Gesund in Essen - Patientenzeitschrift #10

Visioness

Gesund in Essen - Patientenmagazin des Katholischen Klinikums Essen

Heft 10 | Herbst 2018

GESUND

in Essen

Gruppe

Patientenmagazin für

Marienhospital,

Philippusstift und

St. Vincenz Krankenhaus

Stürze

im Alter

So kommen Sie

schnell wieder

auf die Beine

Leistenbruch

Geplanter Eingriff verhindert Not-OP

Kopfschmerzen ade!

Was hilft gegen Migräne?

Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Tipps für die kalte Jahreszeit

Für das Wichtige.

Im Leben.

GESUND in Essen

1


Editorial

4

Liebe Patientinnen

und Patienten,

liebe Leserinnen und Leser,

Sie halten das erste Heft der „Gesund in Essenin neuem Layout in der Hand.

Daraus wird klar ersichtlich, das Katholische Klinikum Essen ist Mitglied der

Contilia Familie geworden. Damit stellen wir uns für die Zukunft auf, denn Zusammenschlüsse

sind im Krankenhaus langfristig überlebenswichtig. In diesem

Verbund wollen wir unsere hohe Qualität weiter verbessern und unser Angebot

für Sie gemeinsam mit unseren Partnern im ambulanten Bereich und bei der

Seniorenarbeit deutlich erweitern und insbesondere für Sie aufeinander abstimmen.

Besser zu werden heißt aber auch, sich an Veränderungen zu machen. Dort

begeben wir uns auf den Weg, um uns für Sie weiter zu entwickeln.

Auch ich persönlich starte meine Tätigkeit nach fünf erfolgreichen Jahren in

Duisburg in Essen. Ich freue mich, mein Wissen hier zum Wohle der Patienten

und der Mitarbeiter einzubringen und das Unternehmen weiter zu entwickeln.

Sie werden mich des Öfteren auf den Gängen der Kliniken wiederfinden. Mir ist

wichtig, den Menschen nahe zu sein und sie auf dem Weg mitzunehmen. Das

geht nur gemeinsam und im persönlichen Austausch. Wenn Sie mich erkennen

und Fragen haben, sprechen Sie mich gerne an.

Ich bin der Überzeugung, dass uns spannende Jahre bevorstehen, in denen sich

vieles positiv entwickeln wird hier im Essener Norden. Wir wollen und werden

dazu unseren Beitrag leisten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute – bleiben Sie gesund!

Dr. Holger Raphael

Geschäftsführer

Impressum

Gesund in Essen Nr. 10 | Herbst 2018

Herausgeber:

Marienhospital, Philippusstift,

St. Vincenz Krankenhaus Essen

Postanschrift:

Hospitalstraße 24, 45329 Essen

Fon: 0201 6400 1020

Fax: 0201 6400 1029

Mail: marketing@kk-essen.de

www.contilia.de

www.kk-essen.de

www.gesundinessen.de

Redaktionsleitung: Stefan Mattes,

Leiter Marketing und Kommunikation

Inhaltliches und grafisches Konzept,

Redaktion und Realisation:

Visioness GmbH, Heidelberg

Druck: Löcke-Druck

Auflage: 106.000

Quellen in dieser Ausgabe:

- Deutsche Gesellschaft für Geriatrie

- Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie

- Deutsche Gesellschaft für Neurologie

- Europäische Endometriose Liga

- Robert-Koch-Institut

2 GESUND in Essen


Inhalt

10

Titelthema: Stürze im Alter

Traumreise nach Südafrika wurde zum Alptraum............................................................. 4

Rollator-Führerschein: Mobil bleiben und Stürze vermeiden....................................... 8

12

Gesundheitsthemen

Trotz kleiner Alltagssünden:

So schützen Sie Ihre Leber ...................................................................................................... 10

Kopfschmerzen Ade!

Was hilft gegen Migräne? ....................................................................................................... 12

Husten, Schnupfen, Heiserkeit -

Mit diesen Tipps kommen Sie gut durch die kalte Jahreszeit ...................................... 16

22

Hebamme Ursula Frigger im Porträt

„Ich betreue Familien in der dritten Generation“ ............................................................ 18

Erfüllter Kinderwunsch trotz Endometriose ...................................................................... 20

Häufiger WhatsApp-Gebrauch begünstigt Karpaltunnelsyndrom ............................. 22

Leistenbruch

Geplanter Eingriff verhindert Not-OP ................................................................................. 26

Service

26

News .............................................................................................................................................. 29

Kreißsaalführungen ................................................................................................................... 19

Angebote für werdende Mütter und Väter ........................................................................ 19

Veranstaltungskalender ............................................................................................................ 30

Fachkliniken/Leitende Ärzte ................................................................................................... 31

GESUND in Essen

3


Traumreise

Nasser oder glatter Untergrund, Stolperfallen in der Wohnung, Schwindelanfälle: Im Alter nimmt

die Gefahr von Stürzen zu. Die Folge sind oft Brüche. Warum Operationen in vielen Fällen alternativlos

sind, erklärt Dr. Peter Feldmann, Leitender Arzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie im Philippusstift und St. Vincenz Krankenhaus Essen.

4 GESUND in Essen


nach Südafrika

wurde zum Albtraum

Die Reise sollte ein ganz besonderes Erlebnis

werden, auf das Christa Joos sich lange gefreut

hatte. Ein Lebenstraum, der zu einem

Albtraum wurde. Die 71-Jährige wollte in einer

Rundreise Südafrika erkunden, war von

den Gegensätzen und der Landschaft fasziniert,

hatte sich Fotos angesehen, Berichte

gelesen, die Reise sorgfältig für sich und zwei

Cousinen organisiert und sich am meisten auf

Kapstadt gefreut. Es kam anders: Bereits am

zweiten Tag fiel die Essenerin beim Aussteigen

an einem Zwischenstopp aus dem Bus, konnte

nicht mehr aufstehen und wurde in einem

sechsstündigen Transport erst mit dem Bus

zum nächsten Hotel und von dort per Krankenwagen

unter Schmerzen weiter in ein noch

mal eineinhalb Stunden entferntes Krankenhaus

gefahren. Die Diagnose: gebrochener

Oberschenkelhals.

Wie Christa Joos geht es vielen älteren Menschen.

„Die meisten stürzen allerdings im

häuslichen Umfeld über doch noch vorhandene

Stolperfallen“, sagt Dr. Feldmann und

nennt als Klassiker die berühmte Teppichkante.

„ Nicht zu operieren

wäre medizinischer Unfug“

Jeder dritte Rentner stürzt einmal im Jahr

Weil im Alter die Knochen weicher, schwächer

und damit auch brüchiger werden, sind

oft ältere Menschen von Frakturen betroffen.

Der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie

zufolge werden pro Jahr 400.000 ältere

Menschen nach einem Sturz im Krankenhaus

behandelt. Im Schnitt stürzt jeder dritte allein

lebende Rentner mindestens einmal pro

Jahr. Unter Pflegeheimbewohnern und über

80-Jährigen ist jeder zweite betroffen. Häufigste

Folgen sind laut Dr. Feldmann Unterarmbrüche,

hüftgelenksnahe Frakturen und

Oberarmbrüche.

So auch bei einer älteren Dame, die zwei

Rettungssanitäter mit einer Tragbahre in die

Ambulanz bringen. Die Frau klagt über starke

Schmerzen, ein Bein wirkt kürzer als das

>>

GESUND in Essen

5


andere und ist nach außen gedreht. Sie war in

ihrer Wohnung auf dem Weg zum klingelnden

Telefon, als sie stolperte und das Gleichgewicht

verlor. Ein ums Handgelenk gebundener

Hausnotruf bewahrte die Seniorin davor,

mehrere Stunden unbemerkt auf dem Boden

zu liegen. Der Rettungsdienst kam und brachte

sie ins St. Vincenz Krankenhaus.

„Eine Hüftgelenksfraktur sehen wir an dem

verkürzten Bein und dem nach außen gedrehten

Fuß fast sofort“, erklärt Dr. Feldmann.

Über die Form des Bruchs, die mit dem bloßen

Auge von außen nicht zu erkennen ist, gibt

eine Röntgenaufnahme Aufschluss. Bei besonders

komplizierten Verletzungen können zur

Diagnose CT oder MRT hinzugezogen werden.

Hüftprothese hilft nach Schenkelhalsbruch

und bei verschlissenen Knochen

Schenkelhalsbrüche werden in der Regel mit

einer Teilprothese behandelt, berichtet der

unter anderem auf Endoprothesen am Knie,

der Hüfte und der Schulter spezialisierte

Mediziner und erklärt: „Die Bruchstelle mit

Schrauben zu kitten, kommt nur äußerst selten

und bei ganz jungen Patienten in Frage,

weil nach einer Hüftfraktur ohne Prothese die

Hüftprothese

Becken

Künstliches

Hüftgelenk

Verankerung

im Knochen

Oberschenkelknochen

Gefahr von Durchblutungsstörungen, besonders

bei älteren Menschen, zu groß wäre.“ Im

Philippusstift und St. Vincenz Krankenhaus

ersetzen Mediziner deshalb – je nach Ausmaß

der Verletzung – entweder das kugelförmige

Ende des Oberschenkelknochens durch eine

Teilprothese oder setzen eine vollständige Prothese

ein. Letzteres ist auch ohne Fraktur beim

Verschleiß des Hüftgelenks notwendig.

Mit rund 330 implantierten Hüftgelenken im

Jahr, davon 130 im Falle einer Fraktur, hat das

Team um Dr. Feldmann höchste Expertise in

diesem Bereich. Ausgewiesene Experten sind

die Chirurgen im St. Vincenz Krankenhaus und

Philippusstift darüber hinaus in allen weiteren

Bereichen der Endoprothetik, wie im Einsatz

von Knieprothesen, Hüftprothesen oder auch

Schulterprothesen. Beide Häuser sind sowohl

als Endoprothetikzentrum als auch als Traumazentrum

zertifiziert und können damit die

hervorragende Qualität belegen.

Eine konservative Alternative zur Operation

gebe es bei hüftgelenksnahen Brüchen nicht.

„Früher, bis in die 50er-Jahre, haben Patienten

acht Wochen lang in gestreckter Position auf

dem Rücken im Krankenbett gelegen, in der

Hoffnung, dass die Knochen auf diese Weise

wieder zusammenwachsen“, berichtet Dr.

Feldmann von vergangenen Zeiten, in denen

der Einsatz einer Prothese in der heutigen

Weise noch nicht möglich war. „Bei manchen

hat es geklappt, andere sind daran gestorben“,

bedauert der Mediziner. Auch heute noch liegt

die Sterblichkeitsrate nicht operierter hüftgelenksnaher

Frakturen dem Chirurgen zufolge

bei 50 Prozent. Das heißt: Bei jedem zweiten

würde ein nicht operierter Schenkelhalsbruch

innerhalb eines Jahres zum Tod führen. „Nicht

zu operieren wäre medizinischer Unfug“, sagt

Dr. Feldmann deshalb.

Nach Hüft-OP: geriatrische Nachbehandlung

direkt vor Ort

Dank engster Zusammenarbeit mit der Kardiologie

und der internistischen Abteilung werden

Patienten im Philippusstift und St. Vincenz

Krankenhaus nach einer Operation umfassend

fachübergreifend behandelt. Das ist deshalb

wichtig, weil gerade ältere Patienten, wenn sie

stürzen und sich die Hüfte brechen, zusätzlich

häufig von anderen Krankheiten betroffen

sind, beispielsweise von einem Herzinfarkt

oder Schlaganfall. Seit Anfang Oktober ist

6 GESUND in Essen


„ Dr. Feldmann hat an mir

sein Meisterstück abgeliefert“

im St. Vincenz Krankenhaus eine geriatrische

Behandlung direkt im Haus möglich. „Bisher

mussten Patienten nach einem operativen

Eingriff zur geriatrischen Nachbehandlung ins

Marienhospital verlegt werden. Die Neuerung

spart Patienten unangenehme Transportwege“,

freut sich Dr. Feldmann.

Ohne begleitende Erkrankungen, die einen

weiteren Krankenhausaufenthalt nötig machen,

dürfen Betroffene nach dem Einsatz

einer Prothese oder Teilprothese bereits am

nächsten Tag wieder aufstehen. „Viele sind

beim Aufwachen bereits schmerzfrei. Mindestens

empfinden sie aber eine deutliche Besserung

im Vergleich zu ihrem Befinden vor der

OP“, weiß der Orthopäde aus Gesprächen mit

etlichen Patienten. Nach einer Woche können

die meisten das Krankenhaus wieder verlassen.

„Mulmiges Gefühl in Südafrika“

Glücklich wieder nach Hause konnte nach

zwei Wochen im Krankenhaus und anschließender

Reha auch Christa Joos, die bis zu diesem

erlösenden Moment einige Hindernisse zu

überwinden hatte. In dem privaten, südafrikanischen

Krankenhaus angekommen musste sie

zunächst erstmal ihre Kreditkarte zücken und

blieb dann vier Tage unoperiert im Krankenbett

liegen. Am meisten beunruhigt hat sie

der Hinweis, sie brauche eine Bluttransfusion.

„Das war ein mulmiges Gefühl“, sagt Christa

Joos. Umso erleichterter war sie hinterher,

dass alles gut gegangen ist.

16 Tage später, pünktlich zur geplanten Abreise,

durfte Christa Joos das Krankenhaus

auf dem fremden Kontinent verlassen. Der

Malteser Hilfsdienst brachte sie zum Flughafen

nach Johannesburg, in Deutschland nahm

ihr Sohn sie in Empfang. Drei Monate lief die

sonst rüstige Dame nach dem unglücklichen

Sturz aus dem Bus an Gehhilfen, bis sie sich

auf Empfehlung von Dr. Feldmann auch aufgrund

hoher Verschleißerscheinungen des

Knochens zu einer Hüftprothese entscheid. Dr.

Feldmann entfernte zunächst den in Südafrika

eingesetzten Marknagel, der sich über den

gesamten Oberschenkel erstreckte, und setzte

anschließend eine Hüftprothese nach modernsten

medizinischen Standards ein.

„Ich bin vollauf zufrieden“

„Von da an hatte ich praktisch keine Schmerzen

mehr“, sagt die 71-Jährige aus dem Essener

Süden glücklich und schwärmt: „Ich bin

vollauf zufrieden. Dr. Feldmann hat an mir

sein Meisterstück abgeliefert und auch über

das Pflegepersonal kann ich nur Gutes sagen.“

Sie könne inzwischen wieder alles machen

und spüre praktisch keine Schmerzen mehr.

„Erst vorige Woche war ich auf Norderney“,

berichtet Christa Joos und präzisiert begeistert:

„Nach einer dreistündigen Stadtführung

zu Fuß bin ich abends sechs Kilometer in ein

Restaurant und die gleiche Strecke wieder zurück

gelaufen. Das sagt glaube ich alles“. Ob

sie allerdings je ihre Reise nachholt, bezweifelt

die 72-Jährige: „Im Moment spüre ich noch

keinen Drang, wieder hinzufliegen.“

Ihre Fachklinik vor Ort

Contilia-Gruppe

Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie

Dr. Peter Feldmann

Leitender Arzt

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmannstraße 2

45141 Essen

Fon: 0201 6400 3100

Mail: p.feldmann@kk-essen.de

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 3201

Mail: p.feldmann@kk-essen.de

Unfallchirurgen und Altersmediziner

sollten zusammenarbeiten

Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)

setzt sich gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft

für Unfallchirurgie (DGU) für eine

enge Zusammenarbeit von Unfallchirurgen

und Altersmedizinern in der Versorgung älterer

Menschen mit Knochenbrüchen ein.

Prof. Dr. Clemens Becker von der DGG berichtet,

warum das so wichtig ist.

Was zeichnet eine gute Versorgung älterer

Menschen mit Knochenbrüchen aus?

Prof. Dr. Clemens Becker: Neben dem Bruch

an sich werden zeitnah auch geriatrische Syndrome

wie Inkontinenz, Mangelernährung und

weitere altersbedingte Leiden mitbehandelt.

Grund: Die meisten Femurfrakturpatienten haben

mehrere Krankheiten und werden mit oft

mehr als zehn Medikamenten behandelt.

Warum ist die Zusammenarbeit von Chirurgen

und Altersmedizinern dabei wichtig?

Prof. Dr. Clemens Becker: Die Kernarbeitszeit

der operativ tätigen Ärzte ist im OP und der

Notaufnahme. Sind diese allein für die Patienten

zuständig, entstehen Zeitverzögerungen

in der Behandlung. Durch die Zusammenarbeit

von Unfallchirurgen und Altersmedizinern in

einem multiprofessionellen Team wird die Zeit

von der Problemerkennung zur Problembehandlung

drastisch verkürzt. Studien haben

ergeben, dass die Sterblichkeit älterer Patienten

nach einem Oberschenkelhalsbruch um 20 Prozent

sinkt, wenn Unfallchirurgen, Altersmediziner,

Physiotherapeuten sowie Sozial- und Pflegedienst

zusammenarbeiten.

Kontakt

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)

Prof. Dr. Clemens Becker

Seumestraße 8

10245 Berlin

Fon: 030 5213 7275

Mail: geschaeftsstelle@dggeriatrie.de

GESUND in Essen

7


Rollator-Führer

mobil bleiben

Wenn das Hilfsmittel zum Hindernis wird: Stürze

sind die häufigste Unfallursache in Deutschland,

speziell bei älteren Menschen. Die Spanne reicht

vom gebrochenen Unterarm bis hin zur Oberschenkelhalsfraktur.

Nicht selten ist der Grund

der falsche Umgang mit dem Rollator. Ein neuer

Workshop „Rollator-Führerschein“ im St. Vincenz

Krankenhaus Essen der Contilia Gruppe soll die

Sturzgefahr senken.

„Ein Großteil der Menschen mit Rollator läuft

falsch oder hat das Gerät zu hoch eingestellt“,

beobachtet Andreas Finke, Physiotherapeut im St.

Vincenz Krankenhaus Essen. Auch im Krankenhaus

behandelt er häufig Menschen, die sich

nach einem Sturz mit dem Rollator gravierende

Verletzungen zugezogen haben.

Er kam deshalb auf die Idee, einen

Workshop „Rollator-Führerschein

ins Leben zu rufen mit dem Ziel,

mehr Sicherheit im Umgang mit

dem Hilfsmittel zu gewährleisten

und damit auch die Mobilität im

Alter zu erhöhen.

Pro Jahr werden laut Deutscher Gesellschaft für

Unfallchirurgie 400.000 ältere Menschen nach

einem Sturz im Krankenhaus behandelt. Häufige

Ursache ist eine Hüftgelenksfraktur. Jeder dritte

Senior ab 65 Jahren stürzt demnach mindestens

einmal pro Jahr, bei den über 80-Jährigen ist es

jeder zweite. Auch das Robert-Koch-Institut betitelt

Stürze mit 30 Prozent als häufigste Unfallursache.

Viele Stürze ereignen sich auf öffentlichen

Plätzen, Wegen oder Straßen. Meist seien Fußgänger

betroffen, oft in Verbindung mit Gegenständen,

wie medizinischen Hilfsgeräten.

„Hinterher stellt sich häufig heraus, dass Stürze

mit dem Rollator aufgrund einer falschen Handhabung

des Geräts geschehen sind“, berichtet

Andreas Finke, der einen fehlerhaften Umgang im

Alltag oft beobachtet: Die Griffe seien zu hoch

eingestellt, Betroffene beugten sich weit nach

vorn, anstatt gerade vor ihrer Gehhilfe zu stehen.

Er rät Patienten deshalb gern: „Der Rollator ist

Ihr Freund. Den schiebt man nicht weg, den zieht

man zu sich heran.“

8 GESUND in Essen


schein

und Stürze vermeiden

Rückenschonend

gehen

Stellen Sie die Griffe des Rollators

im aufrechten Stand auf Handgelenkshöhe

ein. So können Sie sich am

besten abstützen und der Rollator bietet größtmögliche

Sicherheit. Wenn Sie das Gerät dann

auch noch so nah an sich heranziehen, dass Sie

beim Gehen die Füße zwischen den hinteren

Rollen aufsetzen, sind Sie bestens aufgestellt.

Das schont auch den Rücken.

Sicher

aufstehen

Sie haben sich zum Ausruhen auf

einen Stuhl gesetzt und möchten

jetzt wieder aufstehen? Für viele ein

Problem. Auch hier gilt: Ziehen Sie das Hilfsmittel

so nah wie möglich an sich heran. Andernfalls

laufen Sie Gefahr, den Halt zu verlieren und

hinzufallen. Stützen Sie sich mit den Händen mit

angezogenen Bremsen an den beiden Griffen ab

und versuchen Sie sich mit möglichst geradem

Rücken aufzurichten.

Hindernisse

meistern

Ein Bordstein, die Türschwelle

oder die berühmte Teppichkante:

Kleine Hindernisse können für ungeübte

Rollator-Nutzer schnell zur Herausforderung

werden. Unser Tipp auch hier: Ran an das

Gerät, mit den Händen Druck auf den hinteren

Teil der Griffe ausüben, damit sich die Vorderräder

anheben, und auch beim Weitergehen stets

nah am Rollator bleiben.

Fokussiert um

die Kurve

Beim Abbiegen machen viele den

Fehler, mit abgewendetem Blick

den Rollator allein voraus zu schicken.

Richtig wäre, in Gangrichtung zu schauen, der

Kurve mit dem Blick zu folgen, den Oberkörper

in die entsprechende Richtung einzudrehen und

– als erneut wichtigste Grundregel – auf eine

kurze Distanz zum Hilfsgerat zu achten. So bewältigen

Sie mit Leichtigkeit auch enge Kurven.

Ihr Weg zum Rollator-Training

Weitere praktische Tipps und Infos zum Umgang mit Gehhilfen

erteilen Physiotherapeut Andreas Finke und Michaela Blumenschein,

Leiterin der Physiotherapie im St. Vincenz Krankenhaus,

in Kürze im Rahmen eines Workshops.

Termine und Anmeldung auf Anfrage unter

Fon: 0201 6400 5680.

Kontakt

Physiotherapie St. Vincenz Krankenhaus

Michaela Blumenschein

Leitende Physiotherapeutin

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Fon: 0201 6400 6681

Mail: physio-vk@kk-essen.de

GESUND in Essen

9


Trotz kleiner Alltagssünden:

So Schützen Sie

Ihre Leber

Fettreiches Essen, das eine oder andere Glas Wein

zu viel und am nächsten Tag eine Tablette gegen

die Kopfschmerzen: Die Leber verzeiht einiges.

Wird sie aber überstrapaziert, können dauerhafte

Schäden die Folge sein. Schlimmstenfalls hilft nur

noch eine Organspende.

10 GESUND in Essen


„Weil erhöhte Leberwerte nicht wehtun,

werden sie von vielen verharmlost “

„Weil erhöhte Leberwerte nicht wehtun,

werden sie von vielen verharmlost“, sagt Dr.

Christiane Arnold, auf Gastroenterologie und

Lebererkrankungen spezialisierte Ärztliche

Leiterin am Medizinischen Versorgungszentrum

Essen-Nord-West. Sie zählt im Essener

Norden zu den wenigen Ärzten, die auf diesen

Bereich spezialisiert sind und bedauert: „Die

Vorstellung beim Spezialisten erfolgt oft zu

spät.“

Erhöhte Leberwerte: Zeichen vielfältiger

Erkrankungen

Das Hochleistungsorgan, das wie eine Fabrik

arbeitet, entgiftet den Körper beispielsweise

von Schadstoffen, Alkohol, Medikamenten

und macht sie unschädlich. „Die Leber ist ein

lebenswichtiges Organ, das sensibel auf Erkrankungen

auch anderer Organe, Infektionen

oder Umwelteinflüsse reagiert“, sagt die Ärztin.

Erhöhte Leberwerte könnten deshalb ein

Zeichen vielfältiger Erkrankungen des Körpers

sein. Allerdings bleiben Entzündungen der Leber

lange Zeit ohne Symptome. Treten diese

auf, ist es möglicherweise bereits zu spät und

höchste Zeit zu handeln.

Ursachen für erhöhte Leberwerte gibt es viele

und auch ungewöhnliche. Die Medizinerin

erinnert sich beispielsweise an eine junge,

schlanke Patientin, die keinen Alkohol trank

und bei der ohne ersichtlichen Grund über

einen längeren Zeitraum erhöhte Leberwerte

festgestellt wurden. Trotz gründlicher Befragung

der Patientin, Blutuntersuchungen und

Ultraschall blieb die Ursache ein Rätsel, bis

eine Gewebeprobe der Leber eine Bleivergiftung

zum Vorschein brachte. Hervorgerufen

wurde die Bleivergiftung durch eigens aus

Asien importierten Tee, den die Patientin regelmäßig

trank. In Asien werden die Felder oft

mit Wasser aus Bleirohren gewässert. Die auf

diesen Feldern wachsenden Pflanzen reichern

Blei an, wodurch es bei regelmäßigem Konsum

zu einer schleichenden Bleivergiftung

kommen kann.

Schlimmstenfalls hilft nur noch eine

Organspende

Werden erhöhte Leberwerte auf die leichte

Schulter genommen, kann eine Leberzirrhose

die Folge sein. Sie gilt als Endstadium einer

erkrankten Leber. „Man muss die Quelle einer

anfangs vielleicht harmlos erscheinenden

Leberentzündung finden, um relevante Komplikationen

verhindern zu können. Das geht

aber nur, wenn erhöhte Leberwerte auch ernst

genommen und frühzeitig, also in einem beschwerdefreien

Stadium abgeklärt werden“,

so Dr. Arnold.

Das schadet der Leber:

Alkohol

Bestimmte Medikamente

Ungesunde Ernährung

(zu fettig, zu viel Zucker)

Übergewicht

Diese Anzeichen deuten auf

eine geschädigte Leber hin:

Gelbe Augen

Gelbe Haut

Dunkel verfärbter Urin

Müdigkeit

Übelkeit

Bauchschmerzen

Generalisierter Juckreiz

Das hilft, die Leber zu retten:

Gesunde Ernährung

Wenig Alkohol

Vermeidung von Übergewicht

„Häufig, aber längst nicht immer, ist Alkoholkonsum

der Grund für asymptomatisch

erhöhte Leberwerte oder manifeste Lebererkrankungen“,

begründet Dr. Arnold, warum

eine kranke Leber schnell mit einer Alkoholkrankheit

in Verbindung gebracht wird.

Allerdings: Auch Übergewicht, bestimmte

Medikamente, Nahrungsmittelergänzungen

oder -zusatzstoffe, Autoimmunerkrankungen,

Virus-Infektionen, Stoffwechselstörungen wie

eine Schilddrüsenfunktionsstörung oder ein

schlecht eingestellter Diabetes mellitus können

zu erhöhten Leberwerten im Sinne einer

Leberentzündung führen.

„Weil Leberwerte nicht routinemäßig untersucht

werden, sollten Patienten ab einem

Alter von etwa 40 Jahren ihren Hausarzt fragen,

wann zuletzt die Leberwerte kontrolliert

wurden und ob es irgendwelche Auffälligkeiten

gab“, rät Dr. Arnold. Die Therapiemöglichkeiten

bei einer Erkrankung seien so vielfältig

wie die Krankheiten selbst, die hinter

den Werten stecken könnten. Grundsätzlich

empfehlenswert sind der Medizinerin zufolge

eine gesunde Ernährung, wenig Alkohol

oder andere lebertoxische Substanzen und die

Vermeidung von Übergewicht. Bei bestimmten

Erkrankungen kann eine medikamentöse

oder eventuell auch immunsuppressive Therapie

helfen. Schlimmstenfalls, wenn die Leber

nicht mehr funktionsfähig ist, kann das Leben

des Betroffenen nur noch durch eine Organspende

gerettet werden.

Kontakt

Medizinisches Versorgungszentrum

Essen-Nord-West

Dr. Christiane Arnold

Ärztliche Leiterin

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 5000

0201 6400 5001

Mail: info@mvz-enw.de

GESUND in Essen

11


Kopfschmerzen, Übelkeit, teils

verbunden mit Ausfallerscheinungen

wie Sehstörungen,

halbseitigen Lähmungen und

Taubheitsgefühl: Unter diesen

Beschwerden leiden Migräne-

Patienten von phasenweise

etwa einmal im Monat bis

hin zu hochfrequentiert mit

deutlich häufigeren Attacken.

Manche sind in 30 Tagen öfter

krank als gesund. Jetzt geben

neue Mittel zur Prophylaxe und

zur Akutbehandlung Hoffnung.

Kopfschmerzen ade:

Was hilft

gegen Migräne?

12 GESUND in Essen


„Wir Neurologen freuen uns mit den Patienten

sehr, dass zum Ende des Jahres ein

neuer Antikörper zur Prophylaxe auf den

Markt kommt“, sagt Privatdozent Dr. Kastrup,

Leitender Arzt der Klinik für Neurologie und

Klinische Neurophysiologie im Philippusstift

Essen. „Überzeugend ist dabei, dass die Zahl

an Migräneanfällen effektiv gesenkt werden

kann und die Nebenwirkungen relativ gering

sind.“ In Studien habe die Versuchsgruppe

ebenso reagiert wie die Placebogruppe.

„Es wurden also keine speziellen Nebenwirkungen

beobachtet“, ist der Borbecker Mediziner

beeindruckt.

Migräne trifft hauptsächlich junge Frauen

Laut Deutscher Gesellschaft für Neurologie

(DGN) ist Migräne die häufigste neurologische

Erkrankung. Betroffen

sind vor allem Frauen im Alter

von 15 bis 49 Jahren. „Als Ursache

werden bestimmte Hormone

angenommen, deshalb tritt die

Krankheit nach den Wechseljahren

in der Regel nicht mehr

auf“, ordnet Dr. Kastrup ein. In

Deutschland sind der DGN zufolge

etwa 8 bis 10 Prozent der

Männer und 10 bis 25 Prozent

der Frauen betroffen.

Patienten, bei denen die Beschwerden phasenweise,

also bis zu einmal im Monat auftreten,

nehmen bei einem akuten Migräneanfall

ein Standardanalgetikum wie Aspirin,

Paracetamol oder Ibuprofen, bei Nichtansprechen

ein sogenanntes Triptan. Danach

ist die Attacke in der Regel beendet. Triptane

sollten allerdings unter anderem wegen der

Gefahr einer Abhängigkeit und chronischer

Kopfschmerzen nicht allzu häufig eingenommen

werden. Für Patienten, die hochfrequent

von Attacken beeinträchtigt werden, soll

eine Intervallvorbeugung mit Betablockern,

Antiepileptika, Kalziumantagonisten oder

Amitriptylin die Frequenz verringern.

Darüber hinaus gibt es eine Gruppe von

Menschen, die unter hochfrequenter oder

chronischer Migräne leiden und mehr Tage

mit Attacken als beschwerdefreie Tage im

Monat haben, sowie Menschen, die nicht

gut auf die gängigen Prophylaktika reagieren.

Für sie eignet sich das neue Medikament,

das subkutan in mehrwöchigen Abständen

als Spritze verabreicht wird. Das Antikörper-

Medikament gegen CGRP, das ein körpereigenes

Molekül ist, soll bei geringsten Nebenwirkungen

die Migräne-Frequenz deutlich

reduzieren. Der Hersteller Novartis bringt das

Mittel Ende dieses Jahres auf den Markt.

Trend aus den USA: Elektrische Stimulation

statt Migräne-Medikamente

Für akute Migräne-Schübe dürfte in Kürze

„ Überzeugend ist dabei, dass

die Zahl an Migräneanfällen

effektiv gesenkt werden

kann und die Nebenwirkungen

relativ gering sind


nach positiven Pilotstudien ein Trend aus den

USA über den Atlantik nach Europa schwappen.

Ein kleines Gerät, das über das Internet

vertrieben wird und der Betroffene selbst

bedienen kann, sorgt für eine elektrische Stimulation

am Kopf oder Hals, am Stirn- oder

Vagusnerv. Ziel ist, den Migräneanfall zu verkürzen

und Beschwerden zu verringern. Prophylaktisch

soll durch Magnetstimulation der

Hirnrinde die Frequenz gesenkt werden. Eine

abschließende Beurteilung der Wirksamkeit

steht aus.

Hintergrund ist das Bestreben, Migräneanfälle

nicht mehr medikamentös, sondern

durch Stimulationsverfahren in den Griff zu

bekommen. Auch die DGN gab kürzlich die

Warnung heraus, dass die Einnahme von

Ab Winter neue Antikörper zur

Prophylaxe auf dem Markt

Schmerz- und Migränemitteln zu einer Zunahme

der Kopfschmerzhäufigkeit und zu

chronischen Kopfschmerzen führen kann. Dr.

Kastrup bestätigt in diesem Zusammenhang:

„Bei der Einnahme zu vieler Schmerzmittel

oder Triptane besteht die Gefahr Analgetika

induzierter Kopfschmerzen, die sich häufen

und von einem Teil auf den gesamten Kopf

verschieben können.“

Entspannung und autogenes

Training gegen Kopfschmerzen

Der Mediziner rät auch deshalb

zu einer guten Prophylaxe mit

den oben genannten Mitteln

und hat darüber hinaus Tipps,

was auch ohne Tabletten gegen

Kopfschmerzen und insbesondere

Migräne hilft. Dazu gehören regelmäßiger

Ausdauersport, eine

Normalisierung des Körpergewichtes

und nicht-medikamentöse

Entspannung, beispielsweise durch

autogenes Training und progressive Muskelentspannung

nach Jacobson. Außerdem

rät Dr. Kastrup gerade Migräne-Patienten mit

einer unausgeglichenen Work-Life-Balance

zum Stressabbau. Helfen kann dabei eine

Smartphone-App der Techniker Krankenkasse

und der Schmerzklinik Kiel, die Betroffenen

das Führen eines Kopfschmerztagebuchs

erleichtert, Übungen zur progressiven Muskelentspannung

bietet und bei Überschreiten

der Einnahmegrenzen von Akutmedikamenten

warnt. Manche Patienten profitierten

auch von Magnesiumpräparaten und der zusätzlichen

Aufnahme von Vitamin D.

>>

GESUND in Essen

13


„ Für Migräne-Patienten besteht

ein erhöhtes Schlaganfallrisiko


Neue Erkenntnisse zeigen: Migräneanfälle können in ihren Symptomen nicht nur einem

Schlaganfall ähneln, die Krankheit ist auch möglicher Vorbote des Hirninfarkts. Worauf

Patienten mit Migräne deshalb besonders achten sollten, empfiehlt Privatdozent Dr. Oliver

Kastrup, Leitender Arzt der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie im Philippusstift

Essen.

Welcher Zusammenhang besteht zwischen

Migräne und einem Schlaganfall?

Dr. Oliver Kastrup: Migräne tritt in Schüben

auf und äußert sich neben pulsierenden

Kopfschmerzen und Übelkeit bei manchen

mit einer sogenannten Aura. Charakteristisch

dafür sind flüchtige Ausfallerscheinungen,

die den Kopfschmerzen vorausgehen. Dazu

gehören Sehstörungen, teils mit Flimmern

und Zacken, eine Sehminderung, halbseitige

Taubheit und Lähmungen sowie Koordinations-

und Sprachstörungen. Ähnliche

Symptome zeigen sich auch bei einer transitorischen

ischämischen Attacke, die Vorbote

eines Schlaganfalls ist.

Inwiefern ist das problematisch?

Dr. Oliver Kastrup: Das Risiko, dass auf eine

transitorische ischämische Attacke (TIA) in

wenigen Monaten bis Jahren ein Schlaganfall

folgt, ist relativ hoch. Die TIA äußert sich

mit ähnlichen Symptomen wie ein Migräneanfall,

allerdings setzen die Beschwerden

abrupt ein und bilden sich langsam wieder

zurück. Bei einer Migräne breiten sich die

Symptome allmählich aus. Gerade beim Verdacht

einer zum ersten Mal auftretenden

Migräne müssen Mediziner deshalb sehr

gründlich und gewissenhaft diagnostizieren.

Auch jüngere Patienten können einen

Schlaganfall erleiden.

Neusten Studien zufolge zählt Migräne als

Risikofaktor für einen Schlaganfall. Was raten

Sie Betroffenen?

Dr. Oliver Kastrup: Dass es seltene, sogenannte

migranöse Infarkte gibt, die in ihrer

Symptomatik ungewöhnlich sind, ist länger

bekannt. In den vergangenen Jahren haben

Forscher aber auch herausgefunden, dass für

Migräne-Patienten eine erhöhte Schlaganfall-Gefahr,

insbesondere von embolischen

oder Kleingefäßinfarkten, besteht. Vermutet

werden genetische Ursachen. Wer an Migräne

leidet, sollte deshalb alle anderen Risikofaktoren

für einen Schlaganfall kritisch

prüfen. Dazu gehört beispielsweise, einen zu

hohen Blutdruck richtig einstellen zu lassen,

Fette zu normalisieren, auf keinen Fall zu

rauchen, Triptane und andere Medikamente

nicht zu häufig zu nehmen und stattdessen

der Migräne mit einer guten Prophylaxe,

zum Beispiel mit Betablockern oder der im

Winter neu auf den Markt kommenden Antikörpertherapie,

entgegenzuwirken.

Ihre Fachklinik vor Ort

Contilia Gruppe

Klinik für Neurologie

und Klinische Neurophysiologie

PD Dr. Oliver Kastrup

Leitender Arzt

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 3350

Mail: o.kastrup@kk-essen.de

14 GESUND in Essen


Das sagt die Fachgesellschaft:

Entspannt Migräne-Attacken vorbeugen

Im April 2018 haben die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Migräne-

und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) Leitlinien mit Empfehlungen für die Therapie

der Migräneattacke und die Prophylaxe der Migräne vorgelegt. Im Interview spricht Prof.

Dr. Hans-Christoph Diener von der DGN über die Inhalte der Leitlinie und die Vorteile von

Entspannungsverfahren.

Was ist das Neue an dieser Leitlinie?

Prof. Dr. Hans-Christoph Diener: Das Neue

ist, dass wir die Wichtigkeit der Kombination

von medikamentöser mit nicht-medikamentöser

Therapie zur Migräne-Prophylaxe

stark hervorheben. Es gibt eine Reihe von

wirksamen Medikamenten zur Vorbeugung

der Migräne, um die Häufigkeit und Schwere

der Attacken zu reduzieren. Nach Absprache

mit dem Patienten sollten weitere konservative

Therapiemaßnahmen in den Behandlungsplan

mit einfließen: Ausdauersport,

Entspannungsverfahren wie die progressive

Muskelrelaxation, Yoga und Stressbewältigungstraining.

Für Patienten mit erheblichen

Begleiterkrankungen, wie einer Depression,

eignet sich eine formale Verhaltenstherapie.

In Ihrer Leitlinie wird empfohlen, dass die

medikamentöse Therapie durch Entspannungsverfahren

und Bewegung ergänzt

werden soll. Welches Verfahren ist besonders

gut geeignet?

Prof. Dr. Hans-Christoph Diener: Ich möchte

besonders die progressive Muskelrelaxation

nach Jacobson hervorheben. Dieses Verfahren

ist durch viele Studien gut belegt. Die

Übungen sind leicht erlernbar und können

in jeder Situation durchgeführt werden: zu

Hause vor dem Fernseher beispielsweise.

Nacheinander werden verschiedene Muskelgruppen

von Kopf bis Fuß angespannt und

wieder entspannt. Eine Sitzung sollte 10 Minuten

dauern und nach Möglichkeit zweimal

am Tag durchgeführt werden. Anleitungen

zu diesem Verfahren gibt es viele im Internet.

Kontakt

Deutsche Gesellschaft für Neurologie

Prof. Dr. Hans-Christoph Diener

Pressesprecher und Vorsitzender der Leitlinienkommission

der DGN

Reinhardtstr. 27 C

10117 Berlin

Fon: 030 5314 3793 0

Mail: presse@dgn.org

Eine von Techniker Krankenkasse und

Schmerzklinik Kiel herausgegebene und seit

zwei Jahren getestete Migräne-App soll Patienten

mit häufig auftretenden Kopfschmerzen

helfen, Frequenz und Intensität ihrer

Beschwerden zu lindern. In einem Schmerztagebuch

können Betroffene Attacken und

damit verbundene Aktivitäten notieren, eingenommene

Medikamente erfassen und ihren

Kopfschmerztyp bestimmen. Automatisch

ergänzt werden mögliche Auslösefaktoren wie

das Wetter. Darüber hinaus zeigt die App Behandlungsmöglichkeiten

sowie Übungen zur

progressiven Muskelentspannung auf, warnt

bei einer Übermedikation und ermöglicht

über eine Chatfunktion den Kontakt zu Kopfschmerzexperten

sowie über die Verknüpfung

mit sozialen Netzwerken den Austausch mit

anderen Betroffenen.

Migräne-App

soll Frequenz und Schmerzen verringern

Eine Simulation zeigt darüber hinaus, wie sich

eine sogenannte Aura äußert und nimmt damit

zum Beispiel bei einem erstmals auftretenden

Akutfall die Angst, dass ein Schlaganfall

oder Hirntumor Ursache sein könnten.

GESUND in Essen

15


1

Grippe-Impfung wahrnehmen

Die Kosten für die sogenannte Vierfach-

Impfung werden ab dieser Saison von den

Krankenkassen übernommen.

2

Viel trinken

Pro Tag zwei bis drei Liter Flüssigkeit

halten die Schleimhäute feucht.

4

3

Immunsystem mit ausgewog

Dazu gehören saisonales Obst und

Gemüse wie Zitrusfrüchte, Äpfel,

Ingwer und Kohl, aber auch zinkhaltige

Lebensmittel wie rotes Fleisch, Fisch,

Hülsenfrüchte.

Die gute alte Hühnersuppe

5

Sie schmeckt nicht nur gut, sondern ist mit entzündungshemmenden

Inhaltsstoffen und wichtigen Nährstoffen

ein wahres Wundermittel gegen Erkältung.

Wechselbad

Saunagänge gewöhnen den Körper auf angenehme Weise an den im

Winter kaum zu vermeidenden Wechsel zwischen Wärme und Kälte.

Aber Vorsicht: Ist die Grippe bereits im Anmarsch, belasten Saunagänge

den Körper und schaden mehr, als dass sie helfen.

16 GESUND in Essen


Husten,

Mit diesen Tipps

Schnupfen,

kommen Sie gut durch

die kalte Jahreszeit

Heiserkeit

Die Temperaturen sinken, die Anfälligkeit für Erkältungen steigt:

Ein grippaler Infekt gehört zu den häufigsten Erkrankungen –

mit steigender Tendenz. In der Saison 2017/18 meldete das

Robert-Koch-Institut 334.000 Fälle und damit den Höchststand

seit mindestens zehn Jahren. Mit diesen Tipps können

Sie sich schützen.

ener Ernährung stärken

6

Bewegung

Moderates Ausdauertraining hält Kreislauf und Immunsystem auf Trab, also

regelmäßiges Joggen, Walken oder auch ausgiebige Spaziergänge.

7

Füße und Kopf warmhalten

Die meiste Wärme gibt der Körper über den Kopf ab. Daher ist es im Herbst und

Winter ratsam, eine mollige Mütze zu tragen. Warme Füße sorgen zudem für eine

gute Durchblutung und helfen damit ebenfalls beim Vorbeugen einer Grippe.

8

Gewissenhafte Hygiene

Mit regelmäßigem Händewaschen lassen Sie

Krankheitserreger erst gar nicht zu Ihnen durchdringen.

GESUND in Essen

17


„Ich betreue Familien

in der dritten Generation “

„Darf ich Ihnen etwas zu trinken anbieten“, fragt Ursula Frigger und

führt ihre Gäste in einen gemütlich eingerichteten Aufenthaltsraum:

warme Wandfarben, in zartem Orange gehaltene Vorhänge,

eine einladende Couch. Kurze Zeit später steht die Frau, die sonst

eher in Eile über die Gänge flitzt, entspannt mit Gläsern und einer

Flasche Wasser in der Hand im Zimmer. Jetzt hat sie Zeit. Für das Fotoshooting

des Patientenmagazins „Gesund in Essen“ nutzt die Leitende

Hebamme lieber ihre Freizeit als ihre Arbeitszeit. Ihren Dienst

widmet sie ganz den Frauen und Neugeborenen, die sie betreut.

Ursula Frigger ist seit 39 Jahren Hebamme. 1979 stieg sie in den

Beruf ein. An die Gründe ihrer Berufswahl kann sie sich heute nicht

mehr genau erinnern. „Das ist so lange her“, sagt Frigger. Sie wollte

helfen und etwas mit Frauen zu tun haben, erinnert die 60-Jährige

sich vage und schwelgt gedanklich zurück in eine Zeit, in der Frauen

unter dem Slogan „Mein Bauch gehört mir“ für mehr Selbstbestimmung

während der Geburt kämpften.

Nach wenigen Stationen wechselte Frigger 1989 ans Marienhospital

Altenessen, dem sie inzwischen seit 29 Jahren die Treue hält -

seit 1994 als Leitende Hebamme. „Wir sind ein gutes, eingespieltes

Team“, erklärt die Frau aus Essen, warum sie sich im Marienhospital

so wohl fühlt. Vor allem schätzt sie die zugestandene Selbstständigkeit.

„Wir dürfen als Hebammen viele Entscheidungen eigenständig

mit den Frauen treffen und arbeiten dabei eng mit Ärzten, Kinderkrankenschwestern

und auch untereinander zusammen.“

„Checkliste Geburtstasche –

Was nehme ich mit in die Klinik?“

Eine ausführliche Checkliste finden

werdende Mütter auf

www.gesundinessen.de

Die Leitende Hebamme ist für die Organisation im Kreißsaal und auf der

Wochenbettstation verantwortlich, in vielen Dingen Ansprechpartnerin

für Frauen, Ärzte und Kolleginnen auf der Station und übernimmt die

üblichen Dienste, wie andere Hebammen auch. Dabei sind ihr eine hervorragende

Qualität der Betreuung und das Wohl der Neugeborenen

besonders wichtig. „Ich verstehe mich als Anwältin der Kinder“, sagt

Ursula Frigger. „Die haben nämlich noch keine eigene Stimme.“

Ihr Einfühlungsvermögen und Engagement wissen auch die Frauen

zu schätzen. „Manche Familien betreue ich bereits in dritter Generation“,

sagt Ursula Frigger. Mädchen, denen sie selbst auf die Welt

geholfen hat, kommen inzwischen als (werdende) Mütter wieder.

„Die Großmütter erkennen mich zum Teil wieder“, sagt die Hebamme

und lächelt.

18 GESUND in Essen


Angebote für

werdende Mütter und Väter

Wir bieten im Marienhospital ein umfassendes

Angebot, um Sie auf die Geburt

Ihres Kindes und das Leben danach vorzubereiten.

Dazu gehören:

Geburtsvorbereitung für Paare:

Nächster Kurs: 1./2.12.2018,

10 - 14 Uhr, Raum 2 und 3 im 6. OG;

Kosten für werdende Mütter übernehmen die

Krankenkassen.

Die während ihrer ersten Berufsjahre von

Frauen erkämpfte Autonomie Schwangerer

und Gebärender ist inzwischen eine Selbstverständlichkeit.

Im Marienhospital Essen

können Frauen von der Wassergeburt über

die Entbindung im Bett bis zur Geburt auf

dem Hocker zwischen verschiedensten Gebärpositionen

wählen und über die Zufuhr

von Schmerzmitteln selbst entscheiden. Die

Hebammen nehmen sich Zeit, legen Wert

auf individuelle, persönliche und familienorientierte

Betreuung. Darüber hinaus bietet

das Krankenhaus regelmäßig Kurse an, wie

die Elternschule, Geschwisterkurse und später

auch Baby-Massagekurse und Spielanregungen

für ältere Kinder.

Aktuell verschenkt das Krankenhaus darüber

hinaus gepunktete Babyschlafsäcke mit dem

Schriftzug „Marienhospital Altenessen“ an

Neugeborene. Die Aktion läuft solange der

Vorrat reicht und wird vom Verein der Freunde

und Förderer des Marienhospitals unterstützt.

Ihre Fachklinik vor Ort

Contilia Gruppe

Marienhospital Altenessen

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Ursula Frigger

Leitende Hebamme

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Fon: 0201 6400 3860

Mail: kreissaal@kk-essen.de

Rückbildungsgymnastik:

Nächster Kurs: 14.1. - 4.3.2019, montags,

18.45 - 20 Uhr, Raum 2 und 3 im 6. OG;

Kosten übernehmen bis zum 10. Lebensmonat

des Kindes die Krankenkassen.

Schwanger und fit:

Leichtes Training für Bauch- und Beckenbereich.

Nächster Kurs: 14.1. - 4.3.2019, montags,

18.45 - 20 Uhr in Raum 2 und 3 im 6. OG

Hebammensprechstunde:

Donnerstags, 10 bis 12 Uhr, 1. OG, Kreißsaal

Info und Anmeldung für oben genannte Kurse

im Kreißsaal unter Fon: 0201 6400 3860

Säuglingspflege Geschwisterkurs:

Nächster Kurs: 22.1.2019,

15 - 16.30 Uhr, Station A 4.2, Patientenlounge

Baby-Massage:

Termine auf Anfrage

Bewegungs- und Spielanregungen für

Eltern mit Babys:

Termine auf Anfrage

Kreißsaalführungen

Info und Anmeldung für oben genannte

Kurse bei Vanessa Wrobel unter Fon: 0171

178 98 90 oder Mail: vwrobel@arcor.de

Die Führungen sind kostenfrei und finden

jeweils um 18.30 Uhr zu den nebenstehend

genannten Terminen statt. Eine

vorherige Anmeldung ist nicht nötig.

Treffpunkt ist der Hörsaal des Kommunikations-

und Gesundheitszentrums im

6. OG des Marienhospitals Altenessen.

Weitere Informationen erhalten Sie im

Kreißsaal unter

Fon: 0201 6400 3860

7. Dezember 2018

4. Januar 2019

1. Februar 2019

1. März 2019

5. April 2019

3. Mai 2019

Kanga Training

Workout mit Baby, das den Beckenboden

schont und stärkt.

Freitags, 15.15 - 16.15 Uhr; Info und Anmeldung

bei Nicole Friese unter Fon: 0173 7777

237 oder Mail: Nicole.f@kangatraining.de

Stillberatung:

Termine auf Anfrage; Info und Anmeldung in

der Geburtshilfe unter Fon: 0201 6400 3750

GESUND in Essen

19


Erfüllter Kinderw

trotz Endom

Starke Schmerzen während der Monatsblutung

tun viele Frauen als unangenehme

Begleiterscheinung ab. Dabei

können sie auf eine weit verbreitete

Erkrankung hinweisen: die Endometriose.

Sie ist eine chronische Krankheit,

bei der sich Gewebe der Gebärmutterschleimhaut

an anderen Stellen des Körpers

ansiedelt, etwa an den Eierstöcken,

dem Bauchfell, der Blase oder im Darm.

Oft wird die Erkrankung erst im Zusammenhang

mit einem unerfüllten Kinderwunsch

diagnostiziert. Dr. Martin Schütte,

Facharzt für Frauenheilkunde und

Geburtshilfe, erklärt, wie Endometriose

und Kinderwunsch zusammenhängen.

„Die Endometriose kann den Kinderwunsch

erheblich beeinträchtigen und kann im ungünstigsten

Fall zur Unfruchtbarkeit führen“,

so Dr. Schütte. Das Gewebe wird mit der Zeit

immer größer und Vernarbungen entstehen,

die die Funktion der Eileiter und Eierstöcke

beeinträchtigen. Sie verwachsen und werden

undurchlässig, was Eireifung und Eisprung

erheblich stört. Außerdem kann der Spermientransport

beeinträchtigt werden. Frühzeitig

erkannt, lässt sich die Endometriose aber gut

behandeln. Eine Schwangerschaft wird dadurch

wieder möglich.

Endometriose stört Eireifung und Eisprung

Wie die Endometriose entsteht, ist bis heute

nicht vollständig geklärt. Eine gängige Theorie

ist, dass sich Partikel aus dem Endometrium,

der Gebärmutterschleimhaut, außerhalb

der Gebärmutter festsetzen. Diese können

nicht, wie die Gebärmutterschleimhaut,

während der Periode abbluten. „Etwa 15

Prozent der Frauen sind in der Zeit zwischen

der ersten Monatsblutung und der Menopause

von der Endometriose betroffen“, so

Dr. Schütte, „vor oder nach diesem Zeitpunkt

tritt sie nicht auf, da die Erkrankung

hormon abhängig ist.“

Gelbkörperhormone stoppen die Erkrankung

Diagnostiziert wird die Endometriose zumeist

mit einer Bauchspiegelung, die auch

Aufschluss über das Ausmaß der Erkrankung

gibt. In der Regel werden Patientinnen mit

Endometriose im Rahmen der Bauchspiegelung

operiert und nachfolgend oft auch

medikamentös behandelt. „Zur Bekämpfung

der Endometriose setzen wir oft Gelbkörperhormone

ein, die die Eierstockaktivität

bremsen“, erläutert Dr. Schütte und ergänzt:

„Da die Erkrankung hormonabhängig ist,

kann sie sich auf diese Weise zurückbilden.“

Allerdings steht diese Therapie auch einer

Schwangerschaft entgegen. Sobald ein Kinderwunsch

besteht, wird die medikamentöse

Therapie daher ausgesetzt und die Eierstöcke

werden nicht selten zusätzlich stimuliert.

„Die Gelbkörperhormone haben keine nachträglichen

Auswirkungen auf eine Schwangerschaft“,

entwarnt Dr. Schütte, „nach

Aussetzen der Therapie werden betroffene

Frauen oft ohne weitere Mittel spontan

schwanger.“

Bei fortgeschrittener Endometriose hilft OP

Ist die Endometriose bereits weit fortgeschritten

und Medikamente bringen keine

Besserung, kann das überflüssige Gewebe

auch mittels einer Operation entfernt werden.

„Am Marienhospital Altenessen haben

wir, je nach Lage und Schweregrad, verschiedene

Operationsmöglichkeiten zur Hand

– vom Herausschneiden der Endometrioseherde

bis zur Lasertherapie“, berichtet der

Gynäkologe. „Bei einem Kinderwunsch muss

die Endometriose aktiv bekämpft werden“,

so Dr. Schütte, „ist uns das gelungen, steht

diesem Wunsch nichts mehr im Weg.“

Ihre Fachklinik vor Ort

Contilia-Gruppe

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Dr. Martin Schütte

Leitender Arzt

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Fon: 0201 6400 1851

Mail: m.schuette@kk-essen.de

20 GESUND in Essen


unsch

etriose

Das sagt die Fachgesellschaft:

„Diagnose häufig zu spät gestellt“

Über Symptome, Tabuthemen und Informationswege spricht Prof.

Dr. Stefan Renner, Vorstand der Europäischen Endometriose Liga.

Was sind die ersten Anzeichen für eine Endometriose?

Prof. Dr. Stefan Renner: Die meisten Frauen leiden unter starken

bis sehr starken Schmerzen während und vor ihrer Regel. Auch

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder beim Wasserlassen können

ein Hinweis auf Endometriose sein, ebenso wie diffuse Unterleibsbeschwerden

außerhalb der Periode und wiederkehrende

Blutungsstörungen.

Welche Folgen hat die Erkrankung für Betroffene?

Prof. Dr. Stefan Renner: Die Diagnose wird häufig zu spät gestellt.

Ursächlich dafür ist die Tabuisierung der Erkrankung als auch die

weitläufige Meinung, dass Schmerzen während der Regel die Regel

sind. Eine späte Diagnose und fehlende Therapie können zu

ausgedehnten Endometrioseherden führen, die größere operative

Eingriffe bedeuten können. Wird die Diagnose früh gestellt, ist die

Entfernung meist durch eine minimal-invasive Bauchspiegelung

oder eine medikamentöse Therapie möglich.

Welche Unterstützung bieten Sie Patientinnen?

Prof. Dr. Stefan Renner: Gemeinsam mit der Stiftung Endometriose-Forschung

und der Endometriose Vereinigung zertifizieren wir

nach einem dreistufigen System Ärzte, Kliniken und Rehakliniken.

In diesen Endometriosezentren sind Ärzte verschiedener Fachrichtungen

in die Behandlung der Patientin einbezogen. Außerdem

bieten wir auf unserer Website ein Forum zum Austausch an.

Kontakt

Europäische Endometriose Liga e. V.

Prof. Dr. Stefan Renner,

Vorstand der Europäischen Endometriose Liga

Habichtweg 7

21244 Buchholz

Fon: 04181 2810 75

Mail: info@endometriose-liga.eu

Marienhospital kooperiert mit Elisabeth-Krankenhaus

Für eine noch bessere Versorgung kooperiert die Klinik für Gynäkologie

und Geburtshilfe am Marienhospital im Rahmen des Zusammenschlusses

unter dem Dach der Contilia Gruppe seit Neustem

eng mit der Klinik für Neu- und Frühgeborene am Elisabeth-

Krankenhaus. So werden mit Stoffwechseltests, Untersuchungen

der Herz- und Kreislauffunktionen, Neugeborenenscreenigs sowie

einem Hörtest unter anderem die Untersuchungen von Neugeborenen

nach der Geburt vor Ort und auf höchstem Niveau sichergestellt.

Mit einer 24-Stunden-Notfallversorgung können auch Risikogeburten,

Neugeborene mit akuten Erkrankungen oder weitere

mögliche Komplikationen optimal behandelt werden.

GESUND in Essen

21


Häufiger

WhatsApp-Gebrauch

begünstigt

Karpaltunnelsyndrom

Überlastete Hand nach

chirurgischem Eingriff schnell

wieder funktionsfähig

Übermäßiges Tippen von WhatsApp-Nachrichten,

Klicken auf der Computermaus oder filigranes

Basteln: Wird die Hand überreizt, kann

ein Karpaltunnelsyndrom die Folge sein. Die Hand

fängt an zu Kribbeln, verliert ihre Kraft, vor allem

feinmotorische Arbeit ist nicht mehr möglich.

Handspezialisten im Borbecker Philippusstift und

St. Vincenz Krankenhaus Essen wissen, wie Sie

die Krankheit wieder loswerden oder von vornherein

verhindern.

Steife Finger und Kraftverlust

Mit steifen, ungelenkigen Fingern am Morgen

schleicht sich das Leiden scheinbar harmlos

heran. Nach kurzem Kneten sind die Gliedmaßen

wieder voll funktionsfähig. „Ich habe

ja nichts“, denken sich viele Betroffene daher.

Nächster Schritt ist ein Kraftverlust: Aus unerklärlichen

Gründen fällt die Tasse herunter.

Schließlich raubt das Gefühl von krabbelnden

Ameisen in der Hand den nächtlichen Schlaf.

„Dieser Leidensdruck ist der Grund, warum

viele dann doch einen Arzt aufsuchen“, beobachtet

Dr. Eicker, Leitender Arzt der Klinik

für Orthopädie und Unfallchirurgie, Handund

Fußchirurgie im Philippusstift.

Das Karpaltunnelsyndrom ist eine durch

Schwellung hervorgerufene Enge in der

Hand. Durch den Platzmangel im Karpaltun-

22 GESUND in Essen


Zahlen und Fakten

Jeder Sechste erleidet ein Karpaltunnelsyndrom

Die Retinakulumspaltung gehört in

Deutschland mit zu den häufigsten

chirurgischen Eingriffen

Frauen sind zehnmal häufiger

betroffen als Männer

Typische Symptome:

Morgensteifigkeit der Hand

Kraftverlust

Vor allem nachts das Gefühl

laufender Ameisen in der Hand

(lässt beim Aufstehen wieder nach)

Schmerzausstrahlung in den Arm

nel wird der Mittelhandnerv (Nervus medianus)

eingeengt und die Weiterleitung von

Nervenimpulsen ist gestört. Dadurch entsteht

eine Verzögerung, die sich beispielsweise

durch das nächtliche Kribbeln in der Hand

oder Schmerzen im Arm äußert.

Überlastung, Gicht oder Diabetes mögliche

Ursachen

Ursachen können Überlastungen sein oder

Krankheiten wie beispielsweise Diabetes,

Rheuma, Gicht und Fettstoffwechselstörungen.

Betroffen sind überwiegend Frauen

im Alter von 35 bis 55 Jahren. Unter den

wenigen betroffenen Männern arbeiten die

meisten in Berufen mit feinmotorischer Arbeit.

„In den USA haben viele Bewerber eine

Zeit lang nur einen Arbeitsvertrag bekommen,

wenn sie dem Arbeitgeber eine Spal-

tung des Karpaltunnels vorweisen konnten“,

berichtet Dr. Eicker von ungewöhnlichen

Vorsichtsmaßnahmen mancher Firmen aus

Übersee.

Karpaltunnel-Operation erfolgt ambulant

in wenigen Minuten

Zur Prävention wie in den Staaten empfiehlt

der Mediziner eine Karpaltunnel-OP

zwar nicht, bei den genannten Beschwerden

kann sie aber eine schnelle Besserung

bringen und den zunehmenden Kraftverlust

in der Hand sowie die Unfähigkeit zu feinmotorischer

Arbeit verhindern. Dabei untertunneln

Chirurgen im Philippusstift und

St. Vincenz Krankenhaus ein straffes Band

(Fachbegriff: Retinaculum flexorum), das alle

Beugesehnen und Nerven bedeckt, die durch

den knöchernen Kanal der Hand laufen.

Durch die Durchtrennung des Bandes haben

Nerven und Sehnen wieder mehr Platz und

die Beschwerden lassen nach.

Das Karpaltunnelsyndrom wird in der Regel

ambulant operiert. Die OP nimmt nicht mehr

als 10 bis 15 Minuten in Anspruch. Wegen

der anhaltenden örtlichen Betäubung müssen

Patienten zu Hause noch 24 Stunden zum

Beispiel von einem Angehörigen beobachtet

werden. Die Ruhigstellung erfolgt durch einen

Wattepolsterverband. Nach etwa zwei

Wochen Schonhaltung, Physiotherapie und

gegebenenfalls Lymphdrainage ist die Hand

üblicherweise wieder voll einsatzbereit.

>>

GESUND in Essen

23


„ Durch die mechanische Belastung mit

extrem angewinkeltem Daumen,

die beim schnellen Tippen von

WhatsApp-Nachrichten entsteht,

werden die Sehnenstränge überlastet. “

Kribbeln, Kraftverlust und Probleme bei feinmotorischer

Arbeit: Ein Karpaltunnelsyndrom

ist unangenehm, kann mit einer einfachen,

unkomplizierten OP aber schnell behoben

werden. Was das Tippen von WhatsApp-

Nachrichten damit zu tun hat, über Herausforderungen

bei der Diagnose und warum

konservative Methoden oft nur kurzzeitigen

Erfolg bringen, berichten Dr. Christoph Eicker

und Dr. Peter Kaivers, Leitende Ärzte der

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie im Philippusstift

und St. Vincenz- Krankenhaus Essen.

Was passiert bei einem Karpaltunnelsyndrom?

Dr. Peter Kaivers: Das hat anatomische Ursachen.

Bei Frauen ist der Karpaltunnel enger als

bei Männern. Die Nerven haben also weniger

Platz und werden bei Schwellungen eher auf

ihrem Weg durch die Hand eingeengt. Außerpalband.

Tritt eine Schwellung der Hand auf,

ist durch die Druckerhöhung im Karpalkanal

die Nervenleitung gestört. Dadurch entstehen

Verzögerungen der Weiterleitung von Nervenimpulsen,

die sich beispielsweise durch das

nächtliche Kribbeln in der Hand äußern.

Warum tritt das Kribbeln bei allen Betroffenen

vor allem nachts auf?

Karpaltunnelsyndrom:

Symptome wie ein Chamäleon

Dr. Christoph Eicker: Der mittlere Druck in

den Blutgefäßen sinkt während der Nacht,

wodurch es zu einer schlechteren Durchblutung

der Nerven kommt, was letztendlich die

Beschwerden verursacht.

Was sind Auslöser eines Karpaltunnelsyndroms?

Dr. Peter Kaivers: Ursache kann eine mechanische

Belastung sein, die die Hand reizt und

das Karpaltunnelsyndrom auslöst. Ebenso führen

in manchen Fällen Schwellungen der Hand

Dr. Christoph Eicker: Der Karpaltunnel ist ein

knöcherner Kanal, durch den Beugesehnen

und Nerven laufen, unter anderem der Nervus

Medianus. Dieser versorgt Daumen, Zeige-,

Mittel- und eine Hälfte des Ringfingers.

Über dem Karpalkanal befindet sich ein drei

bis vier Millimeter dickes, straffes Band, das

eine Art Dach bildet – das sogenannte Karzu

einem Karpaltunnelsyndrom, beispielsweise

aufgrund von Erkrankungen wie Diabetes,

Rheuma, Gicht, Fettstoffwechselstörungen.

Der Nerv wird gegen das Karpalband gedrückt

und damit auch schlechter durchblutet.

Was hat das Schreiben von WhatsApp-Nachrichten

damit zu tun?

Dr. Christoph Eicker: Durch die mechanische

Belastung mit extrem angewinkeltem Daumen,

die beim schnellen Tippen von WhatsApp-

Nachrichten entsteht, werden die Sehnenstränge

überlastet. Die Handstellung mit Beugung

oder Überstreckung des Handgelenkes

kann zusätzlich eine Engstellung im Karpaltunnel

provozieren, wie dies zum Beispiel auch

beim Fahrradfahren der Fall ist. Gleiches

geschieht auch, wenn die Computermaus regelmäßig

über einen längeren Zeitraum mit

angewinkeltem Handgelenk bedient wird.

Mögliche Folge ist ein Karpaltunnelsyndrom.

Warum sind Frauen häufiger betroffen als

Männer?

24 GESUND in Essen


Das sagt die Fachgesellschaft

„Die Erfolgsraten sind sehr hoch“

Enge in der Hand: Warum filigranes Arbeiten

bei manchen zum Karpaltunnelsyndrom führt

und bei anderen nicht und wie die Erkrankung

behandelt werden kann, erklärt Prof. Dr. Volker

Tronnier, Präsident der Deutschen Gesellschaft

für Neurochirurgie.

Welche Ursachen hat ein Karpaltunnelsyndrom?

Es handelt sich um eine anlagebedingte Verengung

des knöchernen und bindegewebigen

Kanals für den Medianusnerv im Bereich des

Handgelenks. Diese Variante tritt familiär

gehäuft auf. Zusätzlich kann das Karpaltunnelsyndrom

durch Schwellungszustände, zum

Beispiel in der Schwangerschaft und bei degenerativen,

rheumatischen und hormonellen

Stoffwechselerkrankungen, auftreten. Eine

Überlastung, Verletzungen im Bereich des

Handgelenks, zum Beispiel eine posttraumatische

Arthrose, können ebenfalls eine Rolle

spielen. Auch bei Dialysepatienten findet man

gehäuft ein Karpaltunnelsyndrom. Extrem selten

können Tumoren oder ähnliche Raumforderungen

den Nerven einengen.

Wie wird ein Karpaltunnelsyndrom behandelt?

Im Frühstadium der Erkrankung hilft häufig

eine nächtliche Ruhigstellung durch eine Schiene.

Bei permanenten Schmerzen oder neurologischen

Ausfällen ist in der Regel eine Operation

indiziert. Die Erfolgsraten sind sehr hoch

und liegen bei über 90 Prozent Schmerzfreiheit

und Besserung der neurologischen Symptomatik.

Welche Aufgaben und Ziele hat die Deutsche

Gesellschaft für Neurochirurgie?

Die Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie

ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft,

die sich sowohl um die Weiterentwicklung

als auch um die Weiterbildung in ihrem Fach

kümmert. Sie ist Ansprechpartner für die Politik

und für die Betreuung und Beauftragung

von Leitlinien, Implantateregistern und Begutachtungen

aus neurochirurgischer Sicht.

Kontakt

Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft

für Neurochirurgie (DGNC) e. V.

Prof. Dr. Volker Tronnier

Präsident

Carl-Pulfrich-Straße 1

07745 Jena

Fon: 03641 3116 460

Mail: gs@dgnc.de

dem können Wassereinlagerungen und Hormonumstellungen

in der Schwangerschaft bei

Frauen eine mögliche Ursache für ein Karpaltunnelsyndrom

sein. Nach der Geburt lassen

die Beschwerden aber meist wieder nach und

das Problem erledigt sich von selbst.

Warum ist bei so klaren Symptomen die Diagnose

trotzdem manchmal nicht eindeutig?

Dr. Peter Kaivers: Die Symptome verhalten

sich wie ein Chamäleon und sind nicht immer

eindeutig. Betroffene haben deshalb oft eine

lange Leidensgeschichte hinter sich, bevor

die Diagnose Karpaltunnelsyndrom gesichert

wird. Zudem müssen vor einer möglichen

Operation unbedingt andere Krankheitsbilder

ausgeschlossen werden. Zum Beispiel kann ein

Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule eine

ähnliche Symptomatik wie ein Karpaltunnelsyndrom

auslösen. Wird der Karpaltunnel

geöffnet, bleiben die Beschwerden aber bestehen,

weil beispielsweise die Ursache an der

Halswirbelsäule nicht behoben wurde.

Was passiert bei einer Operation?

Dr. Christoph Eicker: Durch einen Schnitt

durch das Karpalband wird eine Druckentlastung

vorgenommen. Wir durchtrennen das

Band und schaffen damit Platz für Nerven und

Beugesehnen. Früher wurde dazu ein langer

Schnitt zwischen Daumenballen und dem

Kleinfingerballen vorgenommen. Heute setzen

wir kleine, etwa zwei Zentimeter lange Schnitte

auf der Handgelenksbeugeseite, um das

Band zu untertunneln und zu durchtrennen.

Gibt es konservative Möglichkeiten, mit denen

Patienten um eine Operation herumkommen?

Dr. Peter Kaivers: Selbstverständlich werden

vor einer Operation die konservativen Möglichkeiten

ausgeschöpft. Zunächst kann der

Unterarm zur Nacht in einer Schiene gelagert

werden, damit nicht unbewusst eine Abwinkelung

im Handgelenk stattfindet. Auch oral

verabreichtes Kortison kann sich positiv auswirken.

Möglicherweise lassen damit die Symptome

schon nach. Allerdings helfen diese

Methoden häufig nur kurzzeitig und die Beschwerden

treten später wieder auf. Viele profitieren

deshalb von dem unkomplizierten Eingriff,

der in der Regel 10 bis 15 Minuten dauert.

Wie sieht die Nachbehandlung aus?

Dr. Christoph Eicker: Die Patienten kommen

morgens zur Operation und können noch am

selben Tag wieder nach Hause gehen. Zwei

Wochen lang sollte der Patient die Hand schonen.

Danach ist sie wieder voll einsatzbereit.

Eine Patientengeschichte zum Thema Karpaltunnelsyndrom

finden Sie im Internet

unter: www.gesundinessen.de

Ihre Fachklinik vor Ort

Contilia-Gruppe

Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie

Dr. Peter Kaivers, Dr. Christoph Eicker

Leitende Ärzte

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmannstraße 2

45141 Essen

Fon: 0201 6400 3100

Mail: p.kaivers@kk-essen.de

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 3201

Mail: c.eicker@kk-essen.de

GESUND in Essen

25


Obwohl er oft keine Schmerzen verursacht, sollte ein Leistenbruch nicht auf die

leichte Schulter genommen werden. Bemerkbar macht sich das Leiden durch

eine Wölbung in der Leistengegend. Kommen starke Schmerzen und eine Rötung

hinzu, ist dringend das nächste Krankenhaus aufzusuchen.

verhi

„ Von alleine geht ein

Leistenbruch nicht weg“

26 GESUND in Essen


Leistenbruch:

geplanter Eingriff

ndert Not-OP

Bauchhöhle

Bauchmuskulatur

Bauchfell

Haut

Das merkwürdige

rienhospital

Ge-

Darmschlinge

Altenessen, die

fühl begann mit

Vermutung des

einem harmlosen

Allgemeinmediziners.

Infekt: Herbert Baumann*

hatte sich eine

Grippe zugezogen und musste

stark Husten. Seit ein paar Tagen spürte er mit

jedem Auswurf ein beunruhigendes, leichtes

Ziehen in der Leistengegend. „Wenn ich drauf

fasse, fühle ich einen Hubbel, der sich hin und

her bewegen lässt“, sagte der 68-Jährige verwundert.

Sein Hausarzt schickte ihn ins Marienhospital

Kämen zur Wöl-

bung starke Schmerzen

und eine Rötung in der Leistengegend

hinzu, sei sogar dringende Alarmbereitschaft

geboten: „Dann ist möglicherweise

der Darm eingeklemmt und der Patient muss

umgehend operiert werden“, warnt Dr. von

Gerstenbergk-Helldorff. Für den Betroffenen

bestehe Lebensgefahr.

Altenessen. Verdacht:

Leistenbruch.

„Ein Leistenbruch lässt sich recht eindeutig

mit den Händen ertasten“, bestätigt Dr. Bolko

von Gerstenbergk-Helldorff, Leitender Arzt

der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

im Philippusstift Essen und Ma-

Damit es nicht soweit kommt, sollten Patienten

– wie Herbert Baumann – rechtzeitig

bei den ersten Anzeichen einen Arzt aufsuchen

und sich auf eine Operation einstellen.

„Von allein geht ein Leistenbruch nicht weg“,

so der Leitende Arzt.

*Name von der Redaktion geändert.

GESUND in Essen

27


„ Eine geplante

Leistenbruch-Operation

ist angenehmer“

schen das Bauchfell und die Bauchwand. Die

Bruchpforte wird damit geschlossen. Herbert

Baumann kurierte seinen Infekt aus und begab

sich erneut ins Marienhospital. Zwei Tage

nach der Operation konnte er wieder nach

Hause und nach abgeschlossener Wundheilung

knapp zwei Wochen später bereits sämtlichen,

auch sportlichen Aktivitäten nachgehen.

Zu spüren ist das Netz hinterher nicht.

Wer dennoch einen Eingriff ohne Fremdkörper

bevorzugt, kann sich in beiden Häusern auch

individuell über Alternativen beraten lassen.

Siegel Hernienzentrum steht für ausgezeichnete

Qualität

Dr. von Gerstenbergk-Helldorff ist ausgewiesener

Spezialist in der Behandlung von Leistenbrüchen.

Die Abteilung ist Mitglied der

Deutschen Herniengesellschaft und mit dem

Siegel Hernienzentrum zertifiziert. Ausgewiesene

Hernienzentren stehen für nachweisbar

hohe Erfahrung in diesem Bereich, regelmäßige

Qualitätskontrollen, Sprechstunden für

die individuelle Beratung von Patienten sowie

geringste Komplikations- und Infektionsraten.

Eine Interview mit der Deutschen Herniengesellschaft

zum Thema finden Sie im Internet

unter: www.gesundinessen.de

Leistenbruch: Männer häufiger betroffen als

Frauen

Leistenbrüche gehören weltweit zu den häufigsten

Erkrankungen. Allein in Deutschland

sind pro Jahr Hunderttausende betroffen.

Neun von zehn Patienten sind männlich. Die

Behebung eines Leistenbruchs zählt zu den

häufigsten chirurgischen Eingriffen, nicht nur

im Philippusstift und Marienhospital. Dort

werden pro Jahr rund 250 Menschen mit diesem

Leiden operiert.

„Weil in der Entwicklung vom Embryo zum

Fötus der Hoden durch den Leistenkanal

wandert, ist dieser Bereich eine natürliche

Schwachstelle“, erklärt Dr. von Gerstenbergk-

Helldorff. In Einzelfällen sind auch Frauen betroffen,

bei denen der Kanal deutlich schmaler,

aber ebenfalls eine natürliche Schwachstelle

ist. „Die Neigung zu einem Leistenbruch kann

angeboren sein“, führt der erfahrene Mediziner

weiter aus, „wenn der Kanal nicht wieder

verklebt. Bei anderen öffnet er sich im Laufe

des Lebens wieder.“

Diagnose Leistenbruch: Darum ist eine OP

notwendig

Ist ein Leistenbruch diagnostiziert, sollten Patienten

sich möglichst innerhalb der nächsten

drei Monate operieren lassen. „Ist die Bruchpforte

so weit geöffnet, dass der Darm darin

einklemmt, kann dem Patienten nur noch mit

einer Notoperation das Leben gerettet werden.

„Die offene Bruchpforte muss geschlossen und

der Darm entfernt werden. Eine geplante Leistenbruch-Operation

ist angenehmer“, redet

Dr. von Gerstenbergk-Helldorff Betroffenen

ins Gewissen.

Bei der minimalinvasiven Bauchwandspiegelung,

die im Philippusstift Essen und im Marienhospital

Altenessen in den meisten Fällen

vorgenommen wird, legen die erfahrenen

Chirurgen ein leichtgewichtiges Netz zwi-

Ihre Fachklinik vor Ort

Contilia Gruppe

Klinik für Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff

Leitender Arzt

Marienhospital

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Fon: 0201 6400 1750

Mail: b.gerstenbergk-helldorff@kk-essen.de

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 1750

Mail: b.gerstenbergk-helldorff@kk-essen.de

28 GESUND in Essen


News

Neue Cafeteria im Philippusstift

In aller Kürze

Umfassendere Versorgung

dank engster

Zusammenarbeit

Größer, heller,

freund licher: Die

Cafeteria im Philippusstift

Essen erstrahlt

in neuem Glanz.

In mehreren Monaten

schweißtreibender Arbeit ist

aus mehreren Räumen ein großer

geworden. „Ehemalige Funktionsräume,

wie die frühere Cafeteria und ein Gymnastikraum

wurden entkernt, neu gestaltet

und schließlich zu einer großen, schnuckeligen

Cafeteria mit kleinem Außenbereich

zusammengeführt“, sagt der für die

Patientenverpflegung

zuständige

Gastronomieleiter

Thomas Stauch. Mit

einzelnen Sitzgruppen

und einer Sofaecke

wurden in modernen Grau-

Tönen mit einzelnen farblichen

Highlights Entspannungsinseln geschaffen.

Kühlgeräte und die Vitrine zur Essensausgabe

wurden erneuert und das Angebot an

Kuchen, Salaten und Mittagsmenüs erweitert.

„Ich finde, es ist sehr schön geworden“,

so der Gastronomieleiter.

Chefarztwechsel im

Marienhospital Essen

Gruppe

Lückenlose Behandlung aus einer Hand: Mit

der Angliederung der Essener Krankenhäuser

Philippusstift, Marienhospital und St. Vincenz

Krankenhaus an die Contilia sind die Weichen

für eine noch bessere Versorgung gestellt

worden. Neben der herausragenden Expertise

beispielsweise in der Hand- und Fußchirurgie,

der Endoprothetik, der Viszeralchirurgie

und im Bereich der Kardiologie komplettieren

Angebote der Kinder- und Jugendmedizin,

Senioreneinrichtungen, stationäre und ambulante

Rehabilitationseinrichtungen sowie

ambulante Pflegedienste das umfassende

Leistungsspektrum. Kooperationen zwischen

den Kliniken bestehen beispielsweise in der

Geburtshilfe und Kindermedizin sowie in der

Kardiologie. Der Klinikverbund Contilia ist

damit der größte Klinikverbund in Essen und

gleichzeitig einer der größten Arbeitgeber der

früheren Bergbaustadt.

Seit 1. Oktober ist Dr.

Frank Dederichs neuer

Leitender Arzt der Inneren

Medizin, Gastroenterologie

und Geriatrie

im Marienhospital Altenessen.

Damit beerbt der gebürtige Essener

seinen früheren Chef, Hans-Georg

Krengel, der nach zwei Jahrzehnten in leitender

Funktion in den Ruhestand geht.

„Meine erste Stelle als junger Arzt hatte

ich am Marienhospital. Dr. Krengel, dessen

Posten ich jetzt antrete, war mein erster

Chef. Insofern hat der Wechsel für mich

eine sehr emotionale

Komponente“, sagt

der zweifache Familienvater.

Seine Schwerpunkte

liegen im Bereich

der interventionellen Endoskopie

und dort speziell im

Bereich der Gallengangsdiagnostik und

der Diagnostik bei Sodbrennen. Weitere

Steckenpferde sind die Behandlung chronisch

entzündlicher Darmerkrankungen

wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, die

Diabetologie sowie die Themen Mangelernährung

und Übergewicht.

Arzneimittel gehören

nicht in die Toilette

Aktion sauberes Grundwasser: Essener

Krankenhäuser der Contilia Gruppe beteiligen

sich an der von den Wasserwirtschaftsverbänden

Emschergenossenschaft

und Ruhrverband gemeinsam mit

der Stadt Essen initiierten Aktion „Essen

macht’s klar“. Ziel ist es, für einen umweltgerechten

Umgang mit Medikamenten

zu sensibilisieren. Viele Menschen

würden Medikamente über die Toilette

oder Spüle entsorgen, die auf diesem

Wege in deutschen Gewässern landeten.

GESUND in Essen

29


Sie sind herzlich willkommen!

Veranstaltungen

Geschwisterkurs

27. November 2018, 15 - 16.30 Uhr, auf der Station A 4.2, Patienten-Lounge.

Weitere Informationen und Anmeldung bei der Kursleiterin Vanessa Wrobel

unter Fon: 0171 178 98 90 oder per Mail an: vwrobel@arcor.de.

Babymassage, Fördern und Spielen

Informationen und Anmeldung bei der Kursleiterin Vanessa Wrobel

unter Fon: 0171 178 98 90 oder per Mail an: vwrobel@arcor.de.

Regelmäßige Termine

Kreißsaalführung

Erster (werktäglicher) Freitag im Monat, 18.30 – 20 Uhr,

Treffpunkt Hörsaal Marienhospital Altenessen

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen

erhalten Sie im Kreißsaal unter 0201 6400 3860.

Trockengymnastik für Herz- und Kreislauferkrankte

Donnerstags, 16.30 – 17.30 Uhr und 17.30 – 18.30 Uhr,

Philippusstift, Physiotherapie

Bewegtes Hirnleistungstraining

Zweimal jährlich montags, 14.30 - 15.30 Uhr,

Philippusstift, Klinik für Neurologie

Patientenhochschule

HIV – Kein Grund zur Panik

Dienstag, 6. November 2018, 18 - 19.30 Uhr,

Marienhospital Altenessen, Kommunikations- und Gesundheitszentrum,

6. OG, Raum 2-4, Hospitalstraße 24, 45329 Essen

Referent: Christian Götte, Aidshilfe Essen e. V.,

Beratungsstelle, Stellv. Fachbereichsleitung Impuls

Reanimationskurs für Fortgeschrittene

Donnerstag, 8. November 2018, 17 - 18.30 Uhr,

St. Vincenz Krankenhaus, Cafeteria, Von-Bergmann-Str. 2, 45141 Essen

Referenten: Gaby Kindermann, Robert Thomas Schruba und Sascha Hübbe

Aufgaben und Einblicke in die Arbeit der Landesbeauftragten

Dienstag, 13. November 2018, Ort und Zeit lagen zu Redaktionsschluss noch

nicht fest, bitte unter Fon 0201 6400 1021 anfragen.

Referentin: Claudia Middendorf, Landesbeauftragte für das Land NRW

für Menschen mit Behinderungen sowie Patientinnen und Patienten

Operativer Ersatz der großen Gelenke – Was hat sich bewährt? Was ist neu?

Mittwoch, 14. November 2018, 18 - 19.30 Uhr,

St. Vincenz Krankenhaus, Cafeteria, Von-Bergmann-Str. 2, 45141 Essen

Referent: Dr. Peter Feldmann, Ltd. Arzt Klinik für Orthop., Unfall-, Hand- u. Fußchirurgie

Angehörige von chronisch erkrankten Patienten –

Wie schützen Sie sich vor Überforderung?

Donnerstag, 15. November 2018, 18 - 19.30 Uhr,

Philippusstift, Haus F, Hülsmannstraße 17, 45355 Essen

Referent: Christiane Mais, GF Aphasiker-Zentrum und Schlaganfallbüro Ruhr

Reanimationskurs für Fortgeschrittene

Donnerstag, 15. November 2018, 17 - 18.30 Uhr,

St. Vincenz Krankenhaus, Cafeteria, Von-Bergmann-Str. 2, 45141 Essen

Referenten: Gaby Kindermann, Robert Thomas Schruba und Sascha Hübbe

Ernährung bei Darmerkrankungen

Donnerstag, 29. November 2018, 17.30 - 19 Uhr,

Marienhospital Altenessen, RREB e. V., 6. OG, Hörsaal, Hospitalstraße 24, 45329 Essen

Referent: Dr. Frank Dederichs, Ltd. Arzt Klinik für Gastro., Hepatol. und Ernährungsmed.

Lohnfortzahlung / Umlage

Montag, 3. Dezember 2018, 18 - 19.30 Uhr,

Philippusstift, Haus F, Hülsmannstraße 17, 45355 Essen

Referent: Rainer Voss, Regionaldirektor AOK Essen-Mülheim

Multiple Sklerose

Dienstag, 4. Dezember 2018, 18 – 19.30 Uhr,

Marienhospital Altenessen, Kommunikations- und Gesundheitszentrum,

6. OG, Raum 2-4, Hospitalstraße 24, 45329 Essen

Referent: PD Dr. Oliver Kastrup, Ltd. Arzt Klinik für Neurologie

Moderne Therapie von Herzrhythmusstörungen

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 18 - 19.30 Uhr,

St. Vincenz Krankenhaus, Cafeteria, Von-Bergmann-Str. 2, 45141 Essen

Referent: Michael Lukat, Ltd. Oberarzt Klinik für Innere, Kardio., Angio., Rhythmo. u. Gastro.

Informationen zu den Terminen finden Sie online unter www.patientenhochschule.info,

www.kk-essen.de, auf unserem Gesundheitsportal www.gesundinessen.de sowie bei

Facebook, Twitter, Google+ und YouTube.

Selbsthilfegruppen

Marienhospital Altenessen:

Gesprächskreis für Frauen – Leben nach einer Krebserkrankung

Erster Mittwoch im Monat, 15 – 16.30 Uhr, Station A 4.2, Patientenlounge

Selbsthilfegruppe für Frauen mit Depressionen

immer mittwochs, 18 Uhr

Selbsthilfegruppe Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft e. V.

Alle zwei Monate, freitags, 19 Uhr

Selbsthilfegruppe Polyneuropathie (PNP)

Jeden vierten Dienstag im Monat, 18 Uhr, 6. OG, Raum 4

Philippusstift:

Selbsthilfegruppe Polyneuropathie (PNP)

Jeden vierten Mittwoch im Monat, 18 - 20 Uhr, Haus F, Raum 1

Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen

Jeden Mittwoch, 18.30 - 20 Uhr

Angehörigengruppe von psychisch Kranken

Jeden Dienstag um 17.30 Uhr

Angehörigenberatungsgruppen

Jeden ersten Mittwoch im Monat von 10 – 11.30 Uhr

Informationen und Kontakt zur den Selbsthilfegruppen vermittelt die WIESE e. V.

in Essen unter Fon 0201 20 76 76 oder per Mail: selbsthilfe@wiesenetz.de

Aphasiker-Zentrum NRW e. V. und Schlaganfallbüro Ruhr,

Laarmannstraße 21, 45359 Essen. Anmeldung unter Fon: 0201 6099 422.

Selbsthilfegruppe Aphasiker und Angehörige

Jeden 1. Montag im Monat, 15 – 16.30 Uhr

Selbsthilfegruppe für junge Aphasiker und Schlaganfallpatienten

Jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat, 16.30 – 18 Uhr

Kommunikationsgruppe für schwer betroffene Aphasiker

Jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat, 16.30 – 18 Uhr

Beratung für Aphasiker, Schlaganfallpatienten und Angehörige

Täglich nach tel. Terminabsprache

Logopädisches Therapieangebot für Aphasiker und Sprechapraktiker

Nach Terminabsprache

www.gesundinessen.de

www.twitter.com/

KK_Essen

www.facebook.com/

katholischesklinikumessen

https://plus.google.com/

+Kk-essenDe/posts

www.youtube.com/KathKlinik

30 GESUND in Essen


Fachkliniken/Leitende Ärzte

Contilia Gruppe

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 1370

Fax: 0201 6400 1390

Mail: info@kk-essen.de

Contilia Gruppe

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Fon: 0201 6400 1310

Fax: 0201 6400 1330

Mail: info@kk-essen.de

Contilia Gruppe

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Fon: 0201 6400 1340

Fax: 0201 6400 1452

Mail: info@kk-essen.de

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Prof. Dr. Andreas Biedler

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin,

Notfallmedizin und Schmerztherapie

Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Prof. Dr. Birgit Hailer

Klinik für Innere Medizin, Kardiologie,

Angiologie, Rhythmologie

und Gastroenterologie

PD Dr. Oliver Kastrup

Klinik für Neurologie und

Klinische Neurophysiologie

Dr. Christoph Eicker

Dr. Peter Feldmann

Dr. Peter Kaivers

Klinik für Orthopädie,

Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie

Prof. Dr. Cornelius Wurthmann

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatische Medizin

Dr. Georg Bilitewski

Klinik für Radiologie

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Prof. Dr. Andreas Biedler

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin,

Notfallmedizin und Schmerztherapie

Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff

Klinik für Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Dr. Frank Dederichs

Klinik für Gastroenterologie,

Hepatologie und Ernährungsmedizin

Dr. Martin Schütte

Klinik für Gynäkologie

und Geburtshilfe

Dr. Winfried Berger

Klinik für Hämatologie

und Internistische Onkologie

Dr. Frank Dederichs

Klinik für Innere Medizin,

Geriatrie und Pulmonologie

Dr. Tarek Azhari

Klinik für Diagnostische und

Interventionelle Radiologie

Prof. Dr. Robert Wammack

Klinik für Urologie und

Neurourologie

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Prof. Dr. Andreas Biedler

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin,

Notfallmedizin und Schmerztherapie

Prof. Dr. Birgit Hailer

Klinik für Innere Medizin,

Kardiologie, Angiologie,

Rhythmologie

und Gastroenterologie

Dr. Frank Dederichs

Klinik für Innere Medizin,

Geriatrie und Pulmonologie

Dr. Christoph Eicker

Dr. Peter Feldmann

Dr. Peter Kaivers

Klinik für Orthopädie

und Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie

Dr. Tarek Azhari

Klinik für Diagnostische und

Interventionelle Radiologie

GESUND in Essen

31


PHILIPPUSSTIFT MARIENHOSPITAL ALTENESSEN ST. VINCENZ KRANKENHAUS

Ihr Weg zu uns

Unsere drei Krankenhäuser befinden sich im

Essener Norden und sind sowohl mit dem Auto

als auch mit Bus und Bahn sehr gut zu erreichen.

Für eine problemlose Anfahrt stehen Ihnen auf

unserer Website www.kk-essen.de Anfahrtsskizzen,

Lagepläne, Routenplaner und weitere

Beschreibungen zur Verfügung.

Zentren

Chest Pain Unit

EndoProthetikZentrum

Endoskopiezentrum

Gefäßzentrum Marienhospital Altenessen

Hernienzentrum

Krankenpflegeschule

Magen-Darm-Zentrum

Nierensteinzentrum

Onkologisches Zentrum

Pflegedienst Essen

Prostata-Zentrum

Stroke Unit

Traumazentrum Philippusstift und St. Vincenz Krankenhaus

Uni-Brustzentrum

Westdeutsches Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

Zertifizierungen

Angehörigenfreundliche Intensivstation Philippusstift

Chest Pain Unit Philippusstift

Chest Pain Unit St. Vincenz Krankenhaus

Deutsche Herniengesellschaft Hernienchirurgie

Endoprothetikzentrum Philippusstift

Endoprothetikzentrum St. Vincenz Krankenhaus

Europäische Gesellschaft für Onkologie ESMO Zertifikat

Gefäßzentrum

Hypertoniezentrum

Stroke Unit

Traumazentrum Philippusstift

Traumazentrum St. Vincenz Krankenhaus

Westdeutsches Magen-Darm-Zentrum

Zertifiziert nach DIN ISO 9001:2015

Notfall

In medizinischen Notfällen wenden Sie sich bitte

an die Integrierte Leitstelle des Rettungsdienstes,

die Sie telefonisch über 112 erreichen.

In weniger dringenden Fällen sowie bei Arbeits-,

Sport- und Schulunfällen stehen Ihnen rund um

die Uhr die Notfall-Ambulanzen unserer Kliniken

zur Verfügung. Diese sind über unsere Standort-

Zentralen zu erreichen (siehe letzte Innenseite in

diesem Heft).

Bei der Meldung eines Notfalls sollten Sie unbedingt

folgende fünf W beachten:

Wo ist der Notfall passiert?

Was ist passiert?

Wie viele Patienten oder Verletzte?

Welche Probleme oder Verletzungen?

Warten auf Rückfragen

32 GESUND in Essen

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