WALLIS Magazin - November 2018

valais

AUSGABE 8 9. NOVEMBER 2018

WALLIS

INS HERZ GEMEISSELT

Die Tschäggättä Franz Julen und

die neue Bahn Leben im Hospiz

Stéphane Lambiel Skistar Ramon

Zenhäusern Winter-Specials


Mit dem BLS Autoverlad

ins Wallis

Fahrplananpassungen wegen

Sanierungsarbeiten:

bls.ch/neue-fahrbahn


Das Wallis macht süchtig!

Titel David Carlier, Vallon de They im Gebiet Portes du Soleil

Wir brechen Rekorde, gewinnen Medaillen, überraschen,

erfreuen Gemüter und beglücken Herzen: Das Wallis lebt

durch die Menschen, die es als ihre Heimat im Herzen tragen.

Sei es als Charakterstärke und Antrieb für alltägliche

oder sportliche Leistungen, als Inspirationsquelle für Kreationen

und Innovationen der Superlative wie die 3S-Bahn

aufs Klein Matterhorn oder als Ort der Stille, um in sich zu

kehren. Fest steht, die Walliser Bergwelt, ihre Naturschönheiten

und Herausforderungen, die lebendigen Traditionen

wie die Lötschentaler Tschäggättä, die Innovationskraft und

gastronomischen Höhenflüge lassen nicht gleichgültig. Im

Gegenteil, sie machen geradezu süchtig: Wer einmal mit

dem Wallis in Berührung kommt, den lässt es nicht mehr los!

So erging es dem Spitzenkoch Pierre Crepaud, der in Crans-

Montana seine neue Heimat gefunden hat. Die Augustiner-

Chorherren auf dem Grossen St. Bernhard fanden ihre

Berufung im Hospiz auf der Passhöhe. Die im Wallis sesshaft

gewordene Belgierin Leentje Walliser gestaltet mit dem

Einheimischen Schosi Rotzer traditionelle Walliser Möbel

neu. Skilehrerin Sabine Haldemann begeistert Tausende

von Kindern fürs Skifahren, und unsere aktuellen und ehemaligen

Spitzenathleten sind nach wie vor hier verwurzelt.

Machen Sie Bekanntschaft mit dem Wallis, lernen Sie die

Menschen, die es ausmachen, kennen, und lassen Sie sich

von ihrer Leidenschaft für ihre Heimat anstecken. Im Walliser

Winter finden Sie, was Ihr Herz begehrt: Wintersport,

Gaumen freuden, Natur pur, Wellness, Innovation, Kunst und

Kultur. Viel Vergnügen!

Damian Constantin, Direktor Valais/Wallis Promotion

impressum

«Wallis» erscheint als Beilage

der Schweizer Illustrierten am 9. November 2018

Redaktion | «Wallis», Schweizer Illustrierte,

Flurstrasse 55, Postfach, 8021 Zürich,

Tel. 058 269 26 26, Fax 058 269 26 40,

info@schweizer-illustrierte.ch Leitung Wallis /

Leiter Zeitschriften | Urs Heller Chefredaktor |

Stefan Regez Redaktionsleitung | Monique Ryser

Bildchefin | Nicole Spiess Textchef | Jan Morgenthaler

Layout / Produktion | Simona Guarino,

Dominic Koch Mitar beiter dieser Ausgabe | Manuela

Enggist, Manuela Lavanchy, Anita Lehmeier,

Thomas Kutschera Fotografen | David Carlier,

Pascal Gertschen, Sedrik Nemeth, Kurt Reichenbach,

Marco Schnyder Bildredaktion | Regula

Revellado, Martin Müller, Fabienne Hubler Designkonzept

| Beling Thoenen Design Korrektorat |

Barbara Siegrist Bildbearbeitung | Ringier Redaktions-Services

Leiter Content- & Marketing-

Partnerschaften | Thomas Passen Vermarktung |

Haben Sie eine besonders

schöne Erinnerung an

den Winter im Wallis?

Teilen Sie diese auf

Facebook, Twitter oder

Instagram mit dem Hashtag

#MeinWinterimWallis

Admeira SA, Flurstrasse 55, Postfach, 8021 Zürich,

Tel. +41 58 909 99 62, E-Mail: salesservices@admeira.ch

Anzeigenpreise und AGB | www.admeira.ch

Chief Executive Officer | Bertrand

Jungo Business Unit Director Print & Digital |

Beniamino Esposito Sales Director | Roger

Knabenhans Media Service Print | Esther Staub

Verlag | Flurstrasse 55, Postfach, 8021 Zürich,

Tel. 058 269 20 00 Produktionsleiter | Michael

Passen Druck | Swissprinters AG, 4800 Zofingen

EDITO


24 66

Möbel von der Wiege

bis zur Bahre:

Leentje Walliser in der

r-team-Schreinerei.

Pierre Crepaud

kocht im Hotel

und Spa Le Crans –

zwischen Meer

und Land.

38

Die Tschäggätta im

Lötschental –

das Portfolio von

Christian Pfammatter.

INHALT

74

Winter-Specials:

Schneesport und

Gaumenfreuden!

Fotos: David Carlier, Sedrik Nemeth (2), Christian Pfammatter,

Kurt Reichenbach, Valais Promotion

6

FOTOWETTBEWERB

#MeinWinterImWallis

Das Gewinnerbild des Wettbewerbs.

12

GROSSER ST. BERNHARD

Offene Türen

Das Winterleben der

Augustiner-Chorherren im Hospiz.

20

STÉPHANE LAMBIEL

Seine neue Passion

Nach dem Karriereende kam

die grosse Leere: Jetzt unterrichtet

der Eiskunstlaufstar junge Talente

in Champéry.

24

WALLISER MÖBEL

Von der Wiege bis zur Bahre

Eine Belgierin und ein Schreinermeister

erfinden traditionelle Möbel neu.

28

MEHR ALS NUR PISTEN

Alternativen zu Ski und Snowboard

Schlitteln, Skijöring, Hundeschlittenfahren

oder Eisklettern: Das Wallis

bietet alles, was das Herz begehrt.

32

INTERVIEW

Franz Julen

Die neue Bahn aufs Klein Matterhorn

und weitere Pläne.

38

TSCHÄGGÄTTA

Lötschentaler Brauch

Furchterregende Gestalten, wildes

Treicheln: Der Brauch wird von Generation

zu Generation weitergegeben.

48

BETTMERALP

Die Kinderskilehrerin

Sabine Haldemann ist so bekannt

wie das Maskottchen Snowli.

52

JEAN-MICHEL BOURNISSEN

Tipps fürs Tourenskifahren

Der Technikchef der Patrouille

des Glaciers zur Sicherheit im Gebirge

4


52

Sicherheit geht vor:

Jean-Michel

Bournissen, PdG-

Sicherheitschef, gibt

Tipps fürs Gebirge.

08

Inhalt

32

Franz Julen, neuer

Präsident der

Zermatt Bergbahnen,

im Interview.

und wie er das legendäre

Skitourenrennen überwacht.

56

DESTINATION

Ramon Zenhäusern in Saas-Fee

Der Skistar trainiert auf

dem Feegletscher und kommt auch

zur Erholung ins Saastal.

65

WIRTSCHAFT

News der Unternehmen

Die Matterhorn Gotthard Bahn

saniert den Furkatunnel, die neue

Gourmet-Messe Epicuria für Geniesser

und Profis, Walliser Kantonalbank als

Wirtschaftsmotor.

66

STERNEKOCH

Der Franzose in Crans-Montana

Pierre Crepaud hat im Wallis

seine Heimat gefunden.

73

SO NAH

Schneller, als man denkt

Das Wallis ist dank gutem ÖV

in wenigen Stunden erreichbar.

74

WINTER-SPECIALS

Skisafari und mehr

Der Winter im Wallis geht einher

mit Schneesport und Gaumenfreuden.

Profitieren Sie von den attraktiven

5

Angeboten, die einmalige Erlebnisse

versprechen. Und: Trainieren Sie

ihre Ski- und Snowboardkünste mit

den Profis.

82

AGENDA

Reiches Angebot

Konzerte, Museen, Läufe, Skirennen –

für alle ist etwas dabei.


13 STERNE

#MeinWinterImWallis

Thomas Luisier ist Gewinner des letztjährigen Fotowettbewerbs.

Jetzt sind Sie dran: Posten Sie Ihre Wallis-Bilder.

Fotos Thomas Luisier, Sedrik Nemeth, HO

Wettbewerb | Der Gibidium-Staudamm

im Winterkleid: Das magische Bild stammt

von Thomas Luisier, der damit den Wettbewerb

2017/18 von #MeinWinterIm-

Wallis gewonnen hat. Der Gibidum-Stausee

befindet sich oberhalb der Massaschlucht

und wird vom grössten Gletscher

der Alpen, dem Aletschgletscher,

gespeist.

Tragen auch Sie das Wallis im Herzen?

Dann treten Sie der Wallis-Community

bei. Facebook, Twitter, Instagram, Youtube,

Snapchat und Linkedin – auf all

diesen Kanälen können Sie dem Wallis

folgen, um keine Neuigkeiten, Veranstaltungen

oder Ausflugstipps zu verpassen.

Und vor allem: Machen Sie selber mit!

Teilen Sie Ihre Erlebnisse unter den

offiziellen Hashtags, und halten Sie den

Walliser Winter mit dem Smartphone

fest. Damit nehmen Sie automatisch am

Fotowettbewerb teil.

Zu gewinnen gibt es: eine Veröffentlichung

Ihres Fotos im WALLIS-Magazin

und einen unvergesslichen Aufenthalt im

Wallis.

www.wallis.ch/MeinWinterImWallis

6


Skiabos auf

www.wallis.ch

Skipässe | Das mühsame Suchen hat ein

Ende: Auf der von www.wallis.ch erstellten

Seite über spezielle Skiabonnemente

hat man den totalen Überblick:

Die unterschiedlichen Skipässe aus den

verschiedenen Regionen sind fein säuberlich

aufgelistet. Da ist der Magic Pass,

mit dem man im Wallis und in den Skigebieten

in den umliegenden Kantonen

freie Fahrt hat, aber auch die Leukerbad

Card 365, die für 550 Franken das ganze

Jahr gültig ist und nicht nur die Bergbahnen,

sondern auch die Thermal bäder

umfasst. Der Classic Pass Saint-Bernard

ermöglicht ganzjährigen Zugang zu über

15 Aktivitäten und erlaubt unbegrenztes

Skifahren und die Nutzung der Transportmittel

im Pays du St. Bernard für

199 Franken. Die Mont4Card des Gebietes

4 Vallées, dem grössten Skigebiet der

Schweiz, gibt es zwischen dem 1. Oktober

und dem 30. November zum Sonderpreis

von 400 Franken (7–14 Jahre)

und 500 Franken (15–24 Jahre). Für Jugendliche

unter 20 Jahren ist Skifahren

in der Aletsch Arena samstags gratis,

und verschiedene Skigebiete bieten neu

variable Preise an. www.wallis.ch

Ressourcen

schonen

SÛR

LÉGER

ÉCOLOGIQUE

Sion | Das Unternehmen Geosat RECYCLABLE hat ein

CONVIVIAL

globales Informationssystem für Bergbahnen

entwickelt und damit ...ET die TRÈS 9. Aus­

BON

FUN

!

gabe des Prix Créateurs der Walliser

Kantonalbank gewonnen. Das System

SnowGis hilft bei der Überwachung der

Pistenpräparierung und Beschneiung via

GPS/GPRS, bei der digitalen Erfassung

von Spreng- und Rettungseinsätzen und

analysiert Fahrbahnen und Gewohnheiten

von Skifahrern. Diese Entscheidungshilfe

ermöglicht eine Reduktion

der Betriebskosten um 15 bis 20 Prozent

bei Treibstoff, Wasser und Strom. Per

Smartphone werden die Informationen

in Echtzeit übermittelt. Das Preisgeld in

der Höhe von 30 000 Franken hilft bei

der Weiterentwicklung des Systems.

www.geosat.ch / www.wkb.ch

Geometer und Erfinder Patrick

Lathion und Christian Hagin.

Zwei Geometer

wollen die

Pistenbewirtschaftung

vereinfachen

7

LÉGER SÛR RECYCLABLE ÉCOLOGIQUE CONVIVIAL FUN ...ET TRÈS BON !

WHITE

RED

Provins

wagt was

LET’S MOVE

Let’s MOVE: ein roter und ein weisser

Walliser Wein in der PET-Flasche.

Sion | Neuer Wein in neuen Schläuchen,

respektive in PET-Flaschen: Der Walliser

Weinproduzent Provins scheut sich

nicht, einen Versuch mit je einem roten

und einem weissen Wein in PET zu starten.

«Es ist eine grosse Herausforderung»,

gibt Provins-Direktor Raphaël

Garcia zu. Aber: «Im Transport von

Gütern ist Gewicht ein entscheidender

Faktor – nicht nur wegen des Preises,

sondern auch wegen des Umweltschutzes.»

Das gilt insbesondere auch für

Berghütten, bei denen die Waren per

Helikopter eingeflogen werden müssen

und dabei jedes Kilo zählt. Der Versuch

startet mit zwei Walliser Qualitätsweinen,

die unter dem Label MOVE

erstmals am Rampenverkauf am 30. November

bei Provins in Sion vorgestellt

werden. «Wir sind gespannt, wie die Reaktionen

des Publikums sind», so Garcia.

Provins ist auch im Gespräch mit Festivals,

bei denen Glas oft verboten ist.

Zudem seien die jungen Erwachsenen

offener gegenüber PET und könnten so

erreicht werden. Die leichteren Flaschen

eignen sich aber auch für unterwegs.

www.provins.ch


13 STERNE

Wermut

der Extraklasse

Hugo Pozzo di Borgo macht aus Walliser Wein

einen exklusiven Wermut.

Ferien in

der Blockhütte

Natürlich | «Nimm dir Zeit für Selbstgemachtes,

denn darin steckt viel Lebensqualität»,

ist die Devise von Reto

Gilli und Daniel Wunderlin. So bauten

sie in Unterbäch eine Blockhütte für

sechs Personen, die gemietet werden

kann. Die Sanitäranlagen sind in einer

weiteren Hütte untergebracht, ebenso

findet sich hier die ProJacks-Jerky-Hütte,

wo die beiden initiativen Gründer

Fleisch räuchern. Eine zweite Hütte

steht auf der Moosalp direkt im Skigebiet

und bietet zehn Personen Platz.

Eine rund 15-minütige Wanderung führt

in die Hütte (vorher Schneesituation abklären).

«Wir bieten mit unseren Hütten

mitten in der Natur eine Möglichkeit zur

Entschleunigung.» www.projacks.ch

Neues

Boutique-Hotel

Fotos Sedrik Nemeth (2), Dan Zoubek, Wallis Promotion, HO

Monthey | Am besten geniesst man ihn

pur oder mit ein paar Eiswürfeln gekühlt:

Der ALATA-Wermut basiert auf Walliser

Wein, gestärkt mit Weinbrand und aromatisiert

mit einer Infusion aus aromatischen

Kräutern, Beeren, Wurzeln, Blumen,

Früchten und Baumrinde. Der Walliser

Winzer Hugo Pozzo di Borgo hat ihn

entwickelt: «Die Begeisterung für die unterschiedlichen

Aromen von Weinen haben

mich dazu gebracht, monatelang zu

mischen, zu testen und Infusionen zu machen,

bis ich schliesslich die richtige Formel

gefunden habe», so Pozzo di Borgo.

Den Wermut gibt es in Rot und Weiss,

beide trocken und nicht zu süss. Der

Name erinnert an seine korsischen Vorfahren.

www.alata.love

Zermatt | Mit dem «22 Summits» eröffnet

am 22. Dezember in Zermatt ein

neues, exklusives Boutique-Hotel mit

22 Zimmern und Suiten, einer Bar und

Lounge sowie einem einzigartigen doppelstöckigen

Wellnessbereich. «Bei uns

sollen sich die Gäste zu Hause fühlen.

Unsere Lounge soll ihr Wohnzimmer

sein», sagt Carolina Julen, die das Hotel

mit ihrer Schwester Rahel führt. «Nur

drei Minuten von der Matterhorn-Bahn

entfernt wollen wir einen sehr persönlichen

und familiären Service bieten.»

Nach dem Soft Opening im Dezember

können ab 13. Januar Zimmer ab

399 Franken, im Februar ab 339 Franken

gebucht werden.

www.22summits.ch

8


Paradies für

Tourengänger

Ein Walliser prägt

Mammut

Adrian Margelist ist Chief Creative Officer

des Outdoor-Unternehmens.

Crans-Montana | Felle anschnallen und

los gehts: 15 neue Tourenski-Strecken –

in den Stärkekategorien Blau, Rot und

Schwarz – auf mehr als 40 Kilometern

gespurten und gesicherten Wegen bietet

der neue Rando-Parc in Crans-Montana.

Dieser neue Tourenpark umfasst

einen Höhenunterschied von mehr als

8000 Metern. Er ist geeignet für Anfänger

wie auch für Fortgeschrittene und

besteht aus drei Einführungsparcours

sowie einem Parcours mit dem Namen

«Die grosse Herausforderung» mit

3000 D+ und vier Anstiegen. Gäste können

sich freuen: Die Skitouren-Parcours

wurden in Zusammenarbeit mit Séve rine

Pont Combe gestaltet, demå Skialpinismus-Champion.

«Der Rando-Parc wird

zu einer Referenz in Europa, es gibt

keinen anderen, der so gross und so

vielfältig ist», freut sich Séverine Pont

Combe. «Ich freue mich, dort viele Tourengänger

zu treffen», so die vierfache

Gewinnerin der Patrouille des Glaciers.

www.crans-montana.ch/randoparc

Design | «Bei Mammut zu sein, bedeutet

für mich pure Kreativität und Freiheit»,

schwärmt Adrian Margelist. Als

Chief Creative Officer schärft er mit seinem

Team das Markenprofil und will so

die über 155-jährige Firmengeschichte

zeitgemäss widerspiegeln, wie zum Beispiel

in der Delta-X-Kollektion. «Mir als

Walliser wurde die Verbundenheit mit

dem Bergsport in die Wiege gelegt», erklärt

der in Brig geborene Weltreisende,

der in den letzten Jahrzehnten für grosse

internationale Modelabels gearbeitet

hat. Er war in den Achtzigerjahren einer

der Ersten, der auf einem Snowboard

die Pisten runterschwang – jetzt will er

mit Mammut im hart umkämpften Markt

Trends setzen. www.mammut.com

9

Mehr als 40 Kilometer: der neue

Rando-Parc Crans-Montana.


13 STERNE

Familie Heinzmann

in Sion an der Feier

zum Prix Rünzi:

Stefanie mit Vater

Albert (r.), Bruder

Claudio, Mutter Berti

und Stefanies

Freund (v. l.).

Das Wallis ehrt Stefanie

Die Soul- und Funksängerin Stefanie Heinzmann erhielt von

ihrem Heimatkanton den Prix Rünzi.

Fotos Sedrik Nemeth, 2 HO

Sion | Zehn Jahre Gesangskarriere, fünf

Alben, ausverkaufte Konzertsäle in New

York und Duetts mit Lionel Richie und

Joss Stone. Und trotzdem: «Sie ist eine

Walliserin, die stolz auf ihre Wurzeln ist

und immer und überall ihre Herkunft betont»,

freute sich Regierungspräsidentin

Esther Waeber-Kalbermatten, die der

Sängerin Stefanie Heinzmann den renommierten

Prix Rünzi übergab. «Wie

mir gesagt wurde, haben Sie sich allen

Überredungskünsten widersetzt, einen

Künstlernamen anzunehmen. Dies in der

Überzeugung, dass Sie einen schönen

Namen haben, der zu Ihnen passt und

der Ihre Walliser Herkunft unterstreicht»,

so Waeber-Kalbermatten weiter. Der

Preis der Stiftung «Divisionär F.-K. Rünzi»

bedeute deshalb mehr als eine Anerkennung

für die grosse musikalische Leistung,

es sei ein Dankeschön ihres Heimatkantons

Wallis. Stefanie Heinzmann,

die sich auch für Unicef und Alphabetisierungskampagnen

einsetzt, war gerührt

und musste sich ein paarmal diskret

die Augen wischen. Ab Februar 2019

tritt die Sängerin mit der kraftvollen

Soul- und Funkstimme bei «Art on Ice»

in Zürich, Basel, Davos und Lausanne auf.

Und die Fans können sich freuen: Das

neue Album ist für Frühling 2019 angekündigt,

eine Single soll bereits im Januar

erscheinen. Ihre ersten Gesangserfahrungen

machte Stefanie Heinzmann

übrigens mit der lokalen Band Big-

Fish, mit der sie auch heute noch Kontakt

hat. Wahrlich ein grosser Fisch, den die

Band damals an Land zog.

www.stefanieheinzmann.de

10


Kulturelle

Glanzlichter

Mekka für

Fernstudien

Sion | Seitensprünge für Kulturliebhaber

– ein Buch als Ideenstrauss für Besuche

im Wallis. Querköpfige Bischöfe, rauflustige

Kardinäle und mächtige Landbesitzer,

Wegelagerer, Dichter und

Falschmünzer – sie haben das Wallis in

früherer Zeit ebenso geprägt wie britische

Bergsteiger, die das Goldene Zeitalter

des Alpinismus einläuteten. Seither

fanden Generationen von Wanderern

und Skifahrern ihr Paradies im Wallis.

Seitensprünge für Kulturliebhaber

bringt den Gästen die reiche Kulturgeschichte

des Kantons näher: architektonische

und künstlerische Perlen und

Pionierleistungen in Landschaftspflege

und -schutz. Zu den beschriebenen Sehenswürdigkeiten

gehören Museen, Burgen,

Schlösser, Kirchen, Musikfestivals

und Kunstausstellungen – alle mit öffentlichen

Verkehrsmitteln erreichbar. Das

Buch wurde initiiert von Francesco Walter,

Intendant Festival Musikdorf Ernen

und Präsident des Kulturrats des Kanton

Wallis, mit Texten von Luzius Theler,

Bildern von Valerie Giger, Layout und

Typografie von Jérôme Lanon.

Bestellen: www.wegenerplatz.ch

Einmaliger Reiseführer zur Geschichte

und zum Kulturangebot des Wallis.

Swiss Cheese

Award für

Simplon-Käserei

Simplon Dorf | Der beste Walliser Raclette

AOP stammt aus der Dorfkäserei

Simplon Dorf. An den Swiss Cheese

Awards wurde ihr in der Kategorie

Walliser Raclette AOP die Trophäe überreicht.

Für die erfolgreiche Produktion

sind die Käserin Liliane Arnold und die

Käser Felix Arnold und Ari Locher verantwortlich.

Die Käsereigenossenschaft

präsidiert Roman Arnold. In der Kategorie

Walliser Raclette AOP erhielten zudem

zwei weitere Käse für ihre gute

Qualität ein Diplom. Den zweiten Rang

erreichte die Käserei Lourtier mit dem

Walliser Raclette AOP «Bagnes 30», und

den dritten Rang erreichte die Dienststelle

für Landwirtschaft mit dem Walliser

Raclette AOP «Châteauneuf». Insgesamt

wurden an den Swiss Cheese

Awards 965 Käse in 28 Kategorien juriert.

Wer den Gewinner-Raclettekäse-

AOP zu Hause geniessen will, kann entweder

einen Ausflug nach Simplon Dorf

machen und im Laden der Dorfkäserei

einkaufen. Oder aber er bestellt frei

Haus über die Website:

www.sennerei-simplon.ch/

kaese-bestellen

11

Hochschule | In Brig entsteht ein neuer

Hochschulcampus, der Forschung, Lehre

und Verwaltung in einem hochmodernen

Neubau vereint. Die Fernfachhochschule

Schweiz (FFHS) und die Universitäre

Fernstudien Schweiz (FernUni

Schweiz) planen, den Campus im Frühjahr

2021 in Betrieb zu nehmen. Der Neubau

soll 165 Arbeitsplätze für Verwaltung,

Lehre und Forschung sowie Unterrichtsräume

für die Studierenden der

beiden Institutionen bereithalten. Ausserdem

werden Labore für die Forschenden

entstehen. Diese werden unter anderem

vom Unesco-Lehrstuhl für personalisiertes

und adaptives Fernstudium

der FFHS sowie von der Forschung innerhalb

der psychologischen Fakultät

der FernUni genutzt. Die prägnante Gestalt

des Solitärbaus und die Glasfassade

sollen dem öffentlichen Charakter

Identität verleihen. Das Baugesuch ist

nun bei der Stadtgemeinde Brig-Glis

eingereicht worden. Zum aktuellen

Semesterstart zählen die FFHS und die

FernUni gesamtschweizerisch insgesamt

4000 Studierende und 190 Mitarbeitende.

www.ffhs.ch

Sie haben Grosses vor: Eingabe des

Baugesuches für einen neuen Campus.


Die Eingangstür zum Hospiz ist aus

schwerem Holz, sie hat kein Schloss.

Seit fast 1000 Jahren bietet sie jedem

Besucher Einlass. Die Augustiner-

Chorherren wohnen das ganze Jahr hier.

BERGWELT

12


LEBEN IN

DER STILLE

Im Winter sind sie acht Monate abgeschnitten.

Doch die Augustiner-Chorherren auf

dem Grossen St. Bernhard sind nicht allein.

Text: Thomas Kutschera Fotos: David Carlier

13

Eine Gruppe

Skitourengänger

erreicht von

Italien her das

Hospiz auf der

Passhöhe des

Grossen St. Bernhard.

Drinnen wird

sie von den Augustiner-Chorherren

empfangen.


«Wir sind ein Haus

Gottes und der

Gastfreundschaft.

Bei uns ist jeder

willkommen»

BERGWELT

14


15

Während des

langen Winters ist

jeder Tisch des

Gäste-Speisesaals

mit einer Geranie

geschmückt.

Das Abendessen

ist für Besucher

und Geistliche

dasselbe.


BERGWELT

2

3

16


1 À votre santé! Die Augustiner-

Chorherren Raphaël Duchoud

(Mitte) und Frédéric Gaillard (links

davon) stossen im Speisesaal mit

Gästen und Helfern an.

2 Oberhalb des Hospizes steht die

Statue von dessen Gründer,

dem Heiligen Bernhard.

3 In der barocken Kirche finden

regelmässig Gottesdienste statt.

4 Nach einer stürmischen

Nacht liegt meterhoch Schnee.

Es braucht Stunden, bis alle

Eingangstüren freigeschaufelt sind.

4

1

«Drinnen

haben wir es

schön und

gesellig. Die

Grundmauern

sind zwei

Meter dick»

Den Schnee und die Berge», sagt

Augustiner-Chorherr Jean-Michel

Lonfat und lächelt sanft,

«man muss sie mögen, um das ganze Jahr

hier oben zu leben.» Im Winter ist die

Eingangstür des Hospizes oft nicht zu sehen

– 14,5 Meter Neuschnee fielen vergangene

Saison. Dazu die Lawinen: Immer

wieder donnern sie an den umliegenden

Hängen runter. Und erst der Wind – nie

hört er auf zu tosen. Mit 268 Stundenkilometern

fegte er mal über den Pass:

Rekord! An zehn Tagen im Januar war es

zu gefährlich, das Haus zu verlassen:

So stark tobten die Naturgewalten.

Auf 2473 Metern über Meer liegt das

Hospiz auf der Passhöhe des Grossen

St. Bernhard. Dieser bildet die Verbindung

zwischen dem Unterwallis und dem

Aostatal in Italien. Seinen Namen hat der

Pass von Bernhard von Menthon, Erzdiakon

von Aosta. Im Jahr 1050 grün dete

er das Hospiz – um Reisenden, die in

dieser unwirtlichen Gegend der Kälte

und Banditen ausgesetzt waren, einen

Unterschlupf zu bieten.

Noch heute wird das Hospiz von Chorherren

des Augustiner-Ordens geführt,

ihr lateinischer Wahlspruch lautet: «Hic

Christus adoratur et pascitur» – Hier

wird Christus angebetet und genährt.

Aus vier Personen besteht die religiöse

Gemeinschaft, die ganzjährig im Hospiz

lebt. Es sind die Chorherren Jean-

Michel Lonfat (64, Priester), Raphaël

Duchoud (53, Priester) und Frédéric

Gaillard (53, Diakon) sowie Anne-Marie

Maillard, 59. Sie gehört als Oblatin (jemand,

der nach den Klosterregeln lebt)

zur Kongregation. Lonfat ist der Prior,

also der Chef des Hospizes. Dieser Winter

wird sein achter sein hier oben.

Auch heuer war es am 15. Oktober so

weit: Die Passstrasse über den Grossen

St. Bernhard wurde unten in Bourg-

Saint-Pierre VS sowie im italienischen

Saint-Rhémy geschlossen. Bis Ende

Mai – fast acht Monate – ist das Hospiz

jeweils von der Umwelt abgeschnitten.

Doch allein sind die Bewohner nicht:

6000 Übernachtungen zählten die

Chorherren und ihre Helfer vergangene

Wintersaison. Die Besucher (meist aus

der Schweiz) gelangen nur mit Tourenski

oder Schneeschuhen auf die Passhöhe.

Der Aufstieg ist happig. Vom Parkplatz

bei der Barriere unten beim Walliser

Tunneleingang sind es 2,5 Stunden. Den

Weg haben Chorherren mit Stangen

markiert. Frédéric Gaillard: «Wir empfehlen,

sich vorher über die Schnee- und

Lawinensituation zu informieren.» Und:

Eine Anmeldung ist unumgänglich. Die

Chorherren wollen wissen, wie viele

Leute im Verlauf eines Tages zu erwarten

sind – aus Sicherheitsgründen. Bei

schlechtem Wetter zeigen grosse Scheinwerfer

auf der Passhöhe das Ziel an.

Je eine Tonne tiefgefrorenes Brot,

Kartoffeln, Fleisch und Fisch: Anfang

Oktober wird das Lebensmittellager aufgefüllt,

die Heizöltanks mit 70 000 Liter

vollgepumpt. Während des Winters wird

im Holzofen knuspriges Brot gebacken.

17


1 Koch Jean-Marc Sartori,

ein Weltlicher, beim Rüeblirüsten.

Hundert Laibe Alpkäse werden

im Winter verspiesen.

2 Beten nach den Regeln des

heiligen Augustinus: Jean-Michel

Lonfat, Frédéric Gaillard,

Raphaël Duchoud, Anne-Marie

Maillard (v. l.) in der Krypta.

3 Steht für ankommende Gäste

parat: eine warme Suppe,

Brot und Wurst.

4 Prior Jean-Michel Lonfat:

«Jeder Gast ist eine Bereicherung

für uns. Wir lernen von allen.»

1

BERGWELT

«Viele Gäste bringen frisches Gemüse,

Obst oder ein paar Baguettes mit», freut

sich der Prior. Vor Ostern fliegt der Helikopter

neue Frischwaren ein.

Die meisten Wintergäste kommen für ein

paar Tage. Um Touren zu machen, Einkehr

zu halten, sich im Lesesaal zu vertiefen.

Oder um sich mit den Geistlichen zu unterhalten,

mit ihnen in der Kirche Gottesdienst

zu feiern oder in der Krypta zu beten.

120 Schlafplätze stehen zur Verfügung:

zwei Schlafsäle mit Kajütenbetten

(Nacht und Frühstück: 32 CHF), sechs

Vierbettzimmer.

Auch nach fast 1000 Jahren sind die

Chorherren auf dem Grossen St. Bernhard

ihrer Berufung treu geblieben – der

Gastfreundschaft. Diakon Frédéric begrüsst

jeden Ankömmling im Gäste-Speisesaal

persönlich. «Wer immer du bist,

welche Religion du hast: Wir heissen

dich herzlich willkommen, mit deinen

Freuden, Problemen und Hoffnungen.»

Um die grosse Gästezahl zu beherbergen,

sind die Chorherren auf Hilfe angewiesen:

Eine Verwalterin, eine Wäscherin,

ein Koch, vier Hilfskräfte packen mit

an. Im Winter 2015 stand auch Timon

Stricker als Zivildienstler im Einsatz.

Schnee schaufeln, Tische decken, eingefrorene

Wasserleitungen reparieren. Das

Religiöse passe gut an diesen Ort, sagt

der 23-Jährige aus Olten SO. «Das Hospiz

ist eine wohltuende Oase. Andererseits

empfand ich die Abgeschiedenheit

auch als beängstigend – trotz Kontakt zur

Aussenwelt durch WLAN.»

Prior Lonfat empfindet die Begegnungen

mit den Gästen als bereichernd. Er

selber gleitet zweimal monatlich runter

ins Tal: Besuch bei der Familie, beim

Arzt. Schnallt er dann wieder seine Ski

an, gilt es vorsichtig zu sein: Die letzten

paar Hundert Meter unterhalb des Hospizes

führen durch die Combe des

Morts – im Winter 2015 starben in dieser

Schlucht vier Tourengänger in einer

Lawine. Geschmeidigkeit sei dem Grossen

St. Bernhard fremd, sagt der Prior.

Überall Fels, Schnee, Eis. «Welch ein

Kontrast zur Zusammengehörigkeit, die

wir hier leben.»

Anne-Marie Maillard freut sich auf den

Winter, «auch wenn er hart sein kann.

Der Lebensrhythmus in unserem Haus

tut gut.» Die Oblatin ist täglich draussen:

Sie misst Schnee, Wind, Temperatur, fotografiert

Lawinen und sendet die Daten

ans Institut für Schnee- und Lawinenforschung

in Davos GR und an die zuständige

Stelle im Kanton Wallis. An windgepeitschten

Tagen entscheidet sie, wer

aus dem Haus darf und wer nicht.

Das Hospiz liege im Herzen der Berge,

sagt Prior Lonfat bei einem Glas Fendant.

Die Anstrengung, das Hospiz aus

eigener Kraft zu erreichen, lohne sich.

«Sie hilft, die innere Aufregung zur Ruhe

zu bringen.» Er freut sich auf die gemeinsame

Weihnachtsfeier mit den Gästen

in der Krypta. Draussen wird meterhoch

Schnee liegen. Und wenn die Nacht klar

ist, funkeln Tausende von Sternen über

den Gipfeln.

Prior Lonfat:

«Hier erlebt

man eine

Schönheit,

die die Seele

berührt,

die einem Gott

näherbringt»

2

18


4

3

19


Er war auf der Suche nach einer neuen Aufgabe

und gründete vor vier Jahren im Walliser Bergdorf

Champéry eine Eiskunstlaufschule. In der

Skating School of Switzerland trainiert der einstige

Eiskunstlaufstar Stéphane Lambiel Talente aus

aller Welt. Der Weltmeister und Olympia-Silbermedaillengewinner

fand hier zu seiner Berufung

und zurück zu den Emotionen auf dem Eis.

WALLISER

Seine neue

Passion

Text: Manuela Enggist

Fotos: David Carlier

20


Neue Aufgabe: Vor vier Jahren

eröffnete Stéphane Lambiel in

Champéry seine Eiskunstlaufschule,

die Skating School of Switzerland.

21


Die zehn Nachwuchstalente, die bei

Lambiel trainieren, kommen aus

der ganzen Welt nach Champéry.

WALLISER

Vor Wettkämpfen wurde Lambiel

vom Trainer mit den Worten

«Lambiel, Blut und Wallis» gepusht.

22


Wenn man von Beruf Eiskunstläufer

ist, sich für Erfolge

und Titel trimmt, dann gibt

einem der Körper nur begrenzt Zeit für

die Karriere. Etwa einen Drittel der

durchschnittlichen Lebensdauer. Dann

steht man da, gewinnt Titel und Medaillen

und merkt mit 24 Jahren: Merde.

Jetzt habe ich die stärksten Emotionen

in meinem Leben bereits gespürt. Was

dann? Nach seinem definitiven Rücktritt

2010 sah sich der Walliser Eiskunstlaufstar

Stéphane Lambiel mit dieser Erkenntnis

konfrontiert. Und es dauerte

eine «schmerzhaft lange Zeit», bis eine

neue Aufgabe die grosse Leere nach der

grossen Karriere füllen konnte.

Draussen scheint die Sonne. Die Chalets,

die das Sportzentrum Palladium de

Champéry umgeben, bräunen ihre Holzverkleidung

in den Strahlen. Drinnen in

der Eishalle steht Stéphane Lambiel

Kaugummi kauend an der Bande, beobachtet,

wie die Eiskunstläufer Pirouetten

drehen, umfallen und aufstehen. Er

klatscht in die Hände, spricht mal Französisch,

mal Englisch, schneidet Grimassen,

schüttelt den Kopf. Es ist wie ein

absurdes Marionettenspiel: Lambiel wiedergibt

die Emotionen, welche die Läufer

auf dem Eis nach gelungenem oder

misslungenem Versuch stoisch mit dem

Schlittschuh von sich stemmen. Er wird

später sagen: «Am liebsten würde ich für

sie aufs Eis. Aber mittlerweile weiss ich,

dass sie es selber schaffen müssen.»

In Champéry fand Lambiels Suche vor

vier Jahren ein Ende. In der hintersten

Ecke des Val d’Illiez gründete der zweifache

Weltmeister und Olympia-Silbermedaillengewinner

aus Saxon die Skating

School of Switzerland. Hier hat er

23

Dann merkt

man mit

24 Jahren,

dass man

die stärksten

Emotionen im

Leben schon

gespürt hat

mittlerweile ein Chalet und trainiert

sechsmal pro Woche zehn nationale und

internationale Nachwuchstalente wie die

Schweizer Geschwister Noah und Noémie

Bodenstein oder den Letten Deniss

Vasiljevs. In Champéry sind auch immer

wieder international erfolgreiche Spitzenläufer

anzutreffen, die mit Lambiel

an Choreografie oder Stil feilen.

Trainer zu werden, hat Lambiel früher abgeschreckt:

«Ich habe gesehen, wie viel

mein ehemaliger Coach Peter Grütter

gearbeitet hat. Jeden Tag. Mit den Schülern

ist es wie mit Kindern. Man muss immer

da sein.» Lambiel läuft nach seiner

aktiven Karriere weiterhin Shows, erarbeitet

Choreografien für andere Läufer,

hält Seminare ab. Er merkt, dass die

Menschen ihm zuhören. «Ich hätte nie

gedacht, dass ich einen so grossen Effekt

auf jemanden haben könnte.» Gleichzeitig

nagte etwas an seinem Sportlerherz.

Seitdem er und Eiskunstläuferin Sarah

Meier sich aus dem Spitzensport zurückgezogen

haben, laufen keine Schweizer

mehr vorne mit. «Der Schweizer Eislaufverband

hätte mehr tun können, um

den Nachwuchs zu unterstützen.» Nach

den Olympischen Spielen in Sotschi

2014 – ohne Schweizer im Eiskunstlauf –

wusste Lambiel, wenn nicht jetzt, dann

nie. Die Idee, die Schule in Champéry zu

eröffnen, kam auf. Der Ort war perfekt.

Er ist ruhig, abgelegen, und die Eishalle

hatte noch viel Eiszeit zu vergeben.

Mittlerweile steht Lambiel nicht mehr an

der Bande, sondern auf dem Feld und

schiebt langsam eine Schülerin über das

Eis. Er sei kein strenger Coach, aber ein

präziser. «Wenn ich etwas Bestimmtes

sehen will, kann ich sehr pingelig sein.»

Wie sein Trainer früher gibt auch Lambiel

seinen Schützlingen vor jedem

Wettkampf anspornende Worte mit aufs

Eis. «Peter triggerte mich immer mit

den Worten ‹Lambiel, Blut und Wallis›.

Er sagte oft: ‹Geh raus und zeig ihnen,

wie ein Walliser läuft›.»

Lambiel arbeitet praktisch Nonstop, bis

im März ist er jedes Wochenende mit

Schülern an Wettkämpfen in der ganzen

Welt unterwegs. Und auch sich selber

muss der 33-Jährige fit halten. Gerade trainierte

er zwei Tage für die Eiskunstlaufgala

«Art on Ice». Zudem würde er gern nochmals

seine Show «Ice Legends» auf die

Beine stellen, am liebsten im Wallis, dafür

müsse er aber noch eine Halle finden,

die gross genug ist. «Für mich ist Eiskunstlauf

zum Lifestyle geworden. Wenn

ich frei habe, zieht es mich aufs Eis.»

Während seiner Karriere war seine Sicht

auf den Sport eine andere. «Ich war sehr

ehrgeizig. Wollte ständig gewinnen.» Die

Beziehung habe sich gewandelt. «Gegen

Ende meiner Karriere habe ich erkannt,

dass ich auch einfach so Emotionen auf

dem Eis erleben kann. Ohne zwingend

gewinnen zu müssen.» Die seien heute

zwar nicht mehr so komprimiert wie an

Olympischen Spielen. «Aber sie sind

noch da, nur auf einen längeren Zeitabschnitt

verteilt. Dank der Schule und den

Schülern.» Für den zweiten Drittel seines

Lebens hat Lambiel also vorgesorgt.


HANDWERK

Wo alles begann: Für das über

400-jährige Belwalder-Gitsch

Hüs in Grengiols entwarf Leentje

Walliser Garrels Tisch, Stühle

und Bett nach alten Vorlagen.

24


DAS WALLIS

IN DER STUBE

Eine Belgierin interpretiert historische

Walliser Möbel neu. Jetzt gibts eine ganze

Serie – von der Wiege bis zur Bahre.

Text: Monique Ryser Fotos: Kurt Reichenbach

25


HANDWERK

Das Problem war knifflig: Nach der

Renovation des 1592 erbauten

Belwalder-Gitsch Hüs in Grengiols

musste passendes Mobiliar gefunden

werden. Schliesslich ist es seit 2013

als Denkmal von kantonaler Bedeutung

klassifiziert. Die Architekten Leentje

Walliser Garrels und ihr Mann Damian

Walliser hatten das Haus so weit wie

möglich im Originalzustand belassen.

So auch die ausgetretenen, aber immer

noch intakten Plankenböden aus Lärchenholz.

Nur: Eine flache Ebene ist dieser

Boden nicht, und jeder vierbeinige

Stuhl schwankt hier gefährlich hin und

her. Also musste ein dreibeiniger Stuhl

her, der auch auf unebenen Böden stabil

bleibt. Nur sollte es nicht einfach ir-

1 Bett mit

«Gütschi» im

Haus der Wallisers.

Tabourets dienen als Tischchen.

2 Die Stoffe der Stuhlkissen

und Matratzen stammen aus einer Leinenweberei

im Val d’Hérens. 3 Leentje

Walliser mit Carlo Zengaffinen in

der Schreinerei r-team. 4 Das

Belwalder-Gitsch Hüs in

Grengiols. Infos:

www.magnificasa.ch

26


3

1

gendein Stuhl sein. Das Architekten-

Ehepaar besorgte sich Bücher und Dokumente

von regionalen Möbeln aus früheren

Jahrhunderten. «Ich war fasziniert

von der Vielfalt und Gestaltung der traditionellen

Möbel aus dem Wallis», erinnert

sich Leentje Walliser.

Für das denkmalgeschützte Haus entwarf

sie nach traditionellen Vorgaben

dreibeinige Stabellen und ein Bett. Das

gefiel Schreinermeister Schosi Rotzer

der Schreinerei r-team in Gampel. Und

er hatte die Idee, daraus eine ganze Walliser

Möbellinie zu machen. «Ich wollte

nicht nur Form und Funktionalität von

früher aufnehmen, sondern auch der

2

4

Handwerkskunst unserer Ahnen die

Ehre erweisen», so Schosi Rotzer.

Ein Beispiel für frühere Funktionalität ist

das typische Walliser Bett mit «Gütschi»,

also einem ausziehbaren Unterbett. Die

Menschen wohnten beengt, so war es

praktisch, wenn am Abend ein weiteres

Bett für die Kinder einfach herausgezogen

werden konnte. In einer schmaleren

Version steht das Bett im Haus von

Leentje und Damian Walliser in Brig.

Denn: «In der modernen Interpretation

ist es auch ein Sofa», erklärt die Architektin.

Die aus unbehandeltem Lärchenholz

gebaute Kollektion umfasst auch

eine Truhe mit Schubladen, ein Tabouret

und Schaukelstühle. Nimmt man zwei

dieser Schaukelstühle und steckt sie mit

ein paar Handgriffen zusammen, entsteht

eine Wiege. «Heute braucht man

nur noch für kurze Zeit eine Wiege, also

ist es sinnvoll, wenn danach die zwei

Schaukelstühle weiter verwendet werden

können», erklärt die Belgierin die

Idee dahinter. Und damit die Möbel einen

von Geburt bis zum Tod begleiten

können, gehört auch ein schlichter Sarg

zur Kollektion. «Von der Wiege bis zur

Bahre» ist denn auch der von Schosi Rotzer

geprägte Slogan der Walliser Möbel.

«Es geht uns darum, wertige Möbel zu

schaffen, die einen ein Leben lang – und

darüber hinaus – begleiten», so die

Philosophie dahinter.

Die Möbellinie wird in Rotzers moderner

Schreinerei r-team gefertigt. Dabei werden

Nägel und Schrauben möglichst gemieden,

Beschläge aus Holz hergestellt,

auch wenn das viel Tüftelei erfordert.

Mit Carlo Zengaffinen hat die Möbeldesignerin

einen Verbündeten gefunden:

Mit seiner CNC-Maschine (Computerunterstützte

Werkzeugmaschine) verbindet

auch er neue Technik mit alter

Handwerkskunst. Und weil bei dieser

Kollektion alles stimmt, kommen die

Stoffe für Kissen und Matratzen aus der

Leinenweberei Fondation Marie Métrailler

im Val d’Hérens und werden in der

Ecole de Couture in Siders kunstvoll verarbeitet.

100 Prozent Walliser eben!

www.walliser-moebel.ch

27


Schlitteln

IM SCHNEE

Pures Vergnügen | Der Schnee stiebt,

der Wind pfeift um die Ohren, die Kinder

jauchzen: Eine Schlittelabfahrt ist ein Vergnügen

für Jung und Alt. Service | Kurvige und

gut gesicherte Schlittelpisten gibt es im

ganzen Wallis. Meist können die Schlitten

gleich an den Talstationen gemietet werden,

bevor es mit der Bergbahn zum Start geht.

Infos | Alle Schlitteldestinationen an einem

Ort: www.wallis.ch/schlitteln

Skijöring

Pferdestärken | Das Val d’Hérens gibt

den Eringerkühen seinen Namen. Im Dörfchen

Nax stapfen aber auch Pferde

durch unberührte Landschaften und ziehen

mit einem PS Gäste beim Skijöring durch

den Pulverschnee. Für alle | Wer Pferde liebt

und sicher auf den Ski steht, der wird auch

Skijöring lieben. Infos | www.valdherens.ch

28


M E H R A L S N U R P I S T E N

Alles, was das

Herz begehrt

Mal was anderes: Im Wallis ist Skifahren

ein Genuss – die schneesicheren und

höchstgelegenen Wintersportgebiete bieten

aber noch viel mehr. So werden die Winterferien

abwechslungsreich und abenteuerlich.

Text: Monique Ryser

Manchmal ist einem nach totaler

Ruhe und Gemütlichkeit. Wieso

also nicht die Schneeschuhe

anschnallen und in einem tief verschneiten

Wald erfahren, was wahre Stille

ist. Die Technik des Schneeschuhlaufens

erfordert fast keine Vorkenntnisse.

Wer laufen kann, kann auch Schneeschuhlaufen.

Und kommt damit in den

Genuss von einzigartigen Touren in unberührter

Winterlandschaft. In Arolla

führt eine Tour zum Lac Bleu, der im

Winter märchenhaft von Schnee bedeckt

ist. In Crans-Montana eröffnen die

Panoramawege einen einmaligen Blick

auf die Viertausender vom Matterhorn

bis zum Montblanc. Und der Nordwand

Trail in Zermatt führt ganz nah an der

Flanke des mystischen Berges entlang.

Auch wer Tiere liebt, kommt im Wallis

auf seine Kosten: Verschiedene Anbieter

organisieren Hundeschlittenfahrten,

die man entweder als sitzender Passagier

oder als leitender Musher erleben

kann. Dabei lernen die Gäste auch viel

über die Hunde, meist Huskys, die in

Gespannen die Schlitten durch den

29

Schnee ziehen. Und sich zwischendurch

auch mal ausruhen und fressen

müssen. Beim Skijöring in Nax geht es

um die Symbiose von Pferd und Mensch:

Auf einer 400 Meter langen Teststrecke

familiarisiert man sich mit dem richti -

gen Umgang mit den Zügeln, wobei das

Pferd zuerst im Trab, dann im Galopp

loszieht. Danach folgt eine drei Kilometer

lange Strecke durch die Landschaft

des Mont-Noble.

Wer gerne kulinarisch unterwegs ist, sollte

sich den Termin vom 23. März 2019 in

Crans-Montana reservieren: An der Ski

Food Safari gibts Spitzenküche auf der

Skipiste. Und natürlich auch beste Weine

aus Walliser Produktion. Am Tag danach

ist einem vielleicht nach Schlitteln auf

einem der speziell präparierten Schlittelwege.

Sie sind sicher und eignen sich

bestens für Familien. Besonders praktisch:

Schlitten können an den meisten

Orten gleich bei der Talstation der jeweiligen

Bergbahn gemietet werden.

Denn: Winterferien im Wallis sollen auch

bequem sein.

www.wallis.ch

Fotos Pascal Gertschen, Christian Pfammatter, Sedrik Nemeth


IM SCHNEE

Ski Food Safari

Genuss total | Über die Piste brausen

und immer wieder einkehren – gibt es etwas

Schöneres an einem sonnigen Wintertag?

Vor allem wenn die Spitzenköche am Herd

stehen und beste regionale Spezialitäten für

die verschiedenen Bergrestaurants zaubern.

Datum | 23. März 2019, Karten für die Ski

Food Safari bei den beteiligten Betrieben

erhältlich. Pro Mahlzeit mit einem Glas

Wein CHF 10.–. Infos | www.crans-montana.ch

Schneeschuhwandern

In aller Ruhe | Das einzige Geräusch macht

der knirschende Schnee – Schneeschuhwandern

ist gut für Geist und Seele und

je nach Route für die Kondition. Auf wunderschönen

Trails gehts durch Wälder und über

weite Schneefelder, vorbei an eindrücklichen

Viertausendern. Für alle Stärkeklassen |

Nebst Touren im Neuschnee gibt es viele

Schneewanderwege für alle Stärkeklassen.

Infos | www.wallis.ch/schneeschuhwandern

30


Eisklettern

Spektakulär | Kletterer müssen auch im

Winter nicht auf ihre Leidenschaft verzichten:

Entlang gefrorener Wasserfälle können

erfahrene Bergsteiger ihrem Hobby frönen.

Wer nicht so geübt ist und auf Nummer sicher

gehen will, wählt die Eiswand im Parkhaus

Saas-Fee. Bergführer | Achtung: im Freien

mit Bergführer klettern! Infos | www.teleanzere.ch,

www.simplon.ch, www.valleedutrient-vallorcine.com,

www.saas-fee.ch

Hundeschlittenfahren

«Wuff» | Die Hunde sind angeschnallt

und warten nur darauf, durch den Schnee

zu stieben. Auf dem Schlitten stehen Sie

und lenken das Gespann über die weiten

Ebenen, oder Sie lassen sich als Passagier

mitführen – die perfekte Symbiose von

Mensch und Tier. Orte | Verbier, Les Giettes

und Savièse bieten Hundeschlittenfahrten an.

Infos | www.chiensdetraineau.ch, swissmushingcompany.ch,

www.arlukadventure.com/wallis

Fotos Sedrik Nemeth (7), HO (2)

31


Eine Bahn der Superlative: Pro Stunde kann die

höchstgelegene Dreiseilumlaufbahn der Welt zwischen

Trockener Steg und Klein Matterhorn bis zu

2000 Passagiere transportieren. Sechzig Millionen

Franken kostete das Bauwerk. Bereits in drei

Jahren soll die Verbindung Klein Matterhorn–Testa

Grigia eingeweiht werden. Franz Julen, Verwaltungsratspräsident

der Zermatt Bergbahnen, über

Billigtickets, Wintertourismus und Heimvorteil.

INTERVIEW

Franz Julen

Interview: Monique Ryser

Foto: Sedrik Nemeth

32


Franz Julen, ehemals erfolgreicher

Intersport-CEO, leitet nun als

Verwaltungsratspräsident die

Geschicke der Zermatt Bergbahnen.


INTERVIEW

2 3

1

Fotos Nik Hunger

1 Ende September

wurde die neue

3S-Bahn von Trockener

Steg aufs Klein Matterhorn eingeweiht.

2 Mit der neuen Bahn können

pro Stunde bis zu 2000 Gäste transportiert

werden. Die Wartezeiten bei der alten

Bahn waren zu lang. 3 Pininfarina

designte die neuen Kabinen,

die Platz für 28 Personen

bieten.

34


«Zermatt

gehört noch

immer den

Zermattern.

Wir hatten

immer

Visionäre»

Bundesrätin Doris Leuthard liess

es sich nicht nehmen, die neue

Rekordbahn aufs Klein Matterhorn

einzuweihen. Mit der 3S-Bahn ins

Matterhorn glacier paradise setze die

Schweiz sowohl im Tourismus als auch

im Seilbahnbau wiederum neue Massstäbe.

«Darauf dürfen wir stolz sein»,

sagte die Infrastrukturministerin. Während

andere Bergbahnen ums Überleben

kämpfen, setzt Zermatt einen Gegentrend.

Der neue Verwaltungsratspräsident

und Zermatter Franz Julen, 60,

erklärt, warum das möglich ist.

60 Millionen kostete die neue Bahn.

Wie schaffen es die Zermatt Bergbahnen,

diese Investition zu stemmen?

FRANZ JULEN: Seit der Fusion der vier

Bergbahnen zur Zermatt Bergbahnen AG

2002 wurde eine klare Strategie verfolgt.

Grosse Investitionen, fast 500 Millionen

Franken in 16 Jahren, erlauben,

ein Topprodukt zu fairen Preisen anzubieten.

Daneben hatte man Kosten und

Verschuldung stets im Griff. Wir halten

nichts von Billigtickets. Das mag für eine

oder zwei Saisons mehr Gäste bringen,

ist aber nicht nachhaltig. Eine Bergbahn

muss Geld verdienen, sonst kann sie

nicht investieren und sich weiterentwickeln.

Das wäre der Anfang vom Ende.

Eine Einzelfahrt von Zermatt aufs

Klein Matterhorn kostet ohne Ermässigung

95 Franken. Das ist sehr teuer.

FJ: Das ist uns bewusst. Aber das Erlebnis

ist einmalig: Das Klein Matterhorn

liegt auf 3883 Metern über Meer. Von

Trockener Steg aus fahren nun neu

25 Kabinen mit 28 Sitzplätzen zu Europas

höchster Bergbahnstation. Heute

muss man den Gästen etwas bieten!

Vier Kabinen sind mit Swarovski-

Kristallen bestückt, die Fahrt damit

35

kostet noch 15 Franken mehr. Was

bezwecken Sie mit diesen Bling-

Bling-Features?

FJ: Es sind von Pininfarina designte Kabinen,

und sie sollen das Erlebnis im

Berg noch spezieller machen. Es geht

uns darum, eben auch noch das gewisse

Etwas zu bieten. Nur transportieren

funktioniert nicht mehr.

Zermatt ist eine weltweit bekannte

Marke, von Krise im Wintertourismus

spürt das Dorf nichts. Woran liegt das?

FJ: Zermatt wurde stets von Visionären

geprägt. Bereits 1891 wurde die Bahn

zwischen Visp und Zermatt eingeweiht –

eine Meisterleistung. Die Bahn auf den

Gornergrat folgte 1898, und der erste

Skilift entstand 1941. Auch die Fahrt aufs

Klein Matterhorn schrieb 1979 Geschichte!

Genauso wie 1980 eine der weltweit

ersten unterirdischen Standseilbahnen

auf die Sunnegga. Jetzt die 3S-Bahn aufs

Klein Matterhorn. Zermatt setzte früh

auf Beschneiungsanlagen, und um die

Fusion der Bergbahnen beneidet uns die

ganze Branche. Dieser Pioniergeist, dieser

Mut zum Risiko hat sich ausbezahlt.

Aber ganz ehrlich: Ohne das Matterhorn,

das niemanden kalt lässt, wäre

das alles nicht möglich gewesen.

FJ: Dieser Berg hat eine ganz eigene Kraft.

Ich vergesse nie mehr den Moment, als

ich zum ersten Mal auf dem Gipfel stand.

Aber dass unser Erfolg nur am Berg

hängt, stimmt trotzdem nicht: Wir haben

exzellente Hotels, hoch stehende Gastronomie,

innovatives Gewerbe, ausgeprägten

Unternehmergeist, Zermatt ist autofrei,

wir haben ein kul turelles Angebot.

Zudem wurde das Dorf in seinem Charakter

bewahrt. Lange vor der Zweitwohnungsinitiative

haben wir die kalten Betten

limitiert, und das Umsatzverhältnis

zwischen Hotellerie und Parahotellerie


INTERVIEW

beträgt 80 zu 20. Unsere Vorväter haben

das Dorf selber entwickelt, noch heute

gehört Zermatt den Zermattern. Das

spürt und sieht man.

Touristischer Erfolg kann auch

Schattenseiten haben wie überfüllte

Städte oder wegen Übernutzung

geschlossene Strände wie in Thailand.

Haben Sie keine Angst, ebenfalls

überlaufen zu werden?

FJ: Tatsache ist: Es gibt immer mehr Touristinnen

und Touristen, vor allem durch

die wirtschaftliche Entwicklung in Asien.

Wir haben hier aber einen guten Mix von

Gästen aus der Schweiz, Europa, den

USA, Russland und Asien. Auch haben

wir die richtige Mischung von Individualtouristen

und Gruppen. Wir müssen

aber auf jeden Fall ein Auge auf diese

Gefahr haben. Was sicher regulierend

wirkt, ist der Preis.

Wie spüren Sie die Veränderungen im

Freizeitverhalten?

FJ: Wir stellen fest, dass die Menschen

kurzfristiger und für kürzere Zeiträume

buchen. Die Digitalisierung hat für Transparenz

der Angebote gesorgt, und die

Gäste sind weniger loyal. Auch muss

das Angebot vielfältiger sein: Vor Jahren

übte man eine Sportart aus, heute gleich

mehrere und immer wieder andere. Wir

können also nicht nur Pisten fürs Skifahren

und Snowboarden anbieten – das

Angebot muss grösser und breiter sein.

Wie wirkt sich der Klimawandel aus?

FJ: Zermatt muss aufgrund seiner Höhe

weniger Angst haben. Aber: Es ist kurzsichtig,

nur das eigene Schicksal zu betrachten.

Wir brauchen Möglichkeiten,

die Skigebiete in unteren Lagen zu betreiben.

Dort lernen Kinder Ski fahren

und entdecken die Liebe zum Schneesport.

Es ist wichtig, dass die Gebiete in

tieferen Lagen ebenfalls erfolgreich sind,

sie sind die Basis des Wintertourismus.

Sie haben 17 Jahre die Firma Intersport

geleitet und zum weltweit

führenden Sportartikel-Einzelhändler

gemacht. Das Erfolgsgeheimnis?

FJ: Wir verfolgten eine klare Strategie:

Unter einer gemeinsamen Vision und international

einheitlichen Prinzipien liessen

wir genug Raum für lokale Eigenheiten

und vertrauten den Menschen an

der Front. Ich bin immer nahe bei den

Sporthändlern gewesen, habe ihre Ideen

und Bedürfnisse abgeholt. Wir waren

auch ein gutes Team. Die vier Mitglieder

der Geschäftsleitung waren all die Jahre

dieselben. Ich denke, das Wichtigste

sind immer die Menschen. Der Megatrend

Sport, Fitness und Gesundheit,

aber auch Zermatt haben mir geholfen,

das muss ich ehrlich sagen. Wenn ich erwähnte,

dass ich von Zermatt komme,

haben sich sogar die Türen der Familie

des Emirs von Kuwait geöffnet. Ich habe

gestaunt, wie bekannt und beliebt Zermatt

auf der ganzen Welt ist.

Trotzdem haben Sie Zermatt als junger

Mann verlassen. Warum?

FJ: Ich hatte den Abschluss einer Hotelfachschule

und wollte eigentlich nur ein

paar Jahre meinen Bruder Max, der 1984

Olympiasieger im Riesenslalom wurde, als

Betreuer begleiten und dann zurückkehren.

Doch durch das Umherreisen mit ihm

bekam ich Lust, mehr von der Welt zu sehen.

Die Neugier und der Ehrgeiz haben

mich gepackt. Ich verlor aber nie den Kontakt

zu Zermatt. Jetzt freue ich mich riesig,

wieder mehr hier zu sein. Das Angebot

für das Verwaltungsratspräsidium der

Bergbahnen Zermatt habe ich ohne Zögern

angenommen: Für mich ist das eine

Heimkehr und eine grosse Ehre, in meinem

Dorf die Zukunft mitzugestalten.

«Im Geschäftsleben

hat mir

auch geholfen,

dass ich

Zermatter bin.

Wir sind weltweit

bekannt»

36


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Selbst geschnitzt:

Die Masken werden

von talentierten

Lötschentalern

geschnitzt. Als

In spiration dient

schon mal ein

Science-Fiction.

PORTFOLIO

38


Tschäggättä

Furchterregende Gestalten bevölkern in

der Fasnachtszeit das Lötschental.

Mit Holzmasken und Fellen verkleidet, ziehen

die Tschäggättä treichelnd durch die Dörfer.

2019 vom 3. Februar bis am 5. März.

Fotos: Christian Pfammatter

39


PORTFOLIO

40


41

Schwerstarbeit:

Die Kostümierung

wiegt 25 bis

30 Kilo. Die Felle

stammen von

Schafen (vorne),

Ziegen (hinten)

oder Wildtieren.


1

PORTFOLIO

3

42


2

4

1 Kein

Verein, sondern

lose Gruppen

halten die Tschäggättä

am Leben. Treffen in einem

Maskenkeller in Wiler. 2 Manuel Blötzer

beim Schnitzen einer Maske. Die Masken

sind Erbstücke oder Eigenfabrikate.

3 Die Larven sind aus Arvenholz.

4 Johann Bellwald hilft

Philippe Roth, das

Hirschfell anzuziehen.

43


PORTFOLIO

44


45

Diese Maske ist

im traditionellen

Stil geschnitzt.

Der Tschoopen

und die Handschuhe

werden

verkehrt herum

getragen.


Wenn es abends früh eindunkelt und

der erste Schnee fällt, beginnt Manuel

Blötzer mit dem Schnitzen einer neuen

Maske. «Dann kommt die Vorfreude.»

Die lose Gruppierung, bei

der auch Manuel Blötzer

mitmacht, in ihrem Heimatdorf

Wiler im Lötschental.

«Schön ist eine Tschäggätta,

wenn sie leid aussieht»

Text: Monique Ryser

PORTFOLIO

Spricht der Lötschentaler Manuel

Blötzer, 24, das Wort Tschäggättä

aus, dann wird es zum Zischlaut,

die Vokale werden verschluckt. Und auf

die Frage, was denn ein gelungenes Kostüm

ausmache, gibt er trocken zu Protokoll:

«E gruisigi Aaleggättu muäss äs syn.

Schön ist eine Tschäggätta, wenn sie leid

aussieht.» Um gleich die korrekten Begriffe

zu klären: Die Tschäggätta ist die

einzelne, verkleidete Gestalt, die Tschäggättä

ist die Mehrzahl davon und auch

der Name des Brauchs, das Verb lautet

tschäggättu.

Der jahrhundertealte Brauch, dessen Ursprünge

nicht sicher belegt sind, geht

aber durchaus mit der Zeit. Abbildungen

von Teufel, Tod und Hexen waren früher

die Vorbilder für die geschnitzten Larven.

Heute dient auch das Internet als

Inspiration, und so tauchen Gesichtszüge

aus Science-Fiction-Filmen in den

«neumodischen» Masken auf. Manuel

Blötzer lässt sich vom Stück Holz leiten,

wenn er eine neue Maske schnitzt.

Mehrheitlich seien es bei ihm eher traditionelle

Sujets. Neben den gfürchigen

gibt es aber auch liebliche Gesichter.

Diese symbolisieren die Ahnen.

Die Kleidung besteht aus einem Tierfell

– beispielsweise Schaf, Ziege oder

Hirsch. Darunter kommen lange Hosen,

meist aus Sacktuch, ein Tschoopen und

Handschuhe. «Das Jackett und die Handschuhe,

die Triämhändschen, werden

verkehrt herum getragen», erklärt Blötzer.

Der Grund: Früher hatte man nur

wenige Kleider, und damit der unter dem

Kostüm versteckte Lötschentaler nicht

erkannt wurde, drehte man diese einfach

um. Noch heute tragen viele Tschäggättä

den Tschoopen ihres Grossvaters,

dessen Futteral aus Matratzenstoff unter

dem Fell sichtbar wird. Zum Kostüm

gehört auch eine Treichel, mit der so viel

Krach wie möglich gemacht wird. «Diese

trägt man oft über dem Fell. Hat aber

einer ein besonders schönes Fell, wird

sie darunter umgehängt», so Blötzer.

Dies gilt als «neumodisch».

Überhaupt, das Anziehen: Zwischen

25 und 30 Kilogramm werden da um eine

Person herumgeschnallt. Will man den

breiten Riemen um die Taille zurren, geht

das meist nur zu zweit, wobei der Kostümierte

am Boden liegt. Vorschriften zur

Bekleidung gibt es nicht. «Alles ist erlaubt.

Ziel ist es, sich völlig unkenntlich

zu machen», sagt Manuel Blötzer.

Die Tschäggättä im Lötschental treiben

immer zwischen dem katholischen Feiertag

Maria Lichtmess und dem Aschermittwoch

ihr Unwesen. Am Feierabend

treffen sich die Tschäggättu-Begeisterten

– Männer, Frauen und auch Kinder –

in ihren jeweiligen Kellern, bevor sie losziehen.

Die Gruppe von Manuel Blötzer

etwa in der ehemaligen Scheune des Gemeindestiers

in Wiler. «Es gibt keine Vereine

und keine Organisationen, pro Dorf

sind es einfach Kollegen, die Masken und

Kostüme zusammengetragen haben und

gemeinsam verwenden.» Nur zwei Mal

pro Fasnachtszeit gibt es offizielle Termine:

im 2019 am 28. Feb ruar beim Umzug

von Blatten nach Ferden und am 2. März

beim Fasnachtsumzug in Wiler. Aber:

«Für uns ist das Tschäggatu eine Leidenschaft

und beschäftigt uns das ganze

Jahr», bekräftigt Blötzer.

www.loetschental.ch

46


Kraftakt: Um

den Riemen

möglichst eng

um Silvan Ebener

zu schnallen,

muss Andrea-

Luca Bellwald

hier alle Kraft

aufwenden.

47


PORTRÄT

Sabine Haldemann und ihre

Schützlinge im Snowgarden auf

der Bettmeralp. Die Kinderskilehrerin

hat schon Tausende

Kinder das Skifahren gelehrt.

48


SABINES

TRAUMBERUF

Sabine Haldemann ist auf der Bettmeralp

so bekannt wie das Maskottchen Snowli.

Die Kinderskilehrerin hat schon Tausenden

Kindern das Skifahren beigebracht.

Text: Eva Maschek Fotos: Raphael Wernli

49


Luca muss auf die Toilette, Emily

will ihre Handschuhe ausziehen,

Henry die Nase geputzt haben,

Fynn ist die Skibrille verrutscht, Hannah

liegt im Schnee und bringt ihre verdrehten

Ski nicht auseinander, und Paul und

Nina schlagen sich mit den Fäusten auf

die Helme. Für Sabine Haldemann kein

Grund für Stress. Mit kräftiger Stimme

schmettert die Kinderskilehrerin «Mickey

Mouse, Mickey Mouse», und fast

alle der vierzig Kinder im Snowgarden

auf der Bettmeralp stimmen mit einem

«Yeah, yeah, yeeeeeahhhh» lauthals ein.

Im autofreien Ferienort im Herzen der

Aletsch Arena gibt es bestimmt keinen

Wintergast, der Sabine nicht kennt.

Denn Sabine ist zur Marke geworden

und mittlerweile mindestens so bekannt

wie Snowli, das plüschige, mannshohe

Maskottchen der Skischule. Seit zwölf

Jahren steht die Emmentalerin von Anfang

Dezember bis Ende April Tag für

Tag im Kinderparadies unterhalb der

Dorfstrasse und macht pro Saison

2000 Kids im Alter von drei bis sechs

Jahren mit dem Skifahren vertraut. Und

das laut motivierend, begeisternd und

1

PORTRÄT

1 Handschuhe

wieder anziehen,

dann fägt auch das Skifahren

wieder. 2 Immer fröhlich,

immer gut gelaunt: Die Kinder lieben

Sabine. 3 Das Gruppen foto mit Snowli

darf nicht fehlen. Pro Wintersaison

nimmt die beliebte Skilehrerin

rund 2000 Kinder unter

ihre Fittiche.

3

2

50


Snowli, das Maskottchen

des Snowgardens, begleitet die

Kinder auf dem Zauberteppich,

einem Lift-Förderband.

immer wieder singend. «Und der Snowli

ging Ski fahren …», «Ich kenne einen

Cowboy» oder «Das ist der Skischulboogie

schubidua», Sabine singt bei

jedem Wetter und jeder Temperatur. Damit

begeistert sie nicht allein ihre Schützlinge.

Dutzende Zuschauer versammeln

sich jeweils auf der Dorfstrasse und

schauen amüsiert dem Spektakel zu.

Schnell wissen sie, dass mit «Pizza mache»

Skispitzen zusammendrücken, also

Bremsen gemeint ist. Und «Pommes

frites» heisst Ski parallel stellen.

Während die Kids auf dem Zauberteppich,

einem Förderband, die Minipiste

hinauffahren, flitzt Sabine mit ihren Kurzski,

sogenannten Snowblades, auf der

perfekt präparierten Minipiste herum.

Frederik bekommt von ihr eine Schaumgummischlange

zwischen die Beine gedrückt.

«So, und jetzt fahr mit deinem

Rössli runter in den Stall», animiert sie

den vierjährigen Jungen. Yves braucht

über die kleine Brücke einen Schubs,

und nach einem Zusammenstoss mit einem

Tor müssen Mias Tränen getrocknet

werden. «Das Abo fürs Fitnesstraining

kann ich mir im Winter schenken», sagt

die 42-Jährige ausser Atem. Fünf bis

zehn Kilo verliere sie jeweils im Winter,

der Unterricht im Snowgarden sei ein

Knochenjob, erklärt Sabine Haldemann.

«Dafür kann ich aber so viel Schoggi essen,

wie ich will.»

51

Eigentlich wollte sich die ausgebildete

Medizinische Praxisassistentin vor elf

Jahren nur eine kurze Auszeit nehmen

und heuerte als Hilfsskilehrerin an. Doch

Sabines Engagement, ihre offene und soziale

Art fielen schnell auf, und schwupps

wurde ihr die Leitung des Ski-Kindergartens

übertragen. Das Kinderparadies am

Fuss der Kapelle ist seither ihre Welt.

Egal, ob die Sonne scheint, ob es schneit

oder eisig kalt ist, sie freue sich jeden

Tag auf die Kinder: «Ich bin unendlich

dankbar, dass ich meinen Traumberuf gefunden

habe.» Mit einem weiteren lauten

«Mickey Mouse, Mickey Mouse»

sorgt sie wieder für Action in der Ski-

Manege.


1

PORTRÄT

2

52


J E A N - M I C H E L B O U R N I S S E N

«Sicherheit

geht vor»

Er ist Chef Sicherheit der Patrouille des Glaciers,

Bergführer und Hüttenwart. Jean-Michel Bournissen

weiss die Natur zu lesen. Er rät, sich vor Touren

immer bei Einheimischen schlauzumachen.

Text: Monique Ryser Fotos: David Carlier

3

1 Ein Super Puma der Schweizer

Armee startet zu einem Überflug

über die Strecke der Patrouille des

Glaciers. 2 Aus der Luft beobachtet

und inspiziert der Chef Technik, Jean-

Michel Bournissen, die Sicherheitslage.

Zusammen mit Mitarbeitern

an der Strecke entscheidet er über

nötige Massnahmen. 3 Wie ein

Tatzelwurm: Die Patrouillen kämpfen

sich durch das Hochgebirge.

Skitouren weitab der Pisten, in ewigem

Schnee und Eis, an spektakulären

Bergflanken, in tiefen Tälern:

Immer mehr Menschen entdecken

das einmalige Erlebnis, auf Tourenski mit

eigener Kraft und in völliger Ruhe Berge

zu ersteigen und nach gelungenem Kraftakt

befreit die Hänge hinunterzugleiten.

Einer, der das von Kindsbeinen an

machte, ist Jean-Michel Bournissen, 54.

Der Bergführer ist Hüttenwart der Cabane

des Vignettes auf 3157 Metern über

Meer ganz am Ende des Arolla-Tals gelegen.

Die Hütte liegt an der Haute Route

von Chamonix nach Zermatt und ist Ausgangspunkt

für viele Touren, unter anderem

auf den Pigne d’Arolla.

Alle zwei Jahre amtet Jean-Michel

Bournissen als Chef Technik der Patrouille

des Glaciers, eines der härtesten

Skitourenrennen überhaupt. Damit ist er

auch für die Sicherheit verantwortlich.

Die Patrouille ist militärischen Ursprungs

und wird noch heute von der Schweizer

Armee organisiert. Es sind aber auch zivile

Patrouillen zugelassen, und die Tour

hat sich zu einem wichtigen Anlass für

53

ambitionierte Skitourengänger entwickelt.

Die lange Route führt von Zermatt

nach Verbier, die kürzere von Arolla nach

Verbier. Beide Routen müssen in einer

Etappe zurückgelegt werden.

Klar, dass bei der Sicherheit keine Kompromisse

gemacht werden. So werden

in den Wochen und Tagen vor dem Start

mit dem Helikopter Couloirs überflogen,

Abhänge und Schneeverwehungen genauestens

inspiziert. «Wir beobachten

genau, ob sich Schnee gelöst oder es

Neuschnee gegeben hat, der nicht gefestigt

ist», erklärt Bournissen. Erfahrung

brauche es dazu, das Wissen aus Hunderten

von Stunden in den Bergen und

«dann ganz einfach auch das Bauchgefühl,

das man als Bergler hat». Auch

während des Rennens ist Bournissen voll

im Einsatz: Im Heli überfliegt er die

Route, lässt sich absetzen, kontrolliert,

gibt Anweisungen und funkt mit seinen

Postenchefs.

Natürlich ist Bournissen bei dieser Aufgabe

nicht allein: Er hat Mitarbeiter von

der Armee, aber auch Spezialisten des

Kantons Wallis, die den ganzen Winter


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3

3

über für die Sicherheit zuständig sind.

«Im Gegensatz zum Schutz von Pisten

und Freeride-Gebieten müssen wir

punktgenau auf den Tag die Sicherheit

gewährleisten.» Bei der kontinuierlichen

Kontrolle in Skigebieten wird bereits

Anfang Winter gesprengt, und die

Gebiete werden dann permanent überwacht.

Man kann so präventiv verhindern,

dass sich in heiklen Regionen Gefahren

entwickeln. Bei der Patrouille des

Glaciers hingegen geht es durch Gebiete,

die sonst unberührt bleiben.

Bereits der Vater von Jean-Michel

Bournissen war technischer Leiter der

Patrouille, nachdem er mitgeholfen hatte,

1984 das legendäre Sportereignis

nach jahrzehntelangem Unterbruch wiederzubeleben.

«Schon als Kind waren

wir deshalb mit der Patrouille vertraut»,

erinnert sich Jean-Michel. Selber hat er

1984 und 1988 mit einer 3er-Patrouille

teilgenommen, danach war er Postenwart

und stellvertretender Leiter Technik.

Selber möchte er das Rennen nicht

mehr absolvieren. «Es gibt eine Zeit für

alles. Jetzt lasse ich die Jungen ran»,

meint er lachend. Viel lieber mache er

heute Touren mit Gästen oder auch mal

alleine. «Das Leben mit der Natur hat

mich geprägt. Ich bin demütig und weiss,

dass die Natur immer stärker ist als wir.

Es ist verlorene Mühe, wenn wir gegen

sie ankämpfen wollen.»

Als Bergführer muss er oft entscheiden,

ob eine Tour nun gestartet wird oder

nicht. «Ich kann nicht immer alles erklären,

oft ist es ein Gefühl. Das Schwierigste

– aber das Allerwichtigste – ist, dass

man Nein sagen kann», weiss er. So empfiehlt

er denn auch, sich vor dem Einstieg

in eine Tour in ungesichertes Gelände

genügend Zeit zu nehmen. «Vor Ort muss

man mit den lokalen Bergführern sprechen

und das Wetter genau überprüfen.»

Sei eine Wetterverschlechterung

in Sicht, sollte man nie starten. «Und

auch wenn man nicht genau versteht,

warum einem die einheimischen Bergler

abraten – man sollte auf sie hören», rät

Jean-Michel Bournissen.

Den Winter verbringt der Bergführer in

Arolla, wo er als Leiter der Skischule amtet.

Ab und an gibt er auch selber noch

Unterricht. Bereits ab März wird Bournissen

aber wieder in «seine» Cabane des

Vignettes aufsteigen. Dann beginnen die

Arbeiten, um die Hütte für die ersten

Gäste bereit zu machen. Und dann beginnt

die Tourensaison.

Die nächste Patrouille des Glaciers findet

vom 27. April bis am 2. Mai 2020 statt.

www.pdg.ch

www.cabanedesvignettes.ch

1 Über 100 Leistungskilometer

und ein Höhenunterschied von

4000 Metern müssen die Patrouillen

auf der langen Strecke zwischen

Zermatt und Verbier zurücklegen. Am

härtesten Skitourenrennen der Welt

nahmen 2018 insgesamt 4800 Frauen

und Männer teil. 2 Jean-Michel

Bournissen unterhält sich mit

den Sicherheitsbeauftragten.

PORTRÄT

55


UND JETZT

AUFS PODEST

Kurz vor Saisonstart hat Skirennfahrer

Ramon Zenhäusern einen klaren Kopf:

dank der Vorbereitung auf seinem

Heim-Gletscher am Mittelallalin ob Saas-Fee.

Text: Manuela Lavanchy Fotos: Sedrik Nemeth

DESTINATION

56


57

Neue Saison:

«Gesund bleiben ist das

Wichtigste und Freude am

Skifahren haben. Dann kommen

die Resultate von alleine.» Ramon

Zenhäusern auf dem Feegletscher

oberhalb von Saas-Fee, im

Hintergrund das

Allalinhorn.


DESTINATION

Seinem ersten Weltcup-Rennen

der Saison in Levi (Finnland) am

18. November 2018 sieht Ramon

Zenhäusern, 26, gelassen entgegen. Dass

er diesmal unter den Besten an den Start

geht, ändert daran nichts. Denn seit dem

22. Februar 2018 ist er ein gefragter

Athlet. Damals hat der Zweimetermann

aus Visp in Pyeongchang Olympia-Silber

im Slalom geholt. Es sollte so sein:

«Das Rennen ist am 22. 2., du bist zwei

Meter gross und wirst auf den zweiten

Platz fahren», zitiert Ramon Zenhäusern

seinen Sportpsychologen Frank Trötschkes.

Gesagt, getan! Und nur zwei Tage

später gewinnt er mit der Ski-Nati im

Team-Event die Goldmedaille.

Der Walliser hat lange auf seinen Erfolg

hingearbeitet. Seit er zwölf war, trainiert

er professionell. «In meiner Karriere ging

es bisher immer vorwärts, manchmal in

kleinen Schritten, aber dennoch vorwärts»,

resümiert er seine bisherigen

sportlichen Leistungen. In die Rennsaison

2018/2019 startet der Slalom-

Spezialist als Sechstplatzierter auf der

Weltrangliste. «Das heisst, ich müsste

mindestens Fünfter werden», sagt Ramon

Zenhäusern lachend. Den wachsenden

Druck von aussen und die veränderte

Erwartungshaltung spürt er natürlich.

Selber will er sich nicht zusätzlichen

Druck machen. Sein wichtigstes Ziel ist

nach wie vor, «gesund bleiben und Spass

am Skifahren haben. Dann kommen die

Resultate von alleine.» Dennoch setzt er

seit letztem Frühjahr auch auf die Empfehlungen

seines Sportpsychologen und

hat die Selbsthypnose für das mentale

Training entdeckt. Bodenständig und

gelassen, wie Ramon Zenhäusern ist, versichert

er: «Was ich erreicht habe, kann

mir niemand mehr nehmen.» Und

schliesslich habe er noch – solange er

gesund bleibe – gut zehn Jahre für Bestleistungen

vor sich.

Das Skifahren entdeckt und lieben gelernt

hat Ramon Zenhäusern im Walliser

Ferienort Bürchen, wo seine Eltern ein

Chalet haben. Keine zwei Jahre alt war

er, als ihn der Kinderskilift erstmals mitzog.

Heute trägt dieser Ramons Namen.

Später reservierte Papa Peter Zenhäusern

jeweils einen Pistenabschnitt auf

der Moosalp, um seinen Sohn zu trainieren.

Dass sich Ramon trotz seiner Körpergrösse

auf den Slalom spezialisiert

hat, liege wohl auch daran, dass sie jeweils

nur am Pistenrand die Torstangen

stecken konnten, anstatt eine ganze Piste

für sich zu beanspruchen. Aber auch

vom Typ her sei er weniger der Speed-

Fahrer. Das Unfallrisiko sei dabei viel

grösser, und das sei es ihm nicht wert.

Viele rieten ihm vom Slalom-Sport ab,

weil er zu lang und zu «gschtabig» sei. An

ihn geglaubt hätten aber schon immer

sein Papa sowie sein Mentor und Trainer

Didier Plaschy, ehemaliger Skirennfahrer

und Direktor von Ski Valais.

Mit Letzterem trainiert er schon seit vielen

Jahren über die Sommermonate auf

dem Feegletscher am Fusse des Allalin

auf 3500 Metern über Meer. Ab Mitte

Juli sind am Mittelallalin jeweils drei Lifte

in Betrieb mit 20 Pistenkilometern. Der

vierte wird derzeit gebaut und ist ab

Sommer 2019 geöffnet. An Spitzen tagen

hat das Sommerskigebiet Saas-Fee rund

1200 Skifahrer pro Tag, fast ausschliesslich

professionelle Trainingsmannschaften.

Über 300 Teams trainieren hier. Davon

sind ungefähr ein Viertel Nationalmannschaften

aus gut 20 verschiedenen

Ländern aus Europa, Nordamerika und

selbst aus Japan. Der spanische Skiverband

hat gar seine Sommerbasis für fünf

Monate in Saas-Fee aufgeschlagen und

kommt mit allen Teams und Altersstufen

aufs Mittelallalin.

Seit diesem Sommer ist Ramon Zenhäusern

offizieller Sommerski-Botschafter

1

«Den

Sonnenaufgang

über der

Mischabelgruppe

zu sehen,

gibt mir Kraft»

58


2

1 Ramon

Zenhäusern beim

Training vor dem Saisonstart:

Der Fee gletscher am

Allalinhorn ist für viele Skinationalmannschaften

der ideale Ort fürs Sommertraining

auf Schnee. 2 Noch kurz

ein Telefon: in der Gondel

des Alpin Express auf

dem Weg zum

Gletscher.

59

von Saas-Fee. Sein Bezug zur Region hat

sich jedoch schon viel früher gefestigt.

Hier hat er Freunde und Bekannte, die

ihn auf dem Weg an die Spitze begleiteten.

Nach seiner Rückkehr aus Pyeongchang

und dem freudigen Empfang in

Visp verbrachte er den Abend in Saas-

Fee. «Nach dem Nachtessen mit Freunden

war Ramon schon um 20.30 Uhr in

seinem Zimmer. Er freute sich dermassen

auf einen Moment für sich alleine,

um zu realisieren, was ihm da gelungen

war», verrät Stefan Schnyder, Besitzer

und Gastgeber im Hotel Jägerhof. Auf

seine Einladung hin kam Ramon Zenhäusern

während und nach seines letzten

Ski-Winters zu ihm ins Hotel zum Abschalten

und Krafttanken.

Ferien machte der Medaillengewinner

später als geplant und arbeitete an seinem

Bachelor des Fernstudiums in Wirtschaftswissenschaften.

Mit dem Stu dium

mache er etwas für den Kopf und finde

einen Ausgleich, um nicht den ganzen

Tag nur ans Skifahren zu denken. Weil er

diesen Sommer später mit dem Skitraining

begann als seine Teamkollegen,

entschied er sich, in Saas-Fee zu trainieren.

Schliesslich hat sich das Sommertraining

auf dem Feegletscher bewährt.

Die Vorbereitungen für seine letzte, äusserst

erfolgreiche Skisaison hat er auch

hier absolviert. «Ich bin in einer halben

Stunde auf dem besten Gletscher Europas

und kann nachmittags noch schwimmen

oder Velo fahren», auch das ist ein

Grund für Ramon Zenhäusern, auf

seinem Heim-Gletscher zu trainieren.

«Dabei den Sonnenaufgang über der

Mischabelkette zu sehen, gibt mir Kraft»,

sagt er. Aus der Nähe zu seiner Familie

und zu seiner Heimat schöpft er viel

Energie. «Auch wenn ich oft unterwegs

bin, werde ich mein Leben lang zurück

ins Wallis kommen», schwärmt Ramon

Zenhäusern.


Ferienregion Saastal

DESTINATION

Fotos: Pascal Gertschen, Marco Godoy, Sedrik Nemeth, 2 HO

DIE REGION

Die Ferienregion Saastal umfasst die

Skigebiete Saas-Fee, Saas-Grund, Saas-

Almagell und Saas-Balen mit insgesamt

28 Anlagen. Die Destination gilt als

besonders familienfreundlich und trägt

das Schweiz-Tourismus-Label Family Destination.

Das Dorf Saas-Fee ist zudem

autofrei und setzt konsequent auf Naturstrom,

auch für Bahnen und Lifte. Es wurde

bereits 2002 mit dem Label Energiestadt

ausgezeichnet.

ÜBERNACHTEN

«The Capra» (3)

Das Fünf-Sterne-Boutique-Hotel verbindet

Chalet-Behaglichkeit mit Luxus.

www.capra.ch

Hotel FerienArt

Fünf-Sterne-Haus mitten in Saas-Fee mit

attraktiver Wellness- und Spa-Anlage.

Speziell für Familien mit Kindern.

www.ferienart.ch

Wellness-Vitalhotel Pirmin Zurbriggen

Vier-Sterne-Superior-Hotel in Saas-Almagell.

Gäste fühlen sich beim ehemaligen

Skistar wohl umsorgt.

www.wellnesshotel-zurbriggen.ch

Hotel Garni Jägerhof (4)

Gemütliches und familiäres Drei-Sterne-

Hotel, Zufluchts- und Erholungsort von

Ramon Zenhäusern.

www.hotel-jaegerhof.ch

Wellness-Hostel 4000 (5)

Moderne Architektur mit Fitness- und

Wellnessangebot.

www.youthhostel.ch

Ferienwohnungen

Familien bevorzugen oft eine Ferienwohnung.

Die Ferienregion Saastal hat ein

grosses Angebot, auch mit Hotelservice.

www.saas-fee.ch

ESSEN UND

TRINKEN

«Fletschhorn»

Das Restaurant mit einem Michelin-Stern

und 18 GaultMillau-Punkten startet mit

neuem Küchenchef in die Wintersaison.

www.fletschhorn.ch

Drehrestaurant Allalin (1)

Langsam, aber stetig dreht das höchstgelegene

Drehrestaurant der Welt auf

3500 Metern über Meer – 360 Grad mit

Blick!

www.saas-fee.ch

12-inch CofFee (2)

Zwei eigene Kaffee-Blends und Musik –

digital und ab und an vom Plattenteller.

www.facebook.com/12inch.CofFee

Arvu-Stuba & Steinbock-Bar

Historisches Steinhaus in Saas-Fee,

Speisen und Aperitif in Alpin-Ambiente.

www.arvu-stuba.ch

Black Bull Snowbar

Direkt von der Piste zum Après-Ski mit

trendigen Cocktails und Partymusik.

www.hotel-burgener.ch

The Dom Bar

Gemütliche Bar für einen Drink am

Abend bei angesagter Livemusik.

www.domcollection.ch

EINKAUFEN

Saaser Hauswurst

Die Saaser Hauswurst ist eine luftgetrocknete

Randenwurst. Kaufen kann

man sie in der Dorfmetzg an der Bielmattstrasse

4 in Saas-Fee.

www.dorf-metzg.ch

Schoggi und Torten

Die Saaser-Mutten-Schokolade – benannt

nach der berühmten Schafrasse –

3

1

5

60


2

4

6

61


und die Saaser Nusstorte bekommt man

in der Saaser Bäckerei in Saas-Fee und

Saas-Grund.

Walliser Roggenbrot AOP (6, Seite 61)

Bäckermeister Lukas Imseng ist Hote lier,

Bäcker, Rezeptbuchautor und in einem

Globi-Kinderbuch verewigt. Bei ihm gibts

das Walliser Roggenbrot AOP zu kaufen.

www.hotel-imseng.ch/baeckerei

SPORT

und es werden Punkte gesammelt.

www.saas-fee.ch

Abfahrt Mittelallalin (1)

Die rund neun Kilometer lange Abfahrt

startet auf dem Mittelallalin und führt

über Längfluh nach Spielboden. Liebhaber

von Buckel- und unpräparierten Pisten

wählen die Strecke über die «Weisse

Perle». Einfacher geht es über die allgemeine

Piste. Beide führen bis ins Dorf

Saas-Fee.

www.saas-fee.ch/de/allalin

1

DESTINATION

Fotos: Sedrik Nemeth, Wallis Promotion, Keystone (3), HO

Gorge Alpine (4)

Von einem Bergführer begleitet durch

die zerklüftete Feeschlucht, die von

Saas-Fee nach Saas-Grund hinunterführt.

Vorbei an gefrorenen Wasserfällen,

über Hängebrücken, Leitern, Stahlseile

und mit Fahrt in der Tyrolienne.

www.saasfeeguides.com

Eispavillon Mittelallalin (2)

An der Bergstation der Metro Alpin

führt der Eispavillon über 120 Stufen in

den Feegletscher und zu Eisskulpturen.

www.saas-fee.ch

Schlitteln (3)

Zwei Schlittelwege stehen zur Auswahl:

die elf Kilometer lange Abfahrt von

Kreuzboden nach Saas-Grund und der

fünf Kilometer lange Schlittelweg von

Hannig nach Saas-Fee.

www.wallis.ch/schlitteln

Kinder-Schneeparks

Die Ferienregion ist eine der acht Familiendestinationen

des Wallis. In den Kinderparks

in Saas-Fee, Saas-Grund und

Saas-Almagell können sich die Kleinen

mit Skifahren und Snowboarden vertraut

machen und sich austoben.

www.saas-fee.ch

Adrenalin Cup

Elf Disziplinen, die über das ganze Skigebiet

verteilt sind. Bei jeder Disziplin

wird ein Video oder ein Foto gemacht,

EVENTS

Ice Climbing Worldcup (5)

An den Eiskletter-Wettkämpfen im zehnstöckigen

Parkhaus von Saas-Fee treten

nationale und internationale Topathleten

an. Fürs Publikum die Gelegenheit,

die ausgelassene Stimmung der Ice-

Climbing-Szene hautnah mitzuerleben.

Am 25. und 26. Januar 2019.

www.iceandsound.com

Glacier Bike Downhill (6)

Die Downhill-Mountainbiker fahren am

16. März 2019 nicht über Stock und Stein,

sondern über Gletscher und Schnee und

bewältigen 1700 Höhenmeter.

www.saas-fee.ch/events

Allalin Rennen

Zum 37. Mal findet am 5. und 6. April 2019

die Volksabfahrt statt mit Fahrerinnen

und Fahrern aus ganz Europa, die sich in

verschiedenen Disziplinen messen.

www.saas-fee.ch/events

6. Saas-Fee Filmfest

Im Zentrum steht der Spielfilmwettbewerb

«Filme aus fünf Ländern» mit freiem,

eigenwilligem, innovativem Kino aus

der Schweiz und den Nachbarländern.

Vom 8. bis am 14. April 2019.

www.sfff.ch

5

3

62


2

4

6

63


Der Klub der Unternehmen Wallis fördert die intersektorielle Promotion eines innovativen und leistungsstarken

Wallis. Die Mitgliederunternehmen leisten mit ihrem Engagement einen Beitrag zur Entwicklung

des positiven Images des Wallis und dessen Positionierung als bedeutender Wirtschaftsstandort.

Mitglieder des Klubs der Unternehmen Wallis


In Zusammenarbeit mit dem Klub der Unternehmen

Epicuria: die

Genussmesse

FVS Group | Vom 23. bis am 27. November

ist Martigny die Destination für

Gourmets und Genussmenschen! Die

Messeorganisatorin FVS Group hat mit

dem Salon Epicuria ein neues Messeformat

für Amateure, Profis und Produzenten

entwickelt. Das Wallis hat mit

5000 Hektaren den grössten Weinanbau

der Schweiz und am meisten Produkte

mit den Qualitätslabels AOP und

IGP (Ursprungsbezeichnung) – ist also

prädestiniert für diese Messe. Mit unterschiedlichen

Veranstaltungen werden

die Interessen gebündelt. Spezialitäten

können degustiert werden, rund 40 Walliser

Winzer und Produzenten von Regionalprodukten

stellen Spezialitäten vor,

und am Grand Prix Joseph Favre kämpfen

sechs Kochtalente um das Urteil der

Jury unter dem Präsidium von Franck

Giovannini. www.salonepicuria.ch

Am Werk: Der

Furkatunnel

wird saniert. Er

verbindet das

Wallis mit dem

Kanton Uri.

Furkatunnel wird erneuert

Mehr Sicherheit | Es war ein Meilenstein,

als 1982 der Furkatunnel eröffnet wurde.

Er war und ist die einzige wintersichere

Verbindung zwischen dem Wallis und der

Innerschweiz und ist für die Bergregionen

wichtig. Auch der Tourismus profitiert bis

heute vom über 15 Kilometer langen Tunnel

– sei es der weltberühmte Glacier

Express, der St. Moritz und Zermatt verbindet,

oder aber die vielen touristischen

Ziele entlang der Strecke. Für die Matterhorn

Gotthard Bahn, die aus dem Zusammenschluss

der Furka Oberalp Bahn und

der BVZ Zermatt-Bahn hervorgegangen

ist, hat der Tunnel eine strategische Bedeutung.

Sie investiert deshalb 190 Millionen

Franken in die Tunnelerneuerung,

die bis 2026 abgeschlossen sein soll. Dieses

Jahr begannen die Hauptarbeiten mit

der Instandsetzung des Tunnelgewölbes,

anschliessend erfolgt die komplette Erneuerung

der Bahntechnik und zuletzt

der Einbau der neuen Tunnellüftung.

Da der Tunnel einspurig ist, finden die Arbeiten

fast ausschliesslich nachts statt.

www.matterhorngotthardbahn.ch

WIRTSCHAFT

Die Bank der Unternehmen

Foto Sedrik Nemeth; Illustration HO

Der Salon Epicuria in Martigny

will alle Sinne ansprechen.

Nur das

Feinste vom

Feinen

Geldgeber | Die Walliser Kantonalbank

(WKB) ist die Bank der Unternehmen:

536 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der

WKB haben der Walliser Wirtschaft 2017

eine direkte Wertschöpfung von 131 Millionen

Franken beschert. Das ergab eine

detaillierte Untersuchung. Die indirekte

Wertschöpfung, die durch sonstige Wirtschaftsakteure

infolge der Aktivitäten der

WKB erzeugt wird, beläuft sich auf 30 Millionen

Franken, was 233 Arbeitsstellen

entspricht. Im Jahr 2017 generierte jeder

Mitarbeitende der WKB eine Wertschöpfung

von durchschnittlich 283 000 Franken.

Das ist beinahe so viel wie der Durchschnitt

der Kantonalbanken und deutlich

mehr als der Durchschnitt des Schweizer

Bankensektors. 2017 überwies die Walliser

Kantonalbank öffentlich-rechtlichen

Körperschaften 54,2 Millionen Franken:

34,9 Millionen an Dividenden, 15,3 Millionen

an Steuern sowie 4 Millionen als

Entschädigung für die Staatsgarantie.

Die WKB gehört zu den grössten reinen

Walliser Grossunternehmen.

www.wkb.ch

65


Sternekoch Pierre Crepaud mit

einem «Herbstspaziergang» auf

dem Teller. Er leitet das Restaurant

vom Hotel und Spa Le Crans.

PORTRÄT

66


DIE HEIMAT

GEFUNDEN

Er ist Franzose, hat aber fast die Hälfte

seines Lebens in Crans-Montana verbracht.

Topkoch Pierre Crepaud liebt das Wallis und

zelebriert es auf dem Teller.

Text: Monique Ryser Fotos: Sedrik Nemeth

67


PORTRÄT

1

Pierre Crepaud kann nicht still

sitzen. Er begrüsst einen Gast

auf der Terrasse, setzt sich kurz,

rennt wieder davon, weil er ein Telefongespräch

führen muss, und dann findet

man ihn an der Weinbar des Restaurants

Mont Blanc, wo er zusammen mit seinem

Patissier Pierre-Alain Rouchon mit dem

Handy ein Dessert fotografiert. «Heute

muss man einfach auf Instagram präsent

sein», erklärt er. Mit ein paar Clicks stellt

er das Dessert, bestehend aus Schokolade-Eis-Pilzen

drapiert um einen Schokobaumstamm,

mit dem Titel «Herbstspaziergang»

auf die Bilderplattform.

17 Punkte im GaultMillau, seit 2015 ein

Michelin-Stern – Crepaud hat sich an die

Spitze gekocht. Aus purer Leidenschaft,

Freude und der Fähigkeit, all seine Talente

und sein Wissen mit immer neuen

Erfahrungen zu verbinden. Seit 2009

leitet er die Küche im Fünf-Sterne-Hotel

und Spa Le Crans in Crans-Montana.

Ausserhalb des Dorfes am Hang gelegen,

kann es von der Skipiste direkt angefahren

werden. Ruhig ist es hier oben,

friedlich, und die Sicht reicht nicht nur

auf alle Viertausender des Wallis, sondern

auch bis zum Montblanc und über

das ganze Rhonetal. «Mont Blanc» heisst

denn auch das Restaurant, das in einem

Halbrund mit grosser Fensterfront die

Aussicht ins Konzept miteinbezieht. Crepaud

lässt auch auf seiner Speisekarte

andere Disziplinen als Kulinarik einfliessen.

So hat er immer einen erklärenden

Text, um der aktuellen Karte einen

Rahmen zu geben. Die Gerichte selber

heissen beispielsweise «Ausserhalb gewohnter

Pfade» oder «Wenn der Ozean

ins Wallis kommt».

Zwischen Meer und Land ist die Basis

von Pierre Crepauds Küche. Aus Valence

(F) stammend, hat er seine Lehrund

Wanderjahre vor allem in Südfrankreich

absolviert mit einem Abstecher in

1 Pierre Crepaud

mit seinem

Sous-Chef Yannick Crepaux.

2 Kurz mal hingezaubert:

Variation mit Wild. 3 Degustation mit

seinem Freund und Winzer Ismaël Bonvin

von der Cave Tambourin in Corin.

4 Crepaud mit Metzger Serge

Mudry in der Boucherie

du Rawyl in Crans-

Montana.

68


die französischen Alpen. Dann kam das

erste Engagement in Crans-Montana.

Es sollte entscheidend sein. Denn Pierre

Crepaud will hier nicht mehr weg: «Ich

habe meine Frau hier kennengelernt,

wir haben uns ein Haus gebaut, unsere

Kinder gehen hier zur Schule. Von den

45 Jahren, die ich nun schon lebe, habe

ich 20 hier verbracht, und ich gedenke

nicht, je wieder wegzugehen. Das ist

meine Heimat.»

Hier hat er auch Freunde gefunden, die

wie er tief in der Region verankert sind

und das Wallis auch in ihren Berufen

leben. Winzer Ismaël Bonvin hat er über

seine zweite Leidenschaft, den Sport,

kennengelernt: Gemeinsam machen sie

Skitouren, besteigen Berge und rennen

über Stock und Stein. Für Pierre Crepaud

sind die täglichen Läufe zwischen

Mittags- und Abendservice schon fast

überlebenswichtig: «Jeder muss etwas

haben, um abschalten zu können. Für

mich ist das der Sport. Bei meinen täglichen

Läufen durch die Region denke ich

nicht an meinen Beruf – werde aber wohl

gerade deshalb immer wieder inspiriert.

Ich entdecke hier ein Kraut, da eine

Blume, die wir dann in unsere Menüs

einbauen.»

Seine Farbe ist Grün – deshalb hat er

sich gleich zu Beginn als Küchenchef

grüne Kittel machen lassen und trägt in

der Küche nur grüne Turnschuhe. Und

deshalb ist auf jedem Teller immer etwas

Grünes, fast immer gleich ums Haus geerntet

und entweder als geschmackliche

Dekoration eingesetzt oder zu einem Jus

oder einer Essenz verarbeitet. Das Wallis

mit seinem reichen Schatz an ur-

2 3

4

«Ich gedenke nicht,

wieder wegzugehen.

Das Wallis und

Crans-Montana sind

meine Heimat»

69


sprünglichen Produkten und Kulturen

weckt in ihm immer wieder den Erfindergeist.

Genau das verbindet ihn auch mit

Winzer Bonvin, der die Kellerei Tambourin

in Corin führt. «Er gibt sich nie mit

dem Bestehenden zufrieden und agiert

sehr dynamisch», erklärt Crepaud und

probiert mit seinem Freund den jungen

Wein. Lokale Gewächse werden im

«Le Crans» grossgeschrieben. «Wir

empfehlen immer Walliser Weine», sagt

Sommelière Sara Chaves-Guimaraes.

Auch im Offenausschank: Je 16 Rotund

Weissweine werden im Glas ausgeschenkt

– eine der grössten Auswahlen

im ganzen Kanton. Auch sonst legt

Chef Crepaud Wert auf Lieferanten

aus Crans-Montana und Umgebung. Das

Fleisch beispielsweise kauft er hauptsächlich

in der Dorfmetzgerei bei Serge

Mudry ein und geht auch gerne mal selber

vorbei. Ist Crepaud ein anspruchsvoller

Kunde? Mudry zögert kurz und

meint dann: «Nur wählerische Kunden

spornen die Lieferanten zu besten Leistungen

an.» Um dann stolz auf das Entrecôte

zu zeigen, das bereits einen Monat

am Knochen gereift ist. Der Chefkoch

klopft ihm auf die Schulter und erwähnt

einen weiteren Vorteil, wenn man sich

beim Gewerbe vor Ort eindeckt: «Serge

liefert immer. Auch sonntags oder

abends, wenn wir ein Problem haben.»

Im Restaurant Mont Blanc wird mehrmals

pro Woche die Karte gewechselt.

«Wir haben viele Kunden, die zwei bis

dreimal in der Woche kommen», begründet

der Chef. Ein Punktejäger sei er

nicht: «Mein Ziel ist, die 17 Punkte und

den einen Stern seriös und innovativ zu

1 Schon fast

ein Signature Dish:

die Zuckerwatte zum

Schluss der Mahlzeit. 2 So wirblig

Crepaud ist, in der Küche arbeitet

er mit ruhiger Exaktheit. 3 Crepaud freut

sich, wenn Nora und Tom von der

Schule kommen, und geht schon

mal mit ihnen zum Zvieri.

4 Jakobsmuschel

mit Mark und

Trüffeln.

PORTRÄT

1

2

Seine Tochter Nora

backt gerne.

Die Rezepte holt sie

sich bei Youtube –

nicht beim Vater

3

70


4

verteidigen. Konstante Küche auf hohem

Niveau ist eine Herausforderung.» Neue

Kreationen anzubieten mache ihm und

seinem Team grosse Freude. «Unsere

Gäste müssen zufrieden sein und von

unseren Gerichten überrascht werden.»

Als Boss sei er «cool», meint sein Sous-

Chef Yannick Crepaux, der bereits seit

15 Jahren an seiner Seite kocht. «Länger,

als wir beide verheiratet sind.»

Und was machen die beiden Kochkünstler

nun mit der Riesenzucchetti, die ihnen

ein Bauer heute morgen vorbeigebracht

hat? Ein Teil davon wird sicher ins

aktuelle Mittagsmenü eingehen, dass im

Restaurant seit zehn Jahren 55 Franken

kostet, 55 Minuten dauert und fünf Gänge

umfasst. «Ich liebe es, auf überraschende

Lieferungen von meinen Lieferanten

zu reagieren», meint Crepaud.

Bei allem Erfindergeist und aller Lust auf

Neues ist Crepaud konstant in einigen

Dingen: So ist das sanft mit nur 63 Grad

gekochte Bio-Ei auf der Vorspeisenkarte

mit «Zeitlos» betitelt – «unsere Kunden

lieben es». Auch die kulinarischen

Rätsel erfreuen sich grosser Beliebtheit:

Ziel ist, die Geschmackspapillen anzuregen

und raten zu lassen, welche Zutaten

verarbeitet wurden. Gleich bleiben wird

auch, dass immer ein Gourmet-Kindermenü

angeboten und am Ende der Mahlzeit

Zuckerwatte verteilt wird. «Meine

Kinder haben mich darauf gebracht.

Jetzt haben wir eine Profimaschine in

der Küche», so der Chef. Sind Kinder

unter den Gästen, dürfen sie sich die

Zuckerwatte gleich selber machen. In

der Zwischenzeit kochen seine Kinder

Tom, 10, und Nora, 14, ab und an auch für

ihn. Nora backt vor allem gerne. Hat

sie die Rezepte und das Savoir-faire vom

Vater? «Nein. Von Videos auf Youtube.»

Pierre Crepaud trägt es mit Fassung.

Und postet das nächste Bild auf

Instagram.

71


DEN WEG ALS

ZIEL EMPFINDEN

Bewusst das Reisen geniessen statt

bloss ein Ziel ansteuern. Die harmonische

und intensive Verbindung von Fahrer

und Fahrzeug auf atemberaubenden

Routen durchs Wallis entdecken. Wahre

Passion für neue Technologien trifft so

auf das Vergnügen zu reisen, wie es

ursprünglich gedacht war. Nicht zuletzt

einer der Gründe, warum Mazda Official

Partner der Grand Tour of Switzerland

ist. Und sich besonders gerne im Wallis

der Magie des wahren Reisens hingibt.

www.mazda.ch

DRIVE TOGETHER


SO NAH!

Näher, als man denkt: Die Walliser Berge sind von einem grossen Teil

der Schweiz aus in nur wenig mehr als drei Stunden erreichbar.

Besonders schnell gehts von der Deutschschweiz aus mit der Bahn durch

den Lötschberg-Basistunnel oder mit dem Autoverlad am Lötschberg.

Wer auf Genuss setzt, nimmt den «Lötschberger» der BLS und fährt

über die alte, landschaftlich spektakuläre Strecke.

Ovronnaz

Zürich 3:45 h 3:10 h

Bern 2:40 h 2:00 h

Luzern 3:50 h 3:00 h

Basel 3:50 h 3:00 h

Genf 2:40 h 2:10 h

Lausanne 2:00 h 1:30 h

Neuchâtel 2:45 h 2:10 h

Crans-

Montana

Zürich 3:10 h 3:15 h

Bern 2:05 h 2:05 h

Luzern 3:10 h 3:10 h

Basel 3:10 h 3:05 h

Genf 2:40 h 2:15 h

Lausanne 1:50 h 1:35 h

Neuchâtel 2:40 h 2:20 h

Leukerbad

Zürich 3:05 h 3:30 h

Bern 2:00 h 2:20 h

Luzern 3:10 h 3:10 h

Basel 3:10 h 3:20 h

Genf 3:05 h 2:20 h

Lausanne 2:20 h 1:40 h

Neuchâtel 3:05 h 2:25 h

Champéry

Zürich 3:50 h 2:40 h

Bern 2:45 h 1:30 h

Luzern 4:20 h 2:30 h

Basel 3:50 h 2:30 h

Genf 2:20 h 1:35 h

Lausanne 1:30 h 1:15 h

Neuchâtel 2:45 h 1:30 h

Riederalp

Zürich 2:50 h 2:40 h

Bern 1:40 h 2:20 h

Luzern 2:50 h 2:25 h

Basel 2:50 h 3:20 h

Genf 3:10 h 2:40 h

Lausanne 2:30 h 2:00 h

Neuchâtel 2:50 h 2:45 h

Infografik Laura Bendixen, Simona Guarino

Verbier Zermatt Saas-Fee

Zürich 3:30 h 3:15 h

Bern 2:30 h 2:05 h

Luzern 4:05 h 3:10 h

Basel 3:35 h 3:05 h

Genf 2:30 h 2:15 h

Lausanne 1:45 h 1:35 h

Neuchâtel 2:25 h 2:20 h

Zürich 3:10 h 3:45 h

Bern 2:05 h 2:30 h

Luzern 3:10 h 3:15 h

Basel 3:15 h 3:30 h

Genf 3:40 h 2:55 h

Lausanne 2:50 h 2:15 h

Neuchâtel 3:10 h 3:00 h

Zürich 2:50 h 3:45 h

Bern 1:50 h 2:30 h

Luzern 3:05 h 3:15 h

Basel 3:05 h 3:30 h

Genf 3:30 h 2:55 h

Lausanne 2:45 h 2:15 h

Neuchâtel 3:05 h 3:00 h

73


ANGEBOTE

WINTER-

SPECIALS

Foto David Carlier

Der Winter im Wallis geht einher mit

Schneesport und Gaumenfreuden. Erleben

Sie es selbst mit diesen Angeboten.

74


75

Der Trientgletscher in den Walliser

Alpen. Das Wallis hat die höchstgelegenen

Skigebiete der Schweiz.


SKISAFARI – DIE

GROSSE FREIHEIT

wallis.ch/skisafari

ANGEBOTE

Fotos Pascal Gertschen / Wallis Promotion, Frederic Huber / Wallis Promotion

Diesen Winter können Sie erstmals

das Package Skisafari im Wallis

buchen. Sie logieren dabei zentral

und geniessen mit dem Skipass

«Snowpass Flexdays 4/6» freien

Zugang zu allen Skipisten des Wallis.

Ein Angebot, mit dem Sie täglich

neue Skigebiete entdecken und

Ihren Aufenthalt ganz nach Ihrem

Geschmack, den Schneebedingungen

und der aktuellen Wetterlage

gestalten können.

wallis.ch/skisafari

Package Skisafari

Hotel & Skipass

Das Package der Walliser Skisafari

beinhaltet fünf Übernachtungen in einem

zentral gelegenen 3*- oder 4*-Hotel mit

Frühstück und den Skipass «Snowpass

Flexdays 4/6» für vier Tage. Das Ganze ist

frei wählbar während eines sechstägigen

Aufenthalts mit jeweils einem Skitag pro

Skigebiet.

Angebot: 5 Übernachtungen in

einem zentral gelegenen 3*- oder

4*-Hotel inkl. Frühstück,

Skipass «Snowpass Flexdays» für 4 Tage

Gültig: 22. Dezember 2018 bis

21. April 2019

Preis: Ab CHF 1285.– für 2 Personen

Das sind Ihre Vorteile:

• Eine grosse Vielfalt an Skigebieten

während Ihres Aufenthalts

• Kleine, aber feine Skigebiete

und international renommierte

Wintersportdestinationen

• Garantierte Schneesicherheit dank

Höhen von 1500 bis 3883 Metern

• Legendäre Abfahrten mit bis zu

25 Kilometern Länge

• Eldorado für Freerider mit zahlreichen

gesicherten Strecken

• Höchstens 2 Stunden Reisezeit

zwischen den Gebieten

Praktische Informationen & Buchung

Buchen Sie online über wallis.ch/skisa fari

(ab Mitte November 2018). Dort sind auch

die Pistenpläne hinterlegt, und Sie haben

Zugang zu den Webcams und aktuellen

Wetterprognosen sowie weiteren praktischen

Informationen zu den Angeboten.

76


Skisafari durchs Wallis

Grosse Auswahl

Diese Karte zeigt die Skigebiete, die bei

der Skisafari mitmachen: Für alle ist

etwas dabei, die Auswahl umfasst das

ganze Kantonsgebiet und alle bekannten

Skiregionen.

Conches

Münster

Lauchernalp

Wiler

Aletsch Arena

Fiesch

Bettmeralp

Bellwald

Les Portes du Soleil

Torgon

Morgins

Champoussin

Les 4 Vallées

Sion

Leukerbad

Crans-Montana

Anzère

Sierre

Nax –

Chandolin

Mont-Noble

Vercorin

Nax

St-Luc

Jeizinen

Eischoll Bürchen

Unterbäch

Törbel

Visp

Belalp

Blatten

Brig

Visperterminen

Staldenried

Gspon

Riederalp

Rosswald

Rothwald

Les Crosets

Champéry

Les Marécottes

Ovronnaz

Martigny

Veysonnaz

Haute-Nendaz

Thyon

La Tzoumaz

Verbier

Evolène

Grimentz

Zinal

Grächen

St. Niklaus

Saas-Tal

Saas-Balen

Saas-Grund

Saas-Fee

Saas-Almagell

Bruson

Pass St-Bernard

Zermatt-Matterhorn

Champex-Lac

Arolla

Zermatt

Vichères

La Fouly

77


WINTERSPORT &

GAUMENFREUDEN

wallis.ch/kulinarik

ANGEBOTE

Fotos Christian Hofmann, Pascal Gertschen, Foto Walter

1

Schneesport macht hungrig. Und

nach vielen Aktivitäten haben Sie

sich eine genussvolle Pause redlich

verdient. Weshalb also nicht gleich

Action und Genuss miteinander

verbinden? Das Wallis ist Heimat

von feinen Regionalprodukten

wie dem Walliser Raclette AOP,

dem Roggenbrot AOP oder dem

Trockenfleisch IGP und herrlichen

Weinen. Bei diesen Erlebnissen

stehen nebst aktivem Vergnügen

auch Gaumenfreuden im Zentrum.

wallis.ch/kulinarik

1 Wenn

die Sonne aufgeht,

sind die Tourengänger

in Morgins schon am Ziel.

2 In Grimentz und St. Luc lernt man

echtes Walliser Roggenbrot backen.

3 Immer freitags bieten die Bergbahnen

Visperterminen Schlittlern

eine Extrafahrt am

Abend an – Fondue

inbegriffen.

Sion & Wine Tour

Gönnen Sie sich eine Auszeit von der

Skipiste, und entdecken Sie die Walliser

Hauptstadt Sion mit ihren historischen

Bauwerken, ihrer Kunst und Kultur in

einer Stadtführung der besonderen

Art. Inmitten dieser eindrücklichen

Szenerie lernen Sie in Begleitung eines

einheimischen Führers die Vielfalt der

Walliser Weine kennen. Während der

Degusta tion an exklusiven Orten erhalten

Sie zudem Einblicke in die über

7000-jährige Geschichte von Sion.

Nach einem reichhaltigen Mittagessen

in der charmanten Altstadt folgt der

Besuch der ältesten Orgel im Schloss Valeria.

Oder aber eine Wanderung entlang

der Suone von Clavau, die einen

einmaligen Ausblick über das Rhonetal

bietet.

Gültig: Bis April 2019 (vorherige

Reservation notwendig)

Preis: CHF 89.– pro Person,

10 % Rabatt bei der Buchung

des RailAway-Kombi-Angebots

Reservation: Sion Tourismus,

Tel. 027 327 77 27,

www.siontourisme.ch

Gourmet-Langlauf

Oberwald

Das Obergoms ist bekannt für seine

schier unendlichen Loipen. Und überall

2

warten Restaurants mit grossartiger Küche.

Warum also nicht beides kombinieren?

Drei Gänge und zwanzig Loipenkilometer:

Das hat der Käufer dieses

Sport-Gourmet-Angebots zu leisten.

Spätester Start ist um 11 Uhr in Oberwald.

Dann warten verschiedene Restaurants

an der Loipe mit feinen Vorspeisen.

Ein paar Stockeinsätze weiter sollten

diese verdaut sein; es geht zum

Hauptgang. Und das Dessert versüsst

nach wenigen weiteren Kilometern diesen

kulinarischen Sportausflug. Die verbrannten

Kalorien sind mit einheimischer

Kost wieder getankt – und viel frischer

Gommer Luft.

Gültig: Mitte Dezember 2018 bis

Mitte März 2019

Preis: Ab CHF 70.– pro Person

Reservation: Obergoms Tourismus AG,

Tel. 027 974 68 68,

www.obergoms.ch

Skitour vor dem Frühstück

Morgins

Erlebnis der besonderen Art für Frühsportler:

Im Morgengrauen geht es auf

Tourenski gut 500 Höhenmeter hinauf.

Zum Lohn wartet ein leckeres Frühstück.

Dieses Erlebnis könnte Morgenmuffel

umstimmen. Zunächst gilt es, gut neunzig

Minuten den speziell markierten Pfad

für Tourenskifahrer zu erklimmen. Oben

78


3

angekommen lacht einem die Morgensonne

ins Gesicht. Der Lohn für die frühen

Anstrengungen ist hier nicht nur die

mit Muskelkraft verdiente Fahrt ins Tal.

Auf halbem Weg wartet ein Frühstück

mit lokalen Produkten auf die Tourengänger.

Wer dann noch Kraft hat, steigt

auf einem weiteren der sechs Tracks des

Rando-Parks von Morgins auf oder hängt

einen Tag auf den Pisten an.

Gültig: Mittwochs (während

des Winterbetriebs)

Preis: CHF 50.– pro Person

(Bergführer und Frühstück inbegriffen)

Reservation: Morgins Tourismus,

Tel. 024 477 23 61,

www.morgins.ch

Kulinarisches Schlitteln

Visperterminen

Ein Fondue, gemütliche Geselligkeit in

der Alphütte und eine nächtliche Schlittenabfahrt:

Viel besser kann ein Winterabend

nicht werden. Immer freitags

bieten die Bergbahnen Visperterminen

eine Extrafahrt am Abend an. Diese

führt einen zur Mittelstation Giw auf

fast 2000 Metern über Meer. Hier lädt

das gleichnamige Bergrestaurant mit

seiner einladenden Atmosphäre zu einem

gemütlichen Abendessen an der

Wärme ein. Gestärkt vom Fondue folgt

dann das nächste Highlight: eine sieben

Kilometer lange nächtliche Abfahrt auf

dem Schlitten runter ins Tal.

Gültig: Freitagabends, 19.15 Uhr,

Talstation Giw (während

des Winterbetriebs)

Preis: CHF 31.– pro Person

(für Bahnticket und Fondue)

Reservation: Heidadorf Visperterminen,

Tel. 027 946 32 46,

www.heidadorf.ch

Traditionelles Walliser Roggenbrot

backen

Grimentz und Saint-Luc

Ein Roggenbrot nach traditioneller Art

formen und im historischen Backhaus

backen – diese Aktivität der besonderen

Art steht in Grimentz und in Saint-Luc

wöchentlich auf dem Programm. Im

Wallis wird Roggen seit Jahrhunderten

angebaut, und das Backen von Roggenbrot

ist ein fester Bestandteil der überlieferten

Walliser Tradition. Mit seiner

Berglandschaft und seinen extremen

Temperaturen hat das Wallis günstige

Voraussetzungen für den Roggenanbau.

Früher stellte man Roggenbrot her,

das meh rere Monate lang aufbewahrt

werden konnte: Man feuerte im öffentlichen

Backhaus des Dorfes zwei- bis

dreimal im Jahr ein, und die Dorfbewohner

konnten dort ihren Brotvorrat backen.

Heute wird diese Tradition mit

79

der in Grimentz und in Saint-Luc angebotenen

Aktivität «Roggenbrot backen»

wieder lebendig.

Gültig: Vom 20. Dezember 2018

bis am 19. April 2019

Grimentz: Jeden Donnerstag, 17 Uhr

Saint-Luc: Jeden Freitag, 17 Uhr

Preis: CHF 15.– für Erwachsene,

CHF 12.– für Kinder

Reservation: Val d’Anniviers Tourisme,

www.valdanniviers.ch

Grimentz: Tel. 027 476 17 00

Saint-Luc: Tel. 027 476 17 10

So wird Raclette-Käse gemacht

Turtmann

Die Turtmänner Käser lassen sich liebend

gern ins «Chessi» gucken. Zumal sie täglich

tatkräftig anpacken, um die frische,

würzige Bergmilch behutsam zum unverkennbaren

Raclette-Käse zu verarbeiten.

Wie das geht und was es dazu braucht,

erfahren die Besucher im ersten Stock

der modernen Schaukäserei, wo jährlich

320 Tonnen Raclette Wallis 65 entstehen.

Gültig: Montag bis Samstag,

8 bis 11 Uhr

Preis: Gratis respektive

nur für Gruppen kostenpflichtig

Reservation für Gruppen:

Schaukäserei Turtmann,

Tel. 027 932 23 10,

www.augstbordkaeserei.ch


LERNEN VON DEN PROFIS –

BEGLEITETE ERLEBNISSE

wallis.ch

ANGEBOTE

Fotos Lorenz Richard / Schweiz Tourismus, Wallis Promotion

Lust, etwas Neues auszuprobieren?

Bei diesen Schneesport-Angeboten

werden Sie von Profis begleitet und

instruiert. Sei es Skifahren lernen,

die ersten Sprünge in der Halfpipe

machen, auf einer Skitour in

unberührte Natur eintauchen oder

durch den Pulverschnee gleiten –

der Wintersport ist im Wallis zu

Hause. 2000 Kilometer Skipisten,

gesicherte Freeride-Hänge,

Snowparks und neuerdings auch

Skitouren-Tracks stehen Ihnen

zur Verfügung.

2

Skifahren lernen in 3 Tagen

Diverse Orte

Mit diesem Angebot der Schweizer Skischulen

fahren Sie vier Stunden Ski pro

Tag an drei Tagen im Privatunterricht.

Nach diesen zwölf Unterrichtsstunden

sollten Sie eine blaue Piste mit paralleler

Skistellung herunterfahren können.

Können die Schneesportlehrenden das

Versprechen nicht einhalten, bieten die

Schweizer Skischulen einen kostenlosen

Wiederholungskurs an. Das Angebot

richtet sich an erwachsene Anfänger

und Wiedereinsteiger und ist in den

Schweizer Skischulen folgender Walliser

Destinationen buchbar: Anzère, Crans-

Montana, Fiesch, Grimentz-Zinal, La

Tzoumaz, Leukerbad, Nendaz, Saas,

Saas-Fee, Verbier und Zermatt.

Angebot: 4 Stunden Skiunterricht

im Privatunterricht an 3 aufeinanderfolgenden

Tagen

Gültig: Wintersaison 2018/2019

Preis: Tarif der Schweizer Skischule

vor Ort

Reservation: www.swiss-ski-school.ch

Freeriden mit Richard Amacker

Veysonnaz

Bereit für eine gehörige Portion Adrenalin?

Der professionelle Freerider Richard

Amacker führt Sie zu den besten Abfahrten

abseits der Pisten der 4 Vallées, einem

der grössten Skigebiete der Schweiz.

Wer die wirklich guten Tiefschneehänge

befahren will, hält sich am besten an

einen Einheimischen. Bei diesem Erlebnis

garantiert Ihnen der professionelle

Freerider Richard Amacker, dass die

Suche nach perfektem Pulverschnee

erfolgreich endet. Seine langjährigen

Erfahrungen abseits der Pisten sorgen

für einen Tag mit Nervenkitzel – ohne dabei

die Sicherheit ausser Acht zu lassen.

Gültig: Ganztags am 22. und

31. Dezember 2018 sowie

am 7. Januar 2019

Preis: CHF 99.– pro Person

(Material, Mittagessen und Skipass

sind nicht inbegriffen), mindestens

vier Teilnehmer

Reservation: Veysonnaz Tourisme,

Tel. 027 207 10 53,

www.veysonnaz.ch

Freestyle-Training

mit dem Pro Ovronnaz

Rotationen in der Luft, Landung rückwärts,

elegantes Rutschen über Geländer

und Boxen: Der Freestyle-Skifahrer

Flo Bruchez zeigt den Kids, wies geht.

Mit seinem Freestyle-Können hat er

schon mehrere Wettbewerbe gewonnen.

Nun gibt er sein Wissen an die Jungen

weiter. Wie schaffe ich eine Drehung

mehr beim Sprung über den Kicker?

Wie fahre ich korrekt auf ein Rail zu?

Im Snowpark von Ovronnaz können Ju-

80


1

gendliche zwischen 10 und 18 Jahren von

seinen Erfahrungen profitieren und ihre

Trickkiste dank der Hilfe des Profi-Skifahrers

erweitern.

Gültig: Daten auf www.ovronnaz.ch

verfügbar

Preis: Begleitung ist kostenlos,

Skipass und Verpflegung gehen

zulasten der Teilnehmer

Reservation: Ovronnaz Tourisme,

Tel. 027 306 42 93,

www.ovronnaz.ch

Einführung ins Skitourenfahren

Val d’Hérens

Auf einer Skitour tauchen Sie in eine unberührte

Winterwelt ein und erkunden

die Natur in ihrer winterlich verschlafenen

Ruhe. Unweit von Sion bietet das Val

d’Hérens mit seiner zauberhaften Landschaft

dafür unzählige Möglichkeiten. Ein

ortskundiger Bergführer zeigt Neulingen

Tipps und Tricks und lehrt sie den Umgang

mit den nötigen Sicherheitsgeräten.

Tourenplanung und Lawinenschaufel

sind nach diesem Erlebnis kein Fremdwort

mehr, und das Wintervergnügen ist

um eine neue Dimension erweitert.

Gültig: Vom 20. Dezember 2018

bis am 20. April 2019

Preis: CHF 65.– pro Person

Reservation: Val d’Hérens Tourisme,

Tel. 027 281 28 15,

www.valdherens.ch

81

1 Drei Tage

mit je vier Stunden

privatem Skiunterricht:

Dieses Angebot der Schweizer

Skischulen richtet sich an erwachsene

Anfänger – mit Gelinggarantie. 2 Skifahren

mit Freerider Richard Amacker: im

Dezember 2018 und Januar 2019

in Veysonnaz. In Ovronnaz

geht Flo Bruchez mit

den Kids auf die

Piste.


Kultur, Sport & Brauchtum

Im Wallis ist immer etwas los. Eine Übersicht über

die vielfältigen Veranstaltungen und Events.

www.wallis.ch/event

AGENDA

November

Epicuria – Messe für Gourmets

23. bis 27. November, Martigny.

Degustieren, Entdecken, Lernen.

www.salonepicuria.ch

Grand Prix Joseph Favre

25. November, Martigny.

Hochkarätiger Kochwettbewerb.

www.gpjosephfavre.ch

Polaris Festival

29. November bis 2. Dezember,

Verbier. Electronic Music Festival.

www.polarisfestival.ch

Dezember

Course Titzé de Noël

8. Dezember, Sion. Ältester

Stadtlauf und Trail des Châteaux.

www.coursedenoel.ch

Januar

Verrückte Volksabfahrt Belalp-Hexe

12. bis 19. Januar 2019, Belalp.

Neu mit Kulinarik-Abfahrt!

www.belalphexe.ch

Famigros Ski Day in Morgins

13. Januar 2019, Morgins. Ein Familientag

auf der Piste mit Plauschrennen.

www.famigros-ski-day.ch

FIS World Snow Day

20. Januar 2019, Aletsch Arena. Weltweite

Aktion: Kinder in den Schnee!

www.aletscharena.ch

Ice Climbing World Cup

25. und 26. Januar 2019, Saas-Fee.

Über 100 Spitzenathleten im Ice-Dome.

www.iceandsound.com

Februar

Internationaler Gommerlauf

23. und 24. Februar 2019, Obergoms.

Langlauf-Marathon, -Halbmarathon,

Schüler, Mini und Special Olympics.

www.gommerlauf.ch

Audi FIS-Damen-Weltcuprennen

23. und 24. Februar 2019, Crans-

Montana. Abfahrt und Kombination.

www.skicm-cransmontana.ch

März

Nendaz Freeride

8. bis 20. März 2019, Nendaz. Elite,

Junioren, Amateure im Pulverschnee.

www.nendazfreeride.ch

Audi FIS SX & SBX Weltcup-Finale

15. bis 17. März 2019, Sion-Veysonnaz.

Ski Cross & Snowboard Cross.

www.worldcupveysonnaz.com

Glacier Bike Downhill

16. März 2019, Saas-Fee. Downhill-

Mountainbiker auf dem Gletscher.

www.saas-fee.ch

Rock the Pistes Festival

17. bis 23. März 2019, Portes du Soleil.

Konzerte auf der Piste und in Dörfern.

www.rockthepistes.com

Xtreme Verbier

23. bis 31. März 2019, Verbier.

Das Finale der Freeride World Tour.

www.freerideworldtour.com

Patrouille des Aiguilles Rouges

24. März 2019, Arolla–Evolène.

Paarweise per Ski von Arolla nach

Evolène.

www.aiguilles-rouges.ch

April

Volksabfahrt Allalin Rennen

5. und 6. April 2019, Saas-Fee.

Neun Kilometer, 1800 Höhenmeter.

www.allalin-rennen.ch

Zermatt Unplugged

9. bis 13. April 2019, Zermatt.

Rockstars unter dem Matterhorn.

www.zermatt-unplugged.ch

Caprices Festival

11. bis 14. April 2019, Crans-Montana.

Elektro, House und Techno.

www.caprices.ch

Mai

Finale der Eringerkühe

4. und 5. Mai 2019, Sion.

Nationales Finale der Eringerrasse.

www.finalenationale.ch

ausstellungen

Fondation Gianadda

Bis 13. Januar 2019, Martigny. Soulages –

Retrospektive. 8. Februar bis 16. Juni

2019 Degas, Cézanne, Monet, Renoir,

Gauguin, Matisse ...

www.gianadda.ch

Alpen und Eis im Le Pénitencier Sion

Mémoire de glace, bis 3. März 2019. RISK,

Risiken des Alpenraums, bis 6. Januar 2019.

www.musees-valais.ch

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wallis.ch

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