Auto_Praxistest-Report 32: Hyundai Kona und mehr

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Pressewellers Auto-Praxistest-Report 32 hat den Hyundai Kona im Blickpunkt. Das kompaktete SUV gefiiel im Test vom Design und den Fahreigenschaften her. Themen sind ebenfalls: Zeit für Winterreifen sowie das weitere Sicherheitsthema "Abstand halten". Der Ford Granada ist dieses Mal Thema bei "Autos aus früheren Zeiten".

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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 32 O k t o b e r 2018

Im Test-Blickpunkt:

Hyundai Kona 1,0 T-GDI

Schick und gut zu fahren

Weitere Themen

s Winterreifen … Seite 7

s Autos von früher Ford Granada

Granada … Seiten 6/ 7

s Test Mitsubishi Eclipse Cross

s Dichtes Auffahren … Seite 2


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 32 Oktober 2018 2

Zur Sicherheit stets ausreichend Abstand halten

Erst kürzlich passierte es

uns wieder: Wir hatten uns

„erlaubt“, in einer Baustelle

mit Tempo 60 tatsächlich

um die 60 km/h zu fahren.

Der LKW-Faher hinter uns

wollte das wohl nicht

einsehen und fuhr über eine

weite Strecke fast bis

Stoßstange auf. Hätten wir

plötzlich bremsen müssen,

hätte es einen Auffahrunfall

mit unabsehbaren Folgen

gegeben. Der notwendige

Bremsweg ist eben mehr als

gerade einmal ein Meter.

In der Fahrschule hatten wir

noch „halber Tachoabstand“

gelernt. Bei 60 km/h wären das

30 Meter. Ist der Fahrer dann

noch abgelenkt, reicht das gar

nicht aus. Woche für Woche

lesen wir über durch LKW

verursachte Auffahrunfälle wie

„… fuhr ungebremst auf das

Stauende ...“ usw.

Es sind aber nicht nur die

„LKW-Fahrer“, die Tempobeschilderung

und Abstand

ignorieren, sondern oft auch

PKW. Sie rauschen durch 30er-

Zonen oder hängen, dicht am

Vordermann um bei Gelegenheit

überholen zu können.

Kurz: Längst nicht immer

werden das angezeigte Tempo

und notwendiger Abstand

eingehalten. Das zeigten auch

jüngst veröffentlichte Ergebnisse

einer Polizeikontrolle in

einem Autobahn-Baustellenbereich.

Über 500 Fahrzeuge

waren der Meldung nach

während der Messungen zu

schnell oder zu dicht am

Vordermann. Manche sagen:

„Halte ich Sicherheitsabstand

auf der Autobahn, kommt bald

jemand und zwängt sich in die

Lücke. Was ist, wenn ein paar

Sekunden später, nach Beendigung

des Zwischenfahrvorgangs,

eine Abstandsmessung

von der Autobahnbrücke aus

erfolgt?“

Nicht nur Autobahn

Zu schnelles Fahren erleben

wir auch immer wieder in 30er-

Zonen, selbst wenn Schule

oder Kindergarten in der Nähe

sind. Das dichte Auffahren ist

selbst in Tempo-begrenzten

Baustellenbereichen inner- und

außerorts nicht selten. Wir

fahren selbst gern flott und

auch richtig schnell – aber eben

da, wo es erlaubt und möglich

ist. Bei unseren Tests wollen

wir wissen, was das Auto

„drauf“ hat. Diese Höchstgeschwindigkeitsfahrten

sind

nur in Deutschland möglich.

Und alle, die gern ihrem Auto

mal „die Sporen“ geben

Nicht nur bei stockendem Verkehr und

Stau ist das Abstandhalten wichtig,

sondern auch anderswo. Hier geht es

teilweise noch. (Foto: © presseweller)

wollen, sollten froh sein, dass das hier

noch möglich ist - obwohl es, auch je nach

politischer Coleur, andere anders sehen!

Zum Auffahrdetail

Wenn wir mit 60 km/h in einem Baustellenbereich

oder sonstwo unterwegs

sind, fahren wir in 10 Sekunden bereits 166

Meter. In einer Sekunde rund 17 Meter.

Bei 30 km/h fahren wir über 8,3 Meter in

nur einer Sekunde. Hängen wir drei Meter

hinter dem Vordermann, bedeutet das

Crash, gegebenenfalls mit Personenschäden.

Auffahrunfall. Leider kommt das sehr

oft vor

Viel schlimmer aber kann zu schnelles

Fahren und dichtes Auffahren noch am

Zebrastreifen oder dem Straßenübergang

vor Schule oder Kindergarten ausgehen!

Warum dicht auffahren? In solchen Zonen

oder Baustellen, die nicht „ewig“ lange

sind, bringen „zu dicht“ und „zu schnell“

im Endeffekt doch so gut wie nichts!

Die Zeit ist zwar schnelllebig, aber wegen

vielleicht ein paar Sekunden oder Minuten

ein auch andere gefährdendes Risiko

einzugehen, ist eher kontraproduktiv.

Lieber locker bleiben! (jw)

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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 32 Oktober 2018 3

Attraktives Design und prima zu fahren: Hyundai Kona

Mit dem 1,0 T-GDI in der Version Style und mit Extras auf Testtouren

Siegen, 5. Oktober 2018. Der

Hyundai Kona vereint schickes

Design und gute Fahreigenschaften.

Auch die Testwagenfarbe, eine

helle Grün-Gelb-Mischung kam an.

„Mir gefällt diese tolle Farbe“,

sagte uns ein Passant. Diese Farbe,

Acid Yellow Metal“, sagte uns

ebenfalls zu. Dem Gesprächspartner

teilten wir gleich noch mit, dass

sich das Kompakt-SUV gut fahren

ließe. Im August 2018 nahmen wir

den Fronttriebler Kona 1,0 T-GDI

in der Version Style unter die 18-

Zoll-Räder.

Das schicke Styling des Kona und die auffällige Farbe kamen

ausgesprochen gut an.

(Alle Fotos: © presseweller)

Der Kona sieht ausgesprochen hübsch

aus und lässt sich locker fahren. Die

Platzverhältnisse im knapp 4,17 Meter

langen und 1,80 breiten Hyundai sind

klassenbezogen ordentlich, und das

Ladeabteil, das je nach Sitznutzung

zwischen 361 und 1143 Liter fasst,

lässt sich ohne Mühe bestücken. Der

Kandidat wusste auch vom Interieur

her zu gefallen sowie mit der auf

Strecke angenehmen Laufruhe. Die

Bordinstrumente liegen im Blickfeld

des Fahrers, das Sechsganggetriebe mit

dem für uns gut zur Hand liegenden

Schalthebel ließ sich flott bedienen.

Praxisgerecht waren wir mit dem SUV

auf Kurzstrecken, diversen kurvenreichen

Straßen und längeren Autobahnrouten

unterwegs.

Im Basismodell vieles an Bord

Bereits das Basismodell „Pure“

geizt nicht mit Ausstattung. Wichtige

Sicherheitseinrichtungen und

einige „Assistenten“ sind an Bord,

zum Beispiel sechs Airbags, ESC

(elektronische Stabilitätskontrolle),

Traktionskontrolle, ABS, Berganfahrhilfe-

und abfahrtassistent,

aktiver Spurhalteassistent und der

Aufmerksamkeitsassistent. Bei

längeren Fahrten fragte er per

Schriftzug und mit Kaffeetassensymbol

im Display an, ob wir

eine Pause einlegen wollten. Dem

wollten wir zwar nicht immer

folgen, aber es ist gut, wenn man

hin und wieder einmal daran

erinnert wird. Es gibt neben

anderen Einrichtungen elektrisch

verstell und beheizbare Außenspiegel,

Multifunktionslenkrad,

Geschwindigkeitsregel- und Begrenzungsanlage,

die gut bedienbar

war, Start-Stopp-Automatik, elektrische

Fensterheber, Bordcomputer,

RDS-Radio, Klimaanlage

sowie diverse Ablagefächer und

Getränkehalter. Alles ordentlich.

Weiter …

Impressum Herausgeber des Auto-Praxistest-Reports ist Medienbüro + PR DialogPresseweller, Jürgen Weller, Lessingstr. 8,

D-57074 Siegen. E-Mail: dialog >at


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Ausgabe 32 Oktober 2018 4

Attraktives Design und prima zu fahren: Hyundai Kona

Das Hyundai-SUV ist im vorderen und hinteren Seitenbereich gut und attraktiv akzentuiert.

… Der Testwagen hatte noch vieles

mehr an Bord: Navi mit großem

Monitor, 18-Zoll-Leichtmetall-Felgen,

beheizbares Lenkrad, Smart-Key-Bedienung,

Notbremsassistent, Totwinkelassistent,

Einparkhilfe vorn, Rückfahrkamera

und Querverkehrswarner

hinten sowie viele weitere nützliche

und komfortable Einrichtungen. Dazu

gehörte auch das Head-up-Display.

Auf Knopfdruck fährt eine Scheibe aus

der Oberseite des Armaturenbretts.

Nun hat der Fahrer die gefahrene

Geschwindigkeit und je nach Bedarf

weitere Infos direkt im Blick. Kennen

wir bereits von viel früher aus Tests,

aber hier schien es für uns „passgenau“

zu sein. Prima Sache.

Ein Klacks: Kurven

Der Fronttriebler, ringsum Einzelradaufhängung,

vorne Mc-Pherson-

System, hinten Verbundlenker, jeweils

mit Stabis, ist fahrwerksmäßig eher fest

abgestimmt und zeigt wenig Seitenneigung

in Kurven, lässt den Insassen

aber Komfort. Auch bei schnellem

Autobahnritt lag er sauber auf der

Bahn. Wir forderten ihn aber ebenfalls

bei flotten Kurvenfahrten auf einigen

unserer passartigen Standardstrecken.

Da gab‘s kein Vertun:

Der Kona zog ohne Zucken und

Versatz durch. Selbst bei bewusstem

Einbremsen war er gleich

wieder in der Spur. Wir empfanden

das Kurvenverhalten durchweg als

sicher und gut beherrschbar.

Sprint und Spitze passten

Im Test ging es natürlich noch um

Beschleunigung und Tempo. Für

den Antrieb ist ein Dreizylinder-

Einliter-Motor mit Turbolader

zuständig. Wie andere Hersteller

verfolgt Hyundai damit das so

genannte Downsizing, also geringere

(Hubraum-) Größe. Das

Motörchen bringt es auf 120 PS (88

kW) bei 6000 Touren. Das höchste

Drehmoment von 172 Newtonmetern

startet laut Papieren bereits bei

1500 Touren. Der Motor kommt

recht gut zur Sache, wobei sich

kräftigerer Vortrieb ab rund 1800

bis 1900 Umdrehungen einstellte

und den Kona dann ordentlich

beschleunigen ließ. Im Durchschnitt

unserer Messungen lagen

wir, was nicht so häufig vorkommt,

beim 0-auf-100-Sprint mit rund elf

Sekunden (s) deutlich unter der

Angabe (12 s). Die Werte für

Zwischenbeschleunigungen

ergaben von 60 auf 100 km/h im 3.

Gang knapp sieben Sekunden, von

80 auf 120 km/h im 5. Gang

dauerte es knapp zwölf Sekunden.

Passt alles. Das gilt auch für die

gestoppte Spitze von gut 182 km/h.

Das sind alles Werte, mit denen

man zügig unterwegs sein kann.

Der Fahrer hat alles im Blick.

Verbrauch geht so in Ordnung

Zum Verbrauch schreiben wir oft

„in Ordnung“. So ist es auch, weil

sich die Werte immer individuell,

nach eigenem Fahrverhalten,

ergeben.

Weiter …


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 32 Oktober 2018 5

Attraktives Design und prima zu fahren: Hyundai Kona

… Standardmessungen, auch nicht

die neue, seit 1. September 2018

gültige Version, können das nicht

abbilden. Im Prinzip ist die

Standarisierung dazu da, solche

„Normwerte“ zwischen verschiedenen

Autos vergleichen zu

können. Fertig! Bei unseren Tests

bleibt es nicht aus, dass wir die

Motoren für Höchstgeschwindigkeitsfahrten,

Beschleunigungsund

Kurventests maximal fordern

müssen.

Den Hyundai fuhren wir mit ab 7,0

Litern/100 km, im Schnitt gut 7,5 l

(angegebener Kombiwert nach dem

zur Testzeit relevantem Verfahren

bei 18-Zoll-Bereifung) 5,4 l/100

km). Für komfortables und für bei

Bedarf sehr flottes Fahren

empfanden wir den Testwert als

akzeptabel. Wir werden in einigen

Wochen einmal die Nachbarn

fragen, wie bei ihrem neuen Kona

der Verbrauch aussieht. (jw)

Fazit: Der Hyundai Kona ist ein

handliches, kompaktes SUV, das

nach unserem Geschmack schick

aussieht, sich angenehm fahren

lässt und mit dem man flott

unterwegs sein kann. Von der

Geräumigkeit her bietet es sich

auch gut für Familien an. Bereits

die Ausstattung im Basismodell

„Pure“ ist ordentlich. Nähere

Informationen, vielleicht mit

Probefahrt, beim Hyundai-Händler

vor Ort, in der Region oder auf der

Internetseite www.hyundai.de

Weitere Fotos

*Einige Technische Daten

Ottomotor: 998 ccm, 120 PS (88

kW), höchstes Drehmoment 172

Nm 1500 – 4000 U

L x B x H (in m): 4,165 x 1,80 x

1,55; Laderaum: 361 – 1143 l

Fahrleistung: Spitze 181 km/h,

0 – 100 km/h: 12 s

Verbrauch und CO2-Ausst.

komb.: 5,4 l/ 100 km; 125 g/km:

Effizienklasse B, Euro 6

(für ab 1. September 2018

erstmals zugelassene Fahrzeuge

können die Werte anders sein)

*Alle Angaben nach Hyundai-

Unterlagen/ Fahrzeugpapieren

Hinweis: Alle Daten

Beschreibungen beziehen sich

auf den Zeitraum des Tests.

Das Ladeabteil ist ordentlich groß und mit relativ niedriger Ladekante leicht zugänglich. Praktisch. Im Fond

gibt es klassenbezogen genügend Platz für die Passagiere. Da passt auch locker ein Baby- oder Kindersitz.


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 32 Oktober 2018 6

Autos von früher Große und kräftige Limousinen der oberen Mittelklasse

Jetzt kommt der Ford Granada ins Spiel

Nach den M-Modellen von Ford wie

12 M, 17 M, 20 M und 26 M, von

denen wir einige gefahren haben,

kam ab etwa 1972 bei Ford die

Granada-Reihe heraus. Da wir noch

immer auf Ford „abonniert“ waren,

kauften wir Ende 1972 den Ford

Granada 3,0 mit dem Sechszylinder-

Dreiliter-Ottomotor. Dieser Ford

hatte noch eine eher gerundete Form

und gehörte mit seinen Maßen von

gut 4,60 Meter Länge und knapp

1,80 Meter Breite zur gehoben

Mittelklasse. Danach folgten bei uns

noch zwei weitere Granadas mit den

moderneren Einspritzmotoren und

wieder kantigerer Form.

Der Dreiliter-Granada, bei uns in einem

Braunton, sah für die damaligen Verhältisse

gut aus und bot ordentlich Platz für

Insassen und Gepäck: ein komfortables

Auto. Der Motor wurde wohl in England

gebaut und brachte es trotz des großen

Hubraums mal gerade auf 138 PS (101

kW). Das reichte für zügiges Fahren und

eine Spitze von um die 180 km/h. Tachomäßig

„prügelten“ wir ihn bis auf über

190 km/h.

Gut zu fahren, aber …

Der große Ford ließ sich gut fahren, und

die Geräuschkulisse war für damalige

Verhältnisse angenehmer als in vorherigen

Autos, dennoch insgesamt deutlich

lauter als bei heutigen. Vor allem bei

Höchsttempo 180 km/h gab es ordentlich

was auf die Ohren. Der große Kofferraum

schluckte locker Reisegepäck für

fünf Personen, und ein Jugend-Fahrrad

mit ausgebautem Vorderrad passte auch

noch. Das war bei den folgenden Granadas

ebenfalls so. Wer jetzt sagt: „Das

geht bei uns sowieso“, sollte bedenken,

dass das Stufenheck-Autos waren, also

Ford Granada 2,8 i. Wir fuhren zwei davon nach dem rundlicheren

Modell. Leistung, Innen- und Kofferraum passten!

keine Fünftürer, SUVs oder

Kombis! Das war schon klasse,

wie es war.

Bei unserem Granada spinnte

bereits früh der am Motor

angesetzte Auspuffkrümmer. Er

brach an einer Biegestelle und

musste ersetzt werden. Das passierte

im Laufe der folgenden

Kilometerleistung immer wieder.

Ein Ärgernis, vor allem,

wenn es unterwegs war. Die

Geräuschkulisse war dann innen

und außen unangenehm. Einmal

knatterten wir über die Transit-

Route ab hinter Berlin bis zu

einer Werkstatt in Norddeutschland.

Es sollte noch dicker kommen:

Bei um die 100.000 Kilometer,

die wir früher in etwas

über einem Jahr abspulten, gab

der Motor seinen Geist auf.

Neuer Motor. Damit und dann

zurückgehender Kilometerleistung

fuhren wir das Auto

durch die 1970er und verkauften

es bei rund 190.000 Kilometern.

Diesmal hielten Auspuffkrümmer

und Motor. Die Nachfolger

fuhren den Granada noch bis

weit über 200.000 Kilometer.

© presseweller

Der Einspritz-Granada

Mit den neueren und

modernisierten Granadas, ab

etwa 1977, kam endlich auch die

Einspritztechnik zur effizienteren

Gemischaufbereitung zum

Einsatz. Für uns war der 2,8i in

der besten Ausstattungsversion

„Ghia“ eine Option. Da gab es

für damalige Verhältnisse schon

viele Inklusive-Extras: ein

komfortables und flottes Auto.

Der Viertürer brachte eine

Länge von rund 4,72 Meter ans

Maßband. Er war kräftig, bot

viel Platz für Fahrer und

Passagiere und hatte einen

großen Kofferraum. Der 2,8-

Liter-Motor wuchtete bei 5700

Touren 160 PS (118 kW) an die

Kupplung und entwickelte ein

ordentliches Drehmoment, das

aber erst bei über 4000 Toren

einsetzte. Die – gut erreichbare

– Spitze war mit 190 km/h

angegeben, laut Tacho bis gut

200 km/h. Dieses Auto, das wir

ebenfalls bis über 100.000 Kilometer

unter die Räder genommen

haben und mit dem wir

weite … Weiter …


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 32 Oktober 2018 7

Autos von früher Der Ford Granada im Dreifach-Pack

… Strecken zurückgelegt haben,

gefiel uns. An Reparaturen standen

neben anderem an: Kraftstoffpumpe

und diverse Auspuffteile

– zum Glück keine größeren

Schäden. Wie bereits in den Vor-

Darstellungen zu „Autos früher“

berichtet, waren die Öl- und

Filterwechselintervalle noch kurz,

und auch die Zündkerzen sollten

bei 10. - bis 15.000 Kilometern

raus. Bei den früheren Motoren

war es kein Problem, die Kerzen

selbst zu wechseln. Heute sieht das

teils schon anders aus.

Nach dem Verkauf holten wir uns

noch einmal einen ebenso

ausgestatteten 2,8i, den wir aber

nicht so lange wie den Vorgänger

fuhren. Hatten wir beabsichtigt,

uns danach wieder einen neuen

Granada 2,8i zuzulegen, zerschlug

sich das. Ford bot, aus welchen

Gründen auch immer, den

Granada nur noch mit dem

leistungsreduzierten 2,8er-Motor

an: 150 PS. Wollten wir nicht.

Deshalb fiel damals die Entscheidung

für den neuen Mitsubishi

Galant mit 170-PS-Turbo-

Motor. Das war im Nachhinein

eine gute Wahl: ein kraftvolles

Auto mit dazu noch deutlich

weniger Reparaturen. Mehr zu den

Mitsubishis können Sie in vorigen

Ausgaben des Auto-Praxistest-

Reports lesen.

Noch Hinweise zum Verbrauch:

Der war früher höher als heute.

Schon immer hängt der Spritverbrauch

von der Motorleistung,

dem Fabrikat und natürlich vom

Fahrverhalten ab. Wer „volle

Pulle“ fährt, verbraucht viel.

Daran hat sich nichts geändert.

Unsere Nachbarn, die einen 180er-

Mercedes-Diesel fuhren, kamen

bereits in den 1960ern mit um die

sechs und oft weniger zurecht. Wir

lagen mit 1200ern-Benzinmotoren

meist zwischen knapp sieben und

um die acht Liter pro 100

Kilometer. Unsere kräftigeren

Autos, alles Benziner, brauchten

neun bis elf Liter, selbst unsere

Turbos lagen nach Langzeitaufzeichnungen

im Durschnitt

nicht viel höher. Klar, wer ständig

den Turbo auspowert und

Spitzentempo auf der Bahn fahren

will, muss, wie heute auch, öfter

nachtanken. Zu unserer D-Mark

Zeit waren Benzin und Diesel aber

noch sehr deutlich preiswerter als

später und heute. (jw)

Im Oktober sind Winterreifen ein Thema

Wegen plötzlichen Schneefalls,

teils bereits im im frühen Oktober,

und Reifglätte ist es wichtig, dass

das Auto mit Winterreifen

Um bei Reif oder plötzlichem Schneefall, Stichwort

Berufsverkehr, gewappnet zu sein, sind die

griffigeren Winterreifen wichtig!

ausgerüstet ist. Am besten sollten

diese Pneus bis nach Ostern

gefahren werden. Vielen bekannt

ist das „O bis O“, Oktober bis

© presseweller

Ostern. Winterreifen haben ein

griffigeres Profil und eine andere

Gummimischung als Sommerpneus

und verfügen damit über

eine bessere Traktion. Sie bieten damit bei frostigen

und winterlichen Verhältnissen einfach mehr

Fahrsicherheit. Das empfehlen wir in unseren zig

Berichten zu „Auto im Winter“ bereits seit über 30

Jahren. Den Empfehlungen der Automobilclubs

und anderer nach sollten die Winterpneus noch eine

Profiltiefe ab vier Millimetern haben.

Bei solch widrigen Verhältnissen wie Reif, Eis und

Schnee - den Witterungsverhätnissen angepasst -

müssen den deutschen Richtlinien nach Winteroder

dafür taugliche Ganzjahresreifen aufgezogen

sein! Versicherungsrechtliche Fragen sollten

ebenfalls berücksichtigt werden.

Wer ins Ausland fährt: Dort gibt es oft klare

Bestimmungen, von wann bis wann Winterreifen

montiert sein müssen!


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 32 Oktober 2018 8

Starkes Design mischt sich mit kräftigem Motor und guten Raumverhältnissen

Ein Hingucker: Mitsubishi Eclipse Cross

Siegen. 26. Juli 2018 (DiaPrw). Ein

starkes, eigenständiges Design, von

der Frontaprtie bis zum Heck,

lässt den neuen Eclipse Cross

ClearTec von Mitsubishi groß und

kräftig wirken. Wir nahmen das

Modell mit Frontantrieb und dem

gut schaltbaren Sechsganggetriebe

in der Ausstattungsversion „Top“

Mitte Juni 2018 unter die Räder.

Gute Fahreigenschaften, lockeres

Handling, angenehmes Raumgefühl

und hohe Laufruhe waren bereits

nach wenigen Strecken erste Fazits.

Als wir den Eclipse Cross das erste

Lampenpartien über die keilförmig

wirkenden Seitenpartien bis zum

geteilten auffälligen Heckbereich zieht,

angetan: dynamisches Stylin, guter

Einstieg, angenehme Sitzposition und

im Fahrerblick liegende große

Rundiinstrumente unter-mauerten

unseren Eindruck. Dazu trug auch das

feine Interieur bei wie die Klavierlackund

Carbonoptik mit Silberakzenten

der Cockpitverkleidung. Das neue

Modell soll die Lücke zwischen dem

Kompakt-SUV ASX, den wir wie viele

andere Mitsubishi-Modelle bereits im

Test hatten, und dem Familien-SUV

Outlander schließen. Das passt, weil der

Eclipse einerseits gute Raumverhältnisse

bietet, andererseits aber auch

überschaubar ist. Das zeigt sich bereits

Ein starkes Stück Auto: Mitsubishi Eclipse Cross, hier in der

Version „Top“ mit kräftigem Turbomotor. (Alle Fotos: © presseweller)

in den Absatzzahlen. Laut

Mitsubishi-Presseinfo vom 12. Juli

2018 lag das SUV-Coupé nur ganz

knapp hinter dem ASX.

Passen! Innen- und Laderaum

Das Auto macht was her. Mit einer

Länge und Breite von gut 4,40 mal

knapp 1,81 Meter, zeigt sich das

Coupé-SUV auch im Innenraum

großzügig. Die Sitzverhältnisse auf

den viel Seitenhalt bietenden Vordersitzen

und den Fondsitzen

empfanden wir vom Platzangebot

und vom Sitzkomfort her als gut.

Der Laderaum mit Zwischenboden,

ab 359/ 466 Liter Fassungsvermögen,

lässt sich locker

bestücken und durch die geteilt

umlegbaren Rücksitzlehnen

erweitern. Nicht alltäglich: Die

Rücksitze sind um bis zu 20

Zentimeter nach vorne oder hinten

verschiebbar, und die Neigung der

Rücksitzlehnen lässt sich achtfach

verstellen.

Bereits in der Version „Basis“ ist

die Ausstattung ordentlich, vom

Unterfahrschutz vorn und hinten,

den elektrisch verstell- und

beheizbaren Außenspiegeln und

den ringsum elektrischen Scheibenhebern

über …

weiter …

Auto + Verkehr und Bike-Click: Blogs für Auto-, Motorrad- und Fahrrad-Biker

Kennen Sie unsere Blogs? In Auto

und Verkehr bringen wir teils aktuelle

Themen wie Straßenschäden

und anderes. Unsere bebilderten

Autotests stehen hier meist zuerst.

Seit vielen Jahren berücksichtigen

wir die wachsende Zahl der Fahrradfahrer,

die inzwischen auch immer

öfter mit E-Bikes unterwegs sind. Es

gibt Tourenvorschläge für Routen

im In- und Ausland sowie Tourenund

Kurventipps für Motorbiker.

Alles ist ohne Anmeldung über

www.presseweller.de aufrufbar und

kann frei gelesen werden!


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 32 Oktober 2018 9

… weiter: Ein Hingucker: Mitsubishi Eclipse Cross

Der Fahrerplatz (links)

mit griffigem Multifunktionslenkrad,

Rundinstrumenten

und

großem Monitor. Die

Mitfahrer fühlen sich

auch im Fond wohl auf

bequemen Sitzen, im

Testwagen mit Lederausstattung

und sogar

Sitzheizung hinten

seitlich.

- über - über Zentralverriegelung mit

Fernbedienung und Mittelarmlehne

vorn bis hin zum Audiosystem, der

Tempoautomatik mit Geschwindigkeitsbegrenzer

und zur Klimaautomatik.

Der Testwagen in der Version „Top“

war so umfangreich bestückt, dass

wir hier nur einen Teil erwähnen.

Einige Beispiele: DAB-Radio,

Bluetooth-Schnittstelle mit Freisprecheinrichtung,

Soundsystem mit

neun Lautsprechern und Subwoofer,

Sitzheizung vorn und hinten seitlich,

beheizbare Frontscheibe, Rückfahrkamera

mit 360-Grad-Umgebungskamera

und gut sichtbarer Anzeige

auf dem großen Bordmonitor sowie

schicke Lederausstattung mit

Ziernähten und vieles, vieles mehr!

Dazu gibt es einen Pluspunkt für die

Laufruhe. Schon richtig klasse!

Sicherheit und Assistenz

Komfort ist angenehm, aber nicht

alles. Sicherheit und Assistenz

spielen im heutigen lebhaften

Straßenverkehr immer wichtigere

Rollen. Beim Eclipse Cross sind

neben vielem anderem sieben

Airbags, Elektronische Stabilitätskontrolle,

Traktionskontrolle, Bremsassistent

und Berganfahrhilfe an

Bord. Außerdem wird der Fahrer

beispielsweise durch Spurhalte- und

Fernlichtassistenten und ein Auffahrwarnsystem

mit Fußgängerkennung

und Notbremsassistent unterstützt.

Der Testwagen hatte zudem einen

Auspark- undTotwinkelassistenten –

kurz, viel Nützliches fürs sichere und

unterstützendes Fahren.

Satte Straßenlage, guter Antritt

Der fahrwerksmäßig fest abgestimmte,

aber für die Insassen komfortable

„Cross“ mit einer Bodenfreiheit

von 18,3 Zentimetern rollte

auf 18-Zoll-Rädern. Vorne ist er mit

Einzelradaufhängung an McPherson-Federbeinen

bestückt, hinten

mit Multilenker-Einzelradaufhängung,

jeweils mit Querstabilisator.

Das Coupé-SUV liegt auch bei hohem

Tempo satt auf der Straße und

steckt Unebenheiten gut weg. In engen

Kurven und Kehren auf passartigen

Mittelgebirgsstrecken zeigte

er, was er kurvenmäßig drauf hat.

Problemlos ging es durch flott angegangene

Kehren. Es wirkte, als zöge

er sich selbst sicher dadurch. Dazu

sagen wir nur „prima“.

Der neu entwickelte 1,5-Liter-

Turbobenziner, den wir teilweise

auch im wählbaren Eco-Modus

fuhren, bringt 163 PS (120 kW) an

die Kupplung. Das ermöglicht

kraftvollen Vortrieb. Bei knapp unter

1800 Touren kommt der Turbo nach

kurzem Anlauf in die Pötte. Das

höchste Drehmoment von 250

Newtonmeter (Nm) steht über einen

weiten Bereich bis zu 4500 Touren

zur Verfügung. Den 0-auf-100-

Sprint hakten wir im Mittel – wie

angegeben – in 10, 3 Sekunden

zurück. Von 60 auf 100 km/h im

dritten Gang ging es im Test in

ordentlichen 6,0 Sekunden. Von 80

auf 120 km/h im fünften Gang

dauerte es im Testmittel schließlich

12,7 Sekunden. Auf Strecke geht der

Cross locker auf über 190 km/h. Aufgrund

der Verkehrsgegebenheiten

fuhren wir tachomäßig nur bis knapp

200 km/h und konnten die

angegebene Spitze – 205 km/h –

nicht austesten.

Da bleibt noch der Verbrauch: Wir

haben den Testwagen mit ab 7,1

Litern/ 100 Kilometer gefahren und

kamen letztendlich auf einen

Gesamtschnitt von knapp 8,2 Litern.

Das liegt über der Vorgabe zum

Kombiwert von 6,6 l/ 100 km, geht

für uns aber für das große Auto,

einschließlich der Vollgastests, in

Ordnung.

… weiter …


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Auto-Praxistest-Report

Ausgabe 32 Oktober 2018 10

… weiter: Ein Hingucker: Mitsubishi Eclipse Cross

Fazit: Das Coupé-SUV

Mitsubishi Eclipse Cross

macht mit seiner dynamisch-akzentuierten

Linienführung

was her. Der

Testwagen wusste auch

mit dem schicken, feinen

Interieur und dem geräumigen

Innenraum zu gefallen

und ließ sich mit überwiegend

guter Leistungscharakteristik

entspannt

und flott fahren. Er war

kurvengängig und zeigte

ein gutes Handling.

Mehr Informationen und

vielleicht Probefahrt beim

Mitsubishi-Händler. Infos

insgesamt auf

www.mitsubishi-motors.de

Einige technische Daten*

Länge, Breite, Höhe in m: 4,405 x 1,805 x 1,685

Laderaum in l: 359/ 466 – 1159

Motor, ccm, PS (kW), Drehmoment: 1499, 163

(120)/ 5500 U, 250 Nm/ 1800 – 4500 U

Fahrwerte: 0 – 100 km/h 10,3 Sek., Spitze 205 km/h

Verbrauch (Super), CO2-Aust. komb.: 6,6 l/ 100

km, 151 g/ km, Euro 6

*Nach Mitsubishi-Unterlagen und Fahrzeugpapieren

Hier gibt’s noch mehr vom

Eclipse Cross zu sehen

Der Kofferraum mit weit öffnender Klappe (l.) lässt sich locker beladen. Unter dem Abdeckboden gibt es auch

noch Stauplatz. Mehr Platz? Die Rücksitze lassen sich nicht nur umlegen, sondern auch verschieben.

Praktisch. Stylistisch interessanter Anblick bereits von vorne (o. r.). Das Testauto war mit 18-Zoll-Rädern

bestückt. Vorderraumansicht im Sonnenschein. Gut konturierte Sitze, hier in Lederausstattung. Der Fahrersitz

hatte elektrisch ausgerüstetete Schalter und Hebel. Die passende Sitzfunktion war einfach einzustellen.

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