Aichacher Zeitung - Landtagswahl

skriener.stadtzeitung

Die altbayerische Heimatzeitung ∙ Altomünstererund Pöttmeser Landbote

www.aichacher-zeitung.de

Nr. 238, Montag, 15. Oktober 2018 Einzelpreis 1,80 €

Barockmusik im Gypsy-Sound

beim Festival in Neuburg Seite 39

Museumsnacht in Aichach: Viele

Besucher bei 15. Auflage Seite21

DTM: Paffett beschert Mercedes

den perfekten Abschied Seite 14

Ansturm auf Berufsmesse

4 194028 301808

LOKALES

Aichach (AZ) Groß war das Interesse von Jugendlichen

und ihren Eltern am Berufsfindungstag in

Aichach. Rund 1300 Besucher zählten die Veranstalter,

der Rotary Club Aichach-Schrobenhausen

und die Firma Haimer, am Samstag. An 77 Ständen

konnten sich die Interessierten aus erster Hand

über berufliche Ausbildung in der Region und Jobmöglichkeiten

informieren. Seite 20

Plötzlich Schlusslicht

Pipinsried (AZ) Der FC Pipinsried hat das Wochenende

als Tabellenletzter der Regionalliga beendet.

Und das, obwohl er dem FC Memmingen mit einem

leidenschaftlichen Auftritt ein 3:3 abtrotzte.

Die zweite Halbzeit verlief hektisch und emotional.

Trainer Manfred Bender war derart geladen, dass

er auf die Pressekonferenz verzichtete. Seite 25

SPORT

ERC schlägt Eisbären Berlin

Der ERC Ingolstadt hat seine Erfolgsserie gegen Spitzenmannschaften

der Deutschen Eishockey-Liga in

der Hauptstadt fortgesetzt: Die Panther bezwangen

die Eisbären Berlin gestern mit 3:1. In einem hart

umkämpften Spiel war Torhüter Jochen Reimer der

große Rückhalt der Gäste. Seite 11

DFB-Team verliert 0:3

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der

neu geschaffenen Nations League ihre erste Niederlage

kassiert. Das Team von Bundestrainer Joachim

Löw verlor in Amsterdam gegen die Niederlande mit

0:3 und ist mit nur einem Punkt aus zwei Spielen vom

ersehnten Gruppensieg weit entfernt. Seite 33

POLITIK

Großdemo für Offenheit

Ein deutliches Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung:

Mehr als 240 000 Menschen haben nach Veranstalterangaben

in Berlin für eine offene und solidarische

Gesellschaft demonstriert. Das Bündnis

„Unteilbar“ hatte dazu aufgerufen. Im Vorfeld erwartet

worden waren nur 40 000. Seite 4und 6

KULTUR

Jubel für „Gras drüber“

WETTER

www.aichacher-zeitung.de

Mit 3D-Brille ins Ingolstädter

Theater? In Sebastian

Kreyers Inszenierung

braucht man sie, um all

die herrlichen Gags auszukosten,

die sich der Regisseur

für David Spicers

schräge Komödie „Gras

drüber“ ausgedacht hat.

Viel Jubel gab’s für brillante

Schauspieler und perfektes

Timing. Seite 38

Friedenspreis verliehen

Sie forschen über die Vergangenheit und bereichern

damit die Gegenwart: Das Ehepaar Aleida

und Jan Assmann hat gestern in Frankfurt den mit

25 000 Euro dotierten Friedenspreis des Deutschen

Buchhandels erhalten. Seite 39

WIRTSCHAFT

Stadler wehrt sich

Der wegen der Diesel-Affäre in U-Haft sitzende

Ex-Audi-Chef Rupert Stadler weist die Vorwürfe

zurück, er habe Ermittlungen behindern wollen. Er

verweist angeblich auch darauf, ihm seien wichtige

Informationen verschwiegen worden. Seite 8

19°


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Politisches Beben in Bayern

CSU verliert massiv, SPD erlebt Debakel, Grüne steigen zur zweiten Kraft im Freistaat auf

München (DK/dpa) Krachende Niederlage

für die CSU, Debakel für die

SPD: Bei der bayerischen Landtagswahl

haben die beiden alten Volksparteien

dramatische Verluste eingefahren.

Die Christsozialen verloren ihre

absolute Mehrheit und müssen sich

einen Koalitionspartner suchen, die

SPD rutschte gar unter zehn Prozent.

Die Grünen etablierten sich als zweite

Kraft im Freistaat, auf Rang drei

landeten die Freien Wähler. Die AfD

zog mit einem zweistelligen Ergebnis

in den Landtag ein.

Ingolstadt (DK) Paukenschlag bei

der MediaMarktSaturn-Muttergesellschaft

Ceconomy: In der Nacht

auf Samstag ist die Trennung vom

langjährigen Chef Pieter Haas verkündet

worden. Seit 2014 hatte

Haas die Geschäfte des Ingolstädter

Elektronikriesen MediaMarktSaturn

geleitet. Zwei Gewinnwarnungen

in Folge und ein anhaltender

Kursrutsch veranlassten den Aufsichtsrat

jetzt zum Handeln. Auch

Finanzvorstand Mark Frese verlässt

Die Landtagswahl in Bayern

So wählte die Region 2

Grüne feiern ihr bestes Ergebnis 2

Katerstimmung bei der CSU 3

Reaktionen aus Berlin 5

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Mehr dazu finden Sie auf

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Nach den Hochrechnungen von

ARD und ZDF vom späten Abend

kommt die CSU mit einem Minus

von gut 10 Prozentpunkten nur

noch auf 37,4 Prozent –ihr schlechtestes

Ergebnis seit 1950. Die SPD

halbiert mit Verlusten von rund 11

Punkten ihr Ergebnis von 2013 und

landet bei 9,3 bis 9,6 Prozent. Zweitstärkste

Kraft werden die Grünen

mit 17,7 bis 17,8 Prozent –mehr als

eine Verdoppelung gegenüber 2013.

Es folgen die Freien Wähler mit 11,4

bis 11,8 Prozent, dahinter die AfD

mit 10,3 Prozent. Die FDP stand zunächst

mit Werten knapp über 5Prozent

auf derKippe,schien sich aber

im Laufe des Abends zu stabilisieren.

Die Linke scheitert mit 3,1 bis

3,2 Prozent. „Es hat nicht sollen

sein“, sagte Linken-Spitzenkandidatin

Eva Bulling-Schröter aus Ingolstadt.

„Ich bin schon enttäuscht.

Aber wir haben zugelegt.“

Aus den Ergebnissen ergibt sich

folgende Sitzverteilung: CSU 78 bis

84, SPD 20 bis 21, Grüne 37 bis 38,

Freie Wähler 24 bis 25, AfD 22 und

FDP 10 bis 11. Die unterschiedlichen

Sitzzahlen von ARD und ZDF sind

auf das komplizierte bayerische

Wahlrecht zurückzuführen. Die

Wahlbeteiligung erreichte mit rund

72 Prozent (2013: 63,6) den besten

Wert seit den 80er-Jahren.

Eine komfortable Mehrheit hätte

jetzt eine schwarz-grüne Koalition.

Grünen-Spitzenkandidatin Katharina

Schulze zeigte sich gesprächsbereit:

„Natürlich sind wir bereit, Verantwortung

für dieses schöne Land

zu übernehmen.“ Ministerpräsident

Markus Söder (CSU) zeigte sich jedoch

skeptisch: „Inhaltlich sind die

Grünen meilenweit entfernt.“ Er

werde mit allen außer der AfD reden

und strebe ein bürgerliches Bündnis

an. Das könnte bedeuten, dass Söder

eine Koalition mit den Freien

Stimmenanteile in Prozent (Veränderung zur Wahl 2013)

37,3

(-10,4)

CSU

Sitzverteilung im Bayerischen Landtag

SPD: 21

CSU: 83

LANDTAGSWAHL IN BAYERN

9,6

(-11,0)

SPD

11,6

(+2,6)

FW

ARD-Hochrechnung: 23.29 Uhr

17,7

(+9,1)

Grüne

Gesamt

200

Ceconomy: Aus für Haas

Künftige Koalitionspartner? Ministerpräsident Markus Söder (links) und FW-Chef Hubert Aiwanger.

5,0

(+1,7)

FDP

3,2

(+1,1)

Linke

72,5%

Wahlbeteiligung

10,2

(+10,2) 5,4

(-3,3)

AfD

Sonstige

FW

: 25

Grüne: 38

FDP: 11

AfD: 22

Grafik: DK

das Unternehmen, jedoch wird er –

gemeinsam mit Vorstandsmitglied

Dieter Haag Molkenteller –bis zur

Ernennung eines Nachfolgers die

Geschäfte weiter führen. In die

Schlagzeilen geriet Haas immer

wieder wegen des Dauerstreits mit

dem inzwischen verstorbenen MediaMarktSaturn-Minderheitsgesellschafter

Erich Kellerhals. Über

Jahre hinweg trafen die Parteien

immer wieder vor dem Ingolstädter

Landgericht aufeinander. Seite 8

Wählern (FW) anstrebt, mit denen

es auch für eine –wenn auch knappere

–Mehrheit im Landtag reichen

würde. FW-Chef Hubert Aiwanger

sagte am Abend, seine Partei werde

machbare Vorschläge vorlegen.

„Und ich bin überzeugt, die CSU

wird anbeißen.“ Eine Dreierkoalition

zusammen mit der FDP um Spitzenkandidat

Martin Hagen hätte eine

satte Mehrheit. Sogar ein

schwarz-rotes Bündnis wäre knapp

möglich.

Söder sprach angesichts der massiven

Verluste seiner Partei von einem

„schmerzhaften Tag“. Die CSU

habe aber den klaren Regierungsauftrag

erhalten. „Vom Bundestrend

sich völlig abzukoppeln, ist nicht so

leicht.“ Journalistenfragen nach der

Verantwortung von CSU-Chef Horst

Direktmandat verteidigt

Tomaschko büßt dennoch über zehn Prozent ein

Aichach (AZ) Das Direktmandat

im Landkreis Aichach-Friedberg verteidigt

hat Peter Tomaschko (CSU).

Zwar büßte auch er im Vergleich zur

Wahl im Jahr 2013 über zehn Prozent

der Stimmen ein, anders sei es angesichts

des bayernweiten Trends aber

auch nicht zu erwarten gewesen, erklärte

der Abgeordnete.

Für Karlheinz Faller war das Bangen

selbst um Mitternacht noch

nicht vorbei: Zunächst musste er abwarten,

ob die FDP wirklich die Fünf-

Prozent-Hürde schafft, dann erst

konnte ausgerechnet werden, ob

sein aussichtsreicher Listenplatz für

eines der Mandate ausreicht.

Fast gleichauf schnitten Freie

Wähler und AfD mit knapp zwölf

Prozent ab. Ein Debakel erlebte die

SPD mit 6,76 Prozent der Zweitstim-

Seehofer wich Söder aus. Seehofer

selbst sagte: „Natürlich habe ich als

Parteivorsitzender auch Mitverantwortung

für dieses Wahlergebnis.“

Über personelle Konsequenzen

könne man gerne diskutieren, sagte

Seehofer. Für die Niederlage gebe es

aber zahlreiche Ursachen –auch in

München.

Nach einer Analyse der Forschungsgruppe

Wahlen sind die

Gründe für den Absturz der CSU allerdings

„primär hausgemacht“.

Diese zeige bei Regierungsbilanz,

Parteiansehen und Sachkompetenzen

Defizite und habe „ein erhebliches

Personalproblem“: „Neben einem

schwach bewerteten Ministerpräsidenten

steht in Bayern ein massiv

kritisierter Parteichef“, heißt es in

der Analyse.

men. Im Landkreis Dachau verloren

CSU und SPD noch deutlicher als im

Landesdurchschnitt. Bernhard Seidenath

(CSU) zog wieder in den

Landtag ein.

Im Stimmkreis Pfaffenhofen verteidigte

Karl Straub mit 35,7 Prozent

sein Direktmandat. Der frühere

Landrat Josef Schäch (FDP) errang

einen Achtungserfolg mit 9,4 Prozent.

Im Stimmkreis Neuburg-

Schrobenhausen gab es nicht das erwartete

Kopf-an-Kopf-Rennen.

CSU-Kandidat Matthias Enghuber

(34,6 Prozent) holte das Direktmandat

deutlich vor FW-Bewerber Roland

Weigert (28,7 Prozent). In den

beiden Augsburger Stimmkreisen

verteidigte die CSU beide Direktmandate.

Zweitstärkste Kraft wurden

jeweils die Grünen.

Flugunglück in Hessen

Foto: Kneffel/dpa

Fulda (AFP) Bei einem Flugunglück

auf der Wasserkuppe in Hessen

sind gestern drei unbeteiligte

Fußgänger ums Leben gekommen.

Wie die Polizei in Fulda mitteilte,

befand sich der 56-jährige Pilot einer

Cessna am Nachmittag im

Landeanflug auf die Wasserkuppe

und musste aus zunächst unklaren

Gründen durchstarten. Dies sei aber

nicht gelungen, so dass die Maschine

über die Landebahn hinaus auf

eine Landstraße gerollt sei. Dort liefen

auf dem Gehweg zwei Frauen

und ein Junge, die von dem Flugzeug

erfasst und getötet wurden.

In dem Flugzeug befanden sich

neben dem Piloten drei weitere

Männer. Alle kamen aus Baden-

Württemberg und wurden mit leichten

Verletzungen in ein Krankenhaus

gebracht. Eine Augenzeugin erlitt

einen Schock und wurde psychologisch

sowie medizinisch betreut.

Die Polizei leitete umfassende Ermittlungen

ein.


POLITIK

LANDTAGSWAHL

DIREKTMANDATE

Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 2

Ergebnisse der Landtagswahl 2018 in Bayern inden Stimmkreisen im Verbreitungsgebiet.

Erststimmenanteile der Gewählten und in Klammern die Erststimmenanteile der Partei 2013.

Stimmkreis 512

Roth

Stimmkreis 303

Neumarkt

Volker Bauer

CSU

36,9 % (42,1%)

Roth

Neumarkt

512 303

Albert Füracker

CSU

50,3 % (56,6%)

Stimmkreis 115

Eichstätt

Eichstätt

115

Kelheim

Stimmkreis 203

Kelheim

Grund zur Freude haben Katharina Schulze und Ludwig Hartmann.

Die neue zweite Kraft

Schulze und Hartmann bringen Grüne zum Jubeln

Von Christoph Trost

und Ralf Isermann

München (dpa/AFP) Bei den

Grünen war gestern Abend ein

Wort in aller Munde: „historisch“.

Die Partei verdoppelte

bei der Landtagswahl in Bayern

ihr Ergebnis auf mehr als

18 Prozent –und wurde klar

zweitstärkste Kraft. Die Gesichter

hinter dem Erfolg sind

die beiden Spitzenkandidaten

Ludwig Hartmann und Katharina

Schulze.

„Mein Herz hat gehüpft“,

sagt Schulze strahlend am

Wahlabend. „Dieses Ergebnis

hat Bayern jetzt schon verändert“,

jubelt sie. Doch in die

Regierung dürfte das Rekordergebnis

die Grünen dennoch

nicht tragen. Die CSU machte

bereits am Wahlabend deutlich,

dass sie eine „bürgerliche“

Koalition mit den Freien

Wählern anstrebt. Auf die Grünen

kommt somit wohl die Oppositionsführung

zu vor AfD

und SPD.

„Die beiden haben nicht geschlafen“,

sagt Parteichef Robert

Habeck über Schulzes

und Hartmanns Erfolg. Von einem

historischen Wahlsieg

sprechen sie alle an diesem

Abend – von Schulze über

Habeck bis hin zu Cem Özdemir

und Claudia Roth: Endlich

zweistellig zu werden in Bayern,

das sei zwar das erklärte

Ziel gewesen, sagt Roth. „Aber

dass wir es so deutlich schaffen

würden, hätte ich mir gar nicht

erträumen können.“

Wenn jemand im Landtagswahlkampf

so etwas wie die

personifizierte Anti-CSU war,

der Gegenentwurf zu Söder,

Seehofer &Co., dann war das

Katharina Schulze. Die erst 33

Jahre alte Fraktionschefin der

Grünen hat ihre Partei zum

bislang größten Erfolg ihrer

Geschichte im Freistaat geführt,

zusammen mit ihrem

Co-Fraktionschef Ludwig

Hartmann (40). Die beiden bilden

ein gut harmonierendes

und doch ungleiches Spitzenduo.

Schulze, ledig, keine Kinder,

hat es geschafft, auch über die

bayerischen Landesgrenzen

hinaus Bekanntheit zu erlangen.

Auf Demonstrationen ist

sie omnipräsent, in Reden und

Debatten kämpferisch und en-

gagiert, quirlig,

manchmal

überschwänglich-hektisch.

Kurz vor der

Wahl kürte sie

„Mein Herz

hat gehüpft.“

Katharina Schulze

Foto: Imago

der Redenschreiber-Verband

VRdS zur

besten Rednerin im bayerischen

Wahlkampf –frech, mit

den Bürgern auf Augenhöhe

und mit einem klaren roten

Faden in ihrer Argumentation.

Die 33-Jährige trete jung und

frisch auf, selbst lautstarke Angriffe

auf politische Gegner

wirkten authentisch.

Schulze war und ist der lautere

Part der Doppelspitze –

und der, der die meiste Aufmerksamkeit

bekommt. Am

Wahlabend drängen sich Journalisten

und Kameraleute um

die junge, jubelnde Frau, die

sagt, sie werde den großen Erfolg

erst einmal mit „vier Spezi“

feiern. Ihr Kollege Hartmann

bewegt sich dagegen

fast unbehelligt durch den

Saal. „Ich war nicht der lauteste

Lautsprecher“, sagt er über

den Wahlkampf. „Das hat meine

Kollegin übernommen.“

Schulze begann ihre Karriere

in der Münchner Kommunalpolitik.

Bekannt wurde sie

beispielsweise als eine der Initiatoren

des erfolgreichen

Bürgerentscheids gegen eine

dritte Startbahn am Münchner

Flughafen. 2013 zog sie in den

Landtag ein, wurde innenpolitische

Sprecherin und 2017 bereits

zur Fraktionsvorsitzenden

gewählt. Sie gilt als fleißige

Arbeiterin, die sich leidenschaftlich

für ihre Überzeugungen

einsetzt. Nicht wenige

in ihrer Partei sagen ihr schon

länger eine große

Karriere voraus.

Hartmann,

ledig, ein Kind,

stammt aus einer

durch und

durch grünen Familie. Er zog

2008 erstmals in den Landtag

ein. Dort hat sich der Kommunikationsdesigner

einen Namen

als Energieexperte gemacht.

Er gilt als ehrgeizig und

ebenfalls als ein Mann markiger

Worte, der, wenn nötig,

auch vor Streit nicht zurückschreckt.

Allerdings ist ihm das

Laute und Quirlige fremd.

Hartmann war es auch, der

beim ersten schwarz-grünen

TV-Duell in Bayern an den

Start ging, gegen Ministerpräsident

und Medienprofi Markus

Söder –sonst durfte das die

SPD. Zur Überraschung vieler

Beobachter war es über weite

Strecken ein Duell auf Augenhöhe.

Gestern gewann Hartmann

in seinem Münchner

Wahlkreis das Direktmandat.

Tanja Schorer-Dremel

CSU

43,2 % (54,3%)

Stimmkreis 125

Neub.-Schrobenh.

Matthias Enghuber

CSU

34,6 % (61,5%)

Stimmkreis 703

Aichach-Friedberg

Peter Tomaschko

CSU

41,7 % (52,5%)

Aichach

So hat die Region gewählt

Ingolstadt (DK) Auch in der

Region hat die CSU zum Teil

deutliche Verluste hinnehmen

müssen. So verlor sie im Landkreis

Neuburg-Schrobenhausen

bei den Gesamtstimmen

20,6 Prozentpunkte, bei den

Erststimmen sogar 26,9 Prozentpunkte.

Allerdings war

dort vor fünf Jahren Horst Seehofer

als Direktkandidat angetreten.

Die AfD fuhr in allen

Stimmkreisen außer Roth und

Dachau zweistellige Ergebnisse

ein. In Ingolstadt erreichte

sie in zwei Stimmbezirken sogar

mehr als 30 Prozent. Im

Landkreis Pfaffenhofen wurden

die Rechtspopulisten

zweitstärkste Kraft. Die folgende

Auflistung gibt jeweils den

Anteil einer Partei an der Zahl

der Gesamtstimmen (Erstund

Zweitstimmen)an:

n Stimmkreis 119 Ingolstadt

CSU 36,3 Prozent der abgegebenen

Stimmen (Landtagswahl

2013: 49,9), Grüne 16,6

(7,6), AfD 12,9 (-), SPD 9,1

(20,3), FW 7,4 (7,6), FDP 6,9

(3,2).

Neuburg

703

119

125 126

Schrobenhausen

Stimmkreis 113

Dachau

113

Bernhard Seidenath

CSU

34,2 % (47,3%)

Dachau

Ingolstadt

Pfaffenhofen

Freising

n Stimmkreis 125

Neuburg-Schrobenhausen

CSU 39,2 Prozent der abgegebenen

Stimmen (Landtagswahl

2013: 59,8), FW 21,3

(10,1), AfD 11,4 (-), Grüne 11,1

(5,2), SPD 5,8 (14,6), FDP 3,4

(1,8).

n Stimmkreis 115

Eichstätt

CSU 44,0 Prozent der abgegebenen

Stimmen (Landtagswahl

2013: 57,4), FW 12,2 (9,1),

Grüne 11,7 (4,5), AfD 11,4 (-),

SPD 7,5 (17,6), FDP 4,1 (1,7).

n Stimmkreis 126

Pfaffenhofen

CSU 37,8 Prozent der abgegebenen

Stimmen (Landtagswahl

2013: 52,2), AfD 12,9 (-),

Grüne 12,5 (5,7), FW 12,4 (9,0),

SPD 8,7 (19,8), FDP 7,2 (3,2).

n Stimmkreis 512

Roth

CSU 40,8 Prozent der abgegebenen

Stimmen (Landtagswahl

2013: 45,0), Grüne 14,9

(6,9), FW 12,8 (11,0), SPD 10,3

(24,1), AfD 9,7 (-), FDP 3,5 (2,4).

203

117

Stimmkreis 119

Ingolstadt

Alfred Grob

CSU

36,0 % (45,7%)

Petra Högl

CSU

35,5 % (53,4%)

Stimmkreis 117

Freising

Florian Herrmann

CSU

27,4 % (38,8%)

Stimmkreis 126

Pfaffenhofen

Karl Straub

CSU

35,7 % (47,1%)

n Stimmkreis 203

Kelheim

CSU 33,7 Prozent der abgegebenen

Stimmen (Landtagswahl

2013: 49,4), FW 24,6

(12,8), AfD 11,5 (-), Grüne 11,0

(6,1), SPD 6,4 (16,7), FDP 3,3

(3,7).

n Stimmkreis 303

Neumarkt in der Oberpfalz

CSU 47,2 Prozent der abgegebenen

Stimmen (Landtagswahl

2013: 56,4), FW 13,6

(12,7), Grüne 12,4 (6,6), AfD

10,2 (-), SPD 6,1 (13,4), FDP 3,3

(1,7).

n Stimmkreis 703

Aichach-Friedberg

CSU 41,7 Prozent der abgegebenen

Stimmen (Landtagswahl

2013: 53,6), Grüne 15,9

(7,3), AfD 11,7 (-), FW 11,5 (6,7),

SPD 7,2 (17,0), FDP 4,9 (3,4).

n Stimmkreis 113 Dachau

CSU 35,8 Prozent der abgegebenen

Stimmen (Landtagswahl

2013: 50,4), Grüne 17,1

(6,0), FW 13,4 (8,3), SPD 10,6

(22,5), AfD 9,1 (-), FDP 5,4 (2,3).

Grafik: DK

Ziel: Regierungsbeteiligung

Hubert Aiwanger und seine Freien Wähler dienen sich nach ihrem Wahlerfolg der CSU an

Hubert Aiwanger strebt eine Koalition

mit der CSU an. Foto: dpa

München (DK/AFP) Hubert

Aiwanger gehört zu den Siegern

des Wahlabends in Bayern: Seine

Freien Wähler erreichten mit

rund 11,5 Prozent ein Rekordergebnis

und sind nun die erste

Wahl der CSU bei der Suche

nach einem Koalitionspartner.

Aiwanger machte umgehend

deutlich, dass er dazu bereit ist:

Er werde Ministerpräsident

Markus Söder (CSU) „machbare

Vorschläge auf den Tisch legen",

kündigte er an.

Schon bisher gab es in der

deutschen Politik wohlh keinen

Politiker, der so viele Ämter auf

sich vereint wie Aiwanger. Er ist

Stadtrat, Kreisrat, Kreisvorsitzender,

Landesvorsitzender,

Landtagsfraktionschef und Bundesvorsitzender

der Freien Wähler.

Nun kann er sich nach zehn

Jahren Opposition auch noch

auf ein Ministeramt freuen.

Der am 26. Januar 1971 in Ergoldsbach

in Niederbayern geborene

Aiwanger konnte als Erster

an der Vormachtstellung der

CSU kratzen. Er stieg mit seiner

Wählergruppe zur ernst zu nehmenden

Kraft auf, als die CSU

von 2003 bis 2008 noch mit einer

Zweidrittelmehrheit regierte.

Die Unzufriedenheit der

Wähler nach der Reformwut von

CSU-Chef und Ministerpräsident

Edmund Stoiber und des-

sen Sturz konnten Aiwanger und

seine Mitstreiter nutzen und

2008 mit über zehn Prozent erstmals

in den Landtag einziehen.

Bei seinem späten Einstieg in

die Politik entschied sich Aiwanger

für die Freien Wähler, obwohl

er als studierter Agraringenieur,

Landwirt und Hobbyjäger

eigentlich der idealtypische

CSU-Politiker wäre. Die Christsozialen

seien ihm zu arrogant,

sagte er einmal. Nun strebt er

also eine Koalition mit eben jener

CSU an. Eine entsprechende

Forderung richtete er jedenfalls

schon fünf Minuten nach der

ersten Prognose an CSU-Generalsekretär

Markus Blume.

Die FDP zittert sich

durch den Wahlabend

München (dpa) Die Wangen

vieler Liberaler sind gerötet.

Das mag an der stickigen Luft

im Saal liegen. Ganz sicher ist

aber auch der gelbe Balken

schuld, der immer wieder auf

dem großen Monitor neben der

Bühne erscheint. Er zeigt an,

wie viele Menschen bei der

Landtagswahl in Bayern für die

FDP gestimmt haben. Für die

Partei geht es an diesem Abend

um alles: Sie will die Rückkehr

in den Landtag schaffen und

muss dafür die Fünf-Prozent-

Hürde nehmen.

Nach der ersten Prognose, die

mit zaghaftem Applaus quittiert

wird, sieht es zwar danach aus,

die ersten Gäste auf der FDP-

Wahlparty in München trauen

sich zu jubeln. Doch mit Werten

knapp über fünf Prozent ist es

eng. „Es wird ein sauspannender

Abend“, sagt FDP-Spitzenkandidat

Martin Hagen. In den

vergangenen fünf Jahren war

die FDP nicht im Maximilianeum

vertreten. Man merkt dem

37-Jährigen die Anspannung

an, doch er gibt sich betont gut

gelaunt, lacht viel, erzählt, dass

er den Wahltag mit seiner Familie

in den Bergen verbracht habe.

Nach den ersten Prognosen

verabschiedet er sich, er will in

den Landtag. „Wenn ich wiederkomme,

wird das Ergebnis so,

wie wir es haben wollen“, ruft er

von der Bühne.


POLITIK

LANDTAGSWAHL

Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 3

Umrahmt von anderen CSU-Spitzenpolitikern spricht Ministerpräsident Markus Söder auf der Wahlparty seiner Partei im Landtag über das „schmerzhafte“ Ergebnis.

Zwischen „Demut“ und Aufatmen

Foto: Kappeler/dpa

München (DK) „Jawohl“,

schallte es durch den Konferenzsaal

4des Landtages. Dort, wo

üblicherweise die CSU-Fraktion

tagt, hatten sich gestern um 18

Uhr ein paar hundert Christsoziale

und Journalisten bei drückender

Hitze versammelt, um

auf großen Monitoren die ersten

Zahlen zu sehen. Es zeichnete

sich eine Regierungsmehrheit

für CSU und Freie Wähler ab –

unabhängig davon, ob die FDP

den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde

schafft. „Jawohl!“

Als der TV-Kommentator

auch noch befand, dass nach

den vorläufigen Zahlen in Bayern

nicht gegen die CSU regiert

werden kann, brandet unter den

CSU-lern sogar ordentlicher Applaus

auf. Die Prognose für die

eigene Partei hingegen war stillschweigend

registriert worden.

Die Zahlen waren schließlich

keine Überraschung, folglich

gab es auch keine Schmerzensschreie.

Um 18.25 Uhr kommt dann

auch der CSU-Spitzenkandidat

und Ministerpräsident Markus

Söder in den Saal 4. Eingerahmt

von seinem Kabinett befindet er,

es sei „kein leichter Tag für die

CSU“, das Ergebnis sei

„schmerzhaft“, aber man nehme

es „in Demut“ an. Annehmen

wolle man aber auch die „Verantwortung“

und „den Auftrag“,

den die Wähler der CSU gegeben

hätten: „Bayern kann, wenn wir

uns alle bemühen, eine vernünftige,

starke und stabile Regierung

bilden.“ Und der Auftrag,

eine Regierung zu bilden, sei der

CSU von den Wählern „eindeutig

erteilt“ worden, sie sei

schließlich mit Abstand die

stärkste Kraft im Freistaat. Applaus.

Er selbst sei bereit, „wenn

Partei und Fraktion das wollen“,

weiter als Ministerpräsident zu

arbeiten. „Jetzt heißt es: Haltung

zeigen, Pflichten erfüllen.“ Applaus.

Notwendig sei nun, so Söder,

zu „analysieren, was sich an Änderungen

ergeben hat“. Man

werde in den kommenden Tagen

über die Ursachen diskutieren.

Und ein wenig ledert er

dann doch: Man habe sich vom

Bundestrend, sprich Berlin,

nicht abkoppeln können, es habe

„in den letzten Wochen einiges“

gegeben, was es den CSU-

Wahlkämpfern „nicht einfach“

gemacht habe –ein klarer Angriff

Angesichts der schlechten Umfragewerte

in den vergangenen Wochen war

bei der CSU gestern so etwas wie ein

kleines Aufatmen zu spüren: Gegen sie

kann schließlich nicht regiert werden –und

ein bürgerliches Bündnis

ist bereits in Sicht.

Von Alexander Kain

LAND

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2018

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wahlen2018

auf Seehofer, dessen Namen er

aber nicht in den Mund nimmt.

An ihm und den Wahlkämpfern

im Freistaat habe es jedenfalls

nicht gelegen, macht Söder klar,

alleine 200 Großveranstaltungen

habe er selbst bespielt, dabei

tausende Menschen getroffen,

dazu hätten die CSU-ler vor Ort

auf den letzten Metern vor der

Landtagswahl eine enorme

„Kampfesleistung“ erbracht –

und zwar in großer „Geschlossenheit“.

Und die AfD, auch das

verbucht Söder als Sieg für die

CSU, sei in Bayern „wesentlich

weniger als in anderen Bundesländern“

gewählt worden.

Um 19.05 Uhr kommt dann

CSU-Parteichef und Bundesinnenminister

Horst Seehofer in

den Saal. Auch er bekennt: „Es ist

kein schöner Tag für uns“, das

Ergebnis sei „nicht zufriedenstellend“.

Gleichwohl lese er aus

den vorläufigen Ergebnissen den

„klaren Auftrag, eine neue Regierung

für den Freistaat Bayern zu

bilden“. Wie Söder erlaubt sich

auch Seehofer eine kleine Spitze:

„Ich stand vor fünf Jahren hier,

da war es etwas anders“, spielte

er auf die Landtagswahl 2013 an,

als die CSU mit 47,7 Prozent der

Stimmen die Mehrheit im

Münchner Maximilianeum zurückerobern

konnte. Offensichtlich

wissend darum, dass in der

CSU nun jederzeit eine Debatte

über die Schuldfrage entbrennen

kann, appellierte Seehofer

an die „Geschlossenheit“ in seiner

Partei –und dafür, „in den

nächsten Wochen“ genau aufzuarbeiten,

„woran das Ergebnis

liegt“. Das müsse man „in aller

Sorgfalt tun“, ehe man Konsequenzen

ziehe. Dass er einen

„besonderen Dank“ an den Spitzenkandidaten

Söder ausspricht,

wird mit Applaus quittiert

–und ist zugleich Seehofers

Rückversicherung: Wenn Köpfe

rollen, dann soll es nicht nur seiner

sein.

Gestern Abend sah es danach

aus, dass Söder weiter sicher im

Sattel sitzt. Das das gilt wohl

auch für Seehofer –insbesondere,

weil weit und breit niemand

zu sehen ist, der jetzt mit aller

Gewalt nach dem Vorsitz greift.

Und Seehofer, das betonte er

selbst gestern Abend ein ums andere

Mal, sei schließlich bis 2019

gewählt. So oder so: Der CSU

stehen jetzt spannende Tage ins

Haus.

Schlechter als erwartet

AfD landet mit knappelf Prozent der Stimmen auf Rang vier

„Es tut unglaublich weh“

Bayern-SPD verfällt nach dem Wahldebakel in Schockstarre

Von Carsten Hoefer

und Valentin Gensch

Mamming/München (dpa)

Das Wahlergebnis der AfD in

Bayern ist schlechter als von der

Parteispitze erwartet –und die

Schuldigen sind schnell gefunden:

„Hetze der Altparteien, vor

allem der CSU“, sagt Katrin Ebner-Steiner,

stellvertretende

AfD-Landesvorsitzende und

mögliche künftige Fraktionschefin

im bayerischen Landtag. Und

auch die erhoffte Jubelfeier in

der niederbayerischen Gemeinde

Mamming wird ein Flop –anstelle

der erwarteten 350 Gäste

kommen zunächst weniger als

hundert Anhänger.

Die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion,

Alice Weidel, ist

aus Berlin angereist. Sie nennt

das Ergebnis „fulminant“, doch

sie spricht vor halbleerem Saal.

Die Bayernwahl sollte der Partei

eigentlich Rückenwind für die

Wahlen in Hessen in zwei Wochen

und den drei ostdeutschen

Bundesländern in einem Jahr geben.

Zwar ist die AfD nun im 15.

von 16 Landtagen vertreten.

Doch die eigenen Ansprüche waren

andere.

Bei der Bundestagswahl vor

einem Jahr holte die AfD mit 12,4

Prozent in Bayern ihr bestes Ergebnis

in Westdeutschland. Nun

liegt die Rechtspartei mit knapp

elf Prozent bei der Landtagswahl

schlechter als vor einem Jahr.

Am Ende landen die Rechtspopulisten

hinter den Freien Wählern

auf Rang vier –obwohl sie

der CSU bis zu 180 000 Wähler

abspenstig machen konnte.

In der bayerischen AfD geben

die Rechten den Ton an, doch

der Landesverband ist gespalten.

Ebner-Steiner hat die Unterstüt-

zung des Landesvorstands, doch

ein einflussreicher Konkurrent

ist Franz Bergmüller, Spitzenkandidat

in Oberbayern. Bergmüller

hat bereits Anspruch auf

den Fraktionsvorsitz angemeldet

und veranstaltet seine eigene

Wahlparty. Offiziell ist der als gemäßigt

geltende Bergmüller gar

kein AfD-Mitglied mehr. Seine

Gegner haben mit Unterstützung

von Landes- und Bundesvorstand

Bergmüllers Rauswurf

aus der Partei arrangiert.

Alice Weidel (rechts) und Katrin Ebner-Steiner strahlen, doch hatten

sie mit einem besseren Ergebnis gerechnet. Foto: Weigel/dpa

Von Aleksandra Bakmaz

München (dpa) Die Bayern-

SPD in Schockstarre: In den

Gesichtern der Genossen bei

der Wahlveranstaltung im

bayerischen Landtag ist abzulesen,

was auch die Prognose

auf den Bildschirmen verrät:

Ein Debakel zeichnet sich für

die ehemalige Volkspartei ab.

Bei gerade mal 10 Prozent stehen

die Sozialdemokraten um

18 Uhr; im Verlauf des Abends

rutschen sie dann noch weiter

ab. Dabei hatte sich die SPD

einen Platz vor der AfD und den

Freien Wählern erhofft, doch

am Ende landet sie nur auf dem

fünften Platz.

„Es ist echt traurig; wir haben

das nicht verdient“, sagt die

Landtagsabgeordnete Isabell

Zacharias, die in München-

Schwabing auf Stimmenfang

unterwegs war. Die 53-Jährige

hat Tränen in den Augen und

ein paar warme Worte für SPD-

Spitzenkandidatin Natascha

Kohnen: „Sie war die Richtige –

wir haben einen guten Job gemacht.“

Keinen halben Meter

entfernt steht Genosse Peter

Paul Gantzer und sieht das anders.

„Absturz kann man nur

sagen, Absturz – und schuld

sind wir selber“, sagt der Landtagsabgeordnete.

Derweil fehlt von Bayern-

SPD-Chefin Kohnen noch jede

Spur. Sie lässt sich Zeit, zeigt

sich erst rund 20 Minuten später.

„Das ist eine schwere Stunde

für die bayerische SPD, das

ist ein echter Tiefschlag –estut

unglaublich weh, was wir heute

erlebt haben“, sagt die 50-

Jährige. Sie spricht von einem

kraftvollen Wahlkampf und einem

schwierigen politischen

Umfeld. „Wir haben auch gespürt,

das viele Menschen eine

unglaubliche Skepsis haben,

was die Sozialdemokratie betrifft.“

Bei der Landtagswahl

2013 hatten die Sozialdemokraten

noch 20,6 Prozent geholt.

Spitzenkandidat war damals

Christian Ude. Der frühere

Münchner Oberbürgermeister

mahnt Konsequenzen an:

„Es muss alles auf den Prüfstand,

was man überhaupt

überprüfen kann.“

„Das ist eine schwere Stunde für die bayerische SPD“, kommentierte

Natascha Kohnen das Wahlergebnis. Foto: Karmann/dpa


POLITIK

FW hätten es verdient

So schnell kann es gehen.

Noch vor ein paar Tagen hat

CSU-Chef Horst Seehofer die absolute

Mehrheit für möglich gehalten,

nun, nach dem historischen

Debakel, überwiegt bei

seiner Partei die Erleichterung,

nicht noch ins Bodenlose abgestürzt

zu sein. Immerhin: Die

Christsozialen werden mit Markus

Söder weiter den Ministerpräsidenten

stellen und nur mit

einem Partner koalieren müssen.

Das Regieren im Freistaat wird

indes schwieriger für die von fast

grenzenlosem Selbstbewusstsein

getriebene CSU. Die Zeit der

Demut ist endgültig gekommen,

denn die Dominanz der quasi

Staatspartei ist gebrochen.

Der CSU ist, wie übrigens auch

der SPD, das Gespür für die Sorgen

und Nöte vieler Menschen

verloren gegangen. Davon profitiert

haben die Grünen, die AfD

und auch die Freien Wähler

(FW). Die Partei von Hubert

Aiwanger steht kurz vor ihrem

bisherigen Höhepunkt. Eine Regierungsbeteiligung

wäre auch

nicht unverdient, denn die Freien

Wähler haben als Oppositionspartei

wichtige Erfolge verzeichnen

können. So geht die

Rückkehr zum neunjährigen

Gymnasium und der Verzicht

72,1 Prozent Wahlbeteiligung

–ein Wert, den es bei einer Landtagswahl

in Bayern seit Anfang

der 80er-Jahre nicht mehr gegeben

hat. Die Zahl zeigt, dass die

Zeiten der Politikmüdigkeit erst

einmal vorbei sind: Die Bürger

glauben wieder, dass sie mit ihrer

Stimme bei der Wahl etwas

bewegen können. Völlig egal, ob

sie die AfD verhindern, die CSU

schwächen, die Grünen zu einer

noch stärkeren Kraft im Landtag

oder die Freien Wähler zum Koalitionspartner

machen wollten.

Ein Auslöser für die hohe

Wahlbeteiligung ist sicherlich

die Schwäche der CSU: Zum einen

sahen ihre Kritiker endlich

eine Chance, den Christsozialen

wieder ein bisserl Demut zu lehren,

die ihnen in den vergangenen

Jahrzehnten abhanden gekommen

war. Zum anderen

aber hatte auch der letzte CSU-

Anhänger verstanden, dass es

Was ist denn nun los? Kürzlich

ist Björn Höcke, die Ikone des

rechten Flügels der AfD, an der

Seite von Neonazis durch Chemnitz

marschiert. Er nannte das

Holocaust-Mahnmal in Berlin

ein „Denkmal der Schande“.

Auch AfD-Chef Alexander Gauland

ist in der Vergangenheit

häufig mit provozierendem Gerede

aufgefallen. Aydan Özoguz

von der SPD wollte er nach Anatolien

„entsorgen“. Und das

Dritte Reich ist für ihn ein „Vogelschiss

in über 1000 Jahren erfolgreicher

deutscher Geschichte“.

Ausgerechnet diese beiden

üben sich nun in Abgrenzung

zur NPD und zu Neonazis?

Der Grund liegt auf der Hand:

Der Druck auf die Partei nimmt

zu, bundesweit nehmen die Verfassungsschützer

die AfD vermehrt

ins Visier. Deshalb betreibt

das Spitzenpersonal

VonStefan König

VonChristian Fahn

VonMarcus Sauer

auf Anwohnerbeiträge für den

Straßenausbau auf ihr Konto. Eine

Koalition aus CSU und Freien

Wählern ist die wahrscheinlichste

Variante, auch weil beide Parteispitzen

aus ihrer Vorliebe füreinander

kein Hehl gemacht haben.

Mittelfristig bleibt der CSU allerdings

nichts anderes übrig, als

ihr Personal auch auf die Zukunft

auszurichten. Ein „Weiter

so“ darf es nicht geben. Söder

gibt zwar den fleißigen Ministerpräsidenten,

die Sympathien eines

Landesvaters sind ihm noch

nicht zugeflogen. Dennoch dürfte

seine Position gesichert sein,

auch mangels Alternative.

Viel spannender ist die Frage

des Parteivorsitzes. Im Feuer

steht, wie nicht anders zu erwarten

war, Seehofer. Dabei ist es

schon kurios, dass der Ingolstädter

nun für alles herhalten muss.

Vor ein paar Monaten hielt sich

noch hartnäckig das Gerücht,

dass Seehofer als Bundesinnenminister

von München aus gesteuert

sei. Nun ist zum Ende des

Wahlkampfes immer wieder

sein Eigensinn kritisiert worden.

Das Söder-Lager sprach vom

Seehofer-Malus. So leicht sollten

es sich die CSU-Granden mit ihrer

Analyse indes nicht machen.

Tagder Demokratie

diesmal auf jede Stimme ankommt.

Auch das Auftreten der AfD ist

eine Ursache für die hohe Wahlbeteiligung.

Wer in den Rechtspopulisten

die Garanten für eine

neue Politik sieht, wird zur Wahl

gegangen sein –genauso wie

derjenige, der die AfD auf jeden

Fall verhindern wollte.

Die Frage wird jetzt sein, was

die Parteien und Politiker aus

dem Auftrag, der mit der hohen

Wahlbeteiligung verbunden ist,

machen: Wird die politische Arbeit

im Landtag und damit im

Freistaat in den kommenden

fünf Jahren offen, lebendig und

nach demokratischen Prinzipien

geführt? Die Wähler erwarten

das: Sie fordern eine politische

Auseinandersetzung mit klaren

und verständlichen Argumenten.

Das umzusetzen, ist die zentrale

Aufgabe des neuen Landtags.

Kreide gefressen?

Imagepflege. Fraktionschefin

Alice Weidel will den unter Antisemitismus-Verdacht

stehenden

Stuttgarter Landtagsabgeordneten

Wolfgang Gedeon aus

der Partei werfen, weil er etwas

gegen die Vereinigung „Juden in

der AfD“ hat. Fraktionsvize Beatrice

von Storch umwirbt sogar

muslimische Wähler. Doch es

hilft der Partei nicht, Kreide zu

fressen. Ihre plötzliche Abgrenzung

überzeugt nicht, nachdem

sie so lange Hass gesät hat.

Umso erfreulicher, dass in

letzter Zeit immer mehr Menschen

gegen den Rechtsruck

protestieren. Am Samstag waren

es Zehntausende in Berlin. Man

muss nicht immer mit allen Forderungen

der Organisatoren

einverstanden sein. Doch es ist

zu begrüßen, wenn den Bürgern

zunehmend klar wird, was sie an

der Demokratie haben.

Bayerische (Albt)raumfahrt

MEINUNG

PRESSE

LUDWIGSHAFEN

Wie kann das sein?

Es ist schon merkwürdig, dass

offenbar keines der Sturmgewehre,

die der Bundeswehr als

neue Standardwaffe angeboten

wurden, die Anforderungen erfüllen

soll. Haben die Hersteller

zuvor falsche Angaben zu ihren

Produkten gemacht, oder sind

die Vorgaben des Beschaffungsamtes

der Bundeswehr unrealistisch?

Und wenn am Ende das

ganze Beschaffungsverfahren

gekippt werden müsste, weil die

Durchschlagskraft der Waffen

nicht ausreicht, wäre das ein Desaster

für das Verteidigungsministerium

unter Ministerin Ursula

von der Leyen. Die Verzögerung

bei der Beschaffung einer

neuen Waffe bedeutet nun, dass

die Verteidigungsministerin erklären

muss, warum die Soldaten

weiter eine ihrer Meinung

nach nicht zukunftsfähige Waffe

nutzen müssen.

„Erschütterung der Grundfesten“

Politologe Jürgen W. Falter über die Bayernwahl, den Fall der CSU und die Grünen

Herr Falter, die CSU ist bei der

bayerischen Landtagswahl abgestürzt.

Ist das ein historisches Debakel

für die Christsozialen?

Jürgen W. Falter: Das ist mehr

als eine Klatsche. Die CSU ist mit

dem heutigen Tage nicht mehr

die alles dominierende Staatspartei

Bayerns –das ist eine Erschütterung

der Grundfesten

des Freistaats. Dieses Wahlergebnis

wird sehr am Selbstverständnis

der CSU nagen und ihre

Rolle in der Politik erheblich

beeinträchtigen.

Wird die CSU damit auch in Berlin

an Gewicht verlieren?

Falter: Formal hat sie das Gewicht

noch, weil man ihre Stimmen

für die große Koalition

braucht. Bei den Bundestagsmandaten

ändert sich ja nichts.

Allerdings wird das Selbstvertrauen

der CSU als eine Partei,

die geradezu naturgesetzlich

stets die absoluten Mehrheiten

gewinnt, natürlich vorbei sein.

Die SPD ist im freien Fall, an der

10-Prozent-Schwelle angelangt.

Ist sie noch eine Volkspartei?

Falter: Nein, überhaupt nicht.

In Bayern war sie das schon seit

Langem nicht mehr, weil sie regelmäßig

höchstens 15 bis 20

Prozent auf die Waage gebracht

hat. 10 Prozent sind natürlich

ein Desaster für die Bayern-SPD.

Die großen Gewinner sind die

Grünen. Lösen Sie die Sozialdemokraten

als Volkspartei ab?

Falter: Im Süden auf alle Fälle.

Mit 30 Prozent in Baden-Württemberg

und 20 Prozent in Bayern

sind sie schon auf dem Weg

zur Volkspartei der linken Mitte.

Jürgen W. Falter ist einer der renommiertesten Politikwissenschaftler

der Bundesrepublik. Der 74-Jährige lehrt an der Uni Mainz. Foto: dpa

Wo liegen die Ursachen? In Bayern

waren die Grünen ja lange

Zeit nicht sehr erfolgreich.

Falter: Das kommt erstens daher,

dass die CSU auch an die

Grünen verloren hat und diese

einen geschickten Wahlkampf

gegen die „Zubetonierung Bayerns“

führten. Das kollidierte

mit den Modernisierungsvorstellungen

der CSU. Das haben

die Grünen sehr geschickt gemacht.

Zweitens treten die Grünen

bundespolitisch derzeit mit

einer Stimme auf. Die Flügelkämpfe

finden – wenn überhaupt

–derzeit dann nur noch

im Verborgenen statt. Auch haben

sie sich mit ihren beiden

Vorsitzenden ein anderes Gesicht

gegeben. Robert Habeck

und Annalena Baerbock kommen

gut an –und beide stehen

eher für den Realo-Flügel.

Der AfD ist auf Anhieb der Einzug

in den Landtag gelungen,

das Ergebnis ist zweistellig. Warum

ist es der CSU nicht gelungen,

die AfD zu bekämpfen?

Falter: Die CSU hat sich in den

Augen vieler ihrer Wähler unglaubwürdig

gemacht. Den eher

liberalen CSU-Wählern war die

Rhetorik und die ins Auge gefassten

Maßnahmen zu brachial,

den eher Konservativen in der

CSU stieß auf, dass die CSU-

Führung zwar das Maul sehr

weit aufgerissen, aber sehr, sehr

wenig erreicht hat. Das gilt vor

allem für die Flüchtlingspolitik

und das Thema Rückführungen.

Bisher wurden entgegen den Ankündigungen

Seehofers nur

ganz wenige Flüchtlinge an der

Grenze zurückgewiesen. Im

Zweifel entscheiden sich die

Wählerinnen und Wähler auch

eher für das Original

als für die

Kopie. Da hilft es

nicht, die AfD

rechts überholen

zu wollen.

Welche Auswirkungen

wird das

Ergebnis der Bayernwahl

auf die

künftige Arbeit

der Koalition in

Berlin haben?

Falter: Die CSU

dürfte jetzt etwas ruhiger und

handzahmer werden und sich in

der Bundesregierung mit Querschüssen

und Streit zurückhalten.

Das hat ihr jedenfalls zuletzt

nichts genutzt. Die SPD dürfte

jetzt eine gewisse Panik bekommen

angesichts ihres katastrophalen

Ergebnisses. Das Votum

in Bayern schwächt die Position

„Die CSU dürfte

jetzt etwas ruhiger

und handzahmer

werden und sich in

der Bundesregierung

mit Querschüssen und

Streit zurückhalten.“

Politikwissenschaftler

Jürgen W. Falter

Wie die Menschen im Freistaat gewählt haben

von Parteichefin Andrea Nahles.

Die Sozialdemokraten werden

versuchen, sich in der großen

Koalition noch stärker von der

Union abzusetzen. Da wird die

Rückkehr zur Sachpolitik

schwierig werden und noch weiter

auf sich warten lassen. Bei

Schwarz-Rot in Berlin wird es

weiter unruhig bleiben.

Wer trägt letztlich die Schuld am

Wahldebakel der CSU?

Falter: Herr Seehofer wird wahrscheinlich

als Sündenbock auserkoren

werden und das Bauernopfer

spielen müssen. Es

wird nicht so einfach sein, ihn

loszuwerden. Aber Ministerpräsident

Markus Söder und seine

Vertrauten werden versuchen,

die Schuld hauptsächlich auf

Seehofer abzuladen und ihn loszuwerden.

Als Bundesinnenminister

hat der auch schwere strategische

Fehler gemacht, etwa

im Fall des Verfassungsschutzchefs

Hans-Georg Maaßen. Deshalb

wird es wohl auch gelingen,

ihn aus den Ämtern zu drängen.

Welche Auswirkungen wird das

Wahlergebnis auf Angela Merkel

haben? Erleben wir die viel zitierte

Kanzlerinnendämmerung?

Falter: Die Kanzlerinnendämme-

rung wurde

schon so oft beschworen.

Ich

glaube nicht,

dass dies der Anfang

vom Ende

wird. Vermutlich

wird Angela Merkel

nicht noch

einmal für eine

weitere Wahlperiode

als Kanzlerin antreten. Allerdings:

Sie könnte am ehesten

ein Bündnis mit den Grünen

schmieden, die jetzt als potenzieller

Regierungspartner für die

Union immer attraktiver werden.

DK

Das Interview führte

Andreas Herholz.

Wahlforscher: SPD gibt an jede anderePartei Stimmen ab –Unions-Spitzenpersonal für CSU-Ergebnis verantwortlich

Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 4

Von Larissa Schwedes

Berlin (dpa) Das Spitzenpersonal

der Union ist ersten Wahlanalysen

zufolge maßgeblich verantwortlich

für das schlechte

Abschneiden der CSU bei der

Bayernwahl. 65 Prozent der

bayerischen Wähler fanden in

einer Befragung der Forschungsgruppe

Wahlen von gestern,

CSU-Vorsitzender Horst

Seehofer habe dem Abschneiden

seiner Christsozialen geschadet.

42 Prozent sagten dies

auch über Kanzlerin und CDU-

Vorsitzende Angela Merkel.

Doch auch CSU-Spitzenkandidat

Markus Söder (Foto)

kommt in der Beurteilung der

Wähler nicht besser weg: Nur 52

Prozent der Befragten bewerten

seine Arbeit als Ministerpräsident

positiv. Sein Vorgänger

Horst Seehofer konnte bei der

Wahl vor vier Jahren mit 75 Prozent

noch deutlich mehr Zustimmung

einfahren. Aktuell haben

insgesamt 65 Prozent der

Befragten den Eindruck: „Die

CSU hat das Gefühl für das verloren,

was Bayern bewegt.“

Rund 180 000 ehemalige Wähler

verloren die Christsozialen

einer Analyse von Infratest dimap

zufolge an die Grünen, die

ersten Hochrechnungen

zufolge mit rund

18 Prozent als zweitstärkste

Kraft aus der

Wahl gingen. 170 000

Ex-CSU-Anhänger

entschieden sich diesmal

für die Freien

Wähler, 180 000 für

die AfD. Die Grünen

konnten demnach

nicht nur viele ehemalige

CSU-Wähler, sondern auch

rund 210 000 Anhänger der SPD

für sich gewinnen. Unter den

Nichtwählern ließen sich etwa

120 000 Menschen von den Grünen

mobilisieren. Die

SPD verlor Wähler an

alle Parteien und wurde

mit rund zehn Prozent

nach ersten

Hochrechnungen nur

fünftstärkste Partei im

neuen Landtag.

Die Abkehr vieler

Wähler von der CSU

dürfte auch an der

Flüchtlingspolitik von

Bundesinnenminister Seehofer

liegen: Ihre Wähler sind laut der

Infratest-Analyse tief gespalten,

was den Konfrontationskurs des

Ingolstädters gegenüber Angela

Merkel angeht. 48 Prozent befürworten

diesen laut Umfrage,

49 Prozent lehnen ihn jedoch ab.

Verlassen konnten sich die

Christsozialen immerhin auf ihre

ältere Wählerschaft: Bei den

mindestens 60 Jahre alten Wählerinnen

und Wählern lag die

CSU laut Forschungsgruppe

Wahlen bei 45 Prozent und damit

rund 30 Prozentpunkte vor

den anderen Parteien. Bei den

Jüngeren (unter 60 Jahren)

schaffte sie hingegen lediglich 31

Prozent –und nur neun Prozentpunkte

Abstand zu den Grünen.

Bei Wählerinnen unter 30 lag die

Umweltpartei sogar knapp vor

den Christsozialen.

Die verwendeten Zahlen der

Forschungsgruppe Wahlen basieren

auf einer telefonischen

Befragung unter 1555 zufällig

ausgewählten Wahlberechtigten

in Bayern in der Woche vor

der Wahl sowie auf der Befragung

von 21 183 Wählern direkt

am Wahltag. Infratest dimap befragte

am Sonntag 28 691 Wählerinnen

und Wähler in 250 repräsentativ

ausgewählten Wahllokalen.

Foto: Kappeler/dpa


POLITIK

LANDTAGSWAHL

Bundespolitik vor großen Umwälzungen

In der SPD könnte erneut eine Personaldebatte beginnen –Die CDU hofft nun auf die Wahl in Hessen

Von Andreas Herholz

und Markus Sievers

Berlin (DK) Jubel gibt es gestern

Abend in der Hauptstadt

nur bei den Grünen. Die Ökopartei

feiert in der Parteizentrale

„das historische Ergebnis“ von

München. Sektlaune hier, Selters

und Katerstimmung dagegen

vor allem bei Union und

SPD. Im Willy-Brandt-Haus, der

Berliner SPD-Zentrale, hatte

man bereits mit einer Pleite gerechnet

und auf eine Wahlparty

verzichtet. „Das ist bitter“, klagt

SPD-Chefin Andrea Nahles vor

den Kameras, kündigt eine sorgfältige

Wahlanalyse an und sieht

als einen der Gründe für die historische

Wahlschlappe in Bayern

„die schlechte Performance

der Groko“.

Die SPD bei der Landtagswahl

in Bayern mit einem historisch

schwachen Ergebnis – schon

werden erste Stimmen bei den

Genossen laut, die die Koalition

wieder in Frage stellen. Der Erdrutsch

in Bayern trifft vor allem

auch Schwarz-Rot in der Hauptstadt.

Ein schwarzer Tag für die

CSU, die ihre absolute Mehrheit

verliert und nicht mehr allein regieren

kann –die Druckwellen

des Bayern-Wahlbebens erreichen

auch das politische Berlin

und wirken nach.

Auch im Konrad-Adenauer-

Haus gibt es nichts zu feiern.

CDU-Generalsekretärin Annegret

Kramp-Karrenbauer will

das Desaster der Schwesterpartei

CSU möglichst schnell abhaken

und lieber nach vorne blicken.

Die Streitigkeiten in der

großen Koalition, „insbesondere

der Tonfall und der Stil“ seien

kein Rückenwind für die Wahlen

gewesen, räumt

die Parteimanagerin

der CDU ein,

und richtet den

Fokus bereits wieder

auf die Landtagswahl

in Hessen

in zwei Wochen.

Kanzlerin

Angela Merkel engagiert

sich dort in

den kommenden

Tagen besonders

stark. Verliert die

CDU in Hessen

ähnlich wie die

LAND

TAGS

WAHL

2018

Sichtlich ernüchtert: CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer gestern Abend im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin.Foto: Fischer/dpa

CSU in Bayern, geriete die Parteichefin

mächtig unter Druck.

Wer trägt die Verantwortung

für das Wahldebakel der CSU?

Parteichef Horst Seehofer –bekanntlich

in der Bundespolitik

zu Hause –lässt lange auf sich

warten, tritt erst spät vor die Kameras.

Rücktritt? „Ich werde natürlich

meine Verantwortung

weiterhin wahrnehmen“, macht

er klar, dass er nicht daran denkt,

persönliche Konsequenzen zu

ziehen. „Kein gutes Ergebnis“

sei das. Daran gebe es nichts zu

deuteln, räumt Seehofer die Niederlage

ein, sieht sich aber offenbar

nicht als Hauptverantwortlichen,

will die Rolle des Sündenbocks

nicht übernehmen und

um sein Amt kämpfen. „Ich

stand vor fünf Jahren hier, da

war das anders“, erinnert er.

Um 18.40 Uhr tritt eine sichtlich

angeschlagene SPD-Vorsitzende

vor die Kameras. „Das ist

ein sehr schlechtes Ergebnis für

die SPD“, sagt Andrea Nahles

gleich zu Beginn ihres kurzen

Statements. Schweigen, fast Totenstille

im Willy-Brandt-Haus.

Sie trägt ihren Frust über ihre

erste Wahlschlappe in der Rolle

der SPD-Chefin ohne Genossen

im Publikum vor.

Schönzureden

gibt es nichts mehr

www.donaukurier.de/

wahlen2018

für die Sozialdemokraten

und ihre

Parteivorsitzende.

„Das ist bitter“.

Kurz darauf fügt

sie in einem Interview

hinzu: „Wir

haben Grund zum

Nachdenken.“ Viel

Demut und demonstrierte

Einsicht

also. Die

Gründe für das Debakel

wird die SPD laut Nahles

sorgfältig analysieren. Eine Ursache

hat sie bereits wenige Minuten

nach Schließen der Wahllokale

im Freistaat ausgemacht

–und das ist aus ihrer Sicht die

große Koalition in Berlin.

Das ist die Ansage an CDU

und CSU: „Das muss sich ändern.“

Mit dem Bruch des Regierungsbündnisses

in der Hauptstadt

hatte Nahles bereits die Tage

zuvor gedroht. Jetzt bekräftigt

sie mit ihren Worten, wie ernst

sie diese Ankündigung meint.

Turbulente Zeiten also für die

große Koalition in Berlin.

Kommt es nun zu einer neuen

Führungsdebatte in der SPD?

Die versucht Nahles zu unterdrücken.

Von personellen Konsequenzen

sei in den Parteigremien

keine Rede gewesen. „Und

da denken wir auch nicht drüber

nach, sondern wir stecken unsere

Kraft jetzt in die nächste Auseinandersetzung.“

Das ist der

Versuch, alle Kraft auf die Landtagswahl

in Hessen zu richten,

wo jetzt der nächste Test für die

Parteien ansteht.

Das volle Kontrastprogramm

zu Union und SPD liefern die

Grünen, die strahlenden Sieger

des Tages. Grünen-Chefin Annalena

Baerbock sieht in dem

bayerischen Ergebnis bereits ein

deutschlandweites Signal. „Die

Freude ist riesig“, sagt Co-Parteichef

Robert Habeck. „Man

kann das Ergebnis für uns, aber

auch für Bayern nicht anders als

historisch bezeichnen.“ Historisch

–dieses mächtige Wort fällt

an diesem Abend bei den Grünen

häufiger. „Die Menschen in

Bayern haben die Veränderung

gewählt.“ Und so lautet die klare

Botschaft für Habeck: „Nicht

weiter so.“ Ernüchterung, Bangen

und Hoffen hingegen im

Berliner Thomas-Dehler-Haus.

Bei der FDP heißt es Zittern um

den Wiedereinzug in den bayerischen

Landtag. Dennoch sieht

Parteichef Christian Lindner das

Ergebnis seiner Partei in München

als Erfolg. Bayern sei für die

Liberalen immer ein schwieriges

Pflaster gewesen. Und AfD-Chef

Alexander Gauland zeigt sich

zufrieden mit dem Ergebnis der

Rechtspopulisten im Freistaat,

auch wenn er sich mehr erhofft

hatte, wie er am Abend sagt.

Beinahe unter Schock traute sich SPD-Chefin Andrea Nahles gestern

Abend vor die Kameras in der Bundeshauptstadt. Foto: Koall/dpa

In der Union ist die Verunsicherung

groß –selbst unmittelbar

vor der Wahl war es der Union

nicht gelungen, Ruhe zu bewahren

und Geschlossenheit zu

demonstrieren. Ausgerechnet

am Tag der Entscheidung in

Bayern meldet sich Volker Bouffier,

stellvertretender Vorsitzender

der CDU und hessischer Ministerpräsident,

mit einer Attacke

auf die bayerische Schwesterpartei

zu Wort. „Die CSU war

leider in den letzten Monaten

für das Ansehen der Union insgesamt

nicht besonders hilfreich“,

so Bouffier in einem Interview.

Dies habe der Union in

der letzten Zeit viel Vertrauen

gekostet. „Man kann nicht über

Monate den Eindruck erwecken,

dass vieles durcheinander geht

und die Regierung nicht handlungsfähig

ist, und dann erwarten,

dass die Leute der Union

vertrauen.“ Aus diesen Worten

spricht der Frust über schlechte

Umfragewerte in Hessen. Die

schwarz-grüne Regierung droht

gar ihre Mehrheit zu verlieren.

Den nun zu vermutenden Autoritätsverlust

von Bundeskanzlerin

und CDU-Parteichefin Angela

Merkel sprach ausgerechnet

ihr langjähriger Weggefährte

Wolfgang Schäuble (CDU) offen

an. Der Bundestagspräsident

räumte in einem Interview „Ermüdungseffekte“

nach vielen

Jahren einer unionsgeführten

Regierung ein. Merkel sei „nicht

mehr so unbestritten“, sagte der

ehemalige Bundesfinanzminister.

„Vermutlich ist damit zu

rechnen, dass das Wahlergebnis

in Bayern erhebliche Veränderungen

mit sich bringt und das

wird dann auch in den Parteien

entsprechende Diskussionen

und Erschütterungen auslösen.“

„Das Miteinander muss im Vordergrund stehen“

Der frühere CSU-Vorsitzende Erwin Huberüber die Konsequenzen aus dem miserablen Ergebnis seiner Partei

Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 5

„Wir nehmen das

Ergebnis mit Demut an

und werden daraus

Lehren ziehen müssen.“

Markus Söder (CSU)

Ministerpräsident

„Natürlich habe ich als

Parteivorsitzender auch

Mitverantwortung für

dieses Wahlergebnis.“

Horst Seehofer

CSU-Chef

„Dass die Streitigkeiten

der vergangenen Monate

kein Rückenwind für die

Wahl in Bayern waren,

steht außer Frage.“

Annegret Kramp-Karrenbauer

CDU-Generalsekretärin

„Wir haben einen

Erdrutsch hin zu falschen

Parteien verhindert.“

Hubert Aiwanger

FW-Spitzenkandidat

„Natürlich sind wir

bereit, Verantwortung

für dieses schöne Land zu

übernehmen.“

Katharina Schulze,

Grünen-Spitzenkandidatin

„Das ist eine schwere

Stunde für die bayerische

SPD.“

Natascha Kohnen

SPD-Spitzenkandidatin

„Es muss alles auf den

Prüfstand, was man

überhaupt überprüfen

kann.“

Christian Ude (SPD)

früherer Münchner OB

„Wir konnten die Wähler

nicht überzeugen, und

das ist bitter.“

Andrea Nahles

SPD-Vorsitzende

„Glückwunsch an die

AfD Bayern!Wir sind

Wahlsieger!“

Jörgen Meuthen

AfD-Vorsitzender

Herr Huber, Sie haben ihre aktive

Politikerkarriere mit dieser

Landtagswahl beendet. Trifft Sie

das Ergebnis noch persönlich?

Erwin Huber: Politik ist für mich

Mannschaftsarbeit. Deshalb habe

ich auch Wahlkampf gemacht.

Auch innerlich bin ich

heftig beteiligt. Das Ergebnis

schmerzt mich sehr.

„Ein Weiter so geht nicht mehr“,

betont Erwin Huber. Foto: dpa

Bei der Landtagswahl 2008, als

Sie CSU-Chef waren, erreichte

die CSU 43,4 Prozent. Damals

kam der Einbruch aus heiterem

Himmel, Sie und Ministerpräsident

Günther Beckstein hatten

noch mit der absoluten Mehrheit

gerechnet. Das Ergebnis gestern

Abend war hingegen eines mit

Vorhersage. Was ist schiefgelaufen?

Wo sind die Ursachen zu

suchen?

Huber: Wir hatten schon miserable

Ergebnisse bei der Europawahl

2014 und der Bundestagswahl

2017. Eine Ursachenforschung

unterblieb, was sich jetzt

bitter rächt. Nach dem Prinzip

„Weiter so“ hat man alle Warnsignale

überfahren. Dazu kamen

der vom Verfahren her

missglückte oder unterbliebene

Generationswechsel, das Gewürge

mit der großen Koalition,

die fehlende eigene Standortbestimmung

im gesellschaftlichen

Umbruch, die mangelnde Abstimmung

innerhalb der CSU

und wiederum der Wettbewerb

„alle gegen die CSU“. Ein

schwieriges Umfeld über Jahre.

Welche Konsequenzen muss die

CSU aus Ihrer Sicht nun ziehen?

Huber: „Weiter so“ geht nicht

mehr, denn schon 2019, 2020

und 2021 kommen wichtige

Wahlen. Zuerst müssen wir eine

schwierige Regierungsbildung

in Bayern schaffen, denn trotz

allem hat die CSU Auftrag und

Verantwortung, Bayern stabil zu

halten. Dann muss gründlich

und vorbehaltslos analysiert

werden. Wahrscheinlich brauchen

wir eine breite Basisdiskussion

und einen eigenen Parteitag,

um die künftige Orientierung

festzulegen. Wir müssen

wieder offene und auch kritische

Diskussionen zulassen. Die

Leute müssen spüren, dass wir

uns intensiv mit der Lehre des

Wahltages auseinandersetzen.

Braucht es einen Neuanfang für

die CSU? Sind also womöglich

auch personelle Konsequenzen

zu ziehen?

Huber: Die politische Standortbestimmung

muss im Vordergrund

stehen. Jedenfalls brauchen

wir keine konservative Revolution.

Die CSU muss sich besinnen

auf Wertekanon und Politik

einer Volkspartei der Mitte.

Wir müssen uns konzentrieren

darauf, christlich-sozial, liberal

und konservativ zu sein. Die

Großstadtkompetenz gehört

ebenso dazu wie eine Priorität

für Umwelt- und Klimaschutz.

Vor allem aber müssen wir uns

ändern, was den politischen Stil

angeht. Taktische Spielchen vergraulen

vor allem Wähler der

bürgerlichen Mitte. Das Miteinander

muss im Vordergrund stehen,

das gilt auch für mögliche

personelle Veränderungen. Ich

sehe vor allem eine wichtige Rolle

für Manfred Weber, denn er ist

ein junger, offener, nachdenklicher

Sachpolitiker mit europäischer

Perspektive.

Welche Koalition würden Sie bevorzugen?

Und wer sollte die Koalitionsverhandlungen

führen?

Huber: Die größte Übereinstimmung

gibt es mit bürgerlichen

Parteien. Die Sensation einer

schwarz-grünen Koalition würde

den Belastungen des politischen

Alltags nicht standhalten,

obwohl die Grünen zur Macht

drängen. Der designierte Ministerpräsident

führt die Verhandlungen,

das entscheiden Parteivorstand

und Landtagsfraktion

am Montag und Dienstag.

Nun sind einige Jahre Zeit bis zur

nächsten Landtagswahl: Halten

Sie eine absolute Mehrheit für die

Christsozialen eigentlich je wieder

für erreichbar?

Huber: Schwierig. Gesellschaft

und Parteienspektrum werden

breiter, bunter und differenzierter.

Ich glaube aber an die Zukunft

der Volksparteien, weil

nur sie Kompromissfähigkeit

vermitteln und stabile, handlungsfähige

Regierungen strukturell

schaffen können. Ein

Kampf von Splitterparteien

lähmt ein Land. Die CSU muss

sich modernisieren, dann ist die

Chance wieder da. DK

Die Fragen stellte

Alexander Kain.

ZUR PERSON

Erwin Huber (72) war von September

2007 bis Oktober 2008

CSU-Vorsitzender und bekleidete

von 1994 bis 2008 verschiedene

Ministerposten in der

bayerischen Staatregierung.


POLITIK

Höcke ist

Kandidat in

Thüringen

Erfurt (dpa) Thüringens AfD-

Chef Björn Höcke (Foto) hat eine

mögliche Beobachtung der Partei

durch den Verfassungsschutz

als Angriff auf die politische Opposition

kritisiert. Er sprach bei

einem Landesparteitag am Wochenende

in Arnstadt vom Versuch,

die AfD zu stigmatisieren.

Der Wortführer des ultrarechten

Parteiflügels wurde mit 84,4

Prozent der Stimmen zum AfD-

Spitzenkandidaten für die Landtagswahl

2019 gewählt. Höcke

forderte ebenso wie der Bundesvorsitzende

Alexander Gauland

eine Abgrenzung

von der

rechtsextremen

NPD.

„Nazis gehören

nicht in

diese Partei“,

sagte Gauland

auf einem

Parteitag

der brandenburgischen

AfD in Brandenburg an

der Havel. Wer „Nazi-Schweinkram“

teile, habe in der AfD

nichts zu suchen. Höcke forderte

in Arnstadt einen AfD-Funktionär

aus Nordthüringen auf,

auf eine Kandidatur für die Landesliste

zu verzichten, weil er einen

NPD-Eintrag in den sozialen

Medien geteilt habe.

Der thüringer Verfassungsschutz

prüft derzeit, ob er die

AfD oder Teile der Partei wegen

möglicher verfassungsfeindlicher

Tendenzen unter Beobachtung

nimmt. Der Prüffall, der

auch mit Äußerungen Höckes

begründet wurde, ist laut Verfassungsschutz

noch nicht abgeschlossen

und wird ergebnisoffen

geführt. Dem Präsidenten

des Landes-Verfassungsschutzes,

Stephan Kramer, warf Höcke

Amtsmissbrauch vor. Der

46-Jährige räumte aber ein, dass

es einige wenige Mitglieder gebe,

„die politisch abgeglitten“

seien. Foto: Roessler/dpa-Archiv

Von Eric Bonse

In einem riesigen Zug sind am Wochenende Hunderttausende durch Berlin gezogen –hier vorbei am Bundesrat. Sie demonstrierten gegen

Hass, Hetze und einen zunehmenden Rechtsruck in der deutschen Gesellschaft.

Foto: Soeder/dpa

Für eine solidarische Gesellschaft

Hunderttausende Menschen demonstrieren in Berlin gegen Hass und Hetze

Von Lukas Dubro

Berlin (dpa) Mit einem kilometerlangen

Protestzug durch Berlin

haben Menschen aus ganz

Deutschland ein friedliches Zeichen

gegen ein Abdriften der Gesellschaft

nach Rechts gesetzt.

Zu der Demonstration des Bündnisses

#Unteilbar vom Alexanderplatz

zur Siegessäule kamen

wesentlich mehr Teilnehmer als

erwartet: Die Veranstalter zählten

mehr als 240 000 Menschen.

Das Motto des Zuges lautete:

„Für eine offene und freie Gesellschaft

– Solidarität statt Ausgrenzung“.

Die Veranstalter erklärten,

es gebe eine dramatische

politische Verschiebung.

Rassismus und Menschenverachtung

würden gesellschaftsfähig.

„Was gestern noch undenkbar

war und als unsagbar galt, ist

kurz darauf Realität.“ Die Bilder

des Protests erinnerten oft an

frühere Großdemonstrationen.

Im Zentrum Berlins bot sich ein

buntes Bild, teils glich die Veranstaltung

einem riesigen Familienausflug

in die Hauptstadt.

Viele Menschen hatten Transparente,

Plakate und Luftballons

dabei. Es waren Botschaften

zu lesen wie „Nein zur Hetze

gegen Muslime“ oder „Rassismus

ist keine Alternative“. Ein

riesiges Transparent trug die

Aufschrift „Solidarität mit den

Opfern rechter, rassistischer

und antisemitischer Gewalt“.

Die Polizei war nach eigenen

Angaben mit rund 900 Beamten

im Einsatz und berichtete von

keinen größeren Zwischenfällen.

Demos gegen Rechts gab es

zuletzt immer wieder, doch so

groß wie diese waren sie nicht:

Im Mai protestierten laut Polizei

25 000 Menschen gegen eine

Demonstration der AfD im Berliner

Regierungsviertel. In Hamburg

hatten Ende September

Dramatische Stunden in Brüssel

Brüssel (DK) So viel Dramatik

war selten in Brüssel. Drei Tage

vor dem EU-Gipfel, der am Mittwoch

beginnt, bereiten sich die

Europäer auf den lange ersehnten

Durchbruch beim Brexit vor

–aber auch auf ein Scheitern in

letzter Minute. Eine Einigung sei

zum Greifen nahe, frohlockten

EU-Diplomaten gestern in Brüssel.

Man müsse sich aber auch

für einen „No deal“ wappnen.

Die Sorge ist berechtigt –denn

in London braut sich ein politischer

Sturm zusammen. Der frühere

Brexit-Chefunterhändler

David Davis rief die May-Regierung

in der „Sunday Times“ offen

zur Rebellion auf. Auch die

nordirische Partei DUP lehnt die

bisher bekannt gewordenen Pläne

ab. Sie könnte May die Unterstützung

entziehen und die Regierung

somit stürzen.

Dass sich die Lage dramatisch

zuspitzen würde, hat sich länger

abgezeichnet. Bereits beim letzten

EU-Gipfel im September in

Salzburg kam es zum Eklat. EU-

Ratspräsident Donald Tusk fegte

damals Mays Pläne für ein selektives

Freihandelsabkommen

vom Tisch –die Tory-Politikerin

musste noch einmal bei Null anfangen.

Dies stürzt sie nun in

kaum lösbare Widersprüche.

Zum Verhängnis könnte May

vor allem der Streit um den sogenannten

Backstop für Nordirland

werden. Er wird dann nötig,

wenn es nach der bis Ende 2020

laufenden Übergangsphase

kein neues Abkommen mit der

EU geben sollte. Brüssel und

London müssten dann eine Auffanglösung

finden, um eine har-

nach Polizeiangaben 20 000

Menschen gegen Rassismus und

Ausgrenzung protestiert. Zum

Tag der Deutschen Einheit kamen

in München 10 000 Demonstranten

zusammen. Zeitgleich

mit dem großen Protestzug

in Berlin am Samstag waren

laut Polizei 3000 Menschen bei

einer Demonstration in Frankfurt

am Main auf der Straße, in

Karlsruhe wandten sich knapp

2000 Leute „gegen nationalistische

und rassistische Hetze“.

Bei der Zählung in Berlin habe

man die Quadratmeterzahl der

Strecke zwischen Brandenburger

Tor und Siegessäule zugrunde

gelegt und dabei zwei bis drei

Menschen pro Quadratmeter

angenommen, sagte Felix Müller

von den Initiatoren des Protestmarsches.

Dazu sei die Zahl

der übrigen Teilnehmer außerhalb

dieses Abschnitts geschätzt

worden. Die gesamte Strecke

der Demonstration vom Alexanderplatz

bis zur Siegessäule beträgt

laut Müller rund sechs Kilometer.

Die Veranstalter zeigten

sich überwältigt von der großen

Resonanz. „Damit senden

wir ein deutliches Signal der

Hoffnung! Dieser Tag macht uns

allen Mut. Es ist Aufbruch in eine

solidarische Gesellschaft“, so

Sprecherin Anna Spangenberg.

Außenminister Heiko Maas

nannte es ein großartiges Signal,

dass so viele auf die Straße gegangen

seien. „Wir lassen uns

nicht spalten –von rechten Populisten

schon gar nicht“, sagte

der SPD-Politiker in einem Zeitungsinterview.

Dagegen unterstützte

die Berliner CDU die Demonstration

ausdrücklich nicht.

Zur Begründung wies ihr Generalsekretär

Stefan Evers darauf

hin, dass der Anmelder ein Anwalt

der „Roten Hilfe“ sei, einer

Organisation, die auch „linksextremistische

Verbrecher“ unterstütze,

wie er sagte.

Brexit: EinigungzwischenLondon und der EU zum Greifen nah –Zustimmung des britischen Kabinetts ungewiss

Istanbul (dpa) Im Streit um die

mutmaßliche Ermordung des

saudischen Journalisten Dschamal

Chaschukdschi in Istanbul

gehen die USA und Saudi-Arabien

auf Konfrontationskurs. Die

staatliche saudische Nachrichtenagentur

Spa berichtete gestern

unter Berufung auf nicht

näher genannte offizielle Quellen,

dass jede Handlung gegen

das Land „mit einer größeren

Handlung“ beantwortet werde.

Das Königreich weise jeden Versuch

zurück, ihm schaden zu

wollen, sei es durch Drohungen,

dem Erlassen von Wirtschaftssanktionen,

politischem Druck

te Grenze zwischen dem dann

bereits ausgeschiedenen Nordirland

und dem EU-Mitglied Irland

noch zu vermeiden. Zuletzt

war geplant, dass Nordirland

weiter im Binnenmarkt der EU

bleibt, zumindest aber in der

Zoll-Union. So könnte man

Grenzkontrollen zwischen beiden

Teil der irischen Insel auf

ein Minimum reduzieren, heißt

es in Brüssel. Allerdings könnte

so auch eine Zoll-Grenze zwischen

Nordirland und dem Rest

des Königreichs entstehen –für

Nordiren ein „No-go“. Bei den

Hardlinern in London lässt der

Plan der EU alle Alarmglocken

schrillen. Sie fürchten, dass

Nordirland oder gar ganz Großbritannien

auf unabsehbare Zeit

in einer Zoll-Union mit der EU

bleiben könnten.

Einen endgültigen Deal strebt

die EU hingegen beim Austrittsabkommen

an. Die Einigung

ließ gestern jedoch auf sich warten

.Danach muss May den Deal

noch durch ihr Kabinett bringen.

Dies könnte heikel werden

–weshalb EU-Diplomaten die

Devise ausgegeben haben, Details

der Einigung geheim zu halten.

Doch was passiert, wenn

Details durchsickern und May

noch mehr in Bedrängnis gerät?

Fall Chaschukdschi: Washington und Riad geraten aneinander

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Kurz vor dem Ziel: EU-Chefunterhändler Michel Barnier streitet seit

Monaten mit London um den Brexit.

Foto: Dunand/AFP

oder der Wiederholung falscher

Anschuldigungen.

Hintergrund ist die Aussage

von Donald Trump, dass Saudi-

Arabien mit einer „schweren Bestrafung“

rechnen müsse, wenn

Chaschukdschi –der im Exil in

den USA lebte –von einem saudischen

Kommando in Istanbul

getötet worden sein sollte. „Wir

werden der Sache auf den

Grund gehen, und es wird eine

harte Bestrafung geben“, sagte

der US-Präsident. Er sagte aber

auch, dass noch niemand wisse,

was passiert sei. Auf Trumps

Drohung reagierte die saudische

Börse überaus nervös.

Chaschukdschi hatte Anfang

Oktober das saudische Konsulat

in Istanbul betreten um Papiere

für seine Hochzeit abzuholen

und ist seitdem verschwunden.

Die türkischen Behörden gehen

davon aus, dass er von einem

aus Saudi-Arabien angereisten

Kommando getötet wurde.

Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 6

Friede für

Afghanistan?

Kabul (dpa) Wenige Tage vor

der Parlamentswahl in Afghanistan

haben die Taliban mit einem

US-Vertreter über eine Beendigung

des Afghanistankriegs

und den Abzug ausländischer

Truppen gesprochen. Das Treffen

der Taliban-Spitze mit dem

US-Regierungsberater Zalmay

Khalilzad habe am 12. Oktober

in der katarischen Hauptstadt

Doha stattgefunden, teilten die

Taliban am Wochenende mit.

Khalilzad kommentierte dies zunächst

nicht. Am 20. Oktober

soll die seit drei Jahren überfällige

Parlamentswahl stattfinden.

Doch immer wieder werden

Wahlveranstaltungen Ziel von

Anschlägen. Am Samstag wurden

in der Nordprovinz Tachar

mindestens 15 Menschen getötet

und 33 verletzt. Dem Provinzrat

zufolge detonierte eine Bombe

kurz vor der Rede einer Kandidatin,

die überlebte.

Die USA und Verbündete hatten

2001 die Taliban-Regierung

in Afghanistan mit einer Militärintervention

gestürzt. Mittlerweile

beherrschen die Islamisten

wieder weite Landesteile.

Neue Probleme

mit Sturmgewehr

Berlin (AFP) Die Bundeswehr

hat einem Zeitungsbericht zufolge

Probleme bei der Anschaffung

neuer Sturmgewehre. Bei ersten

Tests der von verschiedenen

Herstellern angebotenen Gewehre

habe keines den Anforderungen

genügt, berichtete die

„Welt am Sonntag“. Eine Vergleichserprobung

habe ergeben,

„dass keines der angebotenen

Produkte alle durch den öffentlichen

Auftraggeber zwingend geforderten

Leistungen erfüllt“,

schrieb das Bundesamt für Ausrüstung,

Informationstechnik

und Nutzung der Bundeswehr.

Verteidigungsministerin Ursula

von der Leyen (CDU) hatte

2015 entschieden, das Standard-

Sturmgewehr G36 auszumustern

und durch ein Nachfolgemodell

zu ersetzen. Expertengutachten

hatten zuvor Präzisionsmängel

unter bestimmten Bedingungen

etwa bei hohen Außentemperaturen

festgestellt.

IN

KÜRZE

Heilig: Papst Franziskus hat einen

seiner Vorgänger, Paul VI.

(1897–1978), und den ermordeten

salvadorianischen Erzbischof

Óscar Romero (1917–1980)

heiliggesprochen. Während eines

Festgottesdienstes auf dem

Petersplatz in Rom erhob er in

Anwesenheit von Zehntausenden

Gläubigen auch die Gründerin

der „Dernbacher Schwestern“

Maria Katharina Kasper

(1820–1898) zur Ehre der Altäre.

Frei: Kremlkritiker Alexej Nawalny

ist nach 20 Tagen Arrest

wieder auf freiem Fuß. Er twitterte

gestern ein Bild von sich,

wie er miteinem Koffer ein Moskauer

Gefängnis bei Dunkelheit

verließ. Dazu schrieb er die Worte:

„Hallo zusammen. Ich habe

Euch vermisst.“ Der 42-Jährige

war erst vor zweieinhalb Wochen

nach 30 Tagen Haft am

Ausgang des Gefängnisses abermals

festgenommen worden.

Panne: Hungrige Nagetiere haben

in Indonesien den Regierungsflieger

„Konrad Adenauer“

lahmgelegt und Finanzminister

Olaf Scholz zu einer Odyssee gezwungen.

Scholz landete gestern

nach einem 22-stündigen

Flug mit Umstiegen in Hongkong

und Zürich in Berlin. Er

war wegen der Jahrestagung von

Weltbank und IWF auf Bali.

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WIRTSCHAFT

Schlupflöcher bei Fahverboten

etwa für Handwerker seien überflüssig,

weil auch deren Fahrzeuge

nachgerüstet werden könnten.

„Die Nachrüstung ist wesentlich

preiswerter als die Neuanschaffung

einer gesamten Flotte“, sagte

Heimlich. Im Diesel-Konzept der

Bundesregierung ist vorgesehen,

dass Handwerker bei Nachrüstungen

ihrer Lieferwagen 80 Prozent

Förderung erhalten sollen.

Auch Pkw der Schadstoffklasse

Euro 5sollen mit Technik ausgestattet

werden, die den Stickoxidausstoß

verringert. Doch wann

Verbraucher und Gewerbetreibende

die einbauen lassen können,

ist noch offen. Bislang sind

die Systeme nicht zugelassen.

Was auch fehlt, sind finanzielle

Zusagen der Autobauer. Die Bundesregierung

fordert, dass diese

die Kosten der Nachrüstungen

komplett übernehmen. Doch

selbst, wenn die Systeme am

Markt sind, haben manche Verbraucher

das Nachsehen. Für sie

Nusa Dua (dpa/AFP) Mit einem

flammenden Appell für mehr internationale

Zusammenarbeit

unter einem gemeinsamen Regelwerk

hat IWF-Chefin Christine

Lagarde die Jahrestagung von Internationalem

Währungsfonds

(IWF) und Weltbank auf Bali beendet.

„Lasst uns kooperieren, soviel

wir können“, sagte Lagarde

gestern in Nusa Dua (Indonesien).

„Gemeinsam sind wir stärker“, betonte

die IWF-Chefin. Neben dem

internationalen Handel beherrschte

auch die Schuldensituation

in Italien die Diskussionen

des IWF auf Bali.

Lagardes Botschaft war vor allem

an die USA gerichtet, wo die

Administration von Präsident Donald

Trump eine protektionistische

Handelspolitik betreibt und

potenzielle Konkurrenten wie

China und die EU mit Strafzöllen

überzieht. Der IWF sieht erhebliche

Abwärtsrisiken für die Welt-

Nachrüsten statt nachgeben

Autofahrerklub ACEgegen weitereAusnahmen von Diesel-Fahrverboten –Hersteller erhalten Geld zurück

Berlin (dpa/AFP) Der Auto Club

Europa ACE hat vor weiteren Sonderregelungen

bei Fahrverboten

für ältere Diesel-Autos gewarnt.

„Die Ausweitung von Ausnahmen

ist keine Lösung“, sagte ACE-

Vorsitzender Stefan Heimlich.

Die Autohersteller können unterdessen

mit millionenschweren

Rückzahlungen aus dem Diesel-

Fonds rechnen.

bleibt nur, sich mit Hilfe einer

Umtauschprämie ein neues Auto

zu kaufen. Denn die Nachrüstungen

sind nur für die etwas neueren

Euro-5-Diesel vorgesehen.

Für Lieferverkehr und Handwerker

gibt es etwa in Stuttgart

unbefristete Übergangsregelungen,

ebenso wie für den Öffentlichen

Nahverkehr. Unbegrenzte

Ausnahmen gelten unter anderem

für den Lebensmitteleinzelhandel

sowie Pflegedienste und

Fahrschulen. In Hamburg, wo

zwei Straßen für Diesel-Fahrzeuge

gesperrt sind –davon eine für

Diesel-Pkw ab Euro 6 – dürfen

ebenfalls Handwerker, Lieferanten,

aber auch Anwohner und deren

Besucher weiter fahren.

Den Handwerkern kommen die

Förderung der Bundesregierung

und auch die Ausnahmeregelungen

entgegen. „Diese müssen unbürokratisch

ausgestaltet sein

und auch Handwerker aus dem

„Gemeinsam sind wir stärker“

IWF-Chefin Lagarde ruft zu Zusammenarbeit auf –US-Finanzminister Mnuchin weist Kritik an Handelspolitik zurück

Kennzahlen im Wochenvergleich

Mehr Technik im Motorraum als üblich hat dieser Diesel-Testwagen. Im Rahmen einer Abgas-Nachrüstung

wurden zusätzliche Bauteile installiert. Zugelassen sind die Systeme noch nicht. Foto: Schuldt/dpa

IWF-Chefin Christine Lagarde hat

zum Abschluss der IWF-Tagung zu

mehr Kooperation statt Konfrontation

aufgerufen. Foto: Nogi/AFP

weiteren Umland einbeziehen“,

sagte der Präsident des Handwerkverbands

(ZDH), Hans Peter

Wollseifer. Die Ausnahmen seien

genauso wichtig wie die Möglichkeit

zur Nachrüstung, so Wollseifer:

„Die volkswirtschaftlich wie

ökologisch sinnlose Entwertung

eines riesigen, teils neuwertigen

Fahrzeugbestandes muss verhindert

werden.“

Greenpeace-Experte Benjamin

Stephan hingegen kritisierte die

wirtschaft. „Politische Unsicherheiten,

historisch hohe Schuldenstände,

steigende finanzielle Anfälligkeiten

und limitierte finanzpolitische

Spielräume könnten

das Vertrauen und die Wachstumsperspektiven

weiter untergraben“,

heißt es im Abschlusskommuniqué

des IWF-Steuerkreises

IMFC.

US-Finanzminister Steven

Mnuchin wies die Warnungen vor

negativen Auswirkungen des

Handelsstreits auf die Weltwirtschaft

zurück. Das Ziel der USA sei

„sehr klar“. Es gehe lediglich darum,

„eine ausgewogenere Handelsbeziehung

zu haben“, sagte

Mnuchin. Das Bestreben von US-

Präsident Trump, China mit Strafzöllen

zu faireren Handelspraktiken

zu bewegen, werde vielmehr

einen positiven Effekt zeitigen,

sagte Mnuchin.

Der IWF hatte seine Prognose

für das weltweite Wirtschaftswachstum

bereits zu Beginn der

Jahrestagung leicht nach unten

korrigiert. Die Weltwirtschaft werde

in den kommenden beiden

Jahren nur noch um 3,7 Prozent

wachsen. Die April-Prognose von

3,9 Prozent sei „überoptimistisch“

gewesen, sagte IWF-Chefvolkswirt

Maury Obstfeld. Der Fonds

kündigte weitere Maßnahmen zur

Stabilisierung des Wachstums,

Abwendung von Risiken und Verbesserung

der Krisenfestigkeit der

Weltwirtschaft an.

Der IWF sieht vor allem auf

Schwellenländer große Probleme

zukommen, weil die boomende

und zusätzlich staatlich stimulierte

US-Wirtschaft zu einem starken

Dollar und höheren Zinsen in den

USA führt und Schulden in US-

Dollar teurer werden.

Lagarde forderte die Regierung

Italiens angesichts deren Pläne zu

einer deutlichen Mehrverschuldung

im Haushalt auf, sich an die

angedachten Ausnahmen. „Wenn

jeder ein Härtefall ist, kann ich

mir das Instrument sparen“,

warnte er. „Damit kriege ich am

Ende nicht den gewünschten Reduktionseffekt.“

Der richtige Weg

sind nach seiner Meinung die Verbote

in Frankfurt, wo das Verwaltungsgericht

nur zeitlich begrenzte

Ausnahmen zulässt und Gebühren

Anreize zur Um- oder

Nachrüstung setzen sollen.

BMW, Daimler und VW können

mit einer Rückzahlung im zweistelligen

Millionenbereich aus

dem Diesel-Fonds rechnen, in

den sie insgesamt 250 Millionen

Euro eingezahlt hatten. Das geht

aus Antworten des Bundesverkehrsministeriums

auf Anfragen

der Grünen-Bundestagsfraktion

hervor, aus denen Zeitungen der

Funke Mediengruppe zitieren.

Die 250 Millionen Euro hatte

die Autoindustrie beim Diesel-

Gipfel im August 2017 zugesagt,

der Bund gab die gleiche Summe

dazu. Aus dem Fonds sollten

Kommunen, die besonders stark

von Stickoxidemissionen betroffen

sind, Fördermittel erhalten.

Laut Bericht haben die Kommunen

das Geld aber nicht vollständig

abrufen können. Ausgezahlt

werden maximal 451,5 Millionen

Euro. Mindestens 48,5 Millionen

Euro bleiben ungenutzt. Die Hersteller

erhalten laut Ministerium

entsprechend einer vertraglichen

Regelung ihren Anteil zurück.

Regeln der EU zu halten. „Ich

möchte alle daran erinnern, dass

wenn man Mitglied eines Clubs

ist und sich entscheidet, in diesem

Club zu bleiben, dann spielt man

nach den Regeln dieses Clubs.“

Die Regierung in Rom will die

Neuverschuldung 2019 auf 2,4

Prozent der Wirtschaftsleistung

deutlich anheben. Italien ist mit

etwa 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts

so hoch verschuldet

wie kaum ein anderes Industrieland

–mehr als doppelt so viel,

wie nach den EU-Spielregeln für

den Euro erlaubt ist.

Der Präsident der Europäischen

Zentralbank (EZB), Mario

Draghi, kündigte an, ein baldiges

Ende der lockeren Geldpolitik sei

nicht in Sicht. Der Deutsche Bankenverband

forderte dagegen ein

Ende der ultrabilligen Geldvergabe.

„Die lange Phase der Negativzinsen

macht echte Probleme“, so

Präsident Hans-Walter Peters.

Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 7

Stadler

macht Justiz

Vorwürfe

München (AFP) Der im Zusammenhang

mit der Diesel-Affäre in

Untersuchungshaft sitzende Ex-

Audi-Chef Rupert Stadler (Foto)

erhebt einem Medienbericht zufolge

Vorwürfe gegen die Justiz.

Aus einer Haftbeschwerde gehe

hervor, dass Stadler mitnichten

die Ermittlungen habe behindern

wollen, schreibt die „Süddeutsche

Zeitung“ (SZ) in ihrer Montagsausgabe.

Diese Anschuldigung

der Staatsanwaltschaft München

II, die auf einem abgehörten Telefonat

beruhe, sei im Haftbefehl

des Amtsgerichtes München „diffus“

dargestellt.

Zudem habe Stadler gar nicht

belauscht werden dürfen, heißt es

der SZ zufolge in der Haftbeschwerde

weiter. Da der Amtsgerichtsbeschluss

für die Abhöraktion

widersprüchlich und grob

rechtsfehlerhaft sei, lägen hier

Ungereimtheiten vor.

Laut Staatsanwaltschaft München

II ist

Stadler dafür

verantwortlich,

dass Audi

noch lange

nach dem Bekanntwerden

der Abgas-Affäre

Diesel-

Fahrzeuge mit

manipulierten

Abgas-Werten in Europa verkauft

hat. Der Topmanager, von

dem sich der Audi-Mutterkonzern

Volkswagen Anfang Oktober

getrennt hatte, sitzt bereits in

Augsburg-Gablingen seit Mitte

Juni in U-Haft. Er soll versucht

haben,Zeugen oder Beschuldigte

zu beeinflussen.

Bislang hatten Stadlers Verteidiger

mit ihrer Beschwerde, die

vom 11. Juli datiert, keinen Erfolg

beim Landgericht München I.

Nun liegt die Sache beim Oberlandesgericht

München, das offenbar

noch nicht entschieden hat.

Die „Bild am Sonntag“ (BamS)

berichtete, Stadler habe in Vernehmungen

alle Vorwürfe zurückgewiesen

– vielmehr seien

ihm von Audi-Mitarbeitern immer

wieder wichtige Informationen

verschwiegen worden. Zudem

hätten Mitarbeiter ohne Erlaubnis

Interna ans Kraftfahrt-

Bundesamt oder die Staatsanwaltschaft

weitergereicht. Dies

habe die Aufklärung für Audi

nicht leicht gemacht.

Stadler habe beim Diesel-Thema

nach eigener Aussage alles

richtig gemacht, so die BamS weiter.

An der Aufklärungsarbeit bei

Audi könnten sich demnach andere

Unternehmen sogar noch etwas

abgucken.Foto: Gollnow/dpa

Dax

-4,86% auf 11523,81

Euro Stoxx 50 -4,52% auf 3194,41 1Euro +0,59% auf 1,1574$ Rohöl, Brent -4,26% auf 80,53

je Barrel

Dow Jones -4,19% auf 25339,99 Nikkei -4,58% auf 22694,66

200-TageØ

38-TageØ

Investmentfonds

Ausg. Rückn. Perfor.

12.10. 1Jahr

Allianz Global Investors GmbH

Adifonds A 121,19 115,42 -12,84

Adiverba A 155,01 147,63 -3,09

Allianz Str.W.A2 66,73 63,55 +1,80

Biotechnologie A 155,70 148,29 -4,53

Concentra A 114,93 109,46 -13,33

CONVEST 21 VL 57,37 54,64 +1,08

Eur Renten AE 61,13 59,64 -2,08

Euro Rentenfonds AT 101,58 99,10 -2,55

EuropaVision A 28,00 26,67 -2,26

Europazins A 53,66 52,10 -1,70

Fonds Japan A 62,35 59,38 -4,57

Gl. Intell. Cap. A 100,71 95,91 +5,14

Informationst. A 238,16 226,82 +0,73

Interglobal A 311,99 297,13 +7,34

InternRent A 44,52 43,22 -1,52

Nebw.Deutschl.A 301,74 287,37 -8,46

Rentenfonds A 85,03 82,96 -1,75

Rohstofffonds A 64,31 61,25 -1,96

Thesaurus AT 934,11 889,63 -12,96

US Large CapGr. A 87,08 82,93 +13,46

Verm. Deutschl. A 174,52 166,21 -13,46

Wachstum Eurol A 114,58 109,12 -8,20

Wachstum Europa A 118,10 112,48 -6,25

Ampega Investment GmbH

Amp Global Aktien 13,28 12,71 +2,50

Amp Global Renten 17,05 16,43 -0,93

BNP Paribas Investment Partners

Bd Europe Plus* 421,35 421,35 -1,11

Bd.Euro Med.Term* 182,42 182,42 -1,47

Bd.Euro Sh.Term* 121,81 121,81 -1,33

Eq.Euro* 336,21 336,21 -8,08

Eq.High Div.Europe* 86,98 86,98 -9,58

Euro Short Term Bd* 113,86 113,86 -1,82

Money Mkt Euro* 208,41 208,41 -0,43

Step 90 Euro* 102,48 102,48 -5,53

Credit Suisse

CS EUROREAL* – 9,77 -9,26

Deka Investmentfonds

AriDeka CF 67,50 64,13 -4,68

Deka Immob Europa 48,68 46,25 +3,51

Deka-Eu.Stocks CF 39,94 38,50 -6,11

DekaFonds CF 107,68 102,30 -10,12

DekaLux-Deut.TF 119,50 119,50 -8,65

DekaLux-Europa TF 57,08 57,08 -7,29

DekaLux-Japan CF 725,23 688,99 +4,08

DekaLux-PharmaT.CF 292,88 282,29 +8,10

DekaLuxT-Akt Asien 664,40 631,20 -9,51

DekaRent-Intern. CF 18,94 18,39 -0,92

DekaSpezial CF 356,41 343,53 +3,80

DekaStruk.Chance 57,28 56,16 -0,73

DekaStruk.Wachst. 42,00 41,18 -3,60

Euro Potential CF 132,98 128,17 -4,80

EuropaBond TF 40,25 40,25 -2,25

EuropaSelect CF 62,25 60,00 -6,37

RenditDeka 24,04 23,34 -0,14

Technologie CF 35,81 34,52 +12,06

TeleMedien TF 70,25 70,25 -3,49

DWS

DWS Akkumula 1097 1045 +3,00

DWS Akt.Strat.D 399,04 380,03 -10,63

DWS Biotech 197,01 187,63 -5,86

DWS D.Akt.O 394,92 394,92 -15,40

DWS Deutschland 224,67 213,97 -13,00

DWS EurlStrRent LD 33,06 32,25 -3,27

DWS Europ. Opp LD 325,99 310,47 -7,11

DWS Eurorenta 56,06 54,42 -1,43

DWS Eurovesta 125,05 119,09 -6,46

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DWS GM&M TypO 61,18 61,18 +3,76

DWS Glbl Growth 120,19 114,46 +6,50

DWS Inter-Renta LD 15,06 14,62 +0,35

DWS Investa 169,25 161,18 -14,04

DWS Techn. TypO 176,18 176,18 +10,71

DWS Telemedia OND 150,85 150,85 -0,61

DWS TopAsien 161,84 155,61 -6,81

DWS TopEurope 142,22 136,75 -6,52

DWS TopPrtf Off 70,12 66,77 +0,04

DWS TopWorld 105,10 101,06 +2,70

DWS US Eq.Typ O 382,18 382,18 +4,70

DWS Vermbf.I LD 162,00 154,28 +3,25

DWSI GE LD 186,37 177,05

DJE

DJE Real Estate P 1,04 0,99 +0,74

DJE-Asia Hi Div I 218,99 218,99 -12,91

DJE-Div&Sub I 430,44 430,44 -2,03

DJE-Div&Sub P 409,31 389,82 -2,17

DJE-Div&Sub XP 262,83 262,83 -1,27

DJE-Euro Renten XP 1002 1002 -0,95

DJE-Europa I 390,41 390,41 -0,56

DJE-InterCash I 142,87 142,87 -1,05

DJE-InterCash PA 119,28 118,10 -1,18

LuxTopic-Pacific P 27,99 26,66 -12,65

Fidelity

America EUR 9,85 9,36 +7,01

America USD 11,39 10,82 +4,44

Asean Fund 32,17 30,57 -6,21

Asian Special Sit. 48,51 46,09 -10,10

Euro Blue Chip 22,31 21,20 -9,22

Euro Stoxx 50 Fund 9,89 9,89 -8,77

Europ.Larger Comp. 49,11 46,66 -2,14

European Growth 15,63 14,85 -2,25

European Sm. Comp. 54,35 51,64 -2,49

GermanyFund 52,96 50,32 -4,40

Gl. Technology 22,39 21,27 +10,49

Greater China Fund 232,30 220,70 -9,70

India Focus Fd EUR 46,86 44,52 -6,57

Indonesia Fund 24,15 22,95 -18,67

International USD 59,23 56,28 +0,97

Latin America Fund 35,67 33,89 -9,40

Pacific Fund A 35,31 33,55 -8,38

South Ea. As. USD 8,72 8,29 -7,80

Switzerland Fund 60,40 57,39 -7,28

Target 2025 Euro 37,81 36,53 -0,98

Target 2030 Euro 40,10 38,74 -1,15

US High Yield Fund 12,29 11,87 +2,03

World Fund 24,19 22,98 +5,85

Hellerich

Emerging Markets B 124,46 124,46 -19,33

Global-Flexibel A 728,91 694,20 -3,61

Sachwertaktien A 197,88 188,46 -2,73

Julius Bär Funds

Ab.Ret.Bd De.EUR C* 109,27 109,27 -5,29

JB BF ABS B* 107,47 107,47 +0,04

JB BF Abs Ret B* 124,37 124,37 -5,69

JB EF Europe Foc.B* 383,15 383,15 -9,98

JB MM Euro B* 2013 2013 -0,87

JB StratIncome B* 158,82 158,82 -4,23

Loc.Em.Bd (EUR) B* 181,24 181,24 -10,85

RobecoSAM Sm En. B* 22,43 22,43 -9,52

SAM Sust Water B* 286,44 286,44 -3,77

KBC

Bd Cent.Europe C* – 763,44 -14,46

Bd Europe Cap. EUR* – 270,75 -1,20

Eq.Europe Cap. EUR* – 1626 -8,75

Eq.Japan Cap. JPY* – 61020 -1,43

Eq.L.America C* – 1148 -7,61

Mediolanum

Dynamic Coll. L-A 7,23 6,86 -2,59

European Eq. LA 5,54 5,28 -9,05

GermanyEquity LA 6,26 5,96 -15,52

Gl. Hi. Yield L-A 12,19 11,56 -0,94

Pictet

$Short MT Bd-P dy* 96,96 94,14 -0,16

€Short MT Bd-P dy* 84,86 82,39 -1,23

As.Eq.Ex-JapPEUR 210,14 200,13 -12,67

Asian Eq HP € 170,08 161,98 -17,52

Em.Euro. P€ 329,82 314,11 -15,23

EUR Bonds P* 556,74 540,52 -2,05

EUR Bonds Pdy* 333,54 323,83 -2,04

EUR Sh.Mid T.Bd. P* 136,38 132,41 -1,24

Euro.Eq.Sel. PEUR 711,55 677,67 -3,14

Gl.Em.Debt-HP EUR* 247,36 240,16 -7,51

Health HP € 211,81 201,72 +3,50

JapanEqSel HP € 102,86 97,96 -0,69

LTIF Natural Res* 115,60 115,60 +4,92

Sh.-Term M.Mkt P 135,87 135,87 -0,52

Sh.-Term M.Mkt Pdy 93,24 93,24 -0,52

USD Sh.Mid T.Bd. P* 132,62 128,76 -0,16

Water P€ 300,14 285,85 -2,32

Pioneer Investments

EuroBond Medium 50,97 49,49

PI German Equity 199,26 189,77

TopWorld 141,61 134,87

Wöchentliche Veröffentlichung der Anteilspreise –mitgeteilt von vwd group

Union Investment

LIGA-Pax-Aktien-U.* 35,74 35,74 -6,98

LIGA-Pax-Cattol.-U* 130,34 128,10 -5,00

LIGA-Pax-Corp.-U.* 43,94 42,66 -1,50

LIGA-Pax-Rent-Unio* 26,04 25,28 -1,71

PrivFd:Konseq.* 98,11 98,11 -1,74

PrivFd:Konseq.pro* 111,98 111,98 -4,51

PrivFd:Kontr.* 125,86 125,86 -3,11

PrivFd:Kontr.pro* 143,09 143,09 -4,09

UniEuroAktien* 68,37 65,11 -9,04

UniEuroRenta* 66,92 64,97 -1,61

UniEuroSt.50 A* 49,08 47,19 -9,59

UniFonds* 50,84 48,42 -13,45

UniGlobal* 221,33 210,79 +4,32

UniImmo:Dt.* 96,16 91,58 +2,57

UniImmo:Europa* 58,36 55,58 +2,46

UniOpti4* 98,68 98,68 -0,59

UniRak* 117,14 113,73 -4,56

Universal Investment

BW-Renta-Internat.* 40,40 39,41 -2,34

BW-Renta-Univ.* 30,07 29,34 -1,05

Sonstige

©Nihon Keizai Shimbun, Inc.

DEGI EUROPA 1,49 1,42 -1,80

Em.Mkts Ad* 36,85 34,92 -13,09

EuroRent A 30,72 29,68 -1,82

FT InterSpezial* 44,86 42,72 +10,79

Growth. Inc.Ad* 27,55 25,97 -2,36

grundb. europa RC 42,44 40,42 +2,65

HANSAinternat. A 18,62 17,99 -2,20

HANSArenta 24,40 23,57 -1,55

hausInvest 43,69 41,61 +1,83

INTER ImmoProfil 57,15 54,43 +0,23

O.BHF FREFF* 221,15 210,62 -11,94

Rent-International* 44,89 44,01 -4,66

SEB ImmoInvest 7,82 7,43 -10,06

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WIRTSCHAFT

Um exakt 3.09 Uhr am

Samstag war es offiziell:

Per Ad-hoc-Mitteilung

verkündete die

MediaMarktSaturn-Muttergesellschaft

Ceconomy die Trennung

von Pieter Haas. In einer weiteren

Mitteilung las man die üblichen

Dankesfloskeln für die geleistete

Arbeit. Ceconomy-Aufsichtsratschef

Jürgen Fitschen erklärte: „Die

von ihm eingeleitete strategische

Neuausrichtung und Digitalisierung

ist ohne Zweifel der richtige

Weg.“ Dennoch wird die Dachgesellschaft

des Ingolstädter Elektronikriesen

diesen Weg in Zukunft

ohne Haas beschreiten. Angesichts

der jüngsten Entwicklungen

–gemeint waren die schlechten

Zahlen –sei man überzeugt,

dass es der richtige Zeitpunkt für

eine personelle Neuaufstellung

sei.

Der gebürtige Niederländer ist

nicht der einzige, der in der Ceconomy-Chefetage

im Zuge der Umstrukturierung

seinen Posten räumen

muss: Auch die Trennung

von Finanzchef Mark Frese ist seit

Samstag beschlossene Sache.

Eher ungewöhnlich ist allerdings

die Tatsache, dass Frese die Geschäfte

interimsmäßig noch so

lange weiterführen soll, bis ein

Nachfolger für Haas gefunden ist.

In dieser Zeit bildet er mit Vorstandsmitglied

Dieter Haag Molkenteller

eine Art Doppelspitze.

Den Chefposten bei MediaMarkt-

Saturn –den Haas quasi in Personalunion

inne hatte –übernimmt

Ferran Reverter, bislang zuständig

für das operative Geschäft von

MediaMarktSaturn. Laut dem

Konzern konnte er bereits die Geschäfte

in Spanien, Italien und

den Niederlanden wieder ins Positive

wenden.

Als Pieter Haas im Mai 2014 in

Ingolstadt seinen Posten antrat,

ersetzte er – zunächst als Interimschef

im Rang des stellvertretenden

Vorsitzenden der Geschäftsführung

–Horst Norberg.

Dieser hatte nach heftigen öffentlichen

Attacken seitens des inzwischen

verstorbenen MediaMarkt-

Saturn-Minderheitsgesellschafter

Erich Kellerhals hingeworfen.

MediaMarktSaturn war damals

noch Teil des Metro-Konzerns.

Und der Streit zwischen dem Düsseldorfer

Handelsriesen und Kellerhals

um die Macht im Unternehmen

eskalierte seit Jahren.

Zusätzlich zu der ohnehin

schwierigen Aufgabe, den strauchelnden

Elektronikriesen im

Kampf gegen die Onlinehändler

auf Kurs zu bringen, musste Haas

lernen, sich ein dickes Fell zuzulegen.

Denn mit dem Tag seines

Antritts war er der persönliche

Erzfeind von Kellerhals.

Grund für den erbitterten Zorn

des Media-Markt-Mitgründers

auf Haas, war dessen Wechsel zur

Metro im April 2013. Damit war

Haas in seinen Augen zum Feind

übergelaufen –und damit ein Verräter.

Und nun saß der Abtrünnige

auch noch auf dem Chefposten.

Was in den Jahren danach

folgte, sucht in der Wirtschaftsgeschichte

wohl seinesgleichen: Kellerhals

versuchte Haas gerichtlich

loszuwerden, beinahe vierteljährlich

trafen die Parteien vor dem

Ingolstädter Landgericht aufeinander.

Dort wiederum wurde man

Umbruch beim Elektronikriesen

Pieter Haas muss gehen.Wegen zu schlechter Zahlen trennt sich der

Mutterkonzern von MediaMarktSaturn von seinem Chef. Seit 2014

hatte der 55-Jährige die Geschäfte des Ingolstädter Elektronikriesen

Ceconomy geführt. In Erinnerung bleibt vor allem der gerichtliche

Dauerstreit mit Minderheitsgesellschafter Erich Kellerhals.

im Zuschauerraum Zeuge, mit

welch derber Tonart beide Parteien

in diversen Versammlungen

verbal aufeinander eindroschen.

Ganz spurlos ging die Dauerfehde

an Haas nicht vorbei. „Ich

habe gelernt, dass man in solchen

Fällen einen Teflon-Anzug anlegen

muss, an dem alles abprallt“,

sagte er unserer Zeitung einmal in

einem Interview. Um anzufügen:

„Alles ist natürlich nicht zu ignorieren.“

Vor Gericht war Kellerhals mit

seinem Unterfangen, Haas aus

dem Amt zu jagen, aber ohne Fortune:

Am 1. Januar 2015 wurde

Haas vom Interimsboss zum offiziellen

Chef befördert. Wegen des

Gesellschafterstreits konnte kein

Nachfolger für Norberg gefunden

Von Sebastian Oppenheimer

werden, deshalb griff man auf eine

Klausel zurück, nach der bei

Uneinigkeit der Gesellschafter,

die Geschäftsführung ihren Vorsitzenden

selbst bestimmen kann.

Haas krönte sich sozusagen

selbst. Kellerhals war wieder einmal

ausgehebelt.

Als größten persönlichen Erfolg

dürfte Haas die Abspaltung des

Elektronikgeschäfts vom Lebensmittelriesen

Metro empfunden

haben. Unter der Dachgesellschaft

Ceconomy war Media-

MarktSaturn nun eigenständig.

Vor allem wollte man mit diesem

Schachzug aber auch die Macht

von Kellerhals beschneiden. Der

hatte dagegen geklagt –wie gegen

so viele Entscheidungen.

Der erhoffte positive Effekt

Internet im Westen am schnellsten

Heidelberg (AFP) Bei der Internetgeschwindigkeit

gibt es nach

wie vor große Unterschiede in

Deutschland. Am schnellsten surfen

DSL- und Kabel-Kunden in

Karlsruhe und Frankfurt, wie eine

Auswertung des Vergleichsportals

Verivox ergab. Dort betragen die

durchschnittlich gebuchten Geschwindigkeiten

jeweils fast 80

Megabit pro Sekunde (Mbit/s). In

Magdeburg geht es demnach mit

etwa 48 Mbit/s im Schnitt am

langsamsten voran.

Verivox wertete Vertragsabschlüsse

in 25 deutschen Großstädten

im vergangenen Jahr aus.

Demnach geht es auch in Köln mit

69 Mbit/s recht zügig zu. Berlin

mit 60 MBit/s und Hamburg mit

59 MBit/s finden sich im Mittelfeld,

in München sind es dagegen

Gut drauf beim Dienstantritt: Im Mai 2014 übernahm Pieter Haas die Führung beim Ingolstädter

Elektronikriesen MediaMarktSaturn –zunächst als Interimschef. Seine Amtszeit wurde überschattet

durch den jahrelangen juristischen Streit mit dem inzwischen verstorbenen MediaMarkt-

Mitgründer Erich Kellerhals (unten links). Das Bild unten rechts zeigt Haas bei einer der

zahlreichen Verhandlungen am Ingolstädter Landgericht im Gespräch mit Dieter Haag Molkenteller

(links) und Rechtsanwalt Franz Enderle (rechts).

Fotos: Oppenheimer

Karlsruherund Frankfurter surfen mit höchstem Tempo –Münchnerhabenesnicht so eilig

nur knapp 50 Mbit/s. Deutschlandweit

lag die gebuchte Durchschnittsgeschwindigkeit

bei 57

Mbit/s. Eine Auswertung je Bundesland

ergab, dass schnelle Internetverbindungen

gehäuft im

Westen und Südwesten gebucht

werden – die zehn schnellsten

Städte bilden auf der Deutschlandkarte

einen regelrechten

Highspeed-Korridor.

Er erstreckt sich vom Ruhrgebiet

bis nach Stuttgart über die

Bundesländer Nordrhein-Westfalen,

Hessen und Baden-Württemberg.

Verbraucher in Ostdeutschland

oder Bayern surfen langsamer.

„Dieser Vorsprung des Westens

bei der Internetgeschwindigkeit

ist seit Jahren messbar“, sagte

Jens-Uwe Theumer von Verivox.

Der Internetausbau in dicht be-

siedelten Regionen sei für die Anbieter

lukrativer.

Die Stadt-Land-Kluft ist laut

Verivox in Sachsen am größten.

Dort liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit

in Städten ab

100 000 Einwohnern bei 56

MBit/s, außerhalb bei durchschnittlich

nur 18 Mbit/s. In Bayern

ist dieser Unterschied demnach

am geringsten: zwischen 51

Mbit/s in Städten und rund 47

Mbit/s im ländlichen Raum.

Kleinstadt ist aber nicht gleich

Kleinstadt in Internet-Deutschland:

In Baden-Württemberg liegt

die Geschwindigkeit im ländlichen

Raum bei durchschnittlich

65 Mbit/s –hier ist die Lage damit

am besten im Bundesländervergleich.

Die Internetnutzer im

Ländle sind damit laut Verivox sogar

schneller als der durchschnittliche

Berliner (60 Mbit/s).

Neben niedrigeren Geschwindigkeiten

in kleineren Städten haben

die Nutzer oft auch höhere

Kosten als in größeren Städten, so

Verivox. Die Anbieter müssen

demnach auf DSL-Leitungen der

Deutschen Telekom zurückgreifen

–die Mehrkosten legen einige

auf die Verbraucher um.

Höhere und stabile Bandbreiten

sind nach Ansicht von Verivox-Experte

Theumer „dringend

erforderlich“. Der Datenversand

über stationäre Anschlüsse sei allein

in den letzten beiden Jahren

um rund 40 Prozent gestiegen. Kabelinternet

ermögliche schon

heute die zehnfache Bandbreite.

Mit Glasfaseranschlüssen seien

sogar 1000 Mbit/s möglich.

blieb aber aus. Im Gegenteil: Zwei

Gewinnwarnungen in Folge besiegelten

das Ende von Haas auf

dem Ceconomy-Chefsessel. Am

vorigen Dienstag hieß es, das Ergebnis

vor Zinsen und Steuern

(Ebit) sei von 494 auf 400 Millionen

Euro gesunken. Der Gewinn

ging damit noch stärker zurück als

gedacht. „Die Gewinnwarnung

war peinlich", meldete sich daraufhin

Christoph Vilanek zu Wort,

Chef des Mobilfunkanbieters

Freenet, der rund zehn Prozent an

Ceconomy hält. Firmeninsider

berichten zudem, dass auch die

Spitze der Media-Saturn-Holding

angezählt sei.

Mit rund 4,65 Euro ist die Ceconomy-Aktie

aktuell nur noch gut

ein Drittel so viel wert wie zu Jahresbeginn

2018, als das Papier in

der Spitze um die 13,30 Euro gehandelt

wurde.

Tatsächlich müht sich der Elektronikriese

nach Kräften, wieder

auf die Erfolgsspur zu kommen:

Viele Märkte beider Marken wurden

modernisiert, ein Virtual-

Reality-Shop eingeführt, die Zusammenarbeit

mit Start-ups intensiviert.

Mit umfangreichen

Service-Angeboten will man den

reinen Onlinehändlern die Kunden

abspenstig machen. Mit

Clubkarten sollen die beiden Marken

MediaMarkt und Saturn die

Kunden an sich binden. Vor allem

aber will man verstärkt an die Daten

der Kunden herankommen.

Unter dem Dach der Ceconomy

wurde dafür eigens die Retail Media

Group (RMG) gegründet. Mittels

Big Data soll passgenaue Werbung

möglich werden. Haas war

von dem Konzept überzeugt: „Wir

Händler besitzen riesige Datenschätze,

die wir heben müssen.“

Für einen etwaigen Nachfolger,

den man nun sucht, gibt es genügend

Baustellen. Der Elektronikriese

braucht dringend neue Umsatzquellen.

Denn neben der Onlinekonkurrenz

bei Elektronikartikeln,

schnüren beispielsweise

inzwischen Film- und Musik-

Streaming-Anbieter wie Amazon,

Netflix und Spotify dem Unternehmen

im früher umsatzstarken

CD- und DVD-Geschäft die Luft

ab. Zwar verfügt man mit Juke

über ein eigenes Streaming-Angebot,

doch nach Informationen unserer

Zeitung läuft es auch dort

alles andere als rund. Im Herbst

vergangenen Jahres sei ein großer

Teil der rund 40 Mitarbeiter entlassen

worden.

Nach wie vor leidet der Elektronikriese

unter dem um Jahre verpassten

Einstieg ins Onlinegeschäft.

Nahezu kampflos überließ

man der Konkurrenz das Feld, um

später eine verzweifelte Aufholjagd

zu starten. Unter anderem

kaufte man 2011 den Online-anbieter

Redcoon auf. Ein von Anfang

an fragwürdiger Deal, war

man doch dabei, ein eigenes Internetangebot

aufzubauen. Im

Mai dieses Jahres war das Abenteuer

Redcoon beendet, das Portal

wurde eingestampft. Beim Aufruf

der Website wird der Besucher

auf mediamarkt.de verwiesen.

Etliche Millionen setzte man

auch mit einem kurzen China-

Abenteuer inden Sand. 2010wurde

mit großem Trara der erste MediaMarkt

in Schanghai eröffnet.

Der Plan: Nur fünf Jahre später

sollten bereits 100 Märkte eröffnet

sein.Eswurden keine zehn. Nicht

einmal zwei Jahre später zogman

bei dem ehrgeizigen Projekt den

Stecker. Es hatte also offenbar

auch nichts geholfen die groß gefeierte

Eröffnung des Premierenmarkts

in Schanghai auf ein ungerades

Datum zu legen –inChinasoll

das nämlich Glück bringen.

Haas‘ Abschied aus dem Chefsessel

von Ceconomy und damit

auch von MediaMarktSaturn hätte

Erich Kellerhals vermutlich gefeiert.

Diesen Triumph, zu erleben,

wie sein Erzfeind den

Schreibtisch räumen muss, sollte

er jedoch nicht mehr erleben. Der

MediaMarkt-Mitgründer starb im

Dezember vergangenen Jahres im

Alter von 78 Jahren. DK

Schwierige

Zeiten für

Rübenbauern

Braunschweig (dpa) Bundesweit

hat die Ernte der Zuckerrüben

begonnen –und damit ein

weiteres schwieriges Jahr für Agrarbetriebe.

Genaue Angaben

zur diesjährigen Ernte werden

zwar erst für Ende Dezember erwartet.

Aber aus Expertensicht

sprechen viele Faktoren dafür,

dass die Preise auch mittelfristig

nicht steigen dürften. Verantwortlich

dafür sei in erster Linie

der Wegfall der Produktionsquoten

innerhalb der EU im Oktober

2017, sagte Marlen Haß

vom bundeseigenen Thünen-

Institut für Marktanalyse in

Braunschweig. Der habe dafür

gesorgt, dass der EU-Zuckerpreis

stark fiel.

Stand Juli 2018 lag er der Expertin

zufolge bei 346 Euro pro

Tonne; zum selben Zeitpunkt

im Vorjahr betrug er noch 501

Euro. „Hauptursache für den

Preisverfall ist eine starke Produktionssteigerung

in der EU im

ersten Jahr ohne Quote“, sagte

Haß. Die Produktion liege deutlich

oberhalb des Verbrauchs,

was die Preise drücke. Voraussichtlich

werde das auch 2019 so

bleiben.

Den für die Branche negativen

Trend bestätigt Harald

Wetzler, Geschäftsführer des

Verbandes der baden-württembergischen

Zuckerrübenanbauer

in Heilbronn. Ihm zufolge

dürfte auch die diesjährige Dürre

daran nichts ändern. Laut

Schätzungen der EU-Kommission

soll der Ertrag in Deutschland

2018 im Vergleich zum Vorjahr

deshalb um 14 Prozent zurückgehen.

Schlechtere

Finanzlage

Berlin (dpa) Die Finanzlage vieler

Bauern in Deutschland hat

sich auch angesichts von Dürreschäden

verschlechtert. Zudem

fahren viele Landwirte ihre Investitionspläne

zurück. Das geht aus

dem aktuellen Konjunkturbarometer

des Bauernverbands hervor.

„Investitionen brauchen Sicherheit,

aber die Bauern sind verunsichert“,

sagte Bauernpräsident

Joachim Rukwied am Wochenende.

Als angespannt bewerten

ihre Finanzlage laut Umfrage

vor allem Betriebe im Osten.

Dort waren Schäden der Dürre in

diesem Sommer groß. Die Investitionsplanungen

der Landwirte

für die nächsten sechs Monate

bleiben auf relativ niedrigem Niveau.

31 Prozent wollen investieren,

vor einem Jahr waren es 32

Prozent. Das geplante Investitionsvolumen

liege mit 4,7 Milliarden

Euro um 0,5 Milliarden Euro

unter Vorjahresniveau. Die Aussichten

beurteilen die Landwirte

insgesamt etwas besser als die aktuelle

wirtschaftliche Situation.

Neben einer enttäuschenden Ernte

drücken niedrigere Schweineund

Rinderpreise sowie höhere

Kosten für Energie, Dünger und

Futter auf die Stimmung. Positiv

wirken sich gestiegene Getreideund

höhere Milchpreise aus.

GEWINNZAHLEN DES WOCHENENDES

Lottozahlen: 3-7-9-11-27-36

Superzahl: 7

Spiel 77: 6383139

Super 6: 413959

6aus 45 und Zusatzspiel:

13er-Wette:

Die Gewinnzahlen der Auswahlwette 6aus 45

und 13er-Wette der 41. Veranstaltungwerden erst

nach dem letzten Spiel am Dienstagabend nach

Redaktionsschluss unserer Zeitungveröffentlicht.

Eurojackpot: 6-26 -31-42-50

Eurozahlen: 2-9

ARD-Fernsehlotterie

Ein Platz an der Sonne

Prämienziehung (nur für Mega-Lose): Gewinnzahlen:

7024 215 gewinnt 1000 000,00; 722 234

gewinnt 100 000,00; 96 913 gewinnt 10 000,00;

0900 gewinnt 1000,00; 70 gewinnt 10,00.

Wochenziehung: 7046 214 gewinnt VW Golf

Trendline; 3919 477 gewinnt VW take up!;

8944 047 gewinnt im „Center Parcs“ Park Allgäu

ein Wochenende für eine 4-köpge amilie;

Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 8

1586 149 gewinnt im Wellnesshotel Bernstein eine

Woche für zwei auf Rügen; 8661 361 gewinnt

100 000,00.

Glücksspirale

Wochenziehung:Endziffer(n) 4(1stellig) gewinnt

10,00; 19 (2 stellig) gewinnt 25,00; 060 (3 stellig)

gewinnt 100,00;1433 (4 stellig) gewinnt 1000,00;

86 266 (5 stellig) gewinnt 10 000,00; 613 406

(6 stellig)gewinnt 100 000,00; 005 780 (6 stellig)

gewinnt 100 000,00.

Prämienziehung: 5720 692 (7 stellig) gewinnt

10 000,00monatlich 20 Jahre lang.

Süddeutsche

Klassenlotterie

Ziehungsergebnisse der Süddeutschen Klassenlotterie

von Samstag, 13. Oktober 2018:

Im 143. Gewinnspiel, 5. Klasse, wurden 60 304

Gewinne mit einer Gesamtgewinnsumme von

13 460 000 Euro ermittelt: 1Million Euro auf die

Losnummer: 2647 960; 100 000 Euro auf die Losnummer:

2984 869; 50 000 Euro auf die Losnummer:

2900 384; 10 000 Euro auf die Losnummer:

1754 217; Je 1000 Euro auf die Endziffer: ---6 835;

Je 200 Euro auf die Endziffern: ---- -01, ---- -18.

Es sind keine Ergänzungszüge angefallen.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


BAYERN ®ION

Feuerwehr

überfährt

Mädchen

Trostberg (dpa) Bei einem tragischen

Unfall in Trostberg

(Landkreis Traunstein) ist am

Wochenende ein Mädchen ums

Leben gekommen. Die Achtjährige

wurde von einem abbiegenden

Feuerwehrwagen erfasst

und starb wenig später an ihren

Verletzungen. Das Mädchen befand

sich nach Angaben der Polizei

am Samstag mit anderen

Kindern neben einer großen

Straße. Wegen eines Feuerwehrfestes,

bei dem es auch ein Kinderprogramm

gegeben habe,

seien viele Kinder in der Gegend

unterwegs gewesen. Einige Mitglieder

der örtlichen Feuerwehr

waren gerade auf dem Weg zum

Fest und wollten rechts abbiegen,

als sie aus noch ungeklärten

Gründen das Mädchen mit ihrem

Wagen erfassten. Trotz sofortiger

Behandlung erlag die

Achtjährige im Krankenhaus ihren

Verletzungen.

IN

KÜRZE

Teurer Schrott: Nur noch

Schrottwert hat die 265 000 Euro

teure, limitierte Sonderedition eines

Aston Martin nach einem Unfall

bei Altmannstein (Landkreis

Eichstätt). Eine 67-jährige Autofahrerin

war bei einem Schwindelanfall

auf die Gegenfahrbahn

gekommen und hatte den entgegenkommenden

Sportwagen eines

63-Jährigen gerammt. Beide

Fahrer wurden leicht verletzt.

Evakuierung: Wegen beißenden

Chlorgeruchs, verursacht durch

einen technischen Defekt, ist im

Festspielhaus Füssen am Freitagabend

eine von 500 Menschen

besuchte Vorstellung unterbrochen

und das Gebäude geräumt

worden. Nach 90 Minuten wurde

weitergespielt.

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Altersflecken

Vorher

Altersflecken resultieren

auseiner Überproduktion

des Hautfarbstoffs Melanin.

UV-Strahlung begünstigt

diesen Prozess,

mit steigendemAlter baut

die HautMelanin zudem

immerschlechter ab – unschöne

braune Flecken

entstehen. Effektive Hilfe

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einem einzigartigen Anti-

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Pigmente

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außerdem längerfristig.

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Nachher

Eichstätt (KNA) Der Eichstätter

Bischof Gregor Maria Hanke hat

die einstige Hexenverfolgung

verurteilt. „Die Hexenprozesse

waren weder mit der Vernunft

noch mit dem Evangelium Jesu

vereinbar“, sagte Hanke am Wochenende.

Brand in Kelheim richtet Millionenschaden an

„Monströser Irrsinn“

Eichstätter Bischof Hanke: Hexenverfolgung war unentschuldbares Verbrechen

Thema: Nervenschmerzen

„Als Christen müssen wir uns

dem damals begangenen Unrecht

stellen“, betonte Hanke

in Eichstätt bei einem Symposium

zu dem Thema, Hanke ergänzte,

er fühle „Trauer und

Bestürzung über die unentschuldbaren

Verbrechen, für

die vor allem einer meiner Vorgänger

im Bischofsamt in seiner

Eigenschaft als Landesherr

verantwortlich war“. Das Ziel

der historischen Forschung zur

Hexenverfolgung solle daher

nicht allein in der Sammlung

und Katalogisierung des Vergangenen

bestehen, sondern

auch in der Aufarbeitung der

Geschehnisse. Man müsse fra-

gen, wie es dazu habe kommen

können, und möglichst Lehren

ziehen, um zu verhindern, dass

Ähnliches erneut geschehe.

„Auf den ersten Blick erscheint

ein solcher Gedanke

möglicherweise absurd, denn

unsere heutige aufgeklärte Gesellschaft

und unser liberaler

Rechtsstaat scheinen einen

solchen monströsen Irrsinn

von vorneherein auszuschließen“,

so der Bischof. „Doch

manche Regelungen und

Überzeugungen, die uns heute

optimistisch machen, dass ein

solcher Wahn nicht mehr ausbrechen

könnte, existierten zumindest

schon im Ansatz bereits

vor den Hexenverfolgungen.“

Daher sei es notwendig,

die sozialen Mechanismen zu

verstehen, die die Verfolgung

einst ausgelöst, begünstigt,

verstärkt und am Leben gehalten

hätten. Hanke fügte hinzu,

er hoffe, dass die Aufarbeitung

dazu beitrage, den Opfern der

Eine riesige Rauchwolke

stand gestern über dem

Kelheimer Stadtteil Affecking.

Grund war ein Brand

in einem Chemiewerk. Dabei

entstand nach ersten

Schätzungen ein Schaden

von über 50 Millionen Euro,

ein Mitarbeiter der Firma

wurde leicht verletzt. Er

klagte über Husten und wurde

ärztlich behandelt. Wegen

der starken Rauchentwicklung

wurde die Bevölkerung

zunächst aufgerufen,

Fenster und Türen geschlossen

zu halten. Giftige

Stoffe wurden der Feuerwehr

zufolge aber nicht freigesetzt.

Auslöser des Feuers

war eine Explosion im

Kanalsystemder Firma. Dadurch

gerieten mehrereMaschinen

im Spinnsaal in

Brand. Das Unternehmen

stellt Viskosefasern her.

Foto: Pieknik/News5

Hexenverfolgung rückblickend

eine Art späte Gerechtigkeit

zuteilwerden zu lassen.

Zu der Konferenz waren

nach Angaben der Veranstalter

mehr als 100 Teilnehmer aus

ganz Süddeutschland gekommen.

Hexenverfolgungen hatte

es in Europa vom ausgehenden

Mittelalter bis in die frühe

Neuzeit gegeben. Zu den Zentren

der Verfolgung habe unter

anderem das Hochstift Eichstätt

gehört, hieß es.

StändigRückenschmerzen?

Das können geschädigte

Sie leiden immer wieder

unter stechenden Schmerzen

imRücken? Manchmal

strahlen die Schmerzen

sogar bis in die Beine aus?

Was viele nicht wissen:

Dahinter stecken häufig

Nervenschmerzen. Ein

rezeptfreies Arzneimittel

mit 5-fach-Wirkkomplex

schenkt Betroffenen Hoffnung

(Restaxil, Apotheke).

Wiederkehrende

Rückenschmerzen–

was steckt dahinter?

Mehr als23MillionenDeutsche

klagen heutzutage über

chronische Schmerzen. Ein

Großteil davon leidet unter

wiederkehrenden Rückenproblemen.

Die Ursachesindhäufig

gereizte oder geschädigte

Nerven, etwa in Folge eines

Bandscheibenvorfalls,Unfalls

oder des Ischias-Syndroms.

Überraschend: Herkömmliche

Schmerzmittel wirken

bei Nervenschmerzen oft

kaum, wie auch Mediziner

der Deutschen Gesellschaft

für Neurologie bestätigen. 1

Ein natürliches Arzneimittel

Nerven sein!

namens Restaxil (Apotheke,

rezeptfrei) verspricht BetroffenenHilfe.Esist

speziell zur

Behandlung von Nervenschmerzen

zugelassen.

5-fach-Wirkkomplex

überzeugt

In Restaxil steckt die Kraft

ausgleich fünf Arzneipflanzen,

die sich bei Nervenschmerzen

bewährt haben. So setzt

Gelsemium sempervirens laut

Arzneimittelbildimzentralen

Nervensystem an. Es kommt

vorallem beiSchmerzen längs

einzelner Nervenbahnen am

ganzen Körper zum Einsatz.

DieseArzneipflanze wurdemit

der natürlichenWirkkraftaus

Cimicifuga racemosa, Spigelia

anthelmia, Iris versicolor und

Cyclamen purpurascenskombiniert.

Durch die bestimmte

Dosierung und Abstimmung

aller Wirkstoffeergibtsichder

spezielle5-fach-Wirkkomplex

von Restaxil. Ein weiteres

Plus: Dank der Tropfenform

des Arzneimittels werden die

Wirkstoffe direkt über die

Schleimhäute imMund aufgenommen.

Zudem lässt sich

Medizin

Restaxil je

nach Verlaufsform

und Stärke

der Schmerzen

individuell

dosieren!

Gut zu wissen:

Restaxil kann nicht nur

bei Nervenschmerzen im

Rücken helfen

Auch bei diabetesbedingten

Nervenschmerzen, die z. B. von

brennenden oder kribbelnden

Füßen und Taubheitsgefühlen in

den Beinen begleitet werden,

kann das Arzneimittel wirksame

Hilfe bieten.

Genial: Henriette K.

Restaxil ist

nicht nur wirksam,

sondern

auch gut verträglich.

Das

Arzneimittel hat

keine bekannten

Neben- oder

biert.“

Wechselwirkungen

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RESTAXIL. Wirkstoffe: Gelsemium sempervirens Dil. D2, Spigelia anthelmia Dil. D2, Iris versicolor Dil. D2, Cyclamen purpurascens Dil. D3, Cimicifuga racemosa Dil. D2.

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Arzt oder Apotheker.•RestaxilGmbH, 82166Gräfelfing

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Rücken fühlt sich

so gut anwie seit

Jahren nicht. Mir hat es

sehr gut geholfen und

ich hatte schon sehr

viel vorher auspro-

Das kann helfen:

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1 www.dgn.org/leitlinien/2373-ll62-2018-pharmakologisch-nicht-interventionelle-therapie-chronisch-neuropathischer-schmerzen,

Abgerufen: 01.06.2018 •Abbildung Betroffenen nachempfunden, Name geändert


WELTSPIEGEL

„Leslie“

tobt in

Portugal

Palma/Lissabon (dpa) Wenige

Tage nach dem verheerenden

Unwetter auf Mallorca hat ein

heftiger Sturm Portugal heimgesucht.

Der Hurrikan „Leslie“ war

vom Atlantik aus auf die Küste

des Landes zugesteuert und war

am späten Samstagabend nördlich

von Lissabon auf Land getroffen

– jedoch in abgeschwächter

Form, so dass er

mittlerweile als tropischer Wirbelsturm

eingestuft wird. Das

spanische Wetteramt Aemet

sprach von Windgeschwindigkeiten

von bis zu 120 Stundenkilometern.

Portugiesischen Medienberichten

zufolge waren

Hunderttausende Menschen

zeitweise ohne Strom, zudem

gab es mehrere Leichtverletzte.

Schäden habe der Sturm vor allem

nördlich von Lissabon rund

um die Städte Coimbra und Leiria

angerichtet, berichtete die

Zeitung „Publico“. Dutzende

Flüge wurden vorsorglich gestrichen,

speziell auf dem Flughafen

Lissabon. Gestern zog der

Sturm über Nordspanien

Im Osten von Mallorca suchten

Einsatzkräfte fünf Tage nach

dem verheerenden Unwetter

weiter nach einem vermissten

achtjährigen Jungen. Die Suche

konzentriere sich nun auf das

Meer, berichteten mallorquinische

Medien. Der Sturzregen,

der Straßen in reißende Flüsse

verwandelt hatte, hatte mindestens

zwölf Menschen das Leben

gekostet, darunter drei Deutsche.

An der Südostküste der USA

steigt derweil nach dem schweren

Hurrikan „Michael“ die Zahl

der Todesopfer weiter an. Mindestens

17 Menschen kamen

durch den Sturm und seine Folgen

ums Leben, wie mehrere

US-Medien am Samstagnachmittag

(Ortszeit) berichteten.

Teilweise wurden noch höhere

Zahlen genannt. US-Präsident

Donald Trump kündigte

für den Beginn dieser Woche einen

Besuch in Florida und Georgia

an.

Freiheit

für Kühe

Schalkau (dpa) Mutmaßlich

im Drogenrausch hat eine

20-Jährige in Thüringen

200 Kühe aus einem Rinderstall

freigelassen und Mitarbeiter

des Betriebs mit einem

Messer bedroht. Danach

flüchtete die von einem

Mann begleitete Frau –wohl

unbekleidet. Ihre Kleidung

und den Personalausweis

habe sie in der Milchviehanlage

in Schalkau zurückgelassen.

Die Polizei fand sie

nach zweitägiger Suche gestern

–bekleidet, zusammen

mit zwei Bekannten. Alle

drei standen laut Polizeimitteilung

augenscheinlich unter

Drogeneinfluss.

SEK stürmt

Wohnung

Hamburg (dpa) In Hamburg hat

sich ein offenbar psychisch auffälliger

Mann in seiner Wohnung

verschanzt und einen Großeinsatz

der Polizei ausgelöst. Einem

Spezialeinsatzkommando (SEK)

der Polizei gelang es am Sonntag

nach Stunden, den 39-Jährigen

zu überwältigen, wie ein Polizeisprecher

sagte. In der Wohnung

waren auch drei Angehörige des

Mannes. Der Mann war mit einer

Gaspistole bewaffnet. Bisherigen

Erkenntnissen zufolge war es am

frühen Morgen wegen eines behaupteten

Herzinfarkts zu einem

Rettungseinsatz der Feuerwehr

gekommen. Die Lage eskalierte,

als der Mann die Retter nicht ins

Haus lassen wollte.

Beilagenhinweis

Unserer heutigen Ausgabe liegt ein

Prospekt der FirmaMultipolster

bei.

Von Jörn Bender

Kleinflugzeug erfasst Spaziergänger

Fulda/Wasserkuppe (dpa) Die

missglückte Landung eines

Kleinflugzeugs auf Hessens

höchstem Berg hat drei Spaziergänger

das Leben gekostet. Das

Unglück geschah gestern auf der

Wasserkuppe in der Rhön. Der

56-jährige Pilot habe die Maschine

vom Typ Cessna auf der Landepiste

nicht zum Halten bringen

können, sagte ein Polizeisprecher.

Bahnverkehr weiter behindert

NachICE-Brand zwischen Köln und Frankfurt wirdjetzt repariert

Dierdorf/Frankfurt (dpa) Reisende

müssen sich nach dem

Brand eines ICE-Fernzugs auf

der Schnellstrecke Frankfurt-

Köln noch über Tage auf Einschränkungen

im Bahnverkehr

einstellen. „Wir gehen davon

aus, dass die Strecke bis Ende

kommender Woche gesperrt

bleiben wird“, sagte gestern eine

Sprecherin der Deutschen Bahn

AG (DB). In der Nacht zum

Sonntag wurden erste Teile der

beschädigten Wagen abtransportiert.

Die Aufräumarbeiten

sollten nach Angaben der Bahn

möglichst im Laufe des Sonntags

abgeschlossen werden. Erst

danach könnten Gleise und

Oberleitungen in dem Bereich

Tödlicher Unfall bei missglückter Landung auf der Wasserkuppe in der Rhön

Das Flugzeug hatte eine Absperrung

durchbrochen und

hatte auf dem Gehweg einer

Landstraße direkt neben dem

Flugplatz die drei Menschen

erfasst. „Die waren sofort tot“,

sagte der Sprecher. Das Flugzeug

sei erst etwa 50 bis 70 Meter

weiter zum Stehen gekommen.

Der Unfall ereignete sich

gegen 15.45 Uhr, zu dem Zeitpunkt

herrschte wie schon am

gesamten Sonntag schönes

Sommerwetter.

Bei den Opfern handelt es

sich nach Angaben der Polizei

um zwei Frauen und ein Kind.

Die vier Insassen der Maschine

vom Typ Cessna und eine Augenzeugin

hätten einen schweren

Schock erlitten, sagte ein

Polizeisprecher. Die vier Männer

seien vorsorglich in ein

Krankenhaus gebracht, die

Frau an der Unglücksstelle betreut

worden. Ob die drei Todesopfer

miteinander verwandt

waren, war zunächst unklar.

Die Ermittler identifizierten

bis zum frühen Abend eine

der Toten als eine 1978 geborene

Frau, entsprechende Ausweispapiere

seien gefunden

worden. Bei dem Kind handele

es sich um einen etwa neun bis

zehn Jahre alten Jungen. Die

Maschine stammte nach Angaben

der Polizei aus dem Raum

repariert werden. „Die Aufräum-

und Reparaturarbeiten

sowie parallel laufende Untersuchungen

an Gleisen, Oberleitung

und Signaltechnik dauern

weiter an“, sagte die Bahn-Sprecherin.

Das Feuer in dem ICE

war am Freitagmorgen bei Dierdorf

in der Nähe von Neuwied in

Rheinland-Pfalz ausgebrochen.

510 Passagiere wurden aus dem

Zug gebracht. Fünf Menschen

erlitten nach Polizeiangaben

leichte Verletzungen.

Auslöser des Brandes war

nach ersten Erkenntnissen der

Bundespolizei ein technischer

Defekt. Die Ermittlungen zur genauen

Ursache dauerten an, wie

ein Sprecher der Bundespolizei

Mannheim/Ludwigshafen und

hatte vier Männer an Bord.

„Die wollten bei dem schönen

Wetter einen Ausflug auf die

Wasserkuppe machen und

dann zurückfliegen“, sagte der

Polizeisprecher. Nach dem Unfall

wurde der Flugplatz weiträumig

abgesperrt. Die Kripo

sagte. „Das kann der Trafo gewesen

sein, das kann auch etwas

anderes gewesen sein.“ Eine

Einwirkung von außen schloss

die Bundespolizei aus.

Während der Streckensperrung

werden Fernzüge zwischen

Köln, Montabaur und Frankfurt-

Flughafen umgeleitet. Reisende

müssen sich auf Verspätungen

von bis zu eineinhalb Stunden

einrichten. Die Bahn ging auch

auf den Vorwurf mangelnder

Kommunikation gegenüber den

Fahrgästen beim Brand ein.

„Oberste Priorität in einem solchen

Falle ist, dass die Fahrgäste

schnell und sicher den Zug verlassen“,

sagte die Sprecherin.

Das sei „sehr gut gelungen“.

Fulda nahm Ermittlungen auf,

auch Spezialisten der Bundesstelle

für Flugunfalluntersuchungen

reisten an und untersuchten

die Unglücksstelle.

Die Wasserkuppe im Drei-

Länder-Eck von Hessen, Bayern

und Thüringen ist mit rund

950 Metern Hessens höchster

Unglück auf dem Weg nach Assisi

Beieiner missglückten Landung auf Hessens höchstem Berg durchbrach dieses Flugzeug gestern Nachmittag eine Absperrung des Flugplatzes

und erfasste Passanten auf einem Gehweg. Zwei Frauen und ein Kind starben .

Foto: Engel/dpa

In der Schweiz kommt ein Bus mit Jugendlichen aus Köln von der Straße ab –Eine Frau stirbt

Schweizer Polizisten stehen vor dem verunglückten deutschen Reisebus

auf der Autobahn A2 im Kanton Tessin.

Foto: Putzu/dpa

Sigirino/Köln (dpa/KNA) Ein

Reisebus aus Köln ist mit jungen

Leuten auf einer Fahrt nach Assisi

verunglückt. Der Bus kam

am Sonntag in der Schweiz von

der Autobahn ab –dabei kam

eine 27-jährige Frau ums Leben,

14 Menschen verletzt, zwei von

ihnen schwer, darunter der Fahrer.

An Bord war eine Gruppe

junger Leute, darunter offenbar

auch Kölner Ministranten. Seelsorger

kümmerten sich derzeit

um die Betroffenen und ihre Angehörigen,

wie das Erzbistum

Köln gestern Abend auf Facebook

mitteilte. Der Kölner Kardinal

Rainer Maria Woelki zeigte

sich bestürzt. „In dieser

schmerzvollen Stunde fühle ich

mich einfach nur hilflos und finde

keinen anderen Halt als Gott,

dem ich alle von diesem Unglück

Betroffenen anempfehle“,

sagte er.

Es ist acht Uhr am Sonntagmorgen,

die Jugendlichen und

jungen Erwachsenen dösen

nach nächtlicher Fahrt im Kölner

Reisebus Richtung Italien

noch, als es plötzlich kracht. Wer

die Bilder sieht, kann sich die

Wucht des Aufpralls vorstellen:

Die Fahrerkabine ist völlig zerstört.

Verbogenes Metall ragt in

alle Richtungen und abgerissene

Kabel hängen herab. Kaum vorstellbar,

das jemand lebend aus

diesem Teil des Wracks geborgen

werden konnte. Die Polizei

im Schweizer Kanton Tessin teilt

zunächst mit, 15 der 25 Insassen

seien verletzt, worden, drei von

ihnen schwer. Die zehn Unverletzten

würden zunächst in einer

Einrichtung des Zivilschutzes

betreut. Der Fahrer war nach

Angaben der Polizei unter den

Schwerverletzten. Am Abend

kommt dann die Nachricht, eine

der Schwerverletzten, eine 27-

jährige Frau, sei gestorben.

Der weiße Reisebus aus Köln

war am Samstag gegen 22 Uhr

mit den Passagieren und zwei

Fahrern in Köln aufgebrochen,

sagte Johannes Hübner vom Internationalen

Bustouristik Verband

RDA. Er übernahm für das

betroffene Unternehmen die

Notfall-Koordination. Der Bus

sei auf dem Weg nach Assisi gewesen.

Nach seinen Worten

wollte die Reisegruppe mehrere

Tage in Italien verbringen. Nähere

Angaben zu den Insassen

konnte Hübner zunächst nicht

machen. Die Schweizer Polizei

sprach von einer Gruppe junger

Leute, etwa 16 bis 23 Jahre alt.

Der Unfall passierte auf der

Autobahn A2 in der Nähe von

Sigirino im Kanton Tessin nahe

des Sees Lago Maggiore, vor

dem Ceneri-Tunnel. Nach ersten

Erkenntnissen der Polizei

prallte der Bus auf einen Pfosten.

Auf den Fotos ist der Pfosten

einer Verkehrsschildanlage zu

sehen, die über die gesamte

Breite der Autobahn gebaut ist.

Der Pfosten hat den Bus bis hinter

die Fahrerkabine aufgerissen.

Der Bus kam aufrecht in

Fahrtrichtung zum Stehen.

Über den genauen Unfallhergang

und die Ursache konnte die

Polizei zunächst keine Angaben

machen. Die Ermittlungen zur

Unglücksursache liefen.

Krankenpfleger Giuseppe Gulino

(53) fuhr wenige Meter hinter

dem Bus her, wie er der Zeitung

„Blick“ berichtete. Er sei sofort

zu dem verunglückten Bus

gelaufen. Die Jugendlichen seien

in Panik gewesen, berichtete

er der Zeitung. Er habe vorn einsteigen

können und den Insassen

mit den Nothammer einen

Fluchtweg gebahnt. „Sie standen

unter Schock“, sagte er.

Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 10

Berg. Der Flugplatz liegt am

Nordhang und wird von der

Gesellschaft zur Förderung des

Segelflugs auf der Wasserkuppe/Rhön

betrieben.

Der Berg ist beliebt bei Flugsportlern

jeder Art. 20 000

Starts zählt der Flugplatz nach

früheren Angaben im Jahr.

Weltbank hilft

Indonesien

Jakarta (epd) Nach der Erdbeben-

und Tsunami-Katastrophe

auf Sulawesi hat die Weltbank

Indonesien Finanzhilfen bis zu

einer Milliarde Dollar (knapp

865 Millionen Euro) zugesagt.

Die Regierung in Jakarta könne

den Hilfskredit sowohl für den

Wiederaufbau von Krankenhäusern,

Schulen, Straßen, Brücken

und Anlagen zur Wasserversorgung

abrufen als auch für

Schutzmaßnahmen gegen weitere

Katastrophen, sagte Weltbank-Geschäftsführerin

Kristalina

Georgieva gestern auf der

Jahrestagung von Weltbank und

Internationalem Währungsfonds

auf Bali. Zudem beinhalte

das Finanzpaket Unterstützung

für die 150 000 ärmsten Familien

in der Krisenregion. Die indonesische

Finanzministerin Sri

Mulyani Indrawati begrüßte die

Zusage. Bei den schweren Beben

und dem folgenden Tsunami

vom 28. September kamen

nach bisherigen Angaben der

Behörden mehr als 2000 Menschen

ums Leben. Weitere 5000

Bewohnern werden noch vermisst.

Nach UN-Schätzungen

sind mindestens 200 000 Menschen

dringend auf humanitäre

Hilfe angewiesen.

Indonesien liegt auf dem sogenannten

Pazifischen Feuerring.

Dort kommt es regelmäßig

zu Erdbeben, Tsunamis und

Vulkanausbrüchen.

Der Kaiser liebt den Wein

Napoleon und Josephine von den Dorfplatzhexen Meckenheim gaben

sich gestern beim größten Winzerfestumzug Deutschlands in Neustadt

an der Weinstraße die Ehre. Laut Veranstalter nahmen 111 Zugnummern

und mehrere 100 000 Zuschauer teil.

Foto: Arnold/dpa


SPORT

Hinten konsequent, vorne effektiv

ERCIngolstadt schlägt Vizemeister Eisbären Berlin mit 3:1 und etabliert sich unter den Spitzenteams

Von Julia Pickl

Berlin/Ingolstadt (DK) Der ERC

Ingolstadt hat endgültig seinen

Status als Spitzenteam der Deutschen

Eishockey-Liga (DEL) bestätigt:

Nach den Siegen gegen

Meister EHC München und Tabellenführer

Düsseldorfer EG schlugen

die Panther gestern auch Vizemeister

Eisbären Berlin. Der

ERC entschied das hart umkämpfte

Spiel mit 3:1 (1:0, 1:1,

1:0) für sich.

Am Ende dieser intensiven

Partie war es Doug Sheddens

Anliegen, sich erst einmal bei

seinem Torhüter zu bedanken.

„Jochen Reimer hat ein weiteres

tolles Spiel für uns absolviert“,

sagte der ERC-Trainer. „Er hatte

einen großen Anteil am Sieg gegen

Berlin.“ Mit beeindruckenden

Paraden hatte sich Reimer

vor allem im letzten Drittel gegen

die heranstürmenden Berliner

gestemmt und so den dritten

Sieg der Panther im dritten

Spitzenspiel in Folge gesichert.

„Berlin ist eine brutal starke läuferische

Mannschaft, sie spielen

mit viel Disziplin. Sie haben uns

heute alles abverlangt“, sagte

Reimer, der seinen siebten Sieg

im achten Saisonspiel feierte.

„Sieg im Eimer wegen Reimer!“,

dichtete der „Berliner Kurier“.

Die 13 216 Zuschauer in der

Mercedes-Benz-Arena sahen

eine über weite Strecke ausgeglichene

Partie, doch die Gäste

verteidigten konsequent und

nutzten ihre Konterchancen effektiv.

Die Eisbären hatten ihre

erste Möglichkeit in der dritten

Spielminute, als sich Charlie

Jahnke im Zwei gegen eins

durchsetzte, am Ende aber an

Reimer scheiterte. Auf der anderen

Seite probierte es wenig später

Fabio Wagner (6.), doch

auch hier war Eisbären-Goalie

Kevin Poulin zur Stelle. Die Panther

mussten in der Hauptstadt

auf Ville Koistinen wegen einer

Oberkörperverletzung verzichten,

dafür war nach rund einem

Monat Laurin Braun (Unterkörperverletzung)

gegen seinen Ex-

Klub wieder dabei.

Die Gastgeber waren vor allem

über ihre Sturmreihe Sean

Backman, James Sheppard und

Jamie MacQueen gefährlich,

doch hinten war Reimer ein

ums andere Mal zur Stelle, und

vorne schlugen die ERC-Stürmer

eiskalt zu: David Elsner

(12.) nutzte einen Konter und

schoss den Puck durch Poulins

Schoner hindurch zum 0:1 ins

Tor. „Viele Chancen hast du

hier nicht, da musst du schauen,

dass die Scheibe reingeht“,

meinte der Torschütze.

Im zweiten Drittel machten

die Gastgeber zunächst mehr

Druck, gerieten dann zwar in

Unterzahl, hatten aber sogleich

die Riesenchance, die Daniel

Fischbuch (25.) vergab. Auf der

anderen Seite ein ähnliches

Bild: Nach einem Stockschlag

Braunschweig (sid) Der deutsche

Basketballmeister Bayern

München hat sich nach dem Debakel

zum Euroleague-Auftakt

zumindest in der Bundesliga

schadlos gehalten und mit dem

drittem Sieg im dritten Spiel die

Tabellenführung behauptet. Erneut

noch ohne Neuzugang Derrick

Williams setzten sich die Bayern

gestern bei den Löwen Braunschweig

problemlos 87:61 (36:28)

durch.

Drei Tage nach der schmerzhaften

71:90-Heimniederlage gegen

den türkischen Spitzenklub

Anadolu Istanbul beherrschten

die Bayern die weiterhin sieglosen

Braunschweiger nach Belieben.

Allerdings benötigten die

Münchner knapp fünf Minuten,

um in die Partie zu kommen. Vladimir

Lucic erlöste die Bayern mit

den ersten beiden Punkten per

Freiwurf. Danach kam der Deutsche

Meister aber besser in

Schwung und führte zur Pause

Rückhalt der Panther: Jochen Reimer hielt den ERC Ingolstadt mit starken Paraden im Spiel gegen die Eisbären Berlin.

Wagner und Pielmeier zum Deutschland-Cup?

Ingolstadt (szj) Wenn Eishockey-Bundestrainer

Marco

Sturm (Foto) in wenigen Tagen

seinen Kader für den diesjährigen

Deutschland-Cup

(8. bis 11. November) bekannt

gibt, könnten auch zwei Profis

des ERC Ingolstadt im Aufgebot

stehen. Neben Torhüter

Timo Pielmeier darf sich

demnach auch Verteidiger

Fabio Wagner Chancen auf

eine Nominierung ausrechnen,

wie Sturm bei seinem

Elsners mussten die Panther zu

viert agieren, hatten aber nach

einem Konter ebenfalls die

Möglichkeit, in Unterzahl zu erhöhen,

als Brett Olson zurück

auf Jerry D’Amigo legte. Poulin

zeigte gegen den US-Amerikaner

erneut eine starke Parade

(27.).

Erst eine weitere Zwei-Minuten-Strafe

gegen die Eisbären

führte zum zweiten Tor der Panther:

Nach einem tollen Pass

von Maury Edwards überwand

Olson Goalie Poulin zum 0:2 –

das dritte Tor des US-Amerikaners

im dritten Spiel in Folge.

Dadurch wurde die Partie aber

nicht weniger spannend –im

Gegenteil: Mit ihrem Anschlusstreffer

zum 1:2, als Daniel Richmond

(38.) in Überzahl nach ei-

Besuch am Freitagabend

in der Saturn-

Arena gegenüber

unserer Zeitung

durchblicken ließ.

„Fabio macht in

Ingolstadt eine gute

Entwicklung. Er bekommt

viel Eiszeit

neben einem erfahrenen

Spieler wie

Dustin Friesen. Das tut ihm

gut“, sagte der 40-Jährige

über Wagner. Der Abwehrspieler

hatte in diesem

Jahr bereits die

Vorbereitung auf die

WM in Dänemark

absolviert und dabei

auch seinen ersten

Treffer im Trikot des

Deutschen Eishockey-Bundes

(DEB)

erzielt, wurde dann

aber von Sturm aus

dem endgültigen Aufgebot

gestrichen. Auch Angreifer

David Elsner war damals im

Wiedergutmachung geglückt

erweiterten Kader gestanden,

seine Chancen auf eine Nominierung

dürften laut Sturm

dagegen eher gering sein.

Nachdem der Deutschland-Cup

in den vergangenen

Jahren in Augsburg ausgetragen

wurde, findet das

Vier-Nationen-Turnier heuer

in Krefeld statt. Neben der

deutschen Nationalmannschaft

treten die Slowakei,

Russland und die Schweiz an.

Foto: Weigel/dpa

ner Strafe gegen D’Amigo eine

Lücke fand, erhöhten die Eisbären

noch einmal den Druck auf

die Gäste –und den hielten sie

im letzten Drittel aufrecht.

Während Berlin mit aller Macht

auf den Ausgleich drängte und

ein immer intensiveres Forechecking

bot, wurde Reimer

zum starken Rückhalt seiner

Mannschaft. Das offensive Spiel

der Gastgeber ebnete allerdings

auch Konterchancen für die

Panther: So vergab Patrick Cannone

(47.) im Duell mit Poulin,

kurze Zeit später verzog Elsner

(51.) den Puck im entscheidenden

Moment. Am Ende warfen

die Berliner noch einmal alles

nach vorne und nahmen Poulin

aus dem Spiel. Eine Einladung,

die die Panther gerne annahmen:

D’Amigo (60.) traf zum

3:1-Endstand ins leere Tor.

Für die Eisbären war es die

erste Niederlage nach vier

Heimsiegen in Folge, für Goalie

Poulin sogar die erste DEL-Pleite

überhaupt. Die Ingolstädter

aber belohnten sich für ihre harte

Arbeit an diesem Wochenende

mit fünf Punkten und dem

Sprung auf den zweiten Tabellenplatz.

„Das war ganz wichtig

für uns, dass wir uns da oben so

ein bisschen etablieren“, meinte

Reimer. „Wir spielen defensiv

brutal konsequent und nutzen

vorne unsere Chancen. Die ganze

Mannschaft kann stolz auf

die letzte Zeit sein –und natürlich

auf das heutige Spiel.“

Durchatmen können die Panther

allerdings nicht, denn bereits

am kommenden Freitag

abend (19.30 Uhr) geht die Reihe

der Top-Spiele beim neuen

Spitzenreiter Adler Mannheim

weiter.

Eisbären Berlin: Poulin –DuPont,

Adam; Richmond, Kettemer; Hördler,

Baxmann –Backman, Sheppard,

MacQueen; Busch, Smith, Ranford;

Hessler, Jahnke; Noebels, Aubry,

Fischbuch.

ERC Ingolstadt: Reimer –Kohl, Sullivan;

Friesen, Wagner; Edwards,

Jobke; Braun – Collins, Olson,

D’Amigo; Elsner, Olver, Sopanen;

Kelleher, Cannone, Ramoser; Greilinger,

Taticek, Wohlgemuth.

Tore: 0:1 Elsner (12.), 0:2 Olson(36.),

1:2 Richmond (38.), 1:3 D’Amigo

(60.). –Zuschauer: 13 216. –Strafminuten:

4/4.

Nach Euroleague-Pleite: Bayern-Basketballer feiern beim 87:61 in Braunschweig den dritten Sieg imdritten Liga-Spiel

mit acht Punkten. Nach dem Seitenwechsel

dominierten nur

noch die Gäste. Erfolgreichster

Werfer beim Meister war am Ende

Braydon Hobbs mit 15 Punkten.

Der neu verpflichtete langjährige

NBA-Profi Williams gehörte

wie gegen Istanbul nicht

zum Aufgebot der Bayern. Braunschweigs

Bester war Scott Eatherton

mit 16 Punkten und zehn Rebounds.

Bereits morgen (20.15

Uhr/Telekom Sport) geht es für

die Münchner in der Euroleague

gegen Panathinaikos Athen weiter.

Die BG Göttingen gewann derweil

ihr Heimspiel gegen Würzburg

nach hartem Kampf 91:87

(57:48) und schob sich mit zwei

Siegen aus drei Spielen in die obere

Tabellenhälfte. Würzburg

bleibt punktlos. Bester Werfer der

Begegnung war Göttingens Michael

Stockton mit 25 Punkten.

Oldenburg hat derweil auch

das zweite Saisonspiel gewon-

Mit 15 Punkten Topscorer der Bayern: Braydon Hobbs führte den

Meister in Braunschweig zum Sieg.

Foto: Rimmelspacher

nen. Die Niedersachsen besiegten

am Samstag in einer spannenden

Begegnung Ulm nach

zweimaliger Verlängerung mit

103:99 (90:90, 77:77, 46:41). Vor

5273 Zuschauern waren das Oldenburger

US-Duo Rickey Paulding

(28 Zähler) und Will Cummings

(22) beste Werfer. Die Gäste

sind trotz eines gut aufgelegten

Nationalspielers Ismet Akpinar

(21) weiter ohne Erfolg in der neuen

Spielzeit.

Bei drei Siegen nach drei Spielen

stehen auch die Bonner, die

gegen Bayreuth mit 94:84 (54:46)

gewannen. Bayreuth gelang im

letzten Viertel zwar ein 20:0-Lauf,

mit dem die Franken kurzzeitig in

Führung gingen, Bonn hatte aber

auch aufgrund von 18 Punkten

von Josh Mayo das bessere Ende

für sich.

Bamberg empfängt heute

Abend (20.30 Uhr/Telekom

Sport) zum Abschluss des Spieltages

Ludwigsburg.

Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 11

Foto: Imago

DEL KOMPAKT

MÜNCHEN-DÜSSELDORF n.V.5:4

In einem temporeichen und unterhaltsamen

Spiel bremste der

Titelverteidiger aus München

die Düsseldorfer EG beim 5:4

nach Verlängerung weiter aus.

Der langjährige NHL-Spieler

Matt Stajan war gestern mit seinem

Tor nach 70 Sekunden in

der Overtime und insgesamt vier

Scorerpunkten entscheidender

Spieler aufseiten der Münchner.

Für die DEG war es nach einem

beeindruckenden Saisonstart

die vierte Niederlage am Stück –

am Freitag hatte Düsseldorf

beim ERC Ingolstadt mit 2:3

nach Verlängerung verloren.

KÖLN -MANNHEIM 2:4

Tabellenführer Adler Mannheim

hat den Aufschwung der

Kölner Haie gestoppt. Im Prestige-Duell

bogen die Adler gestern

ein 0:2 um und gewannen

auswärts 4:2 (0:2, 3:0, 1:0). Chad

Kolarik sowie die beiden Nationalspieler

David Wolf und Markus

Eisenschmid in Überzahl

drehten im Mitteldrittel die Partie.

Andrew Desjardins sorgte

mit einem Treffer ins verwaiste

Kölner Tor für den Endstand.

Damit festigte das Team von

Trainer Pavel Gross Platz eins,

den die Adler am Freitag von der

Düsseldorfer EG übernommen

hatten. Köln hatte zuvor drei

Spiele am Stück gewonnen.

NÜRNBERG -KREFELD 3:4

Nach dem Overtime-Erfolg in

Wolfsburg am Freitag verpassten

es die Nürnberger gestern

vor heimischem Publikum, die

nächsten Zähler einzufahren.

Phillip Bruggisser machte fünf

Minuten vor Schluss den Krefelder

Sieg perfekt. Jacob Berglund,

Dimitri Pätzold und Jordan Caron

erzielten die weiteren Tore

für die Gäste, für Nürnberg hatten

Chad Bassen, Jason Bast und

Ex-Panther Brandon Buck eine

zwischenzeitliche 3:1-Führung

herausgeschossen.

ISERLOHN -STRAUBING 2:4

Mit 2:4 hatten die Straubinger

am Freitag gegen Augsburg verloren

–diesmal drehten sie den

Spieß gegen Iserlohn um und

siegten ihrerseits mit demselben

Ergebnis. Michael Connolly traf

bei den Gästen doppelt, die weiteren

Tore zum Auswärtserfolg

steuerten Mitchell Heard und Jeremy

Williams bei. Dabei hatte

Iserlohn zweimal geführt: Marko

Friedrich hatte zum zwischenzeitlichen

1:0, Travis

Turnbull zum 2:1 getroffen.

SCHWENN. -BREMERHAV. 2:3

Die Gäste rehabilitierten sich für

diedeftige 2:6-Pleite am vergangenen

Donnerstag gegen Meister

München. Chad Nehring erzielte

in Schwenningen den

Treffer zum 3:2-Endstand aus

Sicht der Gäste. Michael Moore

hatte Bremerhaven nach sechs

Minuten früh in Führung gebracht,

Simon Danner für die

Gastgeber nur vier Minuten später

egalisiert. Nach der abermaligen

Führung durch Miha Verlic

kam Schwenningen durch Danners

zweiten Treffer nur noch

zum zwischenzeitlichen 2:2.

AUGSBURG -WOLFSBURG 6:0

Die Augsburger präsentieren

sich weiter in Torlaune. Nach

dem 4:2 am Freitag gegen Straubing

ließen sie es gegen Wolfsburg

gestern gleich sechsmal

klingeln. Matthew White und Simon

Sezemsky stellten nach sieben

Minuten auf 2:0, die weiteren

Tore erzielten Thomas Holzmann,

Daniel Schmölz und

zweimal Ex-Panther Patrick

McNeill. Wolfsburg bleibt damit

auf dem vorletzten Platz.

DEL-STATISTIK

TORSCHÜTZEN

9Tore: Anthony Camara (Iserlohn

Roosters).

8 Tore: Brandon Buck (Nürnberg

Ice Tigers).

7Tore: Mike Collins (ERC Ingolstadt),

Jamison MacQueen (Eisbären

Berlin).

TOPSCORER

15 Punkte: Camara, Jon Matsumoto

(beide Iserlohn), Chad

Costello (Krefeld Pinguine).

14 Punkte: Jason Bast (Nürnberg

Ice Tigers).


SPORT

Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 12

ERGEBNISSE

Fußball

Nations League

3./4. Spieltag

Gruppe A1

Niederlande -Deutschland 3:0

Niederlande: Cillessen -Dumfries, de

Ligt, van Dijk, Blind -deRoon, de Jong

(77. Ake), Wijnaldum - Bergwijn (68.

Groeneveld), Depay, Babel (68. Promes).

– Deutschland: Neuer -Ginter, Boateng,

Hummels, Hector -Kimmich -Can (57.

Draxler), Kroos -Müller (57. Sane), Werner

-Uth (68. Brandt). – Tore: 1:0 van

Dijk (30.), 2:0 Depay(87.) 3:0 Wijnaldum

(90.+3). – Schiedsrichter: Cakir (Türkei).

– Zuschauer: 52 536 (ausverkauft).

1. Frankreich 2 2:1 4

2. Niederlande 2 4:2 3

3. Deutschland 2 0:3 1

Gruppe A2

Belgien -Schweiz 2:1

1. Belgien 2 5:1 6

2. Schweiz 2 7:2 3

3. Island 2 0:9 0

Gruppe A4

Kroatien -England 0:0

1. Spanien 2 8:1 6

2. England 2 1:2 1

3. Kroatien 2 0:6 1

Gruppe B1

Slowakei -Tschechien 1:2

1. Ukraine 2 3:1 6

2. Tschechien 2 3:3 3

3. Slowakei 2 1:3 0

Gruppe B2

Russland -Türkei 2:0

1. Russland 3 4:1 7

2. Türkei 3 4:6 3

3. Schweden 2 2:3 1

Gruppe B3

Österreich -Nordirland 1:0

1. Bosnien-Herzegowina 2 3:1 6

2. Österreich 2 1:1 3

3. Nordirland 2 1:3 0

Gruppe B4

Irland -Dänemark 0:0

1. Dänemark 2 2:0 4

2. Wales 2 4:3 3

3. Irland 2 1:4 1

Gruppe C2

Estland- Finnland 0:1

Griechenland -Ungarn 1:0

1. Finnland 3 3:0 9

2. Griechenland 3 3:2 6

3. Ungarn 3 2:3 3

4. Estland 3 0:3 0

Gruppe C3

Norwegen -Slowenien 1:0

Bulgarien -Zypern 2:1

1. Bulgarien 3 5:2 9

2. Norwegen 3 3:1 6

3. Zypern 3 3:5 3

4. Slowenien 3 2:5 0

Gruppe C4

Rumänien -Serbien 0:0

1. Serbien 4 5:2 8

2. Rumänien 4 4:3 6

3. Montenegro 3 2:2 4

4. Litauen 3 1:5 0

Gruppe D1

Georgien -Andorra 3:0

Lettland -Kasachstan 1:1

1. Georgien 3 6:0 9

2. Kasachstan 3 2:4 2

3. Lettland 3 1:2 2

4. Andorra 3 1:4 2

Gruppe D2

Weißrussland -Luxemburg 1:0

Moldau -San Marino 2:0

1. Weißrussland 3 6:0 7

2. Luxemburg 3 7:1 6

3. Moldau 3 2:4 4

4. San Marino 3 0:10 0

Gruppe D3

Aserbaidschan -Malta 1:1

Färöer -Kosovo 1:1

1. Kosovo 4 6:2 8

2. Aserbaidschan 4 5:2 6

3. Färöer 4 4:7 4

4. Malta 4 4:8 2

Gruppe D4

Armenien -Gibraltar 0:1

Mazedonien -Liechtenstein 4:1

1. Mazedonien 3 8:1 9

2. Liechtenstein 3 4:6 3

3. Armenien 3 2:4 3

4. Gibraltar 3 1:4 3

Heute spielen

Nations League

Gruppe A2

Island -Schweiz 20.45

Gruppe A4

Spanien -England 20.45

Gruppe B3

Bosnien-H. -Nordirland 20.45

Gruppe C2

Estland -Ungarn 20.45

Finnland -Griechenland 20.45

Gruppe D2

Luxemburg -San Marino 20.45

Weißrussland -Moldau 20.45

Länderspiel

Schottland -Portugal 1:3

Regionalliga Bayern

15. Spieltag

1. FC Nürnberg II -W.Burghausen 2:0

FC Ingolstadt II -SVHeimstetten 3:1

Eine Lehrstunde im Halbfinale des ATP-Turniers von Schanghai hat Alexander Zverev (Foto) erhalten. Der Hamburger war beim 2:6, 1:6 gegen

Novak Djokovic chancenlos. Gestern sicherte sich der Serbe durch ein 6:3, 6:4 gegen den Kroaten Borna Coric den Turniersieg. Andrea Petkovic

verpasste unterdessen beim WTA-Turnier in Linz das Finale durch ein 6:0, 4:6, 0:6 gegen die Russin Jekaterina Alexandrowa. Foto: Xinhua/dpa

FV Illertissen -TSV Rosenheim 0:2

SpVgg Bayreuth -FCAugsburg II 3:1

Schalding-Heining -Buchbach 3:4

VfB Eichstätt -Greuther Fürth II 1:0

VfR Garching -V.Aschaffenburg 0:0

FC Pipinsried -FCMemmingen 3:3

1. Bayern München II 13 33:11 32

2. Wacker Burghausen 15 20:14 29

3. 1. FC Schweinfurt 05 14 30:12 28

4. VfB Eichstätt 15 26:17 28

5. 1. FC Nürnberg II 15 22:11 26

6. FC Memmingen 15 26:27 23

7. FC Ingolstadt II 15 21:19 21

8. SV Schalding-Heining 15 16:17 20

9. TSV Buchbach 15 25:23 19

10. V. Aschaffenburg 15 22:24 18

11. VfR Garching 15 20:25 17

12. FC Augsburg II 14 19:21 15

13. SpVgg Bayreuth 15 16:22 15

14. SV Heimstetten 15 20:31 15

15. FV Illertissen 15 17:28 15

16. TSV Rosenheim 15 13:30 15

17. Greuther Fürth II 15 18:20 14

18. FC Pipinsried 15 19:31 14

Bayernliga Süd

16. Spieltag

TSV 1865 Dachau -TSV Rain 1:1

FC Ismaning -Hankofen-Hailing 0:0

FC Unterföhring -Regensburg II 2:0

SV Pullach -TSV Augsburg 2:0

TSV Kottern -Schwabmünchen 3:2

TSV Nördlingen -TuS Holzkirchen 4:0

1860 München II -1.FC Sonthofen 2:0

1. Türkgücü-Ataspor 15 30:8 37

2. SV Pullach 14 26:15 31

3. TSV Kottern 15 29:18 30

4. TSV 1865 Dachau 15 25:21 27

5. Hankofen-Hailing 14 27:23 24

6. Jahn Regensburg II 15 32:24 23

7. TSV Schwabmünchen 14 31:24 23

8. 1. FC Sonthofen 15 32:27 23

9. TSV Rain 15 28:24 23

10. TSV 1860 München II 15 31:24 22

11. TSV Nördlingen 15 29:35 21

12. SV Kirchanschöring 15 21:27 15

13. DJK Vilzing 15 17:23 15

14. TSV Augsburg 15 16:26 15

15. FC Ismaning 15 19:30 11

16. FC Unterföhring 14 14:27 10

17. TuS Holzkirchen 16 16:47 2

Bayernliga Nord

16. Spieltag

SV Seligenporten -DJK Gebenbach 2:1

ASV Neumarkt -Jahn Forchheim 0:3

SpVgg Bayern Hof -ASV Vach 1:1

Würzburger FV -SCEltersdorf 1:2

DJK Ammerthal -TSV Großbardorf 0:1

TSV Aubstadt -DJK Bamberg 2:1

ATSV Erlangen -1.FC Sand 1:0

TSV Abtswind -SpVgg Ansbach 2:2

Würzburger K. II -Erlangen-B. 3:1

1. DJK Gebenbach 16 46:23 37

2. TSV Aubstadt 16 39:11 35

3. Würzburger FV 15 32:12 34

4. DJK Ammerthal 16 29:18 28

5. TSV Großbardorf 15 26:17 27

6. SpVgg Bayern Hof 16 29:23 27

7. SC Eltersdorf 15 26:23 26

8. DJK Bamberg 16 25:20 22

9. SV Seligenporten 15 25:23 21

10. Würzburger Kickers II 16 24:34 21

11. ATSV Erlangen 15 22:29 20

12. SpVgg Ansbach 16 29:35 19

13. TSV Abtswind 16 26:30 18

14. Jahn Forchheim 16 32:38 17

15. FSV Erlangen-Bruck 16 28:38 13

16. ASV Neumarkt 16 11:38 13

17. ASV Vach 16 17:35 11

18. 1. FC Sand 15 16:35 10

Bundesliga Frauen

4. Spieltag

FC Bayern -TSG Hoffenheim 2:1

1. FFC Frankfurt -SCSand 1:0

Mönchengladbach -Leverkusen 4:4

Werder Bremen -VfL Wolfsburg 0:3

SGS Essen -Turbine Potsdam 3:2

SC Freiburg -MSV Duisburg 0:2

1. VfL Wolfsburg 4 17:0 12

2. Bayern München 4 16:8 9

3. SGS Essen 4 9:8 9

4. SC Freiburg 4 7:2 7

5. TSG Hoffenheim 4 7:5 6

Turbine Potsdam 4 7:5 6

7. MSV Duisburg 4 5:8 6

8. SC Sand 4 5:3 4

9. Bayer Leverkusen 4 6:17 4

10. Werder Bremen 4 3:7 3

11. 1.FFC Frankfurt 4 3:10 3

12. B.Mönchengladbach 4 4:16 1

American Football

GFL

Play-offs, Finale

Schwäbisch Hall -Frankfurt 21:19

Basketball

Bundesliga

3. Spieltag

Alba Berlin -Crailsheim 115:76

Gießen -Bremerhaven 87:89

Jena -Mitteldeutscher BC 81:64

Rasta Vechta -Frankfurt n.V. 83:88

Oldenburg -Ulm n.V. 103:99

BG Göttingen -Würzburg 91:87

Braunschweig -FCBayern 61:87

Bonn -Bayreuth 94:84

1. FC Bayern München 3 249:204 6:0

2. Bonn 3 255:232 6:0

3. Alba Berlin 2 227:131 4:0

4. Oldenburg 2 203:163 4:0

5. Ludwigsburg 2 158:134 4:0

6. Bremerhaven 3 240:242 4:2

7. BG Göttingen 3 275:236 4:2

8. Gießen 46ers 3 270:263 4:2

9. Bamberg 1 84:80 2:0

10. Bayreuth 2 167:161 2:2

11. Skyliners Frankfurt 2 164:166 2:2

12. Jena 2 136:176 2:2

13. Würzburg 2 167:175 0:4

14. Ulm 2 176:186 0:4

15. Vechta 3 216:250 0:6

16. Crailsheim 3 246:300 0:6

17. Mitteldeutscher BC 3 211:277 0:6

18. Braunschweig 3 194:262 0:6

DTM

10. Station in Hockenheim

1. Rennen: 1. René Rast (Minden) Audi

56:59,934 Min., 2. Robin Frijns (Niederlande)

Audi +0,354 Sek., 3. Timo Glock

(Wersau) BMW +1,856, 4. Gary Paffett

(Großbritannien) Mercedes +2,641, 5.

Loic Duval (Frankreich) Audi +5,136, 6.

Mike Rockenfeller (Neuwied) Audi

+6,066, 7. Nico Müller (Schweiz) Audi

+6,982, 8. Paul Di Resta (Großbritannien)

Mercedes +7,952, 9. Bruno Spengler

(Kanada) BMW +8,709, 10. Edoardo

Mortara (Italien) Mercedes +10,023, 11.

Pascal Wehrlein (Worndorf) Mercedes

+11,001. –Ausgefallen: Marco Wittmann

(Fürth) BMW (28. Rd.).

2. Rennen: 1. Rast 58:03,981 Min., 2.

Wittmann +3,786 Sek., 3. Paffett +15,838,

4. Müller +17,241, 5. Frijns +18,942, 6.

Spengler +21,004, 7. Augusto Farfus

(Brasilien)BMW +21,460, 8. Philipp Eng

(Österreich) BMW+24,458, 9. Joel Eriksson

(Schweden) BMW+28,683, 10. Glock

+30,003, 11. Rockenfeller +33,406, ...18.

Wehrlein +44,638.

Fahrerwertung, Endstand: Paffett 255

Pkt., 2. Rast 251, 3. Paul di Resta (Schottland)

Mercedes 233, 4. Wittmann 164, 5.

Glock 144, 6. Mortara 140, 7. Lucas Auer

(Österreich) Mercedes 121, 8. Wehrlein

108, 9. Eng 102, 10. Müller 96, 11. Rockenfeller

87.

Markenwertung, Endstand: 1. Mercedes-Benz

903 Pkt., 2. BMW 623, 3. Audi

599.

Eishockey

DEL

10. Spieltag

ERC Ingolstadt -Düsseldorfer EG 3:2

n.V. (0:2,2:0,0:0): Tore: 0:1 Descheneau

(4:32), 0:2 Mckiernan (17:49), 1:2 Sopanen

(26:13), 2:2 Olson (32:51), 3:2 M.

Collins (62:20). –Schiedsrichter: Hurtik

(Kassel)/Schukies (Herne). –Strafminuten:

6/4.

Adler Mannheim -Schwenninger Wild

Wings 3:1 (2:1,1:0,0:0): Tore: 1:0 Smith

(4:03), 1:1 Sacher (6:20), 2:1 Plachta

(12:27), 3:1 G. Festerling (35:35). –

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg)/Howard

(USA). –Strafminuten: 8/6.

Krefeld Pinguine -Eisbären Berlin 1:3

(1:1,0:1,0:1): Tore: 1:0 Berglund (4:50),

1:1 Aubry (13:37), 1:2 Ranford (30:51), 1:3

Backman (50:43). –Schiedsrichter: Hoppe

(Frankfurt)/Bjälkander (Schweden). –

Strafminuten: 24 /18.

Grizzlys Wolfsburg -Nürnberg Ice Tigers

2:3 n.V. (1:0,1:1,0:1): Tore: 1:0 Fauser

(3:32), 1:1 Dupuis (21:48), 2:1 Sparre

(25:53), 2:2 Pföderl (55:28), 2:3 Buck

(62:19). –Schiedsrichter: Rantala (Finnland)/Schütz

(Bad Aibling). –Strafminuten:

8/12

Kölner Haie -Iserlohn Roosters 2:1 n.V.

(0:0,1:0,0:1): Tore: 1:0 F. Schütz (36:56),

1:1 Camara (41:40), 2:1 M. Zalewski

(63:47). –Schiedsrichter: Rohatsch (Lindau)/Kohlmüller

(München). –Strafminuten:

10 /16.

StraubingTigers -Augsburger Panther

2:4 (0:2,0:0,2:2): Tore: 0:1 Schmölz

(5:00), 0:2 Stieler (9:47), 1:2 Loibl (40:40),

2:2 Laganière (41:21), 2:3 Payerl (54:51),

2:4 Fraser (59:53).–Schiedsrichter: Iwert

(Harsefeld)/Kopitz (Berlin). – Strafminuten:

2/8.

11. Spieltag

Eisbären Berlin -ERC Ingolstadt 1:3

(0:1,1:1,0:1): Tore: 0:1 Elsner (11:40), 0:2

Olson (35:46), 1:2 Richmond (37:54), 1:3

D’Amigo (59:59). –Schiedsrichter: Hunnius

(Berlin)/Iwert (Harsefeld). –Strafminuten:

4/4.

Kölner Haie - Adler Mannheim 2:4

(2:0,0:3,0:1): Tore: 1:0 Mo. Müller

(13:30), 2:0 Akeson (17:54), 2:1 Kolarik

(27:42), 2:2 D. Wolf (30:13), 2:3 Eisenschmid

(34:18), 2:4 Desjardins (59:44). –

Schiedsrichter: Rantala (Finnland)/Schukies

(Herne). –Strafminuten:

12 /10.

EHC München -Düsseldorfer EG 5:4

n.V. (1:1,3:2,0:1): Tore: 0:1 Nowak (5:23),

1:1 Stajan (8:00), 2:1 Mauer (22:28), 2:2

Reiter (24:45), 2:3 K. A. Olimb (28:24), 3:3

Kastner (31:01), 4:3 Kastner (33:45), 4:4

Barta (55:43), 5:4 Stajan (61:10). –

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg)/Rohatsch

(Lindau). –Strafminuten: 14 /10.

IserlohnRoosters -Straubing Tigers 2:4

(0:0,2:1,0:3): Tore: 1:0 Friedrich (25:29),

1:1 M. Connolly (30:12), 2:1 Turnbull

(34:52), 2:2 Heard (45:24), 2:3 Williams

(53:54), 2:4 M. Connolly (56:46). –

Schiedsrichter: Hoppe (Frankfurt)/Bjälkander

(Schweden). –Strafminuten: 8/

10.

Nürnberg Ice Tigers -Krefeld Pinguine

3:4 (1:1,2:0,0:3): Tore: 0:1 Berglund

(18:23), 1:1 Bassen (19:12), 2:1 Buck

(21:09), 3:1 Bast (30:58), 3:2 Saponari

(48:35), 3:3 Pietta (51:27), 3:4 Bruggisser

(55:00). –Schiedsrichter:Köttstorfer (Rosenheim)/Hurtik

(Kassel). –Strafminuten:

4/14.

Schwenninger Wild Wings -Pinguins

Bremerhaven 2:3 (1:2,1:0,0:1): Tore: 0:1

Moore (6:59), 1:1 Danner(10:38), 1:2 Verlic

(12:51), 2:2 Danner (36:28), 2:3 Friesen

(49:21). – Schiedsrichter: Kopitz (Berlin)/Schütz

(Bad Aibling). –Strafminuten:

10 /8.

Augsburger Panther -Grizzlys Wolfsburg

6:0 (2:0,0:0,4:0): Tore: 1:0 White

(1:08), 2:0 Sezemsky (6:59), 3:0 Holzmann

(51:01), 4:0 McNeill (54:17), 5:0

McNeill (56:10), 6:0 Schmölz (58:09). –

Schiedsrichter: Howard (USA)/Piechaczek

(Ottobrunn). –Strafminuten:14+10

Payerl /20+10Kuhn +10Likens.

1. Adler Mannheim 11 41:29 24

2. ERC Ingolstadt 11 36:25 22

3. Düsseldorfer EG 11 37:26 21

4. Straubing Tigers 11 35:32 20

5. Augsburger Panther 11 32:28 19

6. Krefeld Pinguine 10 34:34 18

7. EHC München 11 33:34 18

8. Kölner Haie 10 24:20 16

9. Eisbären Berlin 11 29:29 16

10. Pinguins Bremerhaven 11 34:36 16

11. Iserlohn Roosters 11 41:43 14

12. Nürnberg Ice Tigers 11 36:36 13

13. Grizzlys Wolfsburg 11 23:40 8

14. Schwenningen 11 10:33 3

DEL2

9. Spieltag

Löwen Frankfurt -Ravensburg 4:7

ESV Kaufbeuren -Crimmitschau 6:2

Kassel Huskies -Heilbronn 4:2

Lausitzer Füchse -Bad Tölz n.V. 2:3

EHC Freiburg -EHC Bayreuth 5:3

Bietigheim Steelers -Bad Nauheim 5:3

Deggendorfer SC -Dresden 3:5

10. Spieltag

Dresdner Eislöwen -Kaufbeuren 2:1

Crimmitschau -EHC Freiburg 4:2

Heilbronn -Lausitzer Füchse n.V. 7:6

Bad Nauheim -Deggendorfer SC 5:2

EHC Bayreuth -Kassel Huskies 3:1

Tölzer Löwen -Löwen Frankfurt 6:2

1. Lausitzer Füchse 11 44:35 24

2. Ravensburg 9 51:25 23

3. Löwen Frankfurt 11 50:34 21

4. ESV Kaufbeuren 11 45:34 20

5. Bietigheim Steelers 10 39:37 18

6. Kassel Huskies 10 36:33 16

7. Crimmitschau 10 32:33 16

8. Bad Nauheim 11 39:45 15

9. Heilbronner Falken 10 34:39 14

10. Tölzer Löwen 11 34:44 13

11. EHC Freiburg 10 26:29 12

12. Dresdner Eislöwen 10 27:42 9

13. Deggendorfer SC 10 31:45 8

14. EHC Bayreuth 10 31:44 7

Handball

Bundesliga

Nachholspiel vom 6. Spieltag

Rh.-N. Löwen -THW Kiel 24:27

9. Spieltag

Füchse Berlin -TBV Lemgo 29:23

Hannover-Burgdorf -Erlangen 26:24

TSV Minden -MTMelsungen 32:27

VfL Gummersbach -Bietigheim 28:21

1. SG Flensburg-H. 9 256:212 18:0

2. SC Magdeburg 10 321:254 18:2

3. THW Kiel 10 288:232 16:4

4. Bergischer HC 9 261:237 14:4

5. Füchse Berlin 9 250:229 14:4

6. Rh.-N. Löwen 8 228:188 13:3

7. GWD Minden 9 264:255 10:8

8. TSV Hannover-B. 9 249:247 10:8

9. MT Melsungen 9 256:257 10:8

10. FA Göppingen 8 190:198 8:8

11. TBV Lemgo Lippe 9 217:228 6:12

12. VfL Gummersbach 9 223:257 6:12

13. TVB Stuttgart 9 232:266 5:13

14. HC Erlangen 9 220:241 4:14

15. HSG Wetzlar 9 222:244 4:14

16. DHfK Leipzig 9 224:245 3:15

17. SG BBM Bietigheim 9 212:277 2:16

18. Ludwigshafen 9 223:269 1:17

Champions League

Gruppe A, 5. Spieltag

HC Brest -FCBarcelona 21:29

Montpellier HB -Telek. Veszprem 29:30

KS Vive Kielce -Vardar Skopje 31:27

1. FC Barcelona 5 173:136 8

2. Vardar Skopje 5 143:132 8

3. KS Vive Kielce 5 155:145 8

4. Rhein-Neckar Löwen 5 163:152 6

5. Veszprem 5 141:142 6

6. HC Brest 5 134:144 4

7. Montpellier HB 5 129:147 0

8. IKF Kristianstad 5 138:178 0

Gruppe B, 5. Spieltag

Skjern HB -Paris Saint-Germain 24:26

Pick Szeged -SGFlensburg-H. 30:28

HC Saporoschje -RKZagreb 35:27

HBC Nantes -RKCelje 38:27

1. Paris Saint-Germain 5 161:129 10

2. Pick Szeged 5 149:134 10

3. Skjern HB 5 146:151 5

4. HBC Nantes 5 166:153 4

5. SG Flensburg-H. 5 142:139 4

6. RK Zagreb 5 133:151 3

7. HC Saporoschje 5 152:162 2

8. RK Celje 5 121:151 2

Leichtathletik

Marathon in München

Frauen: 1. Susanne Schreindl (Passau)

2:49:40 Std., 2. Maren Tritschler

(Schweiz) 2:52:29, 3. Bianca Meyer

(München) 2:56:06.

Männer: 1. Andreas Straßner (Düsseldorf)

2:28:00 Std., 2. T-Roy Brown (USA)

2:31:39, 3. Maxim Fuchs (Passau)

2:35:09.

Radsport

Lombardei-Rundfahrt

241,00 Kilometer: 1. Thibaut Pinot

(Frankreich) FDJ Cycling 5:53:22 Std., 2.

Vincenzo Nibali (Italien) Bahrain-Merida

+0:32 Min., 3. Dylan Teuns (Belgien)

BMC Racing +0:43, 4. Rigoberto Urán

(Kolumbien) Cannondale-Drapac, 5.

Tim Wellens (Belgien) Lotto-Soudal alle

gleiche Zeit; ...22. Emanuel Buchmann

(Ravensburg) Bora-hansgrohe +3:33.

Tennis

WTA-Turnier inLinz

Halbfinale: Jekaterina Alexandrowa

(Russland) - Andrea Petkovic (Darmstadt)

0:6, 6:4, 6:0, Camila Giorgi (Italien)

-Alison van Uytvanck (Belgien) 6:3, 6:4.

Finale: Giorgi -Alexandrowa 6:3, 6:1.

WTA-Turnier in Tjianjin

Halbfinale: Karolina Pliskova (Tschechien)

-Timea Bacsinszky (Schweiz) 6:2,

6:1, Caroline Garcia (Frankreich) -Hsieh

Su-Wei (Taiwan) 6:3, 6:4.

Finale: Garcia -Pliskova 7:6 (9:7), 6:3.

WTA-Turnier in Hongkong

Halbfinale: Wang Qiang (China) -Garbine

Muguruza (Spanien) 6:7 (5:7), 6:4,

7:5, Dajana Jastremska (Ukraine) -

Zhang Shuai (China) 7:5, 6:4.

Finale: Jastremska -Wang 6:2, 6:1.

ATP-Turnier in Schanghai

Halbfinale: Novak Djokovic (Serbien) -

Alexander Zverev (Hamburg) 6:2, 6:1,

Borna Coric (Kroatien) -Roger Federer

(Schweiz) 6:4, 6:4.

Finale: Djokovic -Coric 6:3, 6:4.

Tischtennis

Bundesliga

7. Spieltag

TTF Ochsenhausen -Grenzau 3:0

Werder Bremen -Bergneustadt 1:3

Fulda-Maberzell -Mühlhausen 0:3

Grünwettersbach -Saarbrücken 2:3

Bad Königshofen -TTC Jülich 3:1

1. PSV Mühlhausen 6 17:7 10:2

2. Borussia Düsseldorf 6 17:9 10:2

3. Ochsenhausen 6 16:9 10:2

4. Bergneustadt 6 15:10 8:4

5. 1. FC Saarbrücken 6 15:13 8:4

6. TTC Fulda-Maberzell 7 14:12 6:8

7. TSV Bad Königshofen 7 14:15 6:8

8. Werder Bremen 7 12:15 6:8

9. TTC Grenzau 6 8:14 4:8

10. ASV Grünwettersbach 7 10:20 2:12

11. TTC Jülich 6 4:18 0:12

Triahtlon

Ironman-WM Hawaii

Frauen: 1. Daniela Ryf (Schweiz) 8:26:16

Std., 2. Lucy Charles (Großbritannien)

+10:16 Min., 3. Anne Haug (Saarbrücken)

+15:41.

Männer: 1. Patrick Lange (Darmstadt)

7:52:39 Std., 2. Bart Aernouts (Belgien)

+4:02 Min., 3. David McNamee (Großbritannien)

+8:30, ...13. Andreas Dreitz

(Lichtenfels) +21:23, 19. Maurice Clavel

(Freiburg) +27:01.

US-Sport

Eishockey, NHL

Hauptrunde: New York Rangers -Edmonton

Oilers 1:2, Philadelphia Flyers -

Vegas Golden Knights 0:1, Ottawa Senators

- Los Angeles Kings 5:1, Boston

Bruins -Detroit Red Wings 8:2, Minnesota

Wild -Carolina Hurricanes 4:5 n.V.,

Montréal Canadiens -Pittsburgh Penguins

4:3 n.P., Tampa Bay Lightning -

Columbus Blue Jackets 8:2, Florida Panthers

-Vancouver Canucks 2:3, Washington

Capitals -Toronto Maple Leafs 2:4,

Nashville Predators -New York Islanders

5:2, Dallas Stars -Anaheim Ducks 5:3,

Chicago Blackhawks -St. Louis Blues 4:3

n.V., Arizona Coyotes -Buffalo Sabres

0:3, Colorado Avalanche -Calgary Flames

2:3 n.V..

Volleyball

Bundesliga der Männer

1. Spieltag

Lüneburg -Volleys RheinMain 3:1

Giesen Grizzlys -Berlin Volleys 0:3

TV Rottenburg -Friedrichshafen 0:3

TV Bühl -WWK Herrsching 3:2

KW-Bestensee -Unterhaching 1:3

WM der Frauen in Japan

3. Runde

Japan -Serbien 0:3

China -USA 3:2


SPORT

Die Frage war noch gar nicht

beendet, da vollendete Gaus diese

einfach selbst. Wie es sich angefühlt

habe, dass er mal wieder

über 90 Minuten „spielen durfte“,

vervollständigte der 29-Jährige

und gab damit unfreiwillig einen

Einblick in sein Seelenleben. Dem

Linksverteidiger war nach dem

seltenen Erfolgserlebnis mit dem

Tabellenletzten der 2. Fußball-

Bundesliga nämlich anzumerken,

wie froh er war, endlich mal wieder

über die volle Distanz auf dem

Platz gestanden zu haben. „Ich

bin ein Spieler, der über seine körperliche

Robustheit kommt und

der für sein Spiel gewisse Körner

braucht. Da tun 90 Minuten einfach

gut“, sagte Gaus, der gegen

den Tabellenfünften der 3. Liga

einer der auffälligsten Ingolstädter

war.

Zum einen bereitete er den entscheidenden

Treffer durch

Kutschke mit einer Balleroberung

vor. Zum anderen hielt er in der

etwas hitzigeren zweiten Halbzeit

mit einer entschlossenen Zweikampfführung

dagegen – und

sorgte damit auch dafür, dass sich

die Mannschaft von Trainer Michael

Schiele nach Abpfiff über

die etwas ruppige Gangart beschwerte.

„Das ist ein gutes Zeichen,

wenn der Gegner meckert.

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Unzufriedener Reservist

FCI-Verteidiger Marcel Gaus hofft nach überzeugendem Test gegen Würzburg auf mehr Einsatzzeiten

Von Julian Schultz

Ingolstadt (DK) Zum ersten Mal

seit der Sommervorbereitung

stand Marcel Gaus beim 1:0 des

FC Ingolstadt gegen die Würzburger

Kickers (1:0) wieder über die

volle Distanz auf dem Platz. Nicht

nur wegen seiner Vorlage zum entscheidenden

Treffer durch Stefan

Kutschke hinterließ der Abwehrspieler

im Testspiel am Freitag

einen ordentlichen Eindruck –und

traut sich den Abstiegskampf mit

den Schanzern zu.

Einer der auffälligsten Ingolstädter im Testspiel gegen Würzburg: Verteidiger Marcel Gaus (rechts). Foto: Bösl

BENSCHOP OHNE EINSATZ FÜR CURACAO

Ohne Einsatz ist Angreifer

Charlison Benschop vom FC

Ingolstadt in der Nations-

League-Qualifikation des

CONCACAF-Verbandes für

sein Geburtsland Curacao

geblieben. Der Weltranglisten-81.

setzte sich in Bradenton/Florida

mit 5:0 (2:0) gegen

die Amerikanischen

Jungferninseln durch. Mit

zwei Siegen aus zwei Partien

führt Curacao die Qualifikationsgruppe

vor Kuba und der

Dominikanischen Republik

an. Nächster Gegner ist im

März 2019 Antigua &Barbuda.

szj

Dann ist man auf dem richtigen

Weg“, entgegnete Gaus und forderte

die gleiche Hartnäckigkeit

für das „absolute Emotionsspiel“

am kommenden Freitag beim Tabellenvorletzten

SV Sandhausen.

Als „sehr aktiv und präsent“ bezeichnete

Alexander Nouri den

Auftritt seines Verteidigers, den

der Ingolstädter Trainer in den

drei Pflichtspielen unter seiner

Ägide noch kein einziges Mal berücksichtigt

hatte. Wenn es nach

Gaus geht, soll sich das in den

kommenden Wochen natürlich

ändern. „Ich werde mich niemals

damit arrangieren, auf der Bank

zu sitzen. Dafür musst du als Spieler,

der hintendran ist, eben mehr

machen“, meinte der Linksfuß,

der sich „definitiv als einer der

Typen“ sieht, auf die sich Nouri

im Abstiegskampf verlassen könne.

„Das habe ich in der Vergangenheit

schon oft genug nachgewiesen“,

so Gaus selbstbewusst.

Auch wenn der Sieg gegen die

Würzburger –der erste Erfolg seit

42 Tagen –für das Selbstvertrauen

gut gewesen sei, sah der 194-

fache Zweitliga-Profi aber auch

„Luft nach oben“. Denn nachdem

die Schanzer die Kickers in der

ersten Halbzeit mit ihrem aggressiven

Pressing kaum zur Entfaltung

kommen ließen, wurden sie

nach Wiederbeginn zu passiv und

hatten Glück, dass die Franken

daraus zu wenig machten.

„In der ersten Halbzeit haben

wir zusammen gekämpft. Das ist

der Ansatz“, sagte Gaus. Wenn

dem FCI das nicht gelingt, „dann

läuft man eben nur hinterher.

Und das ist das, was wir nicht

haben wollen“. Was der 29-Jährige

nicht mehr haben will, ist seine

Reservistenrolle. Doch mit seinem

couragierten Auftritt im

Testspiel hat er gute Argumente

gesammelt, dass sich das schon

bald ändern könnte.

Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 13

FUSSBALL KOMPAKT

Club-Trio feiert Comeback

bei Testspielsieg

Bundesligist 1. FC Nürnberg hat

in der Länderspielpause einen

klaren Testspielsieg eingefahren

und sich über drei Rückkehrer

freuen können. Der Aufsteiger

gewann am Samstag beim

Comeback von Ewerton, Adam

Zrelak und Sebastian Kerk gegen

den Bayernligisten DJK Vilzing

mit 5:0 (1:0). Erfolgreichster Torschütze

war der wiedergenesene

Edgar Salli mit zwei Treffern.

Trainer Michael Köllner, der am

Vorabend Zuschauer beim 2:1-

Sieg der deutschen U21inIngolstadt

war, durfte sich zudem

über Treffer von Yuya Kubo, Simon

Rhein und Törles Knöll

freuen. Außer den fehlenden

Nationalspielern Mikael Ishak

und Eduard Löwen musste der

Club auch auf Patrick Erras

(muskuläre Probleme) und Kevin

Goden (Aufbau nach Meniskusverletzung)

verzichten. Zudem

erhielt Hanno Behrens eine

Verschnaufpause. Nach der

Länderspielpause geht es für die

Franken am kommenden Samstag

in der Bundesliga zu Hause

gegen 1899 Hoffenheim weiter.

Regensburg gewinnt

gegen Linz

Der SSV Jahn Regensburg hat

ein Testspiel beim österreichischen

Zweitligisten FC Blau

Weiß Linz gewonnen. Der

Zweitliga-Klub aus der Oberpfalz

von Trainer Achim Beierlorzer

bezwang den Kontrahenten

am Freitagabend mit 2:0

(2:0). Hamadi Al Ghaddioui und

Haris Hyseni machten schon in

der ersten Hälfte für die Oberpfälzer

alles klar. Beierlorzer

nutzte die Partie während der

Länderspielpause, um Profis

mit weniger Spielpraxis Einsatzzeit

zu geben. Für die Regensburger

geht es in der 2. Bundesliga

am 21. Oktober im Heimspiel

gegen Darmstadt weiter.

GLÜCKWUNSCH ZUR VORERST

LETZTEN STERNSTUNDE IN DER DTM.

Audi SportgratuliertMercedes-Benz zu drei Titeln in der DTM. In diesemJahr haben wir

vielleichtRennen verloren, aber nichtunseren Kampfgeist. Dankeandas gesamteAudiTeam

undanunsereFans fürden großartigen Endspurt. Zusammen greifenwir nächsteSaison

wieder an. Leider ohne Mercedes –die gibt’sdann sonntags nurnochauf den Straßen.


SPORT

KOMMENTAR

Bock auf

mehr DTM

Oliver Konze

René Rast, Gary Paffett, Paul

di Resta? Am Ende, nach 20

Saisonrennen, war es fast

schon egal, wer gestern

Nachmittag Meister wurde.

Das Finale in Hockenheim

hat eindrucksvoll bewiesen:

Die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft

(DTM)

lebt. Sie ist gesünder, frischer

und attraktiver, als sie

es viele Jahre war. Und sie ist

besser, als viele es meinen.

Natürlich fehlt ab dem

kommenden Jahr Mercedes,

das über Jahrzehnte die

DTM am Leben hielt und mit

Audi und BMW zur Weltmarke

gemacht hat. Mercedes

hinterlässt große Fußstapfen

und reißt zweifellos

eine Lücke. Aber mit dem

Neueinsteiger Aston Martin,

der von HWA unterstützt

wird, sind die Schwaben ja

nicht ganz aus dem Rennen.

Dank dieser Zusammenarbeit

kann man die Briten auf

Augenhöhe erwarten.

Gerhard Berger hat als

DTM-Chef offensichtlich

das richtige Gespür, wohin

es mit der Rennserie gehen

muss –sportlich, technisch

und auch in puncto Vermarktung.

Die Fans goutieren

die zuschauerfreundlichere

Präsentation an der

Rennstrecke und im Fahrerlager:

So gut besucht wie am

vergangenen Wochenende

war Hockenheim schon seit

Jahren nicht mehr. Fernsehsender

Sat1 sorgte als neuer

Fernsehpartner in seinem

ersten Jahr zudem für eine

emotionalere und peppigere

Berichterstattung. Ex-

Meister Timo Scheider gefiel

dabei als niveauvoller Experte

am Mikrofon.

Und ganz nebenbei haben

die Herren Rast, Paffett

und Co. bewiesen, dass der

DTM keine Typen fehlen.

Wie hat es BMW-Sportchef

Jens Marquardt formuliert?

„Ich habe schon heute Bock

auf die DTM 2019.“ Dem ist

nichts hinzuzufügen.

SPORT KOMPAKT

Rallycross: Ekström

Zweiter in Buxtehude

Der bereits als Weltmeister

feststehende Schwede Johan

Kristoffersson hat den vorletzten

Lauf der Rallycross-

WM auf dem Estering bei Buxtehude

gewonnen. Der Volkswagen-Pilot

setzte sich vor

den Audi-Fahrern Mattias Ekström

(Schweden) und Andreas

Bakkerud (Norwegen)

durch. Das Finale der Rallycross-WM

steigt am 24./25.

November in Südafrika.

Marathon: Favoriten

siegen in München

Beim 33. München-Marathon

hat es zwei Favoritensiege gegeben.

Bei den Herren gewann

gestern der Düsseldorfer

Andreas Straßner in

2:28:00 Stunden vor dem US-

Amerikaner T-Roy Brown

(2:31:39) und Maxim Fuchs

aus Passau (2:35:09). Bei den

Frauen siegte Susanne

Schreindl aus Passau (2:49:40)

vor der Schweizerin Maren

Tritschler (2:52:29) und Vorjahressiegerin

Bianca Meyer

(2:56:06) aus München.

Sportfunktionär

Baumann verstorben

Der Schweizer Sportfunktionär

Patrick Baumann ist bei

den Olympischen Jugendspielen

in Buenos Aires an einem

Herzinfarkt gestorben.

„Das ist ein großer Schock“,

sagte IOC-Präsident Thomas

Bach gestern. Baumann wurde

nur 51 Jahre alt. Er war seit

2003 Generalsekretär des Basketball-Weltverbandes

Fiba

und seit 2007 IOC-Mitglied.

Von Oliver Konze

Hockenheim (DK) „Der beste

Tag meines Lebens“, stottert und

weint Gary Paffett gestern um

14.30 Uhr im Cockpit seines Mercedes-AMG

C63 ins Mikrofon.

Der 37-Jährige ballt die Fäuste,

wischt sich mit den Handschuhen

über die Augen. Wenig später klettert

der Brite aus dem Auto und

stellt sich freudestrahlend aufs

Dach. Im letzten Rennen von

Mercedes in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft

(DTM)

sichert sich Paffett –13Jahre nach

seinem ersten Titel –erneut die

Meisterschaft.

Lachender Zweiter ist Audi-Pilot

und Vorjahressieger René Rast.

Der 31-Jährige aus Minden gewinnt

die Rennen am Samstag

und Sonntag –und damit sechs

DTM-Rennen in

Folge. Doch am

Ende fehlen vier

Punkte zur erfolgreichen

Titelverteidigung.

Mit seiner

Aufholjagd

und den fehlerfreien

Auftritten

fährt Rast aber in

die Herzen vieler

Motorsportfans.

Paffett: 255

Punkte, Rast: 251

Punkte –der Audi-

Pilot hat es gestern

im Gegensatz

zum Vorjahr (als

er den damals füh-

Nur vier Punkte fehlen

Audi-Pilot René Rast verpasst DTM-Titel trotz Siegesserie –Gary Paffett lässt Mercedes jubeln

renden Mattias

Ekström noch abfangen

konnte)

nicht geschafft, beim Saisonfinale

erneut an die Spitze zu fahren.

Nach einem atemberaubenden

Samstagsrennen, bei dem Paffett

auf dem fünften Platz landete, rettete

der Mercedes-Fahrer gestern

Nachmittag vor vollen Tribünen

im Motodrom von Hockenheim

als Dritter vier Punkte Vorsprung

ins Ziel.

Was das Samstagsrennen versprochen

hatte, hielt das Sonntagsrennen

aber nicht. Rast, hinter

Marco Wittmann (BMW)

Zweiter in der Startaufstellung,

schnappte sich Platz eins schon

vor der ersten Kurve, Paffett hielt

sich taktisch aus allen Manövern

raus. Er wusste ja, dass ihm sogar

Platz vier reichen würde. So fuhr

„Mercedes und Gary

haben es verdient. Wir

werden nächstes Jahr

wieder angreifen.“

Audi-Pilot Rast über

Gesamtsieger Paffett

Paffett als Dritter ins Ziel, ließ neben

Rast auch Wittmann ziehen.

Der Schotte Paul di Resta (Mercedes)

war zwar als Führender ins

Badische gereist, kam aber nie zurecht

und landete in der DTM-

Statistik des Jahres 2018 auf Platz

drei (233 Punkte).

Ex-Meister Rast war sicher:

„Wir haben ein tolle Show geboten,

das Rennen am Samstag war

phänomenal, heute war es dafür

ein bisschen langweiliger.“ Den

zweiten Gesamtplatz sah er (natürlich)

mit einem weinenden Auge,

„weil wir das Ziel Titelverteidigung

nie aus den Augen verloren

hatten“. Ganz der faire Sportsmann

gratulierte er dem neuen

Meister: „Mercedes und Gary haben

es verdient. Wir werden

nächstes Jahr wieder angreifen.

Ich würde mich freuen, wenn ich

noch ein paar Jahre

dranhängen

könnte –mit Audi.“

Was wäre

wenn? Rast hatte

sich beim dritten

Saisonrennen auf

dem Lausitzring

überschlagen und

das vierte Rennen

dann ausgelassen.

„Es war am

Samstag nicht abzusehen,

ob ich

am Sonntag fahren

konnte. Zudem

war das Auto

komplett zerstört,

und wir waren

nicht sicher, ob

das Monocoque

einen Riss hat“, erinnerte er sich

in Hockenheim. Auch wenn Rast

mit dem Wissen, es würden ihm

beim Finale nur vier Punkte fehlen,

in einer Zeitmaschine zurückreisen

könnte, meinte er

rückblickend: „Ich würde wieder

nicht starten!“

Meister Paffett gab zu, dass er

eigentlich gedacht habe, Männer

würden nicht weinen. Aber: „Es

war so emotional. Es war ein unglaubliches

Gefühl.“ Er bedankte

sich bei Mercedes und seinem

Team für die harte Arbeit, dachte

aber auch an di Resta: „Er hatte

ein unglaubliches Jahr, wir haben

uns an der Spitze der Gesamtwertung

immer wieder abgewechselt.

Er verdient unseren Respekt für

Der erste große Titel

Mick Schumacher gewinnt Formel-3-Fahrerwertung –und hat Lizenz für Königsklasse sicher

Hockenheim (dpa) Im Moment

des Triumphes dachte

Mick Schumacher wie einst Papa

Michael schon an das nächste

Ziel. Statt einer Partynacht nach

seinem Titelgewinn in der Formel

3verschwand der Sohn des

Formel-1-Rekordweltmeisters

früh ins Bett. Schließlich wollte

„Schumi“ junior auch für das

gestrige Saisonfinale ausgeschlafen

sein, das er auf dem

zweiten Rang beendete. „Ich bin

wirklich dankbar, dass ich diesen

Moment und diesen Traum

leben kann“, sagte der 19-Jährige,

als er in Hockenheim vorzeitig

seinen ersten Titel als Rennfahrer

perfekt gemacht hatte.

Mit sanftem Lächeln beobachtete

Mama Corinna unterhalb

des Podiums die Champagnerdusche

für den Filius. 28 Jahre

nach dem Gesamtsieg seines

Vaters in der deutschen Formel-

3-Meisterschaft hat Mick Schumacher

diesen wichtigen Karriereschritt

ebenfalls bewältigt. Der

Titel sichert ihm auch die Superlizenz,

die Fahrerlaubnis für die

Formel 1. „Es ist schwierig, die

richtigen Worte zu finden“, sagte

der Pilot des italienischen Prema-Teams.

Das breite Lächeln

in seinem Gesicht, die lockeren

Plaudereien in den folgenden

Medienrunden bewiesen, welche

Last von ihm abgefallen war.

Lange Zeit hatte sich Schumacher

auch in seiner zweiten Saison

in der Nachwuchsserie sehr

schwergetan, war in den ersten

14 Rennen nur zweimal aufs Podium

gefahren. „Ich habe nie

aufgehört, an mir selber in jedem

Punkt zu arbeiten“, versicherte

Schumacher. Dann kam

der Sieg in Spa-Francorchamps,

dem früheren Wohnzimmer seines

Vaters. Wo Michael Schumacher

seinen ersten Grand Prix

fuhr und seinen ersten Formel-

1-Sieg feierte, wendete sich für

seinen Sohn das Rennglück.

„Der erste Sieg ist immer der

schönste“, sagte Mick Schumacher.

Es folgten sieben weitere Erfolge

und die Eilfahrt an die Spitze

der Meisterschaft. Mit einem

Unfall im ersten Rennen von

Hockenheim machte es Schumacher

noch einmal ein bisschen

spannend, ehe er sich

durch Platz zwei im vorletzten

Saisonlauf am Samstag den EM-

Triumph vor dem Briten Daniel

Ticktum sicherte. „Das zu schaf-

fen, was man sich als Ziel gesteckt

hat, ist ein schönes Gefühl“,

sagte Schumacher.

Toto Wolff, Motorsportchef

bei Mercedes, gab sich beeindruckt.

„Der Junge stand von Beginn

an im Fokus und hatte einen

Riesendruck. Damit klarzukommen

ist alles andere als

leicht“, sagte der Österreicher,

der mit seinem Formel-1-Team

bald ein möglicher Arbeitgeber

für Schumacher werden könnte.

„Er hat gezeigt, was in ihm steckt

und dass er ein Großer in unserem

Sport werden kann“, lobte

Wolff.

Der Größte ist immer noch Vater

Michael mit seinen sieben

WM-Titeln in der Formel 1. In

Hockenheim flogen dem Kerpener,

der seit einem Skiunfall vor

Mit einem zweiten Platz machte Mick Schumacher am Samstag den

vorzeitigen Titelgewinn in der Formel 3perfekt. Foto: Anspach/dpa

13 Jahre nach seinem ersten DTM-Titel durfte Mercedes-Pilot Gary

Paffett gestern ein zweites Mal jublen. Fotos: Anspach/dpa, Scherian/dpa

fünf Jahren von der Öffentlichkeit

abgeschirmt wird, einmal

mehr die Gedanken zu. „Mick

sieht nicht nur aus wie sein Vater,

hat nicht nur die gleiche Haltung

und denselben Gang –er

hat sogar die Unterarme seines

Vaters, wie mir gestern aufgefallen

ist“, sagte Gerhard Berger,

einst Formel-1-Rivale Schumachers

und nun Chef der Deutschen

Tourenwagen-Meisterschaft

(DTM). Nun habe Sohn

Mick bewiesen, dass er die

„Rennfahrer-Gene von Michael

hat“, befand Berger.

Bei aller Schwärmerei aber

weiß Mick Schumacher, dass

seine Ausbildung keinesfalls abgeschlossen

ist. Ein sofortiger

Sprung in die Formel 1, die ohnehin

für 2019 kaum noch Cockpits

freihat, käme für ihn zu früh.

„Wir werden jetzt in den nächsten

Wochen intensiver daran

denken, was nächstes Jahr gefahren

wird“, sagte Schumacher.

Beraten wird er dabei vor allen

von Sabine Kehm, die auch seinen

Vater lange erst als Sprecherin

und dann als Managerin begleitete.

Mögliche Optionen wären

die Formel 2, die im Rahmenprogramm

der Formel 1

maximale Aufmerksamkeit garantiert,

und die japanische Superformel.

Wohin der Weg ihn

schließlich führen soll, daran

ließ Schumacher indes keinen

Zweifel. „Jeder Rennfahrer hat

das Ziel, einmal in der Formel 1

zu fahren. Das ist die Königsklasse“,

sagte er. Die Frage scheint

nicht mehr, obSchumacher junior

das wirklich schafft. Sondern

nur noch, wann.

Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 14

das, was er geleistet hat.“ Rast ergänzte:

„Es tut mir leid für Paul,

aber so ist Motosport.“

Wegen der Dominanz von Rast

machten auch am Samstag wieder

Gerüchte die Runde, Audi hätte

wegen der zu Saisonbeginn

eher durchwachsenen Performance

seines RS5 den Antrag gestellt,

nachbessern zu dürfen –

zum Beispiel mit weniger Gewicht

oder einem etwas breiteren

Heckflügel. Doch Sportchef Dieter

Gass stellte klar: „Nein, das

haben wir nicht.“ Audi hat dagegen

seine Motoren in der zweiten

Saisonhälfte einer Inspektion unterzogen,

was im Reglement ausdrücklich

erlaubt ist. Nun behaupten

böse Zungen, dies sei zu

spät geschehen. Denn nach dieser

Inspektion bewiesen die Ingolstädter

eine bessere Performance.

Die plötzliche Konkurrenzfähigkeit

macht Gass jedoch an

mehreren Punkten fest: „Da gibt

es keine Geheimnisse. Wir haben

hart gearbeitet und alles umgesetzt,

was das Reglement erlaubt.“

Auch der während der Saison erhöhte

Luftdruck „spielte uns in

die Karten. Wir sind offensichtlich

in der Lage, auf die Distanz ein

bisschen besser mit den Reifen

umzugehen“. Hätte das Sonntagsrennen

übrigens noch zwei,

drei Runden länger gedauert, hätten

die von hinten heranstürmenden

Audi-Piloten Nico Müller

(Schweiz) und Robin Frijns (Niederlande)

Paffett vielleicht noch

abgefangen.

Jetzt heißt es auf ein Neues im

kommenden Jahr. Dann ohne

Mercedes, das nach 30 Jahren der

DTM auf Wiedersehen gesagt hat.

Audi sorgte mit seinem emotionalen

„See you“-Film bei vielen

Fans für Gänsehaut. Die Schwaben

verabschiedeten sich mit einem

Triple: Gewinn der Fahrer-,

Hersteller- und Teamwertung.

Neu in die Serie, die ab 2019 mit

neuen Vierzylinder-Turbomotoren

fährt, kommt Aston Martin,

das mit Hilfe von HWA, das für

Mercedes die DTM-Einsätze bestritten

hat, in die DTM einsteigt.

Nicht nur BMW-Sportchef Jens

Marquardt erwartet Aston Martin

daher gleich zu Beginn auf einem

hohen Niveau. Am ersten Maiwochenende

werden wohl erst einmal

zwei Aston Martin am Start

stehen.

Unicorns sind

GFL-Meister

Berlin (dpa) In einem hochdramatischen

Finale haben die

Schwäbisch Hall Unicorns ihren

Titel im German Bowl verteidigt

und sind zum vierten

Mal deutscher Football-Meister

geworden. Beim 21:19

(13:7)-Sieg der Unicorns fehlten

den Frankfurt Universe im

Berliner Jahn-Sportpark vor

15 231 Zuschauern zur Krönung

einer turbulenten Saison

mit Insolvenz und Millionenschulden

nur Zentimeter.

Damit hat sich in den vergangenen

acht Spielzeiten kein anderes

Team als Schwäbisch

Hall oder die New Yorker Lions

aus Braunschweig den Titel in

der GFL gesichert. Die Unicorns

hatten sich zuvor die

Meisterschaften 2011, 2012

und 2017 geholt.

Der junge Frankfurter Marius

Duis hatte in den Schlusssekunden

mit einem Field Goal

über 33 Yards die Möglichkeit,

die Überraschung perfekt zu

machen. Doch Duis verfehlte

haarscharf und wurde zum tragischen

Helden. Der Kicker hatte

im ersten Viertel bereits verschossen,

Frankfurt verspielte

danach eine 13:0-Führung.

Die Hessen stehen als Vizemeister

mehr denn je von einer

ungewissen Zukunft. In diesem

Frühjahr wurde ein Insolvenzverfahren

gegen den Verein eröffnet,

etwa 500 Gläubiger sind

beteiligt, es geht um über 1,5

Millionen Euro. Die German

Football League (GFL) zog den

Frankfurtern daraufhin Punkte

ab, zum Jahresende wird auch

Namenssponsor Samsung den

Verein verlassen.


FERNSEHEN

MONTAG

Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 15

ARD ZDF BR RTL SAT.1 PRO7 VOX

9.00 Tagesschau 9.05 Live

nach Neun 9.55 Sturm der Liebe

10.45 Meister des Alltags

11.15 Wer weiß denn sowas?

12.00 Tagesschau 12.15 ARD-

Buffet 13.00 ZDF-Mittagsmag.

14.00 Tagesschau BJ

14.10 Rote Rosen Telenovela

15.00 Tagesschau BJ

15.10 Sturm der Liebe Telenovela.

Mit Dirk Galuba,

Sepp Schauer u.a.

16.00 Tagesschau BJ

16.10 Verrückt nach Camping

BJDokureihe

17.00 Tagesschau BJ

17.15 Brisant BJMagazin

18.00 Wer weiß denn sowas?

18.50 Morden im Norden Der

Todist nicht das Ende

19.45 Wissen vor acht –

Zukunft Der Herzmuskel

aus Spinnenseide

19.50 Wetter vor acht BJ

19.55 Börse vor acht BJ

20.00 Tagesschau BJ

5.30 ARD-Morgenmagazin

9.00 heute Xpress 9.05 Volle

Kanne 10.30 Notruf Hafenkante

11.15 SOKOStuttgart 12.00

heute 12.10 drehscheibe

13.00 ZDF-Mittagsmagazin

14.00 heute –inDeutschland

14.15 Die Küchenschlacht

15.00 heute Xpress BJ

15.05 Bares für Rares BJ

Die Trödel-Show

16.00 heute –inEuropa J

16.10 Die Rosenheim-Cops J

Das Schweigen der

Schweine. Krimiserie

17.00 heute BJ

17.10 hallo deutschland B

17.45 Leute heute BJ

18.00 SOKO Potsdam BJ

Falsches Spiel. Serie

19.00 heute BJ

19.20 Wetter BJ

19.25 WISO BJU.a.: WISO-

Tipp: Mein erster Marathon

–Wie Sie sich

richtig vorbereiten

7.20 Tele-Gym 7.35 Panoramabilder

/ Bergwetter 8.30 Tele-

Gym. Emotional Moves. Moderation:

Franz Öttl, Lil Rösch,

Isabella Pelzer 8.45 Wahl

2018 –Der Tagdanach

14.10 Kunst +Krempel

14.40 Gefragt –Gejagt J

Show. Moderation: Alexander

Bommes

15.30 Schnittgut. Alles aus

dem Garten Magazin

16.00 Rundschau J Nachr.

16.15 Wir in Bayern J Moderation:

Michael Sporer

17.30 Abendschau Magazin

18.00 Abendschau J Das

bewegt Bayern heute

18.30 Rundschau J

19.00 Wahl 2018

19.30 Dahoam is Dahoam J

Familiengeheimnisse

Soap. Mit Heidrun

Gärtner, Brigitte

Walbrun, Ursula Erber

20.00 Tagesschau J

6.00 Guten Morgen Deutschland

8.30 GZSZ 9.00 Unter uns

9.30 Freundinnen – Jetzt erst

recht 10.00 Die Superhändler –

4 Räume, 1 Deal 11.00 Der

Nächste, bitte! 12.00 Punkt 12.

14.00 Die Superhändler –4

Räume, 1Deal B

Mod.: Sükrü Pehlivan

15.00 Hol dir die Kohle –

5000 €für deine Idee

Babymob /360 Brat /

Hundesitter-App u.a.

16.00 Meine Geschichte –

Mein Leben Doku-Soap

17.00 Freundinnen –Jetzt

erst recht B Serie

17.30 Unter uns Daily Soap

18.00 Explosiv –

Das Magazin B

18.30 Exclusiv –Das Star-

Magazin B Moderation:

Frauke Ludowig

18.45 RTL aktuell Nachr.

19.05 Alles was zählt J

19.40 GZSZ BJDaily Soap

5.30 Sat.1-Frühstücksfernsehen

10.00 Total gesund! 10.30

Klinik am Südring 11.00 Im

Namen der Gerechtigkeit. Doku-Soap.

Mit Alexander Hold

u.a. 12.00 Anwälte im Einsatz.

14.00 Auf Streife B

15.00 Auf Streife –Die Spezialisten

B Doku-Soap

16.00 Klinik am Südring B

Hier zeigen echte

Mediziner, Pfleger und

Krankenschwestern,

wie es im Krankenhausalltag

wirklich läuft.

17.00 Klinik am Südring –

Die Familienhelfer B

17.30 Schicksale –und plötzlich

ist alles anders B

Doku-Soap

18.00 Endlich Feierabend! B

19.00 Genial daneben –Das

Quiz B Show. Rateteam:

Sonja Zietlow,

Frank Rosin

19.55 Sat.1 Nachrichten B

6.35 Last Man Standing 7.55

Scrubs 9.35 The Middle 10.25

Mike &Molly 10.50 How IMet

Your Mother 11.45 2 Broke

Girls 12.35 Mom 13.25 Two

and aHalf Men. Sitcom

14.45 The Middle B Der

Nesthocker /Das

Hawaii-Hemd. Sitcom

Mit Patricia Heaton

15.40 The Big Bang Theory

B Der Mann der Stunde

/Ich bin nicht deine

Mutter! /Das Juwel

von Mumbai. Sitcom

17.00 taff B Wohnung

gesucht. Mod.: Rebecca

Mir, Daniel Aminati

18.00 Newstime Nachrichten

18.10 Die Simpsons Im Zeichen

der Kreuzfahrt /

Der Spion, der mich

anlernte. Trickserie

19.05 Galileo B

„Galileo” fährt hin:

Das Marsmädchen

6.00 CSI: NY 7.00 Verklag

mich doch! 10.45 vox nachrichten

10.50 Mein Kind, dein

Kind –Wie erziehst du denn?

11.55 Shopping Queen 12.55

Zwischen Tüll und Tränen

14.00 Mein Kind, dein Kind

15.00 Shopping Queen Motto

in Braunschweig: Der

erste Eindruck zählt –

Punkte mit deinem

Look bei deiner Schwiegermutter!,

Tag1:Tanja

16.00 4Hochzeiten und eine

Traumreise B

17.00 Zwischen Tüll und

Tränen B Doku-Soap

18.00 First Dates B l

19.00 Das perfekte Dinner B

U.a.: Vorspeise:

Gemischter Vorspeisenteller

(Hummuspaste,

Auberginenpaste, gefüllte

Weinblätter, Paprikapaste

mit Walnüssen)

20.00 Prominent! B

Der Auf-Schneider

In den 1990er-Jahren löste

der Bauunternehmer Schneider

(Reiner Schöne, l.) eine

Finanzkrise in der Immobilienbranche

aus. Die Geschichte

des Betrügers wird

in dieser Doku rekonstruiert.

Dokumentarfilm 20.15 ARD

20.15 Der Auf-Schneider –

Aufstieg und Fall eines

deutschen Baulöwen

Dokumentarfilm (D ’18)

Mit Reiner Schöne

21.45 Exclusiv im Ersten Die

Fürsorgefalle: Umgarnt

und ausgebeutet

22.15 Tagesthemen BJ

22.45 Die Story imErsten B

23.30 Meine Täter, die Priester

BJWie die katholische

Kirche mit Missbrauch

umgeht. Doku

0.15 Nachtmagazin BJ

0.35 Tatort: Her mit der

Marie! BJTV-Kriminalfilm

(D 2018) Mit

Harald Krassnitzer

3SAT

13.45 Marseille, da will ich hin!

14.15 Amalfiküste, da will ich

hin! 14.45 Spaniens schönste

Inseln 15.30 Das Land, wo die

Orangen blühen 16.15 Küstenparadies

Kroatien 18.30 nano

19.00 heute 19.20 Kulturzeit

20.00 Tagesschau 20.15 Inseln

der Schweiz. St. Petersinsel –

grünes Juwel im Bielersee /

Hallwyl – Grosse Oper im Aabach

22.00 ZIB 2 22.25 Kinder

machen. Die Geschichte von der

Uhr und dem Ei. Dokumentarfilm

(CH 2017) 23.45 Nicht ohne

meine Kinder 0.15 10vor10

NDR WDR SWR KABEL 1 RTL2 RADIO

10.30 buten un binnen 11.00

Hallo Niedersachsen 11.35 Einfach

genial 12.00 Elefant, Tiger

& Co. 12.25 In aller Freundschaft

13.10 In aller Freundschaft

–Die jungen Ärzte 14.00

NDR//aktuell 14.15 die nordstory

15.15 Gefragt – Gejagt

16.00 aktuell 16.20 Mein Nachmittag

17.10 Leopard, Seebär &

Co. 18.00 Regional 18.15 Die

Nordreport. 18.45 DAS! 19.30

Regional 20.00 Tagesschau

20.15 Markt 21.00 Lebensmittel-Check

mit Tim Mälzer 21.45

NDR//akt. 22.00 45 Min. Neuanfang

mit 50 22.45 Kulturjournal

23.15 Außer Kontrolle –

Hass im Netz 0.15 Anne Will

MDR

10.55 MDR aktuell 11.00 MDR

um elf 11.40 In aller Freundschaft

12.25 ^ Storm Rider –

Schnell wie der Wind. Familienfilm

(USA 2013) 14.00 MDR

um zwei 15.15 Gefragt – Gejagt

16.00 MDR um vier 17.00

MDR um vier 17.45 MDR aktuell

18.05 Wetter für 3 18.10

Brisant 18.54 Unser Sandmännchen

19.00 MDR Regional

19.30 MDR aktuell 19.50

Mach dich ran! 20.15 Tatort:

Laura mein Engel. TV-Kriminalfilm

(D 1994) 21.40 MDR aktuell

22.05 Fakt ist! 23.05 Revue

um Mitternacht. TV-Musikkomödie

(DDR 1962) 0.45 Die Welt

da draußen. Drama (D 2015)

WISO

Ein Marathon ist eine Extrembelastung.

Eva Mühlenbäumer

gibt Tipps zur Auswahl

einer geeigneten

Marathonstrecke und weitere

Infos, wie man den Zieleinlauf

nach 42 km schafft.

Magazin 19.25 ZDF

20.15 Nord Nord Mord –Sievers

und die Frau im

Zug BJTV-Thriller (D

2018) Mit Peter Heinrich

Brix, Julia Brendler

21.45 heute-journal BJ

22.15 ^ Sicario BJDrama

(USA/MEX 2015) Mit

Emily Blunt, Benicio

Del Toro, Josh Brolin

0.05 heute+ B

0.20 Schule, Schule –Die

Zeit nach Berg Fidel

Dokufilm (D 2017)

Regie: Hella Wenders

Die Doku zeigt, wie

Kinder lernen.

1.55 Bares für Rares BJ

Die Trödel-Show. Mag.

ARTE ARD ALPHA ORF 2

15.25 Frankreichs mythische

Orte 15.50 Südkorea – Das

Land der vielen Wunder 16.45

X:enius 17.10 Begegnung mit

den Meeresvölkern 17.40 Südkorea

– Lebensmittellieferant

aus Liebe. Dokumentarfilm

(COR/J/USA 2013) 18.35 Eine

Tagesreise von Spitzbergen bis

Namibia. Neu 19.20 Arte Journal

19.40 Re: 20.15 ^ Mr.

Turner – Meister des Lichts.

Biografie (GB/F/D 2014)

22.40 ^ Another Country. Biografie

(GB ’84) 0.10 Die Teufelsschnur.

Dokufilm (F/B ’15)

9.50 Wissen macht Ah! 10.15

Aktuelle Stunde 10.35 Westpol

11.05 Seehund, Puma & Co.

11.55 Giraffe, Erdmännchen &

Co. 12.45 WDR aktuell 13.05

Planet Wissen 14.05 Norddeutschland

von oben 15.35

Zoo-Babies 16.00 WDR aktuell

16.15 Hier und heute 18.00

aktuell / Lokalzeit 18.15 Servicezeit

18.45 Aktuelle Stunde

19.30 Lokalzeit 20.00 Tagesschau

20.15 Land und lecker

21.00 Das Beste im Westen

21.45 aktuell 22.10 Unterwegs

im Westen 22.40 Westart

23.20 ^ Die Abmachung. Drama

(D 2015) Mit Stine Stengade

0.40 Lachgeschichten

KIKA SUPER RTL SPORT 1

10.15 Babar und die Abenteuer

von Badou 10.35 Mouk

11.00 logo! 11.10 Yakari

11.35 Doki 12.00 Tom 12.25

Die Sendung mit der Maus

12.55 Käpt’n Flinn und die Dino-Piraten

13.15 Max &Maestro

13.40 Die Pfefferkörner

14.10 Schloss Einstein 15.00

Dein großer Tag 15.25 Hank

Zipzer 15.50 Mirette ermittelt

16.05 Peter Pan 16.50 Der

kleine Prinz 17.35 Max &Maestro.

Liebeslied / Carmens

Triangel 18.00 Sesamstraße

präsentiert: Eine Möhre für

Zwei 18.15 Belle und Sebastian

18.35 Elefantastisch!

18.50 Unser Sandmännchen

Stofferl Wells …

Dieser Ausflug in den Oberpfälzer

Jura führte Stofferl

Well in seine eigene Vergangenheit.

Mitte der 80er demonstrierte

Stofferl dort gegen

die Wiederaufbereitungsanlage

Wackersdorf.

Reportagereihe 20.15 BR

20.15 Stofferl Wells Bayern

J Strawanzen im Oberpfälzer

Jura. Reihe

21.00 Bayern erleben J Entlang

der Ilz. Dokureihe

21.45 Rundschau Magazin J

22.00 Lebenslinien J

22.45 Der verlorene Bruder

J TV-Tragikomödie (D

2015) Mit Noah Kraus

0.15 SchleichFernsehen

Kabarett. Parodie.

Unfug. Show. ZuGast:

Uwe Steimle. Mit

Sebastian Daller, Stimmungsbüro

Kreitmeier

1.00 Rundschau Nacht

1.10 Ringlstetter

1.55 Dahoam is Dahoam J

15.50 neuneinhalb 16.00 Porträt

Werner Heisenberg 16.30

Newton 16.55 VomAhornbis zur

Zwiebel 17.00 Alles Wissen

17.45 nano 18.15 Planet Wissen

19.15 SMS – Schwanke

meets Science 19.30 alpha-Demokratie

20.00 Tagesschau

20.15 Leben am Limit 21.00 alpha-thema

Gespräch 21.30 Die

Reise der „Valdivia” 22.15 alpha-Campus

22.45 service: gesundheit

23.15 The Day 23.40

English bite-size 23.45 Die Tagesschau

vor 20 Jahren 0.00

Bob Ross. Toward Day’s End

12.15 Sag die Wahrheit 13.00

Die Montagsmaler 13.45 Meister

des Alltags 14.15 Eisenbahn-Romantik

15.15 Länder –

Menschen – Abenteuer 16.05

Kaffee oder Tee 17.00 SWR

Aktuell B-W 17.05 Kaffee oder

Tee 18.00 SWR Aktuell B-W

18.15 Mensch, Leute! 18.45

SWR Landesschau B-W 19.30

SWR Aktuell B-W 20.00 Tagesschau

20.15 Kriminalreport

Südwest 21.00 Das Geiseldrama

von Gladbeck 21.45 SWR

Aktuell B-W 22.00 Sag die

Wahrheit 22.30 Die Montagsmaler

23.15 Meister des Alltags

23.45 Gefragt – Gejagt

0.30 Die Quiz-Helden

15.10 Bugs Bunny & Looney

Tunes 15.45 5 Freunde – Für

alle Fälle 16.15 Die Nektons

16.45 Hotel Transsilvanien –

Die Serie 17.15 Ninjago –Im

Land der Drachen 17.45 Sally

Bollywood 18.10 Bugs Bunny&

Looney Tunes 18.45 WOW Die

Entdeckerzone 19.15 AL-

VINNN!!! 19.45 Angelo! 20.15

On the Case –Unter Mordverdacht.

Doku-Soap 21.15 On

the Case – Unter Mordverdacht.

Du sollst nicht töten.

Doku-Soap 22.15 On the

Case – Unter Mordverdacht.

Die tödliche Elster. Doku-Soap

23.15 On the Case – Unter

Mordverdacht 0.25 Info. Nachr.

Bauer sucht Frau

Jeder Bauer trifft auf dem

Scheunenfest seine Wahl

aus zwei Kandidatinnen. Die

Auserwählte wird zu einer

gemeinsamen Woche auf

den Hof eingeladen. Inka

Bause moderiert.

Doku-Soap 20.15 RTL

20.15 Bauer sucht Frau B

Rekord! 32 klopfende

Frauenherzen beim

Scheunenfest! Mit Andreas

(67, British Columbia),

Bernhard (53,

Schwaben) u.a.

22.15 Extra –Das RTL Magazin

B Moderation:

Birgit Schrowange

23.25 Spiegel TV B Magazin

0.00 RTL Nachtjournal B

0.30 Justice –Die Justizreportage

B Reihe

1.15 Ohne Filter –Sosieht

mein Leben aus! B

1.45 Life –Menschen,

Momente, Geschichten

2.40 Best of ...! B Show

16.00 Die Barbara-Karlich-

Show 17.00 ZIB 17.05 Aktuell

in Österreich 17.30 Daheim in

Österreich 18.30 Konkret

18.51 infos & tipps 19.00

Bundesland heute 19.23 Wetter

aus dem Bundesland 19.30

Zeit im Bild 19.49 Wetter

19.55 Sport aktuell 20.05 Seitenblicke

20.15 Die Millionen-

Show 21.10 Thema 22.00 ZIB

2 22.30 kulturMontag 23.15

Wiener Nächte – Musik und

Melancholie. Dokumentation

0.00 Tatort: Her mit der Marie!

TV-Kriminalfilm (D 2018)

7.35 EUReKA – Die geheime

Stadt 8.30 EUReKA – Die geheime

Stadt 9.30 Navy CIS

11.15 Without aTrace 12.10

Numb3rs 13.05 Castle 14.00

The Mentalist 14.55 Navy CIS:

L.A. 15.50 News 16.00 Navy

CIS. Der Fluch der Waffe 16.55

Abenteuer Leben täglich. Magazin

17.55 Mein Lokal, Dein Lokal

18.55 Achtung Kontrolle!

Wir kümmern uns drum. Ein

vielgefragter Mann – Zivilfahnder

Klingenthal. Reihe 20.15 ^

The Transporter. Actionfilm (F/

USA ’02) 22.05 ^ The Specialist.

Actionthriller (USA/PER

1994) 0.20 ^ The Transporter.

Actionfilm (F/USA 2002)

8.30 Teleshopping 14.30 Storage

Wars –Die Geschäftemacher.

Dokumentationsreihe

15.30 Texas Flip and Move

16.30 Storage Wars 17.30

Storage Wars – Geschäfte in

Texas. Massenauflauf /Alles

muss raus. Doku-Soap 18.30

Storage Hunters. Schweiß und

Schweißgeräte / Zirkusreifer

Zickenzank /Tag der Abrechnung.

Dokumentationsreihe

20.00 Container Wars. Das

Geheimversteck /Esist nicht

alles Gold, was glänzt. Dokumentationsreihe

21.00 Futeboool!

– Das brasilianische

Fußball-Magazin 21.30 Sport-

Quiz. Magazin 0.00 Sport-Clips

Navy CIS

Der Waffenhändler Yorka hat

einen Ermittler erschossen

und wurde verletzt. Daraufhin

begibt er sich in die

Notaufnahme des Krankenhauses,

in dem auch Delilah

(Margo Harshman) liegt.

Krimiserie 20.15 Sat.1

20.15 Navy CIS B Johnny

und Morgan. Krimiserie

Mit Mark Harmon,

David McCallum

21.15 Navy CIS: L.A. B

Rache auf Russisch.

Krimiserie. Mit Chris

O’Donnell

22.15 Hawaii Five-0 B Ausgegraben.

Krimiserie

23.10 Scorpion B Actionserie

0.05 Hawaii Five-0 B Dunkle

Stunden. Krimiserie.

Mit Alex O’Loughlin

0.55 MacGyver B Die Hand

Gottes /Gespenster

der Vergangenheit.

Serie. Mit Lucas Till

2.20 Hawaii Five-0 B Serie

EURO 1

Sonderzeichenerklärung: ^ = Spielfilm B = High-Definition A = Schwarzweiß-Sendung J =Untertitel I =Stereoton G =Zweikanalton C =Dolby-Stereo E =Breitbild v =Audio-Deskription

INTV

17.30 Standort Ingolstadt

17.45 Studio Schrobenhausener

Land 18.00 teleschau

18.30 Sport Regional 18.45

Studio Neuburg an der Donau

19.00 teleschau 19.30 BFV TV

20.00 teleschau 20.30 Sport

Regional 20.45 Studio Neuburg

an der Donau. Info 21.00 teleschau

21.30 Sport Regional

21.45 Bayern Regional. Magazin

22.00 teleschau. Magazin

22.30 BFV TV23.00 teleschau

23.30 Sport Regional 23.45

Studio Neuburg an der Donau

0.00 teleschau. Magazin

7.00 Die Straßencops Ruhrgebiet

– Jugend im Visier 8.00

Die Straßencops Ruhrgebiet –

Jugend im Visier 9.00 Frauentausch

10.55 Family Stories

11.55 Family Stories 13.00

Hilf mir! Jung,pleite, verzweifelt

... 14.00 Köln 50667 15.00

Berlin – Tag & Nacht 16.00

Krass Schule –Die jungen Lehrer

17.00 RTL II News 17.10

Krass Schule –Die jungen Lehrer.

Das Aschenputtel-Experiment

18.05 Köln 50667 19.05

Berlin –Tag &Nacht 20.15 Die

Geissens – Eine schrecklich

glamouröse Familie! 22.15

Naked Attraction –Dating hautnah

23.15 The Walking Dead

8.30 Olympische Jugend-Sommerspiele

9.30 Springreiten

10.30 Olympische Spiele

11.00 Olympische Spiele

13.00 Snooker: World Main

Tour. European Masters: Finale

13.45 Snooker: World Main

Tour. English Open: 1. Tag. Aus

Crawley 19.00 Eurosport spezial

19.05 Eurosport News. Aktuelle

Meldungen, Resultate und

Interviews 19.10 Eurosport

spezial. Magazin. My Tokio

19.15 Snooker: World Main

Tour. English Open: 1. Tag. Aus

Crawley 19.45 Snooker: World

Main Tour.English Open: 1. Tag.

Aus Crawley 23.55 Eurosport

spezial 0.00 Eurosport News

The Big Bang …

Sheldon (Jim Parsons) erhält

eine Einladung von Dr.

Wolcott, einem Physiker, der

alleine in einer Berghütte

lebt. Er will sich mit dem

Nerd über die String-Theorie

austauschen.

Sitcom 20.15 Pro 7

20.15 The Big Bang Theory

B Der Waldmensch

Wolcott. Sitcom

20.45 Young Sheldon Serie

21.15 The Middle B Sitcom

21.45 The Big Bang … Der

Mann, der beide im Bett

hatte /Das Vegas-

Weekend /Festgehalt

statt Taschengeld

23.10 Late Night Berlin B

Moderation: Klaas

Heufer-Umlauf

0.10 The Big Bang Theory

0.35 Young Sheldon B

0.55 The Big Bang Theory

2.15 The Middle B Sitcom

2.45 ProSieben Spätnachr.

2.50 Wilfred B Comedyserie

20.15 ZDF

Nord Nord Mord– Sievers und

die Frau im Zug: Thomas Jauch,

D 2018. TV-Thriller mit Peter

Heinrich Brix, Julia Brendler, Oliver

Wnuk. Einen Tag nach dem

etwas frostigen ersten Zusammentreffen

von Hauptkommissar Carl

Sievers mitseinenneuenMitarbeitern

wird auf Sylt eine Leiche gefunden.

Der Tote ist ein Oberkommissar.

Die Kommissare finden in

Schneiders Hotelzimmer 30000

Euro und eine Kamera mit Fotos

desGastronomen OliverKruse.

90 Min. ^^^

Bayern 2

5.03 Heimatspiegel 6.05 radio-

Welt 8.30 kulturWelt 9.05 radio-

Wissen 10.05 Notizbuch Elke

Schmidhuber 12.05 Tagesgespräch

13.05 radioWelt 13.30

Bayern 2 14.05 radioReisen

15.05 radioWissen am Nachmittag

16.05 Eins zu Eins. Der

Talk 17.05 radioWelt 18.05

IQ – Wissenschaft und Forschung

18.30 radioMikro 19.05

Zündfunk 20.05 „Der Herzerlfresser“

Ferdinand Schmalz

21.05 Theo.Logik Ich lass mich

nicht zum Feind machen 22.05

Eins zu Eins. Der Talk 23.05

Nachtmix 0.05 Reflexionen.

16.10.1923: Patent für die erste

automatische Armbanduhr

0.12 Concerto bavarese

BR-Klassik

6.05 Allegro 9.05 Philharmonie.

Händel: Konzert F-Dur HWV

333 u.a. 12.05 Mittagsmusik

14.05 Panorama. Werke von

Prokofjew, Dvorák, Händel, Albéniz,

Raff 16.05 Leporello 18.05

Klassik-Stars. Werke von Saint-

Saëns, Beethoven, Bruch 19.05

con passione 20.05 Konzertabend.

J.S. Bach: „Singet dem

Herrn ein neues Lied“ BWV

225; Suite Nr. 5c-Moll, Gavotte

Iund II BWV1011; „Jesu meine

Freude“ BWV 227; Suite Nr. 5

c-Moll, Gigue BWV 1011;

„Komm, Jesu, komm“ BWV

229 u.a. 21.05 Sweet Spot

23.05 Jazztime. Akt. aus der

Jazz-Szene 0.05 Nachtkonzert

TV-TIPPS

Goodbye Deutschland!

Viva Mallorca!

Die Bodybuilder Caro (Foto)

und Andreas betreiben in El

Arenal ein Fitnessstudio,

ein Solarium und seit kurzem

auch ein Lokal, das

‘Iron Diner’.

Doku-Soap

20.15 VOX

20.15 Goodbye Deutschland!

Viva Mallorca! B Caro

und Andreas Robens,

El Arenal u.a.

21.15 Ein Sommer mit der

Kelly Family B Patricia

Kelly. Dokureihe

22.15 Künstler, die die Welt

bewegten B Anastacia.

Dokureihe

23.15 Goodbye Deutschland!

Die Auswanderer B

Doku-Soap. Birgit Koch,

Mallorca /Clemens

Maria Haas, Italien

0.10 vox nachrichten B

0.30 Medical Detectives J

Russisch Roulette

1.20 Medical Detectives J

20.15 Arte

Mr.Turner –Meister des Lichts:

Mike Leigh, GB/F/D 2014. Biografie

mit Timothy Spall, Dorothy

Atkinson, Marion Bailey. Das

Epos zeigt Englands Aufbruch in

die Moderneanhand derletzten25

Lebensjahre eines seiner radikalsten

Künstler, des Malers Joseph

Mallord William Turner. Zielstrebig

und kompromisslos, außerordentlich

produktiv, revolutionär inseinem

Ansatz, vollendet in seinem

Handwerk –ein Visionär. Dem gegenüber

steht derMensch Turner.

145 Min. ^^^^^

Deutschlandfunk

5.05 Informationen am Morgen

9.10 Europa heute 9.35 Tagfür

Tag 10.10 Kontrovers 11.35

Umwelt und Verbraucher 12.10

Informationen am Mittag 13.35

Wirtschaft am Mittag 14.10

Deutschland heute 14.35 Campus

und Karriere 15.05 Corso –

Kunst &Pop 15.35 @mediasres

16.10 Büchermarkt 16.35 Forschung

aktuell 17.05 Wirtschaft

und Gesellschaft 17.35 Kultur

heute 18.10 Informationen am

Abend 18.40 Hintergrund 19.05

Kommentar 19.15 Andruck

20.10 Musikjournal 21.05 Raderbergkonzerte

2018. Jedes

Wort ein Sphärenton. Lieder und

Balladen von Robert Schumann

nach Texten von Joseph von Eichendorff,

Justinus Kerner,Hans

Christian Andersen und Heinrich

Heine 22.50 Sport aktuell

23.10 Das war der Tag 0.05

Deutschlandfunk Radionacht

Radio IN

5.00 Der Morgen mit Christian

Augustin 9.00 Der Musikvormittag

mit ConnyOberhofer und

Diana Strassburg 12.00 Der

Musikmittag 14.00 Der Nachmittag

mit Kerstin Schulz

19.00 Spätschicht

Galaxy

6.00 Der Galaxy Morgen mit

Torsten und Matze 9.00 Der

Galaxy Musikvormittag 12.00

Galaxy am Mittag 16.00 Die

Galaxy Nachmittagsshow


MAGAZIN

Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 16

Horoskop DES TAGES

steinbock 22.12.-20.01.

Es wird Zeit, Ihren Feinden den Wind aus den Segeln zu

nehmen. Überwinden Sie sich, setzen Sie zur Gegenwehr

anund zeigen Sie Grenzen.

Wassermann 21.01.-19.02.

Probleme lösen sich nun einmal nicht von alleine, Sie

müssen aktiver werden. Wundern Sie sich nicht, wenn

die Funken sprühen.

Fische 20.02.-20.03.

Es bringt Sie jemand auf eine ganz tolle Idee. Ihre Vorstellungen

bringen Sie sehr direkt, aber auch charmant

rüber.

Widder 21.03.-20.04.

Vielleicht sollten Siesich mit einer Person Ihres absoluten

Vertrauens mal wieder aussprechen. Sie haben dafür

eine gute Ausgangsposition.

stier 21.04.-20.05.

Lassen Sie Ihren Gefühlen und Ihrer Fantasiefreien Lauf.

Ihr Auftritt ist souverän, Ihre Leistungenüberzeugen. Die

Belohnung wird nicht auf sich warten lassen.

Zwilling 21.05.-21.06.

Nur aus Erfahrung wird man klug, das hat sich jetzt

wieder deutlich gezeigt. Viel Antriebskraft und großes

Wohlgefühl begleiten Sie.

krebs 22.06.-22.07.

Sie haben eine starke Phase. Sie können sich jetzt verlieben

und endlich genau den Richtigen finden. Ihre Ausstrahlung

ist einfach zauberhaft.

Löwe 23.07.-23.08.

In Ihren Entscheidungen sind Sie sehr unsicher.Bitten Sie

im ZweifelsfallumRat oder Unterstützung, allein sind Sie

überfordert.

Jungfrau 24.08.-23.09.

Überlassen Sie es anderen, die Kohlen aus dem Feuer

zu holen, Sie würden sich verbrennen. Wissen und Fähigkeiten

können Sie mit gutem Erfolg einsetzen.

Waage 24.09.-23.10.

Alles wird halb so schlimm. Konflikte und Streit in der

Familie fordern zwar von Ihnen Geduld und Entgegenkommen,

aber Siewerden sich durchsetzen.

skorpion 24.10.-22.11.

Sie wirken sehr überzeugend mit Ihren klaren Argumentationen.

Machen Sie Ihrem Partner klar, dass Sie nicht

so sind, wie er Sie sieht.

schütze 23.11.-21.12.

Sie sollten sich wieder einmal mehr in der Öffentlichkeit

zeigen. Besonders Singles sind angesprochen, es könnte

der ganz große Fang dabei sein.

Ihr ausführliches

Tageshoroskop:

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Wortteil:

groß

Hackfleisch

vom

Schwein

engl. Bier

Satz

oder schicken SieeineSMS mitdem Text

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Kreuzworträtsel:

Luft der

Lunge

früher,

einst

Teilnahmeschluss: Heute 24Uhr

Teil des

Beins

binär

Hptst.

3

Opfertisch

Jemens

Brotaufstrich

musik.:

leise

Meeressäuger

Fußmatte

Abdichtungsmittel

jap. Kaisertitel

nicht

hungrig

Blechblasinstrument

5

kurz für:

an das

gr. Buchstabe

Handlung

Markierung

japanischer

Seidengürtel

selten

Wort am

Gebetsende

4

kurzes

Zeitmaß

kostbar

kurz für:

herum

25 €

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*0,50 €/Anruf a. d. deutschen Festnetz; höhere Mobilfunkpreise /**0,50 €/SMS

1 2 3 4 5

Sudoku:

Flachland

Benennung

Abk.:

Bauamt

a b c

ein

Schiff

erobern

‚Aus‘

beim

Schach

Gattin

von Zeus

nord.

Götter

1

Adverb

2

vollkommen

Mafiachef

Strom in

Ostafrika

Hülsenfrucht

unbestimmtes

Fürwort

Lebensbund

nord.

Herrin

des

Meeres

8

Kfz-Z.

Neuenburg,

Schweiz

Ruinenstätte

im Irak

a

3

5

2

4

Fluss

durch

Gerona

(Span.)

Bewohner

einer

Donaustadt

Eigenname

der

Eskimos

5

4

1

7

2

Ausruf

des

Erstaunens

Erkennungsmelodie

TZ_18-238

glätten,

planieren

2

9

7

4

7

6

9

b

5

1

8

3

8

6

3

9

2

5

1

3

2

4

Sudoku-Regeln:

Das Diagramm ist mit den Zahlen

1bis 9aufzufüllen. Jede Zahl darf

in jeder Zeile, Spalteund in jedem

3x3 Feld nur einmalvorkommen.

Gewinner vom 11.10.:

Doris Wintermayr

aus Schrobenhausen

Gewinner werden schriftlich

benachrichtigt. Der Rechtsweg

ist ausgeschlossen.

Auflösungen vom 11.10.:

Video /148

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5

1783

CHRONIK

Der erste Mensch fährt mit einem

Heißluftballon. Die durch ein Seil

gesicherte Montgolfière mit Jean-

François Pilâtre de Rozier steigt in

Paris 26 Meter hoch auf.

1793

Königin Marie Antoinette wird

vom Französischen Revolutionstribunal

zum Tode verurteilt.

1848

Die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft

nimmt mit der „Deutschland“

den Linienverkehr zwischen

Hamburg und New York auf.

1963

Die Berliner Philharmonie wird

im Rahmen eines Festakts an den

Intendanten Wolfgang Stresemann

übergeben.

Geburtstage

Chris de Burgh, irischer Pop-Sänger

(*1948)

Todestage

Johannes Peter „Hans“ Riegel,

deutscher Unternehmer, Leiter

der Firma Haribo (1923–2013)

Namenstage

Theresia von Avila

Zur Freiheit hat uns Christus befreit.

Galater 5,1a

76

Frederik hielt die Reflexlampe

fester, klemmte sich das Spekulum

zwischen die Zähne,griff mit

der freien Hand an seinStuhlbein

und rutschte um denOptiker herumauf

dessen andereSeite.

»Ich schaue jetzt mal durch Ihr

rechtes Ohr«, sagte er. »Ah, jetzt

sehe ich sie vonhinten.«

DerOptiker schaute konzentriertgeradeaus,auf

die Kacheln

über meiner Spüle.

»Manche geben ihren Stimmen

ja Namen«, sagte Frederik,

»mir hat das aber nicht geholfen.«

Der Optiker fuhr herum und

sah Frederik an. »Sie haben so

was auch?«

»Klar«, sagte Frederik. »Bitte

noch mal nach vorneschauen.«

»Kann man denn irgendwas

dagegen tun?«, fragte der Optiker

bewegungslos.

»Ehrlich gesagt, nein«, sagte

Frederik. »Diese Stimmen bleiben

höchstwahrscheinlich.« Er

klopfte dem Optiker mit dem

Nasenspekulum aufs Ohr. »Wo

sollten sie auch hin? Außer Ihnen

haben die ja niemanden.

Und sie haben auch nichts

anderes gelernt, als Sie vollzuquasseln.«

DieReflexlampe rutschte Frederik

über die Augen, er schob

sie sich auf den Hinterkopf.

»Hören Sie auf, den Stimmen

vorzulesen. Keine Postkarten

und keinen Buddhismus. Die

sind so alt, die kennen das alles

schon.«

Er legte das Spekulum auf

den Küchentisch und sah den

Optiker an. Der Optiker nahm

das Spekulum in die Hand und

betrachtete es lange.

»Fantastisch, was mit der modernen

Technologie alles möglich

ist«, sagte er und lächelte.

Der Optiker fuhr nach Hause.

Dort ließ er sich bäuchlings auf

sein Bett fallen, das Bett, das

genau für eine Person reichte,

und er fühlte sich schwer

wie mindestens das Herz eines

Blauwals,schwer wie etwas,das

man anatomisch unmöglich

hochheben konnte. Das muss

ich Selma erzählen, dachte der

Optiker noch, bevor er einschlief,

dass man so solide und

schwer sein kann, nur falls sie

das noch nicht weiß.

Die Stimmen im Optiker würden

natürlich keine Ruhe geben, bloß

weil jemand vorgegeben hatte,

sie sehen zu können. So leicht

war das nicht, aber ab jetzt wurde

es langsam weniger schwer.

Der Optiker hörte auf, den

Stimmen vorzulesen. Er hörte

auf, ihnen gegenüber zu behaupten,

dass er ein Fluss oder

ein Himmel sei; was ja ohnehin

leicht zu widerlegen war. Er

behauptete gar nichts mehr, er

sagte einfach überhaupt nichts

mehr zurück. Und mit der Zeit

verwandelte sich das Zischen

der Stimmen in ein Lispeln, ihr

Klagen in Jammern. Der Optiker

verlor die Stimmen nicht,

aber die Stimmen verloren mit

der Zeit den Optiker. Wenn sie

etwas sagten, und das taten sie

weiterhin oft und gern, sprachen

sie mit der Zeit immer

mehr ins Leere, wie auf einen

kaputten Anrufbeantworter.

Biolumineszenz

»So viel wie heute habe ich

schon sehr lange nicht mehr

geredet«, sagte Frederik. Wir

saßen auf meiner Fensterbank

und schauten auf das Sofa und

mein Bett, wo Frederik und ich

letzte Nacht beide nicht geschlafen

hatten. Zwischen uns

stand eine Schale mit Erdnüssen,

die Frederik bereits einmal

leer gegessen und wieder aufgefüllt

hatte.

»Ich würde gern noch bleiben«,

sagte Frederik, »aber ich

muss morgen zurück.«

Ich sah Frederik an, und er

konnte wahrscheinlich deutlich

sehen, dass ich das schlimm

fand. »Ist das schlimm?«, fragte

er.

Ich dachte an die Authentizität,

um die es im Buddhismus

ging und die ich allen untersagt

hatte; sie hatte sich trotzdem

ihren Weg gesucht, und es war

nicht schlimm gewesen. Authentizität,

dachte ich, komm

schon, Luise, eins, zwei, drei.

»Nein«, sagte ich, verdammt,

dachte ich, »nein, das ist nicht

schlimm.«

Ein Buch, das quer über den

anderen im Regal gelegen hatte,

fiel auf den Boden, Abriss der

Psychoanalyse, mein Vater hatte

mir das geschenkt.

»In deiner Gegenwart fällt ja

gernmal was runter«, sagte Frederik.

Ich sah ihn aus den Augenwinkeln

an, so, wie man jemanden

ansieht, den man

mehr liebt, als man preisgeben

möchte. Ersah müde aus. Ich

war hellwach, tat aber so, als

müsste ich gähnen.

»Es ist ja schon sehr spät«,

sagte ich, »ich geh mal Zähne

putzen.«

(Fortsetzung folgt)

Aus: Mariana Leky

„Was man vonhier aus sehen kann“

© 2017 DuMont Buchverlag, Köln

Freundlich und trocken

19°


Hilpoltstein

Augsburg

EichstäFtt

Schrobenhausen

Sonne und Mond

07:35 14:00

18:25 22:46

Nürnberg

r ä n

ä

s c

F r ä n k i

Ingolstadt

Neuburg

21°


A

h e

Aichach

21°


Aussichten: Nachdem sich

morgen örtlicher Nebel aufgelöst

hat, kann sich erneut der

strahlende Sonnenschein behaupten.

Dazu werden 19 Grad

erwartet.

Beilngries

20°


17°


München

Riedenburg

Donau

DI

MI

DO

Pfaffenhofen

Isar

7

Wind in km/h

Regensburg

www.wetter.net

morgens mittags abends

19°


19°


19°


Heute: Zu Beginn der neuen Woche ist es

zunächst wieder stellenweise trüb durch

Nebel. Dieser löst sich aber zugunsten von

erneutem Sonnenschein auf. Bei nur

schwachem östlichen Wind gibt es 17 bis

21 Grad. In derNacht bleibt es meist klar

bei 9bis 7Grad.

Bergwetter: In den Tälern dominiert

bei wenigen Wolkenfeldern die Sonne.

Die Höchstwerte kommen auf 20 bis

22 Grad voran. Auch in höheren Lagen

versteckt sich die Sonne kaum hinter Wolken.

In 1500 Metern gibt es 12 bis 15 Grad

und in 3000 Metern1bis 3Grad.

Biowetter

Hoher Blutdruck

Niedriger Blutdruck

Kreislauf

Konzentration

Unwohlsein

Belastung:

Gestern

Temperatur 12 Uhr

TiefstwertletzteNacht

Luftdruck 12 Uhr

Luftfeuchte 12 Uhr

Donaupegel

Köln

Rheumaschmerzen

Reaktionszeit

Asthma

Herzbeschwerden

Erkältung

keine schwach mäßig stark

16,7°

5,9°

1016 hPa

55%

140 cm (+1)

Hamburg

Berlin

Frankfurt

München

Nürnberg

Historie 14. Oktober

Minimum

Maximum

Voreinem Jahr

5,7° 19,6°

Rekordwerte München

-1,5°(1960) 23,3°(2001)

Kanaren

Madrid

Dublin

London

Paris

Tunis

Oslo

Berlin

Rom

Wien

Moskau

Athen

Ankara

-30° -25°-20°-15°-10° -5° 0° 5° 10° 15° 20° 25° 30° 35° 40° 45°

Wetterlage: Über dem Osten und Südosten des Kontinents bleibt

es unter dem Einfluss vonHoch Viktor nach Nebelauflösung sonnenreich,

trocken und ziemlich warm. Auch in Teilen Mitteleuropas

kann sich erneut die Sonne behaupten, doch ein Höhentief

über Südnorwegen schiebt Regenwolken bis nach Frankreich.

Mehr Wetter unter www.donaukurier.de


153 Jahre

Seite 20: Australier forscht

nach Ahnen in Aichach

Oberbernbacher Weg7,86551 Aichach, Telefon (0 82 51) 880-140, Telefax (0 82 51) 880-149, www.aichacher-zeitung.de Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 17

AZ INTERN

Ab heute sind es 77 Tage bis zum Jahresende.

Vielleicht fragt sich manch einer bereits, was

er an Silvester macht. Oder trauern Sie wie

einige Redaktionsmitglieder dem Sommer hinterher,

wobei Trauer gar nicht angebracht ist bei diesem

wunderbaren Herbst, der mit über 20 Grad

mehr als freundlichdaherkommt.

Mesut Özil wird heute 30. Ob er seinen Geburtstag

imGarten feiert, ist nicht bekannt. Rein wettertechnisch

könnte er. Denn auch in London strahlt

die Sonne derzeit jeden Tag. Viel interessanter ist

die Frage, ob Mesut noch Freunde hat, die mit ihm

Party machen und ihm ein Ständchen zum runden

Ehrentag trällern möchten, nachdem er sich zuletzt

so viele Feinde gemachthat. Anstoßen könnte er mit

Chris de Burgh, der ebenfalls heute Geburtstag hat.

Der irische Sänger und Komponist, bekannt geworden

mit dem Titel „Lady in Red“, wird 70. Friedrich

Nietzsche hatteebenfalls am 15. Oktober Geburtstag

und wurde heute vor 174 Jahren geboren. Im Alter

von nur 55Jahren verstarb Nietzsche, einer der bedeutendsten

deutschen Philosophen des 19. Jahrhunderts.

Abseinem 45. Lebensjahr litt der in Röcken

geborene Pfarrerssohn unter einer schweren

psychischen Krankheit, die ihn arbeitsunfähig

machte. Tragisch auch die Tatsache, dass er seine

Berühmtheit nicht mehr miterleben durfte, da diese

erst postumeinsetzte.

Wir schließen dieses AZ-Intern mit einem seiner

Zitate und spannen soden Bogen zum goldenen

Oktober: „Wer von seinem Tagnicht zwei Drittel für

sich selbsthat,ist ein Sklave.“

Einen freien Tag,

wünschtdie nicht versklavteAZ-Redaktion

Wo steht’s?

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Einbrecher stiehlt

Geld aus Vase

300 Euro in Affing entwendet

Affing –Ein bislang unbekannter Täter brach in der

Nachtzum Freitaginein Bürogebäude eines Gewerbetriebs

in der Straße „Auf der Höh“ in Affingzuverschaffen.

Dem Täter gelang es, die Zugangstüre aufzuhebeln.

Dabei entstand ein Sachschaden in Höhe

von mindestens 100 Euro. Der Täter entwendete

dann aus dem Büroraum eine Vase in der 300 Euro

Bargeld abgelegt waren. Die Polizeiinspektion Aichach

bittet um sachdienliche Hinweise unter Telefon

08251/898 90.

Am Ende rangen sich doch alle ein Lächeln ab: Peter Tomaschko (Mitte, grauer Anzug) schaffte den Wiedereinzug in den Landtag, Karlheinz Faller (FDP, Vierter

von rechts) könnte sein neuer Kollege werden, wenn die FDP am Ende der bayernweiten Auszählung wirklich die fünf Prozent geschafft hat. Josef Settele

(AfD, Dritter von rechts) fuhr das drittbeste Erststimmenergebnis im Landkreis Aichach-Friedberg ein, bei den Zweitstimmen musste die Partei den Freien

Wählern den Vortritt lassen. Ein besonders schwarzer Tag war esfür Bernd Bante (rechts), der als Kreisvorsitzender der SPD 6,76 Prozent als Endergebnis

auf der Leinwand sah.

Foto: Carina Lautenbacher

Tomaschkosichert sich den

Wiedereinzug in den Landtag

Karlheinz Faller muss Bangen: Reicht es für die FDP, könnte der Dasinger ebenfalls Abgeordneter werden

VonCarina Lautenbacher

und Robert Edler

Aichach – Peter Tomaschko (CSU)

bleibt der Direktabgeordnete für den

Landkreis Aichach-Friedberg im

bayerischen Landtag. Allerdings hat

auch er mit 41,66 Prozent bei den

Erststimmen deutlich Federn lassen

müssen (2013 schaffte er 52,47

Prozent). Doch an diesem Wahlabend

im Landratsamt war auch

noch ein weiterer potenzieller neuer

Abgeordneter zugegen: FDP-Mann

Karlheinz Faller. Ermusste bis weit

nach Mitternacht –und damit auch

nach Redaktionsschluss –zittern, ob

die Liberalen wirklich die fünf Prozent

für den Einzug schaffen. Dann

erst zeigte sich, ob für ihn Listenplatz

eins in Schwaben genug war, um eines

der FDP-Mandate zubekommen

(mehr dazu morgen).

Auch im Wittelsbacher Land sind

die Grünen zweitstärkste Kraft geworden

(15,78 Prozent der Zweitstimmen),

gefolgt von den Freien Wählern

(11,97 Prozent) auf Rang drei

und der AfD (11,44 Prozent) ganz

knappdahinter.

Über weite Strecken war die Stimmung

im Foyerdes Landratsamts, wo

nach und nach die Ergebnisse einliefen,

eher entspannt –und das, obwohl

vor allem CSU-Anhänger anwesend

waren. Die waren von den Umfrageergebnissen

der vergangenen

Wochen und Monate auf den Wahlausgang

offenbar entsprechend vorbereitet.

Auch der Erfolg der AfD war

kaum ein Thema; zu lange wardieses

Ergebnis schon absehbar.

Im Gespräch mit unserer Zeitung

wurde immer wieder ein Ortgenannt,

an dem die CSU-Verluste ihren Ursprung

haben: Berlin. Und genau so

oft wurde mal namentlich, mal verklausuliertdie

Person genannt, die einen

wesentlichen Anteil an dem Ergebnis

hat:HorstSeehofer.

„Aus Berlin kam alles andere als

Rückenwind“, formulierte es der wiedergewählte

CSU-Landtagsabgeordnete

Peter Tomaschko. „Mit Sicherheit

hat Horst Seehofer seinen Anteil

daran. Seine Themen warengut,aber

seine Darstellung eher problematisch.“

Gemeint waren damit unter

anderem der Rücktritt und der Rücktritt

vom Rücktritt, aber auch grundsätzlich

habe man die erzielten Erfolge

den Wählern nicht gutvermittelt.

Ein anderer CSU-Name fällt ebenfalls:

Andreas Scheuer. „Als Wahlkämpfer

hätten wir uns mehr Rückendeckung

aus dem Verkehrsministerium

in der Diesel-Frage gewünscht“,

sagt Tomaschko. Und am

Ende hätte auch noch der Fall Maaßenfür

Verdruss beiden Wählern gesorgt.

Er muss es wissen: Rund 300

Wahlkampftermine hat der Merchinger

trotz der massiven Folgen eines

Fahrradunfalls absolviert. Statt auf

Schuld- und Personaldebatten sollte

sich die CSU seiner Ansicht nach auf

eine schnelle Regierungsbildung

konzentrieren und darauf hinwirken,

Werist Schuld am

CSU-Ergebnis?

„Berlin und Seehofer“

dass inBerlin wieder Ruhe einkehre.

Im Übrigen hat Tomaschko zugehört,

wasdie Wähler vermisst haben, wenn

sie ihre Aufmerksamkeit nicht den

Landtagswahl –Stimmkreis Aichach-Friedberg

60 %

50 %

40 %

30 %

20 %

10 %

0%

41,65

6,76

Zweitstimmen

in Prozent 2018 2013

11,97

15,78

Bundesthemen zugewendet haben.

Da hört man Ungewöhnliches aus

dem CSU-Mund: „Ein Punkt war Flächensparen

und vielleicht muss man

sich mehr um das Thema Naturschutz

bemühen.“

Desillusioniert war Bernd Bante,

Kreisvorsitzender der SPD, dessen

Partei nur noch fünftstärkste Kraft im

Landkreis Aichach-Friedberg ist.„Wir

müssenmit echter Kärrnerarbeit wieder

ganz von vorne anfangen“, sagte

er im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Die Kommunikation klappt nicht.

Wir haben doch ein Standbein in der

Arbeitnehmerschaft, das müssen wir

zu reaktivieren versuchen.“ Dass es

ein Fehler war, in die GroßeKoalition

im Bund zu gehen, sieht er nicht.

„Wenn man vorhat, etwas zu ändern,

muss man inder Regierung sein und

nicht außerhalb.“

n =CSU n =CSU (54,66 %)

n =SPD n =SPD (16,37 %)

n =FW n=FW(6,49 %)

n =Grüne n =Grüne (7,47 %)

n =FDP n =FDP (3,15 %)

n =Linke n =Linke (1,73 %)

n =ÖDP n =ÖDP (2,13 %)

n =AfD

n =AfD (nicht angetreten)

4,59

2,16 1,63

11,44

KOMMENTAR

Die CSU wird’s überleben, die SPD wohl kaum

VonRobert Edler

Hohler Würfel

sorgt für Durchblick

Der Holzwürfel am Kreisel in Höfarten und im Hintergrund

das satte Gelb des Herbstlaubs hat unsere

Fotografin Claudia Neumüller festgehalten. Das

Konstrukt steht in der Nähe des Ponyhofs.

Die gute Nachricht zuerst: Auch

heute wird die Zugspitze noch der

höchste Berg Bayerns und Deutschlands

sein. Das Leben geht weiter,

auch für die CSU. Sie hat eine herbe

Schlappe einstecken müssen, sogar

im traditionell „schwarzen“ Wittelsbacher

Land purzelten die Prozentpunkte

zweistellig dahin. Da mag

man jetzt die Schuld schnell und

gerne Berlin zuschieben, doch haben

nicht gerade die CSU-Alphatiere

für die eigentlich unnötige Polarisierung

gesorgt und Geister geweckt,

die man trotz aller Bemühungen

nicht mehr los wurde? Da reichten

dann keine Millionengeschenke, die

Spitzenkandidaten wie Monstranzen

vor sich hertragen konnten. Es wurde

Vertrauen verspielt!

Das von Markus Söder im Vorfeld

an die Wand gemalte Schreckgespenst

von den Berliner Verhältnissen

wird nicht eintreten. Koalitionen

sind grundsätzlich eine feine demokratische

Einrichtung, die CSU hat

jetzt sogar mehrere Optionen für eine

stabile Regierung. Der Zeitdruck,

den die bayerische Verfassung ausübt,

wird zudem dazu beitragen,

dass es schnelle Ergebnisse geben

wird.

Im Landkreis hat Peter Tomaschko

deutlich an Stimmen verloren, aber

dennoch ein für ihn persönlich zufriedenstellendes

Ergebnis eingefahren.

Der Wähler hat seinen Fleiß honoriert

–andie 300 Termine hat er

allein im Wahlkampf absolviert.

Dass es offenbar auch anders geht,

zeigen derweil die Freien Wähler. Ihr

Spitzenkandidat Johannes Hatzold

hat faktisch keinen Wahlkampf gemacht

und als „Phantom“ dennoch

über elf Prozent bekommen. Da darf

man sich verwundert die Augen reiben.

Die Grünen haben allen Grund

zur Freude, auch wenn sie hinter

dem Bayern-Ergebnis zurückgeblieben

sind.

Und die SPD? Für Dr. Simone

Strohmayr dürfte der Landtag Geschichte

sein. Ihre SPD ist nur noch

einstellig, wurde regelrecht filetiert,

eine einst so stolze Volkspartei wurde

zur Bedeutungslosigkeit degradiert.

Das ist die wahre und eigentliche

Katastrophe dieser Wahl.

Nicht weniger deprimierend ist

das praktisch flächendeckend gute

Abschneiden der AfD. Auch in den

Städten. „Aichach ist bunt und wählt

nicht braun“, hat Aichachs Bürgermeister

Klaus Habermann in einer

persönlichen Zeitungsanzeige betont.

Fast zwölf Prozent haben es

doch getan. Man kriegt eine Partei

nun mal nicht klein, in dem man ihre

Rhetorik übernimmt. Gerade in diesem

Punkt hat die CSU schwere Fehler

begangen und das zu spät eingesehen.


LOKALES Landtagswahl im Stimmkreis Aichach-Friedberg Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 18

LKRholt

16 Stimmen

im Kreis

0,02 Prozent

Aichach (tama) In 17 von24

Gemeinden im Landkreis

Aichach-Friedberg haben

die Liberal-Konservativen

Reformer null Stimmen bekommen.

Die Euro-Kritiker

(LKR) kommen insgesamt

auf 16 Stimmen, was 0,02

Prozent bedeutet. Damit

sind sie absolutes Schlusslicht.

Auf ihrer Internetseite

bezeichnen sie sich als

„Mitmachgelegenheit“,

doch offfenbar wollten die

Wähler im Wittelsbacher

Land nicht mitmachen.

Sielenbach – in vielen

Bereichen Vorzeigegemeinde

–trumpft auch bei der

Wahl auf. Mit nur einem

ungültigen Wahlzettel sind

sie neben Steindorf Rekorhalter

beim „fehlerfreien

Wählen“.

Kaum Stimmen

für die Kleinsten

Neben den zehn Parteien, die

Direktkandidaten stellten (siehe

Tabelle unten), standen vier weitere

Parteien im Stimmkreis

Aichach-Friedbergzur Wahl:

Piratenpartei: Insgesamt kam

die Piratenpartei im Landkreis

auf 0,40 Prozent der Zweitstimmen.

Ihr bestes Ergebnis erzielten

sie in Todtenweis mit 0,71

Prozent; das schlechteste in

Steindorfmit null Prozent.

Liberal-Konservative Reformer

–die Euro-Kritiker (LKR):

Die LKR imLandkreis kamen auf

0,02 Prozent der Zweitstimmen.

In 17 Landkreisgemeinden bekam

die Partei keine einzige

Stimme. Ihr bestes Ergebnis erzielten

sie in Baar mit 0,14 Prozent

(siehe oben).

mut: Insgesamt kam mut im

Landkreis auf 0,26 Prozent der

Zweitstimmen. Ihr bestes Ergebnis

erzielte die Partei in Eurasburg

mit 0,69 Prozent; Keine

Stimmen gabesinBaarund Todtenweis.

Die PARTEI: Die Satire-Partei

schaffte esimLandkreis auf 0,68

Prozent der Zweitstimmen. Ihr

bestes Ergebnis erzielte die PAR-

TEI in Baar mit 1,87 Prozent; das

schlechteste in Ried mit 0,26 Prozent.

Fast 77 Prozent Wahlbeteiligung im Landkreis ist ein erfreuliches Ergebnis dieses Urnengangs. Viele

Bürger machten sich gestern auf den Weg inihr Wahllokal, zum Teil standen sie Schlange. Unser Bild

entstand am Vormittag in Unterschneitbach.

Foto: Robert Edler

Hollenbach liefert

die ersten Ergebnisse

Wahlabend im Landratsamt: Nüchterne Bilanz und ein Votum der

CSU-Politiker für eine bürgerliche Regierung mit Freien Wählern

VonRobert Edler

Aichach –Sokontrovers, wie dieser

Wahlkampf auch gewesen

sein mag, sospannend das Warten

auf die erste Hochrechnung

–sogefasst nahmen die anwesenden

Lokalpolitiker gestern

Abend im Landratsamt die Ergebnisse

dieser Landtagswahl

zur Kenntnis und diskutierten

über mögliche Koalitionen. Klarer

Favorit: Eine „bürgerliche Regierung“

mit den Freien Wählern.

Geduld war gefragt, ehe man

sich von den bayernweiten

Hochrechnungen auf die Ergebnisse

im Wittelsbacher Land konzentrieren

konnte. Die erfreulich

hohe Wahlbeteiligung –zum Teil

standen die Menschen Schlange

vor den Wahllokalen –forderte

die Helfer in den Kommunen.

Um 19.09 Uhr war es wieder einmalHollenbach,

dasals erste Gemeinde

lieferte. Gut 48 Prozent

für Peter Tomaschko. „So könnte

es weiter gehen“, kommentierte

der Abgeordnete, der durchaus

angespannt war, im Laufe des

Abends aber immer gelassener

wurde. Schnell zeichnete sich

kurz darauf ein Trend ab: Grüne,

Freie Wähler und AfD lieferten

sich insbesondere inden kleineren

Kommunen ein Kopf-an-

Kopf-Rennen, während die SPD

weit abgeschlagen nur noch den

fünften Platz zugeteilt bekam.

„Das ist scheiße. Punkt“, entfuhr

es SPD-Kreisvorsitzendem Bernd

Bante, dem nicht nur das vernichtende

Abschneiden seiner

GenossenimMagen lag, sondern

auch die starken Werte für die

AfD.

Von einem „schwarzen Tag“

für die CSU sprach unumwunden

Manfred Losinger. Trotzaller

Prognosen im Vorfeld. Dass er es

über die Liste vermutlich nicht

packen wird, in den Landtag einzuziehen,

das habe er erwartet.

Was ihn aber ärgert, ist das

Durchschlagen bundespolitischer

Themen. 7500 Kilometer

hat Losinger imWahlkampf mit

dem Auto zurückgelegt, „ich habe

bei den Veranstaltungen eine

gute Stimmung wahrgenommen“.

Nun gelte es, sich inhaltlich

neu aufzustellen. Jetzt den

Wählerauftrag annehmen,

schnell eine Regierung bilden

und Vertrauen zurückgewinnen,

das sehen Losinger und Tomaschko

als nächste Schritte für

die CSU. Als Koalitionspartner

gibt es für sie eigentlich nur die

Freien Wähler. Mit ihnen gebe es

schon jetzt etliche Schnittmengen,

darauf lasse sich aufbauen.

Keine Schnittmengen sehen sie

mit den Grünen, gerade wasThemen

wie Landwirtschaft oder innere

Sicherheit anbelangt.

Schwarz-Grün wäre der Wählerschaft

im Landkreis kaum zu vermitteln,

betonte Losinger. Landrat

Dr. Klaus Metzger indes hätte

nichts gegen eine schwarz-grüne

Regierung. „Man muss irgendwann

den richtigen Zeitpunkt erwischen.

Jetzt wäre für Schwarz-

Grün eine satte Regierungs-

Mehrheit möglich“, so Metzger,

der überzeugt davonist,dassviele

Grünen-Wähler ehemalige

CSU-Wähler sind.

Am späteren Abend kam auch

noch AfD-Kandidat Josef Settele

ins Landratsamt. Dass seine Partei

als Koalitionspartner bereits

ausgeschlossen wurde, überraschte

ihn nicht. Letztlich sei es

für die AfD aber gar nicht so

schlecht. Nun könne man die

nächste Zeit nutzen, um Erfahrungen

in der Landespolitik zu

sammeln.

REAKTIONEN

Peter Tomaschko

Aichach (cal) Sehr zufrieden

zeigte sich Peter Tomaschko gestern

Abend über sein persönliches

Abschneiden im Landkreis

Aichach-Friedberg. Mehr sei angesichts

des bayernweiten

Trends nicht zu erwarten gewesen.

Tomaschko hat 41,66 Prozent

der Erststimmen erzielt. Da

war es für den Abgeordneten

Simone Strohmayr

München (tama) Als „trauriges

Ergebnis“ bezeichnete Simone

Strohmayr den Ausgang der

Landtagswahl für ihre Partei. Für

die SPDsei er eine „Katastrophe“.

Dementsprechend schlecht sei

auch die Stimmung imLandtag

gewesen, wo sie den Abend mit

Johannes Hatzold

Christina Haubrich

KarlheinzFaller

Aichach (cal) Ein persönliches

Ergebnis, das mit 5,11 Prozent

der Erststimmen knapp über

dem Landesschnitt liegt, war für

Karlheinz Faller in Ordnung. Für

ihn ging das Zittern erst los, als

alle anderen schon auf dem

Heimweg waren: Schafft die FDP

Josef Settele

Gaulzhofen (cal) Rang drei im

Erststimmenergebnis veranlasste

Josef Settele nicht zuEuphorie:

„Ich hätteauchden zweitenPlatz

habenwollen, aber es freut mich,

dass die SPD ihre Klatsche bekommen

hat. Die haben uns regelrecht

verunglimpft,zuletzt mit

auch zu verschmerzen,

dass erinseiner

Heimatgemeinde

Merching

nur

CSU

36,50 Prozent schaffte. Das führt

er darauf zurück, dass es auch

der Heimatort der Erststimmenkandidatin

der Grünen ist.

Parteifreunden

verbrachte.

Wie es für sie

persönlich

nach 15 Jahren SPD

im Landtag

weitergeht: „Das kann ich noch

nichtsagen.“

Aichach (tama) Mehr als zufrieden

war Johannes Hatzold am

Wahlabend, den er mit seiner Familie

in Friedberg verbrachte.

„Wir haben unser Ziel erreicht“,

sagte der 56-Jährige. Vor allem

angesichts der Tatsache, dass er

bewusst keinen Wahlkampf betrieben

habe,

sondern nur

Stimmen holen

wollte, sei

der Ausgang Freie Wähler

absolut positiv

zu werten. Eine Koalition mit der

CSUkann er sich gutvorstellen.

Aichach (tama) „Wir freuen uns

und sind mehr als zufrieden“,

sagte Christina Haubrich am

Sonntagabend. Dass die Grünen

im Landkreis mehr als doppelt so

viele Stimmen wie 2013 bekommen

würden, habe sie gehofft,

aber erst geglaubt als es feststand.

„Wir haben

unser Ziel

als zweitstärkste

Kraft

erreicht“, erklärte

Grüne

die Mer-

chingerin, die den Abend auf einer

Wahlparty ausklingen ließ.

den Einzug ins

Parlament und

wenn ja, wird

er einen der

Abgeordnetensitze

bekom-

FDP

men? Das Ergebnis wurde nach

Mitternacht erwartet.

der Zeitungsanzeige

des

Bürgermeisters,

dass Aichach

bunt nicht AfD

braun ist.“ Die

CSU sei nicht der Feind, habe

aber riesige Fehler gemacht.

Landtagswahl

Landkreis

Aichach-Friedberg

Wahlbeteiligung

Gemeinden

AlleAngaben

in Prozent

Peter Tomaschko

Erststimme Zweitstimme

Simone Strohmayr

Erststimme Zweitstimme

Johannes Hatzold

Erststimme Zweitstimme

Christina Haubrich

Erststimme Zweitstimme

Karheinz Faller

Erststimme Zweitstimme

Andreas Zwiselsberger

Erststimme Zweitstimme

Gerhard Eser

Erststimme Zweitstimme

Maria Posch

Erststimme Zweitstimme

Josef Settele

Erststimme Zweitstimme

Frank Liermann

Erststimme Zweitstimme

Adelzhausen 93,67 49,47 46,95 5,45 4,55 10,62 11,81 9,76 11,42 5,36 4,84 1,63 1,65 3,06 2,13 2,01 1,45 12,34 13,07 0,29 0,29

Affing 78,06 45,40 46,52 5,28 4,64 12,95 13,17 11,63 11,28 4,02 3,43 2,15 2,19 2,67 2,63 1,53 1,48 14,00 13,11 0,37 0,43

Aichach 72,33 40,45 40,21 8,87 7,52 10,85 12,68 16,13 15,97 5,06 4,48 2,17 2,26 2,20 2,10 1,73 1,33 12,07 11,79 0,48 0,40

Aindling 68,03 45,31 45,75 6,64 5,19 10,20 13,49 12,77 13,14 3,40 3,46 1,48 1,53 2,19 2,56 1,91 1,38 15,43 11,88 0,66 0,71

Baar 78,43 39,22 35,40 6,61 6,47 19,68 24,46 13,36 11,08 3,59 3,31 1,58 1,44 1,72 2,01 0,57 0,43 12,93 11,65 0,72 0,43

Dasing 77,44 47,39 45,10 5,35 4,92 11,19 15,37 12,95 12,99 6,33 4,61 1,78 1,67 1,75 1,64 1,29 1,11 11,35 10,76 0,62 0,59

Eurasburg 79,26 45,56 45,67 5,17 4,23 11,41 11,71 15,12 15,06 3,90 3,74 1,85 1,67 2,63 2,85 2,83 2,17 10,93 10,24 0,59 0,49

Friedberg 77,93 40,47 42,55 8,97 7,80 10,46 9,15 17,61 17,83 6,45 5,45 2,39 2,38 1,43 1,47 1,75 1,89 9,75 9,50 0,72 0,60

Hollenbach 77,46 48,09 48,49 4,73 4,00 14,38 16,21 10,15 10,25 3,27 3,09 1,46 1,40 2,99 3,23 2,92 1,96 11.61 10,11 0,42 0,42

Inchenhofen 74,31 48,41 47,69 4,09 3,55 10,73 13,57 8,26 9,88 4,52 4,62 0,99 1,00 3,32 3,41 7,20 4,12 12,35 13,57 0,14 0,21

Kissing 76,05 37,67 36,61 11,09 10,95 8,95 8,97 17,42 17,88 6,11 5,37 2,51 2,36 1,97 1,65 1,57 1,54 12,04 12,21 0,66 0,59

Kühbach 76,45 43,76 42,42 4,89 4,20 10,73 12,32 14,27 14,30 4,53 4,49 2,16 2,10 2,90 3,13 1,92 1,20 14,48 13,85 0,37 0,49

Merching 79,22 36,50 35,58 6,81 7,17 11,31 15,54 22,77 17,06 4,39 4,50 1,76 2,51 3,87 2,41 2,07 2,15 10,27 10,99 0,26 0,37

Mering 77,61 33,80 33,26 9,81 9,10 9,58 10,42 22,76 21,77 5,54 5,29 2,80 3,11 2,11 1,62 1,48 1,64 11,54 11,56 0,60 0,55

Obergriesbach 82,24 38,59 37,63 5,23 4,95 12,27 14,77 20,70 19,95 4,84 4,32 1,56 1,73 1,41 1,34 2,58 2,12 12,66 12,18 0,16 0,16

Petersdorf 74,70 46,88 45,62 3,12 2,85 13,08 13,34 12,17 11,91 2,41 2,34 1,81 2,04 3,02 2,85 2,92 2,44 14,19 13,34 0,40 0,71

Pöttmes 74,41 49,51 48,99 4,11 3,87 12,81 14,18 9,63 9,42 3,07 2,98 1,64 1,52 3,26 3,51 1,64 1,27 13,82 12,46 0,52 0,61

Rehling 76,95 44,98 43,54 4,82 4,90 13,16 13,13 13,91 13,13 3,87 4,15 1,29 1,50 3,05 3,27 1,76 1,84 12,89 11,77 0,27 0,07

Ried 81,60 47,65 45,62 5,43 4,92 13,50 14,00 12,78 12,91 3,05 3,78 1,55 1,56 1,76 1,76 0,93 1,04 12,83 13,17 0,52 0,41

Schiltberg 80,33 47,79 47,98 3,59 3,13 12,99 14,07 10,95 9,79 4,08 3,70 0,98 0,91 2,78 3,54 2,04 1,73 14,38 13,91 0,41 0,33

Schmiechen 78,47 33,96 34,93 6,52 5,04 13,66 13,62 19,92 19,29 4,39 4,79 2,38 2,27 4,39 3,53 1,88 1,64 12,66 12,86 0,25 0,38

Sielenbach 80,29 49,14 50,00 3,82 2,63 13,00 14,11 9,94 10,12 5,07 4,57 1,82 1,75 4,11 3,79 2,49 1,56 9,85 9,73 0,76 0,49

Steindorf 83,45 42,00 40,16 4,68 4,23 12,76 13,98 18,90 17,72 2,58 3,58 2,10 2,60 4,52 4,07 0,65 0,65 11,31 11,06 0,48 0,49

Todtenweis 78,13 46,91 46,70 4,55 3,89 12,02 13,21 10,39 10,38 3,85 2,36 1,52 1,77 1,87 1,77 1,63 1,89 16,69 16,16 0,58 0,47

Landkreis Gesamt 76,61 41,66 41,65 7,56 6,76 11,08 11,97 16,00 15,78 5,11 4,59 2,11 2,16 2,23 2,13 1,83 1,63 11,88 11,44 0,55 0,50


LOKALES LandtagswahlimStimmkreis Dachau Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 19

Bernhard Seidenath gehört mit

der CSU zu den großen Verlieren

des Wahlabends. In manchen

Orten kam er nur auf gut 30 Prozent

der Erststimmen.

Die

(Ex-)Großen

CSU und SPD

Dachau (beh) Die Stimmengewinne

und -verluste

waren imLandkreis Dachau

teilweise dramatisch.

Während Freie Wähler und

Grüne ihre Ergebnisse der

letzten Wahl zum Teil verdrei-

und vervierfachen

konnten, erlebten CSU und

SPD dramatische Einbrüche:

Ein regelrechtes Debakel

gab es für die CSU gerade

in Hochburgen wieAltomünsteroder

Pfaffenhofen/

Glonn, wo sie Verluste von

fast 20Prozent hinnehmen

musste.

Die SPDkommtteilweise

nur noch auf ein Drittel der

Stimmenanteile von 2013.

Selbst im Hilgertshausen-

Tandern, dem Heimatort

von Landtagsabgeordnetem

Martin Güll, reichte es

nicht für ein zweistelliges

Zweitstimmenergebnis,

selbstinder SPD-Hochburg

konnte die Zehn-Prozent-

Hürde nicht genommen

werden. Sein Erststimmenergebnis

ist zwar durchweg

besser als das der

Zweitstimmen, aber auch

derBildungsexperte musste

hohe Verluste hinnehmen,

in Hilgertshausen-Tandern

gingesvon 32 aufnichteinmal20Prozent

herunter.

Von den großen Verlusten

vonCSU und SPDprofitierten

zum einen die Freien

Wähler. DirektkandidatenMartinaPurkhardt

holte

zum Beispiel in Schwabhausen

mit fast 24Prozent

ihr bestes Erststimmenresultat,

CSU-Landtagsabgeordneter

Bernhard Seidenath

kam dort auf nur 31

Prozent. DerandereGewinner

sind die Grünen, die ihr

Ergebnis in manchen Orten

verdreifachten.

Martin Güll: Der SPD-Abgeordnete

wird den Einzug in den Landtag

nicht mehr schaffen. Die

SPD verlor mehr als die Hälfte

ihrer Stimmen.

Nur 34 Prozent Erststimmen

für Bernhard Seidenath

50+x ist für die CSU weit weg /FWund Grüne sind die Gewinner /AfD bleibt einstellig

VonFranz Hofner

und Dr. Berndt Herrmann

Dachau – Bernhard Seidenath

hat für die CSU das Direktmandat

im Landkreis Dachau gewonnen.

Das ist allerdings die einzig

positive Nachricht für ihn, denn

ein Erststimmenergebnis von 34

Prozent ist alles andere als berauschend.

Kein Trost wird sein,

dass sein SPD-Landtagskollege

Martin Güll ebenfalls einen Einbruch

erlebte und dem Landtag

wohl nicht mehr angehören wird.

Die Gewinner des Wahlabends

waren auch in Dachau woanders

zu finden. Thomas Kreß (Grüne),

Martina Purkhardt (FW) und Dr.

Frank Sommerfeld (FDP) haben

Chancen auf einen Einzug ins

Maximilianeum.

Während CSU und SPD dort

noch schlechter abschnitten als

im Landesdurchschnitt, waren

Freie Wähler mit fast 13Prozent

und die Grünen mit über 18 Prozent

sogar noch etwas besser als

das Landesergebnis. Die FDP

konnte sich im Vergleichzur letzten

Wahl deutlich steigern, kam

aber über fünf Prozent nicht hinaus.

Die AfDbliebeinstellig. Die

Wahlbeteiligung lag mit 78 Prozent

fast zehn Prozent über der

letzten Landtagswahl.

Wie dramatisch die Situation

für die CSU ist, zeigt die Tatsache,

dassinkeiner Gemeinde die

magische 50-Prozent-Marke erreicht

wurde,weder beiden Erstnoch

bei den Zweitstimmen. Bei

der Landtagswahl 2013 gab es

dagegen noch einige Orte mit 60

und mehr Prozent CSU-Stimmen.

Noch dramatischer istdie Lage

bei der SPD: Martin Güll hat bei

den Erststimmen ein Minus von

Martina Purtkhardt: Die Freie-

Wähler-Kandidatin verbesserte

ihr gutes Ergebnis der Wahl von

2013, mit der Partei ging es

steil bergauf.

über zehn Prozent, in nur zwei

Gemeinden, Dachau und Karlsfeld

schafft die Partei ein zweistelliges

Ergebnis, inSulzemoos

reicht es nicht einmal mehr für

fünf Prozent.

Dagegen sind die Grünen und

die Freien Wähler geradezu nach

oben gerauschtund mit 18,8 und

12,9 die zweit- und drittstärkste

Partei. In Dachau, Karlsfeld,

Haimhausen und Röhrmoos

kommen die Grünen sogar auf

über 20 Prozent. Die AfD bleibt

dagegen inden allermeisten Orten

unter der Zehn-Prozent-Marke.

Seidenath bewertete das CSU-

Ergebnis nach den ersten Prognosen

als desaströs, trotzdem

meinte er, die Partei sei angesichts

der sich im Laufe des frühen

Abends verbessernden Ergebnisse

noch mit einem blauen

Auge davon gekommen. Als

nicht förderlich bewertete erden

Thomas Kreß: Die Grünen gehörten

2013 noch zu den Verlieren,

nun sind sie auch im Landkreis

Dachau souverän die zweite

Kraft.

Streit auf Bundesebene im Vorfeld

der Wahl.

Martina Purkhardt freute sich

über das gute Wahlergebnis der

Freien Wähler, das sie als besser

als erwartet bezeichnete. Mit

dem Listenplatz elf kann sie sich

durchaus noch Hoffnungen auf

den Einzug in den Landtag machen.

Landtagswahl –Stimmkreis Dachau

60 %

50 %

40 %

30 %

20 %

10 %

0%

37,30

8,50

Zweitstimmen

in Prozent 2018 2013

12,97

18,18

Frank Sommerfeld: Die FDP und

ihr Direktkandidat konnten nach

dem enttäuschenden Abschneiden

bei der letzten Wahl ihr Ergebnis

mehr als verdoppeln.

Thomas Kreß von den Grünen

konnte sich derweil als großer

Sieger fühlen. Er könne sich eine

Regierungsbeteiligung seiner

Partei vorstellen, sein Ziel sei es,

das Land positiv zu gestalten,

sagte er.AuchDr. Frank Sommerfeld

vonder FDP könnte über die

Liste noch in den Landtageinziehen.

Kann trotz schlechtem Ergebnis

noch lachen: CSU-

Abgeordneter Bernhard Seidenath

(Bildmitte) gewann

das Direktmandat im Landkreis

Dachau. Ihm gratulieren

Landrat Stefan Löwl

(hinten links), der bisherige

Listenabgeordnete Anton

Kreitmair (hinten rechts),

Zweitstimmenkandidat August

Haas (vorne links) und

Bezirkstagspräsident Josef

Mederer (vorne rechts).

Foto: Franz Hofner

n =CSU n =CSU (53,48 %)

n =SPD n =SPD (21,58 %)

n =FW n=FW(6,64 %)

n =Grüne n =Grüne (6,55 %)

n =FDP n =FDP (2,39 %)

n =Linke n =Linke (1,42 %)

n =ÖDP n =ÖDP (2,35 %)

n =AfD n =AfD (nicht angetreten)

4,95

2,15 1,63

9,00

Christoph Steier: Die AfD blieb

im Landkreis Dachau unter dem

Landesergebnis der Partei und

schaffte nur wenigen Orten zweistellige

Resultate.

Kaum Stimmen

für Exoten

Dachau (vga) Neben den zwölf

Parteien, die Direktkandidaten

stellten (siehe Tabelle unten),

standen fünf weitere Parteien im

Stimmkreis Dachau zurWahl. Allerdings

hatten die Wähler auch

im Landkreis Dachau für die

Kleinsten wenig über. Die besten

und schlechtesten Ergebnisse

der Exoten im Überblick:

Liberal-Konservative Reformer

–die Euro-Kritiker (LKR):

Insgesamt kamen die LKR im

Landkreis auf 0,04 Prozent der

Zweitstimmen. Ihr bestes Ergebnis

erzielten sie in Markt Indersdorf

mit 0,08 Prozent; In Sulzemoos,

Vierkirchen, Röhrmoos,

Pfaffenhofen an der Glonn, Hilgertshausen-Tandern

und Hebertshausen

ging die LKR leer

aus.

Partei der Humanisten: Insgesamt

kamen die Humanisten

im Landkreis auf0,13 Prozentder

Zweitstimmen. Ihr bestes Ergebnis

erzielte die Partei in Sulzemoos

mit 0,25 Prozent; das

schlechteste in Hilgertshausen-

Tandern, dort bekam die Partei

keine einzige Stimme.

Die PARTEI: Insgesamt kam

die Satire-ParteiimLandkreis auf

0,38 Prozent der Zweitstimmen.

Ihr bestes Ergebnis erzielte die

PARTEI in Sulzemoos mit 0,57

Prozent; das schlechteste mit

0,23 Prozent fuhr die Partei

gleich indrei Gemeinden ein: in

Haimhausen, Erdweg und Odelzhausen.

Partei für Gesundheitsforschung:

Insgesamt kam die Partei

im Landkreis auf 0,16 Prozent

der Zweitstimmen. Ihr bestes Ergebnis

erzielte sie mit 0,24 Prozent

in Petershausen und

Schwabhausen. Das schlechteste

in Pfaffenhofen an der Glonn mit

0,08 Prozent.

V-Partei³: Insgesamt kam die

Partei im Landkreis auf 0,18 Prozent

der Zweitstimmen. Ihr bestes

Ergebnis erzieltesie in Odelzhausen

mit 0,38 Prozent; das

schlechteste in Haimhausen mit

0,03 Prozent.

Landtagswahl

Landkreis

Dachau

Gemeinden

Wahlbeteiligung

AlleAngaben

in Prozent

Bernhard Seidenath

Erststimme Zweitstimme

Martin Güll

Erststimme Zweitstimme

M. Purkhardt

Erststimme Zweitstimme

Thomas Kreß

Erststimme Zweitstimme

Frank Sommerfeld

Erststimme Zweitstimme

J.Westermeier

Erststimme Zweitstimme

Josef Paintner

Erststimme Zweitstimme

Christopher Hinz

Erststimme Zweitstimme

Oliver Welter

Erststimme Zweitstimme

Christoph Steier

Erststimme Zweitstimme

Hans-J. Krüger

Erststimme Zweitstimme

Michael Krämer

Erststimme Zweitstimme

Altomünster 79,16 39,68 43,85 10,08 5,69 15,38 13,65 12,22 13,95 4,91 4,58 1,47 1,50 2,75 3,35 1,77 1,69 0,61 0,48 9,71 9,30 0,39 0,30 1,04 0,83

Bergkirchen 85,86 39,11 43,64 8,06 5,30 17,76 15,24 12,36 13,66 5,46 4,72 1,27 1,25 2,67 2,65 1,29 1,38 0,58 0,65 9,80 9,53 0,24 0,37 1,40 0,97

Dachau 76,75 30,88 33,60 14,04 10,11 10,94 10,76 19,22 21,59 6,92 5,51 2,90 2,74 1,93 1,93 1,46 1,51 0,77 0,64 9,37 9,06 0,34 0,40 1,22 1,04

Erdweg 81,51 33,20 36,54 11,62 7,18 18,99 15,81 13,51 16,67 4,84 4,03 2,08 2,16 3,32 4,51 1,18 1,08 0,59 0,68 9,26 9,11 0,34 0,20 1,07 1,39

Haimhausen 80,67 36,24 34,37 11,06 8,32 12,99 14,68 19,12 21,11 6,80 6,79 1,83 1,66 2,10 2,12 1,17 1,09 0,57 0,50 6,96 7,52 0,40 0,50 0,77 0,60

Hebertshausen 82,61 36,54 39,64 10,61 7,55 16,36 15,13 15,59 18,03 6,05 5,43 1,60 1,55 2,22 1,91 1,42 1.31 0,50 0,48 7,38 6,96 0,30 0,30 1,42 1,04

Hilgertsh.-Tandern 80,83 35,65 41,37 19,40 9,20 12,51 12,12 11,52 14,79 4,09 4,01 1,08 1,14 2,31 2,33 1,77 1,58 0,59 0,89 10,34 10,74 0,20 0,45 0,54 0,69

Karlsfeld 74,53 33,89 35,58 12,45 10,87 9,31 9,03 19,08 20,04 7,15 6,22 2,78 2,61 2,49 2,18 1,51 1,78 0,57 0,52 9,42 8,94 0,25 0,29 1,09 0,88

Markt Indersdorf 79,05 34,30 38,58 16,04 7,54 15,15 15,92 11,63 14,96 4,52 3,90 1,68 1,83 2,59 2,72 2,25 2,07 0,54 0,47 9,41 9,52 0,62 0,62 1,26 1,02

Odelzhausen 74,42 37,78 39,96 8,70 6,00 14,56 13,42 12,47 13,61 5,66 5,01 1,52 1,80 3,50 3,98 1,79 1,76 0,61 0,42 11,67 11,40 0,38 0,34 1,37 1,38

Petershausen 83,73 32,21 35,40 14,69 9,09 12,62 12,43 16,81 19,39 5,13 4,36 3,06 2,96 2,04 2,15 1,83 1,83 0,67 0,56 9,08 9,14 0,43 0,38 1,42 1,26

Pfaffenhof./Glonn 78,48 45,33 46,61 5,90 5,12 15,57 15,54 10,57 11,98 5,16 3,06 1,39 1,32 3,11 3,06 1,48 1,16 0,74 0,58 9,75 10,00 0,41 0,25 0,57 0,74

Röhrmoos 80,12 33,23 35.41 12,68 7,79 15,48 15,43 16,83 20,24 5,01 3,79 1,85 1,74 1,96 2,22 2,18 2,16 0,50 0,31 8,85 8,77 0,25 0,25 1,18 1,32

Schwabhausen 80,87 31,47 39,76 11,26 7,66 23,60 16,24 13,44 16,05 5,00 3,99 1,42 1,58 2,13 2,43 1,79 1,61 0,53 0,37 8,02 8,18 0,37 0,48 0,97 0,95

Sulzemoos 76,03 44,51 47,10 7,34 4,73 15,07 13,37 11,17 12,23 4,58 4,22 1,88 2,02 3,70 3,78 0,82 1,01 1,07 1,01 8,41 7,88 0,44 0,38 1,00 1,01

Vierkirchen 79,40 34,09 36,30 14,61 9,30 14,91 16,16 14,61 17,85 4,76 3,82 2,79 2,51 1,61 1,91 3,28 1,95 0,49 0,41 7,55 7,65 0,49 0,64 0,79 0,82

Weichs 79,84 34,31 38,04 15,26 8,31 13,92 14,51 12,52 15,62 4,14 4,05 1,15 1,60 3,24 3,25 3,24 2,70 0,60 0,55 9,98 9,36 0,45 0,35 1,20 1,00

Landkreis Gesamt 78,26 34,23 37,30 12,66 8,50 13,75 12,97 15,93 18,18 5,86 4,95 2,20 2,15 2,37 2,47 1,68 1,63 0,64 0,56 9,19 9,00 0,36 0,39 1,15 1,01


LOKALES Aichach Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 20

Ansturm auf

Berufsfindungstag

77 Unternehmen und Institutionen präsentieren sich in Aichach

Rund 1300 Schüler informieren sich über Ausbildungsmöglichkeiten

VonXaver Ostermayr

Aichach – Antworten auf alle

Fragen rund um die Berufswahl

gab es am Samstag im Deutschherren-Gymnasium

in Aichach.

Der Rotary Club Schrobenhausen-Aichach

veranstaltete seinen

13. Berufsfindungstag. Die Firma

Haimer aus Igenhausen organisierte

erneut die inzwischen

feste Einrichtung für Schüler aller

Schularten und lokale Ausbildungsbetriebe.

77 Unternehmen,

Organisationen und Institutionen

boten den rund 1300 interessierten

Jugendlichen und

deren Eltern eine kompakte

Plattform, um sich vor allem

über Ausbildungsmöglichkeiten

in nahezu 180 Berufen in lockerer

Atmosphäre zu informieren.

„Es ist einiges geboten. Für jeden

ist etwas dabei“, stellte der

Präsident des Rotary Clubs

Schrobenhausen-Aichach, Hermann

Schrattenthaler, fest. Und

Landrat Dr. Klaus Metzger fügte

hinzu: „Informieren Sie sich so

gut wie möglich. Gehen Sie auf

die Menschen zu“. Die Chancen

sind für die jungen Leute derzeit

gut, denn 100 Bewerbern stehen

im Wittelsbacher Land 134 Ausbildungsstellen

gegenüber. Die

Arbeitslosenquote liegt bei nur

zwei Prozent. Metzgerdankte der

Firma Haimer. Das Engagement

des Unternehmens wird in Zukunft

wirken. Aichachs Bürgermeister

Klaus Habermann bezeichnete

den Berufsfindungstag

als Glückstag. „Man müsste ihn

erfinden, gäbe es ihn nicht.“

Auch erlobte die „professionelle

Organisation“ des Igenhausener

Unternehmens aus der High-

Tech-Branche. Schulrätin Claudia

Genswürger vom Staatlichen

Schulamt imLandkreis Aichach-

Friedberg meinte zum bevorstehenden

Berufseinstieg der Jugendlichen:

„Nichts istsoeffektiv

als die Gespräche mit den Fachleuten.

Eine solche Veranstaltung

istfür sieganz wichtig.“

Den Worten folgten Taten: Bereits

um 11.30 Uhr nahmen 1000

Interessierte das Angebot inder

Vierfachturnhalle an, sich über

die Möglichkeiten für ein eigenes

Engagementinder Heimatregion

zu erkunden. Auch viele Eltern

waren dabei. Aus jeder Berufssparte

waren Experten vor Ort,

beispielsweise aus dem kaufmännischen

oder handwerklichen

Bereich, aus dem Sozialbereich

oder dem Öffentlichen

Dienst. Oftmals informierten an

den Infoständen die derzeitigen

Auszubildenden eines Unternehmens,

wie fünf

Azubis von der

Sparkasse

Aichach-

Schrobenhausen.

Vor Ort

waren neben

den vielen Unternehmen aus der

Region aber auch die Bundeswehr,

das Polizeipräsidium

Schwaben, die Industrie- und

Handelskammer Schwaben, die

Handwerkskammer, das Landwirtschaftsamt,

die Agentur für

Arbeit oder die Justizvollzugsanstalt.

Viele Fragen hatten die Interessierten

auch zu den Ausbildungsformen

–etwa nach dualer

oder schulischer Berufsausbildung.

Die Geschäftsführerin der Firma

Haimer, ClaudiaHaimer, sagte

im Gespräch mit der AICH-

ACHER ZEITUNG, dass bei dieser

Veranstaltung der Beruf im

Vordergrund stehe. Man setze

unter anderem auf kleine und

Die Australier Allan und Sue Turnbull haben im Aichacher Stadtmuseum

nach Allans Wurzeln geforscht. Museums- und Archivleiter

Christoph Lang half dem Ehepaar.

Foto: Erich Echter

Aufder Ahnensuche

Australier recherchiert im Aichacher Stadtmuseum

Aichach (ech) Da staunte Archivund

Museumsleiter Christoph

Lang nicht schlecht, als das Ehepaar

Sue und Allan Turnbull von

Jnnisfail aus dem Bundesstaat

Queensland in Australien wegen

Familienforschung nach einem

Termin anfragte.

Die Wurzeln von Allan Turnbull

liegen imOrtsteil Ecknach.

Seine Großmutter Betty Schäffer

stammt aus Deutschland und

war die Tochter von Martin

Schäffer aus Aichach, der 1907

nach Australien auswanderte

und dort Gertrud Denny heiratete.Die

Elternvon Martin Schäffer

waren der am 28. August 1851 in

Ecknach geborene Michael

Schäffer und die am 16. Februar

1853 in Riedheim (Holzheim) geborene

Franziska Braun. Martin

Schäffer und seine Frau zogen

vonEcknach fort und wurden am

8. Januar 1873 AichacherBürger.

Bevor Martin Schäffer auswanderte,

arbeitete er in einer metallverarbeitenden

Firma in

Augsburg. In Australien arbeitete

stand er auf einer Zuckerrohrplantage.

Nach Aichach geht es für die

Australier Sue und Allan Turnbull

weiter nach Spanien, wo Sue

Turnbull nach ihrenWurzeln forschen

will.

Checkder

Bewerbungsmappen

kommtgut an

mittelständische Unternehmen,

Konzerne sollten der Veranstaltung

nicht die „Show“ nehmen.

„Es machtSpaß, und wirmachen

das gerne.“ Kathrin Haimer, Prokuristin

und Leiterin Personal

der Haimer GmbH, zeigte sich

erfreut,dassalle 51 Auszubildenden

von Haimer bei der Vorbereitung

des Berufsfindungstags

tatkräftigmit anpackten. Vordem

Haimer-Stand war das Gedränge

groß. In der Vergangenheit haben

sich aufgrund der Berufsfindungstage

immer wieder junge

Leute für ein Praktikum oder eine

Berufsausbildung bei Haimer

entschieden, so die Organisationsleiterin

des Berufsfindungstags.

Elisabeth Schadl aus Schiltberg-Kühnhausen

war mit ihrer

Mutter gekommen und interessierte

sich für einen sozialen Beruf.

„Ich will Leuten helfen“, so

Elisabeth Schadl. Viele wichtige

Informationen hat sie mit nach

Hause genommen.

Dagegen

wissen Laura

Thum und Jasmin

Fochler

noch nicht so

recht, wohin

die berufliche Reise führt. „Wir

erkundigen uns, damit wir wissen,

was wir alles machen können“,

erklärten die beiden unisono.

Und: „Uns hat die Geschwister-Scholl-Mittelschule

Aichach

hierher geschickt“, sagte Martin

Roth ausder neuntenKlasse.

Für Robert Vetterle, Mitausbilder

der Firma Käuferle GmbH

&Co. KG aus Aichach zeigte sich

positiv gestimmt, was die Erfolge

solcher Veranstaltungen anbelangt.

Aufgrund des Berufsfindungstags

hat das Unternehmen

schon gute Bewerbungen erhalten.

Zur Erfolgsgeschichte trägt

auch der Bewerbungsmappencheck

bei. Die Schrobenhausener

Hermann Schrattenthaler,

Martin Kaltenegger und JosefKönigbauer

vom Rotary Club sprachen

von einer „phänomenalen“

Resonanz. Zu ihnen kamen unter

anderem auch Jugendliche, die

mangels fehlender Kenntnisse

im Bewerbungsschreiben keinen

Jobfinden.

VonSomalia auf den Laufsteg

Am zweiten Tagdes Filmfestivals wird die Verfilmung „Wüstenblume“ gezeigt

Aichach –Amzweiten Tag des

Filmfestivals Aichach am Dienstag,

23. Oktober, steht Sherry

Hogmanns Film „Wüstenblume“

auf dem Programm. Er basiert

auf dem Roman von Waries Dirie,

die ihren Wegaus Somalia zu

einem der erfolgreichsten Models

der Welt machte.

Geboren inder Wüste Afrikas,

wächst Waris im ständigen

Kampf ums tägliche Überleben

auf. Als sie mit 14 Jahren zwangsverheiratet

werden soll, fliehtdas

Mädchen und wandert tagelang

durch die Wüste, bis sie endlich

die Hauptstadt Mogadischu erreicht.

Durch die Familie ihrer Mutter

kommt sie als Dienstmädchen in

der somalischen Botschaft nach

London, wo sie jahrelang das

Haus nicht verlassen darf. Durch

die Räumung aufgrund Kriegswirren

flieht sie erneut und

taucht in der Londoner Metropole

unter, findet in der quirligen

Verkäuferin und Lebenskünstlerin

Marilyn eine Freundin und

Sehr gut besucht war amSamstag der 13. Berufsfindungstag in Aichach, den der Rotary Club Schrobenhausen-Aichach

veranstaltete. Die Organisation des Events wurde erneut von der Firma Haimer GmbH

aus Igenhausen übernommen.

Foto: Xaver Ostermayr

Aus erster Hand, direkt bei den Unternehmen konnten sich die Jugendlichen und ihre Eltern über Ausbildungsmöglichkeiten

informieren.

Einführung in Arbeitswelt

Aichach (XO) Eva-Maria Teebken

vom Bildungsbüro im

Landratsamt organisierte im

Rahmen des Berufsfindungstags

eine Informationsveranstaltung

für Flüchtlinge und

Asylsuchende. 13 Personen

nahmen an der „Einführung in

die Ausbildungswelt“ teil, und

es wurde kein Monolog des Referenten.

Gut deutsch sprechende

Besucher schilderten

ihre Probleme. Angesprochen

wurde unter anderem die

Schulausbildung oder die Arbeitserlaubnis.

Im Anschluss

gab eseinen geführten Rundgang

durch die Info-Stände des

Berufsfindungstags.

Bildungsbüro organisiert spezielle Infoveranstaltung

Für Migranten gab es beim Berufsfindungstag eine Einführung in

die Arbeitswelt.

Foto: Xaver Ostermayr

Vertraute, lernt Englisch und

jobbt als Reinigungskraft in einem

Fast-Food-Restaurant.

Dort entdeckt der Starfotograf

Terence Donaldson sie und Waries

wird zu einem der bestbezahltestenModels

der Welt,doch

bei allem Erfolg belastet Waris

das Geheimnis ihrerKindheit.

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere

erzählt sie in einem Interview

von der grausamen Tradition

der weiblichen Genitalverstümmelung,

deren Opfer sie

selbst als kleines Mädchen wurde.

An diesem Festivaltag kommt

auch der Produzent des Films,

Oscar-Preisträger Peter Herrmann,

nach Aichach und diskutiert

nach Ende des Film mit den

Besuchern.

■ Das Filmfestival Aichach ist eine

gemeinsame Benefizveranstaltung

des Rotary Clubs Schrobenhausen-Aichach,

der Stadt Aichach

sowiedes Cineplex-Kinosund

findet von 22. bis 27. Oktober

statt. Die Filme beginnen jeweils

um 19.30 Uhr, jeweils eine Stunde

vorher öffnet das Festival mit Catering

und Rahmenprogramm.

Der gesamte Erlös kommt sozialen

Projekten des Rotary Clubsim

In- und Ausland zugute. Alle Informationen

auch im Internet

www.filmfestival-aichach.de

In dem Roman „Wüstenblume“ erzählt Waries Dirie, wie sie ihren

Weg aus Somalia zu einem der bekanntesten Models der Welt

machte. Die Verfilmung zeigt das Filmfestival Aichach amzweiten

Tagder Festivalwoche.

Foto: moviepilot.de

Frühstück

im Herbst

Aichach –Für Mittwoch, 17. Oktober,

lädt die Evangelische Kirchengemeinde

von 9 bis 10.30

Uhr alle Interessierten zum

„Frühstück ins Gemeindehaus“

am Jacobiweg in Aichach ein. Für

alle Besucher bereitet ein Team

engagierter Frauen ein reichhaltigesBüffet

vor. Gemeindeglieder

und Gäste sind willkommen. Für

etwas Programm ist gesorgt. Um

besser planen zu können, wird

um Anmeldung imPfarramt unter

Telefon 08251/2658 gebeten.

Eine Woche später gibt es dasselbe

Angebot für Altomünster Gemeindeglieder,

Treffpunkt ist

dann das dortige Gemeindezentrum.

KIRCHE

Oberbernbach: Der für Dienstag,

16. Oktober, geplante und

angekündigte Bibelabend der

Kolpingsfamilie Oberbernbach

im Pfarrsaal St. Johannes muss

aufgrund der defekten Heizung

ausfallen. Der nächste Bibelabend

ist für Dienstag, 13. November

um 20 Uhrvorgesehen.

(mt)

Todtenweis: Zu einem Pfarrfamilienabend

lädt die Pfarrei St.

Ulrich und AfraamMittwoch, 17.

Oktober, alle Interessierten ins

Gasthaus Golling ein. Neben Berichten

werden auch Bilder aus

dem vergangenem Kirchenjahr

gezeigt. Der Pfarrfamilienabend

beginnt nach der Abendmesse

um etwa20Uhr.

(brs)


LOKALES Aichach Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 21

Museumsnacht

für Groß und Klein

Ansprechende Angebote begeistern Besucher bei 15. Auflage

Viele Mesnschen pilgerten am Samstag durch Aichach, wie hier vor dem historischen Rathaus (oben),

Graziös und leichtfßig tanzten die „Feen“ und Nachtwächter Franz Gutmann erzählte spannende Geschichten,

denen die Kinder gebannt lauschten.

Foto: Claudia Neumüller

Rollerfahrer

ohne Schein

Inchenhofen/Schrobenhausen –

Ein 15-Jähriger ausdem Gemeindebereich

Inchenhofen wurde

am Samstag gegen 21Uhr mit einem

Roller in der Bürgermeister-

Götz-Straße in Schrobenhausen

einer allgemeinen Verkehrskontrolle

unterzogen. Anstatt der erforderlichen

Fahrerlaubnis war

er aber nurimBesitzeiner Mofa-

Prüfbescheinigung. Aus diesem

Grund wurde die Weiterfahrt unterbunden

und der Fahrzeugschlüsselsichergestellt.

Den 15-Jährigen erwartet nun

eine Anzeige wegen Fahrens ohne

Fahrerlaubnis. Außerdem

muss sich die Halterin des Fahrzeugs

wegen des Zulassens des

Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Probealarm

am Mittwoch

Aichach/Friedberg/Mering –Am

Mittwoch, 17. Oktober, ab11Uhr

wird die Warnung der Bevölkerung

geprobt. In weiten Teilen

Bayerns wird das Sirenenwarnsystem

getestet und ein Heulton

von einer Minute Dauer ausgelöst.

Dieser soll die Bevölkerungbei

schwerwiegenden Gefahren dazu

auffordern, ihre Rundfunkgeräte

einzuschalten und auf

Durchsagen zu achten. Neben

dem Sirenensignal werden, soweit

vorhanden, auch andere

Warnsysteme wieApps getestet.

Der Probealarm dient dazu,

die Funktionsfähigkeit des Warnsystems

zu überprüfen und die

Bevölkerung auf die Bedeutung

des Sirenensignals hinzuweisen.

Im Landkreis nehmen Aichach,

Friedberg und Mering mit mobilen

Sirenen am Probealarmteil.

Die Queen

in Aichach

Aic-Creativ präsentiert Werke imKöglturm

Aichach (cl) Als Weg zur ersten

Szene spielte Richard Pest am

Piano die Ouvertüre der Veranstaltung,

zu der Aic-Creativ eingeladen

hat. Der Vorsitzende

Franz Gutmann begrüßte die

Gäste der Vernissage, darunter

Bürgermeister Klaus Habermann

und die Vorstandsvorsitzende

der Sparkasse Aichach-Schrobenhausen

Birgit Cischek. Romantisch

den Weg mit Kerzen

eingesäumt feierte Aic-Creativ

im Rahmen seines 40-jährigen

Bestehens die Eröffnung der

Ausstellung im Aichacher

Köglturm.

Habermann freute sich, dass

wieder Leben in den Köglturm

eingekehrt ist und meinte, dass

dieses wunderbare Bauwerk besonders

lebt, wenn Kunst einzieht

und ganz besonders bei

diesem herrlichen spätsommerlichen

Ambiente. Er lobte die

breitgefächerten Kunstwerke.

Was die Künstlergruppe Aic-

Creativ hier geleistet habe, komme

voninnen, mit sehr viel Herzblut,sagte

Habermann.

Kreativ und experimentierfreudig

zeigt sich Donata Giocamel,

die sich in dieser Ausstellung

mit ihren Bildern mal ganz

andersinSzene setzte.Die Bilder

von Herbert Hanika zeigen seine

Fotografie auf Leinwand oder

als Mosaik. Schon beim ersten

Hinsehen wird man von den Augeneines

Falken in den Bann gezogen.

Die Fotografienvon ClaudiaNeumüller

gebendem Raum

einen Hauchvon Zauber der Toskana

und damit eine besondere

Note.Selbst„der gefallene Engel“

von Michelangelo wertet die

Stimmung nur auf. Das i-Tüpfelchen

dazu ist die Porzellanmalerei

von Maike Maiwald. Bei ihr

kann man schon weihnachtliche

Motiveentdecken. Detailverliebt,

mit Gold gemalt, mal lustig und

kindlich oder edle Designs. Im

VonClaudia Neumüller

Aichach –Die Museumsnacht in

Aichach zeigte wieder ein breites

Spektrum und lockte viele Menschen

an. Das milde und laue

Wetter trug wohl auch dazu bei,

dass alle angebotenen Veranstaltungen

im Rahmen der 15.

Auflage sehr gut frequentiert waren.

Nachtwächter Franz Gutmann

führte Kinder und junggebliebene

Erwachsene zu mittelalterlichen

Schauplätzender Stadt.Begeistert

lauschten die Kleinen

den Geschichten rund um das

mittelalterliche Aichach. Dass

der Nachtwächter Feueralarm

mit dem Horn gabund mit seiner

Hellebarde nächtliche Spitzbuben

einfing und ins Gefängnis

warf, erstaunte die Kinder. Das

alte Katzenkopfpflaster war

ebenfalls für viele neu, Annaund

Phillip wussten, dass es etwas

mit Katze zutun hat. Am mittelalterlichen

Köglturm endete die

Führung. Emil durfte die Hellebarde

halten, die gar nicht

schwer war, wie ersagte. Simon

aus Aichach würde imnächsten

Jahr sehr gerne wieder kommen.

„Die Feen“ tanzten leichtfüßig

und fast schwebend zu leichten

und wundervollen Klängen und

wurden mit viel Applaus vonden

Zuschauern belohnt. Therese

Isele-Juraske fungierte auch in

diesem Jahr als Organisatorin der

Gruppe.

Den Köglturm bespielte in

diesem Jahr zur Museumsnacht

Aic-Creativ. Kaffee, Kuchen und

Getränke wurden hier angeboten.

Die Veeh-Harfengruppe unter

Leitung von Dorothee Fröller

Die Mitglieder von Aic-Creativ zeigen im Aichacher Köglturm viele Kunstwerke wie die Katze von Donata

Giacomel, eine Malerei von Patricia Urbanek, Die Queen von Matthias Leible und ein Bild von Maria Kolbinger

(unten von links).

Foto: Claudia Neumüller

dazugehörigen Treppenhaus

sindWerke von MariaKolbinger

präsentiert. Gutmann nennt sie

ein Multitalent inSachen Kunst,

da sie von Schmuck bis Malerei

mit vielen Talenten ausgestattet

istund viele Richtungen bedient.

Die Kunst von Franz Gutmann

ist der nicht mehr so oft

praktizierte Linoldruck. Sein

Erstlingswerk warhier ein Nachtwächter.Auchein

Jugendzimmer

befindet sich im oberen Treppenhaus.

Vom Bücherwurm bis

zu Mäusen, Schafen oder Zwergnasen

sind hier bunte, lustige

und fabelhafte Sachen zufinden.

In liebevoller Filzarbeit zeigt Isi

Gschwendtner-Krohe ihr Kunsthandwerk.

Patricia Urbanek hat

Bilder von ganz abstrakt bis ganz

präzise ausgestellt und zeigt so

einen Streifzug ihres Könnens.

Im gleichen Raum präsentiert

sich Matthias Leible, unter anderem

auch als Preisträger mit

seinen Portraits. Der Besucher

sieht hier die britische QueenElisabeth.

Mit Malerei ist auch Erwin

Hackl mit von der Partie.

Präzise, genau –exzellente Aquarelle.

Erbeherrscht es, die Situation

und die besondere Lichtstimmung

einzufangen. Rainer

Schroll besticht mit seinem Modellbau.

Filigran und in liebevoller

Kleinstarbeit hergestellte

Bäumchen zieren den Treppenaufgang.

Susanne Eckel hat sich

mit großformatigen Bildern eingebracht.

Hier gehen die Motive

in verschiedene Richtungen und

bilden denAbschluss.

spielte im 2. Stock. Kerzenlicht

säumte den Weg zum Turmeingang.

Zeitweise bildete sich in

dem mittelalterlichen Turm ein

Stau, viele Interessierte kamenund

begutachteten neugierig, interessiert

und positiv bewertend

die Kunstwerke. Zum Thema

„Gesicht zeigen“, ist Alexander

Anders imalten Rathaus vertreten.

Immer wiederkehrende Motive

verinnerlichen, wie grausam

die Krankheit Depression sein

kann. Im Haus der Senioren bereiteten

sich Renate Schubert

und Kümmerer JosefJakob ebenfalls

mit kleinen Brotzeiten auf

die Gäste vor. Handarbeiten sowie

Malerei wurden im ersten

Obergeschosswirksamdrapiert.

Bei der Feuerwehr Aichach

wurde die Gulaschkanone aktiviert,

damit eine pikante

Schaschlikpfanne angeboten

werden konnte. Außerdem gab

es Führungen.

„Überzwerch“ spielte im blauen

Lichtkegel des Stadtmuseums.

Es wurden einige Führungen

angeboten, unter anderem

zu „Flucht und Vertreibung“. Johanna

Kensbock erläuterte die

Geschichte und Kultur Aichachs

sowie die damaligen politischen

Geschehnisse. Johanna Deisser,

Hans Pramberger und Simon Mika

bilden die Gruppe „LAIC“ der

Musikschule Aichach. Im Wittelsbacher

Museum spielten sie

gekonnt ihre Instrumente und

unterhielten mit phantastischem

Gesang, während sich ein paar

Meter weiter in einem anderen

Raum Besucher mit Aberglaube,

schwarzerund weißer Magie,Zukunft

vorhersagen, Amulett und

Talismann oder HexenimMittelalter

beschäftigten. Anna

■ Öffnungszeiten: Samstag, 20.

Oktober, 14bis 18 Uhr, Sonntag,

21. Oktober,14bis 17 Uhr. (Finissage)

Sedlmayr glaubt nicht an Wahrsagerei,

fand aber sehr interessant,

woran die Menschen früher

glaubten, was sie sich um den

Hals gehangen haben und warum

sie sogar tote Tiere andie

Wand nagelten.

Im San-Depot sind Kunstwerke

des Kunstpreises 2018 zu bewundern.

Zu Gast war das Aichacher

Volkstheater. Ein Fastnachtspiel

des Fränkischen Poeten

Hans Sachs zog die Zuschauer

in den Bann.

Das historische Kreuzgratgewölbe,

das die Kreis- und Heimatbücherei

und Medienzentrale

beherbergt, zeigte sich in einem

besonders schönen Ambiente.

Historische Filmdokumentationen

und die Sagen erzählende

Andrea Frosch wurden

unter anderem im Programm am

Plattenberg angekündigt.

Sisi –Fluch oder Segen, Einsamkeit

oder Verbitterung. Eine

immer wieder sehenswerte Ausstellung,

die das Leben der Kaiserin

näher bringt. Die Beleuchtung

der Fassaden des Sisi-

Schlosses in Unterwittelsbach

zeigten das Anwesen in einem

besonders attraktiven Licht. Anziehungspunkt

war auch das

Vollzugsmuseum. Sehr gut dargestellt

wird hier, wie die weiblichen

Strafgefangenen früher inhaftiert

waren, wie sie in ihren

Zellen lebten, die dort ihren Alltag

teilweise auch mit Kindern

bestreiten mussten.

Zahlreiche Bildervon der

MuseumsnachtimInternet

www.aichacher-zeitung.de/

galerie

■ Aussteller: Donata Giacomel

(Malerei), Herbert Hanika, Claudia

Neumüller (beide Fotografie),

Maike Maiwald (Porzellanmalerei),

Maria Kolbinger, Franz

Gutmann, PatriciaUrbanek, Matthias

Leible, Isi Gschwendtner-

Krohe, Erwin Hackel, Reiner

Schroll und Susanne Eckel.


LOKALES Dasing &Sielenbach &Aichach Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 22

Kardinal Marx feiert mit Sielenbach

Zur Feier des 350-jährigen Bestehens der Wallfahrtskirche Maria

Birnbaum in Sielenbach hielt Erzbischof Reinhard Kardinal Marx die

Messe vor zahlreichen Besuchern in der bis auf den letzten Platz

gefüllten Kirche. Gespannt folgte die Gemeinde seiner Predigt zum

Thema „Tempelreinigung und Symbolik der Gotteshäuser im christlichen

Glauben“. (Ausführlicher Bericht folgt.)

Foto: Alice Lauria

Altomünster: Im Kurs „Fit für

den digitalen Alltag –

Smartphone“ sind noch Plätze

frei. Kursbeginn: Donnerstag, 18.

Oktober,8.30 bis 11.30 UhrimAlten

Rathaus inTandern. Kosten:

60 Euro. Aufgrund großer Nachfrage

wird Gartendekoration für

den Herbst aus Holzpaletten

angeboten. Kurstag: Samstag, 3.

November, 13bis 17 Uhr inder

Dorfstraße 7 in Oberzeitlbach.

Gebühr:19Euro.

Drei Einbrecher

in U-Haft

Dachau –Zwei Jugendliche aus

dem Landkreis Dachau nahm die

Polizei am 30. September bei einem

Einbruchinein Mehrfamilienhaus

inMarkt Indersdorf fest.

Während der Ermittlungen stellte

sich heraus, dass beide für

mehrere Einbrüche in Jugendzentren

und Betreuungsstätten

im Landkreis Dachau verantwortlich

sind. Ein dritter Tatverdächtiger

wurde am Donnerstag

ebenfalls festgenommen. Die

drei Beschuldigten befinden sich

derzeit in Untersuchungshaft.

Mit Rauschgift

erwischt

Dachau –Rund 200 Gramm Marihuanaund

95 Ecstasy-Tabletten

stellten Rauschgiftfahnder der

Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck

am Donnerstag spätnachmittags

bei einem 20-jährigen Dachauer

sicher. Gegen den Mann wurde

Haftbefehl beantragt. Zivile Beamte

hatten den Verdächtigen

kontrolliert, nachdem erineiner

Grünanlage im Bereich seines

Wohnumfeldes eine Sporttasche

aus einem Gebüsch geholt hatte

und damit in einem Wohnhaus

verschwunden ist. In der Tasche

befand sichdas Rauschgift.

Noch während der kriminalpolizeilichen

Maßnahmen erschien

ein mutmaßlicher „Kunde“

des Tatverdächtigen an dem

Wohnhaus. Der 19-jährige Dachauer

wird sich nun wegen des

Verdachts des versuchten Erwerbs

von Cannabis verantworten

müssen.

VHS

Im Vortrag Patientenverfügung

und Vorsorgevollmacht von Dr.

Thomas Kilian erfahren Interessierte

am Mittwoch, 17. Oktober,

von19bis 20.30 Uhr, wasdie Vorund

Nachteile von Patientenverfügungen

und Vorsorgevollmachten

sind. Vortragsort: VR-

Bank Altomünster (Eingang

Rückseite); Gebühr:5Euro.

Anmeldungen bei der Vhs Altomünster,

Telefon 08254/2462

oder www.vhs-altomuenster.de.

VonPetra Jarde

Lesestoff verbindet Dasing

VonAlfred Haas

Dasing –Leseratten und Bücherwürmer

haben ungeduldig darauf

gewartet. Im Rahmen des

verkaufsoffenen Sonntags durften

sie gestern einen ersten

Blick in die neue Dasinger Gemeindebücherei

werfen. Die Resonanz

war überwältigend. Darüber

freuten sich insbesondere

Büchereileiterin Eva Nagl und ihre

Stellvertreterin Marlene Hintermüller.

„Das ist ein Zeichen,

dass es in die richtige Richtung

geht“, freuten sie sich.

Das Logo von Irene Nell gewann

den ersten Preis.

Große Resonanz beim Tagder offenen Tür der neuen Bücherei

Irene Nell gewinnt Logo-Wettbewerb

Die neue Bücherei erweckte

das Interesse aller Altersgruppen.

Mädchen und Buben fanden

schnell eine gemütliche Ecke, in

der sie sich zum Schmökern niederlassen

durften. Der Höhepunkt

des Nachmittags war die

Vorstellung des neuen Bücherei-

Logos. Insgesamt gab es zwölf

Einsendungen. Die Ideen reichten

von Leseecke über Bücherwald

bis hin zur Fantasy-Bücherei.

„Es waren viele wunderbare

Beiträge dabei“, tröstete Bürgermeister

Erich Nagl alle, die nicht

gewonnen haben.

Am besten hat der Jury das

Bild vonIrene Nell gefallen. Viele

Bücher bilden einen offenen

Kreis, der mit der Aufschrift „Lesen

verbindet“ geschlossen wird.

In der Mitte steht „Bücherei Dasing“

in Großbuchstaben. Für ihren

pfiffigen Einfall bekam Irene

Nell ein Bücherpaket im Wert

von 50Euro. Und, wie alle Teilnehmer,eine

Zehnerkartefür das

DasingerFreibad. Erich Nagl lobte

das ehrenamtliche Engagement

des Büchereiteams und die

zahlreichen Besucher spendeten

spontan Applaus.

Rund 5000 Medien, vonKrimis

über Liebesromane bis zum

Sachbuch sind inder neuen und

ersten Bücherei der Gemeinde

beheimatet. Darunter gibt es

zahlreiche Hörbücher,DVDs und

CDs. Die Besucher warenvoll des

Lobes. „Da können wir unsere

Freizeit sehr gut totschlagen“,

meinte beispielsweise Familie

Mayr ausTaiting.

Untergebrachtist dasLesezentrum

bei der Mittelschule. Ganz

früher war esdie Hausmeisterwohnung

und zum Schluss die

Kinderkrippe. Rund 100 000 Euro

lässt sich Dasing diesen kulturellen

Beitrag kosten, der das Gemeindeleben

aufwerten und die

Gemeindeleben

aufgewertet

Bürgerverbinden soll, kosten. Allein

die baulichen Umbaumaßnahmen

verschlangen 40 000

Euro.Esist nicht nureine Bücherei

daraus geworden, sondern

auch einBegegnungszentrumfür

alle Gemeindebürger.

Leseratten und Bücherwürmer

müssen aber noch ein wenig Geduld

aufbringen, bis sie das erste

Buch ausleihen können. „Der

Tagder offenen Tür war nur zur

Information“, betonte Bürgermeister

Nagl. Es müssen noch

ein paar Kleinigkeiten erledigt

werden, bis die Bücherei offiziell

eröffnet wird. „Es gibt noch keinen

Telefonanschluss“, nannte

der Gemeindechef als Beispiel.

Und auch die Büchereiausweise

müssen erst noch ausgestellt

werden. Allerdings soll dem Lesebedürfnis

der Dasinger Mitte

oder Ende November nichts

mehr im Wege stehen.

Blindes Vertrauen in „Ladies“

Aichach – Quirlig, lebhaft und

ein bisschen komödiantisch

wirkte Sina Trinkwalder auf ihr

Publikum. Der Katholische Deutsche

Frauenbund hatte die Unternehmerin

aus Augsburg am

Donnerstagabend ins Pfarrzentrum

nach Aichach eingeladen.

Erfolgreiche Unternehmerin Sina Trinkwalder zu Gast in Aichach

2010 gründete Sina Trinkwalder

die Texilnäherei „Manomama“.

Die Idee war zunächst nicht

das Produkt, sondern der

Mensch. „Bevor ich wusste, was

ich herstellen wollte, wusste ich,

wen ich dafür einstellen wollte“,

sagte die Unternehmerin. Trinkwalder

wollte Langzeitarbeitslosen,

Behinderten und Migranten

Arbeit geben. „Denn jeder

Mensch isteswert, einen Platzin

der Mitte der Gesellschaft zuhaben“,sagte

Trinkwalder.

Für dieses Geschäftsmodell

Nach der Veranstaltung im Aichacher Pfarrzentrum signierte Sina Trinkwalder (sitzend) ihre Bücher. Von

links: Bezirksleiterin Petra Jarde, Zweigvereinsvorsitzende Ingrid Hausmann, Diözesanvorsitzende Monika

Knauer und die Zweigvereinsvorsitzenden Rita Widmann, Gertraud Kaul, Inge Karg. Foto: Gebhard Jarde

Schnell fanden die Kinder ein gemütliches Plätzchen zum Schmökern.

Auf große Resonanz stieß der Tagder offenen Tür der neuen

Bücherei in Dasing.

Fotos: Alfred Haas

wollte ihr niemand einen Kredit

geben, so investierte sie dafür ihr

gesamtes Privatvermögen, das

sie mit einer gut laufenden Werbeagentur

verdient hatte. Denn

in der Werbung sah sie keinen

Sinn mehr für ihr Leben und

auch keine Wichtigkeit für die

Gesellschaft. Trotz vieler Unkenrufe

stelltesie zu Beginn 40 Frauen

ein, die für jedes andere Unternehmen

zualt gewesen wären

oder andere Einstellungshindernisse

gehabt hätten. Sienennt sie

ihre „Ladies“, denen sie heute

blind vertrauen kann.

Anfangs stellten sie nur Stofftaschenher.Heutewirdauch100

Prozent ökologische Bekleidung

genäht: Unterwäsche, Oberteile,

Jeans, Kleider und Mäntel. Den

Großteil ihrer Produkte verkauft

Sina Trinkwalder über das Internet.

Zusätzlich gibt es einen Laden

in Augsburg, wo man die

Kleidungsstücke anfassen und

anprobieren kann.

Dass dasKonzept aufgegangen

ist, beweisen zahlreiche Auszeichnungen

und Preise, die

Trinkwalder für ihr erfolgreiches

Unternehmen bekommen hat.

Momentan beschäftigt sie 148

Festangestellte, davon sind etwa

siebenProzent Männer.

25 Nationalitäten arbeiten unter

einem Dach,aberalle müssen

Deutsch sprechen oder lernen.

„Natürlich gibt es auch Reibereien,

wie sie halt in jeder Familie

vorkommen. Dasist ganz normal

und bald wieder bereinigt“, erklärte

Trinkwalder. Und sosieht

sie ihre Mitarbeiter auch als große

Familie und nicht als Angestellte.

„Ich habe mir die Aufgabe gestellt,die

Welt jeden Tagein bisschen

besser zumachen. Natürlich

kann das nicht immer gelingen,

aber ich kann daran arbeiten,“sagte

Sina Trinkwalder.

Auf die Frage aus dem Publikum,

ob sie diese Arbeit jetzt befriedige,

sagt die 40-Jährige nach

kurzem Nachdenken: „Es macht

mich jetzt sehr zufrieden.“

Polizei stellt

Bestihof-Diebe

Rinnenthal –Beim Bestihof bei

Rinnentahl versuchten Unbekannte

in der Nacht auf Samstag,

eine Kasse imSB-Haus für landwirtschaftliche

Erzeugnisse aufzubrechen,

scheitertenaber.

In der Tatnacht waren indiesem

Bereich gegen 1 Uhr drei

bislang unbekannte männliche

Personen offenbar mit einem Auto

mit Berliner Kennzeichen unterwegs.

Durch die Tat sensibilisiert,

bemerkte die Hofbesitzerin in

der Folgenacht kurz vor Mitternacht

ein Berliner Auto in der

Nähe ihres SB-Hauses. Nachdem

das Fahrzeug kurz vor Eintreffen

der Polizei geflüchtet war, wurde

es im Raum Dasing gefunden

und einer Kontrolle unterzogen.

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen

zeigte sich einer der Burschen

geständig. Ein 15-Jähriger

räumte den versuchten Aufbruch

der Kasseein. Zugleichgab er an,

dass die Gruppe am frühen

Samstagabend in einem Hofladen

bei einem Bauernhof im

Raum Affing (eventuell auch

Aulzhausen, Bergen oder Mühlhausen)

eine Geldkassette aufgebrochen

und daraus acht Euro

Bargeld entwendet hatte.

Die Geschädigten sollen sich

bei der Aichacher oder FriedbergerPolizeiinspektion

melden.

CSU-Senioren im Café

Aichach – Die CSU Senioren-

Union Aichach lädt Mitglieder

und Interessierte zum monatlichen

Treff am Mittwoch, 17. Oktober,

um 15 Uhr in das Café

Koch ein.


SERVICE Telefon (0 82 51) 880-140 ·Telefax (0 82 51) 880-149 ·E-Mail: redaktion@aichacher-zeitung.de Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 23

HEUTE IN DER REGION

IN NOTFÄLLEN

MEIN VEREIN

KLEINKUNST

MÜNCHEN

Egersdörfer‚ Schulz‚ Müller: „Carmen

oder Die Traurigkeit der letzten

Jahre“, 20 Uhr, Lach- und

Schießgesellschaft

Stefan Verra: „Körpersprache –

Braucht kein Mensch? Und ob!“,

20 Uhr, Lustspielhaus

Özcan Cosar: „Old school –die

Zukunft kann warten“, 20 Uhr,

Circus-Krone-Bau

KONZERT

AUGSBURG

Jilman Zilman, Jazz aus Augsburg,

20.30 Uhr, Puppenkiste-

Foyer

APOTHEKEN

AICHACH UND

SCHROBENHAUSEN

Der Notdienst wechselt täglich

um 8Uhr.

Kreuz-Apotheke, Schrobenhausen,

08252/887930

FRIEDBERG

Schloß-Apotheke,

0821/2799015

Friedberg,

PÖTTMESUND EHEKIRCHEN

Kreuz-Apotheke, Schrobenhausen,

08252/887930, Karls-Apotheke,

Karlshuld, 08454/763

LANDKREIS DACHAU

St. Georg-Apotheke, Markt Indersdorf,

08136/1213

KINO

Das Programm der Kinos in

Aichach, Augsburg, Meitingen

und Schrobenhausen finden Sie

auf www.aichacher-zeitung.de/

kalender sowie jeden Donnerstag

auf unseren Freizeitseiten

„Meine Woche“.

BÜCHEREI

Stadtbücherei Aichach: 14 bis

19.30 Uhr

Gemeindebücherei Rehling:

von 11.20 bis 14 Uhr geöffnet

(Tel. 0151/55354935)

TICKETSERVICE

der AICHACHER ZEITUNG in

der Fritz-Mayer-Str. 17, Efinger-

Reisen, Telefon 08251/87600; am

Stadtplatz 36, Wörl am Stadtplatz,

Telefon 08251/81121, oder

Karten online bestellen:

www.aichacher-zeitung.de/

ticketshop.

SENIOREN

Aichach, Haus der Senioren: 10

bis 11.30 Uhr, Computer-Runde

mit Volker Kurschat-Mohs und

Rudi Spieleder, Kontaktstelle mit

Renate Schubert; nachmittags

geschlossen.

UMWELT

Affing: Pfaffenzell: Bauschutt

7.30 bis 16 Uhr

Aichach: Wertstoffsammelstelle

Ecknach, Augsburger Straße, 15

bis 18 Uhr

THEATER

MÜNCHEN

Dantons Tod, Oper von Gottfried

von Einem, 19.30 Uhr, Gärtnerplatztheater

Tartuffe, von Molière, 20 Uhr, Residenztheater

Landeier –Bauern suchen Frauen,

von Frederik Holtkamp, mit

Mona Freiberg, Bernd Helfrich,

oliver Geilhardt, Mia Geese u.a.,

19.30 Uhr, Komödie im Bayerischen

Hof

VERSCHIEDENES

PETERSDORF

Gemeinderatssitzung, 19.30 Uhr,

Gemeindeverwaltung

HALLENBÄDER

Augsburg, Stadtbad: 8 bis 19

Uhr, Sauna:13bis 22 Uhrgem.

Dachau, AmAlten Wehr: 13 bis

21 Uhr

Markt Indersdorf: 17.15 bis 21

Uhr

Neusäß,Titania: 9.30 bis 21 Uhr

Schrobenhausen: Sauna 15 bis

22 UhrDamen

BEHÖRDEN

LANDRATSÄMTER

Aichach: 08251/92-0

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag,

Mittwoch 7.30 bis 12.30,

14.00 bis 16.00 Uhr (Staatliches

Bauamt amDienstag nur nachmittags);

Donnerstag 7.30 bis

12.30, 14.00 bis 18.00 Uhr; Freitag

7.30 bis 12.30 Uhr.

Servicezeiten (in denen der Kunde

seinen individuellen Termin

vereinbaren kann): Montag bis

Donnerstag 7bis 19 Uhr, Freitag

7 bis 17 Uhr. Ideen und Beschwerden:

08251/92-322

Dachau: 08131/740

Augsburg: 0821/3102-0

Neuburg: 08431/57-0

GESUNDHEITSAMT

Aichach: 08251/92431

GEMEINDEN

Aichach: 08251/902-0

Altomünster: 08254/9997-0

Adelzhausen: 08258/1474

Affing: 08207/9600-0

Aindling: 08237/9607-0

Baar: 08276/1057 oder 202

Dasing: 08205/9605-0

Eurasburg: 08208/1410

Friedberg: 0821/6002-0

Hilgertshausen: 08250/9988-0

Hollenbach: 08257/99960

Inchenhofen: 08257/99970

Kühbach: 08251/8785-0

Obergriesbach: 08251/2980

Petersdorf: 08237/952539

Pöttmes: 08253/99980

Rehling: 08237/96050

Schiltberg: 08259/331

Sielenbach: 08258/9140

Todtenweis: 08237/959156

CARITAS-HAUS

Gebrauchtwarenkaufhaus der

Caritas, Aichach, Bahnhofstraße

28, Telefon 08251/8964820, E-

Mail: sozialkaufhaus@caritasaichach-friedberg.de,

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag von 9

bis 17 Uhr.

Rettungsdienst, Notarzt, Feuerwehr:

112

Für Menschen mit Verständigungsproblemen:

Fax0821/19222

Krankentransport: 0821/19222

Ärztlicher Bereitschaftsdienst:

116117 oder 01805/191212

PolizeiAichach: 08251/8989-0

Polizei-Notruf: 110

E.ON Bayern: Störungsdienst

0180/4192091

Erdgas Schwaben: Entstörung,

0800/1828384

Erdgas Südbayern: Entstörung,

08441/80780

Giftnotruf: 089/19240

Frauenhaus Augsburg: Telefon

0821/2290099

Frauenhaus-Frauenhilfe e. V.:

Notruf für misshandelte Frauen,

Dachau,Tel. 08131/26399

KONTAKTE

BRK, Sozialzentrum, Aichach,

Rosenau 10: Ambulante Pflege,

Tel. 08251/885653; Tagespflege,

Tel. 08251/885652; Beratung für

behinderte Menschen, Yvonne

Laves, Sprechzeiten Montag bis

Donnerstag, 8.30 bis 12.30 Uhr

und nach Vereinbarung 08251/

885657

BRK, Aichach, Martinstr. 5a:Betreuungsverein,

Beratung und

ehrenamtliche Betreuung, Tel.

08251/88560.

BRK, Friedberg, Hans-Böller-Str.

4: Tagespflege,Tel. 0821/2607618

BRK, Betreuter Fahrdienst, Info

und Auftragsannahme: kostenfreie

Rufnummer 0800/1113370;

Essen auf Rädern, Tel. 0821/

6508585

Staatlich anerkannte Beratungsstelle

für Schwangerschaftsfragen

Beratungsstelle für

Frauen, Männer und Paare mit

Kleinkindern, Familienplanung.

Landratsamt Aichach-Friedberg,

Schlossplatz 5, Tel. 08251/92-428,

-429, -430. Allgemeine Beratung

und Schwangerschaftskonfliktberatung.

Außensprechstunden

in Friedberg, Mering und Pöttmes

jeweils einmal wöchentlich

nur nach telefonischer Terminvereinbarung.

Caritas Suchtfachambulanz

Aichach, Münchener Straße 19,

Tel. 08251/8734-80, Montag,

Dienstag, Mittwoch, Freitag, 9bis

12 Uhr, Montag 13 bis 16 Uhr,

Donnerstag 14 bis 17 Uhr und

nach Vereinbarung, oder per

Mail m.heitzinger-furchner@ca-

MONDKALENDER

zunehmenderMond, Steinbock

günstig: Hautpflege,Haare schneiden,

backen, umpflanzen, Milchverarbeitung

ungünstig: Blumen düngen, Fenster putzen

BAUERNREGEL

MitSt. Hedwig (16.10.) und St.Gall (16.10.)

schweigt der Vögel Sang und Schall.

NAMENSTAGE

Theresia, Aurelia,Thekla

via – Anlauf- und Beratungsstelle

für Betroffene von häuslicher

und sexualisierter Gewalt,

Telefon 0821/6502670

SuchtHotline – Beratung rund

um die Uhr, anonym, 089/

282822, online Beratung über

www.suchthotline.info

Drogenberatung: Augsburg:

0821/3439010; Drobs Dachau:

0172/8474555

Kinderschutzbund: Anlaufstelle

für Kinderschutz, Telefon 0821/

155050

Wildwasser: Verein gegen sexuelle

Gewalt an Mädchen, Telefon

0821/154444

Ökumen. Telefonseelsorge

0800/1110111, 0800/1110222

Trauertelefon: 0821/3497349,

Gesprächszeiten: Mittwoch von

19 bis 22 Uhr

ritas-augsburg.de, Homepage:

www.caritas-augsburg.de/suchtf

achambulanz-aichach.de

Anonyme Alkoholiker inAichach:

Jeden Mittwoch ab20Uhr

Meeting in der Martinstraße 9

(Seiteneingang)

Kreuzbund-Selbsthilfegruppe

für Suchtkranke und Angehörige,

Aichach: Gruppe 1 jeden

Mittwoch, 19.30 Uhr, Treffen im

evangelischen Gemeindehaus,

Kontakt Tel. 08251/894938 oder

0152/09414100; Gruppe 2jeden

Donnerstag, 20 UhrTreffen, Martinstr.

9, Kontakt Tel. 08251/

9313289

Selbsthilfegruppefür Angehörige

von suchtkranken Menschen,

Aichach: jeden zweiten

Dienstag imMonat, 20 Uhr, Treffen

im evangelischen Gemeindehaus,

KontaktTel. 0157/80660423

Drogenhilfe Schwaben, Telefonberatung

von Streetworker Jürgen

König, Mittwoch und Freitag

von 10bis 12.30 Uhr, Tel. 0821/

3439023.

Drogenberatungsstelle Drobs

Dachau: Augsburger St. 43, Tel.

08131/80160, Fax 08131/ 80103.

Öffnungszeiten: Mo. b.Fr. 8.30 b.

12 Uhr, Mo. u.Do. 13 b. 16 Uhr,

Di. 13 b. 19 Uhr

KatholischerFrauenbundAichach,

Babysitterdienst: Ansprechpartnerin,HeidiHagl,

Tel. 08254/

994695, wochentags von18bis 20

Uhr

Babysitterservice Frauenheilpraxis

Klingen, Info und Anmeldung

bei Margita Hennig, Tel.

08251/870190

St. Afra Hospiz, Aichach, ambulanter

Hospiz-/Palliativ-Beratungsdienst,

Tel. 08251/89648-35

Kurzzeitpflege Pöttmes, Bürgerund

Sozialzentrum, Tel. 08253/

1051

Anonyme Alkoholiker Augsburg:

Tel. 0821/415161

Augsburger Aids-Hilfe „AAH“:

Anonyme Telefonberatung unter

Tel. 0821/19411, Montag bis Freitag

von 10 bis 12 Uhr und 15 bis

19 Uhr. Dienststellennummer

AAH: 0821/585908

MS Selbsthilfegruppe Schrobenhausen:

Kontakt: Alexandra

Voggenreiter,Tel. 08252/83210

AICHACH

Briefmarkenclub, 19.30 UhrVereinsabend

im Gasthof Specht

DAV, 19 bis 21 Uhr Boulder-/

Kletteranlage im Vereinsheim,

Münchner Str. 79, geöffnet

LC-Lauftreff, 18 UhrabStadion

LC Aichach, 18 bis 19.30 UhrStadion

und außerhalb

LG Aichach-Altbaiern, 17.15

UhrSchüler (7 b. 13 J.), 18.30 Uhr

Jugend ab 14 J. und Erwachsene,

Vierfachturnhalle

TSV-Badminton, 17.30 Uhr

Schülertraining, 18.30 Uhr Jugendtraining,

20 Uhr Erwachsene,Grundschule

Nord

TSV-Jedermannturner, 19 Uhr

Sportstunde in der Turnhalle

GrundschuleMitte

TSV-Kinderturnen, 14.15 Uhr

Gr. 1(4J.), 15 Uhr Gr. 2(5u.6J.),

15.45 UhrGr. 3(Schulkinder), GS

Nord

TSV-Tischtennis, Training, 17.30

bis 19.30 Uhr Jugend, ab 19 Uhr

Erwachsene, Edith-Stein-Schule

(außer Ferien)

TSV-Turnen, 8Uhr Nordic-Walking,

9Uhr Wirbelsäulengymnastik,

10Uhr Body-Balance, 17.30

Uhr Zumba, 18.30 Uhr Step-Aerobic,20Uhr

Pilates

TSV-Volleyball, 18.30 Uhrweibliche

C-/D-Jugend, 18 Uhr weibliche

D-/E-Jugend, 20 UhrDamen,

GrundschuleNord

Versehrtensport, 17.30 Uhr

Gymnastik und Ballspiele

AINDLING

Eltern-Kind-Gruppe, 8.45 bis

10.45 Uhr, im Pfarrheim, Info:

Kathrin Schaller,0160/92171487

KAB-Seniorengymnastik, 14.45

Uhr, Turnhalle GS

Marktorchester, 17 UhrProbe

TSV-Gymnastik, 19 Uhr Fitnessgymnastik,

Mittelschule (außer

Ferien)

TSV-Skiclub, 19 Uhr Lauftreff,

StartamSportheim

Wasserwacht, 17.30 bis 20.30

UhrTraining

ALSMOOS/PETERSDORF

SSV-Gymnastik, 8.30 Uhr Softgymnastik,Sportheim

ALTOMÜNSTER

Allkampf, 20.30 Uhr Seniorentraining

Volleyball, 20.30 UhrTraining

TSV-Gymnastik, 19 Uhr Damen,

Schulturnhalle

DASING

Tanzsportclub Friedberg, 17.50

Uhr Linedance Anfänger, 19 Uhr

Showdance, 20 UhrStandard/Lateinkreis,

Gold Genießer, Freizeitanlage(außerFerien)

TSV-Gymnastik, 15.30 Uhr Turnen

Mädchen ab 7J., 19.30 Uhr

Pilates für Fortgeschrittene

GRIESBECKERZELL

SCG, 19.30 Uhr, Damengymnastik

in der Schulturnhalle

GROSSHAUSEN

RuTG Großhausen, 16 bis 18

Uhr Reiten für Anfänger und

Fortgeschrittene,Gut Sedlhof

JUGEND

INCHENHOFEN

KLINGEN

WFK, 19 UhrDamengymnastik

KÜHBACH

Kühbacher Flohzirkus, ab 9Uhr

im Pfarrstüberl, Info: Carolin

Schäfer,Tel. 08251/8780444

TSV-Tischtennis, Training, 17.45

Uhr Schüler/Jugendliche, 20.15

Uhr Erwachsene, im Sportpark,

Mehrzweckhalle(außerFerien)

LAIMERING/RIEDEN

TSV-Gymnastik, 15.00 Uhr Kinderturnen

I, 4bis 6Jahre; 19.00

Uhr Gymnastik ältere Frauen,

20.00 Uhr Gymnastik jüngere

Frauen, jeweils abwechselnd mit

Yoga in der Schulturnhalle (außerFerien)

FC-Gymnastikabteilung, 19 Uhr

Wirbelsäulengymnastik, Turnhalle

Dasing

MAUERBACH

SG-Reitabteilung, 16 bis 19 Uhr

Voltigieren

SG-Turnen, 19 Uhr Erwachsenen-Turnen,

AnettHeckmann

OBERGRIESBACH

TC-Tischtennis, ab 18.00 Uhr

Training für Schüler/Jugend, ab

20.00 Uhr für Erwachsene in der

Mehrzweckhalle des Gemeinschaftshauses

PÖTTMES

TSV-Gymnastik, 16 und 17 Uhr

Eltern-Kind-Turnen, 18 Uhr Kindersport

ab Schulalter, jeweils

Schulturnhalle; 18 und 19 Uhr

Damengymnastik 60+, 20 Uhr

Cardiofit &Power BodyWorkout,

jeweils Sportheim

TSV-Volleyball, 20 Uhr Herrentraininginder

Schulturnhalle

REHLING

TSV-Damenvolleyball, 19.30

Uhr Training inder Sporthalle in

Oberach

TSV-Fitness, 19.45 bis 21.45 Uhr

Step and Style

SCHILTBERG

Mutter-Kind-Gruppe, 9.30 Uhr,

Bürgerhaus

SIELENBACH

Badminton, 20 Uhr Training in

der Schulturnhalle

Kirchenchor, 19 Uhr Probe im

Pfarrheim

TSV-Damengymnastik, 10.15 bis

11.15 Uhr

TODTENWEIS

Freizeitsport, 18 Uhr Nordic-

Walking, offener Lauftreff, Treffpunkt

Sand, ggü. Kieswerk Seemüller;

18.45 Uhr Cardio

& Functional-Training Sie + Er,

18.45 Uhr Fitness für Jeder-

MANN, 20Uhr Männer/Frauen-

Fitness, jeweils Grundschule

Kirchenchor, 19.30 Uhr Probe

im PfarrhausinTodtenweis

Verlag und Druck: Mayer &Söhne Druckund

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von 14 bis 21 Uhr, Donnerstag

von 16-21 Uhr, Freitag von 16-22

Uhr, Samstagvon 15-22 Uhr

Aichach Jugendgruppe V.I.P.

Lounge, Christus Forum, Augsburger

Str. 23: Samstag ab18.30

Uhr (14 bis 19 J.), nähere Infos:

www.gemeinde-cfa.de

Aichacher Pfadfinder, Oberes

Tor: Gruppenstunden Freitag 17

Uhr, 7bis 11 Jahre; 19 Uhr, 11 bis

14 Jahre; 18 Uhr, 14 bis 16 Jahre

(außerhalb der Ferien)

Altomünster Jugendzentrum

„Old School“, Telefon 08254/

996708: Dienstag und Freitag,

14.30-18.30 Uhr (bis 13 J.); Freitag,

18.3-22 Uhr(Jugendliche)

Dasing, Jugendtreff: Dienstag

Jugendclub (12 b. 15 J.) 17bis 20

Uhr; Mittwoch Kidsclub (4. b. 6.

Kl.), 15.15 bis 18 Uhr

Erdweg, Jugendzentrum: 14 bis

16 Uhr Teeniezeit, ab16.30 Uhr

offener Treff

Meitingen, EvangelischeJugend

MEVJ, St.-Johannesstraße 6,Telefon

08271/2025: jeden Freitag,

19.30 bis 22 Uhr, offener Jugendtreff

„Planlos“

Schrobenhausen, Jugendzentrum

„Zoom“, Telefon 08252/

81991: Montag bis Freitag 11.30

bis 15 Uhr Schülercafé; Dienstag

bis Samstag 18bis 21 Uhr, Donnerstag

bis 22 Uhr


AUGSBURG Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 24

Jubel und Frust im Rathaus

CSU liegt zwar weiterhin in beiden Wahlkreisen vorne, verliert aber deutlich an Stimmen

Grund zur Freude haben dagegen Grüne und Freie Wähler

VonVon Kristin Deibl

und Laura Türk

Augsburg – Während auch in

Augsburg die Grünen und die

Freien Wähler jubeln, sind die

beiden CSU-Landtagskandidaten

Andreas Jäckel und Johannes

Hintersberger nur zum Teil in

Feierstimmung: Zwar ziehen beide

wie erwartet als Direktkandidaten

in den Landtag ein, das

Gesamtergebnis der CSU jedoch

trübt die Freude. Große Enttäuschung

herrscht unter den Mitgliedern

der SPD.

„Das Ergebnis übertrifft alles,

was wir erwartet haben“, freut

sichStefanie Schuhknecht, Landtagskandidatin

der Grünen. „Wir

wollten zweitstärkste Kraft werden

und das haben wir erreicht.“

Auch ihr persönliches Ergebnis

als Direktkandidatin seiüberwältigend.

Schuhknecht erhielt im

Stimmkreis Augsburg-Ost 24,4

Prozent der Stimmen. „Bombig“

ist auch die Stimmung bei den

Freien Wählern. „Für eine Großstadt

ist das ein Wahnsinnsergebnis.

Ich kann wirklich zufrieden

sein“, zieht Direktkandidatin

Regina Stuber-Schneider Bilanz.

Sie habe nicht erwartet, einmal

so knapp hinter der SPD zuliegen.

Die Sozialdemokraten zeigen

sich betroffen von ihren historisch

niedrigen Werten. Für

Landtagskandidatin Margarete

Heinrich ist das Ergebnis allgemein

„katastrophal“. Sie sei aber

auch persönlich enttäuscht.

Heinrich hat 10,5 Prozent der

Stimmen bekommen. „Es istjetzt

wichtig zuschauen, wie die Partei

aus der Situation wieder rauskommt“,

sagt Harald Güller. Der

SPD-Landtagskandidat, der 2013

noch 24,7 Prozent erreichte,

kommt 2018 auf gerade einmal

11 Prozent der Stimmen in Augsburg.

„Das Ergebnis ist natürlich

absolut enttäuschend“, resümiert

er. Und es werfe die Frage auf,

warumdie Partei „Themen, die ja

eigentlich Großstadt-Themen

sind, wieWohnungen und öffentlichen

Nahverkehr, nicht rüberbringenkonnte.“

Zweifel sind auch bei CSU-Direktkandidat

Johannes Hintersberger

spürbar: „Das allgemeine

Ergebnis macht mich betroffen

und entspricht nicht dem Anspruch,

den wir als CSU als

Volkspartei haben.“ Nichtsdestotrotz

sei er zufrieden mit dem

„sehr guten Ergebnis für Augsburg“

und dankbar für die persönlichen

Werte, die er erreicht

habe. Hintersberger, Direktkandidat

für Augsburg-West, hatte

noch 2013 42,7 Prozent der Stimmen

bekommen, diesmal waren

es 33,7 Prozent. Andreas Jäckel,

der als Direktkandidat für Augsburg-Ost

in den Landtag einzieht,

kommt auf 30,7 Prozent

der Stimmen. Jäckels Vorgänger,

Bernd Kränzle, hatte bei der vorherigen

Landtagswahl 2013 40,6

Prozent der Stimmen erhalten.

Die beiden Direktkandidaten für Augsburg: Johannes Hintersberger

und Andreas Jäckel freuen sich trotz enttäuschender Zahlen ihrer

Partei über die persönlichen Ergebnisse.

Foto: Laura Türk

„Für mich persönlich bin ich natürlich

froh, dass ich es als Neuling

geschafft habe und mit einem

großen Abstand in einer

Großstadt, wo die Grünen so

stark prognostiziert waren“, sagt

Jäckel. „Das Gesamtergebnis

kann mich aber natürlich nicht

befriedigen.“

Während CSUund SPDmit ihren

seit 2013 deutlich gesunkenen

Werten hadern, ist eine Prozentzahl

seither doch gestiegen:

Die Wahlbeteiligung nahm von

55,9 auf 64,8 Prozent (Augsburg-

Ost) beziehungsweise von 56,9

auf 66Prozent (Augsburg-West)

zu.

Landtagswahl –Stimmkreis Augsburg Ost

Landtagswahl –Stimmkreis Augsburg West

60 %

Zweitstimmen

in Prozent 2018 2013

60 %

Zweitstimmen

in Prozent 2018 2013

50 %

40 %

30 %

31,40

n =CSU n =CSU (42,7 %)

n =SPD n =SPD (24,7 %)

n =FW n=FW(6%)

n=Grüne n =Grüne (10,8 %)

n =FDP n =FDP (3,4 %)

n =Linke n =Linke (3,7 %)

n =ÖDP n =ÖDP (1,6 %)

n =AfD n =AfD (nicht angetreten)

50 %

40 %

30 %

31,90

n =CSU n =CSU (42,3 %)

n =SPD n =SPD (25,9 %)

n =FW n=FW(6%)

n=Grüne n =Grüne (11 %)

n =FDP n =FDP (3,5 %)

n =Linke n =Linke (3,3 %)

n =ÖDP n =ÖDP (1,5 %)

n =AfD n =AfD (nicht angetreten)

20 %

23,80

20 %

22,10

10 %

0%

10,70

7,30

5,60

5,10

1,00

11,00

10 %

0%

11,20

9,00

5,00

4,30

1,10

11,50

17-Jähriger

verletzt

Polizeibeamte

Betrunkener Jugendlicher

Königsbrunn –Zueinem Polizeieinsatz,

bei demmehrere Beamte

verletzt wurden, ist esamSamstag

gegen 20.30 Uhr inKönigsbrunn

gekommen. Die Polizisten

waren in einem Schnellrestaurant

in der Haunstetter Straße,

um dort eine Anzeige wegen Beleidigung

aufzunehmen. Dort erfuhren

sie aber, dass sich die betroffene

Gruppe in die Franz-

Schubert-Straßebegebenhatte.

Ein 17-Jähriger aus dieser

Gruppe wurde dort nun dabei

beobachtet, wie er versuchte, ein

Fahrrad zustehlen. Als ein Passant

ihn darauf ansprach, kam es

zu einer körperlichen Auseinandersetzung

zwischen den beiden

Personen.Der Jugendliche konnte

bis zum Eintreffen der Polizeistreife

festgehalten werden.

Die hinzugekommen Polizeibeamten

beleidigte der Jugendliche

dann ebenfalls und leistete

körperlichen Widerstand. Dabei

verletzte er fünf Beamte leicht.

Wie sich herausstellte, hatte der

17-Jährige an diesem Tagseinen

Geburtstag gefeiert und war alkoholisiert.

Gegen den jungen Mann wird

nun wegen Fahrraddiebstahls,

Beleidigung, Körperverletzung

sowieWiderstand gegenVollstreckungsbeamte

ermittelt.

Tour verschoben

Augsburg – Die Veranstaltung

mit Zauberer Farid „The Art of

true Illusion“, die am 28. Oktober

im Kongress am Park stattfinden

sollte, muss, wie die gesamte

Tour, aus organisatorischen

Gründen verschoben werden.

Neuer Termin ist der 23. Mai

2019. Bereits erworbene Karten

behalten ihre Gültigkeit oder

können an den Vorverkaufsstellen

zurückgegeben werden, an

denen sieerworben wurden.

Augsburg – „Prävention verbindet

Generationen, Infos und

Tipps für Jung und Alt“ –unter

diesem Motto finden von Dienstag,

16., bis Donnerstag, 18. Oktober,

die Augsburger Blaulichttage

im Rathaus statt. Unter der

Schirmherrschaft des Polizeipräsidenten

Michael Schwald, des

Präsidenten der Bundespolizeidirektion

München, Karl-Heinz Blümel,

sowie des Augsburger Oberbürgermeisters

Kurt Gribl bieten

eine Vielzahl von Behörden und

Institutionen umfangreiche Präventionsangebote

an.

Ein Lied für Augsburg

Wettbewerb sucht Hymne für Brechtfestival

Augsburg –Die Stadt Augsburg

veranstaltet einen Open Call, der

sich an Singer-Songwriter und

Bands aus Augsburg und Schwaben

richtet. Gesucht wird ein

Lied für Augsburg, Bertolt

Brechts Heimatstadt. „Dieses

kann als Rap,Chanson, Schmonzette

oder in einem beliebigen

anderen musikalischen Genre

verfasst sein“, sodie Ausschreibung.

Bewerbungensind bis zum

6. Januar 2019 möglich. Erlaubt

ist, was zum Thema passt –Genre,

Text und Stil sind keine Grenzen

gesetzt. Die acht Besten treten

beim Brechtfestival am 23.

VonEinbruchsschutz

bis Salafismus

Augsburger Blaulichttage informieren Bürger über Gefahren

Das Angebot soll sich indiesem

Jahr an alle Altersgruppen

richten. Verschiedene Fachberater

sind als Ansprechpartner vor

Ort, um altersgerecht eine große

Bandbreite von Präventionsmöglichkeiten

zu vermitteln. So soll

im Rahmen der Kooperationsveranstaltung

des Polizeipräsidiums

Schwaben Nord,der Bundespolizei,

der Stadt Augsburg sowie

dem Seniorenbeirat der Stadt

Augsburg der Öffentlichkeit eine

fachbereichsübergreifende Beratung

ermöglicht werden. Schlagworte

wie Einbruchschutz, Drogen,

Gefahren im Internet, Unterstützung

imAlter, Salafismus

bis hin zu Gefahren im Straßenverkehr

sollen beispielhaft die

vielschichtigen Themenfelder

dieser großen Präventionsveranstaltungzeigen.

Die Auftaktveranstaltung beginnt

amDienstag um8.45 Uhr

im Oberen Fletz des Augsburger

Rathauses. Hierzu sind neben

Ehrengästen aus Politik, Verwaltung

und Justiz auch eine Vielzahl

von Schülern aus Augsburger

Berufsschulen eingeladen.

Im Anschluss daran informieren

ab 10.30 Uhr die Fachberater alle

Februar 2019 in der Soho Stage

gegeneinander an. Dann entscheidet

das Publikum, wer gewinnt.

Das Programm des

Brechtfestivals aus Theater, Lesungen,

Konzerten, Vorträgen

und Workshops findet vom 22.

Februar bis 3. März 2019 an vielen

Orten im Augsburger Stadtgebiet

statt. Wer beim Liederabend

mitmachen möchte, kann

sich mit einer musikalischen

Skizze per E-Mail an

popkultur@augsburg.de bewerben.

Die ganze Ausschreibung

findet sich unter https://brechtfestival.de.

Interessierten mit einem breitgefächertenAngebot.

Die Augsburger Blaulichttage

sind bereits eine seit vielen Jahren

etablierte Präventionsveranstaltung

unter der bisherigen Federführung

der Kriminalpolizeiinspektion

Augsburg. Sie fand

zuletzt im Zwei-Jahresrhythmus

an acht Augsburger Berufsschulen

statt und richtete ihre Botschaften

schwerpunktmäßig an

junge Menschen. Schüler konnten

hier in persönlichen Gesprächen

mit Vertretern von Polizei,

Zoll, Feuerwehr, Berufsfeuerwehr,

Drogenhilfe Schwaben,

den Augsburger Hilfsdienstensowie

der Staatlichen Schulberatung

umfangreiche Informationen

abgreifen. Doch getreu dem

Motto „Prävention verbindet Generationen“

werden diese Beratungsmöglichkeiten

nun erstmalig

für alle Alters- und Zielgruppen

imAugsburger Rathaus, angeboten.

„Denn auch Senioren

sehen sich imAlltag immer wieder

beschwerlichen und mitunter

gefährlichen Situationen ausgesetzt“,

schreibt die Polizei in

der Ankündigung für die Veranstaltung.

Es sei ein großes Anliegen,

gerade dieser immer größer

werdenden Bevölkerungsgruppe

durch Fachberatungen eine größere

Handlungssicherheit zu vermitteln.

In enger Kooperation

des Polizeipräsidiums Schwaben

Nord, der Bundespolizei, der

Stadt Augsburg sowie dem Seniorenbeirat

der Stadt Augsburg

hofften die Veranstalter dieses

Ziel bestmöglich und nachhaltig

erreichen zu können.

DerEintrittzuden Blaulichttagenist

frei. Dasgesamte Angebot

der Veranstaltung gibt es unter

www.polizei.bayern.de/schwabe

n.

Müller,nicht

Shakespeare

Der fränkische Kabarettist Michl

Müller gastiert am 17. Januar

mit seinem Programm „Müller…

nicht Shakespeare!“ im Kongress

am Park in Augsburg. Beginn

ist um 20 Uhr. Scharfsinnig

nimmt Müller Aktuelles aus Politik

oder Gesellschaft aufs Korn,

dabei ist sein Humor lebensnah

und authentisch. Karten gibt es

beim Kartenservice der Aichacher

Zeitung im Reisebüro Efinger,

bei Wörl amStadtplatz und

im Internet unter

www.aichacher-zeitung.de/ticket

service.

Foto: Brecheis

Ulla Klings

letzte Regie

Augsburg (mg) 1958 begann Ulla

Klings Karriere mit der Rolle der

Geierwally in dem gleichnamigen

Stück im Augsburger Ludwigsbau.

Seit 60 Jahren steht die

Stadtbergerin nunauf der Bühne.

Bei den Laienbühnen in ganz

Deutschland feiert man sie als

Erfolgsgarant, denn die agile

Frau hat mehr als 100 Stücke

selbstgeschrieben.

Nach Engagements bei den

Volksspielen Augsburg und ThaliaAugsburg

kamUllaKling1975

zu den Bühnenfreunden. Dort

stand sie seither in 73 Inszenierungen

auf der Bühne – viele

stammten ausihrer Feder.

1979 verfasste sie ihr erstes

Stück: „Zwoa harte Nüss“. Auch

das Fernsehen wurde auf die begabte

Autorin aufmerksam. Sie

schrieb den ZDF-Zweiteiler „Mir

sandie Brandls“und die RTL-Serie

„Zum Stanglwirt“ mit Peter

Steiner. Sogar einige Episoden

von Herbert und Schnipsi sind

ihr zu verdanken. Zuletzt schrieb

sie Kinderbücher: „Poldi“ und

„Heiter bis Wolpig“.

Mit dem Dreiakter „Die Rollator-Gang“,

bei dem sie selbst in

die Rolle der Käthe schlüpft, legt

Ulla Kling nun ihr Amt als Spielleiterin

bei den Bühnenfreunden

nieder. „Es ist mein letztes Stück,

bei dem ich selbst Regie führe,

und dasist auch gutso“,sagtUlla

Kling dazu. „Irgendwann muss

Ruhe sein, es ist für mich inzwischen

schon sehr anstrengend.“

Die Bühnenfreunde hoffen aber,

dass„ihreUlla“ ihnen noch lange

als Spielerin und Vereinsmitglied

erhalten bleibt.

■ „Die Rollator-Gang“ wird gespielt

am 20., 21., 27. und 28. Oktober,

samstags um 19.30 Uhr,

sonntags um 17 Uhr, im Haus Augustinus

an der Georgenstraße

14 a in Augsburg. Tickets für

zwölf Euro (Jugendliche bis 14

Jahre zahlen die Hälfte) kann

man reservieren unter 0821/

56 10 32 oder 0821/42 19 93.


LOKALSPORT sportredaktion@aichacher-zeitung.de Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 25

Leidenschaftlich –aber Letzter

FC Pipinsried und FC Memmingen liefern sich ein emotionales Duell /Berger bringt beim 3:3 die Wende

VonHorst Kramer

Pipinsried –Drama, Emotionen,

sechs Tore, zweimaliger Führungswechsel

– das 3:3 (1:2)

zwischen dem FC Pipinsried und

dem FC Memmingen hatte alles,

was ein Fußballspektakel ausmacht.

Marian Knecht brachte

die Pipinsrieder zweimal in Führung

(1:0, 14.; 3:2, 56.), Kasim

Rabihic hatte das zwischenzeitige

2:2 erzielt (52.). Die Memminger

schlugen indes jedes Mal

zurück, durch Patrik Dzalto (1:1,

32.) und zweimal durch Jannik

Rochelt (1:2, 34; 3:3, 72.).

Unter dem Strich ist die Bilanz

für den Dorfklub jedoch ernüchternd:

Nichtnur,dass der„Heimfluch“

hält, seit Samstag trägt der

FCP die rote Laterne der Regionalliga

Bayern. Doch zwischen

Platz zwölf und Platz 18liegt nur

ein Zähler. Selbst der Elfte VfR

Garching ist nur einen Drei-

Punkte-Sprung entfernt. Doch

daran dachten wohl nur die wenigsten

der 410 Zuschauer beim

Abpfiff –zuhochstand der Adrenalinpegelbei

vielen Beteiligten.

Vermutlich auch bei FCP-

Coach Manfred Bender. Der ehemalige

Profi verließ schnell den

Platz, verzichtete aufdie übliche

Pressekonferenz und düste ab

nach Hause. Der Aichacher Zeitung

sagte er noch: „Was diese

beiden an der Seitenlinie aufgeführt

haben, ist unglaublich.

Und was sich der Schiedsrichter

gefallen ließ, auch.“ Bender

meinte FCM-Coach Stephan

Baierl und dessen Co Kevin

Siegfanz. Der Referee ist ein erfahrener

Mann: Thomas Stein,

Ex-Drittliga-Schiri,zurzeit als Linienrichter

in der zweiten Bundesliga

und als vierter Mann in

der Bundesliga aktiv.

Baierl verteidigte sich: „Dass

bei soeinem Spiel die Emotionen

hoch gehen, ist doch normal.

Noch dazu, wenn die Zuschauer

so nah amSpielfeld stehen.“

Erbezog sich auf die neu

gegründeten „FCP-Ultras“, die

sich zwanzig Meter neben der

Memminger Bank aufgestellt

hatten und Stimmungmachten.

Die Partie hatte für den FCP

vielversprechend begonnen: Marian

Knecht düpierte Memmingens

Schlussmann Martin Gruber

schon nach elf Minuten mit

einem Tunneltor (1:0, 11.). Markus

Achatz hätte fast noch nachgelegt

(18.). Doch dann war

plötzlichSchluss mitdem Pipinsrieder

Sturm und Drang. „Wir

habenvölligden Faden verloren“,

wunderte sichKnechtspäter.

Bender hatte die Siegerelf von

Rosenheim nominiert –den absenten

und gesperrten Fabian

Hürzeler ersetzte erdurch Routinier

Christoph Burkhard. Dafür

setzte er eine eiserne FCP-Regel

Ab durch den Tunnel: Marian Knecht (verdeckt) verfolgt gebannt die Bahn seines Schusses, ebenso wie sein Gegenspieler Marcel Heilig.

Gleich darauf kann sich der FCP-Goalgetter freuen, denn FCM-Tormann Martin Gruber lässt den Ball passieren.

Foto: Horst Kramer

STIMMEN

Stephan Baierl (Trainer

FC Memmingen): Nach

dem 2:1 müssen wir eigentlich

den Deckel draufmachen.

Eswar ein hochemotionales

Spiel. Ich werde

meiner Frau heute Nacht

wohl bis um drei Uhrauf die

Nerven gehen.

Roman Plesche (ManagerFCPipinsried):

Wirhatten

einen sehr starken Gegner

erwartet, der FC Memmingen

hat eine super

Mannschaft. Warum wir

nach dem 1:0 nachgelassen

haben, ist mir ein Rätsel.

Doch was inunserer Mannschaft

steckt, hat man dann

in der zweiten Halbzeit gesehen.

(hok

außer Kraft. Sie lautet seit bald

vier Jahren: „Berger spielt immer.“

Der Kapitän saß auf der

Bank. Als er schließlich zum Einsatz

kam, brachte erprompt die

Wende.

Böses Foul an Burkhard

Die war notwendig geworden,

weil die Gäste die Partie binnen

zwei Minuten gedreht hatten.

Erst hatte Dzalto einen 17-m-

Schuss ins linke untere Eck gesetzt

(1:1, 32.), dann Patrick Rochelt

eine Ecke vonlinksmit dem

rechten Fuß direkt über

Regionalliga Bayern

Garching -ViktoriaAschaffenburg 0:0

FV Illertissen -TSV 1860 Rosenheim0:2

SpVgg Bayreuth -FCAugsburg 2 3:1

FC Ingolstadt 2-SVHeimstetten 3:1

Nürnberg 2-Wacker Burghausen 2:0

SV Schalding -TSV Buchbach 3:4

VfB Eichstätt -Greuther Fürth 2 1:0

FC Pipinsried -FCMemmingen 3:3

Reichlmayrs Kopf hinweg in den

Kasten gezwirbelt (1:2, 34.). Vereinsboss

Roland Küspert kritisierte:

„Wenn der Ball so nah am

Tor ist, muss er(Reichlmayr/d.

Red.) rausgehen.“ Tatsächlich

hatte derFCP Glück, vorder Pause

keine weiteren Treffer kassiert

zu haben. Wobei Oliver Wargalla

nach einem tollen Sprint den

Ausgleich auf dem rechten Fuß

hatte –der Indersdorfer traf aber

nurdas Außennetz(41.).

„Die Mannschaft hat in der

Pause einen Wachmacher gebraucht“,

beschrieb Manager Roman

Plesche das Geschehen in

Aindlings Nummer vier

TSV setzt seine Siegesserie bei Nördlingen 2fort und gewinnt 3:1

So geht es weiter: TSV Buchbach -

SpVgg Bayreuth, Fürth 2-Bayern München

2, Augsburg 2-VfR Garching, FC

Memmingen -FVIllertissen (Fr.), Nürnberg

2-Aschaffenburg, Schweinfurt 05

-Ingolstadt 2, SV Wacker Burghausen -

VfB Eichstätt, Heimstetten -Pipinsried,

1860 Rosenheim -SVSchalding (Sa.)

1. (1.) FC Bayern München 2 13 10 2 1 33:11 22 32

2. (2.) SV Wacker Burghausen 15 9 2 4 20:14 6 29

3. (3.) 1. FC Schweinfurt 05 14 7 7 0 30:12 18 28

4. (4.) VfB Eichstätt 15 8 4 3 26:17 9 28

5. (5.) 1. FC Nürnberg 2 15 7 5 3 22:11 11 26

6. (6.) FC Memmingen 15 6 5 4 26:27 -1 23

7. (8.) FC Ingolstadt 2 15 6 3 6 21:19 2 21

8. (7.) SV Schalding-Heining 15 5 5 5 16:17 -1 20

9. (10.) TSV Buchbach 15 5 4 6 25:23 2 19

10. (9.) Viktoria Aschaffenburg 15 4 6 5 22:24 -2 18

11. (11.) VfR Garching 15 4 5 6 20:25 -5 17

12. (12.) FC Augsburg 2 14 4 3 7 19:21 -2 15

13. (17.) SpVgg Bayreuth 15 4 3 8 16:22 -6 15

14. (13.) SV Heimstetten 15 4 3 8 20:31 -11 15

15. (14.) FV Illertissen 15 4 3 8 17:28 -11 15

16. (18.) TSV 1860 Rosenheim 15 4 3 8 13:30 -17 15

17. (15.) SpVgg Greuther Fürth 2 15 4 2 9 18:20 -2 14

18. (16.) FC Pipinsried 15 3 5 7 19:31 -12 14

der Kabine. Die Schlüsselszene

ereignete sich jedoch vier Minuten

nach Wiederanpfiff: Memmingens

Sechser Marco Schad

attackierte Burkhard an der Außenlinie,

direkt vor der Tribüne.

Die beiden krachten in die Bande,

Burkhard blieb liegen, mit einer

klaffenden Wunde am linken

Unterschenkel (die sich später

als nichtsotragisch erwies). Dass

Stein die Partie nicht unterbrach

und dem Memminger nicht die

rote Karte zeigte, brachte viele

FCP-Anhängerzur Weißglut.

Aus der ehedem beschaulichen

FCP-Arena wurde nun ein

DIE TORJÄGER

Regionalliga Bayern

1. Wriedt (Bayern Münch. 2) 11

2. Akkurt(Heimstetten) 8

Kaya (Ingolstadt 2) 8

4. Jabiri(Schweinfurt) 7

Sulejmani (Bayreuth) 7

Schnabel (Schalding) 7

7. Jeong(Bayern München 2) 6

Krautschneider(Schweinf.) 6

Schelle (Eichstätt) 6

Riglewski (Heimstetten) 6

Schröter (Illertissen) 6

Ammari(Buchbach) 6

Knecht (Pipinsried) 6

13. 1. a. Suljic (Ingolstadt 2) 5

Shabani(Bayern Münch. 2) 5

Yüksel(Fürth 2) 5

Kollmann (Garching) 5

Kircicek (Memmingen) 5

Richter (Burghausen) 5

Nappo(Augsburg) 5

„Hexenkessel“ –sobeschrieb es

der emotionale Leader des

Teams, Amar Cekic. Statt Burkhard

kamBerger. Undwie: Er leitete

sowohl das 2:2 durch ein Solo

und einen überlegten Pass auf

den Torschützen Rabihic ein

(52.), als auch die erneute Führung:

Erneut tanzte der Kapitän

aufder linken Flankealle Gegenspieler

aus und bediente Knecht

perfekt (54.). Auffällig: Berger jubeltenicht

mit den Schützenmit,

lediglich Achatz stürmte nach

dem 3:2 auf seinen langjährigen

Kameraden zu und ließ ihn

hochleben.

REGIONALLIGA

■ 1. FC Nürnberg 2 – SV

Wacker Burghausen 2:0

(1:0): Euschen (36.), Nürnberger

(81.). Zuschauer:351.

■ VfR Garching –SVViktoria

Aschaffenburg 0:0.

Zuschauer:247.

■ SpVgg Bayreuth – FC

Augsburg 2 3:1 (2:1): 1:0

Sulejmani (33.), 1:1 Nappo

(34.), 2:1 Sulejmani (35.),

Weber(83.). Zuschauer:542.

■ SV Schalding-Heining –

TSVBuchbach3:4 (2:1): 0:1

Breu (7.), 1:1 Lohberger

(14.), 2:1 Jünger (32.), 2:2

Drofa (72.), 2:3, 2:4 Ammari

(82., 90.), 3:4 Schnabel (90.).

Zuschauer:1279.

■ FV Illertissen–TSV 1860

Rosenheim 0:2 (0:2): 0:1,

0:2 Einsiedler (10., 39.). Zuschauer:350.

■ FC Ingolstadt 2 – SV

Heimstetten 3:1 (0:0): 1:0

Weiß (50.), 2:0 Kaya (60.),

2:1 Schmitt (62.), 3.1 Kaya

(81.). Zuschauer:200.

■ VfB Eichstätt – SpVgg

Fürth 21:0 (0:0): 1:0 Kügel

(90.). Zuschauer:855.

Die Partie wurde nunhektisch.

Nach einem Foul stürmte Cekic

auf Fabian Lutz zuund stieß den

Memminger mit beiden Händen

um (66.). Dass der Pipinsrieder

nur „Gelb“ sah und nicht „Rot“,

war vermutlich eine KonzessionsentscheidungSteins.

Die Gastgeber hatten nun ihren

mentalen Höhepunkt überschritten.

Dass die konditionsstarken

Gäste noch ausgleichen

konnten, war die logische Folge:

Rochelts 30-Meter-Schuss schlug

genau ins rechte obere Eck ein,

keine Chance für den Pipinsrieder

Schlussmann Reichlmayr

(3:3, 72.). Ein durchaus gerechtes

Ergebnis,das dem FCPallerdings

wenig hilft. Der Heimfluch wirkt

weiter: Der Dorfklub wartet nun

schon seit 27 Wochen auf einen

Sieg an der Reichertshausener

Straße.

FC Pipinsried: Reichlmayr –

Achatz, Grassow, Denz, Schuster

– Cekic (90. Kammergruber),

Burkhard (52. Berger), Zischler –

Wargalla (74. Kelmendi), Rabihic,

Knecht.

FC Memmingen: Gruber –Kücük,

Heilig, Rietzler, Jokic, Lutz –

Kircicek, Schad (69. Celani),

Hoffmann (69. Maier) –Rochelt,

Dzalto(81. Hayse)

Tore: 1:0 Knecht (14.), 1:1

Dzalto(32.), 1:2 Rochelt (34.),2:2

Rabihic (52.), 3:2 Knecht (56.),

3:3 Rochelt (72.) – Schiedsrichter:

Stein (Homburg)–Zuschauer:

410 – Gelbe Karten: Zischler,

Cekic/Schad, Hoffmann, Lutz,

Kücük.

Nördlingen (jais) Den vierten

Sieg in Folge feierte der TSV

Aindling in der Bezirksliga Nord.

Die Truppe von Trainer Herbert

Wiest gewann beim TSV Nördlingen

2durch späte Tore 3:1. Wieder

stach das Sturmduo Knauer/

Modes.

Bereits in der dritten Minute

landete ein Freistoß von Adrian

Stimpfle an der Latte des Gästetores.

Auf der Gegenseite schoss

Simon Knauer nach einem Zuspiel

von Hasret Inan ebenso

drüber wie Patrick Modes nach

einem Querpass von Moritz

Buchhart. Die Gäste ließen die

Rieser nicht zur Entfaltung kommen,

strahlten aber selbst auch

wenig Torgefahr aus. Michael

Meir köpfte eine Taglieber-Flanke

vorbei und der Nördlinger

Torjäger hatte in der 29. Minute

auch die Großchancezum 1:0 auf

dem Schlappen, schoss aber aus

Kurzdistanz vorbei.

Wernbergerhält gut,

Knauer undModes

machendie Tore

Ein umstrittener Freistoß(Foul

an Modes) brachte schließlich

mit dem Halbzeitpfiff von

Schiedsrichter Ulrich Reiner das

1:0 für die Aindlinger: Simon

Knauer traf aus 22Metern, Torwart

Sabahudin Cama gab beim

Aufsetzereine unglücklicheFigur

ab.

Die zweite Hälfte begann mit

einem 20-Meter-Schuss von

Meir, den TorwartSvenWernberger

sicher unter sich begrub. In

der 56. Minute fiel der Ausgleich,

als Nördlingens Kapitän Mario

Bortolazzi nach einem Freistoß

von Stimpfle mit seinem linken

Fußzur Stelle war.

Einen Freistoß von Moritz

Buchhart bekam Torwart Cama

erst im Nachfassen unter Kontrolle

(75.) und Benjamin Woltmann

köpfte aus fünf Metern

über das Tor (80.). Dazwischen

lagein Freistoß vonStimpfle, den

Torwart Wernberger um den

Pfosten drehte. Inder 82. Minute

gelang der Wiest-Elf die erneute

Führung, als Hasret Inan amlinken

Flügel vorbereitete und sich

Knauer zentral vor dem Tor

gleich gegen drei Nördlinger

durchsetzte. Inder Nachspielzeit

sogar noch das 1:3, als Julian

Wüstner sein Fußball-Einmaleins

vergaß und in die Mitte abwehrte.

Von dort aus schlenzte

Kapitän Modes die Kugel anden

Innenpfosten.

TSVNördlingen 2: Cama;Bortolazzi,

Klaß, Hintermeier, Wüstner,

Stimpfle, Bosch, Hönle, Taglieber,

Meir, Kienle (65. Morasch).

TSV Aindling: Wernberger;

Thiel, Woltmann, Stoll (65. Huber),

Michael Hildmann, Inan,

Schöttl, Tobias Hildmann, Modes,

Knauer, Buchhart (90.+2

Peischl).

Tore: 0:1 Knauer (45.), 1:1 Bortolazzi

(56.), 1:2 Knauer (82.), 1:3

Modes (90.). Schiedsrichter:

Reiner (Bissingen). Zuschauer:

60.

Jubelten auch in Nördlingen: Patrick Modes (Nummer 9) und Simon

Knauer waren auch die Torschützen bei der Zweitvertretung des

Bayernligisten.

Foto: Siegfried Kerpf/Archiv


LOKALSPORT Bezirksliga Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 26

Bezirksliga Nord

TSV Nördlingen 2-TSV Aindling 1:3

FC Ehekirchen -BCAdelzhausen 1:1

SC Bubesheim -SVDonaumünster 4:0

VfL Ecknach -TSV Meitingen 4:0

TSG Thannhausen -TSV Hollenbach 1:0

TSV Rain 2-SVHolzkirchen 3:0

SSV Glött -FCAffing 1:1

SC Altenmünster -TSV Gersthofen 4:1

So geht es weiter: Thannhausen -Altenmünster,

TSV Aindling - FC Affing

(Mi.), Gersthofen -FCEhekirchen (Sa.),

BC Adelzhausen -Nördlingen 2, Meitingen

-Glött, Donaumünster -Thannhausen,

TSV Aindling -Rain 2, TSV Hollenbach

-Altenmünster, Holzkirchen -VfL

Ecknach,FCAffing -Bubesheim (So.)

1. (1.) FC Ehekirchen 14 11 2 1 46:18 28 35

2. (3.) SC Bubesheim 12 9 0 3 29:17 12 27

3. (2.) TSV Gersthofen 14 8 2 4 31:16 15 26

4. (5.) TSV Aindling 12 7 2 3 28:18 10 23

5. (7.) TSV Rain 2 14 7 1 6 39:29 10 22

6. (10.) VfL Ecknach 14 6 3 5 30:23 7 21

7. (4.) TSV Nördlingen 2 14 6 3 5 34:29 5 21

8. (6.) TSV Meitingen 14 6 2 6 26:26 0 20

9. (8.) TSV Hollenbach 13 5 4 4 19:15 4 19

10. (11.) FC Affing 13 5 4 4 20:25 -5 19

11. (9.) SV Holzkirchen 13 5 3 5 27:22 5 18

12. (12.) SC Altenmünster 13 5 2 6 20:23 -3 17

13. (13.) SSV Glött 13 3 3 7 12:30 -18 12

14. (14.) BC Adelzhausen 14 2 5 7 19:27 -8 11

15. (16.) TSG Thannhausen 13 1 2 10 18:54 -36 5

16. (15.) SV Donaumünster 14 0 4 10 16:42 -26 4

Wenn’s läuft, dann läuft’s: Moritz Piller (Nr. 15) markiert für Ecknach den Treffer zum 4:0-Endstand, Meitingens Schlussmann Tobias Hellmann

ist chancenlos.

Foto: Sarina Schäffer

Ecknach überrollt Meitingen

VfL schießt TSV mit 4:0 ab /Jung trifft doppelt, Gästespieler Huckle sieht „Rot“

Ecknach (ng) Ein starker VfL

Ecknach ließ gegen Meitingen

nichts anbrennen und gewann

verdient mit 4:0. Meitingens

Keeper Tobias Hellmann war der

einzige TSV-Akteur in Normalform

und verhinderte ein völliges

Debakel für die seinen.

Die einzige schlechte Nachrichtgab

es für die Ecknacher vor

der Partie. Innenverteidiger Benedikt

Huber hatte sich am vergangenen

Freitag beim

Downhillfahren an der Schulter

verletzt und wird einige Wochen

fehlen. Fürihn rückteStefan Hörl

in die Abwehrzentrale. Der Rest

war ein VfL-Sturmlauf, dem ein

schwaches Meitingen eigentlich

Hollenbacher

Blamage beim

Schlusslicht

0:1 in Thannhausen

Thannhausen (Wa) „Es war ein

gebrauchter Tag“, stöhnte Hollenbachs

Dritter Abteilungsleiter

Bernhard Fischer nach dem

Gastspiel beider TSGThannhausen.

Ausgerechnet im 13. Punktspiel

feierte der Aufsteigermit 1:0

(1:0) seinen ersten Saisonsieg

und gab damit die rote Laterne

ab.

Hollenbach, das zuvor fünf

Partien in Folge ungeschlagen

war (drei Siege, zwei Remis), ließ

eigentlichsoalles vermissen, was

es in den vergangenen Wochen

ausgezeichnet hatte. „Wir investierten

zu wenigund es fehltedie

Laufbereitschaft. Es war eine

ganz schwache Leistung“, so Fischer.

Von Beginn an passten

sich die Krebsbacher dem

Thannhausener Niveau an, hättenaberdurch

AlexMayrinFührung

gehen müssen. Die gelang

demTabellenletzten:Hollenbach

brachte den Ball nicht weg und

MesutYildiz traf für die TSGzum

1:0 (26.).

Dann rückte Ricardo Anzano

in den Mittelpunkt. Erst scheiterte

er mit einem Handelfmeter an

TSG-Torhüter Ozan Haki (35.),

sieben Minuten später sah erfür

ein grobes Foulspiel die rote Karte.

Zu zehntschafften dieHollenbacher

nicht mehr den Ausgleich,

obwohl Frederik Meissner

in der zweiten Hälfte noch zwei

Riesenchancen hatte.

TSVHollenbach: Tinni; Knauer,

Adrianowytsch, Stark (89. Kaltenstadler),

Simon Ruisinger (46.

Greifenegger), Jakob, Samuel Fischer,Anzano,

Mayr,Meyer.

Tor: 1:0 Yildiz (26.). – Schiedsrichter:

Stadlmayr(Donaumünster)

– Zuschauer: 90 – Gelb-rote

Karte: Berisha (88./Thannhausen)

– Rote Karte: Anzano(42.) –

Bes. Vork.: Hakin hält Handelfmeter

vonAnzano (35.).

nie etwas entgegenzusetzen hatte.

Nach 25Minuten hatten Spielertrainer

Daniel Framberger, Michael

Eibel und Christoph Jung

bereits klareChancen vergeben.

Framberger spielte nach

knapp einer halben Stunde mit

einer geklebten und bandagierten

Platzwunde über dem rechten

Auge. Trotzdem hatte Ecknach

weiter den Durchblick. Eibel

startete in der 33. Minute ein

Solo und vollendete mit einem

trockenen Flachschuss ins rechte

Eck. Drei Minuten später dann

die einzige Meitinger Chance in

Halbzeit eins:NemanjaRanitovic

scheiterte an Torhüter David Selig.

Unmittelbarvor demPausenpfiff

belohnte sich Ecknach für

Adelzhausen hält

dem Tabellenführer stand

BCA erkämpft sich ein 1:1 in Ehekirchen /Scharbatke zweimal an die Latte

Ehekirchen –Der BC Adelzhausen

hat Tabellenführer Ehekirchen

ein 1:1 abgetrotzt. Der Gast

aus Adelzhausen überraschte

den FCE in der Anfangsphase.

Nach sieben Minuten zog Jürgen

Lichtenstern nach einem schönenSpielzug

vonlinks in die Mitte

und schlenzte denBall unhaltbar

zur Führung ins lange Eck.

Offenbar noch in der Jubelphase

vergaß Adelzhausendas Verteidigen;

Christoph Hollinger fand im

direkten Gegenzug Nico Ledl im

Strafraum, der den Ball zum Ausgleichunter

die Lattedrosch.

In der Folgegab es wenige Torraumszenen,

da es Adelzhausen

gutverstand, hintendichtzumachen.

Mitte der ersten Halbzeit

setzte sich Matthias Rutkowski

sehenswert rechts durch und

fandinder MitteJulian Hollinger.

Dessen Abschluss konnte in letzter

Sekunde Michael Albustin

blocken. Kurz vor der Halbzeit

dann der letzte Offensivaufreger:

Matthias Rutkowski setzte sich

schön rechts durch, seine Hereingabe

klärte WolfgangKlargerade

noch vor dem einschussbereiten

Fabian Scharbatke.

In der zweiten Halbzeit konzentrierte

sich Adelzhausen weiter

darauf, das Ergebnis zu verwalten

und kämpfte aufopferungsvoll.

Der Tabellenführer tat

sich sehr hart, Tormöglichkeiten

herauszuspielen. In der 63. Minute

zog Scharbatke eine Freistoßflanke

eigentlich zu lang,

doch die Hereingabe entwickelte

er sich zu einem gefährlichen

Schuss, der an der Latte endete.

In der 72. Minute landete ein

weiterer Freistoß des Torjägers

am Querbalken. Die letzte Aktion

des Spiels war ebenfalls ein Freistoß

aus aussichtsreicher Position.

Jedoch ging sein Freistoß

knappamGehäusevorbei.

sein überlegenes Offensivspiel.

Eibel schickte Manfred Glas und

dessen Querpass fand Christoph

Jung, der keine Mühe hatte und

zum 2:0traf.

Der nächste Tiefschlag für

Meitingen folgte gleich nach der

Pause. Mark Huckle trat gegen

Bashar Broo nach und sah von

Schiedsrichter Patrick Meixner

die rote Karte. Der TSV war endgültig

geschlagen und bis zum

Ende hatte Ecknach ein ums andere

Mal Überzahl im Angriff,

scheiterte aber reihenweise am

ehemaligen Bayernliga-Keeper

Tobias Hellmann. Nur inder 59.

und 82. Minute war auch der

Schlussmann machtlos. Zunächst

setzte Daniel Zakari Broo

Stemmten sich erfolgreich dagegen: Georg Götz und der BC Adelzhausen

bremsten Nicolas Ledl, Torschütze zum 1:1, und den FC

Ehekirchen aus.

Foto: Alois Bauer

aufrechtsinSzene,dessenQuerpass

wiederum Jung fand, der

seinen zweiten Treffer markierte.

Das 4:0 war eine Kopie des 3:0,

nurüberlinks. Manfred Glas hatte

für Moritz Piller aufgelegt, der

ins leereTor einschob. Meitingen

war mit den vier Gegentreffern

gut bedient und konnte sich bei

Hellmann bedanken, dass esdabeiblieb.

VfL Ecknach: Selig – Glas,

Hörl, Grimm, Ettinger –Plesner,

Broo (84. L. Wagner), Eibel (71.

Piller), Zakari,Framberger–Jung

(86. Jusczak). – Tore: 1:0 Eibel

(33.), 2:0, 3:0 Jung (45., 59.), 4:0

Piller (82.). – SR: Patrick Meixner

(Hochzoll). – Z.: 226. – Rot:

Huckle (46./TSV/Tätlichkeit).

BC Adelzhausen: Fottner,

Braun, Klar, Götz, Popfinger –

Schuch, Lichtenstern, Eggle (75.

Steinhart), Ettner (86. Kügle), Albustin

–Müller. –Tore: 0:1 Lichtenstern

(8.), 1:1 Ledl (9.). –

Schiedsrichter: Lehmann

(Friedberg). – Zuschauer: 150.

BEZIRKSLIGA NORD

■ SC Bubesheim – SV Donaumünster

4:0 (2:0): 1:0

Länge (4.), 2:0 Cevik (43.), 3:0

Schmid (65.), 4:0 Schmid (79.).

Zuschauer:100.

■ TSV Rain 2–SVHolzkirchen

3:0 (2:0): 1:0 Schröttle

(28.), 2:0 Pickhard (39./Foulelfmeter),

3:0 Brandt (86.).

Gelb-rote Karte: Thomas Rau

1. Scharbatke(Ehekirchen) 18

2. Knauer (Aindling) 12

Müller (Adelzhausen) 12

Polat(Bubesheim) 12

5. Ch.Hollinger(Ehekirchen)11

6. J. Hollinger(Ehekirchen) 9

Gruber (Holzkirchen) 9

Secgin (Gersthofen) 9

Meir (Nördlingen2) 9

10. Eibel (Ecknach) 8

Affing zeigt

„die erwartete

Reaktion“

FCA spielt 1:1 in Glött

Affing (lib) Es magauf den ersten

Blick nicht danach aussehen:

Doch die Mannschaft des FC Affing

hat mit dem 1:1 beim Abstiegskandidaten

SSV Glött „die

Reaktion gezeigt, die wirerwartet

haben“. Das sagte Abteilungsleiter

Markus Berchtenbreiter. Gerade

weil viele junge Spieler für

den FCA auf dem Platz standen,

begründete er. Doch bei so manchem

der Jungspunde habe

Berchtenbreiter zufolge „noch

ein bisschen die Überzeugung

gefehlt, das zu zeigen, was sie

können“. Inder ersten Halbzeit

trug das dazu bei, dass sich „ein

von beiden Seiten sehr schwaches

Spiel entwickelte. Da würde

ich nicht von Bezirksliga-Niveau

sprechen“, urteilte Berchtenbreiter.Torlos

gingesindie Kabinen.

Der erste Treffer fiel nach 53

Minuten aus dem Nichts: Peter

Matkey verlängerte aus 15 Metern

einen langen Ball in Richtung

Tor. „Das war eine Riesen-

Bogenlampe, die sich über Noah

Scherer hinweggenau ins Torgesenkt

hat. Der hatte keine Chance,

den zu halten“, beschrieb der

Fußballchef,der dasGegentor als

„Weckruf“ bezeichnete. Der FCA

spielte nun anschaulichen Fußball,

drückteGlöttindie Defensive.

Und wurde belohnt: „Mit den

Haarspitzen“,sagte Berchtenbreiter,

verlängerte der zur Halbzeit

eingewechselte Bora Kalkan einen

Max-Merwald-Freistoß zum

1:1 ins Tor(73.). Haci Ay vergab

noch zwei ordentliche Gelegenheiten

–soblieb’sbeim 1:1.

FC Affing: Scherer – Piller,

Krebs, Palatin, Dörr (57. Lipp) –

Ay, Merwald, Kindermann (72.

Roth), Reiter, Kronthaler –Jusufovic

(46. Kalkan). – Tore: 1:0

Matkey (54.), 1:1 Kalkan (73.). –

Schiedsrichter: Rossow (Obernsees).

– Zuschauer: 130.

STENOGRAMM

DIE TORJÄGER

(71./SVH). Bes. Vork.: Schröppel

hält Foulelfmeter von

Schröttle (90.+1). Z: 90.

■ SC Altenmünster – TSV

Gersthofen 4:1 (1:0): 1:0

Osterhoff (21.), 2:0 Barakzaie

(50.), 2:1 Kratzer (56.), 3:1, 4:1

Barakzaie (60./Foulelfmeter,

89.). Rote Karte: Wagemann

(59.), Smolka (62./beide TSV).

Gelb-Rote Karte: Kaifer (SCA/

64.). Zuschauer:200.

Bezirksliga Nord

N. Schröttle (Rain 2) 8

12. Jung (Ecknach) 7

Kienle (Nördlingen2) 7

Heugel (Meitingen) 7

15. Modes (Aindling) 6

Pickhard(Rain 2) 6

Barakzaie (Altenmünster) 6

Sorg (Donaumünster) 6

Kine (Gersthofen) 6

Mat. Schuster(Meitingen) 6

Bezirksliga Süd

Sonthofen 2-Kissing 3:1

Grönenbach -VfB Durach 2:2

Thalhofen -Buxheim 2:1

Vikt. Augsb.-Wiggensbach 1:0

Heimertingen -Bobingen 1:3

TV Erkheim -Kaufering 4:0

TG Königsbrunn -Neugablonz 1:1

Stätzling -Babenhausen 0:2

1. VfB Durach 14 28:13 26

2. Vikt.Augsb. 14 15:10 26

3. TG Königsbrunn 14 17:9 25

4. Grönenbach 14 23:16 24

5. Babenhausen 14 20:15 24

6. TV Erkheim 14 28:21 23

7. Kaufering 14 28:26 22

8. Heimertingen 14 23:21 22

9. Stätzling 14 21:20 18

10. Neugablonz 14 21:30 17

11. Bobingen 14 24:27 15

12. Kissing 14 25:27 14

13. Thalhofen 14 15:25 14

14. Wiggensbach 14 19:23 13

15. Sonthofen 2 14 10:22 12

16. Buxheim 14 24:36 11

So geht es weiter: Kaufering -Sonthofen

2, VfB Durach -Heimertingen, Babenhausen

-Thalhofen, Bobingen -TV

Erkheim, Buxheim - TG Königsbrunn,

Wiggensbach -Stätzling, Neugablonz -

Grönenbach (Sa.), Kissing -Vikt. Augsb.

(So.)

Bezirksliga Nord Obb.

Alte Haide-DSC -Moosburg 3:0

Manching -Grüne Heide 3:3

Rohrbach -Kammerberg 2:1

Dornach -Kirchheim 1:2

FC Erding -Jetzendorf 0:1

Pfaffenhofen -Eichstätt 2 3:3

TSV Eching -Sulzemoos 4:1

Finsing -FCSchwabing 4:1

1. Jetzendorf 15 36:21 33

2. Kirchheim 15 38:18 32

3. Sulzemoos 15 32:20 31

4. Manching 14 25:18 27

5. Finsing 15 41:31 26

6. TSV Eching 14 28:20 23

7. Alte Haide-DSC 15 28:23 23

8. Rohrbach 15 25:26 23

9. Dornach 15 21:23 22

10. Pfaffenhofen 15 31:28 19

11. Kammerberg 15 27:31 17

12. FC Schwabing 14 21:25 16

13. FC Erding 15 7:22 12

14. Grüne Heide 15 16:37 11

15. Eichstätt 2 15 16:28 10

16. Moosburg 14 7:28 8

So geht es weiter: Alte Haide -Kirchheim,

Manching - Pfaffenhofen, Rohrbach

-Jetzendorf, Erding -Schwabing,

Sulzemoos -Eichstätt 2, TSV Eching -

Kammerberg, Dornach - Grüne Heide

(Sa.), Finsing -Moosburg (So.)


LOKALSPORT Handball &Ringen Nr. 238 /Montag, 15. Oktober 2018 27

Freude in der Fremde

Handballer des TSV Aichach gewinnen auch ihr zweites Auswärtsspiel /Souveränes 24:17 in Bobingen

Bezirksoberliga Männer

Niederraunau II -Schwabmünch. 23:29

SC Ichenhausen -Kissinger SC 22:28

TSV Göggingen -TSV Friedberg II 29:18

TSV Bobingen -TSV Aichach 17:24

TSV Gersthofen -HSG Lauingen 29:28

Haunstetten III -TVGundelfingen 20:35

VonKarl Böck

Bobingen – In fremden Hallen

scheinen sich die Aichacher

BOL-Handballer derzeit etwas

wohler zu fühlen als in vertrauter

Umgebung. Dafür spricht,

dass die Rot-Schwarzen nach

dem 27:24-Auftaktsieg bei Niederraunau

2 vor drei Wochen

auch im zweiten Gastspiel beim

TSV Bobingen souverän mit

24:17 (12:7) die Oberhand behielten.

Damit kompensierten

die Aichacher die für Trainer

Manfred Szierbeck „äußerst

schmerzhafte“ Heimpleite gegen

Haunstetten 3(25:27), an der er

noch Tage danach zu knabbern

hatte.

1. TVGundelfingen 3 98:69 6:0

2. Schwabmünchen 3 86:73 6:0

3. TSV Aichach 3 76:68 4:2

4. TSV Haunstetten III 3 71:79 4:2

5. Kissinger SC 3 71:70 3:3

6. TSV Bobingen 3 70:75 3:3

7. TSV Gersthofen 2 49:54 2:2

8. TSV Friedberg II 2 43:52 2:2

9. TSV Göggingen 3 83:76 2:4

10. SC Ichenhausen 3 78:83 2:4

11. HSG Lauingen 3 77:83 0:6

12. TSV Niederraunau II 3 72:92 0:6

So geht es weiter: TSV Schwabmünchen

-TSV Haunstetten III, TSV Aichach

-SCIchenhausen, TSV Gersthofen -TSV

Göggingen (Sa.), TSV Friedberg II -TSV

Niederraunau II, HSG Lauingen-Wittislingen

-Kissinger SC, TV Gundelfingen -

TSV Bobingen (So.)

Bezirksoberliga Frauen

„Zunächst einmal bin ich

wahnsinnig erleichtert, dass wir

heute soeine positive Reaktion

gezeigt und einen Sieg in dieser

Höhe eingefahren haben“, zollte

Szierbeck seinen Mannen großes

Lob ob der beeindruckenden

Vorstellung bei den ansonsten

heimstarken Singoldstädtern.

„Natürlich ist noch nicht alles

Gold, was glänzt, aber wir sind

auf dem richtigen Weg“, betonte

der 53-Jährige. Was ihn dennoch

auch diesmal wieder nachdenklich

stimmte, waren zwei Dinge,

aufdie er unbedingt aufmerksam

machenwollte: „Wenn wirwechseln,

brauchen wir noch zu lange,

umwieder ins Spiel zu kommen“,räumte

Szierbeckein. „Das

andere, woran wir zwingend arbeiten

müssen, ist die Chancenverwertung.

Wir hätten auch

Hoch die Hände: Die Aichacher Handballer haben inBobingen 24:17 gewonnen.

heute wieder locker über 30Tore

machen können“.Wie wahr.

Trotzdem dominierten die

Gäste anfangs die Szenerie,lagen

nach nur sechs Minuten bereits

4:0 in Front, ehe Bobingen urplötzlich

aufkam und den Rückstand

in einen 6:5-Vorsprung

umbog. Gespielt waren gerade

mal zwölf Minuten. Wer weiß,

wie das Spiel gelaufen wäre, hätte

nicht Aichachs junger Keeper

Masin Chikh („Masin hat heute

überragend gehalten und deshalb

habe ich ihm über die vollen

60 Minuten dasVertrauen geschenkt“/Szierbeck)

binnen zwei

Minuten nicht drei Mal hintereinander

bärenstark pariert und

schiereVerzweiflungbei den heimischen

Fans hervorgerufen.

Angetrieben von Philipp

Dachser, mit insgesamt neun

Treffern treffsicherster und

gleichzeitig bester Feldspieler

der Gäste, legten die Aichacher

danach einen 7:1-Lauf hin und

drehten den Rückstand in eine

beruhigende 12:7-Pausenführung

um.Den Bobingern warder

Zahn vorzeitig gezogen, die Partie

so gut wie gelaufen. Anders

als noch vor einer Woche gegen

Haunstetten, als die Aichacher

einen Vier-Tore-Vorsprung förmlich

herschenkten, ließen sie

diesmal in Abschnitt zwei absolut

nichtsanbrennen, bautenden

Vorsprung kontinuierlich aus,

ehe der starke Konstantin Schön

mit seinem fünften Treffer zum

24:17-Endstand die Niederlage

der Gastgeber endgültig besiegelte.

„Es freut mich, dass wir die

Abwehr stabilisieren konnten,

auch wenn Bobingen zum Glück

nicht den Gegner abgegebenhat,

Foto: Archiv/Siegfried Kerpf

den wir alle erwartet hatten.

Trotzdem muss man hier erst

einmal so überzeugend gewinnen“,

lautete Szierbecks Schlussfolgerung.

TSV Bobingen: Gebauer,

Lenz; Pillmayer (4/1), Muliyanto

(5), Huber(3), Vogt (1), Kraus(1),

Obele, Pfeffer, Steininger,

Stadlmair, Arlt (1), Riedlinger,

Hermann (2).

TSV Aichach: Chikh, Walther;

Kügle, Dachser (9), Lenz (2),

Leopold, Stubner (3), Bauer (3/

3), Oliver Huber, Schön (5/1),

Geisreither,Treffler,Hartl (2).

TSV Göggingen -VfL Leipheim 26:23

TSV Wertingen -Kissinger SC II 40:7

VfL Günzburg II -TSV Aichach 23:28

BHC Königsbr.09 -TSV Friedberg 21:17

TSG Augsburg -Schwabmünchen 26:27

1. TSV Wertingen 2 64:27 4:0

2. TSV Aichach 1 28:23 2:0

3. BHC Königsbr.09 1 21:17 2:0

4. TSV Göggingen 1 26:23 2:0

5. Schwabmünchen 1 27:26 2:0

6. VfL Leipheim 2 57:35 2:2

7. TSG Augsburg 1 26:27 0:2

8. VfL Günzburg II 1 23:28 0:2

9. TSV Friedberg 2 37:45 0:4

10. Kissinger SC II 2 16:74 0:4

So geht es weiter: TSV Aichach -BHC

Königsbrunn 09, TSV Göggingen -TSG

Augsburg, TSV Schwabmünchen -TSV

Wertingen (Sa.), VfL Leipheim - TSV

Friedberg (So.)

Schiedsrichter: Förster, Kamlah

(beide Meitingen). Zuschauer:

100. – Siebenmeter: 1/1 –5/

4. – Zeitstrafen: 2–2.

STENOGRAMM

B-KLASSE AICHACH-ND

■ SV Feldheim 2–SVMünster

23:0: 1:0 Neher (58.), 2:0 Götz

(81.), 3:0 Neher (88.). Zuschauer:

30.

■ BC Aichach2–TSVRehling 2

0:6: 0:1 Siegle (8.), 0:2 Schmidmeier

(44.), 0:3 Werner (47.), 0:4,

0:5 Siegle (60., 71.), 0:6 Sauer

(75.). Zuschauer:30.

■ TSVFirnhaberau 2–FCIgenhausen

0:4: 0:1 Schmidt (30.), 0:2

W. Klein (50.), 0:3 Daniloni (71.),

0:4 A. Klein (79.). Zuschauer:40.

■ FC Tandern 2–FCSchrobenhausen

3:0: 1:0 Dieng (11.), 2:0

Murenzi (46.), 3:0 Öttl (75.). Zuschauer:40.

■ Aichach Türkspor – BC

Adelzhausen 23:2: 1:0 Bunjaku

(2.), 1:1 Peyke (41.), 2:1 Bunjaku

(44.), 3:1 Cilingir (49./Foulelfmeter),

3:2 Schormair (69.). Zuschauer:25.

B-KLASSE AICHACH

■ SV Mering 3 – SC Eurasburg

23:0: 1:0 Berg (11.), 2:0 Abart

(18.), 3:0 Guerra (45.). Gelbrote

Karte: Röhrle (80./SCE). Zuschauer:30.

■ FC Gundelsdorf 2–SFFriedberg

22:1: 0:1 Conklin (35.), 1:1

Czerny (37.), 2:1 Haas (40.). Zuschauer:50.

■ SV Ried 2–DJK Stotzard 2

9:0: 1:0 Schwörer (30.), 2:0 Steber

(43.), 3:0 Strobel(59.), 4:0, 5:0, 6:0

Baubejy (62., 71., 80.), 7:0 Sturze

(82.), 8:0 Hintersberger (86.), 9:0

Hintersberger (90.). Zuschauer:

60.

■ SV Wulfertshausen 2 – SV

Steingriff 2 5:2: 1:0 Halbauer

(38.), 2:0 Nießl (47.), 2:1 Dauser

(52.), 3:1 Steger(55.), 4:1 Schoderer

(57./Eigentor), 4:2 Azizi (76.),

5:2 Meyer(82.). Zuschauer:25.

■ SC Oberbernbach2–TSV Inchenhofen

2 4:2: 1:0 Schimpf

(6./Elfmeter), 2:0 Wagner (9.), 2:1

Schmitt (10.), 3:1 Schmid (16.),

3:2 Schmitt (52.), 4:2 Wagner

(90.). Zuschauer:30.

■ DJK Gebenhofen 2 – TSV

Kühbach 2 3:1: 1:0 Marquart

(30.), 2:0 Marquart (35.), 3:0 Barl

(73./Elfmeter), 3:1 Stimpfle (86.).

Zuschauer:10.

B-Klasse Aichach-ND

Feldheim 2-Münster 2 3:0

Schiltberg -Alsmoos-Pet. 2 *2:0

BC Aichach 2-Rehling 2 0:6

Firnhaberau 2-Igenhausen 0:4

Tandern 2-FCSchrobenhsn. 3:0

AIC Türkspor -Adelzhausen 2 3:2

Gerolsbach 2-Griesbeckerzell 2 verl.

*Spielwertung

1. Schiltberg 11 33:8 31

2. Igenhausen 11 39:10 30

3. Tandern 2 11 24:8 21

4. Firnhaberau 2 12 35:28 19

5. FC Schrobenhsn. 12 26:19 19

6. Griesbeckerzell 2 11 27:21 19

7. Adelzhausen 2 12 31:23 18

8. Gerolsbach 2 11 20:15 17

9. Alsmoos-Pet. 2 11 17:14 16

10. AIC Türkspor 12 16:27 16

11. Rehling 2 12 22:25 12

12. Feldheim 2 12 11:34 7

13. Münster2 11 7:24 4

14. BC Aichach 2 11 9:61 1

So geht es weiter: SSV Alsmoos-Petersdorf

2-BCAichach 2(Sa.), TSV

Rehling 2-SVFeldheim 2, SV Münster

2-AichachTürkspor,BCAdelzhausen 2

-FCTandern 2,SCGriesbeckerzell 2-

TSV Schiltberg, FC Schrobenhausen -

TSV Firnhaberau 2, FC Igenhausen -FC

Gerolsbach 2(So.)

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