Berlin 24-Das Magazin Ausgabe 30

Berlin.Fernsehen

Viel Spaß mit der Ausgabe 30 - Berlin 24 Magazin - Themen : Hotel Atlanic Hamburg , King Ralph Berlin , 5 Sterne Hotel in Ungarn , Lufthansa der 30 Jahre , Bar Convent 2018 , Otto- Ausstellung in Hamburg , Jesse Cole´s neues Album , Hall of Fame im Sennheiser Store Berlin Der Buddy Bär Berlin , Ist das Leben , Lebenswert , Deutscher Meister im Fechten -Rolli-FahrerHolger bring Gold mit nach Berlin , die kleine Philharmonie Berlin

Berlin - Dresden - Hamburg - Düsseldorf - Köln

Dez. 2018 bis Feb. 2019


Inhaltsangabe Berlin 24 Das Magazin Nr. 30

Hotel Atlantic

Hamburg

Schloss Hertelendy

Schloss Hertelendy

Lufthansa 30er Jahre BCB 2018

Otto - Die Ausstellung


Jesse Cole

Hall of Fame Berlin

Musikmuseum

„Lebenswert“

Holger Kratzat

Buddy Bär

Buddy Bär

Beelitzer

Heilstätten


WILLKOMMEN IM „WEIßEN SCHLOSS AN DER ALSTER“

Am Ufer der Außenalster prägen Schwäne, Segelboote und prächtige Villen das Bild. An den

Landungsbrücken erlebt man authentisches Hafenflair, majestätische Ozeangiganten und

Möwengelächter heißen die Gäste willkommen in der Hansestadt. Hamburg, heute wie damals

Tor zur Welt, ist mit 1,8 Millionen Einwohnern Deutschlands zweitgrößte und wohlhabendste

Stadt.

Mit mehr Brücken als Venedig, der spektakulären HafenCity, exklusiven Shoppingpassagen,

MusicalWelterfolgen, trendigen Restaurants und mehr als 50 Museen bietet die Metropole des

Nordens ein so vielfältiges und abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, dass ein

Wochenende kaum ausreicht, um alles Sehenswerte zu entdecken. Im legendären Stadtviertel

St. Pauli wartet die wohl sündigste Meile der Welt, die Reeperbahn... Hamburg – lebendig,

kontrastreich, inspirierend.


Hier – inmitten der Hansestadt – befindet sich das Hotel Atlantic Kempinski Hamburg. Am 2. Mai

1909 als klassisches Grandhotel für die Erste-KlassePassagiere berühmter Luxusliner eröffnet,

ist es weit mehr als ein Hotel: Die Geschichte und Gästeliste des legendären Hamburger

Traditionshauses spiegeln seine Verbindung zum gesellschaftlichen Leben der Hansestadt

wider. Heute zählt der weiße Prachtbau, auch bekannt als das „Weiße Schloss an der Alster“, zu

den Wahrzeichen Hamburgs. Ob als Reiseziel für Weltstars oder als Filmkulisse für James Bond

(„Der Morgen stirbt nie“) – das Atlantic ist eine Institution.

Rund zweieinhalb Jahre nach Beginn der umfassendsten Renovierungsarbeiten, die das

denkmalgeschützte Traditionshaus an Hamburgs Außenalster in über 100 Jahren

Hotelgeschichte erlebt hat, läutet das Hotel Atlantic Kempinski Hamburg 2012 eine neue Ära ein.

Sämtliche 221 Zimmer, davon 33 luxuriöse Suiten, präsentieren sich kernsaniert und in völlig

neuem Kleid.


Dem Wertekanon „Individualität, Tradition und Inspiration“ folgend, behauptet das Fünf-

SterneSuperior-Haus seither wieder seinen Platz unter den führenden Luxushotels der Stadt und

der Welt. Das Zusammenspiel von höchsten Servicestandards, stilvoller Grandhotel-Kultur und

authentischem Charme macht das Hotel Atlantic Kempinski Hamburg zu einer der ersten

Adressen für anspruchsvolle Geschäfts- und Privatreisende. Durch seine zentrale Lage am Ufer

der Außenalster, nur wenige Gehminuten von Hauptbahnhof, Innenstadt und Messegelände

entfernt, ist das Hotel Atlantic zudem perfekter Ausgangspunkt für Business- und

Freizeitaktivitäten in der Hansestadt.

Ein Wahrzeichen, so lebendig wie charismatisch; ein Ort für Menschen und Begegnungen, für

hanseatische Kultur und Lebensart im Herzen der Stadt – seit über 100 Jahren.


ZIMMER UND SUITEN

Mit seinen neuen Räumlichkeiten präsentiert das Hotel Atlantic Kempinski Hamburg eine neue

Definition von individuellem Luxus, welcher einen modernen Zeitgeist mit Sinn für Tradition und

Wertigkeit kombiniert.

Mondän, hanseatisch, zeitlos elegant – die Atlantic Wohnwelten setzen auf klassische, maritime

Komponenten und zeitgenössisches europäisches Design. Edle Teppiche und Seidenstoffe,

hochwertige Materialien, wie Makassar Ebenholz, Murano Glas und Carrara Marmor, bestimmen

das Interieur, kombiniert mit moderner Kunst und Designermöbeln. Insgesamt 254

Originalkunstwerke der Hamburger Künstler Heinke Böhnert und Carsten Westphal wurden

eigens für die Räumlichkeiten geschaffen.

Die in Nuancen variierenden Farb- und Dekorwelten auf den vier Etagen sind von prägenden

Stilepochen, wie der Belle Époque oder dem Art déco, inspiriert – eine dezente Hommage an

Hamburg, das Tor zur Welt. Die 188 geräumigen Zimmer und 33 luxuriösen Suiten bieten ein

Wohnambiente auf höchstem Grandhotel-Niveau, eine Deckenhöhe von bis zu vier Metern sorgt

für ein Gefühl der Großzügigkeit in allen Zimmerkategorien, in vielen Räumen sind historische

Stuckelemente erhalten.


DIE PRÄSIDENTENSUITE

Ein Kleinod hanseatischer Eleganz und lebendiger Tradition direkt unter dem Wahrzeichen des

Hauses, der von Karyatiden getragenen Weltkugel. In diesem exklusiven Appartement über den

Dächern der Hansestadt wohnten stets die honorigen Gäste des Hauses: Persönlichkeiten wie

Dr. Henry A. Kissinger, S.E. Wladimir Semjonow oder Neil Armstrong.

Die großzügigen Räumlichkeiten bestechen nicht allein durch edelste Ausstattung und höchsten

Wohnkomfort, sondern vor allem durch einen unvergleichlichen Panoramablick über die Stadt –

von der Außenalster bis zur HafenCity. Eine neue Definition von individuellem Luxus: Die

Einrichtung mit ausgesuchten Stücken europäischer Designer fügt sich in ein harmonisches

Ambiente mit modernem Zeitgeist ein.

Weitere Ausstattungsmerkmale: Historische Stuckelemente und Holzvertäfelungen an Wänden

und Decken, Kamine mit Spiegelelementen, handgefertigte Teppichböden, luxuriöse Rubelli

Seidenvorhänge, hochwertige Einzelstücke, Swarovski Kristalllüster, Audio- und TV-Systeme der

Marke Bang & Olufsen, Küche aus dem Hause Bulthaup.

Die „Atlantic Suite“ kann auf bis zu 245 Quadratmeter und fünf Räume (mit Verbindungstüren und

eigenem Flur) erweitert werden. Sie umfasst zwei Vollbäder aus Nero Marquina Marmor mit

Rainshower, drei separate Gäste-WCs, zwei Master Bedrooms, zwei Wohnräume, einen

Dining/Conference Room sowie eine Pantry Küche.

HISTORISCHE MEILENSTEINE UND

PROMINENTE GÄSTE

IN AUSGABE 31


Hamburg Medley 2018

Hamburg Medley 2018


Ralph Kartelmeyer hat nicht nur das Berlin24

Magazin, Berlin24 TV und Berlin24 Radio, er hat

auch eine große Leidenschaft - die Musik. 2012

wurde von ihm die Ausstellung Hall of Fame

Berlin eröffnet. Mit seinen Goldenen Schallplatten

aus über 40 Jahren Musikgeschichte und einen

großen Musik-Event zur Vernissage in der

Galerie Berlin Avantgarde.

Berlin24, Berlin Avantgarde, Musk Ming und

LightGeist Records sind wie eine große Familie.

Der Wunsch nach eigener Musik wurde für Ralph

in der „Familie“ besprochen und umgesetzt.

Zuerst wurden Coverversionen im Studio aufgenommen.

Musik aus den Charts der 60-90ziger

Jahre, Musik für gute Laune pur....die Klickzahlen

bei Youtube sprechen für sich.


Dann kamen 2 neue, eigene Lieder dazu -“Goethes

Werk“ und „Splitter aus Eis“. Zwei Songs

mit Gefühl und Tiefgang, die eine ganz neue Seite

von King Ralph zeigen.

Wenn Sie neugierig geworden sind, dann Schauen

Sie bei Youtube, unter Berlin 24, das Video an:

Splitter aus Eis - Duett King Ralph & Opernsängerin

M.Hofbauer. Hier finden Sie auch weitere

Musik vom King.

Wir sind gespannt, welche Ohrwürmer noch folgen.

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Hertelendy- die Insel im Grünen

Ein aristokratisches Idyll für Genießer

Verträumt erstreckt sich die weite und unberührte Landschaft der ungarischen Somogy

Region vor den Toren des 5*Superior Schlosshotels Hertelendy. Eingebettet in herrlicher

Natur befindet sich dieses wahre Juwel der renommierten Relais & Châteaux Kollektion

als einziges Mitglied in Ungarn.

Es erscheint fast wie in einem Märchen, wenn sich die großen Schlosstore öffnen und die

ganze Pracht des geschichtsträchtigen Anwesens den Esprit längst vergessener Tage

wieder aufleben lässt.

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In absolut privater und extravaganter Atmosphäre können sich die Gäste der Luxus-Herberge vollkommen

entspannen und ihren feinen Gaumen durch die delikate Cuisine des ungarischen Küchenchefs Zsolt Hampuk,

der unter anderem auch schon für das englische Kronprinzenpaar Prinz William und Prinzessin Kate

gekocht hatte, bestens verwöhnen lassen. Ein eigener Schlossgarten und die Expertise eines passionierten

und bekannten Kochs garantieren im Hertelendy stets die besten Produkte und den daraus resultierenden

einzig wahren, natürlichen Geschmack bester Zubereitung. Neben der feurigen Gewürzrezeptur Ungarns

können daher nicht nur landestypische Spezialitäten aufgetafelt werden, sondern auch feinste Gourmetkreationen

des beliebten Küchenchefs im Schlossrestaurant Albizzia genossen werden.

Die exzellente Küche des Schlosses ist zwar gewissermaßen schon selbst ein Augenschmaus, doch vielmehr

ist es natürlich das Schloss selbst, das jeden in seinen Bann zieht. Das heute in schweizerischem Besitz

befindliche Anwesen, welches 1925 durch den wohlhabenden Grafen Andor Hertelendy erbaut worden

war, offeriert 14 individuelle mit italienischem Interieur ausgestattete Zimmer und Suiten. Feinster Marmor,

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handgearbeitete Möbel, edle Parketthölzer und großzügig designte Bäder lassen im wahrsten Sinne des

Wortes keinen Wunsch offen und begeistern mit modernsten Komfortraffinessen.

Selbst Gäste mit Hunden haben die Möglichkeit in einem

der fünf gemütlichen Appartements der Hunter´s

Lodge zu nächtigen und den einzigartigen Ausblick

auf die üppigen Apfelplantagen zu genießen.

Zusammen mit der apartmenteigenen Kitchenette und

dem dazugehörenden eigenen kleinen Garten, bieten

die Hunter´s Lodge Appartements eine äußerst angenehme

Verbindung zum Schlosshauptgebäude, die

genügend Freiraum für Privatsphäre lässt.

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Die schlosseigene Landebahn

für Kleinsportflugzeuge

(800m –Graslandepiste,

ohne Gebühr) in unmittelbarer

Nähe des aristokratischen

Anwesens bildet nur

einen weiteren gekonnten

Pluspunkt, dieses aristokratische

Genießer-Idyll

einfach einmal selbst zu erkunden

und sich bei einer

exotischen St. Barth Massage

im Schlosspavillon

des Parks der wohlverdienten

Auszeit vollkommen

hinzugeben.

Für all diejenigen, die gar

nicht genug von Flora und

Fauna dieser facettenreichen

Insel im Grünen bekommen

können, wurde

ein Luxus der besonderen Art erbaut. Der zu Europas modernsten Reitställen dazugehörende „Röwer &

Rüb“ Pferdestall des Hertelendy´s beherbergt nicht nur über 21 Freiberger-Pferde und Ponys, sondern bietet

mit seinen vielen Kutschen auch die Option auf eine erfrischende Kutschenfahrt in der umliegenden Region.

Reitstunden auf dem Dressurviereck, sowie gemeinsame Ausritte sind ebenfalls ein weiterer Bestandteil des

Schlossportfolios.

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Wer ganz auf den Spuren längst vergessener aristokratischer Glanzzeiten wandeln möchte, der kann sich

auf dem olympischen Tontaubenschießplatz des Schlosses ausprobieren und zusammen mit einem exzellenten

Trainer seine pure Freude an diesem prestigeträchtigen Sport entdecken.


Das Relais & Châteaux Hertelendy Kastély aus Ungarn hatte die große Ehre zugleich

in DREI Kategorien der „International Hotel Awards“ als Gewinner hervorzugehen:

„Bestes Resort Hotel Europa“

„Bestes Resort Hotel Ungarn“

„Bestes Small Hotel Ungarn“

Schloss Hertelendy hatte sich in den genannten Kategorien nicht nur als Erstplatziertes

Hotel ausgezeichnet, sondern war auch zugleich in der Kategorie „Bestes

Resort Hotel International“ nominiert.

Das Relais & Châteaux Hertelendy Kastély ist daher ein wahrer Geheimtipp für Ruhe- und Erholungssuchende,

Romantiker, Feinschmecker, Wellnessbegeisterte, Pferdeliebhaber, Jagdbegeisterte, Familien, Pärchen,

Naturliebhaber und überhaupt Kenner des guten Geschmacks. Mit einem überaus aufmerksamen und

freundlichen Service verspricht das Hertelendy Kastély nicht nur Stunden der Muße, sondern auch unvergessliche

Momente in einem der schönsten Schlösser Ungarns.

Ein außergewöhnliches Schlosshotel

für außergewöhnliche Momente…

www.hotel-hertelendy.com

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Die Deutschen Lufthansa


1930er


Die Deutschen Lufthansa

Der Beginn der 1930er-Jahre stand im Zeichen der Weltwirtschaftskrise.

Trotzdem strebte das Unternehmen zu neuen Zielen. Insbesondere

der Südatlantikverkehr und der Ferne Osten galten als

lohnende Ziele. So wurden auch hier wieder Pionierleistungen vollbracht.

Politisch biederte sich die Lufthansa auf verschiedene Weise den

Nationalsozialisten an. So wurde beispielsweise Hermann Göring

bereits als einfacher Reichstagsabgeordneter bestochen und Adolf

Hitler bekam im Wahlkampf permanent und kostenlos ein Flugzeug

gestellt.

Zur Vorbereitung der chinesischen Luftfahrt gründete die Luft Hansa

1930 zusammen mit dem chinesischen Verkehrsministerium im Februar

die Europäisch-Asiatische Luftpostaktiengesellschaft Eurasia.

Das Starten von Postflugzeugen von Passagierschiffen aus wurde

zur Routine. Es wurden in diesem Jahr 24 Starts dieser Art vorgenommen.

Vom 18. bis 26. August flog eine Dornier Do J („Wal“) unter

dem Piloten Wolfgang von Gronau von Warnemünde nach New

York. Die Luftpoststrecke Wien–Budapest–Belgrad–Sofia–Istanbul

mit einer Postlaufzeit Berlin–Istanbul von nur noch 24 Stunden wurde

im Mai eingeweiht.

Ab Mai 1931 wurde der Postdienst der Eurasia Shanghai–Nanjing–

Peking–Manschuli eingerichtet. Im April 1931 erfolgten regelmäßige

Alpenüberquerungen. Im Juni wurde ein Flugpendeldienst von Köln–

Frankfurt zum Preis einer 2.-Klasse-Bahnfahrkarte erprobt.

24


1930er

Im Überseeverkehr führte die Luft Hansa in diesem Jahr

insgesamt 31 Katapultstarts durch.

Ab Juli 1932 wurde mit der Junkers G 38 das größte

Passagierflugzeug der damaligen Zeit auf der Strecke

Berlin–Amsterdam–London eingesetzt. Im Juni wurde als

Vorbereitung für die regelmäßige Überquerung des Südatlantiks

das Frachtschiff Westfalen des Norddeutschen

Lloyd gechartert. Es fanden 36 Katapultstarts von Flugbooten

des Typs Dornier Do J („Wal“) statt.

Von Mai 1933 an wurden zwei Junkers W34 nach Shanghai

überführt. Die Heinkel He 70 wurde in die Erprobung

genommen und brach insgesamt acht Weltrekorde. Die

Deutsche Reichsbahn strich auf der Strecke Berlin

Königsberg als erste Eisenbahngesellschaft überhaupt

einen Nachtzug zugunsten einer Flugverbindung. Neue

Versuche mit größeren Katapulten für die Dornier Wal

mit acht Tonnen Startgewicht und Versuchsflüge für die

Südatlantik-Poststrecke fanden statt. Ab 1933 wurde in der Firmenbezeichnung das Wort „Lufthansa“ zusammen geschrieben.

Junkers Ju 52/3m

Im Februar 1934 richtete die Lufthansa die erste transatlantische Postlinie ein, die über den Südatlantik führte. Zu

diesem Zweck wurde das Frachtschiff Schwarzenfels der DDG „Hansa“ gekauft und unter dem neuen Namen Schwabenland

zum Katapultschiff umgebaut. Die sogenannten Reichsbahnstrecken von Berlin nach Münster, Stuttgart und

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Die Deutschen Lufthansa

Breslau wurden in den Flugplan aufgenommen. Im Mai folgte die neue Strecke von Berlin nach Warschau. Die Reisegeschwindigkeiten

stiegen durch den Einsatz der Junkers Ju 52/3m und der Heinkel He 70 steil an. Die Heinkel He 70 flog

die sogenannten Blitzstrecken ab Juni zwischen Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main. Im September konnte

der einmillionste Fluggast begrüßt werden. Für den Südatlantikdienst kamen jetzt auch Dornier-Wal mit zehn Tonnen

Startgewicht zum Einsatz. Ein zweites Stützpunktschiff wurde eingesetzt und der Luftpostverkehr zwischen Deutschland

und Südamerika wurde aufgenommen.

Die Junkers Ju 52/3m (D-ANOY) im Ensemble historischer Flugzeuge am Flughafen München

Im Februar 1935 wurde ein Versuchsflug nach Kairo mit einer Junkers Ju 52/3m durchgeführt. In Kooperation mit der

KLM nahm die Lufthansa die Strecke Amsterdam–Mailand in den Flugplan auf. Ab April wurden die Südatlantikstrecken

mit Wasserflugzeugen auch im Nachtflug beflogen. Im August konnte bereits der 100. Postflug auf der Südatlantikroute

gefeiert werden. Ein drittes Stützpunktschiff wurde in Auftrag gegeben. Zwei bereits 1933 bestellte Boeing B-247 ergänzten

vorübergehend die Flotte der Landflugzeuge. Als drittes Flugzeug aus US-Produktion kam eine DC-2 hinzu.

Briefmarke der Deutschen Reichspost (1936) zum 10-jährigen Jubiläum der Lufthansa

1936 feierte die Deutsche Lufthansa AG ihr 10-jähriges Jubiläum. Für den Südatlantikdienst

wurden Flugboote vom Typ Dornier Do 18 mit Junkers-Dieselmotoren beschafft. Damit konnte

der Ozean auch bei Blindflugbedingungen überquert werden. Zur Erkundung der Asienstrecken

überflog eine Junkers Ju 52/3m den Hindukusch und den Pamir.

Im Juli 1937 wurde in Ecuador die Sociedad Ecuatoriana de Transportes Aereos (Abkürzung

SEDTA) gegründet. Die Lufthansa verchartert an diese Gesellschaft zwei Junkers W34. Es folgten

mit den neuen Blohm & Voss Ha 139 Versuchsflüge über den Nordatlantik, die erfolgreich

verliefen. Im Oktober begann der Postflugdienst von Berlin nach Bagdad. Diese Linie wurde

kurz darauf bis nach Teheran verlängert.

Focke-Wulf FW 200 B Condor der Lufthansa

Die Route von Berlin nach Teheran wurde im April 1938 auch für den Passagierdienst freigegeben. In Peru wurde eine

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1930er

Tochtergesellschaft gegründet, so dass ein Liniendienst von Deutschland nach Peru entstand. Lufthansa stellte die als

ziviles Langstreckenverkehrsflugzeug konzipierte viermotorige Focke-Wulf Fw 200 „Condor“ bereits ein Jahr nach ihrem

Erstflug (27. Juli 1937) in den Liniendienst. Die Probeflüge waren so überzeugend, dass die Lufthansa sofort die erste

Serie in Auftrag gab. So folgten dem Prototyp einige Fw 200 A und die erste größere Serienversion, die Fw 200 B. Mit einer

Flügelfläche von 118 Quadratmetern war die Condor fast so groß wie der heutige Airbus A 320. Am 10. August 1938

flog die Fw 200 V1 „Brandenburg“ (D-ACON) der Lufthansa unter dem Kommando von Flugkapitän Dipl.-Ing. Alfred

Henke als erstes landgestütztes Passagierflugzeug nonstop die 6371 km lange Strecke von Berlin-Staaken zum Floyd

Bennett Field in New York City in 24 Stunden und 56 Minuten, was die damalige Spitzentechnik im zivilen Flugzeugbau

darstellte. Die Maschine konnte im Normalbetrieb 25 Passagiere aufnehmen und 3000 km weit fliegen.

Ende November startete dieselbe Maschine

zu einem Flug nach Tokio. Auf dem Rückflug

musste die Maschine bei Manila notwassern.

Die „Condor“ brauchte für den Flug Berlin

New-York im Nonstop 25 und nach Tokio 46

Stunden, 18 Minuten; davon 4 Stunden und

18 Minuten Bodenaufenthalte. Insgesamt

absolvierte die Lufthansa im letzten vollen

Betriebsjahr 1938, das auch ein Rekordjahr

gewesen war, allein im Europa-Verkehr

19,3 Millionen Flugkilometer, wobei 254.713

Passagiere und 5.288 Tonnen Briefe befördert

wurden.

DLH-Logo auf Ju-52/3m-Leitwerk

Anfang 1939 fand die Deutsche Antarktische

Expedition 1938/39 statt: Von dem Expeditionsschiff

Schwabenland aus starteten per

Katapult zwei Dornier Wal, die auf mehreren

Erkundungsflügen insgesamt 350.000 Quadratkilometer

fotografierten. Dieses Gebiet

wurde nach dem Schiff Neuschwabenland


Die Deutschen Lufthansa

genannt. Zum 1. April 1939 wurde von der brasilianischen Lufhansa-

Tochtergesellschaft Syndicato Condor die Transatlantikstrecke von Natal

nach Santiago de Chile übernommen. Ende Juni überquerte eine Focke-

Wulf FW 200 als erstes Landflugzeug der Lufthansa in 9 h 47 min im

Nonstop-Flug den Südatlantik. Im April/Mai flog eine Junkers Ju 52/3m

über Bangkok, Hanoi und Taipeh nach Tokio. Ein Liniendienst von Berlin

nach Bangkok in fünf Etappen wurde ab Ende Juli angeboten.

Am 25. August 1939 um 15:02 Uhr erteilte Hitler den Befehl, den „Fall

Weiß“ auszulösen (d.h. Polen anzugreifen). Dieser Befehl wurde zwar

etwa um 18:15 Uhr wieder aufgehoben, hatte jedoch zur Folge, dass am

26. August 1939 der planmäßige Linienverkehr der Lufthansa „vorläufig“

eingestellt wurde.

Mit wenigen Ausnahmen wurde fast der gesamte Lufthansa-Flugzeugpark

samt Besatzungen in die Luftwaffe integriert und bildete dort den

Stamm des „Kampfgeschwader z.b.V. 172“ (z.b.V. – zur besonderen

Verwendung), geführt von Freiherr von Gablenz, nun Major der Reserve.

Innerhalb des Geschwaders gab es eine sogenannte „Sonderstaffel“,

die ausschließlich aus Angehörigen der Lufthansa bestand und der

sämtliche viermotorigen Maschinen (also Ju 90, FW 200 und Junkers

G 38) zugeteilt waren. Am 29. August 1939 erhielt diese Sonderstaffel

ihren ersten Auftrag: die Reichstagsabgeordneten aus dem ganzen

Deutschen Reich nach Berlin zu holen. Per Funk wurden die Flugzeuge

jedoch zurückbeordert, da der Angriffsbefehl (s.o.) widerrufen wurde.

Der gesamte Luftverkehr wurde dann am 30. August 1939 völlig eingestellt.

Fast die gesamte Lufthansa-Flotte war zwischenzeitlich samt Besatzungen

der Luftwaffe eingegliedert worden. Am Abend des 31. August

wurde dann der Auftrag ausgeführt, die Reichstagsabgeordneten nach

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1930er

Berlin zu befördern. Dort erfuhren sie am nächsten Morgen

(1. September 1939) hochoffiziell, dass „seit 5:45 Uhr zurückgeschossen

werde“. Der Zweite Weltkrieg hatte begonnen.

Am 21. September 1939 erfolgte dann, allerdings nicht ab

Tempelhof, sondern etwa 20 km südlich von Berlin vom Sportflugplatz

Rangsdorf aus, eine bescheidene Wiederaufnahme

des Flugverkehrs auf der Strecke Berlin–Danzig–Königsberg.

Es folgte am 18. Oktober die Strecke Berlin–Wien–Budapest–

Belgrad. Im Jahre 1939 und bis zum 7. März 1940 gab es keine

Lufthansa-Flüge mehr ab Tempelhof – erst zu diesem Tage

wurde der Heimathafen der Lufthansa wieder planmäßig angeflogen.

Zwangsarbeit

Nach den Forschungsergebnissen von Lutz Budraß (Ruhr-

Universität Bochum), wurde erstmals auch aus wissenschaftlicher

Perspektive bestätigt, dass die Lufthansa in der Zeit von

1933-1945 Zwangsarbeiter beschäftigte. Die Lufthansa hat in

dieser Zeit 10.000 Männer und Frauen aus den unterschiedlichsten

Regionen wegen ihrer ethnischen Herkunft resp. ihrer

Zugehörigkeit zur jüdischen Religion und ihrer politischen

Überzeugungen zwangsweise beschäftigt. Ihre Tätigkeit war

im Wesentlichen die Reparatur der Flugzeuge der Luftwaffe.

In der Dokumentation Fliegen heißt Siegen. Die verdrängte

Geschichte der Deutschen Lufthansa berichtet der Journalist

Christoph Weber über ca. 17.0000 Zwangsarbeiter, darunter

jüdische Deutsche, Ukrainer, Russen und Angehörige anderer

Nationen, die in Berlin-Staaken, Berlin-Tempelhof und Schkeuditz

zum großen Teil in der Flugzeugreparatur zwangsarbeiten mußten, darunter auch Kinder, die von der Schulbank

verschleppt, angelernt und nach Deutschland transportiert worden waren. Mit der Begründung, die Lufthansa sei nach

dem Krieg neu gegründet worden, lehnte die Firma jedwede Entschädigung und Rentenzahlungen für diese Zwangsarbeiten

ab. Anders als die meisten anderen vergleichbar großen Firmen habe die Lufthansa - so Weber - ihre Geschichte

zwar von einem Historiker untersuchen lassen, das Ergebnis aber nicht in Buchform publiziert. Der Mitgründer der Lufthansa

1926, Kurt Weigelt, war ab 1960 Präsident der Firma Lufthansa.


Die Deutschen Lufthansa

Die 1940er-Jahre

Ju 52/3m in DLH-Farben

Die verbleibende Zeit in den 40er-Jahren

stand im Zeichen des Zweiten Weltkriegs,

nach 1942 zunehmend auch im Zeichen

des Untergangs. Mehr und mehr Strecken

wurden eingestellt, weil sich die Kampfhandlungen

zu Ungunsten des Deutschen

Reichs entwickelten. Kein Normalbürger

konnte einfach mit den Flugzeugen der

Lufthansa reisen. Militärische Transportaufgaben

waren zu erbringen. Werften und

Personal der Lufthansa standen praktisch

im Dienst der Luftwaffe.

Ende November 1940 wurde der Eurasia-

Dienst nach Intervention der chinesischen

Regierung eingestellt. Der Stützpunkt in

Kunming wurde geräumt und sämtliche Mitarbeiter

verließen die Republik China.

30


1940er

Letzte Flugverbindungen 1944

Mitte Dezember 1941 musste die brasilianische Syndicato Condor den Betrieb einstellen. Bereits am 22. März

musste die Deruluft liquidiert werden. Am 27. Oktober flog die Lufthansa erstmals seit dem Beginn des Krieges

gegen die Sowjetunion wieder nach Riga und Helsinki.

1942 wurde das „Syndicato Condor Ltda.“ in „Servicos Aereos Cruzeiro do Sul Ltda.“ umbenannt.

1943 bis 1945 wurden nach und nach immer mehr Strecken kriegsbedingt eingestellt. Nunmehr waren sämtliche

Lufthansa-Piloten und die Lufthansa-Ausbesserungsbetriebe der Luftwaffe unterstellt. Zivilmaschinen der Lufthansa

wurden, zu Militärtransportern umgerüstet, von der Luftwaffe zweckentfremdet.

Am 23. März 1945 gab die Lufthansa ihren letzten Flugplan heraus. Am 21. April 1945 führte die Lufthansa von

Berlin aus den letzten Linienflug durch und mit einer Ju-52 startete am 22. April 1945 von Berlin-Tempelhof nach

Warnemünde der allerletzte Flug der „alten“ Lufthansa.

Nach 19 Jahren Unternehmensgeschichte war die Deutsche Lufthansa AG am Ende: Mit dem Kriegsende unterstellten

die Alliierten die Luftfahrt über deutschem Gebiet ihrer Kontrolle und untersagten zunächst alle zivilen

Flüge.

Erst am 1. Januar 1951 wurde das Restvermögen des alten Unternehmens Deutsche Lufthansa AG von den Alliierten

vollständig liquidiert. Damit endete die Unternehmensgeschichte der „alten Deutschen Lufthansa AG“ auch

in rechtlicher Hinsicht.

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Besucher aus

79Ländern machen

Berlin zur Metropole

der Barkultur

Sie kamen aus allen fünf Kontinenten:

Besucher aus Australien, Kanada, Japan oder

Indien und sogar aus Panama, Peru oder

Mauritius machten den Bar Convent Berlin

erneut zur größten Fachmesse der Bar- und

Spirituosenindustrie weltweit. Hier trafen sich

Hersteller von Spirituosen, Schaumweinen,

Bieren und Fillern mit Bartendern,

Barbesitzern und Distributoren aus 79

Ländern. Insgesamt 14.416 Besucher waren

vom 8. bis 10. Oktober zu Gast in der Station

Berlin und dem benachbarten Kühlhaus und

strömten auch zu zahlreichen Bar-Events in

der Hauptstadt.


Die Zeichen stehen auf Wachstum und die

Station Berlin war zum BCB 2018 erneut

ausgebucht. Ein Plus von 17 Prozent bei der

Zahl der Aussteller und ein

Internationalitätsanteil von 68 Prozent zeugen

von der Relevanz der Messe und auch von

einer starken Industrie, die mit Innovationen

und einem hohen Qualitätsanspruch Cocktail-

Enthusiasten in aller Welt begeistert. 433

Aussteller mit 1.200 Marken im Premium-

Segment bot der diesjährige Bar Convent

Berlin. Gin, Likör, Rum, Vodka, Tequila und

Mezcal führten einmal mehr die Liste der

Top-Spirituosen an. Einen Sprung nach oben

gemacht hat Wermut mit über 30 Marken auf

der Messe.


Ein Angebot, für das die Besucher in

diesem Jahr zum ersten Mal drei Tage

Zeit hatten. „Die Erweiterung der

Messelaufzeit wurde von allen Seiten

sehr gut angenommen“, so BCB Director

Petra Lassahn. Dementsprechend war

die Zahl der Besucher mit 14.416 auch

deutlich höher als im Vorjahr (12.217)

und verteilte sich gleichmäßig über alle

drei Messetage. Damit zeigten sich auch

die Aussteller sehr zufrieden, die mehr

Zeit für ihr Business hatten.

Die Besucher hatten mehr

Gelegenheiten für die zahlreichen

spannenden Produkttestings und das

hochkarätige Vortragsprogramm. „Das

dreitägige Format bot uns die

Möglichkeit, ein thematisch breit

gefächertes Weiterbildungsangebot auf

die Beine zu stellen, das wieder

internationale Koriphäen der Barszene

bot“, so Lassahn weiter.


Education im Fokus

Gastfreundschaft, unternehmerische Kompetenz,

die Entwicklung neuer Drinks, Nachhaltigkeit und

Kreativität sind nur einige der Themen des

diesjährigen Vortragsprogramms, das erstmals

unter der Regie von dem international

renommierten Branchenkenner Angus Winchester

kreiiert wurde. Die Namen auf der Bühne sprechen

für sich: Sean Finter, Bobby Heugel, Joe Schofield,

Frankie Solarik oder Micah Melton, um nur einige

zu nennen. Die Messe bietet damit Bartendern,

Barbesitzern, Brandownern und Distributoren

wertvollen Input für ihre tägliche Arbeit und die

Weiterentwicklung ihres Businesses. So bringt

beispielsweise der Beruf des Bartenders steigene

Anforderungen mit sich. Aus- und Fortbildung des

Personals sind wichtige Themen. Angus

Winchester: „Wir machen eine Menge Aufklärung

darüber, dass dies nicht nur ein Lebensstil ist,

sondern ein ernsthafter Beruf, der den gleichen

Respekt haben sollte, den Köche und Sommeliers

haben können – wir sind in der

Gastronomiebranche,” so Winchester. Auch die

Förderung und Entwicklung von unternehmerischen

Fähigkeiten war ein wichtiges Thema im

Vortragsprogramm, das unter anderem von Fever-

Tree Mitbegründer Charles Rolls oder

Markeninnovator David Gluckman behandelt wurde.


Brew Berlin und Coffee Convent Berlin beliebte

Anlaufpunkte

Dass Bars seit einigen Jahren vermehrt Craft Bier,

Bier-Cocktails, Kaffeespezialitäten und Coffee-

Drinks in ihr Sortiment aufnehmen, zeigte das

große Interesse an Brew Berlin und dem Coffee

Convent Berlin, die beide im Rahmen des BCB

stattfanden.

Brew Berlin zeigte neue Craft Biere, die einen ganz

eigenen USP in eine Bar bringen können, und die

Konsumenten mit Qualität und Einzigartigkeit

überzeugen. Aber auch Traditionsbiere im neuen

Gewand überzeugten die Besucher, allen voran

Bartender, die die Biere direkt an den Konsumenten

bringen.

Auch die Aussteller auf dem Coffee Convent Berlin,

die mit innovativen Kaffeeprodukten von Kaffee-

Limonade bis hin zu Kaffee-Cocktails auf der Messe

waren, waren sehr zufrieden mit der Resonanz

seitens der Bar-Community..


BCB 2019

Der kommende Bar Convent Berlin findet an

drei Tagen vom 7. bis 9. Oktober 2019 in der

Station Berlin und dem Kühlhaus statt. Zuvor

gibt es mit dem Bar Convent Brooklyn am 11.

und 12 Juni 2019 sowie dem Bar Convent

São Paulo am 17. und 18. Juni 2019 zwei

weitere Veranstaltungen auf internationalem

Boden.


14. September 2018 bis 17. Februar 2019


Otto. Die Ausstellung kommt nach Hamburg. Ab dem 14. September 2018 zeigte das Museum

für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) das bildnerische Werk von Otto Waalkes endlich in der

Stadt, in der er das Malen gelernt hat. Am 22. Juli wurde Otto 70 Jahre alt. Er ist als Komiker,

Musiker, Zeichner, Schauspieler und Regisseur legendär und genießt Kultstatus.


Otto ist ein Klassiker und Wegbereiter der deutschsprachigen Comedy. Weniger bekannt ist

Otto, der Maler. Dabei hat er 1970 ein Studium der Kunstpädagogik an der Hochschule für

Bildende Künste Hamburg (HFBK) begonnen bei Hyper- und Surrealisten wie Hans Tiemann

und Konrad Hausner. Hier lernt er sein Handwerk von der Pike auf: die altmeisterliche

Schichtenmalerei, die Malerei mit Öl und Acryl, das Aquarellieren und vor allem das Zeichnen,

das später auch durch seine enge Verbundenheit mit den Künstlern der Frankfurter Schule

geprägt wird. Ottos zeichnerisches Repertoire ist groß: Am berühmtesten ist sein Ottifant, den er

schon als Schüler erschuf. Doch sein Erfolg als Komiker lässt ihm wenig Zeit zum Malen. Seit

einigen Jahren besinnt sich Otto nun wieder auf die bildende Kunst. Es entstehen erstaunlich

viele Gemälde – Hommagen an Künstler wie Leonardo da Vinci, Edward Hopper, Roy

Lichtenstein, David Hockney, Pablo Picasso, Edvard Munch oder Max Liebermann, die Otto zu

Pastiches und Parodien inspirieren. Auf seinem Parforceritt durch die Kunstgeschichte begegnet

er seinen Vorbildern mit Respekt und bedient sich virtuos unterschiedlichster malerischer

Techniken – je nachdem, welchen bekannten Meister er sich gerade vornimmt.

Abb.: Otto Waalkes nach Edward Hopper, Sitting in the Morning Sun, 2018, Acryl auf Leinwand, 60 x 90 cm,

Leihgabe der Walentowski Galerien, © Otto Waalkes


Ottos große Hamburger Einzelausstellung zeigt über 200 Exponate,

darunter originale Gemälde, viele seiner frühen Zeichnungen und

Bildgeschichten, Cartoons, Spickzettel für seine Bühnenauftritte,

Ausschnitte aus den legendären Otto-Shows von 1974 bis 1982 und

Bühnenelemente wie ein Nachbau des Pilsumer Leuchtturms oder ein

riesiger Ottifant aus Plüsch.

Aber es wären keine Gemälde von Otto, wenn nicht auch hier der

Humor zu seinem Recht käme: Der Komiker Otto schleicht sich in jedes

Bild und hinterlässt Spuren von Witz und Aberwitz, bisweilen auch von

Hintersinn und Melancholie.


Barock bis Klassizismus


Die Sammlungen Barock bis Klassizismus umfassen kirchliche und weltliche Zeugnisse aus

Hofkunst und Alltagskultur des Barock und Rokoko sowie Meisterwerke des Klassizismus, die

vom Zeitgeist der Aufklärung geprägt sind. Systematisch gesammelt wurde von Anfang an

auch qualitätsvolle Volkskunst aus Norddeutschland, vor allem aus den Vierlanden.


Glanzvolle Höhepunkte setzt die

Skulpturensammlung mit

Holzbildwerken, Bronzen und

Terrakotta-Modellen aus Italien,

Frankreich, Deutschland,

England und den Niederlanden.

Neben herausragenden Arbeiten

mit religiösem, weltlichem oder

mythologischem Gehalt wie die

Vier Jahreszeiten des Filippo

Parodi, sind es vor allem die

Terrakotten wie Domenico

Guidis Modell für eine

Marmorskulptur zur

Verherrlichung der Taten König

Ludwigs XIV., die den

internationalen Stellenwert der

Sammlung ausmachen.

Meisterwerke der barocken

Elfenbeinkunst des 17. und 18.

Jahrhunderts wie die Adam und

Eva-Gruppe von Leonhard Kern

oder die Porträtbüsten von

Johann Christoph Ludwig Lücke

ergänzen das Spektrum. Der

hochkarätige Bestand an

europäischen Fayencen und

Porzellanen umfasst

Spitzenstücke der wichtigsten

Manufakturen und zählt zu den

bedeutendsten in Deutschland.

Einen Schwerpunkt bildet auch die Goldschmiedekunst mit repräsentativen Werken. Dazu

zählen das erst kürzlich erworbene Hamburger Prunkbecken von Dirich Utermarke und die

schon seit 1911 im MKG befindliche frühklassizistische Silberterrine von Robert-Joseph August

aus Paris, zu der es bis heute kein vergleichbares Stück in einem deutschen Museum gibt.

Systematisch gesammelt im Hinblick auf die Entwicklungsgeschichte des Möbels wurden vor

allem deutsche Möbel von der mittelalterlichen Truhe bis zum klassizistischen

Mehrzweckmöbel wie die wandelbare Pulttischkommode aus der Roentgen-Werkstatt. Ihr

innovatives Möbeldesign steht am Beginn der seriellen Fertigung und weist damit den Weg in

die Moderne.


Musikinstrumente


Der Sammlungsbestand der mehr als 700 Musikinstrumente hat seinen inhaltlichen

Schwerpunkt in Objekten, die sich durch ihre außergewöhnliche, handwerklich-künstlerische

Gestaltung auszeichnen. Wenige Jahre nach Gründung des MKG begann der Aufbau der

Instrumentensammlung. Den Anstoß gab das Geschenk von 10.000 Mark: Hamburger

Musikfreunde hatten es dem Dirigenten Hans von Bülow 1890 zu seinem 60. Geburtstag

gemacht.


Nach Beratung mit seinem Freund, dem Komponisten Johannes Brahms (1833–1897), ließ er

das Geld dem Hamburger Händelforscher Friedrich Chrysander (1826–1901) zukommen.

Dieser ersteigerte für das MKG einige kostbare barocke Instrumente des Hamburger Lautenund

Violenmachers Joachim Tielke (1641–1719). Mit aufwändigen Einlegearbeiten aus

kostbaren Materialien wie Elfenbein, Ebenholz, Schildpatt und Perlmutt verziert, stellen die

insgesamt elf Streich- und Zupfinstrumente einen Höhepunkt der Sammlung dar. Hinzu

kommen Instrumente aus Hamburger Werkstätten des späten 17. und 18. Jahrhunderts. Durch

die Schenkung historischer Tasteninstrumente des Hamburger Sammlers Prof. Dr. Andreas

Beurmann im Jahr 2000 wurde ein weiterer Schwerpunkt hinzugewonnen.


Die Sammlung umfasst Cembali, Virginale, Spinette und

Clavichorde des 16. bis 18. und 20. Jahrhunderts aus

Italien, Frankreich, den Niederlanden, England und

Deutschland sowie Fortepianos des 18. bis 20.

Jahrhunderts. Die gesamte Entwicklung dieser

Instrumentengattung ist in größtenteils noch spielbaren

Objekten zu beobachten. 2011 gelangten mit der

Sammlung Wolfgang Hanneforths 250 Streich- und

Holzblasinstrumente des 19. und 20. Jahrhunderts ins

Haus, die sich durch besondere Bauformen oder technische

Neuerungen auszeichnen. Hierzu zählen patentierte

Instrumente wie die für frühe Tonaufnahmen entwickelten

„Strohgeigen“, Taschengeigen, Pochettes, Miniaturgeigen,

Querflöten und Flageoletts. Die

Musikinstrumentensammlung wird durch Ankäufe und

Schenkungen beständig erweitert. Außerdem lassen sich

mithilfe digitaler Apps viele Objekte auch noch über den

Museumsbesuch hinaus erschließen.


“The dark years”

ist eigentlich eine Fortsetzung meiner ersten CD “Live free or die”. Viele der Songs

beschäftigen sich mit meinen dunklen Erlebnissen aus meiner Vergangenheit, so

z.B. „Truth“, „We had sun and rain“ oder „No more love“. Die Musik hat mir dabei

geholfen mein Erlebtes in aufzuarbeiten. Ich weiß, dass es vielen anderen

Menschen ebenfalls so geht. Insbesondere bei dem Titel „No more love“ steckt

eine essentielle Wahrheit dahinter: Wenn du dich selber nicht liebst so wie du bist,

wirst du nie in der Lage sein ehrlich und offen jemand Anderes zu lieben.


„I´m a singer“ spiegelt das wider, was ich bin. All die Musik, mit der ich

aufgewachsen bin und was ich mit der Musik erreichen möchte. Die Menschen

können meinen Songs lauschen und darin etwas für sich finden, oder aber sie

lassen es. „Into your soul“ ist z.B. eine sehr intime Nummer, die ich mit der

Sängerin Danah Heiser eingesungen habe. Danah ist eine sehr talentierte Sängerin

und tritt mit ihrem Mann unter dem Bandnamen „Rebel Bunch“ auf

Der Song basiert auf einer für mich fundamentalen Wahrheit: für mich sind die

Augen eines Menschen das Tor zu seiner Seele. Wenn du genau hinsiehst,

entdeckst du das wahre Ich. Und wer dieses wahre Ich dann sehr sanft berührt,

wird diesem Menschen weitaus tiefer begegnen, als er denkt.

„Gone away“ basiert auf dem Tod meiner Stiefmutter, die bei einem Arztbesuch im

Umkleidezimmer plötzlich zusammen gesackt ist und verstarb. Dieser Verlust hat

meinem Vater das Herz raus gerissen. Der Song soll uns daran erinnern die kurzen

Momente des Lebens zu genießen. Viele Menschen fragen sich worin liegt der Sinn

in meinem Leben. Die Zeit vergeht so schnell und viele Erinnerungen verblassen

und entschwinden. Dies ist auch Thema in dem Song „When I´m gone“, der unsere

Gesellschaft und insbesondere die angreift, die auf unsere Kosten nur an den

Profit denken und uns und diesen Planeten vergiften. Diesen Song hatte ich

ursprünglich für ein Konzert für die Krebshilfe geschrieben, dass dann aber leider

nicht stattgefunden hat, denn der Song handelt von einem Mann, der Blutkrebs hat

und sich fragt, ob seine Frau ihn immer noch lieben würde, wenn er stirbt.


„Devil in me“ ist von einer dänischen Country Band „SuperScum“, die ich 2013 bei

einem Wettbewerb kennen gelernt habe. Mit diesem Song haben Sie als Band den

ersten Platz gemacht. Der hat mir so gut gefallen, dass ich gleich nach dem

Konzert mit ihnen gesprochen hatte, diesen in meinem Stil zu produzieren. Meine

Version hält sich mehr an dem Original, als an dem, was die Band dann 2017

veröffentlicht hat.

Dann gibt es da noch die beiden akustischen Nummern, die mich sehr an die

recording Session von Johnny Cashs letzten 8 CDs erinnert. „On my road“

entstand, als ich auf dem Weg in die Cafeteria war bei 50 Grad im Schatten. Die

Sonne brannte von oben und mein Gehirn fing an zu kochen „Lach“. Die Straße

auf der ich ging, hatte viele Risse, Huckel, und Schlaglöcher. Irgendwie erinnerte

mich das dann an mein Leben. Risse bzw. Narben der Vergangenheit, Aufs und

Abs. „No word of goodbye“ ist eine Episode aus meinem Leben nach der

Scheidung mit meiner ersten Frau. Damals hatte ich fast eine Weile im Wald gelebt,

weil ich keine Wohnung hatte. Und die wichtigste Lehre: Frauen, Whiskey und der

Teufel lassen dich irgendwann fallen…“lach“.

Ach ja und dann ist da noch der Song „Sing my Song“. Manchmal kommen im

Leben so viele negative Ereignisse zum gleichen Zeitpunkt auf dich zu. Ich denke

das kennt jeder. In meiner Geschichte verlässt die Freundin ihren Freund weil sie

bereits einen anderen liebt. Durch den Schmerz kann er nicht schlafen und kommt

am nächsten Tag zu spät zur Arbeit. Der Chef wirft ihn raus und im gleichen

Augenblick erhält er einen Anruf von seinem Nachbarn, dass sein Haus

abgebrannt ist. Nun steht er ohne nichts da und kann auch nichts mehr verlieren.

Die Moral an der Geschichte ist: Ein Vogel braucht seine Freiheit und ein Anderer

kommt dann durch die Tür. Das Leben rockt uns jeden Tag um das Gleichgewicht

zu halten. Verlasse dich niemals auf Andere, denn das Glück kommt nicht einfach

um die Ecke. Lebe und genieße dein Leben, denn es kommt nicht zurück, denn wir

fahren wie eine Eisenbahn auf unseren Schienen bis zum Ende. Das Leben ist zu

kurz um es zu verschwenden.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Zuhören und danke Euch für Eure

Unterstützung. Ohne Euch wären solche Dinge nicht möglich.


Hall of Fame Berlin

“Goldene Zeiten”

im Sennheiser Store Berlin


Es ist die angesagteste Adresse zwischen Gedächtniskirche und KADEWE für

excellente Elektronik und Klangvirtuosität.

Ralph Kartelmeyer, Kurator der „Hall of Fame“ Berlin sowie Inhaber und Chefredakteur von

Berlin-24TV zögerte auch nicht lange, seine erstklassische europaweit einzigartige private

Musiksammlung von original goldenen Schallplatten und Musik Awards mit Original

Unterschriften der jeweiligen Künstler kurzfristig an Sennheiser am Tauentziehn für ca. 3

Monate auszuleihen, um somit die Raritäten der Musikgeschichte einer breiten Öffentlichkeit

zu präsentieren. Natürlich ist dies nur ein kleiner Teil der mittlerweile riesigen Sammlung.


Die beiden Verantwortlichen Nils Tarrach (Store Manager assist.) und Oliver Struck (Store

Manager) bereiteten diese Ausstellung akribisch mit ihrem Team vor und somit konnte am

06.07.2018 19.00 Uhr die Ausstellung mit dem Hall of Fame Song, dargeboten durch den

Berliner Sänger Jesse Cole ,in einem einzigartigen Ambiente eröffnet werden.

Was sich an goldenen Raritäten darunter befindet kann jeder selber bestaunen, der sich für

Musikgeschichte Rock und Pop interessiert. Von Elvis Presley bis Madonna ist alles vertreten

was die Musikwelt zu bieten hat. Eine ausgewählte Komposition der Extraklasse.

2 Tage vor Ausstellungsbeginn kamen die sehnsüchtig erwartenden Awards von Michael

Jackson aus den USA und es war noch gar nicht klar ob der Termin der Eröffnung damit

gehalten werden konnte. Aber sie kamen pünktlich und somit ist die Einmaligkeit dieser beiden

Stücke erstmalig in Europa zu sehen.

Das junge Team um Oliver Struck und Nils Tarrach bemühte sich tatkräftig die vielen

interessierten Besucher mit Informationen über die Firmengeschichte sowie Snacks und

Getränken zu versorgen.

Ein Highlight der besonderen Art war die Vorführung der qualitativ besten Kopfhörer sowie

eines Plattenspielers im Wert einer Eigentumswohnung. Die Besucher kamen aus dem

Staunen nicht mehr heraus.

O-Ton: „Mein Gott so einen Klang habe ich noch nie gehört. Selbst die Elbphilharmonie kann

das nicht toppen. Dieser Klang, diese Wucht, einfach Wahnsinn.“

Ein absoluter Ohrenschmaus in unendlicher Klangfülle.


Als Überraschungsgast war der chinesische Art Künstler Musk Ming zugegen, der mit seiner

einzigartigen Maltechnik den “goldenen Scheiben” einen ganz besonderen Ausdruck verleiht.

Viele der Künstler, die als Schauobjekte an den Wänden hängen, benutzten Mikrofone und

Technik von Sennheiser.

Dieses weltweit agierende Unternehmen eröffnete am 13.09.2016 das Store Sennheiser in

Berlin. Stores gibt es bereits in Mexico-City, Francisco, Singapore und Kuala Lumpur. Die

Geschichte und Verkaufszahlen sprechen für Qualität des besonderen Klangs in einer Welt, die

leider immer mehr auf Quantität setzt. Es ist eine kleine Oase des guten Geschmacks und

eines besonderen Klangerlebnisses. Wer einmal Kopfhörer von Sennheiser aufgesetzt und sich

des Hörens hingegeben hat, wechselt nicht mehr.


Auch Airlines, TV Produzenten sowie große

Musikstudios verwenden Sennheiser

Audiotechnik und so ist es kein Wunder, dass

Sennheiser viele renommierten Preise für

außergewöhnliche Innovation und

Klangerlebnisse erhalten hat. Darunter

befinden sich ein Grammy an Georg Neumann

GmbH, die wiederum ein Teil von Sennheiser

ist, sowie der Philo T. Farnsworth Award. Eine

wechselseitige und erfolgreiche Geschichte

eines deutschen Unternehmens.

So kann man resümieren: Die Ausstellung und

die Klänge der Musik begeisterten die

Besucher und führten sie zusammen – Musik

verbindet.


„Mach dir mal ‚ne Platte“

Wir schneiden dir deine Musik auf echtes Vinyl

Wir schneiden / cutten einzelne Schallplatten (Vinyl), bedrucken

das Label und gestalten das Cover. Unsere Vinyl`s

sind so stabil wie gepresste Schallplatten und sehen auch

genau so aus.

Hier einige Empfehlungen und Möglichkeiten:

DJs:

Auch wenn in vielen Clubs die digitale Technik Einzug gehalten

hat, ist es immer noch die Königsklasse, sein Set mit

der guten alten Vinyl zu mischen, bei der man als DJ noch

den direkten Zugriff auf den perfekten Übergang hat und

so mit seinem musikalischen Feingefühl die gierige Menge

zum perfekten Partyrausch führt. Und wenn man jetzt noch

den gerade frisch produzierten Track in die mit den neuesten

Scheiben gespickte Zusammenstellung einbauen kann,

ist der Auftritt doch perfekt.

Producer:

Man hat gerade den perfekten Track zusammengeschraubt,

und will diesen selbst, oder von befreundeten DJs im Club

oder auf ‘ner Party auf Feiertauglichkeit testen, bevor man für viel Geld eine Pressung in Auftrag gibt, dann

ist eine Einzelanfertigung, sprich eine geschnittene Vinyl genau das Richtige. Gäste, Freunde und Bekannte

werden verblüfft sein, wo du diesen Track / diese Version auf einer Vinyl herhast?


Promotion:

Wie viele CDs oder MP3’s hast man schon zum Begutachten an Labels, Clubs oder Agenturen geschickt,

die dann wahrscheinlich auf ‘nem riesigen Stapel oder auf der externem Festplatte eines genervten A&R

Managers landen und für immer vereinsamen. Eine Schallplatte hebt sich von dem üblichen Kram ab, passt

auf kein Speichermedium und macht auf jeden Fall neugierig.

Das besondere Geschenk:

Socken, Schlips, Gutscheine, die 3. Parfümflasche – Alles nicht der Reißer!

Will man sich mit ‘nem besonderen Geschenk von der Masse abheben, verschenkt man einfach mal den

gemeinsamen Lieblingstrack, ein eigenes Werk oder eine verkehrt rum aufgenommene geheime Botschaft,

die man nur mit einem Rückwärtsdreh des Plattentellers entschlüsseln kann.

Der Beschenkte wird sich wahrscheinlich ewig daran erinnern und nennt ein Unikat sein Eigen.

Für die Ewigkeit:

Magnetband, CD, DVD, digitaler Speicher??? Nichts hält länger als eine Generation….

Die Vinyl – Schallplatte hat da bessere Chancen! Abgesehen von großer Hitze und roher Gewalt hat sie keine

natürlichen Feinde und ist aufgrund ihrer Größe auch nach Jahren wiederzufinden.

Vinyl - Preisliste = Service kann ab sofort genutzt werden:

12“ schwarz (LP) einseitig = 39,-€ beidseitig = 49,-€

10“ schwarz (Single) einseitig = 35,-€ beidseitig = 45,-€

7“ schwarz (CD-Format) einseitig = 29,-€ beidseitig = 39,-€

(inkl. white Label, Papierinnenhülle)

Lieferzeit ca. 5-6 Tage nach Bezahlung.

Wünschen Sie eine exklusiv gestaltete Plattenhülle - wenden Sie sich an uns und wir finden eine Lösung.

Anfragen / Bestellungen: info@berlin-24.tv


Regie: Lasse Hallström

mit Keira Knightley, Mackenzie Foy, Matthew Macfadyen, Richard E.

Grant,

Miranda Hart, Sergei Polunin, Jayden Fowora-Knight, Misty Copeland,

Helen Mirren, Morgan Freeman u.v.a.


Die junge Clara (Mackenzie Foy) findet sich in einer mysteriösen Parallelwelt wieder,

als sie sich auf die Suche nach einem geheimnisvollen Schlüssel macht, der eine

Kiste mit einem einzigartigen Geschenk öffnen soll. Im Land der Schneeflocken, im

Land der Blumen und im Land der Süßigkeiten trifft sie auf allerlei seltsame

Bewohner. Zusammen mit dem jungen Soldaten Phillip (Jayden Fowora-Knight)

begibt sie sich schließlich ins unheilvolle Vierte Reich, das von der tyrannischen

Mutter Gigoen (Helen Mirren) beherrscht wird. Dabei geht es schon längst nicht mehr

nur um Claras Schlüssel, sondern darum, die Harmonie in den vier Reichen

wiederherzustellen.


Anfang November entführte uns DER NUSSKNACKER UND DIE VIER REICHE in eine

zauberhafte Welt, inspiriert von E.T.A. Hoffmanns klassischer Erzählung und

Tschaikowskis berühmten Ballett. Regisseur Lasse Hallström (CHOCOLAT), der in

seinen Filmen meisterlich Gefühl und Humor vereint, inszeniert eine abenteuerliche

Reise ins Reich der Fantasie. Auch vor der Kamera glänzt ein namhaftes Darsteller-

Ensemble: Mackenzie Foy (bekannt aus der TWILIGHT Saga) in der Hauptrolle als

Clara, Keira Knightley (PIRATES OF THE CARIBBEAN-Filme) als Zuckerfee, Matthew

Macfadyen (STOLZ & VORURTEIL) als Herr Stahlbaum sowie die Oscar®-Preisträger

Helen Mirren (DIE QUEEN) als Mutter Gigoen und Morgan Freeman (MILLION

DOLLAR BABY) als Pate Droßelmeier.


Ein besonderes Berliner

Wahrzeichen, der Buddy Bär!

Berlin besitzt viele Wahrzeichen doch eines erfreut sich großer

Beliebtheit und das ist der -BUDDY BÄR-. Er steht wie kein

anderer für Weltoffenheit, Toleranz und Freundschaft.

Berlin ist eine multikulturelle Stadt; die Bären sollen Menschen

aus aller Welt willkommen heißen. Die Beliebtheit der Bären

soll – nach der Idee der Initiatoren – genutzt werden,

Menschen aus aller Welt Denkanstöße zu einem besseren

Verständnis untereinander zu geben. Verständnis für die

unterschiedlichen Lebensbedingungen in unserem Land und

Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kulturen als

Grundlage für ein friedliches Mit- und Nebeneinander.

Aus dieser Grundüberlegung heraus wurde die Idee der United

Buddy Bears unter dem Motto „Wir müssen uns besser kennen

lernen, dann können wir uns besser verstehen, mehr vertrauen

und besser zusammenleben!“ entwickelt.

Die bis zu zwei Meter hohen und rund 50 Kilogramm schweren

Bären werden im Freien auf einem sicheren Betonsockel

montiert. Die Grundfarbe dieser -BUDDY BEAREN- ist weiß

und können individuell gestaltet werden. Vor zahlreichen

Einrichtungen weit über die Grenzen Berlins hinaus werben -

BUDDY BEAREN- für ein tolerantes, freies und demokratisches

Deutschland.

Es gibt sie in Berlin für jeden Bezirk und steht vor großen und

kleinen Einrichtungen.

Die –UNITED BUDDY BEAREN- verkörpern das friedliche

Zusammenleben der Menschen, der unterschiedlichen

Religionen und Kulturen aber auch der Menschen mit

Handicap.

Das Diakonie Haus Britz ist so ein Haus mit unterschiedlichen

Lebensformen, verschiedener Kulturen, unterschiedlicher

Religionszugehörigkeiten sowie Menschen mit Handicap.


Der „Bärliner“

Der Berliner Buddy-Bär ist ein Symbol,

verkörpert er doch Freiheit, Toleranz und Wohl!

Er steht auf Straßen und Plätzen –

viele Berliner ihn lieben und schätzen!

Man kann ihn in vielen Varianten seh`n –

mal sitzend, mal aufrecht, mal will er gar geh`n!

Er strahlt in vielerlei prächtigen Farben –

große Künstler sich immer wieder an ihn

wagen.

Unser Bär erobert Städte und Länder

und ist im Straßenbild schon längst kein

Fremder!

Es erfreut sich an ihm Groß und Klein –

er gehört zu Berlin wie manch andere Größe

aus Stein!

So wird die Buddy-Bärenschar ganz sicher

wachsen –

sie geht auf Reisen nach Bayern bis hin

nach Sachsen!

In Australien und Japan steh`n sie ebenfalls schon –

als die große Berliner Attraktion!

Der Bär, so steht es geschrieben,

soll Menschen vereinen und das ist nicht

übertrieben,

denn Frieden, Freiheit und Toleranz

werden immer bekämpfen der Menschen

tödliche Ignoranz!

©Thomas de Vachroi


ARMUT, DIE EINE GESELLSCHAFT ZERSTÖREN

KANN – AUCH EIN TEIL UNSERER WIRKLICHKEIT!

Dokumentarfilm „Lebenswert“

von Berlin-24 TV

Viele, zu Viele tummeln sich tagtäglich und fast selbstvergessend in dem trügerischen

Slogan: Shoppen Sie sich glücklich!

Doch unser Land hat in wachsendem Maße auch noch ein anderes Gesicht – nämlich die

Not und die Armut! Da sind viele Arbeitslose, viele Einkommensschwache und viele

Wohnungslose.

Wer nicht vorher schon krank war, der wird es beim Leben auf der Straße.

Wer eine Erkältung in den Knochen spürt, der weiß: viel trinken, Wollsocken anziehen,

schlafen – notfalls krankschreiben lassen. Nach ein paar Tagen ist die Erkältung wieder

weg. Schwer machbar nur, wenn der Patient auf der Straße lebt. Dann kann aus der

laufenden Nase schon mal eine verschleppte Erkältung werden und daraus eine

Herzmuskelentzündung.

Obdachlosigkeit ist nicht nur ein soziales, sondern auch ein gesundheitliches Problem.

Weil die Betroffenen Tag und Nacht draußen verbringen, werden sie krank. Weil es keinen

Ort gibt, an dem sie sich erholen können, werden sie nicht mehr gesund. Ein nicht zu

unterschätzendes Faktum ist die Nahrungsmittelaufnahme. Teils aus Müllcontainern oder

sogar weggeworfene Nahrungsmittel in Parkanlagen werden gegessen.

Obdachlose Menschen altern schneller, sind öfter verletzt und verschleppen Infektionen.

Viele trinken Alkohol oder nehmen andere Drogen; oft, um Schmerzen und Probleme zu

verdrängen. Obdachlose gehören zu den kränksten Menschen in unserer Gesellschaft.


2017 ist ein neuer Dokumentarfilm von Berlin 24 entstanden. Das Team begleitete Peter

Bitzer mehrere Tage in seinem Leben als Obdachloser auf den Straßen von Berlin. Ein

ergreifender Film, der das ganze Spektrum eines gestrauchelten Mannes erzählt. Ein Mann,

der mitten im Leben stand, arbeitend, Familie hatte, eine schöne Wohnung besaß und ein

normales Leben führte. Dann kamen persönliche Schicksalsschläge, die ihm den Boden

unter den Füßen wegrissen. Plötzlich den Halt verloren hatte, Halt im Alkohol suchte, aber

keine Kraft mehr fand aus eigenem Antrieb den Weg zurück zu finden.

Ein Film über Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und dem ständigen Kampf mit dem

nächsten Tag. Ein Leben am äußersten Rande einer Wohlstandsgesellschaft, aber immer

noch mit einem Funken Zuversicht, vielleicht findet er DEN Tag, der ihn zurückbringt.

Vielleicht können wir das nicht verstehen, weil es uns gut geht, aber wir sollten es auch

nicht so einfach pauschalisieren. Wieder so ein „Penner“, der zu faul zum Arbeiten ist und

den ganzen Tag nur säuft. Obdachlose kommen aus allen Gesellschaftsschichten und

brauchen auch unsere Unterstützung. Mal nicht die alte Kleidung zum Humana-Container

bringen, sondern in Sammelstellen abgeben oder ein Projekt in Ihrer Nähe unterstützen,

das tut Ihnen nicht weh und hilft vielen bedürftigen Menschen.

Wo soll ich mich waschen?

Wo darf ich eine Toilette benutzen?

Wo bekomme ich Nahrung und Kleidung?

Wo bekomme ich medizinische Hilfe?


Alle Menschen müssen essen, schlafen, sich waschen, sich kleiden und auf Toilette. Für

tausende Obdachlose in Berlin bedeutet das einen unüberwindbaren Aufwand.

Anlaufstation die Tee- und Wärmestube Neukölln

(Diakoniewerk Simeon gGmbH), Weisestraße 34, 12049 Berlin,

Tel.: 030 67300950


Interview mit Holger Kratzat, Deutscher

Meister 2018 im Rollstuhlfechten aus Berlin

Guten Tag Herr Kratzat,

zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem großartigen Erfolg

bei den deutschen Meisterschaften im Rollstuhlfechten, worin Sie Gold am Degen errungen

haben und Silber am Säbel.

Wir vom Berlin 24 Magazin haben uns gedacht, dass es viele Menschen in unserem Land

interessiert, wie Ihr Weg zum deutschen Meister am Florett - Fechten und nun auch am Degen

von statten ging.

Es gehört bestimmt jahrelanges Training, immense Kraft und eine gute Portion Selbstdisziplin

dazu!


Holger Kratzat:

Leicht war es nicht, aber deutscher Meister zu werden ist ja nur ein kleiner Schritt auf Weg zu

den Paralympics. Welcher Sportler träumt nicht davon!. Nun heißt es viel trainieren und meine

Leistungen zu steigern. Nicht mehr zweimal in der Woche zum Training zu fahren, sondern drei

oder viermal, weil die „Gegner“ auf -world cups- alles Landesmeister ihrer Länder sind und

somit wird es nicht leicht werden, mich dort zu behaupten. Ich besuchte mittlerweile 8 cups und

focht mich in 3 Weltranglisten an Degen, Florett und Säbel.

Meine Trainingseinheiten muss ich verdoppeln um auf eine gute Wettkampfsaison zu hoffen.

Um sich für die Paraolympics zu qualifizieren muss man im -world ranking- unter die Top 20

platziert zu werden, somit wäre dann in Tokio 2020 die Disziplin Rollstuhlfechten der Extraklasse

garantiert.


Berlin24 Magazin:

Fechten ist also eine weltweite sportliche Disziplin? Herr Kratzat, werden Sie finanziell

unterstützt bei ihrem Vorhaben?

Holger Kratzat:

Ich sagte ja nicht dass ich es bis Tokio schaffe, die Zukunft wird es zeigen und ich weiß ich

habe das Können dazu.

Unterstützt wurde ich durch meine Schwester in den USA und von dem Armutsbeauftragten

des Diakoniewerk Simeon Thomas de Vachroi. Ebenso vom Sportclub Wohnstättenwerk e.V.,

den Kirchengemeinden in Neukölln, durch die Berliner Sparkasse Marion Mewis

und Christina Schwarzer MdB a.D.

Dazu gehören ebenso airKom/Wildau meinem Hauptsponsor, der OSC Berlin bei dem ich

trainiere, Patinando der Fechtausstatter, Horst Dumke, Gerd Borho und Ulli Häsler als meine

Trainer, sowie der Bezirk Neukölln. Herr Szczepanski, Stadtrat a.D. unterstützte mich bei der

Beschaffung des Kampfrollstuhls.


Berlin24 Magazin

Was müssen Sie persönlich finanziell aufwenden um an den Wettkämpfen teilzunehmen?

Holger Kratzat

Das ist unterschiedlich. Mal reichen 400 Euro inklusive Startgeld aus wenn es zur deutschen

Meisterschaft geht. Es kann durchaus weit über 1000 Euro kosten, wenn wir als Sportler in

das europäische Ausland fahren müssen.

Turniere finden ebenso in den USA, Asien, Canada statt.

Auch die notwendigen Bekleidungen sowie den speziell angefertigten Rollstuhl konnte und

kann ich nur über Spenden oder Sponsoren finanzieren.

Berlin24 Magazin:

Das ist sehr viel Geld was hierfür benötigt wird Herr Kratzat, kann denn ihr Verein oder der

DBSV (Deutscher Behinderten Sportverband) sie nicht unterstützen?

Holger Kratzat:

Ich glaube nicht, da Rollstuhlfechten kaum bzw. fast gar nicht gefördert wird. Ich habe bei den

Meisterschaften erfahren, dass die Abteilung Rollstuhlfechten nur circa 2000 Euro im Jahr an

Fördergeldern erhält. Mit dieser äußerst geringen Summe müssen bzw. sollen die deutschen

Meisterschaften unterstützt werden.

Die Sportler müssen einen Großteil der Kosten selber tragen wenn sie nicht private Sponsoren

haben oder ihre Vereine von großzügigen Firmen unterstützt werden. Ich finde das nicht fair

und plädiere dafür, diesen Zustand zu verändern.


Berlin24 Magazin:

Dann ist also ihre Teilnahme bei den Paraolympics in Tokio noch gar nicht sicher?

Holger Kratzat:

Stimmt. Wenn sich niemand findet, der hilft die notwendigen Kosten für mich und meinen

Trainer zu den kommenden Cups übernehmen, ist meine Fechtkarriere zu Ende bevor

sie richtig begonnen hat. Mein Verein hat mich 2 Jahre lang umsonst trainieren lassen,

weil sie wussten, dass ich auf Grund meiner Behinderung Sozialhilfeempfänger bin.

Die Firma airKom übernimmt momentan meine monatlichen Telebusrechnungen

im Wert von 20-80€ sowie Kosten für Ausrüstungsgegenstände.


Berlin24 Magazin:

Na das hört sich ja nicht so gut an Herr Kratzat!

Wir werden auf jeden Fall dieses Interview nutzen um einen Aufruf für Sie zu starten.

Sie haben ja dank der Unterstützung des Sportclub Wohnstättenwerk e.V. ein eigenes

Spendenkonto.

Holger Kratzat:

Das wäre schön, aber stellen sie sich das bitte nicht so einfach vor. Es wird bestimmt keiner

kommen und sagen, Herr Kratzat, hier sind 20.000 Euro, viel Glück damit auf den

-world cups-.Wenn ich dieses Geld hätte und unter die ersten 20 komme, wäre das meine

Eintrittskarte zu den Paraolympics und wie schon erwähnt, der DRS der mich an den Start

stellen will hat diese Summe auch nicht zur Verfügung, auch wenn das Rollstuhlfechten

meines Wissens seit 1962 als Integrationssport auf Olympia Niveau anerkannt ist!

Rollstuhlfechter haben es wirklich nicht leicht und Fechten ist ein sehr teurer Sport.

Vielen Dank für dieses informative Gespräch Herr Kratzat...so bleibt mir der Wunsch an

Sie, dass sich vielleicht Sponsoren finden die Sie unterstützen, damit sie sich ihre

Teilnahme zu den Paraolympics 2020 erkämpfen können und Ihren Sport weiter mit

Freude und hohen persönlichen Engagement fortführen können.

Alles Gute für Sie und Ihre weitere Zukunft.


Für unsere Leser veröffentlichen wir an diesem Punkt die Anschrift sowie das Spendenkonto

für Herrn Kratzat. Selbstverständlich können Sie sich auch an die Redaktion wenden.

Wir werden ihr Anliegen weiter bearbeiten.

Sponsoren können sich melden unter (30) 30 60 95 50 oder unter t.devachroi@diakoniewerksimeon.de

Diakoniewerk Simeon gGmbH

Armutsbeauftragter

Leiter Diakonie Haus Britz

Thomas de Vachroi

Buschkrugallee 131

12359 Berlin

Mobil: 0163 68 904 91

Tel: (030) 30 60 95 50

Spenden unter:

DWNO

Kennwort: Kratzat/Diakonie Haus Britz

IBAN: DE08 5206 0410 0003 9001 34

BIC: GENODEF1EK1

Für Spendenquittungen senden Sie bitte Ihre Postadresse.

Das Interview führte Thomas de Vachroi im Auftrag von Berlin24 Magazin


Über den Ruinen der Beelitzer

Heilstätten

– der extravagante Gruselort

Brandenburgs

Viel wird über die Beelitzer Heilstätten gesprochen und wiederum so viele Menschen

besuchen die einst so glanzvolle Heilstätte in Brandenburg.


Zitat: „Die zwischen 1898 und 1930 von der Landesversicherungsanstalt Berlin errichteten

Arbeiter-Lungenheilstätten Beelitz-Heilstätten bilden einen der größten Krankenhauskomplexe im

Berliner Umland. Es ist ein denkmalgeschütztes Ensemble von 60 Gebäuden auf einer

Gesamtfläche von ca. 200 ha.

In zwei Bereichen nördlich der Bahnlinie entstanden die Lungenheilstätten, in den beiden südlich

gelegenen Bereichen die Sanatorien zur Behandlung nicht ansteckender Krankheiten. Die

Bereiche waren jeweils nach Geschlechtern getrennt: westlich der Landstraße die Frauen-

Heilstätten und -Sanatorien, östlich derselben die Männer-Heilstätten und -Sanatorien. Ebenso

lagen Betriebsgebäude, in denen überwiegend Frauen beschäftigt waren, westlich und solche, in

denen überwiegend Männer beschäftigt waren, östlich.

Die erste Bauphase erfolgte 1898 bis 1902 unter den Architekten Heino Schmieden und Julius

Boethke (1864–1907). In der zweiten Bauphase 1908 bis 1910 wurde die Bettenzahl von 600 auf

1200 erhöht. Der Architekt war Fritz Schulz, der auch in der dritten Bauphase 1926–1930

verantwortlich war.“

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg dienten die Beelitz-Heilstätten als Lazarett und Sanatorium für

erkrankte und verwundete Soldaten. Unter den rund 17.500 Rekonvaleszenten, die zwischen

1914 und 1918 in Beelitz untergebracht wurden, befanden sich der Gefreite Adolf Hitler (9.

Oktober – 4. Dezember 1916) und Karl Neufeld.“ Quelle: Wikipedia


Eine ehemalige Einrichtung tief

versteckt in ausgedehnten Wäldern und

ca. 5 Kilometer von dem Ort Beelitz

entfernt. Die Zeit scheint

stehengeblieben zu sein. Ein Eldorado

für Abenteurer und Liebhaber alter

verfallener Stätten. Wie gern gehen

Menschen auf Ruinentour, zu

verlassenen Schlössern und Burgen.

Wir finden Ruinen schön und mystisch.

Doch was bedeuten die Ruinen von

Beelitz Heilstätten?

Beelitzer Heilstätten nehmen eine

Sonderrolle in der Bewertung von

verlassenen Orten ein. Man spürt

noch den Hauch der Geschäftigkeit.

In den verlassenen Häusern sind

einige verrostete Bettgestelle und

Tische sichtbar. Alles hat einen

morbiden Charm der Verlassenheit.

Als wäre es gestern gewesen. Ein

Refugium der besonderen Güte.

Die Besucher gehen respektvoll an

den Häusern vorbei, eine gewisse

Sprachlosigkeit macht sich breit. Und

fast alle fragen, warum?

Warum lässt man es zu, dass dieses

einzigartige unter Denkmalschutz

stehende Ambiente dem natürlichen

Verfall preisgegeben wird?


Hätte man sie nicht doch noch retten können? Doch gleich im Anschluss an diesen

Gedankengang resigniert man. Es fehlt überall an Geld und wer soll ein solches Gelände

bewirtschaften und neu auferstehen lassen.

Und trotzdem gewinnt man den Eindruck, dass sich gerade hier etwas Neues entwickelt,

vergleichbar mit der heutigen Kunstruine in Dahme/Mark.

Mit dem sogenannten Baumkronenpfad hat man eine grandiose Möglichkeit verwirklicht noch

näher und über dem Geschehen zu sein.

Am 11. September 2015 wurde

auf dem Gelände der

Lungenheilstätte der erste

Baumkronenpfad in Brandenburg

eröffnet. Er ist 320 Meter lang, bis

zu 23 Meter hoch und überquert

die mit Bäumen bewachsene

Ruine des 1944 ausgebrannten

Pavillons B IV – das Gebäude

wurde auch “Das Alpenhaus”

genannt. Der Zugang erfolgt von

der dritten Plattform des 36 Meter

hohen Aussichtsturms.


Man überlegt, wie war es wohl damals, als diese Heilstätten mit seinen ca. 1.200 Plätzen

für Patienten und 600 Mitarbeitern noch geöffnet war?

„Noch im ruinösen und geschredderten Zustand von heute, sind die Beelitzer Heilstätten das

schwer fassliche Dokument eines Architektur-ästhetischen Überschusses und Mehrwertes, der

seinerzeit für soziale und medizinische Zwecke aufgewendet wurde.

Der Staat hat die Verpflichtung zum Wohlgefallen seiner Bürger zu arbeiten. Die Würde, Haltung

und das Engagement, die aus den Heilstätten zu uns sprechen, scheinen heute so gut wie

undenkbar, zumal sie für die einfache Bevölkerung aufgewendet wurden.“


Dass dieses einzigartige Gelände wiederentdeckt wird, zeigt die große Anzahl der Besucher aus

allen Ecken der Republik und weit darüber hinaus. Nicht nur Hollywood dreht hier Spielfilme,

auch Hobby Fotografen stürzen sich ins Geschehen und lichten alles ab was ihnen vor die Linse

kommt.

Natürlich lädt der Park auch zum verweilen und nachdenken ein, kleine Kioske versorgen die

Besucher mit Getränken und einfachen Handspeisen, aber auch eine Restauration direkt am

Aussichtsturm lässt keinen Gaumen trocken.

Das Personal ist ausgesprochen freundlich und Auskunftsbereit. 3 Kassengänge lassen den

Ansturm der Besucher schnell bearbeiten. Außerhalb am Gelände gibt es eine

Informationsstation mit einem kleinen Shop in dem man Literatur der einstigen Heilstätte

erwerben kann.

Wenn man dann das Gelände wieder verlässt bleibt

ein Nachdenken und Grübeln.

Eine traumhaft schöne Gegend mit einem dunklen

Geheimnis des Verfalls einer sichtbaren ehemaligen

sozialen und medizinischen Kultur.

Alles in allem ein gelungener Ausflug nur 50 Km

von Berlin entfernt. Es war und ist ein

unbeschreibliches Erlebnis, ein Ausflug in die

Vergangenheit und vielleicht ein Blick in die Zukunft.

Quellen: Wikipedia, Baumkronenpfad

Fotos: Tdeva

Redaktionell: Thomas de Vachroi


Mit wachem Herz und Sinn!

Thomas de Vachroi - einer, den das Leben bislang

nicht unbedingt nur behutsam gestreichelt

hat. Einer, der Elend und Glanz, Unten und

Oben mit allen Konsequenzen erlebte.

Die Verruchtheit jeglicher Gier, das schöne,

grausame, schmerzende Unerschließbare im

Menschen ist ihm bis ins Heute hundertfach begegnet.

All die Verlassenen, die Vereinsamten,

die Verspannten und die Vernutzten sind ihm

daher nicht fremd. Thomas de Vachroi kennt

auch die Grenze, an der die Verdrängungspanzer

wegknallen, wo Versäumnisse an die

Schläfen pochen und er weiß nur zu gut von

jenen Wahrheiten, die lediglich Zwischenstation

machen, aber nirgendwo ein Nest bauen.

Und trotzdem gibt er nicht auf, sich in der Treue

zu sich selbst immer und immer wieder für das

nachhaltig Gute, für ein glückvolles Miteinander

einzusetzen. Mit kluger, weitsichtiger Gelassenheit

ist er niemals müde geworden, gegen die

umtriebige Oberflächlichkeit das Hohelied von

Mut, Beherztheit, von Moral und menschlicher

Anständigkeit zu preisen.

Jetzt ist sein erstes Gedichte-Büchlein erschienen

- ein charmantes und Glück verstrahlendes

Hineinhorchen in die Poesie des Lebens!


Mal mit heiter fröhlichem Zündstoff seine kleinen Vers-Geschichten, mal ernst und besinnlich seine

Gedanken in der Spur persönlicher und weltbezogener Souveränität.

Insgesamt ein Freudentaumel gegen die Bedrängung einer bedrohlich ideenlosen Zeit, ein Abtauchen

in das Archiv der Befindlichkeiten, was nur den einen Schluss zulässt: Ohne Gestern gibt`s

das Heute und das Morgen nicht und jeder Tag ist ein Geschenk!

Danke, Thomas de Vachroi!

Marita Kaminski, (Großnichte von Wilhelm Busch)

Der Gedichteband von Thomas de Vachroi ist ab sofort erhältlich.

40 Seiten eindrucksvolle Gedichte, 40 Seiten wunderschöne Fotos!

Preis: 12,50 € + Versandkosten (für Deutschland) 1,45 €,

davon gehen 2 € an die Tee- und Wärmestuben Neukölln des Diakoniewerk Simeon Berlin

Bestellungen: Diakonie Haus Britz, Buschkrugallee131, 12359 Berlin,

Tel: 030 30 60 95 50, oder unter: www.vachroi-variable.de


Im Herzen Berlins

Öffnungszeiten:

Montag bis Sonntag ab 19 Uhr — Open End

Schaperstr. 14 in Berlin-Wilmersdorf

U3+U9-Spichernstr.

Der Charme ›Der kleinen Philharmonie‹ hat Tradition. Das Haus, in dem sich unsere Bar befindet, wurde

Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, von Anfang an schon wurde das Erdgeschoss gewerblich genutzt. Das

Eckgeschäft war zu dieser Zeit ein Tabakladen.

Wo sich heute ›Die kleine Philharmonie‹ befindet, richtete sich damals eine Schneiderei ein. Zwischen den

beiden Weltkriegen betrieb Familie Scholz an dieser Stelle einen Obst- und Gemüseladen. Zum Ende des

letzten Krieges wurde das Haus durch eine Bombe schwer beschädigt und brannte zum größten Teil aus.

1953 wurde das Gebäude wieder aufgebaut, die Räume wurden zur »Eßstube« umfunktioniert und dienten

als Ersatz für die zerstörte Kantine der gegenüberliegenden Musikhochschule.

Wanda Vrubliauskaite übernahm 1959 das Lokal, nannte es fortan ›Die kleine Philharmonie‹

www.diekleinephilharmonie.com


www.radio-schwung.com www.berlin-24.tv

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