Winter 2013

canilo.echo

E-Paper für Canilo Freunde

kostenlos

Jubiläumsausgabe

DEZEMBER 2013

E-Paper für Canilo Freunde

PFOTENPFLEGE IM WINTER

WELCHE PFLEGE BRAUCHT

DIE HUNDEPFOTE IM WINTER?

RÜCKSCHAU

AUF 1 JAHR CANILO ZUCHT

ZUCHTWART/-RICHTER UNTERWEGS

LOGBUCH EINES CANILO ZUCHTWARTS/-RICHTERS

BRUSTGESCHIRR ODER HALSBAND

EINE PHYSIOTHERAPEUTIN GIBT AUSKUNFT

CANILO DECKRÜDE

ERFAHRUNGSBERICHT

TERMINE:

CANILO ZÜCHTERSEMINAR

VON ZÜCHTERN FÜR ZÜCHTER

KIND & HUND

FREUNDE, SPIELKAMERADEN

UND SEELENTRÖSTER

SILVESTER

DER HORROR FÜR

ÄNGSTLICHE HUNDE


© Tony Hegewald- pixelio.de

Canilo Echo Ausgabe 1

— Dezember 2013

Erscheint als

E-Paper zum Download

Redaktion und

verantwortlich für den

Inhalt:

Bettina Brömme,

Hannelore Buchholz

Layout und grafische

Gestaltung:

Hannelore Buchholz

LIEBE CANILO FREUNDE,

das Geburtsjahr 2013 der Canilos neigt sich dem Ende.

Anschrift der Redaktion:

Mühlenbuschweg 9,

41470 Neuss.

Tel.: 06731 5160953;

Fax: 06731 4999975;

E-Mail: info@canilo.de

Dies hat uns veranlasst, für Euch ein Magazin zu veröffentlichen,

in dem Infos und Neuigkeiten über den Canilo zu lesen sind.

Es soll aber auch ein großes Dankeschön an alle Canilo Freunde

für die Unterstützung und die Hilfe beim Aufbau der Canilozucht

sein.

Mit einer Rückschau auf die Gründung der Canilozucht (Seite 4)

erfahrt Ihr mehr über die Entstehungsgeschichte und Entwicklung

der Canilozucht.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen …

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2014!

Herzliche Grüße

Bettina Brömme

und Hannelore Buchholz

Redaktion Canilo Echo

Fotos und Illustrationen von

privat bzw. von pixelio.de

oder

© Fanny76 und ©Agence Design -

fotolia.com

Alle

Fotos/Illustrationen

und Texte stehen unter

Copyright und dürfen nicht

o h n e E r l a u b n i s d e r

Rechteinha ber/Autore n

kopiert oder auf sonstige

Weise weiter verwendet

w e r d e n ( a u c h n i c h t

auszugsweise).

Eine Aufnahme in Online-

Dienste und Vervielfältigung

auf Datenträgern wie CD-

Rom oder DVD-ROM etc.

nur nach vorheriger

schriftlicher

der Redaktion.

Zustimmung

Für unverlangt eingesandte

Fotos und Texte keine

Haftung.

Gerichtsstand ist Neuss.


© Hofschlaeger - pixelio.de

CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 3

der

Jubiläumsschrift 2013

Gruppe im ARCD e.V.

IN DIESER AUSGABE:

EIN HOLPRIGER UND STEINIGER, ABER

DENNOCH LOHNENSWERTER GANG ZUM

CANILO RÜCKSCHAU AUF 2013 - BETTINA BRÖMME

ELO ® ODER CANILO ODER WAS?

ANNEMARIE RUDOLPH

4

10

REZEPTE BACKEN FÜR DEN HUND 11

LOGBUCH—UNTERWEGS ZU DEN CANILO

NORDLICHTERN

ZUCHTWARTIN UND ZUCHTRICHTERIN BETTINA BRÖMME

12

KIND & HUND 16

PFOTENPFLEGE IM WINTER 18

BRUSTGESCHIRR ODER HALSBAND

PHYSIOTHERAPEUTIN ANDREA WEINGÄRTNER

20

CANILO DECKRÜDE

EIN ERFAHRUNGSBERICHT - JULIA BECKER

FOTOSEITE DECKRÜDEN

28

31

ZÜCHTERSEMINAR

INFOS UND ANMELDUNG

SILVESTER

DER HORROR FÜR ÄNGSTLICHE HUNDE

32

34

ZUM GUTEN SCHLUSS

37

CANILO ZÜCHTERLISTE 38

© Petra Bork - pixelio.de


© Chris - pixelio.de

CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 4

EIN HOLPRIGER UND

STEINIGER, ABER DENNOCH

LOHNENSWERTER GANG ZUM

Canilo

Der Weg,

von Bettina Brömme

meinen alten Hundezucht-

Verein nach über 11 Jahren

zu verlassen, war nun

wahrlich kein einfacher.

Der Verein war mit den

Jahren ein Teil meines Lebens

geworden, das schon

vorher nicht immer einfach

war.

Bereits in meiner Kindheit

hatte ich oft das Gefühl

gehabt, mich bei Ungerechtigkeiten

besonders

engagieren zu müssen.

Auch wenn dies schon damals

oft zu Nachteilen für

mich führte.

In den letzten Jahren

habe ich dies auch im Verein

wieder vermehrt zu

spüren bekommen.

Oft saß ich da und grübelte,

ob und wie der Verein

und die Zucht wieder

zu dem werden könnte,

was es einmal war.

Der Wunschgedanke war

Gerechtigkeit, Zusammenhalt,

Unterstützung

und Hilfe unter den Züchtern,

war schon seit Beginn

der Aufspringbachzucht

mein Wunschgedanke.

In den Anfängen habe

ich dies auch kennen lernen

dürfen und mit umsetzen

können.

Eine gute Rassezucht

braucht Weitblick auf die

Entwicklung der Zuchtbasis

im Sinne des eigentlichen

Zuchtzieles.

Gut gemeinte Hinweise,

Ratschläge und Hilfestellungen

wurden leider nicht

angenommen. Ich fragte

mich, warum der Hundetyp,

den ich vor 11 Jahren

kennen und lieben gelernt

hatte, sich derart verändern

sollte?

Gerechtigkeit, Zusammenhalt,

Unterstützung und Hilfe unter den Züchtern.

Wieso ist die Zucht in eine

aus meiner Sicht völlig

falsche Richtung gegangen?

Ich war traurig und

weinte oft, weil mir stattdessen

Vorwürfe gemacht

wurden und ich oft das

Gefühl hatte, missverstanden

zu werden.

Es war mir unbegreiflich,

warum es so schwer war,

zu erkennen, wohin sich

die Zucht entwickelt und

man mich nicht verstehen

kann/will.

Der Entschluss, den Verein

zu verlassen und den

Canilo ins Leben zu rufen,

ist eigentlich erst durch

viel Traurigkeit und Unverständnis

entstanden.

Wo ist der Rassestandard

von damals geblieben,

warum hat sich das Wesen

so verändert?


CANILO ECHO AUSGABE 1

Als Elo® Besitzer und

Züchter über 10 Jahre, als

Zuchtwart,

Zuchtrichteranwärter

(mit über 2 jähriger

Ausbildung) und letztlich

mehrjährig tätiger

Zuchtrichter konnte ich

diese Entwicklung im Laufe

der Jahre gut verfolgen.

Ich fühlte mich einfach

nicht mehr wohl in meiner

Züchterhaut, die Zucht

entfernte sich immer weiter

von den Zielen, die ich

unterstützen wollte.

Diese

Unzufriedenheit

spürten auch meine Mitmenschen

und natürlich

auch meine Tiere.

Über 10 Jahre habe ich

die gute, gesunde und liebevolle

Generationszucht

„vom Aufspringbach“ aufgebaut,

mit einem kräftigen,

gut gebautem, dem ursprünglichem

Standard und

Wesen entsprechenden Familien-

und Gesellschaftshund,

auf die ich natürlich

stolz war und noch bin.

Diese Leistung konnte und

wollte ich nicht so einfach

aufgeben.

Mit einem Austritt aus

dem Verein und der Aufgabe

der Hundezucht wäre

das alles vorbei gewesen.

Das wollte ich im Grunde

auch nicht. Wer mich kennt

weiss, dass ich mit Herz

und Seele Hundezüchterin

bin.

Zusätzlich habe ich natürlich

auch jahrelang für diese

wertvollen Hunde und

natürlich auch alle meine

Welpen, die als „Elo®s vom

Aufspringbach“

geboren

wurden, jede Menge Lizenzgebühren

tragen müssen,

da der Elo® unter

Markenschutz

steht.

stand und

Natürlich ist es eher selten,

dass ein Hund unter

Markenschutz steht, dies

betrifft jedoch nicht ausschließlich

den Elo®, sondern

dies gibt es durchaus

auch bei einigen anderen

Rassen.

Die Frage, wie es in Zukunft

weiter gehen sollte,

beschäftigte mich monatelang.

Im alten Verein hat

mich nicht mehr viel gehalten.

Der erste Gedanke, ganz

mit der Zucht aufzuhören,

wurde mit einer massiven

Gegenwehr meiner Freunde,

meiner Familie und von

meinen Welpenfamilien unterbunden.

SEITE 5

Bei so viel Protest konnte

ich nichts entgegenhalten.

Doch wie sollte es denn

weiter gehen? Den Namen

Elo® konnten wir bekanntlich

aufgrund des Markenschutzes

nicht mehr für

die ausserhalb des Elo®

Vereins zur Welt kommenden

Welpen verwenden.

Auch wenn wir in der Zucht

mit unseren liebenswerten,

dem ursprünglichen Standard

entsprechenden und

wesenstypischen Elo® Hunden

weiter machen wollten.

Das “Kind“ brauchte

einen anderen Namen

In langen Gesprächen mit

wenigen, aber besonders

lieben Menschen kam auf

einmal der Satz: "Gib dem

Kind doch einfach einen anderen

Namen". OK, aber

damit allein war es nicht

getan, denn eine Zucht

muss auch einer Kontrolle

durch einen Verein unterliegen,

damit die Einhaltung

der Zuchtkriterien und Regeln

gewährleistet ist.

Wir brauchten nun also

im ersten Schritt einen

Verein, dem wir uns mit

der Zucht und unseren

langfristigen Zuchtzielen

anschließen konnten.

Ob DAS nun wohl so einfach

war?


© ediathome - pixelio.de

CANILO ECHO AUSGABE 1

Ich setzte mich ans Telefon

und rief einige Vereine

an und fragte, ob wir

mit einer neuen Rasse dem

Verein beitreten können,

nach deren vereinsinternen

Regelungen. Hier bekam ich

überraschenderweise ein

absolut positives Feedback.

Gleichzeitig fragte ich natürlich

auch beim

ARCD e.V.

an, dem Zuchtverband, dem

ich bereits als Bolonkazüchterin

einige Monate

vorher beigetreten bin und

den ich bereits von einer

Züchterkollegin empfohlen

bekam.

Nach den ersten Gesprächen

ging dann eigentlich

alles sehr flott und unkompliziert.

Mir war klar, der

ARCD sollte es werden, wir

bekamen das OK.

Nur wie sollten denn nun

diese wunderbaren Welpen

aus Elo® Elterntieren in

Zukunft heißen?

Jetzt war Teamgeist gefragt.

Der Eine meinte, nimm was

mit "Canis"- dem lateinischen

Wort für Hund, der

Nächste meinte, nimm

"alo" dazu, das heißt im

lateinischen "aufziehen".

Wer uns kennt, weiss, wieviel

Wert wir besonders

auf die Aufzucht unserer

Welpen, schon seit über

10 Jahren legen.

Nun wurden die Buchstaben

hin und her geschoben,

“Canelo“, wollten wir

nicht nehmen, wegen der

Silbenähnlichkeit zum

Elo®, das hätte sonst wieder

ein Problem mit dem

Markenschutz des Elo®

geben können und dies

wollten wir auf jeden Fall

vermeiden.

Es hat dann gar nicht

mehr viele Überlegungen

gedauert, bis es hieß:

"Canilo"!

Die Suche nach einem Verein

war unkomplizierter als gedacht.

Super! Ein unverwechselbarer

Name, bei dem man

auch nicht erst überlegen

muss, ob damit eine Musikband,

ein Topf oder vielleicht

ein Hund gemeint

ist. (Elo® Besitzer wissen,

was ich meine).

Aber mit dem Namen allein

war noch lange nicht

alles geschafft, denn das

war erst der Anfang …

SEITE 6

Das ganz Besondere, das

folgte nämlich erst noch ...

Nachdem für das "Kind"

ein neuer Name gefunden

war, wollten wir die Aktion

noch etwas perfekter gestalten.

Ein Logo musste her und

dafür hatte einer meiner

liebsten Menschen in meinem

Leben einen Geistesblitz,

nein es war nicht nur

meine Idee, sondern richtig

gute Teamarbeit.

Ich wollte gerne etwas

im Zusammenhang mit

Sonne, mit Familie und

gleichzeitig etwas Ansprechendes

für Kinderherzen,

nicht nur für Erwachsene.

Die Fröhlichkeit der

Hunde und die Wärme und

Fürsorge bei der Aufzucht

sollte bereits im Logo verkörpert

werden. Die Farbe

des Logoschriftzuges war

sehr schnell klar, es mussten

sonnige Farben sein!

Dann kam das, was unser

Logo besonders ausmacht,

durch den Satz: „Schau

mal, wenn man das a (Kopf)

hochstellt und das i (Rute)

auch, dann sehen die mittleren

Buchstaben aus wie

ein Hund!“ Ja, das war einfach

nur genial! Unser erster

Entwurf sah schließlich

so aus:


© iwona golczyk - pixelio.de

CANILO ECHO AUSGABE 1

Damit die Verbindung

zum Hund noch deutlicher

ins Auge fällt, kam zum

Schriftzug noch das Hundchen

- mein geliebter

"Puschi" - hinzu:

Nun musste die Sonne im

ersten Entwurf wieder weichen,

es wäre sonst zu unruhig

geworden.

Alles war perfekt, doch

dann kam am Morgen des

13. Dezembers die Frage

vom Brömmi (meinem

Mann), der meinte:

„Hast Du den Namen

denn schon gesichert?“

„Wie jetzt? Warum

sollte ich?“

„Nun, du weisst schon,

wie schnell ein Name weg

sein kann?!“

Mein Mann war schließlich

3 ½ Jahre 1. Vorsitzender

in dem alten Verein und

hatte etwas mehr Hintergrundwissen

in dieser Angelegenheit

als ich. Also

ging ich auch noch diesen

Weg (wenn auch ehrlich gesagt,

etwas zähneknirschend,

denn ich wollte

nicht in irgendwelche

„Fußstapfen“ treten) und

meldete den „Canilo“ beim

DPMA (Deutschem Patentund

Markenamt) an.

Es war gar nicht so teuer,

wie ich erwartet hatte und

doch war ich damals die

einzige Züchterin, die diesen

Weg in eine neue Züchtergruppe

gehen wollte.

Viele, mit denen ich gesprochen

habe, fanden den

Weg, den Namen und das

Projekt super, aber den

Schritt dann auch wirklich

zu wagen, war für sie noch

zu schwer, denn mit einem

Austritt war vieles von

dem, was man über Jahre

zum Teil auch lieb gewonnen

hatte, erst mal weg.

So schien es jedenfalls

zuerst, dass es dann doch

anders kam, nun das wussten

wir vorher nicht.

Für mich war und ist klar,

dass jeder, der den Weg

mit mir gehen würde, eine

Veränderung in Kauf nimmt,

ohne zu wissen, wohin der

Weg führt. Deshalb drängte

ich auch nie jemanden,

jeder sollte den Weg aus

freien Stücken wählen. Jeder

Neuanfang birgt meistens

ein gewisses Risiko.

Der Tag X kam!

Es hatte sich so ergeben,

dass es zufällig der 21. Dezember

2012, der Tag des

Weltuntergangs der Majas

war.

Weltuntergangsstimmung?

Ja und nein!

Ich war eigentlich schon

sehr traurig und enttäuscht,

dass es nötig war,

diesen Weg zu gehen. Es

war mir auch bewusst, dass

ich einiges aufgeben und

verlieren würde. Durch diesen

Schritt konnte ich

jetzt aber wieder in den

Spiegel schauen und blieb

meinen Grundsätzen treu.

Denn es gab einfach zu viele

Dinge, die ich nicht mehr

in dem Verein teilen und

unterstützen konnte und

wollte.

Überraschenderweise war

der Schritt selbst dann

doch sehr befreiend. Die

Tränen aus der Zeit vorher

waren bald getrocknet und

jeden Tag danach fühlte

ich mich besser.

Kurz vor Jahresbeginn

2013 kam Annette, die

jetzt die Zuchtstätte der

Canilos von den Silbertalern

hat, (ehemalige Züchterin

der Elo®s von den

Silbertalern), plötzlich und

unerwartet dazu, um mich

in meinem Vorhaben zu unterstützen.

Und sie blieb nicht die

Einzige! Allerdings standen

wir zum

erst noch alleine da.

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CANILO ECHO AUSGABE 1

Dann kam das für mich

bedeutendste Ereignis:

Wir erwarteten für Anfang

Januar 2013 die ersten

Canilowelpen, meinen

Canilo A-Wurf. Ein mulmiges

Gefühl war schon da,

wie würde es werden?

Nun, es war entspannter

als in all' den Jahren zuvor.

Ich war so glücklich und

fühlte mich befreit!

Natürlich möchte ich keinen

meiner Elo®s, die vorher

auf die Welt kamen,

jemals missen, aber diese

Geburt war anders.

Nach den Strapazen der

vergangenen Monate gab es

einen neuen Weg, eine neue

Zukunft. Keine Anspannung

mehr, kein Zeitdruck durch

Formulare, die ausgefüllt

und innerhalb weniger Tage

an die Zuchtleitung gesendet

werden mussten.

Ich konnte mich ganz entspannt

und ruhig auf meine

Hündin und deren Welpen

konzentrieren und das Erlebnis

der Geburt und die

Zeit danach genießen. Es

war einfach nur schön!

Bereits kurz nachdem wir

die Canilo Gruppe im ARCD

e.V. gegründet hatten,

folgten einige Elo® Deckrüdenbesitzer,

die uns sofort

das Vertrauen schenkten

und die Canilo Zucht

unterstützen möchten.

Mit der Zeit kamen neue

Züchter dazu aber auch

Züchter, die bereits im alten

Verein gezüchtet hatten

und wechselten, weil

auch sie nicht mehr in dem

Verein glücklich waren,

bzw. unser Projekt unterstützen

wollten.

Die Geburt der ersten Canilos

war ein schönes Erlebnis !

Einer der ersten Canilos:

Die kleine Angel vom Aufspringbach

In Teamarbeit entstand

ein Canilo Forum zum Gedankenaustausch,

kritisch

aber fair.

Inzwischen ist sogar ein

Canilo-Shop online, alles in

liebevoller Arbeit erstellt.

Nun noch einmal kurz zurück

zur Markenschutzanmeldung:

Nachdem die Marke im

Register eingetragen wurde,

gab es einen formellen

Widerspruch. Wir hatten

das eigentlich auch schon

erwartet und waren vorbereitet.

Dank meiner lieben Freundin

konnten wir das Thema

recht gut und sachlich klären.

Der Widerspruch wurde

zurück genommen und

nun ist der Canilo auch

markengeschützt.

Wenn wir wollten, könnten

wir also dem Namen Canilo

auch ein Zeichen ® dranhängen,

wir verzichten jedoch

darauf. Wir haben

den Namen schützen lassen,

damit er uns nicht

durch Dritte weggenommen

werden kann.

Lizenzzahlungen der

Züchter einzuholen ist

nicht geplant. Es liegt uns

viel mehr daran, unser Projekt

des alltagstauglichen

Familienhundes weiter voranzubringen

und den

Züchtern die Freude an der

Canilo Zucht zu vermitteln.

Wie sagte doch gleich

noch ein Deckrüdenbesitzer,

der auch nun Züchter

in unserer Canilogruppe ist:

„Es lebe

der Canilo!“

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© birgit H - pixelio.de

CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 9

KONTAKT

Canilo Gruppe des

ARCD e.V.

c/o Bettina Brömme

Salzgasse 5

55234 Freimersheim

sagen möchte ich besonders

meiner Familie und allen

Canilo Freunden für die

tolle Unterstützung, die

Hilfe und Freundschaft.

Ohne den Rückhalt, den

ihr mir geboten habt, hätte

ich das Projekt niemals in

dieser Form auf den Weg

bringen können.

aber auch an alle für die

Liebe, das Vertrauen und

die Treue zum Canilo!

Macht weiter so!

Bettina und das

Aufspringbach-Rudel

Telefon: 06731-5160953

Fax: 06731 4999975

E-Mail:

info@canilo.de

Forum:

www.canilo.de/forum

Shop:

www.canilo-shop.de

Mitglied werden

Ihr möchtet uns und das

Projekt unterstützen?

Canilo

Dann werdet Mitglied in der

Canilo Gruppe des ARCD e.V.

Den Antrag findet Ihr im Internet

unter dem Punkt “Mitgliedschaft“

auf: www.canilo.de als Download.

Gerne senden wir Euch das Antragsformular

auch per E-Mail zu.

Bitte wendet Euch hierfür an:

info@canilo.de


CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 10

Ich bin‘s eure Elli,

ELO ® ODER CANILO ODER WAS?

von Annemarie Rudolph

na eigentlich heiße ich Bibi und bin eine rauhaarige kleine Elo ® Hündin.

Weil ich aber so ein Clown und Wirbelwind bin, wurde ich schon als Welpe

“Elli-Pirelli“ gerufen. Der Name passt zu mir. Ich bin schon drei Jahre alt,

bleibe wohl aber immer die "Kleine", denn in meiner Familie leben noch

Paula (die 10 jährige Labradorhündin) und meine Rudelchefin Elo ® Hündin

Ida (9 Jahre). Mit ihnen verstehe ich mich blendend. Wuff! Ich habe sie

eben alle um meine Pfote gewickelt.

Meine Familie liebt mich

genau so wie Ida, Paula

und Bo. Sie sagt immer "Ihr seid ganz tolle

Hunde, mit all Euren kleinen Macken,

die jeder Hund/Mensch nun mal so hat“

und sie wollen sich ein Leben ohne uns

nicht vorstellen. Wir sollen alle vier steinalt

werden und gesund bleiben, so lieb haben

sie uns.

Da meine Familie sich im Januar diesen Jahres (2013) der Canilo Gruppe angeschlossen

hat (und das nicht, weil mein Bruder Bo Deckrüde werden sollte, sondern weil sie so einige

Dinge in unserem früheren Verein nicht mehr verstanden und

auch nicht mehr unterstützen wollten), weiß ich nun gar nicht

mehr, wer ich denn nun bin? Ich bin zwar eine kleine Elo ®

Hündin, aber auch eine Schwester von einem Canilodeckrüden!

Meine Leute sagen, dass manche Freunde von früher inzwischen

so "komisch" zu uns sind und einige auch keinen Kontakt

mehr zu uns haben wollen, weil wir eigentlich mal Elo ® s

waren, es nun aber in deren Augen wohl nicht mehr sind ...

schade ... dabei haben wir uns doch gar nicht verändert.

Bo kann als Canilodeckrüde vorgestellt werden - aber was

sind Ida und ich denn jetzt? Frühere Elo ® Hündinnen und

jetzt Canilofreundinnen?

Eigentlich ist es auch ganz egal,was wir sind - oder? Wir

sind weiterhin tolle Hunde, die Canilos und die "früheren

Elo ® s". Die Züchter haben uns einen guten Start in ein glückliches

Hundeleben gegeben, genau wie bei den Canilos. Die Elterntiere

werden gesundheitlich überprüft, genau wie früher,

wir gehören früher wie heute einem Verein, jetzt einem

Zuchtverband an. Ich als “Elli-Pirelli“ sehe da keinen auffälligen

Unterschied.

Ihr etwa???

© ediathome - pixelio.de

Elo ® Bo und sein Canilo Sohn

Carlson vom Aufspringbach


CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 11

REZEPTE FÜR DEN HUND

Lieblings-Leckerchen

500 g Leber püriert (Rind, Huhn,

Kalb, Pute - kein Schwein),

500 g Flocken (Hafer, Maisgrieß

oder andere) kann auch teilweise

durch Mehl ersetzt werden,

3 Eier (auch mit Schale)

Nach Geschmack: Petersilie,

Schnittlauch, Pansenmehl, Knoblauch,

geriebener Käse, geriebene

Karotten, sonstige Kräuter.

Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten,

auf ein mit Papier ausgelegtes

Backblech streichen und backen:

ca.30 Minuten bei 200 Grad.

Noch warm in passende Stücke

schneiden.

Geflügelchips

200 g Hähnchenbrust (oder Putenbrust)

Hähnchenfleisch mit scharfen Messer

in ganz dünne Scheiben schneiden.

Auf ein mit Backpapier belegtes

Backblech legen:

Im vorgeheizten Backofen bei

150°C, mit zwischen Backofen und

Backtüre geklemmten Kochlöffel,

für 30 Min. trocknen. Danach

Kochlöffel entfernen und weitere

30-40 Min. trocknen, bis sie zu

knusprig, hellbraunen Chips geworden

sind.

Putenbröckchen

500 g Putenfleisch

500 g Haferflocken

1/2 l Milch

©olga meier-sander pixelio.de

Alle Zutaten in der Küchenmaschine

pürieren, aufs Backblech geben

und bei 180 Grad ca. 25 Min. backen,

auskühlen lassen und in kleine

Brocken schneiden (eventuell portionsweise

einfrieren).

Macht Euerm Hund eine ganz besondere Freude!

ÜBERSCHRIFT ARTIKEL INNENSEITE

© Rolf Handke pixelio.de

Hinweise für das Zusammenleben mit einem Hund

Grundausstattung

2 Näpfe (Wasser/Futter)

1 Hundekamm, 1 Hundebürste

1-2 Hundeleinen (verstellbar)

1 Hundedecke/-kissen (keine geflochtenen

Körbchen, da diese angeknabbert werden

könnten und dann Splittergefahr besteht)

Halsband/Geschirr

Zeckenzange/-haken

Hundespielzeug

Hundefutter

Kauartikel (z.B. naturbelassene Trockenartikel,

wie Rinderohr, Kopfhautstange usw.)

Erweiterte Ausstattung

Hundetransportbox

Autogurt für Hunde

Autoschondecke

Krallenzange

Effilierschere

Anmeldung/Versicherungen:

Hundesteuer

ggf. Sachkundenachweis/

Hundeführerschein

Hundehaftpflicht (sehr wichtig)

Hundekrankenversicherung

(wahlweise auch ein Sparbuch mit

monatlichen Einzahlungen)

Tasso (Haustierregister)

In Niedersachsen:

Anmeldung im Hundezentralregister


CANILO ECHO AUSGABE 1

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LOGBUCH — UNTERWEGS ZU DEN CANILO NORDLICHTERN

an Bord: Rainer - der Kapitän, “Skipper“ Bettina, sowie Besatzungsmitglieder Jule, Amelie und Oskar

Tag 1:

Mittwoch, 02.10.2013,

Start: Freimersheim,

Zielhafen: Krummhörn/Uttum,

16:25 Uhr - Abfahrt Freimersheim,

Salzgasse. Der Kapitän und die Crewmitglieder

Bettina, Jule und Amelie

sind an Bord, wir legen ab.

16:45 Uhr - Ankunft Flonheim:

Smutje Oskar (Antony) wird als Besatzungsmitglied

aufgenommen, es wird

Jugendburg in Borken

kurz in Flonheim angelegt.

21:36 Uhr - Ankunft Anlegestelle Borken, NRW, hier schlagen wir unser Nachtlager auf,

der Reisemobilstellplatz ist neben einem Naturschutzgebiet, mittendrin die etwas mystische,

aber wunderschöne Jugendburg.

Tag 2 (Vormittag):

Donnerstag, 03.10.2013

Zwischenstopp: Borken

Weiterfahrt nach Krummhörn/Uttum

06:30 Uhr – Kapitän Rainer unternimmt mit den Bolonka Crewmitgliedern einen Landausflug.

In der Zwischenzeit wird das gemeinsame Frühstück von dem Skipper Bettina vorbereitet.

7:40 Uhr - Abfahrt in Richtung Niedersachsen. Die Sonne geht auf, ein leichter Nebel

steigt in den Feldern auf.

8:24 Uhr - die Außentemperatur beträgt 6°C, wir durchbrechen die Grenze nach Niedersachsen.

10:56 Uhr - Ankunft im stürmischen

Krummhörn/Uttum bei den Canilozüchtern

Maike Kummer & Thomas Endelmann.

Wir werden bereits im Hof von

der Elo ® Hündin Narushaa freudig begrüßt.

Thomas kommt uns ebenfalls begrüßen

und bringt uns zu Narushaas Canilo

Welpen, dort ist auch Maike und eine

Familie mit Kindern zu Besuch. Hier wachsen die Canilos vom Kloster Miedelsum auf


CANILO ECHO AUSGABE 1

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Neben Narushaa leben noch zwei andere Hunde, Basko und Ivi bei Maike und Thomas, ausserdem

einige Pferde. Maike ist Osteopatin für Mensch und Tier und leitet dort eine Physiopraxis.

www.pferdeosteopathie-ostfriesland.de

Nach der Wurfabnahme von super niedlichen Canilowelpen, die ohne Beanstandungen verlief,

wurden wir mit einem köstlichen Stück selbstgemachter Quiche Lorraine und einem leckerem

Milchkaffee verwöhnt.

Tag 2 (Nachmittag):

Donnerstag, 03.10.2013

Start: Krummhörn/Uttum

Zielhafen: Elmenhorst/Fischbek

12: 47 Uhr - Abfahrt in Richtung

Burhave.

18.15 Uhr - Ankunft im Nordseebad

Fedderwardersiel. Der kleine Fischerort

liegt in der Nähe von Burhave. Hier

schlagen wir unser 2. Nachtlager auf.

Der Stellplatz ist direkt hinter dem

Deich, man hat einen wunderschönen

Blick auf die See, die leider kaum zu

sehen ist.

Jule, Amelie und Oskar hatten Spaß

und Rainer auch

Tag 3:

Freitag, 04.10.2013

Zwischenstopp: Butjadingen/Fedderwardersiel

Weiterfahrt nach Elmenhorst/Fischbek

In der Nacht ließ der Wind nach und wir planten am frühen

Morgen unseren Tag. Zufälligerweise hatte ich durch unser

Caniloforum erfahren, dass unsere Deckrüdenbesitzer Klaudia

und Michael am nächsten Tag in ihrem Ferienhaus

„Schwalbennest“ in Burhave eintreffen werden.

Mittags gab es zwar noch einen kräftigen Regenschauer,

der war aber kurze Zeit später wieder völlig verschwunden.

Wir hatten uns mit Klaudia und Michael verabredet, ein gemütlicher

Abend rundete den Tag ab, die Hunde tobten alle

Ferienhaus Schwalbennest

ferienhaus-schwalbennest.com/

in „Schwallis“ Garten. Abends fuhren wir wieder in unser Nachtdomizil nach Fedderwardersiel,

da wir unseren nächsten Termin nach Schleswig-Holstein mittags geplant hatten und

früh raus mussten.


CANILO ECHO AUSGABE 1

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LOGBUCH — UNTERWEGS ZU DEN CANILO NORDLICHTERN

an Bord: Rainer - der Kapitän, “Skipper“ Bettina, sowie Besatzungsmitglieder Jule, Amelie und Oskar

Tag 4:

Samstag, 05.10.2013

Start: Fedderwardersiel

Zielhafen: Elmenhorst/Fischbek

09:40 Uhr - Abfahrt Richtung Hamburg. Die Fahrt ist

sehr anstrengend, wir kommen immer mal wieder in einen

Stau, unsere kleinen Crewmitglieder müssen öfter mal eine

Pause mit Landgang machen, dann ist auch noch die Ortszufahrt

nach Elmenhorst gesperrt.

15:00 Uhr - Ankunft am Zielhafen Elmenhorst/Fischbek (gerade noch so pünktlich geschafft).

Hier lebt die Züchterfamilie Priebe mit ihrer Elo ® Hündin Ayla.

Die Canilo-Zuchtstätte „von der Lohe“ wird ohne Beanstandungen abgenommen. Auch hier

werden wir mit leckerem, selbstgebackenen Kuchen verwöhnt.

Tag 4 (Abend):

Samstag, 05.10.2013,

Start: Elmenhorst/Fischbek,

Zielhafen: Neuss/Rosellerheide,

18:00 Uhr - Abfahrt Richtung Niedersachsen

21:35 Uhr - Ankunft in Quakenbrück

auf einem Stellplatz in der Nähe eines

Stadtparks. Hier geht die gesamte

Mannschaft noch auf einen Landgang,

nimmt eine Mahlzeit ein und dann ist

Zapfenstreich. Die Bolonka Crew

macht alles komplikationslos mit.

Die Bolonka Crew

Canilo Zuchttauglichkeit — Was wird geprüft?

Wenn ein Elo ® oder Canilo für die Canilo Zuchttauglichkeit geprüft werden soll, ist eine einmalige DOK-

Augenuntersuchung inklusive Gonioskopie, eine Patellauntersuchung sowie HD-Röntgenuntersuchung durch

einen Tierarzt mit entsprechender Qualifikation zur HD-Aufnahme erforderlich.

Darüber hinaus erfolgt eine Beurteilung des Standards und Wesens. Diese wird durch einen zugelassenen

Zuchtwart der Canilo Gruppe des ARCD e.V. vorgenommen.

Sofern bereits eine Zuchtzulassung des Hundes vorliegt, könnte diese von der Canilo Gruppe des ARCD e.V.

ggf. anerkannt werden. Einfach mal nachfragen! Die Kontaktadressen befinden sich auf der letzten Seite.


CANILO ECHO AUSGABE 1

Tag 5:

Sonntag, 06.10.2013

Zwischenstation Quakenbrück

Weiterfahrt nach Neuss/

Rosellerheide

SEITE 15

Nach dem Spaziergang mit vielen Hunden treffen

wir uns alle bei Hanne, der Canilozüchterin

„vom Mühlenbusch“.

09:15 Uhr - Abfahrt bei sehr mildem

Klima Richtung NRW.

13.00 Uhr - Ankunft Waldparkplatz in

Rosellerheide/Neuss. Hier warten wir

auf die zu beurteilenden Elo ® Rüden Inu

und Iggy vom Mühlenbusch. Auch diese

beiden schönen Rüden möchten künftig

der Canilozucht zur Verfügung stehen.

Pünktlich treffen alle auf dem Parkplatz

ein und es erfolgt ein schöner,

entspannter Spaziergang, bei dem

“Skipper“ Bettina - nun in der Funktion

des Zuchtwarts - die Hunde gut beobachtet.

Hier wird die Standard– und Wesensbeurteilung

fortgesetzt, bei der Iggy und Inu hervorragend

abschneiden. Ebenso haben sie perfekte Gesundheitsergebnisse.

Die zwei Kleincanilodeckrüden in

rau und in glatt können auf der Deckrüdenseite

unserer Canilo HP begutachtet werden:

www.canilo.de

Tag 6:

Montag, 07.10.2013

Start: Neuss/Rosellerheide

Ziel: Heimathafen in Freimersheim

08:30 Uhr - Abfahrt Rosellerheide

Waldparkplatz mit Abstecher zum gemeinsamen

Frühstück und Klönen bei

Hanne

12.30 Uhr - Wir laufen in Richtung

Rheinhessen aus.

14:55 Uhr - Ankunft Freimersheim

Die Heimat hat uns wieder und…. die Sonne scheint

Unsere daheimgebliebenen Hunde freuen sich wie Bolle, Die Nordlichter-Tour war zwar anstrengend,

aber sehr schön und wir haben sehr viele liebe und nette Leute kennengelernt.

Aber das Wichtigste für uns: wir sind gesund und zufrieden, dank unserem Kapitän wieder

im Heimathafen Freimersheim gelandet.

Danke an den für uns weltbesten Hundebetreuer Timo,

dass er uns diese Reise ermöglicht hat.


CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 16

Kind & Hund

Es gibt nichts Schöneres, als Kinder

mit Hunden aufwachsen zu sehen.

Beide lernen im täglichen Umgang

sehr viel voneinander. Rücksichtnahme,

Verantwortung und Hilfsbereitschaft

sind nur einige Faktoren.

Auch Kleinkinder können schon

viel im Umgang mit

dem Hund lernen

liebevolle Kontaktaufnahme

Gemeinsame Erlebnisse mit Kind und Hund sorgen

für Spaß und Freude bei den großen wie auch bei den

kleinen Familienmitgliedern.

Aber das richtige Verhalten im Umgang mit dem

Hund will gelernt sein. Dies setzt voraus, dass beim

Umgang von Kindern und Hunden stets darauf geachtet

wird, dass gewisse Regeln eingehalten werden.

Kinder lernen durch den Umgang mit Hunden auf einfache Art und Weise, ein anderes

Lebewesen zu verstehen und zu respektieren. Sie beobachten sehr gut, wie der Hund auf ihr

Verhalten und ihre Sprache reagiert und überdenken ihr Verhalten. Im täglichen Umgang

erkennen sie, wie wichtig Rücksichtnahme, Geduld und Ruhe für das Zusammenleben mit

einem Hund ist und was Verantwortung bedeutet.

Freunde, Spielkameraden

und Seelentröster


CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 17

KINDERSEITE

Buchempfehlungen:

LESEMAUS, Band 135:

Darf ich den Hund streicheln? - So

gehst du mit Hunden um (Softcover)

von Inga Vinkelau, Sigrid Leberer

ISBN: 978-3-551-08935-9

Die 12 Regeln im Umgang mit Hunden:

kostenfreier Download :

http://www.vdh.de/tl_files/media/pdf/

dl/12_regeln.pdf

Welchen Weg muss der Hund nach Hause laufen?

Rätsel:

Ein Bauer steht mit einer Ziege, einem Wolf und einem

Kohlkopf an einem Fluss, den er überqueren muss.

Das Boot ist aber sehr klein und kann nur Zwei fassen.

Die Ziege darf aber nicht mit dem Wolf alleine am

Ufer bleiben, da der Wolf sie fressen würde. Sie darf

aber auch nicht mit dem Kohlkopf alleine bleiben, da

sie den Kohl verspeisen würde.

Wie kann der Bauer nun alle wohlbehalten über den

Fluss bringen?

Lösung auf Seite: 19

CANILO HUNDEKUNDE


CANILO ECHO AUSGABE 1

PFOTENSCHUTZ IM WINTER

SEITE 18

Tipps des Redaktionsteams

Im Winter werden die Pfoten des Hundes besonders beansprucht. Sie müssen nicht nur

Schnee und Eis standhalten, sondern werden auch manchmal über Wege mit Streusalz geführt.

Auch wenn der Einsatz von Streusalz auf Wegen grundsätzlich nur in Ausnahmefällen

an gefährlichen Stellen wie Treppen, Rampen, Brückenauf- und -abgängen oder anderen

steilen Streckenabschnitten erlaubt ist, lässt es sich oft nicht vermeiden, mit dem

Hund diese Wege zu nehmen. Leider ist es oft auch unumgänglich, dass in der Winterzeit

die Straßen mit Streusalz versehen werden müssen. Nicht jeder hat die Möglichkeit bei

den Spaziergängen komplett auf Wiesen und Felder auszuweichen, sondern muss mit seinem

Vierbeiner diese Straßen überqueren.

Zuhause angekommen, lecken die Hunde die

Pfoten sauber, was natürlich durch das Salz

auch nicht gesund ist und zu Verdauungsstörungen

und Erbrechen führen kann. Das Salz

entzieht der Haut Feuchtigkeit, die Ballen

werden spröde und rissig und sobald eine

kleine Verletzung an den Ballen vorhanden

ist, brennt das sehr arg.

Vorsicht bei Streusalz

Im Handel werden zwar Pfotenschuhe für Hunde angeboten, die jedoch für die meisten

Hunde nur unbequem sind und der Hund schon nach ein paar Schritten versucht, die Schuhe

abzustreifen. Ausserdem könnte eine zusätzliche Verletzungsgefahr bestehen, da der

Hund mit den Schuhen oft nicht ausreichenden Halt auf den rutschigen Wegen hat.

Zur Pflege der Pfoten können diese inklusive

Ballen vor dem Spaziergang z.B. mit

einer Melkfettsalbe oder Vaseline

eingerieben werden. Durch den

Fettfilm wird die Pfote, wie

auch der Ballen geschützt.

Es sollte zusätzlich darauf

geachtet werden, dass die

Haare zwischen den Zehen

nicht allzu lang sind. Zwar

schützen diese Haare den

Hund vor spitzen Steinen und

Verletzungen im Zehenzwischenraum,

sodass sie deshalb nicht

komplett entfernt werden sollten,

jedoch bleiben in diesen Haaren auch

vermehrt Eisklumpen hängen, die den Hund auf dem Spaziergang stören.


CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 19

Der Schnee schmilzt durch die warmen Pfoten und friert aufgrund

der niedrigen Aussentemperatur gleich wieder, sodass sich

nach und nach immer mehr und größere Eisklumpen im Fell bilden.

Bei Hunden, die an den Läufen länger behaart sind, wie z.B. die

rauhaarigen Canilos, können vor einem Spaziergang im Tiefschnee

die Läufe ebenfalls mit Melkfett o.ä. behandelt werden. Hierfür

wird z.B. das Melkfett auf den Händen verrieben und dann leicht

von oben nach unten über die Läufe gestrichen. Auf diese Weise

bleiben nicht so viele der so genannten “Schneeklumpen“ im Fell

hängen und der Spaziergang verläuft nicht so unruhig, da der

Hund nicht ständig versucht, die störenden Klumpen aus dem Fell

zu entfernen.

Wer mit dem Melkfett oder Vaseline nicht klar kommt, kann

sich im Tierfachhandel speziellen Pfotenschutz (auch als Spray

erhältlich) besorgen. Fragt einfach mal danach!

Im Übrigen hilft es, wenn nach dem Spaziergang die Pfoten und

Zehenzwischenräume mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden. Auf diese Weise werden

die Schnee- und Salzreste schonend entfernt. Danach sollte jedoch möglichst etwas

Melkfett, Vaseline oder sonstige Pfotenpflege auf die Pfoten aufgetragen werden, um ein

übermäßiges Austrocknen zu vermeiden und die Ballen geschmeidig zu halten, damit sie den

besonderen Ansprüchen des Winters weiterhin standhalten können. Auf diese Weise können

Hund und Halter die Spaziergänge im Schnee gleichermaßen genießen.

das Redaktionsteam

WIR DANKEN UNSEREN SPONSOREN

In Liebe gehüllt

Handgenähte

Hundegeschirre & mehr

Andrea Weingärtner

www.in-liebe-gehuellt.com

E-Mail: in-liebe-gehuellt@gmx.de

Wollt Ihr unser Caniloprojekt

auch unterstützen?

Dann nehmt bitte Kontakt

zur Zuchtbuchstelle auf.

(Kontaktdaten auf der letzten

Seite).

Lösung

des Rätsels von Seite 17:

Der Bauer nimmt zunächst

die Ziege mit und

setzt sie auf der anderen

Seite des Ufers ab.

Dann holt er den Wolf,

setzt diesen ab, nimmt

aber gleichzeitig die

Ziege wieder mit zurück.

Jetzt holt er den Kohl

und legt ihn zum Wolf so

dass Wolf und Kohl zurückbleiben.

Dann erst

kann er auch noch die

Ziege holen.


CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 20

Brustgeschirr oder Halsband?

von Hundephysiotherapeutin

Andrea Weingärtner

Kaum ein Thema wird unter Hundehaltern

so intensiv und kontrovers diskutiert,

wie die Frage: Brustgeschirr oder

Halsband?

Für mich, als tierärztlich geprüfte Hundephysiotherapeutin,

gibt es nur eine klare

Antwort zu dieser Frage:

Brustgeschirr!

Ich möchte Ihnen anhand eines kleinen

Ausfluges in die anatomischen Strukturen

des Hundeskeletts darstellen, warum das

Tragen eines gut sitzenden Brustgeschirrs

einen positiven Einfluss auf die

verschiedensten – nicht nur physischen –

Bereiche haben kann

Das Skelett des Hundes

stützt den Körper, schützt die inneren Organe und hat eine wichtige Bedeutung für die

Fortbewegung. Das Skelett des Hundes lässt sich folgendermaßen untergliedern:

Kopfskelett

Hirnschädel


Gesichtsschädel

Rumpfskelett

Wirbelsäule



Rippen

Brustbein

Extremitätenskelett

vordere Extremität


hintere Extremität

Da für die Frage “Brustgeschirr oder Halsband?“ die Betrachtung der Wirbelsäule wichtig

ist, werde ich hier nur auf die Anatomie der Wirbelsäule näher eingehen.

Die Wirbelsäule

besteht aus 7 Halswirbeln, 13 Brustwirbeln,

7 Lendenwirbeln, 3 Kreuzbeinwirbeln

und je nach Rasse zwischen 20 und 23

Schwanzwirbeln (genetisch bedingt können

es auch weit weniger Schwanzwirbel

sein, z.B. Englische oder Französische

Bulldogen). Zwischen den Wirbeln (außer

zwischen dem 1. und 2. Halswirbel) befinden

sich die knorpeligen Zwischenwirbelscheiben,

die Bandscheiben.

In ihren oberen Bereichen bilden die

Wirbelkörper Wirbelbögen aus, die in der

Gesamtheit der Wirbelsäule den Wirbelkanal

bilden. In diesem verläuft das Rückenmark,

das direkt mit dem Gehirn verbunden

ist und mit diesem zusammen das

Zentralnervensystem bildet. Die Wirbelkörper

setzen sich nach oben in die Dornfortsätze

fort, die je nach Körperregion

unterschiedlich hoch sind. Sie dienen der

Rückenmuskulatur als Ansatzstellen.


CANILO ECHO AUSGABE 1 SEITE 21


Die Muskulatur des Hundes

Der Hund besitzt drei Arten von Muskeln:

die quergestreifte Muskulatur

(auch Skelettmuskulatur genannt), die

die Bewegungen des Skeletts und der

Haut ermöglicht und willentlich gesteuert

wird

die Herzmuskulatur, deren Fasern

zwar ebenfalls quergestreift sind, die

aber eine autonome (selbstständige)

Nervenversorgung hat

die glatte Muskulatur, die sich im

Verdauungstrakt und in anderen inneren

Organen befindet und ebenfalls

autonom gesteuert wird

Die Skelettmuskulatur ist bei gesunden

Hunden sehr gut ausgebildet und stützt

und schützt den gesamten Bewegungsapparat,

sowie die inneren Organe.

Leider führt die gut bemuskelte Seitenund

Nackenpartie häufig zu der Annahme,

dass die komplette Halspartie unempfindlich

gegen manuelle Einwirkungen eines

Halsbandes ist. Dies ist jedoch keinesfalls

korrekt. Denn auf der Vorderseite

des Halses sind kaum Muskeln angelegt,

die die empfindlichen Organe, wie Kehlkopf,

Schilddrüse und Zungenbein vor

Einwirkungen durch ein Halsband, geschweige

denn durch unfreundliche Erziehungsmaßnahmen

wie „Leinenruck“ schützen

könnten.

Das werden sie auch selbst fühlen können,

wenn Sie Ihrem Hund einfach mal

über die Vorderseite des Halses streichen.

Sie werden sofort den Kehlkopf

spüren, der eben nicht durch eine dicke

Muskelschicht “geschützt“ ist.

Ein äußerst wichtiger Muskel des Hundes

ist der “Lange Rückenstrecker“

(Musculus Longissimus). Er verläuft

auf beiden Seiten neben der Wirbelsäule

vom Hinterhaupt bis zur Hüfte. Sollte

dieser Muskel an seiner Halspartie durch

manuelle Einwirkung gequetscht oder gezerrt

werden, so verspannt sich dieser

bis hin zur Lendenwirbelsäule, da es ein

durchgängiger Muskel ist. Somit ist leicht

nachvollziehbar, dass durch den unsachgemäßen

Gebrauch eines Halsbandes bei

Ihrem Hund plötzlich auch Probleme mit

den Hintergliedmaßen auftreten können,

geschweige denn Verspannungen des gesamten

Rückens zur Folge haben können.

Und ich glaube, Jeder weiß, wie unangenehm

Verspannungen im gesamten Rückenbereich

sein können.


CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 22

Vor– und Nachteile von Brustgeschirr oder Halsband?

Nachteile eines Halsbandes

Der Hals des Hundes ist, wie der Hals des

Menschen, ein extrem empfindsamer Körperteil,

bei dem Manipulationen zu schweren

Schäden führen können!

Wie bereits beschrieben, besteht die

Halswirbelsäule des Hundes aus 7 Halswirbeln.

Die einzelnen Wirbel werden gebildet

aus dem Wirbelkörper, dem Wirbelbogen,

den Wirbelfortsätzen und verschiedenen

Nervenaustrittslöchern. Die Bandscheiben

zwischen den Wirbelkörpern dienen als

Puffer und Stoßdämpfer bei der Bewegung.

Durch den "Leinenruck" oder aber dauerhaftes Ziehen des Hundes an der Leine kann die

Halswirbelsäule unter Umständen stark geschädigt werden. Es kann zu einem Bandscheibenvorfall

in diesem Bereich kommen, was mit starken Schmerzen verbunden ist.

Ist das Halsband so dünn, dass es in den Zwischenraum der einzelnen Wirbel passt, ist die

Gefahr der direkten Schädigung der Bandscheiben groß.

Weiterhin beherbergt der Hals noch die

Luft- und die Speiseröhre, wobei die Luftröhre

vor der Speiseröhre liegt. Was bei

Druck auf die Luftröhre mit einem (und

zwar jedem !!!) Lebewesen passiert, wird

sich jeder Mensch vorstellen können. Es

kommt zu einem "wunden" Gefühl im Hals,

zu Schmerzen, Stress bis hin zur Panik.

Außerdem wird die Sauerstoffzufuhr gedrosselt.

Im Hals befindet sich außerdem noch die

Schilddrüse. Eine Quetschung der Schilddrüse

hat Auswirkungen auf die Hormonsteuerung

und kann u. a. zu Übererregbarkeit,

Nervosität, Durchfall, Schlaflosigkeit,

Appetitlosigkeit, erhöhtem Puls, aber

auch zu Niedergeschlagenheit und Depression

führen.

Rechts und links am Hals sitzen Kopf- und

Halsschlagader. Diese versorgen das Gesicht,

die Kaumuskulatur, Zunge, Schlund,

Schilddrüse, Kehlkopf, Nacken, Augen und

große Teile des Gehirns mit Blut und Sauerstoff.

Werden diese wichtigen Schlagadern

auch nur kurz gequetscht, können die

Auswirkungen fatal sein.

Weiterhin liegen um den gesamten Halsbereich

Muskeln und Nerven.

Durch Reizung der Nerven, die durch unpassende,

weil zu schmal oder würgende

Halsbänder entstehen, kann es zu Schmerzen

v. a. im Bereich des Kopfes, aber auch

zu Kreislaufbeschwerden, Lungenbeschwerden

u.v.m. kommen. Auf den einwirkenden

Druck durch das Halsband auf den Hals reagiert

der Hund durch Anspannung der

Halsmuskulatur.


CANILO ECHO AUSGABE 1 SEITE 23

Aus starker Anspannung resultieren Verspannungen

in der Halswirbelsäule, welche

sowohl beim Mensch, als auch beim Hund zu

Symptomen wie Kopfschmerz, Schwindelgefühl

oder Schmerzen in der gesamten Wirbelsäule

führen können.

Anzeichen für Schmerzen und Unwohlsein

werden dann als Verhaltensveränderungen

erkennbar: z. B. Zurückweichen vor Berührung,

bis hin zu erhöhter Aggressivität gegen

den Halter oder auch gegen andere Hunde.

(Literaturhinweis: „Rückenprobleme

beim Hund. Untersuchungsreport“ von Anders

Hallgren).

Selbst Bänder und Lymphgefäße können

geschädigt werden bei einer Manipulation

des Hunde-Halses.

Geschieht die Einwirkung auf die Halswirbelsäule

plötzlich und unerwartet (z. B. Leinenruck

/ lebhafter Welpe), kann dies zu

Wirbel- / Bandscheibenverschiebungen führen.

Eine Wirbelsäulen-Erkrankung kann

darin ihren Ursprung haben. Im Besonderen

gilt dies für Welpen, da das Skelett in der

Wachstumsphase noch sehr empfindlich ist.

Eine weitere äußerst wichtige Untersuchung

für alle Hunde, die stark am Halsband

ziehen und die womöglich aufgrund ihrer

Rasse oder Anatomie zum Glaukom neigen,

zeigt, dass durch das Ziehen am Halsband

der Augendruck signifikant erhöht wird.

Bei der Verwendung eines Brustgeschirrs

ist der Augeninnendruck nicht verändert.

„Basierend auf diesen Resultaten wird

dringend empfohlen, Hunde mit schwacher

oder dünner Cornea, Glaukom oder Erkrankungen,

für die eine Erhöhung der IOP fatal

wäre, nur noch am Brustgeschirr statt am

Halsband zu führen.“

Quelle: vetcontact, Amy M. Pauli, Ellison Bentley,

Kathryn A. Diehl, Paul E. Miller (2006): Effects of

the Application of Neck Pressure by a Collar or Harness

on Intraocular Pressure in Dogs. In: Journal of

the American Animal Hospital Association 42:207-

211 (2006))

Zu den physischen Auswirkungen können

auch noch psychische Auswirkungen hinzukommen.

Was macht ein "Leinenruck",

was macht ein Würge- oder

"Erziehungshalsband" mit

meinem Hund?

" Durch viele Leinenrucke und "scharfe"

Halsbänder entsteht über klassische Konditionierung

häufig eine Abneigung des

Hundes gegen Halsband und Leine.

Er steht dann unter Stress, solange er

angeleint ist, was zu vermehrter Aggression

z. B. gegen Artgenossen und auch zu

verstärktem Ziehen als Fluchtversuch aus

der Situation führen kann" (Sabine Winkler

"So lernt mein Hund").

Sicher gibt es auch Hunde, die es von

klein auf gewohnt sind, ohne Leine immer

neben oder in der Nähe des Halters zu

bleiben, so dass der Halter die Notwendigkeit

eines Geschirrs nicht sieht. Allerdings

gilt es auch hier zu bedenken, dass

der Hund eventuell mal aus einer Gefahrensituation

herausgeholt werden muss,

vielleicht aus einem Bach, aus dem er

nicht mehr selbständig herauskommt oder

der Halter muss in eine gefährliche Verkehrssituation

eingreifen.

Bedenken Sie bitte, dass es in Gefahrensituationen

alleine durch den Schreck

des Halters automatisch zu einer

Schrecksituation für den Hund kommt

und so der Schreck und der Fluchtimpuls

oder die Panik noch verstärkt werden

können. Ein Griff ans Geschirr ist in Gefahrensituationen

wesentlich harmloser

als ein Griff ans Halsband, welches vielleicht

durch das Haarkleid des Hundes

auch nicht so schnell und einfach zu greifen

ist.


CANILO ECHO AUSGABE 1 SEITE 24

Allerdings sind nicht alle Geschirre ohne Bedenken zu empfehlen…

Das schwarze Schaf unter den Brustgeschirren

ist das "Gentle Dog". Es ist entgegen

der Werbung und auch Empfehlung von Hundetrainern

und Tierärzten alles andere als

harmlos, denn seine Wirkung beruht darauf,

dass dem Hund durch die verschiedenen Zugmechanismen

die Beine weggedrückt werden.

Die dünnen Nylonbänder ziehen tiefe Druckwunden

in die sensible Haut. Die Einwirkung

auf der feinen, weichen Haut an jenen Stellen,

die besonders schmerzhafte und schwerheilbare,

manchmal nie ausheilende Wunden

durch die Schürfungen und Risse verursacht,

kann keine Lösung sein.

Ein Brustgeschirr sollte den Hundehals entlasten

und Schmerzen oder Druck verhindern

und nicht vorsätzlich zufügen.

Vorteile eines gut sitzenden Brustgeschirrs

Durch ein gut sitzendes Brustgeschirr wird die empfindsame Halspartie des Hundes

verschont und der “Zug“, ob durch den Hund oder den Halter verursacht, verteilt sich

proportional auf dem gesamten Brust- und Rückenbereich des Hundes.

Angsthunde sind mit einem Brustgeschirr wesentlich besser gesichert als mit einem

Halsband, aus dem sie in Schrecksituationen einfacher rausschlüpfen können, als aus einem

Brustgeschirr.

Generell kann der Hund schneller und besser gesichert werden, sollte er einmal

schnell festgehalten werden müssen. Diese menschliche Einwirkung am Geschirr ist für

Hunde wesentlich entspannter, als ein rascher Griff ans Halsband, bei dem sich der Hund

meistens erschreckt und auszuweichen versucht.

Auch kann es sein, dass sich das Ziehen an der Leine mit dem Einsatz eines Geschirrs

erledigt hat. Denn dadurch, dass der Zug am Hals verschwindet, hat der Hund keinen

Grund mehr, diesem Zug und dem damit verbundenen Schmerz entkommen zu wollen.

Und insbesondere alte oder ältere Hunde sollten am Brustgeschirr geführt werden,

da es bei diesen aufgrund von Bewegungseinschränkungen oder gar Schmerzen erforderlich

sein kann, durch den Halter Hilfestellungen zu leisten, z. B. beim Treppensteigen.


CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 25

Worauf sollten Sie beim Kauf eines Brustgeschirrs achten?

Da der Körperbau unserer Hunde aufgrund der unterschiedlichen Rassezugehörigkeit

so unglaublich vielfältig sein kann, ist es sehr wichtig darauf zu achten, dass das Brustgeschirr

optimal sitzt. Nur so können „Zug“ und „Druck“ optimal verteilt werden. Schauen wir

uns grob die unterschiedlichen Hunderassen und ihren anatomischen Körperbau an:

Für Bulldoggen ist es aufgrund der massigen

Statur und des breiten Brustkorbes

nicht ganz einfach, ein passendes Geschirr

zu finden.

Auch Windhunde haben einen ganz eigenen

Körperbau. Sie haben einen sehr tiefen Brustkorb

und eine ausgesprochen schmale Taille.

Hier kann es oftmals erforderlich sein,

ein sogenanntes „Dreibein-Geschirr“ zu

verwenden.

Diese Körperform ist für den

Brustgeschirr-Kauf wohl die

„einfachste“:


CANILO ECHO AUSGABE 1 SEITE 26

Das Geschirr

sollte weder zu

weit sein, sonst

kann der Hund in

einer Paniksituation

herausschlüpfen.

Noch sollte

es zu eng sein und

den Hund in der

Atmung oder der

Bewegung einschränken.

Wenn

zwischen Hundekörper und Geschirr noch

2 Finger dazwischen passen, sitzt es richtig.

Bei Norwegergeschirren

sollte unbedingt darauf geachtet

werden, dass die

Schnalle nicht zu weit seitlich

am Hundebauch angebracht

ist, da diese sonst bei der Bewegung

immer wieder an den

Ellenbogen stößt und dies zu

einer Gelenkreizung führen

kann.

Bei Führgeschirren

sollte

ebenfalls darauf

geachtet werden,

dass weder

der Halsgurt,

noch der Bauchgurt

zu eng sind

und dass die

Schnallen nicht

zu weit seitlich

am Hundebauch

angebracht sind.

Das Material sollte nicht zu

hart und rau sein, da es

sonst bei der Bewegung

scheuert und somit Schäden

an Fell und Haut des

Hundes verursacht.

Sie sehen, es ist nicht

ganz einfach, ein gut

sitzendes Geschirr zu

kaufen.

Des Weiteren

s o l l t e d e r

Brustgurt nicht

zu kurz sein, da

der angrenzende

Bauchgurt

sonst in den

Achseln einschneidet

und

somit die Bewegung

beeinträchtigt.

Allerdings sollte der Brustgurt

auch nicht zu weit sein, da der Bauchgurt

ansonsten zu weit hinten sitzt und auf den

Magen drückt.

Daher liegt für mich der Vorteil eines

maßgeschneiderten Brustgeschirrs eindeutig

an der perfekten Passform.

Fotos: www.in-liebe-gehuellt.com


CANILO ECHO AUSGABE 1

Das maßgeschneiderte Brustgeschirr

ist ganz individuell auf den Hundekörper

angepasst und kann weder einengen, noch

scheuern. Hinzu kommen die individuellen

Farbzusammenstellungen von Herrchen

oder Frauchen, die das Brustgeschirr und

somit den Vierbeiner unverwechselbar machen.

Abschließend möchte ich Ihnen den Artikel

von Clarissa von Rheinhardt zu dem

Thema „Halsband oder Brustgeschirr“

empfehlen. Dieser Artikel darf gerne in

vollständiger Form geteilt und kopiert

werden.

www.animal-learn.de/images/tipps/

Brustgeschirr.pdf

Andrea Weingärtner

Hundephysiotherapeutin

www.hunde-in-bewegung.org

SEITE 27

Quellen:

"Anatomie/Physiologie" (Brandis/Schönberger)

"Rückenprobleme beim Hund" (Anders Hallgren)

"Hilfe, mein Hund zieht" (Turid Rugaas)

"Die Neuropsychologie des Hundes" (James O´Heare)

"So lernt mein Hund" (Sabine Winkler)

Hundepsychologin Sabine Vossel

Animal Learn, Clarissa von Rheinhardt

Savvy-Dog Silke Benz Hundetraining

In Liebe gehüllt

Handgenähte

Hundegeschirre & mehr

Andrea Weingärtner

www.in-liebe-gehuellt.com

E-Mail: in-liebe-gehuellt@gmx.de


CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 28

CANILO DECKRÜDE - EIN ERFAHRUNGSBERICHT

von Julia Becker

Schon immer gehörten Tiere zu meinem Leben. Unter anderem

auch ein kleiner Tierheimhund. So lernte ich schon früh, Verantwortung

zu übernehmen und hatte für mich einmal beschlossen:

"Irgendwann, wenn die Kinder "groß" sind, bekomme ich wieder

einen Hund."

Infiziert durch meine Mutter und Schwester (die zusammen inzwischen

drei Hunde haben) und dadurch, dass ich gesundheitlich

eine schwierige Lebenssituation durchleben musste, merkte ich

wie gut mir die Gesellschaft der Vierbeiner tat. Und so kämpfte

ich schon viel früher als geplant für ein Leben mit Hund.

Mein Mann war erst strikt dagegen, aber als wir 2010 unseren

Bo zu uns holten, war das der Beginn einer richtigen

“Männerfreundschaft“. Mein Mann ist wenigstens genauso stolz

auf Bo wie ich. Er hat mich sogar dazu ermutigt, Bo als Deckrüden

zur Verfügung zu stellen.

Nun, nach drei Jahren Leben mit Bo kann ich sagen: Wir haben einen tollen Hund!

Sicherlich durch seine Gene und die tolle Prägung in der Zuchtstätte, aber auch durch

unsere Erziehung und das gemeinsame Leben mit ihm.

Julia Becker, stolze Besitzerin

des Canilo Deckrüden Bo

Bo ist der beste Kamerad und Seelentröster für die Kinder

Bo mit seinen Mini-Frauchen

Lara und Leni im Strandurlaub

Er ist der beste Spielkamerad seiner Minifrauchen

und ist ihnen wie auch ihren Freunden gegenüber

noch nie aggressiv geworden.

Im Gegenteil: er ist freundlich zu jedermann,

ohne aufdringlich zu sein. Er bellt nicht viel,

aber wenn er anschlägt, vor allem nachts,

dann kann man sich darauf verlassen, dass

irgendwas nicht stimmt.

( z.B. Fremde im Gartenhaus, etc.)

Bo ist sehr gelehrig und freut sich, wenn er

mit uns “arbeiten“ darf.

In der Hundeschule haben wir im letzten Jahr

den Hundeführerschein gemacht.

Zur Beschäftigung haben wir mit ihm u.a.

geclickert und longiert, sowie in einen Mantrailingkurs

hineingeschnuppert.

Mit Rallye Obedience haben wir für uns beide den

Hundesport gefunden, der uns gemeinsam großen

Spaß macht.


CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 29

Mit einem Jahr bestand Bo den Eignungstest für die ASB

Besuchshunde und seit dieser Zeit besuchen wir regelmäßig

Demenz-Wohngemeinschaften, Seniorenheime aber auch Kindertagesstätten

etc.

Bo als ASB Besuchshund

Bei den ASB Besuchseinsätzen öffnet er die Herzen der

Senioren und bringt ihnen viel Freude. Manchmal sogar auch

nur durch seine Anwesenheit.

Er wird bei den Besuchen oft bewundert, ebenso auf Spaziergängen,

im Urlaub etc. Häufig kommen wir wegen Bo mit

Fremden ins Gespräch, die von seinem Wesen und seinem Aussehen

begeistert sind. Interessant ist, dass man den Eindruck

hat, unser Bo Bär genießt es richtig.

Bo - der Liebling der Senioren

Als tierliebe Familie leben bei uns im Haus noch 5 Meerschweinchen,

mit denen Bo schnell Freundschaft geschlossen

hat.

Im Frühjahr diesen

Jahres zogen in unseren

Garten dann

auch noch 8 junge

Hühnerdamen ein.

Von Anfang an hat

Bo die Mädels problemlos

akzeptiert.

Es ist toll zu sehen, wie behutsam er mit ihnen umgeht

und wie schön er auf sie aufpasst, wenn meine Mutter mit

ihren Hunden Ida, Elli und Paula zu Besuch ist.“

Behutsam mit anderen Haustieren

Es gab natürlich auch anstrengende Phasen mit ihm, z.B. als er ein Jungrüde war, die Ohren

auf Durchzug stellte und alles Gelernte vergessen schien. Aber wir haben gelernt, man

darf in der Erziehung nicht nachlässig werden. Mit Konsequenz und gaaanz viel Liebe und

Verständnis, dankt es der Hund mit Anhänglichkeit und "meist" mit gutem Benehmen.

Sicherlich habe ich auch heute noch manchmal andere Probleme bei gewissen Rüdenbegegnungen

als meine Mutter mit ihren "Hunde-Damen", aber ich kann mit Stolz sagen: Bo fängt

nie Streit mit anderen Rüden an, er weiß sich aber zu behaupten, wenn es denn mal sein

muss. In Beißereien ist er noch nie verwickelt gewesen. Er passt auf sein Rudel auf und hält

die Familie besonders auf Waldwegen zusammen. Bo fühlt sich am wohlsten, wenn er uns in

der Nähe oder in Sichtweite hat, dann kann er total entspannen.


CANILO ECHO AUSGABE 1 SEITE 30

Der Hundedamenwelt gegenüber ist er mit seinem eigenen

Charme und großer Beharrlichkeit zugetan. Na ihr wisst schon

was ich meine!

Spaziergänge zu Zeiten, wenn viele Hündinnen läufig sind, gestalten

sich nicht gerade entspannt. Aber ich weiß, diese Zeit

geht auch wieder vorbei und dann ist er auch draußen wieder

unser Bobbelchen.

Die Entscheidung für einen Rüden

habe ich nie bereut.

Ich habe mich damals für einen Rüden entschieden, da bei

meinen Eltern schon drei Hündinnen im Haus lebten und wir es

mit einem Rüden fürs Rudel leichter hielten. Eine Hündin wäre

mir damals aber eigentlich lieber gewesen.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir anfangs doch Sorgen gemacht,

ob es die richtige Entscheidung war, denn Rüden sollen

laut lieber Mitmenschen viel schwieriger in Erziehung und Verhalten

sein. Das kann ich aber nicht bestätigen!

Auch nicht den gutgemeinten Hinweis, dass Rüden, wenn sie

einmal gedeckt haben, viel triebiger und unruhiger sind, als vor

dem Deckakt.

Es ist ein schönes Gefühl “Hundeoma“ zu sein.

Julia mit Bos Sohn

Carlson vom Aufspringbach

Bo war sehr gelassen und ruhig nach der "Hochzeit mit

Womble". Es hat ihm richtig gut getan. Womble und Bo haben

drei wunderschöne Welpen und es ist ein schönes Gefühl

"Hundeoma" zu sein.

Die Welpen zu besuchen und zu knuddeln macht einen so richtig

stolz und froh. Schön ist, wenn man auch nach Monaten

noch mit den neuen Familien Kontakt hat und weiß, wie sich die

kleinen Racker entwickeln.

Bo wünscht den Canilo Echo Lesern

alles Gute im neuen Jahr!

Wir sind sehr stolz auf unseren Bo Bär. So wie er ist,

ist er für uns richtig und ein Leben ohne ihn ist für uns

unvorstellbar!

Es lebe der Canilo!

In diesem Sinne wünschen wir allen Züchtern, Deckrüdenbesitzern

und Freunden ein gutes Jahr 2014 und

vielleicht, gibt es auch bald wieder kleine Cani-bo´s!

Wir würden uns freuen!

Liebe Grüße

Julia Becker

Mehr über Bo und seine Familie

gibt es auf seiner Webseite:

www.bo-bär.de


Pinnwand-Bild: © GG-Berlin pixelio.de

CANILO ECHO AUSGABE 1 SEITE 31

Wir danken unseren Deckrüdenbesitzern

für das Vertrauen in die Canilo Zucht!


©Mike Frajese pixelio.de

CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 32

ZÜCHTERSEMINAR

AM 30. MÄRZ 2014

Am 30. März 2014 bietet die Canilo Gruppe das Seminar an:

“von Züchtern für Neuzüchter“

Themenschwerpunkt ist: “Alles rund um die Geburt“

Dieses Seminar richtet sich hauptsächlich an Neuzüchter

und Zuchtinteressierte. (Seminarort: 56130 Bad Ems)

Es ist nicht nur für Canilo Züchter geeignet.

Das Tagesseminar ist in 4 Blöcke aufgeteilt:

Voraussetzungen für

eine Zuchtstätte und

Vorbereitungen auf

einen Wurf

Alles rund um die

Geburt und Nachgeburtsverhalten

Homöopathische

Begleitung -

vor, während und

nach der Geburt

Aufzucht, Tipps zur

Welpenprägung,

geeignete

Spielmöglichkeiten


CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 33

Es freut uns sehr, dass wir im dritten Seminarteil als Referentin die

Tierheilpraktikerin Frau Fassbender-Kremer

der www.tierheilpraxis-saulheim.de gewinnen konnten.

Frau Fassbender-Kremer wird zum Thema:

“Homöopathische Begleitung vor,

während und nach der Geburt“ referieren.

Auf Wunsch können die Seminarteilnehmer von Frau Fassbender-Kremer eine Zusammenstellung

von homöopathischen Mitteln für die Geburtsvorbereitung/Wehenschwäche und

nachgeburtliche Betreuung für ca. 15,- € erwerben. Wer Interesse an diesem Set hat, sollte

dies bis zum 15. März 2014 mitteilen an : info@canilo.de, damit Frau Fassbender-Kremer

zum Seminartag genügend Päckchen mitbringen kann.

Ansonsten können die homöopathischen Mittel auch nachträglich bei Frau Fassbender-

Kremer bestellt werden. Dann kommen natürlich die Versandkosten dazu.

Weitere Informationen zur Anmeldung, zum Seminarablauf,

zur Anfahrt usw. findet Ihr im Download unter:

http://canilo.de/pdf/Anmeldung-30-03-14.pdf

Wir freuen uns auf Euch!

Das Team der Canilogruppe im ARCD e.V.


© Jakob Ehrhard / Pixelio.de

CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 34

SILVESTER

DER HORROR FÜR ÄNGSTLICHE HUNDE

Tipps des Redaktionsteams

Silvester! Für Einige ein lang ersehnter Tag der lautstarken Party bis in den Morgen. Dagegen

für manche Hundebesitzer ein leider schon Tage vorher, nur mit großer Sorge erwarteter

Zeitpunkt.

Wenn ein Hund Angst vor Knallgeräuschen hat, ist besonders die Zeit um Silvester herum

eine stressige Zeit für den Hund und den Halter. Aber auch wenn noch beim letzten

Silvester beim Hund alles “normal“ gewesen ist, kann nun auf einmal alles ganz anders

sein: Silvester wird zum Horrortrip! Konnte man den Hund letztes Jahr noch entspannt

mitnehmen, zittert er jetzt schon zu Hause wie Espenlaub, verkriecht sich ins hintere Eck

vom Wohnzimmer oder presst sich hechelnd und sabbernd an den Besitzer und geht nicht

mehr von ihm weg. Wie kommt das?

Das Ohr des Hundes ist ein sehr hoch entwickeltes Organ.

Es kann um ein Vielfaches höhere Frequenzen wahrnehmen

als das Ohr des Menschen. Für die empfindlichen Ohren des

Hundes beginnt der “Lärm“ deshalb schon viel früher als für

uns. Der Hund kann sein Hörvermögen, ähnlich wie das Geruchsvermögen,

auch selektiv einsetzen. Er kann Geräusche

ausblenden und wiederum bestimmte Geräusche aus einer

Geräuschkulisse herausfiltern. Jeder von uns wird es sicher

schon erlebt haben, dass der Hund bei lauter Musik schläft,

aber sobald die Leine in die Hand genommen, die Leckerli-

Tüte geöffnet oder der Napf verschoben wird, steht der

Hund hellwach neben uns.

Prägung im Welpenalter ist sehr wichtig!

Ein Hund hat ein ausgeprägtes Gehör

Leider genießt nicht jeder Hund eine optimale Aufzucht, bei der der Züchter den Welpen

bereits in der Aufzuchtphase noch in der sicheren Umgebung des Rudels und unter Anwesenheit

der entspannten Mutterhündin mit lauten und knallenden Geräuschen konfrontiert

hat. Den auf diese Weise geprägten Hunden fällt es später meist leichter, laute Geräusche

wie Gewitter oder Feuerwerk als normal zu empfinden.

Doch selbst wenn sich der Züchter bemüht hat, eine Gewöhnung an die Geräusche zu erreichen,

ist das keine Garantie dafür, dass der Hund nicht später aus den unterschiedlichsten

Gründen doch eine Angst vor Knallgeräuschen entwickelt.


© Stefan Bayer / Pixelio.de

CANILO ECHO AUSGABE 1

SEITE 35

Was kann man also tun, um den Stress an Silvester zu vermindern?

Es gibt die Möglichkeit, die beim Züchter begonnene

Gewöhnung an die Geräusche fortzusetzen.

Hierfür sind spezielle „Geräusche-CDs“ im

Handel erhältlich. Hierbei ist jedoch besonders

darauf zu achten, dass mit den Geräuschen erst

langsam und leise von einem zum anderen Geräusch

wechselnd begonnen wird. Die Geräusche

sollten gleichzeitig mit einem für den Hund positiven

Ereignis verbunden werden, wie fressen,

streicheln, spielen. Dabei ist stets die Reaktion

des Hundes zu berücksichtigen. Bitte besonders

am Anfang unbedingt bei dem Hund im Raum bleiben

und die Geräusche gemeinsam entspannt und

positiv erleben.

Erst später, wenn der Hund sichtlich entspannt bei den Geräuschen ist, kann die Lautstärke

etwas gesteigert werden. Sollte der Hund auch dies gelassen hinnehmen, kann sogar

versucht werden, kurz den Raum zu verlassen.

Eine weitere Möglichkeit, dem Hund den Silvesterstress

zu erleichtern, ist die Verwendung von

homöopathischen Mitteln, die bereits einige

Zeit im Voraus regelmäßig zur Beruhigung verabreicht

werden sollten. Hier möchten wir darauf

aufmerksam machen, dass auch jedes homöopatische

Mittel ein Arzneimittel ist und die Dosierung

sorgfältig auf den Hund abgestimmt werden muss.

Bitte sprecht deshalb vorab rechtzeitig mit einem

Tierheilpraktiker oder einem Tierhomöopath über dieses Thema. Auf diese Weise wird die

Medikation auf den jeweiligen Hund zugeschnitten und mit der richtigen Potenz des Mittels

angewendet. Für den akuten Notfall können die in jeder Apotheke erhältlichen

„Rescue-Tropfen“ (eine spezielle Bachblüten-Mischung) verwendet werden, die übrigens

auch für sonstige Notfälle immer im Haus sein sollten.

Sehr wichtig ist auch, den unsicheren Hund schon Tage vor Silvester

und auch danach nicht ohne Leine laufen zu lassen. Es kann passieren,

dass plötzlich ein Böller früher als erwartet gezündet wird. Hierdurch

kann der Hund erschrecken und in Panik davon laufen. Dann besteht

die Gefahr, dass er auf die befahrene Straße läuft oder sich

auch gar nicht mehr einfangen lässt und tagelang herumirrt. In seiner

Angst wird er unkontrollierbar. Das Gleiche gilt für die Zeit nach Silvester,

auch hier kann es noch Tage später dazu kommen, dass plötzlich

noch ein Böller gezündet wird. Der an der Leine geführte Hund

fühlt sich sicherer und kann auch nicht weglaufen.


CANILO ECHO AUSGABE 1 SEITE 36

Eine weitere Hilfe könnten die mittlerweile im

Handel wie auch beim Tierarzt erhältlichen Produkte

aus der Adaptil® Serie sein, die das Beruhigungs-

Pheromon D.A.P. (Dog Appeasing Pheromone) enthalten.

In der Natur wird dieses Beruhigungs-Pheromon

3 – 5 Tage nach der Geburt der Welpen am Gesäuge

der Mutterhündin gebildet. Es hilft den Welpen, die

vielen neuen Reize während der ersten Wochen ihres

Lebens entspannt zu verarbeiten. ADAPTIL® ist

Die Mutterhündin bildet am Gesäuge ein

Beruhigungs-Pheromon für die Welpen

die synthetische Nachbildung dieses Pheromons, das

aufgeregten, unsicheren und ängstlichen Hunden jeden

Alters hilft, sich zu entspannen. Bei diesen Produkten

wird mittels Halsband, Spray oder Steckdosenzerstäuber gleichmäßig das Pheromon

freigesetzt. Dieses Beruhigungspheromon besitzt keine Neben– oder Wechselwirkungen,

hat also auch kein Suchtpotenzial. Dieses Mittel kann übrigens auch eingesetzt werden,

wenn der Hund/Welpe Stress bei Autofahrten hat, der sich durch Speicheln, Erbrechen

oder Einkoten zeigt. Ebenfalls könnte ADAPTIL ® bei geplanten Flugreisen eingesetzt werden,

wenn sich diese nicht vermeiden lassen oder auch andere stressige Situationen anstehen.

Wichtig für Katzenfreunde: dieses Mittel gibt es übrigens auch für die Samtpfötchen!

10 Tipps für ein stressfreieres Silvester

1. Am Abend möglichst noch bei Helligkeit mit dem angeleinten Hund spazieren gehen.

Kein Freilauf!

2. Danach alle Fenster und Türen sowie die Hunde-/Katzenklappe verschließen. Damit

werden die Außengeräusche gedämpft und die Fluchtgefahr vermindert.

3. Fenster abdunkeln.

4. Gegebenenfalls schon rechtzeitig im Voraus Hilfsmittel zur Beruhigung des Hundes

wie z.B. homöopathische Mittel oder das Beruhigungs-Pheromon Adaptil® anwenden.

5. So ruhig und entspannt wie möglich bleiben, da sich die Aufregung sonst auf das Tier

überträgt.

6. Im Radio oder Fernseher z.B. eine Musiksendung möglichst laut laufen lassen, damit

der Ton vom Feuerwerksgeräusch ablenkt — aber hier natürlich darauf achten, dass

im TV Kanal nicht ausgerechnet eine Live Schaltung zum Feuerwerk erfolgt.

7. Für Ablenkung sorgen, sei es durch neues Spielzeug, Kauartikel oder besondere Leckereien.

8. Das gestresste Tier nicht beschimpfen oder bestrafen. Das wird nur für noch mehr

Stress auf beiden Seiten sorgen.

9. Die Tiere während des Feuerwerks nicht alleine lassen.

10. Den Jahreswechsel gemeinsam mit dem Hund genießen und sich auf viele schöne Erlebnisse

im neuen Jahr freuen!

Das Canilo Echo Redaktionsteam wünscht allen Canilo Freunden

einen stressfreien Rutsch in ein gutes neues Jahr 2014!


CANILO ECHO AUSGABE 1

ZUM GUTEN SCHLUSS

LESERMEINUNG

DAS ECHO AUF‘S ECHO

SEITE 37

Nun ist unser erstes

“Canilo Echo“ am

Schluss angekommen.

Hoffentlich hat es

Euch gefallen und

Ihr hattet Spaß

beim Lesen der Neuigkeiten

und Infos.

Gerne könnt Ihr uns

Kritik (positive oder

negative) sowie Anregungen,

Vorschläge

oder auch Fragen zu

bestimmten Themen

zukommen lassen.

Wir freuen uns

über alle Zuschriften.

Natürlich lesen

wir jede sorgfältig,

auch wenn wir sie

nicht alle gleich beantworten

können.

Wir legen großen Wert auf Euer “Echo“

Wenn Ihr die Zuschriften

mit dem

S t i c h w o r t :

„L e s e r b r i e f“

verseht, erklärt Ihr

Euch damit Einverstanden,

die Briefe

hier im Canilo Echo

zu veröffentlichen.

Aus Platzgründen

behalten wir uns vor,

die Briefe ggf. zu

kürzen.

Wir würden uns sehr

freuen, wenn Ihr uns

schöne Fotos oder

Geschichten von und

über Eure/n Hunde/n

sendet. Bitte nur Fotos

einsenden, an denen

Ihr die Bildrechte

besitzt.

Bei Übersendung an

uns stimmt Ihr einer

Veröffentlichung des

Fotos im Canilo Echo

zu. (Für eingesandte Fotos

und Texte wird keine Haftung

übernommen)

Titelblatt der Jubiläumsausgabe

Canilo Echo 2013

Unser

Redaktionsteam

freut sich schon

auf Euer Echo!

Sendet eine Mail

an: echo@canilo.de

FROHE

WEIHNACHTEN!


Canilo Gruppe im ARCD e.V.

Zuchtbuchstelle der Canilo-Gruppe

Ein alltagstauglicher Familienhund

c/o Bettina Brömme

Salzgasse 5

55234 Freimersheim

Telefon: 0 67 31 - 51 60 95 3

Fax: 0 67 31 - 4 99 99 75

E-Mail: info@canilo.de

Canilo Züchter (Stand 01.12.2013):

Canilos vom Aufspringbach

Bettina Brömme

Salzgasse 5

55234 Freimersheim

Tel: 06731 - 5 16 09 53

Fax: 06731 - 4 99 99 75

E-Mail: info@aufspringbach.de

Web: www.aufspringbach.de

Canilos von den Silbertalern

Annette Frank

Am Heiligen Häuschen 3

55234 Albig

Tel: 06731 - 4713074

E-Mail: annette.frank@silbertalercanilos.de

Web: www.silbertaler-canilos.de

Canilos vom Bärenbrückelchen

Eva Blum

Freiherr-von-Ketteler-Str. 7

56112 Lahnstein

Tel: 02621 - 1877666

E-Mail: info@lahnsteinercanilos.de

Web: www.lahnsteiner-canilos.de

Canilos vom Mühlenbusch

Hannelore Buchholz

Mühlenbuschweg 9

41470 Neuss

Tel: 02137 - 5193

Fax: 02137 - 929431

E-Mail:

info@muehlenbusch.de

Web: www.muehlenbusch.de

Ihr findet uns

im Netz unter:

www.canilo.de

Canilos

vom Kloster Miedelsum

Maike Kummer/Thomas

Endelmann

Miedelsummer Weg 1 a

26736 Krummhörn/Uttum

Tel: 04923 - 929461

Handy: 0176 - 42 07 56 60

E-Mail: maike.kummer@icloud.com

Web: www.endelmann.de

Canilos vom Kuperbusch

Jochen Hösel

Stelzendorfer Str. 48

09116 Chemnitz

Tel: 0371 - 855709

E-Mail: jhoesel@arcor.de

Web: www.einschoener-hund.de

Canilos von der Lohe

Viola Priebe

Lohe 28

23869 Elmenhorst/Fischbek

Tel: 04532 - 260259 Handy:

0173 - 6121971

E-Mail: v.frieberg@gmx.de

… und wer ist

der Nächste?

Wir freuen uns

auf Euch!

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