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Immobilia 2008/11 - SVIT

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November <strong>2008</strong>, 75. Jahrgang,<br />

erscheint monatlich, CHF 6.–<br />

www.svit.ch<br />

Licht<br />

Bauzonenreserven zu gross<br />

Seite 27<br />

<strong>SVIT</strong>-Plenum <strong>2008</strong><br />

Seite 67


Editorial<br />

Liebe Leserinnen,<br />

liebe Leser,<br />

liebe Mitglieder,<br />

als Wirtschaftszweig, der eng mit dem Wohlergehen der<br />

Bankenwelt verbunden ist, müssen wir angesichts der internationalen<br />

Finanz- und Wirtschaftskrise auf der Hut sein. Auf die<br />

Ursachen der Wirtschaftskrise können wir nur sehr beschränkt<br />

Einfluss nehmen. Es sind in erster Linie die unmittelbar betroffenen<br />

Branchen selbst, die nun Konsequenzen ziehen müssen.<br />

Insbesondere, was ihr Umgang mit Risiken betrifft. Und es ist die<br />

Aufgabe von Staat und Politik, den Aufschwung jetzt zu unterstützen<br />

und sofort Anpassungen an den Rahmenbedingungen<br />

vorzunehmen, wo sie dringend nötig sind.<br />

Unsere Aufgabe ist es, die Herausforderung des verschärften<br />

und erschwerten wirtschaftlichen Umfelds anzunehmen und<br />

damit umzugehen. Lamentieren hilft niemandem weiter: unserer<br />

Branche nicht, unseren Mitgliedern nicht, unseren Kunden nicht<br />

und unserer Volkswirtschaft schon gar nicht.<br />

Wohnen ist und bleibt ein Grundbedürfnis, das wir als Immobilienwirtschaft<br />

auch in Zukunft ermöglichen müssen. Und auch in<br />

Zukunft werden die Menschen Raum für Arbeit und Beruf<br />

benötigen. Zwei gewichtige Gründe, weshalb Immobilien<br />

weiterhin zu den sichersten Anlageobjekten gehören werden.<br />

Man wirft den Banken nun vor, sie hätten sich von kurzfristigen<br />

Erfolgen verführen und blenden lassen. Die Immobilienwirtschaft<br />

braucht ebenfalls den raschen Erfolg, damit sie Jahr für<br />

Jahr wachsen kann. Aber sie denkt auch langfristig. Immobilien<br />

sind Werte, die Generationen verbinden. Darin liegt unsere<br />

Chance, besonders jetzt, in diesen schwierigen Zeiten.<br />

Der Aufschwung beginnt im Kopf. Berühmte Worte, die wir ernst<br />

nehmen müssen.<br />

Der Aufschwung beginnt im Kopf. Heute, nicht erst morgen.<br />

Ihr Urs Gribi<br />

Offizielles Verbandsorgan des<br />

Schweizerischen Verbandes<br />

der Immobilienwirtschaft<br />

Erscheinungsweise<br />

monatlich, 12x pro Jahr<br />

Einzelpreis<br />

CHF 6.–<br />

Redaktion<br />

<strong>SVIT</strong> Schweiz<br />

Puls 5, Giessereistrasse 18<br />

8005 Zürich<br />

Telefon 044 434 78 88<br />

Telefax 044 434 78 99<br />

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info@svit.ch<br />

Ständige Mitarbeiter<br />

Dr. Ivo Cathomen<br />

Dr. Boris Grell<br />

Corina Roeleven<br />

Satz, Druck und Verlag<br />

E-Druck AG, PrePress & Print<br />

Lettenstrasse 21<br />

9009 St. Gallen<br />

Telefon 071 246 41 41<br />

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ISDN 071 243 08 57<br />

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Titelbild<br />

Ferit Kuyas, Wädenswil<br />

Inserateverwaltung und<br />

-verkauf<br />

Wincons AG<br />

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8370 Sirnach<br />

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Konzept und Layout<br />

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CHF 65.– inkl. MWST


Inhalt<br />

Dossier<br />

Licht als Lebenselixier 4<br />

Tageslicht im Baurecht 6<br />

Nutzen der Lichtplanung 7<br />

Halbleiter an der Türe 10<br />

Lichtblicke in der Stadtbeleuchtung 12<br />

Bedeutung von Tageslicht in der<br />

Architektur 15<br />

Himmel ohne Sterne 18<br />

Marketing.<br />

alaCasa.ch verhilft seinen Partnerunternehmen zu einer aussergewöhnlichen<br />

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Maklernetzwerk in der Westschweiz, sind wir auch in der französischsprachigen Schweiz flächendeckend präsent.<br />

Aktuell<br />

Der Monat in der Immobilienwirtschaft 20<br />

Niemand mag Makler 23<br />

Mär langer Baubewilligungsverfahren 25<br />

Bauzonenreserven zu gross 27<br />

Ortszentren geraten unter Druck 31<br />

Standardisierung der FM-Ausschreibung 33<br />

KUB-Kolumne 33<br />

Verantwortlichkeit bei gefährlichen<br />

Stoffen 34<br />

«Behalten Sie eine weisse Weste» 37<br />

Wohnungsnachfrage in Deutschland<br />

steigt 40<br />

Service<br />

Jus-News 43<br />

Schweizer Markt kühlt sich ab 44<br />

BAK prognostiziert Abkühlung 46<br />

Das Wichtigste zur Verbandsbeschwerde<br />

47<br />

Immobilien im Alter 51<br />

Organe, Mitgliederorganisationen 52<br />

Aus- und Weiterbildung 53<br />

Einstiegskurse und Branchenkunde 54<br />

Index 55<br />

Aus- und Weiterbildung<br />

Bewirtschafter-Tagung 60<br />

Maklerwesen und -recht 61<br />

Geschäftsmietverträge gestalten 62<br />

2. Prüfung Vertiefungskompetenz<br />

Immobilienbewerter 63<br />

2. Prüfung Vertiefungskompetenz<br />

Immobilienbewirtschafter 64<br />

2. Repetentenprüfung Immobilien-<br />

Treuhänder 66<br />

Verbandsnachrichten<br />

<strong>SVIT</strong>-Plenum <strong>2008</strong> 67<br />

75 Jahre <strong>SVIT</strong> 70<br />

<strong>SVIT</strong> Zürich 73<br />

Publireportagen 74<br />

Bezugsquellen-Register 80<br />

Orange Lightscape, Flughafen Zürich – Design:<br />

The GCGroup, Zürich<br />

Fotografie: © Ferit Kuyas<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 3


Dossier<br />

Licht als Lebenselixier<br />

Corina Roeleven<br />

Licht ist überall, doch schon lange genügt uns das Tageslicht allein nicht<br />

mehr. Der Stromverbrauch der Schweizer Haushalte beläuft sich auf rund 19<br />

kWh pro Jahr. Davon werden rund 14% für die Beleuchtung aufgewendet.<br />

Bei dieser Aus -<br />

sicht drängen<br />

sich grosse<br />

Fensterfronten<br />

geradezu auf.<br />

Eine optimale<br />

Kombination mit<br />

Kunstlicht bleibt<br />

jedoch wichtig.<br />

geleuchte erfolgen, die zusätzlich von Wandflutern<br />

unterstützt werden kann. Mit weiteren<br />

punktuellen Lichtquellen lassen sich Lichtinseln<br />

schaffen, die in den einzelnen Zonen, wie<br />

Wohn-, Ess- und Schlafbereich, für Gemütlichkeit<br />

sorgen. Dieses Zusammenspiel verschiedener<br />

Lichtquellen erzeugt mit seinem Lichtund<br />

Schattenspiel erst die nötige Spannung<br />

im Raum. Wichtig ist bei der Lichtverteilung,<br />

dass die Decke angestrahlt wird. Eine dunkle<br />

Decke kann sich negativ auf das subjektive<br />

Wohlbefinden niederschlagen, indem sie unbewusst<br />

einen Druck von oben ausübt.<br />

Licht bestimmt unseren Tagesablauf, unser<br />

Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit.<br />

Als unser ständiger Begleiter spielt Licht<br />

in zahlreichen Bereichen eine Rolle: am Arbeitsplatz,<br />

in der Energiebilanz, der Architektur,<br />

der Natur und in der Gesundheit. Jeder<br />

Mensch kann die Wirkung des Lichts an sich<br />

selber nachvollziehen.<br />

Einfluss auf Gesundheit<br />

Den grössten Teil des Lichts nehmen wir<br />

über die Augen auf, Licht gelangt jedoch<br />

auch über die Haut und über die Nahrung in<br />

unseren Körper. Die Wirkung des Lichts auf<br />

den Menschen wurde lange auf die Gefahr<br />

zu hoher UV-Dosierungen reduziert. Der Zusammenhang<br />

zwischen Licht und Gesundheit<br />

wird in der Wissenschaft aktuell wieder<br />

aufgegriffen, nachdem die Lichttherapie<br />

Ende der dreissiger Jahre des letzten Jahrhunderts<br />

durch die Entwicklung der Antibiotika<br />

zunächst an Bedeutung verlor und<br />

schliesslich völlig aus dem Blickfeld der Forschung<br />

verschwand. Bekannt und nachgewiesen<br />

sind die Heilwirkungen des bei Hautkrankheiten<br />

wie Neurodermitis und Psoriasis,<br />

die Bedeutung des UV-Lichts für die<br />

Vitamin D-Bildung und der Einfluss von Licht<br />

auf die Melatoninbildung und somit auf den<br />

Wach- und Schlafrhythmus des Menschen.<br />

Licht ist auch bei der Behandlung von sogenannten<br />

Winterdepressionen wichtig. Untersuchungen<br />

haben gezeigt, dass Patienten,<br />

die in hellen Räumen behandelt werden, rascher<br />

wieder aus der Behandlung entlassen<br />

werden können.<br />

Licht am Arbeitsplatz<br />

Die Auswirkungen eines schlecht beleuchteten<br />

Arbeitsplatzes sind nicht zu unterschätzen.<br />

Körperliche Beschwerden sind oft auf<br />

ungünstige Lichtverhältnisse zurückzuführen.<br />

Nebst Kopfschmerzen, Ermüdungserscheinungen<br />

und Augenbeschwerden können<br />

schlechte Lichtverhältnisse zu körperlichen<br />

Fehlhaltungen führen. Um starke<br />

Lichtkontraste zu vermeiden, muss der gesamte<br />

Arbeitsraum mit mind. 500 Lux beleuchtet<br />

sein: An einem grauen Wintertag<br />

mit bedecktem Himmel lässt sich im Vergleich<br />

dazu im Freien bereits eine Lichtstärke<br />

von etwa 3000 Lux messen. Da für Bildschirmarbeiten<br />

rund 300 Lux genügen, wird<br />

in einem Büro von Vorteil mit einem Zwei-<br />

Komponenten-System gearbeitet. Dabei<br />

wird einerseits mit Lampen der ganze Raum<br />

ausgeleuchtet, andererseits mithilfe von<br />

Tischlampen eine individuelle Einstellung<br />

durch den Benutzer ermöglicht. Tageslicht<br />

allein eignet sich nicht zur Beleuchtung eines<br />

Arbeitsplatzes, da die Lichtv erhältnisse sehr<br />

schwanken. Kunstlicht allein genügt jedoch<br />

auch nicht. Erhebungen haben aufgezeigt,<br />

dass Gesundheitsstörungen mit der Entfernung<br />

zum Fenster zunehmen.<br />

Wohnräume individuell ausleuchten<br />

Auch im Wohnbereich wird mit verschiedenen<br />

Lichtquellen gearbeitet. Basis jeder Beleuchtung<br />

bildet die Grundbeleuchtung, d. h. eine<br />

oder mehrere Lichtquellen sorgen für Helligkeit<br />

und leuchten den Raum aus. Dies kann<br />

beispielsweise durch eine Decken- oder Hän-<br />

Im Feng Shui spielt Licht ebenfalls eine grosse<br />

Rolle: Um genügend Tageslicht einströmen<br />

zu lassen, sollen die Fenster nicht mit<br />

schweren Gardinen und Stoffen zugedeckt<br />

werden. Für eine ausgewogene Beleuchtung<br />

sind nebst einem zentralen Raumlicht<br />

kleinere, niedrige Lampen sinnvoll, die eine<br />

ruhigere Stimmung vermitteln.<br />

Der Einfluss auf den Genesungsprozess<br />

Gerade in Praxisräumen, Krankenhäusern<br />

und Senioreneinrichtungen ist es wichtig,<br />

eine Licht- und Farbatmosphäre zu schaffen,<br />

die Wohlbefinden vermittelt und die Selbstheilungskräfte<br />

anregt. Die Qualität des Lichts<br />

in Innenräumen nimmt wesentlichen Einfluss<br />

auf Befinden und Wohlgefühl der Menschen,<br />

die sich in ihnen aufhalten. Es muss<br />

daher eine dringliche Zielsetzung sein, gerade<br />

in solchen Räumen optimale und gesunde<br />

Lichtverhältnisse zu schaffen. In Räumen<br />

für Kranke und Behinderte, die sich selten im<br />

Freien aufhalten können, sollten Verglasungen<br />

sogar möglichst UV-durchlässig<br />

sein.<br />

In Studien wurden die Auswirkungen des<br />

Sonnenlichts auf den Genesungsprozess von<br />

Herzinfarktpatienten untersucht. Patienten,<br />

die auf der Intensivstation in einem Raum<br />

mit Sonneneinstrahlung liegen konnten,<br />

mussten weniger lang dort behandelt werden<br />

und verfügten über grössere Überlebenschancen<br />

als Patienten auf schattigeren<br />

Intensivstationen.<br />

Wechselspiel von Tages- und Kunstlicht<br />

Generell gilt: Tageslicht ist wichtiger als künstliche<br />

Beleuchtung. Diesem Aspekt wird auch<br />

in der Architektur Rechnung getragen. Mit<br />

grösseren Geschosshöhen, Innenhöfen und<br />

Lichtbändern wird wichtiges Tageslicht in die<br />

Räume gelassen. Ist dies nicht möglich, so<br />

4 immobilia November <strong>2008</strong>


Dossier<br />

WOLLEN SIE DRAUFZAHLEN,<br />

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können in Gebäuden mit tiefen Räumen Lichtlenksysteme<br />

dazu verhelfen, Tageslicht auch<br />

in die Tiefe eines Raumes zu leiten. Dabei erhalten<br />

Isolierglasfenster im Scheibenzwischenraum<br />

oder auf der Scheibe stabförmige<br />

Lichtwellenleiter-Profile aus Acryl. Diese lenken<br />

einen grossen Teil des einfallenden Tageslichts<br />

an die Decke des Raumes um, von<br />

wo aus das Licht auf die Arbeitsflächen und in<br />

die Tiefe des Raumes reflektiert wird. Zusätzlich<br />

werden Elemente entwickelt, die das<br />

Sonnenlicht aus allen Himmelsrichtungen<br />

stets senkrecht zum Fenster und parallel zu<br />

den Trennwänden in die Raumtiefe ablenken<br />

(horizontale Lenkung).<br />

Beleuchtungssystems wirken daher zweifach:<br />

Einerseits erhöht die Tageslichtlenkung<br />

– insbesondere in Kombination mit Blendschutz<br />

– die Qualität der Beleuchtung, andererseits<br />

verringert sie den Kunstlichtanteil<br />

an der Innenraumbeleuchtung. Die Nutzung<br />

von Tageslicht mittels Lichtlenkung führt hier<br />

in Verbindung mit einer optimal angepassten<br />

künstlichen Beleuchtung zu einer Stromeinsparung<br />

von bis zu 80% bzw. 20 kWh/m 2 gegenüber<br />

einem herkömmlichen Beleuchtungssystem<br />

ohne Tageslichtlenkung.<br />

Kompetenzzentrum Licht<br />

In der Schweiz ist Know-how in Lichtbereich<br />

an einer Stelle gebündelt: Die Schweizer Licht<br />

Gesellschaft (SLG) ist das unabhängige, nationale<br />

Kompetenzzentrum in allen Fragen des<br />

Lichtes und der Beleuchtung. Sie orientiert<br />

sich an den Bedürfnissen des Menschen. Als<br />

Fachgesellschaft widmet sich die SLG vorwiegend<br />

anwendungsorientierten, gestalterischen,<br />

technischen und wissenschaftlichen<br />

Fragen. Ein wichtiges Ziel der SLG ist die Aufarbeitung<br />

von anwenderorientiertem Wissen,<br />

das dem neuesten Stand entspricht und insbesondere<br />

die verschiedenen Standpunkte<br />

von Sicherheit, Gestaltung, Technik, Farbgebung,<br />

Ergonomie, Ökologie und Ökonomie<br />

berücksichtigt. Sie will Wissen durch Publikation<br />

von Normen, Empfehlungen und Veröffentlichungen<br />

aller Art sowie durch Organisation<br />

und Durchführung von Weiter- und<br />

Fortbildungsveranstaltungen verbreitern. Die<br />

Gesellschaft informiert und sensibilisiert zuständige<br />

Behörden auf Bundes-, Kantons- und<br />

Gemeindeebene, die öffentlichen, institutionellen<br />

und privaten Bauherrschaften, die an<br />

der Planung und Reali sierung von Bauobjekten<br />

beteiligten Fachleute und die Öffentlichkeit<br />

als Lichtnutzer.<br />

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Dossier<br />

Baurecht<br />

Tageslicht – zwischen Gesundheit<br />

und Energieeffizienz<br />

Ivo Cathomen<br />

Tageslicht ist ein menschliches Bedürfnis und ein wohlerworbenes Recht<br />

– und gelegentlich ein Streitfall.<br />

Tageslicht ist dank<br />

der technischen<br />

Entwicklung des<br />

Fensterbaus ein<br />

wichtiges<br />

Gestaltungselement<br />

in der<br />

modernen<br />

Architektur. Im<br />

Bild eine<br />

Dachkonstruktion<br />

in Berlin.<br />

hältnis von Fenster- zu Bodenfläche angenommen.<br />

Dieser ist zusätzlich abhängig<br />

von Grössen wie der notwendigen Beleuchtungsstärke,<br />

der Regelung, dem Reflexionsgrad<br />

der Wände, dem Transmissionsgrad<br />

der Verglasung, der Höhe des Fenstersturzes,<br />

der Art des Sonnenschutzes<br />

und der Beschattung durch Balkon und<br />

Umgebung.<br />

Die Anforderungen von Minergie-Eco an<br />

die Tageslichtnutzung gelten vereinfacht<br />

als erfüllt, wenn mindestens 50% der maximalen<br />

Tageslichtstunden in den Hauptnutzflächen<br />

erreicht werden. Ist am Referenztag<br />

(21. März bzw. 21. September) eine<br />

ausreichende Belichtung durch Tageslicht<br />

(also ohne Kunstlicht) von mindestens 4.5<br />

Stunden (Wohnen: 4.1 Stunden) möglich,<br />

gilt die Anforderung als erfüllt. Es gilt dabei<br />

der flächengewichtete Mittelwert über alle<br />

Räume im Gebäude, wobei nur Flächen der<br />

Hauptnutzung berücksichtigt werden.<br />

Zahlreiche Kantone und Gemeinden in der<br />

Schweiz kennen im Baurecht Mindestanforderungen<br />

und Verbote zu Fensterflächen<br />

und Ausrichtung von Wohnbauten.<br />

Unter dem Titel des Gesundheitsschutzes<br />

ist am häufigsten eine Mindestregelung<br />

der Fensterfläche in Wohn- und Schlafzimmern,<br />

Küchen und Räumen, in denen regelmässig<br />

gearbeitet wird, im Verhältnis<br />

von 1 zu 10 zur Bodenfläche anzutreffen.<br />

Vereinzelt schreiben die Kantone im Baurecht<br />

vor, dass der Bau von Wohnungen<br />

untersagt ist, bei denen sämtliche Wohnund<br />

Schlafräume nach Nordost bis Nordwest<br />

orientiert sind.<br />

Die Verordnung zum Arbeitsgesetz über<br />

die Gesundheitsvorsorge schreibt für das<br />

Arbeitsumfeld vor, dass in Arbeitsräumen<br />

grundsätzlich Tageslicht vorhanden und<br />

eine künstliche Beleuchtung, die der Art<br />

und den Anforderungen der Arbeit angepasste<br />

Sehverhältnisse (Gleichmässigkeit,<br />

Blendung, Lichtfarbe, Farbspektrum) gewährleistet<br />

sein müssen. Räume ohne natürliche<br />

Beleuchtung dürfen nur dann als<br />

Arbeitsräume benützt werden, wenn durch<br />

besondere bauliche oder organisatorische<br />

Massnahmen sichergestellt ist, dass den<br />

Anforderungen der Gesundheitsvorsorge<br />

insgesamt Genüge getan ist.<br />

SIA-Norm als Richtlinie<br />

Nicht auf den gesundheitlichen, sondern<br />

auf den energetischen Aspekt geht die<br />

SIA-Norm 380/4 «Elektrische Energie im<br />

Hochbau» ein. Sie liefert auch die konkretesten<br />

Hinweise auf eine sinnvolle Tageslichtnutzung.<br />

Minergie-Eco hat hinsichtlich<br />

der Anforderungen an die Tageslichtnutzung<br />

die SIA-Norm zum Massstab<br />

genommen und stellt Planern und Bauherren<br />

auf dem Internet ein Berechnungsinstrument<br />

zur Verfügung (www.minergie.ch<br />

> Minergie-Eco > Dokumente für<br />

Zertifizierung zum Downloaden > «Tageslicht-Tool»<br />

Minergie-Eco).<br />

Die Vorgaben beruhen auf der Beleuchtungsleistung<br />

sowie der Volllaststunden.<br />

Für die Berechnung der Volllaststunden<br />

muss die Tageslichtnutzung berücksichtigt<br />

werden. Dafür wird ein einfacher Zusammenhang<br />

der Volllaststunden mit dem Ver-<br />

Streitpunkt Schattenwurf<br />

Über den so genannten Schattenwurf entbrennen<br />

regelmässig Rechtsstreite. Nicht<br />

nur der Schattenwurf von neuen, meist hohen<br />

Gebäuden kann zu Einsprachen führen.<br />

Auch jener von wachsenden Bäumen<br />

verursacht Nachbarschaftsstreitigkeiten.<br />

Am medienwirksamsten war der Streit um<br />

die Beschattung rund um das geplante<br />

Fussballstadion Hardturm. Das<br />

Verwaltungs gericht des Kantons Zürich<br />

stuft die Mehrbeschattung eines Nachbargrundstücks<br />

schliesslich nicht als übermässig<br />

ein. Die Mehrbeschattung stelle<br />

zwar immer noch einen gewissen Nachteil,<br />

aber jedenfalls keine erhebliche Erschwerung<br />

für eine zonengemässe Überbauung<br />

dar, hiess es im damaligen Urteil.<br />

In der Regel taucht die Frage des Schattenwurfs<br />

bei Projekten mit einer Höhe von<br />

mehr als 25 Metern auf. Hier gilt der Grundsatz,<br />

dass dieser nicht übermässig sein<br />

darf. Der Kanton und die Stadt Zürich haben<br />

sich dem Thema Hochhäuser und<br />

Schattenwurf speziell gewidmet. Das Baugesetz<br />

schreibt vor, dass die Nachbarschaft<br />

durch Schattenwurf in Wohnzonen oder<br />

gegenüber bewohnten Gebäuden nicht<br />

6 immobilia November <strong>2008</strong>


Dossier<br />

wesentlich beeinträchtigt werden darf (§<br />

284 Abs. 4). Die Präzisierung der Beeinträchtigung<br />

durch Schattenwurf in der Allgemeinen<br />

Bauverordnung (§30) besagt,<br />

dass als wesentliche Beeinträchtigung<br />

durch Schattenwurf gilt:<br />

– bei überbauten Grundstücken: die an<br />

den mittleren Wintertagen länger als<br />

zwei Stunden dauernde Beschattung<br />

der bewohnten oder in Wohnzonen liegenden<br />

Nachbargebäude, in der Regel<br />

an ihrem Fusspunkt gemessen.<br />

– bei unüberbauten Grundstücken in<br />

Wohnzonen: die an den mittleren Wintertagen<br />

länger als zwei Stunden dauernde<br />

Beschattung überbaubarer Flächen<br />

des Nachbargrundstückes, sofern<br />

dadurch eine den örtlichen<br />

Verhältnissen und der Bau- und Zonenordnung<br />

entsprechende Überbauung<br />

verunmöglicht oder erheblich erschwert<br />

wird.<br />

Keine wesentliche Beeinträchtigung durch<br />

Schattenwurf liegt indessen vor, wenn mit<br />

einem in allen Teilen den Vorschriften entsprechenden<br />

Vergleichsprojekt nachgewiesen<br />

wird, dass eine der Bau- und Zonenordnung<br />

entsprechende Überbauung<br />

keine geringere Beschattung des Nachbargrundstückes<br />

nach sich zieht. Ist in<br />

Wohnzonen die Überbauung auf dem<br />

Nachbargrundstück erheblich überaltert<br />

oder steht sie zu den Zielen der Bau- und<br />

Zonenordnung in einem starken Missverhältnis,<br />

gelten zugleich die Regeln für<br />

überbaute und unüberbaute Grundstücke.<br />

Lichtgestaltung<br />

«Wir nehmen 80 Prozent der<br />

Information über das Auge wahr.»<br />

Ivo Cathomen<br />

Lichtplanung wird häufig als Platzieren von Leuchtmitteln verstanden. Warum<br />

dies zu kurz greift, erläutert Christian Vogt* im Gespräch mit immobilia.<br />

Herr Vogt, was muss man sich unter<br />

einem Beleuchtungskonzept vorstellen?<br />

Einfach ausgedrückt legt das Beleuchtungskonzept<br />

fest, wo welches Licht gewünscht ist<br />

und benötigt wird. Es geht also nicht darum,<br />

* Christian Vogt ist Eigentümer<br />

und Geschäftsführer<br />

von Vogt & Partner. Das<br />

Unternehmen plant Beleuchtungsanlagen,<br />

berät bei der<br />

Nutzung von Tageslicht, schult<br />

Fachleute und entwirft<br />

marktspezifische Leuchten.<br />

www.lichtgestaltung.ch.<br />

Christian Vogt ist unter ande -<br />

rem Dozent für Lichttechnik<br />

und -gestaltung am Departement<br />

Architektur der Zürcher<br />

Hochschule für Angewandte<br />

Wissenschaften (ZHAW) und<br />

Leiter des dortigen Zertifikatlehrganges<br />

(ZLG/CAS)<br />

«Professionelle Lichtplanung in<br />

der Architektur sowie Mitglied<br />

der Schweizer Licht Gesellschaft<br />

und anderer internationaler<br />

Lichtgremien.<br />

wo eine Lichtquelle montiert wird. Das eigentliche<br />

Ziel – Licht am richtigen Ort – kann<br />

unter Umständen mit einfachsten Mitteln erreicht<br />

werden. Denn gutes Licht ist nicht abhängig<br />

davon, wie teuer die Leuchte ist.<br />

Oft bestimmt im Neubau der Architekt,<br />

wo Lichtquellen liegen. Ist ein guter Architekt<br />

aber auch ein guter Lichtplaner?<br />

Wenn kein Lichtgestalter zugezogen wird,<br />

steht häufig die Quelle und nicht die Wirkung<br />

im Vordergrund. Lichtplanung wird in<br />

der Architekturausbildung nur am Rande<br />

thematisiert. Das ist insofern verständlich,<br />

als die Anforderungen an das Berufsbild<br />

kontinuierlich steigen. Es kommen immer<br />

neue Aspekte auf den Architekten zu, so<br />

dass für Randthemen weniger Platz bleibt.<br />

Gleichzeitig entwickelt sich der Beleuchtungssektor<br />

rasch. Entwicklungsgenerationen<br />

folgen sich teilweise im Quartalsrhythmus.<br />

Dazu kommen starke Modeströmungen.<br />

In der Leuchtenvielfalt ist es selbst<br />

für uns Lichtgestalter aufwendig, den Überblick<br />

zu behalten. Auch das Arbeitsfeld des<br />

Elektroplaners hat sich stark gewandelt und<br />

ist anspruchsvoller geworden.<br />

Und wie sieht es mit dem Potenzial in<br />

der Sanierung aus?<br />

Das Potenzial in der Sanierung ist enorm.<br />

Gutes Licht betont die bestehende Substanz<br />

und bringt diese zum Tragen. Häufig<br />

bleibt die Beleuchtung auf einer brachialen<br />

Ebene. Natürlich ist in der Sanierung nicht<br />

alles möglich, weil zum Beispiel die Stromversorgung<br />

besteht und die Lichtquellen<br />

nicht beliebig oder nur mit unverhältnismässigem<br />

Aufwand verschoben werden<br />

können.<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 7


Dossier<br />

Wenn wir von Licht sprechen, reden wir<br />

dann von Tageslicht und/oder von<br />

Kunstlicht?<br />

Auf jeden Fall von beidem. Wo Fenster angeordnet<br />

sind, ist zwar eine gestalterische<br />

Frage. Der Architekt ist aber häufig unsicher,<br />

ob es in einem bestimmten Raum genügend<br />

Tageslicht hat. Unsere Aufgabe ist<br />

es, diese Frage zu beantworten. Habe ich<br />

genügend Licht? Wie bringe ich Tageslicht<br />

in die Tiefe des Raumes? Wie viel Licht<br />

braucht es, und wie misst man es überhaupt?<br />

Ich schätze, 95% aller Architekturstudienabgänger<br />

wissen nicht, wie man<br />

Tageslicht misst.<br />

Das heisst, die Lichtplanung ist eine<br />

Disziplin, die sich spezialisiert und herauskristallisiert<br />

hat?<br />

Es hat bereits in den Anfängen des letzten<br />

Jahrhunderts Architekten gegeben, die mit<br />

reinen Lichtgestaltern gearbeitet haben,<br />

zum Beispiel Mies van der Rohe. Das waren<br />

aber Ausnahmeerscheinungen. Der Architekt<br />

arbeitet mehr auf dem Papier, also<br />

in Weissräumen. Er widmet sich Proportionen<br />

und bestimmt die Oberflächen. Der<br />

Lichtgestalter denkt «in Licht». Weder eine<br />

Oberfläche allein, noch Licht allein ist<br />

sichtbar. Es braucht beides. Ein eigentliches<br />

Berufsbild hat sich über die Jahrzehnte<br />

herauskristallisiert. Die Anforderungen<br />

sind heute sehr vielseitig. Der gute<br />

Lichtplaner sollte auch über medizinische<br />

und biologische Zusammenhänge Bescheid<br />

wissen, über Architektur, Produktdesign,<br />

Lichtmessung und vieles mehr.<br />

Sie haben von Berufsbild gesprochen.<br />

Wie lange gibt es die Berufsbildung?<br />

Die Anfänge nahm die Berufsbildung in den<br />

fünfziger Jahren in den USA, wo es bereits<br />

damals Masterabschlüsse in «Lighting Design»<br />

gab. In den siebziger Jahren dann in<br />

Europa, zuerst in Grossbritannien und<br />

schliesslich ab den achtziger Jahren auf<br />

dem Festland. Heute existiert an verschiedenen<br />

Orten in Europa die Möglichkeit,<br />

sich in Lichtgestaltung weiter zu bilden.<br />

Wie ist die Daseinsberechtigung in der<br />

Schweiz? Wem müssen Sie Ihr Berufsbild<br />

noch erklären, wem nicht?<br />

All jenen nicht, die bereits mit Lichtgestaltern<br />

gearbeitet haben. Sie kennen die Vorteile.<br />

Es gibt aber in der Bau- und Immobilienwirtschaft<br />

sehr viele, die gar nicht wissen,<br />

dass es diese Spezialisierung gibt. Die<br />

Kundengruppen von Lichtgestaltern erstrecken<br />

sich von Privaten, über Planer bis hin<br />

zu institutionellen Investoren. Als eines<br />

der grössten Lichtgestaltungsbüros in der<br />

Schweiz machen wir rund 15% unseres<br />

Umsatzes mit Privatkunden.<br />

Das heisst, sie werden von Bauherren<br />

und Planern gleichermassen zugezogen?<br />

Es ist häufig so, dass der Architekt einen<br />

Lichtplaner wünscht, weil zwischen ihm<br />

und dem Elektroplaner ein Element fehlt.<br />

Es gibt auch Bauherren, die den Zuzug<br />

eines Lichtplaners vorgeben. Zum Beispiel<br />

schreibt die Stadt Zürich bei allgemeinen<br />

Wettbewerben häufig einen Lichtgestalter<br />

vor. Viele Städte und die Öffentlichkeit<br />

werden sich des Themas vor allem dann<br />

bewusst, wenn es um reine Lichtthemen<br />

geht, beispielsweise Beleuchtung im öffentlichen<br />

Raum, Weihnachtsbeleuchtung<br />

und dergleichen.<br />

Wer sind die Leute, die die Hochschulausbildung<br />

absolvieren?<br />

Es gibt drei Gruppen im Masterstudiengang.<br />

30% kommen aus der Architektur,<br />

einschliesslich Landschaftsarchitekten und<br />

Gartenplaner. 30% sind Ingenieure, 30%<br />

sind Vertreter der Beleuchtungsindustrie,<br />

die ihr Wissen vertiefen möchten. Die letzten<br />

10% sind reine Quereinsteiger, Ärzte,<br />

Marketingfachleute und so weiter, die spezifische<br />

Fragen bezüglich Licht haben und<br />

sich nicht unbedingt in Lichtplanung ausbilden<br />

lassen wollen. Zusätzlich wurde der<br />

Studienlehrgang so angelegt, dass Interessierte<br />

auch nur einzelne Module aus dem<br />

zweiten, vertiefenden Studienjahr belegen<br />

können.<br />

Wo liegt der Nutzen der Lichtplanung?<br />

Ich sehe drei Bereiche. Einen finanziellen<br />

Vorteil, einen ästhetischen Vorteil und einen<br />

Unterhaltsvorteil. Der finanzielle Vorteil<br />

ist so, dass der Lichtgestalter zuerst<br />

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N<br />

Dossier<br />

Weiterführende Informationen<br />

Eine informative Broschüre zur Lichtgestaltung<br />

in der Küche hat Sanitas Troesch<br />

in Zusammenarbeit mit Vogt & Partner<br />

herausgegeben:<br />

http://www.sanitastroesch.ch/pdf/<br />

diverse/lichtrezeptur-d.pdf<br />

Veranstaltungshinweis<br />

«Wohnraumbeleuchtung», Weiterbildungsmodul<br />

Licht für Architekten, Ingenieure<br />

und Fachleute aus der Lichtbranche.<br />

Zürcher Hochschule für Angewandte<br />

Wissenschaf ten, 16. und 17. Januar 2009<br />

in Winterthur.<br />

Weitere Informationen: wb.a@zhaw.ch<br />

oder www.archbau.zhaw.ch<br />

definiert, welches Licht benötigt wird und<br />

erst dann schaut, mit welchen Produkten<br />

diese Anforderung optimal erfüllt werden<br />

kann. Das bedingt aber, dass der Lichtgestalter<br />

produkt- und herstellerunabhängig<br />

ist. Nur so kann er für den Bauherrn das<br />

optimale Kosten-Nutzenverhältnis herstellen.<br />

Der ästhetische Aspekt erschöpft sich<br />

nicht darin, dass es genug hell sein oder<br />

nicht blenden soll. Der Lichtgestalter geht<br />

weiter. Er versucht, Stimmungen zu erzeugen,<br />

vorhandene Schönheiten sichtbar zu<br />

machen. Er macht die gute architektonische<br />

Gestaltung überhaupt erst wahrnehmbar.<br />

Ich nenne ein Beispiel: Wenn der<br />

Architekt einen Raum bewusst höher plant,<br />

um eine besondere Raumwirkung zu erzielen,<br />

und dieser Raum dann durch Deckenspots<br />

erhellt wird, so wirkt er letztlich viel<br />

niedriger. Die Beleuchtung bewirkt genau<br />

das Gegenteil des ursprünglichen architektonischen<br />

Ansatzes.<br />

In einem Wohnzimmer beispielsweise<br />

finden viele unterschiedliche Tätigkeiten<br />

mit komplett verschiedenen Lichtbedürfnissen<br />

statt. Wir sehen fern, wir spielen<br />

mit den Kindern, wir trinken mit Gästen<br />

ein Glas Wein oder wir lesen ein Buch. Es<br />

ist wichtig, dies dem Bauherrn klar zu<br />

machen. Die Umsetzung erfordert nicht<br />

zwingend viel Geld. Schlussendlich kann<br />

auf dem Flohmarkt eine einfache Bodenleuchte<br />

gekauft werden. Oder aber es<br />

wird eine komplexe Lichtsteuerung eingesetzt.<br />

Das Ergebnis ist letztlich das<br />

gleiche, nur der Bedienungskomfort ein<br />

anderer. Ein guter Lichtgestalter denkt<br />

schliesslich über die reine Umsetzung hinaus<br />

und bezieht Aspekte des Unterhalts<br />

mit ein. Gerade hier liegt ein grosses<br />

Sparpotenzial.<br />

Wo gehen die drei wichtigsten Trends<br />

in Sachen Beleuchtung hin?<br />

Der erste Trend betrifft die Grösse. Alles<br />

wird kleiner. Dies ermöglicht die Integration<br />

der Lichtquellen in Materialien. Zum<br />

Beispiel lichtdurchlässiger Beton, Tapeten<br />

mit programmierbarem leuchtendem<br />

Muster oder Deckenplatten, die gleichzeitig<br />

räumliches Element und Leuchte<br />

sind. Der zweite Trend geht in Richtung<br />

Energieeffizienz und damit verbunden,<br />

einem weiteren Revival des Tageslichts.<br />

Zurückblickend wird etwa alle acht Jahre<br />

Tageslicht wieder zu einem tragenden<br />

Dachterrasse<br />

24.4 m²<br />

Thema. Mit dem Energiegedanken wird<br />

auch die Lebensdauer von Leuchtmitteln<br />

wichtiger. Die Lebenserwartung ist mittlerweile<br />

zum Teil so hoch, dass Leuchtmittel<br />

nicht ersetzt werden, wenn sie<br />

ausgebrannt sind. Vielfach werden sie im<br />

betriebstüchtigen Zustand entsorgt, weil<br />

eine Umgestaltung gewünscht wird. Der<br />

dritte Trend ist Farbigkeit. Das ist bereits<br />

bei einfachsten Leuchtmitteln im Baumarkt<br />

festzustellen. Damit soll das Wohlbefinden<br />

gesteigert werden können. So<br />

klingelt am Morgen nicht mehr nur der<br />

Wecker; vielmehr wird mit Lichtquellen<br />

der Tagesanbruch und Sonnenaufgang simuliert.<br />

Die Möglichkeiten sind beinahe<br />

unbegrenzt und die Aufgabe des Lichtgestalters<br />

umso komplexer.<br />

Dachterrasse<br />

24.4 m²<br />

Dachterrasse<br />

24.4 m2<br />

Küche<br />

6.5 m²<br />

Küche<br />

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Zimmer<br />

13.9 m²<br />

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28.3 m²<br />

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Aspekte der Lichtplanung<br />

Die Anforderungen an die Lichtplanung<br />

setzen sich aus drei Fachgebieten zusammen<br />

– Architektur, Leuchttechnik und Gestaltung:<br />

– Raumunterstützende Lichtverteilung<br />

– Leuchtenanordnung<br />

– Stil<br />

– Blendfreiheit<br />

– soziale Kommunikation<br />

– Gesundheit<br />

– Sicherheit<br />

– Stimmung und Atmosphäre<br />

– Betrieb<br />

– Unterhalt<br />

– Energie<br />

– Umwelt<br />

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Planänderungen bleiben vorbehalten


Dossier<br />

LED-Beleuchtung<br />

Halbleiter an der<br />

Wohnungstüre<br />

Ivo Cathomen<br />

Licht emittierender Dioden verändern den Markt für künstliche Beleuchtung.<br />

Technische Entwicklung, sinkende Preise und der bevorstehende Bann<br />

von Glühlampen machen es möglich.<br />

Das ideale Leuchtmittel für Innen- und Aussenraumbeleuchtungen<br />

ist kostengünstig,<br />

langlebig und verbraucht wenig Energie bei<br />

möglichst hoher Lichtausbeute. Licht emittierende<br />

Dioden – kurz LED – kommen diesem<br />

Ideal in verschiedener Hinsicht nahe,<br />

aber noch nicht in jeder.<br />

Rasante technologische Entwicklung<br />

Wenn ab dem kommenden Jahr Leuchtmittel<br />

der Energieklasse F und G und voraussichtlich<br />

ab 2012 solche der Klasse E in der<br />

Schweiz nicht mehr zum Vertrieb zugelassen<br />

sein werden, so stellen LED in zahlreichen<br />

Anwendungen eine attraktive Alternative<br />

dar. Noch sind allerdings einige Hürden bis<br />

zur Massentauglichkeit und Polyvalenz zu<br />

nehmen. Neben einem vergleichsweise hohen<br />

Preis sind dies namentlich die Lichtleistung,<br />

ausgedrückt in Lumen pro Watt (siehe<br />

Kasten) und die derzeit noch begrenzte Gesamtleistung<br />

von LED.<br />

erreicht hat, die praktisch alle herkömmlichen<br />

Leuchtmittel übertrifft. Damit sind<br />

breite Anwendungen in der Innen- und Aussenraumbeleuchtung<br />

in Reichweite. Bisher<br />

waren LED aufgrund der geringen Lichtströme<br />

auf Effektbeleuchtungen, Orientierungshilfen<br />

und andere Spezialanwendungen beschränkt.<br />

Inzwischen werden Beleuchtungsstärken<br />

bis zu 1000 Lumen pro LED erreicht,<br />

was sie selbst für Anwendungen wie in Operationssälen<br />

nutzbar macht.<br />

Vorteile überwiegen<br />

LED zeichnen sich besonders durch niedrigen<br />

Stromverbrauch aus. Sie können sowohl<br />

an der Netzspannung als auch im Niederspannungsbereich<br />

betrieben werden.<br />

Ihre Lebensdauer beträgt bis zu 10 000 Betriebsstunden,<br />

ohne Einfluss auf die Häufigkeit<br />

des Ein- und Ausschaltens. Sie verfügen<br />

über eine geringe Abmessung und sind zudem<br />

stoss- und vibrationsunempfindlich.<br />

Anwendungen<br />

von LED<br />

(Bilder: Osram)<br />

Restaurant Acanto, Mailand. Das zum<br />

Hotel Principe di Savoia in Mailand gehörende<br />

Acanto wurde vom italienischen Star-<br />

Innenarchitekten Celeste Dell’Anna entworfen.<br />

Dem Beleuchtungskonzept wurde besondere<br />

Beachtung geschenkt. So wird eine<br />

konventionelle Beleuchtung durch RGB-LED<br />

ergänzt. Dies ermöglicht es, je nach Tageszeit<br />

und Anlass, verschiedene Stimmungen<br />

zu erzeugen.<br />

Im Sommer vermeldete der Leuchtmittelhersteller<br />

Osram einen massgeblichen<br />

Schritt in der Weiterentwicklung von LED.<br />

Pro Watt Leistung ist es demnach möglich,<br />

einen Lichtstrom von 136 Lumen zu generieren.<br />

Was reichlich technisch tönt, bedeutet<br />

soviel, dass LED mittlerweile eine Leistung<br />

Glossar<br />

Lux: Die Beleuchtungsstärke E (Masseinheit:<br />

Lux) gibt das Verhältnis des auffallenden<br />

Lichtstroms F zur beleuchteten<br />

Fläche an. Die Beleuchtungsstärke beträgt<br />

1 Lux, wenn der Lichtstrom 1 Lumen<br />

auf eine Fläche von 1 m² gleichmässig<br />

auftrifft.<br />

Neben dem sichtbaren Licht senden LED<br />

praktisch keine Ultraviolett- und Infrarotstrahlung<br />

aus. Dies begünstigt beispielsweise<br />

die Anwendung in Geschäftsauslagen und<br />

Museen. Das ausgesendete Licht ist kalt, das<br />

heisst, angestrahlte Objekte werden nicht<br />

erwärmt. Die LED selbst werden durch den<br />

Lichtentstehungsprozess jedoch erwärmt.<br />

Die Wärme muss von der LED weg transportiert<br />

werden. Die Lebensdauer des LED Moduls<br />

ist von der Temperatur abhängig, bei<br />

der es betrieben wird. Im Gegensatz zu Glühlampen,<br />

die ein breites Lichtspektrum mit<br />

unterschiedlicher Wellenlänge aussenden,<br />

emittiert eine LED Licht in einer ganz bestimmten<br />

Farbe gleicher Wellenlänge. Dies<br />

zeichnet sie für Effektbeleuchtungen besonders<br />

aus.<br />

St.-Michaelis-Krypta, Hamburg. Im Untergeschoss<br />

des Hamburger «Michel» befindet<br />

sich die grösste Krypta Nordeuropas. Das<br />

weiss gestrichene, unter Denkmalschutz<br />

stehende Gewölbe ohne Tageslichteinfall<br />

wird für vielfältige Veranstaltungen genutzt.<br />

Das passende Ambiente garantiert farbiges<br />

Indirektlicht. Dafür ist jede der 60 Säulen mit<br />

vier LED-Modulen bestückt.<br />

Lumen: Der Lichtstrom F (Masseinheit:<br />

Lumen) stellt die gesamte von einer Lichtquelle<br />

in den Raum abgegebene Strahlungsleistung<br />

dar, die mit der spektralen<br />

Augenempfindlichkeit bewertet wird.<br />

Effektbeleuchtung als Heimspiel<br />

Im Bereich der Effektbeleuchtungen werden<br />

LED über kurz oder lang allen anderen<br />

Leuchtmitteln den Rang ablaufen. Die wesentlichen<br />

Vorteile sind die Langlebigkeit<br />

und die Farbeffekte, die sich gegenüber den<br />

10 immobilia November <strong>2008</strong>


Dossier<br />

Beleuchtungsstärken<br />

(EN-Norm 12 464)<br />

Anwendungsbereich<br />

Beleuchtungsstärke in Lux<br />

Operationssaal 1000<br />

Büro, Schulraum, Küche, Werkstätte für feine Arbeiten 500<br />

Mehrzweckhalle, Werkstätte für grobe Arbeiten 300<br />

Treppenhäuser, Korridore, WC, Garderoben, Restaurant 200<br />

Bettenzimmer, Korridore, Nebenräume 100<br />

Parkhaus 75<br />

Wohnen (ohne Lesen und Hausarbeit, etc.) 50<br />

Copacabana, Rio de Janeiro. Anlässlich der<br />

Panamerikanischen Spiele 2007 in Rio de<br />

Janeiro wurden alle Kioske an den Stränden<br />

von der Copacabana bis Tijuca mit LED erleuchtet.<br />

Ausserdem dienen sie als Sicherheitsbeleuchtung<br />

für die Aussentreppen, die<br />

zum Strand führen.<br />

bisher notwendigen Farbfiltern viel einfacher<br />

erzielen lassen, sowie die Schaltgeschwindigkeit.<br />

LED eignen sich darum nicht<br />

nur für Beleuchtungen, wegen ihrer zunehmenden<br />

Leuchtkraft geht die Entwicklung<br />

vermehrt in Richtung Anwendung in der<br />

Displaytechnologie, also für Bildschirme,<br />

Projektoren und Lichtfassaden. Als Displays<br />

werden LED bereits in Mobiltelefonen angewendet<br />

und erste Fernsehgeräte sind auf<br />

dem Markt.<br />

Wohnbereich als «Pièce de résistance»<br />

Bisher war das Licht weisser LED wegen<br />

ihres kalten Lichts von Lichtdesignern wenig<br />

beliebt. Neuentwickelte LED haben eine<br />

Farbtemperatur von 3200 Kelvin und ermöglichen<br />

damit Anwendungen mit warmweissem<br />

Licht, das in der Lichtfarbe etwa einer<br />

Halogenlampe entspricht.<br />

Nicht wenige Experten gehen davon aus,<br />

dass LED bereits in den nächsten Jahren herkömmliche<br />

Leuchtmittel ablösen werden.<br />

Andere sind weniger optimistisch, weil die<br />

Herstellungskosten nach wie vor deutlich<br />

über den Alternativen liegt. Die Forschung<br />

geht derzeit dahin, die Leuchtkraft zu erhöhen.<br />

So genannte organische LED (OLED)<br />

stellen einen möglichen Weg dar. Gegenüber<br />

herkömmlichen LED bieten sie den Vorteil,<br />

dass sie selbst leuchtend und damit heller<br />

sind.<br />

LED lösen WLAN ab<br />

LED könnten künftig sogar für die Datenübertragung<br />

in kabellosen Netzwerken dienen.<br />

So vermeldete die Computerzeitschrift<br />

Computerworld unlängst, dass amerikanische<br />

Forscher ein Netzwerksystem mittels<br />

Lichtsignalen entwickelt haben. Als Router<br />

verwenden die Forscher der Universität von<br />

Boston LED-Lampen. Mit diesen sollen die<br />

einzelnen Geräte vernetzt werden. Sobald<br />

ein Lichtschalter in einem Raum betätigt<br />

wird, erfolgt der Netzwerkaufbau. Neben der<br />

bisher üblichen Verkabelung fällt beim LED-<br />

Netzwerk auch die zusätzlich Router-Infrastruktur<br />

innerhalb eines Büros weg. Damit<br />

wird einerseits der Stromverbrauch des Gesamtsystems<br />

gesenkt, andererseits ist das<br />

System äusserst zuverlässig und es treten<br />

keine Probleme mit elektromagnetischen Interferenzen<br />

auf, erklärt der Wissenschaftler<br />

Thomas Little.<br />

Das so genannte «Smart Lightning»-System<br />

soll schneller, günstiger und vor allem sicherer<br />

sein, als die bisherigen drahtlosen<br />

Netzwerktechniken. Die LED-Router verfügen<br />

über eine Datenrate zwischen einem<br />

und zehn MBit/s. Die Server-Verbindung<br />

wird über bereits existierende Stromkabel<br />

erzeugt. Im Gegensatz zu Funksignalen wird<br />

sichtbares Licht von Wänden geblockt. Somit<br />

bleibt die Kommunikation auf einen<br />

Raum beschränkt. Unberechtigte können<br />

sich daher von aussen nicht in ein Netz einklinken.<br />

Um die Geräte in einem Raum miteinander<br />

zu vernetzen, muss die Beleuchtung auf die<br />

«Smart Lights» umgerüstet werden. Diese<br />

geben einerseits normales Licht ab, andererseits<br />

stellen sie eine Datenverbindung her,<br />

indem sie ein für das menschliche Auge<br />

nicht sichtbares flackerndes Licht abgeben.<br />

Dabei agiert jedes Smart Light als separater<br />

Router. Sobald Sichtverbindung besteht,<br />

wird die Verbindung zu einem Gerät hergestellt.<br />

Little sieht Einsatzmöglichkeiten für das LED-<br />

System auch ausserhalb von Business- oder<br />

Heimnetzwerken, beispielsweise in Flugzeugen<br />

oder bei Autos. Little rechnet damit,<br />

dass die Entwicklung des Systems im zweiten<br />

Quartal 2009 beendet sein wird. Serienreife<br />

LED-Netzwerke erwartet der Forscher<br />

in etwa zwei Jahren.<br />

Memorial Bridge Rijeka. Kroatien. Die Memorial<br />

Bridge ist eine Fussgängerbrücke. Die<br />

auffälligsten Merkmale der Brücke sind ihre<br />

extrem niedrige Höhe und komplexe Konstruktion,<br />

kombiniert mit einer ultramodernen<br />

Beleuchtung. Im Geländer sind<br />

auf 48 m Länge weiße LED-Module eingebaut.<br />

Die damit erzeugten weißen Lichtlinien<br />

erwecken den Eindruck einer scheinbar endlosen<br />

Strasse, die sich über das angrenzende<br />

Mahnmal hinaus bis in den Himmel erstreckt.<br />

Migros, Eschenbach SG. Die 829 m 2 grosse<br />

Migros-Filiale in Eschenbach setzt bei der<br />

Beleuchtung ausschliessend auf LED-Technologie.<br />

Die Vorteile liegen auf der Hand.<br />

LED-Licht enthält weder UV- noch IR-Lichtanteile,<br />

und es entsteht keine Wärmestrahlung.<br />

Diese Eigenschaften sind für licht- und wärmeempfindliche<br />

Produkte, wie zum Beispiel<br />

Milch, Fleisch, Gemüse, Früchte und vakuumverpackte<br />

Waren besonders geeignet.<br />

immobilia November <strong>2008</strong> <strong>11</strong>


Dossier<br />

Plan Lumière Zürich<br />

Lichtblicke für eine ökologische<br />

Stadtbeleuchtung<br />

Stephan Bleuel*<br />

Zürich in ein neues, besseres Licht setzen. Das ist das Ziel des Plan Lumière.<br />

Das Beleuchtungskonzept festigt die Einzigartigkeit der Stadt und hebt am<br />

Abend die verborgenen Qualitäten hervor. Es wertet die Quartiere auf und<br />

verbessert die Orientierung und das nächtliche Sicherheitsgefühl der Bevölkerung<br />

und der Gäste, die Zürich besuchen.<br />

Rudolf Brun-Brücke<br />

Lichtplaner: Roland<br />

Jéol, Lyon;<br />

Foto: Georg Aerni,<br />

Zürich)<br />

Interventionsgebiete<br />

Der Plan Lumière legt Prioritäten fest, beschreibt<br />

Interventionsgebiete und definiert<br />

die Basis für eine präzise Anwendung von<br />

Licht im nächtlichen Stadtbild. Zentrales Element<br />

ist der Lichtplan, hier werden die unterschiedlichen<br />

Eingriffsgebiete erfasst und<br />

beschrieben. Ein den Plan ergänzendes<br />

Handbuch dokumentiert die gebietsspezifischen<br />

Gestaltungsspielräume und bietet<br />

zusätzlich Grundlagematerial zum Thema<br />

‹Licht und Stadtraum›.<br />

Im Sommer 1999 besuchten zwei Zürcher<br />

Gemeinderatskommissionen die Stadt Lyon.<br />

Die französische Stadt hatte den Ruf, erfolgreich<br />

in die Gestaltung und Beleuchtung des<br />

öffentlichen Raums zu investieren. Die Mitglieder<br />

waren begeistert von der Wirkung<br />

des nächtlichen Stadtbildes. Sie nahmen<br />

nach der Rückkehr die zündende Idee auf<br />

und erteilten dem Stadtrat den Auftrag, ein<br />

Beleuchtungskonzept zu erarbeiten, damit<br />

auch die Stadt Zürich ins rechte Licht gerückt<br />

werden kann.<br />

2010. Die Stadtregierung möchte darin die<br />

Position Zürichs im internationalen Standortwettbewerb<br />

stärken. Daher wird auch<br />

ein besonderes Augenmerk auf die Aufwertung<br />

und Gestaltung von öffentlichen Plätzen<br />

und Anlagen gerichtet. Sie sind wichtige<br />

Elemente für die Identität der verschiedenen<br />

Stadtgebiete und die Lebensqualität ganz<br />

allgemein. Der Plan Lumière hilft mit, diese<br />

Ziele umzusetzen.<br />

Gezielt beleuchten<br />

Kunstlicht in Aussenräumen ist ein wichtiger<br />

Bestandteil unserer Kultur. Bauwerke und<br />

andere Objekte werden an- und ausgeleuchtet,<br />

Werbung und künstlerische Installationen<br />

setzen Akzente in der Stadtlandschaft.<br />

Licht erhellt Strassen und Plätze während<br />

der ganzen Nacht. Licht wird eingesetzt, um<br />

das Sicherheitsbedürfnis der Menschen zu<br />

befriedigen, auch wenn mehr Licht nicht<br />

zwangsläufig mehr Sicherheit schafft. Der<br />

Plan Lumière will die Nacht nicht zum Tag<br />

machen, im Gegenteil. Der gezielte Einsatz<br />

von Kunstlicht soll mithelfen, die Nacht und<br />

ihre Poesie, ihre Geheimnisse wieder neu zu<br />

entdecken oder schätzen zu lernen. Nicht<br />

die Menge an Licht, sondern die Lichtqualität<br />

und die Art und Weise, wie dieses Licht geführt,<br />

gefasst und wahrgenommen wird, bestimmen<br />

die Qualität des Plan Lumière. Die<br />

Beleuchtungsstärke und die tägliche Be-<br />

Städtebauliche Analyse<br />

Eine differenzierte Analyse des Stadtkörpers<br />

und seiner aussenräumlichen Eigenheiten<br />

bildete die Grundlage für das Beleuchtungskonzept.<br />

In der Folge erarbeitete das Amt<br />

für Städtebau zusammen mit einem externen<br />

Lichtplaner und einem externen Planungsbüro<br />

das eigentliche Konzept. Im Mai<br />

2004 erfolgte die Genehmigung in der Stadtregierung.<br />

Im Februar 2005 wurden die ersten<br />

Projekte in Betrieb genommen und im<br />

März 2006 genehmigte das städtische Parlament<br />

einen Rahmenkredit von 8 Millionen<br />

Franken für weitere Umsetzungen. Eine zusätzliche<br />

Bedeutung erhielt das Projekt<br />

durch die Legislaturschwerpunkte 2006 -<br />

Hardturmviadukt:<br />

Die Stützen der<br />

Brücke werden auf<br />

der Schmalseite<br />

durch weisse LED<br />

Leuchten akzentuiert.<br />

Damit begleitet<br />

der Viadukt auch<br />

nachts den<br />

Mühleweg und<br />

macht ihn sicherer<br />

und attraktiver.<br />

Lichtplaner: D'Lite,<br />

Zürich;<br />

Foto: Georg Aerni,<br />

Zürich<br />

12 immobilia November <strong>2008</strong>


Dossier<br />

leuchtungsdauer wird auf das gestalterisch<br />

und funktional Notwendigste reduziert und<br />

den saisonalen Gegebenheiten angepasst.<br />

So werden in der Regel Laubbäume im blätterlosen<br />

Zustand während des Winterhalbjahres<br />

nicht beleuchtet, zumindest nicht<br />

durch Bodenleuchten. Lichtimmissionen, die<br />

entstehen, wenn Lichtquellen blenden oder<br />

ungehindert in den Nachthimmel hinaufstrahlen,<br />

werden vermieden. Ebenso wird<br />

auf einen haushälterischen Umgang mit dem<br />

Stromverbrauch geachtet. Der Einsatz von<br />

neuen energieeffizienten Technologien<br />

macht dies möglich.<br />

Public Private Partnership<br />

Der Plan Lumière wird unter der Leitung des<br />

Amtes für Städtebau und in enger Zusammenarbeit<br />

mit dem Elektrizitätswerk, dem<br />

Tiefbauamt sowie Grün Stadt Zürich vorangetrieben.<br />

Jedoch kann die Stadt nicht alle<br />

Teilprojekte alleine realisieren. Die meisten<br />

Liegenschaften Zürichs sind in privatem Besitz.<br />

Die Stadt setzt sich deshalb dafür ein,<br />

dass auch Private, Institutionen und der Kanton<br />

an der Umsetzung des Plan Lumière mitwirken.<br />

Nur gemeinsam kann der Plan Lumière<br />

umgesetzt werden. Als Beispiel für<br />

eine solche Kooperation sei hier die Neugestaltung<br />

des Tessinerplatzes im Quartier<br />

Enge genannt. Im Rahmen der Neugestaltung<br />

des städtischen Platzes realisierte die<br />

Schweizerische Bundesbahn eine Fassadenbeleuchtung<br />

ihres markanten Bahnhofgebäudes.<br />

Die Arkadenbeleuchtung, die Strassenbeleuchtung<br />

und die Platzbeleuchtung<br />

ergänzen sich zu einem gestalterisch kohärenten<br />

Ganzen und verleihen dem Ort ein<br />

neues nächtliches Gesicht.<br />

Qualität statt Quantität<br />

Kunstlicht kann städtebauliche oder architektonische<br />

Missgeschicke nur bedingt kaschieren<br />

und schon gar nicht beheben. Aber<br />

Licht kann verborgene Qualitäten sichtbar<br />

machen, Akzente anders gewichten oder<br />

neu inszenieren. Es kann tagsüber unscheinbar<br />

wirkenden Räumen und Objekten am<br />

Abend eine eigene Stimmung verleihen, so<br />

dass sie plötzlich auch tagsüber bewusster<br />

wahrgenommen werden. Das Licht kann<br />

ihnen ein eigenes Gesicht geben, eine Identität<br />

verleihen. Dies alles ohne aufwendige<br />

bauliche Mittel und mit der Möglichkeit, jederzeit<br />

mit einem Knopfdruck oder einer<br />

Zeitprogrammierung den Betrieb einzustellen<br />

oder zu verändern. Die Möglichkeiten auf<br />

den nächtlichen Aussenraum einzuwirken<br />

sind gross, aber auch verführerisch. Zu leicht<br />

kann man Stadträume mit Licht ertränken<br />

Grundsätze für eine ökologische Stadtbeleuchtung<br />

Bewusster und sorgfältiger Einsatz künstlicher Beleuchtung<br />

– Beleuchtungsdauer und Lichtstärke auf das gestalterisch und funktional Notwendigste<br />

reduzieren. In Ausnahmefällen von den Beleuchtungsnormen an Orten abweichen,<br />

an denen die Sicherheit auch mit weniger Kunstlicht gewährleistet werden<br />

kann.<br />

– Beleuchtungszeiten den saisonalen Gegebenheiten anpassen.<br />

– Beleuchtung zu Gestaltungs- und Reklamezwecken auf die frühen Morgenstunden<br />

und auf die Zeit bis Mitternacht begrenzen.<br />

Rücksicht auf ökologisch sensible Gebiete<br />

– In Naturschutzgebieten und ökologisch sensiblen Landschaftsräumen ist möglichst<br />

vollständig auf künstliche Beleuchtung zu verzichten. Ist dies aus Sicherheitsgründen<br />

nicht möglich, ist die ökologisch verträglichste Beleuchtung zu wählen.<br />

– Frühzeitig mit der Fachstelle Naturschutz (Grün Stadt Zürich) Kontakt aufnehmen und<br />

Möglichkeiten sowie Schutzmassnahmen abklären.<br />

– Abdichten der Leuchten gegen das Eindringen von Insekten und Spinnen.<br />

Rücksicht auf Vogelzüge im Frühling und Herbst<br />

– Keine Hochhausbeleuchtungen ausser Nutzbeleuchtung. Temporäre Spezialbeleuchtungen<br />

außerhalb der Vogelzug-Saison sollen Ausnahmen bleiben (z. B. Weihnachtsbeleuchtung,<br />

Spezialbeleuchtung bei Events von übergeordneter Bedeutung).<br />

Verzicht auf unnötige Lichtemissionen (Lichtverschmutzung)<br />

– Zielgerichtetes Licht soll nur dorthin gelangen, wo es einen gestalterischen oder funktionalen<br />

Zweck erfüllt.<br />

– Leuchten sorgfältig platzieren und ausrichten. Keine direkte Beleuchtung des Nachthimmels.<br />

Falls nötig, Abschirmungen und Blendschutzvorrichtungen einrichten.<br />

– Sicherheits- und Schmuckbeleuchtung sind aufeinander abzustimmen (keine unnötigen<br />

Mehrfachbeleuchtungen).<br />

– Keine von unten nach oben gerichtete Beleuchtung unbelaubter Bäume.<br />

– Keine Skybeamer; temporäre Spezialbeleuchtungen im Winter als Ausnahmen möglich<br />

(z. B. Silvester, Events von übergeordneter Bedeutung).<br />

Sorgfältige Wahl der Lichtfarbe<br />

– Im weissen Lichtspektrum ist warmweisses Licht mit einer Farbtemperatur kleiner als<br />

3000 Kelvin zu bevorzugen.<br />

Sparsamer Energieverbrauch<br />

– Anzahl Leuchten, Beleuchtungsdauer und Lichtstärke auf das gestalterisch und funktional<br />

Notwendigste beschränken.<br />

– Ersatz alter Leuchten durch neue energieeffizientere Leuchten.<br />

– Bei Neuplanungen energieeffiziente Technologien verwenden.<br />

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immobilia November <strong>2008</strong> 13


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Dossier<br />

oder mit Farborgien abfüllen. Auch die Werbebranche<br />

hat das gestalterische Potential<br />

neu entdeckt. Vermehrt akzentuieren temporäre,<br />

grossformatige Fassadenprojektionen<br />

das Stadtbild und machen auf Veranstaltungen<br />

aufmerksam oder werben für<br />

Firmen und ihre Dienstleistungen und Produkte.<br />

Oft wirken solche Aktionen gestalterisch<br />

isoliert oder zufällig und leisten keinen<br />

positiven Beitrag für das nächtliche Stadtbild.<br />

Eine konzeptionell durchdachte, sorgfältig<br />

auf die Geschichte und die Gegebenheiten<br />

des Ortes Rücksicht nehmende Planung<br />

und Ausführung ist deshalb für die<br />

Qualität eines Beleuchtungsprojekts von<br />

zentraler Bedeutung.<br />

* Der Autor ist Projektleiter Plan Lumière im Amt<br />

für Städtebau Zürich. Weitere Informationen unter<br />

www.plan-lumiere.ch.<br />

Münsterbrücke:<br />

Die alte Brücke<br />

bildet mit der<br />

neuen Beleuchtung<br />

den<br />

Vordergrund für<br />

die umliegenden<br />

Monumente und<br />

Denkmäler. Sie<br />

wandelt sich<br />

nachts zu einer<br />

beleuchteten<br />

Steinskulptur, die<br />

sich im dunklen<br />

Wasser der<br />

Limmat spiegelt.<br />

Lichtplaner:<br />

Roland Jéol, Lyon;<br />

Foto: Georg Aerni,<br />

Zürich<br />

Interview<br />

Bedeutung von Tageslicht<br />

in der Architektur<br />

Corina Roeleven<br />

Die Velux-Stiftung zeichnet Bauten mit innovativen Lösungen zur Nutzung<br />

von Tageslicht aus. Jüngster Preisträger ist das Büro Bob Gysin + Partner<br />

BGP Architekten mit dem Projekt Eawag Forum Chriesbach, Dübendorf. immobilia<br />

sprach dazu mit Franz Aeschbach.*<br />

Herr Aeschbach, warum wurde das Forum<br />

Chriesbach zum Siegerobjekt gewählt?<br />

Franz Aeschbach: Nachdem das Forschungsund<br />

Verwaltungsgebäude Chriesbach bereits<br />

den Solarpreis und den Innovationspreis<br />

der Swisspor erhalten hatte, wurde es<br />

mit dem Tageslicht-Award auch noch für<br />

seinen zentralen Umgang mit dem Tageslicht<br />

ausgezeichnet. Ausschlaggebend dafür<br />

war die Synthese aus Gestaltung, Funktionalität<br />

und dem Energieaspekt. Alle wichtigen<br />

Teile des Baus bestechen als architektonisch<br />

markante Zeichen, als Tageslicht-<br />

Transportmittel und als Regulatoren des<br />

Innenklimas. Inzwischen wurde das Forum<br />

Chriesbach mit noch mehr Awards ausgezeichnet,<br />

die weitere Aspekte des Projekts<br />

würdigen (www.bgp.ch).<br />

Das Gebäude setzt sich aus drei Kernelementen<br />

zusammen, in denen Tageslicht eine<br />

wichtige Rolle spielt: Zum einen ist die äussere<br />

der aus zwei Schichten bestehenden<br />

Gebäudehülle aus Glas. Die drehbaren siebbedruckten<br />

Glaslamellen lassen sich nach<br />

dem jeweiligen Sonnenstand richten. Bei<br />

einem Mangel an Sonnenlicht stehen sie weit<br />

offen, bei starkem Lichteinfall schliessen sie<br />

sich und lassen nur gedämpftes Licht hinein.<br />

Dennoch ist der Blick von innen nach aussen<br />

immer möglich. Eine ebenfalls grosse Rolle<br />

zur Nutzung von Tageslicht bildet das Atrium<br />

mit seinem grossflächigen Dachoberlicht in<br />

der Mitte des Gebäudes. Es schafft eine lichterfüllte<br />

Mitte und erleichtert die Orientierung<br />

innerhalb des Gebäudes. Die am Rand<br />

angeordneten Büroräume erhalten dadurch<br />

von zwei Seiten Tageslicht. Als Klimapuffer<br />

nimmt das Atrium im Sommer die überschüssige<br />

Wärme aus den Büroräumen auf und<br />

lässt sie über die Öffnungen im Dach abführen,<br />

im Winter kann es die von der Sonne er-<br />

Franz Aeschbach, dipl. Architekt ETH, ist<br />

leitender Mitarbeiter bei Bob Gysin + Partner<br />

Architekten, Zürich.<br />

wärmte Luft speichern. In einer dritten Form<br />

wird Licht als «Nahrung» für die Photovoltaikanlage<br />

auf dem Dach genutzt. Mit ihr wird<br />

rund ein Drittel des Strombedarfs gedeckt.<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 15


Dossier<br />

Kernelement des Forum Chriesbach bildet das<br />

Atrium mit den schwebenden Sitzungsboxen,<br />

dem Treppenaufgang und seiner Lichtdurchlässigkeit.<br />

Foto: Bob Gysin + Partner BGP Architekten<br />

Wie wirkt sich dieses Konzept auf die Energiebilanz<br />

aus?<br />

Das Gebäude besitzt keine konventionelle<br />

Heizung. Insgesamt wurde der Primärenergiebedarf<br />

des Gebäudes für Heizung und<br />

Kühlung auf ein absolutes Minimum reduziert.<br />

Einzig beim Stromverbrauch und bei<br />

der grauen Energie können noch Optimierungsmassnahmen<br />

stattfinden.<br />

Ein laufendes Monitoring hält die effektiven<br />

Werte fest. Dank diesen Messungen können<br />

klare Aussagen zur Effizienz des Gebäudes<br />

gemacht werden. Am 23. Januar 2009 findet<br />

dazu eine von der Eawag organisierte Informationsveranstaltung<br />

statt.<br />

Allgemein sollte in der Planung der Effizienz<br />

durch bessere Nutzung von Tageslicht zur<br />

Raumaufhellung, durch Sensorsteuerung<br />

von Sonnenschutzsystemen und durch energieeffizientere<br />

Leuchtmittel noch mehr<br />

Beachtung geschenkt werden. Zur Minimierung<br />

der grauen Energie versuchen wir generell<br />

Rohstoffe aus der jeweiligen Umgebung<br />

zu nutzen. Anstelle eines aus Brasilien<br />

eingeführten Natursteins kann ebenso ein<br />

schöner Jurasandstein verwendet werden.<br />

Wir streben nach einer Symbiose aus Gestaltung<br />

und Energieeffizienz. Mit dem Forum<br />

Chriesbach ist ein eindrückliches Beispiel dafür<br />

entstanden, dass dies möglich ist. Architektonisch<br />

überzeugend und gleichzeitig energieeffizient<br />

erhält das Gebäude eine positive<br />

Anerkennung. Nur mit dieser Kombination ist<br />

es möglich, bei anderen Architekten und Bauherren<br />

zu überzeugen und eine Mehrheit der<br />

Bevölkerung anzusprechen. Lange hatte die<br />

Solar- und Oekoarchitektur ein «Birkenstock-<br />

Image», doch heute ist man einen Schritt weiter.<br />

Trotz unwesentlich höherer Investitionskosten<br />

zeichnen sich solche Massnahmen im<br />

Rahmen der Lebenszyklusrechnung aus, vor<br />

allem wenn man die lange Lebensdauer unserer<br />

Gebäude einbezieht.<br />

Was versprachen Sie sich ursprünglich<br />

von der Teilnahme am Wettbewerb?<br />

Wir wollten einen Stein ins Rollen bringen. Es<br />

war uns ein Anliegen aufzuzeigen, wie interessant<br />

und effizient der Nutzen von Tageslicht<br />

sein kann. Wir versuchen, das gewonnene<br />

Know-how zu nutzen und vermehrt bei<br />

Ausschreibungen mitzumachen, die energetisch<br />

nachhaltige Objekte fordern. Zu oft wird<br />

zuerst den architektonischen Aspekten Rechnung<br />

getragen und erst dann Nachhaltigkeit<br />

zu realisieren versucht. Wichtig wäre jedoch<br />

die Verzahnung der beiden Aspekte, was die<br />

Jury des Tageslicht-Awards überzeugt hat.<br />

Welchen Nutzen hat Ihnen dieser Preis<br />

gebracht?<br />

Durch die Realisierung unseres Projektes haben<br />

wir viel über die Nutzung von Tageslicht<br />

gelernt. Wir haben den Kontakt zu Fachpersonen<br />

geknüpft und sehen darin die Chance,<br />

die Nutzung noch zu optimieren. Wir versuchen<br />

immer wieder, Gedanken vom Forum<br />

Chriesbach in anderen Projekten aufzunehmen.<br />

Bei jedem Objekt handelt es sich jedoch<br />

um einen neuen Prototypen, dem andere<br />

Gegebenheiten und Anforderungen zugrunde<br />

liegen.<br />

Lässt sich das Gebäude des Forums Chriesbach<br />

als Büro- und Forschungsgebäude<br />

auch im kleineren Bereich umsetzen?<br />

Das ist eine schwierige Frage, unverändert<br />

sicher nicht. Das architektonische Gesamtbild<br />

des Forums Chriesbach kann bei einem<br />

kleineren Objekt wohl kaum erreicht werden,<br />

die Planung eines solchen Bauwerks<br />

wäre aber eine interessante Aufgabenstellung.<br />

Es gibt durchaus einige Aspekte, die<br />

sich in kleineren und grösseren Dimensionen<br />

umsetzen lassen. Beispielsweise die Kaminwirkung<br />

durch die Nachtauskühlung. Glaslamellen<br />

als Sonnenschutz sind auch in einem<br />

Einfamilienhaus denkbar, vielleicht nicht das<br />

ganze Gebäude umfassend, sondern nur vor<br />

den Fenstern. Wichtig ist bei einer Übertragung<br />

auf andere Objekte, nicht einzelne Elemente<br />

herauszupicken, sondern das Verständnis<br />

zu übernehmen, wie die einzelnen<br />

Elemente miteinander funktionieren.<br />

Spielt Tageslicht in Ihren Objekten generell<br />

eine besondere Rolle?<br />

Tageslicht spielt immer eine Rolle und ist<br />

wohl für jeden Architekten etwas vom Spannendsten.<br />

Schon im Studium wird auf Möglichkeiten<br />

eingegangen, wie ein Raum ausgeleuchtet<br />

werden kann. Tageslicht soll nicht<br />

nur hell machen, sondern Orientierungshilfe<br />

sein, Räume atmosphärisch aufladen, einen<br />

Zweck erfüllen. Dabei spielt auch der Schattenwurf<br />

im Raum eine Rolle. Anhand von<br />

Modellen versuchen wir jeweils, den Tagesverlauf<br />

zu simulieren und so optimale Einwirkungen<br />

von Tageslicht zu erhalten, da<br />

Tageslicht erwiesenermassen unsere Psyche<br />

positiv beeinflusst.<br />

Ein Beispiel dafür bietet die von BGP geplante<br />

(Fertigstellung 2009) Tagesstätte für<br />

cerebral Gelähmte in Dielsdorf, bei der Tageslicht<br />

auf unterschiedlichste Weise integriert<br />

wurde. Als Orientierungshilfe und<br />

Lichtspender verläuft ein Oberlichtband entlang<br />

des ganzen Gebäudes. Dazwischen finden<br />

sich grössere Einschnitte als Aufenthaltsnischen<br />

und eine grosse Terrasse, die<br />

den Ausblick nach draussen gewähren. Über<br />

Glaselemente an der Türoberseite fällt Licht<br />

in den Gang und bildet zusammen mit dem<br />

Element Holz ein angenehmes Klima.<br />

Welche Entwicklungen erfuhr die Integration<br />

von Tageslicht im Laufe der Zeit?<br />

Früher besassen Häuser meist nur so viele<br />

Fenster wie absolut notwendig waren. Später<br />

dann – mit der Erfindung des Stahlbetons<br />

– liessen sich Wände zugunsten von Glasanteilen<br />

auflösen. Ich denke da an Bauwerke<br />

von Le Corbusier. Aus klimatischer Sicht waren<br />

diese Objekte nicht unproblematisch,<br />

indem es innerhalb des Gebäudes zu einem<br />

Kälteabfall kommen konnte. Im Laufe des<br />

Fortschritts wurde dieses Problem technologisch<br />

gelöst und in den 60er Jahren entstanden<br />

vermehrt klimatisierte Glaspaläste. Bis<br />

zur Erdölkrise in den 70er Jahren fing man<br />

die thermischen Probleme auf, indem man<br />

im Winter so stark heizte und im Sommer<br />

kühlte, bis man angenehme Temperaturen<br />

erreichte. Mittlerweile sind Glastechnologien<br />

16 immobilia November <strong>2008</strong>


Dossier<br />

verfügbar, mit denen man Minergie-Standard<br />

erreichen kann. Rechnerisch sind diese Gebäude<br />

zwar effizient, sie sind aber selten effektiv.<br />

Deshalb sollten reine Glaspaläste in<br />

unseren Breitengraden – zumindest energetisch<br />

betrachtet – keine Schule machen.<br />

Welche Schwierigkeiten müssen Sie bei<br />

der Nutzung von Tageslicht überwinden?<br />

In einem ersten Schritt müssen die Bedürfnisse<br />

der Raumnützer bezüglich Tageslicht<br />

erfasst werden. Arbeitsplätze brauchen<br />

zwar Licht, bei Bildschirmarbeit und anderen<br />

Tätigkeiten darf es aber nicht blenden.<br />

Gleichzeitig sollten die Mitarbeiter in Räumen,<br />

die vor allem künstlich belichtet werden,<br />

einen Blick nach draussen werfen können.<br />

Gebäude an der Strasse wollen zwar<br />

Tageslichteinfall, benötigen aber unter Umständen<br />

auch einen Sichtschutz. In hellen,<br />

mit Tageslicht durchfluteten Räumen muss<br />

schliesslich das Problem der Überhitzung<br />

angegangen werden.<br />

Welche Unterschiede bezüglich Einbezug<br />

von Tageslicht bestehen bei Objekten im<br />

Bereich Büro, Wohnen oder Produktion?<br />

Mit Ausnahme bestimmter Anforderungen<br />

an Arbeitsplätze (Blendeeffekt vermeiden)<br />

eigentlich keine. Auch Produktionsgebäude<br />

können grosse Fensterfronten besitzen, wie<br />

am Beispiel unseres Produktions- und Bürogebäudes<br />

der Belimo AG in Hinwil zu sehen<br />

ist. Nebst der Produktion sind auch Distribution<br />

und Büros im gleichen Gebäude untergebracht.<br />

Es verfügt über grosszügige Grundflächen,<br />

offene Räume und grosse Fensterfronten,<br />

die den Blick in die schöne Landschaft<br />

ermöglichen. Die Raumaufteilung ist äusserst<br />

flexibel. Da die Raumhöhe jeweils im Verhältnis<br />

zur Fensterfront festgelegt wird, war es<br />

möglich, diese zu optimieren und deshalb ein<br />

Geschoss mehr einzufügen. Mitarbeiter aus<br />

vielen verschiedenen Nationen mit eigenen<br />

Vorstellungen von Wohlgefühl arbeiten darin<br />

und sind mit der Architektur zufrieden.<br />

Einkaufszentren werden meist ohne grosse<br />

Tageslichtsquellen erstellt. Welches<br />

sind die Gründe dafür?<br />

In Einkaufszentren soll eingekauft werden.<br />

Fenster würden die Kundschaft ablenken.<br />

Zudem wird jeder mögliche Platz für Regale<br />

oder Installationen verwendet. Sogar die<br />

Raumdecke fällt als Tageslichtspender weg,<br />

da sie meist mit technischen Leitungen und<br />

Lüftungsrohren überstellt ist. Speziellere<br />

Bauwerke arbeiten mit Tageslichteinfall, in<br />

der Regel sind das jedoch Geschäfte im gehobeneren<br />

Preissegment, die ihre Räume<br />

Die Tagesstätte für<br />

cerebral Gelähmte in<br />

Dielsdorf steht für<br />

Vielfalt und Geborgenheit.<br />

Verglaste<br />

Oberlichtbänder<br />

dienen als Orientierungshilfe<br />

und<br />

Lichtspender.<br />

Foto: Bob Gysin +<br />

Partner BGP<br />

Architekten<br />

sehr luftig einrichten können – oder Tageslicht<br />

und Raumstimmung gezielt als Mehrwert<br />

einsetzen.<br />

Ist eine optimale Nutzung von Tageslicht<br />

mit Privatsphäre vereinbar?<br />

Ja, denn die optimale Nutzung von Tageslicht<br />

ist nicht gleichbedeutend mit einem reinen<br />

Glaspalast. Wichtig ist der gezielte Umgang<br />

damit. Durch die geschickte Anordnung der<br />

Fenster kann der direkte Einblick vermieden<br />

werden. In anderen Fällen verhelfen Sonnenschutz<br />

und Vorhang zur Wahrung der Privatsphäre.<br />

Im Vergleich zu<br />

Gebäuden, die nach<br />

dem Energiegesetz<br />

gebaut sind, benötigt<br />

das Forum Chriesbach<br />

bedeutend weniger<br />

Primärenergie und<br />

weist bereits heute<br />

den Energiestandard<br />

von Morgen auf.<br />

Grafik: Roger Frei,<br />

Zürich<br />

Primärenergiebedarf [kWh/m² a]<br />

275.0<br />

250.0<br />

225.0<br />

200.0<br />

175.0<br />

150.0<br />

125.0<br />

100.0<br />

75.0<br />

50.0<br />

25.0<br />

0.0<br />

Forum Ch.<br />

Werden lichtdurchlässige Gebäude mittelfristig<br />

das Erscheinungsbild der Schweiz<br />

prägen?<br />

Meine persönliche Antwort lautet ja und<br />

nein. Grundsätzlich ist es heute möglich,<br />

dass fast 100% Glasanteil in einer Liegenschaft<br />

eingebaut werden. In der Schweiz<br />

und in Europa herrscht jedoch der Konsens,<br />

dass Häuser in einem Kontext zur Umgebung<br />

stehen müssen. Zudem sind Denkmalschutz<br />

und Heimatpflege sowie Stadtbildkommissionen<br />

bei uns stark verwurzelt,<br />

sodass kaum ein Glaspalast neben historisch<br />

gewachsenen Strukturen erstellt werden<br />

darf. Von energetischer Seite her ist es<br />

immer noch so, dass gut isoliertes Mauerwerk<br />

bessere u-Werte besitzt als eine reine<br />

Glasmembran.<br />

Bestehen Grenzen bei der Einbindung<br />

von Tageslicht in Architektur und Bau?<br />

Grenzen ergeben sich aus der Aufgabenstellung.<br />

Es gilt die Quersumme zwischen Anforderung<br />

der Nutzung, gestalterischem Willen<br />

und der Energieeffizienz zu bilden. Je nach<br />

Aufgabe, Bauherr und auch Architekt sieht<br />

diese Quersumme anders aus. Wichtig ist,<br />

dass die Aspekte gegeneinander abgewogen<br />

werden und der bestmögliche Konsens gefunden<br />

wird. An die Grenzen zu gehen, mit<br />

dem Lichteinfall zu spielen, das ist ein besonderer<br />

Reiz der Architektur.<br />

* Franz Aeschbach, dipl. Architekt ETH, ist leitender<br />

Mitarbeiter bei Bob Gysin + Partner BGP<br />

Architekten, Zürich.<br />

MINERGIE-P<br />

MINERGIE<br />

Energiegesetz<br />

Wärmeenergie Kühlenergie Elektrizität Graue Energie<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 17


Dossier<br />

Lichtverschmutzung<br />

Ein Himmel ohne Sterne<br />

Corina Roeleven<br />

Die Adventszeit steht vor der Tür und damit der Wettbewerb um die auffälligste<br />

Beleuchtung. Ob bunt oder klassisch weiss, ob blinkend oder dezent<br />

ruhig – zusammen mit der dichten Nebeldecke über unseren Dächern wird<br />

die Nacht beinahe zum Tag. Doch das ist nur ein Teilbereich der sogenannten<br />

Lichtverschmutzung.<br />

Die Erde bei Nacht – auf dem Satelliten bild wird noch deutlicher, wie stark Licht emissionen in<br />

Ballungszentren sind. Bild: Nasa<br />

Lichtverschmutzung ist ein Phänomen der<br />

Industrialisierung und bezeichnet die Aufhellung<br />

des Nachthimmels durch von Menschen<br />

erschaffene, installierte und betriebene<br />

Lichtquellen, deren Licht in den unteren Luftschichten<br />

der Atmosphäre gestreut wird.<br />

Vor allem in Grossstädten und Industriezentren<br />

verursachen Strassenbeleuchtungen,<br />

Leuchtreklamen und Flutlichtanlagen Lichtemissionen,<br />

die zu Beeinträchtigungen für<br />

Mensch, Tier und Natur Auswirkungen führen<br />

können.<br />

Folgen der Lichtverschmutzung<br />

Zu starker Lichteinfall ins Schlafzimmer kann<br />

Schlafstörungen hervorrufen. Durch die Aufhellung<br />

des Nachthimmels können zahlreiche<br />

Naturphänomene, wie etwa die Milchstrasse,<br />

gar nicht mehr beobachtet werden.<br />

Über einer hell erleuchtenden Stadt sind von<br />

blossem Auge in der Regel nur noch sehr<br />

helle Sterne zu sehen. Nachtaktive Insekten<br />

werden von Strassenlampen angezogen und<br />

gehen zugrunde. Zugvögel verlieren durch<br />

das helle Licht die Orientierung. Pflanzen<br />

werden durch eine künstlich aufgehellte<br />

Umgebung in ihrem Wachstumszyklus beeinflusst.<br />

Dies kann in Treibhäusern erwünscht<br />

sein, in der freien Natur jedoch<br />

kaum. Für Bäume unter Strassenbeleuchtungen<br />

beginnt der Frühling häufig zu früh,<br />

Frülingsblumen strecken ihre Blüten aus<br />

dem Boden und erfrieren dann bei einem<br />

späteren Frost.<br />

Initianten gegen Lichtverschmutzung<br />

Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft<br />

hat im Jahr 2005 Empfehlungen zur<br />

Vermeidung von Lichtemissionen herausgegeben.<br />

Diese Publikation ist eine Vollzugshilfe<br />

des Buwal als Aufsichtsbehörde. Sie konkretisiert<br />

unbestimmte Rechtsbegriffe von<br />

Gesetzen und Verordnungen und soll eine<br />

einheitliche Vollzugspraxis fördern. Ende August<br />

haben die Zentralschweizer Umwelt-<br />

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Dossier<br />

fachstellen ein Merkblatt herausgegeben,<br />

das konkrete Anleitung gibt, wie dem Problem<br />

wirksam begegnet werden kann. Es<br />

richtet sich in erster Linie an Gemeindebehörden<br />

als Bewilligungsinstanzen oder als<br />

Betreiber von öffentlichen Beleuchtungen,<br />

spricht aber auch Private, Architekten und<br />

Gartenplaner an. Das Merkblatt enthält eine<br />

Checkliste über die geeignetste Art des<br />

Lichts, die Lichtstärke, gute Abschirmungen<br />

oder die Dauer des Lichteinsatzes.<br />

(www.bafu.admin.ch/publikationen > «Empfehlungen<br />

zur Vermeidung von Lichtemissionen»)<br />

Solche Initiativen gegen Lichtverschmutzung<br />

werden bei Darksky Switzerland (DSS) mit<br />

grosser Freude aufgenommen. Diese Non-Profit-Organisation<br />

setzt sich für die Reduktion<br />

der Lichtverschmutzung ein und macht Bund,<br />

Kantone, Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen<br />

auf Lichtverschmutzung aufmerksam.<br />

DSS übernimmt bei Beleuchtungsfragen<br />

eine beratende Funktion und bietet<br />

Hand bei der Umsetzung von Lösungen.<br />

Sinnvoller Energieverbrauch?<br />

Noch gibt es keine Untersuchungen darüber,<br />

wie viel Energie bei zurückhaltenderem<br />

Lichteinsatz eingespart werden könnte. Die<br />

Initianten rechnen jedoch mit hohem Einsparpotential,<br />

wenn folgende Punkte überarbeitet<br />

würden:<br />

– Strassen, Wege, Parkanlagen und Gebäudefassaden<br />

werden während der ganzen<br />

Nacht beleuchtet, obwohl es immer einige<br />

Stunden pro Nacht gibt, in denen kaum<br />

jemand auf der Strasse anzutreffen ist.<br />

– Noch wird viel Licht der Strassenbeleuchtung<br />

unnötigerweise nach oben oder zur<br />

Seite abgestrahlt.<br />

– Viele Lichtanlagen sind für ihren eigentlichen<br />

Zweck überdimensioniert.<br />

– In grösseren oder touristischen Orten ist<br />

ein zunehmender Trend erkennbar, Gebäude<br />

oder Plätze zu beleuchten.<br />

Zu einem Teil wird versucht, den hohen Energieverbrauch<br />

im öffentlichen Raum mit<br />

energiesparenden Leuchtmitteln etwas einzugrenzen.<br />

Massnahmen gegen zuviel Licht<br />

In vielen Fällen kann die Notwendigkeit einer<br />

Aussenleuchte hinterfragt werden. Dies gilt<br />

insbesondere dann, wenn sie zu einer Doppelbeleuchtung<br />

führt. Leuchtkörper müssen<br />

zudem so abgeschirmt werden, dass das<br />

Licht nur dorthin gelangt, wo es einem Be-<br />

leuchtungszweck dient und nur so stark wie<br />

wirklich nötig leuchtet. Von Vorteil werden<br />

Leuchtkörper verwendet, die einen möglichst<br />

geringen Anteil an kurzwelligem Licht aussenden.<br />

Natriumdampf-Hochdrucklampen<br />

und vor allem Natriumdampf-Niederdrucklampen<br />

sind relativ insektenverträglich und<br />

zeichnen sich durch einen deutlich geringeren<br />

Energieverbrauch aus, weshalb sie als<br />

besonders umweltfreundlich einzustufen<br />

sind.<br />

Jede Leuchte sollte grundsätzlich zum Boden<br />

hin gerichtet sein. Vor allem Strassenlampen<br />

sollten so platziert werden, dass sie<br />

nicht in die Umgebung oder in ökologisch<br />

sensible Räume strahlen. Wird die Beleuchtungsstärke<br />

zu bestimmten Nachtzeiten reduziert<br />

oder ganz ausgeschaltet, sorgt das<br />

für Ruhe und Regeneration. Zudem setzt der<br />

gestalterische Einsatz von Kunstlicht eine<br />

dunkle Umgebung voraus, da sonst der Kontrast<br />

fehlt.<br />

Rechtliche Lösungsansätze<br />

Das Buwal lädt die Kantone ein, ihre Bauund<br />

Umwelterlasse und die darauf gestützten<br />

Entscheide im Hinblick auf den<br />

Schutz von Natur, Landschaft und Umwelt<br />

gegen Lichtimmissionen zu überprüfen<br />

und dahingehend zu konkretisieren, dass<br />

für alle Beleuchtungseinrichtungen von<br />

Grossbauten und -anlagen, einschliesslich<br />

historischer Gebäude und Anlagen, ein<br />

Baubewilligungsverfahren durchzuführen<br />

ist; der Betrieb von himmelwärts gerichteten<br />

Anlagen, welche keine Sicherheitsoder<br />

Beleuchtungsfunktionen von Bauten<br />

erfüllen (Skybeamer, Laserscheinwerfer,<br />

Reklamescheinwerfer oder ähnliche<br />

künstliche Lichtquellen), zum Schutz von<br />

Arten, Biotopen oder der Landschaft verboten<br />

oder, sofern das nicht möglich ist,<br />

so weit eingeschränkt wird, als es für deren<br />

Inhaber technisch und betrieblich<br />

möglich und wirtschaftlich tragbar ist; bestehende<br />

Beleuchtungseinrichtungen von<br />

Grossbauten und -anlagen, einschliesslich<br />

historischer Gebäude und Anlagen, im<br />

Hinblick auf die Vermeidung von Lichtimmissionen<br />

überprüft und so weit wie möglich<br />

saniert werden.<br />

Die Schweizerische Licht Gesellschaft (SLG)<br />

und der Schweizerische Ingenieur und Architektenverein<br />

(SIA) – haben die Absicht geäussert,<br />

in nächster Zeit aktiv zu werden und<br />

technische Normen zu erarbeiten. Das Buwal<br />

ist der Ansicht, dass die in der Folge aufgeführten<br />

technischen Lösungsansätze bei<br />

Gesetzliche Grundlagen auf<br />

Bundesebene<br />

In der Schweiz gibt es auf Bundesebene<br />

mehrere gesetzliche Grundlagen, welche<br />

aufzeigen, dass Beeinträchtigungen durch<br />

Licht nach Möglichkeit vermieden werden<br />

sollen:<br />

– Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über<br />

den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR<br />

451) mit den Artikeln 1 bis 3, 18 und<br />

20<br />

– Absatz 1. Bundesgesetz über den Umweltschutz<br />

(USG; SR 814.01) mit den<br />

Artikeln 1, 7 Absätze 1 und 4, <strong>11</strong>, 12<br />

und 14<br />

– Bundesgesetz über die Jagd und den<br />

Schutz wildlebender Säugetiere und<br />

Vögel (JSG; SR 922.0) mit den Artikeln 1<br />

Absatz 1 und 7 Absatz 4<br />

– Bundesgesetz über die Raumplanung<br />

(RPG; SR 700) mit den Artikeln 1<br />

– 3. Signalisationsverordnung (SR 741.21)<br />

mit den Artikeln 96 Absätze 1 und 5<br />

und 98 Absatz 2<br />

Nach diesen gesetzlichen Grundlagen<br />

sind Lichtimmissionen zu beurteilen und<br />

zu beschränken.<br />

der Erarbeitung dieser Normen zur Minimierung<br />

von negativen Lichtemissionen wichtige<br />

Inputs liefern können.<br />

Lichtverschmutzung vermeiden<br />

Folgende Massnahmen könnten die Nacht<br />

auch wirklich wieder zur Nacht werden<br />

lassen:<br />

– Unnötige Beleuchtung wird reduziert, indem<br />

bspw. jede zweite Strassenleuchte<br />

und Flutlichtanlagen zu Nachtzeiten mit<br />

niedriger Frequentierung abgeschaltet<br />

werden.<br />

– Beleuchtungszeiten werden begrenzt auf<br />

Nachtzeiten mit hohem bis mittleren Verkehrsaufkommen.<br />

– Beleuchtung sollte gezielter eingesetzt<br />

werden (von oben statt von unten).<br />

– Lampen sollen durch energiesparende<br />

Glühlampen ersetzt werden.<br />

– Lichtquellen werden abgeschirmt, um<br />

eine Abstrahlung nach oben und zu den<br />

Seiten zu verhindern.<br />

Vielleicht ist es sowieso eher die Kerze im<br />

Wohnraum und nicht der blinkende Schlitten<br />

im Garten des Nachbarn, der weihnächtliche<br />

Stimmung verbreitet?<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 19


Aktuell<br />

Der Monat in der Immobilienwirtschaft<br />

Schweizer Immobilienmarkt<br />

zeigt sich robust<br />

Ivo Cathomen<br />

Am Schweizer Immobilienmarkt blickt man gespannt auf den weiteren Verlauf der internationalen<br />

Immobilien- und Finanzkrise. Derweil nimmt das hiesige Geschäft weitgehend seinen<br />

gewohnten Gang.<br />

Die Preise am Schweizer Immobilienmarkt<br />

sind auch im 3. Quartal gestiegen. Neben<br />

den Einfamilienhäusern, die mit 3,1% nun<br />

zum fünften Mal in Folge einen Anstieg von<br />

über 2% in einem Quartal aufweisen, haben<br />

auch die Eigentumswohnungen nach dem<br />

Rückgang im letzten Quartal wieder einen<br />

Preisanstieg um 2,9% erfahren. Der weitere<br />

Anstieg der Preise entspricht weitgehend<br />

den allgemeinen Erwartungen der Experten<br />

und überrascht allenfalls durch das Ausmass,<br />

da vielerorts eine gewisse Abschwächung<br />

der Zunahmen erwartet wurde. Ein<br />

Immobilienpreiszerfall – der Auslöser der<br />

Krise in den USA – wird in der Schweiz immer<br />

noch als unrealistisches Szenario gehandelt,<br />

dem Markt wird trotz anhaltender<br />

Finanzkrise eine gute Verfassung attestiert.<br />

Keine Überhitzung<br />

Nach Einschätzung von Experten kann in der<br />

Schweiz ein ähnlich gravierender Markteinbruch,<br />

wie er vor allem auf den Immobilienmärkten<br />

in den USA, in England, Irland und<br />

Spanien beobachtet werden kann, praktisch<br />

ausgeschlossen werden. Während die genannten<br />

Märkte in den letzten Jahren extrem<br />

An den Finanzmärkten<br />

wie hier an der New<br />

York Stock Exchange<br />

erleben die Händler<br />

und Investoren<br />

Kurskorrekturen in<br />

bisher unbekanntem<br />

Ausmass. (Bild: CNN)<br />

überhitzt waren, verlief die Entwicklung in<br />

der Schweiz – zumindest übers Ganze gesehen<br />

– vergleichsweise beschaulich. Beim Immobilienberater<br />

Wüest & Partner weist man<br />

besonders auf den gut funktionierenden<br />

Mietwohnungsmarkt hin. Dies zwinge hierzulande<br />

niemanden, sich für den Erwerb von<br />

Wohneigentum hoch zu verschulden, wie<br />

dies vor allem in den angelsächsischen Ländern<br />

üblich sei.<br />

Auch der HEV Schweiz mag nicht von einer<br />

Krise reden. Dafür gebe es keine Anzeichen<br />

am Immobilienmarkt. Nach Einschätzung von<br />

Ansgar Gmür, Direktor HEV Schweiz, trifft das<br />

nach wie vor hohe Angebot von jährlich gut<br />

42 000 neuen Wohnungen auf eine entsprechend<br />

hohe Nachfrage und lässt sich in vielen<br />

Regionen völlig problemlos absetzen. Auch<br />

wenn davon auszugehen ist, dass im Falle einer<br />

wirtschaftlichen Abkühlung die Wohnungsnachfrage<br />

sinken und es vereinzelt zu<br />

Preiskorrekturen kommen könnte, ist heute<br />

keineswegs mit einer ernsthaften Krise im<br />

Wohnungsmarkt zu rechnen. Der HEV Schweiz<br />

geht davon aus, dass der Immobilienbestand<br />

solide finanziert ist und die Banken bei der<br />

Vergabe der Hypotheken seit der letzten Immobilienmarktkrise<br />

in den 90er Jahren die<br />

goldenen Finanzierungsregeln befolgten. Insofern<br />

ist damit zu rechnen, dass für die allermeisten<br />

Hauseigentümer auch im Falle einer<br />

rückläufigen Wirtschaftsentwicklung die Hypothekarschulden<br />

weiter tragbar bleiben,<br />

weil es in der Schweiz kaum Subprime-<br />

Schuldner gibt, wie das im amerikanischen<br />

Hypothekarmarkt gang und gäbe war.<br />

Zinsentwicklung stützt Immobilienmarkt<br />

Zusätzliche Stütze könnte der hiesige Immobilienmarkt<br />

durch die Zinspolitik der Nationalbank<br />

erhalten. Angesichts der Franken-Notierungen<br />

gegenüber dem Euro und in Aussicht<br />

gestellter Zinssenkungen der europäischen<br />

Währungshüter wird die Nationalbank nicht<br />

umhin kommen, auch ihre Leitzinsen zu senken.<br />

Andernfalls riskiert sie eine weitere Aufwertung<br />

des Frankens und damit verschlechterte<br />

Exportchancen für die Schweizer Wirtschaft.<br />

Zinsschritte der Notenbank würden<br />

sich in fallenden Hypothekarsätzen und damit<br />

einer günstigeren Finanzierung für Eigenheimbesitzer<br />

und Investoren niederschlagen.<br />

Politik<br />

Senkung der BVG-Mindestverzinsung. Angesichts<br />

der Senkung des Mindestzinssatzes<br />

in der 2. Säule von 2,75% auf 2% wird es<br />

überdies für Arbeitnehmende attraktiver, ihr<br />

Vorsorgekapital im Rahmen der Freizügigkeit<br />

zu beziehen und in Wohneigentum zu investieren.<br />

Die Senkung soll nach dem Willen<br />

des Bundesrates am 1. Januar 2009 in Kraft<br />

treten. Damit wird der seit längerem feststellbaren<br />

negativen Entwicklung wie auch<br />

den aktuellen Schwankungen der Finanzmärkte<br />

Rechnung getragen. Der Pictet-BVG-<br />

Index 25, der wichtigste Benchmark im Bereich<br />

der Pensionskassen, verlor allein <strong>2008</strong><br />

bis dato nahezu 10%. Zahlreiche Anlagestiftungen<br />

leiden durch den Börseneinbruch an<br />

einer Unterdeckung und sind zu überstürzten<br />

Verkäufen von Aktienpositionen gezwungen.<br />

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Aktuell<br />

Schweiz<br />

Suva-Affäre kommt vor Bundesgericht.<br />

Der ehemalige Immobilienchef der Suva<br />

wehrt sich gegen seine Verurteilung. Der<br />

45-Jährige hat gegen das Urteil des Bundesstrafgerichtes<br />

in Bellinzona eine Beschwerde<br />

eingereicht. Ein zentraler Punkt der Beschwerde<br />

an das Bundesgericht in Lausanne<br />

sei die Frage, ob dem Angeschuldigten tatsächlich<br />

eine Beamteneigenschaft zukomme.<br />

Das Bundesstrafgericht war Ende<br />

Januar dieses Jahres zum Schluss gekommen,<br />

dass der Immobilienchef eine Beamtenfunktion<br />

ausgeübt habe. Es verurteilte<br />

den ehemaligen Kadermann wegen passiver<br />

Bestechung, ungetreuer Amtsführung und<br />

Urkundenfälschung zu 3,5 Jahren Gefängnis.<br />

Der Makler kam hingegen mit einem blauen<br />

Auge davon. Er wurde vom Vorwurf des Bestechens<br />

freigesprochen, weil er gemäss<br />

Gericht nicht wusste, dass es sich bei der<br />

Suva um eine öffentliche Institution handelte.<br />

Vermutlich wird der Makler das Urteil<br />

dennoch anfechten. Denn neben einer bedingten<br />

Freiheitsstrafe von 18 Monaten wurde<br />

er zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen<br />

zu je 3000 CHF verurteilt.<br />

Swiss Deluxe Hotels definieren eine neue<br />

Qualität des Luxus. Die Swiss Deluxe Hotels,<br />

die 37 der besten Fünf-Sterne-Häuser<br />

der Schweiz vereinigen, investieren in den<br />

nächsten Jahren rund 1 Mrd. CHF in den weiteren<br />

Ausbau ihrer Infrastruktur und Dienstleistungen.<br />

«Der Trend geht heute ganz klar<br />

zu mehr ‹Wellbeing›. Die Bedeutung der Gesundheit<br />

hat sich gewandelt und nimmt einen<br />

immer grösseren Stellenwert ein. Die<br />

Swiss Deluxe Hotels wollen dem Rechnung<br />

tragen und so eine neue Qualität des Luxus<br />

definieren», sagt der SDH-Präsident Eric Favre.<br />

Grösstes Wellbeing-Projekt, das gegenwärtig<br />

realisiert wird, ist der Um- und Ausbau<br />

des Grand Resort Bad Ragaz, das mit<br />

seiner Tamina Therme eine Jahrhundert alte<br />

Tradition des Wellbeings besitzt. Die Therme<br />

wird zur Zeit mit einer faszinierenden, modernen<br />

Architektur in eine einzigartige Wellnessoase<br />

umgewandelt und im Juni 2009<br />

wieder geöffnet. Allein dieser Bau kostet<br />

rund 40 Mio. CHF. Dem Trend nach mehr<br />

Wellbeing folgen auch Häuser wie das<br />

Badrutt’s Palace und das Kulm Hotel in St.<br />

Moritz, die beide ebenfalls kräftig in den<br />

Ausbau ihrer Wellness-Anlagen investieren.<br />

Das Wellbeing beschränkt sich aber nicht<br />

nur auf Spas und Medical Centers. Auf der<br />

Liste der dreijährigen Investitionsvorhaben<br />

<strong>2008</strong> bis 2010 der Swiss Deluxe Hotels figurieren<br />

auch andere Ausbauten – sei es in ele-<br />

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Zimmern und noblen Suiten im Grand<br />

Hotel Zermatterhof oder im Suvretta House<br />

in St. Moritz.<br />

Grand Resort Bad Ragaz (Bild: PD)<br />

Rege Wohnbautätigkeit im 2. Quartal. Im<br />

2. Quartal wurden in der Schweiz gut 10 700<br />

Wohnungen neu erstellt. Diese Zahl liegt fast<br />

6% über jener im gleichen Quartal des Vorjahrs.<br />

Von einer Abschwächung des Wohnungsbaus,<br />

wie sie seit einiger Zeit befürchtet<br />

wird, ist damit zumindest im Moment<br />

noch überhaupt nichts zu verspüren. Bei den<br />

sich zurzeit im Bau befindenden Wohnungen<br />

(gut 60 500) sieht es nicht wesentlich<br />

schlechter aus. Dieser Wert liegt um 2% unter<br />

dem Niveau der entsprechenden Vorjahresperiode,<br />

was noch im Streubereich der<br />

methodisch bedingten Verzerrungen liegt.<br />

Alleine in der Stadt Zürich entstanden letztes<br />

Jahr über 2200 Wohnungen. Das sind doppelt<br />

so viele wie in Basel, Bern, Genf, und<br />

Lausanne zusammen.<br />

Swiss Life erhält Preis für nachhaltiges<br />

Immobilieninvestment. Swiss Life wurde<br />

in München im Rahmen des Prime Property<br />

Award für das Projekt Seewürfel Zürich ausgezeichnet.<br />

Der Preis zeichnet erstmals<br />

nachhaltige Immobilieninvestitionen in Europa<br />

aus. Mit dem Investorenpreis würdigt Union<br />

Investment europäische Immobilienprojekte,<br />

die die Qualität des Immobilienstandortes<br />

sichtbar fördern und eine besonders<br />

umweltfreundliche Gebäudeplanung nachweisen.<br />

Swiss Life realisierte mit dem Projekt<br />

auf einem ehemaligen Industrieareal in<br />

Zürich Tiefenbrunnen eine Geschäfts- und<br />

Wohnüberbauung mit einem Investitionsvolumen<br />

von rund 55 Mio. CHF.<br />

Schweizer Wohnungstauschbörse geht<br />

online. Wer eine Wohnung sucht, kann ab<br />

sofort eine neue Wohnungstauschbörse im<br />

Internet konsultieren. Dies aber nur, wenn er<br />

auch selbst etwas zu bieten hat: Es handelt<br />

sich um eine schweizweite Wohnungstauschbörse.<br />

Über www.tauschwohnung.ch<br />

kann jemand etwa versuchen, seine 4-Zimmer-Wohnung<br />

ohne Balkon mitten in der<br />

Stadt gegen eine kleinere mit Balkon am<br />

Stadtrand zu tauschen. Anbieter und Suchende<br />

werden im Netz zusammengeführt.<br />

Die Idee sei entstanden durch die frustrierende<br />

Immobilienmarktsituation in der Region<br />

Zürich, schreiben die Initianten in einer<br />

Medienmitteilung.<br />

Unternehmen<br />

SE Swiss Estates AG expandiert. Der Gewinn<br />

vor latenten Steuern der in Zürich ansässigen<br />

Immobiliengesellschaft SE Swiss<br />

Estates AG haben sich im 1. Halbjahr auf<br />

rund 1.4 Mio. CHF belaufen. Die Eigenmittel<br />

per Berichtszeitraum summierten sich auf<br />

35.2 Mio. CHF (vor latenten Steuern). Der innere<br />

Wert der Titel beträgt 85.89 CHF vor latenten<br />

Steuern. Die Bilanzsumme nahm von<br />

30.1 Mio. CHF (per Mitte 2007) auf 105.5 Mio.<br />

CHF zu.<br />

Veränderung im Verwaltungsrat der Hugo<br />

Steiner AG. In der strategischen Führung<br />

des traditionsreichen Immobilientreuhand-<br />

Unternehmens Hugo Steiner AG, St. Gallen,<br />

ergibt sich ein Generationenwechsel. Nach<br />

32-jähriger Tätigkeit im Verwaltungsrat gibt<br />

Urs Bienz sein Amt als Mitglied ab. Er war<br />

Mitgründer des Unternehmens, begleitete<br />

dieses durch ein kontinuierliches Wachstum<br />

und schliesslich 2003 in die Zürcher Intercity<br />

Group. Neu in den Verwaltungsrat wurden<br />

Robert Mazenauer, Mörschwil SG, und Beat<br />

Meister, Erlenbach ZH, gewählt. Robert Mazenauer<br />

ist Geschäftsführer des Unternehmens<br />

und gehört diesem seit 1973 in verschiedenen<br />

Funktionen an. Beat Meister ist<br />

Direktor und langjähriger Regionenleiter der<br />

UBS Ostschweiz sowie Verwaltungsratsmitglied<br />

der Intercity Group.<br />

Immofonds knapp an der Milliardengrenze.<br />

Der an der SWX kotierte Immofonds hat<br />

sein Gesamtvermögen auf 998 Mio. CHF gesteigert.<br />

Hauptgrund ist die im Herbst durchgeführte<br />

Kapitalerhöhung um 48 Mio. CHF.<br />

Durch Käufe, Neubauten und die Aktivierung<br />

von Sanierungsmassnahmen mit Wert vermehrendem<br />

Charakter stieg der Wert der<br />

Liegenschaften um 52,7 Mio. CHF auf 978,2<br />

Mio. CHF. Im Berichtsjahr stiegen die Mietzinseinnahmen<br />

um 5,4% auf 57,6 Mio. CHF.<br />

Das Geschäftsjahr schloss mit einem Gesamterfolg<br />

von 35,1 Mio. CHF. Das Anlageportfolio<br />

umfasste am Ende der Berichtsperiode<br />

213 Liegenschaften (Vorjahr 205). Neben<br />

den 3189 (+122) Mietwohnungen<br />

gehörten weitere 3565 (+221) Objekte zum<br />

Bestand wie Büroräume, Gewerbeflächen,<br />

Garagen und Parkplätze.<br />

Wechsel an der Spitze von Mobimo. Der<br />

CEO von Mobimo, Paul Schnetzer, hat sein<br />

Amt per Anfang Oktober an Christoph Caviezel<br />

übergeben. Dem Verwaltungsrat steht neu<br />

Urs Ledermann vor. Paul Schnetzer wird Vorsitzender<br />

des neuen Immobilienausschusses.<br />

Projekte<br />

Basels neues Wahrzeichen. Nach fast dreijähriger<br />

Bauzeit ziehen planmässig per<br />

1. November <strong>2008</strong> die ersten Mieter in den<br />

71 m hohen St. Jakob-Turm ein. Das von Herzog<br />

& de Meuron als kristalliner Glaskörper<br />

konzipierte Geschäftshaus mit 37 Wohnungen<br />

akzentuiert städtebaulich markant und von<br />

weit sichtbar das Sport-, Event- und Shoppingareal<br />

St.Jakob. Das Investitionsvolumen von<br />

rund 88 Mio. CHF trägt der grösste Immobilienfonds<br />

der Schweiz, UBS «Sima».<br />

Das Schlierener Geistlich-Areal geht in<br />

die Zukunft. In absehbarer Zukunft wird das<br />

gesamte 80 000 m 2 grosse Geistlich-Areal im<br />

Rietbachquartier in Schlieren für neue Nutzungen<br />

frei werden. Neben Dienstleistungsund<br />

Freizeiteinrichtungen sollen auch Wohnungen<br />

gebaut werden und zudem ist ein<br />

grosszügiger halböffentlicher Park vorgesehen.<br />

Das Areal zeichnet sich durch die ausgezeichnete<br />

Lagequalität am Bahnhof Schlieren<br />

aus und hat eine Schlüsselfunktion für<br />

die weitere Entwicklung des Zentrums von<br />

Schlieren.<br />

22 immobilia November <strong>2008</strong>


Aktuell<br />

Deutschland<br />

Niemand mag Makler<br />

Eine Umfrage der «Immobilien Zeitung» legt an den Tag, dass Makler im<br />

deutschen Wohnmarkt ganz unten in der Beliebtheitsskala stehen.<br />

Red. – Eine breit angelegte Umfrage der<br />

deutschen «Immobilien Zeitung» zum Ansehen<br />

der Immobilienberufe hat für Wohn- und<br />

Gewerbemakler ein wenig erfreuliches Bild<br />

ergeben. Sie verzeichnen das geringste Ansehen,<br />

Architekten das höchste. Die Ergebnisse<br />

bestätigen die jährliche Berufsprestigeskala<br />

des Instituts für Demoskopie Allensbach.<br />

Auf den vorderen Rängen finden sich<br />

Berufe mit akademischem Hintergrund. Auf<br />

Platz eins liegen die Architekten. Rund 35%<br />

der Befragten gaben ihnen auf die Frage<br />

nach dem Berufsstand mit dem höchsten<br />

Ansehen ihre Stimme. Fragt man umgekehrt<br />

Wer hat das höchste Ansehen…<br />

Die Gesamtauswertung<br />

1. Architekt 34,73%<br />

2. Rechtsanwalt 23,02%<br />

3. Ingenieur / Fachplaner 21,95%<br />

4. Immobilienbewerter 21,89%<br />

5. Forschung und Lehre 19,41%<br />

6. Projektentwickler (Gewerbe) 16,09%<br />

nach dem geringsten Ansehen, werden die<br />

Wohnungsmakler mit Abstand am häufigsten<br />

genannt (59%). Jürgen Schick, Vizepräsident<br />

des Maklerverbandes IVD, sagte gegenüber<br />

der «Immobilien Zeitung»: «Dieses Ergebnis<br />

ist nicht wirklich überraschend.»<br />

Kaum besser ergeht es den Gewerbemaklern.<br />

Sie belegen Platz zwei im Ranking der<br />

Immobilienberufe mit dem geringsten Ansehen.<br />

Aber gerade sie urteilen besonders hart<br />

über ihre Kollegen aus dem Wohnsegment.<br />

So bezeichnen rund 65% der Gewerbemakler<br />

ihre Berufskollegen als die Berufsgruppe<br />

und wer das geringste?<br />

Die Gesamtauswertung<br />

1. Makler (Wohnen) 58,74%<br />

2. Makler (Gewerbe) 26,83%<br />

3. Politik und Verwaltung 22,43%<br />

4. Bauträger (Wohnen) 20,23%<br />

5. Verwalter (Wohnen) 18,95%<br />

6. Finanzierer 13,88%<br />

mit dem geringsten Ansehen in der Immobilienbranche.<br />

Diese Erkenntnis erstaunt<br />

Schick hingegen. Eine gewisse Geringschätzung<br />

des Wohnimmobiliensektors sei aber<br />

branchenimmanent. «Die Wohnungswirtschaft<br />

galt lange als dröge und langweilig. Es<br />

war doch eine Sensation, dass Wohnimmobilien<br />

2005 plötzlich ein Anlagethema wurden.»<br />

Auch die Verwaltung einer Gewerbeimmobilie<br />

sei komplexer als die eines Wohngebäudes<br />

– und das gewerbliche Mietrecht<br />

ebenso.<br />

Makler kennen ihr schlechtes Image<br />

Schick sieht das zentrale Problem darin,<br />

dass der Maklerberuf nicht geschützt ist.<br />

«Wir sind der Politik seit fünf Jahrzehnten auf<br />

der Spur, dass sie Berufseinstiegsvoraussetzungen<br />

definiert.» Das sieht man in der Branche<br />

ähnlich. Wegen fehlender Standards<br />

trieben sich unseriöse Leute auf dem Markt<br />

herum, die das Image aller Wohnungsmakler<br />

schädigten. Schick weist auch auf die Unterscheidung<br />

in Wohnungsmakler und Vermietungsmakler<br />

hin. Wohnungsmakler sind in<br />

seinen Augen die guten und qualifizierten,<br />

Vermietungsmakler diejenigen, deren Arbeit<br />

im Grunde darin besteht, einem Interessenten<br />

die Wohnungstüre aufzuschliessen.<br />

7. Vermögensverwalter / Asset-Manager 15,56%<br />

8. Makler (Wohnen) 13,20%<br />

9. Finanzierer 12,72%<br />

10. Makler (Gewerbe) <strong>11</strong>,18%<br />

<strong>11</strong>. Marktforscher / Research 10,47%<br />

12. Offene Fonds 6,75%<br />

13. Wohnungsunternehmen 6,15%<br />

14. Verwalter (Wohnen) 5,33%<br />

15. Geschlossene Fonds 4,08%<br />

16. Verwalter (Gewerbe) 3,31%<br />

17. Bauträger (Wohnen) 3,25%<br />

18. Bauunternehmen 2,49%<br />

19. Verbandsvertreter 2,43%<br />

20. Politik und Verwaltung 2,19%<br />

21. FM-Dienstleister 2,13%<br />

*ausgewertet wurden die Antworten aller Teilnehmer.<br />

Mehrfachantworten waren möglich.<br />

7. Geschlossene Fonds 10,76%<br />

8. FM-Dienstleister 10,57%<br />

9. Verbandsvertreter 8,86%<br />

10. Bauunternehmen 8,13%<br />

<strong>11</strong>. Rechtsanwalt 6,85%<br />

12. Vermögensverwalter / Asset-Manager 6,48%<br />

13. Wohnungsunternehmen 5,44%<br />

14. Offene Fonds 4,65%<br />

15. Architekt 4,46%<br />

17. Verwalter (Gewerbe) 3,42%<br />

18. Marktforscher / Research 3,30%<br />

19. Immobilienbewerter 3,06%<br />

20. Projektentwickler (Gewerbe) 2,57%<br />

21. Forschung und Lehre 1,41%<br />

22. Ingenieur / Fachplaner 0,73%<br />

*ausgewertet wurden die Antworten aller Teilnehmer.<br />

Mehrfachantworten waren möglich.<br />

Doch auch das in Deutschland übliche Provisionssystem<br />

wird kritisch betrachtet. Firmen<br />

wie iMakler, die mit einem Festpreis arbeiten,<br />

bauen auf dieser Kritik sogar ihr Geschäftsmodell<br />

auf. Berufsleute sagen unverblümt,<br />

dass sie es für ungerecht halten, dass<br />

bei der Wohnungsvermietung in der Regel<br />

der Mieter zahlen muss. Eigentlich müsste<br />

die Provision geteilt werden, denn beide Seiten<br />

profitierten vom Service. Schick hält das<br />

Provisionssystem nicht für den wesentlichen<br />

Grund. «Die Mieterprovision gibt es doch nur<br />

noch in nachfrageintensiven Städten. Ansonsten<br />

hat sich das doch komplett gedreht.»<br />

Quelle: «Immobilien Zeitung», 2. Oktober <strong>2008</strong>.<br />

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immobilia November <strong>2008</strong> 23


Und jetzt raten Sie mal, was am saubersten ist.<br />

Ob Stickoxide oder Feinstaub: Erdgas verursacht klar weniger Emissionen als Holz,<br />

Pellets und Heizöl. Das beweist der Quervergleich der Grenzwerte in der neuen<br />

Luftreinhalte-Verordnung (LRV), wobei die Praxiswerte einer Erdgas-Heizung sogar<br />

noch deutlich tiefer sind. Mehr Infos über die Umweltvorteile von Erdgas erhalten Sie bei<br />

Ihrer lokalen Erdgas-Versorgung oder im Internet.<br />

Jetzt Quervergleich herunterladen: www.erdgas.ch/de/umwelt


Aktuell<br />

Baubewilligungen<br />

Die Mär von den langen Verfahren<br />

Im Immo-Monitoring 2009/1 gehen Wüest & Partner unter anderem der Frage<br />

nach, ob Baubewilligungsverfahren in der Schweiz langwieriger geworden<br />

sind. Das Ergebnis überrascht.<br />

Red. – In der Schweiz existieren 26 autonome<br />

Planungs- und Baugesetze, die das Baubewilligungsverfahren<br />

regeln. Neben unterschiedlichen<br />

Abläufen in den einzelnen Kantonen<br />

finden sich auch verschiedene<br />

Begrifflichkeiten, Verfahrensarten und Behördenbezeichnungen.<br />

In allen Kantonen<br />

sind aber letztlich die kommunalen Baubehörden<br />

vor Ort für das Verfahren und die Erteilung<br />

der Baubewilligung zuständig. Das<br />

Einreichen eines Baugesuches ist grundsätzlich<br />

ein standardisierter Prozess. Es liegt im<br />

Interesse des Bauherrn, möglichst rasch<br />

In der politischen Diskussion ist die Dauer<br />

der Baubewilligungsverfahren ein Dauerbrenner.<br />

Dabei gilt es allerdings zu unterscheiden<br />

zwischen der Zeitdauer bis zur Er-<br />

Baubewilligungsverfahren<br />

dauern nicht länger<br />

als früher. Im Bild ein<br />

Bauprojekt des<br />

Landesmuseums in<br />

Zürichs Platzspitzpark.<br />

eine rechtsgültige Baubewilligung zu erhalten,<br />

da er (auch) während der Planungs- und<br />

Baubewilligungsphase die Finanzierungskosten<br />

zu tragen hat. Je zügiger die Baubewilligung<br />

vorliegt, desto rascher kann ein geplanter<br />

Bau Erträge generieren. Zudem<br />

bringt ein positiver Entscheid Planungssicherheit<br />

für den Investor.<br />

teilung der Baubewilligung und jener bis zur<br />

Baufreigabe. Denn wenn Einsprachen oder<br />

Rekurse geltend gemacht werden, verzögert<br />

sich der Baubeginn zusätzlich. Politische<br />

Forderungen bezüglich der Baubewilligungsverfahren<br />

zielen häufig auf eine Verfahrensbeschleunigung<br />

bei Baurekursen ab und<br />

eher selten auf die Verkürzung der Dauer<br />

des ordentlichen Verfahrens.<br />

Ein hartnäckiges Gerücht<br />

Es liegt auf der Hand, dass die Dauer eines<br />

Baubewilligungsverfahrens von der geplanten<br />

Immobilie, deren Komplexität und<br />

den Rahmenbedingungen vor Ort abhängt.<br />

So unterscheidet sich das Baubewilligungsverfahren<br />

für ein Einfamilienhaus wesentlich<br />

von einem Bewilligungsverfahren beim Bau<br />

eines Einkaufszentrums, sowohl bezüglich<br />

des Zeitbedarfs als auch hinsichtlich der<br />

Komplexität des Verfahrens. Prüfungstiefe<br />

und -breite differieren in der Regel markant,<br />

wobei eine Vielzahl von Aspekten eine Rolle<br />

spielen kann, wie beispielsweise Altlasten,<br />

Grundwasserschutz, Natur- und Heimatschutz,<br />

Strassenbau, Verkehrskonzepte, Vorschriften<br />

zum Bauen ausserhalb von Bauzonen<br />

und viele andere mehr. Um die Dauer<br />

eines einzelnen Baubewilligungsverfahrens<br />

korrekt beurteilen zu können, sind neben<br />

der Art der geplanten Bauten auch diese Aspekte<br />

gebührend zu würdigen.<br />

Aus genereller Sicht wird die durchschnittliche<br />

Dauer von Baubewilligungsverfahren<br />

5<br />

Einfamilienhäuser Mehrfamilienhäuser Geschäftsgebäude Übriger Hochbau<br />

Durchschnittliche<br />

Dauer der Baubewilligungsverfahren<br />

nach<br />

Nutzung (in Monaten)<br />

4<br />

3<br />

2<br />

1<br />

94 96 98 00 02 04 06 94 96 98 00 02 04 06 94 96 98 00 02 04 06 94 96 98 00 02 04 06<br />

Neubau<br />

Umbau<br />

Quellen: Baublatt Info-Dienst; Wüest & Partner<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 25


Aktuell<br />

1.0<br />

0.8<br />

0.6<br />

LUTGVD<br />

0.4<br />

0.2<br />

Einfamilienhäuser Mehrfamilienhäuser Geschäftsgebäude Übriger Hochbau<br />

BSZG<br />

5.0<br />

5.0<br />

0.5<br />

GL<br />

NW<br />

ZH<br />

GE<br />

AG BLSZ<br />

TI<br />

OW<br />

ARBEGRSHUR<br />

AISGSO<br />

FRNEVS<br />

JU<br />

4.0<br />

3.0<br />

2.0<br />

1.0<br />

GE: 10 Monate, 5.5 Mio.<br />

SH<br />

ZH<br />

SG<br />

SO<br />

TGVD<br />

TI LUGR<br />

UR<br />

GL NW<br />

OW<br />

AI<br />

BS<br />

AGZG<br />

AR<br />

BE<br />

VS<br />

NE<br />

JU<br />

BLSZ<br />

FR<br />

4.0<br />

3.0<br />

2.0<br />

1.0<br />

BS: 6.4 Mio.<br />

ZH<br />

TI NW BL<br />

TG VD<br />

SH AG<br />

S0<br />

LUSG<br />

GR<br />

SZ<br />

GL VS<br />

NE<br />

UR<br />

AI FR<br />

OW<br />

JU ARBE<br />

GE: 7 Monate<br />

ZG 0.4<br />

0.3<br />

LU<br />

SH<br />

GE<br />

URTGSGNWBEAI<br />

ZH<br />

0.2<br />

SZ<br />

0.1<br />

BS: 1.0 Mio.<br />

ZG<br />

JU<br />

OWGR FR<br />

VD<br />

TI AG<br />

GL AI<br />

NESOVS<br />

BL<br />

Dauer der Bewilligungsverfahren<br />

(in<br />

Monaten, untere<br />

Skala) und Investitionsvolumen<br />

(Neubau, Median,<br />

in Mio. CHF, linke<br />

Skala) nach<br />

Kantonen<br />

(1994 – 2007)<br />

1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5<br />

Quellen: Baublatt Info-Dienst; Wüest & Partner<br />

stark beeinflusst von der Höhe der Bauinvestitionen.<br />

Je höher das geplante Investitionsvolumen,<br />

desto länger dauern in der<br />

Regel die Bewilligungsverfahren. Der Grund<br />

liegt darin, dass ein grosses Bauvolumen in<br />

der Regel mehr Komplexität mit sich bringt,<br />

was Zusatzabklärungen und Nebenbewilligungen<br />

beziehungsweise ganz generell einen<br />

höheren Prüfungsaufwand nach sich<br />

zieht.<br />

Quelle: «Immo-Monitoring» 2009: Herbstausgabe,<br />

198 Seiten, deutsch, zum Preis<br />

von 390 CHF zu beziehen bei: Wüest &<br />

Partner AG, Gotthardstrasse 6, 8002 Zürich,<br />

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Gekennzeichnet durch Stabilität<br />

Die Analyse zeigt, dass die Dauer der Baubewilligungsverfahren<br />

im Zeitverlauf ausserordentlich<br />

stabil ist. Das gilt insbesondere<br />

auch bezüglich konjunktureller Einflüsse:<br />

Ein Gesuchsteller kann nicht erwarten, dass<br />

in einer wirtschaftlichen Flautephase eine<br />

Baubewilligung rascher erteilt wird als bei<br />

einem Grossandrang in einer Hochkonjunkturphase.<br />

So schwankt die durchschnittliche<br />

Verfahrensdauer seit 13 Jahren nur<br />

wenig um die Marke von drei Monaten, die<br />

Mediandauer liegt konstant bei zwei Monaten.<br />

Weiter zeigen sich über den untersuchten<br />

Zeitraum hinweg keine wesentlichen<br />

strukturellen Verschiebungen hinsichtlich<br />

der Bewilligungsdauer. Auch wenn<br />

die Prüfungstiefe und -breite in den letzten<br />

Jahrzehnten zugenommen haben – unter<br />

anderem bedingt durch Energienachweise<br />

und verschärfte Umweltschutzauflagen –,<br />

hat sich diese Entwicklung nicht negativ auf<br />

die mittleren Bewilligungsdauern ausgewirkt.<br />

78% aller Baugesuche wurden zwischen<br />

1994 und 2007 innerhalb von drei<br />

Monaten behandelt, innerhalb von sechs<br />

Monaten waren es deren 94%. Neubaugesuche<br />

dauern erwartungsgemäss etwas<br />

länger als solche für Umbauten. Trotz möglicherweise<br />

erschwerender Faktoren beim<br />

Umbau, wie Altlasten oder Denkmalschutz,<br />

erlangen Umbau- und Erweiterungsprojekte<br />

im Mittel schneller eine Baubewilligung als<br />

Neubauprojekte.<br />

Per saldo konstante Verfahrensdauern<br />

Die hohe Kontinuität bei der Dauer der Baubewilligungsverfahren<br />

vermag angesichts<br />

der wenig flexiblen gesetzlichen und institutionellen<br />

Rahmenbedingungen nicht wirklich<br />

zu erstaunen. Allerdings bedeutet dies<br />

nicht, dass sich im betrachteten Zeitraum<br />

keine Veränderungen bezüglich der Effizienz<br />

von Baubewilligungsverfahren ergeben<br />

hätten. Vielmehr dürften die auf der einen<br />

Seite erzielten Effizienzgewinne auf der an-<br />

deren Seite durch immer aufwändigere und<br />

komplexere Verfahren kompensiert worden<br />

sein, woraus die beobachtete Stabilität der<br />

Verfahrensdauer resultierte. Schliesslich ergeben<br />

sich je nach Blickwinkel unterschiedliche<br />

Antworten auf die Frage, ob die entsprechenden<br />

Bewilligungsverfahren hinreichend<br />

effizient über die Bühne gehen. Der<br />

subjektive Eindruck von immer schlimmer<br />

werdenden bürokratischen Prozessen und<br />

immer längeren Verfahrensdauern lässt<br />

sich durch die vorliegende Untersuchung<br />

definitiv nicht bestätigen.<br />

Standort spielt eine zentrale Rolle<br />

Am wenigsten lang warten die Investoren<br />

im Kanton Glarus auf eine Baubewilligung,<br />

am längsten im Kanton Genf. Das gilt für<br />

alle Nutzungen. Ebenfalls zu den speditiven<br />

Kantonen gehören Obwalden, Nidwalden,<br />

Uri und Schaffhausen, während<br />

Basel-Stadt und Basel-Land, aber auch Zug<br />

und Schwyz für die meisten Nutzungen<br />

eine eher lange Baubewilligungsdauern<br />

kennen. Diese Differenzen lassen sich teilweise<br />

mit unterschiedlichen institutionellen<br />

Rahmenbedingungen erklären. Die<br />

Untersuchung nach Gemeindetypen zeigt<br />

kaum Unterschiede: In der Tendenz lässt<br />

sich ein Stadt-Land-Muster ausmachen<br />

– je urbaner der Charakter einer Gemeinde,<br />

desto länger dauert im Mittel das Bewilligungsverfahren.<br />

26 immobilia November <strong>2008</strong>


Aktuell<br />

Raumplanung<br />

Bauzonenreserven zu gross<br />

Gemäss der ersten landesweiten Bauzonenstatistik des Bundesamts für<br />

Raumentwicklung (ARE) gibt es heute knapp 227 000 Hektaren Bauzonen.<br />

Ungefähr ein Viertel davon ist noch nicht überbaut. Eine Expertenstudie<br />

zeigt zudem, dass die Bauzonenreserven zu gross sind Bauzonen und Schweiz sich oft nicht<br />

dort befinden, wo die künftige Nachfrage erwartet wird.<br />

Abbildung 32 Aktuelle Bauzonenreserven und zukünftige Nachfrage nach<br />

Bauzonenfläche, Wohnnutzung<br />

Anmerkung: Differenz zwischen aktuellen Bauzonenreserven und der im Zeitraum 2005 - 2030 zu erwartenden<br />

Nachfrage nach Bauzonenfläche für Wohnnutzung, nach Gemeinde in Hektaren.<br />

Quelle: Bauzonenstatistik ARE <strong>2008</strong>, Berechnungen Fahrländer Partner; Kartengrundlage BFS Geostat/swisstopo.<br />

Wohnnutzung:<br />

aktuelle Bauzonenreserven<br />

und zukünftige<br />

Nachfrage nach<br />

Bauzonenfläche<br />

planung hält fest, dass die Grösse der Bauzonen<br />

auf den zu erwartenden Bedarf der<br />

nächsten 15 Jahre abzustimmen ist, wobei<br />

dies als Obergrenze zu verstehen ist. Bei<br />

Vergrösserung der Bauzonen hat zudem<br />

eine umfassende Interessensabwägung unter<br />

Beachtung aller Ansprüche auf den Boden<br />

stattzufinden. Bei der Abschätzung des<br />

zukünftigen Angebots an Bauzonenfläche ist<br />

daher der raumplanerischen Praxis Rechnung<br />

zu tragen.<br />

Räumlich unterschiedliche Nachfrage<br />

nach Bauzonenfläche<br />

Die wichtigsten Einflussfaktoren auf die<br />

Nachfrage nach Bauzonenfläche sind die<br />

Nachfrage nach Wohnfläche von Seiten der<br />

Haushalte sowie die Nachfrage nach Arbeitsfläche<br />

von Seiten der Wirtschaft. Rund 70%<br />

des untersuchten Bauzonenbestands fallen<br />

in den Bereich Wohnnutzung, 30% in den Bereich<br />

Arbeitsnutzungen. Betrachtet man nur<br />

die bereits überbauten Bauzonen (150 700<br />

Hektaren), so beträgt der Anteil der Wohnnutzungen<br />

sogar 75%.<br />

Red. – Bereits im Raumentwicklungsbericht<br />

2005 hat das Bundesamt für Raumentwicklung<br />

(ARE) die Frage aufgeworfen, ob sich<br />

die Bauzonenreserven an jenen Orten befinden,<br />

wo der Baulandbedarf am grössten sein<br />

wird und eine Zunahme der Überbauung als<br />

zweckmässig erachtet werden kann. In Ermangelung<br />

von ausreichend detaillierten<br />

Daten zu den Bauzonenreserven war eine<br />

Beantwortung dieser Frage bisher schwierig.<br />

Mit der Bauzonenstatistik Schweiz des ARE<br />

sowie den Analysen zu den unüberbauten<br />

Bauzonen stehen nun Informationen zur Verfügung,<br />

welche Auskunft über die räumliche<br />

Verteilung der Bauzonen sowie der bestehenden<br />

Reserven an Bauzonenfläche landesweit<br />

auf Ebene der Gemeinden geben.<br />

Daraufhin hat das ARE Fahrländer Partner<br />

damit beauftragt, im Rahmen einer Studie<br />

folgende vier Leitfragen zu beantworten:<br />

– Sind die Bauzonen in der Schweiz zu<br />

gross?<br />

– Sind die Bauzonen am richtigen Ort?<br />

– Wie gross müssten die Bauzonen in der<br />

Schweiz sein?<br />

– Wo müssten die Bauzonen sein?<br />

Durch einen Vergleich der heute verfügbaren<br />

Bauzonenreserven mit der in der Zukunft zu<br />

erwartenden Nachfrage nach Bauzonenfläche<br />

lassen sich die vier Leitfragen beantworten.<br />

Grosses Angebot an Bauzonenfläche<br />

Heute gibt es in der Schweiz knapp 227 000<br />

Hektaren Bauzonen. Die unüberbaute Bauzonenfläche<br />

beträgt insgesamt 37 800 Hektaren,<br />

wovon 21 500 Hektaren auf Flächen<br />

für Wohnnutzungen und 16 300 Hektaren auf<br />

Flächen für Arbeitsnutzungen entfallen.<br />

Zusätzlich zu den unüberbauten Bauzonenflächen<br />

bestehen in den bereits überbauten<br />

Bauzonen erhebliche innere Reserven (Nutzungspotenziale<br />

auf Grund von nicht voll<br />

ausgenützten Parzellenflächen). Das ARE<br />

schätzt nach Auswertung verschiedener<br />

Fahrländer Partner 34<br />

Studien, dass in den nächsten 20 Jahren<br />

nutzbare Reserven in Höhe von rund 107<br />

Mio. Quadratmetern Geschossfläche zur Verfügung<br />

stehen. Dies entspricht einer bauzonenäquivalenten<br />

Fläche (BZA) von 15 000<br />

Hektaren.<br />

Im Rahmen von Zonenplanrevisionen haben<br />

die Gemeinden die Möglichkeit, durch Einzonung<br />

und Aufzonung (Erhöhung der zulässigen<br />

Nutzungsdichte) neue Reserven zu<br />

schaffen. Das Bundesgesetz über die Raum-<br />

Die zukünftige Entwicklung der Nachfrage<br />

nach Bauzonenfläche ist damit abhängig<br />

vom Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum<br />

bzw. von der Beschäftigungsentwicklung.<br />

Zu beachten sind dabei die sich ändernden<br />

Ansprüche der Haushalte an den<br />

Wohnraum: So war in der Vergangenheit ein<br />

Anstieg der durchschnittlichen Wohnfläche<br />

pro Haushalt festzustellen, während die<br />

Grundstückfläche bei Einfamilienhäusern<br />

eine rückläufige Tendenz aufwies. Ebenso ist<br />

zu berücksichtigen, dass einerseits die Beschäftigungsentwicklung<br />

je nach Branche<br />

unterschiedlich ausfällt, und andererseits<br />

nicht für jeden Arbeitsplatz eine Fläche in<br />

identischer Grösse benötigt wird.<br />

Die Ermittlung der räumlichen Verteilung<br />

der zukünftigen Nachfrage basiert auf den<br />

kantonalen Bevölkerungsperspektiven des<br />

Bundesamtes für Statistik (BFS), wobei zusätzlich<br />

dem Gesichtspunkt der Erreichbarkeit<br />

Rechnung getragen wurde. Raumplanerische<br />

Gesichtspunkte wurden nicht berücksichtigt.<br />

Modellberechnung auf Basis der<br />

bisherigen Entwicklung<br />

Zur Beantwortung der vier Leitfragen wurden<br />

aus neun möglichen, fünf verschiedene<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 27


Aktuell<br />

Bauzonen Schweiz<br />

Abbildung 30 Reserven und Nachfrage nach Kanton, in Hektaren<br />

aus. Auf Basis dieser Szenarien wurden Modellrechnungen<br />

durchgeführt, auf deren Ergebnissen<br />

die Antworten auf die vier Leitfragen<br />

beruhen.<br />

Sind die Bauzonen in der Schweiz zu<br />

gross?<br />

Die aktuell verfügbaren Bauzonenreserven<br />

(unüberbaute Bauzonen und innere Reserven)<br />

belaufen sich auf 52 800 Hektaren, wovon<br />

32 500 Hektaren für Wohnnutzungen<br />

und 20 400 Hektaren für Arbeitsnutzungen<br />

verfügbar sind. Die Nachfrage nach Bauzonenfläche<br />

im Zeitraum 2005 bis 2030 wird<br />

mit 27 300 Hektaren (23 600 Hektaren Wohnnutzung,<br />

3700 Hektaren Arbeitsnutzung)<br />

veranschlagt. Die aktuell verfügbaren Bauzonenreserven<br />

sind damit deutlich grösser als<br />

die zukünftige Nachfrage nach Bauzonenfläche.<br />

Sind die Bauzonen am richtigen Ort?<br />

Mit Blick auf die Differenz zwischen den aktuell<br />

verfügbaren Bauzonenreserven und der<br />

zukünftigen Nachfrage nach Bauzonenfläche<br />

für Wohnnutzung wird deutlich, dass insbesondere<br />

in den Agglomerationen der Grosszentren<br />

und entlang der Hauptverkehrsachsen<br />

– namentlich der Autobahnen – in vielen<br />

Gemeinden die heute bestehenden Reserven<br />

nicht ausreichen, um die zu erwartende<br />

Nachfrage zu decken. Im Gegensatz zu diesen<br />

Regionen sind die Bauzonen in den abseits<br />

der Zentren gelegenen Gemeinden<br />

mehrheitlich grösser, als es auf Grund der zu<br />

erwartenden Nachfrage nötig wäre, und<br />

Wohnnutzung: Reserve und Nachfrage nach scheinen daher grösser zu sein, als gemäss<br />

Anmerkung: Total der Reserven und Nachfrage 2005 – 2030 nach Kanton, in Hektaren.<br />

Kantonen, in Hektaren<br />

Quelle: Bauzonenstatistik ARE <strong>2008</strong>, Berechnung Fahrländer Partner <strong>2008</strong>. Raumplanungsgesetz vorgesehen.<br />

Die Auswertung zeigt, dass in den meisten Kantonen die Nachfrage mit den aktuellen<br />

Reserven bis weit über das Jahr 2030 gedeckt Begründen werden kann. lässt In sich in dieser den Kantonen Unterschied Zürich, einerseits<br />

2030 zu damit, erwartende dass in den Nachfrage Agglomerationen die aktuell<br />

Bern, Szenarien Schwyz, ausgewählt, Zug und die Genf sowohl übersteigt auf der die bis<br />

verfügbaren Bauzonenreserven jedoch deutlich. Insgesamt erscheinen die Reserven in<br />

Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite der Grosszentren in Zukunft das höchste Bevölkerungswachstum<br />

durch die Ergebnisse und auf damit Ebene auch der die Ge-<br />

den urbanen Regionen eher zu klein, während sie in den ländlich geprägten Gebieten in<br />

der die Regel Bandbreite tendenziell der möglichen zu gross Entwicklungen<br />

sind. Dies wird<br />

meindetypen abdecken. Die bestätigt. Szenarien unterscheiden sich<br />

einerseits in Bezug auf die Bevölkerungsund<br />

Beschäftigtenentwicklung und auf das<br />

Verhalten der Nachfrager. Andererseits werden<br />

bezüglich des zukünftigen Angebots an<br />

Fahrländer Partner 32<br />

Bauzonenfläche unterschiedliche raumplanerische<br />

Rahmenbedingungen abgebildet.<br />

Das wichtigste Szenario (Raumplanung wie<br />

bisher/Nachfrageszenario «Trend») unterstellt<br />

sowohl für die Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung<br />

als auch für die Entwicklung der<br />

übrigen Einflussgrössen (Wohnfläche, Grundstückfläche,<br />

usw.) ein Trendwachstum. Die<br />

Entwicklung des zukünftigen Angebots an<br />

Bauzonenfläche geht von einer Weiterführung<br />

der bisherigen raumplanerischen Praxis<br />

grösste Nachfrage nach Bauzonenflächen<br />

für Wohnnutzungen erwartet wird. In den<br />

Zentren und deren Agglomerationen ist ausserdem<br />

ein Grossteil der Arbeitsplätze angesiedelt.<br />

Ein Wachstum der Beschäftigung<br />

führt in diesen Gemeinden tendenziell zu<br />

einem stärkeren Anstieg der Nachfrage nach<br />

Arbeitsflächen als in Gemeinden mit einer<br />

geringen Zahl von Arbeitsplätzen. Die Erreichbarkeit<br />

dieser Arbeitsplätze ist zudem<br />

ein wichtiges Kriterium für die Haushalte bei<br />

der Wahl des Wohnorts: Je kürzer die Fahrzeit<br />

zum Zentrum, desto höher die Nachfrage<br />

nach Bauzonenfläche. Dies erklärt die<br />

überdurchschnittliche Nachfrage entlang<br />

der Verkehrsachsen.<br />

Andererseits ist der Anteil der Bauzonenreserven<br />

an der Gesamtfläche der Bauzonen in<br />

den ländlichen Regionen meist bedeutend<br />

höher als in den städtischen Gebieten. Die<br />

räumliche Verteilung der aktuell verfügbaren<br />

Bauzonenreserven stimmt im Bereich Wohnnutzung<br />

also nicht mit der Verteilung der zukünftigen<br />

Nachfrage überein. Im Bereich Arbeitsnutzung<br />

sind die Bauzonenreserven mit<br />

Ausnahme einer kleinen Zahl von Gemeinden<br />

– namentlich der Stadt Basel – gross genug,<br />

um die erwartete Nachfrage zu decken.<br />

Wo müssten die Bauzonen sein?<br />

Aus ökonomischer Sicht sollten die Bauzonen<br />

dort sein, wo eine Nachfrage nach Bauzonenfläche<br />

existiert. Um die Zersiedelung<br />

zu bremsen, sollten die Bauzonen aus raumplanerischer<br />

Sicht in Gebieten liegen, die bereits<br />

heute eine hohe Siedlungsdichte aufweisen.<br />

Aus verkehrspolitischer Sicht sollten<br />

die Bauzonen möglichst nahe bei den Arbeitsplätzen<br />

und dem Freizeitangebot liegen<br />

sowie möglichst gut mit dem öffentlichen Bauzonen<br />

Verkehr erschlossen sein, um die Belastung<br />

Abbildung 31 Reserven und Nachfrage nach Gemeindetypen, in Hektaren<br />

Wohnnutzung: Reserve und<br />

Nachfrage nach Gemeindetypen,<br />

in Hektaren<br />

28 immobilia November <strong>2008</strong><br />

Anmerkung: Total der Reserven und Nachfrage 2005 – 2030 nach Kanton, in Hektaren.<br />

Quelle: Bauzonenstatistik ARE <strong>2008</strong>, Berechnung Fahrländer Partner <strong>2008</strong>.<br />

In den Grosszentren und deren Agglomerationen kann die Nachfrage mit den verf


Aktuell<br />

Bauzonen Schweiz<br />

Abbildung 35 Reserven und Nachfrage nach Kanton, in Hektaren<br />

geschaffen werden. Es ist davon auszugehen,<br />

dass aus raumplanerischer Sicht unerwünschte<br />

Effekte auftreten, wenn die Nachfrage<br />

nicht dort befriedigt werden kann, wo<br />

sie auftritt. Wer mangels verfügbaren Wohnraums<br />

vom Zentrum in die Peripherie ausweichen<br />

muss, hat nicht nur einen längeren<br />

Arbeitsweg in Kauf zu nehmen, sondern konsumiert<br />

in der Regel auch mehr Wohnfläche.<br />

Arbeitsnutzung: Reserve und Nachfrage nach<br />

Kantonen, in Hektaren<br />

Anmerkung: Total der Reserven und Nachfrage 2005 – 2030 nach Kanton, in Hektaren.<br />

Quelle: Bauzonenstatistik ARE <strong>2008</strong>, Berechnung Fahrländer Partner <strong>2008</strong>.<br />

Bei einer Fortführung der gängigen Praxis<br />

bei Zonenplanrevisionen, d. h. bei Einzonungen,<br />

die sich insbesondere an der Nachfrage<br />

orientieren, zeigen die Modellrechnungen,<br />

dass bis ins Jahr 2030 in den Agglomerationen<br />

der Grosszentren zusätzliche<br />

Reserven geschaffen werden, die in ihrer<br />

Ausdehnung den heutigen Reserven entsprechen.<br />

Nicht nur in den zentralen Lagen,<br />

sondern auch in eher peripher gelegenen<br />

Gemeinden werden gemäss Modell durch<br />

Einzonung bzw. Verdichtung neue Reserven<br />

geschaffen. Insgesamt beziffert das Modell<br />

die bis 2030 eingezonte Fläche auf rund<br />

12 600 Hektaren, die durch Verdichtung geschaffenen<br />

Reserven auf eine bauzonenäquivalente<br />

Fläche von 1200 Hektaren.<br />

Zur Schaffung dieser Reserven stehen in der<br />

Praxis jedoch verschiedene Möglichkeiten<br />

zur Verfügung. Zusätzlich zu den in der Studie<br />

berücksichtigten inneren Reserven können<br />

längerfristig noch weitere innere Reserven<br />

ausgenützt werden, Industriebrachen<br />

umgenutzt oder nicht benötigte Arbeitszonen<br />

in Wohnzonen umgezont werden. Die<br />

Schaffung neuer Bauzonen auf Vorrat dürfte<br />

dagegen mit nicht erwünschten Auswirkungen<br />

auf die Siedlungsqualität auch in den<br />

Zentren verbunden sein.<br />

Auf Ebene der Gemeindetypen ist keine Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot<br />

festzustellen. durch den motorisierten Sowohl in Individualverkehr den Zentren und zu ihren Agglomerationen als auch in den ländlichen<br />

minimieren. Gemeinden Zur Schonung sind die Reserven und Erhaltung insgesamt der gross genug, um die Nachfrage nach Bauzonenfläche<br />

im Bereich Arbeitsnutzung zu decken.<br />

Natur- und Erholungsräume sollten die Bauzonen<br />

aus umweltpolitischer Sicht möglichst Diese Frage kann nicht abschliessend beant-<br />

Wie gross müssten die Bauzonen sein?<br />

weit von diesen Gebieten entfernt liegen.<br />

Verdichtung und Ausdehnung von Siedlungsgebieten<br />

können aber auch gewachsene<br />

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Quartierstrukturen und damit die Wohnqualität<br />

der Bewohnerschaft<br />

Fahrländer Partner 36<br />

beeinflussen.<br />

wortet werden. Grundsätzlich sollten die Reserven<br />

der zu erwartenden Nachfrage angepasst<br />

werden. Unter der Voraussetzung,<br />

dass die inneren Reserven ausgenützt werden,<br />

würde dies eine Reduktion der unüberbauten<br />

Bauzonen von heute 37 800 Hektaren<br />

auf rund 26 000 Hektaren bedeuten. Eine<br />

Auszonung in diesem Umfang ist jedoch aus<br />

verschiedenen Gründen kaum praktikabel.<br />

Einerseits muss das Angebot an Bauzonenfläche<br />

leicht grösser sein als die Nachfrage,<br />

um ein Funktionieren des Baulandmarkts zu<br />

ermöglichen. Andererseits sind Auszonungen<br />

für die Gemeinden unter Umständen<br />

mit Entschädigungszahlungen an die Grundeigentümer<br />

verbunden, die für viele Gemeinden<br />

schwerlich tragbar sein dürften.<br />

Werden aber keine Auszonungen vorgenommen,<br />

so wird die Bauzonenfläche auf Grund<br />

der räumlichen Differenzen zwischen Angebot<br />

und Nachfrage weiter steigen, da in den<br />

stark nachgefragten Gemeinden die Bauzonen<br />

durch Einzonungen ausgedehnt werden.<br />

Falls es das Ziel ist, die landesweite Bauzonenfläche<br />

zu begrenzen oder gar einzufrieren,<br />

werden Mechanismen benötigt, mit denen<br />

eine Verschiebung von nicht benötigten<br />

Bauzonen an jene Orte möglich wird, an denen<br />

die Bauzonenreserven knapp werden.<br />

Sofern die Begrenzung der Bauzonenfläche<br />

nicht das Ziel ist, sondern Einzonungen an<br />

den stark nachgefragten Standorten möglich<br />

sind, so stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit<br />

solcher Mechanismen. Falls<br />

nämlich keine Nachfrage nach gewissen<br />

Bauzonenflächen – beispielsweise in peripheren<br />

Gebieten – besteht, werden diese<br />

wohl aus Renditeüberlegungen auch nicht<br />

überbaut.<br />

Quelle: Bundesamt für Raumplanung (Hrsg.):<br />

«Bauzonen Schweiz – Wie viele Bauzonen braucht<br />

die Schweiz?» Schlussbericht 10. Oktober <strong>2008</strong>.<br />

Angesichts der verschiedenen Ansprüche an<br />

die räumliche Verteilung der Bauzonen kann<br />

diese Leitfrage im Rahmen dieser Studie<br />

nicht beantwortet werden. Die Gewichtung<br />

der einzelnen Ansprüche und damit die Festlegung<br />

der räumlichen «Wunschverteilung»<br />

der Bauzonen muss letztlich durch die Gesellschaft<br />

erfolgen. Da die aktuellen Bauzonenreserven<br />

in den zentral gelegenen Gemeinden<br />

in vielen Fällen knapp werden,<br />

sollten in diesen Gemeinden neue Reserven<br />

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immobilia November <strong>2008</strong> 29


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Aktuell<br />

Netzwerk Altstadt<br />

Strukturwandel im Detailhandel<br />

trifft Ortszentren<br />

Anfang November wurden anlässlich der Grenchner Wohntage des Bundesamtes<br />

für Wohnungswesen Shopping-Center als neue Stadtmitte thematisiert.<br />

Im Vorfeld ist eine Studie des Netzwerks Altstadt erschienen, welche<br />

die Entwicklung in den Schweizer Altstädten analysiert. Für den Verkauf<br />

zeichnet sie ein bedrohliches Bild.<br />

Geschäfte in der<br />

Innenstadt sehen sich<br />

zunehmend benachteiligt.<br />

Im Bild die<br />

Altstadt von Zug<br />

(Bild: swiss-image.ch)<br />

Die Verschiebung der Kaufkraft<br />

Zentrales Element im Spiel um Zentralität<br />

und Bedeutung ist die Verschiebung der<br />

Kaufkraft, die sich von der Altstadt hin zum<br />

Bahnhof und von da in die Peripherie fortsetzt.<br />

Die Entwicklung ist noch nicht zu<br />

Ende und wird weitere Spuren hinterlassen,<br />

die die kleineren Orte heute schon spüren.<br />

In vielen Fällen ist fast der komplette Wegfall<br />

der Handels- und Dienstleistungsnutzung<br />

zu beklagen, mit entsprechenden Folgen<br />

für das Lebensgefühl und die Stabilität<br />

der Kernzone.<br />

Red. – Die historischen Zentren der<br />

kleineren und mittleren Städte der Schweiz<br />

erfahren zur Zeit einen grundlegenden<br />

Strukturwandel. Der Wegfall der Geschäftsnutzung<br />

und damit oft verbunden der Einbruch<br />

der wirtschaftlichen Grundlage der<br />

Liegenschaften stellt Private und öffentliche<br />

Hand vor massive Probleme. Die einhergehende<br />

Destabilisierung bringt Gefahren<br />

von Wertezerfall und sozialen Spannungen<br />

mit sich. Es hat sich gezeigt, dass<br />

ein aktives Vorgehen seitens der öffentlichen<br />

Hand einem Laisser-faire vorzuziehen<br />

ist. Durch die frühzeitige Einbindung<br />

aller Akteure lassen sich zum Teil schwer<br />

reversible Folgen vermindern. Dabei<br />

kommt der Wohnnutzung in der Altstadt<br />

eine zentrale Bedeutung zu.<br />

Wandel im Stadtbild<br />

Das typische Schweizer Stadtzentrum hat<br />

sich auch in den letzten hundertfünfzig Jah-<br />

ren mehrmals verändert. Der entscheidende<br />

Umbruch kam in den 60er und 70er<br />

Jahren, als die alten Kernzonen aus ihren<br />

Nähten zu platzen begannen. Die Kombination<br />

aus Platzmangel in der Altstadt, neuen<br />

Detailhandelsstrukturen (Grossverteiler<br />

etablierten sich) und verfügbaren Raumreserven<br />

beim Bahnhof brachte eine Entwicklung<br />

in Gange, die bis heute anhält. Spürbar<br />

wurde sie zuerst in den Aussenquartieren,<br />

wo das «Lädelisterben» einsetzte. Bäckerei,<br />

Milchladen und Metzgerei fielen dem Wandel<br />

zuerst zum Opfer. Stadtpolitik und Detaillisten<br />

reagierten auf diese Entwicklung<br />

oft mit Protektionismus. Die Grossverteiler<br />

wurden durch entsprechende Bauvorschriften<br />

in ihrer Entwicklung behindert und<br />

nicht in der Altstadt geduldet. Sie bauten in<br />

den Bahnhofquartieren, ausserhalb der historischen<br />

Kerne und zogen wachsende<br />

Kundenströme an. Die Dynamik der räumlichen<br />

Umverteilung nahm ihren Anfang.<br />

Der Detailhandel ist in den kleinen Zentren<br />

bereits arg eingebrochen. Orte mit weniger<br />

als 4000 Einwohnern haben einen Leerstand<br />

von 71%. Auf eine Ladeneröffnung kommen<br />

drei Schliessungen. Die Leerstände wirken<br />

umso bedrohlicher, je grösser und unsensibler<br />

die Schaufensterfronten in die Altstadthäuser<br />

hinein gebrochen wurden. Heute<br />

läuft der Handel in der Altstadt immer<br />

schlechter, und es fehlt zusehends das Geld<br />

für Renovationen am Haus. Viele Häuser weisen<br />

einen hohen Modernisierungs- und Unterhaltsbedarf<br />

auf, das ganze Objekt gerät<br />

wirtschaftlich aus dem Lot. Es kommt zu<br />

Schliessungen, Konkursen, Versteigerungen.<br />

Aus dem blühenden Geschäft samt eigenem<br />

Haus ist ein Kummerberg geworden, der am<br />

Schluss kaum noch etwas einbringt.<br />

Chance Wohnen<br />

Im ganzen Prozess hat sich bisher eine<br />

Grösse als recht stabil erwiesen: Die Nach-<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 31


frage nach Wohnraum im Zentrum. Die<br />

Stadtflucht wird kompensiert durch die<br />

neue Lust auf Dichte und Urbanität. Die<br />

Ortszentren werden somit Wohnorte bleiben.<br />

Die Frage stellt sich aber, in welcher<br />

Qualität. Gerade der Niedergang der Geschäftsnutzung<br />

bietet Gefahren. Schnell ist<br />

der Imbiss, der Ramschladen oder das Rotlicht<br />

als Ersatznutzung im Haus; ein Schritt,<br />

der nur momentanen Nutzen bringt, mittelfristig<br />

aber das Quartier abwertet und das<br />

Wohnen erschwert.<br />

Die Aufwertung der Wohnnutzung würde<br />

es erlauben, den wirtschaftlichen Ertrag,<br />

der bisher aus den Erdgeschossen kam,<br />

zum Teil aus den Obergeschossen zu generieren<br />

und so die Liegenschaft zu betreiben,<br />

nach Möglichkeit auch zu renovieren<br />

und aufzuwerten. Gleichzeitig kann mit geringeren<br />

Mieterwartungen in den Ladenflächen<br />

leichter Neues entstehen: von Handwerk<br />

über Kunst bis hin zu Liebhabereien.<br />

Die Stadt ist zwar nicht mehr, was sie einmal<br />

war, aber sie ist intakt, wirtschaftlich<br />

gesichert und kann ihrer Rolle neu finden.<br />

Denn auch die Einkaufsstadt des 20. Jahrhunderts<br />

war nur eine temporäre Erscheinung<br />

in der Chronik dieser Orte.<br />

Das Wohnen bietet eine tragfähige Basis, um<br />

den Wandel zumindest wirtschaftlich aufzufangen.<br />

Unterschiede lassen sich bei der<br />

Grösse der Ortschaft und der Lage in der<br />

Schweiz erkennen. Kleine Orte sind weiter<br />

fortgeschritten im Verlust der Zentrumsnutzungen<br />

und haben mehr Mühe, das Wohnen<br />

zu fördern. Orte in wirtschaftlich bevorzugten<br />

Regionen (Zürich, Zug, Genfersee) haben<br />

zwar die gleichen Phänomene, können<br />

aber andere Wege gehen aufgrund der hohen<br />

Nachfrage nach Wohnraum.<br />

Die Arbeit am Strukturwandel<br />

Gerade die Altstadt mit ihrem hohen Identifikationswert<br />

kann nicht mit einfachen Rezepten<br />

der Modernität angepasst werden. Weder<br />

lassen sich Strukturen schaffen, welche<br />

eine radikale Umkehr ermöglichen, noch<br />

kann die Bausubstanz wirtschaftlich konkurrenzieren<br />

mit der Ausgangslage in anderen<br />

Teilen der Stadt. Der Strukturwandel wird somit<br />

geprägt sein müssen von der Arbeit am<br />

neuen Bild unserer Zentren und Kernzonen,<br />

bevor konkret in eine Richtung gearbeitet<br />

werden kann. Dass das Wohnen kein Ersatz,<br />

aber eine neue Perspektive ist, kann erst<br />

überzeugen, wenn es konkrete Beispiele<br />

dieser neuen Koexistenz im Zentrum gibt.<br />

Bis dahin überwiegen die Ängste und Ansprüche<br />

an einen Zustand, der wohl nicht<br />

mehr herstellbar ist.<br />

Es ist Aufgabe der Politik, der Stadtplanung<br />

und des Stadtmarketings, als erstes kommunikative<br />

Massnahmen zu ergreifen, welche<br />

einen Dialog über das Thema ermöglichen.<br />

Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass dies<br />

schwieriger ist als angenommen. Zu oft widersprechen<br />

sich die Vorstellungen, die in<br />

einer vom Strukturwandel betroffenen Zone<br />

anzutreffen sind. Bevor Massnahmen greifen<br />

können, braucht es daher Grundlagenarbeit<br />

und Verständigung.<br />

Quelle: Netzwerk Altstadt: Umfrage zum Strukturwandel<br />

<strong>2008</strong>. www.netzwerk-altstadt.ch<br />

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32 immobilia November <strong>2008</strong>


Aktuell<br />

Facility Management<br />

Standardisierung der<br />

Ausschreibung<br />

Die International Facility Association IFMA Schweiz und die Zentralstelle für<br />

Baurationalisierung CRB haben die Erarbeitung eines Ausschreibungsmodells<br />

im Facility Management begonnen. Ziel ist die Rationalisierung, Transparenz<br />

und Rechtssicherheit in Auftragsvergaben.<br />

Ausschreibungen sollen künftig<br />

dank des Modells von IFMA und<br />

CRB vereinheitlicht werden.<br />

Red. – Die International Facility Management<br />

Association IFMA Schweiz hat im vergangenen<br />

Jahr gemeinsam mit der Schweizerischen<br />

Zentralstelle für Baurationalisierung<br />

CRB das Projekt Prozess- und Leistungsmodell<br />

im Facility Management erfolgreich abgeschlossen.<br />

Auf dieser Grundlage soll jetzt<br />

ein Ausschreibungsmodell für das Facility<br />

Management erarbeitet werden.<br />

Damit wird es in Zukunft möglich sein, auf<br />

der Basis von aktuellen, vergleich- und austauschbaren<br />

Leistungsbeschreibungen, verlässliche<br />

Aussagen zu Kennzahlen und<br />

Benchmarks in der Bewirtschaftung zu erhalten.<br />

Die Standardbeschreibungstexte im<br />

Bereich der Gebäudenutzung bauen auf<br />

den CRB-Standards auf, die bereits in den<br />

früheren Phasen, insbesondere den Phasen<br />

Ausschreibung und Realisierung, zur An-<br />

wendung gelangen. Mit diesem Vorhaben<br />

wollen die Projektträger einen wichtigen<br />

Beitrag zur Rationalisierung, zur Steigerung<br />

der Transparenz und letztlich zur Erhöhung<br />

der Rechtssicherheit über den gesamten<br />

Lebenszyklus eines Bauobjekts leisten.<br />

Das Prozess-/Leistungsmodell im Facility<br />

Management erlaubt dem Facility Manager,<br />

eine klare Strategie zur Bewirtschaftung<br />

von Immobilien aufzubauen, umzusetzen<br />

und präzise zu kommunizieren. Es<br />

wurde von der International Facility<br />

Management Association IFMA Schweiz<br />

gemeinsam mit der Schweizerischen<br />

Zentralstelle für Baurationalisierung CRB<br />

unter der Projektleitung von Rene Sigg<br />

erstellt und dient nun als Basis für die<br />

Erarbeitung eines Ausschreibungsmodells<br />

im Facility Management. Mit diesem Vorhaben<br />

wollen die Projektträger CRB, IFMA<br />

Schweiz und Projektpartner aus der FM-<br />

Branche eine Grundlage schaffen, die der<br />

Rationalisierung, der Steigerung der Transparenz<br />

und letztlich der Erhöhung der<br />

Rechtssicherheit dient. Insbesondere soll<br />

ein einheitliches, für alle Beteiligten verbindliches<br />

Modell für die Ausschreibung<br />

von Leistungen im Facility Management<br />

entstehen, und zwar unter Einbezug der<br />

laufenden Entwicklungsarbeiten im relevanten<br />

Umfeld. Die Besteller und Erbringer<br />

von Leistungen sollen diese effizient und<br />

transparent beschreiben, kalkulieren und<br />

abrechnen können. Voraussetzung dafür<br />

ist, dass sämtliche Leistungen einschliesslich<br />

Nutzungskostenstruktur erfasst sind.<br />

Ausserdem ist sicherzustellen, dass der<br />

reibungslose Datenaustausch sowie die<br />

Erweiterbarkeit des Modells in Bezug auf<br />

objektspezifische Aspekte und Leistungen<br />

gewährleistet sind. Bis 20<strong>11</strong> sollen Entwicklung,<br />

Expertisen und die Pilotphase<br />

abgeschlossen sein und die Angebote<br />

allen Interessierten zur Verfügung stehen.<br />

Weitere Informationen:<br />

René Sigg, rene.sigg@ifma.ch<br />

Notizen aus dem Alltag eines<br />

Bauherrenberaters<br />

Effizienz in der<br />

Projektierung<br />

Hans-Heiner Kern, dipl. Architekt ETH SIA und<br />

Vorstandsmitglied KUB<br />

Zum einen liegt es in der Natur der Sache:<br />

Baugesuche wollen genau geprüft sein,<br />

dann müssen sie so und so viele Tage aufgelegt<br />

werden, anschliessend an die Bewilligung<br />

ist eine Beschwerdefrist einzuhalten<br />

usw. Solche Abläufe werden gerne zur Erklärung<br />

der endlos langen Zeit bis zum Baubeginn<br />

zitiert. Einleuchtend ist aber auch,<br />

dass es sich bei der Projektierung um einen<br />

iterativen Prozess handelt: Die einzelnen<br />

Planungsschritte können zeitlich nicht beliebig<br />

übereinander geschoben werden,<br />

weil sie nur nacheinander erarbeitet werden<br />

können.<br />

***<br />

In den Projektierungsphasen müssen bekanntlich<br />

sehr viele Entscheide getroffen<br />

werden. Das beginnt bei den konzeptionellen<br />

Anforderungen: Es sind Standards<br />

und das definitive Raumprogramm fest zulegen,<br />

es sind viele Fragen der Haustechnikplaner<br />

zu beantworten. All diese Kontakte<br />

laufen nach demselben Ritual ab: Der<br />

Architekt leitet die Sitzungen mit der Bauherrschaft<br />

einerseits und gibt seine Erkenntnisse<br />

an die Fachplaner an Planersitzungen<br />

weiter. Pläne und Dokumente werden<br />

innerhalb zwei Wochen hin und her<br />

geschickt, korrigiert, präzisiert oder beantwortet<br />

und wieder zurückgeschickt. Rückfragen<br />

und Ergänzungen benötigen noch<br />

einmal so viel Zeit.<br />

***<br />

Diese Abläufe können entscheidend verkürzt<br />

werden, indem man sich die Mühe<br />

macht, alle Beteiligten an - gut strukturierten<br />

und von einem kompetenten Bauherrenberater<br />

in der Funktion des Projektleiters,<br />

Bauherr geführten – Workshops zusammen<br />

zu führen. Es erstaunt immer<br />

wieder, wie sonst Wochen oder Monate beanspruchende<br />

Prozesse an einem oder<br />

zwei Tagen erledigt werden können. Nicht<br />

zuletzt kann regelmässig festgestellt werden,<br />

dass das gestärkte gegenseitige Verständnis<br />

zu bindenden Entscheiden führt.<br />

Und das spart nochmals Zeit und Geld, weil<br />

weniger Projektänderungen nötig werden.<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 33


Aktuell<br />

Gesundheitsgefährdende Stoffe<br />

Volle Verantwortung für<br />

Bauunternehmer<br />

Heinz Rothweiler und Lorenz Lehmann*<br />

Die neue Bauarbeitenverordnung (BauAV), die auf den 1. Januar 2009 in<br />

Kraft tritt, wird Asbestvorkommen in Gebäuden zum noch grösseren Schreckensszenario<br />

werden lassen. Bauunternehmer müssen mit noch gravierenderen<br />

Auswirkungen rechnen.<br />

Nicht immer muss es<br />

gleich so schlimm<br />

sein…<br />

gebundenen asbesthaltigen Materialien<br />

handelt es sich meist um Faserzementprodukte<br />

wie Fassadenverkleidungen, Wellplatten,<br />

Dach- und Fassadenschiefer oder Formteile<br />

wie Gartenmöbel und Blumenkisten.<br />

Erst seit 1991 untersagen die gesetzlichen<br />

Bestimmungen den Einbau von asbesthaltigen<br />

Produkten in Gebäuden. Daher ist<br />

grundsätzlich in allen vor dieser Zeit erstellten<br />

Gebäuden mit dem Vorkommen von Asbest<br />

zu rechnen.<br />

Geplant war, das Einkaufszentrum bei laufendem<br />

Betrieb umfassend zu renovieren.<br />

In den 90iger Jahren wurde das Objekt bereits<br />

im Zusammenhang mit Spritzasbestvorkommen<br />

total saniert. Die Bauarbeiten<br />

begannen, ein Handwerker stiess auf weitere<br />

Asbestquellen. Die Bauarbeiten mussten<br />

eingestellt und die Verkaufslokale geschlossen<br />

werden. Ab nächstem Jahr<br />

wünscht sich garantiert kein Bauunternehmer<br />

mehr solche Fälle.<br />

Die Asbestfaser ist in den Gebäuden der<br />

Schweiz mit Baujahr zwischen 1950 und<br />

1990 häufig anzutreffen. Sie wurde in zahlreichen<br />

Verwendungen und Formen verbaut.<br />

Heute sind ca. 3 000 verschiedene Anwendungsarten<br />

bekannt. Sogenannt schwachgebundene<br />

asbesthaltige Materialien kamen<br />

vorwiegend im Wärme-, Brand- oder Schallschutzbereich<br />

zum Einsatz, z. B. als Spritzbelag,<br />

Decken- oder Brandschutzplatten, Rohrisolationen<br />

oder Bodenbeläge. Bei den fest-<br />

Freigesetzter Asbest ist gesundheitsschädlich<br />

Asbesthaltige Bauteile in bestehenden Gebäuden<br />

sind zwar nicht per se rechtswidrig.<br />

Es besteht aber grundsätzlich bei allen asbesthaltigen<br />

Materialien ein Gesundheitsrisiko,<br />

wenn aufgrund unsachgemässer Behandlung<br />

kleinste lungengängige Asbestfasern<br />

freigesetzt werden. Diese Gefahr<br />

entsteht beispielsweise beim mit Zerstörung<br />

verbundenen Abbruch oder bei der mechanischen<br />

Bearbeitung wie fräsen und bohren.<br />

Bereits geringe Asbestfeinstaubkonzentrationen<br />

in der Luft können abhängig von der<br />

Expositionsdauer die Entstehung eines Mesothelioms<br />

oder von Lungenkrebs fördern.<br />

Der Schutz für Arbeitnehmer vor Asbest auf<br />

der Baustelle wird mit der neuen Bauarbeitenverordnung<br />

(BauAV) auf den 1. Januar<br />

2009 verbessert 1 . Betreffend Planung von<br />

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34 immobilia November <strong>2008</strong>


Aktuell<br />

Altlasten – ein verwirrender Begriff<br />

Der Begriff Altlasten wird in der Praxis<br />

vereinzelt im Zusammenhang mit Asbest<br />

verwendet. Er führt aber oft zu Missverständnissen,<br />

da das Wort sehr unterschiedlich<br />

verstanden werden kann.<br />

Nach USG und AltlV fallen nur belastete<br />

sanierungsbedürftige Standorte darunter;<br />

also Belastungen des Untergrundes,<br />

nicht der Bausubstanz. Im umweltjuristischen<br />

Sinne fällt Asbest nicht unter<br />

den Begriff «Altlasten». In Verträgen ist<br />

deshalb besser der Ausdruck «gesundheitsgefährdende<br />

Stoffe» zu verwenden.<br />

Gebäudecheck<br />

Dieser umfasst die systematische Suche<br />

nach Vorkommen von Asbest im Gebäude,<br />

die Entnahme und Analyse von Materialproben<br />

im akkreditierten Labor, die<br />

schriftliche und photographische Dokumentation<br />

der Befunde auf Planunterlagen<br />

sowie die Erstellung einer Risikoanalyse.<br />

Bauarbeiten wurde ein neuer Art. 3 Abs. 1 bis<br />

eingefügt. Danach muss der Arbeitgeber,<br />

d. h. der Bauunternehmer, bereits bei Verdacht<br />

auf besonders gesundheitsgefährdende<br />

Stoffe wie 2 Asbest oder polychlorierte<br />

Biphenyle (PCB), die Gefahren eingehend ermitteln<br />

und die damit verbundenen Risiken<br />

bewerten. Darauf abgestützt sind die erforderlichen<br />

Massnahmen zu planen. Werden<br />

solche Stoffe erst im Verlauf der Bauarbeiten<br />

vorgefunden, sind die betroffenen Arbeiten<br />

einzustellen und der Bauherr ist zu benachrichtigen.<br />

Die revidierte Verordnung betont<br />

also, dass primär der Unternehmer (und<br />

nicht etwa der Bauherr) die Verantwortung<br />

für Risiken im Zusammenhang mit gesundheitsgefährdenden<br />

Stoffen zu tragen hat.<br />

Beziehungen zwischen Bauherr, Unternehmer<br />

und Baubehörde<br />

Diese Zuordnung ist nicht ganz unproblematisch.<br />

Zwischen Bauherr, Unternehmer und<br />

Baubehörde besteht nämlich ein Dreiecksverhältnis<br />

unterschiedlicher Beziehungen<br />

und Interessen. Der Bauherr will kostengünstig,<br />

ohne Verzögerungen und mit Kostentransparenz<br />

bauen. Der Unternehmer ist am<br />

Auftrag interessiert, steht unter Preisdruck<br />

und unterbreitet daher der Bauherrschaft<br />

eine optimierte Offerte. Gleichzeitig muss<br />

der Unternehmer die Verantwortung für die<br />

Gesundheit und Arbeitssicherheit seiner Mitarbeiter<br />

tragen. Die Baubehörde ihrerseits<br />

ist primär für den Vollzug der Bauvorschriften<br />

zuständig, möchte aufgrund von politischem<br />

Druck möglichst viel Verantwortung delegieren<br />

und fühlt sich oft für den Gesundheitsschutz<br />

der Bauarbeiter nicht zuständig.<br />

Das Vorkommen von gesundheitsgefährdenden<br />

Stoffen stört diese Interessenlage<br />

regelmässig. Asbestvorkommen verteuern<br />

zwangsläufig das Bau-, Umbau- und Rückbauvorhaben<br />

und werden deshalb in der<br />

Praxis von allen Beteiligten oft ignoriert.<br />

Wie schützen sich Bauherr und Unternehmer?<br />

Der bestehende Asbestkataster ist lückenhaft.<br />

In bereits sogenannt sanierten Gebäuden<br />

werden oft weitere Asbestvorkommen<br />

entdeckt. Die Verantwortlichen kommen<br />

deshalb nicht umhin, allfällige Vorkommen<br />

von gesundheitsgefährdenden Stoffen vor<br />

einem Bauvorhaben oder einem Liegenschaftskauf<br />

seriös abzuklären: Hierzu dienen<br />

ein Gebäudescreening oder besser ein Gebäudecheck<br />

(siehe Textkasten). Aufgrund<br />

deren Ergebnisse können die Risiken und<br />

Kosten ermittelt und allenfalls ein sinnvolles<br />

Sanierungsprogramm geplant werden.<br />

Werden die Vorkommen erst während den<br />

Bauarbeiten entdeckt, sind diese sofort einzustellen.<br />

Wer trägt in diesem Falle die Mehrkosten?<br />

Klare vertragliche Regelungen fehlen<br />

häufig. Daher ist der Submittent gut beraten,<br />

bei der Offerteingabe oder einem<br />

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Vorgespräch die Auftrageber auf die Asbestrisiken<br />

aufmerksam zu machen oder klar die<br />

Risiken im Zusammenhang mit gesundheitsgefährdenden<br />

Stoffen vertraglich auszuschliessen.<br />

Hierzu genügt allerdings der Begriff<br />

Altlasten nicht (sieheTextkasten).<br />

Es liegt sowohl im Interesse des Bauherrn als<br />

auch des Unternehmers, dass das Vorkommen<br />

von asbesthaltigen Produkten im Gebäude<br />

vor einem baulichen Eingriff durch ein<br />

spezialisiertes Büro abgeklärt und die damit<br />

verbundenen erforderlichen Massnahmen<br />

geplant und umgesetzt werden. Dadurch<br />

kann in der Regel durch geringere Mehrkosten<br />

und ohne Verzögerungen das Bauvorhaben<br />

realisiert werden. Ist sich die Bauherrschaft<br />

der Risiken im Zusammenhang mit<br />

Asbest und anderer gesundheitsgefährdender<br />

Stoffe nicht genügend bewusst,<br />

braucht es vom Unternehmer Sachverstand<br />

und Diplomatie, um den Auftraggeber für das<br />

Thema zu sensibilisieren.<br />

1 Verordnung über die Sicherheit und den<br />

Gesundheitsschutz der Arbeitnehmerinnen und<br />

Arbeitnehmer bei Bauarbeiten (Bauarbeitenverordnung,<br />

BauAV, SR 832.3<strong>11</strong>.141)<br />

2 Bundesgesetz über den Umweltschutz (USG, SR<br />

814.01), Verordnung über die Sanierung von<br />

belasteten Standorten (Altlastenverordnung, AltlV,<br />

SR 814.680)<br />

* Heinz Rothweiler und Lorenz Lehmann,<br />

Ecosens AG, Wallisellen.<br />

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immobilia November <strong>2008</strong> 35


Der Ölindustrie sind alternative<br />

Energien egal.<br />

Das Gegenteil ist wahr.<br />

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mit Solaranlagen kombinieren, die<br />

zur Warmwasseraufbereitung oder zur<br />

Heizungsunterstützung eingesetzt werden.<br />

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wenn die Sonnenenergie<br />

nicht mehr ausreicht. Eine solche Anlage<br />

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Aktuell<br />

Diplomfeier MREM<br />

«Behalten Sie eine weisse Weste»<br />

Anlässlich der dritten Diplomfeier des Studiengangs Master of Real Estate<br />

Management von Ende September in Zürich sprach Alfred Meili, früherer<br />

Verwaltungsratspräsident von Mobimo und Verwaltungsratspräsident der<br />

Meili Unternehmungen, in seiner Festansprache über ethische Herausforderungen<br />

in der Immobilienwirtschaft. Hier ist eine leicht gekürzte und angepasste<br />

Fassung des Redetextes wiedergegeben. (Red.)<br />

Mit Inkraftsetzung des Bundesgesetzes gegen<br />

den unlauteren Wettbewerb am 1. Juli<br />

2006 wurde zwecks Bekämpfung der Korruption<br />

ein neuer Artikel 4a eingeführt, der<br />

das Bestechen regelt. Mit bis zu drei Jahren<br />

Gefängnis oder mit Busse bis zu 100 000 CHF<br />

kann neu in der Schweiz bestraft werden,<br />

wer unter anderem einem Arbeitnehmer<br />

oder einem Beauftragten einen nicht gebührenden<br />

Vorteil anbietet (aktive Bestechung)<br />

oder umgekehrt, einen solchen Vorteil fordert<br />

oder annimmt (passive Bestechung).<br />

Immerhin wird in Absatz 2 eingeschränkt,<br />

dass geringfügige, sozial übliche Vorteile keine<br />

Bestechung darstellen.<br />

Sie haben viel gelernt, Sie haben erfolgreich<br />

abgeschlossen, Sie haben nun gute Chancen<br />

auf eine erfolgreiche berufliche Karriere. Ich<br />

möchte Sie heute mit der Frage konfrontieren,<br />

wie Sie es in Ihrer zukünftigen beruflichen<br />

Laufbahn in der Immobilienbranche<br />

schaffen können, eine weisse Weste zu behalten.<br />

Eine weisse Weste bedeutet nicht<br />

nur, dass Sie von keinem Richter zu einer bedingten<br />

oder unbedingten Gefängnisstrafe<br />

verurteilt werden. Eine weisse Weste bedeutet,<br />

dass Sie sich jederzeit im Spiegel anschauen<br />

können, und dass Sie mit sich im<br />

Reinen sind, nichts Unrechtes getan zu haben.<br />

Nur: Das genügt nicht! Vielmehr muss<br />

man auch zusätzlich wissen, was Recht und<br />

Unrecht ist.<br />

Am 28. Juni <strong>2008</strong> ist in München ein erster<br />

Direktor von Siemens zu einer Gefängnisstrafe<br />

von zwei Jahren bedingt sowie zu<br />

einer Geldstrafe von über 100 000 EUR verurteilt<br />

worden. Es ging um Korruption: Siemens<br />

bezahlte Drittpersonen Gelder, um<br />

Aufträge zu erhalten. Dieser erste Direktor<br />

war geständig, äusserst kooperativ, ja geradezu<br />

auskunftsfreudig. Er hatte sich nie<br />

vorstellen können, dass er für sein Tun zu<br />

einem schwarzen Schaf in der Gesellschaft<br />

abgestempelt würde. Die Richter haben<br />

durchaus strafmildernd anerkannt, dass<br />

dieser Direktor in ein «System der organi-<br />

sierten Unverantwortlichkeit», ja in ein System<br />

der «augenzwinkernden Zustimmung»<br />

eingebunden gewesen sei. Die Kontrollinstanzen<br />

hätten geradezu darauf abgezielt,<br />

sein Verhalten und das Verhalten vieler anderer<br />

zu ermöglichen.<br />

Dieser Direktor hat die Strafe sogleich akzeptiert,<br />

bereute sein Tun, und die Strafe ist<br />

rechtskräftig geworden. Über 100 weitere<br />

Siemens-Mitarbeiter warten nun auf ihre<br />

Strafprozesse; und Mitglieder der obersten<br />

Führungsetage sehen mit Bangen kommenden<br />

hohen Schadensersatzforderungen entgegen.<br />

Natürlich können wir uns sofort entspannen:<br />

Die Siemens-Zentrale ist weit weg,<br />

es geht dort auch um ganz andere Beträge<br />

als in der Immobilienbranche, und überhaupt<br />

macht man in der Schweiz so etwas nicht.<br />

Ich frage Sie: Weswegen hat denn die Immobilienbranche<br />

einen derart schlechten Ruf?<br />

Obwohl die Bauten in der Schweiz im internationalen<br />

Vergleich allerhöchsten Standart<br />

haben? Art. 158 des Schweizerischen Strafgesetzbuches<br />

regelt die ungetreue Geschäftsbesorgung.<br />

Wer damit betraut ist, das<br />

Vermögen eines anderen zu verwalten und<br />

dabei unter Verletzung seiner Pflichten zulässt,<br />

dass der andere am Vermögen geschädigt<br />

wird, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei<br />

Jahren oder Geldstrafe bestraft.<br />

Wo liegen Probleme in der Praxis?<br />

Ich komme zunächst auf Missstände bei nicht<br />

wenigen Immobilienverwaltungen zu sprechen.<br />

Sie erhalten von einem Eigentümer eine<br />

Liegenschaft zur Verwaltung anvertraut. Wenn<br />

Verwaltungen Handwerkeraufträge für Liegenschaften<br />

erteilen, welche Dritten gehören,<br />

so stellt sich die Frage, inwieweit die Verwaltung<br />

aus solchen Aufträgen einen wirtschaftlichen<br />

Nutzen für sich herausholen kann, und<br />

zwar zusätzlich zum allfälligen Honorar,<br />

welches mit dem Eigentümer vereinbart ist.<br />

Kleinere Aufträge sind regelmässig mit dem<br />

Verwaltungshonorar von etwa 4% der Jahresmietzinsen<br />

abgegolten, bei grösseren Renovationen<br />

wird meistens ein zusätzliches Honorar<br />

vereinbart. Gemäss Art. 398 Abs. 2 OR<br />

haftet die Immobilienverwaltung dem Eigentümer<br />

gegenüber «für getreue und sorgfältige<br />

Ausführung» des Auftrages. Kassiert sie Retrozessionen,<br />

auch Kickbacks genannt, – im<br />

Welschland jahrelang üblich 10% der erteilten<br />

Aufträge! – so hat sie diese dem Auftraggeber<br />

gutzuschreiben. Macht die Verwaltung das<br />

nicht, so begeht sie eine Straftat.<br />

Eine Verwaltung kann sich keinesfalls damit<br />

exkulpieren, entschuldigen, sie hätte eben<br />

ein zu tiefes Verwaltungshonorar, mit dem<br />

allein sie wirtschaftlich nicht über die Runden<br />

kommen würde. Als Grundsatz gilt, dass<br />

jegliche geldwerte Leistung dem berechtigten<br />

Grundeigentümer gutgeschrieben<br />

werden muss. Aufgrund der verbreiteten<br />

Missstände haben viele Eigentümer begonnen,<br />

diese Selbstverständlichkeit in den Verwaltungsvertrag<br />

einzufügen.<br />

Die Forderung, sauber zu sein, ist rigoros –<br />

und sie muss es auch sein. Davon erfasst<br />

werden auch Mengengutschriften am Quar-<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 37


Aktuell<br />

tals- oder Jahresende für Öllieferungen oder<br />

Inserate. Kann oder will die Verwaltung diese<br />

Gutschriften nicht den verschiedenen Eigentümern<br />

weiterleiten, so hat sie das ihren<br />

Auftraggebern klar zu kommunizieren.<br />

In der Praxis gibt es Grauzonen: Inwieweit<br />

darf ich meinen Vereinskollegen Aufträge zuhalten?<br />

Ohne Konkurrenzofferten? Wie kann<br />

ein Verwalter nachher belegen, dass die Offerte<br />

seines Vereinskollegen konkurrenzfähig<br />

gewesen sei?<br />

Immer wieder geschieht es deswegen in der<br />

Praxis, dass man eine oder zwei Konkurrenzfirmen<br />

nur pro forma einlädt. Die pro forma<br />

eingeladene Firma hat zu verstehen, dass<br />

ihre Offerte nicht konkurrenzfähig sein muss,<br />

und sie wird damit rechnen, bei nächster Gelegenheit<br />

mit einem Auftrag bedient zu werden.<br />

Im Gegensatz zu Siemens braucht es in<br />

der Praxis dazu nicht einmal ein Augenzwinkern,<br />

Profis verstehen das, schliesslich wollen<br />

alle verdienen. Viele unter Ihnen werden<br />

sich jetzt vielleicht fragen, was die Immobilienverwaltung<br />

von einem solchen Vorgehen<br />

denn für einen Nutzen hat. Als Antwort gibt<br />

es verschiedene Möglichkeiten:<br />

– Die Verwaltung erhält eine direkte Gutschrift<br />

(Retrozessionen, «Kick backs»)<br />

– Die Verwaltung erhält durch solche Aufträge<br />

ein Polster, mit welchem sie ihr nahestehende<br />

Dritte begünstigen kann<br />

– Die Verwaltung erhält tiefere Preise für<br />

sich, wenn sie eigene Aufträge zu vergeben<br />

hat.<br />

– Die Verwaltung wird «nur» umworben<br />

und erhält zahlreiche Einladungen.<br />

Welches sind nun meine Ratschläge, um<br />

nicht in Teufels Küche oder auch nur in den<br />

Verdacht von begangenen Veruntreuungen<br />

zu geraten?<br />

1. Verlangen Sie ein genügend hohes Honorar,<br />

damit Sie mit diesem glücklich sind!<br />

2. Lassen Sie stets die freie Konkurrenz<br />

spielen und meiden Sie wenn möglich Direktaufträge!<br />

3. Geben Sie nicht Aufträge an Firmen, mit<br />

welchen Sie selbst persönliche Geschäftsbeziehungen<br />

pflegen, ohne den Auftraggeber<br />

zu fragen!<br />

4. Pflegen Sie ein Klima der völligen Offenheit<br />

mit Ihrem Auftraggeber, er wird es<br />

Ihnen danken!<br />

5. Sind Sie Angestellter in einer Firma, so<br />

lassen Sie sich nie in ein falsches System<br />

einspannen, sondern zeigen Sie Zivilcourage:<br />

Entgegen Ihren Befürchtungen wird<br />

das nicht schlecht, sondern äusserst vorteilhaft<br />

für Ihre Karriere sein!<br />

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Aktuell<br />

Die Vermittlung von Immobilien<br />

Rechtlich ist bei der Vermittlung der Sachverhalt<br />

klar erfassbar, die Ausgangslage aber<br />

völlig anders, aus folgenden Gründen:<br />

1. Sie sollten einen klaren, schriftlichen Verkaufsauftrag<br />

haben. Im Erfolgsfalle werden<br />

Sie dabei regelmässig gut oder sehr<br />

gut entschädigt.<br />

2. Vermittlungen sind keine laufenden Geschäfte<br />

mit denselben Parteien, sondern<br />

regelmässig Einmalgeschäfte, bei welchen<br />

auch Augenzwinkern nichts hilft.<br />

3. Sie dürfen wie etwa in Deutschland sowohl<br />

vom Käufer als auch vom Verkäufer<br />

Kommissionen verlangen, aber nur, wenn<br />

das mit Ihrem Auftraggeber so abgesprochen<br />

worden ist.<br />

In der Schweiz ist dies nur ausnahmsweise<br />

der Fall, regelmässig sind Sie klar nur von einer<br />

Partei beauftragt und werden auch nur<br />

von einer Partei entschädigt. Die Partei, die<br />

Sie entschädigt, braucht dabei keineswegs<br />

der Auftraggeber zu sein – aber Sie tun gut<br />

daran, den Auftraggeber wissen zu lassen,<br />

was Sie für Provisionen von der anderen Partei<br />

erhalten.<br />

Konkret: Es kommt nicht selten vor, dass der<br />

Eigentümer den Verkaufsauftrag nur unter<br />

der Bedingung erteilt, dass der Käufer die<br />

Kommission übernehmen muss. Der Eigentümer<br />

bleibt aber auch in einem solchen Falle<br />

Ihr Auftraggeber, obwohl Sie von einem<br />

Dritten bezahlt werden. Will er einen fixen<br />

Verkaufspreis, so sind Sie grundsätzlich frei,<br />

auch eine unüblich hohe Kommission vom<br />

Käufer zu verlangen. Will der Verkäufer aber<br />

dem Meistbietenden verkaufen, so sollten<br />

Sie klarstellen, welche Kommission Sie vom<br />

Käufer verlangen werden.<br />

Angesichts von so viel Klarheit stellt sich die<br />

Frage, wo denn in der Praxis die Probleme<br />

liegen. Sie liegen regelmässig dort, wo der<br />

Auftraggeber, aus welchen Gründen auch<br />

immer, beispielsweise weil eine entsprechende<br />

Schätzung vorliegt, einen bestimmten<br />

Verkaufspreis festsetzt. Ein gewiefter<br />

Vermittler sieht aber, wenn dieser<br />

festgelegte Verkaufspreis nicht der Höchstmögliche<br />

ist, den er am Markte erzielen<br />

kann. Sofort kommt die Versuchung: Er könne<br />

somit die Liegenschaft zu einem Preis,<br />

welcher unter dem Höchstmöglichen liegt,<br />

jemandem zuhalten, und sich an dieser Differenz<br />

beteiligen. Es gilt das eingangs Gesagte:<br />

Behält er geldwerte Leistungen des<br />

Käufers für sich, ohne dass der Auftraggeber<br />

damit einverstanden ist, so begeht er eine<br />

Veruntreuung.<br />

Die Gefahren liegen aber auch anderswo:<br />

Viele Immobilienverantwortliche bei Grossfirmen,<br />

Pensionskassen und öffentlichrechtlichen<br />

oder privaten Institutionen<br />

sind der Versuchung ausgesetzt, bei Devestitionsobjekten<br />

Vorteile für sich herauszuholen.<br />

Das muss nicht so offensichtlich<br />

dumm organisiert sein wie im Falle der Suva,<br />

wo der Immobilienchef sich beim Käufer der<br />

von ihm verkauften Suva-Liegenschaften offenbar<br />

direkt beteiligt hat – er wurde in diesen<br />

Tagen zu 3½ Jahren Gefängnis verurteilt,<br />

der Makler wegen Anstiftung zur ungetreuen<br />

Geschäftsbesorgung zu 18 Monaten.<br />

Es gibt viele raffiniertere Wege, bei welchen<br />

der Käufer regelmässig Dritten Kommissionen<br />

bezahlen muss. Insbesondere börsenkotierte<br />

Gesellschaften haben nun damit<br />

begonnen, allen ihren Mitarbeitern Null-Toleranz<br />

bezüglich Korruption und anderen deliktischen<br />

Handlungen zu gewähren und halten<br />

dies auch im Arbeitsvertrag oder einem<br />

Nachtrag fest. Die Thematik der Korruptionsprävention<br />

gilt aber nicht nur für börsenkotierte<br />

Gesellschaften, sondern für die ganze<br />

Wirtschaft, aber auch selbstverständlich für<br />

die Gemeinden, Kantone und den Bund.<br />

Die Vertuschungskultur<br />

Abschliessend möchte ich Sie über die in allen<br />

Organisationen mehr oder weniger ausgeprägt<br />

vorhandene Vertuschungskultur<br />

sensibilisieren. Ursache von Vertuschungen<br />

sind immer entsprechende Interessenlagen.<br />

Nehmen wir einfache Beispiele: Der Architekt<br />

vergisst, in den Plänen die Aussparungen<br />

einzuzeichnen. Der Bauunternehmer<br />

baut die Wände deswegen ohne die notwendigen<br />

Aussparungen. Der Sanitärunternehmer<br />

braucht aber diese Aussparungen, da er<br />

ansonsten seine Leitungen nicht legen kann.<br />

Was passiert?<br />

Der Bauunternehmer spitzt diese Aussparungen<br />

mit Handarbeit. Er beschreibt diese<br />

zusätzliche Arbeit aber nicht in den Wochenrapporten,<br />

weil er ansonsten den Architekten<br />

bloss stellen würde. Stellt er den Architekten<br />

bloss, so würde er in Zukunft nicht<br />

mehr von demselben als Bauunternehmer<br />

empfohlen. Die für das Spitzen notwendigen<br />

Regiestunden werden selbstverständlich<br />

dem Bauherrn belastet, aber auf verschiedene<br />

Arbeiten verteilt. Hätte der Bauunternehmer<br />

das dem Bauherrn gemeldet, so hätte<br />

derselbe möglicherweise das Honorar des<br />

Architekten gekürzt. Also wird vertuscht.<br />

Dieselbe Interessenlage besteht zwischen<br />

Ingenieur und Bauunternehmer, Bauleiter<br />

und Bauunternehmer, Projektleiter und Bauunternehmer,<br />

Bauherrenvertreter und Abteilungsleiter,<br />

Bauherrenvertreter und Unternehmer,<br />

Abteilungsleiter und CEO. Generell<br />

kann man sagen, dass es um nicht genügend<br />

gute Auftragserfüllung oder Arbeitsleistung<br />

auf allen Ebenen geht.<br />

Um solche Vertuschungen beim Bau zu verhindern,<br />

braucht es eine klare Qualitätskontrolle<br />

und ein gutes Reporting. Die Verantwortlichen<br />

brauchen ein starkes Verantwortungsgefühl<br />

und auch eine Erfahrung<br />

dafür, wie wichtig oder wie gross der Qualitätsmangel<br />

sein muss, damit man ihn erfasst<br />

und auch meldet. Natürlich gibt es<br />

überall auch eine firmeninterne Vertuschung:<br />

Wer meldet denn schon von sich<br />

aus, wenn der Kollege wegen Krankheit<br />

oder Stress oder durch einen anderen<br />

Grund ein paar Stunden ausfällt, Inserate<br />

Fehler enthielten oder gar vergessen wurden,<br />

zuerst falsche Preise herausgegeben<br />

oder falsche Bodenbeläge geliefert wurden<br />

etc. Für jeden Mitarbeiter ist das stets eine<br />

schwierige Gratwanderung: Wie lange darf<br />

er die Augen schliessen, wann muss er aktiv<br />

werden und Fehler oder Mängel melden?<br />

Wie lange geht es ihn nichts an?<br />

Es gibt mit anderen Worten überall einen<br />

Toleranzbereich, innerhalb welchem man<br />

Abweichungen tolerieren muss. Als Führungspersonen<br />

haben Sie die schwierige<br />

Aufgabe, diesen Toleranzbereich festzulegen<br />

oder an Hand von Beispielen zu signalisieren.<br />

Ich will Sie für diese unternehmensinternen<br />

Fragen, für die es keine allgemein<br />

verbindlichen Antworten gibt,<br />

sensibilisieren. Sie müssen damit rechnen,<br />

dass viel Negatives, was vorhanden ist<br />

oder geschieht, in einer Hierarchie gar<br />

nicht nach oben gemeldet wird. Ich kann<br />

Ihnen eine Empfehlung mitgeben, welche<br />

ich seinerzeit an der Universität St. Gallen<br />

unter den vielen Managementmethoden,<br />

welche dort gelehrt werden, nicht gefunden<br />

habe: Das ist das Management by walking<br />

around. Laufen Sie im Betrieb herum,<br />

sprechen Sie laufend mit Ihren Mitarbeitern,<br />

versuchen Sie ein Klima der Offenheit<br />

und des Vertrauens zu schaffen, in der jeder<br />

Mitarbeiter weiss, dass nicht nur die<br />

Chefs, sondern dass auch er Fehler machen<br />

darf – wo gearbeitet wird passieren<br />

Fehler. Probleme können Sie nur lösen,<br />

wenn Sie sie auch erkennen.<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 39


Aktuell<br />

Wohnungsmarkt Deutschland<br />

Wohnungsnachfrage steigt<br />

langfristig<br />

Die Wohnungsnachfrage in Deutschland wird in der kommenden Dekade<br />

trotz rückläufiger Bevölkerungszahlen weiter ansteigen. Grund dafür ist die<br />

Alterung der Gesellschaft, die mit einer zunehmenden Anzahl von Singlehaushalten<br />

einhergeht. Zu diesen Ergebnissen kommt die von der HSH<br />

Nordbank-Tochter HSH Real Estate AG vorgelegte Studie «Wohnungsmarkt<br />

Deutschland: Perspektive 2020».<br />

Red. – Bis zum Jahr 2020 wird sich die Zahl<br />

der Haushalte in Deutschland um 1,1 Millionen<br />

auf insgesamt 40,5 Millionen erhöhen,<br />

wobei dieses Wachstum in erster Linie auf<br />

die Zunahme der Ein- und Zweipersonenhaushalte<br />

zurückzuführen ist. Dagegen ist<br />

bei den Familienhaushalten ein Rückgang um<br />

1,8 Millionen zu erwarten. Der Schwerpunkt<br />

der Nachfrage am Wohnungsmarkt verlagert<br />

sich von familiengerechten Wohnungen hin<br />

zu altersgerechten und kleineren Wohnungen<br />

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Mehr, aber tendenziell kleinere<br />

Wohneinheiten in Deutschland.<br />

Im Bild eine Überbauung in<br />

Bayern.<br />

– vor allem in Städten. «Von der Bevölkerungswanderung<br />

in Deutschland werden vor<br />

allem die süddeutschen Länder, die Stadtstaaten<br />

sowie Grossstädte und deren Umland<br />

profitieren.» erläutert Marc Weinstock,<br />

Vorstandsvorsitzender der HSH Real Estate<br />

AG. «Dort führt die steigende Nachfrage nach<br />

Wohnraum zu Investitionen im Wohnungsbau.»<br />

Hinsichtlich der Ausstattungsqualität<br />

der Wohnungen werden Nachfragezuwächse<br />

sowohl bei den preisgünstigen städtischen<br />

Mietwohnungen als auch bei qualitativ hochwertigen<br />

Wohnungen, vorwiegend Eigentumswohnungen<br />

erwartet.<br />

Qualitative Unterversorgung<br />

Aufgrund der geringen Bautätigkeit der vergangenen<br />

Jahre ist das Wohnungsangebot in<br />

Deutschland qualitativ vielerorts unzureichend.<br />

So wurden in Ostdeutschland 44%<br />

der Wohnungen vor dem Zweiten Weltkrieg<br />

errichtet, bei den Einfamilienhäusern liegt<br />

dieser Anteil sogar bei 52%. 60% aller ostdeutschen<br />

Eigenheime haben weniger als<br />

120 m 2 Wohnfläche. Bei den Geschosswohnungen<br />

haben gut 45% der Wohnungen eine<br />

Fläche von weniger als 60 m 2 ; in Westdeutschland<br />

trifft dies für 37% der Wohnungen<br />

zu.<br />

In den letzten Jahren ging der Wohnungsbestand<br />

der öffentlichen Hand ging um 700 000<br />

Einheiten zurück; ihr Anteil beträgt derzeit<br />

noch 6%. Mehr als drei Viertel der Wohnungen<br />

gehören selbst nutzenden Eigentümern<br />

(40%) und privaten Kleinvermietern<br />

(37%). Der Sozialwohnungsbestand wird bis<br />

2020 von heute 1,75 Mio. Einheiten auf 1,25<br />

Mio. zurückgehen und im Wohnungsbau nur<br />

noch eine marginale Rolle spielen.<br />

Seit 1997 nimmt die Bautätigkeit ab, doch<br />

dürfte der Geschosswohnungsbau mittlerweile<br />

sein Tief durchschritten haben. Da die<br />

Märkte im Osten trotz rückläufiger Leerstände<br />

aufgrund von Rückbauten noch<br />

nicht im Gleichgewicht sind, sollte der Studie<br />

zufolge das Programm «Stadtumbau<br />

Ost» bis 2016 fortgesetzt werden. Der Leerstand<br />

am ostdeutschen Wohnungsmarkt,<br />

der vor fünf Jahren noch bei über 16% lag,<br />

ist inzwischen auf rund <strong>11</strong>% zurückgegangen.<br />

Neubaubedarf besteht heute vor allem<br />

in den Metropolregionen, die von einer Zuwanderung<br />

profitieren; zudem sind im Segment<br />

des altersgerechten Wohnens sowohl<br />

Bestandsinvestitionen als auch Neubauten<br />

erforderlich.<br />

Moderat steigende Mieten<br />

Die Mieten sind in den vergangenen Jahren<br />

nur noch moderat gestiegen und haben sich<br />

seit 1999 um 9% erhöht. Im selben Zeitraum<br />

belief sich die Inflation auf 15%, die Brennstoffpreise<br />

stiegen sogar um 58%. Insgesamt<br />

hat sich das Wohnen damit seit 1999 um<br />

19% verteuert. Jüngste Energiepreissteigerungen<br />

dürften zu einer weiteren Verteuerung<br />

der Wohnkosten führen. Mit 1,7% pro<br />

Jahr stiegen die Mieten von Bestandswohnungen<br />

im unteren Preissegment schneller<br />

als die anderer Wohnungen. Die Mieten ostdeutscher<br />

Neubauwohnungen liegen heute<br />

merklich niedriger als vor zehn Jahren. Bei<br />

den durchschnittlichen Mieten waren die<br />

höchsten Zuwächse im Bestand der Grossstädte<br />

registriert. Dieser Trend dürfte sich<br />

fortsetzen.<br />

Einflussfaktoren für Immobilieninvestitionen<br />

Die günstigen Hypothekarzinsen reichen<br />

als Investitionsimpuls für Mietwohnungen<br />

und Eigenheime nicht aus: Sie können den<br />

negativen Einfluss aus nur moderat steigenden<br />

Mieten und sinkenden Reallöhnen<br />

40 immobilia November <strong>2008</strong>


Aktuell<br />

HKGT_WP 25.03.<strong>2008</strong> 10:36 Uhr Seite 1<br />

nicht kompensieren. Zudem wurden wesentliche<br />

Förderanreize, wie die degressive<br />

Abschreibung im Mietwohnungsbau und<br />

die Eigenheimzulage, abgeschafft. Die Einführung<br />

der Eigenheimrente ist nicht als<br />

Ersatz für die abgeschaffte Eigenheimzulage<br />

zu werten, sondern als Anreiz zur Altersvorsorge.<br />

Vor 2010 ist mit Immobilienkäufen<br />

mit «Wohn-Riester-Anlagekapital»<br />

nicht zu rechnen. Über die Föderalismusreform,<br />

die die Kompetenzen und Förderung<br />

der sozialen Wohnraumversorgung und<br />

Städtebauförderung neu regelt, wurde Ländern<br />

und Gemeinden ein grösserer finanzieller<br />

und gestalterischer Spielraum gegeben.<br />

Heute dürften den Kommunen damit<br />

im Grundsatz mehr denn je finanzielle Mittel<br />

zur lokalen Wohnraumpolitik zur Verfügung<br />

stehen.<br />

Die Förderung im qualitativen Umbau von<br />

Wohnraum bietet derzeit noch zu wenige Investitionsanreize.<br />

Sie wurde bisher im Wesentlichen<br />

von privaten Haushalten in Anspruch<br />

genommen. Um aber die ehrgeizigen<br />

Ziele des Klimaschutzes zu erfüllen, müssen<br />

zusätzlich Investitionsanreize für Wohnungsunternehmen<br />

durch steigende Kaltmieten<br />

geboten werden. Steuerliche Belastungen<br />

für Immobilieneigentümer und die Immobilienwirtschaft<br />

hemmen die Investitionsbereitschaft.<br />

Dazu gehören die Zinsschranke, Änderungen<br />

bei der Gewerbesteuer und die<br />

noch ungenügende Ausgestaltung des REIT-<br />

Gesetzes. Private Immobilieninvestoren werden<br />

zudem durch die Reform der Erbschaftssteuer<br />

belastet.<br />

Handlungsbedarf und Ausblick<br />

Quantitative Defizite in der Wohnungsversorgung<br />

treten nur in den vom Zuzug profitierenden<br />

Ballungsräumen auf. «Förderpolitik<br />

sollte sich vorrangig auf den weiteren<br />

qualitativen Umbau des Wohnungsbestandes,<br />

vor allem auf eine höhere Energieeffizienz<br />

zum Schutz des Klimas, aber<br />

auch im Sinne altersgerechter Bestände<br />

konzentrieren» fordert Marc Weinstock. Dabei<br />

sollte die bisherige Förderung durch entsprechende<br />

Investitionszulagen aufgestockt<br />

werden. Erweiterte Mieterhöhungsspielräume<br />

könnten entsprechende Investitionen<br />

anstossen. Der Rückbau nicht mehr marktgängiger<br />

Wohnungen sollte im Osten<br />

Deutschlands fortgesetzt, aber auch auf<br />

ähnlich strukturierte Standorte im Westen<br />

übertragen werden. Generell sollten Städtebauförderung<br />

und Stadtumbau die privaten<br />

Akteure der Wohnungswirtschaft noch stärker<br />

als bisher einbinden.<br />

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Jus-News<br />

Zurück an den Start<br />

bei Art. 54 VVG<br />

Dr. Peter Burkhalter und Dr. Boris Grell sind Rechtsanwälte bei Hodler & Emmenegger in Bern und Zürich (www.hodler.ch)<br />

jus news<br />

Ausgangslage<br />

Am 1. Januar 2006 trat das revidierte Bundesgesetz<br />

über den Versicherungsvertrag<br />

(SR 221.229.1, nachfolgend VVG) in Kraft. Dabei<br />

wurde in Art. 54 VVG eine für die Immobilienwirtschaft<br />

bedeutende Neuerung eingeführt:<br />

Wechselt die Eigentümerschaft<br />

eines versicherten Grundstücks, endet der<br />

entsprechende Versicherungsvertrag grundsätzlich<br />

zum Zeitpunkt der Handänderung<br />

(Art. 54 Abs. 1 VVG). Anlass zu dieser Teilrevision<br />

des VVG gab die Kritik, dass die bisherige<br />

Regelung des (automatischen) Übergangs<br />

des bestehenden Versicherungsvertrags<br />

auf den Liegenschaftserwerber neuen<br />

Versicherern den Marktzutritt verhindere<br />

und der heutigen Vertragsgerechtigkeit widerspreche<br />

(wir berichteten darüber in der<br />

Ausgabe Juni/2006).<br />

Widerstand gegen die Revision<br />

Gegen diese neue Regelung formierte sich<br />

Widerstand: Alt Nationalrat Rolf Hegetschwiler<br />

(FDP) reichte im Oktober 2006 eine<br />

parlamentarische Initiative ein (Nr. 06.468).<br />

Er begründete seinen Vorstoss damit, dass<br />

insbesondere die Erben eines verstorbenen<br />

Gebäudeeigentümers von dieser Revision<br />

von Art. 54 VVG betroffen seien. Denn auch<br />

der Todesfall des bisherigen Gebäudeeigentümers<br />

führe zu einem Eigentümerwechsel<br />

und habe – nach dem revidierten Gesetzeswortlaut<br />

– die Beendigung des laufenden<br />

Versicherungsvertrages zur Folge. Vor allem<br />

bei den oft unvorhersehbaren und plötzlich<br />

eintretenden Todesfällen sowie angesichts<br />

der vielfach langen Dauer für die Erbschaftsabwicklung<br />

sei diese Situation unhaltbar,<br />

weil die Erben als neue Eigentümer der Gefahr<br />

ausgesetzt seien, persönlich – ohne<br />

Versicherungsdeckung – Schäden tragen zu<br />

müssen, die nach dem Tod des ehemaligen<br />

Eigentümers eingetreten sind (soweit nicht<br />

rechtzeitig eine neue Versicherung für das<br />

neu erworbene Grundstück abgeschlossen<br />

wurde). Vor diesem Hintergrund forderte Alt<br />

Nationalrat Hegetschweiler, dass der heute<br />

geltende Art. 54 VVG durch die ursprüngliche<br />

Regelung der Handänderung ersetzt<br />

wird, wonach der Vertrag bei einem Eigentümerwechsel<br />

auf den neuen Eigentümer<br />

übergeht. Sein Vorschlag für den revidierten<br />

Gesetzestext lautete: «[Art. 54 VVG Abs. 1<br />

unverändert] Ist ein Grundstück Gegenstand<br />

des Versicherungsvertrages, so geht<br />

der Vertrag bei einer Handänderung auf den<br />

Erwerber über, sofern dieser oder der Versicherer<br />

den Vertrag nicht innert 14 Tagen<br />

nach der Handänderung kündigen [Art. 54<br />

Abs. 2 rev. VVG]».<br />

Politische Beratungen und Beschlüsse<br />

Die Kommissionen für Wirtschaft und Abgaben<br />

des National- und Ständerats (nachfolgend<br />

WAK-N resp. WAK-S) haben diese Initiative<br />

gemäss dem parlamentarischen Verfahren<br />

vorberaten und ihr Folge gegeben. Die<br />

WAK-N war im Übrigen der Ansicht, dass das<br />

in der Initiative aufgeworfene Problem nach<br />

einer raschen Lösung verlange und dass<br />

nicht die Vorlage des Bundesrats zur Totalrevision<br />

des VVG abgewartet werden sollte.<br />

Die WAK-N erarbeitete einen revidierten Gesetzeswortlaut,<br />

der die Stossrichtung der<br />

Initiative aufnahm und sogar noch etwas<br />

weiterging, als es der Initiant damals vorhatte.<br />

So soll der revidierte Gesetzeswortlaut<br />

neben der Übernahme der ursprünglichen<br />

Regelung der Handänderung nicht nur<br />

Grundstücke, sondern auch Fahrnis (bewegliche<br />

Gegenstände) erfassen. Zudem wurden<br />

die Fristen für die allfällige Vertragsauflösung<br />

überarbeitet.<br />

Der Bundesrat begrüsste in seiner Stellungnahme<br />

vom 3. September <strong>2008</strong> das Schlies-<br />

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sen einer Deckungslücke mit dem vorliegenden<br />

Gesetzesentwurf und nahm von der<br />

Vorlage ohne Änderungsanträge zustimmend<br />

Kenntnis. Zurzeit liegt im Entwurf folgender<br />

Gesetzestext zu Art. 54 VVG vor:<br />

«Wechselt der Gegenstand des Vertrages<br />

den Eigentümer, so gehen die Rechte und<br />

Pflichten aus dem Versicherungsvertrag auf<br />

den neuen Eigentümer über [Abs. 1]. Der<br />

neue Eigentümer kann den Übergang des<br />

Vertrages durch eine schriftliche Erklärung<br />

bis spätestens 30 Tage nach der Handänderung<br />

ablehnen [Abs. 2]. Das Versicherungsunternehmen<br />

kann den Vertrag innert<br />

14 Tagen nach Kenntnis des neuen Eigentümers<br />

kündigen. Der Vertrag endet frühestens<br />

30 Tage nach der Kündigung [Abs. 3].<br />

Ist mit der Handänderung eine Gefahrserhöhung<br />

verbunden, so gelten die Artikel 28<br />

ff. [VVG] sinngemäss [Abs. 4].»<br />

Der Nationalrat als Erstrat stimmte in seiner<br />

Sitzung vom 25. September <strong>2008</strong> einstimmig<br />

für die Annahme des Entwurfs. Es<br />

wird sich in den nun folgenden Diskussionen<br />

und Abstimmungen in der WAK-S und<br />

im Ständerat zeigen, ob der vorgeschlagene<br />

Gesetzeswortlaut Bestand haben<br />

wird resp. wann dieser revidierte Art. 54<br />

VVG in Kraft gesetzt werden kann.<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 43


Service<br />

Immo-Monitoring 2009/1<br />

Der Schweizer Markt kühlt sich ab<br />

Mit den zunehmend flauen Konjunkturaussichten verlangsamt sich der Anstieg der<br />

Angebotspreise im Immobilienmarkt weiter. Zu diesem Schluss kommt das neueste<br />

Immo-Monitoring des Immobilienberatungsunternehmens Wüest & Partner.<br />

200<br />

175<br />

150<br />

125<br />

100<br />

75<br />

70 75 80 85 90 95 00 05<br />

Mietwohnungen<br />

Eigentumswohnungen<br />

Einfamilienhäuser<br />

Quellen: BFS; Wüest & Partner<br />

Red. – Zwar sind die nominalen Preise in den<br />

meisten Bereichen noch am Steigen, real betrachtet<br />

zeigen sie aber in den meisten<br />

Marktsegmenten bereits eine stagnierende<br />

oder sinkende Tendenz. Einzige Ausnahme<br />

bilden die Eigentumswohnungspreise, die im<br />

ersten Halbjahr <strong>2008</strong> einen unerwarteten<br />

Preisschub erlebten und real betrachtet<br />

trotz der höheren Teuerung weiter angestiegen<br />

sind.<br />

Scheitelpunkt im Wohneigentum in Sicht<br />

In den vergangenen 38 Jahren haben sich,<br />

real gesehen, vor allem die Mietwohnungen<br />

verteuert, sie kosten heute rund ein Viertel<br />

mehr als 1970. Allerdings ist das Preiswachstum<br />

in der jüngsten Aufschwungphase<br />

seit dem Jahr 2000 mit einem Plus von<br />

17% deutlich moderater ausgefallen als dasjenige<br />

der Eigentumswohnungen, die sich<br />

im gleichen Zeitraum um 25% verteuert haben.<br />

Es übertrifft aber jenes bei den Einfamilienhäusern,<br />

die sich real um knapp 12%<br />

verteuerten. Im Vergleich zur ersten Hälfte<br />

des laufenden Jahrzehnts steigen die Wohnflächenpreise<br />

gegenwärtig nur noch langsam.<br />

Legten die Eigentumswohnungspreise<br />

zwischen 2000 und 2004 real um fast 20%<br />

zu, waren es in den vergangenen vier Jahren<br />

nur noch 4%. Bei den Einfamilienhäusern<br />

ging das reale Preiswachstum im gleichen<br />

Zeitraum von 9 auf 2% zurück, bei den Miet-<br />

200<br />

175<br />

150<br />

125<br />

100<br />

75<br />

70 75 80 85 90 95 00 05<br />

Büroflächen<br />

Verkaufsflächen<br />

Gewerbeflächen<br />

Quellen: BFS; Wüest & Partner<br />

wohnungen von 9 auf 8%. Trotz nominal<br />

noch steigender Preise scheint sich real gesehen<br />

die Preisentwicklung – zumindest<br />

beim Wohneigentum – einem Scheitelpunkt<br />

zu nähern.<br />

Sinkende Geschäftsflächenpreise<br />

Anders als die Wohnungspreise zeigen die<br />

Geschäftsflächenpreise im Gegensatz zu<br />

früheren Jahrzehnten kaum mehr Reaktionen<br />

auf die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen.<br />

Die realen Preise haben seit der<br />

massiven Korrektur im Verlauf der Neunzigerjahre<br />

in etwa stagniert. Daran konnten<br />

auch die erfreulichen Wachstumsraten des<br />

Bruttoinlandprodukts in den letzten Jahren<br />

nichts ändern. Es ist deshalb davon auszugehen,<br />

dass die sich abzeichnende Verschlechterung<br />

der Konjunktur keine dramatischen<br />

Folgen für die Entwicklung der Geschäftsflächenpreise<br />

haben wird.<br />

Immer mehr ältere Einfamilienhäuser<br />

Mit 1,6% lag das Preiswachstum bei den Einfamilienhäusern<br />

über die letzten zwölf Monate<br />

exakt bei dem vor Jahresfrist prognostizierten<br />

Wert. Wie erwartet, verlangsamt sich<br />

die Preisentwicklung zusehends. Auch für<br />

die kommenden zwölf Monate ist mit einem<br />

leicht geringeren Preiswachstum zu rechnen:<br />

Es dürfte sich noch im Rahmen von<br />

rund 1,2% bewegen.<br />

Erneut hat sich auch die Marktliquidität erhöht:<br />

Erstmals seit langer Zeit wurden im<br />

ersten Halbjahr <strong>2008</strong> mehr als vier Prozent<br />

des Gesamtbestandes an Einfamilienhäusern<br />

zum Verkauf angeboten. Der Anstieg<br />

hängt dabei vor allem mit der zunehmenden<br />

Anzahl älterer Objekte zusammen, die sich<br />

im Angebot befinden. Seit rund drei Jahren<br />

werden weit mehr ältere als neue Einfamilienhäuser<br />

angeboten. In den Neunzigerjahren<br />

fiel dieses Verhältnis noch mehrheitlich<br />

zu Gunsten der neu erstellten Objekte aus.<br />

Die Verlagerung in Richtung älterer Objekte<br />

war auf Grund der demografischen Entwicklung<br />

der Schweizer Wohnbevölkerung vorhersehbar<br />

und dürfte sich in den kommenden<br />

Jahren weiter akzentuieren. Denn immer<br />

mehr Einfamilienhausbesitzer gelangen in<br />

ein Alter, in dem sie ihr Haus verkaufen<br />

möchten. Durch den anstehenden Generationswechsel<br />

kann ein immer grösserer Teil<br />

der Einfamilienhausnachfrage durch «Occasionsobjekte»<br />

abgedeckt werden. Typischerweise<br />

handelt es sich dabei um grosse Objekte<br />

mit sechs und mehr Zimmern, und bei<br />

diesen liegen die Neubauanteile am Angebot<br />

denn auch deutlich unter 50%. Gebaut werden<br />

dagegen zurzeit vor allem mitteigrosse<br />

Objekte, auf die der Preisanstieg der letzten<br />

Jahre hauptsächlich zurückzuführen ist.<br />

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44 immobilia November <strong>2008</strong>


Service<br />

Nach wie vor verteuern sich die Einfamilienhausangebote<br />

in der französischsprachigen<br />

Schweiz weit überdurchschnittlich. Vor allem<br />

am Genfersee ist bis auf Weiteres kein Ende<br />

des Booms absehbar, noch immer liegen die<br />

Wachstumsraten der Angebotspreise markant<br />

höher als im gesamtschweizerischen<br />

Durchschnitt. Etwas beruhigen dürfte sich<br />

die Situation in den kommenden Monaten.<br />

Dennoch ist zu erwarten, dass die Zuwanderung<br />

von Ausländern auf Grund der schwierigeren<br />

konjunkturellen Lage tendenziell zurückgeht<br />

und damit auch die Wohnungsnachfrage<br />

etwas nachlassen wird.<br />

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ringer der Wunsch umzuziehen: Wer seit über<br />

20 Jahren in derselben Wohnung lebt, zeigt<br />

nur noch eine geringe Bereitschaft, sich mit<br />

einem Umzug zu beschäftigen.<br />

Umzugsgrund ist meist die Wohnung<br />

Die Gründe für den geplanten Umzug liegen<br />

mehrheitlich bei der bewohnten Wohnung<br />

selbst. Über zwei Drittel der umzugswilligen<br />

Mieter nennen die Unzufriedenheit mit der<br />

Wohnung oder deren Grösse als eine ausschlaggebende<br />

Motivation für den Wegzug.<br />

Dafür verantwortlich ist nicht allein der Mangel<br />

an Wohnfläche, denn rund 7% der Umzugswilligen<br />

suchen eine kleinere Wohnung.<br />

Eine wichtige Rolle spielen zudem wie erwähnt<br />

sowohl die Verkleinerung der Haushaltgrössen<br />

beim Auszug der Kinder aus der<br />

elterlichen Wohnung als auch die zunehmenden<br />

Scheidungsraten. Das Wohnumfeld<br />

hingegen wird nur gerade von knapp einem<br />

Viertel der Befragten als wichtiger Umzugs-<br />

Hohe Umzugsbereitschaft<br />

Neben der Zufriedenheit im Beruf und der<br />

Pflege des Freundeskreises rangiert eine<br />

schöne, gut eingerichtete Wohnung an einer<br />

guten Wohnlage mit zuoberst auf der<br />

Wunschliste jener Dinge, die im Leben als<br />

wichtig erachtet werden. Dieser starke<br />

Wunsch dürfte einer der wichtigsten Gründe<br />

dafür sein, dass ein bedeutender Teil der Bevölkerung<br />

mit der Verbesserung der Wohnsituation<br />

beschäftigt ist: Mehr als ein Drittel aller<br />

Mieter und jeder zehnte Wohneigentümer<br />

äussert gegenwärtig latente oder fixe Umzugsabsichten.<br />

Auffallend ist, dass die fixen<br />

Umzugsabsichten bei den Mietern im Verlauf<br />

der letzten acht Jahre tendenziell rückläufig<br />

sind, während sie bei den Eigentümern eher<br />

zugenommen haben. Dies dürfte nicht zuletzt<br />

auf die demografische Entwicklung in diesen<br />

Jahren zurückzuführen sein, gelangen doch<br />

immer grössere Teile der Wohnbevölkerung<br />

in die Nachfamilienphase. Die daraus resultierende<br />

Reduktion der Haushaltgrössen ist oft<br />

Anlass dafür, sich mit einem Auszug aus dem<br />

zu gross gewordenen Wohneigentum zu befassen,<br />

was nicht nur die fixen, sondern vor<br />

allem auch die Zahl der latenten Umzugsabsichten<br />

erhöht. Die Umzugsbereitschaft zeigt<br />

allerdings auch eine starke Abhängigkeit von<br />

der Verweildauer, das heisst davon, wie lange<br />

die Befragten bereits in der gegenwärtig bewohnten<br />

Wohnung leben. Die Umzugsabsichten<br />

erreichen bei jenen Mietern einen<br />

Maximalwert, die erst relativ kurz, das heisst<br />

zwischen 2 und 5 Jahren, in einer Wohnung<br />

wohnen. Je länger die Verweildauer, desto gegrund<br />

erwähnt, während familiäre und berufliche<br />

Gründe bei 45% der Befragten den Umzugsentscheid<br />

wesentlich mitbeeinflussen.<br />

Bei der Unzufriedenheit mit der aktuellen<br />

Wohnung scheinen insbesondere Lärmimmissionen<br />

eine grosse Rolle zu spielen: Lärmisolation<br />

und Lärmbelastung der aktuell<br />

bewohnten Wohnung gehören zu jenen Faktoren,<br />

die bei der Einschätzung der aktuellen<br />

Wohnsituation die geringsten Zufriedenheitswerte<br />

erzielen. So äussern sich je mehr<br />

als ein Drittel der Schweizer Mieter unzufrieden<br />

mit der Lärmisolation beziehungsweise<br />

der Lärmbelastung ihrer Wohnung. Lediglich<br />

der Steuerfuss der Wohngemeinde – über<br />

den sich mehr als 40% der Befragten negativ<br />

äussern – erzielte einen noch schlechteren<br />

Wert. Mit den Wohnkosten, das heisst der<br />

Höhe des Miet- oder Hypothekarzinses, zeigt<br />

sich demgegenüber lediglich ein Viertel der<br />

Befragten unzufrieden.<br />

«Das Thema Wohnungsnot ist<br />

vom Tisch.» sagt Dieter Marmet<br />

Herr Marmet*, was sind Ihre wichtigsten<br />

Erkenntnisse aus dem Immo-Monitoring?<br />

Obwohl die Finanzkrise auch in der Schweiz<br />

spürbar ist und die Immobilienkrise immer<br />

weitere Kreise zieht, ist auf dem Schweizer<br />

Immobilienmarkt kein Absturz zu erwarten.<br />

Insbesondere auf dem Mietwohnungsmarkt<br />

ist sogar mit einem weiteren Preisanstieg<br />

zu rechnen. Die Wohneigentumspreise und<br />

die Geschäftsflächenpreise werden dagegen<br />

stagnieren.<br />

Gab es darüber hinaus auch Überraschungen?<br />

Diverse. Haben Sie beispielsweise gewusst,<br />

dass sich die Dauer der Baubewilligungsverfahren<br />

trotz der zunehmenden Komplexität<br />

in den letzten 15 Jahren nicht verlängert<br />

hat? Oder dass sich die Zahl der Betten in<br />

Ferienwohnungen in den vergangenen dreissig<br />

Jahren fast verdoppelt hat, während die<br />

Zahl der Hotelbetten im selben Zeitraum stagnierte?<br />

Oder dass es in der Schweiz über<br />

18 Mio. Quadratmeter nicht mehr genutzte<br />

Industrie- und Infrastrukturflächen gibt und<br />

diese neu in der «brachenbank.ch» eingesehen<br />

werden können?<br />

Nun ändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen<br />

fast Tag für Tag. Wann<br />

und wie wird sich dies auf den Schweizer<br />

Immobilienmarkt niederschlagen?<br />

Die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen<br />

haben sich bereits niedergeschlagen.<br />

Noch im Sommer geisterte nach der Veröffentlichung<br />

der jüngsten Leerstandszahlen<br />

wieder das Stichwort Wohnungsnot durch die<br />

Presse. Inzwischen Fragen sich viele Investoren<br />

besorgt, wie lange die Zuwanderung<br />

von ausländischen Arbeitskräften, die in den<br />

letzten Jahren für einen grossen Teil der Wohnungsnachfrage<br />

verantwortlich waren, noch<br />

anhalten wird. Und auf den Geschäftsflächenmarkt<br />

hat die Zahl der Flächen im Angebot<br />

bereits wieder zu steigen begonnen. Längerfristig<br />

hängt letztlich viel davon ab, wie schnell<br />

die Schweizer Wirtschaft aus der absehbaren<br />

Rezession findet.<br />

* Dieter Marmet ist Partner beim Immobilienbera<br />

tungsunternehmen Wüest & Partner, Zürich.<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 45


Service<br />

Konjunktur<br />

BAK sieht rückläufige<br />

Entwicklung im Wohneigentum<br />

Nach dem zehnjährigen Boom der Schweizer Wohneigentumsmärkte stagniert<br />

die Entwicklung 2009 und ist 2010 rückläufig. Dies besagt eine Analyse<br />

von Fahrländer Partner im Auftrag von BAK Basel Economics.<br />

Waadt und Graubünden. In der übrigen<br />

Schweiz dürfte der zu erwartende Preisrückgang<br />

moderat ausfallen.<br />

Red. – Die Abkühlung der Weltwirtschaft<br />

bremst die Entwicklung des Schweizer Wohneigentums.<br />

So ist bis Sommer 2009 mit einer<br />

Stagnation und 2010 mit einem Rückgang<br />

der Preise zu rechnen. Von dieser konjunkturellen<br />

Entwicklung besonders stark<br />

betroffen sind die gehobenen Segmente in<br />

den grossen urbanen Räumen und viele Tourismusdestinationen.<br />

Langfristig ist aber mit<br />

einer erheblichen Zusatznachfrage nach<br />

Wohnungen im Eigentum zu rechnen. Die<br />

Mietpreise werden von den konjunkturellen<br />

Entwicklungen kaum beeinflusst und dürften<br />

– mit Ausnahme der gehobenen Segmente<br />

– weiterhin leicht steigen.<br />

Seit vier Jahren verzeichnet die Schweizer<br />

Wirtschaft überdurchschnittliche Wachstumsraten<br />

und die Hypothekarzinsen befinden<br />

sich schon länger auf sehr tiefem Niveau.<br />

Die Voraussetzungen für den Erwerb<br />

eines Eigenheims waren selten so günstig.<br />

Aber auch die Immigration führte zu einer<br />

erhöhten Nachfrage. Deshalb hielt der Wohneigentumsboom<br />

auch im vergangenen Jahr<br />

unvermindert an: Davon zeugt nicht nur die<br />

hohe Bautätigkeit, sondern vor allem, dass<br />

trotz rund 30 000 neu erstellten Wohnungen<br />

im Eigentum die Leerstände weder bei den<br />

Einfamilienhäusern noch bei den Eigentumswohnungen<br />

signifikant gestiegen sind. Die<br />

ausgezeichneten Rahmenbedingungen haben<br />

in beiden Segmenten zu einem weiteren<br />

Anstieg der Preise geführt, der sich mit we-<br />

nigen Ausnahmen in fast allen Regionen bemerkbar<br />

machte. Besonders ausgeprägt war<br />

der Preisanstieg einmal mehr im Raum Zürich/Zug,<br />

am Genfersee sowie in den touristisch<br />

geprägten Regionen.<br />

Stotternde Weltwirtschaft bremst<br />

Die negative Entwicklung der internationalen<br />

Immobilienmärkte beeinflusste die<br />

Schweizer Wohneigentumsmärkte bislang<br />

kaum. Inzwischen kann sich aber auch die<br />

Schweizer Wirtschaft den Auswirkungen der<br />

globalen Finanzkrise nicht mehr entziehen:<br />

BAK prognostiziert 2009 ein Wachstum des<br />

Schweizer Bruttoinlandprodukts von 0,7%.<br />

Diese Entwicklung und die damit verbundene<br />

Unsicherheit bezüglich der zukünftigen<br />

finanziellen Lage der Haushalte wird gemäss<br />

den Analysen von Fahrländer Partner eine<br />

rückläufige Nachfrage nach Wohneigentum<br />

zur Folge haben, da ein Teil der potenziellen<br />

Wohneigentümer ihre Kaufpläne auf einen<br />

späteren Zeitpunkt verschiebt. Ausserdem<br />

geht infolge der gebremsten Wirtschaftsentwicklung<br />

die Nachfrage nach Wohnraum seitens<br />

der ausländischen Arbeitskräfte zurück.<br />

Aufgrund der starken Preisanstiege in den<br />

vergangenen Jahren besteht in einigen Regionen<br />

zudem ein grosser Spielraum für Preiskorrekturen<br />

nach unten. Dies betrifft insbesondere<br />

die Grosszentren und deren Agglomerationen<br />

– allen voran Zürich und das<br />

Bassin Lémanique Quelle: – sowie Analysen touristisch Fahrländer geprägte<br />

Regionen in den Kantonen<br />

Partner.<br />

Wallis,<br />

Abflachen der Mietpreisentwicklung<br />

Die in der jüngeren Vergangenheit praktisch<br />

stabile Leerstandsquote im Bereich<br />

Mietwohnungen zeigt, dass die geringe Anzahl<br />

neuer Mietwohnungen auf gesamtschweizerischer<br />

Ebene auf eine ebenso<br />

geringe Nachfrage traf. In den Zentren kann<br />

davon jedoch kaum die Rede sein: Die verschwindend<br />

kleine Zahl leer stehender<br />

Wohnungen lässt vermuten, dass hier das<br />

Marktgleichgewicht nachhaltig gestört ist.<br />

So standen im Sommer <strong>2008</strong> in Bern 264, in<br />

Genf 150, in Zürich 51 und in Lausanne<br />

sogar nur 41 Wohnungen leer. Abseits der<br />

Grosszentren liegen die Leerstandsquoten<br />

dagegen teilweise deutlich über dem<br />

Schweizer Mittel. Die Leerstände waren im<br />

Vergleich zum Vorjahr aber auch in diesen<br />

Gebieten rückläufig, allerdings in geringerem<br />

Ausmass als in den zentralen Lagen.<br />

Die Mietpreise haben 2007 ihren seit nunmehr<br />

acht Jahren anhaltenden Anstieg<br />

fortgesetzt. Auch wenn gemäss Prospektivmodell<br />

von Fahrländer Partner insgesamt<br />

bis 2010 nur Einfamilienhäuser<br />

rund 3500 zusätzliche Eig<br />

Mietwohnungen benötigt werden, ist mittelfristig<br />

kaum <strong>2008</strong>/2009 mit einem Rückgang 2009/2010 der <strong>2008</strong>/2<br />

Mieten – nicht auf gesamtschweizerischer<br />

Ebene und noch weniger in den Zentren –<br />

zu rechnen. Eine Ausnahme bilden allenfalls<br />

die Wohnungen im gehobenen Segment<br />

in den Zentren sowie Mietwohnungen<br />

in Tourismusdestinationen. Wenn die<br />

erhöhte Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen<br />

Entwicklungen zu einer vorüber-<br />

Tabelle 1 Zyklische Preisentwicklung <strong>2008</strong>/2009 – 2009/2010<br />

Unteres Segment <br />

Mittleres Segment <br />

Gehobenes Segment <br />

Tabelle 1 Zyklische Preisentwicklung <strong>2008</strong>/2009 Tabelle – 2009/2010 2 Zyklische Preisentwicklung <strong>2008</strong>/2009 – 2009/2010<br />

Einfamilienhäuser<br />

Eigentumswohnungen<br />

MIetwohnungen<br />

<strong>2008</strong>/2009 2009/2010 <strong>2008</strong>/2009 2009/2010 <strong>2008</strong>/2009 2009/2010<br />

Unteres Segment Unteres Segment <br />

<br />

Mittleres Segment Mittleres Segment <br />

<br />

Gehobenes Segment Gehobenes Segment <br />

<br />

Quelle: Analysen Fahrländer Partner.<br />

Quelle: Analysen Fahrländer Partner.<br />

Zyklische Preisentwicklung <strong>2008</strong>/2009 und 2009/2010<br />

Tabelle 2 Zyklische Preisentwicklung <strong>2008</strong>/2009 – 2009/2010<br />

46 immobilia November <strong>2008</strong><br />

MIetwohnungen<br />

Abbildung 1<br />

Preisniveau <strong>2008</strong> vs. Trend: Durchschnittliches E


Service<br />

gehenden Abschwächung der Nachfrage<br />

nach Wohneigentum führt, könnte der Mietwohnungsmarkt<br />

sogar von der erwarteten<br />

Wachstumsverlangsamung profitieren.<br />

Langfristiger Zusatzbedarf im Wohneigentum<br />

Bis 2023 wird der Trend zu Wohneigentum<br />

die Wohnungsmärkte in der Schweiz dominieren.<br />

In den kommenden zwei Jahren begenden<br />

Preisen auszugehen ist. Im Bereich<br />

Mietwohnungen ist vor allem bei den grossen<br />

Wohnungen aufgrund der Konkurrenz<br />

durch das Wohneigentum – insbesondere in<br />

ländlichen Gebieten – mit einer deutlich<br />

rückläufigen Nachfrage zu rechnen. Einzig<br />

die Nachfrage nach kleinen und mittleren<br />

Wohnungen wird zunehmen. Insgesamt besteht<br />

bis 2023 Bedarf nach 50 000 zusätzlichen<br />

Mietwohnungen.<br />

Verbandsbeschwerderecht<br />

Das Verbandsbeschwerderecht im<br />

Überblick – Fragen und Antworten<br />

Dr. Peter Burkhalter<br />

Seit Jahren steht das Verbandsbeschwerderecht<br />

im Kreuzfeuer der Kritik und wird am<br />

30. November <strong>2008</strong> – anlässlich einer Initiative<br />

des Zürcher Freisinns – erneut zur Abstimmung<br />

vorgebracht. Im Rahmen einer<br />

Einladung des WBCB 1 zum Thema "Verbandsbeschwerderecht»<br />

gewährten am 15.<br />

Oktober <strong>2008</strong> Referenten 2 aus Wirtschaft,<br />

Politik, Recht und Verbänden mit ihren Argumenten<br />

und Denkweisen Einblicke in das<br />

derzeit geltende Verbandsbeschwerderecht.<br />

Nachfolgend ein Auszug aus meinem Referat<br />

zu den rechtlichen Fragestellungen unter<br />

Berücksichtigung der von den Referenten<br />

eingebrachten Argumente.<br />

Wo finden sich die gesetzlichen Grundlagen<br />

des ideellen Verbandsbeschwerderechts?<br />

Die ideelle Verbandsbeschwerde ist die durch<br />

Spezialgesetz bestehende Befugnis bestimmter<br />

privater Organisationen, zur Verfolgung<br />

öffentlicher Interessen bestimmte<br />

Rechtsanwendungsakte anzufechten 3 . In der<br />

Schweizerischen Bundesverfassung (BV) 4 ist<br />

das Verbandsbeschwerderecht folglich nicht<br />

An projektierten<br />

Einkaufszentren<br />

entzündet sich häufig<br />

der Streit zwischen<br />

Bauherrschaft und<br />

Umweltverbänden. Im<br />

Bild das neu eröffnete<br />

Zentrum Westside in<br />

Bern. (Bild PD)<br />

ziffert das Prospektivmodell von Fahrländer<br />

Partner den Bedarf auf 51 000 Einheiten.<br />

Die aktuelle Bautätigkeit im Bereich Wohneigentum<br />

sollte daher um rund 5000 Wohnungen<br />

pro Jahr reduziert werden, um den<br />

durch die rückläufige Nachfrage beeinträchtigten<br />

Markt nicht zusätzlich zu belasten.<br />

Insgesamt ist bis 2023 ein zusätzlicher Bedarf<br />

von 260 000 Wohnungen im Eigentum<br />

zu erwarten, so dass langfristig von steiverankert,<br />

hingegen wird es durch verschiedene<br />

Spezialgesetze geregelt. Aufgenommen<br />

in die schweizerische Rechtsordnung wurde<br />

das Instrument der Verbandsbeschwerde<br />

erstmals 1966 mit dem Inkrafttreten des Natur-<br />

und Heimatschutzgesetztes (NHG) 5 . 1983<br />

wurde im Umweltschutzgesetz (USG) 6 eine<br />

analoge Bestimmung eingeführt. Ein Beschwerderecht<br />

für Schutzorganisationen<br />

kennen des Weiteren das Fuss- und Wanderweggesetz<br />

7 , das Gentechnikgesetz 8 , das<br />

Gleichstellungsgesetz von Mann und Frau 9<br />

sowie das Behindertengleichstellungsgesetz<br />

10 . Die beiden wesentlichen Bestimmungen,<br />

welche die Verbandsbeschwerde im<br />

Umweltbereich vorsehen – und deshalb von<br />

der Initiative betroffen sind – finden sich in<br />

Art. 12 des Natur- und Heimatschutzgesetzes<br />

und in Art. 55 des Umweltschutzgesetzes.<br />

Welche Verfahrensstellung kommt den<br />

Verbänden zu?<br />

Die Bundesverfassung gewährt jeder Partei<br />

im Verfahren Anrecht auf rechtliches Gehör<br />

<strong>11</strong> . Dies hat zur Folge, dass auf Stufe der<br />

Kantone und Gemeinden Verfügungen und<br />

Entscheide mittels Einsprache (bei der Verfügung<br />

erlassenden Behörde) oder Beschwerde<br />

(bei einer übergeordneten Behörde)<br />

angefochten werden können 12 .<br />

Nach den Grundsätzen des Verwaltungsverfahrensrechts<br />

erfüllt das Erfordernis der Einsprache-<br />

bzw. Beschwerdelegitimation u. a.<br />

nur, wer formell und materiell beschwert ist<br />

und ein aktuelles und praktisches Interesse<br />

an der Aufhebung der Rechtskraft des Anfechtungsobjekts<br />

hat. Währenddessen das<br />

Erfordernis der formellen Beschwer bereits<br />

durch die Teilnahme am vorinstanzlichen<br />

Verfahren erfüllt wird, ist materiell beschwert<br />

nur, wer durch das Anfechtungsobjekt besonders<br />

betroffen ist. Mit dem Ziel, Popularbeschwerden<br />

zu vermeiden, wurden gleichzeitig<br />

ideelle Interessen im Bereich der (Umwelt-)Planung<br />

– durch das Erfordernis der<br />

besonderen Betroffenheit – der Beschwerdefähigkeit<br />

entzogen.<br />

Um der Gefahr zu begegnen, dass wirtschaftliche<br />

Nutzungsinteressen den umweltrechtlichen<br />

Schutzbestrebungen stets vorgezogen<br />

werden, wurde nach einem Kontroll- und Korrekturmechanismus<br />

gesucht, welcher schlussendlich<br />

im Verbandsbeschwerderecht Eingang<br />

gefunden hat. Vom Nachweis der materiellen<br />

Beschwer mittels spezialgesetzlicher<br />

Regelung befreit, versteht sich heute das Verbandsbeschwerderecht<br />

als Sonderrecht bestimmter<br />

privater Organisationen, um sogenannt<br />

ideelle Interessen zu vertreten.<br />

Als eine Art Vertreter der «sprachlosen» Natur<br />

oder als «Anwälte der Natur» kommen<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 47


Service<br />

den Natur- und Umweltschutzverbänden<br />

deshalb unterschiedliche Funktionen zu. Primär<br />

unterstützten und verbessern sie den<br />

Vollzug der Umweltgesetzgebung, indem<br />

das materielle Recht auf seine korrekte Umsetzung<br />

überprüft wird. Zusätzlich wirkt das<br />

Verbandsbeschwerderecht auch im Sinne<br />

der Prävention. Das Wissen um eine Beschwerdemöglichkeit<br />

durch fachlich qualifizierte<br />

Organisationen motiviert nicht nur die<br />

rechtsanwendenden Behörden, sondern<br />

auch die mit der Projektierung befassten<br />

Personen, die anwendbaren Rechtsnormen<br />

einzuhalten.<br />

Welche privaten Organisationen sind zur<br />

Ausübung des Verbandsbeschwerderechts<br />

legitimiert?<br />

Gemäss Art. 12 NHG und Art. 55 USG ist der<br />

Kreis der zur Verbandsbeschwerde berechtigter<br />

Organisationen beschränkt. Die Anforderungen<br />

sind:<br />

1. Es muss sich um eine ideelle Organisation<br />

handeln (nach Statuten und tatsächlich).<br />

2. Es muss sich um eine Umweltschutzorganisation<br />

bzw. um eine Natur- und Heimatschutzorganisation<br />

handeln (nach Statuten<br />

und tatsächlich).<br />

3. Die Organisation muss gesamtschweizerisch<br />

tätig sein (nach Statuten und tatsächlich).<br />

4. Die Organisation muss seit 10 Jahren bestehen<br />

und in diesen Jahren alle übrigen<br />

Voraussetzungen immer erfüllt haben.<br />

Die im Bereich des Natur-, Heimat- und Umweltschutz<br />

tätigen Organisationen werden<br />

durch den Bundesrat bestimmt. Sie sind im<br />

Sinne eines Numerus clausus auf Verordnungsstufe<br />

im Verzeichnis der beschwerdeberechtigten<br />

Organisationen (VB0) aufge-<br />

führt. Derzeit werden gemäss NHG und USG<br />

einunddreissig Organisationen zur Verbandsbeschwerde<br />

zugelassen.<br />

Welchen Einschränkungen ist die Ausübung<br />

des Verbandsbeschwerderechts<br />

heute bereits unterworfen?<br />

Was den Gegenstand einer Verfügung betrifft,<br />

so sind nicht alle Verfügungen und Entscheide,<br />

in denen Umweltrecht angewendet<br />

wird, beschwerdefähig. Spezialgesetze sehen<br />

weitere Einschränkungen des sachlichen<br />

Geltungsbereichs vor und ermöglichen<br />

die Verbandsbeschwerde vorwiegend<br />

bei Projekten mit erwartungsgemäss grossen<br />

Umweltauswirkungen oder in besonders<br />

empfindlichen Landschaftsräumen 13 . So ist<br />

gemäss dem Umweltschutzgesetz das Beschwerderecht<br />

auf Projekte beschränkt, die<br />

der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)<br />

unterstehen 14 . Im Rahmen des NHG können<br />

nur in Anwendung von Bundesrecht ergangene<br />

Verfügungen und Entscheide mit<br />

Auswirkungen auf die Natur bzw. auf die<br />

Landschaft angefochten werden.<br />

Verschärft wurden die Voraussetzungen für<br />

die Ausübung des Verbandsbeschwerderechts<br />

erstmals 1995. Sowohl das Umweltschutzgesetz<br />

wie auch das Natur- und Heimatschutzgesetz<br />

sehen heute vor, dass die<br />

Verbände zur Beschwerde nur legitimiert<br />

sind, wenn sie vorgängig die Einsprachemöglichkeit<br />

genutzt haben. Weitere Korrekturen<br />

erfolgten erst kürzlich mit der am<br />

1. Juli 2007 in Kraft getretenen Gesetzesrevision,<br />

welche auf die Initiative Hofmann zurückführt.<br />

Im Rahmen dieser Harmonisierung<br />

des NHG und des USG wurden diverse Anpassungen<br />

und Korrekturen vorgenommen.<br />

Die wichtigsten sind 15 :<br />

<br />

<br />

1. Die Verbände müssen insgesamt<br />

strengere Voraussetzungen erfüllen, um<br />

Beschwerde zu führen (Art. 12, 12a NHG/<br />

Art. 55 USG).<br />

2. Die Verbände müssen vor Gericht die Kosten<br />

tragen, wenn ihre Beschwerde abgelehnt<br />

wird (Art. 12f NHG/Art. 55e USG).<br />

3. Während des Verfahrens kann – unter bestimmten<br />

Voraussetzungen – bereits mit<br />

dem Bau begonnen werden (Art. 12e<br />

NHG/Art. 55d USG).<br />

4. Vereinbarungen der Organisationen mit<br />

den Bauherren sind nur noch Anträge an<br />

die Bewilligungsbehörde (Art. 12d Abs. 1<br />

NHG/Art. 55c Abs. 1 USG).<br />

5. Die Möglichkeit mit der Bauherrschaft<br />

Vereinbarungen über finanzielle oder andere<br />

Leistungen abzuschliessen, wird<br />

beschränkt (Art. 12d Ab. 2 NHG, Art. 55c<br />

Abs. 2 USG).<br />

Welche Arten von Verbandseinsprachen<br />

werden unterschieden?<br />

Die Einsprachen von Verbänden – welche<br />

Voraussetzung des Beschwerderechts bilden<br />

– lassen sich grob in vier Gruppen teilen<br />

16 :<br />

Informationseinsprache<br />

Sie wird erhoben, wenn die Auswirkungen<br />

eines Projektes aufgrund der Ausschreibung<br />

als unklar erscheinen. Erweist sich ein Projekt<br />

bei genauer Kenntnis als unproblematisch, so<br />

werden solche Einsprachen zurückgezogen.<br />

Rechtswahrungseinsprache<br />

Diese wird während der Projektauflage erhoben.<br />

Sollten die mit der Bauherrschaft abgeschlossenen<br />

Vereinbarungen nicht eingehalten<br />

werden, so kann damit ein späteres<br />

Beschwerderecht gewahrt werden.<br />

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48 immobilia November <strong>2008</strong>


Service<br />

Konstruktive Einsprache<br />

Sie wird erhoben, wenn die Auswirkungen<br />

eines Vorhabens auf die Umwelt als übermässig<br />

angesehen werden, Verbesserungen<br />

aber als möglich erscheinen. Dabei werden<br />

Verhandlungen mit der Bauherrschaft angestrebt<br />

und die Einreichung einer Beschwerde<br />

nach Möglichkeit vermieden.<br />

Grundsatzeinsprache<br />

Sie wird erhoben, wenn die beschwerdeberechtigte<br />

Organisation ein Vorhaben grundsätzlich<br />

ablehnt. Mit einem anschliessenden<br />

Beschwerdeverfahren soll das Vorhaben<br />

vermieden werden.<br />

Was wird am Verbandsbeschwerderecht<br />

kritisiert?<br />

Trotz der Anpassungen beim Beschwerderecht<br />

der Verbände bleibt das Verbandsbeschwerderecht<br />

bis heute ein politisches Dauertraktandum<br />

und steht allgegenwärtig im<br />

Kreuzfeuer der Kritik. Diese fokussiert sich<br />

insbesondere auf drei Themenschwerpunkte:<br />

den Missbrauch, die Bauverzögerung und die<br />

Einmischung 17 . Vertreter der Wirtschaft rügen<br />

insbesondere, dass mittels der Verbandsbeschwerde<br />

oftmals versucht würde, bei Bauprojekten<br />

Umweltschutzmassnahmen zu erzwingen,<br />

für welche es keine gesetzliche<br />

Grundlage gäbe. Aus Angst vor einer Verbandsbeschwerde<br />

würde sodann oft zu ökologisch<br />

nicht sinnvollen Massnahmen gegriffen.<br />

Sinnvolle Sanierungen würden unterlassen,<br />

die Landschaft durch die Erstellung vieler<br />

kleiner Einkaufszentren zersiedelt und durch<br />

ein geringes Parkplatzangebot der Suchverkehr<br />

in den Quartieren vermehrt 18 . Weiter<br />

wird kritisiert, dass das Verbandsbeschwerderecht<br />

eine ausgewogene Interessenabwägung<br />

zwischen umweltpolitischen und wirtschaftlichen<br />

Anliegen verunmöglicht, da den<br />

Verbänden praktisch ein Vetorecht zukomme<br />

und durch den unsicheren Ausgang der<br />

Bewilligungsverfahrens Rechtunsicherheiten<br />

entstehen würden.<br />

Was beabsichtigt die Initiative «Verbandsbeschwerderecht<br />

– mehr Wachstum<br />

für die Schweiz»?<br />

Die von der FDP eingereichte Volksinitiative<br />

«Verbandsbeschwerderecht – mehr Wachstum<br />

für die Schweiz» verlangt eine weitere<br />

Einschränkung des Verbandsbeschwerderechts,<br />

geregelt auf Verfassungsstufe. Haben<br />

das Volk oder ein Parlament über ein Bauprojekt<br />

entschieden, soll die Verbandsbeschwerde<br />

ausgeschlossen sein. Die Bundesverfassung<br />

vom 18. April 1999 soll wie folgt<br />

geändert werden:<br />

Art. 30a (neu) Verbandsbeschwerderecht<br />

Das Verbandsbeschwerderecht in Umweltund<br />

Raumplanungsangelegenheiten nach<br />

den Artikeln 74–79 ist ausgeschlossen bei:<br />

a. Erlassen, Beschlüssen und Entscheiden,<br />

die auf Volksabstimmungen in Bund, Kantonen<br />

oder Gemeinden beruhen;<br />

b. Erlassen, Beschlüssen und Entscheiden<br />

der Parlamente des Bundes, der Kantone<br />

oder Gemeinden.<br />

Hinter der Initiative birgt sich die Idee, wiederum<br />

ein Gleichgewicht zwischen Umwelt<br />

und Wirtschaft herzustellen, indem das Sonderrecht<br />

der Verbände gezielt eingeschränkt<br />

wird. Die Umweltverbände wären sodann<br />

angehalten, im Rahmen der öffentlichen Debatte<br />

die notwendigen Mehrheiten zu suchen,<br />

um ein umweltrechtlich fragwürdiges<br />

Projekt zu verhindern. Gleichzeitig sollen<br />

Rechtsunsicherheiten für Investoren vermindert<br />

und dadurch der Wirtschaftsstandort<br />

Schweiz gefördert werden.<br />

Was ist bei einer Annahme der Initiative<br />

zu bedenken?<br />

Auch wenn einem Projekt ein Entscheid der<br />

Stimmbürger oder eines Parlamentes zugrunde<br />

liegt, muss dieses rechtsstaatlich<br />

korrekt ausgeführt werden. Denn in einem<br />

demokratischen Staat sind nicht nur die Verwaltung,<br />

sondern auch das Volk und die Parlamente<br />

an das Recht einer jeder höheren<br />

staatlichen Ebene gebunden 19 .<br />

Eine korrekte Durchsetzung des materiellen<br />

Bundesrechts würde insbesondere dort<br />

hohe Anforderungen an die Parlamente und<br />

an das Volk stellen, wo wirtschaftliche – insbesondere<br />

finanzielle – Interessen im Vordergrund<br />

stehen. Da diese im Moment meist<br />

dringlicher, evidenter und notwendiger erscheinen<br />

und gleichzeitig bei solchen Vorhaben<br />

im Zeitpunkt der Abstimmung die Auswirkungen<br />

auf die Umwelt noch nicht genau<br />

voraussehbar sind, müssten im Hinblick auf<br />

die Vollzugsdefizite im Umweltrecht wahrscheinlich<br />

andere Instrumente geprüft werden,<br />

um den Schutz des ländlichen Raums<br />

langfristig sicherzustellen.<br />

Weiter müsste man sich fragen, ob die Initiative<br />

zum richtigen Zeitpunkt – das Verbandsbeschwerderecht<br />

wurde erst kürzlich revidiert<br />

– und vor allem am richtigen Ort ansetzt,<br />

um Bauverzögerungen, Missbräuche<br />

und Rechtsunsicherheiten zu eliminieren.<br />

Denn Rechtsunsicherheiten sind letztendlich<br />

auch durch die Unbestimmtheit der Normen<br />

im Umweltrecht bedingt. Des Weiteren wer-<br />

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Service<br />

den Grossbauprojekte nicht ausschliesslich<br />

von Verbänden blockiert, sondern ebenso<br />

von Anwohnern aus der Nachbarschaft, welche<br />

aufgrund der persönlichen Betroffenheit<br />

ebenfalls zur Beschwerde berechtigt sind.<br />

Lösungen zur Behebung des Vollzugsdefizits<br />

im Umweltrecht sind deshalb allenfalls auch<br />

in einer Änderung der materiellrechtlichen<br />

Grundlagen zu suchen.<br />

Was ist bei einer Ablehnung der Initiative<br />

zu bedenken?<br />

Bei einer Ablehnung der Initiative müsste<br />

danach gefragt werden, ob – und vor allem<br />

wie – Verbesserungen zu Gunsten von<br />

nachhaltigen Investitionen erreicht werden<br />

könnten. Prüfenswert scheinen insbesondere<br />

weitere Instrumente der Verfahrensbeschleunigung<br />

wie auch ein Erlass von<br />

Richtlinien zur Ausübung des Verbandsbeschwerderechts<br />

durch den Bund 20 . Unter<br />

Experten wird ebenfalls diskutiert, ob es<br />

nicht zur Verbesserung des Investitionsklimas<br />

einer Änderung der materiellrechtlichen<br />

Grundlagen bedarf, um die «echten»<br />

Probleme in der Umweltschutzgesetzgebung<br />

beheben zu können.<br />

1 Wirtschaftsberatungs-Cluster Bern Espace<br />

Mittelland, Fachgruppe Verbandswesen, Industrie,<br />

Handelsvertretung.<br />

2 Alec von Graffenried (Nationalrat), Christian<br />

Wasserfallen (Nationalrat), Markus Neukomm<br />

(Präsident espace mobilité), Peter Saxenhofer<br />

(Geschäftsführer VCS Schweiz), Dr. Peter<br />

Burkhalter (Hodler & Emmenegger Rechtsanwälte<br />

Bern).<br />

3 Davon abzugrenzen sind die Beschwerde zur<br />

Wahrung der Interessen des Verbandes sowie die<br />

egoistische Verbandsbeschwerde. Letztere bedarf<br />

keiner gesetzlichen Grundlage.<br />

4 Bundesverfassung der Schweizerischen<br />

Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (Bundesverfassung,<br />

BV).<br />

5 Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den<br />

Natur- und Heimatschutz (NHG).<br />

6 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den<br />

Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG).<br />

7 Bundesgesetz vom 4. Oktober 1985 über<br />

Fuss- und Wanderwege (FWG).<br />

8 Bundesgesetz vom 21. März 2003 über die<br />

Gentechnik im Ausserhumanbereich (Gentechnikgesetz,<br />

GTG).<br />

9 Bundesgesetz vom 24. März 1995 über die<br />

Gleichstellung von Mann und Frau (Gleichstellungsgesetz,<br />

GlG).<br />

10 Bundesgesetz vom 13. Dezember 2002 über die<br />

Beseitigung von Benachteiligungen von<br />

Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz,<br />

BehiG).<br />

<strong>11</strong> Art. 29 Abs. 2 BV.<br />

12 Landscape and environmental planning (LEP),<br />

Verbandsbeschwerderecht, S. 2.<br />

13 BUWAL, Wie wirkt das Beschwerderecht der<br />

Umweltschutz-Organisationen? Bern 2000, S. 10.<br />

14 Vgl. Art. 55 Abs. 1 USG.<br />

15 http://www.uvek.admin.ch/dokumentation/00476/00477/01557/index.html<br />

(besucht am<br />

22. Oktober <strong>2008</strong>).<br />

16 BUWAL, Wie wirkt das Beschwerderecht der<br />

Umweltschutz-Organisationen?, Bern 2000, S. 12 ff.<br />

17 BUWAL, Wie wirkt das Beschwerderecht der<br />

Umweltschutz-Organisationen?, 2000, S. 13.<br />

18 Dossierpolitik, Verbandsbeschwerde-Initiative:<br />

Wichtiger Schritt im Reformprozess, Sept. <strong>2008</strong>,<br />

(Nr. 18).<br />

19 Art. 5 Abs. 1 BV (Legalitätsprinzip).<br />

20 HÄNER Isabelle, CaS 2004, S. 125.<br />

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50 immobilia November <strong>2008</strong>


Service<br />

Schweizerische Maklerkammer SMK<br />

Immobilien im Alter<br />

Claudia Spalinger, Vizepräsidentin SMK<br />

Daheim oder im Heim, das sind schon seit längerem nicht mehr die einzigen<br />

beiden Zukunftsperspektiven für ältere Menschen.<br />

Schweizerische Maklerkammer<br />

Chambre Suisse des Courtiers en Immobilier<br />

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Swiss Chamber of Real Estate Brokers<br />

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mögliches gemeinsames<br />

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Maklern der SMK finden Sie Unterstützung<br />

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Strategie für die richtige Immobilie im<br />

Alter.<br />

Interessierte Personen sind herzlich zum<br />

Vortrag des HEV Limmattal «Immobilien<br />

im Alter» mit den Referenten Claudia<br />

Spalinger und Robert Frey am Montag,<br />

17. November <strong>2008</strong>, 19.30 Uhr, im Gemeinderatssaal<br />

im Stadthaus in Dietikon<br />

eingeladen.<br />

Gemäss den Angaben des Bundesamt für<br />

Statistik wird in den kommenden 10 Jahren<br />

nicht nur die Zahl der Personen in den Altersklassen<br />

zwischen 21 bis 30 und 45 bis<br />

49 deutlich wachsen, sondern auch die Zahl<br />

der Personen zwischen 60 bis 89. Die Alterspyramide<br />

verschiebt sich deutlich nach<br />

oben.<br />

Dies bewirkt eine veränderte Nachfrage<br />

nach Wohnimmobilien. Welche Immobilientypen<br />

werden nun vermehrt nachgefragt?<br />

Für ältere Menschen stehen in erster Linie<br />

bauliche Aspekte im Vordergrund. Hindernisfreihes<br />

Bauen heisst das Gebot der Zukunft:<br />

– Schwellen- und stufenfrei (rollstuhlgängig<br />

im Innen- wie im Aussenbereich)<br />

– Grosszügiges und flexibles Raumkonzept<br />

mit rutschfesten Bodenbelägen<br />

– Unterhaltsarm und pflegeleicht.<br />

Aber auch Sicherheitsaspekte wie Gegensprechanlage<br />

und Alarmanlage gehören dazu.<br />

In der Schweiz wurden einige Neubau- und<br />

Umbauprojekte erfolgreich umgesetzt, wie<br />

zum Beispiel das «Solinsieme» in St.Gallen<br />

oder das «Schönfels» in Stäfa ZH, die neue<br />

Wege des Alterswohnens zeigen.<br />

Häufig stellen Eigentümer fest, dass ihr gegenwärtiges<br />

Eigenheim die Bedürfnisse der<br />

Zukunft nicht (mehr) erfüllen kann. Die Kinder<br />

sind «ausgeflogen», die Freizeitbeschäftigungen<br />

haben sich verändert, der Garten<br />

ist zu gross geworden und vieles mehr.<br />

Schweizer Qualität im Immobilienhandel<br />

finden Sie bei Mitgliedern der Schweiz.<br />

Maklerkammer, siehe www.smk.ch oder<br />

Schweiz. Maklerkammer, Stadtturmstrasse<br />

10 in Baden<br />

So wandelt sich das «Daheim fürs ganze Leben»<br />

zu einem Wegbegleiter für einen Lebensabschnitt.<br />

Um den Schritt zum neuen<br />

Heim möglichst optimal vorbereiten zu können,<br />

gibt Michael Blaser, ausgewiesener<br />

Spezialist im Eigenheimbereich und Geschäftsführer<br />

von Wüst und Wüst in Zollikerberg<br />

ZH folgende Tipps:<br />

– Die Lage: Definieren Sie Ihre Wunschumgebung<br />

in Bezug auf Nähe zu Familie,<br />

Freunden, Bekannten, Freizeitaktivitäten,<br />

öffentlichen Verkehrsmitteln, Erreichbarkeit,<br />

etc.<br />

– Das Wichtigste: Wie viele Zimmer, Quadratmeter<br />

Wohnfläche, Nebennutzfläche,<br />

welche Wohnform, etc. entsprechen Ihrer<br />

Persönlichkeit<br />

– Das Finanzielle: Eine detaillierte Auslegeordnung<br />

über die aktuelle und die zukünftige<br />

finanzielle Situation, Bezug Pensionskassen-Gelder,<br />

etc.<br />

– Das Besondere: wofür möchten Sie Platz<br />

(Autos, Briefmarkensammlung, Orchideenzüchtung,<br />

usw.) oder möchten Sie<br />

Service-Dienstleistungen in Anspruch<br />

nehmen können wie Concierge-Dienste,<br />

Postzustellung, Pflanzenpflege während<br />

Abwesenheiten?<br />

Bei der Planung der neuen Lebensphase und<br />

dem entsprechenden Zuhause sind viele<br />

Punkte zu berücksichtigen. Soll die bisherige<br />

Immobilie auf den Markt gebracht werden,<br />

bevor ein neues Eigenheim erworben ist?<br />

Das Gespräch mit dem professionellen Immobilienmakler<br />

lohnt sich, um ein gescheites<br />

und auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmtes<br />

Verkaufsvorgehen zu definieren<br />

und einzuleiten.<br />

Dieses Haus war<br />

lange Jahre das Heim<br />

der Familie D. Nach<br />

familiären Veränderungen<br />

wurde es<br />

verkauft. Die Eigentümer<br />

haben sich<br />

neu orientiert.<br />

Verkäufer und Käufer<br />

sind glücklich!<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 51


Service<br />

Organe, Mitgliederorganisationen, Termine<br />

Geschäftsleitung <strong>SVIT</strong> Schweiz<br />

Präsident: Urs Gribi, eidg. dipl. IT, gribi theurillat,<br />

Sperrstrasse 42, Postfach, 4005 Basel,<br />

Tel. 061 690 40 13, Fax 061 690 40 00,<br />

ugribi@gribitheurillat.ch<br />

Vizepräsident: Andreas Ingold, Livit AG,<br />

Altstetterstrasse 124, 8048 Zürich,<br />

Tel. 058 360 32 67, Fax 058 360 33 95,<br />

andreas.ingold@livit.ch<br />

Finanzen: (Ressort Finanzen),<br />

Peter Krummenacher, contrust finance ag<br />

Friedentalstrasse 43, Postfach 2549, 6002 Luzern,<br />

Tel. 041 429 09 09, Fax 041 429 09 00,<br />

peter.krummenacher@contrustfinance.ch<br />

Mitglied: (Ressort Aus- und Weiterbildung)<br />

Dr. Peter Burkhalter, Hodler & Emmenegger,<br />

Elfenstrasse 19, Postfach, 3000 Bern 16,<br />

Tel. 031 352 <strong>11</strong> 88, Fax 031 352 <strong>11</strong> 85<br />

p.burkhalter@hodler.ch<br />

Mitglied: (Ressort Mitgliederservice & Marketing)<br />

Stephan Wegelin, Stephan Wegelin. Marketing & Communication,<br />

Reismühlestrasse <strong>11</strong>/83, 8409 Winterthur,<br />

Tel. 052 242 13 10, Fax 052 242 13 10,<br />

stephan.wegelin@stephanwegelin.ch<br />

Direktor: Tayfun Celiker,<br />

Puls 5, Giessereistrasse 18, 8005 Zürich,<br />

Tel. 044 434 78 80, Fax 044 434 78 99,<br />

tayfun.celiker@svit.ch<br />

Schiedsgericht der<br />

Schweizer Immobilienwirtschaft<br />

Sekretariat: Obstgartenstr. 28, 8006 Zürich,<br />

Tel. 044 434 78 88, Fax 044 434 78 99<br />

info@svit-schiedsgericht.ch, www.svit-schiedsgericht.ch<br />

<strong>SVIT</strong> Aargau<br />

Präsident: Christophe Terrier, dipl. Immobilien-Treuhänder,<br />

Bäderstr. 30, Postfach 1460,<br />

5401 Baden, Mobile 079 321 44 50<br />

Sekretariat: <strong>SVIT</strong> Aargau, Bahnhofstr. 10, 5000 Aarau,<br />

Tel. 062 832 77 46, Fax 062 832 77 43<br />

info@svit-aargau.ch<br />

<strong>SVIT</strong> beider Basel<br />

Präsidentin: Pascale Hattemer, Hattemer Partner<br />

GmbH, Arnold Böcklin-Str. <strong>11</strong>, 4051 Basel,<br />

Tel. 061 225 20 20, Fax 061 225 20 21<br />

Sekretariat: <strong>SVIT</strong> beider Basel,<br />

Christine Sommerer, Innere Margarethenstr. 2,<br />

Postfach 610, 4010 Basel, Tel. 061 283 24 80,<br />

Fax 061 283 24 81, svit-basel@bluewin.ch<br />

<strong>SVIT</strong> Bern<br />

Präsident: Urs Wirth, Die Mobiliar<br />

Versicherungen + Vorsorge, Bundesgasse 35<br />

Postfach 8726, 3001 Bern, Tel. 031 389 76 09,<br />

Fax 031 389 68 45, urs.wirth@mobi.ch<br />

Sekretär: Thomas Graf, <strong>SVIT</strong> Bern,<br />

Sulgenauweg 40, Postfach 8375, 3001 Bern,<br />

Tel. 031 378 55 00, Fax 031 378 55 01,<br />

svit-bern@svit.ch<br />

<strong>SVIT</strong> Graubünden<br />

Präsident: Christian Fross, Fross Immobilien<br />

Management AG, Promenade 60, 7270 Davos Platz,<br />

Tel. 081 420 00 88, Fax 081 420 00 87,<br />

welcome@fross.ch<br />

Sekretariat: Hans-Jörg Berger, Berger Immobilien<br />

Treuhand AG, Bahnhofstrasse 8,<br />

Postfach 102, 7002 Chur, Tel. 081 257 00 05,<br />

Fax 081 257 00 01, svit-graubuenden@svit.ch<br />

<strong>SVIT</strong> Ostschweiz<br />

Präsident: Jonny Hutter, Sonnenbau AG,<br />

Hohenemserstrasse 76, 9444 Diepoldsau,<br />

Tel. 071 737 90 70, Fax 071 737 90 80<br />

Sekretariat: Claudia Zoller, Postfach 174,<br />

9501 Wil, Tel. 071 929 50 50, Fax 071 929 50 51,<br />

svit-ostschweiz@svit.ch<br />

Drucksachenversand: Vreny Egger,<br />

Egger Immobilien-Treuhand, Postfach 40,<br />

8880 Walenstadt, Tel. 081 710 24 30,<br />

Fax 081 735 23 30, egger.immobilien@swissonline.ch<br />

<strong>SVIT</strong> Romandie<br />

Präsident: Jean-Jacques Morard, PSP Management SA,<br />

Rue de Sébeillon 1, Case postale 91,<br />

1000 Lausanne 20, Tel. 021 637 78 10,<br />

Fax 021 637 78 01, jjmorard@psp.info<br />

Sekretariat: <strong>SVIT</strong> Romandie, Rue Centrale 9,<br />

1003 Lausanne, Tel. 021 3<strong>11</strong> 48 10,<br />

Fax 021 3<strong>11</strong> 48 13, info@svit-romandie.ch<br />

<strong>SVIT</strong> Solothurn<br />

Präsident und Sekretariat: Jürg Kocher, Bielstrasse<br />

20, 4502 Solothurn, Tel. 032 624 55 58, Fax 032 624 55<br />

56, juerg.kocher@livit.ch<br />

<strong>SVIT</strong> Tessin<br />

Präsident: Franco Trachsel, Trachsel Fiduciaria<br />

immobiliare SA, Via Besso 27, 6900 Lugano,<br />

Tel. 091 967 63 75, Fax 091 967 63 80,<br />

info@trachsel-immo.ch<br />

Sekretär: <strong>SVIT</strong> Ticino, Werner Leuzinger,<br />

via Pezzolo 7, CP 58, 6952 Canobbio,<br />

Tel. 091 921 10 73, Fax 091 942 46 83,<br />

svit.ticino@bluewin.ch<br />

<strong>SVIT</strong> Zentralschweiz<br />

Präsident: Walter Hochreutener, Alfred Müller AG,<br />

Neuhofstr. 10, 6340 Baar, Tel. 041 767 02 31,<br />

Fax 041 767 02 00<br />

Sekretariat: <strong>SVIT</strong> Zentralschweiz, Verena Kunz,<br />

Hübelistrasse 18, 6020 Emmenbrücke,<br />

Tel. 041 289 63 68, Fax 041 289 63 60,<br />

svit@welimmo.ch<br />

Rechtsauskunft für Mitglieder:<br />

Kummer Bolzern & Partner, Winkelriedstr. 35,<br />

6002 Luzern, Tel. 041 410 05 55, Fax 041 410 05 06<br />

<strong>SVIT</strong> Zürich<br />

Präsident: Jürg Müller, Colliers CSL AG,<br />

Siewerdtstrasse 8, 8050 Zürich,<br />

Tel. 044 316 13 00, Fax 044 316 13 94,<br />

juerg.mueller@colliers.ch<br />

Sekretariat: <strong>SVIT</strong> Zürich, Thurgauerstrasse <strong>11</strong>7,<br />

Postfach, 8065 Zürich, Tel. 044 200 37 80,<br />

Fax 044 200 37 99<br />

Rechtsauskunft für Mitglieder<br />

<strong>SVIT</strong> Zürich: Dr. Raymond Bisang,<br />

Riesbachstr. 57, Postfach 1071, 8034 Zürich,<br />

Tel. 043 488 41 41, Fax 043 488 41 88<br />

bisang@zurichlawyers.com, www.zurichlawyers.com<br />

Schweizerische Schätzungsexperten-<br />

Kammer SEK<br />

Präsident: Daniel Conca, conca consult,<br />

Schlossgasse 8, Postfach 179, 3280 Murten,<br />

Tel. 026 670 56 62, Fax 026 670 56 64,<br />

conca@conca-consult.ch<br />

Sekretariat: Puls 5, Giessereistrasse 18,<br />

8005 Zürich, Tel. 044 434 78 83, Fax 044 434 78 99,<br />

sek-svit@svit.ch, www.sek-svit.ch<br />

Kammer Unabhängiger<br />

Bauherrenberater KUB<br />

Präsident: Christoph Kratzer, MMK Immobilientreuhand<br />

AG, Seestrasse 17, 8002 Zürich,<br />

Tel. 043 344 34 74, Fax 043 344 34 79,<br />

christoph.kratzer@mmk.ch<br />

Sekretariat: Puls 5, Giessereistrasse 18,<br />

8005 Zürich, Tel. 044 434 78 82, Fax 044 434 78 99,<br />

info@kub.ch, www.kub.ch<br />

Schweizerische Maklerkammer SMK<br />

Präsident und Sekretariat: Marco Uehlinger,<br />

ImmoBaden AG, Stadtturmstrasse 10, Postfach, 5401<br />

Baden, Tel. 056 221 62 10, Fax 056 221 62 72,<br />

welcome@smk.ch, www.smk.ch<br />

<strong>SVIT</strong> FM Schweiz<br />

Präsident: Andreas Meister, Move Consultant AG,<br />

St. Jakobs-Strasse 54, 4002 Basel, Tel. 061 377 95 00,<br />

Fax 061 377 92 01, mail@movecons.ch<br />

Sekretariat: Puls 5, Giessereistrasse 18, 8005 Zürich,<br />

Tel. 044 434 78 84, Fax 044 434 78 99<br />

Termine <strong>SVIT</strong> Schweiz<br />

Exekutivrat<br />

09.12.<strong>2008</strong><br />

<strong>SVIT</strong>-Plenum<br />

–<br />

<strong>SVIT</strong>-Forum<br />

22. bis 24.01.2009, Pontresina<br />

Termine<br />

<strong>SVIT</strong>-Mitgliederorganistationen<br />

Aargau<br />

04.12.<strong>2008</strong> <strong>SVIT</strong>-Frühstück<br />

Basel<br />

05.12.<strong>2008</strong> Niggi-Näggi<br />

Bern<br />

–<br />

Graubünden<br />

–<br />

Ostschweiz<br />

05.01.2009 Neujahrsapéro<br />

20.bis 22.03.2009 Immobilien-Messe Schweiz,<br />

St.Gallen<br />

20.03.2009 Immobilien-Vision 2009, St. Gallen<br />

Romandie<br />

25.<strong>11</strong>.<strong>2008</strong> Conférence-débat<br />

Solothurn<br />

08.12.<strong>2008</strong> Mitgliederversammlung,<br />

anschliessend Fondue-Plausch<br />

Tessin<br />

–<br />

Zentralschweiz<br />

08.01.2009 Neujahrsapéro<br />

08.05.2009 Generalversammlung<br />

Zürich<br />

13.<strong>11</strong>.<strong>2008</strong> Stehlunch, Greifensee<br />

28.<strong>11</strong>.<strong>2008</strong> Jahresschluss,<br />

Casinotheater Winterthur<br />

28.04.2009 Generalversammlung<br />

Schweizerische Schätzungsexperten-<br />

Kammer SEK<br />

–<br />

Kammer Unabhängiger<br />

Bauherrenberater KUB<br />

23.04.2009 Generalversammlung,<br />

Hotel Zürichberg, Zürich<br />

Schweizerische Maklerkammer SMK<br />

–<br />

<strong>SVIT</strong> FM Schweiz<br />

13.01.2009 Roadshow, Zürich<br />

15.01.2009 Roadshow, Basel<br />

16.01.2009 Roadshow, Bern<br />

52 immobilia November <strong>2008</strong>


Service<br />

<strong>SVIT</strong> Swiss Real Estate School (SRES),<br />

das Bildungszentrum des <strong>SVIT</strong><br />

<strong>SVIT</strong> SRES koordiniert alle Ausbildungen auf der<br />

Stufe Fachausweis und führt den Lehrgang für den<br />

Immobilien-Treuhänder sowie das Nachdiplomstudium<br />

MREM durch. Einen weiteren Schwerpunkt<br />

bilden Seminare und Tagungen für die<br />

gesamte Immobilienwirtschaft sowie die<br />

Koordination der Einstiegskurse <strong>SVIT</strong>.<br />

Nachdiplomstudium Master of Advanced<br />

Studies in Real Estate Management<br />

(MREM)<br />

5. Durchführung MREM: ab Herbst <strong>2008</strong><br />

Tagesseminare<br />

<strong>SVIT</strong> SRES entwickelt und organisiert regelmässig<br />

massgeschneiderte Seminare zu aktuellen Themen<br />

in der Immobilienbranche.<br />

Séminaire en Romandie<br />

04.12.08 Journée romande des courtiers<br />

Lehrgang dipl. Immobilien-Treuhänder/in<br />

(HFP)<br />

in Zürich ab Februar 2009<br />

Lehrgänge Fachausweise 2009<br />

– Basiskompetenz: an 6 Standorten<br />

– Vertiefung Bewirtschaftung:<br />

an 5 Standorten<br />

– Vertiefung Bewertung:<br />

in Zürich<br />

– Vertiefung Vermarktung:<br />

in Zürich<br />

– Vertiefung Entwicklung:<br />

in Zürich<br />

<strong>SVIT</strong> Swiss Real Estate School AG<br />

Puls 5<br />

Giessereistrasse 18<br />

8005 Zürich<br />

Tel. 044 434 78 98<br />

Fax 044 434 78 99<br />

www.svit-sres.ch<br />

Für die Romandie:<br />

Karin Joergensen<br />

Rue Centrale 9<br />

1003 Lausanne<br />

Tel. 021 3<strong>11</strong> 48 10<br />

Fax 021 3<strong>11</strong> 48 13<br />

karin.joergensen@svit-school.ch<br />

Prüfungsdirektionen<br />

Schweizerische Fachprüfungskommission<br />

der Immobilienwirtschaft SFPKIW<br />

Koordiniert alle eidgenössisch geregelten<br />

Prüfungen (Berufsprüfungen Bewirtschaftung /<br />

Vermarktung / Bewertung / Entwicklung / Höhere<br />

Fachprüfung Immobilien-Treuhänder)<br />

Sekretariat Deutsche Schweiz und Tessin:<br />

Puls 5, Giessereistrasse 18, 8005 Zürich,<br />

Tel. 044 434 78 94, Fax 044 434 78 99, info@sfpk.ch<br />

Direction pour la Suisse Romande:<br />

Antoine Chappuis<br />

case postale 1215<br />

1001 Lausanne, Tel. 021 796 33 47, Fax 0848 888<br />

456, antchappuis@centrepatronal.ch<br />

Regionale Prüfungsdirektionen<br />

Für Auskünfte wenden Sie sich an die regionalen<br />

Lehrgangsleitungen (Adresse s. unten), sie sind<br />

Kontaktstellen der regionalen Prüfungsdirektionen.<br />

Regionale Lehrgangsleitungen<br />

in den <strong>SVIT</strong>-Mitgliederorganisationen<br />

Regionale Lehrgangsleitungen<br />

Die regionalen Lehrgangsleitungen beantworten<br />

gerne Ihre Anfragen zur Basiskompetenz und zum<br />

Vertiefungslehrgang Immobilien-Bewirtschaftung.<br />

Für Fragen zu den Vertiefungslehrgängen in<br />

Immobilien-Bewertung, -Entwicklung und<br />

-Vermarktung wenden Sie sich an die <strong>SVIT</strong> Swiss<br />

Real Estate School.<br />

Region Aargau<br />

zuständig für Interessenten aus dem Kanton AG<br />

sowie angrenzende Fachschul- und Prüfungsregionen<br />

<strong>SVIT</strong>-Ausbildungsregion Aargau, c/o Zoma AG Aarau,<br />

Katrin Schmidiger, Bahnhofstr. 10, 5000 Aarau<br />

Tel. 062 832 77 46, Fax 062 832 77 43,<br />

katrin.schmidiger@zoma.ch<br />

Region Basel<br />

zuständig für die Interessenten aus den Kantonen<br />

BS, BL, nach Basel orientierter Teil des Kantons SO,<br />

Fricktal<br />

<strong>SVIT</strong> Swiss Real Estate School<br />

c/o <strong>SVIT</strong> beider Basel<br />

Innere Margarethenstrasse 2, Postfach 610<br />

4010 Basel, Telefon 061 283 24 80,<br />

Fax 061 283 24 81, svit-basel@bluewin.ch<br />

Region Bern<br />

zuständig für Interessenten aus den Kantonen BE,<br />

bernorientierter Teil SO, deutschsprachige Gebiete<br />

VS und FR<br />

<strong>SVIT</strong> Swiss Real Estate School<br />

c/o <strong>SVIT</strong> Bern, Sulgenauweg 40, Postfach 8375,<br />

3001 Bern, Tel. 031 378 55 00, Fax 031 378 55 01,<br />

regionbern@svit-sres.ch<br />

Regionale Prüfungsdirektion Region Bern:<br />

H.P. Burkhalter + Partner AG,<br />

Schwarzenburgstr. 73, 3097 Bern-Liebefeld<br />

Tel. 031 379 00 00, Fax 031 379 00 01,<br />

hp.burkhalter@burkhalter-immo.ch<br />

Region Ostschweiz<br />

<strong>SVIT</strong> Swiss Real Estate School<br />

c/o Urs Kindler, Postfach 98, 8590 Romanshorn<br />

Tel. 071 460 08 46, Fax 071 460 08 45,<br />

regionostschweiz@svit-sres.ch<br />

Region Zentralschweiz<br />

zuständig für die Interessenten aus den Kantonen<br />

LU, NW, OW, SZ (ohne March und Höfe), UR, ZG<br />

<strong>SVIT</strong> Swiss Real Estate School<br />

c/o HMZ academy AG, Neuhofstrasse 3a,<br />

6340 Baar, Tel. 041 560 76 20, info@hmz-academy.ch<br />

Region Zürich / Graubünden<br />

zuständig für Interessenten aus den Kantonen<br />

GL, GR, SH, SZ (nur March und Höfe) sowie ZH<br />

<strong>SVIT</strong> Swiss Real Estate School<br />

c/o <strong>SVIT</strong> Zürich<br />

Thurgauerstr. <strong>11</strong>7, Postfach, 8065 Zürich,<br />

Tel. 044 200 37 98, Fax 044 200 37 99,<br />

regionzuerich@svit-sres.ch<br />

Region Tessin<br />

(Lehrgänge und Prüfungen in italienischer Sprache)<br />

Franco Trachsel, Trachsel Fiduciaria immobiliare SA<br />

Via Besso 27, 6900 Lugano,<br />

Tel. 091 967 63 75, Fax 091 967 63 80,<br />

svitticinoformazione@trachsel-immo.ch<br />

OKGT Organisation kaufmännischer<br />

Grundbildung Treuhand / Immobilien<br />

Sekretariatsleitung und Verantwortlicher für die<br />

neue kaufmännische Grundbildung: Ozan Kaya<br />

Steinstrasse 21, 8036 Zürich,<br />

Tel. 043 333 36 65, Fax 043 333 36 67,<br />

info@okgt.ch, www.okgt.ch<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 53


Service<br />

Einstiegskurse und Branchenkunde KV<br />

der <strong>SVIT</strong>-Mitgliederorganisationen<br />

Die Einstiegskurse – angepasst an Arbeits- und Bildungsmarkt<br />

Die Einstiegskurse sind eine Weiterentwicklung der bisherigen Einführungs- und Grundkurse. Diese bildeten einen festen Bestandteil des Ausbildungsangebotes<br />

innerhalb der verschiedenen Regionen des Schweizerischen Verbandes der Immobilienwirtschaft (<strong>SVIT</strong>).<br />

Sie richten sich insbesondere an Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger und als Vorbereitung für weitergehende Lehrgänge.<br />

Die genauen Angaben und Daten sind auf http://www.svit.ch unter den entsprechenden Regionen ersichtlich.<br />

1. Einstiegskurse<br />

M1: Bewirtschaftung von<br />

Mietliegenschaften<br />

<strong>SVIT</strong> Bern<br />

Mai bis Juni 2009<br />

Montag 18.00-20.40 Uhr sowie<br />

Samstag 8.30-12.10 Uhr<br />

<strong>SVIT</strong> Zürich<br />

17.1.2009 bis 26.2.2009<br />

(6 Abende, 3 Samstage)<br />

Technopark Zürich<br />

14.4.2009 bis 23.6.2009<br />

(10 Abende, 1 Samstag)<br />

Technopark Zürich<br />

<strong>SVIT</strong> Ostschweiz<br />

August und September 2009<br />

M2: Liegenschaftenbuchhaltung<br />

<strong>SVIT</strong> Aargau<br />

Oktober bis Dezember <strong>2008</strong><br />

Mittwoch 18.00–20.50 Uhr<br />

BSL, Lenzburg<br />

<strong>SVIT</strong> Bern<br />

August bis Oktober 2009<br />

Donnerstag 18.00–20.40 Uhr<br />

<strong>SVIT</strong> Zentralschweiz<br />

13.1.2009 bis 10.3.2009<br />

Dienstag- und Donnerstagabend<br />

19.00-21.30 Uhr, HMZ academy, Baar<br />

<strong>SVIT</strong> Zürich<br />

7.3.2009 bis 18.4.2009<br />

(5 Samstag Vormittage, 1 ganzer Samstag)<br />

Klubschule Winterthur<br />

M3: Bewirtschaftung von<br />

Stockwerkeigentum<br />

<strong>SVIT</strong> beider Basel<br />

22.10.<strong>2008</strong> bis 3.12.<strong>2008</strong> (7 Vormittage)<br />

Jeweils Mittwochmorgen, 8.30 bis <strong>11</strong>.40 Uhr<br />

ABZ UBS, Viaduktstrasse 33, Basel<br />

Prüfung: 10.12.<strong>2008</strong><br />

<strong>SVIT</strong> Bern<br />

Oktober bis November 2009<br />

Donnerstag 18.00–20.40 Uhr<br />

<strong>SVIT</strong> Zürich<br />

27.4.2009 bis 22.6.2009<br />

(8 Abende)<br />

Technopark Zürich<br />

<strong>SVIT</strong> Zentralschweiz<br />

17.<strong>11</strong>.<strong>2008</strong> bis 17.12.<strong>2008</strong><br />

Montag- und Mittwochabend<br />

19.00-21.30 Uhr, HMZ academy, Baar<br />

M4: Bauliche Kenntnisse<br />

<strong>SVIT</strong> Bern<br />

April bis Juni 2009<br />

Donnerstag 18.00-20.40 Uhr<br />

<strong>SVIT</strong> Zürich<br />

18.4.2009-27.5.2009<br />

(1 Abend, 4 Samstage)<br />

Technopark Zürich<br />

<strong>SVIT</strong> Zentralschweiz<br />

5.5.2009 bis 16.6.2009<br />

Dienstag- und Donnerstagabend<br />

19.00-21.30 Uhr, HMZ academy, Baar<br />

M5: Immobilien-Vermarktung<br />

<strong>SVIT</strong> Bern<br />

August bis September 2009<br />

Montag 18.00-20.40 Uhr und<br />

Samstag 08.30-12.10 Uhr<br />

<strong>SVIT</strong> Zürich<br />

12.1.2009 bis 13.3.2009<br />

(8 Abende, 4 Samstage)<br />

Technopark Zürich<br />

M6: Grundlagen der Immobilien-Bewertung<br />

<strong>SVIT</strong> Bern<br />

April bis Juni 2009<br />

Donnerstag 18.00-20.40 Uhr<br />

<strong>SVIT</strong> Zürich<br />

16.5.2009 bis 1.7.2009<br />

(5 Samstage, 1 Abend)<br />

Technopark Zürich<br />

M7: Dynamische Bewertungs-Methoden<br />

und Ihre Anwendung (Sondermodul auch<br />

für praktizierende Bewertungsfachleute)<br />

<strong>SVIT</strong> Zürich<br />

26.9.2009 bis 25.<strong>11</strong>.2009<br />

(6 Samstage, 1 Abend)<br />

Technopark Zürich<br />

Einführungskurs Grundlagen<br />

Rechnungswesen<br />

<strong>SVIT</strong> Bern<br />

Februar bis April 2009<br />

Donnerstag 18.00-20.40 Uhr<br />

<strong>SVIT</strong> Zürich<br />

20.1.2009 bis 10.2.2009<br />

(4 Abende oder 4 Mal Donnerstag Nachmittag)<br />

Technopark Zürich<br />

2. Branchenkunde<br />

Treuhand- und Immobilien-<br />

Treuhand für KV-Lernende<br />

<strong>SVIT</strong> beider Basel<br />

Für Lernende im 4./5. Semester<br />

9.1.<strong>2008</strong> bis 3.12.<strong>2008</strong><br />

Handelsschule KV Basel<br />

Mittwoch 8.00–12.00 Uhr<br />

<strong>SVIT</strong> Bern<br />

1. Lehrjahr: siehe www.okgt.ch<br />

2. Lehrjahr: siehe www.okgt.ch<br />

3. Lehrjahr: Januar bis April 2009<br />

<strong>SVIT</strong> Graubünden<br />

1. Lehrjahr: siehe www.okgt.ch<br />

2. Lehrjahr: siehe www.okgt.ch<br />

3. Lehrjahr: 21.4. bis 24.4.2009<br />

Wirtschaftsschule KV Chur<br />

<strong>SVIT</strong> Ostschweiz<br />

Auskunft erteilt Herr Rolf Nobs, c/o Resida<br />

Treuhand AG, Bazenheid, Tel. 071/932 60 20<br />

<strong>SVIT</strong> Zürich<br />

siehe www.okgt.ch<br />

<strong>SVIT</strong> Zentralschweiz<br />

3. Lehrgang:<br />

15.<strong>11</strong>. und 22.<strong>11</strong>.<strong>2008</strong><br />

54 immobilia November <strong>2008</strong>


Service<br />

Landesindex der Konsumentenpreise<br />

Basis: September 1966=100<br />

Jahr Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.<br />

1967 102,2 102,0 102,0 102,1 103,2 103,9 104,3 104,7 104,3 104,2 105,2 105,5<br />

1968 105,7 105,9 105,5 105,4 105,7 105,8 105,7 106,0 106,1 106,5 107,5 107,8<br />

1969 108,1 108,3 108,1 107,9 108,4 108,9 108,9 108,7 108,8 109,0 109,9 <strong>11</strong>0,3<br />

1970 <strong>11</strong>0,6 <strong>11</strong>0,6 <strong>11</strong>0,8 <strong>11</strong>0,7 <strong>11</strong>1,8 <strong>11</strong>2,3 <strong>11</strong>2,6 <strong>11</strong>3,0 <strong>11</strong>3,7 <strong>11</strong>4,3 <strong>11</strong>5,8 <strong>11</strong>6,3<br />

1971 <strong>11</strong>7,0 <strong>11</strong>7,5 <strong>11</strong>8,2 <strong>11</strong>8,3 <strong>11</strong>9,6 <strong>11</strong>9,7 120,2 120,4 121,3 121,8 123,4 124,0<br />

1972 124,8 125,4 125,7 125,8 127,1 127,8 127,9 128,4 129,5 130,7 131,8 132,5<br />

1973 134,0 134,9 136,0 136,3 137,3 138,3 138,5 139,0 140,2 143,1 146,1 148,3<br />

1974 149,5 148,4 149,1 148,2 150,8 151,6 152,1 153,6 156,1 157,1 159,3 159,5<br />

1975 160,4 160,9 161,5 161,9 163,1 163,7 163,4 163,9 164,5 164,7 165,2 165,0<br />

1976 165,9 165,8 165,5 165,5 165,2 165,5 165,8 166,4 166,0 166,4 166,7 167,1<br />

1977 167,4 167,5 167,2 167,4 167,3 168,4 168,5 168,5 168,6 169,0 168,8 169,0<br />

1978 169,1 169,3 169,5 169,8 170,0 170,3 170,4 170,4 170,0 169,7 169,9 170,3<br />

1979 170,9 172,8 173,7 174,1 174,8 177,2 177,6 177,3 178,2 178,1 179,7 179,1<br />

1980 179,6 179,9 180,4 181,3 182,2 183,0 183,6 184,8 184,9 184,5 186,3 187,0<br />

1981 188,8 190,6 191,9 191,5 193,2 194,5 195,6 198,6 198,7 198,0 199,4 199,3<br />

1982 200,3 200,6 201,0 202,1 204,7 206,5 207,3 208,9 209,7 210,2 210,8 210,2<br />

1983 209,9 210,2 210,6 2<strong>11</strong>,2 2<strong>11</strong>,4 212,3 2<strong>11</strong>,9 212,4 212,7 213,2 214,6 214,7<br />

1984 215,5 216,2 217,6 218,0 217,5 218,2 217,8 218,6 218,5 219,8 221,0 220,9<br />

1985 223,1 224,9 226,2 225,9 225,7 225,6 225,1 225,1 225,8 226,3 227,9 228,1<br />

1986 228,0 227,9 228,2 228,1 227,4 227,3 226,3 226,7 227,1 227,2 227,7 228,2<br />

1987 229,5 230,2 230,5 230,8 229,5 230,2 230,3 231,2 230,6 231,6 232,5 232,5<br />

1988 233,1 234,2 234,8 235,2 234,6 235,0 234,5 235,3 235,3 235,7 236,6 237,0<br />

1989 238,3 239,5 240,1 241,4 241,6 242,0 241,5 242,3 243,3 244,3 247,1 248,9<br />

1990 250,4 251,2 252,1 252,6 253,8 254,2 254,3 257,0 258,2 259,8 262,1 262,0<br />

1991 264,2 266,8 266,8 267,5 269,7 270,8 270,9 272,3 272,9 273,1 276,4 275,7<br />

1992 277,0 279,0 279,8 280,3 281,0 282,1 281,3 282,0 282,3 282,8 285,5 285,2<br />

1993 286,6 288,5 290,0 290,9 291,1 291,0 290,8 292,2 292,1 292,3 291,9 292,2<br />

1994 292,6 293,8 293,8 293,9 292,6 292,5 292,5 293,8 293,8 293,5 293,5 293,5<br />

1995 295,6 298,2 298,4 298,6 298,1 298,7 298,5 299,1 299,7 299,3 299,1 299,2<br />

1996 300,0 300,5 301,1 301,4 300,2 300,8 300,4 301,2 301,4 301,8 301,3 301,5<br />

1997 302,5 303,1 302,6 302,9 302,0 302,3 302,0 302,6 302,6 302,6 302,5 302,7<br />

1998 302,6 303,0 302,7 302,9 302,2 302,6 302,2 303,0 302,8 302,7 302,3 302,2<br />

1999 302,8 303,8 304,1 304,7 304,0 304,3 304,4 305,9 306,5 306,5 306,2 307,2<br />

2000 307,6 308,8 308,7 308,9 308,8 309,9 310,2 309,4 310,9 310,6 312,0 3<strong>11</strong>,8<br />

2001 3<strong>11</strong>,6 3<strong>11</strong>,2 3<strong>11</strong>,7 312,5 314,2 314,8 314,3 312,6 313,0 312,5 312,9 312,8<br />

2002 313,2 313,2 313,3 316,0 316,3 315,8 314,2 314,1 314,6 316,4 315,8 315,6<br />

2003 315,9 316,2 317,5 318,1 317,6 317,6 315,0 315,8 316,2 317,8 317,4 317,5<br />

2004 316,4 316,5 317,1 319,8 320,6 321,1 317,8 318,9 318,9 321,9 322,2 321,7<br />

2005 320,2 320,9 321,7 324,3 324,0 323,3 321,5 322,0 323,4 326,2 325,3 325,0<br />

2006 324,4 325,4 325,0 327,8 328,4 328,3 326,1 326,7 326,0 327,1 326,9 327,0<br />

2007 324,7 325,3 325,6 329,3 330,0 330,4 328,5 328,1 328,4 331,2 332,7 333,5<br />

<strong>2008</strong> 332,6 333,0 334,2 336,8 339,5 340,0 338,6 337,7 338,0 338,0<br />

Basis: September 1977=100<br />

Jahr Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.<br />

1978 100,3 100,4 100,5 100,7 100,8 101,0 101,0 101,1 100,8 100,6 100,8 101,0<br />

1979 101,4 102,5 103,0 103,3 103,7 105,1 105,4 105,2 105,7 105,6 106,0 106,2<br />

1980 106,5 106,7 107,0 107,5 108,2 108,5 108,9 109,6 109,7 109,5 <strong>11</strong>0,5 <strong>11</strong>0,9<br />

1981 <strong>11</strong>2,0 <strong>11</strong>3,1 <strong>11</strong>3,8 <strong>11</strong>3,6 <strong>11</strong>4,6 <strong>11</strong>5,4 <strong>11</strong>6,0 <strong>11</strong>7,8 <strong>11</strong>7,9 <strong>11</strong>7,5 <strong>11</strong>8,2 <strong>11</strong>8,2<br />

1982 <strong>11</strong>8,8 <strong>11</strong>9,0 <strong>11</strong>9,2 <strong>11</strong>9,9 121,4 122,5 123,0 123,9 124,4 124,7 125,1 124,7<br />

1983 124,5 124,7 124,9 125,3 125,4 125,9 125,7 126,0 126,2 126,5 127,3 127,3<br />

1984 127,8 128,3 129,1 129,3 129,0 129,4 129,2 129,7 129,6 130,4 131,1 131,0<br />

1985 132,3 133,4 134,1 134,0 133,9 133,8 133,5 133,5 133,9 134,3 135,2 135,3<br />

1986 135,2 135,2 135,4 135,3 134,9 134,9 134,2 134,5 134,7 134,7 135,1 135,3<br />

1987 136,1 136,5 136,7 136,9 136,1 136,6 136,6 137,1 136,8 137,4 137,9 137,9<br />

1988 138,2 138,9 139,2 139,5 139,2 139,4 139,1 139,6 139,6 139,8 140,3 140,6<br />

1989 141,4 142,1 142,4 143,2 143,3 143,5 143,2 143,7 144,3 144,9 146,6 147,6<br />

1990 148,5 149,0 149,5 149,8 150,5 150,8 150,8 152,4 153,2 154,1 155,4 155,4<br />

1991 156,7 158,3 158,3 158,7 160,0 160,7 160,7 161,5 161,9 162,0 163,9 163,6<br />

1992 164,3 165,5 166,0 166,2 166,7 167,3 166,8 167,3 167,5 167,7 169,3 169,2<br />

1993 170,0 171,1 172,0 172,5 172,6 172,6 172,5 173,3 173,2 173,4 173,1 173,4<br />

1994 173,6 174,3 174,3 174,4 173,5 173,5 173,5 174,3 174,3 174,1 174,1 174,1<br />

1995 175,3 176,9 177,0 177,1 176,8 177,2 177,0 177,6 177,7 177,6 177,4 177,5<br />

1996 178,0 178,3 178,6 178,7 178,1 178,4 178,2 178,7 178,8 179,0 178,7 178,9<br />

1997 179,5 179,8 179,5 179,7 179,1 179,3 179,1 179,5 179,5 179,5 179,5 179,5<br />

1998 179,5 179,7 179,6 179,6 179,3 179,5 179,2 179,8 179,6 179,6 179,3 179,2<br />

1999 179,6 180,2 180,4 180,7 180,3 180,5 180,6 181,5 181,8 181,8 181,6 182,2<br />

2000 182,5 183,1 183,1 183,2 183,2 183,8 184,0 183,5 184,4 184,2 185,1 185,0<br />

2001 184,8 184,6 184,9 185,4 186,4 186,7 186,5 185,4 185,7 185,4 185,6 185,6<br />

2002 185,8 185,8 185,8 187,4 187,6 187,3 186,4 186,3 186,6 187,7 187,3 187,2<br />

2003 187,4 187,5 188,3 188,7 188,4 188,4 186,9 187,3 187,6 188,5 188,3 188,3<br />

2004 187,7 187,7 188,1 189,7 190,1 190,5 188,5 189,2 189,2 191,0 191,1 190,8<br />

2005 189,9 190,4 190,8 192,4 192,2 191,8 190,7 191,0 191,8 193,5 193,0 192,8<br />

2006 192,4 193,0 192,8 194,4 194,8 194,8 193,4 193,8 193,4 194,0 193,9 193,9<br />

2007 192,6 193,0 193,1 195,3 195,8 196,0 194,8 194,6 194,8 196,5 197,4 197,8<br />

<strong>2008</strong> 197,3 197,5 198,2 199,8 201,4 201,7 200,8 200,3 200,5 200,5<br />

Basis: Dezember 1982=100<br />

Jahr Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.<br />

1983 99,9 100,0 100,2 100,5 100,6 101,0 100,8 101,1 101,2 101,4 102,1 102,1<br />

1984 102,5 102,9 103,5 103,7 103,5 103,8 103,6 104,0 103,9 104,6 105,1 105,1<br />

1985 106,1 107,0 107,6 107,5 107,4 107,3 107,1 107,1 107,4 107,7 108,4 108,5<br />

1986 108,5 108,4 108,6 108,5 108,2 108,2 107,6 107,9 108,0 108,1 108,3 108,5<br />

1987 109,2 109,5 109,7 109,8 109,2 109,5 109,6 <strong>11</strong>0,0 109,7 <strong>11</strong>0,2 <strong>11</strong>0,6 <strong>11</strong>0,6<br />

1988 <strong>11</strong>0,9 <strong>11</strong>1,4 <strong>11</strong>1,7 <strong>11</strong>1,9 <strong>11</strong>1,6 <strong>11</strong>1,8 <strong>11</strong>1,5 <strong>11</strong>1,9 <strong>11</strong>2,0 <strong>11</strong>2,1 <strong>11</strong>2,5 <strong>11</strong>2,8<br />

1989 <strong>11</strong>3,4 <strong>11</strong>3,9 <strong>11</strong>4,2 <strong>11</strong>4,8 <strong>11</strong>4,9 <strong>11</strong>5,1 <strong>11</strong>4,9 <strong>11</strong>5,3 <strong>11</strong>5,8 <strong>11</strong>6,2 <strong>11</strong>7,6 <strong>11</strong>8,4<br />

1990 <strong>11</strong>9,1 <strong>11</strong>9,5 <strong>11</strong>9,9 120,2 120,7 120,9 121,0 122,3 122,8 123,6 124,7 124,7<br />

1991 125,7 126,9 126,9 127,2 128,3 128,8 128,9 129,6 129,8 129,9 131,5 131,2<br />

1992 131,8 132,7 133,1 133,3 133,7 134,2 133,8 134,2 134,3 134,5 135,8 135,7<br />

1993 136,4 137,2 138,0 138,4 138,5 138,4 138,3 139,0 138,9 139,0 138,9 139,0<br />

1994 139,2 139,8 139,8 139,8 139,2 139,2 139,2 139,8 139,8 139,7 139,6 139,6<br />

1995 140,6 141,9 141,9 142,1 141,8 142,1 142,0 142,4 142,6 142,4 142,3 142,3<br />

1996 142,7 143,0 143,2 143,4 142,8 143,1 142,9 143,3 143,4 143,6 143,3 143,4<br />

1997 143,9 144,2 144,0 144,1 143,7 143,8 143,7 144,0 144,0 144,0 143,9 144,0<br />

1998 144,0 144,1 144,0 144,1 143,8 144,0 143,8 144,2 144,1 144,0 143,8 143,8<br />

1999 144,1 144,5 144,7 144,9 144,6 144,8 144,8 145,5 145,8 145,8 145,7 146,2<br />

2000 146,3 146,9 146,8 147,0 146,9 147,4 147,6 147,2 147,9 147,7 148,5 148,3<br />

2001 148,2 148,0 148,3 148,7 149,5 149,8 149,5 148,7 148,9 148,7 148,9 148,8<br />

2002 149,0 149,0 149,0 150,3 150,5 150,3 149,5 149,4 149,6 150,5 150,2 150,2<br />

2003 150,3 150,4 151,0 151,3 151,1 151,1 149,9 150,2 150,4 151,2 151,0 151,0<br />

2004 150,5 150,6 150,9 152,1 152,5 152,8 151,2 151,7 151,7 153,2 153,3 153,1<br />

2005 152,3 152,7 153,1 154,3 154,2 153,8 153,0 153,2 153,9 155,2 154,8 154,6<br />

2006 154,3 154,8 154,6 155,9 156,3 156,2 155,1 155,4 155,1 155,6 155,5 155,6<br />

2007 154,5 154,8 154,9 156,6 157,0 157,2 156,3 156,1 156,2 157,6 158,3 158,7<br />

<strong>2008</strong> 158,2 158,4 159,0 160,2 161,5 161,8 161,1 160,6 160,8 160,8<br />

Basis: Mai 1993=100<br />

Jahr Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.<br />

1994 100,5 100,9 100,9 101,0 100,5 100,5 100,5 100,9 100,9 100,9 100,8 100,8<br />

1995 101,5 102,5 102,5 102,6 102,4 102,6 102,5 102,9 103,0 102,8 102,8 102,8<br />

1996 103,1 103,3 103,4 103,5 103,2 103,4 103,2 103,5 103,5 103,7 103,5 103,6<br />

1997 103,9 104,1 104,0 104,1 103,8 103,9 103,7 104,0 104,0 104,0 103,9 104,0<br />

1998 104,0 104,1 104,0 104,1 103,8 104,0 103,8 104,1 104,0 104,0 103,8 103,8<br />

1999 104,0 104,4 104,5 104,7 104,4 104,6 104,6 105,1 105,3 105,3 105,2 105,6<br />

2000 105,7 106,1 106,0 106,1 106,1 106,5 106,6 106,3 106,8 106,7 107,2 107,1<br />

2001 107,1 106,9 107,1 107,4 108,0 108,2 108,0 107,4 107,5 107,4 107,5 107,5<br />

2002 107,6 107,6 107,6 108,6 108,7 108,5 107,9 107,9 108,1 108,7 108,5 108,4<br />

2003 108,5 108,6 109,1 109,3 109,1 109,1 108,2 108,5 108,6 109,2 109,1 109,1<br />

2004 108,7 108,7 109,0 109,9 <strong>11</strong>0,1 <strong>11</strong>0,3 109,2 109,6 109,6 <strong>11</strong>0,6 <strong>11</strong>0,7 <strong>11</strong>0,5<br />

2005 <strong>11</strong>0,0 <strong>11</strong>0,3 <strong>11</strong>0,5 <strong>11</strong>1,4 <strong>11</strong>1,3 <strong>11</strong>1,1 <strong>11</strong>0,5 <strong>11</strong>0,6 <strong>11</strong>1,1 <strong>11</strong>2,1 <strong>11</strong>1,8 <strong>11</strong>1,6<br />

2006 <strong>11</strong>1,4 <strong>11</strong>1,8 <strong>11</strong>1,7 <strong>11</strong>2,6 <strong>11</strong>2,8 <strong>11</strong>2,8 <strong>11</strong>2,0 <strong>11</strong>2,2 <strong>11</strong>2,0 <strong>11</strong>2,4 <strong>11</strong>2,3 <strong>11</strong>2,3<br />

2007 <strong>11</strong>1,6 <strong>11</strong>1,8 <strong>11</strong>1,9 <strong>11</strong>3,1 <strong>11</strong>3,4 <strong>11</strong>3,5 <strong>11</strong>2,8 <strong>11</strong>2,7 <strong>11</strong>2,8 <strong>11</strong>3,8 <strong>11</strong>4,3 <strong>11</strong>4,6<br />

<strong>2008</strong> <strong>11</strong>4,3 <strong>11</strong>4,4 <strong>11</strong>4,8 <strong>11</strong>5,7 <strong>11</strong>6,6 <strong>11</strong>6,8 <strong>11</strong>6,3 <strong>11</strong>6,0 <strong>11</strong>6,1 <strong>11</strong>6,1<br />

Basis: Mai 2000=100<br />

Jahr Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.<br />

2000 100,0 100,4 100,4 100,2 100,7 100,6 101,1 101,0<br />

2001 100,9 100,8 100,9 101,2 101,8 102,0 101,8 101,2 101,4 101,2 101,4 101,3<br />

2002 101,4 101,4 101,5 102,3 102,4 102,3 101,8 101,7 101,9 102,5 102,3 102,2<br />

2003 102,3 102,4 102,8 103,0 102,8 102,9 102,0 102,3 102,4 102,9 102,8 102,8<br />

2004 102,5 102,5 102,7 103,6 103,8 104,0 102,9 103,3 103,3 104,3 104,4 104,2<br />

2005 103,7 103,9 104,2 105,0 104,9 104,7 104,1 104,3 104,7 105,7 105,4 105,2<br />

2006 105,0 105,4 105,3 106,2 106,4 106,3 105,6 105,8 105,6 105,9 105,9 105,9<br />

2007 105,2 105,4 105,4 106,6 106,9 107,0 106,4 106,3 106,4 107,3 107,8 108,0<br />

<strong>2008</strong> 107,7 107,9 108,2 109,1 109,9 <strong>11</strong>0,1 109,6 109,4 109,5 109,5<br />

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Mietpreise<br />

Basis: Mai 1966=100 (*=Jahresmittel)<br />

Jahr Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. *<br />

1967 103,6 103,6 103,6 103,6 108,6 108,6 108,6 108,6 108,6 108,6 <strong>11</strong>2,0 <strong>11</strong>2,0 107,5<br />

1968 <strong>11</strong>2,0 <strong>11</strong>2,0 <strong>11</strong>2,0 <strong>11</strong>2,0 <strong>11</strong>6,4 <strong>11</strong>6,4 <strong>11</strong>6,4 <strong>11</strong>6,4 <strong>11</strong>6,4 <strong>11</strong>6,4 <strong>11</strong>9,5 <strong>11</strong>9,5 <strong>11</strong>5,5<br />

1969 <strong>11</strong>9,5 <strong>11</strong>9,5 <strong>11</strong>9,5 <strong>11</strong>9,5 123,7 123,7 123,7 123,7 123,7 123,7 126,8 126,8 122,8<br />

1970 126,8 126,8 126,8 126,8 131,6 131,6 131,6 131,6 131,6 131,6 136,5 136,5 130,8<br />

1971 136,5 136,5 136,5 136,5 143,2 143,2 143,2 143,2 143,2 143,2 149,4 149,4 142,0<br />

1972 149,4 149,4 149,4 149,4 155,1 155,1 155,1 155,1 155,1 155,1 159,6 159,6 154,0<br />

1973 159,6 159,6 159,6 159,6 164,9 164,9 164,9 164,9 164,9 164,9 170,5 170,5 164,1<br />

1974 170,5 170,5 170,5 170,5 177,0 177,0 177,0 177,0 177,0 177,0 187,1 187,1 176,5<br />

1975 187,1 187,1 187,1 187,1 196,1 196,1 196,1 196,1 196,1 196,1 200,4 200,4 193,8<br />

1976 200,4 200,4 200,4 200,4 202,8 202,8 202,8 202,8 202,8 202,8 204,2 204,2 202,2<br />

1977 204,2 204,2 204,2 204,2 205,0 205,0 205,0 205,0 205,0 205,0 204,9 204,9 204,7<br />

1978 204,9 204,9 204,9 204,9 205,9 205,9 205,9 205,9 205,9 205,9 204,9 204,9 205,4<br />

1979 204,9 204,9 204,9 204,9 205,2 205,2 205,2 205,2 205,2 205,2 205,9 205,9 205,2<br />

1980 205,9 205,9 205,9 205,9 207,4 027,4 207,4 207,4 207,4 207,4 210,8 210,8 207,5<br />

1981 210,8 210,8 210,8 210,8 217,0 217,0 217,0 217,0 217,0 217,0 227,0 227,0 216,6<br />

1982 227,0 227,0 227,0 227,0 240,1 240,1 240,1 240,1 240,1 240,1 247,1 247,1 236,9<br />

1983 247,1 247,1 247,1 247,1 250,7 250,7 250,7 250,7 250,7 250,7 253,4 253,4 250,0<br />

1984 253,4 253,4 253,4 253,4 256,7 256,7 256,7 256,7 256,7 256,7 260,2 260,2 256,2<br />

1985 260,2 260,2 260,2 260,2 265,2 265,2 265,2 265,2 265,2 265,2 269,9 269,9 264,3<br />

1986 269,9 269,9 269,9 269,9 275,2 275,2 275,2 275,2 275,2 275,2 279,3 279,3 274,1<br />

1987 279,3 279,3 279,3 279,3 283,1 283,1 283,1 283,1 283,1 283,1 286,8 286,8 282,5<br />

1988 286,8 286,8 286,8 286,8 291,3 291,3 291,3 291,3 291,3 291,3 295,1 295,1 290,4<br />

1989 295,1 295,1 295,1 295,1 300,4 300,4 300,4 300,4 300,4 300,4 315,8 315,8 301,2<br />

1990 315,8 315,8 315,8 315,8 328,6 328,6 328,6 3286, 328,6 328,6 346,0 346,0 327,2<br />

1991 346,0 346,0 346,0 346,0 363,6 363,6 363,6 363,6 363,6 363,6 375,3 375,3 359,7<br />

1992 375,3 375,3 375,3 375,3 386,5 386,5 386,5 386,5 386,5 386,5 397,2 397,2 384,6<br />

1993 397,2 397,2 397,2 397,2 407,4 407,4 407,4 407,4 407,4 407,4 406,2 406,2 403,8<br />

1994 406,2 406,2 406,2 406,2 404,5 404,5 404,5 405,6 405,6 405,6 406,8 406,8 405,7<br />

1995 406,8 407,4 407,4 407,4 4<strong>11</strong>,1 4<strong>11</strong>,1 4<strong>11</strong>,1 413,5 413,5 413,5 414,8 414,8 4<strong>11</strong>,0<br />

1996 414,8 415,3 415,3 415,3 416,2 416,2 416,2 417,5 417,5 417,5 418,5 418,5 416,6<br />

1997 418,5 419,5 419,5 419,5 418,1 418,1 418,1 418,9 418,9 418,9 418,5 418,5 418,8<br />

1998 418,5 419,4 419,4 419,4 418,6 418,6 418,6 419,2 419,2 419,2 419,0 419,0 419,0<br />

1999 419,0 420,6 420,6 420,6 421,1 421,1 421,1 424,1 424,1 424,1 423,0 423,0 421,9<br />

2000 423,0 425,4 425,4 425,4 427,3 427,3 427,3 429,0 429,0 429,0 435,6 435,6 428,3<br />

2001 435,6 437,9 437,9 437,9 440,8 440,8 440,8 441,8 441,8 441,8 443,2 443,2 440,3<br />

2002 443,2 444,3 444,3 444,3 445,0 445,0 445,0 445,5 445,5 445,5 445,6 445,6 444,9<br />

2003 445,6 445,5 445,5 445,5 445,5 445,5 445,5 446,9 446,9 446,9 447,1 447,1 446,1<br />

2004 447,1 448,8 448,8 448,8 449,9 449,9 449,9 454,0 454,0 454,0 456,4 456,4 451,5<br />

2005 456,4 456,6 456,6 456,6 456,9 456,9 456,9 458,4 458,4 458,4 460,8 460,8 457,8<br />

2006 460,8 464,8 464,8 464,8 467,0 467,0 467,0 468,8 468,8 468,8 470,9 470,9 467,0<br />

2007 470,9 475,4 475,4 475,4 478,8 478,8 478,8 478,6 478,6 478,6 480,7 480,7 477,6<br />

<strong>2008</strong> 480,7 483,9 483,9 483,9 489,8 489,8 489,8 492,5 492,5 492,5<br />

Zürcher Index der Wohnbaupreise<br />

Entwicklung des Totalindex, 1939–2006<br />

Indexbasis 1.4.91 1.10.91 1.4.92 1.10.92<br />

Juni 1939 = 100 9<strong>11</strong>,2 903,0 905,2 874,2<br />

August 1957 = 100 427,9 424,0 425,0 410,5<br />

Oktober 1966 = 100 286,0 283,4 284,1 274,4<br />

April 1977 = 100 176,9 175,3 175,7 169,7<br />

Oktober 1988 = 100 120,4 <strong>11</strong>9,3 <strong>11</strong>9,6 <strong>11</strong>5,5<br />

Indexbasis 1.4.93 1.10.93 1.4.94 1.10.94<br />

Juni 1939 = 100 863,8 856,0 853,1 856,4<br />

August 1957 = 100 405,6 402,0 400,6 402,1<br />

Oktober 1966 = 100 271,1 268,7 267,8 268,8<br />

April 1977 = 100 167,7 166,2 165,6 166,3<br />

Oktober 1988 = 100 <strong>11</strong>4,2 <strong>11</strong>3,1 <strong>11</strong>2,7 <strong>11</strong>3,2<br />

Indexbasis 1.4.95 1.10.95 1.4.96 1.10.96<br />

Juni 1939 = 100 874,2 865,2 861,1 857,2<br />

August 1957 = 100 410,5 406,3 404,4 402,5<br />

Oktober 1966 = 100 274,4 271,6 270,3 269,0<br />

April 1977 = 100 169,7 168,9 167,2 166,4<br />

Oktober 1988 = 100 <strong>11</strong>5,5 <strong>11</strong>4,3 <strong>11</strong>3,8 <strong>11</strong>3,3<br />

Indexbasis 1.4.97 1.10.97 1.4.98 1.10.98<br />

Juni 1939 = 100 847,4 845,0 843,8 842,9<br />

August 1957 = 100 397,9 396,8 396,2 395,8<br />

Oktober 1966 = 100 266,0 265,2 264,8 264,6<br />

April 1977 = 100 164,5 164,1 163,8 163,7<br />

Oktober 1988 = 100 <strong>11</strong>2,0 <strong>11</strong>1,7 <strong>11</strong>1,5 <strong>11</strong>1,4<br />

April 1998 = 100 99,9<br />

Indexbasis 1.4.99 1.4.00 1.4.01 1.4.02<br />

Juni 1939 = 100 854,4 887,1 929,3 928,4<br />

August 1957 = 100 401,2 416,5 436,3 435,9<br />

Oktober 1966 = 100 268,2 278,4 291,7 291,4<br />

April 1977 = 100 165,9 172,2 180,4 180,2<br />

Oktober 1988 = 100 <strong>11</strong>2,9 <strong>11</strong>7,2 122,8 122,7<br />

April 1998 = 100 101,3 105,1 <strong>11</strong>0,1 <strong>11</strong>0,0<br />

Indexbasis 1.4.03 1.4.04 1.4.05 1.4.06 1.4.07<br />

Juni 1939 = 100 899,2 907,6 929,5 944,5 987,4<br />

August 1957 = 100 422,2 426,1 436,4 443,5 463,6<br />

Oktober 1966 = 100 282,2 284,9 291,7 296,5 309,9<br />

April 1977 = 100 174,6 176,2 180,5 183,4 191,7<br />

Oktober 1988 = 100 <strong>11</strong>8,8 <strong>11</strong>9,9 122,8 124,8 130,5<br />

April 1998 = 100 106,6 107,6 <strong>11</strong>0,2 <strong>11</strong>1,9 <strong>11</strong>7,0<br />

April 2005 = 100 100,0 101,6 106,2<br />

Indexbasis 1.4.08<br />

Juni 1939 = 100 1026,8<br />

August 1957 = 100 482,1<br />

Oktober 1966 = 100 322,3<br />

April 1977 = 100 199,3<br />

Oktober 1988 = 100 135,7<br />

April 1998 = 100 121,7<br />

April 2005 = 100 <strong>11</strong>0,5<br />

Gebäudekosten - Kubikmeterpreise (SIA 416 1 )<br />

beträgt am 1. April 2007 CHF 643,28<br />

beträgt am 1. April 2007 CHF 618,33<br />

beträgt am 1. April 2006 CHF 591,03<br />

beträgt am 1. April 2005 CHF 581,54<br />

Statistisches Amt der Stadt Zürich 044 250 48 09<br />

1<br />

Gebäudevolumen (GV) des Zürcher Indexhauses<br />

gemäss SIA 416 = 14 767m 3<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 55


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Sie verfügen über Erfahrung in der Bewirtschaftung und haben<br />

idealerweise bereits den Fachausweis erworben. Sie sind kommunikativ<br />

und haben ein sicheres, gewandtes Auftreten. Auch in<br />

hektischen Zeiten lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen.<br />

Sie suchen eine selbstständige, verantwortungsvolle Tätigkeit mit<br />

grossem Handlungsspielraum, verbunden mit einer Führungsfunktion?<br />

Dann sind Sie bei uns richtig!<br />

Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte per Post oder email<br />

an die nachstehende Adresse, zu Handen von Frau Tamara Ermanni.<br />

Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch vorab telefonisch.<br />

Karl Steiner AG<br />

Frau Tamara Ermanni<br />

Hagenholzstrasse 60<br />

8050 Zürich<br />

Tel. 044 305 24 24<br />

tamara.ermanni@steiner.ch<br />

www.steiner.ch


Professionelles Immobilienmanagement<br />

Unser Auftraggeber ist eine Pensionskasse, welche über einen bedeutenden Immobilienbesitz verfügt. Im<br />

Rahmen des steten Vermögenswachstums werden jährlich mehrere Millionen in direkte Immobilienanlagen<br />

investiert, sowohl in Neubauprojekte, in den Kauf von Liegenschaften als auch in die Sanierung bestehender<br />

Immobilien. Sämtliche Immobilienaktivitäten werden inhouse durch ein professionelles Team, bestehend aus<br />

rund 10 Mitarbeitenden, wahrgenommen. Im Auftrag unseres Kunden suchen wir – mit Arbeitsort Bern - eine/n<br />

Immobilien Portfoliomanager (m/w)<br />

mit Perspektive „Gesamtleitung Immobilien“<br />

Ihr Aufgabengebiet: Sie sind direkt dem Leiter Immobilien unterstellt und für die Steuerung des<br />

Immobilienportfolios nach den strategischen Zielvorgaben sowie für die periodische Berichterstattung an den<br />

Leiter Anlagen und den Anlageausschuss verantwortlich. In enger Zusammenarbeit mit der Bewirtschaftung<br />

und dem Baufachbereich erarbeiten Sie Finanz- und Budgetzahlen, erstellen Konzepte, Wirtschaftlichkeitssowie<br />

Cash-Flow-Berechnungen und bereiten Entscheidungsgrundlagen sowie Anträge für Investitionen und<br />

Desinvestitionen vor. Sie beobachten und analysieren den Immobilienmarkt, erkennen Marktchancen und -<br />

Risiken und beantragen rechtzeitig die erforderlichen Massnahmen. In Ihrer Funktion pflegen Sie<br />

Geschäftskontakte innerhalb der Immobilienbranche.<br />

Ihr Profil: Sie sind Betriebswirtschafter/in oder eidg. diplomierte/r Immobilientreuhänder/in mit fundierten<br />

Kenntnissen und Erfahrungen im eigentümerorientierten Management grosser Immobilienbestände<br />

(Bewirtschaftung, Projektentwicklung, Vermarktung, Bau). Sie verfügen über einen beruflichen<br />

Leistungsausweis in einer Funktion, in der Sie bereits Strategien und Konzepte erfolgreich entwickeln und<br />

umsetzen konnten. Neben ausgeprägten analytischen und konzeptionellen Fähigkeiten verfügen Sie über<br />

Führungsqualitäten und Kommunikationsstärke, vorzugsweise auch in Französisch. Sie verhandeln mit<br />

professionellen Argumenten und Überzeugungskraft.<br />

Ihre Perspektiven: Sie finden bei unserem Auftraggeber ein Umfeld, welches in einem professionellen<br />

Assetmanagement auf ökonomisch und ökologisch nachhaltiges Immobilienmanagement setzt. Aufgrund des<br />

stetigen Wachstums des Immobilienportfolios ist die Stelle im Rahmen der internen Nachfolgeplanung<br />

innerhalb des Immobilienmanagements entwicklungsfähig. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre bietet<br />

sich Ihnen so möglicherweise, je nach Leistungsausweis und Führungsqualitäten, die Chance, die<br />

Gesamtverantwortung und Führung des Bereichs Immobilien zu übernehmen,<br />

Der zuständige Personalberater, Herr Raymond Känel, steht Ihnen für erste Auskünfte und unverbindliche<br />

Vorabklärungen gerne zur Verfügung. Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an:<br />

Personal Sigma Bern<br />

Effingerstrasse 65, 3008 Bern, Telefon 031 380 10 90<br />

ps-bern@personal-sigma.ch; www.ps-bern.ch<br />

Brünigweg 22, 3008 Bern, Tel 031 371<br />

62 26, Fax 031 372 62 48<br />

info@ebgbern.ch, www.ebgbern.ch<br />

Die Eisenbahner-Baugenossenschaft Bern ist eine reine Mietergenossenschaft und verwaltet ein Portefeuille<br />

von 650 Wohnungen und <strong>11</strong> Geschäftslokalen in 5 Siedlungen.<br />

Der bisherige Geschäftsführer tritt altershalber auf Frühjahr 2010 zurück. Wir suchen deshalb einen Nachfolger/-in als<br />

Geschäftsführer/-in<br />

auf den 1. Mai 2009 oder nach Vereinbarung. Die Geschäftsübergabe erfolgt schrittweise bis Herbst 2009.<br />

Die geschäftsleitende Person ist die Schaltzentrale unserer Genossenschaft. Sie ist mit ihrem kleinen Team verantwortlich für den gesamten<br />

operativen und administrativen Geschäftsgang. Sie ist bestrebt die Genossenschaft zukunftsgerichtet, unternehmerisch und nach genossenschaftlichen<br />

Grundsätzen zu lenken. Zusammen mit dem Vorstand der Genossenschaft erarbeitet sie Konzepte, Strategien und Massnahmen, welche eine nachhaltig solide<br />

Wohnqualität zu preisgünstigen Mieten in unseren Siedlungen ermöglichen.<br />

Sie verfügen über einen höheren Abschluss in einem der Bereiche Bau, Finanzen oder Liegenschaftverwaltung. Auch Absolventen mit Abschluss einer Generalistenausbildung<br />

an einer höheren Fachschule oder einer Fachhochschule können sich bewerben.<br />

Sie haben Erfahrung im Bereich der Personalführung und im genossenschaftlichen Umfeld oder einer Nonprofitorganisation. Sie sind ein überzeugender Kommunikator,<br />

haben den Blick fürs Wesentliche und lassen sich auch in hektischen Situationen nicht aus der Ruhe bringen.<br />

Sie finden bei uns eine sehr abwechslungsreiche und selbständige Tätigkeit mit modernen Büroeinrichtungen und professioneller Software<br />

(ImmoTOP). Wir sind ein kleines, dynamisches Team in Aufbruchsstimmung. Unsere Anstellungsbedingungen sind zeitgemäss. Arbeitsort ist Bern Weissensteinquartier.<br />

Anmeldefrist ist der 15.12.<strong>2008</strong>. Auskunft erteilt der Präsident der EBG Bern Rolf Zurflüh, Tel. 031 371 62 26, Mail rolf.zurflueh@ebgbern.ch<br />

Wir freuen uns auf Ihre vollständige Bewerbung, welche Sie bitte an folgende Adresse senden:<br />

Herrn Rolf Zurflüh, Eisenbahner- Baugenossenschaft Bern, Brünigweg 22, 3008 Bern.


Aus- und Weiterbildung<br />

Tagung am 20. November <strong>2008</strong><br />

Bewirtschafter - Tagung<br />

Aktuelle Workshops zu den wichtigsten Themen der Immobilien-Bewirtschaftung<br />

An dieser Tagung soll das Mietrecht diskutiert,<br />

der Umgang mit anspruchsvollen<br />

Mietern aufgezeigt, die Bewirtschaftung<br />

von Stockwerkeigentum aufgefrischt und<br />

die Übergabe von Mietobjekten behandelt<br />

werden. Holen Sie sich neue Impulse und<br />

bringen Sie sich auf den neuesten Stand!<br />

Die Workshopgruppen ermöglichen auch<br />

einen intensiven fachlichen Austausch mit<br />

Branchenkollegen. Die Workshops werden<br />

in Kleinklassen zu maximal 25 Personen<br />

abgehalten. Jeder Teilnehmer besucht alle<br />

Workshops im Rotationsprinzip.<br />

Programm<br />

Workshop A<br />

Aktuelle Entwicklungen im Mietrecht<br />

Das Mietrecht ist das tägliche Brot des Bewirtschafters.<br />

Anhand von aktuellen Fallbeispielen<br />

soll eine Diskussion und ein<br />

Austausch zum Thema Mietrecht erfolgen.<br />

Workshop B<br />

Vom Umgang mit anspruchsvollen Mietern<br />

Die Mieter sind in vielerlei Hinsicht anspruchsvoll.<br />

Neben den kulturellen Herausforderungen<br />

sind auch das Alter und das<br />

Umfeld der Mieter zu beachten. Der Workshopleiter<br />

wird eine anhand einer Beispielwohnsiedlung<br />

mögliche Problemfelder<br />

aufzeigen und mit den Teilnehmern mögliche<br />

Lösungen erarbeiten.<br />

Workshop C<br />

Die Übergabe von Mietobjekten<br />

Bei der Übergabe der Mietobjekte sind diverse<br />

Punkte zu beachten. In diesem Workshop<br />

werden aufgrund von Fallbeispielen<br />

die Bereiche Kündigungen, Abnahme und<br />

Übergabe, Instandstellungen, Schlussabrechnung<br />

und Mietzinsdepot behandelt.<br />

Workshop D<br />

Bewirtschaftung von Stockwerkeigentum<br />

Stockwerkeigentümer sind nicht nur durch<br />

ihre rechtliche Situation als Eigentümer<br />

eine Kundengruppe, die besondere Anforderungen<br />

an den Bewirtschafter stellt. Neben<br />

den Nutzungsvorschriften gibt es auch<br />

weitere wichtige Elemente, wie zum Beispiel<br />

die Stockwerkeigentümerversammlung,<br />

die administrative Bewirtschaftung<br />

und die technische Verwaltung, welche in<br />

diesem Workshop behandelt werden.<br />

Zielpublikum<br />

Fachkräfte aus dem Bereich Immobilienbewirschaftung<br />

und -Verwaltung<br />

Referenten<br />

– Hans Bättig, Fürsprecher, advokatur56,<br />

Bern<br />

– Genoveva Lahmadi, Mitglied der Geschäftsleitung<br />

Intercity, Basel<br />

– Petra Grognuz, H.P. Burkhalter + Partner<br />

AG, Partnerin / Geschäftsleitung, Bern<br />

– Thomas Romler, Valiant Holding AG,<br />

Leiter Bauten/Sicherheit, Bern<br />

Datum<br />

Donnerstag, 20. November <strong>2008</strong>,<br />

8.30 - 17.15 Uhr<br />

Ort<br />

Hotel Sheraton Fourpoints Sihlcity, Zürich<br />

Teilnehmergebühr (exkl. MWSt)<br />

CHF 720.– (<strong>SVIT</strong>-Mitglieder), CHF 890.–<br />

(übrige Teilnehmende). Darin inbegriffen<br />

sind: Seminarunterlagen, Pausengetränke<br />

und das Mittagessen.<br />

An- bzw. Abmeldekonditionen<br />

– Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Die<br />

Anmeldungen werden in chronologischer<br />

Reihenfolge berücksichtigt.<br />

– Kostenfolge bei Abmeldung: Eine Annullierung<br />

(nur schriftlich) ist bis 14 Tage<br />

vor Veranstaltungsbeginn kostenlos<br />

möglich, bis 7 Tage vorher wird die Hälfte<br />

der Teilnehmergebühr erhoben. Bei<br />

Absagen danach wird die volle Gebühr<br />

fällig. Ersatz-Teilnehmende werden ohne<br />

zusätzliche Kosten akzeptiert.<br />

– Programmänderungen aus dringendem<br />

Anlass behält sich der Veranstalter vor.<br />

Anmeldetalon:<br />

❑ Ich melde mich definitiv für die «Bewirtschafter-Tagung» vom 20.<strong>11</strong>.<strong>2008</strong> an:<br />

Name:<br />

Vorname:<br />

<strong>SVIT</strong>-Mitglied: ❏ ja ❏ nein<br />

Firma:<br />

Adresse:<br />

Tel.:<br />

Funktion:<br />

PLZ/Ort:<br />

Email:<br />

Bitte an folgende Anschrift senden oder faxen: <strong>SVIT</strong> Swiss Real Estate School AG,<br />

Giessereistrasse 18, 8005 Zürich, Tel. 044 434 78 98, Fax 044 434 78 99, kathrine.jordi@svit-sres.ch.<br />

60 immobilia November <strong>2008</strong>


Aus- und Weiterbildung<br />

Seminar am 25. November <strong>2008</strong> in Pfäffikon SZ<br />

Maklerwesen und -recht<br />

In diesem Seminar vertiefen und erweitern Sie Ihr Wissen zu Rechtsfällen in<br />

der Maklertätigkeit. Im Speziellen wird die Entlöhnung des Maklers aus der<br />

rechtlichen sowie praktischen Perspektive thematisiert. Ausserdem setzen<br />

Sie sich mit dem Prinzip des neuen Schiedsgerichts in der Immobilienwirtschaft<br />

auseinander, das eine interessante Alternative zu den offiziellen gerichtlichen<br />

Organen bietet.<br />

– Dr. André Nussbaumer, Swisscanto Immobilien<br />

Management AG, Leiter Kauf/<br />

Verkauf Liegenschaften<br />

– Marco Uehlinger, ImmoBaden AG, Geschäftsführer<br />

und Mitinhaber, Präsident<br />

der Schweizerischen Maklerkammer<br />

Kernthemen dieser Veranstaltung sind:<br />

– Wie ist die rechtliche Verantwortung<br />

des Immobilienmaklers zu verstehen?<br />

– Welche Möglichkeiten bietet das<br />

Schiedsgericht in Immobilien-Rechtsfällen?<br />

– Wie sieht die Maklerentlöhnung aus der<br />

rechtlichen Perspektive aus?<br />

– Welche Herausforderungen gibt es bei<br />

der Zusammenarbeit zwischen Immobilienmakler<br />

und Investoren?<br />

– Wie kann ich mich als Makler oder Maklerfirma<br />

positionieren?<br />

Programm<br />

Die Verantwortung des Immobilienmaklers<br />

– Übersicht über die Dienstleistungstätigkeiten<br />

des Maklers<br />

– Rechtliche Verantwortung des Immobilienmaklers<br />

im Sinne des Art. 412 im OR<br />

– Praxisbeispiele von Rechtsfällen in der<br />

Maklertätigkeit<br />

Neues aus dem Maklerrecht<br />

– Grundlagen und Entwicklungen<br />

– Maklervertrag (Hinweise zur optimalen<br />

Vertragsgestaltung)<br />

– Alternative Konfliktlösung: Das Schiedsgericht<br />

der Immobilienwirtschaft<br />

– Internationale Einflüsse auf Immobilien<br />

Transaktionen in der Schweiz<br />

– Varianten der Maklerentlöhnung: Was<br />

ist rechtlich noch zulässig?<br />

Die Maklertätigkeit aus Sicht der<br />

institutionellen Investoren<br />

– Auf was achten Investoren bei der Zusammenarbeit<br />

mit Maklern (Anforderungsprofil)?<br />

– Was wird von einem professionellen Makler<br />

erwartet? Was gilt es zu vermeiden?<br />

– Chancen und Gefahren bei der Zusammenarbeit<br />

mit Maklern<br />

Situationsbeurteilung aus Maklersicht<br />

– Die heutige Arbeitssituation (wie ist das<br />

aktuelle Umfeld, in welchen Bereichen<br />

sind Chancen/Gefahren? Mit welchen<br />

Arbeitsmitteln arbeiten wir mit Vorteil?)<br />

– Wie positioniere ich mich als Maklerfirma<br />

(wie kann ich die unterschiedlichen<br />

Bedürfnisse von Gross- und Kleinkunden<br />

für meine Firma ausnützen?)<br />

– Welche (Zusatz)-Dienstleistungen bringen<br />

den grössten Erfolg?<br />

– Wie beuge ich rechtlichen Problemen<br />

vor?<br />

Zielpublikum<br />

Unabhängige Immobilienmakler, Makler in<br />

Immobilien-Unternehmungen, Immobilienberater,<br />

Immobilientreuhänder, Aktive Profis<br />

in der Immobilienwirtschaft und andere<br />

interessierte Kreise<br />

Referenten<br />

– Prof. Dr. Jean-Baptiste Zufferey, Schweizerisches<br />

und Internationales Baurecht<br />

an der Universität Fribourg<br />

– Dr. Peter Burkhalter, Rechtsanwalt,<br />

Hodler & Emmenegger<br />

Anmeldetalon:<br />

❑ Ich melde mich definitiv für das Seminar «Maklerwesen und -recht»<br />

vom 25.<strong>11</strong>.<strong>2008</strong> an:<br />

Name:<br />

Vorname:<br />

<strong>SVIT</strong>-Mitglied: ❏ ja ❏ nein<br />

Firma:<br />

Adresse:<br />

Tel.:<br />

Datum<br />

Dienstag, 25. November <strong>2008</strong><br />

08.30 – 16.15 Uhr<br />

Ort<br />

Seedamm Plaza, Pfäffikon SZ<br />

Teilnehmergebühr (exkl. MWSt)<br />

690.– für <strong>SVIT</strong>-Mitglieder, 860.– für übrige Teilnehmer.<br />

Darin inbegriffen sind: Seminarunterlagen,<br />

Pausengetränke und Mittagessen.<br />

An- bzw. Abmeldekonditionen<br />

– Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Die<br />

Anmeldungen werden in chronologischer<br />

Reihenfolge berücksichtigt.<br />

– Kostenfolge bei Abmeldung: Eine Annullierung<br />

(nur schriftlich) ist bis 14<br />

Tage vor Veranstaltungsbeginn kostenlos<br />

möglich, bis 7 Tage vorher wird die<br />

Hälfte der Teilnehmergebühr erhoben.<br />

Bei Absagen danach wird die volle Gebühr<br />

fällig. Ersatz-Teilnehmer werden<br />

ohne zusätzliche Kosten akzeptiert.<br />

– Programmänderungen aus dringendem<br />

Anlass behält sich der Veranstalter vor.<br />

Funktion:<br />

PLZ/Ort:<br />

Email:<br />

Bitte an folgende Anschrift senden oder faxen: <strong>SVIT</strong> Swiss Real Estate School AG,<br />

Giessereistrasse 18, 8005 Zürich, Tel. 044 434 78 98, Fax 044 434 78 99,<br />

kathrine.jordi@svit-sres.ch.<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 61


Aus- und Weiterbildung<br />

Seminar am 5. Dezember <strong>2008</strong> (Wiederholung vom Juni <strong>2008</strong>)<br />

Wie gestalte ich<br />

Geschäftsmietverträge optimal?<br />

Aufgrund grosser Nachfrage wiederholen wir unser Seminar zum Thema<br />

Geschäftsmiete vom Juni <strong>2008</strong>.<br />

Sie möchten Ihre Verträge mit Geschäftsmietern<br />

optimieren und damit spätere<br />

Probleme und Auseinandersetzungen vermeiden?<br />

Anhand von neuen Gerichtsfällen<br />

zeigen Ihnen drei bestens bekannte Referenten,<br />

wie Sie Ihr Ziel erreichen. Ausführliche<br />

Tipps zur Vertragsgestaltung und<br />

Erklärungen zur geänderten Mietrechtsverordnung<br />

runden diesen lebendigen Seminartag<br />

ab.<br />

Zielpublikum<br />

Geschäftsführer und Inhaber von KMU,<br />

Führungs- und Fachkräfte aus dem Bereich<br />

Immobilienmanagement, Immobilien-Bewirtschafter,<br />

(Immobilien-)Treuhänder und<br />

Immobilienberater<br />

Anmeldetalon:<br />

❑ Ich melde mich definitiv für das Seminar «Geschäftsmietverträge»<br />

Name:<br />

vom Freitag, 5.12.<strong>2008</strong> an:<br />

Programm<br />

– Vertragsparteien<br />

Wie erkenne ich die richtige Legitimation<br />

der Unterschriften? Was muss ich beachten,<br />

wenn eine Vertragspartei eine Aktiengesellschaft<br />

oder GmbH ist? Welche<br />

Probleme können bei einer Vertragsübertragung<br />

entstehen?<br />

– Vertragsgestaltung beim Verkauf:<br />

Due Diligence<br />

Was prüfen wir als Käufer? Worin besteht<br />

das Risiko einer Sicherheitsleistung?<br />

– Vertragsverlängerungen:<br />

Möglichkeiten ausschöpfen<br />

Worin unterscheiden sich die Interessen<br />

bei Vermieter und Geschäftsmieter?<br />

Option mit Vertragsverlängerung:<br />

Was sind die marktüblichen Bedingungen?<br />

– Kündigung durch Mieter/vorzeitige<br />

Rückgabe<br />

Welche Möglichkeiten habe ich bei der<br />

Gestaltung der Vertragsdauer? Nachmieter:<br />

Wer sucht auf wessen Kosten zu welchem<br />

Mietzins?<br />

Datum<br />

Freitag, 5. Dezember <strong>2008</strong><br />

8.30 – 16.30 Uhr<br />

Ort<br />

Hotel Arte, Olten<br />

Referenten<br />

– Hans Bättig, Fürsprecher, advokatur56,<br />

Bern<br />

– Dr. Beat Rohrer, Rechtsanwalt, Rohrer<br />

Müller Partner, Zürich<br />

– Dr. Armin Zucker, Rechtsanwalt, Meyer<br />

Lustenberger, Präsident des Verbands der<br />

Geschäftsmieter, Zürich<br />

Vorname:<br />

<strong>SVIT</strong>-Mitglied: ❏ ja ❏ nein<br />

Firma:<br />

Teilnehmergebühr (exkl. MwSt)<br />

CHF 720.– (<strong>SVIT</strong>-Mitglieder), CHF 890.–<br />

(übrige Teilnehmer). Darin inbegriffen sind:<br />

Seminarunterlagen, Pausengetränke und<br />

das Mittagessen.<br />

Funktion:<br />

Adresse:<br />

PLZ/Ort:<br />

Tel.:<br />

Email:<br />

Bitte an folgende Anschrift senden oder faxen: <strong>SVIT</strong> Swiss Real Estate School AG,<br />

Giessereistrasse 18, 8005 Zürich, Tel. 044 434 78 98, Fax 044 434 78 99,<br />

kathrine.jordi@svit-sres.ch<br />

An- bzw. Abmeldekonditionen<br />

– Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Die<br />

Anmeldungen werden in chronologischer<br />

Reihenfolge berücksichtigt.<br />

– Kostenfolge bei Abmeldung: Eine Annullierung<br />

(nur schriftlich) ist bis 14 Tage vor<br />

Veranstaltungsbeginn kostenlos möglich,<br />

bis 7 Tage vorher wird die Hälfte der<br />

Teilnehmergebühr erhoben. Bei Absagen<br />

danach wird die volle Gebühr fällig. Ersatz-Teilnehmende<br />

werden ohne zusätzliche<br />

Kosten akzeptiert.<br />

– Programmänderungen aus dringendem<br />

Anlass behält sich der Veranstalter<br />

vor.<br />

62 immobilia November <strong>2008</strong>


Aus- und Weiterbildung<br />

Schweizerische Fachprüfungskommission der Immobilienwirtschaft - SFPKIW<br />

2. Prüfung Vertiefungskompetenz<br />

Immobilienbewerter <strong>2008</strong><br />

Ueli Beyeler, Präsident, Christa Meier, Sekretariat Prüfungskommission immobilienbewerter<br />

89 Kandidaten, davon 9 Repetenten, traten zur 2. Bewerterprüfung an, die auf<br />

der Grundlage von der Prüfungsordnung und Wegleitung vom 9. Februar 2007<br />

durchgeführt wurde. Gemessen an der Tatsache, dass für die Immobilienschätzer<br />

zwischen 1999 und 2004 nur alle zwei Jahre eine Prüfung angeboten wurde, an<br />

denen jeweils etwa 100 Kandidaten teilnahmen, erstaunt es, dass in diesem Jahr<br />

praktisch wieder gleich viele Kandidaten wie 2007 auf der Liste standen.<br />

Die Nachfrage nach dieser Prüfung ist erfreulich.<br />

Die Resultate sind hingegen ernüchternd<br />

ausgefallen. Von den 89 Kandidaten<br />

haben nur gerade 40 bestanden, was einer<br />

Erfolgsquote von mageren 44.9% entspricht<br />

(2007: 68.8%). Die meisten erfolglosen Kandidaten<br />

scheiterten im schriftlichen Fach,<br />

welches dreifach zählt. Eine der Ursachen<br />

für dieses enttäuschende Ergebnis war möglicherweise,<br />

dass etliche Kandidaten zu Protokoll<br />

gaben, sie hätten in ihrem beruflichen<br />

Alltag nur wenig mit Immobilienbewertungen<br />

zu tun. Der Praxisbezug und die Erfahrung<br />

fehlten also. Einzelne Kandidaten<br />

wählten die Bewerterprüfung, nicht in erster<br />

Linie, um sich zum Spezialisten im Bewertungswesen<br />

ausbilden zu lassen, sondern<br />

weil sie einen zweiten Fachausweis für die<br />

Zulassung zur Höheren Fachprüfung für Immobilien-Treuhänder<br />

benötigten.<br />

Von den 89 Kandidaten wurden 34 zur Bewerterprüfung<br />

zugelassen, weil sie die Prüfung<br />

auf der Stufe Basiskompetenz erfolgreich<br />

absolviert hatten. 36 sind Inhaber<br />

des Fachausweises für Immobilien-Verwalter<br />

bzw. -bewirtschafter, 4 besitzen den Fachausweis<br />

für Immobilienvermarkter, und eine Kandidatin<br />

ist Immobilienentwicklerin mit eidg.<br />

FA. Ausserdem wollten 6 dipl. Immobilien-<br />

Treuhänder ihr Wissen im Bewertungswesen<br />

erweitern, 9 Absolventen brachten einen<br />

Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss<br />

mit und verfügen über mindestens vier Jahre<br />

Berufserfahrung im Immobilienwesen.<br />

Von den 55 Direkteinsteigern haben 25 bestanden<br />

(62.5%), von den Kandidaten der Basisprüfung<br />

lediglich 15. Die Aufteilung nach<br />

Geschlechtern zeigt, dass die Frauen und die<br />

Männer punkto Erfolgsquote fast gleich sind.<br />

12 der 27 Frauen haben bestanden, bei den<br />

Männern waren es 28 von 62.<br />

Von den 9 Repetenten haben im zweiten Anlauf<br />

3 bestanden. Bei den restlichen 6 hat es<br />

wieder nicht geklappt.<br />

Am besten wurde das mündliche Fach ZGB/<br />

Umwelt- und Baurecht mit einem Gesamtnotendurchschnitt<br />

von 4.6 abgeschlossen. Auf<br />

Platz zwei folgt das mündliche Fach Immobilienbewertung<br />

mit einem Schnitt von 4.3. Der<br />

Durchschnitt der übrigen Fächer liegt bei einer<br />

4.0 und darunter. In der Immobilienentwicklung<br />

(bauliche Kenntnisse) wurde eine<br />

4.0 erzielt. Das schriftliche Fach ergab gar<br />

nur eine 3.7. Nebst Schwächen in der Kern-<br />

kompetenz Immobilienbewertung tra ten vor<br />

allem fundamentale Mängel im Bereich der<br />

Kenntnisse im Bauwesen zutage. Der Gesamtdurchschnitt<br />

über alle Fächer ge se hen<br />

betrug 4.0; letztes Jahr lag er bei einer 4.2.<br />

Auf die Bewerterprüfung haben sich die Kandidaten<br />

entweder bei der SRES - <strong>SVIT</strong> Swiss<br />

Real Estate School (58 Teilnehmer), bei den<br />

Kaderschulen (13 Teilnehmer) oder bei den<br />

Feusi-Schulen (18 Teilnehmer) vorbereitet.<br />

Die Erfolgsquote bei der SRES liegt bei 53.4%,<br />

bei den Kaderschulen bei 30.8% und bei den<br />

Feusi-Schulen bei 27.8%.<br />

Hier nun die erfolgreichen Kandidatinnen<br />

und Kandidaten:<br />

1. Aeby Olivier St. Antoni FR<br />

2. Althaus Fabienne S. M. Basel BS<br />

3. Amsler Christof Schinznach-Dorf AG<br />

4. Asal Monique Rüegsau BE<br />

5. Baumann Andreas Luzern LU<br />

6. Baumann Beat Stilli AG<br />

7. Breitenmoser Therese Zürich ZH<br />

8. Bürgler Judith Wettingen AG<br />

9. Degelo-Werder Simone Endingen AG<br />

10. Flückiger Beatrix Rüegsau BE<br />

<strong>11</strong>. Grogg Philipp O. Wangen b/Olten SO<br />

12. Gschwind Guido Weggis LU<br />

13. Guerriero-Presta Angela Zollikofen BE<br />

14. Gwerder Roger Sarmenstorf AG<br />

15. Haas Christian Sempach LU<br />

16. Häfeli Adrian Zürich ZH<br />

17. Halmer Fabian Basel BS<br />

18. Heggli Urs Müswangen LU<br />

19. Heutschi Harri Balsthal SO<br />

20. Hirs Martin Dielsdorf ZH<br />

21. Hüberli Roger Nesslau-Krummenau SG<br />

22. Jaeggi Claudio Recherswil SO<br />

23. Keller Niklaus H. Weinfelden TG<br />

24. Knellwolf Hansueli Herisau AR<br />

25. Kreft Nikolaus Deutschland<br />

26. Meier Dominik Mönchaltdorf ZH<br />

27. Panichella Luigi Oftringen AG<br />

28. Rüdisühli Michael Sennwald - Frümsen SG<br />

29. Schärer Stefan Thunstetten BE<br />

30. Schmid Andrea Muttenz BL<br />

31. Schmitter Georges Widnau SG<br />

32. Schneider Manuel Elm GL<br />

33. Sossai Karin Maria Italien<br />

34. Stoll Tscherry Deborah Maur ZH<br />

35. Stutz Marietta Arni AG<br />

36. Sutter Heinz Toffen BE<br />

37. Vanoli Elio Airolo TI<br />

38. Wegmüller Brigitte Zürich ZH<br />

39. Wolfelsperger Michael Basel BS<br />

40. Wüthrich Lorenz Michael Oberrieden ZH<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 63


Aus- und Weiterbildung<br />

Schweizerische Fachprüfungskommission der Immobilienwirtschaft - SFPKIW<br />

2. Prüfung Vertiefungskompetenz<br />

Immobilienbewirtschafter <strong>2008</strong><br />

Ueli Beyeler, Präsident, Christa Meier, Sekretariat Prüfungskommission immobilienbewerter<br />

Zur zweiten Vertiefungsprüfung für Immobilienwirtschafter traten am 15.<br />

September <strong>2008</strong> mit 217 Kandidaten nur unwesentlich weniger an als im<br />

Vorjahr (238 Kandidaten). Die Erfolgsquote des Jahres 2007 war mit 83.8%<br />

sehr hoch und dürfte entsprechend die Erwartungen vieler geschürt haben.<br />

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Resultate<br />

der diesjährigen Prüfung sind zwar sehr<br />

zufrieden stellend, aber nicht mehr ganz so<br />

gut wie im Jahr zuvor (siehe Tabelle oben).<br />

Die Bewirtschafterprüfung wird vor allem<br />

von Kandidaten gewählt, welche die Basisprüfung<br />

erfolgreich absolviert haben. Direkteinsteiger<br />

gab es in der Zentralschweiz, in<br />

Basel und in Bern lediglich je einen, in Zürich<br />

7. Davon waren 2 Inhaber des Diploms für<br />

Immobilien-Treuhänder bzw. des Fachausweises<br />

für Immobilien-Schätzer. Einer von<br />

ihnen hat bestanden, der andere war nicht<br />

erfolgreich. Die restlichen 8 brachten einen<br />

Hochschul- oder Fachhochschulabschluss<br />

und vier oder mehr Jahre Berufserfahrung in<br />

einer immobilienbezogenen Tätigkeit mit;<br />

von ihnen haben 3 bestanden.<br />

Baar Basel Bern Zürich Gesamt<br />

Anzahl Kandidaten 34 17 40 126 217<br />

Bestanden 23 (67.6%) 13 (76.5%) 27 (67.5%) 90 (71.4%) 153 (70.5%)<br />

Nicht bestanden <strong>11</strong> (32.4%) 4 (23.5%) 13 (32.5%) 36 (28.6%) 64 (29.5%)<br />

Einen Lehrgang zur Vorbereitung auf die<br />

Prüfung konnten die Kandidaten entweder<br />

bei der <strong>SVIT</strong> Swiss Real Estate School in Zürich<br />

(SRES), bei den KS Kaderschulen in Zürich<br />

und St. Gallen oder bei den Feusi-Schulen<br />

in Bern besuchen.<br />

In Zürich haben sich 69 Kandidaten für die<br />

<strong>SVIT</strong> Swiss Real Estate School entschieden,<br />

von ihnen haben 42 bzw. 60.9% bestanden.<br />

55 Personen haben den Lehrgang bei den<br />

Kaderschulen absolviert, erfolgreich waren<br />

47.<br />

Damit erzielen die Kaderschulen eine Erfolgsquote<br />

von erfreulichen 85.5%. 2 Kandidaten<br />

sind zur Prüfung angetreten, ohne<br />

einen Lehrgang besucht zu haben, ein Kandidat<br />

hat bestanden.<br />

In Bern sassen 28 Personen im Lehrgang der<br />

<strong>SVIT</strong> Swiss Real Estate School, 21 (75%) waren<br />

erfolgreich. Von den 12 Teilnehmern am<br />

Lehrgang der Feusi-Schulen hielten sich die<br />

erfolgreichen und die nicht erfolgreichen<br />

Kandidaten mit je 6 Personen die Waage.<br />

Die ältesten Kandidaten, die zur Prüfung angetreten<br />

sind, waren 54 Jahre alt, währenddem<br />

die jüngsten gerade mal 21 Jahre zählten.<br />

Von den über 50-Jährigen, 13 an der<br />

Zahl, hatten mehr als die Hälfte nicht bestanden.<br />

In der Gruppe der 40- bis 50-Jährigen<br />

Absolventen sieht es bereits etwas besser<br />

aus; 18 der 33 Kandidaten waren erfolgreich,<br />

was einer Erfolgsquote von 54.5% entspricht.<br />

Bei den 57 Prüfungsabsolventen, die zwischen<br />

30 und 40 Jahre alt waren, sind 66.7%<br />

durchgekommen. 65 Kandidaten waren zwischen<br />

25 und 30 Jahre alt, von ihnen haben<br />

73.8% bestanden. Die unter 25-jährigen waren<br />

mit Abstand am erfolgreichsten: Von den<br />

49 Kandidaten in dieser Altersgruppe haben<br />

nur gerade 6 nicht bestanden. Für diesmal<br />

gilt also: Je jünger die Kandidaten waren, desto<br />

besser schnitten sie übers Ganze gesehen<br />

ab. Die nachfolgende Grafik illustriert<br />

dies eindrücklich:<br />

Betrachtet man die beiden Geschlechter,<br />

lässt sich feststellen, dass, mit Ausnahme<br />

der Zentralschweiz, überall die Frauen besser<br />

abgeschnitten haben. In Basel waren<br />

knapp 70% der erfolgreichen Kandidaten<br />

Frauen, in Bern 66.6%, und in Zürich waren<br />

es 68.9%. Einzig in der Zentralschweiz präsentiert<br />

sich das Bild umgekehrt. Dort waren<br />

die Frauen mit 47.8% im Hintertreffen. Über<br />

alle Regionen gesehen waren von den 90 zur<br />

Prüfung angetretenen Männer 53 (oder<br />

58.9%) erfolgreich. Bei den Frauen haben<br />

von den 127 deren 100 bestanden, was einer<br />

Erfolgsquote von 78.7% entspricht.<br />

Erfolgsquoten nach Altersgruppen<br />

100<br />

90<br />

80<br />

70<br />

66.7<br />

60<br />

50 46.2<br />

54.5<br />

40<br />

30<br />

20<br />

10<br />

73.8<br />

87.8<br />

Insgesamt 14 Repetenten haben einen<br />

zweiten Versuch gewagt. Von ihnen haben<br />

8 bestanden, bei den restlichen 6 hat es<br />

wieder nicht geklappt.<br />

0<br />

50 - 54 40 - 49 30 - 39 25 - 29 21 - 24 Alter<br />

bestanden<br />

nicht bestanden<br />

64 immobilia November <strong>2008</strong>


Aus- und Weiterbildung<br />

Notendurchschnitte der einzelnen Fächer:<br />

Baar Basel Zürich Gesamt 08 Gesamt 07<br />

ZGB, OR, Steuern 4.7 4.6 4.6 4.6 4.7<br />

Investitionen, Vermarktung 4.8 5.0 4.7 4.7 4.8<br />

Bewirtschaftung 4.6 4.7 4.6 4.6 4.7<br />

schriftlich 4.0 3.9 3.9 3.9 4.1<br />

Gesamtdurchschnitt 4.4 4.3 4.3 4.3 4.4<br />

Die erfolgreichsten Kandidatinnen und<br />

Kandidaten der verschiedenen Regionen:<br />

Wir freuen uns mit allen erfolgreichen Kandidaten,<br />

gratulieren ganz herzlich und wünschen<br />

ihnen für die weitere berufliche Tätigkeit<br />

alles Gute.<br />

Nachname Vorname Bürgerort Notendurchschnitt Schule<br />

Baar<br />

Steffen Hugo Luthern LU 5.0 SRES<br />

Ristic Maja Bern BE 4.9 SRES<br />

Basel<br />

Hosslin Mirjam Basel BS 4.8 SRES<br />

Oser Sven Hofstetten-Flüh SO 4.7 SRES<br />

Marti Nicole Luzern LU 4.7 SRES<br />

Bern<br />

Hosmann Simon Wald BE 5.1 SRES<br />

Portmann Markus Schüpfheim LU 5.0 SRES<br />

Zürich<br />

Zweifel Tanja Rüti ZH 5.2 Kaderschulen<br />

Stucki Michael Linden BE 5.0 Kaderschulen<br />

Bader Claudia Zürich ZH 5.0 SRES<br />

Brändli Sonja Rorbas ZH 5.0 Kaderschulen<br />

Schwanger Mariana Aadorf TG 5.0 Kaderschulen<br />

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<br />

<br />

<br />

<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 65


Aus- und Weiterbildung<br />

Schweizerische Fachprüfungskommission der Immobilienwirtschaft - SFPKIW<br />

2. Repetentenprüfung für<br />

Immobilien-Treuhänder <strong>2008</strong><br />

Jürg Müller, Präsident und Christa Meier, Sekretariat SFPKIW<br />

Handelte es sich bei der Höheren Fachprüfung für Immobilien-Treuhänder<br />

bisher stets um eine Prüfung der Superlative, was die Anzahl der Kandidaten<br />

betrifft, so präsentierte sich an der letzten Prüfung, die nach dem<br />

Reglement vom 20. April 2000 durchgeführt wurde, ein komplett gegenteiliges<br />

Bild.<br />

Bescheiden und überblickbar mutete die Atmosphäre<br />

an, als am 22. September <strong>2008</strong><br />

gerade mal noch 8 Personen, 2 weniger als<br />

ursprünglich, die letzte Möglichkeit nutzten,<br />

den Titel des dipl. Immobilien-Treuhänders<br />

bzw. der dipl. Immobilien-Treuhänderin nach<br />

altem Reglement zu erwerben. Durchgehalten<br />

bis am Schluss haben schliesslich noch 6<br />

Kandidaten.<br />

So verwundert es auch nicht, dass die Resultate<br />

dieser 2. Repetentenprüfung schon kurz<br />

nach dem letzten Prüfungstag bekannt gegeben<br />

werden konnten.<br />

Alle Kandidaten, 4 Männer und 2 Frauen,<br />

hatten die Prüfung bestanden. Der Gesamtnotendurchschnitt<br />

betrug 4.3, die höchsten<br />

Noten haben je eine Frau und ein Mann mit<br />

4.6 erzielt.<br />

Bei den mündlichen Fächern ZGB, Mietrecht,<br />

Finanzierungs- und Schätzungswesen, OR/<br />

SchKG, Steuerrecht sowie Bau- und Planungswesen<br />

wurde mit einer 4.6 wiederum<br />

ein höherer Durchschnitt als bei den schriftlichen<br />

Prüfungen erzielt. Diese beinhalten<br />

die Fächer Vermittlung, Kauf, Verkauf und<br />

Bewertung von Liegenschaften, Mietrecht,<br />

Rechnungswesen, Unternehmensführung,<br />

Volkswirtschaft, Portfolio- und Facilitymanagement<br />

sowie kaufmännische und technische<br />

Verwaltung und Kenntnisse des Bauwesens.<br />

Der Gesamtschnitt ergab eine Note<br />

von 4.2.<br />

Mit diesen 6 Absolventen gibt es nun 1885<br />

eidgenössisch diplomierte Immobilien-Treuhänder<br />

auf dem Markt.<br />

Selbstverständlich möchten wir es nicht unterlassen,<br />

an dieser Stelle den Experten und<br />

den Mitgliedern der Schweizerischen Fachprüfungskommission,<br />

die uns unterstützt<br />

haben, für ihr grosses Engagement zu bedanken.<br />

Nr. Nachname Vorname Bürgerort<br />

1. Bauer Sascha Tramelan BE<br />

2. Felix Bruno Haldenstein GR<br />

3. Jaeger Daniela Peist GR<br />

4. Neuhaus Peter Plaffeien FR<br />

5. Schmutz Prisca Kehrsatz BE, Opfikon ZH<br />

6. Specht Reto Neuhausen SG<br />

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Erfolgreichen Kandidatinnen<br />

und Kandidaten<br />

Die Höhere Fachprüfung für Immobilien-Treuhänder<br />

nach dem Reglement vom 20. April<br />

2000 ist nun endgültig Geschichte. Die Betonung<br />

im letzten Satz liegt auf dem Reglement<br />

des Jahres 2000. Natürlich gibt es die Höhere<br />

Fachprüfung weiterhin, allerdings auf der<br />

Grundlage einer neuen Prüfungsordnung. Die<br />

Gründe für diesen Reglementswechsel finden<br />

sich im neuen Berufsbildungsgesetz nBBG,<br />

das vom Bundesamt für Berufsbildung und<br />

Technologie BBT per 1. Januar 2004 in Kraft<br />

gesetzt wurde, und welches pro Branche nur<br />

noch je eine Höhere Fachprüfung und eine<br />

Berufsprüfung zulässt.<br />

Die 1. Höhere Fachprüfung findet im Juni<br />

2009 statt. Der Fortbestand von gut ausgebildeten<br />

und qualifizierten Immobilientreuhändern<br />

dürfte also gesichert sein.<br />

66 immobilia November <strong>2008</strong>


Verbandsnachrichten<br />

<strong>SVIT</strong>-Plenum <strong>2008</strong><br />

Veränderungen als Grundlage<br />

zum Erfolg<br />

Christine Feusi<br />

Das <strong>SVIT</strong>-Plenum war dieses Jahr zum ersten Mal beim <strong>SVIT</strong> Romandie in<br />

Montreux zu Gast. Mit der Wiederwahl aller Geschäftsleitungsmitglieder<br />

wurde das Amtsjahr 2007/08 beendet. Dem <strong>SVIT</strong> stehen schon neue Herausforderungen<br />

bevor.<br />

Vom 17.–18. Oktober <strong>2008</strong> verschrieb sich<br />

die Festival-Stadt Montreux für einmal nicht<br />

der Jazz-Musik, sondern der Immobilienwirtschaft.<br />

Die <strong>SVIT</strong>-Mitglieder und ihre Begleitungen<br />

fanden sich am wunderschönen und<br />

in herbstliche Stimmung getauchten Lac<br />

Léman für das <strong>SVIT</strong>-Plenum zusammen.<br />

Gastgeber war zum ersten Mal der im Jahre<br />

2006 gegründete <strong>SVIT</strong> Romandie. Dieser ist<br />

die Organisation des Anlasses mit viel westschweizerischem<br />

Charme mehr als gelungen.<br />

Ein grosser Dank gilt den Sponsoren<br />

Schindler Aufzüge AG, Service 7000, Homegate,<br />

Cablecom und Losinger, welche vor<br />

allem den wunderschönen Rahmen des<br />

diesjährigen Plenums ermöglichten.<br />

Die Mitglieder versammelten sich in den eleganten<br />

und traditionellen Räumlichkeiten<br />

des Montreux Palace zum Apéro und grosszügigen<br />

Stehlunch – manch eine/r fühlte sich<br />

in die Zeit der Belle Epoque zurückversetzt.<br />

Während die rund <strong>11</strong>0 Delegierten, Exekutivrats-<br />

und Ehrenmitglieder nach dem Stehlunch<br />

zum geschäftlichen Teil übergingen,<br />

kamen die begleitenden Personen in den<br />

Genuss eines interessanten Programms mit<br />

dem Besuch des Château Chillon und einer<br />

anschliessenden Weindegustation im Domaine<br />

des Châbles.<br />

Der <strong>SVIT</strong> als Qualitätszeichen<br />

Urs Gribi, Präsident des <strong>SVIT</strong>, eröffnete die<br />

Delegiertenversammlung. Er forderte die<br />

Teilnehmer auf, sich den neuen Herausforderungen<br />

angesichts der sich verschärfenden<br />

wirtschaftlichen Lage zu stellen.<br />

Er fügte hinzu, dass in diesem Jahr viel Erfreuliches<br />

gefeiert werden konnte; Höhepunkt<br />

war sicherlich das 75-jährige Bestehen<br />

des <strong>SVIT</strong>. Dieses Jubiläum gab Anlass zu ausgiebigen<br />

Festlichkeiten, wie etwa am Mitgliederfest<br />

in Bern und im Dolder Grand in<br />

Zürich.<br />

Der <strong>SVIT</strong> hat in den vergangenen Jahren viele<br />

Änderungen erlebt. Das moderne, informative<br />

Jubiläumsmagazin widerspiegelt den<br />

Verband, wie er sich heute gegen innen und<br />

nach aussen präsentiert – zeitgemäss und<br />

professionell – und als führende Organisation<br />

der Immobilienwirtschaft. Es ist gelungen,<br />

den <strong>SVIT</strong> als Qualitätszeichen zu etablieren,<br />

und mit Qualität sind auch die Mitglieder des<br />

Verbands gemeint.<br />

Urs Gribi sprach so dann von neuen Herausforderungen<br />

im Bildungsbereich. In der Swiss<br />

Real Estate School sind Anpassungen des<br />

Schulungsangebotes zu leisten, zugleich befindet<br />

sich das Swiss Real Estate Institute als<br />

neuer Think Thank der schweizerischen Immobilienwirtschaft<br />

mitten im Aufbau. Die<br />

Berufsbilder der Immobilienbranche erfahren<br />

eine immer grössere Segmentierung. So<br />

wurde der wichtigen Disziplin der Immobilienbranche<br />

– dem Facility Management –<br />

durch die Gründung einer Fachkammer ein<br />

neues Gesicht gegeben. Urs Gribi fügte hinzu,<br />

dass das Knüpfen von Netzwerken eine<br />

entscheidende Rolle im Immobilienmarkt<br />

spiele. Deshalb solle man diese ernsthaft<br />

pflegen.<br />

«Es klafft ein schwarzes Loch im hellen<br />

Umfeld»<br />

Anlässlich der Mitteilungen aus den verschiedenen<br />

Ressorts gab Peter Krum-<br />

menacher, Ressortleiter Finanzen, in seinem<br />

Bericht einen Geschäftsverlust von CHF<br />

360 000 bekannt: Die Investition in sichere<br />

Anlagen haben aufgrund der Finanzkrise gelitten.<br />

Auch die Mehraufwendungen aufgrund<br />

des 75-jährigen Jubiläums und der<br />

Rückgang der Erträge bei den durchgeführten<br />

Prüfungen haben zu einem Verlust geführt.<br />

Peter Krummenacher beschwichtigte<br />

jedoch, dass sich dieser Verlust zu gegebener<br />

Zeit wieder ausgleichen wird: «Das<br />

schlechte Geschäftsergebnis gefährdet die<br />

Verbandstruktur nicht.» Die Abschreibungen<br />

durch den Anlass des 75-jährigen Jubiläums<br />

sowie die Stiftungsgründung sind Investitionen<br />

für die Zukunft. Das Budget für das<br />

Jahr <strong>2008</strong>/09 wurde mit 5 Enthaltungen genehmigt.<br />

Geschäftsleitungsmitglieder einstimmig<br />

wieder gewählt<br />

In diesem Jahr stand die Delegiertenversammlung<br />

im Zeichen der Wahl der Geschäftsleitungsmitglieder:<br />

Präsident Urs Gribi<br />

und Vizepräsident Andreas Ingold wurden<br />

vom Exekutivrat für die kommende Amtsperiode<br />

<strong>2008</strong>-20<strong>11</strong> vorgeschlagen. Dieser Vorschlag<br />

wurde mit kräftigem Applaus von allen<br />

Mitgliedern ohne Gegenstimme gutgeheissen.<br />

Ebenso wurden auch die<br />

Ressortleiter, Dr. Peter Burkhalter, Peter<br />

Krummenacher und Stefan Wegelin für eine<br />

weitere Amtsperiode bestätigt.<br />

Im Anschluss an die Delegiertenversammlung<br />

gab André Schneider, COO des World<br />

Economic Forums, interessante Einblicke in<br />

die international und unabhängig agierende<br />

Organisation. In seinem Vortrag wurden<br />

viele Aspekte der Globalisierung und deren<br />

Auswirkungen auf die Wirtschaft, Politik<br />

und Gesellschaft beleuchtet und genauer<br />

erörtert.<br />

Das gesellschaftliche Abendprogramm des<br />

Plenums wurde von einem vortrefflichen Galadinner<br />

umrahmt, welches von Schindler<br />

Aufzüge AG gesponsert wurde. Während des<br />

Geniessens des sechsgängigen Menüs,<br />

sorgte das Lady Swing Quartett für eine beschwingte<br />

Stimmung. Als Abschluss des<br />

diesjährigen Plenums traf man sich am nächsten<br />

Morgen zum gemeinsamen Brunch.<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 67


Verbandsnachrichten<br />

68 immobilia November <strong>2008</strong>


Verbandsnachrichten<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 69


Verbandsnachrichten<br />

75 Jahre <strong>SVIT</strong><br />

Im Klammergriff von<br />

Bundesbern<br />

Simon Hubacher<br />

SCHWEIZ<br />

In der Schweizer Verbandslandschaft ist der <strong>SVIT</strong> zwar ein kleiner, dafür<br />

hartnäckiger Interessensvertreter. Von zunehmenden Reglementierungen<br />

bedroht, will die Branchenorganisation der Immobilienwirtschaft ihren Einfluss<br />

im Bundeshaus künftig verstärken.<br />

In Bern wird<br />

Immobilienpolitik<br />

gemacht – nicht<br />

immer nur zum Vor -<br />

teil der Immobilienwirtschaft.<br />

(Bild:<br />

swiss-image.ch)<br />

dern und Marktteilnehmern. Und er setzt<br />

sich für eine liberale Eigentums- und Marktordnung<br />

in der Schweiz ein.<br />

Eingeschränkt durch seine finanziellen und<br />

personellen Möglichkeiten, führt der <strong>SVIT</strong><br />

die se Aufgabe seit vielen Jahren mit beachtlichem<br />

Erfolg aus. Er nimmt regelmässig an<br />

Vernehmlassungen teil und ist in den wichtigsten<br />

wohnpolitischen Kommissionen des<br />

Bundes vertreten. Zusammen mit befreundeten<br />

Organisationen setzte er sich auch<br />

immer wieder in Abstimmungskämpfen für<br />

seine Mitglieder ein. Beispielsweise 2003,<br />

als die Initiative «Ja zu fairen Mieten» klar abgelehnt<br />

wurde. Ein Jahr später allerdings erfolgten<br />

gleich zwei politische Rückschläge.<br />

Zuerst ging der von Bundesrat und Parlament<br />

erarbeitete Gegenvorschlag zur Mietrechtsinitiative<br />

verloren, drei Monate später<br />

auch das Steuerpaket mit dem darin enthaltenen<br />

Systemwechsel.<br />

zahlreichen Massnahmen gegen die Klimaerwärmung<br />

wirken ebenso einschneidend<br />

wie rigide Vorschriften in der Raumplanungspolitik<br />

oder zugunsten energetischer Gebäudesanierungen.<br />

«Einflussnahme kostet<br />

Geld – viel Geld.»<br />

Abstimmungskämpfe stellten für den <strong>SVIT</strong> in<br />

der Vergangenheit grosse Herausforderungen<br />

dar, die den Verband regelmässig an<br />

die Grenze des Machbaren führten. Eine zunehmend<br />

wichtige Rolle spielt deshalb die<br />

persönliche Interessenarbeit auf Ebene<br />

Kommissionen und Parlament. Aber auch<br />

Lobbying benötigt Zeit. Und setzt genügend<br />

personelle und finanzielle Ressourcen voraus.<br />

Doch dank der frühzeitigen Einflussnahme<br />

auf gesetzgeberische Prozesse kann<br />

oftmals der grosse Kraftakt, wie es eine Abstimmung<br />

ist, verhindert oder zumindest<br />

verzögert werden. Zeitweilen gelingt es sogar,<br />

eigene Lösungsvorschläge in Form von<br />

parlamentarischen Vorstössen in die politische<br />

Debatte einzuschleusen.<br />

«Rückschläge gehören zum<br />

politischen Alltag.»<br />

Die Immobilienwirtschaft bewegt sich in<br />

einem engen politischen Korsett. Wohnen<br />

steht in der Bundesverfassung als Grundbedürfnis,<br />

wie Nahrung, Bildung oder Gesundheit<br />

festgeschrieben. Getreu dem Verfassungsauftrag<br />

setzt sich der Bund im Rahmen<br />

der Wohnungspolitik dafür ein, dass «alle Bevölkerungsgruppen<br />

über eine angemessene<br />

Wohnung zu tragbaren Bedingungen» verfügen.<br />

Was in der Praxis dazu führt, dass unzählige<br />

Gesetze, Vorschriften und Verordnungen<br />

bestehen, die den Immobilien- und<br />

Wohnmarkt in der Schweiz stark einengen.<br />

So regelt das Mietrecht das Wohnwesen, die<br />

Lex Koller den Verkauf an Personen im Ausland<br />

und das Verbandsbeschwerderecht Einsprachen<br />

gegen Bauprojekte. Seit September<br />

dieses Jahres ist das Bundesamt für<br />

Wohnungswesen (BWO) für den neuen hypothekarischen<br />

Referenzzinssatz zuständig,<br />

der schweizweit bei derzeit 3.5 Prozent liegt.<br />

Die anstehende Revision der Mehrwertsteuer<br />

betrifft die Immobilienwirtschaft genau so<br />

wie der Bereich Unternehmenssteuern, die<br />

Viel Arbeit also für Verbände wie der <strong>SVIT</strong><br />

Schweiz oder der Hauseigentümerverband<br />

Schweiz (HEV), die stellvertretend für die politischen<br />

Interessen ihrer Mitglieder einstehen.<br />

Der <strong>SVIT</strong> vertritt als Dachorganisation in<br />

erster Linie die Anliegen der professionellen<br />

Immobiliendienstleister, während der HEV<br />

die privaten Eigenheimbesitzer repräsentiert.<br />

Er ist denn auch mit 282 000 Mitgliedern<br />

weitaus grösser. Die politische Grundhaltung<br />

des <strong>SVIT</strong> ist in den Statuten zementiert<br />

– und damit ein Stück weit auch seine<br />

bürgerliche Grundhaltung. Er unterstützt die<br />

gewerbepolitischen Interessen von Mitglie-<br />

Aus diesen Gründen hat der <strong>SVIT</strong> Schweiz<br />

vor rund zwei Jahren begonnen, die Kontakte<br />

zu Politikern auszubauen, die der Immobilienwirtschaft<br />

nahestehen. Nationalräte wie<br />

Filippo Leutenegger, Christa Markwalder,<br />

Philipp Müller, Hans Kaufmann oder Pirmin<br />

Schwander sind den Anliegen der Immobilienwirtschaft<br />

teils von ihrem eigenen beruf-<br />

70 immobilia November <strong>2008</strong>


Verbandsnachrichten<br />

lichen Hintergrund her verbunden. Einige<br />

von ihnen sind Mitglieder relevanter Kommissionen,<br />

in denen Geschäfte aus den Bereichen<br />

Wohnwesen, Raumplanung, Finanzen<br />

und Recht behandelt werden. Im Gegensatz<br />

zum HEV Schweiz sitzen beim <strong>SVIT</strong><br />

keine Parlamentarier in Leitungsgremien des<br />

Verbandes. Der <strong>SVIT</strong> bevorzugt aus Gründen<br />

der Unabhängigkeit vielmehr die langfristige<br />

Zusammenarbeit mit ausgewählten Volksvertretern,<br />

um seine verbands- und branchenpolitischen<br />

Ziele trotzdem erreichen zu<br />

können.<br />

onen von Gesetzen und Verordnungen an?<br />

Was fordern National- und Ständerat? Wie<br />

lauten die jüngsten parlamentarischen Vorstösse?<br />

Wer sammelt Unterschriften für Initiativen<br />

und Referenden? Was kommt auf<br />

die Immobilienwirtschaft als Nächstes zu?<br />

«Die Vorschriften werden nicht<br />

weniger, sonder eher mehr.»<br />

Grosse Organisationen wie Economiesuisse,<br />

Gewerbe- oder Bauernverband verfügen<br />

über eigene Büros in Bern. Ihre Mitarbeiter<br />

gehen im Bundeshaus ein und aus, versorgen<br />

Parlamentarier mit Hintergrundwissen<br />

und sammeln vor Ort Unterstützung für ihre<br />

Anliegen. Diese Art der Einflussnahme kostet<br />

Geld – viel Geld. Kleinere Verbände müssen<br />

andere Wege beschreiten. Sie schliessen<br />

sich bestehenden Netzwerken an, beziehen<br />

ihre politischen Informationen aus den verschiedensten<br />

Quellen und konzentrieren<br />

Politische Interessensarbeit setzt genaue<br />

Kenntnisse der politischen Agenda voraus.<br />

Welches Bundesamt, welches Departement<br />

plant neue Vorschriften? Wo stehen Revisiihre<br />

Kräfte auf einige wichtige Kerngeschäfte.<br />

So macht es auch der <strong>SVIT</strong>. Er hat das Jubiläumsjahr<br />

benutzt, das politische Issue Management<br />

zu intensivieren, politische Themen<br />

vermehrt in Geschäftsleitung und Exekutivrat<br />

zu behandeln und seine Kontakte zu<br />

Schlüssel-Parlamentariern zu verfestigen.<br />

Auch die Mitglieder sollen künftig noch besser<br />

über die politischen Aktivitäten des Verbandes<br />

informiert werden. Denn die Rolle<br />

der politischen Interessenarbeit nimmt an<br />

Bedeutung stetig zu. Immer öfters ziehen<br />

politische Entscheide direkte Konsequenzen<br />

für die Immobilienwirtschaft nach sich. Die<br />

Vorschriften werden nicht weniger, sondern<br />

tendenziell eher mehr. Eine liberale Eigentums-<br />

und Marktordnung in der Schweiz<br />

bleibt denn auch ein wichtiges Anliegen, das<br />

immer wieder von neuem erkämpft werden<br />

muss.<br />

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8002 Zürich; www.masrealestate.uzh.ch und www.curem.ch<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 71


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Verbandsnachrichten<br />

Stehlunch <strong>SVIT</strong> Zürich<br />

Immobilien Markt Zürich:<br />

In Zukunft viel Gutes!<br />

Christine Feusi<br />

Am 9. Oktober <strong>2008</strong>, mitten im Zentrum von Zürich, an der Fraumünsterstrasse<br />

im Restaurant Metropol, galt das Thema für einmal nicht der aktuellen<br />

Finanzkrise, sondern dem Immobilienmarkt Schweiz – Fokus Kanton<br />

Zürich – und der Zukunft des Immobilienmarktes. Diese sollte gemäss dem<br />

Gastreferenten Claudio Saputelli, Head Real Estate Research UBS, rosig aussehen.<br />

Ausschlaggebend für die starke Nachfrage<br />

ist sicherlich das Wachstum der Bevölkerung:<br />

Im 2007 wuchs diese um 1.1%. Viele<br />

qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland<br />

zieht es vor allem aufgrund der hohen Lebensqualität,<br />

der tiefen Steuern und einer<br />

soliden Wirtschaft in die Schweiz – und nach<br />

Zürich. Auch die Aufhebung der EU-Kontinderum<br />

die Zinsen nicht in die Höhe schnellen<br />

lassen. Dennoch ist das Hypothekargeschäft<br />

für die differenzierte und breite Schweizer<br />

Bankenlandschaft sehr rentabel. Die tiefe<br />

Leerwohnungsquote ist somit kein Produkt<br />

von Spekulationen und Luftblasen.<br />

Mit einem umfassenden Set an Slides zeigte<br />

Saputelli die Entwicklung des Immobilienmarktes<br />

auf. Zusammenfassend durften die<br />

Teilnehmer/innen des Stehlunches <strong>SVIT</strong> Zürich<br />

folgendes erfahren:<br />

Die Nachfrage nach Immobilien hat in den<br />

letzten Jahren stark zugenommen (vor allem<br />

bei den Miet- und Eigentumswohnungen).<br />

So konnte Zürich seit dem Jahre 2000 einen<br />

Anstieg um 35% an gekauften Eigentumswohnungen<br />

verzeichnen, bei den Einfamilienhäusern<br />

sind es 24%. In der Stadt Zürich<br />

hat der Anteil an Leerwohnungen (vor allem<br />

im Mietwohnungssegment) einen schon beinahe<br />

dramatischen Tiefstand erreicht.<br />

gente am 1.7.2007 habe zu einem raschen<br />

Anstieg der Schweizer-Bevölkerung geführt.<br />

Die im Vergleich zum Ausland tiefen Hypothekarzinsen<br />

animieren zum Kauf von Wohneigentum.<br />

Zusätzlich verstärkt der Wunsch<br />

vieler immigrierter Europäer, in der Schweiz<br />

eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus<br />

zu besitzen, den Trend zum Eigenheim.<br />

Die Schweiz konnte zudem dem Sog der<br />

Preissteigerung im Ausland entrinnen und<br />

verharrt real unter dem Wert der 90er Jahre.<br />

Die Ursachen für die tiefen Hypothekarzinsen<br />

sind in den konservativen Belehnungspraktiken<br />

zu finden. Während in der Schweiz<br />

der Belehnungsgrad bei 80% liegt, ist dieser<br />

im Ausland bei nahezu 100%. Zugleich entspricht<br />

die Tendenz zur Anlage mit Festhypotheken<br />

dem Sicherheitsdenken des Schweizers,<br />

während beispielsweise in Spanien<br />

90% der Hypotheken variabel sind.<br />

Ein reger Wettbewerb unter den Kreditgebern<br />

hat tiefe Margen zur Folge, welche wie-<br />

Mit ihrer tiefen Leerwohnungsquote steht<br />

die Stadt Zürich an der Spitze, gefolgt von<br />

Lausanne, Genf und Bern. Um diesem Problem<br />

entgegenzuwirken, müsste sich aber<br />

an der Haushaltsstruktur einiges ändern: In<br />

der Stadt Zürich existieren zur Hälfte Einpersonenhaushalte,<br />

im Kanton Zürich sind<br />

es 35%.<br />

Was zeigt uns der Ausblick auf den<br />

Immobilienmarkt Zürich?<br />

Natürlich kann in Anbetracht der aktuellen<br />

Situation eine Rezession Auswirkungen auf<br />

den Immobilienmarkt haben. Claudio Saputelli<br />

fügte jedoch hinzu, dass bei einer Konjunkturberuhigung<br />

die Preise langfristig aufgrund<br />

der starken Nachfrage im Raum Zürich<br />

steigen würden – vorausgesetzt die schrumpfende<br />

Bevölkerung nach der Babyboom-Generation<br />

wird durch die Immigration von<br />

qualifizierten Arbeitskräften kompensiert.<br />

Denn, wie er sein Referat mit der Aussage<br />

Samih Sawiris, Bauinvestor Andermatt, einführte:<br />

«Wer will schon kein Stück Schweiz<br />

besitzen?»<br />

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immobilia November <strong>2008</strong> 73


Elektro-Smog<br />

Gesundheit und Mikrowellen / Mobilfunk Abschirmung<br />

Frau Dr. Selsam-Waldmann ist eine ehemalige Elektrosmog-Unwissende<br />

gewesen. Nachdem bei ihr<br />

zuhause eine Abschirmung installiert wurde, war<br />

sie innert Wochenfrist wieder gesund nach einer<br />

100% längeren Arbeitsunfähigkeit. Sie hat in ihrer<br />

Umgebung 30 ähnliche Fallbeispiele gesammelt<br />

welche sie in einem Heft zusammengefasst hat.<br />

(Diese Kausalfälle (82 Seiten) können gegen einen<br />

Unkostenbeitrag von CHF 10.– und einem frankiertem<br />

C4-Antwort-Kuvert bei www.baubioanalysen.ch<br />

bestellt werden.)<br />

Die Erfahrungen mit physikalischer Abschirmung gegen<br />

Mobilfunkstrahlung an Gebäuden erweist sich bei<br />

gut durchdachtem Konzept als Erfolg. Praxisbeispiele<br />

und biologische Erfahrung bei elektrosensiblen Personen<br />

bestätigen die gesundheitlich schädliche Wirkung<br />

durch diese modernen Mikrowellen-Techniken.<br />

Seit Jahren diskutieren Wissenschaftler aus verschiedenen<br />

Lagern über die biologische Wirkung<br />

von Mikrowellenstrahlung. Die erlebten Fallbeispiele<br />

aus der täglichen Berufspraxis als Eidg. Dipl.<br />

Baubiologe/Bauökologe, Therapieberater und Messtechniker<br />

zeigen ein ganz klares Bild. Wird z. B. das<br />

kabellose Haustelefon welches 24 Stunden lang Mikrowellen<br />

strahlt ausgeschaltet, oder / und die<br />

elektrischen Kabel um das Bett ausgezogen, verschwinden<br />

in vielen Fällen Schlafstörungen. In<br />

Mietwohnungen strahlen die Haustelefone von allen<br />

Seiten in die Schlafzimmer ein, wo sich der Körper<br />

vom täglichen Stress erholen möchte.<br />

Der Mensch besteht bekanntlich aus 65 bis 70%<br />

Wasser und verfügt über mehrere Kilometer Nervenbahnen<br />

welche «Strom/Steuersignale» leiten.<br />

Kommt der gestresste Körper durch die Strahlung<br />

der kabellosen DECT Telefone, Mobilfunk und W-<br />

LAN nicht zur Ruhe, ist die Regenerationsphase in<br />

der Nacht gestört.<br />

Bei diesen Erholungs-Störungen helfen herkömmliche<br />

Medikament nur bedingt. Dabei entstehen<br />

durch die ärztliche Medikamentenbehandlung hohe<br />

Krankenkasse kosten.<br />

Ist dies nicht auch eine Möglichkeit, dass wir<br />

Schweizer jedes Jahr mehr Krankenkassenprämien<br />

bezahlen müssen, trotz den vielen Massnahmen im<br />

Gesundheitswesen, um die Kosten zu reduzieren?<br />

Wäre es nicht besser mehr Energie und unabhängige<br />

Forschung der Mikrowellenstrahlung zu betreiben?<br />

Wenn ich mit einem Schulmediziner über die<br />

gesundheitlichen Auswirkungen dieser Strahlung<br />

auf den Körper spreche, wird oft nur die Achseln<br />

gezückt oder ehrlich zugegeben, dass sie über<br />

Elektrosmog wenig oder gar nichts wissen.<br />

Unser Körper wird pro Sekunde von ca. mehreren<br />

Billionen elektrischen Steuersignalen kontrolliert.<br />

Der Mensch ist eine grosse Flächenantenne, welcher<br />

die Mikrowellenstrahlung aufnimmt. Es ist<br />

denkbar, dass die überlagerten technischen Signale<br />

unser Nervensystem belasten oder stressen.<br />

Abschirmung, Fallbeispiel<br />

Das Zuger Ehepaar R.H. und S.H. hat auf der Flucht<br />

vor Elektrosmog mehrere Wohnungswechsel hinter<br />

sich. Das sportliche Paar ist im besten Alter, um die<br />

40 Jahre. Beide bekleiden Managerposten und stehen<br />

mit beiden Füssen auf dem Boden. Das Ehepaar<br />

wohnte nahe bei einer gut getarnten Mobilfunksendeanlage<br />

wovon sie nichts wussten. Nach<br />

gut 2 Jahren wurden biologische Störungen sichtbar.<br />

Schlafstörungen, Überreizungen, chemische<br />

Überempfindlichkeiten kamen beinahe über Nacht.<br />

Sobald sie die Wohnung betraten fingen die Probleme<br />

an, was sie auch der Verwaltung mitteilten.<br />

Diese kam auf den Verdacht des gut getarnten Mobilfunksenders,<br />

was sich dann auch aufgrund von<br />

Messungen bestätigte. Sie suchten sich eine neue<br />

Bleibe, jedoch ohne Erfolg. Nach zwei Wohnungswechseln<br />

fanden sie ein Hotelzimmer ohne DECT-<br />

Telefonie und WLAN. Diese provisorische Bleibe<br />

war ca. eine Autostunde von ihrem Arbeitsplatz<br />

entfernt, was sie täglich für einen erholsameren<br />

Schlaf auf sich nahmen. Um diesen Arbeitsweg zu<br />

reduzieren und etwas mehr Häuslichkeit zu erlangen,<br />

beschlossen sie ein Haus zu kaufen und dieses<br />

abzuschirmen. So sind die Bewohner auch vor dem<br />

E-Smog der DECT-kabellosen Telefonapparate der<br />

Nachbarhäuser geschützt. Bei der Suche nach dem<br />

neuen Haus stellte Frau S.H. fest, was messtechnisch<br />

auch bestätigt wurde, dass sie auf die kabellosen<br />

Telefone aus den Nachbar-Liegenschaften reagiert.<br />

Dies bei Werten von 1µW/m 2 , was ca.<br />

100 000-fach unter dem in der Schweiz geltenden<br />

Anlagegrenzwert liegt.<br />

Herr R.H. meint: «Diesmal wollten wir wirklich sicher<br />

gehen, dass wir ein Haus haben, wo wir regenerieren<br />

können.» Ein Haus, ein paar Jahre alt,<br />

welches nicht in der unmittelbaren Umgebung<br />

eines Mobilfunksenders lag, wurde in einer grösseren<br />

Zugergemeine gefunden. Beim neu erworbenen<br />

Gebäude wurden hausintern die Elektroinstallationen<br />

und elektrischen Geräte so installiert,<br />

dass ein Minimum an störenden Strahlungen anfällt.<br />

Die Fassade wurde mit feinmaschigem, doppel-lagigem<br />

Kupfergitter gegen elektromagnetische<br />

Strahlung eingebettet. Beinahe alle Fassaden-Holzteile<br />

mit spezieller Abschirmfarbe (Grafit mit Silberpartikel)<br />

gestrichen und<br />

auf die Fenster Spionagefolien<br />

aufgezogen. Sodass<br />

die Arbeiten nach<br />

neustem Stand und Wissen<br />

der Abschirmtechnik<br />

am bestehenden Gebäude<br />

vorgenommen werden<br />

konnten, wandte sich das<br />

betroffene Ehepaar an<br />

den Baubiologen und<br />

Messtechniker Guido Huwiler,<br />

Maschwanden. Dieser<br />

hat viel Erfahrung in<br />

der Bauleitung und Abschirmtechnik.<br />

Er erarbeitete<br />

ein Abschirmkonzept<br />

mit den Arbeitsabläufen,<br />

was auch von<br />

Anfang an bis zur Abnahme<br />

der Sanierungsarbeiten<br />

von ihm begleitet<br />

wurde. Die ganze Fassade und das Dach wurden<br />

mit dem speziellen Kupfergewebe von Cuprotect<br />

eingebettet. Dazu galt es die Übergänge bei den<br />

Fenstern, Rolladen-Kästen, Türen und weiteren<br />

Fassaden-Durchdringungen zu lösen. Das Zusammenspiel<br />

der einzelnen Arbeitgattungen und Unternehmer<br />

war eine Herausforderung, denn für viele<br />

der Handwerker war dies die erste Arbeit in einem<br />

solchen Zusammenhang. Diese mussten auch vor<br />

Baubeginn und während den Arbeiten vermehrt<br />

eingeschult und betreut werden, so dass die Arbeiten<br />

Ihren Abschirmzweck optimal erfüllten. Die<br />

Bauarbeiten dauerten ca. 2 Monate. Nach der Vollendung<br />

wurde der Abschirmerfolg durch eine Nachmessung<br />

bestätigt. Ich kann mich noch gut an die<br />

Aussage der Bauherrin erinnern als sie mir mit<br />

Freuden einige Wochen nach dem Einzug in das abgeschirmte<br />

Haus mitteilte, «Sie, Herr Huwiler, seit<br />

der ersten Nacht in diesem Haus schlafe Sie wieder<br />

wie ein Baby.»<br />

Weitere gut qualifizierte wissenschaftliche Studien<br />

und Pressemitteilungen zu diesem Thema sind auf<br />

der Homepage www.diagnose–funk.ch ersichtlich.<br />

74 immobilia November <strong>2008</strong>


Produkte-News<br />

Neue Homepage der Firma GTSM jetzt online<br />

Gut gegliedert, übersichtlich und kundenfreundlich<br />

präsentiert sich die neu gestaltete<br />

Homepage der Firma GTSM Magglingen.<br />

Ab sofort ist das Gesamtangebot online ersichtlich.<br />

Neue Rubriken wie zum Beispiel<br />

Referenzen, News oder auch Schnäppchen<br />

machen die Seite noch attraktiver.<br />

GTSM Magglingen steht seit vielen Jahren für Qualität,<br />

Langlebigkeit, Innovation und hohe Sicherheit<br />

ihrer Produkte. Die neu gestaltete Homepage bietet<br />

einen raschen Überblick über die grosse Produktepalette<br />

und direkten Zugriff auf die einzelnen Angebotsbereiche.<br />

Zukunftsweisende Konzepte und<br />

Desgins für moderne Umgebungen sind bei GTSM<br />

selbstverständlich. Ganz egal ob Spielplatzgeräte,<br />

Parkmobiliar, Fitnessgeräte oder Produkte aus dem<br />

Bereich Ordnung und Entsorgung, GTSM Magglingen<br />

ist die richtige Adresse.<br />

Ansprechend und informativ<br />

Jedes Produkt wird nicht nur detailliert beschrieben,<br />

sondern auch mit ansprechenden Bildern illustriert.<br />

Auch in der neuen Rubrik Referenzen zeigen viele<br />

Bilder die unzähligen Varianten<br />

und Einsatzmöglichkeiten<br />

der vielseitigen Produktpalette.<br />

Neue Rubriken<br />

Die Kundenfreundlichkeit<br />

stand beim Relaunch an<br />

erster Stelle. So ist erstmals<br />

das Gesamtangebot<br />

online abrufbar. Hinzu kamen<br />

auch diverse neue Rubriken,<br />

wie zum Beispiel<br />

News, Referenzen oder<br />

auch Schnäppchen.<br />

Weitere Informationen:<br />

GTSM Magglingen, Aegertenstrasse<br />

56, 8003 Zürich-<br />

Tel. 044 461 <strong>11</strong> 30<br />

Fax 044 461 12 48<br />

www.gtsm.ch<br />

info@gtsm.ch<br />

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Balkone<br />

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Ausgereifte Technik, korrosionsbeständige und<br />

pflegeleichte Metallausführung<br />

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Flexibel kombinierbar und ausbaubar<br />

Balkonverglasungen bieten optimalen Schutz gegen<br />

Lärm, Nässe und Kälte und schaffen Raum zum<br />

Träumen und zur Erholung von Alltag und Stress<br />

Gesteigerter Wohnkomfort, Gebäudeaufwertung<br />

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Estate Management<br />

nächster Beginn: 09. Januar 2009<br />

Informieren Sie sich über diese attraktiven Bildungschancen beim Weiterbildungszentrum<br />

Technik der FHS St.Gallen, Tellstrasse 2, CH-9001 St.Gallen,<br />

Tel. +41 71 226 12 04, wbte@fhsg.ch<br />

Berger Metallbau AG, 3550 Langnau<br />

Tel. 034 409 50 50, Fax 034 409 50 60, www.berger.ag<br />

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Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 75


cablecom service plus und cablecom digital home<br />

«Die digitale Welt zuhause<br />

bietet vielen Menschen ein<br />

Stück Heimat»<br />

Mit über 80 Mitarbeitenden ist er der grösste der schweizerischen Hauseigentümerverbände:<br />

der HEV Zürich. Ihm angeschlossen sind sowohl private als auch institutionelle<br />

Haus- und Grundbesitzer, und sein Bereich Liegenschaftsverwaltung bewirtschaftet ein<br />

Portfolio von rund 16 000 Mietobjekten. Hans Barandun, Leiter Verwaltung/Bewirtschaftung,<br />

ist seit über zehn Jahren beim HEV tätig. Wenn er seinen Auftraggebern und Kunden cablecom<br />

empfiehlt, stützt er sich auf ein grosses Plus: die persönliche Erfahrung.<br />

Vor gut fünf Jahren hat Hans<br />

Barandun für sein Eigenheim<br />

einen service plus-Vertrag (in<br />

Partnernetzen digital home)<br />

abgeschlossen. Damals wollte<br />

er sichergehen, dass die Hausverteilanlage<br />

auf dem neusten<br />

Stand der Technik ist. Heute<br />

ist er auch von allen anderen<br />

Vorteilen des Dienstleistungspakets<br />

überzeugt. «Nur zwei<br />

Franken pro Monat kostet mich diese Versicherung für den<br />

Kabelanschluss, und mit nur zwei Worten lässt sich auch<br />

die Partnerschaft mit cablecom beschreiben: ohne Probleme.»<br />

Als Fixpreisgarantie benannt, ist die Abdeckung aller<br />

Kosten für Wartung, Modernisierung sowie Reparaturen für<br />

alle Eigentümer auch eine Investitionsgarantie.<br />

«Für die multimediale Welt von heute und morgen<br />

braucht es einen starken Partner», ist Hans Barandun<br />

überzeugt. cablecom service plus schafft die Basis<br />

für modernste Kommunikationstechnologien und wird im<br />

eigenen Hochleistungsnetz angeboten, in Partnerkabelnetzen<br />

ist cablecom digital home erhältlich. «70 Prozent<br />

der Leute brauchen das Fernsehen, um glücklich zu sein.<br />

Und gerade ausländische Mieter können sich übers Kabel<br />

etwas Heimat in die gute Stube holen.» Auch das Hochleistungsinternet<br />

sowie, als echte Alternative zu Swisscom, das<br />

digitale Telefonieren bieten dazu beste Voraussetzungen.<br />

Bei Empfangsstörungen können sich die Mieter rund<br />

um die Uhr direkt bei cablecom melden und erhalten<br />

sogleich kompetente Hilfe. Das erspart allen Beteiligten<br />

eine unnötig hektische Situation. «Mit Notfallsituationen<br />

kenne ich mich bestens aus – ich war 35 Jahre lang<br />

leidenschaftlicher Feuerwehrmann», sagt Hans Barandun.<br />

Und stellt ein flimmernder Bildschirm auch keine ernsthafte<br />

Gefahr dar, sorgt doch ein störungsunanfälliges Netz bei vielen<br />

Menschen zuhause für Sicherheit und etwas mehr<br />

Geborgenheit. «Ein persönliches Plus zum Weiterempfehlen,<br />

finden Sie nicht auch?»<br />

Detaillierte Informationen über cablecom service plus<br />

gibts unter der Telefonnummer 0800 99 56 22 oder<br />

www.cablecom.ch/serviceplus. Weitere Informationen<br />

zum HEV Zürich finden Sie unter www.hev-zuerich.ch.<br />

«Das digitale Angebot von cablecom bietet vor allem Mieterinnen<br />

und Mietern einen Mehrwert, cablecom service plus<br />

den Eigentümern und Verwaltern.»<br />

Hans Barandun, Leiter Verwaltung/<br />

Bewirtschaftung, HEV Zürich


Produkte-News<br />

Wohnliche und wirtschaftliche Mehrwerte<br />

bestehende kleine Balkone in ihrer Fläche stark<br />

vergrössert oder auch neue Balkone geschaffen<br />

werden.<br />

Der Balkonboden wird mit einer Sandwich-Konstruktion<br />

ergänzt oder ersetzt und mit Metallprofilen<br />

abgestützt. Dabei besteht das Balkonsystem<br />

aus einem witterungsbeständigen Leichtträgerverbund<br />

mit einem abriebfestem und rutschsicherem<br />

Polyurethan-Quarzkornteppich. Die Bodenfläche<br />

mit der weiss pulverbeschichteten, homogenen<br />

Metalluntersicht reflektiert Tageslicht in die Räume<br />

hinein.<br />

Die Balkonbrüstungen können in unterschiedlichen<br />

Materialien und Ausführungen eingesetzt werden<br />

– wie beispielsweise in Glas oder Lochblech. Zudem<br />

lassen sich diese Balkone vollständig verglasen<br />

und überdachen, damit auch eigentliche Veranden<br />

entstehen. www.berger-metallbau.ch<br />

Berger Metallbau AG<br />

CH-3550 Langnau i.E.<br />

Telefon 0800 100 400<br />

Email info@berger.ag<br />

www.berger-metallbau.ch<br />

Berger Balkone bringen einen speziellen Mehrwert<br />

– den Bewohnern und der Liegenschaft.<br />

Gibt es nichts Schöneres als morgens und tagsüber,<br />

die Türen zu öffnen, den Balkon zu betreten und<br />

möglichst oft bis in die Nacht hinein zu nutzen.<br />

Grosszügige Balkone für eine vielseitige Nutzung<br />

fehlen jedoch bei älteren Liegenschaften.<br />

Anbaubare Balkonsysteme in Metall und Glas sind<br />

da die Lösung, um Wohnraum einfach zu erweitern<br />

und Wohnungen attraktiver werden zu lassen. Die<br />

schweizweit tätige Berger Metallbau AG mit Sitz in<br />

Langnau i./E. entwickelt speziell ästhetische Balkonsysteme,<br />

die als filigrane Metallkonstruktionen<br />

in unterschiedlichen Farben an Gebäude montiert<br />

werden. Mit den Berger Balkonsystemen können<br />

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und Ihren Bedürfnissen angepasst.<br />

Und während wir Ihnen schon heute mehr Rentabilität<br />

verschaffen, arbeiten wir zusammen mit<br />

Abacus bereits an der Lösung von morgen:<br />

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Produkte-News<br />

Die richtige Antwort auf erhöhte Energiepreise<br />

Eine beispielhafte Sanierung von Gebäude und Heizung<br />

Das sanierte Sechsfamilienhaus an der Flur hofstrasse<br />

in St.Gallen mit neuer Glasfassade und<br />

neuen, thermisch getrennten Balkonen. Auf dem<br />

Dach sind die Solarkollektoren zu erkennen.<br />

Mit der energetischen Sanierung der Gebäudehülle<br />

und dem Einbau eines modernen Ölheizsystems<br />

können die Heizkosten markant<br />

gesenkt und der Wohnkomfort nachhaltig<br />

verbessert werden, wie das Beispiel der Erneuerung<br />

eines Sechsfamilienhauses an der<br />

Flurhofstrasse in St.Gallen zeigt.<br />

Für die Modernisierung des Gebäudes sprachen<br />

verschiedene Gründe. Küche und Bad bedurften einer<br />

Erneuerung. Sodann war der Energieverbrauch<br />

mit 16 Liter Heizöl pro Quadratmeter Energiebezugsfläche<br />

hoch. Um mehr Wohnraum zu gewinnen,<br />

verschob man die südwestlich gerichtete Fensterfassade,<br />

wo sich die Balkone befanden, über die<br />

Betonplatte derselben hinaus<br />

und verglaste sie vollständig.<br />

Vor dieser Glasfassade wurden<br />

neue, thermisch getrennte Balkone<br />

angebracht. Ferner versah<br />

man die restliche Gebäudehülle<br />

lückenlos mit einer<br />

Wärmedämmung, und auch<br />

Estrichboden und Kellerdecke<br />

wurden isoliert.<br />

Moderne,<br />

umweltfreundliche<br />

Wärmeerzeugung<br />

Für den Ersatz der alten Ölheizung<br />

wurden verschiedene<br />

Optionen geprüft. So der Einbau<br />

einer Wärmepumpe. Dabei<br />

zeigte sich, dass der Investitionsaufwand<br />

für eine Erdsonden-Wärmepumpe<br />

samt Bohrung<br />

rund dreimal höher gewesen wäre als für eine<br />

moderne Ölheizung. Zudem war der Tank noch intakt<br />

und konnte problemlos weiter verwendet werden,<br />

was ein zusätzliches Argument lieferte, den<br />

Energieträger nicht zu wechseln. Man entschied<br />

sich schliesslich für eine Kombianlage Öl/Solar. Dabei<br />

kam ein Ölkessel mit Brennwerttechnik zum<br />

Einsatz. Unter Brennwerttechnik versteht man die<br />

zusätzliche Nutzung der Wärme im Wasserdampf<br />

der Abgase. Je nach Anlagenkonzeption können damit<br />

im Vergleich zu einer modernen Ölheizung mit<br />

Niedertemperaturtechnik 6 bis 10% Heizenergie gespart<br />

werden. Für die Warmwasserbereitung wurde<br />

auf dem Dach des Hauses eine Solaranlage mit einer<br />

Kollektorfläche von 10 m 2 installiert. Solaranlagen<br />

zur Brauchwassererwärmung sind heute äusserst<br />

leistungsfähig. Zudem sind Heizöl und<br />

Gratisenergie von der Sonne zwei Partner, die gut<br />

zusammenpassen. Werden für die Warmwasserbereitung<br />

Solarkollektoren eingesetzt, können bis zu<br />

70% der Energie, die für die Erwärmung des Wassers<br />

notwendig sind, eingespart werden, und die<br />

Heizung lässt sich während der Sommermonate<br />

ganz ausschalten. Dies senkt den CO2-Ausstoss.<br />

Genauso wie die Brennwerttechnik.<br />

Wie eine Prüfung nach der vergangenen Heizperiode<br />

ergab, ist der Heizölverbrauch für die Raumwärme<br />

von 8 100 Liter auf rund 2 600 Liter oder um<br />

68% zurückgegangen. Dies bei einer Vergrösserung<br />

der Wohnfläche um total 66 m 2 . Zugenommen hat<br />

dafür der Wohnkomfort, wie Mieter übereinstimmend<br />

bestätigen. Sodann zeigte sich auch, dass<br />

die Prioritäten beim Sanierungskonzept richtig gesetzt<br />

wurden, nämlich der Gebäudehülle den Vorzug<br />

zu geben und danach ein geeignetes, sparsames<br />

Heizsystem zu wählen, das die geforderten<br />

Zwecke erfüllt. Im Fall der Liegenschaft Flurhofstrasse<br />

in St.Gallen war es eine umweltfreundliche<br />

Kombianlage Öl/Solar.<br />

Blick auf den neuen Öl-Brennwertkessel. Im<br />

Vergleich zur alten Ölheizung von 50 kW genügt<br />

heute ein Kessel mit 25 kW Leistung für die<br />

Wärmeerzeugung<br />

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Wüst und Wüst pflegt eine über 50-jährige Tradition in der Vermarktung von exklusiven Wohnliegenschaften und hat die Dienstleistungspalette und das Beziehungsnetz kontinuierlich<br />

und erfolgreich ausgebaut. Um unsere anspruchsvollen Kunden auch weiterhin kompetent und zuverlässig von der Schätzung bis zur Vertragsgestaltung persönlich<br />

und vertrauensvoll zu begleiten, suchen wir eine erfahrene, glaubwürdige und engagierte Persönlichkeit für<br />

Beratung und Verkauf von exklusiven Wohnliegenschaften.<br />

In unser kleines, motiviertes Team in Zollikerberg passen Sie, wenn Sie nebst einem soliden Lebenslauf auch einen Leistungsausweis und Fachwissen aus der Immobilienbranche<br />

mitbringen. Wir freuen uns auf Sie als selbständige, integrationsstarke Person, die umsetzt, konsolidiert und Projekte eigenständig abwickelt. Auch die Akquisition von neuen<br />

Vermarktungsmandaten ist eine Herausforderung, welcher Sie sich mit Freude stellen. Dafür brauchen Sie auch unternehmerisches Denken und Handeln, gute Umgangsformen<br />

und professionelles Auftreten. Dass Sie diskret sind, gebildet und gerne mit Menschen arbeiten, seien es Kunden wie auch Kollegen oder Projektpartner, ist für uns so selbstverständlich<br />

wie Ihr ausgezeichnetes Sprachgefühl in Deutsch und Englisch, das Ihnen den professionellen Umgang mit allen Parteien erfolgreich gestaltet.<br />

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CV mit Foto elektronisch an unsere für die Rekrutierung zuständige Beraterin:<br />

Esther Bischofberger, Menschen & Möglichkeiten, Landoltstrasse 3, 8006 Zürich, 043 343 92 92, ebis@ubis.ch<br />

Wüst und Wüst ist ein Unternehmen der Intercity Group. Die Intercity Group ist ein unabhängiges Immobilienunternehmen mit Gruppengesell schaften in Zürich,<br />

Luzern, Bern, Basel, St.Gallen und Olten. IT Immobilien Treuhand AG in Basel. Hugo Steiner AG in St.Gallen. Wüst und Wüst für exklusives Wohneigentum in Zürich<br />

und Luzern (exclusive affiliate of Christie’s Great Estates). SPG Intercity für kommerzielle Liegenschaften in Zürich, Basel und Genf (alliance<br />

partner of Cushman & Wakefield). Inova Intercity für Bautreuhand in Zürich, Uster und Basel. Ein Partnerunternehmen von alaCasa.ch für Wohneigentum.<br />

immobilia November <strong>2008</strong> 79


Bezugsquellen-Register<br />

Bezugsquellen-Register<br />

Ablaufentstopfung<br />

Baumpflege<br />

Containerreinigung<br />

Fotografie<br />

RohrMax AG<br />

Schweizweit / Hauptsitz:<br />

Werkstrasse 9, 8627 Grüningen<br />

Tel. 0848 852 856 – 24h/365 Tage<br />

Fax 0848 460 460<br />

www.rohrmax.ch<br />

info@rohrmax.ch<br />

Abrechnungssyteme in<br />

der Waschküche<br />

Münz- und Gebührenautomaten<br />

BICONT<br />

Elektron AG<br />

Riedhofstrasse <strong>11</strong><br />

8804 Au ZH<br />

Telefon 044 781 01 <strong>11</strong><br />

Telefax 044 781 02 02<br />

www.elektron.ch<br />

Anti-Graffiti<br />

PSS INTERSERVICE AG<br />

Poststr. 1, Postfach<br />

8954 Geroldswil<br />

www.pss-interservice.eu<br />

info@pss-technology.com<br />

Tel. (044) 749 24 24<br />

Fax (044) 749 24 25<br />

Baubiologische<br />

Messungen, Analysen<br />

Elektrosmog, etc.<br />

BauBioAnalysen<br />

Baubiologische Messungen,<br />

Analysen und Beratungen<br />

Elektrosmog<br />

Chemische Faktoren<br />

Schimmelpilz<br />

Wohnklima<br />

Sanierungen<br />

Planung<br />

Gutachten<br />

Schadenfälle<br />

BauBioAnalysen GmbH<br />

Guido Huwiler<br />

Eidg. Dipl. Baubiologe/Bauökologe<br />

Dorfstrasse 55<br />

8933 Maschwanden<br />

Tel. 044 767 <strong>11</strong> 61<br />

info@baubioanalysen.ch<br />

www.baubioanalysen.ch<br />

Baumart AG<br />

Schlossmühle 1 Demutstrasse 1<br />

8500 Frauenfeld 9000 St.Gallen<br />

052 722 31 07 071 222 80 15<br />

Baumart Luzern GmbH<br />

Museggstrasse 25<br />

6004 Luzern<br />

041 410 83 63<br />

baumart@bluewin.ch<br />

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6000 Luzern 7<br />

Tel. 041 249 93 93<br />

Fax. 041 249 93 94<br />

mail@baucontrol.ch<br />

www.baucontrol.ch<br />

Bodenbeläge<br />

Heiner Kubny AG<br />

Im Sydefädeli 28<br />

8037 Zürich<br />

Tel. 044 272 34 00<br />

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Fax 0848 945 550<br />

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6330 Cham<br />

Tel. 041 748 19 19<br />

Fax 041 748 19 99<br />

www.pergo-club3P.ch<br />

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Hauswartungen<br />

Erwin Jakober AG<br />

Liegenschaften-Unterhalt<br />

Silbernstrasse 12<br />

8953 Dietikon<br />

Tel. 044 744 60 70<br />

Fax 044 744 60 89<br />

www.jakober.info<br />

info@jakober.info<br />

80 immobilia November <strong>2008</strong>


Bezugsquellen-Register<br />

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Immobilienwirtschaft<br />

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Schimmel- und Geruchsbekämpfung<br />

Aareon Schweiz AG<br />

Libernstrasse 24<br />

8<strong>11</strong>2 Otelfingen<br />

Tel: +41 44 864 32 00<br />

Fax: +41 44 864 32 01<br />

www.aareon.ch<br />

sales-ch@aareon.ch<br />

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Liegenschaftsverwaltungssystem<br />

MOR Informatik AG<br />

Rotbuchstrasse 44<br />

8037 Zürich<br />

Tel.: 044 360 85 85<br />

Fax: 044 360 85 84<br />

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Tel.: 062 832 40 80<br />

Fax: 062 832 40 89<br />

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Renova Roll<br />

Stationsstrasse 48d<br />

8833 Samstagern<br />

Tel. 044 787 30 50<br />

Fax 044 787 30 59<br />

info@renova-roll.ch<br />

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8006 Zürich<br />

Tel. 0840 88 0840<br />

Fax 044 200 74 70<br />

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Bürli, Spiel- und Sportgeräte AG<br />

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St. Erhard / Sursee<br />

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Frick – Bern – Luzern – Zürich<br />

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Fax 044 792 23 99<br />

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Tel. 055 418 90 10<br />

Fax 055 418 90 <strong>11</strong><br />

24-Std.-Notfalldienst: 079 674 74 77<br />

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Tel. 062 787 87 87<br />

Fax 062 787 87 00<br />

www.domotec.ch<br />

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immobilia November <strong>2008</strong> 81


Bezugsquellen-Register<br />

Wasserenthärtung<br />

Zäune<br />

FILADOS AG<br />

Wasseraufbereitung<br />

Dürrenmattweg 15<br />

CH-4133 Pratteln<br />

Tel. +41 061 821 63 06<br />

Fax +41 061 821 63 02<br />

www.filados.ch<br />

info@filados.ch<br />

Wasserschaden sanierung<br />

Bautrocknung<br />

· Wasserschadensanierungen<br />

· Bauaustrocknungen<br />

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Brix Alu Schweiz AG<br />

Aluminiumzäune und Tore<br />

Grosszelgstrasse 24<br />

5436 Würenlos<br />

Telefon: 056 430 95 44<br />

Telefax: 056 430 95 45<br />

www.brixzaun.ch<br />

Güller Bausysteme AG<br />

Tore / Türen / Trennwände / Zäune<br />

24 Stunden Service<br />

Grosszelgstrasse 24<br />

5436 Würenlos<br />

Telefon: 0840 TORBAU / 0840 867 228<br />

Telefax: 0800 TORBAU / 0800 867 228<br />

www.gueller.ch<br />

Trockag AG<br />

Silbernstrasse 12<br />

8953 Dietikon<br />

Tel. 043 322 40 00<br />

Fax 043 322 40 09<br />

www.trockag.ch<br />

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Zürich: Tel. 044 488 66 00<br />

Bern: Tel. 031 305 13 00<br />

Villeneuve: Tel. 021 960 47 77<br />

Lunor, G. Kull AG<br />

Allmendstrasse 127<br />

8041 Zürich<br />

Tel. 044 488 66 00<br />

Fax 044 488 66 10<br />

Info@lunor.ch<br />

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82 immobilia November <strong>2008</strong>


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