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kunst:stück magazin c/o Bremen/Oldenburg + Hannover, Nov/Dez 2018

Ausgabe für November + Dezember 2018 | Das Kunst- und Kultur Magazin im Taschenformat für die Region Bremen/Oldenburg + Hannover.

. hannover + umzu

. hannover + umzu Sprengel Museum Hannover | Kurt-Schwitters-Platz Hannover | T. 0511 16843875 | www.sprengel-museum.de – Fake News: Original + Fälschung + Kopie + | bis 31.12. – El Lissitzky „Das Kabinett der Abstrakten“ Die neue Rekonstruktion | bis 31.12. – Urban Living | bis 06.01.19 – Anne Collier. Photographic | bis 06.01.19 – Florentina Pakosta | bis 13.01.19 – Benjamin Bergmann. The Revolution Will Not Be Televised bis 10.02.19 – Delia Jürgens. Sprengel-Preis für Bildende Kunst der Niedersächsischen Sparkassenstiftung | 17.11. bis 17.02.19 Anne Collier, Woman Crying # 18, 2018, C-print, 137,16 x 91,54 cm Edition of 4/5 + 2AP, Courtesy of the artist; Anton Kern Gallery, New York; Galerie Neu, Berlin; and The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow © Anne Collier Sprengel Museum Hannover Museum August Kestner | Trammplatz 3 | 30159 Hannover | T. 0511 16842730 | www.museum-august-kestner.de – Von Krösus bis Karl. Weltgeschichte in Münzen | bis 28.04.19 – Prachtstücke. Kunst und Kultur der Barockzeit | 08.11.18 bis 07.04.19 Kunstverein Hannover | Sophienstraße 2 | 30159 Hannover | T. 0511 16992780 | www.kunstverein-hannover.de – Slavs and Tatars | 17.11.18 bis 27.01.19 Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst | Georgengarten 1 | 30167 Hannover | T. 0511 16999916 | www.karikatur-museum.de – Zum Genießen! Kulinarisches aus den Sammlungen des Museums | bis 31.12. – Rotraut Susanne Berner. Sammel & Surium – Bilder und Bücher aus 40 Jahren | bis 18.11. Teresa Burga, Untitled (Bar), 1966, Courtesy die Künstlerin, Galerie Barbara Thumm, Berlin Kestner Gesellschaft kestner gesellschaft | Goseriede 11 | 30159 Hannover T. 0511 701200 | www.kestnergesellschaft.de – Nevin Aladağ. Teil 1: Best Friends | bis 04.11. – Roman Signer. Neue Arbeiten | bis 04.11. – Teresa Burga / Aleatory Structures | 01.12.18 bis 03.02.19 – Nevin Aladağ, Teil 2: Social Fabric | 01.12.18 bis 03.02.19 GEDOK GalerieSalon | Lola-Fischel-Straße 20 | 30173 Hannover | www.gedok-niedersachsenhannover.de – Beate Henne und Uta Oesterheld-Petry. Formate – vis à vis Landschaft – ein Dialog | bis 18.11. KUNSTVEREIN LANGENHAGEN | Walsroderstraße 91A 30851 Langenhagen | www.kunstverein-langenhagen.de – Kegeln3000 | 16.11. bis 24.11. // eine Aktion der Kunsthalle3000, ein Projekt des Künstlers Thomas Geiger – Sie ist die Zukunft. Eine Ausstellung entflammt von Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven | 01.12.18 bis 03.02.19 Verena Vernunft: Siepe II, 2015, Öl auf Leinwand, 145 x 95 cm Städtische Galerie Lehrte Städtische Galerie Lehrte | Alte Schlosserei 1 | 31275 Lehrte | T. 05132 1096 | www.lehrte.de – Verena Vernunft. Malerei & Zeichnung | 09.11.18 bis 13.01.19 48 kunst:stück

. hannover Teresa Burga, Autorretrato 1972, 2006, Courtesy die Künstlerin, Galerie Barbara Thumm, Berlin Teresa Burga | Aleatory Structures 01. Dezember 2018 bis 03. Februar 2019 Kestner Gesellschaft | www.kestnergesellschaft.de Mit der Ausstellung »Aleatory Structures« zeigt die Kestner Gesellschaft eine umfangreiche Überblicksausstellung der südamerikanischen Künstlerin Teresa Burga (*1935 in Iquitos, Peru). Erstmals in Deutschland werden mit über 100 Werken die letzten 50 Jahre ihres künstlerischen Schaffens vorgestellt. Burgas Lebenswerk ist von einer außergewöhnlichen Vielfalt gekennzeichnet, es umfasst Gemälde, Objekte der Pop Art, Skulpturen, kybernetische Installationen und Zeichnungen. Ihre Arbeit ist darüber hinaus in allen Schaffensphasen von einer analytischen Herangehensweise geprägt, die sich beispielsweise in der Verwendung von mathematischen Modellen und Diagrammen ausdrückt, anhand derer sie traditionelle Geschlechterrollen und künstlerische Autorschaft gleichermaßen dekonstruiert. Obwohl Burga ihrer Zeit häufig voraus war, wurde sie vielfach übersehen. Die Ausstellung möchte auch dazu beitragen, die Künstlerin zwischen Positionen ihrer Generation wie Martha Rosler oder Hanne Darboven im kunsthistorischen Kanon endgültig zu verankern. Der Titel der Ausstellung »Aleatory Structures« (dt. zufällige Strukturen) spiegelt das scheinbar paradoxe Nebeneinander von radikaler Subjektivität und einem beinahe wissenschaftlichen Bedürfnis zur Vermessung in ihrem Werk wieder. Exemplarisch dafür steht die Arbeit »Autorretrato. Estructura. Informe. 9.6.72« (1972), eine komplexe Installation aus Zeichnungen, Fotografien und Kardiogrammen, für die sich Burga einer Reihe von medizinischen Tests unterzog, um ein möglichst exaktes Porträt von sich zu erstellen. Die Fülle an ausgestellten Daten führt dazu, dass sich der Körper der Künstlerin gleichsam entmaterialisiert und sie sich dem männlichobjektivierenden Zugriff (eng. male gaze) auf den weiblichen Körper vollkommen entzieht. In jüngeren Werkzyklen greift sie wiederum zurück auf die bunte Ästhetik der Pop Art und stellt verstärkt die Bedeutung künstlerischer Autorschaft in Frage, etwa wenn sie, wie in ihren Kinderzeichnungen (2013-2014), Bilder von Kindern nachmalt und ihre Zeichnungen neben den Originalen präsentiert. Nach ihrem Kunststudium in Lima (1962- 1964) erhielt Teresa Burga 1968 ein Fulbright-Stipendium, das ihre ein zweijähriges Studium am Art Institute of Chicago ermöglichte. Dort beschäftigte sie sich intensiv mit experimenteller und konzeptueller Kunst, auch in der Auseinandersetzung mit ihrem damaligen Lehrer Claes Oldenburg. In dieser Zeit entwickelte sich ihr Interesse für Computer- und Informationstechnologien, sie begann, Kommunikationstheorien als Ausgangspunkt für ihr künstlerisches Schaffen zu nutzen. Nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat Peru, das von einer nationalistisch gesinnten Militärdiktatur geprägt kunst:stück 49

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