Dompfarrbrief 3/2018

SigridStadler

Pfarrbrief der Dompfarre Linz

Mariazell - ein Rückblick

Ich bin jetzt zum zweiten Mal nach

Mariazell gegangen. Das Wetter hat

dieses Jahr nicht so mitgespielt, so

hatten wir einen verregneten Donnerstagabend

und Freitagvormittag.

Die Strecke hat mir, wie schon beim

letzten Mal, landschaftlich gut gefallen

und für mich war es auch schöner,

dass mit Felix und Jakob zwei

weitere junge Leute mitgegangen

sind.

Überhaupt kommt man bei der Wallfahrt

sehr gut mit anderen Menschen

ins Gespräch. Beim nächsten Mal

werde ich auf jeden Fall wieder mitgehen.

Noah Wittendorfer

Ich bin zum ersten Mal bei der Wallfahrt

mitgegangen und war der Jüngste.

Ich fand mich sehr gut in der

Gruppe ein, da auch mein Freund

Noah und Jakob mit waren und man

sich auch mit den anderen Leuten

gut unterhalten konnte.

Für mich war es eine schöne Erfahrung

und es hat mir sehr gut gefallen.

Felix Lipa

Wallfahrt ohne regen ... das geht ja gar nicht!

Es war dies meine erste Wallfahrt

und ich ging unvoreingenommen in

diese Woche. Nach Abschluss meines

ersten Studienabschnittes war es für

mich ein passender Zeitpunkt, bewusst

Danke zu sagen für die vielen

guten Dinge, die mir in meinem

Leben geschehen sind.

Das beinahe 150 km entfernte Ziel,

Mariazell, verband unsere Pilgergruppe,

die sich aus unterschiedlichen

Charakteren zusammensetzte,

die sich mit unterschiedlichen Anliegen

und Bitten auf die Reise machten.

Einige Personen unserer Gruppe

kannte ich, manche nur vom Sehen,

andere noch gar nicht. Mit Fortdauer

unseres gemeinsamen Weges konnte

wir untereinander viel reden, denn

Zeit genug hatten wir auf unsere

Wanderschaft durch die wunderschönen

Natur. Es bildete sich eine Gemeinschaft,

die vom Schüler bis zur

Pensionistin reichte. Sich in dieser

großen Gruppe Mariazell zu nähern

ist ein Gefühl, das mir in Erinnerung

bleiben wird.

Jakob Raschhofer

Foto: Bettina Wittendorfer

Ein besonderer

Heiliger …

Hl. Mauritius

und seine Gefährten

frz.:Maurice/deutsch: Moritz

Mauritius war nach der Überlieferung

Ende des 3. Jhdts Hauptmann

der Thebäischen Legion, die zu

einem großen Teil aus Christen bestand.

Auf Befehl des Kaisers Maximian

sollten die Soldaten gegen ihre

christlichen Kameraden vorgehen.

Als sie sich weigerten, wurde jeder

Zehnte getötet („dezimiert“). Die

Verbliebenen widersetzten sich weiterhin,

bis alle hingerichtet waren.

Das Massaker soll zwischen 280 und

305 im Lager bei Agaunum (Wallis,

Schweiz) stattgefunden haben.

Der Kult des hl. Mauritius und seiner

Gefährten begann um 380, als

Bischof Theodor von Octodurum

(Martinach, Schweiz) die Gebeine

der Märtyrer erheben und darüber

eine Kirche bauen ließ. Aus der Gedenkstätte

entwickelte sich die Abtei

von Saint-Maurice als Wallfahrtsort,

an dem man Krankenheilungen

beobachtete. Der größte Förderer

war im 6. Jhdt. der Burgunderkönig

Sigismund, der 515 die Abtei Saint-

Maurice gründete.

962 bestätigte der Papst das Fest. Als

Reliquie verehrten die Kaiser die

„heilige Lanze“ (Mauritiusspeer),

die sie bei Schlachten mitführten.

Das Heiligengedächtnis wird seit

dem 4. Jhdt. (als die Legende niedergeschrieben

wurde) am 22. September

begangen.

Darstellungen zeigen Mauritius

als Ritter, mit einer

Fahne, zu Fuß oder reitend,

als Mohren.

Der hl. Mauritius ist der Patron

der Färber, Glasmaler,

Hutmacher, Kaufleute, Messerschmiede,

Soldaten, Waffenschmiede,

Wäscher,

Weber, Weinstöcke

Foto: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon

Quellennachweis:

https://www.heiligenlexikon.de

Hl. mauritius (maurice, moritz)

Gedenktag: 22. September

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