PT-Magazin 06 2018

ptmagazin

Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

14. Jahrgang | Ausgabe 6 | 2018 | ISSN 1860-501x | 3 Euro

Die Ausgezeichneten 2018

Finalisten, Preisträger,

Sonderpreise

Der Nominierungsaufruf 2019

Das 25. Wettbewerbsjahr

steht unter dem Motto:

Nachhaltig wirtschaften.

Die Sterngucker:

Goethe & Schiller

12. Februar 1800.

„Den Mond betrachtet.“

Lebenswerke

Die „Plangenehmigungspraxis“

Über ein nervendes

Entwicklungshemmnis

Wir sind der Mittelstand!

Seit 24 Jahren wirbt der Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ dafür, dem

unternehmerischen Mittelstand mit Respekt und Achtung zu begegnen, und ihn für

seine wirtschaftlichen und sozialen Leistungen ehren. Das geschah auch 2018.

Senden Sie Ihre Kommentare, Diskussionen und Themen an redaktion@op-pt.de.

Herzliche Grüße, Ihr PT-Magazin!


20 Jahre

Produkte für die Schönheit

made in Bad Schlema

PREISTRÄGER

2018

08301 Bad Schlema | Anton-Günther-Straße 19

Telefon: 03772 3604-0 | Fax: 03772 3604-18

Mail: info@beautyspa.de

www.beautyspa.de


EDITORIAL

Grand Prix Mittelstand

SLF.

DA BEWEGT

SICH WAS.

PT-MAGAZIN 6/2018

Was man heute CSR nennt - corporate

social responsibility – mit Lehrstühlen

an Universitäten und einer „CSR-Richtlinie“

des Europäischen Parlaments, ist im

Mittelstand seit Jahrhunderten selbstverständlich:

Nachweislich seit dem 12.

Jahrhundert wurde in Europa das Leitbild

des Ehrbaren Kaufmanns in Kaufmannshandbüchern

gelehrt und zum

Beispiel im norddeutschen Städtebund

der Hanse aktiv gelebt.

Vor 758 Jahren, am 28. Dezember

1260, bestätigte der Hildesheimer

Bischof Johann I. von Brakel die Rechtmäßigkeit

der Bergmannsvereinigung

„Sankt Johannis Bruderschaft am Rammelsberg

bei Goslar“. Damit entstand

die älteste bekannte Urkunde zur Regelung

einer Sozialversicherung, nämlich

der gegenseitigen finanziellen Unterstützung

im Falle von Erwerbsunfähigkeit.

Erst 600 Jahre später entstand die

Sozialdemokratie als politische Bewegung

der sozialen Sicherung.

1945 gründeten sich die CDU und

CSU und 1947 die FDP. Der Begriff „Mittelstand“

war da schon lange da. Er

taucht erstmals vor über 320 Jahren in

Schlesien in einer Klageschrift der Königlichen

Erbfürstentümer und Städte in

Bezug auf die Steuerbelastungen aus

dem Jahr 1695 auf.

Die 1980 gegründete Umweltpartei

„Die Grünen“ forcierte das breite gesellschaftliche

Nachdenken über Nachhaltigkeit.

Der Begriff selbst war da schon

lange da. Erstmals vor über 300 Jahren

bezeichnete der sächsische Oberberghauptmann

des Erzgebirges Hans Carl

von Carlowitz im 1713 erschienenen Werk

Silvicultura oeconomica den langfristig

angelegten verantwortungsbewussten

Umgang mit einer Ressource als

„Nachhaltigkeit“. Es gibt nur Weniges,

was über die Jahrhunderte national und

international so nachhaltig segensreich

gewirkt hat wie der unternehmerische

Mittelstand. Der Begriff (German)

Mittelstand findet sich heute in einer

ganzen Reihe internationaler Wikipedia-

Enzyklopädien, unter anderem in der

arabischen, französischen, chinesischen,

indonesischen, englischen, italienischen,

japanischen, russischen, polnischen, spanischen,

portugiesischen und türkischen

Wikipedia.

In Vorbereitung des Jubiläumsjahres

2019 – 25 Jahre Großer Preis des Mittelstandes

– startet die Oskar-Patzelt-

Stiftung folgende Initiativen:

1. Die Oskar-Patzelt-Stiftung richtet

einen ehrenamtlich arbeitenden „Gesellschaftlichen

Beirat“ ein. Den Vorsitz

übernimmt die ehemalige Unternehmerin,

Oberbürgermeisterin und Preisträgerin

„Kommune des Jahres“ und heutige

Bundestagsabgeordnete Dr. Dietlind Tiemann.

2. In Vorbereitung der Internationalisierung

des Wettbewerbs „Großer Preis

des Mittelstandes“ wurde die Wort-

Bildmarke „Grand Prix Mittelstand“ als

Unionsmarke angemeldet und deren

internationale Erstreckung beantragt.

3. Das Wettbewerbsportal Kompetenznetz-Mittelstand

wird zu einer Wissensdatenbank

zu den Bereichen des

Grand Prix Mittelstand ausgebaut. Dem

dienen vier neue Instrumente: Grand-

Prix-Toolbox, Grand-Prix-Collection,

Grand-Prix-Experience, Grand-Prix-

Events.

4. Das Netzwerk der Besten wird als

Instrument kooperativen Arbeitens der

Unternehmer untereinander ausgebaut.

Dem dienen zwei neue Kooperationsformen:

Grand-Prix-Hotspots und Grand-

Prix-Partner.

5. Beim Sächsischen Staatsministerium

für Wissenschaft und Kunst wurde

beantragt, den „Mittelstand“ in die Liste

„immaterielles Kulturerbe der Menschheit“

aufzunehmen.

Wir laden Sie ein, diese Initiativen

aktiv aufzugreifen, zu nutzen und zu

unterstützen. Lassen Sie uns gemeinsam

in Zukunft viel offensiver mit dem

Begriff Mittelstand umgehen!

Ihr Helfried Schmidt

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06

58

46

Inhalt

44

50

08

3 Grand Prix Mittelstand

Editorial von Helfried Schmidt

Gesellschaft

06 Vision als Führungsinstrument

Im Sport ist das relativ einfach,

wie schaffen wir den Transfer

zum Business

08 Die Da-Vinci-Formel

Sieben Erfolgsgesetze für

innovatives Denken

10 Plangenehmigungspraxis

Hanspeter Georgi über ein

nervendes Entwicklungshemmnis

Oskar-Patzelt-Stiftung

14 Qualität als Prinzip

Strenge Regeln und hohe Ansprüche

16 Premier-Ehrenplakette 2018

Berlin, 27. Oktober 2018

18 Premier 2018

Berlin, 27. Oktober 2018

21 Premier-Kommune, Premier-Bank

Berlin, 27. Oktober 2018

22 Premier-Finalisten 2018

Berlin, 27. Oktober 2018

26 Ehrenplaketten für beispielhafte

Preisträger der Vorjahre

Berlin, 27. Oktober 2018

28 Junge Wirtschaft 2018,

Nachwuchsentwicklung 2018

Berlin, 27. Oktober 2018

29 Mittelstands-Buch 2018

Berlin, 27. Oktober 2018

32 Preisträger 2018

Regional

36 Finalisten 2018

Regional

40 Nominierungsaufruf für 2019

Nominieren Sie jetzt!

42 Wir sagen Danke!

Sponsoren

43 Der funkelnde Diamant

Kolumne von Petra Tröger

Wirtschaft

44 STARKE RENDITE

„MADE IN GERMANY“

46 Fehler machen. Siegen lernen.

Wie Unternehmen eine fehlertolerante

Lernkultur entwicheln können

Bilder:

06: © Bernd SchoenfelderAudio-Video-Photography

08: © Musée du Louvre, public domain

44: © antonmatveev - Fotolia

46: © Peter Atkins - stock.adobe.com

50: © hajotthu

56: © MoreVector - stock.adobe.com

58: © K.- P. Adler - stock.adobe.com

60: © djama - stock.adobe.com

64: © Wilhelm Rafael Garth und Carthago

Titelbild:

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Covermontage: Remo Eichner-Ernst,

OPS Netzwerk GmbH


60

WKN: A1W5T2

56

64

50 Goethe und Schiller als Sterngucker

Goethes Tagebuch 12. Februar 1800.

54 Der Bambus-Code 4.0

So gewinnen Sie die digitale

Transformation

56 HUMAN RESOURCES OHNE

HUMANS?

WARUM ROBOT RECRUITING NICHT

DIE LÖSUNG SEIN KANN

58 „Wir leben in der perfekten

Brot-und-Spiele-Welt“

Die beiden Ökonomen und

Querdenker Matthias Weik und

Marc Friedrich nehmen im Gespräch

mit dem PT-Magazin kein Blatt vor

den Mund.

Norddeutschland

60 Norddeutschland

Bremen, Hamburg, Niedersachsen,

Schleswig-Holstein, Mecklenburg-

Vorpommern

62 Handwerk in

Mecklenburg-Vorpommern

Handwerk = Strukturwandel

und innovative Vielfalt.

Lifestyle | Auto

64 Jetset auf dem Campingplatz

– der andere mobile Gedanke

Camping – was für den Einen das

beschwerliche ins Zelt kriechen

und im Regen mit Mücken streiten

bedeutet, ist für den Anderen ein

attraktiver Wirtschaftszweig.

Leserbriefe | Impressum

66 Leserbriefe

zur Ausgabe 5/2018

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PT-MAGAZIN 6/2018

Gesellschaft

6

© Bernd SchoenfelderAudio-Video-Photography

Im Sport ist das relativ

einfach, wie schaffen

wir den Transfer zum

Business

Vision als

Führungsinstrument

Große Menschen, so heißt es

immer wieder, haben Visionen.

Aber diese Visionen sind nicht irgendwelche

Hirngespinste, sondern ganz

konkrete Ziele, die sie erreichen wollen.

Solche Ziele gibt es sowohl im privaten

wie auch im geschäftlichen Bereich.

Nur wer es schafft, sich Ziele zu setzen,

weiß, in welche Richtung er gehen muss,

um Erfolg zu haben. Aber auch nur der,

der seine Ziele klar definiert hat, weiß

irgendwann, dass er sie erreicht hat –

und darf diesen Erfolg dann durchaus

auch einmal feiern.

Sie fragen sich vielleicht, warum ich Prof.

Dr. Rödl und Francesco Friedrich zusammengebracht

habe und weshalb ausgerechnet

zu diesem Thema?

Ganz einfach: Beide haben ihre

Position verändert, sind vom Bremser

und Nachfolger zum Piloten und Lenker

der „Geschicke“ geworden. Sie bewegen

sich auf genau definierten Bahnen und

geben diese auch an ihr Team weiter.

Dabei kommt aber trotzdem die individuelle

Kreativität als Führungspersönlichkeit

nicht zu kurz. Sie haben eine

klare Vision und setzen diese strategisch

um. Sie haben bereits tolle Ziele

erreicht, befinden sich aber weiterhin

auf einer spannenden Reise. Prof. Dr.

Christian Rödl ist Unternehmer und Ausdauersportler,

Francesco Friedrich ist als

Sportler zugleich auch Unternehmer. Im

Gespräch hat sich schnell herausgestellt,

wie viele Parallelen es zwischen den beiden

tatsächlich gibt – obwohl man das

von dem Piloten eines kleinen Bobteams

und dem Chef einer der größten Beratungs-

und Prüfungsgesellschaften für

Recht, Steuern, Unternehmensberatung

und Wirtschaftsprüfung nicht vermutet

hätte. Aber irgendwie sitzen wir wohl

doch alle in einem Bob …

Vision als Führungsinstrument

Die Linie vorgeben bedeutet letztendlich

nichts anderes, als eine Vision zu

haben. Im Sport ist das relativ einfach:

Dieser Weltcup-Sieg, diese Medaille oder

vielleicht den Olympia-Sieg, die beste

Mannschaft der Welt zu sein. Die Vision,

verknüpft mit einem Symbol, ist mit

Sicherheit ein großes und starkes Führungsinstrument.

Doch wie gelingt es

letztendlich, die Mannschaft zu integrieren,

um diese Vision des Sieges auch

miteinander zu tragen?

Francesco Friedrich: „Irgendwie macht ja

jeder im Team und in der ganzen Nationalmannschaft

seinen Sport, um im

Endeffekt irgendwann einmal genau das

zu erreichen. Das ist die Voraussetzung!

Wer im Kopf nicht bereit ist, nicht genügend

Ehrgeiz entwickelt oder wirklich

nicht genau weiß, warum und wieso er

das tut, der wird sein Ziel wahrscheinlich

nie erreichen. Sport hat hier ganz viel

mit Kopfsache zu tun. Hier zählt nicht

nur das reine Trainieren. Es gewinnt

nicht automatisch der, der stupide am

meisten und am schwersten trainiert.

Nur mehr zu machen, bringt nicht viel.

Man muss sich auch mit sich und mit

seinem Körper, mit seinem Team und

allem, was dazugehört, beschäftigen,

um letztendlich erfolgreich zu sein, um

seine Vision durchsetzen zu können.“

Visionen konkretisieren

„Der führende Berater der deutschen

Wirtschaft werden“, mit dieser Vision

wollte Prof. Dr. Christian Rödl dem Unternehmen

eine tragende Kraft geben,

musste jedoch schnell feststellen, dass

die Vision zu weit gefasst und zu wenig

konkret war.


Prof. Dr. Christian Rödl: „Am Anfang fanden

es alle gut. Tolles Ziel! Aber letztendlich

hat keiner so richtig gewusst, was

sich dahinter verbirgt. Keiner konnte sich

vorstellen, wie die Goldmedaille wirklich

aussieht. Auch nicht, als wir die Vision

auf unser Klientel Familienunternehmen

zugespitzt hatten. Im Jahr 2013 haben wir

es dann durch ein klares und messbares

Ziel weiter konkretisiert: Wir wollen von

den 500 größten Familienunternehmen

100 als Mandanten haben, und wir wollen

auch von den 160 börsennotierten

Unternehmen in diesem Index 20 %

als Mandanten haben. Jetzt wissen die

Leute, auf welches Ziel sie hinarbeiten

müssen.“

Die Spitze der Leistungsfähigkeit

erreichen

Im Business ist es nicht wie im Sport,

wo in regelmäßigen Abständen Weltmeisterschaften

oder Olympische Spiele

stattfinden, auf die man sich gezielt

vorbereitet. Umgekehrt kann und muss

man es auch relativ schnell abhaken,

wenn ein Wettkampf mal nicht so läuft

und sich auf das nächste Ziel konzentrieren.

Prof. Dr. Christian Rödl: „In unserem

Bereich müssen wir eher schauen, dass

wir kontinuierlich Leistungen erbringen,

unsere Mandanten natürlich zufriedenstellen

oder begeistern, dass sie uns

wieder beauftragen beziehungsweise

weiterempfehlen. Parallel müssen wir

natürlich auch immer wieder neue Kunden

gewinnen. Das sind für uns oder für

mich persönlich dann die großen Erfolgserlebnisse.

Wenn wir bei Unternehmen,

die wir unbedingt als Kunden haben

wollen, weil sie uns auf unserem strategischen

Ziel weiterbringen, antreten,

uns vorstellen, ins Gespräch kommen,

vielleicht auch mal getestet werden und

dann die Mitteilung bekommen: Okay,

wir beauftragen euch jetzt als unseren

Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer

oder Rechtsanwalt. Das sind zum Teil

Ziele, die wir zwei, drei Jahre verfolgen.

Auch das Verlieren gehört ab und

zu dazu. Wir bewegen uns in einem

Verdrängungswettbewerb. Wenn das

passiert, sage ich immer, ein verlorener

Mandant ist ein künftiger Mandant. Hier

ist wohl eine Parallele zum Sport, in dem

das Ziel dann eben die nächste Goldmedaille

ist.“

Mit Herausforderungen umgehen

Kein Mensch kann immer gewinnen. Das

wäre – bezogen auf den Sport – nicht

nur für die Zuschauer eher langweilig.

Ein starker Wettbewerb spornt an und

ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das man für

sich entscheidet, ist letztendlich auch

ein viel größeres Erfolgserlebnis für den

Gewinner. Genauso sieht das auch Prof.

Dr. Christian Rödl im Wirtschaftsleben.

Prof. Dr. Christian Rödl: „Bezogen auf

unsere Goldmedaille sind wir vielleicht

gerade so in den Top 10. Der Weg zum

Podium ist noch weit und ich weiß nicht,

ob wir die Spitze des Podiums noch in

meiner Generation erreichen. Aber das

ist natürlich das Ziel. Die Goldmedaille

umgehängt zu bekommen, ist schon

etwas ganz Besonderes. Da tun wir uns

als Unternehmen eher schwer. Aber wir

versuchen schon, Leistungen so gut es

geht, messbar zu machen, um den Leuten

die Ziele und den Lohn der Arbeit zu

vermitteln.“

Personalentwicklung

Im Sport wie im Business ist es wichtig,

dass nicht nur Einer den Erfolg einheimst.

Schaut man als Laie beim Bobfahren

zu, könnte man meinen, die einen

schieben nur kurz an und dann ducken

sie sich, während der Pilot das Team zum

Sieg fährt. Schafft es der Pilot aber nicht,

den Vorsprung in der Anschubphase zu

nutzen, ist ein Teil der Teamarbeit wieder

zunichte gemacht. Auch im Unternehmen

ist es wichtig, alle einzubeziehen.

Auch wenn einer vielleicht den Auftrag

an Land zieht und steuert, gibt es viele,

die anschieben und sich dadurch das

Vertrauen der Kunden verdienen. Und

gewinnen können letztendlich nur alle

gemeinsam.

Prof. Dr. Christian Rödl: „Manchmal muss

sich der Pilot auch zwingen, sich zurückzunehmen,

um andere in den Vordergrund

zu schieben. Wir müssen also die

Aufgaben so verteilen, dass die Kollegen

alle gemäß ihren Fähigkeiten eingesetzt

sind. Ich kann beispielsweise nicht die

schwierigen Teile eines Projekts an die

jungen unerfahrenen Leute geben – die

müssen langsamer herangeführt werden

und auch von den anderen lernen,

indem sie erst einmal kleine Ausschnitte

bearbeiten. Irgendwann einmal steht

dann natürlich für jeden der Sprung ins

Wasser bevor. Dann steht man in der ersten

Reihe und muss selber schwimmen,

ein Team übernehmen, Projekte durchführen,

sich um das Team kümmern und

für dessen Auslastung sorgen.“ ó

Tipp: Wie Sie Ihre Vision-Sicherheit

vermitteln:

• Integrieren Sie lebhafte, positive

Gefühle in Ihr inneres Bild.

• Lassen Sie alle Beteiligten an Ihrer

Vision teilhaben.

• Seien Sie richtig mutig mit Ihren

Gedanken.

Über den Autor

Theo Bergauer ist Souveränitäts-Experte

und Autor des neuen Buches „Warum

Gewinner mehrfach siegen. Wie Spitzensportler

und Topunternehmer Herausforderungen

weltmeisterlich lösen.“ ISBN:

978-3-648-05980-7. Weitere Infos unter

www.b-wirkt.de. Rödl & Partner wurde

2016 für „Lebenswerk“ beim „Großer

Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet.

Francesco Friedrich wurde als Bobfahrer 5x

Weltmeister sowie Doppel-Olympiasieger

2018.

7

PT-MAGAZIN 6/2018

Gesellschaft


PT-MAGAZIN 6/2018

Gesellschaft

8

Die Da-Vinci-Formel

• Vor 862 Jahren, im Jahr 1157,

Gründung des ältesten, jemals beim

„Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichneten

Familienunternehmen:

Gräflich Eltz‘sche Kastellanei

(Burg Eltz).

• 640. Jahrestag der Stiftungsurkunde

von Papst Clemens VII. zur Gründung

der Universität Erfurt, noch vor den

Universitäten Heidelberg und Köln

• 250. Geburtstag Alexander von

Humboldt

• 150. Geburtstag Mahatma Gandhi

• 100 Jahre Demokratie in Deutschland

• 100 Jahre Bauhaus

• 70 Jahre Bundesrepublik Deutschland

• 50 Jahre APOLLO-11

(erste Mondlandung)

© Musée du Louvre, public domain

Jubiläumsjahr 2019: 500. Todestag Leonardo da Vinci und …

• 30 Jahre Friedliche Revolution in der

DDR und Mauerfall

• 25 Jahre Wettbewerb

„Großer Preis des Mittelstandes“ –

Grand Prix Mittelstand

Sieben Erfolgsgesetze

für innovatives Denken

126

Millionen Treffer ergibt

die Google-Suche nach

„Leonardo da Vinci“ und laut Wikipedia

ist der berühmte Maler, Forscher und

Erfinder der Inbegriff des Universalgenies.

Fast 500 Jahre nach seinem Tod ist

die Strahlkraft des italienischen Renaissance-Künstlers

größer denn je. Die

Gründe für diese unsterbliche Faszination

erläutert Jens Möller in seinem Buch

„Die Da-Vinci-Formel“ (Redline, ISBN-10:

3868817093). Die Innovationsstärke da

Vincis beruhte auf sieben grundlegenden

Lebens- und Arbeitsprinzipien. Er

verfolgte sie sein Leben lang.

1. Umgib dich mit inspirierenden

Menschen!

Seiner Zeit weit voraus war Leonardo da

Vinci ein leidenschaftlicher Netzwerker.

Bei jedem neuen Projekt machte er sich

auf die Suche nach Fachleuten, die seine

Wissenslücken füllen konnten. Da Vinci

schuf sich immer wieder ein inspirierendes

Umfeld aus führenden Persönlichkeiten,

Künstlern und Wissenschaftlern

seiner Zeit, um seine Fähigkeiten optimal

zur Entfaltung zu bringen und über

sich hinauszuwachsen.

2. Klaue gute Ideen – und

perfektioniere sie!

Er scheute sich nicht, auf fremde Ideen

zurückzugreifen und sie für sich zu nutzen.

Dabei ging es natürlich nicht um

blinde Nachahmung, sondern vielmehr

darum, eine fremde Idee als Impuls zu


nutzen und diese dann zu verbessern

und zu perfektionieren. Gerade die Art

und Weise, wie da Vinci bestehende Stile,

Theorien und Techniken hinterfragte,

überdachte und verbesserte, zeigt die

Brillanz seines innovativen Geistes.

Selbst eines von Leonardos bekanntesten

Werken, der Vitruvianische Mensch,

basiert auf den Ideen des römischen

Architekten Vitruv und gilt bis heute als

Symbol der Renaissance schlechthin.

3. Denke mit dem Stift in der Hand!

Als leidenschaftlicher Ideenjäger wusste

da Vinci, dass der nächste zündende

Einfall überall auf ihn warten konnte –

in der Natur, auf den Straßen Mailands

oder in einem anregenden Gespräch.

Deshalb trug er immer ein kleines Notizbuch

bei sich, um sicherzustellen, dass er

all seine spontanen Beobachtungen und

Gedanken zu jedem Zeitpunkt aufschreiben,

weiterentwickeln und bei Bedarf

auf sie zurückkommen konnte. Auf insgesamt

24.000 Notizbuchseiten hielt er

alles fest, was er beobachtete und was

ihn bewegte – seien es Ideen, Studien,

Zeichnungen, persönliche Erfahrungen

oder sogar Einkaufslisten. Um der Flüchtigkeit

von Gedanken zu trotzen, wollte

er so viele Wahrnehmungen, Gedanken

und Fragestellungen wie möglich in seinen

Notizbüchern festhalten.

4. Verbinde das Unverbundene!

Da Vinci besaß die Fähigkeit und den

Mut, Dinge miteinander in Verbindung

zu bringen, die auf den ersten Blick gar

nichts miteinander zu tun zu haben

schienen. Um bei seinen Flugstudien

neue Erkenntnisse zur Luftströmung zu

gewinnen, beschloss er beispielsweise,

schwimmende Fische im Wasser zu studieren

und gewann dadurch viele neue

Erkenntnisse zur Aerodynamik. Er war

also ein begnadeter Querdenker und

erweiterte auf diese Weise immer wieder

seinen eigenen kreativen und wissenschaftlichen

Horizont.

5. Fühle, was andere fühlen!

Innovation beginnt mit Empathie. Wer

sich in andere hineinversetzen kann, der

kann deren Bedürfnisse nachvollziehen

und kreative Lösungen dafür entwickeln.

6. Probe Deinen Mut!

Leonardo überschritt die Grenzen des

Etablierten und hatte den Mut, revolutionäre

Ideen auszudrücken. Er verwechselte

das nie mit Übermut und Leichtsinn.

Mut war für ihn, nach sorgfältiger

Abwägung aller Schritte trotz der eigenen

Zweifel zu handeln.

7. Folge Deinem Stern!

Große Ziele gelingen nur, wenn man

sich nach den Sternen streckt. Auf dieser

Reise gehören Fehler dazu. Sie zeigen an,

was noch fehlt, um erfolgreich weiterzumachen.

ó

Über den Autor

Jens Möller ist Anglist und Wirtschaftswissenschaftler.

Als Mitglied der Leonardo da

Vinci Society London hält er regelmäßig

Vorträge über den genialen Maler, Forscher

und Erfinder.


Plangenehmigungspraxis

Hanspeter Georgi über ein nervendes Entwicklungshemmnis

PT-MAGAZIN 6/2018

Gesellschaft

10

1. Klagen über die Dauer von Plangenehmigungsverfahren

gibt es seit langem.

Im Verkehrsbereich wurde daher

zwecks Beschleunigung der Verfahren

die Beseitigung der Verbandsklage ins

Gespräch gebracht. Aber kein Politiker

traut sich, dies zu artikulieren. Neuerdings

werden die Klagen über die

Genehmigungspraxis- vor allem auch im

Hinblick auf die Art und Weise der Brandschutzauflagen-

immer lauter. Manche

Projekte verhungern gar am langen Arm

der Genehmigungsbehörden.

2. Gewiss, die Behörden arbeiten auf

der Grundlage von Gesetzen und Verordnungen.

Ermessensspielräume werden

im Zweifel nicht „pro reo“ genutzt,

vielmehr sichern sich die Behörden ab,

um keinen Fehler zu machen. Das kann

dann dauern.

3. Das Verordnungsdickicht erinnert

an die Mahnung von Niall Ferguson

in seinem Werk „Der Niedergang des

Westens – Wie Institutionen verfallen

und Ökonomien sterben“. Dort heißt

es: “Der Rechtsstaat hat viele Feinde,

aber zu den gefährlichsten gehören die

Verfasser langer, umfangreicher Gesetzestexte.“

Anders hatte es mal der Philosoph

des kritischen Rationalismus, Karl

Popper, im Kontext der Suche nach der

besten Regierungsform formuliert. Das

ist übertragbar auf das Thema dieses

Beitrags. Wenn Du versuchst, etwas vollkommen

zu machen, tötest du es ab.

Schon die Lateiner wussten: summum

bonum summum malum !

4. Daran denkt man unwillkürlich,

wenn man sich die Klagen von Unternehmen

anhört. Die Neigung zur Projetrealisierung

nimmt ab.

5. Ein gutes Beispiel, wie es anders

geht, war im Saarland das Plangenehmigungsverfahren

für den Steinkohle-Doppelblock

als Ersatz für das Kraftwerk in

Ensdorf. Mittels Methode Runder Tisch

unter Leitung des damaligen Staatssekretärs

im Wirtschaftsministerium,

wurde das Genehmigungsverfahren

innerhalb eines halben(!) Jahres erfolgreich

abgeschlossen- zum Erstaunen

mancher Zeitgenossen im Lande. Aber

auch in NRW, wo es hieß: das hätte bei

uns mindestens zwei Jahre gedauert.

Dass das Projekt dann dennoch nicht

realisiert worden ist, ist eine andere

Geschichte. Hier geht es darum, dass

trotz der durch Gesetz und Verordnung

geschaffenen Komplexität bei gutem

Willen und zielorientierter Vorgehensweise

Planungsverfahren in angemessener

Frist abgeschlossen werden können.

6. Daran ist zu denken, wenn man

(Un-) Fälle hört wie die Nutzung der Flächen

des ehemaligen Bergwerks Warndt

für Gewächshäuser (inzwischen ist der

Investor so genervt, dass er aufgegeben

hat, mehrere sichere Arbeitsplätze bleiben

auf dem Business-Plan nur Papier)

oder die Art und Weise der Genehmigungspraxis

für das Stadion und die

Parkplatzsituation an der Kaiserlinde

in Elversberg. Zahlreiche kleinere Beispiele

hierfür ließen sich anfügen. Zu

nennen in diesem Kontext ist freilich: wo

bleibt das Raumordnungskonzept für

den Campus der Uni? Oder will die Politik

auch fortan bei jedem Einzelfall von

neuem auf die Suche nach einem Standort

gehen? Die Zeit ist reif für ein Raumordnungskonzept,

das dem Campus für

Wissenschaft und wissensbasierte neue

Einrichtungen Platz zum Atmen gibt.

7. Die Frage lautet generell: was können

die Entscheider tun, um das Entwicklungshemmnis

Genehmigungspraxis

zu verringern.

8. Je nach kurzfristiger, mittelfristiger

und erst langfristiger Wirksamkeit lassen

sich folgende Maßnahmen empfehlen:

- Methode Runder Tisch, sofort umsetzbar:

alle, die es verfahrensmäßig

angeht, versammeln sich am Runden

Tisch unter Moderation eines hierfür

Verantwortlichen

- Die Kammern der Wirtschaft sollten

ihre Mitgliedsunternehmen auffordern,

Umwelt

Ressourcenschutz

Entwicklung

ClimaTower

CO 2

Wiederverwertung

Energiesparende

Gebäudetechnik

von Colt

kologie

Coolstream

Technik

Energie

Dekarbonisierung

SolarLeaf

Waste-to-

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Klimawende

2050

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FINALIST

2018

“People feel better in Colt conditions.”


ihre Beschwerdefälle zu nennen. Damit

lässt sich das Problem dann insgesamt

transparent analysieren mit der Folge,

dass Verfahrens- bzw. Verordnungskorrekturen

aufgezeigt werden können

- Die Plangenehmigungsbehörden sollten

ihre Praxis so ändern dürfen, dass

sie schon ex ante in die Verfahren

eingebunden sind (also zum Beispiel:

Brandschutzauflagen schon während

des Verfahrens, nicht erst als nachträgliche

Auflage), Plangenehmigungsbehörden

zu Dienstleistern entwickeln.

- Neben den Korrekturempfehlungen

der Kammern, sind von den politischen

Entscheidern die Behörden selbst zu

befragen, wo sie Reformbedarf sehen.

Das mag zunächst blauäugig klingen,

aber bei einem anderen Bild von Behörden

sollte ein solches Unterfangen probiert

werden.

- Schließlich bleibt: der Gesetz- und

Verordnungsgeber hat nach den

Erfahrungen der oben genannten Vorschläge,

Verfahren so zu ändern, dass

die erforderlichen Planungsverfahren

kein Entwicklungshemmnis mehr darstellen.

Dazu gehört sicherlich, angesichts

der Kleinheit des Landes, die

UBA’s zusammen zu legen. Das allein

schon würde die Effizienz steigern

(Spezialkompetenzen und Vertretungen

in Urlaubs- und Krankheitsfällen

der Sachbearbeiter lassen sich dann

besser organisieren).

9. Es hat keinen Zweck, über die Politik

zu klagen. Das Vorschriftendickicht

hat sich so entwickelt, dass es in der Tat

deutschlandweit zu einem ärgerlichen

Entwicklungshemmnis geworden ist.

Wie beim Steuerrecht jedem Einzelfall

gerecht werden zu wollen, hat sich auch

das Plangenehmigungsrecht einzelfallorientiert

zu einer Komplexität entwikkelt,

die kaum noch handhabbar ist.

Oder es kommen gar Ergebnisse heraus,

die ausreichend Stoff für das politische

Kabarett liefern. Aber Steuern zahlenden

Bürgern vergeht dabei das Lachen.

10. Die Kleinheit des Landes sollte

es möglich machen, hier best praxis zu

kultivieren. Das wäre nicht nur für die

heimische Wirtschaft nützlich, sondern

würde sich als bedeutsamer Standortvorteil

erweisen. Wir hier im Lande sollte

beweisen, dass Niall Ferguson (siehe

Absatz 3) widerlegbar ist. ó

Über den Autor

Dr. Hanspeter Georgi war Wirtschaftsminister

des Saarlands und davor Hauptgeschäftsführer

der IHK Saarland. Er ist

Mitglied im Präsidium der Oskar-Patzelt-

Stiftung.

11

PT-MAGAZIN 6/2018

Gesellschaft

Mobile Räume für

Industrie, Verwaltung, Bau, Handwerk & Handel

Halleneinbauten

Industriegebäude

Dachaufstockungen

Verkaufspavillons

Bürocontainer

Aggregatecontainer

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Schön, dass Sie dabei waren!


Qualität als Prinzip

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

14

Strenge Regeln und hohe Ansprüche legt der

„Große Preis des Mittelstandes“ auch im 25. Jahr

an die Wettbewerbsdurchführung und an die Nominierten an.

Q

ualität macht den Unterschied.

Deshalb arbeitet die Oskar-Patzelt-Stiftung

nach einem zertifizierten

Qualitätsmanagement-System gemäß

DIN EN ISO 9001:2015. Organisation,

Durchführung und Nachbereitung

aller Phasen des Wettbewerbs werden

anhand klar kommunizierter Regelungen

und Vorgaben genau geplant, dokumentiert

und archiviert, um eine exakte

Rückverfolgbarkeit aller Vorgänge zu

gewährleisten.

Ein Corporate Governance Kodex

formuliert die eigenen Ansprüche und

Werthaltungen der Stiftung an den

Wettbewerb. Die Oskar-Patzelt-Stiftung,

deren Mitglieder aus Wirtschaft, Verwaltung

und Politik stammen, ist vollständig

ehrenamtlich organisiert. Alle Mitglieder

sind sich der Ziele der Stiftung

bewusst und handeln stets nach dem

bestehenden Corporate Governance

Kodex. Die Oskar-Patzelt-Stiftung wird

als Nichtregierungsorganisation (NGO)

und Non-Profit-Organisation (NPO) ohne

jedes Steuergeld ausschließlich privat

finanziert. Der „Große Preis des Mittelstandes“

schafft Gemeinnutz, indem er

Regionalmarketing und Wirtschaftsförderung

mit einem breiten bürgerschaftlichen

Engagement und der Förderung

des demokratischen Staatswesens verknüpft.

Prinzipien von Wettbewerb und

Stiftung

Datenschutz genießt innerhalb der

Stiftung höchste Priorität. Alle im Zuge

des Wettbewerbs gesammelten Daten

sowie weitere individuelle Daten werden

nur mit Zustimmung von Unternehmen

bzw. der jeweiligen Ansprechpartner

veröffentlicht. Sie sind ausschließlich

den Beauftragten der Stiftung (Juroren,

Servicestellen) und nur für die Zwecke

des Wettbewerbs zugänglich.

Die Stiftung sorgt für größtmögliche

Transparenz der Informations- und

Entscheidungsprozesse und nutzt dazu

neben dem PT-Magazin vor allem die

Websites www.mittelstandspreis.com

bzw. www.kompetenznetz-mittelstand.

de.

Ehrenamtlichkeit wird innerhalb

der Stiftung mit Nachdruck gelebt: Die

Tätigkeit in Vorstand, Kuratorium, Beiräten,

Jurys oder Servicestellen etc. wird

in keinerlei Form vergütet. Umgekehrt

verzichtet die Stiftung bei den nominierenden

Institutionen und bei den nominierten

Firmen/Personen konsequent

auf die Erhebung von Teilnahme- oder

Bearbeitungsgebühren.

Alle Aufgaben, die mit ehrenamtlichem

Engagement allein nicht bewältigt

werden können, sondern wirtschaftlich

organisiert werden müssen, werden

durch die OPS Netzwerk GmbH bzw. weitere

Dienstleister auf der Grundlage von

Kooperationsverträgen übernommen.

Dadurch bleibt die Stiftung von wirtschaftlichen

Risiken so weit wie möglich

verschont. Dabei sind die Aktivitäten

der Stiftung und ihrer Dienstleister klar

getrennt und sichern die Neutralität und

Unabhängigkeit der Entscheidungsprozesse.

Auch der Ablauf des Wettbewerbs

ist klar und konsequent geregelt. Keine

der Auszeichnungen beim „Großen Preis“

ist dotiert. Die Teilnahme am Wettbewerb

durch Selbstnominierung ist ausgeschlossen.

Jeder Teilnehmer muss von

einem Dritten dafür nominiert werden.

Die Entscheidungen über die Auszeichnungen

innerhalb des Wettbewerbs

werden strikt nach der Geschäfts- bzw.

Wettbewerbsordnung und ausschließlich

von den zuständigen Jurys getroffen.


Preisträger

Alle Nominierten eines

Wettbewerbsjahres

Finalist

Jurysitzung – Diskussion der einzelnen

Favoriten und Abstimmung

Bewertung der Unterlagen durch

Juroren – Auswahl von Favoriten

Ausfüllen und Einstellen der Wettbewerbsunterlagen

im Kompetenznetz

Prämierung

Vorauswahl

Juryliste

Nominierungsliste

Ihr Spezialist

für die

Automatisierungstechnik

Softwarekomponenten

Fernwartungslösungen

Kommunikationsadapter

Nachhaltigkeit ist Trumpf

Ein Grundpfeiler innerhalb des Corporate

Governance Kodex besteht in der

Verfolgung nachhaltiger Entwicklungen.

So berücksichtigt die Stiftung die Interessen

aller beteiligten Personengruppen

und steht im offenen Dialog mit potentiellen

Partnern, Medien und Institutionen

und informiert die Öffentlichkeit regelmäßig

und ausführlich über Ordnungen

und Entwicklungen innerhalb der Stiftung

und des Wettbewerbs.

Nominierte Unternehmen erhalten

kostenfrei Nutzerprofile im Expertenportal

www.kompetenznetz-mittelstand.de,

werden auf www.mittelstandspreis.com

dargestellt und erhalten bei Bedarf nach

Möglichkeit weitere Unterstützung

durch ca. 50 regionale Servicestellen vor

Ort.

Die Stiftung wird durch den Vorstand

(Führungsduo Dr. Helfried Schmidt, Petra

Tröger) unter Beachtung der Regeln ordnungsgemäßer

Stiftungsführung und

auf der Grundlage der „Geschäftsordnung

des Vorstands der Oskar-Patzelt-

Stiftung“ geleitet. Daneben wird die

Stiftungsarbeit jährlich in einem dreistufigen

Prozess vom Kuratorium, vom

zuständigen Finanzamt und von der

staatlichen Stiftungsaufsichtsbehörde

überwacht.

Die Jury entscheidet

Der „Große Preis des Mittelstandes“

steht auf allen Ebenen und hinsichtlich

jeglicher (Wettbewerbs-)Kriterien für

Transparenz und Professionalität. Das

gilt besonders in der zeitaufwendigsten

und gleichermaßen spannendsten Phase

des Wettbewerbs, den Juryentscheidungen.

Jährlich werden weit über 4.000

Unternehmen aus ganz Deutschland für

den Wettbewerb nominiert. Von A wie

Anlagenbauer bis Z wie Zimmermann

sind alle Branchen und Geschäftszweige

vertreten. Diese adäquat zu bewerten,

braucht Zeit und Know-how. Hier kommen

die Juroren des Wettbewerbs ins

Spiel.

Fast 100 Persönlichkeiten aus Wirtschaft,

Verwaltung und Politik wurden

vom Vorstand der Stiftung berufen. Die

Juroren der 12 Regionaljurys sind in den

jeweiligen Wettbewerbsregionen ansässig

und kennen die Regionen und deren

wirtschaftliche Gefüge genau. Anhand

der eingereichten Unterlagen der Unternehmen

bereitet sich jeder Juror auf die

Jurysitzung vor und entscheidet sich für

seine Favoriten. Hierbei berücksichtigt

er alle fünf Preiskriterien, die im Zweifelsfall

sämtlich als Ausschlusskriterien

gelten.

Zur Jurysitzung, die in der Regel in

den Räumen der Bundesgeschäftsstelle

der Oskar-Patzelt-Stiftung in Leipzig

stattfindet, begründet jeder Juror seine

Vorschläge für Finalisten und Preisträger.

Über die Vorschläge wird diskutiert,

bis die Jury übereinstimmend, im

Zweifelsfall per Mehrheitsabstimmung,

zu einem Resultat gekommen ist. Die

individuellen Ratings durch die Juroren

werden abschließend zu einem gemittelten

OPS-Rating des Unternehmens

zusammengeführt. In der Gesamtheit

aller Juryentscheidungen wird darauf

geachtet, dass sich möglichst verschiedene

Eigentumsformen, Betriebsgrößen

und Branchen (Produktion/Handel/

Handwerk/Dienstleistung) unter den

Ausgezeichneten befinden, damit der

Wirtschaftspreis auch zukünftig den

Mittelstand als Ganzes anspricht und

repräsentiert. ó

Petra Hönle Rainer Hönle Thomas Hönle

CFO CEO CMO

JAHRE

DELTA LOGIC

www.deltalogic.de


Premier-Ehrenplakette 2018

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

16

FingerHaus GmbH

35066 Frankenberg

Höchste Qualität für ein Zuhause

Mit viel Liebe zum Detail und zum guten

Handwerk erfüllt FingerHaus jedes

Jahr mehr als 700 Träume vom eigenen

Zuhause. Das Angebot reicht von Ein-

Familien- und Mehrfamilienhäusern bis

zu Bugalows, von der Fertigbauweise

bis hin zu freigeplanten Häusern. Besonderen

Wert legt das Unternehmen auf

den neuesten Stand des Energiesparens

sowie die erneuerbare und umweltfreundliche

Energienutzung. In den letzten

Jahren arbeitete es intensiv an der

weiteren Minimierung des CO2-Ausstoßes,

der Entwicklung von 0-Emmissionshäusern

sowie von Gebäuden, die mehr

Energie produzieren, als sie benötigen.

Auf diese Weise konnte die FingerHaus

GmbH ihre Marktführerschaft beim Einsatz

zukunftsweisender Energietechnik

ausbauen.

Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen

die Güte der Finger-Häuser: Nach

2015 wurde FingerHaus 2017 bereits zum

zweiten Mal Testsieger in der „Servicestudie

Fertighausanbieter“ des Deutschen

Instituts für Servicequalität. 2017

erhielt das Unternehmen den „Plus X

Award“ als „Beste Holzfertighausmarke

des Jahres“, ein Jahr zuvor errang es mit

einem Familienhaus den 1. Platz beim

„Deutschen Traumhauspreis“.

Fortlaufend investiert die Finger-

Haus GmbH in die Optimierung ihrer

Produktions- und Verwaltungsabläufe.

Mit einer Investitionssumme von 11 Mio.

Euro brachte das Unternehmen 2017 und

2018 den Neubau einer Ausbildungshalle

für technische Berufe, die Aufstockung

der Verwaltung sowie den Neubau einer

dritten Produktionshalle, den Um- und

Anbau der vorhandenen Produktionshallen

und den Austausch und Neukauf

zahlreicher Maschinen voran.

In den letzten Jahren konnte das

Unternehmen die Anzahl seiner Mitarbeiter

kontinuierlich von 511 im Jahr

2014 auf 634 im Jahr 2018 steigern, hinzukommen

aktuell 50 Auszubildende.

Diese erhalten überdurchschnittlich

hohe Urlaubs- und Weihnachtsgelder

sowie Prämienzahlungen. Wöchentlich

stehen Obstrationen auf Firmenkosten

sowie seit 2017 ein Wasserspender für

die Angestellten in der Produktion und

Verwaltung zur Verfügung. Das Unternehmen

beteiligt sich zudem an den

Kosten eines Massageangebotes in den

Pausenzeiten und organisiert Inhouse-

Grippeimpfungen, Ernährungsvorträge

und Entspannungskurse.

Als familienfreundlicher Arbeitgeber

bietet die FingerHaus GmbH Eltern, insbesondere

auch weiblichen Führungskräften,

die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit

an. Werdende Väter können beispielsweise

zur 4-Tage-Woche oder zum heimatnahen

Montageeinsatz wechseln.

Beim zuständigen Bundesministerium

errang das Unternehmen für seine

familienfreundlichen Arbeitsmodelle

2016 den Gesamtsieg beim Wettbewerb

„Erfolgsfaktor Familie“.

Die FingerHaus GmbH engagierte

sich allein 2017 mit circa 12.500 Euro für

Vereine. Dabei reicht der Wirkkreis weit

über die Landesgrenzen hinaus. Seit

2010 beteiligte sich das Unternehmen

beispielsweise an dem Bau eines Waisenhauses

in Togo. Zudem unterstützt es

Handball-, Golf-, Fußball-, Tennis-, Beachvolleyball-

und Reitvereine in der Region.

Als Hauptsponsor ist FingerHaus auch

für den „Literarischen Frühling“ sowie

den Hessentag 2018 in Korbach aktiv.

Nach zahlreichen Nominierungen für

den „Großen Preis des Mittelstandes“ war

die FingerHaus GmbH 2000 „Preisträger“,

2006 „Premier-Finalist“ und 2009 Premier

und erhielt 2012 und 2014 die „Premier-Ehrenplakette“.

Nominiert wurde

das Unternehmen in diesem Jahr durch

die IHK Kassel-Marburg, den Magistrat

der Stadt Frankenberg (Eder) sowie die

Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement

GmbH. ó

fit GmbH

02788 Zittau

Aus dem Osten in die Welt

Nach der Wiedervereinigung startete

das inhabergeführte Unternehmen im

Wesentlichen mit einem einzigen Produkt.

Aus der seit 1954 bestehenden Tradition

der Herstellung von Spülmitteln

entwickelte sich eine breite Produktpalette

von Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln.

Sie ermöglichte der fit GmbH,

zum größten Konsumgüter-Markenhersteller

in Ostdeutschland zu werden. Das

Unternehmen meisterte in den letzten

Jahren nicht nur den Weiterbetrieb nach

massiven Schäden durch das Neiße-

Hochwasser 2010, sondern es behauptet

sich auch erfolgreich im Wettbewerb mit

internationalen Konzernen wie Henkel,

Unilever, Colgate-Palmolive oder Beiersdorf.

Die Ursprungsmarke „fit Spülmittel

Original 500 ml“ hat ihre Wurzeln in

Ostdeutschland, ist dort mit über 35

Prozent Anteilen Marktführer und darüber

hinaus, gemessen an den Verkaufszahlen,

als zweitstärkste Marke auch

deutschlandweit erfolgreich. Darüber

hinaus überzeugt die fit GmbH mit weiteren

Produkten: Die „fit Power Tabs 12“

kamen als erstes Markenprodukt mit

phosphatfreier Formel in den Verkauf

und wurden 2015 zum Testsieger der

Stiftung Warentest gekürt. Für seine

„Grüne Kraft“-Produkte, die auf nachwachsenden

Rohstoffen basieren, erhielt

das Unternehmen den „Sächsischen

Umweltpreis“ 2011. Erfolgreich etablierte

sich auch das Produkt „Rei in der Tube“

mit einem Marktanteil von 68 Prozent

bei Reisewaschmitteln. Dank der Markenübernahmen

2015 von „GARD“ und

2016 von „fenjal“ konnte die fit GmbH

ihre Stellung im Handel nochmals stärken.

Wichtigste Produktlinie ist mit 40

Prozent Umsatzanteil „Kuschelweich“.

Hierunter fallen Weichspüler und seit

2016 das neu etablierte Wäscheparfüm.

Mit inzwischen 85 Millionen produzierten

Einzelartikeln konnte die fit

GmbH ihren Umsatz seit 2014 um 27

Prozent steigern. Mit einer Investitionssumme

von mehr als 170 Mio. Euro seit

1993 verfügt sie über eine der modernsten

Produktionsanlagen für Wasch-, Putzund

Reinigungsmittel.

Für seine 240 Mitarbeiter bietet

das Unternehmen familienfreundliche

Lösungen wie Teilzeit- und Home-Office-

Modelle. Eine subventionierte, firmeneigene

Kantine versorgt sie mit Frühstück

und Mittagessen. Zudem findet

seit über fünf Jahren wöchentlich ein

Betriebstraining mit einem Trainer des

örtlichen Leichtathletik-Sportvereins

statt, bei dem das Teamgefühl gestärkt

und gemeinsam für das Deutsche Sportabzeichen

trainiert wird.

Neben der betrieblichen Ausbildung

wirbt das Unternehmen neue Mitarbeiter

über ein Trainee-Programm im

Bereich Marketing und Vertrieb sowie

über das „KIA“-Modell in den Fachbereichen

Chemie und Informatik an. Dabei

wird die betriebliche Ausbildung mit

einem Studium an der Fachhochschule

Görlitz/Zittau verbunden.

Eine Vielzahl von regionalen und

überregionalen Projekten erhält Unterstützung

durch die fit GmbH. Beispielsweise

konnte im Jahr 2017 die BVB-

Fußballschule durch Sponsoring nach

Zittau geholt werden, bei der mehr als

80 Mädchen und Jungen zwischen 7 und

13 Jahren von Profi-Trainern des Bundesliga-Erstligisten

drei Tage lang trainiert

wurden. Weiterhin engagiert sich das

Unternehmen für die regionalen Feuerwehren,

die „Freunde und Förderer

der TU Bergakademie Freiberg“ und das


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

FingerHaus GmbH,

(v.l.) Dr. Mathias Schäfer, Klaus Cronau, Geschäftsführer

„Gläserne Labor“ des Hygiene-Museums

Dresden.

Die fit GmbH ist bereits zum dritten

Mal seit 2016 für den „Großen Preis des

Mittelstandes“ nominiert. 2000 war sie

„Preisträger“, 2002 folgte die Auszeichnung

zum „Premier“. In diesem Jahr ist

das Unternehmen nominiert von EMS Ihr

Beraterteam Hinner. ó

Wirtschaftsförderungsgesellschaft für

den Kreis Borken mbH

48683 Ahaus

In einem halbem Jahrhundert zum

mittelständischen Tausendfüßler

Was noch in den 1980er Jahren eine

monostrukturierte Region mit Textilund

Landwirtschaft war, entwickelte

sich mithilfe der Wirtschaftsförderungsgesellschaft

für den Kreis Borken zur

mittelständisch geprägten Musterregion.

Heute bietet der Kreis Borken

ein modernes, leistungsfähiges und

zukunftsorientiertes Branchenspektrum,

das weit über die Region hinaus als vorbildlich

gilt. Mit seiner Konzentration auf

viele kleinere Unternehmen anstelle von

Großkonzernen nutzt die Region seither

die volle Kraft des Mittelstandes.

Als Gesellschafter treiben der Kreis

Borken und 17 weitere Städte und

Gemeinden im Umkreis die wirtschaftliche

Entwicklung für ihre rund 370.000

Einwohner und rund 16.500 Unternehmen

stetig voran. Im Mittelpunkt stehen

die Förderung und Verbesserung

der Rahmenbedingungen für den Mittelstand,

dabei setzt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft

auf standortbezogene,

individuelle Lösungen und bietet eine

zentrale Anlaufstelle für alle betrieblichen

Fragen sowie einen Schnittpunkt

zwischen Wirtschaft und Verwaltung

an. Die inzwischen 20 Mitarbeiter und

Mitarbeiterinnen leisten Gründungs-,

Betriebs- und

Innovationsberatung,

ebenso wie

Standortmarketing,

Infrastruktur und

Netzwerkarbeit.

Als zertifiziertes

STARTCENTER NRW

konnten aus der

Gesellschaft selbst

heraus bereits drei

Unternehmen –

Innotronic Gronau,

Thinkworks Bocholt

und Innotec Control

Rheine – gegründet

werden. Darüber

hinaus setzt sie sich

seit mittlerweile

zehn Jahren für den

Breitbandausbau in

der Region ein und initiierte ein eigenes

Kreisleerrohrnetz, das zu 100 Prozent

an einschlägige Anbieter vermietet ist

und 85 Prozent der Haushalte im Kreis

Borken mit einer Bandbreite von über 50

Mbit/s versorgt.

Die erfolgreiche Arbeit der

Gesellschaft spricht für sich: Mit verbesserter

Wirtschaftsstruktur, Innovationsdynamik

und der hohen Gründungsbereitschaft

konnte die Zahl der

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen

allein zwischen 2010 und 2015

um 7,2 Prozent gesteigert werden, die

Entwicklung liegt dabei deutlich über

dem Durchschnitt des Bundeslandes

mit 1,5 Prozent. Ihren Umsatz steigerten

die Unternehmen im Kreis sogar

um 19 Prozent. Positiv wirkt sich dies

auch auf die Zahl sozialversicherungspflichtiger

Beschäftigter aus: Seit 2010

liegt die Arbeitslosenquote permanent

unter fünf Prozent, seit 2016 sogar unter

vier Prozent. Hinzu kommt eine hohe

Auszubildenden-Quote von 6,5 Prozent.

Außerdem sind weitgehend bruchlose

fit GmbH, Dr. Wolfgang Groß,

Geschäftsführender Gesellschafter mit Ehefrau

Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH,

Dr. Heiner Kleinschneider, Geschäftsführer, Dr. Markus Könning,

Leiter Innovationsberatung (v.l.)

Übergänge von Schule zu Beruf kennzeichnend

für die Region.

Derzeit widmet sich die Gesellschaft

verstärkt der Förderung frauengeführter

Unternehmen und will in den nächsten

Jahren das Potential weiblicher Existenzgründungen

weiter ausschöpfen. Erste

Impulse hierfür setzt das Projekt „Münsterland-Initiative

Unternehmerin“. Einen

weiteren Schwerpunkt bilden Umweltschutz

und Energieeffizienz, der unter

anderem durch das Projekt „Ökoprofit“

vorangetrieben wird, sowie die künftige

Sicherung insbesondere von MINT-Fachkräften.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft

für den Kreis Borken mbH konnte

bereits 2006 die Auszeichnungen als

Kommune des Jahres und 2012 als Premier-Kommune

entgegen nehmen. Nominiert

wurde die Gesellschaft in diesem

Jahr durch 56 verschiedene Partner, darunter

2G Energy AG, AIW „Aktive Unternehmen

im Westmünsterland“ e. V. und

AXA Entwicklungs- und Maschinenbau

GmbH. ó

17

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

18

Premier 2018

Burchard Führer GmbH

06847 Dessau-Roßlau

Im Mittelpunkt steht der Mensch

Als mittelständisch geprägtes

Familienunternehmen ist die Burchard

Führer GmbH mit 42 stationären Einrichtungen,

fünf Tagespflegen, sechs

ambulanten Diensten und vier Anlagen

für betreutes Wohnen in zehn Bundesländern

aktiv. Unter ihrer Firmenphilosophie

„kompetent. engagiert. familiär“

übernimmt sie die komplette ambulante,

teilstationäre und stationäre Versorgung

ihrer Bewohner in der Altenund

Behindertenpflege.

Im Vordergrund steht die beständige

Qualitätssteigerung von Pflege und

Betreuung. Die Einrichtungen „Rosenhain“

in Köthen und „Herthasee“ in

Berlin wurden 2015 und 2016 bereits

zweimal von der Zeitschrift Focus zum

„TOP-Pflegeheim“ gekürt.

Mit 95 Prozent besitzt die Burchard

Führer GmbH eine überdurchschnittlich

hohe Auslastungsquote. Sie mietet im

Vergleich zu anderen Anbietern gleicher

Größe keine Betten an, sondern legt

Wert auf die Einheit von Besitz und

Betrieb.

Zu den Besonderheiten des Firmenkonzepts

gehören die Übernahme,

Rekonstruktion und nachhaltige Bewirtschaftung

alter Gebäude. Viele denkmalgeschützte

Bauten konnten auf diese

Weise vor dem Verfall geschützt werden.

Einrichtungen befinden sich beispielsweise

im Kloster Meyendorf im Bördekreis

und im Wasserschloss Großpaschleben

im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Die

Unternehmenszentrale hat ihren Sitz

auf dem Gelände der ehemaligen Hugo-

Junkers-Werke in Dessau.

Die erfolgreiche Entwicklung des

Unternehmens schlägt sich in der

Anzahl der Mitarbeiter nieder. Zwischen

2014 und 2018 steigerte sich diese von

2.680 auf 3.280. Die Burchard Führer

GmbH engagiert sich gegen den Fachkräftemangel

und beschäftigt im aktuellen

Jahr rund 280 Auszubildende. Das

Seniorenpflegeheim „Fritzenhof“ in

Flöha konnte bereits eine Ehrung als

ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb

entgegennehmen. Um Nachwuchs in

Pflegeberufen zu gewinnen, öffnet das

Unternehmen seine Einrichtungen für

Schulklassen und bietet Praktika und

Projekte für ausländische Auszubildende

an. Darüber hinaus besteht im

Rahmen eines dualen Studiums eine

enge Zusammenarbeit mit der Berufsakademie

Leipzig und der Fachhochschule

Chemnitz.

Führungspersonal

rekrutiert

das Unternehmen

vorzugsweise aus

den eigenen Reihen.

Über gezielte Fortbildungen

werden

Mitarbeiter zu Heimund

Pflegedienstleitern

berufen. 2018

soll ein umfangreiches

Nachwuchsprogramm

für

Führungskräfte entstehen,

das unter

anderem Workshops

zum Themenschwerpunkt

„Gesunde Führung“ anbietet.

Gute Leistungen werden gesondert

honoriert. Zusätzlich bietet die Burchard

Führer GmbH eine betriebliche Altersvorsorge

und mit dem „Sodexo Benefitspass“

vergünstigte Einkaufsmöglichkeiten.

In enger Kooperation mit dem Dessauer

Walter-Gropius-Gymnasium stellt

das Unternehmen sein Betriebsgelände

für den Sportunterricht zur Verfügung.

Darüber hinaus sponsert es die Knabenkapelle

Auerbach, die Weihnachtsfeier

des lokalen Kinderheims, den Handballverein

in Ahlbeck auf Usedom, den Fußballverein

Union Berlin sowie das Sportfest

des Landes-Behindertenverbandes

Sachsen-Anhalt.

Die Burchard Führer GmbH ist zum

8. Mal seit 2009 für den „Großen Preis

des Mittelstandes“ nominiert. 2014 war

sie „Finalist“, 2015 „Preisträger“ und 2017

erhielt das Unternehmen die „Ehrenplakette“.

Nominiert wurde sie in diesem

Jahr durch den Landkreis Anhalt-Bitterfeld,

die Stadtsparkasse Dessau und WIS-

SENSBILANZ.DEUTSCHLAND. ó

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

NETGO Unternehmensgruppe GmbH

46325 Borken

Unternehmenskultur als Erfolgsgarant

Seit ihrer Gründung weist die NETGO

Unternehmensgruppe eine steile

Erfolgskurve auf. Aus dem 2007 gestarteten

Unternehmen mit drei Personen

ist in gut zehn Jahren ein beachtetes

IT-Systemhaus mit über 300 Mitarbeitern

geworden. Mehrere Geschäftsbereiche

und Schwestergesellschaften mit

zugkräftigen Marken stellen sich den

Herausforderungen des IT-Marktes. Den

größten Anteil hat die NETGO GmbH

und deren Unterteilung in Systemhaus,

NETGO Consulting, Reseller-Solution,

Burchard Führer GmbH, Jan Fritsche, Geschäftsführer und

Konstanze Führer, Prokuristin

NETGO Smartwork und NETGO Innovations.

Darüber hinaus ist die Gruppe seit

2016 mit einem Sitz in Aalten auch auf

dem niederländischen Markt vertreten.

Allein im vergangenen Jahr konnte

die NETGO Unternehmensgruppe GmbH

durch Integration der CompuTech weiter

wachsen und ihren Umsatz im Vergleich

zum Vorjahr um 62 Prozent steigern.

2018 begann sie mit dem Bau ihrer

neuen Firmenzentrale. Auf 5.700 qm

entsteht für neun Mio. Euro das neue

„Basecamp“. Es bietet eine betriebseigene

Kindertagesstätte, öffentliche Gastronomie,

ein Fitness-Studio sowie einen

Ruheraum für die Mitarbeiter. Mit der

NETGO Innovations verfügt die Gruppe

über ein eigenes Kreativteam, das Ideen

der Belegschaft umsetzt, Lösungen für

neue Herausforderungen sucht, diese

im „Innovation Lab“ in Bochum testet

und verbessert. Aufgrund des herausragenden

Ausbildungsstandes der NETGO-

Mitarbeiter wurde die NETGO-Gruppe

als eines von sieben Unternehmen

deutschlandweit und eines von nur 50

weltweit zum „Platinum Partner“ des

Marktführers im Bereich Enterprise

Hardware, Hewlett Packard ausgezeichnet.

Mit der erheblichen Steigerung

der Mitarbeiteranzahl von 75 im Jahr

2014 auf 320 in diesem Jahr, erweist

sich die Gruppe als äußerst erfolgreich

im Bereich Recruiting sowie in der Mitarbeiterbindung.

Der Wachstumstrend

hält an. Weitere 49 Stellen sind derzeit

noch unbesetzt. Im Vordergrund stehen

die Firmenkultur und eine starke Identifikation

des Einzelnen mit dem Unternehmen.

Mit flachen Hierarchien, großer

Eigenverantwortung, Raum für persönliche

Entfaltung und eigene Ideen legt

die Gruppe größten Wert auf ein familiäres

Arbeitsumfeld. Die Vereinbarkeit

von Familie und Beruf gewährleisten flexible

Arbeitszeiten, Möglichkeiten zum


Home-Office und eine firmeneigene

Kinderbetreuung. Unter dem Leitspruch

„Keine Entscheidung ist so falsch wie die,

die man nicht getroffen hat“, erhalten

junge Mitarbeiter bereits früh Verantwortung.

Firmeneigene IT-Trainer sowie

ein eigenes „PearsonVUE“-Testcenter am

Stammsitz Borken ermöglichen beständig

die zertifizierte Weiterbildung.

Im gesellschaftlichen Engagement

liegt das Augenmerk der Gruppe auf

der Unterstützung der Kinder- und

Jugendförderung. Neben Spenden von

technischen Geräten für Schulen und

caritative Einrichtungen ist die NETGO-

Gruppe im Projekt „Schlaumäuse“ aktiv.

Dabei stellt sie Kindergärten kostenfrei

PC´s und Software zur Verfügung, die

Unterstützung bei der Sprachentwicklung

bieten sowie auf individuelle Vorkenntnisse

und das Lerntempo der Kinder

abgestimmt ist. Insgesamt werden

ca. 30 Vereine mit mehr als 100.000 Euro

jährlich gefördert.

Die NETGO Unternehmensgruppe

GmbH wurde zum 9. Mal seit 2010 für

den „Großen Preis des Mittelstandes“

nominiert. 2010 wurde sie als „Finalist“,

2012 als „Preisträger“ und 2015 mit der

„Ehrenplakette“ geehrt. Nominiert wurde

das Unternehmen in diesem Jahr durch

die Abgeordneten des Deutschen Bundestages

Johannes Röring und Karl-Heinz

Busen, die Landtagsabgeordneten Hendrik

Wüst und Wilhelm Korth, die Bezirksregierung

Münster, die Stadt Borken und

die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für

den Kreis Borken mbH. ó

uesa GmbH

04938

Uebigau-Wahrenbrück

Elektro- und Schaltanlagen für die

Region und die Welt

1990 gegründet, etablierte sich die

uesa GmbH in der Energiebranche als

Einzelauftragsfertiger im Elektro- und

Schaltanlagenbau. Von der Planung

über die Fertigung bis hin zur Montage

liefert sie Elektroausrüstungen für

die Industrie und Energieversorgung.

Das Leistungsspektrum umfasst Energieverteilungsanlagen,

Kabelverteiler,

Transformatorenstationen, Nieder- und

Mittelspannungsschaltanlagen bis 24

kV sowie Automatisierungs- und Steuerungsanlagen

und Serviceleistungen im

Solarbereich.

Entsprechend den Kundenwünschen

werden die Produkte flexibel gestaltet

und produziert. Darüber hinaus bietet

das Unternehmen beispielsweise mit

der Vermietung von Trafostationen,

kombinierte Leistungsangebote und

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

NETGO Unternehmensgruppe GmbH,

Benedikt Kisner und Patrick Kruse, Geschäftsführer

ist anerkannter Zulieferer für rund 70

Prozent aller deutschen Energieversorgungsunternehmen.

Kontinuierlich konnte der Umsatz

in den vergangenen Jahren seit 2014

um fast 30 Prozent gesteigert werden.

Ergänzt werden die Aktivitäten auf dem

deutschen Markt durch internationale

Vertriebsstrukturen sowie Produktion

und Absatz vor allem in Polen, Rußland

und der Mongolei. Beispielsweise konnten

Mittelspannungsanlagen und Trafostationen

an die Stadtwerke Sergjev

Posad im Moskauer Gebiet und elektronische

Ausstattungen in die mongolische

Hauptstadt Ulan-Batur zur Stromversorgung

eines Stadtviertels geliefert

werden. Hier errichtete das Unternehmen

in Kooperation mit der Gesellschaft

für Internationale Zusammenarbeit

zudem ein Schulungszentrum für angehende

Elektrotechniker.

19

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

RÄGER

Preis PREISTRÄGER

des

PREISTRÄGER

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15 Großer Mittelstandes Preis des

Mittelstandes 2015

2015

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„Wir sind für Sie da“

www.fuehrergruppe.de

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© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

PT-MAGAZIN 6/2018

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Oskar-Patzelt-Stiftung

20

uesa GmbH,

Helmut Hoffmann, Geschäftsführer

Aktuell beschäftigt die uesa GmbH

415 Mitarbeiter und zählt damit zu den

großen Arbeitgebern in Brandenburgs

Elbe-Elster-Kreis. Jährlich finden Personalgespräche

statt, und entscheidende

Verbesserungsvorschläge werden prämiert.

Außerdem gewährleistet die

Einführung flexibler und auf Wunsch

verkürzter Arbeitszeiten für Eltern die

Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Des Weiteren wird eine über dreijährige

Betriebszugehörigkeit durch Teilhabe an

der uesa Mitarbeitergesellschaft mbH

und durch die Ausschüttung von Gewinnen

honoriert. Die Ausbildungsjahre

im Unternehmen werden anerkannt,

wodurch auch unter den Jungfacharbeitern

eine hohe Firmenbindung erzielt

wird.

In der Region engagiert sich die uesa

GmbH bei Abschlussfeiern und anderen

schulischen Höhepunkten. Außerdem

erhalten Jugendclubs und die Kindergärten

in Falkenberg und Uebigau

Unterstützung. Seit zehn Jahren bietet

uesa regelmäßig Schülerpraktika sowie

Schülerferienarbeit an. 20 bis 30 Schüler

erhalten jeweils die Möglichkeit, in

den Sommerferien erste Einblicke in das

Berufsfeld zu nehmen. Darüber hinaus

unterstützt das Unternehmen die freie

Schule Uebigau, die örtliche Feuerwehr,

den Halbmarathon ElsterLauf, den Sportverein

Schmerkendorf, den Volleyballverein

VSB Offensiv Eisenhüttenstadt, die

Fußballmannschaft des SV Lok Uebigau

und das Heimatmuseum Uebigau.

Die uesa GmbH wurde zum 10. Mal

seit 2010 für den „Großen Preis des Mittelstandes“

nominiert. 2006 erhielt sie

die Auszeichnung „Finalist“. 2007 wurde

sie als „Preisträger“ geehrt und 2010 mit

der „Ehrenplakette“ honoriert. Nominiert

wurde das Unternehmen in diesem Jahr

durch die BTU Brandenburgische Technische

Universität Cottbus-Senftenberg. ó

Premier-Bank 2018

Volksbank RheinAhrEifel eG

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Genossenschaft für Regionalität,

Heimat und Sicherheit

Die Geschichte der Volksbank RheinAhr-

Eifel eG geht bis in das Jahr 1886 zurück.

Insgesamt 81 Vorgängerinstitute schlossen

sich im Laufe der Zeit zusammen

und bilden heute den Grundstein für

die Genossenschaftsbank, die ihren über

95.000 Mitgliedern gehört. Damit ist sie

die mitgliederstärkste Bank im Bereich

des Genossenschaftsverbandes e.V. und

eine der mitgliederstärksten Organisationen

in Rheinland-Pfalz überhaupt. Das

weiß die Bank zu nutzen: Sie verzeichnet

seit Jahren ein stetiges Wachstum und

gewinnt Marktanteile hinzu. 2017 stieg

die Bilanzsumme so um 79 Millionen

Euro auf insgesamt 2,6 Milliarden Euro,

das betreute Kundenvolumen weitete

sie um 294 Millionen Euro auf über 5,1

Milliarden Euro aus. Die Volksbank RheinAhrEifel

stellte allein im vergangenen

Jahr 455 Millionen Euro an Krediten aus

– der höchste Wert, den das Kreditinstitut

jemals erreichen konnte. Mit 36

Geschäftsstellen und 18 Selbstbedienungsfilialen

ist sie flächendeckend in

der Region präsent und gleichzeitig die

größte Bank in der Umgebung. Bundesweit

schafft sie es dadurch in Bezug

auf ihre Größe auf Rang 64 unter den

deutschen Genossenschaftsbanken, in

Rheinland-Pfalz sogar auf den sechsten

Rang.

Besondere Bedeutung im letzten

Jahr hatte die Fertigstellung des neu

und umgebauten Verwaltungssitzes in

Mayen sowie die Verschmelzung mit der

Volksbank Mülheim-Kärlich eG. Durch

die Fusion ist die Bank noch stärker als

Volksbank RheinAhrEifel eG,

(v.l.) Elmar Schmitz, und Vorstandsmitglieder Markus Müller,

Sascha Monschauer

zuvor in einer prosperierenden Wirtschaftsregion

entlang des Rheins und

erstmals auch an der Mosel vertreten.

Um ihren Kunden weiterhin Verlässlichkeit

und Sicherheit zu bieten, weitete

sie gleichzeitig ihre Eigenkapitalausstattung

auf über 280 Millionen Euro aus.

Als Genossenschaft bekennt sich die

Bank zu Selbsthilfe, Selbstverwaltung

und Selbstverantwortung als Fundamente

ihrer Arbeit. Daher ist ein intensiver

Austausch mit ihren Mitgliedern

unabdingbar. Diese haben außerdem die

Möglichkeit, online an der Vertreterwahl

teilzunehmen und sich durch Co-Creation-Ansätze

an der Entwicklung neuer

Lösungen zu beteiligen.

Mit ihrer Kampagne „Wir sind Heimat“

tritt die Genossenschaftsbank für

ihre Region ein und übernimmt Verantwortung

für die lokale wirtschaftliche

Entwicklung, gerade im Hinblick auf

den Strukturwandel in der Region Rhein,

Ahr und Eifel. Sie fördert das Kapital

an dem Ort, an dem es gebildet wird.

Daher ist die Bank ausschließlich lokal

aktiv. Statt an risikoreichen und spekulativen

Geschäften orientiert sie sich an

realwirtschaftlichen Transaktionen. Das

kommt vor allem ihren 150.000 Privatund

Firmenkunden in der Region zugute.

Durch ihr Kerngeschäft, dem Einlagenund

Kreditgeschäft sowie der Vermittlung

von Produkten der Unternehmen

aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe,

stärkt die Volksbank RheinAhr-

Eifel zudem die regionale Wirtschaft

insgesamt. Zusätzlich festigen regionale

Beiräte und Mitgliederkonferenzen die

dezentrale Struktur, die schnelle Ent-


scheidungen ermöglicht. So nimmt die Volksbank RheinAhrEifel

eine Vorreiterrolle in der Stärkung des ländlichen Raums ein.

Auch sozial zeigt sich die Volksbank RheinAhrEifel heimatverbunden.

Schon 2008 rief sie den Zukunftspreis Heimat ins

Leben. Mit ihm zeichnet sie jährlich Projekte aus, die geeignet

sind, die Infrastruktur, Lebensqualität und Attraktivität der

Region zu fördern. Das Preisgeld von 25.000 Euro macht den

Zukunftspreis zu einer der höchstdotieren Auszeichnungen für

regionales Engagement. In den letzten zehn Jahren wurden auf

diese Weise von den verschiedensten Seiten annähernd 1.100

Konzepte zur Stärkung des heimatlichen Lebens- und Wirtschaftsraumes

erstellt. Sie alle halfen dabei, zahlreiche innovative

Projekte in der Region zu fördern.

Die Volksbank RheinAhrEifel eG wurde zum seit 2013 sechsten

Mal in Folge zum Wettbewerb durch nominiert. Vorgeschlagen

haben sie in diesem Jahr die HEGAS Vermögensverwaltungs KG,

die Reinhard Koll GmbH, die Stadt Andernach, die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler,

die Stadt Mayen, die Verbandsgemeinde Brohltal

und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel mbH. 2015

wurde sie als Bank des Jahres ausgezeichnet. ó

Wirtschaftsförderung Landkreis

Bamberg und Stadt Bamberg

– Wirtschaftsförderung

96052/ 96047 Bamberg

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Landkreis Bamberg, Stadt Bamberg,

Johann Kalb, Landrat des Landkreises Bamberg,

Reiner Keis, Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises

Bamberg, Dr. Stefan Goller, Leiter des Referats Wirtschaft der

Stadt Bamberg, Frau Ruth Vollmar,

Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Bamberg

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PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Erfolgsverwöhntes Duo

Bamberg ist nicht nur Weltkulturerbe,

sondern für ein Einzugsgebiet von

mehr als 350.000 Menschen ein kultureller

Mittelpunkt der Europäischen

Metropolregion Nürnberg und das Wirtschaftszentrum

Oberfrankens. In dieser

Region weiß man das Engagement der

Unternehmer und ihre häufig lange

Familientradition zu schätzen. Die Verbundenheit

der Unternehmer zur Region

ist Bestätigung und Motivation zugleich.

Global Player wie Bosch, Brose und viele

andere haben sich hier niedergelassen.

Im FOCUS-Ranking konnte sich der

Landkreis Bamberg bei „Wachstum und

Jobs“ um 53 Plätze auf Rang 41 (von

401) verbessern und bei „Produktivität

und Standortkosten“ um 16 Plätze auf

Rang 27. In der Region Bamberg herrscht

mit einer Arbeitslosenquote unter drei

Prozent praktisch Vollbeschäftigung.

Diese tendenziell positive Entwicklung

begründet sich besonders auf Beschäftigungszuwächsen

z.B. im Bereich der

freiberuflichen, wissenschaftlichen

und technischen Dienstleistungen, im

Bereich Erziehung und Unterricht sowie

im Gastgewerbe.

Im Jahr 1996 begann die kundenorientierte

Wirtschaftsförderung des Landkreises

Bamberg mit dem Ziel, einen systematischen

Dialog mit der Wirtschaft

aufzubauen. In ihrer Arbeit geht sie

strukturiert und gezielt auf die Unternehmen

der Region zu. Um die eigenen

Leistungen zu optimieren wird seit 2002

regelmäßig eine Unternehmensbefragung

in Auftrag gegeben. Die steigende

Premier-Kommune 2018

Rücklaufquote, positive Rückmeldungen

der Betriebe und die gewonnenen Daten

ermöglichen, Serviceangebote noch

gezielter zu entwickeln und zu kommunizieren.

Schwerpunkte der letzten

Befragung 2017 bildeten die Standortanalyse,

die regionale Entwicklungsstrategie

sowie Qualitäts- und Kontaktmanagement.

Um den Transfer von Wissenschaft

und Wirtschaft zu fördern, bietet die

Wirtschaftsförderung gemeinsam mit

der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel

‚KMUni‘ an. Diese Schnittstelle unterstützt

den intellektuellen und praxisrelevanten

Input und sorgt damit zugleich

für die Bildung informeller Netzwerke.

Die Zahl der Gewerbeanmeldungen hält

sich in der Region Bamberg auf einem

konstant hohen Niveau.

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg

(13.000 Studierende) sowie weiterführende

Schulen und Einrichtungen

der beruflichen Bildung mit vielfältigen

Weiterbildungsangeboten bringen qualifizierte

Fachkräfte hervor und sichern

so die Zukunftsfähigkeit der gesamten

Region. 60% der sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten sind Fachkräfte,

12% sogar Spezialisten und weitere 12%

Experten. Die zentrale Idee bei der Förderung

des Mittelstandes ist es, möglichst

nahe am Unternehmen zu sein und die

Unternehmen persönlich in allen Entwicklungsphasen

zu unterstützen. Neu

ist der Fokus auf die Gesundheitswirtschaft

und die für 2019 geplante Eröffnung

des Digitalen Gründerzentrums.

In Stadt und Landkreis Bamberg wird

nicht nur geredet, sondern gehandelt.

So finden Geschichte, Kultur, Wirtschaft

und Lebensqualität zu beeindruckender

Harmonie. Die Wirtschaftsförderungen

von Stadt und Landkreis sorgen dafür,

dass sich Unternehmen am Standort

wohl und willkommen fühlen. Dabei

arbeiten Stadt und Landkreis abgestimmt

und Hand in Hand.

Aus all diesen Gründen wird der Sonderpreis

„Premier-Kommune“ dieses Jahr

erstmals doppelt verliehen: An Stadt und

Landkreis Bamberg für die nachgewiesenermaßen

konstant hervorragende

mittelstandsorientierte Wirtschaftsförderung.

Die Stadt Bamberg und die Wirtschaftsförderung

Landkreis Bamberg

wurden seit 2014 durchgehend für den

Großen Preis des Mittelstandes nominiert,

2015 konnten sie die Auszeichnung als

Kommune des Jahres entgegen nehmen.

Nominiert wurde das Duo in diesem Jahr

durch IMBEMA Consult GmbH und Centron

GmbH. ó


Premier-Finalisten 2018

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

22

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

EDEKA Ernst

66482 Zweibrücken

EDEKA Ernst Zweibrücken,

Dieter Ernst, Geschäftsführer

Einsatz für die Heimatstadt

Als moderne Einkaufsmärkte bieten die

beiden Standorte von EDEKA Ernst im

Hildegard-Center Zweibrücken und in

Niederauerbach alles für den täglichen

Bedarf ihrer Kunden. Neben den üblichen

Produkten setzt das Unternehmen

ganz auf ein innovatives Sortiment und

erschließt sich neue Zielkunden. Waren

für vegan lebende Menschen und Allergiker

ergänzen das Sortiment ebenso

wie Halal-Produkte, die nach islamischem

Glauben zulässig sind. Ernährungs-,

Rezept- und Weinberatung sowie

ein Geschenk- und Verpackungsservice

runden das Angebot

ab. Ganz dem generationenfreundlichen

Einkaufen

verschrieben, bieten

die Märkte zudem

spezielle Einkaufswagen

für Rollstuhlfahrer

sowie solche

mit integrierter Sitzgelegenheit

an.

Besonderen

Wert legt EDEKA

Ernst auf die Unterstützung

regionaler

Jungunternehmer.

So konnte das Angebot

in den letzten

Jahren beispielsweise

um Produkte von Piranja Cola,

Stugge Bier Winterbach, Kartoffelhof

Bößhar oder der Kaffeerösterei Huber

Pirmasens erweitert werden. Darüber

hinaus werden Bezahlfunktionen per

Funk, Handy und der EDEKA-App bis hin

zu kostenfreiem Kunden-WLAN angeboten.

Die seit Jahren stabile Umsatzsteigerung

gibt dem Erfolgskonzept Recht.

Im laufenden Jahr sind mit einer im Vergleich

zum Vorjahr fast vervierfachten

Investitionssumme weitere Neuerungen

im Warenwirtschafts- und Kassensystem,

neue Leergutautomaten, Einkaufsboxen

und -wagen sowie die Erneuerung

des Eingangsbereichs geplant.

Die derzeit 98 Mitarbeiter und zehn

Auszubildenden profitieren von der familiären

und teamorientierten Prägung im

Unternehmen. Beispielweise erhalten

junge, alleinerziehende Eltern bereits

während der Ausbildung die Möglichkeit

zur Teilzeitarbeit. Seit 2017 beschäftigt

EDEKA Ernst keine Aushilfskräfte mehr

und bietet seinen Angestellten neben

Weihnachts- und Urlaubsgeld ein persönliches

Geburtstagsgeschenk sowie

ergebnisorientierte Prämienzahlungen.

Neben gemeinsamen Firmenausflügen

werden auch Erfolge zusammen

gefeiert: Anlässlich der Auszeichnung

zum „Finalisten“ 2015 beim „Großen

Preis des Mittelstandes“ richtete EDEKA

Ernst einen Dankeschön-Brunch für alle

Mitarbeiter aus. Das Engagement von

EDEKA Ernst in der Region ist vielfältig

und reicht von Spenden für den Tierschutzverein

Zweibrücken und die örtliche

Stadt- bzw. Jugendbücherei bis hin

zur Unterstützung von Theatervereinen,

den Landfrauen, Schulfesten und der

Feuerwehr. Als Hauptsponsor des Fußballvereins

TSC Zweibrücken konnte das

Unternehmen 2016 den „EDEKA-Ernst-

Park“ eröffnen. Für die Aktion „Inklusion“

des VB Zweibrücken übernahm es das

Sponsoring der gesamten Verpflegung.

Alle Vereine der Umgebung erhalten

die Möglichkeit, Waren für ihre Sportveranstaltungen

zu Sonderkonditionen

zu erwerben. Ebenso erhält die örtliche

Tafel regelmäßig Lebensmittelspenden.

Preisträger

2017

99974 MÜHLHAUSEN

Langensalzaer Landstr. 39

Tel.: (03601) 433-3

Fax: (03601) 433-555

99091 ERFURT

Alte Mittelhäuser Str. 15

Tel.: (0361) 7 30 31-0

Fax: (0361) 7 30 31-18

98544 ZELLA-MEHLIS

Gewerbestr. 2

Tel.: (03682) 45 99-0

Fax: (03682) 45 99-22

07751 JENA Zöllnitz

Stadtrodaer Landstr. 3

Tel.: (03641) 62 05 24

Fax: (03641) 62 05 26

34260 KASSEL-Kaufungen

Industriestraße 14

Tel.: (05605) 30 51-0

Fax: (05605) 30 51-25

95030 HOF

An der Hohensaas 3

Tel.: (09281) 7 69 15-0

Fax: (09281) 6 27 09

99819 EISENACH-Krauthausen

Am Marktrasen 2

Tel.: (03691) 7 25 81-0

Fax: (03691) 7 25 81-26

99734 NORDHAUSEN

Herforder Str. 96

Tel.: (03631) 61 56 10

Fax: (03631) 60 01 24


AKTENLAGERUNG...

AKTENDIGITALISIERUNG...

ARCHIV-OUTSOURCING...

EDEKA Ernst

wurde zum 4. Mal

seit 2015 jedes Jahr

für den „Großen

Preis des Mittelstandes“

nominiert. 2015

erhielt das Unternehmen

die Auszeichnung

als „Finalist“,

2016 war es „Preisträger“

und erhielt

die „Ehrenplakette“.

Nominiert wurde es

in diesem Jahr durch

die Stadt Zweibrücken.

ó

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Lager 3000 GmbH

26215 Wiefelstede

Lager 3000 GmbH,

(v.l.) Heinz Riemer, Gründer und Oliver Riemer, Geschäftsführer

Der Alleskönner unter den

Aktenarchiven

Das Logistikunternehmen LAGER 3000

GmbH aus Wiefelstede bietet alle denkbaren

Dienstleistungen des modernen

Archivmanagements. Beim Unternehmensschwerpunkt,

der DV-gestützten

Aktenarchivierung und Aktenlagerung

in Stahlsicherheitsboxen, bleiben keine

Kundenwünsche offen. Ob Digitalisierung,

zertifizierte Aktenvernichtung,

Mengenerfassung, Logistik, elektronische

Erfassung und Registrierung,

barcodegestützte Einlagerung oder

ordnungsgemäße Vernichtung nach

neuesten Sicherheitsstufen – Lager

3000 wird seiner Philosophie „Alles aus

einer Hand“ mehr als gerecht.

Besonders erwähnenswert ist die

sogenannte hybride Aktenführung von

Lager 3000. Als Mischform ergänzt

sie das Angebot aus konventioneller

Aktenführung in Papierform und der

rein elektronischen Aktenführung. Bei

der hybriden Aktenführung werden nur

die zeitlich oder inhaltlich beschränkten

Aktenteile eingescannt und über ein

spezielles, gut gesichertes Internetportal

zur Verfügung gestellt, während die

gesamte Akte in herkömmlicher Papierform

gelagert wird. Außerdem verfügt

Lager 3000 dank seiner umfassenden

Softwareentwicklungen über das firmeneigene

Programm Archiv3000, das über

die Jahre zu einem äußerst umfangreichen

Mittel zur Verwaltung von Akten

und Prozessen geworden ist.

Das breite Portfolio kombiniert mit

über einem Jahrzehnt Erfahrung locken

zahlreiche namhafte Kunden wie Landesbanken,

Versicherungen, Großfirmen

und große öffentliche Einrichtungen. Für

eine norddeutsche Regionalbank mit

mehr als 170 Filialen hat LAGER 3000

beispielsweise 60 Millionen Seiten eingescannt

und archiviert, die Akteneinlagerung

übernommen sowie die digitale

Kredit-Akte eingeführt.

Durch sein kontinuierliches Wachstum

kann LAGER 3000 stetig neue

Arbeitsplätze generieren und beschäftigt

heute siebzig Mitarbeiter und fünf

Auszubildende – ein gutes Drittel mehr

als noch 2012. Zudem helfen besonders

in der Ferienzeit bis zu zehn Werkstudenten

im Unternehmen aus und ermöglichen

den festangestellten Mitarbeitern

auf diese Weise mehr Freiraum in ihren

Urlaubsplanungen. In den kaufmännischen

sowie lagerspezifischen Bereichen

ermöglicht LAGER 3000 ganzjährig Praktika.

Interne Schulungsmaßnahmen wie

Telefontraining oder Staplerfahrerausbildung

sowie externe Mitarbeiterweiterbildungen,

etwa zum Datenschutzbeauftragten

oder Sicherheitsbeauftragten,

gehören für das Unternehmen schon

seit Jahren zum Standard.

Außerdem lässt LAGER 3000 regelmäßig

Kinderherzen höherschlagen.

Umliegende Kindergärten besuchen das

Unternehmen, die Kinder freuen sich

über Gabelstaplerfahrten und staunen

über die Großscanner, die 12.000 Scans

pro Stunde schaffen. Bei Betriebsführungen

für Berufsschüler und andere

Interessierte wirbt LAGER 3000 zudem

fortlaufend für das papierlose Büro,

Eigenständige Brandabschnitte.

Feuer im Container erlischt

aufgrund Sauerstoffmangels.

Schutz durch wasserdichte aber

atmungsaktive Konstruktion.

Schutz vor Licht und Staub.

Profitieren Sie von der Erfahrung zahlloser

Projekte in den Bereichen Archivoutsourcing

und Aktendigitalisierung,

die LAGER 3000 bereits durchgeführt hat.

Zahlreiche Banken, Sparkassen, Behörden,

Gerichte, Versicherungen sowie

Handels- und Industriekunden sehen

in LAGER 3000 ihre effiziente, kostengünstige

und sichere „externe Fachabteilung“

für das moderne Archivmanagement.

Die Lagerung der Akten erfolgt ausschließlich

in gesicherten Überseecontainern,

die sich in hochgesicherten

Hallen befinden. In den Containern

sind die Akten hervorragend vor

Wasser- und Brandschäden geschützt.

Bei Bedarf können die

Einheiten zusätzlich

klimatisiert werden.

Das gesamte Lager

ist videoüberwacht,

jeder Container

elektronisch

gesichert.

WWW.LAGER3000.DE

TEL. 04402 / 98 3000


PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

24

indem es zeigt, wie der Papierverbrauch

praktisch auf nahezu Null gesenkt werden

kann. So leistet das Unternehmen

einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen

Umgang mit Ressourcen.

Die LAGER 3000 GmbH unterstützt

neben Kindergärten und Schulen der

Umgebung auch die Hilfe für krebskranke

und behinderte Kinder im

Ammerland e. V. sowie weitere wohltätige,

aber auch künstlerische Organisationen

und Sportvereine mit Spenden.

Gemeinsam mit einem Partner aus der

Sozialarbeit organisiert das Unternehmen

Betriebspraktika für Menschen mit

Behinderungen mit dem Ziel, solche Mitarbeiter

langfristig in das Unternehmen

zu integrieren. So konnte LAGER 3000

bis heute schon zwei neue Angestellte

unbefristet in das Team einbinden.

Die LAGER 3000 GmbH wurde zum

vierten Mal für den Wettbewerb nominiert,

in diesem Jahr von verschiedenen

Experten. 2015 wurde das Unternehmen

Finalist, 2016 wurde es Preisträger und

mit einer Ehrenplakette ausgezeichnet. ó

Hanse Haus GmbH & Co. KG

97789 Oberleichtersbach

Deutschlands fairster Fertighaushersteller

kommt aus Bayern

Die Hanse Haus GmbH & Co. KG hat

sich auf den Bau von Häusern in Holztafelbauweise

spezialisiert. Das Unternehmen

besticht mit seiner beachtlichen

Fertigungstiefe und hohen Produktqualität.

Dies wissen auch die Kunden von

Hanse Haus zu schätzen. Die Anzahl der

ausgelieferten Häuser steigt stetig. So

wurden im vergangenen Jahr 573 Häuser

gefertigt, was ein Plus von 14 Prozent

zum Vorjahr bedeutet. Alle zum Hausbau

notwendigen Gewerke werden innerhalb

des Unternehmens durch eigenes Personal

abgedeckt. Auch Ausbildungsstellen

werden fortlaufend für jeden Teilbereich

zur Verfügung gestellt, um langfristig die

hohe Qualität, für die das Unternehmen

steht, zu halten und dem Fachkräftemangel

entgegenzuwirken.

Nicht nur in Deutschland hat

sich das Unternehmen einen Namen

gemacht. Auch in der Schweiz sowie in

Großbritannien und Irland sind Häuser

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Hanse Haus GmbH & Co. KG, Marco Hammer, Geschäftsführer,

Petra Tröger, Vorstand Oskar-Patzelt-Stiftung

der Hanse Haus GmbH & Co. KG sehr

gefragt – Tendenz steigend. Als Unterstreichung

der erstklassigen Position

am Markt wurde das Unternehmen im

letzten Jahr bereits zum fünften Mal

in Folge mit der Spitzenreiterposition

„Deutschlands fairster Fertighaushersteller“

durch die Zeitschrift Focus Money

ausgezeichnet. Damit verteidigt das

Unternehmen aus Oberleichtersbach

seine Position als einer der drei besten

deutschen Fertighausanbieter. Eine

Besonderheit des Unternehmens ist

zudem der Bau von Häusern mit dem

Nachhaltigkeitsstatus „Gold“ ab der

Ausbaustufe „Fast Fertig“, der von der

Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges

Bauen vergeben wird. Im letzten

Jahr stellte die Hanse Haus GmbH &

Co. KG das erste Musterhaus mit dem

Status Nachhaltigkeitsstatus „Platin“ als

höchstmögliches Zertifikat in Fellbach

fertig. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal

ist die Listung des Unternehmens

im Verzeichnis der bayrischen Polizei.

Als einziger geprüfter und zertifizierter

Fertighaushersteller verwendet es einbruchshemmende

Fenster und Fassaden,

um dem großen Sicherheitsbedürfnis

zukünftiger Hauseigentümer gerecht

zu werden. Ein weiteres Maximum, das

Häuser der Hanse Haus GmbH & Co.

KG erreichen, ist die höchste KfW-Förderstufe

für Neubauten in Verbindung

mit Photovoltaik- und Batteriespeicherlösungen.

Um weiterhin seine starke Position

am Markt zu halten bzw. sukzessive weiter

auszubauen, pflegt das Unternehmen

Kooperationen, die dem Wissenstransfer

und dem Austausch sowie zur

Gewinnung von zukünftigem Personal

dem Recruting dienen. Wichtige Kooperationspartner

sind dabei beispielsweise

der Bundesverband Deutscher Fertigbau,

die Hochschule in München, die Fachhochschule

Rosenheim sowie die Bauhausuniversität

Weimar und der Landkreis

Bad Kissingen.

Einen großen Stellenwert hat die

Personalpolitik innerhalb der Hanse

Haus GmbH & Co. KG. Das Ziel dabei

ist, die insgesamt 650 Mitarbeiter sowie

die 52 Auszubildenden der unterschiedlichen

Gewerke langfristig an das Unternehmen

zu binden und eine beiderseitige

Perspektive zu schaffen. Daher

ist es eines der ersten Unternehmen

der Region, das seinen Mitarbeiter mit

einem Lebensarbeitszeitkonto einen früheren

Eintritt in die Altersrente oder

Freistellungen für Sabbaticals, Weiterbildungen

und Pflegeauszeiten ermöglicht.

Gemeinsame Aktivitäten runden das

Gemeinschaftliche ab. Des Weiteren bietet

das Unternehmen derzeit 120 Stellen

für Praktikanten und Werkstudenten an,

um junge Menschen für eine Ausbildung

in Handwerksberufen zu begeistern bzw.

Studenten das Erlernen praktischer Skills

zu ermöglichen.

Soziales Engagement zeigt das

Unternehmen unter anderem als

Hauptsponsor des Stadtfestes Bad Brückenau

sowie als Sponsor für verschiedene

weitere Vereine, die sich dem Erhalt

von Kultur und Volksfesten widmen.

Die Hanse Haus GmbH & Co. KG

wurde in diesem Jahr zum vierten Mal für

den Großen Preis des Mittelstands vorgeschlagen.

Nominiert wurde das Unternehmen

von der IMBEMA Consult GmbH und

dem Landkreis Bad Kissingen. ó

caleg Schrank und Gehäusebau GmbH

03205 Calau

Erfolg durch Spezialanfertigungen

Über mehrere Generationen hinweg

ist die Gründer- und Eigentümerfamilie

von caleg seit 1922 im Gehäusebau


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

caleg Schrank und Gehäusebau GmbH,

(v.l) Dieter Lubert, Jacek Korszun, Geschäftsführer

tätig. Mit der Neugründung der caleg

Schrank und Gehäusebau GmbH 1990

setzt sich eine jahrzehntelange Tradition

mit neuer Spezialisierung auf den

Sonderschaltschrankbau einschließlich

Dienstleistungen wie Klimatisierung

und Steuerungsbau fort. Von der Idee

bis zum fertigen Produkt beliefert das

Unternehmen Kunden aus dem Aufzugsund

Fahrtreppenbau, der Bahntechnik

oder den erneuerbaren Energien. Das

Leistungsspektrum reicht vom Engineering

über die Fertigung bis hin zur kundenspezifischen

Endmontage. Neben

der Blechkonstruktion und dem Gehäusebau

mit mechanischer Vormontage,

dem elektrischen Ausbau und der Kühlung

bietet die hundertprozentige Tochterfirma

im polnischen Lubsko seit 2016

auch Kabelkonfektionierung an. Mit

dem Slogan „Sonderlösungen sind unser

Standard“ konnte sich das Unternehmen

die deutsche Marktführerschaft im

Sonderbau und auf dem Gebiet der weiteren

Leistungen rund Schaltschrankgehäuse

erarbeiten.

2018 steigerte die caleg Schrank und

Gehäusebau GmbH die Anzahl ihrer Mitarbeiter

im Vergleich zu den Vorjahren

von 176 auf 216. Mit einer hundertprozentigen

Übernahmegarantie für die

derzeit 15 Auszubildenden sichert sie die

künftige Personalstruktur. Teilzeitstellen

für Eltern, die Einführung von Arbeitszeitkonten

und seit 2010 Gleitarbeitszeiten

in allen Bereichen des Unternehmens

schaffen flexible Möglichkeiten

und sorgen für eine positive Bindung

zum Unternehmen.

Zusätzlich werden durchschnittlich

20 Stunden pro Jahr in die Weiterbildung

jedes Mitarbeiters investiert.

Das Angebot reicht von englischen

Sprachschulungen für das technische

und kaufmännische Personal bis hin zu

Gesprächsführungstrainings für Gruppensprecher,

Meister und Führungskräfte.

Über ein Patenmodell werden

künftige Führungskräfte aus den eigenen

Reihen rekrutiert.

Großen Wert legt das Unternehmen

auf außergewöhnliche Aktivitäten

seiner Mitarbeiter. Sowohl betriebsinterne

Leistungen als auch ehrenamtliche

Tätigkeiten in Feuerwehr, Ortschaftsrat

oder Heimatverein werden in der

monatlichen Firmenzeitschrift hervorgehoben

und zum Jahresabschluss durch

öffentliche Auszeichnungen gewürdigt.

Seit ihrer Gründung veranstaltet die

caleg Schrank und Gehäusebau GmbH

zweimal jährlich Tage der offenen Tür,

zu denen Familienangehörige, ehemalige

Mitarbeiter und Interessierte aus

der Umgebung willkommen sind. Das

Unternehmen begleitet und unterstützt

den firmeneigenen „Klub der Ehemaligen“

mit derzeit 60 Mitgliedern.

Darüber hinaus leistet das Unternehmen

ein breitgefächertes Engagement

in der Region. Hierzu gehören

Sponsorentätigkeiten für Kindertagesstätten,

die Freiwillige Feuerwehr, lokale

Handball-, Fußball- und Radsportvereine,

die Volkssolidarität und den Kegelverein

Altdöbern sowie für den örtlichen Theaterverein

und Chor. Zudem vergibt caleg

Aufträge an Behindertenwerkstätten

und Betriebe mit einem Volumen von

etwa 500.000 Euro.

Die caleg Schrank und Gehäusebau

GmbH ist seit 2005 fast durchgehend

für den „Großen Preis des Mittelstandes“

nominiert worden. 2008 war sie „Finalist“,

2013 „Preisträger“ und 2016 erhielt sie

die „Ehrenplakette“. Nominiert wurde das

Unternehmen in diesem Jahr durch die

Industrie- und Handelskammer Cottbus,

den Landkreis Oberspreewald-Lausitz, die

Stadt Calau und die Wirtschaftsmagnet

GmbH. ó

5 Mio. Gäste

bringen wir täglich

sicher ans Ziel.

Denn Gehäuse der caleg-gruppe schützen

Fahrgäste während Hochspannung aus der

Fahrleitung in Betriebsspannung ihrer Straßen -

bahn umgewandelt wird.

Mit modernster, Ressourcen schonender

Technik produziert, sorgen sie für eine

saubere und sichere Zukunft.

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www.caleg-gruppe.de


PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

26

Ehrenplaketten für beispielhafte

Preisträger der Vorjahre

In diesem Jahr wurden 235 Preisträger aus den Jahren 1995 bis 2017 zum

Premier nominiert. Davon haben 110 die Jurystufe erreicht.

Sieben davon wurden mit einer Ehrenplakette ausgezeichnet.

AKOTHERM GmbH

aus Bendorf in Rheinland-Pfalz.

Preisträger 2013

Aluminium-Profile fürs Haus

AKOTHERM entwickelt und vertreibt

Aluminium-Profilsysteme für Fenster,

Türen, Fassaden und Wintergärten. Ein

neues patentiertes Fassadensystem

besticht durch seine optimale Wärmedämmung

und Energieeffizienz und ist

deshalb mittlerweile auch in Bauwerken

in Vorderasien zu finden. Für die Weiterbildung

der Mitarbeiter gibt es bei AKO-

THERM GmbH ein zukunfts-orientiertes

Personalentwicklungsprogramm. ó

Globus Handelshof St. Wendel

GmbH & Co. KG

aus Rostock-Roggentin

in Mecklenburg-Vorpommern,

Preisträger 2014

Lebensmittel im Großformat mit

Engagement

Als Lebensmittel-Einzelhandelsunternehmen

bietet Globus Handelshof St.

Wendel in Rostock regionale, hochwertige

und gesunde Produkte zu einem

erschwinglichen Preis. Die hauseigene

Eisproduktion, Konditorei, Bäckerei und

Metzgerei, die neukonzipierte Salat- und

Dessertbar, eine gläserne Sushi-Manufaktur,

ein WOK-Restaurant und eine

offene Küche mit heißem Stein machen

Einkaufen und Gastronomie hier zum

Erlebnis. ó

Lampenwelt GmbH

aus Schlitz in Hessen

Preisträger 2012

Die richtige Leuchte entdecken

2004 gegründet, ist Lampenwelt heute

Europas größter und erfolgreichster

Online-Fachmarkt für Lampen und

Leuchten. Für 1,5 Millionen Kunden

werden die circa 50.000 Produkte auf

einer Fläche von 9.500 Quadratmetern

mit 11.500 Palettenstellplätzen in bis zu

10.000 Paketen täglich versendet. Die

Zahl der Mitarbeiter stieg kontinuierlich

auf über 300. Ein wahrer Hessen-Champion!

ó

knk Business Software AG

aus Kiel in Schleswig-Holstein

Preisträger 2015

Hightech an der Kieler Förde

Die knk Business Software AG entwickelt

Software zur Optimierung von

Geschäftsprozessen für rund 450 mittelständische

Verlagsgruppen aus Europa,

Nordamerika und Asien. Ihre Software

ist die einzige von Microsoft zertifizierte

Branchenlösung für das Verlagswesen

weltweit. Jeder der 132 Mitarbeiter hat

ein jährliches Weiterbildungsbudget in

Höhe von 5.000 Euro. Mit der Senior-

Junior-Beziehung wird bei knk das Prinzip

des voneinander Lernens gelebt. ó

VEINLAND GmbH

aus Seddiner See OT Neuseddin

in Brandenburg

Preisträger 2015

Vorreiter in der Schiffselektronik

Die VEINLAND GmbH hilft Reedereien

mit Soft- und Hardwarelösungen für die

Elektronik auf Schiffen. Digitale, analoge,

serielle, visuelle sowie auditive Daten

SFW Schildauer Fleischund

Wurstwaren GmbH

Unsere regionaltypischen

Spezialitäten:

edle Feinkostsalate

deftig Hausschlachtenes

leckere Geflügelerzeugnisse

Preisträger

2015

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Telefon: 03 42 21 – 55 00 • Fax: 55 029 • info@schildauer.de


(v.r.n.l.)

AKOTHERM GmbH, Frank Schneider,

Geschäftsführer;

Globus Handelshof St. Wendel GmbH &

Co. KG, Frank Meißler, Geschäftsführer;

Lampenwelt GmbH, Andreas Rebmann,

Geschäftsführer;

knk Business Software AG,Knut Nicholas

Krause, Geschäftsführer, Thomas Kasten,

Kaufm. Leiter

VEINLAND GmbH, Gerald Rynkowski,

Geschäftsführer;

Hotel Romantischer Winkel, Nora Oelkers

und Josef Oelkers, Geschäftsführung;

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

PT-MAGAZIN 6/2018

Peter Huber Kältemaschinenbau AG,

Daniel Huber, Geschäftsführer

aus dem Schiffsbetrieb werden erfasst

und verarbeitet. Durch seine hohe Fertigungstiefe

ist VEINLAND unabhängig

von Zulieferern und wird dadurch

jederzeit höchsten Qualitätsansprüchen

gerecht. Das ständige Streben nach

neuen Ideen ermöglicht Produktentwicklungen,

die weltweit einzigartig

sind. ó

Hotel Romantischer Winkel

aus Bad Sachsa in Niedersachsen

Preisträger 2013

Zuhause sein ist ein Gefühl

Das ist das Motto für innovative Wellness

und herzliche Gastfreundschaft im

Südharz, im familiengeführten Hotel

Romantischer Winkel. Die Gäste sind so

begeistert, dass der Anteil der Stammgäste

bei rund 60 Prozent liegt. Die Mitarbeiter,

liebevoll „RoWianer“ genannt,

genießen zahlreiche Vorteile und Boni

über den hoteleigenen „RoWianer Club“.

Das hauseigene BHKW spart jährlich

rund 230 Tonnen Kohlendioxid ein. ó

Peter Huber Kältemaschinenbau AG

aus Offenburg in Baden-Württemberg

Preisträger 2016

Der Revolutionär der

Temperiertechnologie

Das 1968 gegründete Familienunternehmen

zählt mit 330 Angestellten und

50 Azubis durch ständige Innovationen

zu den weltweit fortschrittlichsten

Herstellern in der Temperiertechnolo-

gie. Die Qualität ihrer Geräte wird auch

höchsten Anforderungen wie extremen

Temperaturen von -125 bis +425 Grad

Celsius in Verbindung mit schnellen

Temperaturwechseln gerecht. Weltweit

führend sind zum Beispiel die „Unistat“-

Technologie, die „Ministate“ und der

„Rotostat“. ó

Mittelständler sind Wertschöpfer und

Steuerzahler:

Diese sieben Unternehmen machten

gemeinsam über 200 Millionen Euro

Umsatz 2017 und führen jährlich mehr

als 30 Millionen Euro an Umsatzsteuern,

Ertragssteuern, Sozialabgaben und vielfältigen

Gebühren an den Staat ab.

27

Oskar-Patzelt-Stiftung

knkVerlag

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MITTELSTANDES


Junge Wirtschaft

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

28

Flair Hotel Reuner

15806 Zossen

Nachhaltigkeit, Bio und Regionalität

Als seine Eltern Anfang der 90er Jahre

erst eine Gaststätte und dann ein kleines

Hotel aufbauten, war Daniel Reuner

gerade 10 Jahre alt. 2012 übernahm er

das Hotel von seinen Eltern. Seitdem

verwirklicht er seine Idee: Ein schönes

Hotel mit inzwischen 30 Zimmern und

50 Restaurantplätzen, direkt am Naturschutzgebiet

Prierowersee, mit einer

regionalen saisonalen Küche, die fast

alles selbst anbaut. Von Gurken, Paprika

und Tomaten über Blumenkohl, Brokkoli

und Kohlrabi bis hin zu Kürbissen und

Zucchini ist alles dabei. Zum nachhaltigen

Bio-Garten gehören auch noch eine

Herde mit 50 Lämmern, Hühner und

Kaninchen, die selbst geschlachtet und

zu köstlichen Wurstwaren verarbeitet

werden.

Reuner hat Erfolg: Die Gästezahlen

steigen, die Hauskapazität musste

erweitert werden, 15 Mitarbeiter sind

inzwischen beschäftigt. Mit dem

Anspruch, die Vereinbarkeit von Familie

und Beruf zu stärken, schafft er machbare

Arbeitszeitkonzepte.

Die unternehmerische

Weiterentwicklung

stützt

sich auf die Förderung

des einzelnen

Mitarbeiters und

Durchführung eigener

Weiterbildungsmaßnahmen,

wie

Weinschulungen

oder Einblicke in

die Wurstproduktion oder Obst- und

Gemüseverarbeitung. Jeder Mitarbeiter

bekommt Verantwortung übertragen

und wird in alle Aufgaben seines Bereiches

eingearbeitet. So bekommt alles

eine Selbstständigkeit, die durch die

Unternehmensführung dann nur regelmäßig

kontrolliert wird.

Daniel Reuner ist mit Herz und Seele

Gastwirt. Netzwerken liegt ihm im Blut.

Trotz seiner 7-Tage-Woche und der Familie

mit zwei Kindern gründete er des-

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Flair Hotel Reuner,

Daniel Reuner, Inhaber

halb mit Gleichgesinnten den Business

Clubs Teltow-Fläming. Er ist im Vorstand

der Flair Hotels e.V. und er wurde als

Vizepräsident im DEHOGA Brandenburg

gewählt.

Daniel Reuners großes Thema ist die

Nachhaltigkeit. Deshalb bietet er mit

dem Wohnwagon „Frieda“ das bislang

erste autarke Hotelzimmer Deutschlands

an, das sich dank Bio-Toilette, Photovoltaik-Anlage

und Wasserkreislaufsystem

autark selbst versorgt. ó

Nachwuchsentwicklung

Schachstiftung GK g GmbH

04425 Taucha

Kinderschach für Deutschland

Dr. Gerhard Köhler übernahm 2003 das

Fotogroßlabor ORWO aus der Insolvenzverwaltung,

führte die ORWO Net GmbH

ins digitale Zeitalter und verzehnfachte

die Mitarbeiteranzahl auf über 300.

2009 wurde er als Preisträger „Großer

Preis des Mittelstandes“ und 2013 als

Premier ausgezeichnet.

Seine große Liebe ist das Schachspiel.

Er wurde 2016 Schachweltmeister

der Amateure in der Wertungsgruppe A.

Bereits 2013 hatte er den Verein „Kinderschach

in Deutschland“ gegründet. Im

August 2016 kam die Schachstiftung GK

gGmbH dazu.

Weil das Schachspiel Konzentration

und vernetztes Denken, Ruhe und

Rationalität fördert und Kinder lernen,

mit Normen und Regeln sowie mit Sieg

und Niederlage umzugehen, verbessert

es die frühkindliche Bildung die Chancengerechtigkeit

verbessert und beugt

digitaler Demenz vor. Und da das Brettspiel

keine Sprache

braucht, werden

auch Integration

und Inklusion befördert.

Gerade Kinder

aus sozialen Brennpunkten

profitieren

dabei überdurchschnittlich.

Deshalb will die

Schachstiftung GK

gGmbH das Schachspiel

als Bestandteil

der vorschulischen Bildung in ganz

Deutschland verankern. Dafür wird Kitas

ein Komplettpaket zum Nulltarif angeboten.

Die Erzieher werden vor Ort von

einem Schachverein ganzheitlich an das

Thema herangeführt und erhalten ein

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

standardisiertes „Kinderschach-Komplettpaket“

mit Anleitungsmaterialien

und einem mehrteiligen kindgerechten

Schachset mit einer Vielzahl von Schachbrettern,

Figuren und Schachspielzeug.

Die einzigartige Methodik wurde bisher

Schachstiftung GK gGmbH,

Dr. Gerhard Köhler, Geschäftsführender Gesellschafter

bereits erfolgreich in 475 Kitas aus neun

Bundesländern umgesetzt. 650 Erzieherinnen

und Erzieher wurden geschult

und 15.000 Kinder wurden erreicht. Da

eine Erzieherin in 30 Arbeitsjahren über

1.000 Kinder erreicht, ist das Projekt in

besonderer Weise nachhaltig. Um in den

nächsten zehn bis zwölf Jahren jeden

zweiten der rund 50.000 Kindergärten

in Deutschland zu erreichen, werden insgesamt

25 Millionen Euro Sponsor- und

Fördergelder benötigt. ó


Mittelstands-

Buch 2018

Rolf Westermann

Der Tag der Entscheidung

Verlag: Matthaes Verlag, 2017, ISBN 10:

3875153146 / ISBN 13: 9783875153149

Das Buch „Der Tag der Entscheidung“

porträtiert 14 Branchengrößen der

Hotellerie. Westermann fragt nach den

ganz persönlichen Geschichten hinter

den großen Marken und Namen. Er lässt

die Protagonisten offenbaren, was sie

antreibt. Er hinterfragt, wo ihre Entscheidungsfähigkeit

und Zielstrebigkeit

herkommt. Er skizziert die Lebenswege

der Hoteliers, und vor allem ihre Wendepunkte

im Leben, ihre „Tage der Entscheidung“,

mit allen, was davor und

danach passierte.

Westermann versteht es, dem Leser

nicht mit der Unterschiedlichkeit der

Protagonisten in Herkunft, Ausbildung,

Lebensweg und Alltag zu faszinieren,

sondern er beeindruckt mit der Themenführung

zu den entscheidenden

Gemeinsamkeiten: Jeder Einzelne hat

sich seinem Ziel mit Haut und Haar verschrieben.

Und jeder Einzelne liebt seine

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Kunden, seine Aufgabe, sein

Werk.

Gewöhnlich hat man

es als Gast im Hotel mehr

mit den Angestellten als mit

dem Hotelier zu tun. Westermann

gelingt es, dies

umzukehren. Er bringt die

Hoteliers dem Leser nahe

und meistert das Kunststück,

230 sowohl spannende als

auch kurzweilige Seiten zu

servieren. Man kann das

Buch in einer Nacht komplett

durchlesen. Man kann sich in einer

ruhigen Stunde das eine oder andere

Kapitel vornehmen. Oder man kann

auch einfach darin blättern und wird auf

jeder Seite von einer interessanten Stelle

zum Weiterlesen angeregt. Alle diese

Hoteliers sind Unternehmer. Sie sind

verantwortlich. Sie handeln verantwortlich.

Sie tragen die Konsequenzen ihrer

Entscheidungen. Es ist imponierend, wie

der Autor es versteht, dem Leser diese

permanente Verantwortung und Verantwortlichkeit

zu zeigen.

Matthaes Verlag GmbH,

Rolf Westermann, Chefredakteur AHGZ

Es genügt eben nicht, eine Hotelfachschule

zu besuchen oder BWL zu studieren.

Man muss die Chancen, die das

Leben bietet, erkennen, ergreifen, nicht

mehr loslassen, und durch Nachhaltigkeit

und Flexibilität das Beste daraus

machen. Das kann man Management

by Intuition nennen. Oder gesunden

Menschenverstand. Oder Verantwortlichkeit.

Die publizistische Leistung von

Rolf Westermann wird mit dem Titel

„Mittelstands-Buch 2018 der Oskar-Patzelt-Stiftung“

gewürdigt. ó

29

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

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Von der Idee bis zum marktfähigen Produkt

inklusive After-Sales-Service und Logistik.

2004 Finalist

2005 Großer Preis des Mittelstandes

2011 Ehrenplakette

2012 Premier-Finalist

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Preisträger 2018 aus

Baden-Württemberg

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

32

AVAT Automation GmbH

72072 Tübingen

Gasmotoren und BHKWs

perfekt gesteuert

Die AVAT Automation GmbH ist mit

100 Mitarbeitern auf die Entwicklung

von Konzepten und Produkten für die

Automations- und Steuerungstechnik

von Energieversorgungsanlagen spezialisiert.

Das Portfolio umfasst nahezu

alle Bereiche vertikal integrierter Automationslösungen,

angefangen bei Prozess-Leitsystemen

bis hin zu Feldgeräten

sowie umfangreichen produktanhängigen

Leistungen. Weltweite Marktführerschaft

hat das Unternehmen mit dem

innovativen Motormanagementsystem

für stationäre Gasmotoren inne. Der

eigene Forschungs- und Entwicklungsbereich

kooperiert mit der TU München,

der Universität Karlsruhe und weiteren

Hochschulen sowie mit global agierenden

Ingenieurunternehmen.

Das Tübinger Unternehmen erlangt

dank seiner Smart-Energy-Lösungen Einzigartigkeit.

Es bietet u. a. Energiekonzepte

für Stadtquartiere in Verbindung

mit e-Mobilität sowie die Steuerung von

Blockheizkraftwerken über integrierte

Automationslösungen zur Energieversorgung

unter Einbeziehung erneuerbarer

Energien an.

Das Unternehmen konnte in der

Vergangenheit mit weiteren Produktinnovationen

punkten. So entwickelte es

die Systemplattform openECS, mit der

Kunden ihr eigenes Steuerungs-Knowhow

aufbauen können und mittels Beratung

sowie gezielten Entwicklerschulungen

unterstützt werden. Mit dieser

Plattform sind Steuerungslösungen für

Motoren jeglichen Ausmaßes realisierbar.

Weitere Projekte, die sich derzeit in

der Realisierungsphase befinden, sind

unter anderem eine modulare Steuerung,

die höhere Wirkungsgrade und

eine geringere Schadstoffemission bei

kleineren Verbrennungsmotoren ermöglicht

sowie Geräte und Leitsysteme zur

Realisierung virtueller Kraftwerke.

Das Unternehmen ist Industriepartner

verschiedener Hochschulen und

Universitäten, darunter die Hochschule

Reutlingen. Mit großem Engagement

unterstützt das Unternehmen Organisationen

wie RockYourLife und Leita,

die via Lerntandems Schüler aus einem

sozial schwierigen Umfeld zum Schulabschluss

verhelfen. ó

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

AVAT Automation GmbH,

Dipl.-Ing. Frank Ganssloser, Geschäftsführer

Metzgerei Nagel

73340 Amstetten

Immer etwas Neues

Die Metzgerei Nagel ist ein regionaler

Familienbetrieb in vierter Generation.

Rund 200 Sorten Wurst, 220 küchenfertige

Produkte sowie verschiedene

Fleischprodukte gehören zum Sortiment.

Vegetarische und vegane Wurstsorten

runden das Angebot ab. Gerne experimentiert

die Metzgerei Nagel mit saisonalen

und regionalen Zutaten wie

Bärlauch, Spargel, Wellness- und Heilkräutern.

Bei der Entwicklung neuer

Produkte kooperiert der Familienbetrieb

zudem mit verschiedenen Gewürzfirmen,

um neue Ideen zu erhalten. So entstanden

beispielsweise eine WM-Grillwurst

nach Hausrezeptur, Merguez-Würstchen,

Feuerbratwürste, ein Schinken mit Kaffeearoma

sowie eine Haselnuss- und

eine Feuersteinsalami. Saisonale Produktkataloge

für Ostern und Weihnachten

ergänzen das Angebot. Die Metzgerei

ist der erste zugelassene Betrieb nach

EU-Recht im Alb-Donau-Kreis.

Eine Besonderheit der Metzgerei

ist die hauseigene Herstellung von

Salami. Rund 20 verschiedene Sorten

der Rohwurst, deren Produktion sehr

anspruchsvoll ist, hat der Familienbetrieb

im Sortiment. Dank der hohen Qualität

der Salami und dem einzigartigen

Geschmackserlebnis ist das Einzugsgebiet

der Kunden sehr weit und umfasst

das großräumige Gebiet zwischen Stuttgart

und Ulm. Weitere

Alleinstellungsmerkmale

sind die

verfeinerte Räucherung

von Produkten

und deren Verkauf

in Vorverpackungen

zur Erhöhung der

Mindesthaltbarkeit,

zur Reduzierung des

Gewichtsverlusts

sowie zur Verbesserung

der Konsistenz.

Die Metzgerei

Nagel setzt sich

für gesundes, regionales

Essen für Kinder

von der Krippe

bis zur Schule ein.

Regelmäßig wird frisches

Obst für ein

Projekt zur gesünderen

Ernährung an

einen Kindergarten gespendet. Er ist ein

gern gesehener Partner bei Exklusiv-entwicklungen

von Produkten für Veranstaltungen

wie Blutwurstpralinen für die

aktuelle Musical-Produktion „Dracula“.

Um den Nachwuchs für das eigene

Unternehmen zu sichern, bietet der

Familienbetrieb Praktikanten die Möglichkeit,

in den Beruf hineinzuschnuppern.

ó

Steinhauser GmbH

88079 Kressbronn

Feines vom Weinberg seit 1828

Ein absolutes Muss für Genießer sind die

Produkte der Steinhauser GmbH mit Sitz

am Bodensee. Das Familienunternehmen,

1828 gegründet, hat sich dem Obstanbau,

der Herstellung von erlesenen

Weinen und der Produktion von Likören,

Edelbränden, Whisky, Spirituosen und

Gin verschrieben. In seiner Region gilt

das Unternehmen als Vorreiter, da es

die erste Verschlussbrennerei am Bodensee

war, den ersten Bodensee-Prosecco

namens Kressecco herstellte und die

erste Whisky-Brennerei betrieb. Des

Weiteren brachte die Steinhauser GmbH

2014 ihren SeeGin auf den Markt, der

noch im gleichen Jahr den 1. Platz bei

der größten internationalen Spirituosenprämiierung

- der IWSC in London - holte

und seither als weltbester Gin großes

Ansehen genießt. Steinhauser war das

erste deutsche Unternehmen, das die-


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Metzgerei Nagel,

Marc Nagel, Geschäftsführer

sen Sieg sein Eigen nennen durfte. Weitere

Prämierungen waren Großes Gold

beim ISW für den Likör „Alte Kirsche im

Bourbonfass“ und Silber bei der IWSC für

den Likör „Alte Himbeere im Portweinfass“.

Die Spirituosen des Familienbetriebes

werden insgesamt nach BIOLAND-

Richtlinien hergestellt.

Die Steinhauser GmbH unterhält

den mit mehr als 500 Mitgliedern größten

Whiskyclub Deutschlands und hat 57

Marken patentrechtlich geschützt.

Die Gewinnung von Nachwuchskräften

liegt dem Familienunternehmen

besonders am Herzen. So wurde durch

die Steinhauser GmbH der erste Destillateur

des süddeutschen Raumes ausgebildet.

Auch die Ausbildung zum Weinküfer

ist fest im Unternehmen verankert.

Regionalität und Nachhaltigkeit

sind ebenso wichtige Entscheidungsfaktoren

des Unternehmens. So wird

beispielsweise nur regionales Obst für

die Herstellung der Produkte verwendet

und der Kontakt zu externen Winzern

und Obstbauern gepflegt. Der Familienbetrieb

hat nicht nur für seine Mitarbeiter

und Kooperationspartner das Herz

am rechten Fleck. Regionale Vereine und

Organisationen werden regelmäßig mit

Spenden bedacht. ó

Zedler-Gruppe

71634 Ludwigsburg

Fahrradtechnik mit Leidenschaft

Die Zedler-Gruppe hat sich auf die Verbesserung

der Sicherheit von Fahrrädern

und Pedelecs spezialisiert und gilt als

Antreiber des Fortschritts bei der Optimierung

von Fahrrad- und Pedelecprüfanlagen

und -systemen. Des Weiteren

ist es externes Prüfunternehmen für

Steinhauser GmbH,

Martin Steinhauser, Geschäftsführer

33

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Regionaler geht´s nicht!

Über 100 Sorten Wurst und

Schinken aus Amstetten

Hauseigene Schlachtung

und Produktion

Regionale Lieferanten

2018

Hersteller und für die Konzeption und

Erstellung von Bedienungsanleitungen

für Fahrräder und e-Bikes zuständig.

Die erscheinen in mehr als 40 Sprachen

und sind mehrfach als Testsieger der

Stiftung Warentest hervorgingen. Die

Erarbeitung von Schadensgutachten

durch Dipl.-Ing. Dirk Zedler als öffentlich

bestallter und vereidigter Sachverständiger

für Gerichte in Deutschland

und dem europäischen Ausland sowie

die Veröffentlichung von Produktbewertungen

in der Fachpresse runden das

Portfolio ab, mit dem das Unternehmen

weltweit einzigartig aufgestellt ist.

Zur Abgrenzung der einzelnen

Geschäftsfelder gliedert sich die Zedler-

Gruppe in drei Tochterunternehmen:

die Zedler – Institut für Fahrradtechnik

und -sicherheit GmbH, die Gesellschaft

der Fahrrad-Sachverständigen mbH und

das Sachverständigenbüro für Fahrwww.metzgerei-nagel.eu


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

34

Zedler – Institut für Fahrradtechnik und -Sicherheit GmbH,

Dirk Zedler, Geschäftsführer

radtechnik Zedler. Mehr als 850 Fahrradgutachten

werden jährlich erstellt.

Innerhalb der vergangenen vier Jahre

hat das Unternehmen seinen Umsatz

nahezu verdoppelt und das Eigenkapital

um rund 25 Prozent gesteigert. Dies

konnte unter anderem durch den Aufbau

eines innovativen und einzigartig

effizienten Prüflabors realisiert werden,

das es ermöglicht, 24/7-Prüfdienstleistungen

anzubieten und Wartezeiten zu

vermeiden.

Zedler unterhält eine Bildungspartnerschaft

mit drei Schulen, für die eine

Fahrradwerkstatt eingerichtet wurde.

Das Ziel ist, sozial benachteiligten oder

förderbedürftigen Kindern und Jugendlichen

Unterstützung zu bieten. International

engagiert sich das Unternehmen

in Form von Spenden verschiedenster

Art, darunter für das Projekt „Fahrräder

für Afrika“, Greenpeace und Ärzte ohne

Grenzen sowie für drei Patenkinder in

Indien, Senegal und Ecuador. ó

Bank des Jahres 2018

Volksbank Stuttgart eG

70174 Stuttgart

Ein starker Partner in der Region

Die 1865 als genossenschaftliche Gewerbebank

in Waiblingen gegründete heutige

Volksbank Stuttgart eG hat sich

mit dem Motto „Meine Heimat. Meine

Bank“ Heimatverbundenheit, Leistungsstärke,

Mitgliederorientierung und Weltoffenheit

auf die Fahnen geschrieben. Im

Laufe ihrer Geschichte hat sie sich durch

bis dato insgesamt 46 Fusionen in der

Rems- und Neckarregion zur größten

Volksbank Baden-Württembergs entwickelt.

170.000 Mitglieder, 110 Geschäftsstellen

mit 1.100 Beschäftigten und 53

Auszubildenden sind der Beleg dafür.

Die Bank betreut zurzeit Kundeneinlagen

im Wert von 13 Mrd. Euro und hat

selbst eine Bilanzsumme von 6,7 Mrd.

Euro. Als leistungsstarke Universalbank

in der Region Stuttgart sind viele mittelständische

Unternehmen, oft seit deren

Gründung beziehungsweise vielfach

bereits in dritter Generation, Kunden der

Bank. Ganz im Sinne der lokalen Wirtschaft

unterstützt sie zudem mit ihrer

Mittelstandsinitiative „RemsTalk“ die

interkommunale Wirtschaftsförderung

der großen Kreisstädte der Region sowie

des Rems-Murr-Kreises und fördert die

Standortpolitik der Region.

Die Volksbank Stuttgart eG ist in

einer der wirtschaftlich stärksten Metropolregionen

Deutschlands zu Hause. Die

Beschäftigung in der Region ist in den

letzten Jahren deutlich angestiegen und

liegt derzeit bei mehr als 1,2 Millionen

sozialversicherungspflichtigen Beschäf-

Wir verbessern das Leben von

Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen.

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.

Seit 2006 werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.

PREISTRÄGER

2018

Innovating

special nutrition.


tigten, während die Arbeitslosenquote

lediglich 3,4 Prozent beträgt und damit

deutlich unter dem bundesweiten

Durchschnitt angesiedelt ist. Dank dieser

Entwicklung hat sich auch das Kreditvolumen

„Mittelstand“ der Bank in

den letzten fünf Jahren um mehr als

25 Prozent erhöht. Die Anzahl gewerblicher

Mittelstandskunden konnte das

Unternehmen in den letzten vier Jahren

sogar um 12,5 Prozent auf knapp 30.000

steigern.

Die Bank genießt bei ihren mittelständischen

Kunden einen sehr guten

Ruf. Das zeigen die Ergebnisse einer

repräsentativen Umfrage, in der Faktoren

wie Erreichbarkeit und Verfügbarkeit,

Schnelligkeit bei der Bearbeitung

und bei der Entscheidung sowie der

Bewertung des gesellschaftlichen Engagements

bewertet wurden. Auch die

Freundlichkeit und das Engagement der

Mitarbeiter, die Qualität der Arbeit, die

Vertrauenswürdigkeit und das Einhalten

von Versprechen, Transparenz und

Verständlichkeit von Produkten sowie

Zuverlässigkeit wurden

durchweg mit

„sehr gut“ bewertet.

So wird die Bank

auch gern von ihren

Kunden weiterempfohlen.

Die Volksbank

Stuttgart eG wird

regelmäßig in verschiedenen

Bereichen

ausgezeichnet.

Beispielsweise für

Beratungsqualität

in Privat- und Firmenkundenberatung,

im Private Banking,

als TOP nationaler Arbeitgeber und

als TOP Arbeitgeber im Schülerbarometer.

In der Zukunft sollen die Partnerschaften

der genossenschaftlichen

Finanzgruppe zu Förderbanken, Stiftungen,

Bausparkassen und anderen Kreditinstituten

gestärkt und Netzwerke

der Wirtschaft in der Region wie der

„Bund der Selbstständigen“, „Handels-

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Volksbank Stuttgart eG, (v.l.) Michael Huppert, Andreas Haas,

beide Generalbevollmächtigte

und Gewerbeverein“, „Wirtschafts- und

Industrievereinigung“ weiter ausgebaut

werden. Darüber hinaus werden Mandate

in neuen Bürgerstiftungen und in

einer privaten Stiftung durch Vertreter

der Bank aktiv ausgeübt.

Die Volksbank Stuttgart eG wurde

für den „Großen Preis des Mittelstandes“

nominiert durch Petra Hetzel, MITTEL-

STANDSIMPULSE c/o BVMW Bundesverband

mittelständische Wirtschaft. ó

35

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Bank

des Jahres

sparkasse-saarbruecken.de

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung

„Bank des Jahres“.

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger 2018 aus Bayern

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

32

1. Bier- und Wohlfühlhotel

Gut Riedelsbach GmbH & Co. KG

94089 Neureichenau

Bier, Wellness, Regionalität

Das beschauliche Neureichenau im Bayerischen

Wald ist dank der Familie Sitter

weit über die Grenzen Bayerns hinaus

bekannt. Was als kleiner Beherbergungsbetrieb

in den 1950er Jahren begann, ist

mit Hilfe fortgeführter Familientradition

heute das weltweit 1. Bier- und Wohlfühlhotel

Gut Riedelsbach. Hier dreht

sich alles um Bier und Erholung. Das

Hotel bietet neben einer eigenen Brauerei,

einem Brauerei-Kulturmuseum und

einem Bier-Erlebnisgarten auch einen

1.000 qm großen Wellnessbereich mit

einem neuen Wellnessturm.

Bierfreunde kommen im Gut Riedelsbach

voll auf ihre Kosten. Bernhard

Sitter, der erste Diplom-Biersommelierwirt

Deutschlands, sorgt zusammen mit

seiner Familie und seinen 36 Vollzeitmitarbeitern,

fünf Auszubildenden und

vier Praktikanten dafür, dass sich die

Gäste jederzeit wohl fühlen. In dem gayfriendly-Hotel

kann neben exklusiven

Themenzimmern wie Bierkuschelzimmer

oder Braumeisterzimmer auch eine

urige Bierhütte mit eigener Zapfanlage

gewählt werden. Bei dieser einzigartigen

Mischung aus der Expertise von

mittlerweile drei Diplom-Biersommeliers

und innovativen Ideen verwundert

es nicht, dass die Medien seit vielen

Jahren sehr oft über

Bernhard Sitter und

das Gut Riedelsbach

berichten. Der

Bier-Guru gastiert

immer wieder in TV-

Sendungen und ist

zudem Preisrichter

beim European Beer

Star und beim World

Beer Cup.

Gemeinsam mit

rund 25 Partnern,

darunter acht Brauereien,

bildet das 1.

Bier- und Wohlfühlhotel

Gut Riedelsbach

eine Bierkulturregion,

von der

der ganze Bayerische

Wald profitiert.

Die Zukunft des Guts Riedelsbach ist

gesichert. Bernhard Sitter Junior ist einer

der Teamleiter der Europa-Miniköche

und hat bis heute hunderte von Kindern

für das Kochen begeistert. ó

PIXIDA GmbH

80805 München

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Innovative Beratung von morgen

Die Münchner PIXIDA GmbH ist auf die

qualitative Beratung für Technik und

Forschung spezialisiert und feiert 2018

1. Bier und Wohlfühlhotel Gut Riedelsbach GmbH & Co. KG,

Bernhard Sitter und Petra Sitter, Inhaber

ihr zehnjähriges Bestehen. In den Bereichen

Vernetzung, Mobilität und Internet

of Things (IoT)-basierte Anwendungen

entwickeln die Fachleute des Unternehmens

auch für komplexe technische Probleme

passende Lösungen.

Durch seine inzwischen drei ausländischen

Tochterunternehmen in den

USA, Brasilien und China ist das Beratungsunternehmen

international stark

vertreten.

Als Technologiepartner von Amazon

Web Services und neuerdings auch

von OSRAM beteiligt sich PIXIDA an

NEU!

Wir sind eines der wenigen Hotels, die einen Textilbereich

und eine textilfreie Wohlfühllandschaft anbieten.

Wirtshaus

Gut

1. Bierund

Wohlfühlhotel

Brauerei

Riedelsbach

natürlich erleben! ★★★S

FKK-Dachpool (34,9 °C)

2018

für jeden

Anlass - ob Geburtstag, Hochzeit,

Jubiläum usw.

Die Geschenkidee für jeden

Gutscheine

für den

Wohlfühlbereich,

Bierkulinarium, Speisen &

Getränke und Übernachtungen.

Gerne auch online!

1. Bier- und Wohlfühlhotel

Gut Riedelsbach GmbH & Co. KG

Familie Bernhard u. Petra Sitter

Gut Riedelsbach 12 · 94089 Neureichenau

Telefon 08583/96040 · Telefax 08583/960413

info@gut-riedelsbach.de · www.gut-riedelsbach.de


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Pixida GmbH,

Panagiota Dimou, Geschäftsführerin

zahlreichen Großprojekten. Um eigene

Produkte zu entwickeln, gründete das

Unternehmen 2016 seine Tochter PI

Labs GmbH. Telematik-Lösungen in den

Bereichen Usage Based Insurance oder

Vehicle und Asset Tracking stehen hier

im Fokus. Auf diese Weise erwirtschaftete

die PIXIDA GmbH in den letzten

Jahren stets eine Ertragssteigerung von

rund 20 Prozent.

Das Ingenieur-Beratungsunternehmen

kümmert sich intensiv mit individuellen

Weiterbildungsmaßnahmen

um seine derzeit 170 Mitarbeiter. Da

die Nachwuchsförderung eine wichtige

Rolle einnimmt, beschäftigt das Unternehmen

zusätzlich 14 Werkstudenten

und Praktikanten, deren Anzahl weiter

steigen soll. Im Mittelpunkt der Personalarbeit

stehen Erfahrung und Weiterbildung.

Leistungsboni, Expat-Programme,

Seminare und Trainings. ó

Arcobräu Gräfliches Brauhaus

GmbH & Co. KG

94554 Moos

Biertradition seit 1567 in

Familienhand

Bereits seit 1567 existiert 20 km nordwestlich

von Passau die durchweg

familiengeführte Brauerei. Sie ist heute

einer der Marktführer in Bayern und die

am schnellste wachsende Brauerei in

Deutschland. Sie hält die Marken- und

Kostenführerschaft unter den Markenbierbrauereien.

Mit Hefe aus eigener

Reinzucht, dem allerbesten Hopfen aus

der Hallertau und dem Brauwasser aus

einem 96 Meter tiefen Mineralwasserbrunnen

entstehen 15 Bierspezialitäten.

Das Unternehmen verzichtet

bewusst auf die Produktion von Bier-

Mischgetränken. Mit der Monomarke

„Mooser Liesl“ hat die Arcobräu die

Arcobräu Gräfliches Brauhaus GmbH & Co.KG, Seine Hoheit

Ulrich Graf von und zu Arco-Zinneberg und Holger Fichtel,

Geschäftsführung

erfolgreichste Markeneinführung im

Hellbier-Segment innerhalb der letzten

zehn Jahre geschafft. Das Unternehmen

ist fest in der Region verwurzelt und

folgt seinen selbstgesteckten Leitlinien:

die Freiheit durch Unabhängigkeit von

Konzernen, persönliche Verantwortung,

einzigartige Vielfalt, höchste Qualität,

saubere Umwelt, echte Tradition und

gelebte Heimatverbundenheit.

Mit der Veranstaltung eines eigenen

Volksfestes, dem Mooser Pfingstfest, das

mit rund 50.000 Besuchern zu einem

der größten privat veranstalteten Feste

in Niederbayern zählt, zeigt das Gräfliche

Brauhaus seine besondere Verbundenheit

und das Engagement für die

Region. Regionales Engagement zeigt

Arcobräu auf vielfältige Weise. So wurde

mit dem „Mooser Liesl Preis“ ein Preis

zur Förderung der Volksmusik in Niederbayern

ins Leben gerufen. ó

33

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

w w w . h e i m e r l - b a u . d e


PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

34

va-Q-tec AG

97080 Würzburg

va-Q-tec AG,

Dr. Joachim Kuhn, Vorstandsvorsitzender

Einzigartiges Prüfsystem weltweit

Die va-Q-tec AG hat sich auf die Forschung,

Entwicklung und Herstellung

von Hochleistungsprodukten

und -lösungen für die thermische Isolation

spezialisiert. Zu den Produkten

des Unternehmens gehören temperatursichere

Container für medizinische

Dienste, Dämmplatten für den Baubereich,

thermische Verpackungsboxen

sowie Vakuumisolationspaneele (VIP).

Dem Unternehmen ist es möglich, die

gesamte Wertschöpfungskette von der

VIP-Entwicklung über die Herstellung

und letztlich den Absatz auch in hochspezialisierten

Branchen abzudecken.

Transportboxen von va-Q-tec transportierten

zum Beispiel Bilder Rembrandts

oder die Himmelsscheibe von Nebra.

va-Q-tec rief ein weltweit einzigartiges

Prüfsystem des Vakuumniveaus, das

„va-Q-check“ ins Leben und arbeitet mit

Global Players wie Lufthansa, KLM oder

Cathay zusammen und unterhält Partnerschaften

zu internationalen Logistikunternehmen,.

Die va-Q-tec AG hat Innerhalb der

letzten vier Jahre die Belegschaft mehr

als verdoppelt, Tendenz steigend. Der

Ursprung der va-Q-tec AG liegt im universitären

Bereich, bis zum heutigen Tag

weren daher Studenten der Universität

Würzburg unterstützt. ó

Sontheim Industrie Elektronik GmbH

87437 Kempten

Weltmarktführer, Diagnosespezialist

und Innovationstreiber moderner

Soft- und Hardware

Die Sontheim Industrie Elektronik GmbH

hat sich auf die Entwicklung, Herstellung

Sontheim Industrie Elektronik GmbH, (v.l.) Dipl.-Ing. Bruno

Sontheim, Geschäftsführer, Frederico Sontheim, Prokurist

und den Vertrieb moderner Soft- und

Hardware auf Basis von Feldbus- und PC-

Technik für den Sondermaschinenbau

und die Nutzfahrzeugbranche spezialisiert.

Die Sontheim Industrie Elektronik

GmbH ist Weltmarktführer im Bereich

der Interfacetechnik von Agrarfahrzeugen

und Anbieter für Diagnosesysteme.

Das Unternehmen gilt in der Branche

als Innovationstreiber, u. a. durch

das Modulare Diagnose-Tool, kurz MDT,

einem modernen Autorensystem zur

Entwicklung von Diagnose-Tools für

Werkstätten in der ländlichen Nutzfahrzeugbranche.

Des Weiteren wurde durch

die Sontheim Industrie Elektronik GmbH

das Steuergerät Comhawk für den Automobilmarkt

etabliert.

Dank hoher Qualität und stetiger

Produktinnovationen konnte das Unternehmen

seinen Umsatz fast und die

Ertragsentwicklung innerhalb der letzten

vier Jahre mehr als verdoppeln. ó

Wir verbessern das Leben von

Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen.

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.

Seit 2006 werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.

PREISTRÄGER

2018

Innovating

special nutrition.


Kommune

des Jahres 2018

Landkreis Ebersberg

85560 Ebersberg

Mit Service zum Erfolg

Der Landkreis Ebersberg, östlich von

München gelegen, zählt mit einer Fläche

von 549 qkm und mehr als 140.000

Einwohnern deutschlandweit zu den

kleineren Landkreisen. Gleichwohl ist er

von Focus Money für das Jahr 2017 zum

Wirtschaftsstandort Nr. 1 in Deutschland

gekürt und als erster bayerischer

Landkreis mit dem RAL Gütezeichen als

mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung

zertifiziert worden.

Über persönliche Ansprechpartner

unterstützt das Landratsamt den Mittelstand

aktiv und hilft bei Neugründungen.

Schnelle Genehmigungsprozesse,

transparente Strukturen und eine

mittelstandsfreundliche Verwaltung

sind die Grundpfeiler für den starken

Wirtschaftsstandort. Die Anzahl der Ausbildungsabbrüche

konnte im Handwerk

auf nur noch

vier Prozent verringert

werden, im

Gegensatz zu 30 bis

33 Prozent im Bundesdurchschnitt.

Als verlässlicher

Partner für

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Landkreis Ebersberg, Brigitte Keller, Vertreterin des Landrates

im Amt und Magdalena Föstl, Stellvertretende Landrätin

die Unternehmen

begleicht der Landkreis

70 Prozent aller an ihn gestellten

Rechnungen noch am Tag des Rechnungseingangs.

Mitarbeiter des Landkreises

sind regelmäßig zu Gesprächen

bei den Firmen vor Ort. Auch dank dieses

kontinuierlichen Kontaktes bewertet

eine Vielzahl Unternehmen die Arbeit

des Landkreises als sehr gut. Die Anzahl

der Gewerbeanmeldungen steigt kontinuierlich

und lag im Jahr 2016 bei knapp

1.600. Von Vorteil ist auch der konsequente

Ausbau der Breitbandversorgung,

der derzeit im Ebersberger Land in vollem

Gange ist. Nach Abschluss der Arbeiten

wird der Landkreis die Region mit

der größten Glasfaserdichte in Bayern

sein. Gemeinsam mit der Stadt Grafing

gründete der Landkreis 2016 die Wohnbaugesellschaft

Ebersberg WBE gKU als

gemeinsames Kommunalunternehmen.

1.000 bezahlbare Wohnungen sollen in

den nächsten Jahren entstehen.ó

35

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Bank

des Jahres

sparkasse-saarbruecken.de

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung

„Bank des Jahres“.

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger 2018

aus Berlin / Brandenburg

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

32

ASL Automationssysteme Leske GmbH

16816 Neuruppin

Ein neuer Blick auf Automation

Die ASL Automationssysteme Leske

GmbH ist auf die Entwicklung, Konstruktion

und Fertigung von Maschinen,

Vorrichtungen und Produktionsanlagen

für die verarbeitende Industrie, darunter

Automotive, Kunststoff- und Möbelindustrie

sowie Hausgerätehersteller

spezialisiert. ASL liefert jedem Kunden

eine individuell auf seine Bedürfnisse

und Wünsche abgestimmte Anlage, die

neu entwickelt wird oder bei der bereits

vorhandene Komponenten früherer

Entwicklungen miteinander kombiniert

werden. Das Unternehmen besticht

durch eine große Leistungs- und Fertigungstiefe

und kurze Reaktionszeiten,

die durch die Bündelung aller relevanten

Leistungs-erstellungsprozesse im eigenen

Haus, darunter Prozessentwicklung,

CNC-Fertigung, Montage und Instandhaltung

ermöglicht werden. Dank

seiner Kompetenz, des großen Erfahrungsschatzes

und hohen Spezialisierungsgrades

gelang es dem Unternehmen

u. a. als Subunternehmer für die

Firma ENGEL, dem Weltmarktführer im

Bereich der Spritzgießmaschinenherstellung,

als Lieferant von Automationstechnik

gelistet zu werden.

Die ASL Automationssysteme GmbH

legt großes Augenmerk auf ihre Mitarbeiter

als wertvolles Humankapital des

Unternehmens. Dies führte u. a. im Jahr

2016 zu Investitionen im hohen fünfstelligen

Bereich für die Qualifizierung

vorhandener und die Einarbeitung neuer

Mitarbeiter, um beispielsweise lieferanten-

und typenoffen Industrieroboter

programmieren zu können. Dank seiner

hohen Personalstärke im Vergleich zu

regionalen Mitbewerbern gewährleistet

das Unternehmen zudem eine hohe Termintreue.

Eine Vorreiterrolle nimmt das

Unternehmen aus dem brandenburgischen

Neuruppin in

bestimmten Bereichen

der Automatisierungstechnik

ein. Darunter die

Montage und Prüftechnik

für Haptikelemente,

die

Highspeed-Oberflächeninspektion

und die Entwicklung

besonders energieeffizienter

Verfahren

in der Kunststoffverarbeitung.

Auch eine Entwicklung

von Prototypen

findet unternehmensintern

statt.

Die ASL Automationssysteme

GmbH hat sich auch

dank ihrer Produktinnovationen in Fachkreisen

einen Namen gemacht. So entwickelte

sie eine Anlage, die Oberflächen

von zylindrischen Bauteilen auf Beschädigungen

prüft, Werkstücke gemäß

gewünschter Prüfparameter sortiert

und Bauteile geometrisch analysiert.

Im Jahr 2015 erfolgte die Vorstellung

des Prototyps auf der Hannover Messe.

Eine weitere Produktinnovation, die 2018

zum Patent angemeldet wurde, ist eine

Portalkrananlage als Hebevorrichtung

für Sportboote bis vier Tonnen Gewicht,

deren Bedienung, Auf- und Abbau sowie

Zerlegung durch eine Person erfolgen

kann. Des Weiteren wirkt das Unternehmen

bei einem seit 2017 bestehenden

Kooperationsprojekt mit, bei dem Fraunhofer

IKTS sowie verschiedene Firmen

eine intelligente, solarbetriebene und

energieeffiziente Kühlung für Off-Grid-

Regionen der Dritten Welt für Impfstoffe

und Endverbraucher fertigen. Aufgabe

des Unternehmens ist hierbei die Ent-

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

ASL Automationssysteme Leske GmbH,

(v.l.) Tom Spaniel, Entwicklungsleiter, David Dzienian, Prokurist,

Andreas Leske, Geschäftsführer, Manuela Schmidt-Patzer,

Frank Leest, Techn. Leiter

wicklung der Energieflusssteuerung und

der Kompressorenelektronik.

Soziales Engagement wird bei ASL

ebenfalls großgeschrieben. So werden

Menschen mit Behinderungen in die

Produktion einbezogen und finanzielle

Hilfe u. a. an regionale Projekte wie die

Aktion Sterntaler und das örtliche Hospiz

geleistet. Auch die eigenen Mitarbeiter

liegen dem Unternehmen am Herzen.

Deshalb gehören Gesundheitspräventionsmaßnahmen

am Arbeitsplatz, regelmäßige

ärztliche Untersuchungen und

die Beteiligung an den Kosten für Sportund

Fitnessvereinen zur festen Unternehmenskultur.

Die ASL Automationssysteme Leske

GmbH wurde bereits zum 11. Mal seit

dem Jahr 2005 für den „Großen Preis des

Mittelstandes“ nominiert und im Jahr

2016 als „Finalist“ ausgezeichnet. In diesem

Jahr wurde ASL vom Regionalcenter

Ostprignitz-Ruppin der IHK Potsdam

nominiert. ó


Industrieelektronik Brandenburg GmbH

14772 Brandenburg an der Havel

Elektronik und Automation

mit Rundumblick

Die Industrieelektronik Brandenburg

GmbH, kurz IEB, hat sich auf die Entwicklung,

Realisierung und Betreuung

von speziell angepasster Elektronik,

Steuerungen und Regelungen für Industrie-

und Bahntechnikunternehmen

spezialisiert. Des Weiteren fertigt und

installiert das Unternehmen mit Sitz

in Brandenburg an der Havel eigene

und individuell nach Kundenwunsch

entwickelte Produkte aus dem Bereich

der Gebäudeautomation, des Transports

und der Industrieautomation. Ein weiteres

Alleinstellungsmerkmal der IEB,

das die Einzigartigkeit und Einmaligkeit

des Unternehmens widerspiegelt, ist die

Abdeckung des gesamten Dienstleistungsportfolios,

das Planung, Projektierung,

Optimierung und die Erstellung

von Industrieanlagen beinhaltet.

Das Unternehmen investiert seine

Gewinne konsequent in die Schaffung

neuer Arbeitsplätze sowie in die Erschließung

sowie Intensivierung bestehender

Geschäftsfelder wie beispielsweise

die Anschaffung neuer elektronischer

Prüfplätze und Serverstrukturen. Um

ihren Kunden noch schneller qualitativ

höchstwertige Produkte zur Verfügung

stellen zu können, wurden außerdem

Investitionen im Entwicklungsbereich

getätigt. Seit dem Jahr 2014 wurde die

diesbezügliche Investitionssumme mehr

als verdoppelt.

Die Industrieelektronik Brandenburg

GmbH setzt zudem auf eigens entwickelte

Programme der Digitalisierung

und Energieeffizienz mit großem Plus

für ihre Kunden. Getreu dem Unternehmensmotto

„Stillstand ist Rückstand“

wurden einzelne Geschäftsbereiche

erweitert, darunter die Elektrotechnik

um die Sparte Sicherheitstechnik und

elektronische Schließsysteme. Diese

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Unternehmenskultur schätzen seit

Gründung der IEB auch regionale, überregionale

und internationale Großhersteller

wie Siemens und Honeywell, die

mit der IEB als autorisiertem Vertragspartner

Großprojekte im Industrie- und

Gebäudeautomationsbereich projektieren

und realisieren. Der Exportanteil des

Unternehmens beträgt 25 Prozent.

Bisherige Prozessinnovationen des

Unternehmens waren u. a. ein komplexes

System zur normgerechten Verkleidung

von Holzbalken inklusive einer

optimalen Materialausnutzung oder

die Erneuerung der haustechnischen

Anlagentechnik im Kanzlereck in Berlin.

Der hohe Qualitätsanspruch des

Unternehmens wird durch die Zertifizierung

des TÜV NORD CERT nach DIN EN

ISO 9001:2005 bestätigt. Die Mitarbeiter

besuchen regelmäßige Schulungen, die

mit entsprechenden Zertifikaten belegt

werden. Auf Patente und Gebrauchsmuster

im Bereich der Entgasungsanlagen

für hydraulische Systeme ist das

Unternehmen ebenfalls stolz.

IEB Industrieelektronik Brandenburg GmbH,

Ralf Herrmann, Geschäftsführer

Die Industrieelektronik Brandenburg

GmbH engagiert sich intensiv auf

dem Feld der Nachwuchsförderung.

Jährlich werden zwei Ausbildungsstellen

inklusive firmeneigenem Ausbildungsprogramm

und zwölf Stellen für Praktikanten

bzw. Werkstudenten angeboten.

Soziales Engagement beweist die

Industrieelektronik Brandenburg GmbH

durch die Unterstützung der weltweiten

Aktion zur Ausrottung der Kinderlähmung

und die Beteiligung an Frischwasser-

und Solarprojekten in Afrika. Zudem

werden viele regionale Projekte, Institutionen

und Vereine unterstützt, darunter

die Grundschulen der Stadt, das Kinderhospiz

und die Demenzgesellschaft.

Die Industrieelektronik Brandenburg

GmbH wurde zum 5. Mal seit 2003 für

den „Großen Preis des Mittelstandes“

nominiert. Im Jahr 2017 wurde das Unternehmen

als „Finalist“ ausgezeichnet. In

diesem Jahr wurde IEB von der IHK Potsdam,

der Stadt Brandenburg an der Havel

sowie der Wirtschaftsmagnet GmbH

nominiert. ó

33

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

34

Mahr EDV GmbH

12205 Berlin

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Mahr EDV GmbH,

Fabian Mahr und Pascal Kube, Geschäftsführung

IT-Dienstleistungen rund um die Uhr

Die Mahr EDV GmbH, ein EDV-Dienstleister

mit Sitz in Berlin, hat auf kleine

und mittelständische Unternehmen,

vorrangig aus dem Raum Berlin, Brandenburg

und Nordrhein-Westfalen mit

maximal 100 PC-Arbeitsplätzen spezialisiert.

Das Unternehmen wird von seinen

Kunden für sein breites und stark individualisierbares

sowie rund um die Uhr

verfügbares Dienstleistungsportfolio,

das von der EDV-Wartung bis zu Cloud-

Lösungen reicht, hoch geschätzt. Auch

die selbstentwickelte Software zur systematischen

Protokollierung, Messung

und Rund-um-die-Uhr-Überwachung

der Kundenserver überzeugt viele Auftraggeber.

Unternehmen haben dank des Mahr

EDV Monitoring die Möglichkeit, eventuelle

Havarien oder Engpässe rechtzeitig

zu erkennen und entsprechend zu

reagieren. Nicht nur die unternehmenseigene

Cloud wird so geschützt, sondern

auch kundeneigene Serversysteme

und PC´s in Bezug auf die Einhaltung

von Compliance- und Datenschutzanforderungen

auf vier Kontinenten. Außerdem

gehören kurze Reaktionszeiten auf

Wünsche und Probleme der Kunden via

Fernwartung, Telefon, Fax oder E-Mail

und feste Ansprechpartner zum Service

der Mahr EDV GmbH dazu. Auch die

Microsoft Deutschland GmbH ist vom

Wir verbessern das Leben von

Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen.

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.

Seit 2006 werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.

PREISTRÄGER

2018

Innovating

special nutrition.


Know-how des Unternehmens überzeugt:

Seit mehr als 15 Jahren ist die

Mahr EDV GmbH in der höchsten Partnerkategorie

gelistet.

Seit 2014 konnte das 55 Mitarbeiter

umfassende Unternehmen seinen

Umsatz um fast ein Drittel erhöhen. Dies

wurde unter anderem durch eines der

Kerngeschäfte, den Betrieb einer eigenen

Cloud-Lösung an drei deutschen

Rechenzentrumsstandorten und die Entwicklung

einer Monitoring-Lösung mit

dem Ziel einer fast vollständig automatisierten

IT-Wartung, erreicht. Eine Innovation

des Unternehmens ist die Mahr

EDV Cloud, die die Virtualisierung der

gesamten mittelständischen Kunden-IT

ermöglicht und dem Kunden ein server-

und damit ortsunabhängiges Arbeiten

gestattet.

In der jüngeren Vergangenheit wurden

verschiedenste Institutionen auf

die Mahr EDV GmbH aufmerksam und

haben die Leistungen des Unternehmens

gewürdigt. Dazu zählt die FOCUS-BUSI-

NESS-Auszeichnung als TOP Arbeitgeber

Mittelstand 2018. Außerdem wurde die

Mahr EDV GmbH vom FOCUS-BUSINESS

als TOP 27 im TK/IT-Ranking Deutschland,

Österreich, Schweiz ausgezeichnet

und von der „Wirtschaftswoche“ im Jahr

2016 als TOP 2 der beliebtesten Unternehmen

in Berlin.

Die Basis des unternehmerischen Erfolges

liegt auf der permanenten Qualifikation

und Weiterentwicklung der

Mitarbeiter, deren jährliches Weiterbildungsbudget

bis zu 6.000 Euro pro Person

beträgt.

Des Weiteren engagiert sich das Unternehmen

im Kampf gegen Kinderpornografie.

Dazu schulen Mitarbeiter die

Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen

zu IT-Tools und schnellen Ermittlungsmöglichkeiten.

Die Mahr EDV GmbH wurde zum

dritten Mal für den „Großen Preis des

Mittelstandes“ nominiert und im Jahr

2017 als „Finalist“ ausgezeichnet. In diesem

Jahr wurde das IT-Unternehmen von

der Servicestelle Berlin/Brandenburg der

Oskar-Patzelt-Stiftung nominiert. ó

35

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Bank

des Jahres

sparkasse-saarbruecken.de

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung

„Bank des Jahres“.

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger 2018 aus Hessen

elektroplan-schneider GmbH

35260 Stadtallendorf

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

32

Elektronisch alles im Griff

Im ehemaligen Kinderzimmer seines

Wohnhauses gründete Hans-Jürgen

Schneider 1978 das Ingenieurbüro für

Elektrotechnik „elektroplan-schneider“.

Kerngeschäft ist bis heute das Planen

und Ausschreiben sowie die Vergabe

und Objektüberwachung von elektro-,

sicherheits- und informationstechnischen

Anlagen unterschiedlicher Größenordnung,

national wie international.

Mit der Wiedervereinigung erhielt

das Unternehmen von der Commerzbank

den Auftrag, alle Filialen der Bank in den

neuen Bundesländern elektrotechnisch

zu planen und die Bauleitung zu übernehmen.

Dafür gründete elektroplanschneider

Niederlassungen in Städten

wie Berlin, Leipzig, Dresden und Hamburg.

Damit konnten alle Aufträge zeitnah und

mit höchstmöglicher Qualität umgesetzt

werden. Dank der technischen Entwicklungen

ist das große Niederlassungsnetz

inzwischen nicht mehr nötig. Neben

dem Stammsitz in Stadtallendorf ist das

Unternehmen heute noch in Berlin und

Köln präsent. Projektteams, bestehend

aus Projektleiter, Projektsachbearbeiter

sowie Projektassistenten, gewährleisten

die technisch einwandfreie Umsetzung

aller gestellten Aufgaben.

Als erstes und bisher einziges

Ingenieurbüro in Deutschland wurde

elektroplan-schneider durch den Bundesverband

der Hersteller- und Errichterfirmen

von Sicherheitssystemen e. V.

(BHE) mit dem Prüfsiegel „Zertifizierter

Planer“ für seine qualifizierten Leistungen

der gesamten Sicherheitstechnik

ausgezeichnet. Die prämierten Bereiche

umfassen Brand- und Einbruchmeldeanlagen,

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen,

Freigeländeüberwachung, Sprachalarm-

und Videoüberwachungsanlagen,

Zutrittskontrollanlagen und mechanische

Sicherheitstechnik. Das Ingenieurbüro

verfügt weiterhin über ein eigenes

Kompetenzzentrum auf circa 200 qm.

Dort berät es Auftraggeber, Bauherrn,

Architekten und Elektroinstallationsfirmen

kompetent über DIN-Produkte

verschiedener Hersteller anhand eines

großen Tableaus funktionsfähiger Musteranlagen.

Der Geschäftsführer des Ingenieurbüros

Hans-Jürgen Schneider engagiert

sich seit langem in zahlreichen Vereinen

und Verbänden. Für seine ehrenamtlichen

Tätigkeiten

erhielt er 2016

den „Hessischen

Verdienstorden“.

Gemeinsam mit

dem gesamten

Unternehmen engagiert

er sich unter

anderem seit 1970

für SOS-Kinderdörfer,

ist Sponsor des

Marburger Tafel e. V.

und tritt seit 2009

als Sponsor für ein

Obdachlosenweihnachtsfest

in Berlin

auf. Die elektroplanschneider

GmbH ist

Mitglied der Energiegenossenschaft

Marburg-Biedenkopf

eG und unterstützt damit eine klimafreundliche

Energieerzeugung.

Neben Hans-Jürgen Schneider

sind auch dessen Sohn und Ehefrau im

Unternehmen tätig. Gemeinsam mit

den derzeit 25 Mitarbeitern bilden sie

eine eingeschworene Betriebsfamilie.

Sommerfeste sowie gemeinsame

Betriebsausflüge zu Bundesligaspielen

von Eintracht Frankfurt und Weihnachtsmärkten

fördern die Motivation der Mitarbeiter.

Da es keinen Ausbildungsberuf

zum Elektroplaner gibt, muss das Ingenieurbüro

selbst für geeigneten Nachwuchs

im Büro mit der entsprechenden

Zusatzausbildung sorgen. Derzeit lernen

fünf Azubis im Unternehmen. Weiterhin

plant Hans-Jürgen Schneider eine

eigene Elektroplaner-Akademie (EPA).

Hier sollen in naher Zukunft in einer

dreijährigen Ausbildung - mit vier Tagen

Praxis und einem Tag Theorie in der

Woche - Elektroplaner ausgebildet werden.

Der Betrieb arbeitet bei der Lehrmittelentwicklungsstelle

der IHK mit, ist

zudem Mitglied des Prüfungsausschusses

der IHK in Kassel-Marburg und führt

Weiterbildungsmaßnahmen für Auszubildende

durch.

Die elektroplan-schneider GmbH

wurde bereits zum vierten Mal in Folge

für den Wettbewerb nominiert und im

Jahr 2016 als „Finalist“ ausgezeichnet. In

diesem Jahr erfolgte die Nominierung

durch den Kreisausschuss Landkreis

Marburg-Biedenkopf Wirtschaft. ó

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Verzahnungs-Präzision aus Eschwege

Die 1908 in Berlin gegründete und heute

im nordhessischen Eschwege ansässige

PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH ist ein

modern aufgestelltes, mittelständisches

Technologieunternehmen und Hersteller

von Präzisionswerkzeugmaschinen.

Kernkompetenz ist die Verzahnung, das

heißt, PRÄWEMA produziert ein breites

Spektrum an Sondermaschinen für die

Zahnradbearbeitung in der automobilen

Getriebefertigung, auf denen Zahnräder,

Wellen und Synchronteile des Antriebsstrangs

bearbeitet werden. Zu den Kunden

zählen neben Firmen aus der Automobilindustrie

Unternehmen aus dem

Getriebebau, der Windkraft und dem

Energiesektor sowie Zahnradhersteller.

Die PRÄWEMA ist Teil der DVS TECHNO-

LOGY GROUP (Drehen, Verzahnen, Schleifen),

die verschiedene Werkzeugmaschinenhersteller

vereint.

PRÄWEMA ist der weltweit führende

Technologieanbieter zur Optimierung

von Verzahnungsoberflächen an Getriebezahnrädern

und -wellen. Daneben hat

PRÄWEMA ein eigenes Werkzeugsystem

für Honmaschinen (Spanen mit geometrisch

unbestimmter Schneide) entwickelt

und damit seit 2013 auf dem Markt.

Das Unternehmen ist Lösungsanbieter

und hat neben einem eigenen Werkzeugsystem

auch einen umfassenden

Service im Portfolio. Außerdem verfügt

PRÄWEMA über eine eigene mechanielektroplan-schneider

| Ingenieurbüro für Elektrotechnik,

Sicherheits- und Informationstechnische,

Hans-Jürgen Schneider, Geschäftsführer

PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH

37269 Eschwege


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH,

Dipl.-Ing. Josef Preis, Dipl.-Ing. Jörg Schieke, Geschäftsführer

sche Fertigung. Innovationskraft ist eine

der Triebfedern der Eschweger Firma. Ihre

jüngste Entwicklung ist eine Maschine

zur Herstellung von Zahnrädern bis zu

einem Durchmesser von zwei Metern,

wie sie beispielsweise in Windkraftanlagen

zum Einsatz kommen. Auch für

die Automobilindustrie werden Präzisionswerkzeugmaschinen

entwickelt, die

die Fertigungsprozesse bei der Autoproduktion

optimieren. Ein wichtiges und

ebenfalls innovatives Markenzeichen der

PRÄWEMA-Maschinen ist der Unterbau

der Maschinen aus

Granit. Der natürliche

Stein ist leichter

als die sonst verwendete

Stahlkonstruktion

und kann

die Schwingungen

besser absorbieren.

Die Maschinen laufen

dadurch wesentlich

ruhiger. Es ist

diese Präzision, mit

der PRÄWEMA der

Konkurrenz stets

einen Schritt voraus

ist.

Am Standort

in Eschwege, in der

Mitte Deutschlands,

hat sich PRÄWEMA

mit aktuell fast 300

Mitarbeitern, davon 15 Auszubildende,

und einem Umsatz von 85 Mio. Euro im

Jahr 2017 als Partner für die Industrie

fest etabliert. Im Rahmen des Wettbewerbs

„Hessen Champions 2017“ wurde

die PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH zu

einem der Top 3 Unternehmen aus Hessen

in der Kategorie Weltmarktführer

gekürt.

Ein weiterer Grundstein für den

Erfolg von PRÄWEMA ist die überbetriebliche

Berufsausbildung. Im Schnitt

durchlaufen jährlich etwa 65 Auszubildende,

auch aus anderen Unternehmen,

den Betrieb. Die PRÄWEMA ist hierbei

über die Grenzen hinaus für ihre gründliche

und hoch qualifizierte Ausbildung

bekannt, sodass die Absolventen in der

Regel ohne Schwierigkeiten eine Anstellung

finden. Ausgebildet werden Industriemechaniker,

Mechatroniker und Zerspaner.

Das Unternehmen bezahlt seine

Mitarbeiter nach Tarif und gewährt eine

freiwillige Erfolgsbeteiligung sowie

einen Zuschuss zur Altersvorsorge.

PRÄWEMA setzt auf langfristige

Bindung und Entwicklung seiner Mitarbeiter.

Sommerfeste und Weihnachtsfeiern

sowie jährliche Jubiläumsveranstaltungen

unterstützen das positive

Betriebsklima. Es herrscht eine offene

und partizipative Führungskultur. Die

Geschäftsführung bezieht Führungskräfte

und Schlüsselpersonen in Entscheidungsprozesse

aktiv ein und

stimmt sich eng mit dem Betriebsrat ab.

Das Unternehmen unterstützt Sportvereine

und Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich

engagieren.

Die PRÄWEMA Antriebstechnik

GmbH wurde zum sechsten Mal seit

2005 für den Wettbewerb „Großer Preis

des Mittelstandes“ nominiert und im

Jahr 2005 als „Finalist“ ausgezeichnet. In

diesem Jahr erfolgte die Nominierung

durch die Board Xperts GmbH. ó

Preisträger 2018

aus Mecklenburg-Vorpommern

33

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

PALMBERG

Büroeinrichtung + Service GmbH

23923 Schönberg

Büromöbel fern vom

Schubladendenken

Die PALMBERG Büroeinrichtung + Service

GmbH mit Sitz in Schönberg, ist

die erste Adresse für multifunktionale

Büromöbel mit einzigartigem Design

und erstklassiger Qualität, die dank der

Einhaltung anspruchsvoller Qualitätsstandards

und einer umweltbewussten

Herstellungsweise unter dem Aspekt

der Nachhaltigkeit produziert werden.

Hierfür wurde dem Unternehmen das

Gütesiegel „Blauer Engel“ verliehen,

das die besonders umweltfreundliche

Produktion aller Schreibtischsysteme

untermauert. Neben Schreibtischen

und Büromöbeln umfasst das Portfolio

Möbelstücke für Besprechungen und

Konferenzen. Im Jahr 2016 wurde die

Produktpalette um akustisch wirksame

Raumkomponenten erweitert, die der

Minimierung negativer Schallstörungen

in Großraumbüros dienen. Der Einsatz

moderner Lasertechnologie ermöglicht

PALMBERG eine hundertprozentig

fugenlose Kantenverarbeitung. Für die

Fertigung der Möbel in aller höchster

Güteklasse verfügt das Unternehmen

über eines der modernsten Büromöbelwerke

Europas, wodurch es in der Lage

ist, Bürolandschaften für jegliche Raumsituation

zu gestalten.

Alle Produkte von PALMBERG, führender

Hersteller der deutschen Büromöbelindustrie,

sind ISO-zertifiziert. Das

Unternehmen wurde für sein Tischsystem

CREW und die Stauraumvariante

PRISMA 2 mit dem LEVEL-Zertifikat für

die Einhaltung ökologischer, ökonomischer

und sozialer Standards über die

gesamte Lieferkette hinweg ausgezeichnet.

Bei der Entwicklung neuer Bürokonzepte

legt das Unternehmen großen

Wert auf die Verwendung umweltschonender,

langlebiger und recyclingfähiger

Materialien und Komponenten.

Das 1991 gegründete Unternehmen

wurde für verschiedene Produkte u. a.

mit dem Ionic Award, dem Red Dot Designpreis

und dem German Design Award

ausgezeichnet. Im Industrieverband

Büro und Arbeitswelt e. V. engagiert sich

die Unternehmensführung stark für die

Belange der Büromöbelbranche und


PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

34

prägt dadurch nachhaltig die Entwicklung

neuer Bürokonzepte.

Die PALMBERG Büroeinrichtung

+ Service GmbH legt großen Wert auf

sozial verantwortliches Handeln. So

gehören seit mehr als 20 Jahren Menschen

mit Behinderungen zum festen

Mitarbeiterstamm des Unternehmens.

Es erfolgt ein kontinuierliches Wachstum

der Mitarbeiteranzahl, zu der auch

die sukzessive Erhöhung der Anzahl

der Ausbildungsplätze gehört. Des Weiteren

werden Vereine der Region mit

Spenden unterstützt, wie die Fußballvereine

FC Schönberg, TSV Schilksee und

RSV Mummendorf. Auch im kulturellen

Bereich hilft PALMBERG mit Zuschüssen

wie für den Schönberger Musiksommer,

die Schützenzunft des Ortes sowie das

Volkskundemuseum. Spenden, u. a. an

den ASB, die Feuerwehr, das Rote Kreuz

und Schulfördervereine

der Region,

kommen hinzu.

Die PALMBERG

Büroeinrichtung

+ Service GmbH

wurde zum sechsten

Mal seit 2013

für den „Großen

Preis des Mittelstandes“

nominiert. In

diesem Jahr wurde

der Büromöbelhersteller

vom Ministerium

für Wirtschaft,

Arbeit und Gesundheit

Mecklenburg-

Vorpommern vorgeschlagen.

ó

Preisträger 2018

aus Schleswig-Holstein / Hamburg

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

PALMBERG Büroeinrichtung + Service GmbH,

Nicole Eggert und Julianne Utz, Geschäftsführung

Schlemmer-Markt Freund

Lebensmittelmärkte GmbH

24105 Kiel

Mehr als ein einfacher Supermarkt

Marten Freund betreibt mit dem

Schlemmer-Markt Freund in Kiel eins der

größten Feinkostgeschäfte in Schleswig-

Holstein mit rund 40.000 angebotenen

Artikeln. Das Besondere am Schlemmer-

Markt Freund ist die große Produktauswahl

von beispielsweise etwa 450 Sorten

Käse, 100 Salate und 450 verschiedene

Whiskeys aus aller Welt.

Im Jahr 2014 gab es für das familiengeführte

Unternehmen einen gravierenden

Einschnitt: Für vier Monate musste

das Geschäft geschlossen bleiben, da ein

mutwillig gelegtes Feuer in der Bäckerei

eine komplette Entkernung und Sanierung

zur Folge hatte. Der Jahresumsatz

brach um etwa die Hälfte ein. Zahlreiche

Stammkunden waren erst einmal verloren.

Marten Freund nutzte die Chance

und schaffte sich neueste Technik an. Seit

dem Vorkommnis sind so nur noch energieeffiziente

Tiefkühlmöbel, Kühltresen

und neue LED-Lampen im Einsatz. Ein

untervermietetes Hot-Yoga-Studio kann

nun sogar über die Wärmerückgewinnung

der Kühltruhen beheizt werden.

Mit dem Ausbau des Sortiments,

dem Angebot eines Mittagstisches,

Wir verbessern das Leben von

Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen.

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.

Seit 2006 werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.

PREISTRÄGER

2018

Innovating

special nutrition.


Whiskey-Messen und -Tastings, Onlineund

Telefonbestellungen inkl. Heimbelieferung

konnte der Händler viele Kunden

zurückgewinnen und sein Geschäft

wieder am Markt etablieren. Jetzt bietet

er auch einen Partyservice und zahlreiche

Eigenmarken-Produkte an. Dafür

werden, wo möglich, regionale Produkte

verwendet und großer Wert auf die individuellen

Wünsche der Kunden gelegt.

Der Markt wurde im Jahr 2008 mit dem

Preis für „Deutschlands beste Weinabteilung“

ausgezeichnet und hat darüber

hinaus 2017 den Norddeutschen Handelspreis

gewonnen.

Für Schlemmer-Markt Freund arbeiten

70 Angestellte und zehn Auszubildende,

einer davon im Dualen Studium.

Die Geschäftsführer sind wann

immer es geht im Unternehmen präsent

und unterstützen die Mitarbeiter

bei allen Aufgaben. Sei es an der Kasse,

beim Auffüllen der Regale oder an den

Bedienungstheken. Marten Freund hat

dabei immer ein offenes Ohr für seine

Angestellten und steht für persönliche

Gespräche zur Verfügung. Die Auszubildenden

werden zum Teil übernommen

und können im Laufe ihrer Karriere bis

zu Abteilungsleitern aufsteigen.

Waren, die sich

kurz vor Ablauf des

Mindesthaltbarkeitsdatums

befinden,

werden für

den hauseigenen

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Partyservice und

den Salattresen verwendet

oder an die

Kieler Tafel gespendet.

So wird der

Lebensmittelverschwendung

vorgebeugt.

Zudem findet

alle zwei Jahre ein

Schlemmerabend

statt, bei dem Kunden

ein Ticket kaufen

und sich dann

durch das Sortiment probieren können.

Die Erlöse aus dem Ticketverkauf werden

an die Kieler „Klinik Cläune“ und

eine Einrichtung, die Kindern warme

Mahlzeiten zubereitet, gespendet.

Der Schlemmer-Markt Freund schaltet

nicht nur klassische Print-Anzeigen,

um auf sich aufmerksam zu machen.

Das Unternehmen sponsert zusätzlich

Rezept- und Gourmettipps in zwei Kieler

Stadtmagazinen.

Schlemmer-Markt Freund Lebensmittelmärkte GmbH,

Marten Freund, Geschäftsführer

Für die Schlemmer-Markt Freund

Lebensmittelmärkte GmbH ist es bereits

die siebte Nominierung für den „Großen

Preis des Mittelstandes“. Im Jahr 2015

wurde das Unternehmen als „Finalist“

ausgezeichnet. Nominiert wurde das

Unternehmen in diesem Jahr durch die

Si.C - Sieg Consulting und die CreArte KG

change-management. ó

35

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Bank

des Jahres

sparkasse-saarbruecken.de

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung

„Bank des Jahres“.

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger 2018

aus Niedersachsen / Bremen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

32

DINO Anlagen- und Maschinenbau e. K.

28259 Bremen

Anlagenbau in ihrer ganzen Breite

Die DINO Anlagen- und Maschinenbau

e. K. wurde 1960 mit Sitz in Bremen

gegründet und hat sich auf den Bau und

die Entwicklung elektrischer Dampfanlagen

nach individuellem Kundenwunsch

spezialisiert. Unternehmen aus mehr als

140 Ländern vertrauen der hohen Kompetenz

und Erfahrung des Unternehmens.

Weiterhin gehören die Herstellung

von Wasseraufbereitungsanlagen,

Wärmetauschern, Kondensatsammelbehältern,

Trinkwasser- und Treibstofftanks,

Abschlammbehältern sowie Stahl- und

Edelstahlbehältern aus Rohrmaterial

und Blech sowie verschiedenste Sonderaufträge

zum Portfolio des Unternehmens.

DINO ist ein gern gesehener Kooperationspartner.

So wurde beispielsweise

mit der WFB Bremen und der BIME –

Universität Bremen ein durch die EU

und das BMfW gefördertes ZIM-Projekt

realisiert, in dessen Rahmen eine neuartige

Maschine zur Herstellung hochwertiger

Holzwolle konstruiert wurde. Diese

erlangt im Frühjahr 2019 Serienreife. Für

2018 konnte das Unternehmen bereits

einen Großauftrag dieser Maschine verzeichnen.

Die DINO entwickelte eine Komponente

zum Einsatz in einer Zigarettenfilter-Produktionsmaschine

sowie

einen speziellen Dampferzeuger für die

Lackiertechnik. Weitere Produktinnovationen

waren die neuartige, webbasierte

Steuerung für Dampfanlagen, eine Destillationsanlage

zur Aufbereitung verschmutzter

Lösungsmittel sowie eine

Absorptionsanlage zur Luftreinigung

und Abscheidung von Schadstoffen aus

der Abluft in Produktionsanlagen. Das

Unternehmen entwickelte außerdem

eine wassersparende Reinigungs- und

Desinfektionsanlage für die fleischverarbeitende

Industrie sowie Enthärtungsund

Osmose-Anlagen.

Ein weiteres aktuelles Auftragsprojekt

ist die Entwicklung einer elektrischen

Beheizungsmöglichkeit zur Erwärmung

alter Kirchengebäude inklusive

ihrer Steuerung über mobile Endgeräte.

Auftraggeber ist der Landeskirchenverband

Sachsen-Anhalt. Gewinne, die

das Unternehmen

erwirtschaftet, werden

reinvestiert.

So wurden u. a. im

vergangenen Jahr

die Schweißrauchabsaugung

und

eine Bearbeitungsmaschine

erneuert

und ein gasbetriebener

Gabelstapler

gekauft.

Die DINO Anlagen-

und Maschinenbau

e. K. besitzt

verschiedene Zertifizierungen,

darunter

zum Qualitäts-

und Umweltmanagement. Des

Weiteren ist das Unternehmen Mitglied

der „Partnerschaft Umwelt Unternehmen“,

die sich für Energieeinsparungen

und Umweltschutz in der Metropolregion

Nord einsetzt. Auch sozial ist das

Unternehmen engagiert. So wurde im

letzten Jahr bereits zum zehnten Mal

der DINO Golf-Cup veranstaltet, dessen

Spendeneinnahmen dem Schattenriss e.

V., einer Beratungsstelle gegen sexuellen

Missbrauch von Mädchen und Frauen,

zu Gute kamen. Außerdem beteiligte

sich das Unternehmen am Aufbau einer

Kleiderkammer für sozial benachteiligte

Personen und ist Sponsor verschiedener

Vereine sowie kultureller Veranstaltungen.

Die DINO Anlagen- und Maschinenbau e.

K. wurde zum 5. Mal für den „Großen Preis

des Mittelstandes“ vorgeschlagen und im

Jahr 2016 als „Finalist“ ausgezeichnet. In

diesem Jahr wurde sie von WISSENSBI-

LANZ-DEUTSCHLAND nominiert. ó

Hermes Systeme GmbH

27793 Wildeshausen

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Automatisierungssysteme in ihrer

vollen Breite

Die Hermes Systeme GmbH hat sich

auf die Erstellung innovativer Automatisierungslösungen

für Industrie, öffentliche

Ver- und Entsorgungsbetriebe,

DINO Anlagen- und Maschinenbau e. K.,

Sigrid Nobel und Kurt Nobel, Geschäftsführer

Schwimmbäder und Kommunen inkl.

produktbegleitender Dienstleistungen

von der Konzeption bis zur Wartung der

Anlage spezialisiert. Zukünftig plant das

Unternehmen, zur prozessoptimierten

Störungsabwicklung ein zentrales Störmeldemanagement

einzuführen sowie

einen BAFA-Energieberater auszubilden,

der Kunden zum Energiemanagement

und zu Optimierungsmöglichkeiten vor

allem im Bereich Schwimmbadtechnik

berät. Kunden schätzen das Unternehmen

unter anderem auf Grund seiner

hohen Kompetenz, der Flexibilität und

Termintreue, mit der es qualitativ hochwertige

Produkte und Dienstleistungen

nach Maß anbietet. Um das weitere

Wachstum des Unternehmens voranzutreiben,

wurde im Jahr 2014 eine Holding

mit dem Ziel gegründet, deutschlandweit

Niederlassungen zu eröffnen.

Zur Erweiterung des Portfolios hat die

Hermes Systeme GmbH die Rebehn

Elektroanlagen GmbH übernommen,

deren Kernkompetenz jedweder Service

im Bereich Elektronik für Bürogebäude

und Kitas ist. Hermes Systeme betreibt

zudem mit verschiedenen Hochschulen,

Fachhochschulen, Universitäten und Lieferanten

aktive Forschungs- und Entwicklungsarbeit,

um fortlaufend neue

innovative Produkte auf den Markt

bringen und weitere Dienstleistungen

anbieten zu können. Die neueste Produktinnovation

des Unternehmens, die


es derzeit gemeinsam mit seinem Lieferanten

Phoenix-Contact erarbeitet, ist

ein Cloud-basiertes Fernwartungskonzept.

Das Unternehmen verfügt über eine

interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung,

die für die Entwicklung von

Hard- und Softwarekomponenten sowie

für die Durchführung von Studien u. a.

zu den Themen Softwareentwicklung

und Energiemanagement zuständig ist.

Technologischen Vorsprung verschafft

sich die Hermes Systeme GmbH durch

die unternehmenseigene Elektronikentwicklung

und über eigenentwickelte

Peripherieprodukte mit branchenspezifischen

Funktionalitäten, die zu enormen

Einsparungen im Schaltanlagenbau beitragen

und dem Unternehmen signifikante

Wettbewerbsvorteile ermöglichen.

Das Unternehmen erhielt Verschiedene

Ehrungen wie das Siegel

„Wirtschaftsmagnet“ sowie die Auszeichnungen

„Herausragendes Ausbildungsunternehmen

HWK“ und „Herausragendes

Ausbildungsunternehmen

Elektro-Innung“.

Die Ausbildung von

Nachwuchskräften

liegt dem Unternehmen

sehr am Herzen.

Aus diesem Grund

engagiert es sich für

das Projekt „Schule

trifft Wirtschaft“,

bei dem Schülern

aller Schulformen

die Möglichkeit

geboten wird, einen

Tag lang hinter die

Kulissen verschiedenster

Firmen zu

schauen.

Auch das sozi-

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

ale Engagement

kommt nicht zu kurz. So unterstützt

das Unternehmen verschiedene regionale

Organisationen, Institutionen und

Vereine, darunter die diakonische Behindertenwerkstätte

„proWerkstätten Himmelstür“,

das Kinderhospiz Löwenherz

sowie zahlreiche Jugend- und Sportver-

HERMES Systeme GmbH,

Ingo Hermes und Jörg Deitermann, Geschäftsführer

eine. Da die Hermes Systeme GmbH ihre

Mitarbeiter als höchstes Gut sieht, erhalten

auch diese immer wieder verschiedene

Benefits, darunter die unbegrenzte

Nutzung des Firmenfitness-Verbundes

„Hansefit“, Fahrsicherheitstrainings und

eine betriebliche Altersvorsorge.

33

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

www.ruwac.de | 0 52 26 98 30-0


PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

34

Die Hermes Systeme GmbH wurde

in diesem Jahr bereits zum 4. Mal für

den „Großen Preis des Mittelstandes“

vorgeschlagen. Im Jahr 2016 wurde das

Unternehmen als „Finalist“ ausgezeichnet.

Nominiert wurde das Unternehmen

in diesem Jahr durch Abgeordnete des

Deutschen Bundestages, die Wirtschaftsmagnet

GmbH und die WISSENSBILANZ-

DEUTSCHLAND. ó

Nordic-Haus Blockhäuser

49439 Steinfeld

Gesundes und atmungsaktives

Wohnen

Die Firma Nordic-Haus Blockhäuser

hat sich auf den Bau ökologischer und

energieeffizienter Wohnblockhäuser

„Made in Germany“ inkl. Finanzierungsberatung,

Bauantragstellung und Materialauswahl

spezialisiert. Dank ihres

Alleinstellungsmerkmals, dem ökologisch-atmungsaktiven

und folienfreien

Bauen ohne Lüftungsanlagen, sind die

Häuser besonders für Allergiker geeignet.

Im Jahr 2016 brachte das Unter-

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

nehmen das in Kooperation mit der

österreichischen Firma Stora Enso eigenentwickelte

Schwedenwand-Haus als

Niedrigenergievariante auf den Markt,

das ebenso wie alle anderen Häuser des

Unternehmens aus umweltfreundlichen,

nachhaltig zertifizierten Baustoffen

sowie aus nachwachsenden Rohstoffen

und mit einer positiven CO2-Bilanz

Nordic-Haus Blockhäuser,

Frank Berding, Inhaber und Geschäftsführer

errichtet wird. Dank des sehr niedrigen

Leim- und Klebstoffanteils des Schwedenwand-Hauses

hat das Unternehmen

die Vorreiterrolle im ökologischen Bauen

inne. Für die Fertigung der Häuser nutzt

Nordic-Haus ausschließlich das Holz der

sehr langsam wachsenden finnischen

Polarkiefer, das quasi verzugsfrei ist und

eine lange Lebensdauer aufweist.

Wir verbessern das Leben von

Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen.

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.

Seit 2006 werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.

PREISTRÄGER

2018

Innovating

special nutrition.


Die Nordic-Haus konnte dank der

gestiegenen Nachfrage nach ökologischem

Bauen seinen Ertrag innerhalb

von vier Jahren mehr als verdoppeln.

Auch die Anzahl der Mitarbeiter wächst

stetig. Studenten des Fachbereichs Holzbau

der verschiedensten Universitäten

erhalten bei Nordic-Haus die Möglichkeit,

als Werkstudent ihre Kenntnisse zu

vertiefen und ihr theoretisches Wissen

mit der Praxis zu untermauern. Dass

sich alle Mitarbeiter wohlfühlen, ist für

das Unternehmen sehr wichtig. Mindestens

ein- bis zweimal monatlich finden

gemeinsame Frühstücksrunden statt.

Des Weiteren werden kleine Feste veranstaltet,

zu denen die jeweiligen Partner

eingeladen werden.

Für seine herausragenden Leistungen

wurde das Unternehmen bereits

mehrfach ausgezeichnet. So erhielt es

beispielsweise 2013 den RWE Klimaschutzpreis

für die klimaschonende und

umweltfreundliche Ausgestaltung eines

Wohnraums und ein Jahr später das RAL-

Gütezeichen von der Gütegemeinschaft

Blockhaus e. V. sowie eine CO2-Zertifizierung.

Das soziale Engagement der gesamten

Firma ist immens. Im August 2017

sammelten die Mitarbeiter Spenden für

das Kinderhospiz in Syke, indem sie mehr

als 800 Kilometer mit eigenen Traktoren

als Mitglied der Treckerfreunde Lohne

bis nach Polen fuhren. So konnte dem

Hospiz eine Spende in Höhe von 42.000

Euro übergeben werden. Auch weitere

Vereine und Institutionen werden

finanziell unterstützt, darunter die Feuerwehr

Steinfeld und der Förderverein

der Grundschule Varl und „Apen musiziert“.

Des Weiteren arbeitet das Unternehmen

mit der Behindertenwerkstatt

Lichtblick Wahlde gGmbH zusammen,

die für Nordic-Haus Holzbriefkästen herstellt.

Innerhalb der kommenden zwei

Jahre plant das Unternehmen zudem

gemeinsam mit einem Arzt und dem

Bürgermeister von Klein Upahl ein kleines

Ärztehaus im Gutshaus von Klein

Upahl zu errichten, um den ärztlichen

Notstand der Region zu mindern.

Die Firma Nordic-Haus Blockhäuser

wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal

für den „Großen Preis des Mittelstandes“

nominiert und 2017 als „Finalist“ ausgezeichnet.

Vorgeschlagen wurde das Unternehmen

in diesem Jahr durch die HERMES

Systeme GmbH, die Müller-Technik GmbH

und WISSENSBILANZ-DEUTSCHLAND. ó

35

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Bank

des Jahres

sparkasse-saarbruecken.de

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung

„Bank des Jahres“.

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger 2018

aus Nordrhein-Westfalen

Ewers Strümpfe GmbH

59964 Medebach

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

32

Baby- und Kinderstrümpfe mit dem

besonderen Etwas

Die Ewers Strümpfe GmbH hat sich auf

die Herstellung von Baby- und Kinderstrümpfen

spezialisiert und gilt in der

Branche mit seinen bunten, kuscheligen

und fröhlich wirkenden Produkten als

Modemacher. Als eine der wichtigsten

Innovationen ist die patentierte Antirutsch-Socke

(VABS-Socke) mit Luftlöchern

zu nennen. Sie zählt zu den Aushängeschildern

des Unternehmens und

bietet neben einem sicheren Halt hohen

Tragekomfort.

Ein weiteres Aushängeschild von

Ewers ist der Soft-Step-Strumpf, der mit

Hilfe einer zusätzlichen ergonomischen

Beschichtung eine sehr genaue Passform

bietet. Bezogen werden können

die Produkte der Ewers Strümpfe GmbH

über einen firmeneigenen Online-Shop,

einen Amazon-Shop, über das hauseigene

Factory-Outlet und einen B2B-

Bereich im Internet für die mehr als

3.000 Handelspartner und -vertreter.

Zu den Besonderheiten des Unternehmens

zählen u. a. Strümpfe mit Thermolite,

einem wärmenden Spezialgarn

für die kalten Monate des Jahres, und mit

Coolmax, einem besonders atmungsaktiven

Funktionsgarn für Sport und Freizeit.

Um weiterhin auf Expansionskurs

zu bleiben, arbeitet die Ewers Strümpfe

GmbH derzeit an der Entwicklung einer

Wäsche- und Accessoires-Kollektion.

Außerdem steht eine Damen- und Herrensockenkollektion

auf der Agenda, so

dass das Unternehmen zukünftig alle

Altersklassen abdecken kann.

Die Einhaltung streng ökologischer Kriterien

während des gesamten Produktionsprozesses

hat oberste Priorität. Viel

Wert wird auf hohe Qualitätsstandards

mit dem Gütesiegel „Made in Germany“

gelegt.

Die Ewers Strümpfe GmbH konnte

ihren Umsatz dank eines hohen Engagements

und ihrer fundierten Kompetenzen

seit dem Neustart im Jahr 2014

mehr als verdreifachen und die Anzahl

der Mitarbeiter und Auszubildenden verdoppeln.

Ewers engagiert sich auch in der

außerbetrieblichen Bildung. Darüber

hinaus ist Ewers Business-Partner und

Sponsor des Frauenhandball-Bundesligisten

Wildunger Vipers. ó

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Ewers Strümpfe GmbH, (v.r.n.l.) Michael Papenheim, Geschäftsführender

Gesellschafter, Kay Stiefermann, Gesellschafter

GRÜN Software AG

52076 Aachen

Spezialsoftware für Mitglieds- und

Spendenorganisationen

Die GRÜN Software AG wurde vor rund

30 Jahren gegründet und ist ein 150

Mitarbeiter starkes Unternehmen mit

Hauptsitz in Aachen sowie Niederlassungen

in Berlin, Bremen, Wien und Bratislava.

Das Unternehmen ist mit seiner

Windows-Branchensoftware GRÜN

VEW A7 Marktführer auf dem Gebiet der

Softwarelösungen für Mitglieds- und

Spendenorganisationen. Außerdem bietet

sie als ganzheitlicher Strategiepartner

unter dem Dach der GRÜN Gruppe

weitere umfassende Agenturdienstleistungen

an. Dank der hohen Kompetenz

und der Erweiterung der Geschäftsfelder

konnte die GRÜN Software AG ihren

Umsatz sowie die Eigenkapitalentwicklung

innerhalb der letzten vier Jahre verdoppeln

und die Anzahl der Mitarbeiter

um ein Drittel erhöhen.

Die GRÜN Software AG verfügt über

eine eigene Forschungsabteilung, die

GRÜN Lab, die Förderprojekte von Land,

Bund und der EU wie die „Handwerker-

Cloud“, „eStep Mittelstand“ und „KompUEterchen4KMU“

initiiert und fördert.

So wird Know-how generiert und die

nachhaltige Nutzung von Forschungsergebnissen

ermöglicht. Mit dem Ziel, eine

Aachen Area als digitales Innovationsland

zu schaffen, kooperiert die GRÜN

Software AG mit dem neuen digitalHUB

Aachen e. V. Zahlreiche Preise untermauern

die hohe

Qualität der unternehmenseigenen

Produkte, darunter

die Auszeichnung

mit dem iF Design

Award 2012 und

2018, der INNOVA-

TIONSPREIS-IT 2014

sowie der European

Excellence Award

2017.

Mitarbeitermotivation

wird

bei GRÜN Software

großgeschrieben.

Viermal im Jahr gibt

es für besonders

engagierte und kreative Mitarbeiter die

„GREENER“-Auszeichnung einschließlich

einer Prämienzahlung. Außerdem läuft

seit 2017 das GRÜN Talente-Programm

mit speziellem Fortbildungs- und Ideenfindungsprogramm

für je zehn junge

Mitarbeiter.

Die GRÜN Software AG unterstützt

diverse Projekte in Afrika wie einen Schulbau

in Äthiopien und die Ausstattung

eines Krankenhauses in Ghana mit einer

Solaranlage und einer Brunnenanlage. ó

Terhalle Holzbau GmbH

48683 Ahaus-Ottenstein

Ökologischer Holzhausbau

- schlüsselfertig

Die Terhalle Holzbau GmbH ist Vorreiter

im Bereich der ökologischen, umweltschonenden

und nachhaltigen Holzrahmenbauweise

inkl. Objekt-, Innenaus-,

Fassaden- und Fensterbau sowie Zimmerei-

und Schreinereileistungen. Ein

weiterer, noch junger Unternehmensbereich

ist der Aluminiumbau. Dank des

hohen Vorfertigungsgrades innerhalb

des Unternehmens ist die Fertigung witterungsunabhängig.

Die Produktion von

kompletten Hauskomponenten erleichtert

den internationalen Vertrieb, was

der Terhalle Holzbau GmbH den vom

Zoll verliehenen Status „Ermächtigter

Ausführer“ einbrachte. Eine Klassifizierung,

die die vereinfachte Warenausfuhr

ermöglicht.

Der moderne Maschinenpark und

ein großes Maß an Flexibilität machen


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

GRÜN Software AG,

(v.l.) Oliver Grün, Geschäftsführer, Dirk Hönscheid, Prokurist

das Unternehmen attraktiv für Kunden

mit Kleinstaufträgen bis hin zu Großprojekten

im Millionenbereich. Um den

hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens

zu gewährleisten, finden „Werker

Selbstprüfungen“ statt, in deren Rahmen

jede einzelne Komponente vor der

Weiterverarbeitung intern abgenommen

wird. Terhalle ist zudem in die Liste

der präqualifizierten Bauunternehmen

eingetragen.

Weitere Alleinstellungsmerkmale

sind im Bereich Fensterbau das Terhalle-

Protekt-System, ein hochwertiger Vier-

Schicht-Aufbau der Oberflächen, die

Verwendung von Faserverfestigern an

jedem Einzelteil vor dem Verleimen, die

Halogentrocknung und die RC2-Zertifizierung.

Zukünftig plant die Terhalle

Holzbau GmbH die Entwicklung einer

Verbindung von vorgefertigten Holz-

Verbund-Decken inklusive integrierten

Leitungen für die Bauteilaktivierung. Für

sein Niedrig-Energie-/Passivhauskonzept

für ein Einfamilienhaus in Dortmund

wurde das Unternehmen mit dem

Holzbaupreis ausgezeichnet.

Die Terhalle Holzbau GmbH engagiert

sich stark in der Ausbildung junger

Menschen. Der Anteil an Auszubildenden

innerhalb der Belegschaft liegt bei

rund 15 Prozent. Ausbildungsberufe sind

u. a. Tischler, Dachdecker, Bauzeichner

und Fachinformatiker. Auch das soziale

Engagement kommt nicht zu kurz. ó

Wenker GmbH & Co. KG

48683 Ahaus

Terhalle Holzbau GmbH, Thekla Terhalle, Juniorchefin,

Dipl.-Ing. Jürgen Ellerkamp, Geschäftsführer Wittland,

Ludger Terhalle, Holding GmbH & Co. KG, Geschäftsführer

Anlagenbau mit Pfiff

Die Wenker GmbH & Co. KG ist ein in

Deutschland und in den USA ansässiger

Generalunternehmer mit internationaler

Ausrichtung, der sich auf den Bereich

Metallverarbeitung in allen Facetten

spezialisiert hat und auf den Kundenbedarf

zugeschnittene Komplettlösungen

inklusive Planung anbietet. Das in

der dritten Generation familiengeführte

Unternehmen punktet darüber hinaus

durch eine eigene Forschung, die u. a.

im Jahr 2017 die Wenker Paneelsysteme

neuentwickelt und brandschutztechnisch

zertifiziert hat. Ein großer Absatzmarkt

ist der Schiffbau. Wenker baut

Crew- und Passagierkabinen aus extrem

hochwertigem und gleichzeitig leichtem

Material, das zudem exzellente Schallund

Brandschutzeigenschaften aufweist.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal

sind die vorgefertigten Raum-Module

KLIMA-LINER® mit integrierter technischer

Ausstattung und Ausrüstung, mit

denen sich mehrstöckige Wohn- und

Arbeitsgebäude errichten lassen. Wenker

kreierte damit eine clevere Antwort

auf die voranschreitende Bauflächenknappheit

in den Städten. Eine weitere

Eigenentwicklung ist das ERGO-LUX®-

33

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

• Holzbau

• Objektbau

• Innenausbau

• Fenster & Fassaden

SIE WÜNSCHEN.

WIR BAUEN.

Zimmerer- • Dachdecker- • Klempnerarbeiten • Holzrahmenbau

Fassaden • Innenausbau • Fenster & Haustüren • schlüsselfertiges Bauen

Solmsstraße 46 • 48683 Ahaus-Ottenstein • Tel. 02561 9823-0 • www.terhalle.de

PREISTRÄ GER

Großer Preis des

MITTELSTANDES


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Kommune des

Jahres 2018

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

34

Wenker GmbH & Co. KG, (v.l.) Franz Leers, Stefan Leers,

beide Geschäftsführer, Detlef Herking, Vertrieb,

Matthias Leers, Geschäftsführer

System, ein High-Tech-Lichttunnel für

Qualitätskontrollen bei der Oberflächeninspektion

etwa im Automobilbau.

Wachsende Mitarbeiterzahlen zeugen

vom Erfolgskurs der Wenker GmbH

& Co. KG. Insgesamt 65 neue Arbeitsplätze,

darunter 20 Ausbildungsplätze

und fünf Stellen für Praktikanten bzw.

Werkstudenten, konnten innerhalb der

letzten vier Jahre geschaffen werden.

Ein weiterer Erfolg war die Realisierung

von acht neuen Patent- und Gebrauchsmustern.

Fortlaufend entwickelt Wenker

einzelne Unternehmensbereiche weiter

und/oder bringt sie auf den neuesten

Stand der Technik.

Auch beim Thema Fachkräftenachwuchs

ist Wenker aktiv. Ein eigener

Ausbildungskanal auf Instagram ist in

Planung. In enger Kooperation mit den

umliegenden Fachhochschulen werden

Master- und Bachelorarbeiten betreut

und Arbeitsplätze für Werkstudenten

angeboten. ó

Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH

59494 Soest

Breitbandausbau und

Hausarztkampagne

Der westfälische Landkreis Soest, zwischen

Dortmund und Paderborn gelegen,

hat rund 300.000 Einwohner und ist der

viertgrößte Kreis Nordrhein-Westfalens.

Er zählt zu den großen, ländlich geprägten

Flächenkreisen im Land und verfügt

über eine bestens ausgebaute Infrastruktur.

Außerdem ist der Landkreis eine

erfolgreiche Wirtschaftsregion mit einer

vielfältigen Branchen- und Unternehmensstruktur.

Umsatz, Produktion und

Exportquote der regionalen Wirtschaft

können sich sehen lassen. Erfolgreiches

Arbeiten und gutes Leben sind im Kreis

Soest wunderbar miteinander zu verbinden.

Die 14 Städte und Gemeinden des

Kreises bieten eine hohe Lebensqualität

für jede Generation, und auch touristisch

hat der Landkreis einiges zu bieten.

Die Wirtschaftsförderung Kreis

Soest GmbH (wfg) sorgt mit dafür, dass

der Kreis weiter auf diesem Erfolgsweg

bleibt. So konnte die wfg im vergangenen

Jahr mehr als 8,7 Mio. Euro und 2016

über 2,1 Mio. Euro an Fördermitteln für

den Kreis und die Region Südwestfalen

akquirieren. Die lösten wiederum fünf

Mio. Euro 2016 und sieben Mio. Euro

2017 an zusätzlichen Investitionen im

Mittelstand aus. Außerdem half die wfg

Unternehmen, dank geförderter Investitionen

Energiekosten, zu sparen.

Zielgerichtet kümmert sich die wfg,

ausgestattet mit einer Website auf neuestem

Stand, um Trend- und Zukunftsthemen

des Mittelstandes. Dazu hat sie

einen unternehmerischen Beirat mit

circa 30 Unternehmen unterschiedlicher

Branchen ins Leben gerufen. Mit diesem

werden Strategien diskutiert und überprüft.

Erfahrungen aus Unternehmensbesuchen,

Gesprächen und Ergebnisse

von Unternehmensbefragungen dienen

als Grundlage für die Aktivitäten der

wfg. Hinzu kommt der enge Austausch

mit Wirtschaftsfördererkollegen aus

anderen Regionen Deutschlands.

Ganz besonderes Augenmerk legt

das 16köpfige Team der wfg auf den

Breitbandausbau. Die Strategie war

Wir verbessern das Leben von

Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen.

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.

Seit 2006 werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.

PREISTRÄGER

2018

Innovating

special nutrition.


dabei von Anfang an darauf ausgerichtet,

keine Übergangstechnologien zu verbauen,

sondern dem Mittelstand bereits

hochwertige Glasfaseranschlüsse zur

Umsetzung ihrer Anforderungen anzubieten.

Kein Kreis, keine Region in NRW

verfolgt dieses Ziel so stringent wie die

wfg des Kreises Soest. Dazu wurden

in den vergangenen Jahren durch die

wfg Fördermittelanträge an Bund und

Land im Umfang von insgesamt rund 30

Mio. Euro eingereicht und teilweise auch

bewilligt.

Zweiter aktueller Schwerpunkt der

Soester Wirtschaftsförderer ist die Sicherung

der medizinischen Versorgung. Um

drohenden Lücken im Ärztenetz - vor

allem bei den Allgemeinärzten - entgegenzuwirken,

umwirbt die wfg aktiv die

Ärzteschaft sowie Medizinabsolventen

und versucht sie für den Kreis Soest und

den Beruf des Allgemeinarztes zu begeistern.

Außerdem sorgt die wfg dafür, dass

das Thema stets präsent bleibt. Erste

Erfolge haben sich bereits eingestellt. So

haben sich vier neue Mediziner im Kreisgebiet

niedergelassen. In Kürze wird

zudem ein Pilotprojekt

im Bereich Telemedizin

gestartet.

Auch auf anderen

Feldern ist

die wfg aktiv. So

zeichnet sie Unternehmen,

die auf

dem Gebiet der

Vereinbarkeit von

Beruf und Familie

vorbildlich sind,

mit dem Zertifikat

„Familienfreund-

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

liches Unternehmen“

aus. Außerdem

organisiert sie seit mehr als acht

Jahren gemeinsam mit über 30 Unternehmenspartnern

im Landkreis den

Schulwettkampf „Gedankenblitz“, um

MINT-Talente, gerade im Hinblick auf

den Mittelstand, zu fördern. Des Weiteren

gründete die wfg gemeinsam mit

allen Städten und Gemeinden das Digitale

Zentrum Mittelstand, um digitale

Fragen und Anforderungen zu beantworten

und umzusetzen. Zu guter Letzt

Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH,

Markus Helms, Prokurist

initiierten die Wirtschaftsförderer den

Transferverbund Südwestfalen, damit

der Mittelstand einen leichten und

direkten Zugang zu den Hochschulen

erhält und so schneller Kooperationen

geschmiedet werden können.

Die Wirtschaftsförderung Kreis

Soest GmbH wurde für den „Großen

Preis des Mittelstandes“ nominiert von

der Effizienz-Agentur des Landes Nordrhein-Westfalen.

ó

35

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Bank

des Jahres

sparkasse-saarbruecken.de

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung

„Bank des Jahres“.

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger 2018

aus Rheinland-Pfalz / Saarland

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

32

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG,

(v.l.) Bruno Hirtz, Geschäftsführer,

Mario Huber, Vertriebsleiter

Bilstein & Siekermann

54576 Hillesheim

Neue Wege in der Automobilbranche

Der Hillesheimer Automobilzulieferer

Bilstein & Siekermann GmbH & Co. KG

ist ein weltweit gefragter Entwickler

und Hersteller von Kaltfließpressteilen

für Automotive, Hydraulik, Antriebstechnik

und Maschinenbau. Jüngst wurde

mit einem Invest von drei Mio. Euro

die größte Einzelanschaffung der über

60jährigen Unternehmensgeschichte

realisiert: eine Sechs-Stufen-Presse.

In Zeiten immer knapper werdender

Ressourcen treibt Bilstein & Siekermann

ein Verfahren voran, mit dem

sich die komplexen Bauteile für Fahrzeuge,

Maschinen und Anlagen auch

mit geringstem Materialeinsatz auf

eine neue Art herstellen lassen. Mit der

neuen Vorgehensweise, Drehteile durch

Kaltfließpressteile zu ersetzen, entstehen

technologisch und wirtschaftlich

überzeugende Produkte. Diese Methode

verhalf dem Unternehmen bereits dreimal

zum „GM Supplier Quality Excellence

Award“..

Als innerbetriebliche Maßnahme zur

Risikominimierung und Wissensverbreitung

wurde ein eigenes System geschaffen:

Das interne Onlineportal kann vom

Personal abgerufen und aktualisiert

werden. Die 117 Angestellten und zwölf

Auszubildenden können somit jederzeit

auf das Wissen der anderen zugreifen

und, wenn sie selbst mit Problemen konfrontiert

wurden,

den Lösungsansatz

eintragen.

Seit 2007

investierte Bilstein

& Siekermann rund

700.000 Euro in ein

Personalentwicklungsprogramm,

welches Schulungsprogramme

für die

Angestellten auf

allen Hierarchieebenen

ermöglicht.

Weiterhin werden

Teilzeitarbeit, Gleitzeit,

Sabbatical und

Home-Office-Arbeit

ermöglicht. Auch

Weiterbildungen,

die zu dem Kompetenzprofil

eines Angestellten passen,

werden ermöglicht. Auf diese Art und

Weise lernen die Mitarbeiter das Unternehmen

von allen Seiten kennen.

Bilstein & Siekermann unterstützt

die Drogenprävention an der Realschule

Plus in Hillesheim, fördert die Schulausbildung

eines Mädchens in Ghana

und sponsert verschiedene Kultur- und

Sportvereine in der Region mit Sachspenden

und finanziellen Mitteln. ó

RHODIUS Mineralquellen und Getränke

GmbH & Co. KG

56659 Burgbrohl

Premiumwasser in achter Generation

Wasser ist nicht gleich Wasser. In der

Firma RHODIUS Mineralquellen und

Getränke GmbH & Co. KG weiß man das.

Daher hat sich das Unternehmen sein

Wasser auch deutschlandweit als erster

Mineralwasseranbieter vom Institut Fresenius

als Premium-Mineralwasser zertifizieren

und auf soziale und ökologische

Nachhaltigkeit prüfen lassen. RHODIUS

erhielt für sein Premium-Mineralwasser

gleich dreimal die Höchstauszeichnung

des Superior Taste Award, von Ökotest

die Note „Sehr gut“ und durfte bereits

drei goldene DLG-Münzen in Empfang

nehmen.

Das in achter Generation geführte

Familienunternehmen ist auch als Lohnabfüller

tätig. Im letzten Jahr trennte

RHODIUS sich vom margenschwachen

Lohnabfüllgeschäft für PepsiCo, dem bis

dato größten Kunden – verantwortlich

für immerhin 50 Prozent des Gesamtumsatzes.

Der Getränkeproduzent konnte

den Umsatz dennoch stabil halten. Er

investierte in eine neue Maschinentechnologie

und ebnete so den Weg zu

neuen Kundenaufträgen: Nun füllt das

Unternehmen „MAYA MATE“, „afri Cola“

und den Energy Drink „Power Point“ ab.

Das Unternehmen beschäftigt

aktuell 221 Mitarbeiter aus mehr als 20

Ländern und 17 Auszubildende. Zudem

kommen über das Jahr 29 junge Menschen

für ein Praktikum oder im Rahmen

einer Tätigkeit als Werkstudent in das

Unternehmen. RHODIUS ist damit einer

der größten Arbeitgeber im Landkreis

Ahrweiler. Damit es so bleibt, ist der

Mineralwasserproduzent schon jetzt bei

der Suche nach neuen Azubis engagierter

als viele Mitbewerber. Tage der offenen

Tür, Azubi-Speed-Dating und eine

Facebookseite von Azubis für potentielle

Azubis und eine nahezu 100prozentige

Übernahmequote sind nur einige Beispiele.

Rhodius unterstützt örtliche Schulfeste

und einen wöchentlichen Treff für

junge Flüchtlinge. Außerdem ist RHODIUS

seit Jahren Unterstützer der regionalen

Fußballferiencamps und finanziert bei

Bedarf dem örtlichen Fußballverein die

Trikotsätze der Jugendmannschaften. ó

Zahnen Technik GmbH

54687 Arzfeld

Wasseraufbereitung nach Maß

Die vor 60 Jahren gegründete Zahnen

Technik GmbH kümmert sich um die

Erhaltung und Verbesserung der Wasserqualität,

und das international. Zahnen

steht für Optimierung, Modernisierung

und Neubau von Wasser- und Abwasseranlagen.

Das Unternehmen entwickelt,

plant, liefert und montiert elektro- und

maschinentechnische Anlagen für Kläranlagen,

Pumpstationen, Anlagen für die

Regenwasserbewirtschaftung und Biogasanlagen.

Um mit den Kunden noch passgenauer

zusammenarbeiten zu können,

entwickelte Zahnen Technik ein eigenes

Baukastenkonzept, mit dem die


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

RHODIUS Mineralquellen und Getränke GmbH & Co. KG,

Rolf Hübner, Geschäftsführer

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Zahnen Technik GmbH,

Herbert Zahnen, Geschäftsführer

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

33

verschiedenen Angebote des Arzfelder

Unternehmens bedarfsgerecht kombiniert

werden können. 85 Mitarbeiter

arbeiten bei dem Wasserspezialisten,

darunter 20 Auszubildende. Ein eigens

zusammengestelltes Qualitätsmanagementteam

sorgt dafür, dass sofort auf

Probleme reagiert wird und Unternehmensabläufe

verbessert werden können.

Die Firma hat zur Jahrtausendwende

einen Strategiewechsel vom

Elektroinstallationsbetrieb hin zum

Abwasserspezialisten vollzogen. Begleitet

wurde dies von einer Vielzahl Mitarbeiterprogramme.

Auf diese Art und

Weise konnte der Umsatz verzwölffacht

werden. Erreicht wurde dies, indem das

Unternehmen die Belegschaft mehrmals

jährlich je nach individuellem Bedarf

schult und leistungsorientiert bezahlt.

Obstkörbe in den Aufenthaltsräumen,

Dienstfahrräder sowie Geburtstags- und

Weihnachtsgeschenke und Betriebsausflüge

werden organisiert.

Bemerkenswert ist auch die Einstellung

des Unternehmens zu Vereinsaktivitäten

der Mitarbeiter. So werden bei

Neueinstellungen bevorzugt Bewerber

eingestellt, die sich in Vereinen engagieren.

Mit dem Projekt „Wasser 3.0“

setzt sich das Unternehmen dafür ein,

dass möglichst überall auf der Welt der

Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht

wird. In dem Projekt der Universität

Koblenz-Landau werden neue Materialien

erforscht, die Wasser von Stressoren

reinigen können. Zahnen Technik stellt

dafür die benötigte Prozesstechnik und

das Know-how zur Verfügung. ó

Ihre Zufriedenheit ist unser Ziel!

Wir leben Energie!

0

Industriegebiet Scheid 16

56651 Ihre Niederzissen Zufriedenheit ist unser Ziel!

– Kundendienst

Wir leben Energie!

Tel. 0 26 36 / 8 07 55-0

– Gebäudetechnik

oder Tel. 0 26 36 / 20 81 /-20 82

Fax 0 26 36 / 20 84

E-Mail: info@elektro-koll.de

www.elektro-koll.de

Unsere Geschäftszeiten:

Montag geschlossen

Di. –- Sa. Kundendienst

9.30 - 12.00 Uhr

Di. - Fr. 14.30 - 18.00 Uhr

– Gebäudetechnik

Bürozeiten:

Montag - Freitag 8.00-18.00 Uhr

– Industrieanlagen

– Industrieanlagen

– Beleuchtungstechnik

– Schwachstromanlagen

EDV-Netzwerktechnik

– Elektro-Heizungsbau

-Service-Partner

– Blitzschutzanlagen

– EDV-Netzwerktechnik

– Elektro-Heizungsbau

– Blitzschutzanlagen

– Sat-Antennenbau

– BK-Breitbandkabelfernsehen

PREISTRÄGER

2017


Bank

des Jahres 2018

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

34

Sparkasse Saarbrücken

66117 Saarbrücken

Ausgezeichnete Qualität für

mittelständische Unternehmer

Die Sparkasse Saarbrücken ist das

größte Kreditinstitut ihrer Region und

gleichzeitig die größte Sparkasse Südwestdeutschlands.

Im vergangenen

Geschäftsjahr sorgten mehr als 1.200

Mitarbeiter in über 80 Standorten dafür,

dass eine Bilanzsumme von mehr als

7 Mio. Euro erzielt werden konnte. Sie

betreuen heute mehr als die Hälfte aller

Firmen- und Privatkunden in der Umgebung

und stehen damit stellvertretend

für die richtungsweisende Rolle, die die

Sparkasse für das gesamte Saarland

spielt.

Beim Banken-Qualitätstest 2017

der Tageszeitung DIE WELT im Saarland

wurde die Bank zudem gleich mehrfach

ausgezeichnet: als beste Bank für

Firmenkunden, für ihr Privat-Banking

und für die Baufinanzierung. Die Sparkasse

Saarbrücken ist folglich auf einem

andauernden Erfolgskurs.

Ihrem Motto „Wir sprechen die Sprache

der Unternehmer“ wird die Bank

dabei mehr als gerecht. Knapp 250 neue

Firmenkunden mit

einem Kreditvolumen

von über 182

Mio. Euro sorgten

dafür, dass sie ihren

hohen Marktanteil

zuletzt sogar noch

ausbauen konnte.

Allein im Jahr 2017

wurde so ein Nettozuwachs

von mehr

als sieben Prozent

bei Kreditanfragen

im gewerblichen

Bereich erzielt. Auch

auf kommunaler

Ebene wuchs der

Kreditbestand auf

1,2 Mrd. Euro.

Die Sparkasse Saarbrücken bekennt

sich klar zum Mittelstand und will durch

dessen Förderung der ganzen Region

Vorteile verschaffen. Dazu gründete sie

unter anderem die S-Beteiligung GmbH,

die mittelständischen Unternehmern

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Sparkasse Saarbrücken, Hans-Werner Sander,

Vorstandsvorsitzender, Uwe Johmann, Firmenkundenvorstand

umfassende Lösungen für die Eigenkapitalausstattung

bietet. Das Tochterunternehmen

bekämpft durch die Aufnahme

einer stillen Beteiligung aktiv

und erfolgreich eine der häufigsten

Insolvenzursachen. Vor allem aber die

Wir verbessern das Leben von

Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen.

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.

Seit 2006 werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.

PREISTRÄGER

2018

Innovating

special nutrition.


deutschlandweit einzigartige Unternehmensbörse

SaarLorLux, die die Sparkasse

Saarbrücken ebenfalls initiierte, stärkt

den Mittelstand und entfacht die Lust

am Unternehmertum neu.

Als Plattform für Unternehmer,

Nachfolger, Investoren und Erfinder

vermittelt sie künftige Geschäftsführer,

bringt Innovationen ein und bietet

die Grundlagen zur Vergrößerung und

Angebotserweiterung von Unternehmen.

Der Erfolg spricht dabei für sich:

Jeder Vierte der Nachfolgesuchenden

im ganzen Saarland nutzt die Plattform

heute – mit einer Vermittlungsquote

von beachtlichen 40 Prozent.

Auch als Arbeitgeber präsentiert

sich die Sparkasse Saarbrücken erstklassig.

Das Gütesiegel „Familienfreundliches

Unternehmen“ erhielt sie bereits

zum zweiten Mal in Folge. Außerdem

setzt die Bank erfolgreich auf Chancengleichheit

in der Personal- und Organisationspolitik

und wurde dafür von

der TOTAL E-QUALITY Deutschland e. V.

mit fünf Prädikaten und dem Nachhaltigkeitspreis

geehrt. Focus und Focus

Money zählten die Sparkasse im Jahr

2017 zu den bundesweit besten Ausbildungsbetrieben,

wovon vor allem ihre

jungen Mitarbeiter profitieren.

Auch das Thema Nachhaltigkeit

spielt für die Sparkasse Saarbrücken

wegen ihrer eigenen, langen Tradition

und gesellschaftlichen Verantwortung

eine entscheidende Rolle. Daher

ist ein nachhaltiges Umweltmanagement

schon seit einigen Jahren fest

in der Unternehmensstrategie verankert.

Als eine von nur vier Sparkassen

ganz Deutschlands darf die Sparkasse

Saarbrücken für ihr Engagement das

weltweit anspruchsvollste Gütesiegel

für nachhaltiges Umweltmanagement

„EMAS“ tragen, das die Europäische

Union vergibt.

Die Sparkasse Saarbrücken stand in

den Jahren 2017 und 2018 auf der Juryliste

und wurde jetzt als „Bank des Jahres“

ausgezeichnet. Die Landeshauptstadt

Saarbrücken schlug die Sparkasse

in diesem Jahr vor. ó

35

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Bank

des Jahres

sparkasse-saarbruecken.de

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung

„Bank des Jahres“.

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger 2018 aus Sachsen-Anhalt

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

32

EWS „Die Schuhfabrik“ e. K.

06295 Lutherstadt Eisleben

Von der Sohle bis zur Schnürung:

Sicherheitsschuhe

„Made in Lutherstadt Eisleben“

Die EWS „Die Schuhfabrik“ e. K. fertigt

Sicherheitsschuhe für Feuerwehren,

Rettungsdienste, Forst- und Tiefkühlbetriebe

sowie die Industrie, vor allem

für Heißbereiche in Aluminium- oder

Stahlwerken und Gießereien. Das Unternehmen

hat sich im gesamten Bundesgebiet

innerhalb der letzten Jahre

etablieren können, gilt mittlerweile

innerhalb Deutschlands als Nummer

Zwei der Branche und gehört zu den

Top 5 in Europa im Segment Feuerwehrstiefel.

Die hohe Innovationskraft der EWS

„Die Schuhfabrik“ e. K. wird durch ihre

stetigen Neuentwicklungen untermauert.

Jährlich werden drei bis fünf neue

Produkte auf den Markt gebracht. Als

erstes Unternehmen stellte die EWS den

voll zertifizierten Feuerwehrschuh EWS

PINK FIRE zur Verfügung, der als „Rekrutierungsstiefel“

für Frauen gilt und

deutschlandweit bekannt ist. Damit

reagiert die EWS auf die zunehmend

steigende Anzahl von Frauen in den

Freiwilligen Feuerwehren. Auch für Rettungskräfte

hält das Unternehmen mit

dem Modell „Pink Lady“ die weibliche

Ausführung eines Sicherheitsschuhs

bereit. Die EWS entwickelte für Heißbereich-Sicherheitsschuhe

einen innovativen

Notausstieg und sicherte sich damit

nicht nur einen enormen Vorsprung

zu Wettbewerbern, sondern auch das

Alleinstellungsmerkmal in diesem Segment.

Eine jährliche Überprüfung inklusive

Zertifizierung der Normkonformität aller

EWS-Sicherheitsschuhe findet durch den

TÜV Rheinland statt. Die hohe Flexibilität,

langjährige Erfahrung und das große

Know-how schätzen mittlerweile mehr

als 1.000 Kunden in Deutschland und

Europa, die auf rund 300 verschiedene

Produktvarianten zurückgreifen können.

Großes Engagement zeigt die EWS

„Die Schuhfabrik“ e. K. als Partner des

Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-

Anhalt im Rahmen

der Nachwuchsgewinnung

für Freiwillige

Feuerwehren.

Auch regionale

Vereine und Institutionen

werden

fortlaufend unterstützt.

So erhalten

u. a. das Kinderheim

Hakerode, verschiedene

Schulen und

Kindergärten sowie

die Eislebener Tafel

finanzielle Unterstützung.

ó

PS Union GmbH

06122 Halle/Saale

Ganzheitlicher Mobilitätsdienstleister

mit Gespür für die Automobilbranche

von morgen

Die PS Union GmbH ist ein in Halle/

Saale ansässiges Handels-, Handwerksund

Dienstleistungsunternehmen

der Automobilbranche, das sich unter

anderem auf den Verkauf von Neuund

Gebrauchtwagen spezialisiert hat.

Neben Hyundai, Volvo und Peugeot liegt

das Hauptaugenmerkt im Neu- und

Gebrauchtwagenverkauf auf der Automarke

Ford, mit der die PS Union GmbH

zu den 20 größten Händlern im gesamten

Bundesgebiet zählt.

Das Unternehmen betreibt darüber

hinaus das leistungsfähigste Werkstattnetz

in ganz Mitteldeutschland, ist an

zehn Standorten im südlichen Sachsen-

Anhalt und in Nord-Thüringen präsent.

Die PS Union GmbH sieht sich als

ganzheitlicher Mobilitätsdienstleister,

wozu auch das Carsharing-System

„JEZ!mobil“ gehört, das ergänzend

Hybrid- und Elektrofahrzeuge in seine

Flotte aufgenommen hat. Es leistet

damit einen wichtigen Beitrag zum Projekt

„neogrün“, das die Stadt Halle als

E-Mobilitäts-Hauptstadt im gesamten

Bundesland etablieren möchte. Nach

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

EWS „Die Schuhfabrik“ e. K.,

Jörg Schlichting, Inhaber

der Bereitstellung der größten Elektrofahrzeugflotte

der Stadt in Kooperation

mit den Stadtwerken Halle und anderen

Partnern plant das Unternehmen,

diese noch 2018 um Wasserstofffahrzeuge,

eine Elektrotankstelle, eine Wasserstofftankstelle

und ein Waschareal

mit umweltfreundlichem Wasseraufbereitungssystem

zu ergänzen.

Als erstes Unternehmen hat die

PS Union GmbH die digitale Fahrzeugpräsentation,

den sogenannten virtuellen

Verkaufsberater, ins Leben gerufen.

Das Unternehmen punktet mit einer

überdurchschnittlich hohen Anzahl an

Auszubildenden, die knapp 20 Prozent

des 240 Mitarbeiter starken und zwölf

Nationen umfassenden Teams ausmachen.

Alle Mitarbeiter sind an 22 Prozent

des Stammkapitals der Unternehmensgruppe

beteiligt.

Soziales Engagement zeigt das

Unternehmen durch die Unterstützung

verschiedenster Vereine, Vereinigungen

und Institutionen, darunter der Mukoviszidose-Förderverein

Halle/Saale e. V.,

das Kloster Petersberg und der Katastrophenschutz

Halle/Saale. ó


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Oskar-Patzelt-Stiftung

PT-MAGAZIN 6/2018

33

PS Union GmbH,

Vertreter der Geschäftsführung

Landkreis Saalekreis, Andre Wähnelt,

Dezernent für Gesundheit und Soziales

Kommune

des Jahres 2018

Landkreis Saalekreis

06217 Merseburg

Stark durch Chemie und Logistik

Der Landkreis Saalekreis zählt mit knapp

77.000 Einwohnern zu den wirtschaftlich

stärksten Regionen in Sachsen-Anhalt

und beheimatet zahlreiche umsatz- und

beschäftigungsstarke Unternehmen, die

zu den größten des Landes zählen. Viele

von ihnen sind im traditionsreichen

Chemiestandort Leuna beheimatet, wie

TOTAL, InfraLeuna, ADDINOL Lube Oil,

CRI Catalyst Leuna, Domo Caproleuna,

Global Bioenergies und Leuna Harze. Die

fünf umsatzstärksten Unternehmen im

Landkreis erwirtschaften einen jährlichen

Gesamtumsatz von circa 8,7 Millionen

Euro. Das entspricht einem Drittel

des Gesamtumsatzes der 100 größten

Unternehmen in Sachsen-Anhalt. Hinzu

kommt ein Rückgang der Arbeitslosigkeit

im Saalekreis um 42,7 Prozent

seit 2007 und eine Verminderung der

Jugendarbeitslosigkeit im gleichen Zeitraum

sogar um 61,7 Prozent. Zudem liegt

die Kaufkraft im Saalekreis über dem

Durchschnitt in Sachsen-Anhalt.

Nach umfassenden Investitionen

seit 1990 präsentiert sich die Chemieund

Kunststoffindustrie dieses Traditions-

und Innovationsstandorts im Zentrum

Europas heute internationaler und

stärker denn je. Auch Polymerforschung

und -produktion haben hier ihren Platz.

Die erstklassige Anbindung an transnationale

Verkehrswege und die strategisch

vorteilhafte Lage machten den

Landkreis zusätzlich zu einem Top-Logistikzentrum.

Seit 1990 sind rund 12.000

neue Arbeitsplätze in über 40 Gewerbegebieten

entstanden. Große Namen wie

Arvato, DHL, Rossmann, Hermes, Jungheinrich

oder die Nagel Group, zahlreiche

Ansiedlungen von Logistikzentren, Weiterverarbeitern,

Energieunternehmen

und wirtschaftsnahen Dienstleistern

und wiederholte Einzelinvestitionen im

zweistelligen Millionenbereich stehen

für eine nachhaltig positive Entwicklung,

die weit in die Zukunft reicht.

Nach Chemie und Logistik bietet die

Landwirtschaft als drittstärkste Branche

im Saalekreis fast 1700 Beschäftigten

Lohn und Brot. Auch das Handwerk ist

stark vertreten: Mit 2.500 Betrieben bildet

es ein wichtiges Rückgrat des Mittelstandes

des Landkreises. Gleichzeitig

wird der geplante Ausstieg aus der Kohleverstromung

zu einer Herausforderung

für den Saalekreis, denn neben dem

Braunkohlekraftwerk in Schkopau (Landkreis

Saalekreis) werden bis zu 1.000

direkt oder indirekt in der Braunkohle

Beschäftigte aus dem Landkreis Saalekreis

in den Tagebauen Profen (Burgenlandkreis)

und Vereinigtes Schleenhain

(Landkreis Leipzig) davon betroffen sein.

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises

hat diese Herausforderung fest

im Blick. So haben sich sieben Landkreise


Lebenswerk

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

34

und zwei Oberzentren der Region zusammengeschlossen,

um gemeinsam den

Strukturwandel in der Braunkohleregion

Mitteldeutschland positiv zu gestalten.

Im Regionalforum Halle werden die entsprechenden

Zukunftsthemen zudem

begleitend diskutiert. In enger Kooperation

mit den Landesministerien, der IHK

Halle-Dessau und der regionalen Handwerkskammer

sowie den Berufsschulen

(auch über die Landkreisgrenzen hinaus)

arbeitet die Wirtschaftsförderung an

Maßnahmen und Konzepten zur nachhaltigen

Wirtschaftsentwicklung. So

initiierte die Wirtschaftsförderung des

Landkreises Saalekreis das Gründernetzwerk

Halle-Saalekreis, die Logistikregion

Halle, die Machbarkeitsstudie für ein

Innovatives Technologie- und Anwenderzentrum

Merseburg, das Regionale Digitalisierungszentrum

Sachsen-Anhalt

Süd, die Studie zur Zukunftssicherung

der Chemischen Industrie und den Breitbandausbau

im Landkreis. Außerdem

verleiht der Landkreis alle zwei Jahre

einen Gründerpreis und führte gemeinsam

mit der IHK Halle-Dessau und der

Handwerkskammer Halle-Saalekreis

eine Unternehmensbefragung durch.

Der Landkreis Saalekreis wurde zum

4. Mal seit dem Jahr 2000 für den „Großen

Preis des Mittelstandes“ nominiert,

in diesem Jahr von der Dynamik 2000

Unternehmensgruppe. ó

AKTUELL BAU GmbH

39128 Magdeburg

Schlüsselfertiger Massivhausbau mit

höchsten Öko-Standards

Seit 23 Jahren realisiert die AKTUELL BAU

GmbH aus Magdeburg für ihre Kunden

den Traum von den eigenen Wänden. Die

vielfältigen Hauskonzepte des Unternehmens

im Bereich Ein- und Zweifamilienhäuser

werden inklusive Verkauf,

Planung und Bau aus einer Hand angeboten,

und das zu fairen Festpreisen

einschließlich garantiertem Fertigstellungsdatum.

Besonderes Anliegen dabei:

Klimaschutz und Energieeffizienz. So

achtet die AKTUELL BAU GmbH stets

darauf, dass nur umweltverträgliche

Baustoffe, Materialien und Substanzen

beim Bau ihrer Häuser zum Einsatz kommen.

Auch bei der Anlagentechnik wird

auf maximales Energiesparpotenzial

gesetzt und so die CO2-Emmission drastisch

gesenkt. Seit Gründung 1995 ist

AKTUELL Bau zudem ohne Wechsel des

Inhabers oder Geschäftsführers tätig.

Neben Massivhäusern hat das mehrfach

ausgezeichnete Unternehmen auch

Komplettangebote für Erdwärmehäuser

mit hocheffizienter, monovalenter Wärmepumpe

und Klimaschutzfenster mit

umweltfreundlicher GreenLine-Technologie

im Portfolio. Besonders erfolgreich

ist das Unternehmen mit dem eingeführten

„BioMassivhaus“, das in Sachen

Umweltschonung durch Verwendung

von naturbelassenen Baustoffen und

hocheffizienten Heizanlagen mit bis

zu 70 Prozent Energieeinsparung einzigartig

ist. Neu hinzugekommen ist

jüngst das „sunhouse24“ mit modernster

Anlagentechnik einschließlich einer

vernünftig dimensionierten, energiesparenden

Gebäudeaußenhülle. „sunhouse24“-

Häuser können mehr Energie

produzieren, als sie selber benötigen

und tragen so aktiv zur Energiewende

bei. Darüber hinaus führte AKTUELL BAU

die leiseste Luftwärmepumpe der Welt

auf dem Markt ein. Gerade auch bei der

Auswahl der Materialien und Techniken

für den Hausbau punktet AKTUELL Bau.

So setzt der 72 Mitarbeiter und sechs

Azubis umfassende Baubetrieb auch

Techniken wie Lehmputz, Dämmung aus

Schafwolle oder Schüttungen aus porosiertem

Lavagestein ein.

Dank festem Lieferanten- und

Handwerkerstamm sorgt das Unternehmen

stets für reibungslose Bauabläufe.

Gleichzeitig sichert diese Partnerschaft

gut 700 Arbeitsplätze bei diesen Subunternehmen

mit ab.

Zentral bei AKTUELL BAU ist die laufende

Verbesserung und Steigerung der

Energieeffizienz der Häuser. So werden

nicht nur die Musterhäuser stets mit

neuester Anlagentechnik ausgestattet,

sondern auch die Hauskonzepte und

Wir verbessern das Leben von

Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen.

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.

Seit 2006 werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.

PREISTRÄGER

2018

Innovating

special nutrition.


-pläne laufend den aktuellsten Erkenntnissen

angepasst. Schon seit 2013 erfüllen

die Häuser der AKTUELL BAU GmbH

einen so hohen Energiesparstandard,

dass sie bereits die verschärften Anforderungen

der EnEV 2014 erfüllten, die

erst 2016 bindend wurden.

Regelmäßige Prozessoptimierungen,

etwa durch die Entwicklung einer

hauseigenen Workflow-Software und

eine automatisierte Vorkalkulation

sowie Ausführungsplanung einschließlich

laufender Qualitätskontrollen durch

Bausachverständige sorgen dafür, dass

AKTUELL BAU beste Qualität in kürzesten

Zeiträumen liefern kann.

Die AKTUELL BAU GmbH engagiert

sich auch gesellschaftlich. So integriert

das Bauunternehmen regelmäßig im

Rahmen eines Pilotprojektes in Kooperation

mit dem Arbeitsamt Magdeburg

Langzeitarbeitslose beziehungsweise

ungelernte Arbeitskräfte

in seinen

Betrieb.

Regelmäßig

unterstützt AKTU-

ELL BAU außerdem

Schüler und Lehrer

durch Klassenpatenschaften

sowie

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

die Bereitstellung

von Praktikumsplätzen.

Daneben greift das Unternehmen

Handball- und Fußballvereinen sowie

einem Radsportverein unter die Arme

und tritt als Sponsor verschiedener kultureller

Institutionen in Erscheinung. Bei

Überschwemmungen an der Elbe ist

das Unternehmen stets mit Transportfahrzeugen,

Material für den Dammbau

sowie entsprechenden Fluthelfern zur

Stelle.

Aktuell Bau GmbH,

Manfred Schindler, Geschäftsführer

Die AKTUELL BAU GmbH wurde

beim „Großen Preis des Mittelstandes

2004 als Finalist und 2005 als Preisträger

ausgezeichnet. 2011 erhielt das Unternehmen

die Ehrenplakette, und 2014

wurde es als Premier-Finalist geehrt. In

diesem Jahr wurde AKTUELL BAU von der

Landeshauptstadt Magdeburg und der

Dynamik 2000 Unternehmensgruppe

vorgeschlagen. ó

35

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Bank

des Jahres

sparkasse-saarbruecken.de

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung

„Bank des Jahres“.

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

32

Preisträger 2018

aus Sachsen

Beautyspa Service GmbH

08301 Bad Schlema

Kosmetik mit Passion

Als Christine Rößler 1998 ihr Unternehmen

im Erzgebirge gründete, hatte sie

konkrete Vorstellungen von ihrer beruflichen

Zukunft. Vom erzgebirgischen

Bad Schlema aus bietet sie mittlerweile

sämtliche Dienstleistungen rund um das

Thema Kosmetik an – und zwar weltweit.

In einem sanierten historischen

ehemaligen Schachtgebäude der Wismut

AG entwickeln und produzieren ihre

40 Mitarbeiter hochwertige Kosmetika

Kunden können sich von Beautyspa das

komplette Produktdesign entwerfen lassen

und Hinweise zur Vermarktung ihrer

Mixturen bekommen.

Geschäftsleitung und Führungskräfte

besitzen jahrzehntelange Erfahrungen

von der Entwicklung über

Herstellung, Abfüllung bis hin zur Produktauswahl,

Grafik, Vermarktung von

Produkten sowie Schulung von Mitarbeitern.

In den vergangenen 20 Jahren

wurden mehr als 5.800 verschiedene

Produkte entwickelt.

Wichtig für den

Erfolg ist die Vernetzung

in der Branche,

um trendige Kosmetika

entwerfen zu

können. So gehören

die in Asien beliebten

Whitening-

Produkte ebenso

zum Sortiment wie

schmelzende Texturen,

die einer Eiscreme

gleichen.

Das Spektrum

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Beautyspa Servicegesellschaft mbH,

Christine Rößler, Geschäftsführerin,

Diana Jauch, Produktmanagement

von Beautyspa reicht von Cremes für

alle Hauttypen und Altersklassen über

Whithening-Produkte, Emulsionen,

Seren, Fluids, Reinigungsemulsion-Gels,

Milch, Gesichtstonic, Peelings und Makeup

bis zu Sonnenschutzprodukten und

Gesichtsmasken.

Die Stärke des erzgebirgischen

Unternehmens liegt im Know-how bei

der Entwicklung neuester Produkte

gegen umweltbedingte Hautalterung.

So war ein Anti-Aging-Gel mit verschiedenen

verkapselten Edelsteinpulvern

eine besondere Innovation. Auch gelang

es, mit Zellen alpiner und exotischer

Pflanzen die Haut besser vor schädlichen

Umwelteinflüssen zu schützen.

Auf vielfältige Weise unterstützt

Beautyspa Schüler der Region. Dies

reicht von jährlichen Betriebspraktika

über finanzielle Zuwendungen an einen

in Not geratenen Schüler bis zur Unterstützung

einer Abiturientin im Bereich

forschendes Lernen. ó

ONI Temperiertechnik Rhytemper GmbH

01900 Großröhrsdorf

Mit Impulskühlung an die Spitze

Der Industrieausrüster ONI Temperiertechnik

hat sich vor allem durch seine

intelligenten Systeme, die er für die

Kunststoff- und Metallindustrie entwickelt,

weltweit einen Namen gemacht.

Denn spezialisierte Systemlösungen

rund um das Thema Temperiertechnik

sind der Markenkern des Unternehmens

zwischen Dresden und Bautzen gelegen.

Das Zauberwort heißt Impulskühlung

und wird für genau abgestimmte

Temperierung von Spritzgieß-Produktionslinien

eingesetzt. ONI-Kunden können

so die Zykluszeiten ihrer Produktion

optimieren, den Energieverbrauch reduzieren

und ihre Spritzgussfertigungsanlagen

müssen nicht mehr so oft

gewartet werden.

Herumgesprochen hat sich das

inzwischen bei so namhaften Konzernen

wie Audi, BMW, Bosch, Playmobil,

Siemens und VW. Für diese und weitere

Unternehmen vor allem aus der Automobilindustrie

hat sich gezeigt, dass

diese spezielle Technik allen herkömmlichen

Temperiergeräten überlegen ist.

So baute das Unternehmen seine

Marktführerschaft auf dem Gebiet der

Temperiertechnik im Kunststoffbereich

zunehmend aus.

Grundlage dafür bildete

das Expertenwissen

des Gesellschafters

Wolfgang

Oehm und des

Geschäftsführers

Dietmar Hofmann

sowie deren Zusammenarbeit

mit hochqualifizierten

und

motivierten Mitarbeitern.

Im Laufe der

Zeit hat das Unternehmen

die Technik

weiter verbessert,

was sich auch in

Investitionen von

mehr als einer Mio.

Euro im vergangenen

Jahr niederschlägt.

Interne und externe Weiterbildung

wird bei ONI für Mitarbeiter und Kunden

kontinuierlich großgeschrieben. Gute

Ergebnisse und außergewöhnlichen

Einsatz honoriert die Geschäftsleitung

regelmäßig mit Sach- und Geldprämien.

So wurden im vergangenen Jahr 25.000

Euro an die Mitarbeiter ausgeschüttet.

Daneben engagiert sich das Unternehmen

für soziale Einrichtungen. Regionale

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

ONI Temperiertechnik Rhytemper GmbH,

Sandy Bachmann, Leiterin Finanzen, Olaf Baars (l.),

Andreas Drey

Sportvereine, Kinder- und Jugendgruppen

kommen in den Genuss von Geldspenden.

Der Unternehmenserfolg spiegelt

sich auch eindrucksvoll im Bonitätsindex

wider. Nach Prüfung und Zertifizierung

durch Creditreform erhielt ONI nach

einem „Sehr gut“ 2016 im vergangenen

Jahr ein „Ausgezeichnet“. Das ist in der

Branche einmalig. ó


Weihnachtsumtrunk

mit Dirk Panter

Fotograf: Julian Hoffmann

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Sächsischen

Landtag lädt Sie stellvertretend im Namen

des SPD-Ortvereins Leipzig-Mitte herzlich

am 15.12.2018 ab 16 Uhr

zu einem Glas Glühwein in die Badische Wein-,

Kunst- und Gourmet-Stube ein. Hierbei steht er

interessierten Gästen für Fragen zu aktuellen

politischen Themen zur Verfügung.

Für die musikalische Unterhaltung

des Umtrunk-Abends sorgt

Akkordeonmeister Uwe Steger.

Badische Wein-, Kunst- und Gourmet-Stube

Zum Türkenlouis

Seepromenade 6 • 04442 Zwenkau

Telefon: 034203 556 160

info@zum-tuerkenlouis.de

www.zum-tuerkenlouis.de


PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

34

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

INTERPANE Glasgesellschaft mbH,

Sebastian Schmidt, Geschäftsführer

INTERPANE Glasgesellschaft mbH

04874 Belgern-Schildau/OT Liebersee

High-Tech-Fensterbau in

neuer Dimension

Glasfassaden bekannter Gebäude in Berlin,

Hamburg oder London haben eins

gemeinsam: Ihre Sonnen- und Wärmeschutzgläser

wurden alle von der INTER-

PANE Glasgesellschaft mbH in Liebersee

entworfen und produziert. Das Unternehmen

ist mittlerweile der größte

Arbeitgeber der Region Belgern-Schildau

am Rand der Dahlener Heide. In dem

kleinen, rund 300 Einwohner zählenden

Ort werden High-End-Sonnen- und Wärmeschutzgläser

sowie aktive Glasfassaden

hergestellt. Aber auch doppelte oder

dreifache Isolierglasfenster für Eigenheime

stehen in der Produktpalette.

Die Stärken der INTERPANE liegen

in einem umfassenden Service- und

Logistikangebot. Das mittelständische

Unternehmen ist nicht nur der größte

Arbeitgeber in der Region, sondern hat

seine Geschäftstätigkeit in den vergan-

genen Jahren sogar gegen

den Trend ausgebaut.

Damit das Unternehmen

an den Trend

hin zu intelligenten Appgesteuerten

Isoliergläsern

sowie organischer Stromerzeugung

anknüpfen kann,

arbeitet es eng mit dem Institut

für Fenstertechnik in

Rosenheim und dem amerikanischen

Unternehmen

Cinnestral zusammen. Prototypen

konnten bereits in

diesem Jahr auf der Nürnberger

Fensterbaumesse

vorgestellt werden.

Mit einer neuen Fertigungslinie und

dem Zuschnitt-Zentrum ist INTERPANE

jetzt in der Lage, Isolierglas bis zu einem

Gewicht von einer Tonne und einer

Gesamtlänge von 5,50 Metern anzubieten.

Damit gehört es zu den wenigen

Betrieben in Deutschland, in denen dieser

Produkttyp automatisiert ist.

Seit drei Jahren gibt es eine eigenständige

Abteilung, die sich mit dem

Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagement

befasst. Dadurch konnten der

betriebliche Abfall in drei Jahren um

26 Prozent und die Energiekosten trotz

Werkausbau um 21 Prozent gesenkt werden.

INTERPANE Belgern ist zusätzlich

seit vier Jahren Mitglied der Umweltallianz

Sachsen und setzt sich aktiv für die

ressourcenschonende Fertigung ein.

Seine gesellschaftliche Verantwortung

sieht das Unternehmen darin, den

rund 100 Mitarbeitern gute Arbeitsbedingungen

zu schaffen und sich auch

um ihr Lebensumfeld zu kümmern. ó

IMM electronics GmbH

09648 Mittweida

Am Puls des digitalen Zeitalters

IMM ist ein weltweit agierender, innovativer

mittelständischer Electronic

Engineering and Manufacturing Services

Dienstleister mit besonderer Logistikkompetenz.

Sie bietet maßgeschneiderte

Lösungen von der Konzeption

über Hard- und Softwareentwicklung,

ressourcenschonender Konstruktion bis

hin zur Muster- und Serienfertigung

kompletter Baugruppen und Geräte vor

allem im Bereich Automatisierungs-,

Gesundheits-, Medizin-, Unterhaltungsund

Medientechnik.

Die Erfolgsstory des Unternehmens

begann im Jahr 1991 mit der Gründung

des Ingenieurbüros Müller Mittweida

(IMM). Grundidee war die Entwicklung,

Konstruktion und Fertigung sowie

Erprobung und Anwendung elektronischer

Baugruppen und Geräte. Beim

anfänglich reinen Elektronikdienstleister

kamen in den Folgejahren zunehmend

Kooperationsentwicklungen mit

Partnern sowie eigene Entwicklungen

hinzu, die schließlich zu einem ganzen

Produktspektrum in vier Kerngeschäftsfeldern

führten: Technik/Automation,

Medizintechnik, Medientechnik und

Exergaming/Systems.

Dank intensiver Kooperationen mit

der Fraunhofer Gesellschaft, mit Universitäten

und Hochschulen sowie speziellen

Unternehmen schafft es IMM

mit derzeit 140 Mitarbeitern und fünf

Azubis, stets „am Puls der Zeit“ zu bleiben.

Insbesondere mit der Hochschule

Wir verbessern das Leben von

Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen.

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.

Seit 2006 werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.

PREISTRÄGER

2018

Innovating

special nutrition.


Lebenswerk

Mittweida findet eine vielfältige Zusammenarbeit

statt. Eine unternehmenseigene

Stabstelle Business Development

Management koordiniert die Entwicklungsaktivitäten.

Aktuell arbeitet IMM

beispielsweise an mehreren Projekten

zur intelligenten Überwachung von

Prozessen und Zuständen im Zeitalter

von Industrie 4.0. Beispielsweise für die

Elektroniksteuerung von Werkzeugen.

Geforscht wird zudem an einem speziellen

Controllerboard für Videoüberwachungssysteme

sowie für Telekommunikationsanlagen.

IMM ist aktuell ein innovatives

Unternehmen, das sich auf seine Kernkompetenzen

als Elektronikdienstleister

konzentriert, sich dabei jedoch abseits

der reinen Lohnfertigung als Impulsgeber

in der Region, aber auch in seinen

globalen Märkten versteht.

IMM ist eines der wenigen mittelständischen

Unternehmen, das sich

regional gewachsen zur Region Mittelsachsen

bekennt und weiterhin in

Familienhand liegt

- neben dem Firmengründer

arbeiten

zwei Töchter und ein

Bruder des Firmengründers

bei IMM.

Das Unternehmen

ist mit zahlreichen

Preisen ausgezeichnet

worden. Unter

anderem für die

Nachwuchsförderung

und die Firmenkultur.

Seit 2005 regelmäßig als

familienfreundliches Unternehmen.

Aufgrund der angespannten Fachkräftesituation

ist es IMM besonders

wichtig, die eigenen Mitarbeiter zu fördern

und somit die Mitarbeiterbindung

zu erhöhen. Ein interner Wettbewerb um

innovative technische Lösungen gehört

ebenso dazu wie kostenfreie Firmen-

Fitnesskurse, Massagen am Arbeitsplatz

sowie hochverzinste Mitarbeiter-beteiligungen.

Seit 2003 unterstützt IMM mit

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Prof. Detlev Müller,

Gründer und Geschäftsführer von IMM

einer eigenen Stiftung soziale regionale

Projekte mit Geldspenden, aber auch

mit projektbezogener Entwicklungsförderung.

Regionale Partnerschaften und

Sponsoring für Vereine sind für IMM eine

Selbstverständlichkeit. Ebenso engagiert

sich das Unternehmen im Bereich

Berufsorientierung und unterstützt beispielsweise

an einer Grundschule die AG

Technik und die AG Raumfahrt. ó

35

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Bank

des Jahres

sparkasse-saarbruecken.de

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung

„Bank des Jahres“.

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger 2018 aus Thüringen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

32

COLANDIS GmbH

07768 Kahla

Herausragende Mitarbeiterbindung

Das familiengeführte Unternehmen

entwickelt und realisiert weltweit kundenspezifische

Reinraumlösungen. Das

Angebotsspektrum von COLANDIS reicht

von der Prozessanalyse über die Entwicklung

und Herstellung bis hin zur Qualifizierung

von Reinräumen einschließlich

Reinraum- und Reinheitstauglichkeits-

Untersuchungen. Zum Abnehmerkreis

gehören neben der Halbleiterindustrie

auch die optische Industrie, die Automobilindustrie

sowie Unternehmen der

Elektronikbranche, der Oberflächenbeschichtung,

der Mikrosystemtechnik,

Biotechnologie, Medizin- und Feinwerktechnik

sowie Forschungs- und Entwicklungsabteilungen.

Die COLANDIS GmbH hat sich zum

Ziel gesetzt, nicht die Kosten-, sondern

die Innovationsführerschaft in

der Branche zu übernehmen und vor

allem bei Kunden in der Hochtechnologie,

Halbleiterindustrie sowie der Luftund

Raumfahrt erfolgreich zu sein. Der

gute Ruf des Unternehmens spiegelt

sich in den Auftragsbüchern wider: Mehr

als 80 Prozent der Aufträge stammen

von Bestandskunden. Alle Produkte der

COLANDIS GmbH sind Eigenentwicklungen

für die bereits über zehn Patente,

Gebrauchsmuster und Marken angemeldet

wurden. Investitionen von mehr als

350.000 Euro im Jahr 2017, sichern die

Zukunft des Unternehmens.

Die derzeit 30 Mitarbeiter sowie sieben

Auszubildenden und Praktikanten

sind die Seele des Unternehmens, das

auf hochspezialisierte Mitarbeiter angewiesen

ist. Zur Bindung guter Mitarbeiter

schöpft COLANDIS aus einem breiten

Angebot. Es ermöglicht Teilzeit- und

Home-Office-Modelle, übernimmt pro

Kind Betreuungskosten bis zu 200 Euro

und gewährt eine betriebliche Altersvorsorge.

Für Kaffee und Mittagessen zahlt

der Arbeitgeber Zuschüsse. Es gibt einen

Fußballkicker im Pausenraum, Firmenwandertage,

Festlichkeiten für gemeinsam

erreichte (Umsatz-)Ziele sowie

einen Geburtstagskuchen für jeden

Mitarbeiter. Außerdem unterstützt

COLANDIS ehrenamtliche Tätigkeiten

oder Wettkämpfe

von Hobbysportlern

durch Freistellungen.

Besondere Fürsorge

trägt das

Unternehmen für

die Gesundheit der

Belegschaft. Neben

der ergonomischen

Arbeitsplatzgestaltung

haben die Mitarbeiter

zweimal

wöchentlich die

Möglichkeit, während

der Arbeitszeit

am Rückentraining

mit einem

vom Arbeitgeber

bezahlten Physiotherapeuten

teilzunehmen. 2017 erhielt

COLANDIS dafür das „Thüringer Siegel

für gesunde Arbeit“.

Engagiert ist das Unternehmen

zudem in der Nachwuchsgewinnung. Es

übernimmt in der Regel seine Auszubildenden

und bietet Bachelor- sowie

Masterarbeiten und Praktika an. Bei

guten Ergebnissen erhalten Absolventen

Übernahmeverträge. Um Wissen im

Betrieb zu halten, werden älteren Mitarbeitern

rechtzeitig junge Kollegen zu

Seite gestellt. Auf dem firmeneigenen

Gelände wird schließlich für jeden Mitarbeiter

bei Eintritt in den Ruhestand ein

selbst gewählter Baum gepflanzt.

Seit vielen Jahren ist dem Unternehmen

die Zusammenarbeit mit dem

palliativmedizinischen Verein des Universitätsklinikums

Jena wichtig. Der Verein

erhält von COLANDIS regelmäßig

dieselben Prämien, wie sie die Mitarbeiter

des Reinraum-Spezialisten erhalten.

Zusätzlich werden von allen Einnahmen

aus den Roadshows von COLANDIS

20 Prozent an den Verein überwiesen.

Anlässlich des 20jährigen Firmenjubiläums

sammelte COLANDIS zudem eine

gute vierstellige Spendensumme für den

Verein.

Für die COLANDIS GmbH ist es seit

2012 bereits die 7. Nominierung für den

„Großen Preis des Mittelstandes“ in Folge.

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

COLANDIS GmbH,

Joachim Ludwig, Geschäftsführer

Im Jahr 2014 wurde das Unternehmen

als „Finalist“ ausgezeichnet. Nominiert

wurde das Unternehmen in diesem Jahr

vom BVMW Thüringen Jena, der Merkur

Bank KGaA, der Servicestelle Technologieregion

Jena c/o Ingenieurbüro Heuer, der

VACOM Vakuum Komponenten & Messtechnik

GmbH sowie von der Volksbank

eG Gera Jena Rudolstadt. ó

JENATEC Industriemontagen GmbH

07747 Jena

Engagiert gegen den

Fachkräftemangel

Die Auftragslage beim Bau ist bekanntermaßen

gut, doch es fehlt an qualifizierten

und einsatzbereiten Schlossern,

Schweißern, Elektrikern, Heizungs- und

Sanitärmonteuren. Diese Lücke schließt

die JENATEC Industriemontagen GmbH

für ihre Kunden. Mit Verfahren der klassischen

Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung,

Projektlösungen mit

Freiberuflern, Rahmenverträgen oder

individuellen Lösungen vermittelt das

Unternehmen kurzfristig und weltweit

Fachpersonal hauptsächlich für industrielle

Großprojekte. Darüber hinaus bietet

JENATEC eine umfassende Bedarfsplanung

sowie die Entwicklung von Personalkonzepten

an.


Das Unternehmen bietet gemeinsam

mit Kooperationspartnern über

Werk- oder Dienstverträge auch die

Komplettabwicklung von Projekten, beispielsweise

Maschinenverlagerungen,

Wartungen, Automatisierungslösungen

oder Inbetriebnahmen an und sichert

sich damit branchenweit ein Alleinstellungsmerkmal.

Dem Fachkräftemangel begegnet

die JENATEC Industriemontagen GmbH

seit vergangenem Jahr durch gezielte

Integration ausländischer Arbeitskräfte.

Diese erhalten unbefristete Arbeitsverträge,

werden zunächst von einem

sprachkundigen Mitarbeiter begleitet

und auf dem Betriebsgelände des

Kunden von Sprachlehrern unterrichtet.

Durch dieses innovative Konzept stehen

die Arbeitskräfte direkt zur Verfügung,

ohne langwierige Lehrgänge und

Genehmigungsverfahren abwarten zu

müssen.

In den Jahren 2014 bis 2017 konnte

das Unternehmen seinen Umsatz um

ein Drittel steigern. Im Sommer 2017

eröffnete es seinen neunten Standort

in Frankfurt am Main und schaffte

damit erstmalig den

Sprung in die ehemals

alten Bundesländer.

Ihren derzeit

460 Mitarbeitern

und fünf Auszubildenden

sowie

Praktikanten bietet

die JENATEC

Industriemontagen

GmbH umfangreiche

Leistungen an.

Gleitzeitmodelle

sowie Teilzeitregelungen

gehören

ebenso dazu wie

eine direkte Beteiligung

am Unternehmensgewinn,

eine

betriebliche Altersvorsorge, ein Zuschuss

zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung

oder kostenfreie Getränke und

Tageszeitungen. Der Erwerb von Führerscheinen

sowie regelmäßige Sicherheitsschulungen

werden ebenfalls

vom Arbeitgeber getragen. Das ehrenamtliche

Engagement der Mitarbeiter

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

JENATEC Industriemontagen GmbH,

Peter Schmidt, Geschäftsführer

unterstützt das Unternehmen durch

Freistellungen. Im Bereich der Gesundheitsvorsorge

bietet die Firma einen

Sonderurlaubstag für Nichtraucher

sowie einen firmeneigenen Masseur. Zur

Stärkung der gemeinsamen Identität

werden regelmäßig Firmencoachings

und niederlassungsübergreifende Ver-

33

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Experte für maßgeschneiderte Personaldienstleistungen

nach Ihren Bedürfnissen

Ob in Spitzenzeiten, für Urlaubs- und Krankheitsvertretung

oder bei zusätzlichen Aufträgen, die

Ihre kurzfristig verfügbaren Personalressourcen

sprengen: Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir

passgenau auf Sie zugeschnittene Personalkonzepte

und unterstützen Sie mit qualifiziertem Fachpersonal

bei nationalen und Internationalen Projekten.

Ihr Vorteil liegt auf der Hand:

Sie verfügen jederzeit über die Mitarbeiter, die

Sie brauchen – Nicht mehr und nicht weniger.

info@jenatec.de | www.jenatec.de

2018


PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

34

anstaltungen durchgeführt. Darüber

hinaus sind speziell auf die Mitarbeiter

zugeschnittene Coachings zu Selbstreflexion

und Persönlich-keitsentwicklung

geplant.

Regelmäßig unterstützt die JENATEC

Industriemontagen GmbH die Elterninitiative

krebskranker Kinder in Jena. Im

Rahmen des neugebauten Eltern-Kind-

Hauses unterstützte das Unternehmen

2017 ein Abenteuerspielzimmer mit

10.000 Euro. Zudem unterstützt es das

Kinderhospiz Tambach-Dietharz und

gründete als Haupt- und Namenssponsor

ein eigenes Nachwuchsteam im Radsport.

Für die JENATEC Industriemontagen

GmbH ist es bereits die 5. Nominierung

für den „Großen Preis des Mittelstandes“

seit 2013. Im Jahr 2016 wurde das

Unternehmen als „Finalist“ ausgezeichnet.

Nominiert wurde das Unternehmen

in diesem Jahr durch die TIG Thüringer

Immobiliengesellschaft mbH und die

Wirtschaftsmagnet GmbH. ó

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Dr. Schär Deutschland GmbH,

Richard Stampfl, Geschäftsführer,

Manfred Eiden, Prokurist

Dr. Schär Deutschland GmbH

07768 Kahla

Gesunde Ernährung für

anspruchsvolle Verbraucher

Menschen mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

oder Stoffwechselstörungen

standen noch vor wenigen Jahren

vor großen Herausforderungen beim

täglichen Einkauf. Seit ihrer Gründung

2006 bietet ihnen die Dr. Schär Deutschland

GmbH mit Entwicklung, Produktion,

Handel und Vertrieb Lebensmittel für

besondere und diätische Ernährungsbedürfnisse

an. Der Schwerpunkt liegt auf

glutenfreien Produkten, beispielsweise

aus Mais, Reis, Buchweizen oder Hirse.

Die Werke in Dreihausen und Apolda

fertigen eine Vielfalt an Keksen, Riegeln,

Nudeln, Frühstückscerealien, Tiefkühlprodukten,

Brot und Brötchen. Alle Produkte

tragen mit wertvollen Zutaten

und gutem Geschmack zur besseren

Lebensqualität bei. Mittlerweile hält das

Unternehmen auch spezielle eiweißarme

Angebote bereit.

Die Dr. Schär Deutschland GmbH

gehört seit 2006 zu einer weltweiten

Firmengruppe mit inzwischen 15 Stand-

Wir verbessern das Leben von

Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen

Ernährungsbedürfnissen.

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.

Seit 2006 werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.

PREISTRÄGER

2018

Innovating

special nutrition.


orten und etwa 1.300 Mitarbeitern. Mit

der Spezialisierung auf glutenfreie Nahrungsmittel

konnte in wenigen Jahren

die europäische Marktführerschaft

erreicht werden. Von 2014 bis 2017 stieg

der Umsatz des thüringischen Unternehmens

um fast 30 Prozent. Die Dr. Schär

Deutschland GmbH entwickelt im Jahr

20 neue Produkte und arbeitet ständig

an der Verbesserung des bestehenden

Sortiments. Bisher wurden das dunkle

Brot „Meisterbäckers Vital“ mit dem „Eat

Healthy Award“ sowie die laktosefreie

Pizza Margherita mit dem „Free From

Food Award“ ausgezeichnet. Mehrere

Brotsorten erhielten das DLG-Siegel.

Derzeit beschäftigt das Unternehmen

377 Mitarbeiter und bildet 24 Azubis

sowie Praktikanten vorrangig für

den Eigenbedarf aus. In Kooperation mit

Schulen in der Region intensiviert die

Dr. Schär Deutschland GmbH seit zwei

Jahren ihre Bemühungen, den Jugendlichen

vor Ort eine berufliche Perspektive

zu bieten. Im betriebseigenen „Buddy-

System“ übernehmen langjährige Mitarbeiter

die Verantwortung für Neueinsteiger.

Im Vordergrund steht ein festes

Wertegerüst des Unternehmens, das

auf Basis einer Mitarbeiterbefragung

erstellt wurde. Die Wertschätzung des

Einzelnen, dessen Entwicklungsmöglichkeiten

und Bindung an das Unternehmen

werden großgeschrieben. Alle

Mitarbeiter können sich in jährlichen

Personalentwicklungsgesprächen sowie

an Befragungen mit eigenen Anregungen

aktiv einbringen. Das Unternehmen

bietet eine betriebliche Altersvorsorge,

vermögenswirksame Leistungen sowie

Zuschüsse zur Kinderbetreuung und

besitzt seit 2014 eine „Dr. Schär Akademie“,

die die firmeninterne Entwicklung

und Weiterbildung aller Mitarbeiter

organisiert.

Mit Geld- und Produktspenden

engagiert sich das Unternehmen für den

Förderverein der Kinderklinik im Robert-

Koch-Krankenhaus in Apolda und für die

KITA „Fliegenpilz“ in Dreihausen. Weiterhin

sponsert die Dr. Schär Deutschland

GmbH den Handballverein HSV Apolda

sowie den Fußballverein VfL Dreihausen.

Für die Dr. Schär Deutschland GmbH

ist es bereits die zweite Nominierung für

den „Großen Preis des Mittelstandes“ in

Folge. Im vergangenen Jahr wurde das

Unternehmen als „Finalist“ ausgezeichnet.

Nominiert wurde es in diesem Jahr

durch die Commerzbank AG. ó

35

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Bank

des Jahres

sparkasse-saarbruecken.de

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung

„Bank des Jahres“.

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Finalisten 2018

aus Baden-Württemberg

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

36

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

(v.r.n.l.)

Arnulf Betzold GmbH, Ulrich Betzold,

Geschäftsführer;

Schilling Engineering GmbH,

Gerda Schilling und Günther Schilling,

Geschäftsführung;

HANS FLEIG GmbH, Edmund Barth,

Thorsten Braun und Wolfgang Isenmann,

Geschäftsführung;

All for One Steeb AG, Dirk Sonntag,

Leiter Corporate and Investor Relation;

C. Josef Lamy GmbH, Beate Oblau und

Thomas Trapp, Geschäftsführer;

ADA Cosmetics International GmbH,

Wilhelm B. Könning,CEO

Arnulf Betzold GmbH

73479 Ellwangen

Innovativer Schulausstatter

Die Arnulf Betzold GmbH hat sich mit

der Entwicklung, Produktion und den

Vertrieb von Lehrmitteln, Ausstattungsgegenständen

und Bildungsmedien auf

die umfassende Ausstattung von Schulen,

Kindergärten und weitere Bildungseinrichtungen

spezialisiert. Das Unternehmen

ist Marktführer im Bereich

Schul-Universalhändler und einer der

bundesweit fünf großen Kindergartenausstatter.

In der Produktion von

Schulmöbeln und der Kunststoff-Spritzgussfertigung

hält seit 2014 Betzolt

deutschlandweit das Alleinstellungsmerkmal.

Das Unternehmen engagiert

sich für die Ausbildung von Nachwuchskräften

und fördert das Projekt „Taktile

Bilderbücher für blinde Kinder“ des

Rotary Clubs Aalen-Limes. ó

Schilling Engineering GmbH

79793 Wutöschingen

Reinräume mit hoher Energieeffizienz

Die Schilling Engineering GmbH entwickelt

und produziert hochwertige

Reinraumsystemlösungen und gehört

als Komplettanbieter zu den führenden

Spezialisten der Branche. Kunden können

flexibel Reinräume neu- bzw. umgestalten

und gleichzeitig bestehende

Elemente weiterverwenden. Es ist das

erste Unternehmen weltweit, das sich

mit der Produktlinie Green Cleanroom

auf eine hohe Energieeffizienz und

damit der Einsparung von Ressourcen

u. a. zur Beleuchtung und Lüftung der

Reinräume spezialisiert hat. Die Schilling

Engineering GmbH kann dank seiner

hohen Kompetenzen und Erfahrungen

auf individuelle Sonderlösungen und

kundenspezifische Anforderungen eingehen.

ó

All for One Steeb AG

70794 Filderstadt-Bernhausen

Kompetenz in der IT

Die All for One Steeb AG ist geschätzter

SAP-Platinum-Partner und betreut mehr

als 2.000 Kunden und ist in ihrem Segment

die Nummer Eins. Das führende IT-

Haus gilt als zuverlässiger und kompetenter

Partner für Digitalisierungen im

Mittelstand und Anbieter von One-Stop-

Shops, ganzheitlichen Lösungen und

Services entlang der IT-Wertschöpfungskette.

Dies beinhaltet Management- und

Technologieberatung, Branchenlösungen,

Cloud-Anwendungen sowie hochskalierbare

Multi-Cloud-Services aus

deutschen Rechenzentren. Kompetenz

und Service schätzen auch die Kunden.

Daher darf die All for One Steeb AG

die größte installierte SAP-Mittelstandskundenbasis

mittels Softwarewartungsverträgen

sowie Cloud Subscriptions im

deutschsprachigen Raum ihr Eigen nennen.

ó

C. Josef Lamy GmbH

69123 Heidelberg

Schreiben lernen mit Qualität

Schwerpunkt der C. Josef Lamy GmbH ist

die Herstellung hochwertiger Schreibgeräte,

mit denen sie im internationalen

Premiumsegment die Weltmarktführerschaft

hält. Die Besonderheit des Unternehmens

ist die Verbindung zwischen

dem signifikanten und bereits mehrfach

ausgezeichneten Design und dem Qualitätsversprechen

„Made in Germany“. Die

Herstellung aller Produkte findet aus-


schließlich am Heidelberger Unternehmensstandort

statt. Die C. Josef Lamy

GmbH konnte ihren Umsatz innerhalb

der letzten vier Jahre mehr als verdoppeln

und mehr als 80 neue Arbeitsplätze

schaffen. Großes Engagement wird

gezeigt beim Thema Schreiben lernen,

so wird eng zusammengearbeitet mit

Pädagogen, Ärzten und Ergonomen, um

Kindern den Einstieg in das Erlernen des

Schreibens zu erleichtern. ó

ADA Cosmetics International GmbH

77694 Kehl

Nachhaltige Hotelkosmetik

Als Teil der weltweit agierenden ADA-

Gruppe ist die ADA Cosmetics International

GmbH das einzige in der DACH-

Region operierende Unternehmen für

Hotelkosmetik, das auch in Deutschland

produziert. In Auseinandersetzung mit

dem Thema Nachhaltigkeit wurden verschiedene

Produktlinien unter der Kategorie

„Responsible Living“ kreiert, so

zum Beispiel spezielle geschlossene und

nachfüllbare Spendersysteme. Aktuell

liegt der Fokus auf ökologischen Konzepten

wie dem Einsatz einer Holztube aus

95 % Zuckerrohr und Holz und auf dem

Verzicht von Plastikartikel in Cremes und

Duschgels zur Entlastung der Meere. Das

soziale Engagement zeigt sich bereits

bei der Personalpolitik, so wurden erste

Arbeitsplätze für Flüchtlinge bereitgestellt

und die Kehler Behindertenwerkstätten

übernehmen die Konfektionierung

der Produkte. ó

HANS FLEIG GmbH

77933 Lahr/Schwarzwald

Ressourcensparende

Dünnwandtechnologie

1968 gegründet, arbeitet das Unternehmen

auf dem Gebiet der Herstellung

von Spritzgießwerkzeugen und technischer

Kunststoffteile für die Automobil-,

Elektronik-, Luftfahrt- und Lebensmittelindustrie

sowie der Medizintechnik.

Ein besonderes „Steckenpferd“ ist die

Dünnwandtechnologie. Nachhaltig und

Ressourcen sparend werden kleinere

und leichtere Bauteile aus Kunststoff

angusslos gefertigt.

Die HANS FLEIG GmbH ist zudem

alleiniger strategischer Lieferant für

Zündspulenkörper, patentierte Heckklappensysteme

und Dichtungen für die

Medizintechnik. ó

37

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


Uneitelkeit und Exzellenz

Aus Grußworten und Kolumnen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

38

Meine Erwartung, nach der

Eröffnung des Abends Zeuge

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow

zu werden, wurde natürlich

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm

mit Preisverleihung, Buffet und

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,

begeisterte schon für sich gesehen

rundum. Doch inmitten der tosenden

Veranstaltung, zwischen allen optischen,

akustischen und kulinarischen Reizen,

fand ich mich im Kern aus einem noch

ganz anderen Grund staunend und

sprachlos.

Ein Finalist nach dem anderen

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während

sie über den roten Teppich die Stufen

hinauf auf die Bühne traten, erschienen

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd

stellten Helfried Schmidt und

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten

jeder Kategorie reihenweise im

Rampenlicht und nahmen ihre Preise

entgegen. Der Kontrast zwischen der

dort einerseits durchgängig beobachtbaren

Uneitelkeit der Beteiligten und

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits

konnte kaum größer sein. Mit scheuen

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen

einem kleinen Schulterzucken quittierten

diese Gewinner die Hinweise der

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer

oder Familienunternehmer

in jahrhundertelanger Tradition sind.

Höchste Kreativität und Perfektion in

der Produktherstellung, Loyalität in der

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige

Bereitschaft zur Hilfestellung

für Bedürftige kristallisierten sich in den

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.

Warum, fragte ich mich, stehen

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich

im Fokus des allgemeinen medialen

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter

dieser realen Helden unseres Wohlstandes

nicht auf den Titelseiten unserer

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk

und Fernsehen nicht ununterbrochen

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,

die durch ihren Einsatzwillen, ihre

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,

durch ihre beharrliche Motivation,

sich anderen dienstbar zu machen, das

alltägliche Leben von jedermann erleichtern

und mit Annehmlichkeiten versehen?

Blickt man nur auf die vergangenen

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt

man fest, dass es politischen Akteuren

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal

gelungen ist, das von ihnen beherrschte

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern

zu lassen. Und mit jedem Scheitern

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen

Ausmaßes verbunden, im

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen

Akteure, die die Trümmer

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend

angerichteten Chaos – einen

immer besseren Lebensstandard sicherten.

Warum lassen wir zu, dass die notorischen

Studienabbrecher und Berufslosen,

die ihr eigenes, persönliches Leben

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren

vermochten, die Lufthoheit des

öffentlichen Diskurses beherrschen und

den politischen Ton angeben? Trifft zu,

was ein Gast des Festes mir zuraunte:

„Journalisten schreiben lieber über Kevin

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer

leisten, selber gar nicht ver-

Lammetal GmbH

Ein Unternehmen

mit sozialem Auftrag


Menschen mit Behinderung als

gleichberechtigte Partner


Teilhabe am Arbeitsleben und

am Leben in der Gemeinschaft


Individuelle Entwicklung der

Fähigkeiten und Interessen

www.lammetal.net

Kontakt

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren

aus, wenn die Preisträger dieses Abends

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender

Generationen würden? Ich habe eine

Vorstellung. Und ich danke Helfried

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen

Einblick gewährt zu haben.

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg. Auszug aus

seiner Kolumne aus dem Magazin eigentümlich

frei Nr. 187.

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große

Bedeutung des Mittelstandes für die

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft

insgesamt kann man gar nicht

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch

des diesjährigen Wettbewerbes:

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:

… Die Initiative, Innovationskraft und

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen

– das sind zentrale

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich

zu gestalten.

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

des Landes Sachsen-Anhalt,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 8.9.2018 in Dresden

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen

Unternehmen wird jeden Tag

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand

forscht. Er erschließt neue Technologien

und Geschäftsfelder. Er bildet

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen

in Produktion, Qualitätssicherung,

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und

Corporate Citizenship. Er entwickelt und

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung

und ist oft Vorreiter eines innovativen

Unternehmertums. Der Mittelstand

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender

der CDU-Fraktion im Landtag

von Baden-Württemberg, Mitglied des

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg

Wir reden zu wenig über jene, die „den

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen

halten“, diejenigen, die wirklich die

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin

Willingmann, Petra Tröger

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos

der heutigen, festlichen Veranstaltung.

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste

Position. Indes erwarten Sie berechtigt

von der Politik mehr als nur deklaratorische

Anerkennung nämlich, eine

unternehmens-/ unternehmerfreundliche

Atmosphäre, denn nur sie schaffen

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft

des Wirtschaftsstandortes Deutschland

hängt in entscheidendem Maße davon

ab, wie gut es uns gelingen wird, die

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin

MdB, sprach ein Grußwort zur

Bundesgala am 27.10.2018 in Berlin ó

39

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten 2018 aus Bayern

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

36

JP Industrieanlagen GmbH

94315 Straubing

Glasbeschichtung unter Vakuum

Die JP Industrieanlagen GmbH hat sich

auf die kundenspezifische Planung, Fertigung

und Montage komplexer Sondermaschinen

und Anlagen spezialisiert

sowie auf Prozess- und Verfahrenstechnik

und Automatisierungstechnik. Im

Bereich der additiven Fertigung stellt die

JP Industrieanlagen GmbH Kleinteile aus

Metall mit dem 3D-Druckverfahren her

und baut diese in Sondermaschinen ein.

Alleinstellungsmerkmale ist die industrielle

Glasbeschichtung.

Das Unternehmen hat spezielle

Frästische für die mechanische Bearbeitung

sowie eine Magnetschleuse zum

automatischen Schließen von Prozesskammern

entwickelt. Diese ist etwa 80

Meter lang und beschichtet das Glas

unter Vakuum. Zu den Kunden zählen

Unternehmen der Automobil-, Lebensmittel-,

Glasbeschichtungs- und Automobilzuliefererindustrie.

ó

Eirenschmalz Maschinenbaumechanik

und Metallbau GmbH

86987 Schwabsoien

Lasertechnik auf höchstem

Entwicklungsniveau

Die Eirenschmalz Maschinenbaumechanik

und Metallbau GmbH, 1990 gegründet,

ist im Metallbau und in der Laserbearbeitung

tätig und Komplettanbieter

für den Bereich Blechfertigung. Sie ist

Technologieführer im Bereich der Laser-

Blechbearbeitung und bietet sämtliche

Lasertechnologien, darunter Flachbettlasern

2D, Rohrlasern, Laserstanzen,

Lasergravieren, Laserschweißen und

3D-Laserschneiden aus einer Hand. Dank

des großen Know-hows ist sie Technologie-

und Testpartner der Firma Trumpf,

dem bedeutendsten deutschen Maschinenbauer.

Um Nachwuchskräfte für das

Unternehmen zu sensibilisieren, bestehen

enge Kooperationen zur Hochschule

Kempten und den regionalen Schulmessen.

ó

GEDA-Dechentreiter GmbH & Co. KG

86663 Asbach-Bäumenheim

App-gesteuerte Industrieaufzüge

mit Sicherheit

Die GEDA-Dechentreiter GmbH & Co.

KG hat sich auf die Herstellung von Bauund

Industrieaufzügen spezialisiert und

gilt innerhalb der Branche als Marktführer.

Im Bereich der Industrieaufzüge

punktet das Unternehmen mit Alleinstellungsmerkmalen

wie extrem hohen

Sicherheitsansprüchen und explosionsgeschützten

Geräten. Die Neuentwicklung

des AkkuLeiterLifts kann Materialien

bis zu einem Gesamtgewicht von

120 kg akkubetrieben bis zu 10 Meter

in die Höhe befördern. Die Steuerung

erfolgt wahlweise mit einer Smartphone-App

oder einer Funkfernsteuerung.

Einen hohen Stellenwert genießt

die Ausbildung von Nachwuchsfachkräften.

So werden jährlich knapp 50 Ausbildungsstellen

zur Verfügung gestellt. ó

nanoplus Nanosystems and

Technologies GmbH

97218 Gerbrunn

Immer auf der richtigen Wellenlänge

Das Unternehmen ist der weltweit einzige

Anbieter für monomodige Halbleiterlaser

im gesamten Wellenlängenbereich

von 760 bis 1.400 Nanometer

für die Anwendung in der Gas-Sensorik.

Für Wellenlängenbereiche bis 6.000

Nanometer hat die nanoplus GmbH ein

Quasimonopol für monomodige Halbleiterlaser

inne. Die Kunden schätzen

das Unternehmen aufgrund seiner konkurrenzlosen

Flexibilität und schnellen

Reaktionszeiten. Zudem weist es im

internationalen Wettbewerb die größte

Produkt-palette auf und ist Marktführer

seiner Branche. Zu den Kunden des

Unter-nehmens gehören alle international

führenden Hersteller von Analysenmesstechnik.

Kleine Stückzahlen mit

Sonderwellenlängen für die Wissenschaft

als auch beliebig große Produktionsvolumina

für Industriekunden werden

problemlos umgesetzt. ó

BrauKon GmbH

83370 Seeon

Bierbrauen auf Weltniveau

Die BrauKon GmbH hat sich auf den

Anlagenbau für die Brau- und Getränkeindustrie

spezialisiert und gehört zu

den weltweit führenden Technologieunternehmen.

Mehr als 30 Braumeister

und Ingenieure entwerfen und bauen

Brauanlagen auf höchstem Niveau. So

www.pixida.com

Data Analytics

10

Software

Development

Preisträger 2018

GROSSER PREIS

DES MITTEL-

STANDES

Business Services

YEARS

Cloud Solutions

of simplifying success

Engineering Services


(v.r.n.l.)

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

wurde die Hopfentechnologie, mit der

das Unternehmen Marktführer ist, neubzw.

weiter-entwickelt und ein Trubabscheide-verfahren

im Whirlpool mit neu

entwickelter Trenntechnik patentiert.

Die Camba Bavaria diente einst als Brau-

Technikum des Unternehmens. Heute

ist sie eine eigenständige State-of-the-

Art-Brauerei, die erfolgreich traditionelle

und internationale Biere braut, darunter

auch das fassgereifte Oak Aged Bier.

BrauKon engagiert sich aktiv im sozialen

Bereich. So wurde die Aktion Knochenmarkspende

Bayern „Bier für Blut“

unterstützt. ó

FORUM MEDIA GROUP GmbH

86504 Merching

Fachverlag mit Wachstum

Die FORUM MEDIA GROUP GmbH

zählt zu den 20 größten Fachverlagen

im deutschsprachigen Raum mit Niederlassungen

und Tochterunternehmen

auf vier Kontinenten. Innerhalb von

vier Jahren wuchs die FMG um rund

350 Mitarbeiter. Das Unternehmen veröffentlicht

jährlich mehr als 100 neue

Produkte. Verschiedene Kooperationen

mit mittelständischen Unternehmen für

Entwicklung, Herstellung und Vertrieb

der Produkte bestimmen den Unternehmensalltag.

Zur Nachwuchsförderung

unterhält die FMG eine Schulpartnerschaft

mit dem Gymnasium Friedberg,

um den Schülern den Arbeitsalltag

eines modernen Medien-unternehmens

näherzubringen. Unterstützung erhalten

Waisenhäuser, Kinderhospize, Tierschutzvereine,

die Kinderkrebshilfe, die

Freiwillige Feuerwehr sowie der Tafel. ó

FischerHaus GmbH & Co. KG

92439 Bodenwöhr

Fertighäuser mit Energieeffizienz

Das Familienunternehmen ist im Bereich

Fertighausbau tätig und führender

Eirenschmalz Maschinenbaumechanik

und Metallbau GmbH, Markus Eirenschmalz,

Mitglied der Geschäftsführung;

GEDA-Dechentreiter GmbH & Co. KG, Stefan

Schweitzer, kaufmännischer Leiter;

JP Industrieanlagen GmbH,

Johann Paulus, Geschäftsführer;

nanoplus Nanosystems and Technologies

GmbH, Dr. Johannes Koeth,

Geschäftsführer;

BrauKon GmbH, Markus Lohner,

Christian Nuber, Gesellschafter;

FischerHaus GmbH & Co. KG,

Barbara Fuchs, Geschäftsführerin;

FORUM MEDIA GROUP GmbH,

Norbert Bietsch, Geschäftsführer

Anbieter der Branche. Das Grundprodukt

des Unternehmens sind Fertighäuser in

Großtafelbauweise, die unter ökologischen

Gesichtspunkten mit Fokus auf

Energieeffizienz errichtet werden. Die

Variabilität der Hauskonzepte kann

problemlos auf den jeweiligen Kundenwunsch

angepasst werden. Zielgruppen

sind Paare allen Alters, woraus der Slogan

„Mit Liebe bauen“ entstand, der sich

durch die gesamte Unternehmensphilosophie

zieht. Im vergangenen Jahr hat

die FischerHaus GmbH & Co. KG eine

Ausbildungsoffensive ins Leben gerufen,

so bietet das Unternehmen neun verschiedene

Ausbildungsberufe an. Das

soziale Engagement ist breit gefächert.

Seit über zehn Jahren wird die Initiative

Plant for the planet unterstützt und

damit fast 10.000 Bäume gepflanzt. ó

37

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

…alles fließt.

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www.schambeck-automotive.de

schambeck automotive GmbH

Gewerbepark Siebenkofen 4 • 94363 Oberschneiding

Fon: 09426/8035-00 • Fax: 09426/8035-51

info@schambeck-automotive.de


Uneitelkeit und Exzellenz

Aus Grußworten und Kolumnen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

38

Meine Erwartung, nach der

Eröffnung des Abends Zeuge

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow

zu werden, wurde natürlich

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm

mit Preisverleihung, Buffet und

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,

begeisterte schon für sich gesehen

rundum. Doch inmitten der tosenden

Veranstaltung, zwischen allen optischen,

akustischen und kulinarischen Reizen,

fand ich mich im Kern aus einem noch

ganz anderen Grund staunend und

sprachlos.

Ein Finalist nach dem anderen

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während

sie über den roten Teppich die Stufen

hinauf auf die Bühne traten, erschienen

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd

stellten Helfried Schmidt und

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten

jeder Kategorie reihenweise im

Rampenlicht und nahmen ihre Preise

entgegen. Der Kontrast zwischen der

dort einerseits durchgängig beobachtbaren

Uneitelkeit der Beteiligten und

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits

konnte kaum größer sein. Mit scheuen

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen

einem kleinen Schulterzucken quittierten

diese Gewinner die Hinweise der

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer

oder Familienunternehmer

in jahrhundertelanger Tradition sind.

Höchste Kreativität und Perfektion in

der Produktherstellung, Loyalität in der

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige

Bereitschaft zur Hilfestellung

für Bedürftige kristallisierten sich in den

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.

Warum, fragte ich mich, stehen

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich

im Fokus des allgemeinen medialen

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter

dieser realen Helden unseres Wohlstandes

nicht auf den Titelseiten unserer

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk

und Fernsehen nicht ununterbrochen

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,

die durch ihren Einsatzwillen, ihre

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,

durch ihre beharrliche Motivation,

sich anderen dienstbar zu machen, das

alltägliche Leben von jedermann erleichtern

und mit Annehmlichkeiten versehen?

Blickt man nur auf die vergangenen

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt

man fest, dass es politischen Akteuren

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal

gelungen ist, das von ihnen beherrschte

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern

zu lassen. Und mit jedem Scheitern

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen

Ausmaßes verbunden, im

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen

Akteure, die die Trümmer

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend

angerichteten Chaos – einen

immer besseren Lebensstandard sicherten.

Warum lassen wir zu, dass die notorischen

Studienabbrecher und Berufslosen,

die ihr eigenes, persönliches Leben

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren

vermochten, die Lufthoheit des

öffentlichen Diskurses beherrschen und

den politischen Ton angeben? Trifft zu,

was ein Gast des Festes mir zuraunte:

„Journalisten schreiben lieber über Kevin

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer

leisten, selber gar nicht ver-

Lammetal GmbH

Ein Unternehmen

mit sozialem Auftrag


Menschen mit Behinderung als

gleichberechtigte Partner


Teilhabe am Arbeitsleben und

am Leben in der Gemeinschaft


Individuelle Entwicklung der

Fähigkeiten und Interessen

www.lammetal.net

Kontakt

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren

aus, wenn die Preisträger dieses Abends

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender

Generationen würden? Ich habe eine

Vorstellung. Und ich danke Helfried

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen

Einblick gewährt zu haben.

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg. Auszug aus

seiner Kolumne aus dem Magazin eigentümlich

frei Nr. 187.

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große

Bedeutung des Mittelstandes für die

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft

insgesamt kann man gar nicht

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch

des diesjährigen Wettbewerbes:

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:

… Die Initiative, Innovationskraft und

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen

– das sind zentrale

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich

zu gestalten.

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

des Landes Sachsen-Anhalt,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 8.9.2018 in Dresden

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen

Unternehmen wird jeden Tag

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand

forscht. Er erschließt neue Technologien

und Geschäftsfelder. Er bildet

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen

in Produktion, Qualitätssicherung,

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und

Corporate Citizenship. Er entwickelt und

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung

und ist oft Vorreiter eines innovativen

Unternehmertums. Der Mittelstand

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender

der CDU-Fraktion im Landtag

von Baden-Württemberg, Mitglied des

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg

Wir reden zu wenig über jene, die „den

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen

halten“, diejenigen, die wirklich die

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin

Willingmann, Petra Tröger

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos

der heutigen, festlichen Veranstaltung.

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste

Position. Indes erwarten Sie berechtigt

von der Politik mehr als nur deklaratorische

Anerkennung nämlich, eine

unternehmens-/ unternehmerfreundliche

Atmosphäre, denn nur sie schaffen

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft

des Wirtschaftsstandortes Deutschland

hängt in entscheidendem Maße davon

ab, wie gut es uns gelingen wird, die

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin

MdB, sprach ein Grußwort zur

Bundesgala am 27.10.2018 in Berlin ó

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PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten 2018

aus Berlin / Brandenburg

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

36

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

v.r.n.l.:

KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH,

Alexandra Knauer, Geschäftsführerin;

Körber & Körber GmbH

Präzisionsmechanik,

Benjamin Körber, Geschäftsführer;

ORAFOL Europe GmbH, Dr. Holger Loclair,

Geschäftsführender Gesellschafter;

VCAT Consulting GmbH,

Patrick Schwalger und Nico Danneberg,

Geschäftsführer

KNAUER

Wissenschaftliche Geräte GmbH

14163 Berlin

Labormessgeräte auf höchstem

technischen Niveau

Die KNAUER Wissenschaftliche Geräte

GmbH produziert und vertreibt weltweit

Labormessgeräte in der Life-Science-

Branche. Das Familienunternehmen

bietet Lösungen für Flüssigkeits-Chromatografie

und punktet mit dem Siegel

„Made in Germany“. Bei Osmometern

hält KNAUER weltweit einen Marktanteil

von 15 Prozent. Die Weiterentwicklung

der Mitarbeiter, zum Beispiel durch

Finanzierung von Fernstudien oder Meisterausbildungen

oder die Gründung

einer KNAUER Akademie, steht ebenso

im Fokus wie Nachwuchsförderung mit

dem Schülerlabor „KNAUER Entdecker

Klub“ und im Lernort-Labor des Bundesverbands

der Schülerlabore e. V.ó

Körber & Körber GmbH

Präzisionsmechanik

16547 Birkenwerder

Präzisionsmechanik sogar im All

Die Körber & Körber GmbH Präzisionsmechanik

hat sich auf die Fertigung

komplexer Fräs- und Drehteile als Einzelanfertigung

oder in Kleinserien spezialisiert.

Einsatz finden die Produkte des

Unternehmens in Operationssälen, Flugzeugen,

Teilchenbeschleunigern und auf

der ISS. Das Unternehmen fußt auf drei

Säulen: Technologie und Digitalisierung,

ein starkes, hochqualifiziertes Team

und ein Höchstmaß an Service. Soziales

Engagement zeigt das Unternehmen

bei der erfolgreichen Integration von

Langzeitarbeitslosen und Menschen mit

Behinderung. ó

ORAFOL Europe GmbH

16515 Oranienburg

Hochleistungsfolien weltweit

Das Familienunternehmen ist für die

Bereiche Graphic Innovations, Reflective

Solutions und Adhesive Tape Systems

weltweit bekannt. Mit einem Händlernetz

in mehr als 100 Ländern zählt

ORAFOL im Bereich Graphic Innovations

zu den global führenden Anbietern

für selbstklebende grafische Produkte.

Innerhalb der letzten Jahrzehnte ist die

ORAFOL Europe GmbH stark gewachsen

mit einen Produktionsstandort in Black

Creek (USA), in Dubai,der Türkei und

Australien und mit der Übernahme der

Reflexite Corporation mit Sitz in China,

Südafrika, Australien, Japan, Taiwan,

Kanada und Irland. ó

VCAT Consulting GmbH

14482 Potsdam

IT-Dienstleister für

hochkomplexe Sozialthemen

Die VCAT Consulting GmbH hat sich

auf den Bereich Web-Entwicklung mit

Schwerpunkt Open Source Veredelung

spezialisiert und agiert als Entwicklungsabteilung

dynamisch und projektbasiert

in Bezug auf Programmierung

und Support. Grundsätzlich bildet das

Unternehmen die komplette Wertschöpfungskette

von Internetprojekten

ab. Dank des Know-hows konnte sich

der Umsatz innerhalb der letzten vier

Jahr mehr als verdoppeln. Die VCAT Consulting

GmbH gehört zu den wenigen

Unternehmen bundesweit, die eine Ausbildung

zum Mathematisch-Technischen

Softwareentwickler anbieten. ó


Brandenburg boomt!

© www.hoffotografen.de

Grußwort von Dr. Dietmar Woidke,

Ministerpräsident des Landes Brandenburg,

zum „Großen Preis des Mittelstandes“

2018

Deutschlands Wirtschaft wächst und

die positive Entwicklung der monatlichen

Arbeitsmarktzahlen geben Anlass

zur Freude. Daran hat der Mittelstand

durch sein Verantwortungsbewusstsein,

die Leistungsfähigkeit und den Innovationswillen

großen Anteil. Die mittelständischen

Unternehmen sind auf

den globalen Märkten ebenso souverän

unterwegs wie in ihren Heimatregionen.

Sie fühlen sich ihren Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmern genauso verpflichtet

wie ihrer Region. Daher ist es ihnen

eine Selbstverständlichkeit, sich desgleichen

für den gesellschaftlichen Zusammenhalt

zu engagieren. Das zeichnet sie

als Kandidaten zur Nominierung für den

„Großen Preis des Mittelstandes“ aus.

Auch in den Brandenburger Unternehmen

treffen Beständigkeit und

unternehmerische Risikobereitschaft,

Tradition und Visionen aufeinander, mit

dem Bewusstsein der Verantwortlichkeit

gegenüber nachfolgenden Generationen.

Aber Fachkräfte werden knapp,

zu viele junge Menschen suchten nach

1990 andernorts nach Ausbildungs- und

Arbeitsplätzen. Die Situation ist heute

eine andere, das Land boomt. Es bietet

neue Möglichkeiten und beste Perspektiven

in der eigenen Heimat. Daher

gibt es hier inzwischen zahlreiche lokale

Rückkehrer-Initiativen, die denjenigen,

die in die Orte ihrer Kindheit bzw. die

Nähe von Familie oder Freunde zurückkehren

wollen, Unterstützung anbieten.

Unser gemeinsames Ziel ist es, dass

Brandenburg eine moderne, attraktive

Heimat für alle ist.

Da volkswirtschaftlicher Erfolg

immer auf einem Zusammenwirken

mehrerer Partner basiert, ist es naheliegend,

dass zum Kreis der Vorgeschlagenen

für den Mittelstandspreis zugleich

wirtschaftsfreundliche Kommunen

sowie mittelstandsfreundliche Banken

und Kreditinstitute zählen. Die Auszeichnung

ist sowohl eine Bestätigung der

geleisteten Arbeit als auch eine Ermutigung,

diese fortzusetzen. Sie hebt

Tugenden, vorbildhaftes Handeln sowie

besondere Stärken hervor und lädt zum

Nachahmen hervorragender Ideen oder

kreativer Ansätze ein.

Ich gratuliere allen Nominierten und

wünsche weiterhin gedeihliches Agieren

sowie eine unterhaltsame Preisverleihung

mit vielen angenehmen Begegnungen.

ó

37

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Aus dem Mut zu Neuem entstehen

Perspektiven

© Lena Giovanazzi

Grußwort von Michael Müller, Regierender

Bürgermeister von Berlin, zum

„Großen Preis des Mittelstandes“ 2018

Der „Große Preis des Mittelstandes“ ist

seit nunmehr 24 Jahren eine begehrte

Auszeichnung für wirtschaftliches

Know-how, unternehmerische Verantwortung

und Innovationsgeist. Mit dem

diesjährigen Motto „Zukunft gestalten“

setzt der Wettbewerb eine Überschrift,

die inspiriert und antreibt.

In Zeiten von Digitalisierung, Globalisierung

und Wachstum stehen Unternehmen

vor großen Herausforderungen

und müssen Antworten finden, um im

Strom der Entwicklungen mitzuhalten.

Gleichzeitig sind viele Unternehmen

auch Taktgeber dieser Entwicklung mit

neuen Geschäftsmodellen, Produkten

und Innovationen. Unzählige Start-ups

beflügeln die Städte und verändern die

Struktur und Dynamik der Wirtschaft. Es

zeigt sich an vielen Stellen: Die Digitalisierung

ist ein Motor, der auch für den

Mittelstand Chancen bietet.

Viele mittelständische Unternehmen

zeigen in dieser Zeit des Wandels,

dass Tradition und Innovation zusammengehören.

Dass aus dem Mut zu

Neuem neue Perspektiven entstehen

– für wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens

und für die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. Leistungsbereitschaft,

Verantwortung, Innovationsgeist und

Zukunftsglauben sind die Triebfedern,

die den Mittelstand voranbringen.

Und an den über 4.900 Nominierungen

für den „Großen Preis des Mittelstandes“

zeigt sich, dass der Mittelstand

damit großen Erfolg hat. Und es sind

diese Leistungen, die die Oskar-Patzelt-

Stiftung seit 24 Jahren motivieren, das

mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“

auszuzeichnen. Für den Mittelstand

ist alleine der Wettbewerb ein Erfolg,

denn er rückt Kompetenz und Leistung

des Teils der Wirtschaft in den Blickpunkt,

der sonst weniger im Rampenlicht

steht. Ich freue mich über diese

Würdigung und gratuliere allen Preisträgern

sehr herzlich. Genießen Sie die

große Abschlussgala in Berlin, lassen Sie

sich feiern und machen Sie so weiter! ó


Uneitelkeit und Exzellenz

Aus Grußworten und Kolumnen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

38

Meine Erwartung, nach der

Eröffnung des Abends Zeuge

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow

zu werden, wurde natürlich

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm

mit Preisverleihung, Buffet und

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,

begeisterte schon für sich gesehen

rundum. Doch inmitten der tosenden

Veranstaltung, zwischen allen optischen,

akustischen und kulinarischen Reizen,

fand ich mich im Kern aus einem noch

ganz anderen Grund staunend und

sprachlos.

Ein Finalist nach dem anderen

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während

sie über den roten Teppich die Stufen

hinauf auf die Bühne traten, erschienen

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd

stellten Helfried Schmidt und

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten

jeder Kategorie reihenweise im

Rampenlicht und nahmen ihre Preise

entgegen. Der Kontrast zwischen der

dort einerseits durchgängig beobachtbaren

Uneitelkeit der Beteiligten und

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits

konnte kaum größer sein. Mit scheuen

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen

einem kleinen Schulterzucken quittierten

diese Gewinner die Hinweise der

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer

oder Familienunternehmer

in jahrhundertelanger Tradition sind.

Höchste Kreativität und Perfektion in

der Produktherstellung, Loyalität in der

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige

Bereitschaft zur Hilfestellung

für Bedürftige kristallisierten sich in den

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.

Warum, fragte ich mich, stehen

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich

im Fokus des allgemeinen medialen

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter

dieser realen Helden unseres Wohlstandes

nicht auf den Titelseiten unserer

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk

und Fernsehen nicht ununterbrochen

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,

die durch ihren Einsatzwillen, ihre

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,

durch ihre beharrliche Motivation,

sich anderen dienstbar zu machen, das

alltägliche Leben von jedermann erleichtern

und mit Annehmlichkeiten versehen?

Blickt man nur auf die vergangenen

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt

man fest, dass es politischen Akteuren

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal

gelungen ist, das von ihnen beherrschte

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern

zu lassen. Und mit jedem Scheitern

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen

Ausmaßes verbunden, im

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen

Akteure, die die Trümmer

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend

angerichteten Chaos – einen

immer besseren Lebensstandard sicherten.

Warum lassen wir zu, dass die notorischen

Studienabbrecher und Berufslosen,

die ihr eigenes, persönliches Leben

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren

vermochten, die Lufthoheit des

öffentlichen Diskurses beherrschen und

den politischen Ton angeben? Trifft zu,

was ein Gast des Festes mir zuraunte:

„Journalisten schreiben lieber über Kevin

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer

leisten, selber gar nicht ver-

Lammetal GmbH

Ein Unternehmen

mit sozialem Auftrag


Menschen mit Behinderung als

gleichberechtigte Partner


Teilhabe am Arbeitsleben und

am Leben in der Gemeinschaft


Individuelle Entwicklung der

Fähigkeiten und Interessen

www.lammetal.net

Kontakt

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren

aus, wenn die Preisträger dieses Abends

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender

Generationen würden? Ich habe eine

Vorstellung. Und ich danke Helfried

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen

Einblick gewährt zu haben.

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg. Auszug aus

seiner Kolumne aus dem Magazin eigentümlich

frei Nr. 187.

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große

Bedeutung des Mittelstandes für die

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft

insgesamt kann man gar nicht

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch

des diesjährigen Wettbewerbes:

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:

… Die Initiative, Innovationskraft und

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen

– das sind zentrale

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich

zu gestalten.

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

des Landes Sachsen-Anhalt,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 8.9.2018 in Dresden

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen

Unternehmen wird jeden Tag

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand

forscht. Er erschließt neue Technologien

und Geschäftsfelder. Er bildet

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen

in Produktion, Qualitätssicherung,

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und

Corporate Citizenship. Er entwickelt und

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung

und ist oft Vorreiter eines innovativen

Unternehmertums. Der Mittelstand

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender

der CDU-Fraktion im Landtag

von Baden-Württemberg, Mitglied des

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg

Wir reden zu wenig über jene, die „den

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen

halten“, diejenigen, die wirklich die

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin

Willingmann, Petra Tröger

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos

der heutigen, festlichen Veranstaltung.

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste

Position. Indes erwarten Sie berechtigt

von der Politik mehr als nur deklaratorische

Anerkennung nämlich, eine

unternehmens-/ unternehmerfreundliche

Atmosphäre, denn nur sie schaffen

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft

des Wirtschaftsstandortes Deutschland

hängt in entscheidendem Maße davon

ab, wie gut es uns gelingen wird, die

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin

MdB, sprach ein Grußwort zur

Bundesgala am 27.10.2018 in Berlin ó

39

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten 2018 aus Hessen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

36

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

(v.r.n.l.)

Roth Industries GmbH & Co. KG,

Manfred Roth, Präsident;

sera GmbH, Carsten Rahier,

geschäftsführender Gesellschafter;

Alexander Binzel Schweisstechnik

GmbH & Co. KG, Holger Saalmann,

Leiter Controlling;

Pedex GmbH, Florian Kisling, CEO;

WIKUS-Sägenfabrik Wilhelm H. Kullmann

GmbH & Co.KG, Dr. Jörg H. Kullmann und

Michael Möller, Geschäftsführer

Roth Industries GmbH & Co. KG

35232 Dautphetal

Vom Handwerksbetrieb zum

Weltmarktführer

Als Handwerksbetrieb 1947 gegründet,

entwickelte sich Roth Industries zum

Welt-marktführer für Flächenheiz- und

Kühlsysteme, Energiespeichersysteme

und Composite Technologie und ist bis

heute Familienunternehmen geblieben.

Roth Industries beschäftigt mehr

als 1.200 Mitarbeiter und 77 Auszubildende.

Etwa 70 Prozent der Mitarbeiter

sind in Deutschland tätig. Dank der

stetigen Förderung von Produkt- und

Prozessinnovationen erhielten sie zahlreiche

Innovationspreise. Die erste Filament-Winding-Anlage

zur Massenproduktion

von Gasdruckbehältern sei hier

genannt. Die Innovationskraft zeigt sich

in 51 Patenten und Gebrauchsmustern.

Roth Industries fördert nicht nur seine

Beschäftigten, sondern engagiert sich

auch gesellschaftlich sehr stark. ó

sera GmbH

34376 Immenhausen

Flüssigkeiten und Gase exakt dosiert

Seit der Firmengründung 1945 steht der

Name sera für Qualität, Innovationskraft,

Kompetenz, Innovation, Zuverlässigkeit

und Flexibilität auf dem Gebiet der

Dosier- und Kompressorentechnik von

Flüssigkeiten und Gasen, als weltweit

operierendes Familienunternehmen. Die

sera GmbH unterhält weltweit mehr als

30 Repräsentanzen. Das Unternehmen

hält mehrere Patente und Gebrauchsmuster

sowie acht eingetragene Marken,

die sowohl national als auch international

geschützt sind.

Die sera GmbH engagiert sich als

Sponsor für den Kinderschutzring e. V.

der Gesamtschule Immenhausen, den

Kinderhospiz Mitteldeutschland e. V., für

den Handball-Bundesligisten MT Melsungen.

Das Unternehmen ist darüber

hinaus Mitglied des Fördervereins „Omaruru

Children’s Haven“ in Namibia.ó

Alexander Binzel

Schweißtechnik GmbH & Co. KG

35418 Buseck

Damit die Schweißnaht sitzt

Das 1945 gegründete Schweißtechnik-

Unternehmen etablierte 1997 die Marke

ABICOR als globale Dachmarke. Insgesamt

1.200 Angestellte arbeiten für die

Unternehmensgruppe. Mit mehr als 20

Exklusivpartnern und 35 Tochtergesellschaften

ist die ABICOR BINZEL Unternehmensgruppe

in über 50 Ländern

präsent. Gefertigt wird im Stammhaus

in Buseck und in Dresden sowie in den

USA, Brasilien, Indien, China und Russland.

Bereits früh spezialisierte sich das

Unternehmen auf die Entwicklung und

Produktion von Schutzgasschweiß- und

-schneidbrennern. Seither ist technologischer

Fortschritt das Markenzeichen des

Unternehmens. Binzel unterstützt den

Elternverein für leukämie- und krebskranke

Kinder, Gießen e. V. und das Diakonische

Werk Gießen. ó

Pedex GmbH

69483 Wald-Michelbach-Affolterbach

Weltspitze für saubere Zähne

Die Pedex GmbH hat eine über 50jährige

Tradition und ist internationaler Marktführer

in der Entwicklung und Produktion

innovativer Zahnbürsten-borsten.

Einzigartig im europäischen Dentalfilamentmarkt

ist das Unternehmen mit

seiner von ihm entwickelten Coextrusionstechnik.

Bei der Forschung und Entwicklung

arbeitet die Pedex GmbH mit

vielen Partnern wie dem Forschungszentrum

Jülich und dem Deutschen Zentrum

für Luft- und Raumfahrt zusammen.

Pedex hält aktuell 44 Patente. So

entwickelt es gemeinsam mit allen

fünf großen Konsumgüterherstellern

gemeinsame Projekte. Die Pedex GmbH

ist optimal in der Region verankert und

unterstützt seine Mitarbeiter bei der

Ausübung ehrenamtlicher Tätigkeiten.ó


WIKUS-Sägenfabrik

Wilhelm H. Kullmann GmbH & Co. KG

34286 Spangenberg

Präzision an der Schnittstelle

Die WIKUS-Sägenfabrik wurde 1958 in

Spangenberg von Wilhelm Hubert Kull-

mann gegründet. Das Unternehmen

produziert Präzisionssägebänder. Es ist

Weltmarktführer beim Sägen von Metall

und Europas größter Sägebandhersteller.

So werden heute in der Automobilproduktion

Europas, Amerikas die Zylinderköpfe

zu einem sehr hohen Prozentsatz

mit FUTURA PLUS oder ECODUR Sägebändern

aus Spangenberg bearbeitet.

Derzeit sind 590 Mitarbeiter und 24 Auszubildende

bei WIKUS beschäftigt. Zwei

neue Patente wurden WIKUS allein im

Jahr 2017 erteilt. ó

Finalisten 2018

aus Mecklenburg-Vorpommern

37

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

v.r.n.l.:

RoweMed AG - Medical 4 Life,

Dr. Dirk Forberger, Vorstandsvorsitzender;

Stralsunder Möbelwerke GmbH,

Guido Krüger, Geschäftsführer;

MEDIA MARKT

TV-HiFi--Elektro GmbH Stralsund,

Torsten Grundke, Geschäftsführender

Gesellschafter;

LBG Landbetriebsgesellschaft

Rehberg mbH, Christa-Maria Wendig,

Geschäftsführerin

RoweMed AG

19370 Parchim

Weltmarktfähige Medizintechnik

aus Parchim

Die im Jahr 2000 gegründete Rowe-

Med AG entwickelt, produziert und vertreibt

innovative Spezialprodukte aus

Kunststoff für die Medizintechnik. Die

Rowe-Infusionspumpe funktioniert als

erste weltweit ohne zusätzlichen elektrischen

Antrieb. Der Patient bleibt mobil

und muss nicht mehr stationär behandelt

werden. Mittlerweile sind mehr als

100 Mitarbeiter bei der RoweMed AG

beschäftigt. Als produzierendes Medizintechnik-Unternehmen

ist es gemäß

DIN EN ISO 13485 zertifiziert. RoweMed

pflegt enge Kontakte zu den Universitäten

Rostock und Greifswald, den

Hochschulen Wismar und Lübeck sowie

den Fachhochschulen in Stralsund und

Wildau. ó

Stralsunder Möbelwerke GmbH

18437 Stralsund

Moderne Möbel mit Tradition

Die Stralsunder Möbelwerke GmbH ist

ein Traditionsunternehmen mit einer

65jährigen Geschichte. Kerngeschäft

ist die Produktion von Wohnraummöbeln,

die deutschland- und EU-weit

vertrieben werden. Auf 6.800 qm Produktionsfläche

werden zusätzlich Büro-,

Esszimmer- und Objektmöbel für Ferienappartements

und Hoteleinrichtungen

produziert. Technische Modernisierung

in die EDV-Infrastruktur, die Digitalisierung

und Robotik sowie ständige Produktinnovationen

sind die Schlüssel

zum Erfolg. 64 Mitarbeitern und zehn

Auszubildenden arbeiteten im Jahr 2017

im Unternehmen. Flexible Arbeitszeiten

und zahlreiche gemeinsame Aktivitäten

fördern den Zusammenhalt der Belegschaft.

Das Unternehmen engagiert sich

vielfältig in der Region. ó


PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

38

LBG Landbetriebsgesellschaft

Rehberg mbH

17348 Woldegk

Weltmarktfähige Landwirtschaft in

Familienhand

Die Landbetriebsgesellschaft ist mit

1.850 Hektar Fläche ein erfolgreicher

landwirtschaftlicher Großbetrieb. Mit

14 Mitarbeitern produziert sie Marktfrüchte

wie Raps, Weizen, Gerste, Silomais

und Zuckerrüben. 2012 übernahm

Christa-Maria Wendig das Unternehmen

vom Vater. Die 500-kW-Biogasanlage

mit eigener Beschickungseinrichtung,

erzeugt jährlich bis zu 4,2 Mio. Kilowattstunden

Strom. Die LBG trägt zur Energie-

und regenerativen Rohstoffgewinnung

bei und legte eigene Blühflächen

für Bienen zur Honiggewinnung an. Ein

weiteres Standbein ist die Schafhaltung.

Die LBG ist anerkannter Ausbildungsbetrieb

und engagiert sich in der Region

in Bildung, Soziales, Sport und Kultur. ó

MediaMarkt TV-HiFi-Elektro GmbH

Stralsund

18437 Stralsund

HiFi und Co.

Die MediaMarkt TV-HiFi-Elektro GmbH

Stralsund hat eine starke lokale Marktpräsenz,

die künftig mit Multi-Channel-

Aktivitäten weiter ausgebaut wird. Das

Unternehmen beschäftigt 60 Mitarbeiter

und neun Auszubildende. Über fünfzig

Praktikanten und Werkstudenten

waren überdies allein 2017 im Unternehmen

tätig. Mit dem Projekt „Startklar“,

das den Kunden beim Einrichten

seines Notebooks oder Smartphones

unterstützt und das mittlerweile über

die Grenzen von Stralsund hinaus in der

gesamten Bundesrepublik Umsetzung

findet, zeigt der Media Markt Stralsund

seine hohe Innovationskraft. Regionales

Engagement zeigt das Unternehmen

mit der Einrichtung eines Snoezel-Raums

für behinderte Schülerinnen

und Schüler sowie der Unterstützung

des Stralsunder Handballverein und des

Segelsports. ó

Finalisten 2018

aus Schleswig-Holstein / Hamburg

Krüger und Salecker Maschinenbau

GmbH & Co. KG

23611 Bad Schwartau

Exzellenter Maschinenbau

Made in Germany

Krüger und Salecker Maschinenbau

GmbH & Co. KG vertreibt weltweit

Maschinen und Anlagen, die die Produkte

ihrer Kunden in Form bringen.

Dazu zählen Süßwaren wie das Lübecker

Marzipan, aber auch Tierfutter, Knetgummis

oder Duftkerzen. Der selbst

entwickelte Cerealienformer ist für die

Herstellung von Health-, Lowfat- und

Superfruitprodukten geeignet und geht

so auch mit den neuesten Trends der

Branche mit. Heute sind die Maschinen

des Unternehmens auf den unterschiedlichsten

Märkten gefragt: Qualität

Made in Germany. Das 1948 gegründete

Unternehmen beschäftigt heute

48 Mitarbeiter und ist ein IHK-ausgezeichneter

Ausbildungsbetrieb. Ein offener

Umgang mit Kritik sowie die Wertschätzung

intensiver Kommunikation

sorgen für Transparenz und Offenheit. In

Zusammenarbeit mit lokalen Bildungseinrichtungen

absolvieren Schüler ein

Wirtschaftspraktikum bei Krüger und

Salecker. ó

Lammetal GmbH

Ein Unternehmen

mit sozialem Auftrag


Menschen mit Behinderung als

gleichberechtigte Partner


Teilhabe am Arbeitsleben und

am Leben in der Gemeinschaft


Individuelle Entwicklung der

Fähigkeiten und Interessen

www.lammetal.net

Kontakt

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

Henry Kruse GmbH & Co. KG

24537 Neumünster

Vollversorger mit Tradition

und Zukunft

Die Henry Kruse GmbH & Co. KG versorgt

als Fachgroßhandel vor allem die

Marktsegmente Hotellerie, Restaurants,

Catering und Retail, Gesundheitswesen

sowie Gebäudereinigung, Industrie und

Verwaltung. Während das Sortiment bei

der Gründung durch Henry Kruse 1934

noch auf Reinigungsmittel, Seifen und

Bohnerwachse beschränkt war, umfasst

es heute 22.000 verschiedene Produkte.

Dazu gehören auch Medical-Produkte

für Krankenhäuser. Bei Bedarf verantwortet

Henry Kruse die Feinlogistik bis

in den Operationssaal hinein. In 3. Generation

beschäftigt das Unternehmen

heute 201 Mitarbeiter und 19 Auszubildende

sowie Praktikanten und Werkstudenten.

Mitarbeiter können aus rund

60 verschiedenen Weiterbildungsseminaren

auswählen. 120.000 Euro Geldund

Sachspenden wurden in den letzten

vier Jahren in diversen sozialen Engagements

investiert. ó

VisiConsult X-ray

Systems & Solutions GmbH

23617 Stockelsdorf

Röntgensysteme auf Weltniveau

Es gibt nur vier Global Player im Bereich

der Röntgenbildverarbeitung. Drei sind

Aktiengesellschaften. Einer ist die Visi-

Consult X-ray Systerms & Solutions. Der

(v.r.n.l.)

Henry Kruse GmbH & Co. KG,

Kai Kruse und Jens Braasch,

Geschäftsführer;

VisiConsult X-ray

Systems & Solutions GmbH,

Hajo Schulenburg, Geschäftsführer;

Krüger & Salecker Maschinenbau

GmbH & Co. KG,

Jörg Maskow, CEO

Mittelständler punktet mit seiner seiner

Flexibilität und Innovationsfreudigkeit

und wurde als das am viertschnellsten

wachsende deutsche Unternehmen im

Anlagenbau ausgezeichnet. VisiConsult

ist einziger globaler Anbieter von kundenspezifischen

Röntgenprüfsystemen

zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung

und beschäftigt neben 51 Mitarbeitern

8 Praktikanten, 10 Werkstudenten und

2 geflüchtete Menschen. Visi-Consult

bietet Gleitzeit und Home-Office sowie

diverse Sportangebote wie eine eigene

Kletterwand oder einen Lauftreff. Visi-

Consult unterstützt unter anderem eine

Schule für taubstumme Kinder in Kenia.

Fast alle Systemkomponenten stammen

aus einem Umkreis von 100 Kilometern,

wodurch die Region gestärkt und unterstützt

wird. ó

39

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten 2018

aus Niedersachsen / Bremen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

36

Kardiologisch-Angiologische Praxis

Herzzentrum Bremen

28277 Bremen

Ein starkes Netzwerk für die

Gesundheit

Die Bremer Gemeinschaftspraxis von

Herz- und Gefäßspezialisten ist die

zweitgrößte ihrer Art in Deutschland.

1989 gegründet, erbringen mittlerweile

14 ärztliche Partner, etwa zehn angestellte

Ärzte sowie weit mehr als 100

medizinische Fachkräfte für 50.000

Patienten bei annähernd 100.000 Terminen

jährlich alle Dienstleistungen

der modernen Medizin ihres Fachgebiets.

Hier steht das modernste Herzkathederlabor

Norddeutschlands, das in

puncto Patientenkomfort und Vermeidung

unnötiger Strahlungen höchstes

Niveau erreicht. Die Mediziner engagieren

sich auch sozial. So wurde einem

geflüchteten syrischen Arzt geholfen,

im deutschen Gesundheitswesen Fuß

zu fassen. Die Ausstattung von Nachwuchsmannschaften

mit Spielkleidung

gehört ebenso zum Engagement wie

die ehrenamtliche Betreuung von Laufveranstaltungen

oder die Unterstützung

des Fördervereins der Bremer Philharmoniker

und der musikalischen Landschaft

in Bremen. ó

Heino Mühlenbeck Fleischwaren GmbH

27619 Schiffdorf-Spaden

Mit leckeren Grillwürsten zum Erfolg

Seit genau 110 Jahren geht’s bei der

Heino Mühlenbeck Fleischwaren GmbH

um die Wurst. Etwa 40 Mitarbeiter

produzieren Brüh- und Bratwürste,

Kochwurstsorten und Kochpökelprodukte,

Mettwürste und Rohpökelwaren,

hausgemachte Menüs und Suppen;

und sogar Grillwürste aus exklusiven

Fleischsorten wie Wasserbüffel, Galloway

oder Hirsch. Innovativ ist die Idee

eines Wurstautomaten „Tante-Emma-

Laden“ mit einer ausgereiften Kühlund

Frostschutztechnik für Grillfleisch,

Salate und Grillwürste. Seit 2015 investierte

Mühlenbeck rund fünf Mio. Euro.

Zwei eigene Heizkraftwerke produzieren

Strom und Warmwasser, eine eigene Trafostation

sorgt für Energie, unabhängig

vom Ortsnetz. Seit 2016 besteht eine

Kooperation mit den Bremerhavener

Eishockey-Profis „Fischtown Pinguins“

und mit EDEKA Minden-Hannover. Dafür

wurde ein neues Produkt, die Fischtown

Currywurst im Becher entwickelt. Teile

des Verkaufserlöses fließen in die Nachwuchsarbeit

des Vereins. ó

Lammetal GmbH Gemeinnützige

Lebenshilfe Einrichtungen

31195 Lamspringe

Unternehmen mit sozialem Auftrag

In einem Einzelhandelsfachgeschäft

werden fünf Menschen mit Behinderung

als Einzelhandelsfachkraft qualifiziert

und verkaufen überwiegend

Produkte, die durch 24 Mitarbeiter mit

Behinderung selbst hergestellt wurden.

So arbeitet die anerkannte Rehabilitationseinrichtung

Lammetal. Die 200

Mitarbeiter entdecken die individuellen

Stärken der 400 Werkstattbeschäftigten

mit geistiger und körperlicher Behinderung

und verbessern ihre Lebensqualität

durch Maßnahmen beruflicher Bildung

in verschiedenen Berufsfeldern. Ein

Novum ist ein neues Wohnangebot für

Menschen mit Autismus. Zusammen mit

der Kirchengemeinde Lamspringe werden

Deutschkurse für Flüchtlinge sowie

Sprach- und Arbeitspraktika durchgeführt.

Auf Jobmessen zeigt das Unternehmen

auch ein besonderes Patent:

ein hölzernes Schaukelpferd, das seit 40

Jahren zum Markenzeichen formschöner

Holzprodukte aus Lammetal geworden

ist. ó


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

pb+ Ingenieurgruppe AG

28199 Bremen

Brücken zur Verständigung zwischen

Architekt und Investor

Die pb+ Ingenieurgruppe GmbH entwickelte

sich in den letzten 20 Jahren

zum Marktführer für Bauplanung und

Bauprüfung in der Region Bremen mit

45 Beschäftigten. Zahlreiche Produktinnovationen

verließen schon das Büro

von pb+. So wurde eine Brücke aus Kohlenstofffaser-verstärkten

Kunststoffen

entwickelt und pb+ machte sich beim

Korrosionsschutz bei Windenergieanlagen

sowie neuartigen Lärmschutzanlagen

entlang von Hochgeschwindigkeitsbahnstrecken

verdient. Finanziell und

personell werden unter anderem der

jährlich ausgelobte Schülerwettbewerb

der Ingenieurkammer Bremen zur Nachwuchsförderung

technischer Berufe und

der jährlich gemeinsam von der Hochschule

Bremen und dem Verband der

beratenden Ingenieure (VBI) ausgelobte

Studentenpreis für Bauingenieur- und

Architekturstudenten unterstützt. ó

Ruwac Industriesauger GmbH

49328 Melle

Spezialsauger für heikle Stoffe

1976 gegründet, hat sich die Ruwac

Industriesauger GmbH mit 150 Mitarbeitern

weltweit als Entwickler und

Produzent von Spezialsaugern für jede

Anwendungsart etabliert. Ganz gleich

ob Aluminium oder Asbest, Schaum

oder Späne, unabhängig von Zusammensetzung

oder Aggregatzustand

- ein Industriesauger von Ruwac wird

(v.r.n.l.):

Lammetal GmbH Gemeinnützige

Lebenshilfe Einrichtungen,

Carolin Reulecke, Geschäftsführerin;

Ruwac Industriesauger GmbH,

Sebastian Jendrny, Leiter Vertrieb;

pb+ Ingenieurgruppe AG,

Lothar Köster, Heiner Richter, Prokuristen;

Kardiologisch-Angiologische Praxis

Herzzentrum Bremen, Lena Oberascher,

Assistenz der Geschäftsführung;

Heino Mühlenbeck Fleischwaren GmbH,

Gebhard Buck, Geschäftsführer

mit allen Medien fertig. So ermöglicht

der Funkenfallensauger das gefahrlose

Absaugen von Schleifpartikeln. Glühende

Funken finden dabei ihren Weg

in eine Art Falle und werden danach in

einem Rohrsystem abgekühlt. Da der

Trockensauger von Ruwac als Einziger

auf dem Markt hoch explosive Aluminiumstäube

aufnehmen darf, haben führende

Autohersteller in ihren Werkstätten

weltweit zertifizierte Arbeitsplätze

mit Staubsaugern von Ruwac ausstatten

lassen. Erfolgreichstes neues Geschäftsfeld

sind darüber hinaus 3-D-Drucker, die

sich zunehmend in der Industrie etablieren.

Dort anfallende Stäube verlangen

modernste Industriesauger. ó

37

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

ASTRO Motoren GmbH & Co. KG

Tel.: (0) 47 43 / 27 69 0 · astro@astro-motoren.de · www.astro-motoren.de

Zu Land, im Wasser, unter Wasser,

in der Luft und im Weltall

Elektrokleinmotoren bis 200 Watt

nach Kundenwunsch- in Millionen

verschiedener Kombinationen

2017

Debstedt · Große Beek 7 · 27607 Geestland


Uneitelkeit und Exzellenz

Aus Grußworten und Kolumnen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

38

Meine Erwartung, nach der

Eröffnung des Abends Zeuge

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow

zu werden, wurde natürlich

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm

mit Preisverleihung, Buffet und

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,

begeisterte schon für sich gesehen

rundum. Doch inmitten der tosenden

Veranstaltung, zwischen allen optischen,

akustischen und kulinarischen Reizen,

fand ich mich im Kern aus einem noch

ganz anderen Grund staunend und

sprachlos.

Ein Finalist nach dem anderen

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während

sie über den roten Teppich die Stufen

hinauf auf die Bühne traten, erschienen

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd

stellten Helfried Schmidt und

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten

jeder Kategorie reihenweise im

Rampenlicht und nahmen ihre Preise

entgegen. Der Kontrast zwischen der

dort einerseits durchgängig beobachtbaren

Uneitelkeit der Beteiligten und

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits

konnte kaum größer sein. Mit scheuen

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen

einem kleinen Schulterzucken quittierten

diese Gewinner die Hinweise der

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer

oder Familienunternehmer

in jahrhundertelanger Tradition sind.

Höchste Kreativität und Perfektion in

der Produktherstellung, Loyalität in der

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige

Bereitschaft zur Hilfestellung

für Bedürftige kristallisierten sich in den

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.

Warum, fragte ich mich, stehen

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich

im Fokus des allgemeinen medialen

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter

dieser realen Helden unseres Wohlstandes

nicht auf den Titelseiten unserer

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk

und Fernsehen nicht ununterbrochen

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,

die durch ihren Einsatzwillen, ihre

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,

durch ihre beharrliche Motivation,

sich anderen dienstbar zu machen, das

alltägliche Leben von jedermann erleichtern

und mit Annehmlichkeiten versehen?

Blickt man nur auf die vergangenen

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt

man fest, dass es politischen Akteuren

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal

gelungen ist, das von ihnen beherrschte

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern

zu lassen. Und mit jedem Scheitern

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen

Ausmaßes verbunden, im

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen

Akteure, die die Trümmer

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend

angerichteten Chaos – einen

immer besseren Lebensstandard sicherten.

Warum lassen wir zu, dass die notorischen

Studienabbrecher und Berufslosen,

die ihr eigenes, persönliches Leben

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren

vermochten, die Lufthoheit des

öffentlichen Diskurses beherrschen und

den politischen Ton angeben? Trifft zu,

was ein Gast des Festes mir zuraunte:

„Journalisten schreiben lieber über Kevin

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer

leisten, selber gar nicht ver-

Lammetal GmbH

Ein Unternehmen

mit sozialem Auftrag


Menschen mit Behinderung als

gleichberechtigte Partner


Teilhabe am Arbeitsleben und

am Leben in der Gemeinschaft


Individuelle Entwicklung der

Fähigkeiten und Interessen

www.lammetal.net

Kontakt

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren

aus, wenn die Preisträger dieses Abends

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender

Generationen würden? Ich habe eine

Vorstellung. Und ich danke Helfried

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen

Einblick gewährt zu haben.

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg. Auszug aus

seiner Kolumne aus dem Magazin eigentümlich

frei Nr. 187.

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große

Bedeutung des Mittelstandes für die

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft

insgesamt kann man gar nicht

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch

des diesjährigen Wettbewerbes:

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:

… Die Initiative, Innovationskraft und

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen

– das sind zentrale

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich

zu gestalten.

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

des Landes Sachsen-Anhalt,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 8.9.2018 in Dresden

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen

Unternehmen wird jeden Tag

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand

forscht. Er erschließt neue Technologien

und Geschäftsfelder. Er bildet

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen

in Produktion, Qualitätssicherung,

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und

Corporate Citizenship. Er entwickelt und

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung

und ist oft Vorreiter eines innovativen

Unternehmertums. Der Mittelstand

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender

der CDU-Fraktion im Landtag

von Baden-Württemberg, Mitglied des

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg

Wir reden zu wenig über jene, die „den

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen

halten“, diejenigen, die wirklich die

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin

Willingmann, Petra Tröger

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos

der heutigen, festlichen Veranstaltung.

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste

Position. Indes erwarten Sie berechtigt

von der Politik mehr als nur deklaratorische

Anerkennung nämlich, eine

unternehmens-/ unternehmerfreundliche

Atmosphäre, denn nur sie schaffen

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft

des Wirtschaftsstandortes Deutschland

hängt in entscheidendem Maße davon

ab, wie gut es uns gelingen wird, die

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin

MdB, sprach ein Grußwort zur

Bundesgala am 27.10.2018 in Berlin ó

39

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten 2018

aus Nordrhein-Westfalen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

36

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

(v.r.n.l.)

Pix Software GmbH,

David-Andreas Bergens, CEO;

PFLITSCH GlmbH & Co. KG,

Matthias Stendke,

geschäftsführender Gesellschafter;

Augen-Zentrum-Nordwest (MVZ),

Dr. med. Stefanie Schmickler,

Dr. med Olaf Cartsburg, Geschäftsführer;

Helmut Hinz GmbH & Co.,

Günther Hinz, Geschäftsführer;

Betonwerk Büscher GmbH & Co. KG,

Hans-Jürgen Büscher, Wolfgang Büscher,

Inhaber und Gesellschafter;

Colt International GmbH, Lukas Verlage,

Direktor Continentale Europe

Pix Software GmbH

41372 Niederkrüchten

Beim Datenschutz ganz vorn

Seit mehr als 10 Jahren ist die Pix

Software GmbH einer der weltweit

erfolgreichsten Partner der Kollaborationssoftware

ATLASSIAN und bietet

ein professionelles Hosting mit dem

Datenschutzsiegel nach DS-BvD-GDD-01

an. Die Server im Düsseldorfer Rechenzentrum

„myloc“ werden über ein

Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-

Kälte-Kopplung gekühlt. Als innovativer

Arbeitgeber schafft Pix durch modernste

Technik und Ausstattung gute Arbeitsbedingungen.

Durchdachte Arbeits- und

Raumkonzepte sichern eine „Zukunftsfähige

Unternehmenskultur“. Innerhalb

von vier Jahren vervierfachte Pix Software

seine Mitarbeiterzahl auf über 30.

Gesellschafter, Geschäftsführer und Mitarbeiter

sind ehrenamtlich bei der internationalen,

christlichen Pfadfinderschaft

„Royal Rangers“ tätig und vielfältig regional

engagiert. ó

PFLITSCH GmbH & Co. KG

42499 Hückeswagen

Perfekte und dichte

Kabelverschraubungen

Das von Ernst Pflitsch 1919 gegründete

Unternehmen bietet Kabelverschraubungen

und Kabelkanäle angefangen

von der Entwicklung über die Produktion

bis zum Vertrieb an. Als Branchenpionier

brachte PFLITSCH als erstes Unternehmen

eine Hygienekabelverschraubung

auf den Markt. In 4.Generation

mit knapp 260 Mitarbeitern werden

mehr als zehn verschiedene Branchen

beliefert. Bereits 1965 entwickelte das

Unternehmen das erste Baukastensystem

im Kabelverschraubungs-bereich,

das UNI Dicht System. Eine der neuesten

Technologien ist die blueglobe®

mit Mehrfach-Inlet, die einen 55 Prozent

größeren Dichtbereich aufweist als die

Standardausführung. Zudem hat die

PFLITSCH GmbH & Co. KG ein neues

Portal für den Kabelverschraubungsbereich

geschaffen, das bei der Planung

von Schaltschränken im Anlagen- und

Maschinenbau einen großen Nutzen

darstellt. ó

Augen-Zentrum-Nordwest (MVZ)

48683 Ahaus

Hochprofessionelle Augenheilkunde

einmal nicht im Krankenhaus

Das Augen-Zentrum-Nordwest hat sich

auf die konservative und operative Versorgung

von Patienten im Bereich der

Augenheilkunde spezialisiert, es entstand

aus der Augenarztpraxis Ahaus.

Heute werden an elf Standorten im

westlichen Münsterland und im Emsland

Patienten flächendeckend auch in

strukturschwachen Gebieten versorgt.

Im vergangenen Jahr wurden 125.000

Patienten untersucht, weitere 12.000

Patienten ambulant und 1.000 stationär

operativ behandelt. Das Augen-

Zentrum bildet das gesamte Spektrum

der Augenheilkunde ab. Damit gilt

es als eine direkte Alternative zu den

Universitäts-Augenkliniken der weiteren

Umgebung mit dem Vorteil, dass

neben der hochwertigen medizinischen

Versorgung auch ein partnerschaftliches

Miteinander mit den Patienten einen

wichtigen Aspekt darstellt. ó

Betonwerk Büscher GmbH & Co. KG

48619 Heek

Individuelle Betonfertigteile und

Beton-Recycling

Das Unternehmen plant und produziert

Betonfertigteile für den Industrie-, Wohnungs-

und Brückenbau sowie individuelle

Betonfertigteile. Zur Unternehmensgruppe

gehört ein Entsorgungsbetrieb

mit einer eigenen Abfallbehandlungsanlage

und einer Bauschuttaufbereitungsanlage

inklusive Containerdienst. In der

Branche genießt das Betonwerk den

Ruf als individuelle Betonmanufaktur,


die vom kilogrammschweren Sockel bis

zu tonnenschweren Modulbauten und

Steuerzellen alles fertigt.

Die Bereiche Forschung und Entwicklung

sind klar im Unternehmen verankert,

um neue Wege für den Einsatz von

Recyclingbauschutt zu generieren. Im

gesamten Bundesgebiet ist das Betonwerk

Büscher mit dem Büscher Block

hochangesehen, der aus 100 Prozent

recycelten Bauschutt besteht und einen

Beitrag zum Klimaschutz und zur Reduzierung

des CO2-Ausstoßes leistet.ó

Colt International GmbH

47533 Kleve

Brandschutz und Klimatechnik ganz groß

Die Colt International GmbH ist auf

dem Gebiet der technische Gebäudeausrüstung

im Brandschutz, Klimatechnik

und Sonnenschutz tätig mit Produktionsstätten

auf vier Kontinenten.

Als einziges Unternehmen bietet Colt

International im vorbeugenden Brandschutz

die gesamte Produktpalette

aus Rauchschürzen, natürlicher und

maschineller Entrauchung und Lüftung.

Herausragende Projekte, an denen das

Unternehmen beteiligt war, waren unter

anderem der EU-Sitz in Brüssel und die

Elbphilharmonie. Technologischen Vorsprung

beweist Colt International insbesondere

bei der Energieeffizienz der entwickelten

Produkte und dabei, Produkte

„smart“ zu machen, so dass sie sich in

Building-Managementsysteme einbinden

lassen oder eigenständig operieren

können. Das Unternehmen ist beispielsweise

Marktführer bei der adiabatischen

Kühlung in der Gebäudelüftung. ó

Helmut Hinz GmbH & Co.

50937 Köln

Gebäudetechnik at it’s best

Das Handwerksunternehmen Helmut

Hinz ist ein Betrieb für Heizung-, Sanitär-

und Klimatechnik und gilt als Vorzeigeunternehmen

und Qualitätsführer

in dieser Region. Kunden schätzen die

zahlreichen Alleinstellungsmerkmale

der Helmut Hinz GmbH & Co. Wie die

kostenfreie, auf zehn Jahre verlängerte

Gewährleistung auf getätigten Arbeiten,

fünf Jahre auf alle verbauten Komponenten

sowie der automatisierte E-Mail-

Statusreport für alle Kundendienstaufträge

bei Auftragsanlage, Terminvergabe

und Auftragserfüllung. Die Helmut Hinz

GmbH & Co. Ist erster regionaler Kompetenzpartner

der Pall Medical Germany,

für die sie exklusiv den Pall-Filter als

Sofortmaßnahme gegen Legionellen

im Trinkwasser vertreibt. Das gesamte

Team, 60 Mitarbeiter und elf Azubis ,

definiert sich als Hinz-Familie, was den

Zusammenhalt und die hohe Zufriedenheit

der Mitarbeiter widerspiegelt. ó

37

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


Uneitelkeit und Exzellenz

Aus Grußworten und Kolumnen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

38

Meine Erwartung, nach der

Eröffnung des Abends Zeuge

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow

zu werden, wurde natürlich

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm

mit Preisverleihung, Buffet und

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,

begeisterte schon für sich gesehen

rundum. Doch inmitten der tosenden

Veranstaltung, zwischen allen optischen,

akustischen und kulinarischen Reizen,

fand ich mich im Kern aus einem noch

ganz anderen Grund staunend und

sprachlos.

Ein Finalist nach dem anderen

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während

sie über den roten Teppich die Stufen

hinauf auf die Bühne traten, erschienen

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd

stellten Helfried Schmidt und

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten

jeder Kategorie reihenweise im

Rampenlicht und nahmen ihre Preise

entgegen. Der Kontrast zwischen der

dort einerseits durchgängig beobachtbaren

Uneitelkeit der Beteiligten und

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits

konnte kaum größer sein. Mit scheuen

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen

einem kleinen Schulterzucken quittierten

diese Gewinner die Hinweise der

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer

oder Familienunternehmer

in jahrhundertelanger Tradition sind.

Höchste Kreativität und Perfektion in

der Produktherstellung, Loyalität in der

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige

Bereitschaft zur Hilfestellung

für Bedürftige kristallisierten sich in den

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.

Warum, fragte ich mich, stehen

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich

im Fokus des allgemeinen medialen

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter

dieser realen Helden unseres Wohlstandes

nicht auf den Titelseiten unserer

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk

und Fernsehen nicht ununterbrochen

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,

die durch ihren Einsatzwillen, ihre

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,

durch ihre beharrliche Motivation,

sich anderen dienstbar zu machen, das

alltägliche Leben von jedermann erleichtern

und mit Annehmlichkeiten versehen?

Blickt man nur auf die vergangenen

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt

man fest, dass es politischen Akteuren

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal

gelungen ist, das von ihnen beherrschte

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern

zu lassen. Und mit jedem Scheitern

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen

Ausmaßes verbunden, im

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen

Akteure, die die Trümmer

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend

angerichteten Chaos – einen

immer besseren Lebensstandard sicherten.

Warum lassen wir zu, dass die notorischen

Studienabbrecher und Berufslosen,

die ihr eigenes, persönliches Leben

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren

vermochten, die Lufthoheit des

öffentlichen Diskurses beherrschen und

den politischen Ton angeben? Trifft zu,

was ein Gast des Festes mir zuraunte:

„Journalisten schreiben lieber über Kevin

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer

leisten, selber gar nicht ver-

Lammetal GmbH

Ein Unternehmen

mit sozialem Auftrag


Menschen mit Behinderung als

gleichberechtigte Partner


Teilhabe am Arbeitsleben und

am Leben in der Gemeinschaft


Individuelle Entwicklung der

Fähigkeiten und Interessen

www.lammetal.net

Kontakt

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren

aus, wenn die Preisträger dieses Abends

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender

Generationen würden? Ich habe eine

Vorstellung. Und ich danke Helfried

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen

Einblick gewährt zu haben.

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg. Auszug aus

seiner Kolumne aus dem Magazin eigentümlich

frei Nr. 187.

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große

Bedeutung des Mittelstandes für die

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft

insgesamt kann man gar nicht

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch

des diesjährigen Wettbewerbes:

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:

… Die Initiative, Innovationskraft und

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen

– das sind zentrale

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich

zu gestalten.

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

des Landes Sachsen-Anhalt,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 8.9.2018 in Dresden

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen

Unternehmen wird jeden Tag

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand

forscht. Er erschließt neue Technologien

und Geschäftsfelder. Er bildet

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen

in Produktion, Qualitätssicherung,

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und

Corporate Citizenship. Er entwickelt und

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung

und ist oft Vorreiter eines innovativen

Unternehmertums. Der Mittelstand

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender

der CDU-Fraktion im Landtag

von Baden-Württemberg, Mitglied des

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg

Wir reden zu wenig über jene, die „den

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen

halten“, diejenigen, die wirklich die

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin

Willingmann, Petra Tröger

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos

der heutigen, festlichen Veranstaltung.

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste

Position. Indes erwarten Sie berechtigt

von der Politik mehr als nur deklaratorische

Anerkennung nämlich, eine

unternehmens-/ unternehmerfreundliche

Atmosphäre, denn nur sie schaffen

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft

des Wirtschaftsstandortes Deutschland

hängt in entscheidendem Maße davon

ab, wie gut es uns gelingen wird, die

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin

MdB, sprach ein Grußwort zur

Bundesgala am 27.10.2018 in Berlin ó

39

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten 2018

aus Rheinland-Pfalz / Saarland

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

36

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

(v.r.n.l.):

apra-norm Elektomechanik GmbH,

Sabine Rademacher-Anschütz mit

Begleitung, Geschäftsführerin;

Augel GmbH, Andre Prytamannyi,

Projektleiter;

Klaus Weinand Heizung & Sanitär,

Klaus Weinand, Geschäftsführer;

Nanogate AG, Stefanie Müller, Juliane

Wernet, beide Marketing;

Wessamat Eismaschinenfabrik GmbH,

Michael Jäger und Begleitung,

Geschäftsführer;

Weingut Peter Kriechel GbR,

Peter Kriechel, Michael Kriechel,

Geschäftsführer

Weingut Peter Kriechel GbR

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Im Einklang mit der Heimat

Das Weingut Peter Kriechel hat sich in 3.

Generation mit etwa 24 ha Anbaufläche

zum größten privaten Weingut an der

Ahr entwickelt. Neben Spät-, Weiß- und

Grauburgunder wird auf rund 4 ha die

seltene Ahr-Spezialität Frühburgunder

angebaut. Zahlreiche Preise belegen die

hohe Qualität des Rotweines. Mit 91

Punkten ist der 2015er Grauburgunder

der bestbewertete trockene Ahr-Weißwein,

den es bisher im „Gault Millau“

gab. Der Betrieb setzt auf Leguminosen

als Gründünger, verzichtet auf Insektizide,

bezieht Energie über die hauseigene

Photovoltaikanlage und lässt seine

Weinfässer aus heimischer Ahr-Eiche

herstellen. Derzeit sind 10 Vollzeit- und

9 Teilzeitangestellte, 3 Auszubildende

sowie mehrere Praktikanten beschäftigt.

Für Erhalt und Pflege der Natur- und Kulturlandschaft

werden traditionsreiche

Schützengesellschaften oder gemeinsam

mit der örtlichen Grundschule der

Bau eines Bienenhotels unterstützt. ó

Wessamat Eismaschinenfabrik GmbH

67661 Kaiserslautern

Europaweit an der Spitze des

Eisberges

Seit 1986 stellt die Wessamat Eismaschinenfabrik

GmbH Eiswürfel- und Crushed-Ice-Bereiter

für den nationalen wie

internationalen Vertrieb her. Bei der Konzeption

von industriellen Großanlagen,

die in 24 Stunden 120 Tonnen Eis produzieren,

hält sie mit heute 58 Mitarbeitern

und mehr als 10 Patenten die europaweite

Technologieführerschaft. Mit den

Produktlinien Combi-Line, Micro Cube

und Crusher ist Wessamat Marktführer.

Die Einsatzmöglichkeiten reichen von

der Gastronomie bis zu Sportmedizin,

Labor- und Medizintechnik, Wurst- und

Backwarenproduktion, Landwirt-schaft,

Lebensmittelhandel und exklusiver

Kücheneinrichtung. Verbesserungsvorschläge

werden bei Umsetzung mit 25

Prozent der Jahreseinsparung prämiert.

Betriebsrat, Mitarbeiter und Vorgesetzte

wirken gemeinsam an einem internen

Beurteilungs- und individuellen Prämiensystem

mit, bei dem sich monatliche

Prämien aus Unternehmenserfolg, Mitarbeiterbewertung

und Anwesenheitsstunden

errechnen. ó

Augel GmbH

56745 Weibern

Bauexpertise seit 1928

Die Augel GmbH plant, baut und sichert

Bürogebäude, Fundamente, Kleinkläranlagen,

Umspannstationen, Tankstellen,

Pipelines und Hallen. Dank flexibler

Arbeitszeit-modelle können ganzjährig

und rund um die Uhr Aufträge realisiert

werden. Die Innovationskraft zeigt sich

in der Entwicklung des ultrahochfesten

Materials „ingbeton“ zur dauerhaften

Bodensanierung besonders strapazierter

Flächen im Industrie- und Verkehrsbau

oder in der „Digitalen Bauakte“, mit

der alle Projektbeteiligten vom Eingang

der Anfrage bis zur Schlussrechnung auf

sämtliche Dokumente zugreifen können.

Derzeit beschäftigt die Augel GmbH 90

Mitarbeiter sowie zwölf Auszubildende

und Praktikanten. Mit der Einführung

eines Einstellungstests konnte das

Unternehmen das Niveau der Auszubildenden

deutlich anheben. Als Bestandteil

des Gesundheitsmanagementsystems

finden alle zwei Monate für die

Verwaltungsangestellten „Kraft der

Gedanken“-Workshops statt. ó

Klaus Weinand Heizung & Sanitär

54608 Bleialf

Erfolgsgeschichte aus Familienhand

1983 als Ein-Mann-Betrieb gegründet,

hat sich Klaus Weinand Heizung & Sanitär

heute erfolgreich in der Region etabliert

und konnte Standorte in Köln und

Luxemburg eröffnen. Klaus Weinand

bietet maßgeschneiderte Heizungs- und

Sanitär-dienstleistungen an. Dazu gehören

neben Öl- und Gasheizungsanlagen


moderne Energieversorgungs-konzepte

wie Wärmepumpen, Solaranlagen, Pellet-

und Hackschnitzelheizungen. Größten

Wert legt das Unternehmen auf die

Familien seiner derzeit 45 Mitarbeiter,

zehn Auszubildenden und Praktikanten.

Die speziellen Bedürfnisse etwa Alleinerziehender

oder Eltern von Kleinkindern

werden respektiert und bestmöglichst

bei der Arbeitszeitplanung berücksichtigt.

Klaus Weinand setzt sich gezielt für

die Förderung von Asylbewerbern und

Bewerbern aus sozial schwierigen Verhältnissen

ein. Darüber hinaus engagiert

sich das Unternehmen für zahlreiche

Vereine und gesellschaftliche Veranstaltungen

in der Region. ó

Nanogate SE

66287 Quierschied-Göttelborn

Mit Plan zum Erfolg

1999 gegründet, entwickelt sich Nanogate

SE mit rund 1.200 Mitarbeitern

zum weltweit führenden Spezialisten

für Hightech-Oberflächen und -komponenten

und zum europäischen Vorreiter

für Nano-technologie. Es stellt seinen

Kunden technologisch und optisch hochwertige

Systeme zur Verfügung, mit

neuen Eigenschaften wie Kratzfestigkeit,

UV-Schutz, erleichterte Reinigung,

Antibeschlag oder Antistatik. Die Anwendung

reicht von Fahrzeugbauteilen über

Outdoor-Bekleidung bis hin zu Kunststoffscheiben

in Flugzeugen und energieeffizienten

Oberflächen in Heizungsanlagen.

Der Erfolg liegt nicht zuletzt in

der systematischen Unternehmensentwicklung

mit festgeschriebenen Phasen

und langfristiger Wachstumsstrategie

begründet. Seit 2014 wurde der Umsatz

mehr als verdoppelt. Nanogate unterstützt

German Doctors e. V., die freiwillige

Arzteinsätze in Entwicklungsländern

leistet, und vermittelt Kindern in einer

„Märchenakademie“ naturwissenschaftliche

Fertigkeiten und Fähigkeiten. ó

apra-norm Elektromechanik GmbH

54552 Mehren

Erfolgreiche Schale für den

elektronischen Kern

Unter dem Slogan „Die optimale Schale

für wertvolle Elektronik“ entwickelt

apra-norm seit fast 50 Jahren Gehäuseund

Schranksysteme für Kunden aus

mehr als 25 Industriezweigen, darunter

Luft- und Raumfahrttechnik, Energiespeicher-

und Bürotechnik, Maschinenbau

und Medizintechnik. 70 Patente und

Gebrauchsmuster zeigen die besondere

Innovationskraft. Das familiengeführte

Unternehmen beschäftigt derzeit 266

Mitarbeiter sowie 40 Auszubildende

und Praktikanten. Die durchschnittliche

Betriebszugehörigkeit beträgt 24 Jahre.

Mitarbeitern stehen derzeit 37 unterschiedliche

Arbeitszeitmodelle zur Verfügung.

Seit 1980 unterstützt apra-norm

die Europäische-Werkstätten-Cooperation

gGmbH durch Außenarbeitsplätze

für psychisch behinderte Menschen und

engagiert sich unter anderem für den

Maare-Mosel-Lauf und die Ferienfreizeiten

des SV Neunkirchen. ó

37

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


Uneitelkeit und Exzellenz

Aus Grußworten und Kolumnen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

38

Meine Erwartung, nach der

Eröffnung des Abends Zeuge

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow

zu werden, wurde natürlich

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm

mit Preisverleihung, Buffet und

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,

begeisterte schon für sich gesehen

rundum. Doch inmitten der tosenden

Veranstaltung, zwischen allen optischen,

akustischen und kulinarischen Reizen,

fand ich mich im Kern aus einem noch

ganz anderen Grund staunend und

sprachlos.

Ein Finalist nach dem anderen

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während

sie über den roten Teppich die Stufen

hinauf auf die Bühne traten, erschienen

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd

stellten Helfried Schmidt und

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten

jeder Kategorie reihenweise im

Rampenlicht und nahmen ihre Preise

entgegen. Der Kontrast zwischen der

dort einerseits durchgängig beobachtbaren

Uneitelkeit der Beteiligten und

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits

konnte kaum größer sein. Mit scheuen

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen

einem kleinen Schulterzucken quittierten

diese Gewinner die Hinweise der

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer

oder Familienunternehmer

in jahrhundertelanger Tradition sind.

Höchste Kreativität und Perfektion in

der Produktherstellung, Loyalität in der

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige

Bereitschaft zur Hilfestellung

für Bedürftige kristallisierten sich in den

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.

Warum, fragte ich mich, stehen

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich

im Fokus des allgemeinen medialen

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter

dieser realen Helden unseres Wohlstandes

nicht auf den Titelseiten unserer

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk

und Fernsehen nicht ununterbrochen

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,

die durch ihren Einsatzwillen, ihre

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,

durch ihre beharrliche Motivation,

sich anderen dienstbar zu machen, das

alltägliche Leben von jedermann erleichtern

und mit Annehmlichkeiten versehen?

Blickt man nur auf die vergangenen

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt

man fest, dass es politischen Akteuren

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal

gelungen ist, das von ihnen beherrschte

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern

zu lassen. Und mit jedem Scheitern

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen

Ausmaßes verbunden, im

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen

Akteure, die die Trümmer

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend

angerichteten Chaos – einen

immer besseren Lebensstandard sicherten.

Warum lassen wir zu, dass die notorischen

Studienabbrecher und Berufslosen,

die ihr eigenes, persönliches Leben

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren

vermochten, die Lufthoheit des

öffentlichen Diskurses beherrschen und

den politischen Ton angeben? Trifft zu,

was ein Gast des Festes mir zuraunte:

„Journalisten schreiben lieber über Kevin

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer

leisten, selber gar nicht ver-

Lammetal GmbH

Ein Unternehmen

mit sozialem Auftrag


Menschen mit Behinderung als

gleichberechtigte Partner


Teilhabe am Arbeitsleben und

am Leben in der Gemeinschaft


Individuelle Entwicklung der

Fähigkeiten und Interessen

www.lammetal.net

Kontakt

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren

aus, wenn die Preisträger dieses Abends

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender

Generationen würden? Ich habe eine

Vorstellung. Und ich danke Helfried

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen

Einblick gewährt zu haben.

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg. Auszug aus

seiner Kolumne aus dem Magazin eigentümlich

frei Nr. 187.

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große

Bedeutung des Mittelstandes für die

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft

insgesamt kann man gar nicht

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch

des diesjährigen Wettbewerbes:

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:

… Die Initiative, Innovationskraft und

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen

– das sind zentrale

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich

zu gestalten.

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

des Landes Sachsen-Anhalt,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 8.9.2018 in Dresden

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen

Unternehmen wird jeden Tag

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand

forscht. Er erschließt neue Technologien

und Geschäftsfelder. Er bildet

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen

in Produktion, Qualitätssicherung,

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und

Corporate Citizenship. Er entwickelt und

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung

und ist oft Vorreiter eines innovativen

Unternehmertums. Der Mittelstand

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender

der CDU-Fraktion im Landtag

von Baden-Württemberg, Mitglied des

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg

Wir reden zu wenig über jene, die „den

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen

halten“, diejenigen, die wirklich die

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin

Willingmann, Petra Tröger

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos

der heutigen, festlichen Veranstaltung.

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste

Position. Indes erwarten Sie berechtigt

von der Politik mehr als nur deklaratorische

Anerkennung nämlich, eine

unternehmens-/ unternehmerfreundliche

Atmosphäre, denn nur sie schaffen

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft

des Wirtschaftsstandortes Deutschland

hängt in entscheidendem Maße davon

ab, wie gut es uns gelingen wird, die

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin

MdB, sprach ein Grußwort zur

Bundesgala am 27.10.2018 in Berlin ó

39

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten 2018 aus Sachsen-Anhalt

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

36

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

v.r.n.l.:

ALEXMENÜ GmbH & CO. KG,

Alexandra Krotki, Geschäftsführerin;

Cybertrading GmbH,

Frank Niemann, Geschäftsführer;

ThermHex Waben GmbH,

Jochen Pflug, Geschäftsführer

ALEXMENÜ GmbH & Co. KG

39126 Magdeburg

Essen – gesund und lecker

Das Familienunternehmen hat sich der

gesunden Ernährung verschrieben. Kerngeschäft

ist die Kinder- und Schulspeisung,

für täglich rund 9.000 Mittagessen,

3.000 Portionen Frühstück und Vesper

sowie 4.500 Essen für älteren Menschen

in Hamburg, Bremen und Berlin.

Um Kinder schon früh an eine gesunde

Ernährung heranzuführen, bietet die

ALEXMENÜ Wissenseinheiten und mit

„Hopsi & Klopsi“ maskottchengestützte

Ernährungsprojekte. Das Unternehmen

hat eine hauseigene Fleischerei und verzichtet

auf Konservierungsstoffe und

Geschmacksverstärker. Dank der eigenen

Ernährungswissenschaftler können

Sie auf Lebensmittelallergien reagieren.

ALEXMENÜ unterstützt Schulvereine,

Schülercafés und Kindergärten. ó

Cybertrading GmbH

39179 Barleben

Remarketing statt Entsorgung

Die Cybertrading GmbH hat sich auf

nationalen und internationalen Handel

mit IT-Hardware, vor allem im Bereich

B2B, spezialisiert. Das Produktportfolio

umfasst unterschiedliche Hardwarekomponenten

und setzt auf den

Vertrieb von neuer wie auch generalüberholter

Technik. Das Unternehmen

steigerte ihren Umsatz um 23 Prozent

pro Jahr durch neue Vertriebskanäle wie

einem Onlineshop und Online-Marktplätzen

sowie durch Professionalisierung

der Mitarbeiter. Das Kinderförderwerk

Magdeburg e. V. und die Tafel werden

ebenso unterstützt wie die Früh- und

Neugeborenenabteilung des Universitätsklinikums

Magdeburg mit einen speziellen

Känguru-Stuhl. ó

ThermHex Waben GmbH

06130 Halle/Saale

Wabenkerne für Sandwichbauteile

Die ThermHex Waben GmbH ist Spezialist

für besonders kosten- und ressourcensparende

Wabenkernproduktionen

sowie in der Herstellung vollständig

recycelbaren Wabenplatten im in-line-

Verfahren. Dadurch können Platten in

individueller Länge produziert werden.

Dank des kostengünstigen Produktionsverfahrens

haben sie die Kostenführerschaft

weltweit. Weiterhin wurde ein

großserienfähiges Organosandwich

zum Einsatz in Automobilen und ein

duroplastischer sowie ein thermoplastischer

Wabenkern für die Luftfahrtindustrie

entwickelt und ein Wabenkern mit

einer Zellweite von 3,5 Millimetern. ó

Salzwedeler Baumkuchen GmbH

29410 Salzwedel

Leckerei mit Tradition

Die Salzwedeler Baumkuchen GmbH ist

eine handwerkliche Bäckerei mit Vollsortiment,

deren Tradition auf das Jahr 1843

mit der erstmaligen Erwähnung des

Salzwedeler Baumkuchens zurückzuführen

ist. 115 Beschäftigte, die sich auf 12

Filialen, 6 Verkaufsmobile und 3 Cafés

verteilen, bieten den Kunden 29 Brotsorten,

23 Brötchensorten und 134 Kuchenerzeugnisse

an. Das Premiumprodukt ist

der Original Salzwedeler Baumkuchen.

Den „Tag des Baumkuchens“ rief das

Unternehmen ins Leben und wirkte mit

bei der Einrichtung des „Baumkuchengeschichtszimmers“

im Märchenpark von

Salzwedel. ó


Mittelstand braucht Unterstützung

außerhalb der Politik

© www.AndreasLander.de © www.AndreasLander.de

Grußwort von Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident

des Landes Sachsen-Anhalt,

zum „Großen Preis des Mittelstandes“

2018

In Ostdeutschland ist der Mittelstand

nicht nur das Rückgrat der Wirtschaft,

er ist die Wirtschaft selbst. Dafür steht

nicht nur der Wertschöpfungsbeitrag,

sondern auch das große Arbeitsplatzund

Ausbildungsangebot. Leider stehen

die Belange kleiner und mittlere Betriebe

nicht immer im Blickpunkt einer überregionalen

Öffentlichkeit. Deshalb braucht

der Mittelstand auch außerhalb der

Politik Unterstützer, die sich tagtäglich

Mit Initiative, Innovationskraft und

Kreativität „Zukunft gestalten“

Grußwort von Prof. Dr. Armin Willingmann,

Minister für Wirtschaft, Wissenschaft

und Digitalisierung des Landes

Sachsen-Anhalt, zum „Großen Preis des

Mittelstandes“ 2018

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die

große Bedeutung des Mittelstandes

für die deutsche Wirtschaft und unsere

Gesellschaft insgesamt kann man gar

nicht oft genug hervorheben. Gut 99

Prozent der Unternehmen in Deutschland

sind Mittelständler – sie beschäftigen

rund zwei Drittel der sozialversicherungspflichtigen

Arbeitnehmer. In

Sachsen-Anhalt liegt der Anteil sogar

noch höher. Doch nicht nur für Wachstum,

Beschäftigung und Wohlstand sind

die kleinen und mittleren Unternehmen

in ihren Regionen wichtig, sondern auch

durch ihr großes gesellschaftliches und

soziales Engagement. Dieses zählt zu

Recht zu den fünf Kriterien bei der Vergabe

des „Großen Preises des Mittelstandes

2018“.

Die deutsche Wirtschaft brummt

derzeit so laut wie lange nicht. Gerade

unsere vielen Mittelständler profitieren

von der aktuell sehr positiven konjunkturellen

Entwicklung. Das darf aber nicht

von der wichtigen Frage ablenken, ob

für ihn einsetzen. Ich danke der Oskar-

Patzelt-Stiftung, dass sie genau dies tut.

Ihre beharrliche Arbeit ist in hohem

Maße bewundernswert. Sichtbar wird

sie vor allem durch den jedes Jahr vergebenen

Großen Preis des Mittelstandes.

Der Wettbewerb würdigt nicht nur die

Leistungen der Unternehmen. Er sorgt

zudem für Publicity. Das ist auch dringend

nötig, denn Erfolgsgeschichten

mittelständischer Firmen werden oft

im Verborgenen geschrieben. Ich freue

mich, dass der in dieser Form einzigartige

und inzwischen bundesweite Mittelstandspreis

von Mitteldeutschland

ausgegangen ist. Ich danke der Stiftung

für ihr jahrzehntelanges unermüdliches

Engagement.

Die Unternehmen sind für die

Zukunft gut gerüstet. Ihr wichtigstes

Kapital ist das Know-how ihrer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. Das Bewusstsein

dafür ist angesichts der demografischen

Entwicklung gewachsen. Es ist vor

diesem Hintergrund eine große Herausforderung,

den Fachkräftenachwuchs

weiterhin zu sichern. Rege Kontakte mit

den umliegenden Schulen und Hochschulen

sind dazu ebenso notwendig

wie eine ordentliche Bezahlung und die

Schaffung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen.

Mein Eindruck ist, dass

die heimischen Firmen hier deutliche

Fortschritte machen. Dieser Weg muss

fortgesetzt werden.

Die Landesregierung ist fortlaufend

bestrebt, bestmögliche Rahmenbedingungen

für die heimischen Unternehmen

zu schaffen. Auch Neugründungen

und Innovationen stehen im Fokus. Wir

nutzen hier die Möglichkeiten, die die im

Rahmen der aktuellen EU-Förderperiode

zur Verfügung stehenden Mittel bieten.

Sehr gern habe ich auch in diesem

Jahr im Rahmen des Großen Mittelstandspreises

die Schirmherrschaft für

die Wettbewerbsregion Sachsen-Anhalt

übernommen. Ich wünsche der Jury eine

glückliche Hand bei der Auswahl der

Preisträger. ó

sich der Mittelstand in Deutschland auch

künftig erfolgreich entwickeln kann – ob

also in den Unternehmen wichtige Weichen

gestellt werden. Damit sind wir

beim Leitspruch des diesjährigen Wettbewerbes:

„Zukunft gestalten“.

Das Motto ist gut gewählt: Deutschland

braucht auch künftig einen erfolgreichen

Mittelstand, der die Gesellschaft

in vielen Bereichen stärkt. Die Zukunft

bringt zahlreiche Herausforderungen

mit sich, die es zu bewältigen gilt; zu den

wichtigsten zählen die Digitalisierung

und der zunehmende Fachkräftemangel.

Die Initiative, Innovationskraft und

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen

– das sind zentrale

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich

zu gestalten. Ich bin zuversichtlich, dass

uns dies gemeinsam gelingt. ó

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PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


Uneitelkeit und Exzellenz

Aus Grußworten und Kolumnen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

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Meine Erwartung, nach der

Eröffnung des Abends Zeuge

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow

zu werden, wurde natürlich

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm

mit Preisverleihung, Buffet und

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,

begeisterte schon für sich gesehen

rundum. Doch inmitten der tosenden

Veranstaltung, zwischen allen optischen,

akustischen und kulinarischen Reizen,

fand ich mich im Kern aus einem noch

ganz anderen Grund staunend und

sprachlos.

Ein Finalist nach dem anderen

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während

sie über den roten Teppich die Stufen

hinauf auf die Bühne traten, erschienen

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd

stellten Helfried Schmidt und

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten

jeder Kategorie reihenweise im

Rampenlicht und nahmen ihre Preise

entgegen. Der Kontrast zwischen der

dort einerseits durchgängig beobachtbaren

Uneitelkeit der Beteiligten und

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits

konnte kaum größer sein. Mit scheuen

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen

einem kleinen Schulterzucken quittierten

diese Gewinner die Hinweise der

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer

oder Familienunternehmer

in jahrhundertelanger Tradition sind.

Höchste Kreativität und Perfektion in

der Produktherstellung, Loyalität in der

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige

Bereitschaft zur Hilfestellung

für Bedürftige kristallisierten sich in den

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.

Warum, fragte ich mich, stehen

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich

im Fokus des allgemeinen medialen

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter

dieser realen Helden unseres Wohlstandes

nicht auf den Titelseiten unserer

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk

und Fernsehen nicht ununterbrochen

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,

die durch ihren Einsatzwillen, ihre

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,

durch ihre beharrliche Motivation,

sich anderen dienstbar zu machen, das

alltägliche Leben von jedermann erleichtern

und mit Annehmlichkeiten versehen?

Blickt man nur auf die vergangenen

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt

man fest, dass es politischen Akteuren

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal

gelungen ist, das von ihnen beherrschte

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern

zu lassen. Und mit jedem Scheitern

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen

Ausmaßes verbunden, im

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen

Akteure, die die Trümmer

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend

angerichteten Chaos – einen

immer besseren Lebensstandard sicherten.

Warum lassen wir zu, dass die notorischen

Studienabbrecher und Berufslosen,

die ihr eigenes, persönliches Leben

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren

vermochten, die Lufthoheit des

öffentlichen Diskurses beherrschen und

den politischen Ton angeben? Trifft zu,

was ein Gast des Festes mir zuraunte:

„Journalisten schreiben lieber über Kevin

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer

leisten, selber gar nicht ver-

Lammetal GmbH

Ein Unternehmen

mit sozialem Auftrag


Menschen mit Behinderung als

gleichberechtigte Partner


Teilhabe am Arbeitsleben und

am Leben in der Gemeinschaft


Individuelle Entwicklung der

Fähigkeiten und Interessen

www.lammetal.net

Kontakt

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren

aus, wenn die Preisträger dieses Abends

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender

Generationen würden? Ich habe eine

Vorstellung. Und ich danke Helfried

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen

Einblick gewährt zu haben.

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg. Auszug aus

seiner Kolumne aus dem Magazin eigentümlich

frei Nr. 187.

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große

Bedeutung des Mittelstandes für die

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft

insgesamt kann man gar nicht

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch

des diesjährigen Wettbewerbes:

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:

… Die Initiative, Innovationskraft und

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen

– das sind zentrale

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich

zu gestalten.

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

des Landes Sachsen-Anhalt,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 8.9.2018 in Dresden

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen

Unternehmen wird jeden Tag

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand

forscht. Er erschließt neue Technologien

und Geschäftsfelder. Er bildet

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen

in Produktion, Qualitätssicherung,

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und

Corporate Citizenship. Er entwickelt und

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung

und ist oft Vorreiter eines innovativen

Unternehmertums. Der Mittelstand

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender

der CDU-Fraktion im Landtag

von Baden-Württemberg, Mitglied des

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg

Wir reden zu wenig über jene, die „den

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen

halten“, diejenigen, die wirklich die

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin

Willingmann, Petra Tröger

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos

der heutigen, festlichen Veranstaltung.

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste

Position. Indes erwarten Sie berechtigt

von der Politik mehr als nur deklaratorische

Anerkennung nämlich, eine

unternehmens-/ unternehmerfreundliche

Atmosphäre, denn nur sie schaffen

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft

des Wirtschaftsstandortes Deutschland

hängt in entscheidendem Maße davon

ab, wie gut es uns gelingen wird, die

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin

MdB, sprach ein Grußwort zur

Bundesgala am 27.10.2018 in Berlin ó

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PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten 2018 aus Sachsen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

36

markSTAHL Roland Markert

09387 Jahnsdorf/Erzgebirge

Robotergesteuerte Veredlung

von Stahlrohren

Das vor 8 Jahren gründete Unternehmen

spezialisierte sich auf den Verkauf

und die individuelle Ver- und Bearbeitung

von Stahlrohren. Für kurze Wege

wurde eine Niederlassung in Dortmund

gegründet. Die weltweite Zusammenarbeit

mit großen Stahlwerken wurde

gesucht. Getreu dem Motto „Geht nicht,

gibt´s nicht“ verstehen es die Mitarbeiter,

Bearbeitungsschritte sowie die

Anlieferung just in time aus einer Hand

anzubieten. Kunden aus der Möbel-,

Medizin- und Automobilindustrie mit

Sonderlösungen finden hier den richtigen

Partner. 2016 gelang es markSTAHL,

eine Weltneuheit vorzustellen: die All-inone-Technologie.

ó

LEIPZIGER Logistik & Lagerhaus GmbH

04249 Leipzig

Logistik und mehr aus einer Hand

Als Günter Bauer 1990 die Firma gründete,

wollte er beweisen, dass mit den

Leipzigern künftig deutschlandweit

zu rechnen sein wird. Knapp drei Jahrzehnte

später ist das Unternehmen

mit einem Außenlager in Zwenkau und

Niederlassungen in Hamburg, Ettlingen

und Rodgau sowie 90 Mitarbeitern breit

aufgestellt. Das Unternehmen bietet

integrierte Logistikdienstleistungen für

den deutschen und europäischen Markt.

25.000 Warenpaletten werden eingelagert

und bewegt. Die LEIPZIGER Logistik

& Lagerhaus GmbH gründete eine Leipziger

Galerie und am Kap Zwenkau eine

Badische Wein-, Kunst- und Gourmet-

Stube „Zum Türkenlouis“. ó

ITSM IT-Systeme & Management GmbH

08427 Fraureuth

Perfekte IT für Bau und Handwerk

Kernkompetenz sind miteinander kommunizierende

IT-Systeme, die die Ressourcenplanung

eines Unternehmens

unterstützen. Als ERP-Komplettanbieter

ist das Unternehmen bei der technischen

Gebäudeausrüstung in Sachsen

Marktführer. Gegründet 2004 von Jana

Popp, Uwe Gündel und Torsten Jacobasch.

Ein sehr gut ausgebildetes Team

sicherte ITSM ein zweistelliges Wachstum

sowie langfristige Partnerschaften.

Familienfreundlichkeit wird großgeschrieben.

Seit Jahren wird unterstützt

die Kindervereinigung Dresden e. V.

sowie das Projekt „Kinder Gardening“

der KITA „Regenbogen“ in Fraureuth. ó

KSM Mike Schärschmidt

04420 Markranstädt/OT Großlehna

Energieeffiziente Haustechnik

zum Wohlfühlen

Sanitär, Heizung, Klima – darum kümmert

sich seit 42 Jahren in 3. Generation

die Firma Mike Schärschmidt. Mit

modernen Konzepten sorgen 9 Mitarbeiter

dafür, dass Energiekosten nicht weiter

steigen. Mit der ISO-Zertifizierung

und der Vorführanlage zur Gewinnung

von Alternativenergien im spanischen

Llorret de Mar besitzt das Unternehmen

ein Alleinstellungsmerkmal. Als

vorbildlicher Ausbildungsbetrieb sorgt

die Firma für Mitarbeiternachwuchs. Ziel

ist Jugendliche für Handwerksberufe zu

finden und zu begeistern. Unterstützt

werden lokale Vereine wie Schach, Ringen

und Fußball sowie die Freiwillige

Feuerwehr. ó

ERFOLG!

Interpane entwickelt maßgeschneiderte Isolierverglasungen

für Wohnhäuser und die beste Architektur in

aller Welt. Unsere Produkte sind Gegenstand ständiger

Forschung und ihre technologische Weiterentwicklung

trägt seit vielen Jahren zu Energieeffizienz und Umweltschutz

bei. Und dafür, dass wir immer nah an unseren

Kunden geblieben sind, haben Sie uns nun zum Preisträger

des «Großen Preis des Mittelstandes» gewählt - das macht

uns stolz! Wir sagen DANKE!

Ihr Sebastian Schmidt

ap grand prix0910.indd 1 09/10/17 12:50


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

REIER ist spezialisiert auf die Entwicklung,

Herstellung und Montage von

Museums- und Ausstellungseinrichtungen,

insbesondere von Vitrinen. Das

Unternehmen gehört zu den weltweit

nur fünf hochspezialisierten Anbietern.

Da die Auftraggeber zu 90 % ihren Sitz

im Ausland haben, müssen die Mitarv.r.n.l.:

markSTAHL - Roland Markert,

Roland Markert, Geschäftsführer;

LEIPZIGER Logistik & Lagerhaus GmbH,

Günter Bauer, Geschäftsführer;

ITSM IT-Systeme & Management GmbH,

Jana Popp, Geschäftsleitung;

Firma Mike Schärschmidt,

Mike Schärschmidt, Geschäftsführer

37

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Vitrinen- und Glasbau REIER GmbH

02991 Lauta

Schutz für die Schätze der Welt

Die Erfolgsgeschichte der Vitrinen- und

Glasbau REIER GmbH begann vor 30

Jahren in der Werkstatt des Privathauses

von Firmengründer Volker Reier.

beiter bei REIER zwölf verschiedene

Sprachen abdecken. Während damals

auf einer Fläche von 400 qm produziert

wurde, entstehen heute auf 6.500 qm

hochspezialisierte Museumsvitrinen. ó


Uneitelkeit und Exzellenz

Aus Grußworten und Kolumnen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

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Meine Erwartung, nach der

Eröffnung des Abends Zeuge

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow

zu werden, wurde natürlich

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm

mit Preisverleihung, Buffet und

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,

begeisterte schon für sich gesehen

rundum. Doch inmitten der tosenden

Veranstaltung, zwischen allen optischen,

akustischen und kulinarischen Reizen,

fand ich mich im Kern aus einem noch

ganz anderen Grund staunend und

sprachlos.

Ein Finalist nach dem anderen

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während

sie über den roten Teppich die Stufen

hinauf auf die Bühne traten, erschienen

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd

stellten Helfried Schmidt und

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten

jeder Kategorie reihenweise im

Rampenlicht und nahmen ihre Preise

entgegen. Der Kontrast zwischen der

dort einerseits durchgängig beobachtbaren

Uneitelkeit der Beteiligten und

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits

konnte kaum größer sein. Mit scheuen

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen

einem kleinen Schulterzucken quittierten

diese Gewinner die Hinweise der

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer

oder Familienunternehmer

in jahrhundertelanger Tradition sind.

Höchste Kreativität und Perfektion in

der Produktherstellung, Loyalität in der

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige

Bereitschaft zur Hilfestellung

für Bedürftige kristallisierten sich in den

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.

Warum, fragte ich mich, stehen

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich

im Fokus des allgemeinen medialen

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter

dieser realen Helden unseres Wohlstandes

nicht auf den Titelseiten unserer

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk

und Fernsehen nicht ununterbrochen

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,

die durch ihren Einsatzwillen, ihre

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,

durch ihre beharrliche Motivation,

sich anderen dienstbar zu machen, das

alltägliche Leben von jedermann erleichtern

und mit Annehmlichkeiten versehen?

Blickt man nur auf die vergangenen

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt

man fest, dass es politischen Akteuren

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal

gelungen ist, das von ihnen beherrschte

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern

zu lassen. Und mit jedem Scheitern

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen

Ausmaßes verbunden, im

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen

Akteure, die die Trümmer

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend

angerichteten Chaos – einen

immer besseren Lebensstandard sicherten.

Warum lassen wir zu, dass die notorischen

Studienabbrecher und Berufslosen,

die ihr eigenes, persönliches Leben

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren

vermochten, die Lufthoheit des

öffentlichen Diskurses beherrschen und

den politischen Ton angeben? Trifft zu,

was ein Gast des Festes mir zuraunte:

„Journalisten schreiben lieber über Kevin

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer

leisten, selber gar nicht ver-

Lammetal GmbH

Ein Unternehmen

mit sozialem Auftrag


Menschen mit Behinderung als

gleichberechtigte Partner


Teilhabe am Arbeitsleben und

am Leben in der Gemeinschaft


Individuelle Entwicklung der

Fähigkeiten und Interessen

www.lammetal.net

Kontakt

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren

aus, wenn die Preisträger dieses Abends

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender

Generationen würden? Ich habe eine

Vorstellung. Und ich danke Helfried

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen

Einblick gewährt zu haben.

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg. Auszug aus

seiner Kolumne aus dem Magazin eigentümlich

frei Nr. 187.

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große

Bedeutung des Mittelstandes für die

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft

insgesamt kann man gar nicht

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch

des diesjährigen Wettbewerbes:

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:

… Die Initiative, Innovationskraft und

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen

– das sind zentrale

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich

zu gestalten.

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

des Landes Sachsen-Anhalt,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 8.9.2018 in Dresden

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen

Unternehmen wird jeden Tag

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand

forscht. Er erschließt neue Technologien

und Geschäftsfelder. Er bildet

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen

in Produktion, Qualitätssicherung,

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und

Corporate Citizenship. Er entwickelt und

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung

und ist oft Vorreiter eines innovativen

Unternehmertums. Der Mittelstand

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender

der CDU-Fraktion im Landtag

von Baden-Württemberg, Mitglied des

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,

sprach ein Grußwort zur Regionalgala

am 13.9.2018 in Würzburg

Wir reden zu wenig über jene, die „den

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen

halten“, diejenigen, die wirklich die

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin

Willingmann, Petra Tröger

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos

der heutigen, festlichen Veranstaltung.

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste

Position. Indes erwarten Sie berechtigt

von der Politik mehr als nur deklaratorische

Anerkennung nämlich, eine

unternehmens-/ unternehmerfreundliche

Atmosphäre, denn nur sie schaffen

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft

des Wirtschaftsstandortes Deutschland

hängt in entscheidendem Maße davon

ab, wie gut es uns gelingen wird, die

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin

MdB, sprach ein Grußwort zur

Bundesgala am 27.10.2018 in Berlin ó

39

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten 2018 aus Thüringen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

36

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert

(v.r.n.l.)

LFG-Eckhard Oertel e.K.,

Peter Dube, Vertriebsleiter;

Hehnke GmbH & Co. KG,

Tommy Hehnke,

Geschäftsführender Gesellschafter;

FME Frachtmanagement Europa GmbH,

Oliver Zentgraf, Vertriebsleiter;

SOMAG AG Jena, Sabrina Warmuth,

Leiterin Marketing

SOMAG AG Jena

07745 Jena

Stabil, präzise und erfolgreich

Die von der SOMAG AG entwickelten

und hergestellten Stabilisierungsgeräte

finden für verschiedenste Bereiche

Anwendung in der ganzen Welt.

Der Anwendungsbereich der

SOMAG-Konstruktionen reicht von

Drohnen bis hin zu über 120 Kg schweren

Sensoren, von Luft- über Boden- bis

hin zu Offshore-Einsätzen. Ein passiver

Vibrationsisolationsring gleicht dabei

die Bewegungen aller drei Achsen

sowie bei der Datenerhebung entstehende

Vibrationen aus. Zudem bietet die

SOMAG Konstruktionsdienstleistungen

für hochpräzise Testinstrumente optischer

Instrumente und Lasersysteme.

Die eigene „SOMAG Mount Controll App“

bietet zusätzlich Kontroll- und Analysemöglichkeiten.

Unkompliziert können

Betriebssoftwares aufgespielt, Fehleranalysen

durchgeführt und Gerätebewegungen

visuell dargestellt werden. ó

Hehnke GmbH & Co. KG

98587 Steinbach-Hallenberg

Engagierte Nachwuchsarbeit

Bereits in 2. Generation versprechen

Kunststoffprodukte des Familienunternehmens

Funktionalität, Wirtschaftlichkeit

und Innovation. Mittels Spritzgießverfahren

werden komplexe Bauteile

und Baugruppen für die Automobil-,

Elektronik-, Elektro-, Möbel- und Konsumgüterindustrie

hergestellt. Mit dem

Schwerpunkt komplexe Kunststoff-komponenten

im Bereich der Hybridbauteile

gehört das Unternehmen deutschland-

und europaweit zu den führenden

Anbietern. Die Mitarbeiter werden durch

ein firmeneigenes Bonussystem am

Erfolg der Firma beteiligt. Seit 2016

führt die Firma eine „Jugend-Unternehmerwerkstatt“

durch, die Schülern der

5. und 6. Klassen das rechnergestützte

Konstruieren sowie den 3D-Druck näher

bringt. ó

FME Frachtmanagement Europa GmbH

98693 Ilmenau

Neue Wege zur Mitarbeiterbindung

Europaweit organisiert die FME Frachtmanagement

Europa GmbH Schwerlasttransporte,

Teil- und Komplettladungen,

Sonderfahrten, See- und Luftfrachttransporte

und Lagerhaltungen. Was als Kellerbüro

2012 begann, ist mittlerweile zu

einem Unternehmen mit drei Standorten

in Ilmenau, Hof und Köln angewachsen.

Mit 8 Auszubildenden im Verhältnis

zu 50 Mitarbeitern kann das Unternehmen

eine hohe Ausbildungsquote mit

Übernahmegarantie vorweisen.

Das Unternehmen setzt auf großen

Freiraum und Eigenverantwortung

der Angestellten, die aktiv zur

Entwicklung beitragen. Für gesunde

Ernährung der Mitarbeiter sorgt die firmeneigene

Wohnküche und ein Feel-

Good-Manager.ó

LFG-Eckhard Oertel e. K.

07549 Gera

Elektronische Bauteile in

höchster Qualität

Seit 26 Jahren produziert LFG-Eckhard

Oertel e. K. Prototypen sowie Kleinserien

von Leiterplatten. Derzeit ist das Unternehmen

der einzige deutsche Anbieter

von Leiterplatten verschiedenster innovativer

Technologien und modernster

Baugruppen aus einer Hand. Qualität,

Zuverlässigkeit und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis

sind dabei die erklärten

Ziele. Mit seinen mehr als 200 Kunden

konnte das Unternehmen seinen

Umsatz zwischen 2014 und 2017 um fast

40 Prozent Euro steigern.

Die Gewinnung von Nachwuchskräften

ist für LFG-Eckhard Oertel e. K. ein

zentrales Anliegen durch enge Zusammenarbeit

mit der Fachhochschule Jena

sowie der Dualen Hochschule Gera-

Eisenach. Das Unternehmen sponsert

mehrere schulerzieherische Projekte

und fördert Gewalt- und Drogen-Präventionskurse.

ó


Mittelständische Wirtschaft in

Thüringen auf Spitzenplatz

© HMWEVL

Grußwort des Thüringer Ministerpräsidenten

Bodo Ramelow zum „Großen

Preis des Mittelstandes“ 2018 (Auszug)

Jahr für Jahr ist der „Große Preis

des Mittelstandes“ ein Höhepunkt für

Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Als Thüringer Ministerpräsident freue

ich mich, dass 184 Nominierungen aus

dem Freistaat sich an diesem Wettbewerb

beteiligen.

Die Thüringer Wirtschaft wird

geprägt durch seine tragende Säule -

den Mittelstand. Rund 95.000 Betriebe

tragen zum guten Ruf des Wirtschaftsstandortes

bei. Darunter sind zahlreiche

sogenannte „Hidden Champions“, verborgene

Meister, die auf ihrem Gebiet

hochspezialisierte Weltmarktführer sind.

Der mittelständischen Wirtschaft

in Thüringen ist seit der Wiedervereinigung

nicht nur eine beispiellose Aufholjagd

gelungen, vielmehr nimmt sie

heute einen Spitzenplatz unter den ostdeutschen

Ländern ein. Ein Kennzeichen

für den Erfolg ist die gewachsene Wettbewerbsfähigkeit.

Den Thüringer Unternehmen

gelingt es auf beeindruckende

Weise, national und international neue

Märkte zu erobern und zu behaupten. …

„Zukunft gestalten“ heißt heute in

erster Linie, diese positive Entwicklung

voranzutreiben. Deshalb setzt Thüringen

auf die Akteure des Mittelstands.

Wir haben und brauchen in Thüringen

eine starke Wirtschaft und dynamische

Persönlichkeiten unter den Unternehmerinnen

und Unternehmern. ó

Hier wächst Deutschland zusammen

37

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

© TMWWDG

Grußwort von Wolfgang Tiefensee, Thüringer

Minister für Wirtschaft, Wissenschaft

und Digitale Gesellschaft, zum

„Großen Preis des Mittelstandes“ 2018

(Auszug)

Als ehemaliger Leipziger Oberbürgermeister

erlebe ich mit besonderer

Freude, wie der Große Preis des Mittelstandes,

ein echtes Leipziger Kind,

gedeiht. 1995 wurde der Mittelstandspreis

erstmals in Leipzig verliehen. Seit

nunmehr zwanzig Jahren ist auch Thüringen

dabei, seit 2002 findet die Ausschreibung

gesamtdeutsch statt. Der

Große Preis ist damit selbst zu einem

Beispiel dafür geworden, dass gute

Ideen aus dem Osten auch bundesweit

ihre Chance haben. Auch das zeigt: Im

Mittelstand wächst Deutschland zusammen.

Dieser Preis leistet einen gewichtigen

Beitrag dazu. Ich habe deshalb mit

großer Freude die Schirmherrschaft für

die Wettbewerbsregion Thüringen übernommen.


In einer modernen Wirtschaft ist die

Fähigkeit zu Vernetzung und Zusammenarbeit

eine der unverzichtbaren

Voraussetzungen für Erfolg. Die Oskar-

Patzelt-Stiftung hat dafür adäquate

Plattformen geschaffen. Dafür gebühren

ihr Anerkennung und Dank.

Diejenigen, die ein preiswürdiges

Unternehmen kennen, möchte ich ermutigen,

es für den Großen Preis des Mittelstandes

vorzuschlagen. ó

ab 1 Stück

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FINALIST

2018


Uneitelkeit und Exzellenz

Aus Grußworten und Kolumnen

PT-MAGAZIN 6/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

38

Meine Erwartung, nach der

Eröffnung des Abends Zeuge

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow

zu werden, wurde natürlich

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm

mit Preisverleihung, Buffet und

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,

begeisterte schon für sich gesehen

rundum. Doch inmitten der tosenden

Veranstaltung, zwischen allen optischen,

akustischen und kulinarischen Reizen,

fand ich mich im Kern aus einem noch

ganz anderen Grund staunend und

sprachlos.

Ein Finalist nach dem anderen

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während

sie über den roten Teppich die Stufen

hinauf auf die Bühne traten, erschienen

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd

stellten Helfried Schmidt und

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten

jeder Kategorie reihenweise im

Rampenlicht und nahmen ihre Preise

entgegen. Der Kontrast zwischen der

dort einerseits durchgängig beobachtbaren

Uneitelkeit der Beteiligten und

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits

konnte kaum größer sein. Mit scheuen

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen

einem kleinen Schulterzucken quittierten

diese Gewinner die Hinweise der

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer

oder Familienunternehmer

in jahrhundertelanger Tradition sind.

Höchste Kreativität und Perfektion in

der Produktherstellung, Loyalität in der

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige

Bereitschaft zur Hilfestellung

für Bedürftige kristallisierten sich in den

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.

Warum, fragte ich mich, stehen

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich

im Fokus des allgemeinen medialen

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter

dieser realen Helden unseres Wohlstandes

nicht auf den Titelseiten unserer

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk

und Fernsehen nicht ununterbrochen

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,

die durch ihren Einsatzwillen, ihre

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,

durch ihre beharrliche Motivation,

sich anderen dienstbar zu machen, das

alltägliche Leben von jedermann erleichtern

und mit Annehmlichkeiten versehen?

Blickt man nur auf die vergangenen

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt

man fest, dass es politischen Akteuren

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal

gelungen ist, das von ihnen beherrschte

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern

zu lassen. Und mit jedem Scheitern

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen

Ausmaßes verbunden, im

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen

Akteure, die die Trümmer

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend

angerichteten Chaos – einen

immer besseren Lebensstandard sicherten.

Warum lassen wir zu, dass die notorischen

Studienabbrecher und Berufslosen,

die ihr eigenes, persönliches Leben

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren

vermochten, die Lufthoheit des