BON VOYAGE

helbling.reisen

Das Magazin von Helbling Reisen

BON VOYAGE

HERBST 2018 – 7. Ausgabe

Das Magazin von Helbling Reisen

Abtauchen

zum Aufatmen

Tropische Inselparadiese

Buon appetito

in Sicilia!

Wenn Liebe durch

den Magen geht

Mystischer

Mekong

Mit dem Schiff durch

Kambodscha und Vietnam

Schwinger-Legende

Jörg Abderhalden

«Nie einsamer als inmitten

von 50 000 Zuschauern»


Been

there.

Neu

ab November

Done

that.

Vietnam nonstop.

Über 65 Ferienziele. Buchung und Beratung in Ihrem Reisebüro.


Editorial

Geschätzte Leserinnen, geschätzte Leser

Das Gefühl der Schwerelosigkeit ist normalerweise nur

Astronauten im All vergönnt. Beim Tauchen aber kommt

man dem schon sehr nah. Schwerelos gleiten Taucher,

von Fischen und Schildkröten begleitet, über bunte

Korallenriffe hinweg, begegnen majestätischen Mantas

und mit etwas Glück sogar friedfertigen Walhaien.

Zumindest im Indischen Ozean.

Die Malediven, die Seychellen und Mauritius gehören

zu den schönsten Tauchrevieren der Welt. Für unsere

Titelgeschichte haben wir uns in diesen und weiteren

tropischen Ferienparadiesen umgeschaut – unter und

über Wasser. Schliesslich bieten Inseln wie Mauritius

neben wundervollen Plätzen zum Tauchen, Schnorcheln,

Surfen und Segeln auch ein faszinierendes Hinterland für

Wanderer, Radfahrer oder Golfer.

Spannend präsentieren sich 2019 unsere exklusiven

Spezialreisen. Wir starten das Jahr mit der Golfreise

von Carmen Rusch nach Abu Dhabi, entführen Sie an

den Fuss des Himalayas oder entdecken das Leben der

Einheimischen in Bordeaux.

Dass auch die Reisevorbereitung Spass macht, dafür

sorgen unsere zahlreichen ServicePLUS-Angebote.

Vom Limousinen-Transfer, zum Lounge-Zutritt über

die digitale Reisemappe bis zum Gesundheitscheck.

Helbling-Gäste profitieren von einem umfassenden

Service.

Alle Neuigkeiten präsentieren wir Ihnen laufend per

Newsletter, auf Social Media und an sechs Daten mit

spannenden Vorträgen rund ums Reisen.

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen, eine

unbeschwerte Reiseplanung 2019, bei der wir Sie gerne

unterstützen, und BON VOYAGE!

Michael Mettler & Team

der Helbling Reisen AG

Helbling Reisen AG

St. Gallerstrasse 99 | 9200 Gossau

Tel. 071 388 86 10

travel@helbling-reisen.ch

REISETRÄUME - HELBLING REISEN AG

Helbling Reisen AG

Dorf 15/16 | 9053 Teufen

Tel. 071 333 11 45

teufen@helbling-reisen.ch

www.helbling-reisen.ch


INHALT

WORLD NEWS

6 Agenda – Top events around the world

8 Die Zahl – Trockenmauern auf Menorca

9 Das Zitat – Von Kurt Tucholsky

11 Die Top Five – Bibliotheken auf fünf Kontinenten

84 Top-Restaurants weltweit - Kriegers Kritik

87 Weinkolumne – Von Christoph Kokemoor

14

32

EUROPA

32 Kanarische Inseln – Ungleiche Schwestern

34 Bella Italia – Sizilien und Sardinien

36 Insel der Mythen – Gozo

38 48 Stunden in Paris

40 Wetter und Golf mit Peter Wick – Schottland

42 Wanderreise Jakobsweg in Nordspanien

44 Velo- und Wander-Flussreisen in Deutschland

48 Winter-Reisen in Finnland

TITELSTORY SEHNSUCHTSORTE

ÜBER UND UNTER WASSER

14 Abtauchen in eine eigene Welt

16 Malediven – Inseln wie aus dem Bilderbuch

20 Mauritius und Seychellen – Vielfalt in Inselform

24 Sansibar – Mehr als nur Kaffee und Gewürze

26 São Tomé und Príncipe – Inseln für Entdecker

27 Facettenreiche Inselwelt – Kapverdische Inseln

70

52

ZENTRALASIEN / INDOCHINA

52 Auf Schienen entlang der Seidenstrasse

58 Sagenhafter Mekong

KANADA

60 Kanadas Metropolen im Westen

64 Saskatchewan – Kanada für Entdecker

AUSTRALIEN

66 Australiens wilde Seiten

69 Koalas verzücken Besucher im Zoo Zürich

KARIBIK

70 Perlen der Karibik

BON VOYAGE Herbst 2018

Inhaltsverzeichnis

3


98

BOARDING

98 Cruise News

99 Pure Innovation – Die MSC Seaview

100 Ein neues Flaggschiff für Costa Crociere

101 Mit AIDA Schiffen auf Golf-Kreuzfahrt

102 Unterwegs mit TUI Cruises

104 Comedy Cruise auf Rhein, Main, Mosel

106 Fliegen wie in Seide gehüllt mit Thai Airways

ARABIEN

74 Oman – Das moderne Sultanat

77 Weltstadt in der Wüste – Abu Dhabi

SÜDLICHES AFRIKA

78 Einfach köstlich – Kapstadt und Winelands

82 Botswana at its best

IM GESPRÄCH

88 «Nie einsamer als inmitten von 50 000 Zuschauern» - Im

Gespräch mit der Schwinger-Legende Jörg Abderhalden

88

74

CHECK-IN

108 One&Only Le Saint Géran Mauritius

109 One&Only Cape Town

110 Explora’s Rapa Nui Osterinsel

111 Hotel Krønasår Europa-Park

111 Hotel Cinema 8 Schöftland

PRAKTISCHES UND TIPPS

FÜR EINE GUTE REISE

28 Tauchen mit Stil – Uhren mit «Tiefgang»

30 Must Haves – Praktisches für die Reise und danach

51 Grenzenloses Skandinavien - Multivisionsshows

56 Tipps von den Profis – Fotografieren an Wasser und Strand

112 Aktuelle Reiseangebote

SPORTREISEN

92 Skitouren-Kreuzfahrt in Norwegen

94 Golfen für einen guten Zweck

96 Fitnessholiday und Fanreisen zu Top Sportevents

92

4 BON VOYAGE Herbst 2018

Inhaltsverzeichnis


Immer die richtige Reiselektüre

Die 1838 gegründete Buchhandlung Lüthy Balmer Stocker ist eine

der ältesten in der Schweiz. Heute ist das Traditionsunternehmen

mit 13 Filialen und dem Online-Shop www.buchhaus.ch das grösste

familiengeführte Buchunternehmen im Schweizer Buchhandel.

Passend zu in diesem Magazin vorgestellten Reisezielen

präsentieren die Buchexperten ein paar ausgewählte Tipps.

ISBN

978-3-8297-3350-2

Sizilien

Autor: Peter Peter / Sally Roy

Verlag: Baedeker (Reiseführer)

Erschienen: 2017 / 220 Seiten

Der Baedeker SMART Sizilien führt mit

perfekten Tagesprogrammen durch die

einzelnen Regionen der italienischen Insel

und zeigt die beliebtesten Attraktionen,

jeweils mit Tipps für kleine Pausen in Cafés,

Restaurants oder Bars. Die wichtigsten und

interessantesten Sehenswürdigkeiten werden

auf erlebnisreichen Tagestouren erkundet

und in fünf nach Regionen gegliederten

Kapiteln vorgestellt.

ISBN

978-3-518-46762-6

Sowjetistan

Autor: Erika Fatland / Ulrich Sonnenberg

Verlag: Suhrkamp

Erschienen: 2017 / 511 Seiten

Eine Reise durch die ehemaligen

Sowjetrepubliken Zentralasiens:

Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan,

Kirgisistan und Usbekistan. Voller Fragen,

Neugierde und Abenteuerlust machte

sich die norwegische Journalistin Erika

Fatland auf in diesen so fernab gelegenen

Teil der Welt. Sowjetistan ist ein fulminant

erzähltes, ebenso bereicherndes wie

lehrreiches Buch.

ISBN

978-3-667-10608-7

50 ultimative Wasserabenteuer,

die man erlebt haben muss

Autor: Lia Ditton

Verlag: Delius Klasing

Erschienen: 2016 / 224 Seiten

Ob flüssig oder fest, salzig oder süss, Wasser

bietet unendlich viele Möglichkeiten, Abenteuer

zu erleben. Die 50 besten, wildesten und

entspannendsten Erlebnisse im, auf und unter

Wasser werden in diesem Buch vorgestellt,

wie zum Beispiel: River Rafting in Chile,

SUP-Yoga in einem geothermischen Krater in

Utah, Speed-Challenge auf dem Surfboard

in Namibia oder Tauchen mit Walhaien in

Australien. Nur Mut! Das Leben ist zu kurz, um

seine Träume nicht zu verwirklichen!

ISBN

978-3-518-38176-2

Das Geisterhaus

Autor: Isabel Allende

Verlag: Suhrkamp

Erschienen: 2010 / 501 Seiten

Isabel Allende ist mit ihrem Erstlingswerk

in den Ländern spanischer Sprache auf eine

begeisterte Zustimmung gestossen. Das

Buch zeigt die überragende erzählerische

Begabung der Autorin und eine grossartige

Haltung, mit der sie phantasievoll und

witzig, zärtlich und ironisch, zugleich

mit grossem Ernst und analytischem

Scharfblick Vergangenheitsbewältigung

unternommen hat.

ISBN

978-3-7701-8131-5

Kanada – Der Westen

Autor: Kurt Jochen Olhoff

Verlag: DuMont Reiseverlag

Erschienen: 2018 / 496 Seiten

Wälder, Prärie, Tundra, gewaltige Gletscher,

unzählige Seen und namenlose Inseln prägen

einen der unberührtesten Naturräume auf

diesem Globus. Für die Neuauflage seines Buchs

war der Autor ausgiebig vor Ort unterwegs.

Dabei hat er sich im Ancient Forest umgesehen,

British Columbias jüngstem Provinzpark,

und auch Museums-Highlights wie die Remai

Modern Art Gallery in Saskatoon und das

National Music Centre in Calgary besucht.

%

15Rabatt

BON VOYAGE-Leser erhalten in den

Lüthy Balmer Stocker Filialen 15% Rabatt

auf alle Reiseführer.

Ausgenommen: Bereits reduzierte Artikel,

Gutscheine, eBook-Reader und eBooks.

Nicht kumulierbar.

Gutschein bitte ausschneiden

und mitbringen.

Aarau

Biel

Freiburg

Grenchen

Schaffhausen

Solothurn

Sihlcity

Glatt

Zugerland

Zug

Luzern

Länderpark

Mythen Center Schwyz

Gültig bis 31.01.2019


Agenda

Top events around the world

Rockefeller Center Tree Lighting

New York, USA

28.11.2018 – 07.01.2019

Am 28. November 2018 wird der Fernsehsender NBC in

einer Liveschaltung vom Rockefeller Plaza übertragen,

wie der Rockefeller Tree zum ersten Mal aufleuchten

wird. Jedes Jahr wird der Baum mitten in Downtown

Manhattan aufgestellt. Der berühmteste amerikanische

Weihnachtsbaum ist bis zu 30 Meter hoch und mit

50 000 bunten Lichtern dekoriert.

Oceania

London, England

29.09. – 10.12.2018

Die Royal Academy of Arts präsentiert

zum 250. Jahrestag von Captain

James Cooks erster Entdeckungsreise

in den Südpazifik eine Ausstellung

mit über 200 Exponaten. Kunstvolle

Muschelfetische, furchterregende

Holzschnitzereien, riesige Kanus und

filigraner Jadeschmuck zeugen von

der enormen künstlerischen Vielfalt

zwischen Neuseeland und Hawaii.

Fêtes des Lumières

Lyon, Frankreich

06. – 09.12.2018

Cartagena Festival Internacional de Musica

Kurz vor Weihnachten verwandelt sich

die Metropole an Rhône und Saône

in leuchtende Poesie. Während des

alljährlichen Lichterfestes erstrahlen

Kirchen und historische Häuser als

leuchtende Gemälde. Seit 1852 zieht die

farbenprächtige Illumination jedes Jahr

ein Millionenpublikum an.

International Music Festival

Cartagena de Indias, Kolumbien

04. – 13.01.2019

Für die 13. Austragung des Festivals

haben die Organisatoren ein wahres

Klassikfeuerwerk vorbereitet. So

spielt das angesehene Philharmonia

Orchestra aus London Werke von Bach,

Bártok und Ligeti, während sich der

Star-Dirigent Sir John Elliot Gardiner

Barock-Kompositionen widmet.

Auch Mozarts grossartige Oper «Così

Fan Tutte» wird aufgeführt und die

Kolumbianische Jugendphilharmonie

spielt Werke von Stravinski.

World Hippo Day

Südliches Afrika

15. Februar 2019

Der Tag des Flusspferdes ist der passende

Moment, eines der meistgefürchteten Tiere

Afrikas etwas näher zu betrachten. Das bis zu

drei Tonnen schwere und über vier Meter lange

Dickhäuter ernährt sich hauptsächlich von

Pflanzen. Wenn Hippos gähnen, sollte man aber

aufpassen: Das ist ein Zeichen von Aggression.

6 BON VOYAGE Herbst 2018

Agenda


Aurora Borealis

Schwedisch Lappland, Schweden

Jeden Winter, Oktober bis März

Es gilt als das grösste und brillanteste

überirdische Lichtspektakel in der nördlichen

Hemisphäre: das Nord- oder Polarlicht.

Unterschiedliche Gase kreieren in der

Erdatmosphäre helle Pink-, Violett- und

Grüntöne. Einer der besten Orte, um das

atemberaubende Naturphänomen zu

beobachten, ist Schwedisch Lappland.

Ferienmesse Bern

Bernexpo, Schweiz

24. – 27.01.2019

24.–27.01.2019

BERNEXPO

Die Berner Etappe eröffnet auch 2019

die Schweizer Ferienmessesaison.

Über 300 Aussteller präsentieren in

vier Messehallen den mehr als 40 000

Besuchenden Reise- und Ferienideen

aus der ganzen Welt.

FESPO Zürich

Messe Zürich, Schweiz

31.01. – 03.02.2019

31.01.–03.02.2019

fespo.ch

In Zürich gehen jeweils über 65 000

Besuchende im Messezentrum

Oerlikon auf eine Entdeckungsreise

rund um den Globus. 600 Aussteller

stehen ihnen während vier Tagen

Rede und Antwort. Gleichzeitig

findet mit der «Golfmesse 2019»

einer der bedeutendsten Schweizer

Treffpunkte für den Golfsport statt.

35. Harbin Ice Festival

Harbin, Nordost-China

05.01. – 28.02.2019

Bei Temperaturen von minus 35 Grad

Celsius bauen Eiskünstler jedes Jahr

eine märchenhafte Welt aus Schnee und

Eis, die nicht nur tagsüber beeindruckt.

Die Skulpturen bescherten Harbin in

der Vergangenheit Einträge ins Guiness

Buch der Rekorde, so zum Beispiel für

die Kopie der Grossen Mauer, mit 958

Metern die längste Eiskonstruktion

überhaupt.

Jeju Cherry Blossom Festival

Jeju Island, Südkorea

23. – 30.03.2019

Früher als auf dem Festland beginnt die

Kirschblüte auf der koreanischen Halbinsel bereits

im März. Das Naturphänomen ist auf der gesamten

Insel zu erleben und besonders eindrucksvoll in

den Parkanlagen der Jeju National University. Dank

riesiger Beleuchtungssysteme können Besucher die

Blüte sogar nachts bestaunen.

Sculpture by the Sea

Cottesloe, Australien

01. – 18.01.2019

Am Cottesloe Beach – dem beliebtesten Badestrand der

Stadt Perth – findet zum fünfzehnten Mal die Ausstellung

fantasievoller Skulpturen statt. Die Kunstwerke bilden

einen englischen Skulpturengarten, der Künstler aus aller

Welt anzieht. Sculpture by the Sea ist weltweit die grösste

Kunstausstellung, die kostenfrei besucht werden kann.

Martine Perret

BON VOYAGE Herbst 2018

Agenda

7


HOT SPOT

Auge in Auge mit

den Eisbären

Jedes Jahr im Herbst verwandelt sich ein kleines

Nest in der kanadischen Provinz Manitoba

in die Welthauptstadt der Eisbären. Dann

versammeln sie sich in Churchill am Ufer

der Hudson Bay. Ungeduldig warten

die hungrigen Kolosse darauf, dass

das Meer zufriert und ihnen den

Weg aufs Packeis ebnet, damit

sie endlich wieder Robben jagen

können. Meeresströmungen und

das Süsswasser des Churchill

River lassen die Hudson Bay an

dieser Stelle besonders früh

zufrieren. Touristen können

die Eisbären im Oktober und

November in freier Wildbahn sicher

aus allradgetriebenen Spezial-Bussen

heraus in der Tundra beobachten. Dabei kommt es

zuweilen zu (fast) hautnahen Begegnungen mit den majestätischen Tieren. Die neugierigen Bären stellen sich manchmal

auf die Hinterpfoten, lehnen sich gegen die Fahrzeuge und schauen hinein. Ein unvergessliches Erlebnis! [ bk]

DIE ZAHL

15 000

Wie ein gigantisches Spinnennetz

überziehen 15 000 Kilometer

Trockenmauern die Baleareninsel Menorca.

Die bis zu 2000 Jahre alten Steinmauern

wurden auf Mallorcas kleiner Schwesterinsel

ohne Zement oder Mörtel gebaut. Sie dienen

nicht nur als Abgrenzung und Sicherung für

die in Hänge gebauten Terrassen, sondern

auch als Windschutz. Die Schutzmauern

verhindern in den stürmischen

Wintermonaten die Erosion der fruchtbaren

Böden. So gedeihen auf Menorca Oliven-,

Mandel- und Aprikosenbäume. Ausserdem

werden Zitrusfrüchte, Gemüse und Wein

angebaut. [ rm]

8 BON VOYAGE HBON VOYAGE erbst 2018

Hot Spot / Die Zahl


DAS SOUVENIR

Sake

Skifahrer bringen aus Japan die Erinnerung an die

schier unglaublichen Schneemassen von Hokkaido

mit, Geniesser einen guten Sake. Premium Sake hat

nichts mit der Brühe zu tun, die in einfachen Sushi-

Läden angeboten wird. Ein guter Sake überrascht

mit erstaunlicher Aromenvielfalt. Deshalb passt er

auch zu jedem Essen. Das Nationalgetränk Japans

wird aus speziellen Reissorten, Wasser und dem

Hefe-ähnlichen Pilz Koji gegärt. Die Ursprünge des

fermentierten Getränkes liegen im Shintoisumus,

Japans Naturreligion. In seiner Herstellung ähnelt Sake

eher Bier als Wein. Die Brauerei Gekkeikan in Kyoto

stellt seit 1637 ununterbrochen Sake her und gilt damit

als eines der ältesten Unternehmen der Welt. Premium

Sake wird meist gut gekühlt getrunken, gern auch aus

dem Weissweinglas. Einige Sakes schmecken auch 40

bis 50 Grad Celsius warm.[ rm/bk]

DAS ZITAT

«Die grösste

Sehenswürdigkeit, die

es gibt, ist die Welt –

sieh sie dir an.»

Kurt Tucholsky

Deutscher Journalist und Schriftsteller (1890 – 1935)

BON VOYAGE Herbst 2018

9


WER VIEL REIST,

SCHÄTZT DIE

SICHERHEIT RUND

UMS JAHR.

Gut zu wissen, dass Ihre Wertsachen in

den Hochsicherheitsanlagen von

Degussa rund ums Jahr ein sicheres

Plätzchen haben. Ob Edelmetalle,

Schmuck, Dokumente – ein Degussa

Schrankfach bürgt für eine diskrete

Aufbewahrung ausserhalb des Bankensektors

auf allen fünf Kontinenten.

DEGUSSA-

GOLDHANDEL.CH

Verkaufsgeschäfte:

Bleicherweg 41 · 8002 Zürich

Telefon: 044 403 41 10

Quai du Mont-Blanc 5 · 1201 Genf

Telefon: 022 908 14 00

Zürich I Genf I Frankfurt I Madrid I London


5

DIE TOP FIVE

Bücherwelten

Im Zeitalter digitaler Überflutung scheint das Kulturgut

Buch wichtiger denn je. Bücher sind Teil praktisch aller

Kulturen rund um den Globus. BON VOYAGE stellt fünf

aussergewöhnliche Bibliotheken auf fünf Kontinenten vor.

Bibliothek Real Gabinete

1|

Português de Leitura

Rio de Janeiro / Brasilien (Südamerika)

Die Bibliothek verfügt über den grössten

Schatz an portugiesischsprachiger Literatur

ausserhalb Portugals: Über 350 000 Titel füllen

fünfzehn Meter hohe Regale des Kathedralenähnlichen

Lesesaals. Die gigantische Bleiglaskuppel

und ein imposanter Kronleuchter

sorgen bei Tag und Nacht für angenehmes

Leselicht im portugiesischen Lesesaal.

Bibliothèque Sainte-Geneviève

3|

Paris / Frankreich (Europa)

Der riesige Lesesaal mit seinem gusseisernen

Gewölbedach, seinen klassischen Säulen

und Fensterbögen erinnert an elegante

Pariser Bahnhöfe. Die Bibliothek befindet

sich zwischen dem Place du Panthéon und

der Université Sorbonne Paris Cité. Ist der

Saal voll belegt, beugen sich 384 Studierende

gleichzeitig über ihr Lesematerial.

Adelaide‘s Public Library

4|

Mortlock Wing

Adelaide / Australien (Ozeanien)

1884 begrüsste die Bibliothek mit 23 000

Büchern ihre ersten Besucher. Bekannt ist die

Staatsbibliothek für ihre South Australiana

Kollektion, welche die südaustralische

Geschichte von der voreuropäischen Zeit

bis ins 21. Jahrhundert dokumentiert. Der

Lesesaal ist in einem Gebäude im Stil der

französischen Renaissance untergebracht.

Katharinenkloster Bibliothek

2|

Sinai / Ägypten (Afrika)

Das heute griechisch-orthodoxe Katharinenkloster wurde zwischen

548 und 565 erbaut und wegen seiner geografisch isolierten Lage nie

zerstört. Die Klosterbibliothek enthält sechstausend Handschriften, von

denen die Hälfte aus der Antike stammen. Das UNESCO Welterbe wird

an Umfang nur durch die vatikanische Bibliothek in Rom übertroffen.

5|

Tianyige Library

Ningbo / China (Asien)

Ningbo ist eine Hafenstadt im Osten

Chinas. Seit über 450 Jahren liegt hier

die ununterbrochen betriebene Tianyige

Library von weitläufigen Parkanlagen umgeben

an einem See. Diese überwältigende

Bibliothek wurde zwischen 1561 und

1566 durch Fan Qin, einem hochrangigen

Offizier der Ming Dynastie, erbaut.


Tropische Inselparadiese

Sehnsuchtsorte über

und unter Wasser

Wo die Welt zu schön scheint, um wahr zu sein.

Die schönsten Inseln im Indischen Ozean und Ost-Atlantik.

Bernhard Krieger

Jeder Mensch hat seinen ganz persönlichen Sehnsuchtsort.

Einen Ort, von dem man träumt, an den man unbedingt

mal reisen will und die Ferien dort herbeisehnt. Für die

eine mag das eine romantische Alphütte ganz in der

Nähe sein, für den anderen vielleicht eine faszinierende

Metropole am anderen Ende der Welt. Jeder hat seinen

ganz individuellen Sehnsuchtsort. Die Inselparadiese

in den tropischen Breiten aber gefallen (fast) jedem.

Die Malediven und Seychellen, Mauritius, Mayotte,

Sansibar, São Tomé oder die Kapverden sind zweifellos

Sehnsuchtsorte. Wer liegt nicht gern an einen von

Palmen gesäumten Sandstrand? Wer taucht nicht gern an

farbenprächtigen, von tausenden Fischen umschwärmten

Korallenriffen? Wer wandert, radelt oder golft nicht gern

mit Blick auf türkis schimmernde Lagunen? Und wer lässt

sich nicht gern in luxuriösen Resorts verwöhnen? Die

tropischen Inselparadiese im Indischen Ozean und vor den

Küsten Afrikas bieten das alles. Und noch viel mehr!


Kanuhura - A Sun Resort Maldives


Bernhard Krieger

Abtauchen in eine eigene Welt

Vor allem der Indische Ozean ist ein

gigantisches Tauchparadies. Seine

Dive Spots sind legendär. Mindestens

einmal im Leben sollte jeder passionierte

Taucher in die faszinierenden

Unterwasserwelten der Malediven und

Seychellen sowie rund um Mauritius und

Sansibar abtauchen. Nur wer die Welt unter

Wasser gesehen hat, kann die ganze

Schönheit unseres Planeten erahnen.

BON VOYAGE-Chefredaktor Bernhard

Krieger ist selbst ein erfahrener Sporttaucher.

Mit dem Präsidenten der Schweizer

Vereinigung des Internationalen Tauchsportverbands

CMAS, Willi Knöpfel, sprach

er über die Faszination des Abtauchens in

eine andere Welt.

CMAS swiss diving bildet neben Sportauch

Berufstaucher von Polizei und

Armee aus.

Was macht Tauchen so faszinierend?

Für mich ist es die Freiheit unter Wasser.

Sich im dreidimensionalen Raum frei und

praktisch schwerelos bewegen zu können,

den Herzschlag und die Atmung zu spüren

– das hat für mich schon meditativen Charakter.

Und wenn man dann auch noch die

Farbenpracht und Vielfalt an Lebewesen im

Salzwasser oder spezielle Situationen im

Süsswasser erlebt, ist das das Nonplusultra.

Wie lange dauert es, bis man erstmals mit

der Pressluftflasche auf dem Rücken in die

Tiefe darf?

Die Ausbildung in unserem Verband hat

vorgeschriebene Standards. So müssen

für das Beginner-Brevet ein Theorieteil mit

Prüfung und mindestens sechs Tauchgänge

mit insgesamt 150 Minuten im Freiwasser

absolviert werden.

Kann jeder Tauchen lernen?

Grundsätzlich ja, wobei zunächst ein Arzt die

Befähigung attestieren muss. Kinder unter

acht Jahren sollten nicht mit dem Tauchsport

beginnen, da es noch keine Langzeitstudien

darüber gibt, ob der Stickstoff in unserer

Atemluft Auswirkungen auf das Wachstum

des Knorpelgewebes hat. Ebenfalls sollten

Kinder bis 14 Jahre nicht tiefer tauchen als

maximal sieben Meter. Für Senioren gibt es

keine Altersbeschränkungen. Man kann tauchen

solange man mag und kann.

Viele lernen das Tauchen in den Ferien. Ist

die freie Zeit dafür besonders gut geeignet?

Ich freue mich über jeden neuen Taucher –

natürlich auch über diejenigen, die in den

Ferien mit dem Tauchsport beginnen. Es

gibt weltweit viele gute Tauchcenter und

ausgezeichnete Tauchlehrer. Ein guter Ausbilder

wird aber jeden Einsteiger darauf

hinweisen, dass ein in den Ferien im warmen,

klaren Wasser absolvierter Kurs nur

ein erster Schritt zum sicheren Tauchen

sein kann. Tauchen unter Idealbedingungen

fordert einen Tauchschüler psychisch

nicht so sehr. Das ist bei schlechterer Sicht

im kalten Süsswasser anders. Hat man mal

in den Ferien an einer geführten Bergwanderung

bei Sonnenschein teilgenommen,

besteigt man ja zu Hause auch nicht gleich

allein einen Viertausender. Wer in den Ferien

Spass am Tauchen bekommen hat,

sollte seine Fähigkeiten zu Hause in einer

guten Tauchschule ausbauen.

Oder besser noch...?

Erst zu Hause gründlich

und in Ruhe Tauchen

lernen und dann in den

Ferien die Unterwasserwelt

unbeschwert geniessen.

14 BON VOYAGE Herbst 2018

Titelstory - Abtauchen zum Aufatmen

CMAS-Präsident

Willi Knöpfel


Viele Ferienziele im Indischen Ozean sind

wahre Tauchparadiese. Was macht die Malediven

& Co. so attraktiv für Taucher?

Das meist sehr klare Wasser mit Sichtweiten

soweit das Auge reicht und die vielfältige

Fauna. Je nach Destination sind es aber

natürlich auch die Strände und das – je

nach Untergrund und Lichteinfall – in allen

Blautönen schimmernde Wasser.

Über welche Begegnungen unter Wasser

freuen Sie sich ganz besonders?

Ganz speziell ist es für mich, wenn ich mit

Lebewesen interagieren kann. Wenn man

zum Beispiel Blickkontakt aufnimmt oder

eine Weile nebeneinanderher schwimmt

– selbstverständlich ohne sie zu berühren.

Das sollte für alle Taucher tabu sein!

Wie ist das, wenn man zum ersten Mal einen

Manta ganz nah unter Wasser «vorbeifliegen»

sieht, auf eine neugierige Schildkröte

trifft oder einem Walhai begegnet?

Von beeindruckend bis himmlisch gehen die

Gefühle in solchen Momenten viele Wege!

Sie sind der Präsident des Schweizer

CMAS-Verbands. Zu den CMAS-Gründern

zählte der legendäre Meeresforscher Jacques-Yves

Cousteau. Der Franzose war

leidenschaftlicher Taucher, aber auch Umweltschützer.

Schaden Sporttaucher den

Riffen nicht?

Taucher müssen einem Riff nicht unbedingt

schaden. Befähigte Taucher halten

Abstand, berühren nichts und sind so für

die Riffe nicht spürbar.

MEHR ALS NUR TAUCHEN

Man muss nicht Tauchen können, um die Unterwasserwelten in

den tropischen und subtropischen Gewässern zu bewundern.

Auch Schnorcheln ist dort schon ein für jeden zugängliches und

unvergessliches Erlebnis.

Wer lieber auf dem Wasser Sport treibt, für den werden die Ozeane

westlich und östlich von Afrika zu einer gigantischen Spielwiese.

Wellenreiter toben sich in der Brandung aus. Die Malediven zum

Beispiel warten mit einigen der besten Surfspots der Welt auf, an

denen sogar internationale Wettbewerbe ausgetragen werden.

Je nach Lage und Jahreszeit kommen an vielen Inseln auch

Wind- und Kitesurfer auf ihre Kosten. Sehr viele Resorts bieten in

ihren Wassersport-Centern zudem Hobie Cats an. Diese leichten

Katamarane brauchen nicht viel Wind zum Segelspass. Bei Flaute

warten See-Kajaks oder Stand Up Paddle Boards.

Da viele grössere Inseln wie Mauritius und die Seychellen zudem

ein urwüchsiges Hinterland haben, bieten sie die ganze Palette

der Landaktivitäten, von Wandern über Mountainbiken bis hin zu

abenteuerlichen Geländewagen-Touren. Badeparadiese bieten

eben viel mehr als nur Traumstrände.

BON VOYAGE Herbst 2018

Titelstory - Abtauchen zum Aufatmen

15


Malediven

Inseln wie aus dem Bilderbuch

Für viele sind die Malediven das Paradies auf Erden. Von Palmen gesäumte Sandstrände,

in allen Blautönen schimmernde Lagunen, bunte Korallenriffe und Weltklasse-Resorts.

Für Taucher und Schnorchler aber liegt das wahre Paradies unter Wasser.

Brigita Krieger

Sun Aqua Vilu Reef

Sanft bewegen sich die bunten Weichkorallen

in der Strömung. Zwischen

ihren Polypen huschen Clownfische

umher. Am Boden des Riffs schlummert ein

Ammenhai friedlich unter einem von bizarren

Tafelkorallen bewachsenen Überhang,

Muränen stecken ihre Köpfe aus kleinen

Höhlen. Gemächlich paddelt eine Schildkröte

vorbei. Neugierig beäugt sie die aus

unseren Pressluftflaschen aufsteigenden

Bläschen. Grosse Schulen von Fischen tanzen

um uns herum, als hätten sie eine Choreografie

einstudiert. Ihre bunten Leiber

glitzern im kristallklaren, badewannenwarmen

Wasser des Indischen Ozeans. Bis

in grosse Tiefen dringt das Licht vor und

beleuchtet die Szenerie. Das farbenfrohe

Spektakel ist überwältigend und dennoch

Alltag auf den Malediven.

Die Tauchspots der Malediven gehören

zu den schönsten der Welt, und das nicht

nur wegen der artenreichen Riffe mit mehr

als 200 Korallen- und 2000 Fischarten.

Nördlich des Äquators reihen sich über

800 Kilometer hinweg fast 1200 Inseln

aneinander. Getrennt werden sie in den 26

Atollen von tiefen Kanälen, durch die imposante

Grossfische wie Napoleons, Haie

und sogar die riesigen, friedfertigen Walhaie

ziehen.

Beeindruckend sind auch die majestätischen

Mantas. Die «Adler der Meere»

fliegen elegant durchs Wasser. Die grösste

Manta-Population der Welt tummelt sich

mit Vorliebe im Baa-Atoll, dessen Hanifaru

Bay weltberühmt ist. Dort kann man mit

freilebenden Mantas schnorcheln.

Jede Ferieninsel beheimatet Tauchcenter.

Die Einrichtungen bieten Tauchgänge

und Kurse an, die sich sowohl an

Einsteiger richten als auch an Experten,

die in Wracks und starken Strömungen

unterwegs sind. Nirgendwo auf der Welt

ist Tauchen entspannter. Fast jede Insel

hat ein schönes Hausriff und Dutzende

Tauchspots drumherum. Wer noch mehr

Abwechslung sucht, bucht eine Tauchkreuzfahrt

ab Malé. Dabei laufen zum Teil

sehr luxuriöse Schiffe auf einem einzigen

Törn einige der besten Spots der Atolle an.

BOUTIQUE BEACH

DHIGURAH

Romney Drury lebt ihren Traum. Und

sie teilt ihn mit Gästen aus aller Welt.

Als passionierte Taucherin musste sie

sich in die Malediven verlieben. Aber

sie liess sich nicht etwa auf einer der

üblichen Ferieninseln nieder, sondern

auf einer Einheimischen-Insel. Ihr Boutique

Beach Dhigurah ist eines der

Guesthouses, die ein authentisches

Malediven-Erlebnis bieten, ohne Luxusresort-Scheinwelt,

trotzdem mit viel

Komfort. Vor allem für Taucher ist es

eine ideale Basis. Es befindet sich mitten

in einem Walhai-Schutzgebiet, in

dem rund 350 der riesigen Tiere leben.

Auch Mantas lassen sich das ganze

Jahr über im Süd-Ari-Atoll beobachten.

Mehr über die gigantischen Bewohner

des Indischen Ozeans erfahren Interessierte

im Walhai-Forschungszentrum

am Hafen der kleinen Insel. Wer selbst

spannende Begegnungen unter Wasser

dokumentiert hat, kann diese per

Projektor mit anderen Gästen des

Boutique Beach Dhigurah teilen. Ansonsten

verfügt das Haus über sechs

Deluxe-Zimmer, ein Restaurant mit

internationalem Büffet und ein zweites

mit Getränkeecke auf der Dachterrasse.

Wichtiger als die Daten und Fakten

aber ist Romney Drurys Herzlichkeit,

mit der sie ihre Gäste empfängt. Und

als leidenschaftliche Taucherin hat sie

immer auch ein paar gute Tipps parat.

Um die Unterwasserwelt der Malediven

zu geniessen, muss man allerdings nicht

unbedingt tauchen können. Vieles lässt

sich schon beim Schnorcheln entdecken.

Ausserdem ist der Inselstaat nicht nur ein

Ziel für Taucher, sondern dank der Vielfalt

der Resorts und Gästehäuser ein Traum

für alle: für Hochzeitsreisende, Familien,

Bade- und Aktivurlauber sowie für Geniesser.

16 BON VOYAGE Herbst 2018

Titelstory - Abtauchen zum Aufatmen


Taucherparadies im Nord-Malé-Atoll

OBLU at Helengeli

Nach einer Renovierung erstrahlt das

All-Inclusive-Resort in neuem Glanz. Ganz ohne

Make-up kommt der eigentliche Star der Insel aus:

Das Hausriff ist bereits von Natur aus perfekt.

Andreas Hottenrott

OBLU at Helengeli

Bunt leuchtende Fischschwärme

streifen durch ebenso farbenfrohe

Korallen, die sich selbst dort noch

an steile Felswände krallen, wo der Untergrund

unvermittelt in den Indischen Ozean

abfällt. Riffhaie und Meeresschildkröten

mit auffälligem Kachelmuster schweben

lautlos über den Meeresboden, wo

Muränen gelegentlich die Köpfe aus ihren

Höhlen strecken. An keinem Hausriff der

Malediven kann man so schön abtauchen

wie vor Helengeli. Was viele Gäste des

OBLU at Helengeli schon geahnt haben,

hat das renommierte «DIVE Magazine» bestätigt:

Das Fachblatt wählte das Hausriff

des Resorts zum zweitbesten – weltweit!

Kein anderes aus dem Inselstaat schaffte

es in die erlesene Rangliste.

Schon Schnorchler können den riesigen

Artenreichtum des Hausriffs in einigen

Metern Entfernung zum Strand bestaunen.

Taucher erleben dann die ganze Vielfalt

der zwischen zwei Kanälen gelegenen

Unterwasserwelt. In der Strömung der

beiden Rinnen fühlen sich grosse Meeresbewohner

wie Thunfische und Haie ganzjährig

wohl, Mantarochen gleiten mit sanften

Flügelschlägen vor allem zwischen Juli

und Oktober sowie von Dezember bis April

durch die Fluten. Weitere 35 Top-Tauchreviere,

die man sich fast nie mit anderen teilen

muss, befinden sich in einem Umkreis

von maximal einer Stunde mit dem Dhoni.

Mit natürlicher Schönheit begeistert

nicht nur das Szenario unter Wasser,

sondern auch die 50 Minuten mit dem

Speedboat von Malé entfernte Insel Helengeli.

Daran haben selbst die Ende 2015

abgeschlossenen Modernisierungen der

Anlagen nichts geändert, eher im Gegenteil:

Das maledivische Management setzt

ganz auf naturverbundenes Design und

Barfuss-Flair im Resort. Die 116 Villen präsentieren

sich zwischen grünen Palmen

und weissem Sand in einem Mix aus zeitgemässem

Design und traditionell maledivischen

Elementen. Alle verfügen über ein

Open-Air-Badezimmer und ein Sonnendeck,

die Beach- und Deluxe Beach-Villen

über Zugang zum Strand, die zur Hälfte in

die Lagune gebauten Lagoon Villen zum

Wasser. Den höchsten Komfort geniessen

Gäste in den exklusiven Beach Suites mit

Garten, Terrasse und eigenem Pool. Nur

für erwachsene Gäste reserviert ist der

«Adults Only» Pool, eine äusserst beliebte

Oase der Ruhe.

Den grössten Pool der Insel findet man

aber am Strand und Helen’s Pool Bar direkt

dahinter. Dort trifft man sich auf erfrischende

Cocktails und einen Snack

zwischendurch. Die Mahlzeiten nehmen

Gäste im Hauptrestaurant «The Spice» mit

internationalem Buffet und Live Cooking

ein, wobei die erstklassigen Gerichte im

All-Inclusive-Konzept des Resorts enthalten

sind. Gegen einen Aufpreis dürfen es

aber auch ein paar Extras sein: kulinarische

etwa beim romantischen Dinner im

«Just Grill», wo frischer Fisch und Fleisch

auf den Rost kommen, oder erholsame mit

einer Behandlung im hauseigenen Spa.

BON VOYAGE Herbst 2018

Titelstory - Abtauchen zum Aufatmen

17


Malediven

Huvafen Fushi

Die Ikone maledivischer

Luxusresorts besticht

durch top Komfort und

ein extravagantes Spa.

Huvafen Fushi

Warum der Name «Huvafen Fushi»

übersetzt «Trauminsel» bedeutet,

erschliesst sich Besuchern

auf den ersten Blick: Dichte Tropenvegetation

erhebt sich über einen fast weissen

Sandstrand, davor glitzert eine türkisfarbene

Lagune. Und der Luxus im Resort

steht der Inselidylle in nichts nach. Das

spüren Gäste besonders in den grosszügig

bemessenen Unterkünften. Der kleinste

Bungalow ist 125, der geräumigste Pavillon

800 Quadratmeter gross. Einzigartig

macht das Huvafen Fushi die weltweit erste

Wellness-Einrichtung unter Wasser. Im

Huvafen Spa & Pearl geniessen die Gäste

wohltuende Massagen, während sie vom

Meeresgrund aus bunte Fische vor der

Glasscheibe beobachten. Besonders Paare

schätzen das «Adults only»-Resort, das

neben herausragendem Komfort auch ungestörte

Privatsphäre verspricht. [ ah/bk]

HANIFARU BAY

Aus der Vielzahl an Weltklasse-Tauchrevieren der Malediven sticht das

Baa-Atoll noch einmal heraus. Für Tierfreunde ist die zum UNESCO Biosphären-Reservat

erklärte Hanifaru Bay das absolute Highlight. Die

trichterförmige Lagune ist zwar nur so gross wie ein Fussballfeld und

nur für Schnorchler zu bestimmten Zeiten zugängig, lockt mit ihrem

Reichtum an Plankton aber eine Vielzahl an Mantas an. Hunderte der

majestätischen Rochen lassen sich zwischen Mai und November dabei

beobachten, wie sie sich an den Kleinstlebewesen bedienen. Auch die

riesigen, aber friedlichen Walhaie stossen hin und wieder dazu.

Malediven

Amilla Fushi

Auf der modernen Insel finden Familien und Paare

Erholung pur, am Riff ein echtes Naturphänomen.

Purismus kann durchaus einladend

sein. Das beweist das Amilla Fushi

eindrucksvoll mit seinen weissen

Villen, die mit minimalistischem Design

über dem Wasser des Indischen Ozeans

schweben. Für maledivische Verhältnisse

noch ausgefallener sind die Tree Houses

des Resorts. Mehrere Meter über dem Boden

thronen die Rückzugsorte für Ruhesuchende

in den Wipfeln der Palmen. Neben

ihrer entspannten Atmosphäre ist die Luxusinsel

im Baa-Atoll bekannt für ihre kulinarischen

Höhenflüge. Zum Dinner trifft

man sich im Overwater-Restaurant «Feeling

Koi» oder im Dschungelgrill «Mystique

Garden», falls man sich nicht zu einem

romantischen Strandpicknick verabredet

hat. Wassersportler zieht es hinaus ans

Hausriff. Dort können sie ein einzigartiges

Blue Hole erkunden, eine Art Höhle inmitten

der Korallenformationen, in die Tageslicht

eindringt. [ ah/bk]

Amilla Fushi

18 BON VOYAGE Herbst 2018

Titelstory - Abtauchen zum Aufatmen


LETS’GO TOURS

Let‘s go Tours ist der Schweizer Spezialist für den Indischen Ozean,

Arabien, Afrika und Inseln im Ostatlantik.Das Katalogsortiment von

Let’s go Tours ist in jedem guten Reisebüro erhältlich.

KAPVERDEN

MALEDIVEN

SÃO TOMÉ UND PRÍNCIPE

SANSIBAR

SEYCHELLEN

MAYOTTE

MAURITIUS

MIT EMIRATES ZU DEN INSELWELTEN

IM INDISCHEN OZEAN

Dank modernster Kabinenausstattung, dem unvergleichlichen Unterhaltungsangebot,

exzellenten Mahlzeiten und hochstehendem

Service beginnt Ihre Ferienreise mit Emirates bereits beim Einsteigen.

Emirates fliegt ab Dubai täglich zu den Inselwelten im Indischen

Ozean. Zwischen Zürich und Dubai sowie zwischen Dubai und

Mauritius kommen Sie in den Genuss, mit dem grössten Passagierflugzeug

der Welt, dem Airbus A380, zu reisen. Um die Flugdauer

zu verkürzen, lohnt sich auch ein Zwischenstopp in der pulsierenden

Golf-Metropole Dubai.

Advertorial Emirates

BON VOYAGE Herbst 2018

Titelstory - Abtauchen zum Aufatmen

19


Mauritius und Seychellen

Vielfalt in Inselform

Während Mauritius alle Voraussetzungen für Traumferien in sich vereint, scheint

jede Insel der Seychellen für andere Vorlieben gemacht. Wassersportler finden an

beiden Orten ihren Garten Eden.

Andreas Hottenrott und Bernhard Krieger

Le Morne Peninsula, Mauritius |

Edition Ile aux Images

Aus der Luft wirkt Mauritius wie für

Traumferien entworfen. Ein grüner

Edelstein, eingefasst in ein feines

Band weisser Sandstrände, der aus dem

tiefblauen Meer aufragt. Treffen im Norden

die Sonnenanbeter auf die Nachtschwärmer

im Ort Grand Baie, zieht es Golfer und

Naturfreunde in den unberührten Osten

oder in den Süden, wo die Erde in satten

Blau-, Grün-, Rot- und Gelbschattierungen

schimmert. Taucher finden überall fantastische

Spots.

Bunte Riffe direkt vor der Haustür,

atemberaubende Tauchreviere mit mystischen

Schiffswracks und dramatische

Steilwände nur ein paar Bootsminuten

entfernt: Hätte die Natur im Indischen

Ozean nicht bereits vollkommene

Taucherparadiese geschaffen, man müsste

Orte wie Mauritius und die Seychellen extra

für Wassersportler erfinden.

Der Inselstaat der Seychellen liegt 1000

Kilometer vom nächsten Festland, von der

Schweiz aus aber weniger als zehn Flugstunden

entfernt. Seine 115 Eilande sprenkeln

den Ozean wie winzige Tropfen und

bieten sich an für ein Insel-Hopping, auf

dem man im Schatten imposanter Granitfelsen

oder auf aus Korallen entstandenem

Grund wandert.

Und dann gibt es sie noch, diese wertvollen

Geheimtipps, die aus ohnehin

schon wundervollen Ferien etwas Spezielles

machen, etwas ganz und gar Eigenes.

Wer hatte schliesslich zu Hause schon die

Gelegenheit, von seinem Aufenthalt auf

den abgelegenen Seychellen-Atollen und

Inseln wie Alphonse Island, den Amiranten,

dem Cosmoledo oder dem Astove Atoll

zu berichten? Wer konnte schon Bilder

zeigen von seinem Trip ins Naturparadies

Saint Brandon, das unberührt 550 Kilometer

nordöstlich von Mauritius liegt? Und

wer ist bereits mit der SV Sea Pearl in See

gestochen, einem traditionellen holländischen

Segelschiff, das in sieben Nächten auf

Tauchsafari zwölf Inseln der Seychellen

ansteuert?

MAYOTTE MIT DEM

KATAMARAN

Zwischen dem afrikanischen Kontinent

und Madagaskar liegt Mayotte im

Südwesten des Indischen Ozeans. Die

kleinere Petite Terre und die grössere

Grande Terre bilden die Hauptinseln

dieses Übersee-Departements

Frankreichs, doch innerhalb seines

natürlichen Schutzwalls aus Korallen

verteilen sich viele weitere Mini-Eilande.

Mit ihrem Farbenspiel von weissem

und schwarzem Sand in azurblauem

und türkisgrünem Wasser ziehen sie

Besucher in ihren Bann. Genauso wie

Dziani-Dzaha mit einem Krater, der

Auskunft gibt über den vulkanischen

Ursprung des Landes. Die vielleicht

schönste Art, die Inseln zu erkunden,

ist eine Tour mit dem Katamaran – ein

unvergesslicher Segeltörn zwischen

unberührten Inseln wie aus einem

Abenteuerroman.

20 BON VOYAGE Herbst 2018

Titelstory - Abtauchen zum Aufatmen


Seychellen

Constance Ephelia

Das Grundstück von Constance Ephelia

umfasst erstaunliche 124 Hektar

und das Hotel grenzt an den Marnie

Nationalpark. Auf der Insel Mahé finden

Gäste des familienfreundlichen Fünf-Sterne-Hauses

Entspannung pur. «In dem über

5000 Quadratmeter grossen USpa Bereich

werden wohltuende Anwendungen angeboten,

die auf regionalen und natürlichen

Essenzen des Indischen Ozeans basieren

– Ylang Ylang, Frangi-pani, Vanille oder

Kokos betören die Sinne», sagt General

Manager Stephane Duchenne. «Zusätzlich

steht die renommierte französische Marke

Ymalia zur Verfügung.» Auch ansonsten haben

Reisende bei ihrem Aufenthalt auf den

Seychellen die schöne Qual der Wahl: Sollen

es Zimmer, Suiten oder Villen sein? Den

grössten Luxus erlebt man in der Presidential

Villa mit knapp 1000 Quadratmetern

Wohnfläche. Für Mahlzeiten stehen das

Hauptrestaurant «Corossol» und vier weitere

zur Auswahl, für Shoppingtouren gleich

vier Boutiquen, fürs Sonnenbaden zwei

Strände. Hotelgäste freuen sich zum über

ein umfangreiches Sport- und Aktivitäten-

Programm zur Verfügung.

Mauritius

Constance Belle Mare Plage

Oberhalb einer geschützten

Lagune am zwei Kilometer

langen Sandstrand im Osten

von Mauritius trifft tropisches Flair

auf zeitgemässe Eleganz. Dieses Ambiente

zieht besonders Golfer an, die

vor herrlicher Inselkulisse auf den

beiden Championship-Golfplätzen

des Hauses abschlagen. «Doch nicht

nur passionierte Golfer kommen im

Constance Belle Mare Plage ganz

auf ihre Kosten», sagt General Manager

Gert Puchtler. «Auch Gourmets,

Sportbegeisterte oder Ruhesuchende

finden in dem stilvoll renovierten

Resort alles, was das Herz begehrt.»

Wassersportler etwa erkunden

dramatische Riffformationen und

begegnen beim Schnorcheln und

Tauchen den faszinierenden Meeresbewohnern

des Indischen Ozeans.

Zurück an Land warten sieben Restaurants

und fünf trendige Bars auf

die Urlauber. Der Blue Penny Cellar

lockt Geniesser mit einer riesigen

Weinauswahl, Haute Cuisine und

hausgemachten Delikatessen.

TAUCHTIPP

Auf Tauchgang mit Constance

Neben dem Constance Ephelia und

dem Constance Belle Mare Plage gibt

es noch sechs weitere Häuser der Nobelmarke

im Indischen Ozean: Constance

Prince Maurice auf Mauritius,

Constance Lemuria auf den Seychellen,

Constance Halaveli und Constance

Moofushi auf den Malediven, Constance

Tsarabanjina auf Madagaskar

und das neue Constance Aiyana auf

Sansibar. Sie alle sind umgeben von

einer spektakulären Unterwasserwelt.

Die Tauchlehrer der Resorts helfen

Einsteigern, ihre Fähigkeiten zu verbessern,

und führen erfahrene Wassersportler

an atemberaubende Plätze.

Auf Gäste warten unvergessliche Begegnungen

mit Schildkröten, Delfinen,

Mantarochen und dem grössten Fisch

der Welt – den imposanten Walhaien.

BON VOYAGE Herbst 2018

Titelstory - Abtauchen zum Aufatmen

21


Mauritius

Paradis Beachcomber Golf Resort & Spa

Aktivurlauber jeden

Alters kommen im

Schatten des Berges

Le Morne Brabant

auf ihre Kosten.

/ Minaret Station

Für Aktivurlauber hat das Resort das

passende Angebot – Sports Beachcomber

sei Dank. Die grösste Sportschule

im Indischen Ozean ermöglicht

Gästen eine breite Palette an Sportarten

zu Land und zu Wasser, von denen die

meisten im Preis inbegriffen sind. Dass es

auch Golfer ins Paradis Beachcomber Golf

Resort & Spa zieht, verwundert kaum. Der

hauseigene 18-Loch-Championship-Golfkurs

ist wunderschön gelegen und bietet

Herausforderungen für Spieler aller Leistungsstufen.

Kitesurfer können gegen einen Aufpreis

das private Coaching-Konzept des Schwesterresorts

Dinarobin an einem nahegelegenen

Strandabschnitt testen. Apropos

Strand: Einer der besten auf ganz Mauritius

befindet sich an der Küstenlinie der Halbinsel

Le Morne und in den 13 Strandvillen

des Resorts fühlt man sich wie im eigenen

Ferienhaus. Weitere Zimmer und Suiten

verteilen sich zwischen üppigem Grün.

[ ah/bk]

Mauritius

Shandrani Beachcomber Resort & Spa

Das luxuriöse Resort lässt mit seinem

exklusiven All-inclusive-Angebot

keine Wünsche offen.

Das Shandrani Beachcomber Resort

& Spa liegt auf einer Halbinsel im

Osten von Mauritius. Sonnenanbeter

können aus gleich drei separaten

Stränden zu Füssen des Fünf-Sterne-Hauses

wählen. Noch grösser ist die Auswahl

in Sachen Unterhaltung für Sportler: Über

das All-inclusive-Angebot des Resorts sind

bereits Aktivitäten wie Wasserski, Windsurfen,

Schnorcheln sowie Glasbodenbootoder

Kajaktouren abgedeckt. Noch mehr

Abwechslung bieten etwa der Segelclub

oder die Tauchschule gegen Aufpreis. An

Land lädt der hauseigene Neun-Loch-Golfplatz

zu einer Partie ein, anschliessend

warten Massagen im Alfresco Spa und

abends exzellente Dinner-Optionen – von

italienischer und Thai-Küche bis hin zu

saisonalen Gerichten – auf die Gäste. Die

Unterkünfte sind geräumig und reichen

von Zimmern und Suiten bis hin zu Appartements.

[ ah/bk]

22 BON VOYAGE Herbst 2018

Titelstory - Abtauchen zum Aufatmen


The way to pay.

i

cashfree

AND YOU?

Geniessen Sie die grosse Freiheit, bezahlen Sie weltweit bargeldlos

und sammeln Sie gleichzeitig wertvolle Prämienmeilen: mit der

leistungsstarken Cornèrcard Miles & More Karte, die auch den

bequemen, schnellen und sicheren Einsatz mit Smartphones und

Wearables unterstützt.

I am cashfree. And you? #iamcashfree cornercard.ch


Sansibar

Mehr als nur Kaffee und Gewürze

Vor Ostafrikas Küste liegt eine Insel, deren Gewürze schon vor Jahrhunderten in Häfen

am Indischen Ozean gehandelt wurden. Sansibar verspricht kulinarische Höhenflüge –

genauso wie sportliche. Es sei denn, man taucht ab in faszinierende Wasserwelten.

Lukas Scheid

Stone Town Market, Sansibar

Eine sanfte Welle erreicht den

Paje-Strand an der Küste. Sie umspült

die Knöchel und steigt bis kurz

unter die Knie. Das Wasser ist angenehm

warm, die Sonne steht beinahe im Zenit

und Wolken verdecken nur vereinzelt den

sonst strahlend blauen Himmel. In diesem

Moment erfasst eine Windböe den

Kite-Schirm, füllt ihn mit Luft und lässt ihn

sekundenschnell in die Höhe steigen. Beim

Kitesurfen ist das der kritische Moment, in

dem sich entscheidet, ob der Startversuch

glückt oder man doch ohne Brett unter

den Füssen im Wasser landet. Im seichten

Gewässer in Küstennähe werden zunächst

nur Trockenübungen im Stehen gemacht,

bevor es raus aufs offene Meer geht. Kitesurf-Einsteiger

finden ideale Bedingungen

vor, um sich dem Sport unter Anleitung

von professionellen Lehrern von Grund auf

zu nähern. Wer Schirm und Board bereits

voll unter Kontrolle hat, wird Sansibars

Ostküste ebenso verfallen, denn Paje kann

auch richtig wild sein.

Beinahe totenstill ist es dagegen unter

Wasser, wenn einzig und allein das Glukkern

der Luftblasen aus dem Mundstück

zu hören ist und ansonsten die Ruhe des

Ozeans alles übertönt. In Bwejuu, nur wenige

Kilometer nördlich von Paje, liegt das

Dive Center Rising Sun. Adriano, der Besitzer

der Tauchschule, ist der Meinung,

dass es kaum einen besseren Ort gibt, um

tauchen zu lernen: «Wer noch nie vorher

getaucht ist, kann durch unsere PADI-zertifizierten

Kurse an zwei bis drei Tagen

erste Erfahrungen im Pool machen und

dann im offenen Gewässer direkt die unglaubliche

Unterwasserwelt von Sansibar

bestaunen», erzählt er in fliessendem

Deutsch. Adriano kennt die Riffe der Insel

wie sein eigenes Wohnzimmer. Sein

Lieblings-Tauchspot ist Ukwehli. Weisse

Riffhaie, Napoleon-Lippfische und Rochen

bevölkern die bunten Korallen, die bis

in eine Tiefe von 40 Metern reichen – ein

atemberaubendes Erlebnis.

Die Dongwe-Region liegt etwa eine

Autostunde von der Inselhauptstadt Stone

Town entfernt. Die Fahrt verläuft vorbei an

Palmen sowie an Kaffee- und Gewürzplantagen,

am Ende der Strasse liegt der feine,

weisse Sandstrand von Paje. Nach Norden

hin erstreckt sich ein Küstenabschnitt,

der von erstklassigen Hotels geprägt ist –

darunter auch die vier Boutique-Resorts

der Zanzibar Collection (gegenüberliegende

Seite).

24 BON VOYAGE Herbst 2018

Titelstory - Abtauchen zum Aufatmen


Baraza Resort and Spa

Das Baraza zählt zu den exklusivsten Boutique-Resorts

der Insel und liegt direkt an einem

der schönsten Strände der Welt. Die 30 Villen des

Resorts spiegeln das kulturelle Erbe Sansibars

aus arabischen, indischen und Swahili-Einflüssen

wider. Im Sultans Dining Room werden

köstliche Spezialitäten aus dem Orient serviert,

während im Frangipani Spa schon eine lockernde

Thai-Massage wartet.

Zawadi Hotel

Neun private Cottages mit herrlicher Aussicht auf den

Indischen Ozean. Die 100 Quadratmeter grossen Villen liegen

auf einer Klippe über dem Meer. Über eine Treppe erreicht

man den privaten Strand, von dem man direkt zum

Schwimmen oder Schnorcheln ins Meer gelangt. Im Drift

Wood Dining Room bereitet der Chefkoch hervorragende

Gerichte mit frischen Zutaten direkt von der Insel zu. Der

ursprüngliche Mangrovenwald ist nur zehn Gehminuten

entfernt und kann zu Fuss erkundet werden.

The Palms

Wer Ruhe und Exklusivität sucht, wird sie im The

Palms Zanzibar finden. Gerade einmal sechs

private Villen fasst das Boutique Resort am Dongwe

Strand. Ob in den Flitterwochen oder in den

normalen Ferien, die schmucken und gemütlichen

Bungalow-Villen werden allen Ansprüchen

gerecht. Das exquisite Restaurant besticht mit

perfekt zubereitetem Fisch und das Sanctuary

Spa direkt am Meeresufer lädt ein zu beruhigenden

Swahili-Behandlungen.

Breezes Beach Club & Spa

Das typisch sansibarische Äussere des Resorts mit

Reetdächern und Holzterrassen geht einher mit

einem höchst eleganten Interieur-Design aus warmen,

natürlichen Farben. Drei Restaurants bieten

eine grosse Auswahl an hervorragenden Dinnerund

Lunch-Möglichkeiten. Neben den Wassersportangeboten

des Resorts haben Gäste auch

die Möglichkeiten an kulturellen Exkursionen und

Kochstunden teilzunehmen, um den Aufenthalt

auf Sansibar noch vielfältiger zu gestalten.


São Tomé und Príncipe

Inseln für Entdecker

Unberührte Natur,

entspannte Einheimische

und herrliche Ruhe:

An Afrikas Westküste

geniessen Reisende die

Vorzüge eines echten

Geheimtipps.

Andreas Hottenrott

Von São Tomé und Príncipe haben sicherlich

noch nicht allzu viele Menschen

gehört. Vielleicht aber etwas

gesehen oder geschmeckt: Angeblich soll

der Werbespot eines bekannten Rumherstellers

am traumhaften Banana Beach

gedreht worden sein, ganz sicher sogar

gehört die im Land hergestellte Schokolade

zu den besten der Welt. Und der zweitkleinste

Staat Afrikas hat noch mehr zu

bieten als Sonne und Süsses.

Vulkanische Aktivitäten haben die beiden

Inseln am Äquator vor Urzeiten aus dem

Ozean gehoben. Heute ragt der Berg Pico

São Tomé auf der Hauptinsel São Tomé

wie ein Obelisk mehr als 2000 Meter über

den Meeresspiegel empor. Wanderer finden

in seinem Schatten herausfordernde

Pfade, Naturfreunde im dichten Urwald

seltene Vogel- und Pflanzenarten. Vor der

Küste tummeln sich verspielte Delfine und

Buckelwale. Das Lebensmotto der Einheimischen

– «leve leve», sinngemäss: immer

mit der Ruhe – überträgt sich schnell auf

Reisende. Zumal Liegeplätze am Strand

Ilhéu Bom Bom, Príncipe |

Montalembert de Ghislain

nicht gegen andere Urlauber verteidigt

werden müssen, dafür kommen zu wenige

auf die Inseln. Der Tourismus auf São Tomé

und Príncipe steht eben noch am Anfang.

Genau das macht den Inselstaat für Neugierige

und Abenteuerlustige so reizvoll.

DIE SCHÖNSTEN RESORTS DER INSELN

Bom Bom

Alles im Resort Bom Bom auf Príncipe fügt

sich zum Bild eines echten Tropenparadieses

zusammen. Seine 19 Bungalows verstecken

sich in dichter Vegetation, einige

direkt am Meer, andere mit üppigem Garten

vor der Haustür. Am Strand erfüllen die

Düfte aller möglichen exotischen Früchte

die Luft, im Bom Bom Restaurant entfalten

sie ihre Aromen dann auf den Tellern.

Im hauseigenen Spa setzt man auf Anwendungen

mit Kokosöl. Verschiedene Ausflugsmöglichkeiten

offenbaren die ganze

Schönheit der Insel und wer Glück hat,

kann gefährdete Meeresschildkröten beim

Schlüpfen beobachten.

Roça Sundy

Im Norden von Príncipe versprüht das

Roça Sundy’s den Charme eines vergangenen

Jahrhunderts, dabei bieten die jeweils

sechs Zimmer des Colonial House und des

Plantation House auch zeitgemässen Luxus.

Einst gehörten die beiden Haupthäuser

zur zweitgrössten Plantage der Insel.

Da sich das Hotel sein Grundstück mit der

lokalen Gemeinde teilt, gibt es zahlreiche

Berührungspunkte zwischen den Menschen

dort und den Gästen, von einfachen

Gesprächen bis hin zu einer Partie Fussball.

Wer die Lebensweise und Kultur der

Inselbewohner kennenlernen möchte, ist

im Roça Sundy’s an der richtigen Adresse.

Sundy Praia

Zwischen den Zweigen der Mandel- und

Bananenbäume verschmelzen die 15 mit

Zeltdächern überspannten Villen – teilweise

mit privatem Pool – beinahe mit ihrer Umgebung.

Für die Inneneinrichtung wurden

natürliche Materialien verwendet, einige

in Handarbeit von Einheimischen veredelt,

andere als echte Designer-Stücke gefertigt.

Von den Holzterrassen aus blicken Gäste

durch Palmenblätter in Richtung Meer. Auch

im Restaurant bedient man sich an dem,

was die umliegende Natur zu bieten hat. So

entstehen exquisite saisonale Gerichte aus

frischen Fischen und Meeresfrüchten, verfeinert

mit lokalen Früchten und Gewürzen.

26 BON VOYAGE Herbst 2018

Titelstory - Abtauchen zum Aufatmen


Kapverdische Inseln

Unzählige Reiseziele in einem Land

Die Frage nach dem passenden Ferienziel ist schnell beantwortet – Kapverden.

Doch passend wofür eigentlich? Auf den facettenreichen Inseln lautet die Antwort:

für fast jede Reisevorliebe.

Andreas Hottenrott

Die Kapverden sind ein grossartiger

Ort, um im goldgelben Sand und bei

25 Grad Celsius Wassertemperatur

einfach mal zu faulenzen. Oder sich beim

Surfen und Kiten von den Wellen tragen zu

lassen. Oder um zu tauchen, zu wandern,

sich aufs Mountainbike zu schwingen, tropische

Wälder in tiefen Tälern zu erkunden

und steinige Pfade an kargen Vulkankratern.

Wie wäre es mit Historie und Kultur?

Bei 500 Jahren Kolonialgeschichte unter

portugiesischer Herrschaft kein Problem.

Insgesamt 15 Inseln bilden den Staat im

Atlantik – jede einzelne von ihnen hat ihren

ganz eigenen Charakter.

Gemeinsam haben sie rund 330 Sonnentage

pro Jahr. Die beste Zeit für eine

Reise können Urlauber praktisch frei wählen,

über ihr Ziel entscheiden dann die jeweiligen

Vorlieben. Santo Antão ist ein grünes

Naturparadies und ideal für Wanderer

und Radfahrer, für die der Schwierigkeitsgrad

ihrer Touren mit jedem Höhenmeter

steigt. Fogo wird vom Vulkan Pico de Fogo

dominiert. Der Feuerberg hat seine Umgebung

in eine imposante Mondlandschaft

aus erkalteter Lava und Wanderdünen aus

schwarzer Asche verwandelt. Auf São Vicente

feiern sie im lebhaften Örtchen Mindelo

einen fröhlichen Karneval fast wie in

Brasilien und auf Santiago ein riesiges Musikfestival

am Praia Gamboa. Touristisch

am besten erschlossen sind die Inseln

Strand des Hotels Morabeza

HOTEL MORABEZA

Seine ausgezeichnete Lage macht das

Hotel Morabeza zu einer äusserst beliebten

Adresse auf Sal. Das Dreieinhalb-Sterne-Haus

befindet sich direkt an einem

der schönsten Strände der Insel, den

nicht nur Badeurlauber für sich entdeckt

haben, sondern auch Surfer als Basis für

Ausflüge auf die Santa Maria Bay nutzen.

Zudem befindet sich das Tauchzentrum

des Hotels am Strand. Auch zum Ortskern

von Santa Maria ist es nicht weit, schon

nach rund 300 Metern erreichen Hotelgäste

verschiedene Bars, Restaurants und

Einkaufsmöglichkeiten. Das Morabeza

Boavista mit dem 20 Kilometer langen Badestrand

Praia de Santa Monica sowie Sal,

die Surfer und Segler mit idealen Passatwinden

lockt.

verfügt über insgesamt 121 stilvoll eingerichtete

Zimmer und Suiten. Das leckere

Frühstück wird im Hauptrestaurant serviert,

währenddessen am Mittag gegrillter

Fisch und andere Köstlichkeiten im Beach

Club aufgetischt werden. Das Nachtessen

wird dann im À-la-carte-Restaurant Les

Palmiers serviert oder im La Tortue, das

mit exotischen Gerichten glänzt. Auf jeden

Fall lohnt es sich, das Nationalgericht

Cachupa zu probieren.

Für Abwechslung sorgt das Sportangebot

des Hotels mit drei Schwimmbädern, zwei

Tennisplätzen und einem Fitnessraum.

Bei so viel Auswahl fällt die Entscheidung

nicht leicht. Oder doch? Mit einem

Inselhopping lassen sich alle Vorzüge der

Kapverden auf einer Reise verbinden.

Santo Antao Island, Kap Verdische Inseln


Tauchen mit Stil

Diese Uhren haben nicht nur «Tiefgang» – sie sind intelligent, machen an Land eine gute Figur und sind gut für die Umwelt.

Was will Mann von einer Taucheruhr mehr, die auch bei Frauen gut ankommt?

Erna Jonsdottir

Das Clipperton-Atoll:

Die unbewohnte

Inselgruppe befindet

sich an der westlichen

Küste Mexikos. Sie zählt

aufgrund ihrer Lage zur

abgelegensten Landmasse

der Welt.

SEIKO

ORIS

Illegaler Fischfang und Wasserverschmutzung

betreffen auch das

französische Atoll Clipperton: Trotz

abgeschiedener Lage ist das einzigartige

Ökosystem mit bedrohten

Tierarten wie etwa Haien in

Gefahr. Deshalb setzt der

Uhrenhersteller Oris sein

2017 gestartetes Engagement

mit der neuen Clipperton

Limited Edition fort. Die

2000 Exemplare basieren

auf der bekannten

Aquis-Serie. Das Edelstahlgehäuse

mit einer

Gravur des Umrisses des

Clipperton-Atolls auf dem

Gehäuseboden ist bis 300

Metern wasserdicht.

www.oris.ch

Gleich drei Modelle der Seiko-Taucheruhren sind dem Erhalt

der Meereswelt gewidmet: Ein Teil des Erlöses geht nämlich an

das Ocean Learning Center des Markenbotschafte r s und Naturschützers

Fabien Cousteau in New York. Seine Organisation

leistet einen Beitrag für die Erhaltung der Meeresbewohner. Die

Ziff erblätter der Taucheruhren Save the Ocean sollen deshalb

optisch an die Hautfalten der Blauwale erinnern. Die Dreierserie

besteht aus einem Solar Chronographen und zwei Automatikuhren.

Sie erlauben einen Tauchgang bis in 200 Meter Tiefe.

www.seiko.de

CERTINA

Die Sonderedition von Certina ist auf eine

ganz besondere Art leistungsstark: Mit der DS

Action Diver Sea Turtle Conservancy setzt sich

der Uhrenhersteller für die Organisation Sea

Turtle Conservancy ein und schützt damit die

Meeresschildkröten und deren Lebensräume.

Die Taucheruhr, die bis zu 300 Meter wasserdicht

ist, verfügt über einen blauen Sekundenzeiger,

der auf die Gravur des offiziellen Logos von Sea

Turtle Conservancy verweist.

www.certina.com

28 BON VOYAGE Herbst 2018

Tauchen mit Stil


TAG HEUER

Ultraleicht, widerstandsfähig und sportlich sind die drei Schlagwörter,

welche die neue TAG Heuer Sonderserie nicht besser beschreiben

könnten. Die Aquaracer Carbone wird in drei Ausführungen

mit blauen, gelben und rosegoldenen Akzenten lanciert. Das

Titangehäuse ist mit schwarzem PVD beschichtet, das Zifferblatt im

Karbon-Look bedruckt. Die Taucheruhr, die eine der modernsten

Interpretationen der bekannten Aquaracer ist, kann übrigens lediglich

in Boutiquen und im E-Shop gekauft werden.

www.tagheuer.com

TUDOR

Sie ist in der Taucher-Szene berühmt: die Black Bay

von Tudor. Das Kultmodell ist inzwischen 60 Jahre

alt geworden. Grund genug, den Geburtstag mit dem

neuen Modell S&G (Steel & Gold) zu feiern, welches

neu die Datumsfunktion in die Linie einführt und mit

verschiedenen Armbändern erhätlich ist.

www.tudorwatch.com

DAVOSA

Kaum zu glauben, dass die

«Black Suit» Davosa Ternos

Pro eine Taucheruhr ist.

Mit ihr können Sie nicht

nur Expeditionen in 500

Meter Tiefe unternehmen.

Die auf 500 Stück

limitierte Ausführung ist

derart stylisch, dass Sie auch

an Land damit eine gute Figur

machen.

www.davosa.com

TISSOT

Mit dieser Uhr können Sie mühelos ab- und auftauchen. Sei

es 300 Meter unter Wasser oder abends in der Hotel-Lounge:

Die Tissot Seastar 100 Gent Automatic vereint Design und

Leistung der Extraklasse in einem sportlichen Look.

www.tissotwatches.com


Must Haves

Praktisches für die Reise und danach

Hoch hinaus mit dem

Sportkopfhörer RP-BTS35

Panasonic präsentiert den idealen Trainingspartner: Der

Bluetooth Kopfhörer BTS35 liefert den perfekten Sound zu jeder

körperlichen Tätigkeit. Das kabellose Design und die optimale

Passform gewähren maximale Bewegungsfreiheit. Selbst bei

anspruchsvollen Workouts sitzt der Kopfhörer fest und bequem

im Ohr. Zudem ist das Gehäuse nicht nur wasser-, sondern auch

schweissabweisend. Die dynamischen Klänge und die satten

Bässe motivieren während der gesamten Trainingseinheit.

www.panasonic.ch

Action-Kamera FUJIFILM FinePix XP130 –

der perfekte Begleiter für jede Situation

Die FUJIFILM FinePix XP130 ist eine robuste Action-Kamera mit

allen notwendigen Eigenschaften für jede Situation: wasserdicht

bis 20m Tiefe, stossfest, staubgeschützt, einsatzfähig bis -10°C,

Full-HD Videofähig, Bluetooth- und WiFi-Funktionen und vieles

mehr. Der 16,4 Megapixel BSI CMOS Sensor, das 5 fach optische

FUJINON Zoomobjektiv mit einer Brennweite von 28-140mm

(KB) und die unerreichte FUJIFILM-Farbtechnologie machen die

handliche Kamera zum idealen Begleiter für alle, die am liebsten

draussen aktiv sind und ihre Erlebnisse in brillanten Bildern

festhalten wollen.

www.fuji.ch

Peppadew® – die wilde Paprika

aus Südafrika

Peppadew überzeugt mit ihrem knackigen Biss und

dem süss-scharfen Geschmack und ist der ultimative

Allrounder, der in jeden Kühlschrank gehört. Egal

ob in der kalten oder warmen Küche, ob Apéro-

Häppchen, Salat oder Sandwich, Grill-Spiesschen,

Burger oder Pizza, die wilde Paprika macht aus guten

Zutaten immer etwas ganz Besonderes. Probieren Sie

es aus und peppen Sie Ihre Gerichte mit den roten

Früchtchen so richtig auf.

Erhältlich unter anderem bei Coop, Food Market

Jelmoli, Globus, Loeb und Spar.

30 BON VOYAGE Herbst 2018

Must Haves


Swarovski Optik

CL Pocket Mountain

Kompaktes Reisezoom-Flaggschiff

LUMIX TZ202

Raus aus dem Alltag, hinein in die Natur! Mit dem

neuen CL Pocket Mountain 8x25 präsentiert SWAROVSKI

OPTIK eine neue Ausführung seines bewährten

Kompaktfernglases, das in Sachen optische Leistung

und Sehkomfort wahre Grösse beweist und trotzdem

kompakt genug ist, um bei jedem Abenteuer dabei zu

sein. Mit seinen herausragenden Eigenschaften ist das CL

Pocket Mountain ein perfekter Begleiter für all jene, die

gerne Zeit in der Natur verbringen und sich dabei immer

wieder aufs Neue überraschen lassen wollen.

www.swarovskioptik.com

Mit der LUMIX TZ202 präsentiert Panasonic das neue

Spitzenmodell seiner beliebten Travel-Zoom-Serie.

Ausgestattet mit einem leistungsstarken 1-Zoll-

Hochempfindlichkeits-MOS-Sensor und LEICA 15x-Zoom

bietet die Kamera herausragende Bildqualität mit

ultrahochauflösenden 4K Videos und empfiehlt sich

für unterschiedlichste Aufnahmesituationen. Weiter

bietet die Kamera ein Höchstmass an Flexibilität und

ermöglicht selbst unter schwierigen Bedingungen

verwackelungsfreie Foto- und Videoaufnahmen aus

freier Hand.

www.panasonic.ch

Securicard – Weltweiter Schutz

für Karten und Schlüssel

Securicard ist die vorteilhafte Kombination aus

24h-Kartensperrservice und Schlüsselfundservice. Bei Verlust

können Sie Ihre Zahlungs-, Kunden- und SIM-Karten sowie Ihre

Ausweise mit einem einzigen Anruf sperren lassen. Securicard

plus bietet einen kompletten Versicherungsschutz für den Inhalt

Ihrer Handtasche oder des Portemonnaies im Falle von Verlust,

Diebstahl oder Missbrauch.

www.securicard.ch

BON VOYAGE Herbst 2018

Must Haves

31


La Gomera

Ungleiche Schwestern

Die sieben Inseln der Kanaren sind alle vulkanischen Ursprungs.

Ansonsten könnten Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote,

La Palma, La Gomera und El Hierro kaum unterschiedlicher sein, wie das

neue Kanaren-Programm von Smeraldo Tours beweist.

Lukas Scheid

Die asphaltierte Strasse schlängelt

sich durch die trockene Wüste. Es

ist heiss und einzig und allein der

Fahrtwind sorgt für etwas Erfrischung.

Kaum merklich geht es bergauf, obwohl

man von der Küste Teneriffas bis zur Talstation

der berühmten Teleférico del

Teide, der Seilbahn, die auf den höchsten

Berg des spanischen Staatsgebiets

führt, knapp 2500 Meter hinauffährt. Der

Schichtvulkan ist das Wahrzeichen der Insel

und der höchste Punkt, Pico del Teide

genannt, ragt 3718 Meter über den Meeresspiegel

hinaus.

100 Kilometer weiter östlich auf Gran

Canaria sieht das Landschaftsbild ganz anders

aus. Die drittgrösste der Kanarischen

Inseln wird häufig auch als Mikrokontinent

bezeichnet, da sie Dünenwüsten wie die

Sahara, Bananenplantagen wie die Karibik

und Bergtäler wie Mittelamerika aufweist.

Gran Canaria ist das ideale Ziel für Badeferien

auf den Kanaren, doch auch Wanderer,

Golfer und Wassersportler kommen

voll auf ihre Kosten. Sogar urbanes Flair

hat die Insel zu bieten: Las Palmas de Gran

Canaria gilt als die südlichste Grossstadt

Europas.

«Teneriffa und Gran Canaria sind zweifellos

die beliebtesten Ferienziele der

Kanaren», sagt Sarah Brandenberger. Die

übrigen fünf aber seien nicht weniger aufregend

und schön, ergänzt die Smeraldo-

Tours-Geschäftsführerin.

Da wäre zum Beispiel Fuerteventura mit

300 Sonnentagen im Jahr. Die älteste der

Kanarischen Inseln glänzt durch eine einzigartige

Kultur und idyllische kleine Küstendörfer.

Vor allem das Kunsthandwerk

wie Töpfern, Schnitzen und Korbflechten

hat nach wie vor Tradition auf Fuerte.

Gutes Essen gehört auf der Insel ebenso

dazu wie das grandiose Wetter. Die Küche

ist einfach, deftig und sehr schmackhaft.

Vorspeisen mit kleinen gewürzten Leckerbissen

dürfen auf keiner Tafel fehlen. Eingelegte

Kichererbsen, Garbanzas genannt,

Almogrote aus geriebenen Ziegenkäse,

Paprika, Tomaten und Knoblauch oder

Puchero-Eintopf aus gegartem Gemüse

und Fleisch – wer sich kulinarisch verwöhnen

lassen will, sollte nach Fuerteventura

reisen.

Das erste, was bei einem Besuch auf

Lanzarote auffällt, ist der farbliche Kontrast:

Schwarzes Lavagestein bedeckt den

Grossteil der Insel, weiss getünchte Häuser

markieren die Siedlungen der Winzer,

leuchtend grüne Weinreben deren Felder

und vor den Küsten schimmert das

32 BON VOYAGE Herbst 2018

Europa - Spanien


türkisblaue Meer. Lanzarote ist auch der

Wirkungsort des berühmten Architekten

und Künstler César Manrique. Lange Zeit

durfte auf sein Geheiss hin kein Gebäude

höher als eine ausgewachsene Palme

sein, um die Ursprünglichkeit und Identität

der Insel zu bewahren. Seine Stiftung

in Tahíche ist heute ein beliebtes Ziel für

Inselbesucher. Das auf einem Lavastrom

errichtete Museum der Stiftung zeigt die

Werke Manriques und anderer kanarischer

Künstler.

Die grüne Insel La Palma ist ein weiteres

Schmuckstück der Kanaren. Lorbeerwälder

und Bananenplantagen erstrecken

sich beinahe über die gesamte Insel, die

sich auf ausgiebigen Wanderungen am

besten erkunden lassen. Der Nationalpark

Caldera de Taburiente im Herzen der Insel

beherbergt einen der grössten Vulkankrater

der Welt und ist eine der faszinierendsten

Naturattraktionen der Kanaren. Mit

Direktflügen ab Zürich ist La Palma schnell

zu erreichen und bietet mit wunderschönen,

bunten Küstendörfern, einem Wanderwegnetz

aus über 1000 Kilometern und

den traumhaften Sand-, Kies- und Felsstränden

etwas für jeden Besucher.

Wer den Kindern auf La Gomera genau

zuhört, wird schnell merken, dass die Pfeiflaute

mehr als nur die Imitation von Vogelgesang

ist. El Silbo ist eine der aussergewöhnlichsten

Sprachen der Welt und wird

nur noch auf La Gomera gelehrt. Die Insel

ist mit ihren vielen Wanderwegen und ihrer

dichten Vegetation ein Paradies für Aktivurlauber.

Die kleinste Insel der Kanaren heisst

El Hierro, sie ist touristisch beinahe völlig

unerschlossen und verspricht somit herrlich

ruhige Ferien in einer eindrucksvollen

Natur weit entfernt von grossen Hotelanlagen.

El Hierro bietet zudem ein noch ganz

junges Wunder der Natur: Nach seinem

kurzen Ausbruch 2011 hat sich der inzwischen

wieder schlummernde Unterwasservulkan

El Bajón in ein wahres Taucherparadies

vor der Küste der Insel entwickelt.

Barrakudas und Zackenbarsche tummeln

sich dort, manchmal sind sogar die friedlichen

Walhaie zu beobachten. La Gomera

und El Hierro sind am einfachsten mit der

Fähre von Teneriffa aus zu erreichen, weshalb

sich eine Rundreise über zwei oder

mehrere Inseln der Kanaren anbietet.

Lanzarote

El Hierro

SMERALDO TOURS

Der Italien-Spezialist Smeraldo Tours hat erstmals auch

die Kanarischen Inseln im Programm, unter anderem

mit einem umfassenden Angebot erstklassiger Hotels

für Badeferien auf den sieben spanischen Inseln. Das

umfassende Katalogangebot ist im Reisebüro erhältlich.

BON VOYAGE Herbst 2018

33


Sicilia? Deliziosa!

Sizilien überwältigt. Seine Kulturstädte sind einzigartig, seine Strände betörend

schön, die Landschaften rund um den Ätna wild und urwüchsig. Das Schönste an

Sizilien für Geniesser aber sind: Cucina, Dolci und Vini.

Bernhard Krieger

Wenn Liebe wirklich durch den

Magen geht, dann muss man

sich in diese Insel einfach verlieben.

Sizilien bietet Feinschmeckern alles

und das vor einer Bilderbuchkulisse. Dabei

ist es ganz egal, wo man seinen Mietwagen

zwischen Palermo und Catania

abstellt und einkehrt. «In Sizilien wirst du

vieles erleben, aber nicht, dass du irgendwo

schlecht isst», hat einmal ein italienischer

Gourmet-Kritiker gesagt. Und wer

schon einmal auf Geniesser-Tour rund um

den höchsten Vulkan Europas gegangen

ist, der weiss: Der Mann hat recht!

Siziliens Küche ist so abwechslungsreich

wie seine Landschaften. Mal schroff,

mal sanft fallen die Küsten Siziliens

und der Liparischen Inseln ins kristallklare

Meer, aus dem Fischer Thunfisch,

Schwertfisch sowie die berühmten roten

Garnelen ziehen. In der Macchia und

in den Wäldern rund um den 3323 Meter

hohen Ätna wird gejagt. Und der frische

Ricotta aus Schafsmilch ist sowieso nirgends

besser.

Mit den frischen Zutaten zaubern Spitzenköche

in den Metropolen und Kulturstädten

erstklassige Gerichte. Genauso

lecker aber ist die einfache Küche auf dem

Land, wo in Agriturismi noch wirklich die

Nonna, die Grossmutter, kocht. Dort sind

Arancini (frittierte Reisbällchen) ebenso

Klassiker wie abwechslungsreiche Pasta-

Gerichte oder Cuscusu, eine Abwandlung

des orientalischen Couscous. Wie in der

Architektur sieht man auch in der Küche

den Einfluss von Griechen, Römern und

Arabern.

Überall weht der Duft von Limonen

und Orangen über die Insel, die herausragende

Olivenöle und Weine hervorbringt.

Der Weingott Bacchus soll sie persönlich

nach Sizilien gebracht haben, als aus seinen

Fussstapfen Weinstöcke wuchsen.

Der Westen ist berühmt für trocken bis

lieblich ausgebaute Marsala-Weine, die

Süssspeisen wie Zabaione perfekt abrunden.

Und der Osten zeichnet sich durch

mineralische Tropfen von den Lavahängen

des Ätna oberhalb von Catania aus.

Genauso köstlich wie die Weine sind

die Süssspeisen. In Erice sollte man unbedingt

in der Bäckerei Maria Garmmatico

vorbeischauen, um die berühmten Mandelspezialitäten

zu probieren. In allen

Pasticcerie gibt es Cannoli (mit Ricotta-

Creme gefüllte Teigröllchen) und Cassata-

Eistorten.

Eine perfekte Genusstour beginnt in

Palermo mit seinen vielen Märkten und

Trattorien. Von dort fährt man in den Süden

nach Menfi. Dem Weingut Foresteria

sollte man auf jeden Fall einen Besuch

abstatten.

Weitere Pflichtstationen sind die von

der UNESCO zum Welterbe gezählte Barock-Stadt

Modica und Agrigento mit dem

Tal der Tempel. Im Viereck von Modica,

Ragusa, Noto und Siracusa liegen drei

herrliche Landhotels: Feudi Del Pisciotto,

Torre Marabino und Vecchia Masseria. Da

die Wahl schwerfällt, sollte man ein paar

Tage länger bleiben und alle drei besuchen.

Genug zu sehen und zu probieren

gibt es im Südosten auf jeden Fall. Zum

Abschluss ist dann noch ein Abstecher

nach Taormina mit seinem imposanten

Amphitheater ein Muss, bevor man von

Catania nach Hause fliegt – mit vielen

köstlichen Erinnerungen und sicher auch

ein bisschen Wein, Olivenöl, Mandelgebäck

und Cannoli im Gepäck.

34 BON VOYAGE Herbst 2018

Europa – Italien


Costa Smeralda auf Sardinien

Plantschen mit Promis

Karibische Strände, kristallklares Wasser und ein Outdoor-Paradies im Hinterland –

Sardinien ist das Juwel unter den Mittelmeerinseln. Vor allem die legendäre Costa

Smeralda wird im Sommer zur Bühne für die Schönen und Reichen.

Brigita Krieger

Hafen von La Maddalena

Marcello beruhigt mich: «Non ti

preoccupare! Keine Sorge, du hast

keinen Sonnenstich. Das da eben

war wirklich George Clooney!» Immer noch

fasziniert von der unverhofften Begegnung

mit dem «Sexiest man alive» steige ich zu

meinem sardischen Freund ins Auto und

wir fahren los an die Costa Smeralda im

Nordosten der Insel.

Das Epizentrum der einst von Prinz

Aga Khan entwickelten «Smaragd-Küste»

ist das Hafenstädtchen Porto Cervo mit

seinen Mega-Yachten. In den Luxusboutiquen

und Edelrestaurants tummeln sich

im Sommer Hollywoodstars, Topmodels,

Sportchampions und Wirtschaftsbosse.

«Da schipperte dann auch der vollschlanke

Flavio Briatore mit seiner voll schlanken

Frau Elisabetta Gregoraci auf seiner Yacht

herum», witzelt Marcello.

Das frühere Wonderbra-Model und der

ehemalige Formel 1-Teamchef, die sich

inzwischen wohl getrennt haben, waren

nicht das einzige (ungleiche) Paar an der

Smarragd-Küste - aber vielleicht eines

der schillerndsten. Briatores «Billionaires

Club» ist neben der Open-Air-Disco «Phi

Beach» der Hotspot der Szene. «Da wurden

schon viele legendäre Parties gefeiert», erzählt

Marcello augenzwinkernd. «Frag mal

Silvio Berlusconi!»

Cala Coticcio, Caprera

Ich will gar nicht wissen, welche Art von

Partys Italiens Ex-Premier dort gefeiert hat.

Die Promis sind sicher unterhaltsam, ich

aber bin ohnehin wegen der Natur auf die

Insel gekommen. Und die Costa Smeralda

ist wirklich ein Juwel. Bizarre, von einem

kristallklaren Meer umspülte Felsen fassen

kleine Buchten mit weissen Sandstränden

ein. Je nach Sonnenstand schimmert das

Mittelmeer so weit weg vom Festland mal

tiefblau, dann wieder türkis. Nie hätte ich

gedacht, dass es eine derart karibisch anmutende

Küste nur eineinhalb Flugstunden

von der Schweiz entfernt gibt.

«Auch wunderschön und viel ruhiger ist

der Norden», verrät Marcello vor unserem

Ausflug an die Gallura. Von Palau aus gleiten

wir per Fähre in wenigen Minuten hinüber

zum La-Maddalena-Archipel. Dutzende

kleine Inseln verteilen sich wie ein auseinandergeflossenes

Puzzle auf dem Meer

zwischen Sardinien und dem ganz nah gegenüberliegenden

Korsika. Nur eine gute

Handvoll davon ist bewohnt. «Per Boot

kannst du hier unzählige Traumbuchten

erreichen, an denen du ganz allein bist»,

schwärmt Marcello.

Alles andere als allein sind wir beim

Abstecher zum Windsurfen in Porto Pollo.

Die Bucht ist international als windsicheres

Flachwasser-Revier bekannt. Aber nicht nur

für Surfer ist Sardinien ein Paradies. Wanderer

und Mountainbiker finden unzählige

Strecken zwischen den von mächtigen

Granitfelsen durchzogenen Küsten wie am

Capo D'Orso (Bären-Kap), dessen Steinformation

an einen Bären erinnert, und dem

Landesinneren. Die von Korkeichenwäldern

durchsetzte Macchia duftet herrlich nach

Wacholder, Myrte und Ginster.

Auf halber Strecke zwischen den

nordsardischen Grosstädten Olbia im

Osten und Sassari im Westen ragt das

Gebirgsmassiv des Monte Limbara stolze

1359 Meter empor. Nur die Berge im Zentralmassiv

sind mit rund 1830 Metern noch

höher. Der Blick vom Monte Limbara über

das La-Maddalena-Archipel hinüber nach

Korsika ist einzigartig.

«Dieser Blick ist unbezahlbar», meint

Marcello, als wir den Gipfel erklimmen.

«So wie Ferien an der Costa Smeralda»,

schiebe ich hinterher. Doch da täusche ich

mich. «Wenn du nicht gerade in der Nachbarschaft

von Briatore und Co. wohnen

willst, findest du selbst in der Hochsaison

etwas Bezahlbares», verrät Marcello. «Und

in der Nebensaison ist Sardinien sogar ein

echt günstiger Geheimtipp.»

SMERALDO TOURS

Der Italien-Katalog des Spezialisten

Smeraldo Tours ist in jedem guten

Reisebüro erhältlich.

BON VOYAGE Herbst 2018

35


Insel der Mythen

Stumme Zeitzeugen einer 7000-jährigen Zivilisation,

zahlreiche Legenden und eine faszinierende Landschaft

machen die Mittelmeerinsel Gozo zu einem Erlebnis.

Walter Fink

Gemächlich verlässt die Fähre den maltesischen

Hafen Cirkewwa und tuckert am autofreien Eiland von

Comino und ihrer berühmten «Blue Lagoon» vorbei.

Rot schimmernd im letzten Sonnenlicht des Tages

sticht der Kirchturm von Ghajnsielem imposant über

dem Hafen von Gozo heraus.

Nach weniger als einer halben Stunde Überfahrt

legt das Boot in Mgarr an. Schon beim Betreten

der Insel spürt man die Ruhe und Gelassenheit, die

Maltas kleine Schwesterinsel umgibt. Die Zeit scheint

stillzustehen: Fernab von Hektik, überfüllten Städten

oder Badestränden haben die Bewohner immer Zeit

Wachturm bei Xlendi

für einen geselligen Schwatz. Mit einer Mischung aus

Neugierde und herzlicher Gastfreundschaft werden

Gäste mit einem freundlichen «Bongu, kif int?» (Hallo,

wie geht es Ihnen?) begrüsst; sei dies auf der Strasse,

im Tante-Emma-Laden oder am Strand. Die Gozitaner

sind stolz auf ihre Insel mit ihrer teilweise turbulenten

Vergangenheit, den zahlreichen Kulturdenkmälern,

den attraktiven Sandstränden und imposanten Klippen.

Einen Fehler aber sollte man nicht begehen: die

Einwohner Gozos als Malteser zu bezeichnen, auch

wenn dies so in ihrem Pass steht.

Die bewegte Geschichte hat die Insel und ihre Bewohner

geprägt. Der Sage des griechischen Dichters

Homer entsprechend ist Gozo die Insel Ogygia. Hier

soll die schöne Nymphe Calypso Odysseus, den Helden

aus der griechischen Mythologie, als «Gefangenen

der Liebe» für sieben Jahre festgehalten haben.

Von der ersten menschlichen Besiedelung zeugt

der unter UNESCO-Welterbe stehende Tempelkomplex

von Ggantija, eine beeindruckende Kultstätte aus

der Jungsteinzeit. Eine Legende besagt, eine Riesin

habe den Tempel in einer einzigen Nacht erbaut und

dabei noch ihr Kind auf einem Arm getragen.

In der Folge waren es Phönizier, Römer, Byzantiner,

Normannen, Johanniter und zuletzt die Briten, die der

Insel ihr heutiges Gesicht und ihren Charakter verliehen

haben. Gozo ist ein wahrer Schmelztiegel unterschiedlicher

Kulturen und Architekturen.

Die Insel lässt aber auch die Herzen all jener höher

schlagen, die sich während ihren Ferien gerne aktiv

betätigen. So kann man sie bequem zu Fuss, mit dem

Fahrrad oder mit einem Quad Bike erkunden. An zahlreichen

Sandstränden und Buchten steht ein grosses

Wassersport-Angebot bereit. Mit ihren Felsküsten

und dem kristallklaren Wasser ist Gozo ein ideales

Tauchrevier. Klippen, Höhlen, Schiffswracks und der

mal sandige, mal felsige Meeresboden ermöglichen

eine äusserst vielfältige Flora und Fauna.

Feinschmecker schätzen die schmackhafte Küche,

die in den meist von Familien geführten Restaurants

aufgetischt wird. Hier wird man verwöhnt mit dem

Besten, was Fischgründe rund um die Inseln sowie

die Landwirtschaft darauf zu bieten haben. Besonders

passend schmecken dazu die vollmundigen und sonnenverwöhnten

Weine Gozos.

Wer kleine, persönlich geführte Unterkünfte grossen

Bettenburgen vorzieht, liegt mit Gozo goldrichtig.

Ein besonderer Tipp für Familien und Individualisten

sind rustikale Ferienhäuser. Diese sind landestypisch

mit honigfarbenem Kalkstein erbaut. Jedes Haus –

meist mit privatem Pool – ist ein Unikat und verfügt

daher über seinen eigenen Charme.

INFO

Gozo ist eine Ganzjahresdestination. Mit täglichen

Direktflügen ab Zürich erreicht man die Mittelmeerinsel

in lediglich zwei Flugstunden. Ideal ist

ein kombinierter Aufenthalt auf Malta und Gozo.

Das umfassende Angebot für die maltesischen Inseln

vom Spezialisten rolf meier reisen ist im Reisebüro

erhältlich.

36 BON VOYAGE Herbst 2018

Europa – Gozo

Bilder: Malta Tourism Authority


Klippen bei Sannat

Gozitanische Landschaft

Salzpfannen Qbajjar

Zitadelle von Victoria


Champs-Elysées

in Paris

Die Stadt der Liebe ist wie geschaffen für ein romantisches Wochenende. Aber

nicht nur Verliebten kommt in Frankreichs Hauptstadt jegliches Zeitgefühl

abhanden. Auch Kunstliebhaber und Geniesser können sich in dem schier

unerschöpflichen Angebot der Stadt an der Seine verlieren. Glücklich, wer einen

Paris-Kenner wie Reiseführer François Kneuss von Frantour an seiner Seite hat.

Darian Leicher

SAMSTAG

Der Tag beginnt mit einem Spaziergang

über die Ile de la Cité.

08:00

Notre-Dame präsentiert sich als eine imposante

Masse mit harmonischer Ordnung.

Vergessen Sie auf dem Vorplatz des

Doms bloss nicht die alte Tradition: Stellen

Sie den Fuss auf den Stern, der den Null-Kilometer-Punkt

der Strassen Frankreichs

darstellt, und wünschen Sie sich etwas.

Weiter geht's zur Sainte-Chapelle.

10:00

Die heilige Kapelle ist ein Paradebeispiel

des gotischen Stils. Erbaut wurde sie

von König Saint-Louis, um die Dornenkrone

Christus zu erhalten. Diese wird heute noch

im Schatz von Notre-Dame bewacht.

Verpassen Sie auf keinen Fall die

12:00

Ausstellung «Picasso. Bleu et rose»

im Musée d'Orsay mit Werken aus den Jahren

1900 bis 1906 — der Schlüsselperiode in

der Schaffenszeit von Pablo Picasso. Das

ehemalige Restaurant des Orsay Hotels, das

sich im ersten Stock des Museums befindet,

hat seit seiner Eröffnung im Jahr 1900 seine

ganze Pracht bewahrt.

Nach der Stärkung ist der nächste

Punkt auf der Agenda eines der

14:00

berühmtesten Viertel von Paris:

Montmartre. Vor der Sacré Coeur ist der

Panoramablick auf die Stadt magisch. Die

Lage dieses Dorfes mit seinen vielen Gassen

und kleinen Plätzen erinnert an die

Maler, die es zu ihrem künstlerischen

Wahrzeichen machten: Toulouse-Lautrec,

Renoir und natürlich Picasso.

38 BON VOYAGE Herbst 2018

48 Stunden in Paris


Am Fusse des Hügels finden

16:00

Sie das bekannteste Cabaret

der Welt, das Moulin Rouge, wo man

den neuen atemberaubenden Tanz

«Cancan» erfunden hat. Ganz in der

Nähe, im Hotel Terrass, können Urlauber

eine Apéro-Pause mit wundervoller

Panoramasicht auf Paris geniessen.

Zum Ausklang des Tages folgt

20:00

ein Spaziergang im Quartier

Latin. Seit dem 13. Jahrhundert ist das

Viertel in der Hand von Studenten. Getragen

von der heiteren Studentenatmosphäre,

kann man sich hier mal eine

erfrischende Pause genehmigen.

SONNTAG

08:00

Am nächsten Morgen stehen

das Opernviertel und die

Grands Boulevards auf dem Programm.

Diese markieren die grossen architektonischen

Veränderungen des 19. Jahrhunderts.

Ein Besuch in den Kaufhäusern

offenbart das aussergewöhnliches Ambiente

jener Zeit.

10:00

Die Rue de la Paix mit ihren renommierten

Juweliergeschäften

führt zu einem der schönsten Plätze

von Paris, dem Place Vendôme, der von

Ludwig XIV erbaut wurde. Hier befindet

sich auch das berühmte Ritz Hotel.

12:00

Gleich nebenan der Louvre-Palast.

Er beherbergt eines der

grössten Museen und natürlich eines der

berühmtesten Gemälde der Welt: die Mona

Lisa. Nach dem Museumsbesuch bietet der

grosse Tuileries-Garten die Möglichkeit einer

Mittagspause im Grünen.

14:00

Heute wird viel gelaufen: Vom

Place de la Concorde bis zum

Arc de Triomphe geht es entlang der

schönsten Avenue der Welt, den Champs-

Elysées. Im Ersten Teil der königlichen

Achse von Paris sehen Sie das grosse

Portal des Elysée-Palast, der Residenz

des französischen Präsidenten. Der zweite

Teil besteht aus prachtvollen Gebäuden

mit ebensolchen Luxus-Boutiquen.

16:00

Eine Kaffeepause auf der Terrasse

des berühmten Restaurants

Le Fouquet ist ein Muss, auch wenn der

Preis des Kaffees proportional zum Prestige

des Hauses ist. An der Spitze der Avenue,

dem Arc de Triomphe, ist allein der Strassenverkehr

eine Sehenswürdigkeit.

19:00

Nicht zu versäumen ist der Aufstieg

auf das berühmteste Monument

der Welt, den Eiffelturm. Vom

3. Stock aus entfaltet sich Paris mit all

seinen Vierteln und Sehenswürdigkeiten

vor Ihren Augen.

REISETIPP

François Kneuss kennt Paris wie seine Westentasche. Der Reiseführer

begleitet Gäste von Frantour durch Frankreichs Metropole. Frantour bietet

zahlreiche Reisen nach Paris an, zum Beispiel «Paris - Hauptstadt der Kunst»,

2 Tage/1 Nacht inklusive Eintritt zur Picasso Ausstellung ab CHF 272 p.P. im DZ

(Preisbeispiel Abreise 14.12.2018; ab Zürich/Bern/Basel).

Buchung und Beratung in jedem guten Reisebüro.

BON VOYAGE Herbst 2018

48 Stunden in Paris

39


Schottland

Die Heimat des

Golfsports – und der Wicks

Auf meiner ersten Kurzreise durch das

sagenumwobene Schottland durfte

der Besuch der Stadt Wick im Nordosten

Schottlands unter keinen Umständen

fehlen. Der Ahnenkult hat mich in jungen

Jahren - während eines Sprachaufenthalts in

London - nach Norden getrieben. Die Wicks

stammen tatsächlich aus Schottland und

trieben im Mittelalter ihr Unwesen als Raubritter.

Wick ist eine Kleinstadt im Nordosten

Schottlands, die an der Mündung des gleichnamigen

Flusses liegt. Die meisten der 7500

Einwohner verdienen ihr Geld durch Fischerei.

Das Städtchen erscheint eher karg und

kühl, ist windig und wenig spektakulär. Aber

Schottland hat sehr viel mehr zu bieten!

Dass die Wikinger keltische Bräuche auf

die Insel gebracht haben, ist genauso wenig

bestritten wie die archaische Natur, welche

die Bewohner Schottlands geprägt, geformt

und äusserlich gegerbt haben. Während

meines ersten Besuches lernte ich in den

Highlands das schottische Klima in all seinen

Facetten kennen: Bei Ankunft in Aberdeen

blies ein leichter Südwind und es war 25

Grad Celsius warm - die meisten Bewohner

hatten nach dem ersten sonnigen und warmen

Tag des Jahres einen Sonnenbrand, so

dass mir die Hautgesundheit der sonnenungewohnten

Schotten Sorge bereiteten. Das

mediterrane Feeling hielt allerdings kaum

zwölf Stunden an. Ein Gewittersturm in der

Nacht liess Böses erahnen. Die Fahrt durch

die Highlands am folgenden Morgen waren

geprägt vom landestypischen «Drizzle»

(Sprüh- oder Nieselregen), Nebelschwaden,

Windböen, horizontalen Regen- und Graupelschauern

und einem Temperatursturz

von 20 Grad Celsius. Schneereste auf den

höchsten Erhebungen und Skilifte zeugten

von kalten und auch ziemlich schneereichen

Wintern. Gut, war es bereits Mai, denn damit

sanken wenigstens auch die Nachttemperaturen

nicht mehr unter fünf Grad Celsius.

Aber es war eine schöne Reise durch eine

wunderbar natürliche, ursprüngliche und

faszinierende Landschaft mit Burgen, Bergen

und Küsten, welche kaum jemanden – ob bei

Regen, Sturm oder Sonnenschein - kalt lässt

(ausser der scharfe Nordwind am Loch Ness

– wie immer ohne Ungeheuer).

Wer schon in Schottland gereist ist,

weiss, dass das Land selbst im Frühjahr

eine komplette Wetterpallette auf Lager hat.

Schottland liegt in der so genannt gemässigtmaritimen

Klimazone. Grundsätzlich ist das

Wetter britisch – meist sehr unbeständig.

Lange andauernde Hochdrucklagen sind

selten, abgesehen vom Jahrhundertsommer

2018. Auch in weiten Teilen Schottlands war

es der wärmste und trockenste Sommer seit

langen, teilweise sogar seit Messbeginn.

Aber den Sommer 2018 kann man nicht

als Massstab anwenden und man orientiert

sich besser an langjährigen Klima-Diagrammen.

Diese besagen, dass das schottische

Wetter ganzjährig wiederholt zu regnerischen

und windigen Phasen neigt. Vor allem

an der Westküste, welche den feuchten Atlantikwinden

gnadenlos ausgesetzt ist und in

den dortigen Highlands fällt mitunter ausgiebig

Regen (bis 3000 mm/Jahr). Deutlich weniger

feucht sind die Lowlands vor allem im

Südosten (im Lee der Highlands). Die Jahresniederschlagsmengen

betragen dort weniger

als in Zürich und erreichen teilweise lediglich

600 bis 800 mm/Jahr.

Die Winter sind durch den Golfstrom

mild. Extreme Kälte ist abgesehen von den

Hochlagen der Highlands selten. Was aber

überrascht, sind Palmen, die an der milden

Südwestküste gedeihen. Wer nach dieser erstaunlichen

Erkenntnis schottische Badeferien

buchen will, wird allerdings enttäuscht:


Voranzeige: NZZ-Leserreise

«Golf und Wetter in Schottland»

Gleneagles, St. Andrews und Kingsbarns – diese

Namen zergehen dem Golfkenner förmlich auf der

Zunge. Auf den beiden NZZ-Leserreisen im Mai und

September 2019 führt der Wetterexperte und leidenschaftliche

Golfer Peter Wick seine Gäste in die Heimat

des Golfsports. Neben fünf Golfrunden werden die

Wetterphänomene Schottlands ergründet und natürlich

kommen auch Whisky, Schokolade und weitere

kulinarische Genüsse nicht zu kurz. Ausgangspunkt

der Reise sind die beiden Fünfsternehotels Gleneagles

Golf Resort Auchterarder und Old Course Golf Resort

St. Andrews.

Golfrunden (jeweils 18 Loch)

Gleneagles PGA Centenary Course (Ryder Cup Platz

2014), Gleneagles Kings Course, St. Andrews Dukes

Course, St. Andrews Castle Course, Kingsbarns Links

Course (8x Austragungsort der British Open)

Eingeschlossene Leistungen

Edelweiss Flug in Economy-Klasse inkl. 23kg Gepäck

sowie 1 Golfbag pro Person, 3 Übernachtungen

inklusive Frühstück in Gleneagles/4 Übernachtungen

in St. Andrews, Tullibardine Distillery Tour und Whisky

& Chocolate Degustation, Besuch des British Golf Museum,

alle Transfers, 5 Greenfees, Reiseleitung durch

Peter Wick ab/bis Zürich.

Tropisch warm wird das Meer nicht

ansatzweise. Mehr als 16 Grad Celsius

bietet der Atlantik auch im Hochsommer

nicht. Was annehmbar für

hartgesottene Schotten sein mag, ist

definitiv nichts für uns klimabevorzugte

Mitteleuropäer. Gute (Golf-)Hotels

bieten zum Glück oft Spas mit Saunen

und Dampfbädern - somit können Badehose

und Bikini also getrost im Gepäck

für eine Schottlandreise verstaut

werden.

Die beste Reisezeit sind die Monate

Mai, Juni und September. Die Hochsommermonate

sind oft geprägt von

fortwährend wechselhaftem Wetter.

Auch Stechmücken sind dann besonders

aktiv. Hinzu kommen die grossen

Schulferien, während denen viele

Schotten im eigenen Land unterwegs

sind. Die Wintermonate sind für jene

Reisenden weniger geeignet, die weder

Wetterfreaks sind noch ihren Spass

an rauem und wildem Wetter finden.

Da ich mich selbst zur etwas verweichlichten

Gruppe mitteleuropäischer

Reisender zähle, werde ich den

faszinierenden und eindrücklichen

Norden der britischen Inseln – Schottland

– bei meiner nächsten Reise

ebenfalls während der angenehmen

Jahreszeit besuchen.

Golf und Schottland sind einander

ähnlich verbunden wie Emmentaler

Käse mit der Schweiz ist. Für jeden

passionierten golfspielenden Meteorologen

ist Schottland schon fast ein Eldorado.

Hier kann ich meinen beiden

geliebten Leidenschaften hautnah frönen

und das erst noch im angeblichen

Geburtsland des Golfsports. Wikipedia

meint zwar, dass das auch Holland gewesen

sein könnte – allerdings ist dort

das Wetter nicht halb so spannend –

und daher überlassen wir die Geburt

des so faszinierenden Sports gerne

den Schotten.

Im Mai 2019 werde ich eine Golfreise

von knecht reisen begleiten und den

Teilnehmerinnen und Teilnehmern die

Wetterphänomene erklären und mich

den link(ischen) Golfplätzen stellen.

Ich freue mich schon jetzt ungemein

– auf das schottische Wetter (entsprechende

Kleidung nicht vergessen) und

seine unvergleichlichen Golfplätze.

Reise 1 - 19. bis 26. Mai 2019

CHF 5290 im DZ

CHF 6990 im EZ

Reise 2 - 01. bis 08. September 2019

CHF 5590 im DZ

CHF 7590 im EZ

Reiseveranstalter: Knecht Sportreisen. Weitere

Informationen: www.reisen.nzz.ch sowie in Ihrem

Reisebüro.

ZUR PERSON

Peter Wick wurde durch die Reisebranche

zum Wetternarr: Sein Vater war

Flugkapitän bei der Swissair. Klein

Peter schaute staunend dem «Flugi»

nach, und konnte nicht verstehen, warum

die Flieger nicht an den Wolkentürmen

zerschellten. Die Frage lies ihn

nicht mehr los, und so befasste er sich

bereits mit zarten sieben Jahren intensiv

mit dem Wetter. Ein paar Jahre

später leitet Peter Wick den führenden

Wetterdienst «MeteoNews».


Eurobus Wanderreise durch Nordspanien

Guggenheim Museum, Bilbao

Zu Fuss und im Bus: Auf Jakobus‘ Spuren

Die schönsten Strecken in Wanderschuhen, die längsten in komfortablen Sitzen –

so folgen Aktivurlauber mit Eurobus dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.

Andreas Hottenrott

Wer eine Wanderreise unternimmt,

sollte natürlich gut zu Fuss sein.

Gegen ein wenig motorisierte

Unterstützung dürften aber auch passionierte

Wanderer nichts einzuwenden

haben, wenn dafür landschaftliche Highlights

und interessante Orte auf der Route

liegen. «Genau das ist das Konzept unserer

Wanderreisen mit Bus», erklärt Daniel

Dicke von Eurobus. «Durch den Transfer

zwischen den jeweiligen Etappen können

die Teilnehmer grössere Distanzen zurücklegen

und sich bei ihren Wanderungen auf

die schönsten Strecken konzentrieren.»

Und schöne Wanderstrecken hat der

Veranstalter einige im Programm. «Mit uns

entdecken Urlauber auch die Orte, die sie

individuell vielleicht gar nicht bereisen

würden», sagt Dicke. Wissenswertes zu den

einzelnen Zielen und Streckenabschnitten

vermitteln die deutschsprachigen Chauffeure

und Reiseleiter unterwegs. Darüber

hinaus macht das Gruppenerlebnis den

Reiz der Wanderreisen aus. Einerseits ergeben

sich zwischen Gleichgesinnten

naturgemäss immer wieder spannende

Gespräche. «Und andererseits ist es einfach

ein schönes Gefühl, gemeinsam eine

Strecke bewältigt zu haben», weiss Dicke.

Wobei der sportliche Aspekt bei weitem

nicht im Vordergrund steht, im Gegenteil:

Gelegentlichen etwas anspruchsvolleren

Abschnitten stehen vorwiegend leichtere

gegenüber, die zum genussvollen Spazieren

einladen. Wer zwischendurch trotzdem

eine kleine Auszeit braucht, kann an verschiedenen

Stationen in den Bus steigen.

Wie einst der Heilige Jakobus

Eine der eindrucksvollsten Eurobus Wanderreisen

führt die Teilnehmer über den

Jakobsweg von den Pyrenäen nach Santiago

de Compostela und weiter durch

Nordspanien. Elf Tage lang erkunden sie

mit dem Camino Francés den wohl berühmtesten

Teil des Pilgerwegs, der 1993

zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde, sowie

Regionen der Costa Verde. Die Ausflüge

zu Fuss dauern etwa zwei Stunden. Der

grössere Teil der Reise wird im Deluxe-Bus

zurückgelegt, der abends jeweils Vier-Sterne-Hotels

ansteuert.

Zunächst geht es von der Schweiz aus

ins französische Narbonne und von dort

aus weiter nach Spanien, wo ein Rundgang

durch die historische Pilgerstadt Pamplona

ansteht. Reichlich Historisches findet die

Reisegemeinschaft auch in Burgos. Die Kathedrale

dort zählt zum UNESCO-Welterbe.

Eine weitere imposante Kathedrale erhebt

sich mit zwei Türmen über der altertümlichen

Stadt León, die neben weiteren romanischen

und gotischen Kirchen mit der

42 BON VOYAGE Herbst 2018

Europa - Spanien


Basilika San Isidoro ein Meisterwerk romanischer

Baukunst zu bieten hat.

Über Astorga und Foncebadón erreicht

die Gruppe auf einem Bergkamm

den höchsten Punkt des spanischen

Jakobswegs. Auf dem letzten Abschnitt des

Camino Francés erklimmen die Wanderer

später den «Berg der Freude», von dem

aus sie bereits die ehrwürdige Kathedrale

von Santiago im Blick haben. Während einer

fakultativen Stadtführung erfahren sie

mehr über die berühmte Kulturstadt.

Vom Wallfahrtsort aus wendet sich die

Wandergruppe dem Playa de las Catedrales

mit seiner weltbekannten Felsformation

zu. Nach einem Abstecher in den

malerischen Fischerhafen Cudillero, der

entfernt an Cinque Terre in Italien erinnert,

übernachten die Teilnehmer in Asturiens

Hauptstadt Oviedo. Mit einem Besuch

des spektakulären Guggenheim-Museums

im von moderner Architektur geprägten

Bilbao endet die Tour. Die Heimreise erfolgt

per Flugzeug oder alternativ im Bus

über Clermont-Ferrand in Frankreich.

FUJI.CH FOTOTIPP

Fotografieren

in der Stadt

Machen Sie sich (ev. bereits vor der

Reise) auf die Suche nach spannenden

Kulissen fernab der Touristen-Schauplätze:

Bauten, Menschen und Szenen.

Beachten Sie dabei die Lichtverhältnisse,

Perspektiven und Details

an den Gebäuden sowie interessante

Schattenspiele. Gehen Sie in die Höhe,

auf Aussichtsplattformen – fotografieren

Sie die Weiten und die Stadt von

oben. Optimal sind Objektive mit 24-85

mm-Brennweite. Ausführlichere Tipps

unter: www.fuji.ch/create/stadt

REISETIPP

Wandern auf dem Jakobsweg

Preisbeispiel: Abreise 18.09.2019 CHF 2295 p.P. im DZ. 11 Tage/10 Nächte,

Reise im Deluxe Bus, 9 x Halbpension, 1 x Frühstück, lokale deutschsprachige

Wanderreiseleitung vom 3. bis 9. Reisetag, Stadtführung in Pamplona, Eintritt

Kathedralen Pamplona und Burgos, Audioguide-Führung Kathedrale in Léon,

Wanderausflüge gemäss Reiseprogramm.

8 Abreisedaten zwischen 23.04. und 02.10.2019.

Veranstalter: Eurobus. Buchbar in jedem guten Reisebüro.

Tapas Bar, Santander

BON VOYAGE Herbst 2018

43


Velo- und Wander-Flussreisen

Genussreisen für Aktive

Tagsüber die Weinberge, Burgen und Flussschlingen an Donau, Rhein und Mosel

in Wanderschuhen oder auf zwei Rädern erkunden, abends entspannt auf dem

Balkon der Luxuskabine sitzen und die Beine hochlegen: Eine Kombination von

Flusskreuzfahrt mit Rivage Flussreisen sowie Velo- und Wanderreise mit Baumeler

Aktivreisen ist mal sportlich und mal genussvoll. Sie ist auch mal schweisstreibend

und mal gemütlich, mal von traumhaften Landschaften und mal von aufregenden

Kulturstätten geprägt. Unvergesslich sind sie jedoch immer.

Lukas Scheid

44 BON VOYAGE Herbst 2018

Moselschlaufe, Trittenheim


Wenn alle Passagiere eingeschifft,

die Anlegebrücke hochgezogen

und die Schiffstaue eingeholt

sind, kann die Reise losgehen. Das Gepäck

ist an Bord und die Kabinen sind bezogen.

Wanderschuhe oder die Fahrradklamotten

liegen für ihren Einsatz bereit. Das Schöne

an Flusskreuzfahrten ist, dass die Gäste

nicht lange auf den ersten Stopp warten

müssen. Europas Wasserstrassen bieten

unzählige kulturelle wie landschaftliche

Highlights – und das buchstäblich direkt

am Wegesrand.

Ob beim Velo-Klassiker entlang der

Donau von Passau bis Budapest, ob auf

der Seine durch Paris oder durch die herrlichen

Weinbautäler zwischen Basel und

Worms – das Angebot der verschiedenen

Kreuzfahrten von Rivage Flussreisen ist

vielfältig und verspricht für jeden genau

das richtige Programm. Auf fünftägigen

Schnupperreisen können Gäste bei gemütlichen

Tagesausflügen Kultur und Bewegung

vereinen und so die schönsten

Klöster und Burgen im Rheingau und in

Cochem erwandern oder erstrampeln,

ohne sich zu überanstrengen.

«Wer die Herausforderung sucht, sollte

mit der MS Amadeus Provence auf der

Saône und Rhône fahren», empfiehlt

Markus Heuberger. Der erfahrene Reiseleiter

des Aktivreisen-Veranstalters Baumeler

Reisen und sein Bruder Karl begleiten einige

der Aktiv-Flusskreuzfahrten auf den

Schiffen von Rivage Flussreisen. «Durch

das Rhône-Tal oder zum Aquädukt Pont

du Gard zu radeln sind wirklich unvergessliche

Augenblicke, die man sich am

Pedal hart erarbeitet hat», pflichtet Karl

seinem Bruder bei. Bis zu 200 Kilometer

Amadeus Silver III

Strecke lässt man auf dieser achttägigen

Aktiv-Kreuzfahrt hinter sich und auch beim

Wandern wird sich nicht weniger ins Zeug

gelegt.

Und wer tagsüber hart arbeitet, hat sich

die Erholung am Abend redlich verdient.

Die Luxusflotte von Rivage Flussreisen ist

genau auf die Bedürfnisse von Aktivreisenden

eingestellt. Die Fünfsterne-Schiffe

MS Amadeus Silver II und III, MS Amadeus

Star, Provence und Diamond und MS

Emerald Star und Sky sind im Schnitt

für rund 150 Passagiere ausgelegt. Sie

verfügen über grosszügige Kabinen, die

meisten mit französischem Balkon, mit

eleganter Inneneinrichtung und einer gemütlichen

Sitzecke. Die Suiten an Bord der

Rivage-Schiffe bieten sogar einen begehbaren

Aussenbalkon.

Das Leben an Bord ist entspannt. Nach

einem erlebnisreichen Tag auf dem Rad

oder beim Wandern trifft man sich auf der

Bordterrasse zum Apéro. «Es gibt wohl

nichts erholsameres als die Kombination

von Schiff und Aktivferien. Mal geniessen

wir die vorbeiziehende Natur und die

Ruhe mit einem Buch oder Glas Wein auf

dem Sonnendeck des Schiffes – mal radeln

wir durch schmucke Städtchen, historische

Regionen und geschützte Auen»,

schwärmt Reiseleiter Markus Heuberger.

Der ehemalige Mitarbeiter des Eidgenössischen

Finanzdepartements liebt es, seinen

Lieblingssport an solch wunderschönen

Orten ausüben zu können.

Zu einer Aktiv-Reise gehört selbstverständlich

auch das passende kulinarische

Begleitprogramm. Rivage Flussreisen

setzt auf Bordrestaurants in gemütlicher

Atmosphäre mit grossen Fenstern, sodass

Gäste auch beim Nachtessen zuschauen

können, wie die wundervollen Landschaften

am Ufer vorüberziehen. Die Küche an

Bord ist ebenso vielfältig wie das Angebot

Seineufer, Paris

BON VOYAGE Herbst 2018

Europa – Flussreisen

45


Mosel bei Cochem Unterwegs entlang der Mosel

verschiedenster Flussreisen. Internationale

Gerichte und lokale Spezialitäten stehen

auf dem mehrgängigen Menüplan. Der

passende Wein aus einer Region, die das

Schiff womöglich just in diesem Moment

durchläuft, darf dabei natürlich auch nicht

fehlen.

Einige Schiffe der Rivage-Flotte, die auf

den Aktivreisen mit Baumeler zum Einsatz

kommen, verfügen sogar über ein Fitnesscenter,

einen Swimmingpool und einen

Massageraum. So können Gäste nach einem

Tag an der frischen Luft an Bord des

schwimmenden Hotels zurückkehren und

den Abend bei Wellness und Erholung ausklingen

lassen. Denn auch die Regeneration

gehört zu den Aktivferien dazu.

Schlögener Schlaufe, Donau

FUJI.CH FOTOTIPP

Eindrückliche

Landschaftsfotos

Optimal für Landschaftsaufnahmen

sind Weitwinkel-Objektive (14-50 mm

(KB)). Reizvoll sind vor allem die Lichtverhältnisse

am Morgen und Abend,

aber auch Regen und Nebel. Spielen

Sie mit den Einstellungen von ISO,

Blende und Verschlusszeit (Achtung vor

Verwackelungen Stativ). Beachten

Sie das Drittels–Raster für eine spannende

Bildgestaltung (Objekte auf

den Schnittpunkten, Horizonte auf den

Linien platzieren).Ausführlichere Tipps

unter www.fuji.ch/create/landschaft

Royal Suite Emerald Star

REISETIPP: SCHNUPPER-FLUSSREISE

Die perfekte Kombination – Bewegung und Komfort entlang Rhein und Mosel

5-tägige begleitete Velo-Flussreise von Basel bis in die Mosel und zurück nach

Worms. Bus-An-/Abreise, 4 Übernachtungen auf dem 5*-Premium-Flussschiff

MS AMADEUS SILVER II, Vollpension an Bord, 3 Velotouren mit eigener

Baumeler-Reiseleitung.

Nicht eingeschlossen: Persönliche Auslagen, Getränke, Trinkgelder,

Auftragspauschale, Reiseversicherung.

Reisedatum: 18.07. - 22.07.2019

Preis: Ab CHF 1390 pro Person in der Zweibett-Kabine (Velo) oder ab CHF 1290 pro

Person in der Zweibett-Kabine (Wandern)

Veranstalter: Rivage Flussreisen & Baumeler Reisen AG. Buchbar in Ihrem Reisebüro.

46 BON VOYAGE Herbst 2018

Europa – Flussreisen


Reisevorträge vom Spezialisten.

Italien und Südafrika mit baumeler aktiv erleben: Wir zeigen

Ihnen die schönsten Pfade zu Fuss und mit dem Velo.

Unsere Reiseprofis nehmen Sie mit auf eine virtuelle Reise durch Südafrika und Italien. Tauchen Sie mit uns

ein in die Schönheiten der beiden Länder und melden Sie sich jetzt an für unsere spannenden Reisevorträge.

© Gabriele Maltinti

Reisevorträge Bern › Webcode 993

Samstag, 1. Dezember 2018 im Hotel Kreuz, Bern

Reisevorträge Luzern › Webcode 996

Sonntag, 2. Dezember 2018 im Hotel Radisson Blu, Luzern

Reisevorträge Basel › Webcode 994

Samstag, 8. Dezember 2018 im Hotel Euler, Basel

Reisevorträge Zürich › Webcode 995

Sonntag, 9. Dezember 2018 im Hotel Krone Unterstrass, Zürich

Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Reisevorträge finden ab 15:00 Uhr statt. Im Anschluss verwöhnen wir Sie mit einem köstlichen

Apéro. Weitere Informationen und kostenlose Anmeldungen unter: www.baumeler.ch/reiseabende

oder unter 041 418 65 65. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und Änderungen sind vorbehalten.

Erfahren Sie mehr in Ihrem Reisebüro oder unter

www.baumeler.ch

Bestellen Sie jetzt die neuen Kataloge 2019 (Versand Mitte Oktober 2018). T 041 418 65 65 | www.baumeler.ch | info@baumeler.ch

Mit baumeler « echt unterwegs » Wandern & Velo | Trekking & Bike | Malen & Erleben | City Explorer | Winterträume


Winter in Finnland

Wo Ruhe und Abenteuer

zusammenpassen

Es gibt sie noch, die Momente der Glückseligkeit, wenn die Sonne am Horizont

erscheint und ein neuer Tag anbricht. Vom bequemen Hotelbett in Iso-Syöte in Nord-

Finnland frühmorgens von den ersten Sonnenstrahlen geweckt zu werden, ist ein

solcher Moment, schreibt Glur Reisen-Geschäftsführer Philipp Jordi in seinem ganz

persönlichen Reisebericht.

Philipp Jordi

Obwohl es mir eigentlich nicht leichtfällt,

frühmorgens aufzustehen, waren es doch

Sonnenaufgänge, die mich als Morgenmuffel

dazu bewegten, beispielsweise in Abu Dhabi um

fünf Uhr früh auf eine Sanddüne zu klettern oder

um sechs Uhr vom Bug des imposanten Viermasters

«Star Flyer» in die aufgehende Sonne zu blinzeln.

Der Sonnenaufgang aber, den ich im vergangenen

Spätwinter in Iso Syöte erlebte, war der schönste

meines bisherigen Reiselebens. Der März ist ideal,

um den Winter im Norden Finnlands zu geniessen.

Die Tage sind bereits so lang wie in der Schweiz

und die Winterferien für die meisten schon vorbei.

Im vergangenen November und März besuchte ich

verschiedene Regionen in Finnland, um Winter-Reiseangebote

vor Ort besser kennenzulernen. Jedes

dieser Winter-Reiseziele hat mich auf seine eigene

Art fasziniert.

Iso Syöte ist eine Erhebung inmitten einer unendlich

scheinenden Waldlandschaft. Der Hügel ist

gerade hoch genug, um einen uneingeschränkten

Rundblick über die tief verschneite Gegend zu ermöglichen.

Zuoberst befindet sich das gleichnamige

Hotel, welches neben gemütlichen Hotelzimmern

auch Ferienhäuser vermietet. Die Aurora-Suite aber

ist das Zimmer, um die spektakulären Sonnenaufgänge

über den wie Skulpturen aussehenden, tief

verschneiten Tannenbäumen zu geniessen. Gäste

können unter zahlreichen Winter-Aktivitäten auswählen,

die das Hotel anbietet. Ein idealer Ort, um

ein paar Tage den nordischen Winter zu erleben.

So viel Schnee und Eis gibt es auch in Kemi am

Bottnischen Meerbusen. Hier wird jedes Jahr in den

ersten Wintertagen das Schneeschloss «Lumilinna»

mit Restaurant und Hotelzimmern neu gebaut. Von

Kemi aus kann man beispielsweise mit dem Eisbrecher

«Sampo» durch meterdickes Eis in diesen nördlichen

Ausläufer der Ostsee fahren. Ein besonders

eindrückliches Erlebnis war die rasante Fahrt mit

Motorschlitten über vereiste Teile des Meeresarms,

an deren Ende wir inmitten der bizarren Eiswelt

vom Eisbrecher abgeholt wurden. Als krönenden

Abschluss zum Ausflug gönnten wir uns letztlich ein

Bad im Eismeer... verpackt in wohlig warme Spezialanzüge...

Etwas gemächlicher geht es in Salla beim Besuch

der mehrfach ausgezeichneten Rentierfarm zu. Gemütlich

zotteln die Huftiere durch ihre Gehege und

freuen sich offenkundig, wenn man ihnen Flechten

durch den Zaun reicht. Rentiere sind es auch, die

an Weihnachten Santa Claus mit den Geschenken

zu den Kindern rund um den Erdball bringen. In

Rovaniemi, am Finnischen Polarkreis zu Hause, freut

sich der Weihnachtsmann während des ganzen Jahres

über Besuch, wenn ihm Kinder und Erwachsene

ihre Weihnachtswünsche ins Ohr flüstern.

In Ruka/Kuusamo gibt es die meisten Schneetage

pro Jahr in ganz Finnland: Über 200 sind es. Dort

sorgt die Familie Karjalainen für perfekte Wintererlebnisse.

Sie haben ein ehemaliges Pfarrhaus in ein

gemütliches Gasthaus umfunktioniert. Zusätzlich

bieten sie auch Ferienhäuser und imposante Glasvillen

mit Rundumsicht für ein komplettes Winter-Erlebnispaket

– diverse Schneeaktivitäten und entspannende

Saunatour inklusive.

INFO

Der Skandinavienspezialist Glur Reisen bietet

kombinierte Rundreisen sowie Blockhausferien

in dieser Region und zahlreichen anderen

skandinavischen Winterdestinationen an.

48 BON VOYAGE Herbst 2018

Europa – Finnland


DIE GANZE

WELT AN

EINEM ORT

FERIEN. BERN, 24. – 27. JANUAR 2019

FESPO. ZÜRICH, 31. JAN. – 3. FEB. 2019

Veranstalter

Partnermesse Zürich

Golfmesse

das Golfereignis an der FESPO

31. Januar – 03. Februar 2019


GRENZENLOSES

Leuchtturm auf den Färöer Inseln |

Corrado Filipponi

SKANDINAVIEN

Grenzenloses Skandinavien vervollständigt

die Trilogie des Nordens Europas des bekannten

Schweizer Fotografen Corrado

Filipponi. Nach den beiden sehr erfolgreichen

Reportagen über Norwegen und Island vollendet

die Skandinavienreportage den Bogen

im wunderschönen Norden. Mit den Färöer,

Dänemark, Schweden, Norwegen, Åland und

Finnland zeigt Filipponi mit seiner neuen Multivision

die grenzenlose Schönheit Nordeuropas.

Teil der Reportage ist auch die Reise mit

einem der beliebten Hurtigruten-Schiffe. Die

letzten Jahre verbrachte der Reisefotograf

mehr als ein Jahr in den verschiedenen Ländern

und verpackte das gewonnene Material

an Fotos, Filmen und Geschichten in eine bildschöne

und packenden Live-Reportage.

Die Geschichte beginnt auf den abgelegenen

Färöer Inseln. Für Filipponi zählen diese Schafinseln

im Nordatlantik zu den schönsten Plätzen

der Erde, solange sie noch ein Geheimtipp bleiben.

Weiter gehts ins Mutterland der Färinger.

Dänemark ist flach, lieblich und zart. Das Land

heisst Reisende willkommen und zieht sie in seinen

Bann. Die Öresundbrücke überquerend gelangt

man nach Schweden, eines der grössten Länder

Europas. Dort besucht Filipponi auch eine Schweizer

Auswandererfamilie am Polarkreis, geniesst

die bunten Herbsttage im weiten Nordschweden

und im Sarek Nationalpark. Auch der Süden zeigt

sich reizvoll, etwa auf der Insel Gotland oder in

Stockholm. Über Schwedens Hauptstadt und die

Åland-Inseln, auf denen er eine Woche verbringt,

gelangt der Fotograf nach Finnland. Dort erwarten

Filipponi tiefe Wälder, zehntausende Seen,

Braunbären an der russischen Grenze und kalte

Winter mit Nordlichtern, Husky-Ausflüge und faszinierende

Natur. Und schliesslich Norwegen mit

seiner Fjordlandschaft, Seeadlern und den Inselwelten

der Lofoten und Senja, durch die man auch

wunderbar mit der Hurtigruten-Linie die norwegische

Küste entlang reisen kann. Grenzenloses

Skandinavien bietet eine bunte Mischung aus

Nordeuropa mit spannenden Einblicken.

MULTIVISION

Innovativer Marktführer und

Partner von BON VOYAGE

Ab Januar 2019 zeigt Corrado Filipponi die

beeindruckende Film- und Fotoreportage

Grenzenloses Skandinavien. Die packende

Live-Reportage mit spannenden Themen und

faszinierenden Fotos aus über einem Jahr

unterwegs in allen skandinavischen Ländern

wird Sie begeistern. Die etwa zwei Stunden

dauernde Multivision-Show zeigt der Reisefotograf

bis Ende März an 40 Orten zwischen

Frauenfeld, Chur, Thun und Schwyz.

Detaillierter Tourneeplan, Ticketvorverkauf

und weitere Informationen auf www.dia.ch

Erwachsene: Fr. 30

Jugendliche (U20): Fr. 20

Kinder (U10): Fr. 10

Tickets im Vorverkauf auf www.dia.ch oder an

der Abendkasse

Jungbär in den finnischen Wäldern |

Corrado Filipponi

GUTSCHEIN

GRENZENLOSES SKANDINAVIEN MULTIVISION

Schweiz-Tournee 2019

Ermässigung: > Erwachsene: CHF 5.00

> Kind/Jugend: CHF 3.00

*Gültig bis 22. März 2019

1 Gutschein pro Person

Abgabe an der Kasse der Show

von dia.ch | Nicht kumulierbar.

Nur an der Abendkasse gültig,

Reservation empfohlen.


Auf Schienen entlang der Seidenstrasse

Registan Platz, Samarkand, Usbekistan |

Mit dem Orient Silk Road Express

auf Entdeckungsreise

Yasmin Mandelz

Die Seidenstrasse ist ein Mythos. Entlang der legendären Handelsstrasse lässt

sich viel entdecken: Kultur, Geschichte und Architektur – aber auch jede Menge

Abenteuer. In Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan, wo sich farbenprächtige

Bauten wie im Märchen aneinanderreihen, kamen Yasmin und Sandro Mandelz aus

dem Staunen nicht mehr heraus. In ihrem Gastbeitrag berichten die Kunden von

Kira Reisen über ihre Erlebnisse.

Unsere Expedition mit dem Orient

Silk Road Express beginnt in Almaty,

der ehemaligen Hauptstadt

Kasachstans, und endet mehr als 4000

Kilometer weiter westlich in Aschgabad,

dem weiss-goldenen Disneyland Turkmenistans.

Kasachstan

Auch wenn das hypermoderne Astana seit

nun schon mehr als 20 Jahren die Hauptstadt

Kasachstans ist, bleibt die ehemalige

Hauptstadt Almaty das kulturelle und

wirtschaftliche Zentrum des Landes – eine

Stadt voller Kontraste. Zwischen den verglasten

Fassaden der Wolkenkratzer stehen

noch immer alte sowjetische Gebäudekomplexe.

Hinter dieser schillernden

Skyline türmt sich eine gewaltige Bergkette

mit schneebedeckten Gipfeln auf.

Einen ungewohnten Anblick bietet auch

die berühmte Christi Himmelfahrt-Kathedrale

inmitten der grünen Parkanlage «28

Panfilowzy». Klar, der etwa 56 Meter hohe

Kirchturm oder die gelbweisse Fassade

stechen sofort ins Auge, aber das wirklich

beeindruckende an der Kirche ist nicht sofort

sichtbar – es ist das Baumaterial. Denn

der Sakralbau ist aus Holz konstruiert!

Die schönste Aussicht über Almaty geniessen

wir vom Tobe Kok, einem mächtigen

Fernsehturm auf dem Berg am Rande

des Kungei Altau Gebirges. Hier kommen

wir erstmals mit der lokalen Küche in Berührung.

Die vielfältigen und farbenfrohen

kasachischen Köstlichkeiten verzichten

auf jeglichen Schnickschnack und Gewürze,

um sich auf den Geschmack der Zutaten

zu konzentrieren. Wir kosten auch die

52 BON VOYAGE Herbst 2018

Zentralasien


landestypischen Sauermilcherzeugnisse.

Sie gehören in Kasachstan zum Alltag, an

den Geschmack muss sich unser westeuropäischer

Gaumen allerdings gewöhnen.

Nun gehts aber endlich auf die Schienen.

Die Crew des Orient Silk Road Express

heisst uns auf dem Bahnsteig willkommen.

Die Farbenpracht und Verspieltheit der

Muster der Innenausstattung des Zuges

erweckt sofort orientalische Reiselust.

Auch die Decken, Wände und Teppiche in

den Kabinen sind verschnörkelt – die Abteile

aber höchst komfortabel. Nach einem

ersten Wodka startet die eiserne Karawane

zur Reise von Ost nach West. Nächster

Halt: Taschkent.

Usbekistan

Die Sauberkeit und das viele Grün in der

usbekischen Hauptstadt fallen sofort auf.

Das Stadtbild ist ein Mix aus sehr alten

Bauten und neuen, modernen Komplexen,

ausladenden Strassen und pompösen

Plätzen. Die Metropole ist sichtlich im

Wandel, doch sie bewahrt sich ihren orientalischen

Charme. Der hektische Bazar mit

hunderten Händlern und all den bunten

Waren wirkt auf uns wie aus einer anderen

Zeit. Von Brot, Süssigkeiten, Gemüse,

Fleisch, Trockenobst und Nüssen bis hin

zu Hühnern, Vögeln und Hasen reicht das

Angebot. Auch Kleidung und Haushaltsgegenstände

werden feilgeboten. Die Einheimischen

verweilen hier, flanieren, kaufen

oder verkaufen. Das Marktreiben ist laut,

die Vielzahl der Düfte in der Luft betörend.

Jahrzehnte in die Vergangenheit befördert

worden. Touristen sind hier offenbar

höchst selten, aber sehr willkommen. Die

neugierigen Bewohner der Gegend winken

uns von überall freudig zu und schenken

uns ihr Lächeln.

Samarkand - Schnittpunkt der

Weltkulturen

Schon bei der Fahrt zum Hotel in der ostusbekischen

Stadt Samarkand wird uns

klar, dass man dieses grandiose Fleckchen

Erde einfach entdecken muss. Man möchte

sofort am regen Treiben der Stadt teilnehmen

und das eindrucksvollste Bauensemble

Zentralasiens – den grandiosen Registanplatz

– bestaunen. Alle Sinne werden

hier verzaubert. Es dauert einen Moment,

bis man die drei mächtigen Medressen, die

Prunkportale mit ihren farbenprächtigen

Verzierungen und das pulsierende Leben

auf diesem Platz einfangen kann. Doch damit

nicht genug: üppig bewachsene Alleen,

unzählige Springbrunnen, kleine Parkanlagen,

Cafés, Bars und Restaurants verleiten

einen dazu, gemächlich zu schlendern und

zu geniessen.

Chiwa und Buchara – Märchen aus

1001 Nacht

Die Oase Chiwa ist mächtig. Das Märchen

der Stadt beginnt bei der grossen Stadtmauer

mit ihren Toren und Bastionen aus

Lehmziegeln. Der mittelalterliche Städtebau

zieht einen förmlich in seinen Bann. In

Chiwa kann man unzählige prächtige Gebäude

bestaunen, in Parkanlagen verweilen,

Souvenir-Shops besuchen, sich einfach

irgendwo hinsetzen und dem Treiben

zusehen oder stundenlang fotografieren

– Motive finden sich genügend.

Kamashi, Region Boysun und

Schachrisabz

Zwar müssen wir die Nächte aufgrund der

anstrengenden Tage zum Erholen nutzen,

doch kommen wir nicht umhin, so manche

Abendstunde damit zu verbringen, an den

grossen Zugfenstern zu verweilen und die

vorbeiziehende Landschaft auf uns wirken

zu lassen. Wir reisen weiter durch ein unwirtliches

Gebirge in den Regionen Boysun

und Kamashi.

Am Morgen führt uns ein Tagesauflug

durch erdfarbenes Hinterland. In der kargen

Landschaft leben usbekische Familien

in einfachen Lehmhäusern. Es sind meist

Kleinbauern, die Kühe, Hühner, Pferde,

Esel und Schafe halten. Kleine Dörfer sind

von braunen, steinigen Hügeln umgeben.

Unmengen von Pappeln sind das einzige

Grün, das die Landschaft ziert. Es scheint,

als wäre man mit einer Zeitmaschine um


Minor Moschee, Taschkent, Usbekistan |

Yasmin Mandelz

Durch die Wüste Kyzilkum geht unsere

Reise weiter nach Buchara. Auf dem grossen

Bazar mit seinen unzähligen Marktständen

bekommen Käufer alles, was

ihr Herz begehrt. Stundenlang verweilen

wir hier und versuchen – sehr zum Spass

der Einheimischen –, die uns völlig unbekannten

Esswaren irgendwie einzuordnen.

Auch ausserhalb des Marktes reihen

sich in der Altstadt Geschäfte aneinander.

Wer Gewürze, Schmuck, Pelze, Seidenstoffe

oder handgeschliffene Messer und

Scheren sucht, wird hier fündig. Buchara

erscheint uns wie ein Aushängeschild der

Glanzzeiten der grossen Seidenstrasse.

Turkmenistan

Direkt hinter der Grenze wird uns eines sofort

klar: In Turkmenistan ist alles anders.

Wenig bis keine Menschen, dafür unzählige

Monumente, Denkmäler und Statuen. Die

UNESCO-Welterbe Denkmäler von Merw

sind atemberaubend. Es ist für uns unfassbar,

wie eine so grosse Stadt von Dschingis

Khans Sohn fast dem Erdboden gleichgemacht

werden konnte. Noch unglaublicher

jedoch, dass die lehmigen Ruinen noch

heute gut erkennbar sind.

Erdölstaates? Die Entscheidung fällt

schwer, denn Aschgabad wirkt wie eine

Mischung aus Disneyland, Las Vegas und

1001 Nacht. Die örtliche Zahnklinik ist

einem Backenzahn nachgeformt, ein riesiger

Pferdekopf – natürlich in Weiss gehalten

– thront auf dem Nationalstadion,

das grösste Indoor-Riesenrad der Welt

hat es ins Guinness Buch der Rekorde geschafft,

um nur ein paar wenige Beispiele

verrückter Bauten in Aschgabad zu

nennen. Beleuchtete Zebrastreifen und

klimatisierte Bushaltestellen erscheinen

dagegen wie unwichtige Details.

Die zwölf Kilometer entfernten Ruinen

von Nisa sind allesamt aus Stampflehm

gebaut. Gegen die künstliche Welt

Aschgabads ist Nisa geradezu eine Wohltat

für unsere Augen. Es ist die letzte Station

unserer zweiwöchigen Reise entlang

der alten Seidenstrasse. Tief beeindruckt

von den Kontrasten einer uns bisher unbekannten

Welt geht es wieder Richtung

Heimat.

Grösstes geschlossenes Riesenrad der Welt in Aschgabad, Turkmenistan |

FUJI.CH FOTOTIPP

Fremde Menschen

fotografieren

Halten Sie unbedingt auch die

Menschen Ihres Reisezieles

fest. Machen Sie «geheime»

Schnappschüsse, aber auch erfragte

Portraits von Einheimischen in den

Strassen, vom Personal in den Cafés,

u. v. m. Halten Sie immer die Augen

offen. Seien Sie aber zurückhaltend

– nicht jeder möchte fotografiert

werden. Ausführlichere Tipps unter

www.fuji.ch/create/menschen

Yasmin Mandelz

Aschgabad – Architektur

der Superlative

Die turkmenische Hauptstadt ist surreal:

Prunkvolle, überdimensionale Gebäude,

breite Boulevards mit ausschliesslich

weissen Autos und riesigen Skulpturen

an jedem Verkehrsknotenpunkt. Überall

strahlt weisser Marmor und schimmerndes

Gold in der grellen Wüstensonne. Soll man

Lachen oder den Kopf schütteln beim Anblick

dieser neureichen Stadtkulisse eines

54 BON VOYAGE Herbst 2018

Zentralasien


Oase Chiwa, Usbekistan |

Yasmin Mandelz

Bazar in der Altstadt von Buchara, Usbekistan |

Yasmin Mandelz

KIRA REISEN

Kira Reisen, der Spezialist

für Zentralasien, Russland,

Mongolei, Osteuropa und die

Transsibirische Eisenbahn, führt

den Sonderzug «Orient Silk

Road Express» und zahlreiche

andere Zug- und Schiffsreisen

im Sortiment. Die Kataloge sind

im Reisebüro erhältlich.


Tipps von den Profis

Fotografien am Wasser und am Strand

Für attraktive, spannende und aussergewöhnliche Fotos am und unter Wasser ist

nicht nur die richtige Ausrüstung wichtig. Wer sich mit Bildgestaltung beschäftigt,

über Stimmungen nachdenkt und einige kleine Hilfsmittel und Tricks nutzt, erzielt

ohne viel Aufwand schöne Strandbilder und Unterwasserfotos mit ungewöhnlicher

Bildwirkung. Ebenso wichtig ist dabei der Schutz der Ausrüstung.

BILDGESTALTUNG

Wichtig für gelungene und spannende Bilder

ist grundsätzlich die Bildgestaltung. Es ist also

empfehlenswert, ein wenig mit Bildaufteilung und

Perspektiven zu spielen.

• Wie wirkt Ihr Motiv aus sehr niedriger oder

erhöhter Perspektive?

• Welche Wirkung erzielen Sie aus der Nähe oder

der Distanz?

• Ist die Drittel-Regel sinnvoll oder eine andere

Bildaufteilung interessanter?

• Was möchten Sie in den Fokus rücken?

Manchmal bietet es sich beispielsweise an, eine

Strandszene mit Weitwinkelobjektiv aufzunehmen,

dabei aber auf ein Detail wie einen Ball oder ein

Paar Schuhe im Vordergrund zu fokussieren und den

Strand oder die besondere Stimmung als Hintergrund

abzubilden. Drehen Sie auch dem Meer einmal den

Rücken zu und finden Sie heraus, was sich «hinter»

dem Strand abspielt. Hier finden sich oft schöne

Alleen, Cafés oder eindrückliche Häuserfronten.

TIMING

Stilvolle Strandbilder entstehen immer

dann, wenn auch die Lichtverhältnisse

stimmen: in den Morgenstunden,

bei Sonnenuntergang und in der

blauen Stunde. Zu diesen Zeiten

ist die Lichtintensität niedriger, die

Lichtstimmung interessanter und

vielfältiger als zu anderen Tageszeiten.

56 BON VOYAGE Herbst 2018

ALLES EINSTELLUNGSSACHE

Knappe Schärfe bei grosser Blende,

etwa mit Fokus auf ein Schiff, Sandalen

am Strand oder eine Muschel in der

Brandung, kann ein Strandbild besonders

kreativ und ausdrucksstark wirken lassen.


SPEZIALFALL

UNTERWASSERFOTOGRAFIE

Bilder am Strand und Meer zählen zu den

Klassikern unter den Urlaubsbildern –

besonders beeindruckend sind jedoch

Unterwasserfotos. Diese sind sogar

mit einfacheren Mitteln möglich: zum

Beispiel mit Action-Kameras wie die

FUJIFILM FinePix XP130 (Wasserdicht

bis 10 m), je nach dem aber sogar mit

Handys. Beachten sollte man dabei, dass

bei der Unterwasserfotografie andere

Lichtverhältnisse vorherrschen, als

über Wasser. Schon in geringen Tiefen

schwindet das Licht.

Mehr zur Unterwasser-Fotografie:

www.fuji.ch/create/unterwasser

TOLLE EFFEKTE DURCH

LANGZEITBELICHTUNGEN AM TAG

Besonders spannend sind

Langzeitbelichtungen am Tag, mit kleiner

Blende (ab Blende 8), längerer Belichtungszeit

(mehrere Sekunden bis hin zu mehreren

Minuten) und dadurch entstehende Effekte wie

vorbeiziehende Wolken oder sich bewegendes

Wasser, welches weichgezeichnet wird.

Damit diese Aufnahmen überhaupt möglich

sind, braucht man ein Hilfsmittel: Sogenannte

Grau- oder ND-Filter (Neutral Density). Diese

verringern die Lichtmenge, die auf den Sensor

gelangt – gewissermassen eine Sonnenbrille

für Ihre Kamera. Je dunkler der Filter, desto

länger die Verschlusszeit und desto weicher

erscheint das fliessende Wasser auf dem Bild.

FUJI.CH VON FUJIFILM

Halten Sie Ihre

Ferienerinnerungen mit dem

mehrfachen Testsieger fest!

Der Fotoservice unseres Partners

FUJI.CH von FUJIFILM ist die beste

Anlaufstelle, wenn es um das Bewahren

und Weiterverarbeiten Ihrer Reisefotos

geht: Sei es als Fotobuch, Kalender,

Wandbild oder ein anderes, ganz

persönliches Fotoprodukt.

Die FUJI.CH-Fotoprodukte, allen voran

die Fotobücher, wurden bereits mehrmals

mit Testsiegen ausgezeichnet.

FUJI.CH verlässt sich bei der Fertigung

Ihrer Fotoprodukte auf die über 80-jährige

Erfahrung, das Know-how und die

Innovation von FUJIFILM im Bereich der

Fotografie.

FUJIFILM ist dabei führend im Bereich

hochwertiger System-Kameras mit bestem

Preis-Leistungs-Vermögen und mit

INSTAX bei den Sofortbild-Kameras.

Zudem bietet das Online-Magazin

«CREATE» von FUJI.CH einen grossen

Fundus an nützlichen Praxis-Tipps,

kreativen Ideen und Wissenswertem

rund um das Thema Fotografie.

Praktische Foto-Tipps finden Sie auf

den Seiten 43, 46, und 54 sowie ein

exklusives Rabatt-Angebot für Ihr

nächstes Fotoprodukt von FUJI.CH auf

der zweitletzten Seite (Seite 133).

Lernen Sie FUJI.CH also gleich

kennen und besuchen Sie die Website

www.fuji.ch oder lesen Sie im Onlinemagazin

«CREATE» einen der zahlreichen

Beiträge unter www.fuji.ch/create.

Advertorial

FUJI.CH und FUJIFILM wünschen Ihnen

viel Spass beim Fotografieren auf Ihren

Reisen und eine schöne Urlaubszeit.

FUJIFILM X-T2

DAS RICHTIGE EQUIPMENT

UND SCHUTZ DER AUSRÜSTUNG

Ein wichtiges Thema beim Verwenden von Kameras am Strand ist deren Eigenschaft

hinsichtlich Spritzwasser- und Staubresistenz sowie ihr Schutz. Greifen Sie wenn möglich

auf eine spritz- und staubgeschützte Kamera wie die FUJIFILM X-T2 oder eine Action-

Kamera wie die FUJIFILM FinePix XP 130 zurück.

Sandkörner in Kombination mit Wind verschmutzen Ihre Kamera

nicht nur, sie zerkratzen auch das Glas des Objektivs. Zur Sicherheit

lohnt es sich, Ihrer Kamera einen Schutzfilter aufzuschrauben.

Verpacken Sie bei Nichtgebrauch immer die gesamte Ausrüstung

sorgfältig in einer Tasche. Wechseln Sie die Objektive lediglich wenn nötig und

nur an einer windgeschützten Stelle wie Ihrem Hotelzimmer. Dies gilt auch für die

Reinigung von Kamera und Objektiven. Überprüfen Sie hierfür vorab das Reinigungstuch

auf Sandkörner. Bereits ein einzelnes Sandkorn kann fatale Folgen nach sich ziehen.

FUJIFILM FinePix XP 130

BON VOYAGE Herbst 2018

Advertorial

57


Stromaufwärts durch Vietnam und Kambodscha

Sagenhafter Mekong

Die Ursprünglichkeit und Vielfalt entlang des Mekong ist weltweit einzigartig. Auf

dem Weg von Ho-Chi-Minh-Stadt nach Siem Reap nimmt Heritage Line seine Gäste

mit auf eine beeindruckende Kreuzfahrt durch die uralte Geschichte Südostasiens.

Lukas Scheid

Das dicht bewachsene Flussufer im

Mekong-Delta wirkt wie das Tor

in eine andere Welt. Jenseits der

Strömung liegen Sumpfland, Dschungel

und von kleineren Flussläufen umzingelte

Inseln mit Dörfern, Pagoden und

schwimmenden Märkten. Weil das Land

nur schwerlich bebaubar ist, hat es seine

Natürlichkeit bewahrt. Die vielen kleinen

Wasserkanäle werden meist nur von Einheimischen

mit winzigen Holzbooten befahren.

Kreuzfahrtschiffe dagegen bleiben

auf dem Unterlauf des geheimnisvollen

Mekong im Fahrwasser.

So auch die beiden Schiffe der Heritage

Line «The Jahan» und «Jayavarman», welche

die Traditionen, Kulinarik und Kultur

Südostasiens widerspiegeln. Der legendäre

Gottkönig Jayavarman VII, der König des

antiken Kambodschas, verband einer Sage

nach seine Hände mit dem Wasser des

Mekongs, um die grossartige Angkor-Zivilisation

zu erbauen. Das nach ihm benannte

Schiff ist eine schwimmende Kunstgalerie,

dem französischen Kolonialstil der 1930er

Jahre nachempfunden. Das Interieur ist

mit buddhistischen Holzschnitzereien

und Repliken berühmter Khmer-Reliefs

geschmückt. 54 Gäste finden auf der

«Jayavarman» Platz. Ihr Schwesterschiff

«The Jahan» ist nur unwesentlich kleiner

und im opulenten Baustil Britisch-Indiens

gehalten. Ob auf dem privaten Balkon oder

auf dem Pooldeck, eine Kreuzfahrt auf der

«The Jahan» bietet genügend Möglichkeiten,

die Abenteuerreise durch Südostasien

mit Luxus und Komfort zu verbinden.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Ho-

Chi-Minh-Stadt, dem ehemaligen Saigon,

gehen die Gäste in My Tho an Bord eines

der beiden Schiffe, um acht Tage lang

stromaufwärts in Richtung der berühmten

Tempel von Angkor zu reisen. Bevor sie

den 5000 Kilometer langen Hauptfluss des

Mekong erreicht haben, durchfahren sie

die südlichen Provinzen Vietnams. Nach

dem morgendlichen Tai-Chi-Kurs auf dem

Oberdeck geht es nach Cai Be, wo landwirtschaftliche

Güter, Lebensmittel und

andere Alltagswaren zu Wasser von Boot zu

Boot den Besitzer wechseln. Die Produkte

dieses schwimmenden Marktes kommen

meist aus der Region, wie zum Beispiel

die Wasserhyazinthen aus Binh Thanh. Der

Besuch einer Manufaktur liefert einen beeindruckenden

Einblick in das Leben der

Einheimischen im Mekong-Delta.

Nach einem Abstecher in das gemütliche

Fischerdorf Chau Doc geht es über

die Grenze nach Kambodscha. Am späten

The Jahan

Heritage Line

58 BON VOYAGE Herbst 2018

Asien – Indochina


Schwimmender Markt in Vietnam

Abend erreicht das Schiff Phnom Penh, die

geschichtsträchtige Hauptstadt des Landes

der Khmer. Neben dem faszinierenden

kulturellen Erbe Jahrhunderte alter

Khmer-Zivilisationen ist Phnom Penh auch

der traurige Schauplatz eines der grössten

Verbrechen gegen die Menschlichkeit in

der jüngeren Geschichte. Die sogenannten

«Killing Fields» und das berühmte

Gefängnis «21» sind erschütternde Zeugnisse

der Terrorherrschaft der Roten Khmer im

Kambodscha der 1970er Jahre.

Es geht weiter flussaufwärts, vorbei

an dem traditionellen Dorf Angkor Ban

und dem farbenfrohen Kloster Wat Nokor.

Bevor es durch die kambodschanische

Lebensader, den Tonle Sap-See, geht, besuchen

Kreuzfahrtgäste die Manufaktur für

Seidenherstellung in Koh Oknha Tey. Ausserdem

können sie an Bord an einer von

Mönchen aus der Region durchgeführten

Segnungszeremonie für Gesundheit und

Wohlstand teilnehmen. Hinter dem Tonle-

See liegt Siem Reap, wo die Kreuzfahrt

schliesslich endet. Doch ein echtes Highlight

dieser spannenden Reise steht

noch bevor: Der Besuch der berühmten

Tempel von Angkor. Erst wenn man den

Sonnenauf- oder untergang am Angkor

Wat-Tempel erlebt und den Schauer auf

dem Rücken gespürt hat, weil hunderte

Gesichter im Bayon-Tempel auf einen

hinab starren, ist diese Reise nach Südostasien

komplett. Jetzt kann man ruhigen

Gewissens nach Hause zurückkehren.

TOURASIA

Das komplette Asienangebot

von tourasia umfasst über 700

Katalogseiten und ist in jedem

guten Reisebüro erhältlich.

Royal Palace, Pnomh Penh

BON VOYAGE Herbst 2018

Asien – Indochina

59


Calgary und Vancouver

Zwischen Pazifik und Prärie

Wer zum Skifahren in den Westen Kanadas kommt, erlebt sie meist als Gateway-

Cities auf dem Weg in die Berge von British Columbia oder Alberta: Vancouver und

Calgary. Doch zum Durchfahren sind beide Städte nun wirklich viel zu schade.

Lukas Scheid und Bernhard Krieger

Hier ist der berühmte «Champagne

Powder» zuhause, der staubtrockene

Pulverschnee, von dem Skiund

Snowboard-Verrückte so schwärmen.

Jeden Winter kommen sie aus aller Welt

in die Coast Mountains, Selkirks, Rocky

Mountains und Monashees auf der Suche

nach unverspurten Hängen und überwältigenden

Abfahrten. Ob Revelstoke,

Whistler oder Banff-Lake Louise – die Skiresorts

in Kanada haben eine unbändige

Anziehungskraft auf Wintersportler aller

Disziplinen. Und dann ist da ja noch das

ultimative Powdererlebnis: Heliskiing. Was

sie bei all der Vorfreude jedoch häufig verpassen,

sind die atemberaubende Städte,

von denen sie oft nur die Flughäfen sehen.

Vancouver und Calgary sind eben nicht nur

Orte für einen kurzen Zwischenstopp. Im

Gegenteil: Vor oder nach dem Skitrip sollte

man sich ein paar Tage Zeit nehmen, um

die spektakulären Städte Westkanadas zu

erkunden. Gastfreundliche Menschen, tolle

Restaurants und olympisches Flair erwarten

einen in beiden Metropolen.

Vermillion Lakes, Banff National Park, Alberta

Destination Canada

60 BON VOYAGE Herbst 2018

Nordamerika – Kanada


CALGARY: Western-Charme auf dem Weg nach Banff oder Jasper

Wer neu in der Stadt ist, sollte sich

zunächst einen Überblick verschaffen.

In Calgary ist der beste

Ort dafür schnell gefunden, denn man

kann ihn eigentlich gar nicht übersehen.

Ein Teil der Aussichtsplattform des 190

Meter hohen Calgary Towers ist mit Glasboden

ausgelegt und sorgt für ein schwindelerregendes

Erlebnis hoch über den

Dächern der Stadt. Das Sky 360-Restaurant

dreht sich im Kreis, sodass man beim

Lunch oder Dinner ganz Calgary zu Gesicht

bekommt, während man entspannt

sein Essen geniesst.

Anschliessend bietet sich ein Bummel

durch die Kneipen und Bars in Downtown

an. Das One18Empire gilt als die beste

Whisky-Bar der Stadt. Über 100 verschiedene

Whisky-Sorten und sogar Gerichte,

die mit dem Destillat verfeinert werden,

sind ein klares Indiz dafür. Läuft gerade

ein Spiel des NHL-Teams Calgary Flames,

ist der Besuch einer Sportsbar ein echtes

Erlebnis. Die Kanadier lieben ihren Nationalsport

und Public Viewing mit Freunden

und Bekannten gehört da einfach dazu.

Eine Sightseeing-Tour durch Calgary

beginnt meist an der altehrwürdigen City

Hall und geht anschliessend weiter zum

Olympic Plaza, die 1988 während der

Winterspiele das olympische Zentrum

bildete. Im Winter wird dort Schlittschuh

gelaufen. Auf der anderen Seite der Stadt

im Olympic Park zeugen die Skisprung-

Anlagen noch immer von dem Weltereignis.

Auf der Bobbahn können Besucher

sogar selbst in den Schlitten steigen und

mit einem erfahrenen Piloten den Eiskanal

hinuntersausen. Wer statt des Adrenalinkicks

lieber Shopping-Erlebnisse

sucht, findet sich früher oder später in

der architektonisch interessanten «The

Core»-Shopping Mall wieder.

Nicht nur im Winter ist Calgary eine

Reise wert. Vor allem während der berühmten

Calgary Stampede im Juli

kommen Besucher aus aller Welt zur

«Greatest Outdoor Show on Earth». Bei

dem zehntägigen Rodeo-Festival verteilen

sich zahlreiche Veranstaltungen über

die ganze Stadt. Spätestens hier kommt

echtes Western-Feeling auf!

Bilder: Destination Canada

Nordamerika/Kanada


VANCOUVER: Wo die Berge den Pazifik küssen

Vancouver kann zweifelsohne zu

den schönsten Grossstädten der

Welt gezählt werden. Das liegt vor

allem an seiner Lage zwischen den Coast

Mountains und der Pazifikküste. Die Berge

sind fester Bestandteil der Skyline und

nur einen Steinwurf entfernt. Skitrips

in die Skiresorts von British Columbia

oder zum Heliskiing im Norden der Provinz

beginnen meist in der quirligen und

wunderschönen Metropole. Vom Hafenkai

überblickt man das gesamte Ufer des

Vancouver Harbour. Die auffällige Dachkonstruktion

des Canada Place in der

Form eines Segels ist das Überbleibsel der

Weltausstellung 1986. An besonders kalten

Tage, an denen man einfach nicht zu

viel Zeit draussen verbringen möchte, bieten

sich die zahlreichen Museen, Kunstgalerien

und die spektakuläre Science

World an. Wer lieber an der frischen Luft

ist, wird nur zu gerne durch einen der vielen

Stadtparks schlendern. Ob der chinesische

Garten mitten in der Stadt, der botanische

Garten im Süden oder der riesige

Stanley Park, wo das Vancouver Aquarium

steht und die Lions Gate Bridge in den

Nordteil der Stadt führt – Naturliebhaber

sind meist wie verzaubert von den vielen

Grünanlagen.

Vancouver Skyline

Destination Canada / Kevin Arnold

Nur 20 Minuten von Downtown entfernt

thront der 1230 Meter hohe Grouse

Mountain. Man muss nicht zwingend

gleich nach Whistler fahren, um in der

Nähe von Vancouver Ski oder Snowboard

anzuschnallen. 26 Abfahrten mit toller

Sicht auf die Skyline Vancouvers klingen

ebenfalls sehr verlockend. Auch auf einer

Schneeschuhwanderung lässt sich die

Umgebung erkunden. Adrenalinjunkies

können auf dem Gipfel im Winter wie im

Sommer zudem Ziplining ausprobieren

und mit bis zu 80 Stundenkilometern

durch die herrliche Bergwelt rund um

Vancouver düsen. Wer einige Tage nach

Vancouver kommt, sollte sich die vorgelagerte

Insel Vancouver Island genauer

anschauen. Das Naturparadies bietet

unendliche Möglichkeiten zum Surfen,

Tauchen, Klettern, Golfen und Mountainbiken

im Sommer und zum Skitourengehen,

Langlaufen und Wandern im Winter.

Ausserdem liegt das Skiresort Mount Washington

auf der Insel – ein echtes Powderparadies

direkt am Meer.

Stanley Park

Destination Canada / Momme Halbe

62 BON VOYAGE Herbst 2018

Nordamerika – Kanada


STANDORTE

Aarau

Basel

Bern

Chur

Conthey

Kriens

Lausanne

Pfäffikon

St. Gallen

Thun

Volketswil

Zürich

NEuE SchNEEhäNgE

wir haben die beste

ausrüstung dazu

Vor Ihrer nächsten Skireise zu den Powderhängen dieser Welt lohnt

sich ein Abstecher zu uns. Denn mit dem passenden Material machen

Pulverschnee und rasante Abfahrten gleich noch mehr Freude. Bei

uns erwarten Sie ein grosses und gut gepflegtes Sortiment an Winterund

Bergsportausrüstung, faire Preise und ein erstklassiger Service.

Gerne beraten wir Sie persönlich für Ihre nächste Skireise.

Willkommen bei uns.

www.baechli-bergsport.ch


GLAMPING

Provinz Saskatchewan

Kanada für Entdecker

Churchill River

Tourism Saskatchewan / Hans-Gerhard Pfaff

Saskatchewan – selbst für Vielgereiste ist der Name der zentral-kanadischen Provinz

oft kein Begriff. Und das zu Unrecht! In Saskatchewan erlebt man das echte Kanada:

unverfälschte und abwechslungsreiche Landschaften abseits grosser Touristenströme.

Lukas Scheid und Bernhard Krieger

An der Westküste scheint die Sonne?

Mag sein, aber in der kanadischen

Mitte scheint sie definitiv häufiger.

Keine andere Provinz Kanadas verzeichnet

mehr Sonnenstunden im Jahr als

Saskatchewan. Das trifft sich gut, denn die

zahlreichen Flüsse, Seen und sattgrünen

Graslandschaften sind bei schönem Wetter

einfach noch betörender. Sie laden ein zum

Angeln, Wandern, Kayak und Mountainbike

fahren. Für echte Outdoorer kann es

fast nichts Schöneres geben, als von einer

Ranch aus die umliegende Natur zu erkunden

und dabei auf First Nations zu treffen

oder filmreife Panorama-Aussichten einzufangen.

Die Provinz, die fünfzehn Mal

so gross wie die Schweiz ist, aber nur ein

Fünftel der Einwohner hat, bietet ein einzigartiges

Naturerlebnis, das selbst langjährigen

Kanada-Kennern meist gänzlich

unbekannt ist.

Die weiten Prärien Saskatchewans sind

durchzogen von zahlreichen Flüssen und

Seen. Insgesamt besteht ein Achtel der

Fläche der Provinz aus Frischwasser. Kein

Wunder, dass vor allem Wassersportarten

hoch im Kurs stehen. Der Churchill River

zum Beispiel war einst eine der wichtigsten

Handelsrouten der Ureinwohner in

der Region. Seine Wildwasser-Passagen

locken heute abenteuerlustige Kanuten

und Kayakfahrer in die Gegend. Während

am Flussufer gelegentlich Elche zu sehen

sind und am Himmel Weisskopfseeadler

nach Beute Ausschau halten, rauscht man

auf dem Wasser durch gewaltige Stromschnellen.

Gemächlicher geht es an vielen der

über 100 000 Seen der Provinz zu. Im

Cypress Hills Interprovincial Park ist das

Stand Up Paddle Board ein geeignetes

Fortbewegungsmittel, um einen Blick auf

die bis zu 600 Meter hohen, mit Zypressen

bewachsenen Hügel zu werfen. Der Park im

Südwesten der Provinz liegt weit entfernt

von grossen Städten und Siedlungen, die

Lichtverschmutzung bei Nacht ist dementsprechend

äusserst gering. Beim Camping

auf den fast naturbelassenen Zeltplätzen

an den Seeufern erwartet einen nachts

ein atemberaubender Sternenhimmel. An

einem solchen Ort schmeckt der Fisch, den

man nur wenige Stunden zuvor aus dem

See geangelt hat, vom Grill noch besser.

Das landschaftliche Kontrastprogramm

erfährt man im Grasslands Nationalpark.

Zwar ist der Sternenhimmel bei Nacht

ebenso beeindruckend, doch statt Fischen

sollte man lieber nach Bisons, Gabelhornantilopen

und anderen Präriebewohnern

Ausschau halten. Denn die weite, grasbewachsene

grüne Fläche ist typisches

Cowboy-Land. Sobald man sie erreicht

64 BON VOYAGE Herbst 2018

Nordamerika – Kanada


Saskatoon

Tourism Saskatchewan / Eric Lindberg

hat, möchte man umgehend das Pferd satteln,

mit Mundharmonika-Melodien in den

Sonnenuntergang reiten und die Nächte

in Tipis verbringen. Auch auf Dinosaurier

trifft man in dieser Gegend, wenn auch

nur auf deren Fossilien. Denn der Nationalpark,

der im Süden an den US-Bundesstaat

Montana grenzt, gilt als erstklassige

Fundstätte urzeitlicher Skelette in Kanada.

Ein echtes Naturphänomen erleben

Reisende am Little Manitou Lake. Ähnlich

wie das Tote Meer im Nahen Osten hält der

See eine aussergewöhnlich hohe Konzentration

an Salz und anderen Mineralien.

Ohne Mühe treibt man an der Oberfläche

des Sees – ein wirklich beeindruckendes

Erlebnis. Zudem ist das Bad im Little

Manitou Lake mit einem Wellness-Ausflug

gleichzusetzen, denn Magnesium, Kalium

und Kieselerde im See verfügen über natürliche

hautpflegende Eigenschaften.

Keine Reise nach Saskatchewan ist

komplett ohne einen Besuch im berühmten

Prince Albert Nationalpark. Das fast

4000 Quadratkilometer grosse Areal ist

im Sommer wie im Winter Schauplatz

sämtlicher Outdoor-Aktivitäten. Auf so

manchem See toben sich Wakeboarder

und Wasserskifahrer aus, am Strand-

ufer herrscht echtes Beach-Flair und auf

den insgesamt 150 Kilometern Wanderweg

taucht man ein in die einzigartige

Landschaft des Prince Albert. Sobald der

Schnee fällt, zieren die Spuren von Skilangläufern

die Pfade zu den gemütlichen

Wildlife Cottages. Eine dieser Hütten wurde

einst von dem bekannten Schriftsteller

und Tierschützer Grey Owl bewohnt, der

durch seine Beobachtung von Biberstämmen

im Prince Albert Nationalpark weltweite

Berühmtheit erlangte.

Saskatchewan ist zwar geprägt von

Weite und Natur, doch auch den beiden

grössten Städten der Provinz, Regina und

Saskatoon, sollte man einen Besuch abstatten.

Während Saskatoon mit der Vielzahl

an Festivals, Kunstgalerien und Shopping-Möglichkeiten

das kulturelle Zentrum

der Provinz ist, beheimatet die Hauptstadt

Regina eines der historischen Wahrzeichen

Kanadas. Die berittene und in den

traditionellen roten Jacketts gekleidete

königlich-kanadische Polizei, Mounties

genannt, hat ihre Ausbildungsakademie in

Regina. Besucher können den in den Sommermonaten

stattfindenden Paraden mit

Voranmeldung beiwohnen – ein wahrlich

kanadisches Erlebnis.

Tourism Saskatchewan / Greg Huszar

Cypress Hill Interprovincial Park

Tourism Saskatchewan / Paul Austring

REISETIPP

Mietwagenrundreise «Prairie Explorer»

durch Alberta und Saskatchewan

Die 15-tägige Self-Drive-Rundreise von

knecht reisen ist mit 14 Nächten in

vorreservierten Mittelklassehotels (zum

Teil in Lodges oder Ranches) ideal, um

Saskatchewan zu entdecken. Inkludiert

sind ausführliche deutschsprachige Reisedokumentationen,

lokalen Taxen und

Steuern. Die Reise kostet ab CHF 1655

pro Person. Hinzu kommen nur noch die

Flüge nach Calgary und der Mietwagen

nach Wahl.

Calgary, Vancouver und Saskatchewan

finden Sie im neuen Katalog «Kanada

vom Spezialisten» von knecht reisen.

BON VOYAGE Herbst 2018

Nordamerika – Kanada

65


Australiens wilde Seiten

Unverfälscht, packend, atemberaubend: Das Northern Territory sowie die

Bundesstaaten Süd- und Westaustralien sind selbst für hartgesottene Reisefans

überwältigend schön. Es heisst, man soll mindestens einmal im Leben nach Australien

reisen. Aber wer einmal dort war, will immer mehr von Down Under entdecken.

Matthias Reimann

Ridgetop Tour, Siller Lookout |

South Australian Tourism Commission

In der Mitte und dem Westen Australiens

warten eine Tausende Kilometer lange

Küstenlinie und atemberaubend vielfältige

Landschaften im Outback darauf, entdeckt

zu werden. Das Land ist geprägt von

tiefen Canyons und zerklüfteten Bergen,

scheinbar unendlichen Wüstengebieten,

Savannen und einer faszinierend fremdartigen

Flora und Fauna. Neben einzigartiger

Natur und enormer Weite ist es gleichermassen

die Kultur der Ureinwohner, die

Down Under für viele Reisende noch faszinierender

machen.

Aber auch die Metropolen Adelaide,

Perth und Darwin sind eine Reise wert. Der

Ausgangspunkt für Reisen in Südaustralien

ist Adelaide. Die City an der Südküste entdeckt

man am besten zu Fuss. Die meisten

Sehenswürdigkeiten sind innerhalb von 20

Minuten zu erreichen. Das Tor zu Westaustralien

ist seine pulsierende Hauptstadt

Perth, die an der Mündung des Swan River

am Indischen Ozean liegt. Perth rangiert

regelmässig in den Top 10 der lebenswertesten

Städte der Welt. Tropisch und quirlig

ist das Flair der Hauptstadt des Northern

Territory: Darwin pflegt einen entspannten

Outdoor-Lifestyle, den Besucher vor allem

am Stokes Hill Wharf, im Yachthafen von

Cullen Bay und zahlreichen Parks und Gärten

der Stadt geniessen.

BON VOYAGE stellt drei Outback

Geheimtipps abseits vielbereister Hauptrouten

vor.

Gammon Ranges, Südaustralien:

Arkaroola Wilderness Sanctuary

Das private Wildschutzgebiet Arkaroola

befindet sich 650 Kilometer nördlich von

Adelaide in Südaustralien. Diese nördlichen

Ausläufer der Flinders Ranges gehören

zu den ältesten Felsformationen

Australiens: Sie werden auf über drei

Milliarden Jahre geschätzt.

Wer die lange Anfahrt auf sich nimmt,

erreicht einen einzigartigen, wilden Teil

des südaustralischen Outbacks. Hier ist

die Luftfeuchtigkeit meist sehr niedrig

und der Himmel deshalb überwiegend

klar. Hinzu kommt, dass Arkaroola fernab

jeglicher Zivilisation liegt – ideale Voraussetzungen

also für die nächtliche Beobachtung

von Sternen. Nicht nur Hobby-

Astronomen kommen dabei auf ihre

Kosten, denn hier steht Australiens grösstes

privates Teleskop. Nach Einbruch

der Dunkelheit können Reisende den

beeindruckenden Sternenhimmel der

südlichen Hemisphäre durch ein riesiges

Fernrohr beobachten.

66 BON VOYAGE Herbst 2018

Australien


Selbstfahrer erreichen die Region mit

Allradcampern oder geländegängigen

Mietfahrzeugen. Arkaroola Village bietet

verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten,

vom bequemen Hotelzimmer über

Budget-Lodges und Cabins bis hin zu

Campingplätzen. An heissen Tagen ist der

Swimming Pool besonders beliebt. Daneben

stehen Gästen ein Restaurant, eine

Bar, ein BBQ, ein kleiner Shop sowie eine

Tankstelle zur Verfügung. Ausflüge bringen

Gästen die faszinierende Tier- und

Pflanzenwelt näher. Verschiedene Wanderwege

führen in die zerklüftete Landschaft,

wo man oft kleinen Felswallabies,

einer kleinen Känguruart, begegnet.

Das bekannteste Fotomotiv der

Gammon Ranges ist die atemberaubende

Auffahrt mit dem Geländewagen auf die

Felskuppel des Siller Lookout, der nur im

Rahmen geführter Touren besucht werden

kann. Von hier bietet sich Besuchern

ein spektakulärer Rundblick auf das

schier endlose Umland.

Limmen Nationalpark,

Northern Territory:

Natur pur am Savannah Way

Die legendäre Outback-Route Savannah

Way verbindet Cairns an der Pazifikküste

mit der Perlenstadt Broome in

Nordwest-Australien. Ungefähr auf halber

Strecke befindet sich der Limmen

Nationalpark. Sollte die Klischeevorstellung

eines unbekannten und ungeschliffenen

Diamanten auf ein Schutzgebiet in

Down Under zutreffen, dann sicher auf diesen

275 Kilometer östlich von Mataranka

gelegenen Nationalpark. Für australische

Verhältnisse nicht riesig, entspricht er mit

über 9600 Quadratkilometern allerdings

noch immer mehr als einem Fünftel der

Fläche der Schweiz.

Western Lost City |

Tourism Northern Territory

Dirk Hartog Island National Park |

Tourism Western Australia

Um das spektakuläre Gebiet zu besuchen,

muss man sich komplett selbst

versorgen können, ein geländetaugliches

Fahrzeug ist Voraussetzung. Es gibt keine

Läden, Tankstellen oder Restaurants im

Park. Die Abgeschiedenheit entschädigt

aber mit grandiosen Natur-, Auen- und

Felslandschaften, die Besucher meist für

sich alleine geniessen. Die Butterfly Falls

bieten den einzigen sicheren Ort im Park

zum Schwimmen. In allen anderen Gewässern

leben die im Northern Territory

heimischen Krokodile.

Die Superstars im Park sind die turmund

domförmigen Sandsteinformationen

von Southern und Western Lost City.

Diese Felsnadeln ragen wie steingewordene

Hochhäuser aus der umliegenden

Savanne auf – daher der Name «Verlorene

Städte». Für den besten Überblick sollte

man einen Helikopterrundflug buchen,

denn erst aus der Luft lässt sich diese

grossartige Landschaft wirklich erfassen.

Wer auf dem Boden bleibt, erkundet auf

einem zwei Kilometer langen Rundweg

die Southern Lost City, während eine 28

Kilometer lange 4WD-Piste durch die felsgewordene

Wunderwelt der Western Lost

City mäandert.

Dirk Hartog Island, Westaustralien:

Unterwegs in der UNESCO

Welterbe-Region Shark Bay

Wer Abgeschiedenheit sucht, kommt auf

Dirk Hartog Island auf seine Kosten. Die

grösste Insel Westaustraliens gehört zur

850 Kilometer nördlich von Perth liegenden

UNESCO-Welterbe Region Shark Bay.

Aquamarinblaue Buchten und perfekte

Sandstrände umgeben die bei Anglern,

Tauchern, Schnorchlern und Geländewagen-Enthusiasten

beliebte Insel. Dirk

Hartog Island ist aber auch ein grossartiger

Platz, um Wildtiere zu beobachten.

So sieht man oft Schildkröten, Delfine,

Seekühe, Wale und Rochen von den

schroffen Kliffs und ockerfarbigen Klippen.

Ab Denham auf dem Festland starten

Tagestouren nach Dirk Hartog Island.

Per Boot setzt man über, um die besten

Spots der Insel auf einer 4WD-Tour zu erkunden.

Wer über genügend Zeit verfügt,

geht auf Entdeckungstour: Die dreitägige

Wirruwana Dreaming Safari von Wula Gura

Nyinda Eco Adventures bringt Reisenden

Tier- und Pflanzenwelt, Strände, Küsten

und die fesselnde Geschichte der lokalen

Ureinwohner näher. Gäste sind mit einem

Aboriginal-Reiseleiter unterwegs und

lernen dadurch die Insel aus einem faszinierenden

Blickwinkel kennen. Wer auf

Dirk Hartog Island übernachtet, geniesst

von dessen Westküste aus beinahe jeden

Abend den letzten Sonnenuntergang

Australiens.

KNECHT REISEN

Der Katalog «Australien vom

Spezialisten» ist in jedem guten

Reisebüro erhältlich.

BON VOYAGE Herbst 2018

Australien

67


MEINE KAMERA, DIE ALLES MITMACHT.

KAMERA: LUMIX G9 OBJEKTIV: 35-100 F/4.0

LUMIX G9. WEIL SPEED ENTSCHEIDEND IST.

Die neue LUMIX G9 mit High Speed Burst Mode (Autofokus) und

6K PHOTO Funktion hält aussergewöhnliche Momente fest, die sich in

Sekundenbruchteilen abspielen. Und dank ihrem spritzwasserfesten

und handlichen Gehäuse lässt sie sich überallhin mitnehmen.

panasonic.ch


Down Under in Zürich

Koalas verzücken

Zoobesucher

Rote Erde, rauer Fels, karge Vegetation:

Im ehemaligen Afrikahaus

des Zoo Zürich hat die australische

Savanne Einzug gehalten. Zu beobachten

gibt es Bennett-Wallabies und Emus, den

Lachenden Hans und Allfarbloris sowie

Riesenwarane, Pilbara-Felsenwarane und

Tannzapfenechsen. Unangefochtene Publikumslieblinge

der Ende März eröffneten

Anlage sind aber die beiden Koalas Mikey

und Milo.

Die zwei jungen Halbbrüder kommen

aus dem Australian Reptile Park nördlich

von Sydney. Die zuständige Kuratorin, die

Tierpfleger und der Tierarzt des Zürcher

Zoos waren vor ihrer Ankunft eigens zur

Aus- und Weiterbildung nach Australien

gereist.

Zwanzig Stunden Schlaf

Die sorgfältige Vorbereitung und Eingewöhnung

haben sich gelohnt: «Mikey

und Milo haben sich gut in ihrem neuen

Zuhause eingelebt», sagt Senior Kurator

Robert Zingg. In typischer Koala-Manier

verbringen die beiden Tiere den grössten

Teil des Tages schlafend in einer Astgabel.

Die ausgedehnten Ruhezeiten haben nichts

mit Faulheit zu tun. Sie sind vielmehr eine

Anpassung an ihre spezielle Ernährungsweise.

«Die Nahrung der Koalas besteht

aus den Blättern verschiedener Eukalyptusarten.

Sie sind nährstoffarm und sehr

schwer verdaulich», erklärt Zingg.

Aktiv zeigen sich Mikey und Milo vor

allem dann, wenn sie frischen Eukalyptus

erhalten. Dabei ist Grün nicht gleich

Grün. «Die Blätter aller Eukalyptusbäume

enthalten toxische Substanzen, unterscheiden

sich aber in Art und Menge der

Giftstoffe. Die Koalas prüfen deshalb genau

die Verträglichkeit jedes Blattes mit

ihrer feinen Nase» merkt Robert Zingg an.

Der Eukalyptus für Mikey und Milo wird

von einer Gärtnerei im Raum Zürich angebaut

und in den Zoo geliefert. Jeweils am

Dienstag und Donnerstag ist die Fütterung

mit einer Tierpräsentation verbunden, was

stets viele Besucher anzieht.

Zoo Zürich

Unternehmungslustige Jungs

Auch ihre Aussenanlage haben Mikey und

Milo inzwischen erkundet. Dabei machten

sie nicht nur nähere Bekanntschaft mit

den freilaufenden Blauen Pfauen des Zoos,

sondern erwiesen sich auch als unerwartet

unternehmungslustig. Um sicherzustellen,

dass die beiden Koalas ihren Aktionsradius

nicht auf eigene Faust erweiterten, mussten

deshalb einige kleine Nachbesserungen

an der Anlage vorgenommen werden.

Warane mögens heiss

Auch die wunderschön gefärbten Riesenwarane

scheinen sich in ihrem Zürcher

Zuhause wohlzufühlen. Die zwei Weibchen

und das Männchen haben rasch begriffen,

dass sie den Zugang zur Aussenanlage

selbständig nutzen können, um sich im

direkten Sonnenlicht aufzuwärmen. «Riesenwarane

sind wie alle Reptilien wechselwarm.

Das heisst, dass sie in hohem Mass

von der Umgebungstemperatur abhängig

sind, um ihre eigene Körpertemperatur regulieren

zu können», sagt Zingg. Zusätzlich

zur Sonnenwärme stehen den Tieren örtlich

im Tagesverlauf wechselnde Hotspots

zur Verfügung. Dort können sie sich bei

Temperaturen von 40 bis 60° Grad Celsius

richtig aufheizen. [ Zoo ZH]

Exotische Welten ganz nah

Eine Reise in exotische Gefilde steht Ihnen bevor. Ohne weit zu reisen, können Sie im Zoo

Zürich diese exotischen Welten bereits jetzt erleben. Buchen Sie eine Erlebnisführung im Zoo

und tauchen Sie ein in die wunderbaren Welten Australiens, Thailands oder Madagaskars. Im

Anschluss an eine Führung bieten wir Ihnen gerne auch kulinarische Vorfreuden auf Ihre Ferien.

Zoo Zürich

Ich interessiere mich für

folgende Erlebnisführung im

Zoo Zürich und möchte von den

20% Rabatt* profitieren

Bitte kontaktieren Sie mich.

Vorname / Name

O Australien (Koala)

O Afrika/Madagaskar

(Masoala Regenwald)

O Thailand (Elefanten)

O Zoo allgemein

E-Mail

Telefon

Weitere Infos: zoo.ch/fuehrungen

Schicken Sie diesen Gutschein

ausgefüllt an die folgende Postadresse:

Zoo Zürich AG

Zürichbergstrasse 221

8044 Zürich

*20% Rabatt gültig für Gruppen ab 20 Personen, ausgenommen gastronomische Leistungen (Essen & Getränke).

BON VOYAGE Herbst 2018

Zoo Zürich

69


Perlen der Karibik

Strahlend weisse Strände, palmengesäumte Küsten, türkis leuchtende Lagunen

und üppig grüne Inseln sind unverwechselbar mit der Karibik verknüpft. Diese

Eindrücke treffen zu: Die karibischen Inseln Jamaika, Grenada, Saint Lucia und die

Dominikanische Republik bieten paradiesische Landschaften unter und über Wasser.

Lukas Scheid

Saint Lucia

Die kleine, wilde Outdoor-Insel

Neben den typisch karibischen Stränden besticht Saint Lucia vor allem durch

seine herausragenden Wandermöglichkeiten in tropischer Vegetation.

Wie Pfeilspitzen ragen die beiden

Pitons im Südwesten Saint Lucias

in den Himmel. Die erkalteten

Vulkankegel sind auf der einen Seite

umgeben von der tiefblauen karibischen

See und auf der anderen Seite von dichtem

Regenwald. Das von der UNESCO

anerkannte Schutzgebiet, welches die

beiden über 700 Meter hohen Wahrzeichen

der Insel umgibt, eignet sich hervorragend

zum Wandern und Fotografieren.

Sogar die Besteigung des Gipfels des Gros

Piton ist für geübte Wanderer mit einem

Guide durchaus möglich.

Das kleine Naturparadies Saint Lucia ist

gerade einmal so gross wie der Schweizer

Kanton Glarus. Die Vielfalt an Aktivitäten,

die Urlauber auf der Insel der kleinen Antillen

erleben können, übertrifft meist aber

alle Erwartungen. Neben Wanderungen

und Mountainbike-Touren durch das dichte

Grün des Regenwaldes oder zu den schönsten

Wasserfällen der Karibik kann man den

tropischen Dschungel auch von oben entdecken.

Drei verschiedene Ziplining-Parcours

bei Soufrière, Babonneau und Dennery nehmen

Abenteuerlustige mit auf einen wilden

Ritt am Stahlseil, hinweg über Mango- und

Kokosnuss-Bäume, über Bambus und exotische

Tropenpflanzen.

70 BON VOYAGE Herbst 2018

Karibik

LATINO TRAVEL

Der Katalog «Karibik vom Spezialisten»

ist in jedem guten Reisebüro erhältlich.


Jamaika

Reggae, Rum und Romantik

Auf Jamaika wird gefeiert. Der Anlass ist zweitrangig.

Die Begleitmusik für die stets rhythmischen Partys

lockt selbst Tanzmuffel auf den Reggae-Dancefloor.

Auf Fahnen und Hausfassaden prangen

das breite Grinsen und die

Dreadlocks der Reggae-Legende.

Die Songs von Bob Marley inspirierten

einst zum friedlichen Protest gegen Krieg

und Unterdrückung auf der ganzen Welt,

sein musikalisches und moralisches Erbe

findet sich noch immer in der Rastafari-Bewegung

wieder. Nicht nur für eingefleischte

Fans ist der Besuch des Bob Marley

Museums in der Hauptstadt Kingston ein

Muss.

Doch sowohl Jamaika als auch die

Reggae-Musik bestehen nicht nur aus Bob

Marley. Die Musik-Festivals und Reggae-

Partys auf der Insel zählen zu den besten

der Welt und sind das eigentliche Highlight

einer Reise ins friedliche und weltverändernde

Paradies, das Jamaika heute

ist. Langsame Jazz- und Blues-Rhythmen,

peppige Dancehall-Beats und die mit Bläsern

aufpolierten Ska-Klänge liefern eine

musikalische Vielfalt, wie man sie nur selten

in einem Land mit nur drei Millionen

Einwohnern erlebt.

Das beliebteste Getränk auf jedem

Fest auf Jamaika ist natürlich der Rum,

die wichtigste Zutat für einen unvergesslichen

Aufenthalt auf der Insel ist – was auch

sonst – Liebe. Nicht ohne Grund fragt Bob

Marley in seinem berühmten Song: «Is this

Love that I’m feelin’?» Ob er diese Frage an

einen Menschen oder seine wunderschöne

Heimat richtet, entscheidet jeder für sich

selbst.

BON VOYAGE Herbst 2018

Karibik

71


Grenada

Die Gewürzinsel

Die schärfste Insel der kleinen Antillen ist wie gemacht für kulinarische

Erlebnistouren. Mit Tropenflair und Regenwäldern zieht Grenada aber

auch Badeurlauber und Naturfreunde an.

Ein Land mit einer Muskatnuss auf

der eigenen Flagge muss etwas von guter

Würze verstehen. Die kleine Nuss, eigentlich

der von rotem Fruchtfleisch in gelber

Schale ummantelte Samen des Baumes,

ist ein wichtiges Exportgut Grenadas, das

auch auf keinem Teller mit lokalen Spezialitäten

fehlen darf. Aus den Küchen der

pittoresken Hauptstadt St. George, einer

der schönsten Hafenstädte der Karibik,

kommt «Oil Down» auf den Tisch. Hinter

dem nicht gerade einladenden Namen

verbirgt sich ein schmackhafter Eintopf

aus Brotfrucht, Okraschoten, Süsskartoffeln,

Callaloo, Kokosmilch, Kurkuma und

– natürlich – Muskat.

Durch die Nähe zur See gehören zudem

Fisch und Meeresfrüchte auf alle Speisekarten

zwischen dem Grand Anse-Strand

und dem Seven Sisters-Wasserfall. Grand

Anse ist sicherlich der bekannteste Strand

Grenadas, doch auch die übrigen, mit

weissem oder schwarzem Sand bedeckten

Küstenabschnitte laden zum Baden und

Schnorcheln ein. Im Zentrum von Grenada

ist dann der Grand Etang Nationalpark ein

beliebtes Ausflugsziel. Mittendrin ergiesst

sich der Seven Sisters-Wasserfall über sieben

Terrassen nach unten. Schon der Weg

dorthin durch die üppige Fauna der Insel,

vorbei an riesigen Farnen und tropischen

Blumen, ist ein echtes Erlebnis.

72 BON VOYAGE Herbst 2018

Karibik


Santo Domingo

Am Puls der Dominikanischen Republik

Santo Domingo ist nicht nur Landeshauptstadt mit

mondänen Hotels, dem Regierungssitz und nicht

abreissendem Verkehr, es ist auch das koloniale

Herz des geschichtsträchtigen Landes.

Es ist die älteste permanent bewohnte

Siedlung auf dem gesamten amerikanischen

Kontinent. Über 500 Gebäude aus

der Anfangszeit der spanischen Kolonialisten

in der Altstadt von Santo Domingo

bilden die Zona Colonial, die längst auch

auf der Liste der UNESCO Welterbe-Stätten

steht. «Den Baustil der Spanier und die beeindruckende

Art der Städteplanung lernt

man am besten während eines ausführlichen

Spaziergangs entlang der Calle de

las Damas kennen», erklärt Petra Cruz vom

Tourismusverband der Dominikanischen

Republik. Einst planten die Spanier von

hier aus ihre Eroberungsfeldzüge in ganz

Lateinamerika. Heute befinden sich in den

Häusern nicht etwa schicke Restaurants

und Souvenirshops, viel mehr sind es ganz

normale Wohnungen der Stadtbevölkerung.

Doch auch abseits der 16 Gassen der

Zona Colonial in Santo Domingo ist etwas

los. Entlang der Promenadenstrasse

Malecón ertönen an jeder Ecke Merengue-

Klänge. Einheimische und Reisende sitzen

gemeinsam auf den Terrassen oder auf

dem Plaza de España oder der Avenida

Gustavo Mejia Ricart, rauchen Zigarre oder

geniessen das tolle Wetter und den Blick

aufs Meer. Beim Stadtbummel sollte man

auch in einen der dominikanischen Textilläden

vorbeischauen, die die beliebten

Leinenhemden Guayaberas und handgefertigte

Lederhandtaschen verkaufen.

BON VOYAGE Herbst 2018

Karibik

73


Oman

Das moderne Sultanat

Uferpromenade in Muskat

Der Oman hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der beliebtesten Reiseziele

auf der Arabischen Halbinsel entwickelt und das liegt auch an den erstklassigen

Hotels im Land.

Lukas Scheid

Ein Opernhaus verortet man meist,

ohne darüber nachzudenken, in europäischen

Kulturstädten wie Wien,

Florenz oder Prag. Im orientalischen Oman

dagegen rechnen nur wenige damit. Dabei

gehört das Royal Opera House in Muskat

zu den eindrucksvollsten Opernhäusern

der Welt. Der Grundriss des imposanten

Gebäudes erinnert an europäische Konzerthallen,

die spitz zulaufenden Fensterbögen

und die glatte, strahlend weisse

Fassade aber lassen keinen Zweifel aufkommen,

wo dieser Kulturpalast steht.

Der Sultan des Oman, Qabus ibn Said, hat

in seiner Hauptstadt einen Tempel der europäischen

Schauspiel- und Gesangskunst

im orientalischen Kleid errichten lassen.

Tradition trifft auf Moderne, das erlebt

man überall in Muskat. In den engen, überdachten

Gassen des Muttrah Souk werden

Stoffe und Goldschmuck gehandelt, vor

den kleinen Läden sitzen Männer in langen

Gewändern und trinken gezuckerten

Chai-Tee. Eine Szene, die vor vielen Jahrhunderten

ebenso stattgefunden hätte.

Auf der anderen Seite des Hafens liegt der

Fischmarkt. Doch statt üblen Gerüchen

und blutüberströmten Schlachtbänken

erwartet Besucher ein nagelneues, klimatisiertes

Gebäude mit eisbefüllten Bassins,

aus denen heraus riesige Makrelen, Brassen

und Thunfische den Besitzer wechseln.

Eine Reise durch das Sultanat Oman

birgt zahlreiche überraschende Einblicke

in die Natur und Kultur des Golfstaates. Im

Hajar-Gebirge blickt man auf bis zu 3000

Meter hohe Berge und tiefe Schluchten, in

den saftig grünen Oasen der Wahiba Sands

kann man sich nach einer anstrengenden

Dünentour ausruhen und die Zighy Bucht

im Norden des Oman besticht durch einen

der spektakulärsten Tauch-Spots der arabischen

Halbinsel.

Muttrah Souk

74 BON VOYAGE Herbst 2018

Arabien – Oman


Das Fünfsterne-Hideaway am Golf von Oman

Six Senses Zighy Bay

Das luxuriöse Six Senses Zighy Bay Resort befindet sich an beneidenswerter

Strandlage und ist von einer dramatisch zerklüfteten Felsküste umringt. Für die

Anreise gibt es mehrere Optionen – eine spektakulärer als die andere.

Lukas Scheid

Die Fahrt mit dem Boot von Dibba

aus in die traumhaft schöne Zighy

Bucht dauert 20 Minuten. Etwas

länger – zwei Stunden – und abenteuerlicher

ist die Anreise ab Dubai mit dem

Geländewagen über die Gebirgskette.

Unschlagbar ist jedoch der Tandemflug

mit dem Gleitschirm, der die Gäste des

Six Senses Zighy Bay auf eine nie dagewesene

Weise in das Ferienziel bringt. Erst

segelt man durch die Luft und sieht das

Resort von oben, anschliessend landet

man beinahe direkt vor der privaten Villa

mit eigenem Pool. Was für ein Start für

einen unvergesslichen Aufenthalt in einer

der schönsten Oasen des Oman!

Die Villen des Fünfsterne-Resorts sind

allesamt aus Naturstein und hochwertigem

Holz erbaut. Die hellen Zimmer sind

rustikal und in warmen Farben gestaltet.

Sie versprühen das Gefühl einer komfortablen

Wüsteninsel in einfachem Stil –

kein Prunk und kein Protz übertünchen

die Seelenruhe des Ortes. Die Villen an

der Beachfront verfügen über einen direkten

Zugang zum Strand, die Spa-Villen

über einen Raum für Spa-Anwendungen

und die Suiten über einen grossräumigen

Wohnbereich mit Zugang zur Terrasse.

Einen Pool haben sie alle.

Das Six Senses Zighy Bay Resort betreibt

seine eigene Tauchschule. Extradivers

Worldwide bietet neben Tauchkursen

nach SSI- und PADI-Standards auch

exklusive Tauchexkursionen zu zehn

verschiedenen Dive-Sites an. Die hervorragend

erhaltenen Korallenriffe im

nördlichen Golf von Oman werden von

Kofferfischen, Adler- und Teufelsrochen

bewohnt. Wer nicht so tief abtauchen

möchte, kann das Schauspiel in der Tiefe

auch schnorchelnd oder von einem Kajak

mit Glasboden von der Wasseroberfläche

aus bewundern.

Höher hinaus geht es beim Abendessen

im Six Senses Zighy Bay. Zumindest

für die Gäste des Hilltop-Restaurants.

Oberhalb der Zighy Bay, auf halbem Weg

in die das Resort umschliessende Bergkette

hinauf, liegt das gemütliche Restaurant

«Sense on the Edge». Mit einem

beeindruckenden Ausblick in die Bucht

wird dieser Ort vor allem nach Sonnenuntergang

zu einem magischen Tempel

des guten Essens mit internationalem

À-la-carte-Menü. Im Shua Shak dagegen

werden in beduinischen Zelten am Strand

arabische Spezialitäten wie Lamm aus

Erdöfen serviert.

Einen der am besten bestückten Weinkeller

des Omans finden Gäste ebenfalls

innerhalb des Resorts. Wenn der Sommelier

in den heissen Sommermonaten

in den kühlen Souterrain lädt, kann man

mit einer unterhaltsamen und höchst geschmackvollen

Weinprobe rechnen – eine

wahre Wohltat für den Gaumen. Diese

gibt es ebenso für den gesamten Körper.

Und zwar im Six Senses Spa Zighy Bay in

Form von Sport, Yoga oder «Integrated

Wellness», dem hauseigenen Wellness

Programm von Six Senses.

Während des Aufenthalts in der Zighy

Bucht können Gäste an einer dreitägigen

Kreuzfahrt durch die Musandam-Region

teilnehmen. Mit einem edlen Dhow, dem

traditionellen Segelschiff im Indischen

Ozean, geht es durch die Fjorde der omanischen

Nordküste. Auf der Kreuzfahrt

sorgen Tauchgänge, Yoga-Stunden oder

Besuche in Fischerdörfern für Abwechslung.

Der Trip mit der Dhow-Yacht Dhahab

zählt zu den einprägsamsten Erlebnissen

im Six Senses Zighy Bay und ermöglicht

einen wundervollen Ausflug in ganz privater

Atmosphäre.

BON VOYAGE Herbst 2018

Arabien – Oman

75


Heimweh

und Fernweh.

Schön, kann

ein Flugzeug

beides auslösen.

Über 100 Reiseziele in 46 Ländern.

Made of Switzerland.


Abu Dhabi

Weltstadt in der Wüste

Binnen einer Generation wurde aus einem Landstrich in der arabischen Wüste

eine Weltstadt mit Skyline. Abu Dhabi ist aus dem Nichts zu einem der führenden

Reiseziele des Planeten aufgestiegen.

Darian Leicher

DCT Abu Dhabi

Schwer zu sagen, was Abu Dhabi

denn jetzt wirklich ausmacht. Sind

es die von Dünen gesäumten Sandstrände,

die zu den schönsten Arabiens

zählen? Die einzigartige Architektur der

Metropole? Das unvergessliche Shoppingerlebnis?

Oder einfach das arabische

Flair? Wer nach Abu Dhabi reist, bekommt

all dies mit und ist schlichtweg fasziniert

von dem Schauspiel, das man an diesem

Ort erlebt.

Höher, schneller, schiefer

In Abu Dhabi übertrifft ein Rekord den

nächsten: Der Wolkenkratzer Capital Gate

Tower ist der absichtlich am stärksten geneigte

Turm der Welt, das Yas Hotel das

einzige über einer Formel 1-Rennstrecke,

in der Sheikh Zayed Moschee liegt der

mit 5627 Quadratmetern grösste handgeknüpfte

Teppich und im Louvre Abu Dhabi

soll schon bald das aktuell wertvollste

Gemälde der Welt hängen. Leonardo da

Vincis «Salvator Mundi»: 450 Millionen

Dollar hat es auf einer Auktion im November

2017 gekostet. Das sind Zahlen und

Fakten, die schlussendlich nichts über

das Flair und die Atmosphäre dieses Ortes

aussagen. Nichtsdestotrotz zeigt es, auf

was Gäste in Abu Dhabi treffen: Tradition,

Innovation und den Markenkern des Tourismus

– Gastfreundschaft, Authentizität,

Qualität und Vielfalt. Werte, denen sich

das Emirat besonders verpflichtet fühlt.

Tradition trifft Innovation

Neu und doch historisch – ein Motto, das

sich durch die ganze Stadt zieht. Einerseits

gibt es die moderne Yas Mall, das

grösste Shopping-Paradies in Abu Dhabi.

Das Einkaufszentrum kommt auf stolze

235 000 Quadratmeter Verkaufsfläche

– das entspricht der Dimension von 33

Fussballfeldern. Darüber hinaus bietet

das Ausflugsziel über 400 Geschäfte und

Kaufhäuser quer durch alle Branchen,

dazu über 90 Cafés und Restaurants,

ausserdem 20 Kinosäle. Die Flure sind aus

Marmor und so breit wie anderswo ganze

Häuser. Alles, was weltweit Rang und

Namen hat, ist hier vertreten - von der

Luxusmarke bis zum breit aufgestellten

Publikums-Label.

Dieser pompösen Flaniermeile gegenüber

hat in dieser Stadt auch das Altehrwürdige

Bestand. Immernoch gibt es die

traditionellen Markthallen, wo der fangfrische

Fisch angeliefert wird und sich

Obst und Gemüse zu sorgfältig drapierten

Bergen türmen. Noch immer gibt es feine

Gewürze, die aus riesigen Säcken heraus

Abu Dhabi Skyline

DCT Abu Dhabi

vor den Augen der Kunden abgewogen

und verkauft werden. Diese Mittagsrunde

durch den Basar und zwischen den

Ständen in der Markthalle hindurch, wo

alle Aromen aus 1001er Nacht vertreten

sind, stellt den ganz normalen arabischen

Alltag dar. Eine Attraktion, die einen Ausgleich

zu den vielen neu erbauten Wolkenkratzern

und Freizeitparks dient.

Manchmal ist dann weniger doch einfach

mehr. Manchmal braucht man gar

kein «Ah» und «Oh», um einen unvergesslichen

Urlaub zu geniessen, sondern einfach

ein angenehmes Flair an einem Ort,

an dem man sich als Besucher wohl und

gut aufgehoben fühlt.

LET’S GO TOURS

Den Katalog «Arabien vom

Spezialisten» erhalten Sie

in Ihrem Reisebüro.

BON VOYAGE Herbst 2018

77


Kapstadt und Winelands

Einfach köstlich

Grandioses Wetter, aufregende Landschaften und das Beste, das Südafrika

kulinarisch zu bieten hat – Kapstadt und die Winelands sind Reiseziele für

Geniesser, Gourmets und Weinkenner. Von der Kap-Metropole aus reisen wir ins

Herz der Weinregion nach Stellenbosch, Paarl und Franschhoek.

Lukas Scheid und Bernhard Krieger

Wenn japanisches Sushi mit peruanischem

Touch und lokalen Gewürzen

der Kap-Region serviert

wird, sind wir angekommen im Feinschmecker-Tempel

von Nobuyuki «Nobu» Matsuhisa.

Der weltbekannte Sternekoch schafft

es in jedem seiner Restaurants, die Einzigartigkeiten

der Region mit der Raffinesse

seiner aussergewöhnlichen Küche in Einklang

zu bringen. Das Nobu im One&Only

Cape Town ist da keine Ausnahme. Der

Japaner, der in Peru Karriere gemacht

hat, ist nicht nur ein grandioser Koch,

sondern er versteht es auch, das richtige

Ambiente für seine grandiosen Kreationen

zu schaffen. Die typische Sushi-Theke

wirkt in der stilvollen, mit dunklem Holz

verkleideten Lounge keineswegs fehl am

Platz – im Gegenteil, sie passt hier her, als

hätten Sushi-Restaurants noch nie anders

ausgesehen. Der mehrstöckige «Weinkeller»

in Form eines riesigen Glaskastens in

der Mitte des Raumes hält so manchen

Schatz verborgen. Winzer aus aller Welt

sind hier vertreten, doch am beliebtesten

sind die südafrikanischen Weine. Der

Beginn einer kulinarischen Reise durch

die Winelands muss eigentlich an diesem

Weinschrank beginnen. Hier können wir

das Resultat bewundern, bevor es zurück

78 BON VOYAGE Herbst 2018

Südafrika


an dessen Ursprung geht. Wir probieren

einen Sauvignon blanc aus den berühmten

südafrikanischen Winelands, genauer

gesagt aus Stellenbosch. Das Preis-Leistungsverhältnis

ist kaum zu schlagen. Zu

den sowieso schon günstigen Preisen in

Südafrika kommt auch noch die schwache

Währung, der südafrikanische Rand, hinzu.

Für Schweizer sind die Gourmet-Ferien in

Südafrika somit doppelt günstig.

Von der Weinuniversität

zum Rebberg

Stellenbosch, wo unser erster Sauvignon

blanc herkam, ist auch der Beginn unserer

Rundreise durch die Weingüter am Westkap.

Etwa 50 Kilometer ausserhalb von

Kapstadt beginnt das Geniesser-Paradies.

Dass die Winelands einen hervorragenden

Ruf haben, liegt auch an der Weinuniversität

von Stellenbosch. Hier werden die

besten Winzer Südafrikas ausgebildet. Wie

gut die Ausbildung ist, schmeckt man. Das

mediterrane Klima in der küstennahen Region

begünstigt den Anbau von vollmundigen

Chardonnays, eleganten Sauvignon

blancs und charakterreichen Rotweinen.

Trauben wie Shiraz, Merlot oder Pinotage

vom Simonsberg oder aus dem Devon

Valley finden von Stellenbosch aus ihren

Weg um die ganze Welt. Unsere Flasche

Cabernet Sauvignon aus dem Weingut

Glenelly ist nicht besonders weit gereist.

Von der Abfüllanlage der modernen Weinfarm

am Hang des Simonsberg bis zum

Weingut sind es nur wenige Meter, doch

er schmeckt, als hätte man ein Leben lang

darauf gewartet.

Doch nicht nur der südafrikanische

Wein lockt Geniesser in die Kap-Region.

Die traditionelle Küche Südafrikas rundet

das Geschmackserlebnis vollends ab. Die

Gerichte sind meist einfach, doch durch

die raffinierten Gewürze überaus schmackhaft.

Ob beim gemütlichen Braai, der südafrikanischen

Form des Barbecues, oder

beim indisch anmutenden Chicken Curry

– um ein kulinarisches Highlight passend

zum Wein muss man sich keinerlei Gedanken

machen.

Beim herrlichen Licht der untergehenden

Sonne führt uns unsere Reise weiter

ins Landesinnere. Auf den Hügeln, zwischen

denen sich die Strasse hindurch

BON VOYAGE Herbst 2018

Südafrika

79


schlängelt, stehen die Winzerhäuser im

französischen Stil. Der Name der Stadt

Franschhoek geht auf die aus Frankreich

ausgewanderten Hugenotten zurück, die

sich am Fuss der Drakensberge niederliessen.

Die dramatische Felskulisse liefert

einen beeindruckenden Anblick, als

wir in die kleine Stadt einfahren. Doch die

schönste Aussicht in Franschhoek erleben

wir erst am nächsten Morgen, als wir den

Pass hinauf zum Weingut Haute Cabrière

fahren.

Ideal für Golfer und Gourmets: Steenberg Hotel Constantia

Prickelnder Trinkgenuss

zwischen Felsspitzen

Zwischen den aufragenden Berggipfeln

liegt das familiengeführte Weingut, in dem

einst der legendäre, deutschstämmige

Winzer Achim von Arnim für die Weinherstellung

zuständig war. Längst hat sein

Sohn Takuan die Leitung übernommen

und tritt – mindestens ebenso erfolgreich

– in die Fussstapfen seines Vaters. Bekannt

ist das Haute Cabrière für seinen Schaumwein,

denn die Methode des Gärungsprozesses

bei den von Arnims ist exakt die gleiche

wie beim französischen Champagner.

Obwohl der Schaumwein nicht den Namen

eines Champagners tragen darf, wird er

von allen dennoch als «Kap-Champagner»

bezeichnet.

Passend zum prickelnden Schaumwein

serviert Küchenchef Ryan Shell Austern mit

frischem Gemüse aus dem hauseigenen

Gemüsegarten. Anschliessend geht es hinunter

ins Herz des Weingutes. Der Weinkeller

ist neben Weinfässern auch mit Kunstwerken

ausgestattet. Nicht nur klimatisch

wirkt dieser Kontrast aus Gemälden und

riesigen Holzbehältern beeindruckend.

Das schummrige Licht tut sein Übriges.

Wieder zurück im Tageslicht geniessen wir

die leuchtenden Farben im Weingarten, in

den das Weingut der von Arnims so wunderschön

eingebettet liegt. Mit einer Kiste

Kap-Champagner brechen wir wieder auf.

Es geht nach Norden, in die kapholländische

Kleinstadt Paarl.

Perle am Simonsberg

Paarl ist Afrikaans für Perle. Warum die

Stadt so heisst, erkennen wir sofort. Alte,

kleinere und grössere Landhäuser im kapholländischen

Stil prägen das Stadtbild im

Tal auf der nördlichen Seite des Simonsberg.

Der grösste Teil der Weinberge liegt

am Hang unterhalb des eindrucksvollen

Fels-Dreigestirns, was für eine tolle Aussicht

von nahezu jedem Ort der Stadt sorgt.

Auch wenn die klimatischen Bedingungen

sehr gute Rotweine gedeihen lassen, werden

in den Winelands dennoch mehr weisse

Rebsorten angebaut. Die Sommeliers

der grossen Restaurants haben die beeindruckendsten

davon im Weinkeller. Zu den

besten Weinkellern gehört zweifellos der

des Grand Roche Hotels und seinem ausgezeichneten

Bosman›s Restaurants.

Bevor es zurück nach Kapstadt geht,

machen wir noch einen kleinen Abstecher

nach Constantia. Das Groot Constantia ist

das älteste Weinanbaugebiet Südafrikas

und liegt nur unweit der berühmten Bergkette

der 12 Apostel, die sich vom Tafelberg

aus Richtung Ozean erstreckt. Es ist nur einen

Katzensprung von Kapstadt entfernt,

gerade einmal 20 Minuten fährt man mit

dem Auto. Wer also lieber ausserhalb des

Grossstadtrummels wohnt, kann in einem

der vielen hervorragenden Hotels mitten

im Weinanbaugebiet von Constantia absteigen.

Erstklassige Weingüter laden zum

Verweilen ein. Constantia und sein Umland

sind übrigens auch eine der ersten Anlaufpunkte

für Südafrikas Golferszene. Grandiose

Plätze inmitten dieser herrlichen

Landschaft sorgen für ein ganz besonderes

Flair beim Abschlag. Den Schläger sollte

man jedoch vor der Degustation der edlen

Tropfen in den Weinkellern schwingen.

Über die Camps Bay, wo sich am Strand

wunderschöne Cafés mit herrlichem Blick

auf den Lions Head aneinanderreihen,

kommen wir zurück nach Kapstadt. An der

80 BON VOYAGE Herbst 2018

Südafrika


Kulinarische Überraschungen aus dem Township

Schmackhaftes Kapstadt

Leidenschaft, Lebensfreude und Lust an gutem

Essen – das alles charakterisiert Abigail Mbalo

zweifellos. Aber diese energiegeladene Köchin

aus Südafrika verkörpert noch viel mehr als das.

Matthias Reimann

Victoria & Alfred Waterfront schlendern wir

vorbei an den schicken Restaurants direkt

am Wasser und siehe da: Die Weinkarten

sind gespickt mit Tropfen aus Stellenbosch,

Franschhoek und Paarl. Und auch den

Kap-Champagner finden wir hier wieder.

KNECHT REISEN

Das umfassende Angebot für

Südafrika, Namibia, Botswana,

Zimbabwe, Zambia, Malawi und

Mozambique finden Sie im Katalog

«Südliches Afrika vom Spezialisten»,

erhältlich in Ihrem Reisebüro.

Ihre Kreativität, ihre Präzision und ihre

Ausdauer machen Abigail Mbalo nicht

nur zu einer hervorragenden Köchin,

sondern auch zu einem Vorbild für viele

Landsleute.

Abigail hat ihre Leidenschaft zum

Beruf gemacht, nachdem sie zunächst

17 Jahre als Zahntechnikerin gearbeitet

hatte. Der Weg aus dem Dentallabor in

die Profiküche war nicht immer leicht.

Was rückblickend wie eine Bilderbuchkarriere

anmutet, war ein Pfad voller

Hindernisse. Rückschläge aber steckte

Abigail mit Humor weg. 2014 schaffte

sie es bei der südafrikanischen Ausgabe

der beliebten TV-Show «Master Chef» in

die Runde der Top 6. Allerdings schied

sie dann aus, weil sie Zucker für ein Dessert

anbrennen liess – was sie allerdings

nur kurz ärgerte. Letztlich inspirierte

diese Panne Abigail zu einem Karamell-

Apfel-Dessert, welches inzwischen einer

der Renner auf der Karte ihres Restaurants

«4Roomed eKasi Culture» ist.

Ihr Lokal befindet sich nicht in einer

feinen Gegend von Kapstadt, sondern in

Khayelitsha, einem Township südöstlich

des Zentrums. Nicht gerade der Ort, an

dem man das Restaurant einer Köchin

von Weltrang vermutet, doch das Ambiente,

in dem sie kulinarische Leckereien

in Menüs mit fünf und zehn Gängen

serviert, ist stilvoll. Die Gerichte auf der

Karte spiegeln Saison, Region und die

Menschen wider. Einfache Gerichte der

Township-Bewohner verfeinert sie raffiniert

im Stil der Haute Cuisine. Ein Essen

bei Abigail ist mehr als nur köstlich, es

ist ein Einblick in einen Lebensstil. Es ist

eine kulturelle Erfahrung.

Neben dem Restaurant betreibt

die lebenslustige Südafrikanerin unter

anderem einen Food Truck und bietet

frisch zubereitete Schnellgerichte zum

Aufwärmen an. «4Roomed eKasi Culture»

in einem Stadtteil wie Khayelitsha

zu eröffnen, war für Abigail ein Statement.

Sie selbst wuchs in einem Township

auf und kennt die Probleme dort

nur zu gut: Armut, fehlende Bildung,

Kriminalität und unwürdige Lebensbedingungen.

Ganz bewusst beschäftigt

sie viele Menschen, die wie sie aus einfachen

Verhältnissen stammen.

Mit ihrer Leidenschaft für das Kochen

hat Abigail viele Gäste glücklich

gemacht, einigen Mitarbeitenden eine

Perspektive eröffnet und vielen in den

Townships Hoffnung auf eine bessere

Zukunft gegeben.

Marcel Hausheer

BON VOYAGE Herbst 2018

81


Wilderness Safaris

Botswana at its best

Ferien im Okavangodelta in Botswana sind herrlich,

in einem der herausragenden Camps von Wilderness

Safaris werden sie himmlisch.

Andreas Hottenrott

Mombo Camp: Versteckter Schatz

Manchmal sind es gerade die besten Dinge,

die nicht sofort ins Auge springen. Das

Mombo Camp von Wilderness Safaris ist

ein Paradebeispiel dafür. Gut versteckt

zwischen Schatten spendenden Bäumen

liegen die luxuriösen Unterkünfte

an der Nordwestspitze von Chiefs Island.

Mit ihrem Artenreichtum gilt die Insel im

Okavangodelta als top Adresse für unvergessliche

Safaris im Südlichen Afrika.

Das im authentisch afrikanischen Stil

errichtete Camp wurde komplett renoviert

und erstrahlt seit 2018 in neuem

Glanz. Wilderness Safaris entwarf dabei

eine Mischung aus Tradition und Moderne:

Auf der einen Seite bieten Fitnessraum,

Spa-Bereich, Swimmingpool und Lounge

im Hauptbereich zeitgemässe Annehmlichkeiten,

auf der anderen Seite trifft man

sich zum Dinner in einer rustikalen Boma

unter dem afrikanischen Sternenhimmel.

Das Konzept setzt sich in den neun komfortablen

Zimmern mit eigenem Privatpool

sowie Innen- und Aussendusche fort. Für

entspannte Stunden macht man es sich

in einer Sala auf der Veranda gemütlich,

der viele Tiere so nahekommen, dass man

sie problemlos vom offenen Pavillon aus

beobachten kann.

Das ist allerdings nur die Zugabe für

Tierbegegnungen. Viel stärker bleiben die

Situationen im Gedächtnis, in denen eine

Giraffe plötzlich mit elegantem Schritt

den Weg des Geländewagens kreuzt, in

denen Löwen sich knurrend über ihre

Beute hermachen und in denen Flusspferde

prustend aus dem Wasser auftauchen,

während man selbst nur ein paar

Meter entfernt staunend zuschaut. Für Reisende

geht es mit erfahrenen Führern auf

Pirschfahrten tief hinein ins Moremi Wildreservat.

Die im Reservat gelegene Chiefs Island

ist komplett von Wasser umgeben. Dank

der natürlichen Begrenzung vibriert das

Gebiet förmlich vor Leben. Safari-Begeisterte

treffen im Okavangodelta auf die

Big Five, Vogelfreunde auf unzählige Vogelarten.

Breit- und Spitzmaulnashörner wurden

erst vor einigen Jahren wieder erfolgreich

angesiedelt. Auf diesen Beitrag zur

Arterhaltung der gefährdeten Dickhäuter

ist man im Mombo Camp besonders stolz.

82 BON VOYAGE Herbst 2018

Botswana


Mombo Camp

Wilderness Safaris

Vumbura Plains Camp:

Besonderes Terrain

In unmittelbarer Nachbarschaft zum

Moremi Wildreservat befindet sich ein

weiteres Aushängeschild von Wilderness

Safaris. Von aussen wirkt das Vumbura

Plains Camp beinahe ein wenig unscheinbar.

Im Inneren allerdings lässt es keine

Wünsche offen: Unterhalb eines erhöht

liegenden Hauptbereichs verteilen sich

äusserst geräumigen Zimmer über die

Ebene. Auch hier gehören ein eigener

Privatpool, Innen- und Aussendusche

sowie eine einladende Terrasse mit Sitzecke

zur Ausstattung. Die Geschichten des

Tages tauscht man abends an der Bar oder

der Lounge mit Feuerstelle aus.

Und Geschichten sammeln sich garantiert

einige an. Mit einer Grösse von 60 000

Hektar zählt das private Konzessionsgebiet

nämlich ebenfalls zu den herausragenden

Safarizielen in Botswana. Seinen besonderen

Reiz macht seine spezielle Lage aus:

Da sein Terrain ein Mix aus Wasser und

trockenen Flächen ist, kann man sich den

wilden Bewohnern von Vumbura Plains auf

unterschiedliche Weise nähern.

Selbstverständlich gehören die Pirschfahrten

im 4x4-Wagen morgens und abends

sowie Buschwanderungen auch hier zum

Programm. Darüber hinaus werden Touren

im Mokoro angeboten, dem traditionellen

Einbaum-Boot am Okavango. Mit langen

Stangen und beinahe geräuschlos navigieren

die Guides ihre Gäste noch durch

die kleinsten Wasserwege im Delta. Eine

aussergewöhnliche und beinahe schon

meditative Art, sich Flora und Fauna der

Region zu nähern. In dieser friedlichen Atmosphäre

gelingt es sogar, die Riedfrösche

auf ihren Halmen zu erspähen. Die Hüpfer

sind zwar knallig bunt – dafür oft aber nur

so gross wie ein Daumennagel. Gänzlich

unübersehbar ist dann ein afrikanischer

Sonnenuntergang. Das fantastische Farbenspiel

zieht Zuschauer auf abendlichen

Touren im Motorboot in seinen Bann.

Eine ganz andere Perspektive eröffnet

sich Reisenden schliesslich aus der Luft.

Was vielleicht vom Land oder vom Wasser

aus verborgen bleibt, offenbart sich

aus dem Heli, dem Heissluftballon oder

der kleinen Propellermaschine in seiner

ganzen Pracht. Verschnörkelte Flussarme,

überwachsene Seen und grüne Inseln

setzen sich zusammen zu einem überwältigenden

Mosaik, einem natürlichen Kunstwerk

wie geschaffen für Safaris.

SAFARIPARADIES

OKAVANGODELTA

Mit 20 000 Quadratkilometern

Fläche ist das Okavangodelta

das grösste Binnendelta der

Welt. Selbst aus dem Weltall

ist es zu erkennen.

Wo der Okavango in Botswana auf den

Sand der Kalahari trifft, fächert sich

der einzige permanent wasserführende

Fluss der Region wie ein Labyrinth

auf. Keiner der Wasserwege erreicht

den Ozean. Das Wasser verdampft

oder versickert in der Wüste.

Das Besondere am Okavangodelta:

Der Regen, der im 800 Kilometer entfernten

Angola niedergeht, erreicht

den North West District von Botswana

als Flut gut drei Monate später. Vier

weitere benötigt das Wasser, bis es

seinen Höchststand in dem flachen

Gebiet erreicht.

In der Umgebung herrscht dann

Trockenzeit und somit Nahrungsknappheit.

Die Schwemmebene hingegen

bietet Überfluss und zieht eine

extrem vielfältige Tierwelt an. Im Delta

lassen sich die Big 5 – Elefant, Löwe,

Leopard, Büffel und Nashorn – genauso

beobachten wie Antilopen, Giraffen,

Krokodile und Flusspferde. Dazu fliegen

mehr als 400 Vogelarten umher.

Spektakuläre Tierbegegnungen sind

im Okavangodelta praktisch garantiert.

Das macht es zur unschlagbaren

Safaridestination.

BON VOYAGE Herbst 2018

83


KRIEGERS KRITIK

BON VOYAGE-Chefredaktor Bernhard Krieger reist

seit vielen Jahren als Restauranttester durch die

Welt. Hier seine Top-Tipps für Gourmets.

Dopolavoro im JW Marriott

Venedig / Italien

Zwischen unsäglichen Souvenirläden mit

«echt venezianischen» Karnevalsmasken

«Made in China» und Fast Food-Buden ist

es in der von Touristen überrannten Lagunenstadt

nicht mehr so leicht, ein wirklich

gutes Restaurant zu finden. Eine der besten

Adressen der Serenissima liegt denn

auch ausserhalb. Vom Trubel der Piazza

San Marco dauert die Fahrt mit dem Boot

rund 20 Minuten bis zur «Isole delle Rose».

Das darauf in einer ehemaligen Klinik eingerichtete

JW Marriott Resort wird architektonisch

nicht jedermanns Sache sein,

kulinarisch aber ist es ein Juwel! Sein Vorzeigerestaurant

«Dopolavoro» ist ein Muss

für jeden Gourmet in Venedig.

Unter seinem Mentor Giancarlo Perbellini

hat sich Küchenchef Federico Belluco

zu einer festen Grösse in der italienischen

Gastronomie entwickelt. Als einer der

jüngsten Spitzenköche Italiens zelebriert

er mit handwerklicher Perfektion und

spielerischer Leichtigkeit eine herrlich

ausbalancierte Aromenküche. Im Dopolavoro

macht Essen Spass. Das merkt man

gleich zu Beginn, wenn man an der Bar

zum Aperò einen fruchtigen Cocktail in

einer kleinen Schokoladenkugel gereicht

bekommt. Danach wird man in den grossen

Kräutergarten geführt, wo die ersten

Amouse Bouches mitten in den Beeten

serviert werden, in denen sich auch mal

eine venezianische Leber Paté in Form einer

Zwiebel versteckt.

Grandios waren der mit Kaffeeschaum

wunderbar aromatisierte Spider Crab-Spaghetti-Salat,

das Zweierlei von der Erbse

und die offenbar nur Millisekunden scharf

angebratene Languste.

Der mit Lardo ummantelte Oktopus

zerging cremig zart im Mund und brannte

dabei Dank des rauchigen Specks ein wahres

Umami-Feuerwerk ab. Toll war auch

das Risotto mit geräuchertem Hering, wobei

es Belluco mit dem für den Crunch-Effekt

im Mund ergänzten Popcorn etwas

übertrieben hatte. Die Weinbegleitung war

spannend und zum Teil überraschend. Wer

hätte im Weinland Italien schon mit einem

Craft Beer gerechnet? Aber auch das von

einem toskanischen Brunello-Winzer gebraute

Bier passte zur feinen Interpretation

des Klassikers „Fish & Chips“ perfekt.

www.jwvenice.com

84 BON VOYAGE Herbst 2018

Kriegers Kritik


The Japanese im The Chedi

Andermatt / Schweiz

Besser kann man in der Schweiz nicht

japanisch essen! Unter Küchenchef Dietmar

Sawyere und seinem Sushi-Meister

hat sich das Andermatter Chedi auch

gastronomisch in die Top-Liga der eidgenössischen

Luxushotels eingereiht. In

dem beeindruckenden Fünfsternehotel

überzeugt das japanische Restaurant

mit mitreissenden Kaiseki Menüs und

der grössten Sake-Auswahl der Schweiz.

Wer das Menü wählt, sollte unbedingt die

fachkundig präsentierte Sake-Begleitung

ordern. Es lohnt sich! Die Aromenvielfalt

herausragender Premium-Sakes wird viele

Weinkenner überraschen. Das Kaiseki

Menü war bei unserem Besuch tadellos

und authentisch japanisch. Wie in Tokio

kamen auch in den Schweizer Zentralalpen

Produkte von höchster Qualität minimalistisch

präsentiert auf den Tisch.

Köstlich zum Auftakt waren die Crevetten

Dumpling an einer scharfen Mayonnaise.

Der Miso Black Cod mit Shitake-Pilzen

war saftig und mit der perfekt dosierten

Yuzu-Misosauce ein Genuss. Das marmorierte

Wagyu Beef war butterzart, das in

grünem Tee eingelegte Lamm mit Tempura-Kräutern

allein die Reise nach Andermatt

wert.

www.thechediandermatt.com

PRU im Trisara

Phuket / Thailand

Jimmy Ophorst kocht im Trisara-Resort so konsequent nach

dem Farm-to-Table-Konzept wie wenige. Fast alles, was bei

dem Niederländer auf den Tisch kommt, stammt von der Insel,

das meiste sogar von der eigenen Farm Pru Jumpa. Frischer

und aromatischer können Kräuter, Gemüse und Früchte nicht

sein. Nur die faden Tomaten des Amouse Bouche erinnerten

eher an traurige Gewächshauskreaturen aus seiner Heimat.

Danach war alles intensiv und ausbalanciert. Das Yellow Tail

Hamachi Tatar hatte fruchtige Süsse durch das Rosellen Pulver,

eine leichte Säure dank des Zitronengrases und durch das

fein dosierte Thai-Basilikum wohltuende Schärfe. Die Crème

fraiche Vinaigrette verband und intensivierte die Aromen.

Auch das – typisch thailändisch – zehn Tage eingelegte und

dann Sous-vide gegarte Entenei auf Kräutersalat mit Betelnusspalmen-Sauce

war ein Genuss. Gemüse mögen anderswo

nur Beilagen sein, bei Ophorst spielen sie die Hauptrolle.

Eine einfache Karotte garte er von der «eigenen Erde» zugedeckt

auf Holzkohle acht Stunden lang, bis sie ein wunderbar

erdig-süsslich-rauchiges Aroma angenommen hatte. Die aus

fermentiertem Karottensaft gemachte Hollandaise verstärkt

das wuchtige Aroma zusätzlich. Nach pochiertem Hühnchen

mit filigranem Kräuter-Tempura folgte ein Dessert von der Pru-

Farm mit Panna Cotta von Dahlien-Blüten, Lemongras-Sorbet

und getrockneten Rosellen-Blüten. Der Service war charmant

und aufmerksam. Einziger Wermutstropfen: Die in der Weinbegleitung

ausgeschenkten Sorten waren fast ausnahmslos

auch auf der normalen Karte glasweise zu haben. Da hätte

etwas mehr Kreativität nicht geschadet.

HMF im The Breakers

Palm Beach / USA

Auch das ehrwürdige Breakers folgt dem Trend zur legereren

Top-Gastronomie. Das Beach-Resort mit Grand Hotel-Flair hat

sein französisches Gourmet-Restaurant geschlossen und durch

das trendige HMF ersetzt. Zwischen Bar, Sushi-Theke und riesigen

gläsernen Weinschränken sitzt man in einem von Fresken

und Deckengemälden geschmückten Prunksaal in modernen

Ohrensesseln an kleinen Tischen. Gedämpftes Licht und ein

DJ sorgen für Club-Atmosphäre. Die Karte wirkt wild, entpuppt

sich aber als wunderbarer Mix aus Sushi und Club-Klassikern

wie Edel-Burgern, europäischen und asiatischen Gerichten. Besonders

spannend sind die von den besten Food-Trucks inspirierten

Gerichte wie die herrlich rauchigen Korean Short Ribs.

Sushi-Highlights sind der rohe Hamachi im Citrus Dressing und

das Tuna Tataki in einer mit Passionsfrucht verfeinerten Ponzu-Sauce.

Das Shrimp Pad Thai schmeckt wie in Bangkok, das

Steak Tatar wie im Pariser Lieblingsbistro. Alle Gerichte werden

zum Teilen gebracht. Die Weinkarte ist so opulent wie die tropischen

Gärten rund um das Luxushotel, die Auswahl an offenen

Weinen erfreulich. Serviert werden die perfekt komponierten

und zubereiten Gerichte von Kellnerinnen in schwarzen Cocktailkleidern,

die sehr viel mehr sind als schmückendes Beiwerk.

Kompetent und charmant erläutern sie jedes Detail der immerhin

fast 60 Positionen umfassenden Karte.

www.prurestaurant.com

www.thebreakers.com

Unser Kritiker bewertet ausschliesslich die Küchenleistung: RRRRRR (ordentlich), RRRRRR (gut), RRRRRR (sehr gut), RRRRRR (herausragend), RRRRRR (Spitzenklasse),

RRRRRR (Weltklasse). Sind Ambiente (A), Service (S), Wein-, Sake, Cocktail-Angebot (W) oder das Preis-Leistungsverhältnis (CHF) hervorragend, ist das entsprechende Logo

angegeben. Die Preiskategorie unterteilt sich in (günstig), (mittelpreisig), (hochpreisig).

BON VOYAGE Herbst 2018

Kriegers Kritik

85


zu hause

geniessen

Kostenlose Lieferung mit

Onlinecode: GLRW2018

Gültig bis: 30.04.19

riegger.ch

FÜR ABENTEURER

RIEGGERS neue welt

Preise in CHF inkl. MwSt.

DECERO MALBEC

Argentinien, Mendoza

Finca Decero

2015 75cl 24.50

DECERO TANNAT

Argentinien, Mendoza

Finca Decero

2012 75cl 36.90

ALMAVIVA VIÑA

CONCHA Y TORO

Chile, 97/100 James Suckling

Baron Philippe de Rothschild

2014 75cl 127.60

Weinkeller Riegger AG, Langgass, 5244 Birrhard, 056 201 41 41, info@riegger.ch, riegger.ch


Die Anden: Ein Paradies

für Abenteurer und Geniesser

Südamerika – da denken viele an Rucksack-Touren

durch den Regenwald,

Bergwanderungen in den Anden oder

an Sandstrände in Brasilien und Argentinien.

Dass die Länder Südamerikas eine lange

Weinbautradition haben, wusste lange Zeit

kaum jemand.

Erst in den vergangenen zwei Jahrzehnten

wurden Südamerikas Weinbaugebiete

in Europa bekannter. Über die Originalität

der Malbec-Weine aus den Höhenlagen der

Anden von Mendoza schwärmen inzwischen

nicht mehr nur die Kritiker von Parker und

Wine Advocat. Auch in Europa finden sie immer

mehr Anhänger. Der Yello-Frontmann

und Künstler Dieter Meier hat nicht nur

das argentinische Rind, sondern auch den

Malbec hierzulande bekannter gemacht.

Von diesem Phänomen träumen die

Winzer aus Uruguay noch. Dort gedeihen

aussergewöhnliche Gewächse der schwierigen

Rebsorte Tannat, die im Süden Frankreichs

ein Schattendasein führen. Zahlreiche

bekannte Önologen trugen zu dem Qualitätsweinbau

in Südamerika bei und sind

heute noch Berater einzigartiger Quintas in

Argentinien, Uruguay oder Chile.

In Zusammenarbeit mit der Familie

Rothschild entstand in Chile einer der grossartigen

Weine von Almaviva. Chilenische

Weine haben bereits seit 1976 einen hervorragenden

Ruf und überzeugen mit sehr guten

Cabernet Sauvignons.

Peru ist dagegen eher für den Pisco

bekannt. Der Weinbrand aus fermentiertem

Traubenmost wird schon seit Jahrhunderten

in diesem Land destilliert. Für die Herstellung

verwendet man hauptsächlich Muskatellertrauben.

Der Pisco ist auch die Basis für

Perus berühmten Cocktail Pisco Sour. Dass

durch die Unterstützung des Grossen Önologen

Peynaud auch hier Weine auf Weltniveau

produziert werden, ist dagegen noch kaum

bekannt.

Egal in welches Land Sie sich auch immer

verlieben, die Südamerikaner haben Sinn für

Genuss und sie werden Sie immer wieder für

ungewöhnliche Getränke begeistern.

Pura Vida!

Ihr Christoph Kokemoor

CHRISTOPH KOKEMOOR

Christoph Kokemoor ist einer der

besten Sommeliers der Schweiz.

Im Drei-Sterne-Restaurant Cheval

Blanc des Grand Hotel Les Trois

Rois in Basel berät er die Gäste

leidenschaftlich und einfallsreich

bei der Auswahl der besten Tropfen.

In seiner Kolumne gibt Kokemoor

regelmässig kenntnisreiche

Einblicke in die Welt der Weine.

Christoph Kokemoor |

Tamer Karaoglu

Grand Hotel Les Trois Rois Basel

WEINKOLUMNE

BON VOYAGE Herbst 2018

Wein-Kolumne

87


BIOGRAFIE

Jörg Abderhalden (28.8.1979) ist der

erfolgreichste Schwinger aller Zeiten. Er ist

der Schwingerkönig der Eidgenössischen

Schwing- und Älplerfeste von Bern (1998),

Luzern (2004) und Aarau (2007). Darüber

hinaus hat er als einziger Schwingerkönig

auch das Unspunnenfest (1999) und das

Kilchberger Schwinget (2002) gewonnen

– den sogenannten «Schwinger-Grand-

Slam». 2007 wurde er zum «Schweizer

des Jahres» gewählt. Mit 85 Kränzen

geschmückt trat der Ostschweizer 2010

zurück.

Der gelernte Schreinermeister leitet

als Geschäftsführer inzwischen seinen

eigenen Betrieb. Zudem ist er als Referent

und Coach aktiv. Seit August fungiert

er als Schiedsrichter der beliebten SRF-

Sendung «Samschtigs-Jass». Abderhalden

ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und

seinen 88 drei BON Kindern VOYAGE im Herbst Toggenburg. 2018

Samuel Trümpy Photography


Jörg Abderhalden

«Nie einsamer als inmitten

von 50 000 Zuschauern»

Jörg Abderhalden ist eine Schwingerlegende. Der dreimalige Schwingerkönig

gewann als einziger den «Schwinger-Grand-Slam». Die Redaktion sprach mit

dem «Schweizer des Jahres 2007» über sein Erfolgsgeheimnis im Schlussgang,

seine Karriere nach dem Schwingen, seine neue Rolle als Fernsehstar und seine

Leidenschaft fürs Skifahren und Reisen.

Bernhard Krieger

Herr Abderhalden, ist Schwingen ein Sport oder Schweizer

Kulturgut?

(lacht) Schwingen ist Sport verbunden mit Traditionen.

Mann». Da geht sehr viel im Kopf ab. Ich hatte Gegner, die waren

körperlich gleichwertig, aber irgendwann ging es nur noch um

die mentale Stärke.

Was unterscheidet Schwingen von Ringen?

Der Unterschied ist die Kleidung. Wir Schwinger tragen spezielle

Hosen, beim Ringen trägt man ein eng anliegendes Turnkleid.

Wir müssen den Gegner an den Hosen greifen, damit das Resultat

gültig ist, die Ringer haben nichts zum Greifen.

Gibt es Schwingen wie in der Schweiz noch in anderen Ländern?

Ja, es gibt kleinere Ortschaften in Amerika mit Schwingfesten.

Dort leben ehemalige Auswanderer. Die Veranstaltungen sind

sehr hübsch anzuschauen, aber nicht zu vergleichen mit dem,

was in der Schweiz geschwungen

wird.

Neben der olympischen Sportart

Ringen sind wohl die Sumoringer

weltweit am bekanntesten. Können

Sie damit etwas anfangen?

Das ist schon etwas anderes

als das Schwingen. Die meisten

Schwinger sind viel beweglicher als die Sumoringer. Da ist es ja

vor allem die Masse, die entscheidend ist. Bei uns ist die Technik

ein wesentlicher Faktor.

Wie sind Sie zum Schwingen gekommen?

Ich bin familiär vorbelastet. In unserer Familie haben meine

Onkel schon geschwungen und so bin auch ich zum Schwingen

gekommen.

Sie sind der erfolgreichste Schwinger aller Zeiten. Was war Ihr

Erfolgsgeheimnis?

Ich hatte das beste Gesamtpaket: Ich bin 1,88 Meter gross und

habe ein grosses Talent im Bereich mentale Stärke. Zudem war

ich ein harter Arbeiter, sodass ich eine sehr gute Technik entwickelt

habe. Und ich war sehr vielseitig. Das war sicher der grösste

Unterschied zu meiner Konkurrenz.

Wie viel wird beim Schwingen im Kopf entschieden?

Das ist kein unwesentlicher Anteil beim Kampf «Mann gegen

«Schwingen ist

Sport verbunden mit

Traditionen»

Wie gross ist der Druck im entscheidenden Moment?

Enorm. Man muss sich vorstellen, da sind mehr als 50 000 Zuschauer

im Stadion. Hinzu kommen die vor dem Fernseher.

Vor allem im Finale – bei uns heisst das Schlussgang – wenn

nur noch zwei Schwinger übrig sind, ist es wirklich schwierig,

seine beste Leistung abzurufen. Ich war in meinem Leben nie

einsamer als mitten zwischen all diesen Zuschauern. Denn am

Schluss ist man auf sich allein gestellt und muss seine Leistung

bringen.

2007 wurden Sie zum «Schweizer

des Jahres» gewählt. Da

befinden Sie sich in einer

illustren Reihe mit Sportlern wie

Roger Federer, Didier Cuche oder

Dario Cologna. Was bedeutet

Ihnen diese Auszeichnung?

Das war für mich natürlich eine

riesengrosse Ehre. Dass ich als

Schwinger, der ja «nur» einen nationalen Sport betreibt und

nicht international im Rampenlicht steht, so einen Titel bekommen

habe, war auch eine Anerkennung der Zuschauer für die

Leistungen in meiner Karriere.

2010 sind Sie zurückgetreten. Ist Ihnen der Abschied schwergefallen?

Das war nicht einfach. Aber mein Körper liess keine weitere

Saison mehr zu. Schwingen ist ein wunderbarer Sport, aber

ich habe auch diverse Verletzungen erlitten. Aus Rücksicht auf

meine Gesundheit wollte ich nicht länger mit den Risiken leben.

Deshalb ist es mir nicht ganz so schwergefallen. Ich glaube,

wenn es einen richtigen Zeitpunkt gibt zurückzutreten, dann

habe ich ihn gefunden.

Viele klassische Sportarten haben Nachwuchsprobleme – auch

das Schwingen?

Es ist auch bei uns so, dass wir um Nachwuchs kämpfen müssen,

damit die Jungen oder Mädchen in den Schwingclub gehen.

BON VOYAGE Herbst 2018

Interview

89


Da müssen wir immer wieder präsent sein und das Schwingen

schmackhaft machen. Mit der grossen Medienpräsenz ist das

natürlich einfacher, aber wir müssen die Jugend dennoch abholen.

Schwingen ist ein sehr traditioneller Sport. Sollte er so bleiben

wie er ist oder hätten Sie Verbesserungsvorschläge?

Der Sport selber funktioniert so wie er ist, den muss man

nicht verändern. Ich würde gerne das ganze Drumherum, also

die Turniere, etwas verkürzen. Wir beginnen ja die grossen

Schwingfeste morgens um acht und sind abends um fünf fertig.

Ich würde lieber erst um zehn beginnen, weniger Pausen machen

und um vier fertig sein.

Sie waren in der Jugend auch Skirennläufer, immerhin im Rennkader

des Ostschweizer Skiverbands. Warum sind Sie nicht in

den Skirennlauf gegangen?

Ich war ein sehr kräftiger junger Bursche. Das Schwingen ist mir

leichter gefallen und der direkte Kampf Mann gegen Mann hat

mich einfach mehr fasziniert, als die Skipiste runterzudonnern.

Ich hatte aber auch mehr Talent zum Schwingen. Das war letztendlich

entscheidend.

Bis heute sind Sie dennoch dem Skirennsport verbunden. Sie

sind Vize-Präsident des Ostschweizer Skiverbands. Was sind da

Ihre Aufgaben?

Ich bin ganz frisch dazu gekommen, derzeit arbeite ich mich

noch ein. Ich unterstütze den Präsidenten und habe eher eine

beratende Funktion.

Ihre Schwester Marianne hat es bis in den Ski Weltcup geschafft,

der Sport scheint Ihrer Familie ja in die Wiege gelegt worden zu

sein. Sind Sie alle so sportlich?

Meine Eltern waren eigentlich gar nicht so sportlich, aber sie

haben uns immer die Möglichkeit gegeben, Sport zu treiben. Im

Winter waren wir Skifahren, im Sommer Schwingen. Dazu kam

das Talent, aber das wichtigste ist sicherlich, überhaupt erst

die Möglichkeit zum Sport zu bekommen.

Wie wichtig ist Skifahren für Sie?

Sehr wichtig! Es ist eine der wenigen Sportarten, die man mit

der ganzen Familie ausüben kann. Meine Frau und ich können

mit unseren Kindern problemlos den ganzen Tag Skifahren und

keiner kommt zu kurz.

Im kommenden Winter begleiten Sie erstmals eine Gruppe von

knecht reisen auf eine Skireise nach Kanada. Ist Kanada auch

für Sie ein Traumziel?

Kanada hat mich schon immer fasziniert. Ich habe in der Nähe

von Vancouver meine Flitterwochen verbracht und freue mich

nun sehr, das Land noch etwas besser kennenzulernen. Ich war

noch nie im Winter da, das wird sehr besonders für mich.

Das heisst, Sie waren auch noch nie beim Heliskiing. Was erwarten

Sie?

Das wird ganz bestimmt grossartig. Ich durfte mal einen Tag in

Zermatt bei wunderbaren Verhältnissen zum Heliskiing gehen

und das war ein einzigartiges Erlebnis. Jetzt sind wir eine ganze

Woche dort, da freue ich mich sehr drauf.

Sie werden sich mit Ihrer Gruppe in Lake Lousie auf den Weltcup-Pisten

für das Heliskiing-Abenteuer in der CMH Bobbie

Burns Lodge warmfahren. Worauf lassen Sie sich eher ein, wenn

Sie einer Ihrer Mitreisenden herausfordert: ein Rennen auf der

Piste oder einen improvisierten Gang im Schnee?

Ich weiss ja noch nicht genau, wie die Leute Skifahren. Ich befürchte,

dass die meisten sehr gut sind, sonst würden sie nicht

zum Heliskiing mitkommen. Deswegen denke ich, dass meine

Chancen bei einem Gang im Schnee grösser sind.

Bei Ihrem Skitrip mit knecht reisen nach Kanada geht es natürlich

sportlich zu. Wie verbringen Sie sonst Ihre Ferien, aktiv

oder eher entspannt?

Beides. Diesen Sommer waren wir am Lake Tahoe in den USA.

Tagsüber waren wir immer baden im See, mit dem Jetski oder

dem Boot unterwegs. Aber da wird auch mal gefaulenzt. Man

braucht beides in den Ferien.

Jörg Abderhalden wird zum dritten Male Schwingerkoenig, Schwingerarena in Aarau 2007 |

E.T. Studhalter

90 BON VOYAGE Herbst 2018


Jörg Abderhalden posiert mit dem Sieges-Muni Pilatus vor dem Pilatus, Luzern |

swiss-image.ch / Thomas Studhalter

Welche Reise oder welches Land hat Sie bislang am meisten beeindruckt?

Das ist vermutlich Amerika. Ich bin ein grosser Mensch und dort

ist alles etwas grösser – die Autos, die Strassen oder die Parkplätze.

Das hat mich schon beeindruckt, diese grosse weite

Welt dort. Aber ich bin natürlich auch ein grosser Fan von den

Schweizer Bergen, wo ich mich sehr wohl fühle.

Wo wollten Sie immer schon mal hin und haben es bislang noch

nicht geschafft?

Eigentlich so gut wie alle Länder, die ich noch nicht gesehen

habe. Wir sind eine Reisefamilie und möchten gerne noch diverse

Länder bereisen. Die müssen gar nicht zwingend in Übersee,

sondern können auch in Europa sein. Der hohe Norden unseres

Kontinents interessiert mich zum Beispiel sehr. Aber auch

Alaska versprüht einen besonderen Reiz.

Sie sind gelernter Schreinermeister, sitzen als Geschäftsführer

Ihres eigenen Betriebs aber natürlich vor allem im Büro. Arbeiten

Sie dennoch immer noch gerne selbst mit Holz?

Auf jeden Fall. Aber wir haben inzwischen 20 Angestellte und

ich komme fast gar nicht mehr dazu, selbst noch Hand anzulegen.

Heute mache ich leider Gottes fast nur noch Büroarbeiten.

Zu Kunden zu gehen macht mir aber Spass. Und zum Glück gibt

es zu Hause ab und zu noch etwas Handwerkliches zu tun.

Einer, der im Sport und im Job offensichtlich sehr viel sehr

richtig gemacht hat, ist ja prädestiniert dazu, seine Erfahrung

zu teilen und weiterzugeben. Sie arbeiten als Referent und

Coach. Wie hat man sich ein Seminar mit Jörg Abderhalden vorzustellen?

Ich versuche bei diesen Events die Erfahrungen, die ich während

meiner sportlichen Karriere gemacht habe, weiterzugeben.

Motivation, Disziplin und der Umgang mit Druck stehen im

Vordergrund. Ich bin der festen Überzeugung, dass die meisten

Erfolge durch die richtige Vorbereitung erzielt werden.

Mit Medien kennen Sie sich als ehemaliger Spitzensportler

und Schwingexperte natürlich aus. Seit neuestem sehen wir

Sie nun in einer neuen Rolle im Fernsehen – in der SRF-Sendung

«Samschtigs-Jass». Wie wird ein Schwingerkönig zum

Jass-Schiedsrichter?

Ich bin eine Spielernatur. Ich habe schon immer gerne gejasst.

Ich war schon einige Male Gast bei «Samschtigs-Jass» und habe

mehrmals gewonnen. Ich habe da auch mal als Schiedsrichter

ausgeholfen und als mein Vorgänger aufgehört hat, wurde ich

gefragt. Zunächst habe ich gezögert, aber mittlerweile reizt

mich das als Abwechslung zum Alltag dann doch sehr.

Sind Sie ein guter Jasser?

Ich bin sicher kein schlechter Jasser, aber ich hatte auch das ein

oder andere Mal Glück.

Jassen Sie auch in der Familie?

Wir haben in meinem Elternhaus schon gespielt und jetzt spielen

meine Frau und ich regelmässig mit unseren Kindern. Die

Jass-Karten liegen immer wieder auf dem Tisch. Und auch in

den Ferien haben wir sie dabei. So kann man sich wunderbar

die Zeit auf Flughäfen vertreiben.

BON VOYAGE Herbst 2018

Interview

91


Skitouren-Kreuzfahrt in Norwegen

Ski & Sail

Norwegen ist das Land der Nordlichter, der Polarnächte, der tiefen Fjorde, des

offenen Meeres, der steilen Berge und der einzigartigen Schneebedingungen.

Oberhalb des Polarkreises, zwischen den Lofoten und dem Nordkap, erreicht

man die schönsten Skirouten am besten mit dem Schiff. Ueli Kestenholz, der

Tausendsassa unter den Schweizer Sportstars, geht erstmals mit einer Gruppe

von knecht reisen auf Entdeckungstour ins Skitouren-Mekka.

Lukas Scheid

Wenn der Kapitän auf der Brücke

das Signal zum Festmachen gibt,

die Ankerkette rasselt und die

dumpfen Schiffsmotoren verstummen,

dann weiss jeder an Bord, dass ein weiterer

traumhafter Ort für jeden Ski- und

Splitboard-Tourengeher erreicht ist. Ein

besseres Fortbewegungsmittel als das

schwimmende Hotel gibt es hier oben

nicht, denn einige der Routen sind ausschliesslich

zu Wasser erreichbar. Von der

Anlegestelle sind es nur ein paar Schritte

zum Hang.

Vom Fjordufer, wo die schroffe Küste ins

Polarmeer abfällt, geht es hinauf auf Gipfel,

die Namen wie Daltinden, Storgalten

oder Finnheimfjellet tragen. Ein Erlebnis,

dass auch der leidenschaftliche Tourengeher

Ueli Kestenholz kaum erwarten kann:

«Es gibt Runs, bei denen man direkt aufs

Wasser zufährt. Das ist etwas ganz anderes

als bei uns in den Alpen.» Der ehemalige

Snowboard-Profi wird im Frühjahr 2019

eine Gruppe von knecht reisen-Gästen

auf eine Ski & Sail-Tour auf der Halbinsel

Lyngen begleiten.

Mit Fellen unter den Skiern geht es

Schritt für Schritt, Spitzkehre für Spitzkehre

in frischen Spuren Richtung Gipfel.

Mit jedem Meter, den man an Höhe

gewinnt, wird das Panorama beeindruckender.

Alpine Landschaft, durchzogen

von tiefen Tälern und Fjorden, dahinter

das ewige Blau des Polarmeers. Oben angekommen

wartet kein Gipfelkreuz, keine

Berghütte verspricht warme Getränke und

ein heisses Süppchen. Ringsherum erstreckt

sich eine schier endlose Bergwildnis.

Es ist das ultimative Outdoor-Erlebnis,

findet der leidenschaftliche Wintersportler

Kestenholz. «Natürlich gehen wir mit den

Guides immer auf Nummer sicher und haben

Verpflegung für den Tag dabei, aber es

hat eben kein Restaurant gleich ums Eck.»

Auf den meisten Bergen im Norden

Norwegens ist man alleine unterwegs, keine

anderen Skitouren-Gruppen strömen

in Scharen auf die Gipfel und stören die

92 BON VOYAGE Herbst 2018

Ski & Sail


Norwegian Adventure Company

betörende Aussicht. Ganz in Ruhe kann

man sich daran machen, die Felle abzuziehen

und gegebenenfalls das Splitboard

für die Abfahrt umzubauen. Dann geht es

endlich bergab. «Earn your Turns» lautet

das Motto beim Skitouren, denn jede Abfahrt

hat man sich durch die eigene Muskelkraft

beim Aufsteigen verdient. Es geht

durch fluffigen Powder und zarten Firn

wieder Richtung Ufer. Es ist genug Platz,

sodass jeder seine eigene Spur im unberührten

Schnee bekommt. Und auch bei

den manchmal nicht ganz leichten Wetterbedingungen

im hohen Norden - diese

Abfahrt kann einem nichts und niemand

verderben. Mit dem Blick ins Tal, auf den

Kontrast zwischen der verschneiten Küste

und der dunklen See, fühlen sich die weichen,

genussvollen Turns einfach gigantisch

an.

Zurück auf dem Schiff warten bereits

prickelnde Getränke auf die Gipfelstürmer.

Auf dem Aussichtsdeck kann man es sich

dann bequem machen und Ausschau nach

weiteren Skirouten halten, bevor es zum

Nachtessen in die Bordküche geht. Und

noch bevor man sich in die gemütliche

Kajüte für die Nacht zurückzieht, ist der

Kahn auch schon wieder unterwegs zum

nächsten Abenteuer in der norwegischen

Wildnis am folgenden Morgen.

REISETIPP

Ski & Sail in Nord-Norwegen mit Ueli

Kestenholz ist nur einer der Ski-Trips von

knecht reisen mit prominenter Reisebegleitung.

Neben den ortskundigen professionellen

Guides werden die Reisen

von erfahrenen Schweizer Grössen auf

Ski oder Snowboard begleitet. Auch interessant:

«Week X» mit Snowboard-Star

Nicolas Müller, Japan Fusion-Trip mit

Freerider Mike Baur und Heliskiing bei

CMH Bobbie Burns mit Schwinger-

Legende Jörg Abderhalden. Termine

und alle Details im Katalog «Powder

Dreams» von knecht reisen.

BON VOYAGE Herbst 2018

Ski & Sail

93


Ladies for Ladies

Bei den Schweizer Charity-Golfturnieren «Ladies for Ladies»

kam auch 2018 wieder einiges zusammen. Fast 80 000 Franken

wurden dieses Jahr an die Krebsliga überwiesen.

Lukas Scheid und Bernhard Krieger

Die Tour ist kurz, aber wirkungsvoll.

An drei Terminen im Jahr 2018 in

Rheinblick, Heidental und Luzern

kamen nun schon zum vierten Mal zahlreiche

Golferinnen zusammen, um ein starkes

Zeichen zu setzen und Spenden für den

guten Zweck zu sammeln. Ganz vorne mit

dabei: die Abfahrts-Olympiasiegerin von

2014, Dominique Gisin, Schauspielerin

Birgit Steinegger und die frühere Profi-

Golferin Florence Weiss-Lüscher, die für

knecht reisen als Proette Gruppen auf ganz

spezielle Golfreisen begleitet.

Golferinnen aller Spielstärken nahmen

an der Tour teil, deren Erlös vollumfänglich

an die Schweizer Krebsliga ging. Die

gemeinnützige Organisation kämpft seit

vielen Jahren gegen Krebsarten, die überwiegend

Frauen betreffen. Die Spenden

helfen dabei, die Krebsfrüherkennung

und Prävention zu fördern. Zudem werden

Forschungsprojekte für Brust- und Eierstockkrebs

sowie anderer gynäkologischer

Tumore finanziert. Auch die Aufklärungsarbeit

gehört zu den Aufgaben der Krebsliga.

Die «Ladies for Ladies»-Tour bietet dafür

eine geeignete Plattform.

Die exakt 78 900 Franken ergeben sich

aus den Startgeldern der drei Turniere und

weiteren Spenden von Partnern, Sponsoren

und Teilnehmerinnen. «Seit Beginn

unserer Charity-Golftour haben wir in vier

Saisons nun insgesamt 267 900 Franken

an Spendengeldern sammeln und an die

Krebsliga Schweiz überweisen können»,

freute sich Unternehmerin und Initiatorin

des Turniers, Anne Caroline Skretteberg,

nach dem Tourfinale Anfang September

in Luzern – eine stolze Summe, die gelebte

Solidarität beweist.

Bereits jetzt steht fest: Auch 2019 wird

es wieder eine «Ladies for Ladies»-Tour mit

drei Turnieren geben.

INFO

knecht reisen unterstützt mit seinem

Golfprogramm als offizieller Partner

und Sponsor die «Ladies for Ladies»-

Tour im Kampf gegen Krebs.

94 BON VOYAGE Herbst 2018

Golf


Golfen in Norwegen

unter der Mitternachtssonne

Mitte 2019 bricht knecht reisen zu einer ganz besonderen Golfreise auf. Es geht in den hohen

Norden, wo es im Sommer immer hell ist. Norwegens Atlantikküste bietet so manches Golfund

Naturhighlight. Florence Weiss-Lüscher und Anne Caroline Skretteberg begleiten die Tour.

Lukas Scheid und Bernhard Krieger

Das Motto einer aussergewöhnlichen

Golfreise von knecht reisen heisst

«West-Norwegen ungeschminkt». Sie

richtet sich besonders – aber natürlich nicht

ausschliesslich – an Frauen. Ziel ist der

hohe Norden Skandinaviens mit seinen eindrucksvollen

Golfplätzen und der atemberaubenden

Natur Norwegens. Los geht’s für

die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der

UNESCO-Welterbe-Stadt Bergen. Für die

ersten neun Löcher bietet der Bjørnefjorden

Golf Club genau das richtige Aufwärmprogramm.

Wie der Name bereits sagt, liegt der

Platz direkt am Bjørne-Fjord – Abschlag mit

Blick aufs Wasser.

Bei der Midsummernight-Volksfeier wird

auf typisch norwegische Art gefeiert – auch

das gehört zu diesem speziellen Golftrip.

Bei allen Programmpunkten immer dabei

sind die beiden erfahrenen Golferinnen

Anne Caroline Skretteberg und die ehemalige

Profi-Tour-Spielerin Florence Weiss-

Lüscher. Die Mitreisenden haben somit die

Chance, auf dem Meland Golfplatz nördlich

von Bergen zusammen mit den beiden prominenten

Spielerinnen abzuschlagen.

Nach drei Tagen in Bergen geht es in den

ganz hohen Norden. Um diese Jahreszeit

ist Svolvær auf den Lofoten ein besonders

faszinierendes Reiseziel. Hier gibt es neben

dem wunderschönen Golfplatz nämlich

auch so manches Naturwunder zu bestaunen.

Es ist die Zeit kurz nach der Sommersonnenwende.

Das heisst, dass die Sonne

nachts nur für einen kurzen Moment am

Horizont versinkt. Dunkel wird es gar nicht.

Einmal im Leben muss man die Mitsommernächte

erlebt haben. Bei der «West-Norwegen

ungeschminkt»-Tour vom 29. Juni bis 7.

Juli 2019 gehört die Mitternachts-Golfrunde

auf dem Lofoten Links Golf Club zu den unvergesslichen

Highlights.

Zwischendurch haben die Mitreisenden

auch immer wieder Zeit zur freien Verfügung,

in der sie die beeindruckende Natur

der Lofoten erkunden können. Ob Wandern

entlang der schroffen Fjordküsten, Kabeljaufischen

in jahrhundertealten Fischerdörfern

oder Whale Watching auf dem offenen

Polarmeer – die «West-Norwegen ungeschminkt»-Tour

von knecht reisen ist genau

der richtige Golf-Trip für abenteuerlustige

Golferinnen und Golfer. Diese Reise ist auch

ideal geeignet für nicht-Golfer.

GOLF GRUPPENREISEN

knecht reisen bietet im «birdie-traveller» Katalog Golf-Gruppenreisen mit Begleitung

durch Spezialisten oder Golf Professional an. Darin enthalten sind auch Themenreisen

wie Golf & Safari in Südafrika oder die NZZ-Leserreise Golf & Wetter mit Peter Wick

sowie spannende Trainingswochen mit Golf Pros. Details BON VOYAGE sind im Herbst Reisebüro 2018erhältlich.

95


Fitnessholiday

Ferien zwischen

Fitness und Faulenzen

Fitnessholiday-Gründerin Claudia Steimer erklärt, warum

Ferien und Sport so gut zusammenpassen.

Andreas Hottenrott

Frau Steimer, «Fitnessholiday» klingt nicht nach Ferien für

Faulenzer, oder?

Das nicht, aber Faulenzen ist ein Bestandteil unserer Ferien, ein

ganz wichtiger sogar. Schlussendlich bieten wir Reisen an, in denen

Leute entspannen, sich zudem aber mit Gleichgesinnten bewegen

können. Wir liegen also auch mal am Strand in der Sonne.

Für wen sind Reisen mit Fitnessholidays denn interessant?

Für Menschen, die generell aktiv sein wollen im Leben. Vom Studenten

bis zum Bankdirektor ist alles dabei. Die Hauptaltersgruppe

liegt zwischen 25 und 45 Jahren, aber das Alter spielt eigentlich

keine so grosse Rolle. Die Reisenden entscheiden alleine, wie viel

Sport sie am Tag machen wollen. Unsere Camps richten sich an

Hobbysportler jeden Niveaus, egal ob jemand lange keinen Sport

mehr gemacht hat oder regelmässig aktiv ist. Manche kommen sogar,

weil sie abnehmen wollen für die Hochzeit (lacht).

Welche Sportarten haben Sie im Angebot?

Hauptsächlich CrossFit, aber wir bieten auch Bootcamps an,

Kraftsport und ab nächstem Jahr Kampfsportcamps mit Thaioder

Kickboxen.

Und auch mal gut zu essen?

Ja, Ernährung entscheidet bis zu 80 Prozent über den Trainingserfolg.

Unsere Ernährungsexperten vor Ort stehen mit Rat und Tat

zur Seite. Aber der Genuss soll auf keinen Fall zu kurz kommen, wir

machen auch mal ein Barbecue.

Und weshalb haben Sie knecht reisen als Partner gewählt?

Wir entwickeln kreative Konzepte, uns fehlt aber der Hintergrund

der Reisebranche. Als Reisespezialist gibt uns knecht reisen wertvolle

Tipps und kümmert sich zum Beispiel um Reisegeldabsicherungen

oder Versicherungen. Das ist die perfekte Ergänzung.

INFO

Neben Reisen mit Fitnesholiday bietet knecht reisen in seinem

«House of Sport» auch Trainingslager für Fussballteams sowie

Trips zu Sportevents weltweit an. Mit den Sportreiseexperten

besuchen Fans die besten Fussball-Ligen Europas, die

wichtigsten Tennisturniere der Welt oder Spiele der vier

grossen Profiligen Nordamerikas.

Warum eignen sich die Ferien eigentlich so gut für Sport?

Weil man in dieser Zeit an nichts anderes denken muss. Man hat

keinen Stress, und Stress ist das Schlimmste, was wir unserem

Körper antun können. In den Ferien hat man nicht nur Zeit, ausgiebig

Sport zu treiben, sondern auch, um ausreichend zu schlafen

und zwischen den Einheiten zu regenerieren.

96 BON VOYAGE Herbst 2018

Sport


FC Liverpool live erleben

«You‘ll never walk alone» in Anfield

Die Sportreiseexperten von knecht reisen bringen

Fans hinein in einen der geschichtsträchtigsten

Fussballtempel der Welt.

Kaum eine Fussballhymne verursacht

solch eine Gänsehaut wie

«walk on, walk on, with hope in

your heart, and you'll never walk alone»

des FC Liverpool. Längst schallt das Lied

durch Fankurven etlicher Vereine überall

in Europa. Wer aber das Original erleben

möchte, muss an die legendäre Anfield

Road reisen. Dort stimmt man sich mit

dem Song bereits seit Mitte der 60er Jahre

auf rauschende Fussballfeste ein.

Ursprünglich wurde das Stück für das

Broadway Musical «Carousel» komponiert

und 1945 uraufgeführt. Mit einer

Coverversion landeten «Gerry & The

Pacemakers» einen Nummer-Eins-Hit

in Grossbritannien. Der Liverpooler Fanblock

The Kop übernahm das Lied und

gab es – der Legende nach – zum Besten,

als einmal die Soundanlage des Stadions

ausgefallen war. Von diesem Tag an sangen

die Kopites, die Fans des FC Liverpool,

die Hymne vor jedem Spiel.

Aufeinandertreffen der Nati-Stars

Neben der unvergleichlichen Stimmung

gibt es einen weiteren guten Grund für

einen Besuch in Liverpool: Mit Xherdan

Shaqiri spielt einer der Nati-Stars seit dieser

Saison für die Reds. Ende des Jahres

kommt es zum Aufeinandertreffen mit

zwei Nationalmannschaftskollegen: Am

30. Dezember sind Stephan Lichtsteiner

und Granit Xhaka mit dem FC Arsenal in

Anfield zu Gast.

INFO

knecht reisen organisiert einen Trip zum

Topspiel Liverpool vs. Arsenal vom 29.-31.

Dezember. Fans übernachten im Mercure

Atlantic Tower Hotel im Zentrum von Liverpool.

Inklusive sind das Ticket auf der Geraden

«Mainstand» sowie der Zugang zur Anfield

Code Lounge. Auch Trips zu anderen Top-

Fussballspielen sind im Angebot.

Wimbledon

(Fast) ganz in Weiss

Das prestigeträchtigste Tennisturnier

der Welt und seine Kleidervorschriften.

Seit der Geburtsstunde der Wimbledon

Championships im Jahr 1877

wird beinahe ganz in Weiss gespielt.

Schliesslich wollten man den Herren – und

etwas später den Damen – nicht zumuten,

mit unvorteilhaften Schweissflecken auf

bunter Kleidung spielen zu müssen. Auch

heute noch müssen 90 Prozent der Kleidung

weiss sein. Diese Kleiderordnung

wurde wurde zuletzt sogar verschärft. Maximal

einen Zentimeter breit darf ein farbiger

Streifen am Outfit sein. Roger Federers

knallig orangenen Schuhsohlen brachten

ihm 2013 tatsächlich eine Ermahnung im

Erstrundenmatch ein.

Die Kleidervorschrift ist bei weitem

nicht die einzige Tradition, die sich das

prestigeträchtige Turnier bewahrt hat. Als

Snack nimmt das Publikum Erdbeeren und

Sahne zu sich. Das Eröffnungsspiel findet

immer auf dem Centre Court statt und wird

vom Titelverteidiger der Herren bestritten.

INFO

Das «House of Sport» von knecht

reisen bietet individuell organisierte

Reisen inklusive Eintrittskarten zum

Tennis-Klassiker in Wimbledon an.

BON VOYAGE Herbst 2018

Sport

97


Boarding – Cruise News

Kartbahnen für

Norwegian Cruise Line

Kreuzfahrtschiffe übertrumpfen sich mit ihrem breiten

Entertainment-Programm stets gegenseitig. Die Norwegian

Cruise Line hat mit dem Bau von Kartbahnen auf den Schiffen

Norwegian Bliss und Norwegian Joy nun mal wieder Massstäbe

gesetzt. Die Rennstrecke der Norwegian Bliss ist mit einer

Länge von knapp 300 Metern die längste auf See. Im Sommer

2019 bieten beide Schiffe Alaska-Routen ab Seattle an. Im

darauffolgenden Winter geht es dann zum Panamakanal, in die

Karibik und an die mexikanische Riviera. [ dl]

Holland America Line

mit Glitzer und Glamour

Taufpatin der MS NIEUW STATENDAM, die im Dezember 2018 in

Dienst gestellt wird, ist Oprah Winfrey. Die berühmte US-Talkshow-

Moderatorin und Stilikone passt zur MS NIEUW AMSTERDAM. Das

Schiff folgt Traditionen der 140-jährigen Geschichte der Flotte

und führt die Reederei gleichzeitig in die Zukunft. Denn das von

Musikinstrumenten inspirierte Design der Innenausstattung mit

den fliessenden Linien fügt sich zu einer harmonischen Gesamtheit

zusammen. Im Winter 2018/2019 werden Kreuzfahrten in die Karibik

angeboten, im Sommer 2019 geht es dann nach Europa. [ dl]

Nachhaltiger

Tourismus

Seabourn hat sich mit der Unterstützung der UNESCO dem

nachhaltigen Tourismus verschrieben, um das Verständnis und

Engagement für die Mission der Welterbekonvention zu fördern.

Ziel ist, Kultur- und Naturerbestätten weltweit ausfindig zu

machen und diese zu schützen und zu fördern. Dabei gewinnen

Seabourn-Gäste auf den Reisen einen tieferen Einblick in diese

faszinierenden Reiseziele und begünstigen gleichzeitig deren

Erhalt durch einen möglichst nachhaltigen Tourismus. So sehen

zukunftsorientierte Kreuzfahrten aus. [ dl]

Privatinsel von MSC Kreuzfahrten

auf den Bahamas

«Ocean Cay MSC Marine Reserve» heisst die neue Errungenschaft

der Kreuzfahrtgesellschaft mit Sitz in Genf. Ab Winter 2019/2020

wird MSC Kreuzfahrten die Privatinsel auf ihren Karibik-

Kreuzfahrten anlaufen. Die Reederei half dem Land, diese exklusive

Ferieninsel zu schaffen. Das bei den Bimini-Inseln gelegene Resort

bietet Urlaubern eine Vielzahl von malerischen Stränden sowie eine

weitläufige, ruhige Lagune. Von Experten geführte Unterwasser-

Erkundungen sind hier genauso möglich wie Schnorchel- und

Schwimmausflüge auf eigene Faust. [ dl]

98 BON VOYAGE Herbst 2018

Boarding - Schiffsreisen


Pure Innovation

Die MSC Seaview

Das dritte Schiff in nur zwölf Monaten: Bei MSC Kreuzfahrten läuft es derzeit wie

am Schnürchen. Bis zum Jahr 2026 sind 13 weitere Neubauten geplant. Erst im

Dezember 2017 wurde die MSC Seaside fertiggestellt. Mit der Seaview hat die Flotte

jedoch ihr Highlight für diese Saison vorgestellt. Das im Juni 2018 getaufte Schiff

der MSC Reederei wird zukünftig im Mittelmeer und in Südamerika unterwegs sein.

Darian Leicher

Sie ist das grösste jemals in Italien

erbaute Schiff. Das ist aber eigentlich

nur ein Fakt am Rande. Was

wirklich zählt, sind die handfesten Dinge,

die die MSC Seaview besonders machen

und von denen sowohl die Umwelt als

auch der Urlauber an Board profitieren.

Pierfrancesco Vago, Executive Chairman

bei MSC Cruises, erläutert das Projekt:

«Das Schiff ist ein grossartiges Beispiel

für unser Streben, neue Standards in der

Branche zu setzen. Wir sind erst vor 15

Jahren in den Kreuzfahrtmarkt eingestiegen

und präsentieren mit der Seaside-

Klasse bereits unseren fünften innovativen

Prototypen.»

Innovation ist das Stichwort. Die MSC

Seaview sorgt weltweit für Aufsehen. Vor

allen Dingen im Hinblick auf Umwelttechnologien:

Das Abgasreinigungssystem,

die moderne Abwasserreinigungsanlage

und das Energieeffizienz-Management

des Schiffes erfüllen die höchsten internationalen

Standards. Dank innovativer

Technologien und Massnahmen kann das

Schiff somit äusserst umweltschonend betrieben

werden.

Wohlfühlatmosphäre an Deck

Erstklassig ist das hochmoderne Schiff

auch in Sachen Wellness. So auch der

Panorama Pool an Deck des Schiffes: Dieser

verfügt über eine atemberaubende

Aussicht. Die Liegen sind stilvoll designt

und liefern maximalen Platz an Deck.

Der Panorama Pool ist schon unschlagbar,

aber auch das South Beach Schwimmbad

hat einiges zu bieten. Durch zwei

Panorama-Aufzüge mit dem Top Deck verbunden

bietet der Pool genügend Platz in

der Sonne sowie ebenfalls eine atemberaubende

Aussicht. Gäste können sich hier

nach einem Landausflug entspannen und

den einen oder anderen Cocktail geniessen,

während sie sich sonnen.

MSC Seaview |

MSC

Ein weiteres Highlight des Schiffes bildet

das spektakuläre Vier-Deck-Atrium. Das

komplett verglaste Atrium erstreckt sich

über vier Ebenen und kreiert eine spektakuläre

Atmosphäre mit Live-Unterhaltung und

einem atemberaubenden Meerblick. Nicht

nur beim ersten Besuch verschlägt einem

dieser Ausblick die Sprache.

Mittelmeer- und Südamerikarouten

Das Schiff der MSC Flotte wird künftig zu

unterschiedlichen Saisonzeiten im Mittelmeer

und in Südamerika unterwegs sein.

Bei einer Mittelmeer-Kreuzfahrt mit der

MSC Seaview erhalten Urlauber noch tiefere

Einblicke in die Kulturen und Traditionen

am westlichen Mittelmeer. Frankreich,

Italien, Spanien – Mittelmeer at it`s best.

Die Südamerika- Kreuzfahrt führt Gäste

z. B. nach Brasilien. Die Seaview kreuzt

von Santos nach Camboriu und über Porto

Belo, die Copacabana und Salvador.

Drei weitere neue Schiffe für MSC

Die Reederei hat aber noch grössere Pläne.

MSC erhöht die Anzahl der Neubauten bis

2026 auf 13 Schiffe. So wird beispielsweise

die MSC Bellissima Anfang März 2019 im

britischen Southampton getauft. Es wird

das erste Schiff sein, das mit «Zoe» den

ersten KI-basierten Sprachassistenten bietet.

Der Service ist Teil des Innovationsprogramms

«MSC for Me». Zoe wurde speziell

für den Einsatz in den Kabinen entwickelt

und beherrscht sieben Sprachen. Nach

der Bellissima wird im November 2019

die Taufe der MSC Grandiosa in Hamburg

stattfinden. Darüber hinaus soll auch die

MSC Virtuosa in den nächsten Jahren in

See stechen.

BON VOYAGE Herbst 2018

Boarding - Schiffsreisen

99


Ein neues Flaggschiff

für Costa Crociere

Costa Crociere wächst 2019 um ein weiteres Schiff. Zum ersten Mal soll dieses

ausschliesslich durch nachhaltiges Flüssigerdgas (LNG) angetrieben werden.

Die Costa Smeralda ist eine Hommage an Italien.

Darian Leicher

sizilianischen Palermo. Gehen Gäste nun in

nördlicher Richtung, treffen sie auf Orte,

die nicht nur wegen des erstklassigen Gelato

weltberühmt sind: Capri, Rom, Venedig,

Florenz, Mailand. Natürlich gibt es auch

einen Superlativ: Das Deck 17 – angekommen

im Bellagio.

Damit der Charakter dieser weltberühmten

Orte optimal eingefangen wird,

wurden Muster, Materialien und Farben

extrem durchdacht ausgewählt. Die plattierten

Wände der Badezimmer erscheinen

wie Marmor, Fenster über die gesamte

Raumhöhe erzeugen ein gutes Raumgefühl

mit viel Platz und Licht.

Um dem Gütesiegel «Made in Italy» gerecht

zu werden, setzte Creative Director

Adam D. Tihany noch einen drauf: Alle

Kabinenmöbel, Lampen, Stoffe und Accessoires

sind in Zusammenarbeit mit italienischen

Grössen wie Molteni&C Roda, Flos

oder Dedar und Rubelli individuell entworfen

worden. Das Resultat sind homogene,

moderne und erholsame Räume, die dem

Motto der Flotte – «Italy’s Finest» – gerecht

werden.

Eine Hommage an Sardinien

«Made in Italy» ist auch der Name des

Kreuzfahrtschiffes: Costa Smeralda, benannt

nach einer der schönsten und aussergewöhnlichsten

Regionen Südeuropas.

Die Küste im Nordosten Sardiniens verbinde

das Beste, was Italien zu bieten habe,

so der Präsident von Costa Crociere, Neil

Palomba. Durch Investitionen soll die

nachhaltige Entwicklung und die Werterhaltung

der Region gesichert werden.

Ganz Italien in einem Schiff |

Costa Crociere

Italophil ist eine Eigenschaft, die vermutlich

auf einen grossen Teil der Weltbevölkerung

zutrifft. Wörtlich übersetzt

bedeutet das Fremdwort «italienliebend».

Und wer liebt nicht die Kultur, das Essen,

die Sprache Italiens? In Bella Italia fühlt

sich alles so leicht an, so angenehm, so

schön.

Ganz Italien in einem Schiff

Auf der Costa Smeralda ist dieses Lebensgefühl

in jedem Detail wiederzufinden. Sie

ist eine Huldigung an Italiens Sinn für das

Schöne. Stolz, Haltung, Geschmack, Zeit

und Stil sind die elementaren Werte, die

bei der Gestaltung des Kreuzfahrtschiffes

eine Rolle gespielt haben. Das zeigt sich

auch im Design der einzelnen Kabinendecks,

die optisch durch ganz Italien führen

sollen. Auf Deck 4 beginnt die Reise im

Ein Schiff für die Zukunft

Das Kreuzfahrtunternehmen und das Costa

Smeralda-Konsortium passen nach Überzeugung

Palombas perfekt zusammen.

Beide engagieren sich für Nachhaltigkeit

und Umweltschutz. Das Schiff ist das erste

auf dem globalen Kreuzfahrtmarkt, das 100

Prozent seiner Energie aus LNG bezieht –

sowohl am Hafen als auch auf offener See.

LNG wird weltweit als sauberster fossiler

Brennstoff betrachtet. Die Verwendung

des natürlichen Gases ist eine Innovation,

welche die Abgasemissionen deutlich verringern

soll.

Das Debüt ist für den 20. Oktober 2019

geplant. Mit einer 15-tägigen Vernissage-

Kreuzfahrt geht es von Hamburg nach

Savona. Am 3. November 2019 wird dann

die grosse Taufe der Costa Smeralda in

Savona gefeiert.

100 BON VOYAGE Herbst 2018

Boarding - Schiffsreisen


Mit den AIDA Schiffen auf Golf-Kreuzfahrt

Leinen los zum Abschlag

Wasser ist für Golfer meist nur ein

Ärgernis. Auf dem Golfplatz ist der Ball

im Wasserhindernis verloren, und einen

Strafschlag gibt es obendrein. Das Golfen und

Wasser aber auch harmonieren können, beweist

AIDA mit seinen Kreuzfahrten für Golfer.

Lukas Scheid und Bernhard Krieger

AIDA

Die Welt ist voll von grandiosen Golfplätzen.

Wieso sich also auf eine einzige

Region beschränken? Weil die

Reiserei von einem Golfplatz zum nächsten

zu anstrengend ist? Gut, das wäre ein

Argument. Aber nicht bei AIDA. Bei den

Golf-Kreuzfahrten mit AIDA rücken weit entfernte

Greens über Nacht plötzlich ganz eng

zusammen. Egal ob passionierter Hobby-

Golfer oder Einsteiger, auf der Suche nach

den ersten grossen Herausforderungen –

die Möglichkeiten an Bord der AIDA Schiffe

sind für Golfer mit jedem Handicap schier

unbegrenzt.

Noch auf dem Weg zum ersten Stopp einer

AIDA Golfreise können Gäste bereits an

ihrem Abschlag und ihrem Putting arbeiten,

denn einige Schiffe der AIDA Flotte verfügen

über ein Putting-Green oder einen Driving

Cage. Auf AIDAcara, AIDAdiva, AIDAaura

und auf AIDAvita steht sogar ein Golf-

Simulator für die perfekte Vorbereitung auf

die echten Greens und Fairways an Land

bereit. Die AIDA Kreuzfahrten für Golfer

verbinden die Leidenschaft des Golfsports

mit aufregenden Destinationen und spannenden

Kulturstätten entlang der Meere.

Ob auf den Kanaren, im Mittelmeer, am

Persischen Golf oder in der Karibik – die

Golf-Kreuzfahrten mit AIDA steuern wunderschöne

Häfen mit kurzen Distanzen zu

einigen der schönsten Golfplätze der Welt

an. Gäste brauchen sich um nichts als das

eigene Spiel zu kümmern. Denn die AIDA

Golfausflüge beinhalten die komplette Organisation

inklusive Greenfees, Transfers,

Betreuung und Leihschlägern. So rücken

die exzellenten Golfclubs im Orient mit

ihrem sonnigen Wetter und der beeindrukkenden

Landschaft ganz nah heran an die

weissen Traumstrände und das türkisblaue

Meer im Indischen Ozean oder die wunderschönen

Inseln Golfplätze im karibischen

Meer.

Die Golfkreuzfahrten mit AIDA eignen

sich auch für Ferien mit der ganzen Familie.

Wer möchte, kann die Angebote zum

Schnupper-Golfen besuchen, für die Kleinen

gibt’s ein eigenes Kids-Programm an

Bord und wer einfach nur entspannen will,

den erwartet die gesamte Bandbreite des

AIDA Freizeit- und Wellnessangebots.

Die AIDA Flotte für Golfer

AIDAnova ist das erste Schiff der neuen

AIDA Generation. Das mit Flüssigerdgas

betriebene und damit besonders umweltfreundliche

Schiff beherbergt ein Restaurant

mit inbegriffener «Zeitreise» und

ein grosszügiges Erholungs-Spa mit fünf

Saunen. AIDAperla und AIDAprima fordern

zu Aktivferien für Klein und Gross auf. Das

Activity-Deck mit einer Riesenwasserrutsche

und einem Klettergarten hoch über

dem Meer sucht seinesgleichen. AIDAblu,

AIDAsol, AIDAmar und AIDAstella sind

genau das richtige für Geniesser. Acht

Restaurants und das selbst gebraute und

frisch gezapfte AIDA Bier sorgen für die

kulinarische Begleitmusik zum Golfurlaub

mit AIDA.

Golf-Weltreise 2019/2020

mit AIDAaura

Die Reiseziele dieser Weltreise mit AIDA

lässt jedes Golferherz höher schlagen.

Faszinierende Ferienziele, spektakuläre

Golfplätze und ein Schiff voller Sportbegeisterter

– die Golf-Weltreise 2019/2020

mit AIDAaura wird von einem mitreisenden

Golfprofi begleitet. Unter anderem geht es

auf folgende Golfplätze: Oporto Golf Club in

Portugal, Ushuaia Golf Club in Argentinien,

Royal Wellington Golf Club in Neuseeland,

Metropolitan Golf Club in Australien und

Steenberg Golf Club in Südafrika.

BON VOYAGE Herbst 2018

Boarding - Schiffsreisen

101


Nordland mit der Mein Schiff ® Flotte

Fjorde, die tiefblau und wunderschön sind, rauschende Wasserfälle,

schneebedeckte Gipfel und grüne Landschaften, die schier unendlich erscheinen

– all das erwartet die Gäste, wenn sie mit TUI Cruises auf eine

der Sommerfahrten ins Nordland gehen. Dabei können sich die Gäste auf

sagenhafte Naturerlebnisse und das bunte und quirlige Treiben in den

herrlich gelegenen Hafenstädten freuen. Das Bewundern des Eismeeres

und das Erleben des steilen Nordkaps als einen der letzten sichtbaren

Aussenposten der Zivilisation oder einfach die wunderbare nordische

Gastfreundschaft geniessen kommen dabei ebenfalls nicht zu kurz. Die

Gäste werden fasziniert sein.

Das Premium Alles Inklusive-Konzept

an Bord der Mein Schiff ® Flotte

TUI Cruises richtet sich vor allem an Paare und Familien, für die Freiraum,

Grosszügigkeit, Qualität und individueller Service im Mittelpunkt stehen.

An Bord der Mein Schiff ® Flotte können sich die Gäste mit dem Premium

Alles Inklusive-Angebot verwöhnen lassen. Dies bedeutet, dass die

meisten Speisen und eine vielfältige Auswahl an Getränken – auch ausserhalb

der Essenszeiten und in fast allen Bars und Lounges – bereits im

Reisepreis enthalten sind. Dazu gehören Cocktails und Longdrinks sowie

Spirituosen, Softdrinks, Bier, Sekt, Weine bekannter Marken und zahlreiche

Kaffeespezialitäten. Die vielfältigen Sportangebote, die Nutzung

des Wellnessbereichs sowie der Saunalandschaft, das Entertainment an

Bord, die Kinderbetreuung und die deutschsprachige Bordreiseleitung

sind ebenfalls im Reisepreis inklusive.

Gastronomie für Geniesser:

15 Bars und 12 Restaurants & Bistros

Für das jüngste Flottenmitglied hat TUI Cruises zahlreiche neue Bars und

Restaurants entwickelt – wie etwa das Ganz Schön Gesund – Bistro

auf Deck 5, eines der Inklusiv-Restaurants. Damit erweitert TUI Cruises

sein «Ganz Schön Gesund-Konzept» und unterstreicht den Sport- und

Wellnesscharakter der neuen Mein Schiff 1 ® . Mittags und abends offeriert

das Bistro Vorspeisen, Suppen, belegte Brote und die zurzeit so

beliebten Bowls. So stehen neben glutenfreiem Brot mit verschiedenen

Dips, Kichererbsen-Falafel auch Bowls wie zum Beispiel mit Avocado und

gerösteten Süsskartoffeln auf der Karte. Im Ganz Schön Gesund – Bistro

wird ausschliesslich mit Kokosöl gebraten, bei allen Gerichten wird auf

einen geringen Fett- und Zuckergehalt geachtet.

Dem Buffetrestaurant Anckelmannsplatz auf Deck 12, einem Gastronomieklassiker

der Flotte, hat TUI Cruises auf der neuen Mein Schiff 1 ®

eine neue Aufteilung gegeben. Dort können Gäste täglich von 6:30 Uhr

bis 21:30 Uhr in bunter Marktplatz-Atmosphäre aus vielfältigen internationalen

Speisen wählen. In direkter Nachbarschaft befindet sich das

neue Restaurant Fischmarkt. Dieses Premium Alles Inklusive-Restaurant

überzeugt mit Service am Platz und einem Speiseangebot rund um das

Thema Fische und Meeresfrüchte. An der integrierten Sushi-Bar können

sich die Gäste aus einer kleinen, feinen Karte gegen Aufpreis Sushi &

Sashimi bestellen.

102 BON VOYAGE Herbst 2018

Advertorial


Advertorial

Ebenfalls auf Deck 12 ist die auf allen Neubauten äusserst beliebte

Eis Bar by Bruno Gelato platziert. In der erstmalig als Eisdiele gestalteten

Lokalität können die Gäste neben dem «Eis auf die Hand» auch aus

unterschiedlichen Eisbechern wie etwa Spaghetti-Eis, Früchte-, Schokound

Nussbecher sowie verschiedenen Shakes, Eiskaffee und Eisschokolade

wählen. Unter den Eissorten finden sich Klassiker ebenso wie Überraschendes

– beispielsweise die neue Sorte Buttermilch-Rote Grütze.

Ein neues Highlight im Aussenbereich stellt die Hoheluft Bar auf

Deck 15 dar. Gäste erreichen die Aussenbar über Deck 14 und geniessen

dort neben der Premium Alles Inklusive-Getränkekarte auch verschiedene

Champagner und Schaumweinmarken, wie beispielsweise Pommery

oder Schlumberger, gegen Aufpreis. Die neue Bar lässt sich auch für Feierlichkeiten

wie Hochzeiten und Geburtstage nutzen.

Die Grosse Freiheit wurde komplett neu gestaltet. Diese lichtdurchflutete

Fläche mit diamantförmiger Glasfassade erstreckt sich am Heck

des Schiffs über zwei Decks und beheimatet in grosszügiger Atmosphäre

Spezialitäten-Restaurants und die Diamant-Bar. Der neue Gastgeber der

Grossen Freiheit heisst DJ Rob und ist ein Wunderwerk der Technik: Als

erster humanoider DJ-Roboter ist er für die musikalische Unterhaltung

zuständig und wechselt stilecht Schallplatten. Sein Bewegungs- und

Lichtdesign reagiert auf die Musik. 15 bewegliche Achsen, ein Musikerkennungssystem,

Kamera und Laser-Sensorik und sein unverkennbares

Design ziehen nicht nur Musikbegeisterte in ihren Bann.

Gleich zwei gastronomische Neuerung beherbergt die Mein Schiff 1 ®

auf Deck 5: Die neue exklusive Ebbe & Flut – Bier Bar veranstaltet

regelmässig Biertastings und schenkt in Kooperation mit der Hamburger

Brauerei Ratsherrn zusätzlich zum normalen Bierangebot an Bord fünf

Fassbiere und eine Auswahl von 25 Sorten Craft Beer aus. Bei Bestellung

eines Bieres bekommt der Gast auf Wunsch einen rustikalen Snack

inklusive serviert.

Gesund geht es auch in der neuen Saft-Werft auf Deck 3 direkt

neben der Rezeption zu. In der Rauch Juice Bar, einer Tochterfirma des

österreichischen Traditionsunternehmens RAUCH Fruchtsäfte, können

Gäste gegen Aufpreis frisch gepresste Säfte oder Smoothies aus der

reichhaltigen Auswahl von Granatapfel bis Spinat individuell zusammenstellen

oder aus den fein abgestimmten Rezepten wählen. Zu diesen

zählen unter anderem «Adonis» mit Karotte, «Grünschnabel» mit Apfel

sowie «Exotic Date» mit Kokosjoghurt.

Mit der Manufaktur präsentiert TUI Cruises in der Grossen Freiheit

ein neues exklusives Restaurant mit Kreativ-Küche, das durchgehend

ab 12 Uhr mediterran angehauchte Speisen serviert. Eine Besonderheit

sind die digitalen Arbeitstische, die bei Workshops wie beispielsweise

Pasta- oder Wurst-Herstellung, Verkostungen sowie Dinner-Abenden mit

exquisiten 5-Gänge-Menüs zum Einsatz kommen. Eine Kamera projiziert

dabei das, was der Küchenchef auf seinem digitalen Tisch vormacht und

erklärt, auf die U-förmig angeordneten Tische der Teilnehmer.

Auch das Esszimmer findet sich in der Grossen Freiheit auf Deck 4.

Hier werden Lieblingsgerichte der Gäste wie Hamburger Fischsuppe,

kurzgebratene Rinderroulade oder Hühnerfrikassee angeboten.

Das Ambiente ist gemütlich – wie zuhause im Esszimmer. Unterschiedliche

Themenabende wie beispielsweise ein Krimidinner oder

ein Travestieformat runden das Gesamtkonzept ab. Auf Deck 5 in

der Grossen Freiheit erwartet Gäste der Klassiker der Mein Schiff ®

Bordgastronomie: das Surf & Turf – Steakhouse. In direkter Nachbarschaft

liegt die Diamant Bar, die die Gäste mit besonderen Cocktails

und Longdrinks verwöhnt.

BON VOYAGE Herbst 2018

103


Comedy-Cruise auf Rhein, Main und Mosel

Eine Schifffahrt, die ist lustig! Vor allem, wenn drei Comedians mit an Bord sind.

Im Mai 2019 legt die 9. knecht-Comedy-Kreuzfahrt ab. Diesmal geht es mit dem

neuen 5 Sterne Rivage Schiff MS Emerald Sky von Bamberg bis Trier.

Tagsüber historische Kulturstädte

entlang Deutschlands Wasserstrassen

entdecken, abends in gemütlicher

Atmosphäre über einige der besten

Komiker der Schweiz lachen – so unterhaltsam

wie mit Kliby & Caroline, Fredy

Schär und Marcel Dogor sind Flusskreuzfahrten

selten. Mit seinem Improvisationstalent

hat sich Kliby einen Namen

als Weltklasse-Bauchredner gemacht. An

seiner Seite: Die altkluge Caroline. Fredy

Schär unterhält sein Publikum mit eigenen

Chansons und witzigen Parodien bekannter

Lieder. Und das Basler Komiker-

Original Marcel Dogor schlüpft in die Rolle

der Anneliese Roggenmoser oder in die

des HD-Soldat «Läppli». Die Reise mit der

MS Emerald Sky startet in Bamberg mit

seiner zum UNESCO-Welterbe gehörenden

Altstadt. In Würzburg erwartet die

Flussreisenden eine besonders heitere

Stadtführung mit lustigen Würzburger

Geschichten. Hinter dem Loreley-Felsen

und dem Binger Loch erwartet die Gäste

eine der ältesten Städte Deutschlands:

Koblenz. Die schmucken Orte Cochem

und Bernkastel laden zu hervorragenden

Wein-Degustationen an der Mosel ein.

Zum Abschluss geht es nach Trier, wo die

Porta Nigra und die Kaiserthermen noch

immer an die Ära der römischen Kaiserzeit

erinnern. [ ls/ah]

Reisedatum 23.05. bis 30.05.2019

Preise ab CHF 1690 pro Person

Reiseleitung knecht reisen Chef

Roger Geissberger

**** (s)

Das neue Star Boutique Hotel in

Bellwald (Top of Goms) auf 1650 Meter.

2017 eröffnete das neue Boutique Hotel THE ONYA RESORT &

MS Emerald Sky

SPA ****(*) gerade neben dem Hotel ZUR ALTEN GASSE ***(*).

*** (s) Eine Wellness, Pool, SPA Fitness und Massageanlage steht zur

Verfügung und im Restaurant ZUR ALTEN GASSE ist die

bekannte 13 Gault Millau Küche. Die beiden Hotels sind direkt

an der Piste (48km). Im Sommer: Wandern, Biken, Tennis,

Reiten, Minigolf innerhalb 100 Meter.

Telefon 027 971 21 41

info@rbghotels.ch

www.onya.ch

Erfragen sie unsere Spezialwochen mit Schneeschuhlaufen,

Wanderferien, Jassferien, Gourmetwochen und das

Heliskiprogramm vom 28.-31.03.2019, bei dem wir

mit dem Heli, entlang des Aletschgletschers,

auf den Petersgrat fliegen. Fahrt mit den Skis

rund 15 km ins Lötschental.

Buchbar in jedem knecht reisen oder TTS Reisebüro.

Kliby &

Caroline


Boarding – Aviation News

Singapore Airlines:

Längster Nonstop-Flug der Welt

Der längste Passagierflug der Welt feiert sein Comeback. Seit

Oktober fliegt Singapore Airlines wieder non-stop von Singapur

nach New York. Maximal 18 Stunden und 45 Minuten dauert

die Reise über eine Distanz von 16 700 Kilometern. 2013 hatte

die Airline die Direktverbindung eingestellt, da eine damals

dafür genutzte spezielle Airbus-Maschine ausgemustert worden

war. Jetzt setzt Singapore Airlines grösstenteils aus Kohlefaser

gefertigte Maschinen vom Typ Airbus A350-900 ULR ein, die speziell

auf ultralange Flüge ausgerichtet sind. Neben den 67 Sitzen in

der Business gibt es nur 94 Plätze in Premium Economy Class, um

mehr Beinfreiheit zu ermöglichen. Auf den Rekordflügen gibt es

keine übliche Economy Klasse. [ rm]

Das Grösste über den Wolken

Jede Minute (!) serviert Emirates 200 Mahlzeiten an Bord seiner

Flotte. 1200 Köche bereiten jedes Jahr über 100 Millionen

Gerichte zu. Wo so viel gegessen wird, muss auch eine Menge

gespült werden. Im fabrikgrossen Cateringbereich der

Golf-Airline am Heimatflughafen Dubai gibt es anstelle von

Spülmaschinen gigantische Waschstrassen. Jeden Tag werden

dort über drei Millionen Besteck- und Geschirrteile gespült. [ rm]

Kleinste Flotte der Zivilluftfahrt

Die Fluggesellschaft des Südseestaats Solomon

Islands hat gerade mal zwei Flugzeuge in der

seiner Flotte: Mit einem Airbus A320-200 fliegt die

Airline von der solomischen Hauptstadt Honiara

die Inselnationen Kiribati, Fiji und Vanuatu sowie

Brisbane in Australien an und mit einer Dash 8-100

bedient sie Inlandrouten. [ rm]

GESCHICHTE

DER ZIVILLUFTFAHRT

Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe von «BON VOYAGE»

In Papeete wird die französischpolynesische

Air Tahiti Nui aus

der Taufe gehoben.

OKT

1996

Die Lufthansa wird privatisiert

und heisst seither Deutsche

Lufthansa AG.

JAN

1997

1997

Erstflug des zweistrahligen

Schmalrumpfflugzeugs

Boeing 717. Der kleine Jet

kommt insbesondere in

den USA und Australien

zum Einsatz.

SEP

1998

2000

1996

DEZ

1996

Air New Zealand beginnt mit

dem Verkauf elektronischer

Tickets in Neuseeland.

MAI

1997

Star Alliance wird als erste

globale Luftfahrtallianz

gegründet.

1998

1999

AUG

1999

United Airlines bietet als

erste US-Fluggesellschaft

First Class Sitze, die sich

in ein Bett verwandeln

lassen.

BON VOYAGE Herbst 2018

Boarding - Aviation News

105


World Airline Awards 2018 für Thai Airways

Fliegen wie in Seide gehüllt

Nicht umsonst lautet das Motto von Thai Airways «Smooth as Silk». An Bord der

Flugzeuge fühlen sich Passagiere aller Klassen rundum wohl und entspannt.

Andreas Hottenrott und Bernhard Krieger

Elf Stunden dauert ein Direktflug von Zürich nach Bangkok.

Elf Stunden, die zwischen dem Betreten eines Flugzeugs

und dem Beginn der Ferien liegen. Nicht so bei Thai

Airways: Für Gäste der Fluggesellschaft beginnen die Ferien

schon an Bord der komfortablen Maschinen.

Auf der Strecke zwischen Zürich und der Hauptstadt Thailands

setzt Thai Airways mit der Boeing 777-300ER ein Langstreckenflugzeug

der neuesten Generation ein. In der Royal Silk Business

Class laden 42 bequeme Flat-Bed-Sitze mit Massagefunktion

zum Entspannen ein und auch in der Economy Class bieten

die Sitze ausreichend Platz. Über Bein- und Fussstützen sowie

Touch-Bildschirme mit dem neuesten AVOD-Bordunterhaltungssystem

verfügen alle.

Grössten Wert legt Thai Airways auf die Vermittlung der

«Thainess» an Bord ihrer Flotte. Gemeint ist damit eine Wohlfühlatmosphäre,

die mit herzlicher Gastfreundschaft einen elementaren

Bestandteil thailändischer Tradition widerspiegelt.

Besonders deutlich wird das mit dem individuellen à-la-carte-

Service in der Royal Silk Business Class. Dieser exklusive Standard

stellt sicher, dass Gäste während der gesamten Reise aufmerksam

umsorgt werden.

Die Anfänge der Fluggesellschaft waren natürlich deutlich

bescheidener. Gerade einmal 60 Passagiere sassen an Bord der

Douglas DC-6B, die am 1. Mai 1960 von Bangkok in Richtung

Hong Kong, Taipei und Tokio abhob. Inzwischen ist die Flotte

auf knapp 90 Flugzeuge angewachsen. Heute transportiert Thai

Airways als eine der Premium-Airlines Asiens 25 Millionen Passagiere

und 500 000 Tonnen Fracht jährlich, das Streckennetz umfasst

70 Destinationen auf fünf Kontinenten.

Seit 1984 besteht eine Direktverbindung zwischen Zürich und

Bangkok. Damals verkehrten die Flugzeuge viermal wöchentlich

zwischen beiden Städten, mittlerweile fliegen sie täglich. Für

106 BON VOYAGE Herbst 2018

Boarding - Airlines


Anschlussverbindungen in Staaten wie Vietnam, Kambodscha,

Laos, China oder Burma ist Thai Airways zur führenden Fluggesellschaft

aufgestiegen. Zudem zählen die Flugverbindungen

der Gesellschaft von Europa nach Australien zu den schnellsten.

Dass Reisende die Ausrichtung auf Qualität, Service und

Gastfreundschaft honorieren, zeigen die von «Skytrax» verliehenen

World Airline Awards 2018. In die Wertung flossen die

Urteile von weltweit über 20 Millionen Kunden ein. Das Ergebnis

für Thai Airways: World’s Best Airways Lounge Spa, World’s Best

Economy Class und World’s Best Onboard Catering.

FLIEGEN IST IHRE LEIDENSCHAFT —

WIR TEILEN SIE MIT IHNEN.

NONSTOP UND TÄGLICH VON

ZÜRICH NACH BANGKOK

Wir verstehen, was Reisende wollen.

Mit Liebe zum Detail und dem legendären

Service, der von Herzen kommt, machen

wir Ihre Reise zum unvergesslichen Erlebnis.

Wir bewegen die Welt mit unserem

traditionellen Royal Orchid Service an Bord;

probieren Sie à la carte — nur für Sie in

unserer Business Class!

Das neue Kapitel des legendären

Services hat begonnen!

World's Best

Economy Class

Best Economy Class

Onboard Catering

World΄s Best

Airline Lounge Spa

Buchung und Beratung in Ihrem Reisebüro.


Neueröffnungen, Geheimtipps und Traumhotels.

CHECK-IN Die Resort-Tipps der BON VOYAGE-Redaktion.

MAURITIUS / POINTE DE FLACQ

One&Only Le Saint Géran

She's back! Die Grand Dame der Inselresorts auf Mauritius erstrahlt in neuem

Glanz. Der Service des Hauses ist legendär. Nun hat One&Only dem berühmten Le

Saint Géran ein Facelifting verpasst.

Lukas Scheid und Bernhard Krieger

Die einzigartige Lage des One&Only Le

Saint Géran an der Spitze einer Halbinsel

im Nordosten von Mauritius

lässt Romantikerherzen höher schlagen.

Die Lagune vor der Küste im leuchtenden

türkis und der strahlendweisse Sandstrand

mit den grünen Palmen – hier lässt

es sich entspannen.

Der Indische Ozean ist nie weit entfernt,

den Blick aufs Wasser geniessen

Gäste aus jedem der neu gestalteten Zimmer.

Die hellen Farben mit dezenten Farbakzenten

vermitteln augenblicklich ein

Gefühl des Nachhausekommens. Wer es

gerne etwas geräumiger hat, mit eigener

Terrasse oder grosszügigem Wohnbereich,

wird sich in einer der Suiten am wohlsten

fühlen. Die Villa One ist der Gipfel des Luxus

mit privatem Pool und einem eigenen

Tropengarten.

Seit der Komplettrenovierung wird

das Luxusresort seinem Ruf als Top-Destination

der Insel wieder voll und ganz gerecht.

Der charmante Service ist so aussergewöhnlich

wie eh und je. Der Barkeeper

kennt die Stammgäste seit vielen Jahren

und weiss genau, was sie wollen, wenn sie

nach einem gemütlichen Strandtag an die

Bar kommen.

Fünf Restaurants bilden das kulinarische

Angebot des One&Only Le Saint

Géran. Das Grill-House Prime setzt auf

frische Bio-Lebensmittel für den gesunden

Geist und Körper. Im Tapasake erleben

Gourmets ein Fest für die Sinne,

denn pan-asiatischen Aromen regen nicht

nur den Gaumen an. La Terrasse bietet

am Pool internationale Spezialitäten, La

Pointe klassischen Seafood, serviert auf

einer gemütlichen Terrasse direkt am

Strand im Schatten von Palmen. Nett für

einen Kaffee oder einen leichten Snack

zwischendurch ist das L’Artisan.

Neben dem beeindruckenden Infinity

Pool und seinen privaten Liegebereichen

La Pointe Cabanas

bietet der Spa-Bereich einen weiteren Pool

mit traumhaftem Blick auf die Palmen

des tropischen Parks, der das Resort umgibt.

Ein weiterer Pool befindet sich an der

Nordspitze der Resortanlage.

108 BON VOYAGE Herbst 2018

Check-In


KAPSTADT / SÜDAFRIKA

One&Only Cape Town

Weltklasse-Hotel mit Sexappeal: Resort-Feeling mitten in

der schönsten Hafenstadt der Welt

Bernhard Krieger

«Grandios», «einzigartig», «eine neue Dimension

für die Hotellerie Südafrikas». So

lauteten die ersten Kommentare, als das

One&Only im Beisein von Stars wie Matt

Damon und Sharon Stone eröffnet wurde.

Seitdem wurde das Luxus-Resort Jahr für

Jahr mit Auszeichnungen überschüttet. Und

das zu Recht: Das One&Only in Kapstadt verbindet

in einzigartiger Weise das kosmopolitische

Flair eines Metropolen-Hotels mit der

relaxten Atmosphäre eines Hideaways. Die

Leser von Condé Nast Traveller wählten es

zum «Besten Hotel Afrikas».

Seine traumhafte Lage an der Waterfront

mit Blick auf den Tafelberg, modernes Design

und höchste Standards in Ausstattung,

Service und Kulinarik zeichnen das Resort

aus. One&Only steht für einen Lifestyle, der

die Balance zwischen höchsten Qualitätsansprüchen

und Gelassenheit findet. Das

One&Only Cape Town hat Sexappeal und

alles, was man sich von einem Weltklasse-

Resort wünscht.

Rund um die riesige Pool-Landschaft und

das Spa gruppieren sich 131 Zimmer und

Suiten mit Blick auf den Tafelberg oder die

Marina. Die Vista Bar & Lounge ist einer der

gesellschaftlichen Hotspots der Stadt. Mit

einzigartigem Blick auf den Tafelberg treffen

sich dort Kapstädter und Gäste aus aller Welt

auf einen Apéro, bevor sie ins dreistöckige

Wein-Loft mit über 5000 Flaschen oder in

eines der drei Restaurants weiterziehen. Neben

dem legeren Pool-Restaurant Isola mit

mediterraner Küche offeriert das One&Only

das erste Gourmet-Restaurant des Sternekochs

Nobu Matsuhisa in Afrika und mit der

Stadt-Brasserie Reuben’s das erste von drei

Restaurants des südafrikanischen Starkochs

Reuben Riffels.

Noon Gun Cocktail

BON VOYAGE Herbst 2018

Check-In

109


OSTERINSEL / CHILE

Explora’s Rapa Nui

So aussergewöhnlich wie die eigenwillig geformten «Moai»-Steinköpfe: Die

architektonisch hoch anspruchsvolle Luxus-Lodge Explora’s Rapa Nui liegt nur

wenige Kilometer vom Hauptort Hanga Roa entfernt.

Lukas Scheid

Das eindrucksvoll designte Gebäude

verschmilzt mit der von Eukalyptusbäumen

durchsetzten Umgebung.

Der Name Rapa Nui ist die indigene Bezeichnung

für die Osterinsel. Für den Bau

des Hauses wurden überwiegend Holz und

Vulkangestein verwendet. Die Aussenbeleuchtung

ist auf ein Minimum beschränkt,

genauso wie der Einsatz von Klimaanlagen.

Ein ausgeklügeltes Belüftungssystem

sorgt ganz natürlich für gutes Raumklima.

Deshalb trägt die Lodge das LEED-Zertifikat

(Leadership in Energy and Environmental

Design).

Die 32 und 44 Quadratmeter grossen

Zimmer mit Meerblick und Jacuzzi lassen

keinen Komfort vermissen. Das Zusammenspiel

aus natürlichen Farbtönen der

Decken und Wände und der verspielten,

grelleren Farben der Inneneinrichtung

sorgt für ein legeres und entspanntes

Ambiente. Die grossen Fenster sind zum

Meer hin ausgerichtet. Zum Inselgefühl

von Ruhe und Abgeschiedenheit gehört

auch, dass sowohl Fernseher als auch die

WLAN-Verbindung auf den Zimmern fehlen.

Das Restaurant des Hauses lädt zu Abenteuerreisen

in die Welt der Kulinarik ein.

Ob regionale Spezialitäten der Osterinsel

oder chilenische Gerichte – nur der

südamerikanische Wein darf auf keinen

Fall fehlen. Im hauseigenen Spa erfährt

man, was wahre Entspannung heisst. Ob

nach einem aufregenden Tag auf Entdekkungstour

über die Insel oder an einem

gemütlichen Morgen – die Wellness-Oase

des Explora’s Rapa Nui ist immer einen

Besuch wert.

Wer auf die Osterinsel reist, will meist

auch etwas erleben. Mit dem Geländewagen,

zu Pferd oder in Wanderschuhen

lässt sich die Insel hervorragend erkunden.

Kaum zu übersehen sind die 638 über

1000 Jahre alten Steinköpfe, die sich über

die gesamte Insel verteilen. Sie haben eine

mystische Aura und waren einst Bestandteil

grösserer Zeremonialanlagen aus alten

polynesischen Kulturen. Am Hang des

Rano Raraku, einem erloschenen Vulkan,

stehen die meisten Figuren. Viele Wissenschaftler

haben bereits versucht, ihren

genauen Zweck zu erforschen. Noch aber

haben die «Moai»-Steinköpfe ihre Bedeutung

nicht ganz preisgegeben.

110 BON VOYAGE Herbst 2018

Check-In


SCHÖFTLAND / SCHWEIZ

Hotel Cinema 8

Im Kino zu Hause: Vom Hotelzimmer-Balkon

Blockbuster auf Grossleinwand gucken!

Das Motto der Cinema 8 Erlebniswelt lautet «alles unter einem

Himmel». Neben fünf Kinosälen, einem 7Di-Kino (Game), einer Bowlingbahn,

einem Duty Free Shop, einer Brauerei und diversen Bars und

Restaurants lädt das Hotel Cinema 8 zu einer entspannten Auszeit

ein. Die Gäste erwartet ein cineastisches, kulinarisches und gleichzeitig

himmlisches Vergnügen in Schöftland, zehn Minuten südlich von

Aarau.

Das Dreisternehotel mit seinen zwanzig modernen Design-

Zimmern setzt auf ultimativen Komfort: Bequeme Boxspringbetten

gehören zur Standardeinrichtung. Das reichhaltige Frühstück können

Gäste dann im Restaurant El Mäx geniessen.

Die vier schicken Themenzimmer sind einzigartig in ganz Europa:

Vom Zimmer aus haben Urlauber direkten Zugang zu einem privaten

Balkon im Innern des Gate 5 Kinosaals. Dort geniessen Filmfans, im

elektronisch verstellbaren Komfortsessel, täglich ab 15 Uhr die neuesten

Streifen aus aller Welt auf Grossleinwand. [ rm]

EUROPA-PARK / DEUTSCHLAND

Krønasår - The Museum-Hotel

Im Frühjahr 2019 öffnet das neue Hotel im

Europa-Park seine Tore.

CGI-Grafik

Willkommen in nordischer Mythologie: Das sechste Hotel des

Europa-Park ist eine Erlebniswelt der besonderen Art. Das Hauptgebäude

könnte ein naturhistorisches Museum in einer skandinavischen

Stadt sein. 276 Themenzimmer sind aufwendig im Stil der Arbeitszimmer

nordischer Entdecker eingerichtet. Während Schaukästen und

Bücherregale die Räume prägen, sehen Kinderbetten aus wie überdimensionierte

Koffer. Daneben stehen weitere 28 kunstvoll gestaltete

Suiten zur Auswahl.

Genauso aussergewöhnlich wie Architektur und Inneneinrichtung

ist das kulinarische Angebot. Im Fine Dining Restaurant «Tre Krønen»

kommen Feinschmecker auf ihre Kosten. Das Restaurant «Bubba

Svens» ist im Stil eines Bootshauses gestaltet – das richtige Ambiente,

um einen spannenden Tag entspannt ausklingen zu lassen. Erwachsene

setzen die Entdeckungsreise zu vorgerückter Stunde in der rustikalen

Bar «Erikssøn» fort. Auch diese ist ganz im Stil skandinavischer

Entdecker gehalten und erstreckt sich über zwei Stockwerke. Das

Erlebnishotel begrüsst ab dem 31. Mai 2019 seine Gäste. [ rm]

BON VOYAGE Herbst 2018

Check-In

111


Aktuelle Angebote

Zanzibar – Fun Beach Hotel ***

Sonne, Strand und Palmen

Mauritius

C Mauritius ****

Sagenhafte Seidenstrasse

Sonderzugreise mit dem OSRE

Malta

Inselromantik ganz in der Nähe

Geniessen Sie sonnige Tage am wunderbaren

Strand von Jambiani im

Südosten der Insel. Das brandneue

Hotel bietet seinen Gästen einen langen

Pool, der sich durch die ganze

Anlage zieht, ein fantastisches Preis-

Leistungs-Verhältnis und eine entspannte

Atmosphäre.

Ein hippes All-inclusive-Erlebnis im Bohemian

Stil an der Ostküste der Insel.

Das Hotel besticht durch die Toplage

am langen, weissen Sandstrand, den

natürlichen Luxus und gleichzeitig

durch die lockere Atmosphäre.

Bis zu 40% Reduktion auf den Hotelpreis

15.12.2018 – 31.03.2019: min. 5 Nächte.

Märchen und Legenden ranken sich um

die Oasen in den Wüsten Zentralasiens.

Lernen Sie sagenumwobene Städte mit

ihren hohen Minaretten, prächtige Moscheen

und bunten Basare entlang der

legendären Seidenstrasse im Sonderzug

Orient Silk Road Express kennen.

Tägliche Flüge mit Air Malta ab/bis

Zürich. Zimmer/Frühstück im beliebten

Hotel Cavalieri***(*) in St. Julian’s,

direkt am Meer. Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten

in unmittelbarer

Umgebung.

Preisbeispiel: 7 Tage/6 Nächte ab CHF 1290

p.P. im DZ Kat. Beach Bungalow im Fun

Beach Hotel, Flug mit Oman Air ab/bis CH

in Economy-Klasse, Flughafentransfers,

6 Übernachtungen inkl. Frühstück.

Preisbeispiel: 8 Tage/6 Nächte ab

CHF 2970 p.P., im DZ Kat. Prestige im

C Mauritius, Flug mit Emirates ab/bis CH in

Economy-Klasse, 6 Übernachtungen mit

All Inclusive.

Preisbeispiel: 14-tägige Zugreise mit

diversen Abreisen im März, April und

Oktober. Ab CHF 4130 p.P. im

4-Bett-Abteil.

Preisbeispiel: 3 Tage inklusive Flug und

Transfers im Doppelzimmer ab Fr. 395 p.P.

(gültig für Abflüge zwischen 01.11.18 und

25.03.19).

Silvester in Stuttgart

Deluxe Busreise

Paris

Inklusive Picasso-Ausstellung

Venedig

Erleben Sie Italianità

Phu Quoc, Vietnam

Aufstrebende Insel mit Charme

Feiern Sie fröhliche Festtage im nahen

Stuttgart. Geniessen Sie das Musical

«Der Glöckner von Notre Dame» und das

Neujahrskonzert der Württembergischen

Philharmonie in Ludwigsburg. Das renovierte

4* Hotel Maritim lässt mit einer exquisiten

Silvestergala inklusive Gala-Buffet

und Live-Musik keine Wünsche offen.

Die Hauptstadt der Kunst zieht mit

ihren weltbekannten Museen Kulturliebhaber

an. Der Kunst-Event dieses

Herbstes ist «Picasso. Blau und Rosa».

Das Musée d’Orsay präsentiert teils

noch unbekannte Werke aus den Jahren

1900-1906, einer entscheidenden

Phase in Picassos Karriere.

Italienische Städteperlen versprühen

einen ganz besonderen Charme in der

goldenen Jahreszeit – der Herbst wird

mit milden Temperaturen zum verlängerten

Sommer. Das wahre Venedig

finden Sie auf einem Spaziergang durch

die verwinkelten Gässchen, die immer

wieder verträumte Blicke freigeben.

Die charmante Hotelanlage Cassia

Cottage ***(*) liegt am langen Sandstrand,

an dem sich verschiedene

Restaurants befinden, und überzeugt

mit Barfuss-Romantik und persönlichem

Service – ein echtes Bijou!

Preisbeispiel: 4 Tage, Reise im Deluxe-Bus,

4* Hotel, 1 x HP, 1 x grosse Silvestergala, ab

CHF 875 p.P. im DZ, Abreise 30.12.2018.

Preisbeispiel: Abreise 14.12.2018 ab Zürich

nach Paris mit TGV Lyria 2. Klasse, Hotel

Albe Bastille***, inkl. Frühstück und Eintritt

Picasso Ausstellung, 2 Tg./1 Nacht, ab CHF

272 p.P. im DZ.

Preisbeispiel: Abreise 14.12.2018 ab Zürich

nach Venedig 2. Klasse mit Halbtax-Abo,

Hotel Ai Tre Archi ***, inkl. Frühstück,

3 Tg./2 Nächte, ab CHF 355 p.P. im DZ.

Preisbeispiel Abflug 05.12.2018: 9 Tage/8

Nächte, Flug mit Thai Airways und

Bangkok Air, Transfers, Garden Cottage, DZ

mit Frühstück, ab CHF 1686 p. P.

Buchung und weitere Informationen zu allen Angeboten auf dieser Doppelseite in Ihrem Reisebüro.

Preise für weitere Zimmerkategorien, Reisedaten und -varianten auf Anfrage. Alle Angebote vorbehältlich Verfügbarkeit. Preisänderungen und Irrtum bleiben vorbehalten.

BON VOYAGE dankt seinen Partnern

Tourist Board

Südafrika

Australien

Südaustralien Westaustralien Northern Territory

Dominikanische

Republik

Destination Canada


Ko Yao, Thailand

Paradies für Naturliebhaber

Dubai

Vida Downtown Dubai 4.5*

St. Johann in Tirol, Österreich

lti alpenhotel Kaiserfels 4.5*

Malediven

Thulhagiri Island Resort ***

Im Paradise Koh Yao **** erwartet Sie

eine traumhafte, tropische Naturkulisse

auf einer idyllischen Insel – fernab der

grossen Tourismuszentren, mit malerischer

Aussicht auf die Kalksteinformationen.

Erholung pur für Romantiker und

auch Familien.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum

Burj Khalifa liegt dieses schöne

Boutique Hotel - der perfekte Ausgangsort

das Zentrum Dubais kennen zu lernen.

Dubai Mall liegt wenige Gehminuten

vom Hotel entfernt, am Abend lockt

die Dubai Fountain mit ihren spektakulären

Wasserspielen.

Direkt an der Talabfahrt der Eichenhof-

Gondel gelegen, mit perfektem Einstieg

in das Ski- und Sportgebiet von

St. Johann im Tirol. Alle Doppel- und

Familienzimmer sowie die modernen

Junior-Suiten sind grosszügig gestaltet

und bieten einen schönen Blick auf die

Berge.

Die kleine charmante Insel bietet schneeweisse

Strände, eine traumhafte Unterwasserwelt

und barfuss-Feeling. Bei

Buchung bis 30.11.18 mit Aufenthalt

01.11.18-01.02.19 profitieren Sie von 20%

Reduktion auf dem Übernachtungspreis

inkl. gratis Halbpension Plus (= Frühstück

+Abendessen +ganzer Tag Getränke).

Preisbeispiel Abflug 22.01.2019: 9 Tage/8

Nächte, Flug mit Thai Airways, Transfers,

Superior Studio, Doppelzimmer mit Frühstück

ab CHF 1624 p. P.

Preisbeispiel: 4 Nächte z.B. am 04.12.18 ab

CHF 1370 p.P. im DZ Deluxe, inklusive Flug

mit Swiss ab/bis Zürich, Frühstück und

Transfers in Dubai.

Preisbeispiel: 5 Nächte z.B. am 15.12.18

ab CHF 496 p.P. im DZ Superior, inklusive

Halbpension. Individuelle Anreise.

Preisbeispiel: 8 Tage / 6 Nächte , Flug mit

Oman Air in Economy-Klasse, Unterkunft

Standard Deluxe, im DZ mit Halbpension

Plus, ab CHF 2‘034 p.P.

Antibes - on y va!

Jugendsprachkurs (13-17 Jahre)

Schnupperreise Rhein & Mosel

Unterwegs mit MS AMADEUS SILVER II

Rotes Meer, Ägypten

Zeit für Zweisamkeit

15 %

EINSPARUNG

bei Aufenthalt

09.01. – 16.01.19

Dominikanische Republik

Paradiesische Tage am Strand

30%

FRÜHBUCHER

bei Buchung

ab 1.11. – 31.12.2018

und Aufenthalt

01.02 – 31.10.19

CHF 100

FRÜHBUCHER-

RABATT

Französisch lernen

leicht gemacht! Ein

Sprachaufenthalt an der

Côte d’Azur verspricht Lernerfolg

und tolle Freizeitaktivitäten mit

Gleichaltrigen aus der ganzen Welt! Das

Programm wird von einer Schweizer

Reiseleitung betreut.

bis 31.01.2019

Zu den Höhepunkten zwischen Basel

und Worms gehört der Rheingau, der

romantische Mittelrhein zwischen

Rüdesheim und Koblenz mit seinen

unzähligen Burgen, Klöstern und

Schlössern auf beiden Flussseiten und

das bezaubernde Moseltal mit seinen

steilen Weinbergen.

Herrliche Sandstrände, verschiedene

Wassersportmöglichkeiten, historische

Gebäude, farbenprächtige Tauchreviere

und lebendige orientalische Basare.

All das finden Sie im schönen Ferienort

Hurghada. Unser Hoteltipp: TUI SENSI-

MAR Makadi Hotel 4*.

Türkisblaues Meer und weisse Sandstrände

soweit das Auge reicht. Punta

Cana ist ein Paradies für Sonnenanbeter

und Erholungsuchende. Auch

Taucherherzen schlagen höher angesichts

der fantastischen Unterwasserwelt.

Unser Hoteltipp: Paradisus Palma

Real Resort 5.5*

Preisbeispiel: 1 Woche Sprachkurs, Aktivitätenprogramm,

Mehrbettzimmer Campus

oder Gastfamilie mit VP, Flug, Gruppentransfer,

Schweizer Reiseleitung, ab CHF

1390 p.P.

Preisbeispiel: Abreise 18.-22.07.2019, 5

Tage ab CHF 890 p.P. im DZ. An-/Rückreise

im EUROBUS Comfort-Bus, 4 Nächte in der

gebuchten Kabine, Vollpension an Bord.

Preisbeispiel: Abreise z.B. am 08.01.2019 ab

CHF 951 p.P., 1 Woche im DZ, All-Inclusive,

inkl. Flug ab Zürich mit Edelweiss.

Preisbeispiel: Abreise z.B. am 23.03.2019

ab CHF 2245 p.P., 1 Woche in Junior Suite

im DZ, All-Inclusive, inkl. Flug ab Zürich mit

Edelweiss.

Buchung und weitere Informationen zu allen Angeboten auf dieser Doppelseite in Ihrem Reisebüro.

Preise für weitere Zimmerkategorien, Reisedaten und -varianten auf Anfrage. Alle Angebote vorbehältlich Verfügbarkeit. Preisänderungen und Irrtum bleiben vorbehalten.

Cook Islands

Grenada

Jamaika

Saint Lucia

Zoo Zürich

FUJI.CH


Die Spezialisten für höchste Qualität

in der Reisebranche

Die TTS-Gruppe ist eine Vereinigung unabhängiger Reiseunternehmen in der ganzen Schweiz.

Sie alle erfüllen strenge Aufnahme kriterien. Die TTS-Reiseveranstalter bieten bei ihren weltweiten Angeboten eine

hohe Fachkompetenz. Fragen Sie in Ihrem Reisebüro nach diesen Qualitätsprodukten!

Wander- und Veloreisen, Trekking- und

Bikeabenteuer, Mal- und Erlebnisreisen,

Städtereisen für Aktive, Winterreisen für Aktive

Mitglied der Knecht Reisegruppe

Russland, Zentralasien, Europas Osten,

Baltikum, Schottland, Flusskreuzfahrten,

Zugreisen, Gruppenreisen, Privatreisen

Irland, die Kanalinseln Jersey und

Guernsey, Malta, Zypern

Premium Busreisen.

Rundreisen, Weinreisen, Opern- und Konzertreisen.

Membre du groupe Knecht Voyages

knecht reisen

der Spezialist

Australien, Neuseeland, Südsee; Südliches Afrika;

USA, Kanada, Alaska; Ski&Board und Heliskiing;

Golfreisen; Gruppen- und Landwirtschaftsreisen;

Jassferien; Schiffsreisen; Adventure-Reisen

knecht wheels

Sardinien, Sizilien, Äolische Inseln, Toskana,

Elba, Amalfiküste, Golf von Neapel, Apulien,

Kanarische Inseln

Deluxe- und Comfort-Rundreisen, Aktivreisen,

Slow Travel, Flug- und Busreisen, Badeferien,

Berge und Seen, Volksmusikreisen, Gesundheit und

Wellness, Festtags- und Weihnachtsmarktreisen.

knecht reisen

wheels

Südamerika, Zentralamerika, Karibik

Asien, Indien,

Sri Lanka, China, Japan

Antarktis, Arktis, Dänemark, Finnland,

Island, Norwegen, Schweden,

Grönland und Spitzbergen

Indischer Ozean, Arabien, Afrika

Flussreisen in Europa, Russland und Asien.

REISEGARANTIE

garantiert hin und zurück

Reisegarantie – Die sichere Reiseformel für Pauschalreisen. Wo Sie dieses Zeichen sehen, bezahlt der Garantiefonds Ihre

Rückreise, Ihr einbezahltes Geld oder nicht erfüllte Leistungen vollumfänglich zurück, wenn ein Reiseveranstalter zahlungsunfähig

wird. Reisegarantie gibt es nur in geprüften Reisebüros. Die TTS-Reiseveranstalter sind dabei.

IMPRESSUM – BON VOYAGE Herbst 2018

Garantie pour l’aller et le retour

Herausgeberin

knecht reisen ag

Schwimmbadstrasse 1

CH-5210 Windisch / Schweiz

Tel 0041 62 834 71 30

Verleger

Marcel Gehring

Projektleitung

Matthias Reimann

Christoph Huckele

redaktion@reisewelten.ch

Redaktion

Krieger Media

www.krieger-media.com

Chefredaktor

Bernhard Krieger

GARANTIE DE VOYAGE

Chefreporter

Andreas Hottenrott

Redaktionsteam

Alexandra Arendt, Brigita Krieger, Darian Leicher,

Matthias Reimann, Lukas Scheid

Gastautoren

Philipp Jordi, Yasmin und Sandro Mandelz, Walter Fink

Konzept/Gestaltung/Kartografie

Tamer Karaoglu, knecht reisen ag (Umsetzung und Grafik)

Bildquellen

Wo nicht ausdrücklich im Heft erwähnt: shutterstock.com,

fotolia.com, knecht reisen ag, Latino Travel, Philipp Jordi, Rivage

Flussreisen, rolf meier reisen, Smeraldo Tours, FUJI.CH, sowie

touristische und nicht-touristische Partner weltweit.

Titelbild

Unechte Karettschildkröte

© Richard Carey - stock.adobe.com

Anzeigenverkauf

Invea GmbH, Sandro Mandelz, Christoph Huckele,

Matthias Reimann

Mediadaten

www.invea.ch/reisewelten

Auflage / Erscheinungsweise

• Druckauflage: 90 000 Exemplare

• WEMF-beglaubigt - Verbreitete Auflage Periode April 2017 –

März 2018: 76 134 Exemplare

• Erscheint zweimal jährlich (Frühling und Herbst)

Copyright

Die Wiedergabe von Artikeln, Bildern und Inseraten -

auch auszugsweise oder in Ausschnitten - ist nur mit

Genehmigung der Redaktion oder der entsprechend

erwähnten Autoren oder Fotografen erlaubt. Dies gilt

auch für die Aufnahme in elektronische Datenbanken, ins

Internet und die Vervielfältigung auf CD-ROM oder andere

Datenträger. Für unverlangte Zusendungen und Manuskripte

lehnen Redaktion und Herausgeberin jede Haftung ab.

114 BON VOYAGE Herbst 2018

Impressum


Halten Sie Ihre Reise-Erinnerungen

mit einem FUJI.CH-Fotoprodukt fest!

FUJI.CH verlässt sich bei der Produktion Ihrer Fotoprodukte

auf die einzigartige, hohe Qualität und die über 80-jährige

Erfahrung in der Bildentwicklung von FUJIFILM!

Auf alle

Fotoprodukte

25%

Rabatt!

Mehrfacher Testsieger

Ihr Gutscheincode:*

25FUJIREISE

Gültig bis 31.5.2019

08/2016

AUSGEZEICHNET

TESTSIEGER

Fuji.ch Fotobuch

dank über 80

Jahren Er fahrung

by

* Gestalten und bestellen Sie Ihre Fotolaborprodukte in der kostenlosen Gestaltungs-Software oder direkt

online im Fotoservice unter www.fuji.ch. Zur Einlösung einfach den Gutscheincode beim Abschluss der

Bestellung im dafür vorgesehenen Feld eingeben und profitieren. Der Gutschein ist generell zeitlich

begrenzt, nur einmal pro Kunde einlösbar, lässt sich nicht mit anderen Gutscheinen kumulieren oder

nachträglich in Abzug bringen und gilt nicht auf die Versandkosten.


Beschützt Sie

und Ihre Liebsten.

New Subaru XV 4x4 ab Fr. 25’750.–.

Mehr Crossover geht nicht. Für grenzen loses Fahr ver gnügen. Sicherer denn

je, stärker denn je. Voll aus ge rüsteter Kompakt- SUV mit 22 cm Bo den freiheit.

Top-Audio-Anlage. 1,6 Liter mit 114 PS bis 2,0 Liter mit 156 PS. Lineartronic-

Automat mit 7-Gang-Manual-Modus (Schalt wippen).

Die zwei sichersten

Familienfahrzeuge:

– New Subaru XV 4x4

– New Impreza 4x4

Adaptiver Tempomat

Spurhalteassistent mit

aktivem Lenkeingriff und

Spurleitassistent

Notbremsassistent

Kollisionsschutzund

Anfahrassistent

subaru.ch SUBARU Schweiz AG, 5745 Safenwil, Tel. 062 788 89 00. Subaru-Vertreter: rund 200. multilease.ch. Unverbindliche Preisempfehlung netto, inkl. 7,7% MWSt. Preisänderungen vorbehalten.

Abgebildetes Modell: Subaru XV 2.0i AWD Luxury, Lineartronic, 5-türig, 156 PS, Energieeffizienz-Kategorie G, CO 2 159 g/km (37 g/km*), Verbrauch gesamt 7,0 l/100 km, Fr. 36’300.– (inkl. Metallic-Farbe).

Subaru XV 1.6i AWD Advantage, Lineartronic, 5-türig, 114 PS, Energieeffizienz-Kategorie G, CO 2 157 g/km (36 g/km*), Verbrauch gesamt 6,9 l/100 km, Fr. 25’750.– (Farbe Pure Red, Cool Grey Khaki oder

Sunshine Orange). Durchschnitt aller in der Schweiz verkauften Neuwagenmodelle (markenübergreifend): CO 2 133 g/km. *CO 2-Emissionen aus der Treibstoff- und/oder Strombereitstellung.

Ähnliche Magazine