Bahnsport 11/2018

mce71

Hallo zusammen …
... und ganz herzlich willkommen zu unserer November-
Ausgabe! Diese bringt es von Haus aus
mit sich, dass die Würfel gefallen sind und alle
sportlichen Entscheidungen feststehen. Und
somit gebührt der Titel auch fast automatisch
einem Weltmeister, in der Vergangenheit zumeist
dem Speedwayweltmeister! Doch nicht in
diesem Jahr! Diesen November musste Speedway-
Weltmeister Tai Woffinden unserem Langbahn-
Weltmeister Martin Smolinski weichen!
Manchmal muss man einfach flexibel sein bzw.
die Prioritäten neu und/oder anders setzen...

48. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 11/18

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Martin Smolinski

Langbahn-Weltmeister

Tai Woffinden ist

Speedway-Weltmeister


48. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 11/18

ABO-TIPP

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Martin Smolinski

Langbahn-Weltmeister

Tai Woffinden ist

Speedway-Weltmeister

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INHALT & EDITORIAL

Happy Family: Tai Woffinden holte in Torun seinen dritten Speedway-Weltmeistertitel 6

18

Martin Smolinski wird zum ersten Mal

Langbahn-Weltmeister in Mühldorf

und küsst den heiligen Boden

SPEEDWAY

WM: Opener 6

WM: GP 9 - Teterow/D 8

WM: GP 10 - Torun/PL 10

WM: Junioren Pardubice/CZ 14

EM: Junioren Stralsund/D 15

EM: Finale 4 - Chorzow/PL 16

DM: Bundesliga Finale 1 Landshut 22

DM: Bundesliga Finale 2 Wittstock 23

Team Cup Güstrow 24

Team Cup Neuenknick 25

DM: Junioren - Landshut 26

DM: dmsj - Olching 27

Brokstedt (TTT + Liga Nord) 28

Goldhelm + Goldenes Band

Pardubice/CZ 30

Tomicek Memorial Prag/CZ 32

Olching 34

Dohren 36

LANGBAHN

WM: Mühldorf/D 18

Pokal: Solo - Lübbenau 29

SONSTIGES

People & Facts 4

International 38

Bazar 45

Termine/Letzte Meldungen/

Impressum 47

Foto oben: Jarek Pabijan;

Foto unten: David Reygondeau/good-shoot.com

Zum Titelbild: Martin Smolinski wird Langbahn-

Weltmeister in Mühldorf • Foto: David Reygondeau/

good-shoot.com; Porträtfoto: Niklas Breu

TOP GUN

- von Nadine Pfeiffer -

Hallo zusammen …

... und ganz herzlich willkommen zu unserer November-Ausgabe!

Diese bringt es von Haus aus

mit sich, dass die Würfel gefallen sind und alle

sportlichen Entscheidungen feststehen. Und

somit gebührt der Titel auch fast automatisch

einem Weltmeister, in der Vergangenheit zumeist

dem Speedwayweltmeister! Doch nicht in

diesem Jahr! Diesen November musste Speedway-Weltmeister

Tai Woffinden unserem Langbahn-Weltmeister

Martin Smolinski weichen!

Manchmal muss man einfach flexibel sein bzw.

die Prioritäten neu und/oder anders setzen.

Hiermit gratulieren wir Martin Smolinski nochmal

ganz offiziell aufs Herzlichste zum Weltmeister!

Und die Headline erklärt sich somit

auch von selbst. Es war ein hartes Stück Arbeit

über die gesamte Saison hinweg mit Höhen und

Tiefen und gipfelte zu guter Letzt in einem filmreifen

Krimi im bayerischen Mühldorf! Mühldorf

= sozusagen der „Tatort“ an jenem Sonntag,

genauer gesagt dem 30. September 2018. Ein

wahrhaftes Bilderbuchfinale und an Spannung

und Dramatik nicht zu überbieten. Hatte man

doch durchaus auch zwischendurch den Eindruck,

dass längst nicht jeder „Smoli“ den Titel

gönnt?! Aber abgerechnet wird zum Schluss.

Und so kam es, dass nach einer durchaus nicht

leichten Saison am Ende des Tages derjenige

ganz oben auf dem Stockerl stand, der es auch

am allermeisten verdient hatte. That’s fact!

Dieser Biss, dieses fokussiert sein und diese

Nervenstärke, besonders an diesem Tag, waren

und sind so was von grandios, dass ich immer

noch ganz geflasht bin und das Stadion aus gutem

Grund getobt hat vor Begeisterung! Leute,

hier hat man Männer weinen sehen! Und Frauen

ganz nebenbei auch ;-) Kurzum Freude pur und

aaalles richtig gemacht!

Dass wir natürlich auch Tai Woffinden alles Gute

zu seinem Sieg in der Speedway-Königsklasse

wünschen, versteht sich von selbst, genau wie

dem Bundesliga-Rekordmeister AC Landshut

zum 19. Titelgewinn und Michi Härtel zum deutschen

U21-Meister!

Bei all diesen Highlights zuletzt können wir nur

inständig hoffen, dass wir jetzt im November in

kein Loch fallen. Aber ich kann Ihnen versichern,

das wird nicht passieren, denn langweilig

wird es ganz sicher auch über den Winter

nicht. Gehen doch die Planungen schon in Richtung

Eis! Und schauen wir da mal, ob letztjährige

berechtigte Kritik der Fahrer bei der FIM auch

angekommen ist und diese als oberster Verband

hoffentlich diese künftig mehr unterstützt

z.B. bei der Orga und Umsetzung der mehr als

weiten Anreise/n von West nach Ost und umgekehrt!

Wir haben auf jeden Fall ein Auge auf alles und

wünschen Ihnen jetzt viel Spaß beim Lesen!

MfG

Nadine P.

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November '18 BAHNSPORT AKTUELL 3


PEOPLE & FACTS

Starterliste für die GP-Saison 2019

steht fest

Nur zwei Tage nach der abschließenden GP-Runde im polnischen Torun

gab die FIM-Bahnsportkommission CCP die Namen der vier Fahrer bekannt,

die im kommenden Jahr im GP mit permanenten Wildcards starten

werden. Erwartungsgemäß hatte man die erbrachten Leistungen von Patryk

Dudek und Matej Zagar gewürdigt. Sie belegen in der WM-Wertung die

Plätze 9 bzw. 10 und werden 2019 dabei sein. Ihr Rückstand auf den achtplatzierten

Emil Saifutdinow ist relativ klein. Der Pole hätte sich höchstwahrscheinlich

aus eigener Kraft im GP halten können, hätte er sich in der

schwedischen Elitserien nicht

verletzt. Martin Vaculik wurde

zwar nur WM-Dreizehnter,

doch der Slowake verpasste

zu Saisonanfang wegen seiner

Beinverletzung zwei GP-

Rennen und konnte immerhin

die polnische Runde in Gorzow

gewinnen. Eine kleine

Überraschung ist die Wildcard-Vergabe

an Leon Madsen,

aber der Däne hat sich

Wildcard für

Europameister

Leon Madsen

mit seinen Ergebnissen die

Nominierung redlich verdient.

Er wurde unter anderem unangefochten

Europameister und

gehört in der polnischen Ekstraliga

zu den stärksten Fahrern.

Madsen gab schon 2010

sein GP-Debüt, als er im Parken-Stadion

in Kopenhagen

mit der Tages-Wildcard fuhr.

Auch 2013 bestritt er als Reservist

einige GP-Rennen.

Für 2019 entschloss sich die

CCP, nicht weniger als fünf Piloten

als GP-Reservisten zu

nominieren. Da es im Speedwaysport

immer wieder Verletzungen

gibt, kann man davon

ausgehen, dass Robert

Lambert im nächsten Jahr einige

Mal zum Einsatz kommen

wird. Der junge Engländer

konnte die FIM-Entscheider

mit guten Ergebnissen überzeugen. Er trug unter anderem maßgeblich

dazu bei, dass Großbritannien in der ersten Ausgabe des Speedway of

Nations die Silbermedaille gewann. Des Weiteren holte der 20-Jährige

Bronzemedaillen in der SEC sowie in der Junioren-WM. Max Fricke wird als

Reservist Nummer 2 fungieren. Der Australier hat eine gelungene Saison

in der englischen, schwedischen und polnischen Liga hinter sich. Mit Jason

Doyle vertrat er beim Speedway of Nations die Farben seines Landes.

Mikkel Michelsen wird erst dann zum Einsatz kommen, wenn drei GP-Teilnehmer

an einer Runde nicht teilnehmen können. Der Däne wurde unter

anderem EM-Vierter. Die restlichen Reservisten sind Vaclav Milik aus der

Tschechischen Republik sowie der Pole Bartosz Smektala, der dank seiner

brillanten Leistung in Pardubice Juniorenweltmeister wurde.

• Text: Georg Dobes; Foto: Daniel Sievers

GP-Startliste 2019: 1 Tai Woffinden, GB; 2 Bartosz Zmarzlik, PL; 3 Fredrik

Lindgren, S; 4 Maciej Janowski, PL; 5 Greg Hancock, USA; 6 Artem Laguta,

RUS; 7 Jason Doyle, AUS; 8 Emil Saifutdinow, RUS; 9 Patryk Dudek, PL;

10 Matej Zagar, SLO; 11 Martin Vaculik, SK; 12 Niels-Kristian Iversen, DK;

13 Janusz Kolodziej, PL; 14 Antonio Lindbäck, S; 15 Leon Madsen, DK; Reservisten

1 Robert Lambert, GB; 2 Max Fricke, AUS; 3 Mikkel Michelsen,

DK; 4 Vaclav Milik, CZ; 5 Bartosz Smektala, PL.

Die GP-Termine stehen (fast) fest

Die GP-Serie wird im kommenden Jahr aus elf Runden bestehen. Wie

schon in der vergangenen Saison beginnt der Kampf um den Weltmeistertitel

am 18. Mai im Narodowy-Stadion in Warschau und der Sieger wird

höchstwahrscheinlich in Australien gekrönt. Leider sind der genaue Termin

und der Austragungsort noch unbekannt. Man munkelt, dass die GP-

Abschlussrunde in Adelaide stattfinden wird.

Im Vergleich zu 2018 wird es zwei neue Austragungsorte geben, wobei der

Begriff „neu“ nicht ganz richtig ist. Am 3. August werden in Wroclaw die

besten Speedwayfahrer der Welt empfangen. Ersetzt wird damit das Edward-Jancarz-Stadion

in Gorzow. 1995 wurde im Olympia-Stadion die erste

GP-Runde ausgetragen und zuletzt war die Stadt in Niederschlesien

2007 GP-Organisator. Die Sportstätte wurde in den letzten Jahren gründlich

renoviert und 2018 fand dort die erste Ausgabe des Speedway of Nations

statt. Nach fünfjähriger Pause kehrt der GP nach Vojens zurück. Da

die dänischen GP-Rennen in den vergangenen Saisons im Parken-Stadion

in Kopenhagen und in der CASA-Arena in Horsens durchgeführt wurden,

kann man den Ortswechsel nicht unbedingt als Fortschritt betrachten.

Eins kann man jedoch auf jeden Fall sagen, Vojens ist immer eine Speedwayhochburg

gewesen und konnte bereits alle großen Speedway-Events

veranstalten. Dort fand unter anderem das letzte WM-Einzelfinale im Jahre

1994 statt. Die Speedwayelite besuchte das Speedway Center in Vojens

zuletzt 2014.

Zum vierten Mal wird es eine deutsche GP-Runde in Teterow geben. Das

Rennen in Mecklenburg wird am 31. August über die Bühne gehen.

• Georg Dobes

Provisorischer GP-Kalender 2019: 18.5. Warschau/PL; 1.6. Krsko/SLO;

15.6. Prag/CZ; 6.7. Hallstavik/S; 3.8. Wroclaw/PL; 17.8. Malilla/S; 31.8.

Teterow/D; 7.9. Vojens/DK; 21.9. Cardiff/GB; 5.10. Torun/PL; Oktober,

Australien (Termin und Ort noch offen).

Warschau-GP am 18. Mai 2019

Bereits zum fünften Male findet ein Speedway Grand Prix im PGE Narodowy,

dem Nationalstadion, in Warschau statt. Der Vorverkauf startete

am Donnerstag, dem 11. Oktober. Tickets bekommt man ab 6,80 Euro. Die

Nachfrage nach den Eintrittskarten derzeit ist enorm. Innerhalb von vier

Tagen konnten über 30.000 verkauft werden. Die Gesamtkapazität dieses

Luxusstadions bei Speedway GP liegt bei über 54.000 Zuschauern. Die

begehrten Tickets im unteren Rang in der ersten und zweiten Kurve für

knapp 28,- Euro waren binnen kürzester Zeit ausverkauft. Für diesen Bereich

gibt es nur noch wenige Einzelsitzplätze. Auch der Abverkauf der

weitaus teureren VIP-Silber- und VIP-Gold-Angeboten für 140,- Euro bzw.

163,- Euro läuft so gut wie nie zuvor. Wer vor hat, sich diesen GP am

18. Mai vor Ort anzusehen, sollte schnell handeln. Eintrittskarten gibt es

z. B. bei https://www.kupbilet.pl/sgp2019. • Andreas Fahldiek

Sänger Jarek Pabijan

Seit fast 30 Jahren kann man Jarek Pabijan bei verschiedenen Speedwayrennen

treffen. Er ist dort als Fotograf tätig. Nach dem Weggang von Mike

Patrick dominierte der in Bydgoszcz ansässige Pole die GP-Szene und beliefert

viele Medien mit seinen Fotos. Er ist auch der „Hoffotograf“ der polnischen

Firma OneSport, die unter anderem die Speedway-EM professionell

vermarkten will.

Pabijan beschränkt sich jedoch nicht nur aufs Fotografieren. Seine Leidenschaft

gilt auch der Musik. Seit Jahren versucht er sich als Sänger und

tritt gelegentlich mit einigen Hardrock-Bands auf. Eine Probe seines Könnens

gab er vor dem Speedwayrennen „Asse für Tomasz Gollob“ in Bydgoszcz.

Mit der Band „Zuki” (Käfer), die Songs von alten legendären Gruppen

wie z.B. den Beatles spielt, sang er das weltbekannte „Highway to

Hell“ von AC/DC. Über die Qualität der Performance von Band und Pabijan

kann man streiten. Eins aber ist sicher, es war laut.

• Text u. Foto: Georg Dobes

4 BAHNSPORT AKTUELL November '18


380er-Suzuki sorgt für Furore

bei den Gespannfans

Beim Grasbahnrennen in Schwarme waren im Rahmenprogramm eine

Handvoll Oldie-Gespanne zu sehen, die danach auch beim Flutlichtrennen

in Vechta großen Anklang beim Publikum fanden. Unter den Piloten

war auch Edgar Starke aus Witten. Der ehemalige Gespannfahrer und spätere

Chefmechaniker von Multichampion Thomas Kunert hatte eine

380er-Suzuki dabei, die er im Schwarmer Bruch erstmals nach der Restaurierung

vorstellte und mit seiner Tochter Julia im Boot um den Niedersachsenring

steuerte. In Vechta nahmen auch „Tommy“ Kunert und sein

ehemaliger Beifahrer Wolfgang „Blondi“ Meier das Gefährt unter die Lupe

und versuchten sich in alter Manier mit ein paar Trainingsrunden. „Das ist

eine Zweitakter-Suzuki-Dreizylinder mit zirka 38 PS bei 7000 Umdrehungen

pro Minute“, erläuterte „Ede“ Starke das lautstark knatternde Dreirad,

„das Fahrwerk ist von Anton Nischler und war eigentlich für einen Einzylinder

gedacht. Es ist dann so umgebaut worden, dass ein Dreizylinder

hineinpasste. Der Motor ist aber nie bei einem Rennen gefahren worden.

Das Motorrad stand bei Alois Eibl in der Garage, dem Papa von Markus

Eibl vom RSC Pfarrkirchen. Vor fünf Jahren habe ich das Ding mit nach Witten

genommen. Ich wollte es immer restaurieren, bin aber nie dazu gekommen,

weil ich immer mit den aktuellen Gespannen zu tun hatte. Dann

habe ich es Franz Schnieder aus Lüdinghausen gegeben, dem es jetzt

auch gehört. Der hat es so hergerichtet, dass man damit fahren kann.

• Text u. Foto: Rudi Hagen

Ronnie Moore 1933 - 2018

Der in Tasmanien geborene Ronald Leslie Moore trat erstmals im Alter

von erst 15 Jahren im Speedway in Erscheinung. Er entwickelte sich dann

in der zweiten Division in seiner Wahlheimat Neuseeland, in Christchurch.

Er wollte schon frühzeitig Speedway-Professional werden. Im

Alter von 17 Jahren machte er sich per Schiff auf die lange Reise von Wellington

nach Southampton in England. Er hatte nicht mal einen Startvertrag

in der Tasche und kam nur mit einer Empfehlung des britischen Fahrers

Norman Park nach Großbritannien. Park verbrachte seine Winter in

Downunder und wurde dort auf den jungen Ronnie aufmerksam. Moore

stellte sich – unterstützt nur von seinem Vater – in Wimbledon vor.

Durch Zufall wurde ein Platz im Team der Dons frei. Dort backte er zwar

zuerst ganz kleine Brötchen, entwickelte sich dann aber doch recht

schnell. Im Alter von nur 17 3/4 Jahren qualifizierte er sich als jüngster

Weltfinalist erstmals für ein Einzelweltfinale. In Wembley fuhr er trotz

schlechten Auftaktes noch auf den 10. Platz! Vier Jahre später wurde er

im Alter von 21 Jahren erstmals Speedway-Einzelweltmeister. 1959

konnte er – erneut in Wembley – ein zweites Mal Weltmeister werden.

Beide Titel gewann er mit Maximum! Insgesamt fuhr Ronnie von 1950 bis

1971 in 14 Weltfinals. Mit Landsmann Ivan Mauger gewann er 1970 die

Best-Pairs-WM. Viermal wurde er neuseeländischer Meister. Seine Karriere

in Großbritannien beendete er endgültig 1974. Im Januar 1975 stürze

er im Alter von fast 42 Jahren bei einem internationalen Rennen im

australischen Jerilderie Park schwer. Nachdem er in der ersten Kurve zu

viel Grip bekam, berührte er das Hinterrad von John Louis. Moore schlug

mit seinem Kopf auf den Bahnbelag auf. Dabei zog er sich einen Schädelbasisbruch,

einen Kieferbruch und Gesichtsverletzungen zu. Es dauerte

eine lange Zeit, bis er sich von diesem Sturz erholte. Seine sportlichen

Dienste wurden 1985 in England mit dem Orden Member of the

Most Excellent Order of the British Empire (MBE) von der Queen gewürdigt.

Ronnie starb am 18. August im Alter von 85 Jahren an Lungenkrebs.

• Andreas Fahldiek

Sönke Petersen:

„Bin froh über meinen Weg“

Fast zehn Jahre ist es her, dass Sönke Petersen in Abensberg bei einem

Rennen der Speedway-Nationalmannschaft U21 schwer verunglückte.

Der damals 20-jährige Oldenburger brach sich bei dem Sturz drei Lendenwirbel

und ist seitdem querschnittsgelähmt.

Petersen, der als eines der größten deutschen Speedway-Talente galt,

gab in der Folge aber nicht auf. Im Gegenteil: Er arbeitete sich im Zentrum

für Rehabilitation in Pforzheim (Baden-Württemberg) aus dem seelischen

und körperlichen Tief heraus, absolvierte in Oldenburg sein Fachabitur

und studiert mittlerweile im neunten Semester Maschinenbau mit den

Schwerpunkten Produktentwicklung und Produktmanagement an der

Fachhochschule Pforzheim.

„Mein Ziel ist der Masterabschluss“, sagte der mittlerweile 29-jährige

Rollstuhlfahrer bei einem Besuch in Oldenburg zu BSA, „wenn ich den habe,

möchte ich gerne beruflich in den Norden Deutschlands zurückkehren.“

Interessanterweise interessiert sich der gelernte Kfz-Mechatroniker in

beruflicher Hinsicht eher für den Schiffsbau und nicht für die Autoindustrie.

„In der Automobilentwicklung muss alles möglichst wenig Geld kosten,

aber im Schiffsbau bei Privatjachten zum Beispiel, kann man sich als

Ingenieur ausleben.“

Dem Motorsport ist Sönke Petersen trotz seiner Behinderung aber in

mehrfacher Hinsicht erhalten geblieben. „Ich fahre mit umgebauten Motorrädern

noch Motocross und auch Quad, aber alles nur eher zum Spaß“,

bekennt der ehemalige Rennfahrer.

Inzwischen hat er aber bekanntermaßen auch als Funktionär im Motorsport

einiges erreicht. So hält er die Lizenzen als Sportkommissar und

Rennleiter des DMSB und der FIM. Zudem hat er Trainerlizenzen erworben,

ist sehr erfolgreich für die Jugendorganisation des DMSB unterwegs

und vertritt als Fachreferent Bahnsport die Belange der Fahrer auch beim

Deutschen Motor Sport Verband.

Nachdem die Motorsportjugend des DMV vor einigen Jahren unter der Leitung

von Sönke Petersen die Kaderförderung des Team MSJ im DMV ins Leben

gerufen hatte und den Einstieg der neuen Mannschaft des MSC Berghaupten

(Black Forest Eagles) im Speedway Team Cup mit Rat und Tat unterstützte,

wurde diese Kaderarbeit nach dem Erfolg 2014 auch auf die

Diedenbergen Rockets ausgeweitet.

Neben der Betreuung der „Black Forest Eagles“ im Team Cup vertreibt

Sönke Petersen national wie international die von ihm selbst entwickelten

Aluscheiben für Kupplungen, die im Bahnsport wie auch im Supercross

und in Automobil-Oldtimern eingesetzt werden können.

Aber neben alledem gibt es für den Oldenburger immer ein Thema, wie er

selbst sagt: „Ich habe natürlich 24 Stunden am Tag mit meinem Handicap

zu tun. Ich mache immer noch Fortschritte in der Therapie, arbeite und

trainiere in Pforzheim im Reha-Zentrum, mir geht es gut, ich brauche keinen

Arzt, keine Tabletten, ich bekomme auch immer mehr Gefühl für meinen

Körper wieder und ich mache auch alles selbstständig, aber ich kann

leider immer noch nicht allein stehen.“

Nach dem Gespräch mit BSA fuhr Sönke Petersen im Rolli flink rückwärts

die steile Treppe eines Lokals am Rande der Oldenburger Innenstadt hinunter,

schwang sich in seinen geräumigen PKW und fuhr zu seinem Vater

Günter. „Ich bin froh, dass ich mit ihm, der jetzt 83 Jahre alt ist, noch Zeit

verbringen kann. Auch auf meine Mutter und meine Schwester freue ich

mich jedes Mal, wenn ich wieder in Oldenburg bin. Insgesamt bin ich froh

über meinen Weg.“ • Text u. Foto: Rudi Hagen

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 5


3. WM-Titel fŸr W

SPEEDWAY-WM

In den letzten beiden GP-Runden in Teterow und Torun ließ der Engländer Tai Woffinden

seiner Konkurrenz keine Chancen und holte sich verdient seinen dritten Weltmeistertitel.

6 BAHNSPORT AKTUELL November '18


• Fotos: Jarek Pabijan

OFFY

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 7


SPEEDWAY-WM

Top-3 in Teterow:

Champagnerdusche

für Jason Doyle,

Tai Woffinden

und Bartosz

Zmarzlik (v.l.)

Es waren noch gar nicht alle anwesend, als die

ersten Fahrer bei Beginn von Sturm und Regen

ihre Vans wieder einluden. Als das Training

dann offiziell abgesagt wurde, waren die meisten

Fahrer schon wieder in ihren Hotels. Das

war natürlich schon ein erster Rückschlag für

die Organisatoren. Am Samstag spielte das

Wetter bis zum Nachmittag mit, aber kaum füllte

sich das Fahrerlager, kam auch der Regen

wieder, der aber rechtzeitig zum Abend wieder

aufhörte. Dass trotzdem 8641 zahlende Zuschauer

in die Arena am Kellerholz kamen,

freute natürlich alle. Dass die Bahn nach dem

großen Bahndienst immer besser wurde und

gute Rennen erlaubte, spricht für die gute Arbeit

der Teterower Bahndienstleute.

Natürlich herrschte knisternde Spannung im

Fahrerlager. Würde Tai Woffinden seinen immer

mehr schmelzenden Vorsprung gegen Erzrivale

Bartosz Zmarzlik halten können? Woffy

hatte in diesem vorletzten Rennen ja nur noch

9 Punkte Vorsprung und Zmarzlik war zuletzt

immer besser geworden und hatte im Finale in

Torun ja auch Heimvorteil. So waren dann auch

einige polnische Fans in der Arena zu sehen,

die ihre Fahrer lautstark anfeuerten. Die Bahn

selbst sah durch den Regen sehr tief aus, was

die ersten Läufe auch bestätigen sollten.

Heat 1: Weltmeister Jason Doyle strahlte erstmal

alle Gegner ordentlich ab und konnte Przemyslaw

Pawlicki, Artem Laguta und Wildcard-

Rider Kai Huckenbeck hinter sich halten. Huckenbeck

gelang es noch, am Russen Laguta

innen vorbeizuschlüpfen und ihn ordentlich

abzustrahlen.

Heat 2: Matej Zagar zog nach Blitzstart sofort

davon. Hinter ihm lag „Fast Freddy“ Lindgren

vor Tai Woffinden und Emil Saifutdinow. Woffinden

kämpfte sich in seiner typischen Art am

Schweden vorbei und konnte zumindest

2 Punkte holen.

Heat 3: Zmarzlik wollte Weltmeister werden

und bog unter dem Jubel der polnischen Fans

als Erster in die Kurve ein. Nicki Pedersen, von

Weiß startend, wurde total abgestrahlt und

gab auf. Hinter Zmarzlik entbrannte ein Kampf

zwischen Chris Holder und Niels-Kristian Iversen,

den der australische Exweltmeister für

sich entscheiden konnte.

Heat 4: Der Slowake Martin Vaculik hatte den

besten Start, doch Ende der ersten Kurve fuhr

Craig Cook auf Maciej Janowski auf und beide

stürzten. Leider konnte Cook mit Verdacht auf

Handverletzung nicht mehr antreten, während

Janowski beim Re-run dabei war. Hancock war

zu diesem Zeitpunkt schon total abgestrahlt

Letzter. Im Re-run hatte Hancock die Nase vor

Janowski und Vaculik, bevor der Slowake außen

im Matsch wegrutschte und mit Verdacht

auf Schleudertrauma auch nicht mehr antrat.

Vor dem zweiten Re-run fand ein ausgiebiger

Bahndienst statt und mancher befürchtete

schon einen Rennabbruch. Warum man diesen

längst fälligen Bahndienst nicht vor dem ersten

Start gemacht hatte, bleibt das Geheimnis

von Race Director Phil Morris. Den zweiten Rerun

gewann Janowski vor Hancock.

Heat 5: Der zweite Durchgang zeigte einen harten

Kampf zwischen dem führenden Pedersen

und Hancock. Woffinden war nur Dritter vor Huckenbeck.

Hancock kämpfte sich an Pedersen

vorbei und Woffinden folgte sofort. Hancock

hatte damit 5 Punkte, Woffinden 4.

Heat 6: Der für Patrik Dudek startende Niels-

Kristian Iversen fuhr einen Start-Ziel-Sieg ein.

Der wieder schlecht gestartete Saifutdinow

kämpfte sich an Maciej Janowski vorbei auf

Platz 2. Pawlicki hatte keine Chance.

Heat 7: Martin Smolinski fuhr erstmals für Vaculik

an den Start und hatte gegen Lindgren,

Laguta und Holder keine Chance. So lautete

auch der Zieleinlauf.

Heat 8: Weltmeister Jason Doyle hatte den besten

Start und konnte den ihm immer im Genick

sitzenden Bartosz Zmarzlik hinter sich lassen.

Dieser gab hier seinen ersten Punkt ab. Matej

Zagar wurde Dritter vor Kevin Wölbert, der für

Craig Cook antrat.

Heat 9: Holder konnte Saifutdinow hinter sich

lassen. Dahinter fuhr Smolinski vor Huckenbeck.

In der zweiten Runde griff Kai an und

überholte Smoli.

Heat 10: Woffinden und Zmarzlik trafen aufeinander.

Der Pole gewann den Start und konnte

den Vorsprung unter dem Jubel seiner Fans

halten. Pawlicki konnte Wölbert hinter sich

halten.

Heat 11: Ein Lauf ohne Überholvorgänge. Nicki

Pedersen holte seinen ersten Laufsieg vor Matej

Zagar, Maciej Janowski und Artem Laguta.

Heat 12: Ein toller Kampf zwischen dem führenden

Iversen und Lindgren entbrannte. Doyle

rutschte in den Airfence, konnte aber noch hinterherfahren.

Für Hancock war hier nur ein

Punkt drin. Iversen holte seinen zweiten Laufsieg.

Woffinden fas

Wie im letzten Jah

bei der dritte

War es d

kam d

8 BAHNSPORT AKTUELL November '18


Heat 13: Janowski hatte endlich wieder einen

guten Start und holt seinen zweiten Laufsieg.

Zmarzlik kämpfte sich unter dem Jubel der polnischen

Fans an Lindgren vorbei auf Platz 2. Huckenbeck

ging wieder leer aus.

Heat 14: Hancock konnte seinen zweiten Sieg,

diesmal vor Matej Zagar und Holder verbuchen.

Pawlicki schien überfordert und fuhr hinterher.

Heat 15: Dieser Lauf sah wieder einen tollen

Kampf zwischen dem WM-führenden Woffinden

und Iversen, den der Engländer gewinnen konnte.

Laguta ließ Smolinski keine Chance.

Heat 16: Jason Doyle stürzte in der ersten Ecke

und durfte zum Re-run wieder antreten. Im Rerun

ließ Pedersen Doyle hinter sich. Saifutdinow

wurde wieder nur Dritter vor Wölbert.

Heat 17: Zagar schlug Iversen und war damit,

wie auch Iversen, im Halbfinale. Dahinter konnte

Smolinski Huckenbeck schlagen und damit

zumindest einen Ehrenpunkt einfahren, während

Huckenbeck insgesamt 2 Punkte erzielte.

Heat 18: Wölbert startete sehr gut und konnte

tatsächlich den stets angreifenden Lindgren

hinter sich lassen. Dahinter lag noch Pedersen,

der mit 8 Punkten das Semifinale verfehlte.

Lindgren schaffte den Sprung ins Halbfinale.

Wölbert fuhr damit den einzigen deutschen

Laufsieg heraus und landete als zweite Reserve

immerhin auf Platz 13.

Heat 19: Endlich hatte auch Saifutdinow einen

guten Start und konnte Titelaspirant Zmarzlik

hinter sich halten, der wie immer enormen

Kampfgeist zeigte. Laguta hatte hier wieder eines

seiner schwächeren Rennen und kam auf

4 Punkte und Platz 12. Hancock blieb nur der

letzte Platz, stand mit 9 Punkten aber im Semifinale.

Heat 20: Im letzten Vorlauf konnte Doyle

sein Konto auf 11 Punkte verbessern und

auch Woffinden hinter sich lassen. Janowski

verwies Holder auf Platz 4. Auch

Holder verfehlte mit 7 Punkten und Platz 11

das Semifinale.

Heat 21 - Semifinale 1: Am Band standen

Zmarzlik, Janowski, Hancock und Iversen.

Hancock gewann den Start, hielt die Führung

und stand damit im Finale. Iversen

folgte auf Platz 2 und Zmarzlik konnte sich

noch am Dänen vorbeischieben. Damit war

Iversen mit 12 Punkten auf Platz 6 und Janowski

mit 9 Zählern auf Platz 7.

Heat 22 - Semifinale 2: Weltmeister Doyle

gelang es zum zweiten Mal, Woffinden hinter

sich zu lassen. Zagar wurde vor Lindgren

Dritter. Damit war der Slowene mit

12 Punkten Fünfter, Lindgren mit 9 Punkten

Achter.

Finale: Hancock gewann den Start, doch

Woffinden ging mit vollem Speed außen

vorbei und auch Doyle und Zmarzlik passierten

den US-Boy. So siegte Woffinden

vor Doyle und Zmarzlik. Wie sehr sich Woffinden

über den Sieg freute, demonstrierte

er mit einer Ehrenrunde. Woffy hat seinem

Titelkonkurrenten Zmarzlik wieder einen

Punkt Vorsprung abgetrotzt und die Chancen

auf den dritten Titel standen gut.

Recht schwach und enttäuschend war die

Leistung der drei Deutschen, von denen

nur Wölbert mit einem Laufsieg herausstach.

• Texte: Jörn Werner; Fotos: Jarek Pabijan (Action),

Daniel Sievers (Siegerehrung)

AM RANDE

Viel Unmut gab es rund um den Grand Prix in Teterow.

Zu dem Gemecker um die Eintrittspreise

folgende Anmerkung: Eine Eintrittskarte zum

Weltfinale in Norden 1983 kostete damals schon

bei Start und Ziel 75,- D-Mark. Auch die Preise in

Dänemark, England und vor allem Schweden waren

ebenfalls nicht unerheblich.

Ärgerlich war, dass erst keine und dann doch

Stühle erlaubt waren. Da mussten viele, die nicht

den ganzen Tag stehen können oder wollen, auf

die teureren Sitzplätze zurückgreifen.

Recht stolz kann Adi Schlaak darauf sein, dass es

auch 2019 wieder einen Grand Prix von Deutschland

geben wird. Für die drei Jahre danach gibt es

eine Option. Aber auch Landshut möchte den

Grand Prix haben. Organisator BSI war wohl wieder

recht zufrieden und für das Wetter kann Teterow

ja nun wirklich nichts.

Ab und zu gibt es unglaubliche Dinge beim Rennen.

Als Cook und Janowski direkt vor der Fotografenplattform

stürzten und am Airfence lagen, kam

ein „Fan“ mit Handy, um den Verletzten zu filmen.

Noch schlimmer aber ein anderer Fan, der mit

kleinem Kind in die Sicherheitszone kletterte und

das Kind über den Airfence hielt, damit es den

Verletzten besser sehen konnte. Geht’s noch? Wir

Presseleute haben diese Fans sofort weggejagt.

Auch über die Catering-Preise wurde geschimpft.

Neben unserer Plattform stand eine Gruppe Dänen,

die schon viele Becher Bier geleert hatten.

Diese Wilden bogen im Laufe der Veranstaltung

den Handlauf zur Sicherheitszone so weit nach

vorne, dass er jeden Moment Richtung Airfence

hätte umknicken können.

t am Ziel

r herrschten beim Speedway-Grand-Prix von Deutschland

n Auflage in Teterow schlechte Wetterbedingungen.

e Woche über bis zum Freitagnachmittag schön,

ann aber, wie vom Wetterdienst versprochen,

die Schlechtwetterfront mit Sturm und

viel Regen schon zwei Stunden vor dem

offiziellen Training in Teterow an.

Grand Prix 9 - Teterow/D

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 9


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 10 - Torun/PL

Tai Woffinden ist Speedway-Weltmeister 2018,

Bartosz Zmarzlik (links) Vizeweltmeister und

Fredrik Lindgren WM-Dritter • Foto: Daniel Sievers

Woffy schreibt Geschichte

Tai Woffinden gewann in Torun und wurde zum dritten Mal hochverdient Speedway-Weltmeister. Bartosz Zmarzlik holte

die Silbermedaille, während Fredrik Lindgren sich gegen Maciej Janowski durchsetzen konnte und Bronze gewann.

Der Engländer kam mit einem komfortablen

Vorsprung von 10 Punkten auf Bartosz Zmarzlik

nach Polen und man ging fest davon aus, dass

er sich den WM-Titel sichern würde. Gleichzeitig

erwartete man, dass es der Pole Woffinden

vor eigenem Publikum nicht leicht machen

würde. Schon im Auftaktlauf bewies Zmarzlik

einmal mehr, dass er seinen Titeltraum noch

längst nicht begraben hatte. Nach einem

schwachen Start lag der 23-Jährige zunächst

an letzter Stelle, aber nach und nach überholte

er außen fahrend alle Gegner und kreuzte unter

ohrenbetäubendem Jubel als Sieger die

Ziellinie. Nach zwei Durchgängen waren beide

Titelaspiranten noch ungeschlagen und trafen

in Heat 11 aufeinander. Zmarzlik erwischte einen

perfekten Start und ging in Führung, während

„Woffy“ verbissen mit Doyle um Rang 2

rang. Der noch amtierende Weltmeister hatte

nach zwei Runden knapp die Nase vorne, aber

der WM-Leader gab sich nicht geschlagen. In

der nächsten Kurve machte der 28-Jährige einen

Fehler, der verhängnisvolle Folgen hätte

haben können. Er überzog die Maschine, konnte

sich nicht auf dem Sattel halten und stürzte

spektakulär. Blankes Entsetzen im Stadion

und es wurde ganz still. Man hoffte inständig,

dass der Insulaner aufstehen und auf eigenen

Beinen die Bahn verlassen würde. Gott sei

Dank wurden die Gebete nicht nur der englischen

Fans erhört und der Fahrer marschierte

bald ins Fahrerlager. Logischerweise disqualifizierte

Jesper Steentoft aus Dänemark den

Laufabbruchverursacher und im Re-run erzielte

Zmarzlik einen weiteren Dreier. Als Woffinden

in Rennen 13 nur Dritter wurde und der junge

Pole kurz danach zum vierten Mal als Erster

den Zielstrich überquerte, wurde es für den

WM-Führenden brenzlig. Nach vier Durchgängen

hatte Zmarzlik in der Gesamtwertung nur

noch 5 Zähler Rückstand und die Chance, die

Qualifikation mit 15 Punkten abzuschließen.

Doch Zmarzlik hatte im letzten Durchgang die

Rechnung ohne Laguta gemacht. Der Russe

war in der MotoArena sehr schnell und hatte

vor dem letzten Qualiheat noch eine weiße

Weste. In Lauf 19 legte Laguta einen Bombenstart

hin und Zmarzlik erlitt seine erste Niederlage.

Für Woffinden war die Gefahr, die Goldmedaille

zu verlieren, allerdings noch nicht gebannt.

Wäre der zweifache Weltmeister im darauffolgenden

Lauf nicht über den letzten Platz

hinausgekommen, hätte er den Einzug ins Semifinale

verpassen können. Doch der Engländer

ließ in Lauf 20 nichts mehr anbrennen. Er

kam am besten aus den Bändern und holte einen

Start-Ziel-Sieg. Damit hatte „Woffy“ 6 Zähler

mehr als Zmarzlik und brauchte nur noch

ein Pünktchen, um den dritten WM-Titelgewinn

feiern zu können.

Die Entscheidung darüber fiel im zweiten Semifinalrennen,

als beide Titelanwärter erneut

gegeneinander fuhren. Etwas überraschend

startete Niels-Kristian Iversen am besten und

ging in Führung. Zmarzlik versuchte, auf der

Geraden am Dänen außen vorbeizuziehen,

schaffte es aber nicht und das nutzte Woffinden

sofort eiskalt aus. Er setzte sich innen fahrend

hinter Iversen an die 2. Stelle und konnte

die Platzierung bis ins Ziel halten, während der

Pole nur um Rang 3 mit Greg Hancock fightete.

Er setzte sich am Ende zwar denkbar knapp

durch, schied jedoch aus und in diesem Augenblick

sicherte sich der Engländer die Goldmedaille.

Der beflügelte neue Champion gewann auch

im Finale den Start und siegte vor 15.500 Zuschauern

ungefährdet. „Das ist ein perfekter

Abend. Darauf haben wir die ganze Saison hingearbeitet.

Es war schwierig, aber es ist uns

gelungen, das Ziel zu erreichen und darüber

freue ich mich sehr. Ich habe nun drei WM-Titel,

aber der erste war am wichtigsten. Man

10 BAHNSPORT AKTUELL November '18


sagt, am schwierigsten ist es, Weltmeister zu

werden. Das stimmt allerdings nicht. Deutlich

schwieriger ist es, Jahr für Jahr an der Spitze zu

bleiben“, sagte der glückliche Triumphator. Es

fehlte jedoch in Torun nicht viel und sein Traum

vom dritten Titel wäre ausgeträumt gewesen.

„Im elften Heat hätte ich hinter Doyle Zweiter

werden können, aber ich wollte heute jeden

Lauf gewinnen. Darum wollte ich ihn überholen.

Dabei unterlief mir ein Fehler und ich

knallte in den Airfence. Das hätte schlimm enden

können. Mein Bein war steif und ich spürte

große Schmerzen im rechten Fuß. Mir wurde

klar, dass ich mir einen Knochen im Mittelfuß

gebrochen habe. Hätte ich heute den Kampf

um den Titel verloren, hätte ich keinem von der

Verletzung erzählt. Denn die Leute hätten gesagt,

ich suche nach Ausreden“, sagte Woffinden.

Mit dem dritten WM-Titel schrieb Woffinden

Speedway-Geschichte. Erstens ist er der erste

Engländer, der dreimal ganz oben auf dem

WM-Podium stand. Und zweitens ist er mit

28 Jahren und 57 Tagen der jüngste Speedwaypilot,

der jemals drei Goldmedaillen gewonnen

hat. Zwar waren auch Ove Fundin und Erik Gundersen

damals 28 Jahre alt, aber um 58 bzw.

274 Tage älter als Woffy.

Bartosz Zmarzlik wurde im Marian-Rose-Stadion

Tagesfünfter, erzielte insgesamt 129 Punkte

(10 weniger als Woffy) und freute sich über die

Silbermedaille. „Es ist nicht einfach, die richtigen

Worte zu finden. Das war eine schwierige,

aber auch eine gute Saison. Auf jeden Fall ist

das mein größter Erfolg. Ich möchte mich bei

meinem Tuner Ryszard Kowalski und meinem

Team bedanken. Dank ihnen war meine Technik

ideal vorbereitet. Ohne sie wäre dieser Erfolg

nicht möglich gewesen“, sagte der Pole. Er

kann jedoch auch von Glück reden, dass er in

den Vorläufen insgesamt 14 und nicht nur

11 Zähler erkämpft hatte. In Lauf 15 startete

Zmarzlik gut und lag ursprünglich an 2. Position,

machte jedoch in der Startkurve einen Fehler,

wurde von Nicki Pedersen blockiert und

durchgereicht. Anfangs der zweiten Runde griff

er Przemyslaw Pawlicki rücksichtslos innen an

und setzte sich eingangs der Kurve direkt vor

die Nase seines Landsmanns. Pawlicki ging zu

Boden. Leider hielt der Referee dem Druck des

Publikums nicht stand und schloss den unschuldigen

Pawlicki, anstatt Zmarzlik, vom Rerun

aus.

Fredrik Lindgren und Maciej Janowski waren

vor der GP-Abschlussrunde punktgleich und

machten die Bronzemedaille unter sich aus.

Der Schwede bewies in Polen, dass er deutlich

besser als sein Widersacher mit dem Druck

umgehen konnte und bestieg letztendlich die

unterste Stufe des WM-Podiums. Beide Konkurrenten

trafen schon im Auftaktlauf aufeinander

und der Schwede kam als Zweiter vor

„Magic“ ins Ziel. Vor der letzten Qualiserie hatte

Lindgren 3 Punkte mehr auf dem Konto (8:5)

und wurde in Lauf 18 Zweiter. Damit zog er ins

Semifinale ein. Janowski hatte noch in Heat 20

eine Chance, die nächste Runde zu erreichen,

aber er hätte 3 Punkte holen müssen. Stattdessen

kam der Pole nur als Dritter ins Ziel, schied

als Tageszwölfter vorzeitig aus und ließ sich im

Endeffekt die Medaille entreißen. Lindgren

kam in Rennen 21 als Dritter ins Ziel und wurde

am Ende Tagessechster, aber das hatte keine

Bedeutung mehr. „Während der Saison konzentrierte

ich mich überwiegend auf die jeweilige

Platzierung und machte mir keine großen

Gedanken über die Zukunft. Ich wusste allerdings,

dass ich Chancen auf eine Medaille habe.

Ich habe in dieser Saison sehr viel dazugelernt.

Ich weiß, dass ich imstande bin um höhere

Ziel zu kämpfen als nur um Bronze. Es lief

ganz gut und ich fühle mich ausgezeichnet,

aber ich kann versichern, dass ich wesentlich

mehr kann, als ich in diesem Jahr gezeigt habe“,

sagte der Skandinavier nach dem Rennen.

Maciej Janowski hatte am Ende 5 Zähler Rückstand

auf den Schweden und wurde Gesamtvierter.

Nur 5 Zähler trennten Greg Hancock nach dem

GP-Rennen in Teterow vom niedrigsten WM-Podestplatz

und der vierfache Weltmeister wollte

auf der 325 Meter langen Strecke „der lachende

Dritte“ werden. Doch der Rennanfang verlief

für den US-Amerikaner alles andere als

gut. In Heat 1 musste er sich sowohl Lindgren

als auch Janowski beugen und ging leer aus.

Danach erzielte Hancock zwei Siege und zog

mit insgesamt 9 Punkten ins Semifinale ein.

Das war allerdings zu wenig, um die Bronzemedaille

zu holen, weil der Schwede zu diesem

Zeitpunkt bereits 10 Zähler auf dem Konto hatte.

Da der 48-Jährige in Rennen 22 nicht über

den letzten Rang hinausgekommen war, musste

er sich letztendlich mit Gesamtrang 5 begnügen.

Er hatte am Ende nur 2 Punkte weniger als

Janowski.

Artem Laguta fuhr in der MotoArena das

Speedwayrennen seines Lebens. Der Russe

stimmte seine Technik perfekt ab und war unheimlich

schnell. Vor dem Endlauf war der

27-Jährige noch ungeschlagen, musste sich jedoch

im Finale Woffinden beugen und wurde

Tageszweiter. Dank seiner fabelhaften Leistung

verbesserte Laguta sich in der WM-Wertung

um drei Plätze und sicherte sich die GP-

Teilnahme fürs kommenden Jahr. „Im Finale

war mein Start nicht besonders gut. Ich wollte

zwar in Torun siegen, aber 20 Punkte sind ein

sensationelles Resultat und ich bin sehr glücklich.

Ehrlich gesagt, habe ich vor dem Turnier

nicht damit gerechnet. Letzte Woche haben wir

hart gearbeitet, um unter den Topacht zu bleiben.

Die Bahn war sehr gut präpariert und ich

kam sehr gut zurecht“, gab Laguta zu Protokoll.

Er belegte WM-Rang 6.

Jason Doyle erzielte in Polen 7 Punkte und

schied nach der Qualifikation als Neunter

knapp aus. Der Titelverteidiger wurde am Ende

von Laguta überholt und landete auf Gesamtrang

7. Emil Saifutdinow lag vor der polnischen

GP-Runde an 8. Position und wollte diese Platzierung

unbedingt halten. Doch nach einem ▸

Finale: Tai Woffinden vor (v.l.) Emil Saifutdinow, Niels-

Kristian Iversen und Artem Laguta • Foto: Jarek Pabijan

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 11


SPEEDWAY-WM

AM RANDE

Um 21:32 Uhr war es endlich geschafft.

Nach seinem 2. Platz im zweiten Halbfinale

war Tai Woffinden neuer Speedway-Weltmeister.

Um 22:00 Uhr überreichte Joe Parsons, der

Direktor für spezielle Marketing-Projekte

bei Monster Energy, Woffinden den Weltmeisterpokal.

Parsons lebt übrigens – wie

auch Tony Briggs (Koordinator bei BSI

Speedway) – permanent im benachbarten

Bydgoszcz.

Monster Energy ist bereits seit 2012 Hauptsponsor

der Grand-Prix-Serie.

vielversprechenden Rennanfang, als er zweimal

als Zweiter ins Ziel kam, erzielte der Russe

in den zwei darauffolgenden Läufen nur einen

Zähler und sein Weiterkommen hing an einem

seidenen Faden. In Heat 18 wurde Saifutdinow

mit dem wachsenden Druck fertig und verwies

Lindgren und Vaculik auf die Plätze. Der Osteuropäer

erreichte die nächste Runde, wo er in

Rennen 21 hinter Laguta als Zweiter ins Ziel

kam, sich für den Endlauf qualifizierte und

schließlich Tagesdritter wurde. „Am wichtigsten

war es für mich, in der GP-Serie zu bleiben.

Das Ziel habe ich erreicht, aber es war nicht

einfach. In einem Lauf lag ich in Führung, aber

Pawlicki stürzte und danach wurde ich nur Dritter.

Diese Situation rief im Team etwas Nervosität

hervor und ich musste sehr konzentriert

bleiben. Zum Glück holte ich in der Endphase

der Qualifikation einen Sieg und kam danach

ins Finale“, sagte der Russe. Saifutdinow wurde

im Gesamtklassement von Laguta überholt,

zog aber am verletzungsbedingt abwesenden

Patryk Dudek vorbei. Der 28-jährige Fahrer

wurde WM-Achter.

Jason Doyle gab zum Saisonende alles, um in

den Topacht zu bleiben • Foto: Jarek Pabijan

Wie schon in Teterow ersetzte Niels-Kristian

Iversen Patryk Dudek und zeigte erneut eine

gute Leistung. Der Däne fing furios an und hatte

nach drei Durchgängen 7 Punkte, doch danach

lief für den 36-Jährigen nichts mehr. Zuerst

blieb er ohne Punkte und in Lauf 18 touchierte

er am Start mit dem Helm das Band und

wurde disqualifiziert. Iversen schaffte gerade

noch den Sprung ins Semifinale und gewann

dann völlig überraschend Rennen 22. Im Finale

jedoch griff der Skandinavier nicht ins Geschehen

ein und belegte Tagesplatz 4. „Das war für

mich ein gutes Rennen. Logischerweise bin ich

etwas enttäuscht, denn wenn man schon im Finale

fährt, dann will man auch gewinnen“, sagte

der Fahrer nach dem Rennen.

Martin Vaculik verzeichnete in den Vorläufen

einen Dreier und landete mit 8 Zählern im Semifinale,

aber dann kam für den Slowaken das

Aus. Der 28-Jährige wurde Tagesachter und

landete in der WM-Wertung auf Position 13.

Man muss jedoch erwähnen, dass er am Saisonanfang

wegen einer Verletzung zwei GP-

Rennen verpasste und auch in Teterow nach einem

Sturz vorzeitig aufgeben musste. Matej

Zagar holte 6 Punkte und schied nach den Vorläufen

aus. Der Slowene wurde in der Gesamtwertung

Zehnter. Nicki Pedersen konnte in Polen

keinen Sieg erkämpfen und wurde mit

7 Zählern Zehnter. Der dreifache Weltmeister

wurde letztendlich WM-Elfter. Noch schlimmer

erging es Chris Holder. Der Weltmeister von

2012 belegte mit lediglich 5 Punkten Tagesrang

13 und wurde im WM-Klassement Zwölfter.

Wie erwartet war Przemyslaw Pawlicki wieder

deutlich überfordert. Zu allem Übel wurde

der 27-Jährige noch ungerechtfertigt disqualifiziert.

Am Ende wurde der Pole mit einem Punkt

Sechzehnter.

Da Craig Cook in Torun verletzungsbedingt

fehlte, rückte Vaclav Milik ins Starterfeld nach.

Der Tscheche machte in seinem ersten Lauf einen

Fehler, touchierte das Hinterrad von Pedersen

und stürzte. Er wurde vom Re-run ausgeschlossen

und erzielte in Polen insgesamt

5 Punkte. • Text u. Statistik: Georg Dobes

Der Woffy-Clan (v.l.):

Schwiegermama Tracy, Bruder Layne,

Gattin Faye mit Tochter Rylee Cru

und Schwiegervater Sean

Tai Woffinden ist nun der beste britische

Fahrer aller Zeiten. Er befindet sich mit seinen

drei Titeln in bester Gesellschaft von

Ole Olsen, Erik Gundersen, Jason Crump

und Nicki Pedersen. Bei seinem Sturz in

Heat 11 brach sich der Wroclaw-Star einen

Mittelfußknochen. „Wäre ich nicht Weltmeister

geworden, hätte ich nichts von

meiner Verletzung bekanntgegeben. Die

Verletzung sollte keine Ausrede sein“, so

der neue Weltmeister. Ungewohnt selbstbewusst

gab sich der 28-jährige Brite nach

dem Rennen: „Der Gewinn des ersten Titels

war mit Abstand das beste Gefühl. Aber ich

will mehr. Ich kann die Rekorde von Ivan

Mauger und Tony Rickardsson brechen.

Und ich will diese Rekorde brechen!“

Woffinden widmete seinen Titel übrigens

dem vor kurzem verstorbenen Tomasz

Jedrzejak.

Auch Thomas Cipinski und Mario Trupkovic,

zwei beliebte ehemalige deutsche

Stars, wurden im Fahrerlager gesichtet.

Zweimal im Jahr verlässt Gail Doyle, die

Mutter von Jason Doyle, ihr beschauliches

Wallabi Point in Australien um ihren Sohn

zu GP zu begleiten.

Gail Doyle (links) mit Freunden

12 BAHNSPORT AKTUELL November '18


Verdient Weltmeister: Tai Woffinden führt

jede Statistik an • Foto: Daniel Sievers

Britanniens Speedway-Journalist

Nr. 1 Peter Oakes, Edith Harkins und

Schottenlegende Bert Harkins (v.l.)

Schotten-Legende Bert Harkins verband

das Angenehme mit dem Nützlichen. Der

78-jährige ehemalige Scott-Generalimporteur

UK nutzte den Torun-GP für eine ausgedehnte

Europa-Rundreise. Mit dabei

Edith, seine deutsche Ehefrau aus Nürnberg,

die er 1971 bei einem Rennen in England

kennenlernte.

Ebenfalls gesichtet: Anita Dennington. Die

leidenschaftliche Polospielerin ist seit einem

Jahr Events-Koordinatorin des Great

Britain Speedway Teams. Seit Januar arbeitet

ihr Sohn Samuel als neuer Operations

Coordinator bei BSI Speedway.

TV-Star Bloore in einer Pause

Kiri Bloore war auch diesmal wieder viel

beschäftigt als Pit-Lane-Präsentatorin für

BT Sport. In Großbritannien moderiert sie

auch Fußball, Formel 1 und die royalen

Hochzeiten.

Emil Saifutdinow gab sich kämpferisch:

„Es war eine sehr harte Saison. Aber ich

habe es unter die besten acht geschafft.

Ich will in Zukunft wieder um den Weltmeistertitel

fahren, um ihn dann auch zu gewinnen.“

Für „Fast“ Freddie Lindgren war es die erste

WM-Medaille. Im Nachhinein war er mit

der Bronzemedaille zufrieden. Vielbeschäftigt

– wieder einmal – seine erfolgreiche

und attraktive Sport- und Businessmanagerin

Carolina Jonasdotter.

• Text/Fotos: Andreas Fahldiek u. Dieter Thielking

See you

next year

at the

Speedway GP

races!

• Foto:

Jarek Pabijan

SPEEDWAY-WM

STATISTIK - WM 2018

GP-Siege: Woffinden 4, Zmarzlik 1,

Lindgren 1, Janowski 1, Dudek 1,

Pedersen 1, Vaculik 1.

Podestplätze: Woffinden 6 (4-1-1),

Zmarzlik 4 (1-1-2), Lindgren 4 (1-1-2),

Janowski 3 (1-1-1), Dudek 2 (1-1-0),

Doyle 2 (0-2-0), Laguta 2 (0-2-0),

Hancock 2 (0-0-2), Saifutdinow

2 (0-0-2), Pedersen 1 (1-0-0),

Vaculik 1 (1-0-0), Zagar 1 (0-1-0).

Finalteilnahmen: Woffinden 8,

Lindgren 5, Zmarzlik 4, Hancock 4,

Janowski 3, Doyle 3, Laguta 3, Dudek

3, Saifutdinow 2, Vaculik 2, Zagar 1,

Pedersen 1, Iversen 1.

Semifinalteilnahmen: Woffinden 9,

Zmarzlik 9, Janowski 8, Lindgren 7,

Hancock 7, Laguta 6, Dudek 6, Doyle

5, Saifutdinow 5, Zagar 4, Vaculik 4,

Pedersen 3, Holder 3, Iversen 2,

Pawlicki 1, Cook 1.

(Endstand nach 10 Grand Prix)

Pl./Name

Nat. GP1 GP2 GP3 GP4 GP5 GP6 GP7 GP8 GP 9 GP 10 Ges.

1. Tai Woffinden GB 15 16 18 16 16 10 12 5 16 15 139

2. Bartosz Zmarzlik PL 9 4 10 13 19 14 18 12 15 15 129

3. Fredrik Lindgren S 16 16 7 15 7 13 2 13 9 11 109

4. Maciej Janowski PL 13 11 5 18 12 11 9 10 9 6 104

5. Greg Hancock USA 8 7 16 10 12 3 10 15 12 9 102

6. Artem Laguta RUS 13 8 12 8 6 6 13 7 4 20 97

7. Jason Doyle AUS 5 9 12 9 5 4 9 17 16 7 93

8. Emil Saifutdinow RUS 8 15 11 14 8 6 3 5 8 11 89

9. Patryk Dudek PL 10 14 6 6 10 10 12 16 84

10. Matej Zagar SLO 9 7 5 7 6 16 11 12 6 79

11. Nicki Pedersen DK 2 8 12 3 6 15 6 7 8 7 74

12. Chris Holder AUS 10 5 9 7 7 5 0 10 7 5 65

13. Martin Vaculik** SK 3 1 3 10 18 9 0 8 52

14. Przemyslaw Pawlicki PL 3 5 5 1 10 3 3 2 3 1 36

15. Niels-Kristian Iversen DK 4 5 5 12 10 36

16. Craig Cook GB 2 2 2 3 9 3 4 5 0 30

17. Vaclav Milik* CZ 6 5 11

18. Szymon Wozniak* PL 8 8

19. Krzysztof Kasprzak* PL 7 7

20. Andreas Jonsson* S 7 7

21. Peter Ljung* S 5 5

22. Michael Jepsen Jensen* DK 4 4

23. Oliver Berntzon** S 3 3

24. Kevin Wölbert** D 3 3

25. Maksym Drabik** PL 2 2

26. Kai Huckenbeck* D 2 2

27. Daniel Kaczmarek* PL 2 2

28. Bartosz Smektala** PL 2 2

29. Robert Lambert* GB 1 1

30. Mikkel Michelsen** DK 1 1

31. Martin Smolinski** D 1 1

32. Joel Kling** S 1 1

GP9 - Teterow/D - SF1: Hancock, Zmarzlik, Iversen, Janowski; SF2: Doyle, Woffinden, Zagar, Lindgren;

Finale: Woffinden, Doyle, Zmarzlik, Hancock. GP10 - Torun/PL - SF1: Laguta, Saifutdinow, Lindgren,

Vaculik; SF2: Iversen, Woffinden, Zmarzlik, Hancock; Finale: Woffinden, Laguta, Saifutdinow, Iversen.

*) Wildcard; **) Reserve

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 13


SPEEDWAY-WM + EM

Junioren - Finale 3

Pardubice/CZ

Topdrei Junioren-WM:

1. Bartosz Smektala (Mitte)

2. Maksim Drabik (links)

3. Robert Lambert (rechts)

Bartosz Smektala Weltmeister

Mit 6 Punkten Vorsprung nach zwei von drei Finalläufen

und zwei Siegen reiste der Juniorenweltmeister

von 2017 Maksym Drabik ins tschechische

Pardubice. Der Pole zeigte am Abend des

28. September nicht seine beste Form und musste

seinem Landsmann Bartosz Smektala den Vortritt

lassen. Sowohl in der Tages- als auch in der

Gesamtwertung belegte Smektala Platz 1. Mit 21

Punkten verwies er Englands Nachwuchsstar Robert

Lambert (18) und Dominik Kubera/PL (12) auf

die Plätze. Daniel Spiller (D), der ins Feld nachgerückt

war, belegte mit 5 Punkten den 11. Platz.

Richtig spannend wurde der Abend erst nach dem

ersten Durchgang.

Zuvor reihte sich das Fahrerfeld gleich nach der

ersten Kurve ein und es gab keine Überholmanöver.

Nach einem kurzen Schauer (der einzige am

gesamten Wochenende) wurde die Bahn griffiger

und Positionskämpfe ließen nicht lange auf sich

warten. Spannend bis zum Schluss verlief der

restliche Abend. Einziger Wermutstropfen: Die

Dauerstartnummern der Aktiven – für die Zuschauer

ein Fiasko! Da muss die FIM schnellstmöglich

umdenken. Fahrerwesten mit weißem

Untergrund und großen Startnummern in schwarz

von 1 bis 18 müssen bei Prädikatsrennen wieder

her. Das bringt Zufriedenheit für alle Parteien!

• Text: Peter Stanislawski; Fotos: Daniel Sievers

Speedway-Junioren-WM - 3. + letztes Finale - Pardubice/CZ

28.9.2018

Ergebnis:

1. Bartosz Smektala, PL, 21 Punkte; 2. Robert Lambert, GB, 18;

3. Dominik Kubera, PL, 12; 4. Maksym Drabik, PL, 13; 5. Andreas

Lyager Hansen, DK, 12; 6. Robert Chmiel, PL, 11; 7. Patrick Hansen,

DK, 10; 8. Frederik Jakobsen, DK, 9; 9. Gleb Tschugunow, RUS, 7;

10. Davis Kurmis, LV, 6; 11. Daniel Spiller, D, 5; 12. Jan Kvech, CZ, 5;

13. Nick Skorja, SLO, 4; 14. Daniel Kaczmarek, PL, 2; 15. Filip Hajek,

CZ, 2; 16. Petr Chlupac, CZ, 1; 17. Patrik Mikel, CZ, 0.

Endstand (nach 3 Veranstaltungen): 1. Smektala, 56 Punkte;

2. Drabik, 54; 3. Lambert, 48; 4. Kubera, 37; 5. Lyager Hansen, 29;

6. Hansen, 27 ; 7. Jakobsen, 25; 8. Dan Bewley, GB, 21; 9. Chmiel,

15; 10. Kaczmarek, 15.

Einige tausend Fans aus Deutschland machten

sich auch in diesem Jahr wieder auf den Weg

nach Böhmen, um sich drei Tage vom

Speedway-Virus infizieren zu lassen.

Den Auftakt machte der dritte und

abschließende Lauf um die U21-WM,

den der neue Weltmeister Bartosz

Smektala klar dominierte.

14 BAHNSPORT AKTUELL November '18


Junioren-EM - Finale - Stralsund/D

Kubera Europameister

Dominik Kubera, der auch in der Junioren-WM

vorne mitfuhr, gehörte vor dem

Junioren-EM-Finale zum engsten Favoritenkreis.

Der Pole wurde in Stralsund seiner

Favoritenrolle gerecht und das, obwohl

er vor kurzem nach einer Fußverletzung

einen Zeh verloren hatte.

Nach drei Durchgängen war der 19-Jährige

noch ungeschlagen und es schien, als ob Dominik

Kubera das Rennen mit einem lupenreinen

Punktemaximum abschließen könnte. In

Heat 15 aber erlitt der Pilot eine Niederlage.

Kubera lag in Führung, aber Frederik Jakobsen

griff ihn auf der letzten Gerade an und zog an

ihm vorbei. „Ich weiß gar nicht, wie Jakobsen

das gemacht hat. Ich führte deutlich und wurde

möglicherweise allzu selbstsicher. Dabei habe

ich den lauernden Gegner wohl vergessen. Er

hatte wahrscheinlich eine schnelle Fahrlinie

gefunden. Dadurch hat er mir meine Pläne etwas

durchkreuzt und ich war vor meinem letzten

Lauf sehr konzentriert“, erzählte Kubera. In

Rennen 17 kam der Fahrer von Unia Leszno am

besten aus den Bändern und ließ seinen Rivalen

nicht den Hauch einer Chance. Mit insgesamt

14 Zählern holte er vor über 1500 Zuschauern

die Goldmedaille. „Man wird nicht jeden

Tag Europameister, darum bin ich sehr

glücklich darüber. Vor dem Turnier dachte ich

mir, ein Platz unter den Topfünf wäre ein gutes

Resultat. Schließlich war ich noch vor kurzem

verletzt und bin noch nicht in Hochform“, so

der Triumphator. Nicht weniger als sechs Jahre

hatten die Polen auf den Titel im europäischen

Juniorenwettbewerb warten müssen. 2012 in

Opole stand Bartosz Zmarzlik ganz oben auf

dem Podest.

Gesamtzweiter im Paul-Greifzu-Stadion wurde

Wiktor Lampart. Der erst 17-Jährige erkämpfte

auf der 385 Meter langen Bahn insgesamt

13 Punkte. Außer Kubera musste sich der Pole

auch Jakobsen beugen. Der Däne sicherte sich

an der Ostsee die Bronzemedaille. Nach zwei

Durchgängen hatte der 20-Jährige nur 3 Punkte

auf dem Konto, verbuchte jedoch danach zwei

Siege. Entscheidend für seinen Erfolg war der

vorletzte Lauf des Finals, denn alle vier Teilnehmer

hatten noch Chancen auf den niedrigsten

Podestplatz. Jakobsen legte den besten

Start hin, übernahm die Führung und meldete

sich vor Andreas Lyager, Olegs Mihailovs und

Joel Kling als Sieger im Ziel. In dieser Reihenfolge

belegten die jungen Fahrer die Gesamtränge

von 3 bis 6.

Lukas Fienhage war der einzige DMSB-Vertreter

im Rennen. Der 19-Jährige fuhr in seinem ersten

Rennen von der Außenbahn und konnte keine

Punkte schreiben. In der Anfangsphase des Finals

waren die Innenbahnen deutlich günstiger

als die äußeren. In Heat 7 startete der Deutsche

von Rot und kam als Sieger ins Ziel. Danach

folgten zwei 3. Plätze. In Heat 20 lag Fienhage

drei Runden lang an 3. Stelle, konnte jedoch

Lasse Fredriksen nicht halten und ging am Ende

leer aus. „Zu meinem Rennen gibt es diesmal

nicht viel zu sagen. Viele Läufe waren direkt

nach dem Start entschieden, da das Überholen

an diesem Abend sehr schwierig war. Am Ende

hatte ich 5 Punkte auf dem Konto und somit den

12. Platz in der Gesamtwertung“, ließ der Pilot

wissen. Zwei Stunden vor dem Rennen hatte es

zeitweise ziemlich heftig geregnet. Dank eines

intensiven Bahndienstes war die Austragung

des Rennens nie in Gefahr, aber die Bahnverhältnisse

hatten sich geändert und es gab danach

ganz wenig schnelle Fahrlinien. Gute

Starts waren in Stralsund das A und O.

In Lauf 11 kam es zu einem fürchterlich aussehenden

Sturz. Patrick Hansen verlor auf der

letzten Gerade die Kontrolle über sein Bike und

knallte mit vollem Speed in die Planke. Der Aufschlag

war so gewaltig, dass der 19-Jährige dabei

das Bewusstsein verlor. Der Däne wurde ins

Krankenhaus eingeliefert, wo man zunächst eine

Verletzung der Lunge und einen Schlüsselbeinbruch

vermutete. Eine genaue Untersuchung

bestätigte glücklicherweise die erste Diagnose

nicht. Der Pilot zog sich nur viele

schmerzhafte Prellungen zu. An den Sturz hat

der Skandinavier keine Erinnerungen mehr.

„Mir ist der Film gerissen. Was den Sturz betrifft,

kann ich mich an nichts mehr erinnern.

Wenn ich meinem Team glauben darf, ist mir sowas

bisher noch nie passiert. Ich war vorne und

schlug plötzlich in die Bande. Es ist sehr merkwürdig“,

erzählte Hansen einige Tage nach dem

Rennen.

Trotz schwieriger Bedingungen haben die Organisatoren

einen guten Job gemacht. Man darf

hoffen, dass der MCN bald wieder die Organisation

eines internationalen Prädikatslaufes erhält.

• Text und Foto: Georg Dobes

Speedway-Junioren-EM - Finale Stralsund - 15.9.2018

Ergebnis:

1. Dominik Kubera, PL, 14 Punkte; 2. Wiktor Lampart, PL, 13;

3. Frederik Jakobsen, DK, 12; 4. Andreas Lyager, DK, 11; 5. Olegs

Mihailovs, LV, 11; 6. Joel Kling, S, 9; 7. Wiktor Trofimow, PL, 8;

8. Igor Kopec-Sobczynski, PL, 7; 9. Christian Thaysen, DK, 7;

10. Arslan Fajzulin, RUS, 6; 11. Lasse Fredriksen, N, 6; 12. Lukas

Fienhage, D, 5; 13. Hubert Czerniawski, PL, 3; 14. Jan Kvech, CZ,

3; 15. Patryk Wojdylo, PL, 2; 16. Patrick Hansen, DK, 2.

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 15


SPEEDWAY-EM

Finale 4

Chorzow/PL

Leon

Madsen

Europameister

Genau 31.626 Zuschauer schauten sich im legendären

Slaski-Stadion das abschließende EM-Finale an und

erlebten den großen Triumph von Leon Madsen mit.

Der Däne war mit 4 Zählern Vorsprung auf

Hampel angereist und fest entschlossen,

den Titel zu holen.

Der 30-Jährige zeigte sich in Oberschlesien

in exzellenter Form und konnte sich schon

nach vier Durchgängen als neuer Europameister

feiern lassen. Doch die vorab gewonnene

Goldmedaille änderte nichts an

Madsens Konzentration und Motivation. Er

blieb in den Vorläufen ungeschlagen und

qualifizierte sich direkt für den Finallauf.

Der Start im Endlauf musste wiederholt

werden, weil der Skandinavier in der Grünphase

zuckte. Im Re-run legte Madsen einen

Bombenstart hin und landete einen ungefährdeten

Sieg. Mit seinem lupenreinen

Punktemaximum bewies er einmal mehr,

dass er ein würdiger Titelträger ist. „Das

war ein langer und steiniger Weg, um diesen

Erfolg zu erreichen. Einige Jahre zuvor

war ich wegen meiner Erkrankung der

Schilddrüse am Boden. Diese Zeit war für

mich und meine Lieben nicht einfach. Ich

habe es aber geschafft und stehe heute

ganz oben auf dem Podest. Ich bin Europameister

und die Erleichterung ist riesengroß.

Das EM-Gold ist der zweitwichtigste

Meistertitel, den man im Speedway gewinnen

kann. Ich kann noch nicht begreifen,

was hier passiert ist. Wahrscheinlich werde

ich das erst in einigen Tagen können. Es ist

ein unbeschreibliches Gefühl“, erzählte

der sichtlich gerührte Däne.

Jaroslaw Hampel lag vor dem Rennen in Polen

in der EM-Wertung an 2. Stelle und hatte

vor, Madsen den Titel streitig zu machen.

Doch spätestens nach zwei Durchgängen

wurde ihm klar, dass die Lorbeeren viel zu

hoch hingen. In der Anfangsphase musste

der Pole sogar hart um die Silbermedaille

kämpfen. Vor dem Rennen hatte der 36-Jährige

einen Zähler mehr auf dem Konto als

Robert Lambert und beide Konkurrenten

trafen schon in Heat 3 aufeinander. Der junge

Engländer kam als Zweiter ins Ziel, während

Hampel leer ausging. Nach dem zweiten

Durchgang hatte Lambert in der Gesamtwertung

schon 2 Punkte mehr als der

ehemalige Vizeweltmeister. Doch danach

fuhr der 20-Jährige von den Außenbahnen

und fügte nur noch 3 Punkte hinzu. Der Pole

hingegen startete von den Innenbahnen

und erzielte drei Siege. Da Lambert mit insgesamt

8 Zählern die Topsechs verpasst

hatte, fiel die Entscheidung im Kampf um

die Silbermedaille zugunsten von Hampel.

Er gewann den Last-Chance-Heat und zog

ins Finale ein, wo er am Ende Vierter wurde.

Der Pole griff in der Zielkurve den an 3. Stelle

liegenden Woryna an, musste sich jedoch

denkbar knapp geschlagen geben.

„Ich habe heute keinen Grund unzufrieden

zu sein. Leon Madsen fuhr in allen Finalrunden

sehr stark und zeigte sich in Hochform.

Mir blieb nichts anderes übrig, als um Silber

zu kämpfen. Letztendlich ist es mir gelungen,

Gesamtzweiter zu werden“, sagte

Hampel nach dem Turnier. „Der Rennanfang

war schwach, aber später konnte ich

mich steigern. Im Finale machte ich einen

kleinen Fehler, aber das kann schon passieren.

Schließlich waren die besten Fahrer

des Renntages dabei. Schade, dass ich

heute nicht aufs Podium kam, aber ich

freue mich über die Silbermedaille.“ Hampel

hat in der EM-Wertung 11 Punkte weniger

als Madsen.

Lambert wurde auf der 370 Meter langen

Bahn in Chorzow Tagesachter und bestieg

danach die niedrigste Stufe des EM-Podiums.

„Mein Ziel in dieser EM-Saison war,

unter den Topfünf zu bleiben, damit ich

16 BAHNSPORT AKTUELL November '18


Topdrei der EM

(v.l.): Jaroslaw

Hampel, Leon

Madsen und

Robert

Lambert

Der Crash von Kai Huckenbeck

mich für die nächstjährige Finalserie direkt

qualifizieren kann. Das ist mir auch gelungen,

aber es ist ein wenig schade, dass ich den

Kampf um die Silbermedaille verloren habe.

Mein letzter Lauf war schlecht (Lambert wurde

hinter Madsen, Saifutdinow und Woryna Letzter,

Anmerkung der Red.) und er war für meinen

Misserfolg ausschlaggebend, aber im Endeffekt

war es doch zweitrangig. Ich werde im kommenden

Jahr wieder dabei sein und freue mich

schon darauf“, gab der Engländer zu Protokoll.

Eine starke Leistung bot Wildcardfahrer

Kacper Woryna, hier vor Krzysztof

Kasprzak, Peter Kildemand und

Piotr Pawlicki

Vor dem Rennen in Oberschlesien hatten noch

mindestens drei Fahrer gute Chancen, sich danach

unter den Topfünf des Wettbewerbes zu

finden. In der besten Ausgangssituation war

Emil Saifutdinow, der noch Hampel oder Lambert

eine Medaille streitig machen konnte. Der

29-Jährige hatte 3 Punkte weniger als der Engländer

und gleichzeitig einen Vorsprung von

2 Zählern auf Antonio Lindbäck und Mikkel Michelsen.

Aber das russische Speedway-Ass hat

in letzter Zeit ein kleines Formtief und fährt etwas

unter den Erwartungen. Sein Rennanfang

in Chorzow war jedoch verheißungsvoll. Saifutdinow

hatte nach drei Durchgängen 7 Punkte

und ein EM-Podestrang war in Sichtweite, doch

in Lauf 15 ging er leer aus. Im letzten Durchgang

meldete sich der Osteuropäer als Zweiter im

Ziel und erreichte gerade noch den Last-Chance-Heat,

aber seine Verfolger schnitten in der

Qualifikation besser ab. Michelsen kam in der

Rennphase auf 12 Punkte und hatte den zweifachen

Juniorenweltmeister im Gesamtklassement

schon überholt, während Lindbäck nur

noch einen Punkt weniger als der Russe hatte.

Die drei Streithähne trafen im Semifinallauf

aufeinander, aber Saifutdinow fuhr von der ungünstigen

Startbahn 3. Er kam schlecht aus den

Bändern und griff nicht ins Geschehen ein.

Auch Mikkelsen schied als Dritter aus, aber der

Däne sicherte sich schon vorher seine Teilnahme

am nächstjährigen Prädikat. Sieger des

Heats wurde Hampel vor Lindbäck. Im Endlauf

kam der Schwede hinter Madsen als Zweiter ins

Ziel und auch er zog in der Gesamtwertung am

Russen vorbei. Saifutdinow wurde am Ende EM-

Sechster.

Schon im Auftaktrennen kam es zu einer verhängnisvollen

Kollision, an der auch Kai Huckenbeck

beteiligt war. Der Deutsche touchierte

in der Startkurve das Hinterrad des führenden

Andreas Jonsson und beide stürzten. Auch

Andzejs Lebedevs ging zu Boden, weil er der liegenden

Maschine des Schweden nicht mehr

ausweichen konnte. Jonsson verließ im Krankenwagen

die Bahn und bestritt keine weiteren

Läufe, während Huckenbeck vom Re-run ausgeschlossen

wurde. Referee Christian Froschauer

machte den 25-Jährigen als Laufabbruchverursacher

korrekterweise aus. „Es war mein Fehler.

Ich sah Madsen von innen ankommen und

hatte sehr starken Vortrieb, ich habe die Situation

falsch beurteilt. Der Platz, um nach außen

zu wechseln, reichte nicht mehr, sodass ich AJ

aufs Hinterrad aufgefahren bin“, rechtfertigte

sich der Pilot. Danach bestritt der Deutsche

noch zwei weitere Heats, konnte jedoch nach

seinem Sturz keine Punkte erzielen. „Ich konnte

nicht mehr richtig in die Raste drücken. Ich

war gezwungen, den Abend zu beenden“, ließ

Huckenbeck wissen. Er zog sich bei dem Sturz

Absplitterungen am Knie, Bänderdehnungen

und Prellungen zu.

Eine starke Leistung brachte Kacper Woryna.

Der Pole fuhr im Slaski-Stadion mit der Wildcard

und war nach drei Durchgängen noch ungeschlagen.

Der 22-Jährige schloss die Vorläufe

mit 12 Zählern ab und zog direkt ins Finale ein,

wo er letztendlich Tagesdritter wurde.

Die Rennen im schlesischen „Hexenkessel“ waren

leider alles andere als spannend. Es gab

sehr wenige Positionskämpfe und Überholvorgänge.

Gute Starts spielten an diesem Renntag

eine entscheidende Rolle.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Daniel Sievers

Speedway-EM - Finale 4 - Chorzow/PL - 15.9.2018

Ergebnis:

1. Leon Madsen, DK, 18 Punkte (15+3); 2. Antonio Lindbäck, S,

12 (10+2); 3. Kacper Woryna, PL, 13 (12+1); 4. Jaroslaw Hampel,

PL, 11 (11+0); 5. Mikkel Michelsen, DK, 12; 6. Emil Saifutdinow,

RUS, 9; 7. Piotr Pawlicki, PL, 8; 8. Robert Lambert, GB, 8;

9. Krzysztof Kasprzak, PL, 7; 10. Peter Kildemand, DK, 7; 11. Vaclav

Milik, CZ, 6; 12. Andrej Kudrjaschow, RUS, 5; 13. Josef Franc,

CZ, 3; 14. Jakub Miskowiak, PL, 3; 15. Andzejs Lebedevs, LV, 3;

16. Rafal Karczmarz, PL, 1; 17. Kai Huckenbeck, D, 0; 18. Andreas

Jonsson, S, 0.

EM-Endstand: 1. Madsen, 56 Punkte; 2. Hampel, 45; 3. Lambert,

41; 4. Mikkelsen, 40; 5. Lindbäck, 40; 6. Saifutdinow, 39;

7. Kildemand, 32; 8. Milik, 32; 9. Huckenbeck, 32; 10. Kudrjaschow,

32; 11. Kasprzak, 24; 12. Pawlicki, 20; 13. Lebedevs, 20;

14. Jonsson, 19.

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 17


LANGBAHN-WM

Finale 5 - Mühldorf/D

Martiiiiin Smolinskiiiii!!!

Die rund 5000 Zuschauer standen an jenem 30. September

im bayerischen Mühldorf Kopf: Einen dreistündigen

Langbahn-Krimi hatten sie erlebt. Einen,

dessen Ausgang erst auf der allerletzten Seite geschrieben

wurde. Kurz nach halb fünf ging Martin

Smolinski im Wheelie als Erster über die Ziellinie,

ließ sich kurz darauf sein „WM-T-Shirt“ überstreifen,

schnappte sich eine Deutschland-Flagge und

drehte seine Ehrenrunde vor einer begeisterten Kulisse.

Erstmals (und im letzten Lauf der Weltmeisterschaft

2018) wurde der 33-jährige Olchinger Langbahnweltmeister

– vor einem mehr als enttäuschten

Dimitri Bergé. • Foto: David Reygondeau/good-shoot.com

18 BAHNSPORT AKTUELL November '18


November '18 BAHNSPORT AKTUELL 19


LANGBAHN-WM

„Whatever you want“ von Status Quo rockte

kurz vor dem Finale aus den Lautsprecherboxen.

Dimitri Bergé begutachtete mit seinem Tuner

Robert Barth noch die Innenbahn. Die

Spannung war greifbar, fühlbar, sichtbar. Fest

stand: Am Ende der vier noch ausstehenden

Runden würde es einen neuen Weltmeister geben.

Denn Mathieu Trésarrieu war zwar im Finale,

aber bereits „raus“ im ursprünglichen

Dreikampf um den Titel. Um den fighteten Martin

Smolinski auf Grün und Dimitri Bergé auf

Rot. Beide hatten zu diesem Zeitpunkt 105 Gesamtpunkte

im Gepäck. Und beide wussten

nur zu genau, was sie wollen.

Kurz, ganz kurz, sah es so aus, als würde es

Bergé doch noch schaffen. Der junge Franzose

hatte die direktere Linie in die erste Kurve,

Smolinski musste außen rum. Bergé legte als

Erster um, Smolinski kam zunächst nicht vorbei.

Nicht eingangs der Kurve und nicht ausgangs.

Es dauerte bis auf die Gerade, bis Smolinski

außen vorbeiziehen konnte. Dann aber

war er weg – und Bergé musste ausgangs der

zweiten Kurve zunächst auch noch Trésarrieu

passieren lassen. Während beide Franzosen

um Rang 2 fighteten, schuf sich Smolinski vorne

eine immer sicherer werdende Distanz.

Noch zwei Runden, eine, die schwarz-weiße

Flagge! Es war geschafft. Mit Smolinski gewann,

darin war sich das Publikum einig, der

stärkste Fahrer in Mühldorf das Rennen und

damit die Weltmeisterschaft. Bergé fing Trésarrieu

in der letzten Kurve noch ab. Der Traum

vom Titel aber war ausgeträumt.

Dabei kam der 21-jährige Grasbahn-Europameister

als WM-Leader und mit 3 Punkten Vorsprung

auf Trésarrieu und Smolinski nach

Mühldorf. Pech für ihn: Gleich in seinen beiden

ersten Vorläufen traf er auf Smolinski – und

hatte zweimal das Nachsehen. Den dritten

Durchgang gestaltete Bergé siegreich. Smolinski

wiederum traf auf Trésarrieu, James

Shanes, Richard Hall und Wildcard-Pilot Lukas

Fienhage. Der 18-Jährige, der bis dato einen

Ausfall und einen 5. Rang zu verzeichnen hatte,

legte einen Topstart hin, setzte sich an die

Spitze und trat diese auch nicht mehr ab. Smolinski

versuchte alles: außen, innen, die Linien

kreuzend. Gegen Fienhage aber war kein Kraut

gewachsen. Er fuhr das Rennen seiner noch

jungen Langbahnkarriere. Wohl auch, um sich

für Größeres, sprich eine Wildcard, zu empfehlen.

Damit war der WM-Punkte-Abstand zwischen

Smolinski und Bergé aber auch wieder

um einen Zähler angewachsen. 95:93 hieß es

im direkten Vergleich.

Smolinski behielt die Nerven, fuhr in seinem

vierten Vorlauf seinen nächsten Sieg ein. Bergé

musste sich im darauffolgenden Lauf hinter

Josef Franc einreihen: 98:97. Der Gleichstand

trat erstmals nach dem fünften und letzten

Durchgang vor den Semis ein – nach einem

weiteren Sieg Smolinskis und einem 2. Rang

Bergés, der dieses Mal kein Mittel gegen Trésarrieu

fand. Beide ließen in ihren Halbfinalläufen

nichts anbrennen. Beide siegten. Und

so fanden sie sich schließlich – kurz nach halb

fünf – auf besagten Startpositionen zum

Showdown ein. Der eine innen, der andere außen.

Whatever you want!

„Ich glaube, der wahre Champion hat gewonnen“,

sagte Smolinski später auf dem Podest.

Neben ihm stand ein geknickter Dimitri Bergé,

der vom „verlorenen Titel“ redete und versprach,

2019 noch stärker zurückzukehren. Als

„Sieger“ konnte sich auch der veranstaltende

MSC Mühldorf fühlen. Mehr als 5000 Zuschauer

säumten das Oval und sorgten für eine stimmungsvolle

WM-Kulisse.

Bernd Diener freut sich

auf Dreifach-Jubiläumsjahr 2019

Einer strahlte beim Finallauf der Langbahnweltmeisterschaft

fast so sehr wie Weltmeister

Martin Smolinski: Bernd Diener, 59 Jahre alt,

und nach Mühldorf WM-Siebter. Damit ist er direkt

qualifiziert für die WM 2019. Neun Punkte

hat der Schwarzwälder auf Chris Harris in einem

Rennen gut gemacht und war 2018 nach

Herxheim zum zweiten Mal im Finale der fünf

Punktbesten mit dabei. Darüber hinaus holte

er sich vor wenigen Wochen auf seiner Heimbahn

in Berghaupten den nahezu unholbaren

und zuvor 21 Jahre lang bestehenden Bahnrekord.

Eine Topsaison endet – und Diener freut

sich nun auf das „Jubiläumsjahr 2019“.

„Das hätte ich nie gedacht, dass ich das noch

aufholen kann“, sagte Bernd Diener nach seinem

Triumph in Mühldorf. Und: „So gut bin ich

in Mühldorf noch nie zurechtgekommen.“ Harris

44 Punkte, Hall 41, Diener 37 lautete der

WM-Stand vor Mühldorf. Zum Saisonauftakt, in

Herxheim, hatte Diener schon einmal überrascht.

Neunzehn Punkte hatte er sich in der

Martin Smolinski (blau) musste kämpfen, hier gegen Josef

Franc (rot), Michael Härtel (weiß) und Lukas Fienhage (gelb)

Pfalz erkämpft, wurde Dritter – und ließ einige

hinter sich, die alterstechnisch locker seine

Söhne sein könnten. In La Réole holte er

10 Punkte und wurde Achter. Nicht wirklich gut

lief es dann in Roden (6) und Eenrum (2). In

Mühldorf sah man wieder den „alten Kämpfer“.

Nicht Pijper oder der noch amtierende

Weltmeister Mathieu Trésarrieu waren es, die

im dritten Lauf des Tages als Erste die Ziellinie

passierten, sondern Diener. Vier Runden lang

hing ihm Trésarrieu am Hinterrad. Vorbei kam

der Franzose nicht. Nicht an jenem Haudegen,

dessen schelmisches Schmunzeln man unter

dem Helm durchaus vermuten konnte, als die

schwarz-weiße Flagge fiel.

Dass dies keine Einzellaufleistung bleiben sollte,

demonstrierte Diener im zweiten Lauf. Wieder

Trésarrieu. Dazu Josef Franc. Und mit Richard

Hall die unmittelbare Konkurrenz. Diener

kam gut aus dem Start, aber nicht als Erster in

die Kurve. Ungeachtet dessen zog er außen

vorbei: an Trésarrieu, in der nächsten Kurve

auch an Franc, der 500 Meter später ausfiel.

Für Bergé reichte es für den Ältesten im permanenten

WM-Feld im dritten Vorlauf nicht ganz.

Im vierten Durchgang musste Diener Smolinski

und Trésarrieu ziehen lassen. Durchgang 5

ging wieder an ihn. „Drei von fünf Vorläufen

gewonnen. Das war schon Wahnsinn“, sagte

der Schwarzwälder in seiner unaufgeregten,

bodenständigen Art später und grinste. Im

Halbfinale riss Diener eingangs der dritten

Runde und im Kampf mit Josef Franc um Platz 3

die Kette, was dazu führte, dass Diener zwar

den Airfence touchierte, das Motorrad aber gerade

noch halten konnte. Der 7. Gesamtrang

war dennoch gesichert, da Harris in seinem

Halbfinale ausfiel und der 9-Punkte-Vorsprung

Dieners in Mühldorf damit Bestand hatte. Dass

das Finale schließlich mit Diener als Schlusslicht

endete – geschenkt! Sein Ziel war längst

erreicht: „Ich bin mehr als stolz, dass ich die

Topsieben aus eigener Kraft geschafft habe.

Ich kann es selbst nicht glauben.“ Und so eine

Qualifikation verpflichtet. Ein Jahr wird Diener

noch dranhängen. Nicht „nur“ wegen der WM:

„Im kommenden Jahr werde ich 60, in Berghaupten

gibt es seit 50 Jahren Rennen und ich

bin dann 40 Jahre lang aktiv!“ • Texte u. Porträtfoto:

Susi Weber; Action-Foto: Niklas Breu

20 BAHNSPORT AKTUELL November '18


… und das sagten ...

Lukas Fienhage: Mühldorf war aus meiner Sicht überragend. Natürlich

war es schade, dass ich die ersten beiden Läufe aufgrund eines Zündungsfehlers

nicht komplett fahren konnte. Deshalb konnte ich leider

das Finale nicht erreichen. Das Rennen selbst hat mir megaviel Spaß gemacht.

Von ein paar bayerischen Fans der Nummer 84 kamen ein paar

böse Worte. Aber da stehe ich drüber. Ich bin einfach mein eigenes Rennen

gefahren und ich denke, das ist mir gut gelungen. Ich hoffe jetzt auf

eine Wildcard für 2019. Das wäre überragend. Beantragen werde ich sie

auf jeden Fall.

Michael Härtel: Ich wollte in Mühldorf etwas in der Tageswertung erreichen.

Die Finalteilnahme war eigentlich das Ziel. Es lief aber letztendlich

alles andere als gut. Am Sonntagmorgen ist mir noch das Motorrad abgefackelt.

Das ist mir bislang noch nie passiert. Ich habe gerade noch

gemerkt, wie der Fuß warm geworden ist. Der Spritschlauch ist runter. Eine

kaputte Zündkerze hat offenbar dafür gesorgt, dass es im Vergaserraum

Funken gab, die die Flammen auslösten. Ich konnte froh sein, dass

die Feuerwehrleute so reagiert haben und gleich meinen Fuß und dann

das Motorrad löschten. Beim ersten Lauf sprang dann am Start der erste

Gang raus, sodass ich am Ende nur einen Zähler holen konnte. Es folgten

ein 4. und 2. Rang. Dann sprang die Hinterradkette vom Ritzel – Ausfall.

Im letzten Vorlauf wiederholte sich praktisch Lauf 1: Erneut war es der

Gang, der für den entsprechenden Ausgang sorgte.

Stephan Katt: Es lag allein an mir. Durch die körperlichen Blessuren und

die Stürze in Altrip und Tayac mit Beckenbruch und der verletzten Hand

war ich auch in Mühldorf nicht fit. Ich habe immer noch Probleme mit

meiner rechten Hand. Das zog sich über die gesamte Saison hin und hat

mir echt Schwierigkeiten bereitet. Ich wollte dennoch versuchen, die Saison

zu Ende zu bringen. Insgesamt bin ich sehr enttäuscht. Auch was die

mentale Einstellung betrifft, war das alles andere als ich selbst. Ich werde

jetzt schauen, dass ich über den Winter wieder hundertprozentig fit werde

und mich für 2019 vorbereiten. Dann will ich mit klarem Kopf und in voller

Gesundheit wieder dort anknüpfen, wo ich vor zwei, drei Jahren aufgehört

habe – und versuchen, mich 2019 wieder für die WM zu qualifizieren.

Mit oder ohne Härtel?

Entscheidung offen!

Die Topsieben der Langbahn-WM

2018, dazu vier Fahrer aus dem

Challenge plus drei von der FIM

nominierte, fixe Wildcard-Piloten

werden auch 2019 wieder das

14er-Dauerfeld im Langbahn-

Grand-Prix bilden. Direkt qualifiziert

haben sich Martin Smolinski,

Dimitri Bergé, Mathieu Trésarrieu,

Josef Franc, James

Shanes, Theo Pijper und Bernd

Diener.

Große Freude dürfte das Mühldorf-Ergebnis

auch bei Max Dilger

ausgelöst haben. Der 29-jährige

Lahrer profitiert vom direkten Einzug von Josef Franc und Bernd Diener,

die beim WM-Challenge in Bielefeld die Ränge 3 und 5 belegten.

Dilger wurde Sechster. Durch Franc’ 4. Rang in der WM rückt der nächstplatzierte

aus Bielefeld nach. Der hieße Bernd Diener, der allerdings

ebenfalls über die WM 2018 qualifiziert ist. Somit kommt Max Dilger als

Sechster des Challenge zu Ehren. Ebenso werden Romano Hummel als

Bielefeld-Sieger, Martin Malek als Zweit- und Andrew Appleton als

Viertplatzierter bei der WM 2019 mit dabei sein. Noch offen ist die Vergabe

der Dauer-Wildcards durch den Weltverband FIM. Gute Chancen

hätte sicherlich der 2018 lange verletzte Michael Härtel, der gegenüber

Bahnsport aktuell allerdings erklärte: „2019 ist für mich das letzte Jahr,

in dem ich noch U21 fahren kann. Und ich bin am Überlegen, ob ich in

der Langbahn nicht ein Jahr aus- und auf Speedway setze.“ Eine Entscheidung

war bis zum Redaktionsschluss noch nicht gefallen.

Int. ADAC-Sandbahnrennen Mühldorf - 30.9.2018

Ergebnisse:

I-Seitenwagen: 1. Markus Venus/Markus Heiß, 18 Punkte; 2. Karl Keil/David Kersten, 14; 3. Martin

Brandl/Hermann Brandl, 12; 4. Raphael San Millan/Benedikt Zapf, 7; 5. Imanuel Schramm/

Hermann Bacher, 7; 6. Sebastian Kehrer/Patrick Lepnik, 2; 7. Florian Kreuzmayr/ Roman Grammelsberger,

0.

B-Solo: 1. Fabian Wachs, 18 Punkte; 2. Fabien Neid, 15; 3. Jamie Isherwood, 10; 4. Dirk Oellrich, 8;

5. Rudi Eichenlaub, 4; 6. Lando Michaelis, 2; 7. Dennis Helfer, 0; a. Konkurrenz Martin Malek, 18.

B-Seitenwagen: 1. Andreas Horn/Sonja End, 13 Punkte; 2. Sebastian Kehrer/Patrick Lepnik, 12;

3. Nicole Standke/Kim Kempa, 7; 4. Moritz Straub/Patrick Löffler, 7; 5. Mike Kolb/Nadine Pierick,

3; 6. Sebastian Rösler/Sonja Dreyer, 0.

Endlich Weltmeister: Smoli mit Lebensgefährtin Vronerl und Team • Foto: Niklas Breu

Dimitri Bergé, Martin Smolinski und Mathieu Trésarrieu

• Foto: David Reygondeau/good-shoot.com

LANGBAHN-WM

(Endstand nach 5 Finals)

Pl./Name Nat. F1 F2 F3 F4 F5 (VP) Ges.

1. Martin Smolinski D 20 9 28 25 27 (19) 109

2. Dimitri Bergé F 25 23 15 22 23 (16) 108

3. Mathieu Trésarrieu F 13 25 21 23 20 (15) 102

4. Josef Franc CZ 14 16 22 15 10 (8) 77

5. James Shanes GB 17 12 16 19 7 (7) 71

6. Theo Pijper NL 7 9 18 14 16 (13) 64

7. Bernd Diener D 19 10 6 2 17 (17) 54

8. Chris Harris GB 7 10 7 20 8 (8) 52

9. Richard Hall GB 9 7 15 10 2 (2) 43

10. Max Dilger D 10 12 9 31

11. Michael Härtel D 9 15 6 (6) 30

12. Romano Hummel NL 7 19 26

13. Hynek Stichauer CZ 4 10 10 (9) 24

14. Jesse Mustonen FIN 16 2 18

15. Stephan Katt D 3 2 3 3 5 (5) 16

16. Anders Mellgren S 2 2 11 (10) 15

17. Lukas Fienhage D 2 12 (9) 14

18. Jérôme Lespinasse F 1 4 6 2 1 (1) 14

19. Stéphane Trésarrieu F 14 14

20. Dave Meijerink NL 5 4 9

21. Jörg Tebbe D 4 4

22. Anthony Chauffour F 2 2

23. Gabriel Dubernard F 1 1

24. Danny Maaßen D 0 0

Mühldorf/D - SF1: Smolinski, M.Trésarrieu, Pijper, Stichauer, Harris A

SF2: Bergé, Fienhage, Franc, Mellgren, Diener A

Finale: Smolinski, Bergé, M.Trésarrieu, Pijper, Diener

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 21


SPEEDWAY-DM

Finale 1 - Landshut - Wittstock

Leon Madsen (innen) und Valentin

Grobauer (außen) gegen Rafal

Okoniewski und Michael Härtel

Teuflisch gut!

Es war der Abend der getauschten Startplätze und der C-Fahrer im Pech.

Beim ersten Finale zur diesjährigen Deutschen Speedway-Meisterschaft zwischen

den AC Landshut Devils und den Wölfen aus Wittstock konnten die Gastgeber

vor gut 2100 Zuschauern den Rückenwind des Heimvorteils in ein gutes Punktepolster

für das Rückrennen am darauffolgenden Mittwoch in Wittstock umsetzen

und zugleich Revanche für die einzige Saisonniederlage nehmen.

„Sympathy for the Devil“:

14 Punkte für Leon Madsen

„Es war uns klar, dass das heute eine schwierige

Aufgabe werden würde und wir hatten auf

einen Sieg mit einem kleinen Vorsprung gehofft“,

so Teammanager Klaus Zwerschina.

„Dass es dann doch so deutlich ausgefallen

ist, hatten wir nicht erwartet, freuen uns aber

natürlich um so mehr. Natürlich hätten wir gerne

in Heat 10 ein Rennen mit vier C-Fahrern gesehen

anstatt der vielen Ausfälle durch Stürze,

aber so ist der Speedwaysport. Natürlich hoffen

wir, dass alle gestürzten Fahrer nicht allzu

schwer verletzt sind und wünschen auf diesem

Wege nochmals gute Besserung.“

Die Devils legten von Anfang an mit einem 4:2

von Leon Madsen und Valentin Grobauer gegen

Michael Härtel und Rafal Okoniewski vor –

der Däne mit großem Vorsprung und ungefährdet

vorneweg. Es folgte ein 3:3 für Martin Smolinski/Stephan

Katt gegen Mads Hansen/Steven

Mauer, bei dem der „Catman“ seinen

Punkt eisern über die Ziellinie gegen Mauer

verteidigte. Mit dem nachfolgenden 2:4 aus

Sicht der Gastgeber von Mark Riss gegen Kevin

Wölbert und Mirko Wolter – Richard Geyer war

nach einem Sturz, der auch Teamkollege Riss

mitgerissen hatte, vom Re-run ausgeschlossen

worden – kamen die Gäste einmalig auf ein Unentschieden

heran, bevor die Devils ihren Vorsprung

ausbauten. Zwar gelang den Wölfen

der ein oder andere Konter – so egalisierten

sie das 5:1 der Devils in Heat 5 mit einem analogen

Ergebnis in Heat 6, die bayerischen Teufel

gaben die Führung jedoch nicht mehr aus

der Hand.

Der kurioseste Lauf war Heat 10, das Aufeinandertreffen

der C-Fahrer: Steven Mauer konnte

aufgrund seines Sturzes am Ende von Heat 7

nicht mehr antreten. Stephan Katt fuhr vorneweg,

Mirko Wolter und Richard Geyer stürzten

beide. Geyer wurde ausgeschlossen, Mirko

Wolter landete mit Verdacht auf Handgelenksbruch

im Krankenwagen. Hieß – der Catman

musste den Re-run alleine bestreiten, um die

3 Punkte auch sicher heimzubringen. „Das

mach‘ ich nie wieder“, war der anschließende

Kommentar – bei so einem Rennen alleine

schwanke man, wie bei einsamen Trainingsrunden,

beständig zwischen Überkonzentration

und einem Mangel an Konzentration, da bestehe

viel mehr die Gefahr, dass man einen

Fehler macht, als unter der Anspannung des

Renngetümmels … Doch diese 3 Punkte waren

es auch, die es den Devils erlaubten, sich endgültig

von den Wölfen abzusetzen. Diese konnten

zwar im darauffolgenden Heat durch den

Einsatz von Rafal Okoniewski als taktische Reserve

nochmals verkürzen, doch zwei aufeinanderfolgende

5:1 der Gastgeber machten die

Sache letztlich klar. Heat 13 bot nochmal etwas

„Drama“, da Ex-Devil Michael Härtel nach Frühstart

den Re-run 15 Meter hinter der Startlinie

antreten musste und Mark Riss sich, auf Position

2 liegend, zweimal in Kurven zu weit nach

außen tragen ließ, was dem hinter ihm lauernden

Mads Hansen beinahe die Tür geöffnet

hätte.

Auffallend auch eine ausgiebige Nutzung der

Möglichkeit zum Startplatztausch auf beiden

Seiten – insgesamt sechsmal in 14 Heats wurde

hiervon Gebrauch gemacht, um dem jeweils

stärkeren Fahrer den Vorteil einer besseren

Startposition zu geben.

Die Devils haben den Wölfen also im ersten

Showdown durch eine ausgeglichene Teamleistung

die Krallen gestutzt; nun hieß es, das

Punktepolster am Mittwoch in Wittstock zu verteidigen,

um die 19. Meisterschaft einzufahren.

• Text: Claudia Patzak; Fotos: Niklas Breu

Speedway-Bundesliga - Finale 1 - Landshut - 28.9.2018

Ergebnis:

1. AC Landshut Devils, 46 Punkte (Leon Madsen 14, Martin

Smolinski 13, Valentin Grobauer 5, Mark Riss 9, Stephan Katt

5, Richard Geyer 0); 2. MSC Wittstock Wölfe, 34 (Rafal Okoniewski

7, Mads Hasen 8, Michael Härtel 5, Kevin Wölbert 13,

Steven Mauer 0, Mirko Wolter 1).

22 BAHNSPORT AKTUELL November '18


Finale 2

Wittstock -

Landshut

Landshut zum 19.

Mit 12 Punkten Vorsprung reiste

der AC Landshut zum Speedwayteam

Wölfe Wittstock, um am Ende des Tages

den 19. Titel in der Speedway-Bundesliga

zu feiern.

Die siegreichen Landshut Devils (v.l.): Klaus Zwerschina,

Lukas Baumann, Leon Madsen, Martin Smolinski,

Stephan Katt, Sandro Wassermann, (vorne) Gerald

Simbeck, Erik Riss, Valentin Grobauer und Christian Schmid

Die Landshuter waren mit dem frischgebackenen

Langbahnweltmeister Martin Smolinski,

dem neuen Speedway-Europameister Leon

Madsen, Profi Erik Riss, Valentin Grobauer sowie

dem immer noch nicht fitten Stephan Katt

angereist. Für Sandro Wassermann war zum

ersten Mal Lukas Baumann, der zum wahren

Joker wurde, am Start.

Für Wittstock sah es personell nicht gut aus.

Polen-Profi Rafal Okoniewski, der in Landshut

beim ersten Finale Probleme mit der Technik

hatte, sah beim Heimrennen auch nicht viel

besser aus. Kevin Wölbert war drei Tage vorher

in Pardubice in den Zaun geschickt worden und

hatte außer einer total kaputten Maschine

noch reichlich Prellungen sowie eine offene

Wunde am Po. Dass er unter diesen Bedingungen

so toll mitkämpfte, grenzt schon an ein

Wunder. „Gott sei Dank ist das mein letztes

Rennen in diesem Jahr“, sagte Kevin vor dem

Rennen. Gut drauf wie immer war Mads Hansen.

Michael Härtel fehlt nach seinen Verletzungen

immer noch die Routine. Steven Mauer

war nach dem Landshut-Sturz noch nicht fit

und musste mit Kopfschmerzen aufgeben. Für

den verletzten Mirko Wolter war Geert Bruinsma

am Start.

In der Nacht hatte es so viel geregnet, dass ein

umfangreicher Bahndienst gemacht werden

musste. Vorsichtshalber wurde das Junior-

C-Rennen abgesagt, was gerade für die süddeutschen

Teams, wie die Liebmanns und

Bachhubers, traurig war. Das Training zum Finale

begann mit 45-minütiger Verspätung. Die

Fahrervorstellung konnte wie geplant stattfinden.

Landshut gewann die ersten beiden Heats mit

Leon Madsen und Martin Smolinski. Erst Rennen

3 brachte den ersten Laufsieg durch Kevin

Wölbert, der Erik Riss überholen konnte. In

Lauf 4 war ein toller Fight von Mads Hansen,

der sich letztlich durchsetzte, gegen Erik Riss

zu sehen. In Heat 5 folgte der zweite Sieg von

Smolinski, der souverän vor Härtel und Okoniewski

gewann. Der für Katt eingesetzte Grobauer

fuhr nur hinterher. Nach fünf Läufen

stand es mit jeweils 3:3-Ergebnissen 15:15. In

Heat 6 folgte das erste 4:2 durch den Sieg von

Madsen vor dem ständig angreifenden Wölbert.

Grobauer konnte sich vor Bruinsma halten.

Im nächsten Rennen revanchierten sich

die Wölfe mit einem 4:2 durch Wölbert, der

Smolinski in einem tollen Kampf hinter sich

halten konnte, und Bruinsma, der Katt bezwang.

In Lauf 8 besiegte Mads Hansen als

einziger Europameister Leon Madsen, der das

Rennen hinter seinem Partner Grobauer beendete.

Mauer gab nach diesem Rennen auf. Es

stand immer noch 24:24. In Heat 9 folgte der

erste Sieg von Riss vor Okoniewski, Baumann

und Härtel. Im folgenden Rennen gewann Baumann

vor Bruinsma und Katt. Nun stand es

28:32 für den ACL. Erster 5:1-Sieg durch Wölbert

und Härtel vor Riss und Grobauer in Rennen

11. Die prompte Revanche von Landshut

Speedway-Bundesliga - Finale 2 - Wittstock - 3.10.2018

Ergebnis:

1. AC Landshut Devils, 47 Punkte (Leon Madsen

13, Martin Smolinski 12, Valentin Grobauer

3, Erik Riss 9, Stephan Katt 1, Lukas

Baumann 9); 2. MSC Wölfe Wittstock,

37 (Rafal Okoniewski 6, Mads Hansen 9, Michael

Härtel 6, Kevin Wölbert 12, Steven

Mauer 1, Gert Bruinsma 3).

Endstand (nach Finale 2): 1. AC Landshut Devils,

93 Punkte; 2. MSC Wölfe Wittstock, 71.

Martin Smolinski gegen Kevin Wölbert

erfolgte in Lauf 12 durch einen Sieg von Madsen

vor Smolinski, Hansen und Okoniewski. In

Heat 13 führte Hansen zwei Runden lang, bevor

er ausfiel und Baumann so zu seinem zweiten

Laufsieg verhalf. Baumann hatte damit erfreuliche

9 Punkte auf dem Konto und konnte sich

kaum besser beim Rekordmeister für die Nominierung

bedanken. Hinter ihm kam Okoniewski

auf 2 Punkte. Der Pole hatte damit wieder nur

6 Zähler auf dem Konto und war somit sicherlich

eine große Enttäuschung. Riss wurde Dritter

und war mit 9 Punkten sicherlich nicht zufrieden.

In Heat 14 folgte ein 5:1-Sieg für die

Landshuter durch Madsen, der es als Tagesbester

auf 13 Punkte brachte, vor Smolinski mit

12. Wölbert erfuhr in diesem Lauf einen Punkt

und holte insgesamt ebenfalls 12 Zähler. Bedenkt

man seine Verletzungen, war er viel besser

als erwartet unterwegs. Härtel fuhr hinterher

und kam auf 6 Gesamtpunkte.

Damit gewann Rekordmeister AC Landshut klar

mit 47 Punkten vor Wittstock mit 37.

• Text: Jörn Werner; Fotos: Daniel Sievers

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 23


Neuenknick

Güstrow

Olching

siegt

Am 23.9. fand am Tag nach dem GP in Teterow im nur 30 Minuten entfernten Güstrow

der achte Lauf zum Speedway Team Cup statt. Angereist waren dafür der MSC Olching,

das Emsland Speedway Team Dohren sowie die MC Meißen Hornets.

Dass es zu interessanten Rennen kommen würde,

sah man schon an der Besetzung der

Teams. Vor allem die Olchinger freuten sich auf

ihren Michael Härtel, der fast genau 100 Tage

nach seinem Sturz erstmals wieder am Band

stand. Außerdem waren fast alle deutschen

Spitzenfahrer am Start und sogar das Wetter

spielte mit. Gut 1100 Fans waren vor Ort.

Das Rennen begann mit der ersten und einzigen

Niederlage von Weltmeister Ben Ernst auf

seiner Heimbahn gegen Olchings Erik Bachhuber.

Im nächsten Heat bescherte Lukas Fienhage

den Olchingern den zweiten Sieg. Es folgte

der erste Auftritt von Kai Huckenbeck, der sich

gegen Michael Härtel durchsetzen konnte. In

Heat 4 erkämpfte Martin Smolinski den ersten

Sieg für die Meißen Hornets. Kevin Wölbert

gab alles, kam aber nicht an Smoli vorbei. Pech

hier für Olching, denn Valentin Grobauer fiel

aus. Trotzdem führten die Olchinger schon mit

8 Punkten vor der Güstrower Mannschaft mit 6.

Die beiden anderen Teams hatten jeweils

5 Zähler.

Im nächsten Durchgang gewann jede Mannschaft

einmal. Ben Ernst war der erste Sieger,

gefolgt von Smolinski, der Huckenbeck schlug,

Lukas Fienhage und Kevin Wölbert, der sich gegen

Härtel und Busch durchsetzte. Nun hatte

Olching bereits 16 Punkte, Güstrow und Meißen

je 11 und Dohren 10.

Der dritte Durchgang begann für Ernst mit einem

weiteren Laufsieg. In Heat 10 siegte Tobias

Busch. Kai Huckenbeck schlug im nächsten

Heat Michael Härtel zum zweiten Mal und in

Rennen 12 konnte Smolinski Wölbert zum

zweiten Mal bezwingen.

1. MSC Olching

2. Emsland Speedway-Team Dohren

3. MC Güstrow

Nach Durchgang 3 führten die Olchinger bereits

mit 22 Punkten. Güstrow folgte mit 18 vor

Dohren mit 17 Zählern. Die Meißener waren

trotz Maximumfahrer Martin Smolinski Letzter.

In Heat 13 verbuchte Ernst seinen dritten Sieg

und war damit auch bester Junior vor Bachhuber,

Lukas Wegener und Timo Wachs. Huckenbeck

und Busch dominierten die nächsten Läufe.

Busch konnte unter anderem Smolinski

schlagen. Wölbert fuhr seinen zweiten Laufsieg

ein. Vor den letzten drei Läufen führte Olching

mit 28 Punkten vor Güstrow (26), Dohren

(23) und Meißen (19).

In Heat 17 gelang Valentin Grobauer endlich

der erste Sieg vor Fabian Wachs und Hannes

Gast. Richard Geyer blieb bei seinem einzigen

Punkt. Wölbert war der nächste Sieger und mit

13 Zählern sehr gut dabei. Im letzten Lauf des

Tages nahm Huckenbeck Revanche an Smolinski,

gewann und war mit 14 Punkten auch Tagesbester.

Smolinski wurde Zweiter vor Busch.

Smolinski war mit 13 Punkten genauso erfolgreich

wie Wölbert.

Der Sieg ging somit an den MSC Olching mit

guten 33 Punkten. Den 2. Platz eroberte das

Emsland Speedway Team Dohren mit 31 Punkten

vor den MC Güstrow Torros mit 29 Zählern.

Etwas abgeschlagen die MC Meißen Hornets,

die trotz Smolinski nur auf 21 Punkte kamen.

• Text u. Foto: Jörn Werner

Speedway Team Cup - Güstrow - 23.9.2018

Ergebnis:

1. MSC Olching, 33 Punkte (Valentin Grobauer 7, Michael Härtel

9, Lukas Fienhage 9, Erik Bachhuber 8); 2. Emsland Speedwayteam

Dohren, 31 (Kevin Wölbert 13, Kai Huckenbeck 14, Fabian

Wachs 4, Timo Wachs 0, Jan Meyer 0); 3. Güstrow Torros,

29 (Tobias Busch 9, Hannes Gast 4, Lukas Baumann 5, Ben

Ernst 11); 4. Meißen Hornets, 21 (Martin Smolinski 13, Ronny

Weis 2, Richard Geyer 1, Lukas Wegner 5).

Der SC Neuenknick hatte am 30. September

zum vorletzten Team-Cup-Rennen der

Saison eingeladen. Eine Woche vor dem

Finale am 6. Oktober in Olching trafen in

Neuenknick die „Meißen Hornets“, die

„Diedenbergen Rockets“, die „MSC Cloppenburg

Fighters“ und die „Neuenknicker

Hexen“ aufeinander.

Kein Zweifel, der in wunderschöner Landschaft

gelegene Lindenauer Hexenkessel gehört mit

seinem 360 Meter langen Parcours zu den

schönsten, aber auch anspruchsvollsten

Speedwaybahnen Norddeutschlands. Am Vormittag,

bereits unter blauem Himmel und bei

sehr guten Rennbedingungen, absolvierten die

Junior-A- und B-Nachwuchsfahrer ihre Rennen,

die auch als NBM-Punkteläufe gewertet wurden.

In der 50-ccm-Klasse gab es gleich zwei Stechen,

und zwar um Platz 1 und um Platz 3. Der

neunjährige Thies Schweer, Junior-A-Meister

2018 und Sieger des Bundesendlaufs des

ADAC, errang den 1. Platz. Der ebenfalls neunjährige

Carl Wynant machte mit ausgezeichneten

Starts und perfekter Linie auf sich aufmerksam.

Paul A. Weisheit konnte sich im Stechen

gegen Magnus Rau durchsetzen und wurde

Dritter. Die Klasse Junior B war ebenfalls sehr

gut besetzt. 125-ccm-Nachwuchspiloten, wie

unter anderem Marvin Kleinert, Marlon Hegener,

Ben Iken und Nick Haltermann, gingen ans

Band und zeigten, was sie draufhaben. Hervorragenden

125-ccm-Sport demonstrierte auch

Bruno Thomas. Der Meißener fuhr beherzte Angriffe

und zeigte viel Schneid, fiel aber leider

mit Motorproblemen zurück. Marvin Kleinert

belegte vor Marlon Hegener Platz 1. Ben Iken

kam nach Stechen mit Hegener auf Platz 3.

Zum Hauptrennen hatten sich etwa 1000 Besucher

eingefunden. Das Team-Cup-Rennen war

auf 16 Vorläufe und drei Finals angesetzt. Die

„Cloppenburg Fighters“ präsentierten sich mit

ihren Spitzenfahrern René Deddens, Mads Hansen

und Dominik Möser in hervorragender

Form. Die 500er- wie 250er-Piloten des Teams

setzten alles daran, um bei ihrem letzten Team-

Cup-Rennen ihre erkämpfte Spitzenposition

vor den Verfolgern Berghaupten und Dohren

abzusichern. René Deddens präsentierte sich

Cl

sie

mit Ma

24 BAHNSPORT AKTUELL November '18


oppenburg Fighters

gen - René Deddens

ximum Tagesbester

im Rennen hochkonzentriert und in bestechender

Form. Der Teamkapitän der „Cloppenburg

Fighters“ legte einen Blitzstart nach dem anderen

hin. Deddens setzte sich bei jedem seiner

Heats sofort und geradezu zwingend gegen seine

Gegner durch und zog, auch wenn die Lücken

zwischen den startenden Rennmaschinen

noch so eng waren, rasant und energisch durch

sie hindurch an die Spitze. Startete Deddens

von der Außenbahn, dann führte er seine Maschine

in einem ebenso rasanten wie schneidigen

Manöver haarscharf entlang der Bande, um

hohe Geschwindigkeit aufzubauen. Mit solchen

Strategien konnte er sich in jedem seiner

Heats meist unmittelbar nach dem Start von

seinen Kontrahenten absetzen.

Bei den „Diedenbergen Rockets“ waren es Matze

Bartz, Celina Liebmann und Marius Hillebrand,

die hauptsächlich zur Gesamttagesausbeute

von 27 Punkten ihres Teams beitrugen.

Schon im Auftaktheat zeigte Diedenbergens

Power-Frau Celina Liebmann ihre Klasse und

signalisierte der Konkurrenz, dass sie niemanden

kampflos an sich vorbeilassen würde. Zwar

fiel die 17-Jährige in Lauf 1 durch einen Aufsteiger

in der Startphase zurück, griff aber von diesem

Handicap völlig unbeeindruckt sofort wieder

an und setzte sich mit einem furiosen Spurt

couragiert an die Spitze des Feldes. Ebenso beeindruckend

energisch agierte Liebmann in

den Heats 5 und 9. Nach engen Duellen in der

Startphase zog sie vor das Feld und setzte sich

sofort ab. Keiner der Kontrahenten konnte der

Rocket-Pilotin bei ihren Husarenritten Paroli

bieten. Erst als sie, nachdem sie sich erneut an

die Spitze gekämpft hatte, bei der Ein- und Ausfahrt

zur Zielkurve gleich zweimal hintereinander

in Schlaglöcher fuhr und das sich heftig aufbäumende

Motorrad so gerade noch bändigen

konnte, fiel sie zurück und musste eine Null-

Punkte-Fahrt (Heat 13) hinnehmen. Dennoch

fuhr Liebmann die höchste Punktzahl des Diedenbergen-Rockets-Teams

heraus. Auch Marius

Hillebrand fuhr ein starkes Rennen, wurde

aber in Heat 16 nach einer Startbandberührung

von Schiedsrichter André Haltermann 15 Meter

hinter die Startlinie versetzt, was dem 18-jährigen

Schwaben eine Null-Punkte-Fahrt einbrachte.

Auch Maximilian Pott zeigte viel

Kampfgeist und war in spannende Rad-an-Rad-

Duelle verwickelt. Doch an diesem Tag hatte er

auch viel Pech. Unter anderem brachte ihm ein

Sturz in Heat 14 eine Nullrunde ein: Sein Motorrad

schoss nach einem harten Duell mit Darrel

de Vries und Dominik Möser geradezu frontal

aus dem Scheitelpunkt der Zielkurve heraus

und krachte hart in die Bande. Glücklicherweise

stand Pott sofort wieder auf den Beinen. Allerdings

blieb nur ein einziger Punkt im C-Finale

die Ausbeute seiner Rennen.

Die „Meißen Hornets“ traten mit Mannschaftskapitän

Ronny Weis (MC Meißen), dem Dänen

Emil Breum, dem Meißener Richard Geyer und

Lukas Wegener aus Oranienburg an. Auf Weltmeister

und Speedwayprofi Martin Smolinski

musste das Team bei seinem letzten Rennen

verzichten. Der Olchinger kämpfte am selben

Tag in Mühldorf auf der Langbahn um den Weltmeistertitel.

Alle Fahrer setzten sich voll ein

und gaben ihr Bestes. Ronny Weis war in hervorragender

Form und zusammen mit Richard

Geyer erbeutete er die meisten Punkte für die

Hornets. Doch bei allem Einsatz gelang es keinem

der vier Piloten der Hornets einen Laufsieg

für sich herauszuholen. Die „Neuenknicker Hexen“

mussten auf ihren Topfahrer Steven Mauer

verzichten. Mauer hatte sich beim Bundesligafinale

in Landshut eine Gehirnerschütterung

zugezogen und sagte knapp vor dem Teamrennen

ab. Für ihn sprang Marc Leon Tebbe ein.

Darrel de Vries zeigte noch einmal sein Kämpferherz.

Er begann sein Rennen mit einem Blitzstart,

konnte seinen Vorsprung gegen Richard

Geyer auch sofort ausbauen und errang in Heat

2 einen Laufsieg. Mit starken Starts, zwei Laufsiegen

und 8 Gesamtpunkten war der Holländer

überhaupt der herausragende Fahrer im Team

der Hexen. Sascha Stumpe hingegen hatte einen

schlechten Tag erwischt. Zwar lieferte er

sich einige schöne Kämpfe, unter anderem mit

Maximilian Pott (Heat 8), aber ob es an seiner

Maschine oder der Bahn lag, der Wagenfelder

schlug sich mit Problemen herum und touchierte

einmal sogar ohne jede Fremdberührung den

Airfence (Lauf 10). In der Endabrechnung belegten

die Hexen mit 13 Punkten den 4. Platz.

Höhepunkt des Rennens war der Finallauf. Deddens,

der auf der Außenbahn startete, fehlte

nur noch ein Laufsieg zum Maximum und zum

Tagessieg in der Einzelwertung. Für de Vries,

der innen stand, war es der letzte Heat in seiner

Rennfahrerkarriere. Er wollte dieses Rennen

unbedingt gewinnen. Als das Band hochschnellte,

zog Deddens pfeilschnell und extrem

dicht an der Bande entlang an Bartz und Weis

vorbei. Bartz wurde nach einem zähen Duell mit

Weis Zweiter. Ohne Punkte blieb de Vries. Der

Sieg aber ging an den Cloppenburger. Dass

Deddens die Fahrweise, die er in Neuenknick an

den Tag gelegt hatte, wohl nicht immer abrufen

kann, formulierte er nach dem Rennen im Interview

mit Stadionsprecher Lars Klimek: „Ich bin

heute sehr zufrieden. Ich freue mich über den

1. Platz meines Teams und auch darüber, dass

es mir endlich einmal wieder gelungen ist, einen

Maximumsieg herauszufahren!“ Darrel de

Vries verabschiedete sich mit einem Wheelie

vom Publikum. Den Stahlschuh hängt er zugunsten

seines beruflichen Weiterkommens an

den Nagel. „Vor zehn Jahren fuhr ich beim SC

Neuenknick mein erstes Rennen in Deutschland.

Und mit unserem schönen Sport war ich

lange Jahre auf deutschen Rennbahnen unterwegs.

Heute verabschiede ich mich da, wo ich

angefangen habe, von meinen Fans. Ihr seht

mich als Zuschauer wieder!“ Der SC Neuenknick

erhielt von den Akteuren und Zuschauern

viel Lob für die gute Organisation und den gut

präparierten Parcours. Deddens lobte das ausgezeichnete

Verhältnis zwischen dem Club und

den aktiven Fahrern. • Text: André Lindhorst; Fotos:

Holger Bornschein (Action); Klaus Goffelmeyer (Team)

ADAC-Speedwayrennen Neuenknick - 30.9.2018

Ergebnisse:

Speedway Team Cup: 1. Cloppenburg Fighters, 48 Punkte (René

Deddens 15, Mads Hansen 14, Dominik Möser 13, Jonny Wynant

6, Niels Oliver Wessel 0, Jason Sobolewitsch 0); 2. Diedenbergen

Rockets, 27 (Mathias Bartz 10, Celina Liebmann 9, Marius

Hillebrand 7, Maximilian Pott 1); 3. Meißen Hornets, 26 (Ronny

Weis 7, Richard Geyer 7, Emil Breum 6, Lukas Wegener 6);

4. Neuenknicker Hexen, 13 (Darrel de Vries 8, Maximilian Firniß

3, Sascha Stumpe 1, Marc-Leon Tebbe 1).

Junior B - 125 ccm: 1. Marvin Kleinert, 14 Punkte; 2. Marlon Hegener,

14; 3. Ben Iken, 13; 4. Nick Haltermann, 11; 5 Bruno Thomas,

10; 6. Manuel Rau, 7; 7. Tom Meyer, 5; 8. Mika Fynn Janssen,

3; 9. Heidi Stolzenberg, 2.

Junior A - 50 ccm: 1. Thies Schweer, 14 Punkte; 2. Carl Wynant,

14; 3. Paul A. Weisheit, 11; 4. Magnus Rau, 11; 5. Frieda Thomas,

10; 6. Len Joris Rixen, 8; 7. Valentino Scheibe, 7; 8. Michelle Rau,

6; 9. Levi Böhme, 4; 10. Mike Jarczewski, 3; 11. Marco Jarczewski,

2.

Die Cloppenburg Fighters mit (v.l.) René Deddens, Niels Oliver Wessel, Jonny Wynant, Dominik Möser und Mads Hansen

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 25


SPEEDWAY-DM

Junioren-Finale Landshut

Michael Härtel souverän

Fünfter Titel seit 2013 • Lukas Fienhage und Dominik Möser auf den Plätzen

Zum Abschluss der diesjährigen Rennsaison bat der AC Landshut die U21-Speedwayfahrer

ans Startband, um den Besten unter ihnen auszufahren. Nachdem Vorjahressieger

Daniel Spiller seinen Titel nicht verteidigte, standen die Anwärter parat, um die Vakanz

zu füllen. Ganz klarer Favorit war Michael Härtel, der zum einen die Landshuter

Bahn seit seinen Speedway-Kindertagen kennt und nach seiner langen Verletzungspause

einen positiven Abschluss der Saison anpeilte. Aber auch mit Lukas Fienhage

war zu rechnen. Einige hatten auch auf Lukas Baumann als Geheimfavoriten gesetzt.

Im ersten Durchgang bestätigten sich die Erwartungen.

In ihren Auftaktrennen holten sich

Lukas Fienhage, Michael Härtel und Lukas Baumann

die erwarteten Siege und setzten sich an

die Spitze der Punktewertung.

Danach wurde zunächst die Geduld der knapp

750 Zuschauer auf eine harte Probe gestellt, da

sich die Stürze mehrten. Ging es bei der Kollision

zwischen Dustin Schultz und Mario Niedermeier

zunächst noch glimpflich aus, mussten

sich nach Heat 8 zunächst Julian Bielmeier,

dann in Lauf 9 auch noch Lukas Baumann und

Richard Geyer verletzt vom Rennen abmelden.

Trotz der langen Unterbrechung war Michael

Härtel danach weiterhin auf Maximumkurs unterwegs.

Mit den Verletzungen schlug auch die

Stunde der Ersatzfahrer. Sowohl Jonas Wilke

als auch Domenik Otto kamen zum Einsatz, wo-

bei sich insbesondere Jonas Wilke mit insgesamt

7 Punkten und Platz 8 auch gut im Feld

behauptete. Nachdem sich nach einem weiteren

Sturz auch noch Dustin Schultz vom Rennen

zurückzog, sah man in Heat 19 wiederum

einen etwas kuriosen Lauf, bei dem nur Ethan

Spiller und Maximilian Pott die Punkte unter

sich ausfuhren, da beide Ersatzfahrer bereits

ihr zulässiges Maximum an Einsätzen absolviert

hatten.

Nachdem sowohl Michael Härtel – in Lauf 14

mehrfach heftig bedrängt von Leon Arnheim,

aber dennoch letztlich als Erster über der Ziellinie

– als auch Lukas Fienhage ihre vier Läufe

ungeschlagen absolvieren konnten, musste

Lauf 20 zumindest so etwas wie die Vorentscheidung

bringen, trafen doch dort die beiden

Führenden sowie Dominik Möser, der hinter

ihnen in Lauerstellung lag, aufeinander.

Auch hier hatte Routinier Härtel schließlich die

Nase vorne und sicherte sich einen makellosen

Maximumsieg und damit auch seinen insgesamt

fünften Titel dieser Art. Auf einem sicheren

2. Platz fuhr Lukas Fienhage über die Ziellinie,

während Dominik Möser mit seinem

3. Platz in diesem Lauf mit Niels Oliver Wessel

gleichzog und somit ein Stechen über die Vergabe

von Platz 3 entscheiden musste. Hier hatte

Möser bereits kurz nach dem Start die Nase

vorne, seine Erfahrung mit der Landshuter

Bahn als Mitglied der Devils-Bundesligamannschaft

im vergangenen Jahr hatte ihm hier sicherlich

gute Dienste geleistet.

Insgesamt also ein Ergebnis, bei dem sich die

Favoriten behauptet haben. Der AC Landshut

zeigte sich nach der Veranstaltung zufrieden,

wenn auch nicht glücklich über die zahlreichen

Stürze und Verletzten, an die an dieser Stelle

natürlich herzliche Genesungswünsche gehen

sollen. „Erwartungsgemäß sind alle Starter

hochmotiviert an die Sache herangegangen,

schließlich gab es ja einen Meistertitel zu vergeben“,

so ACL-Vize Gerald Simbeck. „Trotz

der Stürze haben die Zuschauer jedoch einige

spannende Rennen zu sehen bekommen und

die Jungs – und die einzige Amazone im Feld –

haben super Werbung für ihren Sport betrieben.

Herzlichen Glückwunsch an die Erstplatzierten.“

• Text: Claudia Patzak;

Action-Foto: Niklas Breu; Siegerehrung: Michael Eder

Speedway-DM - Junioren - Finale - Landshut - 14.10.2018

Ergebnis:

1. Michael Härtel, 15 Punkte; 2. Lukas Fienhage, 14; 3. Dominik

Möser, 12+3; 4. Niels Oliver Wessel, 12+2; 5. Ethan Spiller,

10; 6. Leon Arnheim, 10; 7. Fabian Wachs, 9; 8. Jonas Wilke,

7; 9. Maximilian Pott, 7; 10. Mario Niedermeier, 6; 11. Richard

Geyer, 4; 12. Timo Wachs, 4; 13. Lukas Baumann, 3;

14. Celina Liebmann, 2; 15. Birger Jähn, 2; 16. Domenik Otto,

1; 17. Julian Bielmeier, 1; 18. Dustin Schultz, 0.

26 BAHNSPORT AKTUELL November '18


dmsj – Deutsche Jugend-Bahnsport-Meisterschaft Olching

Das Finale zur Deutschen Jugend-Meisterschaft kam am 15. September

nach Olching. An diesem Renntag wurde es für den deutschen

Speedway-Nachwuchs der Juniorenklassen A, B und C ernst: Christian

Hefenbrock, der seit dieser Saison Trainer des DMSJ Bahnsport

Junior Teams ist, und seine Truppe zogen diese Veranstaltung in Zusammenarbeit

mit den Funktionären des Motorsportclubs Olching

so richtig professionell auf – mit Auslosung der Startnummern vor

dem Rennen, Übertragung per Live-Stream und Startplatzwahl für

den Finallauf wie beim Speedway Grand Prix der „Großen“.

dmsj Meister Klasse C (v.l.): Erik Bachhuber, Ben Ernst und Celina Liebmann

Grand Prix-Feeling

bei den Junioren

dmsj Meister Klasse B (v.l.): Marlon Hegener, Patrick Hyjek, Bruno Thomas

dmsj Meister Klasse A (v.l.): Magnus Rau, Thies Schweer, Carl Wynant

Sogar ein Maskottchen hüpfte durchs Fahrerlager: Plüschmaus „Racy“ feuerte

im roten Rennoverall und Sturzhelm über den Fellohren zusammen mit

den Startmädels die jungen Nachwuchsstars an. Kommentator Rüdiger Stadel

wurde enthusiastisch von Co-Sprecher Philipp Schmuttermayr unterstützt,

der hier seine eigenen Erfahrungen auf der Rennpiste mit einbringen

konnte. Als Ligafahrer des MSC Olching kennt er nicht nur das Olchinger

Rennoval, sondern konnte auch die Aktionen der Starter fachmännisch beurteilen.

Los ging es mit der Juniorenklasse A. Hier gingen die 6- bis 11-jährigen Juniorenfahrer

an den Start. Thies Schweer dominierte hier von Anfang an – der

Achtjährige, der für den MSC Moorwinkelsdamm startet, kam mit der Olchinger

Bahn bestens zurecht und fuhr einen Laufsieg nach dem anderen

ein. Er ging mit maximaler Punktzahl in den Finallauf. Ein Tagesmaximum

schaffte Thies Schweer nicht – im Finale war der Meißener Magnus Rau

dann schneller. Der Gesamtsieg und DM-Titel ging dennoch an Thies

Schweer, da er in den Vorläufen einen ausreichenden Punktevorsprung verbucht

hatte.

Den wohl spannendsten Lauf der Juniorenklasse B bekamen die Fans im

zweiten Durchgang zu sehen: Hier jagten Marlon Hegener vom MSC Cloppenburg

und der Olchinger Patrick Hyjek dicht an dicht nebeneinander her,

bis Marlon Hegener schließlich haarscharf die Nase vorne hatte. Co-Kommentator

Schmuttermayr sprach hier begeistert von einem „Foto-Finish“.

Überhaupt dominierte Marlon Hegener an diesem Tag seine Rennklasse.

Mit „weißer Weste ging der 13-Jährige ins Finale, doch auch hier war es so,

dass der Maximumfahrer der Vorläufe nicht Sieger des Finallaufes wurde:

Patrick Hyjek vom MSC Olching nutzte hier seinen Heimvorteil und holte die

3 Punkte im Endlauf vor Hegener und Luca Kastner (ebenfalls vom MSC Olching).

Nun waren Hegener und Hyjek punktgleich und somit ein Stechen

um Platz 1 fällig. Beide Fahrer jagten zuerst eine Runde lang Schulter an

Schulter nebeneinander her, dann hatte Patrick Hyjek schließlich die Nase

vorn und jubelte als Deutscher Meister seiner Klasse ganz oben auf dem

Siegerpodest.

Ben Ernst, der diesjährige Weltmeister der 250- ccm-Klasse, war natürlich in

der Juniorenklasse C auch mit von der Partie. Der 15-jährige Nachwuchsstar

aus Mecklenburg-Vorpommern hatte sich im Juli im polnischen Torun den

WM-Titel geholt. Völlig klar, dass auch beim dmsj Finale in Olching Großes

von ihm erwartet wurde. Ben Ernst lieferte seinen Fans drei Laufsiege, dann

aber musste er im vierten Durchgang Federn lassen. Hinter Lukas Wegner,

der in diesem Lauf unangefochten vorne lag, lieferten sich Ben Ernst und

Jonny Wynant einen heftigen Kampf um Rang 2. Hier war Jonny Wynant dann

letztlich schneller. Olchings Nachwuchshoffnung Erik Bachhuber, der in

diesem Jahr zum ersten Mal in der Juniorenklasse C dabei ist, gab in seinen

Vorläufen nur einen einzigen Punkt ab (an Ben Ernst) und ging somit als

punktbester Starter seiner Klasse in den Finallauf. Hierhin hatten es neben

Bachhuber mit Celina Liebmann und Tim Wunderer noch zwei weitere Olchinger

Fahrer geschafft. Ben Ernst setzte sich dann im Finale bereits mit einem

Blitzstart gegen die Olchinger Übermacht durch und behielt seine

deutliche Führung bis ins Ziel. Aufgrund der Punktgleichheit von Bachhuber

und Ernst musste auch hier ein Stechen über den Tagessieg entscheiden.

Den Start gewann Ben Ernst. Der Weltmeister stand am Ende des Tages auch

als Deutscher Meister ganz oben auf dem Treppchen, Erik Bachhuber holte

sich den Vizetitel.

Überschattet wurde der sehr gelungene Renntag nur durch einen Crash von

Jonny Wynant und Maximilian Troidl im zweiten Durchgang der Klasse C.

Während Wynant in den folgenden Läufen wieder antreten konnte, musste

Troidl zur Untersuchung ins Krankenhaus. Glücklicherweise trug er bei dem

Sturz jedoch nur Prellungen davon. • Text: Tanja Schön; Fotos: Helmut Richter

dmsj – Deutsche Bahnsport-Meisterschaft Olching - 15.9.2018

Ergebnisse:

Juniorenklasse A: 1. Thies Schweer, 14 Punkte; 2. Magnus Rau, 12; 3. Carl Wynant, 10; 4. Paul Aurelius

Weisheit , 6; 5. Frieda Thomas, 6; 6. Michelle Rau , 4; 7. Felix Klütemeyer, 1; 8. Tajo-Nicolas Groh , 1.

Juniorenklasse B: 1. Patrick Hyjek, 14; 2. Marlon Hegener , 14; 3. Bruno Thomas, 11; 4. Luca Kastner , 9;

5. Alexandra Schauer, 7; 6. Leonie Weinhold, 6; 7. Cyrill Hofmann, 5; 8. Ben Iken , 5; 9. Patricia Erhart

, 5; 10. Sarah Fischer , 1; 11. Toni Eichhorn, 1; 12. Sebastian Adorjan, 0; 13. Kacper Cymerman, 0.

Juniorenklasse C: 1. Ben Ernst, 13 Punkte; 2. Erik Bachhuber, 13; 3. Celina Liebmann, 10; 4. Tim Wunderer,

9; 5. Lukas Wegner, 9; 6. Maximilian Pongratz, 7; 7. Jonny Wynant, 5; 8. Melf Ketelsen, 4; 9. Timo

Wachs, 4; 10. Maximilian Troidl, 2; 11. Leon Krusch, 1; 12. Tom Finger, 1; 13. Mattis Möller , 0.

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 27


SPEEDWAY

Brokstedt

Im Zeichen des Nachwuchses

Saisonabschluss mit spannenden

Rennen der Jugend

Der MSC Brokstedt e.V. im ADAC beendete die

diesjährige Rennsportsaison auf dem Holsteinring

mit dem letzten Lauf zur „Speedway-

Liga Nord“. Nachdem sich am Vormittag bereits

die 125er-Kids in der „Talents Team Trophy“

spannende Paar-Duelle geliefert hatten,

ging es am Nachmittag bei allerbestem Speedway-Wetter

in der zwei Jahre alten Liga spektakulär

zur Sache.

Mehrere Hundert Zuschauer verfolgten die

22 Einzelläufe und waren begeistert von der

Qualität, die die überwiegend jungen Fahrerinnen

und Fahrer boten. Jedes der vier Teams trat

mit sechs Mitgliedern an, unter ihnen elf Junioren

C (250 ccm), die höchste Jugendklasse im

Speedway, und acht U21-Fahrer, die Einstiegsklasse

bei den Erwachsenen (500 ccm).

Die Mannschaften agierten über den gesamten

Verlauf des Rennens auf Augenhöhe. Hinzu

kam, dass die ungewohnt anspruchsvolle Bahn

in Brokstedt den Fahrern einiges abverlangte.

Diese Mischung brachte ein Spannungsniveau,

das bei den Zuschauern nichts zu wünschen

übrig ließ.

Nach drei gelungenen Veranstaltungen in Wittstock,

Moorwinkelsdamm und Brokstedt ist

die noch junge, neu eingeführte Liga 2018

nach ihrer zweiten Saison erwachsen geworden

und gilt nun als Alternative auf regionaler

Ebene zur 1. und 2. Speedway-Bundesliga aufzuschließen.

Für die Verantwortlichen des MSC Brokstedt

kommt der Erfolg dieser Liga gerade zur rechten

Zeit, denn 2019 werden in Norddeutschland

ungewöhnlich viele Fahrer von der Jugendklasse

Junior C in die Erwachsenenklasse

U21 wechseln. „Es ist für die Sportart Speedway

von existenzieller Bedeutung, dass diese

ausreichend Gelegenheit bekommen, Erfahrungen

zu sammeln“, so MSC-Sportleiter Hendrik

Jähn.

Beim letzten Lauf der „Speedway-Liga-Nord“

setzte sich das Team der „Wölfe“ aus Wittstock

souverän durch und sicherte sich auch den Gesamtsieg

innerhalb des Wettbewerbs. Auf den

Plätzen folgten die Mannschaften aus Moorwinkelsdamm

(Niedersachsen) und aus Brokstedt

vor der Mannschaft des MSC Ludwigslust.

• Text u. Fotos: Sam Schneider

ADAC-Speedwayrennen Brokstedt - 16.9.2018

Ergebnisse:

Speedway-Liga Nord: 1. Wölfe Wittstock, 50 Punkte (Mirko

Wolter 13, Steven Mauer 8, Dominik Möser 10, Lukas Wegner 5,

Ben Ernst 6, Celina Liebmann 8); 2. MSC Moorwinkelsdamm,

36 (Geert Bruinsma 9, Hannes Gast 7, Darrel de Vries 9, Kevin

Lück 1, Jonny Wynant 10, Tom Finger 0); 3. Young Vikings Brokstedt,

30 (Danny Maaßen 9, Lukas Baumann 8, Birger Jähn 4,

Timo Wachs 7, Ann-Kathrin Gerdes 0, Matthis Möller 2); 4. MC

Ludwigslust, 15 (Niels Oliver Wessel 1, Leon Arnheim 1, Maximilian

Firniß 4, Melf Ketelsen 5, Jason Sobolewitsch 4, Jannik

Schütt 0).

Endstand: 1. MSC „Wölfe“ Wittstock, 9 Matchpunkte/155 Laufpunkte;

2. MSC Moorwinkelsdamm, 5/97; 3. MSC Brokstedt,

3/79; 4. MC Ludwigslust, 1/59.

Talents Team Trophy - Junioren B: 1. MSC Nordhastedt 1 (Nordseekrabben),

21 Punkte (Louis Ruhnke 15, Julian Ploog 6);

2. Mulmshorn Scorpions, 21 (Nick-Colin Haltermann 13, Freyja

Redlich 8); 3. Young Bulls Leipzig, 20 (Mascha Schwend 14,

Manuel Rau 6); 4. Brokstedt Tigers (Grün), 11 (Hanna-Marie

Jasper 2, Sam Schubert 1, Julian Schlüter 8); 5. Brokstedt Tigers

(Orange), 10 (Tom Meyer 8, Lennard Suhr 2); 6. MSC Nordhastedt

2 (Nordseekrabben), 6 (Malte Semrau 6).

Endstand: 1. Mulmshorn Scorpions, 16 Matchpunkte/56 Laufpunkte;

2. MSC Nordhastedt 1 (Nordseekrabben), 16/52;

3. Young Bulls Leipzig, 12/50; 4. Brokstedt Tigers (Orange),

8/32; 5. Brokstedt Tigers (Grün), 6/28; 6. MSC Nordhastedt 2

(Nordseekrabben), 4/16.

Der Saisonabschluss beim MSC Brokstedt stand ganz

im Zeichen der Jugend: Der Speedway-Nachwuchs

lieferte sich spannende Rennen

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28 BAHNSPORT AKTUELL November '18


LANGBAHN

Langbahn-Pokal Lübbenau

Sieg für Fabian Wachs

Gegen Fabian Wachs’ Leistung konnte auch der neue Vizemeister Sascha

Stumpe nichts ausrichten. Gleich in drei der vier Vorläufe musste er gegen

Wachs antreten und wurde jeweils hinter dem Mann vom MSC Werlte Zweiter.

Im Finale konnte Stumpe ihn dann zwar besiegen, aber die Punkte reichten

am Ende „nur“ zum Vizetitel.

Ebenfalls aufs Podest schaffte es der Osnabrücker Finn Loheider, der sich mit

spannenden Zweikämpfen in Szene setzte. Komplettiert wurde das Finale

von Dennis Helfer sowie Julian Bielmeier auf den Plätzen 4 und 5.

Leider gab es an diesem Renntag auch jede Menge Maschinenprobleme.

Jens Buchberger wechselte nach dem zweiten Lauf auf seine Reservemaschine,

was aber ohne großen Erfolg blieb. Sebastian Trapp musste sich nach

zwei Ausfällen abmelden und auch bei Fabien Neid klappte es nicht nach

Wunsch und er meldete sich bereits in der Vorrunde ab.

Im Rahmenprogramm fand das 1. Lübbenauer Speedkartrennen statt. Hier

wurde geschubst, gerammt, überholt und eine Menge Sand aufgewirbelt.

Den Sieg holte sich Maurice Meyer, gefolgt von der Amazone im Feld, Katrin

Schmidt, und Markus Tork.

Ebenfalls am Start waren die Oldies. Sieger wurde Hartmut Ernst, gefolgt von

Manfred Giertz und Jürgen Jucknies.

Eine schöne Veranstaltung zum Ende der Saison auf der Langbahn, welche

ohne nennenswerte Stürze ablief, und einiges an Spannung bot.

• Text: Daniel Becker; Archivfotos: Ubbo Bandy; Rudi Hagen (Action)

71. ADMV-Sandbahnrennen Lübbenau - 7.10.2018

Ergebnisse:

Deutscher Langbahnpokal Solo: 1. Fabian Wachs, 19 Punkte; 2. Sascha Stumpe, 17; 3. Finn Loheider, 13;

4. Dennis Helfer, 12; 5. Julian Bielmeier, 10; 6. Jens Buchberger, 7; 7. Fabien Neid, 4; 8. Dirk Oellrich, 4;

9. Stefan Repschläger, 3; 10. Mario Niedermeier, 1; 11. Sebastian Trapp, 0; 12. Andreas Kielkämper, 0.

Oldies - 2-Ventiler: 1. Hartmut Ernst, 28 Punkte; 2. Manfred Giertz, 18; 3. Jürgen Jucknies, 12; 4. Rainer

Borchers, 6.

Außer Wertung, da 4-Ventiler: Jan Sass, 26; Günther Giertz, 0.

Speedkarts: 1. Maurice Meyer, 20 Punkte; 2. Katrin Schmidt, 14; 3. Markus Tork, 13; 4. Axel Pörschke, 7;

5. Horst Bund, 6.

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 29


SPEEDWAY

Goldhelmrennen - Pardubice/CZ

Goldhelm für

Jason Doyle

Finale: Jason Doyle vor Martin

Vaculik (rot) und Vaclav Milik

Der Höhepunkt des dreitägigen Speedway-

Marathons war zweifelsohne das Jubiläumsrennen

um den 70. Goldhelm. Bis 1963 fand

die Austragung auf einer Grasbahn statt (heute

Pferderennbahn). Erst ein Jahr später zog

man auf die andere Straßenseite ins Speedwaystadion

um.

Standen noch eine Woche vor Beginn des Rennens

neun aktuelle Grand-Prix-Starter in der

Aufstellung, reisten am letzten September-

Sonntag nur sieben von ihnen an. Insgesamt

hatte der AMK Pardubice unter seinem Präsidenten

Evzen Erban 36 Fahrer aus 15 Nationen

eingeladen.

Schon am frühen Morgen zeigte sich die Sonne,

aber es herrschten nur sechs Grad! Im Laufe

des Tages kletterte das Thermometer weitere

zehn Einheiten nach oben, aber es blieb

trotzdem kühl, denn kalter Wind zog den ganzen

Nachmittag übers Stadion. Über 15.000

Zuschauer, davon über 3000 Deutsche, ließen

sich diesen Speedway-Leckerbissen nicht entgehen.

Die tschechischen Zuschauer fieberten

mit ihrem Helden Vaclav Milik. Er gewann vor

einem Jahr sensationell die Trophäe. Und die

Deutschen waren gespannt auf das Abschneiden

von Kai Huckenbeck, Tobias Busch, Mark

Riss und Kevin Wölbert. Alle vier mussten in

die Vorrunde, Riss schaffte das Weiterkommen

nicht. Seine konstanten dreimal 3 Punkte (bei

einem Streichresultat) reichten für die nächste

Runden, die Viertelfinals, nicht aus. Gleich in

seinem ersten Lauf gelang Tobi Busch ein Start

per excellence. Er gab die Führung nicht mehr

ab und heimste 5 Punkte ein. Auch Kai Hucken-

30 BAHNSPORT AKTUELL November '18

beck konnte eines seiner Rennen in der Vorrunde

gewinnen, Kevin Wölbert sogar zwei. Als in

der nächsten Gruppe die Grand-Prix-Stars und

ehemaligen Goldhelmgewinner dazukamen,

sah die Welt aber anders aus. Wölbert fehlte

ein Quäntchen Glück, dann hätte es mit dem

Einzug in die Semifinals geklappt. Auch „Hucke“

schrammte knapp daran vorbei. Nach einem

Sturz und sichtlichen Schmerzen im Arm

packte auch Tobi nach den Viertelfinals seine

Sachen zusammen.

Begeistert waren die Tschechen von ihrem Idol

Vaclav Milik. Der Vorjahressieger kam problemlos

ins Semifinale, hatte dann glücklicherweise

mit einem 1. und 4. Platz genügend

Punkte eingefahren, um ins Finale einzuziehen.

Bei seinem dritten Einsatz im Semi geriet

der Tscheche in der Zielkurve in ein Loch und

stürzte spektakulär. Nicki Pedersen konnte

nicht mehr ausweichen und ging auch zu Boden.

An derselben Stelle war dem Dänen dieses

Missgeschick schon einmal passiert. Vor

zwei Jahren kollidierte er mit dem späteren

Sieger Emil Saifutdinow aus Russland. Milik

wurde für den Wiederholungslauf ausgeschlossen,

Pedersen erfuhr zwar zum dritten

Mal 3 Punkte, für den Finaleinzug war das aber

zu wenig!

Den Sieg im kleinen Finale sicherte sich der

Goldhelmgewinner von 2008 Hans Andersen

aus Dänemark. Das abschließende Finale ließ

noch einmal die Speedwayherzen höherschlagen.

Weltmeister Jason Doyle kam innen als

Erster aus den Bändern und zog sechs Runden

seine Ideallinie bei freier Sicht. Lokalheld Milik

kam vom Start schlecht weg und zelebrierte eine

atemberaubende Aufholjagd. Die Fans waren

aus dem Häuschen, als sich der Vorjahressieger

einen nach dem anderen Konkurrenten

schnappte und nach fünf Runden an Position 2

lag. Doyle war aber zu weit weg. Der Traum vom

zweiten Goldhelm war für den 25-jährigen Pardubicer

geplatzt. Grand-Prix-Fahrer Martin Vaculik,

auf Platz 3 liegend, kämpfte verbissen

und wollte sich mit dem Bronzerang nicht zufriedengeben.

Kurz vor dem Ziel schaffte er es,

mit mehr Speed, Milik seine schon geglaubte

Silbermedaille abzuluchsen. Es gab zwar kein

Fotofinish, aber knapp war es allemal …

Die Freude stand Jason Doyle nach seinem ersten

Sieg in Pardubice ins Gesicht geschrieben.

Der ihm aufgesetzte Goldhelm verdeckte

glücklicherweise nicht sein Lächeln, aber die

Augen! Ob es nun an seiner Kopfgröße lag oder

an der Form des Helmes – das wird wohl ein

Rätsel bleiben …

• Texte: Peter Stanislawski; Fotos: Daniel Sievers


Goldhelmrennen Pardubice/CZ - 30.9.2018

Ergebnis:

Ausscheidungsrennen - Gruppe 1: 1. Gleb Tschugunow, RUS, 9 Punkte;

2. Nicolas Covatti, I, 9; 3. Tobias Busch, D, 8; 4. Jan Kvech, CZ, 7;

5. Stanislav Melnychuk, UKR, 4; 5. Zdenek Holub, CZ, 4.

Gruppe 2: 1. Kai Huckenbeck, D, 9 Punkte; 2. Rohan Tungate, AUS, 9;

3. Paco Castagna, I, 9; 4. Norbert Magosi, H, 6; 5. Zdenek Simota, CZ,

4; 6. Michal Skurla, CZ, 3.

Gruppe 3: 1. Kevin Wölbert, D, 10 Punkte; 2. Jack Holder, AUS, 8;

3. Robert Lambert, GB, 8; 4. Ondrej Smetana, CZ, 6; 5. Daniel Gappmaier,

A, 3; 6. Alessandro Milanese, I, 0.

Gruppe 4: 1. Anders Thomsen, DK, 10; 2. Adrian Gala, PL, 9; 3. Eduard

Krcmar, PL, 8; 4. Mark Riss, D, 6; 5. Matic Ivacic, SLO, 4; 6. Patrik

Mikel, CZ, 2.

Viertelfinals - Gruppe 1: 1. Antonio Lindbäck, S, 9 Punkte; 2. Matej

Zagar, SLO, 9; 3. Jason Doyle, AUS, 8; 4. Tschugunow, 6; 5. Lambert,

6; 6. Tungate, 2.

Gruppe 2: 1. Vaclav Milik, CZ, 9 Punkte; 2. Covatti, 9; 3. Thomsen, 7;

4. Frederik Lindgren, S, 7; 5. Jurica Pavlic, KRO, 3; 6. Castagna, 1.

Gruppe 3: 1. Emil Saifutdinow, RUS, 9 Punkte; 2. Hans Andersen, DK,

8; 3. Chris Holder, AUS, 8; 4. Wölbert, 7; 5. Busch, 4; 6. Gala N.

Gruppe 4: 1. J.Holder, 10 Punkte; 2. Nicki Pedersen, DK, 8; 3. Martin Vaculik,

CZ, 8; 4. Huckenbeck, 7; 5. Kenneth Bjerre, DK, 4; 6. Krcmar, 3.

Halbfinals - Gruppe 1: 1. Doyle, 10 Punkte; 2. Vaculik, 9; 3. Lindbäck,

7; 4. Covatti, 7; 5. J.Holder, 5; 6. Andersen, 3.

Gruppe 2: 1. Thomsen, 9 Punkte; 2. Saifutdinow, 9; 3. Milik, 7;

4. Pedersen, 6; 5. Zagar, 5; 6. C.Holder, 4.

Kleines Finale um die Plätze 7 bis 12: 1. Andersen; 2. Zagar;

3. J.Holder; 4. Covatti; 5. C.Holder N; 6. Pedersen N.

Finale: 1. Doyle; 2. Vaculik; 3. Milik; 4. Thomsen; 5. Saifutdinow;

6. Lindbäck.

Goldenes

Band

1. Patrick Hansen

2. Luke Becker

3. Przemyslaw

Liszki (re.)

Danish dynamite

Nach Kenneth Bjerre (2004) und Frederik Jakobsen (2016) holte mit Patrik Hansen

zum dritten Mal ein Junior aus Dänemark das Goldene Band

im Pardubicer Speedwaystadion.

AM RANDE

Ehemalige Goldhelmgewinner gaben in einem Pardubicer

Kaufhaus Autogramme und stellten sich

den Fotografen. Leider stand dieses Event in keinem

Terminkalender. Nur wer zufällig hier vorbeikam,

hatte Glück. Auch bei der Fahrerpräsentation marschierten

die „Ehemaligen“ mit auf. Allen voran der

89-jährige Oldrich Klaudinger aus der Tschechoslowakei.

Er gewann den 13. Goldhelm 1961 (noch

auf der Grasbahn).

Nicht beim Goldhelmrennen, sondern zwei Tage zuvor

bei der U21-WM wurde die schnellste Zeit des

Wochenendes aufs Parkett gelegt. Der neue Weltmeister

Bartosz Smektala brauchte für vier Runden

exakt 67,59 Sekunden.

Geehrt mit einem Pokal wurde neben allen Finalteilnehmern

auch Hans Andersen, der das kleine Finale

gewann. So war es schon immer, außer 2017! Als

im Vorjahr Vaclav Milik zum Überraschungssieger

wurde, kannte die Begeisterung keine Grenzen. Bei

Jubel und Freude im Innenfeld wurde diese Ehrung

einfach vergessen!

In den letzten zehn Jahren schafften es drei Deutsche

bis ins Finale. 2010 belegte Kevin Wölbert

Platz 4, Sechster wurde Christian Hefenbrock. Neu-

Langbahnweltmeister Martin Smolinski bestieg

2016 und 2017 das Podest mit zwei 3. Plätzen.

Patrik Hansen zeigte schon in der Vorrunde

und im Semifinale, dass der Sieg nur über ihn

vergeben werden würde. Im alles entscheidenden

Finale sah der Däne als Erster die Zielflagge.

Luke Becker aus den USA hätte ihm den

Sieg gern streitig gemacht, kam aber nicht vorbei

und ließ sich am Ende den Silberkranz umhängen.

Das Podest komplettierte der junge

Pole Przemyslaw Liszka.

Vier deutsche Starter mischten im Feld der 24

Fahrer aus zwölf Nationen mit. Daniel Spiller,

Mario Niedermeier und Dominik Möser überstanden

die Vorrunde nicht und mussten nach

ihren drei Einsätzen zusammenpacken. Der

Güstrower Lukas Baumann, der schon beim Finale

um die deutsche Einzelmeisterschaft in

Güstrow Akzente setzte, schaffte es bis ins Semifinale.

Nur knapp verfehlte er den Tagesendlauf.

Vater Baumann gegenüber Bahnsport aktuell:

„Lukas hätte es fast geschafft, aber wir

sind zufrieden mit den Leistungen und Platz 7

und greifen nächstes Jahr wieder an!“

Zum fünften Mal zeigte sich der Nachwuchs in

der 250-ccm-Klasse den zahlreichen Fans. Der

internationale Jawa-Cup, 2014 ins Leben gerufen,

wird als Paarwertung ausgetragen. Als Favoriten

reisten Weltmeister Ben Ernst und der

in Augsburg geborene Erik Bachhuber in die

„Lebkuchenstadt“. Aber auch die Dänen Marcus

Birkemose und sein Partner Rasmus Pedersen

rechneten sich den Sieg aus. Am Ende

standen die Skandinavier als Sieger fest, sehr

zur Freude von Nationaltrainer Hans Nielsen.

Das deutsche Duo wurde Zweiter vor den

Tschechen Pavel Kuchar/Dan Silhan.

Ben Ernst, der im Finale an 2. Position seine

Runden drehte, schaute sich immer wieder um

und suchte vergebens nach Bachhuber. Dieser

konnte seinen vorletzten Platz im Tagesendlauf

nicht verbessern. Christian Hefenbrock,

dmsj-Trainer und Betreuer unserer Jungs: „Erik

ist in der Zielkurve in eine nasse Stelle gerutscht.

Dadurch war ein vorderer Platz unmöglich.

In den Vorläufen hat es besser geklappt

mit zwei Siegen und zwei 3. Plätzen.“ Die

Punkteausbeute aller Rennen unseres Teams

(33) gegenüber den Dänen (30) war größer,

aber für die Gesamtplatzierung zählte nur der

Einlauf im Finale. Gleich danach begab sich

Bachhuber zu Ernst in den Innenraum und

zuckte mit den Schultern, es sah fast wie eine

Entschuldigung aus. Auch bei der Siegerehrung

waren beide nicht glücklich. Aber so ist es

nun mal im Sport, Sieg und Niederlage gehören

zusammen. Jungs, Kopf hoch, ihr habt noch

eine lange Motorsportlaufbahn vor euch …

• Text: Peter Stanislawski; Foto: Daniel Sievers

Goldenes Band + Jawa-Cup - Pardubice/CZ - 29.9.2018

Ergebnisse:

Goldenes Band - Vorlaufgruppe 1: 1. Jaimon Lidsey, AUS,

10 Punkte; 2. Patrik Hansen, DK, 8; 3. Przemyslaw Liszki, PL,

7; 4. Daniel Spiller, D, 6; 5. Filip Hajek, CZ, 5; 6. Jack Smith,

GB, 1.

Vorlaufgruppe 2: 1. Daniel Kaczmarek, PL, 10 Punkte; 2. Lukas

Baumann, D, 8; 3. Petr Haarige, CZ, 6; 4. Mattia Lenarduzzi,

I, 4; 5. David Pacalaj, SK, 4.

Vorlaufgruppe 3: 1. Luke Becker, USA, 10 Punkte; 2. Jan

Kvech, CZ, 9; 3. Frederik Jakobsen, DK, 7; 4. Karol Zupinski,

PL, 7; 5. Dominik Möser, D, 3; 6. Dennis Fazekas, KRO, 1.

Vorlaufgruppe 4: 1. Marko Levishyn, UKR, 9 Punkte; 2. Nick

Skorja, SLO, 9; 3. Jakub Valkovic, SK, 7; 4. Patrik Mikel, CZ,

6; 5. Mads Hansen, DK, 5; 6. Mario Niedermeier, D, 3.

Halbfinalgruppe 1: 1. Przemyslaw Liszki, PL, 9 Punkte; 2. Jaimon

Lidsey, AUS, 9; 3. Jan Kvech, CZ, 8; 4. Lukas Baumann,

D, 6; 5. Marko Levishyn, UKR, 5; 6. Jakub Valkovic, SK, 1.

Halbfinalgruppe 2: 1. Luke Becker, USA, 9 Punkte; 2. Patrik

Hansen, DK, 9; 3. Frederik Jakobsen, DK, 7; 4. Nick Skorja,

SLO, 6; 5. Petr Haarige, CZ, 5; 6. Daniel Kaczmarek, PL, 5.

Finale: 1. P.Hansen; 2. Becker; 3. Liszki; 4. Jakobsen;

5. Kvech; 6. Lidsey.

Jawa-Cup - 250 ccm (Wertung nach Finaleinlauf): 1. Dänemark,

30+8 Punkte (Marcus Birkemose 24, Rasmus Pedersen

14); 2. Deutschland, 33+5 (Erik Bachhuber 17, Ben Ernst

21); 3. Tschechien, 23+2 (Paul Cook 17, Daniel Silhan 8);

4. Lettland, 16 (Francis Böen 5, Rudolfs Sprogis 11); 5. Großbritannien/Tschechien,

7 (Jordan Palin 5, Milan Dobias 2);

6. Polen, 5 (Mateusz Bartkowiak 0, Kamil Pytlewski 5).

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 31


SPEEDWAY

Tomicek Memorial - Prag/CZ

Sieg für Holder

Mit einem Starterfeld aus zwölf

Nationen, darunter fünf GP Fahrern,

wartete das Jubiläumsrennen

im Prager Marketa Stadion

auf. Auf der tschechischen GP-

Strecke durfte man daher jede

Menge Spannung erwarten, die

sich aber nicht gänzlich erfüllte.

Chris Holder siegt vor Emil Saifutdinow und Martin Vaculik (rechts)

32 BAHNSPORT AKTUELL November '18


Mag sein, dass das Wetter einen gewissen

Ausschlag gab und daher die Entscheidungen

größtenteils bereits am Start fielen. Der leichte

Regen vor Rennbeginn hielt sich später zurück,

ehe sich zum Finallauf die Nässe wieder zurückmeldete.

Mit einem Laufsieg eröffnete der Ukrainer

Aleksandr Loktaev das Meeting. Die Gastgeber,

die mit vier Mann antraten – alle anderen

Nationen, außer Dänemark mit zwei Startern,

waren durch Einzelkämpfer vertreten – mussten

bereits hier ihre Grenzen erkennen. Eduard

Krcmar und Ondrej Smetana kamen in der Endabrechnung

nur auf die Plätze 12 und 13. Am

besten schnitt noch Josef Franc ab, dem als

Marketa-Team-Fahrer die Strecke bestens vertraut

ist. Doch mehr als Rang 8 war auch für ihn

nicht möglich.

Martin Vaculik und Chris Holder spielten zu Beginn

ihre Dominanz aus, gewannen ihre beiden

ersten Rennen und waren auf dem Weg zu

Spitzenplätzen. Nach dem vierten Durchgang –

Holder und Vaculik gaben bis dahin je einen

Punkt ab – lag ein Trio mit 11 Punkten an der

Spitze, nämlich Kildemand, Holder und Vaculik.

Dazu gesellten sich dann der Däne Nicki

Pedersen und der Russe Emil Saifutdinow, womit

das Starterfeld für das Fünfer-Finale feststand.

Da setzte der Regen ein und stellte die Weichen

zum Sieg für Chris Holder. Für den Punktbesten

hinter ihm, den Dänen Peter Kildemand,

ging außen nichts mehr, ein Touch mit

Pedersen und er purzelte auf Rang 5 der Tageswertung.

Hinter Holder erreichte Saifutdinow

das Ziel als Zweiter vor Martin Vaculik und Pedersen.

Deutschlands Vertreter Tobias Busch konnte

sich in diesem Feld nicht behaupten. Nach Defekt

im Eröffnungslauf endeten die restlichen

Läufe mit Nullern. Recht gefallen konnte dagegen

der Amerikaner Luke Becker, der viel Talent

zeigte. Mit 5 Punkten und Rang 11 war es

zwar auch nicht das Gelbe vom Ei, aber immerhin.

Matej Zagar verpasste den Einzug ins Finale

durch einen Ausfall und wurde Sechster. Jurica

Pavlic aus Kroatien positionierte sich vor

dem mit ebenso 8 Punkten ausgestatteten Josef

Franc auf Platz 7.

• Text: Alfred Domes; Fotos: Daniel Sievers

50. Lubos Tomicek Memorial - Prag/CZ - 1.10.2018

Ergebnis:

Platzierung 1-5 nach Finale: 1. Chris Holder, AUS, 14 Punkte;

2. Emil Saifutdinow, RUS, 11; 3. Martin Vaculik, SK, 11; 4. Nicki

Pedersen, DK, 11; 5. Peter Kildemand, DK, 13; 6. Matej Zagar,

SLO, 9; 7. Jurica Pavlic, SLO, 8; 8. Josef Franc, CZ, 8;

9. David Belego, F, 7; 10. Aleksandr Loktaev, UKR, 6; 11. Luke

Becker, USA, 5; 12. Eduard Krcmar, CZ, 5; 13. Ondrej Smetana,

CZ, 4; 14. Jan Kvech, CZ, 3; 15. Michele Castagna, I, 3;

16. Tobias Busch, D, 0.

Foto 0ben:

Chris Holder vor Emil Saifutdinow und Jan Kvech

Foto unten:

Luke Becker vor Josef Franc und Jan Kvech

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 33


SPEEDWAY

Ob es am Heimvorteil lag – oder aber an der Unterstützung

der Fans? Fest steht jedenfalls, dass

die Olchinger Speedwayfahrer beim Saisonabschlusswochenende,

das fast schon einem regelrechten

„Speedway-Marathon“ gleichzusetzen

war, äußerst erfolgreich unterwegs waren.

Olching

Drei Veranstaltungen in zwei Tagen

Speedway-Marathon

Begonnen hatte das Spektakel am Samstagnachmittag

mit einem weiteren Vorlauf zum

Speedway Team Cup, den die Olchinger Mannschaft

Spannend wurde es für die Fans noch um Rang

2 und 3: Die Teams aus Berghaupten und Dohren

hatten gut zu tun, hier noch den höheren

gleich von Anfang an mit einem Riesen-

Treppchenplatz auszufechten. Die „Black

vorsprung für sich entscheiden konnte. Sämtliche

Starter der Gastgebermannschaft punkteten

Forest Eagles“ aus Berghaupten landeten mit

27 – und somit 2 Zählern Vorsprung – vor dem

zweistellig, wobei Olchings Martin Smolin-

„Emsland Speedway Team“ aus Dohren.

ski und Erik Bachhuber hier überhaupt nichts

anbrennen ließen und ihre Mannschaft jeweils

mit einem Punktemaximum versorgten. Am Ende

hatte Olching mit insgesamt 52 Zählern nur

5 Punkte unter dem überhaupt möglichen

Mannschaftsmaximum verbucht – das hatte es

in der diesjährigen Speedway-Team-Cup-Serie

Stärkste Fahrer beider Mannschaften waren jeweils

die Teamkapitäne: Max Dilger (Berghaupten)

und Kai Huckenbeck (Dohren) hatten an

diesem Tag ebenfalls starke Leistungen gezeigt

und hoch gepunktet. Abgeschlagen auf

Rang 4 landeten an diesem Renntag die „MSC

Neuenknick Hexen“ mit nur 10 Punkten.

noch nicht gegeben!

34 BAHNSPORT AKTUELL November '18

Heimsieg für Olching

im Team Cup

(v.l. Tim Wunderer,

Michael Härtel,

Erik Bachhuber,

Martin Smolinski,

Teambetreuer

Stefan Wunderer und

Valentin Grobauer

Saubere Leistung: Erik Bachhuber holte 12 Punkte für den

MSCO (hier vor Maximilian Pongratz und Timo Wachs)

Auch im Beiprogramm dominierten am Samstag

die Olchinger Starter: Hier drehten die

Nachwuchsstars der Juniorenklasse B ihre Runden.

dmsj-Pokal-Sieger Patrick Hyjek (MSC Olching)

schaffte ebenfalls ein lupenreines Maximum,

der Zweitplatzierte Luca Kastner (ebenfalls

vom MSC Olching) büßte im Rennen nur

einen einzigen Punkt ein und auf Rang 3 landete

Olchings schnelles Speedway-Mädel Patricia

Erhardt.

Am Sonntag ging es dann gleich morgens mit

dem Finallauf zum ADAC Bayerncup weiter –

und auch hier dominierte das Gastgeberteam

aus Olching mit 56 Gesamtpunkten und wieder

stellte der Gastgeber die tagesstärksten Fahrer:

Patrick Hyjek und Luca Kastner fuhren für

ihr Team insgesamt 14 Punkte ein. Aber auch

die anderen Teams hatten schnelle Leute an

Bord: Erik Bachhuber startete an diesem Tag

für den AMC Haunstetten und holte 12 Punkte –

genauso Landshuts Cyrill Hofmann. Begeistert

waren die Fans auch von Alexandra Schauer:

Mit 11 Zählern war die für den MSC Abensberg

startende Speedway-Amazone ziemlich flott

unterwegs und trug entscheidend dazu bei,

dass ihr Team sich an diesem Tag den 2. Platz

sichern konnte.

Für Olching war der Tagessieg dann gleichzeitig

der Gesamtsieg im ADAC Bayerncup. Die

Mannschaft hatte im Laufe der Saison insgesamt

254 Punkte gesammelt und durfte nun

den riesigen Pokal für den Gesamtsieg in Empfang

nehmen. Die beiden Teambetreuer Nico

Gillar und Stephan Wunderer freuten sich zusammen

mit ihren schnellen Nachwuchstalenten,

bevor dann die Mittagspause auf dem Programm

stand und sich die Funktionäre auf die

Veranstaltung am Nachmittag vorbereiteten.

Am Nachmittag stand das Rennen um das „Goldene

Band der Schlossbrauerei Maxlrain“ auf

dem Programm. Sport- und Tourenleiter Stephan

Wunderer hatte hier ein internationales

Fahrerfeld zusammengestellt, das es für die

Zuschauer äußerst spannend werden ließ. Keiner

der Teilnehmer schaffte die Maximalpunktzahl

und am Ende gab es gleich drei Starter mit

13 Punkten, sodass über die Plätze 1 bis 3 in einem

Stechen entschieden werden musste. Hier

zeigte der frischgebackene Langbahn-Weltmeister

Martin Smolinski einmal mehr seine

Klasse und hatte die Nase ganz vorne. Zweiter

wurde der Australier Sam Masters. Kai Huckenbeck

hatte im Stechen Pech und fuhr mit einem

Platten, der ihm somit den 3. Gesamtplatz bescherte.

Im Beiprogramm gab es ein Rennen der B-Lizenz-Klasse.

Hier musste der Sieger wegen

Punktgleichheit per Losentscheid gekürt werden.

Sieger wurde Dustin Schulz (MSV Herxheim)

vor Tim Wunderer (MSC Olching) und

Raffael Buchholz.

Kommentiert wurden beide Veranstaltungen

von Sprecher-Profi Rüdiger Stadel und Olchings

Philipp Schmuttermayr, der sich als Co-

Sprecher immer wieder Fahrer für ein Interview

schnappte und die Fans aufgrund seiner eigenen

Rennerfahrung mit wertvollen Infos aus

Sicht eines aktiven Speedwayfahrers versorgen

konnte. • Text: Tanja Schön; Fotos: Niklas Breu;

Fotos „Am Rande“: Helmut Richter


Am Rande

Sieger im Bayerncup: Der MSCO mit (v.l.) Teambetreuer Nico Gillar, Toni Eichhorn, Erik Bachhuber, Celina Liebmann,

Luca Kastner, Patricia Erhardt, (vorne) Kacper Cymerman, Patrick Hyjek und Mario Häusl

Co-Sprecher Philipp Schmuttermayr im Interview

mit Max Dilger

Der MSC Olching kümmert sich um die Sicherheit der

Fahrer und plant, in Kürze die Airfences zu erneuern.

Hierfür war extra der frühere Speedway-Profi Tony Briggs

angereist, um entsprechende Details mit MSCO-Vorstand

Stefan Ehrnböck zu klären • Fotos: Helmut Richter

Sieger U21 (v.l.): Tim Wunderer, Dustin Schulz und Raffael Buchholz, (vorne) Roland Präger vom Hauptsponsor

der Brauerei Maxlrain, Dr. Tomas Bauer, Sportreferent der Stadt Olching, Harald Ernst von der Stadtsparkasse

und Stefan Ehrnböck, 1. Vorstand MSC Olching; Foto unten: Martin Smolinski gegen Marcel Kajzer

ADAC-Speedwayrennen Olching - „Goldenes Band“

6./7.10.2018

Ergebnisse:

6.10. - Speedway Team Cup: 1. MSC Olching, 52 Punkte (Martin

Smolinski 15, Valentin Grobauer 13, Michael Härtel 12, Erik

Bachhuber 12, Res. Tim Wunderer 0); 2. Black Forest Eagles

MSC Berghaupten, 27 (Max Dilger 10, Daniel Spiller 8, Dominik

Möser 7, Maximilian Pongratz 2, Res. Leon Maier 0, Res. Tom

Finger 0); 3. Emsland Speedway Team Dohren, 25 (Kai Huckenbeck

11, Geert Bruinsma 4, Fabian Wachs 4, Timo Wachs 6);

4. SC Neuenknick Hexen, 10 (Lukas Fienhage 5, Marius Hillebrand

1, Marc Leon Tebbe 0, Maximilian Firniss 4).

Junioren B: 1. Patrick Hyjek, 12 Punkte; 2. Luca Kastner, 11;

3. Patricia Erhardt, 8; 4. Sarah Fischer, 5; 5. Kasper Cymerman,

5; 6. Cyrill Hofmann, 5; 7. Toni Eichhorn, 2; 8. Mario Häusl, 0

7.10. - ADAC Bayerncup: 1. MSC Olching, 56 Punkte; 2. MSC

Abensberg, 36; 3. AMC Haunstetten, 30; 4. AC Landshut, 16.

Endstand: 1. MSC Olching, 254 Punkte; 2. MSC Abensberg,

190; 3. AMC Haunstetten, 168; 4. AC Landshut, 145.

Goldenes Band der Schlossbrauerei Maxlrain: 1. Martin Smolinski,

D, 13 Punkte; 2. Sam Masters, AUS, 13; 3. Kai Huckenbeck,

D, 13; 4. Valentin Grobauer, D, 11; 5. Max Dilger, D, 9;

6. Mads Hansen, DK, 8; 7. Lukas Fienhage, D, 7; 8. Marcel Kajzer,

PL, 7; 9. Robert Lambert, GB, 7; 10. David Bellego, F, 7; 11. Michael

Härtel, D, 6; 12. Paco Castagna, I, 6; 13. Daniel Gappmeier,

A, 5; 14. Dimitri Bergé, F, 5; 15. Dominik Möser, D, 2; 16. René

Deddens, D, 1; 17. Geert Bruinsma, D, 0.

U21 B-Solo: 1. Dustin Schulz, 10 Punkte; 2. Tim Wunderer, 10;

3. Raffael Buchholz, 4.

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 35


SPEEDWAY

Dohren

Wieder großes Spektakel z

Wer die Entwicklung des MSC Dohren in den

letzten Jahrzehnten verfolgt hat, der kann nur

den Hut ziehen vor dem, was zuerst Josef Kroner

und jetzt sein Nachfolger Tobias Kroner und ihre

Mitstreiter aus diesem kleinen Club gemacht

haben – einen Riesen.

Zwar fahren sie (noch) nicht in der Bundesliga,

sie haben auch nicht die ganz großen Geldgeber

hinter sich, aber hier arbeiten Ehrenamtliche,

die mit Herzblut und viel Schaffenskraft

Enormes geleistet haben. Sie fördern die Jugend,

haben die Gemeinde, den ADAC und andere

wichtige Institutionen hinter sich. Sie fahren

erfolgreich in der 2. Speedway-Bundesliga

und einmal im Jahr, im Oktober, steht das ADAC-

Flutlichtrennen auf der Agenda.

Und die Fans danken es ihnen, denn auch diesmal

war die Hütte rund um den Eichenring wieder

brechend voll und unter Flutlicht wurde mit

viel Tamtam der bevorstehende Saisonausklang

gefeiert. Hauptakteure waren natürlich

die Driftspezialisten auf der neu präparierten,

nur 215 m langen Speedway-Piste.

Wie im Vorjahr wurde wieder ein Team-Wettkampf

„Deutschland gegen den Rest der Welt“

ausgefahren. Das Ganze natürlich mit einem

Zwinkern im Auge, wie Tobias Kroner, der 1. Vorsitzende

des MSC Dohren, vorher bekundete.

Das deutsche Team war klug mit Lokalkolorit

besetzt. Kai Huckenbeck, Wildcard-GP-Fahrer

aus dem benachbarten Werlte und Clubfahrer

des MSC Dohren, war der prominenteste Protagonist

an diesem lauen Herbstabend auf dem

Eichenring. Er sollte seine Fans nicht enttäuschen

und mauserte sich am Ende zum zweitbesten

Einzelpiloten.

Dazu kamen René Deddens und Lukas Fienhage

aus dem benachbarten Cloppenburg sowie Max

Dilger aus Lahr, der Dingolfinger Michael Härtel

und Mark Riss aus Seibranz. In der B-Gruppe

waren mit Fabian Wachs, Jörg Tebbe und dem

Niederländer Geert Bruinsma weitere Mitglieder

der Dohrener Zweitligavertretung dabei.

Und mit dem Brandenburger Mathias Bartz hatte

sich wieder ein prominenter Fahrer das Dohrener

Flutlichtspektakel für seinen Abschied

vom Rennsport ausgesucht.

Dass das Team „Rest der Welt“ mit den Dänen

Peter Kildemand und Anders Thomsen, den Polen

Jakub Jamrog und Daniel Kaczmarek sowie

Andzejs Lebedevs aus Lettland und dem britischen

Supertalent Robert Lambert den Vergleich

haushoch mit 61:28 Punkten gewann,

war den meisten Fans wohl egal. Sie wollten

spannende Rennen sehen und die sahen sie

auch. Beste Punktesammler des nicht-deutschen

Teams waren Kildemand mit 13 Punkten,

Thomsen (12), Lebedevs und Lambert mit je

11 Zählern.

Im deutschen Team überzeugte Kai Huckenbeck

am meisten. Nach einem Nuller zum Auftakt

wurde er in der Folge immer stärker und fuhr

auch im Finale der Punktbesten auf Platz 2.

Mark Riss kam trotz eines Ausrutschers mit dem

Oval Eichenring sehr gut zurecht und ergatterte

7 Vorlaufpunkte, zwei mehr als Max Dilger. Michi

Härtel stürzte in seinem letzten Heat, blieb

aber unverletzt.

Das Einzelfinale entschied der Däne Anders

Thomsen im Re-run für sich. Er konnte sich der

heftigen Gegenwehr von Kai Huckenbeck widersetzen

und siegte verdient. Dritter wurde Peter

Kildemand, der Lette Lebedevs rutschte gleich

nach dem Start in den Airfence und wurde disqualifiziert.

In der Gruppe B fuhr Matthias Bartz sein letztes

Rennen und verabschiedete sich damit in den

sportlichen Ruhestand. Der Brandenburger gewann

die Konkurrenz trotz eines Sturzes in seinem

zweiten Vorlauf vor dem Polen Karol Zupinski

und Jonas Seifert-Salk aus Dänemark. Am

Ende wurde „Matze“ von den Fahrern- und

Teamkollegen mit Würfen in die Luft gefeiert.

Die beiden Dohrener Clubfahrer Fabian Wachs

und Jörg Tebbe belegten Platz 7 und 8. Wachs

musste einen Ausrutscher hinnehmen und Tebbe

machte eine defekte Kupplung zu schaffen.

• Texte u. Fotos: Rudi Hagen

Der Saisonausklang in Dohren war m

René Deddens und Kai Huckenbeck vor dem Sieger

des Einzelfinales, Anders Thomsen aus Dänemark

36 BAHNSPORT AKTUELL November '18


um Saisonausklang

ADAC-Speedwayrennen Dohren - 13.10.2018

Ergebnisse:

Teamvergleich: Team Deutschland 30 Punkte (Kai Huckenbeck

11, Mark Riss 7, Max Dilger 5, René Deddens 5, Lukas Fienhage 2,

Michael Härtel 0); Team Rest der Welt, 61 (Peter Kildemand/DK

13, Anders Thomsen/DK 12, Andzejs Lebedevs/LV 11, Robert

Lambert/GB 11, Jakub Jamrog/PL 8, Daniel Kaczmarek/PL 6).

Einzelfinale: 1. Thomsen; 2. Huckenbeck; 3. Kildemand; 4. Lebedevs

S.

Gruppe B: 1. Mathias Bartz, D, 8 Vorlaufpunkte; 2. Karol Zupinski,

PL, 9; 3. Jonas Seifert-Salk, DK, 7; 4. Geert Bruinsma, NL, 6;

5. Henry van der Steen, NL, 5; 6. Jonas Knudsen DK, 5; 7. Fabian

Wachs, D, 3; 8. Jörg Tebbe, D, 1.

Finale: 1. Bartz; 2. Zupinski; 3. Seifert-Salk; 4. Bruinsma.

Junior A: 1. Thies Schweer, 20 Punkte; 2. Mike Jarczewski, 16;

3. Lara Nitzsche, 9; 4. Lenja Tebbe, 7; 5. Marco Jarczewski, 5;

6. Sina Freerks, 3.

Junior B: 1. Marlon Hegener, 12 Punkte; 2. Marvin Kleinert, 11;

3. Ben Iken, 11; 4. Nick Haltermann, 7; 5. Mascha Schwend, 6;

6. Jonas Landwehr, 3; 7. Tom Meyer, 3; 8. Heidi Stolzenberg, 1.

al wieder ein echter Knaller. Nicht nur das Feuerwerk am Ende des Flutlichtrennens war Spitze,

auch die Rennen auf dem ultrakurzen Eichenring konnten sich sehen lassen.

MSC Dohren ehrt Jörg Tebbe

und Fabian Wachs

Tobias Kroner, Vorsitzender des MSC Dohren,

nahm die Gelegenheit beim Flutlichtrennen auf

dem Eichenring wahr, um zwei sehr erfolgreiche

Clubfahrer für ihre letzten Erfolge zu ehren.

Dabei ging es aber nicht um Speedway, sondern

um die Langbahn.

Als Erster wurde Jörg Tebbe geehrt. Der 39-jährige

Dohrener holte sich am 16. September in

Scheeßel nach 2015 seinen zweiten deutschen

Meistertitel auf der Langbahn. „Ich bin eigentlich

ohne Erwartungen zur DM gefahren, aber

ich habe dann einen Lauf nach dem anderen

gewonnen und am Ende war ich Deutscher

Meister“, erinnerte sich Tebbe. Darüber hinaus

führte Tebbe die deutsche Langbahn-Nationalmannschaft

bei der WM in Südfrankreich als

Kapitän an. Deutschland wurde mit einer vorher

nicht erwarteten Leistung am Ende Dritter.

Dem 20 Jahre jüngeren Fabian Wachs gelang

ebenfalls ein großer Coup. Am 7. Oktober konnte

sich der 19-Jährige in Lübbenau den Bahnpokal

sichern, der ihm künftig den Aufstieg in

die internationale Lizenzklasse erlaubt. Tebbe

wie auch Wachs sind Mitglieder im „Emsland

Speedway Team Dohren“, die in der 2. Bundesliga

fahren.

„Der MSC Dohren ist stolz auf euch“, lobte Tobias

Kroner unter dem Beifall der 4000 Zuschauer

am Eichenring seine beiden erfolgreichen

Clubfahrer und überreichte leckere Präsente.

Tobias Kroner bedankt sich bei den Clubfahrern des MSC Dohren

Jörg Tebbe (Mitte) und Fabian Wachs (links)

Mathias Bartz verabschiedete sich mit einem Sieg von den Fans

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 37


INTERNATIONAL

ENGLAND

National League Riders’ Championship - Leicester

Dramatische Entscheidung

Nach 20 Läufen musste ein Stechen entscheiden. Ben Morley wählte als

Erster die Innenbahn. Es folgte ein äußerst spannendes Stechen. Letztlich

kam Alfie Bowtell, der von Morley bereits in Lauf 10 bezwungen wurde,

zu weit nach außen ab und krachte in den Sicherheitszaun. Für Isle of

Wights Nummer 1 war es bereits der zweite NLRC-Titel.

Ergebnis: 1. Ben Morley, 14 Punkte; 2. Alfie Bowtell, 14; 3. Connor Mountain, 13; 4. Jack Thomas,

10; 5. Max Clegg, 8; 6. Tom Perry, 8; 7. Mark Baseby, 8; 8. Georgie Wood, 8; 9. Ryan Kinsley, 7; 10.

Nathan Stoneman, 6; 11. Jon Armstrong, 6; 12. Tom Woolley, 5; 13. Kyle Bickley, 4; 14. Henry Atkins,

4; 15. Dan Gilkes (Res.), 3; 16. Sheldon Davies, 1; 17. Drew Kemp, 0; 18. Ben Woodhull (Res.), 0.

Premiership Play-offs - Grand Final

Auferstanden aus Ruinen

Niels-Kristian Iversen verletzte sich beim Gollob-Benefizrennen tags zuvor

in Bydgoszcz so schwer, dass er an beiden Finals nicht teilnehmen

konnte. Poole hatte keine Mühe, die Stars auf Distanz zu halten. Beim

Rückkampf musste King’s Lynn auch noch auf Michael Palm Toft verzichten,

der sich in Poole in Heat 12 eine Hand gebrochen hatte. Die Stars waren

gut, aber die immer noch geschwächten Pirates konnten in entscheidenden

Momenten immer noch effektvoll kontern. King’s Lynn wartet immer

noch auf den ersten Titel in der ersten Division. Für Poole war es bereits

die zehnte Meisterschaft. Wie ein Phönix aus der Asche ist Poole in

dieser Saison auferstanden. Zumeist befand sich das Team im unteren

Teil der Tabelle. Doch nach dem Zugang von Chris Harris haben sich die Piraten

wieder gefangen und enterten wieder die Spitze des britischen

(Speedway-) Olymps ...

Ergebnisse: Poole, 53 Punkte (Nicolai Klindt 11, Richie Worrall 10, Chris Harris 8, Kacper Woryna 7,

Frederik Jakobsen 6, Josh Grajczonek 6, Nick Morris (Gast) 5); King’s Lynn, 37 (Robert Lambert 12,

Michael Palm Toft 6, Thomas Jörgensen 6, Adam Ellis (Gast) 6, Erik Riss 0-3-0=3, Tyron Proctor 2,

Simon Lambert 2).

King’s Lynn, 51 Punkte (Erik Riss 2-3-3-2-3=13, Robert Lambert 12, Tyron Proctor 10, Thomas Jörgensen

6, Simon Lambert 4, Adam Ellis (Gast) 3, Kyle Howarth (Gast) 3); Poole, 39 (Josh Grajczonek

8, Nick Morris (Gast) 7, Nicolai Klindt 6, Richie Worrall 6, Chris Harris 5, Fredrik Jakobsen 5, Kacper

Woryna 2). Poole gewinnt 92:88.

Premiership Play-offs - 1. Halbfinale

Der Krimi

Somerset trug überraschend sein erstes Match zu Hause aus, um möglichst

viele Punkte Vorsprung herausfahren zu können. Diese Rechnung

ging nicht auf. Poole hielt souverän dagegen. Das Rückmatch entwickelte

sich zu einem wahren Krimi, obwohl gleich zu Beginn in Heat 4 Jack Holder

und Brady Kurtz stürzten und nicht mehr fahren konnten. Bis zu Lauf 14

stand es 87:87. Im letzten Lauf hatte Jason Doyle den besten Start. Chris

Harris kämpfte sich vom letzten Platz in der letzten Runde an Doyle vorbei!

Ergebnisse: Somerset, 46 Punkte (Jason Doyle 13, Jack Holder 7, Aaron Summers 6, Nico Covatti 6,

Bradley Wilson-Dean 5, Jake Allen 5, Richard Lawson 4); Poole, 44 (Josh Grajczonek 9, Nicolai

Klindt 9, Brady Kurtz 8, Chris Harris 7, Frederik Jakobsen 4, Kacper Woryna 4, Richie Worrall 3).

Poole, 47 Punkte (Nicolai Klindt 11, Chris Harris 11, Kacper Woryna 9, Richie Worrall 7, Josh Grajczonek

5, Fredrik Jakobsen 4, Brady Kurtz 0); Somerset, 43 (Nico Covatti 11, Jason Doyle 11, Jake Allen

11, Richard Lawson 7, Kyle Howarth (Gast) 3, Jack Holder 0). Poole gewinnt 91:89.

Premiership Play-offs - 2. Halbfinale

Chancenlos

Belle Vue begann gut und konnte bis Heat 8 sogar einen 8-Punkte-Vorsprung

herausfahren. Und das ohne Craig Cook, der sich zuvor beim SGP

in Teterow verletzt hatte. Aber es kam ganz anders. Die Stars kamen immer

besser in Fahrt und fuhren noch einen satten Vorsprung heraus. Obwohl

Niels-Kristian Iversen im Rückmatch ein Totalausfall war, hatte

King’s Lynn keine Mühe.

Ergebnisse: Belle Vue, 41 Punkte (Max Fricke 14, Jye Etheridge (Gast) 9, Steve Worrall 6, Rohan Tungate

5, David Bellego (Gast) 4, Dimitri Bergé 3); King’s Lynn, 49 (Michael Palm Toft 18, Robert Lambert

10, Niels-Kristian Iversen 7, Thomas Jörgensen 4, Simon Lambert 4, Tyron Proctor 3, Erik Riss

1-0-1-1=3).

King’s Lynn, 54 Punkte (Erik Riss 2-1-3-2-3=11, Robert Lambert 11, Michael Palm Toft 9, Simon

Lambert 7, Thomas Jörgensen 7, Tyron Proctor 6, Niels-Kristian Iversen 3); Belle Vue, 36 (Tobiasz

Musielak (Gast) 11, Steve Worrall 8, Max Fricke 6, Coty Garcia (Gast) 5, Rohan Tungate 3, Dimitri

Bergé 3). King’s Lynn gewinnt 103:77.

Premiership

Letztes Match (hat nur statistischen Wert): Swindon - Belle Vue 34:56 Punkte.

Premiership Knockout Cup - Halbfinals

Ohne Dan und ohne Mark

Was Dan Bewley, der sich bei einem Sturz in Workington schwere Verletzungen

zuzog, den Aces wert ist, zeigte sich erwartungsgemäß im Pokalhalbfinale und

wird sich noch in den Play-offs zeigen. Dem großen 19-jährigen Talent musste in

einer siebenstündigen OP der fünfmal gebrochene Oberschenkel, ein gebrochener

rechter Oberarm und ein gebrochenes Handgelenk gerichtet werden. Da

auch Mark Riss seine Saison in England vorzeitig beendet hat, hatten die Aces

keine Chance.

Ergebnisse - 1. Halbfinale: Swindon - King’s Lynn (Erik Riss 0-0-3-2-0=5) 48:42 Punkte; King’s Lynn

(Erik Riss 1-1-3-3-2-0-3=13) - Swindon 51:39. King’s Lynn gewinnt 93:87.

2. Halbfinale: Somerset - Belle Vue 52:38 Punkte; Belle Vue - Somerset 50:40. Somerset gewinnt 92:88.

Championship Play-offs - Halbfinale

Überraschung

Die Panthers hatten das Match immer (wenn auch knapp) im Griff. Ein 4:2 der

Hammers in Heat 14 und ein darauffolgendes 3:3 besiegelte dann Peterboroughs

Niederlage. Die Gastgeber mussten ohne Scott Nicholls und Tom Bacon

auskommen.

Ergebnis: Peterborough - Lakeside 44:46 Punkte.

Championship

Es hat nicht gereicht

Die erfolgsverwöhnten Edinburgh Monarchs haben es erstmals seit 2013 nicht

geschafft, sich für die Play-offs zu qualifizieren. Der letzte Meistertitel liegt drei

Jahre zurück. Ein Desaster spielte sich im Norden ab. Vorjahresmeister Sheffield

wurde mit großem Abstand Letzter der SGB Championship.

Ergebnisse: Glasgow - Edinburgh (Erik Riss 2-2-3-0-0=7) 56:34 Punkte; Ipswich (Mark Riss 0-0-1=1) -

Glasgow 41:49; Edinburgh (Erik Riss 0-1-2-3-0= 6) - Berwick 42:48; Lakeside - Glasgow 50:40; Workington

- Peterborough 52:38; Ipswich - Berwick 43:47; Lakeside - Newcastle 48:42; Lakeside - Peterborough

40:50; Newcastle - Workington 49:41.

Championship Shields - 1. Halbfinale

Überraschung

Peterborough, klarer Gewinner der SGB Championship vor den Play-offs, hatte

keine Chance gegen ein überlegenes Lakeside. Das erste Final-Match wird bei

den Hammers ausgetragen.

Ergebnisse: Scunthorpe - Workington 45:45 Punkte; Workington - Scunthorpe 54:35. Workington gewinnt

99:80.

Lakeside - Peterborough 50:40; Peterborough - Lakeside 46:44. Lakeside gewinnt 94:86.

Championship Knockout Cup - Viertelfinale

Edinburgh draußen –

Peterborough wackelt

Auch im Pokalwettbewerb hatte Edinburgh keine Chance. Wie ein Orkan wurden

die Monarchs in Workington aus dem Derwent Park gefegt. Wann hat man diese

Schotten jemals so indisponiert gesehen? Peterborough weiterhin ohne Scott

Nicholls. Der Brite verletzte sich bereits Anfang September bei einem Gasteinsatz

für Ipswich. Ohne diesen Routinier hatten die Panthers keine Chance.

Ergebnisse: Newcastle - Workington 40:50 Punkte; Workington - Newcastle 61:29. Workington gewinnt

111:69.

Peterborough - Lakeside 52:38 Punkte; Lakeside - Peterborough 40:38. Abbruch nach Lauf 13, Peterborough

gewinnt 90:78.

Halbfinale: Edinburgh (Erik Riss 3-3-3-3-3=15) - Workington 59:31 Punkte; Workington - Edinburgh

(Erik Riss A-2-2-0=4) 61:29. Workington gewinnt 92:88.

Scunthorpe - Peterborough 59:31 Punkte.

SGB CHAMPIONSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Peterb’ough (1) 20 12 2 6 45

2. Glasgow (4) 20 12 0 8 40

3. Workington (2) 19 12 0 7 39

4. Lakeside (5) 19 12 0 7 38

5. Berwick (7) 20 11 1 8 37

6. Edinburgh (3) 20 10 1 9 35

7. Ipswich (6) 20 8 2 10 31

8. Newcastle (9) 20 8 1 11 28

9. Scunthorpe (8) 20 8 1 11 27

10. Redcar (10) 20 7 0 13 24

11. Sheffield (11) 20 4 2 14 17

NATIONAL LEAGUE

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Mildenhall (1) 17 17 0 0 57

2. Kent (2) 18 11 1 6 38

3. Eastbourne (5) 15 10 0 5 34

4. Coventry (6) 17 9 1 7 31

5. Birmingham (3) 17 8 1 8 30

6. Belle Vue (4) 18 9 0 9 30

7. Plymouth (7) 17 7 0 10 23

8. Isle of Wight (8) 18 6 0 12 20

9. Stoke (9) 16 4 1 11 16

10. Buxton (10) 14 1 0 13 3

38 BAHNSPORT AKTUELL November '18


Scottish Cup Final Edinburgh gegen Glasgow:

Erik Riss vor (v.l.) Chris Harris, Jack Thomas und Victor Palovaara

Weitere Rennen

STARS OF TOMORROW - BERWICK - Vorläufe: 1. Leon Flint, 12 Punkte; 2. Kyle Bickley, 12; 3. Luke

Ruddick, 10; 4. Tom Wooley, 7; 5. Joe Lawlor, 7; 6. Daniel Phillips, 6; 7. Alex Spooner, 4; 8. Connor

Coles, 4; 9. Paul Bowen, 4; 10. Corban Pavitt, 3; 11. Kieran Douglas, 2; 12. Kean Dicken, 1; 13. Blair

Smith (Res.), 0 • Halbfinale: 1. Ruddick; 2. Lawlor; 3. Wooley; 4. Phillips • Finale: 1. Bickley; 2. Lawlor;

3. Flint; 4. Ruddick.

TESSIDE SILBERHELM - REDCAR - Vorläufe: 1. Sam Masters, 14 Punkte; 2. 2. Ben Barker, 13; 3. Thomas

Jörgensen, 13: 4. Aaron Summers, 10; 5. Kasper Andersen, 10; 6. Tero Aarnio, 10; 7. Charles

Wright, 10; 8. Jye Etheridge, 7; 9. Kevin Doolan, 6; 10. Jordan Stewart, 6; 11. Kyle Howarth, 6; 12. Jakob

Bukhave, 5; 13. Ulrich Östergaard, 4; 14. Paul Starke, 3; 15. David Wallinger, 2; 16. Rafal Konopka,

0 • Halbfinale: 1. Jörgensen; 2. Summers; 3. Wright; 4. Andersen • Finale: 1. Masters; 2. Jörgensen;

3. Summers; 4. Barker (S).

BORDERNAPOLIS - BERWICK - Vorläufe: 1. David Howe, 12 Punkte; 2. Kyle Howarth, 11; 3. Matthew

Wethers, 11; 4. Kevin Doolan, 11; 5. Sam Masters, 10; 6. Jye Etheridge, 9; 7. Josh Grajczonek, 9;

8. Kasper Andersen, 9; 9. Paul Starke, 8; 10. Nikolaj Busk Jakobsen, 7; 11. Coty Garcia, 6; 12. Rafal

Konopka, 6; 13. Aaron Summers, 5; 14. Luke Ruddick, 3; 15. Joe Lawlor, 3; 15. Jason Garrity, 0;

17. Kieran Douglas (Res.), 0 • 1. Halbfinale: 1. Howe; 2. Wethers; 3. Andersen; 4. Grajczonek A •

2. Halbfinale: 1. Howarth; 2. Masters; 3. Etheridge; 4. Doolan • Finale: 1. Howarth; 2. Howe;

3. Wethers; 4. Masters A.

Scottish Cup

Dramatik pur

Nach dem ersten Match im März fand das zweite in Armadale statt. Trotz enorm starker Gäste

schaffte Edinburgh einen Gesamtstand von 90:90. Ein Stechen musste entscheiden, das Ricky

Wells auf der Innenbahn mit einem Start-Ziel-Sieg gegen Paul Starke gewann.

Ergebnis: Glasgow - Edinburgh 50:40 Punkte; Edinburgh (Erik Riss 3-2-3-2-2=12) - Glasgow

50:40.

Gesamt: 90:90 Punkte. Edinburgh gewinnt nach Stechen.

National League - Play-off

Halbfinale

Ergebnisse: Mildenhall - Kent 61:29 Punkte; Kent - Mildenhall 44:46. Mildenhall gewinnt 107:73.

National League

Meister gestrauchelt

Titelverteidiger Belle Vue schaffte es wie befürchtet nicht in die entscheidenden

Play-offs. Buxton konnte nach langer Durststrecke sein erstes

Match gewinnen! • Texte: Andreas Fahldiek; Fotos: Ron MacNeill

Ergebnisse: Kent - Belle Vue 53:36 Punkte; Plymouth - Stoke 48:42; Eastbourne (Ethan Spiller

3-2-1-1-1=8) - Stoke 67:23; Eastbourne (Ethan Spiller 3-2-2-1-2=10) - Isle of Wight 57:33; Coventry

- Buxton 51:39; Coventry - Mildenhall 40:50; Buxton - Plymouth 51:39; Buxton - Kent 40:49; Buxton

- Stoke 38:52; Mildenhall - Birmingham 53:37.

Super Leistung:

Erik Riss ist jetzt

die Nummer 1

bei den

Edinburgh Monarchs

National Trophy - Finale

Heathens

ohne Chance

Ergebnisse: Cradley - Mildenhall 39:51 Punkte; Mildenhall - Cradley 49:41. Mildenhall gewinnt

100:80.

National League Knockout Cup

Ergebnisse - Halbfinale: Mildenhall - Belle Vue 64:25 Punkte; Belle Vue - Mildenhall 43:47. Mildenhall

gewinnt 111:68.

Kent - Eastbourne (Ethan Spiller 3-0-0-3=6) 45:45 Punkte; Eastbourne (Ethan Spiller 2-1-1-3=7) -

Kent 52:38. Eastbourne gewinnt 97:83.

Finale: Mildenhall - Eastbourne (Ethan Spiller 0-1-0-1=2) 52:38.

Weitere Rennen

INTER-LEAGUE CHALLENGE: Birmingham - Peterborough Select 52:38 Punkte.

TUNNEL TROPHY: Kent - Lakeside 41:49.

CHALLENGE: Plymouth - Young Lions U23-Auswahl 42:46.

END OF THE SEASON EXTRAVAGANZA PLYMOUTH: 1. Plymouth, 44 Punkte; 2. Exeter, 38; 3. Trelawney,

26.

THE LAURELS - KENT - Vorläufe: 1. Jon Armstrong, 10 Punkte; 2. Rob Ledwith, 10; 3. Anders Rowe,

9; 4. Daniel Gilkes, 9; 5. Richard Andrews, 7; 6. Nathan Stoneman, 6; 7. Jack Thomas, 6; 8. Danno

Verge, 4; 9. Luke Clifton, 4; 10. Kyle Hughes, 4; 11. Taylor Hampshire, 2; 12. Alex Spooner, 1;

13. James Laker (Res.), 0.

Halbfinale 1: 1. Andrews; 2. Armstrong; 3. Rowe; 4. Thomas.

Halbfinale 2: 1. Stoneman; 2. Gilkes; 3. Verge; 4. Ledwith.

Finale: 1. Armstrong; 2. Stoneman; 3. Gilkes; 4. Andrews.

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 39


INTERNATIONAL

Tai Woffinden

und Tomasz Gollob

POLEN

Int. Speedwayrennen - „Asse für Tomasz Gollob“ - Bydgoszcz

7.10.2018

Für Tomasz

Ein Tag nach dem GP-Abschluss in Torun wurde ein Wohltätigkeitsrennen

in Bydgoszcz ausgetragen. Der Gewinn daraus soll für den Heilungsprozess

von Tomasz Gollob verwendet werden. Rund 14.000 Fans aus Polen

und aus dem Ausland strömten ins Stadion an der Sportstraße, um der

polnischen Speedwayikone zu helfen. Anwesend waren auch ehemalige

Gegner des Piloten; Hans Nielsen, Henka Gustafsson und Andy Smith. Für

Tomasz Gollob war die Veranstaltung der erste öffentliche Auftritt im Stadion

in Bydgoszcz nach seiner Verletzung. Der 47-Jährige wurde vor dem

Rennen in einem Mercedes-Cabrio chauffiert und saß danach im Rollstuhl.

„Nicht so sollte mein Abschied von den Fans aussehen, aber es ist

eben passiert. Seit einiger Zeit bin ich leider mit solch einem Gefährt unterwegs“,

sagte er und zeigte auf den Rollstuhl. „Ich glaube fest daran,

dass ich meinen Kampf mit einem Sieg beende und lasse dieses Fahrzeug

dann in der Garage stehen. Vorerst muss ich mich jedoch daran gewöhnen“,

fügte der vom Empfang der Fans sichtlich gerührte Pole hinzu.

Den Organisatoren war es gelungen, ein starkes Starterfeld zu verpflichten.

Am Start waren unter anderem zehn Fahrer, die am Vortag an der polnischen

GP-Runde teilgenommen hatten. Auch Tai Woffinden kam nach

Bydgoszcz, um Gollob seinen Respekt zu zollen. Der neue Weltmeister

stürzte in Torun, zog sich aber glücklicherweise keine Knochenbrüche zu.

Der 28-Jährige bewies auf der 348 Meter langen Bahn, dass er ein würdiger

Champion ist, und wurde Sieger des Rennens. „Woffy“ erzielte insgesamt

13 Punkte. Nur Bartosz Zmarzlik und Martin Vaculik bezwangen den

Engländer. Beide Fahrer kamen auf jeweils 12 Punkte und standen nach

dem Rennen mit auf dem Podium. Da der Slowake auf ein Stechen mit

Zmarzlik verzichtet hatte, wurde ihm Gesamtrang 3 zugesprochen. Die

Punkteausbeute des 28-Jährigen hätte etwas stattlicher sein können, wäre

er in seinem ersten Lauf nicht ausgefallen. Auch für Greg Hancock lief

nicht alles rund. Der vierfache Weltmeister schloss das Turnier mit 10 Zählern

als Fünfter ab, fiel aber in Lauf 4 in Führung liegend aus.

In Rennen 7 stürzten Janusz Kolodziej und Niels-Kristian Iversen in der

Startkurve, als der Däne das Hinterrad des außen fahrenden Polen touchierte.

Der Skandinavier wurde gleich danach im nahegelegenen Krankenhaus

untersucht. Zum Glück wurden keine Brüche festgestellt. Kolodziej

verletzte sich Finger an der linken Hand, konnte den Re-run gewinnen,

aber danach bestritten beide Fahrer keine weiteren Läufe mehr.

Ergebnis: 1. Tai Woffinden, GB, 13 Punkte; 2. Bartosz Zmarzlik, PL, 12; 3. Martin Vaculik, SK, 12;

4. Krzysztof Buczkowski, PL, 11; 5. Greg Hancock, USA, 10; 6. Przemyslaw Pawlicki, PL, 9; 7. Emil

Saifutdinow, RUS, 7; 8. Peter Kildemand, DK, 7; 9. Maciej Janowski, PL, 7; 10. Bartosz Smektala, PL,

6; 11. Dominik Kubera, PL, 6; 12. Antonio Lindbäck, S, 5; 13. Matej Zagar, SLO, 4; 14. Janusz Kolodziej,

PL, 3; 15. Artjom Laguta, RUS, 3; 16. Niels-Kristian Iversen, DK, 2; 17. Tomasz Orwat, PL, 2;

18. Mikolaj Curylo, PL, 1.

Der frischgebackene

Weltmeister ließ sich

den Sieg nicht nehmen

40 BAHNSPORT AKTUELL November '18


Junioren-Teammeisterschaft - Finale - Gorzow - 20.9.2018

Unia Tarnow Meister

Die Mannschaft von Unia Leszno galt vor dem Rennen als Favorit, aber sie

trat in Gorzow ohne Bartosz Smektala und Dominik Kubera an. Im Endeffekt

musste sich das Team von Trainer Roman Jankowski nur mit der Bronzemedaille

zufriedengeben. Überraschend holte Unia Tarnow vor lediglich

600 Zuschauern den Meistertitel. Nach zwei Rennen hatte die Mannschaft

aus dem Süden nur 6 Punkte, aber danach erzielte sie vier Doppelsiege.

Die Gastgeber siegten in ihrem letzten Lauf mit einem 5:1 und sicherten

sich die Silbermedaille.

Ergebnis: 1. Unia Tarnow, 26 Punkte (Rolnicki 11, D.Rempala 4, Cierniak 11, P.Konieczny N); 2. Stal

Gorzow, 21 (Karczmarz 10, Bartkowiak 6, Szczotka 5, Czerniawski N); 3. Unia Leszno, 20 (Pludra 4,

Trofimov 9, Szlauderbach 7, Sadurski N); 4. KS Torun, 19 (Kopec-Sobczynski 7, Kaczmarek 8, Koscielski,

4, Rydlewski N); 5. Start Gniezno, 18 (Krakowiak 9, Bogdanowicz 3, Stalkowski 6, Burlaga

N); 6. Wybrzeze Gdansk, 11 (Kossakowski 0, Zupinski 6, Turowski 5); 7. ROW Rybnik, 11 (Skupien 2,

Chmiel 7, Giera 2, Tyman, 0).

Int. Speedway-Vierkampf „Rennen der Nationen - Lodz - 16.9.2018

Kängurus top

Ergebnis: 1. Kängurus, 34 Punkte (Doyle 11, Tungate 12, Grajczonek 6, Pickering 5); 2. Wölfe, 30

(A.Laguta 9, Kudrjaschow 10, Loktaev 7, Jedrzejewski 4); 3. Adler, 23 (Okoniewski 3, Kosciuch 11,

Gapinski 7, J.Miskowiak 2); 4. Wikinger, 15 (Kildemand 3, H.Andersen 6, F.Jakobsen 6, M.Hansen 0).

Int. Rennen um die Krone Boleslaw, des Tapferen - Gniezno - 28.9.2018

Janowski siegt

Maciej Janowski gewann die Krone des ersten polnischen Königs. Der

27-Jährige verwies vor zirka 5000 Zuschauern im Finallauf Nicki Pedersen,

Jason Doyle und Artem Laguta auf die Plätze. In der zehnten Ausgabe des

Turniers wurde zuerst ein Vierkampf ausgetragen und erst danach rivalisierten

die acht punktbesten Fahrer in einem Mini-Rennen.

Kai Huckenbeck verzeichnete im Vierkampf einen Sieg und qualifizierte

sich mit 8 Zählern für das Einzelrennen. Im zweiten Semifinallauf kam der

Deutsche hinter Laguta, Pedersen und Greg Hancock als Letzter ins Ziel

und schied aus.

Ergebnis - Vierkampf: 1. Team D, 40 Punkte (Doyle 10, Kudrjaschow 9, Janowski 13, Huckenbeck 8);

2. Team B, 29 (O.Fajfer 3, Pr.Pawlicki 6, N.Pedersen 11, Hancock 9); 3. Team C, 26 (A.Laguta 11, Lindbäck

8, Michelsen 5, Sundström 2); 4. Team A, 25 (A.Gala 8, Pavlic 7, Berntzon 7, Nowak 3).

Einzelrennen - Semifinale 1: Doyle, Janowski, Kudrjaschow, Lindbäck.

Semifinale 2: Laguta, Pedersen, Hancock, Huckenbeck.

Finale: Janowski, Pedersen, Doyle, Laguta.

Int. Rennen „Pokal des Präsidenten der Stadt Grudziadz“ - 29.9.2018

Erfolg für Przemyslaw Pawlicki

Ergebnis: 1. Przemyslaw Pawlicki, 14+3 Punkte; 2. Artem Laguta, RUS, 14+2; 3. Mikkel Michelsen,

DK, 12+3; 4. Krzysztof Buczkowski, 12+2; 5. Antonio Lindbäck, S, 12+N; 6. Marcin Nowak, 9; 7. Norbert

Kosciuch, 9; 8. Andrej Kudrjaschow, RUS, 8; 9. Rohan Tungate, AUS, 6; 10. Aleksandr Loktaev,

RUS, 5; 11. Viktor Trofimov, 5; 12. Roman Lachbaum, RUS, 5; 13; Jonas Jeppesen, DK, 3; 14. Maksymilian

Bogdanowicz, 3; 15. Kamil Wieczorek, 2; 16. Mariusz Puszakowski, 1; 17. Dawid Wawrzyniak, 0.

Henryk-Zyto-Memorial - Gdansk - 30.9.2018

Pieszczek setzt sich durch

Ergebnis: 1. Krystian Pieszczek, 13 Punkte; 2. Mikkel Bech, DK, 12; 3. Krzysztof Buczkowski, 12;

4. Wiktor Kulakow, RUS, 11; 5. Norbert Kosciuch, 11; 6. Oskar Fajfer, 10; 7. Andrej Kudrjaschow,

RUS, 10; 8. Karol Zupinski, 9; 9. Jonas Seifert-Salk, DK, 7; 10. Kacper Gomolski, 6; 11. Marcin Turowski,

4; 12. Dominik Kossakowski, 4; 13. Maksymilian Bogdanowicz, 4; 14. Marcin Nowak, 3;

15. Jonas Jeppesen, DK, 2; 16. Kamil Wieczorek, 2; 17. Patryk Besko, 0.

Int. Rennen zum 60-jährigen Jubiläum von Speedway Krakow

30.9.2018

Knapper Sieg für Laguta

Artem Laguta und Tai Woffinden erzielten auf dem 389,5 Meter langen

Oval jeweils 14 Punkte. Wegen einbrechender Dunkelheit konnte jedoch

kein Stechen um den Gesamtsieg ausgetragen werden. Da Laguta im direkten

Duell den Engländer bezwungen hatte, wurde er vor über 5000 Zuschauern

zum Sieger des Jubiläumsrennens erklärt.

• Texte und Fotos: Georg Dobes; Action-Foto: Daniel Sievers

Ergebnis: 1. Artem Laguta, RUS, 14 Punkte; 2. Tai Woffinden, GB, 14; 3. Szymon Wozniak, PL, 11;

4. Ernest Koza, 11; 5. Greg Hancock, USA, 11; 6. Jakub Jamrog, 9; 7. Marcin Jedrzejewski, 9; 8. Bartlomiej

Kowalski, 8; 9. Karol Baran, 7; 10. Tero Aarnio, FIN, 6; 11. Grzegorz Walasek, 6; 12. Christian

Thaysen, DK, 6; 13. Stanislaw Burza, 2; 14. Adrian Miedzinski, 2; 15. Michal Nowinski, 2; 16. Patryk

Zielinski, 1; 17. Sebastian Ulamek, 0.

Ekstraliga

Ergebnisse - Play-off-Runde - Finals um die Goldmedaille - 16.9.: Stal Gorzow, 46 Punkte

(Kasprzak 8, Walasek 5, Vaculik 9, Sz.Wozniak 7, Zmarzlik 13, Czerniawski 1, Karczmarz 3, Szczotka

0); Unia Leszno, 44 (Saifutdinow 10, Kurtz 4, Hampel 7, Kolodziej 0, Piotr Pawlicki 13, Smektala 4,

Kubera 6).

29.9.: Unia Leszno, 50 Punkte (Saifutdinow 10, Kurtz 5, Hampel 11, Kolodziej 11, Piotr Pawlicki 2,

Smektala 9, Kubera 2); Stal Gorzow, 40 (Vaculik 7, Walasek 1, Kasprzak 10, Sz.Wozniak 4, Zmarzlik

15, Karczmarz 3, Szczotka 0). Leszno gewann mit 94:86 und ist Teammeister.

Um die Bronzemedaille - 16.9.: Sparta Wroclaw, 51 Punkte (Woffinden 11, Janowski 10, Milik 1, Fricke

8, Drabik 14, Wojdylo 3, Tschugunow 4); Wlokniarz Czestochowa, 39 (Madsen 14, Musielak 2,

Miedzinski 3, Zagar 8, F.Lindgren 9, Gruchalski 2, Swiacik 1).

23.9.: Wlokniarz Czestochowa, 49 Punkte (Madsen 14, Musielak 4, F.Lindgren 9, Miedzinski 6, Zagar

9, Swiacik 0, Gruchalski 7); Sparta Wroclaw, 41 (Woffinden 10, Janowski 11, Milik 7, Fricke 7, Drabik

5, Wojdylo 1, Tschugunow 0). Wroclaw gewann mit 92:88 und holte die Bronzemedaille.

1. Liga

Ergebnisse - Play-off-Runde - Finals - 16.9.: R.O.W. Rybnik, 52 Punkte (Woryna 10, Karpow 10, Skupien

10, Mat.Szczepaniak 9, Lebedevs 8); Motor Lublin, 38 (Jonsson 10, Miesiac 8, Lambert 8,

Kling 5).

23.9.: Motor Lublin, 53 Punkte (R.Lambert 12, Jonsson 12, Miesiac 10, D.Lampart 8, Bober 5);

R.O.W. Rybnik, 37 (Lebedevs 13, Batchelor 10, Woryna 9). Lublin gewann mit 91:89 und stieg in die

Ekstraliga auf. Rybnik bestritt Relegationsrennen mit Zielona Gora.

2. Liga

Ergebnisse - Play-off-Runde - Finals - 16.9.: Ostrovia Ostrow, 44 Punkte (Klindt 10, B.Pedersen 9);

Stal Rzeszow, 46 (Hancock 16, Morris 12, Baran 8).

23.9.: Stal Rzeszow, 45 Punkte (Hancock 12, Morris 10, Baran 10); Ostrovia Ostrow, 45 (Klindt 15,

B.Pedersen 10, Nowacki 9). Rzeszow gewann mit 91:89 und stieg in die 1. Liga auf. Ostrow bestritt

Relegationsrennen mit Pila.

Relegationsrennen

Ergebnisse: Um den Aufstieg in die Ekstraliga - 30.9.: Falubaz Zielona Gora, 51 Punkte (Zengota 9,

Thorssell 9, Protasiewicz 14, Jepsen Jensen 16, Tonder 2, Niedzwiedz 1, Pawliczak 0); R.O.W. Rybnik,

39 (Batchelor 8, Karpow 4, Lebedevs 8, Mat.Szczepaniak 5, Woryna 7, Skupien 0, Chmiel 7).

7.10.: R.O.W. Rybnik, 45 Punkte (Batchelor 3, Karpow 5, Lebedevs 12, Mat. Szczepaniak 12, Woryna

5, Giera 2, Chmiel 6, Etheridge 0); Falubaz Zielona Gora, 45 (Zengota 11, Protasiewicz 13, Thorssell

2, Jepsen Jensen 12, Niedzwiedz 6, Tonder 1). Zielona Gora gewann mit 96:84 und bleibt in der

Ekstraliga.

Um den Aufstieg in die 1. Liga - 30.9.: Polonia Pila, 43 Punkte (Jonasson 13, Okoniewski 9, Gapinski

9); Ostrovia Ostrow, 47 (Klindt 12, Brzozowski 10, B.Pedersen 8, Gafurow 7, Suchecki 5, Nowacki 5).

7.10.: Ostrovia Ostrow, 55 Punkte (Klindt 15, B.Pedersen 11, Cierniak 9, Gafurow 6, Brzozowski 5,

Nowacki 5); Polonia Pila, 35 (Lyager 11, Okoniewski 7, Cyfer 5, Gapinski 5). Ostrow gewann mit

102:78 und steigt in die 1. Liga auf.

+

Auch Sie können mit einer kleinen Spende

auf nachfolgend genanntes Konto helfen.

Bahnsport-aktuell-Unfallkonto“ Raiffeisenbank Rodenbach IBAN DE28 5066 3699 0000 0495 57

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 41


INTERNATIONAL

Siegerehrung für Pardubice

Prag(links) und Slany (rechts)

TSCHECHIEN

Extraliga - Pardubice - 13.9.2018

Finale

Entscheidende Veränderungen waren beim Finallauf zur Extraliga nicht zu

erwarten. Vier Ligapunkte gibt es für einen Sieg und der gastgebende Pardubicer

Club lag 3 Punkte vor der Prager Mannschaft, ehe bei trübem Wetter

die Bänder zum ersten Heat hochschnellten.

Die eröffnenden Laufsiege für Slany (Krcmar) und Prag (Franc) waren für

die Pardubicer eher anstachelnd. Insgesamt entschieden sie von den

20 Rennen 13 für sich und siegten mit 46 Punkten vor den Pragern. Pardubice

stützte sich auf Vaclav Milik, der insgesamt 15 Punkte herausfuhr. Da

Hynek Stichauer und der Pole Grzegorz Zengota ebenfalls eine konstante

Leistung und jeweils 13 Punkte brachten, war Patrik Mikels (einmal durch

Daniel Silhan ersetzt) 5-Punkte-Ausbeute zu verkraften. Mit 10 Punkten

Abstand erreichte der AK Marketa Praha an diesem Tag den 2. Platz. In den

Reihen der Prager spielte Josef Franc die erste Geige. Drei Laufsiege und

insgesamt 17 Punkte (2 davon durch Jokereinsatz) steuerte er bei und war

damit um eine Klasse besser als seine Nebenmänner. Ondrej Smetana

und Petr Chlupac erreichten je 6 Punkte, Zdenek Holub 4 und Michal Skurla

brachte aus seinen zwei Einsätzen 3 Punkte ins Fahrerlager.

Die Cracks aus Slany hielten immer Anschluss an die Prager und konnten

sie durch Krcmars Einsatz (11 Punkte) zeitweise sogar überholen. Doch ein

Ausfall kostete dann wertvolle Punkte und der Tag endete mit dem 3. Rang

und 4 Punkten Rückstand. Daran konnte auch Jakub Jamrog nichts ändern.

Der Pole war auf 2. Plätze fixiert und ersetzte Martin Malek. Klar abgeschlagen

rangierte der SC Zarnovica auf dem letzten Platz. Ohne Laufsieg

und mit lediglich drei 2. Plätzen war nicht mehr drin. Stanislaw Burza

führte das Team mit 6 Punkten vor Tomka und Pacalaj (je 2) sowie Valkovic

(1) und Mihalik (0) an. • Text u. Foto: Alfred Domes

Ergebnis: 1. AMK ZP Pardubice, 46 Punkte (Milik 15, Mikel 5, Stichauer 13, Zengota 13, Silhan 0);

2. AK Marketa Praha, 36 (Smetana 6, Holub 4, Skurla 3, Chlupac 6, Franc 17); 3. AK 3ton Slany,

32 (Hajek 3, Malek 1, Simota 7, Krcmar 11, Jamrog 10); 4. SC Zarnovica, 11 (Tomka 2, Valkovic 1, Pacalaj

2, Mihalik 0, Burza 6).

EXTRALIGA ENDSTAND

Pl./Club R P Ges.

1. Pardubice 8 27 283

2. Prag 8 12 256

3. Slany 8 20 243

4. Zarnovica 8 10 100

Einzelmeisterschaft - 4. + letztes Finale - Brezolupy/CZ - 7.10.2018

Auf Messers Schneide

Die Dramaturgie stimmte genau. Vor dem entscheidenden Lauf in Brezolupy

lagen Eduard Krcmar und Josef Franc mit je 41 Punkten Kopf an Kopf

voran und nur durch einen Punkt getrennt folgte Vaclavc Milik auf dem

3. Platz. Die ersten drei Läufe hatte das Trio unter sich ausgemacht, Franc

siegte in Prag, Krcmar in Koprivnice und Milik in Pilsen.

Und auch die ersten drei Heats in Brezolupy endeten mit Siegen dieser

drei Cracks. Klar, dass dieses Spektakel vor gefüllter Zuschauerkulisse

vor sich ging. Auch das Wetter spielte mit einer angenehmen Oktober-

Sonne mit.

Wie hart der Dreikampf geführt wurde, zeigen die direkten Duelle: 10. Lauf

Krcmar vor Milik, 14. Lauf Milik vor Franc, 20. Lauf Franc vor Krcmar. Damit

lagen Milik und Franc in der Tageswertung mit 14 Punkten vorne und

mussten ins Stechen. Dort machte bereits am Start Milik die Sache klar.

Doch für Franc war das nicht tragisch, hatte er doch bereits den Meistertitel

in der Tasche. Der große Verlierer war dagegen Eduard Krcmar aus Slany.

Er vergab in seinem ersten Antreten einen entscheidenden Punkt gegen

Jan Kvech und konnte seine letzte Chance – Lauf 20 gegen Franc –

nicht nutzen. Damit rutschte er in der Meisterschaft auf Rang 3 hinter Vaclav

Milik ab.

Zdenek Simota, Vierter in den CZ-Charts, konnte seinen Rang knapp behaupten.

Aufgrund eines Defekts konnte er hier nur 6 Punkte herausfahren

und so rückten Ondrej Smetana, Martin Malek und Hynek Stichauer –

sie sammelten je 10 Punkte –

gefährlich nahe. Mit nur einem

Punkt Abstand wurde

Smetana Meisterschaftsfünfter,

wiederum nur einen Punkt

vor dem besten Brezolupy-

Fahrer Martin Malek.

• Text u. Foto: Alfred Domes

Ergebnis: 1. Vaclav Milik, 14+3; 2. Josef

Franc, 14+2; 3. Eduard Krcmar, 13; 4. Jan

Kvech, 11; 5. Martin Malek, 10; 6. Ondrej

Smetana, 10; 7. Hynek Stichauer, 10;

8. Zdenek Holub, 9; 9. Zdenek Simota, 6;

10. Michal Skurla, 5; 11. Patrik Mikel, 4;

12. Petr Chlupac, 4; 13. Jaroslav Petrak,

4; 14. David Pacalaj, 3; 15. Filip Hajek, 2;

16. Martin Gavenda, 1.

Endstand: 1. Franc, 55 Punkte; 2. Milik,

54+3; 3. Krcmar, 54; 4. Simota, 35;

5. Smetana, 34; 6. Malek, 33; 7. Stichauer,

31; 8. Skurla, 30; 9. Kvech, 28;

10. Matej Kus, 27; 11. Chlupac, 18;

12. Pacalaj, 18; 13. Holub, 17; 14. Petrak,

12; 15. Gavenda, 11; 16. Mikel, 10;

17. Hajek, 8; 18. Jakub Valkovic, 5.

Tagessieger

Vaclav Milik

mit dem neuen

Meister

Josef

Franc

42 BAHNSPORT AKTUELL November '18


Pokal der Freundschaft - Koprivnice - 15.9.2018

Ungarischer Sieg

Nur vier Teams nahmen in dieser Saison am internationalen Pokalwettbewerb

teil. In Koprivnice galt die Mannschaft von AK Marketa als Favorit,

aber die Prager traten im Nordosten des Landes ohne Smetana an und belegten

am Ende Rang 2. Michal Skurla fand am Renntag keinen Bezwinger

und erzielte Punktemaximum. Sieger des Vierkampfs wurde das Team aus

Nagyhalasz. Die besten Fahrer der ungarischen Mannschaft waren Norbert

Magosi und der Ukrainer Andrij Kobrin, die jeweils 13 Zähler holten.

Ergebnis: 1. Nagyhalasz Speedway Team, H, 40 Punkte (Fazekas 7, R.Kovacs 7, Magosi 13, Kobrin

13); 2. AK Marketa Prag, CZ, 36 (Chlupac 13, Hajek 7, Klima 1, Skurla 15); 3. Speedway Rivne, UKR,

24 (Kowal 2, Melnychuk 8, Lewischyn 7, Lysak 7); 4. SC Zarnovica, SK, 19 (Mihalik 0, Manev 2, Tomka

8, Pacalaj 6, Valkovic 3).

Goldhelm abgesagt

Seit Jahren ist das Goldhelmrennen in Zarnovica die wichtigste Speedwayveranstaltung

in der Slowakei. Traditionell findet sie am letzten August-Wochenende

statt. In diesem Jahr konnte das Turnier wegen Regens

nicht durchgeführt werden. Den Organisatoren gelang es nicht, einen anderen

Termin zu finden und das Rennen musste ersatzlos gestrichen werden.

• Georg Dobes

Landespokal - 10. Lauf - Prag - 18.9.2018

Franc siegt, Simota holt den Pokal

In der Abschlussrunde des Prädikats triumphierte Josef Franc. Der 39-Jährige

nahm an den vorherigen Pokalrennen nicht teil, meldete sich jedoch

für das Turnier im Marketa-Stadion an, um sich für die Finalrunde der Einzelmeisterschaft

in Brezolupy besser vorbereiten zu können. Franc erkämpfte

auf der 353 Meter langen Bahn ein lupenreines Punktemaximum.

Gesamtsieger des Landespokals wurde Zdenek Simota. Der PK-Pilsen-

Fahrer belegte in Prag Tagesplatz 5. Ondrej Smetana (AK Marketa) wurde

Gesamtzweiter. Smetana erzielte in der Hauptstadt 13 Punkte und kam im

Stechen um Tagesplatz 2 als Dritter ins Ziel. Sindy Weber wurde in der Gesamtwertung

des Pokalwettbewerbes Achtzehnte. • Georg Dobes

Ergebnis: 1. Josef Franc, 15 Punkte; 2. Jan Kvech, 13+3; 3. Zdenek Holub, 13+2; 4. Ondrej Smetana,

13+1; 5. Zdenek Simota, 12; 6. Filip Hajek, 10; 7. Hynek Stichauer, 10; 8. Michal Skurla, 9; 9. Petr

Chlupac, 9; 10. Jaroslav Petrak, 9; 11. Patrik Mikel, 8; 12. David Pacalaj, SK, 8; 13. Martin Gavenda,

7; 14. Daniel Klima, 5; 15. Daniel Silhan, 5; 16. Pavel Kuchar, 1; 17. Sindy Weber, D, 0; 18. Michal Bastecky,

0; 19. Roman Marek, 0; 20. Jan Macek, 0.

Endstand des Landespokals: 1. Simota, 173 Punkte; 2. Smetana, 167; 3. Skurla, 138; 4. Stichauer,

132; 5. Z.Holub, 131; 6. Kvech, 126; 7. Gavenda, 104; 8. Petrak, 90; 9. Chlupac, 87; 10. Mikel, 76.

Ferner: 18. Weber, 26.

Die zwei schlechtesten Resultate jedes Fahrers wurden gestrichen.

SLOWAKEI

Pokal der Freundschaft - 4. Lauf - Zarnovica - 16.9.2018

Pokal für Prag

Das Team von AK Marketa siegte bei der letzten Runde des Pokals der

Freundschaft. Die Tschechen erkämpften auf der 400 Meter langen Strecke

in Zarnovica insgesamt 44 Punkte und triumphierten auch in der Gesamtwertung

des internationalen Wettbewerbs. Das Team aus Nagyhalasz, das

am Vortag im tschechischen Koprivnice ganz oben auf dem Podium stand,

belegte diesmal Rang 2. Die Ungarn wurden auch Gesamtzweite.

Nach einem erbitterten Kampf setzten sich die Gastgeber gegen die

Mannschaft aus Rivne durch und landeten auf Platz 3. Im Gesamtklassement

mussten sich die Slowaken mit dem unbeliebten 4. Rang begnügen.

Ergebnis: 1. AK Marketa Prag, CZ, 44 Punkte (Chlupac 12, Smetana 12, Klima 1, Skurla 14, Hajek 5);

2. Nagyhalasz Speedway Team, H, 25 (Fazekas 3, R.Kovacs 8, Magosi 14, Kobrin 0); 3. SC Zarnovica,

SK, 21 (Tomka 0, Pacalaj 10, Valkovic 0, Mihalik 8, Danko 3); 4. Speedway Rivne, UKR, 20 (Lewischyn

1, Lysak 6, Kowal 3, Melnychuk 10).

1. Liga - 4. Lauf - Zarnovica - 6.10.2018

Prag Meister

In der vierten Runde der 1. Liga holte das Prager Team seinen vierten Sieg

und wurde hochverdient Triumphator des Teamwettbewerbs. Das Junior-

Team, das beim Rennen in Zarnovica ebenfalls aus Fahrern von AK Marketa

bestand, belegte Gesamtrang 2, gefolgt von den Mannschaften aus

Pardubice und Zarnovica.

Ergebnis: 1. Marketa Prag, 31 Punkte (Smetana 10, Skurla 7, Z.Holub 5, Franc 9); 2. Junior-Team,

22 (Kvech 13, Hajek 1, Chlupac 8); 3. Zlata Prilba Pardubice, 19 (Stichauer 12, Petrak 5, Mikel 2);

4. SC Zarnovica, 18 (Valkovic 4, Pacalaj 11, Mihalik 3, Danko 0).

POKAL ENDSTAND

Pl./Club R P Ges.

1. Prag 4 13 158

2. Nagyhalasz 4 11 106

3. Rivne 4 9 108

4. Zarnovica 4 7 94

1. LIGA ENDSTAND

Pl./Club R P Ges.

1. Prag 4 16 110

2. Junior-Team 4 11 76

3. Pardubice 4 8 73

4. Zarnovica 4 5 59

Offene Einzelmeisterschaft - 23.9.2018

Kostigovs Meister

Mit einer großen Überraschung endete das lettische Einzelmeisterschaftsrennen.

Jevgenijs Kostigovs, der in dieser Saison keine nennenswerten

Resultate erzielt hatte, erkämpfte auf der 373 Meter langen Bahn

13 Zähler und wurde nach einem Dreierstechen Speedwaylandesmeister.

Der 22-Jährige war nach vier Durchgängen noch ungeschlagen, beugte

sich aber in Heat 20 Artjoms Trofimovs und Olegs Mihailovs. Seine Bezwinger

zogen dann mit ihm punktemäßig gleich, gaben sich jedoch im

Zusatzlauf geschlagen. Trofimovs kam hinter Kostigovs als Zweiter ins

Ziel. Der 18-Jährige gewann nicht nur die Silbermedaille, sondern holte

auch den Meistertitel bei den Junioren. Olegs Mihailovs fuhr ins Startband

und belegte entsprechend die Plätze 3 und 2. Auch um die Bronzemedaille

in der U21-Altersklasse musste ein Stechen ausgetragen werden.

Der 17-jährige Elvis Avgucevics setzte sich gegen Ernests Matjusonoks

und Davis Kurmis durch.

Kjastas Puodzuks galt vor dem Rennen als Favorit und nach vier Durchgängen

schien es, als ob der 32-Jährige seiner Rolle gerecht würde. Doch im

bereits erwähnten letzten Lauf kam er nicht über den letzten Rang hinaus

und musste sich im Endeffekt mit dem unbeliebten 4. Gesamtplatz zufriedengeben.

Bester ausländischer Pilot war Wadim Tarasenko. Der Russe

schloss das Rennen mit 11 Zählern ab, was für Rang 5 reichte.

Nicht am Start waren Maksims Bogdanovs (Verletzung) und Andzejs Lebedevs.

Letzterer fuhr am gleichen Tag im Finale der polnischen 1. Liga.

• Text: Georg Dobes; Foto: Jarek Pabijan

LETTLAND

Ergebnis: 1. Jevgenijs Kostigovs, 13+3 Punkte; 2. Artjoms Trofimovs, 13+2; 3. Olegs Mihailovs,

13+D; 4. Kjastas Puodzuks, 12; 5. Wadim Tarasenko, RUS, 11; 6. Elvis Avgucevics, 9+3; 7. Ernests

Matjusonoks, 9+2; 8. Davis Kurmis, 9+1; 9. Viktor Trofimov, PL, 7; 10. Rudolfs Sprogis, 6; 11. Niklas

Säyriö, FIN, 6; 12. Ricards Ansviesulis, 3; 13. Niilo Vuolas, FIN, 3; 14. Daniils Kolodinskis, 2; 15. Antti

Vuolas, FIN, 2; 16. Toni Hyyryläinen, FIN, 0.

Junioren: 1. Trofimov; 2. Mihailovs; 3. Avgucevics; 4. Matjusonoks; 5. Kurmis; 6. Sprogis.

November '18 BAHNSPORT AKTUELL 43


INTERNATIONAL

NIEDERLANDE

Dutch Open - Roden - 22.9.2018

Romano Hummel Meister

Nachdem in Vries und Loppersum

die ersten beiden Rennen

der Serie gestartet werden

konnten, musste das dritte

Rennen in Noordwolde abgesagt

werden. In Roden war

man guter Dinge, denn am

Samstag konnten bei gutem

Wetter die Finalrennen der

nationalen Klassen sowie der

Shorttrack-Gruppen und die

beiden EVLS-Kategorien

durchgeführt werden. Am

Sonntag allerdings sah es anders

aus, denn zu Trainingsbeginn

fing es zu nieseln an.

Das Training konnte aber

durchgeführt werden. Der

Niederschlag war mal mehr,

mal weniger und man bereitete

sich auf die Fahrervorstellung

vor. Da es aber immer

mehr regnete, wurde diese

verschoben. Zu einem späteren

Zeitpunkt entschieden

sich die Verantwortlichen dafür,

das Rennen zu canceln,

da die Bahn zwischenzeitlich

unbefahrbar geworden war.

So wurden die Dutch Open

nach nur zwei Läufen gewertet.

Meister bei den Solisten wurde Romano Hummel (38 Punkte) vor Dave

Meijerink (35) und Mark Beishuizen (29). Bernd Diener (27) war bester

deutscher Fahrer auf Rang 4.

Bei den Seitenwagen verteidigten William Matthijssen/Sandra Mollema

(Foto unten) den Titel. Wilfred Detz/Wendy Arling belegten Rang 2.

• Text u. Foto links: Ubbo Bandy

• Foto oben: Rudi Hagen

Samstags-Ergebnisse - 125 ccm Specials:

1. Nigel Hummel, 11 Punkte; 2. Nynke

Sijbesma, 10; 3. Niek Meijerink, 6; 4. Luca

Drenthe, 3; 5. Delina Kruit, 0.

Specials National (nach B/A-Finale): 1. William

Kruit, 20 Vorlaufpunkte; 2. Finn Loheider,

D, 21; 3. Christian Wagemans, 18; 4. Kevin

Glorie, 17; 5. Kelly Velda, 2; 6. Wiebo

Bouwmeester, 14; 7. Andy ter Schuur, 10;

8. Ferdy Gelsema, 14; 9. Mike van der Noordaa,

12; 10. Dennis Mohlenpage, D, 5;

11. Nico Eijbergen, 4; 12. Barry Coates, 8;

13. John Hartley, 14; 14. Nigel Coates, 3;

15. Stephen Green, 0; 16. Margriet Diever,

0; 17. Paolo Bonfante, I, 0.

Cup ST 250 ccm (nach B/A-Finale): 1. Marcel

Vlig, 13 Vorlaufpunkte; 2. Tonny Blok, 8;

3. Johan Kuiken, 13; 4. Rick Grasdijk, 11;

5. Michel Bakker, 3; 6. Gert van der Heide, 8;

7. Robin de Haan, 10; 8. Annelies Veensma,

9; 9. Ron Zandbergen, 3; 10. Kelsey Rozenberg,

0; 11. Sven Venema, 4; 12. Joris Guikema,

2.

Cup ST 450 ccm: 1. Jamie Elsinga, 27 Punkte;

2. Rindert Boonstra, 26; 3. Ruben Guikema,

21; 4. Andries Homans, 20; 5. Remon Meeters,

19; 6. Evert van Til, 15; 7. Tonny Blok,

10; 8. Marten Dragtsma, 9; 9. Jessica Elsinga,

6; 10. Wilco Elzinga, 6; 11. Aron Schokker,

5.

EVLS 2 (nach B/A-Finale): 1. Wolfgang

Barth, D, 15 Vorlaufpunkte; 2. Keith Snelling,

GB, 13; 3. Manfred Giertz, D, 12;

4. Franz Greisel, D, 13; 5. Bernd Koster, D,

12; 6. Johan Last, NL, 13; 7. Geoff Urben, GB, 9; 8. Rainer Borchers, D, 1; 9. Andreas Blache, D, 6;

10. Thomas Flemming, D, 6; 11. Bill Haynes, GB, 6; 12. John Wheatley, GB, 8; 13. Gerd Maurer, D, 8;

14. Brad Davis, GB, 5; 15. Alfred Pflügl, D, 4; 16. Pierre Schröder, D, 2.

EVLS 4 (nach B/A-Finale): 1. Bob Dolman, GB, 15 Vorlaufpunkte; 2. Martin Cazemier, NL, 14;

3. Graeme Brown, GB, 12; 4. Jimmy Sorensen, DK, 10; 5. Henk Snijder, NL, 14; 6. John Hartley, GB,

11; 7. Soren Vedsted, DK, 6; 8. Michael Vedsted, DK, 8; 9. Bart Uil, NL, 5; 10. Rainer Arndt, D, 9;

11. Steen Larsen, DK, 5; 12. Uwe Wick, D, 10; 13. Paul Morfey, GB, 4; 14. David Hollingsbee, GB, 3;

15. Mick Norton, GB, 1.

Marcel Kayzer vor Max Dilger und Vitali Lysak

Goldener Jopa Helm - Veenoord - 29.9.2018

Sieben Nationen am Start

Das internationale Rennen um den Goldenen Jopa Helm wurde mit einem

Fahrerfeld aus sieben Nationen durchgeführt. Bereits am Freitag fand ein

Rennen um die Niederländische Meisterschaft statt. Der Sieg ging hier an

Henry van der Steen vor Geert Bruinsma und Jarno de Vries. Dave Meijerink,

Lars Zandvliet, Mika Meijer, Dennis Helfer und Martin Cazemier folgten

auf den Plätzen 4 bis 8.

Am Samstagabend fand dann das Rennen um den Goldenen Jopa Helm

statt. Aus den Vorläufen ging Max Dilger (14 Punkte) als bester Fahrer hervor,

Jakob Bukhave schrieb 13 Zähler. Das Finale gewann Bukhave vor Dilger,

der das Bike-Set-up geändert hatte. Beide Fahrer hatten nach dem Finale

16 Punkte. Der Tagessieg ging aufgrund des besseren Abschneidens

im Finallauf an den Dänen. Dilger somit auf Platz 2 vor Henry van der Steen

und Marcel Kajzer. Normalerweise werden zwei Finalläufe gefahren, aber

die Bahn war nach zwei Renntagen nicht mehr perfekt, sodass nach Absprache

mit den Fahrern das zweite Finale gestrichen wurde.

In der B-Gruppe wurde das Fahrerfeld mit den „Oldies“ Wiebo Bouwmester

und Martin Cazemier aufgefüllt. Gleich im ersten Heat kam es zu einem

schweren Sturz von William Kruit. Sem Ensing konnte nicht mehr ausweichen

und stieß mit dem am Boden liegenden Kruit zusammen. Beide

mussten ins Krankenhaus. Bei Kruit wurden ein Oberarm- und ein Oberschenkelbruch

diagnostiziert und operiert. Sam Ensing erwische es mit

zwei Rippenbrüchen, einer Lungenquetschung und Wirbelbrüchen am

Rücken noch schlimmer. Zwei Wirbel wurden operativ mit Schrauben stabilisiert,

die OP ist gut verlaufen und er ist mittlerweile wieder zu Hause.

Wir wünschen gute und schnelle Genesung. • Text u. Fotos: Ubbo Bandy

Ergebnisse - Niederländische Meisterschaft - 28.9. - Speedway A (nach B/A-Finale): 1. Henry van

der Steen, 12 Vorlaufpunkte; 2. Geert Bruinsma, 9; 3. Jarno de Vries, 10; 4. Dave Meijerink, 9;

5. Lars Zandvliet, 5; 6. Mika Meijer, 7; 7. Dennis Helfer, D, 7; 8. Martin Cazemier, 4; 9. William Kruit,

3; 10. Kevin Glorie, 3; 11. Sjoerd Rozenberg, 2; 12. Anne Spaan, 0.

Speedway B (nach B/A-Finale): 1. Anne Bos, 11 Vorlaufpunkte; 2. Ruben Guikema, 11; 3. Mike van

de Noordaa, 9; 4. Wiebe Bouwmeester, 8; 5. Paul Chester, GB, 7; 6. Bertus de Wit, 5; 7. Jurgen Kramer,

5; 8. Sem Ensing, 5; 9. Margriet Diever, 2; 10. Desiree Korvemaker, 1; 11. Ferdy Gelsema, 0;

12. Jeffrey Sijbesma, S/N.

125 ccm (nach B/A-Finale): 1. Sam McGurk, GB, 13 Vorlaufpunkte; 2. Luke Harrison, GB, 15; 3. Freddie

Fox-Baron, GB, 10; 4. Nigel Hummel, 9; 5. Nynke Sijbesma, 7; 6. Delina Kruit, 2; 7. Luca Drenthe,

3; 8. Niek Meijerink, 1.

Golden Jopa-Helmet - 29.9. (nach A-Finale): 1. Jacob Bukhave, DK, 13+3 Punkte; 2. Max Dilger, D,

14+2; 3. Henry van der Steen, NL, 10+1; 4. Marcel Kajzer, PL, 13+0; 5. Geert Bruinsma, NL, 10; 6. David

Wallinger, GB, 8; 7. Jarno de Vries, NL, 8; 8. Niklas Sayrio, FIN, 7; 9. Tomasz Orwat, PL, 6; 10. Aureliusz

Bielinski, PL, 5; 11. Lars Zandvliet, NL, 5; 12. Marius Hillebrand, D, 5; 13. Vitali Lysak, UKR,

4; 14. Dave Meijerink, NL, 4; 15. Marek Lutowicz, PL, 3; 16. Kevin Glorie, NL, 2.

Veenoord Pokal (nach A-Finale): 1. Wiebo Bouwmeester, 11+3 Punkte; 2. Martin Cazemier, 12+2;

3. Mike van der Noordaa, 8+1; 4. Margriet Diever, 7+0; 5. Bertus de Wit, 5; 6. Jurgen Kramer, 3;

7. Ferdy Gelsema, A/N; 8. William Kruit, S/N; 9. Sem Ensing, S/N.

125 ccm: 1. Sam McGurk, GB, 14 Vorlaufpunkte; 2. Luke Harrison, GB, 14; 3. Nigel Hummel, NL, 10;

4. Freddie Fox-Baron, GB, 9; 5. Niek Meijerink, NL, 4; 6. Delina Kruit, NL, 7; 7. Nynke Sijbesma, NL, 0.

Goldhelm für Jacob Bukhave (Mitte), Silberhelm für Max Dilger (links) und

Bronzehelm für Henry van der Steen

44 BAHNSPORT AKTUELL November '18


RUSSLAND

Teammeisterschaft (Speedwayliga) - Finalrunde

Spannung bis zum Schluss

Die Mannschaft von Wostok sorgte für eine Sensation, als sie im ersten Finalrennen

in Balakowo dem favorisierten Team von Turbina mit nur 42:47 unterlag.

Vor der Revanche im Avantgarde-Stadion in Wladiwostok war alles noch

offen, denn man ging davon aus, dass die Gäste erneut mit Emil Saifutdinow

antreten würden. Doch Ende September wurde bekannt, dass der GP-Pilot

nicht nach Wladiwostok kommen würde. Dadurch war die Chance von Wostok,

die Goldmedaille zu holen, deutlich gestiegen, aber die Gastgeber taten sich

am 3. Oktober in der Anfangsphase des Matches unheimlich schwer. Nach

sechs Läufen führte nämlich Turbina mit 22:14 und es schien, als ob es die

Gastgeber nicht mehr schaffen würden, den Rückstand von 13 Zählern aufzuholen.

In Heat 8 setzte Trainer Stoljarow Witali Kotlar als Joker ein und der

17-Jährige holte 6 Punkte. Da Mark Karion Zweiter wurde, machten die Gastgeber

auf einen Schlag 7 Zähler gut. Als in Lauf 11 Sergej Logatschew und Witali

Kotlar vor Ilja Tschalow ins Ziel kamen, übernahm Wostok zum ersten Mal die

Führung (35:34). Nach einem weiteren Doppelsieg in Rennen 13 hatten die

Gastgeber 5 Punkte mehr auf dem Konto und beide Mannschaften waren insgesamt

punktgleich (85:85). Auch in den zwei letzten Läufen konnten sich die

Fahrer aus Wladiwostok durchsetzen und Wostok schaffte mit dem Sieg von

52:41 tatsächlich ein kleines Speedwaywunder. Die jüngste Mannschaft der

russischen Liga (im Durchschnitt 20 Jahre) holte den Meistertitel, während

Turbina Balakowo sich mit der Silbermedaille begnügen musste. Im Duell um

Bronze gab es keine Überraschung. Mega-Lada schlug zu Hause die Mannschaft

aus Oktjabrskij und belegte letztendlich Gesamtrang 3.

Ergebnisse - Rückrunde - um die Bronzemedaille - 12.9.: Mega-Lada Togliatti, 59 Punkte (Lachbaum 10,

Bolschakow 6, Gafurow 13, Monachow 5, Kudrjaschow 14, J.Saidullin 5, Tschugunow 6); STK Oktjabrskij,

34 (Kononow 8, Zubarew 0, Gatijatow 11, Zujew 0, Fajzulin 13, Nagibin 2). Togliatti gewann insgesamt

mit 115:70 und holte die Bronzemedaille.

Um die Goldmedaille - 3.10.: Wostok Wladiwostok, 52 Punkte (Karion 10, Tarasenko 6, Logatschew 14,

P.Laguta 9, Kotlar 13); SK Turbina Balakowo, 41 (Kulakow 10, Kaibuschew 2, Borodulin 12, Kusnetzow 1,

Bogma 10, Tschalow 6). Wladiwostok gewann insgesamt mit 94:88 und wurde Teammeister.

Junioren-Teammeisterschaft - Runde 3 - Wladiwostok - 5.10.2018

Togliatti Meister

In der letzten Runde des Junioren-Championats triumphierte die Mannschaft

aus Togliatti. In Wladiwostok erzielte sie 11 Punkte mehr als die Gastgeber und

überholte in der Gesamtwertung das Team von Wostok. Die Mannschaft von

Turbina Balakowo wurde im Fernen Osten Dritter und erkämpfte am Ende die

Bronzemedaille.

Ergebnis: 1. Mega-Lada Togliatti, 47 Punkte (J.Saidullin 13, Monachow 5, Tschugunow 13, Bolschakow 5,

Lachbaum 11); 2. Wostok Wladiwostok, 36 (Karion 8, Fajzulin 4, Kotlar 11, Korowko 1, P.Laguta 12); 3. Turbina

Balakowo, 25 (Kusnetzow 9, Kaibuschew 3, Petrakow 1, Bogma 10, Mischin 2).

Endstand: 1. Togliatti, 126 Punkte; 2. Wladiwostok, 118; 3. Balakowo, 76.

Rinat-Mardanschin-Memorial - Oktjabrskij - 14.9.2018

Unentschieden

In der 14. Ausgabe des Rinat-Mardanschin-Memorials, das traditionell

in Oktjabrskij stattfand, rivalisierte die Mannschaft des heimischen

STK mit einer russischen Auswahl. Das Team der Gäste bestand

überwiegend aus Junioren, die der 45-jährige Sergej Darkin anführte.

Nach elf Rennen lag Russland mit einem Vorsprung von 12 Zählern in

Führung, aber dann holten die Gastgeber drei Doppelsiege und am

Ende stand es 45:45 unentschieden. • Georg Dobes

Ergebnis: STK Oktjabrskij, 45 Punkte (Gatijatow 13, Zujew 2, Wlasow 0, Bolschakow 12, Kononow

14, Zubarew 3, Belaew 1); Russland-Auswahl, 45 (Lachbaum 11, Nagibin 2, Darkin 10,

Monachow 9, Morozow 5, J.Saidullin 7, Belaew 1).

UKRAINE

Int. Speedwayrennen „Pokal des Saisonabschlusses“ - 23.9.2018

Polen siegt

Am 23. September ließ man in Rivne die Speedwaysaison ausklingen.

In der ukrainischen Speedwayhochburg wurde ein Dreiländerkampf

zwischen den Mannschaften aus Ungarn, Polen und der Ukraine

durchgeführt. Die Ungarn traten vor über 4000 Zuschauern stark dezimiert

an, denn Barany und Benkö hatten ihre Teilnahme kurzfristig

abgesagt. Für Letzteren sprang der Bulgare Milen Manev ein und für

Barany fuhren zwei ukrainische Reservisten.

Das Rennen bestand aus 15 Heats und jedes Team bestritt zehn Läufe.

Erwartungsgemäß griffen die Ungarn zu keiner Zeit ins Geschehen

ein und verloren all ihre Rennen mit jeweils 1:5. Die Gastgeber kämpften

mit dem polnischen Team verbissen um den Tagessieg. Die „Weiß-

Roten“ setzten sich jedoch durch und standen am Ende auf der höchsten

Stufe des Podiums. Sie hatten 4 Zähler mehr auf dem Konto als

die Ukrainer. Ausschlaggebend für ihren Triumph war Heat 4, als Stanislaw

Burza und Wojciech Lisiecki gegen Witali Lysak einen 5:1-Sieg

erzielten. Stanislaw Melnychuk stürzte vorher und wurde disqualifiziert.

Beste Fahrer des Teamwettbewerbes waren Marcel Kajzer und

Marko Lewischyn, die jeweils nur einen Punkt liegen ließen. Lewischyn

beugte sich nur Lisiecki, konnte allerdings Kajzer die einzige

Niederlage beibringen.

Am Ende des Renntages absolvierten die besten Piloten aller Mannschaften

einen Zusatzlauf zum 100. Jubiläum der Wiedererlangung

der Unabhängigkeit Polens. Sieger des Rennens wurde Marcel Kajzer,

gefolgt von Stanislaw Melnychuk, Marko Lewischyn und Roland Kovacs.

• Georg Dobes

Ergebnis: 1. Polen, 42 Punkte (Burza 9, Kajzer 14, Lisiecki 10, Orwat 9); 2. Ukraine, 38 (Melnychuk

11, Kowal 9, Lewischyn 14, Lysak 4); 3. Ungarn, 10 (Kovacs 5, Fazekas 2, Manev 2, Rosaljuk

0, Fedortschuk 1).

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INTERNATIONAL

ÖSTERREICH

Slowenisches Duo: Sieger Matic Ivacic

vor Nick Skorja, der Vierter wurde

Speedwayrennen Mureck - Josef-„Bubi“-Bössner-Memorial - 14.10.2018

Sieg für Ivacic

Im Vorjahr beim Bössner-Memorial noch Elfter, stand der Slowene Matic

Ivacic bei der heurigen Auflage auf dem höchsten Podest. Beim erst zweiten

Meeting der aktuellen Saison auf rot-weiß-rotem Boden dominierten

die südlichen Nachbarn. Ivacic gewann nach fünf Laufsiegen auch das Finale,

während sein Landsmann Nick Skorja das beste Blatt in der Hand

hatte, hinter ihm zu landen. Doch da preschten der Däne Mathias Nielsen

und der Österreicher Daniel Gappmaier dazwischen.

Dass ein anhaltendes Speedway-Interesse vorhanden ist, zeigten die

zahlreichen Zuschauer, die ins Murecker Stadion gepilgert waren. Das

wunderbare Herbstwetter mit Temperaturen über der 20-Grad-Marke

machte das Zusehen noch angenehmer und niemand musste sein Kommen

bereuen.

Schade eben nur, dass die heimische Szene so darniederliegt. Einziger

Bannerträger bleibt das Speedway Center Austria mit der Handschrift von

Heinrich Schatzer. Der konnte erst wenige Tage vor dem Meeting die neuen

Airfences in Empfang nehmen, die insgesamt siebenmal getestet wurden.

So oft mussten im Zuge der 22 Rennen Fahrer zu Boden, davon zweimal

der Ukrainer Marko Levishyn. Alle blieben zum Glück unverletzt.

Der Sieger der Mai-Veranstaltung, der Salzburger Daniel Gappmaier,

setzte gleich im ersten Lauf ein Zeichen und gewann. Dann gingen die

Läufe gegen Skorja und Ivacic jeweils mit 2 Punkten aus, ehe ihm

Wojciech Lisiecki (PL) und Norbert Magosi (H) einen Dämpfer versetzten.

Doch im fünften Durchgang hatte der in der englischen Liga tätige Gappmaier

wieder einen Dreier auf der Rechnung. Damit hatte er 11 Punkte. Genauso

viele wie Nick Skorja, der das Glück hatte, mit Landsmann Ivacic

(glatte fünf Laufsiege) direkt fürs Finale qualifiziert zu sein.

F.L. TUNING

– Franz Lehmann tunt wieder Bahnmotoren –

Erfolge mit Lehmann-Tuning:

2 Weltmeistertitel, 1 Vizeweltmeistertitel

Tuning mit Piezo-Vergaser

Das Ansaugluftgemisch wird molekular feinzerstäubt.

Mehr Leistung.

Für Robert Gührer tunte ich die schnellsten Bahnmotoren der Welt.

Franz Lehmann, Klosterstr. 10/2, 88069 Tettnang-Oberlangnau

Tel. 07543 54847

Topdrei (v.l.).

Mathias

Nielsen,

Matic Ivacic

und Daniel

Gappmaier

Hinter Gappmaier hielten sich vier 10-Punkte-Fahrer, von denen einer

kampflos ausscheiden musste. Das Los traf Norbert Magosi, der hier vor

zehn Jahren hinter Manuel Hauzinger Zweiter geworden war. Mathias

Nielsen und die Polen Marcel Kajzer und Wojciech Lisicki hatten die besseren

Laufplatzierungen aufzuweisen und traten gegen Gappmaier an,

der in diesem Last Chance Heat von der roten Position aus startete. Dem

Dänen und dem Österreicher gelang es, nach heftigem Kampf die beiden

Polen zu bezwingen. Im Finale stand Skorja auf der roten Position, nutzte

die Chance und zog in Front. Doch Ivacic mobilisierte alle Reserven und

konnte den Sieg heimfahren. Auf den letzten Metern quetschten sich Nielsen

und Gappmaier an Skorja vorbei, der unglücklicher Vierter wurde.

Denis Stojs, der dritte Slowene im Feld und ausgefuchster Mureck-Kenner,

kam nicht so richtig in Fahrt. Ein Sturz zu Beginn bremste ihn wohl etwas

ein und er wurde nur Dreizehnter. Magosis Landsmann Roland Kovacs

rackerte sich ab, doch ein anfänglicher Nuller ließ ihn nicht über

Rang 11 hinauskommen. Das polnische Trio hielt sich mit Wojciech Lisiecki

(5), Marcel Kajzer (6) und Marek Lutowicz (8) recht gut, war aber doch

nicht so ganz vom Glück begleitet. Kajzer hatte im Qualilauf einen Defekt

zu beklagen und Lisiecki hatte in Lauf 11 gegen seine Landsleute Kajzer

und Lutowicz mögliche Punkte liegenlassen. Dänemarks Einzelkämpfer

Jacob Bukhave – auch er war schon einmal hier gestartet – wurde Zehnter

und war besser als der Rest der Österreicher hinter Gappmaier. Für Peter

Dürhammer, Alexander Schreiner und Patrick Kirchsteiger war die internationale

Luft noch etwas zu dünn, weshalb ihnen der Atem ausging.

Nicht ganz zur Entfaltung kamen auch die jungen Ukrainer. Marko Levishyn

stürzte zweimal und sein Nebenmann Vitaly Koval kam erst als Ersatz

für Schreiner, der mit Defekt die Segel streichen musste, zum Einsatz.

Insgesamt war das Meeting mit dem größtenteils ausgeglichenen Feld

durchaus spannend und die Bahn bestens in Schuss. Es wurde beherzt

gewerkt, wenn sich auch durch die ebenfalls durchgeführten Flattrack-

Rennen der Ablauf zeitlich in die Länge zog (im Sommer kein Problem).

Dennoch, gäbe es Noten für Mureck, es wäre ein Einser!

• Text u. Fotos: Alfred Domes

Ergebnis - Finale: 1. Matic Ivacic, SLO; 2. Mathias Nielsen, DK; 3. Daniel Gappmaier, A; 4. Nick Skorja,

SLO. Weitere Platzierungen: 5. Wojcieck Lisiecki, PL, 10 Punkte; 6. Marcel Kajzer, PL, 10; 7. Norbert

Magosi, H, 10; 8. Marel Lutowicz, PL, 9; 9. Martin Malek, CZ, 8; 10. Jacob Bukhave, DK, 7;

11. Roland Kovacs, H, 6; 12. Marko Levishyn, UKR, 5; 13. Denis Stojs, SLO, 3; 14. Peter Dürhammer,

A, 2; 15. Vitaly Koval, UKR, 2; 16. Alexander Schreiner, A, 1; 17. Patrick Kirchsteiger, A, 0; 18. Dennis

Fazekas, H, 0.

46 BAHNSPORT AKTUELL November '18


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Termine

November

10.11. NBM-Tagung/Ehrung

Wittstock

Ausrichter:

MSC Wölfe Wittstock

www.speedwayteamwittstock.de

17.11. SBM-Tagung/Ehrung

Landgasthof Hahn/

Zweikirchen

Ausrichter: AC Landshut

www.speedway-landshut.de

LETZTE MELDUNGEN

Int. ADMV-Speedwayrennen

„Race of the Night“ - 20.10.2018

Wittstock

Ergebnisse:

Teamvergleich: 1. Stal Gorzow/PL, 45

Punkte (Martin Vaculik 15, Tomasz Gapinski

4, Grzegorz Walasek 9, Adrian

Cyfer 10, Alan Szczotka 2, Rafal

Karczmarz 5); 2. MSC „Wölfe“ Wittstock,

39 (Matej Zagar 10, Mads Hansen

11, Tobias Busch 4, Michael Härtel 4,

Steven Mauer 0, Lukas Baumann 10).

Sonderlauf - Race of the Night: 1. Vaculik;

2. Cyfer; 3. Hansen; 4. Baumann.

Junior C - 250 ccm: 1. Celina Liebmann,

11 Punkte; 2. Lukas Wegner, 8; 3. Patrick

Skaarup, 5; 4. Mathias Karlsen, 0.

Clubmeisterschaft - 20.10.2018

Neuenknick

Ergebnisse:

A/B-Solo: 1. u. Clubmeister Buddy

Prijs, 9 Punkte; 2. Marc-Leon Tebbe, 7;

3. Anne Bos, 6; 4. Sjoerd Rozenberg, 6;

5. Dominik Otto, 3; 6. Ruben Gujkema,

2; 7. Jarno de Vries, 0; 8. Fabian

Wachs, 0.

Hobby 1/U50 (3 Runden): 1. Michael

Walczak, 9 Punkte; 2. Pascal Dammeyer,

9; 3. Waldemar Saks, 7; 4. u. Clubmeister

Jens Ripke, 6; 5. Kasper ten

Thieje, 6; 6. Paul Kattlun, 4; 7. Kai Kording,

3; 8. Angie Dammeier, 3; 9. Marek

Mokrych, 3.

Hobby 2/Ü50 (3 Runden): 1. u. Clubmeister

Andreas Knöschke, 9 Punkte;

2. Burkhard Zoschke, 9; 3. Jack Drenthe,

6; 4. Thomas Fleming, 5; 5. Wolfgang

Star, 4; 6. Mark v.d. Maas, 2;

7. Heiko Scheer, 1; 8. Andreas Kielkämper,

0.

Junior B (3 Runden): 1. u. Clubmeisterin

Nynke Sijbesma, 5 Punkte; 2. Ben Iken,

4; 3. Tom Meyer, 0.

Junior C (3 Runden): 1. Jelto Schäfer,

6 Punkte; 2. u. Clubmeister Calvin Richter,

2; 3. Fabian Heinemann, 1.

Speedkarts (3 Runden): 1. Maurice

Meyer, 9 Punkte; 2. u. Clubmeister Julian

Fischer, 7; 3. Max Lawrentz, 6; 4. Corinna

Wennemann, 4; 5. Marco Dahms,

4; 6. Ralf Lawrentz, 3; 7. Ole Hohnholz,

2; 8. Tim Goedke, 0.

Bahnsport aktuell 12/2018

erscheint am

26. November 2018

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