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möbel kultur 10/18

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ZKZ 4937

10 I 2018

MAGAZIN FÜR DAS MÖBEL-BUSINESS

Aufholjagd

Frische Ware für mehr

Kaufanreize – der Handel hat auf

den Herbstmessen geordert

Totales

Wohnen

Foto: Koinor „Monroe“

Die Küchenmeile propagierte

ganzheitliche Sichtweisen

OUTDOOR-MARKT

STARKE TRENDS

& KOCHDUELLE

IFA: Noch mehr kluge Technik

Kind + Jugend: Akzente setzen!

Interliving: Sofa mit Co-Star

„insights 2018“: 2. Event in Hamburg

Villeroy & Boch: Erste Möbelkollektion

Grüne-Erde-Welt: Ort der Ruhe und Kraft


TOP-THEMA / WESTFALEN-ANALYSE

MCA ist weiter auf dem

Vormarsch. Neben den etablierten

montierten Wohnprogrammen

haben die Ostwestfalen erstmalig

auch zerlegte Ware auf den

Markt gebracht.

22 möbel kultur 10/2018


Der Strukturwandel

zeigt Wirkung

Zunächst die wichtigste Nachricht: Nach den ersten acht Monaten des

Jahres drohten die Herbstmessen ein Debakel zu werden. Warum sollte

der Handel Ware einkaufen, wenn die Läger noch bis obenhin voll sind?

Es ist am Ende doch nicht so schlimm gekommen, denn der Handel war

sich darüber im Klaren, dass er frische Ware benötigt, um den Kunden

entsprechende Kaufimpulse geben zu können. Das ist erfreulich.

Der Rahmen stimmte schon

mal. Die 462 Aussteller aus

36 Nationen hatten die voll

belegte 85.000 qm große Ausstellungsfläche

in Bad Salzuflen mit

verkaufsstarken Sortimenten, aber

auch mit Mut zur Innovation

bespielt. Und was die Besucher

anging, verzeichnete die M.O.W.

2018 ein leichtes Plus.

Dennoch standen die Herbstmessen

unter einer ganz besonderen

Spannung, dafür ist in den

Tagen und Wochen zuvor einfach

zu vieles passiert. Die „möbel kultur

hat in den Gesprächen auf der

M.O.W. sieben Themen ausgemacht,

mit denen die Branche

konfrontiert ist.

Erstens: Konzentration gibt es

zunehmend auf beiden Seiten. Die

Konzentration im Handel ist

bekannt. Dass sich nun aber auch

auf Lieferantenseite mehr Schwergewichte

formieren, ist die logische

Folge davon. Denn die großen

Handelskooperationen benötigen

Volumina, die sich mit einer Vielzahl

mittelgroßer Hersteller und

Tom Tailor hat sein Sortiment

weiter ausgebaut. Jetzt war

Premiere für das Thema Dining.

Fotos: M.O.W.

10/2018 möbel kultur 23


TOP-THEMA / MÖBEL KULTUR INSIGHTS

Der Renditeund

Kostendruck ist

in der Möbelbranche

enorm hoch.

Sebastian Deppe, BBE Handelsberatung

Wir Influencer

sprechen eine ganz

andere Zielgruppe an.

Josephine Seidel-Leuteritz, Wohnklamotte

Nicht der

größte, sondern

der engagierteste

Kunde braucht

die besten

Konditionen.


RA Markus Nessler

Überforderung

ist bei uns Alltag,

weil wir uns täglich

mit Losgröße 1

beschäftigen.


Nils Kuiper, Home Company

Otto ist in der

analogen Zeit

gestartet und

entwickelt sich jetzt

zur Plattform.


Thomas Staba, Otto

Das Thema Influencer-

Marketing eignet sich gut, um

die Awareness zu erhöhen,

die Sichtbarkeit der Marke

zu stärken.


Jana-Lena Wendt, Segmenta Communications


Die Logistik ist

ganz wichtig, damit

das Geschäft nahzu

perfekt werden kann.

Christoph Ritschel, MöbelFirst

Ohne Foodcourts

läuft nichts mehr.

Außerdem müssen Läden

heute eine Gallery sein

oder wie Kino unterhalten.

Wolf Jochen Schulte-Hillen, SH Selection


Über die

Sprachassistenten

wird Smart Home

massentauglich.

Sarah Kim, Tink


Links: Führte kompetent und launig durch das Programm:

möbel kultur“-Chefredakteur Sascha Tapken. Interessiert

verfolgten die Gäste die Keynote-Speach.

Event

mit viel

Inspiration

Wir müssen Storys

erzählen und wieder eine

Geilheit im Produkt entdecken

– und nicht über

3 Cent hinter dem Komma

reden. Florian Berger, Donkey Products

Zum zweiten Mal fand in Hamburg Anfang September

möbel kultur insights“ statt. Das Event des Ferdinand

Holzmann Verlags fokussierte Best Practices rund um

Möbelhandel und -industrie. Dabei ging es um Marketing-,

Vertriebs- und Strategiethemen, um der Branche neue

Impulse zu geben. Gesponsert wurde auch die zweite

Veranstaltung vom Hermes Einrichtungs Service.

Mein wichtigster

Influencer ist der

Endverbraucher.


Benjamin Stewner, Tom Tailor Home

Zur Einstimmung auf rasante

Marktentwicklungen startete

das Event am Vorabend in der

„if design exhibition“ in der Hamburger

Hafencity.

Keynote-Speaker Wolf Jochen

Schulte-Hillen, Gründer und

Geschäftsführer SH Selection, lud

die Zuhörer zu einem facettenreichen

Ausflug in internationale

Handelswelten ein. Von Hybriden

Läden über Local Department- und

Pop-up-Stores bis hin zu Geschäften,

in denen die Kunden die Produkte

selbst personalisieren. Schulte-Hillen

meint: Ohne Foodcourts

läuft heute nichts mehr und Shops

„müssen Kino sein“. Ein Trend hin

zu kleineren Innenstadtläden mit

mehr Personal, die eine Multichannel-Strategie

verfolgen, sei

unverkennbar. Der stationäre Handel

hat aus Sicht des Experten weiterhin

gute Perspektiven – wenn er

sich verändert.

Am Freitagmorgen zeigte Florian

Berger, Geschäftsführender

Gesellschafter von Donkey Products,

in der ehemaligen Kaffeebörse

voller Enthusiasmus auf,

warum Mut zur Kreativität so

wichtig ist. Seine Überzeugung:

Wir brauchen Produkte, die eine

Geschichte erzählen. Und: „Gebt

euch Mühe, das Produkt ein bisschen

besser zu machen, dann kann

man auch eine höhere Marge

erzielen.“

10/2018 möbel kultur 27


TOP-THEMA/BRANCHENWERKSTATT

sehr hoch

gering

hoch

mittel

Szenario 1: Stationärer

Möbelhandel sichert

Wachstum in individualisiertem

Umfeld.

STRATEGISCHE GRUNDAUSRICHTUNG

Szenario 2: Individueller

und wertiger Onlinehandel

als Wachstumstreiber.

Szenario 3: Nationales

Marktwachstum durch

Lifestyle- und Serviceorientierung

in einem

digitalen Umfeld.

Szenario 4: Neue

Onlinewelten prägen

lifestyleorientierten

Möbelmarkt für

die Digital Natives.

Szenario 5: Möbel als

Konsumgut werden auf

E-Commerce-Plattformen

gehandelt.

Szenarien

1

2

3

4

5

Indiv.

Leistungsangebot

Offline-

Fokus

Online-

Fokus

Standard.

Leistungsangebot

Preisorientierung

Qualitäts-/

Werteorientierung

Szenario 6: Sinkendes

Bedürfnis nach Möbeln

setzt die negative

Preisspirale in Gang.

6

7

Szenario 7: Deutsche

Möbelindustrie stellt sich

dem Innovationswettbewerb

mit Importeuren im

wertigen Möbelmarkt.

Jetzt die Kohlen aus

dem Feuer holen

Welche strategische Positionierung brauchen individuelle Unternehmen der Möbelindustrie und welches

Know-how benötigen sie zur Steigerung ihrer Performance? Diese Fragen stellten sich Dr. Wieselhuber &

Partner gemeinsam mit der ScMI AG im Hinblick auf sieben mögliche Zukunftsszenarien. Ihre Ergebnisse

fassen sie in einer Strategie- und Kompetenz-Heatmap zusammen.

30 möbel kultur 10/2018


Szenarien

1

2

3

4

5

6

7

Marke/

Marketing

ERFORDERLICHE KOMPETENZEN ZUR

STEIGERUNG DER PERFORMANCE

Innovation

Beratung/

Service

Export

Digitale

Kompetenzen

Operations/

Prozesse

I

n der September-Ausgabe der

möbel kultur“ gab die ScMI AG in

einer sogenannten „Landkarte der

Zukunft“ ihre Visionen über die

Branchenentwicklung für die deutsche

Möbelindustrie ab (S. 72). Im

Rahmen dieser sieben potenziellen

Szenarien (links) muss sich jedes

Unternehmen anders positionieren

und gegebenenfalls auch spezielles

Know-how entwickeln, um sich

künftig im internationalen Wettbewerb

zu behaupten.

In der Folge haben sich die

Experten von Dr. Wieselhuber &

Partner Gedanken darüber gemacht,

welche individuellen Kompetenzfelder

in welcher Stärke für einzelne

Unternehmen relevant sind und wie

sich diese Firmen am Markt strategisch

differenzieren können.

Die Erkenntnisse wurden in

zwei Heatmaps zusammengefasst,

bei denen die Intensität

der „glühenden Kohlen“ die

Relevanz für den Erfolg und

gute Performance unterstreichen.

„Bei der strategischen

Positionierung stellt sich die

Frage, wie individualisiert

bzw. standardisiert sollte das

Leistungsangebot im jeweiligen

Zukunftsszenario sein, wie

deutlich sollte der Fokus auf

Online- oder Offlinekanäle

gelegt und wie qualitäts- bzw.

preisorientiert agiert werden?“, gibt

Dr. Timo Renz, Managing Partner

von Dr. Wieselhuber & Partner, zu

bedenken. „Die beiden Heatmaps

geben allerdings nur eine erste Orientierung,

welche strategische Ausrichtung

und welche Kompetenzfokussierung

eines Unternehmens

zu welchem Zukunftsszenario in der

Möbelindustrie am besten passt.“

Diese können nur als Normempfehlung

begriffen werden, die individuell

im unternehmerischen Kontext

interpretiert werden müssen. „Denn

eine Strategie von der Stange gibt es

nicht.“

RITA BREER

SOFORT

ANMELDEN!

thum@wieselhuber.de

NÄCHSTE BRANCHENWERKSTATT:

8. NOVEMBER 2018

IM HETTICH FORUM IN KIRCHLENGERN

Das Dossier mit

allen Beiträgen zur

Branchen werkstatt in

den letzten Jahren

gibt es per QR-Code.

10/2018 möbel kultur 31


KÜCHENMESSE OWL

32 möbel kultur 10/2018


Wohnlichkeit – auch über die Küche hinaus –

ist die Überschrift aller Neuheiten für 2019.

Ob im Haus Beck als traditioneller Messeheimat

der Baumann Group (l.) oder im umgebauten

House4Kitchen, in dem eine Lounge mit

hängenden Gärten die Welten von „Next125“,

Gaggenau und Franke verbindet (r.).

Aufbruch zum

totalen

Wohnen

Warum nur Küchen verkaufen, wenn noch mehr geht? Die Idee, auch in

andere Wohnbereiche hineinzuplanen, ist zwar nicht neu, wird aktuell aber

mit aller Konsequenz zum globalen Eroberungszug ausgebaut. So werden

neue Typen für Vitrinen, Sideboards und Speise-Arrangements kreiert – für

noch mehr Öffnung in den Wohnraum. Aber nicht nur das: Auch Hauswirtschaft,

Outdoor- und Badmöbel werden einbezogen. Dies zeigte die Messe

rund um die westfälische Küchenmeile deutlich. Denn die Branche will wachsen,

auch weil manche Exportmärkte längst ganzheitlich denken. Jetzt muss

nur noch der deutsche Handel seine Umsatzchancen entdecken.

Rechts: Komplette Esszimmer-Ensembles,

vom Tisch bis zur Anrichte passend zur Küche,

bietet Schüller. Unten rechts: Ein extravaganter

Relaunch der Griffleiste mit optisch

und haptisch perfektem Winkel sowie

integrierter LED-Beleuchtung gelang SieMatic.

Trotz Lieferproblemen und

Sommerloch: Die deutsche

Küchenbranche kommt weiter

gut voran. Um rund 5,6 Prozent

kletterte der Umsatz in den ersten

sieben Monaten des Jahres, davon

3,73 Prozent im Inland. Solange

die Kassen voll sind, wird investiert

wie nie, um weitere Kapazitäten

aufzubauen. Nicht nur die Insolvenz

der Alno AG mit der Preisgabe

von 14 Prozent Marktanteilen gab

den Impuls, sondern auch das

enorme Wachstum im Export

10/2018 möbel kultur 33


KÜCHENMESSE OWL

Meeting POINTS

„Wo sollen all die Bestellungen

herkommen?“, fragte Hans Strothoff (l.)

auf dem MHK-Abend in Enger angesichts

der gewaltigen Kapazitäten, die aktuell in

der Küchenindustrie aufgebaut werden.

Dinner-Speaker war diesmal Gerhard

Blum (o.), der über den gelungenen

Generationswechsel im eigenen

Unternehmen berichtete – eine

aus geklügelte Systematik, bei der

sich private Interessen fast völlig

dem nachhaltigen Weiterbestehen des

Familienerbes und der erfolgreichen

Unternehmenskultur unterordnen.

Beeindruckend beispielhaft, was die

wieder zahlreich vertretene Branche

mit Standing Ovations honorierte.

Einen ständigen Anlaufpunkt im Cube30 in Löhne fand das

österreichische Unternehmen Walden. Die Verbindung

schafft Uwe Steinhorst, wie bei Team 7 verantwortlich für

den Küchenvertrieb.

Einen Neustart von Gutmann aus der Planinsolvenz heraus, nach dem Rückkauf der

Hauben-Manufaktur von Elica, versuchen Manuel Fernandez mit Frau Sonja und Sohn

Francisco (v. l.). Qualität und Digitalisierung sind die wichtigsten Anknüpfungspunkte –

mit Multisensorik und intelligenten Zusatzfunktionen für individuelle Kochgewohnheiten.

Die Marktverteilung

der

Großen nach der

Alno-Insolvenz

wird eine

„interessante

Entwicklung“

nach sich ziehen,

ist Küchenring-GF

Manfred

Töpert überzeugt.

Deshalb sei es

Zeit für echte

Partnerschaftskonzepte,

um

den Händlern

Ankerpunkte zur

Differenzierung

zu geben.

Handarbeit und

Leidenschaft mit

Hightech gemanagt:

Das macht

Sachsenküchen

zur Manufaktur 4.0,

wie GF Elko Beeg

anhand des neuen

Imagevideos

erklärte.

Freitag Premiere der Interliving-Küchen, Samstag das Kochduell zwischen Molekular-Koch Juan

Amador und „Küchenrocker“ Timo Hinkelmann („The Taste“) mit Moderatorin Eva Brenner (v. l.),

Dienstag die traditionelle Messeparty: Bei Nolte war immer was los.

36 möbel kultur 10/2018


Alleinstellung für clever ausgestattete Hauswirtschaftsräume:

Sonja Diermann, Marketingleiterin bei Nobilia (r.), hält den

speziell entwickelten Beschlag in den Händen, mit dem die

Waschmaschine rückenschonend und schleudersicher hoch

eingebaut werden kann – TÜV-geprüft.

Als Marketingleiter hat die Baumann Group Dennis Bischoff

(2. Foto v. l.) seit 1. August engagiert – der 41-Jährige war fünf

Jahre bei RWK Kuhlmann, aber schon früher bei Bauformat.

Über stetiges Wachstum freut sich Sebastian Flint, Marketingleiter

für KH Systemmöbel (3. v. l.). Der Spezialist, der alles

kann, beschäftigt jetzt rund 100 Mitarbeiter und stellt zum

Jahreswechsel auf eine zweite Schicht um, damit die Aufträge

bewältigt werden können. Nach der Piatti-Pleite kommt die

Hälfte des KH-Umsatzes aus der Schweiz.

Foto ganz rechts: Erst seit April 2017 am Markt, peilt das

Hamburger Start-up Kitchenadvisor bis Jahresende 1.000

Handelsadressen an – die Area30 bot dafür GF David Striegnitz

(l.) Top-Kontakte. Überzeugen soll die Transparenz von Planung

und Preisen bei der Vermittlung: „Wir sind die erste Plattform,

die ernsthaft einen Küchenvergleich anbietet.“

Carat-GF Gerhard Essig stellte auf Gut Böckel die neuesten

Software-Features vor. Ebenso das E-Learning-Portal „Carat

Academy“. Das Angebot umfasst, ergänzend zu den Seminaren

in Dreieich und Salzburg, auch Video-Tutorials und Webinare.

Fokus auf die Generation Y:

Schwarz auf Weiß, passend

zum Logo und neu

inszenierten „+Segmento“,

gestaltete Streetart-Künstler

The Krank eine 15 Meter

lange stoffbezogene Wand im

Poggenpohl-Showroom.

(Foto: Raffaela Bachmann)

Jörg Lukaschick (l.) managt jetzt nach Andrea Heiner-Kruckas

das Marketing von Küppersbusch. Stephan Gieseck (u. l.) trat

nach sechs Wochen als GF Franke erstmals öffentlich auf.

Sein Ziel: „Wir machen die DACH-Region zum Vorzeigemodell.“

Frische Ideen für die Nische zeigte Jochen Linke (u.),

Produktmanagement/Marketing bei Express Küchen,

mit zwölf digital bedruckten Dekoren in variablen Breiten,

appetitlich oder naturbezogen.

Heinz-Jürgen Meyer und Andreas Wagner (r., v. l.),

geschäftsführende Gesellschafter von Rotpunkt, sind stolz auf

das neue, großzügig gestaltete Kompetenzcenter, das den

Händlern veran schaulicht, wie sie auch ihren Kunden das

Portfolio näherbringen können.

Frisch ans Werk: Im Cube30 empfing die Neue Alno GmbH mit

Chefdesigner Ulrich Dahm-Wachsmann, Thomas Kresser und

Vertriebsleiter Olivers Demers die Besucher (v. l.).

10/2018 möbel kultur 37


KÜCHE

54 möbel kultur 10/2018


IFA 2018: Noch mehr „Künstliche Intelligenz“ für den Hausgebrauch

„Stress raus – Spaß rein“

Kluge Technik, die mit Gesten oder Sprache gesteuert wird und nicht nur mit-, sondern möglichst vorausdenkt:

Mit immer mehr Artificial Intelligence (AI) will die Geräteindustrie noch mehr Perfektion erzielen und den Komfort

verbessern. Wohin die Innovationen gehen, zeigte die IFA vom 31. August bis 5. September. Wobei neben den

europäischen verstärkt asiatische Wettbewerber um den globalen Siegeszug kämpfen.

Als smarter Vorreiter sieht sich

weiterhin Liebherr: 190 Kühlgeräte

sind schon für die SmartDevice-Box

vorbereitet. Sie hören nicht nur auf

die Alexa-Sprachsteuerung, sondern

folgen künftig auch automatisierten

Szenarien nach dem IFTTT-Prinzip

(„If this then that“).

Bei 245.000 Besuchern, davon

rund 150.000 Fachbesucher,

zählte die IFA 2018 zwar

8.000 weniger als ein Jahr zuvor,

doch bestätigen über 50 Prozent

Auslandsanteil weiterhin die hohe

Internationalität. Gleiches gilt für

die Medien: Von den 6.000 Journalisten

kamen diesmal 2.800 aus

über 75 Ländern (2017: 70). Auch

der Zeitpunkt war genau richtig,

betonen die Berliner Messeveranstalter

mit Blick auf das wichtige

Jahresendgeschäft. So resümierte

Dr. Reinhard Zinkann als Vorsitzender

des ZVEI-Fachverbands Elektrohausgeräte:

„Die IFA hat ihre

Stellung als weltweit größte Messe

auch für Home-Appliances in diesem

Jahr ausgebaut. Wir sind mit

den Ergebnissen im Jubiläumsjahr

mit der zehnten Ausgabe von

„Home Appliances@IFA“ sehr

zufrieden. Die Hausgeräte-Branche

nimmt die positiven Impulse der

IFA mit in das wichtige Weihnachtsgeschäft.“

Ähnlich betonte

Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender

der Gfu, die Rolle

als Impulsgeber und stellte zugleich

fest, dass das sehr hohe Ordervolumen

auf dem Rekordniveau

von 4,7 Mrd. Euro über alle Warengruppen

hinweg stabilisiert werden

konnte.

Dabei liegt der Umsatz bei weißer

Ware nicht unbedingt auf Topniveau

und kann Impulse durchaus

gebrauchen. Denn laut Home Electronics

Market Index der GfK hat

vor allem der Inlandsmarkt stagniert,

sodass Hausgeräte bis Juni

sogar 2 Prozent Umsatz verloren.

Darüber hinaus zeichnet sich ein

heißer Wettbewerb ab: Sowohl

deutsche als auch türkische oder

asiatische Marken steigen verstärkt

in die Aufholjagd ein. Die Kampfansage

von Haier, eine Milliarde

Euro für die Marktdurchdringung

in Europa zu investieren (noch

ohne die Übernahme von Candy),

ist nur das markanteste Beispiel. Ob

Hisense, jetzt mit europäischer Verstärkung

durch Gorenje, Samsung

oder Vestel mit Sharp: Alle Global

Player erhoffen sich mehr vom

deutschen Kuchen zu ergattern, so

schwer es angesichts der Dominanz

der BSH erscheinen mag.

Nicht zuletzt durch die Verfolger

herrscht auch bei den Trends und

Themen der Hausgerätenews weitgehend

Einhelligkeit. Aus Flexwird

nun Freeinduction, das

Kochen mit Sensoren und intelligenten

Assistenten zieht weitere

Kreise, Muldenlüfter sind inzwischen

ein Must-have für jeden

Gerätehersteller und performen in

unterschiedlichen Ausprägungen,

genauso wie Frenchdoor-Kühl-/

Gefriergeräte und andere Großraumkühlgeräte

immer beliebter

werden. Zusätzliche Umsatzbringer

verspricht zudem das Thema Weinkühlung,

das jetzt in verschiedenen

Ausführungen in die Sortimente

aufgenommen wird, sowie automatisch

klimatisierte Indoor-Kräutergärten.

Während die Connectivity

in verschiedenen Use-Cases

durchgespielt und über offene

Plattformen zum großen Netzwerk

ausgebaut wird – was insbesondere

auch die Messespecials in der

Smart-Home-Halle 6.2 und im

Bereich „Next“ noch umfassender

veranschaulichten.

Natürlich gab es in Berlin auch

wieder die Showeffekte fürs breite

Publikum. Von Cornelia Poletto bei

Miele, Ralf Zacherl und Mario

Kotaska bei Bosch oder Nelson

Müller: An vielen IFA-Ständen

demonstrierten die Popstars der

Kochszene live, was in der neuesten

Technik steckt. Ganz nach dem

Siemens-Motto „Stress raus – Spaß

rein“.

HEIKE LORENZ

www.ifa-berlin.de

10/2018 möbel kultur 55


IDEEN ZUR

LOOKINSPIRATION

BLICKWINKEL

/// Oft ist es die besondere Sicht auf die Dinge, die einen Raum, eine

Inszenierung zu etwas ganz Speziellem machen. Auch Lichteffekte,

Spiegelungen oder überraschende, ungewöhnliche Formen, Farben und

Materialien, die eigentlich in einem anderen Kontext erwartet werden,

können für eine inspirierende Spannung sorgen. Und dann wird es

interessant.

60 möbel kultur 10/2018


Zarte Glasblasen wie zufällig verstreut: Die elegante Installation „Spring“ im 4-Sterne-Resort

Öschberghof im Schwarzwald lässt den Raum funkeln (Lasvit, Design: Petra Krausová).

10/2018 möbel kultur 61


VERBÄNDE

Prominente Unterstützung für VME-Handelsmarke

Perfekt an die

Zielgruppe angepasst

Am 14. September gab es gleich zwei große Premieren bei „Interliving“: Das

erste Küchen sortiment und die neue Werbekampagne wurden vorgestellt.

In vielen Wohnbereichen ist die Eigenmarke bereits Spitzenreiter in den

Anschluss häusern des Einrichtungspartnerring VME. Dieser Vorsprung

soll mit den hochwertigen Küchen und einer 360-Grad-Kampagne

weiter ausgebaut werden. Testimonial der Werbeoffensive ist

Filmstar und Frauenschwarm Gerard Butler.

Foto: Africa Studio/Shutterstock.com

Das Wesentliche sind – natürlich

die Möbel! Auch in der

neuen „Interliving“-Kampagne

spielen wieder Sofas, Boxspringbetten,

Schlaf- und Wohnzimmer

die Hauptrollen. Mit -

telpunkt der groß angelegten

Werbe offensive zur Unternehmerund

Warenmarke des Einrichtungspartnerring

VME ist der TV-Spot.

Für den Werbefilm, der seit dem

25. September als 30-, 15- und

10-Sekünder ausgestrahlt wird,

konnte Hollywood-Star Gerard

Butler (s. auch Info-Kasten auf der

nächsten Doppelseite) als Testimonial

gewonnen werden. Er soll für

die nötige Aufmerksamkeit beim

Publikum sorgen. Während aber

bei anderen Kampagnen meist die

Prominenten im Vordergrund stehen

und das zu bewerbende Produkt

in den Hintergrund gerät,

werden bei „Interliving“ wieder

ganz selbstbewusst die Möbel ins

Zentrum gerückt. Dies funktionierte

bereits sehr gut im ersten

Werbefilm mit Bruce Darnell, der

über 1.000 Mal gesendet und rund

vier Millionen Mal auf Youtube

angeklickt wurde. Mit Schauspieler

Gerard Butler hat sich der Verband

nun einen Filmstar ins Boot geholt,

der perfekt zur Zielgruppe passt.

Wie im ersten Teil der Kampagne

setzt der Bielefelder Verband

wieder auf Humor. Butler verwandelt

das Sofa buchstäblich mit

einem Fingerschnippen – seine

Begleiterin funkt ihm jedoch

dazwischen. Die Botschaft des

Spots lautet: „Interliving“-Möbel

lassen sich dank einer riesigen

Typenvielfalt für jedes Bedürfnis

und jeden Geschmack individualisieren.

Es gibt sie in zahlreichen

Größen und Sitzhöhen, mit unterschiedlichen

Bezügen, Farben,

Funktionen und Details.

Der TV-Spot ist nur ein kleiner

Teil der globalen 360-Grad-Kampagne,

die am 25. September startete.

Er wird wieder von zahlreichen

weiteren Werbemaßnahmen

flankiert – von Werbematerialien

für die Anschluss häuser über Printanzeigen

bis zu Beiträgen auf allen

Social-Media-Kanälen, auf denen

68 möbel kultur 10/2018


Abendstimmung in einem modernen Großstadt-

Apartment: Der TV-Spot lebt von der urbanen

Atmosphäre und einer großen Portion Humor.

Schauspieler Gerard Butler entdeckt seine

„magischen“ Fähigkeiten, das „Interliving“-

Sofa der Serie „4050“ in unterschiedlichste

Ausführungen zu verwandeln – bis ihm eine

Frau dazwischenfunkt.

10/2018 möbel kultur 69


POLSTER

Fliesenmotiv

als Inspiration

Premiere für eine besondere Kollektion: Vom 3. bis 5. September lüftete Villeroy & Boch

am Firmenstandort das Geheimnis um sein Wohnmöbel-Sortiment. Das mit Spannung

erwartete Konzept umfasst Wohnen, Speisen und Schlafen und demonstriert, wie das

Design der „Mettlacher Platte“ ans Möbel kommt.

80 möbel kultur 10/2018


Links: Partner für die Villeroy & Boch-

Möbelkollektion: Rolf Henrichsmeyer (Geha),

Erik Stammberger (W. Schillig), Andreas

Krämer (Fey), David Jakob (V&B) und Ralf

Hentschel (Collection C) (v. l.). Die Mettlacher

Platte (o.) diente als Vorbild für das Muster an

Fronten und auf den Stoffen.

Wer den Kölner Dom

besucht, betritt sie im

wahrsten Sinne des Wortes:

die sogenannte „Mettlacher

Platte“. Dahinter verbirgt sich das

von Eugen Boch erfundene

berühmte Bodenmosaik aus dem

19. Jahrhundert, das mit dreidimensionaler

Optik spielt. Auch auf

der Titanic wurden die Fliesen

mustergültig verbaut. An „Carré“

lag es jedenfalls nicht, dass das

legendäre Schiff gesunken ist. Und

natürlich schmückt der geschichtsträchtige

Bodenbelag auch die Alte

Abtei in Mettlach.

Die besondere Optik der faszinierenden

Keramik diente nun als

Vorbild für die Designelemente der

ersten Möbelkollektion von Villeroy

& Boch, die Anfang September

Premiere im Gebäude Fabrik No. 9

am Firmenstandort feierte. Diese

Marken-DNA findet sich auf reliefartigen

Fronten genauso wie als

Dessin auf den Bezugsstoffen von

Rohleder der Polstermöbel und

Bettenkopfteile wieder. Obwohl

alle Möbel auch in der schlichten

Version angeboten werden, setzen

die Macher auf die Magie der

Ornamentik.

Als Partner der neuen Kollektion

sind W. Schillig, Collection C,

Geha und Fey mit im Boot, wobei

die drei ersten Unternehmen allesamt

bereits Erfahrungen mit dem

Lizenzgeschäft sammeln konnten:

W. Schillig bei „Schöner Wohnen“,

Collection C bei „Leonardo Living“

und „Schöner Wohnen“ und Geha

bei „Leonardo Living“. „Qualitätsbewusstsein

und ein besonderes

Feingefühl, mit einer Marke um -

zugehen, haben letztendlich den

Ausschlag gegeben, dass wir uns

für diese Hersteller entschieden

haben“, erklärt David Jakob, verantwortlich

für das Lizenzgeschäft

bei V&B.

Für Villeroy & Boch bedeutet

das Sortiment eine logische

Erweiterung der Themen Tischkultur

sowie Wellness und Bad.

„Die Wohnbereiche verschmelzen

aktuell immer mehr. Zudem

sind Markenkonzepte im Bereich

10/2018 möbel kultur 81


POLSTER

Gerade noch rechtzeitig

fertiggeworden: Der

„Norway“, der seinen

Komfort der Extraklasse

einem neuen Beschlag

verdankt, den sich

W. Schillig exklusiv

sicherte.

Hausmessen Oberfranken: Unerwartet erfolgreich

Aufholjagd hat begonnen

Die Hausmessen Oberfranken waren – mal

abgesehen vom bitteren Aus für Ewald Schillig –

sehr erfolgreich. Trotzdem wird der „Sommer

zum Vergessen“, wie ihn Thomas Machalke, TM

Collections, nannte, noch nachwirken. Doch

durch orderfreudige (Verbands-)Einkäufer, die

sich vom überall prall gefüllten „Ideenkorb

Oberfranken“, so Ralph Grabow, K+W Polstermöbel,

bedienten, gestaltet sich der Jahresabschluss

vielfach versöhnlicher als befürchtet.

Die Aufholjagd hat begonnen:

Die (Verbands-)Einkäufer

orderten in Oberfranken so

umfangreich, dass für zahlreiche

Hausmesseteilnehmer doch noch

ein Jahresabschluss zumindest auf

Vorjahresniveau erreichbar scheint.

„Positiv überrascht“ war Thomas

Jäger, Vertriebsleiter von K+W,

„zufrieden“ Koinor-Geschäftsführer

Rainer Thiele, und Daniel Dinkel,

Vertriebsleiter Norddeutschland

und Benelux bei W. Schillig,

ist sicher, dass „wir gut aus dem

Kalenderjahr rausgehen“.

Der „Sommer zum Vergessen“,

wie ihn Thomas Machalke, CEO

von TM Collections, nannte, wird

trotzdem in Erinnerung bleiben,

denn er hat Spuren hinterlassen. So

krass und so lange war der Polstermöbelabsatz

jahrelang nicht zum

Erliegen gekommen. Bis Ende Juli

lag der Umsatz für Sofas, Sessel

und Co. mit 545,41 Mio. Euro um

5,91 Prozent unter Vorjahr, im

Inland waren es bis Ende Juli

7,22 Prozent und im Juli sogar

minus 13,33 Prozent.

Sicher ein Grund für das „Aus“

von Ewald Schillig, das doch überraschend

kam. Am Dienstagmorgen

auf einer Betriebsversammlung verkündet,

verbreitete sich die Nachricht

wie ein Lauffeuer und war

dann überall Gesprächsthema. Wieder

ein Traditionspolsterer weniger,

obwohl es nach Rettung aussah und

die Belegschaft bis zuletzt alles Mögliche

dafür getan hatte (siehe S. 95).

Dieser Überlebenswille, die Leidenschaft,

den „Ideenkorb Oberfranken“,

wie K+W-Geschäftsführer

Ralph Grabow sagte, mit

besonderen Polstermöbeln und

POS-Konzepten zu füllen, zeichnet

die Hausmesseteilnehmer aus. „Wir

halten durch“, versicherte Sabine

Faber, Geschäftsführerin von Ponsel.

Das Familienunternehmen plant,

seine Qualitäten unter seinem

Namen künftig offensiver herauszustellen

und bietet dem Handel

Mobiles für den POS an.

Highlights gab es viele: Über

Exklusivitäten verfügen beispielsweise

W. Schillig, die im „Norway“

quasi die nächste Generation des

Beschlages eines norwegischen Herstellers

launchten. Ponsel stellte

einen Beschlag vor, der beim Sofaumbau

zum Bett das komplette Ausfahren

einschließlich des Kopfteils

ermöglicht.

92 möbel kultur 10/2018


Seinem Ruf als Spezialist für

besondere Leder wurde TM Collections

einmal mehr gerecht. Etwas

für Liebhaber ist ein komplett

unbehandeltes Leder, das im Alltag

schnell starke Gebrauchsspuren

bekommt, und die raue „Wilderness“-Haut,

die die normale

Lederunterseite nach außen kehrt.

Mit Reißverschlüssen als Dekoelement

spielte Koinor, das für

seine kommunikativen Free-Motion-Relax-Modelle

jetzt Podeste in

zusätzlichen Formen (gerundete

Ecken, Nierenform) und Materialien

(Glas, Lack) anbietet. Neu ist

die Kooperation mit Hartmann

Massivholzmöbel. Kombiniert mit

den Kastenmöbeln wirken die

Polstermöbel noch wohnlicher

und wertiger.

Dass Stoffe von Rohleder für

Qualität stehen, ist bekannt. Daher

wurde die „Studioline“-Exklusivkollektion

bei Koinor auf einer

„Q2“-Kompetenzfläche herausgestellt.

Die Partnerschaft mit Rohleder

inszenierte W. Schillig ebenfalls

gekonnt. Zur „Q2 Ocean“-

Kollektion zeigten sie ein POS-

Regal der „Rohleder Home Collection“.

An anderer Stelle präsentierten

sie prominent auch die

„Pivot“-Stoffe von Gebr. Munzert.

W. Schillig hatte mit dem 3D-

Konfigurator aus IDM-Daten, der

durch die fotorealistische Darstellung

und Detailgenauigkeit beeindruckte,

zudem etwas, das den Handel

sehr interessierte (s. S. 101).

„Wir sind sehr funktional

geworden und trauen uns für Gruber-Verhältnisse

moderne Farben,

Rechts: „Mit der Resonanz bin ich zufrieden.“,

erklärte Gruber- Geschäftsführer Dieter Wolf (r.)

Christian Dahm (M.) und DGM-Geschäftsführer

Jochen Winning (l.), beide Geschäftsführer des

Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung

Bayern/Thüringen. Gemeinsam

besuchten sie alle Teilnehmer der Hausmessen.

Rechts: Optimistisch fürs Jubiläumsjahr 2019, in

dem W. Schillig nicht in Köln, aber in Mailand

ausstellen wird, sind Marketing leiterin Dagmar

Treuner und Daniel Dinkel, Verkaufsleiter

Norddeutschland und Benelux.

das kam gut an“, so Vertriebsleiter

Hans-Günter Siller. Natürlich auch

die Fünf-Jahres-Garantie.

Pastelltöne mischten die Polstermöbel

auf, besonders en vogue:

Rosa. Weiterhin angesagt bleibt

Samt, der häufig auch gemustert

(Hahnentritt) anzutreffen ist.

Ein Top-Thema bleibt Dining.

Erweiterte Programme, pfiffige

Details oder Materialmix zeigten

viele Hausmesseteilnehmer. Dazu

zählte in diesem Jahr auch Sedda.

Die Österreicher, bekannt für hochwertige

Boxspringbetten und Funktionssofas,

sind alle zwei Jahre bei

Ponsel zu Gast. Für ihre einfach

umbaubaren Bettsofas haben sie mit

dem Hotelsektor einen lukrativen

Absatzmarkt entdeckt. „Ein Riesenthema“,

wie Verkaufsleiter Herbert

Strassl erklärte, aber: „Ein Hotelier

geht zum Einkaufen nicht ins

Möbelhaus.“ Daher muss die Klientel

gezielt angesprochen werden.

Gedanken über das Objektgeschäft

machen sich übrigens auch andere.

SUSANNE KRAFT

www.hausmessen-oberfranken.de

„Unsere Strategie, auf

Modelle mit eigener

Handschrift zu

vertrauen, hat sich als

richtig erwiesen“,

erklärte K+W-Vertriebsleiter

Thomas Jäger (im

Foto l.), und Ralph

Grabow seit Kurzem

Geschäftsführer,

ergänzte: „Wir machen

immer mehr Konzepte

für den Handel“, und

„wir haben überraschend

gut verkauft“.

Oben: Neu und einfach praktisch – die „mobile Rückenlehne“, an die Stefanie Geßlein,

Assistentin der Ponsel-Geschäftsleitung, sich anlehnt. Unten: Koinor-Marketingleiterin

Yvonne Bauer auf ihrem persönlichen Favoriten „Monroe“.

Brühl eröffnete zur Hausmesse die Studio Gallery im

ehemaligen Werksgebäude. Gegliedert durch Licht und speziell

angefertigte Raumteiler bietet es auf 2.500 qm einen perfekten

Rahmen für die gesamte Brühl-Kollektion – hier ein Ensemble

aus dem Dreisitzer „Floret“ mit Sessel und Hocker sowie zwei

Highback-Chairs „Libellule“.


GO GREEN

Grüne-Erde-Welt: Mit der Natur verschmolzen

Ort der Ruhe und Kraft

Nach knapp zwei Jahren Umsetzungszeit hat Grüne Erde im österreichischen Almtal Ende

September seine Grüne-Erde-Welt eröffnet – eine Einrichtung, die auf 9.000 qm Fertigung,

Möbelausstellung, Store und Bistro unter einem Dach vereint. Inmitten einer unberührten

Naturkulisse sollen Besucher Ruhe und Entschleunigung finden.

Die Grüne-Erde-Welt symbolisiert

alles, was uns wichtig

ist – hier verbinden wir

Mensch und Natur.“ Reinhard

Kepplinger, Geschäftsführer von

Grüne Erde, ist mit dem Ergebnis

der Grüne-Erde-Welt mehr als

zufrieden. Umgeben von der idyllischen

Natur des österreichischen

Almtals, zwischen Bergen, Wäldern

und Streuobstwiesen, wurde das

9.000 qm umfassende Gebäude

nach ökologischen Grundsätzen

aus natürlichen Materialien errichtet.

Die Außenflächen erhielten mit

450 Bäumen und 700 heimischen

Sträuchern zusätzliche Bepflanzungen.

Zwei Gewächshäuser sollen

bald das Gemüse für das Bistro

liefern. Und um die Natur auch ins

Innere des Gebäudes zu transportieren,

wurden 13 unterschiedlich

bepflanzte und 20 bis 30 qm große

Lichthöfe installiert.

Im Eingangsbereich lädt der

Sinne-Raum zum Erleben der

Rohstoffe ein, die zur Fertigung

der hauseigenen Produkte verwendet

werden. Anschließend geht es

in die Schaufertigung, die Einblicke

in die ökologischen und gestal-

terischen Entscheidungsprozesse

des Unternehmens gibt. Die

„reale“ Produktion kann im Rahmen

von buchbaren Führungen in

Augenschein genommen werden.

In der Möbelausstellung spazieren

die Besucher dann durch komplett

von Grüne Erde eingerichtete

Wohnräume. Deckenhohe Fenster

zum Wald und die Lichthöfe sorgen

dabei für ein besonders emotionales

Erlebnis.

Die ganze Bandbreite der Ma -

tratzen wird in der japanisch inspirierten

Schlafwelt vorgestellt, in

der alle Produkte in Ruhe getestet

werden können. Und auch der

hauseigene Store verbreitet alles

andere als die sonst so übliche

Hektik am POS. Dort wird der

Kunde fühlend, tastend und

schnuppernd an das Sortiment

herangeführt, bevor er im vegetarisch-biologischen

Bistro zur Stärkung

verweilen kann.

Neben den Kunden hat Grüne

Erde aber auch stets seine Mitarbeiter

und seine soziale Verantwortung

im Blick. Deshalb galt bei

der Suche nach einem geeigneten

Standort die Prämisse, Wertschöpfung

und Arbeitsplätze in

der Region im Almtal zu belassen.

Insgesamt beschäftigt das Unternehmen

in Produktion, Verkauf

und Verwaltung rund 420 Menschen.

Gut 100 von ihnen haben

ihren Arbeitsplatz in der Grüne-

Erde-Welt.

Dass sich die nachhaltige Philosophie

rechnet, zeigen die aktuellen

Unternehmenszahlen. Denn

im Geschäftsjahr 2017/18 erzielte

Grüne Erde erstmals seit seiner

Gründung einen Umsatz von mehr

als 50 Mio. Euro. Verglichen mit

dem Vorjahr ist das ein Plus von

zehn Prozent. Das Wachstum zieht

sich durch alle Warengruppen,

wobei der Kernbereich Schlafen

sogar einen Anstieg von 12 Prozent

verbuchen kann.

Im Onlineshop wurden 14 Prozent

mehr Waren verkauft. Dennoch

bleiben die 14 Grüne-Erde-Stores

in Deutschland und Österreich

der wichtigste Vertriebsweg. Ihre

Umsatzsteigerung betrug knapp

elf, in Deutschland sogar zwölf

Prozent.

DORIS SCHMIDT

www.grueneerde.com

13 Lichthöfe kennzeichnen die

Grüne-Erde-Welt. Jeder von

ihnen wurde mit verschiedenen

heimischen Gewächsen

bepflanzt.

104 möbel kultur 10/2018


1 2

3

1 Durch die deckenhohen Fenster verschmelzen

die komplett aus Grüne-Erde-Produkten

inszenierten Wohnwelten mit der Natur. 2 Die

Fassade besteht aus Holz sowie unterschiedlich

geneigten Spiegelglastafeln und kreiert

eine räumliche Tiefe. 3 Die Eigentümer

Reinhard Kepplinger und Kuno Haas freuen

sich über die gelungene Umsetzung der

Grüne-Erde-Welt. 4 Nachhaltig produzierte

Teppiche kreieren ein gemütliches Ambiente.

5 In der Schlafwelt finden die Besucher

ausreichend Ruhe und Entspannung. Beste

Voraussetzungen, um die Matratzen des

Herstellers ausgiebig zu testen. 6 Das Gebäude

hält sich bewusst zurück. Kompakt, horizontal

und nicht in die Höhe strebend, verfügt es über

reduzierte Außenflächen und verbindet sich

damit optimal mit der Natur. 7 Alle Sinne

ansprechen: Kunden können die Rohstoffe der

Produkte vor Ort erleben.

4

5 6 7

10/2018 möbel kultur 105


COOL KIDS

Kind + Jugend: Erfolgreiche Bilanz

Akzente setzen

Die positiven Besucherzahlen der Kind + Jugend, die vom 20. bis 23. September

in Köln über die Bühne ging, spiegeln eine rundum geglückte Messe wider.

Neben den Big Playern der Babyausstattungsbranche ließen sich auch die

kleineren Unternehmen nicht die Show stehlen.

„Alma“ (o.), „Finca“ und

„Marit“ heißen die

Neuheiten bei Geuther, die

unterschiedlicher nicht

sein können. Bei „Alma“

dominieren große Flächen

in dunklem Grau die Optik.

Holzakzente aus

Sonoma-Eiche lockern

das Gesamtbild auf.

Sebra hat seinen

Bett-Klassiker in drei

neuen Farben mit nach

Köln gebracht:

„Puder-Beige“ (l.),

„Mintgrün“ und

„Forrestlake Blau“.

Das war eine gelungene Veranstaltung.

Die Kind + Jugend

in den Kölner Messehallen

war geprägt von tollen Innovationen,

vollen Gängen und gelungenen

Standinszenierungen. Die

1.217 Aussteller – davon 174 aus

Deutschland – haben sich in diesem

Jahr einmal mehr ins Zeug

gelegt, um ihre neuesten Kollektionen

den 24.700 Besuchern aus

123 Ländern (+10 Prozent) zu

präsentieren.

Was ist 2019 Trend im Kinderzimmer?

Möbel mit Stecksystem,

die einen leichten Auf- und Umbau

bieten, sind beliebt. Schiebetürenschränke

und filigrane Fußkonstruktionen

im typisch skandinavischen

Look sind in den aktuellen

Kollektionen nicht mehr wegzudenken.

Helle Hölzer, Pastelltöne,

Grau und Weiß, Rosa und Blau sind

zu finden. Besonders eine Kombination

von grauen Möbeln mit

abgesetzten Holzelementen finden

auffallend häufig bei den Kinderzimmer-Herstellern

Eingang ins

Portfolio. Darüber hinaus sind

stilisierte Tiere auf Textilien und

Accessoires ein großes Thema und

sorgen für gute Laune.

Neben seinem nordischen

Highlight „Vincent“ (Seite 121)

brachte Paidi unter anderem auch

„Josie“ mit nach Köln. Das strahlende

Kreideweiß der Möbelserie

sorgt dabei für frische Leichtigkeit,

Füße und Griffe in massiver Eiche

und Deckplatten in einem natürlichen

Eiche-Vincenza-Dekor unterstreichen

die zeitlose Linienführung,

die charakteristisch für den

skandinavischen Stil ist.

Schardt hat bei seinem Kinderzimmer

„Miami“ die Trendfarbe

Grau noch einmal aufgegriffen und

die Möbel mit Buche-Akzenten

lebhaft und modern abgesetzt. Die

Möbel erhalten durch ihre leicht

abgeschrägte Fußleiste im nordischen

Look einen filigranen Charakter.

Außerdem neu: „Coco“ in

den drei Farbvarianten „Coconut“,

„Cocowhite“ und „Coco grey“. Passende

Textilien runden das Angebot

gekonnt ab. Insgesamt hat das

Unternehmen 40 Zimmer im Programm

– alle „made in Germany“.

Besonders angesagt sind aktuell

Kleiderschränke mit Schiebetüren.

Insgesamt 12 neue Babyzimmerprogramme

hat Begabino

im Sortiment. Drei davon hat

die neue Bega-Tochter mit nach

Köln gebracht. Mit dabei: „Jam“.

Das Programm in „Frost White“

besticht durch seine gebogenen

Fronten und bringt ein wenig

mehr Dynamik ins Kinderzimmer.

Seit 1. September 2016 hat die

dänische Kindermöbel- und Interior-Marke

Sebra die Rechte an

dem Designklassiker „Juno Bett“

vom Architekten Viggo Einfeldt

erworben. In diesem Jahr gibt es

das „Sebra Bed Baby & Jr.“ jetzt

auch in den Trendfarben „Puder-

Beige“, „Mintgrün“ und „Forestlake

Blau“. Ein massiver Mobile-Arm

kann optional gewählt

werden. Darüber hinaus stehen

ein Schreibtisch mit abgerundeten

Ecken, Stuhl und Tischleuchte neu

zur Verfügung. Der passende Klei-

118 möbel kultur 10/2018


Dschungel-Feeling gab es bei

Childhome (o.). Der Hersteller hat

diesen aktuellen Trend nun auch

fürs Kinderzimmer kreiert.

Ebenfalls tierisch geht es bei Sitting

Bull (u. l.) zu. Sitzsäcke als Wale,

Löwen oder Elefanten sorgen im

Kinderzimmer für jede Menge Spaß.

Prominente Unterstützung hat sich

iCandy in diesem Jahr geholt und

Cathy Hummels (r.), Ehefrau von

Bayern-Star Mats Hummels, zu

einem Influencerevent am Stand

eingeladen. Die Präsentation von

Julius Zöllner (ganz u.) war modern

und in Farbwelten aufgeteilt.

10/2018 möbel kultur 119


OUTDOOR

Fotos: Guido Schiefer und möbel kultur

Stefan Lohrberg, Director

„spoga+gafa“, und Catja

Caspary, Geschäftsbereichsleiterin

Messemanagement,

in der neuen

„Trendshow Outdoor

Furniture“ in Halle 10.2.

Mit dabei: die markante

grüne Liege von Newcomer

Tingo Living.

spoga+gafa: Hotspot für die grüne Branche

Starke Trends und

lebendiger Austausch

40.000 Fachbesucher aus 114 Ländern reisten vom 2. bis 4. September zur

„spoga+gafa“ nach Köln. Auf der 230.000 qm großen Fläche gab es einiges zu

entdecken: Hitzige Kochduelle in der „Outdoor Küchen Welt“ sowie moderne und

zeitlose Klassiker aus der Geschichte der Gartenmöbel sind nur zwei Beispiele,

wie die weltweit führende Outdoor-Messe für mehr Thementiefe gesorgt hat.

122 möbel kultur 10/2018


3

1

2

Frische Ideen für den POS: Die

„Gestaltungsinseln“ (1) in der

Passage 4/5 boten viel

Inspiration zum Thema Pflanzen.

Bei Schaffner (2) und Lafuma (3)

ging es im Bereich der

Outdoor-Stühle und -Sessel

besonders farbenfroh zu.

Der Rekordsommer hat Spuren

hinterlassen – vor allem

in der Möbelbranche. In den

Einrichtungshäusern herrschte

gähnende Leere. Doch die Gartenmöbelhersteller

konnten von den

heißen Temperaturen profitieren

und freuen sich schon jetzt über

ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr.

Kein Wunder, dass auch auf

der „spoga+gafa“, die vom 2. bis

4. September in Köln über die

Bühne ging, die Stimmung ausgesprochen

gut war. Die Läger vieler

Händler waren bereits zur Jahresmitte

leergeräumt, deshalb wurde

nachge ordert. Aber auch das

umfangreiche Rahmenprogramm

sowie zahlreiche Highlights, die

die Messeveranstalter dieses Jahr

erstmals inszenierten, sorgten

dafür, dass der grüne Branchentreff

ein voller Erfolg wurde. „Das gute

Feedback, das uns erreicht, freut

uns sehr. Bestwerte bei Besuchern

und Ausstellern zeigen, dass die

‚spoga+gafa‘ auf einem sehr guten

Weg ist. Wir konnten 2018 sehr

erfolgreich auf den Punkt bringen,

was wir im Vorfeld kommunizierten:

Mehr Themen, mehr Tiefe,

Mehrwerte“, resümierte „spoga+gafa“-Director

Stefan Lohrberg.

Insgesamt reisten 2.152 Aussteller

aus 61 Ländern in die

Rheinmetropole, um auf

230.000 qm ihre Neuheiten für

die Outdoor-Saison 2019/2020 zu

präsentieren (Auslandsanteil: 85

Prozent). Auch die Besucherzahl

kletterte im Vergleich zum Vorjahr

deutlich nach oben: Während

2017 rund 39.000 Fachleute teilgenommen

hatten, waren dieses

Jahr knapp 40.000 Outdoor-Spezialisten

aus 114 Ländern zur

„spoga+gafa“ nach Köln gekommen.

Laut Angaben der Veranstalter

stammt das Wachstum überwiegend

aus dem Ausland – unter

anderem hatten sich 400 Fachbesucher

aus Australien angemeldet.

„Insgesamt legte der internationale

Fachbesucheranteil noch einmal

um vier Prozent auf 64 Prozent

zu“, bilanzierte Katharina C.

Hamma, Geschäftsführerin der

Koelnmesse, zufrieden. Denn das

Plus aus dem Ausland unterstreiche

eindrucksvoll die weltweite Bedeutung

der „spoga+gafa“. Egal, ob

kleine Fachgeschäfte oder Großfläche,

auf der Messe war die gesamte

Bandbreite der grünen Branche

vertreten, was das Outdoor-Event

wieder einmal als weltweiten Hotspot

für die Garten-Welt bestätigt.

Das absolute Highlight im Gartenmöbel-Bereich

war die „Trendshow

Outdoor Furniture“ inklusive

der Sonderschau „Icons of

Outdoor Furniture“, die dieses

Jahr im „garden unique“-Segment

Premiere feierte. Außerdem starteten

die Erlebniswelten „Smart Gardening“,

„IVG Power Place Akku“

und die „Outdoor Küchen Welt“ in

die zweite Runde. Ziel der Strategie

ist es, die verschiedenen Trends der

grünen Branche konzeptionell zu

bündeln und ansprechend zu präsentieren,

was der „spoga+gafa“

10/2018 möbel kultur 123


lifestyle

Schwarz setzt echte

Statements. Zumindest gilt

das für die Limited Edition

„Black is Beautiful“ von

LE CREUSET, mit der das

französische Premium-Label

von Oktober bis Dezember

zeitlose Tischkultur quer

durch die Sortimente

Gusseisen, Poterie, Aluminium-Antihaft

und Accessoires

zelebriert. In zeitlosem

Schwarz können die

Kochgeräte mit Zubehör zu

jeglicher Farbe kombiniert

werden. www.lecreuset.de

Herbst-Kampagnen: Starke Konzepte

Magneten für den

Point of Sale

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt! Zum Start ins Weihnachtsgeschäft unterstützen viele Hersteller

aus dem GPK-Bereich ihre Handelspartner mit abverkaufsstarken POS-Kampagnen. Die

möbel kultur“ hat ausgewählte Werbe-Aktionen verschiedener Unternehmen zusammengefasst.

Wie Händler in der Weihnachtszeit

noch mehr Umsatz generieren, zeigen

Big Player wie Le Creuset, Thermos,

Fissler oder WMF. Zum Start

in die Adventszeit lancieren sie abverkaufsstarke

POS-Kampagnen, die mithilfe zahlreicher Werbemittel

in Szene gesetzt werden. Im Fokus stehen

Themen wie Geschenkideen, „Black is Beautiful“,

Edelstahl oder auch Outdoor-Living. Beispielsweise

erhalten die Partner von Fissler ein

limitiertes Aktionsset, das die Kaufkraft der Endverbraucher

mit einer Gratis-Zugabe anheizen

soll. Dazu liefert der Kochgeschirr-Spezialist ein

Keyvisual, das für extra viel Aufmerksamkeit sorgt.

Leonardo greift, was die Werbekraft betrifft, besonders

tief in die Trickkiste und bietet Banner,

Tischaufsteller, Regalfahnen und XL-Ellipsen zum

Motto „Presente“ für den POS. Dazu kommt eine

deutschlandweite Plakat-Aktion. Bis einschließlich

5. November werden die Motive hierzulande

an Topstandorten als Großflächenplakate und

Mega-Lights in Szene gesetzt. Während die meisten

Materialien zu den Kampagnen, die die

möbel kultur“ hier vorstellt, mitgeliefert werden,

bietet Städter ein komplettes Shop-in-Shop-

Konzept an. Egal, ob einzelne Drehständer, Haken

oder POS-Hilfen, die Optionen sind vielfältig.

Mittelraumpräsenter, Displaysysteme sowie

wandgebundene Ladenbau-Elemente können

ebenfalls eingebaut werden. SARAH SCHÄDLER

132 möbel kultur 10/2018


Für starken Abverkauf

zum Start in die Weihnachtszeit

sorgt FISSLER

mit einer gelungenen

Sonderaktion: Vom

1. November bis einschließlich

31. Dezember

können Endverbraucher

ein 6-teiliges „Original-profi

collection“-Topfset

mit Glasdeckel kaufen

und erhalten eine

Stielkasserolle im Wert

von 119 Euro als Gratis-Zugabe.

Die Auflage

des Aktionssets ist

limitiert. Dazu liefert der

Hersteller attraktive

Werbemittel für den POS.

www.fissler.de

Naturfreunde sind auch im

Winter gerne draußen.

Deshalb setzt THERMOS mit

einer X-Mas-Aktion auf

Geschenkideen, die den

aktiven Lifestyle fördern.

„Mein Weihnachten. Mein

Ding“ präsentiert Isolierflaschen

und -becher, Speisegefäße

der „Stainless King“-Serie

und andere Artikel mithilfe von

Deckenhängern, Ellipsenaufstellern,

Deko-Würfeln & Co. in

traumhafter Winter-Kulisse.

www.thermos.eu

Geht klar positioniert ins

Weihnachtsgeschäft: 25

Neuheiten hat WMF auf der

IFA 2018 vorgestellt. Ab

Oktober werden diese

Produkthighlights von den

Handelspartnern aufmerksamkeitsstark

am POS beworben.

Für die beiden „Lumero“-

Kaffeemaschinen, die

„Küchen minis“-Color-Edition,

den „Lono Sous Vide Garer

Pro“ und den „Lono

Vakuumierer“ stellt der

Hersteller spezielle

Einzel displays zur

Verfügung. Für den

„Lono Snack

Master“ gibt es

außerdem Karten

mit süßen und herzhaften

Rezeptideen in der schönsten Zeit

des Jahres. www.wmf.de

Für die bunte Welt des

Backens stellt STÄDTER zum

Jahresende ein neues

Shop-in-Shop-Konzept vor,

das individuell für jede

Verkaufsfläche geplant werden

kann. Interessierte Fachhandelspartner

können entweder

ihren zuständigen Außendienst

kontaktieren oder sich direkt

an den Städter-Verkauf unter

+49 6407 4034-1000 sowie

per E-Mail an info@staedter.de

wenden.

www.staedter.de

Mit seiner breit

aufgestellten

Herbst-Kampagne

unterstützt

LEONARDO seine

Handelspartner

von September bis

November. Unter

dem Motto

„Presente“ steht

die Werbe-Offensive

für besondere

Geschenkideen,

die das diesjährige

Weihnachtsfest

versüßen. Starke

POS-Materialien

wie Tischaufsteller

und XL-Ellipsen

sollen die

Aufmerksamkeit

der Kunden

erregen. www.

leonardo.de

Bald ist es wieder Zeit, Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Zum Fest feiert

ALFI den Werkstoff Edelstahl und ruft die „Wie edel ist das denn?“-Kampagne

ins Leben. Als stylisches Statement werden beispielsweise die

Isolierkannen „Juwel“, „Helena“ und „Gusto“ – in neuer Edelstahl-Haut –

ab Oktober im Verkauf in Szene gesetzt. Passend zur Aktion bietet der

Hersteller entsprechende Ellipsen- und Eckaufsteller. www.alfi.de

10/2018 möbel kultur 133

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