Forschungsbericht 2011 - Nationalpark Hainich

nationalpark.hainich.de

Forschungsbericht 2011 - Nationalpark Hainich

Forschungsbericht 2011

Ergebnisse der Forschungsaktivitäten im Nationalpark Hainich

Kenntnisstand zum 31.12.2011

Nationalparkverwaltung Hainich

Bei der Marktkirche 9

99947 Bad Langensalza

Telefon: 03603/ 39070

Telefax: 03603/ 390720

Nationalpark.Hainich@NNL.thueringen.de

www.nationalpark-hainich.de

Foto: Blattanalyse mittels Photometer

Autor: T. Stephan, 2005

Bad Langensalza, März 2012


Inhalt

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

1. Vorbemerkungen 4

2. Ziele, Rahmenbedingungen und Grundsätze der Forschung im

Nationalpark Hainich (Forschungskonzept, Auszug aus

Nationalparkplan 2010) 5

3. Gutachten und Kartierungen 2011 10

4. Kenntnisstand zu Tieren, Pflanzen und Pilzen im Nationalpark 12

5. Monitoring 15

6. Langzeitprojekte externer Partner 16

7. Ausblick 36

8. Anhang 37

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1. Vorbemerkungen

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Mit diesem Bericht zum Stand der Forschung im Nationalpark Hainich werden v. a.

die im Jahr 2011 durchgeführten Arbeiten vorgestellt. Dabei lag der Schwerpunkt der

eigenen Forschung bei der Fortführung einiger der in den Vorjahren begonnenen

Projekte. Neue Projekte konnten angesichts der weiterhin sehr angespannten

Personal- und Finanzsituation in der Nationalparkverwaltung nicht in Angriff

genommen werden.

Forschung gehört zum Schutzzweck des Nationalparks. Das Thüringer Gesetz über

den Nationalpark Hainich weist der Nationalparkverwaltung die Aufgabe zu, ein

Forschungskonzept zu entwickeln. Im November 2001 wurde das

Forschungskonzept vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und

Umwelt gebilligt. Im 2009 erstellten Nationalparkplan (gebilligt im Februar 2010) als

Überarbeitung des Pflege- und Entwicklungsplanes wurde dieses

Forschungskonzept, aus Zeitgründen inhaltlich unverändert, übernommen. Das

Forschungskonzept (s. Kap. 2) ist eine Rahmenkonzeption. Seine Umsetzung erfolgt

in Abhängigkeit von eigenen Personal- und Finanzmitteln sowie den Mitteln und

Kapazitäten Dritter. Die konkreten Vorhaben und deren spezifische Methoden

müssen sich in die Rahmenkonzeption einpassen.

Fortgesetzt werden konnten einige Erfassungsprojekte zu Tier-, Pflanzen- und

Pilzarten, die jeweils als Monitoring angelegt sind (s. Kap. 3).

Weitergeführt wurde die Erfassung von Insekten am Baumkronenpfad. Fortgeführt

werden konnten die Projekte Fotodokumentation und Besucherzählung. Das Projekt

Standortkartierung wurde durch die Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei

ebenfalls weiter vorangebracht. Bei den Forschungsprojekten Dritter (Kap. 6) läuft

mit den sog. Biodiversitätsexploratorien ein umfassendes, langfristig angelegtes

Projekt, das sicherlich in den nächsten Jahren viele wertvolle Erkenntnisse liefern

wird.

Der Anhang enthält neben Klimadaten und weiterführenden Informationen zu

Projekten Dritter eine vollständige Liste der Gutachten, Kartierungen, Diplomarbeiten

u.ä., die seit 1992 das Gebiet des Nationalparks betreffend erstellt worden sind.

Der Forschungsbericht wird jährlich fortgeschrieben, um Interessierten einen

Überblick zu verschaffen und Projekte anzuregen, die sich gut in das

Forschungskonzept einpassen. Der aktuelle Bericht ist auch im Internet unter

www.nationalpark-hainich.de zu finden.

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Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

2. Ziele, Rahmenbedingungen und Grundsätze der Forschung im

Nationalpark Hainich

(Forschungskonzept, Auszug aus Nationalparkplan 2010)

Nationalparke sind gerade in Mitteleuropa unentbehrliche Untersuchungsflächen für

die naturschutzorientierte ökologische Forschung, weil nur hier eine Eigendynamik

der Ökosysteme auf relativ großer Fläche beobachtet werden kann. Forschung zählt

deshalb in der Regel zum Schutzzweck eines Nationalparks, so auch im Hainich

(siehe § 3 NPHG „Schutzzweck“). Im Hainich bietet sich darüber hinaus durch die

unterschiedlichen Schutzformen die interessante Gelegenheit, unbewirtschaftete

Wälder im Nationalpark mit bewirtschafteten Wäldern in den angrenzenden

Naturwaldreservaten bei identischen Standortverhältnissen zu vergleichen.

Wesentliche Ziele der Forschung im Nationalpark sind:

• Zu Fauna und Flora, Lebensräumen, der Nutzungsgeschichte sowie den

Standortfaktoren im Nationalpark soll ein hinreichender Kenntnisstand vorliegen

(Inventarisierung).

• Veränderungen von Artenbeständen und Lebensräumen werden beobachtet und

dokumentiert (Biomonitoring).

• Die dynamischen Prozesse im Wald und in den Verbuschungsflächen werden

untersucht und analysiert.

• Die Resonanz der Besucher auf den Nationalpark, seine Erholungs- und

Informationseinrichtungen sowie Erlebnis- und Bildungsangebote werden

untersucht. Ebenso werden die ökonomischen Auswirkungen des Nationalpark-

Tourismus auf die Region erfasst. Alle Ergebnisse fließen in die fortlaufende

Verbesserung der Nationalparkangebote ein.

§ 6 (2) NPHG führt zur Forschung aus:

„Die Nationalparkverwaltung entwickelt nach Anhörung des Kuratoriums eine

Konzeption für eigene sowie für fremde Forschungsvorhaben. Die fremde

wissenschaftliche Beobachtung und Forschung im Nationalpark bedarf der

Genehmigung der Nationalparkverwaltung.“

Abgeleitet aus dem Gesetz sowie den personellen und finanziellen Möglichkeiten der

Nationalparkverwaltung ergeben sich folgende Rahmenbedingungen für die

Durchführung der Forschung:

• Die Nationalparkverwaltung legt Art und Umfang der Forschung im Nationalpark

fest und koordiniert diese. Es sind nur solche Untersuchungen zulässig, zu deren

Zielsetzung und Methodik die Nationalparkverwaltung ihre Zustimmung gegeben

hat.

• Neben ihrer koordinierenden Funktion führt die Nationalparkverwaltung im

Rahmen ihrer Möglichkeiten auch selbst Forschungsarbeiten durch. Die eigene

Forschung ist vorrangig auf Zustandserfassung, Erfolgskontrolle und

Dauerbeobachtung gerichtet. Ein Teil der Erhebungen wird durch die

Nationalparkverwaltung an Dritte vergeben, ein Teil soll durch gezielte Vergabe

von Diplomarbeiten abgedeckt werden.

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Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

• Die Nationalparkverwaltung wird sich an landesweiten, nationalen und

internationalen wissenschaftlichen Programmen, insbesondere Biomonitoring,

beteiligen.

• Mit der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) in Jena und der

Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei (TLWJF) in Gotha werden

in jährlichen Arbeitstreffen die Forschungsvorhaben und die Kartierungsprojekte

abgestimmt. Die Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst der

Fachhochschule Erfurt soll sich in Form von Diplomarbeiten und Praktika an den

Untersuchungen im Hainich beteiligen.

• Weitere Forschungspartner sind Universitäten, Fachhochschulen, Forstliche

Versuchsanstalten, Ökosystemforschungszentren und gegebenenfalls andere

staatliche und private Forschungseinrichtungen oder Einzelpersonen. Durch

Abstimmung zwischen der Nationalparkverwaltung, den Thüringer

Landesanstalten und Dritten sollen die Forschungsvorhaben in das

Gesamtkonzept eingepasst werden.

• Umfassende und spezielle Forschungsansätze sollen über Projekte der

Forschungspartner sowie durch Diplom- und Doktorarbeiten abgedeckt werden.

• Forschungsergebnisse Dritter sind der Nationalparkverwaltung zur Verfügung zu

stellen (§ 6 Abs. 3 NPHG). Die Ergebnisse der Forschung werden Fachleuten (z.

B. über Forschungsberichte und Veröffentlichungen in Fachzeitschriften) und

Besuchern (über Faltblätter, Broschüren u. ä.) zugänglich gemacht.

• Zur Koordinierung der Forschung im Nationalpark und zur zeitnahen

Veröffentlichung der Ergebnisse wird ein Forschungsbeirat gegründet. Ihm sollen

Vertreter der Thüringer Landesanstalten, von Forschungsbetreibenden im

Nationalpark wie Universitäten und Hochschulen, Forschungsinstitutionen und

ständige Drittauftragnehmer angehören. Auf zweimal jährlich stattfindenden

Zusammenkünften sind die Maßnahmen abzustimmen.

• Die Forschung im Nationalpark Hainich ist eingebunden in die Forschung der

Weltnaturerbestätten Buchenwälder.

Grundsätze für die Forschung im Nationalpark

• Die Forschung im Nationalpark Hainich hat eine schutzzielorientierte Ausrichtung,

d. h. sie muss mit dem vorrangigen Schutzzweck des Nationalparks - „Sicherung

und Herstellung eines weitgehend ungestörten Ablaufs der Naturprozesse sowie

der Erhaltung und Regeneration naturnaher Waldbestände“ - vereinbar sein.

• Jedes Forschungsvorhaben ist dahingehend zu prüfen, ob die Untersuchungen

zwingend im Nationalpark durchgeführt werden müssen bzw. ob nicht außerhalb

liegende Flächen in Frage kommen. Ziel muss es sein, dass sich die Natur

möglichst ungestört entwickeln kann.

• Die im Nationalpark laufenden Untersuchungen müssen weitestgehend natur- und

umweltschonend durchgeführt werden (beobachtende Methoden). Notwendige

Kontrollgänge zu den Forschungsobjekten sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad

vorzunehmen. Untersuchungseinrichtungen, Fallen, sichtbare Markierungen usw.

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Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

sind nach Beendigung der Untersuchungen zurückzubauen, der Ausgangszustand

ist wiederherzustellen.

• Grundsätzlich sind die Wirkungen aller Maßnahmen im und um den Nationalpark

zu untersuchen und zu bewerten (Effizienzkontrolle). Dies betrifft nicht nur

Maßnahmen auf der Fläche (wie Renaturierungsmaßnahmen), sondern auch die

Auswirkungen der Öffentlichkeitsarbeit, Besucherlenkung, Umweltbildung etc.

• Alle lagebezogenen Inventarisierungs- und Monitoringergebnisse werden mit Hilfe

eines Geographischen Informationssystems aufbereitet.

Forschungsbereiche

Ausgehend von den Zielen der Forschung im Nationalpark lassen sich vier

Forschungsbereiche anführen; dabei bestehen zwischen den einzelnen

Forschungsbereichen vielfältige Verknüpfungen. Der Schwerpunkt liegt bei der

fortlaufenden als auch regelmäßigen Inventarisierung von Arten und Biotopen. Nach

der Erfassung des Ausgangszustandes stehen jedoch vorwiegend vergleichende

Betrachtungen in Form von zeitlichen Zustandsvergleichen und der Ableitung von

Entwicklungen im Mittelpunkt.

Abiotische und biotische Inventarisierung

Grundlage für die Inventarisierung ist ein Stichprobennetz mit einer Rasterweite von

200 x 200 Meter. Die Aufnahmepunkte wurden mit Magneten vermarkt und mit

durchnummerierten Pflöcken markiert. Das Stichprobennetz ermöglicht es

nachfolgenden Kartierungen und Forschungsvorhaben, auf exakt denselben

Rasterpunkten mit genauen Koordinatenangaben zu arbeiten.

Ziel muss es sein, die Inventarisierungspunkte entsprechend den technischen

Voraussetzungen in einem Zustand der dauerhaften Wiederauffindbarkeit zu

erhalten.

Erfassung von Standortsparametern

Hierunter fallen eine flächendeckende Standortskartierung, Erfassung der Böden

sowie Erfassung klimatischer Daten. Die von den Forschungspartnern eingerichteten

und betriebenen Klimastationen sind weiter zu erhalten.

Die flächendeckende Standortkartierung des Nationalparks durch die TLWJF ist

abzuschließen und die Ergebnisse sind allen beteiligten Forschungspartnern zur

Verfügung zu stellen.

Erfassung von Fauna und Flora, Lebensräumen und Vegetation

Ziel ist es, die möglichst vollständige faunistische und floristische

Arteninventarisierung als Basis für die Arbeit im Nationalpark fortzuführen.

Vertiefende Studien zu typischen Bewohnern des Buchenlaubwaldes, z. B. Spechte

und Artengruppen von Wirbellosen (Mollusken, Holzkäfer) in totholzreichen

Waldgebieten sollen weitergeführt werden. Die vorhandenen flächendeckenden

Biotopkartierungen sind auszuwerten und zu vergleichen sowie in einem festgelegten

Zeitintervall zu wiederholen. Als Ergebnis einer vegetationskundlichen Bearbeitung

sollen eine Vegetationskarte und Beschreibungen der Pflanzengesellschaften

erarbeitet werden.

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Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Waldinventur

Im Nationalpark wurde in den Jahren 2000/2001 eine Kontrollstichprobeninventur

(KSP) auf den Wald- und Sukzessionsflächen durchgeführt. Um die Waldentwicklung

im Nationalpark langfristig verfolgen zu können, wurde die Erstaufnahme in den

Jahren 2010/11 entlang des Stichprobennetzes in Form einer methodisch

überarbeiteten Folgeaufnahme wiederholt. Die in den Außenaufnahmen erfassten

Daten wurden nach einer einheitlichen Methodik neu berechnet und in Form eines

„Alt - Neu“-Vergleichs dargestellt und ausgewertet. Die Publikation der Ergebnisse ist

für das Jahr 2012 als Fortsetzung der Forschungsbandreihe vorgesehen.

Siedlungs- und Nutzungsgeschichte

Unter Zugrundelegung vorhandener Unterlagen (wie Flurkarten, Luftbilder und

Forstdaten), gegebenenfalls ergänzt durch Zeitzeugenbefragung, ist die Siedlungs-

und Nutzungsgeschichte insbesondere der letzten Jahrzehnte zu rekonstruieren und

zu protokollieren.

Biomonitoring

Biomonitoring beschäftigt sich mit den biotischen Kompartimenten der Ökosysteme

bzw. mit den Auswirkungen der Veränderungen abiotischer Faktoren (Boden, Luft,

Wasser) auf die Lebewesen und ihre Lebensräume. Im Nationalpark wurde hierzu

von Forschungseinrichtungen auf ausgewählten Standorten ein System von

gezäunten und ungezäunten Dauerbeobachtungsflächen im Offenland und im Wald

eingerichtet. Auf den Dauerbeobachtungsflächen folgen Untersuchungen der

Bodenvegetation, Standortverhältnisse, Bestandesstrukturen und der Fauna und

Flora.

Neben diesen Flächen werden im Rahmen von Biomonitoring auch Einzelarten (wie

Gelbbauchunke) und Artengruppen (z. B. Vögel) beobachtet. Der Nationalpark

kooperiert hier mit der Verwaltung des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal, um in

gemeinsamer Anstrengung das Monitoring in Nationalpark und Naturpark zu

verbessern. Für das geplante Vernetzungsprojekt von EUROPARC Deutschland

wurde hierzu auch ein gemeinsamer Projektvorschlag erarbeitet. Die Projekte hierzu

sind fortzuführen. Die im Rahmen der FFH-Richtlinie relevanten Arten und

Lebensräume werden auf der Basis landes- bzw. bundesweiter Vorgaben

beobachtet.

Ein besonderes Augenmerk wird von den Forschungspartnern auf die langfristigen

Auswirkungen der globalen Klimaänderung auf das Ökosystem Wald gelegt.

Die begonnenen Projekte sind unter Beachtung der Grundsätze der Forschung im

Nationalpark weiterzuführen. Die Ergebnisse sind von den Forschungsinstituten in

Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung zeitnah zu veröffentlichen.

Erforschung der natürlichen Dynamik von Waldökosystemen

Die Erforschung der natürlichen Dynamik von Ökosystemen im Bereich von

Verbuschungs- und Waldflächen ist ein Hauptziel der Forschung im Nationalpark

Hainich. Neben der Beobachtung und Analyse auf den nutzungsfreien

Dauerbeobachtungsflächen im Nationalpark wird der Vergleich zu den

forstwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen in den angrenzenden Plenterwäldern des

Hainich aufgezeigt. Hieraus können gleichsam Erkenntnisse für die waldbauliche

Behandlung von bewirtschafteten Laubwäldern abgeleitet werden.

Die zu folgenden Fragestellungen begonnenen Projekte sollen weitergeführt werden:

• Wie verläuft die natürliche Walddynamik?

• Wie entwickelt sich die Sukzession aus zoologischer und botanischer Sicht?

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Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

• Wie verändert sich das gesamte Artenspektrum?

• Welche Nischen besiedeln einzelne ausgewählte Arten?

• Welche Bedeutung hat die Walddynamik für das Überleben von Tierarten?

Sozialwissenschaftliche und sozioökonomische Forschung

Der Forschungskomplex umfasst Untersuchungen zu den Themenbereichen

Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbildung, Tourismus, Verkehr sowie Regionalentwicklung

der Nationalparkregion und Wirtschaft im Zusammenhang mit dem Nationalpark. Ziel

ist es, die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit der Nationalparkverwaltung auf der

Grundlage dieser Forschungsergebnisse zu überprüfen, auszuwerten und zu

optimieren, die Wechselbeziehungen zwischen Nationalpark und Region differenziert

herauszuarbeiten und konstruktiv zu fördern sowie Beiträge zu einer

umweltgerechten Entwicklung der Region zu liefern.

Die Besucherzählungen und die Analyse der mit den Besuchern

zusammenhängenden ökologischen und ökonomischen Auswirkungen auf den

Nationalpark und die Region sind kontinuierlich fortzuführen und regional zu

publizieren.

Weitere Ziele

Erforderlich ist es, die vorhandenen Forschungsansätze im Nationalpark zu sichten,

zu bündeln und auf einer fundierten Basis weiter zu betreiben, gegebenenfalls in

modifizierter Form. Für den Hainich ist deshalb ein wissenschaftlich fundiertes und

praxisgerechtes Monitoringverfahren zu entwickeln.

Dafür und für andere Forschungsfragen soll ein Forschungsbeirat etabliert werden,

dem u. a. angehören sollten:

1. bereits im Hainich tätige Institute,

2. weitere einschlägige Thüringer Institute (z. B. Fachhochschule Erfurt, Friedrich

Schiller - Universität Jena)

3. Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG)

4. Kompetenz- und Service- Zentrum von ThüringenForst

Das Forschungskonzept ist zu überarbeiten und auch im Hinblick auf die am 25. Juni

2011erfolgte Einschreibung des Nationalparks als UNESCO-Weltnaturerbe zu

ergänzen.

Des Weiteren ist das FFH-Monitoring in das Forschungskonzept einzubinden.

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3. Gutachten und Kartierungen 2011

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Mit der Inventarisierung durch bzw. in Absprache mit der Nationalparkverwaltung

werden seit 1998 die in den Jahren vor der Nationalparkausweisung begonnenen

Arbeiten fortgeführt und erweitert. Die Inventarisierung bildete in den vergangenen

Jahren einen Schwerpunkt der Aktivitäten.

Tab. 1: Übersicht über Gutachten und Kartierungen im Nationalpark Hainich 2011

Jahr Thema

2011 Vogel-Monitoring (Fortführung Revierkartierung)

Vogel-Monitoring (Fortführung IMS, Greifvögel und Eulen)

Spechterfassung (Fortführung Monitoring)

Fotodokumentation (Fortführung)

Besucherzählung (Fortführung)

Standortkartierung (Fortführung)

1. Wiederholung der Waldinventur

Die bei den Kartierungen erzielten Ergebnisse haben den Kenntnisstand zu Tier-,

Pflanzen- und Pilzarten im Nationalpark weiter verbessert (s. Kap. 4). Auf der

Grundlage dieser Kartierungen wurden von der Nationalparkverwaltung Artenlisten in

einem gesonderten Bericht „Tiere, Pflanzen und Pilze im Nationalpark Hainich

zusammengestellt (ebenfalls im Internet unter www.nationalpark-hainich.de zu

finden)

Eine Übersicht über die Inhalte und Ergebnisse der Arbeiten des vergangenen

Jahres liefert Tabelle 2.

Tab. 2: Kurzdarstellung der Gutachten und Kartierungen des Jahres 2011

Vogel- Monitoring (Fortführung Revierkartierung)

Auftragnehmer/Ort Joachim Blank

Aufgabenstellung Erfassung der Vogelwelt auf ausgewählten Flächen nach standardisierten Methoden

Aufnahmezeitraum 2011

Ergebnisse/

Zusammenfassung

Projekt läuft seit 1999

2011 wurden 2 Reviere bearbeitet (Punkt-Stopp-Kartierung musste aus Zeitgründen

entfallen)

Vogel- Monitoring (Fortführung IMS, Greifvögel und Eulen)

Auftragnehmer/Ort Juliane Balmer und Joachim Blank (Mülverstedt)

Aufgabenstellung • Integriertes Monitoring von Singvögeln

• Monitoring Greifvögel und Eulen

Aufnahmezeitraum 2011

Ergebnisse/

Zusammenfassung

• Projekt läuft seit 2002

Spechterfassung (Fortführung Monitoring)

Auftragnehmer/Ort Nationalparkverwaltung

Aufgabenstellung Erfassung der Spechte entlang von 2 Transekten quer bzw. längs durch den

Nationalpark, Erfassung Mittelspecht auf ausgewählten Flächen

Aufnahmezeitraum 2011

Ergebnisse/

Zusammenfassung

Projekt läuft seit 2005

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Fotodokumentation (Fortführung)

Auftragnehmer/Ort Thomas Stephan, Munderkingen

Aufgabenstellung Fortführung der Fotodokumentation

Aufnahmezeitraum Seit 2000 laufendes Projekt

Ergebnisse/

Zusammenfassung

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Durchführung von Wiederholungsaufnahmen an ausgewählten Punkten (2006 erfolgte

erste Komplettwiederholung)

Fotodokumentation ist Teil des Monitorings im Nationalpark und dient dazu,

Veränderungen festzustellen. Diese werden dokumentiert und können im Rahmen der

Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit den Besuchern präsentiert werden

Besucherzählung (Fortführung)

Auftragnehmer/Ort Nationalparkverwaltung

Aufgabenstellung Beitrag zur Ermittlung der Gesamt-Besucherzahl durch PKW - Zählung auf den

Wanderparkplätzen (zweimal pro Woche, ganzjährig), Registrierung der Herkunft

anhand der Kfz-Kennzeichen

Aufnahmezeitraum Seit März 2003

Ergebnisse/

Zusammenfassung

• Projekt läuft als Daueraufgabe

2011 konnten mit dieser Methodik 385.000 Besucher ermittelt werden

Standortkartierung (Fortführung)

Auftragnehmer/Ort Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei (Gotha)

Aufgabenstellung Erstellung einer flächendeckenden Standortkarte des Nationalparks

Aufnahmezeitraum Projekt läuft seit 2000

Ergebnisse/

Zusammenfassung

• Projekt läuft als Daueraufgabe

• Der Bearbeitungsstand geht im Anhang aus Abb. 3.1 hervor

1. Wiederholung der Waldinventur

Auftragnehmer/Ort TSS Kurort Hartha

Aufgabenstellung Wiederholung der Waldinventur aus dem Jahr 2000

Aufnahmezeitraum Projekt wurde 2009 begonnen

Ergebnisse/

Zusammenfassung

• 2010 wurde der größte Teil der Inventurpunkte erfasst

2011 erfolgte der Abschluss der Außenaufnahmen und erste Auswertungen

• Für 2012 ist die Ergebnisveröffentlichung in Form eines Forschungsbandes geplant

Die Forschungsliste (Teil Gutachten, Kartierungen u.ä.) im Anhang enthält alle bisher

zum Gebiet des Nationalparks erstellten Arbeiten.

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Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

4. Kenntnisstand zu Tieren, Pflanzen und Pilzen im Nationalpark

Im Folgenden soll der Kenntnisstand zu den bisher im Nationalpark näher

untersuchten Gruppen kurz dargestellt werden. Die Inventarisierung soll in den

nächsten Jahren fortgesetzt werden, um Lücken zu schließen. Ebenfalls wichtig ist

der Beginn bzw. die Fortsetzung einer Dauerbeobachtung bei ausgewählten

Gruppen, um Aussagen zu Bestandstrends machen zu können. 2000 wurden von

der Nationalparkverwaltung erstmals Artenlisten in einem gesonderten Bericht

„Pflanzen- und Tierarten im Nationalpark Hainich“ zusammengestellt (der aktuelle

Bericht kann unter www.nationalpark-hainich.de eingesehen und heruntergeladen

werden), der jährlich aktualisiert wird.

Als zweiter Band der Reihe „Erforschen“ konnte 2011 der Band „Käfer im

Nationalpark Hainich“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Tab. 3: Kenntnisstand zu Tieren, Pflanzen und Pilzen

Säugetiere

(Nachgewiesene Arten: 49)

Vögel

(Nachgewiesene Arten: 189)

Kriechtiere

(Nachgewiesene Arten: 5)

Lurche

(Nachgewiesene Arten: 13)

Fische

(Nachgewiesene Arten: 11)

Eintagsfliegen

(Nachgewiesene Arten: 8)

Der Kenntnisstand ist relativ schlecht. Systematische

Untersuchungen fehlen mit Ausnahme von Untersuchungen

zur Wildkatze (1996-1999) und zu Fledermäusen (seit 1999).

Unter den 49 Arten befinden sich 15 Fledermausarten.

Zusammen mit Dr. Weise, Mühlhausen, wurde mit der

Erfassung von Kleinsäugern im Hainich begonnen.

Die Artenzahl verteilt sich auf 108 Brutvogelarten und 81

Durchzügler und Gäste.

Der Kenntnisstand ist nur für Teilflächen und ausgewählte

Gruppen (z.B. Spechte) befriedigend. Bei einer intensiveren

Erfassung sind bei Durchzüglern und Gästen noch weitere

Arten zu erwarten.

Nachgewiesen sind Wald- und Zauneidechse, Ringelnatter,

Schlingnatter und Blindschleiche.

Der Kenntnisstand ist relativ gut. Für Teilbereiche liegen

systematische Untersuchungen vor. Bei der angestrebten

intensiveren Erfassung in den nächsten Jahren sind noch

einzelne Arten zu erwarten.

Der Kenntnisstand ist gut (Untersuchungen von 2007).

Der Kenntnisstand ist aufgrund der systematischen Erfassung

der Limnofauna relativ gut. Weitere Nachweise sind aufgrund

der hierfür fehlenden Biotope im Nationalpark kaum zu

erwarten.

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Libellen

(Nachgewiesene Arten: 44)

Steinfliegen

(Nachgewiesene Arten: 5)

Heuschrecken

(Nachgewiesene Arten: 24)

Zikaden

(Nachgewiesene Arten: 67)

Wanzen

(Nachgewiesene Arten: 199)

Netzflügler

(Nachgewiesene Arten: 25)

Käfer

(Nachgewiesene Arten: 2.144)

Wildbienen und andere Stechimmen

(Nachgewiesene Arten: 343)

Ameisen

(Nachgewiesene Arten: 35)

Köcherfliegen

(Nachgewiesene Arten: 60)

Schmetterlinge

(Nachgewiesene Arten: 806)

Zweiflügler

(Nachgewiesene Arten: 1291)

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Durch D. MEY (Naturparkverwaltung) erfolgten in den

vergangenen Jahren systematische Erfassungen, ergänzt

durch eigene Erhebungen der Nationalparkverwaltung.

Weitere Nachweise sind kaum zu erwarten.

Der Kenntnisstand ist mäßig. 2004 wurde eine systematische

Erfassung ausgewählter Lebensräume durchgeführt.

Zikaden wurden im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

erfasst.

2004 erfolgte eine erste Erfassung der Landwanzen; zu

Wasserwanzen lagen bereits Ergebnisse vor.

Netzflügler wurden im Rahmen der Biodiversitäts-

Exploratorien erfasst.

Bisher sind im Nationalpark fast die Hälfte aller Käferarten

Thüringens und fast ein Drittel aller Käferarten Deutschlands

belegt. Von den nachgewiesenen Arten sind 524

holzbewohnend. Für Thüringen gelangen 26 Neufunde und 40

Wiederfunde, für Ostdeutschland 3 Neufunde und sogar einer

für Deutschland. Für 22 Arten stellt der Nationalpark aktuell

den einzigen Fundort in ganz Thüringen dar.

2007 erfolgte eine Ergänzung der bisher vorliegenden

Kartierungen, was zu einer deutlichen Ausdehnung der

Artenliste und zu einem Nachweis vieler besonders

bemerkenswerter Arten geführt hat.

Die Nachweise beruhten v.a. auf der Auswertung von

Beifängen. 2003 erfolgten Erfassungen im Rahmen einer

Diplomarbeit (M. Hobert). Insgesamt konnte BURGER (2006 u.

2007) 17 Arten als Beifänge nachweisen, davon 1 Art neu.

Die Erfassung der Gewässer hatte interessante Ergebnisse

erbracht (1 Neunachweis für Thüringen). Weitere Nachweise

sind kaum noch zu erwarten.

Aufgrund mehrjähriger systematischer Erfassungen der

Großschmetterlinge ist der Kenntnisstand relativ gut. Viele

bemerkenswerte Arten wurden nachgewiesen. 2003 wurde mit

der Erfassung der Kleinschmetterlinge begonnen.

Seit August 2003 erfolgt eine gezielte Erfassung.

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Spinnen und Weberknechte

(Nachgewiesene Arten: 267)

Hornmilben

(Nachgewiesene Arten: 85)

Asseln

(Nachgewiesene Arten: 11)

Tausendfüßer

(Nachgewiesene Arten: 24)

Krebstiere

(Nachgewiesene Arten: 17)

Schnecken und Muscheln

(Nachgewiesene Arten: 98)

Ringelwürmer

(Nachgewiesene Arten: 17)

Farn- und Blütenpflanzen

(Nachgewiesene Arten: 813)

Moose

(Nachgewiesene Arten: 221)

Flechten

(Nachgewiesene Arten: 134)

Pilze

(Nachgewiesene Arten: 1.646)

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

2008 wurden 23 für den Nationalpark neue Arten erfasst.

2008 wurden Hornmilben im Rahmen eines

Graduiertenkollegs bearbeitet.

2006 wurden Asseln im Rahmen eines Graduiertenkollegs

bearbeitet.

2003 erfolgen Aufsammlungen im Rahmen einer Exkursion.

2006 gelang der Nachweis einer hochgradig gefährdeten Art.

Der Kenntnisstand ist relativ gut. Die Erfassung 2006 an

Sonderstandorten hat weitere Nachweise ergeben.

2006 wurden Regenwürmer im Rahmen eines

Graduiertenkollegs bearbeitet

Durch die systematische floristische Kartierung ist der

Kenntnisstand gut, weitere Arten sind nur noch in geringer

Zahl zu erwarten.

Die Moose werden seit 1998 erfasst. Insgesamt dürften ca.

300 Arten im Nationalpark zu erwarten sein.

Seit 1998 werden Erfassungen durchgeführt, weitere Arten

sind zu erwarten.

Trotz der schon relativ großen Zahl schätzen die Pilzkenner,

dass erst ein Teil der tatsächlich vorkommenden Arten erfasst

ist und die Gesamtzahl deutlich über 2000 Arten liegen wird.

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5. Monitoring

Monitoring gehört zu den zentralen Aufgaben der Forschung in einem Nationalpark.

Erst Langzeitbeobachtungen werden uns in die Lage versetzen, Struktur und

Dynamik ungestörter Wälder besser zu verstehen. Monitoring im Nationalpark

Hainich steht noch weitgehend am Anfang. Vor allem im Jahr 2000 wurden

zahlreiche Dauerbeobachtungsflächen eingerichtet, aussagefähige Ergebnisse sind

aber meist erst mittel- bis langfristig zu erwarten. Grundsätzlich wird versucht,

Kartierungen im Nationalpark so durchzuführen, dass sie im Rahmen des

Monitorings in späteren Jahren wiederholt werden können.

Neben den in Kap. 6 genannten Langzeitprojekten wurden 2011 noch folgende

Monitoring-Projekte durchgeführt (vgl. auch Forschungsliste, Teil Langzeitprojekte,

im Anhang):

Tab. 4: Monitoring-Projekte 2011

Monitoring Vögel

Monitoring

Fledermäuse

Monitoring Spechte

Monitoring

Amphibien

Fotodokumentation

Monitoring Besucher

Beginn 1999

Im Rahmen des Vogelmonitorings werden seit 2000 vier Transekte (Beginn

1999 mit zunächst einem Transekt) als Punkt-Stopp-Zählung (nicht 2011)

sowie zwei Flächen nach der Revierkartierungsmethode erfasst. 2002 kamen

drei weitere Revierkartierungsflächen hinzu, außerdem wurde mit dem IMS

sowie dem Monitoring von Greifvögeln und Eulen begonnen.

Beginn 2000

Es werden jährlich in Bunkern überwinternde Fledermäuse erfasst.

Beginn: 2005

Erfassung der Spechte entlang von 2 Transekten quer bzw. längs durch den

Nationalpark, Erfassung Mittelspecht auf ausgewählten Flächen

Beginn: 2004

Amphibien-Monitoring an ausgewählten Standgewässern; Projekt in

Zusammenarbeit mit dem Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal (D. MEY)

Beginn 2000

Für ausgewählte Standorte (Landschaftsausschnitte, Wald- und

Baumstrukturen) wurde eine Fotodokumentation erstellt. Die

Aufnahmestandorte sind exakt festgelegt, so dass die Entwicklung in den

nächsten Jahren fotografisch dokumentiert werden kann. 2006 erfolgte die

erste Wiederholungskartierung aller ausgewählten Standorte.

Beginn 2002 (Vorbereitung)

Mit dem 2003 erstmals nahezu ganzjährig durchgeführten Projekt

Besucherzählung sollen Grundlagen für eine fundierte Schätzung der

Besucherzahlen und deren Herkunft (über die Erfassung der PKW und

Kennzeichen an den Parkplätzen) gesammelt werden.

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6. Langzeitprojekte externer Partner

Bei den folgenden Projekten externer Forschungspartner stehen die Waldflächen des

Nationalparks mit ihrer Eigendynamik im Mittelpunkt langfristig angelegter

Untersuchungen.

Tab. 5: Langzeitprojekte externer Partner

Thema: Walddynamik (I)

Partner

Albert - Ludwigs - Universität Freiburg,

Waldbau - Institut, Prof. Dr. J. Huss (Beginn) und Prof. Dr. J. Bauhus

Ziele

Dokumentation der Waldentwicklung in längerfristig nicht mehr bewirtschaftetem,

buchendominiertem Laubwald

Projektbeginn 1999

Ergebnisse/

Zusammenfassung

Thema: Walddynamik (II)

Auswertung der ersten Wiederholung läuft (Prof. Wirth)

http://www.waldbau.uni-freiburg.de/

Partner Georg August Univ. Göttingen, Institut für Pflanzenökologie, Prof. Dr. Leuschner

Prognosen zur Dynamik der Waldentwicklung im Nationalpark Hainich

Ziele / Inhalte

Waldökologische Grundlagenforschung (z. Zt. Schwerpunkt Wasserhaushalt von

Laubbäumen) Untersuchungen zur interspezifischen Konkurrenz der Laubbaumarten

Esche, Buche, Hainbuche und Winterlinde.

Projektbeginn 2000 (Graduiertenkolleg 2005)

Ergebnisse/

Projekt läuft

Zusammenfassung Internet - Link: http://www.plantecology.uni-goettingen.de

Thema: Kohlenstoffhaushalt

Partner

Ziele / Inhalte

Projektbeginn 1999

Ergebnisse/

Zusammenfassung

Thema: Biodiversitätsexploratorien

Max-Planck-Institut für Biogeochemie, Jena,

Uni Göttingen, Prof. Knohl

Bilanzierung des Kohlenstoffhaushalts

Klärung der Frage: Welche Bedeutung haben nicht bewirtschaftete Wälder als

Kohlenstoffsenke?

Der Nationalpark Hainich ist Glied eines europaweiten Messnetzes.

Projekt läuft; 2010 Übernahme der Turmbetreuung durch Uni Göttingen

Weitere Informationen zum Gesamtprojekt unter

Internet - Link: http://www.bgc-jena.mpg.de/public/carboeur/ (englisch)

Partner

Uni Potsdam, Institut für Biochemie und Biologie /

Deutsche Forschungsgemeinschaft Bonn

Ziele / Inhalte

Großflächige Plattform für innovative Biodiversitäts- und Ökosystemforschung in

Deutschland (Schorfheide-Chorin, Hainich-Dün, Schwäbische Alb)

Projektbeginn Juni 2006 bis 2009 (1. Phase), Weiterführung läuft

Ergebnisse/

Zusammenfassung

Erste Erhebungen zu Biodiversität- Ökosystemfunktion- Beziehungen

Aufklären der Beziehungen zwischen der Biodiversität verschiedener Taxa und

unterschiedlicher räumlicher Ebenen

Aufklären des Einflusses der Landnutzung und des Managements auf Biodiversität

Aufklären der Rolle der Biodiversität für Ökosystemprozesse

Internet - Link: http://www.biodiversity-exploratories.de.

16


Thema: Biodiversität FunDiv- Projekt

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Fakultät für Biologie ‐Geobotanik, Universität Freiburg,

Partner

24 Partner aus 15 Ländern Europas

Das wissenschaftliche Ziel von FunDivEUROPE ist es, die Effekte von Biodiversität auf

die Funktionen und Dienste europäischer Waldtypen zu beziffern. Konkret geht es um

die Frage, wie Artenvielfalt genutzt werden kann, um bestimmte Leistungen wie

Holzproduktion, Kohlenstoffspeicherung und die Sicherung der Wasserqualität zu

Ziele / Inhalte

fördern.

Des Weiteren soll beurteilt werden, ob und wie sich dieser Einfluss der Biodiversität

unter den Bedingungen des Klimawandels ändert. Dafür werden Feld‐ und Modelldaten

über das Verhalten von Monokulturen gegenüber artenreichen Beständen in

verschiedenen Klimazonen betrachtet.

Projektbeginn 2011

Die Grundphilosophie von FunDivEUROPE ist der Fokus auf Multifunktionalität. Jede

Messung wird auf jeder Untersuchungsfläche durchgeführt, um sicherzustellen, dass

die zu quantifizierenden Effekte der Diversität nicht von anderen Effekten überdeckt

Ergebnisse/

werden und statistisch belegbar sind. Die Erfassung vielfältiger

Zusammenfassung Ökosystemeigenschaften und ‐prozesse durch geeignete einfache Messungen erlaubt

dabei die Abdeckung der hohen Anzahl an Probeflächen.

Für weitere Neuigkeiten und Hinweise s. Internet- Link:

www.fundiveurope.eu

Thema: Projekt Wildtiermonitoring aus der Luft

Partner

Ziele / Inhalte

Firma aerosense, Quirnheim/Boßweiler,

im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und in Zusammenarbeit mit

Großschutzgebieten

Aerosense forscht seit 2008 im Rahmen eines DBU-Projektes im Bereich des

Wildtiermonitorings. Hierfür werden mittels Leichtflugzeug, ausgestattet mit einer IR-

VIS Kamerakopplung, bundesweit verschiedene Nationalparks und andere

Schutzgebiete in unterschiedlichen Jahreszeiten (differenzierte visuelle Abdeckung)

beflogen. Die Infrarotaufnahmen dienen der Auffindung der Tiere, während die

hochauflösenden visuellen Bilder für die artspezifische Erkennung verantwortlich sind.

Den Tierdetektionen können GPS Koordinaten zugeordnet werden, so dass diese in

topografischen Karten dargestellt werden und der überflogenen Fläche zugeordnet

werden können. Ziel ist die Entwicklung eines praktikablen, nachvollziehbaren

Verfahrens zum Monitoring von Wildtieren.

Projektbeginn 2008

Der Abschlussbericht für das Gesamtprojekt soll im 1. Quartal 2012 vorliegen.

Ergebnisse/

Zusammenfassung Nähere Informationen unter dem Internet- Link: www.aerosense.de

Thema: Projekt Habit Change

Partner

Ziele / Inhalte

Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, TU Berlin

Insgesamt Beteiligung von 17 europäischen Projektpartnern

Der Klimawandel wird zusätzlich zu anderen anthropogenen Indikatoren viele wertvolle

Habitate und deren Qualität beeinflussen. Dies wirkt sich auch auf die europäischen

Netzwerke von geschützten Gebieten aus. Umweltorganisationen und

Schutzgebietsverwaltungen werden in Zukunft zunehmend auf Änderungen der

Artenzusammensetzungen regieren müssen. Häufig werden die Schutzziele der

Gebiete nicht mehr den neuen Gegebenheiten entsprechen. Um darauf zu reagieren,

fehlen allerdings bis heute Szenarien und Indikatoren, welche Anhaltspunkte für die

Änderungen speziell auf lokaler Skala bieten. Auf Gebietsebene können Zu- oder

Abnahme sowie Verschiebungen des Niederschlags oder Änderungen der Saisonalität

zu völlig veränderte Bedingungen für bestimmte Arten führen, speziell in

Feuchtgebieten und Flüssen, aber auch in Wäldern und natürlichen Offenlandgebieten.

Die Herausforderung ist deshalb, diese Veränderung zu identifizieren und

Managementstrategien zur Adaption zu entwickeln

17


Projektbeginn 2013

Ergebnisse/

Zusammenfassung

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Das Ziel des Projektes ist es daher, die existierenden Management- und

Naturschutzstrategien zu evaluieren, um darauf aufbauend vorausschauend auf

möglichen Einflüsse des Klimawandels auf Habitatintaktheit und Diversität reagieren zu

können. Dafür wird ein auf Methoden der Fernerkundung und Geoinformatik

basierendes Monitoringkonzept entwickelt, um Änderungen des Klimawandels

erkennen zu können. Die Ergebnisse sollen zusammen mit den lokalen Akteuren zu

konkreten Änderungen im Managementkonzept führen.

Nähere Informationen unter dem Internet- Link: http://www.geoinformation.tu-berlin.de

Waldbauinstitut der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Als Teilprojekt des Sonderforschungsbereichs „Buchendominierte Laubwälder unter

Einfluss von Klima und Bewirtschaftung“ wurden 1999 im Weberstedter Holz,

Zentralbereich des Nationalparks, auf einer Fläche von 28 ha Größe jeden Baum mit

einem BHD größer 7 cm – insgesamt 15064 Individuen - erfasst und vermessen.

Diese genaue Aufnahme des Ist-Zustandes ermöglicht es, die Dynamik dieser vom

Menschen direkt unbeeinflussten Waldfläche zu dokumentieren (seit 1965 ruht dort

die Waldnutzung weitestgehend, seit 1997 vollständig) Dabei soll auch u.a. geklärt

werden, ob und gegebenenfalls in welchem Maße die Rotbuche hier langfristig über

andere Baumarten dominieren wird. 2002 wurden im Rahmen einer Diplomarbeit (C.

Beneke) Totholzstrukturen quantitativ erfasst. 20 Zaunflächen dienen der

Abschätzung der Intensität des Äsungsdrucks. Eine Promotion mit dem Titel

„Buchendominierte Laubwälder unter Einfluss von Klima und Bewirtschaftung“ (D.

Butler Manning) wurde 2006 abgeschlossen. Eine Wiederholungsaufnahme erfolgte,

ist aber noch nicht ausgewertet.

Institut für Pflanzenökologie Georg-August-Universität Göttingen

Das Institut für Pflanzenökologie der Universität Göttingen hat im Nationalpark

Hainich im Jahr 2000 eine Dauerbeobachtungsfläche eingerichtet. Dieser

Waldbereich unterscheidet sich hinsichtlich seiner Baumartenzusammensetzung

deutlich von anderen Waldflächen im Nationalpark, weil aufgrund der standörtlichen

Gegebenheiten und der Nutzungsgeschichte hier andere Laubbaumarten als die

Buche die Bestände bestimmen. Die Ökologie dieses artenreichen Mischbestandes

soll in den kommenden Jahren aus verschiedenen Blickwinkeln eingehend studiert

werden. Dabei stehen zurzeit der Wasser- und Kohlenstoffhaushalt im Mittelpunkt.

Diverse Diplom- bzw. Doktorarbeiten laufen oder sind bereits abgeschlossen.

2004 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft einen Antrag auf Einrichtung eines

Graduiertenkollegs bewilligt (Beginn 2005, voraussichtliche Laufzeit 9 Jahre). Der

Titel lautet „Die Bedeutung der Biodiversität für Stoffkreisläufe und biotische

Interaktionen in temperaten Laubwäldern“.

Das Kolleg verfolgt das Ziel, Zusammenhänge zwischen Diversität und Funktionalität

in temperaten Laubwäldern zu untersuchen und in diesem Bereich hochqualifizierte

Nachwuchswissenschaftlerinnen auszubilden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen

zum einen die Rolle der Baumartenvielfalt für wichtige ökosystemare Prozesse in

Wäldern und für die Diversität anderer taxonomischer Gruppen (Pflanzen, Tiere,

Pilze) verstehen helfen, zum anderen eine wissenschaftliche Grundlage für das

18


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Management von Mischbeständen liefern. Aufgrund der Langlebigkeit von Bäumen

und der daraus resultierenden Probleme bei experimentellen Ansätzen der

funktionalen Biodiversitätsforschung wurde im Kolleg ein vergleichender

Forschungsansatz in sorgfältig ausgewählten Waldbeständen unterschiedlicher

Baumartenvielfalt gewählt.

Die Arbeit des Kollegs in der dreieinhalbjährigen 1. Förderperiode ist erfolgreich

gewesen. Im Rahmen der ersten Kohorte an Stipendiatinnen (2005-2008) wurden

insgesamt 14 Kollegiatinnen durch ein Stipendium des GRK gefördert. Bis zum Tag

der Berichterstattung wurden von den 14 durch das GRK geförderten Kollegiatinnen

rund 30 Publikationen für internationale Journals verfasst (gedruckt bzw.

eingereicht). Die kollegbegleitenden Veranstaltungen und das Betreuungsprogramm

haben zu dem Erfolg entschieden beigetragen.

Das Kolleg hat in den vergangenen Jahren erfolgreich gearbeitet. Bereits in der

ersten Förderphase hat das Kolleg durch die Auswahl der Stipendiatinnen, durch die

gute räumliche und zeitliche Koordination der Forschungsarbeiten, das umfangreiche

Gastwissenschaftlerprogramm und die Einrichtung der Deutsch-Finnischen

Graduiertenschule ForEco ein internationales Profil erlangt. Das gewählte Thema hat

sich als innovativ und als tragfähige Basis für die versammelten Fächer erwiesen.

Der wissenschaftliche Erfolg des Kollegs drückt sich in der guten Promotionsbilanz

und einer beachtlichen Anzahl an Publikationen der Stipendiatinnen aus, die in guten

Zeitschriften erschienen sind oder sich in der Begutachtung befinden (etwa 30).

Die ersten Jahre des Kollegs haben zu zahlreichen Erkenntnissen über die

Bedeutung der Biodiversität in Laubmischwäldern geführt; einige der wichtigsten

Ergebnisse seien kurz zusammengefasst:

A1: Artenreiche Laubwälder besitzen eine höhere Ektomykorrhiza-Artenzahl als

baumartenarme Bestände. Aufgrund der stabilen Dominanzverhältnisse (nur wenige

Pilzarten sind häufig) ändert sich der Diversitätsindex H´ jedoch kaum - dies

entspricht der Erwartung nach der "insurance hypothesis".

A2: Baumartenreiche Laubwälder zeigen eine höhere Diversität und Produktivität in

der Krautschicht als artenarme Bestände, wobei der Buchen- und möglicherweise

auch der Lindenanteil in den Mischbeständen eine entscheidende Rolle spielen.

A3: Im Kronenbereich nimmt mit der Baumartendiversität der Anteil räuberischer

Insekten zu und der Blattfraß an Buche ab; zudem steigt die Insektendiversität an,

wobei der zeitliche und räumliche Artenturnover besondere Bedeutung hat.

A4: Die Streuzersetzungsrate ist positiv mit der Baumartendiversität korreliert.

Weiterhin wird Buchenstreu in artenreichen Mischbeständen schneller abgebaut als

in Buchen-Reinbeständen, worin sich der Einfluss einer umsatzaktiveren

Zersetzerlebensgemeinschaft ausdrückt. Die Baumartendiversität wirkt auf die

Artenzahlen und Abundanzen der Bodenfauna-Taxa unterschiedlich, wobei als

Mechanismen für positive oder negative Korrelationen standort- und

baumspezifische Faktoren wie auch Interaktionen zwischen Tiergruppen eine Rolle

spielen.

19


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

B1: Artenreiche Laubwälder im Hainich haben nicht generell eine höhere

oberirdische Nettoprimärproduktion als artenarme; ebenso wenig unterscheidet sich

die jährliche Blattproduktion.

B2: Artenreiche Laubwälder regenerieren ihr Feinwurzelsystem nach Störungen

schneller als artenarme; ein baumartenreicher Wurzelraum ist also resilienter als ein

artenarmer.

B3: Mit ansteigender Baumartendiversität steigt die Kronentraufe an und der

Bodenwasservorrat wird in niederschlagsarmen Perioden von den Bäumen stärker

ausgeschöpft.

B4: Artenreichere Laubwälder unterscheiden sich in der Höhe ihrer

Bestandestranspiration nicht grundsätzlich von artenarmen; funktionale

Eigenschaften der Baumarten sind in hydrologischer Hinsicht bedeutsamer als die

Artenzahl. In Trockenjahren können artenreiche Bestände das Bodenwasser

schneller ausschöpfen als artenarme und dadurch möglicherweise die Stabilität des

Ökosystems reduzieren.

B5: Weil in Buchenreinbeständen die Streuzersetzung langsamer und die

Basenrückfuhr über die Streu geringer ist als in Laubmischwäldern, weisen die

Oberböden von Mischbeständen eine höhere Versauerungsresistenz auf. Die

Aufnahme von atmosphärischem Methan ist unabhängig von der

Baumartendiversität in Laubmischwäldern. Sie wird primär durch die Gasdiffusivität

des Oberbodens gesteuert.

B6: Die Diversität der Baumarten beeinflusst sowohl den Chemismus der

bodenorganischen Substanz als auch die Zusammensetzung der mikrobiellen

Gemeinschaft. Dabei lassen sich die Alkanmuster der pflanzlichen Blattwachse

wegen ihrer Rekalzitranz im Boden nachweisen. Der Mechanismus der Veränderung

der Phospolipidfettsäure-Muster der mikrobiellen Gemeinschaft ist bisher noch

unklar, da sowohl pflanzliche als auch Standortfaktoren eine Rolle spielen.

C1: Die Buche ist in ihrem Dickenzuwachs weniger sensitiv gegenüber

Trockenstress-Ereignissen, wenn sie in Nachbarschaft artfremder Bäume wächst als

bei Buchennachbarschaft in artenarmen oder Reinbeständen.

C2: Es konnte erstmals nachgewiesen werden, dass repräsentativ befragte

Bürgerinnen und Bürger eine substanzielle Zahlungsbereitschaft für die

Versicherungsdienstleistungen der biologischen Vielfalt des Waldes im Sinne der

Ecological Insurance Hypothese haben.

C3: Artenreiche Waldbestände weisen größere Vorräte an organischem Phosphor

und niedrigere apparente P-Umsatzraten in ihrem Hauptwurzelhorizont auf als

artenarme.

Innerhalb des Kollegs wurde durch den Stipendiaten Maximilian Daenner aus der

Abteilung für Forstliche Biometrie eine zentrale Datenbank aufgebaut, in der sowohl

Standortsdaten von allgemeinem Interesse (z.B. Klima- und Bodenfeuchtedaten aus

dem Hainich) als auch spezifische Datensätze aus den Teilprojekten abgelegt sind.

20


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Diese stehen den anderen Stipendiatinnen sowie den folgenden Kohorten zur

Verfügung.

Im Laufe des Jahres 2011 haben die DoktorandInnen der 2. Förderphase ihre Arbeit

im Kolleg beendet. Ab April 2011 begannen die DoktorandInnen der 3. Förderphase

ihre Arbeit. Als wesentliche Schwerpunkte der derzeitigen Forschungsarbeiten sind

das Pulsmarkierungsexperiment mit 13 C und 15 N, die Synthese durch integrierende

Modellierung sowie die Analyse längerer Zeitreihen an biologischen

biogeochemischen Daten zu nennen.

Projekt A1: Mykorrhiza-bildende Pilze in Laubwäldern unterschiedlicher

Baumartendiversität und ihre Bedeutung für den Nährstofftransfer

(Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. Polle)

Doktorandin:

Michaela Rath

Büsgen-Institut

Abteilung Forstbotanik & Baumphysiologie

Universität Göttingen

Im Rahmen dieser Arbeit soll die Bedeutung der Mykorrhiza für den Nährstofftransfer

in Laubwäldern untersucht werden. Dazu wurde im Sommer – gemeinsam mit

anderen Teilprojekten – ein Pulsmarkierungsexperiment an den Laubbaumarten

Buche und Esche im Nationalpark Hainich, im Standort „Lichte Haardt“, durchgeführt.

Abb.: Pulsmarkierunsgexperiment

Im Rahmen dieses Markierungsexperimentes wurden Kohlenstoff- und

Stickstoffmarkierungen an den Bäumen durchgeführt.

Die Auswertung des Versuches erfolgt derzeit. An den Wurzeln wird die Masse von

Fein- und Grobwurzeln bestimmt. Die Untersuchung der Mykorrhiza erfolgt bei der

Buche, die Ektomykorrhiza ausbildet, visuell mit Hilfe eines Binokulares in Anlehnung

an die Methode nach Agerer. Dabei werden die unterschiedlichen Pilzarten, die sich

an den Wurzelspitzen befinden, unter anderem an Hand ihrer Mantelfarbe,

Oberflächenstruktur und des Auftretens von erkennbaren Hyphen unterschieden.

Daneben werden Mykorrhizierungsrate der Wurzeln und die Vitalitätsrate der

Mykorrhiza bestimmt. Im vorliegenden Versuch soll die physiologische Bedeutung

der Mykorrhiza untersucht werden, sodass bei der Betrachtung der Wurzeln auf

trockene, nicht mykorrhizierte und vitale, mykorrhizierte Wurzelspitzen fokussiert

wird. Es wird davon ausgegangen, dass nur vitale Mykorrhizen für die

21


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Nährstoffversorgung der Pflanze relevant sind. Der im Zuge des Stofftransportes von

der Pflanze in die Wurzel gelangte Kohlenstoff wird im Kompetenzzentrum für Stabile

Isotope (KOSI) der Universität Göttingen bestimmt.

Projekt A3: Der Einfluss von Randeffekten auf multitrophische Interaktionen in

einem Baumartendiversitätsgradienten (Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr.

Tscharntke, Dr. Scherber)

Doktorandin:

Claudia Normann

Abteilung Agrarökologie

Universität Göttingen

Dieses Teilprojekt beschäftigt sich mit der Bedeutung von Baumartenvielfalt für

Pflanzen-Insekten-Interaktionen in temperaten Laubwäldern. Es soll untersucht

werden, welchen Einfluss unterschiedlich artenreiche Buchenwälder (Fagus

sylvatica) auf die Zusammensetzung von Pflanzen- und Arthropodengemeinschaften

haben. Der Hauptfokus des Projektes liegt darauf zu erforschen, wie sich dieser

Einfluss mit zunehmender Entfernung zum Waldrand verändert, also:

1. Wie weit reichen Randeffekte ins Waldesinnere - Wie groß muss ein Laubwald

sein, um eine unberührte Kernzone aufzuweisen?

2. Ist dies abhängig von der Baumartenvielfalt - Reichen Randeffekte weiter in

artenarme als in artenreiche Laubwälder hinein?

Hierzu wurden entlang von 12 Transekten Messpunkte angelegt, die bis zu 500

Meter in den Wald hineinreichen. Mit verschiedenen Untersuchungsmethoden (siehe

unten) wird an diesen Messpunkten u. a. die Artenvielfalt von Arthropoden

(Gliedertieren) und den Pflanzen der Krautschicht, sowie die Herbivorierate (durch

Schadinsekten verursachte Fraßschäden an Pflanzen) untersucht.

Die Forschungsarbeiten zu diesem Projekt finden im Nationalpark Hainich in

Thüringen statt. Er ist als größtes zusammenhängendes Laubwaldgebiet

Deutschlands und aufgrund seiner unterschiedlich baumartenreichen Standorte für

Forschungsvorhaben dieser Art hervorragend geeignet.

Untersuchungsmethoden 2011:

• Vegetationsaufnahmen der Baum- und Krautschicht

• Barberfallen zur Erfassung von Läufkäfern (Carabidae), Spinnen (Araneae)

und Kurzflügelkäfern (Staphylinidae)

• Kreuzfensterfallen

• Fisheye-Photographie zur Erfassung des Kronenschlusses und Lichteinfalls

• Quantifizierung von Fraßschäden, Gallen und Minen an Jungbäumen (bis

75 cm Höhe) von Rotbuche (Fagus sylvatica), Spitzahorn (Acer platanoides)

und Bergahorn (Acer pseudoplatanus) (Baumverjüngung)

• Entnahme von Bodenproben

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Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Projekt A4: Trophic structure of soil animal food webs of deciduous forests as

analyzed by stable isotope labelling (Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr.

Scheu)

Doktorandin:

Sarah Zieger

Johann-Friedrich-Blumbach-Institut für Zoologie und Anthropologie

Abteilung Ökologie

Universität Göttingen

Im Projekt A4 beschäftige ich mich mit dem Bodennahrungsnetz und dem Transfer

von Kohlenstoff im Boden. Im August 2011 wurde ein Markierungsexperiment ( 13 C

und 15 N „pulse labelling“) an jungen Buchen (Fagus sylvatica) und Eschen (Fraxinus

excelsior) im Hainich (Thüringen) in Zusammenarbeit mit den Projekten A1 (Michaela

Rath), B5 (Janine Sommer) und B6 (Ronny Thoms) durchgeführt. Mit diesem

Versuch wollen wir den Kohlenstofffluss von den Blättern bis in den Boden und die

Bodenfauna verfolgen. Genauer verfolgt soll auch der Kohlenstofffluss von Pilzen

und Bakterien in das Bodennahrungsnetz.

Den Weg des streubürtigen Kohlenstoffs in das Nahrungsnetz untersuche ich in

einem Experiment in Zusammenarbeit mit Verena Eißfeller.

Für 2012 ist ein Markierungsexperiment von Altbäumen geplant, um Unterschiede in

der Kohlenstoffallokation im Vergleich zu Jungbäumen zu untersuchen.

Methoden:

Stabile Isotopenmessung ( 13 C und 15 N)

NLFA (neutral lipid fatty acid) Analyse

Projekt A5: Phylogenetische und funtionale Diversität der Bodenbakterien-

Gemeinschaft in Laubwäldern unterschiedlicher Baumartendiversität

(Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. Rolf Daniel)

Doktorandin:

Amelie Dukunde

Abteilung Genomische und angewandte Mikrobiologie

Universität Göttingen

Das Projekt wurde gerade erst begonnen.

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Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Projekt A6: Dendroökologische Untersuchungen in temperaten

Laubmischwäldern (Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. Leuschner, Prof.

Dr. M. Hauck, Dr. Ch. Dulamsuren)

Doktorand:

Jorma Zimmermann

Abteilung für Pflanzenökologie und Ökosystemforschung

Universität Göttingen

Im Rahmen des Projekts soll die Trockenstresstoleranz von Rotbuche (Fagus

sylvatica), Stieleiche (Quercus petraea), Gemeiner Esche (Fraxinus excelsior),

Bergahorn (Acer pseudoplatanus) und Spitzahorn (Acer platanoides) untersucht und

verglichen werden.

Die Untersuchungen erfolgen an Bohrkernen, die entlang eines

Niederschlagsgradienten aus Bäumen der entsprechenden Arten gezogen werden.

Anhand dieser Bohrkerne werden die Jahrringbreiten vermessen sowie die δ 13 C-

Signaturen der Jahrringe bestimmt. Die Ergebnisse dieser Messungen werden mit

Klimadaten korreliert, um allgemeine Informationen über den Einfluss des Klimas auf

das Zuwachsverhalten zu bekommen und gleichzeitig den Einfluss von

Trockenperioden auf den Zuwachs beurteilen und vergleichen zu können.

Des Weiteren werden die Nachbarschaftsverhältnisse und die Konkurrenzsituation

der beprobten Bäume aufgenommen, um zu untersuchen, welche Rolle die

Artzusammensetzung der Nachbarschaft hinsichtlich der Trockenstresstoleranz des

Zielbaumes hat.

Untersuchungsmethoden

-Jahrringmessung (LINTAB + TSAPWin / WinDENDRO)

- δ 13 C-Analyse

-„Climate-response function analysis“

-Konkurrenzindizes

Konkurrenz

Abb.: Mölder 2007, Auswahl der

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Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Projekt B1: Eignung des Ökosystemdienstleistungs-, Ökosystemfunktions- und

Biodiversitätskonzeptes für die forstfachliche und wissenschaftliche

Öffentlichkeit (Prof. Dr. Rainer Marggraf, Prof. Dr. Dirk Hölscher)

Doktorand:

Stefan Schüler

Abteilung für Umwelt- und Ressourcenökonomik

Universität Göttingen

Die Konzepte von Ökosystemdienstleistung, Ökosystemfunktion und Biodiversität

erfahren seit der Convention on Biological Diversity (CBD, Rio de Janeiro 1992) und

der Veröffentlichung des Millennium Ecosystem Assessments (2005) eine

zunehmende Bedeutung in Wissenschaft und Praxis. Die Frage, inwieweit

Ökosysteme in der Lage sind, menschliche Anforderungen an eine multifunktionale,

ökosystemare Angebotsstruktur zu erfüllen, ist von besonderem

Forschungsinteresse. Das Promotionsprojekt soll sich in diesem Zusammenhang mit

der zentralen Frage nach der Bereitstellung hinreichend qualitativer und quantitativer

Daten für die Inwertsetzung von Ökosystemdienstleistungen auseinandersetzen. Da

die Konzepte von Ökosystemdienstleistung, Ökosystemfunktion und Biodiversität

terminologisch unterschiedlich angewendet werden können, sollen in einem ersten

Schritt begriffliche Definitionen gegenübergestellt und untersucht werden.

Nachfolgend sollen Möglichkeiten zur besseren Operationalisierung

wissenschaftlicher Daten aus dem Forst- und Naturschutzsektor ermittelt und

analysiert werden, welche sich zur Erstellung quantitativer Modelle für die

ökonomische Bewertung ökosystemarer Dienstleistungen eignen.

Untersuchungsmethoden

Im Zentrum stehen Methoden der qualitativen empirischen Sozialforschung.

Experten aus der forstfachlichen Praxis und Öffentlichkeit, sowie wissenschaftliche

Experten werden in persönlichen Leitfrageninterviews zu Definitionen, Inhalten und

Strukturen der genannten Konzepte befragt.

Projekt B2: Kohlenstoffumsatz im Wurzelraum von Laubwäldern

unterschiedlicher Baumartendiversität: Wurzelturnover und C-Transfer in den

Boden (Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. Leuschner, Prof. Dr. Schaefer,

Dr. Hertel)

Doktorandin:

Petra Kubisch

Abteilung für Pflanzenökologie und Ökosystemforschung

Universität Göttingen

Das Projekt B2 beschäftigt sich hauptsächlich mit der Untersuchung der

Feinwurzeldynamik, also der Neubildungs- und Absterberate von Feinwurzeln. Dazu

werden Minirhizotron- Röhren installiert um die Feinwurzelbildung und –Mortalität

direkt zu beobachten. Zusätzlich werden in direkter Nachbarschaft zu den Röhren

Proben aus der Rhizosphäre entnommen um auf die Biomasseumsätze Umsätze

schließen zu können. Installationen und Probenahe werden an reinen

Bestandspaaren von 6 Baumarten (Rotbuche, Hainbuche, Bergahorn, Spitzahorn,

Esche und Winterlinde) durchgeführt. Zusätzlich werden Beutel mit Wurzelmaterial

im Nationalpark Hainich ausgebracht, um die Zerfallsrate und den damit

verbundenen Kohlenstoffeintrag innerhalb eines Jahres zu bestimmen.

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Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Untersuchungsmethoden

• Mini Rhizotrone

• Unterscheidung artspezifischer Morphologie der Feinwurzeln

• Feinwurzel Inventur und Auftrennung nach Feinheit

• Einwuchszylinder (ingrowth cores)

• Ausbringung von Zerfallsbeuteln (litter bags)

Spitzahorn

Hainbuche

Bergahon

Rotbuche

Winterlinde

Esche

Projekt B3: Komplementarität in der Ressourcennutzung von Pflanzen

(Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. Dirk Hölscher)

Doktorandin:

Julia Hinrichsen

Burckhardt Institut

Abteilung für Waldbau und Waldökologie der Tropen

Universität Göttingen

Das Projekt besteht aus zwei Teilen

1. Komplementarität in der Wassernutzung von Bäumen im Nationalpark Hainich

2. Entwicklung eines Komplementaritätsindex und eines Simulationsmodells zur

Beschreibung von Ressourcenkomplementarität

Teil 1:

Unter Verwendung der natürlichen Abundanz des stabilen Isotops Deuterium soll auf

den bereits von der ersten Kohorte genutzten 12 Untersuchungsflächen an der

Thiemsburg, dem Lindig und der Mülverstädter Chaussee an insgesamt 120 Bäumen

mittels Bodenproben von 70 cm Tiefe die Wasseraufnahmetiefe der Baumarten

Buche, Esche, Linde, Ahorn und Hainbuche untersucht werden. Hierfür wird eine

mindestens zehntägige Trockenperiode benötigt, um Komplementaritätseffekte

beobachten zu können.

Da es eine solche Trockenphase im Jahr 2011 nicht gab, wurde der Versuch in das

kommende Jahr verschoben.

26


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Es wurden im Vorfeld im Juni bereits Bäume verschiedener Durchmesserklassen

ausgewählt und mit aus der Entfernung nicht sichtbarer blauer oder gelber Schnur

gekennzeichnet.

Teil 2:

Für die Entwicklung eines Komplementaritätsindex wurde ein Modellkonzept

entworfen, welches ein abgeschlossenes System mit den Ressourcen Licht, Wasser

und Stickstoff und deren Aufnahme durch verschiedene Arten simuliert. Hierbei

werden die Arten vereinfacht als die Summe ihrer Merkmale dargestellt, welche die

Größe der jeweiligen Pflanze, ihren Aufnahmeradius, ihre Aufnahmerate sowie den

Zeitpunkt des Blattaustriebes und Blattfalls und die Fähigkeit mit morphologischer

und physiologischer Plastizität auf Ressourcenmangel zu reagieren beinhalten.

Die Komplementarität wird in diesem Modell berechnet aus der Menge der durch alle

Pflanzen genutzten Ressourcen unter der Annahme, dass

Ressourcenkomplementarität aufgrund von Nischenaufteilung zu einer kompletteren

Nutzung der Ressourcen führen kann.

Zum aktuellen Zeitpunkt erlaubt das Modell lediglich Simulationen mit drei Arten,

dieses wird aber ausgeweitet. Auch die Einbeziehung von Bestandeseffekten wie

Beschattung sollen in das Modell integriert werden.

Projekt B4: Effekte von Baumartenidentität und Baumartendiversität auf den

Wasserverbrauch und die Trockenstressresistenz von temperaten

Laubwäldern (Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. Christoph Leuschner, Dr.

Viviana Horna)

Doktorand:

Torben Luebbe

Abteilung für Pflanzenökologie und Ökosystemforschung

Universität Göttingen

The aim of my research is to identify effects of tree species identity & tree species

diversity on canopy transpiration and drought tolerance in temperate deciduous

forests. The species of interest are beech (Fagus sylvatica), ash (Fraxinus excelsior),

lime (Tilia cordata), maple (Acer pseudoplatanus) and hornbeam (Carpinus betulus)

Within a pot experiment the effects of species identity and species diversity are

investigated using small groups of juvenile trees. Different species combinations are

compared within 3 levels of species diversity (1, 3 or 5 species) and the treatments

are further divided into 2 levels of available soil water (wet, dry). The decrease in soil

water content due to water consumption and evapotranspiration can be estimated

gravimetrically. Furthermore, ecohydrological traits of tree species and treatments

are characterized by morphological and physiological measurements.

In addition to the above experimental approach hydrophysiological traits of the

considered trees species will be sampled in the forests of the Hainich NP. These

data will provide an insight into how appropriate the results of the pot experiment for

juvenile trees are for old grown forest ecosystems.

Methods:

• Gravimetric estimation of soil water content, evapotranspiration and crown

transpiration within a pot experiment.

• Photosynthesis (LiCor6400)

• Leaf analysis: C/N, δ13C, δ 18O

• Stomatal conductivity of leaves (porometry, LiCor1600)

• Hydraulic conductivity of xylem (Sperry, 1988)

27


• Leaf water potential (Scholander et al 1965)

• Pressure-volume curves (Scholander et al 1965)

• Vulnerability curves (cavitation resistance, Cochard, 2005)

• Mobile canopy lifter (max. 30m)

• Volumetric soil water content (TDR)

• Soil water potential (tensiometer)

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Projekt B5: Der Einfluss der Streuqualität verschiedener sommergrüner

Laubbäume auf biochemische Bodeneigenschaften (Wissenschaftliche

Betreuung: Prof. Dr. Yakov Kuzyakov)

Doktorandin:

Janine Sommer

Ökopedologie der gemäßigten Zonen, Büsgeninstitut

Universität Göttingen

Im Rahmen eines gemeinsamen Pulsmarkierungsexperiment wird der

Kohlenstofffluss über die Baumwurzeln in die Rhizosphäre und seine Umsetzung im

Boden einer detaillierten Analyse unterzogen. Das Projekt B5 untersucht den

Einfluss von Buche und Esche auf die Dynamik und die Rate der Veratmung

markierter Photosyntheseprodukte sowie die Sequestrierung markierter

Verbindungen in Bodenfraktionen und den Transfer in die mikrobielle Biomasse.

Weiterhin wird auch die Translokation des 15 N-Tracers in Abhängigkeit von der

Baumart analysiert. Der Schwerpunkt des Projektes B5 in diesem Jahr bildet die

Analyse der Komplementarität der Ressourcennutzung in Mischbeständen und

aufbauend auf den Ergebnissen zur Feinwurzelverteilung in der 1. Phase sollen

anhand der Tiefenverteilung der Strontium-Isotope ( 87 Sr/ 86 Sr) im Bodenprofil und der

Sr-Isotopensignatur in Feinwurzeln und Blättern die Ca-Aufnahme verschiedener

Baumarten räumlich beschrieben und differenziert werden. Unterschiede in der Sr-

Isotopensignatur zwischen Baumarten des gleichen Clusters werden als Indikator für

die Nutzung unterschiedlicher Ca-Quellen bzw. der Erschließung unterschiedlicher

Bodentiefen für die Ca-Aufnahme herangezogen. Die Sr-Isotopenanalysen werden in

Kooperation mit der Université de Bruxelles (D. Demaiffe, T. Drouet) durchgeführt.

28


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Abb.1: Versuchsaufbau Pulsmarkierungsexperiment

Ziele des Pulsmarkierungsversuches 2011:

Die Kohlenstoffeinträge über den Wurzel-Pfad in unterschiedliche Tiefen des

Mineralbodens sind von der Baumart und ihrer spezifischen Wurzelverteilung

abhängig und unter Buche kommt es zu einer stärkeren Immobilisierung von

mineralischem Stickstoff, da aufgrund der Qualität der Buchenstreu die N-

Verfügbarkeit geringer und der N-Umsatz langsamer ist als bei der Esche.

Projekt B6: Zuckertransport von den Blättern zur Rhisosphäre in termperaten

sommergrünen Laubwäldern (Wissenschaftliche Betreuung: apl. Prof. Dr. Gerd

Gleixner)

Doktorand:

Ronny Thoms

Max Planck Institut für Biogeochemie Jena

Bäume spielen eine wichtige Rolle im Kohlenstoffkreislauf. Im Teilprojekt B6 wird den

folgenden Fragen nachgegangen:

• Gibt es Unterschiede im Zuckertransport zwischen Buche (Fagus sylvatica)

und Esche (Fraxinus excelsior)?

• In welchen Bereichen des Baum werden Zucker verbraucht?

• Gibt es Unterschiede im Zuckertransfer in die Rhizosphäre?

Methode

Die Photosyntheseassimilate werden über das Phloem vom Ort der Entstehung

(Blätter) zum Ort des Verbrauchs (Wurzel, Rhizosphäre, Stoma) verteilt, daher

können durch markierte Kohlenstoffisotope die Transportvorgänge nachgewiesen

werden. Dazu wurde gemeinsam mit drei weiteren Teilprojekten ein

Pulsmarkierungsexperiment durchgeführt.

29


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Projekt B7: Nährstoffnutzung und Diversität von Baumclustern im Hainich-

Nationalpark (Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. Edzo Veldkamp, Dr.

Marife D. Corre)

Doktorand:

Marcus Schmidt

Ökopedologie der Tropen und Subtropen

Universität Göttingen

Uberblick

Nahrstoffnutzungseffizienz auf Okosystemebene (Nutrient Response Efficiency =

NRE) ist ein Maß dafur, wie effizient verfugbare Nahrstoffe im Boden fur den Aufbau

von Biomasse verwendet werden. In dieser Studie werden Werte fur NRE auf

kleinraumigen Mono- und Mischbestanden in einem alten naturnahen Laubwald des

Hainich-Nationalpark verglichen. Bodenfunktionen, welche NRE beeinflussen sollen

herausgestellt werden. Wahrend des ersten Jahres lag der Fokus auf der

Feinkonzeption des Projekts, der Clusterauswahl, sowie darauf, Methoden fur die

oberirdische Biomasseproduktion zu planen und anzuwenden. Unser Ziel besteht

darin festzustellen wie effizient die Nahrstoffe N und P in Mono- und Mischbestanden

genutzt werden und den Einfluss einzelner Arten herauszufiltern. Dafur werden

sowohl Biomasseproduktion als auch Nahrstoffverfugbarkeit einzeln gemessen.

Weiterhin wollen wir Bodenparameter, Laubzersetzung und Verluste durch

Auswaschung untersuchen und sie mit NRE in Zusammenhang bringen.

Forschungsarbeit 2011

Im Jahr 2011 war die Forschung durch Detailplanung der Forschungsmethoden

sowie der Baumcluster-Auswahl gekennzeichnet. Mit der Laubfallstudie wurde ein

Teil der Biomasseproduktion ermittelt. Laubzersetzungs-Beutel wurden gefullt um

Laubzersetzung als Mechanismus zur Bereitstellung von Nahrstoffen zu beleuchten.

Fur die Studie wurde ein Teilbereich gewahlt, der vom NP-Hainich (2008) als .sehr

naturnah“ deklariert wurde. Das Waldstuck wird als Lichte Hart bezeichnet und

hauptsachlich von Buche, Eiche, Hainbuche und Linde dominiert, die als zu

untersuchende Arten deklariert wurden. Innerhalb eines Areals von ca. 25 ha wurden

48 Baumcluster aus jeweils 4-6 unmittelbar beieinander stehender Baume gewahlt.

30


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Projekt C4: Ökonomische Bewertung von funktionaler biologischer Vielfalt und

Ökosystem-Dienstleistungen: Aspekte zur ethisch und ästhetisch motivierten

Wertschätzung von Waldgebieten (Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. R.

Marggraf)

Doktorandin:

Anja-Karolina Rovers

Abt. Umwelt- und Ressourcenökonomik

Universität Göttingen

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Ermittlung von Aspekten für ein nachhaltiges

Management verschiedenartiger Waldgebiete, in denen Besucherpräferenzen sowie

Naturschutzkriterien berücksichtigt werden. Dazu sollen ausgewählte Aspekte zur

ethisch und ästhetisch motivierten Wertschätzung von Waldgebieten durch

Waldbesucher erforscht werden.

Die Untersuchung gliedert sich in zwei verschiedene Phasen.

In Phase 1 findet eine Befragung von Waldbesuchern in den beiden Waldgebieten

statt. Zusätzlich sollen auch Experten, sowohl von der Nationalparkverwaltung

Hainich als auch vom Stadtforstamt Göttingen, befragt werden. Je nach

Zeitmanagement sollen in Phase 1 außerdem Jugendliche als zukünftige

Entscheidungsträger befragt werden. In einem vereinfachten Choice-Experiment

werden den Waldbesuchern verschiedene Fotoserien vorgelegt, die sie nach ihren

persönlichen Präferenzen in eine Reihenfolge bringen sollen (Ranking-Methode). Die

Fotoserien beinhalten bspw. einen steigenden Grad der Aufforstung oder eine

zunehmende Ausgestaltung des Wegenetzes durch den Wald. Außerdem sollen die

Befragten unterschiedliche Strukturelemente des Waldes nach ihrem Gefallen

anhand einer Punkteskala bewerten. Darin werden ausgehend von

Naturschutzkriterien einzelne Strukturelemente wie z. B. Totholz herausgegriffen.

Anschließend soll quantitativ erhoben werden, wie Wald durch die Befragten genutzt,

also Nutzungsintensität und Art der Nutzung. Ferner soll erfragt werden, wer aus

Sicht der Waldbesucher der Kostenträger für das „Gut“ Wald sein soll. Ergänzt wird

die Befragung durch soziodemographische Angaben.

In der Phase 2 sollen aus der Literatur der Bereiche Umwelt-/Naturethik und –

philosophie aber auch der Psychologie verschiedene Indikatoren zur Wertschätzung

von Natur herausgearbeitet werden. Diese Literatur bekräftigt im Gegensatz zu rein

ökonomischen Ansätzen, dass sich intrinsische Werte nur aufgrund von

unmittelbarem Erleben von Natur und Bezug dazu bilden. Somit stellt die qualitative

31


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Überprüfung dieser Indikatoren einen neuen Forschungsansatz dar. In Form von

fokussierten Interviews sollen die Indikatoren schließlich überprüft und Aspekte zum

Wertbildungsprozess erhoben werden.

C4-Projekt: Simulation von Baumartendiversität/ Modeling the role of

complementarity, species identity, and neutrality for diversity maintenance in

broad-leaved forests (Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. Kerstin Wiegand)

Doktorandin.

Nina Heymann

Abteilung Ökosystemmodellierung/ Büsgen-Institut

Universität Göttingen

Das Ziel dieses Projekts ist es, Erkenntnisse über die entscheidenden Faktoren und

Prozesse, die die Baumartenzusammensetzung in Wäldern bestimmen, zu

gewinnen. Um verschiedene Theorien zur Entstehung und Entwicklung von

Artgemeinschaften überprüfen zu können, wird ein Simulationsmodell implementiert.

Jede Art lässt sich durch ihren Toleranzbereich in Bezug auf die Umweltbedingungen

und ihren Bedarf an Ressourcen beschreiben. Die Anfänge der Nischentheorie

gingen davon aus, dass zwei Arten die ähnliche Ansprüche an ihren Lebensraum

haben, nicht koexistieren können. Arten treten miteinander in Konkurrenz und die Art

mit den niedrigeren Ansprüchen oder dem größeren Toleranzbereich verdrängt die

andere Art. Allerdings ist die Koexistenz von Arten zu beobachten. Als Erklärung

dafür wurde die Nischentheorie erweitert. Es gibt viele mögliche Erklärungen für

Koexistenz, wie beispielsweise die Lichtdurchlässigkeit der Kronen. Es stellt sich

auch die Frage, wie stabil die jeweilige Koexistenz ist und ob sich ein Gleichgewicht

einstellen wird. Im Gegensatz zu der Nischentheorie steht die Neutrale Theorie von

Hubbell. Sie geht von einer funktionalen Gleichheit der Arten aus, alle Arten, die in

dem Habitat vorkommen, haben die gleiche Chance.

Mit dem Modell soll auch untersucht werden, welche Auswirkung die

Artzusammensetzung auf den Erfolg des Individuums hat. Ist die interspezifische

Konkurrenz größer als die intraspezifische Konkurrenz?

Das Modell wird individuenbasiert, räumlich explizit und regelbasiert sein. Prozesse

wie Wachstum, Mortalität und Reproduktion werden simuliert. Es sollen verschiedene

Szenarien verglichen werden. Dazu werden als Modellinput Wald in

unterschiedlichen Diversitätsstufen, verschiedene Regeln zum Einfluss der Nachbarn

und ob Arten durch bessere Angepasstheit einen Vorteil haben können variiert. Als

Output gibt das Modell Zuwachs bzw. Biomasse pro Hektar und die

Baumartendiversität aus. Der Output der unterschiedlichen Szenarien wird

miteinander und mit realen Daten verglichen. Für die Parametrisierung und

Validierung des Modells sollen die Daten genutzt werden, die von den anderen

Doktoranten des Graduierten Kollegs gesammelt wurden und in Zukunft noch

aufgenommen werden. Wir haben lediglich eine Wiederholungsmessung der BHDs

auf den 50x50-Plots aus der ersten Phase durchgeführt.

32


Max-Planck-Institut (MPI) für Biogeochemie Jena

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Das Max- Plank- Institut hat im Jahr 2011 im Nationalpark Hainich keine eigenen

speziellen Projekte verfolgt. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten des Institutes

konzentrierte sich auf die Mitarbeit an den Biodiversitätsprojekten im Hainich.

Die Uni Göttingen (Prof. Alexander Knohl) übernahm vom Max-Planck-Institut 2010

die Wartung des Messturmes. Neu installiert wurde ein Aerosolsammler.

Aktivitäten der Abteilung Bioklimatologie, Fakultät für

Forstwissenschaften und Waldökologie, Universität Göttingen 2011

1. Projekt: Kohlendioxid- und Wasserdampf-Austausch zwischen Wald und

Atmosphäre (Fortsetzung des vom MPI Jena im Jahr 1999 begonnenen

Langzeitprojekts)

Uni Göttingen (Abt. Bioklimatologie) in Zusammenarbeit mit dem MPI Biogeochemie

Jena

Alexander Knohl (0551/393682), Mathias Herbst, Olaf Kolle

Seit 12 Jahren wird am großen Messturm in der Kernzone des Nationalparks der

Austausch von Wärme, Wasserdampf und Kohlendioxid zwischen dem Wald und der

Atmosphäre gemessen. Diese Messungen erfolgen kontinuierlich mit einer Frequenz

von 20 Hertz, d.h. die zur Berechnung halbstündlicher Wärme-, H2O- und CO2-

Flüsse nötigen Messgrößen werden 20-mal pro Sekunde erfasst. Die so entstandene

Messreihe gehört zu den längsten der Welt und ist damit für die internationale

Klimaforschung von großem Wert. Entsprechend oft werden die Daten von

internationalen Forschergruppen nachgefragt. Gemeinsam mit den ebenfalls am

Turm erhobenen Standardwetterdaten sowie täglich aufgezeichneten

Vegetationsfotos erlauben die Messungen außerdem eine Beurteilung der

langfristigen Rolle des Nationalparks Hainich im regionalen Wasserhaushalt und bei

der CO2 Speicherung. Neben der wöchentlichen Wartung der Messstation lagen im

Jahr 2011 die Schwerpunkte der Arbeit der Abt. Bioklimatologie auf der Erprobung

neuer, robusterer und präziserer Messfühler sowie auf der phänologischen Analyse

des seit 2000 aufgezeichneten Fotomaterials (siehe Forschungsliste).

Link: http://www.uni-goettingen.de/de/130466.html

33


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

2. Projekt: Sind n-Alkane aus Blattwachsen im Aerosol über einem Laubmischwald

und in den Blättern ein Maß für den hydrologischen Zustand dieses Ökosystems?

Uni Göttingen (Abt. Bioklimatologie) in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen

Technischen Hochschule (ETH) Zürich, dem Zentrum für marine

Umweltwissenschaften (MARUM) an der Uni Bremen und der Universität Potsdam

Alexander Knohl (0551/393682), Ansgar Kahmen (ETHZ), Enno Schefuß (MARUM),

Dirk Sachse (Univ. Potstdam)

N-Alkane sind langkettige Lipide, die einen wichtigen Bestandteil der Blattcuticula

bilden. Ihre Isotopenzusammensetzung bezüglich des Anteils an stabilen

Wasserstoffisotopen (δD) enthält ökohydrologische Informationen, die über Millionen

von Jahren erhalten bleiben. So gibt es Anhaltspunkte dafür, dass δD nicht nur von

der Isotopenzusammensetzung des Niederschlags, sondern auch von der

Isotopenanreicherung im Blatt- und Xylemwasser abhängt. Diese steht wiederum in

direkter Beziehung zur Transpiration der Bäume, da die Spaltöffnungen bevorzugt

die Wassermoleküle mit den leichteren Wasserstoffisotopen passieren lassen.

Im Hainich ist von August bis Oktober 2011 eine Pilotstudie durchgeführt worden, die

nach einem möglichen Zusammenhang zwischen den δD Werten in Aerosolen sowie

im Regen-, Blatt- und Xylemwasser. Dazu wurden kontinuierlich zwei

Aerosolsammler auf dem Messturm betrieben sowie wöchentlich Regenwasser-,

Blatt- und Zweigproben entnommen, die noch im Labor analysiert werden sollen.

Falls sich die erwarteten Zusammenhänge mit dieser Methodik aufdecken lassen,

soll im Rahmen eines Folgeprojekts genauer untersucht werden, inwieweit die

Reaktion von δD auf Umweltparameter in Abhängigkeit von weiteren Einflussfaktoren

wie z.B. Jahreszeit oder Baumart moduliert wird.

http://www.uni-goettingen.de/bioklimatologie

Biodiversitätsexploratorien

Im Rahmen einer Initiative zur Förderung der Biodiversitätsforschung in Deutschland

werden aktuell drei beispielhafte großskalige Langzeituntersuchungsgebiete etabliert.

Diese werden als Biodiversitäts-"Exploratorien" bezeichnet, im Gegensatz zu

hauptsächlich beschreibenden Observatorien. Das Ziel der Exploratorien, die von der

Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert werden, ist es, in ausgewählten

Gebieten Deutschlands die Wechselwirkungen zwischen Landnutzungsintensität,

Biodiversitätswandel und Ökosystemfunktionen am Beispiel von Grünland- und

Waldökosystemen zu untersuchen. In einer ersten Phase (2006-2009) sind fünf

Forschungseinrichtungen an dieser Initiative beteiligt (Universitäten Jena, Potsdam,

Ulm, Würzburg sowie das MPI für Biogeochemie Jena). Ab 2008 erfolgt die

Integration weiterer ergänzender Projekte. Die Biodiversitäts-Exploratorien dienen

somit der gesamten deutschen Biodiversitätsforschungsgemeinschaft als

stimulierende Untersuchungsplattform.

Eines der Untersuchungsgebiete ist die Region Hainich-Dün. Für das

Untersuchungssystem Wald bildet der Nationalpark Hainich die Referenz für ein

Ökosystem ohne Nutzung. Die anderen Untersuchungsflächen (Wald- und Grünland)

liegen um den Nationalpark herum. Eine genaue Auswahl fand am Jahresanfang

2007 statt.

34


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Zuständig für die Koordination der Forschung im Exploratorium Hainich-Dün sind

Sonja Gockel und Dr. Kerstin Wiesner an der TU München (Managerin) sowie die

Projektleiter Prof. Dr. Markus Fischer (Uni Potsdam) und Prof. W. W. Weisser (TU

München).

Weitere Informationen zu diesem Forschungsprojekt finden sich unter

http://www.biodiversity-exploratories.de

http://www.biodiversity-exploratories.de/exploratorien/hainich-duen/gebiet/

Ebenfalls zu den Langzeitprojekten zu zählen ist die Errichtung einer

Waldmessstation im Nationalpark. Waldmessstationen dienen der Überwachung

und Dokumentation des Waldzustandes und seiner Veränderungen unter dem

Einfluss von Stoffeinträgen aus der Atmosphäre. Erfasst werden Parameter zum

Niederschlag, dem Boden und dem Waldbestand. Im Hainich besteht seit 1995 eine

Waldmessstation, die im Oktober 2000 vom Revier Langula in den Nationalpark

verlegt wurde.

Seit April 2003 verfügt der Nationalpark über eine eigene Wetterstation (bei

Weberstedt, unmittelbar an der Nationalparkgrenze im Übergang zum Thüringer

Becken); die bisherigen Daten sind im Anhang zu finden.

35


7. Ausblick

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Die Inventarisierung der Arten soll fortgesetzt und der erreichte Stand in einem

laufend aktualisierten Artenbericht dargestellt werden. Die bereits gute Erfassung der

Käfer wurde in dem zu Beginn des Jahres 2011 veröffentlichten Forschungsband 2

dokumentiert. Weiterhin sollen die Möglichkeiten des Baumkronenpfades für die

Erfassung von Arten genutzt werden. Neben der Arteninventarisierung gilt es, die

Standortkartierung in den nächsten Jahren voranzubringen.

2001 konnten die Einmessung eines Rasters von 200 x 200 Metern sowie die erste

Kontrollstichprobeninventur abgeschlossen werden. Damit liegt eine hervorragende

Grundlage für die langfristige Beobachtung der Veränderung der Waldstrukturen vor.

Die umfangreiche Auswertung der erhobenen Daten wurde 2004 begonnen und

2005 weitestgehend abgeschlossen, eine Veröffentlichung der erhobenen Daten

erfolgte 2008 (Forschungsband 1). 2009 wurde mit der 1. Wiederholungsinventur

begonnen und diese mit Schwerpunkt 2010, im Jahr 2011 zum Abschluss gebracht.

Für 2012 ist die Veröffentlichung der Auswertungsergebnisse in Form eines

Forschungsbandes geplant.

Die 2003 begonnenen regelmäßigen Besucherzählungen auf den

Wanderparkplätzen sind fest in das Arbeitsprogramm der Nationalparkverwaltung

integriert. Die 2008 abgeschlossene Studie über Regionalökonomische Effekte des

Tourismus durch Prof. Dr. Job beleuchtet den Hainich als Wirtschaftsfaktor.

Eine zentrale Bedeutung bei der Forschung in einem Nationalpark hat das

Monitoring. Eine ganze Reihe der durchgeführten Kartierungen wurden so konzipiert,

dass sie im Rahmen eines Monitoring-Verfahrens Verwendung finden können.

Erforderlich ist es aber, die vorhandenen Ansätze im Nationalpark zu sichten, zu

bündeln und auf einer fundierten Basis weiter zu betreiben, ggf. in modifizierter Form.

Für den Hainich soll deshalb ein wissenschaftlich fundiertes und praxisgerechtes

Monitoringverfahren entwickelt werden.

Die begonnenen Langzeitprojekte Dritter, die gleichfalls wichtige Bausteine für ein

Monitoring darstellen, werden fortgesetzt. Von diesen Projekten sind in den nächsten

Jahren wertvolle Erkenntnisse für Naturschutz, Waldökologie und Waldbau zu

erwarten. Allerdings liegt es - im wahrsten Sinne des Wortes - in der Natur der

Sache, dass Prozesse im Wald Jahre und Jahrzehnte dauern können, bis

Veränderungen augenscheinlich werden. Hier gilt es deshalb, Geduld zu haben.

Das Motto der deutschen Nationalparke lautet „Natur Natur sein lassen“. Mit der

Umsetzung dieser Zielsetzung auf einem Großteil der Fläche im Nationalpark

Hainich (aktuell unterliegen 91 % der Fläche einer natürlichen Entwicklung) liegen

die Voraussetzungen vor, ungestörte natürliche Prozesse beobachten und

untersuchen zu können, aber auch, dem Besucher beeindruckende Naturerlebnisse

zu ermöglichen. Eine bereits 2002 durchgeführte Befragung zeigt, dass sich hier der

Nationalpark auf dem richtigen Weg befindet: Als besonders gut schätzten die

Besucher die abwechslungsreiche Natur, ihre Unberührtheit und Vielfalt sowie die

Einzigartigkeit der Wälder ein.

36


8. Anhang

Der Anhang enthält folgende Unterlagen:

1. Wetterdaten aus dem Nationalpark Hainich

1.1 Wetterdaten vom Messturm im Weberstedter Holz (MPI)

1.2 Niederschlagsdaten der Waldmessstation Ihlefeld (Forstverwaltung)

1.3 Wetterdaten der Wetterstation Weberstedt (Meteomedia)

2. Statistik der Nationalparkbesucher

3. Forschungsliste (Langzeitprojekte der Nationalparkverwaltung)

4. Forschungsliste (Gutachten, Kartierungen, Diplomarbeiten u.ä.)

5. Bericht Biodiversitäts-Exploratorien 2011

37


1. Klimadaten aus dem Nationalpark Hainich

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

1.1 Wetterdaten vom Messturm im Weberstedter Holz (MPI)

(Zeitraum 09/1999 – 12/2011)

(freundlicherweise vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie, Jena, zur Verfügung gestellt)

Erläuterungen:

> automatisierte und kontinuierliche Messungen

> Freilandniederschlag wurde auf der Lichtung „Lange Wiese“ am Bauwagen gemessen, alle übrigen

Messungen erfolgten an der Turmspitze über dem Bestand

> Die Werte für PAR beinhalten Tag- und Nachtwerte!

> n. d. = not determined, hier lagen noch keine Messungen vor

Zeit

Lufttemperatur

Freilandniederschlag

Relative Luftfeuchte

Wind-

Geschwindigkeit

Windrichtung

Photosynthetischaktive

Strahlung

(PAR)

(Monat Jahr)

1999

(°C) (mm) (%) (m/s) (Grad)

(µmol/s

m**2)

Januar 1999 n. d. n. d. n. d. n. d. n. d. n. d.

Februar 1999 n. d. n. d. n. d. n. d. n. d. n. d.

März 1999 n. d. n. d. n. d. n. d. n. d. n. d.

April 1999 n. d. n. d. n. d. n. d. n. d. n. d.

Mai 1999 n. d. n. d. n. d. n. d. n. d. n. d.

Juni 1999 n. d. n. d. n. d. n. d. n. d. n. d.

Juli 1999 n. d. n. d. n. d. n. d. n. d. n. d.

August 1999 n. d. n. d. n. d. n. d. n. d. n. d.

September 1999 17,84 n. d. 73,03 3,02 187,38 231,89

Oktober 1999 7,65 n. d. 86,47 3,45 196,02 138,12

November 1999 2,14 26,99 92,13 3,56 202,53 36,71

Dezember 1999

2000

0,83 102,72 89,70 4,46 232,82 32,58

Januar 2000 -0,39 82,13 91,10 4,27 236,92 51,22

Februar 2000 2,54 112,14 85,89 4,41 238,32 98,90

März 2000 4,08 151,57 83,78 3,88 231,73 144,02

April 2000 9,56 46,57 69,67 2,78 180,57 294,53

Mai 2000 13,70 51,84 67,34 2,84 148,20 409,87

Juni 2000 15,78 86,87 66,48 2,83 232,12 430,06

Juli 2000 13,25 109,57 84,04 3,11 228,62 282,05

August 2000 16,90 85,41 70,48 2,45 207,06 334,67

September 2000 13,15 31,28 82,79 2,56 177,25 208,77

Oktober 2000 9,75 61,99 83,46 3,28 203,23 118,98

November 2000 5,37 51,86 84,00 3,34 202,78 62,23

Dezember 2000

2001

2,04 40,16 87,83 3,61 195,49 43,14

Januar 2001 -0,13 32,85 88,54 2,60 178,73 52,51

Februar 2001 1,67 56,87 80,82 3,24 209,97 111,43

März 2001 2,37 123,42 87,60 3,01 177,82 132,84

38


Zeit

Lufttemperatur

Freilandniederschlag

Relative Luftfeuchte

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Wind-

Geschwindigkeit

Windrichtung

Photosynthetischaktive

Strahlung

(PAR)

(Monat Jahr) (°C) (mm) (%) (m/s) (Grad)

(µmol/s

m**2)

April 2001 6,22 52,29 73,78 3,13 226,45 254,20

Mai 2001 13,21 38,44 67,17 2,99 151,72 429,88

Juni 2001 12,94 18,71 75,04 2,84 230,70 375,62

Juli 2001 17,39 106,86 69,15 2,67 198,50 452,84

August 2001 17,88 36,42 69,83 2,80 196,34 353,38

September 2001 10,33 142,42 87,17 3,49 225,14 158,96

Oktober 2001 11,78 21,71 84,77 3,26 199,43 137,37

November 2001 2,86 120,30 89,17 3,19 235,83 66,12

Dezember 2001

2002

-1,54 48,40 91,64 3,37 195,43 31,64

Januar 2002 1,66 53,70 87,84 3,33 229,79 46,11

Februar 2002 3,82 89,06 79,79 4,87 216,96 90,32

März 2002 4,19 72,80 73,15 3,14 187,43 196,38

April 2002 6,44 68,40 71,91 3,03 171,35 272,73

Mai 2002 12,51 112,10 77,17 2,60 205,37 335,61

Juni 2002 15,94 59,90 71,53 2,63 208,49 396,29

Juli 2002 16,41 84,00 73,18 2,88 194,46 334,59

August 2002 18,02 101,90 76,69 2,17 200,75 330,31

September 2002 12,07 32,10 76,24 2,62 196,33 245,79

Oktober 2002 6,83 102,10 83,95 3,64 197,52 108,25

November 2002 4,62 122,20 89,45 1,54 175,02 57,01

Dezember 2002

2003

-1,88 87,90 93,10 0,42 168,61 25,01

Januar 2003 -2,07 53,80 89,57 3,74 240,33 46,01

Februar 2003 -3,97 13,60 83,00 2,44 316,83 108,44

März 2003 4,64 32,30 71,53 2,72 170,46 224,16

April 2003 7,45 26,80 58,93 3,09 184,22 340,67

Mai 2003 12,60 66,50 69,19 2,82 209,05 369,54

Juni 2003 17,08 50,50 65,31 2,42 137,61 509,72

Juli 2003 17,08 37,70 65,75 2,45 74,86 411,88

August 2003 19,50 28,40 52,84 2,46 225,86 422,04

September 2003 12,54 67,10 67,11 2,55 228,54 268,14

Oktober 2003 4,08 57,00 83,45 2,92 139,81 128,91

November 2003 4,45 55,10 88,10 3,24 186,72 64,91

Dezember 2003

2004

-0,22 55,10 88,87 3,92 200,25 51,58

Januar 2004 -1,76 50,07 91,82 3,64 214,04 47,76

Februar 2004 0,84 54,40 85,30 3,95 228,63 96,62

März 2004 2,75 38,90 78,30 3,28 183,82 196,45

April 2004 8,43 35,40 71,90 2,64 172,80 333,03

Mai 2004 9,83 128,30 77,59 2,72 246,27 368,41

Juni 2004 13,61 75,90 76,13 3,01 230,37 451,64

Juli 2004 14,57 122,30 79,63 2,80 201,73 407,92

39


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

August 2004 16,65 66,80 73,57 2,84 197,71 381,91

September 2004 12,45 49,60 74,99 3,10 195,34 285,33

Oktober 2004 8,65 17,40 82,42 2,83 187,00 160,14

November 2004 2,48 90,30 93,92 3,43 211,79 51,72

Dezember 2004

2005

-1,06 25,90 93,56 3,57 224,56 45,96

Januar 2005 0,68 65,20 87,85 4,61 227,73 50,16

Februar 2005 -2,45 60,40 88,17 3,20 210,69 105,75

März 2005 2,48 42,40 79,26 3,17 194,88 229,28

April 2005 8,65 43,70 68,70 2,54 157,94 317,34

Mai 2005 11,76 93,00 72,54 2,89 195,27 427,29

Juni 2005 15,07 64,40 69,13 2,51 213,59 480,10

Juli 2005 16,92 93,60 73,86 2,82 208,89 445,92

August 2005 14,72 63,60 79,01 2,67 235,25 341,64

September 2005 15,04 62,30 73,65 2,30 175,60 301,63

Oktober 2005 10,71 40,90 84,17 2,77 161,75 178,17

November 2005 3,55 38,10 89,86 3,27 203,84 69,72

Dezember 2005

2006

-0,29 68,40 94,05 3,36 221,70 38,08

Januar 2006 -3,76 17,7 91,54 2,74 173,18 71,64

Februar 2006 -1,79 42,9 91,47 2,92 226,84 87,19

März 2006 0,12 88,6 86,78 3,05 187,49 187,28

April 2006 7,11 61 74,00 2,80 232,57 283,80

Mai 2006 12,09 100 68,43 3,19 186,64 407,02

Juni 2006 15,99 30,7 68,27 1,65 180,09 514,12

Juli 2006 21,53 34,5 60,76 1,84 171,26 550,80

August 2006 14,06 120,4 81,77 3,00 239,89 306,62

September 2006 16,69 20,2 71,03 2,52 173,98 331,68

Oktober 2006 11,41 53 83,52 3,34 195,41 147,67

November 2006 6,37 60 84,89 3,82 231,21 76,51

Dezember 2006

2007

3,42 31,4 88,21 3,78 213,33 46,93

Januar 2007 3,17 95,00 86,41 5,11 232,39 46,98

Februar 2007 3,00 62,10 88,35 3,07 220,47 87,34

März 2007 5,46 72,00 75,02 3,30 191,88 213,15

April 2007 10,82 6,40 58,93 2,87 164,35 414,44

Mai 2007 13,31 159,10 69,89 3,18 194,98 413,43

Juni 2007 16,24 68,00 76,55 2,89 157,74 445,41

Juli 2007 16,15 124,90 73,45 3,29 212,88 397,87

August 2007 15,98 117,70 73,60 2,45 227,24 367,15

September 2007 11,54 176,10 81,22 3,17 238,85 235,01

Oktober 2007 7,25 19,30 87,17 2,52 171,94 143,88

November 2007 2,45 98,60 91,28 3,47 251,49 52,82

Dezember 2007

2008

0,18 47,70 91,26 3,83 192,91 34,52

Januar 2008 2,81 50,9 85,73 4,15 217,99 53,51

Februar 2008 3,13 22,10 77,98 3,43 188,89 120,48

März 2008 2,97 99,10 77,82 3,91 245,62 196,73

April 2008 6,79 64,40 74,26 2,80 180,02 267,90

Mai 2008 13,70 12,20 68,27 2,54 103,75 452,20

Juni 2008 16,43 56,50 65,20 2,66 200,61 527,79

40


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Juli 2008 17,52 34,20 67,75 2,84 203,94 445,54

August 2008 16,97 49,50 69,36 3,06 223,39 356,73

September 2008 11,62 54,40 78,02 2,78 158,51 231,85

Oktober 2008 8,16 83,90 87,13 3,27 217,04 131,27

November 2008 3,86 48,00 89,38 3,56 194,34 56,66

Dezember 2008

2009

-0,40 37,10 94,67 3,04 167,55 29,33

Januar 2009 -2,90 16,30 85,96 2,93 173,47 59,49

Februar 2009 -0,40 66,30 92,01 2,97 228,97 104,55

März 2009 3,14 69,9 83,47 3,20 216,63 165,21

April 2009 11,33 56,3 69,63 2,51 123,45 359,59

Mai 2009 12,61 93,10 72,94 2,18 188,36 412,45

Juni 2009 13,23 79,70 78,12 2,81 190,00 400,88

Juli 2009 16,84 148,20 68,84 2,77 212,31 427,31

August 2009 18,27 46,00 64,58 2,28 199,65 409,49

September 2009 13,88 92,20 80,19 2,56 198,14 242,44

Oktober 2009 6,62 54,60 90,12 2,97 218,80 117,67

November 2009 6,68 94,10 85,17 3,71 205,02 59,62

Dezember 2009

2010

-1,02 67,60 83,59 2,76 145,22 34,74

Januar 2010 -6,01 -5,78 95,56 3,72 241,03 46,90

Februar 2010 -2,54 -1,92 89,94 2,47 181,35 32,80

März 2010 3,02 -1,76 77,71 3,43 209,34 47,10

April 2010 8,57 10,30 51,25 2,80 135,69 20,10

Mai 2010 9,46 9,02 79,54 2,94 120,82 134,00

Juni 2010 15,38 15,82 62,78 3,31 180,56 20,50

Juli 2010 19,12 19,83 60,93 3,46 147,15 44,60

August 2010 15,01 15,48 78,40 4,21 81,06 118,70

September 2010 10,93 11,26 81,70 4,11 121,39 73,30

Oktober 2010 6,85 7,06 83,38 4,10 156,95 37,40

November 2010 3,25 3,28 92,15 4,39 140,52 104,30

Dezember 2010

2011

-5,70 -5,42 93,53 4,69 123,53 76,40

Januar 2011 -0,46 50,20 93,73 4,46 226,80 48,04

Februar 2011 -0,93 17,30 81,20 4,90 163,90 108,72

März 2011 4,65 13,70 64,17 3,89 189,39 245,68

April 2011 11,64 22,70 57,45 4,04 156,34 387,79

Mai 2011 13,05 25,60 54,26 3,82 178,66 479,08

Juni 2011 15,27 76,60 67,96 4,22 195,94 472,43

Juli 2011 14,49 72,60 71,11 4,04 234,82 374,11

August 2011 15,95 60,60 71,78 3,18 223,14 351,61

September 2011 14,46 49,80 70,64 3,13 197,06 295,83

Oktober 2011 8,74 46,10 77,25 3,46 202,62 179,53

November 2011 3,47 2,80 82,81 3,10 169,82 96,44

Dezember 2011 2,20 111,50 87,92 4,75 235,91 32,21

41


Zusammenfassung

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Jahr Lufttemperatur(°C) Niederschlag (mm)

Mittel bzw. Summe der Kalenderjahre

1999 n. d. n. d.

2000 8,8 911

2001 7,9 799

2002 8,4 986

2003 7,8 544

2004 7,3 756

2005 8,1 736

2006 8,6 660

2007 8,8 1047

2008 8,6 612

2009 8,2 884,3

2010 6,5 756,9

2011 8,6 549,5

Ø 8,13 770,16

42


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

43


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

1.2 Niederschlagsdaten der Waldmessstation Ihlefeld

(Forstverwaltung)

Jahr Bestand Freifläche

mm mm

2001 596,5 723,4

2002 733,2 900,4

2003 465,9 634,8

2004 563,8 766,5

2005 555,6 711,4

2006 502,2 698,6

2007 826,6 1.149,8

2008 462,1 655,2

2009 667 915,4

2010 706,9 933,6

2011 419,9 557,9

Durchschnitt 591 786

1.3 Wetterdaten der Wetterstation Weberstedt (Meteomedia)

Der Betrieb der Wetterstation Weberstedt/Hainich, errichtet im Auftrag der

Nationalparkverwaltung am Wanderparkplatz Weberstedt, läuft seit April 2003. Die

Daten werden stündlich automatisch von der Firma Meteomedia abgefragt.

2003

Mittlere

Lufttemperatur Niederschlag

Mittlere

Luftfeuchtigkeit

Mittlere Wind-

Geschwindigkeit

Monat (°C) (mm) (R F mit in %) (km/h)

Januar n. d n. d n. d n. d

Februar n. d n. d n. d n. d

März n. d n. d n. d n. d

April 8,2 18,7 62 10

Mai 14,2 51,9 73 9

Juni 18,7 43,3 71 6

Juli 19,2 28,6 68 7

August 20,9 28 56 7

September 13,6 72,2 77 7

Oktober 5,7 55,8 88 9

November 5,9 50,1 92 9

Dezember 1,9 49,1 89 12

Hinweis:

Für die Monate April 2003– Dezember 2003 ergibt sich ein Niederschlag von 397,7 mm. Die mittleren

Niederschlagswerte eines dreißigjährigen Zeitraums (Niederschlagsmessstelle des Deutschen

Wetterdienstes) belaufen sich für die ersten drei Monate des Jahres auf 109 mm. In der Summe ergibt

dies einen (hypothetischen) Jahreswert von 506,7 mm Niederschlag.

44


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Mittlere

Mittlere

Mittlere Wind-

2004 Lufttemperatur Niederschlag Luftfeuchtigkeit Geschwindigkeit

Monat (°C) (mm) (RF mit in %) (km/h)

Januar 0,7 45,4 88 14

Februar 2,8 40,9 82 16

März 4,4 35,2 78 11

April 9,3 29,2 75 8

Mai 11,4 102,3 80 8

Juni 15,6 42,8 75 9

Juli* 18,1 100,97 n. d. n. d.

August 18,4 51,3 n. d. n. d.

September 14,0 38,0 n. d. n. d.

Oktober 10,1 15,7 84 10

November 4,7 64,0 93 13

Dezember 1,0 21,8 93 12

Gesamt: 9,2 587,6 83,1 11,2

Mittlere

Mittlere

Mittlere Wind-

2005 Lufttemperatur Niederschlag Luftfeuchtigkeit Geschwindigkeit

Monat (°C) (mm) (R f mit %) (km/h)

Januar 2,0 54,8 87,6 18,0

Februar -1,5 52,4 89,0 11,0

März 3,6 26,3 79,8 11,0

April 9,2 50,5 73,7 9,0

Mai 12,5 81,6 78,2 9,0

Juni 16,0 71,3 74,5 8,0

Juli 16,0 58,9 74,5 8,0

August 16,0 45,5 80,2 8,0

September 15,0 60,1 81,0 7,0

Oktober 10,5 25,6 89,9 7,0

November 4,4 25,3 90,8 11,0

Dezember 0,9 48,2 93,7 13,0

Gesamt 8,7 600,5 82,7 10,0

Mittlere

Mittlere

Mittlere Wind-

2006 Lufttemperatur Niederschlag Luftfeuchtigkeit Geschwindigkeit

Monat (°C) (mm) (R f mit %) (km/h)

Januar -3,9 13,8 94,8 7,3

Februar -1,0 29,4 92,6 10,8

März 1,3 65,5 87,5 11,3

April 8,3 58,6 77,7 11,8

Mai 12,9 94,5 75,5 11,9

Juni 16,7 16,0 76,5 7,0

Juli 22,0 21,4 66,7 7,1

August 15,5 90,8 82,6 10,4

September 16,7 7,5 77,5 7,5

Oktober 12,0 43,2 87,0 10,9

November 7,3 41,2 86,4 13,7

Dezember 4,6 27,5 88,5 14,6

Gesamt 9,4 509,4 82,8 10,3

45


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Mittlere

Mittlere

Mittlere Wind-

2007 Lufttemperatur Niederschlag Luftfeuchtigkeit Geschwindigkeit

Monat (°C) (mm) (R f mit %) (km/h)

Januar 5,4 49,3 87 22,2

Februar 3,8 50,9 92 11,3

März 6,0 56,0 81 12,0

April 11,0 4,5 67 8,7

Mai 14,4 134,1 75 10,8

Juni 17,7 67,8 80 10,3

Juli 17,6 91,6 76 11,1

August 16,8 113,1 80 7,3

September 12,7 131,9 84 10,2

Oktober 8,0 12,7 91 6,5

November 3,7 71,9 93 12,3

Dezember 1,3 35,5 93 13,4

Gesamt 9,9 819,3 83 11,3

Mittlere

Mittlere

Mittlere Wind-

2008 Lufttemperatur Niederschlag Luftfeuchtigkeit Geschwindigkeit

Monat (°C) (mm) (R f mit %) (km/h)

Januar 3,9 47,5 87,3 16,1

Februar 3,5 27,7 84,1 12,3

März 4,6 77,9 79,9 15,3

April 7,4 55,1 82,2 9,1

Mai 14,1 12,6 76,1 6,8

Juni 17,3 47,0 71,8 7,8

Juli 18,4 44,2 72,8 9,1

August 18,0 37,4 72,5 10,8

September 12,4 37,7 80,8 8,2

Oktober 9,0 53,6 88,7 10,9

November 4,5 33,6 91,0 11,3

Dezember 0,6 25,9 94,5 10,0

Gesamt 9,5 500,2 81,8 10,6

Mittlere

Mittlere

Mittlere Wind-

2009 Lufttemperatur Niederschlag Luftfeuchtigkeit Geschwindigkeit

Monat (°C) (mm) (R f mit %) (km/h)

Januar -2,8 21,8 89,8 8,7

Februar 0,3 32,7 91,5 11,6

März 4,3 47,9 83,8 12,0

April 11,5 44,7 76,8 6,7

Mai 13,6 79,3 78,5 8,3

Juni 14,6 78,2 80,0 7,7

Juli 18,0 145,8 79,0 8,9

August 18,3 40,3 76,2 6,2

September 14,3 80,3 85,7 7,1

Oktober 7,7 42,4 90,7 9,5

November 7,5 82,8 87,1 14,3

Dezember -0,2 77,5 92,3 8,8

Gesamt 8,9 773,7 84,3 9,2

46


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Mittlere

Mittlere

Mittlere Wind-

2010 Lufttemperatur Niederschlag Luftfeuchtigkeit Geschwindigkeit

Monat (°C) (mm) (R f mit %) (km/h)

Januar -4,9 19,5 92,1 8,5

Februar -1,6 25,2 86,7 9,3

März 4,2 41,9 76,3 12,1

April 8,6 14,7 70,9 8,5

Mai 10,5 87,5 69,1 7,5

Juni 16,6 13,6 74,4 7,2

Juli 20,8 32,7 78,2 6,5

August 16,8 114,1 79,4 8,8

September 12,3 54,5 81,6 8,2

Oktober 7,7 26,0 87,8 8,4

November 4,5 89,6 96,0 11,6

Dezember -4,5 55,0 88,5 10,8

Gesamt 7,6 574,3 81,7 9,0

Mittlere

Mittlere

Mittlere Wind-

2011 Lufttemperatur Niederschlag Luftfeuchtigkeit Geschwindigkeit

Monat (°C) (mm) (R f mit %) (km/h)

Januar 1,1 35,6 94,2 11,1

Februar 0,2 18,6 90,8 11,3

März 4,8 14,6 79,8 8,5

April 11,6 20,5 71,0 8,7

Mai 13,7 14,8 83,4 8,2

Juni 16,9 73,8 73,4 9,1

Juli 20,1 60,0 69,7 9,0

August 17,9 58,3 81,8 9,2

September 15,3 46,8 85,0 8,7

Oktober 8,9 32,7 86,9 9,0

November 3,2 1,5 92,9 5,8

Dezember 3,8 92,7 91,8 19,4

Gesamt 9,5 469,9 84,3 9,8

47


2. Statistik der Nationalparkbesucher

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

48


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

49


3. Forschungsliste (Langzeitprojekte der Nationalparkverwaltung)

Projekt

Bezeichnung /Zielsetzung d.

Untersuchungen

Kontrollstichprobeninventur Erfassung der Dynamik im Wald

Floristische Inventur

Geobotanische

Dauerbeobachtung

Transekte Alterstedter Trift

Transekt Wartburgblick

Monitoring Amphibien

Erfassung der Krautschicht im

Wald und Offenland

Erfassung der Vegetation im

Wald

Erfassung der

Gehölzsukzession auf einer

Freifläche

(ehemalige Schießbahn)

Erfassung von Arten- und

Strukturveränderungen im

Übergang Wald zu

Kahlschlagsfläche

Erfassung von Veränderungen

an Laichgewässern

häufige Arten

Stand Methodik Rhythmus

Erstaufnahme

2000

Folgeaufnahme

2010/11

Auswertung

2012

1999 - 2003

Erstaufnahme

2000/ 01

Erstaufnahme

2011

1.Wiederholung

2012

Auswertung

2002

Erstaufnahme

2011

1.Wiederholung

1999

Erstaufnahme

2002

Wiederholung

1998

Erstaufnahme

2004

Wiederholung

2000

Erstaufnahme,

2003 1. Wdh.

2004 fundierte

Wdh.

Aufnahme folgender Parameter an

Kontrollstichpunkten im Wald: Baumart, BHD,

Höhe, Kronenansatz, Schäden, Totholz

(stehend, liegend, Wurzelstöcke) Verjüngung,

Verbiss

Aufnahme der Krautschicht 3 m um alle Punkte

eines flächendeckenden Rasters

Vegetationsaufnahmen (12 x 12 m) an ca. 130

ausgewählten Punkten auf Normalstandorten im

Wald

Vegetationsaufnahmen (10 x 10 m) an 10

Waldsonderstandorten

KSP-Raster; 2 Transekte in Nord-Süd-Richtung

(Projekt aufgrund von Schwierigkeiten

eingestellt)

Flächen 10 x 10 m jeweils vom Waldrand

beginnend Erfassung einzelner Gehölzarten

Fotodokumentation

Struktur- und Vegetationserfassung in einem 20

x 160 m breiten Streifen

(1. Wiederholung noch offen)

Abschätzung der Bestandesgrößen durch

Zählung an ausgewählten Gewässern

(Schwerpunkt Grasfrosch, Erdkröte)

alle 10

Jahre

alle 20

Jahre

alle 10

Jahre

alle 10

Jahre

alle 5 Jahre

geplant

nächste

Wdh.

2020

2020

2021

2021

ein-

gestellt

alle 5 Jahre (2012)

jährlich 2012

50


Projekt

Monitoring Vögel

Monitoring Moose

Monitoring Flechten

Bezeichnung/ Zielsetzung d.

Untersuchungen

Erfassung von Veränderungen

der Gelbbauchunken-Population

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Stand Methodik Rhythmus

1998

Erstaufnahme,

2004 Teil-Wdh.

Erfassung der Amphibien 2007

Erfassung von Veränderungen

bei häufigen Vogelarten auf

Ausgewählten Flächen

Beginn 1999

nächste

Wdh.

Kartierung ausgewählter Laichgewässer alle 5 Jahre 2012

Amphibien-Monitoring in 12 ausgewählten

Standgewässern

Punkt-Stopp-Zählung (4 Routen) und

Revierkartierung, (4 Flächen) gem. Methodik

DDA

Einbeziehung Offenland Craula

jährlich

Erfassung des Mittelspechtes Beginn 2001 Revierkartierung auf einer ausgewählten Fläche jährlich

2012

2012

Beginn 2001/

2002

Rasterkartierung in Teilbereichen gemäß

Vorgabe VTO

alle 5 Jahre 2016

Erfassung aller Spechte Beginn 2005 Transektkartierung entlang zweier Linien jährlich 2012

Integriertes Monitoring von

Singvogel- Populationen (IMS)

2008; jährlich Kartierung auf 2 Flächen gem. Methodik DDA jährlich 2012

Monitoring Greifvögel und Eulen 2008, jährlich Methodik gem. DDA jährlich 2012

Erfassung der Veränderung von

Moosen an Baumstämmen

Erstaufnahme

2000

Erfassung von Ausschnitten von der Größe DIN

A4 mit

alle 2 Jahre (2009)

Wdh. 2005 Lage und exakter Ausdehnung der Moospolster

Wdh. 2007

Wdh. 2008

2.Wiederholungskartierung

Erfassung der Veränderung von

Flechten an Baumstämmen

Erstaufnahme

2000

Wdh. 2005

Erfassung von Ausschnitten von der Größe DIN

A4 mit Lage und exakter Ausdehnung der

Flechten

alle 5 Jahre (2010)

2012

2012

51


Projekt

Fotodokumentation

Monitoring Vegetation

Monitoring Pilze

Monitoring Besucher

Monitoring Fledermäuse

Schülerprojekte "Monitoring"

Bezeichnung/ Zielsetzung d.

Untersuchungen

Erfassung von

Strukturveränderungen mit Hilfe

von Fotomaterial

Erfassung der Gehölzvegetation

an zwei Standorten

Erfassung der Pilze an vier

Standorten

Ermittlung von Zahl und

Herkunft der Besucher im NLP

Ermittlung von Profilen der

Besucher am Baumkronenpfad

Wiederholung „Job“- Studie

Erfassung der Fledermaus-

Winterbestände in

Bunkeranlagen

Erfassung der Bestände der

FFH-Art Bechstein-Fledermaus

Erfassung von Veränderungen

auf ausgewählten Flächen

durch Schüler

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Stand Methodik Rhythmus nächste

Erstellung von Fotodokumenten auf

Wdh.

Erstaufnahme

2000

ausgewählten Standorten (33) mit regelmäßig

wiederkehrenden Aufnahmen in

unterschiedlichen Zeitabständen

jährlich 2012

Komplett-Wdh.

2006

Fortführung 2008

2012

Erstaufnahme

2001, Wdh. 2003

Erstaufnahme

2001

jährlich

Beginn 2005

jährlich

Gehölzaufnahmen

alle 5

Jahre

(2008)

Pilzkartierung jährlich (2010)

Stichprobenzählung der Kfz an den

Parkplätzen rund

um den Nationalpark, seit 2005 auch

Kassenzahlen BKP

laufend 2012

Fragebögen an der Kasse des BKP laufend 2012

Besucherbefragung, Informationssammlung

von Infrastukturobjekten im NP. Umfeld

2012

Beginn 2000 Zählungen der überwinternden Tiere jährlich 2012

Beginn 2004 Fang, Telemetrie noch offen

2003

Erstaufnahme

Erfassung von Strukturen und Arten

unterschiedlich

52


Projekt

Monitoring Windwurffläche

Bezeichnung/ Zielsetzung d.

Untersuchungen

Erfassung von

Veränderungen auf einer

Windwurffläche

Weberstedter Holz (Strukturen und Arten)

Monitoring Eibe

Monitoring Käfer

Beobachtung der Entwicklung

der Eibe in Zäunen

Erfassung von

Veränderungen der

Käferlebensgemeinschaften

auf zwei Flächen

(1 davon Windwurffläche

Weberstedter Holz)

Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Stand Methodik Rhythmus

2004

Erstaufnahme

2009

Wiederholung

2005

Erstaufnahme

2010

Wiederholung

2005

Erstaufnahme

nächste

Wdh.

Struktur- und Vegetationserfassung alle 5 Jahre 2014

Faunistische Untersuchungen (Käfer und

Dipteren) Fotodokumentation

Erfassung der Verjüngung in Zaunflächen

Erfassung der Käfer mit diversen

Fangmethoden

jährlich (2008)

alle 5 Jahre

(Sämlinge

jährlich)

2015

2012

jährlich (2008)

53


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

4. Forschungsliste (Teil Gutachten, Kartierungen, Doktor-, Diplom- und Bachelor- Arbeiten u. ä.,

Stand Dez. 2011)

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Adaschkiewitz, Wolfgang Erfassung der Insekten im NLP Hainich

Inventarisierung,

SAM

Insekten NLP Verwaltung 2004

Adaschkiewitz, Wolfgang Erfassung der Insekten im NLP Hainich Werkvertrag Insekten NLP Verwaltung 2005

Adaschkiewitz, Wolfgang Erfassung der Insekten im NLP Hainich Werkvertrag Insekten NLP Verwaltung 2006

Adaschkiewitz, Wolfgang

Adaschkiewitz, Wolfgang

Adaschkiewitz, Wolfgang

Allert, J./ Goldhahn, P.

Aljes, Vincent; Knüpffer,

Maria

Apfel, Wolfgang

Apfel, Wolfgang

Erfassung der Zweiflügler im NLP

Hainich

Erfassung der Zweiflügler im NLP

Hainich

Erfassung der Zweiflügler im NLP

Hainich

Untersuchungen zur

Brutvogelsiedlungsdichte in einem

lichten Eichenwald des ehemaligen

Truppenübungsplatz Kindel

Interannuelle Variabilität des CO2

Austausches im Nationalpark Hainich:

Wie beeinflusst die phänologische

Entwicklung die Jahresbilanz?

Checklisten der Käferfauna vom

Nationalpark Hainich

Inventarisierung der Käferfauna des

Nationalparks (mit Erstellung von

Checklisten)

Werkvertrag Insekten Zweiflügler NLP Verwaltung 2007

Werkvertrag Insekten Zweiflügler NLP Verwaltung 2008

Werkvertrag Insekten Zweiflügler NLP Verwaltung 2009

Gutachten Vögel

Projekt im

Studienschwerpunkt

Waldnaturschutz,

Masterstudiengang

Forstwissenschaften

Kohlenstoffhaushalt,

Phänologie

NABU Kreisverband

Gotha

Uni Göttingen, Abt.

Bioklimatologie

1993

läuft

Insekten Käfer NLP Verwaltung 2006

SAM Insekten Käfer NLP Verwaltung 2003

54


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Arnold, Kurt

Balmer, Juliane

Becker, Susanne

Bellstedt, Ronald

Bellstedt, Ronald

Bellstedt, Ronald

Bellstedt, Ronald

Bellstedt, Ronald

Bellstedt, Ronald

Bellstedt, Ronald

Ergebnisse der faunistischen

Untersuchungen zur Heteropteren-

Fauna des NLP Hainich

Vogelmonitoring im Nationalpark

Hainich

Evaluation der Maßnahmen zur

Besucherinformation des NLP Hainich

unter Einbeziehung einer

Besucherumfrage in den

Informationsstellen

Beiträge zur Fauna des südlichen

Hainichs

Erfassung von Insekten am

Baumkronenpfad

Fauna - LBP Industriegebiet Kindel bei

Eisenach

Faunistische Untersuchung temporärer

Kleingewässer im NLP Hainich

Zu Limnofauna von stehenden

Waldgewässern im NLP Hainich

Zur Insektenfauna des

Baumkronenpfades im Nationalpark

Hainich

Zur Limnofauna von stehenden

Gewässern im NLP Hainich

Werkvertrag Insekten Wanzen NLP Verwaltung 2004

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2007

Diplomarbeit Besucher InfosteIlen

Gutachten

Fauna

gebietsweise Erfassung

Universität Göttingen

Geografisches Institut

Institut für Ökologie und

Naturschutz Eberswalde

2002

1994

Werkvertrag Insekten NLP Verwaltung 2007

Gutachten

Werkvertrag

Werkvertrag

Fauna

gebietsweise Erfassung

Stillgewässer

Limnofauna

Stillgewässer

Limnofauna

UTECON Berlin 1994

NLP Verwaltung 2003

NLP Verwaltung 1999

Werkvertrag Insekten NLP Verwaltung 2005

Werkvertrag

Stillgewässer

Limnofauna

NLP Verwaltung 2000

55


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Bellstedt, Ronald

Bellstedt, Ronald

Beneke, Christian

Bellstedt, Ronald

Berger, Sebastian

Berger, Sebastian

Biedermann, Meyer &

Schorcht (GbR)

Biedermann, M., u.a.

Biedermann, M./Karst,I./

Schorcht,W.

Zur Limnofauna von Fließgewässern im

Nationalpark Hainich

Erfassung von Insekten am

Baumkronenpfad

Totholzanfall in einem

Buchenaltbestand im NLP Hainich

Erforschung Insektenfauna am

Baumkronenpfad

Bestandserfassung des Mittelspechtes

im Hainich (Spechtrevierkartierung auf

Teilflächen)

Vergleichende Siedlungsdichte-

Untersuchungen am Mittelspecht

(Dendrocopos medius) in

bewirtschafteten und

unbewirtschafteten Wäldern des

Hainich

Grundlagen für ein Monitoring der

Bechsteinfledermaus (Myotis

bechsteinii) im NLP Hainich

Grundlagen für ein Monitoring der

Bechsteinfledermaus (Myotis

bechsteinii) im NLP Hainich

Erarbeitung weiterer Grundlagen für ein

Monitoring der Bechsteinfledermaus

Werkvertrag

Fließgewässer

Limnofauna

NLP Verwaltung 2000

Werkvertrag Insekten NLP Verwaltung 2008

Diplomarbeit Totholz

Universität Freiburg

Waldbauinstitut

2002

Werkvertrag Insekten NLP Verwaltung 2009

Kartierung Vögel Spechte NLP Verwaltung 2002

Diplomarbeit Vögel Spechte

Fachhochschule

Rottenburg

2004

Werkvertrag Fledermäuse Monitoring NLP Verwaltung 2004

Werkvertrag Säugetiere Fledermäuse NLP Verwaltung 2004

Werkvertrag Säugetiere Fledermäuse NLP Verwaltung 2006

56


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Biedermann, M./Karst,I./

Schorcht,W.

Erfassung von Baumhöhlenquartieren

der Bechsteinfledermaus (Myotis

bechsteinii) im NLP Hainich

Werkvertrag Säugetiere Fledermäuse

Biedermann, Martin Zur Fledermausfauna des Hainich Werkvertrag Säugetiere Fledermäuse

Biedermann, Martin Zur Fledermausfauna des Hainich Werkvertrag Säugetiere Fledermäuse

Blank, Joachim

Erfassung der Vogelwelt im NLP

Hainich

Inventarisierung,

SAM

Koordinationsstelle für

Fledermausschutz in

Thüringen

Landesanstalt für Umwelt

Jena

Staatliches Umweltamt

Sondershausen

2005

1995

1996

Vögel NLP Verwaltung 2005

Blank, Joachim Erfassung des Hohltaubenbestandes Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2006

Blank, Joachim

Integriertes Monitoring von

Singvogelpopulationen (IMS)

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2005

Blank, Joachim

Integriertes Monitoring von

Singvogelpopulationen (IMS)

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2006

Blank, Joachim Monitoring Greifvögel und Eulen Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2005

Blank, Joachim Monitoring Greifvögel und Eulen Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2006

Blank, Joachim Revierkartierung 2005 Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2005

Blank, Joachim

Erfassung des Hohltaubenbestandes –

Brutbestand und Bruterfolg

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2007

Blank, Joachim Revierkartierung 2006 Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2006

Blank, Joachim

Integriertes Monitoring von

Singvogelpopulationen (IMS)

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2007

Blank, Joachim Revierkartierung 2007 Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2007

Blank, Joachim Monitoring Greifvögel und Eulen Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2007

57


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Blank, Joachim

Erfassung des Hohltaubenbestandes –

Brutbestand und Bruterfolg

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2007

Blank, Joachim Monitoring Greifvögel und Eulen Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2008

Blank, Joachim Vogelmonitoring in Baumkronen Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2008

Blank, Joachim

Blank, Joachim

Monitoring von Singvögeln in

Pionierwäldern

Integriertes Monitoring von

Singvogelpopulationen (IMS)

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2008

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2008

Blank, Joachim Revierkartierung 2008 Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2008

Blank, Joachim

Blank, Joachim

Blank, Joachim

Bollow, Aina

Bolz, Ralf/

Sulzer,Petra

Durchführung Vogelmonitoring

(Greifvögel, Eulen, Singvögel)

Revierkartierungen

Durchführung Vogelmonitoring

(Greifvögel, Eulen, Singvögel)

Revierkartierungen

Durchführung Vogelmonitoring

(Greifvögel, Eulen, Singvögel)

Revierkartierungen

Erarbeitung eines Konzeptes zur Baumkontrolle

am Beispiel zweier

Erlebnispfade

Untersuchung von fünf ausgewählten

Phytotelmen im Nationalpark Hainich

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2009

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2010

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2011

Bachelor Waldökologie HAWK Göttingen 2008

Werkvertrag

Stillgewässer

Limnofauna

Landesanstalt für Umwelt

Jena

1999

58


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Brüggemann, Clemens

Brüggemann, Clemens

Burgdorf, Nicole

Burger, Frank

Burger, Frank

Burger, Frank

Butler Manning, D.

Ökofaunistische Untersuchungen zur

Laufkäferfauna (Coleoptera Carabidae)

an ausgewählten Wald und

Sukzessionsstandorten des NLP

Hainich

Vergleichend-ökologische

Untersuchungen an Laufkäfercoenosen

(Coleoptera Carabidae) unterschiedlich

strukturierter Buchenwälder

Waldstruktur und Bodeneigenschaften

in unterschiedlich artenreichen

Laubwaldbeständen im Hainich

Bestandsaufnahme von Stechimmen im

NLP Hainich

Erfassung von Stechimmen (Hym.,

Aculeata) im NLP Hainich

Erfassung von Stechimmen (Hym.,

Aculeata) im NLP Hainich

Buchendominierte Laubwälder unter

Einfluss von Klima und Bewirtschaftung

Diplomarbeit Insekten Käfer

Dissertation Insekten Käfer

Universität Potsdam

Fachbereich Biologie

Universität Potsdam

Mathematisch-

Naturwissenschaftliche

Fakultät

2000

2008

Diplomarbeit Waldökologie Universität Göttingen 2004

Werkvertrag Insekten Stechimmen NLP Verwaltung 2007

Werkvertrag Insekten Stechimmen NLP Verwaltung 2004

Werkvertrag Insekten Stechimmen NLP Verwaltung 2006

Promotion Waldökologie

Universität Freiburg

Waldbauinstitut

Claußen, A. Die Chiropteren im Nationalpark Hainich Werkvertrag Fledermäuse NLP Verwaltung 1999

Claußen, A. Die Chiropteren im Nationalpark Hainich Werkvertrag Fledermäuse NLP Verwaltung 2000

Claußen, A.

Die Chiropteren im Nationalpark Hainich

(incl. Konzept für eine langfristige

Erforschung der Fledermausfauna des

NLP Hainich)

2006

Werkvertrag Fledermäuse NLP Verwaltung 2001

59


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Claußen, A.

Claußen, A.

Claußen, A.

Claußen, A.

Conrady, Dierk

Conrady, Dierk

Dr. Bößneck, Ulrich

Dziock, Frank/

Jessat, Mike/

Kassebeer, C.

Eckhardt, Julia

Eckstein, J. u. Scholz, P.

Eckstein, Jan

Erfassung der Chiropteren im

Nationalpark Hainich -Untersuchungen

im Teilgebiet Lindig

Erfassung von Chiropteren an

Vernetzungsstrukturen östlich des NLP

und im NLP Hainich

Monitoring der

Fledermauswinterquartiere,

Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit

Monitoring der

Fledermauswinterquartiere,

Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit

Amphibienerfassung an zwölf

ausgewählten Stillgewässern im NLP

Hainich u. Vorschläge für ein einfaches

Monitoring

Amphibienerfassung an zwölf

ausgewählten Stillgewässern im NLP

Hainich u. Überprüfung eines einfachen

Monitorings

Erfassung von Schnecken und

Muscheln im NLP Hainich

Überblick über die Schwebfliegenfauna

totholzreicher Waldbestände

Kartierung der Märzenbecher im

Nationalpark Hainich

Erste Wiederholung der Erfassung von

Dauerflächen für Flechten u. Moose im

NLP Hainich

Zweite Wiederholung der Erfassung von

Dauerflächen für Moose im NLP Hainich

Werkvertrag Fledermäuse NLP Verwaltung 2003

Werkvertrag Fledermäuse NLP Verwaltung 2002

Werkvertrag Säugetiere Fledermäuse NLP-Verwaltung 2005

Werkvertrag Säugetiere Fledermäuse NLP-Verwaltung 2006

Werkvertrag Amphibien Monitoring NLP Verwaltung 2004

Werkvertrag Amphibien Monitoring NLP Verwaltung

Werkvertrag

Schnecken und

Muscheln

2008

NLP-Verwaltung 2006

Kartierung Schwebfliegen NLP Verwaltung 2001

Kartierung Farn- und Blühpflanzen NLP Verwaltung 2000

Werkvertrag Moose NLP Verwaltung 2005

Werkvertrag Moose NLP Verwaltung 2008

60


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Ehrhardt, Mario

Emer, K./Gänse,

K./Kehl,K./ Köllner,J./

Steingräber,A./ Zicke,T.

Eppstein et al.

Ewald, J. / Türk,

W./ Walentowski.H

Fahnert, Egon

Fahnert, Egon

Fahnert, Egon

Fahrenholz

Felten, Udo

Vegetationskundliche Untersuchungen

im Altbestand und auf angrenzender

Kahlfläche eines submontanen

Kalkbuchenwaldes (Hordelymo-

Fagetum) im NLP Hainich

Informations-Begegnungszentrum

'Hainich' in Weberstedt

Artenschutzprogramm für die Wildkatze

im Freistaat Thüringen

Vorarbeiten zur Vegetationskartierung

im Nationalpark Hainich

(Vegetationsaufnahmen u. Einrichtung

einer Vegetationsdatenbank)

Revierkartierung von Vögeln auf 2

Teilflächen im NLP H.

Revierkartierung von Vögeln auf 2

Teilflächen im NLP H.

Revierkartierung von Vögeln auf 2

Teilflächen im NLP H.

Erfassung von Asseln im Rahmen des

Graduiertenkollegs der Uni Göttingen

Wegenetzplanung und

Besucherlenkung im Nationalpark

Hainich

Diplomarbeit Vegetation Monitoring

Diplomarbeit

Tourismus

Umweltbildung

Gutachten Säugetiere Wildkatze

Fachhochschule für

Forstwirtschaft

Schwarzburg

Institut für

Konstruktives Entwerfen

Thüringer Ministerium für

Landwirtschaft

Naturschutz

und Umwelt

1999

2002

1999

Werkvertrag Vegetation Monitoring NLP Verwaltung 2000

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2007

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2008

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 2009

Diplomarbeit

Insekten Uni Göttingen 2006

Besucherlenkung

Wegeplanung

Universität Göttingen

Forstwissenschaften und

Waldökologie

1999

61


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Fiegle, Michael

Fink, M. et al.

Förster, Petra

Förster, Petra &

Löbnitz, Marion

Franke, Ulrich

AEROSENCE

Frech, Annika

Frech, Annika

Fritsch, Holger

Fricke, Karsten

Fritzsche, Sebastian/

Martmer, Frank

FSU Jena - Institut für

Soziologie

Entwicklungskonzept für die

Offenlandbereiche am Zimmerner

Steinberg

Verknüpfung von Bodenfeuchte- und

DOC-Messungen zur Abschätzung des

Kohlenstofftransportes durch Wasser in

einem Waldökosystem

Vegetationsaufnahmen an

Waldsonderstandorten

Erfassung der Gefäßpflanzen im NLP

Hainich

Artenspezifische und quantitative

Erfassung von Schalenwild durch

simultane, luftgestützte IR- und VIS

Aufnahmen

Die Kronenstruktur dreier verschiedener

Baumarten in einem Laubmischwald -

die Bedeutung der Nachbarn

Walddynamik in Mischwäldern des

Nationalparks Hainich

Ableitung regionaler Flußwerte von

Wärme, Wasserdampf und Kohlendioxid

Effekte des Tourismus im Nationalpark

Hainich auf

angrenzende Gemeinden

Amphibienerfassung im Nationalpark

Hainich 2003

Auswertung der Umfrage im

Nationalpark Hainich vom Oktober 2001

Werkvertrag Vegetation NLP Verwaltung 1999

Abschlussbericht

Ökologie,

Kohlenstoffhaushalt

FSU Jena 2004

Werkvertrag Vegetation NLP Verwaltung 2002

Inventarisierung,

SAM

Gefäßpflanzen NLP Verwaltung 2005

Werkvertrag Jagd NLP Verwaltung, DBU 2012

Staatsexamens-

arbeit

Walddynamik

Gh Kassel Fachbereich

Biologie/Chemie

2001

Promotion Walddynamik Universität Göttingen läuft

Dissertation

Hausarbeit für

Lehramt, Erdkunde

Ökologie

Kohlenstoffhaushalt

Öffentlichkeitsarbeit

Uni Hamburg

Fachbereich

Geowissenschaften

Uni Gießen Institut für

Geografie

1905

2009

Kartierung Lurche NLP Verwaltung 2003

Werkvertrag Tourismus Besucher NLP Verwaltung 2001

62


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

FSU Jena –

Institut für Soziologie

Nationalparkstudie Hainich

(Besucherbefragung und -zählung,

Gastwirtbefragung,

Gemeindebefragung)

Werkvertrag Tourismus Besucher NLP Verwaltung 2002

Geißer, Doreen Spechtquartiere im Nationalpark Bachelorarbeit Vögel FH Erfurt 2011

Gohrbandt, Andreas

Gröger, F.

Grün, Gerhard

Grün, Gerhard

Hahn, Volker

Heiden, Theresa v.d.

Hendel, Evelyn

Schalenwildmanagement für den

Nationalpark Hainich

Mykofloristische Bestandserfassungen

in dem einstweilig gesicherten

Naturschutzgebiet "TÜP

Kindel/Weberstedt" und in dem

Naturschutzgebiet "Schwansee"

Mühlhausen

Brutvögel und seltene Gastvogelarten

im Gebiet des Truppenübungsplatzes

Weberstedt und seiner Umgebung

Teilquantitative Brutvogelerfassung auf

einer Offenlandfläche im Nordosten des

NLP Hainich (ehem. Schießbahn 1)

Soil carbon sequestration and C02 flux

partitioning

Vergleichende Untersuchungen zur

außerschulischen Umweltbildung in den

NLP Hainich ,Harz, Sächsische Schweiz

Untersuchungen zur Akzeptanz des

Nationalparks Hainich bei der lokalen

Bevölkerung

Diplomarbeit Jagd

Werkvertrag Pilze

Werkvertrag Vögel

FH Eberswalde

FB Forstwirtschaft

Thüringer Landesanstalt

für Umwelt Jena

Institut für Ökologie und

Naturschutz Eberswalde

2005

1997

1994

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 1999

Dissertation

Ökologie

Kohlenstoffhaushalt

Diplomarbeit Umweltbildung

Diplomarbeit Akzeptanz

FSU Jena 2004

Fachhochschule Bernburg

Studiengang Naturschutz

TU Dresden

Lehrstuhl für Landeskultur

und Naturschutz

2003

2003

63


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Hirsch, Gerald

Hirsch, Gerald

Hirsch, Gerald

Hirsch, Gerald

Hirsch, Lehmann,

Kleinschmidt

Hirsch, Lehmann,

Kleinschmidt

Hirsch, Lehmann,

Kleinschmidt,

Hirsch, Böhning,

Gminder, Kleinschmidt,

Putzmann

Hirsch, Gminder,

Putzmann

Hirsch, Lehmann,

Kleinschmidt

Erfassung der Amphibien im Rahmen

eines Monitorings

Erfassung von Moosen-2.

Wiederholungskartierung

Mykofloristische Bestandserfassung im

Nationalpark Hainich

Weiterführung mykofloristischer

Bestandserfassung

Mykofloristische Bestandserfassung im

Nationalpark Hainich

Mykofloristische Bestandserfassung im

Nationalpark Hainich

Mykofloristische Bestandserfassung im

Nationalpark Hainich

Mykofloristische Bestandserfassung im

Nationalpark Hainich

Mykofloristische Bestandserfassung im

Nationalpark Hainich

Mykofloristische Bestandserfassung im

Nationalpark Hainich

Werkvertrag Amphibien Monitoring NLP Verwaltung 2007

Werkvertrag Moose NLP Verwaltung 2007

Werkvertrag Pilze NLP Verwaltung 2003

Werkvertrag Pilze NLP Verwaltung 2007

Werkvertrag Pilze NLP Verwaltung 2000

Werkvertrag Pilze NLP Verwaltung 2002

Werkvertrag Pilze

Landesanstalt für Umwelt

Jena

1998

Werkvertrag Pilze NLP Verwaltung 2006

Werkvertrag Pilze NLP Verwaltung 2005

Werkvertrag Pilze NLP Verwaltung 1999

64


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Hirsch, Lehmann,

Kleinschmidt,

Hobert, Mark

Mykofloristische Bestandserfassung im

Nationalpark Hainich

Untersuchungen zur Ameisenfauna

(Hymenoptera: Formicidae) im NLP

Hainich

Kartierung Lurche NLP Verwaltung 2000

Diplomarbeit Ameisen Universität Göttingen 2004

Hoffesommer, Jens Gelbbauchunkenkartierung im Kindel Kartierung Lurche NLP Verwaltung 2000

Hoffesommer, Jens

Hoffman, Philipp

Nippold, Robert

Pietsch, Sebastian

Hofmann, Nicole

Hofmann,Chr.

Ingenieurbüro Spamberg

Jacob, Mascha

Zur Amphibienfauna von

Waldgewässern im Nationalpark

Hainich

Ein Beitrag zum Vorkommen der

Zwischenwirtpopulation von

Echinococcus multilocularis im NLP

Hainich

Attraktivitätssteigerung und Optimierung

des Wanderbus-Systems im NLP

Hainich

Wanderwegekonzept für den Ostteil des

Nationalparks Hainich

Schutzwürdigkeitsgutachten NSG

Binsenwiese

Productivity and nutrient relations of

trees in deciduous forests differing in

tree species diversity

Kartierung Lurche NLP Verwaltung 2000

Seminarfacharbeit Säugetiere

Diplomarbeit Tourismus Busnetz

Diplomarbeit

Tourismus

Wegekonzept

Werkvertrag Steinberg

Doktorarbeit Waldökologie

Gymnasium Ernestinum

Gotha

Fachhochschule Erfurt

Fachbereich

Verkehrs-u.

Transportwesen

Fachhochschule Erfurt

Studiengang

Landschaftsarchitektur

Landesanstalt für Umwelt

Jena

Georg-August- Universität

Göttingen

2001

2002

1999

1994

2010

65


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Job, H.

Studie "Wirtschaftsfaktor

Großschutzgebiete:

Regionalökonomische Effekte des

Tourismus in nationalen

Naturlandschaften Deutschland"

Werkvertrag Tourismus NLP Verwaltung 2008

Kallweit, Udo Erfassung der Pilzmücken Werkvertrag Pilzmücken NLP Verwaltung 2002

Kallweit, Udo Erfassung der Pilzmücken Werkvertrag Pilzmücken NLP Verwaltung 2003

Kamke, Sabine

Kirfel, Katrin

Klingelhöfer, Jörg

Knohl, Alexander

Köbis, Ulf

Koch, Oliver

Das Tor zum Hainich - ein

multifunktionales Begegnungszentrum

Konzeptionelle Grundlagen zu Aufbau

und Implentation eines Nationalpark-

Informationssystems

Heuschreckenuntersuchung im

Nationalpark Hainich

Garbon dioxide exchange and isotopic

signature on an unmanaged 250 yearsold

deciduoous forest

Untersuchungen zur Wald- und

Forstgeschichte des ehemaligen

Truppenübungsplatzes Kindel

Wasserumsatz eines Buchenbestandes

im Hainich

Diplomarbeit

Masterarbeit

Tourismus

Umweltbildung

Tourismus

Umweltbildung

Bauhaus-Universität

Weimar

Universität Rostock,

Zentrum für

Qualitätssicherung in

Studium, Weiterbildung

und Fernstudium

Umweltschutz

2003

2009

Werkvertrag Insekten Heuschrecken NLP Verwaltung 2004

Dissertation

Diplomarbeit

Ökologie Kohlenstoffhaushalt

Geschichte

Landnutzung

Diplomarbeit Waldökologie

FSU Jena 2003

Fachhochschule für

Forstwirtschaft

Schwarzburg

Universität Göttingen

Institut für

Pflanzenwissenschaften

2000

2002

66


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Kropik, Carolin

Kruppa, Jörg

Lange, Margarita

Leischner, Diana

Liedloff, Frank

Luc, Ronny

Malt, Steffen

Der Mensch als Faktor im Naturschutz -

Die Notwendigkeit für eine

interdisziplinäre Arbeitsweise am

Beispiel des zukünftigen

Großschutzgebietes Hainich

GIS-gestützte Analyse und Bewertung

der Entstehung, Verbreitung und

Funktion von Böden im NLP Hainich

Untersuchungen zur Nahrungsökologie

brütender Schwarzspechte im

Nationalpark Hainich

Vegetationsentwicklung auf einer

Windwurffläche im NLP in den ersten 5

Jahren nach dem Ereignis

Anhebung der Besucherzahlen des

Nationalparks Hainich durch

Attraktivitätssteigerung unter

Berücksichtigung der

Nationalparkphilosophie

Standort und Vegetation auf einer

Großkahlschlagsfläche des Kindels im

NLP Hainich-20 Jahre nach dem Hieb

Bericht zur Erfassung von Spinnentieren

(Arachinida) im NLP Hainich -

Aktualisierung und Bewertung der

Gasamtartenliste der Spinnen und

Weberknechte

Diplomarbeit

Umweltbildung

Akzeptanz

Diplomarbeit Bodenkunde

Bachelorarbeit Vögel

FH Jena

FB Sozialwesen

Universität Marburg

Fachbereich Geographie

Philipps Universität

Marburg

1996

2000

2011

Bachelorarbeit Vegetation FH Erfurt 2010

Masterarbeit Tourismus

Diplomarbeit Vegetation

Bauhaus-Universität

Weimar

Fachhochschule für

Forstwirtschaft

Schwarzburg

2004

2001

Werkvertrag Spinnen NLP Verwaltung 2001

67


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Malt, Steffen

Malt, Steffen

Malt, Steffen

Malt, Steffen

Meder, Roland

Meier, lna Christin

Meinen, Catharina

Menzel u. Heller

Bericht zur Erfassung von Spinnentieren

(Arachnida) im NLP

Bericht zur Erfassung von Spinnentieren

(Arachnida) im NLP Hainich

Fortführung der Erfassung von

Spinnentieren (Arachnida) im NLP

Hainich

Zwischenbericht zur Ersterfassung von

Spinnentieren (Arachnida) im NLP

Hainich

Die Gründung des Nationalparks

Hainich - Theorieorientierte

Prozessanalyse der Entstehung des

Thüringer Gesetzes über den NLP

Hainich

Waldwirtschaft unter verändertem Klima

- experimentelle Untersuchung der

Wirkung von Trockenheit auf das

Feinwurzelsystem der Rotbuche

Der Einfluss der

Baumartenzusammensetzung auf die

Verjüngung von Carpinus betulus,

Fagus sylvatica, Fraxinus excelsior und

Tilia cordata in artenreichen

Mischwaldbeständen im

Nationalpark Hainich

Trauermücken aus dem Nationalpark

Hainich

Werkvertrag Spinnen NLP Verwaltung 2002

Werkvertrag Spinnen NLP Verwaltung 2000

Werkvertrag Spinnen NLP Verwaltung 2005

Werkvertrag Spinnen NLP Verwaltung 1999

Werkvertrag Recht

Dissertation Waldökologie

Universität Freiburg

Institut für Forstpolitik

Universität Göttingen

Pflanzenökologie

1999

läuft

Diplomarbeit Waldökologie Universität Göttingen 2004

Werkvertrag Insekten NLP Verwaltung 2006

68


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Mey, Dieter

Meyer, Thomas

Mölder, Andreas

Mölich, Thomas

Müller, Roland

Muschketat, Regina u.

Lothar

NLP Hainich

NLP Hainich

NLP Hainich

NLP Hainich

Amphibienschutz an Straßen im

Naturpark "Eichsfeld-Hainich-Werratal" -

Effizienzkontrollen der 2 Tunnelanlagen

an der B84 von 1998-99

Management von Entwicklungs-

Nationalparks

Struktur und Diversität der

Bodenvegetation in Laubwäldern mit

unterschiedlicher Baumartenvielfalt

Raum-Zeit-System von autochthonen

Wildkatzen im südlichen Hainich

Erfassung des Fischbestandes von 3

Stillgewässern

Qualitative Erfassung von Mittelspecht

und Schwarzspecht auf ausgewählten

Flächen im Hainich

Erfassung des Mittelspechtbestandes

im NLP als Beitrag zur landesweiten

Erfassung dieser Art

Erfassung des Mittelspechtbestandes

im NLP als Beitrag zur landesweiten

Erfassung dieser Art

Erfassung des Mittelspechtbestandes

im NLP als Beitrag zur landesweiten

Erfassung dieser Art

Erfassung des Mittelspechtbestandes

im NLP als Beitrag zur landesweiten

Erfassung dieser Art

Werkvertrag Lurche

Masterarbeit Management

Dissertation Waldökologie

Promotion Säugetiere Wildkatze

Untere

Naturschutzbehörde

Wartburgkreis

Uni Göttingen

Fakultät für

Forstwissenschaften und

Waldökologie

Uni Göttingen

Fakultät für

Forstwissenschaften und

Waldökologie

Universität Göttingen

lFSU Jena

2000

2000

2008

läuft

Werkvertrag Fische NLP Verwaltung 2007

Werkvertrag Vögel Spechte

Vogelschutzwarte

Seebach

1995

Kartierung Vögel Spechte NLP Verwaltung 2001

Kartierung Vögel Spechte NLP Verwaltung 2002

Kartierung Vögel Spechte NLP Verwaltung 2003

Kartierung Vögel Spechte NLP Verwaltung 2004

69


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

NLP Hainich

NLP Hainich

NLP Hainich

NLP Hainich

Olischläger, Jörg

Ostsächsische

Gesellschaft für

Forstplanung (OGF)

Otto, Cornelia

Otto, Cornelia

Poser, Sabrina

Erfassung des Mittelspechtbestandes

im NLP als Beitrag zur landesweiten

Erfassung dieser Art

Erfassung des Mittelspechtbestandes

im NLP als Beitrag zur landesweiten

Erfassung dieser Art

Erfassung des Mittelspechtbestandes

im NLP als Beitrag zur landesweiten

Erfassung dieser Art

Erfassung des Mittelspechtbestandes

im NLP als Beitrag zur landesweiten

Erfassung dieser Art

Schutzgegenstand und Perspektiven

des Leitbilds Wildnis in Deutschland

Durchführung

Kontrollstichprobeninventur

Ausarbeitung und Kartierung von

Vegetationsstrukturen und

anthropogenen Beeinflussungen -

Alterstedt, Schießbahn 6

Historische Landschaftsanalyse im

Nationalpark Hainich und deren

Möglichkeiten der Anwendung

Rekonstruktion der Nutzungsgeschichte

für einen Teilbereich des NLP Hainich

mit Anlage vegetationskundlicher

Dauerbeobachtungsflächen und

Vorschlägen zur Besucherinformation

Kartierung Vögel Spechte NLP Verwaltung 2005

Kartierung Vögel Spechte NLP Verwaltung 2006

Kartierung Vögel Spechte NLP Verwaltung 2007

Kartierung Vögel Spechte NLP Verwaltung 2008

Diplomarbeit Öffentlichkeitsarbeit

Technische Universität

Berlin

2009

Werkvertrag Waldökoogie NLP Verwaltung 2009

Kartierung Vegetation NLP Verwaltung 1999

Diplomarbeit Geschichte Landnutzung

Fachhochschule

Eberswalde

Landschaftsnutzung und

Naturschutz

2000

Diplomarbeit Geschichte Landnutzung Fachhochschule Bernburg 2004

70


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Preußing, Markus

Preußing, Markus

Mooserfassung und Einrichtung von

Dauerbeobachtungsflächen im NLP

Hainich

Mooserfassung von Teilflächen im

Nationalpark Hainich

Putzmann, Frank Erfassung der Pilze im NLP Hainich

Röhling, Steffi

Roick, Frank-Peter

Roick, Frank-Peter

Rommel, RoIf-Peter

Rumpel / Hechner

Samietz, Reiner

Samietz, Reiner

Schimanek, Anke

Schneider, Julia

Forstgeschichte und waldbauliche

Nutzung des Weberstedter Holzes ab

dem 18. Jahrhundert im heutigen NLP

Hainich

Gutachten zur Erfassung der

Kleinschmetterlinge (Microlepidoptera)

Gutachten zur Erfassung der

Kleinschmetterlinge (Microlepidoptera)

des Nationalparks Hainich -

Zwischenbericht zum Erfassungsjahr

2004

Gutachten zur Schmetterlingsfauna des

Nationalparks Hainich

Wiederholung von

Vegetationsaufnahmen auf

ausgewählten Standorten

Auswertung der Zuckmücken aus

Aufsammlungen am Baumkronenpfad

Auswertung der Zuckmücken aus

Aufsammlungen am Baumkronenpfad

Bestockungsgeschichte eines

ehemaligen militärischen

Übungsgeländes in Westthüringen

Ein Buchenwaldkataster für Europa –

Erprobung und Modifikation der

Bewertungsmuster

Werkvertrag Moose NLP Verwaltung 2000

Werkvertrag Moose NLP Verwaltung 1999

Inventarisierung,

SAM

Belegarbeit Geschichte Landnutzung

Pilze NLP Verwaltung 2004

TU Dresden

Forstwissenschaften

2004

Werkvertrag Insekten Schmetterlinge NLP Verwaltung 2003

Werkvertrag Insekten Schmetterlinge NLP Verwaltung 2004

Werkvertrag Insekten Schmetterlinge NLP Verwaltung 1999

Werkvertrag Vegetation NLP Verwaltung 2012

Werkvertrag Insekten Zuckmücken NLP Verwaltung 2007

Werkvertrag Insekten Zuckmücken NLP Verwaltung 2008

Diplomarbeit Geschichte

Universität Freiburg

Forstwissenschaftliche

Fakultät

2000

Diplomarbeit Waldökologie FH Osnabrück 2008

71


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Scholz, Peter

Scholz, Peter

Scholz, Peter

Schulte, Anja

Siefarth, Eike-B.

Sikora, Luis G.

Soe, Astrid

Steigerwald, Cornelia

Stephan, Thomas

Stephan, Thomas

Erste Wiederholung der Erfassung von

Dauerflächen für Flechten und Moose

im Nationalpark Hainich

Flechtenerfassung im Nationalpark

Hainich

Flechtenerfassung und

Dauerflächenuntersuchung im

Nationalpark Hainich

Vorschläge für die Verbesserung der

Lebensbedingungen der Wildkatze im

Umfeld des Nationalparks Hainich

(abgebrochen)

Zum Einfluss von Lebensraum-

Requisiten auf das Raum-Zeit-System

von Wildkatzen im südlichen Hainich

Revierkartierung für alle Spechtarten

auf einer ausgewählten Teilfläche (um

den Hünenteich)

Controlling factors, scaling issues and

partitioning of soil respiration

Entwicklungspotential des Volunteer

Managements

Fortführung der Fotodokumentation im

NLP Hainich

Fortführung der Fotodokumentation im

NLP Hainich

Werkvertrag Flechten NLP Verwaltung 2005

Werkvertrag Flechten NLP Verwaltung 1998

Werkvertrag Flechten NLP Verwaltung 2000

Diplomarbeit Wildkatze

Diplomarbeit Säugetiere Wildkatze

Fachhochschule Lippe

Höxter

Fachhochschule

Hildesheim/Holzminden

Fachbereich

Forstwirtschaft u.

Umweltmanagement

2002

1998

Profiprojekt Vögel Spechte NLP Verwaltung 2002

Dissertation

Ökologie

Kohlenstoffhaushalt

Diplomarbeit Umweltbildung

FSU Jena 2003

Uni Lüneburg, Fakultät III

Umwelt und Technik

2010

Werkvertrag Fotodokumentation NLP Verwaltung 2007

Werkvertrag Fotodokumentation NLP Verwaltung 2008

72


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Stephan, Thomas

Stephan, Thomas

Stephan, Thomas

Stephan, Vincent

Fortführung der Fotodokumentation im

NLP Hainich

Fortführung der Fotodokumentation an

ausgewählten Punkten im NLP Hainich

Fortführung der Fotodokumentation an

ausgewählten Punkten im NLP Hainich

Orte und ihre Namen im Nationalpark

Hainich in Geschichte und Gegenwart:

Lage, Deutung und Aufarbeitung für

den Bereich der Umweltbildung und

Forschung

Werkvertrag Fotodokumentation NLP Verwaltung 2009

Werkvertrag Fotodokumentation NLP Verwaltung 2010

Werkvertrag Fotodokumentation NLP Verwaltung 2011

Bachelorarbeit Geschichte

Suschka, Ariane Erdfälle im Nationalpark Hainich Diplomarbeit Bodenkunde

Talkner, Ulrike

Thüringer Land GmbH

TSS Forstplanung

Hartha

Türk, Marie-Louise

Dynamics of phosphorus in soils and of

nutrients in canopies of deciduous

beech forests differing in tree species

diversity

Angebot Ersatzweideflächen für die

Schäfer im Bereich des geplanten

Nationalparks

Durchführung der

Kontrollstichprobeninventur

Vergl. Kohlenstoffvorräte der org.

Auflage und des Oberbodens von

Buchen- und Edellaubholzwäldern im

Naturraum „Hainich- Dün- Hainleite"

Doktorarbeit Waldökologie

Werkvertrag Nutzung

TU Dresden

FB Forstökonomie und

Forsteinrichtung

Ernst Moritz Arndt Uni

Greifswald Institut für

Geographie u. Geologie

Georg- August- Universität

Göttingen

Thüringer Ministerium für

Landwirtschaft

Naturschutz

und Umwelt

2003

2007

2009

1997

Werkvertrag Waldökologie NLP Verwaltung 2011

Diplomarbeit Waldökologie

MPI für Biogeochemie und

FSU Jena, Institut für

Ökologie

2009

73


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Udhardt, Sabrina

Waesch, Gunnar/

Preussing,Markus

Waesch, Gunnar/

Preussing,Markus

Waesch, Gunnar/

Preussing,Markus

Walentowski, Helge

Waltenrath, Oliver

Walther, Ruth

Weigel, Andreas

Weigel, Andreas

Weigel, Andreas

Der NLP Hainich- Ein Gewinn für

Mensch und Natur- Zustandekommen,

Rechtswirkungen und

Ziele dieser Unterschutzstellung

Fotodokumentation zur Moosflora im

Nationalpark Hainich

Fotodokumentation zur Moosflora im

Nationalpark Hainich -vorläufige

Fassung

Diplomarbeit

Tourismus/

Öffentlichkeitsarbeit

Thüringer FH für

öffentliche Verwaltung

2009

Werkvertrag Moose NLP Verwaltung 2000

Werkvertrag Moose NLP Verwaltung 1999

Mooserfassung im Nationalpark Hainich Werkvertrag Moose NLP Verwaltung 1999

Konzeptionelle Vorstudie zur

Vegetationskartierung im Nationalpark

Hainich

Europäische Charta für Nachhaltigen

Tourismus - Chance für den NLP

Hainich?

Kleinsäuger im Nationalpark Hainich

und ihre Bedeutung für die

Raumnutzung der Wildkatze (Fellis

silvestris)

Bestimmung von Käfern (Coleoptera)

aus Eklektor-Beifängen im Nationalpark

"Hainich"

Bockkäfer-Erfassung zum Projekt

Thüringer Bockkäferfauna in Nord-

Westthüringen

Die Holzkäferfauna ausgewählter

Untersuchungsflächen im geplanten

NSG "Südlicher Hainich"

Werkvertrag Vegetation NLP Verwaltung 1999

Diplomarbeit Tourismus

Diplomarbeit Säugetiere Wildkatze

Uni Dortmund

Fakultät Raumplanung

FSU Jena

Institut für Ökologie

2004

2000

Werkvertrag Insekten Käfer NLP Verwaltung 2007

Werkvertrag Insekten Käfer

Werkvertrag Insekten Käfer

Landesanstalt für Umwelt

Jena

Landesanstalt für Umwelt

Jena

1998

1995

74


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Weigel, Andreas

Weigel, Andreas

Weigel, Andreas

Weigel, Andreas

Weigel, Andreas

Weigel, Andreas

Weise, Ralf

Weise, Ralf; Grün,

Gerhard

Wichmann, Claudia

Wiedemann, Andreas

Fortführung der Käfererfassung im NLP

Hainich

Fortführung der Käfererfassung im NLP

Hainich

Holzkäferuntersuchungen im

Nationalpark Hainich

Holzkäferuntersuchungen im

Nationalpark Hainich

Holzkäferuntersuchungen im

Nationalpark Hainich 1999

Holzkäferuntersuchungen im südlichen

Hainich

Brutvogelbestandserfassung 1999 -

Nationalpark Hainich (Kindel,Lohberg,

Langer Berg, Seegelsberg)

Brutvogelbestandsaufnahme in den

geschlossenen Waldgebieten des

Hainich

Möglichkeiten der

Naturerlebnispädagogik für geistig

behinderte Kinder und Jugendliche im

Nationalpark Hainich

Vergleich verschiedener CO2- / H2O-

Gasanalysatoren und

Ultraschallanemometer für Eddy-

Kovarianz-Messungen im Nationalpark

Hainich

Werkvertrag Insekten Käfer NLP Verwaltung 2007

Werkvertrag Insekten Käfer NLP Verwaltung 2008

Werkvertrag Insekten Käfer

Landesanstalt für Umwelt

Jena

1998

Werkvertrag Insekten Käfer NLP Verwaltung 2006

Werkvertrag Insekten Käfer

Werkvertrag Insekten Käfer

Landesanstalt für Umwelt

Jena

Landesanstalt für Umwelt

Jena

1999

1997

Werkvertrag Vögel NLP Verwaltung 1999

Werkvertrag Vögel

Diplomarbeit Tourismus Behinderte

Masterarbeit Kohlenstoffhaushalt

Landesanstalt für Umwelt

Jena

Fachhochschule

Hildesheim/Holzminden/

Göttingen Fakultät

Ressourcenmanagement

Uni Göttingen, Abt.

Bioklimatologie

Wiegand, Katrin Spechte im Nationalpark Bachelorarbeit Vögel FH Erfurt 2010

1994

2003

läuft

75


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

Autor Titel Typ Schlagworte Institution Abschluss

Weland, Nadine

Winter, Rene

Wolf, Heiko

"Diversity and trophic structure of the

soil fauna

and its influence on litter decomposition

in

deciduous forests "

Erfassung von Wildbienen und anderen

Stechimmen (Hymenoptera) im Südteil

des Nationalparks Hainich

Standortsuche und Entwurf eines

Tierfreigeheges im Nationalpark Hainich

Doktorarbeit Waldökologie

Georg-August-Universität

Göttingen

2009

Werkvertrag Insekten Hautflügler NLP Verwaltung 2000

Diplomarbeit

Tourismus

Tierfreigelände

Fachhochschule Erfurt

Studiengang

Landschaftsarchitektur

1999

76


Nationalpark HainichForschungsbericht 2011

77


Biodiversitäts-Exploratorien

Forschungsaktivitäten im Nationalpark Hainich

Forschungsbericht 2011

März 2011


I. Einleitung

Der vorliegende Bericht enthält Teilberichte des Projektes „Biodiversitäts-Exploratorien“,

das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG, Schwerpunktprogramm 1374 -

Bereich Infrastruktur) gefördert wird. Es sind Berichte von Forscherarbeitsgruppen gelistet,

welche im Jahr 2011 im Nationalpark Hainich angelegten Versuchsflächen wissen-

schaftlich aktiv waren. Im Folgenden wird das Projekt und der Aufbau der Versuchsflächen

im Nationalpark Hainich kurz vorgestellt.

Biodiversitäts-Exploratorien

Im Rahmen einer Initiative zur Förderung der Biodiversitätsforschung in Deutschland sind

drei beispielhafte großskalige Langzeituntersuchungsgebiete (im Biosphärenreservat

Schorfheide-Chorin, Nationalpark Hainich und Umgebung und im Biosphärengebiet

Schwäbisch Alb) etabliert worden. Diese werden als „Biodiversitäts-Exploratorien"

bezeichnet, im Gegensatz zu hauptsächlich beschreibenden Observatorien. Innerhalb der

Exploratorien sollen die Wechselwirkungen zwischen Landnutzungsintensität, Biodiversitätswandel

und Ökosystemfunktionen am Beispiel von Grünland- und Wald-

ökosystemen untersucht werden. In einer ersten Phase (2006-2009) waren fünf

Forschungseinrichtungen an dieser Initiative beteiligt (Universitäten Jena, Potsdam, Ulm,

Würzburg sowie das Max-PIanck-Institut für Biogeochemie Jena). Ab 2008 erfolgte die

Integration weiterer ergänzender Projekte. Die Biodiversitäts-Exploratorien dienen somit

der gesamten deutschen Biodiversitätsforschungsgemeinschaft als stimulierende Untersuchungsplattform.

Im März 2011 begann die dritte Projektphase. Aktuell arbeiten noch

alte auslaufende und neue Projekte parallel in den Exploratorien (siehe Abbildung 1).

In den drei Untersuchungsgebieten wurden 100 Versuchsflächen im Wald und im

Grünland in unterschiedlichen Nutzungsformen angelegt. Im Grünland der Hainich-Dün

Region liegen die Versuchsflächen in intensiv genutzten Wiesen, gedüngten und

ungedüngten Mähweiden, und extensiven Weiden. Im Wald sind für die Untersuchungen

Bestände in Altersklassenwäldern, Plenterwäldern und unbewirtschafteten Wäldern

ausgewählt worden.

II


Abb.1: Projektbeteiligte und Gliederung der Biodiversitäts-Exploratorien

Hainich-Exploratorium

Für das Hainich-Exploratorium sind die Wald- und Offenlandflächen des Nationalparks von

unverzichtbarem Wert. Die unbewirtschafteten Buchenwälder des Weberstedterholzes

sind eine wichtige Referenz im Vergleich zu bewirtschafteten Waldgebieten. Die extensiv

beweideten Offenlandflächen des Nationalparks sind für vergleichende Untersuchungen

zu intensiv bewirtschafteten Grünländern unerlässlich.

Im Nationalpark Hainich wurden insgesamt 16 Versuchsflächen, sogenannte

Experimental Plots (kurz. EP) angelegt, davon befinden sich 13 Plots im Wald und drei im

Offenland. Drei der Wald-EPs wurden als Very Intensive Plots (kurz: VIPs) ausgewiesen,

da auf diesen Flächen intensivere und aufwendigere Untersuchungen stattfinden.

Abbildung 2 zeigt die Lage der Versuchsflächen im Gebiet des Hainich Nationalparks.

Die EPs im Wald haben eine Ausdehnung von 100x100m, die EPs des Offenlands

sind 50x50m groß. Alle Flächen sind mit einer Kleinststation zur Messung von Klimadaten

ausgestattet (Abb. 3a und 3b). Die Station erfasst Bodenfeuchte und Bodentemperatur,

und Luftfeuchte und Lufttemperatur. Die Klimastationen sind zum Schutz vor Wild- und

Weidetieren eingezäunt worden. Im Wald dienen die Zäune auch zusätzlich den Durchführungen

von Beobachtungen und Experimenten. Abbildung 4 zeigt beispielhaft den

Aufbau eines EPs.

III


Abb.2: Lage der Versuchsflächen (Experimental Plots) im Gebiet des Nationalparks

Abb. 3a: Umzäunte Klimastation im Offenland

A =

Datalogger und

Batterie

B =

Sensor Temperatur-

und Luftfeuchte

C =

Mast

D =

Kabel für die

Bodensensoren

Abb. 3b: Elemente der Klimastation

IV


Arthropodenfallen

Arthropodenfallen

Kleinsäugerfallen Kleinsäugerfallen und

Losungsbeobachtung

Boden-und Streubeprobung

verschiedener Teilprojekte

Teilprojekte

Einsaatexperiment

Verjüngungsexperiment

Verjüngungsinventur

Verjüngungsinventur

Wetterstation

(Temperatur und Feuchte, Feuchte, Boden / / Luft)

Zaun

Core area: Bereich in in der der die ursprüngliche Aufnahme

der Fläche durchgeführt durchgeführt wurde (Vegetation,

(Vegetation,

Waldinventur und Bodenbeprobung)

Bodenbeprobung)

Weisser/Gossner; Hessenmöller, etc. = Namen der Arbeitsgruppen

Abb. 4: Beispielhafter Aufbau einer Versuchsfläche (Experimental Plot) im Wald

V


Projektkoordination

Die zentrale Projektkoordination erfolgt an der Universität Potsdam, das Datenmanagement

befindet sich an der Universität Jena. Zuständig für die lokale Koordination

der Forschungstätigkeiten im Exploratorium Hainich-Dün sind die Projektleiter Herr Prof.

W. W. Weisser und Frau Dr. Kerstin Wiesner als lokale Koordinatorin an der Technischen

Universität München (explo.hai@wzw.tum.de). Das lokale Projektmanagement Team hat

seine Büroräume vor Ort in der Hainich Region in Mülverstedt.

Weitere Informationen zu diesem Forschungsprojekt finden sich unter

http://www.biodiversity-exploratories.de/.

VI


II. Übersicht der laufenden Projekte in 2011

Zentralprojekte:

• Arbeitsgruppe Zoologie

Elisabeth Kalko, Kirsten Jung, Swen Renner – Universität Ulm

Vertebraten I - Teilprojekt 1: Monitoring von Fledermäusen

Teilprojekt 2: Monitoring von Vögeln Seite 1

Wolfgang Weisser, Martin Gossner – Technische Universität München

Invertebraten I: Langzeiterfassung ausgewählter Arthropodentaxa und Ökosystemprozesse

(Herbivorie, Parasitismus, Totholzabbau) Seite 8

K. Eduard Linsenmair, Andreas Floren – Universität Würzburg

Invertebraten II - Teilprojekt 1: Erfassung der arborikolen Arthropodendiversität

Teilprojekt 2: Ausschlussexperimente von Prädatoren aus Baumkronen

Teilprojekt 3: Totholzmengenmanipulationen und Baumringelungen Seite 12

• Arbeitsgruppe Botanik

Markus Fischer, Daniel Prati – Universität Bern

Erfassung der Diversität und Zusammenfassung von Gefäßpflanzen, Moosen,

Flechten und pathogenen Pilzen, funktionelle und phylogenetische Diversität,

Produktivität und C/N Konzentration Seite 15

• Arbeitsgruppe Stoffkreisläufe

Egbert Matzner, Werner Borken – Universität Bayreuth

BELongDead: Einfluss der Baumart auf die Freisetzung gelösten organischen

Kohlenstoffs und Stickstoffs aus Totholzstämmen Seite 19

• Arbeitsgruppe Boden

Koordinierte Bodenprobennahme in den Biodiversitäts-Exploratorien Seite 24

Marion Schrumpf, Ingo Schöning – Max-Planck-Institut Biogeochemie Jena

Abiotik: Speicherung und Mineralisierung von organischer Bodensubstanz,

Wurzelstreueintrag und –zersetzung, Kohlenstoffkreislauf Seite 26

VII


Weitere Projekte:

• Schwerpunkt Botanik

Walter Durka, Lena Kloß – Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ)

Halle

GENLAND: Beziehung zwischen neutraler und adaptiver genetischer Diversität

im Zusammenhang mit historischer und aktueller Landnutzung und Landschafts-

struktur Seite 29

Reiner Finkeldey – Georg-August-Universität Göttingen

BeechAdapt - Räumliche Dynamiken intraspezifischer Variation in Buchen (Fagus

sylvatica): Einflüsse der Umwelt und des Menschen und deren Bedeutung für

Waldökosysteme Seite 31

Norbert Hölzel, Till Kleinebecker, Universität Münster

BIOCOMP: Beziehungen zwischen Biodiversitätsmustern und kompositorischen

Eigenschaften von Graslandvegetation mit Hilfe von Nahinfrarot-Spektroskopie Seite 33

Jasmin Joshi, Johannes Heinze – Universität Potsdam

SOILFEEDBACK: Einfluss negativer mikrobieller Bodenrückkopplungen auf die

Pflanzenarten Diversität Seite 35

• Schwerpunkt Stoffkreisläufe

Jürgen Bauhus - Waldbau-Institut Universität Freiburg

FunWood: Auswirkungen der Intensität von Waldmanagement auf die Diversität

von holzzersetzenden Pilzen und den Totholzabbau Seite 38

Ulrich Brose – Georg-August-Universität Göttingen

ModelWeb: Modellierung von Landnutzungseffekten in Bodennahrungsnetze des

Waldes Seite 43

Helge Bruelheide, Mathias Baudis – Universität Halle

BEDRY - Effekte globalen Wandels auf Wald: Wie beeinflussen die Wechsel-

wirkungen zwischen Trockenheit und Landnutzungsintensität die Kreisläufe von

Wasser, Kohlenstoff und Stickstoff? Seite 45

Beate Michalzik - Friedrich-Schiller-Universität Jena

BeCycles: Elementkreisläufe in Wald und Grünland der Biodiversitätsexploratorien,

Reaktion auf Managementintensität und damit verbundener Biodiversität Seite 52

• Schwerpunkt Oberirdische Invertebraten

Thorsten Assmann, Claudia Drees – Universität Leuphana

PopGenLand - Populationsgenetik und Landschaftsökologie: Fallstudie zur

genetischen Differenzierung von Laufkäufer-Populationen Seite 56

VIII


Nico Blüthgen, Martina Tospann – Universität Darmstadt

Response: Einfluss der Landnutzung auf die Diversität von Reaktionsnormen

in Tier-Pflanze Interaktionen Seite 59

Mark Maraun – Georg-August-Universität Göttingen

FRASS – Nahrungsbiologie und Reproduktionsmodus von Oribatiden (Hornmilben)

entlang eines Landnutzungs-Gradienten Seite 64

Stefan Scheu - Georg-August Universität Göttingen

Litter Links: Änderung von Nahrungsbeziehungen im Boden in Abhängigkeit von

der Waldnutzung Seite 66

• Schwerpunkt Boden

Kathryn Barto – Freie Universität Berlin

DYNSOILS: Dynamik von Bodenaggregationen beeinflusst durch Landnutzung in

Grünländern und Wäldern Seite 69

Rolf Daniel - Georg August Universität Göttingen

Soilomics: Erfassung der Struktur und Funktion der Bodenbakteriengemeinschaft

entlang der Landnutzungs- und Managementgradienten Seite 72

Michael Friedrich – Universität Bremen, Jörg Overmann - Leibniz-Institut Deutsche

Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen Braunschweig

ProFIL: Änderungen der prokaryotischen Diversität und ihr funktioneller Zusammen

-hang mit der Landnutzung Seite 74

Monika Joschko, Katrin Kuka - Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung

(ZALF) e.V. Müncheberg

BIOSTRU: Kopplung von Biodiversität und biogeochemischen Kreisläufen (C-N

Kreisläufen) im Grünland durch das Bodengefüge Seite 77

Ellen Kandeler, Sven Marhan – Universität Hohenheim Stuttgart

Scalemic: Bodenmikrobengemeinschaft in Grünländern – Biogeographie auf

lokaler und regionaler Skala Seite 80

Dirk Krüger - Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Halle

Martin Hofrichter - Internationalen Hochschulinstitut (IHI) Zittau

FuPerS: Pilzliche Peroxidasen in Böden – funktionelle und taxonomische Diversität

und enzymatische Aktivitäten bei unterschiedlicher Landnutzung Seite 83

Andrea Polle, Kristina Schröter – Universität Göttingen

Ectomyc: Funktionelle Diversität von Mykorrhizapilzen in Beziehung zu Landnutzungsänderungen

und Ökosystemfunktionen Seite 86

Volkmar Wolters - Justus-Liebig-Universität Gießen

SOILFUN - Funktionelle Bedeutung von Bodendiversität in Grünlandhabitaten:

Effekte von Landnutzung und Klima auf Nischeneigenschaften, Zersetzung und

Treibhausgasflüsse Seite 90

IX


Susanne Wurst – Freie Universität Berlin; Florian Jeltsch – Universität Potsdam

Rootherb: Landnutzungsintensität und Wurzelherbivorie durch Insekten – von

räumlichen Mustern bis Rückkopplung in der Pflanzengemeinschaft Seite 93

X


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

Vertebraten, Fledermausmonitoring

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof. Dr. Elisabeth K.V. Kalko

Vertreten durch:

PD Dr. Marco Tschapka

Dr. Kirsten Jung

Universität Ulm, Institut für Experimentelle Ökologie (BIO3), Albert-Einstein Allee 11,

89069 Ulm, Tel 0731/50-22675, Fax 0731/50-22683)

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Helen Schüssler

2. Michael Hoffmann

3. Barbara Hailer

4. Eva Weber

Kontaktperson für weitere Fragen: Dr. Kirsten Jung: kirsten.jung@uni-ulm.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 01.06. bis 30.09.2011

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Auf allen Experimentierflächen des Biodiversitätsexploratoriums Hainich-Dün wurde die

Aktivität und das Artvorkommen von Fledermäusen nach einem standardisierten Design

aufgenommen. Wie in den vorherigen Jahren wurden in 2011 alle Experimentierplots in den

beiden Zeiträumen Juni-Juli sowie August-September jeweils einmal kartiert. Die Kartierung

1


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

erfolgte entlang der Außenkanten der Experimentierplots (Punkt-Stopp-Transektbegehung).

Hierbei wurden alle Echoortungsrufe von Fledermäusen mit Hilfe eines Batdetektors

(Petterson D1000x) digital aufgezeichnet.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Insgesamt konnten wir in beiden Aufnahmezeiträumen 822 Aufnahmen von Fledermäusen (1

Minuten- Aufnahmen) erfassen. Die akustische Analyse der Lautaufnahmen für das Gebiet

Hainich-Dün ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Bisher liegen nur die ausgewerteten Daten

des ersten Durchgangs (Juni-Juli 2011) vor. 412 Aufnahmen wurden in diesem ersten

Erfassungsdurchgang aufgenommen und beinhalten 1002 Überflüge

(Aktivitätsbeobachtungen) von verschiedenen Fledermausarten. Folgende Arten können wir

mit großer Sicherheit für das Untersuchungsgebiet nachweisen: Pipistrellus pipistrellus,

Pipistrellus pygmaeus, Pipistrellus nathusii, Nyctalus noctula, Nyctalus leisleri, Eptesicus

nilsonii, Eptesicus serotinus, Myotis myotis, Myotis nattereri, Myotis bechsteinii. Zusätzlich

die Artgruppen Myotis spec. und Nyctaloid (N. leisleri, V. murinus, E. serotinus). Die

dominierenden Gattungen im Grünland sind Pipistrellus und Nyctalus, wohingegen im Wald

die Gattungen Myotis und Pipistrellus hauptsächlich verzeichnet wurden.

Weder die Anzahl der Aufnahmen noch die Artzusammensetzung der Fledermäuse

unterscheidet sich maßgeblich von unseren Ergebnissen der Vorjahre.

Im Vergleich zu den anderen beiden Biodiverstätsexploratorien Schorfheide-Chorin und

Schwäbische Alb verzeichneten wir in den letzten drei Jahren im Exploratorium Hainich-Dün

einen ähnlich hohen Artenreichtum wie in der Schorfheide-Chorin und einen deutlich höheren

Artenreichtum als auf der Schwäbischen Alb (Abb. 1.). Hierbei wird deutlich, dass die

Dominanz der Gattung Myotis (im Wald) typisch für das Gebiet Hainich-Dün ist, während die

Gattung Nyctalus in der Schorfheide-Chorin und die Gattung Pipistrellus auf der

Schwäbischen Alb dominieren.

Anzahl Arten

12

10

8

6

4

2

0

0 10 20 30 40 50

Experimentierplots

Alb Grünland

Alb Wald

Hainich Grünland

Hainich Wald

Schorfheide Grünland

Schorfheide Wald

Abb.1:

Akkumulationskurven des Fledermausvorkommens

über die letzten drei Erfassungsjahre (2008-2010) auf

den beiden Managementtypen Grünland und Wald in

allen Biodiversitätsexploratorien.

In allen drei Gebieten wurde die Fledermausgemeinschaft

fast vollständig erfasst. Die höchsten

Artenzahlen konnten wir bisher in der Schorfheide-

Chorin (Wald) und Hainich-Dün (Wald und

Grünland) verzeichnen. Die geringste Artenzahl

fanden wir auf der Schwäbischen Alb.

Das Fledermausmonitoring soll in 2012 in der gleichen Art und Weise, wie oben beschrieben,

fortgeführt werden.

2


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

da lediglich audio-visuelle Beobachtung.

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

Keine

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• Fortführung des standardisierten Fledermausmonitorings

Ulm, 08.03.2012

…………………………………………. ……………………………………………..

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

3


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

Vogelmonitoring

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof. Dr. Elisabeth K.V. Kalko

Vertreten durch:

PD Dr. Marco Tschapka

Dr. Swen C. Renner

Universität Ulm, Institut für Experimentelle Ökologie (BIO3), Albert-Einstein Allee 11,

89069 Ulm, Tel 0731/50-22667, Fax 0731/50-22683)

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Joachim Blank, Beobachter

Kontaktperson für weitere Fragen: Dr. Swen Renner, swen.renner@uni-ulm.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 15.03. Bis 15.06.2011

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

In 2011 wurde wie in den Vorjahren das standardisierte Vogelmonitoring auf allen 100

Untersuchungsflächen des Biodiveristäts-Exploratoriums fortgeführt. Ein Beobachter hat 5

mal im Jahr (15.-31.03., 15.-30.04., 01.-15.05., 16.-31.05., 01.-15.06.) jede

Untersuchungsfläche vor 11 Uhr morgens besucht, und alle singenden Männchen und

sichtbaren Vögel entsprechend in eine Punkt-Stopp Zählung notiert.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

4


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

Insgesamt wurden 38 Vogelarten auf den Grünland und 42 auf den Wald Experimentierplots

erfaßt (Tabelle 1). Dabei wurden insgesamt 580 bzw. 834 Individuen (relative Abundanz)

unterschieden. Somit sind Arten- als auch Individuenzahl in der Größenordnung der Vorjahre

(2008-2010), wobei vereinzelte Arten, wie zu erwarten, neu hinzugekommen sind und weitere

Arten in 2011 nicht erfaßt wurden. In 2012 wird das Vogelmonitoring in der gleichen Art und

Weise fortgeführt werden.

Tabelle 1. Beobachtete Arten in den 50 Grünland und 50 Wald Experimentierplots in 2011.

Art Grünland Wald

Fringilla coelebs x x

Parus major x x

Sylvia atricapilla x x

Erithacus rubecula x x

Turdus philomelos x x

Turdus merula x x

Cyanistes caeruleus x

Columba palumbus x

Troglodytes troglodytes x

Phylloscopus collybita x

Coccothraustes coccothraustes x

Sitta europaea x

Dendrocopos major x

Garrulus glandarius x x

Phylloscopus trochilus x x

Certhia familiaris x

Periparus ater x

Parus palustris x

Regulus ignicapillus x

Turdus viscivorus x x

Pyrrhula pyrrhula x x

Columba oenas x

Buteo buteo x x

Muscicapa striata x

Phylloscopus sibilatrix x

Ficedula hypoleuca x

Sylvia borin x

Dendrocopos medius x

Regulus regulus x

Corvus corone corone x x

Corvus corax x x

Certhia brachydactyla x

Dendrocopos minor x

Dryocopus martius x

Sturnus vulgaris xx x

Fringilla montifringilla x

Picus canus x

Carduelis chloris x

Picus viridis x

5


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

Art Grünland Wald

Accipiter gentilis x

Prunella modularis x

Luscinia megarhynchos x

Alauda arvensis x

Emberiza citrinella x

Delichon urbica x

Apus apus x

Hirundo rustica x

Anthus trivialis x

Saxicola rubetra x

Sylvia curucca x

Anthus pratensis x

Motacilla alba x

Falco tinnunculus x

Lanius collurio x

Milvus milvus x

Sylvia communis x

Pica pica x

Passer montanus x

Oenanthe oenanthe x

Turdus pilaris x

Pernis apivorus x

Locustella naevia x

Phoenicurus phoenicurus x

Emberiza calandra x

Milvus migrans x

Coturnix coturnix x

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

da lediglich audio-visuelle Beobachtung.

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

6


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

Keine

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• Fortführung des standardisierten Vogelmonitorings

Ulm, 08.03.2012

…………………………………………. ……………………………………………..

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

7


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

- Totholzmengenmanipulationen und Baumringelungen

- Artenvielfalt und funktionelle Bedeutung totholzzersetzender Arthropoden an

liegendem Totholz

- Baumkronenbenebelungen

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

PD. Dr. Andreas Floren

Institut für Tierökologie und Tropenbiologie. Biozentrum Am Hubland, Universität Würzburg,

97074 Würzburg

floren@biozentrum.uni‐wuerzburg.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Priv. Doz. Dr. Andreas Floren

2. Dipl. Biol. Beate Wende

3. Studentin Sarah Weber

4. Dipl. Biol. Waltraud Wetzel

Kontaktperson für weitere Fragen

Tel: 0931 3184376, floren@biozentrum.uni‐wuerzburg.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von …03.2011. (MM.JJJJ) Bis ……10.2011 (MM.JJJJ)

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

x VIPs im NP alle VIPs im Grünland (9 Plots)

x folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW 11, HEW 12 HEG…, HEG …., HEG…,

12


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Diversitätserfassung der geringelten Bäume mittels Insektizidvernebelungen, bei denen

natürliches Pyrethrum mit einem speziellen Benebelungsgerät in den Baumkronen

ausgebracht wird.

Regelmäßige Leerung der Kreuzfensterfallen, die in den Baumkronen und am Boden vor dem

künstlich eingebrachten Totholz installiert worden waren.

Regelmäßige Leerung der geschlossenen Stammeklektoren und Kreuzfensterfallen, die an

den Bodenstämmen angebracht worden waren.

Die eingesetzten Fangmethoden entsprechen ganz den im Antrag beschriebenen.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Erfassung der Arthropodendiversität auf den 50 EPs durch Benebeln eines Baumes

Am 25. Mai 2011 wurden auf den drei NP VIPs jeweils eine Buche benebelte von der

insgesamt 3401 Arthropoden gesammelt und auf Ordnungsniveau sortiert wurden. Die

Zielgruppen (Käfer, Wanzen, Spinnen) werden zurzeit auf dem Artniveau bestimmt.

Erfassung der Arthropodendiversität in den geringelten Bäumen

2011 wurden 2 geringelte Buchen in den NP VIPs 11 und 12 benebelt. Beide Bäume zeigten

Blattverfärbungen durch das Ringeln, waren aber noch vital. Insgesamt wurden 677

Arthropoden gefangen, die zurzeit sortiert und bestimmt werden.

Artenvielfalt und funktionelle Bedeutung xylobionter Arthropoden in den Baumkronen ‐

die Totholzakkumulationsversuche

Im Rahmen der Weiterführung der Totholzakkumulationsexperimente wurden von den zwei

NP VIPs 120 Proben während der 6 Monate genommen. Bis heute wurden die Fänge von

Mai, Juni und Juli auf dem Ordnungsniveau sortiert. Dabei wurden 17,382 Tiere gefangen.

Aufgeteilt auf die von uns schwerpunktmäßig untersuchten Gruppen waren dies mit Angabe

der relativen Anteile am Gesamtfang:

Coleoptera % Diptera % Hymenoptera % Aranae %

4249 23,45 3960 22,782 1217 7,00 99 0,57

Die Käfer stellten den größten Anteil an Arthropoden, gefolgt von den Dipteren. Während

die Artbestimmung für die Käfer und Spinnen weitgehend abgeschlossen ist, werden zurzeit

von den Dipteren und parasitoiden Hymenopteren einzelne Gruppen bestimmt. Zusätzlich

werden auch noch die Wanzen bestimmt, von denen auf den beiden Flächen 149 Tiere

gefangen wurden, von denen etwa die Hälfte Juvenile sind. Damit erfasst die Auswertung die

häufigsten und sicher auch artenmäßig wichtigsten Gruppen, von denen alleine nur die Käfer

und Fliegen 47% aller Arthropoden ausmachen.

Die Auszuchten aus dem Totholz

13


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

Von jedem VIP wurden im Februar ein 30cm langes Stück Totholz aus den Kronen und vom

Bodentotholz gesägt und im Labor über 8 Monate ausgebrütet, um die Diversität und

Abundanz der sich im Totholz entwickelnden Arten zu bestimmen. Dabei wurden insgesamt

460 Tiere gefangen, hauptsächlich Käfer und Dipteren, die gerade von Spezialisten auf

Artniveau sortiert werden.

Artenvielfalt und funktionelle Bedeutung xylobionter Arthropoden an Bodentotholz

�siehe separater Bericht von Beate Wende

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

Die 2011 genommenen Proben werden zurzeit noch sortiert, bzw. die gefangenen

Arthropoden auf Artniveau bestimmt. Konkrete Resultate liegend deshalb noch nicht vor.

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

…………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

� Weiterführung der Langzeituntersuchungen am Totholz

Würzburg, den 17.1.2012

…………………………………………. ……………………………………………..

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

14


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

Kernprojekt Botanik

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Name, Vorname, Institution, Email):

Dr. Daniel Prati, Prof. Dr, Markus Fischer

Institut für Pflanzenwissenschaften, Universität Bern

Altenbergrain 21, CH – 3013 Bern

daniel.prati@ips.unibe.ch, markus.fischer@ips.unibe.ch

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Msc. Biol. Blaser Stefan, Doktorand

2. Dipl. Lök. Schmitt Barbara, Doktorandin

3. Dipl. Lök. Minker Judith, Laborantin/TA

4. Dipl. Lök. Stelzner Friederike, Hilfskraft

5. Dipl. Lök. Wahl Anne-Lena, Hilfskraft

6. Dipl. Biol. Bergholz Kolja, Hilfskraft

7. Dipl. Geoök. Schulz Katharina, Hilfskraft

8. Dipl. Biol. Retzlaff Wiebke, Hilfskraft

9. Dipl. Biol. Stiegel Stephanie, Hilfskraft

10. Dipl. Geoök. Jens von dem Bussche, Hilfskraft

Kontaktperson für weitere Fragen: Dr. Daniel Prati

Tel + 41 31 631 49 23

Email daniel.prati@ips.unibe.ch

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 04.2011 (MM.JJJJ) Bis 09.2011 (MM.JJJJ)

15


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Erfassung der pflanzlichen Diversität im Grünland und Wald

Auf den 50 Untersuchungsflächen im Grünland wurden Vegetationsaufnahmen (4 x

4 m) vorgenommen. Hierzu wurden die vorkommenden Arten mit ihrer prozentualen

Deckung notiert sowie die durchschnittliche Vegetationshöhe gemessen.

Auf den 50 Wald-Untersuchungsflächen wurden die Vegetationsaufnahmen auf 10 x

10 m großen Flächen durchgeführt.

Erfassung der oberirdischen Produktivität im Grünland mittels Biomasseproben

Als Maß für die Produktivität der Grünlandflächen wurden zur Zeit des Höchststandes

der Vegetation (Mitte Mai bis Mitte Juni) Biomasseproben genommen. Dabei wurden

auf zwei Suplots mit einem Maß von 1,5 m x 2 m viermal ein Rahmen mit einer

Fläche von 0.25 m² aufgeworfen und die darin befindliche Biomasse geerntet und

bei 80°C für 48 Stunden im Trockenschrank getrocknet.

Anlage von Experimenten zur Aufdeckung von Mechanismen, die die

Pflanzenartenvielfalt im Grünland beeinflussen

Auf kleineren Suplots (2 x 1.5 m) wurden kleinräumige Störungen angelegt, die die

Wühltätigkeit von Mäusen simulieren, um den Einfluss dieser Störung auf die

Vegetation zu untersuchen (Störungsexperiment).

Zur Ermittlung der Bedeutung von Konkurrenz oder gegenseitiger Begünstigung von

Pflanzen im Grünland bei unterschiedlicher Landnutzung wurden auf 9

Grünlandflächen (VIPs) eine Anzahl von Pflanzenindividuen in einem Umkreis von

ca. 30 cm um das Individuum freigeschnitten und ihr Wachstum mit Individuen, die

sich inmitten des normalen Vegetationsverbandes befinden verglichen.

16


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

Erfassung der totholzbewohnenden Pilze

Auf allen Wald EP’s wurden jeweils 9 zufällig ausgewählte, sowie die 2

grösstenTotholzstücke beprobt. Dabei wurden alle Pilzfruchtkörper erfasst und wo

notwendig eine kleine Probe zur späteren, mikroskopischen, Artbestimmung

getrocknet.

Erfassung der pflanzenpathogenen Pilze im Grünland

Auf allen Grünland EP’s wurden jeweils auf 4 Transekten von 25x1m alle Rost-,

Mehltau-, und Brandpilze auf den vorhandenen Pflanzenarten erfasst. Dazu wurden

alle Arten zur späteren mikroskopischen Bestimmung herbarisiert.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Monitoring im Grünland

Die bisherigen Ergebnisse aus dem Jahr 2011 bestätigen die bereits aus 2010

bekannten Trends und Beziehungen: Die Landnutzung ist der wichtigste Faktor für

die Erklärung der Artenvielfalt einer Fläche. Es zeigte sich ein linear-negativer

Zusammenhang zwischen der Produktivität im Grünland und der Diversität.

Störungsexperiment

Im Jahr 2011 wurde das Störungsregime hin zu einem stärkeren Störungsgradienten

geändert: anstelle einer separaten Störung im Frühjahr und Herbst wurde nur im

Frühjahr, hierbei aber mit einer intensiveren Stufe, die Störung vorgenommen.

Entgegen der Ergebnisse aus dem Jahr 2010 konnten keine signifikanten

Veränderungen der Gesamtartenvielfalt durch die kleinräumige Störung festgestellt

werden. Allerdings wurde eine gezielte Aufnahme und Auswertung nach

funktionellen Gruppen, wie z.B. der Anteil an ein- bis zweijährigen frühblühenden

Pflanzenarten (Frühjahrstherophyten) nicht vorgenommen.

Konkurrenzexperiment

Das Monitoring der Entwicklung der freigeschnitten resp. im Pflanzenverband

aufgewachsenen Pflanzen ist abgeschlossen und im Herbst wurde die Ernte und

Abwiegen der Biomasse der entsprechenden Pflanzenindividuen vorgenommen.

Ersten Ergebnissen zur Folge konnte keine gleichgerichtige Beziehung zwischen

Konkurrenz und gegenseitiger Begünstigung unter verschiedener Landnutzung

festgestellt werden.

17


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

Monitoring im Wald

Das Artenreichtum wird im Wald nur im geringen Masse durch Nutzungseffekte

erklärt. Wie in dem vorhergehenden Jahr war die wichtigste Einflussgröße das

Vorhandensein von Störungen wie Rückegassen oder kleine Lichtungen, die auch

lichtbedürftigen Offenlandarten einen Lebensraum bieten.

Pilzdiversität

Da die mikroskopische Artbestimmung noch bei weitem nicht abgeschlossen ist,

liegen zur Pilzdiversität noch keine Resultate vor.

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• Vegetationsmonitoring in Grünland und Wald

• Biomasseernte im Grünland

• Monitoring Einsaatexperiment

Bern, 26.01.2012

…………………………………………. ……………………………………………..

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

18


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

BELongDead

„Der Einfluss der Baumart auf die Freisetzung gelösten organischen Kohlenstoffs und

Stickstoffs aus Totholzstämmen“

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof. Dr. Matzner Egbert, PD Dr. Borken, Werner

LS Bodenökologie, Universität Bayreuth

egbert.matzner@uni-bayreuth.de

werner.borken@uni-bayreuth.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Bantle Andreas (Doktorand)

2. Hell Uwe (Technischer Angestellter)

3. Eckert Petra (Technische Angestellte)

4. …………………………………………………………………………………………

(ggf. als Anhang we itere Auflisten)

Kontaktperson für weitere Fragen: Andreas Bantle

Tel.: 0176 70071404

Email: andreas.bantle@uni-bayreuth.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

von 06/2011 bis 12/2011

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW11…, HEW 12…., HEW42…, HEG…, HEG …., HEG…,

19


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Mittels unter den Stämmen eingebauter Rinnen wird Lösung aufgefangen, die über und durch

die Totholzstämme geflossen ist. Die gewonnene Lösung wird auf ihren Gehalt an gelöstem

organischem Kohlenstoff (DOC), gelösten organischen Stickstoff (DON) sowie auf Nitrat und

Ammonium untersucht. Desweitern werden die elektrische Leitfähigkeit und der pH-Wert der

Lösung sowie mittels spektroskopischer Methoden der Kondensationsgrad der Inhaltsstoffe

bestimmt.

Durch dieses Teilprojekt soll der Einfluss der Baumart auf Menge und Qualität des DOC und

DON ermittelt werden zum besseren Verständnis der Stoffflüsse.

Zusätzlich zur Probenahme der DOC-Lösungen unter den Stämmen wurde ein

Beregnungsversuch über den DOC-Sammlern an den Stämmen durchgeführt, um eine

standardisierte DOC-Lösung für ein Labor-Inkubationsexperiment zu gewinnen.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Von April bis Juni 2011 wurden auf den insgesamt 9 VIP-Plots (HEW 1-9) sowie den Plots

HEW 11, 12 und 42 des Exploratoriums Hainich-Dün die schon vorhandenen Installationen

der Arbeitsgruppe Matzner des Lehrstuhls für Bodenökologie der Universität Bayreuth

instand gesetzt sowie die noch ausstehenden Sammelvorrichtungen an den Eichenstämmen

eingebaut. Des Weiteren wurden auf HEW 7, 8 und 9 die noch ausstehenden Sammler

nachinstalliert. Von Juni bis Dezember konnten im Rahmen von 5 zeitlich direkt an

ergiebigen Regenereignissen von mindestens 10 mm orientierten Probenahmen Lösungen

unter den ausgebrachten Totholz-Stämmen von Buche, Fichte und Eiche auf den Plots

HEW 1-9, 11, 12, 42 gewonnen werden. Anschließend wurden jeweils die Konzentrationen

von Ammonium, Nitrat, gelöstem organischem Stickstoff (DON) sowie von gelöstem

organischem Kohlenstoff (DOC) gemessen. Darüber hinaus wurde auf jedem Plot die

Niederschlagsmenge mit Regensammlern des Typs RS200 (Fa. UMS München) bestimmt als

Grundlage für Stofffluss-Berechnungen.

Die folgenden Ergebnisse berücksichtigen nur 4 Probenahmen, da die Werte der letzten

Probenahme aus dem Dezember noch ausstehen. Exemplarisch sind für die Plots HEW 7-9

die mittleren DOC- und DON-Konzentrationen dargestellt. Sowohl für DOC als auch für

20


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

DON konnten die höchsten Konzentrationen bei Eiche Ahorn und Hainbuche festgestellt

werden.

Tabelle 1: Mittelwerte der DOC-Konzentration aus 4 Probenahmen von Juni - September in mg/L

HEW 7 HEW 8 HEW 9

Kronentraufe 12,7 13,2 12,3

Buche 36,6 28,7 58,8

Fichte 100,1 45,1 56,4

Eiche 70,1 250,3 45,7

Kiefer 85,1 69,1 81,5

Kirsche 99,9 56,6 59,0

Lärche 66,3 47,1 68,0

Pappel 40,2 84,6 40,0

Birke 65,0 37,8 31,6

Linde 29,6 28,2 31,3

Ahorn 58,3 162,5 79,1

Douglasie 25,3 95,2 45,8

Esche 32,4 36,8 39,9

Hainbuche 48,0 135,4 64,8

Tabelle 2: Mittelwerte der DON-Konzentration aus 4 Probenahmen von Juni - September in mg/L

HEW 7 HEW 8 HEW 9

Kronentraufe 0,66 0,77 0,78

Buche 1,41 0,87 1,82

Fichte 1,45 0,76 1,30

Eiche 2,14 4,32 1,54

Kiefer 1,87 0,99 1,69

Kirsche 1,98 1,43 1,64

Lärche 1,33 0,83 1,43

Pappel 1,47 1,83 1,49

Birke 1,76 1,06 1,30

Linde 1,18 1,29 1,19

Ahorn 2,02 3,84 2,91

Douglasie 0,87 1,16 1,08

Esche 1,07 1,03 1,52

Hainbuche 1,96 2,71 2,02

In Tabelle 3 und 4 sind die kumulierten DOC- und DON-Flüsse aufgeführt. Auf HEW 8 sind

aus dem Eichenstamm von Juni bis September 47,8 g DOC pro Quadratmeter projizierter

Stammfläche Totholz aus dem Holz ausgetragen worden.

21


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

Tabelle 3: Kumulierte DOC-Flüsse aus 4 Probenahmen von Juni - September in g/m² projizierte

Stammfläche

HEW 7 HEW 8 HEW 9

Kronentraufe 2,5 2,5 2,9

Buche 8,8 5,4 14,9

Fichte 26,7 8,7 12,9

Eiche 20,7 47,8 10,2

Kiefer 21,1 13,0 18,2

Kirsche 29,6 10,8 14,0

Lärche 16,4 8,8 16,8

Pappel 9,0 13,0 9,1

Birke 12,0 7,3 6,7

Linde 7,5 5,4 7,0

Ahorn 14,2 30,4 18,1

Douglasie 6,6 17,9 9,8

Esche 6,3 7,0 9,3

Hainbuche 11,9 26,0 15,3

Die größten DON-Flüsse konnten für Eichen- und Ahorn-Stämme ermittelt werden. Von Juni

bis September wurde so eine maximale Gesamtmenge von 0,84 g DON pro Quadratmeter

projizierter Stammfläche Totholz aus dem Eichen-Stamm auf HEW 8 ausgetragen.

Tabelle 4: Kumulierte DON-Flüsse aus 4 Probenahmen von Juni - September in g/m² projizierte

Stammfläche

HEW 7 HEW 8 HEW 9

Kronentraufe 0,13 0,15 0,17

Buche 0,33 0,17 0,44

Fichte 0,39 0,15 0,30

Eiche 0,59 0,84 0,35

Kiefer 0,51 0,19 0,38

Kirsche 0,53 0,28 0,39

Lärche 0,33 0,16 0,34

Pappel 0,33 0,38 0,34

Birke 0,36 0,21 0,27

Linde 0,30 0,25 0,27

Ahorn 0,53 0,73 0,66

Douglasie 0,22 0,22 0,24

Esche 0,23 0,20 0,36

Hainbuche 0,51 0,52 0,48

Der Großteil der Ergebnisse der spektroskopischen Messungen zur Bestimmung des

Kondensationsgrades des gelösten organischen Kohlenstoffs steht noch aus.

22


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

…………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

Weitere Probenahmen zur Verbesserung der Datenlage

…………………………………………………………………………………….

…………………………………………………………………………………….

Bayreuth, 26.01.2012 ……………………………………………..

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

23


Koordinierte Bodenprobennahme in den Biodiversitäts-Exploratorien

Nach der ersten gemeinsamen Bodenprobenahme im Frühjahr 2008 haben sich auch in der dritten

Projektphase der Biodiversitäts-Exploratorien (2011-14) wieder mehrere Bodenprojekte in einer

koordinierten Kampagne organisiert. Unter Leitung des Zentralprojektes Boden von Dr. Marion

Schrumpf und Mitarbeitern am MPI Biogeochemie in Jena beteiligten sich insgesamt 13 Projekte

(Tabelle 1). Die Ergebnisse dieser Beprobungen erlauben eine spätere Synthese und verringerten die

zeitliche und räumliche Störung auf den Untersuchungsflächen. Das zentrale Koordinationsbüro,

Universität Potsdam, unterstützte die Probenahme organisatorisch und finanziell.

Tabelle 1 Teilnehmer an der koordinierten Bodenprobenahme 2011

ProjektleiterInnen Institution Bodenparameter

Arndt, Bonkowski Universität Köln Nanofauna

Buscot, Wubet Helmholtz-Zentrum für

Umweltforschung Halle

RNA und cDNA Analysen

Daniel Universität Göttingen 16S rRNA Analysen: Bakterien,

cDNA

Hempel Freie Universität Berlin Abuskuläre Mykorrhizapilze

Hölzel Universität Münster

13 C/ 15 N

Joschko ZALF, Müncheberg Bodenstruktur

Kandeler, Marhan Universität Hohenheim Prokaryoten, Nmin, DOC, PLFA,

Denitrifizierung, Ammoniumoxidation,

Urease, Xylanase….

Oelmann Universität Tübingen NaNCO3 Pi und Po, mikrobielles P

Overmann, Friedrich DSMZ – TU Braunschweig,

Universität Bremen

16S rRNA: Acidobakterien und

cDNA Analysen

Polle Universität Göttingen Kohlehydrate in Feinwurzeln,

Ektomykorrhizapilze, DNA in

Wurzeln

Schloter Helmholtz Zentrum München Ammonium-Umsatz

Schrumpf MPI Biogeochemie Jena pH, Textur, Korngröße,

Fraktionierung, C, N, Fe,

Bodenenzyme, 13 C/ 14 C ,

Wurzelmasse,

chem/Nährstoffzusammensetzg

Karsten Universität Rostock Bodenkrusten

24


Methode

Vom 2.-15. Mai 2011 wurden parallel auf allen EPs der Biodiversitäts-Exploratorien im Wald und

Grünland standardisiert Boden-, Wurzel- und Krustenproben entnommen. Die lokalen

Managementteams markierten die Probepunkte kurzfristig entlang von zwei 20 m Transekten in

Grünland EPs und zwei 40m Transekten in Wald EPs. Entlang eines Nord-Süd und eines Ost-West

Transektes pro EP wurden nach Beprobung der Humusauflage mehrere Teilproben mit Hilfe von

Bodenstechern gezogen, in einer Mischprobe (1000 g Boden im Wald, 1200 g Boden im Grünland)

zusammengeführt und entsprechend der späteren Analysen entweder direkt gefroren, gekühlt oder

nur gelagert an die Arbeitsgruppen verteilt.

Simone Pfeiffer

Wissenschaftliche Koordinatorin

25


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

Core Project 12 – Land use, soil processes and functions

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Dr. Schrumpf, Marion, Max-Planck-Institut für Biogeochemie, Jena

e-mail: mschrumpf@bgc-jena.mpg.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1 Solly, Emily, Doktorandin

2.Stier, Falko, Studentische Hilfskraft

Als Kooperationspartnerin:

(3 Schnabel, Beatrix, Doktorandin)

(ggf. als Anhang we itere Auflisten)

Kontaktperson für weitere Fragen: Herr Dr. Schöning Tel 03641-576191

e-mail: Ingo.Schoening@bgc-jena.mpg.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 22.10.2011 (MM.JJJJ) Bis 04.11.2011 (MM.JJJJ)

und im Mai 2011 Feldarbeiten durch unsere Kooperationspartnerin Doreen Berner.

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

26


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Unsere Koordinationspartner haben unter Verwendung von Split-Tubes eine

Bodenprobenahme auf allen EP Plots durchgeführt. Dazu haben sie auf einer

zugewiesenen Fläche 14 Einzelproben des Oberbodens entnommen und aus diesen

eine Mischprobe hergestellt. Teilmengen der Mischproben wurden an insgesamt 10

Bodenlabors, die mit unterschiedlichen Forschungsfragestellungen befasst sind,

verteilt.

Wir haben die koordinierte Bodenprobenahme im wesentlichen wie geplant

durchgeführt. Allerdings haben wir die Anzahl der Beprobungspunkte von 20 auf 14

reduziert. Damit einher gehend konnten wir die Eingriffe in den Naturhaushaushalt

deutlich verringern.

Im Herbst 2011 haben wir auf allen EP-Plots insgesamt bis zu 18 Wurzelstreubeutel

gefüllt mit jeweils 1 g Wurzelstreu mittels Spaten in die oberen 10 cm des

Mineralbodens ausgebracht. Mit diesen Wurzelstreubeuteln wird der Wurzelabbau

untersucht und die Beutel werden zu insgesamt 4 unterschiedlichen Terminen wieder

entnommen. Zusätzlich wird auf 8 Intensivflächen auch der Wurzelabbau mit 8

weiteren Streubeuteln bis in 40 cm Tiefe untersucht.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Alle Bodenproben sind wie geplant entnommen worden. Da es sich um eine

koordinierte Bodenprobe in Zusammenarbeit mit 9 weiteren Arbeitsgruppen handelte,

wurde nur jeweils eine kleine Teilprobe für unsere eigenen Untersuchungen

verwendet. Die Bodenproben wurden im gekühlten Zustand (+4°C, -20°C) ins Labor

des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena transportiert. Hier haben die

Laboruntersuchungen begonnen, die sich noch über die nächsten 1 1/2 Jahre

erstrecken werden. Bisher wurde im Labor für alle Waldflächen die Masse der

Auflageproben bestimmt, um den Streueintrag in den Boden abzuschätzen. Zudem

wurde mit Inkubationsversuchen begonnen, mit denen die mittlere Abbaurate der

organischen Substanz auf den unterschiedlichen Flächen bestimmt werden soll. Das

Alter des bei den Inkubationsexperimenten veratmeten Kohlenstoffs wird im diesem

Jahr mit der Methode der Radiokohlenstoffdatierung bestimmt werden. Parallel hat

die Grundcharakterisierung der Bodenproben begonnen. Derzeit werden in unserem

Labor die Kohlenstoff- und Stickstoffgehalte und die pH Werte der Bodenproben

bestimmt. Die Ergebnisse der Laboruntersuchungen liegen zur Zeit der

Berichterstattung leider noch nicht in ausgewerteter Form vor.

Die ersten Wurzelstreubeutel werden erst im Frühjahr 2012 entnommen.

27


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

• Die koordinierte Bodenprobenahme hat wesentlich zur Verminderung der

Eingriffe auf den Untersuchungsflächen geführt.

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• Entnahme der 2011 ausgebrachten Wurzelstreubeutel im Frühjahr und Herbst

2012

• Auf ausgewählten Grünlandflächen werden Wurzelabbau-Experimente mit

Isotopen-markierter Wurzelstreu durchgeführt.

6.Januar 2012

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

28


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

GENLAND: Projekt zur genetischen Vielfalt auf den 50 Grünlandflächen

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Dr., Durka, Walter, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ,

walter.durka@ufz.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Kloss, Lena, Projektbearbeiterin

2. Völler, Eva, Projektbearbeiterin

3. Meene, Torsten, Hilfskraft

Kontaktperson für weitere Fragen: Lena Kloss Tel 0345-5585305

Email lena.kloss@ufz.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 05.2011 (MM.JJJJ) Bis 09.2011 (MM.JJJJ)

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Es wurden auf den Experimentierplots im Grünland der Biodiversiäts-Exploratorien

an 6 Pflanzenarten (Lotus corniculatus, Ranunculus bulbosus, Knautia arvensis,

Lathyrus pratensis, Cynosurus cristatus, Anthriscus sylvestris) Pflanzenproben

29


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

entnommen. Dabei wurden pro Plot und Art von 20 Pflanzen je 1-5 Blätter

entnommen, ohne die Pflanze nachhaltig zu schädigen. Parallel dazu wurden ca. 10-

20 Samen von 10 der 20 beprobten Pflanzen geerntet. Die Fruchtreife dieser Arten

erfolgte meist erst nach der ersten Mahd/ Beweidung. Um Samenmaterial von genug

Pflanzen ernten zu können, wurden ein Teil dieser Pflanzen vor der ersten Mahd/

Beweidung in eine abgezäunte Teilfläche auf dem Experimentalplot transplantiert

und zur Samenreife dann später beerntet.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, daher liegen noch keine

Ergebnisse vor.

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

keine

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

keine

Halle (Saale), 23.01.2012

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

30


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

BeechAdapt: Genetic and adaptive variation in beech (Fagus sylvatica): Which

factors influence their spatial distribution patterns?

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution):

Prof. Dr. Finkeldey, Reiner,

Georg-August-Universität Göttingen, Büsgen-Institut, Abteilung Forstgenetik und

Forstpflanzenzüchtung

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. Bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1 . Sarah Seifert (Verantwortliche, Planung und Organisation der Arbeit, Sammlung

der Bucheckern)

2 . Kristina Schröter (Verantwortliche, Planung und Organisation der Arbeit,

Sammlung der Bucheckern)

3 . Rodica Pena (Verantwortliche, Planung und Organisation der Arbeit, Sammlung

der Bucheckern)

4 . Christine Radler (Technische Assistentin, Sammlung der Bucheckern)

5 . Daryl Hughes (Student, Sammlung von Bucheckern)

Kontaktperson für weitere Fragen: Seifert, Sarah, Tel: 0551/ 39-3534

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 09.2011 Bis 10.2011

2.3. Bearbeitete Flächen

Plots im Nationalpark Hainich

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9+3 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW 11, HEW 12, HEW 6, HEW 10

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Sammlung von Bucheckern unter je 100 Bäumen pro Fläche. Die Arbeit wurde in

Kooperation mit dem Projekt Ectomyc (Arbeitsgruppe Prof. Polle) durchgeführt. Unter

31


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

den Bäumen auf den Flächen HEW 6 und 10 wurden je ca. 240 Bucheckern

gesammelt, für das Projekt Beechadapt und für das Projekt Ectomyc. Auf den

Flächen HEW 11 und 12 wurden je Baum ca. 40 Bucheckern für das Projekt Ectomyc

gesammelt.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Die Sammlung der Bucheckern wurde auf allen Flächen erfolgreich durchgeführt.

Nach dem Trocknen der Bucheckern wurden diese bei -10°C eingelagert. Im Januar

2012 wird mit der Stratifizierung der Eckern begonnen, so dass die gekeimten

Bucheckern im Frühjahr 2012 im Gewächshaus ausgepflanzt werden können, um

dann später im Jahr für Versuche genutzt werden zu können.

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen

Art (Latein. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

…………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• Bonitur des Austriebsverhaltens der Altbäume

• Etablierung des Translokationsexperimentes auf insgesamt 20 Flächen im

Zeitraum September-November 2012.

Göttingen, 02.01.2012 ……………………………………………..

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

32


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

BioComp

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof. Dr. Norbert Hölzel, Institut für Landschaftsökologie, Universität Münster

Dr. Till Kleinebecker, till.kleinebecker@uni-muenster.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Valentin Klaus, Organisation, Leitung der Feldarbeit

2. Alena Jírová, Hilfskraft

Kontaktperson für weitere Fragen: Valentin Klaus Tel 0251-8339770

Email v.klaus@uni-muenster.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 05.2011 (MM.JJJJ) Bis 06.2011 (MM.JJJJ)

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

- Beprobung der oberirdischen Biomasse von sechs häufigen Arten (Dactylis

glomerata, Taraxacum officinale, Plantago lanceolata, Poa pratensis, Trifolium

repens, Trifolium pratense)

- jeweils ca. 5-10g Trockengewicht, wo genügend Material vorhanden war

33


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

- die Vegetationsproben werden zurzeit auf ihre Isotopen-chemischen

Konzentrationen von 13C und 15N untersucht

- Anhand der Ergebnisse werden später Schlüsse zur Intensität der Landnutzung und

der Artenzahl gezogen, eventuell kann auch historische Landnutzung mit erfasst

werden

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

keine

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• Wie bereits in den Vorjahren werden wir uns auf die Beprobung oberirdischer

Grünland-Biomasse beschränken. Dazu werden etwa 1 Quadratmeter

Aufwuchs abgeschnitten.

Münster, den 24.1.2012

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

34


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

BITTE per EMAIL und unterschrieben als *.pdf an explo.hai@wzw.tum.de cc beo@uni-potsdam.de schicken!

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

SOILFEEDBACK

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof. Dr. Jasmin Joshi,

Universität Potsdam

Biodiversitätsforschung/Spez.Botanik

E-Mail: jjoshi@uni-potsdam.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Dipl. Biol. Heinze, Johannes (Doktorand)

2. Dipl. Biol. Meene, Torsten (wissenschaftl. Hilfskraft)

3. Dipl. Biol. Müller, Jörg (wissenschaftl. Hilfskraft)

(ggf. als Anhang weitere Auflisten)

Kontaktperson für weitere Fragen: Johannes Heinze Tel.: 0331/977-4863

Email: jheinze@uni-potsdam.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 04.2011 bis 09.2011

35


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

- Vegetationsaufnahmen

- Bodenentnahme (Stechzylinder 1 cm Durchmesser; 5 – 10 cm tief) auf

ausgewählten Flächen (HEG 35 und HEG 41)

- Samenentnahme von ausgewählten Pflanzenarten (nicht destruktive Methode)

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

- Gewächshausversuche laufen zu diesem Zeitpunkt noch

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

36


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

…………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• Bodenentnahme im Grünland (auf ausgewählten Flächen)

• Samenentnahme von ausgewählten Pflanzenarten

Potsdam, 04.01.2012

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

Potsdam, 10.1.2012

37


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

BITTE per EMAIL und unterschrieben als *.pdf an explo.hai@wzw.tum.de cc beo@uni-potsdam.de schicken!

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

FunWood – Auswirkungen der Intensität von Waldmanagement auf die Diversität von

holzzersetzenden Pilzen und den Totholzabbau

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof. Dr. Jürgen Bauhus

Waldbau-Institut, Universität Freiburg, Tennenbacherstr 4, 79085 Freiburg

juergen.bauhus@waldbau.uni-freiburg.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Dr. Otto, Peter, Co-PI

2. Dr. Krüger, Dirk, Co-PI

3. Dr. Kahl, Tiemo, Wissenschaftlicher Assistent

4. Dipl.-Ing. Arnstadt, Tobias, Doktorand

Ergänzung siehe Anhang 1

Kontaktperson für weitere Fragen: Dr. Kahl, Tiemo Tel 0761-2038631

Email tiemo.kahl@waldbau.uni-freiburg.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

1. Aufenthalt: 03.2011

2. Aufenthalt: von 07.2011 bis 11.2011

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

38


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Stickstoff – Düngungsexperiment

Auf den Plots des Untersuchungsgebiets Hainich – Dün (BELongDead Plots) wurden

45 cm lange Stammstücken von 20 BELongDead Stämmen (Ende ohne Plakette)

abgetrennt und horizontal geteilt. Die in Plastikkisten (60x40x32 cm, 60 l)

befindlichen Stammhälften wurden innerhalb des BELongDead Plots an den beiden

Enden der jeweiligen Stämme platziert. In den unterhalb der jeweiligen Kiste

befindlichen Behältern wird über einen Abfluss der Niederschlag/ Stammabfluss

aufgefangen. Dieser wird aller 2-3 Monate entnommen, jedes Stammstück einer

Spurengasmessung (CO2, CO) unterzogen, das Totholzgewicht und die elektrische

Leitfähigkeit des Stammstücks bestimmt. Zusätzlich erfolgt 1*monatlich eine

Stickstoffdüngung mit NH4NO3 auf der einen und der mit Wasser behandelten

Kontrolle auf der anderen Seite. Des Weiteren werden den Stammstücken nach 0, 3,

6, 12 und 24 Monaten mit Hilfe eines Bohrers (d = 1cm) Holzmehlproben

entnommen. Im zeitlichen Rhythmus der Holzprobennahme erfolgt ebenfalls das

Monitoring der xylobionten Pilze.

Holzprobenentnahme

Zum einen wurden aus allen FunWood Stämmen der ersten Phase 30 cm lange

Stücken herausgesägt. Zum anderen wurden auf den Plots HEW 5 und

HEW 6 aus je einem Funwood I Stamm und aus zwei weiteren Stämmen je 1,5 m

lange Stammstücken herausgesägt. Diese wurden intensiv beprobt, um die

räumliche Ausprägung von Enzymaktivitäten in einem Stamm zu untersuchen. An

den Proben werden oxidative und hydrolytische Enzymaktivitäten gemessen und

begleitend dazu die Ligninwerte und wasserlöslichen Ligninfragmente bestimmt.

Erfassung von totem, liegendem Starkholz auf allen EPs

Auf allen EPs wurden jeweils die 3 größten liegende Totholzstämme untersucht.

Dabei wurde die Auswahl auf die 3 häufigsten Arten Pinus sylvestris, Picea abies und

Fagus sylvatica beschränkt. Ein Großteil der ausgewählten Stämme entsprechen den

von S. Blaser (AG Fischer, Bern) bereits markierten Stämmen. Der andere Teil

wurde von uns mit nummerierten Metalltags versehen. Alle Stämme wurden

vermessen und durch weitere abiotische und biotische Datenaufnahme näher

charakterisiert. Des Weiteren wurden unter und neben jedem Totholzstamm

Bodenproben entnommen. Pro Stamm wurde eine Probe unter dem Totholz als auch

eine Referenzproben in 1m Entfernung genommen. Nach Möglichkeit erfolgte die

Bodenprobennahme mittels eines „Split-tube“- Bohrers, anderenfalls wurde bei der

Entnahme unter den Stämmen eine 5x5x10cm große Schaufel (Paleta) verwendet.

Zusätzlich wurden mittels eines Bohrers (d = 1cm) im 45° Winkel zum Stamm

Holzmehlproben entnommen. Die Anzahl der Bohrungen pro Stamm wurde in

Abhängigkeit von der Länge des jeweiligen Stammes bestimmt. Weiterhin wurden an

den Totholzstämmen die sichtbaren Pilzfruchtkörper unter Angabe von Position und

Deckung erfasst. Die Bestimmung konnte nur zu einem geringen Teil vor Ort

39


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

erfolgen. Zur zweifelsfreien Identifizierung wurde von einigen Arten ein Exsikkat zur

Aufbewahrung im Herbar der Universität Leipzig (Dr. Peter Otto) entnommen.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Die Vorbereitungen, die Installation und die ersten Datenaufnahmen des

Stickstoffexperimentes wurden erfolgreich abgeschlossen. Nach Abschluss der

vollständigen Erfassung von totem, liegendem Starkholz auf allen EPs stehen die

Vervollständigung der Datensätze und die Analysen der Proben derzeit noch aus.

Die Auflistung der bei der Pilzerfassung gefunden Arten kann erst mit dem Abschluss

der mikroskopischen Bestimmung erfolgen, sodass derzeit noch keine Artenliste

vorliegt.

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Es wurden keine Taxa auf den Stämmen festgestellt oder gesammelt, die nach

Bundesartenschutzverordnung geschützt sind.

Die laut Bundesartenschutzverordnung geschützten Pilzarten kommen nicht auf Holz

vor (vorrangig Mykorrhiza Pilze und Humusbesiedler).

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

…………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………

40


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• Weiterführung des Stickstoff – Düngungsexperimentes im

Untersuchungsgebiet Hainich – Dün (BELongDead Plots)

• Erfassung von sichtbaren Fruchtkörpern xylobionten Großpilze auf

ausgewählten Stämmen der BELongDead Plots

• Holzprobenentnahme zur Untersuchung xylobionter Pilzgesellschaften

• Wiederholungsinventur der Totholzstämme aus FunWood | auf allen VIPs

Freiburg, 05.01.2012

…………………………………………. ……………………………………………..

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

41


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

Anhang 1

Ergänzung zu 2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen

5. Purahong, Witoon, Doktorand

7. Dipl.- Biol. Baber, Kristin, Doktorandin

8. Hoppe, Björn, Doktorand

42


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

„BEDRY“ Global Change Effects on Forest Understorey: Interactions

between Drought and Land-use Intensity.

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Bruelheide, Helge, Institut für Geobotanik und Botanischer Garten, Martin-Luther-

Universität Halle, helge.bruelheide@botanik.uni-halle.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Herr Prof. Dr. Bruelheide, Helge, Projektleiter

2. Herr Dipl.-Biologe, Baudis, Matthias, PhD(Halle), Datenerfassung

3. Frau Dipl.-Biologin, Breitschwerdt, Eva, Helfer (Halle)

4. Herr Dipl.Ing.-Forstwirtschaft, Beinhoff, Carsten, TA (Halle)

5. Herr Berthold, Felix, TA (Halle)

6. Frau Neils, Johanna, HIWI (Halle)

7. Frau Dipl.-Biologin, Felsmann, Katja, PhD(Müncheberg), Daterfasser

8. Herr Dipl.Ing.-Forstwirtschaft, Bruckhoff, Johannes, TA (Müncheberg)

9.Frau Dipl.Ing.-Forstwirtschaft ,Eva, TA (Müncheberg)

10. Frau Dipl.- Gimbel, Katharina, PhD(Freiburg), Datenerfasser

11. Herr Lehmann, Frank, HIWI(Freiburg)

12. Herr Neuhaus, Lukas, TA(Freiburg)

13. Herr Seeger, Stephan, HIWI(Freiburg)

(ggf. als Anhang weitere Auflisten)

Kontaktperson für weitere Fragen: Prof. Bruelheide, Tel…0345-5526222…………

Email …helge.bruelheide@botanik.uni-halle.de…

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 05.2011 Bis 12.2011

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

45


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW12, HEW 3, HEW47,

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Anhand aktueller Klimaprojektionen ist für Mitteleuropa eine Veränderung des

Niederschlagsmusters zu erwarten. So gab es bisher keine Studien, die sich mit den

Auswirkungen von Trockenheit auf die Krautschicht im Wald beschäftigt hat, obwohl

angenommen werden kann, dass diese eine wichtige Rolle bei der natürlichen

Verjüngung und Sukzession von Wäldern spielt. Mit Hilfe der Errichtung von großen

Trockendächern in allen drei Exploratoriumsgebieten und dort in den

unterschiedlicher Waldnutzungsformen sollen die biogeochemischen und

hydropedologischen Prozesse bei reduzierten Niederschlägen sowie deren

Auswirkung auf den Unterwuchs ermittelt werden. Ein Schwerpunkt der

Untersuchungen liegt auf der Diversität des Wald-Unterwuchses und der Bodenbiota.

Dieser Versuch setzt sich aus drei Teilversuchen zusammen, die in Kooperation mit

dem ZALF in Müncheberg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg stattfinden. Es

werden klimatische Einflüsse sowie Effekte der Bodenstruktur und

bodenhydrologischen Funktionen auf den Wasser- und Kohlenstoffhaushalt von

Pflanzenspezies und –lebensgemeinschaften entlang eines Landnutzungs- und

Biodiversitätsgradienten untersucht.

Speziell für das Exploratorium Hainich ist die Gruppe unter der Leitung von Helge

Bruelheide (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) zusammen mit dem

Doktoranden Mathias Baudis und dem Technischen Assistenten Carsten Beinhoff

zuständig. Carsten Beinhoff sorgt insbesondere für die Wartung der Dächer und das

Verschieben der Trockendachelemente im Hainich-Exloratorium.

WP1 (Bruelheide/Welk)

• Monitoring der Pflanzenzusammensetzung

o Es wurden Vegetationsaufnahmen unter den Dächern und auf

den Kontrollflächen errichtet und über drei Jahre beobachtet

o Bestimmung von Photosynthese und Transpiration der

unterschiedlichen funktionellen Gruppen in den Flächen

• Monitoring von Phytometern

o Ausbringen von Phytometern der unterschiedlichen

funktionellen Gruppen

o Aufnahme biometrischer Daten (z.B. Blattanzahl, Höhe, etc.) zur

Bestimmung von Wachstumsraten

o Messen von Photosynthese- und Transpirationsleistungen

(LICOR 6400)

46


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

• Sammeln von Blattproben

o Bestimmung verschiedenster Blattanatomischer Merkmale wie

z.B. SLA, LDMC, Stomataverteilung,…

o Bestimmen von Blatttraits

WP2 (Weiler/Puhlmann)

• Kontinuierliches Monitoring der meteorologischen und bodenhydrologischen

Bedingungen:

o Lufttemperatur/-feuchte unter dem Zentraldach und auf der

Kontrollfläche

o Niederschlagsmenge inkl. Stammabfluss und Interzeption

o Bodenfeuchte unter dem Zentraldach in 2, 3 und 4 m Entfernung vom

Stamm (jeweils 0-5, 10-15, 30-35 und 55-60 cm Mineralbodentiefe)

o Bodenwasserpotential unter dem Zentraldach in 3 m Entfernung vom

Stamm (10-15, 30-35 und 55-60 cm Mineralbodentiefe)

• Charakterisierung der Porenraumarchitektur:

o Entnahme von ungestörten Stechzylinderproben zur Analyse des

Mikro- und Mesoporenraums in Multi-Step-Outflow-Versuchen im Labor

o Entnahme von ungestörten Bodenmonolithen zur Analyse des Meso-

und Makroporenraums über Computertomographie und Inflow-Outflow-

Versuche im Labor

• Charakterisierung der bodenhydrologischen Funktionen:

o Infiltrationsversuche mit Lebensmittelfarbstoff (Brilliant Blue) an

Profilwänden

o Thermalfotos an Profilwänden

• Charakterisierung von Einflussfaktoren auf die bodenhydrologischen

Funktionen:

o Wurzelzählungen an Profilwänden

o Hydrophobizitätstests an Profilwänden

WP3 (Gessler/Ellerbrock/Ulrich)

Die Arbeitgruppe aus Müncheberg untersucht den direkten Effekt der Trockenheit auf

Pflanzen und Mikroorganismen im Boden sowie auf die hydrologischen

Bodeneigenschaften. Dafür wird die Isotopensignatur (O18/16) des Wasserdampfes,

mit Hilfe von Kammermessungen, aufgenommen. Es werden die

Gesamttranspiration der Unterwuchsgesellschaft und die Evapotranspiration

47


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

bestimmt. Des Weiteren werden Gaswechselmessungen der häufigsten Arten in den

Subplots durchgeführt. Es werden Blattproben der häufigsten Arten entnommen, um

Wassergehalt und organische Substanz über Isotopenmessungen (C12/13) zu

bestimmen.

Zusätzlich werden Monolithe der Kontrollfläche (10x10m) entnommen, um über

Diffuse-Reflexions-Infrarot-Fourier-Transformations-Spektroskopie (DRIFT-

Messungen) die Hydrophobizität des Bodens feststellen zu können.

Des Weiteren werden pro Plot Mischproben des AH Horizonts und der Auflage

entnommen, um die Zusammensetzung der Mikrobiologischen Gemeinschaft mit

Hilfe des Terminalen Restriktionsfragmentlängenpolymorphismus (T-RFLP)

charakterisieren zu können.

Des Weiteren werden pro Plot Mischproben des AH Horizonts und der Auflage

entnommen, um die Zusammensetzung der Mikrobiologischen Gemeinschaft mit

Hilfe von der T-RFLP charakterisieren zu können.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Während der Vegetationsperiode 2011 wurden in Kooperation mit dem Doktoranden

des ZALFs in Müncheberg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 9

Untersuchungsflächen eingerichtet, wobei je drei Plots innerhalb der drei Gebiete

(Schorfheide, Hainich & Schwäbische Alb) eingemessen wurden. Auf diesen 9

Flächen wurden jeweils 10 Dauerflächen (Subplots) errichtet, von denen zwei

Flächen die Ausmaße von 10 x 10 m (ein großes Dach + Kontrolle) und acht Flächen

von jeweils 3 x 3 m (vier Satellitendächer + Kontrollen) besitzen. Dabei gibt es immer

ein großes Dach und die dazugehörige Kontrolle sowie vier kleine Dächer und deren

Kontrollflächen.

WP1 (Bruelheide/Welk)

Auf den Flächen unter dem Zentraldach und unter den Satellitendächern wurden

Vegetationsaufnahmen von 1 x 1 m erstellt und als Dauerflächen markiert. Weiterhin

wurden von den häufigsten Arten die sich aus den Vegetationsaufnahmen ergaben

die Transpirations- und Photosyntheseleistung vor dem eigentlichen Trockenversuch

bestimmt und zusätzlich noch Lichtkurven erstellt.

Für den Vergleich der Trockenbehandlung mit den Kontrollen wurden jeweils 10 bis

12 Phytometer (Versuchspflanzen) unterschiedlichster Art und funktioneller Gruppe

in die Plots gepflanzt. Dabei wurden als Vertreter der Bäume einjährige Buchen

Fagus sylvatica, als Vertreter der Gräser Millium effusum und Bromus ramosus bzw.

Bomus benekenii und als Vertreter der Gruppe der Farne Dryopteris carthusiana

gewählt. Von diesen werden im Laufe des Versuchs verschiedenste biometrische

Daten ermittelt, aus denen dann Wachstumsraten zum Vergleich berechnet werden.

Für die Buchen gab es ein zusätzliches Augenmerk auf deren Herkünfte. So wurden

3 unterschiedliche Herkünfte der Buchen ausgesucht und dann reziprok verpflanzt.

Die Herkünfte bezogen sich auf die Lage der drei Gebiete in den Exploratorien. das

Nordostbrandenburgisches Tiefland, das mitteldeutsches Tief- und Hügelland und

die Schwäbische Alb gewählt.

48


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

Nach den Arbeiten wird sichergestellt werden, dass alle Phytometer wieder

entnommen werden.

WP2 (Weiler/Puhlmann)

Vor der Errichtung der Trockendächer wurde der Ist-/Vorzustand der

Bodeneigenschaften auf allen drei Flächen charakterisiert. Hierfür wurden auf der

zukünftigen Überdachungsfläche des großen Zentraldaches sämtliche im

Projektantrag geplanten Probenahmen (Stechzylinder, Bodenmonolithen) und

Feldversuche (Beregnungsversuche, Wurzelzählung, Thermalfotos) durchgeführt.

Zur Auswertung der gewonnnen Bodenproben im Labor wurden bestehende

Versucheinrichtungen angepasst (Multi-Step-Outflow-Anlage an Strechzylindern)

bzw. neu entwickelt (Inflow-Outflow-Versuche an großen Bodenmonolithen). Die

Porenraumarchitektur der Bodenmonolithen wurde zudem mittels

Computertomographie visualisiert.

Parallel zur Errichtung der Trockendächer wurde die Instrumentierung der Flächen

zur kontinuierlichen Erfassung meteorologischen und bodenhydrologischer Größen

geplant. Es wurde ein Loggersystem eingerichtet, mit welchem eine Fernabfrage der

kontinuierlichen Messwerte ermöglicht wird. Die Installation der bodenhydrologische

Sensoren ist weitgehend abgeschlossen, die Installation der meteorologischen

Sensoren wird im zeitigen Frühjahr 2012 fertig gestellt.

WP3 (Gessler/Ellerbrock)

Es wurden alle in Punkt 2.4. beschrieben Methoden unter dem jeweiligen

Zentraldach und der Kontrollfläche durchgführt. Damit sollten diese etabliert werden

und der Ist Zustand vor dem induzierten Trockenstress bestimmt werden.

• Entnahme eines Monolithen pro Kontroll Fläche (DRIFT- Messung)

• Gaswechselmessungen wichtigster Arten auf der Dach- und Kontrollfläche

• Entnahme von Mischproben (AH- Horizont und Auflage) auf der Dach -und

Kontrollfläche (T-RFLP)

• Kammermessungen zur Bestimmung der Evapotranspiration und der

Gesamttranspiration (Isotopenmessung)

• Entnahme von Blattproben der wichtigsten Arten ( Blattwasserbestimmung

und Isotopenmessung)

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

49


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

Alle die hier im Bericht erwähnten Methoden wurden auch im Nationalpark Hainich

mit äußerster Vorsicht durchgeführt. Ein Teil der Arbeiten der Gruppe „Weiler“ wurde

nicht durchgeführt (Beregnungsversuch), da sich diese im Wurzelbereich einer

Buche befand und ohne Zerstörung der Wurzel nicht durchführbar gewesen wäre.

Somit wurde hier auf diesen Teil verzichtet.

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

WP1 (Bruelheide/Welk)

• Pflanzungen

• Monitoring der Vegetation auf den Dauerflächen (Vegetationsaufnahmen)

• Monitoring von Wachstumsparametern der eingepflanzten Individuen

• Erfassung von Photosynthese und Transpirationsleistung

• Bestimmung des Wasserpotentials

• Untersuchung anatomische Merkmale als Blatttraits

WP2 (Weiler/Puhlmann)

• Im zeitigen Frühjahr: Abschluss der Installation der Messgeräte für die

kontinuierliche Erfassung meteorologischer und hydrologischer Größen

(Dachabflusseinheit mit Niederschlagsmessung, Lufttemperatur/-feuchte,

Bodenfeuchte, Bodenwasserpotential)

• Im Frühjahr (voraussichtlich KW 16) und Spätsommer: Wiederholung der unter

Punkt 2.4 und 2.5 beschriebenen Beprobungen und Feldversuche an den

unter dem Zentraldach bereits angelegten Bodenprofilen:

o Entnahme von ungestörten Bodenproben (Stechzylinder und

Bodenmonolithen) für die Analyse der Porenraumarchitektur in

dynamischen Fließversuchen im Labor sowie mittels

Computertomographie

o Infiltrationsversuche mit Lebensmittelfarbstoff (Brilliant Blue)

o Wurzelzählungen

o Hydrophobizitätstests

o Ansprache von Gefügemerkmalen

WP3 (Gessler/Ellerbrock/Ulrich)

50


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

• Im Frühjahr, Frühsommer und Spätsommer Wiederholung der Messungen und

Probenahmen wie unter Punkt 2.4 und 2.5 beschrieben

• Jahresanfang: Installation von Wildtierkameras

• Wartung der Dächer und Dauerinstallationen

………………………………………….

……………………………………………..

Halle, 23.12.2011

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

51


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

BITTE per EMAIL und unterschrieben als *.pdf an explo.hai@wzw.tum.de cc beo@uni-potsdam.de schicken!

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

Element cycles in forests and grasslands of the Biodiversity Exploratories:

Response to management intensity and associated biodiversity

(Exploratory Hainich-Dün)

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof. Dr., Michalzik, Beate

Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Geographie, Professur für Bodenkunde

Beate.Michalzik@uni-jena.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. M.Sc., Bischoff, Sebastian, Doktorand Hainich-Dün

2. Tetzlaff, Sandy, wissenschaftliche Hilfskraft

3. B.Sc., Schulz, Florian, M.Sc.-Kandidat

4. B.Sc., Wünsche, Uwe, wissenschaftliche Hilfskraft

5. B.Sc., Stier, Falko, wissenschaftliche Hilfskraft

6. Knoll, Andreas, Staatsexamenskandidat

Kontaktperson für weitere Fragen: Sebastian Bischoff Tel 03641-948827

Email Sebastian.Bischoff@uni-jena.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 01.2011 (MM.JJJJ) Bis 12.2011 (MM.JJJJ)

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

(ohne HEWs 7,8,9)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

52


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Die im Jahr 2009 begonnenen Freilandmessungen zur Erfassung der vertikalen

Stoffflüsse von C-, N- und P-Verbindungen sowie ausgewählter Kationen (Ca, Mg, K,

Si) in den unterschiedlichen Ökosystemen mittels Freilandniederschlags-,

Bestandesniederschlags- und Stammabfluss-Sammlern, freidränenden Humuslysimetern

(organische Auflage), sowie Saugkerzen (Ah- und B-Horizont) wurden

auch 2011 in 14-tägigen Beprobungsintervallen fortgesetzt.

Die im Juni 2010 gewonnen Stechzylinderproben der Grünland-VIPs (je 3x 280 cm 2 ),

wurden im Rahmen einer Examensarbeit auf Vorräte und heißwasserlösliche

Fraktionen von Kohlenstoff und Stickstoff hin untersucht.

Auf drei der Wald-VIP-Flächen (HEW 1, 5 und 11) wurden die Positionen der

Bestandesniederschlagssammler mittels differentiellem GPS und Laserentfernungsmeßgerät

bestimmt, um im Rahmen einer Masterarbeit Daten zu

Wasserfluss und Lösungschemie mit den durch die Arbeitsgruppe von E.-D. Schulze

und J. Nieschulze ermittelten Baumstrukturdaten aus einer LiDAR-Befliegung

vergleichen zu können. Erste Ergebnisse dazu werden im Juli auf der Jahrestagung

der ‘European Confederation of Soil Science Societies‘ (EUROSOIL 2012, Bari,

Italien) präsentiert.

An gefriergetrockneten Rückständen von Lösungen verschiedener Waldökosystemkompartimente

werden derzeit CPMAS- 13 C-NMR-spektroskopische Untersuchungen

durchgeführt, um Rückschlüsse auf Zusammensetzung und Qualität von gelöster und

partikulärer organischer Substanz zu gewinnen.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Die Konzentrationen von Gesamtkohlenstoff (TOC) und gelöstem Kohlenstoff (DOC)

in den Bestandesniederschlagslösungen zeigen keine signifikanten Unterschiede

zwischen Fichtenforsten und den naturnahen Buchenstandorten. Hingegen sind die

Konzentrationen von TOC, DOC, Gesamtstickstoff (TN) und gelöstem Stickstoff (DN)

in den Lösungen der Buchen-Altersklassenwälder signifikant niedriger.

Erklärbar wäre dies beispielsweise durch einen geringeren Blattflächenindex und

einer damit verbundenen geringeren Kontaktfläche im Kronenraum für die

Elementmobilisierung in den bewirtschafteten Buchenbeständen. In diesem

Zusammenhang setzten wir auf die Synthese der räumlichen Variabilität von

Elementkonzentrationen und Wasserflüssen einerseits und LiDAR-gestützten Daten

zu Blattflächenindex und Kronenraumstruktur andererseits. Die Verschneidung

dieser, durch die Gruppe von Ernst-Detlef Schulze und Jens Nieschulze gelieferten

Strukturanalysedaten soll helfen, Transferfunktionen für Elementkreisläufe in

Abhängigkeit zu Kronenraum- bzw. Waldstruktur zu entwickeln.

53


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

Sowohl TOC- also auch DOC-Konzentrationen der Auflagenlösungen weisen unter

Fichte signifikant höhere Werte, als unter den bewirtschafteten und

unbewirtschafteten Buchenbeständen auf (i.d.R. p < 0,03; Mann-Whitney-U Test).

Die niedrigsten Konzentrationen der beiden Stickstofffraktionen finden sich unter den

bewirtschafteten Buchenbeständen (i.d.R. p


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

…………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

Fortführung der 14-tägig aufgelösten Erfassung vertikaler Stoffflüsse in den

Kompartimenten der verschiedenen Standorte (Freilandniederschlag,

Bestandesniederschlag, Stammabfluss, organische Auflagenlösung sowie

Bodenlösungen)

zu ausgewählten Terminen Beprobung der organischen Auflage auf VIP-

Waldstandorten für Inkubationsstudien zur mikrobiellen Abbaubarkeit von

gelöster und partikularer organischer Substanz

kampagnenweise Bestimmung von CO2-Bodenatmungsraten mit Hilfe von

Adsorptionsfallen

Jena, 06.01.2012

…………………………………………. ……………………………………………..

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

55


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

BITTE per EMAIL und unterschrieben als *.pdf an explo.hai@wzw.tum.de cc beo@uni-potsdam.de schicken!

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

PopGeneLand

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof. Dr. Aßmann, Thorsten - Institut für Ökologie, Universität Leuphana,

Scharnhorststr. 1, D-21354 Lüneburg, e-mail: assmann@uni.leuphana.de

Dr. Claudia Drees - Institut für Ökologie, Universität Leuphana, Scharnhorststr. 1, D-

21354 Lüneburg, cdrees @uni.leuphana.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Marcus, Tamar – Doktorandin

2. Bauhof, Merle – Studentische Hilfskraft

3. Brandt, Patric – Studentische Hilfskraft

4. Eggers, Jan – Studentische Hilfskraft

(ggf. als Anhang we itere Auflisten)

Kontaktperson für weitere Fragen: Tamar Marcus Tel: 04131-677-2811

Email: tamar.marcus@uni.leuphana.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 04.2011 (MM.JJJJ) Bis 07.2011 (MM.JJJJ)

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG 1, HEG 4, HEG 6, HEG 8, HEG 28

56


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Pro Untersuchungsfläche (EP) wurden 10 Barber-Fallen für den Lebendfang von

oberflächlich aktiven Arthropoden für die Untersuchungszeit installiert. Für die

genetischen Untersuchungen wurden nur die Tiere entnommen, die notwendig sind

(maximal 34 Individuen pro Art). Häufige, nicht besonders oder streng geschützte

Arten gehören nicht dazu.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Wir untersuchen in den Waldgebieten besonders Abax parallelepipedus. Von dieser

Art konnten pro EP mindestens 30 Individuen gefunden werden. Nur HEW 1 (1

Individuum) und HEW 38 (21 Individuen) wiesen so niedrigere Fänge auf, dass von

diesen Stellen nur die angezeigten Individuenzahlen entnommen werden konnten.

Von Pterostichus melanarius, Abax ovalis, Pterostichus oblongopunctatus, Abax

parallelus und Pterostichus burmeisteri wurden jeweils maximal 33 Individuen für die

genetischen Arbeiten entnommen. Diese Arten kamen nur auf einigen Plots vor. Alle

Arten sind nicht bedroht, weisen sehr hohe Individuendichten auf und sind in Wälder

weit verbreitet.

Im Grünland wurden an den angegebenen Plots jeweils 9 bis 35 Individuen von

Pterostichus melanarius für die genetischen Untersuchungen entnommen.

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

Carabus auronitens ……….. max. 33 Individuen pro Plot, von 17 Plots entnommen

für genetische Untersuchungen (Claudia Drees, Co-PI deProjektes, arbeitet bereits

seit Jahren zur genetischen Differenzierung an dieser Art, (Drees et al. 2008, Drees

et al. 2011) Claudia Drees bearbeitet diese Tiere (e-mail: cdrees@uni.leuphana.de)

……………………………….. …………… ……………………………………..

Carabus irregularis ……….. 1 bis max. 15 Individuen pro Plot, von 31 Plots

entnommen für genetische Untersuchungen (Katharina Homburg, Doktorandin bei

Prof. Dr. Thorsten Assmann, PI des Projektes) arbeitet u.a. zur genetischen

Differenzierung dieser Art.

Beide Arten haben Individuendichten von mehr als 1 Käfer pro m 2 . Die Entnahme

von Käfer in den oben angegebenen Individuenzahlen schädigt die Populationen

nicht (Assmann 2003). ……………………………….. ……………

………………………………………

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

keine.

57


Forschuungsbericht

im Rahmenn

der Biodivversitäts-Ex

xploratorien

3. Gepplante

Untersuchhungen

im

folgen nden Jahhr

(stichpuunktartig)

• Die Grasslland-Unterrsuchungsfflächen

sollen

aufgessucht

werdden,

um die e

Fänge vonn

Pterostichhus

melanarius

zu er rhalten.

• …………… …………… …………… …………… …………… …………… …………… ….

Lünebuurg,

den 255.01.2012

…………………………………………….

……………………………………..

Ort, Daatum

…… ………

Unt terschrift ddes

Projekttverantwor

rtlichen

Assmannn,

T. 2003. Conservatiion

biology.

Pages 427 7-438 in H. TTurin,

L. Peenev,

and A. A

CCasale,

edittors.

The Geenus

Carabbus

in Europ pe - a Synthhesis.

Pensofft

Publisher rs &

EEuropean

Innvertebrate

Survey, Soofia,

Moscow w & Leidenn.

Drees, CC.,

S. Hufneer,

A. Materrn,

G. Nevee,

and T. Assmann.

20111.

Repeatedd

sampling detects

ggene

flow inn

a flightlesss

ground beeetle

in a fragmented

laandscape.

HHereditas

14 48:36-

445.

Drees, CC.,

A. Matern,

J. Y. Raasplus,

H. Terlutter,

T. Assmann, aand

F. Webeer.

2008.

MMicrosatelllites

and alloozymes

as tthe

genetic memory m of habitat fraggmentation

and

ddefragmenttation

in poppulations

off

the ground d beetle Carrabus

auronnitens

(Col., ,

CCarabidae).

. Journal of f Biogeograpphy

35:1937 7-1949.

58


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

Invertebrates II

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof. Dr. Nico Blüthgen

Ecological Networks, Biology

Technische Universität Darmstadt

Schnittspahnstr. 3

64287 Darmstadt

Tel. +49 6151 16-75411

bluethgen@bio.tu-darmstadt.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Tospann, Martina, Doktorandin

2 Willinghöfer, Sandra, HiWi

3 Stiegel, Stephanie

4 ……………………………………………………………………………………………

(ggf. als Anhang we itere Auflisten)

Kontaktperson für weitere Fragen: Tospann, Martina Tel 09314658531

Email martina.tospann@stud-mail.uni-wuerzburg.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 06.2011 (MM.JJJJ) Bis 09.2011 (MM.JJJJ)

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland

(50 Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

59


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG5, HEG6, HEG9, HEG10, HEG11,

HEG15 – HEG24, HEG 30 - HEG34,

HEG36, HEG 40, HEG42 – HEG46,

HEG49, HEG50

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Von Juni bis September wurde die Auswirkung der Landnutzung auf den

Bestäubungserfolg einzelner Pflanzenarten (Lotus corniculatus, Centaurea jacea,

Ranunculus acris, Heracleum sphondylium) untersucht. Dabei wurde auch der

Einfluss der Blütendichte und Diversität mit einbezogen. Dazu wurde die Besuchsrate

markierter Blüten auf einer Fläche von 9m² erfasst, wobei sich die untersuchten

Pflanzen in der Mitte der Fläche befanden. Die Besucher wurden beobachtet und

Belegexemplare gesammelt. Einzelne blütenbesuchende Insekten wurden einzeln

per Handfang oder Kescher direkt von den Blüten gesammelt und in Gefäße

überführt. Tiere, die eindeutig im Freiland identifiziert werden konnten (z.B. viele

Tagfalter- und Hummelarten, Honigbienen), wurden dann vor Ort wieder aus den

Gefäßen entlassen, wobei zur Präparation von Belegexemplaren einzelne Individuen

abgetötet und präpariert werden mussten. Individuen von Artengruppen, die erst

nach Präparation eindeutig bis zur Art determiniert werden können, wurden

grundsätzlich abgetötet und präpariert. Für das geplante Projekt ist wichtig, alle

Blütenbesucher in den Untersuchungsflächen zu bestimmen und dabei keine

subjektive Vorauswahl zu treffen. Die nachträgliche Identifizierung des Materials wird

von ausgewiesenen taxonomischen Experten der jeweiligen Gruppen vorgenommen.

Alle Belegexemplare werden im Anschluss an das Projekt öffentlichen

Museumssammlungen zur Verfügung gestellt.

Auch die Blütendichte und Anzahl der verschiedenen Arten auf den 9m² wurde

erfasst. Anschließend wurde zur Bestimmung des Bestäubungseffekts der

Samenansatz dieser Blüten quantifiziert, indem bei einer späteren Begehung

(variierte je nach Reifezeit) die Samen der markierten Pflanzen gesammelt wurden.

Hierzu wurden einzelne Früchte entnommen.

60


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Die Auswertung der Ergebnisse und Bestimmung der Insekten dauert noch weiter an.

Erste Ergebnisse sollen jedoch dargestellt werden. Insgesamt wurden etwa 1300

Interaktionen blütenbesuchender Insekten mit Blütenpflanzen beobachtet, von denen

etwa 380 Belegexemplare genommen wurden. Die dominierende Insektenordnung

war die Diptera, es wurden ca. 650 Individuen aus 9 Familien beobachtet. Die

Syrphiden dominierten mit 240 Interaktionen. Weitere häufige Familien waren

Anthomyiidae, Muscidae, Calliphoridae und Tachinidae. Bei den Hymenopteren (ca.

400 Interaktionen) wurden 170 Honigbienen, 79 Hummeln und 150 andere

Hymenopteren beobachtet. Bei den Coleopteren dominierten die Rapsglanzkäfer

(Meligethes aeneus), weitere Arten machen einen kleinen Teil der Blütenbesucher

aus, ca. 150 Interaktionen wurden beobachtet. Lepidopteren waren wenig vertreten

(ca. 21 Interaktionen).

Es konnte keine Zusammenhang zwischen der Pflanzendiversität und der

Landnutzungsintensität festgestellt werden (Abbildung 1 a, Spearman's Rank

Plant diversity (H)

0.5 1.0 1.5 2.0 2.5

p-value=0.5 rho=-0.2

0.5 1.0 1.5 2.0 2.5

Land use index

0.5 1.0 1.5 2.0 2.5

Abbildung 1

a) Blütendiversität in Abhängigkeit von der Landnutzungsintensität (Spearman's Rank

Korrelation: p-Wert = 0,5, Rho = 0,2).

b) Diversität der Besucher von Lotus corniculatus in Abhängigkeit von der

Landnutzungsintensität (Spearman's Rank Korrelation: p-Wert = 0,25, Rho = 0,31).

Visitor diversity (H)

0.5 1.0 1.5 2.0 2.5

p-value=0.25 rho=0.31

Land use index

61


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

Visitor diversity (H)

0.5 1.0 1.5 2.0 2.5

p-value=0.02 rho=-0.5

0.5 1.0 1.5 2.0 2.5

Plant diversity (H)

Abbildung 2:

Diversität der Besucher von Lotus corniculatus

in Abhängigkeit von der Blütendiversität

(Spearman's Rank Korrelation: p-Wert = 0,02,

Rho = 0,59).

Korrelation: p-Wert = 0,5, Rho = 0,2).

Auch die Diversität der Besucher von

Lotus corniculatus zeigte keinen

Zusammenhang

Landnutzungsintensität

mit der

(Abbildung 1 b, Spearman's Rank

Korrelation: p-Wert = 0,25, Rho =

0,31).

Wie auf Abbildung zwei zu erkennen

ist, zeigte sich ein Zusammenhang

zwischen der Blütendiversität und der

Diversität der Besucher von Lotus

corniculatus (Rank Korrelation: p-Wert

= 0,02, Rho = 0,59). Mit zunehmender

Blütendiversität nahm die

Besucherdiversität ab.

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

62


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

…………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• keine..…………………………………………………………………………….

• …………………………………………………………………………………….

Würzburg, 12.03.2012

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

63


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

BITTE per EMAIL und unterschrieben als *.pdf an explo.hai@wzw.tum.de cc beo@uni-potsdam.de schicken!

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

FRASS – Feeding and Reproductive Mode of Oribatid Mites

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

PD Dr. Mark Maraun, Universität Göttingen, Abteilung Zoologie, mmaraun@gwdg.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Dipl. Biol. Christian Bluhm (Durchführung der Probenahme)

2. Dipl. Biol. Olga Ferlian (Durchführung der Probenahme)

3. Dipl. Biol. Bernhard Eitzinger (Durchführung der Probenahme)

4. Dipl. Biol. Bernhard Klarner (Durchführung der Probenahme)

5. Dipl. Biol. Georgia Erdmann (Durchführung der Probenahme)

Kontaktperson für weitere Fragen: Christian Bluhm, Tel: 0551 395529

Email: cbluhm@gwdg.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 04.2011 (MM.JJJJ) Bis 10.2011 (MM.JJJJ)

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Tierextraktion aus Borke von Totholz (BeLongDead Experiment)

Tierextraktion aus Laubstreu und Boden

Ausschluss von Wurzeln durch in den Boden eingebrachte (Kunststoff,PE) Platten

zur Etablierung eines „Trenching“-Experiments

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

freilassen

64


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

keine……………………………………………………………………………………………

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• Entnahme von Bodenproben(1x20 cm und 2x5 cm Durchmesser) innerhalb

der „Trenching“-Flächen

…………………………………………………………………………………….

Göttingen, 16.12.2011

…………………………………………. ……………………………………………..

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

65


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

BITTE per EMAIL und unterschrieben als *.pdf an explo.hai@wzw.tum.de cc beo@uni-potsdam.de schicken!

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

LitterLinks- Änderung von Nahrungsbeziehungen im Boden in Abhängigkeit von der

Waldnutzung

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof. Dr. Scheu Stefan

J.F. Blumenbach Institut für Zoologie & Anthropologie, Georg-August Universität Göttingen

sscheu@gwdg.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Mag. Eitzinger Bernhard, Doktorand

2. Dipl.-Biol. Ferlian Olga, Doktorandin

3. Dipl.-Biol. Bluhm Christian, Doktorand

4. Dipl.-Biol. Klarner Bernhard, Doktorand

Kontaktperson für weitere Fragen:

Eitzinger Bernhard, Tel. 0551 395558, Email: beitzin@gwdg.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 04.2011 bis 10.2011

66


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

1. Allgemeine Probennahme auf allen 50 EPs im Wald (Frühjahr 2011):

� Entnahme von je 2 Bodenkernen (Ø 20cm und Ø 5 cm) pro Plot zur

Hitzeextraktion von streu-und bodenbewohnender Makro-bzw. Mesofauna

� Entnahme von 3 Bodenkernen (Ø 5 cm) pro Plot zur Messung von pH-Wert

sowie mikrobieller Biomasse und Fettsäuremustern

� Einsatz von Senfsuspension zur Austreibung von endogäischen Regenwürmern

auf einer Fläche von 1 m² (alle Plots)

2. Installation eines Wurzelausschlussversuches (Trenching-Experiment) auf den

Flächen HEW 1-6,10-13,16,17,21,22,36,47 im Herbst 2011: vier 40 cm tief in Boden

eingegrabene Kunststoffplanken (Länge 120 cm, Höhe 50 cm) umgrenzen eine

quadratische Fläche von ca. 1,5 m² in welcher in den nächsten 3 Jahren

Veränderungen der Abundanz/ Diversität der bodenlebenden

Invertebratengemeinschaft studiert wird. Als Kontrolle zum Experiment wurde ein

Kunststoffrahmen (120×120 cm, 10 cm hoch) unmittelbar neben dem Trenching-

Experiment platziert.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Daten werden zurzeit ausgewertet

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

keine

67


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

� Sammeln von räuberischen Arthropoden der Streuschicht (Araneae, Chilopoda,

Staphylinidae) auf den Flächen HEW 1-6,10-13,16,17,21,22,36,47 (ca. 5 m außerhalb

der Plotgrenzen) im Frühjahr 2012 zur Untersuchung ihres Darminhaltes und

Fettsäuremustern

� Betreuung des Trenching-Experiments: Entfernung von Gräsern/Kräutern sowie

Messung der Bodenfeuchtigkeit innerhalb der Versuchsfläche im Frühjahr 2012;

Entnahme von je einer Bodenproben (Ø 20 cm) innerhalb der Versuchsfläche und des

Kontrollrahmens im Herbst 2012

Göttingen, 14. Dezember 2011

………………………………………….

Ort, Datum

……………………………………………..

Unterschrift des Projektverantwortlichen

68


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

BITTE per EMAIL und unterschrieben als *.pdf an explo.hai@wzw.tum.de cc beo@uni-potsdam.de schicken!

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

…………………………………………………………………………………………………

………………DYNSOILS……………………………………………………………………

………………………………………………………………………………………………

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

.………………………………………………………………….

.…Dr. Kathryn Barto……………………………………………………………….

...…Freie Universitaet Berlin………………………………………………………………

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. …Dr. Kathryn Barto, PI…………………………………………………………………

2 … Wolfram Wehrmann, Feldarbeiter ……………………………………………………

3 … Carlos Aguilar, Feldarbeiter ………………………………………………………

4 …… Dr. Josef Kohler, Feldarbeiter ……………………………………………………

5. Katharina John, Feldarbeiter

6. Emily Solly, Mitarbeiter

Kontaktperson für weitere Fragen: …Dr. Kathryn Barto. Tel …(0) 30 838 53172……

Email …barto@zedat.fu-berlin.de……

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von …04.2011……………. (MM.JJJJ) Bis …10.2011……………. (MM.JJJJ)

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

69


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Im April haben wir auf jeder Grünlandfläche mehrere Plastik-Kompartimente (5 x 5

cm) in den Boden eingebracht. Die Kompartimente sind mit sterilisiertem Boden

gefüllt und dienen dazu, den Einfluss von Mikroorganismen auf die

Bodenaggregation zu untersuchen. Die Kompartimente wurden im Oktober wieder

eingeholt.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Die Bodenproben wurden vor zwei Monaten eingeholt und werden jetzt analysiert.

Die Proben wurden zuerst luftgetrocknet um sie zu konservieren. Zur Zeit wird die

Pilzhyphenlänge gemessen. Des Weiteren soll der Gehalt an wasserstabilen

Aggregaten im Boden bestimmt werden.

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

…………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• … Im Frühjahr sollen auf jeder Waldfläche Plastik-Kompartimente in den

Boden eingebracht werden, die dann entsprechend im Herbst wieder

eingeholt werden.

70


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

• ……………………………………………………………………………….

Freie Universitaet Berlin……………. ……………………………………………..

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

71


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

Soilomics

Erfassung der Struktur und Funktion der Bodenbakteriengemeinschaft entlang der

Landnutzungs- und Managementgradienten in den Biodiversitäts-Exploratorien

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

PD Dr., Daniel, Rolf

Institut für Mikrobiologie und Genetik, Georg August Universität Göttingen

rdaniel@gwdg.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Nacke, Heiko, Teilnahme an koordinierter Bodenprobennahme Mai 2011

2. Dr., Will, Christiane, Teilnahme an koordinierter Bodenprobennahme Mai 2011

3. Kaiser, Kristin, Teilnahme an koordinierter Bodenprobennahme Mai 2011

Kontaktperson für weitere Fragen: Heiko Nacke, Tel. 0551/39-4897

Email: hnacke@gwdg.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 05.2011 Bis 05.2011

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland

72


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Die Entnahme von Bodenproben wurde unter Befolgung des gemeinsam

erarbeiteten und durch Ingo Schöning (Max Planck Institut für Biogeochemie, Hans

Knöll Strasse 10, 07745 Jena) niedergeschriebenen Protokolls für die koordinierte

Bodenprobennahme 2011 durchgeführt.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Bodenproben der Experimentierplots (20 g pro Plot) wurden unter Befolgung des

Protokolls für die koordinierte Bodenprobennahme 2011 entnommen und bis zur

molekularbiologischen Analyse im Labor bei -20°C gelagert. Im Rahmen der

molekularbiologischen Analyse soll die Diversität der Mikroorganismen in den

entnommenen Bodenproben erschlossen werden. Desweiteren soll der Einfluß

unterschiedlicher Landnutzung auf die Zusammensetzung mikrobieller

Bodengemeinschaften untersucht werden.

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

Für Bodenprobennahme robuste „Splittubes“ verwenden, da oftmals steinreiche

Böden vorgefunden wurden.

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

keine

Göttingen, 29.12.2011

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

73


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

ProFIL –Prokaryotic Diversity Changes and their Functional Interrelation to Land Use

(Änderungen der prokaryotischen Diversität und ihr funktioneller Zusammenhang mit

der Landnutzung)

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof. Dr. Jörg Overmann, Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von

Mikroorganismen und Zellkulturen, Braunschweig, joerg.overmann@dsmz.de

Prof. Dr. Michael Friedrich, Universität Bremen, Bremen, michael.friedrich@unibremen.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

keine

2.2. Feldarbeitszeitraum

05.2011 , zentral koordinierte Bodenprobennahme 2011

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf. Abweichungen/

Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Pro Experimentierplot wurden im Rahmen der zentral koordinierten Bodenprobennahme

im Mai etwa 20 g Boden (10 g in Flüssigstickstoff bei -196°C und 10 g bei

4°C) für die eigenen Analysen erhalten.

74


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Das Teilprojekt ProFIL untersucht die funktionellen Zusammenhänge zwischen

Acidobakterien und der Landnutzung. Für die Analysen in 2011 kamen diverse

kultivierungsabhängige und –unabhängige Methoden zum Einsatz:

Aus dem Exploratorium Hainich wurden zwei extensiv bewirtschaftete Flächen

(HEG18 und HEW12) für die Hochdurchsatzkultivierung in 96 well-Mikrotiterplatten

ausgewählt. Es wurden fünf verschiedene Kultivierungsmedien eingesetzt, welche

sich hauptsächlich in der Quantität und Qualität der Kohlenstoffquelle unterschieden.

Die Mikrotiterplatten wurden mit 10 bzw. 50 Zellen pro Vertiefung inokuliert. Die

Anreicherungskulturen wurden mit einem spezifischen PCR-Ansatz (Primer 31f und

907r) auf das Vorhandensein von Acidobakterien getestet. Es wurden 182

Anreicherungskulturen gewonnen. Die höchste Kultivierbarkeit für Graslandboden

(0,4 %) wurde mit einem Medium erzielt, welches stark verdünnte Kohlenstoffquellen

enthielt. Für Waldboden wurde die höchste Kultivierbarkeit (2,2 %) mit einem Medium

erreicht, das Polymere wie Chitin, Pektin und Cellulose enthielt. Gegenwärtig werden

intensive Isolierungsversuche zur Gewinnung von Reinkulturen betrieben. Die

Charakterisierung von neuen und in situ relevanten Acidobakterien wird erheblich

zum Verständnis der biogeochemischen Stoffkreisläufe in Böden beitragen.

Da bei der DNA-basierten Analyse metabolisch aktive und inaktive Mikroorganismen

erfasst werden, ist meist kein Rückschluss auf kurzfristige Veränderungen in der

Bakteriengemeinschaft möglich. Im Gegensatz dazu erlaubt die RNA-basierte

Analyse die Untersuchung der tatsächlich im Boden aktiven und somit in situ

relevanten Bakteriengemeinschaft. Aus vorangegangenen Studien mit Hainich-

Bodenproben aus 2008 ist bekannt, dass die Wahl der DNA- bzw. RNA-

Extraktionsmethode sehr entscheidend für die Diversitäts- und Abundanzanalysen

sein kann und dass je nach Bodentyp sehr unterschiedliche Spezifikationen

erforderlich sein können. Daher wurden sieben verschiedene Extraktionsmethoden

zur Gewinnung von DNA und/ oder RNA mit einer Auswahl an Bodenproben

getestet. Das zentrale Ziel war die Identifikation und Optimierung einer effizienten

DNA-/ RNA-Extraktionsmethode, die für ein weites Spektrum an Bodentypen

geeignet ist und die Grundlage für alle zukünftigen molekularbiologischen Arbeiten

darstellen soll. Die Qualität der extrahierten Nukleinsäuren wurde durch

spektrophotometrische Messungen (NanoDrop) untersucht. Die Quantifizierung der

DNA und RNA erfolgte mit Fluoreszenzfarbstoffen (PicoGreen für DNA und

RiboGreen für RNA). Die Anzahl der 16S rRNA Gene und der 16S rRNA Transkripte

wurde mit qPCR (Acidobacteria- und Bacteria-spezifisch) bestimmt. Es wurde

gezeigt, dass die Ausbeute an Nukleinsäuren je nach Extraktionsmethode stark

schwanken kann und der Großteil der kommerziell erworbenen Extraktionskits nur

bedingt für Bodenproben geeignet war. RNA-Extraktionskits schienen die DNA nicht

ausreichend von der RNA abtrennen zu können. Zuverlässige Ergebnisse wurden

durch Phenol-Chloroform-Isoamylalkohol-Extraktion mit anschließendem

enzymatischen Verdau der DNA bzw. RNA erreicht.

Gegenwärtig wird die Gesamt-RNA aller 100 Experimentierplots extrahiert und

mittels Reverser Transkriptase in einzelsträngige, komplementäre cDNA

umgeschrieben. Die cDNA dient als Matrize für eine Bacteria-spezifische PCR

75


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

(Primer 341fw und 515r). Das resultierende PCR-Produkt wird mittels

Hochdurchsatzsequenzierung (Illumina, paired end) analysiert, wobei ca. 1 Million

Sequenzen pro Experimentierplot erwartet werden.

Weiterhin wird die gewonnene Gesamt-RNA allen Exploratorien-Teilprojekten zur

Verfügung gestellt und kann bei Bedarf angefordert werden.

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

keine

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• Fortsetzung der RNA-Extraktion mit anschließender cDNA-Synthese

• Hochdurchsatzsequenzierung (Illumina)

• Teilnahme an zentral koordinierter Bodenprobennahme 2012

Bremen/ Braunschweig, den 19.12.2011

Ort, Datum Unterschrift der Projektverantwortlichen

76


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

…………………………………………………………………………………………………

BIOSTRUC (Kopplung von Biodiversität und biogeochemischen Kreisläufen

(C-N Kreisläufen im Grünland durch das Bodengefüge

…………………………………………………………………………………………………

……………………………………………………………………………………………

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

.………………………………………………………………….

Dr. Monika Joschko, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.,

Institut für Landschaftsbiogeochemie, 15374 Müncheberg

………………………………………………………….

...…………………………………………………………………

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Dr. Katrin Kuka, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

2 Holger Schulz, Fa. UGT Müncheberg, Techniker……………………………………

3 Dominik Wimmer, Studentische Hilfskraft……………………………

4 ……………………………………………………………………………………………

(ggf. als Anhang we itere Auflisten)

Kontaktperson für weitere Fragen:

Dr. Katrin Kuka Tel 0345-558-5426, Email katrin.kuka@ufz.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 20.9.2011…………. (MM.JJJJ) Bis 28.9.2011…………. (MM.JJJJ)

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

77


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Mit einer eigens angefertigten Stechvorrichtung (Durchmesser 120 mm) wurden von

allen EP-Flächen eine bzw. von den VIP-Flächen insgesamt 3 ungestörte

Bodenproben (Länge 120 mm) für die morphologische Gefügeuntersuchung

entnommen. Von den Grünlandflächen HEG1 und HEG26 wurden 7 zusätzliche

Proben in Kooperation mit der AG Wolters entnommen, um das Gefüge und

Bodentiere an der gleichen Probe gleichzeitig zu bestimmen.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Die durch einen Motor angetriebene Stechvorrichtung bewährte sich an allen

Standorten für die Entnahme ungestörter Bodenproben. Die Störung der Fläche

konnte gering gehalten werden.

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

Die eingesetzte Feldtechnik ist nicht geeignet, um weite Strecken zu Fuß zurück zu

legen. Daher sollte in enger Absprache ein möglichst naher Transport an die Fläche

mit dem Explorationsteam abgesprochen werden.

78


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• …………………………………………………………………………………….

• Je nach den Ergebnissen der morphologischen Gefügeuntersuchungen,

welche noch nicht abgeschlossen ist, werden ggf. einige Flächen noch

nachbeprobt.

………………………………………………………………………………….

Müncheberg, 25.1.2012

…………………………………………. ……………………………………………..

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

79


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

BITTE per EMAIL und unterschrieben als *.pdf an explo.hai@wzw.tum.de cc beo@uni-potsdam.de schicken!

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

SCALEMIC

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof. Dr. Kandeler, Ellen und Dr. Marhan, Sven

Institut für Bodenkunde und Standortslehre, FG Bodenbiologie,

Emil-Wolff-Str.27, 70599 Stuttgart

Ellen.Kandeler@uni-hohenheim.de Sven.Marhan@uni-hohenheim.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. von unserer Arbeitsgruppe waren keine Personen beteiligt, da wir bei der

koordinierten Bodenprobenahme für das Exploratorium Schwäbische Alb eingeteilt

waren und die Proben aus dem Exploratorium Hainich zugesendet bekamen

(ggf. als Anhang weitere Auflisten)

Kontaktperson für weitere Fragen: Dr. Sven Marhan Tel: 0711/459-22614

Email: Sven.Marhan@uni-hohenheim.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 05.2011 (MM.JJJJ) Bis 05. 2011 (MM.JJJJ)

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

80


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Im Rahmen der gemeinsam koordinierten Bodenprobenahme wurden im Mai 2011 vom

Subplot der Bodenprojekte sowohl auf den 50 Experimentierplots im Grünland (Subplotgröße

20 m x 20 m) als auch im Wald ((Subplotgröße 40 m x 40 m) 14 Stechzylinderproben aus

einer Tiefe von 0-10 cm entnommen. Diese waren innerhalb des Bodensubplots in einem

Kreuz angeordnet, wobei der Abstand zwischen den Beprobungspunkten im Grünland 3 m

und im Wald 6 m betrug. Daraus wurde eine homogenisierte Mischprobe hergestellt und die

benötigten Bodenmengen auf alle beteiligten Projekte aufgeteilt. Im Wald wurden zusätzlich

an jedem Punkt die Auflagehorizonte mittels eines Stechrahmens (150x150x150 mm)

beprobt.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Alle oben benannten Flächen wurden 2011 beprobt, wobei an in unserem Fachgebiet nur die

Proben der Experimentierplots im Grünland (50 Proben) untersucht werden. Die meisten

Proben wurden bisher schon auf Lagerungsdichte, pH, mineralischen Stickstoff, gelösten

organischen Kohlenstoff und gelösten Stickstoff sowie die mikrobielle Biomasse untersucht.

Weitere Analysen von verschiedenen Bodenenzymaktivitäten, Funktionsgenabundanzen der

Denitrifizierer, Phospholipidfettsäuren, etc. werden zur Zeit durchgeführt. Die Auswertung der

Daten ist momentan in einer ersten frühen Phase und abschließende zusammenhängende

Ergebnisse liegen daher derzeit noch nicht vor.

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

81


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

…………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• es sind bisher keine weiteren Untersuchungen geplant

• …………………………………………………………………………………….

Stuttgart, 26.01.2012

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

82


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

BITTE per EMAIL und unterschrieben als *.pdf an explo.hai@wzw.tum.de cc beo@uni-potsdam.de schicken!

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

FuPerS (Pilzliche Peroxidasen in Böden)

- Projektteil am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Halle

- Projektteil am Internationalen Hochschulinstitut (IHI) Zittau

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Dr. Krüger, Dirk; UFZ Halle, dirk.krueger@ufz.de

Prof. Hofrichter, Martin; IHI Zittau, hofrichter@ihi-zittau.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Dipl. Ing. Kapturska, Danuta; Doktorandin am UFZ Halle

2. Dipl. Biol. Pecyna, Marek; Doktorand am IHI Zittau

3. Mr. MSc Purahong, Witoon; Doktorand am UFZ Halle

Kontaktperson für weitere Fragen:

Herr Marek Pecyna, Tel.: 0163-8116265, E-Mail: pecyna@ihi-zittau.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 02.2011 bis 07.2011

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9+3 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

1

83


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

� Sammlung von Streu in den angegebenen 12 Wald-VIPs im Hainich-

Exploratorium an 2 Zeitpunkten (Februar und Juli 2011)

� Sammlung der im Jahre 2009 ausgelegten Streubeutel in den Plots HEW 1, 4,

8 und 12 (VIP im Nationalpark Hainich) an 2 Zeitpunkten sowie

� Abbau der Subplots in diesen Plots (Entfernung aller nicht natürlichen

Gegenstände und Markierungen)

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Die im Herbst 2009 auf den Plots HEW 1, 4, 8 und 12 ausgebrachten Streubeutel

wurden (wie auch 2010) zu bestimmten Zeitpunkten entnommen (je 18 Beutel pro

Zeitpunkt und Plot). Diese Probenahmen erfolgten im Februar und letztmalig im Juli

2011. Im Februar wurde zudem die gesamte Streuschicht (L- bis Oh-Horizonte) in

allen 12 Hainich-Wald-VIPs beprobt. Im Juli wurden alle Subplots abgebaut, die

Probennahme des Projektes FuPerS wurde damit komplett beendet. Die

gesammelten Streuproben wurden gemahlen, aufgeteilt und werden bei -80°C am

UFZ Halle und dem IHI Zittau gelagert. An diesen und den eingelagerten Proben aus

den vergangenen Jahren wurden folgende Bestimmungen und Tests durchgeführt:

Am IHI Zittau wurden für alle der oben genannten Proben (Streubeutel und

Gesamtstreu) Laccase- und Peroxidaseaktivitäten, Trockenmassen, pH-Werte

im wässrigen Extrakt bestimmt sowie Klason-Ligningehalte bestimmt. Zudem

wurde für ausgewählte Proben RNA isoliert und cDNA synthetisiert, welche

erfolgreich für PCR-Screenings nach verschiedenen pilzlichen Peroxidasen

verwendet wurde. Weiterhin wurden im Labor verschiedene (viele davon 2008

aus dem Hainich-Exploratorium isolierte) pilzliche Reinkulturen für

Referenzzwecke genetisch und teilweise enzymatisch auf Peroxidasen

untersucht. Eine Publikation zur Diversität von Peroxidasen in Waldböden ist

in Vorbereitung.

Am UFZ Halle wurden eine pH-Wert-Bestimmung im wässrigen und CaCl2-

Extrakt an allen Proben, sowie Fettsäureanalytik (PLFA) und C/N-

Gehaltsbestimmung an ausgewählten Proben durchgeführt. Weiterhin wurden

die an Boden-DNA von allen 12 Hainich-VIPs (aus der zentralen

Bodenprobenahme 2008) Untersuchungen zur pilzlichen Biodiversität und

Eignung von verschiedenen genetischen Markern für die Abschätzung dieser

erfolgreich fortgeführt. Eine diesbezügliche Publikation wurde eingereicht.

Darüberhinaus wurden erste Kultivierungsversuche mit aus dem Hainich-

Exploratorium isolierten pilzlichen Reinkulturen begonnen (Screening auf

ABTS-Umsatz und Wachstum auf Streu), welche am IHI Zittau fortgesetzt

wurden.

2

84


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

…………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

� Keine (Projekt abgeschlossen)

Zittau, 16.12.2011 …………………………………..

Halle an der Saale, 16.12.2011 …………………………………...

Ort, Datum Unterschriften der Projektverantwortlichen

3

85


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

B,ITTE-.per EMAIL uhd unter,sctrriäbeh,ä15 t.pdf äri eXblö,lnäi@ rtürn jde

1,1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

ECTOMYC... ..

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof. Dr. A. Polle, Büsgen-lnstitut, Forstbotanik und Baumphysiologie, Georg-August

Universität, Büsgenweg 2, 37077 Göttingen, apolle@gwdg.de

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.'1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

Teilprojekt A

1. Dr. Rodica Pena (Entnahme von Bodenproben)

2. Rainer Schulz (Entnahme von Bodenproben)

Teilprojekt B

1 . Sarah Seifert (Verantwortliche, Planung und Organisation der Arbeit, Sammlung

der Bucheckern)

2 . Kristina Schröter (Verantwortliche, Planung und Organisation der Arbeit,

Sammlung der Bucheckern)

3 . Dr. Rodica Pena (Verantwortliche, Planung und Organisation der Arbeit,

Sammlung der Bucheckern)

4. Daryl Hughes (Student, Sammlung der Bucheckern)

5 . Christine Radler (Technische Assistentin, Sammlung der Bucheckern)

Teilprojekt G

1. Dr. Rodica Pena (Verantwortliche, Planung und Organisation der Arbeit,

Installation des Experiments und Probenahme)

2. Kristina Schröter (Verantwortliche, Planung und Organisation der Arbeit,

Probenahme)

3. Michael Reichel (Technischer Assistent, Installation des Experiments und

Probenahme)

4. Rainer Schulz (Technischer Assistent, Installation des Experiments und

Probenahme)

5. Dr. Dennis Janz (Postdoc, Probenahme)

6. Martin Leberecht (Doktorand, Installation des Experiments und Probenahme)

Kontaktperson für weitere Fragen: Kristina Schröter, Tel: 49 (0)551 399745

Email : ksch roe2@gwdg.de

ffi

--r.

4ll

86


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.2. F eldarbe itsze itra u m

Teilprojekt A

Von: 02.05.2011 Bis: 12.05.2011

Teilprojekt B

Von: 27 .09.2011 Bis: 29.09.201 1

Teilprojekt C

f nstallation: Von: 25.04.2011 Bis: 03.05.2011

1. Probenahme: 01.08.2011 und 02.08.2011

2. Probenahme: 01.11.2011 und 02.11.2011

2.3. Bearbeitete Flächen

n alle Gridplots im Wald (500 Plots) n alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

X alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) fl alle Experimentalplots im Grünland (50

(Teilprojekt A) Plots)

! alle VlPs im Wald (9 Plots)

n alle VlPs im Grünland (9 Plots)

[l folgende Plots im Wald:

! foQende Plots im Grünland:

Teilprojekt B:

HEW6. HEW1O. HEW11. HEW12

Teilprojekt G:

HEW19, HEW21, HEW35, HEW36, HEW41 ,HEW47

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

AbweichungenA/erbesseru ng zu m gep lanten Arbeitsprotokoll)

Teilprojekt A: Bei einer gemeinsamen Bodenbeprobung wurde pro Plot eine

Mischprobe bestehen aus 14 Einzelproben aus der für Bodenanalysen

vorgesehenen Fläche entnommen. Zusätzlich wurde an sechs dieser Punkte eine

zusätzliche kleine Bodenprobe (1Ocm x 3cm) für Wurzelanalysen entnommen.

Teilprojekt B:Sammlung von Bucheckern unter je 100 Bäumen pro Fläche. Die

Arbeit wurde in Kooperation mit dem Projekt Beechadapt (Arbeitsgruppe

Prof.Finkeldey, Verantwortliche: Sarah Seifert) durchgeführt. Unter den Bäumen auf

den Flächen HEW 6 und 10 wurden je ca. 240 Bucheckern gesammelt, für das

Projekt Beechadapt und für das Projekt Ectomyc. Auf den Flächen HEW 11 und 12

wurden je Baum ca.40 Bucheckern für das Projekt Ectomyc gesammelt.

Teilprojekt C: An jedem Standort (HEW19, HEW21, HEW35, HEW36, HEW41,

HEW47) wurden an je fünf, in Zusammenarbeit mit dem Managementteam

ausgewählten Buchen, je zehn Bodenkerne (8cm Durchmesser x 20cm Tiefe) mit

Hilfe einer Stichsäge im Abstand von etwa einem Meter kreisförmig um den Baum

geschnitten, um die Wurzeln von der Versorgung durch den Baum zu trennen. Je

87


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien =-tu

fünf dieser Kerne wurden in Kunststoffröhren gefüllt und mit Gaze von unten gegen

das Einwachsen neuerWurzeln geschützt. Alle Kerne wurden mit Plastikringen sowie

Fähnchen markiert. Zu jedem Probezeitpunkt wird pro Baum je eine dieser

Behandlungen sowie eine ungestörte Kontrolle entnommen. Diese wurden mit

Morphotyping und Sequenzierung auf ihre Ektomykorrhiza Diversität untersucht.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Teilprojekt A: Die Wurzelproben aus der Mischprobe wurden in 4'C kaltem Wasser

gewaschen und lagern bei -80'C. Sie sollen im kommenden Jahr für

Zuckermessungen und Pyrosequencing verwendet werden. Die Wurzeln der

zusätzlichen Proben werden nach Baumarten getrennt und die Diversität von

Ektomyko rrhizapilzen wird d u rch Morphotyping u nd Sequenzieru n g erm ittelt.

Teilprojekt B: Die Sammlung der Bucheckern wurde auf allen Flächen erfolgreich

durchgeführt. Nach dem Trocknen der Bucheckern wurden diese bei -10'C

eingelagert. lm Januar 2012 wird mit der Stratifizierung der Eckern begonnen, so

dass die gekeimten Bucheckern im Frühjahr 2012 im Gewächshaus ausgepflanzt

werden können, um dann später im Jahr für Versuche genutzt werden zu können.

Teilprojekt G: Die Proben konnten ohne Probleme wiedergefunden und entnommen

werden. Erst Ergebnisse zeigen signifikante Unterschiede in der Ektomykorrhiza-

Diversität zwischen den Standorten sowie zwischen den Behandlungen. Die

Bearbeitung der zweiten Probenahme dauert noch an.

2,6. Liste der besonders / streng leschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

X nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl.Name) Menge Eingriff (lndividuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

88


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

Teilprojekt B:

. Die Buchen werden im Gewächshaus über ein halbes Jahr angezogen

. Sie werden voraussichtlich im September/Oktober 2A12 ausgepflanzt (auf

welchen Plots ist noch nicht entschieden)

a

Teilprojekt C:

. Eine erneute Probenahme auf HEW19, HEW21, HEW35, HEW36, HEW41 und

HEW47 ist für Anfang Mai 2012 geplant

b L,t kbll

Ort. Datum Unterschri P rojektvera ntwortl ich en

89


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

BITTE per EMAIL und unterschrieben als *.pdf an explo.hai@wzw.tum.de cc beo@uni-potsdam.de schicken!

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

Die funktionelle Bedeutung von Bodendiversität in Grünlandhabitaten: Effekte

von Landnutzung und Klima auf Nischeneigenschaften, Zersetzung und

Treibhausgasflüsse (SOILFUN)

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof. Volkmar Wolters, Institut für Tierökologie, Justus-Liebig-Universität Gießen

Volkmar.Wolters@allzool.bio.uni-giessen.de

1.3. Bescheid der Behörde / Geschäftszeichen

vom: 01.04.2011 (TT.MM.JJJJ)

bis: 30.06.2011 (TT.MM.JJJJ)

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Dr. Birkhofer, Klaus, wissenschaftlicher Mitarbeiter

2. Dietrich, Christoph, Masterstudent

3. John, Katharina, Masterstudentin

4. Schorpp, Quentin, Masterstudent

(ggf. als Anhang we itere Auflisten)

Kontaktperson für weitere Fragen: Andrey Zaytsev Tel 0641-9935713

Email andrey.zaytsev@allzool.bio.uni-giessen.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von 04.2011 (MM.JJJJ) Bis 04.2011. (MM.JJJJ)

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

90


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG…, HEG …., HEG…,

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Im Frühjahr 2011 würde im Rahmen der interdisziplinären Bodenanalyse auf allen 50

Grünland EP’s eine Beprobung der Bodenfauna durchgeführt. Hierzu werden 3

Bodenkerne mit einem Durchmesser von 20 cm und einer Tiefe von 10 cm auf jedem

EP entnommen. Die Entnahme der Bodenkerne fand tagsüber statt. Bei Bodenfrost

wurden keine Bodenkerne entnommen, um zu vermeiden, dass die Bodenfauna in

tiefere Bodenschichten abwandert.

Die Entnahme der Bodenkerne er-folgte im Abstand von 1 m. Die Kerne mit einer

Tiefe von 5 cm wurden an der Oberseite von Vegetation befreit und transportfähig

unter ausreichender Luftzufuhr für eine spätere Extraktion aufbewahrt. Die Kerne mit

einer Tiefe von 10 cm wurden noch vor Ort über die Dauer von 1 h von Hand auf

Makrofauna untersucht. Die so gefundenen Tiere wurden zur späteren Bestimmung

in 70 %iges Ethanol überführt. Für die massenspektrometrische Bestimmung des

Stabilen-Isotopenverhältnisses wurde zusätzlich eine Mischprobe aus der

oberseitigen Vegetation drei Bodenkerne entnommen.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Während die Diversität und Abundanz der Collembolen auf Ordnungsniveau

weitgehend stabil bleibt, die Diversität und auch die Abundanz auf Familien oder

Artniveau durchaus in Beziehung zu Faktoren der Landnutzung steht. Für einzelne

Milbengruppen und Arten konnten negative Effekte intensiver Landnutzung, in

Hinsicht auf Düngung und Beweidung, demonstriert werden. Dabei waren Oribatida,

größtenteils K-Strategen stärker negativ beeinflusst als Milbengruppen mit einer

anderen Life-history Theorie, wie beispielsweise Gamasina. Gamasina sind

räuberische Milben und scheinen in ihrer Verbreitung eher von der

Nahrungsverfügbarkeit in Form von Collembolen und nicht sklerotisierten Milben

abhängig zu sein. Es gibt Anzeichen, dass die Myriapoden durch eine Intensivierung

der Landwirtschaft von einem Biodiversitätsverlust betroffen sind. Dennoch zeigen

die Myriapoden Anpassungen an bestimmte Landnutzungsformen. Vor allem die

Schafbeweidung scheint das Potential für eine vielfältige Myriapodengemeinschaft

und den damit verbundenen produktiven und regulativen Ökosystemfunktionen zu

besitzen.

Die Analyse der stabilen Isotopen Verhältnisse ergab signifikante Unterschiede

zwischen den drei Exploratorien woraus durchaus verschiedene trophische Ebenen

zu vermuten sind, die besetzt werden wenn Umweltparameter sich verändern. Auch

zeigten sich hier Trends, dass bestimmte Landnutzungsfaktoren eine Rolle bei der

Verschiebung der δ15N Signaturen spielen. Anhand dieser Daten wurde die

Beziehung zwischen der Gemeinschaftszusammensetzung und verschiedenen

Landnutzungsfaktoren untersucht. Außerdem wurde eine Analyse der stabilen

Isotopenverhältnisse von δ 13 C und δ 15 N von Collembolenart Isotoma viridis

durchgeführt um die Einordnung in trophische Ebenen unter verschiedenen Graden

der Landnutzung zu verfolgen. Interessante Indizien ergaben sich für eine

kosmopolitische, hoch abundante und rasch besiedelnde Art der Oribatida,

91


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

Tectocepheus velatus. Es scheint als würde sich diese Spezies nicht differenziert in

eine trophischen Ebene eingliedern, möglicherweise weil sie ihre Nahrungsressource

je nach Verfügbarkeit und Lebensraumbedingungen ändern. Die 15 N-Anreicherung in

Juliden und Geophiliden war auf Schafweiden am höchsten, für 13 C konnten jedoch

keine signifikanten Einflüsse festgestellt werden.

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ………………………………………

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

…………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

� Im Frühjahr 2012 werden auf den VIP Grünland Flächen 8 Bodenkerne mit

einem Durchmesser von 20 cm und einer Tiefe von 10 cm entnommen und

reziprok mit je einer Partnerfläche in den anderen Exploratorien ausgetauscht.

Dabei werden unterschiedliche Behandlungen etabliert, um unterschiedliche

Möglichkeiten der Kolonialisierung durch Bodenorganismen zu ermöglichen.

Gießen, den 05 Januar 2012

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

92


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

BITTE per EMAIL und unterschrieben als *.pdf an explo.hai@wzw.tum.de cc beo@uni-potsdam.de schicken!

1.1. Teilprojektname (für welches ein Antrag bei der Behörde gestellt wurde)

…………………………………………………………………………………………………

Rootherb………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………

1.2. Verantwortlicher der Arbeitsgruppe, der den Antrag gestellt hatte (Titel,

Name, Vorname, Institution, Email):

Prof Dr Wurst Susanne …………………………………………….

AG Funktionelle Biodiversität, FU Berlin……………………………………….

s.wurst@fu-beriln.de……………………………………………

2. Aktivitäten des Jahres 2011

2.1. bei der Feldarbeit beteiligte Personen (Titel, Name, Vorname, Funktion)

1. Dr Sonnemann, Ilja (Leitung)……………………………………………………………

2. Gentz, Lea (stud Hilfskraft)…………………………………………………………

3. Gerull, Stephanie (stud Hilfskrat)…………………………………………………………

4 ……………………………………………………………………………………………

(ggf. als Anhang we itere Auflisten)

Kontaktperson für weitere Fragen: … Ilja Sonnemann …. Tel …030 838 53334…

Email …i.sonnemann@fu-berlin.de

2.2. Feldarbeitszeitraum

Von …09.2011…. (MM.JJJJ) Bis …09.2011…... (MM.JJJJ)

2.3. Bearbeitete Flächen

alle Gridplots im Wald (500 Plots) alle Gridplots im Grünland (500 Plots)

alle Experimentierplots im Wald (50 Plots) alle Experimentalplots im Grünland (50

Plots)

alle VIPs im Wald (9 Plots) alle VIPs im Grünland (9 Plots)

folgende Plots im Wald: folgende Plots im Grünland:

HEW……, HEW ……., HEW……, HEG 30, 32, 34, 36, 41, 42, 43, 46, 50

93


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

2.4. Kurze Beschreibung der Methodik, (insbesondere ggf.

Abweichungen/Verbesserung zum geplanten Arbeitsprotokoll)

Entnahme von 32 Bodenkernen von 5 cm Durchmesser und 6 cm Tiefe auf einem 11

m Transekt Ende September 2011. Die Entnahmestellen wurden mit Sand verfüllt.

Extraktion der Bodenmakro- und -mesofauna mittels handsorting und anschließender

Hitzeaustreibung.

2.5. Zusammenfassender Ergebnisbericht (max. 2 Seiten)

Die Extraktion der Bodenmakro- und -mesofauna aus sämtlichen Bodenproben ist

abgeschlossen. Das Tiermaterial wurde in 70% Ethanol konserviert. Insektenlarven

werden zurzeit in Familien eingeordnet. Wurzelfressende Larven werden

anschließend bis auf Gattungs- oder Artniveau bestimmt.

Die physikalich-chemischen Parameter (Wassergehalt, Wurzelgehalt, pH,

Kohlenstoff- Stickstoffgehalt) der Bodenkerne werden bestimmt und die kleinräumige

Verteilung wurzelfressender Insektenlarven in Abhängigkeit der Bodenparameter, der

Nutzung und der kleinräumigen Vegetationsstruktur wird analysiert (in

Zusammenarbeit mit AG Jeltsch, Uni Postdam).

2.6. Liste der besonders / streng geschützten Arten, die untersucht bzw.

beeinträchtigt wurden

nicht relevant für die Studie

Wenn relevant, bitte listen (oder als Anhang beifügen)

Art (Wissenschaftl. Name) Menge Eingriff (Individuen Entnahme, Entnahme

von Teilen ohne Tötung, Handhabung ohne

Entnahme, Beobachtung)

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

……………………………….. …………… ……………………………………..

2.7. Besondere Vorkommnisse, Anregungen/Anmerkungen für ähnliche

Projekte

…………………………………………………………………………………………………

keine ……………………………………………………………………………………

3. Geplante Untersuchungen im folgenden Jahr (stichpunktartig)

• keine ………………………………………………………………………….

• …………………………………………………………………………………….

94


Forschungsbericht im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien

02.01.2012

…………………………………………. ……………………………………………..

Ort, Datum Unterschrift des Projektverantwortlichen

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