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Zeitstreifen - 100 Jahre Republik Österreich

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<strong>100</strong> <strong>Jahre</strong><br />

<strong>Republik</strong><br />

<strong>Österreich</strong>


1918<br />

Proklamation der <strong>Republik</strong><br />

Deutschösterreich<br />

Am 12.11.1918 rief die Provisorische<br />

Nationalversammlung die <strong>Republik</strong> Deutschösterreich<br />

aus.


1919<br />

Frauen wählen zum ersten Mal<br />

Im Rahmen der Gründung der österreichischen<br />

<strong>Republik</strong> wurde das "allgemeine, gleiche, direkte und<br />

geheime Wahlrecht aller Staatsbürger ohne<br />

Unterschied des Geschlechts" festgeschrieben.<br />

Am 16. Februar 1919 durften die Frauen das erste Mal<br />

wählen und sogar selbst kandidieren.


1919<br />

Unterzeichnung des Friedensvertrags<br />

Der Vertrag von St. Germain vom 10.9.1919 verlangte die<br />

Änderung des Namens „Deutschösterreich“ auf „<strong>Österreich</strong>“.<br />

Die neue <strong>Republik</strong> galt als Rechtsnachfolger von <strong>Österreich</strong>-<br />

Ungarn und musste erhebliche Gebiete abtreten.<br />

Volksabstimmungen entschieden über Verbleib und Verlust.


1920<br />

Die Verfassung<br />

Hans Kelsen arbeitete die Verfassung der neu<br />

gegründeten <strong>Republik</strong> aus. Sie wurde am 1. Oktober<br />

1920 von der Nationalversammlung angenommen.<br />

Mit vielen Novellierungen besteht sie im Wesentlichen<br />

heute noch.


20er <strong>Jahre</strong><br />

Radikalisierung<br />

Wirtschaftliche Schwierigkeiten, die Inflation,<br />

Arbeitslosigkeit, der mangelnde Glaube an die<br />

Selbständigkeit und Lebensfähigkeit des jungen Staats<br />

und die Aufrüstung der Worte schufen ein Klima der<br />

Radikalisierung. Die politischen Gegensätze verhärteten<br />

sich.


1925<br />

Der Schilling<br />

Der Schilling ersetzte die österreichische Krone, die<br />

durch die Inflation stark an Wert verloren hatte.<br />

1 Schilling entsprach <strong>100</strong> Groschen.<br />

Der Schilling, auch „Alpendollar“ genannt, galt als harte<br />

Währung.


1927<br />

Brand des Justizpalastes<br />

In Schattendorf führte die Provokation von<br />

Frontkämpfern und Schutzbündlern zu zwei Toten. Als<br />

bei der Gerichtsverhandlung die Angeklagten<br />

freigesprochen wurden, kam es zu Protesten durch die<br />

Arbeiterschaft. Bei Ausschreitungen wurde der<br />

Justizpalast angezündet. Blutige Bilanz des 15. Juli<br />

1927: 89 Tote, 1057 Verwundete


1933<br />

Ausschaltung des Parlaments<br />

„Selbstausschaltung des Parlaments“ ist die vom<br />

damaligen österreichischen Bundeskanzler Engelbert<br />

Dollfuß, geprägte Bezeichnung für die am 4. März 1933<br />

eingetretene Vorsitzlosigkeit des österreichischen<br />

Nationalrates. Mit Polizei verhinderte er weitere<br />

Sitzungen des Nationalrats. Die Regierung stützte sich<br />

dann auf das sogenannte Kriegswirtschaftliche<br />

Ermächtigungsgesetz.


1934<br />

Bürgerkrieg in <strong>Österreich</strong><br />

Eine Waffensuchaktion am 12. Feber in Linz führte zur<br />

bewaffneten Auseinandersetzung zwischen<br />

Schutzbund, Heimwehr, Polizei und Bundesheer. Der<br />

Bürgerkrieg endete am 15. Feber mit vielen Toten und<br />

Verwundeten.<br />

Die Sozialdemokratische Partei wurde verboten.


1934<br />

Putsch der Nationalsozialisten<br />

Als Polizisten und als Soldaten des Bundesheeres<br />

getarnt, drangen am 25. Juli SS-Leute ins<br />

Bundeskanzleramt ein. Bundeskanzler Dollfuß wurde<br />

erschossen. Der Aufstand wurde letztlich<br />

niedergeschlagen. Kurt Schuschnigg übernahm die<br />

Regierungsgeschäfte. Ab 1936 musste er Hitler große<br />

Zugeständnisse machen.


1938<br />

Anschluss an das Deutsche Reich<br />

In der Nacht zum 12. März 1938 marschierten die<br />

deutschen Truppen in <strong>Österreich</strong> ein. Am<br />

darauffolgenden Tag wurde das „Gesetz über die<br />

Wiedervereinigung <strong>Österreich</strong>s mit dem Deutschen<br />

Reich“ beschlossen. Die Volksabstimmung vom 10.<br />

April „bestätigte“ den Anschluss. <strong>Österreich</strong><br />

verschwindet von der Landkarte für 7 <strong>Jahre</strong>.


1939<br />

Beginn des Zweiten Weltkriegs<br />

Auf Befehl der SS mussten deutsche KZ-Häftlinge in<br />

polnischen Uniformen den Radiosender Gleiwitz<br />

überfallen. Das war der Anlass, um am 1. September<br />

1939 ohne Kriegserklärung in Polen einzumarschieren.<br />

Bekannt die Worte Hitlers vor dem Reichstag „seit 5.45<br />

wird zurückgeschossen“.


1943<br />

Stalingrad<br />

Die Zeit der schnellen Siege der deutschen Wehrmacht<br />

endete mit dem „Fall Barbarossa“. Die Vernichtung der<br />

deutschen 6. Armee und verbündeter Truppen im<br />

Winter 1942/ 1943 brachte die Kriegswende.


1945<br />

Bedingungslose Kapitulation<br />

Deutschlands<br />

Am 8. / 9. Mai 1945 wurde die bedingungslose<br />

Kapitulationsurkunde von den Spitzen der Streitkräfte<br />

unterzeichnet und somit das Ende des Zweiten<br />

Weltkrieges in Europa erklärt.<br />

Nach den Abwürfen der Atombomben von Hiroshima<br />

und Nagasaki endete mit der Kapitulation Japans am<br />

2.9.1945 der Zweite Weltkrieg auch im pazifischen<br />

Raum.


1945<br />

Ausrufung der Zweiten <strong>Republik</strong><br />

27. April 1945:<br />

Mitglieder der Provisorischen Staatsregierung nach<br />

dem Festakt vor dem Parlament


1945<br />

Bedingungslose Kapitulation<br />

Deutschlands<br />

8. Mai 1945:<br />

Kriegsende in Europa<br />

Tag der Befreiung<br />

Die Kapitulation fand im Berliner Stadtteil<br />

Karlshorst statt und wurde von Admiral Dönitz, dem<br />

Nachfolger Hitlers, unterzeichnet.


1945<br />

Verbotsgesetz<br />

Die NSDAP wurde per Gesetz verboten, die<br />

Entnazifizierung gesetzlich geregelt.


1945<br />

25.November 1945:<br />

Die erste gewählte Bundesregierung<br />

Bundeskanzler Leopold Figl und<br />

Vizekanzler Schärf bildeten bis 1947 gemeinsam mit<br />

der KPÖ eine Konzentrationsregierung.


1945<br />

Not und Elend im ersten<br />

Nachkriegsjahr<br />

Aufräumarbeiten der „Trümmerfrauen“- viele Männer<br />

noch in Gefangenschaft<br />

Lebensmittel wurden zugeteilt – der Großbuchstabe<br />

stand für den alliierten Sektor


1945<br />

ab Mai 1945:<br />

Aufteilung <strong>Österreich</strong>s in 4 Besatzungszonen


1945-1955<br />

Der Alliierte Rat - oberste Besatzungsbehörde<br />

Wien, 1. Bezirk, die 4 im Jeep kontrollierten<br />

gemeinsam


1945<br />

20.12.1945:<br />

Karl Renner nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten<br />

im Parlament


1946<br />

<strong>Österreich</strong> hungerte und fror<br />

UNNRA-Hilfe (Lebensmittel, Kleider, Fahrzeuge,<br />

Saatgut) und CARE-Pakete linderten die größte Not


1948<br />

ERP - European Recovery Programm<br />

Amerikanische Aufbauhilfe auch für <strong>Österreich</strong><br />

Initiator des Plans: US- Außenminister und späterer<br />

Nobelpreisträger George C. Marshall


1954<br />

Außenministerkonferenz Berlin<br />

25.-28. Jänner 1954:<br />

Außenminister Figl (ÖVP) schlug eine militärische<br />

Neutralität <strong>Österreich</strong>s vor.<br />

Dennoch: Noch immer kein Staatsvertrag


1955<br />

Das Moskauer Memorandum<br />

15. April 1955:<br />

Endlich! Der Staatsvertrag wird bald unterzeichnet<br />

werden! Ankunft aus Moskau am Flugplatz Bad Vöslau<br />

(Bundeskanzler Raab)


1955<br />

Unterzeichnung des Staatsvertrags<br />

15.Mai 1955:<br />

Außenminister Leopold Figl zeigte vom Balkon des<br />

Belvedere den Staatsvertrag.


1956<br />

Flüchtlingswelle aus Ungarn<br />

Während des Ungarnaufstands wurde die Neutralität<br />

<strong>Österreich</strong>s erstmals auf die Probe gestellt.


1957<br />

Gründung der EWG<br />

Die Teilnahme <strong>Österreich</strong>s war aufgrund der Neutralität<br />

nicht möglich.


1958<br />

Eröffnung der Wiener Stadthalle<br />

Wiedereröffnung der Militärakademie<br />

Wiener Neustadt


1960<br />

Bruno Kreisky unterzeichnete den<br />

EFTA Vertrag


1964<br />

Olympische Winterspiele in Innsbruck


1968<br />

Erstes Farbfernsehen wird<br />

ausgestrahlt


1970<br />

Minderheitsregierung der SPÖ<br />

1971 Erste SPÖ - Alleinregierung unter Bundeskanzler<br />

Bruno Kreisky


1973<br />

Ölkrise<br />

Als Gegenmaßnahmen wurden die Energieferien in den<br />

Schulen und der autofreie Sonntag eingeführt


1978<br />

Atomkraftwerk in Zwentendorf<br />

Bei der Abstimmung über die Eröffnung des<br />

Atomkraftwerks in Zwentendorf stimmte die Mehrheit<br />

für NEIN.


1983<br />

Nationalratswahl in <strong>Österreich</strong><br />

Die SPÖ mit Bundeskanzler Kreisky wurde<br />

stimmenstärkste Partei, verlor aber die absolute<br />

Mehrheit, was zum Rücktritt Kreiskys führte.


1989<br />

Fall des Eisernen Vorhangs


90er <strong>Jahre</strong><br />

Flüchtlingsstrom wegen Balkankrieg<br />

Die Flucht von ca. 115.000 Personen aus Kroatien,<br />

Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo nach <strong>Österreich</strong><br />

löste ein große Welle der Hilfsbereitschaft aus – die<br />

Aktion „Nachbar in Not“ war ein Symbol dafür.


1993/97<br />

Terroranschläge<br />

1993-1997 gab es Briefbomben-Anschläge,<br />

durchgeführt von Franz Fuchs. Opfer waren u.a. der<br />

Bürgermeister von Wien Helmut Zilk und Pfarrer August<br />

Janisch. 1995 starben 4 Roma bei einem Anschlag in<br />

Oberwart.


1994<br />

Nationalratswahlen<br />

1994 war das Ende der seit 1945 bestehenden<br />

Übermacht der beiden Großparteien – FPÖ, das Liberale<br />

Forum und die Grünen kamen in den Nationalrat.


1995<br />

Beitritt zur EU<br />

Bei der Volksabstimmung 1994 entschied sich<br />

<strong>Österreich</strong> für den EU-Beitritt, der 1995 vollzogen<br />

wurde.


2000<br />

Erste ÖVP-FPÖ Koalition<br />

Als schwarz-blaue Koalition bezeichnet man in<br />

<strong>Österreich</strong> eine Zusammenarbeit zwischen der<br />

<strong>Österreich</strong>ischen Volkspartei (Schüssel) und der<br />

Freiheitlichen Partei <strong>Österreich</strong>s (Haider), welche<br />

erstmals im Februar 2000 zustande kam.


2002<br />

Die Einführung des Euros<br />

Am 1. Januar 2002 wurden die Euro-Banknoten und -<br />

Münzen in zwölf Ländern mit insgesamt 308 Millionen<br />

Einwohnern in <strong>Österreich</strong> eingeführt. Es war die<br />

weltweit größte Währungsumstellung aller Zeiten.


2008<br />

Wahlrecht für 16-Jährige<br />

Nach der am 1. Juli 2007 eingetretenen Änderung des<br />

Wahlrechts war es im Jahr 2008 erstmals bei einer Wahl<br />

zum österreichischen Nationalrat möglich, ab dem<br />

vollendeten 16. Lebensjahr das aktive Wahlrecht<br />

wahrzunehmen.


2011<br />

Otto von Habsburg tot<br />

Er war der älteste Sohn des letzten Kaisers von<br />

<strong>Österreich</strong> und Königs von Ungarn. Otto von Habsburg<br />

starb am 4. Juli 2011 im Alter von 98 <strong>Jahre</strong>n.


2015<br />

Flüchtlingsjahr<br />

2015 durchquerten rund eine halbe Million Flüchtlinge<br />

<strong>Österreich</strong>. Rund 90.000 Asylanträge wurden gestellt -<br />

vor allem von Flüchtlingen aus den Kriegs- und<br />

Unruhegebieten Syrien, Afghanistan und dem Irak.


2018<br />

<strong>Österreich</strong> Vorsitz im EU-Rat<br />

Zum 3. Mal (nach 1998 und 2006) übernimmt<br />

<strong>Österreich</strong> den Vorsitz im Rat der EU.


Bundesoberstufenrealgymnasium Güssing<br />

Schulstraße 17<br />

7540 Güssing<br />

mail: info@borg-gs.at<br />

www.borg-gs.at

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