Nachbarn 11/2018
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<strong>Nachbarn</strong><br />
Wir in der<br />
Flughafenregion<br />
Der stille Macher<br />
<strong>11</strong><br />
<strong>2018</strong>
2 IN UNSERER REGION | AUF EIN WORT<br />
Liebe Nachbarinnen<br />
und <strong>Nachbarn</strong>!<br />
Ob der 14. Tag der Luft- und Raumfahrt an der<br />
Technischen Hochschule Wildau oder unsere<br />
Vorlesungsreihe Airport Campus, die am<br />
23. Oktober gestartet ist. Die Luft- und Raumfahrtindustrie,<br />
die eine lange Tradition in Berlin<br />
und Brandenburg hat, boomt – und ist längst<br />
zu einem der maßgeblichen Treiber unserer<br />
Wirtschaft und Wissenschaft geworden. Bei der<br />
Entwicklung und Fertigung der Triebwerkstechnik<br />
etwa, sind Berlin und Brandenburg im<br />
europäischen Vergleich in der Spitzengruppe,<br />
und in Deutschland hat sich die Hauptstadtregion<br />
mittlerweile als drittgrößtes Aero space-<br />
Kompetenzzentrum etablieren können. So<br />
erwirtschafteten rund 17.000 Beschäftige in<br />
100 Unternehmen im vergangenem Jahr ein<br />
Exportvolumen von 1,3 Milliarden Euro. Davon<br />
kommen allein 60 aus der Hochtechnologiebranche,<br />
die im Zentrum für Luft- und Raumfahrt<br />
Schönefelder Kreuz, ihrer Profession<br />
nachgehen. Die Zuversicht, dass auch zukünftige<br />
Generationen in dieser Branche tätig sein<br />
werden, wird getragen durch die enge regionale<br />
Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft.<br />
Allein 200.000 Studierende an 20 Universitäten<br />
und Hochschulen der Hauptstadtregion sowie<br />
eine Synthese aus gesundem Mittelstand und<br />
Global Playern liefern den Treibstoff, um auch<br />
weiterhin als Land der Ideen wahrgenommen zu<br />
werden. Mit AneCom AeroTest stellen wir Ihnen<br />
eines dieser innovativen Unternehmen vor, die<br />
beispielgebend für die positive Entwicklung der<br />
gesamten Branche sind.<br />
Weil auch wir als Flughafengesellschaft immer<br />
auf der Suche nach Innovationen und Fachkräften<br />
von heute und morgen sind, haben wir<br />
vor zehn Jahren unser hauseigenes Hochschulprojekt<br />
Airport Campus ins Leben gerufen. Die<br />
Auftaktveranstaltung war ein voller Erfolg und<br />
am 8. November geht es im Zentrum für Luftund<br />
Raumfahrt in Wildau mit Vertreterinnen und<br />
Vertretern aus Politik und Wirtschaft mit der<br />
Podiumsdiskussion zu dem Thema: „Fit machen<br />
für die Zukunft - Fachkräftesicherung für die<br />
Flughafenregion“ weiter. Auch mein Kollege<br />
Dr. Manfred Bobke-von Camen wird da darüber<br />
diskutieren, wie es der Region gelingen kann,<br />
die hochspezialisierten Arbeitnehmerinnen und<br />
Arbeitnehmer hierher zu bringen bzw. hier zu<br />
halten. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie<br />
auch mit dabei sind.<br />
Nun aber viel Freude bei der Lektüre.<br />
Ihr Engelbert Lütke Daldrup<br />
Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
IN UNSERER REGION | POLITIK 3<br />
Mitglied des brandenburgischen Landtages<br />
Tina Fischer<br />
1Frau Fischer, mit Ihrer Forderung<br />
„Wachstum braucht Infrastruktur“<br />
haben Sie Anfang des Jahres<br />
den Finger in die Wunde gelegt<br />
und daran appelliert, dass die<br />
Kommunen im Berliner Umland noch<br />
stärker vom Landkreis bzw. dem Land<br />
unterstützt werden müssen. Gibt es<br />
schon praktische Reaktionen auf Ihren<br />
Weckruf?<br />
2<br />
Gemeinsam mit Schönefelds<br />
Bürgermeister, Dr. Udo Hasse,<br />
und dessen Neuköllner<br />
Amtskollegen, Martin Hikel<br />
setzen Sie sich vehement für<br />
die Verlängerung der U-Bahnlinie 7 von<br />
Rudow nach Schönefeld ein. Wie ist hier<br />
der Stand der Entwicklung?<br />
3<br />
Seit vielen Jahren machen<br />
Sie sich für die Flughafenregion<br />
und Ihre Bewohnerinnen<br />
und Bewohnern stark. Was<br />
genau macht für Sie diese<br />
Region so einzigartig?<br />
Zum Glück ja! Dabei war und ist es ein<br />
schwieriger Prozess, die richtigen Leute<br />
von der Notwendigkeit zu überzeugen.<br />
Allzu oft hört man ja: „Im Flughafenumfeld<br />
boomt die Wirtschaft und sprudelt<br />
das Geld – die brauchen keine finanzielle<br />
Hilfe!“ Aber das stimmt natürlich nicht.<br />
Jede Kita, jede Schule kostet Geld. Und<br />
noch etwas: Die nördlichen Gemeinden<br />
sind alle im Zentrum durch die Bahnschienen<br />
getrennt. Ob Kinderwagen, Fahrrad<br />
oder Rollator - der jetzige Zustand mit den<br />
Treppen geht gar nicht, weder für junge<br />
noch für ältere Menschen. Und auch hier<br />
müssen die Gemeinden mitfinanzieren!<br />
Deswegen habe ich mit dafür gesorgt, dass<br />
die Gemeinden mehr Geld für diese<br />
Aufgaben behalten und weniger an den<br />
Landkreis abgeben müssen. Und dass das<br />
Land erstmalig ein besonderes Förderprogramm<br />
für das Umland aufgelegt hat,<br />
von dem auch schon viel Geld in die<br />
Region, in die Feuerwehren und in den<br />
Sport geflossen ist.<br />
Aus meiner Sicht gibt es keine Alternative<br />
zur Anbindung von Schönefeld und BER<br />
über die U7-Verlängerung ab Rudow. Zum<br />
Glück haben wir mit Neuköllns Bürgermeister<br />
Martin Hikel (SPD) einen starken<br />
Partner an der Seite, der dieses Thema<br />
in den Fokus seiner Arbeit rückt. Auf<br />
Brandenburger und Berliner Seite gibt es<br />
jetzt das grundsätzliche Okay, sich mit den<br />
Planungen zu beschäftigen. Damit ist es<br />
von der Kategorie „Utopisch“ in Richtung<br />
„Vorstellbar“ gerückt und der erste Schritt<br />
getan!<br />
Für mich ist es dieser Mix aus den<br />
Menschen, die hier leben und der geographischen<br />
Lage. Ich lebe ja in Zeuthen,<br />
meine Kinder gehen hier zur Schule und<br />
ich treffe täglich auf Leute, die interessiert,<br />
engagiert und manchmal auch laut<br />
sind. Aber die vor allem das Herz am<br />
rechten Fleck haben. Und ich genieße es,<br />
die Hauptstadt vor der Haustür zu haben.<br />
Genauso liebe ich aber die Eichwalder<br />
Bahnhofsstraße oder den Zeuthener<br />
Wochenmarkt. Beschaulichkeit und tolle<br />
Natur ringsum: das macht die Region so<br />
lebenswert. Interview CF<br />
„Aus meiner Sicht gibt es keine<br />
Alternative zur Anbindung von<br />
Schönefeld und BER über die<br />
U7-Verlängerung ab Rudow.“<br />
Tina Fischer,<br />
Mitglied des brandenburgischen Landtages<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
4 WORTE AUF DEN WEG<br />
Betroffener. Sie versuchen zu verstehen, was die<br />
Streikenden motiviert, sie wollen «das Beste»<br />
aus der Situation machen. Und „der Markt“,<br />
besser: die Menschen, finden immer Wege, die<br />
unangenehmsten Folgen von Streiks zu<br />
umgehen.<br />
Und vielleicht geben uns Streiks ja einen Anreiz<br />
dafür, auch wenn sie unsere Planung gehörig<br />
durcheinanderbringen – das jedenfalls wünscht<br />
Ihnen<br />
Ihr P. Wolfgang Felber<br />
Liebe Leserin,<br />
lieber Leser<br />
haben Sie denn noch Zeit, diese Kolumne in<br />
Ruhe zu lesen? Oder sind Sie ständig strapaziert,<br />
weil Sie fürchten, etwas zu versäumen? Sie<br />
wollen möglichst viel aufnehmen und verarbeiten<br />
und erledigen und zur nächsten Arbeit eilen?<br />
In den letzten Wochen gab es Streiks bei Piloten<br />
einer Fluggesellschaft – natürlich gab es da<br />
Stress für die Passagiere, musste viel umgeplant<br />
und umgebucht werden. Aber wenn ich dann die<br />
Zeitung aufschlage oder den Fernseher anmache,<br />
bin ich erstaunt über die Gelassenheit vieler<br />
Auch das Christentum hat am Anfang eine<br />
erstaunliche Anpassungsfähigkeit an den Tag<br />
gelegt:<br />
Jesus sprach Aramäisch, eine Sprache, die von<br />
wenigen verstanden wurde – also wurde alles,<br />
war er gesagt hat, ins Griechische übersetzt;<br />
aus der kleinen Sekte von Reform-Juden<br />
wurde eine weltweite Bewegung, die für alle<br />
Menschen offenstand; aus strikten Nahrungsmittel-Vorschriften<br />
wurde die Einladung an<br />
alle, gemeinsam Gottes Gegenwart zu feiern<br />
– Brot und Wein gibt es auf der ganzen Erde.<br />
Auch ich möchte Sie einladen, mit Hindernissen<br />
kreativ umzugehen. Vielleicht ist es gut, öfter<br />
der Entschleunigung zu frönen, zurückzukehren<br />
zu einer gesunden Langsamkeit, nicht nur wenn<br />
widrige äussere Umstände uns dazu zwingen.<br />
¢<br />
Flughafenseelsorge gibt es seit den<br />
1950er Jahren an Flughäfen in christlich<br />
geprägten Ländern: Schönefeld ab 2003,<br />
Tempelhof bis zur Schließung; seit 2008<br />
als „ökumenische Flughafenseelsorge<br />
Berlin“ in Tegel und Schönefeld (ab 2012<br />
auch mit etwa 30 Ehrenamtlichen). Drei<br />
Säulen der Arbeit: mit den Flughafen-<br />
Beschäftigten, mit den Passagieren und<br />
gottesdienstliche Angebote.<br />
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Impressum<br />
Herausgeber: Flughafen Berlin<br />
Brandenburg GmbH<br />
in Kooperation mit<br />
ELRO Verlagsgesellschaft mbH<br />
Eichenallee 8, 157<strong>11</strong> Königs Wusterhausen<br />
( (03375) 24250 /<br />
www.elro-verlag.de<br />
Auflagenzahl: 65.000<br />
Verantwortlicher Redakteur der<br />
ELRO Verlagsgesellschaft mbH:<br />
Manfred Tadra<br />
( (033764) 5059-61<br />
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Verantwortlich für Anzeigen:<br />
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Verteilgebiet: Flughafenregion<br />
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( (030) 6091-70100<br />
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Oliver Otto<br />
Redaktion: Christian Franzke (CF) –<br />
verantwortlich, Donate Altenburger<br />
(DA), Nancy Biebach (NB), Wolfgang<br />
Felber (WF), Clemens Glade (CG),<br />
Annika Hennebach (AH), Dr. Kai<br />
Johannsen (KJ), Jörg Kobs (JK), Oliver<br />
Kossler (OKS), Fiona Konrad (FK),<br />
Rosemarie Meichsner (RM), Simon<br />
Miller (SM), Justus Münster (JM),<br />
Manfred Tadra (MT), Daniel Tolksdorf<br />
(DT), Ralf Wagner (RW), Jörg Weyden<br />
(JW), Redaktion (red)<br />
Bildquellen: Günter Wicker (S. 1, 2, 4, 5, 14, 16, 18, 19, 20), Christian Könning<br />
(S. 3), Fiona Konrad (S. 6), Fotolia (S. 7), Thomas Kierok (S. 8), Daniel Tolksdorf<br />
(S. 8), Manfred Tadra (S. 9, 10, 20, 23), Israeli Ministry of Tourism http://info.<br />
goisrael.com (S. 12, 13), AneCom Aero Test GmbH (S. 15), THANANIT/fotolia<br />
(Seite 18), pixabay (S.20)<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
MEIN ARBEITSPLATZ IN DER FLUGHAFENREGION 5<br />
Das Ohr am Gast<br />
Juliane Frank und ihr Team<br />
vom Tourismusverband Dahme-Seen e. V.<br />
Wir kümmern uns um alle, die touristisch in der<br />
Region etwas bewegen wollen und sorgen dafür,<br />
dass sich die Gäste hier im Dahme-Seenland<br />
wohlfühlen und ein entsprechendes Angebot vorfinden“,<br />
fasst Juliane Frank (oberes Bild, Bildmitte), seit einem Jahr<br />
Geschäftsführerin des Dahme-Seen Tourismus e. V., die Arbeit<br />
des Verbandes zusammen. Frank kennt sich in der Region<br />
bestens aus. Ihre Eltern waren beide am Flughafen tätig, die<br />
Mutter als Flugbegleiterin, der Vater bei der Flugsicherung.<br />
„So etwas prägt natürlich mit Blick auf den jetzigen Arbeitgeber.<br />
Unsere Laube hatten wir damals in Glasow, da konnten<br />
wir schon morgens gegen fünf Uhr die ersten russischen<br />
Flieger nach Moskau begrüßen“, gibt die Mutter einer kleinen<br />
Tochter augenzwinkernd zum Besten.<br />
Zahlreiche Anspruchsgruppen<br />
und starke Zahlen<br />
Der Tourismusverband Dahme Seen e.V. ist Dachverband für<br />
einen bunten Mix von Anspruchsgruppen. Dazu gehören<br />
Landkreis, Kommunen, private Vermieter und natürlich die<br />
Gäste. „Einen klassischen Arbeitsalltag gibt es nicht wirklich.<br />
Sowohl große Projekte, die über Monate laufen, wie z. B. die<br />
Erstellung eines Rad- und Wanderwegekonzepts, gehören zu<br />
unseren Tätigkeiten als auch Gremienarbeit. Wir sind in<br />
Gemeindevertretungen präsent, um auf bestimmte Probleme<br />
hinzuweisen. Aber klar, es gibt auch das klassische Tagesgeschäft<br />
mit Fragen, wo man hier z. B. tauchen kann“, so<br />
Frank weiter. „Für mich ist diese Region perfekt zum Leben<br />
und Arbeiten. Unser Alleinstellungsmerkmal ist das zusammenhängende<br />
Wasserrevier mit der räumlichen Nähe zu<br />
Berlin“, erklärt Frank die Anziehungskraft der Region.<br />
Das sieht nicht nur die Geschäftsführerin so. In den letzten<br />
zwölf Jahren verzeichnete der Tourismus in der Region ein<br />
stetiges Wachstum von fünf bis sieben Prozent im Jahr.<br />
„20 Prozent der Reisenden kommen aus der ganzen Welt.<br />
Vorn sind unsere <strong>Nachbarn</strong> aus Polen, Dänemark und<br />
Großbritannien.“ Die Herausforderungen liegen dabei für<br />
Frank und ihr neunköpfiges Team, dass sie nicht genügend<br />
Betten anbieten können. „Vor allem in diesem Jahrhundertsommer<br />
haben wir die Lücke deutlich zu spüren bekommen.<br />
Dazu kommt der angespannte Fachkräftebedarf in der<br />
Gastro nomie. „Wir beobachten in letzter Zeit ein Gaststättensterben,<br />
das dringend gestoppt werden muss.“<br />
„Wir kümmern uns um alle,<br />
die touristisch in der Region<br />
etwas bewegen wollen.“<br />
Juliane Frank, Geschäftsführerin<br />
Tourismusverband Dahme-Seen e.V.<br />
Wertschöpfung des Tourismus<br />
erkennen<br />
Wünschen würde sich Frank, dass der Tourismus für die<br />
regionale Wertschöpfung noch stärker ins Bewusstsein<br />
gerückt wird. „Eine Millionen Übernachtungen und über<br />
fünfhunderttausend Gäste sprechen eine deutliche Sprache.“<br />
Im nächsten Jahr begehen auch die Dahmeländer das<br />
Fontanejahr, von rückläufigen Zahlen ist somit nicht auszugehen.<br />
Den Titel des Heimatkalenders prägt der Schriftsteller<br />
bereits. Apropos: Auf seinen Wanderungen erkundete<br />
der Dichter und Namensgeber des Fontanewanderweges,<br />
der auch durch das Dahme-Seenland führt, große Teile der<br />
Region, wie in seinen „Wanderungen durch die Mark<br />
Brandenburg“ nachzulesen ist. CF<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
6 IN UNSERER REGION<br />
Willkommen in Igelhausen<br />
Tag der offenen Tür im Arboretum in KW<br />
Hereinspaziert: Am Tag der offenen Tür erhielten wir<br />
Einblick in das Arboretum (Deutsch: Baumpark)<br />
Königs Wusterhausen, das von der FBB unterstützt<br />
wird. Bei schönstem Herbstwetter begrüßte Britta Herter,<br />
Leiterin der Jugendumweltgruppe „Die Waldies“ und Lehrerin<br />
an der angrenzenden Herder Oberschule, die ersten Gäste.<br />
Alle wollten einen Blick auf die Hauptakteure dieses Tages<br />
werfen: Insgesamt 33 Igel, der kleinste von ihnen gerade<br />
einmal 83 Gramm schwer.<br />
Im Jahr 1993 als Schularboretum gegründet, entstand im Mai<br />
1995 die Idee einer Tierrettungsstation. Im selben Jahr<br />
wurden die ersten Igel über den Winter gebracht. Seither<br />
päppeln Frau Herter und ihre helfenden Hände Jahr für Jahr<br />
die hilfebedürftigen Wildtiere auf. Dabei sind es zu Hochzeiten<br />
bis zu 80 Igel, die täglich etwa vier Stunden Zeit für<br />
sich beanspruchen.<br />
Im Normalfall überbrücken Igel die kalte Jahreszeit, von<br />
November bis März, indem sie Winterschlaf halten. Sind die<br />
Tiere zu klein oder krank, sind sie auf Hilfe angewiesen.<br />
Dabei müssen die possierlichen Tierchen unbedingt in<br />
einer Igelrettungsstation abgegeben werden, sondern<br />
können auch im heimischen Garten überwintern. Tipps für<br />
den richtigen Umgang finden Sie unter anderem unter<br />
www.igelrettung-kw.de. FK<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
Hauskauf in der<br />
Flughafenregion<br />
Nutzen Sie die Informationsmöglichkeiten<br />
IN UNSERER REGION 7<br />
Abtretungsvereinbarungen<br />
sorgfältig prüfen<br />
Viele Menschen entscheiden sich zum<br />
Kauf eines Hauses in der Flughafenregion.<br />
Dabei gibt es vor allem in<br />
Hinsicht auf Schallschutz-Ansprüche und<br />
-Entschädigungen einiges zu beachten. Häufig<br />
stellen neue Eigentümer einen Antrag auf<br />
Schallschutz und erfahren dann erst, dass kein<br />
Anspruch auf Schallschutz mehr besteht. Einige<br />
Hausbesitzer lassen sich noch vor dem Verkauf<br />
ihrer Häuser Entschädigungen vom Flughafen<br />
auszahlen, investieren das Geld aber nicht<br />
in Schallschutz. Die neuen Eigentümer merken<br />
dies dann oft erst nach dem Kauf. Kaufinteressenten<br />
sollten sich dazu möglichst<br />
frühzeitig informieren.<br />
Holger Schmidt, Inhaber der Haus- und Immobilienverwaltung<br />
Holger Schmidt, bestätigt<br />
gegenüber <strong>Nachbarn</strong>, wie wichtig das Thema ist:<br />
„Es gibt immer wieder Verkäufer, die verschwiegen<br />
haben, dass bereits Entschädigungen in<br />
Anspruch genommen wurden. Das ist leider ein<br />
großes Thema.“<br />
Ralf Wagner, Leiter Schallschutz der FBB:<br />
„Wer plant, ein Haus in der Flughafenregion<br />
zu kaufen, kann sich bei uns vorab darüber<br />
informieren, ob noch Ansprüche auf Schallschutzmaßnahmen<br />
bestehen. Dazu reicht<br />
ein einfaches Anschreiben mit Angabe von<br />
Namen und Adresse aus.“<br />
An mehr als 6.000 Haushalte hat die Flughafengesellschaft<br />
bereits Entschädigungen ausgezahlt.<br />
Die Eigentümer können frei entscheiden,<br />
wofür sie das Geld verwenden. Die FBB rät dazu,<br />
die Entschädigungen unbedingt in tatsächlichen<br />
baulichen Schallschutz, wie etwa neue Fenster,<br />
zu investieren. Dazu bietet die FBB schon seit<br />
einiger Zeit eine kostenfreie Beratung durch ein<br />
Ingenieurbüro an. OKS<br />
„Es gibt immer wieder<br />
Verkäufer, die<br />
ver schwiegen haben,<br />
dass bereits<br />
Ent schädigungen in<br />
Anspruch genommen<br />
wurden. Das ist leider<br />
ein großes Thema.“<br />
Holger Schmidt, Inhaber der<br />
Haus- und Immobilienverwaltung<br />
Holger Schmidt<br />
Ein weiteres wichtiges Schallschutzthema,<br />
das Anwohner beachten<br />
sollten, sind die Abtretungsvereinbarungen.<br />
Diese sind auch im Modul<br />
„Finanzierung“ im Schallschutzprogramm<br />
BER beschrieben. Dabei geht<br />
es um die Erstattung der Kosten<br />
baulicher Schallschutzmaßnahmen<br />
direkt zwischen der FBB und den von<br />
den Berechtigten beauftragten<br />
Baufirmen.<br />
Da es Anwohner gibt, die Abtretungsvereinbarungen<br />
über Erstattungsansprüche<br />
getroffen haben, die bei<br />
Abschluss der Vereinbarung noch nicht<br />
entstanden waren und teilweise aus<br />
Nachträgen stammten, die der FBB<br />
nicht bekannt waren, folgender<br />
Hinweis:<br />
Prüfen Sie die Abtretungsvereinbarungen<br />
sorgfältig, da Abtretungen<br />
nur über solche Forderungen bzw.<br />
Ansprüche erfolgen sollten, die<br />
gegenüber der FBB auch tatsächlich<br />
bestehen.<br />
Sollten Anwohner ihrer Baufirma<br />
bereits vor Umsetzung die Möglichkeit<br />
einräumen wollen, die Erstattung<br />
unmittelbar von der FBB zu fordern,<br />
empfiehlt die FBB, etwaige Absprachen<br />
oder Vereinbarungen hierzu<br />
ohne konkrete Bezifferung der<br />
erwarteten Erstattungsansprüche zu<br />
treffen.<br />
Weitere Informationen erhalten Sie<br />
auch hier über das Schallschutztelefon.<br />
OKS<br />
¢<br />
Schallschutztelefon<br />
030 6091 73500,<br />
Kontakt per Mail:<br />
schallschutz_kontakt@<br />
berlin-airport.de<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
8 IN UNSERER REGION<br />
Wer radelt am meisten?<br />
Mit dem Fahrrad um die Welt<br />
Im Zeitraum 1. August bis 30. September <strong>2018</strong><br />
beteiligte sich die FBB zum vierten Mal an<br />
der Fahrradaktion „Wer radelt am meisten?“,<br />
einem Wettstreit zwischen neun öffentlichen<br />
Berliner Unternehmen um die meisten geradelten<br />
Kilometer. Ausrichter des Wettbewerbs ist<br />
die Initiative „mehrwert Berlin“, in der sich<br />
20 große öffentliche Unternehmen der Stadt im<br />
Dienste einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung<br />
zusammengetan haben und gemeinsam Vieles<br />
bewegen.<br />
In diesem Jahr radelten rund 90 FBB-Mitarbeitende<br />
im Aktionszeitraum zusammen über<br />
60.000 Kilometer, was in etwa 1,5 Erdumrundungen<br />
am Äquator entspricht. Berlinweit<br />
kamen bei 1.773 Teilnehmenden fast 1 Mio.<br />
Kilometer zusammen, und zwar genau<br />
979.746 Kilometer.<br />
Im Vordergrund des Wettbewerbs „Wer radelt<br />
am meisten?“ steht der Spaß am Radfahren, mit<br />
klarem Kopf zum Arbeitsplatz zu kommen und<br />
einfach fit zu bleiben. Geschont werden<br />
nebenbei das Portemonnaie und die Umwelt.<br />
Wie schon im letzten Jahr hat die Umweltabteilung<br />
die Kolleginnen und Kollegen aus den<br />
anderen Unternehmen im Rahmen der Aktion<br />
wieder zu einer geführten Radtour durch die<br />
neue Airport City und um den Fluggastterminal<br />
am BER eingeladen. JW<br />
Bienenfleißig<br />
Neue Imkerinnen<br />
für die Flughafenbienen<br />
Seit 20<strong>11</strong> fliegen Honigbienen auf dem<br />
Betriebsgelände in Schönefeld für den<br />
Umweltschutz umher. Seit diesem Jahr<br />
haben sie neue Imkerinnen: Severine Bach und<br />
Dr. Uta Wolf-Benning aus der Abteilung<br />
Immissionsschutz kümmern sich um die beiden<br />
Arbeitsvölker in Schönefeld. Unterstützt<br />
werden sie dabei von ihren Kollegen Sebastian<br />
Aust und Jörg Weyden. „Die letzten Wochen<br />
waren sehr arbeitsreich für uns,“ weiß<br />
Dr. Wolf-Benning. „Wir haben regelmäßig die<br />
Vitalität der Bienen überprüft und sie wegen<br />
der Trockenheit mit Wasser versorgt. Die rund<br />
6000 Bienen je Volk wurden bereits eingefüttert,<br />
um gut durch den Winter zu kommen, und<br />
erhalten noch eine letzte Milbenbehandlung.<br />
„Am meisten freuen wir uns, wenn die Bienen<br />
dann den Winter überstanden haben und das<br />
Auswintern beginnt,“ ergänzt Severine Bach.<br />
Jedes der beiden Völker wächst dann auf bis zu<br />
60.000 Bienen an und wird zehn bis zwanzig<br />
Kilogramm leckeren Flughafenhonig erzeugen.<br />
Ein unabhängiges Labor untersucht den Honig<br />
übrigens aufwendig auf Schadstoffe und<br />
Schwermetalle bevor er verteilt wird – die<br />
Werte liegen seit 20<strong>11</strong> ein Vielfaches unter<br />
den herangezogenen Grenzwerten. DT<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
IN UNSERER REGION 9<br />
Richtfest „Am Rosenanger“<br />
– in Wildau entstehen<br />
171 neue Wohnungen<br />
Den Bildband „Wildau im Wandel der<br />
Zeiten“ überreichte Wildaus stellvertretender<br />
Bürgermeister Marc Anders<br />
an Dr. Jürgen Leibfried, Gründer und<br />
Vorstand der BAUWERT AG, anlässlich<br />
des Richtfestes für das Wohnbauprojekt<br />
„Am Rosenanger“ in Wildau. Marc<br />
Anders: „Mit den hier entstehenden<br />
171 Wohnungen kann die Stadt Wildau<br />
dem Wohnungsmangel ein Stück<br />
entgegentreten.“<br />
Wenn Unternehmer<br />
sich zur Ruhe setzen<br />
Themenabend zur Unternehmensnachfolge<br />
Gerhard Janßen, Geschäftsführer der<br />
Wirtschaftsförderungsgesellschaft<br />
Dahme-Spreewald mbH machte in<br />
seinen Begrüßungsworten zum Themenabend<br />
„Unter nehmens nachfolge – Glücks sache<br />
oder planbar?“ am 1. Oktober deutlich, dass<br />
das Problem der Unternehmensnachfolge<br />
eine große Bedeutung für den Landkreis hat.<br />
Nach den Zahlen der IHK und der HWK gibt es<br />
gegenwärtig 3700 Unternehmen im Land<br />
Brandenburg, in denen die Geschäftsführer älter<br />
als 60 Jahre alt sind. Das bedeutet, dass hier in<br />
den nächsten Jahren eine Übernahme ansteht.<br />
Das betrifft dann auch tausende Beschäftigungsverhältnisse.<br />
In seinem Impulsvortrag erläuterte Dr. Miloš<br />
Stefanović, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank<br />
Brandenburg, einige Probleme, die mit der<br />
Unternehmensnachfolge im Zusammenhang<br />
stehen. Der Anteil der Nachfolger bei den<br />
Unternehmensgründern liegt bei mehr als<br />
50 Prozent. Das stellt die Gründer vor große<br />
Herausforderungen bei der Finanzierung<br />
der Übernahme.<br />
Große Herausforderung<br />
bei der Finanzierung<br />
Eine familieninterne Übernahme kommt nur bei<br />
etwa der Hälfte der Unternehmen zustande. Zu<br />
etwa 30 Prozent kommt es zu externen Unternehmensnachfolgern,<br />
durch andere Personen<br />
oder Übernahmen. Bei 17 Prozent kommen die<br />
Nachfolger aus dem Unternehmen selbst.<br />
Das Problem ist, dass statistisch gesehen<br />
44 Prozent der Unternehmer keinen Nachfolger<br />
finden.<br />
¢<br />
Weitere Informationen zur<br />
Veranstaltung gibt es unter<br />
www.wfg-lds.de<br />
Für den Verkäufer eines Unternehmens stellen<br />
sich folgende Fragen: Wie kann man die Unternehmensnachfolge<br />
vorbereiten? Wie lange<br />
vorher sollte man beginnen, die Nachfolge zu<br />
organisieren? Wie findet man den passenden<br />
Verkaufspreis?<br />
Der Käufer muss sich mit Problemen beschäftigen<br />
wie: Wie finanziere ich den Kaufpreis?<br />
Wieviel Eigenkapital steht mir zur Verfügung?<br />
Wie gestaltet sich die Kreditaufnahme? Gibt es<br />
Fördermittel? Wer kann mich bei der Übernahme<br />
begleiten?<br />
In der anschließenden Podiumsdiskussion<br />
gaben Uwe Borges (Mitglied des Vorstandes der<br />
Mittelbrandenburgischen Sparkasse), Marion<br />
Schirmer (Projektleiterin Lotsendienst der<br />
Wirtschaftsförderung Dahme-Spreewald),<br />
Thorsten Golm (Geschäftsstellenleiter Schönefeld<br />
der IHK Cottbus) und Manja Bonin<br />
(Abteilungsleiterin Wirtschaftsförderung und<br />
Fachkräftesicherung der HWK Cottbus) einen<br />
Überblick über die vielfältigen kostenlosen<br />
Unterstützungsangebote im Landkreis Dahme-Spreewald.<br />
Paul Machynia und Torsten<br />
Braun vom Eichwalder Baumdienst berichteten,<br />
wie sie die Unternehmensübergabe/-übernahme<br />
gemeistert haben. MT<br />
Die Stadt Wildau habe den Planungsvorgang<br />
relativ zügig hinbekommen.<br />
Die zunehmenden Einwohnerzahlen<br />
werden die Stadt aber auch vor<br />
weitere Heraus forderungen bei der<br />
Entwicklung der Infrastruktur stellen.<br />
Die Grundschule werde erweitert, eine<br />
neue Kita werde gebaut.<br />
Für den Fortgang der Bauarbeiten<br />
und die Fertigstellung des Projektes<br />
wünschte der stellvertretende<br />
Bürgermeister dem Projekt vor allem<br />
Harmonie mit der Nachbarschaft.<br />
Im Herbst 2019 sollen die ersten<br />
Mieter „Am Rosenanger“ einziehen. MT<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
10 IN UNSERER REGION<br />
Tag der Luft- und Raumfahrt<br />
Berlin-Brandenburg<br />
Emissionsarmes Fliegen als Herausforderung für die Zukunft<br />
Zum 14. Tag der Luft- und Raumfahrt<br />
trafen sich am 18. Oktober Vertreter von<br />
Politik und Wirtschaft im Zentrum für<br />
Luft- und Raumfahrt Schönefelder Kreuz in<br />
Wildau. In diesem Jahr wurde zum Thema „Green<br />
Aviation – Zukunftschance für die Region?!“<br />
diskutiert.<br />
Moderiert wurde die Veranstaltung von<br />
Dr. Juliane Haupt vom Cluster Verkehr, Mobilität,<br />
Logistik Berlin-Brandenburg. Die Luftfahrtbranche<br />
habe sich zur Reduzierung von<br />
Emissionen hohe Ziele gesetzt. So sollen die<br />
Co2-Emissionenvon Passagierkilometern um<br />
75 Prozent, Stickoxid-Emissionen um 90 Prozent<br />
und Lärm-Emissionen um 65 Prozent bis zum<br />
Jahr 2050 im Vergleich zum Jahr 2020 gesenkt<br />
werden, so Dr. Juliane Haupt zur Eröffnung.<br />
Landrat Stephan Loge gab den Gästen einen<br />
kurzen Überblick über aktuelle Entwicklungen<br />
in der Region. „Die Luftfahrt in der Region ist<br />
mittlerweile ein international erfolgreich<br />
aufgestelltes Cluster, dass einen wesentlichen<br />
Beitrag zum Wohlstand in der Region leistet“,<br />
so der Landrat.<br />
Hendrik Fischer, Staatssekretär im Ministerium<br />
für Wirtschaft und Energie des Landes<br />
Brandenburg, sieht das emissionsarme Fliegen<br />
als einen wichtigen Beitrag der Branche für<br />
den weltweiten Klimaschutz. Er begrüßte die<br />
Initiative des Innovationsbündnisses IBEFA<br />
( Innovationsbündnis für die Entwicklung<br />
emissionsarmer Flugantriebe in der südöstlichen<br />
Metropolregion Berlin-Brandenburg – Wildau),<br />
die den Grundstein legt, um Brandenburg und<br />
Berlin als Kompetenzregion für emissionsarme<br />
Flugzeugantriebe zu etablieren.<br />
Emissionsfreie Luftfahrt<br />
Zu Beginn der Vortragsreihe erläuterte Prof. Dr.<br />
Andreas Timmermann von der Berlin-Brandenburg<br />
Aerospace Allianz e.V. (BBAA) das Projekt<br />
IBEFA. Es folgten Vorträge zu den Themen „Wie<br />
funktioniert Elektromobilität in der Luft“ (Dr.<br />
Ulrich Wenger, Rolls-Royce Deutschland Ltd &<br />
Co. KG), „Hybridelektrische Antriebssysteme für<br />
Flugzeuge“ (Dr. Frank Anton, Siemens AG), „Technologie-Demonstrator<br />
mit hybridem Antriebskonzept“<br />
(Phillip Scheffel, APUS GmbH) und<br />
„Innovative Treibstoffe für die Luftfahrt“ (Dr. Ralf<br />
Stöckel, TOTAL Deutschland GmbH). In der<br />
anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten<br />
die Referenten, dazu Helmut Barthel und Dierk<br />
Homeyer (Abgeordnete des Landtages Brandenburg)<br />
sowie Rudolf Dörpinghaus vom IASA e.V.<br />
darüber, wie und ob sich das Land Brandenburg<br />
zur Kompetenzregion für die emissionsfreie<br />
Luftfahrt entwickelt.<br />
Verleihung Otto-Lilienthal-Preis<br />
Den Abschluss der Veranstaltung bildete die<br />
Verleihung des Otto-Lilienthal-Preises <strong>2018</strong>. Das<br />
Kuratorium der Stiftung hatte entschieden, den<br />
Preis an eine Bachelor- oder Masterarbeit einer<br />
regionalen Hochschule zu vergeben. Die<br />
Entscheidung fiel einmütig für die Arbeit zum<br />
Thema: „Nachhaltigkeit in der zivilen Luftfahrt.<br />
Betrachtung von alternativen Antriebs-, Kraftstoff-<br />
und Luftfahrzeugkonzepten mit dem Ziel<br />
der Konzeption einer Hybridtankstelle auf dem<br />
Flugplatz Schönhagen für die Energieversorgung<br />
mehrerer Antriebsarten.“ Die Preis trägerin ist<br />
die Studentin der Luftfahrttechnik & Luftfahrtlogistik<br />
Henrike Fabienke von der Technischen<br />
Hochschule Wildau. MT<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
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<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
12 NAH & FERN<br />
Shalom Israel<br />
Tel Aviv in 48 Stunden<br />
Israel stand schon seit langem ganz oben<br />
auf der Liste. Das Land, das so viel und<br />
Vieles geprägt hat, in dem Unzähliges<br />
unserer Kultur wurzelt, lernt man ohne Kulturschock<br />
am besten via Tel Aviv kennen.<br />
Diese wunderbare Stadt am Meer voller<br />
freundlicher Menschen, leckerer Küche und<br />
beeindruckender Sehenswürdigkeiten ist eine<br />
relativ sichere Insel in der brodelnden<br />
Nahost-Region, nicht umsonst nennen die<br />
Einwohner sie auch „Bubble“.<br />
Andere nennen sie „Weiße Stadt“ und schnell<br />
erfahren wir auch warum. Am Dizengoff-Platz<br />
liegt das Bauhaus-Center (www.bauhauscenter.com).<br />
Audio-Guide oder geführte Tour?<br />
Denn etwas Unterstützung ist nicht verkehrt<br />
bei rund 4.000 Gebäuden, die diesem modernistischen<br />
Stil und seinen Brüdern International<br />
Style und Neue Sachlichkeit frönen. Hier<br />
folgt die Form der Funktion und wir unserem<br />
Guide, andächtig lauschend.<br />
Für die schnelle Fahrt entlang der Hauptstraßen<br />
besteigen meine Begleitung und ich ein<br />
Sammeltaxi, ein so genanntes Sherut. Eine<br />
Fahrt in diesem Minibus zeigt, wie offen die<br />
Menschen in der „Bubble” sind. Man steigt ein,<br />
setzt sich, schickt das Fahrgeld durch viele<br />
Hände nach vorne zum Fahrer. Ticket und<br />
Wechselgeld kommen auf selben Weg retour.<br />
Schnell entsteht ein Gespräch. „Ah! You‘re<br />
from Berlin!” Sofort sind alle begeistert und<br />
erzählen vom Cousin, dem Freund, der Tante,<br />
die ebenfalls in der deutschen Hauptstadt<br />
leben und sich so wohl fühlen.<br />
Stärkung bei Lehem & Co (Ben Yehuda St 28):<br />
wunderbar knuspriges Brot, Shakshuka (Eier<br />
mit frischen Tomaten und Gewürzen), Hummus.<br />
Für den ersten Tag reicht es aber nun mit<br />
Sightseeing. Wir finden Erholung am weißen<br />
Sandstrand. Die badewannenwarmen Wellen<br />
umschmiegen uns, die Gischt streichelt unsere<br />
reisegeplagten Körper.<br />
Der nächste Tag startet mit einem ordentlichen<br />
Frühstück. Das Xoho (www.cafexoho.<br />
com) verwöhnt seine Gäste mit vegetarischen<br />
und veganen Gerichten und verführerischen<br />
Cookies. Das Krümelmonster käme hier<br />
auf seine Kosten!<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
NAH & FERN 13<br />
Anschließend: Zeitreise. Durch die Gassen der<br />
uralten Hafenstadt Jaffa liefen schon Phönizier,<br />
Makkabäer, Römer – und nun wir. Einiges, was<br />
wir heute sehen, konnten die Herrscher von<br />
einst nicht anschauen. Vermutlich hatten<br />
sie auch anderes im Sinn. Wir aber besuchen<br />
die Ausgrabungsstätte Kikar Kedumim<br />
und die Kirche St. Peter, flanieren am Meer<br />
und betrachten den Leuchtturm Jaffa Light.<br />
Nach einer Busfahrt erreichen wir den Sarona<br />
Market (saronamarket.co.il/en). Hier gibt es<br />
alles, was das Foodie-Herz begehrt, Gebäck,<br />
Fleisch, Käse, Früchte, Süßes, herzhaft Eingelegtes,<br />
alles duftet unvergleichlich. Wir decken uns<br />
mit Souvenirs ein: Öl, Gewürze, Honig.<br />
Abends schlemmen wir weiter: bei Benny The<br />
Fisherman im alten Hafen von Tel Aviv. Die<br />
vielen Mezze als Vorspeise sind fast schon<br />
genug, doch wir haben noch Platz gelassen<br />
für fangfrischen Fisch (Nomen est Omen!)<br />
mit Salat. Pappsatt rollen wir ins Hotel.<br />
Am nächsten Tag springen wir noch einmal<br />
in die Meeresfluten und machen uns mit etwas<br />
Urlaubsbräune winterfest. Ungern verlassen<br />
wir die „Bubble“ und wissen doch, wir<br />
werden wieder kommen. Shalom Tel Aviv!<br />
Shalom Israel! CG<br />
Ab Schönefeld fliegen El Al und easyJet.<br />
Ab Berlin-Tegel easyJet und Germania.<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
Der stille Macher<br />
Edmund Ahlers von AneCom Aero Test<br />
liefert Hochtechnologie aus Wildau<br />
Von Beginn an hatte ich immer im Kopf,<br />
wie es meinen Leuten geht und ob sie<br />
einen sicheren Arbeitsplatz haben. Denn<br />
wenn’s den Leuten gut geht, geht’s auch der<br />
Firma gut. Gerade in den Anfangsjahren, in<br />
denen das Geschäft aufgebaut werden muss,<br />
steht nicht nur Gewinnmaximierung im<br />
Vordergrund“, betont der Chef von AneCom<br />
AeroTest, einer der stillen Macher aus der<br />
Flughafenregion. Die Rede ist von Dr. Edmund<br />
Ahlers. Der gebürtige Münsterländer, mittlerweile<br />
seit rund 25 Jahren in der Region tätig,<br />
gründete das Unternehmen im Jahr 2002.<br />
„Es war eigentlich gar nicht mein Plan, Geschäftsführer<br />
zu werden, ursprünglich schwebte mir<br />
vor, als technischer Leiter zu fungieren“. Als<br />
sein damaliger Vorgesetzter, mit dem er die<br />
Geschäfts idee entwickelt hatte, aber eine universitäre<br />
Laufbahn vorzog, war für ihn die Zeit reif,<br />
seinen Hut in den Ring zu werfen.<br />
Neue Heimat und<br />
schwierige erste Jahre<br />
Ahlers, der Maschinenbau und Energietechnik in<br />
Aachen studierte, kam über Kontakte an seinen<br />
ersten Industriejob bei BMW Rolls-Royce in<br />
München. Bereits 1991 wurde klar, dass das<br />
Jointventure einen zentralen Standort in den<br />
neuen Bundesländern suchte. Als das Unternehmen<br />
in Brandenburg, genauer in Dahlewitz,<br />
fündig wurde, brach Ahlers 1994 in die neue<br />
Heimat auf. „Zunächst wollte ich nur 2 bis 3<br />
Jahre hierbleiben. Der Charme des Landes<br />
erschloss sich mir nicht auf den ersten Blick,<br />
aber dann umso intensiver.“ Nachdem bei<br />
Rolls-Royce Ende der 90er Jahre im Rahmen<br />
einer Rationalisierungsmaßnahme mehrere<br />
zum Teil veraltete Prüfstände in Deutschland<br />
und England an einem Standort gebündelt<br />
werden sollten, bewies er Spürsinn und<br />
Wagemut. „Ich wollte das Ding unbedingt nach<br />
Brandenburg holen“, erinnert sich Ahlers an<br />
die Aufbruchsstimmung. Von der Idee, ein<br />
kommerzielles Testzentrum aufzubauen, bis<br />
zur Gründung sollten jedoch noch drei Jahre<br />
vergehen. Langwierige Vertragsverfahren und<br />
zahlreiche Businessplanmodifikationen konnten<br />
Ahlers jedoch nicht stoppen. Im Jahr 2002 war<br />
es dann soweit - AneCom AeroTest wurde<br />
gegründet. „Die ersten Jahre waren ziemlich<br />
hart. Wir haben nicht wirklich Geld verdient,<br />
aber trotzdem immer an das Vorhaben geglaubt.“<br />
Hochtechnologie und Aufstieg<br />
zum Vorzeigemittelständler<br />
„Grundsätzlich arbeiten wir mit Firmen zusammen,<br />
die Gasturbinen entwickeln. Dabei<br />
unterscheidet man in zwei große Richtungen:<br />
Flugtriebwerke und Maschinen, die in<br />
Kraft werken für die Stromerzeugung oder<br />
als Industrieantriebe genutzt werden.“<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
UNTERWEGS IN DER NACHBARSCHAFT 15<br />
„Unsere Basis wird immer<br />
in Brandenburg bleiben.“<br />
Dr. Edmund Ahlers,<br />
Geschäftsführer AneCom Aero Test<br />
Das Kern geschäft von AneCom AeroTest besteht<br />
darin, dass das Unternehmen zum einen Tests<br />
von einzelnen Komponenten wie dem Verdichter,<br />
zum anderen aber auch Expertise im<br />
Ingenieurwesen anbietet. „Noch bevor das<br />
Triebwerk entwickelt ist, validieren wir aerodynamische<br />
Rechnungen und bauen für diesen<br />
Zweck Versuchsverdichter. Konstruktion und<br />
Mess technik sind dabei unsere Spezialgebiete<br />
und machen uns zu einem sehr gefragten<br />
Partner im In- und Ausland.“ Auf großes<br />
Interesse bei der Kundschaft stößt vor allem die<br />
Schall kammer Troubadix, die mit einem<br />
Volumen von 10.000 Kubikmetern und rund<br />
40.000 trapez förmigen Keilen aus Steinwolle<br />
ausgestattet ist. „Eines der Entwicklungsziele der<br />
Triebwerks hersteller ist die geringere Schallemission.<br />
Genau diese Grund lagen erarbeiten<br />
wir hier in der Kammer. Wir bieten sozusagen<br />
das Rundumpaket aus Test und Engineering.“<br />
Die Auftragslage gibt dem Wildauer Zugpferd<br />
recht. „Wir haben uns seit 2010 sehr erfolgreich<br />
entwickelt und viele Arbeitsplätze geschaffen.<br />
Darauf bin ich stolz und hoffe, dass diese<br />
Entwicklung auch so weitergeht“, so Ahlers.<br />
Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 250<br />
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 17<br />
verschiedenen Nationen, die etwa 40 Millionen<br />
Euro Umsatz im Jahr erwirtschaften. Vor allem<br />
Europa gehört ursprünglich zu AneCom<br />
AeroTest´s primären Absatzmärkten; in den<br />
letzten Jahren haben aber die Aktivitäten in<br />
Asien und Nordamerika rasant an Fahrt<br />
aufgenommen. „Unsere Basis wird immer in<br />
Brandenburg bleiben, aber wenn es Sinn macht,<br />
können wir uns auch eine Dependance im<br />
Ausland vorstellen“, fasst der Geschäfts führer<br />
die Zukunftspläne zusammen.<br />
Blick in die Zukunft und<br />
Engagement in der Region<br />
Damit die positive Entwicklung weiter anhält,<br />
wird sich bei AneCom AeroTest in regelmäßigen<br />
Abständen die Sinnfrage gestellt. „Wird es<br />
Gasturbinen in 30 Jahren noch geben, oder<br />
müssen wir uns anderweitig umschauen, und<br />
wie kann die Zuwanderung bei der Fachkräftesicherung<br />
helfen“, sind dabei Fragen die den<br />
Unternehmer und sein Team umtreiben.<br />
„Bei Flugtriebwerken gibt es keine wirkliche<br />
Alternative zur Gasturbine in absehbarer<br />
Zeit und trotzdem müssen wir an Alternativtechnologien<br />
arbeiten“, ist Ahlers sicher. Über<br />
innovative Lösungen wie hybridelektrisches<br />
Fliegen diskutieren Ahlers, der auch als Präsident<br />
des Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz<br />
fungiert, und seine Mitstreiter regelmäßig.<br />
„Bei der Fachkräfteproblematik sehen wir ganz<br />
klar, dass es immer schwerer wird, hochspezialisiertes<br />
Personal zu finden. Für Deutschland<br />
ist es daher ungeheuer wichtig, qualifizierte<br />
Leute ins Land zu holen, wenn wir weiterhin<br />
Ingenieurs nation bleiben wollen.“ Als Unternehmen<br />
aus der Region engagiert sich AneCom<br />
AeroTest auch für Projekte und Vereine aus<br />
dem Umfeld. Unterstützt wurden beispielsweise<br />
in den letzten Jahren die brandenburgische<br />
Stiftung Familien in Not, der Wünschewagen<br />
des Arbeiter Samariter Bundes (ASB) und der<br />
Volleyballverein Netzhoppers Königs Wusterhausen.<br />
In seiner Freizeit ist Ahlers selber gerne<br />
beim Beach volleyball aktiv. CF<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
16 IN UNSERER REGION | SPORTLICHES UMLAND<br />
Pritschen, Baggern<br />
und Blocken<br />
Die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen<br />
Die Netze sind stramm gespannt, die<br />
Mikasabälle fliegen horizontal und<br />
vertikal durch die Luft. Schon der erste<br />
Schulterblick beim Training verrät: Hier wird<br />
Leistungssport betrieben. Neben dem Bundesligaalltag<br />
der Herren setzt der Verein gezielt auf<br />
eine nachhaltige Jugendarbeit. „Um unseren<br />
Landesstützpunkt auch weiterhin zu erhalten, ist<br />
ein guter Unterbau, aus dem wir nach und nach<br />
Spieler an den Herrenbereich heranführen,<br />
essentiell. Dafür brennen wir hier genauso, wie<br />
für unsere erste Mannschaft“, erklärt Jugendtrainer<br />
Manuel Rieke (auf dem Bild rechts). Der<br />
ehemalige Nationalspieler und Mannschaftskapitän<br />
weiß, wie es sich anfühlt, vor 20.000<br />
Zuschauern zu spielen und dabei die Faszination<br />
des Volleyballspiels hautnah zu spüren. „Das<br />
sind absolute Gänsehautmomente, die mich bis<br />
heute begleiten und motivieren. Davon möchte<br />
ich der Jugend gerne ein Stück zurückgeben.“<br />
Lange Volleyballtradition<br />
am Standort<br />
„Wir haben dem Vereinsgründer Volkmar Mann<br />
viel zu verdanken. Neben der Gründung in den<br />
70er Jahren war es sein Verdienst, den Verein<br />
über die Wende zu retten“, lässt Präsident<br />
Jochen Rodner die Vergangenheit Revue<br />
passieren. Rodner, seit über 20 Jahren im Verein<br />
aktiv, war es aber, der mit vielen engagierten<br />
Miethelferinnen und Mithelfern sowie Förderern<br />
den Verein zu dem gemacht hat, was er aktuell<br />
ist: Leuchtturm der Brandenburger Volleyballlandschaft.<br />
„Aktuell gibt es nur vier Bundesligavertreter<br />
aus den Ballsportarten in Brandenburg.<br />
Einer davon sind wir“, ergänzt Rodner sichtlich<br />
stolz.<br />
Fokus Jugendförderung<br />
und fehlende Hallenzeiten<br />
Bei der Frühförderung werden neben Volleyball-Arbeitsgemeinschaften<br />
für lokale Schulen<br />
auch Bewegungsspiele mit Ball für Kitas<br />
angeboten. „Wir haben einen riesigen Bedarf<br />
ermittelt, der häufig in lange Wartelisten mündet.<br />
Von der U<strong>11</strong> bis hin zur U20 trainiert hier alles. Die<br />
größte logistische Herausforderung sind für uns<br />
die sehr begrenzten Hallenkapazitäten“, verrät<br />
Peggy Simon, die sich im Vorstand federführend<br />
für den Jugendbereich engagiert. Seit 2002<br />
tragen die Netzhoppers ihre Heimspiele in<br />
Bestensee aus, weil die Halle in KW nicht den<br />
Anforderungen des Deutschen Volleyball-Verbandes<br />
entspricht. Arvid Kinder, Geschäftsführer<br />
der Ballsport GmbH, ist sich sicher, dass eine neue<br />
Multifunktionshalle Abhilfe leisten würde. CF<br />
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Wettbewerbsvorteil wahrnehmen und<br />
überregional bewerben? Es diskutieren:<br />
Dr. Manfred Bobke-von Camen,<br />
Geschäftsführer Personal der Flughafen<br />
Berlin Brandenburg GmbH, Prof. Dr. Ulrike<br />
Tippe, Präsidentin der Technischen Hochschule<br />
Wildau, Dr. Alexandra Bläsche aus<br />
dem Ministerium für Arbeit, Soziales,<br />
Gesundheit, Frauen und Familie des Landes<br />
Brandenburg, Heinz-Wilhelm Müller<br />
Vorsitzender der Geschäftsführung der<br />
Agentur für Arbeit Cottbus. Im Vorfeld an die<br />
Diskussionsrunde wird Simon De Maeseneer,<br />
Generaldirektor des Brüsseler Airport House<br />
einen Impulsvortrag halten. red<br />
Die Podiumsdiskussion<br />
richtet sich vorrangig an Studierende<br />
der Region sowie Vertreter ansässiger<br />
Firmen am Luftverkehrsstandort<br />
Berlin Brandenburg. Für die Teilnahme<br />
ist eine formlose Anmeldung<br />
per E-Mail an airportcampus@berlinairport.de<br />
erforderlich.<br />
Donnerstag, 8. <strong>11</strong>. <strong>2018</strong>,<br />
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MITEINANDER | LAND & LEUTE 19<br />
10 Jahre Airport Campus<br />
Raus aus dem Hörsaal, rein ins Terminal<br />
Flughafenchef startet Jubiläumssemester<br />
Willkommen am BER“ begrüßte<br />
Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke<br />
Daldrup gut gelaunt rund<br />
100 Studierende im Eventraum am BER. Den<br />
Auftakt zur hauseigenen Vorlesungsreihe am<br />
23. Oktober übernahm der Flughafenchef<br />
persönlich. Auf fesselnde Art und Weise erklärte<br />
er den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern<br />
in den folgenden 90 Minuten, wie stark<br />
sich die Fluggastentwicklung in der Hauptstadtregion<br />
in den letzten Jahren verändert hat,<br />
und dass man für <strong>2018</strong> mit rund 35 Millionen<br />
abgefertigten Passagieren rechne. Auf die<br />
Frage eines Studenten, ob er denn schon neue<br />
Langstreckenverbindung verraten könne,<br />
antwortete der Flughafenchef mit einem<br />
Lächeln, dass er noch keine Details nennen wird,<br />
aber das Thema sehr aktiv verfolgt wird. „Berlin<br />
bietet momentan sieben Langstreckenverbindungen<br />
an und das bei der politischen Bedeutung<br />
und Wirtschaftskraft der Hauptstadtregion.<br />
Da können und müssen wir noch nachlegen“,<br />
so Lütke Daldrup.<br />
„Wir rechnen in diesem<br />
Jahr mit rund 35 Millionen<br />
abgefertigten Passagieren.“<br />
Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup,<br />
Vorsitzender der Geschäftsführung<br />
der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH<br />
Auch die Fertigstellung des BER war ein gefragter<br />
Kernpunkt bei den Studierenden. Warum<br />
es denn so schwer sei, diesen endlich ans Netz<br />
zu bringen, wollte eine junge Studentin wissen.<br />
Pointiert erklärte der Flughafenchef von den<br />
Besonderheiten des Projektes und den Herausforderungen,<br />
die noch vor allen Projektbeteiligten<br />
liegen. „Aktuell werden die technischen<br />
Anlagen geprüft. Im nächsten Schritt stehen<br />
die Wirk- und Prinzipprüfungen an. Danach<br />
geht es in die Testphase, den sogenannten<br />
ORAT-Betrieb“.<br />
Nach den Ausführungen zum BER warfen die<br />
Studierenden auch einen Blick in die Zukunft,<br />
als die Visualisierungen zur Masterplanung<br />
für den Flughafenstandort gezeigt wurden.<br />
„Neben der Erweiterung der Terminalgebäude<br />
werden wir hier einen urbanen Ort entstehen<br />
lassen, an dem Konnektivität und Mobilität<br />
zentrale Themen sind. Es wird eine eigene<br />
Gravitation entstehen. Die Leute werden<br />
hierherkommen, um einzukaufen oder um eine<br />
Veranstaltung zu besuchen“, schwärmte der<br />
Flughafenchef. Im Anschluss an den Vortrag<br />
konnten sich die Studierenden bei einem<br />
geführten BER-Terminalrundgang selbst vom<br />
Baufortschritt über zeugen. Darüber hinaus<br />
hatten die Studierenden am Career Point der<br />
FBB die Möglichkeit sich über die Karrierechancen<br />
am Flughafen zu informieren. CF<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
20 MITEINANDER | KULTUR & GEMISCHTES<br />
Lange Nacht<br />
der Bibliotheken<br />
Die Besucherinnen und Besucher<br />
% der Bibliotheken in Teltow-<br />
Fläming schätzen ihre Bibliotheken<br />
längst nicht mehr nur als Ausleihe von<br />
Medien. Sie sind für Viele der beste<br />
Ort zum Treffen, Lesen, Unterhalten,<br />
Spielen, Lernen und vieles mehr.<br />
Die Leser und Besucher mit ihren<br />
Familien wollen sich mit Freunden<br />
treffen, Musik hören, gemeinsam<br />
lernen, sich über das Gelesene<br />
austauschen. Aber die Bibliotheken<br />
haben noch viel mehr zu bieten.<br />
Das zeigen seit 12 Jahren die vielfältigsten<br />
Veranstaltungen zur „Langen<br />
Nacht der Bibliotheken im Landkreis<br />
Teltow-Fläming“.<br />
Weltweit erfolgreich<br />
aber regional kaum bekannt<br />
Unternehmensbesuch bei der<br />
Caloperm GmbH in Niederlehme<br />
Jedes Jahr und lang ersehnt öffnen die<br />
Bibliotheken ihren Besuchern, ob Groß<br />
oder Klein, egal welcher Kultur und<br />
Herkunft ihre Häuser bis in die Nacht<br />
und laden zu spannenden, musikalischen,<br />
poetischen oder amüsanten<br />
Programmen ein.<br />
In diesem Jahr findet die „Lange Nacht<br />
der Bibliotheken im Landkreis<br />
Teltow-Fläming“ am 09. und 10.<br />
November statt. red<br />
Gewinnspiel<br />
<strong>Nachbarn</strong> verlost 2×2 Eintrittskarten<br />
für das nächste Heimspiel der<br />
Netzhoppers am <strong>11</strong>. November. Bitte<br />
senden Sie uns eine Postkarte oder<br />
E-Mail mit Angabe einer Telefonnummer<br />
und dem Wohnort unter dem<br />
Betreff „Gewinnspiel <strong>Nachbarn</strong>“ bis<br />
zum 08. November an Flughafen<br />
Berlin Brandenburg GmbH, Umlandarbeit,<br />
12521 Berlin oder nachbarn@<br />
berlin-airport.de<br />
Was tun, wenn man mit seinem<br />
Unternehmen seit Jahren auf dem<br />
Weltmarkt erfolgreich ist, aber in<br />
der Region kaum wahrgenommen wird? Man<br />
trifft sich mit kompetenten Partnern aus Politik<br />
und Wirtschaft, um mit ihnen gemeinsam<br />
Lösungen zu finden. Diesem Ziel diente der<br />
Unternehmensbesuch des Geschäftsführers der<br />
Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises<br />
Dahme-Spreewald, Gerhard Janßen und<br />
des Wirtschaftsdezernenten Heiko Jahn bei<br />
der Caloperm GmbH in Niederlehme.<br />
Innovativer Wärmetauscher<br />
Zu Beginn des Gespräches skizzierte Geschäftsführerin<br />
Dr. Ingrid Schult die Entwicklung des<br />
Unternehmens, das sich als erstes Unternehmen<br />
(Hotzler Werkzeugbau GmbH) 1995 in Niederlehme<br />
am Möllenberg angesiedelt und sich dann<br />
stetig entwickelt hat. Was als Werkzeugbau-<br />
Unternehmen begann, wurde dann vor 15 Jahren<br />
mit der Gründung der Caloperm GmbH fortgesetzt<br />
und bildet einen Unternehmensverbund.<br />
Der Name Caloperm bedeutet so viel wie<br />
Wärmetauscher, und das Unternehmen produziert<br />
mit seinen 35 Mitarbeitern vollverschweißte<br />
Plattenwärmeübertrager. Das Herzstück des<br />
Systems bilden Platten, die miteinander<br />
verschweißt sind. Hier können z.B. ein kaltes<br />
Medium auf der einen Seite und ein warmes<br />
Medium auf der anderen Seite Wärme austauschen.<br />
Mit diesem Produkt habe man etwas<br />
ganz besonderes im Bereich der Wärmeübertrager<br />
entwickelt, denn es eignet sich für<br />
Betriebs temperaturen zwischen minus 200°C<br />
und plus 1050°C sowie Betriebsdrücken bis zu<br />
250 bar. Die Wärmeübertrager sind aus reinem<br />
Edelstahl, vollverschweißt, dichtungsfrei und<br />
zum Betrieb mit Flüssigkeiten, Gasen sowie<br />
Flüssig-Gas- Gemischen geeignet. „Das Produkt<br />
ist innovativ, platz- und materialsparend sowie<br />
nachhaltig“, so Dr. Ingrid Schult. Entwickelt<br />
wurde dieses Produkt seinerzeit in Zusammenarbeit<br />
mit dem Bereich Verfahrenstechnik<br />
der Technischen Hochschule Wildau, den es<br />
heute nicht mehr gibt.<br />
Weltweiter Absatz<br />
Inzwischen sind die Plattenwärmeüberträger<br />
weltweit, von Südafrika über Brasilien bis zu den<br />
Ölplattformen in der Nordsee, im Einsatz. Nur<br />
hier, in der unmittelbaren Region werden sie<br />
kaum wahrgenommen, obwohl es hier viele<br />
Einsatzmöglichkeiten gäbe. Das betrifft zum<br />
Beispiel den Prozess der Energiewende und dem<br />
damit verbundenen bevorstehenden Strukturwandel<br />
in der Lausitz. Joachim Schult: „Wir sind<br />
ein idealer Partner für Firmen, die ihre Abwärme<br />
und Restenergie nutzen wollen.“ Heiko Jahn<br />
und Gerhard Janßen sagten dem Unternehmen<br />
bei der Erschließung des regionalen Marktes<br />
Unterstützung zu.<br />
Weitere Informationen zu den technischen<br />
Details gibt es unter www.caloperm.de. MT<br />
<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
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<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
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<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
MITEINANDER | LAND & LEUTE 23<br />
OSZ: Berufliche Bildung<br />
in Sichtweite des BER<br />
Dieser Schulstandort des Oberstufenzentrums<br />
Dahme-Spreewald wurde<br />
Ende der 70er Jahre gebaut und war<br />
Berufsschule für technische und kaufmännische<br />
Berufe. Zusätzlich befand sich bis zur Wende<br />
die Erwachsenenqualifizierung der Interflug<br />
in der oberen Etage des Gebäudes.<br />
Nach der Wende wurden hier verschiedenste<br />
technische Beruf ausgebildet. Seit nun mehr zehn<br />
Jahren haben sich drei Berufsfelder im Bereich<br />
der Berufsschule verfestigt. Es sind die Berufsfelder<br />
der KFZ- Technik, Elektrotechnik und<br />
Luftfahrzeugtechnik.<br />
Neben der Berufsschule gibt es noch den<br />
Bildungsgang der Fachoberschule (FOS) mit der<br />
Fachrichtung Technik. Mit diesem Angebot der<br />
zweijährigen FOS erreichen wir Schülerinnen und<br />
Schüler, die nach der 10. Klasse nicht gleich in<br />
die Berufsausbildung einsteigen, sondern die<br />
Fachhochschulreife (umgangssprachlich „Fachabitur“)<br />
erreichen wollen. Sie sammeln durch ihr<br />
Praktikum 800 h Erfahrung im Bereich der<br />
Technik und lernen zusätzlich in den allgemeinbildenden<br />
und naturwissenschaftlich-technischen<br />
Fächern. Nach erfolgreichem Abschluss der<br />
Schule steht ihnen der Weg zur Hochschule<br />
oder anspruchsvollen Ausbildung offen.<br />
Natürlich haben sich im Laufe der Zeit auch die<br />
Berufe der technischen Entwicklung angepasst.<br />
So wurde der Beruf des KFZ-Schlossers wegen der<br />
starken Zunahme der elektronischen Baugruppen<br />
im PKW zum Mechatroniker erweitert. Im Bereich<br />
der KFZ- Berufe wird nun der Mechatroniker für<br />
System- und Hochvolttechnik, Mechatroniker für<br />
PKW-Technik und Mechatroniker für Nutfahrzeugtechnik<br />
ausgebildet. Für die erstgenannte<br />
Spezialisierungsrichtung bieten wir hier in<br />
Schönefeld die Landesfachklasse an, d. h. alle<br />
Auszubildenden, die diese Spezialisierungsrichtung<br />
im Land Brandenburg gewählt haben,<br />
kommen für die Berufsschulausbildung zu uns.<br />
Deshalb wurde Ende 2007 eine neue KFZ-Lernwerkstatt<br />
in Betrieb genommen. Hier haben die<br />
Auszubildenden die Möglichkeit sich mit der<br />
neusten Technik auf diesem Gebiet vertraut zu<br />
machen. Moderne Diagnosetechnik, Laservermessungssysteme<br />
sowie Klimatechniksysteme sind<br />
nur einige Beispiel der vielfältigen Ausstattungsmerkmale.<br />
Damit das auch möglichst praxisnah<br />
geschieht, stehen den Azubis ein Golf VII sowie<br />
ein Audi A8 in der Werkstatt zur Verfügung.<br />
Auch für die Berufsfelder der Elektrotechnik und<br />
Elektronik steht ein modernes Labor bereit. Die<br />
Elektroniker für Energie und Gebäudetechnik<br />
werden an modernen, busgesteuerten Netzsystemen<br />
ausgebildet. Unsere Azubis in diesem<br />
Bereich werden so z. B. mit den Grundlagen und<br />
Anforderungen des „Smarthome“ vertraut<br />
gemacht. Als Schule nehmen wir mit unseren<br />
Azubis regelmäßig sehr erfolgreich an dem<br />
Wettbewerb des VDE „Invent a Chip“ teil.<br />
Die Ausbildung im Bereich der Fluggerättechnik<br />
genießt natürlich durch die direkte Nachbarschaft<br />
zum Flughafen sowie den großen und kleinen<br />
Betrieben der Luftfahrttechnik besondere<br />
Aufmerksamkeit. Mehr dazu lesen Sie im<br />
nächsten Heft. red/OSZ<br />
HBB<br />
Kompetent, erfahren, erfolgreich<br />
Die HBB ist ein leistungsstarkes Unternehmen aus<br />
Hamburg mit über 40-jähriger Erfahrung. Unsere Tradition<br />
als Familienunternehmen besteht darin, erfolgreiche<br />
Lösungen zu finden – von Mensch zu Mensch. Über die<br />
Jahrzehnte haben wir so ein vertrauensvolles Verhältnis<br />
zu Partnern, Entscheidern und Käufern aufgebaut.<br />
Die HBB gilt als zuverlässiger Projektpartner, der dazu<br />
auch mit einer betont soliden Kapitaldecke ausgestattet<br />
ist. Die HBB hat sich auf drei Geschäftsfelder<br />
spezialisiert: die Erstellung von Einzelhandelsflächen<br />
und Einkaufszentren sowie auf die Errichtung von<br />
Seniorenimmobilien und auf den Wohnungsbau.<br />
Das PrinzenQuartier befindet sich im Westen Königs<br />
Wusterhausens, nur wenige Minuten vom direkten<br />
Anschluss an den Berliner Ring, unweit des A10- Centers<br />
Wildau und auch nicht weit von den Anbindungen der<br />
S-Bahn und der Regionalbahn. Gebaut wird es von<br />
der HBB Hanseatische Wohnungsbaugesellschaft: Es<br />
entstehen 131 Doppel-, Reihen- und Stadthäuser mit<br />
Das aktuelle Projekt in Königs Wusterhausen Wohn-/Nutzflächen zeigt Ihre Ansprechpartner zwischen rd. finden 125 Sie und 195 m² in<br />
den Anspruch, der hinter all unseren Immobilien bewährter steht: Massivbauweise in unserem Hauptstadtbüro: auf real-geteilten Grundstücken.<br />
Über 40 % der Häuser in den ersten beiden<br />
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professionell arbeiten, etwas Besonderes schaffen und HBB Hanseatische Wohnungsbaugesellschaft<br />
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<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>
24 MITEINANDER | KULTUR & GEMISCHTES<br />
Für unsere Region<br />
Wir bringen Kultur an den Start<br />
Die Flughafengesellschaft unterstützt Kitas<br />
und Schulen im Umland des BER beim<br />
Besuch von kulturellen Veranstaltungen.<br />
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei uns:<br />
nachbarn.berlin-airport.de<br />
Auf in den Theaterherbst!<br />
Die Sommerpause ist vorüber, ein neuer<br />
Theaterherbst beginnt! Das THEATER AN<br />
DER PARKAUE startet ideengeladen in<br />
die zweite Spielzeit seit der aufwendigen<br />
Sanierung. Höhepunkte im Parkaue-Theaterherbst<br />
sind die Klassiker: Für Schulgruppen ab<br />
der 10. Klasse werden anlässlich des kommenden<br />
Fontane-Jahres mit „Effi Briest“ (15+) in einer<br />
Adaption von Intendant Kay Wuschek und Oliver<br />
Schmaering sowie Storms „Schimmelreiter“ (15+)<br />
in der Regie von David Czesienski gleich zwei<br />
Realismus-Stücke mit Prüfungsrelevanz auf der<br />
Bühne zu sehen sein. Darüber hinaus gibt es<br />
Friedrich Schillers Sturm und Drang-Klassiker<br />
„Kabale und Liebe“ (15+) in einer Koproduktion<br />
mit dem Volkstheater Rostock zu sehen. Die<br />
Repertoire-Inszenierungen „Die Reise um die<br />
Erde in 80 Tagen“ (10+), „Die unendliche<br />
Geschichte“ (10+) und „Sturm und Drang“ (16+)<br />
runden den Klassiker-Herbst ab. Informationen<br />
zum Spielplan und weiteren Premieren<br />
<strong>2018</strong>/2019 finden Sie auf www.parkaue.de red<br />
¢<br />
TIPP: Kitas und Schulen aus dem Umland<br />
des BER, die einen Theaterbesuch planen,<br />
können mit der Unterstützung der Flughafengesellschaft<br />
im Rahmen von Kulturpatenschaften<br />
kostenfrei Theatervorstellungen<br />
in der Parkaue besuchen. Mehr Infos<br />
unter: nachbarn.berlin-airport.de<br />
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<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>