SWOT Analyse
Für die Gestaltung des Entwicklungsleitbildes der Welterbe-Region Semmering - Schneealpe
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5 DAS ZIELDOKUMENT<br />
Die Zielfestsetzung *) ist eine Voraussetzung für einen professionellen <strong>SWOT</strong>-Prozess:<br />
5.1 DER WEG ZUR WELTERBE-REGION<br />
Die Region des oberen Mürz- und Fröschnitztals liegt Auch wenn der Wandel ökonomisch gegriffen hat,<br />
an der Fernstraße zwischen der Donau und der Adria, sind Auswirkungen sichtbar, die in der Volkswirtschaftslehre<br />
„altes Industriegebiet“ genannt wird:<br />
die eine Voraussetzung für den Bau der Südbahn über<br />
den Semmering bildete. Erzherzog Johann hat seinen Stimmung, Image, Zukunftsthemen, Resignation,<br />
Einfluss am Wiener Hof zur Führung dieser Trasse Selbstwertgefühl, Zusammenarbeit, wirtschaftliche<br />
geltend gemacht.<br />
Perspektiven …<br />
<strong>SWOT</strong><br />
ZUR BILDUNG DER WELTERBE-REGION<br />
SEMMERING–SCHNEEALPE<br />
Die attraktive Verkehrslage, ein großes Angebot an<br />
Arbeitskräften durch den Niedergang der bäuerlichen<br />
Welt und die Nähe zu den benötigten Rohstoffen<br />
führten zu einer Vielzahl von Industriebetriebsgründungen<br />
in den 60er bis 80er Jahren des 19. Jahrhunderts.<br />
Es begann eine industrielle Revolution, es<br />
entstand ein junges Industriegebiet.<br />
Aufgrund der Krisen der ehemals verstaatlichten<br />
Stahlindustrie in den 1980er Jahren des 20. Jahrhunderts<br />
und des stetigen Bedeutungsverlustes des Bahnhofs<br />
Mürzzuschlag hat die Region Schaden genommen.<br />
Erst in den letzten Jahren vertiefte sich der Plan, dass<br />
es möglich sein müsse, das UNESCO-Weltkulturerbe<br />
Semmeringbahn und die sie umgebende Landschaft<br />
für die tiefgreifende Weiterentwicklung des Raumes<br />
in Angriff zu nehmen. Das Potenzial für die weitere<br />
Entwicklung sind die Menschen, der attraktive und<br />
im Gebirge liegende Naturraum, stilvolle Bauten und<br />
die Lage in der Mitte zwischen Wien und Graz.<br />
5.2 AUSGANGSSITUATION<br />
Die Region liegt im Bundesland Steiermark in einer<br />
Randlage. Der einst maßgeblich arbeitsstiftende<br />
Bahnhof Mürzzuschlag erlitt einen stetigen Bedeutungsverlust.<br />
Das Stahlwerk in Mürzzuschlag war<br />
über mehr als hundert Jahre lang der Leitbetrieb des<br />
oberen Mürztals, gab in seiner Blütezeit zahlreichen<br />
Menschen Arbeit und brach in den 1980er Jahren des<br />
vergangenen Jahrhunderts unter großen Erschütterungen<br />
mit Betriebsschließungen, Produktionsverlagerungen<br />
und hohen Arbeitsplatzverlusten zusammen.<br />
Charles Sabel, damals am Massachusetts<br />
Institut of Technology lehrend, hat Spin-off-Gründungen<br />
definiert: Es sind dies aus alten Strukturen<br />
entstehende, neu gegründete Betriebe.<br />
Auch die Böhler Bleche GmbH ist eine wichtige<br />
Neugründung. Es entstanden zahlreiche neue<br />
Betriebe. In der Zeitspanne von drei Dezennien<br />
wurde eine positive Veränderung der volkswirtschaftlichen<br />
Indikatoren erreicht, dennoch ist die<br />
Anzahl der in diesen Bereichen Beschäftigten um<br />
2/3 geschrumpft. Gut ausgebildete junge Menschen<br />
verließen die Region, gründeten ihre Familien<br />
vorwiegend in den südlichen und östlichen Zentren.<br />
Nach und nach ging so die Bindung an ihre ursprüngliche<br />
Heimat verloren. Um den Prozess der integrierten<br />
Regionalentwicklung zu gestalten, muss eine<br />
Gruppe engagierter in der Region beheimateter<br />
Menschen gebildet werden.<br />
*) verwendete Quellen: Stefan Karner, Wirtschaft im Mürztal – Gedanken zu und aus ihrer Entwicklung; Josef Ober, Wie schmeckt Europa und Politik der<br />
Inwertsetzung; Stadtland DI Sibylla Zech GmbH, Welterbe Semmeringbahn Managementplan; Regionalmanagement Obersteiermark Ost GmbH, Leitbild