Sessionsheft 2019 KG ZiBoMo

zibomo

Das aktuelle Heft zur Karnevalssession 2018 / 2019 in Münster Wolbeck

Fußgruppe Gummibärenbande

Fußgruppe Gummibärenbande

sie sich, „war extrem aufwendig. Wir mussten an jedes Kostüm 100 Federn per

Hand annähen.“ Und dabei gelte es stets zu beachten, „dass die Verkleidungen

immer party- und pippitauglich sein müssen“, sind sie sich schmunzelnd einig. In

der Tat sei zu beachten, dass die Kostüme mit Blick auf Wetter und Trubel sowohl

sehr robust als auch möglichst flexibel sein sollten.

Sie sind das Sahnehäubchen jedes ZiBoMo-Umzugs, und ohne Fußgruppen wäre

am Ziegenbocksmontag alles nichts. Fantasievolle Kostüme voller Farbenpracht

lassen jeden ZiBoMo-Umzug zum unvergesslichen Erlebnis werden.

Egal, ob Kegel- und Sportvereine, Nachbarschaftsgemeinschaften oder einfach

nur das gemeinsame Interesse am Karneval: Der Ziegenbocksmontag aktiviert

und motiviert jeden Wolbecker Jecken, zusammen ausgelassen die tollen Tage zu

feiern. Bestes Beispiel dafür ist die Gummibärenbande um Sabine Schulte: Vor 20

Jahren ging die muntere Gruppe erstmals auf die Straße, um im ZiBoMo-Zug mit

einer eigenen Nummer ein echtes i-Tüpfelchen zu setzen. Seitdem ist das dolle

Damendutzend in gelegentlich wechselnder Besetzung immer zur Stelle, wenn das

„Hipp-Hipp Meck-Meck!“ durch Wolbecks Straßen donnert.

Ihre selbst gestalteten Kostüme sind regelmäßig kaum zu toppen – bislang gleich

zweimal gewannen sie den Preis der Alten Räuber für das fantastischste Kostüm

im Umzug. Die Gummibären begeisterten unter anderem als Geishas, Herzdamen,

Quietsche-Entchen, Haremsdamen, Paradies- und Pfauenvögel. „Das“, erinnern

Viel Arbeit wartet: Vier Monate brauchen die Närrinnen vom ersten Treffen

zwecks Entwickelns einer Idee bis hin zur Vollendung am Ziegenbocksmontag.

Erstaunlich: Den Rest des Jahres haben sie untereinander keinen Kontakt.

„Manchmal“, plaudern sie aus dem Nähkästchen, „wird noch bis zur letzten

Minute vor dem Umzug gebastelt. Etwa dann, wenn es wie 2014 gilt, für

den Paradiesvogel pro Kostüm 50 Ballons – am Ende waren es 700 Stück –

aufzupusten und zu verknoten. Blasen an den Händen gehörten anschließend

mit zur Jeckenausstattung. „Und wir gehen nur in Vollverkleidung“, verweisen

das dynamische Dutzend darauf, dass jedes Jahr die renommierte münstersche

Künstlerin Romy Dircks eigens nach Wolbeck kommt, um die Närrinnen perfekt zu

schminken.

Die Kostüme werden selbst kreiert – und dabei wird das Nähen, Kleben, Tackern

je nach individuellen Fähigkeiten aufgeteilt. „Nur Gummiband kann jede“, gestehen

die „Paradiesvögel“ lächelnd. Die Kosten werden natürlich ebenfalls paritätisch

aufgeteilt. Richtig spannend wird´s dann schließlich am Ziegenbocksmontag ab

8 Uhr: „Wir treffen uns zum Frühstück, und Romy schminkt direkt los“, erläutern

sie das Procedere. Gibt´s dafür grünes Licht von der Gummibärenbande, wird

der Rest gleich geschminkt. Passend zum Kostüm wird dann noch ein gereimter

Trinkspruch ersonnen, und los geht´s: Proviant und Wurfmaterial werden auf

den Wagen der Angelgeister verfrachtet, die den Platz ganz unbürokratisch zur

Verfügung stellen, und die Gummibären auch gerne mal mit Schnitzeln versorgen.

Gute Laune ist garantiert – frohgemut

und fröhlich stürzt sich die

Gummibärenbande ins

Getümmel. Mit welchem

Kostüm? Wird

nicht verraten…

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