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sportinghh

© Foto: Detlev Seyb

Oktober 2018

monatlich & kostenlos

Exklusiv!

Turbo­Torbens

Titel­Tagebuch

Beachvolleyball

Isa und Tori baggern

wie wild

Fußball

Fröhlich: Marie

des Jahres

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Eishockey

Der Coach

zieht an

1


Editorial

Leser,

Liebe

© Foto: Witters

Nun denn, die Ligen sind

angelaufen, erste Standortbestimmungen

sind machbar,

wir halten uns raus ;-). Das müssen

die Verantwortlichen schon

selber machen, oder die ganz

paar Besserwisser.

© Foto: www.mediaserver.hamburg.de/Lee Maas

Wir lassen deswegen in dieser Ausgabe – weil Druckabgabe vor Ligastart – schnell

noch und völlig unvorbelastet den neuen Trainer der Crocodiles, Jacek Plachta, zu Wort

kommen. Und dann haben wir wieder so viel tollen Sport im Heft, dass einem fast die

Tränen kommen: Weil Hamburg so viele Weltmeister nicht zu bieten hat, hat sich Torben-

Oberschenkel-Johannesen die Titelseite mehr als verdient. Auch die entzückenden Tori

Bieneck und Isa Schneider kommen zu Wort und Bild, sie schielen auf Torbens Erfolg

und gehen hier als frisch gebackene Deutsche Meisterinnen an den Start. Kathleen

Keller, Spitzen-Dressurreiterin von einem Verein mit lustigem Namen, berichtet von

ihrem Trainingsalltag und vom Aquatraining für San Royal. Esther Henseleit golft sich

derweil in die Europaspitze, sie ist derzeit die Hamburger Golf-Hoffnung, Marie Fröhlich

ist hingegen Fußballerin des Jahres. Ziemlich viele Frauen, stellen wir gerade fest. Dazu

kommt dann noch Juliane Möcklinghoff, die Hamburgerin, die für den NDR vor der Kamera

als Moderatorin Sport und Emotionen feiert. Wir berichten über den FC St. Pauli e.V.,

trommeln für das Bundesliga-Finale des Hamburger Judo Teams, beantworten How

Dojo do in Eidelstedt und entdecken Boxen als Fitness-Disziplin. Das haben wir selber

ausprobiert. Mein lieber Herr Gesangsverein.

Und dann haben wir schon wieder neue Freunde gewonnen. Denn mit der aktuellen

Ausgabe starten wir die Medienpartnerschaft mit dem TEAM HAMBURG. Das ist ein

weiteres unserer Anliegen: Lernt sie kennen, die Sportler aus unterschiedlichsten

Sportarten, die alle dem Traum folgen, für Deutschland, am liebsten in Tokio, an den

Start zu gehen. Wir werden sie dabei begleiten.

Viel Spaß beim Freuen.

Martin Blüthmann (martin@sporting-magazin.de)

Distributionspartner:

Partner:

2 3


sporting hamburg

Das ist

drin:

© Foto: www.mediaserver.hamburg.de/

Escape Filmproduktion

Editorial 3

Schuss des Monats

Der hat gesessen. Tor des Monats! 6/7

Ruder-Weltmeister Torben

Auf ne Runde im Zweier ohne. 8–10

FC St. Pauli e.V.

Da geht noch viel mehr! 12–14

Golf: Esther Henseleit

Mit 19 an der Spitze. 16/17

Beachvolleyball: Bieneck/Schneider

„Hamburg ist für uns ein Glücksfall!“ 18–20

Portrait: Juliane Möcklinghoff

Juliane fühlt was. 22/23

Eishockey: Crocodiles Hamburg

Arbeiten – hart. 24/25

Die sporting-Tipps im Oktober 26/27

Die WOW-Funktion!

Förderprogramm TEAM HAMBURG 28/29

Hamburger Judo Team

Der Trick mit dem Hattrick 30/31

Reiten: Kathleen Keller

Wenn Mensch und Pferd… 32/33

Bewerben!!!

Pizza for free! 34/35

Ins Schwimmen kommen

Schwimmenlernen mit Bäderland 36/37

Kameras gewinnen!

Hamburg Active City Fotowettbewerb 38/39

ETV goes eSports

Neues Angebot in Eimsbüttel 40/41

Nur zwei Tore…

Aber Fußballerin des Jahres: Marie Fröhlich 42/43

How Dojo do?

Kampfsport beim SV Eidelstedt 44/45

Fitness-Boxen

sporting­Marco mit Pratzen 46/47

Impressum 47

Sportförderung

Je mehr Flaschen, desto besser 48

Denksport: Das war was wert!

Internat. Kongress für Sport, Ökonomie u. Medien 50

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© Foto: Stefan Groenveld

Der hat

gesessen.

In diesem Monat ist der Schuss des Monats auch

wirklich ein Schuss des Monats – und wann schießt

ein Hamburger schon mal das „Tor des Monats“?!

Gelungen ist das großartigerweise Serdal Celebi vom

FC St. Pauli-BLINDENFUSSBALL. Und jetzt kommt Ihr.

Serdal hofft dann nun auf mehr Aufmerksamkeit für

seinen Sport. Bitte sehr. Herzlichen Glückwunsch!

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© Fotos: Detlev Seyb

sporting-Lars

dem Finale der WM.

Es waren zwei unterschiedliche

Situationen,

in Linz sind wir über den

Hoffnungslauf gekommen und wollten es im

Finale allen zeigen, hier hatten wir den enormen Druck, dem

© Foto: sporting hamburg

wir als Mannschaft standgehalten haben und das Ausrufezeichen

gesetzt haben. Vom ersten Schlag an hatten die

anderen Nationen keine Chance!“

Torben fährt fort: „Die Gefahr, dass die eigene

Keine Pause, nach der WM ist vor dem Training mit sporting­Lars.

Taktik bzw. der Rennplan nicht aufgeht, die ist

immer da, man muss immer einen kühlen Kopf bewahren, auch

wenn am Start mal in der Grütze gerührt wird. Ein Rennen ist

2.000 m lang, da muss man an seine Stärken glauben und am

Ende ziehen, bis einem schwarz vor Augen wird, das haben wir

bis jetzt immer gut geschafft.“ Torbens großes Ziel: auch in den

kommenden beiden Jahren ein fester Bestandteil des Achters

zu sein und dann bei den Olympischen Spielen in Tokio 2020

möglichst Gold zu holen.

Dieser Weg kann nur im Team und mit dem Trainer gehen. „Anders

© Foto: sporting hamburg

als bei anderen Nationen nimmt Martin Sauer, unser Steuermann,

hier eine sehr wichtige Rolle ein, er ist quasi ein Spielertrainer“,

erklärt Torben, „bei anderen Nationen hat der Steuermann nicht

diesen Stellenwert, aber bei uns übernimmt er

Auf ’ne Runde

im Zweier ohne

eine große Aufgabe, er ist der Trainer im Boot.

Martin ist einer von uns Sportlern, »

Selfie am Steg des RC Favorite Hammonia.

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Der frisch gebackene WELTMEISTER Torben Johannesen dreht mit mir

eine Runde im Zweier ohne auf der Alster. Um mit Torben im Boot zu

sitzen, wechsle ich extra meine angestammte Seite, aber dafür, dass

ich der Erste bin, der mit Torben nach seinem Titelgewinn im Boot

rudert, mache ich das ohne Frage. Wir stoßen vom Steg der Favorite

„Fari“ Hammonia ab, und schon gleiten wir dahin.

kein Finale verloren, und so schraubt sich

die Spirale immer enger zusammen. Wir

entnehmen den Medien, dass ein Gewinn

der Silbermedaille eine Enttäuschung wäre,

es gibt inzwischen nur noch eine Erwartung:

GOLD!“ Dieser immense Druck birgt Risiken.

„Zwar ist das Team Deutschland-Achter ein

eingeschworener Haufen, doch Zickereien

kommen hier auch mal vor, es ist nicht

immer alles Friede, Freude, Eierkuchen.

Drei Tage ist es her, da hat Torben Sobald aber alle im Boot sind, gibt es unter allen neun Sportlern

Johannesen mit dem Deutschland- nur ein Ziel, den Bugball vorne haben.“ Mit einem Lächeln sagt

Achter seinen zweiten WM-Titel Torben: „An Land kann man sich ja aus dem Weg gehen, und wenn

in Folge gewonnen. Seit der die Medaille um den Hals hängt, ist eh alles vergessen.“

Saison 2017 ist Torben nicht

mehr aus dem Flaggschiff Wir passieren das Cliff, die Alster zeigt sich von seiner schönen

wegzudenken und seitdem Seite, so wie es im WM-Finale in Plovdiv in Bulgarien war. Glattes

haben sie kein Finale verloren. Wasser, warme Temperaturen und nur ein bisschen Wind.

Mit dem Gewinn hat er seinem

Bruder, Eric Johannesen, auch Ob es das beste Rennen der Saison gewesen sei, frage ich Torben.

etwas voraus: Er ist jetzt zweifacher

Weltmeister.

liern und Briten gewonnen, so hatte es keiner erwartet. Eine

Der Achter hat mit einer Länge vor den hochgehandelten Austra-

Machtdemonstration zum Saisonhöhepunkt. Das erste Mal, dass

Spricht man den 24-jährigen Ruderer von eine deutsche Mannschaft in derselben Besetzung wie im Vorjahr

der Fari auf den Titel an, spürt man, dass ihm eine extreme Last gewinnt, „never change a winning team“ wohl das Credo von

von den Schultern gefallen ist. „Der zweite Titel war vom Druck Bundestrainer Uwe Bender. Ein bisschen überlegen muss Torben

her der Schwerere“, erzählt Torben, „wir haben seit zwei Jahren schon. „Das Finale beim World Cup in Linz steht auf einer Stufe mit

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Die neue ProMare Go und die ProMare Familie

Egal, ob Sie am kommenden Wochenende Ihr Segelboot

zu Wasser lassen oder mit dem Rad bei der Gipfeltour

zum Feldberg an den Start gehen: Die ProMare Go ist

genau die richtige Uhr für Menschen, die sportliche

Herausforderungen einen Tick ambitionierter in Angriff nehmen.

Dafür bringt die Sportuhr ein äußerst praktisches Extra mit.

Dank der beidseitig drehbaren Lünette können Sie schnell

und einfach den Startpunkt zu einem Segeltörn, einer Bergwanderung

oder Radtour markieren. Die robuste Sportuhr ist der

ideale Begleiter für Outdoor- und Wasseraktivitäten aller Art – was

der Name „ProMare“ (lat. „für das Meer“) ja schon vermuten lässt.

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sporting-Lars

© Fotos: Detlev Seyb

der Bundestrainer Uwe Bender ist der Trainer vom Motorboot

aus, dieses Zusammenspiel funktioniert sehr gut.“

Wer glaubt, dass Torben jetzt erst mal frei hat, der irrt. Am

Wochenende fährt der Achter bei einem der härtesten

Ruderrennen der Welt, dem Schleswig-Holstein Netz Achter

Cup über 12km in Rendsburg mit, dann geht es eine Woche

in den Club der Besten der Sporthilfe. Pünktlich am Samstag

zur Norddeutschen Meisterschaft ist Torben wieder zurück, um

mit seinem Club unter anderem mit seinem Bruder Eric und mit

Malte Großmann bei der Norddeutschen Meisterschaft im Achter

zu gewinnen. Und dann, dann ist die Saison endlich geschafft.

„Ich freue mich darauf, zwei Wochen mit meiner Freundin in den

Urlaub zu fahren und vom Rudern Abstand zu haben. Wenn ich

zurück bin, geht es ja dann auch schon wieder mit der neuen Saison

los. Ich muss also jede freie Minute genießen“, sagt Torben, und

wir kommen mit einem perfekten Manöver wieder an den Steg.

© Foto: sporting hamburg

Tagebuch eines Weltmeisters

1. Tag!

Endlich angekommen, Vorfreude + Anspannung steigt.

Team hat Lust und sind bereit. Akklimatisieren ist wichtig.

Tag 3

Sehr windig + voll auf der Strecke, Training schlägt sich auf

die Laune. Es sind noch 4 Tage! Vorbereitung läuft optimal,

passen uns an heißes Wetter an.

6. Tag

Morgen ist das erste Rennen. Sind gut vorbereitet. Letzte

Belastung war perfekt. Alle sind hungrig/motiviert für den

Wettkampf. Sind bereit an die Grenzen zu gehen.

7. Tag – Vorlauf

Rennen war gut! Starker Einstieg in den Wettkampf. Gehen

heute außerhalb essen, Kopf frei kriegen, entspannen,

Moment genießen.

9. Tag

Wieder trainieren, Zusammenreißen für die letzten Tage

bis zum Finale. Kräfte sammeln für’s letzte Rennen. Familie

+ Freunde sind da -> Rückhalt.

Hoffnungslauf im M8+ gesehen, GB ist stark. Wird spannend.

11. Tag – Morgen Finale

Essen fällt schwer. Man versucht sich mit Serien + Kartenspielen

zu beschäftigen. Lust aufs letzte Kapitel.

Wollen gewinnen, angespannt. Serie an Siegen halten.

Erwartungen groß.

Wind/Bedingungen/Wetter

Kühlen Kopf bewahren.

Nur das beeinflussen, was man beeinflussen kann.

Das Tagebuch zum WM-Sieg. Die Mannschaft hielt dem Druck Stand. Glückwunsch, Männer!

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© Foto: Stefan Groenveld

© Foto: Witters

Breitensport

Da geht noch

viel mehr!

Denkt Euch alle St. Pauli – Bilder, die Euch so einfallen, manchmal richtig geiler

Fußball, der Jolly Roger weht immer, die Fans strömen immer, die Stimmung

ist immer super. Das „anders sein“ ist Tradition, deswegen auch Programm

zugleich, auch wenn sich die Fußball-Profisparte längst zu einem

hochprofessionellen Sport-Unternehmen entwickelt hat.

Die Gratwanderung

im recht breiten

Spannungsbogen

zwischen Kommerz

und Kult gelingt dabei immer

noch erstaunlich unfallfrei. Der

Club ist glaubwürdig geblieben bei der Vertretung seiner Werte, das ist

ja schon mal schön und zieht offensichtlich auch immer mehr aktive

Sportler an. Der FC St. Pauli ist längst viel mehr als „nur“ der Fußballclub

vom Kiez. Er ist inzwischen Hamburgs drittgrößter Breitensportverein

mit rund 10.000 Mitgliedern, die in 22 Abteilungen sportlich unterwegs

sind und in denen Gemeinschaft nachhaltig gepflegt wird. „In allen

Abteilungen werden Inklusion und Integration gelebt“, sagt Präsident

Oke Göttlich. „Hier gibt es kein Mitglied, das nicht gegen Rassismus,

Homophobie, Sexismus und Gewalt eingestellt ist“, ergänzt Thomas

Michael.

Thomas Michael ist seit August Geschäftsleiter Amateursport beim FC St. Pauli.

Vollkontaktsport: das Roller Derby Team Harbor Girls.

Michael ist seit 1. August als „Geschäftsleiter

Amateursport“ Mitglied der Geschäftsführung

im Club. Zuvor war er jahrelang beim Hamburger

Sportbund für die Öffentlichkeitsarbeit

verantwortlich, ein Kenner des Behördendschungels und

der bürokratischen Irrgärten. Seine Stelle wurde bei St.

Pauli neu geschaffen, tatsächlich um die Aktivitäten der

Amateursportabteilungen zu koordinieren und auch um

gegenüber der Stadt, den Bezirken oder Partnern mit einer

Stimme auftreten zu können. Das war wohl dringend nötig.

Boxen, Triathlon, Darts, von Handball über Rugby bis Schach,

aber auch Roller Derby, Goalball und Blindenfußball wird

Sport getrieben. Zuletzt sind Segler dazugekommen, und

die Abteilung „Pipes and Drums“ spielt schottische Weisen.

Das passt zu einem Club, der richtig dicke mit Celtic Glasgow

befreundet ist. „Die Vielfalt, für die der FC St. Pauli steht,

spiegelt sich natürlich auch in unseren Abteilungen wider“,

sagt Oke Göttlich. „Hier leisten unzählige Menschen für

unseren Club unglaublich wertvolle ehrenamtliche Arbeit.“

Aufgrund der bestehenden Abteilungsautonomie arbeiten

die Abteilungen selbstständig. Der ehrenamtliche Amateurvorstand

stieß aufgrund der mittlerweile erreichten Größe

als Ansprechpartner für alle Belange aus den Abteilungen

an seine Grenzen. Deshalb wurde reagiert. „Dem Präsidium

und dem Aufsichtsrat sind die Amateurabteilungen sehr

wichtig. Daher wurde die neue Position des Geschäftsleiters

Amateursport geschaffen, um auch den Amateurvorstand

operativ zu entlasten“, sagt Michael, „denn wir wollen EIN

Verein sein – einschließlich der Profiabteilung.“ »

Zeigt Flagge: Triathlon ist eine von 22 selbstständigen

Abteilungen im Verein.

© Foto: Ina-Nicole Dierking © Foto: Stefan Groenveld

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Spitzensportler


Ob Fußballer, Leichtathlet, Tennisspieler,

Handballer, Basketballer, Triathlet oder

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12


Breitensport

© Foto: Stefan Karstens, www.stimmungsfaenger.de

Ein Verein für die Menschen im Stadtteil. Der FC St. Pauli

will dort wirken, wo er zuhause ist. Das ist nicht ganz so

einfach, Stichwort „Sportstätten“. Für den Amateurfußball

gibt es nur die beiden Plätze hinter der Nordtribüne, die sich

der Club zudem mit Hansa 10/11 teilen muss. Eigene Sporthallen

gibt es nicht, das heißt: Schulsporthallen beantragen. Wachstum

ist da derzeit kaum mehr möglich. Der Fußballclub kann zurzeit nur

bis zur U9 ein Breitensportangebot anbieten. Ab der U10 beginnt

das Training für junge Talente im Nachwuchsleistungszentrum.

Andere Jungs können nicht in braun-weiß spielen, da es eben an

Platzkapazitäten mangelt. Schräg, aber wahr. Ebenso wenig gibt

es bislang eine klassische Turnabteilung, in der Kinder und Eltern

Sport treiben können.

Für eine Freizeitsportabteilung

gibt es ebenfalls Nachfrage im

Quartier – Yoga, Pilates und

Statt Spielmannszug hat der Kiezclub eine schottische Pipe Band.

Krafttraining im Zeichen des

Totenkopfes , warum nicht? „Wir

denken darüber nach und basteln

an Ideen “, sagt Michael.

Da entsteht ein sportlicher „Riese“, der sich auch mit

anderen Institutionen aus Kultur und Stadtteilarbeit im

Viertel vernetzt. Man darf gespannt sein auf die Zukunft.

Kreativ waren sie schließlich immer am Millerntor. Und

„etwas anders“ wollen sie trotzdem bleiben.

TAG DER OFFENEN TÜR 13. OKTOBER

DIE NEUE FAMILIEN-

SPORTSCHULE

• Sportkurse für Kinder von 1 bis 6 Jahren

mit und ohne Eltern

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© Foto: Ina-Nicole Dierking

Triathlon, Blindenfußball, Frauenfußball,… viel los beim FC St. Pauli.

© Foto: Stefan Groenveld © Foto: Stefan Groenveld

• Yoga für Schwangere

• Kindergeburtstage

Kurse & Anmeldung


Golf

Wer?

Esther!

begleitet der HGC seine Sportler, die dann nebenbei

in den Mannschaften offensichtlich ganz

weit vorne spielen. Coach Christian Lanfermann

formt also Teams, aber auch deren Talente, die

wie Esther,

Mit den Damen des Hamburger Golf-Club Falkenstein wurde wenn so

Esther gerade Liga-Champion. ambitioniert

und cool, bis

zu sechs Mal die Woche jeweils bis zu sieben

Stunden auf dem Platz stehen, on top noch bis

zu vier Mal die Woche ins Studio gehen und Fitness machen: Max-Kraft,

Schlagkraft, Geschwindigkeit, Stabilität, was Du willst. Esther will. Profi

werden. Amateur-Status ist nicht mehr, für ihren Verein darf sie aber

weiter spielen. Wie auch der Deutsche Golf Verband ist der Club an ihrer

Seite, und alle sammelten gerade in diesem Jahr gemeinsam die ersten

ordentliche Lorbeeren ein: Zum sensationellen 5. Platz bei der Team-

WM trug Esther entscheidend bei, sie brachte den alles überragenden

Score ins Clubhaus. Sie ist Vize-Europameisterin und beste Deutsche

in der Weltrangliste bei den Amateuren, Siegerin bei den Deutschen

Einzelmeisterschaften in Hardenberg.

Läuft bei ihr, möchte man meinen, und das hoffentlich auch die nächsten

Jahre. Und damit keine Langeweile aufkommt, will sie im kommenden

Jahr mit einem Fernstudium anfangen. Und ist Golfen nicht olympisch…?

Wir hätten da ne Idee.

Ein sehr erfolgreiches Jahr für Esther Henseleit.

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Was der Sport so mit jungen Menschen macht, bestätigt uns Esther

Henseleit vom Hamburger Golf-Club Falkenstein. Mit 19 spielt sie

schon bei den Damen in der deutschen Spitze, und auch sonst hat sie

uns beeindruckt.

© Fotos: Michael Emmert

Wir treffen Esther beim In-Kaffeeröster von Blankenese

und sie erscheint spät, aber sooo aufgeräumt, dass

selbst fremde Menschen von Nachbartischen kommen

und fragen, wer das denn wohl war. War wirklich

so: Esther war’s. Geboren in Varel, bei Oldenburg,

bei…, spielte sie in ihrer Jugend im Golfclub am Meer,

bevor sie 2013 zum Golf-Club Falkenstein an die Elbe

wechselte. Das Ligasystem war umgestellt worden und Esther suchte ihresgleichen: sportliche Mädels mit Vision, Ehrgeiz

UND Spaß am Golfen, wenn möglich richtig weit vorn. „Wenn ich wechsle, dann richtig“, beschreibt sie ihre Motive damals.

Also pendelt sie seitdem von Varel nach HH, nun kommt sie ganz. Die Wohnung ist schon da.

Durch die Mama kam sie zum Golfen, Tennis hat sie auch gespielt, aber pillepalle war noch nie so ihrs. „Ich war schon immer

eine Kampfsau“, sagt die Golferin mit offensichtlich ehrlicher Haut, und sie grätschte deswegen bereits mit neun Jahren in

die ersten Sichtungsmaßnahmen des Verbandes. Im Grunde ist sie seitdem – das sind 10 Jahre – an jedem Wochenende

unterwegs, in Sachen Golf. Man möchte Mitleid kriegen, muss man nicht, denn Esther strahlt alles weg. Seit sechs Jahren

tourt sie bereits mit der Nationalmannschaft um die Welt, ihre Waldorf-

Mitschüler fanden damals „Golf ist kein Sport“, was sie wenig scherte,

und die Lehrer akzeptierten zwangsläufig bis zu 70 Fehltage. So viel zu

freier Entfaltung. Esther ist die Entspannung pur in der Rösterei, obwohl

es abends noch direkt zur Mannschafts-WM nach Irland geht. (Wo sie

mit ihren Nationalmannschaftskameradinnen als beste europäische

Mannschaft Fünfte wurde, Anm. d. Red.) „Auch auf dem Platz lasse ich

mich nicht aus der Ruhe bringen“, sagt sie, denn da wird auch schon mal

gezickt, aber das ficht sie alles nicht an. Und auch wenn Esther sich als

Einzelkämpferin sieht, „im Golf spielt man in der Regel hintereinander“, ist

sie sehr glücklich über den deutschen Mannschafts-Meistertitel, den sie

gerade mit der Damentruppe vom HGC gewonnen hat (wir berichteten).

„Ich will Profi werden“, so wie es aussieht noch dieses Jahr. Und dabei

EINRICHTUNGEN!

ÖFFNUNGSZEITEN:

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr

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Esther kann auch albern, aber der konzentrierte Blick ist ihr schon sehr zu eigen.


Beachvolleyball

Leverkusen, nebenbei zog es sie aber immer

wieder an den Strand. Seit 2017 spielen sie

zusammen, das ist noch nicht lange. Sie kannten

sich aber sehr gut, so Isabel: „2013 waren

wir schon zusammen U23-Weltmeisterinnen.“

Sieht alles auch nach großem Spaß aus.

© Fotos: Hoch Zwei/Joern Pollex

„Hamburg ist für uns

ein Glücksfall!“

Gerade eben wurden sie deutsche

Ihr wisst jetzt, warum wir Beachvolleyball so toll finden. Weil Strand ja immer was mit Entspannung

zu tun hat und das offensichtlich auch was mit den Akteuren macht. So unsere Interpretation

der Gespräche mit Victoria Bieneck (27) und Isabel Schneider (ebenfalls 27), neue Spitzen-

Hamburgerinnen im Beachvolleyball und auch sonst HERZLICH WILLKOMMEN!!!

Meisterinnen im Beachvolleyball, in

Hamburgs Sandkiste: Timmendorf.

GLÜCKWUNSCH. „Wir hatten eine

toughe Saison, und dass wir diese

Saison mit dem Titel beenden

konnten, war herrlich. Das war sehr

emotional“, beschreibt Isabel. Wo es

doch in der deutschen Beachvolleyball-Szene, bei den

„das-Outfit-ist-Berufskleidung-Damen“, richtig zur Sache

geht: Die Olympiasiegerinnen, Weltmeisterinnen kommen

aus Deutschland, aus Hamburg, die neuen deutschen

Meisterinnen kommen auch aus Hamburg, und überhaupt,

Hamburg ist Olympiastützpunkt, Bundesstützpunkt. Als es

vor zwei Jahren hieß, „wer im deutschen Beachvolleyball

nach vorn will, muss nach Hamburg“, haben Victoria

Bieneck, geboren in Weilheim, bislang fast zur Berliner

Göre mutiert, und Isabel Schneider, aus dem – Achtung!

– Sauerland, eine offensichtlich richtige Entscheidung

getroffen. Sie haben ihr berufliches und privates Umfeld

verlassen oder einfach mitgenommen, sind diesem Ruf

gefolgt, beim HSV unter Vertrag und haben sich eigentlich

doch nur „in der Mitte getroffen“, so Isabel. Wir freuen uns.

Sie sich aber auch: „Das hat uns sportlich sehr gut getan“,

sagt Isabel. „Das Wagnis hat sich gelohnt. Hamburg ist

für uns ein Glücksfall.“

Beide kommen sie aus der Halle, Tori spielte beim VCO

Berlin und beim Köpenicker

Viel Grund zur Freude, der eigentliche Saisonabschluss mit Happy End.

SC, Isabel erst in Olpe und

dann seit 2008 bei Bayer

Bewerben Sie sich bis 31. Oktober:

Zwischenzeitlich mit anderen Partnerinnen unterwegs,

fanden sie Anfang 2017 ein zweites

Mal zusammen, und das soll dann jetzt auch passen. Weltweit sind sie

inzwischen auf Platz 9, damit das zweitbeste Team aus Deutschland, vor

ihnen rangieren noch Laboureur/Sude. Ihre Vereinskameradinnen und

Everybody’s Darlings Kira und Laura, mit Baby und dergleichen aktuell

beschäftigt, sind bei aller Professionalität und jedem

Ehrgeiz auch noch gute Freundinnen, Trainingspartnerinnen

und überhaupt. Was ja super ist, da sind

wir dabei, aber jetzt mal Hand aufs Herz, in

welchem Sport ist das so?

„Wir trainieren zusammen,

haben

mit Imornefe ‚Morph‘

Bowes und Helke Claasen

die gleichen Trainer, und alle haben

wir festgestellt, dass Vertrauen »

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Werner-Otto-Preis im Behindertensport

Preiswürdig sind Projekte, die zur Inklusion und Förderung behinderter Menschen im

Hamburger Sport beitragen. Insgesamt ist eine Preissumme von 30.000 Euro ausgesetzt.

Neben dem Gewinner werden weitere Projekte ausgezeichnet und mit einem Preisgeld bedacht.

Die Ausschreibungsunterlagen finden Sie unter www.alexander-otto-sportstiftung.de

Wenn man gewinnt, kein Wunder. Hier:

Die Deutsche Meisterschaft in Timmendorf.

18


Beachvolleyball

Sie sind schwer motiviert, auch in den nächsten Jahren richtig zu punkten.

die beste Voraussetzung für eine

so enge und intensive Zusammenarbeit

ist“, sagt Isabel, und

Tori unterstreicht: „Wir vertrauen

unserem Team komplett“, sagt

sie, „alles andere raubt viel zu viel

Energie“, und der Erfolg gibt ihnen

und der Konstellation am Olympiastützpunkt,

dem Trainergespann,

dem HSV und auch der Stadt Hamburg

Recht. Alles richtig gemacht.

„Es ist schon beeindruckend, wie die Stadt Hamburg unseren Sport

fördert“, sagt Victoria. Wenn, dann richtig, sagen wir jetzt mal. Die

besten Voraussetzungen, sich einen der zwei Startplätze für Tokio

2020 zu erarbeiten. Gerade im Beachvolleyball werden nämlich

schon jetzt die Punkte gezählt. Mannmannmann, was für ein langer,

steiniger Weg, „auf den wir uns sehr freuen, wir haben es hier gut

getroffen.“ „Und wir wurden von den Hamburgern an allen Stellen

mit offenen Armen empfangen“ schwärmt Tori, „Hamburg ist voll

Beachvolleyball-begeistert. Deswegen werden wir uns erst recht voll

reinhängen.“ „Aktuell möchten wir nirgendwo anders sein“, findet

Isabel lachend. Finden wir auch.

© Foto: privat

© Fotos: Hoch Zwei/Joern Pollex

Links: Selfie-Spaß mit zwei Frauen, die man selten schlecht gelaunt erlebt.

Rechts: Sieg! Deutsche Beach-Volleyball Meisterschaften Timmendorfer Strand 2018


© Foto: Matthias Fischer

Portrait

Juliane

fühlt was.

© Foto: RBL

und was es heißt, zu gewinnen, oder eben auch

mal richtig auf die Mütze zu kriegen. „Ich möchte

den Menschen, den Sportlern gerecht werden.“ Respekt und Empathie ist

auch hier die beste Voraussetzung. Davon hat sie reichlich, und Motivation

hat sie gepachtet. Also Tokio wäre schon toll, interpretieren wir mal.

Die Leidenschaft für die Menschen im Sport und für deren Geschichten

verleitet Juliane immer mehr zur Verwirklichung eigener

journalistischer Ideen. Der blinde Bergsteiger war so eine, gleich

aus der Kategorie „Wow“, die hautnahe Begleitung des Deutschland-

Achters eine weitere, im Vergleich fast gewöhnliche Produktion. Zuletzt

eine Dokumentation über die deutschen Teilnehmer bei den Invictus

Games, einer irgendwie paralympischen Schattenveranstaltung, weil

dort Kriegsversehrte miteinander ihre Wettkämpfe gegeneinander

austragen und sich damit gegenseitig stärken. Diese ist aber eigentlich

nur bekannt, weil Grinse-Prinz Harry Schirmherr ist. Und in Deutschland,

weil Juliane sich dieses Themas, Typ „ganz dickes Brett“, angenommen

hat: Para und Krieg zusammen, huijuijui. Titel: „Sport gegen den Krieg

im Kopf“. Juliane kann das. Weitermachen.

Selber lange Leistungssportlerin, fällt es Juliane nicht schwer, sich in die Sportler

hineinzuversetzen. Unten: Preisverleihung German Paralympics Media Award,

Gruppenfoto mit „meiner Laudatorin“ Verena Bentele

© Foto: Tom Maelsa /DGUV © Foto: privat

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Sport ist so facettenreich

und

bunt, erzählt

un bändig viele Geschichten,

also haben

Eigentlich feiern wir durchweg den Hamburger Sport. Hauptsache, es dreht

sich und bewegt sich, rollt, prellt, schwimmt oder so. Und wir sind sehr

motiviert, Euch Sportler dabei zu begleiten und allen interessierten Spaßvögeln

darüber zu berichten, egal ob 1. Liga oder Liegestütz vorm Bett.

wir uns überlegt, dass

wir zwischendurch mal neue Schnittstellen auftun: Wer liebt diese vielen

Geschichten und vermittelt sie uns, uns Betrachtern, wenn wir vor der

Mattscheibe sitzen und vornehmlich mal andere Sport machen lassen

(was ja auch sehr herrlich ist)?

Also trafen wir uns mit der Hamburger Journalistin und Autorin Juliane

Möcklinghoff vom NDR. Das ist die, die mit dem blinden Extrem-Bergsteiger

Andy Holzer extrem in die Berge ging, die erlebte, wie ein Blinder fühlt,

und die daraus mit großer Leidenschaft und einer Botschaft für uns

Sehende gleich zwei beeindruckende, viel beachtete Dokumentationen

produziert hat.

Juliane ist „noch 39“, grinst sie, nunmehr seit 2006 für den NDR am

Ball – wobei Bälle nicht so zwingend ihr Ding sind. Alles andere

dafür umso mehr. Das war

schon mit 14 so, da blieb sie nach

einem Praktikum bei der New

York Times, okay, es war die Dattelner

Morgenpost, gleich dort

hängen, verdiente als Fotografin

ein Vermögen (für 14-jährige

Ruhrpott-Kids), für jedes Foto

gab´s 20 Maaaak. Abi auch in

Datteln, Studium Publizistik,

Sport und Politik

in Münster, nebenbei

Agentur, TV, Funk, Privat,

öffentlich-rechtlich

beim WDR, alles, was

ging und sie weiterbrachte. Dann war sie fertig – noch lange nicht, und

sie gönnte sich ein Volontariat beim NDR in Hamburg. „Das war ein

Segen“, sagt sie heute. Eher ein Zufall brachte sie mit Mister Sportschau

Ernst Huberty zusammen und der, heute ist er 91, fand Juliane wohl ganz

klasse und war überzeugt: „Die möchte ich vor der Kamera sehen.“ Da

hat sich der NDR offensichtlich brav dran gehalten. Sie wühlt bei NDR

Aktuell fleißig mit rum und liebt Sport-Großprojekte, wer nicht. Nicht

ganz anspruchslos schwärmt sie für Olympische Spiele, Paralympics,

Weltmeisterschaften, und der Zufall wollte es, dass sie in Rio mehrfach

am Start war. Erst Olympische Spiele, dann fielen zwei Kollegen für die

Paralympics aus (wie blöd …) und bumms, da war Juliane wieder, die so

gefühlvoll über die Leistungen der Athleten berichtete, dass nicht nur sie

selbst glasige Augen bekam „Es sind die Menschen, das lässt mich nicht

los, sie entbehren so viel, hängen

sich rein, ich erlebe die Sportler

© Foto: Daniel Kopp

so emotional, klar, offen, unverblümt,

das möchte ich dann auch

vermitteln“, und das fällt ihr nicht

schwer. Ganz im Gegenteil, als

ehemalige erfolgreiche Ruderin

weiß sie schon, was hinter einem

konsequenten Training steckt

ALLES AN BORD?

SAVE THE DATE

Herbstrauschen

am 12. & 13. Oktober!

Mehr Infos

auf

awn.de

Besuchen Sie uns auch auf der

HAMBURG BOAT SHOW

vom 17. bis 21. Oktober 2018

Halle B5 . Stand-Nr. 607

22

Mal eben einen 6.000er…Im Hintergrund der Mount Everest

(v.l.n.r: Andy Holzer rechts, sein Kletterpartner links von Juliane).

DER AUSRÜSTER FÜR WASSERSPORT

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© Fotos: Holger Beck

Eishockey

aus Nachwuchs und Führungsspielern,

die alle

wissen, was sie von einander

zu erwarten haben.

„Sie arbeiten hart“,

betont Jacek mehrfach,

da scheint dann was dran

Nach dem verpatzten Saisonstart in Herne (5:2) gab es einen erfreulichen Sieg gegen die Icefighters Leipizig (4:2).

Arbeiten –

hart.

zu sein. Wobei Tobi – er

ist Spieler, aber auch Wann das nun Richtung Aufstieg geht, haben wir gar nicht gefragt,

Pressesprecher – noch ganz entspannt guckt und aufrecht sitzt. war irgendwie unnötig. Es kommt, wie es kommt, aber „70 % gehen

„Schwierig ist auch, wenn wir im Training nicht vollzählig sind“, beschreibt

der Coach das Dilemma, dass ein paar der Spieler nebenbei dass es jetzt losgeht. „Mit Respekt“, sagt er.

und reichen gar nicht“ sagt Jacek, der – wie seine Mannen auch – will,

auch noch berufstätig sind bzw. eine Ausbildung machen. Und weil sie

so hart arbeiten, gingen die Crocodiles bei den Vorbereitungsspielen

in Bayern (Regensburg und Landshut) als Verlierer vom Eis. Etwas

entspannter, weil ausgeruhter, dann aber die beiden Siege gegen Liga-

Konkurrenten Hannover Scorpions. Und offensichtlich haben sich die

sechs neuen Team-Mitglieder gut eingefügt. Sie kommen tatsächlich

nach Hamburg, weil sie an das Langfrist-Ziel glauben und ihnen die

Kulisse Spaß macht, die Fans, der Support von allemann. Und die Stadt

ist ja auch nicht übel (hallo!!??), da gibt es deutlich beschaulichere

Kulissen in der Oberliga. So geht es sicher auch den Aufbau-Spielern

von den Lausitzer Füchsen aus der DEL 2, die hier in Hamburg in der

Oberliga Spielpraxis trainieren. (Weißwasser: achtgrößte Stadt in der

Oberlausitz – sagt Google.)

Alle Mann auf dem Eis. Mehr Qualität auf Kufen, sagt die Vereinsführung.

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Wir sind ja mal sehr gespannt, was die Crocodiles in diesem Jahr

so auf die Kufen stellen. Marketing-technisch sind sie durchaus

auf Zack, und so hatten wir ja ehrlich gesagt schon in der

vergangenen Beisszeit gehofft, dass die Athletik-Runden bei

Jetzt-Ex-Trainer Herbie fruchten würden und dergleichen mehr.

Dann hatten die Männer aus Farmsen kein Glück,

weil diverse Verletzungen die Truppe ausbremsten,

und dann kam auch noch Pech dazu. Das soll in

diesem Jahr alles anders werden, und die 15 Mann

plus Keeper können es kaum abwarten, flitzen unruhig,

auch auf dem Eis, hin und her. Wir flitzen also

deswegen nach Farmsen und schnacken mit dem

neuen Coach Jacek Plachta, ein sehr Netter, der den

Hamburger Eishockey-Enthusiasten natürlich bekannt

ist (wir nehmen jetzt nicht dieses F-Wort, das mit eezers endet, in den Mund). Ebenfalls

dabei: Pressesprecher Tobias Bruns. Beide sind vor allen Dingen ehrlich, das ist herrlich.

„Die Ausgangslage ist die: 13 Abgänge, sechs Neuverpflichtungen“, sagt Tobi. „Das heißt, wir

haben einen etwas kleineren Kader, dieser Kader ist aber qualitativ besser.“ Jacek würde

sich mehr Spieler wünschen, wenn möglich für eine vierte Sturmreihe, aber „was nicht geht,

geht nicht“, ist er wieder ehrlich in Bezug auf die finanziellen Möglichkeiten der Hamburger

Eishockey-Hoffnungen. Also stellen sich die Crocodiles darauf ein.

Durch eine Kooperation mit den Lausitzer Füchsen aus Weißwasser bekommen sie für die

Saison vier bis fünf Förderlizenzspieler zusätzlich, „nur so konnte der Kader so schmal aufgestellt

werden“, erklärt Tobi. „Die Jungs haben eine gute Ausbildung bei DEL- und DEL2-Clubs

bekommen und sollen hier Spielpraxis sammeln, um den Sprung in die DEL2 zu schaffen.

Dadurch bekommt unser Kader mehr Qualität und die nötige Tiefe.“

Wenn auch in der Vorbereitungszeit schwer gearbeitet wurde und die Männer richtig hart

trainierten, wird er es während der Saison unter Umständen auch zwischen den Spieltagen eher

mit Bedacht angehen. Warum? „Die Männer sind dann auf, kaputt, schrankfertig, müssen zu

lange pro Spiel aufs Eis.“ Das birgt Risiken, Verletzungen drohen und es könnte das Murmeltier

täglich grüßen. Das will der gebürtige Pole aber nicht: „Ich muss die Sportler schützen.“ Und

deswegen will er „cleverer spielen, Kräfte sparen“. Die Personaldecke ist also ein wenig knapp,

Bein und Po gucken raus, aber den Mix an sich findet er klasse, eine gute Auswahl, ein Misch

Aufruf

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir hoffen, Ihr habt Spaß mit sporting hamburg. Auch zukünftig wollen

wir Euch große und kleine Geschichten um den gesamten Hamburger Sport

liefern. Wir freuen uns, wenn Ihr uns dabei unterstützt. Wenn Ihr etwas wisst,

was wir nicht wissen, dann schickt uns alle nötigen Infos, Fotos, Ansprechpartner

an redaktion@sporting-magazin.de. Wir melden uns dann gern.

Bitte habt aber Verständnis, dass wir nicht alles, was da hoffentlich auf uns

zukommt, drucken werden/können.

Vielen Dank!

24

Hat nach kurzer Zeit die Crocodiles im Griff: der neue Headcoach Jacek Plachta.


Die sporting-Tipps, präsentiert

von LOTTO Hamburg:

03.10. KÖHLBRANDBRÜCKENLAUF

Nur einmal pro Jahr und nur bis 2030: Immer am Tag der Deutschen Einheit haben Läufer Zulauf

zur Köhlbrandbrücke mit dem unglaublichen Blick über den Hamburger Hafen.

Süd/West-Terminalgelände, Am Windhukkai, 20457 Hamburg

03.10. HANDBALL: 2. BUNDESLIGA

Der Handball Sport Verein Hamburg spielt gegen den Erstliga-Absteiger TuS N-Lübbecke,

am 14.10. kommen die DJK Rimpar Wölfe aus Unterfranken in die Sporthalle Hamburg.

Sporthalle Hamburg, Krochmanstraße 55, 22297 Hamburg

05.10. EISHOCKEY: OBERLIGA

Fünf Heimspiele stehen für die Crocodiles auf dem Plan: 05.10. gegen Hannover Scorpions,

12.10. vs. ECC Preussen Berlin, 19.10. vs. EC Harzer Falken, 26.10. vs. Halle Saale Bulls,

31.10. vs. ESC Wohnbau Moskitos Essen.

Eisland Farmsen, Berner Heerweg 152, 22159 Hamburg

06.10. 2. BASKETBALL-BUNDESLIGA PRO A:

HAMBURG TOWERS

Zwei Heimspiele der Towers im Oktober: 06.10. versus Tigers Tübingen,

27.10. gegen Uni Baskets Paderborn.

edel-optics.de Arena, Kurt-Emmerich-Platz 10–12, 21109 Hamburg

14.10. 1. ROLLSTUHLBASKETBALL-BL: BG BASKETS

Besuch aus Köln: Die BG Baskets Hamburg spielen gegen die RBC Köln 99ers.

edel-optics.de Arena, Kurt-Emmerich-Platz 10–12, 21109 Hamburg

17.–21.10. WASSERSPORT: HAMBURG BOAT SHOW

Jungfernfahrt für die neue Wassersportmesse: In 3 Hallen zeigen 300 Unternehmen, Vereine

und Institutionen die aktuellsten Produkte, Trends und Entwicklungen.

Hamburg Messe, Messeplatz 1, 20357 Hamburg (Eingang Süd)

18.–20.10. 1. SEGEL-BUNDESLIGA: FINALE

Deutschlands beste Clubs zu Gast in Hamburg, es geht um den Titel.

Schöne Aussicht 37, 22085 Hamburg

20.10. RUGBY: 1. FRAUEN-BUNDESLIGA

Die achtfachen Deutschen Meisterinnen FC St. Pauli spielen gegen die amtierenden

Deutschen Meisterinnen vom SC Neuenheim.

Saarlandstr. 71, 22303 HH oder Barmwisch 22, 22179 HH

06.10. E-SOCCER-TURNIER

E-Sports ist neu beim ETV, siehe Artikel. Beim ersten E-Soccer-Turnier treten zwei Spieler pro

Team gegeneinander an. Training ab Oktober immer samstags und sonntags.

ETV Hamburg e.V., Bundesstraße 96, 20144 Hamburg

21.10. 2. FUSSBALL-BUNDESLIGA: HSV

Besuch aus dem Ruhrpott: Der VfL Bochum kommt ins Volksparkstadion.

Volksparkstadion, Sylvesterallee 7, 22525 Hamburg

06./07.10. ROLLERDERBY: KICKASS-CUP 2018

Zweitägige Roller Derby-Sause extrafett: Harbor Girls going international, feat. Teams aus

Spanien, Irland und Deutschland. Be there or be square.

Sporthalle Otto-Ernst-Straße 34, 22605 Hamburg

07.10. 2. FUSSBALL-BUNDESLIGA: FC ST. PAULI

FC St. Pauli spielt gegen SV Sandhausen, am 28.10. gegen Holstein Kiel. Die treten Ende

Oktober im DFB-Pokal gegen SC Freiburg an.

Millerntor-Stadion, Harald-Stender-Platz 1, 20359 Hamburg

10.10. HANDBALL: 1. BUNDESLIGA/EHF CUP

Die Heimspiele der Frauen vom Buxtehuder SV: 10.10. vs. HSG Blomberg-Lippe (Bundesliga),

20.10. EHF Cup: Rückspiel gegen Viborg HK (DK) oder Galytchanka Lviv (UKR), 27.10. vs. SG BBM

Bietigheim (BL).

Halle Nord, Kurt-Schumacher-Straße, 21614 Buxtehude

13.10. MARATHON RUND UM DEN ÖJENDORFER SEE

„Marathon zum Tag der deutschen Einheit“ – schlappe 10 Tage später: 11 Runden um den

Öjendorfer See (à 3,75km) plus ein kleines Auftaktstück.

Start und Ziel: Öjendorfer Park, Parkplatz Barsbüttler Weg, 22117 HH

13.10. 2. VOLLEYBALL-BUNDESLIGA FRAUEN

Das Volleyball-Team Hamburg empfängt das Team vom TSV 04 Bayer Leverkusen, in der

letzten Saison Tabellenzweite.

CU Arena, Am Johannisland 2–4, 21147 Hamburg

21.–27.10. TENNIS FUTURE HAMBURG

Nachwuchsspieler Marvin Möller und Co sammeln Weltranglistenpunkte vor der eigenen

Haustür und messen sich unter den kritischen Augen der DTB-Bundestrainer mit internationalen

Spielern.

Hamburger TV, Bei den Tennisplätzen 77, 22119 Hamburg

26.–28.10. E-SPORTS

Europas größtes Dota 2 Festival, die ESL One, mit 16 Teams plus Autogrammstunden und

Cosplay Contest. Preisgeld: 300.000 Dollar. Lohnt sich.

Barclaycard Arena, Sylvesterallee 10, 22525 Hamburg

27.10. HANDBALL: OBERLIGA NORD

Die HG Hamburg-Barmbek gegen VfL Bad Schwartau 2.

MRG-Sporthalle, Langenfort 5, 22307 Hamburg

28.10. NAHRUNGSERGÄNZUNG IM SPORT

Seminar: Welche Ergogenic Aids sind sinnvoll, welche nicht, auch unter Beachtung gesundheitlicher

und ethischer Aspekte.

Haus des Sports, Schäferkampsallee 1, 20357 Hamburg

28.10. SÜDERELBE HALBMARATHON

Halbmarathon, 10km- oder 5km-Lauf und neu: 1,2km-Kinderlauf durchs Alte Land.

Start/Ziel: CU Arena, Am Johannisland 2–4, 21147 Hamburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

© Foto: HASPA Marathon Hamburg

© Foto: Generali Köhlbrandbrückenlauf/Jörg Brockstedt

27


TEAM HAMBURG

Die

WOW­Funktion!

wir von sporting hamburg uns entschieden, zum Beispiel, meine Bank heißt HASPA, „weil

Medienpartner des Teams zu werden, und gerade die Vorbildfunktion der Spitzensportler

ab sofort in jeder Ausgabe Neues von den wichtig ist und Sport verbindet“, so Stefanie von

Athleten, Vorstellungen, Insider und Außergewöhnliches

zu liefern. Damit wir alle – Stichwort tion. Tobias Griess, CEO von Barclaycard, sieht

Carlsburg, Leiterin Unternehmenskommunika-

Tokio 2020 – vor dem Bildschirm sitzen und darüber hinaus „die Sportler als Botschafter

auch wissen, wo der Medaillengewinner aus dieser Stadt“, und Peter Merck von der Golf

Wandsbek oder Altona am liebsten feiert oder Lounge setzt auf die weichen Faktoren wie

seine Döner verputzt. Weil er nämlich auch „Identifikation durch Nahbarkeit“ und haut

einer von uns ist. Zackbumm. Das angesprochene

Förderprogramm sieht vor, dass die die Stadt sportlich was bewegen wollen, brauchen

dann noch die Spitze raus: „Wenn wir in dieser

Leistungsanforderungen erfüllenden Sportler wir eine erfolgreiche Speerspitze.“ Mo Fürste

monatlich mit einem Zuschuss von 400 Euro fühlt seine Ambitionen unterstrichen: „Wäre

rechnen können. Bei 67 Sportlern schon eine doch toll, wenn nach den beiden Profi-Fußballerkleckliche

Summe, um die sich seit 18 Monaten

die Hamburger Sportmarketingagentur Kraft verstanden wird, wenn es darum geht,

Clubs das TEAM HAMBURG als drittstärkste

Upsolut Sports kümmert. Klingelt also Mo Hamburg in der Außenwirkung bestens und

Fürste (neben M. Trautmann und C. Toetzke erfolgreich zu vertreten.“ Und wir werden Euch

Geschäftsführer), selber erfolgreicher Hockey- jetzt bis Tokio 2020 die Athleten, ihre Sorgen,

Mann und lange Teil des TEAM HAMBURG, an Nöte, Ziele und Lieblings-Laufstrecke verraten.

Deiner Tür, aufmachen, reinbitten und mithelfen. Und mal sehen, was uns noch so einfällt.

Kreativ, wie sie sind, haben sie nämlich eine

powered by

launige und gleichermaßen treffliche Rechnung

aufgemacht: 20 Unternehmen zahlen bis Tokio

2020 pro Jahr 20tausend. Und tollerweise (Hut

ab!) sind schon 13 dabei (fehlen noch 7), ganz

frisch dabei: BDO und

die Otto Group. Ebenfalls

mit von der Partie, seiner Agentur inzwischen für die Vermarktung

Als ehemaliger TEAM HAMBURG-Athlet steht Mo Fürste sicher auch für die Athleten, ist aber mit

zuständig.

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Eine richtig prominente sportliche Größe in der Stadt soll das TEAM

HAMBURG werden. Diese wunderbare Idee finden wir ja auch schon mal

großartig. Sportler als Aushängeschild einer Sportstadt machen extrem viel

Sinn. Hamburg Active City lässt grüßen.

© Fotos: TEAM HAMBURG/Witters

Da waren jetzt ganz schön viele Sport-, Förder- und

Spitzen-Wörter am Start. Dass Sportler aber neben

ihren beruflichen oder ausbildungsseitigen und den

körperlichen Belastungen auch finanziell ordentlich

was zu stemmen haben, ist unbestritten. Dass bei

Randsportarten die Sponsoren nicht gerade Schlange

stehen, ist ebenfalls bekannt. Und auch, dass die

Und damit diese Sportler möglichst erfolgreich sein können, sich bestenfalls

in optimaler Ruhe vorbereiten können, wird in der Hamburger die Spitzensportförderung des Bundes nicht ausreicht, ist kein Geheimnis.

Förderung von Spitzenathleten durch die Sporthilfe (ca. 650 Euro) und

Wirtschaft aktuell Geld eingesammelt. Initiatorin hierfür ist die Stiftung Also hat man sich in Hamburg vor geraumer Zeit zusammengesetzt und

Leistungssport, die sich zum Ziel gesetzt hat, durch die Förderung des einen Schulterschluss aus Wirtschaft, Sport und Stadt angeschoben,

Leistungssports die Profilierung unserer schönsten Stadt als Sportstandort

weiter zu fördern.

damals ein Novum in der deutschen Sportlandschaft. (Wir wieder! ;-))

Es entstand bei der Stiftung Leistungssport das Förderprogramm

TEAM HAMBURG, das sich aktuell um 67 (!!) Athleten aus 13 Sportarten

kümmert, die im weitesten Sinne eine Chance haben, in Tokio 2020

an den Start zu gehen. Oder eben vier Jahre später in Paris (schluchz),

wenn es sich um junge Talente oder echte Haudegen handelt. Dass wir

international mitreden können, haben ja die Spiele in Rio gezeigt: Neun

Olympische und Paralympische Medaillen haben Hamburger gewonnen

(Quizfrage: Wo wären wir eigentlich im Medaillenspiegel gelandet?), und

na klar haben wir alle die herrlichen Bilder von EricEdinaMarkusLarsLisaJanneJanaMaya…

(alles TEAM HAMBURG-Athleten) im Kopf, Herzen

und Gemüt. Das hat richtig Spaß gemacht, ist beste Werbung für unsere

Stadt, und wir dürfen bitte alle nicht die WOW-Funktion dieser Erfolge

bei den vielen jugendlichen Nachwuchssportlern, bei den Kids in der

Stadt und überhaupt, vernachlässigen. Erfolge spornen an, machen heiß,

motivieren, und lassen einen sogar

Bei den Presseterminen sind auch immer viele dankbare Athleten des Teams mit am Start.

grinsend einschlafen. Also haben

28


Judo

© Fotos: Patrick Harke

Der Trick mit

dem Hattrick.

Kämpfe mit ausländischen Startern besetzt werden dürfen, und sich

keiner der antretenden Vereine lumpen lässt, wird auch internationale

Weltklasse antreten. „Unser Wille ist riesig, die Stimmung ist angespannt,

aber super“, sagt Sascha, und um eins mal klar zu machen: „Die Jungs

legen sich nicht freiwillig auf die Matte.“ Mal so als Kampfansage an die

vermeintlichen Gegner, die da kommen vom Rekordmeister Abensberg

bei Regensburg, vom TSV München Großhadern und wahrscheinlich

aus Hildesheim. Erstaunlich, lauscht man den

Schilderungen Saschas, scheint die Atmo beim

Judo Team zu sein. Man ist sportlich ein Team

mit großem Gemeinschaftssinn, sieht das ganze

Vereinskonstrukt wie eine Familie und Hamburg

als Heimat, als Lieferant für Leidenschaft und Emotionen. So, liebe Leute,

damit seid Ihr also gemeint. Hingehen, Stimmung machen, Party – die

danach tatsächlich zur Aftershow-Party mutiert, mit Live-Band, Nebel,

Radio HH-Mr. Happy, alles geht. „Wir wollen mit den Hamburgern

gemeinsam den Titel holen und feiern“, ist die Vision des Hamburger

Judo Teams – da gehen wir mit.

Links: Robin Wendt (1987, bis 100kg) vom Niendorfer TSV

Rechts: Max Münsterberg (1992, bis 81kg) TH Eilbek

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© Foto: Sönke Schillig

Wenn Ihr mal einen Hamburger Tabellenführer auf dem Weg zur

Meisterschaft sehen wollt, müsst Ihr zum Judo gehen. So einfach

ist das. Und damit Ihr‘s nicht so weit habt, kommt das deutsche

Liga-Finale nach Hamburg. Besser geht es ja gar nicht.

Am 03. November,

nur für Eure

Planung, tritt das

Hamburger Judo

Team, sie pflegen und leben das Motto „eine Stadt – ein Team“, in der

Sporthalle Wandsbek an, um den dritten Titel in Serie zu holen. Das nennt

man dann Hattrick. Und den wünschen wir natürlich unseren Mannen. Sie

sind aktuell Tabellenführer, denn auch der letzte Kampftag gegen Bayer

Leverkusen ging an die Jungs und Männer von Cheftrainer-Ikone Slavko

Tekic, Vater der Hamburger Liga- und Judoerfolge. Den lieben sie alle, mal

so am Rande erwähnt.

Wir sprechen über die schöne, aktuelle Lage mit Sportdirektor Sascha Costa.

Der Erfolg gegen Leverkusen war schon wichtig, denn obwohl die Rheinländer

deutlich hinter den Hamburgern standen, hätte das auch gepflegt in die

Hose gehen können. Weil tatsächlich 15 Mann des Hamburger Kaders

aktuell auf der WM in Baku am Start sind. So, und nun wissen wir auch,

warum der Kader so groß ist. Weil nämlich viele Athleten auf verschiedenen

Hochzeiten tanzen, das ist beim Judo üblich. Auf die Hamburger Kanten

Max Münsterberg („Er hat diese Saison noch keinen Kampf vergeigt“, so

Sascha), Robin Wendt und Julian Appelt wird man sich aber verlassen

können, zum Final Four sind natürlich alle Top-Judoka und auch die WM-

Starter für Hamburg auf der Matte. Weil von den 2 × 7 = 14 Kämpfen vier

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sportinghamburg

Folgt uns doch auch auf Facebook.

Guckt uns beim Entstehen

der nächsten Ausgabe über

die Schulter, erfahrt frühzeitig,

welche Themen anstehen, und

füttert uns mit Ideen und Infos.

Wir freuen uns auf Euch.

HJT-Bär Dino Pfeiffer (bis 100 kg, in weiß) hier gegen Dennis Gutsche/Leverkusen erfolgreich.


Reiten

© Fotos: Aenne Müller

Das ist schon mal ein amtlicher Pferdetransporter. Kathleen hat auch den im Griff.

Wenn Mensch

und Pferd …

Vielfalt ahoi ist das Motto, und deswegen treffen wir die reizende

Kathleen Keller (28) vom Hamburger Schleppjagdverein. Kathleen

ist Reiterin, worauf man beim Namen des Vereins nicht zwingend

kommen muss, und zwar Dressur. Sie ist Berufsreiterin, aber nicht, weil

sie mit ihren Erfolgen Unsummen an Kohle scheffelt, sondern weil sie

in jungen Jahren den Reitstall ihrer Eltern übernommen hat, und der

verdient bestenfalls ihren Lebensunterhalt. Ganz einfach.

Aktuell hat Kathleen etwa 20 Pferde in ihrem Stall, die sie

bereitet, ausbildet, ausstellt. Die gehören nicht ihr, sondern

Kunden, die dann hin und wieder selber reiten, auf einem

von Kathleen ausgebildeten Pferd, oder die mit ihrem Pferd Geld

verdienen wollen, wenn sie es dann tipptopp ausgebildet wieder

verkaufen. Eine völlig neue, spannende Welt (für uns). Für Kathleen

hingegen eine sinnige Symbiose: „Ich habe mein Hobby zum Beruf

gemacht“, sagt sie und freut sich, und wir wollen uns einfangen lassen.

„Ich habe eine extreme Bindung zu

meinen Pferden, sie sind Freunde

und Sportpartner zugleich.“ Es ist

die Harmonie, das Zusammenspiel

Mensch und Tier, das sie noch heute

elektrisiert und beeindruckt.

„Wir müssen mit großem Respekt mit ihnen umgehen“, dann entsteht

Vertrauen, Zuneigung, und dann – Talent bei beiden vorausgesetzt –

wird es erfolgreich. Und das sind sie nämlich, Kathleen und ihre Pferde.

Wenn die Eltern reiten, ist es eher unwahrscheinlich, dass

die Tochter paddelt. Und dazu hat der liebe Gott Kathleen

offensichtlich auch noch mit Talent versorgt, weswegen

sie mit 13 anfing, sportlich zu reiten, und im ersten Jahr gleich schon

Landesmeisterin wurde. Auch auf der deutschen Meisterschaft

wurde sie gleich Vierte. Das goldene Reitabzeichen, ein absolutes

Gütesiegel bei den Dressurreitern, bekam sie bereits mit 14 und

ist bis heute dessen jüngste Trägerin. Entsprechend kam Kathleen

sofort in die Nationalmannschaft, und da ist sie bis heute. Bei den

Erwachsenen macht sich das daran fest, dass Nationenpreise auf

Grand Prix-Niveau geritten werden. Da tritt sie dann für Deutschland

an. Mit 21 gewann Kathleen das Deutsche Dressurderby in

Flottbek, als jüngste Siegerin aller Zeiten, ein

Jahr später wurde sie Dritte. National ist sie

unter den besten zehn Reitern Deutschlands

einzustufen. Das ist schon mal sehr cool. Ihre

Bundestrainer sitzen in Warendorf, sie sind in

Dauerkontakt. Jede Reiterin, jeder Reiter hat

offenbar sehr individuelle Turnier-Planungen,

was auch daran liegt „dass die Saison rund

ums Jahr geht, dass wir natürlich immer schauen müssen, zu welchem

Zeitpunkt wir den Tieren und uns auch Pausen gönnen müssen.“

In diesem Jahr hat es schon ordentlich gefunzt, als dass sie – auch

wieder in Flottbek – die Kür gewonnen hat, und sie sich auf den

Nationenpreisen bisher immer platziert hat. „Kann so weitergehen“,

grinst sie. Aber, was uns auffällt, euphorisch, wie wir bei solchen

Schilderungen werden: Planungen und konkrete Ziele, wie zum

Beispiel Olympia in Tokio, die sie kraft ihrer Ergebnisse allemal haben

könnte, hat sie. Aber eben nicht, ohne mit ihrem Pferd gesprochen

zu haben, sozusagen. Heißt so viel wie: „Träumen ja, planen schwer,

wir sind zu zweit.“ Sie hat nämlich nur ein Pferd, San Royal, auf

dem Niveau. Aus Hamburger Zucht, war klar. (Anmerkung: Isabell

Werth, die Mutter der deutschen Dressur-Erfolge, hat derer drei.)

Beeindruckend auch der Trainingsalltag: sechs bis acht Stunden auf

dem Pferd; die Eltern als Trainer (nicht täglich, aber regelmäßig) am

Rand, Ansagen gibt es per Bluetooth; Pferd zwischendurch per LKW

zum Aqua-Training; der LKW-Führerschein, easy, selbstverständlich.

Also, wir würden Dich gern in Tokio sehen, liebe Kathleen, nebst San

Royal natürlich, auch wenn das zwei Jahre Arbeit bedeutet. Hobby

= Beruf, kein Problem. Achso, echte Hobbys hat Kathleen – by the

way – auch: unter anderem Wellen-Reiten.

32

Bis zu acht Stunden täglich auf dem Pferd. So ist das, wenn mein sein Hobby auch noch zum Beruf macht.


Aktion

BEWERBEN!!!

© Fotos: Domino’s, Pixabay, privat

PIZZA FOR FREE!

34

Die 3. Damen vom SG Niendorf/Wandsetal spielen in der Bezirksliga mit Ziel Aufstieg.

Das 1. Saisonspiel war ein Erfolg, mit 26:20 gegen die 1. Damen SC Teutonia.

Und hier die Handball-Damen vom

TSV Hohenhorst, die zwar gegen TuS

Finkenwerder verloren, aber

lecker Pizza gewannen.

2. Herren des SV Blankenese: multikulti und multihungrig.

Ihr habt gerade Euer Match gewonnen,

fett trainiert, peinlich vergeigt,

klasse gefightet, hoch verloren, aber seid trotzdem lustig, sensationell

gespielt, mit Anstand nicht gewonnen, seid mit Glück so

gerade eben schneller gewesen,… Euch alle eint wahrscheinlich

aber eines: KOHLDAMPPPPFFFFFF, Riesenhunger, was zu essen

muss her. Jetzt, auf der Stelle.

Ein ganzes JAAAAAAAAAAAHR kommen wir zu Hilfe . sporting

hamburg und unsere Freunde von Domino’s hauen einen

raus. Einen? Zehn!!!! Seit Mitte Mai flitzen die freundlichen

Pizzaboten von Domino’s mit ihren leckersten Pizzen am

Wochenende quer durch die schönste Stadt und retten

jeweils ein Team. Sie bringen Euch die Pizzen in die Kabine,

in die Umkleide oder in die Dusche, auf den Steg, in die

Halle, ans Boot, auf den Platz, whatever you want…

Aus Spaß und Überzeugung, aus Begeisterung

für Euren Sport, Euren Einsatz, Euren Mut, Eure

Tapferkeit, Euren Kampfgeist, Eure Fairness, Eure Performance,

Eure Leistung, Euren Mannschaftsgeist, Eure

Leidenschaft. Ungeduscht, noch keuchend, bekommt

pro Wochenende eine Crew, eine Mannschaft, ein

Team einmalig zehn Pizzen von Domino’s spendiert.

Zackbumm.

Bewerbt Euch!

Nennt uns Verein, Sportart, Datum* und Uhrzeit für

die Anlieferung, einen konkreten Ansprechpartner

und warum gerade Ihr die Leckerpizza verdient.

Mailt an: info@sporting-magazin.de

Betreff: „Wie lecker ist das denn?!“

*Der Andrang ist groß, bitte mindestens

zwei Wochen vorher bewerben!

Teilnahme ab 18 (Ansprechpartner). Die teilnehmenden

Mannschaften erklären sich bereit, sporting

hamburg/Domino’s jeweils ein Foto „Pizzaspaß“

zur Veröffentlichung zur Verfügung zu

stellen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Oder ruft einfach an:

040-432 08 45 20

Für alle anderen:


Bäderland

© Fotos: Bäderland Hamburg

Ins Schwimmen

kommen!

Früh die Scheu vor dem Wasser nehmen: hier bei der Pinguin-Schwimmschule oder auch schon beim Eltern-Kind-Schwimmen.

Kann man machen, aber bitte nur, wer kann. Nun kommen wir

hier nicht mit dem erhobenen Zeigefinger um die Ecke. Aber so

Strömung, Wellen, der Schwell, wenn Schiffe ein- und auslaufen…

Für unerfahrene Schwimmer tough luck, für Nichtschwimmer

GAR NICHTS. Und tatsächlich verunglückten in diesem Jahr in den

deutschen Seen und Flüssen, an der Küste viel zu viele Menschen.

Schon einer ist zu viel.

Also fragten wir die Freunde vom Bäderland, wie es denn so

bestellt ist mit der Schwimmfähigkeit der Hamburger. Wir staunten

nicht schlecht, allerdings, Achtung, aus unterschiedlichen

Gründen. Zum einen ging es uns um die vieldiskutierte Frage: Wann kann

ein Mensch schwimmen? Wenn er 15 Minuten am Stück nicht untergeht,

wenn er Ringe aus dem Wasser fischt oder vom Dreier springt, wenn

er 200 Meter am Stück leistet und die Schwimm-Regeln (voller Magen

diesdas) kennt? Schon da ist man sich im Grunde nicht ganz einig: Die

einen sagen Seepferdchen, die anderen sagen Bronze. Bäderland sagt:

Das Seepferdchen reicht nicht. Seit 2006 ist Schwimmen in der Schule in

Hamburg verbindlich, ein Unterrichtsfach – Hafenstadt eben. Da kommt

im Grunde niemand dran vorbei: „2×18 Einheiten“ Schulschwimmen

in Hamburg, weil Stadtstaat, operated by Bäderland, dem städtischen

Schwimmbadbetrieb mit über 200 ausgebildeten Schwimmlehrern.

Klingt vernünftig, ist aber nicht einfach. Wo ist das Problem?

Wir fragen Dirk Schumaier, Geschäftsführer

von Bäderland, der

einen gesellschaftlichen Wandel

aufzeigt: „Früher waren Dinge wie

Fahrradfahren- und Schwimmenlernen

Aufgabe des Elternhauses“,

beschreibt er, „das scheint heute

anders. Vielfach wird diese Verantwortung

nicht mehr

von den Eltern übernommen, die

Schulen sollen es richten. In Hamburg

also wir.“

Ob das richtig oder falsch ist, kommentiert er nicht weiter (stutz, wir aber

eigentlich), er sagt: „Das ist eine Verantwortung, der wir uns natürlich

stellen“, denn jedes Hamburger Schulkind sollte nach der nunmehr 4.

Klasse schwimmen können. Die letzten Zahlen, bei wie vielen Kindern

das gelingt: 87% machen das Seepferdchen, 64% das Abzeichen in

Bronze. Mal sagen, das ist schon super, aber das sind trotzdem immer

noch 13% zu wenig Seepferdchen in dieser Stadt, und wir reden von

Grund-Grundkenntnissen. So oder so müssen die Eltern ran, denn

tatäää: Übung macht den Meister. Und auch wenn es, kommuniziert

von Bäderland, auch über die Lehrer, sogar kostenlose Zusatzkurse

und Nachhilfe-Gutscheine am Nachmittag gibt, mit der Bäderland-

Pinguin-Schwimmschule sogar ein on-top-Angebot am Nachmittag,

gibt es leider dennoch Familien, die sich da irgendwie durchwurschteln,

warum – schrägerweise – auch immer. Svenja Jacobsen von Bäderland

kann sich da richtig in Stimmung bringen, wenn sie beschreibt, dass

oftmals gar nicht die Kids das Problem mit Wasser und nassen Haaren

haben, sondern die Eltern, aus eigener Kindheitserfahrung und so.

Halloooo? Nun gut. Was muss passieren? „Umparken im Kopf“, hat

Opel mal gesagt. War eigentlich nicht schlecht.

Lustig ist die Situation natürlich nicht. Eine spitzenmäßig aufgestellte

Stadt am Wasser, ein Riesen-Apparat, (fast) alle Möglichkeiten, und

dennoch eine – und sie ist schon tipptopp im Bundesvergleich –

hohe Zahl an Nicht- bis Schlechter-Schwimmern. Und wenn man dann

all die Hamburger dazu rechnet, die vor 2006 eingeschult wurden, deren

Eltern vielleicht auch einfach nicht in der Lage waren, ihre Kids zum

Schwimmen zu bringen, sowie Hamburger aus anderen Kulturkreisen,

die mit Wasser lange nicht wirklich was am Hut hatten, dann können

wir an dieser Stelle nur sensibilisieren. Das Angebot der öffentlichen

Schwimmbäder steht, auch für Erwachsene, mit und ohne Kopftuch,

alles chico. Es ist kein Problem zu sagen, kann ich nicht, und kann ich

nicht, gibt’s nicht. Alte Binse.

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Bäderland

Der Sommer war knackig, die Badeanstalten und Seen gut gefüllt, in

der Alster wurde geschwommen; nicht ganz ungefährlich, weil es

hier gar keine Badestellen oder -bereiche gibt, und so ein Segelboot

bekämen wir nicht so gern an den Döz. Und auch die Elbe wird

vielfach zum Baden genutzt.

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In Hamburg wird Schwimmen(lernen) als Unterrichtsfach von Bäderland durchgeführt.


Aktion

HAMBURG ACTIVE CITY

FOTOWETTBEWERB!

JETZT

MIT-

MACHEN!

Sportfotos schießen –

mailen – Kameras

gewinnen!

Hamburg joggt, radelt, paddelt, wandert, liegestützt,

segelt, kickt, baggert, pritscht, schwimmt, fängt,

wirft, rudert, Hamburg ist Active City.

Und es gibt richtig was zu gewinnen:

Die besten drei eingesandten Fotos werden von einer Jury,

bestehend aus der sehr bekannten Hamburger Sportfotografin

Valeria Witters und den beteiligten Partnern, am Ende

des Jahres prämiert und dann in einer unserer Ausgaben ab

Februar 2019 veröffentlicht. Panasonic stellt freundlicherweise

für die drei Bestplatzierten außerdem jeweils eine großartige

LUMIX G9L*, GX80 oder TZ101 zur Verfügung.

* Testsieger Stiftung Warentest Heft 4/18

Auch zum

Verschenken

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Zusammen mit der Behörde für Inneres und Sport sowie

mit Panasonic und Barclaycard läuft unser großer

Hamburg Active City – Fotowettbewerb. Macht Euch und uns

ein Bild von unserer sportlichen, aktiven Stadt. Wir sind offen, Ihr hoffentlich

auch. Wir lieben die großen Bilder und Szenen von Sieg und Niederlage,

aber auch gerade die kleinen Momente. Die bewegenden, angestrengten,

entspannten, konzentrierten Gesichter all der Menschen, die Euch im Sport

begegnen, in Gruppen, alleine, nachts im Studio, morgens an der Elbe oder

abends im Verein.

Seid kreativ, inspiriert und fangt die gute Stimmung ein,

die das aktive Leben, der Sport mit sich bringt.

Mailt Euer Foto mit dem Betreff „Active City“ an:

info@sporting-magazin.de

Laufzeit des Wettbewerbs: bis 15. November 2018.

Teilnahmebedingungen:

Ihr müsst mindestens 18 sein. Mitarbeiter der beteiligten Partner sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Jeder

Teilnehmer, jede Teilnehmerin (bitte keine Profi-Fotografen) darf uns je Monat max. ein Foto schicken. Eure

eingesandten Fotos sind bitte möglichst hochauflösend. Bitte verseht Eure Mails jeweils mit Eurer Postanschrift

und bestätigt uns in dieser Mail, dass genau Ihr dieses Foto gemacht habt. Alle eingesandten Fotos gehen

nutzungsrechtlich auf uns über und dürfen im Zusammenhang mit dieser Aktion auch von unseren Partnern

genutzt werden.

Eine Karte. Alle Filme.

Nur 23,40 Euro im Monat.

Alle Tage. Alle Zuschläge für Film, 3D, VIP, iSens.

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Irrtümer, Druckfehler und Änderungen vorbehalten


eSports

© Fotos: ETV

ETV goes

eSports

Rechts: Frischgebackene Hamburger eSoccer-Meister: Thiago Ludwig (links) und Berkant Aydin vom ETV.

„Und bevor die Kids zuhause alleine rumdaddeln,

dann lieber hier im Verein, unter Anleitung, in Gemeinschaft mit

anderen.“ Klingt schlüssig, „... wenn auch Trends immer dazu geeignet

sind, Neu-Mitglieder zu gewinnen, sich auch als Marke immer wieder zu

aktualisieren.“ Macht Sinn. „Und natürlich geht es nicht darum, einzelne

Spieler in die großen Turniere zu schicken, bei denen es auch in Deutschland

bereits Preisgelder von bis zu 30.000 Euro gibt. Vielmehr wollen

wir die Jugendlichen begleiten, sie sollen sich verbessern, wir wollen

Mannschaften formen, Gruppendynamik entwickeln, um dann am neuen

Punktspielangebot des Hamburger Fußballverbandes teilzunehmen“, so

Stefanie. „Mittelfristig wollen wir alle eSports-Spiele etablieren, sie als

Breitensportabteilung aufbauen, 500 Mitglieder könnten das werden“,

freut sich ETV-Pressereferentin Friederike van der Laan. Für den Start

von´s Janze wurde eigens eine Agentur bemüht, die gerade die Warmlaufphase

mit begleitet. Nach einem Informationstag zum Start wird

es zunächst ausschließlich Workshops an den Wochenenden geben.

Qualifizierte Übungsleiter aus dem aktuellen ETV-Sportbetrieb werden

die Kids coachen, wichtig: Das Angebot richtet sich an alle, die älter

als 12 sind, auch Anfänger sind sehr gern gesehen. Achtung: Für die

Workshops, man kann auch später einsteigen, muss man kein Mitglied

sein. Ihre Konsolen können alle zuhause lassen, da darf in der Zeit dann

wahrscheinlich der kleine Bruder mal ran, die werden nämlich gestellt.

Ein erstes eSoccer-Turnier soll es bereits am

06. Oktober geben. Sind die geplanten 8 Workshop-Termine

erstmal durch, werden sich die

Verantwortlichen beim ETV wieder zusammensetzen

und bewegen, wie das Angebot angenommen

wurde, welche Weichen gestellt werden

müssen, um dann das nächste Level zu erreichen.

Oben: Trainer Niklas Sevecke (li.) und Mathis Wittneben bereiten die Info-Veranstaltung vor.

Unten: Dauer-Grinsen fürs Siegerfoto: Hamburger eSoccer-Meisterschaft 2018.

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Weltweit heiß und kontrovers diskutiert wird noch immer die Frage

„Wieviel Sport steckt in eSports?“, abgesehen vom Begriff.

In Eimsbüttel sucht man dann jetzt die Antworten, indem man

erst einmal einfach loslegt. Seit Ende September gibt es eSports

auch beim ETV und alle sind gespannt. Wir auch, weswegen wir

uns mit den Verantwortlichen vor Ort treffen.

Natürlich wird auch in Eimsbüttel nicht

einfach so losgelegt, denn selbstverständlich

gab es auch dort im Vorstand

lange, bunte Diskussionen. Und wenn

einer der prosperierendsten Großvereine

Hamburgs sogar eigens eine Fachfrau

für Trendsport am Start hat, dann ist

klar, dass Stefanie Wüpper sich auch

das Thema eSoccer schnappt. Lange

schon begeistern Sport-Spiele, Fußball-

Simulationen wie das Produkt EA SPORTS FIFA 17, 18, 19, … die Kids (weniger

die Eltern, die das Ganze zahlen) und jungen Erwachsenen, für den ETV

Breitensportler, denen sie jetzt eine Heimat bieten wollen. Heimat ist hier

die richtige Begrifflichkeit, weil „sich die Zielgruppe bei uns austauschen

soll, sie sollen sich treffen, gemeinsam spielen, aber auch kommunizieren.“

„Wir verstehen eSports im Verein auch als gesellschaftlichen Treffpunkt“,

sagt Mathis Wittneben, ebenfalls Verantwortlicher in Sachen eSports.

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Fußball

© Foto: Karsten Schulz/torknipser.de

© Foto: privat

Der Mädchen- und Frauenfußball entwickelt sich beim WSV prächtig. Die Vereinsführung freut‘s, Kapitänin Marie auch.

Nur zwei

© Foto: privat

© Foto: Karsten Schulz/torknipser.de

Tore …

… aber

Hamburgs Fußballerin des Jahres. Das ist Marie, aber

das ist bedenklich. Wie kann jemand mit einer solch

unterdurchschnittlichen Torausbeute solche Lorbeeren einsammeln? Das

macht neugierig, also treffen wir Marie Fröhlich (22) vom Walddörfer SV.

Angefangen hatte alles mit einer Schulmannschaft

der Grundschule am Ahrensburger

Weg, die mehr spielen und am Ligabetrieb

teilnehmen wollte, deswegen zum Walddörfer SV

zog. Bei Marie ging das natürlich früher los, denn sie

hat schön mit dem großen Bruder im Wohnzimmer

gekickt, dann bei den Jungs mitgespielt, bis das nicht

mehr ging, und dann…

Sorgen in den Walddörfern für Furore: Die 1. Frauen spielen Regionalliga und da seeeeehr gut mit.

Sie grinst und weiß eigentlich auch nicht, wer sie nominiert

hat. Auch die Erklärung fällt ihr schwer. „Vielleicht, weil ich

so lange dabei bin“, sagt sie. Hääääh? Im Gespräch ahnen

wir aber, was es ist, denn sie hat wahrscheinlich irgendwie den Hut

auf, in ihrem Team. Seit Jahren ist Marie die Kapitänin und führt

die „Mädels“ offensichtlich nicht so schlecht. Diverse Aufstiege

in Serie, bis in die Regionalliga, so weit oben spielen nicht wirklich

viele Hamburger Mannschaften, und dann wurden sie als Aufsteigerinnen

gleich mal Vizemeister. Marie, auch Meisterin im Bereich

Tiefstapeln, entschuldigt sich ein weiteres Mal für den Erfolg: „Die

Liga ist eine Wundertüte gewesen, jeder konnte jeden schlagen, wir

hatten Glück.“ Ja neeee, is klar. Maries erstaunlichster Spruch: „Wir

haben sehr oft über Niveau gespielt.“ Wir runzeln die Stirn. Mit so

viel Bescheidenheit ist man im Männer-Fußball nicht unterwegs. „In

diesem Jahr sieht das anders aus“, erklärt sie. „Durch eine zusammengelegte

zweite Liga gibt es fünf Absteiger in die Regionalliga

und deswegen wahrscheinlich größere Leistungsunterschiede.“ Man

darf also gespannt sein, wie sich die Truppe in dieser Saison schlägt.

Mittelfeld ist das Ziel. Mit der Fußballerin des Jahres als Kapitänin

sind wir sehr zuversichtlich. Sie glaubt, die Trophäe ging an sie nur

stellvertretend: „Die Mannschaft isses“, sagt sie.

Maries Vater nahm bis heute das Zepter in die Hand und

führt inzwischen im Verein den gesamten Bereich Frauen-

und Mädchenfußball, und der scheint sich nicht nur

wegen der 1. Damen bombe zu entwickeln. Die Regionalliga-Truppe,

längst im Verein schwer etabliert, arbeitet seit mehreren Jahren

„intensiv und aufwändig, mit Trainingslager in Kopenhagen und zwei

Trainern, die das neben Beruf und Studium alles bewerkstelligen,

Niklas Wilkowski und Niels Quante“, so Marie. Das zieht natürlich

Nachwuchs, und es kommen ähnlich viele Zuschauer wie bei den 1.

Herren (warum auch nicht?). Aber dennoch hat Marie – sie studiert

im 5. Semester Politikwissenschaften, natürlich in HH, „sonst hätte

ich ja den Verein wechseln müssen“ – eine ganz eigene Meinung

zum Frauenfußball. „Eigentlich ist das ein anderer Sport“, was sie

ausschließlich an der Physis der Geschlechter festmacht, für sie

kann man das deswegen kaum vergleichen. Fußball ist ihr größter

Spaß, für den sie ziemlich viele Entbehrungen hinnimmt. „Feiern am

Freitag, wenn wir Sonntag spielen, das geht gar nicht.“ Eigentlich gibt

es da doch noch den Samstag, denken wir. Aber so war die klare

Ansage einer klaren jungen Frau. Karriere als Profi kommt für Marie

nicht in Frage. „Erstmal bin ich bei weitem nicht gut genug“, stapelt

sie noch tiefer, „und dann bin ich, für nur kleines Geld, mit über 30

ohne Ausbildung. Nicht mein Ding.“ Aber spielen will sie weiter gut

und viel in ihrem Verein, der Studienort ist gesetzt.

© Foto: privat

Marie hier von außen, aber sonst ist sie mittendrin und dirigiert.

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Kampfsport

© Foto: Nadine Kuball

Kampfsport wird beim SVE mit dem neuen Dojo jetzt noch größer geschrieben. Für jeden gibt‘s was zu boxen, ringen,…

How

Dojo do?

das ist unser Auftrag.“ Da ist die Fitness ’ne Begleiterscheinung,

ein stärkeres Selbstbewusstsein das Ergebnis.

Coach Kayes setzt noch mehr als

einen drauf: „Eigentlich geht es um

Respekt“, beschreibt er, „wer im

Box­Training antritt, achtet Regeln,

seinen Gegner, Erwachsene und

seinen Trainer“, grinst er.

„Bist Du schlecht drauf? Mach erstmal 10 Liegestütze.“ Und die

schon ziemlich bepackten Jugendlichen folgen ohne Murren. Und

weil Kayes, Alida und ihre Kollegen das alles im Griff haben, wird

der Laden immer voller, kommen Sechsjährige, (richtig geboxt

wird erst ab 13), erstaunlich viele Mädchen,

mit und ohne Kopftuch, und tanken

Auch Verteidigung will gelernt sein.

Selbstbewusstsein. Sehr cool.

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Dass Hamburgs Sportvereine den Zeitgeist gepachtet haben, das ist

bekannt. Da werden quartalsweise gemeinsam und flächendeckend

Ziele, extrem trendige Schwerpunkte promotet. Kampagnen werden

auf Bussen gefahren, um neugierig zu machen, die Hamburger/innen

im wahrsten Wortsinne abzuholen, um Eintrittsbarrieren zu senken,

neugierig zu machen.

© Fotos: Arne Steenbock

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Da setzen die ersten Vereine auf

E-Sports (siehe Seite 40), und der

SV Eidelstedt zum Beispiel setzt

volle Kante auf Kampfsport. Nicht,

dass das grundsätzlich neu wäre, aber so

vielfältig, wie diese Stadt dankenswerterweise

ist, so vielfältig sind auch die Angebote

ihrer Sportvereine. Deswegen rauschen

wir nach Eidelstedt und gucken uns das

nigelnagelneue Dojo mal an.

Deutlich über 500 Mitglieder hat die Kampfsport-Abteilung

in Eidelstedt, ihre Chefin Alida Rigoll (40) klärt uns auf.

Mit von der Partie: den-kennen-da-alle-Box-Trainer Kayes

Ksila (42). Acht verschiedene Kampfsportarten sind im

Angebot. Bislang ist Ju Jutsu die populärste, aber Boxen kommt

gewaltig, man achte auf die Wortwahl. „Manager-Boxen ist Trend“,

sagt Kayes, heißt Boxen ohne Kontakt und AUA, interpretieren wir,

was er bestätigt. Hier geht es um Ausdauer, Schnellkraft und vor

allen Dingen auch um Technik: Geschicklichkeit, Beweglichkeit,

Schnelligkeit, lauter …keits und schöne Dinge, die sich ein Manager

so wünscht, oder eine Managerin. Getreten werden Säcke,

geschlagen werden Pratzen (klingt fies, sind aber nur übergroße

Handschuhe). Nun kann man sich die Frage stellen, ob für coole

Teens „Manager-Boxen“ das Richtige ist, aber zunächst starten

alle, die da neugierig aufschlagen, so. In der Leistungsklasse

gibt es dann Sparring, auch im Ring, logischerweise. Und Kayes

betont auch, dass bei Kids, die da kommen und „kämpfen“ lernen

wollen, „sich verteidigen können“ im Fokus steht. „Stark machen

im doppelten Sinne“, erklärt Alida, „ist in diesen Fällen die Devise,

Hier ein Berg Kampf-Kinder, wie sie liebevoll genannt werden. Spaß haben sie richtig.

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10 JA HRE


© Fotos: Marco Santoro

sporting-Marco

Dass Boxen keine Modeerscheinung

ist, dürfte ja nun

bekannt sein. Von Muhammad

Ali bis zu den Klitschkos gab es

nun ausreichend Gelegenheit, sich

fürs Boxen zu begeistern. Wie spannend

wäre es denn, selbst mal zu boxen? Leider

schwer umsetzbar, wer möchte schon gerne am

nächsten Tag mit einem Veilchen zur Arbeit gehen? Und überhaupt,

ist Boxen nicht eher so’n Männerding?

Fitness­Boxen

Fehlanzeige, Fitness-Boxen hat sich bei den Ladys in den letzten Jahren

richtig etabliert, wird in Studios und beim Personal Training angeboten,

oft auch als Box-Workout oder Athletic Boxing. Der Unterschied zum

klassischen Boxen? Du lernst, schwitzt und kämpfst bis zum bitteren

Ende, trotzdem bleibt es völlig gefahrlos, und Dein Abend endet eher

mit einem Bierchen an der Bar als beim Ringarzt.

Bitte übertreibt es nicht! Solltet Ihr Ein schränkungen

oder gesundheitliche Bedenken haben, lasst Euch von

Eurem Arzt vorher checken.

Zu Beginn…

…ist alles wie beim „richtigen“ Boxen. Bevor es in die Boxhandschuhe

geht, werden die Hände zum Schutz vor Verletzungen durch Bandagen

stabilisiert. In dieser Version des Boxens gibt es einen Partner, den es sich

allerdings während des Trainings teilweise als Gegner vorzustellen gilt.

Die Grundschläge:

Jab, Cross, Hook und Uppercut

klingen nach vier Kumpels im Wilden

Westen, sind aber die Grundschläge

beim Boxen. Jab und Cross (Führ- und

Schlaghand) sind die beiden Geraden.

Dein Partnergegner hält das linke,

rechte oder beide Schlagpolster

(oder Boxhandschuhe) hoch. Reaktion

und Explosivkraft sind jetzt

gefragt, nun heißt es abschießen

und, ganz wichtig, nach dem Schlag

schnell wieder den Kopf zwischen die

Fäuste – Deckung!! Boxen trainiert

nicht nur die Arme: Über den Boden

übertragen die Beine die Kraft auf

Rumpf und Bauch, diese schieben

rotationsartig Deine Schultern nach

vorne. Das führt dann über die Arme

zum endgültigen Schlag. Ein wahres

Ganzkörper-Workout! Uppercut und

Hook sind die kurzen Schläge, der

Uppercut ist ein Kinn- oder Aufwärtshaken,

Hook steht für Haken und

kommt eher seitlich zum Kopf oder

zum Körper.

Defense:

Austeilen können wir also schon mal.

Aber ein Gegner schlägt ja auch mal

zurück?!

Genau dafür simulieren wir Angriffe

vom Gegner. Das geht auch mit

einer Poolnudel. Bist Du zu langsam,

kriegst Du die Nudel an Kopf oder

Körper. Das tut zwar nicht weh, ist

aber total nervig und weckt den

Spieltrieb in Dir. Zum Ausweichen

(„Meiden“) muss man sich im Boxring

wahnsinnig schnell mit kurzen Steps

in alle Richtungen bewegen können

– sehr schweißtreibend, vor allem,

wenn das noch mit Schlagtechniken

und Ausweichmanövern kombiniert

wird.

IMPRESSUM

sporting hamburg

Stadtsportmagazin

c/o steuermann sport GmbH

Stresemannstraße 375

Eingang 8, 4. OG

22761 Hamburg

Telefon 040-432 08 45 20

info@sporting-magazin.de

www.sporting-magazin.de

Herausgeber

Martin Blüthmann (V.i.S.d.P.)

martin@sporting-magazin.de

Redaktion

Martin Blüthmann,

Andreas Hardt, Marco Santoro,

Manuela Tanzen, Lars Wichert

Lektorat, Schlussredaktion

Manuela Tanzen

manuela@sporting-magazin.de

Art Direction und Layout

Arndt Grutke

arndt@sporting-magazin.de

Druck

Eversfrank Preetz

Frank Druck GmbH & Co. KG

Industriestraße 20

24211 Preetz

Auflage: 70.000 Exemplare

Anzeigen, Mediadaten

Telefon 040-432 08 45 20

anzeigen@sporting-magazin.de

Die Grundstellung:

Der linke Fuß bleibt immer vorne (bei

Rechtshändern). Das Gewicht gut auf

beide Beine verteilt, die Fersen leicht

angehoben, Beine niemals durchgestreckt.

Bauch fest, Kopf zwischen

die Fäuste, die Ellenbogen schützen

den Körper. Wie ein Tiger vor dem

Sprung lauerst Du auf Deine Chance

und bist jederzeit bereit, auszuweichen.

Alleine diese Grundstellung

erfordert maximale Bereitschaft und

Körperspannung.

Das Ende:

Wie fühlt es sich an, wenn man am Ende

einer Trainingseinheit alle Muskeln

spürt und kaum noch Kraft hat oder

sogar tatsächlich mal zu Boden geht?

Genau dafür sorgen die kleinen, fiesen

Aufgaben, die genau das bewirken

sollen: 4×30 Sekunden Liegestütz

mit jeweils 30 Sekunden Boxen im

Wechsel. Das erfordert Kraftausdauer

und vor allem Durchhaltevermögen,

das Aufstehen nach den Liegestützen

ist kraftraubend und fällt von Runde

zu Runde schwerer.

Unfassbar,

dass sowas Spaß machen soll. Diese komplexen Bewegungsabläufe können aber richtig Freude

machen, vor allem, wenn Du spürst, wie es immer besser klappt. Reaktion, Schlagkraft, Ausdauer

und Koordination verbessern sich bereits nach kurzer Zeit. Selbst der Körper bekommt eine

ganz neue und athletische Form, aber das nur am Rande. Also los.

See ya in the ring!

Leserbriefe, Termine

und Kommentare

info@sporting-magazin.de

Irrtümer und alle Rechte

vorbehalten. Nachdruck sowie

sonstige Vervielfältigungen nur

mit ausdrücklicher Genehmigung

des Verlags. Für unverlangt

eingesandtes Text- und

Bildmaterial wird keine Haftung

übernommen; der Verlag setzt

bei Eingang voraus, dass alle

Rechte und Honorarfragen

geklärt sind. Erscheinungsort

und Gerichtsstand ist Hamburg.

sporting hamburg erscheint

monatlich. Anzeigen- und

Redaktionsschluss jeweils am

15. des Vormonats.

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Sportförderung

© Foto: PUSH-Sport e.V.

© Fotos: Pixabay, PR

Je mehr Flaschen,

desto besser.

Sportförderung, die zweite, in dieser Ausgabe,

aber „viel hilft viel“ ist in diesem Fall sowieso

die Maxime . Mit dem PUSH e.V. ist nämlich Tom

Heinkel angetreten, um seinen Unternehmer-

Kollegen zu zeigen, dass auch der Mittelstand

den Sport bzw. Sportler fördern kann.

Lediglich Sportbegeisterung und Leidenschaft sind hierfür wahrscheinlich

Voraussetzung, „andere Eintrittsbarrieren gibt es eigentlich nicht“,

grinst Tom. Entstanden ist das Ganze eigentlich eher

aus einem Netzwerk von Gleichgesinnten. In Kenntnis

der deutschen Sportförderlandschaft will er nicht

nur auf der Geber-Seite neue Wege gehen, sondern

auch das WIE geleistet wird ist sehr plural. „Derweil

es bei großen Organisationen, allen voran der Deutschen Sporthilfe,

um eine sinnvollerweise sehr systematische Förderung geht, wollen

wir beweglich, flexibel bleiben“, beschreibt er. „Wir helfen da, wo wir

helfen können. Aktuell suchen wir für einen bekannten deutschen

Beachvolleyballer zum Beispiel eine Ingenieurstelle, und in diesem

Fall ist es eher ein Mentoring, ein Coaching, was wir als Unternehmer

bieten können.“ Er fährt fort: „In einem anderen Fall haben wir schon

mal spontan einer Sportlerin ein Notebook zur Verfügung gestellt, die

auf ihren Reisen darauf angewiesen ist, um nebenbei zu studieren.

Oder wir helfen bei Bewerbungen.“ Aktuell bietet Heinkel selbst einer

Hamburger Ruderin einen bezahlten Praktikumsplatz mit ein paar

Freiheitsgraden mehr, weil sie ja trainieren muss. „Wir helfen spontan,

schnell und eher unbürokratisch. Schleudern das Geld natürlich nicht

zum Fenster raus. Wir haben einen regen Zulauf an Mitgliedern, die

Spitzensport-begeistert sind“, zählt er auf. Einer dieser Begleiter ist

zum Beispiel Robin Struve mit seinen EDEKA-Märkten, weswegen wir

uns auch entspannt morgens in Eidelstedt in seinem Markt treffen.

Robin ist auch Tennis-Doppelpartner, aber Tom hat ihn wohl inzwischen

angesteckt. Fortan gibt es in den meisten seiner Märkte inzwischen

die Möglichkeit, die Pfandbons – teils sogar einfach per Klick – dem

PUSH e.V. bzw. dem Leistungssport zu spenden. „Und das wird super

Robin Struve (li.) zeigt den Spenden-Knopf, Tom Heinkel (re.) droht mit

Knarre, sporting spendet freiwillig.

angenommen“, sagt er. Denn seit langem wird mit den Pfandbons,

und das Geld kommt ja letztlich von den Kunden, unter anderem

das Kinder-Herzzentrum am UKE unterstützt. „Und wir freuen uns

umso mehr, dass das Spendenaufkommen für den Sport on top

kommt.“ Das ist super. 100% der eingenommenen Gelder gehen an

die Sportler. Dazu eben noch sehr viel immaterielle Unterstützung:

Kontakte, Netzwerk, Tipps.

Vorstand des Vereins ist Dr. André Soldner, die Mitgliederliste ist

im Internet einsehbar. Es gibt jährlich den SMASH-Award, u.a. für

besonderes Engagement für Spitzensportler – den kann sich Tom

Heinkel eigentlich das nächste Mal auch selber verleihen.

www.push-sport.de

© Foto: sporting hamburg

SPORT UND VIELFALT IN

DEN WALDDÖRFERN:

DAS SIND WIR!

• TopSportVerein mit über 55 Sportarten und 8.300 Mitgliedern

• Sportangebote von A wie Aikido bis Z wie Zumba

• Gesundheits- und Fitness-Studio mit Wellnessbereich und Sauna

• Special-Events mit unserem Young Motion Team

• Gemeinsam Spaß haben auf unseren Trainingslagern und Sportreisen

48

Walddörfer SV • Halenreie 32–34, 22359 Hamburg • (040) 64 50 62-0 • www.walddoerfer-sv.de


Denksport

© Fotos: Andreas Hebbel-Seeger

Eröffnungsrede: Staatsrat Christoph Holstein. Rechts: Silke Kassner.

Das war

was wert!

Werte des Sports“ waren das Thema beim 18. Internationalen Hamburger Kongress für Sport,

Ökonomie und Medien in der Macromedia Hochschule Anfang September. sporting war als Medienpartner

wieder dabei, hier eine Zusammenfassung von Jörg Förster, GF Hochschulsport „Die

Hamburg.

Die Kongressmacher haben was auf die Beine gestellt: 30 Beiträge in

zwei Tagen, von Sportdenkern, Praktikern, Experten, Wissenschaftlern.

Zur Eröffnung schlug Staatsrat Christoph Holstein die Brücke von der

Wertediskussion im Sport – angesichts von Skandalen wie „Doping,

Korruption und Vetternwirtschaft, Gigantismus, Fällen von Mobbing und

sexuellem Missbrauch, physischen und psychischen Deformierungen

bei Sportlerinnen und Sportlern“ – zu den potentiellen Werten und ihrer

Umsetzung auch in der Active City Hamburg. Er betonte die „in jeder

Hinsicht beeindruckenden Verdienste des Sports, zuletzt etwa bei der

Integration Geflüchteter. Der Sportplatz ist Ort des gesellschaftlichen

Zusammenhalts, der Sport ein Fortbildungsprogramm für das Erlernen

sozialer Kompetenzen.“

Kurzgefasst, der Sport wird immer politischer. Viele

Gäste sehen aber eine optimistische Zukunft für

die Werte des Sports, Voraussetzung: dass sie von

den Handelnden im Sport mit Leben gefüllt werden.

Für Hockey-Olympiasieger Mo Fürste ist Sport vor allem Emotion und

internationaler Austausch mit anderen Sportlern. Kanutin Silke Kassner,

Mitgründerin der Interessenvertretung Athleten Deutschland e.V., beschrieb,

welche Eingriffe in die Privatsphäre sich Sportlerinnen gefallen

lassen müssen: „Ich lasse für meinen sauberen Sport buchstäblich die

Hose runter.“

Oliver Fritsch, Journalist, beschrieb die Wirkung der Skandale

der letzten Jahre, ihre Aufarbeitung in den Medien

und konstatierte: „Auch die Öffentlichkeit ist dem Sport

gegenüber kritischer geworden.“ Gleichzeitig betonte er die

Verantwortung der Medien im Kampf um Werteorientierung bei der

Sport-Berichterstattung. Engagiert: FC St. Pauli-GF Andreas Rettig. Er

sieht die 50+1 Regel als „das letzte Stoppschild vor der Kommerzialisierung“,

die für ihn vor allem Gefahr für das tradierte Wertesystem des

Vereinssports bedeutet.

Podiumsdiskussion: „Die Werte des Sports – Ideen und Überzeugungen

für die Zukunft“ waren Thema des Symposiums.

Beiträge aus China, Dänemark, Großbritannien, Korea und den USA

zeigten internationale Perspektiven, wobei besonders die Beiträge aus

China und Korea ein ganz anderes Sportverständnis aufzeigten,

das sich mit großer Energie und Dynamik entwickelt und

Asien zu einem Experimentierfeld für Innovationen und

Markenentwicklung macht.

Gäste aus Sport, Politik und Medien trafen sich, um über die Werte des Sports,

Herausforderungen und Bedingungen für die Zukunft zu diskutieren.

50

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WASSER.

SPORT.

COMMUNITY.

ÖFFNUNGS-

ZEITEN

täglich

10 – 18 Uhr

FREITAG

bis

20 Uhr

HAMBURG MESSE

17.– 21. OKT. 2018

52

www.hamburg-boat-show.de

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