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Nachbarn 11/2018

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<strong>Nachbarn</strong><br />

Wir in der<br />

Flughafenregion<br />

Der stille Macher<br />

<strong>11</strong><br />

<strong>2018</strong>


2 IN UNSERER REGION | AUF EIN WORT<br />

Liebe Nachbarinnen<br />

und <strong>Nachbarn</strong>!<br />

Ob der 14. Tag der Luft- und Raumfahrt an der<br />

Technischen Hochschule Wildau oder unsere<br />

Vorlesungsreihe Airport Campus, die am<br />

23. Oktober gestartet ist. Die Luft- und Raumfahrtindustrie,<br />

die eine lange Tradition in Berlin<br />

und Brandenburg hat, boomt – und ist längst<br />

zu einem der maßgeblichen Treiber unserer<br />

Wirtschaft und Wissenschaft geworden. Bei der<br />

Entwicklung und Fertigung der Triebwerkstechnik<br />

etwa, sind Berlin und Brandenburg im<br />

europäischen Vergleich in der Spitzengruppe,<br />

und in Deutschland hat sich die Hauptstadtregion<br />

mittlerweile als drittgrößtes Aero space-<br />

Kompetenzzentrum etablieren können. So<br />

erwirtschafteten rund 17.000 Beschäftige in<br />

100 Unternehmen im vergangenem Jahr ein<br />

Exportvolumen von 1,3 Milliarden Euro. Davon<br />

kommen allein 60 aus der Hochtechnologiebranche,<br />

die im Zentrum für Luft- und Raumfahrt<br />

Schönefelder Kreuz, ihrer Profession<br />

nachgehen. Die Zuversicht, dass auch zukünftige<br />

Generationen in dieser Branche tätig sein<br />

werden, wird getragen durch die enge regionale<br />

Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft.<br />

Allein 200.000 Studierende an 20 Universitäten<br />

und Hochschulen der Hauptstadtregion sowie<br />

eine Synthese aus gesundem Mittelstand und<br />

Global Playern liefern den Treibstoff, um auch<br />

weiterhin als Land der Ideen wahrgenommen zu<br />

werden. Mit AneCom AeroTest stellen wir Ihnen<br />

eines dieser innovativen Unternehmen vor, die<br />

beispielgebend für die positive Entwicklung der<br />

gesamten Branche sind.<br />

Weil auch wir als Flughafengesellschaft immer<br />

auf der Suche nach Innovationen und Fachkräften<br />

von heute und morgen sind, haben wir<br />

vor zehn Jahren unser hauseigenes Hochschulprojekt<br />

Airport Campus ins Leben gerufen. Die<br />

Auftaktveranstaltung war ein voller Erfolg und<br />

am 8. November geht es im Zentrum für Luftund<br />

Raumfahrt in Wildau mit Vertreterinnen und<br />

Vertretern aus Politik und Wirtschaft mit der<br />

Podiumsdiskussion zu dem Thema: „Fit machen<br />

für die Zukunft - Fachkräftesicherung für die<br />

Flughafenregion“ weiter. Auch mein Kollege<br />

Dr. Manfred Bobke-von Camen wird da darüber<br />

diskutieren, wie es der Region gelingen kann,<br />

die hochspezialisierten Arbeitnehmerinnen und<br />

Arbeitnehmer hierher zu bringen bzw. hier zu<br />

halten. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie<br />

auch mit dabei sind.<br />

Nun aber viel Freude bei der Lektüre.<br />

Ihr Engelbert Lütke Daldrup<br />

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


IN UNSERER REGION | POLITIK 3<br />

Mitglied des brandenburgischen Landtages<br />

Tina Fischer<br />

1Frau Fischer, mit Ihrer Forderung<br />

„Wachstum braucht Infrastruktur“<br />

haben Sie Anfang des Jahres<br />

den Finger in die Wunde gelegt<br />

und daran appelliert, dass die<br />

Kommunen im Berliner Umland noch<br />

stärker vom Landkreis bzw. dem Land<br />

unterstützt werden müssen. Gibt es<br />

schon praktische Reaktionen auf Ihren<br />

Weckruf?<br />

2<br />

Gemeinsam mit Schönefelds<br />

Bürgermeister, Dr. Udo Hasse,<br />

und dessen Neuköllner<br />

Amtskollegen, Martin Hikel<br />

setzen Sie sich vehement für<br />

die Verlängerung der U-Bahnlinie 7 von<br />

Rudow nach Schönefeld ein. Wie ist hier<br />

der Stand der Entwicklung?<br />

3<br />

Seit vielen Jahren machen<br />

Sie sich für die Flughafenregion<br />

und Ihre Bewohnerinnen<br />

und Bewohnern stark. Was<br />

genau macht für Sie diese<br />

Region so einzigartig?<br />

Zum Glück ja! Dabei war und ist es ein<br />

schwieriger Prozess, die richtigen Leute<br />

von der Notwendigkeit zu überzeugen.<br />

Allzu oft hört man ja: „Im Flughafenumfeld<br />

boomt die Wirtschaft und sprudelt<br />

das Geld – die brauchen keine finanzielle<br />

Hilfe!“ Aber das stimmt natürlich nicht.<br />

Jede Kita, jede Schule kostet Geld. Und<br />

noch etwas: Die nördlichen Gemeinden<br />

sind alle im Zentrum durch die Bahnschienen<br />

getrennt. Ob Kinderwagen, Fahrrad<br />

oder Rollator - der jetzige Zustand mit den<br />

Treppen geht gar nicht, weder für junge<br />

noch für ältere Menschen. Und auch hier<br />

müssen die Gemeinden mitfinanzieren!<br />

Deswegen habe ich mit dafür gesorgt, dass<br />

die Gemeinden mehr Geld für diese<br />

Aufgaben behalten und weniger an den<br />

Landkreis abgeben müssen. Und dass das<br />

Land erstmalig ein besonderes Förderprogramm<br />

für das Umland aufgelegt hat,<br />

von dem auch schon viel Geld in die<br />

Region, in die Feuerwehren und in den<br />

Sport geflossen ist.<br />

Aus meiner Sicht gibt es keine Alternative<br />

zur Anbindung von Schönefeld und BER<br />

über die U7-Verlängerung ab Rudow. Zum<br />

Glück haben wir mit Neuköllns Bürgermeister<br />

Martin Hikel (SPD) einen starken<br />

Partner an der Seite, der dieses Thema<br />

in den Fokus seiner Arbeit rückt. Auf<br />

Brandenburger und Berliner Seite gibt es<br />

jetzt das grundsätzliche Okay, sich mit den<br />

Planungen zu beschäftigen. Damit ist es<br />

von der Kategorie „Utopisch“ in Richtung<br />

„Vorstellbar“ gerückt und der erste Schritt<br />

getan!<br />

Für mich ist es dieser Mix aus den<br />

Menschen, die hier leben und der geographischen<br />

Lage. Ich lebe ja in Zeuthen,<br />

meine Kinder gehen hier zur Schule und<br />

ich treffe täglich auf Leute, die interessiert,<br />

engagiert und manchmal auch laut<br />

sind. Aber die vor allem das Herz am<br />

rechten Fleck haben. Und ich genieße es,<br />

die Hauptstadt vor der Haustür zu haben.<br />

Genauso liebe ich aber die Eichwalder<br />

Bahnhofsstraße oder den Zeuthener<br />

Wochenmarkt. Beschaulichkeit und tolle<br />

Natur ringsum: das macht die Region so<br />

lebenswert. Interview CF<br />

„Aus meiner Sicht gibt es keine<br />

Alternative zur Anbindung von<br />

Schönefeld und BER über die<br />

U7-Verlängerung ab Rudow.“<br />

Tina Fischer,<br />

Mitglied des brandenburgischen Landtages<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


4 WORTE AUF DEN WEG<br />

Betroffener. Sie versuchen zu verstehen, was die<br />

Streikenden motiviert, sie wollen «das Beste»<br />

aus der Situation machen. Und „der Markt“,<br />

besser: die Menschen, finden immer Wege, die<br />

unangenehmsten Folgen von Streiks zu<br />

umgehen.<br />

Und vielleicht geben uns Streiks ja einen Anreiz<br />

dafür, auch wenn sie unsere Planung gehörig<br />

durcheinanderbringen – das jedenfalls wünscht<br />

Ihnen<br />

Ihr P. Wolfgang Felber<br />

Liebe Leserin,<br />

lieber Leser<br />

haben Sie denn noch Zeit, diese Kolumne in<br />

Ruhe zu lesen? Oder sind Sie ständig strapaziert,<br />

weil Sie fürchten, etwas zu versäumen? Sie<br />

wollen möglichst viel aufnehmen und verarbeiten<br />

und erledigen und zur nächsten Arbeit eilen?<br />

In den letzten Wochen gab es Streiks bei Piloten<br />

einer Fluggesellschaft – natürlich gab es da<br />

Stress für die Passagiere, musste viel umgeplant<br />

und umgebucht werden. Aber wenn ich dann die<br />

Zeitung aufschlage oder den Fernseher anmache,<br />

bin ich erstaunt über die Gelassenheit vieler<br />

Auch das Christentum hat am Anfang eine<br />

erstaunliche Anpassungsfähigkeit an den Tag<br />

gelegt:<br />

Jesus sprach Aramäisch, eine Sprache, die von<br />

wenigen verstanden wurde – also wurde alles,<br />

war er gesagt hat, ins Griechische übersetzt;<br />

aus der kleinen Sekte von Reform-Juden<br />

wurde eine weltweite Bewegung, die für alle<br />

Menschen offenstand; aus strikten Nahrungsmittel-Vorschriften<br />

wurde die Einladung an<br />

alle, gemeinsam Gottes Gegenwart zu feiern<br />

– Brot und Wein gibt es auf der ganzen Erde.<br />

Auch ich möchte Sie einladen, mit Hindernissen<br />

kreativ umzugehen. Vielleicht ist es gut, öfter<br />

der Entschleunigung zu frönen, zurückzukehren<br />

zu einer gesunden Langsamkeit, nicht nur wenn<br />

widrige äussere Umstände uns dazu zwingen.<br />

¢<br />

Flughafenseelsorge gibt es seit den<br />

1950er Jahren an Flughäfen in christlich<br />

geprägten Ländern: Schönefeld ab 2003,<br />

Tempelhof bis zur Schließung; seit 2008<br />

als „ökumenische Flughafenseelsorge<br />

Berlin“ in Tegel und Schönefeld (ab 2012<br />

auch mit etwa 30 Ehrenamtlichen). Drei<br />

Säulen der Arbeit: mit den Flughafen-<br />

Beschäftigten, mit den Passagieren und<br />

gottesdienstliche Angebote.<br />

ANZEIGEN<br />

Impressum<br />

Herausgeber: Flughafen Berlin<br />

Brandenburg GmbH<br />

in Kooperation mit<br />

ELRO Verlagsgesellschaft mbH<br />

Eichenallee 8, 157<strong>11</strong> Königs Wusterhausen<br />

( (03375) 24250 /<br />

www.elro-verlag.de<br />

Auflagenzahl: 65.000<br />

Verantwortlicher Redakteur der<br />

ELRO Verlagsgesellschaft mbH:<br />

Manfred Tadra<br />

( (033764) 5059-61<br />

m.tadra@elro-verlag.de<br />

Verantwortlich für Anzeigen:<br />

Jörg Kobs<br />

( (0175) 167 43 38<br />

j.kobs@elro-verlag.de<br />

Verteilgebiet: Flughafenregion<br />

Berlin-Brandenburg<br />

Chefredaktion (V.i.S.d.P.):<br />

Hannes Stefan Hönemann<br />

( (030) 6091-70100<br />

Ressortleiter Verlagsthemen:<br />

Vesa Elbe<br />

Gestaltung und Realisation:<br />

Oliver Otto<br />

Redaktion: Christian Franzke (CF) –<br />

verantwortlich, Donate Altenburger<br />

(DA), Nancy Biebach (NB), Wolfgang<br />

Felber (WF), Clemens Glade (CG),<br />

Annika Hennebach (AH), Dr. Kai<br />

Johannsen (KJ), Jörg Kobs (JK), Oliver<br />

Kossler (OKS), Fiona Konrad (FK),<br />

Rosemarie Meichsner (RM), Simon<br />

Miller (SM), Justus Münster (JM),<br />

Manfred Tadra (MT), Daniel Tolksdorf<br />

(DT), Ralf Wagner (RW), Jörg Weyden<br />

(JW), Redaktion (red)<br />

Bildquellen: Günter Wicker (S. 1, 2, 4, 5, 14, 16, 18, 19, 20), Christian Könning<br />

(S. 3), Fiona Konrad (S. 6), Fotolia (S. 7), Thomas Kierok (S. 8), Daniel Tolksdorf<br />

(S. 8), Manfred Tadra (S. 9, 10, 20, 23), Israeli Ministry of Tourism http://info.<br />

goisrael.com (S. 12, 13), AneCom Aero Test GmbH (S. 15), THANANIT/fotolia<br />

(Seite 18), pixabay (S.20)<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


MEIN ARBEITSPLATZ IN DER FLUGHAFENREGION 5<br />

Das Ohr am Gast<br />

Juliane Frank und ihr Team<br />

vom Tourismusverband Dahme-Seen e. V.<br />

Wir kümmern uns um alle, die touristisch in der<br />

Region etwas bewegen wollen und sorgen dafür,<br />

dass sich die Gäste hier im Dahme-Seenland<br />

wohlfühlen und ein entsprechendes Angebot vorfinden“,<br />

fasst Juliane Frank (oberes Bild, Bildmitte), seit einem Jahr<br />

Geschäftsführerin des Dahme-Seen Tourismus e. V., die Arbeit<br />

des Verbandes zusammen. Frank kennt sich in der Region<br />

bestens aus. Ihre Eltern waren beide am Flughafen tätig, die<br />

Mutter als Flugbegleiterin, der Vater bei der Flugsicherung.<br />

„So etwas prägt natürlich mit Blick auf den jetzigen Arbeitgeber.<br />

Unsere Laube hatten wir damals in Glasow, da konnten<br />

wir schon morgens gegen fünf Uhr die ersten russischen<br />

Flieger nach Moskau begrüßen“, gibt die Mutter einer kleinen<br />

Tochter augenzwinkernd zum Besten.<br />

Zahlreiche Anspruchsgruppen<br />

und starke Zahlen<br />

Der Tourismusverband Dahme Seen e.V. ist Dachverband für<br />

einen bunten Mix von Anspruchsgruppen. Dazu gehören<br />

Landkreis, Kommunen, private Vermieter und natürlich die<br />

Gäste. „Einen klassischen Arbeitsalltag gibt es nicht wirklich.<br />

Sowohl große Projekte, die über Monate laufen, wie z. B. die<br />

Erstellung eines Rad- und Wanderwegekonzepts, gehören zu<br />

unseren Tätigkeiten als auch Gremienarbeit. Wir sind in<br />

Gemeindevertretungen präsent, um auf bestimmte Probleme<br />

hinzuweisen. Aber klar, es gibt auch das klassische Tagesgeschäft<br />

mit Fragen, wo man hier z. B. tauchen kann“, so<br />

Frank weiter. „Für mich ist diese Region perfekt zum Leben<br />

und Arbeiten. Unser Alleinstellungsmerkmal ist das zusammenhängende<br />

Wasserrevier mit der räumlichen Nähe zu<br />

Berlin“, erklärt Frank die Anziehungskraft der Region.<br />

Das sieht nicht nur die Geschäftsführerin so. In den letzten<br />

zwölf Jahren verzeichnete der Tourismus in der Region ein<br />

stetiges Wachstum von fünf bis sieben Prozent im Jahr.<br />

„20 Prozent der Reisenden kommen aus der ganzen Welt.<br />

Vorn sind unsere <strong>Nachbarn</strong> aus Polen, Dänemark und<br />

Großbritannien.“ Die Herausforderungen liegen dabei für<br />

Frank und ihr neunköpfiges Team, dass sie nicht genügend<br />

Betten anbieten können. „Vor allem in diesem Jahrhundertsommer<br />

haben wir die Lücke deutlich zu spüren bekommen.<br />

Dazu kommt der angespannte Fachkräftebedarf in der<br />

Gastro nomie. „Wir beobachten in letzter Zeit ein Gaststättensterben,<br />

das dringend gestoppt werden muss.“<br />

„Wir kümmern uns um alle,<br />

die touristisch in der Region<br />

etwas bewegen wollen.“<br />

Juliane Frank, Geschäftsführerin<br />

Tourismusverband Dahme-Seen e.V.<br />

Wertschöpfung des Tourismus<br />

erkennen<br />

Wünschen würde sich Frank, dass der Tourismus für die<br />

regionale Wertschöpfung noch stärker ins Bewusstsein<br />

gerückt wird. „Eine Millionen Übernachtungen und über<br />

fünfhunderttausend Gäste sprechen eine deutliche Sprache.“<br />

Im nächsten Jahr begehen auch die Dahmeländer das<br />

Fontanejahr, von rückläufigen Zahlen ist somit nicht auszugehen.<br />

Den Titel des Heimatkalenders prägt der Schriftsteller<br />

bereits. Apropos: Auf seinen Wanderungen erkundete<br />

der Dichter und Namensgeber des Fontanewanderweges,<br />

der auch durch das Dahme-Seenland führt, große Teile der<br />

Region, wie in seinen „Wanderungen durch die Mark<br />

Brandenburg“ nachzulesen ist. CF<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


6 IN UNSERER REGION<br />

Willkommen in Igelhausen<br />

Tag der offenen Tür im Arboretum in KW<br />

Hereinspaziert: Am Tag der offenen Tür erhielten wir<br />

Einblick in das Arboretum (Deutsch: Baumpark)<br />

Königs Wusterhausen, das von der FBB unterstützt<br />

wird. Bei schönstem Herbstwetter begrüßte Britta Herter,<br />

Leiterin der Jugendumweltgruppe „Die Waldies“ und Lehrerin<br />

an der angrenzenden Herder Oberschule, die ersten Gäste.<br />

Alle wollten einen Blick auf die Hauptakteure dieses Tages<br />

werfen: Insgesamt 33 Igel, der kleinste von ihnen gerade<br />

einmal 83 Gramm schwer.<br />

Im Jahr 1993 als Schularboretum gegründet, entstand im Mai<br />

1995 die Idee einer Tierrettungsstation. Im selben Jahr<br />

wurden die ersten Igel über den Winter gebracht. Seither<br />

päppeln Frau Herter und ihre helfenden Hände Jahr für Jahr<br />

die hilfebedürftigen Wildtiere auf. Dabei sind es zu Hochzeiten<br />

bis zu 80 Igel, die täglich etwa vier Stunden Zeit für<br />

sich beanspruchen.<br />

Im Normalfall überbrücken Igel die kalte Jahreszeit, von<br />

November bis März, indem sie Winterschlaf halten. Sind die<br />

Tiere zu klein oder krank, sind sie auf Hilfe angewiesen.<br />

Dabei müssen die possierlichen Tierchen unbedingt in<br />

einer Igelrettungsstation abgegeben werden, sondern<br />

können auch im heimischen Garten überwintern. Tipps für<br />

den richtigen Umgang finden Sie unter anderem unter<br />

www.igelrettung-kw.de. FK<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


Hauskauf in der<br />

Flughafenregion<br />

Nutzen Sie die Informationsmöglichkeiten<br />

IN UNSERER REGION 7<br />

Abtretungsvereinbarungen<br />

sorgfältig prüfen<br />

Viele Menschen entscheiden sich zum<br />

Kauf eines Hauses in der Flughafenregion.<br />

Dabei gibt es vor allem in<br />

Hinsicht auf Schallschutz-Ansprüche und<br />

-Entschädigungen einiges zu beachten. Häufig<br />

stellen neue Eigentümer einen Antrag auf<br />

Schallschutz und erfahren dann erst, dass kein<br />

Anspruch auf Schallschutz mehr besteht. Einige<br />

Hausbesitzer lassen sich noch vor dem Verkauf<br />

ihrer Häuser Entschädigungen vom Flughafen<br />

auszahlen, investieren das Geld aber nicht<br />

in Schallschutz. Die neuen Eigentümer merken<br />

dies dann oft erst nach dem Kauf. Kaufinteressenten<br />

sollten sich dazu möglichst<br />

frühzeitig informieren.<br />

Holger Schmidt, Inhaber der Haus- und Immobilienverwaltung<br />

Holger Schmidt, bestätigt<br />

gegenüber <strong>Nachbarn</strong>, wie wichtig das Thema ist:<br />

„Es gibt immer wieder Verkäufer, die verschwiegen<br />

haben, dass bereits Entschädigungen in<br />

Anspruch genommen wurden. Das ist leider ein<br />

großes Thema.“<br />

Ralf Wagner, Leiter Schallschutz der FBB:<br />

„Wer plant, ein Haus in der Flughafenregion<br />

zu kaufen, kann sich bei uns vorab darüber<br />

informieren, ob noch Ansprüche auf Schallschutzmaßnahmen<br />

bestehen. Dazu reicht<br />

ein einfaches Anschreiben mit Angabe von<br />

Namen und Adresse aus.“<br />

An mehr als 6.000 Haushalte hat die Flughafengesellschaft<br />

bereits Entschädigungen ausgezahlt.<br />

Die Eigentümer können frei entscheiden,<br />

wofür sie das Geld verwenden. Die FBB rät dazu,<br />

die Entschädigungen unbedingt in tatsächlichen<br />

baulichen Schallschutz, wie etwa neue Fenster,<br />

zu investieren. Dazu bietet die FBB schon seit<br />

einiger Zeit eine kostenfreie Beratung durch ein<br />

Ingenieurbüro an. OKS<br />

„Es gibt immer wieder<br />

Verkäufer, die<br />

ver schwiegen haben,<br />

dass bereits<br />

Ent schädigungen in<br />

Anspruch genommen<br />

wurden. Das ist leider<br />

ein großes Thema.“<br />

Holger Schmidt, Inhaber der<br />

Haus- und Immobilienverwaltung<br />

Holger Schmidt<br />

Ein weiteres wichtiges Schallschutzthema,<br />

das Anwohner beachten<br />

sollten, sind die Abtretungsvereinbarungen.<br />

Diese sind auch im Modul<br />

„Finanzierung“ im Schallschutzprogramm<br />

BER beschrieben. Dabei geht<br />

es um die Erstattung der Kosten<br />

baulicher Schallschutzmaßnahmen<br />

direkt zwischen der FBB und den von<br />

den Berechtigten beauftragten<br />

Baufirmen.<br />

Da es Anwohner gibt, die Abtretungsvereinbarungen<br />

über Erstattungsansprüche<br />

getroffen haben, die bei<br />

Abschluss der Vereinbarung noch nicht<br />

entstanden waren und teilweise aus<br />

Nachträgen stammten, die der FBB<br />

nicht bekannt waren, folgender<br />

Hinweis:<br />

Prüfen Sie die Abtretungsvereinbarungen<br />

sorgfältig, da Abtretungen<br />

nur über solche Forderungen bzw.<br />

Ansprüche erfolgen sollten, die<br />

gegenüber der FBB auch tatsächlich<br />

bestehen.<br />

Sollten Anwohner ihrer Baufirma<br />

bereits vor Umsetzung die Möglichkeit<br />

einräumen wollen, die Erstattung<br />

unmittelbar von der FBB zu fordern,<br />

empfiehlt die FBB, etwaige Absprachen<br />

oder Vereinbarungen hierzu<br />

ohne konkrete Bezifferung der<br />

erwarteten Erstattungsansprüche zu<br />

treffen.<br />

Weitere Informationen erhalten Sie<br />

auch hier über das Schallschutztelefon.<br />

OKS<br />

¢<br />

Schallschutztelefon<br />

030 6091 73500,<br />

Kontakt per Mail:<br />

schallschutz_kontakt@<br />

berlin-airport.de<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


8 IN UNSERER REGION<br />

Wer radelt am meisten?<br />

Mit dem Fahrrad um die Welt<br />

Im Zeitraum 1. August bis 30. September <strong>2018</strong><br />

beteiligte sich die FBB zum vierten Mal an<br />

der Fahrradaktion „Wer radelt am meisten?“,<br />

einem Wettstreit zwischen neun öffentlichen<br />

Berliner Unternehmen um die meisten geradelten<br />

Kilometer. Ausrichter des Wettbewerbs ist<br />

die Initiative „mehrwert Berlin“, in der sich<br />

20 große öffentliche Unternehmen der Stadt im<br />

Dienste einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung<br />

zusammengetan haben und gemeinsam Vieles<br />

bewegen.<br />

In diesem Jahr radelten rund 90 FBB-Mitarbeitende<br />

im Aktionszeitraum zusammen über<br />

60.000 Kilometer, was in etwa 1,5 Erdumrundungen<br />

am Äquator entspricht. Berlinweit<br />

kamen bei 1.773 Teilnehmenden fast 1 Mio.<br />

Kilometer zusammen, und zwar genau<br />

979.746 Kilometer.<br />

Im Vordergrund des Wettbewerbs „Wer radelt<br />

am meisten?“ steht der Spaß am Radfahren, mit<br />

klarem Kopf zum Arbeitsplatz zu kommen und<br />

einfach fit zu bleiben. Geschont werden<br />

nebenbei das Portemonnaie und die Umwelt.<br />

Wie schon im letzten Jahr hat die Umweltabteilung<br />

die Kolleginnen und Kollegen aus den<br />

anderen Unternehmen im Rahmen der Aktion<br />

wieder zu einer geführten Radtour durch die<br />

neue Airport City und um den Fluggastterminal<br />

am BER eingeladen. JW<br />

Bienenfleißig<br />

Neue Imkerinnen<br />

für die Flughafenbienen<br />

Seit 20<strong>11</strong> fliegen Honigbienen auf dem<br />

Betriebsgelände in Schönefeld für den<br />

Umweltschutz umher. Seit diesem Jahr<br />

haben sie neue Imkerinnen: Severine Bach und<br />

Dr. Uta Wolf-Benning aus der Abteilung<br />

Immissionsschutz kümmern sich um die beiden<br />

Arbeitsvölker in Schönefeld. Unterstützt<br />

werden sie dabei von ihren Kollegen Sebastian<br />

Aust und Jörg Weyden. „Die letzten Wochen<br />

waren sehr arbeitsreich für uns,“ weiß<br />

Dr. Wolf-Benning. „Wir haben regelmäßig die<br />

Vitalität der Bienen überprüft und sie wegen<br />

der Trockenheit mit Wasser versorgt. Die rund<br />

6000 Bienen je Volk wurden bereits eingefüttert,<br />

um gut durch den Winter zu kommen, und<br />

erhalten noch eine letzte Milbenbehandlung.<br />

„Am meisten freuen wir uns, wenn die Bienen<br />

dann den Winter überstanden haben und das<br />

Auswintern beginnt,“ ergänzt Severine Bach.<br />

Jedes der beiden Völker wächst dann auf bis zu<br />

60.000 Bienen an und wird zehn bis zwanzig<br />

Kilogramm leckeren Flughafenhonig erzeugen.<br />

Ein unabhängiges Labor untersucht den Honig<br />

übrigens aufwendig auf Schadstoffe und<br />

Schwermetalle bevor er verteilt wird – die<br />

Werte liegen seit 20<strong>11</strong> ein Vielfaches unter<br />

den herangezogenen Grenzwerten. DT<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


IN UNSERER REGION 9<br />

Richtfest „Am Rosenanger“<br />

– in Wildau entstehen<br />

171 neue Wohnungen<br />

Den Bildband „Wildau im Wandel der<br />

Zeiten“ überreichte Wildaus stellvertretender<br />

Bürgermeister Marc Anders<br />

an Dr. Jürgen Leibfried, Gründer und<br />

Vorstand der BAUWERT AG, anlässlich<br />

des Richtfestes für das Wohnbauprojekt<br />

„Am Rosenanger“ in Wildau. Marc<br />

Anders: „Mit den hier entstehenden<br />

171 Wohnungen kann die Stadt Wildau<br />

dem Wohnungsmangel ein Stück<br />

entgegentreten.“<br />

Wenn Unternehmer<br />

sich zur Ruhe setzen<br />

Themenabend zur Unternehmensnachfolge<br />

Gerhard Janßen, Geschäftsführer der<br />

Wirtschaftsförderungsgesellschaft<br />

Dahme-Spreewald mbH machte in<br />

seinen Begrüßungsworten zum Themenabend<br />

„Unter nehmens nachfolge – Glücks sache<br />

oder planbar?“ am 1. Oktober deutlich, dass<br />

das Problem der Unternehmensnachfolge<br />

eine große Bedeutung für den Landkreis hat.<br />

Nach den Zahlen der IHK und der HWK gibt es<br />

gegenwärtig 3700 Unternehmen im Land<br />

Brandenburg, in denen die Geschäftsführer älter<br />

als 60 Jahre alt sind. Das bedeutet, dass hier in<br />

den nächsten Jahren eine Übernahme ansteht.<br />

Das betrifft dann auch tausende Beschäftigungsverhältnisse.<br />

In seinem Impulsvortrag erläuterte Dr. Miloš<br />

Stefanović, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank<br />

Brandenburg, einige Probleme, die mit der<br />

Unternehmensnachfolge im Zusammenhang<br />

stehen. Der Anteil der Nachfolger bei den<br />

Unternehmensgründern liegt bei mehr als<br />

50 Prozent. Das stellt die Gründer vor große<br />

Herausforderungen bei der Finanzierung<br />

der Übernahme.<br />

Große Herausforderung<br />

bei der Finanzierung<br />

Eine familieninterne Übernahme kommt nur bei<br />

etwa der Hälfte der Unternehmen zustande. Zu<br />

etwa 30 Prozent kommt es zu externen Unternehmensnachfolgern,<br />

durch andere Personen<br />

oder Übernahmen. Bei 17 Prozent kommen die<br />

Nachfolger aus dem Unternehmen selbst.<br />

Das Problem ist, dass statistisch gesehen<br />

44 Prozent der Unternehmer keinen Nachfolger<br />

finden.<br />

¢<br />

Weitere Informationen zur<br />

Veranstaltung gibt es unter<br />

www.wfg-lds.de<br />

Für den Verkäufer eines Unternehmens stellen<br />

sich folgende Fragen: Wie kann man die Unternehmensnachfolge<br />

vorbereiten? Wie lange<br />

vorher sollte man beginnen, die Nachfolge zu<br />

organisieren? Wie findet man den passenden<br />

Verkaufspreis?<br />

Der Käufer muss sich mit Problemen beschäftigen<br />

wie: Wie finanziere ich den Kaufpreis?<br />

Wieviel Eigenkapital steht mir zur Verfügung?<br />

Wie gestaltet sich die Kreditaufnahme? Gibt es<br />

Fördermittel? Wer kann mich bei der Übernahme<br />

begleiten?<br />

In der anschließenden Podiumsdiskussion<br />

gaben Uwe Borges (Mitglied des Vorstandes der<br />

Mittelbrandenburgischen Sparkasse), Marion<br />

Schirmer (Projektleiterin Lotsendienst der<br />

Wirtschaftsförderung Dahme-Spreewald),<br />

Thorsten Golm (Geschäftsstellenleiter Schönefeld<br />

der IHK Cottbus) und Manja Bonin<br />

(Abteilungsleiterin Wirtschaftsförderung und<br />

Fachkräftesicherung der HWK Cottbus) einen<br />

Überblick über die vielfältigen kostenlosen<br />

Unterstützungsangebote im Landkreis Dahme-Spreewald.<br />

Paul Machynia und Torsten<br />

Braun vom Eichwalder Baumdienst berichteten,<br />

wie sie die Unternehmensübergabe/-übernahme<br />

gemeistert haben. MT<br />

Die Stadt Wildau habe den Planungsvorgang<br />

relativ zügig hinbekommen.<br />

Die zunehmenden Einwohnerzahlen<br />

werden die Stadt aber auch vor<br />

weitere Heraus forderungen bei der<br />

Entwicklung der Infrastruktur stellen.<br />

Die Grundschule werde erweitert, eine<br />

neue Kita werde gebaut.<br />

Für den Fortgang der Bauarbeiten<br />

und die Fertigstellung des Projektes<br />

wünschte der stellvertretende<br />

Bürgermeister dem Projekt vor allem<br />

Harmonie mit der Nachbarschaft.<br />

Im Herbst 2019 sollen die ersten<br />

Mieter „Am Rosenanger“ einziehen. MT<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


10 IN UNSERER REGION<br />

Tag der Luft- und Raumfahrt<br />

Berlin-Brandenburg<br />

Emissionsarmes Fliegen als Herausforderung für die Zukunft<br />

Zum 14. Tag der Luft- und Raumfahrt<br />

trafen sich am 18. Oktober Vertreter von<br />

Politik und Wirtschaft im Zentrum für<br />

Luft- und Raumfahrt Schönefelder Kreuz in<br />

Wildau. In diesem Jahr wurde zum Thema „Green<br />

Aviation – Zukunftschance für die Region?!“<br />

diskutiert.<br />

Moderiert wurde die Veranstaltung von<br />

Dr. Juliane Haupt vom Cluster Verkehr, Mobilität,<br />

Logistik Berlin-Brandenburg. Die Luftfahrtbranche<br />

habe sich zur Reduzierung von<br />

Emissionen hohe Ziele gesetzt. So sollen die<br />

Co2-Emissionenvon Passagierkilometern um<br />

75 Prozent, Stickoxid-Emissionen um 90 Prozent<br />

und Lärm-Emissionen um 65 Prozent bis zum<br />

Jahr 2050 im Vergleich zum Jahr 2020 gesenkt<br />

werden, so Dr. Juliane Haupt zur Eröffnung.<br />

Landrat Stephan Loge gab den Gästen einen<br />

kurzen Überblick über aktuelle Entwicklungen<br />

in der Region. „Die Luftfahrt in der Region ist<br />

mittlerweile ein international erfolgreich<br />

aufgestelltes Cluster, dass einen wesentlichen<br />

Beitrag zum Wohlstand in der Region leistet“,<br />

so der Landrat.<br />

Hendrik Fischer, Staatssekretär im Ministerium<br />

für Wirtschaft und Energie des Landes<br />

Brandenburg, sieht das emissionsarme Fliegen<br />

als einen wichtigen Beitrag der Branche für<br />

den weltweiten Klimaschutz. Er begrüßte die<br />

Initiative des Innovationsbündnisses IBEFA<br />

( Innovationsbündnis für die Entwicklung<br />

emissionsarmer Flugantriebe in der südöstlichen<br />

Metropolregion Berlin-Brandenburg – Wildau),<br />

die den Grundstein legt, um Brandenburg und<br />

Berlin als Kompetenzregion für emissionsarme<br />

Flugzeugantriebe zu etablieren.<br />

Emissionsfreie Luftfahrt<br />

Zu Beginn der Vortragsreihe erläuterte Prof. Dr.<br />

Andreas Timmermann von der Berlin-Brandenburg<br />

Aerospace Allianz e.V. (BBAA) das Projekt<br />

IBEFA. Es folgten Vorträge zu den Themen „Wie<br />

funktioniert Elektromobilität in der Luft“ (Dr.<br />

Ulrich Wenger, Rolls-Royce Deutschland Ltd &<br />

Co. KG), „Hybridelektrische Antriebssysteme für<br />

Flugzeuge“ (Dr. Frank Anton, Siemens AG), „Technologie-Demonstrator<br />

mit hybridem Antriebskonzept“<br />

(Phillip Scheffel, APUS GmbH) und<br />

„Innovative Treibstoffe für die Luftfahrt“ (Dr. Ralf<br />

Stöckel, TOTAL Deutschland GmbH). In der<br />

anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten<br />

die Referenten, dazu Helmut Barthel und Dierk<br />

Homeyer (Abgeordnete des Landtages Brandenburg)<br />

sowie Rudolf Dörpinghaus vom IASA e.V.<br />

darüber, wie und ob sich das Land Brandenburg<br />

zur Kompetenzregion für die emissionsfreie<br />

Luftfahrt entwickelt.<br />

Verleihung Otto-Lilienthal-Preis<br />

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die<br />

Verleihung des Otto-Lilienthal-Preises <strong>2018</strong>. Das<br />

Kuratorium der Stiftung hatte entschieden, den<br />

Preis an eine Bachelor- oder Masterarbeit einer<br />

regionalen Hochschule zu vergeben. Die<br />

Entscheidung fiel einmütig für die Arbeit zum<br />

Thema: „Nachhaltigkeit in der zivilen Luftfahrt.<br />

Betrachtung von alternativen Antriebs-, Kraftstoff-<br />

und Luftfahrzeugkonzepten mit dem Ziel<br />

der Konzeption einer Hybridtankstelle auf dem<br />

Flugplatz Schönhagen für die Energieversorgung<br />

mehrerer Antriebsarten.“ Die Preis trägerin ist<br />

die Studentin der Luftfahrttechnik & Luftfahrtlogistik<br />

Henrike Fabienke von der Technischen<br />

Hochschule Wildau. MT<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


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<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


12 NAH & FERN<br />

Shalom Israel<br />

Tel Aviv in 48 Stunden<br />

Israel stand schon seit langem ganz oben<br />

auf der Liste. Das Land, das so viel und<br />

Vieles geprägt hat, in dem Unzähliges<br />

unserer Kultur wurzelt, lernt man ohne Kulturschock<br />

am besten via Tel Aviv kennen.<br />

Diese wunderbare Stadt am Meer voller<br />

freundlicher Menschen, leckerer Küche und<br />

beeindruckender Sehenswürdigkeiten ist eine<br />

relativ sichere Insel in der brodelnden<br />

Nahost-Region, nicht umsonst nennen die<br />

Einwohner sie auch „Bubble“.<br />

Andere nennen sie „Weiße Stadt“ und schnell<br />

erfahren wir auch warum. Am Dizengoff-Platz<br />

liegt das Bauhaus-Center (www.bauhauscenter.com).<br />

Audio-Guide oder geführte Tour?<br />

Denn etwas Unterstützung ist nicht verkehrt<br />

bei rund 4.000 Gebäuden, die diesem modernistischen<br />

Stil und seinen Brüdern International<br />

Style und Neue Sachlichkeit frönen. Hier<br />

folgt die Form der Funktion und wir unserem<br />

Guide, andächtig lauschend.<br />

Für die schnelle Fahrt entlang der Hauptstraßen<br />

besteigen meine Begleitung und ich ein<br />

Sammeltaxi, ein so genanntes Sherut. Eine<br />

Fahrt in diesem Minibus zeigt, wie offen die<br />

Menschen in der „Bubble” sind. Man steigt ein,<br />

setzt sich, schickt das Fahrgeld durch viele<br />

Hände nach vorne zum Fahrer. Ticket und<br />

Wechselgeld kommen auf selben Weg retour.<br />

Schnell entsteht ein Gespräch. „Ah! You‘re<br />

from Berlin!” Sofort sind alle begeistert und<br />

erzählen vom Cousin, dem Freund, der Tante,<br />

die ebenfalls in der deutschen Hauptstadt<br />

leben und sich so wohl fühlen.<br />

Stärkung bei Lehem & Co (Ben Yehuda St 28):<br />

wunderbar knuspriges Brot, Shakshuka (Eier<br />

mit frischen Tomaten und Gewürzen), Hummus.<br />

Für den ersten Tag reicht es aber nun mit<br />

Sightseeing. Wir finden Erholung am weißen<br />

Sandstrand. Die badewannenwarmen Wellen<br />

umschmiegen uns, die Gischt streichelt unsere<br />

reisegeplagten Körper.<br />

Der nächste Tag startet mit einem ordentlichen<br />

Frühstück. Das Xoho (www.cafexoho.<br />

com) verwöhnt seine Gäste mit vegetarischen<br />

und veganen Gerichten und verführerischen<br />

Cookies. Das Krümelmonster käme hier<br />

auf seine Kosten!<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


NAH & FERN 13<br />

Anschließend: Zeitreise. Durch die Gassen der<br />

uralten Hafenstadt Jaffa liefen schon Phönizier,<br />

Makkabäer, Römer – und nun wir. Einiges, was<br />

wir heute sehen, konnten die Herrscher von<br />

einst nicht anschauen. Vermutlich hatten<br />

sie auch anderes im Sinn. Wir aber besuchen<br />

die Ausgrabungsstätte Kikar Kedumim<br />

und die Kirche St. Peter, flanieren am Meer<br />

und betrachten den Leuchtturm Jaffa Light.<br />

Nach einer Busfahrt erreichen wir den Sarona<br />

Market (saronamarket.co.il/en). Hier gibt es<br />

alles, was das Foodie-Herz begehrt, Gebäck,<br />

Fleisch, Käse, Früchte, Süßes, herzhaft Eingelegtes,<br />

alles duftet unvergleichlich. Wir decken uns<br />

mit Souvenirs ein: Öl, Gewürze, Honig.<br />

Abends schlemmen wir weiter: bei Benny The<br />

Fisherman im alten Hafen von Tel Aviv. Die<br />

vielen Mezze als Vorspeise sind fast schon<br />

genug, doch wir haben noch Platz gelassen<br />

für fangfrischen Fisch (Nomen est Omen!)<br />

mit Salat. Pappsatt rollen wir ins Hotel.<br />

Am nächsten Tag springen wir noch einmal<br />

in die Meeresfluten und machen uns mit etwas<br />

Urlaubsbräune winterfest. Ungern verlassen<br />

wir die „Bubble“ und wissen doch, wir<br />

werden wieder kommen. Shalom Tel Aviv!<br />

Shalom Israel! CG<br />

Ab Schönefeld fliegen El Al und easyJet.<br />

Ab Berlin-Tegel easyJet und Germania.<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


Der stille Macher<br />

Edmund Ahlers von AneCom Aero Test<br />

liefert Hochtechnologie aus Wildau<br />

Von Beginn an hatte ich immer im Kopf,<br />

wie es meinen Leuten geht und ob sie<br />

einen sicheren Arbeitsplatz haben. Denn<br />

wenn’s den Leuten gut geht, geht’s auch der<br />

Firma gut. Gerade in den Anfangsjahren, in<br />

denen das Geschäft aufgebaut werden muss,<br />

steht nicht nur Gewinnmaximierung im<br />

Vordergrund“, betont der Chef von AneCom<br />

AeroTest, einer der stillen Macher aus der<br />

Flughafenregion. Die Rede ist von Dr. Edmund<br />

Ahlers. Der gebürtige Münsterländer, mittlerweile<br />

seit rund 25 Jahren in der Region tätig,<br />

gründete das Unternehmen im Jahr 2002.<br />

„Es war eigentlich gar nicht mein Plan, Geschäftsführer<br />

zu werden, ursprünglich schwebte mir<br />

vor, als technischer Leiter zu fungieren“. Als<br />

sein damaliger Vorgesetzter, mit dem er die<br />

Geschäfts idee entwickelt hatte, aber eine universitäre<br />

Laufbahn vorzog, war für ihn die Zeit reif,<br />

seinen Hut in den Ring zu werfen.<br />

Neue Heimat und<br />

schwierige erste Jahre<br />

Ahlers, der Maschinenbau und Energietechnik in<br />

Aachen studierte, kam über Kontakte an seinen<br />

ersten Industriejob bei BMW Rolls-Royce in<br />

München. Bereits 1991 wurde klar, dass das<br />

Jointventure einen zentralen Standort in den<br />

neuen Bundesländern suchte. Als das Unternehmen<br />

in Brandenburg, genauer in Dahlewitz,<br />

fündig wurde, brach Ahlers 1994 in die neue<br />

Heimat auf. „Zunächst wollte ich nur 2 bis 3<br />

Jahre hierbleiben. Der Charme des Landes<br />

erschloss sich mir nicht auf den ersten Blick,<br />

aber dann umso intensiver.“ Nachdem bei<br />

Rolls-Royce Ende der 90er Jahre im Rahmen<br />

einer Rationalisierungsmaßnahme mehrere<br />

zum Teil veraltete Prüfstände in Deutschland<br />

und England an einem Standort gebündelt<br />

werden sollten, bewies er Spürsinn und<br />

Wagemut. „Ich wollte das Ding unbedingt nach<br />

Brandenburg holen“, erinnert sich Ahlers an<br />

die Aufbruchsstimmung. Von der Idee, ein<br />

kommerzielles Testzentrum aufzubauen, bis<br />

zur Gründung sollten jedoch noch drei Jahre<br />

vergehen. Langwierige Vertragsverfahren und<br />

zahlreiche Businessplanmodifikationen konnten<br />

Ahlers jedoch nicht stoppen. Im Jahr 2002 war<br />

es dann soweit - AneCom AeroTest wurde<br />

gegründet. „Die ersten Jahre waren ziemlich<br />

hart. Wir haben nicht wirklich Geld verdient,<br />

aber trotzdem immer an das Vorhaben geglaubt.“<br />

Hochtechnologie und Aufstieg<br />

zum Vorzeigemittelständler<br />

„Grundsätzlich arbeiten wir mit Firmen zusammen,<br />

die Gasturbinen entwickeln. Dabei<br />

unterscheidet man in zwei große Richtungen:<br />

Flugtriebwerke und Maschinen, die in<br />

Kraft werken für die Stromerzeugung oder<br />

als Industrieantriebe genutzt werden.“<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


UNTERWEGS IN DER NACHBARSCHAFT 15<br />

„Unsere Basis wird immer<br />

in Brandenburg bleiben.“<br />

Dr. Edmund Ahlers,<br />

Geschäftsführer AneCom Aero Test<br />

Das Kern geschäft von AneCom AeroTest besteht<br />

darin, dass das Unternehmen zum einen Tests<br />

von einzelnen Komponenten wie dem Verdichter,<br />

zum anderen aber auch Expertise im<br />

Ingenieurwesen anbietet. „Noch bevor das<br />

Triebwerk entwickelt ist, validieren wir aerodynamische<br />

Rechnungen und bauen für diesen<br />

Zweck Versuchsverdichter. Konstruktion und<br />

Mess technik sind dabei unsere Spezialgebiete<br />

und machen uns zu einem sehr gefragten<br />

Partner im In- und Ausland.“ Auf großes<br />

Interesse bei der Kundschaft stößt vor allem die<br />

Schall kammer Troubadix, die mit einem<br />

Volumen von 10.000 Kubikmetern und rund<br />

40.000 trapez förmigen Keilen aus Steinwolle<br />

ausgestattet ist. „Eines der Entwicklungsziele der<br />

Triebwerks hersteller ist die geringere Schallemission.<br />

Genau diese Grund lagen erarbeiten<br />

wir hier in der Kammer. Wir bieten sozusagen<br />

das Rundumpaket aus Test und Engineering.“<br />

Die Auftragslage gibt dem Wildauer Zugpferd<br />

recht. „Wir haben uns seit 2010 sehr erfolgreich<br />

entwickelt und viele Arbeitsplätze geschaffen.<br />

Darauf bin ich stolz und hoffe, dass diese<br />

Entwicklung auch so weitergeht“, so Ahlers.<br />

Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 250<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 17<br />

verschiedenen Nationen, die etwa 40 Millionen<br />

Euro Umsatz im Jahr erwirtschaften. Vor allem<br />

Europa gehört ursprünglich zu AneCom<br />

AeroTest´s primären Absatzmärkten; in den<br />

letzten Jahren haben aber die Aktivitäten in<br />

Asien und Nordamerika rasant an Fahrt<br />

aufgenommen. „Unsere Basis wird immer in<br />

Brandenburg bleiben, aber wenn es Sinn macht,<br />

können wir uns auch eine Dependance im<br />

Ausland vorstellen“, fasst der Geschäfts führer<br />

die Zukunftspläne zusammen.<br />

Blick in die Zukunft und<br />

Engagement in der Region<br />

Damit die positive Entwicklung weiter anhält,<br />

wird sich bei AneCom AeroTest in regelmäßigen<br />

Abständen die Sinnfrage gestellt. „Wird es<br />

Gasturbinen in 30 Jahren noch geben, oder<br />

müssen wir uns anderweitig umschauen, und<br />

wie kann die Zuwanderung bei der Fachkräftesicherung<br />

helfen“, sind dabei Fragen die den<br />

Unternehmer und sein Team umtreiben.<br />

„Bei Flugtriebwerken gibt es keine wirkliche<br />

Alternative zur Gasturbine in absehbarer<br />

Zeit und trotzdem müssen wir an Alternativtechnologien<br />

arbeiten“, ist Ahlers sicher. Über<br />

innovative Lösungen wie hybridelektrisches<br />

Fliegen diskutieren Ahlers, der auch als Präsident<br />

des Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz<br />

fungiert, und seine Mitstreiter regelmäßig.<br />

„Bei der Fachkräfteproblematik sehen wir ganz<br />

klar, dass es immer schwerer wird, hochspezialisiertes<br />

Personal zu finden. Für Deutschland<br />

ist es daher ungeheuer wichtig, qualifizierte<br />

Leute ins Land zu holen, wenn wir weiterhin<br />

Ingenieurs nation bleiben wollen.“ Als Unternehmen<br />

aus der Region engagiert sich AneCom<br />

AeroTest auch für Projekte und Vereine aus<br />

dem Umfeld. Unterstützt wurden beispielsweise<br />

in den letzten Jahren die brandenburgische<br />

Stiftung Familien in Not, der Wünschewagen<br />

des Arbeiter Samariter Bundes (ASB) und der<br />

Volleyballverein Netzhoppers Königs Wusterhausen.<br />

In seiner Freizeit ist Ahlers selber gerne<br />

beim Beach volleyball aktiv. CF<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


16 IN UNSERER REGION | SPORTLICHES UMLAND<br />

Pritschen, Baggern<br />

und Blocken<br />

Die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen<br />

Die Netze sind stramm gespannt, die<br />

Mikasabälle fliegen horizontal und<br />

vertikal durch die Luft. Schon der erste<br />

Schulterblick beim Training verrät: Hier wird<br />

Leistungssport betrieben. Neben dem Bundesligaalltag<br />

der Herren setzt der Verein gezielt auf<br />

eine nachhaltige Jugendarbeit. „Um unseren<br />

Landesstützpunkt auch weiterhin zu erhalten, ist<br />

ein guter Unterbau, aus dem wir nach und nach<br />

Spieler an den Herrenbereich heranführen,<br />

essentiell. Dafür brennen wir hier genauso, wie<br />

für unsere erste Mannschaft“, erklärt Jugendtrainer<br />

Manuel Rieke (auf dem Bild rechts). Der<br />

ehemalige Nationalspieler und Mannschaftskapitän<br />

weiß, wie es sich anfühlt, vor 20.000<br />

Zuschauern zu spielen und dabei die Faszination<br />

des Volleyballspiels hautnah zu spüren. „Das<br />

sind absolute Gänsehautmomente, die mich bis<br />

heute begleiten und motivieren. Davon möchte<br />

ich der Jugend gerne ein Stück zurückgeben.“<br />

Lange Volleyballtradition<br />

am Standort<br />

„Wir haben dem Vereinsgründer Volkmar Mann<br />

viel zu verdanken. Neben der Gründung in den<br />

70er Jahren war es sein Verdienst, den Verein<br />

über die Wende zu retten“, lässt Präsident<br />

Jochen Rodner die Vergangenheit Revue<br />

passieren. Rodner, seit über 20 Jahren im Verein<br />

aktiv, war es aber, der mit vielen engagierten<br />

Miethelferinnen und Mithelfern sowie Förderern<br />

den Verein zu dem gemacht hat, was er aktuell<br />

ist: Leuchtturm der Brandenburger Volleyballlandschaft.<br />

„Aktuell gibt es nur vier Bundesligavertreter<br />

aus den Ballsportarten in Brandenburg.<br />

Einer davon sind wir“, ergänzt Rodner sichtlich<br />

stolz.<br />

Fokus Jugendförderung<br />

und fehlende Hallenzeiten<br />

Bei der Frühförderung werden neben Volleyball-Arbeitsgemeinschaften<br />

für lokale Schulen<br />

auch Bewegungsspiele mit Ball für Kitas<br />

angeboten. „Wir haben einen riesigen Bedarf<br />

ermittelt, der häufig in lange Wartelisten mündet.<br />

Von der U<strong>11</strong> bis hin zur U20 trainiert hier alles. Die<br />

größte logistische Herausforderung sind für uns<br />

die sehr begrenzten Hallenkapazitäten“, verrät<br />

Peggy Simon, die sich im Vorstand federführend<br />

für den Jugendbereich engagiert. Seit 2002<br />

tragen die Netzhoppers ihre Heimspiele in<br />

Bestensee aus, weil die Halle in KW nicht den<br />

Anforderungen des Deutschen Volleyball-Verbandes<br />

entspricht. Arvid Kinder, Geschäftsführer<br />

der Ballsport GmbH, ist sich sicher, dass eine neue<br />

Multifunktionshalle Abhilfe leisten würde. CF<br />

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werden außerdem im Gesundheits- und<br />

Pflegebereich sowie im Handwerk dringend<br />

gesucht. Bei der Podiumsdiskussion am<br />

8. November im Zentrum für Luft- und<br />

Raumfahrt Wildau wird es um folgende<br />

Fragen gehen: aktueller Status und<br />

Herausforderungen. Welche politischen<br />

Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche<br />

Fachkräfte sicherung müssen in Berlin-<br />

Brandenburg gesetzt werden? Welche<br />

Anpassungen brauchen Ausbildung,<br />

Forschung und Lehre im Zusammenspiel<br />

mit der Wirtschaft? Wie kann man stärker<br />

die regionalen Standortfaktoren als<br />

Wettbewerbsvorteil wahrnehmen und<br />

überregional bewerben? Es diskutieren:<br />

Dr. Manfred Bobke-von Camen,<br />

Geschäftsführer Personal der Flughafen<br />

Berlin Brandenburg GmbH, Prof. Dr. Ulrike<br />

Tippe, Präsidentin der Technischen Hochschule<br />

Wildau, Dr. Alexandra Bläsche aus<br />

dem Ministerium für Arbeit, Soziales,<br />

Gesundheit, Frauen und Familie des Landes<br />

Brandenburg, Heinz-Wilhelm Müller<br />

Vorsitzender der Geschäftsführung der<br />

Agentur für Arbeit Cottbus. Im Vorfeld an die<br />

Diskussionsrunde wird Simon De Maeseneer,<br />

Generaldirektor des Brüsseler Airport House<br />

einen Impulsvortrag halten. red<br />

Die Podiumsdiskussion<br />

richtet sich vorrangig an Studierende<br />

der Region sowie Vertreter ansässiger<br />

Firmen am Luftverkehrsstandort<br />

Berlin Brandenburg. Für die Teilnahme<br />

ist eine formlose Anmeldung<br />

per E-Mail an airportcampus@berlinairport.de<br />

erforderlich.<br />

Donnerstag, 8. <strong>11</strong>. <strong>2018</strong>,<br />

18.00–20.00 Uhr | Veranstaltungsort:<br />

Zentrum für Luft- und Raumfahrt<br />

Schmiedestraße 2, Kongresssaal,<br />

15745 Wildau<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


MITEINANDER | LAND & LEUTE 19<br />

10 Jahre Airport Campus<br />

Raus aus dem Hörsaal, rein ins Terminal<br />

Flughafenchef startet Jubiläumssemester<br />

Willkommen am BER“ begrüßte<br />

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke<br />

Daldrup gut gelaunt rund<br />

100 Studierende im Eventraum am BER. Den<br />

Auftakt zur hauseigenen Vorlesungsreihe am<br />

23. Oktober übernahm der Flughafenchef<br />

persönlich. Auf fesselnde Art und Weise erklärte<br />

er den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern<br />

in den folgenden 90 Minuten, wie stark<br />

sich die Fluggastentwicklung in der Hauptstadtregion<br />

in den letzten Jahren verändert hat,<br />

und dass man für <strong>2018</strong> mit rund 35 Millionen<br />

abgefertigten Passagieren rechne. Auf die<br />

Frage eines Studenten, ob er denn schon neue<br />

Langstreckenverbindung verraten könne,<br />

antwortete der Flughafenchef mit einem<br />

Lächeln, dass er noch keine Details nennen wird,<br />

aber das Thema sehr aktiv verfolgt wird. „Berlin<br />

bietet momentan sieben Langstreckenverbindungen<br />

an und das bei der politischen Bedeutung<br />

und Wirtschaftskraft der Hauptstadtregion.<br />

Da können und müssen wir noch nachlegen“,<br />

so Lütke Daldrup.<br />

„Wir rechnen in diesem<br />

Jahr mit rund 35 Millionen<br />

abgefertigten Passagieren.“<br />

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup,<br />

Vorsitzender der Geschäftsführung<br />

der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH<br />

Auch die Fertigstellung des BER war ein gefragter<br />

Kernpunkt bei den Studierenden. Warum<br />

es denn so schwer sei, diesen endlich ans Netz<br />

zu bringen, wollte eine junge Studentin wissen.<br />

Pointiert erklärte der Flughafenchef von den<br />

Besonderheiten des Projektes und den Herausforderungen,<br />

die noch vor allen Projektbeteiligten<br />

liegen. „Aktuell werden die technischen<br />

Anlagen geprüft. Im nächsten Schritt stehen<br />

die Wirk- und Prinzipprüfungen an. Danach<br />

geht es in die Testphase, den sogenannten<br />

ORAT-Betrieb“.<br />

Nach den Ausführungen zum BER warfen die<br />

Studierenden auch einen Blick in die Zukunft,<br />

als die Visualisierungen zur Masterplanung<br />

für den Flughafenstandort gezeigt wurden.<br />

„Neben der Erweiterung der Terminalgebäude<br />

werden wir hier einen urbanen Ort entstehen<br />

lassen, an dem Konnektivität und Mobilität<br />

zentrale Themen sind. Es wird eine eigene<br />

Gravitation entstehen. Die Leute werden<br />

hierherkommen, um einzukaufen oder um eine<br />

Veranstaltung zu besuchen“, schwärmte der<br />

Flughafenchef. Im Anschluss an den Vortrag<br />

konnten sich die Studierenden bei einem<br />

geführten BER-Terminalrundgang selbst vom<br />

Baufortschritt über zeugen. Darüber hinaus<br />

hatten die Studierenden am Career Point der<br />

FBB die Möglichkeit sich über die Karrierechancen<br />

am Flughafen zu informieren. CF<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


20 MITEINANDER | KULTUR & GEMISCHTES<br />

Lange Nacht<br />

der Bibliotheken<br />

Die Besucherinnen und Besucher<br />

% der Bibliotheken in Teltow-<br />

Fläming schätzen ihre Bibliotheken<br />

längst nicht mehr nur als Ausleihe von<br />

Medien. Sie sind für Viele der beste<br />

Ort zum Treffen, Lesen, Unterhalten,<br />

Spielen, Lernen und vieles mehr.<br />

Die Leser und Besucher mit ihren<br />

Familien wollen sich mit Freunden<br />

treffen, Musik hören, gemeinsam<br />

lernen, sich über das Gelesene<br />

austauschen. Aber die Bibliotheken<br />

haben noch viel mehr zu bieten.<br />

Das zeigen seit 12 Jahren die vielfältigsten<br />

Veranstaltungen zur „Langen<br />

Nacht der Bibliotheken im Landkreis<br />

Teltow-Fläming“.<br />

Weltweit erfolgreich<br />

aber regional kaum bekannt<br />

Unternehmensbesuch bei der<br />

Caloperm GmbH in Niederlehme<br />

Jedes Jahr und lang ersehnt öffnen die<br />

Bibliotheken ihren Besuchern, ob Groß<br />

oder Klein, egal welcher Kultur und<br />

Herkunft ihre Häuser bis in die Nacht<br />

und laden zu spannenden, musikalischen,<br />

poetischen oder amüsanten<br />

Programmen ein.<br />

In diesem Jahr findet die „Lange Nacht<br />

der Bibliotheken im Landkreis<br />

Teltow-Fläming“ am 09. und 10.<br />

November statt. red<br />

Gewinnspiel<br />

<strong>Nachbarn</strong> verlost 2×2 Eintrittskarten<br />

für das nächste Heimspiel der<br />

Netzhoppers am <strong>11</strong>. November. Bitte<br />

senden Sie uns eine Postkarte oder<br />

E-Mail mit Angabe einer Telefonnummer<br />

und dem Wohnort unter dem<br />

Betreff „Gewinnspiel <strong>Nachbarn</strong>“ bis<br />

zum 08. November an Flughafen<br />

Berlin Brandenburg GmbH, Umlandarbeit,<br />

12521 Berlin oder nachbarn@<br />

berlin-airport.de<br />

Was tun, wenn man mit seinem<br />

Unternehmen seit Jahren auf dem<br />

Weltmarkt erfolgreich ist, aber in<br />

der Region kaum wahrgenommen wird? Man<br />

trifft sich mit kompetenten Partnern aus Politik<br />

und Wirtschaft, um mit ihnen gemeinsam<br />

Lösungen zu finden. Diesem Ziel diente der<br />

Unternehmensbesuch des Geschäftsführers der<br />

Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises<br />

Dahme-Spreewald, Gerhard Janßen und<br />

des Wirtschaftsdezernenten Heiko Jahn bei<br />

der Caloperm GmbH in Niederlehme.<br />

Innovativer Wärmetauscher<br />

Zu Beginn des Gespräches skizzierte Geschäftsführerin<br />

Dr. Ingrid Schult die Entwicklung des<br />

Unternehmens, das sich als erstes Unternehmen<br />

(Hotzler Werkzeugbau GmbH) 1995 in Niederlehme<br />

am Möllenberg angesiedelt und sich dann<br />

stetig entwickelt hat. Was als Werkzeugbau-<br />

Unternehmen begann, wurde dann vor 15 Jahren<br />

mit der Gründung der Caloperm GmbH fortgesetzt<br />

und bildet einen Unternehmensverbund.<br />

Der Name Caloperm bedeutet so viel wie<br />

Wärmetauscher, und das Unternehmen produziert<br />

mit seinen 35 Mitarbeitern vollverschweißte<br />

Plattenwärmeübertrager. Das Herzstück des<br />

Systems bilden Platten, die miteinander<br />

verschweißt sind. Hier können z.B. ein kaltes<br />

Medium auf der einen Seite und ein warmes<br />

Medium auf der anderen Seite Wärme austauschen.<br />

Mit diesem Produkt habe man etwas<br />

ganz besonderes im Bereich der Wärmeübertrager<br />

entwickelt, denn es eignet sich für<br />

Betriebs temperaturen zwischen minus 200°C<br />

und plus 1050°C sowie Betriebsdrücken bis zu<br />

250 bar. Die Wärmeübertrager sind aus reinem<br />

Edelstahl, vollverschweißt, dichtungsfrei und<br />

zum Betrieb mit Flüssigkeiten, Gasen sowie<br />

Flüssig-Gas- Gemischen geeignet. „Das Produkt<br />

ist innovativ, platz- und materialsparend sowie<br />

nachhaltig“, so Dr. Ingrid Schult. Entwickelt<br />

wurde dieses Produkt seinerzeit in Zusammenarbeit<br />

mit dem Bereich Verfahrenstechnik<br />

der Technischen Hochschule Wildau, den es<br />

heute nicht mehr gibt.<br />

Weltweiter Absatz<br />

Inzwischen sind die Plattenwärmeüberträger<br />

weltweit, von Südafrika über Brasilien bis zu den<br />

Ölplattformen in der Nordsee, im Einsatz. Nur<br />

hier, in der unmittelbaren Region werden sie<br />

kaum wahrgenommen, obwohl es hier viele<br />

Einsatzmöglichkeiten gäbe. Das betrifft zum<br />

Beispiel den Prozess der Energiewende und dem<br />

damit verbundenen bevorstehenden Strukturwandel<br />

in der Lausitz. Joachim Schult: „Wir sind<br />

ein idealer Partner für Firmen, die ihre Abwärme<br />

und Restenergie nutzen wollen.“ Heiko Jahn<br />

und Gerhard Janßen sagten dem Unternehmen<br />

bei der Erschließung des regionalen Marktes<br />

Unterstützung zu.<br />

Weitere Informationen zu den technischen<br />

Details gibt es unter www.caloperm.de. MT<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


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<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


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<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


MITEINANDER | LAND & LEUTE 23<br />

OSZ: Berufliche Bildung<br />

in Sichtweite des BER<br />

Dieser Schulstandort des Oberstufenzentrums<br />

Dahme-Spreewald wurde<br />

Ende der 70er Jahre gebaut und war<br />

Berufsschule für technische und kaufmännische<br />

Berufe. Zusätzlich befand sich bis zur Wende<br />

die Erwachsenenqualifizierung der Interflug<br />

in der oberen Etage des Gebäudes.<br />

Nach der Wende wurden hier verschiedenste<br />

technische Beruf ausgebildet. Seit nun mehr zehn<br />

Jahren haben sich drei Berufsfelder im Bereich<br />

der Berufsschule verfestigt. Es sind die Berufsfelder<br />

der KFZ- Technik, Elektrotechnik und<br />

Luftfahrzeugtechnik.<br />

Neben der Berufsschule gibt es noch den<br />

Bildungsgang der Fachoberschule (FOS) mit der<br />

Fachrichtung Technik. Mit diesem Angebot der<br />

zweijährigen FOS erreichen wir Schülerinnen und<br />

Schüler, die nach der 10. Klasse nicht gleich in<br />

die Berufsausbildung einsteigen, sondern die<br />

Fachhochschulreife (umgangssprachlich „Fachabitur“)<br />

erreichen wollen. Sie sammeln durch ihr<br />

Praktikum 800 h Erfahrung im Bereich der<br />

Technik und lernen zusätzlich in den allgemeinbildenden<br />

und naturwissenschaftlich-technischen<br />

Fächern. Nach erfolgreichem Abschluss der<br />

Schule steht ihnen der Weg zur Hochschule<br />

oder anspruchsvollen Ausbildung offen.<br />

Natürlich haben sich im Laufe der Zeit auch die<br />

Berufe der technischen Entwicklung angepasst.<br />

So wurde der Beruf des KFZ-Schlossers wegen der<br />

starken Zunahme der elektronischen Baugruppen<br />

im PKW zum Mechatroniker erweitert. Im Bereich<br />

der KFZ- Berufe wird nun der Mechatroniker für<br />

System- und Hochvolttechnik, Mechatroniker für<br />

PKW-Technik und Mechatroniker für Nutfahrzeugtechnik<br />

ausgebildet. Für die erstgenannte<br />

Spezialisierungsrichtung bieten wir hier in<br />

Schönefeld die Landesfachklasse an, d. h. alle<br />

Auszubildenden, die diese Spezialisierungsrichtung<br />

im Land Brandenburg gewählt haben,<br />

kommen für die Berufsschulausbildung zu uns.<br />

Deshalb wurde Ende 2007 eine neue KFZ-Lernwerkstatt<br />

in Betrieb genommen. Hier haben die<br />

Auszubildenden die Möglichkeit sich mit der<br />

neusten Technik auf diesem Gebiet vertraut zu<br />

machen. Moderne Diagnosetechnik, Laservermessungssysteme<br />

sowie Klimatechniksysteme sind<br />

nur einige Beispiel der vielfältigen Ausstattungsmerkmale.<br />

Damit das auch möglichst praxisnah<br />

geschieht, stehen den Azubis ein Golf VII sowie<br />

ein Audi A8 in der Werkstatt zur Verfügung.<br />

Auch für die Berufsfelder der Elektrotechnik und<br />

Elektronik steht ein modernes Labor bereit. Die<br />

Elektroniker für Energie und Gebäudetechnik<br />

werden an modernen, busgesteuerten Netzsystemen<br />

ausgebildet. Unsere Azubis in diesem<br />

Bereich werden so z. B. mit den Grundlagen und<br />

Anforderungen des „Smarthome“ vertraut<br />

gemacht. Als Schule nehmen wir mit unseren<br />

Azubis regelmäßig sehr erfolgreich an dem<br />

Wettbewerb des VDE „Invent a Chip“ teil.<br />

Die Ausbildung im Bereich der Fluggerättechnik<br />

genießt natürlich durch die direkte Nachbarschaft<br />

zum Flughafen sowie den großen und kleinen<br />

Betrieben der Luftfahrttechnik besondere<br />

Aufmerksamkeit. Mehr dazu lesen Sie im<br />

nächsten Heft. red/OSZ<br />

HBB<br />

Kompetent, erfahren, erfolgreich<br />

Die HBB ist ein leistungsstarkes Unternehmen aus<br />

Hamburg mit über 40-jähriger Erfahrung. Unsere Tradition<br />

als Familienunternehmen besteht darin, erfolgreiche<br />

Lösungen zu finden – von Mensch zu Mensch. Über die<br />

Jahrzehnte haben wir so ein vertrauensvolles Verhältnis<br />

zu Partnern, Entscheidern und Käufern aufgebaut.<br />

Die HBB gilt als zuverlässiger Projektpartner, der dazu<br />

auch mit einer betont soliden Kapitaldecke ausgestattet<br />

ist. Die HBB hat sich auf drei Geschäftsfelder<br />

spezialisiert: die Erstellung von Einzelhandelsflächen<br />

und Einkaufszentren sowie auf die Errichtung von<br />

Seniorenimmobilien und auf den Wohnungsbau.<br />

Das PrinzenQuartier befindet sich im Westen Königs<br />

Wusterhausens, nur wenige Minuten vom direkten<br />

Anschluss an den Berliner Ring, unweit des A10- Centers<br />

Wildau und auch nicht weit von den Anbindungen der<br />

S-Bahn und der Regionalbahn. Gebaut wird es von<br />

der HBB Hanseatische Wohnungsbaugesellschaft: Es<br />

entstehen 131 Doppel-, Reihen- und Stadthäuser mit<br />

Das aktuelle Projekt in Königs Wusterhausen Wohn-/Nutzflächen zeigt Ihre Ansprechpartner zwischen rd. finden 125 Sie und 195 m² in<br />

den Anspruch, der hinter all unseren Immobilien bewährter steht: Massivbauweise in unserem Hauptstadtbüro: auf real-geteilten Grundstücken.<br />

Über 40 % der Häuser in den ersten beiden<br />

ganzheitlich denken und planen, auf allen Ebenen<br />

professionell arbeiten, etwas Besonderes schaffen und HBB Hanseatische Wohnungsbaugesellschaft<br />

sind bereits mbH verkauft, & Co. KG zu Preisen ab<br />

Verantwortung in jeder Phase übernehmen. Bauabschnitten<br />

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Erste Häuser im kommenden Jahr bezugsfertig<br />

HBB HBB Hanseatische Wohnungsbaugesellschaft<br />

gesellschaft mbH mbH & Co. & Co. KG KG<br />

Das PrinzenQuartier in Königs Wusterhausen<br />

Hauptstadtbüro<br />

Brooktorkai 22<br />

Markgrafenstraße 32 | 10<strong>11</strong>7 Berlin<br />

+49 20457 30 206 Hamburg 58 47-0 | berlin@hbb.de<br />

<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>


24 MITEINANDER | KULTUR & GEMISCHTES<br />

Für unsere Region<br />

Wir bringen Kultur an den Start<br />

Die Flughafengesellschaft unterstützt Kitas<br />

und Schulen im Umland des BER beim<br />

Besuch von kulturellen Veranstaltungen.<br />

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei uns:<br />

nachbarn.berlin-airport.de<br />

Auf in den Theaterherbst!<br />

Die Sommerpause ist vorüber, ein neuer<br />

Theaterherbst beginnt! Das THEATER AN<br />

DER PARKAUE startet ideengeladen in<br />

die zweite Spielzeit seit der aufwendigen<br />

Sanierung. Höhepunkte im Parkaue-Theaterherbst<br />

sind die Klassiker: Für Schulgruppen ab<br />

der 10. Klasse werden anlässlich des kommenden<br />

Fontane-Jahres mit „Effi Briest“ (15+) in einer<br />

Adaption von Intendant Kay Wuschek und Oliver<br />

Schmaering sowie Storms „Schimmelreiter“ (15+)<br />

in der Regie von David Czesienski gleich zwei<br />

Realismus-Stücke mit Prüfungsrelevanz auf der<br />

Bühne zu sehen sein. Darüber hinaus gibt es<br />

Friedrich Schillers Sturm und Drang-Klassiker<br />

„Kabale und Liebe“ (15+) in einer Koproduktion<br />

mit dem Volkstheater Rostock zu sehen. Die<br />

Repertoire-Inszenierungen „Die Reise um die<br />

Erde in 80 Tagen“ (10+), „Die unendliche<br />

Geschichte“ (10+) und „Sturm und Drang“ (16+)<br />

runden den Klassiker-Herbst ab. Informationen<br />

zum Spielplan und weiteren Premieren<br />

<strong>2018</strong>/2019 finden Sie auf www.parkaue.de red<br />

¢<br />

TIPP: Kitas und Schulen aus dem Umland<br />

des BER, die einen Theaterbesuch planen,<br />

können mit der Unterstützung der Flughafengesellschaft<br />

im Rahmen von Kulturpatenschaften<br />

kostenfrei Theatervorstellungen<br />

in der Parkaue besuchen. Mehr Infos<br />

unter: nachbarn.berlin-airport.de<br />

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<strong>Nachbarn</strong> <strong>11</strong>/<strong>2018</strong>

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