FINDORFF Magazin | November-Dezember 2018

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ROLLSCHUHLAUFEN ALS LEIDENSCHAFT

Palmira Seeger Suarez und Paul Turbanow schweben elegant und ästhetisch über die Bahn

Ohne Ehrgeiz und Disziplin geht es nicht

„Ich bin sehr ehrgeizig und diszipliniert, nur talentiert zu sein, reicht

nicht“, ist sich Palmira sicher. Aber sie liebt ihren Sport, dafür bringt sie

auch Opfer. „Ich mag die Geschwindigkeit, wenn die Haare wehen, es ist

kein statischer Sport. Es ist kein reiner Tanzsport, sondern erfordert viel

Kondition und Muskeltraining. Außerdem kommt man viel rum, ist oft im

Ausland und trifft auf Menschen mit denselben Interessen“, erzählt sie

strahlend. Zweifel, in diesem Maße weiterzumachen, hatte sie nie. „Dieser

Moment, auf den man so lange hintrainiert, ist so schön. Wenn man

seinen Tanz bei toller Musik aufführt, zeigt, was man kann, alle klatschen

und man Gefühle beim Zuschauer weckt“, schwärmt sie. „Es ist nie monoton,

man erarbeitet neue Programme und neue Figuren. Der Sport entwickelt

sich weiter, das Niveau ist gestiegen“, ergänzt ihr Partner. „Wir

haben nicht viel Konkurrenz, aber sehr starke.“

Fünfmal wöchentlich wird trainiert, vor Wettkämpfen auch mal mehr,

auch am Wochenende. Urlaub ist selten drin. „So ist das im Leistungssport,

ich war gerade das erste Mal seit Jahren weg“, erzählt Paul. Palmira

ist zwar öfter in Spanien, da die Familie ihrer Mutter, die Spanierin

ist, dort lebt. „Aber dann habe ich meine Rollschuhe dabei und trainiere

dort“, erzählt sie lächelnd. Aber beide kommen trotzdem viel herum

durch ihren Sport. Wettkämpfe finden oft im Ausland statt, wo der Sport

viel verbreiteter ist. Und wie funktioniert das alles neben der Schule und

mit der Freizeit? „Wir kennen es ja nicht anders, weil wir beide es von Anfang

an nebenher gemacht haben. Man lernt es, zu organisieren und die

wenige Zeit gut zu nutzen“, berichten sie.

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