DorfStadt 14-2018

markuskrohn

Wir sind Elbvororte. Hochwertige lokale Berichte und Reportagen aus und über Rissen, Sülldorf, Iserbrook, Blankenese, Osdorf, Groß Flottbek, Nienstedten, Othmarschen, Bahrenfeld und Schenefeld.

Rissen · Sülldorf · Iserbrook · Blankenese · Othmarschen

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Zeitung für Rissen | Sülldorf | Iserbrook | Blankenese | Osdorf | Nienstedten | Groß Flottbek | Othmarschen | Bahrenfeld | Schenefeld

Ausgabe 14/18 · vom 11. Oktober 2018 | Verlag/ Redaktion Tel.: 87 08 016-0, www.dorfstadt.de | redaktion@dorfstadt.de

Alle drei Wochen

kostenlos ins Haus

NICHT ERHALTEN? Anrufen: 87 08 01 60

SÜLLDORF: S.4

Henrik Strate zur

Magistralplanung

BLANKENESE: S.6

Workout mit

Kinderwagen

GROSS FLOTTBEK: S.7

Endlich wieder

bummeln gehen

Blinder Passagier

aus Südafrika

Am Tag der Deutschen Einheit

wurden von Mitarbeitern eines

Hochregallagers in Tornesch in

einem Weinkarton aus Südaf -

rika ein Skorpion entdeckt. Die

Finder riefen sofort in der

Wildtierstation Hamburg an

und baten um Hilfe.

Christian Erdmann von der

Wildtierstation in Sparrieshoop

bot sofort Hilfe an. „Wir be -

kom men des öfteren illegale

Einwanderer“, scherzt der Leiter

der Wildtierstation.

Der männliche Spaltenskorpion,

den es nur in Südafrika gibt, ist

mäßig giftig, vergleichbar mit

den Stich einer Wespe. „Jür -

gen“ so der neue Name des

Stacheltieres, wird wohl seinen

Lebensabend in Sparrieshoop

verbringen, bedauert Christian

Erdmann. „Wir werden auf

jeden Fall Kontakt mit Zoos

suchen, um nicht noch einen

Dauergast beherbergen zu müssen...“

www.wildtierstationhamburg.de

www.dorfstadt.de

Foto: Krohn

Foto: Erdmann

In einem unscheinbaren

Haus aus den 1950er Jah -

ren in unmittelbarer Nähe

zur Elbe entstand in akribischer

künstlerischer Fein -

arbeit innerhalb von sieben

Monaten das neue Album des

Soul-Sän gers und Eurovi sions-

Kandi da ten Max Mutzke.

RISSEN

In diesen Tagen feiern

Christen wieder überall auf

der Welt Erntedanktag. An

diesem Tag danken die

Gläubigen für die Ernte auf

den Feldern, aber auch für den

Lohn, den sie für ihre Arbeit

erhalten.

Wegen der Herbstferien findet

der große Erntedankumzug in

Sülldorf diesem Jahr am 14.

Oktober statt. Hier gibt es seit

Jahrzehnten die Tradition, mit

geschmückten Treckern und

Anhängern, Ponys, Boller wa -

gen und Fahrrädern durchs

Dorf zu fahren. Angeführt wird

der Umzug von einem Spiel -

mannszug.

Vor dem Umzug feiert die Ev.-

Luth. Kirchengemeinde um 10

Uhr in der St. Michaelskirche in

Sülldorf einen traditionellen

Gottesdienst mit Abendmahl,

bei dem Brötchen aus der Süll -

dorfer Handwerksbäckerei Han -

sen verteilt werden. Der Altar -

raum ist festlich mit Heuballen,

Obst und Gemüse der Land -

wirte aus Sülldorf geschmückt

und die Erntekrone wird von

SÜLLDORF

Die Männer hinter

Max Mutzke

Die beiden Produzenten Torsten Eichten und Danny Samar in „Granny’s House“, dem Projektstudio

im 50er Jahre-Design in Rissen.

„Granny’s House“ ist nicht einfach

nur ein Projekt-Tonstudio,

sondern war für die an der Pro -

duktion der neuen Platte mit

Namen „Colours“ Heimat und

Rückzugsort für die Freunde,

die das Album in einem „demokratischen

Prozess“ gestaltet

haben.

Vertretern der Landwirte, des

Bürgervereins und der Kirchen -

gemeinde in die Kirche und

danach durchs Dorf ge tragen.

Wer möchte, schließt sich dem

Umzug mit geschmücktem Bol -

lerwagen oder dem Fahrrad an

und fährt gemeinsam mit anderen

Sülldorfern zurück zur St.

Michaelskirche. Im Kirchen -

garten und im Gemeindehaus

Besonders stolz ist Ideengeber

Torsten Eichten auf das Am -

biente im 50er Jahre-Stil, das er

2016 dort ursprünglich vorfand

und durch weitere Stücke aus

mehreren Haushalts auflö sun -

gen ergänzte. Sogar Justin

Timberlakes Band fühlte sich

in Rissen pudelwohl... Seite 9

Christen danken für gute Ernte

Erntedankgottesdienst und großer Umzug durch Sülldorf | Konrad Matzen

wird dann noch einmal ausgiebig

gefeiert. Auch Gäste aus

benachbarten Stadtteilen sind

herzlich willkommen.

Sonntag, 14. Oktober, 10 Uhr:

Erntedankfest und Umzug

St. Michaelskirche

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Wir sind Elbvororte.


2 • DorfStadt-Zeitung 14/2018 • 11.10.2018

ALTONA AKTUELL

Neues aus dem Bezirk | Markus Krohn

Elbvororte

Führungsakademie unter neuer Leitung

Oberst Holger Neumann wird stellvertretender Kommandeur | Markus Krohn

DorfStadt-Herausgeber Markus Krohn

Foto: privat

Moin, liebe Leser,

haben Sie auch das Gefühl,

dass der Hamburger Westen in

den diesjährigen Herbstferien

wie leer gefegt ist? Wenn man

den Berichten aus meinem

Bekanntenkreis Glauben schenken

darf, geht es bei den meisten

Familien in die Sonne.

Moment mal – hatten wir

davon nicht gerade genug…?

Offenbar nicht! Ich freue mich

derweil über frisch geerntete,

sprich: aufgelesene, Kastanien

und Eicheln, die bei uns auf der

Fensterbank ein prachtvolles

Bild ergeben. Da kann einem

Wind und Nieselregen kaum

noch etwas anhaben. Und wenn

es mir doch zu kalt werden sollte,

lege ich ein paar Holzscheite

in den Kaminofen. Etwas

Schöneres kann ich mir kaum

vorstellen! Wie genießen Sie

den Herbst? Mailen Sie bitte an

redaktion@dorfstadt.de

I’m walking...

Othmarschen – SPD und CDU

setzen sich für die Tankstelle an

der Bernadottestraße ein. „Die

Tankstelle erlangte aufgrund

ihrer kleinen Größe einen Kult -

status und war auch ein sozialer

Treffpunkt für viele Men -

schen in der Nachbarschaft.“

heißt es in einem gemeinsamen

Antrag der größten Fraktionen

in der Bezirksversammlung.

Damit die Tankstelle weiterhin

erhalten und weiter betrieben

werden kann, soll das Bezirks -

amt sich zeitnah um eine Lö -

sung für die seit dem Sommer

geschlossene Tankstelle kümmern.

Erfolg für Wissenschaftler

Schenefeld – Der XFEL-Rönt -

gen laser arbeitet besser als

erwartet – eine große internationale

Forschergruppe unter

DESY-Führung hat die Er geb -

nisse der ersten wissenschaftlichen

Experimente an Europas

neuem Röntgenlaser European

XFEL veröffentlicht. Die Pio -

nier arbeit zeigt nicht nur, dass

die neue Anlage Messungen um

mehr als das Zehnfache be -

schleunigen kann, sie enthüllt

auch eine bislang unbekannte

Struktur eines Enzyms, das für

Antibiotika-Resistenzen eine

wichtige Rolle spielt. Euro pe -

an-XFEL-Geschäftsführer

Robert Feidenhans'l: „Die

Ergebnisse zeigen, dass die

Anlage noch besser funktioniert

als erwartet und im besten

Zustand ist, um neue wissenschaftliche

Durchbrüche zu liefern.“

Das Forscherteam präsentiert

seine Ergebnisse, zu

denen auch die erste am Eu ro -

pean XFEL neu bestimmte

Proteinstruktur gehört, im

Fach blatt „Nature Communica -

tions“.

Wirtschafts-Kampagne

Wedel – Hamburgs Nachbarn

werben gemeinsam: Die Kom -

munen des Kreises Pinneberg

wollen sich zukünftig gemeinsam

unter dem Dach der Wirt -

schaftsförderungs- und Ent -

wick lungsgesellschaft des Krei -

ses (WEP) als Wirtschaftsregion

vermarkten. Darauf verständigten

sich die kreisangehörigen

Städte und Gemeinden auf der

jüngsten Gesellschafter ver -

samm lung der WEP Kommu -

nalholding GmbH im Wedeler

Rathaus. Die Beteili gungs ge -

sellschaft war im vergangenen

Jahr gegründet worden, um den

Städten und Gemeinden des

Kreises mehr Einfluss auf die

Arbeit der kreisweiten Wirt -

schafts förderung WEP zu si -

chern. Vorsitzender der Gesell -

schaft ist Wedels Bürgermeister

Niels Schmidt.

Joggen im Volkspark

Bahrenfeld – Der Bezirk will

die Sportmöglichkeiten in den

Quartieren voranbringen. Vor

allem in den Neubaugebieten

sollen Möglichkeiten für Out -

door-Sport geschaffen werden.

An der Bahrenfelder Trabrenn -

bahn sind sehr viele neue

Wohnungen geplant. Daher

beschloss die Bezirks ver samm -

lung, ein energieeffizientes

Beleuchtungskonzept für die

große Wiese nordöstlich hinter

der Bahrenfelder Trabrennbahn

und die Lauffläche um das

Areal zu entwickeln zu lassen.

Der HSV hatte 150.000 Euro als

Ausgleichszahlung wegen eines

nicht realisierten Lauftreffs

geleistet. Dieses Geld soll dafür

verwendet werden.

Verteilung von 80.000 €

Elbvororte – Der Bezirksver -

sammlung Altona stehen für

das Haushaltsjahr 2019 Finanz -

mittel in Höhe von 80.000 Euro

für die Unterstützung von kleineren

Maßnahmen und Pro -

jekten (Sachmittel) zur Ver -

fügung.

Altonaer Bürger sowie Altonaer

Initiativen, Organisationen und

Einrichtungen können bis spätestens

31. Oktober 2018 An trä -

ge auf Zuschüsse aus diesen

Sondermitteln beim Bezirksamt

Altona, Dezernat Steuerung

und Service -RS 112-, Platz der

Republik 1, 22765 Hamburg

stel len, wenn sie förderungsfähige

Projekte in Altona durchführen

möchten. Ein amtliches

Antragsformular findet sich auf

www.altona.hamburg.de

Der neue Direktor Ausbildung an der Führungsakademie, Oberst Holger Neumann, nach der Übergabe

Mit Oberst im Generalstab

Holger Neumann übernimmt

ein äußerst erfahrener

Stabsoffizier die Amts -

geschäfte des stellvertretenden

Kommandeurs an

der Führungsakademie der

Bundeswehr in Hamburg. Oberst

Neumann hat außerdem die

Verantwortung als Direktor

Ausbildung übernommen. Da -

mit ist er künftig für die Aus -

bildung in den Lehrgängen an

der höchsten Ausbildungs ein -

richtung der Streitkräfte zu -

ständig. Sein Vorgänger, Flot til -

lenadmiral Karsten Schneider,

wechselt als Chef des Stabes an

das Marinekommando in Ro -

stock. „Ihnen vertraue ich unseren

Führungsnachwuchs sehr

gerne an“, erklärt Generalmajor

Oliver Kohl, Kommandeur der

Führungsakademie der Bundes -

NIENSTEDTEN

Grün-Dachoffensive für Schulen

Anne Krischok (SPD) fordert zusätzliche Flächen im Hamburger Westen | Konrad Matzen

Gründächer tragen sehr viel

zu einem gesunden Stadt -

klima bei. Sie wirken als

Kältedämmung, schirmen

Hitze ab, schützen vor den

Folgen von Starkregen, dienen

als Lärmschutz und

bieten vielen Tieren und Pflan -

zen einen Lebensraum in der

Stadt. Und: Begrünte Dächer

halten erheblich länger als

unbegrünte.

ELBVORORTE

»52 Schulstandorte in

Hamburg haben grüne

Dächer – hoffentlich

auch bald mehrere in

meinem Wahlkreis.«

(Anne Krischok, SPD)

„Gründächer sind nicht nur

nachhaltig und sparen Geld.

Gerade auf Schulen dienen sie

auch dazu, dass Schülerinnen

und Schüler die Natur besser

erfahren können“, freut sich die

Umweltpolitikerin Anne Kri -

schok (SPD) über die Grün -

dach-Offensive der Schulbe -

hörde, die sie im Rahmen der

Schulsanierung initiiert hat.

„Ich fände es schön, wenn bald

auch mehrere Schulen in meinem

Wahlkreis dabei sind“,

hofft Anne Krischok.

Die Finanzbehörde hat für das

wehr, gegenüber dem neuen

Direktor.

Oberst Neumann lernte die

Füh rungsakademie und Ham -

burg vor fast 20 Jahren kennen.

Von 2001 bis 2003 absolvierte

er den 46. Generalstabsdienst-

/Admiralstabsdienst-Lehrgang.

Nach unterschiedlichen Ver -

laufende Haushaltsjahr 7,5

Millionen Euro im Zuge einer

Nachbewilligung bereitgestellt.

Damit können 137.000 Qua -

drat meter Dachfläche zu Grün -

dächern umgestaltet werden.

Auch in den nächsten Jahren

sollen weitere Gründächer auf

Schulen eingerichtet werden.

Dies trägt mit zur Senkung der

CO 2 -Emissionen bei und die

Stadt dient als Vorbild für private

Bauherren.

„Gründächer sind ökologisch

wichtig für eine Stadt, in der

viel gebaut wird. Sie sind ein

Stück Lebensqualität, erschlie -

wendungen unter anderem in

Bonn und Berlin führte er als

Kommodore das Taktische Luft -

waffengeschwader 74 in Neu -

burg an der Donau. Zuletzt war

Neuer und ehemaliger Direktor der Führungsakademie links und

rechts vom Kommandeur Oliver Kohl

Foto: Krohn

er stellvertretender Sprecher

des Bundesministeriums der

Verteidigung in Berlin. „Auf

meine vielfältigen Erfahrungen

ßen neue Freiräume und helfen

bei der Anpassung an den Kli -

mawandel. Zudem sind sie

zusätzliche Grün- und Erho -

lungs flächen und verschönern

das Stadtbild“, betont Krischok.

Nicht nur Schulen können mit

Extensive Dachbegrünung kann sich selbst erhalten.

Foto: PR

Gründächern zum Klimaschutz

beitragen. Gründächer sind

immer ein wichtiger Beitrag zur

Nachhaltigkeit – auf allen Ge -

bäuden. Es gibt hauptsächlich

zwei Varianten der Dachbe -

grünung. „Zum einen die

Exten sive Dachbegrünung, die

so aufgebaut wird, dass sie sich

selbst erhalten kann und keine

Foto: Krohn

in der Truppe und in der ministeriellen

Arbeit kann ich aufbauen“,

sagt Oberst Neumann,

„diesen Erfahrungsschatz möch te

ich gerne an die angehenden Ge -

neralstabsoffiziere weitergeben.“

Seit 60 über Jahren bereitet die

Akademie in Hamburg ihre

militärischen Spitzenkräfte auf

anspruchsvolle Aufgaben in

den Streitkräften, der NATO,

der Europäischen Union und

den Vereinten Nationen vor.

Kern aufgabe ist die Aus- und

Weiterbildung bereits berufserfahrener

Offiziere aus dem Inund

Ausland. Die Führungs -

aka demie hat seit 2016 einen

neuen, erweiterten Auftrag. Die

Entwicklung von Führungs per -

sönlichkeiten wird durch eine

Denkfabrik (das German Insti -

tute for Defence and Strategic

Studies, GIDS) ergänzt.

Bewässerung braucht. Es gibt

aber auch die Möglichkeit, das

Dach in eine begehbare Garten -

landschaft zu verwandeln“,

erläutert die Umweltexpertin.

Um ihr Dach in eine grüne Oase

in der Stadt zu verwandeln,

kön nen private Bauherren För -

de rung beantragen. Dachbe -

grünungen werden durch

öffent liche Zuschüsse und indirekt

durch die Gebührenre duk -

tion bei der Splittung der Ab -

wassergebühr gefördert. Auf -

grund der Rückhaltefunktion

von Wasser wird die Nieder -

schlagswassergebühr für Grün -

dachflächen ab einem Sub strat -

aufbau von 5 cm um 50%

gemindert. Bis 2019 stellt die

Behörde für Umwelt und Ener -

gie (BUE) für ein Förder pro -

gramm zur Dachbegrünung

drei Millionen Euro zur Verfü -

gung. Mit der Hamburger

Grün dachförderung werden

frei willige Maßnahmen der

Intensiv- oder Extensivbe grü -

nung bei Wohn- und Nicht -

wohngebäuden in Hamburg

gefördert. Die Förderung wird

über die Hamburgische Inve -

stitions- und Förderbank beantragt

und ausgezahlt.

ifbhh.de/gruendachfoerderung/


Die Verkehrsbetriebe Ham -

burg-Holstein GmbH (VHH)

ist mit mehr als 1.600 Mit -

arbeitern an insgesamt

zwölf Standorten in der

Metropolregion Hamburg

das zweitgrößte Nahver -

kehrsunternehmen Norddeut -

schlands. Bei so vielen Men -

schen ist es kein Wunder, dass

jedes Jahr einige das Unt er -

nehmen auch wieder verlassen,

z.B. weil sie in Rente gehen

oder ein Umzug in eine andere

Stadt ansteht. Die Gründe können

vielfältig sein, aber alle

führen zum gleichen Ergebnis:

Jedes Jahr müssen 50 bis 60

Stellen im Fahrdienst neu be -

setzt werden. In diesem Jahr

sind es sogar 100 offene Stel -

len, da durch Fahrplaner wei -

terungen zusätzliche Stellen

geschaffen worden sind.

Doch auch die VHH spürt den

Fachkräftemangel – es wird

schwieriger, offene Stellen zu

besetzen. Daher braucht es

neue Ideen, um die Lust aufs

Busfahren zu wecken. Die neue

Jobkampagne der VHH, die das

Unternehmen gemeinsam mit

der Kieler Agentur boy Stra -

tegie und Kommunikation entwickelte,

hat sich genau das

zum Ziel gesetzt. Sehr gerne

würde die VHH auch mehr

Frauen einstellen, bislang sind

nur 14 Prozent der Busfahrer

weiblich. Christine Krüger (53)

ist eine der Busfahrerinnen, die

auf allen Linien im Hamburger

Westen unterwegs ist. Sie ist

bereits seit 28 Jahren dabei und

fühlt sich pudelwohl. „Man

sieht viel von oben“, erzählt die

Frau aus Sachsen-Anhalt mit

einem Lächeln. „Man kommt

viel herum und lernt viele Men -

schen kennen. Ich kenne außerdem

keinen Beruf, in dem man

so anerkannt ist, wie als Bus fah -

rerin. Mir machts richtig Spaß!“

„Unsere Belegschaft identifiziert

sich mit unserem Unter -

neh men, weil wir ihnen einen

zukunftssicheren Arbeitsplatz,

flexible Arbeitsbedingungen und

eine faire Bezahlung bieten.

Wir haben viele Mitarbeiter, die

30 Jahre und länger bei der

VHH arbeiten. Darauf sind wir

stolz“, sagt VHH-Geschäfts füh -

rer Toralf Müller. „Außerdem

wird der Vielfalt eine hohe

Bedeutung beigemessen. Die

Mitarbeiter kommen aus über

60 Nationen. Alle erfahren

Wertschätzung – un ab hängig

von Geschlecht, Na tio nalität,

ethnischer Herkunft, Religion

oder Weltanschauung, Behinde -

rung, Alter, sexueller Orientie -

rung und Identität. Das macht

die VHH zu einem be sonders

attraktiven Arbeit geber.“

Und nicht nur das: Neben einer

sehr kollegialen Miteinander

Elbvororte

Busfahrerinnen dringend gesucht!

VHH startet neue Jobkampagne | Konrad Matzen

SCHENEFELD

VHH-Geschäftsführer Toralf

Müller und Marketingleiterin

Susanne Rieschick-Dziabas

stellen die Jobkampagne vor

bietet die VHH ihren Mitarbei -

tern nicht nur attraktive Mahl -

zeiten in der hauseigenen Kan -

tine, sondern auch erholsame

Massagen und weitere Extras.

Insgesamt neun Motive umfasst

die Recruiting-Aktion mit dem

Titel „Weil du es kannst“. Die

Aussage, die dahinter steckt:

Bei der VHH können potenzielle

Bewerberinnen und Bewer -

ber ihre Stärken einbringen.

Vieles, das man im Privatleben

gerne macht, kann zum Ar -

beitsalltag werden. Mit aufwändig

fotografierten Motiven

wirbt die VHH seit Ende Sep -

tember auf Bussen, Plakaten

sowie Online- und Social-

Media-Kanälen nicht nur um

neue Busfahrerinnen, sondern

beispielsweise auch um Kfz-

Mechatroniker System- und

Hochvolttechnik oder um

Kaufleute für Verkehrsservice.

Wichtig: Nicht Models, sondern

echte Mitarbeiter stehen bei der

neuen Kampagne im Mittel -

punkt und fungieren so als authentische

Markenbotschafter

für das Unternehmen.

DorfStadt-Zeitung 14/2018 • 11.10.2018 • 3

Jugendfeuerwehr

sammelt für Bus

Die Freiwillige Feuerwehr

Blankenese hat zur Eröff -

nung der neugestalteten

Haspa-Filiale am Nachbar -

schafts-Wettbewerb teilgenommen

und ist von den

Blankenesern zum Lieb -

lings verein gewählt worden.

Die Hamburger Sparkasse hatte

tausend Euro ausgelobt. Dieses

Geld wurde vergangene Woche

von Filialleiter Daniel Malzahn

an den Förderverein der Feuer -

wehr Blankenese übergeben.

Außer der Freiwilligen Feuer -

wehr standen die Trachten tanz -

gruppe des Blankeneser MTV

und Komet Blankenese zur

Wahl. Letztlich konnte die

Freiwillige Feuerwehr nahezu

zwei Drittel aller Stimmen auf

BLANKENESE

sich vereinen und gewann den

Wettbewerb deutlich.

Clemens Reus, 1. Vorsitzender

des Förderverein der Freiwil -

ligen Feuerwher Blankenese

freut sich: „Das Preisgeld der

Haspa wird zur Grundstein le -

gung eines Jugendfeuerwehr-

Busses genutzt und ist Beginn

einer einjährigen Spendensam -

mel aktion, welche durch die

Einsatzabteilung, den Förder -

verein und die Jugendfeuerwehr

Blankenese unterstützt und vorangetrieben

wird.“ Besonders

freuen sich die Mitglieder der

Jugendfeuerwehr, denn nun

können sie endlich auf ihren

eigenen Bus hoffen, der sie zu

kameradschaftlichen Wettbe -

werben und Ausfahrten transportiert.

„Wir freuen uns sehr, Lieb lings -

verein der Blankeneser geworden

zu sein“, sagte Ju gend feu -

erwehrwartin Jose phin e Geb -

hardt, „das motiviert uns, im

nächsten Jahr bei unseren

Veranstaltungen weitere Spen -

den zu sammeln“. „Wir werden

zusätzlich um einige Groß -

spenden bitten“, ergänzt Jan-

Philipp Dombrowski, Fach -

bereichsleiter Presse- und Öf -

fentlichkeitsarbeit, denn insgesamt

möchte die Freiwillige

Feuerwehr 30.000 Euro für ein

neues Fahrzeug sammeln.

Haspa-Filialleiter Daniel Malzahn (hinten, 2.v.l.) übergibt symbolisch

einen Spendenscheck an die Jugendfeuerwehr Foto: Krohn

Wer mindestens 10 Jahre alt ist,

Spaß und Interesse an Technik

hat, sich gerne mit anderen

regelmäßig zum Üben, Klönen,

Feiern oder Spielen treffen

möchte und etwas Sinnvolles in

einer starken Gemeinschaft

machen möchte, ist bei der

Jugendfeuerwehr herzlich willkommen.

Die Treffen finden

regelmäßig mittwochs um 18

Uhr im Feuerwehrhaus in der

Blankeneser Landstraße statt.

Spendenkonto:

DE44 2005 0550 1265 1502 58

HASPDEHHXXX

Festwiese Sülldorf gesichert

Bei möglichem Pachtwechsel soll Feuerwehr zum Zuge kommen | K. Matzen

Auf Antrag der SPD-

Fraktion hat die Bezirks -

versammlung Altona be -

schlossen, dass die Fest -

wiese am Sülldorfer Bahn -

hof, bei Pachtwechsel in

der Zukunft, durch den Förder -

verein der Freiwilligen Feuer -

wehr Sülldorf-Iserbrook ge -

pach tet werden soll. So soll der

langfristige Erhalt der Fest -

wiese in ihrem jetzigen Zustand

gesichert werden.

SÜLLDORF

Dazu Henrik Strate, SPD-

Wahl kreisabgeordneter für

Rissen, Sülldorf und Blanke -

nese.: „Ich freue mich sehr,

dass die Bezirksversammlung

Altona die Idee unterstützt, die

Pacht der Festwiese Sülldorf,

bei Pachtwechsel in der Zu -

kunft, an den Förderverein der

Freiwilligen Feuerwehr Süll -

dorf-Iserbrook zu vergeben. Es

ist ausdrücklicher Wunsch der

Sülldorferinnen und Sülldorfer

die Wiese so zu erhalten, wie

sie ist. Sülldorf ist das letzte

Geestdorf Hamburgs und für

den dörflichen Charakter Süll -

dorfs ist die brachliegende Fest -

wiese identitätsbildend. Durch

den Beschluss der Bezirks ver -

sammlung wird jetzt allen

Begehrlichkeiten die Wiese weitergehend

als für das jährliche

Feuerwehrfest und gelegentliche

Zirkusgastierungen zu nutzen

ein Riegel vorgeschoben!“

Hendrik Sternberg, SPD-Be -

zirksabgeordneter, ergänzt:

„Über die Art der Nutzung der

Festwiese am Sülldorfer Bahn -

hof sollte vor Ort entschieden

werden. Deshalb ist es richtig,

den Förderverein der Freiwil li -

gen Feuerwehr Sülldorf-Iser -

brook, bei Pachtwechsel in der

Zukunft, als Pächter einzusetzen.

Er ist Ausrichter des jährlichen

Feuerwehrfestes auf der

Wiese, mit den weiteren gesellschaftlichen

Akteuren im

Stadt teil herausragend gut vernetzt

und sorgt bereits heute

verlässlich für eine angemessene

Wiederherstellung des Plat -

zes nach dem Feuerwehrfest.“

Die Festwiese am Sülldorfer

Bahnhof ist seit über vierzig

Jahren Austragungsort für das

traditionelle Feuerwehrfest der

Freiwilligen Feuerwehr Sülldorf-

Iserbrook. Das Jahr über weiden

auf dem Grasland Schafe

eines Landwirtes im Nebener -

werb. Darüber hinaus wird die

Wiese für Traditionsver anstal -

tungen oder Zirkusgastie run -

gen genutzt.

Die Festwiese ist derzeit an eine

Privatperson verpachtet. Die

Zuständigkeit für die Fläche ist

an das Bezirksamt übergegangen,

eine Verlängerung der

Pacht ist in absehbarer Zeit

erforderlich. Um die Festwiese

weiterhin in der in Sülldorf

anerkannten und beliebten Art

zu nutzen, ist, aus Sicht der

SPD-Fraktion Altona die

Übernahme der Pacht durch

den Förderverein der Freiwil li -

gen Feuerwehr Sülldorf-Iser -

brook sinnvoll.

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4 • DorfStadt-Zeitung 14/2018 • 11.10.2018

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Fenster dicht, Türen zu?

Von wegen! Während sich

die Hamburger langsam

auf den nahenden Winter

vorbereiten, öffnet der

Verein Aktive Freizeit (VAF

e.V.) weit die Pforten.

Am Sonntag, dem 21. Oktober

2018, lädt er alle interessierten

Sportfreunde und solche, die es

werden wollen, zum Tag der

offenen Tür ein.

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gespart. Alle Veranstaltungen

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chen und lassen die Körper tem -

peratur steigen. Dafür steht die

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An diesem Tag herrscht dort

eine ganz besondere Atmo -

sphä re: Vor 25 Jahren hob der

VAF eines der ersten vereinseigenen

Fitnessstudios aus der

Taufe, mit dem er Erfolgs ge -

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BAHRENFELD

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Beweglichkeitstraining, um 13

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Probetraining ist ab 16 Jahren

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Die weitere Entwicklung

von Wohnraum in Ham -

burg wird hauptsächlich

entlang der Magistralen

erfolgen. So geben die Stadt -

planer die grobe Richtung

vor. An den großen Haupt ver -

kehrsstraßen, auf denen man in

die Innenstadt- aber auch aus

der Stadt fährt. Auf Druck von

Investoren beginnt die Stadt -

planung des Bezirks Altona in

Sülldorf an der Sülldorfer

Landstraße zwischen den beiden

S-Bahnhöfen Sülldorf und

Iserbrook – und stößt dort auf

grobe Kritik: Zu hoch, zu massiv

seien die Gebäude, die In -

vestoren würden zu sehr bevorteilt,

lauten die Vorwürfe. Zu -

dem befürchten vor allem ältere

Sülldorfer eine zu starke ur -

banisierung. Der dörfliche Cha -

rakter Sülldorfs soll unbedingt

erhalten bleiben.

DorfStadt-Herausgeber Markus

Krohn sprach mit dem Vorsit -

zenden des Planungs aus schus -

ses der Bezirksversammlung

Altona Henrik Strate, SPD,

über die Sorgen der Bürger und

die Planungen im Altonaer

Rathaus:

SÜLLDORF

DorfStadt: Warum sollen unbedingt

an den Magistralen so

viele Wohnungen entstehen?

Henrik Strate: Die Frage sollte

eher lauten: Wo sonst? Wir

wollen so viel Grün wie möglich

erhalten. Die Feldmarken, die

Parks. Auch die Villen und vielen

Einzelhäuser sollen bleiben,

wie sie sind. Gleichzeitig wollen

wir dafür sorgen, dass die Miet -

preise möglichst stabil bleiben.

Elbvororte

»Argumente aus den Plandiskussionen

Der Vorsitzende des Planungausschusses, Henrik Strate (SPD) zu den Planungen an den Magistralen im

Vorsitzender des Planungsausschusses der Bezirksversammlung Altona: Henrik Strate

Das können wir nur, wenn in

einer boomenden Metropole wie

Hamburg, in die immer mehr

Menschen ziehen möchten,

zusätzliche Wohnungen entstehen.

Dass eine Stadt wie Ham -

burg wächst ist übrigens kein

Hamburger Phänomen, sondern

betrifft alle großen Städte in

Deutschland. Das liegt vor

allem daran, dass das Wohnen

für die meisten Menschen in

einer Stadt immer noch günstiger

ist. Forscher haben berechnet,

dass Hamburg auf 2 Mil -

lio nen Einwohner wachsen

wird, wobei das eher ein De -

kadenthema ist und vor 2030

nicht erreicht werden wird.

Mit der Planung entlang der

Magistralen sorgen wir nicht

nur dafür, dass zusätzlicher

Wohnraum entsteht, sondern

auch ein qualitativ hochwertiger

Lärmschutz für die Woh -

nun gen und Häuser in zweiter

Reihe. Damit steigt für viele

Hamburger die Lebensqualität.

Darin sind sich Verwaltung und

Politik einig. Die technischen

Möglichkeiten der Dämmung

gegen den Lärm sind so fortentwickelt,

dass sogar die Bewoh -

ner an den Magistralen weitgehend

gegen den Straßenlärm

geschützt wären.

Haben Sie keine Angst, dass

Foto: SPD Altona

auch nach der Bebauung der

Magistralen immer noch nicht

genug Wohnungen für die

Menschen vorhanden sind, die

vom Bauboom der letzten Jahre

in die Metropole Hamburg

gezogen worden sind?

Nein, das kann ich mir in

absehbarer Zeit nicht vorstellen,

zumal das Potential im

Bezirk Altona wirklich groß ist.

Das reicht für die nächsten 20

Jahre!

An der Sülldorfer Landstraße

gilt derzeit ein Baustufenplan

von 1960, seit damals hat sich

an der Bebauung kaum etwas

verändert. Warum, glauben Sie,

Schüler am Start: Marktplätze der weiterführenden Schulen

Hier präsentieren sich die weiterführenden Schulen im Bezirk Altona für Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen:

Mittwoch, 14.11.2018, 17 – 19 Uhr

In der Schule Trenknerweg

Trenknerweg 136

präsentieren sich:

Gymnasium Allee

Lise-Meitner-Gymnasium

Christianeum

Max Brauer Schule

Stadtteilschule Flottbek

Gymnasium Altona

Stadtteilschule Bahrenfeld

Elbschule - Bildungszentrum

Hören und Kommunikation

Gymnasium Othmarschen

Kurt-Tucholsky-Schule

Donnerstag, 15.11.2018, 17 – 19 Uhr

Bürgerhaus Bornheide/Rotes Haus

Bornheide 76

präsentieren sich:

Goethe-Gymnasium

Lise-Meitner-Gymnasium

Christianeum

Stadtteilschule Flottbek

Stadtteilschule Lurup

Stadtteilschule Bahrenfeld

Geschwister Scholl Stadtteilschule

Marion Dönhoff Gymnasium

Kurt-Tucholsky-Schule

Stadtteilschule Eidelstedt

Mittwoch, 21.11.2018, 17 – 19 Uhr

Schule Lehmkuhlenweg

Lehmkuhlenweg 19/21

präsentieren sich:

Gymnasium Rissen

Lise-Meitner-Gymnasium

Stadtteilschule Rissen

Christianeum

Stadtteilschule Blankenese

Geschwister Scholl Stadtteilschule

Gymnasium Blankenese

Marion Dönhoff Gymnasium

Stadtteilschule am Hafen

Weitere Veranstaltungen in den einzelnen Schulen sowie Informationen zu Informationstagen an Grund- und Privatschulen finden Sie unter www.dorfstadt.de/schulinfo

Rissen | Sülldorf | Iserbrook | Blankenese | Osdorf | Nienstedten | Groß Flottbek | Othmarschen | Bahrenfeld

Donnerstag, 22.11.2018, 17 – 19 Uhr

Schule Windmühlenweg

Windmühlenweg 17

präsentieren sich:

Struensee Gymnasium

Goethe-Gymnasium

Lise-Meitner-Gymnasium

Christianeum

Stadtteilschule Flottbek

Stadtteilschule Blankenese

Stadtteilschule Lurup

Stadtteilschule Bahrenfeld

Gymnasium Othmarschen

Geschwister Scholl Stadtteilschule

Wir sind Elbvororte.


Elbvororte DorfStadt-Zeitung 14/2018 • 11.10.2018 • 5

werden von uns sehr ernst genommen«

Gespräch mit Markus Krohn

wird sich das mit einem neuen

Bebauungsplan ändern?

Zuerst einmal wird sich nicht

alles und auch nicht sofort verändern.

Die Reihenhäuser an

der Nordseite der Sülldorfer

Landstraße beispielsweise werden

wohl noch lange stehen

bleiben. Hier sind die Eigen -

tumsverhältnisse sehr komplex

und für Investoren schwer aufzubrechen.

Auf der anderen

Seite holt uns die Realität

schon ein. Vier bzw. fünf institutionelle

Investoren haben sich

bereits Grundstücke im Bereich

der Sülldorfer Landstraße gesichert

und drängen sowohl Ver -

waltung als auch Bezirkspolitik

zum Handeln. In der Politik

wollen wir uns aber auch nicht

treiben lassen. Wir müssen

noch viel mehr mit den betroffenen

Bürgern ins Gespräch

kommen. Wir nehmen die Be -

denken und Anregungen wirklich

ernst! Natürlich müssen

wir herausfinden, welches die

Befindlichkeiten der Bevölke -

rung sind. Da hat uns die

Anhörung im Februar schon

weitergebracht. Außerdem er -

rei chen uns wirklich sehr viele

sehr unterschiedliche E-Mails

mit Anregungen, die wir versuchen

alle umzusetzen. Aller -

dings sind die Bedürfnisse so

unterschiedlich, dass wir auch

mit einem neuen Bebauungs -

plan nicht jedem gerecht werden

können. Es ist also gar

nicht so einfach, wenn wir die

Stadtteile im Hamburger We -

sten weiter entwickeln wollen.

Zumal wir uns auch mit vielen

Starke Besetzung für eine

spannende Aufgabe: Mit

Andrea Keller steht jetzt

eine Landschaftsplanerin

an der Spitze des Re gio -

nalparks Wedeler Au e.V.,

der seine Geschäftsstelle im

Wedeler Rathaus hat. Die

gebürtige Berlinerin trat ihren

Dienst Mitte August als neue

Geschäftsführerin an und will

die erfolgreiche Arbeit der freiwilligen

länderübergreifenden

Kooperation, zu der sich acht

Gemeinden Schleswig-Hol -

steins sowie der Bezirk Altona

zusammengeschlossen haben,

weiter vorantreiben.

Seit knapp sechs Jahren lebt die

43-Jährige bereits in der Ro -

landstadt und hatte so ihr

neues Aufgabenfeld bereits vor

ihrem Amtsantritt fest im Blick

– sowohl privat als auch fachlich:

Die Diplom-Ingenieurin

konnte nach dem Abschluss

ihres Studiums zunächst in ei -

nem Hamburger Planungsbüro

im Bereich der Beratung von

Naturparkverwaltungen sowie

der nachhaltigen Tourismus -

ent wicklung arbeiten, bevor sie

die letzten 15 Jahre in einem

Hamburger Planungsbüro di verse

naturschutzfachliche Gut -

achten schrieb sowie beratend

in Hamburg und Umgebung

tätig war. Mit ihrer Familie

führte sie innerhalb der letzten

ELBVORORTE

Detailfragen auseinander setzen

müssen, bis es zu einem für alle

tragbaren Ergebnis kommt. Bei -

spielsweise sind vier Geschosse

nördlich der Sülldorfer Land -

straße für viele erträglich, aber

auf der Seite zum Bahndamm

erschreckend hoch. Das liegt

am abfallenden Gelände. Hier

denke ich, eine Dreige schos sig -

keit mit möglichem Staffel -

geschoss wäre vermittelbar –

das muss aber noch verhandelt

werden. Ein Staffelgeschoss,

abgetreppt zur Feldmark hin,

dürfte ja wieder attraktiv sein…

Für uns ist also die Frage: Wie

viel wovon ist für alle erträglich?

Und: Gibt es die Mög lich -

keit, hier sozialen Wohnungs -

bau unterzubringen. Hier haben

wir noch einen weiten Weg vor

uns. Sie können davon ausgehen,

dass keiner meiner Kolle -

gen in der Bezirksversammlung

an den Bürgern vorbei planen

möchte. Und dennoch wird es

am Ende sicher einen Kom pro -

miss geben, an dem jeder etwas

zu kritisieren hat, weil eben

keiner seine Wünsche zu 100

Prozent umgesetzt sieht. So ist

es nun mal in der Politik.

Nicht nur Sülldorfer fürchten

die Urbanisierung ihrer Stadt -

teile und sehnen sich nach dörflichem

Zusammenleben zu -

rück. Was denken Sie, wie die

Zukunft in den Stadtteilen aussehen

könnte?

Ich glaube, niemand muss

Angst vor neuen Nachbarn

haben. Da kann sich ja auch

viel Gutes entwickeln. Wir

Jahre bereits zahlreiche Rad tou -

ren und Familienausflüge innerhalb

des Regionalparks durch.

Den Grundstein für ihr In ter -

esse an dem Regionalpark legte

Andrea Keller bereits in ihrem

Studium, bei dem Regional ent -

wicklung und Großschutzge -

biete einen großen Stellenwert

einnahmen. „Zwar ist der Re -

gionalpark kein Schutzgebiet,

jedoch thematisch eng verflochten

mit Biosphärenreservaten,

deren Ziel es ebenfalls ist,

müssen vor allem aufpassen,

dass nicht nur Wohnungen

gebaut werden, sondern auch

neue Arbeitsplätze entstehen

können und dass die soziale

Infrastruktur mit Kitas, Ju gend -

treffs und Schulen mit wächst.

Da wäre es gut, wenn die Ab -

stim mung mit den Landes be -

hörden besser klappen könnte.

Arbeitsplätze könnten vor allem

im Erdgeschoss der neuen Ge -

bäude entstehen, denn dort ist

die Lärmentwicklung am höchsten

und daher Wohnen weniger

attraktiv als in den Ober ge -

schossen. Handel, Dienstlei -

stun gen und Kleingewerbe

könnte hier einziehen. So entstehen

möglicherweise auch

neue Stadtteilzentren, die derzeit

vor allem in Sülldorf eher

nicht existieren.

Schnittstellen zwischen Natur,

Erholungs- und Wirtschafts in -

teressen zu finden“, meint sie.

Thematisch ist sie also sehr nah

dran an den Aufgaben, die sie

innerhalb des Regionalparks

erwarten.

In der Geschäftsstelle wird

Andrea Keller von Doris Brandt

unterstützt, die bereits mit ihrer

Vorgängerin den Aus bau des

Projektes vorangetrieben hatte.

„Wir sind ein Team und ich

freue mich auf die Zusam -

Einige Einwohner bemängeln

die viel zu massive Bebauung

der Magistralen. Können Sie

sich vorstellen, die Magistra -

len bebauung weniger kompakt

zu gestalten?

Die größten Sorgen der Bürger

sind die Höhe und Massivität

der Gebäude sowie die Anpas -

sung der Infrastruktur. Hier

besteht Diskussionsbedarf. Das

haben wir deutlich erfahren.

Darüber denken wir natürlich

nach. Ein Problem ist auch,

dass die heutzutage präsentierten

Skizzen in den Präsen ta -

tionen den Eindruck erwecken,

es sei schon alles geplant. Tat -

sächlich sind es lediglich professionelle

Vorlagen aus dem

PC, nichts weiter. Die dort eingezeichneten

langen Gebäude -

fluchten schrecken ab. Am Ende

muss es kleinteiliger und maßstäblich

sein. Letztlich regelt aber

der Markt, wie viele Grund -

stücke gleichzeitig bebaut werden.

Ein weiteres oft angesprochenes

Thema ist die Forderung nach

einem durchgehenden 10-Mi -

nuten-Takt der S-Bahn. Wobei

mir ein durchgehender Betrieb

in der Nacht noch viel besser

gefallen würde.

Sie können sicher sein, dass die

Argumente aus den Plandiskus -

sionen auf jeden Fall in die

politischen Debatten und Pla -

nungen der Amtsstuben aufgenommen

werden.

Ich persönlich könnte mir vorstellen,

dass mehr Vielfalt bei

der Gestaltung der Architektur

der Stadt guttun würde. Auch

der Erhalt von Bäumen an der

Straße würde die Lebens -

qualität an den Magistralen

erhöhen. Das müssten dann die

Investoren verkraften...

Noch wird an den neuen

Plänen mit den Anregungen

der Bürger gearbeitet. Henrik

Strate hofft, dass es im Früh -

jahr 2019 eine erneute Plandis -

kussion für die Bebauungs -

pläne Sülldorf geben kann. Die

Bezirkspolitiker haben bei der

Bebauung der Magistralen ein

besonderes Interesse daran,

möglichst sorgfältig bei der

Planung vorzugehen, da der

Bezirk Altona als Vorreiter-

Bezirk gilt. Fehler sollen bei der

Planung also möglichst vermieden

werden.

Neu im Regioalpark: Andrea Keller

Neue Geschäftsführerin will »grüne Infrastruktur« fördern | Konrad Matzen

Andrea Keller mit dem Fahrrad im Regionalpark

Foto: Kamin

menarbeit“ sagt Andrea Keller,

die diese Expertise auf jeden

Fall nutzen möchte.

Auch mit der ehemaligen Ge -

schäftsführerin Barbara Engel -

schall, die in ihre neuen Funk -

tion von Hamburger Seite aus

ebenfalls teilweise noch mit

dem Regionalpark verbunden

ist, will Keller sich weiter austauschen,

um die richtigen

Rezepte für einen erfolgreichen

Regionalpark zu entwickeln.

Ein erster Arbeitsschwerpunkt

wird es sein, das Projekt „Bio-

topverbund in der Metropol re -

gion Hamburg“ weiter voranzutreiben,

bei dem der Regio -

nalpark Wedeler Au e.V. neben

dem Projektmanagement des

Dachprojektes auch ein Teil -

projekt innerhalb des Regional -

parks leitet. Mit geeigneten

Maßnahmen soll eine „grüne

Infrastruktur“ gefördert werden,

wodurch neben der Schaf -

fung von Wegeverbindungen

für Tiere und Pflanzen auch

neue Naturerlebnisse geschaffen

werden sollen.

Zunächst will sich die neue

Geschäftsführerin allerdings

ausreichend Zeit nehmen, um

die Aufgaben zu sichten und

dann zu sehen, wo zukünftig

Schwerpunkte gesetzt werden

können.

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6 • DorfStadt-Zeitung 14/2018 • 11.10.2018 Sport

Freitags im Hirschpark: Workout mit Kinderwagen

Mütter mit Säuglingen treffen sich einmal die Woche zum Outdoor-Training in Blankenese. Ein Besuch | Markus Krohn

Schwangerschaft und die

Zeit nach der Geburt können

ganz schön anstrengend

sein. Außerdem halten

sich Speckröllchen häufig

länger als gewünscht.

Gut, wenn es Gleichge sinn -

te gibt, die sich gegenseitig mo -

tivieren und für gesunde Fit -

ness sorgen. Noch besser ist es,

wenn es gemeinsam mit Kind

funktioniert. Seit eineinhalb

Jah ren gibt es ein Outdoor-Fit -

ness-Angebot unter dem Na -

men „Lauf Mama Lauf“. Im

Hirschpark in Blankenese oder

in Rissen in der Kiesgrube treffen

sich motivierte Mütter mit

ihren Kinderwagen zum

Out door-Training. „Bei jedem

Wetter“, sagt Kursleiterin Steffi

Frantz (40), die zu den Grün -

dungsmamas der Community

in Berlin gehört. Außer bei

strömendem Regen. Dann fällt

die Trainingseinheit aus. Aber

das passiert äußerst selten.

BLANKENESE

schaften im Schatten alter

Bäume.

Weiter geht es zum Spielplatz.

„In diesem heißen Sommer

waren wir froh über jeden

Baum, der uns Schatten spendete“,

erzählt eine Mutter. Aber

auch sonst sei der Hirschpark

einfach super zum Sport treiben

geeignet. Treppenstufen

oder auch das ein- oder andere

Spielgerät auf dem Spielplatz

wird ins Training eingebaut.

Steffi Frantz hat aber auch

Body-Tubes und anderes

Trainingsutensil da bei, um

die Übungen effektiver zu

gestalten. Inzwischen kommt

bei der einen oder anderen

Teilnehmerin jetzt schon mal

ein Schweißtropfen zum

Vorschein. Wichtig sei, immer

etwas zum Trinken dabei zu

haben, meint Frantz.

Außerdem eignet sich auch die

Trinkflasche als Trainings -

gerät, wie die Teilnehmerinnen

merken werden. Zwischendurch

meldet sich eines der kleinen

Kinder und fordert die Auf -

merk samkeit seiner Mutter.

Küsschen. Ruhe. Bestens. Dann

geht es weiter. Auf zum Hirsch -

gehege. Es sieht aus wie ein

gemeinsamer Ausflug. Nur die

Sportkleidung verrät, dass hier

Frauen Sport treiben.

Am Gehege angekommen, werden

Handtücher und Pick nick -

decken ausgebreitet. Die Body-

Tubes werden in die Ab sperr -

gitter geklemmt. Damit werden

Arme und Oberkörper trainiert.

Andere Mütter trainieren derweil

auf den Picknickdecken

am Boden. Kursleiterin Frantz

achtet darauf, dass die

Übungen korrekt ausgeführt

werden und die

Teilnehmerinnen zu bestimmten

Zeitpunkten die Übungen

wechseln. Wäh renddessen fährt

Zum Ende des Trai nings gibt es

noch ein paar Dehnübungen.

Dann verabschieden sich die

Pinneberg finden immer Don -

ner stags, 9:15 Uhr im Fahlts -

kamp/Rosengarten und Frei -

Leichte Übungen vor dem Spielplatz mit einer Partnerin...

Heute scheint die Sonne durch

die leicht herbstlich gefärbten

Blätter im Hirsch park von

Blan kenese. Es ist ein wenig

frisch heute Mor gen. Aber

davon lassen die sich die Frau -

en nicht abhalten. „Erstmal

auf wärmen“ heißt es, nachdem

sich die Mütter mit ihren

Kindern im Kinderwagen vor

dem Witthüs versammelt hatten.

Hier wurden bereits erste

Erfahrungen mit den Kindern

der letzten Woche ausgetauscht.

Dann geht es auf die große

Wiese vor dem klassizistischen

Landhaus J. C. Godeffroys.

Auf wärmen mit Armkreisen

und Ausfallschritten im Kreis

mit den anderen Mamas.

Kursleiterin Frantz gibt den

Takt vor und erläutert Vari -

anten für diejenigen, die mit

den fortgeschrittenen Übungen

vielleicht noch Probleme ha -

ben. Grundsätzlich gilt aber:

Der Kurs ist für alle Mütter

offen, egal, wie geübt sie mit

irgendwelchen Übungen sind.

Um die Teilnehmer herum stehen

die Kinderwagen mit den

Babies der Teilnehmerinnen.

Ein Bild, das manchem Jogger

Gemeinsames Aufwärmen neben Kinderwagen

oder Spaziergänger mit Hund

Fragezeichen ins Gesicht

schreibt.

„Durch den Sport nach der Ge -

burt bin ich wieder in Form

gekommen und habe so meine

Grundfitness wieder aufgebaut.

Ich habe zwei Töchter, mit

denen ich am liebsten am

Strand oder im Wald bin“,

erzählt die Fitness-Trainerin,

die am liebsten mit ihrer Fa -

milie draußen ist und Neues

probiert. „Sport spielte in meinem

Leben immer eine große

Rolle – lange vor, während und

erst recht nach den Schwan ger -

schaften. Ich habe selbst erfahren,

wie wichtig die Bewegung

und der Sport insbesondere in

der Schwangerschaft und nach

der Geburt sind. Auch privat

trainiere ich am liebsten an der

frischen Luft und probiere gerne

neue Sachen aus. Outdoorsport

ist für mich die effektivste Art

sich zu bewegen. Der Frischeund

Erholungseffekt ist einfach

großartig.“

Das bestätigen auch die Mütter

an diesem Morgen. Viele sind

schon seit Monaten dabei, bringen

inzwischen ihre Freundin -

nen mit zum Kurs. Die Stim -

mung ist entsprechend gut, die

Teilnehmerinnen finden neue

Kontakte zu Gleichgesinnten

und es entstehen neue Freund -

Fotos: Krohn

Steffi Frantz leitet das Outdoor-Training

sie unruhige

Kinder in ihren Kinderwagen

spazieren. Dazwi schen kommen

auch wieder Ge spräche zwischen

den Teil nehmerinnen

auf. Manche Kinder sind wach

geworden und spielen neben

ihren Müttern auf den Pick -

nickdecken mit Eicheln und

Kastanien, die sie neben sich

ge funden haben...

...und am Hirschpark-Gehege mit Body Tubes.

Mamas und fahren

gemeinsam mit ihren

Kinder wagen nach

Hause. Für das nächste

Trai ning, nach

den Herbst ferien, hat

Frantz noch eine

Bitte: Bringt bitte

einen Kürbis mit.

Der wird im nächsten

Trai ning eingesetzt.

„Als Medizin -

ball?“ fragt eine der

Teilnehmerinnen nach. Naja,

ein Hokkaido reicht ja auch…

Wer Lust hat, sich dem Out -

door-Training in Blankenese

oder Rissen anzuschließen,

kann gern zu einer Probestunde

vorbeikommen. Steffi Frantz

freut sich über eine vorherige

Anmeldung. Die Kinderwagen -

kurse in Blankenese und in

tags, 9:30 Uhr im Hirschpark

statt. In Rissen findet der

Kinderwagenkurs immer Mitt -

wochs, 9:30 Uhr statt.

Alle Outdoor-Kinderwagen -

kurse sind fortlaufend. Ein

Einstieg ist jederzeit möglich.

Auch Mütter mit Trage können

am Fitnesstraining teilnehmen.

Jede Kurseinheit, ist eine Stun -

de lang und beinhaltet ein

Ganzkörperfitnesstraining für

den gesamten Körper mit dem

Fokus, die gesamte Rumpf mus -

kulatur zu stärken.

Steffi Frantz ist Laufmamalauf

Regionalpartnerin in Hamburg

für die Elbvororte und Wedel,

zertifizierte Fitness-Trainerin

mit Weiterbildung in postpartaler

Group-Fitness.

www.laufmamalauf.de

Tel.: (01 76) 64 23 95 71

HGC-Damen buchen

Ticket für das Final Four

Die HGC Damen-Mann -

schaft hat ihre dominierende

Favoritenrolle auch am

5. Spieltag in der 1. Bun -

desliga der DGL behaupten

können und gewann souverän

den letzten Spiel -

tag der Saison, vor

dem Heim spiel-

Team aus Berlin-

Wann see. Obwohl

das Team schon

vor dem Spieltag

nicht mehr von der

Spitze der Tabelle

zu verdrängen

war, gab das Team noch einmal

Vollgas. Bereits mit den 4er-

Spielen, bei 35 Grad Schat ten-

Temperatur, setzte sich das

Team an die Spitze der Tabelle.

Zuerst in den Einzel, bei ge -

fühlten 15 Grad kühler, gönnte

man sogar den Stammspie -

lerinnen Esther Henseleit und

RISSEN

Maike Schlender eine Pause.

Coach Christian Lanfermanns

Resümee daraus: „Die Mädels

sind einfach heiß darauf, Golf

zu spielen. Wir wollten hier

unbedingt ein Zeichen setzen

und ein Signal nach Köln

schicken, dass mit uns im

Kampf um die Golfmedaille

definitiv gerechnet werden

muss“. Beste Einzelspielerinnen

waren Miriam Emmert mit

einer 68er- (4 unter Par) und

Christin Eisenbeiß mit einer

69er-Runde (3 unter Par).

Komet Blankenese

startet mit eSports durch

Mitte September fand im

KOMET Vereinsheim in der

Schenefelder Landstraße

ein FIFA-18-Turnier mit

insgesamt 12 Teams in der

Players Lounge statt. Ge -

spielt wurde im 2:2-Modus;

es waren also insgesamt 24

Spieler am Start.

In der Vorrunde spielten drei

Gruppen ihre Sieger aus. Für

das Halbfinale qualifizierte sich

dann noch der beste Zweit -

platzierte.

Im Halbfinale standen sich

dann die Teams Simon & Phi -

lipp, Tim & Finn sowie Timon

& André gegenüber. Dort konnten

sich Tim & Finn, die sich als

die besten Zweit platzierten er -

wie sen, und Ti mon & André

durchsetzen.

Im Spiel um Platz 3 gab es mit

Jan Paulini und Robert einen

klaren Sieger und eine Urkunde

BLANKENESE

mit einem schönen Sachpreis.

Das Finale bestritten das bis

da hin ungeschlagene Team

Timon & André und das Team

Tim & Finn. In einem anfangs

offenen Spiel gingen Tim &

Finn in Führung und gaben

diese bis zum Schluss nicht

mehr ab. Altmeister Tim hatte

es mit dem Jahrhunderttalent

Finn allen Jungspunden einmal

mehr gezeigt. Mit seiner Taktik

des Kurzpassspiels setzte er die

Glanzpunkte. Neben der Ur -

kun de gab es schöne Sach prei -

se und eine Siegerflasche.

Gleich mit drei Teams trat

Komet Blankenese ein Wochen -

ende später bei der zweiten

Hamburger eSports Meister -

schaft an. Kein Verein hatte

mehr Teams für das Turnier

gemeldet. Allerdings kam Ko -

met Blankenese hier nicht über

die Vorrunde hinaus.

Gesellschaftstanzkurs

für Paare in Blankenese

Schon in den 70er Jahren

gab es beim Dockenhu de -

ner Turnverein (DoTu) eine

große Tanzabteilung. Regel -

mäßig treffen sich hier 15

bis 18 Paare zum Tanzen.

Der Kurs für alle Paare, die

gerne in lockerer Atmo sphäre

gemeinsam tanzen möchten,

geht weiter. Geleitet von Car -

sten von Hößlin, ausgebildeter

Tanzlehrer. Er freut sich darauf,

den DoTu-Tänzern die Schritte

in Standard (Walzer, Quickstep,

Tango, Slowfox) und Latein

(Rumba, Samba, ChaChaCha,

Jive), etc. näher zu bringen.

Der Kurs beginnt nach den

Herbst ferien am Mittwoch, den

17. Oktober und endet am

Mittwoch, den 27. Februar (vor

den Frühjahrsferien). Tanzpaare,

die noch unentschlossen sind,

dürfen gern am ersten Abend

zum „Gucken, Ausprobieren,

BLANKENESE

Mitmachen, Entscheiden“ reinschauen!

Für Nichtmitglieder, die sich

ausschließlich für den Tanzkurs

anmelden, beträgt die Kurs ge -

bühr weiterhin pro /Paar und

Kurs 160,– €

Für DoTu-Mitglieder beträgt

der zusätzliche Spartenbeitrag

pro Paar/Kurs 85,– €

Informationen unter 870 22 72

im DoTu-Büro (Das Geschäfts -

zimmer ist dienstags von 9.30

bis 11.30 Uhr besetzt, sonst An -

rufbeant wor ter), oder bei Bet -

tina Böttle 87 08 27 82.

Zeit: 20.15 bis 21.45 Uhr

Ort: Neue Halle der Stadtteil -

schule Blankenese. Zugang nur

von der Frahm straße!

Dockenhudener Turnverein

Schenefelder Landstr. 87a

Tel.: 870 22 72

www.dotu.hamburg.de


Endlich wieder bummeln...

Freie Fahrt in Waitzstraße, Reventlowstraße und am Beselerplatz | Markus Krohn

GROSS FLOTTBEK

Die Absperrungen sind beiseite

geräumt, der Verkehr

läuft in alle Richtungen, die

Sonne strahlt mit den

Ge schäftsinhabern in der

Waitz straße und am Bese -

lerplatz um die Wette. Es ist

geschafft: Nach genau zwei

Jahren Bauzeit ist die Ein -

kaufsstraße in Groß Flottbek

wieder frei.

Auch wenn einige Geschäfts -

leute und deren Kunden unter

Baustellenlärm, Parkplatznot

und Dreck litten – es hat sich

gelohnt. Herausgekommen ist

eine freundliche offene Ein -

kaufstraße mit viel Platz und

Blickachsen durch die gesamte

Straße. Die Gehwege sind breiter

als vorher, sodass sich sogar

zwei Kinderwagen bequem be -

gegnen können. Es macht Spaß,

durch die Straße zu flanieren,

sich die Schaufenster anzuschauen

und mit anderen Men -

schen aus Othmarschen ins

Gespräch zu kommen. Die Auf -

enthaltsqualität in der Waitz -

straße hat deutlich gewonnen.

Vor allem auf Höhe des Waitz -

platzes ist ein Treffpunkt entstanden,

aber auch mit der

Ergänzung über die Revent low -

straße bis zum Beselerplatz mit

dem neu angelegten kleinen

Park gegenüber der Geschäfts -

zeile hat das Einkaufszentrum

rund um den S- und Bus-Bahn -

hof Othmarschen gewonnen.

Wie beliebt das Angebot der

Groß Flottbeker Einkaufsmeile

ist, merkt man, wenn man mit

den Geschäftsleuten der „Wait-

ze“ unterwegs ist. Keine Minute

vergeht, ohne dass ein Gruß

von der Seite kommt oder einer

der aktiven Händler angesprochen

wird. Man kennt sich. Wie

im Dorf. Und doch mitten im

Leben einer Großstadt.

„Wir sind alle sehr froh, dass

uns unsere Stammkunden die

Treue gehalten haben“, sagt

Reinhild Marggraf von Clo -

thilde Kinderschuhe, 1. Vorsit -

zende der IG Waitzstraße

(IGW). Sie vertritt 80 der 104

Geschäfte in der Waitzstraße

bzw. am Beselerplatz und in der

Reventlowstraße. Und es kommen

einige Kunden zurück, die

wegen der Unannehmlichkeiten

in den letzten Monaten vielleicht

weniger in ihrer Straße

eingekauft haben. „Unsere

Kun den haben sehr viel Geduld

bewiesen. Dafür können wir

nur Danke sagen!“ ergänzt

Marggraf.

Die Reaktionen der Kunden

sind durchweg positiv. Beson -

ders deutlich wurde das beim

Lichterfest Ende September.

Einen derartigen Ansturm hatte

die Waitzstraße sicher nicht nur

dem guten Wetter zu verdanken.

Vorbei die Zeit der Arg -

wöhner, die sich um die Zu -

kunft der Bäume in der

Waitzstraße sorgten oder um

verloren gegangene Parkplätze.

In der Tat: Einige Bäume sind

verschwunden, dafür hat das

Business Improvement District

(BID) 15 neue Bäume gepflanzt,

die sich schlank ins Stadtbild

einpassen. Die eingesparten

Parkplätze sind der höheren

Sicherheit an der Einfahrt zur

Waitzstraße geschuldet. Dort

gab es in den fünf Jahren vor

dem Umbau ganze 77 Unfälle

mit Blechschäden. „Die Ein -

fahrt ist viel übersichtlicher

geworden“, freut sich daher

auch Dirk Hübenbecker von

der gleichnamigen Fleischerei,

2. Vorsitzender der IGW. „Au -

ßer dem gibt es dort jetzt neue

Fahrradbügel“ ergänzt Vero ni -

ka Post von Salima Kinder -

schätze, die das BID begleitet

hat. Damit glauben die BID-

Akteure in die Zukunft investiert

zu haben. „An Bäume

oder Zäune angekettete Fahr -

räder gehören der Vergangen -

heit an“, testiert Gunnar Gel -

lersen, Sprecher des Lenkungs -

ausschusses des BID Waitz -

straße/Beselerplatz. Statt dessen

blühen in den Hochbeeten

unter den Bäumen von März

bis Oktober über 2.000 Pflan -

zen, die in Zukunft regelmäßig

gepflegt werden.

Auch die Unfälle mit Parkplatz

in einem Schaufenster gehören

wohl der Vergangenheit an. Die

neu aufgestellten modernen

Stadtmöbel laden nicht nur

zum Hinsetzen ein, sondern

haben auch schon ihre Wir -

kung entfaltet: „Letzte Woche

haben sie einer Verkäuferin

mög licherweise sogar das Leben

gerettet. Sie stand vor ihrem La -

den und kam mit dem Schrecken

davon, als ein Kunde vorwärts

gegen eine Bank setzte.“

Die offizielle Einweihung der

neuen Waitzstraße wird am 7.

Dezember auf dem Waitzplatz

stattfinden. Dafür haben sich

auch wieder Hamburgs Stadt -

entwicklungssenatorin Dr. Do -

rothee Stapelfeldt und Altonas

Bezirksamtsleiterin Dr. Liane

Melzer angekündigt. Dann ist

auch schon wieder der Weih -

nachtsmarkt aufgebaut und die

Elbvororte

Freuen sich über positive Reaktionen nach der Verschönerung der Waitzstraße:

Unternehmer Gunnar Gellersen, Veronika Post, Reinhild Marggraf und Dirk Hübenbecker

Foto: Krohn

Weihnachtsbeleuchtung taucht

die Waitzstraße in adventliche

Stimmung.

Auch wenn damit am letzten

Tag der BID-Laufzeit eine Ära

zuende geht, wollen Eigentü -

mer und Geschäftsleute der

Waitzstraße unbedingt weiter

machen. Dafür gibt es noch zu

viele Wünsche und Ziele, die

unerfüllt geblieben sind: Es

fehlen die Fundamente für die

Weihnachtsbeleuchtung im

Ein gangsbereich der Waitz -

straße, ein Kümmerer, der zum

Beispiel die Bepflanzung und

die Sauberkeit in der Einkaufs -

straße im Blick behält sowie ein

Quartiersmanager zur Ver mark -

tung. Außerdem gab es im

Zuge der Einrichtung des BIDs

die Idee, Kunst im Öffentlichen

Raum zu installieren.

„Die Erfahrung hat gezeigt,

dass ein BID nur dann erfolgreich

ist, wenn es Anschluss -

maßnahmen gibt“, weiss Gun -

nar Gellersen. Dass es weiter

gehen soll, ist für die Aktiven

schon ausgemachte Sache.

Über die Anschluss pro jekte soll

aber erst im nächsten Jahr verhandelt

werden. Für Veronika

Post ist jedenfalls klar: „Für die

hohen Mieten, die die Unter -

nehmen hier erwirtschaften

müssen, muss auch das Umfeld

stimmen“. Damit das gewährleistet

werden kann, müssen sich

Vermieter und Geschäftsleute

in Zukunft immer enger ab -

stimmen. Dann wird die jetzt

geschaffene attraktive Atmo s -

phäre in der Waitzstraße, am

Beselerplatz und in der Re -

ventlowstraße in Zukunft Kun -

den anlocken, die gemütlich

bummeln und sich kompetent

beraten lassen wollen. Das

Zahlen und Fakten

Das Business Improvement District (BID) umfasst die

Waitzstraße und den Beselerplatz. Durch die umfassenden

Bauarbeiten für die Verkehrssicherheit wurde auch ein

Teilstück der Reventlowstraße einbezogen.

Zahlen:

132 Parkplätze für Autos in der Waitzstraße / Beselerplatz

100 einheitliche Fahrradständer in der Waitzstraße /

Beselerplatz

110 zusätzliche Fahrradstellplätze im Jeppweg

7 Behindertenparkplätze

Investitionen:

170.000 Euro für Fahrradstellplätze von Bike & Ride

640.000 Euro für das BID von den Grundeigentümern

1.400.000 Euro für die Verkehrssicherheit vom Bezirk

1.300.000 Euro für neue Leitungen von Stromnetz Hamburg

www.waitzstrasse-hamburg.de

nachbarschaftliche Netzwerk

und die Treffpunkte um die

Ecke bleiben erhalten. Dann

bleibt das Internet außen vor.

„Jetzt brauchen wir nur noch

interessante neue Angebote in

den derzeit leer stehenden

Flächen“, bemerkt Reinhild

Marggraf zum Schluss. „Ich bin

sehr gespannt auf die neuen

Geschäfte!“.

DorfStadt-Zeitung 14/2018 • 11.10.2018 • 7

»Alte Rissener« laden

zum Erinnerungstausch

„Im Grunde sind auch unsere

Kinder schon 'Alte Rissener'“,

meint Dr. Peter Calais. „Wir

freuen uns, wenn sie und ihre

Schul- und Jugendfreunde In -

teresse daran haben, zu unseren

Treffen zu kommen und ihre

Erinnerungen mit unserer Ge -

neration gemeinsam auszutauschen.“

Zu ihrem Jahrestreffen am

Freitag, 26. Oktober 2018, ab

11.30 Uhr, laden die „Alten

Rissener“ deshalb alle ein, die

gern ihre Erinnerungen an die

Zeit wach rufen, als Rissen

noch ein richtiges Dorf war –

mit Bauernhöfen, Reetdach -

häu sern, Dorfteich und Tanz -

lokal. Damit der Weg auch für

Nicht-Autofahrer kurz und einfach

ist, findet das Treffen im

Restaurant „Messologi“, Alte

Sülldorfer Landstraße 422,

statt.

Die „Alten Rissener“ wurden

von Jürgen Zimmern ins Leben

gerufen, der im vergangenen

Jahr seinen 90. Geburtstag feierte.

Ziel und Sinn ist, lang -

jährige Weggefährten, Schulka -

meraden und Nachbarn zusammenzuführen,

damit sie sich

gemeinsam lebendig an alte

Zeiten erinnern, ihre Kontakte

erneuern und auffrischen können.

Inzwischen hat Dr. Peter

Calais es übernommen, das

jährliche Treffen der „Alten

Rissener“ zu organisieren.

Zum Jahrestreffen herzlich eingeladen

sind auch Zugezogene

und Jüngere, die sich für die

Historie Rissens interessieren.

„Es sollten alle kommen, die

sich für alte Rissener halten

und Erinnerungen mitbringen

können. Da ist keine Grenze

gesetzt“, betont Dr. Peter Calais.

Anmeldungen zum Treffen der

„Alten Rissener“ am Freitag,

26. Oktober, ab 11.30 Uhr im

Restaurant "Messologi" bei: Dr.

Peter Calais, Telefon: 81 88 55,

E-Mail: petercalais@freenet.de.

Oder beim Bürgerverein Rissen:

Telefon: 81 12 56, E-Mail:

info@buergerverein-rissen.de.

www.bv-rissen.de

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immer schon am Donner -

stag, was die Wo che über in

ihrer Nachbarschaft ge schah,

denn sie ha ben den Leser-

Brief abonniert.

Jeden Donnerstag/Freitag in -

formiere ich kurz und knapp

über aktuelle Themen aus dem

Hamburger Westen und den

Elbvororten per E-Mail. Außerdem gibts am Ende des

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8 • DorfStadt-Zeitung 14/2018 • 11.10.2018

Bei DESY entwickelte Spe -

zial linsen ermöglichen erstmals

Röntgenmikroskopie

mit einer Rekordauflösung

im unteren Nanometer be -

reich. Mit einer neuen Ma -

terialkombination haben

die Entwickler um DESY-Grup -

penleiterin Saša Bajt vom

Center for Free-Electron Laser

Science (CFEL) das Design

sogenannter Multilayer-Laue-

Linsen optimiert und so einen

winzigen Röntgenfokus mit

weniger als zehn Nanometern

Durchmesser erzeugt. Ein Na -

no meter ist ein millionstel

Millimeter, das ist kleiner als

die meisten Viruspartikel. Die

Forscher berichten im Fachblatt

„Light: Science & Applications“

über ihre Entwicklung. Sie

haben die Linsen unter anderem

mit Aufnahmen von

Meeresplankton getestet.

Moderne Teilchenbeschleuniger

können ultra-helle und qualitativ

extrem hochwertige Rönt -

gen strahlung erzeugen. Dank

der kurzen Wellenlänge und

ihrer hohen Eindringtiefe eignet

sich Röntgenstrahlung hervorragend,

um komplexe Ma te -

rialien in feinstem Detail mi -

kro skopisch zu untersuchen.

Das Potenzial der Röntgen mi -

kroskopie lässt sich allerdings

erst mit hocheffizienten und

möglichst perfekten Röntgen -

optiken voll ausnutzen. Trotz

der Anstrengungen von For -

scherteams weltweit hat sich

dies als schwieriger erwiesen

als vermutet, und die Konstruk -

tion eines Röntgenmikroskops

mit einer Auflösung besser als

zehn Nanometer ist nach wie vor

eine große Heraus for de rung.

Wegen ihrer besonderen Eigen -

Die Hamburger Straßen -

bahn war eines der ältesten

und größten deutschen

Stra ßenbahnnetze. Bereits

1866 wurde die erste Pfer -

debahnstrecke und 1894

die erste elektrisch betriebene

Linie eröffnet. Der Senat

der Hansestadt beschloss 1958

die Stilllegung des gesamten

Netzes, die letzte Linie wurde

1978 auf Busbetrieb umgestellt.

Die größte Ausdehnung des Li -

niennetzes erreichte die Ham -

burger Straßenbahn am 17. Mai

1955. Damals waren auch Lu -

rup und Othmarschen an das

Liniennetz angebunden. Insge -

samt fuhren sogar sechs Linien

in den Hamburger Westen und

verbanden damit die Elbvororte

mit der Hamburger Innenstadt.

Seitdem leidet Hamburg an

einem vergleichsweise unterdimensionierten

Schienennetz im

Öffentlichen Nahverkehr. Busse

müssen die teils weitmaschigen

Lücken bei U- und S-Bahn

schließen und Bedarfe abdec k -

en, für die dieses Verkehrs sy -

stem nicht unbedingt gut

geeignet ist.

Nicht nur die Bürger protestierten

gegen die Stillegung, auch

unter Verkehrsexperten war die

Stilllegung der Hamburger

Stra ßenbahn umstritten.

ELBVORORTE

schaften lassen sich Röntgen -

strahlen nicht so einfach fokussieren

wie sichtbares Licht.

Stattdessen sind Spezialoptiken

wie die Multilayer-Laue-Linsen

(MLL) nötig. Sie bestehen aus

abwechselnden, nanometerdün

nen Schichten zweier un -

ter schiedlicher Materialien. Im

Gegensatz zu klassischen Lin -

sen beugen MLL die Strahlung

nicht, sondern streuen sie wie

ein Kristall. Die Kunst dabei ist,

die Röntgenlinse so aufzubauen,

dass sie möglichst viel der

einfallenden Röntgenstrah lung

auf einen möglichst kleinen

Punkt konzentriert. Dazu

muss nicht nur die

Schichtdicke exakt kontrolliert

werden, die Dicke und

vor allem die Ausrichtung

der Schichten müssen sich

über die Linse auch kontinuierlich

ändern. Die Größe

des Röntgenfokus hängt

dabei von der Dicke der

dünnsten Schicht ab.

Die Speziallinsen werden üblicherweise

in einem Beschich -

tungsverfahren namens Sput -

tern erzeugt, bei dem das Bau -

material zunächst zerstäubt

wird und sich dann auf einem

Substrat absetzt. So lassen sich

Schichten genau kontrollierter

Dicke erzeugen. Um die erforderliche

Präzision und die

besonderen Linseneigen schaf -

ten zu erreichen, hatte Bajts

Team eine spezielle Sputter-

Technik entwickelt und die

Eigenschaften der Linsenma te -

rialien genau untersucht, die

sich oft mit der Linsendicke

ändern. Mit einer neuen Mate -

rialkombination aus Wolfram -

kar bid und Siliziumkarbid er -

zeugten die Forscher nun mit

Hilfe ihres Produktionsver fah -

rens Linsen mit mehr als 10 000

abwechselnden Schichten. „Die

Wahl des richtigen Material -

paars war entscheidend für den

Erfolg“, erläutert Bajt.

„Das schließt andere Material -

kom binationen zwar

nicht aus,

aber diese

ist definitiv die beste, die wir

kennen.“

Um einen Röntgenstrahl in

horizontaler und vertikaler

Richtung zu fokussieren, sind

zwei Linsen nötig, die rechtwinklig

zueinander stehen. Mit

dieser Anordnung konnte das

Forscherteam einen Röntgen -

fokus von nur 8,4 Nanometern

Elbvororte

Neue Speziallinsen bei DESY ermöglichen Rekordauflösung

DESY-Team erzeugt Röntgenfokus kleiner als zehn Nanometer | Konrad Matzen

BAHRENFELD

mal 6,8 Nanometern Größe an

der Hard-X-ray-Nanoprobe-

Mess station der US-Röntgen -

strah lungsquelle National Syn -

ch rotron Light Source II (NSLS

II) am Brookhaven National

Laboratory (BNL) erzeugen.

Die Fo -

kus-

Röntgenhologramm

(Ausschnitt)

einer Schale der Kieselalge Actinoptychus senarius mit einem

Durchmesser von nur 0,1 Millimetern. Die 5000fache Vergröße -

rung zeigt feinste Details der Struktur.

Foto: DESY/AWI

größe bestimmt die räum liche

Auflösung eines Rönt gen mi -

kros kops, und die neuen Linsen

ermöglichen so eine mindestens

fünfmal bessere Auflö -

sung als heute übliche Linsen.

Die Effizienz ist ein Maß dafür,

wie gut eine Linse auf die

Strahlung wirkt. Röntgen strah -

lung ist sehr durchdringend

Als die Straßenbahn die Elbvororte mit der Stadt verband...

Am 1. Oktober vor 40 Jahren wurde die Hamburger Straßenbahn stillgelegt. Eine Rückschau mit Blick in die Zukunft | Konrad Matzen

1971 hielt die Straßenbahnlinie 1, von Lurup aus kommend, noch am Altonaer Bahnhof Foto: Albert Hart

Überreste der Hamburger Straßenbahn am Gymnasium Hochrad,

aufgenommen 2017

Foto: Malte Hübner

und würde normalerweise

durch die Linsenmaterialien

nahezu ungehindert hindurchlaufen.

Eine Herausforderung

lautet daher, solche Linsen -

struk turen herzustellen, die

eine möglichst starke Wechsel -

wirkung mit der Röntgen strah -

lung erzeugen und möglichst

viel der Strahlung in den

Brennpunkt dirigieren. Die

neuen Lin sen erreichen eine

Effizienz von mehr als 80

Prozent. Die ser hohe Wert

illustriert den Grad an

Präzision, den die

Wissenschaftler in der

Produktion der nötigen

Nano struk turen

erreicht haben.

Diese Präzision er -

mög licht nun Pro -

jektions bil der über

einen weiten Be -

reich von Vergröße -

rungs faktoren, wie

Tests der neuen Lin -

sen belegen. An der

Messstation P11 von

DESYs hochbrillanter

Rönt genquelle PETRA III

zeichneten die For scher dabei

hochauflösende Röntgen holo -

gramme winziger Strahlen -

tierchen (Radiolarien) und Kie -

selalgen (Diatomeen) aus dem

Meeresplankton auf. Die untersuchten

Strahlentier chen sind

Einzeller aus der Klasse der

Acantharia und die einzigen

bekannten Organis men, die ihr

Skelett aus dem Mi neral Stron -

tiumsulfat (SrSO4) aufbauen,

auch Coelestin ge nannt.

Die ebenfalls von Bajts Team

untersuchten Kieselalgen haben

kompliziert strukturierte Scha -

len, die extrem stabil und leicht

zugleich sind. Sie bestehen aus

Aus diesem Grund gab es nur

wenige Jahre nach der Still -

legung erste Rufe nach einer

Wiedereinführung der Ham bur -

ger Straßenbahn – als moderne

Stadtbahn.

Eine der treibenden Kräfte war

der damalige SPD-Bürger mei -

ster Henning Voscherau, der

die Stilllegung wie andere Po -

litiker vorher auch als Fehler

bezeichnete. Als Vorbild dienten

zahlreiche internationale

Metropolen, in denen die Stra -

ßenbahn zwischenzeitlich eine

Renaissance als modernes

Groß stadtverkehrsmittel feierte.

Im Jahr 2001 kam es zu einem

ersten ernsthaften Anlauf für

eine Wiedereinführung einer

Tram in Hamburg, die dann

aber an einer Abwahl des

damaligen rot-grünen Senats

scheiterte. Die anschließend

nanostrukturierter Kieselsäure,

die bisher in zweidimensionalen

Analysen mit Elektronen -

mi kroskopen untersucht wurde.

Höchstwahrscheinlich wegen

dieser Strukturierung ist die

Festigkeit der Kieselsäure au -

ßergewöhnlich hoch – zehnmal

höher als die von Baustahl –

obwohl sie bei niedrigen Tem -

peratur- und Druckbedingun -

gen hergestellt wird.

„Wir hoffen, dass die neuartigen

Röntgenoptiken uns bald

ermöglichen werden, diese

Nanostrukturen in 3D zu untersuchen“,

sagt Meeresforscher

Christian Hamm vom Alfred-

Wegener-Institut in Bremer -

haven, der die Planktonproben

zur Verfügung gestellt hat und

Ko-Autor der Studie ist. „Das

kann uns helfen, die enorme

mechanische Belastbarkeit dieser

Schalen zu modellieren und

zu verstehen und mit diesem

Wissen neue, umweltfreundliche

und leistungsfähige Materialien

zu entwickeln.“

Die neuen Linsen eignen sich

für eine Vielzahl von Anwen -

dungen, von der Bildgebung

mit Nanometer-Auflösung bis

zur Röntgenspektroskopie.

An der Studie waren Forscher

von DESY, der Universität

Ham burg, des BioXFEL-Wis -

senschafts- und Technolo gie -

zentrums der National Science

Foundation in den USA, der

Arizona State University, der

Universität Bialystok in Polen,

des Brookhaven National

Laboratory in den USA und des

Alfred-Wegener-Instituts für

Polar- und Meeresforschung

beteiligt.

www.desy.de

regierende CDU sprach sich

gegen die Pläne aus. Im Jahr

2008 wurden die Planungen

dann unter einem schwarz-grünen

Senat wieder konkreter –

scheiterten aber an einer vorzeitigen

Abwahl und am Willen

des anschließend regierenden

SPD-Bürgermeisters Olaf

Scholz, der das damals schon

angelaufene Planfeststellungs -

verfahren der ersten Strecke

gleich nach seiner Wahl stoppte.

Neue Planungen:

U5 statt Straßenbahn

Alternativ sollte der Busverkehr

in Hamburg zum „modernsten

Bussystem Europas“ ausgebaut

werden. Inzwischen planen

SPD und Grüne statt einer

Stadtbahn eine neue U-

Bahnlinie quer durch Hamburg.

Wenn die Planungen weiter

laufen, soll die U5 in den

2030er Jahren die überfüllten

Busse in der Grindelallee ersetzen

– rund 60 Jahre nach

Stilllegung der Straßenbahn an

derselben Stelle. Auch Osdorf

und Lurup sollen dann wieder

an das Öffentliche Bahnnetz

an geschlossen werden. Aller -

dings sind die Planungen noch

längst nicht abgeschlossen...


Elbvororte

DorfStadt-Zeitung 14/2018 • 11.10.2018 • 9

In diesem Jahr werden die

ersten Wohnungen von insgesamt

1.600 des ersten

Bauabschnittes in der neu -

en „Mitte Altona“ bezogen.

Der Einzug der ersten

Mieter in eines der bedeutendsten

aktuellen städtebaulichen

Projekte in Hamburg ist

der Ausgangspunkt der neuen

Sonderausstellung im Altonaer

Museum. „Schöner Wohnen in

Altona?“ setzt sich mit dem

viel fältigen Wandel des Stadt -

teils im 20. Jahrhundert, aber

auch mit den aktuellen Ver än -

derungsprozessen auseinander.

Dabei zeigt sich, dass Altona im

Laufe des letzten Jahrhunderts

geradezu paradigmatisch für

die Entwicklung von Ideen zum

Wohnbau steht.

Die Ausstellung läuft noch bis

zum 24. Juni 2019 und ist täglich

zwischen 10 und 17 Uhr

geöffnet (Dienstags geschlossen).

Der Eintritt beträgt 8,50

€, für Kinder und Jugendliche

unter 18 Jahren frei.

In Form eines Parcours durch

die Geschichte präsentiert die

Ausstellung die verschiedenen

Wohnungsbauvorhaben der

letzten 130 Jahre in Altona und

die damit verbundenen wichtigsten

Phasen der Stadtent -

wick lung. Neben der Schaffung

von gesundem Wohnraum für

breite Bevölkerungsschichten

in den 1920er Jahren, über die

Vision einer autogerechten

Stadt in den 1950er und 1960er

Jahren werden die funktional

organisierte Stadt der 1970er

Jahre und die selbstbestimmte

und von den Bürgern selbst

getragene Stadtentwicklung der

1980er Jahre thematisiert.

Um auch die aktuellen Aus ein -

andersetzung um die Zukunft

des Stadtbezirks einzubeziehen,

werden die anstehenden Pla -

nungen zum Holstenareal und

zu den Kolbenhöfen präsentiert

und die Besucher eingeladen,

die weitere Zukunft des Stadt -

bezirks zu kommentieren. Ge -

meinsam mit den Besuchern

möchte das Museum auf diesem

Weg den sich ständig verändernden

Charakter des Stadt -

bezirks erkunden und zu Re -

flexionen über die Fragen anregen:

Inwiefern ist die rasante

und vielschichtige Entwicklung

Altonas beispielhaft für das

urbane Leben im 21. Jahr -

hundert? Welche Zukunfts vi -

sionen haben Experten und

Stadtplaner und welche Wün -

ELBVORORTE

Schöner Wohnen in Altona?

Stadtentwicklung im 20. und 21. Jahrhundert im Bezirk | Konrad Matzen

Wohnhaus am heutigen Woyrschweg in Othmarschen.

sche, Hoffnungen und Befürch -

tungen haben die Bewohner

Altonas, wenn sie sich die

Zukunft in ihrem Stadtteil vorstellen?

1890 – Wohnen in

einer überbevölkerten

Industriestadt

Um 1890 war Altona eine

rasant wachsende Indu strie -

stadt. 105.000 Menschen lebten

in der überbevölkerten Stadt.

Die meisten waren Arbeiter.

Auch im benachbarten Otten -

sen stiegen die Einwohner -

zahlen. Dort siedelten sich viele

Industriebetriebe an. Die

Wohn verhältnisse der Mehrheit

der Bevölkerung waren schlecht.

Es herrschte Woh nungs not.

1889 wurde Ottensen eingemeindet,

1890 dann Bahren -

feld, Othmarschen und Oevel -

gönne. Das vergrößerte Stadt -

ge biet schuf neue stadtplanerische

Möglichkeiten. Als erste

deutsche Stadt betrieb Altona

eine aktive Bodenpolitik, um

neues Bauland zu erschließen

und strengere Bauvorschriften

durchzusetzen. 1914 war die

Stadt im Besitz von einem

Drittel des Stadtgebietes. Der

Stadterweiterungsplan von

1889 sah Villengebiete im We -

sten, bürgerliche Wohnviertel

im Norden und neue Gewer -

beflächen in Bahrenfeld vor.

Ziel der Stadtplanung war die

Erhöhung der Steuereinnah -

men. Pläne für eine grundlegende

Verbesserung der Wohn -

situation der Mehrheit bestanden

nicht.

»Fischkistensiedlungen«

in Lurup und Osdorf

Mit der Weltwirtschaftskrise

1929 stieg die Zahl der Ar -

beitslosen. Viele konnten sich

die Miete für eine Wohnung

nicht mehr leisten. In Selbst -

hilfe errichteten sich arme Fa -

mi lien Unterkünfte am Stadt -

rand, in Lurup und Osdorf.

Billiges Baumaterial für die

Hütten waren Fischkisten und

Abbruchmaterial, weshalb sie

„Fischkistensiedlungen“ ge -

nannt wurden. Andere schlossen

sich zusammen und be -

mühten sich um städtische

Förderung. Die 1931 gegründete

„Siedlervereinigung Altona“

errichtete Siedlungen für Er -

werbslose am Rugenbarg. Die

Planung übernahm das Alto -

naer Bauamt, die Ausführung

erfolgte in Eigenarbeit. Die

Stadt stellte Grundstücke zur

Verfügung und vergab Kredite.

Nach 1933 entstanden weitere

Siedlungen. Bewerber für die

Häuser mussten nun allerdings

den politischen Kriterien des

NS-Regimes entsprechen und

z.B. ihre „Erbgesundheit“ nachweisen.

Elbe-Einkaufszentrum

Nach zweijähriger Bauzeit

wurde das Elbe-Einkaufs zen -

trum am 12. Mai 1966 eröffnet.

Es war das fünfte Shopping -

center nach US-amerikanischem

Vorbild in Deutschland.

Zielgruppe waren die Bewohner

des Umlands. Das Einkaufs zen -

trum lag verkehrsgünstig an

der Hauptverkehrsachse Osdor -

fer Landstraße nahe der A7.

Publikumsmagnete waren das

Warenhaus Hertie und das Be -

kleidungsgeschäft Peek &

Cloppenburg. 55 Einzelhan -

dels geschäfte und ein Super -

markt hatten auf 33.000

Quadratmeter Verkaufsfläche

ein breites Sortiment im Ange -

bot. So konnten alle Einkäufe

an einem Ort mit dem Auto

erledigt werden.

Trabantenstadt am

Osdorfer Born

1962 entwickelte die SAGA

erste Konzepte für ein Wohn -

Foto: Altonaer Spar- und Bauverein

gebiet am Hamburger Stadt -

rand. 1963 beauftragte die

Baubehörde die Wohnungs -

baugesellschaft »Neue Heimat«

mit einem städtebaulichen Gut -

achten. Für die Großsiedlung

Osdorfer Born wurde eine Al -

ternative zum Zeilenbau ge -

wünscht. Hamburgs erste »Tra -

bantenstadt« entstand zwischen

1967 und 1971 in Montage-

Bau weise als Plattenbau. Hoch -

häuser verliefen als »Wohn -

Das Elbe Einkaufszentrum kurz vor seiner Eröffnung 1966

Foto: Walter Hollnagel

bänder« entlang der Straßen.

Die Infrastruktur für etwa

12.000 Bewohner bestand aus

einem Einkaufszentrum, Schu -

len, Kindertagesstätte, Gemein -

de zentrum und Schwimmbad.

Die Realisierung einer U-

Bahnlinie wurde kurz vor Bau -

beginn 1974 gestoppt. Schon

kurz nach Fertigstellung klagten

Anwohner über die

Anonymität des Wohnens oder

die Verwahrlosung einzelner

Häuser. Schnell bekamen die

Hochhäuser den Spitznamen

„Affenfelsen“.

Othmarscher Höfe

Die Othmarscher Höfe bilden

ein Quartier aus etwa 925

Wohnungen, Gewerbeflächen

und Läden auf dem Gelände der

ehemaligen Margarinefabrik

Mohr. 2010 gewann das Büro

LRW Architekten und Stadt -

planer den Wettbewerb für das

Gelände zwischen den Trassen

von Autobahn und S-Bahn. Ihr

Entwurf legte die groben städtebaulichen

Strukturen fest. Er

bestimmte das Wegenetz sowie

die Größe und Verteilung von

Grünflächen, Wohnen und

Gewerbe. Die Wege im Quartier

sind autofrei. Unter der

Wohnanlage befindet sich eine

Tiefgarage. Zum ersten Mal

wurde hier der „Drittelmix“

umgesetzt: ein Drittel sozial

geförderte Wohnungen, ein

Drittel Mietwohnungen, ein

Drittel Eigentumswohnungen.

Die Bauarbeiten begannen mit

Verzögerung 2012.

Zukünftig Wohnen

im Bezirk Altona

Das Thema wird viel und kontrovers

diskutiert. Denn Woh -

nen ist individueller Ausdruck

und gesellschaftliche Aufgabe

gleichermaßen. Wie kann ausreichender

und günstiger Wohn -

raum in Städten geschaffen

werden? Diese Frage beschäftigt

Stadtplaner, Architekten

und Bürgerinitiativen in Ham -

burg und darüber hinaus.

In Altona sind zwei zukünftige

Projekte bereits Gegenwart. Für

die »Kolbenhöfe« auf dem ehemaligen

Gelände der Kol ben -

schmidt-Werke wurde der Be -

bauungsplan verabschiedet.

Der Masterplan für das „Hol-

stenareal“, das 2019 nach

Verlagerung der Brauerei frei

wird, ist in Arbeit. Für andere

Gebiete wie die Trabrennbahn

Bahrenfeld oder das Stadion

von „altona 93“ haben die

Planungen noch nicht begonnen.

Aber sie sollen in Zukunft

auch für Wohnbebauung zur

Verfügung stehen.

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Erholsamer Schlaf fördert

Regeneration und Selbst -

hei lungskräfte. Das gelingt

allemal besser als mit

Medikamenten oder einem

Kuraufenthalt. Sie benötigen

auch keine Auszeit

oder eine Teilnahme an einem

Meditationskurs. Das Zau ber -

wort heißt „Guter Schlaf“.

„Als leidenschaftlicher Hand -

ball spieler machte ich bereits in

meiner Jugend die prägende

Erfahrung, dass ausreichend

und vor allem erholsamer

Schlaf meine Leistungsfähigkeit

und mein Wohlergehen direkt

positiv beeinflusst...“, so Klaus

Nielsen, Inhaber von BETTEN-

LAND Halstenbek und BESSER-

HALSTENBEK

Das BESSER-SCHLAFEN-TEAM vom Bettenland

SCHLAFEN-COACH.

Seit einigen Jahrzenten und

mittlerweile auch schon seit 20

Jahren am Standort in der

Wohnmeile Hamburg-Halsten -

bek, verstehen sich Klaus Niel -

sen und sein BESSER-SCHLA-

FEN-TEAM als „Lotsen für den

Guten Schlaf“.

Das Bettenland ist ein familiengeführtes

Unternehmen mit

einer klaren Philosophie: Die

Zufriedenheit Kunden steht für

uns an erster Stelle. Daher bieten

wir Ihnen einen Service, der

so persönlich wie umfassend

ist. Gesunder und erholsamer

Schlaf ist ein so elementares

Bedürfnis, vertrauen Sie daher

am besten unserem qualifizierten

Mitarbeiterteam. Wir füh -

ren Sie gern durch unser großes

Sortiment und beraten Sie

kompetent bei der Auswahl

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Ihres Wunschbetts. Nutzen Sie

unsere individuelle Schlaf be ra -

tung, die ganz auf Ihre besonderen

Wünsche und Ansprüche

eingeht. „Unsere Kunden schätzen

es, dass wir uns für sie alle

Zeit nehmen. Hierbei berücksichtigen

wir ihre individuellen

Wün sche und Bedürfnisse. So

können wir mit unseren Kun -

den gemeinsam ein für sie optimales,

ergonomisch-korrektes

Schlaf-System bestimmen. Uns

liegt es sehr am Herzen, dass

unsere Kunden absolut glücklich

und zufrieden sind und sie

dieses gute Gefühl auch nachhaltig

bewahren. Positive und

anerkennende Rückmeldungen

unserer Kunden bestätigen uns

in unserer klaren kundenorientierten

Ausrichtung“, so Klaus

Nielsen weiter.

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familiäre Atmosphäre die zum

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immer! Wir freuen uns sehr

über jeden weiteren neuen

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Klaus Nielsen mit einem sympathischen

Lächeln.

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Tel.: (0 41 01) 47 31 00

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10 • DorfStadt-Zeitung 14/2018 • 11.10.2018 Wirtschaft

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Berufswahl Altenpflege

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vor der Entscheidung Dei -

ner Berufswahl stehst und

Freude am Umgang mit

älteren Menschen hast,

dann kann eine Ausbildung

im Berufsfeld der Alten -

pfle ge eine denkbar interessante

Alternative für Dich sein.

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Dabei stehen entsprechend der

unterschiedlichen schulischen

und persönlichen Vorausset -

zun gen der jeweiligen Bewer -

ber verschiedene Ausbildungs -

varianten zur Verfügung:

Wenn Du über einen mittleren

Schulabschluss (MSA) verfügst,

Nach Deinem erfolgreichen

Abschluss zum Gesundheitsund

Pflegeassistenten besteht

für Dich die Möglichkeit, ggf.

sogar im Rahmen einer auf

zwei Jahre verkürzten Ausbil -

dungsdauer, auch noch die

Ausbildung zum examinierten

Altenpfleger anzuschließen.

Neben den hohen Ausbildungs -

vergütungen erhältst Du als

Auszubildender auch noch weitere

attraktive Leistungen, wie

z.B. Urlaubsgeld, Weihnachts -

geld sowie auf Wunsch auch

einen Zuschuss zur HVV-

Proficard.

Die Arbeit in der Altenpflege ist

eine von den älteren Menschen

hochgradig wertgeschätzte Tä -

tigkeit, die entgegen einer

immer noch weitläufig verbreiteten

öffentlichen Meinung

sowohl bereits während Deiner

Ausbildung wie auch nach dem

Ausbildungsende zu den mittlerweile

erfreulicherweise doch

wirklich gut bezahlten Berufs -

feldern gehört. Durch die im mer

älter werdende Gesell schaft ist

die Altenpflege darüber hinaus

auch eine zukunftssichere

Bran che mit einem von uns als

Arbeitsgeber garantierten Über -

nahmeangebot in ein anschlie -

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nis nach Deiner erfolgreich

abgeschlossenen Ausbildung.

Außerdem bieten wir Dir diverse

interessante weitere berufliche

Entwicklungsmöglichkeiten

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bringst Du die entsprechende

Voraussetzung für die dreijährige

Ausbildung zum examinierten

Altenpfleger mit. In

diesem Beruf zahlen wir Dir

bereits im ersten Jahr eine

Ausbildungsvergütung in Höhe

von € 1.050,- monatlich, die in

den beiden Folgejahren sogar

noch weiter ansteigt.

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Vergütung schon im

ersten Lehrjahr

Bist Du ein Schulabgänger mit

dem ersten allgemeinbildenden

Schulabschluss (ESA), ist die

zweijährige Ausbildung zum

Gesundheits- und Pflegeas si -

stenten für Dich die richtige

Wahl. Hier zahlen wir Dir

bereits im ersten Jahr eine

ebenfalls hohe Ausbildungs -

vergütung in Höhe von monatlich

€ 850,- die im darauffolgenden

Jahr ebenfalls noch

einmal ansteigt.

Foto: Jan Haeselich

Garantierte Übernahme

nach der Ausbildung

Beide Ausbildungsgänge unterteilen

sich in einen theoretischen

Teil, der an einer staatlich

anerkannten Berufsschule

gelehrt wird und in einen praktischen

Teil, den Du in einer

unserer stationären Senioren -

zen tren, die sich in den Ham -

burger Stadtteilen Lurup und

Bergedorf befinden, absolvierst.

Unsere speziell ausgebildeten

und freigestellten Praxisan -

leiter begleiten dich dabei professionell

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samten Ausbildungsdauer und

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Jahren erfolgreich und qualifiziert

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Anfragen kannst Du gern stellen

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auch gleich direkt bei uns

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Bewerbungen an:

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Jens Dybdahl und Gwen Fischer in ihrem neuen Show-Room in Blankenese

Geht es um die eigenen vier

Wände ist in Skandinavien

Holz der bevorzugte Bau -

stoff. Nicht nur für den Bau

von Blockbohlenhäusern,

sondern auch für Möbel im

Innern des Hauses. Der

warme Holzton und das samtweiche

Material sorgt nicht nur

für angenehme Gemütlichkeit,

sondern auch für warmes Licht,

denn das spielt in Skandina vi -

en eine ganz besondere Rolle.

Im Sommer dominieren die

weißen Nächte, in denen die

Sonne nie ganz untergeht. Im

langen Winter hingegen lässt

sie sich dagegen kaum sehen.

Daher setzen Dänen, Schweden

und Norweger gern helle Far -

ben und freundliches, helles

Holz in ihre Häuser.

Auch im dänisch geprägten

Ham burger Westen ist Skan di -

na visches Einrichtungsdesign

beliebt. Daher war es eine logische

Konsequenz, dass der

Dänische Möbelhändler Faszi -

nation Massivholz seine erste

Filiale nach dem Flagship-Store

in Halstenbek in den Elbvor or -

ten eröffnet. Vor Ort berät die

Blankeneserin Gwen Fischer

ihre Kunden, wenn nicht Fir -

meninhaber Jens Dybdahl vor

BLANKENESE

Ort ist. In der Dockenhudener

Straße zeigen die Style-Spezia -

listen in ihrem Showroom nur

Auszüge aus dem Programm,

das vollständig online verfügbar

ist. „Es gibt keine Standard-

Menschen. Deshalb gibt es bei

uns keine Standard-Möbel“, er -

klärt Jens Dybdahl sein Kon -

zept. Seine Möbel sind aus

massivem Eichenholz gefertigt,

in verschiedenen Varianten und

Holzfarben. „Jeder bekommt

das Möbel, das bei ihm Zuhau -

se am besten passt“, sagt Gwen

Fischer. Im Show Room stehen

daher über 150 Stoff- und

Holzmuster in unterschiedlichster

Ausprägung zum Anfassen

zur Verfügung. Wer noch mehr

Inspiration braucht, bekommt

Unterstützung durch befreundete

Innenarchitekten oder

Wohn designer.

Die Design Philosophie von

Stine Prang, Fasmas-Möbel -

designerin heißt Kombination

von natürlichen Proportionen

mit visuellen und funktionellen

Akzenten. „Handwerk steht bei

mir im Vordergrund“, sagt die

Designerin, „Aber gleichzeitig

habe ich einen Hang für eine

gewisse Prise Humor. Ich mag

es, wenn die Dinge etwas schief

und schelmisch rüberkommen.

Das Ganze noch in der Kombi -

nation mit verschiedenen Mate -

rialien – so interpretiere ich die

dänische Designtradition auf

meine Art und Weise neu und

schaffe damit moderne Design

mit Kante“ So entsteht ein

Fasmas-exklusives individuelles

Design, das nur hier erhältlich

ist. „Wir zelebrieren hier

die Zukunft des Handels“, ist

Dybdahl überzeugt: „Informie-

ren im Netz, probieren und be -

raten lassen im Show-Room.“

Geliefert wird innerhalb von

sechs bis acht Wochen.

Um die individuelle hyggelige

Note des skandinavischen De -

signs noch zu unterstreichen,

duzen die Mitarbeiter sich nicht

nur untereinander, sondern

auch mit ihren Kunden. Schnell

entstehen so ganz persönlichnachbarschaftliche

Bezie hun -

gen, die im frisch renovierten

Dockenhudener Show-Room

bei Events wie Weintasting

oder Kochabend gepflegt werden

sollen.

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»Keine Leiche ohne Lily«

ist wohl die bekannteste Kriminalkomödie

von Jack Popplewell. Die VB

Rissen und das Amateur-Theater

Altona spielen in diesem Herbst

gemeinsam die hochdeutsche

Fassung von Christian Wölffer.

Reeder Richard Henning sitzt vor seiner

Putzfrau Lily Pieper – allerdings

tot! Das schockt Lily weniger, denn

viel hatte sie nie für ihren Chef übrig.

Als die Polizei am Tatort eintrifft, ist

die Leiche jedoch verschwunden.

Problematisch, denn der von Lilys Eifer eher entnervte Polizeiinspektor Willi Brockmann verlangt

eine Erklärung. Aber das lässt Lily nicht mit sich machen! Da war eine Leiche! Es wäre gegen Lilys

Natur, wenn sie sich jetzt „den Fall“ aus den Händen nehmen ließe. Und so hat der Inspektor

neben seinem Assistenten Schulz ungefragt, eine weitere emsige „Assistentin“ an seiner Seite. Die

Untersuchung nimmt ihren Lauf.

Termin Aula der Schule Iserbarg: 13.10.2018 um 19 Uhr; 14.10.2018 um 16 Uhr; 15.10.2018 um

20 Uhr; 27.10.2018 um 19 Uhr; 28.10.2018 um 16 Uhr

Termine Bürgerhaus Bornheide: 20.10.2018 um 19 Uhr; 21.10.2018 um 15.30 Uhr

Termine Stadtteilschule Bahrenfeld: 3.11.2018 um 19 Uhr; 4.11.2018 um 15.30 Uhr

Eintritt: 7,–

Karten Vorbestellung: www.volksspielbuehne.de

Eine ganz neue Sichtweise auf die

A-Cappella Musik-Entertainment

größte Boyband aller Zeiten –

durch die Augen von vier Frauen:

Les Brünettes singen The Beatles.

Eine Show der musikalischen

H.henflüge, inszeniert mit

Dialogen, Filmclips und Szenen,

die eine spannende Nahaufnahme

von Leben und Musik der Fab

Four zeigen. Es ist ein Fest zu erleben,

wie Les Brünettes ihre enormen

stimmlichen Möglichkeiten in

den Dienst dieser zeitlosen Songs

stellen – nicht nur für eingefleischte Beatles-Fans. In ihren Arrangements lassen sich die vier von

den Pilzköpfen zu kreativen, spielerischen, manchmal frechen Hoḧenflügen inspirieren.

Sie entstauben die vielgehörten großen Hits, entdecken eher unbekanntere Songs und überraschen

mit Querverbindungen zwischen den Stücken.

Das musikalische Spektrum von der Unbeschwertheit und genialen Einfachheit der fruḧen Jahre

bis zur spaẗen Schaffensphase der Beatles mit ihren komplexeren Songstrukturen und

Instrumentierungen performen Les Brünettes auf der Buḧne mitreißend, sinnlich und voller

Energie. Dabei umrahmen kurze Dialog- und Filmsequenzen die Musik mit einem dramaturgischen

Bogen, der ironische, skurrile, nachdenkliche, aber immer überraschende Schlaglichter

auf die beruḧmteste Popband aller Zeiten wirft.

Foto: Marius Engels

Les Brünettes „The Beatles Close-Up Show“

Termin: 2.11.2018, 20 Uhr | Ort: Forum Schenefeld

Eintritt: 16,– bis 24,– Euro zzgl. Gebühren | www.forum-schenefeld.de

„O’zapft is“:

Herbstmarkt mit Dirndl und Lederhosen

Jetzt wird’s zünftig: Wenn der Wedeler Herbstmarkt

wieder seine Tore öffnet, dann wartet auf die

Besucher eine bajuwarische Überraschung. Neben

den bekannten Schaustellern mit Karussell,

Schießbude und Autoscooter wird das Festzelt

mitten in die Kirmes gestellt, um ein viertägiges

Oktoberfest mit Lederhosen, Dirndln, Maßkrügen

und Musi zu beherbergen.

In dem 800 Quadratmeter großen Festzelt, gibt es

über 500 Sitzplätze und ebenso viele Stehplätze.

Fassanstich ist pünktlich um 17 Uhr am Freitag,

12. Oktober. Den Schlegel führt dabei Wedels

erster stellvertretender Bürgermeister Herbert Thomascheski.

Die Oktoberfest-Band „Das Tschirgant Duo“ und DJs wie Jürgen Brosda „Der DJ vom Kiez“, der

mit seinem Oktoberfestprogramm auftritt, wollen für stilechte Stimmung sorgen. Zünftige

Speisen und Oktoberfestbier runden das Programm ab.

Im großen Biergarten vor dem Zelt, kann schon den ganzen Tag ab 14 Uhr bajuwarisch der

Nachmittag verbracht werden, bevor es dann ab dem Abend in die Vollen geht.

Am Sonntag, 14. Oktober, gibt es ab 11 Uhr einen Oktoberfest-Fruḧschoppen mit Livemusik.

Ab 15 Uhr folgt eine Oktoberfest Kinderdisco.

Termin: 12. bis 15. Oktober, jeweils 14–22 Uhr | Ort: Festplatz Wedel, Schulauer Str., Wedel

Eintritt Festzelt: a 7,– Euro | www.elbwiesn.de

Foto: PR

25. KKF: Bernd Lafrenz – Othello

Frei-komisch nach Shakespeare

Der Vollblut-Komödiant, Regisseur und

Stückeschreiber Bernd Lafrenz präsentiert uns

seine witzige, einfallsreiche und engagierte

Version des Klassikers Othello. Nach altbewährtem

Konzept schlüpft er in die verschiedensten

Rollen und lässt so das ganze Werk aufleben.

Aus der Geschichte vom edlen Mauren Othello,

der schönen Desdemona und dem hinterlistigen

Jago ist ein temporeicher Abend für einen verwandlungsfähigen

Solisten geworden. Jede seiner

Rollen erhält eine unverwechselbare Interpretation. Beeindruckend ist zu sehen, wie Bernd

Lafrenz von einer Sekunde zur anderen in eine neue Rolle schlüpft. In diesem Moment noch der

kriegerische Jago, ein Aufrichten genügt und er ist wieder ganz Feldherr mit gebieterischer

Stimme, zusammengekniffenen Augenbrauen, festem Blick und breiten Schultern. Und dann

schlüpft er gleich wieder in die Rolle der hüftkranken Zofe Emilia, die er auch noch mit einem

ostpreußischen Dialekt versieht. Auf dem internationalen Theater-Festival in St. Vith, Belgien,

erhielt Bernd Lafrenz mit „Othello“ den Preis für herausragende Leistung. Außerdem erhielt er

im Theaterhaus Stuttgart den Publikumspreis beim Theaterwettbewerb der Stuttgarter Zeitung.

Es ist schwierig, eine Beschreibung dieses Super-Schauspielers zu geben und einen Abend mit

ihm in Worten auszumalen, man muss diese „Show“ einfach einmal selbst erlebt haben. Wer ihn

bisher verpasst hat, hat jetzt die Möglichkeit, diesen fantastischen Schauspieler kennen zu lernen.

Termin: 2. November 2018 um 20.30Uhr | Ort: Theaterschiff Batavia

Eintritt: 20,-€ | www.batavia-wedel.de

Foto: PR

»Hammerfrauen« – Musical

Julia und Mark werden heiraten. Mark ist passionierter

Heimwerker, dessen Morgengabe

aus einer heruntergekommenen Mühle

besteht, die er komplett sanieren will.

Dementsprechend hat er den Hochzeitstisch

im Baumarkt einrichten lassen – und bei der

Gelegenheit gleich seine Verlobte beim

Handwerkerkurs für Frauen angemeldet. Julia

ist schockiert, denn sie hasst die

Heimwerkerei, hat sich bislang aber nicht

durchringen können, dies ihrem Liebsten zu

gestehen. Kurz vor der Hochzeit kriegt sie

kalte Füße. Beim abendlichen Kurs –

Fliesenlegen mit Enno und Patrick – lernt sie Cornelia, Yvonne und Kim kennen, die zwischen

Flexkleber und Fugenkreuzen Julias Zwangslage diskutieren.

Je mehr Gratis-Sekt die Damen intus haben, desto hemmungsloser ihre Kommentare zu Julias

Dilemma und den Männern im Allgemeinen: Schließlich hat die Heimwerkerei so manche Ehe

ruiniert. Wie die neugewonnenen Freundinnen den Baumarkt auf den Kopf stellen und den

Mitarbeitern selbigen verdrehen … sehen Sie selbst!

Termin: 21.10.2018 um 19 Uhr | Ort: Forum Schenefeld

Eintritt: 24,- bis 32,– Euro zzgl. Gebühren | www.forum-schenefeld.de

Foto: Claudius Pflug

Orgelherbst –

Eröffnungskonzert

Nach dem großen

Erfolg von letztem

Jahr und oft von

unserem Publikum

gewünscht, kommt

das Stück Cantos Sacros des brasilianischen

Komponisten Ernani Aguiar wieder

auf das Programm, aufgeführt vom Chor der

Friedenskirche und dem Kammerorches-ter

St. Pauli in Kooperation mit dem Orquesta

und Coral Clásica de Vigo. Außerdem

erklingt das Requiem op. 48 von Gabriel

Fauré, der auch als Organist in Paris gewirkt

hat.

Termin: 12. Oktober 2018 um 20 Uhr

Ort: Kulturkirche Altona

Eintritt frei, Spenden erbeten.

www.kulturkirche.de

Foto: PR

IMPRESSUM

Die DorfStadt-Zeitung erscheint alle drei

Wochen donnerstags in den Elbvororten

bei MK Medien PR- & Eventagentur,

Bramweg 31, 22589 Hamburg.

Tel.: 87 08 016-0

Redaktion: redaktion@dorfstadt.de

Anzeigen: media@dorfstadt.de

Autoren:

Manuela Tanzen (m.tanzen@dorfstadt.de),

Wolf A. Wiegand (w.a.wiegand@dorfstadt.de)

Herausgeber/V.i.S.d.P.: Markus Krohn

Unverlangt eingesandte Manu skripte

und PR-Berichte werden nicht zurückgesandt

und nicht vergütet.

Wir behalten uns vor, die Texte und Bilder

nach Belieben zu verändern und zu veröffentlichen.

Ein Anspruch auf

Veröffentlichung besteht nicht.

Druck: WE-Druck, Oldenburg

© MK Medien PR- & Eventagentur

Nächste Ausgabe: 1. November 2018

Redaktionsschluss: 24. Oktober 2018


12 • DorfStadt-Zeitung 14/2018 • 11.10.2018

Im Gespräch

Meine Oma war ein sehr

liebenswerter Mensch. Zu -

mindest fühlte ich mich bei

ihr immer sehr wohl. Ich

wurde nach Strich und Faden

verwöhnt und sie las mir fast

jeden Wunsch von den Augen

ab. Außerdem hatte sie ein

offenes Ohr für all‘ meine

Sorgen, die sich daraufhin in

Nichts auflösten. Einfach so.

Ohne Prüfung. Ohne erhobenen

Zeigefinger. Aber mit viel Ver -

trauen und Mitgefühl. Mit ihr

klaute ich meinen ersten Apfel

und genoss den Schokola den -

pudding mit Vanillesauce…

Es sind Menschen und Orte, die

eine Persönlichkeit prägen.

Mei ne Oma war so jemand. Es

soll ja viele Menschen geben,

die sich von ihrer Oma auf ähnliche

Weise haben erden lassen.

Und es gibt in Rissen einen

magischen Ort für Musiker, der

sie prägt, ohne dass sie dazu

gezwungen werden. Es passiert

einfach. Wie bei Oma.

RISSEN

Hier schrubbt der

Star das Klo selbst

In einer unscheinbaren Neben -

straße in Rissen steht ein weiß

verklinkertes Haus aus den

1950er Jahren auf einem gro -

ßen Grundstück mit einem

leicht verwilderten Garten, vielen

hohen Bäumen und einem

gemütlichen Walmdach. Die

Tür steht offen. Neben der Tür

ein Schild mit der Aufschrift

„Seele“. Und genau die „wohnt“

hier, in „Granny’s House“. Ein

Besucher, der das Haus betritt,

fühlt sich eine andere Zeit versetzt.

Die ursprüngliche Ein -

rich tung, die Türen, die knatschende

Treppe – alles noch

original aus den 1950er Jahren.

Viel Soul, viel Wärme

Auf seinem neuen Album „Colours“ hat sich Max Mutzke

Klassiker des HipHop von Bands wie Arrested Developement

oder Grandmaster Flash vorgeknöpft. Mutzke widmet sich

auf seinem mittlerweile neunten Album Klassikern des

HipHop, etwa von US-Amerikanischen Bands wie Arrested

Developement oder Grandmaster Flash & The Furious Five.

Allerdings singt Mutzke diese als Soul-Nummern ein.

Dazu arbeitete das langjährig eingegroovte Team mit legendärem

Songmaterial. Hiphop-Klassiker von Grandmaster

Flash, De La Soul, Warren G. oder Mary J. Blige wurden

wie selbstverständlich zu krachenden Neo-Soul-Hymnen

arrangiert – gemischt und gemastered von Grammy-

Gewinner und D’Angelo Producer Russell Elevado.

„Im HipHop gibt es viele schöne Songs, die zudem oft auch

hochpolitisch sind“, sagt Mutzke im Interview. Der HipHop

habe sich, vor allem in der Anfangszeit, sehr stark an Soul

und Gospel orientiert. In vielen Texten gehe es oft um

Mitmenschlichkeit, Bürgerrechte und Rassismus. Vor allem

aber seien die Botschaften fast immer verpackt in wunderschöne

Melodien.

Max Mutzke wurde 2004 als Teilnehmer beim Eurovision

Song Contest mit seinem Song „Can’t Wait Until Tonight“

bekannt. Seitdem sind mehrere erfolgreiche Alben mit

eigenen Songs sowie Coverversionen erschienen. Mit seiner

Band monoPunk hat er daraufhin insgesamt über 400

Konzerte gespielt.

Das Album ist überall erhältlich. Live zu erleben ist Max

Mutzke ab Ende Januar auf seiner Deutschland-Tournee.

www.max-mutzke.de

Zeitmaschine für Musiker

In Granny’s House fühlt man sich »wie bei Oma« | Markus Krohn

Blick ins Vintage-Tonstudio während einer Tonaufnahme

Foto: Dirk Messner

Der Parkettboden schwingt an

einigen Stellen. Auch das ein

Überbleibsel aus einer alten

Zeit. Im Flur eine alte Orgel.

Der erste Hinweis auf musikalische

Aktivitäten.

Im Wohnzimmer empfängt

einen die warme Atmosphäre

„wie bei Oma“ mit einer Couch

in warmem 50-er Jahre-braun.

Auch die Regalwand gegenüber

zeugt mit Büchern von einer

vergangenen Zeit. Weitere In -

strumente stehen in der Ecke.

Nebenan trennt eine Glas -

scheibe zwei ursprünglich

durch eine Schiebetür verbundene

ehemalige Wohn- bzw.

Essräume. Dahinter Mischpulte

und Tontechnik aus den 90er

Jahren, verkleidet mit Holz.

Kein Spleen, sondern Konzept.

Obwohl man vielleicht lieber

von einer Idee sprechen sollte.

Denn es ist nichts fertig. Vieles

ist zusammengetragen und entwickelt

sich zusammen mit den

Menschen, die hier leben und

arbeiten. „Es ist nicht perfekt,

aber das soll es auch nicht

sein“, sagt Torsten Eichten. Im

Gegenteil: Den Kaffee kocht

hier jeder selber, das Geschirr

wird von Hand abgewaschen –

wie früher. Hier schrubbt der

Star sogar das Klo selbst. „Hier

stellt sich nicht die Frage, was

ich mit dem Haus mache, sondern:

was macht das Haus mit

mir?“ Und er setzt hinzu:

„Neben den Einflüssen der virtuellen

Onlinewelt wünschen

sich viele Leute wieder Themen,

die sie verstehen oder anfassen

können!“.

Früher einmal wohnte hier

tatsächlich eine Familie mit

dem Namen Seele. Heute beherbergt

das Haus ein Projekt -

studio für Tonaufnahmen. Für

die Künstler ist es aber nicht

nur das, sondern ein Rück -

zugsort für Kreative, an dem

man sich mit Inhalten beschäftigen

kann. Die Allagshektik

der Großstadt ist weit weg.

Falls das nicht hilft, kann man

immer noch draußen in dem

großen Garten Basket- oder

Fußball spielen oder durch den

Wald zum Elbufer schlendern.

Spätestens der Ostwind an der

Elbe bläst einem den Kopf frei…

Wie so häufig in kreativen

Prozessen entstand auch die

Idee zu diesem außergewöhnlichen

Tonstudio eher zufällig.

Vor zweieinhalb Jahren. Der

Rissener Werbefilmer Torsten

Eichten (The Marmalade) suchte

für seine Band, in der er sich

selbst als Drummer engagiert,

einen Proberaum, als er von

einem Freund erfuhr, dass er

dieses alte Haus erworben

hatte. Er überzeugte ihn, es ihm

zur Miete zu überlassen und

richtete es ein. Eichten entrümpelte

das Haus selbst und malte

die Decken. Anschließend übernahm

er für Freunde Haus -

Die Orgel im Eingang von „Granny’s House“

halts auflösungen, nur, um für

sein eigenes Haus passende

Möbel zu ergattern. Im Garten

neben der Terrasse stellte er

zusätzlich einen alten Bau wa -

gen auf, den er liebevoll sanierte.

Drinnen ein Ofen, damit es

im Winter nicht zu kalt wird.

Hier übernachtete nicht nur

Max Mutzke, der hier sein

aktuelles Album „Colors“ in der

Rekordzeit von sieben Monaten

entwickelte. Rekordzeit deshalb,

weil aktuelle Alben normalerweise

in drei bis vier

Monaten eingespielt sein müssen,

um die Kosten im Rahmen

zu halten. Bei diesem Projekt

stand jedoch nicht die Ko sten -

optimierung im Vordergrund,

sondern die Qualität des neuen

Albums. „Wir sind sehr dankbar,

dass Management und

Plattenfirma so viel Geduld mit

uns hatten“, sagt Danny Samar,

Produzent der Platte und

Foto: Eichten

„Kleb stoff“ zwischen allen

Kreativen, die über ein halbes

Jahr lang in „Granny’s House“

gemeinsam an dem Album

arbeiteten. „Wir haben die

Vision für dieses Album sehr

demokratisch gemeinsam erarbeitet.

Nicht ein einziges Mal

haben wir ernsthaft gestritten“.

So entstand ein sehr individuelles

und kreatives Album ohne

Kompromisse. Für manche

Auf nahmen gab es bis zu 10

Versionen. „In den ersten drei

Monaten brauchten wir ein bisschen,

um warm zu werden,

danach ging es plötzlich sehr

schnell“, erinnert sich Samar,

der Max Mutzke seit sieben

Foto: Eichten

Jahren mit seinem Bass begleitet.

Jetzt hat er in Granny’s

House gemeinsam mit Torsten

Eichten und dem Keyborder

Maik Schott ein komplettes

Album produziert.

Alle Klänge auf

der CD sind echt

Besonders stolz sind die

Kreativen auf die kompromisslose

handwerkliche Qualität

dieses Albums. „Wir haben

buchstäblich versucht, alle

Farben aus Max herauszuholen“.

Dazu gehörten neben

Samar und Schott auch Tobias

Held oder Menzel Mutzke. Der

Bruder des Sängers aus dem

Schwarzwald ist Jazztrompeter,

spielte für „Colours“ aber u.a.

auch Flügelhorn ein. Für den

Titel „Horizont“ holten sich die

Musiker kurzerhand den Kin -

derchor der Grundschule Iser -

barg aus Rissen dazu. Sören

Hensell, preisgekrönter Cellist

vom Christianeum in Othmar -

schen spielte für „Zugabe –

Show Meines Lebens“ Strei -

cher klänge ein. Keine digitalen

Samples kamen zum Einsatz,

kein Auto-Tune, PC-Hilfe kam

nur in sehr wenigen Aus nah -

men infrage. „Auf diesem

Album ist wirklich alles Hand -

werk, auch die Streicher- und

Bläserklänge sind original“,

freut sich Samar. Der Bassist ist

froh, in der Analogzeit aufgewachsen

zu sein. Seine Jugend

verbrachte er auf unterschiedlichen

Bühnen mit verschiedenen

Bands, in denen er sein

Handwerk lernte. Studioer fah -

rung sammelte er beim Alter -

nativen Label Motown. „Ver-

dient wird ohnehin mit den

Live-Auftritten, nicht Plattenoder

CD-Verkäufen“, weiß der

zurückhaltene Holländer, der

schon mit Roachford, Sasha

oder den Flowriders auf der

Bühne stand.

Eines seiner Lieblingsstücke auf

dem neuen Album ist die neue

„Schwarzwaldhymne“, eine Ode

an die Heimat Mutzkes. Für „Zu

Dir Komm Ich Heim“ haben die

Kreativen allein 60 Gesangs -

spuren aufgenommen…

Zwischendurch haben die

Jungs gemeinsam gekocht,

gelacht, geschwitzt und komponiert.

„Das macht diese

besondere Atmosphäre in

Granny’s House“, ist für Tor -

sten Eichten ganz klar. Logisch,

dass auch er Hand anlegte und

die richtigen Mikros herauslegte.

„Ich dachte immer, dass ich

in dieser Musik so sehr zuhause

bin, dass es da nicht viel

Neues zu entdecken gäbe …

Leute, ich hatte, ehrlich gesagt,

keine Ahnung. Jeden Tag, jede

Stunde erlebte ich eine Über -

raschung, hatte eine Erkenntnis

nach der anderen. In diesen

Monaten bekam ich mehr In -

spiration zu Veränderung, Wei -

terentwicklung und Neuer fin -

dung meiner Stimme und meiner

musikalischen Identität als

in den zehn Jahren zuvor.“ sagt

ein dankbarer Max Mutzke zu

seiner CD. „Für diesen Meilen stein

in meinem Leben bin ich besonders

meinem Team dankbar“.

Granny’s House ist ideal für

Kreative. Nicht nur, um sich

selbst neu zu erfinden, sondern

auch, um mit anderen Künst -

lern ins Gespräch zu kommen.

So kam Johannes Oerding für

ein kurzes Gastspiel nach Ris -

sen, oder Wolfgang Niedecken

(BAP) aber auch Justin Tim -

ber lakes Band kam während

einer „Off-Week“ im Sommer

hierher, um sich von dem

besonderen Flair anstecken zu

lassen.

Granny’s House

demnächst auf Youtube?

Damit ergibt sich langfristig

auch eine internationale Per -

spektive für das Studio, das

wohl nie fertig ist… aber das

soll es ja auch gar nicht werden.

Ideen für neue Projekte

hat Torsten Eichten ohnehin

reichlich im Kopf. Zum Beispiel

Granny’s House als Begeg -

nungs stätte für Kreative. Au -

ßerdem plant er eine TV-

Sendung, die er für einen

YouTube produzieren möchte.

Inhalt: Künstlerportraits. Hier

wird es also nie langweilig – so

wie bei Oma eben.

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