Gruppen - Seilspringen

Naturfreundejugend

Jeden Tag warten wir auf dem richtigen Augenblick, um unseren guten Vorsätzen
Taten folgen zu lassen. Mit Hilfe eines großen Springseils können
wir ausprobieren, Entscheidungen zu trefen und diese umzusetzen.

Gruppen-Seilspringen

Jeden Tag warten wir auf dem richtigen Augenblick, um unseren guten Vorsätzen

Taten folgen zu lassen. Mit Hilfe eines großen Springseils können

wir ausprobieren, Entscheidungen zu trefen und diese umzusetzen.

Ziele:

» Gemeinsam Entscheidungen treffen

» Koordination und Kooperation der

Gruppe stimulieren

Alter: 8+

Gruppengröße: 10 - 30 Personen

Dauer:10 - 45 Minuten

Ort: Eine Wiese, ein Feld oder ein breiter,

ebener Waldweg

Material:

Ablauf: Zwei Leiter*innen halten jeweils ein Ende des Seils und

schwingen es in einem großen Bogen. Die Teilnehmer *innen

versuchen durch das Seil hindurch zu laufen, ohne es zu berühren.

Wenn alle einmal erfolgreich hindurchgelaufen sind,

nachdem sie selbst den besten Zeitpunkt zum Loslaufen abgewartet

haben, gibt es einen zweiten Durchlauf. Dabei darf

es nach der ersten Person, die durch das Seil läuft, keinen

leeren Seilschwung mehr geben. Bei Seilberührungen „gewinnt“

die ganze Gruppe einen Neustart.

Varianten:

» Es gibt ein Zeitlimit für die ganze Gruppe, um durch das

Seil zu laufen. Das heißt, es müssen mehrere Teilnehmer*innen

zugleich starten.

» Teilnehmer*innen übernehmen das Seilschwingen, müssen

aber auch durch das Seilsystem laufen, also während des

Spiels ausgewechselt werden.

Ein acht bis zehn

Meter langes Seil. Zu

leichte Seile lassen

sich schlecht schwingen

(zum Beispiel

Paketschnur). Diese

könnt ihr mit zusätzlichen

Stofffetzen

in der Mitte des Seils

beschweren. Ideal ist

ein Kletterseil oder

eine mindestens fünf

Millimeter dicke Reepschnur.

» Jede*r versucht, über das Seil zu springen. Er*sie muss also zum richtigen Zeitpunkt in das

Seilsystem laufen, in der Mitte stehen bleiben und dann springen.

» Wenn die Einzelnen dies erfolgreich schaffen, können sie es in Paaren und Kleingruppen

versuchen. Es kann einen Wettstreit geben: Welche große Gruppe schafft mindestens fünf

erfolgreiche Sprünge?

» Wir können blind durchlaufen. Zuerst in Paaren, bei denen eine Person sieht und die blinde

ABCDEFG HIJKLMNOPQRSTUVWXYZ


Person an die Hand nimmt, dann blinde

Einzelpersonen, dann Paare, oder größere

Gruppen. Die zuschauenden Teilnehmer*innen

können durch Zurufe und Signale

unterstützen.

Auswertungsfragen:

» Wie zufrieden seid ihr mit Eurer Kooperation?

Wie zufrieden seid ihr mit eurer

eigenen Beteiligung?

» Wie habt ihr miteinander kommuniziert?

Wie wurden Ideen gesammelt? Wie wurden

Entscheidungen getroffen?

» Welche Strategien habt ihr entwickelt und

ausprobiert?

» Wie habt ihr euch gegenseitig unterstützt?

Was hat euch geholfen?

» Was könnt ihr daraus lernen zum Thema

„Entscheidungen treffen und umsetzen“?

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!

Hinweise: Das Seil sollte nicht zu schnell

geschwungen werden. Der Boden sollte

gut zum Rennen geeignet sein, ohne

Steine, Äste et cetera. Nasses Gras und

Kies sind rutschig. Spitze Gegenstände

sollen aus den Taschen entfernt werden.

Der Vorteil dieser Übung ist, dass man den

Schwierigkeitsgrad gut variieren und nach

und nach steigern kann, um ein gutes Maß

an Herausforderung für die Gruppe zu finden.

Das Steigern der Schwierigkeit kann

zusammen mit der Gruppe entschieden werden.

Da das geschwungene Seil wie ein großer

Torbogen wirkt, kann man diese Übung auch

als symbolische Schwelle für einen Gruppenprozess

nutzen, zum Beispiel als Einstieg

oder Abschluss eines Camps.

Gestestet von: Friedrich Köckert

(friedrich@iynf.org)

Quelle: Neumann, Jan (2004): Education

and Learning through outdoor activities,

Tschechische Republik

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