WALLIS Magazin - November 2018

valais

die französischen Alpen. Dann kam das

erste Engagement in Crans-Montana.

Es sollte entscheidend sein. Denn Pierre

Crepaud will hier nicht mehr weg: «Ich

habe meine Frau hier kennengelernt,

wir haben uns ein Haus gebaut, unsere

Kinder gehen hier zur Schule. Von den

45 Jahren, die ich nun schon lebe, habe

ich 20 hier verbracht, und ich gedenke

nicht, je wieder wegzugehen. Das ist

meine Heimat.»

Hier hat er auch Freunde gefunden, die

wie er tief in der Region verankert sind

und das Wallis auch in ihren Berufen

leben. Winzer Ismaël Bonvin hat er über

seine zweite Leidenschaft, den Sport,

kennengelernt: Gemeinsam machen sie

Skitouren, besteigen Berge und rennen

über Stock und Stein. Für Pierre Crepaud

sind die täglichen Läufe zwischen

Mittags- und Abendservice schon fast

überlebenswichtig: «Jeder muss etwas

haben, um abschalten zu können. Für

mich ist das der Sport. Bei meinen täglichen

Läufen durch die Region denke ich

nicht an meinen Beruf – werde aber wohl

gerade deshalb immer wieder inspiriert.

Ich entdecke hier ein Kraut, da eine

Blume, die wir dann in unsere Menüs

einbauen.»

Seine Farbe ist Grün – deshalb hat er

sich gleich zu Beginn als Küchenchef

grüne Kittel machen lassen und trägt in

der Küche nur grüne Turnschuhe. Und

deshalb ist auf jedem Teller immer etwas

Grünes, fast immer gleich ums Haus geerntet

und entweder als geschmackliche

Dekoration eingesetzt oder zu einem Jus

oder einer Essenz verarbeitet. Das Wallis

mit seinem reichen Schatz an ur-

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«Ich gedenke nicht,

wieder wegzugehen.

Das Wallis und

Crans-Montana sind

meine Heimat»

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