von bis zu 75 Metern noch mehr Leuchtpower

als die Trail Runner 3

das Leichtgewicht mit SILVA Intelligent

Light brennt mit der Batterievariante bis zu

90 Stunden

PREIS (UVP): € 74,–

silva.se

SPORTaktiv

57


ANDERE LÄNDER

ANDERE SITTEN

4

GILT DER SPRUCH AUCH FÜR

TRAILRUNNING-EVENTS?

DIE FRAGE IST MIT EINEM

EINDEUTIGEN JEIN ZU

BEANTWORTEN. DA SIND DIE

VORSCHRIFTEN STRENGER,

DORT DIE LEISTUNGSDICHTE

HÖHER, BEI DIESEM WIRD

DAS RUNDHERUM

ZELEBRIERT, BEI JENEM

BLEIBT‘S SPARTANISCH.

EINE (SUBJEKTIVE)

RUNDSCHAU ÜBER

VERANSTALTUNGEN

QUER DURCH EUROPA.

VON KLAUS HÖFLER

1

5

3

2

1.

BUFF EPIC TRAIL

IM VALL DE BOI

Katalanischer ist Katalonien nirgends. Gelb-rotgestreifte

Fahnen auf Balkonen, Laternenmasten

und über Straßen gespannte Schnüre, einschlägige

Parolen auf Hausmauern, dramatische Kreuze neben

dem Friedhof, die vor dem Tod der eigenen Sprache,

Kultur und Gesetze warnen. Zwei Autostunden von

Barcelona mitten in den Pyrenäen ist der Unabhängigkeitsdrang

zu Hause, findet sich in den kleinen

Dörfern in diesem engen Tal die größte Dichte

an frühromanischen Kirchen und Anfang Juli die

gesamte Bergläufer-Elite Spaniens. Der Grund: Der

heimische Ausrüster Buff veranstaltet hier ein mehrtägiges

„Mountainfestival“. Für die 15.000 Menschen

die gekommen sind, gibt es neben Mountainbike-,

Boulder-, Kletter- und Canyoning-Stationen

und -Wettkämpfen vor allem Trailrunning in der

traumhaften Kulisse des Nationalparks Aigüestortes

i Estany de Sant Maurici. Vier Distanzen (66, 42,

26, 11 Kilometer) stehen in der Speisekarte. Es ist

also angerichtet.

Was auffällt? Die Dichte im Spitzenfeld ist

enorm, das Leistungsniveau allgemein höher als

in Österreich – und die Anstiege steiler. Wie zwei

Kamelhöcker türmen sich im Streckenprofil der zur

Skyrunner-Worldseries gehörenden Marathondistanz

nach einem ersten 800 Höhenmeter-„Hügel“

die restlichen der insgesamt 3300 Höhenmeter

aneinander. Schnauft und kämpft man sich an die

Gipfelpunkte, werden die 600 Starter aber mit

einer Aussicht auf nicht durch schroffe Spitzen

sondern sanfte Mächtigkeit geprägte 3000er-Bergketten

belohnt. Die kulinarische Vielfalt an den

Verpflegungsstationen ist überschaubar, der Streckenverlauf

entlang von Flüssen, durch knorrige

Wälder, vorbei an Wasserfällen und entlang von

felsigen Graten spektakulär, die Markierung perfekt,

der Zieleinlauf auf einer Art Laufsteg durch

den Garten der Dorfkirche eindrucksvoll. Und das

regenerierende Vollbad im eiskalten Bach im Ziel

ist im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend.

Fotos: Quim Farrero, Andi Frank

58 SPORTaktiv


2.

TRANSYLVANIA 100/50

IN DEN KARPATEN

Ein im Laufe der bisher fünf Mal ausgetragenen

Veranstaltung sukzessive vergrößertes Angebot

an Distanzen – 2019 wird es 100, 80, 50, 30

und 20 Kilometer geben – haben dem Transylvania100

In Rumänien nichts von seiner Urigkeit

genommen. Zu verdanken ist es der Kulisse:

Start und Ziel am Fuße des „Dracula-Schlosses“

in dem kleinen Dorf Bran, 30 Kilometer von

Brasov; dazwischen beeindruckende Trails durch

das wildromantische Bucegi-Gebirge.

Was auffällt? In der Ausrüstungsliste, die der

Veranstalter vorschreibt, stehen auch 100 Leu

(ca. 20 Euro), die die Läufer im Rucksack

mitführen müssen. Ob sich damit die Braun-

bären, die es in diesem Teil der Südkarpaten

noch gibt, bestechen lassen? Der Mai-Termin

garantiert fast sicheren Kontakt mit Schnee

rund um das Dach der Tour, die 2500 Meter

hohe Omu-Spitze. Das begrenzte Unterkunftsund

Lokalangebot in dem kleinen Ort erzeugt

zwangsläufig eine familiäre Atmosphäre. Die

Strecke prüft gleich zu Beginn die Anstiegsqualitäten

der Läufer bevor es in einen von

mächtigen Felswänden eingerahmten Kessel,

durch eine spektakuläre, fixseilversicherte

Rinne, über einsame Almen und durch dicht

verwachsene Latschenfelder wieder zurück ins

Tal geht. Trailrunning pur.

SPORTaktiv

59


4.

ICEBUG XPERIENCE

AN DER WESTKÜSTE

SCHWEDENS

Drei Tage, drei Läufe in Halbmarathon-Dimension

in drei verschiedenen Umgebungen,

abgerechnet wird am Start- und Zielort, einem

kleinen Feriencamp in der schwedischen Provinz

Bohuslän: Das ist der „Westcoast-Trail“, quasi

das Heimrennen der Laufschuhmarke Icebug aus

Göteborg.

Was auffällt? Die ansteckende Begeisterung,

die die Veranstalter für das Laufen in „freier

Wildbahn“ pflegen und die attraktive Streckenführung.

Kein Tag gleicht dem anderen. Einmal

dominieren die von der Meeresbrandung glatt geschliffenen

Steine, einmal die matschigen Waldpfade,

einmal geht es mit dem Schiff zum Start in

der gegenüberliegenden Bucht, einmal muss man

auf einer Etappe mit einer Fähre ans andere Ufer

übersetzen. Ein abwechslungsreiches Abenteuer,

das man jeden Tag mit einem Fixpunkt krönen

kann: dem Sprung ins erfrischend kühle Meer.

5.

3.

GLOCKNER

ULTRATRAIL

RUND UM DAS

GROSSGLOCKNERMASSIV

Der härteste Ultratrail Österreichs – und landschaftlich

einer der schönsten. Die Strecke führt

von Kaprun über Kals in Osttirol einmal rund

um „den Chef“, wie Radfahrer Österreichs

höchsten Berg ehrfurchtsvoll nennen. Die Läufer

können zwischen 110, 75, 50 und 30 Kilometer

beziehungsweise einer Staffelvariante wählen.

Viele Ausreden gibt es also nicht, nicht zu starten.

Geschenkt wird einem auf der Tour durch

drei Bundesländer, sieben Täler und über steile

Scharten allerdings nichts. Aber die Plackerei

wird belohnt mit Ausblicken auf 14 Gletscher

und 300 Gipfeln über 3000 Meter.

Was auffällt? Die bundesländergrenzenüberschreitende

Zusammenarbeit in der Organisation

funktioniert perfekt, die Ausrüstungskontrollen

sind streng (und das ist gut so – es geht

durchs Hochgebirge, nicht durch den Stadtpark),

das Personal an den Verpflegungsstationen

supernett, das Starterfeld wächst alljährlich

quantitativ und qualitativ.

SCIACCHE TRAIL

AN DER KÜSTE LIGURIENS

Es ist eine Berg-und-Tal-Bahn der Sonderklasse, der hier als

Ultratrail (47 km) in die touristisch hochpopuläre Region

Cinque Terre gezimmert ist. Kaum kann man die Aussicht

auf eine der namensgebenden fünf Ortschaften von einem

Höhenrücken der steilen Weinberge genießen, führt die

Strecke auch schon wieder runter ans Meer, durch die verwinkelten

Gassen der postkartenidyllischen Dörfer, nur um

dann gleich wieder in gigantösen Treppen den nächsten Berg

hinaufzugehen. Kräftemäßig geht es an die Schmerzgrenzen,

landschaftlich über die „Wow!“-Grenze.

Was auffällt? Für die Teilnahme muss man ein ärztliches

Attest vorlegen (oder vorab schicken), das die körperliche

Fähigkeit für die Strapaz bescheinigt. Und Italien wird hier

seinem Ruf als kulinarische Supermacht bei der Bestückung

des Startersackerls und den Verpflegungsstationen gerecht.

60 SPORTaktiv


SUPER

HELDEN, SUPER RENNEN

TROTZ REGEN WAR „KÄRNTEN

LÄUFT“ SPORTLICH HOCHKARÄTIG –

UND EIN LAUFFEST NOCH DAZU.

Fotos: Kärnten Läuft/Daniel Raunig

Alle Infos und

Ergebnisse zu

„KÄRNTEN LÄUFT“:

www.kaerntenlaeuft.at

Eine einzige, läppische Sekunde Unterschied

nach 21,1 Kilometern hat den

Ausschlag gegeben – spannender hätte der

Halbmarathon bei der 17. Auflage von

„Kärnten läuft“ nicht sein können. Streckenrekordhalter

Geofrey Ronoh aus Kenia setzte

sich in einer Zeit von 1:01:31 Stunden vor

Stephen Kiprotich aus Uganda in 1:01:32

durch. Als bester Österreicher landete Stefan

Linseder in 1:08:40 auf dem 14. Rang.

Auch bei den Damen ging der Sieg an

Kenia. Agnes Chebet absolvierte den „Halben“

in 1:12:40 und siegte mit mehr als

einer Minute Vorsprung auf die Kroatin

Matea Pavloc sowie Monika Bytautiene

aus Litauen. Als schnellste Österreicherin

belegte Cornelia Moser (1:16:17) den ausgezeichneten

vierten Platz.

Spaß und Lauffreude

Seit jeher steht an den Ufern des Wörthersees

aber nicht nur der Spitzensport, sondern

vor allem der Spaß und die Freude an

der Bewegung im Vordergrund. Das haben

die zehn Bewerbe, bei denen wirklich für jeden

etwas dabei ist, gezeigt. Vor allem beim

Wiener Städtische Night Run, bei dem laufende

Badeenten, Einhörner, Prinzessinnen

und Superhelden aus dem Abendlauf ein

echtes Highlight gemacht haben. Wer jetzt

Lust bekommen hat: Von 23. bis 25. August

2019 steigt die 18. Auflage.

SPORTaktiv

61


Funktionskleidung

für ein optimales

Körperklima.

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CHRISTOPH

SUMANN

war als Biathlet

viele Jahre

Weltklasse

und ist jetzt

leidenschaftlicher

Freizeitsportler.

Einbrecher? Nein, aber mit einbrechender

Dunkelheit. Damit sind jetzt im Herbst

Sportler zwangsläufig konfrontiert, die

noch ihre Runden drehen wollen. Oder auch

mit Nebel, Niesel- und sonstigem Schlecht- und

Schmuddelwetter. Da heißt es entweder Durchbeißen

oder Ab-unters-Dach.

Wer jetzt glaubt, als Langläufer und Biathlet

trainiert man eh das ganze Jahr draußen, der

irrt. Auch Profis traben auf Laufbändern und

fahren auf Rollbändern. Diese Dinger sind ja

immer besser geworden. In der Ramsau hatten

wir damals das erste Rollband für Langläufer,

das war am Anfang schon ungewohnt, weil du ja

nicht selbst bremsen kannst und nur einen Notschalter

in der Hand hast. Aber das Beste: Wir

haben damals vor Olympia 2010 in Vancouver

die Strecken abgefilmt und die Streckendaten

ins System übernommen. So konnten wir uns

extrem realitätsnah mit Video fast wie am „echten“

Olympia kurs vorbereiten. Am Fernseher lief

dabei eben das ÖSV-Selfmade-Video aus Vancouver

statt MTV.

Ich bin zwar nach wie vor lieber im Freien,

aber, wenn das Wetter schlecht ist, oder am

Abend nur mehr ein Stunderl Zeit bleibt, setz

ich mich im Keller auf den Ergometer, radle mir

den Stress weg und bereite mich auf meine Highlights

wie Kärnten läuft, Dolomitenmann und

den Halbmarathon in Graz vor. Regen und 6

Grad bringen auch mich nicht leicht vor die Tür.

Wer es aber gar nicht im eigenen Keller

oder im Fitnesscenter aushält: warm anziehen,

Schweinehund an die Leine, Stirnlampe rauf und

ab ins Freie. Meine Empfehlung: Im Finstern

nur net verirren.

Foto: Thomas Polzer


Zeitung.

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AUS

PRO

BIERT

RUN

DER „UP“ REICHT AUCH FÜR „DOWN“

Was so ein bisschen Schnee ausmacht: Im Winter schaut der

Skiweg von oben nach unten befahren flach aus. Im Herbst

beim Bergauflaufen ist das ganz anders, schnauf. Wie gut,

dass da der Schuh am Fuß leicht ist. Der FELINE UP PRO zum

Beispiel, den DYNAFIT im Frühjahr 2019 auf den Markt bringt

(UVP € 185,–). Als Vertical Running Schuh für kurze Geländeläufe

mit extremer Steigung beschreibt ihn der Hersteller.

Also habe ich die Testrunde richtig gewählt. Das erste Problem

habe ich am Parkplatz überwunden: den Einstieg. Ohne

Schuhlöffel komm ich kaum hinein, egal, wie weit ich den

Schnellverschluss auch aufziehe. Aber dann: guter Sitz, guter

Bodenkontakt. Auf Wiese, Sand und Steinen hält er optimal.

Nach einer Pause auf knapp 2000 Metern Seehöhe die Überraschung:

Er macht abwärts über Schotterstraßen gröbster

Körnung eine fast noch bessere Figur. Optimaler Grip, kein

Verrutschen im Schuh. Freilich – er wird auf der Kurzstrecke

bleiben. Aber für eine 6-Kilometerrunde durch mein kleines

Lieblingsskigebiet: perfekt.

IM HERBST GEHT UNS EIN

LICHT AUF, WIR LAUFEN STEIL

BERGAUF UND ERSTMALS MIT

SCHUHEN AUS CHINA.

VON KLAUS MOLIDOR

Fotos: Thomas Polzer

64 SPORTaktiv


NEUES AUS FERNOST

FÜR DEN HELLEN KOPF

Ein Laufschuh aus China? Also richtig aus China, nicht nur dort

hergestellt? Hatten wir noch nicht. Diese Lücke schließt der

Spire-3 von 361 Grad (UVP € 159,90), einer Sportartikelmarke

aus dem Reich der Mitte. Optisch sticht der Neutralschuh nicht

aus der Masse der vielen etablierten Brands heraus. Also rein

in den Schuh. Das nahtlose Obermaterial ist auf der Höhe der

Zeit, verstärkt durch die sogenannte „Fitz Rite“-Konstruktion,

die dem Fuß mehr Halt geben soll. Fühlt sich gut an. Auch breite

Vorfüße finden in der Zehenbox die optimale Mischung aus

Platz und Halt. Das funktioniert auf kurzen, schnellen Einheiten

genauso wie auf der Zwei-Stunden-Runde. Die Dämpfung ist

ebenfalls mehr als okay, nur bei der Mittelfußlandung klingt

der Spire-3 ein wenig steif. Gewöhnungsbedürftig, aber kein

echtes Manko. Rakete ist er sicher keine, eher eine Allzweckwaffe

für Jedermann, der sich kein ausdifferenziertes

Schuh-Portfolio zulegen will. Einsteiger und Vielläufer werden

damit gleichermaßen zufrieden sein, Ambitionierte greifen

sicher zu spezielleren Geräten mit mehr Rebound.

Fazit: Ein mehr als solider Schuh. Allerdings für einen Neuling

auf dem hart umkämpft Laufschuhmarkt zu unauffällig. Es

bleibt die Frage: Warum etwas riskieren, wenn etablierte

Marken so einen Schuh schon im Angebot haben?

Ein Stirnband mit Stirnlampe? Eine gute Idee, weil es wird ja

schon früh finster, ohne dass es gleich kalt ist und man sich für

die abendliche Laufrunde eh gleich eine Haube aufsetzt. LUMA

ACTIVE hat sowas im Angebot (UVP € 119,–). Trägt sich sehr

angenehm. Dass Lampe, Kabel und die zündholzschachtelgroße

Bedieneinheit samt Rücklicht am Hinterkopf drin sind, merkt

man beim Tragen gar nicht. Ein Vorteil gegenüber herkömmlichen

Stirnlampen. Drei Lichtstufen gibt es, sinnvollerweise

wird man beim Laufen immer voll aufdrehen, weil da dann

auch das obere Lämpchen, das in die Ferne und nicht direkt

auf den Boden leuchtet, brennt. Die Überraschung: Trotz der

sehr zarten Leuchten-Optik funktioniert die Luma (maximal 122

Lumen) auch in völliger Dunkelheit, ohne Restlicht durch Straßenlaternen.

Solange man nicht Eliud Kipchoge ist, reicht das

Licht auch für zügigere Einheiten. Ebenfalls wichtig: Die Lichteinheit

lässt sich mit einem Handgriff komplett entfernen und

während der Akku lädt, kann man das Stirnband waschen.

SPORTaktiv

65


HAPPY BIRTHDAY

GRAZ MARATHON

Der Herbstklassiker

wird am 14. Oktober

25 Jahre alt. Also wird

gefeiert. Mit einem

4-tägigen Lauffest und

tollen Gewinnchancen.

Ein Vierteljahrhundert, da macht sich ein

Mädchen Gedanken.“ Sagt die legendäre

Marilyn Monroe als Sugar Cane im Filmklassiker

„Manche mögen’s heiß.“ Gedanken

hat man sich zum Jubiläum auch beim „Kleine

Zeitung Graz Marathon“ gemacht und das

Jubiläumsprogramm an der Mur ist tatsächlich

„heiß“.

Von 11. bis 14. Oktober wird ein viertägiges

Lauffest gefeiert, in dem es nicht nur um den

Sport geht, sondern das auch mit Kultur- und

Shoppingangeboten aufwartet. Als Einstieg

in das Wochenende bietet die Oper Graz eine

Vorstellung des „Barbiers von Sevilla“ an.

Ebenfalls am 11. Oktober feiert die Innenstadt

von 17 bis 21 Uhr die „Lange Shoppingnacht“,

bei der zahlreiche Shops Aktionen und

Fotos: GEPA pictures/Hans Oberländer, Graz-Tourismus/Harry Schiffer

66 SPORTaktiv


ANMELDUNG

www.grazmarathon.at

Angebote für Kunden bieten. Wer in

dieser Zeit seine Startnummer für einen

der Laufbewerbe bei Gigasport abholt,

bekommt ein Glas Prosecco sowie ein

Jubiläums-Buff-Tuch gratis.

Neu ist dann am Samstag, den 13.

Oktober, der „Wiener Städtische City

Run 5.0“ über 5 Kilometer. Los geht es

um 17.30 Uhr mit Start und Ziel vor

der Oper. Zeitgleich starten auch Nordic

Walker über die selbe Distanz.

Reise nach Berlin

Das Highlight ist und bleibt natürlich

der Sonntag mit dem Marathon, dem

Staffelmarathon, sowie dem beliebten

„Gigasport Halb- oder dem Garmin

Viertelmarathon“. Weil im Rahmen

des Halbmarathons auch die österreichischen

Meisterschaften über die

klassische Distanz von 21,1 Kilometer

ausgetragen werden, ist die heimische

Laufelite am Start und schnelle Zeiten

damit garantiert. Wie gehabt geht es

vor der prächtigen Kulisse der Oper los

und auch wieder ins Ziel.

Auch wenn sich den Sieg in Graz

eine kleine Gruppe untereinander

ausmachen wird: Gewinnen kann jeder

etwas. Als Hauptpreis lockt eine

Reise zum Berlin Marathon, wo Eliud

Kipchoge heuer mit 2:01:39 Stunden

gerade einen Fabel-Weltrekord aufgestellt

hat.

DAS WOCHENENDE

DONNERSTAG, 11. OKTOBER

Lange Shoppingnacht mit Startnummernabholung

(17-21 Uhr, Gigasport Graz)

„Der Barbier von Sevilla (19.30 Uhr,

Oper Graz)

FREITAG, 12. OKTOBER

Startnummernabholung (Gigasport Graz)

SAMSTAG, 13. OKTOBER

Startnummernabholung (Gigasport Graz)

Wiener Städtische City Run 5.0 (Start

17.30, Oper)

SONNTAG, 14. OKTOBER

Garmin Viertelmarathon

Gigasport Halbmarathon

Staffelmarathon

Kleine Zeitung Marathon

alle Starts ab 10.00 Uhr bei der Oper Graz

SPORTaktiv

67


RUN

NEWS

URBANER LOOK

Die neue BUFF® Run Kollektion

wurde speziell für City-Läufer

entwickelt.Die 4-way-stretch

Technologie garantiert einen hohen

Tragekomfort, dank 360 Grad

reflektierendem Style der extrem

saugfähigen Dryflex-Produkte sind

Läufer auch in der Nacht gut sichtbar.

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UND AUSDAUER

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Kalium sind beim Sport wichtig für

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Körper rasch aufgenommen.

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unsichtbarer Schutzfilm beugt das

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Wundscheuern, Blasen und anderen

Hautirritationen vor.

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mehrfachen Deutschen Meisterin

Sabrina Mockenhaupt entwickelt

und enthält alle Tools zu

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Fotos: Hersteller Tour de Franz

68 SPORTaktiv


TECHNIK | MENSCHEN | MATERIAL

BIKE

SIEGE FÜR ORENOS

UND NOTHEGGER

Vorarlbergs Marathon-Dominator

Mathias Nothegger (Bild) war auch

beim 38. Ötztaler Radmarathon

(238 km, 5500 hm) eine Klasse für sich.

Der Bregenzer siegte nach 7:04:02

Stunden. Bei den Damen schaffte die

Schweizerin Laila Orenos (8:05:30)

den fünften Sieg in Folge.

Fotos: Piotr Staron, Ötztal Tourismus/Ricardo Gstrein, Tour de Franz

LAUFEND AKTUELLE STORYS,

TRENDS UND TIPPS RUND

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JUNGES WM-GOLD

Österreichs Mountainbike-Nachwuchs ist Weltklasse.

Punkt. Beweise? Valentina Höll (16, Bildmitte) aus

Saalbach krönte ihre perfekte Premieren-Saison im Junioren-Weltcup

bei der WM in Lenzerheide mit Downhill-Gold

und dem Weltmeistertitel der Junior innen.

Dem nicht genug, raste auch das zweite rot-weiß-rote

Top-Talent, Laura Stigger (18) aus Tirol,

zu WM-Gold im XC-Bewerb der Juniorinnen.

TOUR DE FRANZ

Die 16. Auflage von Franz Klammers „Tour

de Franz“ in Kärnten war wieder ein voller

Erfolg. 130 Teilnehmer fuhren die 113 km

lange Strecke, darunter Armin Assinger,

Marc Girardelli, Peter Runggaldier, Rene

Haselbacher, Martin Koch, Daniel Mesotitsch,

Peter Kaiser und Karl Wendlinger.

Die Benefizveranstaltung lukrierte die tolle

Summe von 30.126 Euro für notleitende

Familien in Kärnten.

www.tour-de-franz.bike

SPORTaktiv

69


„WENN GOETHE HEUTE

LEBEN WÜRDE, WÄRE ER

MOUNTAINBIKER. DENN

ER HAT SICH MIT DEM

SINN DES LEBENS

BESCHÄFTIGT. “

ARMIN KALTENEGGER,

JURIST BEIM KFV

„EIN E-MOUNTAINBIKER

SOLLTE FAHRTECHNISCH

ALLES KÖNNEN, WAS EIN

NORMALER MOUNTAIN-

BIKER AUCH KANN.“

STEFAN SCHLIE, BOSCH-

FAHRTECHNIK-COACH

„DER MENSCH IST EINE

FUNKTION DER NATUR.

WIR VERGESSEN DAS.

STADTKINDER WISSEN

NICHT MEHR, WOHER DIE

MILCH KOMMT.“

ULI STANCIU, BIKE-PIONIER

UND VORDENKER

„DAS TOURENANGEBOT

IST WIE EIN TATTOO:

ES MUSS EINEN

BLEIBENDEN EINDRUCK

HINTERLASSEN. “

KURT RESCH, BIKE-HOTELIER

IN SÜDTIROL

WIR LERNEN

AM GIPFEL

„80.000 VOLKSSCHÜLER

MACHEN JÄHRLICH DIE

RADPRÜFUNG. DAS FEED-

BACK VON LEHRERN UND

POLIZEI SAGT: DIE KINDER

FAHREN VON JAHR ZU

JAHR SCHLECHTER RAD.“

CHRISTIAN KRÄUTLER, KFV

„SKIKURSE SIND GANZ

NORMAL. WIESO GEHT

DAS BEIM RAD UND

E-BIKE NICHT?“

PACO WROLICH, KÄRNTEN

ÖSTERREICHS

BIKE-COMMUNITY TRAF

SICH IN SAALBACH WIEDER

ZUM MOUNTAINBIKE-KON-

GRESS UND LERNTE VIEL: ÜBER

E-MTB, ANTI-TUNING, NEUE

ZIELGRUPPEN, VERMARKTUNG

UND APPS. UND, LOGO:

BIKEN WAREN WIR AUCH.

VON CHRISTOPH HEIGL

Vorweg: Na klar musst du biken

gehen, wenn du im Home of Lässig

bist, beim 3. Österreichischen

Mountainbike-Kongress. Organisator

Hari Maier hat wieder nach Saalbach

geladen. Ende September war es, der erste

Schnee hat den Hacklberg-Trail angezuckert.

Doch unglaublich viele der 110

Kongress-Teilnehmer ließen es sich nicht

nehmen, nach den vielen Vortragsstunden

als Belohnung auch die Trails unter

die Räder zu nehmen. Mit Guides wie

Weltmeisterinnen-Papa Walter Höll vom

70 SPORTaktiv


Auch der Spaß kam

nicht zu kurz :)

Fotos: Daniel Roos Fotografie

Spielberghaus fuhren wir Hacklberg,

Buchegg, Blue Line, Höllentrail und das

eine oder andere Schmankerl geschmeidig

wie Kettenfett. Übrigens: Ganz viele

E-Mountainbikes waren in der Kongressgruppe.

Echte Biker. Hier längst

kein Reizthema mehr. Friedliche Koexistenz,

wie es sie überall geben sollte.

Zurück in den Vortragssaal. „Lernen“

hat Hari Maier als Thema seines

dritten Krongresses an die Tafel gemalt

und definiert: Was lernen wir aus den

Erfahrungen bei Ski und Wandern und

können es aufs Biken und E-Biken

umsetzen? Wie erreichen wir ein Umdenken

in der Mehrheitsbevölkerung?

Wie können wir den Bike-Tourismus

fördern? Was tun wir für die Sicherheit

bei den E-Bikern?

Die Impulsvorträge und Podiumsdiskussionen

wurden ergo gegliedert in die

Blöcke Wege, Services, Identität und

Vermarktung, und es wäre nicht der

Querdenker Maier, hätte er nicht wieder

Hochkaräter als Vortragende für seine

Bikebühne gewonnen. Bike-Pionier Uli

Stanciu, Bosch-E-Bikes-Geschäftsführer

Claus Fleischer, Jurist und Bike-Experte

Armin Kaltenegger, Bike-Hotelier Kurt

Resch, Fahrtechnik-Guru Stefan Schlie,

Martin Höbarth von der Landwirtschaftskammer,

Kärntens Ober-Radfahrer

Paco Wrolich, dazu Trailbauer, Destinationen-Entwickler

wie Darco Cazin

und Bike-Verleiher. Moderatorin: Steffi

Marth. Im Publikum: Biker, Touristiker,

Jäger, Journalisten, Weltcupfahrer. Eine

fesche Familie. Und bunt wie das Leben.

Konstruktives Klima

Wie schon in den vergangenen Jahren

stand im Fokus das gemeinsame, positive

Bemühen aller Player um Lösungen

in Sachen Mountainbike-Trails und

Bike-Tourismus in Österreich. Konstruktiv

statt destruktiv, das muss nicht

eingefordert werden, das wird hier völlig

relaxed gelebt und beim Netzwerken in

den Pausen umgesetzt. „Wir verstehen

uns als Plattform für Menschen, die in

Sachen Mountainbike etwas positiv bewegen

wollen“, formulierte es Organisator

Maier und war diesbezüglich hoch

zufrieden. „110 Teilnehmer sind ein

schöner Step, am ersten Tag waren wir

quasi ausverkauft. Auch, dass 48 Biker

bei Schnee den Hacklberg fahren, find

ich stark.“ Die Qualität und Motivation

der Vortragenden und Besucher war also

hoch, „manche haben ihre Diskussionen

bis Mitternacht fortgesetzt“, schmunzelt

Maier. Erstmals waren auch Vertreter

der Landwirtschaftskammer und der

Forstwirtschaft anwesend, als nächsten

Schritt will Maier die Bike-Industrie

und Hersteller sowie den Gesundheitsbereich

(das Thema für 2019) noch stärker

ansprechen. Auch Ost-Österreich

war diesmal besser vertreten.

Stichwort Industrie: Da war

Bosch-E-Bike-Geschäftsführer Claus

Fleischer wieder da. Ideal, weil er

Bike-Leidenschaft, Fachkompetenz

und Eloquenz verbindet. Sein heißes

Thema: illegales E-Bike-Tuning. Und

er ließ mit einer Neuheit aufhorchen.

„Noch bevor uns der Gesetzgeber etwas

vorschreibt, haben wir als Industrie

entschieden, dem Software-Tuning

einen Riegel vorzuschieben.“ Ab Mitte

2019 wird die Selbstverpflichtung der

SPORTaktiv

71


„Händler, die für

den Kunden ein

E-Bike-Tuning

machen, leisten

eine Beihilfe zur

Straftat“, warnte

Claus Fleischer

(rechts) in seinem

Vortrag.

Industrie zum Anti-Tuning die Bezeichnung

„EN15194:2017“ tragen und per

Software-Update eine systemimanente Tuning-Selbsterkennung

sein. Das Gerät schaltet

dann einfach ab. Grundtenor: Die Motorunterstützung

darf nur bis 25 km/h gehen,

sonst drohen der „Status Fahrrad“ abhanden

zu kommen und gesetzliche Vorschriften

wie beim Motorrad. Wer sein Fahrrad auf

45 km/h oder mehr „auffrisiert“, macht es

zum Kraftfahrzeug, Händler könnten in des

Teufels Küche geraten. „In Deutschland hat

die Polizei schon Prüfstände, Bikes werden

aus dem Verkehr gezogen“, erzählte Fleischer.

„Das wollen wir doch alle nicht.“

AKKU SCHEINWERFER

STRIKE 1000 / BLS-132

Plädoyer für Freiheit

Bezüglich Reglementierungen hielt Journalist

Ernst Sittinger, Moderator des Diskussionsabends,

ein leidenschaftliches Plädoyer für die

Freiheit beim Biken und für mehr Verantwortungsbewusstsein.

„Biken ist ein noch weitgehend

regelfreier Sport, sorgen wir gemeinsam

dafür, dass es so bleibt.“

Vonseiten der Grund- und Waldbesitzer

warb Martin Höbarth (Landwirtschaftskammer)

um Verständnis. „Wir stehen für

vertragliche Lösungen und sind immer gesprächsbereit.“

Jurist Kaltenegger zerschmetterte

wieder gekonnt Mythen um Wegehal-


tung, Haftung und Fahrverbote.

Großes Thema waren Sicherheit und

Fahrtechnikangebote für die Kategorie der

neuen E-Mountainbiker. „Am E-Bike wirken

durch Motor und Masse einfach mehr

Kräfte“, sagte Fahrtechnikexperte Tobias

Krause. Verpflichtende Kurse oder einen

„Führerschein“ will niemand, Freiwilligkeit,

positive Multiplikatoren und Anreize

des Handels sollten genügen. Angeregt

wurden Dinge wie eine Fahrradtechniker-Lehre,

eine Regulierung des Gewerbes

„Coaching und Guiding“ und normierte

Guiding- und Verleih-Preise – alles schwierig,

weil es ein immer noch neuer Markt

ohne klare Regeln ist.

In Sachen Sicherheit stellte der Däne

Morten Schubert seine App Singletracker

vor, die ein Livetracking von Radfahrern

anbietet und mit „Tilt“ auch einen

Crash-Sensor an der Vorderradnabe hat.

Erkennt der Sensor dank verschiedener

Parameter einen Sturz, wird automatisch

ein Alarmsignal an (ebenfalls eingeloggte)

Biker in der Umgebung geschickt,

die sofort zur Hilfe eilen können.

Den Beherbergungsbetrieben schrieb

der Bike-Hotelier Kurt Resch ein knackiges

Rezept ins Stammbuch: „Lebe

Mountainbike! Stehle mit den Augen!

Bilde dich weiter!“

Neue Ideen

Zum Glück gibt es auch in Österreich

Vorzeigebeispiele, wo rund ums Rad

etwas gelungen ist. Paco Wrolich präsentierte

das Kärntner Verleihkonzept

„rent e bike“, das „weit über dem liegt,

was wir erwartet haben“, und Horst

Marterbauer hat erzählt, wie man im

Wienerwald als Community mittels

Crowdfunding 52.000 Euro für Trails

auf der Hohen-Wand-Wiese gesammelt

hat. Es tut sich was in Österreich.

Dem Abenteuer entgegen

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EIN PEKOLL GEHT NICHT

IN PENSION

MOUNTAINBIKER MARKUS PEKOLL (30)

ÜBER 70-JÄHRIGE AUF TRAILS, DIE

KONKURRENZ DER INFLUENCER

UND WARUM SOCIAL MEDIA FLUCH

UND SEGEN ZUGLEICH SEIN KANN.

VON CHRISTOPH HEIGL

S

timmt es, Markus, die Geburt

deines Sohnes war

ausschlaggebend für dein

Karriereende?

Er war das Tüpfelchen auf dem i. Ich

hatte 2017 eine super Saison und schon

davor das Gefühl, dass ich aufhören

würde, wenn alles passt. Ich war körperlich

und technisch auf dem Höhepunkt

und dann kam die Nachricht, dass wir

Eltern werden. Ich war zu dem Zeitpunkt

13. der Weltrangliste, am absoluten

Limit meiner Möglichkeiten und es

war ein schöner Abgang. Aber ehrlich:

es war auch wie der Sprung von einem

fahrenden Zug. Alles staubte. Ich war

ein paar Wochen ohne echten Plan B in

totaler Orientierungslosigkeit. Ich habe

also Marias Schwangerschaft genossen,

wie es wenige Väter können, wir haben

lange geschlafen, spät gefrühstückt. Der

Bua ist jetzt neun Monate alt und hat

unser Leben auf den Kopf gestellt.

Was macht Österreichs langjähriger Parade-Downhiller

nach dem Karriereende?

Für die Pension ist es viel zu früh …

Ich hab heuer für Red Bull TV und ServusTV

ein paar Downhill-Weltcup rennen

als Experte kommentiert, das wollen wir

2019 auch mit Helmkamerafahrten fortsetzen.

Dann mache ich nebenbei eine Trainerausbildung,

und beim Mountainbike-Nationalteam

war ich bei der WM als Berater

und Coach des Downhill-Teams dabei. Davor

wollte ich ein bissl Abstand vom Sport,

damit ich den Blick von außen einbringen

kann. Als Sportler hat man einen Tunnelblick,

das ist mir nach dem Karriereende

erst richtig bewusst geworden. Und dann

schreibe ich an ein paar Konzepten und

kooperiere mit Firmen wie Gigasport und

74 SPORTaktiv


Fotos: Armin Walcher

dem Salzburger Hof in Leogang. Hans

Knauß hat mir einmal in der Kraftkammer

gesagt, es tun sich immer Türen auf.

Und genau so ist es bei mir gerade und

das ist sehr schön zu erleben. Ich bin

selbstständig und schaue, was mir Spaß

macht und funktioniert.

Fährt Markus Pekoll auch E-Bike?

Na klar, mit dem E-Bike kann ich eine

schnelle Runde am Abend drehen und

1000 Höhenmeter sind keine Hexerei.

Ich war beim Thema E-Bike immer offen

und habe es als Chance gesehen. Sogar

meine Mama hat jetzt ein E-Bike: 160

mm Federweg, ein Vollgasbike mit breiten

Reifen. Erst dachte ich: Um Gottes

Willen! Aber es gibt ihr irrsinnige Sicherheit

und sie geht plötzlich biken. Meine

Mama! Und vom Gesundheitsaspekt her

ist es natürlich spitze, wenn man am Rad

was macht, aber den Puls net aufs Maximum

treibt. Im ganzen Leben haben

wir eh immer Vollstress, da sehe ich das

E-Bike als Chance zum Runterkommen.

Aber nix ohne Schattenseiten: E-Biker

kommen in ein Gelände, wo sie nicht

hingehören. Es passieren Unfälle, da

braucht es noch Lösungen.

Wie siehst du die Entwicklung in

Österreich rund um Forststraßen,

Bikeparks und Trailcenter?

Als ich ums Jahr 2000 angefangen habe,

gab es nur die Downhill-Strecken in

Afritz, Leogang und bei mir in Schladming.

Downhiller waren die alleinige

Zielgruppe. Das hat sich aufgeweitet,

jetzt gibt es eine Breite an Bikern.

Welche Konzepte in Österreich

gefallen dir?

Das Trailcenter Hohe Wand Wiese bei

Wien ist interessant, weil es auf Vereinsebene

funktioniert. Und natürlich sind

die Wexl Trails in Niederösterreich ein

Produkt, bei dem als erstes dieser niederschwellige

Einstieg für alle Zielgruppen

umgesetzt wurde. Auf Einladung der

Planaibahnen waren wir mit ein paar

Schladminger Grundbesitzern dort. Ich

kann von ihnen ja kein Aha-Erlebnis

und Verständnis für Bikestrecken verlangen,

wenn sie das Biken nicht fühlen.

Also sind der 70-jährige Jäger und die

70-jährige Bäuerin auf den Wexl Trails

auf E-Bikes herumgekurvt. (Anm.: Er

zeigt das Handyvideo) Ja, was glaubst,

das hat ihnen gefallen! Ansonsten findet

eben gerade dieses Umdenken statt. In

den Skigebieten haben wir 90 Prozent

blaue und roten Pisten, in den Bikeparks

aber 90 Prozent schwere Strecken. Die

SPORTaktiv

75


neue Generation an Bikern will Flow

und Spaß, die Kinder von heute wachsen

mit Pumptrack und Flowtrails auf.

Ein heißes Thema: Plädierst du für

eine generelle Öffnung der

Forststraßen für Mountainbiker?

Eine so brachiale Änderung eines alten

Systems wird nicht funktionieren. Es

braucht Geduld und positive Lösungen.

Vielleicht dauert es noch 5 bis 10 Jahre.

Und es braucht auch mehr Verantwortungsbewusstsein

der Biker. Sie dürfen

nicht hochmütig sein.

In Deutschland schon eine brisante

Diskussion: Der Profisport der Biker

wackelt, weil die Industrie lieber

Geld in Influencer und Youtube steckt

als in Profiteams.

Ja, und die Leistungssportler sind die

klassischen Opfer der Digitalisierung.

Die Top-10 verdienen noch super, aber

dahinter? Mit Rang 30 in der Weltelite

bist du uninteressant, da investiert ein

Hersteller eher in einen Youtuber, der

seine Zielgruppe zu 100 Prozent erreicht.

Brutal.

Ist also Österreichs Mountainbike-Youtuber

Fabio Wibmer eine

Konkurrenz für Sportprofis?

Ja klar. Aber er bringt auch extrem viele

Kids zum Biken, das kann man nicht

hoch genug einschätzen. Fabio macht

extrem gute Arbeit und er versteht Social

Media. Mit 1,7 Millionen Abonnenten

auf Youtube ist er ein Popstar. Das

muss man neidlos anerkennen. Für den

Leistungssport tut es mir leid, weil das

eine Familie ist, wo Freundschaften entstehen

und man viel fürs Leben lernt.

Bei Siegen und Niederlagen. Lernt

man das bei Social Media auch? Heute

will jeder ein Youtube-Star sein. Mich

hat das früher extrem motiviert, wenn

ein Bild von mir in der Tages- oder

Lokalzeitung war. Das interessiert die

Jungen nicht, die rennen um Likes und

Follower.

Wie gehst du persönlich damit um?

Klar verwende ich es auch. Es ist eine

Chance, mich zu präsentieren und die

DER SCHLADMINGER

MARKUS PEKOLL (30) FUHR VON 2007

BIS 2017 IM DOWNHILL-WELTCUP.

DER MOUNTAINBIKER WAR ÜBER

JAHRE DER BESTE DOWNHILLER

DES DEUTSCHSPRACHIGEN RAUMS.

FÜNF MAL WAR ER IN DEN TOP-10

BEI WELTCUPRENNEN, SECHS MAL

STAATSMEISTER, EUROPACUP-GE-

SAMTSIEGER UND EUROPAMEISTER.

IM VORJAHR WURDE ER VATER UND

BEENDETE SEINE KARRIERE. JETZT

IST ER SELBSTSTÄNDIG ALS TV-KOM-

MENTATOR, TRAINER UND BERATER

IN SACHEN MOUNTAINBIKE.

Leute zu informieren, quasi meine

Visitenkarte. (Anm.: Ein Selfie von uns

steht wenig später auf Instagram). Nur

ist es sehr zeitintensiv und man muss

Prioritäten setz en. Wenn ein verletzter

Biker schon aus dem Spital das Bild

postet mit #backonthebikesoon, dann

platzt mir der Kragen! Weg mit dem

Ding, verstehe die Verletzung als Warnung,

mach Pause. Da bin ich streng.

Was kann ein normaler Mountainbiker

von dir lernen? Was hat dich

über Jahre so unglaublich konstant

gemacht?

Ich war ehrgeizig. Habe ich als Bub

gegen den Papa beim Fußball verloren,

habe ich geweint, bis mir die Luft

wegblieb. Dann war ich Turner und

Skifahrer, hatte eine gute körperliche

Ausbildung und eine glückliches Familienleben,

wo ich gefördert wurde.

Dann kamen Training, Hingabe,

Lernbereitschaft, technisches Verständnis,

Dankbarkeit, ständige körperliche

und mentale Weiterentwicklung, gute

Ernährung, in Folge all dessen wenig

Verletzungen – ich habe in zehn Jahren

nur ein Rennen verpasst. Eine Karriere

ist ein Zusammenspiel aus vielen

Komponenten. Die Jungen kommen

heute leichter zu Informationen. Du

bekommst alle fünf Minuten ein neues

Fahrtechnik-Video aufs Handy. Vor 15

Jahren haben wir immer ein Jahr warten

müssen, bis wieder die krassesten Filme

auf DVD im Handel waren ...

Du bist auch beim Radsport-Verband,

in der Rennszene und im Hinblick auf

die Heim-WM in Leogang 2020

involviert.

Eine Heim-WM kann einen großen Impuls

geben. Ich war 2012 bei der letzten

WM in Leogang Neunter. Ein Wahnsinn,

wie laut es war, als ich in den Wald

hineingestochen bin. So viele Leute! Von

diesem Erlebnis habe ich lange gezehrt.

Und Österreich hat wieder heiße Eisen

im Feuer. Zwei Junioren-Weltmeisterinnen,

Vali Höll und Laura Stigger, zwei

junge Mädels, die auch mit Social Media

umgehen können. Für den ganzen Sport

ein Glücksfall und vielleicht bald solche

Figuren wie sie die Snowboarder mit

Anna Gasser haben. Jeder Sport braucht

Idole und Österreichs Mountain bike-

Fans hatten das bis dato nicht.

Fotos: Armin Walcher, Nathan Hughes

76 SPORTaktiv


BIST DU

NICHT

GANZ

DICHT?

IN DEN MEISTEN

MOUNTAINBIKE-REIFEN

IST KEIN LUFTSCHLAUCH

MEHR, SONDERN

EINE DICHTMILCH.

TECHNIKSERIE, PART V:

DER TUBELESS-REIFEN.

VON CHRISTOPH HEIGL

B

iker, die ihre Reifen schütteln, oder

Sätze sagen wie „Ich glaube, meine

Milch ist ausgetrocknet“ haben keinen

Sonnenstich oder Unterzucker, keine

Sorge. Sie haben Milch im Reifen.

Aber der Reihe nach: Es war einmal

vor langer Zeit, da befand sich in jedem

Radreifen („Mantel“ hat man da noch

gesagt) ein dünner schwarzer Schlauch

aus Gummi, später Butyl, dessen Erfindung

um 1890 sich die Herren Dunlop

und Michelin auf die Fahnen heften.

Der Schlauch hielt die Luft, aber er

war sehr defektanfällig. Jeder kennt den

„Patschen“ bei einem Durchstich durch

einen spitzen Gegenstand. Bei Mountainbikern

litt man zudem am „Snakebite“,

wenn der Reifen den Schlauch

gequetscht hat und zwei schlangenbissähnliche

Löcher hinterließ. Pffffffff, die

Luft war weg.

Bei Tubeless (wörtlich „schlauchlos“)

kann das nicht passieren, es ist gar kein

Schlauch mehr drinnen. Die Reifen

kommen im Regelfall schon „Tubeless-Ready“

aufs Rad, das Etikett oder

andere Kürzel weisen darauf hin. Auf

speziellen Tubeless-Felgen sitzt der Rei-

fen völlig abgedichtet, drinnen schwappen

rund 60 ml Dichtmilch. Das Spezialventil

sitzt in der Felge. Die Milch

bringt’s: Bekommt der Reifen einen

Durchstich strömt mit der Luft auch

die Dichtmilch, zum Loch. Die Milch,

in Wirklichkeit von allen Herstellern

verwendete Latex-Flüssigkeit (mit Mikropartikeln,

Ammoniak und Glycol),

verschließt das Loch, und nach wenigen

Sekunden hat es sich quasi selbst

verklebt und man kann weiterfahren.

Oft geschieht das, ohne dass man den

Defekt überhaupt merkt. Magic! Nur

für größere Löcher ab etwa 5 bis 7 mm

braucht es doch den Old-School-Notfall-Ersatzschlauch.

Ja, die Erstmontage kann ein wenig

nerven, weil nicht alle Reifen und Felgen

gleich gut miteinander harmonieren.

Aber wenn alles perfekt sitzt, sinkt

die „Patschengefahr“ erheblich. Ohne

Schlauch kommen übrigens auch unsere

Autoreifen seit Jahrzehnten aus, nur bei

Rennrädern und E-Bikes hat sich Tubeless

noch nicht durchgesetzt.

TIPP: Alle drei bis vier Monate

sollte man nachschauen, ob die

Milch schon ausgetrocknet ist.

Dann einfach wieder nachfüllen.

Foto: Thomas Polzer

SPORTaktiv

77


MANAGER

SATTELN UM

IMMER MEHR FÜHRUNGSKRÄFTE

ENTDECKEN DAS RENNRAD.

WAR FRÜHER GOLFEN BEKANNT ALS

DER KLASSISCHE MANAGERSPORT,

IST ES HEUER IMMER ÖFTER DER

AUSDAUERSPORT, INSBESONDERE

DAS RENNRADFAHREN.

VON ALFRED BRUNNER

Zwei 28-Zoll-Räder, verbunden mit

feinstem Carbon. Was international

gerade im Trend ist, zieht auch hierzulande:

Führungskräfte am Rennrad. Eigene

Netzwerke für Rennrad-CEOs sind in den

letzten Jahren rund um den Globus entstanden,

die bekanntesten sind die von Australien

aus gegründeten „International Cycling

Executives“ und der deutsche Club „Tete de

la Course“. Aus New York hört man, dass

gut verdienende Börsianer die Mittagspause

rennradelnd im Central Park verbringen.

Oder einfach formuliert: Rennrad ist das

neue Golf.

Die meisten radelnden Chefs nutzen die

karge Freizeit aber nicht für eine organisierte

Rennradrunde, sondern fahren alleine oder

mit ein oder zwei Sportsfreunden. Die bei

uns bekanntesten Manager und Rennrad-Aficionados

sind der deutsche Außenminister

Heiko Maas, Winzer-Ikone Leo Hillinger,

Josef Margreiter (Geschäftsführer Tirol

Werbung) und Arno Wohlfahrter (Metro

Fotos: Simplon Bikes, privat

78 SPORTaktiv


FESTKA CLIMBING DAY

Beim „FESTKA Climbing Day“ in Velden, organisiert

vom Schweizer Bankhaus Julius Bär und der tschechischen

Carbon-Edelmarke Festka, trafen sich 20

rennradelnde Manager zu einer Ausfahrt auf die

Gerlitzen.

SPORTaktiv war als exklusiver Medienpartner dabei.

Als prominente Guides begleiteten uns Ex-Profi Paco

Wrolich, sowie Radprofi Bernie Eisel.

CHRISTIAN

PLANEGGER,

UNTERNEHMER

Rennradfahrer seit: 2008

Kilometer pro Jahr: 5000

Hauptmotive: gelenkschonend

Landschaft

genießen, runterkommen

vom Alltag

Österreich). Zeit für uns also, um einen genauen

Blick auf die Beweggründe zu werfen.

SPORTaktiv-Sportpsychologe Peter Gurmann

erklärt den Trend so: „Das Rennradfahren

erfordert ähnliche Kernkompetenzen

wie das Management: Disziplin, Ausdauer

und eine hohe Eigenmotivation. Fitness

und Ausgleich zum nicht selten stressigen

Berufsalltag sind die vorrangigen Ziele“, sagt

der Experte. „Zugleich verfallen viele Rennradler

beim monotonen und oft stundenlangen

Dahinrollen in eine Art meditative

Trance, in der sich offene Fragen wie von

selbst beantworten. Von der Belastung des

Bewegungsapparates her hat das Rennradeln

einen großen Vorteil gegenüber dem Laufen:

Das gelenkschonende Treten und Ziehen

kann bis ins hohe Alter ausgeübt werden.“

Statussymbol Rennrad

Auch viele Bikeshops stellen sich auf die

zahlungskräftige Rennrad-Klientel ein und

haben Oberligamarken wie z. B. BMC,

Cannondale, Pinarello, Trek, Scott oder

Specialized im Angebot sowie Premium-Bekleidung

wie von der britischen Marke

Rapha. Michael Ferdiny vom Wiener Radshop

„Ciclopia“ sieht seit drei Jahren einen

vermehrten Umstieg von früheren Mountainbikern

aufs Rennrad und begründet

dies so: „Mit zunehmendem Alter rückt der

Fitnessaspekt in den Vorder- und die Action

in den Hintergrund“, meint Ferdiny. „Interessant

ist auch, dass der Anschaffungspreis

häufig keine Rolle spielt, im Gegenteil: Ein

superteures Rennrad ist heutzutage eines der

neuen Statussymbole für Besserverdiener.“

Es ist schon sehr spannend, wie sich im

Lauf der Zeit der Managertypus offenbar

verändert hat. War der typische Chef vor

Jahrzehnten noch der Whiskeytrinkende

und Zigarrenrauchende Genussmensch,

so dominiert heute der Gegenentwurf, der

drahtige Ausdauerfreak. Der Rennradboom

ist in der Wirtschaftselite auf alle Fälle erst

am Anfang.

MARTIN DEPISCH,

MANAGER

Rennradfahrer seit: 2012

Kilometer pro Jahr:

14500

Hauptmotive: Fit bleiben,

Fitness messen,

Socializing, Land und

Leute sehen

THOMAS REITER,

GESCHÄFTS-

FÜHRER

Rennradfahrer seit: 2008

Kilometer pro Jahr: 3000

Hauptmotive: gelenkschonend

fit bleiben, mit

Freunden sporteln, Natur

genießen

SPORTaktiv

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AUS

PRO

BIERT

BIKE

LIEGESTÜTZ AM LENKER

Es sind gar nicht die Radfahrer, die die speziell definierte Zielgruppe

dieses Produktes sind. Vom Konzept her ist es allgemein

fitnessrelevant. Aber wer eine Griffstange verwendet, die

wie ein Mountainbike-Lenker aussieht, muss damit rechnen,

dass sich Biker darauf stürzen. Und das ist ja auch nichts

Schlechtes. Biker sollen ja im Regelfall nicht so trainingseifrig

sein, wenn Übungen nicht AM Rad stattfinden ...

Also, gute Idee, liebe Tiroler von MFT in Kirchberg, die MFT

CORE DISC so zu gestalten. Da fällt einem das Trockentraining

gleich viel leichter, wenn man das Gefühl hat, das geliebte

Zweirad in den Händen zu halten. Die Core Disc (UVP € 149,-)

zählt zur Gattung der „Balance Boards“ und ermöglicht Wipp-,

Kipp-, und Rotationsbewegungen. Damit erreicht man bei den

Liegestützen, ein noch immer gültiger Fitnessklassiker, auch

die tieferliegende Muskulatur im Arm-, Schulter-, Brust- und

Rumpfbereich und stabilisiert die Wirbelsäule. Fein.

Auf den Boden mit uns. Man kann den „Lenker“ außen (75 cm,

ideales Bikemaß!) oder weiter innen (bis zu 22 cm Griffbreite)

greifen und muss sich deutlich mehr konzentrieren, denn die

Core Disc kann sich verdrehen oder in jede Richtung wegkippen.

Klappt ganz gut und ist lustig obendrein. Wer es schwieriger

will (uns hat es auch so gereicht ...), stellt die Füße ebenfalls

auf ein Balance Board oder – noch schwerer – auf einen

Gymnastik- bzw. Pezziball. Für Fortgeschrittene. Da gehen wir

vorher noch schnell eine Runde biken ...

WIE BRINGT MAN BIKER ZUM

LIEGESTÜTZ MACHEN?

WAS KANN DER 2-IN-1-HELM?

UND WAS IST KNALLGELB UND

HÄLT WARM WIE OMAS

STRICKPULLI?

VON CHRISTOPH HEIGL

Fotos: Thomas Polzer, Katja Heigl

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SPORTaktiv


GELBER SCHUTZSCHILD

IM FAUSTFORMAT

KINNLADE ZUM RAUFKLAPPEN

Die Geschichte hinter LEATT: Dr. Christopher Leatt ist Chirurg

und praktischer Arzt in Kapstadt, Südafrika. Eine Woche nachdem

sein Sohn Matthew 2001 mit Motocross-Rennen beginnt,

stirbt einer von dessen Kollegen bei einem Rennunfall. Der Arzt

ist tief bewegt und startet die eigene Entwicklung von Nackenschutz-Prototypen.

Nach der Markteinführung folgen Preise

und Auszeichnungen und eine Fülle an Schutzprodukten (Knie,

Brust, etc). Der Schritt ins Mountainbike-Lager folgte.

Mit dem LEATT DBX 3.0 hat man einen speziellen Helm auf dem

Markt, der den Anforderungen der neuen Enduro- und Bikeparkszene

besonders entgegenkommt (UVP € 259,-). Normaler

Helm oder Fullface-Version mit Kinnschutz? Der Leatt-Helm ist

beides! Mit einer robusten Spange lässt sich der Kinnschutz

einklippen – voilà, hier ist die One-for-All-Lösung für die

sichere Tour und Endurofahrer, die bergauf und

bergab denselben Helm verwenden wollen.

Am Trail fühlt sich der Helm ohne Kinnbügel nicht ganz leicht

(437 g, mit Kinnschutz 880 g) und etwas kopflastig an, und trotz

der 23 Belüftungsöffnungen ist er wohl nichts für die heißesten

Tage des Jahres. Aber Sicherheit wiegt eben schwer. In der

Helmschale sind bewegliche Kunststoff-Teile angebracht, die

die Rotationskräfte drastisch reduzieren sollen.

Das Tragegefühl ist komfortabel, mit Kinnschutz fühlt man sich

bombensicher. Die Sicht ist nicht eingeschränkt,

die Optik halt ein bissl martialisch.

Fazit: Wenn stürzen, dann bitte mit diesem Helm.

Es ist die alte Leier beim Schlechtwetter-Biken: Welche Jacke

packt man in den Rucksack oder in die Trikottasche? Große

Regenjacken verstopfen schnell jede Tasche (bleiben deshalb

oft gleich daheim im Kasten ...) und verwandeln dich bei der

Nutzung dann in eine „fahrende Sauna“. Dünne Jäckchen sind

oft mehr für A und F und den Hugo als für wirklich schlechte

Bedingungen. In Bikerkreisen sind die Plastikhäute deshalb

nicht wirklich beliebt.

Doch da schau her: Bei Sonnenschein flattert die knallgelbe

BASESHIELD-Jacke von BBB (UVP € 39,99) in unsere Redaktion

und bei widrigem Wetter hat uns die minimalistische Hülle

bislang beste Dienste geleistet. Warum? Sie ist mit 83 Gramm

extrem leicht und lässt sich so klein zusammenlegen, dass sie

nur noch faustgroß ist und damit natürlich in jedem Rucksack

und selbst in engsten Rennradtrikot-Rückentaschen Platz findet.

Kurzum: Es gibt keinen Grund, diese Jacke nicht bei jeder

Fahrt mitzunehmen.

Zieht Schlechtwetter auf, ist das gelbe Ding rasch angezogen.

Guter Sitz, laaange Ärmel (darauf vergessen viele Hersteller)

und angenehmer Kragen. Tipp: Rennradfahrer nehmen sie eine

Größe kleiner, damit sie aerodynamisch eng anliegt. Sie ist

nicht wasserdicht („resistent gegen Nässe“ steht im Beipacktext)

– aber was ist das schon am Rennrad oder Bike? Für

echte Regenschlachten hat BBB ohnehin dickere Kaliber. Die

Baseshield ist mehr ein Windbreaker, hält angenehm warm

und einigermaßen trocken.

Fazit: minimalistischer Warmhalter, immer dabei.

SPORTaktiv

81


DAS COMEBACK|

SCOTT hat das legendäre

Ransom wieder neu

aufgelegt, dabei aber gleich

neu erfunden: leicht, steif,

bewährtes TwinLoc, und mit

170 mm Federweg vorne und

hinten eine Wucht auf wilden

Trails. Kann mit 27,5 oder 29

Zoll gefahren werden.

www.scott-sports.com

BIKE

NEWS

TECHNIKSTAR

Hightech von HAIBIKE:

das Abenteuerbike Flyon

ADVENTR 6.0 punktet mit

neuem TQ-Antrieb (120 nm),

der Vorbereitung für eine

Anhängerkupplung, mit

integriertem 5000 Lumen (!)

starkem Licht, Twin Tail Lights,

Top-Batterie und Display.

www.haibike.de

DER HANDSCHUH

MIT BLINKFUNKTION

Im Dunkeln werden viele

Abbiegemanöver und Handzeichen

der Radfahrer übersehen. Das

passiert mit dem Roadmaster

Winter von CHIBA nicht. Hebt man

die Hand zum Abbiegen, schaltet

sich ein Blinklicht ein. Die Batterie

hält für 5000 Handzeichen.

www.chiba.de

STARKES HERZ

Die neuen Modelle vom

Schweizer E-Bike-Pionier FLYER

werden sportlicher und leichter.

So setzt auch das Uproc 7 auf

den neuen, leichten Panasonic-

Motor mit 90 nm Drehmoment.

Moderne Winkel sorgen für

Fahrspaß in jedem Gelände.

www.flyer-bikes.com

SUPERLEICHTER

GIPFELSTÜRMER

Minimales Gewicht (8,65 kg!)

kombiniert mit maximaler

Steifigkeit machen das

Razorblade III von SIMPLON

zum idealen Racer und

Gipfelkletterer. 29 Zoll

Reifen und eine 100 mm-

Federgabel sind bereit für alle

Herausforderungen.

www.simplon.com

82 SPORTaktiv


TOUREN | MENSCHEN | SICHERHEIT

OUTDOOR

MEDAILLEN-FLUT

BEI HEIM-WM

Mit drei Gold- und einer Bronzemedaille

hat sich Österreich bei

der Kletter-WM in Innsbruck zur

stärksten Nation gekürt. Jakob

Schubert (Vorstieg, Kombi) und

Jessica Pilz (Vorstieg) kürten

sich zu Weltmeistern, Pilz holte

zudem in der Kombi Bronze.

MIT EINEM BEIN AM „KILI“

Fotos: Franz Gerdl, Nils Heck, EXPA Pictures

LAUFEND AKTUELLE STORYS,

TRENDS UND TIPPS RUND

UMS THEMA OUTDOOR AUF:

WWW.SPORTAKTIV.COM

ÖSTERREICHS SCHÖNSTER

WEITWANDERWEG

Fachjury und Publikum haben entschieden: Der

Alpe-Adria-Trail ist Österreichs schönster Weitwanderweg

2018. Er führt in 43 Etappen vom Großglockner

über Kärnten, Slowenien und Italien bis nach Muggia

bei Triest. In der Umfrage des deutschen „Wandermagazins“

hat er sich gegen 25 Trails durchgesetzt.

www.alpe-adria-trail.com

Ab 9. Oktober startet die „European Outdoor Film

Tour“ in ihre 18. Auflage. Ein Highlight unter den

400 Veranstaltungen in 18 Ländern ist der Film

„Mzubi Dume – Strong Goat“, der die Kilimandscharo-Besteigung

von Tom Belz dokumentiert.

Belz hat im Alter von 8 Jahren sein linkes Bein

aufgrund einer Knochenkrebserkrankung

verloren. Infos und Termine unter:

www.eoft.eu/de

SPORTaktiv

83


RUNTER

GEHT‘S

MIT DEM

HELI

WAS FLUGRETTER

UND EINE HUBSCHRAUBER-

BESATZUNG IN EINEM

SOMMER MIT DER

„ADRENALINGESELLSCHAFT“

ALLES ERLEBEN.

VON LEICHTSINN,

SCHICKSALEN UND

DEM EINFORDERN

VON SELFIES.

VON CHRISTOPHORUS HEIGL

Zwei Niederländer sind im Salzburgerischen

unterwegs, genauer

gesagt auf der „Kleinen Göll“.

Ins Gipfelbuch notieren die Bergsteiger

„Runter geht’s mit dem Heli“ und malen

einen Smiley dazu. Statt zu Fuß zurück

ins Tal zu wandern, alarmiert das Pärchen

einen Hubschrauber der Alpinpolizei.

Der bringt sie auch tatsächlich ins

Tal. Doch weil die alpine Notlage nicht

klar ersichtlich ist und der Verdacht auf

Missbrauch eines Notsignals aufkommt,

werden sie angezeigt. Das Verfahren

wird eingestellt, die Holländer zahlen

aber eine Strafe für den 2300 Euro teuren

Einsatz.

Ein Fall dieser Dreistigkeit ist im

Bergsommer 2018 noch nicht vorgekommen.

Bergretter, Flugretter und

Helikopter-Besatzungen können aber

Bücher mit ihren Erzählungen füllen.

Viele davon landen ohnehin als Zeitungsschlagzeilen

in den Medien. Und es

ist ja kein Wunder: Auf unseren Bergen

ist einfach viel los, wenn wir als breite

Masse wandern und als „Adrenalingesellschaft“

aufbrechen zum Freeriden,

Mountainbiken, Klettern, Paragleiten

und Basejumpen. Sieben Flugrettungsbetreiber

gibt es in Österreich, an deren

38 Standorten hat man zu Stoßzeiten

alle Hände voll zu tun. Im Winter

kommen drei Standorte für Skiunfälle

in Sölden, Hintertux (beide T) und Patergassen

(K) hinzu. Die gewaltige Anzahl

von 25.000 Flugrettungseinsätzen

werden pro Jahr verzeichnet, allein die

ÖAMTC-Flugrettung hatte im Vorjahr

18.251 Einsätze – das sind 50 pro Tag!

Die meisten davon entfallen landesweit

auf internistische Notfälle (z.B. Herzinfarkt,

Atemnot) sowie normale Arbeits-,

Freizeit- und Haushaltsunfälle.

Noch vor Verkehrsunfällen (7,8 Prozent)

bilanziert der ÖAMTC 2017 jedoch 12

Prozent der Flugrettungseinsätze nach

Sport- und Freizeitunfällen im alpinen

Gelände. Das Gros der Alpinunfälle

verläuft unspektakulär und betrifft ein

beleidigtes Sprunggelenk oder ein ver-

Fotos: ÖAMTC/Postl

84 SPORTaktiv


stauchtes Knie. Interessanter ist die Liste

der Kuriositäten. Da werden verletzte

Touristen in Flip-Flops vom Gletscher

gebracht und Schwammerlsucher ins

Spital geflogen, die auf den eigenen Eierschwammerln

ausgerutscht sind.

Am ÖAMTC-Stützpunkt

„Doch es ist nicht immer Leichtsinn

oder Raserei, die zu Unfällen führen“,

sagt einer, der Heli heißt, einen Heli

fliegt und mit Nachnamen Holler heißt.

Wir sind am Stützpunkt von „Christophorus

12“ südlich des Grazer Flughafens.

Neben Pilot und Stützpunktleiter

Helmut Holler sitzt die Christophorus-12-Besatzung,

die heute mit ihm

von 6 bis 20 Uhr Dienst hat: Notarzt

Ulf Karner und Flugretter Markus

Amon. Wir plaudern locker, die Sonne

scheint. Die Idylle ist trügerisch. Der

Verkehrstote nebenan auf der Pyhrn-Autobahn,

der Herzinfarkt eines lieben

Menschen und die abgestürzte Kletterin

sind nur einen Notruf entfernt. In drei

Minuten ist man spätestens in der Luft,

in durchschnittlich 14 Minuten am

Unfallort und mit dem komplett erstversorgten

Patienten in statistischen 43

Minuten im nächsten Krankenhaus.

Leid, Trauer und tragische Schicksale

kennen die drei aus nächster Nähe. Siehe

oben, es ist nicht immer Leichtsinn,

„manche sind einfach zur falschen Zeit

am falschen Ort“, sagt Holler nach 30

Jahren Erfahrung. „Unfälle passieren.“

Für den Fall haben Rettungskräfte dank

ihrer Ausbildung Protokolle und Standards

im Kopf. „Das arbeiten wir Schritt

für Schritt ab, das bringt uns Sicherheit

und lässt uns selbst komplexe Unfälle

vor Ort gut bewältigen“, erzählt Notarzt

Karner. „Die Emotionen am Unfallort

dürfen sich nicht auf uns übertragen“,

bestätigt Pilot Holler. Sonst kann es gefährlich

werden. „Auch wir wollen am

Ende des Tages den Stützpunkt wieder

gesund verlassen.“

SPORTaktiv

85


Coole Typen, ernste

Zwischentöne. Notarzt Ulf

Karner, Flugretter Markus

Amon und Pilot Helmut

Holler (von links) leisten

mit dem Christophorus 12

erste Hilfe aus der Luft.

Die drei sind erfahren, coole Typen,

die haut wohl nichts so schnell um.

Amon: „Belasten darf dich der Job

nicht, auch zum Selbstschutz, sonst

hältst du das nicht lange aus.“ Dass

schwierige Einsätze nicht immer leicht

zu verdauen sind, liegt auf der Hand.

Dem begegnet man mit einem gefestigten

Charakter, Briefings nach den Einsätzen

und – das wird stark betont – mit

exzellentem Teamwork. „Oft müssen

wir gar nicht reden, ein Augenaufschlag

reicht, und der andere weiß, was los

ist.“ Interessenten für die Ausbildung

gibt es viele, genommen werden nur

die, die fachliches Know-How, psychosoziale

Kompetenz und Abgeklärtheit

mitbringen. „Wir brauchen keine Helden,

sondern Teamplayer“, sagt Amon.

Flexibilität braucht man auch, so kann

in der Hektik der Alarmierung aus dem

achtjährigen Buben vor Ort schon mal

eine 80-jährige Großmutter werden.

Bruder Leichtsinn

Wo alle drei bei aller Coolness aber nur

mit Kopfschütteln reagieren: Unfälle,

„RISIKOSPORT?

IN SUMME HABEN

WIR MEHR

VERLETZTE KEGLER

ALS BASEJUMPER.“

Notarzt Ulf Karner

die durch Dummheit oder Leichtsinn

passieren. „In einer beliebten Wanderschlucht

ist eine Frau ein paar Minuten

nach der Kassa schon so erschöpft,

dass sie nicht vor und zurück kann.

Wir holen sie vor der Klamm in einer

aufwändigen Berge-Aktion mit dem 80

Meter Seil heraus“, erzählt Holler. Dabei

hatte die gute Frau einfach null Fitness.

Gefährlich sind Einsätze auch bei heranbrausendem

Unwetter. Wobei im Sommer

lokale Unwetter so rasch auftraten,

dass Einsätze zum Wettlauf gegen die

Zeit wurden. „Einen haben wir kurz vor

einem Hagelgewitter vom Berg geholt.

Zehn Minuten später wäre der Einsatz

unmöglich gewesen“, sagt Holler. Seine

eindringliche Empfehlung: „Leitln, Hirn

und Handy einschalten! Heutzutage gibt

es die besten Apps, sogar mit Regenradar.

Fünf Minuten Vorbereitung und

man könnte viel Ungemach verhindern.

Aber die Leute starten blindlings ins

Abenteuer und fünf Minuten später biegen

sich im Sturm die Bäume.“

Die Kehrseite der Handywelt kennen

sie aber auch: Hubschrauberlandungen

faszinieren die Menschen, viele zücken

das Telefon und filmen. Wie man das

übertreiben kann, bewies unlängst eine

Frau, die besonders eifrig im Video-Modus

war, als bei einem Unfall ein Kind

verletzt wurde. „Ich wollte sie mit dem

Handy wegschicken, da stellte sich heraus,

dass sie die Mutter vom Kind war“,

schüttelt Holler den Kopf. „Sogar im

Hubschrauber wollte sie noch filmen,

da mussten wir der Frau das Handy fast

wegnehmen.“ Es soll auch schon aus

Foto: Christoph Heigl

86 SPORTaktiv


Notlage Gerettete gegeben haben, deren

erster Wunsch im sicheren Hubschrauber

ein Selfie mit den schneidigen Rettern

in Uniform war.

Oft stellt sich für Außenstehende

natürlich die Frage nach dem Sinn solcher

Einsätze. Doch da wird das Trio

ernst: „Jeder Notruf ist ein Notfall. Wir

bekommen den Auftrag von der Leitstelle

und fliegen los, um zu helfen“,

sagt Amon. Nachsatz: „Im Nachhinein

stellt sich eine Situation dann oft anders

dar. Aber trotzdem besser zu früh als zu

spät anrufen.“ Auch die Kosten- und

Versicherungsfrage steht vorerst nicht

im Raum. „Wer in Notlage ist, dem

wird geholfen, die Bezahlung ist für uns

nachrangig.“ Einmal meldete die Pistenrettung,

der Verunfallte wolle partout

nicht mit dem Heli geholt werden, weil

er nicht versichert sei. „Wir kommen

trotzdem“, betont Amon. „Und wer

es sich tatsächlich nicht leisten kann,

für den gibt es einen Kulanzfonds. Ein

Credo des ÖAMTC ist, dass niemand

durch einen Einsatz in eine finanzielle

Notsituation geraten darf.“ Bezahlt

werden müssen aber nur Einsätze nach

Sport- und Freizeiteinsätzen im alpinen

Gelände, 90 Prozent der Patienten sind

ausreichend abgesichert.

Aber auch bestens Versicherten wird

nicht jeder Service angeboten: Etwa,

wenn einer nach dem Skiunfall in Tirol

mit dem Hubschrauber gleich heim

„DIE LEUTE STARTEN

BLINDLINGS INS

ABENTEUER UND

FÜNF MINUTEN

SPÄTER BIEGEN

SICH DIE BÄUME.“

Pilot Helmut Holler

nach Linz geflogen werden will. „Wir

landen nicht in jedem Garten, wir sind

kein Taxi-Unternehmen“, betont Amon

und lacht. Ernster wird es beim Thema

Suizid, leider auch oft Anlass für die

Flugrettung. Wobei bei Totbergungen

die Polizei übernimmt, die via Innenministerium

auch für die unverletzt (!) in

Notlage Geratenen zuständig ist.

Recht auf Rettung?

Klare Unfallhäufungszeitpunkte erkennen

die drei nicht („Außer beim Skifahren

die Zeit nach der Mittagspause“),

neuralgische Orte waren heuer Klettersteige

und Mountainbike-Strecken.

Doch die breite Masse ist das nicht, wie

Notarzt Karner überspitzt formuliert:

„Risikosport? In Summe haben wir

mehr verletzte Kegler als Basejumper.“

Daran wird sich in der nächsten Zeit

nichts ändern. Auch daran nicht, dass

Verletzte oft ungeniert eine „Rettung

auf Knopfdruck“ und „Recht auf Rettung“

erwarten und einfordern. Denen

schreibt Amon ins Stammbuch: „Das

,Recht auf Rettung‘ heißt bei mir: berechtigte

Hoffnung auf eine Rettung.“

Wie die ultimative Belohnung für die

Flugrettung ausschaut? Karner: „Einmal

im Jahr bekomme ich Mails oder Briefe,

wo wer schreibt: ,Danke, dass Sie mir

das Leben gerettet haben.‘ Dann weißt

du wieder, warum du den Job so gerne

machst.“

13.-17. Nov. 2018

Congress Graz

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vonnebenan.at Foto: Robert Schauer / Mount Everest

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DUNKELHEIT

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AUSGERECHNET DAS

„INDOOR“-ABENTEUER

HÖHLENWANDERN

FASZINIERT IMMER MEHR

OUTDOORSPORTLER.

WARUM DAS SO IST?

BEI EINEM

SELBSTVERSUCH IST

AUCH SPORTAKTIV EIN

LICHT AUF GEGANGEN.

VON THOMAS POLZER

Es ist wohl die Neugier, die meine

Bedenken und auch Ängste zur Seite

schiebt, als ich – als nicht Schwindelbefreiter

– die Einladung zum „Höhlenwandern

und Höhlenklettern“ in der

fränkischen Schweiz annehme.

Dass ich dort im deutschen Frankenland

am Tag vor meiner unterirdischen

Premiere bei einem spannenden „Lichtworkshop“

von Ausrüster Ledlenser

zuerst in die Tiefen der modernen

Lichttechnologie eingeführt werde,

stärkt ebenso mein Selbstvertrauen wie

dann vor Ort die Ausrüstung, die wir

ausfassen: Helm, Handschuhe und vor

allem ein dicker Overall aus Kunststoff

sollen vor Verletzungen, Schmutz und

Kälte schützen. Dazu gleich ein Tipp aus

eigener Erfahrung: Unter dem Overall

genügt tatsächlich eine leichte Funktionskleidung,

um Schwitzanfällen vorzubeugen

und vor allem, um für die kommenden

sportlichen Herausforderungen

beweglich genug zu bleiben ...

Diese Herausforderungen erklärt uns

der fachkundige Guide von „Aktiv-Reisen“,

als er uns durch eine schwere

Metalltüre in die „Höhle ohne Namen“,

eine natürliche und bislang touristisch

unerschlossene Karsthöhle führt und

uns in einer ersten großen felsigen Halle

nochmals auf die Grundregeln des Höhlenwanderns

hinweist, aber vor allem

auch auf die Eigenverantwortung, die

beim Höhlenwandern und -klettern zu

beherzigen sind.

Und dann – „Licht an“!

Strahlend hell erleuchten unsere

Stirnlampen „HSerieH10“, die wir von

Ledlenser ausgefasst hatten, die Szenerie,

und mit der Taschenlampe MT18 wird

zusätzlich auch der kleinste Winkel ausgekundschaftet.

Denn so riesig die Eingangshöhle

auch ist – auf unserem nun

folgenden unterirdischen Wanderweg

geht es jetzt ständig wechselnd zwischen

größeren Höhlen und engen Schlurfen

in einem verzweigten Gangsystem dahin.

Spannend ist es, das Dahinkriechen

in engen Felsschläuchen, wo man sich

zwischendurch tatsächlich nur Zentimeter

für Zentimeter vorarbeiten kann.

Kurz kommt bei mir der Gedanke hoch:

Für Menschen mit Platzangst muss das

eine echte Challenge sein! Oder taugt

sowas sogar als Therapie für die eigenen

Ängste?

Fotos: LEDLENSER/ Anton Brey

88 SPORTaktiv


Griff für Griff und Schritt für Schritt

hantle ich mich auch hinunter durch

senkrechte Spalten. Aber trotz des stets

glitschig-feuchten Kalksteins erstickt bei

mir das Abenteuerfeeling jegliches Aufkommen

von Panik schon im Keim.

Nach dem Durchwaten zahlreicher

Wasserbecken leuchtet schließlich die

Stirnlampe mein persönliches Highlight

dieser Höhlentour aus: Es gilt, eine kurze

unterirdische Schlucht zu überqueren.

Hier sichert erstmals der Guide mit einem

Seil – und gibt wieder seine Anweisungen:

„Ruhig und achtsam bleiben,

auf die richtige Technik beim Steigen

achten, dann kann nichts passieren.“

Recht hat er, aber es sind wohl vor allem

die gigantischen Ausblicke und Eindrücke,

die mich von allen Bedenken

ablenken.

Am Ende, als wir nach rund drei

Stunden wieder draußen vor der

Höhle im Sonnenlicht stehen, da

macht sich plötzlich ein überwältigendes

Gefühl in mir breit: Nicht

nur, dass sich beim Höhlenwandern

eine bislang völlig unbekannte, aber

unglaublich faszinierende Welt auftut

– auch die Erkenntnis, dass die

vermeintlich festzementierten eigenen

Grenzen doch weiter nach oben

verschiebbar sind, ist ein „Nebenprodukt“

dieses Abenteuers, das mit

Stolz mitgenommen wird.

LICHT INS DUNKEL

Wer als „Höhlenforscher“ eine

bislang unbekannte Welt entdecken

will (ein Tipp dazu: diese Welt

begeistert auch Kinder!), der

sollte unbedingt auf professionelle

Begleitung vertrauen.

Das gilt einerseits für den

fachkundigen Guide, der sicher

durch das Höhlensystem führen

kann, das gilt zum anderen aber vor

allem auch für die professionelle

Ausrüstung, die Licht in diese

völlige Dunkelheit bringt.

Die Stirnlampe „HSerie H10“

von Ledlenser ist mit sehr

kleinen, aber leistungsstarken

Akkus ausgestattet, die zugleich

für Leichtigkeit und für lange

Ausdauer sorgen. Auch mit den

hochqualitativen Linsen und der

revolutionären Optik, die für eine

einzigartige Fokussierung des

Lichts sorgen, spielt Ledlenser bei

Stirn- und Taschenlampen seine

überlegene Technik aus.

Dass diese Lichtquellen nicht nur

für Höhlenwanderer, sondern für

jeden Outdoorsportler und Camper

von großem Nutzen sind, versteht

sich von selbst.

SPORTaktiv

89


D Vier

avid Misch hat 2013 das „Race Across

America“ als „Rookie of the Year“ beendet

und reiht sich damit selbst in eine

Reihe von Sportlern ein, die viele als

„extrem“ bezeichnen würden. Misch hat

auch Severin Zotter bei seinem RAAM-

Sieg betreut und begleitet. „Ich bin

einer, der viel nachdenkt, über meinen

eigenen Antrieb im Sport. Zum Beispiel:

ob es das wert ist, dass ich meine Familie

mit dem Sport belaste? Mich interessiert

zugleich sehr, was andere antreibt“, sagt

Misch. Ein ganzes Regal von Sportler-Biografien

habe er daheim. Doch er

wollte weder eine Biografien-Sammlung,

noch einen Beitrag zur gängigen Ratgeber-Literatur

abliefern, schickt der

33-jährige Geowissenschafter im Gespräch

mit SPORTaktiv voraus.

Als „Sportlerkollege“ befragte er einerseits

erfolgreiche Protagonisten aus dem

ihm gut bekannten Ultra-Ausdauersport

– neben Zotter und seinem oftmaligen

Trainingspartner Christoph Strasser

beispielsweise Christian Schiester. Misch

suchte andererseits seine Interviewpartner

im Bergsport (z. B. Free Solo-Kletterer

Hansjörg Auer, Alpinlegende Peter

Habeler) oder in Wassersportarten (Extremsegler

Christian Kargl oder die Apnoetaucher

Eugen Göttling und Herbert

Nitsch). Die Essenz der 18 Gespräche

verarbeitete er in einem Buch: „Intensität

– die Jagd nach dem Flow.“

Was ist „normal“ – was „extrem“?

Schon bei der Auswahl der Interviewpartner

habe sich eine Frage aufgedrängt:

Wie grenzt man „Extrem-“ von

„normalem“ Sport ab? Obwohl die

Fotos: Katrin Meier, Eugen Göttling, Florian Grasel, Archiv Auer, Elias Holzknecht

von 18:

Alexandra Meixner,

Eugen Göttling,

Florian Grasel,

Hansjörg Auer (von

oben nach unten).

90 SPORTaktiv


DIE SUCHE NACH DEM

INTENSIVEN

WAS KANN MAN VON STRASSER,

SCHIESTER, AUER, NITSCH UND

CO. LERNEN? DAVID MISCH HAT 18

PERSÖNLICHKEITEN GETROFFEN,

DEREN SPORTAUSÜBUNG ALS

EXTREM GILT – SIE NACH IHREN

ANTRIEBEN BEFRAGT, UND DIE

ERKENNTNISSE IN EIN

BUCH VERPACKT.

VON CHRISTOF DOMENIG

LEBEN

meisten der 18 Sportler den Begriff „Extremsport“

auf ihrer Webpräsenz verwenden

würden, fühle sich keiner wohl

damit, berichtet Misch. „Eher haben

sich die Sportler dieses Etikett gegenseitig

zugeschoben“.

Ihn selbst fesselten jedenfalls die Einblicke

in zuvor unbekannte Welten besonders:

„Ultra-Ausdauersport erscheint

mir naturgemäß weniger extrem als

Free-Solo-Klettern – auch wenn es dabei

objektive Unterschiede gibt: Beim Race

Across America gibt es ein Ausstiegsszenario,

ungesichert in einer Felswand

nicht.“ Apnoetauchen, wo bis zu 250

Meter tief ohne Sauerstoffgerät getaucht

wird, hätte er als extrem riskant

eingestuft. „Doch als es mir Herbert

Nitsch erklärte, hat sich mein Blick darauf

stark verändert. Es gibt immer ein

Back-up-Szenario, wird sehr viel Risikominimierung

betrieben.“ Nitschs Unfall

bei einem Rekordversuch vor einigen

Jahren, an dessen Folgen der Weltklassesportler

lange Zeit laborierte, wäre auf

menschliches Versagen bei der Rettung

zurückzuführen gewesen. Nicht auf die

Gefährlichkeit der Sportart selbst.

Heldentum und Selbstzerstörung

Gerade gefährliche Extremsportarten

polarisieren und rufen in der Gesell-

SPORTaktiv

91


Weniger Angst, mehr Urvertrauen

Auch als Hobbysportler ohne überdurchschnittliche

Zahl an wöchentlichen

Sportstunden könne man viel von

den Extremsport-Größen lernen: „Man

kann sich weniger die Leistung, als

die Einstellung der Profis zum Vorbild

nehmen“, sagt Misch, der auch überzeugt

ist: Jeder könne aus dem Buch

etwas ins Alltagsleben implementieren.

Im Sport oder auch außerhalb davon.

Zum Beispiel: „Etwas zu tun, was einen

mit Leidenschaft erfüllt. Egal, ob man

sich wieder mal aufs Rad setzt oder

eine neue Sprache lernt.“ Der Titel

„Intensität“ ist auch eine Anspielung

auf das Buch des französischen Philosophen

Tristan Garcia „Das intensive Leben:

Eine moderne Obsession“, erklärt

Misch. „Der Begriff ist dort negativ beschaft

– neben Zustimmung – auch heftige

Ablehnung hervor. Misch bestätigt

diese Beobachtung. „Blinde Heldenverehrung“

findet er nicht angebracht.

Zugleich habe ihn die Gehässigkeit

schockiert, als er etwa in Foreneinträgen

zu Nitschs Unfall las, dieser wäre besser

gleich gestorben. Misch hält fest: „Es

ist schon eines meiner Ziele, zu zeigen,

dass diese Sportler alle auch Menschen

mit ganz normalen menschlichen

Schwächen sind. Andererseits aber faszinierende

Persönlichkeiten, aus denen

man viel Inspiration ziehen kann.“

Welche gemeinsamen Charaktermerkmale

er an seinen Gesprächspartnern

feststellen konnte? Zum Beispiel,

dass sie vergangenen Leistungen keinen

übertrieben großen Wert beimessen.

Interessant fand Misch die Zurückhaltung,

mit der alle auftreten. Keiner

nahm sich selbst besonders wichtig, niemand

wäre eine „Rampensau“, einige

sogar eher introvertiert. „Es sind durch

die Bank Individualsportler, die sehr reflektiert

mit der Frage umgehen, wie sie

ihre Lebenszeit bestmöglich nutzen.“

In Extremsportarten werde den Protagonisten

oft ein Selbstzerstörungstrieb

unterstellt, weiß Misch – und weist das

zurück: „Die Sportler machen etwas,

das sie glücklich macht und was eine

Lebenseinstellung für sie ist.“ Das gelte

auch für den Tiroler Free-Solo-Kletterer

Hansjörg Auer, obwohl über ihn sogar

sein Landsmann Peter Habeler sage,

er hoffe, Auer höre mit dieser Art von

Touren bald auf: „Auch bei Auer ist es

die Freude am Tun und das Aufgehen

im Moment, wofür er dann auch Risiko

in Kauf nimmt“, betont Misch.

Selbstbestimmtes Leben

Misch wirft im Buch bald auch die

These auf, unserer Gesellschaft komme

die Selbstbestimmung abhanden. Wie

er das meint? Ein drastisches Beispiel:

Sein Vater war 2016 an Krebs erkrankt

– „fünf Tage vor seinem Tod wurde

ihm noch der Wunsch nach einem Eis-

lutscher verwehrt, weil sich dadurch

irgendwelche Werte hätten verschlechtern

können.“ Doch auch an scheinbaren

Banalitäten („Essverbot in der

U-Bahn“ ...) zeige sich: „Es gibt heute

viel zu viele Richtlinien und Verbote.

Der gesunde Hausverstand und auch

moralische Werte gehen durch die Flut

an vorgegebenen Richtlinien verloren.“

Den Extremsport und seine Ausübenden

sehe er hier als Gegenpol,

„weil sie sich die Freiheit nehmen,

etwas zu tun, was sie mit Leidenschaft

erfüllt“. Dass diese Freiheit auch mit

Egoismus Partnern, Familien und

Freunden gegenüber verbunden ist,

verschweigt Misch nicht. Oder – eine

andere Form von Selbstbestimmung:

„Bergsteiger müssen selbst lebensnotwendige

Entscheidungen treffen, etwa,

ob sie weitergehen oder umdrehen.“

Dadurch, dass uns heute viele Entscheidungen

im Leben aus der Hand

genommen würden, machten sich

dagegen Hobby-Berg sportler immer

weniger Gedanken um ihre Sicherheit.

„Es wäre besser, den eigenen Kopf einzuschalten,

als sich auf die Bergrettung

zu verlassen.“

DR. DAVID MISCH

ist 33 und wissenschaftlicher

Mitarbeiter an der Montan-

Universität Leoben (St). Der

gebürtige Wiener lebt mit Frau

Claudia und zwei Kindern in der

Steiermark.

„INTENSITÄT – AUF

DER JAGD NACH

DEM FLOW“

(Egoth 2018, € 24,90)

Die Gesprächspartner: Alexandra

Meixner (Ultra-Triathlon), Rainer

Predl (Ultralauf), Severin Zotter,

Christoph Strasser (Ultracycling),

Florian Grasel (Ultralauf),

Michael Strasser (Ultracycling),

Paul Guschlbauer (Paragleiten),

Christian Kargl (Segeln), Eugen

Göttling (Apnoetauchen), Christian

Schiester (Ultralaufen),

Wolfgang Fasching (Ultracycling,

Bergsport), Josef Köberl (Eisschwimmen),

Michael Nussbaumer

(Rennveranstalter), Hansjörg

Auer, Peter Habeler (Bergsport),

Holger Ferstl (Mediziner), Thomas

Frühwirth (Handbiker), Herbert

Nitsch (Apnoetaucher).

In seinem ersten Buch „Randonnèe

– Zweifeln, losfahren, ankommen“

hielt Misch 2016 seine

Erfahrungen im Ultracycling fest.

www.egoth.at

92 SPORTaktiv


David Misch 2015

als Betreuer von

Severin Zotter

beim Race Across

America. Selbst

hat er das legendäre

Ultracycling-Rennen

2013

bestritten und auf

Platz 6 beendet.

BERGSCHUTZ*

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eines Unfalls bestens versichert:

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bergwelt.nuernberger.at/versicherungen

setzt, ich dachte, das wäre eine spannende

Gegenthese“.

Dass die Sportgrößen Grenzen überschreiten,

wie auch oft gesagt wird, glaubt

Misch nicht. Eher würden sie Grenzen für

sich anders definieren – auch ein Punkt,

der zur Inspiration taugt: „Wenn man Apnoetaucher

Herbert Nitsch gegenübersitzt

und er einem erklärt, wie es möglich ist,

was als physiologisch unmöglich angesehen

wird: dann lernt man vielleicht auch,

dass nicht jede Überzeugung eine unumstößliche

Wahrheit sein muss.“ Etwa der

Glaube, ein Verharren in einem ungeliebten

Job wäre alternativlos: „Angst sollte

nicht der Antrieb im Leben sein. Etwas

mehr Urvertrauen wäre angebracht.“

Dass er Skeptiker extremer Sportarten

nur schwer wird überzeugen können,

ist dem Autor auch klar. Was er sich

wünscht: „Die Offenheit, über etwas nicht

zu urteilen, bevor man ein Mindestmaß

an Information eingeholt hat. Selbst bei

mir als Sportfreak hat sich durch die

Gespräche vieles relativiert – obwohl ich

schon über eine hohe Schmerzgrenze verfüge,

was sportliche Verrücktheit betrifft.“

*Versicherer ist die

GARANTA Versicherungs-AG Österreich


TATONKA OBISKA

gewichtsoptimiertes 2-Personen-Tunnelzelt

mit drei Gestängebögen

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die völlig freistehende Konstruktion eignet

sich hervorragend für extreme

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Wassersäule Außenzelt: 3000 mm

Gewicht: 3.700 g

PREIS (UVP): € 1295,–

www.hilleberg.com

Fotos: Hersteller

94 SPORTaktiv


SKYLOTEC.COM

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MANAGEMENT

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KLETTERSTEIGSET

So sicher wie nie zuvor im Klettersteig.

Das ausgeklügelte System des RIDER

3.0 Klettersteigsets verhindert

zuverlässig lange Stürze im Klettersteig

und bietet so maximale Sicherheit.

Foto: Ranggetiner

HERBERT

RANGGETINER

... ist Profikletterer

und einer der

besten Extrem kletterer

Europas – und ein

„Querdenker“ der

Outdoorsport szene.

In seiner „Outside“-

Kolumne lässt er die

SPORT aktiv-Leser

an seinen Gedanken

teilhaben.

Es war diese geniale Zeit, als unser erster

Film ,,Der Rote Turm‘‘ überall im TV lief.

Ich absolvierte gerade meinen morgendlichen

Kuhfladenslalom mit dem Bike, als mein

Händi klingelt. „Du Herbert, der Film läuft

super, gut wären Festivals, Studioauftritte und

Fototermine, also echt Stress‘‘. Dann faselte

mein Kumpel noch was von Manager, Homepage

und uups, jetzt bin ich doch tatsächlich

zufällig auf den roten Knopf ...!

Ein Zuviel an „sollen“ und ein bei Weitem zu

wenig an „wollen“, für mich kein Thema. Soll

der Rubel rollen, musst du „up to date“ sein,

mit Zahnpastalächeln, logo! Homepage, Manager,

Berater, Facebook, muss sein, du bist ein

Held. Dein Manager erleichtert dir den stressigen

Alltag, macht Termine und stellt dich ins

rechte Licht und alles natürlich nur, weil du so

ein lässiger Typ bist, nicht des Geldes wegen!

Es geht nicht darum, ob das, was du machst

für andere wichtig ist, sondern darum, dass es

sich für dich richtig anfühlt! Das mediale Monster

kann dich auch durchkauen und ausspucken.

Aus Persönlichkeiten werden Nummern.

Scheinwelt und Zirkus geben sich die Hand.

Der Umstand, es geschafft zu haben, finanziell

bis zum Ende seiner Tage im grünen Bereich

zu agieren, kann auch ein Fluch sein. Welches

Projekt oder Risiko ist es noch wert, sich aus der

Villa hervorzuwagen? Nein, genau das zu haben,

was man braucht, genügt mir, ein „Zuviel“ verdirbt

den Charakter und trübt die Sicht auf die

wichtigen Dinge im Leben. Normal ist nicht die

Summe dessen, was viele machen; normal ist,

das zu machen, was dich glücklich macht. Und

so fahre ich wieder meinen überaus kindlichen

Kuhfladenslalom mit dem Bike und komme zur

Erkenntnis: „Um so lockerer deine Schrauben

sind, desto mehr Spiel hat dein Leben“.

SKYLOTEC entwickelt und produziert

hochspezialisierte Fallschutzausrüstungen

für Industrie und Klettersport.

SPORTaktiv

95


Das Sportresort Hohe Salve in den Kitzbüheler Alpen & SPORTaktiv präsentieren:

2. SCHNEESCHUH-CAMP

IM SPORTRESORT

HOHE SALVE

10.–13. Jänner 2019 (Do.–So.)


3 Übernachtungen im Sportresort Hohe Salve in

Hopfgarten in Tirol


Energy-Halbpension


kostenfreies WLAN


2 geführte Schneeschuhwanderungen (inkl.

Produkttest)


Core-Fitnessworkshop (inkl. Produkttest)


Eintritt in den „Move & Relax“-Bereich des Hotels


1 x Teilmassage (25 Minuten)


1 x Anwendung am Aquathermojet (20 Minuten)

PREIS: EUR 450,– pro Person (DZ Classic),

EUR 480,– p. P. (DZ Classic Plus)

Einzelzimmer-Zuschlag: EUR 90,- pro Aufenthalt

PROGRAMM

Donnerstag, 10. Jänner:


Anreise


Begrüßung/Erhalt Goodie Bag


Entspannung & Erholung im „Move & Relax“- Bereich

des Hotels

Freitag, 11. Jänner:


Ausgabe der Ausrüstung fürs Schneeschuhwandern


geführte Schneeschuhwanderung/

Produkttest in der Kelchsau, einem

idyllischen Seitental des Brixentales


nachmittags Entspannung & Erholung im

„Move & Relax“-Bereich des Hotels


Teilmassage oder Anwendung am Aquathermojet

Samstag, 12. Jänner:


geführte Schneeschuhwanderung/

Produkttest in Hopfgarten


Nachmittags: Workshop zum Thema Core

Fitness inkl. Test der MFT-Core Fitness-

Produkte


Entspannung & Erholung im „Move &

Relax“- Bereich des Hotels


Teilmassage oder Anwendung am

Aquathermojet

Sonntag, 13. Jänner:


individuelle Abreise

Programmänderungen vorbehalten

DEINE GESCHENKE

Peeroton-Paket, Stirnband &

Trinkflasche (vom Hotel), Bandana

& Powerbank (von der

Region Kitzbüheler Alpen)

DAS ANGEBOT:

3 TAGE UND 3 NÄCHTE MIT HALBPENSION

IM SPORTRESORT HOHE SALVE IN

HOPFGARTEN AB € 450,–

96 SPORTaktiv


SCHNEESCHUH CAMP

www.sportaktiv.com

Fotos: Ferienregion Hohe Salve/Eisele-Hein, Sportresort Hohe Salve/Kogler

Durch die tief verschneite Landschaft stapfen,

die klare Winterluft einatmen und nur das

leise Knirschen unter den breiten Sohlen wahrnehmen.

Die Hektik des Alltags hinter sich lassen

und den Winter von seiner sanften Seite erleben. So

präsentiert sich ein Urlaub in der Ferienregion Hohe

Salve. Die acht Orte rund um Tirols wohl schönsten

Aussichtsberg, die Hohe Salve, bieten Urlaubsvergnügen

dies- und abseits vom Pistentrubel. So kann

man beim Schneeschuhwandern in der Natur richtig

abschalten. Perfekt funktioniert das beim 2. SPORTaktiv

Schneeschuh Camp in Hopfgarten im Brixental.

Neben zwei geführten Wanderungen und einem Core

Fitness Workshop steht vor allem entspanntes Genießen

am Programm. Die beste Unterkunft dafür ist das

Sportresort Hohe Salve. Das „Move & Relax“-Konzept

des Hotels rückt das Wechselspiel zwischen gesetzten

Reizen durch Bewegung und Regeneration in den Mittelpunkt.

Der 1400 m² große „Move & Relax“-Bereich

mit Yogaraum, Kraftraum, 630 m² Poolbereich mit 25

m Sportbecken, einer großen Saunalandschaft, Massage-

und Behandlungsräumen sowie zwei Restaurants

lassen jedes sportliche Genießerherz höher schlagen.

Und falls jemand noch ein paar Schwünge in bestens

präparierte Pisten ziehen will – das Hotel liegt direkt

am Einstieg zur SkiWelt Wilder Kaiser Brixental, einem

der größten Skigebiete weltweit.

Tipps zur Anreise:

Bequem mit dem Zug – die Bahnhaltestelle Hopfgarten

Berglift ist nur wenige Meter vom Sportresort entfernt.

Mit dem Auto erreichen Sie Hopfgarten in nur ca.

10 Autominuten ab der Autobahnabfahrt Wörgl Ost.

TEILNEHMER

max. 25 Personen

ANMELDUNG

DIE UNTERKUNFT

Die Campteilnehmer wohnen im

Sportresort Hohe Salve in Hopfgarten.

KONTAKT & BUCHUNG mit Kennwort

SPORTaktiv-Schneeschuh-Camp“:

TVB Kitzbüheler Alpen – Ferienregion Hohe Salve

Tel.: +43 57507 7000

E-Mail: info@hohe-salve.com

www.hohe-salve.com

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Tubbs-Schneeschuhe mit stabilen

Seitenschienen zum Queren steilerer

Hänge. Dazu leichte, zweiteilige

Tubbs-Teleskopstöcke.

www.hohe-salve.com

SPORTaktiv

97


VERTICAL

FITNESS

KRAFT UND KÖRPERSPANNUNG –

SELBTSBEWUSSTSEIN UND EIN

KÜHLER KOPF. KAUM EIN SPORT

MACHT SO UMFASSEND FIT WIE

DAS KLETTERN. NICHT NUR PROFIS,

SONDERN AUCH FREIZEITKLETTERER.

DIESMAL KONZENTRIEREN WIR UNS

AUF DEN KÖRPERLICHEN BENEFIT.

VON CHRISTOF DOMENIG

Jakob Schubert, Jessica Pilz und

Co. haben es vorgezeigt. 58.000

haben es bei der Kletter-WM in

Innsbruck im September live in der Halle

mitverfolgt. Dass Klettern ein spannender,

vielseitiger, großartiger Sport ist.

Ein Aspekt, der bei den WM-Helden

ebenfalls nicht zu übersehen war:

Klettern ist ein richtiger Fitmacher. Zumindest

auf fortgeschrittenem Niveau.

Wie schaut es mit dem Fitnessfaktor für

uns Freizeitsportler aus? Kann man mit

Klettern allein fit werden – oder muss

man schon zuerst fit sein, um klettern zu

können? Diese „Henne-Ei“-Frage kann

Sportwissenschafter und Kletterexperte

Peter Gebetsberger von den Naturfreunden

recht einfach beantworten.

Ja, Klettern macht fit. „Das Besondere

98 SPORTaktiv


Klettern ist ein idealer

Fitnesssport – sieht

man auch an Doppelweltmeister

Jakob

Schubert.

MAG. PETER

GEBETSBERGER

ist Sportwissenschafter, staatl. geprüfter

Bergführer und leitet unter

anderem das Referat Sportklettern

bei den Naturfreunden Österreich.

www.naturfreunde.at

Fotos: www.austriaclimbing.com, Naturfreunde

ist die ganzheitliche Entwicklung, die der

Sport ermöglicht.“ Gebetsberger führt aus:

„Neben ganzkörperlicher Stabilisationskraft,

Maximalkraft, Kraftausdauer und Beweglichkeit

fördert es auch psychische Belastbarkeit

und mentale Flexibilität.“

Der einzige Fitnessfaktor, der beim Klettern

zu kurz kommt, ist die Ausdauer. Die

sollte man daher ergänzend trainieren, etwa

mit Laufen. Wer aber eine Ausdauersportart

mit regelmäßigem Klettern kombiniert,

kann seine Fitness perfekt entwickeln oder

auf hohem Niveau stabilisieren.

Neue Erfahrungen zulassen

Jeder zwischen drei und 75 Jahren kann

klettern, macht Peter Gebetsberger Mut, es

einfach auszuprobieren. Auch über 80-Jährige

treffe man mitunter in Kletterhallen

oder Felswänden.Welche Eigenschaften

sollte man mitbringen, um klettern zu können?

„Freude und Neugier an und Liebe zu

körperlicher Bewegung“, sagt Gebetsberger.

Plus: „Die Offenheit, neue körperliche Erfahrungen

und mentale Herausforderungen

auch zuzulassen.“

Bleiben wir gleich beim offensichtlichsten

Benefit des Klettersports – dem muskulären

Aspekt: „Eine ganzkörperliche Entwicklung

der Muskelkraft passiert beim Klettern

ganz automatisch. Besonders hört man

immer wieder auch von Verbesserungen bei

Rückenproblemen“, weiß der Sportwissenschafter,

der weiter ausführt: „Klettern ist

deshalb ein perfektes Body-Work-out, weil

es den gesamten Körper muskulär beansprucht:

einzelne Muskeln, ganze Muskelgruppen

und Muskelschlingen.“

Einsteigerkurse für Kletterer werden in

Kletterhallen, von Vereinen wie den Naturfreunden

aber auch draußen angeboten.

Theoretisch könnte man ja auch im Herbst

noch an vielen Tagen draußen klettern –

dennoch wird es die meisten Anfänger wohl

in eine Kletterhalle ziehen: „Indoor sind

die Beanspruchungen allgemein softer“,

bestätigt Gebetsberger den Gedanken. Un-

sicherheits- und Gefahrenquellen fielen in

Kletterhallen weg, und Anfängertouren

ließen sich so gestalten, dass keine Überraschungen

am Weg nach oben lauern.

Ein Sicherungstraining lasse sich indoor

ebenfalls leichter dosieren. Nicht zu vergessen

das Argument, dass für viele eine

Kletterhalle einfach leichter erreichbar ist

als ein Kletterspot im Freien.

Ein relativ zeitiger Einstieg auch outdoor

erweitere andererseits das Klettervermögen

ungemein. „Eine breite Basis

– indoor und outdoor – bringt in Summe

eine bessere Entwicklung, ein sensibleres

Körpergefühl und damit auch ein breiteres

Erlebnisspektrum“.

Bouldern oder Klettern?

Bouldern, also das Klettern in Absprunghöhe,

hat für Einsteiger den Vorteil,

dass man keinen Partner zum Sichern

braucht und es sich generell „erspart“,

den Umgang mit Seil und Sicherungsgerät

zu erlernen. Andererseits ist gerade das

Sichern eine wesentliche „soziale“ Komponente

der Sportart. Also nachgefragt:

Ist Bouldern oder doch Seilklettern die

bessere Wahl für Kletter-Neulinge? „Spezielle

Anfänger-Boulderwände eignen sich

für die allerersten Versuche gut“, meint

Gebetsberger. „Die weitere Entwicklung

durch das ‚Spulen‘ von vielen Klettermetern

in Routen bringt dann technische

Erfahrung und hilft bei der Basisentwicklung

der Kraft.“

Was es laut Gebetsberger auch zu

bedenken gilt: „Bouldern ist in den

meisten modernen Boulderhallen körperlich

wesentlich herausfordernder als

SPORTaktiv

99


FOR EVERY WOMEN.

EVERY TERRAIN. EVERY ADVENTURE.

ECO-SHELL FOOTWEAR

Wandklettern. An vielen Boulderwänden wirken die

körperlichen Grenzen für weniger Geübte deshalb

bald einschränkend.“ Keine Scheu vorm Seilklettern

zu zeigen, ist also auch vom körperlichen Aspekt her

sinnvoll.

Hanwag Saisa Mid ES

Sportlicher, halbhoher Damenstiefel mit wasserdichter

und atmungsaktiver Eco-Shell Footwear Membran,

hergestellt ohne den Einsatz von Flourchemie.

Perfekter Grip dank MICHELIN ® V-ROUGH Sohle für den

Alltag im Herbst und Winter.

Körperspannung statt Muskelpakete

Auf fortgeschrittenem Niveau funktioniere dann die

„Entwicklung besonderer Bewegungsmodelle“ sowie

spezieller Kraftfähigkeiten wiederum an den Boulderwänden

sehr gut. Geht es später darum, im Klettern

seine Leistungsfähigkeit weiter zu entwickeln,

dann wird aber auch gezielte Kräftigung abseits der

Kletterwände zum Thema. „Ein zusätzliches, ganzkörperliches

Entwicklungstraining bringt nicht nur

für das Klettern Vorteile, sondern für jede Sportart

– und vor allem auch für den Alltag. Dabei geht es

jedoch nicht um Maschinen-/Hanteltraining – sondern

um ein vielfältiges und alternatives Training von

Bewegungs- und Stützmuskulatur hinsichtlich Körperspannung“,

empfiehlt Gebetsberger.

Sich mit der „Ganzheit des Körpers“ und dem internen

Zusammenwirken von Muskeln zu beschäftigen,

zahlt sich aus – idealerweise lässt man sich von erfahrenen

Körpertrainern unterstützen. Was eher nicht

gefragt ist, sind „Muskelpakete“ – „dies schafft meist

Dysbalancen“. Sondern eine sinnvolle Ergänzung der

Klettereinheiten mit Ausgleichs- und Entwicklungstraining.

Gute Argumente also für einen Start

ins Kletterleben – aber bei Weitem nicht

alle. Wie und warum Klettern Selbstbewusstsein aufbaut,

und auch mental richtig stark macht,

zeigen wir in der nächsten Ausgabe.

Foto: iStock

WWW.HANWAG.DE


STADT, LAND, BERG

Der FJÄLLRÄVEN Keb Hike 30 ist

ein stabiler Rucksack, der sich ideal

für alpines Wandern oder Tages-

Skitouren eignet. Er bietet reichlich

Stauraum für Ersatzkleidung

und hat eine Innentasche für die

Trinkblase. Oder in der City für

einen 15-Zoll-Laptop.

www.fjallraven.com

OUT

DOOR

NEWS

SWISSWOOL STATT

KUNSTFASER

IN BALANCE

Bei den CEP Merino Short

Cut Socks sorgen Natur

und Technik für perfekte

Thermobalance. Sie wärmen,

wenn es kalt ist und leiten

Hitze ab, wenn der Körper

Kühlung braucht. Durch die

anatomische Passform haben

Blasen keine Chance.

www.cepsports.at

Die ORTOVOX DUFOUR ist eine

Hochtourenjacke, die dank der

leichten Swisswool-Füllung kaum

Platz im Rucksack braucht. Sie

ist wind- und wasserabweisend

und zugleich robust. Swisswool

wärmt auch im feuchten Zustand

und ist feuchtigkeitsregulierend –

besser als Kunstfasern.

www.ortovox.com

MERINO-POWER

Der schwedische Merino-Spezialist

WOOLPOWER hat ideale Bekleidung für die

Übergangszeiten am Berg im Programm.

Zum Beispiel das Crewneck Lite: Das Shirt

mit längerer Rückenpartie kombiniert das

perfekte Körperklima der Merinofaser mit

den Vorteilen von Funktionsfasern.

www.woolpower.de

DIE BOTSCHAFT:

KOMPROMISSLOS

Der STUBAI Messenger ist ein

Rucksack mit Hüftriemen, der

aus hochfrequenzverschweißtem

Planenmaterial gefertigt ist, über

vier Kompressionsriemen und einen

Verschluss mit Metallschnallen

verfügt.

30 Liter haben Platz.

www.stubai-sports.com

SPORTaktiv

101


ADRENALIN

BEI JEDEM

SCHWUNG

Salomons „Sons of a Blast“-Serie

bietet mehr Action und Kontrolle

bei weniger Kraftaufwand. Der

Test beweist das.

An großen Versprechen mangelt es nicht:

„Der Stress des Alltags verwandelt

sich auf der Piste in ein Abenteuer“,

kündigt Salomon-Manager Damien Chirpaz

an. „Mit jedem Schwung den Spaß an der

Geschwindigkeit erleben“, garantiert Salomon-Rennsportchef

Günther Mader. „Eine

Achterbahn der Gefühle“, prophezeit Ex-Weltcupläufer

Matthias Lanzinger. Zwei Jahre

hat bei Salomon ein Team aus Technikern,

Skilehrern, Trainern und Ex-Rennfahrern an

einer neuen Technologie für Ski, Bindung und

Skischuhe geforscht und getestet. Geworden ist

daraus eine „Sons of a Blast“ genannte Produktserie,

die maximale Reaktionsfähigkeit, hohe

Präzision und Laufruhe und 30 Prozent mehr

Kantengriff bietet. Sagen die bei Salomon und

versichern jedem, der sich auf das Abenteuer

einlässt, einen „Blast“-Moment. Das macht

neugierig auf den Echtbetrieb.

Vor einem ein Skitag in den Tiroler Bergen

hoch über Innsbruck. Unter einem eine frisch

frisierte Piste. Hart. Griffig. Schön kupiert.

Menschenleer. An den Füßen das glücksverheißende

Gesamtpaket aus S/MAX-Skischuhen,

Edge Amplifier-Bindungsplatte und S/MAX

Blast-Ski. Und lange versteckt sich der Spaß

tatsächlich nicht. Nach dem Schwungansatz

bauen sich die Fliehkräfte unmittelbar auf.

Der Druck wird – auch schon bei niedriger

Geschwindigkeit – direkt auf die Kante gebracht

und man spürt den Grip im ganzen Körper.

Das muss er sein, der „Blast“-Moment. Möglich

wird er vor allem durch die neu entwickelte

Verbindung zwischen Bindungsplatte und Ski

– der Edge Amplifier Technologie. Vereinfacht

sind es schräge Führungsschienen, deren 45-

Grad-Winkel die Kraft vom Bein direkt, präzise

und schnell auf die Kante bringen und einen

intensiven Rebound liefern. Als Skifahrer spürt

ANZEIGE / Fotos: Dom Daher

102 SPORTaktiv


MEHR INFOS

UNTER

www.salomon.com

Günther Mader (links) hat maßgeblich an der

Edge-Amplifier-Technologie mitentwickelt, die das

Kernstück zu noch mehr Fahrspaß ist.

man so unmittelbar den Kontakt zum Schnee.

Das leichtere Ansteuern des Skis bringt mehr Sicherheit,

egal, bei welchem Tempo und welchen

Pistenverhältnissen – und unabhängig vom Skischuh.

Wobei: So richtig „blastet“ es freilich mit

dem neuen, Salomon-eigenen Skischumodell

S/MAX, weil damit die beste Vorarbeit für die

Kraftübertragung geleistet wird. In akribischer

Entwicklungsarbeit wurde das Gewicht reduziert,

ein nahtloses Innenfutter im Innenschuh

mit Langzunge verarbeitet, in der Rennversion

Carbon-verstärkte Einsätze integriert. Die

Anpassung an die eigene Fußform dauert nur

zehn Minuten und soll auch ambitionierten

Hobbyfahrern eine „Downhill-Sensation“

(Günther Mader) liefern. Das gelingt, besonders

wenn die Pistenverhältnisse ein höheres Tempo

zulassen und sich ein perfektes Zusammenspiel

aus Beschleunigung, Kraft, Kontrolle und Risiko

ergibt. „Dieses Erleben von Geschwindigkeit,

Adrenalin und Spaß machen das Skifahren aus“,

sagt Mader. Unrecht hat er damit nicht.

SPORTaktiv

103


FRÜHSTART

AUF DER PISTE

Wer im Herbst schon auf die

Piste will, hat in Österreich acht

Gletscherskigebiete

zur Auswahl:

Hintertuxer Gletscher (T)

Höhe: 2600-3250 m, Pisten: 60

km, Seilbahnen & Lifte: 18

www.hintertuxergletscher.at

Stubaier Gletscher (T)

Höhe: 2620-3170 m, Pisten: 63

km, Seilbahnen & Lifte: 26

www.stubaier-gletscher.com

Sölden (T)

Höhe: 2684-3340 m, Pisten:

34,5 km, Seilbahnen

& Lifte: 10

www.soelden.com

Pitztaler Gletscher (T)

Höhe: 2688-3440 m, Pisten: 22

km, Seilbahnen & Lifte: 6

www.pitztaler-gletscher.at

Kaunertaler Gletscher (T)

Höhe: 2749-3108 m, Pisten:

21,8 km, Seilbahnen & Lifte: 8

www.kaunertaler-gletscher.at

Kitzsteinhorn (S)

Höhe: 2500-3000 m, Pisten: 41

km, Seilbahnen & Lifte: 17

www.kitzsteinhorn.at

Mölltaler Gletscher (K)

Höhe: 2716-3122 m, Pisten:

17,4 km, Seilbahnen & Lifte: 9

www.gletscher.co.at

Dachstein Gletscher (ST)

Höhe: 2527-2700 m, Pisten: 4

km, Seilbahnen & Lifte: 5

www.derdachstein.at

Foto: Dominic Ebenbichler/Ötztal Tourismus

104 SPORTaktiv


SPORTaktiv 105


DIE SKISAISON

HAT NIE

AUFGEHÖRT

Schöne Aussichten für Skifahrer

im Tiroler Zillertal. Nicht

bloß auf den nahenden Winter.

Am Hintertuxer Gletscher befindet

sich Österreichs einziges

Ganzjahres skigebiet. 365 Tage

im Jahr herrschen perfekte Bedingungen

für Pistenspaß und

Powderfreude.

Neben herrlich breiten Pisten

und der spektakulären Höhenlage

sind auch das legendäre

Après-Ski sowie der Betterpark

Hintertux sehr gute Argumente,

um ein herbstliches Skiwochenende

auf dem Gletscher

einzuplanen. Übrigens: Beim

Zillertaler Superskipass ist das

Skivergnügen

mit Ganzjahres-

Schneegarantie inkludiert.

www.hintertuxergletscher.at

Foto: Zillertaler Gletscherbahnen

106 SPORTaktiv


SPORTaktiv 107


108 SPORTaktiv


GENUSS UND

KOMPETENZ

IM SCHNEE

Herz, was willst du mehr?

Nur 45 Minuten von Innsbruck

entfernt erstreckt sich Österreichs

größtes Gletscherskigebiet

am Stubaier Gletscher. Hier

gibt’s die Schneegarantie von

Oktober bis Juni. Aber nicht

nur ganz oben, im gesamten Tal

mit seinen vier Skigebieten wird

Schneekompetenz groß geschrieben.

Beste Bedingungen gibt es

am Stubaier Gletscher auf den

35 abwechslungsreichen Abfahrten,

viel Tiefschnee auch auf den

13 Powder-Department-Freeride-Runs

im freien Gelände.

Angebote gibt es für alle Altersund

Könnerstufen.

Die Jüngsten bis 10 Jahre fahren

bei allen Stubaier Bergbahnen

in Begleitung eines zahlenden

Elternteils sogar gratis. Für diese

Familienfreundlichkeit wurde

das Stubaital schon vielfach

ausgezeichnet.

Exzellente Naturrodelbahnen

mit 40 km Gesamtlänge sorgen

für Spaß abseits der Pisten,

manche sind sogar beleuchtet.

Attraktive Loipen, Winterwanderwege,

Skitouren und

Eislaufplätze runden die Vielfalt

im Stubaital ab.

www.stubaier-gletscher.com

Foto: Andre Schönherr/Stubaier Gletscher

SPORTaktiv

109


110 SPORTaktiv


MÖLLTALER

SKISPASS AUF

3122 METERN

Ski, Sonne, Schnee? Ein unschlagbares

Trio! Davon kann

man sich beim Sonnenskilauf

auf der Südseite der Alpen

überzeugen, als Zuckerl gibt es

obendrauf Schneegarantie von

Oktober bis Mai. Die Rede

ist vom Mölltaler Gletscher in

Kärnten, Österreichs südlichstem

Gletscherskigebiet. Mit

dem Gletscherexpress und den

weiteren acht Liftanlagen geht es

bequem hinauf auf bis zu 3122

Meter. Dort warten traumhafte

Pisten in allen Schwierigkeitsstufen.

Zum Mölli Powder Opening

(10./11. November) wird eine

„butterweiche“ Mischung aus

frischem Pulver und „fetter“

Partystimmung geboten.

Die Preise am Gletscher sind

top: Der Kindertarif gilt von 6

bis 18 Jahren. Bis 6 Jahre fährt

man gratis. Bei Mehrkinder-Familien

ist der Skispaß ab dem

dritten Kind für jeden unter 18

Jahren kostenlos. Geöffnet ist

der Mölltaler Gletscher bis 12.

Mai 2019.

www.flattach.at

www.gletscher.co.at

Foto: Franz Gerdl/TG Mölltaler Gletscher

SPORTaktiv

111


AUS

PRO

BIERT

OUTDOOR

WIE SCHLÄFT ES SICH IM

HÄNGEMATTENZELT? WIE

MACHT MAN WASSER TRINK-

BAR? UND WAS KANN DER

ANTI-DIEBSTAHLS-RUCKSACK?

IM FLIEGENDEN ZELT

Die Fakten machen neugierig: ein Rucksack, aus dem man eine

Hängematte herauszaubern kann, gleichzeitig ein Ein-Mann-

Zelt, ein „fliegendes Zelt“, und als wäre das nicht schon genug,

kann man das Zelt als Regenponcho anziehen? Das alles

als Rucksack mit Packmaß 48 x 35 x 9 cm und einem Gewicht

von nur 2,45 kg. Nice! Ein Fall für unser „Ausprobiert“!

FLYING TENT heißt die Erfindung der Kärntner von CAMPFIRE

OUTDOORS GmbH, für den UVP von € 249,- kann man sich diese

All-in-One-Lösung aus der Nähe anschauen. Vorweg: Das

Youtube-Tutorial schaut komplizierter aus, als es ist. Wir entscheiden

uns für den Aufbau des Hängemattenzeltes, denn

das verspricht die größte Erleichterung. Feuchter Boden? Wurzeln?

Unebenes Gelände? Steine? Egal. Mit dem Flying Tent

entschwebst du allem Irdischen. Fast allem, denn was du

brauchst, sind zwei Bäume im Abstand von 4 bis max. 7,5 Meter.

Von den vielen Seilchen, Riemen und Verschlüssen darf

man sich nicht irritieren lassen, die haben alle ihren Sinn (siehe

Youtube). Fertig auf- und niedergespannt, bietet es einer

Person genug Platz, sofern diese die Max-Maße (120 kg, 200

cm) nicht überschreitet. Integriert sind Moskitonetz und Regenhülle.

Das Zelt kann man natürlich auch am Boden aufbauen

oder stückchenweise zur Hängematte zurückbauen. Und

aus dem „Zeltboden“ wird der knöchellange Regenponcho mit

Kapuze für die ganz nassen Wanderetappen. Genial.

Fazit: Nicht billig, aber kreative Ein-Personen-Outdoor-Idee.

Vom Schlaf-Feeling mehr Hängematte als Zelt. Das Zurückfummeln

in den kleinen Rucksack verschieben wir auf 2019 ...

VON CHRISTOPH HEIGL, KLAUS MOLIDOR

UND CHRISTOF DOMENIG

Fotos: Christoph Heigl, Thomas Polzer

112

SPORTaktiv


MEIN TREUER FREUND

Er war mir ein treuer Begleiter auf einer 230-km-Rad-Dienstfahrt

(die Geschichte erschien in der letzten Ausgabe), auf kurzen

Touren, Reisen und im Alltag: der PACSAFE VENTURESAFE

X 30 (UVP € 169,95). Gerade das Mehrtages-Solo-Radeln hat

uns zusammengeschweißt, Wilson, pardon, Pacsafe und mich.

Ein objektives Urteil zu fällen, ist daher gar nicht so leicht.

Versuchen wir es trotzdem: Pacsafe hat sich auf Taschen mit

Diebstahlschutz spezialisiert. Der Venturesafe X 30 ist mit Features

ausgestattet, die unehrlichen Zeitgenossen das Leben

erschweren. So kann man die Reißverschlüsse so arretieren,

dass sie zum Öffnen erst „freigefummelt“ werden müssen. Ist

nicht umständlich, sondern gerade so, dass schnelles aufmachen

und Reingreifen nicht funktioniert. Das Außenteil ist Aufschlitzsicher

(hab ich nicht ausprobiert). Und einiges mehr.

MOBILE WASSERAUFBEREITUNG

Die Wasserflasche ist leer, der Durst größer als der Berg, von

dem du gerade kommst. Lechz. Am Weg lauert eine Lacke –

aber daraus trinken? Geht jetzt. Sagt zumindest KATADYN. Die

Firma hat eine mobile Wasseraufbereitungsanlage namens

BEFREE entwickelt. Was kompliziert und sperrig klingt, ist in

Wahrheit eine Soft Flask, wie wir sie vom Laufen kennen, mit

einem Sportverschluss. Nur – und das ist der Clou – an der Innenseite

des Verschlusses ist ein Filter angebracht, durch

den das Wasser rinnt und es trinkbar macht.

Kostet in der 0,6-Liter-Version 44,90 Euro (UVP).

Damit wir einen Referenzwert haben, testen wir es erst mit

Leitungswasser. Dann im Bach, der durch eine städtische

Umlandgemeinde fließt. Schmeckt nicht signifikant anders.

Komisch ist es anfangs aber trotzdem irgendwie. Auch wenn

wir uns an die Vorgaben von Katadyn gehalten haben und weder

Salz- noch Brackwasser verwendet haben, noch ist

es chemisch verunreinigt oder ein

landwirtschaftlicher Großbetrieb in der Nähe.

Fazit: Clevere Idee, die auch immer dabei ist, denn die leere

Soft Flask ist fuzziklein verstaubar. Der Rest, den es an Überwindung

beim Trinken kostet, wird mit jedem Mal kleiner.

Abgesehen davon hat mir der Pacsafe durch seinen Sitz getaugt.

Das Rückenteil ist angenehm steif und gut gepolstert –

Netzrücken gibt es jedoch keinen und Hüftgurte bessere. Gerade

in Schwarz ist der Venturesafe X extrem fesch und für

den Sport fast zu schade. Dazu passt die Laptoptasche im Inneren

(für Geräte bis 13 Zoll). Das Schwammerlsuchen, wo mit

den Eierschwammerln ja oft der halbe Wald im Rucksack landet,

hab ich meinem Freund deshalb auch erspart.

SPORTaktiv

113


NACHSPIEL

ÜBERS

SCHUHEZUBINDEN

EGYD GSTÄTTNER

Der Klagenfurter ist

freier Schriftsteller

und Hobbysportler.

Ich habe unendlich lange Beine! Dieser Satz

stammt nicht von einem weiblichen Topmodel

oder einem seiner Manager, sondern

von mir und ist eine Erkenntnis der zweiten

Lebenshälfte: Tatsächlich werden die Beine

im Alter sogar noch länger, oder umgekehrt

gesagt: Man entfernt sich immer weiter von

der Erde, vom Erdboden jedenfalls.

Das alles bedeutet: Das Schwierigste am

Joggen ist das Laufschuhezubinden. Zunächst

einmal muss man sich bei heiklen

Bewerben wie Fußnägelschneiden oder Sockenanziehen

der Herren dafür qualifizieren:

Extrem gefahrengeneigte Tätigkeiten – und

nichts für Verletzungsanfällige: Vor allem

Oberarme und Schultermuskulatur sind

großen Risiken ausgesetzt! Wie schnell ist

eine Sehne gedehnt, ein Muskel gezerrt,

eingerissen oder gerissen! Und hat man diese

Abenteuer glücklich doch überstanden, folgt

beim Schnürsenkelbinden im Stehen unweigerlich

wildes Keuchen und ein feuerroter

Kopf, der jeden Augenblick zu platzen droht.

Vermutlich, um solche schrecklichen Bilder

zu vermeiden, wird das Zehennagelschneiden

der Herren nicht einmal in ORF Sport plus

übertragen, und es gibt weder Fachkommentatoren,

noch Chefanalytiker. Gymnastik

wäre eine Möglichkeit. Aber was wäre Gymnastik

ohne Gymnastikschuhe? Und wie sollte

man die anlegen? Ein Teufelskreis! Nein,

nein: Unendlich lange Beine haben nur bei

unendlich jungen Frauen einen Sinn!

Naht der Winter, wird es für einen mit

unendlich langen Beinen nicht leichter: Das

Schwierigste am Skifahren ist es mittlerweile,

in die Skischuhe hineinzukommen! Das ist

ein Kampf! Jedes Mal denke ich, man sollte

endlich einen Spray erfinden, mit dem man

die Skischuhe um Füße und Waden herumsprüht

– und beim Après-Ski einfach wieder

abkletzelt …; Wenn sich die Erfindung

des Skischuhsprays verzögert, dann vorderhand

vielleicht die Erfindung von Schuhen,

die man wie einen Pullover über Kopf und

Hals stülpt und dann körperabwärts, nach

unten bis zu den Sohlen rollt … Dann gilt es

nur noch, nicht umzufallen.

Vielleicht sind es gar nicht vordringlich

meine Beine, sondern ist es vielmehr die Hügellandschaft

zwischen meinen Beinen und

meinem Kopf, die im Lauf des Lebens auch

Karriere machen will und sich nach und nach

zu einem Alpenpass auswächst.

IMPRESSUM

sportaktiv.com

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Tourismuswirtschaft und mit Veranstaltern gegen Druckkostenbeiträge produziert.

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Das Jahresabonnement (6 Ausgaben) kostet € 19,90.

114 SPORTaktiv


ANTON KRUPICKA

La Sportiva Ambassador

LA SPORTIVA® is a trademark of the shoe manufacturing company “La Sportiva S.p.A” located in Italy (TN) Photos by Fred Marmsater

Photos by Damiano Levati, Storyteller Lab

Ständige Weiterentwicklung.

Laufen, klettern, überwinden.

Wir suchen nach unserem Ursprung.

Wofür wir geboren wurden,

IMMER VORWÄRTS SCHAUEND.

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Val di Fiemme, Trentino

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Damit Berge zum Erlebnis werden

Als verlässlicher Partner liegt unser Bestreben seit dem Bau des ersten Skiliftes und auch heute noch darin, unseren Kunden

und deren Gästen das Beste für ihr Erlebnis am Berg zu bieten. Denn sie alle sind Maßstab für neue Ideen. Die Freizeit in den

Bergen zu verbringen ist eine sehr beliebte Beschäftigung in den Ferien, im Urlaub und an Wochenenden. Immer mehr Seilbahnen

kommen daher neben dem Winter auch im Sommer zum Einsatz. Speziell für den Transport von verschiedenen Sportgeräten.

Mit Innovationen von Doppelmayr erreichen Mountainbiker und ihre Bikes bequem per Seilbahn ihr Bergerlebnis:

Der Bike Clip kommt bei Sesselbahnen zum Einsatz, ist höchst komfortabel, einfach zu benutzen und erweitert

die Anwendungsmöglichkeiten für Seilbahnbetreiber.

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... zur Ideallösung.

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