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Ausgabe 4/Oktober 2018

Informationszeitung

Freiheitliche Wirtschaft Kärnten

P.b.b. Verlagspostamt - 9020

GZ 02z032674M

Massive Entlastungen

für Unternehmer ab 2020

Entlastung der Wirtschaftskammermitglieder um 100 Mio. Euro

Die WKO setzt die Reformwünsche des Regierungsprogramms nach

und nach um. Bereits ab dem 1. Jänner 2019 werden die Mitgliedsbetriebe

mit der beschlossenen Senkung der Kammerumlagen entlastet.

„Das ist die Erfüllung einer unserer jahrelangen Forderungen!“, so WKK-

Vizepräsident Günter Burger. Trotz der damit verbundenen Verminderung

der Einnahmen durch die Beitragssenkungen, wird das Service für

die Unternehmer nicht darunter leiden. Abgeschafft werden die Mehrfach-Grundumlagen

innerhalb einer Fachgruppe. Neugründer sind im

Jahr nach der Gründung zur Gänze von der Grundumlage befreit.

Projektentwicklung (PEG)

Die FPÖ erneuert ihre Forderung

nach Einrichtung einer

Projektentwicklungsgesellschaft

(PEG), die die Aufgaben der von

der SPÖ abgeschafften Entwicklungsagentur

(EAK) wahrnehmen

müsse und zusätzlich Projekte

in allen Regionen Kärntens entwickeln

soll.


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Ausgabe 4/2018

Facharbeiter-Offensive für

Kärnten notwendig!

Vor dem Hintergrund, dass die Anzahl der Lehrlinge in Kärnten in den letzten Jahren um fast 20 Prozent gesunken ist, präsentierte der

Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Mag. Gernot Darmann das 5-Punkte-Programm der FPÖ, um dem herrschenden Facharbeitermangel

entgegenzuwirken.

„Die SPÖ-ÖVP-Landesregierung

muss endlich Maßnahmen setzen

und den Negativtrend im Lehrlingsbereich

stoppen, denn die Lehrlinge von

heute sind unsere Kärntner Facharbeiter

von morgen. Wir fordern deshalb

ein Maßnahmenpaket, welches

als Schwerpunkt im schulischen

Bereich ansetzt, damit gut ausgebildete

Schüler in die Verantwortung

der Kärntner Wirtschaft übergeben

werden können. Ebenso muss die

Landesregierung auch endlich dafür

Sorge tragen, dass das Image der

Lehre gesteigert wird. Gerade in

diesen beiden Bereichen hat die SPÖ

komplett versagt“, kritisierte Darmann.

Nur 32 Prozent der Schulabgänger

wählen Lehrberuf. Laut Darmann sei

die Anzahl der Lehrlinge in Kärnten im

Vergleich zum Jahr 2012 um rund

1.700 Jugendliche gesunken, ebenso

sei ein Rückgang an Ausbildungsbetrieben

von rund 20 Prozent zu verzeichnen.

Während in Vorarlberg, wo

die Lehre einen hohen Stellenwert

hat, über 42 Prozent der Schüler nach

der Pflichtschule eine Lehrausbildung

beginnen, seien es in Kärnten gerade

einmal nur rund 32 Prozent, so Darmann.

KWF-Facharbeiterbonus

und Lehrlingsprämie

wären notwendig

„Die SPÖ schlägt in punkto Lehre

einen vollkommen falschen Weg ein.

Wir brauchen Maßnahmen, um die

Kärntner Unternehmen sowie die

Kärntner Schüler und Eltern zu unterstützen.

Die Kärntner Landesregierung

muss endlich aktiv werden

und eine zentrale Kärntner Facharbeiterplattform

insbesondere unter

Einbindung der HTLs einrichten, als

One-Stop-Shop für alle Lehrlingsund

Facharbeiteragenden in Abstimmung

mit der Kärntner Wirtschaft.

Zusätzlich brauchen wir einen KWF-

Facharbeiter-Bonus als finanziellen

Ausgleich für die Zeit der schulischen

Ausbildung der Lehrlinge und eine

Kärntner Lehrlingsprämie für jene

Unternehmen, die zusätzliche Lehrlinge

aufnehmen“, erklärte der FPÖ-

Chef.

Die SPÖ habe auch auf Bundesebene

in den letzten Jahren den

Negativtrend im Lehrlings- und Facharbeiterbereich

verursacht. Diese

Versäumnisse werden nunmehr


Informationszeitung der Freiheitlichen Wirtschaft in Kärnten

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durch die FPÖ behoben, betonte

Darmann. So werde eine frühzeitige

Bildungsberatung und Berufsorientierung

ab der 7. Schulstufe in den Lehrplan

aufgenommen sowie eine

Qualitätsoffensive an den Mittelschulen

und eine bedarfsorientierte Ausbildung

abgestimmt mit der Wirtschaft

erfolgen.

5-Punkte-Programm

„Während die FPÖ auf Bundesebene

ihren Beitrag zur Stärkung der Lehre

leistet, döst die SPÖ-ÖVP Landesregierung

in Kärnten weiter vor sich hin.

Damit muss jetzt endlich Schluss sein.

Um den Lehrberuf wieder attraktiver

zu machen und damit den Fachkräftebedarf

in Kärnten langfristig abzusichern,

haben wir ein 5-Punkte-

Programm entwickelt, welches von

der Kärntner Landesregierung so

schnell wie möglich umzusetzen ist“,

erklärte der Kärntner FPÖ-Chef abschließend.

Mehr Lehrlinge für

Kärnten

1. Qualitätssteigerung im Pflichtschulbereich

2. Imagesteigerung der Lehre

3. Kärntner Facharbeiterplattform

4. KWF-Facharbeiter-Bonus

5. Kärntner Lehrlingsprämie

„Die SPÖ schlägt in puncto Lehre

nicht nur im Land den falschen Weg

ein, sondern sie hat das auch immer

im Bund falsch vorgelebt. Diese

Versäumnisse werden jetzt von unserer

bürgerlichen Regierung behoben.

Trotz der wichtigen und

richtigen Bundesvorgaben döst die

Landesregierung aber nur weiter

vor sich hin. Wir setzen jetzt mit dem

freiheitlichen 5-Punkte-Programm

einen wichtigen Schritt für die Zukunft

unserer Kinder und der zukünftigen

Fachkräfte im Land!“

LO KommR Günter Burger

WKK-Vizepräsident

Klares Nein zur Lehre für Asylwerber:

31.000 Asylberechtigte (!)

sind arbeitslos

Wer die österreichischen Gesetze und realpolitischen Fakten der letzten Jahre kennt, dem

muss klar sein, dass das Asylrecht kein Instrument der steuerbaren Arbeitsmigration sein

kann. Ganz im Gegenteil.

Eine Regelung wie sie SPÖ, NEOS

und Liste PILZ fordern, würde

als Konsequenz eine Umgehung und

Aushebelung des eigentlichen

Aufenthaltszwecks für Asylwerber bedeuten.

Ein Modell, das die Zuwanderungsformen

Asyl und Arbeitsmigration

verschränkt, widerspricht

ausdrücklich dem Regierungsprogramm,

das sich zu einer klaren Differenzierung

der drei verschiedenen

Zuwanderungsformen:

• EU-Arbeitskräftemobilität

• qualifizierte Arbeitsmigration aus

Drittstaaten

• und Asyl bekennt.

Auf dieser sachpolitischen Grundlage

ist schlussendlich der sogenannte

Hundstorfer-Erlass aus dem Jahr

2012, der die Lehre in Mangelberufen

für Asylwerber ermöglicht hatte, zu

Recht Mitte September diesen Jahres

ersatzlos aufgehoben worden. Auch

die Zahlen sprechen eine deutliche

Sprache. So waren etwa Ende September

2018 nicht weniger als 31.000

Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte

beim Arbeitsmarktservice

arbeitslos gemeldet. Von diesen suchen

allein 1.500 eine Lehrstelle und

stehen daher der österreichischen

Wirtschaft als Arbeitskräfte und Auszubildende

zur Verfügung.

FW Niederösterreich:

neues Team für

kommende WK-Wahl

Am Landestag der Freiheitlichen

Wirtschaft Niederösterreich wurde

Reinhard Langthaler von den Delegierten

als neuer Landesobmann gewählt

und übernahm eine starke und

in allen Bezirken gut aufgestellte freiheitliche

Unternehmerorganisation

von seiner engagierten Vorgängerin

Elisabeth Ortner. Reinhard Langthaler,

schon bisher im Präsidium der

FW-NÖ und Geschäftsführer mehrerer

Unternehmen, ist ein passionierter

Netzwerker, gilt als Garant einer

engen Zusammenarbeit mit der FPÖ

und lebt für einen neuen, positiven

und selbstbewussten „Drive“, den

die Wirtschaft mit der neuen türkisblauen

Regierung tagtäglich erfährt.

Er wird von einem starken und motivierten

Team unterstützt. An seiner

Seite agieren im Präsidium als Obmann-Stv.

NAbg. Ing. Christian Höbart,

NAbg. Peter Gerstner, KommR

Hermann Fichtinger und Werner

Zainzinger, MBA.


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Ausgabe 4/2018

Wohnbauförderung:

Erschreckende Kärntner Daten

bestätigen FPÖ-Warnungen

Auf Grundlage der aktuell veröffentlichten Wohnbauförderungs- und Baubewilligungsstatistik 2017 der Wirtschaftskammer, in welcher

festgestellt wird, dass in Kärnten Eigenheime praktisch nicht mehr gefördert werden, hält der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Mag.

Gernot Darmann fest:

ohne jegliche positive Auswirkungen

für die Kärntner. Das ist insofern eine

Frechheit, wird doch jedem Kärntner

Arbeitnehmer im Laufe seines Berufslebens

bis zu rund 30.000 Euro vom

Lohn abgezogen und fließen ins Budget

des Landes anstatt zu den Häuslbauern“,

kritisiert Darmann.

„Ich fordere die SPÖ geführte Landesregierung

auf, endlich die FPÖ Forderungen

für mehr Wohnbauförderung

und Mietbeihilfe umzusetzen.

„Die Daten sind erschreckend. Sie bestätigen

die langjährigen FPÖ-Warnungen

und Befürchtungen, die

allerdings von der SPÖ-ÖVP Landesregierung

in Kärnten bis jetzt ignoriert

wurden. Zuletzt wurden unsere Forderungen

im Zusammenhang mit der

dringend notwendigen Änderung der

Kärntner Wohnbauförderungsrichtlinien

im Landtag im Mai 2018 von Rot

und Schwarz erneut abgeschmettert.“

Laut der aktuellen Wohnbauförderungs-

und Baubewilligungsstatistik

werden Eigenheime in Kärnten praktisch

gar nicht mehr gefördert und die

Förderungszusicherung im Neubau in

Kärnten sei im Jahr 2017 um weitere 9

Prozent gesunken. In Kärnten seien

diese in den letzten 10 Jahren um 45

Prozent regelrecht eingebrochen und

mit einem Zusicherungsschnitt von 1,5

pro 1.000 Einwohner sei Kärnten leider

wieder einmal absolutes Schlusslicht

unter den Bundesländern.

Darmann kritisiert in diesem Zusammenhang

auch die seit Jahren untätige

SPÖ-ÖVP-Landesregierung

in Kärnten: „Die Kärntner SPÖ

lebt in einer Fantasiewelt, die

Realität ist aber leider eine ganz

andere, wie die Zahlen belegen.

Denn die Kärntner Häuslbauer

und Jungfamilien bekommen

praktisch keine Wohnbauförderung

mehr, wenn sie sich ein

Haus bauen oder eine Wohnung

kaufen wollen. Auch die Mietbeihilfe

für sozial schwache

Kärntner wurde gekürzt.

Daran hat sich

auch durch die

sogenannten

Neuerungen,

die seit dem

Jahr 2018 gelten,

nichts geändert,

denn

diese sind reiner

SPÖ-Bluff

Die Bauschikanen und die Bürokratie

müssen abgestellt, der Häuslbauerbonus,

als unkomplizierte Direktförderung

für Hausbau und Wohnungskauf,

muss endlich eingeführt werden.

Außerdem müssen die Wohnbaugenossenschaften

endlich ihre Rücklagen

dafür hernehmen,

um die

Mieten in Kärnten

nachhaltig zu

senken“, stellt

FPÖ-Chef Gernot

Darmann abschließend

fest.


Informationszeitung der Freiheitlichen Wirtschaft in Kärnten

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Minus 7,6 Prozent

weniger Arbeitslose

Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz mit allen Senatskollegen bei der Verleihung der Goldenen Medaille

an die Seniorchefs Gerd (sitzend mit Goldenem Buch) und Volkmar Zechner (hinter seinem Bruder stehend). Mit

dabei die jetzigen Geschäftsführer Achim (ganz links) und Helmut Zechner (Bildmitte, neben Volkmar Zechner).

150 Jahre Buchhandlung und Verlag Heyn:

Goldene Medaille der Stadt für

Gerd und Volkmar Zechner

Die Arbeitslosigkeit in Österreich

ging in den letzten Monaten deutlich

zurück. Insgesamt waren 3.795.000

Personen unselbständig beschäftigt,

das sind um 90.000 mehr als 2017.

Im Vergleich zu Ende September

2017 kam es damit zu einem Rückgang

der Arbeitslosigkeit um minus

7,6 Prozent. Auch die Konjunktur

steigt weiter an. Ein Ergebnis der positiven

Arbeit der Bundesregierung.

Ein solches Unternehmen haben nicht viele Städte aufzuweisen: Verlag und Buchhandlung

Heyn werden in der fünften Generation als Familienbetrieb geführt und feiern 2018 das

150-Jahr-Jubiläum.

Die zwei Seniorchefs wurden mit der

Goldenen Medaille der Stadt ausgezeichnet.

Zum Festakt in der Buchhandlung

stellten sich Montagabend prominente

Vertreter aus Kultur, Literatur,

Verlagswesen, Wirtschaft und Politik

ein, um der Unternehmerfamilie herzlich

zu gratulieren.

Der Grundstein für Buchhandlung und

Verlag Johannes Heyn wurde 1868

gelegt. Rudolf Bertschinger aus der

Schweiz gründete eine Buchhandlung

in der Kramergasse und wurde ein

Jahr später auch Druckereiunternehmer

und Zeitungsverleger. Drei

Jahre später stieg der gebürtige

Bremer Johannes Heyn in das Unternehmen

ein. Buchhandlung und

Verlag expandierten, 1977 übernahmen

die jetzt geehrten Gerd und

Volkmar Zechner den Betrieb. Buchhandlung

und Verlag wurden unternehmerisch

getrennt. Volkmar

Zechner übernahm die Buchhandlung,

Gerd Zechner führte mit seiner

Gattin Therese den Verlag. Buchhandlung

und Verlag mussten sich in

den folgenden Jahrzehnten gegen

große Konzerne und Online-Riesen

behaupten und waren unter den jetzigen

Chefs, Achim Zechner (Verlag)

und Helmut Zechner (Buchhandlung)

damit erfolgreich.

Auch im Bereich Gesundheit und Soziales

wurden nach den Versäumnissen

der letzten Jahre und

Jahrzehnte nun erstmals echte Reformen

angegangen. Unter Federführung

der FPÖ gibt es endlich

nachhaltige Verbesserungen für die

österreichischen Leistungsträger.

Gut besuchte Veranstaltung der

Freiheitlichen Wirtschaft im Hotel

Feel Good Krumpendorf zum

Thema Außenwirtschaft mit Trendund

Innovationsservice

GF Gerald Egger Hotel Feel Good,

Schoars Markus Fa. Hs2n Informationstechnologie,

WKK Vizepräsident

Günter Burger, Emilia Andonova Fa.

Fennobed & MMag. Dr. Meinrad Höfferer

Leiter der WKK-Außenwirtschaft


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Ausgabe 4/2018

Netzwerk-Lounge in NÖ

Der Badener FW-Bezirksobmann

Reinhard Langthaler lud kürzlich zur

2. Netzwerk-Lounge in Perchtoldsdorf

ein. Über 120 Unternehmer

verfolgten eine hochkarätige Podiumsdiskussion

mit Infrastrukturminister

Norbert Hofer, dem Internet-

Top-Manager Achim Kaspar und WK-

Vizepräsidenten Matthias Krenn.

Freiheitliche Wirtschaft on Tour

Traditionell sind die Funktionäre der Freiheitlichen Wirtschaft mit gf. Landesobmann

Komm-Rat. Günter Burger und LGF Herwig Druml auch bei

zahlreichen Veranstaltungen im ganzen Land präsent. Besucht wurde

unter anderem ein Go-Kart-Rennen in Feistritz im Rosental, bei dem auch

FPÖ-Chef Gernot Darmann gute Figur machte (Foto links oben). Viel Gelegenheit

zu Gesprächen mit Unternehmern gab es auch am St. Veiter

Wiesenmarkt, wo sich auch Hüttenbergs Bürgermeister BR Josef Ofner

zur FW-Delegation gesellte (Foto rechts oben). Sehr kollegial verlief der

Besuch des Wirtetages mit WK-Direktor Michael Stattmann (Fotos unten).

Bürokratieabbau ist wirksamste Art der Unternehmensförderung:

Entlastung der Kleinunternehmer als

Signal für eine umfassende Steuerreform!

Die von Finanzminister Hartwig Löger angekündigte bürokratische Entlastung für Kleinunternehmer wird von der Freiheitlichen Wirtschaft

begrüßt. „Das gibt Hoffnung für eine unternehmerfreundlichere Zukunft!“, so der Bundesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft und

WKÖ-Vizepräsident Matthias Krenn.

Die Deloitte-Studie Austrian Tax Survey

zeigt deutlich, dass Österreichs

Steuerlandschaft nach

wie vor ein erheblicher

Standortnachteil ist.

Eine Steuerreform ist

daher dringend notwendig

und unumgänglich.

Dazu

braucht es aber auch

weitere Begleitmaßnahmen

– gerade

wie die massive Entlastung

im Bereich der

Bürokratie. Daher handelt

der Finanzminister richtig, wenn er

Kleinstunternehmer durch großzügigere

Pauschalierungen

die Steuererklärung ersparen

will. Vor allem

die EPU sollen sich auf

ihre Tätigkeiten konzentrieren

können,

anstatt ständig Formulare

auszufüllen.“

„Wenn Österreichs Wirtschaft

aber wirklich zukunftsfit

gemacht werden soll, dann muss

es aber für alle Unternehmen eine

standortsichernde Steuerpolitik

geben. Hier würde sich die von der

Freiheitlichen Wirtschaft seit Jahren

geforderte Steuerhoheit der Länder

anbieten. Ein Fiskalwettbewerb zwischen

den Ländern könnte laut

Agenda Austria Lohn– und Einkommenssteuersätze

bis zu 1,5 Prozent

senken. Die niedrigen Sätze würden

Österreich einen Standortvorteil im internationalen

Wettbewerb und dem

Land langfristig von durchschnittlich 1,7

Prozent bringen. Damit wäre man in

der Lage, den Standort auch wirklich

nachhaltig zu sichern!“, so Krenn.


Informationszeitung der Freiheitlichen Wirtschaft in Kärnten

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„Starker Lebensstandort ist von

Innovationen geprägt“

Ideen verwirklichen, den Alpen-Adria-Raum nutzen und Unternehmergeist versprühen. Wenn es nach WK-Präsident Jürgen Mandl geht,

soll so der Lebensstandort Kärnten in den nächsten Jahren nachhaltig gestaltet werden.

Welche Vorteile hat Kärnten als

Wirtschafts- und Lebensstandort?

Jürgen Mandl: Mut, Willenskraft, Innovationsgeist

und die gute Lage. Ein

Beispiel dafür ist etwa die Errichtung

des ersten Makerspace im Süden

Österreichs. Der von der Wirtschaftskammer

Kärnten initiierte MAKER-

SPACE Carinthia wird ein Dreh- und

Angelpunkt für kreative Unternehmer.

Wir haben eine gute Förderstruktur

und durch unsere guten Beziehungen

zu Norditalien, Südtirol und Slowenien

können Betriebe relativ leicht

über Grenzen gehen.

Bleiben wir thematisch gleich beim

MAKERSPACE Carinthia. Wie geht

der Umbau voran?

Sehr gut. Die Werkstatt ist nahezu fertig

und kann noch heuer in Betrieb

genommen werden. Anfang 2019

wird dann der komplette MAKER-

SPACE bezugsfertig sein. Der MA-

KERSPACE ist ein Mix aus Werkstatt

und Workspace, in dem Unternehmer

und Privatpersonen Prototypen herstellen

können. Ich kann es kaum erwarten,

dass sich die ersten Maker in

der Lastenstraße tummeln und ihre

Ideen verwirklichen. Das ist meiner

Meinung nach auch ein sehr wichtiger

Punkt für die Weiterentwicklung Kärntens.

Denn ein starker Lebensstandort

ist von Innovationen geprägt! Wir

sollten noch mutiger werden, Synergien

nutzen und uns vernetzen. Weniger

Gegeneinander, mehr

Miteinander.

Welches Ziel verfolgen Sie mit dem

MAKERSPACE Carinthia?

Foto: WKK/Helge Bauer

Der MAKERSPACE Carinthia ist ein

spezielles Angebot, das vor allem

Klein- und Mittelunternehmen auf dem

Weg der Digitalisierung fit macht. Immerhin

prägen neue Technologien,

Prozesse und Dienstleistungen den

Arbeits- und Lebensraum in Zukunft

noch stärker. Wirtschaft muss neu gedacht

und gestaltet werden. Möglich

wird das durch Kooperationen von

etablierten Unternehmen mit Gründern

und Start-ups sowie die Zusammenarbeit

zwischen Wirtschaft und

Bildung.

Sie haben in Ihrer ersten Antwort

auch die Nähe zu Italien und Slowenien

als Standortvorteil genannt.

Woran lässt sich das festmachen?

Der Alpen-Adria-Raum hat eine

enorme wirtschaftliche Dimension für

Kärnten: Mit einem Waren-Exportvolumen

im Jahr 2017 von 771 Mio. Euro

ist Italien Kärntens drittwichtigster Exportmarkt.

Die Exporte nach Slowenien

betrugen im gleichen Zeitraum

306 Mio. Euro, im Ranking der wichtigsten

Exportmärkte liegt Slowenien

damit an vierter Stelle. Hier passt die

Geographie, hier passen die Sprachen

und Kulturen. Wir haben viele

Gemeinsamkeiten, um auf den Weltmärkten

gemeinsam aufzutreten und

unserer Region noch mehr Bedeutung

zu geben.

Was wird unternommen, um Unternehmern

den Weg in den Alpen-

Adria-Raum zu ebnen?

Die Wirtschaftskammer Kärnten ist

Teil des New Alpe Adria Network of

Chambers. In diesem Netzwerk sind

Kammern aus Udine, Triest, Venetien,

Pula, Rijeka, Slowenien und der Steiermark.

Es ist ein Instrument zur Umsetzung

von gemeinsamen

Programmen und Kooperationen. Ein

Beispiel dafür ist der Alpen-Adria-

Lehrling: Ab 2020 sollen in einer ersten

Phase 20 Jugendliche Teile ihrer

Ausbildung auch in der jeweiligen

Nachbarregion absolvieren können.

Ein zweites, bereits im Laufen befindliches

Projekt ist die Exportakademie

auf Basis des Interreg-Projekts "Expedire":

Die fünf Projektpartner arbeiten

vorerst für drei Jahre daran, exportorientierte

Unternehmen von beiden

Seiten der Grenze durch verschiedene

Aktivitäten für den Export zu begeistern.

Über die "Euregio Senza

Confini" wollen wir nun ein eigenes

Alpen-Adria-Programm für die ab

2021 laufenden nächste EU-Förderperiode

etablieren. Das kann für die

Entwicklung unseres Lebens- und

Wirtschaftsraums entscheidend sein.


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Ausgabe 4/2018

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Informationszeitung der Freiheitlichen Wirtschaft in Kärnten

Freiheitliche Wirtschaft (FW) begrüßt

Regionalisierung der Mangelberufsliste!

Die langjährige Forderung der Freiheitlichen Wirtschaft (FW) zur Fachkräftesicherung im Tourismus wird nun umgesetzt. In einem ersten

Maßnahmenpaket soll die Mangelberufsliste an die regionalen Bedürfnisse schon ab 1.1.2019 angepasst sowie ein schnellerer und erleichterter

Zugang über die Rot-Weiß-Rot-Card ermöglicht werden.

9

„Das ist gut so, wobei gerade für den

Tourismus schon im Hinblick auf die

Wintersaison der Beginn mit Anfang

September der bessere Zeitpunkt gewesen

wäre.“, so der Bundesobmann

der Freiheitlichen Wirtschaft und Vizepräsident

der Wirtschaftskammer

Österreich, Matthias Krenn.

Die Freiheitliche Wirtschaft weist seit

Jahren darauf hin, dass die Tourismuswirtschaft

zwischen dem Boden- und

dem Neusiedlersee nicht in einen Topf

geworfen werden kann. Über ganz

Österreich ein starres, einzementiertes

Korsett für Mangelberufe vorzuschreiben,

ist wirtschaftspolitischer Unsinn.

„Wir werden den hohen Standard im

Tourismus nur halten können, wenn

wir die dafür notwendigen Stellen

auch besetzen können. Gelingt das

nicht, fallen auch andere Arbeitsplätze

weg - ohne Küche kein weiteres Küchenpersonal

oder Kellner. So sieht es

in der Realität aus!“, so Krenn wörtlich.

Mehr Förderung für Kärntner Unternehmer!

Der Jahresbericht 2017 des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) zeigt, dass gerade die kleinen und mittelgroßen Unternehmen

in Kärnten kaum mehr Förderungen bekommen.

Dies kritisierten der Landtagsabgeordnete

Dietmar Rauter und der 3. Landtagspräsident

Josef Lobnig im

Rahmen der letzten Landtagssitzung

scharf. „Im letzten Jahr sind nur noch

rund 13 Millionen Euro in die Kärntner

Wirtschaft geflossen. Der Löwenanteil

davon auch noch in Großunternehmen.

Für viele kleine Unternehmen

sind die komplizierten Richtlinien und

die strengen Bedingungen eine viel zu

große Hürde, sodass trotz Anspruchsberechtigung

viele gar

keine Unterstützung beantragen. Jene

die es trotzdem tun, bekommen oftmals

nur ein paar hundert Euro an Förderung.

Das ist eine Zumutung für die

kleinen Kärntner Betriebe, die

das Rückgrat der Kärntner Wirtschaft

bilden“, so Rauter und Lobnig. Sie

kritisierten in diesem Zusammenhang

auch noch die hohen Personalkosten

des KWF und der BABEG von

mehreren Millionen

Euro im Jahr: „Die Personalkosten

in den Landesgesellschaften ufern

aus, wir fordern hier eine Reduzierung

der Geschäftsführerposition und

Einsparungen im Verwaltungsbereich.

Bisher haben SPÖ und ÖVP diese

Streichung abgelehnt. Wir werden

aber weiterhin jede Steuergeldverschwendung

und jeglichen rotschwarzen

Postenschacher schonungslos

im Sinne der Kärntner

Unternehmer aufzeigen.“


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Ausgabe 4/2018

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Informationszeitung der Freiheitlichen Wirtschaft in Kärnten

11

Interview mit Vizepräsident Komm-Rat Günter Burger:

„Die Steuerreform 2020 wird eine

Entlastung der Unternehmer bringen!“

auch dem Land nicht gut. Die Kärntner

Unternehmer sind glücklich über

die neuen politischen Konstellationen

in Wien, das weiß ich von unzähligen

Besuchen und Gesprächen.

Was wünschen Sie sich von der Landespolitik?

Herr Vizepräsident, vor einem Jahr

fanden in Österreich Nationalratswahlen

statt. Seitdem ticken die

Uhren anders.

Burger: Naja, die Uhren ticken schon

noch gleich, aber in politischer

Hinsicht hat sich sehr Vieles zum Positiven

verändert. Die neue Bundesregierung

hat umgesetzt, was sie

versprochen hat: nämlich für mehr

Fairness zu sorgen sowohl für die

Arbeitnehmer als auch für die Unternehmer.

Wo sehen Sie konkrete Verbesserungen?

Der klar erkennbare Wille zu längst

notwendigen Einsparungen in der

Verwaltung bei gleichzeitiger Vorbereitung

der Steuerreform 2020 ist der

bemerkenswerteste Unterschied zu

den rot-schwarzen Vorgängerregierungen.

Das Ergebnis dieses Reformkurses

ist es, dass Österreich

erstmals seit Jahrzehnten wieder

schwarze Zahlen schreibt.

Viele Reformvorhaben stoßen aber

auch auf Unverständnis.

Wo gehobelt wird, fliegen Späne,

keine Frage. Aus der Sicht der Unternehmer

ist das, was die Regierung tut,

absolut zu begrüßen. Alleine die vorgenommene

Flexibilisierung der Arbeitszeiten,

die für Arbeitnehmer eine

bessere Freizeiteinteilung ermöglicht

aber es gleichzeitig dem Unternehmer

ermöglicht, rasch auf wirtschaftliche

Entwicklungen zu reagieren, ist

eine Sensation.

Nun steht die Steuerreform vor der

Türe. Müssen die Unternehmer

davor Angst haben?

Ganz und gar nicht. Es gibt das klare

Versprechen der Bundesregierung,

keine neuen Steuern zu erfinden und

die Abgaben nicht zu erhöhen. Ich

darf hier auch daran erinnern, dass

diese Bundesregierung Steuern

senkt, wie etwa die Mehrwertsteuer

für Übernachtungen von 13 auf 10 Prozent.

Das zentrale Thema der großen

Steuerreform 2020 wird aber die

Senkung der Lohnnebenkosten sein,

die die Unternehmen entlastet und

ihnen die Schaffung neuer Arbeitsplätze

ermöglicht. Gleichzeitig werden

damit die Einkommen gestärkt

und die Kaufkraft erhöht, was wiederum

der Wirtschaft nützt.

Sie sind also rundum glücklich?

Es ist auch notwendig, dass auf Landesebene

die Reformarbeit der Bundesregierung

mitgetragen wird. Man

hat den Eindruck, dass Landeshauptleute

wie Peter Kaiser, denen die

Ansprechpartner auf Bundesebene

abhanden gekommen

sind, herumrudern und versuchen,

mit parteipolitischen Einwürfen

den Zukunftskurs

Österreichs zu stören. Das ist

ein politischer Fehler und tut

Ich wünsche mir eine KWF-Förderkurlisse,

die es auch klein- und mittelständischen

Unternehmen wieder

ermöglicht, Förderungen zu bekommen.

Ich will eine Häuslbauer- und

Wohnbauoffensive, die der heimischen

Bauwirtschaft und den Handwerkern

wieder zu neuen Aufträgen

verhilft. Und ich will eine effektive

Kärnten-Werbung, die es schafft, den

Tourismus anzukurbeln. Wie Sie wissen,

haben wir ja heuer trotz eines

Jahrhundertsommers ein Nächtigungsminus

zu verzeichnen. Auch

hier wird man dringend über einen

Kurswechsel nachdenken müssen.

Danke für das Gespräch.


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Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Freiheitliche Wirtschaft Kärnten, Lastenstraße 26, 9020 Klagenfurt

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