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PT-Magazin 06 2018

Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

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14. Jahrgang | Ausgabe 6 | <strong>2018</strong> | ISSN 1860-501x | 3 Euro<br />

Die Ausgezeichneten <strong>2018</strong><br />

Finalisten, Preisträger,<br />

Sonderpreise<br />

Der Nominierungsaufruf 2019<br />

Das 25. Wettbewerbsjahr<br />

steht unter dem Motto:<br />

Nachhaltig wirtschaften.<br />

Die Sterngucker:<br />

Goethe & Schiller<br />

12. Februar 1800.<br />

„Den Mond betrachtet.“<br />

Lebenswerke<br />

Die „Plangenehmigungspraxis“<br />

Über ein nervendes<br />

Entwicklungshemmnis<br />

Wir sind der Mittelstand!<br />

Seit 24 Jahren wirbt der Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ dafür, dem<br />

unternehmerischen Mittelstand mit Respekt und Achtung zu begegnen, und ihn für<br />

seine wirtschaftlichen und sozialen Leistungen ehren. Das geschah auch <strong>2018</strong>.<br />

Senden Sie Ihre Kommentare, Diskussionen und Themen an redaktion@op-pt.de.<br />

Herzliche Grüße, Ihr <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>!


20 Jahre<br />

Produkte für die Schönheit<br />

made in Bad Schlema<br />

PREISTRÄGER<br />

<strong>2018</strong><br />

08301 Bad Schlema | Anton-Günther-Straße 19<br />

Telefon: 03772 3604-0 | Fax: 03772 3604-18<br />

Mail: info@beautyspa.de<br />

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EDITORIAL<br />

Grand Prix Mittelstand<br />

SLF.<br />

DA BEWEGT<br />

SICH WAS.<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Was man heute CSR nennt - corporate<br />

social responsibility – mit Lehrstühlen<br />

an Universitäten und einer „CSR-Richtlinie“<br />

des Europäischen Parlaments, ist im<br />

Mittelstand seit Jahrhunderten selbstverständlich:<br />

Nachweislich seit dem 12.<br />

Jahrhundert wurde in Europa das Leitbild<br />

des Ehrbaren Kaufmanns in Kaufmannshandbüchern<br />

gelehrt und zum<br />

Beispiel im norddeutschen Städtebund<br />

der Hanse aktiv gelebt.<br />

Vor 758 Jahren, am 28. Dezember<br />

1260, bestätigte der Hildesheimer<br />

Bischof Johann I. von Brakel die Rechtmäßigkeit<br />

der Bergmannsvereinigung<br />

„Sankt Johannis Bruderschaft am Rammelsberg<br />

bei Goslar“. Damit entstand<br />

die älteste bekannte Urkunde zur Regelung<br />

einer Sozialversicherung, nämlich<br />

der gegenseitigen finanziellen Unterstützung<br />

im Falle von Erwerbsunfähigkeit.<br />

Erst 600 Jahre später entstand die<br />

Sozialdemokratie als politische Bewegung<br />

der sozialen Sicherung.<br />

1945 gründeten sich die CDU und<br />

CSU und 1947 die FDP. Der Begriff „Mittelstand“<br />

war da schon lange da. Er<br />

taucht erstmals vor über 320 Jahren in<br />

Schlesien in einer Klageschrift der Königlichen<br />

Erbfürstentümer und Städte in<br />

Bezug auf die Steuerbelastungen aus<br />

dem Jahr 1695 auf.<br />

Die 1980 gegründete Umweltpartei<br />

„Die Grünen“ forcierte das breite gesellschaftliche<br />

Nachdenken über Nachhaltigkeit.<br />

Der Begriff selbst war da schon<br />

lange da. Erstmals vor über 300 Jahren<br />

bezeichnete der sächsische Oberberghauptmann<br />

des Erzgebirges Hans Carl<br />

von Carlowitz im 1713 erschienenen Werk<br />

Silvicultura oeconomica den langfristig<br />

angelegten verantwortungsbewussten<br />

Umgang mit einer Ressource als<br />

„Nachhaltigkeit“. Es gibt nur Weniges,<br />

was über die Jahrhunderte national und<br />

international so nachhaltig segensreich<br />

gewirkt hat wie der unternehmerische<br />

Mittelstand. Der Begriff (German)<br />

Mittelstand findet sich heute in einer<br />

ganzen Reihe internationaler Wikipedia-<br />

Enzyklopädien, unter anderem in der<br />

arabischen, französischen, chinesischen,<br />

indonesischen, englischen, italienischen,<br />

japanischen, russischen, polnischen, spanischen,<br />

portugiesischen und türkischen<br />

Wikipedia.<br />

In Vorbereitung des Jubiläumsjahres<br />

2019 – 25 Jahre Großer Preis des Mittelstandes<br />

– startet die Oskar-Patzelt-<br />

Stiftung folgende Initiativen:<br />

1. Die Oskar-Patzelt-Stiftung richtet<br />

einen ehrenamtlich arbeitenden „Gesellschaftlichen<br />

Beirat“ ein. Den Vorsitz<br />

übernimmt die ehemalige Unternehmerin,<br />

Oberbürgermeisterin und Preisträgerin<br />

„Kommune des Jahres“ und heutige<br />

Bundestagsabgeordnete Dr. Dietlind Tiemann.<br />

2. In Vorbereitung der Internationalisierung<br />

des Wettbewerbs „Großer Preis<br />

des Mittelstandes“ wurde die Wort-<br />

Bildmarke „Grand Prix Mittelstand“ als<br />

Unionsmarke angemeldet und deren<br />

internationale Erstreckung beantragt.<br />

3. Das Wettbewerbsportal Kompetenznetz-Mittelstand<br />

wird zu einer Wissensdatenbank<br />

zu den Bereichen des<br />

Grand Prix Mittelstand ausgebaut. Dem<br />

dienen vier neue Instrumente: Grand-<br />

Prix-Toolbox, Grand-Prix-Collection,<br />

Grand-Prix-Experience, Grand-Prix-<br />

Events.<br />

4. Das Netzwerk der Besten wird als<br />

Instrument kooperativen Arbeitens der<br />

Unternehmer untereinander ausgebaut.<br />

Dem dienen zwei neue Kooperationsformen:<br />

Grand-Prix-Hotspots und Grand-<br />

Prix-Partner.<br />

5. Beim Sächsischen Staatsministerium<br />

für Wissenschaft und Kunst wurde<br />

beantragt, den „Mittelstand“ in die Liste<br />

„immaterielles Kulturerbe der Menschheit“<br />

aufzunehmen.<br />

Wir laden Sie ein, diese Initiativen<br />

aktiv aufzugreifen, zu nutzen und zu<br />

unterstützen. Lassen Sie uns gemeinsam<br />

in Zukunft viel offensiver mit dem<br />

Begriff Mittelstand umgehen!<br />

Ihr Helfried Schmidt<br />

Kugellager<br />

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<strong>06</strong><br />

58<br />

46<br />

Inhalt<br />

44<br />

50<br />

08<br />

3 Grand Prix Mittelstand<br />

Editorial von Helfried Schmidt<br />

Gesellschaft<br />

<strong>06</strong> Vision als Führungsinstrument<br />

Im Sport ist das relativ einfach,<br />

wie schaffen wir den Transfer<br />

zum Business<br />

08 Die Da-Vinci-Formel<br />

Sieben Erfolgsgesetze für<br />

innovatives Denken<br />

10 Plangenehmigungspraxis<br />

Hanspeter Georgi über ein<br />

nervendes Entwicklungshemmnis<br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

14 Qualität als Prinzip<br />

Strenge Regeln und hohe Ansprüche<br />

16 Premier-Ehrenplakette <strong>2018</strong><br />

Berlin, 27. Oktober <strong>2018</strong><br />

18 Premier <strong>2018</strong><br />

Berlin, 27. Oktober <strong>2018</strong><br />

21 Premier-Kommune, Premier-Bank<br />

Berlin, 27. Oktober <strong>2018</strong><br />

22 Premier-Finalisten <strong>2018</strong><br />

Berlin, 27. Oktober <strong>2018</strong><br />

26 Ehrenplaketten für beispielhafte<br />

Preisträger der Vorjahre<br />

Berlin, 27. Oktober <strong>2018</strong><br />

28 Junge Wirtschaft <strong>2018</strong>,<br />

Nachwuchsentwicklung <strong>2018</strong><br />

Berlin, 27. Oktober <strong>2018</strong><br />

29 Mittelstands-Buch <strong>2018</strong><br />

Berlin, 27. Oktober <strong>2018</strong><br />

32 Preisträger <strong>2018</strong><br />

Regional<br />

36 Finalisten <strong>2018</strong><br />

Regional<br />

40 Nominierungsaufruf für 2019<br />

Nominieren Sie jetzt!<br />

42 Wir sagen Danke!<br />

Sponsoren<br />

43 Der funkelnde Diamant<br />

Kolumne von Petra Tröger<br />

Wirtschaft<br />

44 STARKE RENDITE<br />

„MADE IN GERMANY“<br />

46 Fehler machen. Siegen lernen.<br />

Wie Unternehmen eine fehlertolerante<br />

Lernkultur entwicheln können<br />

Bilder:<br />

<strong>06</strong>: © Bernd SchoenfelderAudio-Video-Photography<br />

08: © Musée du Louvre, public domain<br />

44: © antonmatveev - Fotolia<br />

46: © Peter Atkins - stock.adobe.com<br />

50: © hajotthu<br />

56: © MoreVector - stock.adobe.com<br />

58: © K.- P. Adler - stock.adobe.com<br />

60: © djama - stock.adobe.com<br />

64: © Wilhelm Rafael Garth und Carthago<br />

Titelbild:<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Covermontage: Remo Eichner-Ernst,<br />

OPS Netzwerk GmbH


60<br />

WKN: A1W5T2<br />

56<br />

64<br />

50 Goethe und Schiller als Sterngucker<br />

Goethes Tagebuch 12. Februar 1800.<br />

54 Der Bambus-Code 4.0<br />

So gewinnen Sie die digitale<br />

Transformation<br />

56 HUMAN RESOURCES OHNE<br />

HUMANS?<br />

WARUM ROBOT RECRUITING NICHT<br />

DIE LÖSUNG SEIN KANN<br />

58 „Wir leben in der perfekten<br />

Brot-und-Spiele-Welt“<br />

Die beiden Ökonomen und<br />

Querdenker Matthias Weik und<br />

Marc Friedrich nehmen im Gespräch<br />

mit dem <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong> kein Blatt vor<br />

den Mund.<br />

Norddeutschland<br />

60 Norddeutschland<br />

Bremen, Hamburg, Niedersachsen,<br />

Schleswig-Holstein, Mecklenburg-<br />

Vorpommern<br />

62 Handwerk in<br />

Mecklenburg-Vorpommern<br />

Handwerk = Strukturwandel<br />

und innovative Vielfalt.<br />

Lifestyle | Auto<br />

64 Jetset auf dem Campingplatz<br />

– der andere mobile Gedanke<br />

Camping – was für den Einen das<br />

beschwerliche ins Zelt kriechen<br />

und im Regen mit Mücken streiten<br />

bedeutet, ist für den Anderen ein<br />

attraktiver Wirtschaftszweig.<br />

Leserbriefe | Impressum<br />

66 Leserbriefe<br />

zur Ausgabe 5/<strong>2018</strong><br />

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<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Gesellschaft<br />

6<br />

© Bernd SchoenfelderAudio-Video-Photography<br />

Im Sport ist das relativ<br />

einfach, wie schaffen<br />

wir den Transfer zum<br />

Business<br />

Vision als<br />

Führungsinstrument<br />

Große Menschen, so heißt es<br />

immer wieder, haben Visionen.<br />

Aber diese Visionen sind nicht irgendwelche<br />

Hirngespinste, sondern ganz<br />

konkrete Ziele, die sie erreichen wollen.<br />

Solche Ziele gibt es sowohl im privaten<br />

wie auch im geschäftlichen Bereich.<br />

Nur wer es schafft, sich Ziele zu setzen,<br />

weiß, in welche Richtung er gehen muss,<br />

um Erfolg zu haben. Aber auch nur der,<br />

der seine Ziele klar definiert hat, weiß<br />

irgendwann, dass er sie erreicht hat –<br />

und darf diesen Erfolg dann durchaus<br />

auch einmal feiern.<br />

Sie fragen sich vielleicht, warum ich Prof.<br />

Dr. Rödl und Francesco Friedrich zusammengebracht<br />

habe und weshalb ausgerechnet<br />

zu diesem Thema?<br />

Ganz einfach: Beide haben ihre<br />

Position verändert, sind vom Bremser<br />

und Nachfolger zum Piloten und Lenker<br />

der „Geschicke“ geworden. Sie bewegen<br />

sich auf genau definierten Bahnen und<br />

geben diese auch an ihr Team weiter.<br />

Dabei kommt aber trotzdem die individuelle<br />

Kreativität als Führungspersönlichkeit<br />

nicht zu kurz. Sie haben eine<br />

klare Vision und setzen diese strategisch<br />

um. Sie haben bereits tolle Ziele<br />

erreicht, befinden sich aber weiterhin<br />

auf einer spannenden Reise. Prof. Dr.<br />

Christian Rödl ist Unternehmer und Ausdauersportler,<br />

Francesco Friedrich ist als<br />

Sportler zugleich auch Unternehmer. Im<br />

Gespräch hat sich schnell herausgestellt,<br />

wie viele Parallelen es zwischen den beiden<br />

tatsächlich gibt – obwohl man das<br />

von dem Piloten eines kleinen Bobteams<br />

und dem Chef einer der größten Beratungs-<br />

und Prüfungsgesellschaften für<br />

Recht, Steuern, Unternehmensberatung<br />

und Wirtschaftsprüfung nicht vermutet<br />

hätte. Aber irgendwie sitzen wir wohl<br />

doch alle in einem Bob …<br />

Vision als Führungsinstrument<br />

Die Linie vorgeben bedeutet letztendlich<br />

nichts anderes, als eine Vision zu<br />

haben. Im Sport ist das relativ einfach:<br />

Dieser Weltcup-Sieg, diese Medaille oder<br />

vielleicht den Olympia-Sieg, die beste<br />

Mannschaft der Welt zu sein. Die Vision,<br />

verknüpft mit einem Symbol, ist mit<br />

Sicherheit ein großes und starkes Führungsinstrument.<br />

Doch wie gelingt es<br />

letztendlich, die Mannschaft zu integrieren,<br />

um diese Vision des Sieges auch<br />

miteinander zu tragen?<br />

Francesco Friedrich: „Irgendwie macht ja<br />

jeder im Team und in der ganzen Nationalmannschaft<br />

seinen Sport, um im<br />

Endeffekt irgendwann einmal genau das<br />

zu erreichen. Das ist die Voraussetzung!<br />

Wer im Kopf nicht bereit ist, nicht genügend<br />

Ehrgeiz entwickelt oder wirklich<br />

nicht genau weiß, warum und wieso er<br />

das tut, der wird sein Ziel wahrscheinlich<br />

nie erreichen. Sport hat hier ganz viel<br />

mit Kopfsache zu tun. Hier zählt nicht<br />

nur das reine Trainieren. Es gewinnt<br />

nicht automatisch der, der stupide am<br />

meisten und am schwersten trainiert.<br />

Nur mehr zu machen, bringt nicht viel.<br />

Man muss sich auch mit sich und mit<br />

seinem Körper, mit seinem Team und<br />

allem, was dazugehört, beschäftigen,<br />

um letztendlich erfolgreich zu sein, um<br />

seine Vision durchsetzen zu können.“<br />

Visionen konkretisieren<br />

„Der führende Berater der deutschen<br />

Wirtschaft werden“, mit dieser Vision<br />

wollte Prof. Dr. Christian Rödl dem Unternehmen<br />

eine tragende Kraft geben,<br />

musste jedoch schnell feststellen, dass<br />

die Vision zu weit gefasst und zu wenig<br />

konkret war.


Prof. Dr. Christian Rödl: „Am Anfang fanden<br />

es alle gut. Tolles Ziel! Aber letztendlich<br />

hat keiner so richtig gewusst, was<br />

sich dahinter verbirgt. Keiner konnte sich<br />

vorstellen, wie die Goldmedaille wirklich<br />

aussieht. Auch nicht, als wir die Vision<br />

auf unser Klientel Familienunternehmen<br />

zugespitzt hatten. Im Jahr 2013 haben wir<br />

es dann durch ein klares und messbares<br />

Ziel weiter konkretisiert: Wir wollen von<br />

den 500 größten Familienunternehmen<br />

100 als Mandanten haben, und wir wollen<br />

auch von den 160 börsennotierten<br />

Unternehmen in diesem Index 20 %<br />

als Mandanten haben. Jetzt wissen die<br />

Leute, auf welches Ziel sie hinarbeiten<br />

müssen.“<br />

Die Spitze der Leistungsfähigkeit<br />

erreichen<br />

Im Business ist es nicht wie im Sport,<br />

wo in regelmäßigen Abständen Weltmeisterschaften<br />

oder Olympische Spiele<br />

stattfinden, auf die man sich gezielt<br />

vorbereitet. Umgekehrt kann und muss<br />

man es auch relativ schnell abhaken,<br />

wenn ein Wettkampf mal nicht so läuft<br />

und sich auf das nächste Ziel konzentrieren.<br />

Prof. Dr. Christian Rödl: „In unserem<br />

Bereich müssen wir eher schauen, dass<br />

wir kontinuierlich Leistungen erbringen,<br />

unsere Mandanten natürlich zufriedenstellen<br />

oder begeistern, dass sie uns<br />

wieder beauftragen beziehungsweise<br />

weiterempfehlen. Parallel müssen wir<br />

natürlich auch immer wieder neue Kunden<br />

gewinnen. Das sind für uns oder für<br />

mich persönlich dann die großen Erfolgserlebnisse.<br />

Wenn wir bei Unternehmen,<br />

die wir unbedingt als Kunden haben<br />

wollen, weil sie uns auf unserem strategischen<br />

Ziel weiterbringen, antreten,<br />

uns vorstellen, ins Gespräch kommen,<br />

vielleicht auch mal getestet werden und<br />

dann die Mitteilung bekommen: Okay,<br />

wir beauftragen euch jetzt als unseren<br />

Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer<br />

oder Rechtsanwalt. Das sind zum Teil<br />

Ziele, die wir zwei, drei Jahre verfolgen.<br />

Auch das Verlieren gehört ab und<br />

zu dazu. Wir bewegen uns in einem<br />

Verdrängungswettbewerb. Wenn das<br />

passiert, sage ich immer, ein verlorener<br />

Mandant ist ein künftiger Mandant. Hier<br />

ist wohl eine Parallele zum Sport, in dem<br />

das Ziel dann eben die nächste Goldmedaille<br />

ist.“<br />

Mit Herausforderungen umgehen<br />

Kein Mensch kann immer gewinnen. Das<br />

wäre – bezogen auf den Sport – nicht<br />

nur für die Zuschauer eher langweilig.<br />

Ein starker Wettbewerb spornt an und<br />

ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das man für<br />

sich entscheidet, ist letztendlich auch<br />

ein viel größeres Erfolgserlebnis für den<br />

Gewinner. Genauso sieht das auch Prof.<br />

Dr. Christian Rödl im Wirtschaftsleben.<br />

Prof. Dr. Christian Rödl: „Bezogen auf<br />

unsere Goldmedaille sind wir vielleicht<br />

gerade so in den Top 10. Der Weg zum<br />

Podium ist noch weit und ich weiß nicht,<br />

ob wir die Spitze des Podiums noch in<br />

meiner Generation erreichen. Aber das<br />

ist natürlich das Ziel. Die Goldmedaille<br />

umgehängt zu bekommen, ist schon<br />

etwas ganz Besonderes. Da tun wir uns<br />

als Unternehmen eher schwer. Aber wir<br />

versuchen schon, Leistungen so gut es<br />

geht, messbar zu machen, um den Leuten<br />

die Ziele und den Lohn der Arbeit zu<br />

vermitteln.“<br />

Personalentwicklung<br />

Im Sport wie im Business ist es wichtig,<br />

dass nicht nur Einer den Erfolg einheimst.<br />

Schaut man als Laie beim Bobfahren<br />

zu, könnte man meinen, die einen<br />

schieben nur kurz an und dann ducken<br />

sie sich, während der Pilot das Team zum<br />

Sieg fährt. Schafft es der Pilot aber nicht,<br />

den Vorsprung in der Anschubphase zu<br />

nutzen, ist ein Teil der Teamarbeit wieder<br />

zunichte gemacht. Auch im Unternehmen<br />

ist es wichtig, alle einzubeziehen.<br />

Auch wenn einer vielleicht den Auftrag<br />

an Land zieht und steuert, gibt es viele,<br />

die anschieben und sich dadurch das<br />

Vertrauen der Kunden verdienen. Und<br />

gewinnen können letztendlich nur alle<br />

gemeinsam.<br />

Prof. Dr. Christian Rödl: „Manchmal muss<br />

sich der Pilot auch zwingen, sich zurückzunehmen,<br />

um andere in den Vordergrund<br />

zu schieben. Wir müssen also die<br />

Aufgaben so verteilen, dass die Kollegen<br />

alle gemäß ihren Fähigkeiten eingesetzt<br />

sind. Ich kann beispielsweise nicht die<br />

schwierigen Teile eines Projekts an die<br />

jungen unerfahrenen Leute geben – die<br />

müssen langsamer herangeführt werden<br />

und auch von den anderen lernen,<br />

indem sie erst einmal kleine Ausschnitte<br />

bearbeiten. Irgendwann einmal steht<br />

dann natürlich für jeden der Sprung ins<br />

Wasser bevor. Dann steht man in der ersten<br />

Reihe und muss selber schwimmen,<br />

ein Team übernehmen, Projekte durchführen,<br />

sich um das Team kümmern und<br />

für dessen Auslastung sorgen.“ ó<br />

Tipp: Wie Sie Ihre Vision-Sicherheit<br />

vermitteln:<br />

• Integrieren Sie lebhafte, positive<br />

Gefühle in Ihr inneres Bild.<br />

• Lassen Sie alle Beteiligten an Ihrer<br />

Vision teilhaben.<br />

• Seien Sie richtig mutig mit Ihren<br />

Gedanken.<br />

Über den Autor<br />

Theo Bergauer ist Souveränitäts-Experte<br />

und Autor des neuen Buches „Warum<br />

Gewinner mehrfach siegen. Wie Spitzensportler<br />

und Topunternehmer Herausforderungen<br />

weltmeisterlich lösen.“ ISBN:<br />

978-3-648-05980-7. Weitere Infos unter<br />

www.b-wirkt.de. Rödl & Partner wurde<br />

2016 für „Lebenswerk“ beim „Großer<br />

Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet.<br />

Francesco Friedrich wurde als Bobfahrer 5x<br />

Weltmeister sowie Doppel-Olympiasieger<br />

<strong>2018</strong>.<br />

7<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Gesellschaft


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Gesellschaft<br />

8<br />

Die Da-Vinci-Formel<br />

• Vor 862 Jahren, im Jahr 1157,<br />

Gründung des ältesten, jemals beim<br />

„Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichneten<br />

Familienunternehmen:<br />

Gräflich Eltz‘sche Kastellanei<br />

(Burg Eltz).<br />

• 640. Jahrestag der Stiftungsurkunde<br />

von Papst Clemens VII. zur Gründung<br />

der Universität Erfurt, noch vor den<br />

Universitäten Heidelberg und Köln<br />

• 250. Geburtstag Alexander von<br />

Humboldt<br />

• 150. Geburtstag Mahatma Gandhi<br />

• 100 Jahre Demokratie in Deutschland<br />

• 100 Jahre Bauhaus<br />

• 70 Jahre Bundesrepublik Deutschland<br />

• 50 Jahre APOLLO-11<br />

(erste Mondlandung)<br />

© Musée du Louvre, public domain<br />

Jubiläumsjahr 2019: 500. Todestag Leonardo da Vinci und …<br />

• 30 Jahre Friedliche Revolution in der<br />

DDR und Mauerfall<br />

• 25 Jahre Wettbewerb<br />

„Großer Preis des Mittelstandes“ –<br />

Grand Prix Mittelstand<br />

Sieben Erfolgsgesetze<br />

für innovatives Denken<br />

126<br />

Millionen Treffer ergibt<br />

die Google-Suche nach<br />

„Leonardo da Vinci“ und laut Wikipedia<br />

ist der berühmte Maler, Forscher und<br />

Erfinder der Inbegriff des Universalgenies.<br />

Fast 500 Jahre nach seinem Tod ist<br />

die Strahlkraft des italienischen Renaissance-Künstlers<br />

größer denn je. Die<br />

Gründe für diese unsterbliche Faszination<br />

erläutert Jens Möller in seinem Buch<br />

„Die Da-Vinci-Formel“ (Redline, ISBN-10:<br />

3868817093). Die Innovationsstärke da<br />

Vincis beruhte auf sieben grundlegenden<br />

Lebens- und Arbeitsprinzipien. Er<br />

verfolgte sie sein Leben lang.<br />

1. Umgib dich mit inspirierenden<br />

Menschen!<br />

Seiner Zeit weit voraus war Leonardo da<br />

Vinci ein leidenschaftlicher Netzwerker.<br />

Bei jedem neuen Projekt machte er sich<br />

auf die Suche nach Fachleuten, die seine<br />

Wissenslücken füllen konnten. Da Vinci<br />

schuf sich immer wieder ein inspirierendes<br />

Umfeld aus führenden Persönlichkeiten,<br />

Künstlern und Wissenschaftlern<br />

seiner Zeit, um seine Fähigkeiten optimal<br />

zur Entfaltung zu bringen und über<br />

sich hinauszuwachsen.<br />

2. Klaue gute Ideen – und<br />

perfektioniere sie!<br />

Er scheute sich nicht, auf fremde Ideen<br />

zurückzugreifen und sie für sich zu nutzen.<br />

Dabei ging es natürlich nicht um<br />

blinde Nachahmung, sondern vielmehr<br />

darum, eine fremde Idee als Impuls zu


nutzen und diese dann zu verbessern<br />

und zu perfektionieren. Gerade die Art<br />

und Weise, wie da Vinci bestehende Stile,<br />

Theorien und Techniken hinterfragte,<br />

überdachte und verbesserte, zeigt die<br />

Brillanz seines innovativen Geistes.<br />

Selbst eines von Leonardos bekanntesten<br />

Werken, der Vitruvianische Mensch,<br />

basiert auf den Ideen des römischen<br />

Architekten Vitruv und gilt bis heute als<br />

Symbol der Renaissance schlechthin.<br />

3. Denke mit dem Stift in der Hand!<br />

Als leidenschaftlicher Ideenjäger wusste<br />

da Vinci, dass der nächste zündende<br />

Einfall überall auf ihn warten konnte –<br />

in der Natur, auf den Straßen Mailands<br />

oder in einem anregenden Gespräch.<br />

Deshalb trug er immer ein kleines Notizbuch<br />

bei sich, um sicherzustellen, dass er<br />

all seine spontanen Beobachtungen und<br />

Gedanken zu jedem Zeitpunkt aufschreiben,<br />

weiterentwickeln und bei Bedarf<br />

auf sie zurückkommen konnte. Auf insgesamt<br />

24.000 Notizbuchseiten hielt er<br />

alles fest, was er beobachtete und was<br />

ihn bewegte – seien es Ideen, Studien,<br />

Zeichnungen, persönliche Erfahrungen<br />

oder sogar Einkaufslisten. Um der Flüchtigkeit<br />

von Gedanken zu trotzen, wollte<br />

er so viele Wahrnehmungen, Gedanken<br />

und Fragestellungen wie möglich in seinen<br />

Notizbüchern festhalten.<br />

4. Verbinde das Unverbundene!<br />

Da Vinci besaß die Fähigkeit und den<br />

Mut, Dinge miteinander in Verbindung<br />

zu bringen, die auf den ersten Blick gar<br />

nichts miteinander zu tun zu haben<br />

schienen. Um bei seinen Flugstudien<br />

neue Erkenntnisse zur Luftströmung zu<br />

gewinnen, beschloss er beispielsweise,<br />

schwimmende Fische im Wasser zu studieren<br />

und gewann dadurch viele neue<br />

Erkenntnisse zur Aerodynamik. Er war<br />

also ein begnadeter Querdenker und<br />

erweiterte auf diese Weise immer wieder<br />

seinen eigenen kreativen und wissenschaftlichen<br />

Horizont.<br />

5. Fühle, was andere fühlen!<br />

Innovation beginnt mit Empathie. Wer<br />

sich in andere hineinversetzen kann, der<br />

kann deren Bedürfnisse nachvollziehen<br />

und kreative Lösungen dafür entwickeln.<br />

6. Probe Deinen Mut!<br />

Leonardo überschritt die Grenzen des<br />

Etablierten und hatte den Mut, revolutionäre<br />

Ideen auszudrücken. Er verwechselte<br />

das nie mit Übermut und Leichtsinn.<br />

Mut war für ihn, nach sorgfältiger<br />

Abwägung aller Schritte trotz der eigenen<br />

Zweifel zu handeln.<br />

7. Folge Deinem Stern!<br />

Große Ziele gelingen nur, wenn man<br />

sich nach den Sternen streckt. Auf dieser<br />

Reise gehören Fehler dazu. Sie zeigen an,<br />

was noch fehlt, um erfolgreich weiterzumachen.<br />

ó<br />

Über den Autor<br />

Jens Möller ist Anglist und Wirtschaftswissenschaftler.<br />

Als Mitglied der Leonardo da<br />

Vinci Society London hält er regelmäßig<br />

Vorträge über den genialen Maler, Forscher<br />

und Erfinder.


Plangenehmigungspraxis<br />

Hanspeter Georgi über ein nervendes Entwicklungshemmnis<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Gesellschaft<br />

10<br />

1. Klagen über die Dauer von Plangenehmigungsverfahren<br />

gibt es seit langem.<br />

Im Verkehrsbereich wurde daher<br />

zwecks Beschleunigung der Verfahren<br />

die Beseitigung der Verbandsklage ins<br />

Gespräch gebracht. Aber kein Politiker<br />

traut sich, dies zu artikulieren. Neuerdings<br />

werden die Klagen über die<br />

Genehmigungspraxis- vor allem auch im<br />

Hinblick auf die Art und Weise der Brandschutzauflagen-<br />

immer lauter. Manche<br />

Projekte verhungern gar am langen Arm<br />

der Genehmigungsbehörden.<br />

2. Gewiss, die Behörden arbeiten auf<br />

der Grundlage von Gesetzen und Verordnungen.<br />

Ermessensspielräume werden<br />

im Zweifel nicht „pro reo“ genutzt,<br />

vielmehr sichern sich die Behörden ab,<br />

um keinen Fehler zu machen. Das kann<br />

dann dauern.<br />

3. Das Verordnungsdickicht erinnert<br />

an die Mahnung von Niall Ferguson<br />

in seinem Werk „Der Niedergang des<br />

Westens – Wie Institutionen verfallen<br />

und Ökonomien sterben“. Dort heißt<br />

es: “Der Rechtsstaat hat viele Feinde,<br />

aber zu den gefährlichsten gehören die<br />

Verfasser langer, umfangreicher Gesetzestexte.“<br />

Anders hatte es mal der Philosoph<br />

des kritischen Rationalismus, Karl<br />

Popper, im Kontext der Suche nach der<br />

besten Regierungsform formuliert. Das<br />

ist übertragbar auf das Thema dieses<br />

Beitrags. Wenn Du versuchst, etwas vollkommen<br />

zu machen, tötest du es ab.<br />

Schon die Lateiner wussten: summum<br />

bonum summum malum !<br />

4. Daran denkt man unwillkürlich,<br />

wenn man sich die Klagen von Unternehmen<br />

anhört. Die Neigung zur Projetrealisierung<br />

nimmt ab.<br />

5. Ein gutes Beispiel, wie es anders<br />

geht, war im Saarland das Plangenehmigungsverfahren<br />

für den Steinkohle-Doppelblock<br />

als Ersatz für das Kraftwerk in<br />

Ensdorf. Mittels Methode Runder Tisch<br />

unter Leitung des damaligen Staatssekretärs<br />

im Wirtschaftsministerium,<br />

wurde das Genehmigungsverfahren<br />

innerhalb eines halben(!) Jahres erfolgreich<br />

abgeschlossen- zum Erstaunen<br />

mancher Zeitgenossen im Lande. Aber<br />

auch in NRW, wo es hieß: das hätte bei<br />

uns mindestens zwei Jahre gedauert.<br />

Dass das Projekt dann dennoch nicht<br />

realisiert worden ist, ist eine andere<br />

Geschichte. Hier geht es darum, dass<br />

trotz der durch Gesetz und Verordnung<br />

geschaffenen Komplexität bei gutem<br />

Willen und zielorientierter Vorgehensweise<br />

Planungsverfahren in angemessener<br />

Frist abgeschlossen werden können.<br />

6. Daran ist zu denken, wenn man<br />

(Un-) Fälle hört wie die Nutzung der Flächen<br />

des ehemaligen Bergwerks Warndt<br />

für Gewächshäuser (inzwischen ist der<br />

Investor so genervt, dass er aufgegeben<br />

hat, mehrere sichere Arbeitsplätze bleiben<br />

auf dem Business-Plan nur Papier)<br />

oder die Art und Weise der Genehmigungspraxis<br />

für das Stadion und die<br />

Parkplatzsituation an der Kaiserlinde<br />

in Elversberg. Zahlreiche kleinere Beispiele<br />

hierfür ließen sich anfügen. Zu<br />

nennen in diesem Kontext ist freilich: wo<br />

bleibt das Raumordnungskonzept für<br />

den Campus der Uni? Oder will die Politik<br />

auch fortan bei jedem Einzelfall von<br />

neuem auf die Suche nach einem Standort<br />

gehen? Die Zeit ist reif für ein Raumordnungskonzept,<br />

das dem Campus für<br />

Wissenschaft und wissensbasierte neue<br />

Einrichtungen Platz zum Atmen gibt.<br />

7. Die Frage lautet generell: was können<br />

die Entscheider tun, um das Entwicklungshemmnis<br />

Genehmigungspraxis<br />

zu verringern.<br />

8. Je nach kurzfristiger, mittelfristiger<br />

und erst langfristiger Wirksamkeit lassen<br />

sich folgende Maßnahmen empfehlen:<br />

- Methode Runder Tisch, sofort umsetzbar:<br />

alle, die es verfahrensmäßig<br />

angeht, versammeln sich am Runden<br />

Tisch unter Moderation eines hierfür<br />

Verantwortlichen<br />

- Die Kammern der Wirtschaft sollten<br />

ihre Mitgliedsunternehmen auffordern,<br />

Umwelt<br />

Ressourcenschutz<br />

Entwicklung<br />

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CO 2<br />

Wiederverwertung<br />

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FINALIST<br />

<strong>2018</strong><br />

“People feel better in Colt conditions.”


ihre Beschwerdefälle zu nennen. Damit<br />

lässt sich das Problem dann insgesamt<br />

transparent analysieren mit der Folge,<br />

dass Verfahrens- bzw. Verordnungskorrekturen<br />

aufgezeigt werden können<br />

- Die Plangenehmigungsbehörden sollten<br />

ihre Praxis so ändern dürfen, dass<br />

sie schon ex ante in die Verfahren<br />

eingebunden sind (also zum Beispiel:<br />

Brandschutzauflagen schon während<br />

des Verfahrens, nicht erst als nachträgliche<br />

Auflage), Plangenehmigungsbehörden<br />

zu Dienstleistern entwickeln.<br />

- Neben den Korrekturempfehlungen<br />

der Kammern, sind von den politischen<br />

Entscheidern die Behörden selbst zu<br />

befragen, wo sie Reformbedarf sehen.<br />

Das mag zunächst blauäugig klingen,<br />

aber bei einem anderen Bild von Behörden<br />

sollte ein solches Unterfangen probiert<br />

werden.<br />

- Schließlich bleibt: der Gesetz- und<br />

Verordnungsgeber hat nach den<br />

Erfahrungen der oben genannten Vorschläge,<br />

Verfahren so zu ändern, dass<br />

die erforderlichen Planungsverfahren<br />

kein Entwicklungshemmnis mehr darstellen.<br />

Dazu gehört sicherlich, angesichts<br />

der Kleinheit des Landes, die<br />

UBA’s zusammen zu legen. Das allein<br />

schon würde die Effizienz steigern<br />

(Spezialkompetenzen und Vertretungen<br />

in Urlaubs- und Krankheitsfällen<br />

der Sachbearbeiter lassen sich dann<br />

besser organisieren).<br />

9. Es hat keinen Zweck, über die Politik<br />

zu klagen. Das Vorschriftendickicht<br />

hat sich so entwickelt, dass es in der Tat<br />

deutschlandweit zu einem ärgerlichen<br />

Entwicklungshemmnis geworden ist.<br />

Wie beim Steuerrecht jedem Einzelfall<br />

gerecht werden zu wollen, hat sich auch<br />

das Plangenehmigungsrecht einzelfallorientiert<br />

zu einer Komplexität entwikkelt,<br />

die kaum noch handhabbar ist.<br />

Oder es kommen gar Ergebnisse heraus,<br />

die ausreichend Stoff für das politische<br />

Kabarett liefern. Aber Steuern zahlenden<br />

Bürgern vergeht dabei das Lachen.<br />

10. Die Kleinheit des Landes sollte<br />

es möglich machen, hier best praxis zu<br />

kultivieren. Das wäre nicht nur für die<br />

heimische Wirtschaft nützlich, sondern<br />

würde sich als bedeutsamer Standortvorteil<br />

erweisen. Wir hier im Lande sollte<br />

beweisen, dass Niall Ferguson (siehe<br />

Absatz 3) widerlegbar ist. ó<br />

Über den Autor<br />

Dr. Hanspeter Georgi war Wirtschaftsminister<br />

des Saarlands und davor Hauptgeschäftsführer<br />

der IHK Saarland. Er ist<br />

Mitglied im Präsidium der Oskar-Patzelt-<br />

Stiftung.<br />

11<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Gesellschaft<br />

Mobile Räume für<br />

Industrie, Verwaltung, Bau, Handwerk & Handel<br />

Halleneinbauten<br />

Industriegebäude<br />

Dachaufstockungen<br />

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© OPS Netzwerk/Boris Löffert/Rachel Hiew/Carina & Leonid/Berlin Starlight Orchestra<br />

Schön, dass Sie dabei waren!


Qualität als Prinzip<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

14<br />

Strenge Regeln und hohe Ansprüche legt der<br />

„Große Preis des Mittelstandes“ auch im 25. Jahr<br />

an die Wettbewerbsdurchführung und an die Nominierten an.<br />

Q<br />

ualität macht den Unterschied.<br />

Deshalb arbeitet die Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

nach einem zertifizierten<br />

Qualitätsmanagement-System gemäß<br />

DIN EN ISO 9001:2015. Organisation,<br />

Durchführung und Nachbereitung<br />

aller Phasen des Wettbewerbs werden<br />

anhand klar kommunizierter Regelungen<br />

und Vorgaben genau geplant, dokumentiert<br />

und archiviert, um eine exakte<br />

Rückverfolgbarkeit aller Vorgänge zu<br />

gewährleisten.<br />

Ein Corporate Governance Kodex<br />

formuliert die eigenen Ansprüche und<br />

Werthaltungen der Stiftung an den<br />

Wettbewerb. Die Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />

deren Mitglieder aus Wirtschaft, Verwaltung<br />

und Politik stammen, ist vollständig<br />

ehrenamtlich organisiert. Alle Mitglieder<br />

sind sich der Ziele der Stiftung<br />

bewusst und handeln stets nach dem<br />

bestehenden Corporate Governance<br />

Kodex. Die Oskar-Patzelt-Stiftung wird<br />

als Nichtregierungsorganisation (NGO)<br />

und Non-Profit-Organisation (NPO) ohne<br />

jedes Steuergeld ausschließlich privat<br />

finanziert. Der „Große Preis des Mittelstandes“<br />

schafft Gemeinnutz, indem er<br />

Regionalmarketing und Wirtschaftsförderung<br />

mit einem breiten bürgerschaftlichen<br />

Engagement und der Förderung<br />

des demokratischen Staatswesens verknüpft.<br />

Prinzipien von Wettbewerb und<br />

Stiftung<br />

Datenschutz genießt innerhalb der<br />

Stiftung höchste Priorität. Alle im Zuge<br />

des Wettbewerbs gesammelten Daten<br />

sowie weitere individuelle Daten werden<br />

nur mit Zustimmung von Unternehmen<br />

bzw. der jeweiligen Ansprechpartner<br />

veröffentlicht. Sie sind ausschließlich<br />

den Beauftragten der Stiftung (Juroren,<br />

Servicestellen) und nur für die Zwecke<br />

des Wettbewerbs zugänglich.<br />

Die Stiftung sorgt für größtmögliche<br />

Transparenz der Informations- und<br />

Entscheidungsprozesse und nutzt dazu<br />

neben dem <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong> vor allem die<br />

Websites www.mittelstandspreis.com<br />

bzw. www.kompetenznetz-mittelstand.<br />

de.<br />

Ehrenamtlichkeit wird innerhalb<br />

der Stiftung mit Nachdruck gelebt: Die<br />

Tätigkeit in Vorstand, Kuratorium, Beiräten,<br />

Jurys oder Servicestellen etc. wird<br />

in keinerlei Form vergütet. Umgekehrt<br />

verzichtet die Stiftung bei den nominierenden<br />

Institutionen und bei den nominierten<br />

Firmen/Personen konsequent<br />

auf die Erhebung von Teilnahme- oder<br />

Bearbeitungsgebühren.<br />

Alle Aufgaben, die mit ehrenamtlichem<br />

Engagement allein nicht bewältigt<br />

werden können, sondern wirtschaftlich<br />

organisiert werden müssen, werden<br />

durch die OPS Netzwerk GmbH bzw. weitere<br />

Dienstleister auf der Grundlage von<br />

Kooperationsverträgen übernommen.<br />

Dadurch bleibt die Stiftung von wirtschaftlichen<br />

Risiken so weit wie möglich<br />

verschont. Dabei sind die Aktivitäten<br />

der Stiftung und ihrer Dienstleister klar<br />

getrennt und sichern die Neutralität und<br />

Unabhängigkeit der Entscheidungsprozesse.<br />

Auch der Ablauf des Wettbewerbs<br />

ist klar und konsequent geregelt. Keine<br />

der Auszeichnungen beim „Großen Preis“<br />

ist dotiert. Die Teilnahme am Wettbewerb<br />

durch Selbstnominierung ist ausgeschlossen.<br />

Jeder Teilnehmer muss von<br />

einem Dritten dafür nominiert werden.<br />

Die Entscheidungen über die Auszeichnungen<br />

innerhalb des Wettbewerbs<br />

werden strikt nach der Geschäfts- bzw.<br />

Wettbewerbsordnung und ausschließlich<br />

von den zuständigen Jurys getroffen.


Preisträger<br />

Alle Nominierten eines<br />

Wettbewerbsjahres<br />

Finalist<br />

Jurysitzung – Diskussion der einzelnen<br />

Favoriten und Abstimmung<br />

Bewertung der Unterlagen durch<br />

Juroren – Auswahl von Favoriten<br />

Ausfüllen und Einstellen der Wettbewerbsunterlagen<br />

im Kompetenznetz<br />

Prämierung<br />

Vorauswahl<br />

Juryliste<br />

Nominierungsliste<br />

Ihr Spezialist<br />

für die<br />

Automatisierungstechnik<br />

Softwarekomponenten<br />

Fernwartungslösungen<br />

Kommunikationsadapter<br />

Nachhaltigkeit ist Trumpf<br />

Ein Grundpfeiler innerhalb des Corporate<br />

Governance Kodex besteht in der<br />

Verfolgung nachhaltiger Entwicklungen.<br />

So berücksichtigt die Stiftung die Interessen<br />

aller beteiligten Personengruppen<br />

und steht im offenen Dialog mit potentiellen<br />

Partnern, Medien und Institutionen<br />

und informiert die Öffentlichkeit regelmäßig<br />

und ausführlich über Ordnungen<br />

und Entwicklungen innerhalb der Stiftung<br />

und des Wettbewerbs.<br />

Nominierte Unternehmen erhalten<br />

kostenfrei Nutzerprofile im Expertenportal<br />

www.kompetenznetz-mittelstand.de,<br />

werden auf www.mittelstandspreis.com<br />

dargestellt und erhalten bei Bedarf nach<br />

Möglichkeit weitere Unterstützung<br />

durch ca. 50 regionale Servicestellen vor<br />

Ort.<br />

Die Stiftung wird durch den Vorstand<br />

(Führungsduo Dr. Helfried Schmidt, Petra<br />

Tröger) unter Beachtung der Regeln ordnungsgemäßer<br />

Stiftungsführung und<br />

auf der Grundlage der „Geschäftsordnung<br />

des Vorstands der Oskar-Patzelt-<br />

Stiftung“ geleitet. Daneben wird die<br />

Stiftungsarbeit jährlich in einem dreistufigen<br />

Prozess vom Kuratorium, vom<br />

zuständigen Finanzamt und von der<br />

staatlichen Stiftungsaufsichtsbehörde<br />

überwacht.<br />

Die Jury entscheidet<br />

Der „Große Preis des Mittelstandes“<br />

steht auf allen Ebenen und hinsichtlich<br />

jeglicher (Wettbewerbs-)Kriterien für<br />

Transparenz und Professionalität. Das<br />

gilt besonders in der zeitaufwendigsten<br />

und gleichermaßen spannendsten Phase<br />

des Wettbewerbs, den Juryentscheidungen.<br />

Jährlich werden weit über 4.000<br />

Unternehmen aus ganz Deutschland für<br />

den Wettbewerb nominiert. Von A wie<br />

Anlagenbauer bis Z wie Zimmermann<br />

sind alle Branchen und Geschäftszweige<br />

vertreten. Diese adäquat zu bewerten,<br />

braucht Zeit und Know-how. Hier kommen<br />

die Juroren des Wettbewerbs ins<br />

Spiel.<br />

Fast 100 Persönlichkeiten aus Wirtschaft,<br />

Verwaltung und Politik wurden<br />

vom Vorstand der Stiftung berufen. Die<br />

Juroren der 12 Regionaljurys sind in den<br />

jeweiligen Wettbewerbsregionen ansässig<br />

und kennen die Regionen und deren<br />

wirtschaftliche Gefüge genau. Anhand<br />

der eingereichten Unterlagen der Unternehmen<br />

bereitet sich jeder Juror auf die<br />

Jurysitzung vor und entscheidet sich für<br />

seine Favoriten. Hierbei berücksichtigt<br />

er alle fünf Preiskriterien, die im Zweifelsfall<br />

sämtlich als Ausschlusskriterien<br />

gelten.<br />

Zur Jurysitzung, die in der Regel in<br />

den Räumen der Bundesgeschäftsstelle<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung in Leipzig<br />

stattfindet, begründet jeder Juror seine<br />

Vorschläge für Finalisten und Preisträger.<br />

Über die Vorschläge wird diskutiert,<br />

bis die Jury übereinstimmend, im<br />

Zweifelsfall per Mehrheitsabstimmung,<br />

zu einem Resultat gekommen ist. Die<br />

individuellen Ratings durch die Juroren<br />

werden abschließend zu einem gemittelten<br />

OPS-Rating des Unternehmens<br />

zusammengeführt. In der Gesamtheit<br />

aller Juryentscheidungen wird darauf<br />

geachtet, dass sich möglichst verschiedene<br />

Eigentumsformen, Betriebsgrößen<br />

und Branchen (Produktion/Handel/<br />

Handwerk/Dienstleistung) unter den<br />

Ausgezeichneten befinden, damit der<br />

Wirtschaftspreis auch zukünftig den<br />

Mittelstand als Ganzes anspricht und<br />

repräsentiert. ó<br />

Petra Hönle Rainer Hönle Thomas Hönle<br />

CFO CEO CMO<br />

JAHRE<br />

DELTA LOGIC<br />

www.deltalogic.de


Premier-Ehrenplakette <strong>2018</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

16<br />

FingerHaus GmbH<br />

35<strong>06</strong>6 Frankenberg<br />

Höchste Qualität für ein Zuhause<br />

Mit viel Liebe zum Detail und zum guten<br />

Handwerk erfüllt FingerHaus jedes<br />

Jahr mehr als 700 Träume vom eigenen<br />

Zuhause. Das Angebot reicht von Ein-<br />

Familien- und Mehrfamilienhäusern bis<br />

zu Bugalows, von der Fertigbauweise<br />

bis hin zu freigeplanten Häusern. Besonderen<br />

Wert legt das Unternehmen auf<br />

den neuesten Stand des Energiesparens<br />

sowie die erneuerbare und umweltfreundliche<br />

Energienutzung. In den letzten<br />

Jahren arbeitete es intensiv an der<br />

weiteren Minimierung des CO2-Ausstoßes,<br />

der Entwicklung von 0-Emmissionshäusern<br />

sowie von Gebäuden, die mehr<br />

Energie produzieren, als sie benötigen.<br />

Auf diese Weise konnte die FingerHaus<br />

GmbH ihre Marktführerschaft beim Einsatz<br />

zukunftsweisender Energietechnik<br />

ausbauen.<br />

Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen<br />

die Güte der Finger-Häuser: Nach<br />

2015 wurde FingerHaus 2017 bereits zum<br />

zweiten Mal Testsieger in der „Servicestudie<br />

Fertighausanbieter“ des Deutschen<br />

Instituts für Servicequalität. 2017<br />

erhielt das Unternehmen den „Plus X<br />

Award“ als „Beste Holzfertighausmarke<br />

des Jahres“, ein Jahr zuvor errang es mit<br />

einem Familienhaus den 1. Platz beim<br />

„Deutschen Traumhauspreis“.<br />

Fortlaufend investiert die Finger-<br />

Haus GmbH in die Optimierung ihrer<br />

Produktions- und Verwaltungsabläufe.<br />

Mit einer Investitionssumme von 11 Mio.<br />

Euro brachte das Unternehmen 2017 und<br />

<strong>2018</strong> den Neubau einer Ausbildungshalle<br />

für technische Berufe, die Aufstockung<br />

der Verwaltung sowie den Neubau einer<br />

dritten Produktionshalle, den Um- und<br />

Anbau der vorhandenen Produktionshallen<br />

und den Austausch und Neukauf<br />

zahlreicher Maschinen voran.<br />

In den letzten Jahren konnte das<br />

Unternehmen die Anzahl seiner Mitarbeiter<br />

kontinuierlich von 511 im Jahr<br />

2014 auf 634 im Jahr <strong>2018</strong> steigern, hinzukommen<br />

aktuell 50 Auszubildende.<br />

Diese erhalten überdurchschnittlich<br />

hohe Urlaubs- und Weihnachtsgelder<br />

sowie Prämienzahlungen. Wöchentlich<br />

stehen Obstrationen auf Firmenkosten<br />

sowie seit 2017 ein Wasserspender für<br />

die Angestellten in der Produktion und<br />

Verwaltung zur Verfügung. Das Unternehmen<br />

beteiligt sich zudem an den<br />

Kosten eines Massageangebotes in den<br />

Pausenzeiten und organisiert Inhouse-<br />

Grippeimpfungen, Ernährungsvorträge<br />

und Entspannungskurse.<br />

Als familienfreundlicher Arbeitgeber<br />

bietet die FingerHaus GmbH Eltern, insbesondere<br />

auch weiblichen Führungskräften,<br />

die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit<br />

an. Werdende Väter können beispielsweise<br />

zur 4-Tage-Woche oder zum heimatnahen<br />

Montageeinsatz wechseln.<br />

Beim zuständigen Bundesministerium<br />

errang das Unternehmen für seine<br />

familienfreundlichen Arbeitsmodelle<br />

2016 den Gesamtsieg beim Wettbewerb<br />

„Erfolgsfaktor Familie“.<br />

Die FingerHaus GmbH engagierte<br />

sich allein 2017 mit circa 12.500 Euro für<br />

Vereine. Dabei reicht der Wirkkreis weit<br />

über die Landesgrenzen hinaus. Seit<br />

2010 beteiligte sich das Unternehmen<br />

beispielsweise an dem Bau eines Waisenhauses<br />

in Togo. Zudem unterstützt es<br />

Handball-, Golf-, Fußball-, Tennis-, Beachvolleyball-<br />

und Reitvereine in der Region.<br />

Als Hauptsponsor ist FingerHaus auch<br />

für den „Literarischen Frühling“ sowie<br />

den Hessentag <strong>2018</strong> in Korbach aktiv.<br />

Nach zahlreichen Nominierungen für<br />

den „Großen Preis des Mittelstandes“ war<br />

die FingerHaus GmbH 2000 „Preisträger“,<br />

20<strong>06</strong> „Premier-Finalist“ und 2009 Premier<br />

und erhielt 2012 und 2014 die „Premier-Ehrenplakette“.<br />

Nominiert wurde<br />

das Unternehmen in diesem Jahr durch<br />

die IHK Kassel-Marburg, den Magistrat<br />

der Stadt Frankenberg (Eder) sowie die<br />

Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement<br />

GmbH. ó<br />

fit GmbH<br />

02788 Zittau<br />

Aus dem Osten in die Welt<br />

Nach der Wiedervereinigung startete<br />

das inhabergeführte Unternehmen im<br />

Wesentlichen mit einem einzigen Produkt.<br />

Aus der seit 1954 bestehenden Tradition<br />

der Herstellung von Spülmitteln<br />

entwickelte sich eine breite Produktpalette<br />

von Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln.<br />

Sie ermöglichte der fit GmbH,<br />

zum größten Konsumgüter-Markenhersteller<br />

in Ostdeutschland zu werden. Das<br />

Unternehmen meisterte in den letzten<br />

Jahren nicht nur den Weiterbetrieb nach<br />

massiven Schäden durch das Neiße-<br />

Hochwasser 2010, sondern es behauptet<br />

sich auch erfolgreich im Wettbewerb mit<br />

internationalen Konzernen wie Henkel,<br />

Unilever, Colgate-Palmolive oder Beiersdorf.<br />

Die Ursprungsmarke „fit Spülmittel<br />

Original 500 ml“ hat ihre Wurzeln in<br />

Ostdeutschland, ist dort mit über 35<br />

Prozent Anteilen Marktführer und darüber<br />

hinaus, gemessen an den Verkaufszahlen,<br />

als zweitstärkste Marke auch<br />

deutschlandweit erfolgreich. Darüber<br />

hinaus überzeugt die fit GmbH mit weiteren<br />

Produkten: Die „fit Power Tabs 12“<br />

kamen als erstes Markenprodukt mit<br />

phosphatfreier Formel in den Verkauf<br />

und wurden 2015 zum Testsieger der<br />

Stiftung Warentest gekürt. Für seine<br />

„Grüne Kraft“-Produkte, die auf nachwachsenden<br />

Rohstoffen basieren, erhielt<br />

das Unternehmen den „Sächsischen<br />

Umweltpreis“ 2011. Erfolgreich etablierte<br />

sich auch das Produkt „Rei in der Tube“<br />

mit einem Marktanteil von 68 Prozent<br />

bei Reisewaschmitteln. Dank der Markenübernahmen<br />

2015 von „GARD“ und<br />

2016 von „fenjal“ konnte die fit GmbH<br />

ihre Stellung im Handel nochmals stärken.<br />

Wichtigste Produktlinie ist mit 40<br />

Prozent Umsatzanteil „Kuschelweich“.<br />

Hierunter fallen Weichspüler und seit<br />

2016 das neu etablierte Wäscheparfüm.<br />

Mit inzwischen 85 Millionen produzierten<br />

Einzelartikeln konnte die fit<br />

GmbH ihren Umsatz seit 2014 um 27<br />

Prozent steigern. Mit einer Investitionssumme<br />

von mehr als 170 Mio. Euro seit<br />

1993 verfügt sie über eine der modernsten<br />

Produktionsanlagen für Wasch-, Putzund<br />

Reinigungsmittel.<br />

Für seine 240 Mitarbeiter bietet<br />

das Unternehmen familienfreundliche<br />

Lösungen wie Teilzeit- und Home-Office-<br />

Modelle. Eine subventionierte, firmeneigene<br />

Kantine versorgt sie mit Frühstück<br />

und Mittagessen. Zudem findet<br />

seit über fünf Jahren wöchentlich ein<br />

Betriebstraining mit einem Trainer des<br />

örtlichen Leichtathletik-Sportvereins<br />

statt, bei dem das Teamgefühl gestärkt<br />

und gemeinsam für das Deutsche Sportabzeichen<br />

trainiert wird.<br />

Neben der betrieblichen Ausbildung<br />

wirbt das Unternehmen neue Mitarbeiter<br />

über ein Trainee-Programm im<br />

Bereich Marketing und Vertrieb sowie<br />

über das „KIA“-Modell in den Fachbereichen<br />

Chemie und Informatik an. Dabei<br />

wird die betriebliche Ausbildung mit<br />

einem Studium an der Fachhochschule<br />

Görlitz/Zittau verbunden.<br />

Eine Vielzahl von regionalen und<br />

überregionalen Projekten erhält Unterstützung<br />

durch die fit GmbH. Beispielsweise<br />

konnte im Jahr 2017 die BVB-<br />

Fußballschule durch Sponsoring nach<br />

Zittau geholt werden, bei der mehr als<br />

80 Mädchen und Jungen zwischen 7 und<br />

13 Jahren von Profi-Trainern des Bundesliga-Erstligisten<br />

drei Tage lang trainiert<br />

wurden. Weiterhin engagiert sich das<br />

Unternehmen für die regionalen Feuerwehren,<br />

die „Freunde und Förderer<br />

der TU Bergakademie Freiberg“ und das


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

FingerHaus GmbH,<br />

(v.l.) Dr. Mathias Schäfer, Klaus Cronau, Geschäftsführer<br />

„Gläserne Labor“ des Hygiene-Museums<br />

Dresden.<br />

Die fit GmbH ist bereits zum dritten<br />

Mal seit 2016 für den „Großen Preis des<br />

Mittelstandes“ nominiert. 2000 war sie<br />

„Preisträger“, 2002 folgte die Auszeichnung<br />

zum „Premier“. In diesem Jahr ist<br />

das Unternehmen nominiert von EMS Ihr<br />

Beraterteam Hinner. ó<br />

Wirtschaftsförderungsgesellschaft für<br />

den Kreis Borken mbH<br />

48683 Ahaus<br />

In einem halbem Jahrhundert zum<br />

mittelständischen Tausendfüßler<br />

Was noch in den 1980er Jahren eine<br />

monostrukturierte Region mit Textilund<br />

Landwirtschaft war, entwickelte<br />

sich mithilfe der Wirtschaftsförderungsgesellschaft<br />

für den Kreis Borken zur<br />

mittelständisch geprägten Musterregion.<br />

Heute bietet der Kreis Borken<br />

ein modernes, leistungsfähiges und<br />

zukunftsorientiertes Branchenspektrum,<br />

das weit über die Region hinaus als vorbildlich<br />

gilt. Mit seiner Konzentration auf<br />

viele kleinere Unternehmen anstelle von<br />

Großkonzernen nutzt die Region seither<br />

die volle Kraft des Mittelstandes.<br />

Als Gesellschafter treiben der Kreis<br />

Borken und 17 weitere Städte und<br />

Gemeinden im Umkreis die wirtschaftliche<br />

Entwicklung für ihre rund 370.000<br />

Einwohner und rund 16.500 Unternehmen<br />

stetig voran. Im Mittelpunkt stehen<br />

die Förderung und Verbesserung<br />

der Rahmenbedingungen für den Mittelstand,<br />

dabei setzt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft<br />

auf standortbezogene,<br />

individuelle Lösungen und bietet eine<br />

zentrale Anlaufstelle für alle betrieblichen<br />

Fragen sowie einen Schnittpunkt<br />

zwischen Wirtschaft und Verwaltung<br />

an. Die inzwischen 20 Mitarbeiter und<br />

Mitarbeiterinnen leisten Gründungs-,<br />

Betriebs- und<br />

Innovationsberatung,<br />

ebenso wie<br />

Standortmarketing,<br />

Infrastruktur und<br />

Netzwerkarbeit.<br />

Als zertifiziertes<br />

STARTCENTER NRW<br />

konnten aus der<br />

Gesellschaft selbst<br />

heraus bereits drei<br />

Unternehmen –<br />

Innotronic Gronau,<br />

Thinkworks Bocholt<br />

und Innotec Control<br />

Rheine – gegründet<br />

werden. Darüber<br />

hinaus setzt sie sich<br />

seit mittlerweile<br />

zehn Jahren für den<br />

Breitbandausbau in<br />

der Region ein und initiierte ein eigenes<br />

Kreisleerrohrnetz, das zu 100 Prozent<br />

an einschlägige Anbieter vermietet ist<br />

und 85 Prozent der Haushalte im Kreis<br />

Borken mit einer Bandbreite von über 50<br />

Mbit/s versorgt.<br />

Die erfolgreiche Arbeit der<br />

Gesellschaft spricht für sich: Mit verbesserter<br />

Wirtschaftsstruktur, Innovationsdynamik<br />

und der hohen Gründungsbereitschaft<br />

konnte die Zahl der<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen<br />

allein zwischen 2010 und 2015<br />

um 7,2 Prozent gesteigert werden, die<br />

Entwicklung liegt dabei deutlich über<br />

dem Durchschnitt des Bundeslandes<br />

mit 1,5 Prozent. Ihren Umsatz steigerten<br />

die Unternehmen im Kreis sogar<br />

um 19 Prozent. Positiv wirkt sich dies<br />

auch auf die Zahl sozialversicherungspflichtiger<br />

Beschäftigter aus: Seit 2010<br />

liegt die Arbeitslosenquote permanent<br />

unter fünf Prozent, seit 2016 sogar unter<br />

vier Prozent. Hinzu kommt eine hohe<br />

Auszubildenden-Quote von 6,5 Prozent.<br />

Außerdem sind weitgehend bruchlose<br />

fit GmbH, Dr. Wolfgang Groß,<br />

Geschäftsführender Gesellschafter mit Ehefrau<br />

Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH,<br />

Dr. Heiner Kleinschneider, Geschäftsführer, Dr. Markus Könning,<br />

Leiter Innovationsberatung (v.l.)<br />

Übergänge von Schule zu Beruf kennzeichnend<br />

für die Region.<br />

Derzeit widmet sich die Gesellschaft<br />

verstärkt der Förderung frauengeführter<br />

Unternehmen und will in den nächsten<br />

Jahren das Potential weiblicher Existenzgründungen<br />

weiter ausschöpfen. Erste<br />

Impulse hierfür setzt das Projekt „Münsterland-Initiative<br />

Unternehmerin“. Einen<br />

weiteren Schwerpunkt bilden Umweltschutz<br />

und Energieeffizienz, der unter<br />

anderem durch das Projekt „Ökoprofit“<br />

vorangetrieben wird, sowie die künftige<br />

Sicherung insbesondere von MINT-Fachkräften.<br />

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft<br />

für den Kreis Borken mbH konnte<br />

bereits 20<strong>06</strong> die Auszeichnungen als<br />

Kommune des Jahres und 2012 als Premier-Kommune<br />

entgegen nehmen. Nominiert<br />

wurde die Gesellschaft in diesem<br />

Jahr durch 56 verschiedene Partner, darunter<br />

2G Energy AG, AIW „Aktive Unternehmen<br />

im Westmünsterland“ e. V. und<br />

AXA Entwicklungs- und Maschinenbau<br />

GmbH. ó<br />

17<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

18<br />

Premier <strong>2018</strong><br />

Burchard Führer GmbH<br />

<strong>06</strong>847 Dessau-Roßlau<br />

Im Mittelpunkt steht der Mensch<br />

Als mittelständisch geprägtes<br />

Familienunternehmen ist die Burchard<br />

Führer GmbH mit 42 stationären Einrichtungen,<br />

fünf Tagespflegen, sechs<br />

ambulanten Diensten und vier Anlagen<br />

für betreutes Wohnen in zehn Bundesländern<br />

aktiv. Unter ihrer Firmenphilosophie<br />

„kompetent. engagiert. familiär“<br />

übernimmt sie die komplette ambulante,<br />

teilstationäre und stationäre Versorgung<br />

ihrer Bewohner in der Altenund<br />

Behindertenpflege.<br />

Im Vordergrund steht die beständige<br />

Qualitätssteigerung von Pflege und<br />

Betreuung. Die Einrichtungen „Rosenhain“<br />

in Köthen und „Herthasee“ in<br />

Berlin wurden 2015 und 2016 bereits<br />

zweimal von der Zeitschrift Focus zum<br />

„TOP-Pflegeheim“ gekürt.<br />

Mit 95 Prozent besitzt die Burchard<br />

Führer GmbH eine überdurchschnittlich<br />

hohe Auslastungsquote. Sie mietet im<br />

Vergleich zu anderen Anbietern gleicher<br />

Größe keine Betten an, sondern legt<br />

Wert auf die Einheit von Besitz und<br />

Betrieb.<br />

Zu den Besonderheiten des Firmenkonzepts<br />

gehören die Übernahme,<br />

Rekonstruktion und nachhaltige Bewirtschaftung<br />

alter Gebäude. Viele denkmalgeschützte<br />

Bauten konnten auf diese<br />

Weise vor dem Verfall geschützt werden.<br />

Einrichtungen befinden sich beispielsweise<br />

im Kloster Meyendorf im Bördekreis<br />

und im Wasserschloss Großpaschleben<br />

im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Die<br />

Unternehmenszentrale hat ihren Sitz<br />

auf dem Gelände der ehemaligen Hugo-<br />

Junkers-Werke in Dessau.<br />

Die erfolgreiche Entwicklung des<br />

Unternehmens schlägt sich in der<br />

Anzahl der Mitarbeiter nieder. Zwischen<br />

2014 und <strong>2018</strong> steigerte sich diese von<br />

2.680 auf 3.280. Die Burchard Führer<br />

GmbH engagiert sich gegen den Fachkräftemangel<br />

und beschäftigt im aktuellen<br />

Jahr rund 280 Auszubildende. Das<br />

Seniorenpflegeheim „Fritzenhof“ in<br />

Flöha konnte bereits eine Ehrung als<br />

ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb<br />

entgegennehmen. Um Nachwuchs in<br />

Pflegeberufen zu gewinnen, öffnet das<br />

Unternehmen seine Einrichtungen für<br />

Schulklassen und bietet Praktika und<br />

Projekte für ausländische Auszubildende<br />

an. Darüber hinaus besteht im<br />

Rahmen eines dualen Studiums eine<br />

enge Zusammenarbeit mit der Berufsakademie<br />

Leipzig und der Fachhochschule<br />

Chemnitz.<br />

Führungspersonal<br />

rekrutiert<br />

das Unternehmen<br />

vorzugsweise aus<br />

den eigenen Reihen.<br />

Über gezielte Fortbildungen<br />

werden<br />

Mitarbeiter zu Heimund<br />

Pflegedienstleitern<br />

berufen. <strong>2018</strong><br />

soll ein umfangreiches<br />

Nachwuchsprogramm<br />

für<br />

Führungskräfte entstehen,<br />

das unter<br />

anderem Workshops<br />

zum Themenschwerpunkt<br />

„Gesunde Führung“ anbietet.<br />

Gute Leistungen werden gesondert<br />

honoriert. Zusätzlich bietet die Burchard<br />

Führer GmbH eine betriebliche Altersvorsorge<br />

und mit dem „Sodexo Benefitspass“<br />

vergünstigte Einkaufsmöglichkeiten.<br />

In enger Kooperation mit dem Dessauer<br />

Walter-Gropius-Gymnasium stellt<br />

das Unternehmen sein Betriebsgelände<br />

für den Sportunterricht zur Verfügung.<br />

Darüber hinaus sponsert es die Knabenkapelle<br />

Auerbach, die Weihnachtsfeier<br />

des lokalen Kinderheims, den Handballverein<br />

in Ahlbeck auf Usedom, den Fußballverein<br />

Union Berlin sowie das Sportfest<br />

des Landes-Behindertenverbandes<br />

Sachsen-Anhalt.<br />

Die Burchard Führer GmbH ist zum<br />

8. Mal seit 2009 für den „Großen Preis<br />

des Mittelstandes“ nominiert. 2014 war<br />

sie „Finalist“, 2015 „Preisträger“ und 2017<br />

erhielt das Unternehmen die „Ehrenplakette“.<br />

Nominiert wurde sie in diesem<br />

Jahr durch den Landkreis Anhalt-Bitterfeld,<br />

die Stadtsparkasse Dessau und WIS-<br />

SENSBILANZ.DEUTSCHLAND. ó<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

NETGO Unternehmensgruppe GmbH<br />

46325 Borken<br />

Unternehmenskultur als Erfolgsgarant<br />

Seit ihrer Gründung weist die NETGO<br />

Unternehmensgruppe eine steile<br />

Erfolgskurve auf. Aus dem 2007 gestarteten<br />

Unternehmen mit drei Personen<br />

ist in gut zehn Jahren ein beachtetes<br />

IT-Systemhaus mit über 300 Mitarbeitern<br />

geworden. Mehrere Geschäftsbereiche<br />

und Schwestergesellschaften mit<br />

zugkräftigen Marken stellen sich den<br />

Herausforderungen des IT-Marktes. Den<br />

größten Anteil hat die NETGO GmbH<br />

und deren Unterteilung in Systemhaus,<br />

NETGO Consulting, Reseller-Solution,<br />

Burchard Führer GmbH, Jan Fritsche, Geschäftsführer und<br />

Konstanze Führer, Prokuristin<br />

NETGO Smartwork und NETGO Innovations.<br />

Darüber hinaus ist die Gruppe seit<br />

2016 mit einem Sitz in Aalten auch auf<br />

dem niederländischen Markt vertreten.<br />

Allein im vergangenen Jahr konnte<br />

die NETGO Unternehmensgruppe GmbH<br />

durch Integration der CompuTech weiter<br />

wachsen und ihren Umsatz im Vergleich<br />

zum Vorjahr um 62 Prozent steigern.<br />

<strong>2018</strong> begann sie mit dem Bau ihrer<br />

neuen Firmenzentrale. Auf 5.700 qm<br />

entsteht für neun Mio. Euro das neue<br />

„Basecamp“. Es bietet eine betriebseigene<br />

Kindertagesstätte, öffentliche Gastronomie,<br />

ein Fitness-Studio sowie einen<br />

Ruheraum für die Mitarbeiter. Mit der<br />

NETGO Innovations verfügt die Gruppe<br />

über ein eigenes Kreativteam, das Ideen<br />

der Belegschaft umsetzt, Lösungen für<br />

neue Herausforderungen sucht, diese<br />

im „Innovation Lab“ in Bochum testet<br />

und verbessert. Aufgrund des herausragenden<br />

Ausbildungsstandes der NETGO-<br />

Mitarbeiter wurde die NETGO-Gruppe<br />

als eines von sieben Unternehmen<br />

deutschlandweit und eines von nur 50<br />

weltweit zum „Platinum Partner“ des<br />

Marktführers im Bereich Enterprise<br />

Hardware, Hewlett Packard ausgezeichnet.<br />

Mit der erheblichen Steigerung<br />

der Mitarbeiteranzahl von 75 im Jahr<br />

2014 auf 320 in diesem Jahr, erweist<br />

sich die Gruppe als äußerst erfolgreich<br />

im Bereich Recruiting sowie in der Mitarbeiterbindung.<br />

Der Wachstumstrend<br />

hält an. Weitere 49 Stellen sind derzeit<br />

noch unbesetzt. Im Vordergrund stehen<br />

die Firmenkultur und eine starke Identifikation<br />

des Einzelnen mit dem Unternehmen.<br />

Mit flachen Hierarchien, großer<br />

Eigenverantwortung, Raum für persönliche<br />

Entfaltung und eigene Ideen legt<br />

die Gruppe größten Wert auf ein familiäres<br />

Arbeitsumfeld. Die Vereinbarkeit<br />

von Familie und Beruf gewährleisten flexible<br />

Arbeitszeiten, Möglichkeiten zum


Home-Office und eine firmeneigene<br />

Kinderbetreuung. Unter dem Leitspruch<br />

„Keine Entscheidung ist so falsch wie die,<br />

die man nicht getroffen hat“, erhalten<br />

junge Mitarbeiter bereits früh Verantwortung.<br />

Firmeneigene IT-Trainer sowie<br />

ein eigenes „PearsonVUE“-Testcenter am<br />

Stammsitz Borken ermöglichen beständig<br />

die zertifizierte Weiterbildung.<br />

Im gesellschaftlichen Engagement<br />

liegt das Augenmerk der Gruppe auf<br />

der Unterstützung der Kinder- und<br />

Jugendförderung. Neben Spenden von<br />

technischen Geräten für Schulen und<br />

caritative Einrichtungen ist die NETGO-<br />

Gruppe im Projekt „Schlaumäuse“ aktiv.<br />

Dabei stellt sie Kindergärten kostenfrei<br />

PC´s und Software zur Verfügung, die<br />

Unterstützung bei der Sprachentwicklung<br />

bieten sowie auf individuelle Vorkenntnisse<br />

und das Lerntempo der Kinder<br />

abgestimmt ist. Insgesamt werden<br />

ca. 30 Vereine mit mehr als 100.000 Euro<br />

jährlich gefördert.<br />

Die NETGO Unternehmensgruppe<br />

GmbH wurde zum 9. Mal seit 2010 für<br />

den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />

nominiert. 2010 wurde sie als „Finalist“,<br />

2012 als „Preisträger“ und 2015 mit der<br />

„Ehrenplakette“ geehrt. Nominiert wurde<br />

das Unternehmen in diesem Jahr durch<br />

die Abgeordneten des Deutschen Bundestages<br />

Johannes Röring und Karl-Heinz<br />

Busen, die Landtagsabgeordneten Hendrik<br />

Wüst und Wilhelm Korth, die Bezirksregierung<br />

Münster, die Stadt Borken und<br />

die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für<br />

den Kreis Borken mbH. ó<br />

uesa GmbH<br />

04938<br />

Uebigau-Wahrenbrück<br />

Elektro- und Schaltanlagen für die<br />

Region und die Welt<br />

1990 gegründet, etablierte sich die<br />

uesa GmbH in der Energiebranche als<br />

Einzelauftragsfertiger im Elektro- und<br />

Schaltanlagenbau. Von der Planung<br />

über die Fertigung bis hin zur Montage<br />

liefert sie Elektroausrüstungen für<br />

die Industrie und Energieversorgung.<br />

Das Leistungsspektrum umfasst Energieverteilungsanlagen,<br />

Kabelverteiler,<br />

Transformatorenstationen, Nieder- und<br />

Mittelspannungsschaltanlagen bis 24<br />

kV sowie Automatisierungs- und Steuerungsanlagen<br />

und Serviceleistungen im<br />

Solarbereich.<br />

Entsprechend den Kundenwünschen<br />

werden die Produkte flexibel gestaltet<br />

und produziert. Darüber hinaus bietet<br />

das Unternehmen beispielsweise mit<br />

der Vermietung von Trafostationen,<br />

kombinierte Leistungsangebote und<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

NETGO Unternehmensgruppe GmbH,<br />

Benedikt Kisner und Patrick Kruse, Geschäftsführer<br />

ist anerkannter Zulieferer für rund 70<br />

Prozent aller deutschen Energieversorgungsunternehmen.<br />

Kontinuierlich konnte der Umsatz<br />

in den vergangenen Jahren seit 2014<br />

um fast 30 Prozent gesteigert werden.<br />

Ergänzt werden die Aktivitäten auf dem<br />

deutschen Markt durch internationale<br />

Vertriebsstrukturen sowie Produktion<br />

und Absatz vor allem in Polen, Rußland<br />

und der Mongolei. Beispielsweise konnten<br />

Mittelspannungsanlagen und Trafostationen<br />

an die Stadtwerke Sergjev<br />

Posad im Moskauer Gebiet und elektronische<br />

Ausstattungen in die mongolische<br />

Hauptstadt Ulan-Batur zur Stromversorgung<br />

eines Stadtviertels geliefert<br />

werden. Hier errichtete das Unternehmen<br />

in Kooperation mit der Gesellschaft<br />

für Internationale Zusammenarbeit<br />

zudem ein Schulungszentrum für angehende<br />

Elektrotechniker.<br />

19<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

RÄGER<br />

Preis PREISTRÄGER<br />

des<br />

PREISTRÄGER<br />

tandes Großer Preis des<br />

15 Großer Mittelstandes Preis des<br />

Mittelstandes 2015<br />

2015<br />

• Seniorenpflegeheime<br />

• Seniorenpflegeheime<br />

• Hotel- Seniorenpflegeheime<br />

& Ferienanlagen<br />

• Hotel- & Ferienanlagen<br />

• Vermietung Hotel- Ferienanlagen<br />

& Verpachtung<br />

• Vermietung & Verpachtung<br />

Vermietung Verpachtung<br />

„Wir sind für Sie da“<br />

„Wir sind für Sie da“<br />

„Wir sind für Sie da“<br />

www.fuehrergruppe.de<br />

www.fuehrergruppe.


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

20<br />

uesa GmbH,<br />

Helmut Hoffmann, Geschäftsführer<br />

Aktuell beschäftigt die uesa GmbH<br />

415 Mitarbeiter und zählt damit zu den<br />

großen Arbeitgebern in Brandenburgs<br />

Elbe-Elster-Kreis. Jährlich finden Personalgespräche<br />

statt, und entscheidende<br />

Verbesserungsvorschläge werden prämiert.<br />

Außerdem gewährleistet die<br />

Einführung flexibler und auf Wunsch<br />

verkürzter Arbeitszeiten für Eltern die<br />

Vereinbarkeit von Familie und Beruf.<br />

Des Weiteren wird eine über dreijährige<br />

Betriebszugehörigkeit durch Teilhabe an<br />

der uesa Mitarbeitergesellschaft mbH<br />

und durch die Ausschüttung von Gewinnen<br />

honoriert. Die Ausbildungsjahre<br />

im Unternehmen werden anerkannt,<br />

wodurch auch unter den Jungfacharbeitern<br />

eine hohe Firmenbindung erzielt<br />

wird.<br />

In der Region engagiert sich die uesa<br />

GmbH bei Abschlussfeiern und anderen<br />

schulischen Höhepunkten. Außerdem<br />

erhalten Jugendclubs und die Kindergärten<br />

in Falkenberg und Uebigau<br />

Unterstützung. Seit zehn Jahren bietet<br />

uesa regelmäßig Schülerpraktika sowie<br />

Schülerferienarbeit an. 20 bis 30 Schüler<br />

erhalten jeweils die Möglichkeit, in<br />

den Sommerferien erste Einblicke in das<br />

Berufsfeld zu nehmen. Darüber hinaus<br />

unterstützt das Unternehmen die freie<br />

Schule Uebigau, die örtliche Feuerwehr,<br />

den Halbmarathon ElsterLauf, den Sportverein<br />

Schmerkendorf, den Volleyballverein<br />

VSB Offensiv Eisenhüttenstadt, die<br />

Fußballmannschaft des SV Lok Uebigau<br />

und das Heimatmuseum Uebigau.<br />

Die uesa GmbH wurde zum 10. Mal<br />

seit 2010 für den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />

nominiert. 20<strong>06</strong> erhielt sie<br />

die Auszeichnung „Finalist“. 2007 wurde<br />

sie als „Preisträger“ geehrt und 2010 mit<br />

der „Ehrenplakette“ honoriert. Nominiert<br />

wurde das Unternehmen in diesem Jahr<br />

durch die BTU Brandenburgische Technische<br />

Universität Cottbus-Senftenberg. ó<br />

Premier-Bank <strong>2018</strong><br />

Volksbank RheinAhrEifel eG<br />

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler<br />

Genossenschaft für Regionalität,<br />

Heimat und Sicherheit<br />

Die Geschichte der Volksbank RheinAhr-<br />

Eifel eG geht bis in das Jahr 1886 zurück.<br />

Insgesamt 81 Vorgängerinstitute schlossen<br />

sich im Laufe der Zeit zusammen<br />

und bilden heute den Grundstein für<br />

die Genossenschaftsbank, die ihren über<br />

95.000 Mitgliedern gehört. Damit ist sie<br />

die mitgliederstärkste Bank im Bereich<br />

des Genossenschaftsverbandes e.V. und<br />

eine der mitgliederstärksten Organisationen<br />

in Rheinland-Pfalz überhaupt. Das<br />

weiß die Bank zu nutzen: Sie verzeichnet<br />

seit Jahren ein stetiges Wachstum und<br />

gewinnt Marktanteile hinzu. 2017 stieg<br />

die Bilanzsumme so um 79 Millionen<br />

Euro auf insgesamt 2,6 Milliarden Euro,<br />

das betreute Kundenvolumen weitete<br />

sie um 294 Millionen Euro auf über 5,1<br />

Milliarden Euro aus. Die Volksbank RheinAhrEifel<br />

stellte allein im vergangenen<br />

Jahr 455 Millionen Euro an Krediten aus<br />

– der höchste Wert, den das Kreditinstitut<br />

jemals erreichen konnte. Mit 36<br />

Geschäftsstellen und 18 Selbstbedienungsfilialen<br />

ist sie flächendeckend in<br />

der Region präsent und gleichzeitig die<br />

größte Bank in der Umgebung. Bundesweit<br />

schafft sie es dadurch in Bezug<br />

auf ihre Größe auf Rang 64 unter den<br />

deutschen Genossenschaftsbanken, in<br />

Rheinland-Pfalz sogar auf den sechsten<br />

Rang.<br />

Besondere Bedeutung im letzten<br />

Jahr hatte die Fertigstellung des neu<br />

und umgebauten Verwaltungssitzes in<br />

Mayen sowie die Verschmelzung mit der<br />

Volksbank Mülheim-Kärlich eG. Durch<br />

die Fusion ist die Bank noch stärker als<br />

Volksbank RheinAhrEifel eG,<br />

(v.l.) Elmar Schmitz, und Vorstandsmitglieder Markus Müller,<br />

Sascha Monschauer<br />

zuvor in einer prosperierenden Wirtschaftsregion<br />

entlang des Rheins und<br />

erstmals auch an der Mosel vertreten.<br />

Um ihren Kunden weiterhin Verlässlichkeit<br />

und Sicherheit zu bieten, weitete<br />

sie gleichzeitig ihre Eigenkapitalausstattung<br />

auf über 280 Millionen Euro aus.<br />

Als Genossenschaft bekennt sich die<br />

Bank zu Selbsthilfe, Selbstverwaltung<br />

und Selbstverantwortung als Fundamente<br />

ihrer Arbeit. Daher ist ein intensiver<br />

Austausch mit ihren Mitgliedern<br />

unabdingbar. Diese haben außerdem die<br />

Möglichkeit, online an der Vertreterwahl<br />

teilzunehmen und sich durch Co-Creation-Ansätze<br />

an der Entwicklung neuer<br />

Lösungen zu beteiligen.<br />

Mit ihrer Kampagne „Wir sind Heimat“<br />

tritt die Genossenschaftsbank für<br />

ihre Region ein und übernimmt Verantwortung<br />

für die lokale wirtschaftliche<br />

Entwicklung, gerade im Hinblick auf<br />

den Strukturwandel in der Region Rhein,<br />

Ahr und Eifel. Sie fördert das Kapital<br />

an dem Ort, an dem es gebildet wird.<br />

Daher ist die Bank ausschließlich lokal<br />

aktiv. Statt an risikoreichen und spekulativen<br />

Geschäften orientiert sie sich an<br />

realwirtschaftlichen Transaktionen. Das<br />

kommt vor allem ihren 150.000 Privatund<br />

Firmenkunden in der Region zugute.<br />

Durch ihr Kerngeschäft, dem Einlagenund<br />

Kreditgeschäft sowie der Vermittlung<br />

von Produkten der Unternehmen<br />

aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe,<br />

stärkt die Volksbank RheinAhr-<br />

Eifel zudem die regionale Wirtschaft<br />

insgesamt. Zusätzlich festigen regionale<br />

Beiräte und Mitgliederkonferenzen die<br />

dezentrale Struktur, die schnelle Ent-


scheidungen ermöglicht. So nimmt die Volksbank RheinAhrEifel<br />

eine Vorreiterrolle in der Stärkung des ländlichen Raums ein.<br />

Auch sozial zeigt sich die Volksbank RheinAhrEifel heimatverbunden.<br />

Schon 2008 rief sie den Zukunftspreis Heimat ins<br />

Leben. Mit ihm zeichnet sie jährlich Projekte aus, die geeignet<br />

sind, die Infrastruktur, Lebensqualität und Attraktivität der<br />

Region zu fördern. Das Preisgeld von 25.000 Euro macht den<br />

Zukunftspreis zu einer der höchstdotieren Auszeichnungen für<br />

regionales Engagement. In den letzten zehn Jahren wurden auf<br />

diese Weise von den verschiedensten Seiten annähernd 1.100<br />

Konzepte zur Stärkung des heimatlichen Lebens- und Wirtschaftsraumes<br />

erstellt. Sie alle halfen dabei, zahlreiche innovative<br />

Projekte in der Region zu fördern.<br />

Die Volksbank RheinAhrEifel eG wurde zum seit 2013 sechsten<br />

Mal in Folge zum Wettbewerb durch nominiert. Vorgeschlagen<br />

haben sie in diesem Jahr die HEGAS Vermögensverwaltungs KG,<br />

die Reinhard Koll GmbH, die Stadt Andernach, die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler,<br />

die Stadt Mayen, die Verbandsgemeinde Brohltal<br />

und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel mbH. 2015<br />

wurde sie als Bank des Jahres ausgezeichnet. ó<br />

Wirtschaftsförderung Landkreis<br />

Bamberg und Stadt Bamberg<br />

– Wirtschaftsförderung<br />

96052/ 96047 Bamberg<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Landkreis Bamberg, Stadt Bamberg,<br />

Johann Kalb, Landrat des Landkreises Bamberg,<br />

Reiner Keis, Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises<br />

Bamberg, Dr. Stefan Goller, Leiter des Referats Wirtschaft der<br />

Stadt Bamberg, Frau Ruth Vollmar,<br />

Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Bamberg<br />

21<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Erfolgsverwöhntes Duo<br />

Bamberg ist nicht nur Weltkulturerbe,<br />

sondern für ein Einzugsgebiet von<br />

mehr als 350.000 Menschen ein kultureller<br />

Mittelpunkt der Europäischen<br />

Metropolregion Nürnberg und das Wirtschaftszentrum<br />

Oberfrankens. In dieser<br />

Region weiß man das Engagement der<br />

Unternehmer und ihre häufig lange<br />

Familientradition zu schätzen. Die Verbundenheit<br />

der Unternehmer zur Region<br />

ist Bestätigung und Motivation zugleich.<br />

Global Player wie Bosch, Brose und viele<br />

andere haben sich hier niedergelassen.<br />

Im FOCUS-Ranking konnte sich der<br />

Landkreis Bamberg bei „Wachstum und<br />

Jobs“ um 53 Plätze auf Rang 41 (von<br />

401) verbessern und bei „Produktivität<br />

und Standortkosten“ um 16 Plätze auf<br />

Rang 27. In der Region Bamberg herrscht<br />

mit einer Arbeitslosenquote unter drei<br />

Prozent praktisch Vollbeschäftigung.<br />

Diese tendenziell positive Entwicklung<br />

begründet sich besonders auf Beschäftigungszuwächsen<br />

z.B. im Bereich der<br />

freiberuflichen, wissenschaftlichen<br />

und technischen Dienstleistungen, im<br />

Bereich Erziehung und Unterricht sowie<br />

im Gastgewerbe.<br />

Im Jahr 1996 begann die kundenorientierte<br />

Wirtschaftsförderung des Landkreises<br />

Bamberg mit dem Ziel, einen systematischen<br />

Dialog mit der Wirtschaft<br />

aufzubauen. In ihrer Arbeit geht sie<br />

strukturiert und gezielt auf die Unternehmen<br />

der Region zu. Um die eigenen<br />

Leistungen zu optimieren wird seit 2002<br />

regelmäßig eine Unternehmensbefragung<br />

in Auftrag gegeben. Die steigende<br />

Premier-Kommune <strong>2018</strong><br />

Rücklaufquote, positive Rückmeldungen<br />

der Betriebe und die gewonnenen Daten<br />

ermöglichen, Serviceangebote noch<br />

gezielter zu entwickeln und zu kommunizieren.<br />

Schwerpunkte der letzten<br />

Befragung 2017 bildeten die Standortanalyse,<br />

die regionale Entwicklungsstrategie<br />

sowie Qualitäts- und Kontaktmanagement.<br />

Um den Transfer von Wissenschaft<br />

und Wirtschaft zu fördern, bietet die<br />

Wirtschaftsförderung gemeinsam mit<br />

der Otto-Friedrich-Universität Bamberg<br />

eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel<br />

‚KMUni‘ an. Diese Schnittstelle unterstützt<br />

den intellektuellen und praxisrelevanten<br />

Input und sorgt damit zugleich<br />

für die Bildung informeller Netzwerke.<br />

Die Zahl der Gewerbeanmeldungen hält<br />

sich in der Region Bamberg auf einem<br />

konstant hohen Niveau.<br />

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg<br />

(13.000 Studierende) sowie weiterführende<br />

Schulen und Einrichtungen<br />

der beruflichen Bildung mit vielfältigen<br />

Weiterbildungsangeboten bringen qualifizierte<br />

Fachkräfte hervor und sichern<br />

so die Zukunftsfähigkeit der gesamten<br />

Region. 60% der sozialversicherungspflichtig<br />

Beschäftigten sind Fachkräfte,<br />

12% sogar Spezialisten und weitere 12%<br />

Experten. Die zentrale Idee bei der Förderung<br />

des Mittelstandes ist es, möglichst<br />

nahe am Unternehmen zu sein und die<br />

Unternehmen persönlich in allen Entwicklungsphasen<br />

zu unterstützen. Neu<br />

ist der Fokus auf die Gesundheitswirtschaft<br />

und die für 2019 geplante Eröffnung<br />

des Digitalen Gründerzentrums.<br />

In Stadt und Landkreis Bamberg wird<br />

nicht nur geredet, sondern gehandelt.<br />

So finden Geschichte, Kultur, Wirtschaft<br />

und Lebensqualität zu beeindruckender<br />

Harmonie. Die Wirtschaftsförderungen<br />

von Stadt und Landkreis sorgen dafür,<br />

dass sich Unternehmen am Standort<br />

wohl und willkommen fühlen. Dabei<br />

arbeiten Stadt und Landkreis abgestimmt<br />

und Hand in Hand.<br />

Aus all diesen Gründen wird der Sonderpreis<br />

„Premier-Kommune“ dieses Jahr<br />

erstmals doppelt verliehen: An Stadt und<br />

Landkreis Bamberg für die nachgewiesenermaßen<br />

konstant hervorragende<br />

mittelstandsorientierte Wirtschaftsförderung.<br />

Die Stadt Bamberg und die Wirtschaftsförderung<br />

Landkreis Bamberg<br />

wurden seit 2014 durchgehend für den<br />

Großen Preis des Mittelstandes nominiert,<br />

2015 konnten sie die Auszeichnung als<br />

Kommune des Jahres entgegen nehmen.<br />

Nominiert wurde das Duo in diesem Jahr<br />

durch IMBEMA Consult GmbH und Centron<br />

GmbH. ó


Premier-Finalisten <strong>2018</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

22<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

EDEKA Ernst<br />

66482 Zweibrücken<br />

EDEKA Ernst Zweibrücken,<br />

Dieter Ernst, Geschäftsführer<br />

Einsatz für die Heimatstadt<br />

Als moderne Einkaufsmärkte bieten die<br />

beiden Standorte von EDEKA Ernst im<br />

Hildegard-Center Zweibrücken und in<br />

Niederauerbach alles für den täglichen<br />

Bedarf ihrer Kunden. Neben den üblichen<br />

Produkten setzt das Unternehmen<br />

ganz auf ein innovatives Sortiment und<br />

erschließt sich neue Zielkunden. Waren<br />

für vegan lebende Menschen und Allergiker<br />

ergänzen das Sortiment ebenso<br />

wie Halal-Produkte, die nach islamischem<br />

Glauben zulässig sind. Ernährungs-,<br />

Rezept- und Weinberatung sowie<br />

ein Geschenk- und Verpackungsservice<br />

runden das Angebot<br />

ab. Ganz dem generationenfreundlichen<br />

Einkaufen<br />

verschrieben, bieten<br />

die Märkte zudem<br />

spezielle Einkaufswagen<br />

für Rollstuhlfahrer<br />

sowie solche<br />

mit integrierter Sitzgelegenheit<br />

an.<br />

Besonderen<br />

Wert legt EDEKA<br />

Ernst auf die Unterstützung<br />

regionaler<br />

Jungunternehmer.<br />

So konnte das Angebot<br />

in den letzten<br />

Jahren beispielsweise<br />

um Produkte von Piranja Cola,<br />

Stugge Bier Winterbach, Kartoffelhof<br />

Bößhar oder der Kaffeerösterei Huber<br />

Pirmasens erweitert werden. Darüber<br />

hinaus werden Bezahlfunktionen per<br />

Funk, Handy und der EDEKA-App bis hin<br />

zu kostenfreiem Kunden-WLAN angeboten.<br />

Die seit Jahren stabile Umsatzsteigerung<br />

gibt dem Erfolgskonzept Recht.<br />

Im laufenden Jahr sind mit einer im Vergleich<br />

zum Vorjahr fast vervierfachten<br />

Investitionssumme weitere Neuerungen<br />

im Warenwirtschafts- und Kassensystem,<br />

neue Leergutautomaten, Einkaufsboxen<br />

und -wagen sowie die Erneuerung<br />

des Eingangsbereichs geplant.<br />

Die derzeit 98 Mitarbeiter und zehn<br />

Auszubildenden profitieren von der familiären<br />

und teamorientierten Prägung im<br />

Unternehmen. Beispielweise erhalten<br />

junge, alleinerziehende Eltern bereits<br />

während der Ausbildung die Möglichkeit<br />

zur Teilzeitarbeit. Seit 2017 beschäftigt<br />

EDEKA Ernst keine Aushilfskräfte mehr<br />

und bietet seinen Angestellten neben<br />

Weihnachts- und Urlaubsgeld ein persönliches<br />

Geburtstagsgeschenk sowie<br />

ergebnisorientierte Prämienzahlungen.<br />

Neben gemeinsamen Firmenausflügen<br />

werden auch Erfolge zusammen<br />

gefeiert: Anlässlich der Auszeichnung<br />

zum „Finalisten“ 2015 beim „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“ richtete EDEKA<br />

Ernst einen Dankeschön-Brunch für alle<br />

Mitarbeiter aus. Das Engagement von<br />

EDEKA Ernst in der Region ist vielfältig<br />

und reicht von Spenden für den Tierschutzverein<br />

Zweibrücken und die örtliche<br />

Stadt- bzw. Jugendbücherei bis hin<br />

zur Unterstützung von Theatervereinen,<br />

den Landfrauen, Schulfesten und der<br />

Feuerwehr. Als Hauptsponsor des Fußballvereins<br />

TSC Zweibrücken konnte das<br />

Unternehmen 2016 den „EDEKA-Ernst-<br />

Park“ eröffnen. Für die Aktion „Inklusion“<br />

des VB Zweibrücken übernahm es das<br />

Sponsoring der gesamten Verpflegung.<br />

Alle Vereine der Umgebung erhalten<br />

die Möglichkeit, Waren für ihre Sportveranstaltungen<br />

zu Sonderkonditionen<br />

zu erwerben. Ebenso erhält die örtliche<br />

Tafel regelmäßig Lebensmittelspenden.<br />

Preisträger<br />

2017<br />

99974 MÜHLHAUSEN<br />

Langensalzaer Landstr. 39<br />

Tel.: (03601) 433-3<br />

Fax: (03601) 433-555<br />

99091 ERFURT<br />

Alte Mittelhäuser Str. 15<br />

Tel.: (0361) 7 30 31-0<br />

Fax: (0361) 7 30 31-18<br />

98544 ZELLA-MEHLIS<br />

Gewerbestr. 2<br />

Tel.: (03682) 45 99-0<br />

Fax: (03682) 45 99-22<br />

07751 JENA Zöllnitz<br />

Stadtrodaer Landstr. 3<br />

Tel.: (03641) 62 05 24<br />

Fax: (03641) 62 05 26<br />

34260 KASSEL-Kaufungen<br />

Industriestraße 14<br />

Tel.: (05605) 30 51-0<br />

Fax: (05605) 30 51-25<br />

95030 HOF<br />

An der Hohensaas 3<br />

Tel.: (09281) 7 69 15-0<br />

Fax: (09281) 6 27 09<br />

99819 EISENACH-Krauthausen<br />

Am Marktrasen 2<br />

Tel.: (03691) 7 25 81-0<br />

Fax: (03691) 7 25 81-26<br />

99734 NORDHAUSEN<br />

Herforder Str. 96<br />

Tel.: (03631) 61 56 10<br />

Fax: (03631) 60 01 24


AKTENLAGERUNG...<br />

AKTENDIGITALISIERUNG...<br />

ARCHIV-OUTSOURCING...<br />

EDEKA Ernst<br />

wurde zum 4. Mal<br />

seit 2015 jedes Jahr<br />

für den „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“<br />

nominiert. 2015<br />

erhielt das Unternehmen<br />

die Auszeichnung<br />

als „Finalist“,<br />

2016 war es „Preisträger“<br />

und erhielt<br />

die „Ehrenplakette“.<br />

Nominiert wurde es<br />

in diesem Jahr durch<br />

die Stadt Zweibrücken.<br />

ó<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Lager 3000 GmbH<br />

26215 Wiefelstede<br />

Lager 3000 GmbH,<br />

(v.l.) Heinz Riemer, Gründer und Oliver Riemer, Geschäftsführer<br />

Der Alleskönner unter den<br />

Aktenarchiven<br />

Das Logistikunternehmen LAGER 3000<br />

GmbH aus Wiefelstede bietet alle denkbaren<br />

Dienstleistungen des modernen<br />

Archivmanagements. Beim Unternehmensschwerpunkt,<br />

der DV-gestützten<br />

Aktenarchivierung und Aktenlagerung<br />

in Stahlsicherheitsboxen, bleiben keine<br />

Kundenwünsche offen. Ob Digitalisierung,<br />

zertifizierte Aktenvernichtung,<br />

Mengenerfassung, Logistik, elektronische<br />

Erfassung und Registrierung,<br />

barcodegestützte Einlagerung oder<br />

ordnungsgemäße Vernichtung nach<br />

neuesten Sicherheitsstufen – Lager<br />

3000 wird seiner Philosophie „Alles aus<br />

einer Hand“ mehr als gerecht.<br />

Besonders erwähnenswert ist die<br />

sogenannte hybride Aktenführung von<br />

Lager 3000. Als Mischform ergänzt<br />

sie das Angebot aus konventioneller<br />

Aktenführung in Papierform und der<br />

rein elektronischen Aktenführung. Bei<br />

der hybriden Aktenführung werden nur<br />

die zeitlich oder inhaltlich beschränkten<br />

Aktenteile eingescannt und über ein<br />

spezielles, gut gesichertes Internetportal<br />

zur Verfügung gestellt, während die<br />

gesamte Akte in herkömmlicher Papierform<br />

gelagert wird. Außerdem verfügt<br />

Lager 3000 dank seiner umfassenden<br />

Softwareentwicklungen über das firmeneigene<br />

Programm Archiv3000, das über<br />

die Jahre zu einem äußerst umfangreichen<br />

Mittel zur Verwaltung von Akten<br />

und Prozessen geworden ist.<br />

Das breite Portfolio kombiniert mit<br />

über einem Jahrzehnt Erfahrung locken<br />

zahlreiche namhafte Kunden wie Landesbanken,<br />

Versicherungen, Großfirmen<br />

und große öffentliche Einrichtungen. Für<br />

eine norddeutsche Regionalbank mit<br />

mehr als 170 Filialen hat LAGER 3000<br />

beispielsweise 60 Millionen Seiten eingescannt<br />

und archiviert, die Akteneinlagerung<br />

übernommen sowie die digitale<br />

Kredit-Akte eingeführt.<br />

Durch sein kontinuierliches Wachstum<br />

kann LAGER 3000 stetig neue<br />

Arbeitsplätze generieren und beschäftigt<br />

heute siebzig Mitarbeiter und fünf<br />

Auszubildende – ein gutes Drittel mehr<br />

als noch 2012. Zudem helfen besonders<br />

in der Ferienzeit bis zu zehn Werkstudenten<br />

im Unternehmen aus und ermöglichen<br />

den festangestellten Mitarbeitern<br />

auf diese Weise mehr Freiraum in ihren<br />

Urlaubsplanungen. In den kaufmännischen<br />

sowie lagerspezifischen Bereichen<br />

ermöglicht LAGER 3000 ganzjährig Praktika.<br />

Interne Schulungsmaßnahmen wie<br />

Telefontraining oder Staplerfahrerausbildung<br />

sowie externe Mitarbeiterweiterbildungen,<br />

etwa zum Datenschutzbeauftragten<br />

oder Sicherheitsbeauftragten,<br />

gehören für das Unternehmen schon<br />

seit Jahren zum Standard.<br />

Außerdem lässt LAGER 3000 regelmäßig<br />

Kinderherzen höherschlagen.<br />

Umliegende Kindergärten besuchen das<br />

Unternehmen, die Kinder freuen sich<br />

über Gabelstaplerfahrten und staunen<br />

über die Großscanner, die 12.000 Scans<br />

pro Stunde schaffen. Bei Betriebsführungen<br />

für Berufsschüler und andere<br />

Interessierte wirbt LAGER 3000 zudem<br />

fortlaufend für das papierlose Büro,<br />

Eigenständige Brandabschnitte.<br />

Feuer im Container erlischt<br />

aufgrund Sauerstoffmangels.<br />

Schutz durch wasserdichte aber<br />

atmungsaktive Konstruktion.<br />

Schutz vor Licht und Staub.<br />

Profitieren Sie von der Erfahrung zahlloser<br />

Projekte in den Bereichen Archivoutsourcing<br />

und Aktendigitalisierung,<br />

die LAGER 3000 bereits durchgeführt hat.<br />

Zahlreiche Banken, Sparkassen, Behörden,<br />

Gerichte, Versicherungen sowie<br />

Handels- und Industriekunden sehen<br />

in LAGER 3000 ihre effiziente, kostengünstige<br />

und sichere „externe Fachabteilung“<br />

für das moderne Archivmanagement.<br />

Die Lagerung der Akten erfolgt ausschließlich<br />

in gesicherten Überseecontainern,<br />

die sich in hochgesicherten<br />

Hallen befinden. In den Containern<br />

sind die Akten hervorragend vor<br />

Wasser- und Brandschäden geschützt.<br />

Bei Bedarf können die<br />

Einheiten zusätzlich<br />

klimatisiert werden.<br />

Das gesamte Lager<br />

ist videoüberwacht,<br />

jeder Container<br />

elektronisch<br />

gesichert.<br />

WWW.LAGER3000.DE<br />

TEL. 04402 / 98 3000


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

24<br />

indem es zeigt, wie der Papierverbrauch<br />

praktisch auf nahezu Null gesenkt werden<br />

kann. So leistet das Unternehmen<br />

einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen<br />

Umgang mit Ressourcen.<br />

Die LAGER 3000 GmbH unterstützt<br />

neben Kindergärten und Schulen der<br />

Umgebung auch die Hilfe für krebskranke<br />

und behinderte Kinder im<br />

Ammerland e. V. sowie weitere wohltätige,<br />

aber auch künstlerische Organisationen<br />

und Sportvereine mit Spenden.<br />

Gemeinsam mit einem Partner aus der<br />

Sozialarbeit organisiert das Unternehmen<br />

Betriebspraktika für Menschen mit<br />

Behinderungen mit dem Ziel, solche Mitarbeiter<br />

langfristig in das Unternehmen<br />

zu integrieren. So konnte LAGER 3000<br />

bis heute schon zwei neue Angestellte<br />

unbefristet in das Team einbinden.<br />

Die LAGER 3000 GmbH wurde zum<br />

vierten Mal für den Wettbewerb nominiert,<br />

in diesem Jahr von verschiedenen<br />

Experten. 2015 wurde das Unternehmen<br />

Finalist, 2016 wurde es Preisträger und<br />

mit einer Ehrenplakette ausgezeichnet. ó<br />

Hanse Haus GmbH & Co. KG<br />

97789 Oberleichtersbach<br />

Deutschlands fairster Fertighaushersteller<br />

kommt aus Bayern<br />

Die Hanse Haus GmbH & Co. KG hat<br />

sich auf den Bau von Häusern in Holztafelbauweise<br />

spezialisiert. Das Unternehmen<br />

besticht mit seiner beachtlichen<br />

Fertigungstiefe und hohen Produktqualität.<br />

Dies wissen auch die Kunden von<br />

Hanse Haus zu schätzen. Die Anzahl der<br />

ausgelieferten Häuser steigt stetig. So<br />

wurden im vergangenen Jahr 573 Häuser<br />

gefertigt, was ein Plus von 14 Prozent<br />

zum Vorjahr bedeutet. Alle zum Hausbau<br />

notwendigen Gewerke werden innerhalb<br />

des Unternehmens durch eigenes Personal<br />

abgedeckt. Auch Ausbildungsstellen<br />

werden fortlaufend für jeden Teilbereich<br />

zur Verfügung gestellt, um langfristig die<br />

hohe Qualität, für die das Unternehmen<br />

steht, zu halten und dem Fachkräftemangel<br />

entgegenzuwirken.<br />

Nicht nur in Deutschland hat<br />

sich das Unternehmen einen Namen<br />

gemacht. Auch in der Schweiz sowie in<br />

Großbritannien und Irland sind Häuser<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Hanse Haus GmbH & Co. KG, Marco Hammer, Geschäftsführer,<br />

Petra Tröger, Vorstand Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

der Hanse Haus GmbH & Co. KG sehr<br />

gefragt – Tendenz steigend. Als Unterstreichung<br />

der erstklassigen Position<br />

am Markt wurde das Unternehmen im<br />

letzten Jahr bereits zum fünften Mal<br />

in Folge mit der Spitzenreiterposition<br />

„Deutschlands fairster Fertighaushersteller“<br />

durch die Zeitschrift Focus Money<br />

ausgezeichnet. Damit verteidigt das<br />

Unternehmen aus Oberleichtersbach<br />

seine Position als einer der drei besten<br />

deutschen Fertighausanbieter. Eine<br />

Besonderheit des Unternehmens ist<br />

zudem der Bau von Häusern mit dem<br />

Nachhaltigkeitsstatus „Gold“ ab der<br />

Ausbaustufe „Fast Fertig“, der von der<br />

Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges<br />

Bauen vergeben wird. Im letzten<br />

Jahr stellte die Hanse Haus GmbH &<br />

Co. KG das erste Musterhaus mit dem<br />

Status Nachhaltigkeitsstatus „Platin“ als<br />

höchstmögliches Zertifikat in Fellbach<br />

fertig. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal<br />

ist die Listung des Unternehmens<br />

im Verzeichnis der bayrischen Polizei.<br />

Als einziger geprüfter und zertifizierter<br />

Fertighaushersteller verwendet es einbruchshemmende<br />

Fenster und Fassaden,<br />

um dem großen Sicherheitsbedürfnis<br />

zukünftiger Hauseigentümer gerecht<br />

zu werden. Ein weiteres Maximum, das<br />

Häuser der Hanse Haus GmbH & Co.<br />

KG erreichen, ist die höchste KfW-Förderstufe<br />

für Neubauten in Verbindung<br />

mit Photovoltaik- und Batteriespeicherlösungen.<br />

Um weiterhin seine starke Position<br />

am Markt zu halten bzw. sukzessive weiter<br />

auszubauen, pflegt das Unternehmen<br />

Kooperationen, die dem Wissenstransfer<br />

und dem Austausch sowie zur<br />

Gewinnung von zukünftigem Personal<br />

dem Recruting dienen. Wichtige Kooperationspartner<br />

sind dabei beispielsweise<br />

der Bundesverband Deutscher Fertigbau,<br />

die Hochschule in München, die Fachhochschule<br />

Rosenheim sowie die Bauhausuniversität<br />

Weimar und der Landkreis<br />

Bad Kissingen.<br />

Einen großen Stellenwert hat die<br />

Personalpolitik innerhalb der Hanse<br />

Haus GmbH & Co. KG. Das Ziel dabei<br />

ist, die insgesamt 650 Mitarbeiter sowie<br />

die 52 Auszubildenden der unterschiedlichen<br />

Gewerke langfristig an das Unternehmen<br />

zu binden und eine beiderseitige<br />

Perspektive zu schaffen. Daher<br />

ist es eines der ersten Unternehmen<br />

der Region, das seinen Mitarbeiter mit<br />

einem Lebensarbeitszeitkonto einen früheren<br />

Eintritt in die Altersrente oder<br />

Freistellungen für Sabbaticals, Weiterbildungen<br />

und Pflegeauszeiten ermöglicht.<br />

Gemeinsame Aktivitäten runden das<br />

Gemeinschaftliche ab. Des Weiteren bietet<br />

das Unternehmen derzeit 120 Stellen<br />

für Praktikanten und Werkstudenten an,<br />

um junge Menschen für eine Ausbildung<br />

in Handwerksberufen zu begeistern bzw.<br />

Studenten das Erlernen praktischer Skills<br />

zu ermöglichen.<br />

Soziales Engagement zeigt das<br />

Unternehmen unter anderem als<br />

Hauptsponsor des Stadtfestes Bad Brückenau<br />

sowie als Sponsor für verschiedene<br />

weitere Vereine, die sich dem Erhalt<br />

von Kultur und Volksfesten widmen.<br />

Die Hanse Haus GmbH & Co. KG<br />

wurde in diesem Jahr zum vierten Mal für<br />

den Großen Preis des Mittelstands vorgeschlagen.<br />

Nominiert wurde das Unternehmen<br />

von der IMBEMA Consult GmbH und<br />

dem Landkreis Bad Kissingen. ó<br />

caleg Schrank und Gehäusebau GmbH<br />

03205 Calau<br />

Erfolg durch Spezialanfertigungen<br />

Über mehrere Generationen hinweg<br />

ist die Gründer- und Eigentümerfamilie<br />

von caleg seit 1922 im Gehäusebau


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

caleg Schrank und Gehäusebau GmbH,<br />

(v.l) Dieter Lubert, Jacek Korszun, Geschäftsführer<br />

tätig. Mit der Neugründung der caleg<br />

Schrank und Gehäusebau GmbH 1990<br />

setzt sich eine jahrzehntelange Tradition<br />

mit neuer Spezialisierung auf den<br />

Sonderschaltschrankbau einschließlich<br />

Dienstleistungen wie Klimatisierung<br />

und Steuerungsbau fort. Von der Idee<br />

bis zum fertigen Produkt beliefert das<br />

Unternehmen Kunden aus dem Aufzugsund<br />

Fahrtreppenbau, der Bahntechnik<br />

oder den erneuerbaren Energien. Das<br />

Leistungsspektrum reicht vom Engineering<br />

über die Fertigung bis hin zur kundenspezifischen<br />

Endmontage. Neben<br />

der Blechkonstruktion und dem Gehäusebau<br />

mit mechanischer Vormontage,<br />

dem elektrischen Ausbau und der Kühlung<br />

bietet die hundertprozentige Tochterfirma<br />

im polnischen Lubsko seit 2016<br />

auch Kabelkonfektionierung an. Mit<br />

dem Slogan „Sonderlösungen sind unser<br />

Standard“ konnte sich das Unternehmen<br />

die deutsche Marktführerschaft im<br />

Sonderbau und auf dem Gebiet der weiteren<br />

Leistungen rund Schaltschrankgehäuse<br />

erarbeiten.<br />

<strong>2018</strong> steigerte die caleg Schrank und<br />

Gehäusebau GmbH die Anzahl ihrer Mitarbeiter<br />

im Vergleich zu den Vorjahren<br />

von 176 auf 216. Mit einer hundertprozentigen<br />

Übernahmegarantie für die<br />

derzeit 15 Auszubildenden sichert sie die<br />

künftige Personalstruktur. Teilzeitstellen<br />

für Eltern, die Einführung von Arbeitszeitkonten<br />

und seit 2010 Gleitarbeitszeiten<br />

in allen Bereichen des Unternehmens<br />

schaffen flexible Möglichkeiten<br />

und sorgen für eine positive Bindung<br />

zum Unternehmen.<br />

Zusätzlich werden durchschnittlich<br />

20 Stunden pro Jahr in die Weiterbildung<br />

jedes Mitarbeiters investiert.<br />

Das Angebot reicht von englischen<br />

Sprachschulungen für das technische<br />

und kaufmännische Personal bis hin zu<br />

Gesprächsführungstrainings für Gruppensprecher,<br />

Meister und Führungskräfte.<br />

Über ein Patenmodell werden<br />

künftige Führungskräfte aus den eigenen<br />

Reihen rekrutiert.<br />

Großen Wert legt das Unternehmen<br />

auf außergewöhnliche Aktivitäten<br />

seiner Mitarbeiter. Sowohl betriebsinterne<br />

Leistungen als auch ehrenamtliche<br />

Tätigkeiten in Feuerwehr, Ortschaftsrat<br />

oder Heimatverein werden in der<br />

monatlichen Firmenzeitschrift hervorgehoben<br />

und zum Jahresabschluss durch<br />

öffentliche Auszeichnungen gewürdigt.<br />

Seit ihrer Gründung veranstaltet die<br />

caleg Schrank und Gehäusebau GmbH<br />

zweimal jährlich Tage der offenen Tür,<br />

zu denen Familienangehörige, ehemalige<br />

Mitarbeiter und Interessierte aus<br />

der Umgebung willkommen sind. Das<br />

Unternehmen begleitet und unterstützt<br />

den firmeneigenen „Klub der Ehemaligen“<br />

mit derzeit 60 Mitgliedern.<br />

Darüber hinaus leistet das Unternehmen<br />

ein breitgefächertes Engagement<br />

in der Region. Hierzu gehören<br />

Sponsorentätigkeiten für Kindertagesstätten,<br />

die Freiwillige Feuerwehr, lokale<br />

Handball-, Fußball- und Radsportvereine,<br />

die Volkssolidarität und den Kegelverein<br />

Altdöbern sowie für den örtlichen Theaterverein<br />

und Chor. Zudem vergibt caleg<br />

Aufträge an Behindertenwerkstätten<br />

und Betriebe mit einem Volumen von<br />

etwa 500.000 Euro.<br />

Die caleg Schrank und Gehäusebau<br />

GmbH ist seit 2005 fast durchgehend<br />

für den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />

nominiert worden. 2008 war sie „Finalist“,<br />

2013 „Preisträger“ und 2016 erhielt sie<br />

die „Ehrenplakette“. Nominiert wurde das<br />

Unternehmen in diesem Jahr durch die<br />

Industrie- und Handelskammer Cottbus,<br />

den Landkreis Oberspreewald-Lausitz, die<br />

Stadt Calau und die Wirtschaftsmagnet<br />

GmbH. ó<br />

5 Mio. Gäste<br />

bringen wir täglich<br />

sicher ans Ziel.<br />

Denn Gehäuse der caleg-gruppe schützen<br />

Fahrgäste während Hochspannung aus der<br />

Fahrleitung in Betriebsspannung ihrer Straßen -<br />

bahn umgewandelt wird.<br />

Mit modernster, Ressourcen schonender<br />

Technik produziert, sorgen sie für eine<br />

saubere und sichere Zukunft.<br />

We protect hightech.<br />

www.caleg-gruppe.de


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

26<br />

Ehrenplaketten für beispielhafte<br />

Preisträger der Vorjahre<br />

In diesem Jahr wurden 235 Preisträger aus den Jahren 1995 bis 2017 zum<br />

Premier nominiert. Davon haben 110 die Jurystufe erreicht.<br />

Sieben davon wurden mit einer Ehrenplakette ausgezeichnet.<br />

AKOTHERM GmbH<br />

aus Bendorf in Rheinland-Pfalz.<br />

Preisträger 2013<br />

Aluminium-Profile fürs Haus<br />

AKOTHERM entwickelt und vertreibt<br />

Aluminium-Profilsysteme für Fenster,<br />

Türen, Fassaden und Wintergärten. Ein<br />

neues patentiertes Fassadensystem<br />

besticht durch seine optimale Wärmedämmung<br />

und Energieeffizienz und ist<br />

deshalb mittlerweile auch in Bauwerken<br />

in Vorderasien zu finden. Für die Weiterbildung<br />

der Mitarbeiter gibt es bei AKO-<br />

THERM GmbH ein zukunfts-orientiertes<br />

Personalentwicklungsprogramm. ó<br />

Globus Handelshof St. Wendel<br />

GmbH & Co. KG<br />

aus Rostock-Roggentin<br />

in Mecklenburg-Vorpommern,<br />

Preisträger 2014<br />

Lebensmittel im Großformat mit<br />

Engagement<br />

Als Lebensmittel-Einzelhandelsunternehmen<br />

bietet Globus Handelshof St.<br />

Wendel in Rostock regionale, hochwertige<br />

und gesunde Produkte zu einem<br />

erschwinglichen Preis. Die hauseigene<br />

Eisproduktion, Konditorei, Bäckerei und<br />

Metzgerei, die neukonzipierte Salat- und<br />

Dessertbar, eine gläserne Sushi-Manufaktur,<br />

ein WOK-Restaurant und eine<br />

offene Küche mit heißem Stein machen<br />

Einkaufen und Gastronomie hier zum<br />

Erlebnis. ó<br />

Lampenwelt GmbH<br />

aus Schlitz in Hessen<br />

Preisträger 2012<br />

Die richtige Leuchte entdecken<br />

2004 gegründet, ist Lampenwelt heute<br />

Europas größter und erfolgreichster<br />

Online-Fachmarkt für Lampen und<br />

Leuchten. Für 1,5 Millionen Kunden<br />

werden die circa 50.000 Produkte auf<br />

einer Fläche von 9.500 Quadratmetern<br />

mit 11.500 Palettenstellplätzen in bis zu<br />

10.000 Paketen täglich versendet. Die<br />

Zahl der Mitarbeiter stieg kontinuierlich<br />

auf über 300. Ein wahrer Hessen-Champion!<br />

ó<br />

knk Business Software AG<br />

aus Kiel in Schleswig-Holstein<br />

Preisträger 2015<br />

Hightech an der Kieler Förde<br />

Die knk Business Software AG entwickelt<br />

Software zur Optimierung von<br />

Geschäftsprozessen für rund 450 mittelständische<br />

Verlagsgruppen aus Europa,<br />

Nordamerika und Asien. Ihre Software<br />

ist die einzige von Microsoft zertifizierte<br />

Branchenlösung für das Verlagswesen<br />

weltweit. Jeder der 132 Mitarbeiter hat<br />

ein jährliches Weiterbildungsbudget in<br />

Höhe von 5.000 Euro. Mit der Senior-<br />

Junior-Beziehung wird bei knk das Prinzip<br />

des voneinander Lernens gelebt. ó<br />

VEINLAND GmbH<br />

aus Seddiner See OT Neuseddin<br />

in Brandenburg<br />

Preisträger 2015<br />

Vorreiter in der Schiffselektronik<br />

Die VEINLAND GmbH hilft Reedereien<br />

mit Soft- und Hardwarelösungen für die<br />

Elektronik auf Schiffen. Digitale, analoge,<br />

serielle, visuelle sowie auditive Daten<br />

SFW Schildauer Fleischund<br />

Wurstwaren GmbH<br />

Unsere regionaltypischen<br />

Spezialitäten:<br />

edle Feinkostsalate<br />

deftig Hausschlachtenes<br />

leckere Geflügelerzeugnisse<br />

Preisträger<br />

2015<br />

www.schildauer.de<br />

Schildau, Sitzenrodaer Str. 5 • 04889 Belgern-Schildau<br />

Telefon: 03 42 21 – 55 00 • Fax: 55 029 • info@schildauer.de


(v.r.n.l.)<br />

AKOTHERM GmbH, Frank Schneider,<br />

Geschäftsführer;<br />

Globus Handelshof St. Wendel GmbH &<br />

Co. KG, Frank Meißler, Geschäftsführer;<br />

Lampenwelt GmbH, Andreas Rebmann,<br />

Geschäftsführer;<br />

knk Business Software AG,Knut Nicholas<br />

Krause, Geschäftsführer, Thomas Kasten,<br />

Kaufm. Leiter<br />

VEINLAND GmbH, Gerald Rynkowski,<br />

Geschäftsführer;<br />

Hotel Romantischer Winkel, Nora Oelkers<br />

und Josef Oelkers, Geschäftsführung;<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Peter Huber Kältemaschinenbau AG,<br />

Daniel Huber, Geschäftsführer<br />

aus dem Schiffsbetrieb werden erfasst<br />

und verarbeitet. Durch seine hohe Fertigungstiefe<br />

ist VEINLAND unabhängig<br />

von Zulieferern und wird dadurch<br />

jederzeit höchsten Qualitätsansprüchen<br />

gerecht. Das ständige Streben nach<br />

neuen Ideen ermöglicht Produktentwicklungen,<br />

die weltweit einzigartig<br />

sind. ó<br />

Hotel Romantischer Winkel<br />

aus Bad Sachsa in Niedersachsen<br />

Preisträger 2013<br />

Zuhause sein ist ein Gefühl<br />

Das ist das Motto für innovative Wellness<br />

und herzliche Gastfreundschaft im<br />

Südharz, im familiengeführten Hotel<br />

Romantischer Winkel. Die Gäste sind so<br />

begeistert, dass der Anteil der Stammgäste<br />

bei rund 60 Prozent liegt. Die Mitarbeiter,<br />

liebevoll „RoWianer“ genannt,<br />

genießen zahlreiche Vorteile und Boni<br />

über den hoteleigenen „RoWianer Club“.<br />

Das hauseigene BHKW spart jährlich<br />

rund 230 Tonnen Kohlendioxid ein. ó<br />

Peter Huber Kältemaschinenbau AG<br />

aus Offenburg in Baden-Württemberg<br />

Preisträger 2016<br />

Der Revolutionär der<br />

Temperiertechnologie<br />

Das 1968 gegründete Familienunternehmen<br />

zählt mit 330 Angestellten und<br />

50 Azubis durch ständige Innovationen<br />

zu den weltweit fortschrittlichsten<br />

Herstellern in der Temperiertechnolo-<br />

gie. Die Qualität ihrer Geräte wird auch<br />

höchsten Anforderungen wie extremen<br />

Temperaturen von -125 bis +425 Grad<br />

Celsius in Verbindung mit schnellen<br />

Temperaturwechseln gerecht. Weltweit<br />

führend sind zum Beispiel die „Unistat“-<br />

Technologie, die „Ministate“ und der<br />

„Rotostat“. ó<br />

Mittelständler sind Wertschöpfer und<br />

Steuerzahler:<br />

Diese sieben Unternehmen machten<br />

gemeinsam über 200 Millionen Euro<br />

Umsatz 2017 und führen jährlich mehr<br />

als 30 Millionen Euro an Umsatzsteuern,<br />

Ertragssteuern, Sozialabgaben und vielfältigen<br />

Gebühren an den Staat ab.<br />

27<br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

knkVerlag<br />

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PREISTRÄ GER<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES


Junge Wirtschaft<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

28<br />

Flair Hotel Reuner<br />

158<strong>06</strong> Zossen<br />

Nachhaltigkeit, Bio und Regionalität<br />

Als seine Eltern Anfang der 90er Jahre<br />

erst eine Gaststätte und dann ein kleines<br />

Hotel aufbauten, war Daniel Reuner<br />

gerade 10 Jahre alt. 2012 übernahm er<br />

das Hotel von seinen Eltern. Seitdem<br />

verwirklicht er seine Idee: Ein schönes<br />

Hotel mit inzwischen 30 Zimmern und<br />

50 Restaurantplätzen, direkt am Naturschutzgebiet<br />

Prierowersee, mit einer<br />

regionalen saisonalen Küche, die fast<br />

alles selbst anbaut. Von Gurken, Paprika<br />

und Tomaten über Blumenkohl, Brokkoli<br />

und Kohlrabi bis hin zu Kürbissen und<br />

Zucchini ist alles dabei. Zum nachhaltigen<br />

Bio-Garten gehören auch noch eine<br />

Herde mit 50 Lämmern, Hühner und<br />

Kaninchen, die selbst geschlachtet und<br />

zu köstlichen Wurstwaren verarbeitet<br />

werden.<br />

Reuner hat Erfolg: Die Gästezahlen<br />

steigen, die Hauskapazität musste<br />

erweitert werden, 15 Mitarbeiter sind<br />

inzwischen beschäftigt. Mit dem<br />

Anspruch, die Vereinbarkeit von Familie<br />

und Beruf zu stärken, schafft er machbare<br />

Arbeitszeitkonzepte.<br />

Die unternehmerische<br />

Weiterentwicklung<br />

stützt<br />

sich auf die Förderung<br />

des einzelnen<br />

Mitarbeiters und<br />

Durchführung eigener<br />

Weiterbildungsmaßnahmen,<br />

wie<br />

Weinschulungen<br />

oder Einblicke in<br />

die Wurstproduktion oder Obst- und<br />

Gemüseverarbeitung. Jeder Mitarbeiter<br />

bekommt Verantwortung übertragen<br />

und wird in alle Aufgaben seines Bereiches<br />

eingearbeitet. So bekommt alles<br />

eine Selbstständigkeit, die durch die<br />

Unternehmensführung dann nur regelmäßig<br />

kontrolliert wird.<br />

Daniel Reuner ist mit Herz und Seele<br />

Gastwirt. Netzwerken liegt ihm im Blut.<br />

Trotz seiner 7-Tage-Woche und der Familie<br />

mit zwei Kindern gründete er des-<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Flair Hotel Reuner,<br />

Daniel Reuner, Inhaber<br />

halb mit Gleichgesinnten den Business<br />

Clubs Teltow-Fläming. Er ist im Vorstand<br />

der Flair Hotels e.V. und er wurde als<br />

Vizepräsident im DEHOGA Brandenburg<br />

gewählt.<br />

Daniel Reuners großes Thema ist die<br />

Nachhaltigkeit. Deshalb bietet er mit<br />

dem Wohnwagon „Frieda“ das bislang<br />

erste autarke Hotelzimmer Deutschlands<br />

an, das sich dank Bio-Toilette, Photovoltaik-Anlage<br />

und Wasserkreislaufsystem<br />

autark selbst versorgt. ó<br />

Nachwuchsentwicklung<br />

Schachstiftung GK g GmbH<br />

04425 Taucha<br />

Kinderschach für Deutschland<br />

Dr. Gerhard Köhler übernahm 2003 das<br />

Fotogroßlabor ORWO aus der Insolvenzverwaltung,<br />

führte die ORWO Net GmbH<br />

ins digitale Zeitalter und verzehnfachte<br />

die Mitarbeiteranzahl auf über 300.<br />

2009 wurde er als Preisträger „Großer<br />

Preis des Mittelstandes“ und 2013 als<br />

Premier ausgezeichnet.<br />

Seine große Liebe ist das Schachspiel.<br />

Er wurde 2016 Schachweltmeister<br />

der Amateure in der Wertungsgruppe A.<br />

Bereits 2013 hatte er den Verein „Kinderschach<br />

in Deutschland“ gegründet. Im<br />

August 2016 kam die Schachstiftung GK<br />

gGmbH dazu.<br />

Weil das Schachspiel Konzentration<br />

und vernetztes Denken, Ruhe und<br />

Rationalität fördert und Kinder lernen,<br />

mit Normen und Regeln sowie mit Sieg<br />

und Niederlage umzugehen, verbessert<br />

es die frühkindliche Bildung die Chancengerechtigkeit<br />

verbessert und beugt<br />

digitaler Demenz vor. Und da das Brettspiel<br />

keine Sprache<br />

braucht, werden<br />

auch Integration<br />

und Inklusion befördert.<br />

Gerade Kinder<br />

aus sozialen Brennpunkten<br />

profitieren<br />

dabei überdurchschnittlich.<br />

Deshalb will die<br />

Schachstiftung GK<br />

gGmbH das Schachspiel<br />

als Bestandteil<br />

der vorschulischen Bildung in ganz<br />

Deutschland verankern. Dafür wird Kitas<br />

ein Komplettpaket zum Nulltarif angeboten.<br />

Die Erzieher werden vor Ort von<br />

einem Schachverein ganzheitlich an das<br />

Thema herangeführt und erhalten ein<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

standardisiertes „Kinderschach-Komplettpaket“<br />

mit Anleitungsmaterialien<br />

und einem mehrteiligen kindgerechten<br />

Schachset mit einer Vielzahl von Schachbrettern,<br />

Figuren und Schachspielzeug.<br />

Die einzigartige Methodik wurde bisher<br />

Schachstiftung GK gGmbH,<br />

Dr. Gerhard Köhler, Geschäftsführender Gesellschafter<br />

bereits erfolgreich in 475 Kitas aus neun<br />

Bundesländern umgesetzt. 650 Erzieherinnen<br />

und Erzieher wurden geschult<br />

und 15.000 Kinder wurden erreicht. Da<br />

eine Erzieherin in 30 Arbeitsjahren über<br />

1.000 Kinder erreicht, ist das Projekt in<br />

besonderer Weise nachhaltig. Um in den<br />

nächsten zehn bis zwölf Jahren jeden<br />

zweiten der rund 50.000 Kindergärten<br />

in Deutschland zu erreichen, werden insgesamt<br />

25 Millionen Euro Sponsor- und<br />

Fördergelder benötigt. ó


Mittelstands-<br />

Buch <strong>2018</strong><br />

Rolf Westermann<br />

Der Tag der Entscheidung<br />

Verlag: Matthaes Verlag, 2017, ISBN 10:<br />

3875153146 / ISBN 13: 9783875153149<br />

Das Buch „Der Tag der Entscheidung“<br />

porträtiert 14 Branchengrößen der<br />

Hotellerie. Westermann fragt nach den<br />

ganz persönlichen Geschichten hinter<br />

den großen Marken und Namen. Er lässt<br />

die Protagonisten offenbaren, was sie<br />

antreibt. Er hinterfragt, wo ihre Entscheidungsfähigkeit<br />

und Zielstrebigkeit<br />

herkommt. Er skizziert die Lebenswege<br />

der Hoteliers, und vor allem ihre Wendepunkte<br />

im Leben, ihre „Tage der Entscheidung“,<br />

mit allen, was davor und<br />

danach passierte.<br />

Westermann versteht es, dem Leser<br />

nicht mit der Unterschiedlichkeit der<br />

Protagonisten in Herkunft, Ausbildung,<br />

Lebensweg und Alltag zu faszinieren,<br />

sondern er beeindruckt mit der Themenführung<br />

zu den entscheidenden<br />

Gemeinsamkeiten: Jeder Einzelne hat<br />

sich seinem Ziel mit Haut und Haar verschrieben.<br />

Und jeder Einzelne liebt seine<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Kunden, seine Aufgabe, sein<br />

Werk.<br />

Gewöhnlich hat man<br />

es als Gast im Hotel mehr<br />

mit den Angestellten als mit<br />

dem Hotelier zu tun. Westermann<br />

gelingt es, dies<br />

umzukehren. Er bringt die<br />

Hoteliers dem Leser nahe<br />

und meistert das Kunststück,<br />

230 sowohl spannende als<br />

auch kurzweilige Seiten zu<br />

servieren. Man kann das<br />

Buch in einer Nacht komplett<br />

durchlesen. Man kann sich in einer<br />

ruhigen Stunde das eine oder andere<br />

Kapitel vornehmen. Oder man kann<br />

auch einfach darin blättern und wird auf<br />

jeder Seite von einer interessanten Stelle<br />

zum Weiterlesen angeregt. Alle diese<br />

Hoteliers sind Unternehmer. Sie sind<br />

verantwortlich. Sie handeln verantwortlich.<br />

Sie tragen die Konsequenzen ihrer<br />

Entscheidungen. Es ist imponierend, wie<br />

der Autor es versteht, dem Leser diese<br />

permanente Verantwortung und Verantwortlichkeit<br />

zu zeigen.<br />

Matthaes Verlag GmbH,<br />

Rolf Westermann, Chefredakteur AHGZ<br />

Es genügt eben nicht, eine Hotelfachschule<br />

zu besuchen oder BWL zu studieren.<br />

Man muss die Chancen, die das<br />

Leben bietet, erkennen, ergreifen, nicht<br />

mehr loslassen, und durch Nachhaltigkeit<br />

und Flexibilität das Beste daraus<br />

machen. Das kann man Management<br />

by Intuition nennen. Oder gesunden<br />

Menschenverstand. Oder Verantwortlichkeit.<br />

Die publizistische Leistung von<br />

Rolf Westermann wird mit dem Titel<br />

„Mittelstands-Buch <strong>2018</strong> der Oskar-Patzelt-Stiftung“<br />

gewürdigt. ó<br />

29<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Die IMM electronics GmbH ist ein<br />

leistungsfähiger E 2 MS-Dienstleister mit<br />

ganzheitlicher Kundenbetreuung.<br />

Von der Idee bis zum marktfähigen Produkt<br />

inklusive After-Sales-Service und Logistik.<br />

2004 Finalist<br />

2005 Großer Preis des Mittelstandes<br />

2011 Ehrenplakette<br />

2012 Premier-Finalist<br />

<strong>2018</strong> Lebenswerk (Firmengründer)<br />

Technik /<br />

Automation Medizintechnik Medientechnik<br />

Exergaming/<br />

Systems


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75<br />

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25<br />

Premier-Finalist<br />

<strong>2018</strong><br />

25<br />

5<br />

525<br />

0<br />

05<br />

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Montag, 1. Juni 2015 14:59:28


Preisträger <strong>2018</strong> aus<br />

Baden-Württemberg<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

32<br />

AVAT Automation GmbH<br />

72072 Tübingen<br />

Gasmotoren und BHKWs<br />

perfekt gesteuert<br />

Die AVAT Automation GmbH ist mit<br />

100 Mitarbeitern auf die Entwicklung<br />

von Konzepten und Produkten für die<br />

Automations- und Steuerungstechnik<br />

von Energieversorgungsanlagen spezialisiert.<br />

Das Portfolio umfasst nahezu<br />

alle Bereiche vertikal integrierter Automationslösungen,<br />

angefangen bei Prozess-Leitsystemen<br />

bis hin zu Feldgeräten<br />

sowie umfangreichen produktanhängigen<br />

Leistungen. Weltweite Marktführerschaft<br />

hat das Unternehmen mit dem<br />

innovativen Motormanagementsystem<br />

für stationäre Gasmotoren inne. Der<br />

eigene Forschungs- und Entwicklungsbereich<br />

kooperiert mit der TU München,<br />

der Universität Karlsruhe und weiteren<br />

Hochschulen sowie mit global agierenden<br />

Ingenieurunternehmen.<br />

Das Tübinger Unternehmen erlangt<br />

dank seiner Smart-Energy-Lösungen Einzigartigkeit.<br />

Es bietet u. a. Energiekonzepte<br />

für Stadtquartiere in Verbindung<br />

mit e-Mobilität sowie die Steuerung von<br />

Blockheizkraftwerken über integrierte<br />

Automationslösungen zur Energieversorgung<br />

unter Einbeziehung erneuerbarer<br />

Energien an.<br />

Das Unternehmen konnte in der<br />

Vergangenheit mit weiteren Produktinnovationen<br />

punkten. So entwickelte es<br />

die Systemplattform openECS, mit der<br />

Kunden ihr eigenes Steuerungs-Knowhow<br />

aufbauen können und mittels Beratung<br />

sowie gezielten Entwicklerschulungen<br />

unterstützt werden. Mit dieser<br />

Plattform sind Steuerungslösungen für<br />

Motoren jeglichen Ausmaßes realisierbar.<br />

Weitere Projekte, die sich derzeit in<br />

der Realisierungsphase befinden, sind<br />

unter anderem eine modulare Steuerung,<br />

die höhere Wirkungsgrade und<br />

eine geringere Schadstoffemission bei<br />

kleineren Verbrennungsmotoren ermöglicht<br />

sowie Geräte und Leitsysteme zur<br />

Realisierung virtueller Kraftwerke.<br />

Das Unternehmen ist Industriepartner<br />

verschiedener Hochschulen und<br />

Universitäten, darunter die Hochschule<br />

Reutlingen. Mit großem Engagement<br />

unterstützt das Unternehmen Organisationen<br />

wie RockYourLife und Leita,<br />

die via Lerntandems Schüler aus einem<br />

sozial schwierigen Umfeld zum Schulabschluss<br />

verhelfen. ó<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

AVAT Automation GmbH,<br />

Dipl.-Ing. Frank Ganssloser, Geschäftsführer<br />

Metzgerei Nagel<br />

73340 Amstetten<br />

Immer etwas Neues<br />

Die Metzgerei Nagel ist ein regionaler<br />

Familienbetrieb in vierter Generation.<br />

Rund 200 Sorten Wurst, 220 küchenfertige<br />

Produkte sowie verschiedene<br />

Fleischprodukte gehören zum Sortiment.<br />

Vegetarische und vegane Wurstsorten<br />

runden das Angebot ab. Gerne experimentiert<br />

die Metzgerei Nagel mit saisonalen<br />

und regionalen Zutaten wie<br />

Bärlauch, Spargel, Wellness- und Heilkräutern.<br />

Bei der Entwicklung neuer<br />

Produkte kooperiert der Familienbetrieb<br />

zudem mit verschiedenen Gewürzfirmen,<br />

um neue Ideen zu erhalten. So entstanden<br />

beispielsweise eine WM-Grillwurst<br />

nach Hausrezeptur, Merguez-Würstchen,<br />

Feuerbratwürste, ein Schinken mit Kaffeearoma<br />

sowie eine Haselnuss- und<br />

eine Feuersteinsalami. Saisonale Produktkataloge<br />

für Ostern und Weihnachten<br />

ergänzen das Angebot. Die Metzgerei<br />

ist der erste zugelassene Betrieb nach<br />

EU-Recht im Alb-Donau-Kreis.<br />

Eine Besonderheit der Metzgerei<br />

ist die hauseigene Herstellung von<br />

Salami. Rund 20 verschiedene Sorten<br />

der Rohwurst, deren Produktion sehr<br />

anspruchsvoll ist, hat der Familienbetrieb<br />

im Sortiment. Dank der hohen Qualität<br />

der Salami und dem einzigartigen<br />

Geschmackserlebnis ist das Einzugsgebiet<br />

der Kunden sehr weit und umfasst<br />

das großräumige Gebiet zwischen Stuttgart<br />

und Ulm. Weitere<br />

Alleinstellungsmerkmale<br />

sind die<br />

verfeinerte Räucherung<br />

von Produkten<br />

und deren Verkauf<br />

in Vorverpackungen<br />

zur Erhöhung der<br />

Mindesthaltbarkeit,<br />

zur Reduzierung des<br />

Gewichtsverlusts<br />

sowie zur Verbesserung<br />

der Konsistenz.<br />

Die Metzgerei<br />

Nagel setzt sich<br />

für gesundes, regionales<br />

Essen für Kinder<br />

von der Krippe<br />

bis zur Schule ein.<br />

Regelmäßig wird frisches<br />

Obst für ein<br />

Projekt zur gesünderen<br />

Ernährung an<br />

einen Kindergarten gespendet. Er ist ein<br />

gern gesehener Partner bei Exklusiv-entwicklungen<br />

von Produkten für Veranstaltungen<br />

wie Blutwurstpralinen für die<br />

aktuelle Musical-Produktion „Dracula“.<br />

Um den Nachwuchs für das eigene<br />

Unternehmen zu sichern, bietet der<br />

Familienbetrieb Praktikanten die Möglichkeit,<br />

in den Beruf hineinzuschnuppern.<br />

ó<br />

Steinhauser GmbH<br />

88079 Kressbronn<br />

Feines vom Weinberg seit 1828<br />

Ein absolutes Muss für Genießer sind die<br />

Produkte der Steinhauser GmbH mit Sitz<br />

am Bodensee. Das Familienunternehmen,<br />

1828 gegründet, hat sich dem Obstanbau,<br />

der Herstellung von erlesenen<br />

Weinen und der Produktion von Likören,<br />

Edelbränden, Whisky, Spirituosen und<br />

Gin verschrieben. In seiner Region gilt<br />

das Unternehmen als Vorreiter, da es<br />

die erste Verschlussbrennerei am Bodensee<br />

war, den ersten Bodensee-Prosecco<br />

namens Kressecco herstellte und die<br />

erste Whisky-Brennerei betrieb. Des<br />

Weiteren brachte die Steinhauser GmbH<br />

2014 ihren SeeGin auf den Markt, der<br />

noch im gleichen Jahr den 1. Platz bei<br />

der größten internationalen Spirituosenprämiierung<br />

- der IWSC in London - holte<br />

und seither als weltbester Gin großes<br />

Ansehen genießt. Steinhauser war das<br />

erste deutsche Unternehmen, das die-


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Metzgerei Nagel,<br />

Marc Nagel, Geschäftsführer<br />

sen Sieg sein Eigen nennen durfte. Weitere<br />

Prämierungen waren Großes Gold<br />

beim ISW für den Likör „Alte Kirsche im<br />

Bourbonfass“ und Silber bei der IWSC für<br />

den Likör „Alte Himbeere im Portweinfass“.<br />

Die Spirituosen des Familienbetriebes<br />

werden insgesamt nach BIOLAND-<br />

Richtlinien hergestellt.<br />

Die Steinhauser GmbH unterhält<br />

den mit mehr als 500 Mitgliedern größten<br />

Whiskyclub Deutschlands und hat 57<br />

Marken patentrechtlich geschützt.<br />

Die Gewinnung von Nachwuchskräften<br />

liegt dem Familienunternehmen<br />

besonders am Herzen. So wurde durch<br />

die Steinhauser GmbH der erste Destillateur<br />

des süddeutschen Raumes ausgebildet.<br />

Auch die Ausbildung zum Weinküfer<br />

ist fest im Unternehmen verankert.<br />

Regionalität und Nachhaltigkeit<br />

sind ebenso wichtige Entscheidungsfaktoren<br />

des Unternehmens. So wird<br />

beispielsweise nur regionales Obst für<br />

die Herstellung der Produkte verwendet<br />

und der Kontakt zu externen Winzern<br />

und Obstbauern gepflegt. Der Familienbetrieb<br />

hat nicht nur für seine Mitarbeiter<br />

und Kooperationspartner das Herz<br />

am rechten Fleck. Regionale Vereine und<br />

Organisationen werden regelmäßig mit<br />

Spenden bedacht. ó<br />

Zedler-Gruppe<br />

71634 Ludwigsburg<br />

Fahrradtechnik mit Leidenschaft<br />

Die Zedler-Gruppe hat sich auf die Verbesserung<br />

der Sicherheit von Fahrrädern<br />

und Pedelecs spezialisiert und gilt als<br />

Antreiber des Fortschritts bei der Optimierung<br />

von Fahrrad- und Pedelecprüfanlagen<br />

und -systemen. Des Weiteren<br />

ist es externes Prüfunternehmen für<br />

Steinhauser GmbH,<br />

Martin Steinhauser, Geschäftsführer<br />

33<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Regionaler geht´s nicht!<br />

Über 100 Sorten Wurst und<br />

Schinken aus Amstetten<br />

Hauseigene Schlachtung<br />

und Produktion<br />

Regionale Lieferanten<br />

<strong>2018</strong><br />

Hersteller und für die Konzeption und<br />

Erstellung von Bedienungsanleitungen<br />

für Fahrräder und e-Bikes zuständig.<br />

Die erscheinen in mehr als 40 Sprachen<br />

und sind mehrfach als Testsieger der<br />

Stiftung Warentest hervorgingen. Die<br />

Erarbeitung von Schadensgutachten<br />

durch Dipl.-Ing. Dirk Zedler als öffentlich<br />

bestallter und vereidigter Sachverständiger<br />

für Gerichte in Deutschland<br />

und dem europäischen Ausland sowie<br />

die Veröffentlichung von Produktbewertungen<br />

in der Fachpresse runden das<br />

Portfolio ab, mit dem das Unternehmen<br />

weltweit einzigartig aufgestellt ist.<br />

Zur Abgrenzung der einzelnen<br />

Geschäftsfelder gliedert sich die Zedler-<br />

Gruppe in drei Tochterunternehmen:<br />

die Zedler – Institut für Fahrradtechnik<br />

und -sicherheit GmbH, die Gesellschaft<br />

der Fahrrad-Sachverständigen mbH und<br />

das Sachverständigenbüro für Fahrwww.metzgerei-nagel.eu


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

34<br />

Zedler – Institut für Fahrradtechnik und -Sicherheit GmbH,<br />

Dirk Zedler, Geschäftsführer<br />

radtechnik Zedler. Mehr als 850 Fahrradgutachten<br />

werden jährlich erstellt.<br />

Innerhalb der vergangenen vier Jahre<br />

hat das Unternehmen seinen Umsatz<br />

nahezu verdoppelt und das Eigenkapital<br />

um rund 25 Prozent gesteigert. Dies<br />

konnte unter anderem durch den Aufbau<br />

eines innovativen und einzigartig<br />

effizienten Prüflabors realisiert werden,<br />

das es ermöglicht, 24/7-Prüfdienstleistungen<br />

anzubieten und Wartezeiten zu<br />

vermeiden.<br />

Zedler unterhält eine Bildungspartnerschaft<br />

mit drei Schulen, für die eine<br />

Fahrradwerkstatt eingerichtet wurde.<br />

Das Ziel ist, sozial benachteiligten oder<br />

förderbedürftigen Kindern und Jugendlichen<br />

Unterstützung zu bieten. International<br />

engagiert sich das Unternehmen<br />

in Form von Spenden verschiedenster<br />

Art, darunter für das Projekt „Fahrräder<br />

für Afrika“, Greenpeace und Ärzte ohne<br />

Grenzen sowie für drei Patenkinder in<br />

Indien, Senegal und Ecuador. ó<br />

Bank des Jahres <strong>2018</strong><br />

Volksbank Stuttgart eG<br />

70174 Stuttgart<br />

Ein starker Partner in der Region<br />

Die 1865 als genossenschaftliche Gewerbebank<br />

in Waiblingen gegründete heutige<br />

Volksbank Stuttgart eG hat sich<br />

mit dem Motto „Meine Heimat. Meine<br />

Bank“ Heimatverbundenheit, Leistungsstärke,<br />

Mitgliederorientierung und Weltoffenheit<br />

auf die Fahnen geschrieben. Im<br />

Laufe ihrer Geschichte hat sie sich durch<br />

bis dato insgesamt 46 Fusionen in der<br />

Rems- und Neckarregion zur größten<br />

Volksbank Baden-Württembergs entwickelt.<br />

170.000 Mitglieder, 110 Geschäftsstellen<br />

mit 1.100 Beschäftigten und 53<br />

Auszubildenden sind der Beleg dafür.<br />

Die Bank betreut zurzeit Kundeneinlagen<br />

im Wert von 13 Mrd. Euro und hat<br />

selbst eine Bilanzsumme von 6,7 Mrd.<br />

Euro. Als leistungsstarke Universalbank<br />

in der Region Stuttgart sind viele mittelständische<br />

Unternehmen, oft seit deren<br />

Gründung beziehungsweise vielfach<br />

bereits in dritter Generation, Kunden der<br />

Bank. Ganz im Sinne der lokalen Wirtschaft<br />

unterstützt sie zudem mit ihrer<br />

Mittelstandsinitiative „RemsTalk“ die<br />

interkommunale Wirtschaftsförderung<br />

der großen Kreisstädte der Region sowie<br />

des Rems-Murr-Kreises und fördert die<br />

Standortpolitik der Region.<br />

Die Volksbank Stuttgart eG ist in<br />

einer der wirtschaftlich stärksten Metropolregionen<br />

Deutschlands zu Hause. Die<br />

Beschäftigung in der Region ist in den<br />

letzten Jahren deutlich angestiegen und<br />

liegt derzeit bei mehr als 1,2 Millionen<br />

sozialversicherungspflichtigen Beschäf-<br />

Wir verbessern das Leben von<br />

Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen<br />

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen.<br />

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />

Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />

PREISTRÄGER<br />

<strong>2018</strong><br />

Innovating<br />

special nutrition.


tigten, während die Arbeitslosenquote<br />

lediglich 3,4 Prozent beträgt und damit<br />

deutlich unter dem bundesweiten<br />

Durchschnitt angesiedelt ist. Dank dieser<br />

Entwicklung hat sich auch das Kreditvolumen<br />

„Mittelstand“ der Bank in<br />

den letzten fünf Jahren um mehr als<br />

25 Prozent erhöht. Die Anzahl gewerblicher<br />

Mittelstandskunden konnte das<br />

Unternehmen in den letzten vier Jahren<br />

sogar um 12,5 Prozent auf knapp 30.000<br />

steigern.<br />

Die Bank genießt bei ihren mittelständischen<br />

Kunden einen sehr guten<br />

Ruf. Das zeigen die Ergebnisse einer<br />

repräsentativen Umfrage, in der Faktoren<br />

wie Erreichbarkeit und Verfügbarkeit,<br />

Schnelligkeit bei der Bearbeitung<br />

und bei der Entscheidung sowie der<br />

Bewertung des gesellschaftlichen Engagements<br />

bewertet wurden. Auch die<br />

Freundlichkeit und das Engagement der<br />

Mitarbeiter, die Qualität der Arbeit, die<br />

Vertrauenswürdigkeit und das Einhalten<br />

von Versprechen, Transparenz und<br />

Verständlichkeit von Produkten sowie<br />

Zuverlässigkeit wurden<br />

durchweg mit<br />

„sehr gut“ bewertet.<br />

So wird die Bank<br />

auch gern von ihren<br />

Kunden weiterempfohlen.<br />

Die Volksbank<br />

Stuttgart eG wird<br />

regelmäßig in verschiedenen<br />

Bereichen<br />

ausgezeichnet.<br />

Beispielsweise für<br />

Beratungsqualität<br />

in Privat- und Firmenkundenberatung,<br />

im Private Banking,<br />

als TOP nationaler Arbeitgeber und<br />

als TOP Arbeitgeber im Schülerbarometer.<br />

In der Zukunft sollen die Partnerschaften<br />

der genossenschaftlichen<br />

Finanzgruppe zu Förderbanken, Stiftungen,<br />

Bausparkassen und anderen Kreditinstituten<br />

gestärkt und Netzwerke<br />

der Wirtschaft in der Region wie der<br />

„Bund der Selbstständigen“, „Handels-<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Volksbank Stuttgart eG, (v.l.) Michael Huppert, Andreas Haas,<br />

beide Generalbevollmächtigte<br />

und Gewerbeverein“, „Wirtschafts- und<br />

Industrievereinigung“ weiter ausgebaut<br />

werden. Darüber hinaus werden Mandate<br />

in neuen Bürgerstiftungen und in<br />

einer privaten Stiftung durch Vertreter<br />

der Bank aktiv ausgeübt.<br />

Die Volksbank Stuttgart eG wurde<br />

für den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />

nominiert durch Petra Hetzel, MITTEL-<br />

STANDSIMPULSE c/o BVMW Bundesverband<br />

mittelständische Wirtschaft. ó<br />

35<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Bank<br />

des Jahres<br />

sparkasse-saarbruecken.de<br />

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />

„Bank des Jahres“.<br />

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger <strong>2018</strong> aus Bayern<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

32<br />

1. Bier- und Wohlfühlhotel<br />

Gut Riedelsbach GmbH & Co. KG<br />

94089 Neureichenau<br />

Bier, Wellness, Regionalität<br />

Das beschauliche Neureichenau im Bayerischen<br />

Wald ist dank der Familie Sitter<br />

weit über die Grenzen Bayerns hinaus<br />

bekannt. Was als kleiner Beherbergungsbetrieb<br />

in den 1950er Jahren begann, ist<br />

mit Hilfe fortgeführter Familientradition<br />

heute das weltweit 1. Bier- und Wohlfühlhotel<br />

Gut Riedelsbach. Hier dreht<br />

sich alles um Bier und Erholung. Das<br />

Hotel bietet neben einer eigenen Brauerei,<br />

einem Brauerei-Kulturmuseum und<br />

einem Bier-Erlebnisgarten auch einen<br />

1.000 qm großen Wellnessbereich mit<br />

einem neuen Wellnessturm.<br />

Bierfreunde kommen im Gut Riedelsbach<br />

voll auf ihre Kosten. Bernhard<br />

Sitter, der erste Diplom-Biersommelierwirt<br />

Deutschlands, sorgt zusammen mit<br />

seiner Familie und seinen 36 Vollzeitmitarbeitern,<br />

fünf Auszubildenden und<br />

vier Praktikanten dafür, dass sich die<br />

Gäste jederzeit wohl fühlen. In dem gayfriendly-Hotel<br />

kann neben exklusiven<br />

Themenzimmern wie Bierkuschelzimmer<br />

oder Braumeisterzimmer auch eine<br />

urige Bierhütte mit eigener Zapfanlage<br />

gewählt werden. Bei dieser einzigartigen<br />

Mischung aus der Expertise von<br />

mittlerweile drei Diplom-Biersommeliers<br />

und innovativen Ideen verwundert<br />

es nicht, dass die Medien seit vielen<br />

Jahren sehr oft über<br />

Bernhard Sitter und<br />

das Gut Riedelsbach<br />

berichten. Der<br />

Bier-Guru gastiert<br />

immer wieder in TV-<br />

Sendungen und ist<br />

zudem Preisrichter<br />

beim European Beer<br />

Star und beim World<br />

Beer Cup.<br />

Gemeinsam mit<br />

rund 25 Partnern,<br />

darunter acht Brauereien,<br />

bildet das 1.<br />

Bier- und Wohlfühlhotel<br />

Gut Riedelsbach<br />

eine Bierkulturregion,<br />

von der<br />

der ganze Bayerische<br />

Wald profitiert.<br />

Die Zukunft des Guts Riedelsbach ist<br />

gesichert. Bernhard Sitter Junior ist einer<br />

der Teamleiter der Europa-Miniköche<br />

und hat bis heute hunderte von Kindern<br />

für das Kochen begeistert. ó<br />

PIXIDA GmbH<br />

80805 München<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Innovative Beratung von morgen<br />

Die Münchner PIXIDA GmbH ist auf die<br />

qualitative Beratung für Technik und<br />

Forschung spezialisiert und feiert <strong>2018</strong><br />

1. Bier und Wohlfühlhotel Gut Riedelsbach GmbH & Co. KG,<br />

Bernhard Sitter und Petra Sitter, Inhaber<br />

ihr zehnjähriges Bestehen. In den Bereichen<br />

Vernetzung, Mobilität und Internet<br />

of Things (IoT)-basierte Anwendungen<br />

entwickeln die Fachleute des Unternehmens<br />

auch für komplexe technische Probleme<br />

passende Lösungen.<br />

Durch seine inzwischen drei ausländischen<br />

Tochterunternehmen in den<br />

USA, Brasilien und China ist das Beratungsunternehmen<br />

international stark<br />

vertreten.<br />

Als Technologiepartner von Amazon<br />

Web Services und neuerdings auch<br />

von OSRAM beteiligt sich PIXIDA an<br />

NEU!<br />

Wir sind eines der wenigen Hotels, die einen Textilbereich<br />

und eine textilfreie Wohlfühllandschaft anbieten.<br />

Wirtshaus<br />

Gut<br />

1. Bierund<br />

Wohlfühlhotel<br />

Brauerei<br />

Riedelsbach<br />

natürlich erleben! ★★★S<br />

FKK-Dachpool (34,9 °C)<br />

<strong>2018</strong><br />

für jeden<br />

Anlass - ob Geburtstag, Hochzeit,<br />

Jubiläum usw.<br />

Die Geschenkidee für jeden<br />

Gutscheine<br />

für den<br />

Wohlfühlbereich,<br />

Bierkulinarium, Speisen &<br />

Getränke und Übernachtungen.<br />

Gerne auch online!<br />

1. Bier- und Wohlfühlhotel<br />

Gut Riedelsbach GmbH & Co. KG<br />

Familie Bernhard u. Petra Sitter<br />

Gut Riedelsbach 12 · 94089 Neureichenau<br />

Telefon 08583/96040 · Telefax 08583/960413<br />

info@gut-riedelsbach.de · www.gut-riedelsbach.de


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Pixida GmbH,<br />

Panagiota Dimou, Geschäftsführerin<br />

zahlreichen Großprojekten. Um eigene<br />

Produkte zu entwickeln, gründete das<br />

Unternehmen 2016 seine Tochter PI<br />

Labs GmbH. Telematik-Lösungen in den<br />

Bereichen Usage Based Insurance oder<br />

Vehicle und Asset Tracking stehen hier<br />

im Fokus. Auf diese Weise erwirtschaftete<br />

die PIXIDA GmbH in den letzten<br />

Jahren stets eine Ertragssteigerung von<br />

rund 20 Prozent.<br />

Das Ingenieur-Beratungsunternehmen<br />

kümmert sich intensiv mit individuellen<br />

Weiterbildungsmaßnahmen<br />

um seine derzeit 170 Mitarbeiter. Da<br />

die Nachwuchsförderung eine wichtige<br />

Rolle einnimmt, beschäftigt das Unternehmen<br />

zusätzlich 14 Werkstudenten<br />

und Praktikanten, deren Anzahl weiter<br />

steigen soll. Im Mittelpunkt der Personalarbeit<br />

stehen Erfahrung und Weiterbildung.<br />

Leistungsboni, Expat-Programme,<br />

Seminare und Trainings. ó<br />

Arcobräu Gräfliches Brauhaus<br />

GmbH & Co. KG<br />

94554 Moos<br />

Biertradition seit 1567 in<br />

Familienhand<br />

Bereits seit 1567 existiert 20 km nordwestlich<br />

von Passau die durchweg<br />

familiengeführte Brauerei. Sie ist heute<br />

einer der Marktführer in Bayern und die<br />

am schnellste wachsende Brauerei in<br />

Deutschland. Sie hält die Marken- und<br />

Kostenführerschaft unter den Markenbierbrauereien.<br />

Mit Hefe aus eigener<br />

Reinzucht, dem allerbesten Hopfen aus<br />

der Hallertau und dem Brauwasser aus<br />

einem 96 Meter tiefen Mineralwasserbrunnen<br />

entstehen 15 Bierspezialitäten.<br />

Das Unternehmen verzichtet<br />

bewusst auf die Produktion von Bier-<br />

Mischgetränken. Mit der Monomarke<br />

„Mooser Liesl“ hat die Arcobräu die<br />

Arcobräu Gräfliches Brauhaus GmbH & Co.KG, Seine Hoheit<br />

Ulrich Graf von und zu Arco-Zinneberg und Holger Fichtel,<br />

Geschäftsführung<br />

erfolgreichste Markeneinführung im<br />

Hellbier-Segment innerhalb der letzten<br />

zehn Jahre geschafft. Das Unternehmen<br />

ist fest in der Region verwurzelt und<br />

folgt seinen selbstgesteckten Leitlinien:<br />

die Freiheit durch Unabhängigkeit von<br />

Konzernen, persönliche Verantwortung,<br />

einzigartige Vielfalt, höchste Qualität,<br />

saubere Umwelt, echte Tradition und<br />

gelebte Heimatverbundenheit.<br />

Mit der Veranstaltung eines eigenen<br />

Volksfestes, dem Mooser Pfingstfest, das<br />

mit rund 50.000 Besuchern zu einem<br />

der größten privat veranstalteten Feste<br />

in Niederbayern zählt, zeigt das Gräfliche<br />

Brauhaus seine besondere Verbundenheit<br />

und das Engagement für die<br />

Region. Regionales Engagement zeigt<br />

Arcobräu auf vielfältige Weise. So wurde<br />

mit dem „Mooser Liesl Preis“ ein Preis<br />

zur Förderung der Volksmusik in Niederbayern<br />

ins Leben gerufen. ó<br />

33<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

w w w . h e i m e r l - b a u . d e


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

34<br />

va-Q-tec AG<br />

97080 Würzburg<br />

va-Q-tec AG,<br />

Dr. Joachim Kuhn, Vorstandsvorsitzender<br />

Einzigartiges Prüfsystem weltweit<br />

Die va-Q-tec AG hat sich auf die Forschung,<br />

Entwicklung und Herstellung<br />

von Hochleistungsprodukten<br />

und -lösungen für die thermische Isolation<br />

spezialisiert. Zu den Produkten<br />

des Unternehmens gehören temperatursichere<br />

Container für medizinische<br />

Dienste, Dämmplatten für den Baubereich,<br />

thermische Verpackungsboxen<br />

sowie Vakuumisolationspaneele (VIP).<br />

Dem Unternehmen ist es möglich, die<br />

gesamte Wertschöpfungskette von der<br />

VIP-Entwicklung über die Herstellung<br />

und letztlich den Absatz auch in hochspezialisierten<br />

Branchen abzudecken.<br />

Transportboxen von va-Q-tec transportierten<br />

zum Beispiel Bilder Rembrandts<br />

oder die Himmelsscheibe von Nebra.<br />

va-Q-tec rief ein weltweit einzigartiges<br />

Prüfsystem des Vakuumniveaus, das<br />

„va-Q-check“ ins Leben und arbeitet mit<br />

Global Players wie Lufthansa, KLM oder<br />

Cathay zusammen und unterhält Partnerschaften<br />

zu internationalen Logistikunternehmen,.<br />

Die va-Q-tec AG hat Innerhalb der<br />

letzten vier Jahre die Belegschaft mehr<br />

als verdoppelt, Tendenz steigend. Der<br />

Ursprung der va-Q-tec AG liegt im universitären<br />

Bereich, bis zum heutigen Tag<br />

weren daher Studenten der Universität<br />

Würzburg unterstützt. ó<br />

Sontheim Industrie Elektronik GmbH<br />

87437 Kempten<br />

Weltmarktführer, Diagnosespezialist<br />

und Innovationstreiber moderner<br />

Soft- und Hardware<br />

Die Sontheim Industrie Elektronik GmbH<br />

hat sich auf die Entwicklung, Herstellung<br />

Sontheim Industrie Elektronik GmbH, (v.l.) Dipl.-Ing. Bruno<br />

Sontheim, Geschäftsführer, Frederico Sontheim, Prokurist<br />

und den Vertrieb moderner Soft- und<br />

Hardware auf Basis von Feldbus- und PC-<br />

Technik für den Sondermaschinenbau<br />

und die Nutzfahrzeugbranche spezialisiert.<br />

Die Sontheim Industrie Elektronik<br />

GmbH ist Weltmarktführer im Bereich<br />

der Interfacetechnik von Agrarfahrzeugen<br />

und Anbieter für Diagnosesysteme.<br />

Das Unternehmen gilt in der Branche<br />

als Innovationstreiber, u. a. durch<br />

das Modulare Diagnose-Tool, kurz MDT,<br />

einem modernen Autorensystem zur<br />

Entwicklung von Diagnose-Tools für<br />

Werkstätten in der ländlichen Nutzfahrzeugbranche.<br />

Des Weiteren wurde durch<br />

die Sontheim Industrie Elektronik GmbH<br />

das Steuergerät Comhawk für den Automobilmarkt<br />

etabliert.<br />

Dank hoher Qualität und stetiger<br />

Produktinnovationen konnte das Unternehmen<br />

seinen Umsatz fast und die<br />

Ertragsentwicklung innerhalb der letzten<br />

vier Jahre mehr als verdoppeln. ó<br />

Wir verbessern das Leben von<br />

Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen<br />

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen.<br />

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />

Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />

PREISTRÄGER<br />

<strong>2018</strong><br />

Innovating<br />

special nutrition.


Kommune<br />

des Jahres <strong>2018</strong><br />

Landkreis Ebersberg<br />

85560 Ebersberg<br />

Mit Service zum Erfolg<br />

Der Landkreis Ebersberg, östlich von<br />

München gelegen, zählt mit einer Fläche<br />

von 549 qkm und mehr als 140.000<br />

Einwohnern deutschlandweit zu den<br />

kleineren Landkreisen. Gleichwohl ist er<br />

von Focus Money für das Jahr 2017 zum<br />

Wirtschaftsstandort Nr. 1 in Deutschland<br />

gekürt und als erster bayerischer<br />

Landkreis mit dem RAL Gütezeichen als<br />

mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung<br />

zertifiziert worden.<br />

Über persönliche Ansprechpartner<br />

unterstützt das Landratsamt den Mittelstand<br />

aktiv und hilft bei Neugründungen.<br />

Schnelle Genehmigungsprozesse,<br />

transparente Strukturen und eine<br />

mittelstandsfreundliche Verwaltung<br />

sind die Grundpfeiler für den starken<br />

Wirtschaftsstandort. Die Anzahl der Ausbildungsabbrüche<br />

konnte im Handwerk<br />

auf nur noch<br />

vier Prozent verringert<br />

werden, im<br />

Gegensatz zu 30 bis<br />

33 Prozent im Bundesdurchschnitt.<br />

Als verlässlicher<br />

Partner für<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Landkreis Ebersberg, Brigitte Keller, Vertreterin des Landrates<br />

im Amt und Magdalena Föstl, Stellvertretende Landrätin<br />

die Unternehmen<br />

begleicht der Landkreis<br />

70 Prozent aller an ihn gestellten<br />

Rechnungen noch am Tag des Rechnungseingangs.<br />

Mitarbeiter des Landkreises<br />

sind regelmäßig zu Gesprächen<br />

bei den Firmen vor Ort. Auch dank dieses<br />

kontinuierlichen Kontaktes bewertet<br />

eine Vielzahl Unternehmen die Arbeit<br />

des Landkreises als sehr gut. Die Anzahl<br />

der Gewerbeanmeldungen steigt kontinuierlich<br />

und lag im Jahr 2016 bei knapp<br />

1.600. Von Vorteil ist auch der konsequente<br />

Ausbau der Breitbandversorgung,<br />

der derzeit im Ebersberger Land in vollem<br />

Gange ist. Nach Abschluss der Arbeiten<br />

wird der Landkreis die Region mit<br />

der größten Glasfaserdichte in Bayern<br />

sein. Gemeinsam mit der Stadt Grafing<br />

gründete der Landkreis 2016 die Wohnbaugesellschaft<br />

Ebersberg WBE gKU als<br />

gemeinsames Kommunalunternehmen.<br />

1.000 bezahlbare Wohnungen sollen in<br />

den nächsten Jahren entstehen.ó<br />

35<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Bank<br />

des Jahres<br />

sparkasse-saarbruecken.de<br />

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />

„Bank des Jahres“.<br />

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger <strong>2018</strong><br />

aus Berlin / Brandenburg<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

32<br />

ASL Automationssysteme Leske GmbH<br />

16816 Neuruppin<br />

Ein neuer Blick auf Automation<br />

Die ASL Automationssysteme Leske<br />

GmbH ist auf die Entwicklung, Konstruktion<br />

und Fertigung von Maschinen,<br />

Vorrichtungen und Produktionsanlagen<br />

für die verarbeitende Industrie, darunter<br />

Automotive, Kunststoff- und Möbelindustrie<br />

sowie Hausgerätehersteller<br />

spezialisiert. ASL liefert jedem Kunden<br />

eine individuell auf seine Bedürfnisse<br />

und Wünsche abgestimmte Anlage, die<br />

neu entwickelt wird oder bei der bereits<br />

vorhandene Komponenten früherer<br />

Entwicklungen miteinander kombiniert<br />

werden. Das Unternehmen besticht<br />

durch eine große Leistungs- und Fertigungstiefe<br />

und kurze Reaktionszeiten,<br />

die durch die Bündelung aller relevanten<br />

Leistungs-erstellungsprozesse im eigenen<br />

Haus, darunter Prozessentwicklung,<br />

CNC-Fertigung, Montage und Instandhaltung<br />

ermöglicht werden. Dank<br />

seiner Kompetenz, des großen Erfahrungsschatzes<br />

und hohen Spezialisierungsgrades<br />

gelang es dem Unternehmen<br />

u. a. als Subunternehmer für die<br />

Firma ENGEL, dem Weltmarktführer im<br />

Bereich der Spritzgießmaschinenherstellung,<br />

als Lieferant von Automationstechnik<br />

gelistet zu werden.<br />

Die ASL Automationssysteme GmbH<br />

legt großes Augenmerk auf ihre Mitarbeiter<br />

als wertvolles Humankapital des<br />

Unternehmens. Dies führte u. a. im Jahr<br />

2016 zu Investitionen im hohen fünfstelligen<br />

Bereich für die Qualifizierung<br />

vorhandener und die Einarbeitung neuer<br />

Mitarbeiter, um beispielsweise lieferanten-<br />

und typenoffen Industrieroboter<br />

programmieren zu können. Dank seiner<br />

hohen Personalstärke im Vergleich zu<br />

regionalen Mitbewerbern gewährleistet<br />

das Unternehmen zudem eine hohe Termintreue.<br />

Eine Vorreiterrolle nimmt das<br />

Unternehmen aus dem brandenburgischen<br />

Neuruppin in<br />

bestimmten Bereichen<br />

der Automatisierungstechnik<br />

ein. Darunter die<br />

Montage und Prüftechnik<br />

für Haptikelemente,<br />

die<br />

Highspeed-Oberflächeninspektion<br />

und die Entwicklung<br />

besonders energieeffizienter<br />

Verfahren<br />

in der Kunststoffverarbeitung.<br />

Auch eine Entwicklung<br />

von Prototypen<br />

findet unternehmensintern<br />

statt.<br />

Die ASL Automationssysteme<br />

GmbH hat sich auch<br />

dank ihrer Produktinnovationen in Fachkreisen<br />

einen Namen gemacht. So entwickelte<br />

sie eine Anlage, die Oberflächen<br />

von zylindrischen Bauteilen auf Beschädigungen<br />

prüft, Werkstücke gemäß<br />

gewünschter Prüfparameter sortiert<br />

und Bauteile geometrisch analysiert.<br />

Im Jahr 2015 erfolgte die Vorstellung<br />

des Prototyps auf der Hannover Messe.<br />

Eine weitere Produktinnovation, die <strong>2018</strong><br />

zum Patent angemeldet wurde, ist eine<br />

Portalkrananlage als Hebevorrichtung<br />

für Sportboote bis vier Tonnen Gewicht,<br />

deren Bedienung, Auf- und Abbau sowie<br />

Zerlegung durch eine Person erfolgen<br />

kann. Des Weiteren wirkt das Unternehmen<br />

bei einem seit 2017 bestehenden<br />

Kooperationsprojekt mit, bei dem Fraunhofer<br />

IKTS sowie verschiedene Firmen<br />

eine intelligente, solarbetriebene und<br />

energieeffiziente Kühlung für Off-Grid-<br />

Regionen der Dritten Welt für Impfstoffe<br />

und Endverbraucher fertigen. Aufgabe<br />

des Unternehmens ist hierbei die Ent-<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

ASL Automationssysteme Leske GmbH,<br />

(v.l.) Tom Spaniel, Entwicklungsleiter, David Dzienian, Prokurist,<br />

Andreas Leske, Geschäftsführer, Manuela Schmidt-Patzer,<br />

Frank Leest, Techn. Leiter<br />

wicklung der Energieflusssteuerung und<br />

der Kompressorenelektronik.<br />

Soziales Engagement wird bei ASL<br />

ebenfalls großgeschrieben. So werden<br />

Menschen mit Behinderungen in die<br />

Produktion einbezogen und finanzielle<br />

Hilfe u. a. an regionale Projekte wie die<br />

Aktion Sterntaler und das örtliche Hospiz<br />

geleistet. Auch die eigenen Mitarbeiter<br />

liegen dem Unternehmen am Herzen.<br />

Deshalb gehören Gesundheitspräventionsmaßnahmen<br />

am Arbeitsplatz, regelmäßige<br />

ärztliche Untersuchungen und<br />

die Beteiligung an den Kosten für Sportund<br />

Fitnessvereinen zur festen Unternehmenskultur.<br />

Die ASL Automationssysteme Leske<br />

GmbH wurde bereits zum 11. Mal seit<br />

dem Jahr 2005 für den „Großen Preis des<br />

Mittelstandes“ nominiert und im Jahr<br />

2016 als „Finalist“ ausgezeichnet. In diesem<br />

Jahr wurde ASL vom Regionalcenter<br />

Ostprignitz-Ruppin der IHK Potsdam<br />

nominiert. ó


Industrieelektronik Brandenburg GmbH<br />

14772 Brandenburg an der Havel<br />

Elektronik und Automation<br />

mit Rundumblick<br />

Die Industrieelektronik Brandenburg<br />

GmbH, kurz IEB, hat sich auf die Entwicklung,<br />

Realisierung und Betreuung<br />

von speziell angepasster Elektronik,<br />

Steuerungen und Regelungen für Industrie-<br />

und Bahntechnikunternehmen<br />

spezialisiert. Des Weiteren fertigt und<br />

installiert das Unternehmen mit Sitz<br />

in Brandenburg an der Havel eigene<br />

und individuell nach Kundenwunsch<br />

entwickelte Produkte aus dem Bereich<br />

der Gebäudeautomation, des Transports<br />

und der Industrieautomation. Ein weiteres<br />

Alleinstellungsmerkmal der IEB,<br />

das die Einzigartigkeit und Einmaligkeit<br />

des Unternehmens widerspiegelt, ist die<br />

Abdeckung des gesamten Dienstleistungsportfolios,<br />

das Planung, Projektierung,<br />

Optimierung und die Erstellung<br />

von Industrieanlagen beinhaltet.<br />

Das Unternehmen investiert seine<br />

Gewinne konsequent in die Schaffung<br />

neuer Arbeitsplätze sowie in die Erschließung<br />

sowie Intensivierung bestehender<br />

Geschäftsfelder wie beispielsweise<br />

die Anschaffung neuer elektronischer<br />

Prüfplätze und Serverstrukturen. Um<br />

ihren Kunden noch schneller qualitativ<br />

höchstwertige Produkte zur Verfügung<br />

stellen zu können, wurden außerdem<br />

Investitionen im Entwicklungsbereich<br />

getätigt. Seit dem Jahr 2014 wurde die<br />

diesbezügliche Investitionssumme mehr<br />

als verdoppelt.<br />

Die Industrieelektronik Brandenburg<br />

GmbH setzt zudem auf eigens entwickelte<br />

Programme der Digitalisierung<br />

und Energieeffizienz mit großem Plus<br />

für ihre Kunden. Getreu dem Unternehmensmotto<br />

„Stillstand ist Rückstand“<br />

wurden einzelne Geschäftsbereiche<br />

erweitert, darunter die Elektrotechnik<br />

um die Sparte Sicherheitstechnik und<br />

elektronische Schließsysteme. Diese<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Unternehmenskultur schätzen seit<br />

Gründung der IEB auch regionale, überregionale<br />

und internationale Großhersteller<br />

wie Siemens und Honeywell, die<br />

mit der IEB als autorisiertem Vertragspartner<br />

Großprojekte im Industrie- und<br />

Gebäudeautomationsbereich projektieren<br />

und realisieren. Der Exportanteil des<br />

Unternehmens beträgt 25 Prozent.<br />

Bisherige Prozessinnovationen des<br />

Unternehmens waren u. a. ein komplexes<br />

System zur normgerechten Verkleidung<br />

von Holzbalken inklusive einer<br />

optimalen Materialausnutzung oder<br />

die Erneuerung der haustechnischen<br />

Anlagentechnik im Kanzlereck in Berlin.<br />

Der hohe Qualitätsanspruch des<br />

Unternehmens wird durch die Zertifizierung<br />

des TÜV NORD CERT nach DIN EN<br />

ISO 9001:2005 bestätigt. Die Mitarbeiter<br />

besuchen regelmäßige Schulungen, die<br />

mit entsprechenden Zertifikaten belegt<br />

werden. Auf Patente und Gebrauchsmuster<br />

im Bereich der Entgasungsanlagen<br />

für hydraulische Systeme ist das<br />

Unternehmen ebenfalls stolz.<br />

IEB Industrieelektronik Brandenburg GmbH,<br />

Ralf Herrmann, Geschäftsführer<br />

Die Industrieelektronik Brandenburg<br />

GmbH engagiert sich intensiv auf<br />

dem Feld der Nachwuchsförderung.<br />

Jährlich werden zwei Ausbildungsstellen<br />

inklusive firmeneigenem Ausbildungsprogramm<br />

und zwölf Stellen für Praktikanten<br />

bzw. Werkstudenten angeboten.<br />

Soziales Engagement beweist die<br />

Industrieelektronik Brandenburg GmbH<br />

durch die Unterstützung der weltweiten<br />

Aktion zur Ausrottung der Kinderlähmung<br />

und die Beteiligung an Frischwasser-<br />

und Solarprojekten in Afrika. Zudem<br />

werden viele regionale Projekte, Institutionen<br />

und Vereine unterstützt, darunter<br />

die Grundschulen der Stadt, das Kinderhospiz<br />

und die Demenzgesellschaft.<br />

Die Industrieelektronik Brandenburg<br />

GmbH wurde zum 5. Mal seit 2003 für<br />

den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />

nominiert. Im Jahr 2017 wurde das Unternehmen<br />

als „Finalist“ ausgezeichnet. In<br />

diesem Jahr wurde IEB von der IHK Potsdam,<br />

der Stadt Brandenburg an der Havel<br />

sowie der Wirtschaftsmagnet GmbH<br />

nominiert. ó<br />

33<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

34<br />

Mahr EDV GmbH<br />

12205 Berlin<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Mahr EDV GmbH,<br />

Fabian Mahr und Pascal Kube, Geschäftsführung<br />

IT-Dienstleistungen rund um die Uhr<br />

Die Mahr EDV GmbH, ein EDV-Dienstleister<br />

mit Sitz in Berlin, hat auf kleine<br />

und mittelständische Unternehmen,<br />

vorrangig aus dem Raum Berlin, Brandenburg<br />

und Nordrhein-Westfalen mit<br />

maximal 100 PC-Arbeitsplätzen spezialisiert.<br />

Das Unternehmen wird von seinen<br />

Kunden für sein breites und stark individualisierbares<br />

sowie rund um die Uhr<br />

verfügbares Dienstleistungsportfolio,<br />

das von der EDV-Wartung bis zu Cloud-<br />

Lösungen reicht, hoch geschätzt. Auch<br />

die selbstentwickelte Software zur systematischen<br />

Protokollierung, Messung<br />

und Rund-um-die-Uhr-Überwachung<br />

der Kundenserver überzeugt viele Auftraggeber.<br />

Unternehmen haben dank des Mahr<br />

EDV Monitoring die Möglichkeit, eventuelle<br />

Havarien oder Engpässe rechtzeitig<br />

zu erkennen und entsprechend zu<br />

reagieren. Nicht nur die unternehmenseigene<br />

Cloud wird so geschützt, sondern<br />

auch kundeneigene Serversysteme<br />

und PC´s in Bezug auf die Einhaltung<br />

von Compliance- und Datenschutzanforderungen<br />

auf vier Kontinenten. Außerdem<br />

gehören kurze Reaktionszeiten auf<br />

Wünsche und Probleme der Kunden via<br />

Fernwartung, Telefon, Fax oder E-Mail<br />

und feste Ansprechpartner zum Service<br />

der Mahr EDV GmbH dazu. Auch die<br />

Microsoft Deutschland GmbH ist vom<br />

Wir verbessern das Leben von<br />

Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen<br />

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen.<br />

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />

Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />

PREISTRÄGER<br />

<strong>2018</strong><br />

Innovating<br />

special nutrition.


Know-how des Unternehmens überzeugt:<br />

Seit mehr als 15 Jahren ist die<br />

Mahr EDV GmbH in der höchsten Partnerkategorie<br />

gelistet.<br />

Seit 2014 konnte das 55 Mitarbeiter<br />

umfassende Unternehmen seinen<br />

Umsatz um fast ein Drittel erhöhen. Dies<br />

wurde unter anderem durch eines der<br />

Kerngeschäfte, den Betrieb einer eigenen<br />

Cloud-Lösung an drei deutschen<br />

Rechenzentrumsstandorten und die Entwicklung<br />

einer Monitoring-Lösung mit<br />

dem Ziel einer fast vollständig automatisierten<br />

IT-Wartung, erreicht. Eine Innovation<br />

des Unternehmens ist die Mahr<br />

EDV Cloud, die die Virtualisierung der<br />

gesamten mittelständischen Kunden-IT<br />

ermöglicht und dem Kunden ein server-<br />

und damit ortsunabhängiges Arbeiten<br />

gestattet.<br />

In der jüngeren Vergangenheit wurden<br />

verschiedenste Institutionen auf<br />

die Mahr EDV GmbH aufmerksam und<br />

haben die Leistungen des Unternehmens<br />

gewürdigt. Dazu zählt die FOCUS-BUSI-<br />

NESS-Auszeichnung als TOP Arbeitgeber<br />

Mittelstand <strong>2018</strong>. Außerdem wurde die<br />

Mahr EDV GmbH vom FOCUS-BUSINESS<br />

als TOP 27 im TK/IT-Ranking Deutschland,<br />

Österreich, Schweiz ausgezeichnet<br />

und von der „Wirtschaftswoche“ im Jahr<br />

2016 als TOP 2 der beliebtesten Unternehmen<br />

in Berlin.<br />

Die Basis des unternehmerischen Erfolges<br />

liegt auf der permanenten Qualifikation<br />

und Weiterentwicklung der<br />

Mitarbeiter, deren jährliches Weiterbildungsbudget<br />

bis zu 6.000 Euro pro Person<br />

beträgt.<br />

Des Weiteren engagiert sich das Unternehmen<br />

im Kampf gegen Kinderpornografie.<br />

Dazu schulen Mitarbeiter die<br />

Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen<br />

zu IT-Tools und schnellen Ermittlungsmöglichkeiten.<br />

Die Mahr EDV GmbH wurde zum<br />

dritten Mal für den „Großen Preis des<br />

Mittelstandes“ nominiert und im Jahr<br />

2017 als „Finalist“ ausgezeichnet. In diesem<br />

Jahr wurde das IT-Unternehmen von<br />

der Servicestelle Berlin/Brandenburg der<br />

Oskar-Patzelt-Stiftung nominiert. ó<br />

35<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Bank<br />

des Jahres<br />

sparkasse-saarbruecken.de<br />

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />

„Bank des Jahres“.<br />

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger <strong>2018</strong> aus Hessen<br />

elektroplan-schneider GmbH<br />

35260 Stadtallendorf<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

32<br />

Elektronisch alles im Griff<br />

Im ehemaligen Kinderzimmer seines<br />

Wohnhauses gründete Hans-Jürgen<br />

Schneider 1978 das Ingenieurbüro für<br />

Elektrotechnik „elektroplan-schneider“.<br />

Kerngeschäft ist bis heute das Planen<br />

und Ausschreiben sowie die Vergabe<br />

und Objektüberwachung von elektro-,<br />

sicherheits- und informationstechnischen<br />

Anlagen unterschiedlicher Größenordnung,<br />

national wie international.<br />

Mit der Wiedervereinigung erhielt<br />

das Unternehmen von der Commerzbank<br />

den Auftrag, alle Filialen der Bank in den<br />

neuen Bundesländern elektrotechnisch<br />

zu planen und die Bauleitung zu übernehmen.<br />

Dafür gründete elektroplanschneider<br />

Niederlassungen in Städten<br />

wie Berlin, Leipzig, Dresden und Hamburg.<br />

Damit konnten alle Aufträge zeitnah und<br />

mit höchstmöglicher Qualität umgesetzt<br />

werden. Dank der technischen Entwicklungen<br />

ist das große Niederlassungsnetz<br />

inzwischen nicht mehr nötig. Neben<br />

dem Stammsitz in Stadtallendorf ist das<br />

Unternehmen heute noch in Berlin und<br />

Köln präsent. Projektteams, bestehend<br />

aus Projektleiter, Projektsachbearbeiter<br />

sowie Projektassistenten, gewährleisten<br />

die technisch einwandfreie Umsetzung<br />

aller gestellten Aufgaben.<br />

Als erstes und bisher einziges<br />

Ingenieurbüro in Deutschland wurde<br />

elektroplan-schneider durch den Bundesverband<br />

der Hersteller- und Errichterfirmen<br />

von Sicherheitssystemen e. V.<br />

(BHE) mit dem Prüfsiegel „Zertifizierter<br />

Planer“ für seine qualifizierten Leistungen<br />

der gesamten Sicherheitstechnik<br />

ausgezeichnet. Die prämierten Bereiche<br />

umfassen Brand- und Einbruchmeldeanlagen,<br />

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen,<br />

Freigeländeüberwachung, Sprachalarm-<br />

und Videoüberwachungsanlagen,<br />

Zutrittskontrollanlagen und mechanische<br />

Sicherheitstechnik. Das Ingenieurbüro<br />

verfügt weiterhin über ein eigenes<br />

Kompetenzzentrum auf circa 200 qm.<br />

Dort berät es Auftraggeber, Bauherrn,<br />

Architekten und Elektroinstallationsfirmen<br />

kompetent über DIN-Produkte<br />

verschiedener Hersteller anhand eines<br />

großen Tableaus funktionsfähiger Musteranlagen.<br />

Der Geschäftsführer des Ingenieurbüros<br />

Hans-Jürgen Schneider engagiert<br />

sich seit langem in zahlreichen Vereinen<br />

und Verbänden. Für seine ehrenamtlichen<br />

Tätigkeiten<br />

erhielt er 2016<br />

den „Hessischen<br />

Verdienstorden“.<br />

Gemeinsam mit<br />

dem gesamten<br />

Unternehmen engagiert<br />

er sich unter<br />

anderem seit 1970<br />

für SOS-Kinderdörfer,<br />

ist Sponsor des<br />

Marburger Tafel e. V.<br />

und tritt seit 2009<br />

als Sponsor für ein<br />

Obdachlosenweihnachtsfest<br />

in Berlin<br />

auf. Die elektroplanschneider<br />

GmbH ist<br />

Mitglied der Energiegenossenschaft<br />

Marburg-Biedenkopf<br />

eG und unterstützt damit eine klimafreundliche<br />

Energieerzeugung.<br />

Neben Hans-Jürgen Schneider<br />

sind auch dessen Sohn und Ehefrau im<br />

Unternehmen tätig. Gemeinsam mit<br />

den derzeit 25 Mitarbeitern bilden sie<br />

eine eingeschworene Betriebsfamilie.<br />

Sommerfeste sowie gemeinsame<br />

Betriebsausflüge zu Bundesligaspielen<br />

von Eintracht Frankfurt und Weihnachtsmärkten<br />

fördern die Motivation der Mitarbeiter.<br />

Da es keinen Ausbildungsberuf<br />

zum Elektroplaner gibt, muss das Ingenieurbüro<br />

selbst für geeigneten Nachwuchs<br />

im Büro mit der entsprechenden<br />

Zusatzausbildung sorgen. Derzeit lernen<br />

fünf Azubis im Unternehmen. Weiterhin<br />

plant Hans-Jürgen Schneider eine<br />

eigene Elektroplaner-Akademie (EPA).<br />

Hier sollen in naher Zukunft in einer<br />

dreijährigen Ausbildung - mit vier Tagen<br />

Praxis und einem Tag Theorie in der<br />

Woche - Elektroplaner ausgebildet werden.<br />

Der Betrieb arbeitet bei der Lehrmittelentwicklungsstelle<br />

der IHK mit, ist<br />

zudem Mitglied des Prüfungsausschusses<br />

der IHK in Kassel-Marburg und führt<br />

Weiterbildungsmaßnahmen für Auszubildende<br />

durch.<br />

Die elektroplan-schneider GmbH<br />

wurde bereits zum vierten Mal in Folge<br />

für den Wettbewerb nominiert und im<br />

Jahr 2016 als „Finalist“ ausgezeichnet. In<br />

diesem Jahr erfolgte die Nominierung<br />

durch den Kreisausschuss Landkreis<br />

Marburg-Biedenkopf Wirtschaft. ó<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Verzahnungs-Präzision aus Eschwege<br />

Die 1908 in Berlin gegründete und heute<br />

im nordhessischen Eschwege ansässige<br />

PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH ist ein<br />

modern aufgestelltes, mittelständisches<br />

Technologieunternehmen und Hersteller<br />

von Präzisionswerkzeugmaschinen.<br />

Kernkompetenz ist die Verzahnung, das<br />

heißt, PRÄWEMA produziert ein breites<br />

Spektrum an Sondermaschinen für die<br />

Zahnradbearbeitung in der automobilen<br />

Getriebefertigung, auf denen Zahnräder,<br />

Wellen und Synchronteile des Antriebsstrangs<br />

bearbeitet werden. Zu den Kunden<br />

zählen neben Firmen aus der Automobilindustrie<br />

Unternehmen aus dem<br />

Getriebebau, der Windkraft und dem<br />

Energiesektor sowie Zahnradhersteller.<br />

Die PRÄWEMA ist Teil der DVS TECHNO-<br />

LOGY GROUP (Drehen, Verzahnen, Schleifen),<br />

die verschiedene Werkzeugmaschinenhersteller<br />

vereint.<br />

PRÄWEMA ist der weltweit führende<br />

Technologieanbieter zur Optimierung<br />

von Verzahnungsoberflächen an Getriebezahnrädern<br />

und -wellen. Daneben hat<br />

PRÄWEMA ein eigenes Werkzeugsystem<br />

für Honmaschinen (Spanen mit geometrisch<br />

unbestimmter Schneide) entwickelt<br />

und damit seit 2013 auf dem Markt.<br />

Das Unternehmen ist Lösungsanbieter<br />

und hat neben einem eigenen Werkzeugsystem<br />

auch einen umfassenden<br />

Service im Portfolio. Außerdem verfügt<br />

PRÄWEMA über eine eigene mechanielektroplan-schneider<br />

| Ingenieurbüro für Elektrotechnik,<br />

Sicherheits- und Informationstechnische,<br />

Hans-Jürgen Schneider, Geschäftsführer<br />

PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH<br />

37269 Eschwege


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH,<br />

Dipl.-Ing. Josef Preis, Dipl.-Ing. Jörg Schieke, Geschäftsführer<br />

sche Fertigung. Innovationskraft ist eine<br />

der Triebfedern der Eschweger Firma. Ihre<br />

jüngste Entwicklung ist eine Maschine<br />

zur Herstellung von Zahnrädern bis zu<br />

einem Durchmesser von zwei Metern,<br />

wie sie beispielsweise in Windkraftanlagen<br />

zum Einsatz kommen. Auch für<br />

die Automobilindustrie werden Präzisionswerkzeugmaschinen<br />

entwickelt, die<br />

die Fertigungsprozesse bei der Autoproduktion<br />

optimieren. Ein wichtiges und<br />

ebenfalls innovatives Markenzeichen der<br />

PRÄWEMA-Maschinen ist der Unterbau<br />

der Maschinen aus<br />

Granit. Der natürliche<br />

Stein ist leichter<br />

als die sonst verwendete<br />

Stahlkonstruktion<br />

und kann<br />

die Schwingungen<br />

besser absorbieren.<br />

Die Maschinen laufen<br />

dadurch wesentlich<br />

ruhiger. Es ist<br />

diese Präzision, mit<br />

der PRÄWEMA der<br />

Konkurrenz stets<br />

einen Schritt voraus<br />

ist.<br />

Am Standort<br />

in Eschwege, in der<br />

Mitte Deutschlands,<br />

hat sich PRÄWEMA<br />

mit aktuell fast 300<br />

Mitarbeitern, davon 15 Auszubildende,<br />

und einem Umsatz von 85 Mio. Euro im<br />

Jahr 2017 als Partner für die Industrie<br />

fest etabliert. Im Rahmen des Wettbewerbs<br />

„Hessen Champions 2017“ wurde<br />

die PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH zu<br />

einem der Top 3 Unternehmen aus Hessen<br />

in der Kategorie Weltmarktführer<br />

gekürt.<br />

Ein weiterer Grundstein für den<br />

Erfolg von PRÄWEMA ist die überbetriebliche<br />

Berufsausbildung. Im Schnitt<br />

durchlaufen jährlich etwa 65 Auszubildende,<br />

auch aus anderen Unternehmen,<br />

den Betrieb. Die PRÄWEMA ist hierbei<br />

über die Grenzen hinaus für ihre gründliche<br />

und hoch qualifizierte Ausbildung<br />

bekannt, sodass die Absolventen in der<br />

Regel ohne Schwierigkeiten eine Anstellung<br />

finden. Ausgebildet werden Industriemechaniker,<br />

Mechatroniker und Zerspaner.<br />

Das Unternehmen bezahlt seine<br />

Mitarbeiter nach Tarif und gewährt eine<br />

freiwillige Erfolgsbeteiligung sowie<br />

einen Zuschuss zur Altersvorsorge.<br />

PRÄWEMA setzt auf langfristige<br />

Bindung und Entwicklung seiner Mitarbeiter.<br />

Sommerfeste und Weihnachtsfeiern<br />

sowie jährliche Jubiläumsveranstaltungen<br />

unterstützen das positive<br />

Betriebsklima. Es herrscht eine offene<br />

und partizipative Führungskultur. Die<br />

Geschäftsführung bezieht Führungskräfte<br />

und Schlüsselpersonen in Entscheidungsprozesse<br />

aktiv ein und<br />

stimmt sich eng mit dem Betriebsrat ab.<br />

Das Unternehmen unterstützt Sportvereine<br />

und Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich<br />

engagieren.<br />

Die PRÄWEMA Antriebstechnik<br />

GmbH wurde zum sechsten Mal seit<br />

2005 für den Wettbewerb „Großer Preis<br />

des Mittelstandes“ nominiert und im<br />

Jahr 2005 als „Finalist“ ausgezeichnet. In<br />

diesem Jahr erfolgte die Nominierung<br />

durch die Board Xperts GmbH. ó<br />

Preisträger <strong>2018</strong><br />

aus Mecklenburg-Vorpommern<br />

33<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

PALMBERG<br />

Büroeinrichtung + Service GmbH<br />

23923 Schönberg<br />

Büromöbel fern vom<br />

Schubladendenken<br />

Die PALMBERG Büroeinrichtung + Service<br />

GmbH mit Sitz in Schönberg, ist<br />

die erste Adresse für multifunktionale<br />

Büromöbel mit einzigartigem Design<br />

und erstklassiger Qualität, die dank der<br />

Einhaltung anspruchsvoller Qualitätsstandards<br />

und einer umweltbewussten<br />

Herstellungsweise unter dem Aspekt<br />

der Nachhaltigkeit produziert werden.<br />

Hierfür wurde dem Unternehmen das<br />

Gütesiegel „Blauer Engel“ verliehen,<br />

das die besonders umweltfreundliche<br />

Produktion aller Schreibtischsysteme<br />

untermauert. Neben Schreibtischen<br />

und Büromöbeln umfasst das Portfolio<br />

Möbelstücke für Besprechungen und<br />

Konferenzen. Im Jahr 2016 wurde die<br />

Produktpalette um akustisch wirksame<br />

Raumkomponenten erweitert, die der<br />

Minimierung negativer Schallstörungen<br />

in Großraumbüros dienen. Der Einsatz<br />

moderner Lasertechnologie ermöglicht<br />

PALMBERG eine hundertprozentig<br />

fugenlose Kantenverarbeitung. Für die<br />

Fertigung der Möbel in aller höchster<br />

Güteklasse verfügt das Unternehmen<br />

über eines der modernsten Büromöbelwerke<br />

Europas, wodurch es in der Lage<br />

ist, Bürolandschaften für jegliche Raumsituation<br />

zu gestalten.<br />

Alle Produkte von PALMBERG, führender<br />

Hersteller der deutschen Büromöbelindustrie,<br />

sind ISO-zertifiziert. Das<br />

Unternehmen wurde für sein Tischsystem<br />

CREW und die Stauraumvariante<br />

PRISMA 2 mit dem LEVEL-Zertifikat für<br />

die Einhaltung ökologischer, ökonomischer<br />

und sozialer Standards über die<br />

gesamte Lieferkette hinweg ausgezeichnet.<br />

Bei der Entwicklung neuer Bürokonzepte<br />

legt das Unternehmen großen<br />

Wert auf die Verwendung umweltschonender,<br />

langlebiger und recyclingfähiger<br />

Materialien und Komponenten.<br />

Das 1991 gegründete Unternehmen<br />

wurde für verschiedene Produkte u. a.<br />

mit dem Ionic Award, dem Red Dot Designpreis<br />

und dem German Design Award<br />

ausgezeichnet. Im Industrieverband<br />

Büro und Arbeitswelt e. V. engagiert sich<br />

die Unternehmensführung stark für die<br />

Belange der Büromöbelbranche und


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

34<br />

prägt dadurch nachhaltig die Entwicklung<br />

neuer Bürokonzepte.<br />

Die PALMBERG Büroeinrichtung<br />

+ Service GmbH legt großen Wert auf<br />

sozial verantwortliches Handeln. So<br />

gehören seit mehr als 20 Jahren Menschen<br />

mit Behinderungen zum festen<br />

Mitarbeiterstamm des Unternehmens.<br />

Es erfolgt ein kontinuierliches Wachstum<br />

der Mitarbeiteranzahl, zu der auch<br />

die sukzessive Erhöhung der Anzahl<br />

der Ausbildungsplätze gehört. Des Weiteren<br />

werden Vereine der Region mit<br />

Spenden unterstützt, wie die Fußballvereine<br />

FC Schönberg, TSV Schilksee und<br />

RSV Mummendorf. Auch im kulturellen<br />

Bereich hilft PALMBERG mit Zuschüssen<br />

wie für den Schönberger Musiksommer,<br />

die Schützenzunft des Ortes sowie das<br />

Volkskundemuseum. Spenden, u. a. an<br />

den ASB, die Feuerwehr, das Rote Kreuz<br />

und Schulfördervereine<br />

der Region,<br />

kommen hinzu.<br />

Die PALMBERG<br />

Büroeinrichtung<br />

+ Service GmbH<br />

wurde zum sechsten<br />

Mal seit 2013<br />

für den „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“<br />

nominiert. In<br />

diesem Jahr wurde<br />

der Büromöbelhersteller<br />

vom Ministerium<br />

für Wirtschaft,<br />

Arbeit und Gesundheit<br />

Mecklenburg-<br />

Vorpommern vorgeschlagen.<br />

ó<br />

Preisträger <strong>2018</strong><br />

aus Schleswig-Holstein / Hamburg<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

PALMBERG Büroeinrichtung + Service GmbH,<br />

Nicole Eggert und Julianne Utz, Geschäftsführung<br />

Schlemmer-Markt Freund<br />

Lebensmittelmärkte GmbH<br />

24105 Kiel<br />

Mehr als ein einfacher Supermarkt<br />

Marten Freund betreibt mit dem<br />

Schlemmer-Markt Freund in Kiel eins der<br />

größten Feinkostgeschäfte in Schleswig-<br />

Holstein mit rund 40.000 angebotenen<br />

Artikeln. Das Besondere am Schlemmer-<br />

Markt Freund ist die große Produktauswahl<br />

von beispielsweise etwa 450 Sorten<br />

Käse, 100 Salate und 450 verschiedene<br />

Whiskeys aus aller Welt.<br />

Im Jahr 2014 gab es für das familiengeführte<br />

Unternehmen einen gravierenden<br />

Einschnitt: Für vier Monate musste<br />

das Geschäft geschlossen bleiben, da ein<br />

mutwillig gelegtes Feuer in der Bäckerei<br />

eine komplette Entkernung und Sanierung<br />

zur Folge hatte. Der Jahresumsatz<br />

brach um etwa die Hälfte ein. Zahlreiche<br />

Stammkunden waren erst einmal verloren.<br />

Marten Freund nutzte die Chance<br />

und schaffte sich neueste Technik an. Seit<br />

dem Vorkommnis sind so nur noch energieeffiziente<br />

Tiefkühlmöbel, Kühltresen<br />

und neue LED-Lampen im Einsatz. Ein<br />

untervermietetes Hot-Yoga-Studio kann<br />

nun sogar über die Wärmerückgewinnung<br />

der Kühltruhen beheizt werden.<br />

Mit dem Ausbau des Sortiments,<br />

dem Angebot eines Mittagstisches,<br />

Wir verbessern das Leben von<br />

Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen<br />

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen.<br />

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />

Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />

PREISTRÄGER<br />

<strong>2018</strong><br />

Innovating<br />

special nutrition.


Whiskey-Messen und -Tastings, Onlineund<br />

Telefonbestellungen inkl. Heimbelieferung<br />

konnte der Händler viele Kunden<br />

zurückgewinnen und sein Geschäft<br />

wieder am Markt etablieren. Jetzt bietet<br />

er auch einen Partyservice und zahlreiche<br />

Eigenmarken-Produkte an. Dafür<br />

werden, wo möglich, regionale Produkte<br />

verwendet und großer Wert auf die individuellen<br />

Wünsche der Kunden gelegt.<br />

Der Markt wurde im Jahr 2008 mit dem<br />

Preis für „Deutschlands beste Weinabteilung“<br />

ausgezeichnet und hat darüber<br />

hinaus 2017 den Norddeutschen Handelspreis<br />

gewonnen.<br />

Für Schlemmer-Markt Freund arbeiten<br />

70 Angestellte und zehn Auszubildende,<br />

einer davon im Dualen Studium.<br />

Die Geschäftsführer sind wann<br />

immer es geht im Unternehmen präsent<br />

und unterstützen die Mitarbeiter<br />

bei allen Aufgaben. Sei es an der Kasse,<br />

beim Auffüllen der Regale oder an den<br />

Bedienungstheken. Marten Freund hat<br />

dabei immer ein offenes Ohr für seine<br />

Angestellten und steht für persönliche<br />

Gespräche zur Verfügung. Die Auszubildenden<br />

werden zum Teil übernommen<br />

und können im Laufe ihrer Karriere bis<br />

zu Abteilungsleitern aufsteigen.<br />

Waren, die sich<br />

kurz vor Ablauf des<br />

Mindesthaltbarkeitsdatums<br />

befinden,<br />

werden für<br />

den hauseigenen<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Partyservice und<br />

den Salattresen verwendet<br />

oder an die<br />

Kieler Tafel gespendet.<br />

So wird der<br />

Lebensmittelverschwendung<br />

vorgebeugt.<br />

Zudem findet<br />

alle zwei Jahre ein<br />

Schlemmerabend<br />

statt, bei dem Kunden<br />

ein Ticket kaufen<br />

und sich dann<br />

durch das Sortiment probieren können.<br />

Die Erlöse aus dem Ticketverkauf werden<br />

an die Kieler „Klinik Cläune“ und<br />

eine Einrichtung, die Kindern warme<br />

Mahlzeiten zubereitet, gespendet.<br />

Der Schlemmer-Markt Freund schaltet<br />

nicht nur klassische Print-Anzeigen,<br />

um auf sich aufmerksam zu machen.<br />

Das Unternehmen sponsert zusätzlich<br />

Rezept- und Gourmettipps in zwei Kieler<br />

Stadtmagazinen.<br />

Schlemmer-Markt Freund Lebensmittelmärkte GmbH,<br />

Marten Freund, Geschäftsführer<br />

Für die Schlemmer-Markt Freund<br />

Lebensmittelmärkte GmbH ist es bereits<br />

die siebte Nominierung für den „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“. Im Jahr 2015<br />

wurde das Unternehmen als „Finalist“<br />

ausgezeichnet. Nominiert wurde das<br />

Unternehmen in diesem Jahr durch die<br />

Si.C - Sieg Consulting und die CreArte KG<br />

change-management. ó<br />

35<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Bank<br />

des Jahres<br />

sparkasse-saarbruecken.de<br />

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />

„Bank des Jahres“.<br />

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger <strong>2018</strong><br />

aus Niedersachsen / Bremen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

32<br />

DINO Anlagen- und Maschinenbau e. K.<br />

28259 Bremen<br />

Anlagenbau in ihrer ganzen Breite<br />

Die DINO Anlagen- und Maschinenbau<br />

e. K. wurde 1960 mit Sitz in Bremen<br />

gegründet und hat sich auf den Bau und<br />

die Entwicklung elektrischer Dampfanlagen<br />

nach individuellem Kundenwunsch<br />

spezialisiert. Unternehmen aus mehr als<br />

140 Ländern vertrauen der hohen Kompetenz<br />

und Erfahrung des Unternehmens.<br />

Weiterhin gehören die Herstellung<br />

von Wasseraufbereitungsanlagen,<br />

Wärmetauschern, Kondensatsammelbehältern,<br />

Trinkwasser- und Treibstofftanks,<br />

Abschlammbehältern sowie Stahl- und<br />

Edelstahlbehältern aus Rohrmaterial<br />

und Blech sowie verschiedenste Sonderaufträge<br />

zum Portfolio des Unternehmens.<br />

DINO ist ein gern gesehener Kooperationspartner.<br />

So wurde beispielsweise<br />

mit der WFB Bremen und der BIME –<br />

Universität Bremen ein durch die EU<br />

und das BMfW gefördertes ZIM-Projekt<br />

realisiert, in dessen Rahmen eine neuartige<br />

Maschine zur Herstellung hochwertiger<br />

Holzwolle konstruiert wurde. Diese<br />

erlangt im Frühjahr 2019 Serienreife. Für<br />

<strong>2018</strong> konnte das Unternehmen bereits<br />

einen Großauftrag dieser Maschine verzeichnen.<br />

Die DINO entwickelte eine Komponente<br />

zum Einsatz in einer Zigarettenfilter-Produktionsmaschine<br />

sowie<br />

einen speziellen Dampferzeuger für die<br />

Lackiertechnik. Weitere Produktinnovationen<br />

waren die neuartige, webbasierte<br />

Steuerung für Dampfanlagen, eine Destillationsanlage<br />

zur Aufbereitung verschmutzter<br />

Lösungsmittel sowie eine<br />

Absorptionsanlage zur Luftreinigung<br />

und Abscheidung von Schadstoffen aus<br />

der Abluft in Produktionsanlagen. Das<br />

Unternehmen entwickelte außerdem<br />

eine wassersparende Reinigungs- und<br />

Desinfektionsanlage für die fleischverarbeitende<br />

Industrie sowie Enthärtungsund<br />

Osmose-Anlagen.<br />

Ein weiteres aktuelles Auftragsprojekt<br />

ist die Entwicklung einer elektrischen<br />

Beheizungsmöglichkeit zur Erwärmung<br />

alter Kirchengebäude inklusive<br />

ihrer Steuerung über mobile Endgeräte.<br />

Auftraggeber ist der Landeskirchenverband<br />

Sachsen-Anhalt. Gewinne, die<br />

das Unternehmen<br />

erwirtschaftet, werden<br />

reinvestiert.<br />

So wurden u. a. im<br />

vergangenen Jahr<br />

die Schweißrauchabsaugung<br />

und<br />

eine Bearbeitungsmaschine<br />

erneuert<br />

und ein gasbetriebener<br />

Gabelstapler<br />

gekauft.<br />

Die DINO Anlagen-<br />

und Maschinenbau<br />

e. K. besitzt<br />

verschiedene Zertifizierungen,<br />

darunter<br />

zum Qualitäts-<br />

und Umweltmanagement. Des<br />

Weiteren ist das Unternehmen Mitglied<br />

der „Partnerschaft Umwelt Unternehmen“,<br />

die sich für Energieeinsparungen<br />

und Umweltschutz in der Metropolregion<br />

Nord einsetzt. Auch sozial ist das<br />

Unternehmen engagiert. So wurde im<br />

letzten Jahr bereits zum zehnten Mal<br />

der DINO Golf-Cup veranstaltet, dessen<br />

Spendeneinnahmen dem Schattenriss e.<br />

V., einer Beratungsstelle gegen sexuellen<br />

Missbrauch von Mädchen und Frauen,<br />

zu Gute kamen. Außerdem beteiligte<br />

sich das Unternehmen am Aufbau einer<br />

Kleiderkammer für sozial benachteiligte<br />

Personen und ist Sponsor verschiedener<br />

Vereine sowie kultureller Veranstaltungen.<br />

Die DINO Anlagen- und Maschinenbau e.<br />

K. wurde zum 5. Mal für den „Großen Preis<br />

des Mittelstandes“ vorgeschlagen und im<br />

Jahr 2016 als „Finalist“ ausgezeichnet. In<br />

diesem Jahr wurde sie von WISSENSBI-<br />

LANZ-DEUTSCHLAND nominiert. ó<br />

Hermes Systeme GmbH<br />

27793 Wildeshausen<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Automatisierungssysteme in ihrer<br />

vollen Breite<br />

Die Hermes Systeme GmbH hat sich<br />

auf die Erstellung innovativer Automatisierungslösungen<br />

für Industrie, öffentliche<br />

Ver- und Entsorgungsbetriebe,<br />

DINO Anlagen- und Maschinenbau e. K.,<br />

Sigrid Nobel und Kurt Nobel, Geschäftsführer<br />

Schwimmbäder und Kommunen inkl.<br />

produktbegleitender Dienstleistungen<br />

von der Konzeption bis zur Wartung der<br />

Anlage spezialisiert. Zukünftig plant das<br />

Unternehmen, zur prozessoptimierten<br />

Störungsabwicklung ein zentrales Störmeldemanagement<br />

einzuführen sowie<br />

einen BAFA-Energieberater auszubilden,<br />

der Kunden zum Energiemanagement<br />

und zu Optimierungsmöglichkeiten vor<br />

allem im Bereich Schwimmbadtechnik<br />

berät. Kunden schätzen das Unternehmen<br />

unter anderem auf Grund seiner<br />

hohen Kompetenz, der Flexibilität und<br />

Termintreue, mit der es qualitativ hochwertige<br />

Produkte und Dienstleistungen<br />

nach Maß anbietet. Um das weitere<br />

Wachstum des Unternehmens voranzutreiben,<br />

wurde im Jahr 2014 eine Holding<br />

mit dem Ziel gegründet, deutschlandweit<br />

Niederlassungen zu eröffnen.<br />

Zur Erweiterung des Portfolios hat die<br />

Hermes Systeme GmbH die Rebehn<br />

Elektroanlagen GmbH übernommen,<br />

deren Kernkompetenz jedweder Service<br />

im Bereich Elektronik für Bürogebäude<br />

und Kitas ist. Hermes Systeme betreibt<br />

zudem mit verschiedenen Hochschulen,<br />

Fachhochschulen, Universitäten und Lieferanten<br />

aktive Forschungs- und Entwicklungsarbeit,<br />

um fortlaufend neue<br />

innovative Produkte auf den Markt<br />

bringen und weitere Dienstleistungen<br />

anbieten zu können. Die neueste Produktinnovation<br />

des Unternehmens, die


es derzeit gemeinsam mit seinem Lieferanten<br />

Phoenix-Contact erarbeitet, ist<br />

ein Cloud-basiertes Fernwartungskonzept.<br />

Das Unternehmen verfügt über eine<br />

interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung,<br />

die für die Entwicklung von<br />

Hard- und Softwarekomponenten sowie<br />

für die Durchführung von Studien u. a.<br />

zu den Themen Softwareentwicklung<br />

und Energiemanagement zuständig ist.<br />

Technologischen Vorsprung verschafft<br />

sich die Hermes Systeme GmbH durch<br />

die unternehmenseigene Elektronikentwicklung<br />

und über eigenentwickelte<br />

Peripherieprodukte mit branchenspezifischen<br />

Funktionalitäten, die zu enormen<br />

Einsparungen im Schaltanlagenbau beitragen<br />

und dem Unternehmen signifikante<br />

Wettbewerbsvorteile ermöglichen.<br />

Das Unternehmen erhielt Verschiedene<br />

Ehrungen wie das Siegel<br />

„Wirtschaftsmagnet“ sowie die Auszeichnungen<br />

„Herausragendes Ausbildungsunternehmen<br />

HWK“ und „Herausragendes<br />

Ausbildungsunternehmen<br />

Elektro-Innung“.<br />

Die Ausbildung von<br />

Nachwuchskräften<br />

liegt dem Unternehmen<br />

sehr am Herzen.<br />

Aus diesem Grund<br />

engagiert es sich für<br />

das Projekt „Schule<br />

trifft Wirtschaft“,<br />

bei dem Schülern<br />

aller Schulformen<br />

die Möglichkeit<br />

geboten wird, einen<br />

Tag lang hinter die<br />

Kulissen verschiedenster<br />

Firmen zu<br />

schauen.<br />

Auch das sozi-<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

ale Engagement<br />

kommt nicht zu kurz. So unterstützt<br />

das Unternehmen verschiedene regionale<br />

Organisationen, Institutionen und<br />

Vereine, darunter die diakonische Behindertenwerkstätte<br />

„proWerkstätten Himmelstür“,<br />

das Kinderhospiz Löwenherz<br />

sowie zahlreiche Jugend- und Sportver-<br />

HERMES Systeme GmbH,<br />

Ingo Hermes und Jörg Deitermann, Geschäftsführer<br />

eine. Da die Hermes Systeme GmbH ihre<br />

Mitarbeiter als höchstes Gut sieht, erhalten<br />

auch diese immer wieder verschiedene<br />

Benefits, darunter die unbegrenzte<br />

Nutzung des Firmenfitness-Verbundes<br />

„Hansefit“, Fahrsicherheitstrainings und<br />

eine betriebliche Altersvorsorge.<br />

33<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

www.ruwac.de | 0 52 26 98 30-0


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

34<br />

Die Hermes Systeme GmbH wurde<br />

in diesem Jahr bereits zum 4. Mal für<br />

den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />

vorgeschlagen. Im Jahr 2016 wurde das<br />

Unternehmen als „Finalist“ ausgezeichnet.<br />

Nominiert wurde das Unternehmen<br />

in diesem Jahr durch Abgeordnete des<br />

Deutschen Bundestages, die Wirtschaftsmagnet<br />

GmbH und die WISSENSBILANZ-<br />

DEUTSCHLAND. ó<br />

Nordic-Haus Blockhäuser<br />

49439 Steinfeld<br />

Gesundes und atmungsaktives<br />

Wohnen<br />

Die Firma Nordic-Haus Blockhäuser<br />

hat sich auf den Bau ökologischer und<br />

energieeffizienter Wohnblockhäuser<br />

„Made in Germany“ inkl. Finanzierungsberatung,<br />

Bauantragstellung und Materialauswahl<br />

spezialisiert. Dank ihres<br />

Alleinstellungsmerkmals, dem ökologisch-atmungsaktiven<br />

und folienfreien<br />

Bauen ohne Lüftungsanlagen, sind die<br />

Häuser besonders für Allergiker geeignet.<br />

Im Jahr 2016 brachte das Unter-<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

nehmen das in Kooperation mit der<br />

österreichischen Firma Stora Enso eigenentwickelte<br />

Schwedenwand-Haus als<br />

Niedrigenergievariante auf den Markt,<br />

das ebenso wie alle anderen Häuser des<br />

Unternehmens aus umweltfreundlichen,<br />

nachhaltig zertifizierten Baustoffen<br />

sowie aus nachwachsenden Rohstoffen<br />

und mit einer positiven CO2-Bilanz<br />

Nordic-Haus Blockhäuser,<br />

Frank Berding, Inhaber und Geschäftsführer<br />

errichtet wird. Dank des sehr niedrigen<br />

Leim- und Klebstoffanteils des Schwedenwand-Hauses<br />

hat das Unternehmen<br />

die Vorreiterrolle im ökologischen Bauen<br />

inne. Für die Fertigung der Häuser nutzt<br />

Nordic-Haus ausschließlich das Holz der<br />

sehr langsam wachsenden finnischen<br />

Polarkiefer, das quasi verzugsfrei ist und<br />

eine lange Lebensdauer aufweist.<br />

Wir verbessern das Leben von<br />

Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen<br />

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen.<br />

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />

Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />

PREISTRÄGER<br />

<strong>2018</strong><br />

Innovating<br />

special nutrition.


Die Nordic-Haus konnte dank der<br />

gestiegenen Nachfrage nach ökologischem<br />

Bauen seinen Ertrag innerhalb<br />

von vier Jahren mehr als verdoppeln.<br />

Auch die Anzahl der Mitarbeiter wächst<br />

stetig. Studenten des Fachbereichs Holzbau<br />

der verschiedensten Universitäten<br />

erhalten bei Nordic-Haus die Möglichkeit,<br />

als Werkstudent ihre Kenntnisse zu<br />

vertiefen und ihr theoretisches Wissen<br />

mit der Praxis zu untermauern. Dass<br />

sich alle Mitarbeiter wohlfühlen, ist für<br />

das Unternehmen sehr wichtig. Mindestens<br />

ein- bis zweimal monatlich finden<br />

gemeinsame Frühstücksrunden statt.<br />

Des Weiteren werden kleine Feste veranstaltet,<br />

zu denen die jeweiligen Partner<br />

eingeladen werden.<br />

Für seine herausragenden Leistungen<br />

wurde das Unternehmen bereits<br />

mehrfach ausgezeichnet. So erhielt es<br />

beispielsweise 2013 den RWE Klimaschutzpreis<br />

für die klimaschonende und<br />

umweltfreundliche Ausgestaltung eines<br />

Wohnraums und ein Jahr später das RAL-<br />

Gütezeichen von der Gütegemeinschaft<br />

Blockhaus e. V. sowie eine CO2-Zertifizierung.<br />

Das soziale Engagement der gesamten<br />

Firma ist immens. Im August 2017<br />

sammelten die Mitarbeiter Spenden für<br />

das Kinderhospiz in Syke, indem sie mehr<br />

als 800 Kilometer mit eigenen Traktoren<br />

als Mitglied der Treckerfreunde Lohne<br />

bis nach Polen fuhren. So konnte dem<br />

Hospiz eine Spende in Höhe von 42.000<br />

Euro übergeben werden. Auch weitere<br />

Vereine und Institutionen werden<br />

finanziell unterstützt, darunter die Feuerwehr<br />

Steinfeld und der Förderverein<br />

der Grundschule Varl und „Apen musiziert“.<br />

Des Weiteren arbeitet das Unternehmen<br />

mit der Behindertenwerkstatt<br />

Lichtblick Wahlde gGmbH zusammen,<br />

die für Nordic-Haus Holzbriefkästen herstellt.<br />

Innerhalb der kommenden zwei<br />

Jahre plant das Unternehmen zudem<br />

gemeinsam mit einem Arzt und dem<br />

Bürgermeister von Klein Upahl ein kleines<br />

Ärztehaus im Gutshaus von Klein<br />

Upahl zu errichten, um den ärztlichen<br />

Notstand der Region zu mindern.<br />

Die Firma Nordic-Haus Blockhäuser<br />

wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal<br />

für den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />

nominiert und 2017 als „Finalist“ ausgezeichnet.<br />

Vorgeschlagen wurde das Unternehmen<br />

in diesem Jahr durch die HERMES<br />

Systeme GmbH, die Müller-Technik GmbH<br />

und WISSENSBILANZ-DEUTSCHLAND. ó<br />

35<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Bank<br />

des Jahres<br />

sparkasse-saarbruecken.de<br />

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />

„Bank des Jahres“.<br />

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger <strong>2018</strong><br />

aus Nordrhein-Westfalen<br />

Ewers Strümpfe GmbH<br />

59964 Medebach<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

32<br />

Baby- und Kinderstrümpfe mit dem<br />

besonderen Etwas<br />

Die Ewers Strümpfe GmbH hat sich auf<br />

die Herstellung von Baby- und Kinderstrümpfen<br />

spezialisiert und gilt in der<br />

Branche mit seinen bunten, kuscheligen<br />

und fröhlich wirkenden Produkten als<br />

Modemacher. Als eine der wichtigsten<br />

Innovationen ist die patentierte Antirutsch-Socke<br />

(VABS-Socke) mit Luftlöchern<br />

zu nennen. Sie zählt zu den Aushängeschildern<br />

des Unternehmens und<br />

bietet neben einem sicheren Halt hohen<br />

Tragekomfort.<br />

Ein weiteres Aushängeschild von<br />

Ewers ist der Soft-Step-Strumpf, der mit<br />

Hilfe einer zusätzlichen ergonomischen<br />

Beschichtung eine sehr genaue Passform<br />

bietet. Bezogen werden können<br />

die Produkte der Ewers Strümpfe GmbH<br />

über einen firmeneigenen Online-Shop,<br />

einen Amazon-Shop, über das hauseigene<br />

Factory-Outlet und einen B2B-<br />

Bereich im Internet für die mehr als<br />

3.000 Handelspartner und -vertreter.<br />

Zu den Besonderheiten des Unternehmens<br />

zählen u. a. Strümpfe mit Thermolite,<br />

einem wärmenden Spezialgarn<br />

für die kalten Monate des Jahres, und mit<br />

Coolmax, einem besonders atmungsaktiven<br />

Funktionsgarn für Sport und Freizeit.<br />

Um weiterhin auf Expansionskurs<br />

zu bleiben, arbeitet die Ewers Strümpfe<br />

GmbH derzeit an der Entwicklung einer<br />

Wäsche- und Accessoires-Kollektion.<br />

Außerdem steht eine Damen- und Herrensockenkollektion<br />

auf der Agenda, so<br />

dass das Unternehmen zukünftig alle<br />

Altersklassen abdecken kann.<br />

Die Einhaltung streng ökologischer Kriterien<br />

während des gesamten Produktionsprozesses<br />

hat oberste Priorität. Viel<br />

Wert wird auf hohe Qualitätsstandards<br />

mit dem Gütesiegel „Made in Germany“<br />

gelegt.<br />

Die Ewers Strümpfe GmbH konnte<br />

ihren Umsatz dank eines hohen Engagements<br />

und ihrer fundierten Kompetenzen<br />

seit dem Neustart im Jahr 2014<br />

mehr als verdreifachen und die Anzahl<br />

der Mitarbeiter und Auszubildenden verdoppeln.<br />

Ewers engagiert sich auch in der<br />

außerbetrieblichen Bildung. Darüber<br />

hinaus ist Ewers Business-Partner und<br />

Sponsor des Frauenhandball-Bundesligisten<br />

Wildunger Vipers. ó<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Ewers Strümpfe GmbH, (v.r.n.l.) Michael Papenheim, Geschäftsführender<br />

Gesellschafter, Kay Stiefermann, Gesellschafter<br />

GRÜN Software AG<br />

52076 Aachen<br />

Spezialsoftware für Mitglieds- und<br />

Spendenorganisationen<br />

Die GRÜN Software AG wurde vor rund<br />

30 Jahren gegründet und ist ein 150<br />

Mitarbeiter starkes Unternehmen mit<br />

Hauptsitz in Aachen sowie Niederlassungen<br />

in Berlin, Bremen, Wien und Bratislava.<br />

Das Unternehmen ist mit seiner<br />

Windows-Branchensoftware GRÜN<br />

VEW A7 Marktführer auf dem Gebiet der<br />

Softwarelösungen für Mitglieds- und<br />

Spendenorganisationen. Außerdem bietet<br />

sie als ganzheitlicher Strategiepartner<br />

unter dem Dach der GRÜN Gruppe<br />

weitere umfassende Agenturdienstleistungen<br />

an. Dank der hohen Kompetenz<br />

und der Erweiterung der Geschäftsfelder<br />

konnte die GRÜN Software AG ihren<br />

Umsatz sowie die Eigenkapitalentwicklung<br />

innerhalb der letzten vier Jahre verdoppeln<br />

und die Anzahl der Mitarbeiter<br />

um ein Drittel erhöhen.<br />

Die GRÜN Software AG verfügt über<br />

eine eigene Forschungsabteilung, die<br />

GRÜN Lab, die Förderprojekte von Land,<br />

Bund und der EU wie die „Handwerker-<br />

Cloud“, „eStep Mittelstand“ und „KompUEterchen4KMU“<br />

initiiert und fördert.<br />

So wird Know-how generiert und die<br />

nachhaltige Nutzung von Forschungsergebnissen<br />

ermöglicht. Mit dem Ziel, eine<br />

Aachen Area als digitales Innovationsland<br />

zu schaffen, kooperiert die GRÜN<br />

Software AG mit dem neuen digitalHUB<br />

Aachen e. V. Zahlreiche Preise untermauern<br />

die hohe<br />

Qualität der unternehmenseigenen<br />

Produkte, darunter<br />

die Auszeichnung<br />

mit dem iF Design<br />

Award 2012 und<br />

<strong>2018</strong>, der INNOVA-<br />

TIONSPREIS-IT 2014<br />

sowie der European<br />

Excellence Award<br />

2017.<br />

Mitarbeitermotivation<br />

wird<br />

bei GRÜN Software<br />

großgeschrieben.<br />

Viermal im Jahr gibt<br />

es für besonders<br />

engagierte und kreative Mitarbeiter die<br />

„GREENER“-Auszeichnung einschließlich<br />

einer Prämienzahlung. Außerdem läuft<br />

seit 2017 das GRÜN Talente-Programm<br />

mit speziellem Fortbildungs- und Ideenfindungsprogramm<br />

für je zehn junge<br />

Mitarbeiter.<br />

Die GRÜN Software AG unterstützt<br />

diverse Projekte in Afrika wie einen Schulbau<br />

in Äthiopien und die Ausstattung<br />

eines Krankenhauses in Ghana mit einer<br />

Solaranlage und einer Brunnenanlage. ó<br />

Terhalle Holzbau GmbH<br />

48683 Ahaus-Ottenstein<br />

Ökologischer Holzhausbau<br />

- schlüsselfertig<br />

Die Terhalle Holzbau GmbH ist Vorreiter<br />

im Bereich der ökologischen, umweltschonenden<br />

und nachhaltigen Holzrahmenbauweise<br />

inkl. Objekt-, Innenaus-,<br />

Fassaden- und Fensterbau sowie Zimmerei-<br />

und Schreinereileistungen. Ein<br />

weiterer, noch junger Unternehmensbereich<br />

ist der Aluminiumbau. Dank des<br />

hohen Vorfertigungsgrades innerhalb<br />

des Unternehmens ist die Fertigung witterungsunabhängig.<br />

Die Produktion von<br />

kompletten Hauskomponenten erleichtert<br />

den internationalen Vertrieb, was<br />

der Terhalle Holzbau GmbH den vom<br />

Zoll verliehenen Status „Ermächtigter<br />

Ausführer“ einbrachte. Eine Klassifizierung,<br />

die die vereinfachte Warenausfuhr<br />

ermöglicht.<br />

Der moderne Maschinenpark und<br />

ein großes Maß an Flexibilität machen


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

GRÜN Software AG,<br />

(v.l.) Oliver Grün, Geschäftsführer, Dirk Hönscheid, Prokurist<br />

das Unternehmen attraktiv für Kunden<br />

mit Kleinstaufträgen bis hin zu Großprojekten<br />

im Millionenbereich. Um den<br />

hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens<br />

zu gewährleisten, finden „Werker<br />

Selbstprüfungen“ statt, in deren Rahmen<br />

jede einzelne Komponente vor der<br />

Weiterverarbeitung intern abgenommen<br />

wird. Terhalle ist zudem in die Liste<br />

der präqualifizierten Bauunternehmen<br />

eingetragen.<br />

Weitere Alleinstellungsmerkmale<br />

sind im Bereich Fensterbau das Terhalle-<br />

Protekt-System, ein hochwertiger Vier-<br />

Schicht-Aufbau der Oberflächen, die<br />

Verwendung von Faserverfestigern an<br />

jedem Einzelteil vor dem Verleimen, die<br />

Halogentrocknung und die RC2-Zertifizierung.<br />

Zukünftig plant die Terhalle<br />

Holzbau GmbH die Entwicklung einer<br />

Verbindung von vorgefertigten Holz-<br />

Verbund-Decken inklusive integrierten<br />

Leitungen für die Bauteilaktivierung. Für<br />

sein Niedrig-Energie-/Passivhauskonzept<br />

für ein Einfamilienhaus in Dortmund<br />

wurde das Unternehmen mit dem<br />

Holzbaupreis ausgezeichnet.<br />

Die Terhalle Holzbau GmbH engagiert<br />

sich stark in der Ausbildung junger<br />

Menschen. Der Anteil an Auszubildenden<br />

innerhalb der Belegschaft liegt bei<br />

rund 15 Prozent. Ausbildungsberufe sind<br />

u. a. Tischler, Dachdecker, Bauzeichner<br />

und Fachinformatiker. Auch das soziale<br />

Engagement kommt nicht zu kurz. ó<br />

Wenker GmbH & Co. KG<br />

48683 Ahaus<br />

Terhalle Holzbau GmbH, Thekla Terhalle, Juniorchefin,<br />

Dipl.-Ing. Jürgen Ellerkamp, Geschäftsführer Wittland,<br />

Ludger Terhalle, Holding GmbH & Co. KG, Geschäftsführer<br />

Anlagenbau mit Pfiff<br />

Die Wenker GmbH & Co. KG ist ein in<br />

Deutschland und in den USA ansässiger<br />

Generalunternehmer mit internationaler<br />

Ausrichtung, der sich auf den Bereich<br />

Metallverarbeitung in allen Facetten<br />

spezialisiert hat und auf den Kundenbedarf<br />

zugeschnittene Komplettlösungen<br />

inklusive Planung anbietet. Das in<br />

der dritten Generation familiengeführte<br />

Unternehmen punktet darüber hinaus<br />

durch eine eigene Forschung, die u. a.<br />

im Jahr 2017 die Wenker Paneelsysteme<br />

neuentwickelt und brandschutztechnisch<br />

zertifiziert hat. Ein großer Absatzmarkt<br />

ist der Schiffbau. Wenker baut<br />

Crew- und Passagierkabinen aus extrem<br />

hochwertigem und gleichzeitig leichtem<br />

Material, das zudem exzellente Schallund<br />

Brandschutzeigenschaften aufweist.<br />

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal<br />

sind die vorgefertigten Raum-Module<br />

KLIMA-LINER® mit integrierter technischer<br />

Ausstattung und Ausrüstung, mit<br />

denen sich mehrstöckige Wohn- und<br />

Arbeitsgebäude errichten lassen. Wenker<br />

kreierte damit eine clevere Antwort<br />

auf die voranschreitende Bauflächenknappheit<br />

in den Städten. Eine weitere<br />

Eigenentwicklung ist das ERGO-LUX®-<br />

33<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

• Holzbau<br />

• Objektbau<br />

• Innenausbau<br />

• Fenster & Fassaden<br />

SIE WÜNSCHEN.<br />

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Zimmerer- • Dachdecker- • Klempnerarbeiten • Holzrahmenbau<br />

Fassaden • Innenausbau • Fenster & Haustüren • schlüsselfertiges Bauen<br />

Solmsstraße 46 • 48683 Ahaus-Ottenstein • Tel. 02561 9823-0 • www.terhalle.de<br />

PREISTRÄ GER<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Kommune des<br />

Jahres <strong>2018</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

34<br />

Wenker GmbH & Co. KG, (v.l.) Franz Leers, Stefan Leers,<br />

beide Geschäftsführer, Detlef Herking, Vertrieb,<br />

Matthias Leers, Geschäftsführer<br />

System, ein High-Tech-Lichttunnel für<br />

Qualitätskontrollen bei der Oberflächeninspektion<br />

etwa im Automobilbau.<br />

Wachsende Mitarbeiterzahlen zeugen<br />

vom Erfolgskurs der Wenker GmbH<br />

& Co. KG. Insgesamt 65 neue Arbeitsplätze,<br />

darunter 20 Ausbildungsplätze<br />

und fünf Stellen für Praktikanten bzw.<br />

Werkstudenten, konnten innerhalb der<br />

letzten vier Jahre geschaffen werden.<br />

Ein weiterer Erfolg war die Realisierung<br />

von acht neuen Patent- und Gebrauchsmustern.<br />

Fortlaufend entwickelt Wenker<br />

einzelne Unternehmensbereiche weiter<br />

und/oder bringt sie auf den neuesten<br />

Stand der Technik.<br />

Auch beim Thema Fachkräftenachwuchs<br />

ist Wenker aktiv. Ein eigener<br />

Ausbildungskanal auf Instagram ist in<br />

Planung. In enger Kooperation mit den<br />

umliegenden Fachhochschulen werden<br />

Master- und Bachelorarbeiten betreut<br />

und Arbeitsplätze für Werkstudenten<br />

angeboten. ó<br />

Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH<br />

59494 Soest<br />

Breitbandausbau und<br />

Hausarztkampagne<br />

Der westfälische Landkreis Soest, zwischen<br />

Dortmund und Paderborn gelegen,<br />

hat rund 300.000 Einwohner und ist der<br />

viertgrößte Kreis Nordrhein-Westfalens.<br />

Er zählt zu den großen, ländlich geprägten<br />

Flächenkreisen im Land und verfügt<br />

über eine bestens ausgebaute Infrastruktur.<br />

Außerdem ist der Landkreis eine<br />

erfolgreiche Wirtschaftsregion mit einer<br />

vielfältigen Branchen- und Unternehmensstruktur.<br />

Umsatz, Produktion und<br />

Exportquote der regionalen Wirtschaft<br />

können sich sehen lassen. Erfolgreiches<br />

Arbeiten und gutes Leben sind im Kreis<br />

Soest wunderbar miteinander zu verbinden.<br />

Die 14 Städte und Gemeinden des<br />

Kreises bieten eine hohe Lebensqualität<br />

für jede Generation, und auch touristisch<br />

hat der Landkreis einiges zu bieten.<br />

Die Wirtschaftsförderung Kreis<br />

Soest GmbH (wfg) sorgt mit dafür, dass<br />

der Kreis weiter auf diesem Erfolgsweg<br />

bleibt. So konnte die wfg im vergangenen<br />

Jahr mehr als 8,7 Mio. Euro und 2016<br />

über 2,1 Mio. Euro an Fördermitteln für<br />

den Kreis und die Region Südwestfalen<br />

akquirieren. Die lösten wiederum fünf<br />

Mio. Euro 2016 und sieben Mio. Euro<br />

2017 an zusätzlichen Investitionen im<br />

Mittelstand aus. Außerdem half die wfg<br />

Unternehmen, dank geförderter Investitionen<br />

Energiekosten, zu sparen.<br />

Zielgerichtet kümmert sich die wfg,<br />

ausgestattet mit einer Website auf neuestem<br />

Stand, um Trend- und Zukunftsthemen<br />

des Mittelstandes. Dazu hat sie<br />

einen unternehmerischen Beirat mit<br />

circa 30 Unternehmen unterschiedlicher<br />

Branchen ins Leben gerufen. Mit diesem<br />

werden Strategien diskutiert und überprüft.<br />

Erfahrungen aus Unternehmensbesuchen,<br />

Gesprächen und Ergebnisse<br />

von Unternehmensbefragungen dienen<br />

als Grundlage für die Aktivitäten der<br />

wfg. Hinzu kommt der enge Austausch<br />

mit Wirtschaftsfördererkollegen aus<br />

anderen Regionen Deutschlands.<br />

Ganz besonderes Augenmerk legt<br />

das 16köpfige Team der wfg auf den<br />

Breitbandausbau. Die Strategie war<br />

Wir verbessern das Leben von<br />

Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen<br />

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen.<br />

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />

Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />

PREISTRÄGER<br />

<strong>2018</strong><br />

Innovating<br />

special nutrition.


dabei von Anfang an darauf ausgerichtet,<br />

keine Übergangstechnologien zu verbauen,<br />

sondern dem Mittelstand bereits<br />

hochwertige Glasfaseranschlüsse zur<br />

Umsetzung ihrer Anforderungen anzubieten.<br />

Kein Kreis, keine Region in NRW<br />

verfolgt dieses Ziel so stringent wie die<br />

wfg des Kreises Soest. Dazu wurden<br />

in den vergangenen Jahren durch die<br />

wfg Fördermittelanträge an Bund und<br />

Land im Umfang von insgesamt rund 30<br />

Mio. Euro eingereicht und teilweise auch<br />

bewilligt.<br />

Zweiter aktueller Schwerpunkt der<br />

Soester Wirtschaftsförderer ist die Sicherung<br />

der medizinischen Versorgung. Um<br />

drohenden Lücken im Ärztenetz - vor<br />

allem bei den Allgemeinärzten - entgegenzuwirken,<br />

umwirbt die wfg aktiv die<br />

Ärzteschaft sowie Medizinabsolventen<br />

und versucht sie für den Kreis Soest und<br />

den Beruf des Allgemeinarztes zu begeistern.<br />

Außerdem sorgt die wfg dafür, dass<br />

das Thema stets präsent bleibt. Erste<br />

Erfolge haben sich bereits eingestellt. So<br />

haben sich vier neue Mediziner im Kreisgebiet<br />

niedergelassen. In Kürze wird<br />

zudem ein Pilotprojekt<br />

im Bereich Telemedizin<br />

gestartet.<br />

Auch auf anderen<br />

Feldern ist<br />

die wfg aktiv. So<br />

zeichnet sie Unternehmen,<br />

die auf<br />

dem Gebiet der<br />

Vereinbarkeit von<br />

Beruf und Familie<br />

vorbildlich sind,<br />

mit dem Zertifikat<br />

„Familienfreund-<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

liches Unternehmen“<br />

aus. Außerdem<br />

organisiert sie seit mehr als acht<br />

Jahren gemeinsam mit über 30 Unternehmenspartnern<br />

im Landkreis den<br />

Schulwettkampf „Gedankenblitz“, um<br />

MINT-Talente, gerade im Hinblick auf<br />

den Mittelstand, zu fördern. Des Weiteren<br />

gründete die wfg gemeinsam mit<br />

allen Städten und Gemeinden das Digitale<br />

Zentrum Mittelstand, um digitale<br />

Fragen und Anforderungen zu beantworten<br />

und umzusetzen. Zu guter Letzt<br />

Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH,<br />

Markus Helms, Prokurist<br />

initiierten die Wirtschaftsförderer den<br />

Transferverbund Südwestfalen, damit<br />

der Mittelstand einen leichten und<br />

direkten Zugang zu den Hochschulen<br />

erhält und so schneller Kooperationen<br />

geschmiedet werden können.<br />

Die Wirtschaftsförderung Kreis<br />

Soest GmbH wurde für den „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“ nominiert von<br />

der Effizienz-Agentur des Landes Nordrhein-Westfalen.<br />

ó<br />

35<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Bank<br />

des Jahres<br />

sparkasse-saarbruecken.de<br />

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />

„Bank des Jahres“.<br />

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger <strong>2018</strong><br />

aus Rheinland-Pfalz / Saarland<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

32<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG,<br />

(v.l.) Bruno Hirtz, Geschäftsführer,<br />

Mario Huber, Vertriebsleiter<br />

Bilstein & Siekermann<br />

54576 Hillesheim<br />

Neue Wege in der Automobilbranche<br />

Der Hillesheimer Automobilzulieferer<br />

Bilstein & Siekermann GmbH & Co. KG<br />

ist ein weltweit gefragter Entwickler<br />

und Hersteller von Kaltfließpressteilen<br />

für Automotive, Hydraulik, Antriebstechnik<br />

und Maschinenbau. Jüngst wurde<br />

mit einem Invest von drei Mio. Euro<br />

die größte Einzelanschaffung der über<br />

60jährigen Unternehmensgeschichte<br />

realisiert: eine Sechs-Stufen-Presse.<br />

In Zeiten immer knapper werdender<br />

Ressourcen treibt Bilstein & Siekermann<br />

ein Verfahren voran, mit dem<br />

sich die komplexen Bauteile für Fahrzeuge,<br />

Maschinen und Anlagen auch<br />

mit geringstem Materialeinsatz auf<br />

eine neue Art herstellen lassen. Mit der<br />

neuen Vorgehensweise, Drehteile durch<br />

Kaltfließpressteile zu ersetzen, entstehen<br />

technologisch und wirtschaftlich<br />

überzeugende Produkte. Diese Methode<br />

verhalf dem Unternehmen bereits dreimal<br />

zum „GM Supplier Quality Excellence<br />

Award“..<br />

Als innerbetriebliche Maßnahme zur<br />

Risikominimierung und Wissensverbreitung<br />

wurde ein eigenes System geschaffen:<br />

Das interne Onlineportal kann vom<br />

Personal abgerufen und aktualisiert<br />

werden. Die 117 Angestellten und zwölf<br />

Auszubildenden können somit jederzeit<br />

auf das Wissen der anderen zugreifen<br />

und, wenn sie selbst mit Problemen konfrontiert<br />

wurden,<br />

den Lösungsansatz<br />

eintragen.<br />

Seit 2007<br />

investierte Bilstein<br />

& Siekermann rund<br />

700.000 Euro in ein<br />

Personalentwicklungsprogramm,<br />

welches Schulungsprogramme<br />

für die<br />

Angestellten auf<br />

allen Hierarchieebenen<br />

ermöglicht.<br />

Weiterhin werden<br />

Teilzeitarbeit, Gleitzeit,<br />

Sabbatical und<br />

Home-Office-Arbeit<br />

ermöglicht. Auch<br />

Weiterbildungen,<br />

die zu dem Kompetenzprofil<br />

eines Angestellten passen,<br />

werden ermöglicht. Auf diese Art und<br />

Weise lernen die Mitarbeiter das Unternehmen<br />

von allen Seiten kennen.<br />

Bilstein & Siekermann unterstützt<br />

die Drogenprävention an der Realschule<br />

Plus in Hillesheim, fördert die Schulausbildung<br />

eines Mädchens in Ghana<br />

und sponsert verschiedene Kultur- und<br />

Sportvereine in der Region mit Sachspenden<br />

und finanziellen Mitteln. ó<br />

RHODIUS Mineralquellen und Getränke<br />

GmbH & Co. KG<br />

56659 Burgbrohl<br />

Premiumwasser in achter Generation<br />

Wasser ist nicht gleich Wasser. In der<br />

Firma RHODIUS Mineralquellen und<br />

Getränke GmbH & Co. KG weiß man das.<br />

Daher hat sich das Unternehmen sein<br />

Wasser auch deutschlandweit als erster<br />

Mineralwasseranbieter vom Institut Fresenius<br />

als Premium-Mineralwasser zertifizieren<br />

und auf soziale und ökologische<br />

Nachhaltigkeit prüfen lassen. RHODIUS<br />

erhielt für sein Premium-Mineralwasser<br />

gleich dreimal die Höchstauszeichnung<br />

des Superior Taste Award, von Ökotest<br />

die Note „Sehr gut“ und durfte bereits<br />

drei goldene DLG-Münzen in Empfang<br />

nehmen.<br />

Das in achter Generation geführte<br />

Familienunternehmen ist auch als Lohnabfüller<br />

tätig. Im letzten Jahr trennte<br />

RHODIUS sich vom margenschwachen<br />

Lohnabfüllgeschäft für PepsiCo, dem bis<br />

dato größten Kunden – verantwortlich<br />

für immerhin 50 Prozent des Gesamtumsatzes.<br />

Der Getränkeproduzent konnte<br />

den Umsatz dennoch stabil halten. Er<br />

investierte in eine neue Maschinentechnologie<br />

und ebnete so den Weg zu<br />

neuen Kundenaufträgen: Nun füllt das<br />

Unternehmen „MAYA MATE“, „afri Cola“<br />

und den Energy Drink „Power Point“ ab.<br />

Das Unternehmen beschäftigt<br />

aktuell 221 Mitarbeiter aus mehr als 20<br />

Ländern und 17 Auszubildende. Zudem<br />

kommen über das Jahr 29 junge Menschen<br />

für ein Praktikum oder im Rahmen<br />

einer Tätigkeit als Werkstudent in das<br />

Unternehmen. RHODIUS ist damit einer<br />

der größten Arbeitgeber im Landkreis<br />

Ahrweiler. Damit es so bleibt, ist der<br />

Mineralwasserproduzent schon jetzt bei<br />

der Suche nach neuen Azubis engagierter<br />

als viele Mitbewerber. Tage der offenen<br />

Tür, Azubi-Speed-Dating und eine<br />

Facebookseite von Azubis für potentielle<br />

Azubis und eine nahezu 100prozentige<br />

Übernahmequote sind nur einige Beispiele.<br />

Rhodius unterstützt örtliche Schulfeste<br />

und einen wöchentlichen Treff für<br />

junge Flüchtlinge. Außerdem ist RHODIUS<br />

seit Jahren Unterstützer der regionalen<br />

Fußballferiencamps und finanziert bei<br />

Bedarf dem örtlichen Fußballverein die<br />

Trikotsätze der Jugendmannschaften. ó<br />

Zahnen Technik GmbH<br />

54687 Arzfeld<br />

Wasseraufbereitung nach Maß<br />

Die vor 60 Jahren gegründete Zahnen<br />

Technik GmbH kümmert sich um die<br />

Erhaltung und Verbesserung der Wasserqualität,<br />

und das international. Zahnen<br />

steht für Optimierung, Modernisierung<br />

und Neubau von Wasser- und Abwasseranlagen.<br />

Das Unternehmen entwickelt,<br />

plant, liefert und montiert elektro- und<br />

maschinentechnische Anlagen für Kläranlagen,<br />

Pumpstationen, Anlagen für die<br />

Regenwasserbewirtschaftung und Biogasanlagen.<br />

Um mit den Kunden noch passgenauer<br />

zusammenarbeiten zu können,<br />

entwickelte Zahnen Technik ein eigenes<br />

Baukastenkonzept, mit dem die


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

RHODIUS Mineralquellen und Getränke GmbH & Co. KG,<br />

Rolf Hübner, Geschäftsführer<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Zahnen Technik GmbH,<br />

Herbert Zahnen, Geschäftsführer<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

33<br />

verschiedenen Angebote des Arzfelder<br />

Unternehmens bedarfsgerecht kombiniert<br />

werden können. 85 Mitarbeiter<br />

arbeiten bei dem Wasserspezialisten,<br />

darunter 20 Auszubildende. Ein eigens<br />

zusammengestelltes Qualitätsmanagementteam<br />

sorgt dafür, dass sofort auf<br />

Probleme reagiert wird und Unternehmensabläufe<br />

verbessert werden können.<br />

Die Firma hat zur Jahrtausendwende<br />

einen Strategiewechsel vom<br />

Elektroinstallationsbetrieb hin zum<br />

Abwasserspezialisten vollzogen. Begleitet<br />

wurde dies von einer Vielzahl Mitarbeiterprogramme.<br />

Auf diese Art und<br />

Weise konnte der Umsatz verzwölffacht<br />

werden. Erreicht wurde dies, indem das<br />

Unternehmen die Belegschaft mehrmals<br />

jährlich je nach individuellem Bedarf<br />

schult und leistungsorientiert bezahlt.<br />

Obstkörbe in den Aufenthaltsräumen,<br />

Dienstfahrräder sowie Geburtstags- und<br />

Weihnachtsgeschenke und Betriebsausflüge<br />

werden organisiert.<br />

Bemerkenswert ist auch die Einstellung<br />

des Unternehmens zu Vereinsaktivitäten<br />

der Mitarbeiter. So werden bei<br />

Neueinstellungen bevorzugt Bewerber<br />

eingestellt, die sich in Vereinen engagieren.<br />

Mit dem Projekt „Wasser 3.0“<br />

setzt sich das Unternehmen dafür ein,<br />

dass möglichst überall auf der Welt der<br />

Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht<br />

wird. In dem Projekt der Universität<br />

Koblenz-Landau werden neue Materialien<br />

erforscht, die Wasser von Stressoren<br />

reinigen können. Zahnen Technik stellt<br />

dafür die benötigte Prozesstechnik und<br />

das Know-how zur Verfügung. ó<br />

Ihre Zufriedenheit ist unser Ziel!<br />

Wir leben Energie!<br />

0<br />

Industriegebiet Scheid 16<br />

56651 Ihre Niederzissen Zufriedenheit ist unser Ziel!<br />

– Kundendienst<br />

Wir leben Energie!<br />

Tel. 0 26 36 / 8 07 55-0<br />

– Gebäudetechnik<br />

oder Tel. 0 26 36 / 20 81 /-20 82<br />

Fax 0 26 36 / 20 84<br />

E-Mail: info@elektro-koll.de<br />

www.elektro-koll.de<br />

Unsere Geschäftszeiten:<br />

Montag geschlossen<br />

Di. –- Sa. Kundendienst<br />

9.30 - 12.00 Uhr<br />

Di. - Fr. 14.30 - 18.00 Uhr<br />

– Gebäudetechnik<br />

Bürozeiten:<br />

Montag - Freitag 8.00-18.00 Uhr<br />

– Industrieanlagen<br />

– Industrieanlagen<br />

– Beleuchtungstechnik<br />

– Schwachstromanlagen<br />

EDV-Netzwerktechnik<br />

– Elektro-Heizungsbau<br />

-Service-Partner<br />

– Blitzschutzanlagen<br />

– EDV-Netzwerktechnik<br />

– Elektro-Heizungsbau<br />

– Blitzschutzanlagen<br />

– Sat-Antennenbau<br />

– BK-Breitbandkabelfernsehen<br />

PREISTRÄGER<br />

2017


Bank<br />

des Jahres <strong>2018</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

34<br />

Sparkasse Saarbrücken<br />

66117 Saarbrücken<br />

Ausgezeichnete Qualität für<br />

mittelständische Unternehmer<br />

Die Sparkasse Saarbrücken ist das<br />

größte Kreditinstitut ihrer Region und<br />

gleichzeitig die größte Sparkasse Südwestdeutschlands.<br />

Im vergangenen<br />

Geschäftsjahr sorgten mehr als 1.200<br />

Mitarbeiter in über 80 Standorten dafür,<br />

dass eine Bilanzsumme von mehr als<br />

7 Mio. Euro erzielt werden konnte. Sie<br />

betreuen heute mehr als die Hälfte aller<br />

Firmen- und Privatkunden in der Umgebung<br />

und stehen damit stellvertretend<br />

für die richtungsweisende Rolle, die die<br />

Sparkasse für das gesamte Saarland<br />

spielt.<br />

Beim Banken-Qualitätstest 2017<br />

der Tageszeitung DIE WELT im Saarland<br />

wurde die Bank zudem gleich mehrfach<br />

ausgezeichnet: als beste Bank für<br />

Firmenkunden, für ihr Privat-Banking<br />

und für die Baufinanzierung. Die Sparkasse<br />

Saarbrücken ist folglich auf einem<br />

andauernden Erfolgskurs.<br />

Ihrem Motto „Wir sprechen die Sprache<br />

der Unternehmer“ wird die Bank<br />

dabei mehr als gerecht. Knapp 250 neue<br />

Firmenkunden mit<br />

einem Kreditvolumen<br />

von über 182<br />

Mio. Euro sorgten<br />

dafür, dass sie ihren<br />

hohen Marktanteil<br />

zuletzt sogar noch<br />

ausbauen konnte.<br />

Allein im Jahr 2017<br />

wurde so ein Nettozuwachs<br />

von mehr<br />

als sieben Prozent<br />

bei Kreditanfragen<br />

im gewerblichen<br />

Bereich erzielt. Auch<br />

auf kommunaler<br />

Ebene wuchs der<br />

Kreditbestand auf<br />

1,2 Mrd. Euro.<br />

Die Sparkasse Saarbrücken bekennt<br />

sich klar zum Mittelstand und will durch<br />

dessen Förderung der ganzen Region<br />

Vorteile verschaffen. Dazu gründete sie<br />

unter anderem die S-Beteiligung GmbH,<br />

die mittelständischen Unternehmern<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Sparkasse Saarbrücken, Hans-Werner Sander,<br />

Vorstandsvorsitzender, Uwe Johmann, Firmenkundenvorstand<br />

umfassende Lösungen für die Eigenkapitalausstattung<br />

bietet. Das Tochterunternehmen<br />

bekämpft durch die Aufnahme<br />

einer stillen Beteiligung aktiv<br />

und erfolgreich eine der häufigsten<br />

Insolvenzursachen. Vor allem aber die<br />

Wir verbessern das Leben von<br />

Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen<br />

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen.<br />

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />

Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />

PREISTRÄGER<br />

<strong>2018</strong><br />

Innovating<br />

special nutrition.


deutschlandweit einzigartige Unternehmensbörse<br />

SaarLorLux, die die Sparkasse<br />

Saarbrücken ebenfalls initiierte, stärkt<br />

den Mittelstand und entfacht die Lust<br />

am Unternehmertum neu.<br />

Als Plattform für Unternehmer,<br />

Nachfolger, Investoren und Erfinder<br />

vermittelt sie künftige Geschäftsführer,<br />

bringt Innovationen ein und bietet<br />

die Grundlagen zur Vergrößerung und<br />

Angebotserweiterung von Unternehmen.<br />

Der Erfolg spricht dabei für sich:<br />

Jeder Vierte der Nachfolgesuchenden<br />

im ganzen Saarland nutzt die Plattform<br />

heute – mit einer Vermittlungsquote<br />

von beachtlichen 40 Prozent.<br />

Auch als Arbeitgeber präsentiert<br />

sich die Sparkasse Saarbrücken erstklassig.<br />

Das Gütesiegel „Familienfreundliches<br />

Unternehmen“ erhielt sie bereits<br />

zum zweiten Mal in Folge. Außerdem<br />

setzt die Bank erfolgreich auf Chancengleichheit<br />

in der Personal- und Organisationspolitik<br />

und wurde dafür von<br />

der TOTAL E-QUALITY Deutschland e. V.<br />

mit fünf Prädikaten und dem Nachhaltigkeitspreis<br />

geehrt. Focus und Focus<br />

Money zählten die Sparkasse im Jahr<br />

2017 zu den bundesweit besten Ausbildungsbetrieben,<br />

wovon vor allem ihre<br />

jungen Mitarbeiter profitieren.<br />

Auch das Thema Nachhaltigkeit<br />

spielt für die Sparkasse Saarbrücken<br />

wegen ihrer eigenen, langen Tradition<br />

und gesellschaftlichen Verantwortung<br />

eine entscheidende Rolle. Daher<br />

ist ein nachhaltiges Umweltmanagement<br />

schon seit einigen Jahren fest<br />

in der Unternehmensstrategie verankert.<br />

Als eine von nur vier Sparkassen<br />

ganz Deutschlands darf die Sparkasse<br />

Saarbrücken für ihr Engagement das<br />

weltweit anspruchsvollste Gütesiegel<br />

für nachhaltiges Umweltmanagement<br />

„EMAS“ tragen, das die Europäische<br />

Union vergibt.<br />

Die Sparkasse Saarbrücken stand in<br />

den Jahren 2017 und <strong>2018</strong> auf der Juryliste<br />

und wurde jetzt als „Bank des Jahres“<br />

ausgezeichnet. Die Landeshauptstadt<br />

Saarbrücken schlug die Sparkasse<br />

in diesem Jahr vor. ó<br />

35<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Bank<br />

des Jahres<br />

sparkasse-saarbruecken.de<br />

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />

„Bank des Jahres“.<br />

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger <strong>2018</strong> aus Sachsen-Anhalt<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

32<br />

EWS „Die Schuhfabrik“ e. K.<br />

<strong>06</strong>295 Lutherstadt Eisleben<br />

Von der Sohle bis zur Schnürung:<br />

Sicherheitsschuhe<br />

„Made in Lutherstadt Eisleben“<br />

Die EWS „Die Schuhfabrik“ e. K. fertigt<br />

Sicherheitsschuhe für Feuerwehren,<br />

Rettungsdienste, Forst- und Tiefkühlbetriebe<br />

sowie die Industrie, vor allem<br />

für Heißbereiche in Aluminium- oder<br />

Stahlwerken und Gießereien. Das Unternehmen<br />

hat sich im gesamten Bundesgebiet<br />

innerhalb der letzten Jahre<br />

etablieren können, gilt mittlerweile<br />

innerhalb Deutschlands als Nummer<br />

Zwei der Branche und gehört zu den<br />

Top 5 in Europa im Segment Feuerwehrstiefel.<br />

Die hohe Innovationskraft der EWS<br />

„Die Schuhfabrik“ e. K. wird durch ihre<br />

stetigen Neuentwicklungen untermauert.<br />

Jährlich werden drei bis fünf neue<br />

Produkte auf den Markt gebracht. Als<br />

erstes Unternehmen stellte die EWS den<br />

voll zertifizierten Feuerwehrschuh EWS<br />

PINK FIRE zur Verfügung, der als „Rekrutierungsstiefel“<br />

für Frauen gilt und<br />

deutschlandweit bekannt ist. Damit<br />

reagiert die EWS auf die zunehmend<br />

steigende Anzahl von Frauen in den<br />

Freiwilligen Feuerwehren. Auch für Rettungskräfte<br />

hält das Unternehmen mit<br />

dem Modell „Pink Lady“ die weibliche<br />

Ausführung eines Sicherheitsschuhs<br />

bereit. Die EWS entwickelte für Heißbereich-Sicherheitsschuhe<br />

einen innovativen<br />

Notausstieg und sicherte sich damit<br />

nicht nur einen enormen Vorsprung<br />

zu Wettbewerbern, sondern auch das<br />

Alleinstellungsmerkmal in diesem Segment.<br />

Eine jährliche Überprüfung inklusive<br />

Zertifizierung der Normkonformität aller<br />

EWS-Sicherheitsschuhe findet durch den<br />

TÜV Rheinland statt. Die hohe Flexibilität,<br />

langjährige Erfahrung und das große<br />

Know-how schätzen mittlerweile mehr<br />

als 1.000 Kunden in Deutschland und<br />

Europa, die auf rund 300 verschiedene<br />

Produktvarianten zurückgreifen können.<br />

Großes Engagement zeigt die EWS<br />

„Die Schuhfabrik“ e. K. als Partner des<br />

Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-<br />

Anhalt im Rahmen<br />

der Nachwuchsgewinnung<br />

für Freiwillige<br />

Feuerwehren.<br />

Auch regionale<br />

Vereine und Institutionen<br />

werden<br />

fortlaufend unterstützt.<br />

So erhalten<br />

u. a. das Kinderheim<br />

Hakerode, verschiedene<br />

Schulen und<br />

Kindergärten sowie<br />

die Eislebener Tafel<br />

finanzielle Unterstützung.<br />

ó<br />

PS Union GmbH<br />

<strong>06</strong>122 Halle/Saale<br />

Ganzheitlicher Mobilitätsdienstleister<br />

mit Gespür für die Automobilbranche<br />

von morgen<br />

Die PS Union GmbH ist ein in Halle/<br />

Saale ansässiges Handels-, Handwerksund<br />

Dienstleistungsunternehmen<br />

der Automobilbranche, das sich unter<br />

anderem auf den Verkauf von Neuund<br />

Gebrauchtwagen spezialisiert hat.<br />

Neben Hyundai, Volvo und Peugeot liegt<br />

das Hauptaugenmerkt im Neu- und<br />

Gebrauchtwagenverkauf auf der Automarke<br />

Ford, mit der die PS Union GmbH<br />

zu den 20 größten Händlern im gesamten<br />

Bundesgebiet zählt.<br />

Das Unternehmen betreibt darüber<br />

hinaus das leistungsfähigste Werkstattnetz<br />

in ganz Mitteldeutschland, ist an<br />

zehn Standorten im südlichen Sachsen-<br />

Anhalt und in Nord-Thüringen präsent.<br />

Die PS Union GmbH sieht sich als<br />

ganzheitlicher Mobilitätsdienstleister,<br />

wozu auch das Carsharing-System<br />

„JEZ!mobil“ gehört, das ergänzend<br />

Hybrid- und Elektrofahrzeuge in seine<br />

Flotte aufgenommen hat. Es leistet<br />

damit einen wichtigen Beitrag zum Projekt<br />

„neogrün“, das die Stadt Halle als<br />

E-Mobilitäts-Hauptstadt im gesamten<br />

Bundesland etablieren möchte. Nach<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

EWS „Die Schuhfabrik“ e. K.,<br />

Jörg Schlichting, Inhaber<br />

der Bereitstellung der größten Elektrofahrzeugflotte<br />

der Stadt in Kooperation<br />

mit den Stadtwerken Halle und anderen<br />

Partnern plant das Unternehmen,<br />

diese noch <strong>2018</strong> um Wasserstofffahrzeuge,<br />

eine Elektrotankstelle, eine Wasserstofftankstelle<br />

und ein Waschareal<br />

mit umweltfreundlichem Wasseraufbereitungssystem<br />

zu ergänzen.<br />

Als erstes Unternehmen hat die<br />

PS Union GmbH die digitale Fahrzeugpräsentation,<br />

den sogenannten virtuellen<br />

Verkaufsberater, ins Leben gerufen.<br />

Das Unternehmen punktet mit einer<br />

überdurchschnittlich hohen Anzahl an<br />

Auszubildenden, die knapp 20 Prozent<br />

des 240 Mitarbeiter starken und zwölf<br />

Nationen umfassenden Teams ausmachen.<br />

Alle Mitarbeiter sind an 22 Prozent<br />

des Stammkapitals der Unternehmensgruppe<br />

beteiligt.<br />

Soziales Engagement zeigt das<br />

Unternehmen durch die Unterstützung<br />

verschiedenster Vereine, Vereinigungen<br />

und Institutionen, darunter der Mukoviszidose-Förderverein<br />

Halle/Saale e. V.,<br />

das Kloster Petersberg und der Katastrophenschutz<br />

Halle/Saale. ó


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

33<br />

PS Union GmbH,<br />

Vertreter der Geschäftsführung<br />

Landkreis Saalekreis, Andre Wähnelt,<br />

Dezernent für Gesundheit und Soziales<br />

Kommune<br />

des Jahres <strong>2018</strong><br />

Landkreis Saalekreis<br />

<strong>06</strong>217 Merseburg<br />

Stark durch Chemie und Logistik<br />

Der Landkreis Saalekreis zählt mit knapp<br />

77.000 Einwohnern zu den wirtschaftlich<br />

stärksten Regionen in Sachsen-Anhalt<br />

und beheimatet zahlreiche umsatz- und<br />

beschäftigungsstarke Unternehmen, die<br />

zu den größten des Landes zählen. Viele<br />

von ihnen sind im traditionsreichen<br />

Chemiestandort Leuna beheimatet, wie<br />

TOTAL, InfraLeuna, ADDINOL Lube Oil,<br />

CRI Catalyst Leuna, Domo Caproleuna,<br />

Global Bioenergies und Leuna Harze. Die<br />

fünf umsatzstärksten Unternehmen im<br />

Landkreis erwirtschaften einen jährlichen<br />

Gesamtumsatz von circa 8,7 Millionen<br />

Euro. Das entspricht einem Drittel<br />

des Gesamtumsatzes der 100 größten<br />

Unternehmen in Sachsen-Anhalt. Hinzu<br />

kommt ein Rückgang der Arbeitslosigkeit<br />

im Saalekreis um 42,7 Prozent<br />

seit 2007 und eine Verminderung der<br />

Jugendarbeitslosigkeit im gleichen Zeitraum<br />

sogar um 61,7 Prozent. Zudem liegt<br />

die Kaufkraft im Saalekreis über dem<br />

Durchschnitt in Sachsen-Anhalt.<br />

Nach umfassenden Investitionen<br />

seit 1990 präsentiert sich die Chemieund<br />

Kunststoffindustrie dieses Traditions-<br />

und Innovationsstandorts im Zentrum<br />

Europas heute internationaler und<br />

stärker denn je. Auch Polymerforschung<br />

und -produktion haben hier ihren Platz.<br />

Die erstklassige Anbindung an transnationale<br />

Verkehrswege und die strategisch<br />

vorteilhafte Lage machten den<br />

Landkreis zusätzlich zu einem Top-Logistikzentrum.<br />

Seit 1990 sind rund 12.000<br />

neue Arbeitsplätze in über 40 Gewerbegebieten<br />

entstanden. Große Namen wie<br />

Arvato, DHL, Rossmann, Hermes, Jungheinrich<br />

oder die Nagel Group, zahlreiche<br />

Ansiedlungen von Logistikzentren, Weiterverarbeitern,<br />

Energieunternehmen<br />

und wirtschaftsnahen Dienstleistern<br />

und wiederholte Einzelinvestitionen im<br />

zweistelligen Millionenbereich stehen<br />

für eine nachhaltig positive Entwicklung,<br />

die weit in die Zukunft reicht.<br />

Nach Chemie und Logistik bietet die<br />

Landwirtschaft als drittstärkste Branche<br />

im Saalekreis fast 1700 Beschäftigten<br />

Lohn und Brot. Auch das Handwerk ist<br />

stark vertreten: Mit 2.500 Betrieben bildet<br />

es ein wichtiges Rückgrat des Mittelstandes<br />

des Landkreises. Gleichzeitig<br />

wird der geplante Ausstieg aus der Kohleverstromung<br />

zu einer Herausforderung<br />

für den Saalekreis, denn neben dem<br />

Braunkohlekraftwerk in Schkopau (Landkreis<br />

Saalekreis) werden bis zu 1.000<br />

direkt oder indirekt in der Braunkohle<br />

Beschäftigte aus dem Landkreis Saalekreis<br />

in den Tagebauen Profen (Burgenlandkreis)<br />

und Vereinigtes Schleenhain<br />

(Landkreis Leipzig) davon betroffen sein.<br />

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises<br />

hat diese Herausforderung fest<br />

im Blick. So haben sich sieben Landkreise


Lebenswerk<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

34<br />

und zwei Oberzentren der Region zusammengeschlossen,<br />

um gemeinsam den<br />

Strukturwandel in der Braunkohleregion<br />

Mitteldeutschland positiv zu gestalten.<br />

Im Regionalforum Halle werden die entsprechenden<br />

Zukunftsthemen zudem<br />

begleitend diskutiert. In enger Kooperation<br />

mit den Landesministerien, der IHK<br />

Halle-Dessau und der regionalen Handwerkskammer<br />

sowie den Berufsschulen<br />

(auch über die Landkreisgrenzen hinaus)<br />

arbeitet die Wirtschaftsförderung an<br />

Maßnahmen und Konzepten zur nachhaltigen<br />

Wirtschaftsentwicklung. So<br />

initiierte die Wirtschaftsförderung des<br />

Landkreises Saalekreis das Gründernetzwerk<br />

Halle-Saalekreis, die Logistikregion<br />

Halle, die Machbarkeitsstudie für ein<br />

Innovatives Technologie- und Anwenderzentrum<br />

Merseburg, das Regionale Digitalisierungszentrum<br />

Sachsen-Anhalt<br />

Süd, die Studie zur Zukunftssicherung<br />

der Chemischen Industrie und den Breitbandausbau<br />

im Landkreis. Außerdem<br />

verleiht der Landkreis alle zwei Jahre<br />

einen Gründerpreis und führte gemeinsam<br />

mit der IHK Halle-Dessau und der<br />

Handwerkskammer Halle-Saalekreis<br />

eine Unternehmensbefragung durch.<br />

Der Landkreis Saalekreis wurde zum<br />

4. Mal seit dem Jahr 2000 für den „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“ nominiert,<br />

in diesem Jahr von der Dynamik 2000<br />

Unternehmensgruppe. ó<br />

AKTUELL BAU GmbH<br />

39128 Magdeburg<br />

Schlüsselfertiger Massivhausbau mit<br />

höchsten Öko-Standards<br />

Seit 23 Jahren realisiert die AKTUELL BAU<br />

GmbH aus Magdeburg für ihre Kunden<br />

den Traum von den eigenen Wänden. Die<br />

vielfältigen Hauskonzepte des Unternehmens<br />

im Bereich Ein- und Zweifamilienhäuser<br />

werden inklusive Verkauf,<br />

Planung und Bau aus einer Hand angeboten,<br />

und das zu fairen Festpreisen<br />

einschließlich garantiertem Fertigstellungsdatum.<br />

Besonderes Anliegen dabei:<br />

Klimaschutz und Energieeffizienz. So<br />

achtet die AKTUELL BAU GmbH stets<br />

darauf, dass nur umweltverträgliche<br />

Baustoffe, Materialien und Substanzen<br />

beim Bau ihrer Häuser zum Einsatz kommen.<br />

Auch bei der Anlagentechnik wird<br />

auf maximales Energiesparpotenzial<br />

gesetzt und so die CO2-Emmission drastisch<br />

gesenkt. Seit Gründung 1995 ist<br />

AKTUELL Bau zudem ohne Wechsel des<br />

Inhabers oder Geschäftsführers tätig.<br />

Neben Massivhäusern hat das mehrfach<br />

ausgezeichnete Unternehmen auch<br />

Komplettangebote für Erdwärmehäuser<br />

mit hocheffizienter, monovalenter Wärmepumpe<br />

und Klimaschutzfenster mit<br />

umweltfreundlicher GreenLine-Technologie<br />

im Portfolio. Besonders erfolgreich<br />

ist das Unternehmen mit dem eingeführten<br />

„BioMassivhaus“, das in Sachen<br />

Umweltschonung durch Verwendung<br />

von naturbelassenen Baustoffen und<br />

hocheffizienten Heizanlagen mit bis<br />

zu 70 Prozent Energieeinsparung einzigartig<br />

ist. Neu hinzugekommen ist<br />

jüngst das „sunhouse24“ mit modernster<br />

Anlagentechnik einschließlich einer<br />

vernünftig dimensionierten, energiesparenden<br />

Gebäudeaußenhülle. „sunhouse24“-<br />

Häuser können mehr Energie<br />

produzieren, als sie selber benötigen<br />

und tragen so aktiv zur Energiewende<br />

bei. Darüber hinaus führte AKTUELL BAU<br />

die leiseste Luftwärmepumpe der Welt<br />

auf dem Markt ein. Gerade auch bei der<br />

Auswahl der Materialien und Techniken<br />

für den Hausbau punktet AKTUELL Bau.<br />

So setzt der 72 Mitarbeiter und sechs<br />

Azubis umfassende Baubetrieb auch<br />

Techniken wie Lehmputz, Dämmung aus<br />

Schafwolle oder Schüttungen aus porosiertem<br />

Lavagestein ein.<br />

Dank festem Lieferanten- und<br />

Handwerkerstamm sorgt das Unternehmen<br />

stets für reibungslose Bauabläufe.<br />

Gleichzeitig sichert diese Partnerschaft<br />

gut 700 Arbeitsplätze bei diesen Subunternehmen<br />

mit ab.<br />

Zentral bei AKTUELL BAU ist die laufende<br />

Verbesserung und Steigerung der<br />

Energieeffizienz der Häuser. So werden<br />

nicht nur die Musterhäuser stets mit<br />

neuester Anlagentechnik ausgestattet,<br />

sondern auch die Hauskonzepte und<br />

Wir verbessern das Leben von<br />

Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen<br />

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen.<br />

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />

Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />

PREISTRÄGER<br />

<strong>2018</strong><br />

Innovating<br />

special nutrition.


-pläne laufend den aktuellsten Erkenntnissen<br />

angepasst. Schon seit 2013 erfüllen<br />

die Häuser der AKTUELL BAU GmbH<br />

einen so hohen Energiesparstandard,<br />

dass sie bereits die verschärften Anforderungen<br />

der EnEV 2014 erfüllten, die<br />

erst 2016 bindend wurden.<br />

Regelmäßige Prozessoptimierungen,<br />

etwa durch die Entwicklung einer<br />

hauseigenen Workflow-Software und<br />

eine automatisierte Vorkalkulation<br />

sowie Ausführungsplanung einschließlich<br />

laufender Qualitätskontrollen durch<br />

Bausachverständige sorgen dafür, dass<br />

AKTUELL BAU beste Qualität in kürzesten<br />

Zeiträumen liefern kann.<br />

Die AKTUELL BAU GmbH engagiert<br />

sich auch gesellschaftlich. So integriert<br />

das Bauunternehmen regelmäßig im<br />

Rahmen eines Pilotprojektes in Kooperation<br />

mit dem Arbeitsamt Magdeburg<br />

Langzeitarbeitslose beziehungsweise<br />

ungelernte Arbeitskräfte<br />

in seinen<br />

Betrieb.<br />

Regelmäßig<br />

unterstützt AKTU-<br />

ELL BAU außerdem<br />

Schüler und Lehrer<br />

durch Klassenpatenschaften<br />

sowie<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

die Bereitstellung<br />

von Praktikumsplätzen.<br />

Daneben greift das Unternehmen<br />

Handball- und Fußballvereinen sowie<br />

einem Radsportverein unter die Arme<br />

und tritt als Sponsor verschiedener kultureller<br />

Institutionen in Erscheinung. Bei<br />

Überschwemmungen an der Elbe ist<br />

das Unternehmen stets mit Transportfahrzeugen,<br />

Material für den Dammbau<br />

sowie entsprechenden Fluthelfern zur<br />

Stelle.<br />

Aktuell Bau GmbH,<br />

Manfred Schindler, Geschäftsführer<br />

Die AKTUELL BAU GmbH wurde<br />

beim „Großen Preis des Mittelstandes<br />

2004 als Finalist und 2005 als Preisträger<br />

ausgezeichnet. 2011 erhielt das Unternehmen<br />

die Ehrenplakette, und 2014<br />

wurde es als Premier-Finalist geehrt. In<br />

diesem Jahr wurde AKTUELL BAU von der<br />

Landeshauptstadt Magdeburg und der<br />

Dynamik 2000 Unternehmensgruppe<br />

vorgeschlagen. ó<br />

35<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Bank<br />

des Jahres<br />

sparkasse-saarbruecken.de<br />

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />

„Bank des Jahres“.<br />

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

32<br />

Preisträger <strong>2018</strong><br />

aus Sachsen<br />

Beautyspa Service GmbH<br />

08301 Bad Schlema<br />

Kosmetik mit Passion<br />

Als Christine Rößler 1998 ihr Unternehmen<br />

im Erzgebirge gründete, hatte sie<br />

konkrete Vorstellungen von ihrer beruflichen<br />

Zukunft. Vom erzgebirgischen<br />

Bad Schlema aus bietet sie mittlerweile<br />

sämtliche Dienstleistungen rund um das<br />

Thema Kosmetik an – und zwar weltweit.<br />

In einem sanierten historischen<br />

ehemaligen Schachtgebäude der Wismut<br />

AG entwickeln und produzieren ihre<br />

40 Mitarbeiter hochwertige Kosmetika<br />

Kunden können sich von Beautyspa das<br />

komplette Produktdesign entwerfen lassen<br />

und Hinweise zur Vermarktung ihrer<br />

Mixturen bekommen.<br />

Geschäftsleitung und Führungskräfte<br />

besitzen jahrzehntelange Erfahrungen<br />

von der Entwicklung über<br />

Herstellung, Abfüllung bis hin zur Produktauswahl,<br />

Grafik, Vermarktung von<br />

Produkten sowie Schulung von Mitarbeitern.<br />

In den vergangenen 20 Jahren<br />

wurden mehr als 5.800 verschiedene<br />

Produkte entwickelt.<br />

Wichtig für den<br />

Erfolg ist die Vernetzung<br />

in der Branche,<br />

um trendige Kosmetika<br />

entwerfen zu<br />

können. So gehören<br />

die in Asien beliebten<br />

Whitening-<br />

Produkte ebenso<br />

zum Sortiment wie<br />

schmelzende Texturen,<br />

die einer Eiscreme<br />

gleichen.<br />

Das Spektrum<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Beautyspa Servicegesellschaft mbH,<br />

Christine Rößler, Geschäftsführerin,<br />

Diana Jauch, Produktmanagement<br />

von Beautyspa reicht von Cremes für<br />

alle Hauttypen und Altersklassen über<br />

Whithening-Produkte, Emulsionen,<br />

Seren, Fluids, Reinigungsemulsion-Gels,<br />

Milch, Gesichtstonic, Peelings und Makeup<br />

bis zu Sonnenschutzprodukten und<br />

Gesichtsmasken.<br />

Die Stärke des erzgebirgischen<br />

Unternehmens liegt im Know-how bei<br />

der Entwicklung neuester Produkte<br />

gegen umweltbedingte Hautalterung.<br />

So war ein Anti-Aging-Gel mit verschiedenen<br />

verkapselten Edelsteinpulvern<br />

eine besondere Innovation. Auch gelang<br />

es, mit Zellen alpiner und exotischer<br />

Pflanzen die Haut besser vor schädlichen<br />

Umwelteinflüssen zu schützen.<br />

Auf vielfältige Weise unterstützt<br />

Beautyspa Schüler der Region. Dies<br />

reicht von jährlichen Betriebspraktika<br />

über finanzielle Zuwendungen an einen<br />

in Not geratenen Schüler bis zur Unterstützung<br />

einer Abiturientin im Bereich<br />

forschendes Lernen. ó<br />

ONI Temperiertechnik Rhytemper GmbH<br />

01900 Großröhrsdorf<br />

Mit Impulskühlung an die Spitze<br />

Der Industrieausrüster ONI Temperiertechnik<br />

hat sich vor allem durch seine<br />

intelligenten Systeme, die er für die<br />

Kunststoff- und Metallindustrie entwickelt,<br />

weltweit einen Namen gemacht.<br />

Denn spezialisierte Systemlösungen<br />

rund um das Thema Temperiertechnik<br />

sind der Markenkern des Unternehmens<br />

zwischen Dresden und Bautzen gelegen.<br />

Das Zauberwort heißt Impulskühlung<br />

und wird für genau abgestimmte<br />

Temperierung von Spritzgieß-Produktionslinien<br />

eingesetzt. ONI-Kunden können<br />

so die Zykluszeiten ihrer Produktion<br />

optimieren, den Energieverbrauch reduzieren<br />

und ihre Spritzgussfertigungsanlagen<br />

müssen nicht mehr so oft<br />

gewartet werden.<br />

Herumgesprochen hat sich das<br />

inzwischen bei so namhaften Konzernen<br />

wie Audi, BMW, Bosch, Playmobil,<br />

Siemens und VW. Für diese und weitere<br />

Unternehmen vor allem aus der Automobilindustrie<br />

hat sich gezeigt, dass<br />

diese spezielle Technik allen herkömmlichen<br />

Temperiergeräten überlegen ist.<br />

So baute das Unternehmen seine<br />

Marktführerschaft auf dem Gebiet der<br />

Temperiertechnik im Kunststoffbereich<br />

zunehmend aus.<br />

Grundlage dafür bildete<br />

das Expertenwissen<br />

des Gesellschafters<br />

Wolfgang<br />

Oehm und des<br />

Geschäftsführers<br />

Dietmar Hofmann<br />

sowie deren Zusammenarbeit<br />

mit hochqualifizierten<br />

und<br />

motivierten Mitarbeitern.<br />

Im Laufe der<br />

Zeit hat das Unternehmen<br />

die Technik<br />

weiter verbessert,<br />

was sich auch in<br />

Investitionen von<br />

mehr als einer Mio.<br />

Euro im vergangenen<br />

Jahr niederschlägt.<br />

Interne und externe Weiterbildung<br />

wird bei ONI für Mitarbeiter und Kunden<br />

kontinuierlich großgeschrieben. Gute<br />

Ergebnisse und außergewöhnlichen<br />

Einsatz honoriert die Geschäftsleitung<br />

regelmäßig mit Sach- und Geldprämien.<br />

So wurden im vergangenen Jahr 25.000<br />

Euro an die Mitarbeiter ausgeschüttet.<br />

Daneben engagiert sich das Unternehmen<br />

für soziale Einrichtungen. Regionale<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

ONI Temperiertechnik Rhytemper GmbH,<br />

Sandy Bachmann, Leiterin Finanzen, Olaf Baars (l.),<br />

Andreas Drey<br />

Sportvereine, Kinder- und Jugendgruppen<br />

kommen in den Genuss von Geldspenden.<br />

Der Unternehmenserfolg spiegelt<br />

sich auch eindrucksvoll im Bonitätsindex<br />

wider. Nach Prüfung und Zertifizierung<br />

durch Creditreform erhielt ONI nach<br />

einem „Sehr gut“ 2016 im vergangenen<br />

Jahr ein „Ausgezeichnet“. Das ist in der<br />

Branche einmalig. ó


Weihnachtsumtrunk<br />

mit Dirk Panter<br />

Fotograf: Julian Hoffmann<br />

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Sächsischen<br />

Landtag lädt Sie stellvertretend im Namen<br />

des SPD-Ortvereins Leipzig-Mitte herzlich<br />

am 15.12.<strong>2018</strong> ab 16 Uhr<br />

zu einem Glas Glühwein in die Badische Wein-,<br />

Kunst- und Gourmet-Stube ein. Hierbei steht er<br />

interessierten Gästen für Fragen zu aktuellen<br />

politischen Themen zur Verfügung.<br />

Für die musikalische Unterhaltung<br />

des Umtrunk-Abends sorgt<br />

Akkordeonmeister Uwe Steger.<br />

Badische Wein-, Kunst- und Gourmet-Stube<br />

Zum Türkenlouis<br />

Seepromenade 6 • 04442 Zwenkau<br />

Telefon: 034203 556 160<br />

info@zum-tuerkenlouis.de<br />

www.zum-tuerkenlouis.de


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

34<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

INTERPANE Glasgesellschaft mbH,<br />

Sebastian Schmidt, Geschäftsführer<br />

INTERPANE Glasgesellschaft mbH<br />

04874 Belgern-Schildau/OT Liebersee<br />

High-Tech-Fensterbau in<br />

neuer Dimension<br />

Glasfassaden bekannter Gebäude in Berlin,<br />

Hamburg oder London haben eins<br />

gemeinsam: Ihre Sonnen- und Wärmeschutzgläser<br />

wurden alle von der INTER-<br />

PANE Glasgesellschaft mbH in Liebersee<br />

entworfen und produziert. Das Unternehmen<br />

ist mittlerweile der größte<br />

Arbeitgeber der Region Belgern-Schildau<br />

am Rand der Dahlener Heide. In dem<br />

kleinen, rund 300 Einwohner zählenden<br />

Ort werden High-End-Sonnen- und Wärmeschutzgläser<br />

sowie aktive Glasfassaden<br />

hergestellt. Aber auch doppelte oder<br />

dreifache Isolierglasfenster für Eigenheime<br />

stehen in der Produktpalette.<br />

Die Stärken der INTERPANE liegen<br />

in einem umfassenden Service- und<br />

Logistikangebot. Das mittelständische<br />

Unternehmen ist nicht nur der größte<br />

Arbeitgeber in der Region, sondern hat<br />

seine Geschäftstätigkeit in den vergan-<br />

genen Jahren sogar gegen<br />

den Trend ausgebaut.<br />

Damit das Unternehmen<br />

an den Trend<br />

hin zu intelligenten Appgesteuerten<br />

Isoliergläsern<br />

sowie organischer Stromerzeugung<br />

anknüpfen kann,<br />

arbeitet es eng mit dem Institut<br />

für Fenstertechnik in<br />

Rosenheim und dem amerikanischen<br />

Unternehmen<br />

Cinnestral zusammen. Prototypen<br />

konnten bereits in<br />

diesem Jahr auf der Nürnberger<br />

Fensterbaumesse<br />

vorgestellt werden.<br />

Mit einer neuen Fertigungslinie und<br />

dem Zuschnitt-Zentrum ist INTERPANE<br />

jetzt in der Lage, Isolierglas bis zu einem<br />

Gewicht von einer Tonne und einer<br />

Gesamtlänge von 5,50 Metern anzubieten.<br />

Damit gehört es zu den wenigen<br />

Betrieben in Deutschland, in denen dieser<br />

Produkttyp automatisiert ist.<br />

Seit drei Jahren gibt es eine eigenständige<br />

Abteilung, die sich mit dem<br />

Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagement<br />

befasst. Dadurch konnten der<br />

betriebliche Abfall in drei Jahren um<br />

26 Prozent und die Energiekosten trotz<br />

Werkausbau um 21 Prozent gesenkt werden.<br />

INTERPANE Belgern ist zusätzlich<br />

seit vier Jahren Mitglied der Umweltallianz<br />

Sachsen und setzt sich aktiv für die<br />

ressourcenschonende Fertigung ein.<br />

Seine gesellschaftliche Verantwortung<br />

sieht das Unternehmen darin, den<br />

rund 100 Mitarbeitern gute Arbeitsbedingungen<br />

zu schaffen und sich auch<br />

um ihr Lebensumfeld zu kümmern. ó<br />

IMM electronics GmbH<br />

09648 Mittweida<br />

Am Puls des digitalen Zeitalters<br />

IMM ist ein weltweit agierender, innovativer<br />

mittelständischer Electronic<br />

Engineering and Manufacturing Services<br />

Dienstleister mit besonderer Logistikkompetenz.<br />

Sie bietet maßgeschneiderte<br />

Lösungen von der Konzeption<br />

über Hard- und Softwareentwicklung,<br />

ressourcenschonender Konstruktion bis<br />

hin zur Muster- und Serienfertigung<br />

kompletter Baugruppen und Geräte vor<br />

allem im Bereich Automatisierungs-,<br />

Gesundheits-, Medizin-, Unterhaltungsund<br />

Medientechnik.<br />

Die Erfolgsstory des Unternehmens<br />

begann im Jahr 1991 mit der Gründung<br />

des Ingenieurbüros Müller Mittweida<br />

(IMM). Grundidee war die Entwicklung,<br />

Konstruktion und Fertigung sowie<br />

Erprobung und Anwendung elektronischer<br />

Baugruppen und Geräte. Beim<br />

anfänglich reinen Elektronikdienstleister<br />

kamen in den Folgejahren zunehmend<br />

Kooperationsentwicklungen mit<br />

Partnern sowie eigene Entwicklungen<br />

hinzu, die schließlich zu einem ganzen<br />

Produktspektrum in vier Kerngeschäftsfeldern<br />

führten: Technik/Automation,<br />

Medizintechnik, Medientechnik und<br />

Exergaming/Systems.<br />

Dank intensiver Kooperationen mit<br />

der Fraunhofer Gesellschaft, mit Universitäten<br />

und Hochschulen sowie speziellen<br />

Unternehmen schafft es IMM<br />

mit derzeit 140 Mitarbeitern und fünf<br />

Azubis, stets „am Puls der Zeit“ zu bleiben.<br />

Insbesondere mit der Hochschule<br />

Wir verbessern das Leben von<br />

Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen<br />

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen.<br />

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />

Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />

PREISTRÄGER<br />

<strong>2018</strong><br />

Innovating<br />

special nutrition.


Lebenswerk<br />

Mittweida findet eine vielfältige Zusammenarbeit<br />

statt. Eine unternehmenseigene<br />

Stabstelle Business Development<br />

Management koordiniert die Entwicklungsaktivitäten.<br />

Aktuell arbeitet IMM<br />

beispielsweise an mehreren Projekten<br />

zur intelligenten Überwachung von<br />

Prozessen und Zuständen im Zeitalter<br />

von Industrie 4.0. Beispielsweise für die<br />

Elektroniksteuerung von Werkzeugen.<br />

Geforscht wird zudem an einem speziellen<br />

Controllerboard für Videoüberwachungssysteme<br />

sowie für Telekommunikationsanlagen.<br />

IMM ist aktuell ein innovatives<br />

Unternehmen, das sich auf seine Kernkompetenzen<br />

als Elektronikdienstleister<br />

konzentriert, sich dabei jedoch abseits<br />

der reinen Lohnfertigung als Impulsgeber<br />

in der Region, aber auch in seinen<br />

globalen Märkten versteht.<br />

IMM ist eines der wenigen mittelständischen<br />

Unternehmen, das sich<br />

regional gewachsen zur Region Mittelsachsen<br />

bekennt und weiterhin in<br />

Familienhand liegt<br />

- neben dem Firmengründer<br />

arbeiten<br />

zwei Töchter und ein<br />

Bruder des Firmengründers<br />

bei IMM.<br />

Das Unternehmen<br />

ist mit zahlreichen<br />

Preisen ausgezeichnet<br />

worden. Unter<br />

anderem für die<br />

Nachwuchsförderung<br />

und die Firmenkultur.<br />

Seit 2005 regelmäßig als<br />

familienfreundliches Unternehmen.<br />

Aufgrund der angespannten Fachkräftesituation<br />

ist es IMM besonders<br />

wichtig, die eigenen Mitarbeiter zu fördern<br />

und somit die Mitarbeiterbindung<br />

zu erhöhen. Ein interner Wettbewerb um<br />

innovative technische Lösungen gehört<br />

ebenso dazu wie kostenfreie Firmen-<br />

Fitnesskurse, Massagen am Arbeitsplatz<br />

sowie hochverzinste Mitarbeiter-beteiligungen.<br />

Seit 2003 unterstützt IMM mit<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Prof. Detlev Müller,<br />

Gründer und Geschäftsführer von IMM<br />

einer eigenen Stiftung soziale regionale<br />

Projekte mit Geldspenden, aber auch<br />

mit projektbezogener Entwicklungsförderung.<br />

Regionale Partnerschaften und<br />

Sponsoring für Vereine sind für IMM eine<br />

Selbstverständlichkeit. Ebenso engagiert<br />

sich das Unternehmen im Bereich<br />

Berufsorientierung und unterstützt beispielsweise<br />

an einer Grundschule die AG<br />

Technik und die AG Raumfahrt. ó<br />

35<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Bank<br />

des Jahres<br />

sparkasse-saarbruecken.de<br />

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />

„Bank des Jahres“.<br />

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Preisträger <strong>2018</strong> aus Thüringen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

32<br />

COLANDIS GmbH<br />

07768 Kahla<br />

Herausragende Mitarbeiterbindung<br />

Das familiengeführte Unternehmen<br />

entwickelt und realisiert weltweit kundenspezifische<br />

Reinraumlösungen. Das<br />

Angebotsspektrum von COLANDIS reicht<br />

von der Prozessanalyse über die Entwicklung<br />

und Herstellung bis hin zur Qualifizierung<br />

von Reinräumen einschließlich<br />

Reinraum- und Reinheitstauglichkeits-<br />

Untersuchungen. Zum Abnehmerkreis<br />

gehören neben der Halbleiterindustrie<br />

auch die optische Industrie, die Automobilindustrie<br />

sowie Unternehmen der<br />

Elektronikbranche, der Oberflächenbeschichtung,<br />

der Mikrosystemtechnik,<br />

Biotechnologie, Medizin- und Feinwerktechnik<br />

sowie Forschungs- und Entwicklungsabteilungen.<br />

Die COLANDIS GmbH hat sich zum<br />

Ziel gesetzt, nicht die Kosten-, sondern<br />

die Innovationsführerschaft in<br />

der Branche zu übernehmen und vor<br />

allem bei Kunden in der Hochtechnologie,<br />

Halbleiterindustrie sowie der Luftund<br />

Raumfahrt erfolgreich zu sein. Der<br />

gute Ruf des Unternehmens spiegelt<br />

sich in den Auftragsbüchern wider: Mehr<br />

als 80 Prozent der Aufträge stammen<br />

von Bestandskunden. Alle Produkte der<br />

COLANDIS GmbH sind Eigenentwicklungen<br />

für die bereits über zehn Patente,<br />

Gebrauchsmuster und Marken angemeldet<br />

wurden. Investitionen von mehr als<br />

350.000 Euro im Jahr 2017, sichern die<br />

Zukunft des Unternehmens.<br />

Die derzeit 30 Mitarbeiter sowie sieben<br />

Auszubildenden und Praktikanten<br />

sind die Seele des Unternehmens, das<br />

auf hochspezialisierte Mitarbeiter angewiesen<br />

ist. Zur Bindung guter Mitarbeiter<br />

schöpft COLANDIS aus einem breiten<br />

Angebot. Es ermöglicht Teilzeit- und<br />

Home-Office-Modelle, übernimmt pro<br />

Kind Betreuungskosten bis zu 200 Euro<br />

und gewährt eine betriebliche Altersvorsorge.<br />

Für Kaffee und Mittagessen zahlt<br />

der Arbeitgeber Zuschüsse. Es gibt einen<br />

Fußballkicker im Pausenraum, Firmenwandertage,<br />

Festlichkeiten für gemeinsam<br />

erreichte (Umsatz-)Ziele sowie<br />

einen Geburtstagskuchen für jeden<br />

Mitarbeiter. Außerdem unterstützt<br />

COLANDIS ehrenamtliche Tätigkeiten<br />

oder Wettkämpfe<br />

von Hobbysportlern<br />

durch Freistellungen.<br />

Besondere Fürsorge<br />

trägt das<br />

Unternehmen für<br />

die Gesundheit der<br />

Belegschaft. Neben<br />

der ergonomischen<br />

Arbeitsplatzgestaltung<br />

haben die Mitarbeiter<br />

zweimal<br />

wöchentlich die<br />

Möglichkeit, während<br />

der Arbeitszeit<br />

am Rückentraining<br />

mit einem<br />

vom Arbeitgeber<br />

bezahlten Physiotherapeuten<br />

teilzunehmen. 2017 erhielt<br />

COLANDIS dafür das „Thüringer Siegel<br />

für gesunde Arbeit“.<br />

Engagiert ist das Unternehmen<br />

zudem in der Nachwuchsgewinnung. Es<br />

übernimmt in der Regel seine Auszubildenden<br />

und bietet Bachelor- sowie<br />

Masterarbeiten und Praktika an. Bei<br />

guten Ergebnissen erhalten Absolventen<br />

Übernahmeverträge. Um Wissen im<br />

Betrieb zu halten, werden älteren Mitarbeitern<br />

rechtzeitig junge Kollegen zu<br />

Seite gestellt. Auf dem firmeneigenen<br />

Gelände wird schließlich für jeden Mitarbeiter<br />

bei Eintritt in den Ruhestand ein<br />

selbst gewählter Baum gepflanzt.<br />

Seit vielen Jahren ist dem Unternehmen<br />

die Zusammenarbeit mit dem<br />

palliativmedizinischen Verein des Universitätsklinikums<br />

Jena wichtig. Der Verein<br />

erhält von COLANDIS regelmäßig<br />

dieselben Prämien, wie sie die Mitarbeiter<br />

des Reinraum-Spezialisten erhalten.<br />

Zusätzlich werden von allen Einnahmen<br />

aus den Roadshows von COLANDIS<br />

20 Prozent an den Verein überwiesen.<br />

Anlässlich des 20jährigen Firmenjubiläums<br />

sammelte COLANDIS zudem eine<br />

gute vierstellige Spendensumme für den<br />

Verein.<br />

Für die COLANDIS GmbH ist es seit<br />

2012 bereits die 7. Nominierung für den<br />

„Großen Preis des Mittelstandes“ in Folge.<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

COLANDIS GmbH,<br />

Joachim Ludwig, Geschäftsführer<br />

Im Jahr 2014 wurde das Unternehmen<br />

als „Finalist“ ausgezeichnet. Nominiert<br />

wurde das Unternehmen in diesem Jahr<br />

vom BVMW Thüringen Jena, der Merkur<br />

Bank KGaA, der Servicestelle Technologieregion<br />

Jena c/o Ingenieurbüro Heuer, der<br />

VACOM Vakuum Komponenten & Messtechnik<br />

GmbH sowie von der Volksbank<br />

eG Gera Jena Rudolstadt. ó<br />

JENATEC Industriemontagen GmbH<br />

07747 Jena<br />

Engagiert gegen den<br />

Fachkräftemangel<br />

Die Auftragslage beim Bau ist bekanntermaßen<br />

gut, doch es fehlt an qualifizierten<br />

und einsatzbereiten Schlossern,<br />

Schweißern, Elektrikern, Heizungs- und<br />

Sanitärmonteuren. Diese Lücke schließt<br />

die JENATEC Industriemontagen GmbH<br />

für ihre Kunden. Mit Verfahren der klassischen<br />

Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung,<br />

Projektlösungen mit<br />

Freiberuflern, Rahmenverträgen oder<br />

individuellen Lösungen vermittelt das<br />

Unternehmen kurzfristig und weltweit<br />

Fachpersonal hauptsächlich für industrielle<br />

Großprojekte. Darüber hinaus bietet<br />

JENATEC eine umfassende Bedarfsplanung<br />

sowie die Entwicklung von Personalkonzepten<br />

an.


Das Unternehmen bietet gemeinsam<br />

mit Kooperationspartnern über<br />

Werk- oder Dienstverträge auch die<br />

Komplettabwicklung von Projekten, beispielsweise<br />

Maschinenverlagerungen,<br />

Wartungen, Automatisierungslösungen<br />

oder Inbetriebnahmen an und sichert<br />

sich damit branchenweit ein Alleinstellungsmerkmal.<br />

Dem Fachkräftemangel begegnet<br />

die JENATEC Industriemontagen GmbH<br />

seit vergangenem Jahr durch gezielte<br />

Integration ausländischer Arbeitskräfte.<br />

Diese erhalten unbefristete Arbeitsverträge,<br />

werden zunächst von einem<br />

sprachkundigen Mitarbeiter begleitet<br />

und auf dem Betriebsgelände des<br />

Kunden von Sprachlehrern unterrichtet.<br />

Durch dieses innovative Konzept stehen<br />

die Arbeitskräfte direkt zur Verfügung,<br />

ohne langwierige Lehrgänge und<br />

Genehmigungsverfahren abwarten zu<br />

müssen.<br />

In den Jahren 2014 bis 2017 konnte<br />

das Unternehmen seinen Umsatz um<br />

ein Drittel steigern. Im Sommer 2017<br />

eröffnete es seinen neunten Standort<br />

in Frankfurt am Main und schaffte<br />

damit erstmalig den<br />

Sprung in die ehemals<br />

alten Bundesländer.<br />

Ihren derzeit<br />

460 Mitarbeitern<br />

und fünf Auszubildenden<br />

sowie<br />

Praktikanten bietet<br />

die JENATEC<br />

Industriemontagen<br />

GmbH umfangreiche<br />

Leistungen an.<br />

Gleitzeitmodelle<br />

sowie Teilzeitregelungen<br />

gehören<br />

ebenso dazu wie<br />

eine direkte Beteiligung<br />

am Unternehmensgewinn,<br />

eine<br />

betriebliche Altersvorsorge, ein Zuschuss<br />

zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung<br />

oder kostenfreie Getränke und<br />

Tageszeitungen. Der Erwerb von Führerscheinen<br />

sowie regelmäßige Sicherheitsschulungen<br />

werden ebenfalls<br />

vom Arbeitgeber getragen. Das ehrenamtliche<br />

Engagement der Mitarbeiter<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

JENATEC Industriemontagen GmbH,<br />

Peter Schmidt, Geschäftsführer<br />

unterstützt das Unternehmen durch<br />

Freistellungen. Im Bereich der Gesundheitsvorsorge<br />

bietet die Firma einen<br />

Sonderurlaubstag für Nichtraucher<br />

sowie einen firmeneigenen Masseur. Zur<br />

Stärkung der gemeinsamen Identität<br />

werden regelmäßig Firmencoachings<br />

und niederlassungsübergreifende Ver-<br />

33<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Experte für maßgeschneiderte Personaldienstleistungen<br />

nach Ihren Bedürfnissen<br />

Ob in Spitzenzeiten, für Urlaubs- und Krankheitsvertretung<br />

oder bei zusätzlichen Aufträgen, die<br />

Ihre kurzfristig verfügbaren Personalressourcen<br />

sprengen: Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir<br />

passgenau auf Sie zugeschnittene Personalkonzepte<br />

und unterstützen Sie mit qualifiziertem Fachpersonal<br />

bei nationalen und Internationalen Projekten.<br />

Ihr Vorteil liegt auf der Hand:<br />

Sie verfügen jederzeit über die Mitarbeiter, die<br />

Sie brauchen – Nicht mehr und nicht weniger.<br />

info@jenatec.de | www.jenatec.de<br />

<strong>2018</strong>


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

34<br />

anstaltungen durchgeführt. Darüber<br />

hinaus sind speziell auf die Mitarbeiter<br />

zugeschnittene Coachings zu Selbstreflexion<br />

und Persönlich-keitsentwicklung<br />

geplant.<br />

Regelmäßig unterstützt die JENATEC<br />

Industriemontagen GmbH die Elterninitiative<br />

krebskranker Kinder in Jena. Im<br />

Rahmen des neugebauten Eltern-Kind-<br />

Hauses unterstützte das Unternehmen<br />

2017 ein Abenteuerspielzimmer mit<br />

10.000 Euro. Zudem unterstützt es das<br />

Kinderhospiz Tambach-Dietharz und<br />

gründete als Haupt- und Namenssponsor<br />

ein eigenes Nachwuchsteam im Radsport.<br />

Für die JENATEC Industriemontagen<br />

GmbH ist es bereits die 5. Nominierung<br />

für den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />

seit 2013. Im Jahr 2016 wurde das<br />

Unternehmen als „Finalist“ ausgezeichnet.<br />

Nominiert wurde das Unternehmen<br />

in diesem Jahr durch die TIG Thüringer<br />

Immobiliengesellschaft mbH und die<br />

Wirtschaftsmagnet GmbH. ó<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Dr. Schär Deutschland GmbH,<br />

Richard Stampfl, Geschäftsführer,<br />

Manfred Eiden, Prokurist<br />

Dr. Schär Deutschland GmbH<br />

07768 Kahla<br />

Gesunde Ernährung für<br />

anspruchsvolle Verbraucher<br />

Menschen mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten<br />

oder Stoffwechselstörungen<br />

standen noch vor wenigen Jahren<br />

vor großen Herausforderungen beim<br />

täglichen Einkauf. Seit ihrer Gründung<br />

20<strong>06</strong> bietet ihnen die Dr. Schär Deutschland<br />

GmbH mit Entwicklung, Produktion,<br />

Handel und Vertrieb Lebensmittel für<br />

besondere und diätische Ernährungsbedürfnisse<br />

an. Der Schwerpunkt liegt auf<br />

glutenfreien Produkten, beispielsweise<br />

aus Mais, Reis, Buchweizen oder Hirse.<br />

Die Werke in Dreihausen und Apolda<br />

fertigen eine Vielfalt an Keksen, Riegeln,<br />

Nudeln, Frühstückscerealien, Tiefkühlprodukten,<br />

Brot und Brötchen. Alle Produkte<br />

tragen mit wertvollen Zutaten<br />

und gutem Geschmack zur besseren<br />

Lebensqualität bei. Mittlerweile hält das<br />

Unternehmen auch spezielle eiweißarme<br />

Angebote bereit.<br />

Die Dr. Schär Deutschland GmbH<br />

gehört seit 20<strong>06</strong> zu einer weltweiten<br />

Firmengruppe mit inzwischen 15 Stand-<br />

Wir verbessern das Leben von<br />

Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen<br />

Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />

Ernährungsbedürfnissen.<br />

Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />

an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />

Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />

In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />

Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />

den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />

Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />

PREISTRÄGER<br />

<strong>2018</strong><br />

Innovating<br />

special nutrition.


orten und etwa 1.300 Mitarbeitern. Mit<br />

der Spezialisierung auf glutenfreie Nahrungsmittel<br />

konnte in wenigen Jahren<br />

die europäische Marktführerschaft<br />

erreicht werden. Von 2014 bis 2017 stieg<br />

der Umsatz des thüringischen Unternehmens<br />

um fast 30 Prozent. Die Dr. Schär<br />

Deutschland GmbH entwickelt im Jahr<br />

20 neue Produkte und arbeitet ständig<br />

an der Verbesserung des bestehenden<br />

Sortiments. Bisher wurden das dunkle<br />

Brot „Meisterbäckers Vital“ mit dem „Eat<br />

Healthy Award“ sowie die laktosefreie<br />

Pizza Margherita mit dem „Free From<br />

Food Award“ ausgezeichnet. Mehrere<br />

Brotsorten erhielten das DLG-Siegel.<br />

Derzeit beschäftigt das Unternehmen<br />

377 Mitarbeiter und bildet 24 Azubis<br />

sowie Praktikanten vorrangig für<br />

den Eigenbedarf aus. In Kooperation mit<br />

Schulen in der Region intensiviert die<br />

Dr. Schär Deutschland GmbH seit zwei<br />

Jahren ihre Bemühungen, den Jugendlichen<br />

vor Ort eine berufliche Perspektive<br />

zu bieten. Im betriebseigenen „Buddy-<br />

System“ übernehmen langjährige Mitarbeiter<br />

die Verantwortung für Neueinsteiger.<br />

Im Vordergrund steht ein festes<br />

Wertegerüst des Unternehmens, das<br />

auf Basis einer Mitarbeiterbefragung<br />

erstellt wurde. Die Wertschätzung des<br />

Einzelnen, dessen Entwicklungsmöglichkeiten<br />

und Bindung an das Unternehmen<br />

werden großgeschrieben. Alle<br />

Mitarbeiter können sich in jährlichen<br />

Personalentwicklungsgesprächen sowie<br />

an Befragungen mit eigenen Anregungen<br />

aktiv einbringen. Das Unternehmen<br />

bietet eine betriebliche Altersvorsorge,<br />

vermögenswirksame Leistungen sowie<br />

Zuschüsse zur Kinderbetreuung und<br />

besitzt seit 2014 eine „Dr. Schär Akademie“,<br />

die die firmeninterne Entwicklung<br />

und Weiterbildung aller Mitarbeiter<br />

organisiert.<br />

Mit Geld- und Produktspenden<br />

engagiert sich das Unternehmen für den<br />

Förderverein der Kinderklinik im Robert-<br />

Koch-Krankenhaus in Apolda und für die<br />

KITA „Fliegenpilz“ in Dreihausen. Weiterhin<br />

sponsert die Dr. Schär Deutschland<br />

GmbH den Handballverein HSV Apolda<br />

sowie den Fußballverein VfL Dreihausen.<br />

Für die Dr. Schär Deutschland GmbH<br />

ist es bereits die zweite Nominierung für<br />

den „Großen Preis des Mittelstandes“ in<br />

Folge. Im vergangenen Jahr wurde das<br />

Unternehmen als „Finalist“ ausgezeichnet.<br />

Nominiert wurde es in diesem Jahr<br />

durch die Commerzbank AG. ó<br />

35<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Bank<br />

des Jahres<br />

sparkasse-saarbruecken.de<br />

Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />

Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />

„Bank des Jahres“.<br />

Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />

unseren innovativen Weg weiterzugehen.


Finalisten <strong>2018</strong><br />

aus Baden-Württemberg<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

36<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

(v.r.n.l.)<br />

Arnulf Betzold GmbH, Ulrich Betzold,<br />

Geschäftsführer;<br />

Schilling Engineering GmbH,<br />

Gerda Schilling und Günther Schilling,<br />

Geschäftsführung;<br />

HANS FLEIG GmbH, Edmund Barth,<br />

Thorsten Braun und Wolfgang Isenmann,<br />

Geschäftsführung;<br />

All for One Steeb AG, Dirk Sonntag,<br />

Leiter Corporate and Investor Relation;<br />

C. Josef Lamy GmbH, Beate Oblau und<br />

Thomas Trapp, Geschäftsführer;<br />

ADA Cosmetics International GmbH,<br />

Wilhelm B. Könning,CEO<br />

Arnulf Betzold GmbH<br />

73479 Ellwangen<br />

Innovativer Schulausstatter<br />

Die Arnulf Betzold GmbH hat sich mit<br />

der Entwicklung, Produktion und den<br />

Vertrieb von Lehrmitteln, Ausstattungsgegenständen<br />

und Bildungsmedien auf<br />

die umfassende Ausstattung von Schulen,<br />

Kindergärten und weitere Bildungseinrichtungen<br />

spezialisiert. Das Unternehmen<br />

ist Marktführer im Bereich<br />

Schul-Universalhändler und einer der<br />

bundesweit fünf großen Kindergartenausstatter.<br />

In der Produktion von<br />

Schulmöbeln und der Kunststoff-Spritzgussfertigung<br />

hält seit 2014 Betzolt<br />

deutschlandweit das Alleinstellungsmerkmal.<br />

Das Unternehmen engagiert<br />

sich für die Ausbildung von Nachwuchskräften<br />

und fördert das Projekt „Taktile<br />

Bilderbücher für blinde Kinder“ des<br />

Rotary Clubs Aalen-Limes. ó<br />

Schilling Engineering GmbH<br />

79793 Wutöschingen<br />

Reinräume mit hoher Energieeffizienz<br />

Die Schilling Engineering GmbH entwickelt<br />

und produziert hochwertige<br />

Reinraumsystemlösungen und gehört<br />

als Komplettanbieter zu den führenden<br />

Spezialisten der Branche. Kunden können<br />

flexibel Reinräume neu- bzw. umgestalten<br />

und gleichzeitig bestehende<br />

Elemente weiterverwenden. Es ist das<br />

erste Unternehmen weltweit, das sich<br />

mit der Produktlinie Green Cleanroom<br />

auf eine hohe Energieeffizienz und<br />

damit der Einsparung von Ressourcen<br />

u. a. zur Beleuchtung und Lüftung der<br />

Reinräume spezialisiert hat. Die Schilling<br />

Engineering GmbH kann dank seiner<br />

hohen Kompetenzen und Erfahrungen<br />

auf individuelle Sonderlösungen und<br />

kundenspezifische Anforderungen eingehen.<br />

ó<br />

All for One Steeb AG<br />

70794 Filderstadt-Bernhausen<br />

Kompetenz in der IT<br />

Die All for One Steeb AG ist geschätzter<br />

SAP-Platinum-Partner und betreut mehr<br />

als 2.000 Kunden und ist in ihrem Segment<br />

die Nummer Eins. Das führende IT-<br />

Haus gilt als zuverlässiger und kompetenter<br />

Partner für Digitalisierungen im<br />

Mittelstand und Anbieter von One-Stop-<br />

Shops, ganzheitlichen Lösungen und<br />

Services entlang der IT-Wertschöpfungskette.<br />

Dies beinhaltet Management- und<br />

Technologieberatung, Branchenlösungen,<br />

Cloud-Anwendungen sowie hochskalierbare<br />

Multi-Cloud-Services aus<br />

deutschen Rechenzentren. Kompetenz<br />

und Service schätzen auch die Kunden.<br />

Daher darf die All for One Steeb AG<br />

die größte installierte SAP-Mittelstandskundenbasis<br />

mittels Softwarewartungsverträgen<br />

sowie Cloud Subscriptions im<br />

deutschsprachigen Raum ihr Eigen nennen.<br />

ó<br />

C. Josef Lamy GmbH<br />

69123 Heidelberg<br />

Schreiben lernen mit Qualität<br />

Schwerpunkt der C. Josef Lamy GmbH ist<br />

die Herstellung hochwertiger Schreibgeräte,<br />

mit denen sie im internationalen<br />

Premiumsegment die Weltmarktführerschaft<br />

hält. Die Besonderheit des Unternehmens<br />

ist die Verbindung zwischen<br />

dem signifikanten und bereits mehrfach<br />

ausgezeichneten Design und dem Qualitätsversprechen<br />

„Made in Germany“. Die<br />

Herstellung aller Produkte findet aus-


schließlich am Heidelberger Unternehmensstandort<br />

statt. Die C. Josef Lamy<br />

GmbH konnte ihren Umsatz innerhalb<br />

der letzten vier Jahre mehr als verdoppeln<br />

und mehr als 80 neue Arbeitsplätze<br />

schaffen. Großes Engagement wird<br />

gezeigt beim Thema Schreiben lernen,<br />

so wird eng zusammengearbeitet mit<br />

Pädagogen, Ärzten und Ergonomen, um<br />

Kindern den Einstieg in das Erlernen des<br />

Schreibens zu erleichtern. ó<br />

ADA Cosmetics International GmbH<br />

77694 Kehl<br />

Nachhaltige Hotelkosmetik<br />

Als Teil der weltweit agierenden ADA-<br />

Gruppe ist die ADA Cosmetics International<br />

GmbH das einzige in der DACH-<br />

Region operierende Unternehmen für<br />

Hotelkosmetik, das auch in Deutschland<br />

produziert. In Auseinandersetzung mit<br />

dem Thema Nachhaltigkeit wurden verschiedene<br />

Produktlinien unter der Kategorie<br />

„Responsible Living“ kreiert, so<br />

zum Beispiel spezielle geschlossene und<br />

nachfüllbare Spendersysteme. Aktuell<br />

liegt der Fokus auf ökologischen Konzepten<br />

wie dem Einsatz einer Holztube aus<br />

95 % Zuckerrohr und Holz und auf dem<br />

Verzicht von Plastikartikel in Cremes und<br />

Duschgels zur Entlastung der Meere. Das<br />

soziale Engagement zeigt sich bereits<br />

bei der Personalpolitik, so wurden erste<br />

Arbeitsplätze für Flüchtlinge bereitgestellt<br />

und die Kehler Behindertenwerkstätten<br />

übernehmen die Konfektionierung<br />

der Produkte. ó<br />

HANS FLEIG GmbH<br />

77933 Lahr/Schwarzwald<br />

Ressourcensparende<br />

Dünnwandtechnologie<br />

1968 gegründet, arbeitet das Unternehmen<br />

auf dem Gebiet der Herstellung<br />

von Spritzgießwerkzeugen und technischer<br />

Kunststoffteile für die Automobil-,<br />

Elektronik-, Luftfahrt- und Lebensmittelindustrie<br />

sowie der Medizintechnik.<br />

Ein besonderes „Steckenpferd“ ist die<br />

Dünnwandtechnologie. Nachhaltig und<br />

Ressourcen sparend werden kleinere<br />

und leichtere Bauteile aus Kunststoff<br />

angusslos gefertigt.<br />

Die HANS FLEIG GmbH ist zudem<br />

alleiniger strategischer Lieferant für<br />

Zündspulenkörper, patentierte Heckklappensysteme<br />

und Dichtungen für die<br />

Medizintechnik. ó<br />

37<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


Uneitelkeit und Exzellenz<br />

Aus Grußworten und Kolumnen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

38<br />

Meine Erwartung, nach der<br />

Eröffnung des Abends Zeuge<br />

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />

zu werden, wurde natürlich<br />

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />

mit Preisverleihung, Buffet und<br />

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />

begeisterte schon für sich gesehen<br />

rundum. Doch inmitten der tosenden<br />

Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />

akustischen und kulinarischen Reizen,<br />

fand ich mich im Kern aus einem noch<br />

ganz anderen Grund staunend und<br />

sprachlos.<br />

Ein Finalist nach dem anderen<br />

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />

sie über den roten Teppich die Stufen<br />

hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />

stellten Helfried Schmidt und<br />

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />

jeder Kategorie reihenweise im<br />

Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />

entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />

dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />

Uneitelkeit der Beteiligten und<br />

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />

konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />

einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />

diese Gewinner die Hinweise der<br />

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />

oder Familienunternehmer<br />

in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />

Höchste Kreativität und Perfektion in<br />

der Produktherstellung, Loyalität in der<br />

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />

Bereitschaft zur Hilfestellung<br />

für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />

Warum, fragte ich mich, stehen<br />

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />

im Fokus des allgemeinen medialen<br />

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />

dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />

nicht auf den Titelseiten unserer<br />

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />

und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />

die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />

durch ihre beharrliche Motivation,<br />

sich anderen dienstbar zu machen, das<br />

alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />

und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />

Blickt man nur auf die vergangenen<br />

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />

man fest, dass es politischen Akteuren<br />

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />

gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />

zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />

Ausmaßes verbunden, im<br />

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />

Akteure, die die Trümmer<br />

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />

angerichteten Chaos – einen<br />

immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />

Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />

Studienabbrecher und Berufslosen,<br />

die ihr eigenes, persönliches Leben<br />

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />

vermochten, die Lufthoheit des<br />

öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />

den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />

was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />

„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />

leisten, selber gar nicht ver-<br />

Lammetal GmbH<br />

Ein Unternehmen<br />

mit sozialem Auftrag<br />

•<br />

Menschen mit Behinderung als<br />

gleichberechtigte Partner<br />

•<br />

Teilhabe am Arbeitsleben und<br />

am Leben in der Gemeinschaft<br />

•<br />

Individuelle Entwicklung der<br />

Fähigkeiten und Interessen<br />

www.lammetal.net<br />

Kontakt<br />

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />

aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />

Generationen würden? Ich habe eine<br />

Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />

Einblick gewährt zu haben.<br />

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />

seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />

frei Nr. 187.<br />

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />

Bedeutung des Mittelstandes für die<br />

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />

insgesamt kann man gar nicht<br />

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />

des diesjährigen Wettbewerbes:<br />

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />

… Die Initiative, Innovationskraft und<br />

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />

– das sind zentrale<br />

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />

zu gestalten.<br />

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />

des Landes Sachsen-Anhalt,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />

Unternehmen wird jeden Tag<br />

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />

forscht. Er erschließt neue Technologien<br />

und Geschäftsfelder. Er bildet<br />

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />

in Produktion, Qualitätssicherung,<br />

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />

Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />

und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />

Unternehmertums. Der Mittelstand<br />

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />

der CDU-Fraktion im Landtag<br />

von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />

Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />

halten“, diejenigen, die wirklich die<br />

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />

Willingmann, Petra Tröger<br />

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />

der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />

Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />

von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />

Anerkennung nämlich, eine<br />

unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />

Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />

des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />

hängt in entscheidendem Maße davon<br />

ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />

MdB, sprach ein Grußwort zur<br />

Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />

39<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten <strong>2018</strong> aus Bayern<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

36<br />

JP Industrieanlagen GmbH<br />

94315 Straubing<br />

Glasbeschichtung unter Vakuum<br />

Die JP Industrieanlagen GmbH hat sich<br />

auf die kundenspezifische Planung, Fertigung<br />

und Montage komplexer Sondermaschinen<br />

und Anlagen spezialisiert<br />

sowie auf Prozess- und Verfahrenstechnik<br />

und Automatisierungstechnik. Im<br />

Bereich der additiven Fertigung stellt die<br />

JP Industrieanlagen GmbH Kleinteile aus<br />

Metall mit dem 3D-Druckverfahren her<br />

und baut diese in Sondermaschinen ein.<br />

Alleinstellungsmerkmale ist die industrielle<br />

Glasbeschichtung.<br />

Das Unternehmen hat spezielle<br />

Frästische für die mechanische Bearbeitung<br />

sowie eine Magnetschleuse zum<br />

automatischen Schließen von Prozesskammern<br />

entwickelt. Diese ist etwa 80<br />

Meter lang und beschichtet das Glas<br />

unter Vakuum. Zu den Kunden zählen<br />

Unternehmen der Automobil-, Lebensmittel-,<br />

Glasbeschichtungs- und Automobilzuliefererindustrie.<br />

ó<br />

Eirenschmalz Maschinenbaumechanik<br />

und Metallbau GmbH<br />

86987 Schwabsoien<br />

Lasertechnik auf höchstem<br />

Entwicklungsniveau<br />

Die Eirenschmalz Maschinenbaumechanik<br />

und Metallbau GmbH, 1990 gegründet,<br />

ist im Metallbau und in der Laserbearbeitung<br />

tätig und Komplettanbieter<br />

für den Bereich Blechfertigung. Sie ist<br />

Technologieführer im Bereich der Laser-<br />

Blechbearbeitung und bietet sämtliche<br />

Lasertechnologien, darunter Flachbettlasern<br />

2D, Rohrlasern, Laserstanzen,<br />

Lasergravieren, Laserschweißen und<br />

3D-Laserschneiden aus einer Hand. Dank<br />

des großen Know-hows ist sie Technologie-<br />

und Testpartner der Firma Trumpf,<br />

dem bedeutendsten deutschen Maschinenbauer.<br />

Um Nachwuchskräfte für das<br />

Unternehmen zu sensibilisieren, bestehen<br />

enge Kooperationen zur Hochschule<br />

Kempten und den regionalen Schulmessen.<br />

ó<br />

GEDA-Dechentreiter GmbH & Co. KG<br />

86663 Asbach-Bäumenheim<br />

App-gesteuerte Industrieaufzüge<br />

mit Sicherheit<br />

Die GEDA-Dechentreiter GmbH & Co.<br />

KG hat sich auf die Herstellung von Bauund<br />

Industrieaufzügen spezialisiert und<br />

gilt innerhalb der Branche als Marktführer.<br />

Im Bereich der Industrieaufzüge<br />

punktet das Unternehmen mit Alleinstellungsmerkmalen<br />

wie extrem hohen<br />

Sicherheitsansprüchen und explosionsgeschützten<br />

Geräten. Die Neuentwicklung<br />

des AkkuLeiterLifts kann Materialien<br />

bis zu einem Gesamtgewicht von<br />

120 kg akkubetrieben bis zu 10 Meter<br />

in die Höhe befördern. Die Steuerung<br />

erfolgt wahlweise mit einer Smartphone-App<br />

oder einer Funkfernsteuerung.<br />

Einen hohen Stellenwert genießt<br />

die Ausbildung von Nachwuchsfachkräften.<br />

So werden jährlich knapp 50 Ausbildungsstellen<br />

zur Verfügung gestellt. ó<br />

nanoplus Nanosystems and<br />

Technologies GmbH<br />

97218 Gerbrunn<br />

Immer auf der richtigen Wellenlänge<br />

Das Unternehmen ist der weltweit einzige<br />

Anbieter für monomodige Halbleiterlaser<br />

im gesamten Wellenlängenbereich<br />

von 760 bis 1.400 Nanometer<br />

für die Anwendung in der Gas-Sensorik.<br />

Für Wellenlängenbereiche bis 6.000<br />

Nanometer hat die nanoplus GmbH ein<br />

Quasimonopol für monomodige Halbleiterlaser<br />

inne. Die Kunden schätzen<br />

das Unternehmen aufgrund seiner konkurrenzlosen<br />

Flexibilität und schnellen<br />

Reaktionszeiten. Zudem weist es im<br />

internationalen Wettbewerb die größte<br />

Produkt-palette auf und ist Marktführer<br />

seiner Branche. Zu den Kunden des<br />

Unter-nehmens gehören alle international<br />

führenden Hersteller von Analysenmesstechnik.<br />

Kleine Stückzahlen mit<br />

Sonderwellenlängen für die Wissenschaft<br />

als auch beliebig große Produktionsvolumina<br />

für Industriekunden werden<br />

problemlos umgesetzt. ó<br />

BrauKon GmbH<br />

83370 Seeon<br />

Bierbrauen auf Weltniveau<br />

Die BrauKon GmbH hat sich auf den<br />

Anlagenbau für die Brau- und Getränkeindustrie<br />

spezialisiert und gehört zu<br />

den weltweit führenden Technologieunternehmen.<br />

Mehr als 30 Braumeister<br />

und Ingenieure entwerfen und bauen<br />

Brauanlagen auf höchstem Niveau. So<br />

www.pixida.com<br />

Data Analytics<br />

10<br />

Software<br />

Development<br />

Preisträger <strong>2018</strong><br />

GROSSER PREIS<br />

DES MITTEL-<br />

STANDES<br />

Business Services<br />

YEARS<br />

Cloud Solutions<br />

of simplifying success<br />

Engineering Services


(v.r.n.l.)<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

wurde die Hopfentechnologie, mit der<br />

das Unternehmen Marktführer ist, neubzw.<br />

weiter-entwickelt und ein Trubabscheide-verfahren<br />

im Whirlpool mit neu<br />

entwickelter Trenntechnik patentiert.<br />

Die Camba Bavaria diente einst als Brau-<br />

Technikum des Unternehmens. Heute<br />

ist sie eine eigenständige State-of-the-<br />

Art-Brauerei, die erfolgreich traditionelle<br />

und internationale Biere braut, darunter<br />

auch das fassgereifte Oak Aged Bier.<br />

BrauKon engagiert sich aktiv im sozialen<br />

Bereich. So wurde die Aktion Knochenmarkspende<br />

Bayern „Bier für Blut“<br />

unterstützt. ó<br />

FORUM MEDIA GROUP GmbH<br />

86504 Merching<br />

Fachverlag mit Wachstum<br />

Die FORUM MEDIA GROUP GmbH<br />

zählt zu den 20 größten Fachverlagen<br />

im deutschsprachigen Raum mit Niederlassungen<br />

und Tochterunternehmen<br />

auf vier Kontinenten. Innerhalb von<br />

vier Jahren wuchs die FMG um rund<br />

350 Mitarbeiter. Das Unternehmen veröffentlicht<br />

jährlich mehr als 100 neue<br />

Produkte. Verschiedene Kooperationen<br />

mit mittelständischen Unternehmen für<br />

Entwicklung, Herstellung und Vertrieb<br />

der Produkte bestimmen den Unternehmensalltag.<br />

Zur Nachwuchsförderung<br />

unterhält die FMG eine Schulpartnerschaft<br />

mit dem Gymnasium Friedberg,<br />

um den Schülern den Arbeitsalltag<br />

eines modernen Medien-unternehmens<br />

näherzubringen. Unterstützung erhalten<br />

Waisenhäuser, Kinderhospize, Tierschutzvereine,<br />

die Kinderkrebshilfe, die<br />

Freiwillige Feuerwehr sowie der Tafel. ó<br />

FischerHaus GmbH & Co. KG<br />

92439 Bodenwöhr<br />

Fertighäuser mit Energieeffizienz<br />

Das Familienunternehmen ist im Bereich<br />

Fertighausbau tätig und führender<br />

Eirenschmalz Maschinenbaumechanik<br />

und Metallbau GmbH, Markus Eirenschmalz,<br />

Mitglied der Geschäftsführung;<br />

GEDA-Dechentreiter GmbH & Co. KG, Stefan<br />

Schweitzer, kaufmännischer Leiter;<br />

JP Industrieanlagen GmbH,<br />

Johann Paulus, Geschäftsführer;<br />

nanoplus Nanosystems and Technologies<br />

GmbH, Dr. Johannes Koeth,<br />

Geschäftsführer;<br />

BrauKon GmbH, Markus Lohner,<br />

Christian Nuber, Gesellschafter;<br />

FischerHaus GmbH & Co. KG,<br />

Barbara Fuchs, Geschäftsführerin;<br />

FORUM MEDIA GROUP GmbH,<br />

Norbert Bietsch, Geschäftsführer<br />

Anbieter der Branche. Das Grundprodukt<br />

des Unternehmens sind Fertighäuser in<br />

Großtafelbauweise, die unter ökologischen<br />

Gesichtspunkten mit Fokus auf<br />

Energieeffizienz errichtet werden. Die<br />

Variabilität der Hauskonzepte kann<br />

problemlos auf den jeweiligen Kundenwunsch<br />

angepasst werden. Zielgruppen<br />

sind Paare allen Alters, woraus der Slogan<br />

„Mit Liebe bauen“ entstand, der sich<br />

durch die gesamte Unternehmensphilosophie<br />

zieht. Im vergangenen Jahr hat<br />

die FischerHaus GmbH & Co. KG eine<br />

Ausbildungsoffensive ins Leben gerufen,<br />

so bietet das Unternehmen neun verschiedene<br />

Ausbildungsberufe an. Das<br />

soziale Engagement ist breit gefächert.<br />

Seit über zehn Jahren wird die Initiative<br />

Plant for the planet unterstützt und<br />

damit fast 10.000 Bäume gepflanzt. ó<br />

37<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

…alles fließt.<br />

automotive . consultant . products<br />

www.schambeck-automotive.de<br />

schambeck automotive GmbH<br />

Gewerbepark Siebenkofen 4 • 94363 Oberschneiding<br />

Fon: 09426/8035-00 • Fax: 09426/8035-51<br />

info@schambeck-automotive.de


Uneitelkeit und Exzellenz<br />

Aus Grußworten und Kolumnen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

38<br />

Meine Erwartung, nach der<br />

Eröffnung des Abends Zeuge<br />

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />

zu werden, wurde natürlich<br />

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />

mit Preisverleihung, Buffet und<br />

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />

begeisterte schon für sich gesehen<br />

rundum. Doch inmitten der tosenden<br />

Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />

akustischen und kulinarischen Reizen,<br />

fand ich mich im Kern aus einem noch<br />

ganz anderen Grund staunend und<br />

sprachlos.<br />

Ein Finalist nach dem anderen<br />

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />

sie über den roten Teppich die Stufen<br />

hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />

stellten Helfried Schmidt und<br />

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />

jeder Kategorie reihenweise im<br />

Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />

entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />

dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />

Uneitelkeit der Beteiligten und<br />

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />

konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />

einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />

diese Gewinner die Hinweise der<br />

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />

oder Familienunternehmer<br />

in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />

Höchste Kreativität und Perfektion in<br />

der Produktherstellung, Loyalität in der<br />

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />

Bereitschaft zur Hilfestellung<br />

für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />

Warum, fragte ich mich, stehen<br />

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />

im Fokus des allgemeinen medialen<br />

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />

dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />

nicht auf den Titelseiten unserer<br />

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />

und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />

die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />

durch ihre beharrliche Motivation,<br />

sich anderen dienstbar zu machen, das<br />

alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />

und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />

Blickt man nur auf die vergangenen<br />

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />

man fest, dass es politischen Akteuren<br />

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />

gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />

zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />

Ausmaßes verbunden, im<br />

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />

Akteure, die die Trümmer<br />

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />

angerichteten Chaos – einen<br />

immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />

Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />

Studienabbrecher und Berufslosen,<br />

die ihr eigenes, persönliches Leben<br />

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />

vermochten, die Lufthoheit des<br />

öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />

den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />

was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />

„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />

leisten, selber gar nicht ver-<br />

Lammetal GmbH<br />

Ein Unternehmen<br />

mit sozialem Auftrag<br />

•<br />

Menschen mit Behinderung als<br />

gleichberechtigte Partner<br />

•<br />

Teilhabe am Arbeitsleben und<br />

am Leben in der Gemeinschaft<br />

•<br />

Individuelle Entwicklung der<br />

Fähigkeiten und Interessen<br />

www.lammetal.net<br />

Kontakt<br />

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />

aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />

Generationen würden? Ich habe eine<br />

Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />

Einblick gewährt zu haben.<br />

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />

seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />

frei Nr. 187.<br />

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />

Bedeutung des Mittelstandes für die<br />

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />

insgesamt kann man gar nicht<br />

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />

des diesjährigen Wettbewerbes:<br />

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />

… Die Initiative, Innovationskraft und<br />

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />

– das sind zentrale<br />

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />

zu gestalten.<br />

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />

des Landes Sachsen-Anhalt,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />

Unternehmen wird jeden Tag<br />

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />

forscht. Er erschließt neue Technologien<br />

und Geschäftsfelder. Er bildet<br />

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />

in Produktion, Qualitätssicherung,<br />

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />

Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />

und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />

Unternehmertums. Der Mittelstand<br />

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />

der CDU-Fraktion im Landtag<br />

von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />

Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />

halten“, diejenigen, die wirklich die<br />

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />

Willingmann, Petra Tröger<br />

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />

der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />

Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />

von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />

Anerkennung nämlich, eine<br />

unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />

Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />

des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />

hängt in entscheidendem Maße davon<br />

ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />

MdB, sprach ein Grußwort zur<br />

Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />

39<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten <strong>2018</strong><br />

aus Berlin / Brandenburg<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

36<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

v.r.n.l.:<br />

KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH,<br />

Alexandra Knauer, Geschäftsführerin;<br />

Körber & Körber GmbH<br />

Präzisionsmechanik,<br />

Benjamin Körber, Geschäftsführer;<br />

ORAFOL Europe GmbH, Dr. Holger Loclair,<br />

Geschäftsführender Gesellschafter;<br />

VCAT Consulting GmbH,<br />

Patrick Schwalger und Nico Danneberg,<br />

Geschäftsführer<br />

KNAUER<br />

Wissenschaftliche Geräte GmbH<br />

14163 Berlin<br />

Labormessgeräte auf höchstem<br />

technischen Niveau<br />

Die KNAUER Wissenschaftliche Geräte<br />

GmbH produziert und vertreibt weltweit<br />

Labormessgeräte in der Life-Science-<br />

Branche. Das Familienunternehmen<br />

bietet Lösungen für Flüssigkeits-Chromatografie<br />

und punktet mit dem Siegel<br />

„Made in Germany“. Bei Osmometern<br />

hält KNAUER weltweit einen Marktanteil<br />

von 15 Prozent. Die Weiterentwicklung<br />

der Mitarbeiter, zum Beispiel durch<br />

Finanzierung von Fernstudien oder Meisterausbildungen<br />

oder die Gründung<br />

einer KNAUER Akademie, steht ebenso<br />

im Fokus wie Nachwuchsförderung mit<br />

dem Schülerlabor „KNAUER Entdecker<br />

Klub“ und im Lernort-Labor des Bundesverbands<br />

der Schülerlabore e. V.ó<br />

Körber & Körber GmbH<br />

Präzisionsmechanik<br />

16547 Birkenwerder<br />

Präzisionsmechanik sogar im All<br />

Die Körber & Körber GmbH Präzisionsmechanik<br />

hat sich auf die Fertigung<br />

komplexer Fräs- und Drehteile als Einzelanfertigung<br />

oder in Kleinserien spezialisiert.<br />

Einsatz finden die Produkte des<br />

Unternehmens in Operationssälen, Flugzeugen,<br />

Teilchenbeschleunigern und auf<br />

der ISS. Das Unternehmen fußt auf drei<br />

Säulen: Technologie und Digitalisierung,<br />

ein starkes, hochqualifiziertes Team<br />

und ein Höchstmaß an Service. Soziales<br />

Engagement zeigt das Unternehmen<br />

bei der erfolgreichen Integration von<br />

Langzeitarbeitslosen und Menschen mit<br />

Behinderung. ó<br />

ORAFOL Europe GmbH<br />

16515 Oranienburg<br />

Hochleistungsfolien weltweit<br />

Das Familienunternehmen ist für die<br />

Bereiche Graphic Innovations, Reflective<br />

Solutions und Adhesive Tape Systems<br />

weltweit bekannt. Mit einem Händlernetz<br />

in mehr als 100 Ländern zählt<br />

ORAFOL im Bereich Graphic Innovations<br />

zu den global führenden Anbietern<br />

für selbstklebende grafische Produkte.<br />

Innerhalb der letzten Jahrzehnte ist die<br />

ORAFOL Europe GmbH stark gewachsen<br />

mit einen Produktionsstandort in Black<br />

Creek (USA), in Dubai,der Türkei und<br />

Australien und mit der Übernahme der<br />

Reflexite Corporation mit Sitz in China,<br />

Südafrika, Australien, Japan, Taiwan,<br />

Kanada und Irland. ó<br />

VCAT Consulting GmbH<br />

14482 Potsdam<br />

IT-Dienstleister für<br />

hochkomplexe Sozialthemen<br />

Die VCAT Consulting GmbH hat sich<br />

auf den Bereich Web-Entwicklung mit<br />

Schwerpunkt Open Source Veredelung<br />

spezialisiert und agiert als Entwicklungsabteilung<br />

dynamisch und projektbasiert<br />

in Bezug auf Programmierung<br />

und Support. Grundsätzlich bildet das<br />

Unternehmen die komplette Wertschöpfungskette<br />

von Internetprojekten<br />

ab. Dank des Know-hows konnte sich<br />

der Umsatz innerhalb der letzten vier<br />

Jahr mehr als verdoppeln. Die VCAT Consulting<br />

GmbH gehört zu den wenigen<br />

Unternehmen bundesweit, die eine Ausbildung<br />

zum Mathematisch-Technischen<br />

Softwareentwickler anbieten. ó


Brandenburg boomt!<br />

© www.hoffotografen.de<br />

Grußwort von Dr. Dietmar Woidke,<br />

Ministerpräsident des Landes Brandenburg,<br />

zum „Großen Preis des Mittelstandes“<br />

<strong>2018</strong><br />

Deutschlands Wirtschaft wächst und<br />

die positive Entwicklung der monatlichen<br />

Arbeitsmarktzahlen geben Anlass<br />

zur Freude. Daran hat der Mittelstand<br />

durch sein Verantwortungsbewusstsein,<br />

die Leistungsfähigkeit und den Innovationswillen<br />

großen Anteil. Die mittelständischen<br />

Unternehmen sind auf<br />

den globalen Märkten ebenso souverän<br />

unterwegs wie in ihren Heimatregionen.<br />

Sie fühlen sich ihren Arbeitnehmerinnen<br />

und Arbeitnehmern genauso verpflichtet<br />

wie ihrer Region. Daher ist es ihnen<br />

eine Selbstverständlichkeit, sich desgleichen<br />

für den gesellschaftlichen Zusammenhalt<br />

zu engagieren. Das zeichnet sie<br />

als Kandidaten zur Nominierung für den<br />

„Großen Preis des Mittelstandes“ aus.<br />

Auch in den Brandenburger Unternehmen<br />

treffen Beständigkeit und<br />

unternehmerische Risikobereitschaft,<br />

Tradition und Visionen aufeinander, mit<br />

dem Bewusstsein der Verantwortlichkeit<br />

gegenüber nachfolgenden Generationen.<br />

Aber Fachkräfte werden knapp,<br />

zu viele junge Menschen suchten nach<br />

1990 andernorts nach Ausbildungs- und<br />

Arbeitsplätzen. Die Situation ist heute<br />

eine andere, das Land boomt. Es bietet<br />

neue Möglichkeiten und beste Perspektiven<br />

in der eigenen Heimat. Daher<br />

gibt es hier inzwischen zahlreiche lokale<br />

Rückkehrer-Initiativen, die denjenigen,<br />

die in die Orte ihrer Kindheit bzw. die<br />

Nähe von Familie oder Freunde zurückkehren<br />

wollen, Unterstützung anbieten.<br />

Unser gemeinsames Ziel ist es, dass<br />

Brandenburg eine moderne, attraktive<br />

Heimat für alle ist.<br />

Da volkswirtschaftlicher Erfolg<br />

immer auf einem Zusammenwirken<br />

mehrerer Partner basiert, ist es naheliegend,<br />

dass zum Kreis der Vorgeschlagenen<br />

für den Mittelstandspreis zugleich<br />

wirtschaftsfreundliche Kommunen<br />

sowie mittelstandsfreundliche Banken<br />

und Kreditinstitute zählen. Die Auszeichnung<br />

ist sowohl eine Bestätigung der<br />

geleisteten Arbeit als auch eine Ermutigung,<br />

diese fortzusetzen. Sie hebt<br />

Tugenden, vorbildhaftes Handeln sowie<br />

besondere Stärken hervor und lädt zum<br />

Nachahmen hervorragender Ideen oder<br />

kreativer Ansätze ein.<br />

Ich gratuliere allen Nominierten und<br />

wünsche weiterhin gedeihliches Agieren<br />

sowie eine unterhaltsame Preisverleihung<br />

mit vielen angenehmen Begegnungen.<br />

ó<br />

37<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Aus dem Mut zu Neuem entstehen<br />

Perspektiven<br />

© Lena Giovanazzi<br />

Grußwort von Michael Müller, Regierender<br />

Bürgermeister von Berlin, zum<br />

„Großen Preis des Mittelstandes“ <strong>2018</strong><br />

Der „Große Preis des Mittelstandes“ ist<br />

seit nunmehr 24 Jahren eine begehrte<br />

Auszeichnung für wirtschaftliches<br />

Know-how, unternehmerische Verantwortung<br />

und Innovationsgeist. Mit dem<br />

diesjährigen Motto „Zukunft gestalten“<br />

setzt der Wettbewerb eine Überschrift,<br />

die inspiriert und antreibt.<br />

In Zeiten von Digitalisierung, Globalisierung<br />

und Wachstum stehen Unternehmen<br />

vor großen Herausforderungen<br />

und müssen Antworten finden, um im<br />

Strom der Entwicklungen mitzuhalten.<br />

Gleichzeitig sind viele Unternehmen<br />

auch Taktgeber dieser Entwicklung mit<br />

neuen Geschäftsmodellen, Produkten<br />

und Innovationen. Unzählige Start-ups<br />

beflügeln die Städte und verändern die<br />

Struktur und Dynamik der Wirtschaft. Es<br />

zeigt sich an vielen Stellen: Die Digitalisierung<br />

ist ein Motor, der auch für den<br />

Mittelstand Chancen bietet.<br />

Viele mittelständische Unternehmen<br />

zeigen in dieser Zeit des Wandels,<br />

dass Tradition und Innovation zusammengehören.<br />

Dass aus dem Mut zu<br />

Neuem neue Perspektiven entstehen<br />

– für wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens<br />

und für die Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter. Leistungsbereitschaft,<br />

Verantwortung, Innovationsgeist und<br />

Zukunftsglauben sind die Triebfedern,<br />

die den Mittelstand voranbringen.<br />

Und an den über 4.900 Nominierungen<br />

für den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />

zeigt sich, dass der Mittelstand<br />

damit großen Erfolg hat. Und es sind<br />

diese Leistungen, die die Oskar-Patzelt-<br />

Stiftung seit 24 Jahren motivieren, das<br />

mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“<br />

auszuzeichnen. Für den Mittelstand<br />

ist alleine der Wettbewerb ein Erfolg,<br />

denn er rückt Kompetenz und Leistung<br />

des Teils der Wirtschaft in den Blickpunkt,<br />

der sonst weniger im Rampenlicht<br />

steht. Ich freue mich über diese<br />

Würdigung und gratuliere allen Preisträgern<br />

sehr herzlich. Genießen Sie die<br />

große Abschlussgala in Berlin, lassen Sie<br />

sich feiern und machen Sie so weiter! ó


Uneitelkeit und Exzellenz<br />

Aus Grußworten und Kolumnen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

38<br />

Meine Erwartung, nach der<br />

Eröffnung des Abends Zeuge<br />

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />

zu werden, wurde natürlich<br />

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />

mit Preisverleihung, Buffet und<br />

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />

begeisterte schon für sich gesehen<br />

rundum. Doch inmitten der tosenden<br />

Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />

akustischen und kulinarischen Reizen,<br />

fand ich mich im Kern aus einem noch<br />

ganz anderen Grund staunend und<br />

sprachlos.<br />

Ein Finalist nach dem anderen<br />

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />

sie über den roten Teppich die Stufen<br />

hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />

stellten Helfried Schmidt und<br />

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />

jeder Kategorie reihenweise im<br />

Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />

entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />

dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />

Uneitelkeit der Beteiligten und<br />

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />

konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />

einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />

diese Gewinner die Hinweise der<br />

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />

oder Familienunternehmer<br />

in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />

Höchste Kreativität und Perfektion in<br />

der Produktherstellung, Loyalität in der<br />

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />

Bereitschaft zur Hilfestellung<br />

für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />

Warum, fragte ich mich, stehen<br />

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />

im Fokus des allgemeinen medialen<br />

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />

dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />

nicht auf den Titelseiten unserer<br />

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />

und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />

die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />

durch ihre beharrliche Motivation,<br />

sich anderen dienstbar zu machen, das<br />

alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />

und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />

Blickt man nur auf die vergangenen<br />

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />

man fest, dass es politischen Akteuren<br />

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />

gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />

zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />

Ausmaßes verbunden, im<br />

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />

Akteure, die die Trümmer<br />

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />

angerichteten Chaos – einen<br />

immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />

Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />

Studienabbrecher und Berufslosen,<br />

die ihr eigenes, persönliches Leben<br />

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />

vermochten, die Lufthoheit des<br />

öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />

den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />

was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />

„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />

leisten, selber gar nicht ver-<br />

Lammetal GmbH<br />

Ein Unternehmen<br />

mit sozialem Auftrag<br />

•<br />

Menschen mit Behinderung als<br />

gleichberechtigte Partner<br />

•<br />

Teilhabe am Arbeitsleben und<br />

am Leben in der Gemeinschaft<br />

•<br />

Individuelle Entwicklung der<br />

Fähigkeiten und Interessen<br />

www.lammetal.net<br />

Kontakt<br />

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />

aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />

Generationen würden? Ich habe eine<br />

Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />

Einblick gewährt zu haben.<br />

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />

seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />

frei Nr. 187.<br />

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />

Bedeutung des Mittelstandes für die<br />

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />

insgesamt kann man gar nicht<br />

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />

des diesjährigen Wettbewerbes:<br />

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />

… Die Initiative, Innovationskraft und<br />

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />

– das sind zentrale<br />

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />

zu gestalten.<br />

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />

des Landes Sachsen-Anhalt,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />

Unternehmen wird jeden Tag<br />

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />

forscht. Er erschließt neue Technologien<br />

und Geschäftsfelder. Er bildet<br />

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />

in Produktion, Qualitätssicherung,<br />

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />

Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />

und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />

Unternehmertums. Der Mittelstand<br />

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />

der CDU-Fraktion im Landtag<br />

von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />

Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />

halten“, diejenigen, die wirklich die<br />

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />

Willingmann, Petra Tröger<br />

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />

der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />

Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />

von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />

Anerkennung nämlich, eine<br />

unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />

Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />

des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />

hängt in entscheidendem Maße davon<br />

ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />

MdB, sprach ein Grußwort zur<br />

Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />

39<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten <strong>2018</strong> aus Hessen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

36<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

(v.r.n.l.)<br />

Roth Industries GmbH & Co. KG,<br />

Manfred Roth, Präsident;<br />

sera GmbH, Carsten Rahier,<br />

geschäftsführender Gesellschafter;<br />

Alexander Binzel Schweisstechnik<br />

GmbH & Co. KG, Holger Saalmann,<br />

Leiter Controlling;<br />

Pedex GmbH, Florian Kisling, CEO;<br />

WIKUS-Sägenfabrik Wilhelm H. Kullmann<br />

GmbH & Co.KG, Dr. Jörg H. Kullmann und<br />

Michael Möller, Geschäftsführer<br />

Roth Industries GmbH & Co. KG<br />

35232 Dautphetal<br />

Vom Handwerksbetrieb zum<br />

Weltmarktführer<br />

Als Handwerksbetrieb 1947 gegründet,<br />

entwickelte sich Roth Industries zum<br />

Welt-marktführer für Flächenheiz- und<br />

Kühlsysteme, Energiespeichersysteme<br />

und Composite Technologie und ist bis<br />

heute Familienunternehmen geblieben.<br />

Roth Industries beschäftigt mehr<br />

als 1.200 Mitarbeiter und 77 Auszubildende.<br />

Etwa 70 Prozent der Mitarbeiter<br />

sind in Deutschland tätig. Dank der<br />

stetigen Förderung von Produkt- und<br />

Prozessinnovationen erhielten sie zahlreiche<br />

Innovationspreise. Die erste Filament-Winding-Anlage<br />

zur Massenproduktion<br />

von Gasdruckbehältern sei hier<br />

genannt. Die Innovationskraft zeigt sich<br />

in 51 Patenten und Gebrauchsmustern.<br />

Roth Industries fördert nicht nur seine<br />

Beschäftigten, sondern engagiert sich<br />

auch gesellschaftlich sehr stark. ó<br />

sera GmbH<br />

34376 Immenhausen<br />

Flüssigkeiten und Gase exakt dosiert<br />

Seit der Firmengründung 1945 steht der<br />

Name sera für Qualität, Innovationskraft,<br />

Kompetenz, Innovation, Zuverlässigkeit<br />

und Flexibilität auf dem Gebiet der<br />

Dosier- und Kompressorentechnik von<br />

Flüssigkeiten und Gasen, als weltweit<br />

operierendes Familienunternehmen. Die<br />

sera GmbH unterhält weltweit mehr als<br />

30 Repräsentanzen. Das Unternehmen<br />

hält mehrere Patente und Gebrauchsmuster<br />

sowie acht eingetragene Marken,<br />

die sowohl national als auch international<br />

geschützt sind.<br />

Die sera GmbH engagiert sich als<br />

Sponsor für den Kinderschutzring e. V.<br />

der Gesamtschule Immenhausen, den<br />

Kinderhospiz Mitteldeutschland e. V., für<br />

den Handball-Bundesligisten MT Melsungen.<br />

Das Unternehmen ist darüber<br />

hinaus Mitglied des Fördervereins „Omaruru<br />

Children’s Haven“ in Namibia.ó<br />

Alexander Binzel<br />

Schweißtechnik GmbH & Co. KG<br />

35418 Buseck<br />

Damit die Schweißnaht sitzt<br />

Das 1945 gegründete Schweißtechnik-<br />

Unternehmen etablierte 1997 die Marke<br />

ABICOR als globale Dachmarke. Insgesamt<br />

1.200 Angestellte arbeiten für die<br />

Unternehmensgruppe. Mit mehr als 20<br />

Exklusivpartnern und 35 Tochtergesellschaften<br />

ist die ABICOR BINZEL Unternehmensgruppe<br />

in über 50 Ländern<br />

präsent. Gefertigt wird im Stammhaus<br />

in Buseck und in Dresden sowie in den<br />

USA, Brasilien, Indien, China und Russland.<br />

Bereits früh spezialisierte sich das<br />

Unternehmen auf die Entwicklung und<br />

Produktion von Schutzgasschweiß- und<br />

-schneidbrennern. Seither ist technologischer<br />

Fortschritt das Markenzeichen des<br />

Unternehmens. Binzel unterstützt den<br />

Elternverein für leukämie- und krebskranke<br />

Kinder, Gießen e. V. und das Diakonische<br />

Werk Gießen. ó<br />

Pedex GmbH<br />

69483 Wald-Michelbach-Affolterbach<br />

Weltspitze für saubere Zähne<br />

Die Pedex GmbH hat eine über 50jährige<br />

Tradition und ist internationaler Marktführer<br />

in der Entwicklung und Produktion<br />

innovativer Zahnbürsten-borsten.<br />

Einzigartig im europäischen Dentalfilamentmarkt<br />

ist das Unternehmen mit<br />

seiner von ihm entwickelten Coextrusionstechnik.<br />

Bei der Forschung und Entwicklung<br />

arbeitet die Pedex GmbH mit<br />

vielen Partnern wie dem Forschungszentrum<br />

Jülich und dem Deutschen Zentrum<br />

für Luft- und Raumfahrt zusammen.<br />

Pedex hält aktuell 44 Patente. So<br />

entwickelt es gemeinsam mit allen<br />

fünf großen Konsumgüterherstellern<br />

gemeinsame Projekte. Die Pedex GmbH<br />

ist optimal in der Region verankert und<br />

unterstützt seine Mitarbeiter bei der<br />

Ausübung ehrenamtlicher Tätigkeiten.ó


WIKUS-Sägenfabrik<br />

Wilhelm H. Kullmann GmbH & Co. KG<br />

34286 Spangenberg<br />

Präzision an der Schnittstelle<br />

Die WIKUS-Sägenfabrik wurde 1958 in<br />

Spangenberg von Wilhelm Hubert Kull-<br />

mann gegründet. Das Unternehmen<br />

produziert Präzisionssägebänder. Es ist<br />

Weltmarktführer beim Sägen von Metall<br />

und Europas größter Sägebandhersteller.<br />

So werden heute in der Automobilproduktion<br />

Europas, Amerikas die Zylinderköpfe<br />

zu einem sehr hohen Prozentsatz<br />

mit FUTURA PLUS oder ECODUR Sägebändern<br />

aus Spangenberg bearbeitet.<br />

Derzeit sind 590 Mitarbeiter und 24 Auszubildende<br />

bei WIKUS beschäftigt. Zwei<br />

neue Patente wurden WIKUS allein im<br />

Jahr 2017 erteilt. ó<br />

Finalisten <strong>2018</strong><br />

aus Mecklenburg-Vorpommern<br />

37<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

v.r.n.l.:<br />

RoweMed AG - Medical 4 Life,<br />

Dr. Dirk Forberger, Vorstandsvorsitzender;<br />

Stralsunder Möbelwerke GmbH,<br />

Guido Krüger, Geschäftsführer;<br />

MEDIA MARKT<br />

TV-HiFi--Elektro GmbH Stralsund,<br />

Torsten Grundke, Geschäftsführender<br />

Gesellschafter;<br />

LBG Landbetriebsgesellschaft<br />

Rehberg mbH, Christa-Maria Wendig,<br />

Geschäftsführerin<br />

RoweMed AG<br />

19370 Parchim<br />

Weltmarktfähige Medizintechnik<br />

aus Parchim<br />

Die im Jahr 2000 gegründete Rowe-<br />

Med AG entwickelt, produziert und vertreibt<br />

innovative Spezialprodukte aus<br />

Kunststoff für die Medizintechnik. Die<br />

Rowe-Infusionspumpe funktioniert als<br />

erste weltweit ohne zusätzlichen elektrischen<br />

Antrieb. Der Patient bleibt mobil<br />

und muss nicht mehr stationär behandelt<br />

werden. Mittlerweile sind mehr als<br />

100 Mitarbeiter bei der RoweMed AG<br />

beschäftigt. Als produzierendes Medizintechnik-Unternehmen<br />

ist es gemäß<br />

DIN EN ISO 13485 zertifiziert. RoweMed<br />

pflegt enge Kontakte zu den Universitäten<br />

Rostock und Greifswald, den<br />

Hochschulen Wismar und Lübeck sowie<br />

den Fachhochschulen in Stralsund und<br />

Wildau. ó<br />

Stralsunder Möbelwerke GmbH<br />

18437 Stralsund<br />

Moderne Möbel mit Tradition<br />

Die Stralsunder Möbelwerke GmbH ist<br />

ein Traditionsunternehmen mit einer<br />

65jährigen Geschichte. Kerngeschäft<br />

ist die Produktion von Wohnraummöbeln,<br />

die deutschland- und EU-weit<br />

vertrieben werden. Auf 6.800 qm Produktionsfläche<br />

werden zusätzlich Büro-,<br />

Esszimmer- und Objektmöbel für Ferienappartements<br />

und Hoteleinrichtungen<br />

produziert. Technische Modernisierung<br />

in die EDV-Infrastruktur, die Digitalisierung<br />

und Robotik sowie ständige Produktinnovationen<br />

sind die Schlüssel<br />

zum Erfolg. 64 Mitarbeitern und zehn<br />

Auszubildenden arbeiteten im Jahr 2017<br />

im Unternehmen. Flexible Arbeitszeiten<br />

und zahlreiche gemeinsame Aktivitäten<br />

fördern den Zusammenhalt der Belegschaft.<br />

Das Unternehmen engagiert sich<br />

vielfältig in der Region. ó


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

38<br />

LBG Landbetriebsgesellschaft<br />

Rehberg mbH<br />

17348 Woldegk<br />

Weltmarktfähige Landwirtschaft in<br />

Familienhand<br />

Die Landbetriebsgesellschaft ist mit<br />

1.850 Hektar Fläche ein erfolgreicher<br />

landwirtschaftlicher Großbetrieb. Mit<br />

14 Mitarbeitern produziert sie Marktfrüchte<br />

wie Raps, Weizen, Gerste, Silomais<br />

und Zuckerrüben. 2012 übernahm<br />

Christa-Maria Wendig das Unternehmen<br />

vom Vater. Die 500-kW-Biogasanlage<br />

mit eigener Beschickungseinrichtung,<br />

erzeugt jährlich bis zu 4,2 Mio. Kilowattstunden<br />

Strom. Die LBG trägt zur Energie-<br />

und regenerativen Rohstoffgewinnung<br />

bei und legte eigene Blühflächen<br />

für Bienen zur Honiggewinnung an. Ein<br />

weiteres Standbein ist die Schafhaltung.<br />

Die LBG ist anerkannter Ausbildungsbetrieb<br />

und engagiert sich in der Region<br />

in Bildung, Soziales, Sport und Kultur. ó<br />

MediaMarkt TV-HiFi-Elektro GmbH<br />

Stralsund<br />

18437 Stralsund<br />

HiFi und Co.<br />

Die MediaMarkt TV-HiFi-Elektro GmbH<br />

Stralsund hat eine starke lokale Marktpräsenz,<br />

die künftig mit Multi-Channel-<br />

Aktivitäten weiter ausgebaut wird. Das<br />

Unternehmen beschäftigt 60 Mitarbeiter<br />

und neun Auszubildende. Über fünfzig<br />

Praktikanten und Werkstudenten<br />

waren überdies allein 2017 im Unternehmen<br />

tätig. Mit dem Projekt „Startklar“,<br />

das den Kunden beim Einrichten<br />

seines Notebooks oder Smartphones<br />

unterstützt und das mittlerweile über<br />

die Grenzen von Stralsund hinaus in der<br />

gesamten Bundesrepublik Umsetzung<br />

findet, zeigt der Media Markt Stralsund<br />

seine hohe Innovationskraft. Regionales<br />

Engagement zeigt das Unternehmen<br />

mit der Einrichtung eines Snoezel-Raums<br />

für behinderte Schülerinnen<br />

und Schüler sowie der Unterstützung<br />

des Stralsunder Handballverein und des<br />

Segelsports. ó<br />

Finalisten <strong>2018</strong><br />

aus Schleswig-Holstein / Hamburg<br />

Krüger und Salecker Maschinenbau<br />

GmbH & Co. KG<br />

23611 Bad Schwartau<br />

Exzellenter Maschinenbau<br />

Made in Germany<br />

Krüger und Salecker Maschinenbau<br />

GmbH & Co. KG vertreibt weltweit<br />

Maschinen und Anlagen, die die Produkte<br />

ihrer Kunden in Form bringen.<br />

Dazu zählen Süßwaren wie das Lübecker<br />

Marzipan, aber auch Tierfutter, Knetgummis<br />

oder Duftkerzen. Der selbst<br />

entwickelte Cerealienformer ist für die<br />

Herstellung von Health-, Lowfat- und<br />

Superfruitprodukten geeignet und geht<br />

so auch mit den neuesten Trends der<br />

Branche mit. Heute sind die Maschinen<br />

des Unternehmens auf den unterschiedlichsten<br />

Märkten gefragt: Qualität<br />

Made in Germany. Das 1948 gegründete<br />

Unternehmen beschäftigt heute<br />

48 Mitarbeiter und ist ein IHK-ausgezeichneter<br />

Ausbildungsbetrieb. Ein offener<br />

Umgang mit Kritik sowie die Wertschätzung<br />

intensiver Kommunikation<br />

sorgen für Transparenz und Offenheit. In<br />

Zusammenarbeit mit lokalen Bildungseinrichtungen<br />

absolvieren Schüler ein<br />

Wirtschaftspraktikum bei Krüger und<br />

Salecker. ó<br />

Lammetal GmbH<br />

Ein Unternehmen<br />

mit sozialem Auftrag<br />

•<br />

Menschen mit Behinderung als<br />

gleichberechtigte Partner<br />

•<br />

Teilhabe am Arbeitsleben und<br />

am Leben in der Gemeinschaft<br />

•<br />

Individuelle Entwicklung der<br />

Fähigkeiten und Interessen<br />

www.lammetal.net<br />

Kontakt<br />

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

Henry Kruse GmbH & Co. KG<br />

24537 Neumünster<br />

Vollversorger mit Tradition<br />

und Zukunft<br />

Die Henry Kruse GmbH & Co. KG versorgt<br />

als Fachgroßhandel vor allem die<br />

Marktsegmente Hotellerie, Restaurants,<br />

Catering und Retail, Gesundheitswesen<br />

sowie Gebäudereinigung, Industrie und<br />

Verwaltung. Während das Sortiment bei<br />

der Gründung durch Henry Kruse 1934<br />

noch auf Reinigungsmittel, Seifen und<br />

Bohnerwachse beschränkt war, umfasst<br />

es heute 22.000 verschiedene Produkte.<br />

Dazu gehören auch Medical-Produkte<br />

für Krankenhäuser. Bei Bedarf verantwortet<br />

Henry Kruse die Feinlogistik bis<br />

in den Operationssaal hinein. In 3. Generation<br />

beschäftigt das Unternehmen<br />

heute 201 Mitarbeiter und 19 Auszubildende<br />

sowie Praktikanten und Werkstudenten.<br />

Mitarbeiter können aus rund<br />

60 verschiedenen Weiterbildungsseminaren<br />

auswählen. 120.000 Euro Geldund<br />

Sachspenden wurden in den letzten<br />

vier Jahren in diversen sozialen Engagements<br />

investiert. ó<br />

VisiConsult X-ray<br />

Systems & Solutions GmbH<br />

23617 Stockelsdorf<br />

Röntgensysteme auf Weltniveau<br />

Es gibt nur vier Global Player im Bereich<br />

der Röntgenbildverarbeitung. Drei sind<br />

Aktiengesellschaften. Einer ist die Visi-<br />

Consult X-ray Systerms & Solutions. Der<br />

(v.r.n.l.)<br />

Henry Kruse GmbH & Co. KG,<br />

Kai Kruse und Jens Braasch,<br />

Geschäftsführer;<br />

VisiConsult X-ray<br />

Systems & Solutions GmbH,<br />

Hajo Schulenburg, Geschäftsführer;<br />

Krüger & Salecker Maschinenbau<br />

GmbH & Co. KG,<br />

Jörg Maskow, CEO<br />

Mittelständler punktet mit seiner seiner<br />

Flexibilität und Innovationsfreudigkeit<br />

und wurde als das am viertschnellsten<br />

wachsende deutsche Unternehmen im<br />

Anlagenbau ausgezeichnet. VisiConsult<br />

ist einziger globaler Anbieter von kundenspezifischen<br />

Röntgenprüfsystemen<br />

zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung<br />

und beschäftigt neben 51 Mitarbeitern<br />

8 Praktikanten, 10 Werkstudenten und<br />

2 geflüchtete Menschen. Visi-Consult<br />

bietet Gleitzeit und Home-Office sowie<br />

diverse Sportangebote wie eine eigene<br />

Kletterwand oder einen Lauftreff. Visi-<br />

Consult unterstützt unter anderem eine<br />

Schule für taubstumme Kinder in Kenia.<br />

Fast alle Systemkomponenten stammen<br />

aus einem Umkreis von 100 Kilometern,<br />

wodurch die Region gestärkt und unterstützt<br />

wird. ó<br />

39<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten <strong>2018</strong><br />

aus Niedersachsen / Bremen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

36<br />

Kardiologisch-Angiologische Praxis<br />

Herzzentrum Bremen<br />

28277 Bremen<br />

Ein starkes Netzwerk für die<br />

Gesundheit<br />

Die Bremer Gemeinschaftspraxis von<br />

Herz- und Gefäßspezialisten ist die<br />

zweitgrößte ihrer Art in Deutschland.<br />

1989 gegründet, erbringen mittlerweile<br />

14 ärztliche Partner, etwa zehn angestellte<br />

Ärzte sowie weit mehr als 100<br />

medizinische Fachkräfte für 50.000<br />

Patienten bei annähernd 100.000 Terminen<br />

jährlich alle Dienstleistungen<br />

der modernen Medizin ihres Fachgebiets.<br />

Hier steht das modernste Herzkathederlabor<br />

Norddeutschlands, das in<br />

puncto Patientenkomfort und Vermeidung<br />

unnötiger Strahlungen höchstes<br />

Niveau erreicht. Die Mediziner engagieren<br />

sich auch sozial. So wurde einem<br />

geflüchteten syrischen Arzt geholfen,<br />

im deutschen Gesundheitswesen Fuß<br />

zu fassen. Die Ausstattung von Nachwuchsmannschaften<br />

mit Spielkleidung<br />

gehört ebenso zum Engagement wie<br />

die ehrenamtliche Betreuung von Laufveranstaltungen<br />

oder die Unterstützung<br />

des Fördervereins der Bremer Philharmoniker<br />

und der musikalischen Landschaft<br />

in Bremen. ó<br />

Heino Mühlenbeck Fleischwaren GmbH<br />

27619 Schiffdorf-Spaden<br />

Mit leckeren Grillwürsten zum Erfolg<br />

Seit genau 110 Jahren geht’s bei der<br />

Heino Mühlenbeck Fleischwaren GmbH<br />

um die Wurst. Etwa 40 Mitarbeiter<br />

produzieren Brüh- und Bratwürste,<br />

Kochwurstsorten und Kochpökelprodukte,<br />

Mettwürste und Rohpökelwaren,<br />

hausgemachte Menüs und Suppen;<br />

und sogar Grillwürste aus exklusiven<br />

Fleischsorten wie Wasserbüffel, Galloway<br />

oder Hirsch. Innovativ ist die Idee<br />

eines Wurstautomaten „Tante-Emma-<br />

Laden“ mit einer ausgereiften Kühlund<br />

Frostschutztechnik für Grillfleisch,<br />

Salate und Grillwürste. Seit 2015 investierte<br />

Mühlenbeck rund fünf Mio. Euro.<br />

Zwei eigene Heizkraftwerke produzieren<br />

Strom und Warmwasser, eine eigene Trafostation<br />

sorgt für Energie, unabhängig<br />

vom Ortsnetz. Seit 2016 besteht eine<br />

Kooperation mit den Bremerhavener<br />

Eishockey-Profis „Fischtown Pinguins“<br />

und mit EDEKA Minden-Hannover. Dafür<br />

wurde ein neues Produkt, die Fischtown<br />

Currywurst im Becher entwickelt. Teile<br />

des Verkaufserlöses fließen in die Nachwuchsarbeit<br />

des Vereins. ó<br />

Lammetal GmbH Gemeinnützige<br />

Lebenshilfe Einrichtungen<br />

31195 Lamspringe<br />

Unternehmen mit sozialem Auftrag<br />

In einem Einzelhandelsfachgeschäft<br />

werden fünf Menschen mit Behinderung<br />

als Einzelhandelsfachkraft qualifiziert<br />

und verkaufen überwiegend<br />

Produkte, die durch 24 Mitarbeiter mit<br />

Behinderung selbst hergestellt wurden.<br />

So arbeitet die anerkannte Rehabilitationseinrichtung<br />

Lammetal. Die 200<br />

Mitarbeiter entdecken die individuellen<br />

Stärken der 400 Werkstattbeschäftigten<br />

mit geistiger und körperlicher Behinderung<br />

und verbessern ihre Lebensqualität<br />

durch Maßnahmen beruflicher Bildung<br />

in verschiedenen Berufsfeldern. Ein<br />

Novum ist ein neues Wohnangebot für<br />

Menschen mit Autismus. Zusammen mit<br />

der Kirchengemeinde Lamspringe werden<br />

Deutschkurse für Flüchtlinge sowie<br />

Sprach- und Arbeitspraktika durchgeführt.<br />

Auf Jobmessen zeigt das Unternehmen<br />

auch ein besonderes Patent:<br />

ein hölzernes Schaukelpferd, das seit 40<br />

Jahren zum Markenzeichen formschöner<br />

Holzprodukte aus Lammetal geworden<br />

ist. ó


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

pb+ Ingenieurgruppe AG<br />

28199 Bremen<br />

Brücken zur Verständigung zwischen<br />

Architekt und Investor<br />

Die pb+ Ingenieurgruppe GmbH entwickelte<br />

sich in den letzten 20 Jahren<br />

zum Marktführer für Bauplanung und<br />

Bauprüfung in der Region Bremen mit<br />

45 Beschäftigten. Zahlreiche Produktinnovationen<br />

verließen schon das Büro<br />

von pb+. So wurde eine Brücke aus Kohlenstofffaser-verstärkten<br />

Kunststoffen<br />

entwickelt und pb+ machte sich beim<br />

Korrosionsschutz bei Windenergieanlagen<br />

sowie neuartigen Lärmschutzanlagen<br />

entlang von Hochgeschwindigkeitsbahnstrecken<br />

verdient. Finanziell und<br />

personell werden unter anderem der<br />

jährlich ausgelobte Schülerwettbewerb<br />

der Ingenieurkammer Bremen zur Nachwuchsförderung<br />

technischer Berufe und<br />

der jährlich gemeinsam von der Hochschule<br />

Bremen und dem Verband der<br />

beratenden Ingenieure (VBI) ausgelobte<br />

Studentenpreis für Bauingenieur- und<br />

Architekturstudenten unterstützt. ó<br />

Ruwac Industriesauger GmbH<br />

49328 Melle<br />

Spezialsauger für heikle Stoffe<br />

1976 gegründet, hat sich die Ruwac<br />

Industriesauger GmbH mit 150 Mitarbeitern<br />

weltweit als Entwickler und<br />

Produzent von Spezialsaugern für jede<br />

Anwendungsart etabliert. Ganz gleich<br />

ob Aluminium oder Asbest, Schaum<br />

oder Späne, unabhängig von Zusammensetzung<br />

oder Aggregatzustand<br />

- ein Industriesauger von Ruwac wird<br />

(v.r.n.l.):<br />

Lammetal GmbH Gemeinnützige<br />

Lebenshilfe Einrichtungen,<br />

Carolin Reulecke, Geschäftsführerin;<br />

Ruwac Industriesauger GmbH,<br />

Sebastian Jendrny, Leiter Vertrieb;<br />

pb+ Ingenieurgruppe AG,<br />

Lothar Köster, Heiner Richter, Prokuristen;<br />

Kardiologisch-Angiologische Praxis<br />

Herzzentrum Bremen, Lena Oberascher,<br />

Assistenz der Geschäftsführung;<br />

Heino Mühlenbeck Fleischwaren GmbH,<br />

Gebhard Buck, Geschäftsführer<br />

mit allen Medien fertig. So ermöglicht<br />

der Funkenfallensauger das gefahrlose<br />

Absaugen von Schleifpartikeln. Glühende<br />

Funken finden dabei ihren Weg<br />

in eine Art Falle und werden danach in<br />

einem Rohrsystem abgekühlt. Da der<br />

Trockensauger von Ruwac als Einziger<br />

auf dem Markt hoch explosive Aluminiumstäube<br />

aufnehmen darf, haben führende<br />

Autohersteller in ihren Werkstätten<br />

weltweit zertifizierte Arbeitsplätze<br />

mit Staubsaugern von Ruwac ausstatten<br />

lassen. Erfolgreichstes neues Geschäftsfeld<br />

sind darüber hinaus 3-D-Drucker, die<br />

sich zunehmend in der Industrie etablieren.<br />

Dort anfallende Stäube verlangen<br />

modernste Industriesauger. ó<br />

37<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

ASTRO Motoren GmbH & Co. KG<br />

Tel.: (0) 47 43 / 27 69 0 · astro@astro-motoren.de · www.astro-motoren.de<br />

Zu Land, im Wasser, unter Wasser,<br />

in der Luft und im Weltall<br />

Elektrokleinmotoren bis 200 Watt<br />

nach Kundenwunsch- in Millionen<br />

verschiedener Kombinationen<br />

2017<br />

Debstedt · Große Beek 7 · 27607 Geestland


Uneitelkeit und Exzellenz<br />

Aus Grußworten und Kolumnen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

38<br />

Meine Erwartung, nach der<br />

Eröffnung des Abends Zeuge<br />

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />

zu werden, wurde natürlich<br />

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />

mit Preisverleihung, Buffet und<br />

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />

begeisterte schon für sich gesehen<br />

rundum. Doch inmitten der tosenden<br />

Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />

akustischen und kulinarischen Reizen,<br />

fand ich mich im Kern aus einem noch<br />

ganz anderen Grund staunend und<br />

sprachlos.<br />

Ein Finalist nach dem anderen<br />

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />

sie über den roten Teppich die Stufen<br />

hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />

stellten Helfried Schmidt und<br />

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />

jeder Kategorie reihenweise im<br />

Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />

entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />

dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />

Uneitelkeit der Beteiligten und<br />

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />

konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />

einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />

diese Gewinner die Hinweise der<br />

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />

oder Familienunternehmer<br />

in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />

Höchste Kreativität und Perfektion in<br />

der Produktherstellung, Loyalität in der<br />

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />

Bereitschaft zur Hilfestellung<br />

für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />

Warum, fragte ich mich, stehen<br />

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />

im Fokus des allgemeinen medialen<br />

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />

dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />

nicht auf den Titelseiten unserer<br />

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />

und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />

die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />

durch ihre beharrliche Motivation,<br />

sich anderen dienstbar zu machen, das<br />

alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />

und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />

Blickt man nur auf die vergangenen<br />

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />

man fest, dass es politischen Akteuren<br />

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />

gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />

zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />

Ausmaßes verbunden, im<br />

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />

Akteure, die die Trümmer<br />

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />

angerichteten Chaos – einen<br />

immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />

Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />

Studienabbrecher und Berufslosen,<br />

die ihr eigenes, persönliches Leben<br />

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />

vermochten, die Lufthoheit des<br />

öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />

den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />

was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />

„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />

leisten, selber gar nicht ver-<br />

Lammetal GmbH<br />

Ein Unternehmen<br />

mit sozialem Auftrag<br />

•<br />

Menschen mit Behinderung als<br />

gleichberechtigte Partner<br />

•<br />

Teilhabe am Arbeitsleben und<br />

am Leben in der Gemeinschaft<br />

•<br />

Individuelle Entwicklung der<br />

Fähigkeiten und Interessen<br />

www.lammetal.net<br />

Kontakt<br />

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />

aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />

Generationen würden? Ich habe eine<br />

Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />

Einblick gewährt zu haben.<br />

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />

seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />

frei Nr. 187.<br />

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />

Bedeutung des Mittelstandes für die<br />

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />

insgesamt kann man gar nicht<br />

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />

des diesjährigen Wettbewerbes:<br />

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />

… Die Initiative, Innovationskraft und<br />

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />

– das sind zentrale<br />

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />

zu gestalten.<br />

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />

des Landes Sachsen-Anhalt,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />

Unternehmen wird jeden Tag<br />

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />

forscht. Er erschließt neue Technologien<br />

und Geschäftsfelder. Er bildet<br />

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />

in Produktion, Qualitätssicherung,<br />

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />

Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />

und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />

Unternehmertums. Der Mittelstand<br />

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />

der CDU-Fraktion im Landtag<br />

von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />

Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />

halten“, diejenigen, die wirklich die<br />

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />

Willingmann, Petra Tröger<br />

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />

der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />

Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />

von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />

Anerkennung nämlich, eine<br />

unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />

Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />

des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />

hängt in entscheidendem Maße davon<br />

ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />

MdB, sprach ein Grußwort zur<br />

Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />

39<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten <strong>2018</strong><br />

aus Nordrhein-Westfalen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

36<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

(v.r.n.l.)<br />

Pix Software GmbH,<br />

David-Andreas Bergens, CEO;<br />

PFLITSCH GlmbH & Co. KG,<br />

Matthias Stendke,<br />

geschäftsführender Gesellschafter;<br />

Augen-Zentrum-Nordwest (MVZ),<br />

Dr. med. Stefanie Schmickler,<br />

Dr. med Olaf Cartsburg, Geschäftsführer;<br />

Helmut Hinz GmbH & Co.,<br />

Günther Hinz, Geschäftsführer;<br />

Betonwerk Büscher GmbH & Co. KG,<br />

Hans-Jürgen Büscher, Wolfgang Büscher,<br />

Inhaber und Gesellschafter;<br />

Colt International GmbH, Lukas Verlage,<br />

Direktor Continentale Europe<br />

Pix Software GmbH<br />

41372 Niederkrüchten<br />

Beim Datenschutz ganz vorn<br />

Seit mehr als 10 Jahren ist die Pix<br />

Software GmbH einer der weltweit<br />

erfolgreichsten Partner der Kollaborationssoftware<br />

ATLASSIAN und bietet<br />

ein professionelles Hosting mit dem<br />

Datenschutzsiegel nach DS-BvD-GDD-01<br />

an. Die Server im Düsseldorfer Rechenzentrum<br />

„myloc“ werden über ein<br />

Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-<br />

Kälte-Kopplung gekühlt. Als innovativer<br />

Arbeitgeber schafft Pix durch modernste<br />

Technik und Ausstattung gute Arbeitsbedingungen.<br />

Durchdachte Arbeits- und<br />

Raumkonzepte sichern eine „Zukunftsfähige<br />

Unternehmenskultur“. Innerhalb<br />

von vier Jahren vervierfachte Pix Software<br />

seine Mitarbeiterzahl auf über 30.<br />

Gesellschafter, Geschäftsführer und Mitarbeiter<br />

sind ehrenamtlich bei der internationalen,<br />

christlichen Pfadfinderschaft<br />

„Royal Rangers“ tätig und vielfältig regional<br />

engagiert. ó<br />

PFLITSCH GmbH & Co. KG<br />

42499 Hückeswagen<br />

Perfekte und dichte<br />

Kabelverschraubungen<br />

Das von Ernst Pflitsch 1919 gegründete<br />

Unternehmen bietet Kabelverschraubungen<br />

und Kabelkanäle angefangen<br />

von der Entwicklung über die Produktion<br />

bis zum Vertrieb an. Als Branchenpionier<br />

brachte PFLITSCH als erstes Unternehmen<br />

eine Hygienekabelverschraubung<br />

auf den Markt. In 4.Generation<br />

mit knapp 260 Mitarbeitern werden<br />

mehr als zehn verschiedene Branchen<br />

beliefert. Bereits 1965 entwickelte das<br />

Unternehmen das erste Baukastensystem<br />

im Kabelverschraubungs-bereich,<br />

das UNI Dicht System. Eine der neuesten<br />

Technologien ist die blueglobe®<br />

mit Mehrfach-Inlet, die einen 55 Prozent<br />

größeren Dichtbereich aufweist als die<br />

Standardausführung. Zudem hat die<br />

PFLITSCH GmbH & Co. KG ein neues<br />

Portal für den Kabelverschraubungsbereich<br />

geschaffen, das bei der Planung<br />

von Schaltschränken im Anlagen- und<br />

Maschinenbau einen großen Nutzen<br />

darstellt. ó<br />

Augen-Zentrum-Nordwest (MVZ)<br />

48683 Ahaus<br />

Hochprofessionelle Augenheilkunde<br />

einmal nicht im Krankenhaus<br />

Das Augen-Zentrum-Nordwest hat sich<br />

auf die konservative und operative Versorgung<br />

von Patienten im Bereich der<br />

Augenheilkunde spezialisiert, es entstand<br />

aus der Augenarztpraxis Ahaus.<br />

Heute werden an elf Standorten im<br />

westlichen Münsterland und im Emsland<br />

Patienten flächendeckend auch in<br />

strukturschwachen Gebieten versorgt.<br />

Im vergangenen Jahr wurden 125.000<br />

Patienten untersucht, weitere 12.000<br />

Patienten ambulant und 1.000 stationär<br />

operativ behandelt. Das Augen-<br />

Zentrum bildet das gesamte Spektrum<br />

der Augenheilkunde ab. Damit gilt<br />

es als eine direkte Alternative zu den<br />

Universitäts-Augenkliniken der weiteren<br />

Umgebung mit dem Vorteil, dass<br />

neben der hochwertigen medizinischen<br />

Versorgung auch ein partnerschaftliches<br />

Miteinander mit den Patienten einen<br />

wichtigen Aspekt darstellt. ó<br />

Betonwerk Büscher GmbH & Co. KG<br />

48619 Heek<br />

Individuelle Betonfertigteile und<br />

Beton-Recycling<br />

Das Unternehmen plant und produziert<br />

Betonfertigteile für den Industrie-, Wohnungs-<br />

und Brückenbau sowie individuelle<br />

Betonfertigteile. Zur Unternehmensgruppe<br />

gehört ein Entsorgungsbetrieb<br />

mit einer eigenen Abfallbehandlungsanlage<br />

und einer Bauschuttaufbereitungsanlage<br />

inklusive Containerdienst. In der<br />

Branche genießt das Betonwerk den<br />

Ruf als individuelle Betonmanufaktur,


die vom kilogrammschweren Sockel bis<br />

zu tonnenschweren Modulbauten und<br />

Steuerzellen alles fertigt.<br />

Die Bereiche Forschung und Entwicklung<br />

sind klar im Unternehmen verankert,<br />

um neue Wege für den Einsatz von<br />

Recyclingbauschutt zu generieren. Im<br />

gesamten Bundesgebiet ist das Betonwerk<br />

Büscher mit dem Büscher Block<br />

hochangesehen, der aus 100 Prozent<br />

recycelten Bauschutt besteht und einen<br />

Beitrag zum Klimaschutz und zur Reduzierung<br />

des CO2-Ausstoßes leistet.ó<br />

Colt International GmbH<br />

47533 Kleve<br />

Brandschutz und Klimatechnik ganz groß<br />

Die Colt International GmbH ist auf<br />

dem Gebiet der technische Gebäudeausrüstung<br />

im Brandschutz, Klimatechnik<br />

und Sonnenschutz tätig mit Produktionsstätten<br />

auf vier Kontinenten.<br />

Als einziges Unternehmen bietet Colt<br />

International im vorbeugenden Brandschutz<br />

die gesamte Produktpalette<br />

aus Rauchschürzen, natürlicher und<br />

maschineller Entrauchung und Lüftung.<br />

Herausragende Projekte, an denen das<br />

Unternehmen beteiligt war, waren unter<br />

anderem der EU-Sitz in Brüssel und die<br />

Elbphilharmonie. Technologischen Vorsprung<br />

beweist Colt International insbesondere<br />

bei der Energieeffizienz der entwickelten<br />

Produkte und dabei, Produkte<br />

„smart“ zu machen, so dass sie sich in<br />

Building-Managementsysteme einbinden<br />

lassen oder eigenständig operieren<br />

können. Das Unternehmen ist beispielsweise<br />

Marktführer bei der adiabatischen<br />

Kühlung in der Gebäudelüftung. ó<br />

Helmut Hinz GmbH & Co.<br />

50937 Köln<br />

Gebäudetechnik at it’s best<br />

Das Handwerksunternehmen Helmut<br />

Hinz ist ein Betrieb für Heizung-, Sanitär-<br />

und Klimatechnik und gilt als Vorzeigeunternehmen<br />

und Qualitätsführer<br />

in dieser Region. Kunden schätzen die<br />

zahlreichen Alleinstellungsmerkmale<br />

der Helmut Hinz GmbH & Co. Wie die<br />

kostenfreie, auf zehn Jahre verlängerte<br />

Gewährleistung auf getätigten Arbeiten,<br />

fünf Jahre auf alle verbauten Komponenten<br />

sowie der automatisierte E-Mail-<br />

Statusreport für alle Kundendienstaufträge<br />

bei Auftragsanlage, Terminvergabe<br />

und Auftragserfüllung. Die Helmut Hinz<br />

GmbH & Co. Ist erster regionaler Kompetenzpartner<br />

der Pall Medical Germany,<br />

für die sie exklusiv den Pall-Filter als<br />

Sofortmaßnahme gegen Legionellen<br />

im Trinkwasser vertreibt. Das gesamte<br />

Team, 60 Mitarbeiter und elf Azubis ,<br />

definiert sich als Hinz-Familie, was den<br />

Zusammenhalt und die hohe Zufriedenheit<br />

der Mitarbeiter widerspiegelt. ó<br />

37<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


Uneitelkeit und Exzellenz<br />

Aus Grußworten und Kolumnen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

38<br />

Meine Erwartung, nach der<br />

Eröffnung des Abends Zeuge<br />

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />

zu werden, wurde natürlich<br />

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />

mit Preisverleihung, Buffet und<br />

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />

begeisterte schon für sich gesehen<br />

rundum. Doch inmitten der tosenden<br />

Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />

akustischen und kulinarischen Reizen,<br />

fand ich mich im Kern aus einem noch<br />

ganz anderen Grund staunend und<br />

sprachlos.<br />

Ein Finalist nach dem anderen<br />

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />

sie über den roten Teppich die Stufen<br />

hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />

stellten Helfried Schmidt und<br />

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />

jeder Kategorie reihenweise im<br />

Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />

entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />

dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />

Uneitelkeit der Beteiligten und<br />

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />

konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />

einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />

diese Gewinner die Hinweise der<br />

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />

oder Familienunternehmer<br />

in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />

Höchste Kreativität und Perfektion in<br />

der Produktherstellung, Loyalität in der<br />

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />

Bereitschaft zur Hilfestellung<br />

für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />

Warum, fragte ich mich, stehen<br />

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />

im Fokus des allgemeinen medialen<br />

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />

dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />

nicht auf den Titelseiten unserer<br />

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />

und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />

die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />

durch ihre beharrliche Motivation,<br />

sich anderen dienstbar zu machen, das<br />

alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />

und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />

Blickt man nur auf die vergangenen<br />

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />

man fest, dass es politischen Akteuren<br />

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />

gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />

zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />

Ausmaßes verbunden, im<br />

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />

Akteure, die die Trümmer<br />

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />

angerichteten Chaos – einen<br />

immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />

Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />

Studienabbrecher und Berufslosen,<br />

die ihr eigenes, persönliches Leben<br />

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />

vermochten, die Lufthoheit des<br />

öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />

den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />

was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />

„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />

leisten, selber gar nicht ver-<br />

Lammetal GmbH<br />

Ein Unternehmen<br />

mit sozialem Auftrag<br />

•<br />

Menschen mit Behinderung als<br />

gleichberechtigte Partner<br />

•<br />

Teilhabe am Arbeitsleben und<br />

am Leben in der Gemeinschaft<br />

•<br />

Individuelle Entwicklung der<br />

Fähigkeiten und Interessen<br />

www.lammetal.net<br />

Kontakt<br />

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />

aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />

Generationen würden? Ich habe eine<br />

Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />

Einblick gewährt zu haben.<br />

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />

seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />

frei Nr. 187.<br />

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />

Bedeutung des Mittelstandes für die<br />

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />

insgesamt kann man gar nicht<br />

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />

des diesjährigen Wettbewerbes:<br />

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />

… Die Initiative, Innovationskraft und<br />

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />

– das sind zentrale<br />

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />

zu gestalten.<br />

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />

des Landes Sachsen-Anhalt,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />

Unternehmen wird jeden Tag<br />

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />

forscht. Er erschließt neue Technologien<br />

und Geschäftsfelder. Er bildet<br />

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />

in Produktion, Qualitätssicherung,<br />

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />

Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />

und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />

Unternehmertums. Der Mittelstand<br />

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />

der CDU-Fraktion im Landtag<br />

von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />

Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />

halten“, diejenigen, die wirklich die<br />

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />

Willingmann, Petra Tröger<br />

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />

der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />

Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />

von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />

Anerkennung nämlich, eine<br />

unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />

Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />

des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />

hängt in entscheidendem Maße davon<br />

ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />

MdB, sprach ein Grußwort zur<br />

Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />

39<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten <strong>2018</strong><br />

aus Rheinland-Pfalz / Saarland<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

36<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

(v.r.n.l.):<br />

apra-norm Elektomechanik GmbH,<br />

Sabine Rademacher-Anschütz mit<br />

Begleitung, Geschäftsführerin;<br />

Augel GmbH, Andre Prytamannyi,<br />

Projektleiter;<br />

Klaus Weinand Heizung & Sanitär,<br />

Klaus Weinand, Geschäftsführer;<br />

Nanogate AG, Stefanie Müller, Juliane<br />

Wernet, beide Marketing;<br />

Wessamat Eismaschinenfabrik GmbH,<br />

Michael Jäger und Begleitung,<br />

Geschäftsführer;<br />

Weingut Peter Kriechel GbR,<br />

Peter Kriechel, Michael Kriechel,<br />

Geschäftsführer<br />

Weingut Peter Kriechel GbR<br />

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler<br />

Im Einklang mit der Heimat<br />

Das Weingut Peter Kriechel hat sich in 3.<br />

Generation mit etwa 24 ha Anbaufläche<br />

zum größten privaten Weingut an der<br />

Ahr entwickelt. Neben Spät-, Weiß- und<br />

Grauburgunder wird auf rund 4 ha die<br />

seltene Ahr-Spezialität Frühburgunder<br />

angebaut. Zahlreiche Preise belegen die<br />

hohe Qualität des Rotweines. Mit 91<br />

Punkten ist der 2015er Grauburgunder<br />

der bestbewertete trockene Ahr-Weißwein,<br />

den es bisher im „Gault Millau“<br />

gab. Der Betrieb setzt auf Leguminosen<br />

als Gründünger, verzichtet auf Insektizide,<br />

bezieht Energie über die hauseigene<br />

Photovoltaikanlage und lässt seine<br />

Weinfässer aus heimischer Ahr-Eiche<br />

herstellen. Derzeit sind 10 Vollzeit- und<br />

9 Teilzeitangestellte, 3 Auszubildende<br />

sowie mehrere Praktikanten beschäftigt.<br />

Für Erhalt und Pflege der Natur- und Kulturlandschaft<br />

werden traditionsreiche<br />

Schützengesellschaften oder gemeinsam<br />

mit der örtlichen Grundschule der<br />

Bau eines Bienenhotels unterstützt. ó<br />

Wessamat Eismaschinenfabrik GmbH<br />

67661 Kaiserslautern<br />

Europaweit an der Spitze des<br />

Eisberges<br />

Seit 1986 stellt die Wessamat Eismaschinenfabrik<br />

GmbH Eiswürfel- und Crushed-Ice-Bereiter<br />

für den nationalen wie<br />

internationalen Vertrieb her. Bei der Konzeption<br />

von industriellen Großanlagen,<br />

die in 24 Stunden 120 Tonnen Eis produzieren,<br />

hält sie mit heute 58 Mitarbeitern<br />

und mehr als 10 Patenten die europaweite<br />

Technologieführerschaft. Mit den<br />

Produktlinien Combi-Line, Micro Cube<br />

und Crusher ist Wessamat Marktführer.<br />

Die Einsatzmöglichkeiten reichen von<br />

der Gastronomie bis zu Sportmedizin,<br />

Labor- und Medizintechnik, Wurst- und<br />

Backwarenproduktion, Landwirt-schaft,<br />

Lebensmittelhandel und exklusiver<br />

Kücheneinrichtung. Verbesserungsvorschläge<br />

werden bei Umsetzung mit 25<br />

Prozent der Jahreseinsparung prämiert.<br />

Betriebsrat, Mitarbeiter und Vorgesetzte<br />

wirken gemeinsam an einem internen<br />

Beurteilungs- und individuellen Prämiensystem<br />

mit, bei dem sich monatliche<br />

Prämien aus Unternehmenserfolg, Mitarbeiterbewertung<br />

und Anwesenheitsstunden<br />

errechnen. ó<br />

Augel GmbH<br />

56745 Weibern<br />

Bauexpertise seit 1928<br />

Die Augel GmbH plant, baut und sichert<br />

Bürogebäude, Fundamente, Kleinkläranlagen,<br />

Umspannstationen, Tankstellen,<br />

Pipelines und Hallen. Dank flexibler<br />

Arbeitszeit-modelle können ganzjährig<br />

und rund um die Uhr Aufträge realisiert<br />

werden. Die Innovationskraft zeigt sich<br />

in der Entwicklung des ultrahochfesten<br />

Materials „ingbeton“ zur dauerhaften<br />

Bodensanierung besonders strapazierter<br />

Flächen im Industrie- und Verkehrsbau<br />

oder in der „Digitalen Bauakte“, mit<br />

der alle Projektbeteiligten vom Eingang<br />

der Anfrage bis zur Schlussrechnung auf<br />

sämtliche Dokumente zugreifen können.<br />

Derzeit beschäftigt die Augel GmbH 90<br />

Mitarbeiter sowie zwölf Auszubildende<br />

und Praktikanten. Mit der Einführung<br />

eines Einstellungstests konnte das<br />

Unternehmen das Niveau der Auszubildenden<br />

deutlich anheben. Als Bestandteil<br />

des Gesundheitsmanagementsystems<br />

finden alle zwei Monate für die<br />

Verwaltungsangestellten „Kraft der<br />

Gedanken“-Workshops statt. ó<br />

Klaus Weinand Heizung & Sanitär<br />

54608 Bleialf<br />

Erfolgsgeschichte aus Familienhand<br />

1983 als Ein-Mann-Betrieb gegründet,<br />

hat sich Klaus Weinand Heizung & Sanitär<br />

heute erfolgreich in der Region etabliert<br />

und konnte Standorte in Köln und<br />

Luxemburg eröffnen. Klaus Weinand<br />

bietet maßgeschneiderte Heizungs- und<br />

Sanitär-dienstleistungen an. Dazu gehören<br />

neben Öl- und Gasheizungsanlagen


moderne Energieversorgungs-konzepte<br />

wie Wärmepumpen, Solaranlagen, Pellet-<br />

und Hackschnitzelheizungen. Größten<br />

Wert legt das Unternehmen auf die<br />

Familien seiner derzeit 45 Mitarbeiter,<br />

zehn Auszubildenden und Praktikanten.<br />

Die speziellen Bedürfnisse etwa Alleinerziehender<br />

oder Eltern von Kleinkindern<br />

werden respektiert und bestmöglichst<br />

bei der Arbeitszeitplanung berücksichtigt.<br />

Klaus Weinand setzt sich gezielt für<br />

die Förderung von Asylbewerbern und<br />

Bewerbern aus sozial schwierigen Verhältnissen<br />

ein. Darüber hinaus engagiert<br />

sich das Unternehmen für zahlreiche<br />

Vereine und gesellschaftliche Veranstaltungen<br />

in der Region. ó<br />

Nanogate SE<br />

66287 Quierschied-Göttelborn<br />

Mit Plan zum Erfolg<br />

1999 gegründet, entwickelt sich Nanogate<br />

SE mit rund 1.200 Mitarbeitern<br />

zum weltweit führenden Spezialisten<br />

für Hightech-Oberflächen und -komponenten<br />

und zum europäischen Vorreiter<br />

für Nano-technologie. Es stellt seinen<br />

Kunden technologisch und optisch hochwertige<br />

Systeme zur Verfügung, mit<br />

neuen Eigenschaften wie Kratzfestigkeit,<br />

UV-Schutz, erleichterte Reinigung,<br />

Antibeschlag oder Antistatik. Die Anwendung<br />

reicht von Fahrzeugbauteilen über<br />

Outdoor-Bekleidung bis hin zu Kunststoffscheiben<br />

in Flugzeugen und energieeffizienten<br />

Oberflächen in Heizungsanlagen.<br />

Der Erfolg liegt nicht zuletzt in<br />

der systematischen Unternehmensentwicklung<br />

mit festgeschriebenen Phasen<br />

und langfristiger Wachstumsstrategie<br />

begründet. Seit 2014 wurde der Umsatz<br />

mehr als verdoppelt. Nanogate unterstützt<br />

German Doctors e. V., die freiwillige<br />

Arzteinsätze in Entwicklungsländern<br />

leistet, und vermittelt Kindern in einer<br />

„Märchenakademie“ naturwissenschaftliche<br />

Fertigkeiten und Fähigkeiten. ó<br />

apra-norm Elektromechanik GmbH<br />

54552 Mehren<br />

Erfolgreiche Schale für den<br />

elektronischen Kern<br />

Unter dem Slogan „Die optimale Schale<br />

für wertvolle Elektronik“ entwickelt<br />

apra-norm seit fast 50 Jahren Gehäuseund<br />

Schranksysteme für Kunden aus<br />

mehr als 25 Industriezweigen, darunter<br />

Luft- und Raumfahrttechnik, Energiespeicher-<br />

und Bürotechnik, Maschinenbau<br />

und Medizintechnik. 70 Patente und<br />

Gebrauchsmuster zeigen die besondere<br />

Innovationskraft. Das familiengeführte<br />

Unternehmen beschäftigt derzeit 266<br />

Mitarbeiter sowie 40 Auszubildende<br />

und Praktikanten. Die durchschnittliche<br />

Betriebszugehörigkeit beträgt 24 Jahre.<br />

Mitarbeitern stehen derzeit 37 unterschiedliche<br />

Arbeitszeitmodelle zur Verfügung.<br />

Seit 1980 unterstützt apra-norm<br />

die Europäische-Werkstätten-Cooperation<br />

gGmbH durch Außenarbeitsplätze<br />

für psychisch behinderte Menschen und<br />

engagiert sich unter anderem für den<br />

Maare-Mosel-Lauf und die Ferienfreizeiten<br />

des SV Neunkirchen. ó<br />

37<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


Uneitelkeit und Exzellenz<br />

Aus Grußworten und Kolumnen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

38<br />

Meine Erwartung, nach der<br />

Eröffnung des Abends Zeuge<br />

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />

zu werden, wurde natürlich<br />

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />

mit Preisverleihung, Buffet und<br />

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />

begeisterte schon für sich gesehen<br />

rundum. Doch inmitten der tosenden<br />

Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />

akustischen und kulinarischen Reizen,<br />

fand ich mich im Kern aus einem noch<br />

ganz anderen Grund staunend und<br />

sprachlos.<br />

Ein Finalist nach dem anderen<br />

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />

sie über den roten Teppich die Stufen<br />

hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />

stellten Helfried Schmidt und<br />

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />

jeder Kategorie reihenweise im<br />

Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />

entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />

dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />

Uneitelkeit der Beteiligten und<br />

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />

konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />

einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />

diese Gewinner die Hinweise der<br />

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />

oder Familienunternehmer<br />

in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />

Höchste Kreativität und Perfektion in<br />

der Produktherstellung, Loyalität in der<br />

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />

Bereitschaft zur Hilfestellung<br />

für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />

Warum, fragte ich mich, stehen<br />

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />

im Fokus des allgemeinen medialen<br />

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />

dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />

nicht auf den Titelseiten unserer<br />

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />

und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />

die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />

durch ihre beharrliche Motivation,<br />

sich anderen dienstbar zu machen, das<br />

alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />

und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />

Blickt man nur auf die vergangenen<br />

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />

man fest, dass es politischen Akteuren<br />

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />

gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />

zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />

Ausmaßes verbunden, im<br />

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />

Akteure, die die Trümmer<br />

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />

angerichteten Chaos – einen<br />

immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />

Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />

Studienabbrecher und Berufslosen,<br />

die ihr eigenes, persönliches Leben<br />

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />

vermochten, die Lufthoheit des<br />

öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />

den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />

was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />

„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />

leisten, selber gar nicht ver-<br />

Lammetal GmbH<br />

Ein Unternehmen<br />

mit sozialem Auftrag<br />

•<br />

Menschen mit Behinderung als<br />

gleichberechtigte Partner<br />

•<br />

Teilhabe am Arbeitsleben und<br />

am Leben in der Gemeinschaft<br />

•<br />

Individuelle Entwicklung der<br />

Fähigkeiten und Interessen<br />

www.lammetal.net<br />

Kontakt<br />

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />

aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />

Generationen würden? Ich habe eine<br />

Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />

Einblick gewährt zu haben.<br />

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />

seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />

frei Nr. 187.<br />

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />

Bedeutung des Mittelstandes für die<br />

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />

insgesamt kann man gar nicht<br />

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />

des diesjährigen Wettbewerbes:<br />

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />

… Die Initiative, Innovationskraft und<br />

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />

– das sind zentrale<br />

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />

zu gestalten.<br />

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />

des Landes Sachsen-Anhalt,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />

Unternehmen wird jeden Tag<br />

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />

forscht. Er erschließt neue Technologien<br />

und Geschäftsfelder. Er bildet<br />

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />

in Produktion, Qualitätssicherung,<br />

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />

Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />

und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />

Unternehmertums. Der Mittelstand<br />

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />

der CDU-Fraktion im Landtag<br />

von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />

Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />

halten“, diejenigen, die wirklich die<br />

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />

Willingmann, Petra Tröger<br />

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />

der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />

Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />

von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />

Anerkennung nämlich, eine<br />

unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />

Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />

des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />

hängt in entscheidendem Maße davon<br />

ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />

MdB, sprach ein Grußwort zur<br />

Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />

39<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten <strong>2018</strong> aus Sachsen-Anhalt<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

36<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

v.r.n.l.:<br />

ALEXMENÜ GmbH & CO. KG,<br />

Alexandra Krotki, Geschäftsführerin;<br />

Cybertrading GmbH,<br />

Frank Niemann, Geschäftsführer;<br />

ThermHex Waben GmbH,<br />

Jochen Pflug, Geschäftsführer<br />

ALEXMENÜ GmbH & Co. KG<br />

39126 Magdeburg<br />

Essen – gesund und lecker<br />

Das Familienunternehmen hat sich der<br />

gesunden Ernährung verschrieben. Kerngeschäft<br />

ist die Kinder- und Schulspeisung,<br />

für täglich rund 9.000 Mittagessen,<br />

3.000 Portionen Frühstück und Vesper<br />

sowie 4.500 Essen für älteren Menschen<br />

in Hamburg, Bremen und Berlin.<br />

Um Kinder schon früh an eine gesunde<br />

Ernährung heranzuführen, bietet die<br />

ALEXMENÜ Wissenseinheiten und mit<br />

„Hopsi & Klopsi“ maskottchengestützte<br />

Ernährungsprojekte. Das Unternehmen<br />

hat eine hauseigene Fleischerei und verzichtet<br />

auf Konservierungsstoffe und<br />

Geschmacksverstärker. Dank der eigenen<br />

Ernährungswissenschaftler können<br />

Sie auf Lebensmittelallergien reagieren.<br />

ALEXMENÜ unterstützt Schulvereine,<br />

Schülercafés und Kindergärten. ó<br />

Cybertrading GmbH<br />

39179 Barleben<br />

Remarketing statt Entsorgung<br />

Die Cybertrading GmbH hat sich auf<br />

nationalen und internationalen Handel<br />

mit IT-Hardware, vor allem im Bereich<br />

B2B, spezialisiert. Das Produktportfolio<br />

umfasst unterschiedliche Hardwarekomponenten<br />

und setzt auf den<br />

Vertrieb von neuer wie auch generalüberholter<br />

Technik. Das Unternehmen<br />

steigerte ihren Umsatz um 23 Prozent<br />

pro Jahr durch neue Vertriebskanäle wie<br />

einem Onlineshop und Online-Marktplätzen<br />

sowie durch Professionalisierung<br />

der Mitarbeiter. Das Kinderförderwerk<br />

Magdeburg e. V. und die Tafel werden<br />

ebenso unterstützt wie die Früh- und<br />

Neugeborenenabteilung des Universitätsklinikums<br />

Magdeburg mit einen speziellen<br />

Känguru-Stuhl. ó<br />

ThermHex Waben GmbH<br />

<strong>06</strong>130 Halle/Saale<br />

Wabenkerne für Sandwichbauteile<br />

Die ThermHex Waben GmbH ist Spezialist<br />

für besonders kosten- und ressourcensparende<br />

Wabenkernproduktionen<br />

sowie in der Herstellung vollständig<br />

recycelbaren Wabenplatten im in-line-<br />

Verfahren. Dadurch können Platten in<br />

individueller Länge produziert werden.<br />

Dank des kostengünstigen Produktionsverfahrens<br />

haben sie die Kostenführerschaft<br />

weltweit. Weiterhin wurde ein<br />

großserienfähiges Organosandwich<br />

zum Einsatz in Automobilen und ein<br />

duroplastischer sowie ein thermoplastischer<br />

Wabenkern für die Luftfahrtindustrie<br />

entwickelt und ein Wabenkern mit<br />

einer Zellweite von 3,5 Millimetern. ó<br />

Salzwedeler Baumkuchen GmbH<br />

29410 Salzwedel<br />

Leckerei mit Tradition<br />

Die Salzwedeler Baumkuchen GmbH ist<br />

eine handwerkliche Bäckerei mit Vollsortiment,<br />

deren Tradition auf das Jahr 1843<br />

mit der erstmaligen Erwähnung des<br />

Salzwedeler Baumkuchens zurückzuführen<br />

ist. 115 Beschäftigte, die sich auf 12<br />

Filialen, 6 Verkaufsmobile und 3 Cafés<br />

verteilen, bieten den Kunden 29 Brotsorten,<br />

23 Brötchensorten und 134 Kuchenerzeugnisse<br />

an. Das Premiumprodukt ist<br />

der Original Salzwedeler Baumkuchen.<br />

Den „Tag des Baumkuchens“ rief das<br />

Unternehmen ins Leben und wirkte mit<br />

bei der Einrichtung des „Baumkuchengeschichtszimmers“<br />

im Märchenpark von<br />

Salzwedel. ó


Mittelstand braucht Unterstützung<br />

außerhalb der Politik<br />

© www.AndreasLander.de © www.AndreasLander.de<br />

Grußwort von Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident<br />

des Landes Sachsen-Anhalt,<br />

zum „Großen Preis des Mittelstandes“<br />

<strong>2018</strong><br />

In Ostdeutschland ist der Mittelstand<br />

nicht nur das Rückgrat der Wirtschaft,<br />

er ist die Wirtschaft selbst. Dafür steht<br />

nicht nur der Wertschöpfungsbeitrag,<br />

sondern auch das große Arbeitsplatzund<br />

Ausbildungsangebot. Leider stehen<br />

die Belange kleiner und mittlere Betriebe<br />

nicht immer im Blickpunkt einer überregionalen<br />

Öffentlichkeit. Deshalb braucht<br />

der Mittelstand auch außerhalb der<br />

Politik Unterstützer, die sich tagtäglich<br />

Mit Initiative, Innovationskraft und<br />

Kreativität „Zukunft gestalten“<br />

Grußwort von Prof. Dr. Armin Willingmann,<br />

Minister für Wirtschaft, Wissenschaft<br />

und Digitalisierung des Landes<br />

Sachsen-Anhalt, zum „Großen Preis des<br />

Mittelstandes“ <strong>2018</strong><br />

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die<br />

große Bedeutung des Mittelstandes<br />

für die deutsche Wirtschaft und unsere<br />

Gesellschaft insgesamt kann man gar<br />

nicht oft genug hervorheben. Gut 99<br />

Prozent der Unternehmen in Deutschland<br />

sind Mittelständler – sie beschäftigen<br />

rund zwei Drittel der sozialversicherungspflichtigen<br />

Arbeitnehmer. In<br />

Sachsen-Anhalt liegt der Anteil sogar<br />

noch höher. Doch nicht nur für Wachstum,<br />

Beschäftigung und Wohlstand sind<br />

die kleinen und mittleren Unternehmen<br />

in ihren Regionen wichtig, sondern auch<br />

durch ihr großes gesellschaftliches und<br />

soziales Engagement. Dieses zählt zu<br />

Recht zu den fünf Kriterien bei der Vergabe<br />

des „Großen Preises des Mittelstandes<br />

<strong>2018</strong>“.<br />

Die deutsche Wirtschaft brummt<br />

derzeit so laut wie lange nicht. Gerade<br />

unsere vielen Mittelständler profitieren<br />

von der aktuell sehr positiven konjunkturellen<br />

Entwicklung. Das darf aber nicht<br />

von der wichtigen Frage ablenken, ob<br />

für ihn einsetzen. Ich danke der Oskar-<br />

Patzelt-Stiftung, dass sie genau dies tut.<br />

Ihre beharrliche Arbeit ist in hohem<br />

Maße bewundernswert. Sichtbar wird<br />

sie vor allem durch den jedes Jahr vergebenen<br />

Großen Preis des Mittelstandes.<br />

Der Wettbewerb würdigt nicht nur die<br />

Leistungen der Unternehmen. Er sorgt<br />

zudem für Publicity. Das ist auch dringend<br />

nötig, denn Erfolgsgeschichten<br />

mittelständischer Firmen werden oft<br />

im Verborgenen geschrieben. Ich freue<br />

mich, dass der in dieser Form einzigartige<br />

und inzwischen bundesweite Mittelstandspreis<br />

von Mitteldeutschland<br />

ausgegangen ist. Ich danke der Stiftung<br />

für ihr jahrzehntelanges unermüdliches<br />

Engagement.<br />

Die Unternehmen sind für die<br />

Zukunft gut gerüstet. Ihr wichtigstes<br />

Kapital ist das Know-how ihrer Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter. Das Bewusstsein<br />

dafür ist angesichts der demografischen<br />

Entwicklung gewachsen. Es ist vor<br />

diesem Hintergrund eine große Herausforderung,<br />

den Fachkräftenachwuchs<br />

weiterhin zu sichern. Rege Kontakte mit<br />

den umliegenden Schulen und Hochschulen<br />

sind dazu ebenso notwendig<br />

wie eine ordentliche Bezahlung und die<br />

Schaffung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen.<br />

Mein Eindruck ist, dass<br />

die heimischen Firmen hier deutliche<br />

Fortschritte machen. Dieser Weg muss<br />

fortgesetzt werden.<br />

Die Landesregierung ist fortlaufend<br />

bestrebt, bestmögliche Rahmenbedingungen<br />

für die heimischen Unternehmen<br />

zu schaffen. Auch Neugründungen<br />

und Innovationen stehen im Fokus. Wir<br />

nutzen hier die Möglichkeiten, die die im<br />

Rahmen der aktuellen EU-Förderperiode<br />

zur Verfügung stehenden Mittel bieten.<br />

Sehr gern habe ich auch in diesem<br />

Jahr im Rahmen des Großen Mittelstandspreises<br />

die Schirmherrschaft für<br />

die Wettbewerbsregion Sachsen-Anhalt<br />

übernommen. Ich wünsche der Jury eine<br />

glückliche Hand bei der Auswahl der<br />

Preisträger. ó<br />

sich der Mittelstand in Deutschland auch<br />

künftig erfolgreich entwickeln kann – ob<br />

also in den Unternehmen wichtige Weichen<br />

gestellt werden. Damit sind wir<br />

beim Leitspruch des diesjährigen Wettbewerbes:<br />

„Zukunft gestalten“.<br />

Das Motto ist gut gewählt: Deutschland<br />

braucht auch künftig einen erfolgreichen<br />

Mittelstand, der die Gesellschaft<br />

in vielen Bereichen stärkt. Die Zukunft<br />

bringt zahlreiche Herausforderungen<br />

mit sich, die es zu bewältigen gilt; zu den<br />

wichtigsten zählen die Digitalisierung<br />

und der zunehmende Fachkräftemangel.<br />

Die Initiative, Innovationskraft und<br />

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />

– das sind zentrale<br />

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />

zu gestalten. Ich bin zuversichtlich, dass<br />

uns dies gemeinsam gelingt. ó<br />

37<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


Uneitelkeit und Exzellenz<br />

Aus Grußworten und Kolumnen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

38<br />

Meine Erwartung, nach der<br />

Eröffnung des Abends Zeuge<br />

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />

zu werden, wurde natürlich<br />

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />

mit Preisverleihung, Buffet und<br />

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />

begeisterte schon für sich gesehen<br />

rundum. Doch inmitten der tosenden<br />

Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />

akustischen und kulinarischen Reizen,<br />

fand ich mich im Kern aus einem noch<br />

ganz anderen Grund staunend und<br />

sprachlos.<br />

Ein Finalist nach dem anderen<br />

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />

sie über den roten Teppich die Stufen<br />

hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />

stellten Helfried Schmidt und<br />

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />

jeder Kategorie reihenweise im<br />

Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />

entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />

dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />

Uneitelkeit der Beteiligten und<br />

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />

konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />

einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />

diese Gewinner die Hinweise der<br />

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />

oder Familienunternehmer<br />

in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />

Höchste Kreativität und Perfektion in<br />

der Produktherstellung, Loyalität in der<br />

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />

Bereitschaft zur Hilfestellung<br />

für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />

Warum, fragte ich mich, stehen<br />

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />

im Fokus des allgemeinen medialen<br />

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />

dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />

nicht auf den Titelseiten unserer<br />

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />

und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />

die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />

durch ihre beharrliche Motivation,<br />

sich anderen dienstbar zu machen, das<br />

alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />

und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />

Blickt man nur auf die vergangenen<br />

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />

man fest, dass es politischen Akteuren<br />

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />

gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />

zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />

Ausmaßes verbunden, im<br />

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />

Akteure, die die Trümmer<br />

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />

angerichteten Chaos – einen<br />

immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />

Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />

Studienabbrecher und Berufslosen,<br />

die ihr eigenes, persönliches Leben<br />

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />

vermochten, die Lufthoheit des<br />

öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />

den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />

was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />

„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />

leisten, selber gar nicht ver-<br />

Lammetal GmbH<br />

Ein Unternehmen<br />

mit sozialem Auftrag<br />

•<br />

Menschen mit Behinderung als<br />

gleichberechtigte Partner<br />

•<br />

Teilhabe am Arbeitsleben und<br />

am Leben in der Gemeinschaft<br />

•<br />

Individuelle Entwicklung der<br />

Fähigkeiten und Interessen<br />

www.lammetal.net<br />

Kontakt<br />

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />

aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />

Generationen würden? Ich habe eine<br />

Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />

Einblick gewährt zu haben.<br />

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />

seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />

frei Nr. 187.<br />

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />

Bedeutung des Mittelstandes für die<br />

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />

insgesamt kann man gar nicht<br />

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />

des diesjährigen Wettbewerbes:<br />

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />

… Die Initiative, Innovationskraft und<br />

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />

– das sind zentrale<br />

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />

zu gestalten.<br />

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />

des Landes Sachsen-Anhalt,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />

Unternehmen wird jeden Tag<br />

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />

forscht. Er erschließt neue Technologien<br />

und Geschäftsfelder. Er bildet<br />

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />

in Produktion, Qualitätssicherung,<br />

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />

Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />

und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />

Unternehmertums. Der Mittelstand<br />

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />

der CDU-Fraktion im Landtag<br />

von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />

Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />

halten“, diejenigen, die wirklich die<br />

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />

Willingmann, Petra Tröger<br />

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />

der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />

Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />

von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />

Anerkennung nämlich, eine<br />

unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />

Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />

des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />

hängt in entscheidendem Maße davon<br />

ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />

MdB, sprach ein Grußwort zur<br />

Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />

39<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten <strong>2018</strong> aus Sachsen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

36<br />

markSTAHL Roland Markert<br />

09387 Jahnsdorf/Erzgebirge<br />

Robotergesteuerte Veredlung<br />

von Stahlrohren<br />

Das vor 8 Jahren gründete Unternehmen<br />

spezialisierte sich auf den Verkauf<br />

und die individuelle Ver- und Bearbeitung<br />

von Stahlrohren. Für kurze Wege<br />

wurde eine Niederlassung in Dortmund<br />

gegründet. Die weltweite Zusammenarbeit<br />

mit großen Stahlwerken wurde<br />

gesucht. Getreu dem Motto „Geht nicht,<br />

gibt´s nicht“ verstehen es die Mitarbeiter,<br />

Bearbeitungsschritte sowie die<br />

Anlieferung just in time aus einer Hand<br />

anzubieten. Kunden aus der Möbel-,<br />

Medizin- und Automobilindustrie mit<br />

Sonderlösungen finden hier den richtigen<br />

Partner. 2016 gelang es markSTAHL,<br />

eine Weltneuheit vorzustellen: die All-inone-Technologie.<br />

ó<br />

LEIPZIGER Logistik & Lagerhaus GmbH<br />

04249 Leipzig<br />

Logistik und mehr aus einer Hand<br />

Als Günter Bauer 1990 die Firma gründete,<br />

wollte er beweisen, dass mit den<br />

Leipzigern künftig deutschlandweit<br />

zu rechnen sein wird. Knapp drei Jahrzehnte<br />

später ist das Unternehmen<br />

mit einem Außenlager in Zwenkau und<br />

Niederlassungen in Hamburg, Ettlingen<br />

und Rodgau sowie 90 Mitarbeitern breit<br />

aufgestellt. Das Unternehmen bietet<br />

integrierte Logistikdienstleistungen für<br />

den deutschen und europäischen Markt.<br />

25.000 Warenpaletten werden eingelagert<br />

und bewegt. Die LEIPZIGER Logistik<br />

& Lagerhaus GmbH gründete eine Leipziger<br />

Galerie und am Kap Zwenkau eine<br />

Badische Wein-, Kunst- und Gourmet-<br />

Stube „Zum Türkenlouis“. ó<br />

ITSM IT-Systeme & Management GmbH<br />

08427 Fraureuth<br />

Perfekte IT für Bau und Handwerk<br />

Kernkompetenz sind miteinander kommunizierende<br />

IT-Systeme, die die Ressourcenplanung<br />

eines Unternehmens<br />

unterstützen. Als ERP-Komplettanbieter<br />

ist das Unternehmen bei der technischen<br />

Gebäudeausrüstung in Sachsen<br />

Marktführer. Gegründet 2004 von Jana<br />

Popp, Uwe Gündel und Torsten Jacobasch.<br />

Ein sehr gut ausgebildetes Team<br />

sicherte ITSM ein zweistelliges Wachstum<br />

sowie langfristige Partnerschaften.<br />

Familienfreundlichkeit wird großgeschrieben.<br />

Seit Jahren wird unterstützt<br />

die Kindervereinigung Dresden e. V.<br />

sowie das Projekt „Kinder Gardening“<br />

der KITA „Regenbogen“ in Fraureuth. ó<br />

KSM Mike Schärschmidt<br />

04420 Markranstädt/OT Großlehna<br />

Energieeffiziente Haustechnik<br />

zum Wohlfühlen<br />

Sanitär, Heizung, Klima – darum kümmert<br />

sich seit 42 Jahren in 3. Generation<br />

die Firma Mike Schärschmidt. Mit<br />

modernen Konzepten sorgen 9 Mitarbeiter<br />

dafür, dass Energiekosten nicht weiter<br />

steigen. Mit der ISO-Zertifizierung<br />

und der Vorführanlage zur Gewinnung<br />

von Alternativenergien im spanischen<br />

Llorret de Mar besitzt das Unternehmen<br />

ein Alleinstellungsmerkmal. Als<br />

vorbildlicher Ausbildungsbetrieb sorgt<br />

die Firma für Mitarbeiternachwuchs. Ziel<br />

ist Jugendliche für Handwerksberufe zu<br />

finden und zu begeistern. Unterstützt<br />

werden lokale Vereine wie Schach, Ringen<br />

und Fußball sowie die Freiwillige<br />

Feuerwehr. ó<br />

ERFOLG!<br />

Interpane entwickelt maßgeschneiderte Isolierverglasungen<br />

für Wohnhäuser und die beste Architektur in<br />

aller Welt. Unsere Produkte sind Gegenstand ständiger<br />

Forschung und ihre technologische Weiterentwicklung<br />

trägt seit vielen Jahren zu Energieeffizienz und Umweltschutz<br />

bei. Und dafür, dass wir immer nah an unseren<br />

Kunden geblieben sind, haben Sie uns nun zum Preisträger<br />

des «Großen Preis des Mittelstandes» gewählt - das macht<br />

uns stolz! Wir sagen DANKE!<br />

Ihr Sebastian Schmidt<br />

ap grand prix0910.indd 1 09/10/17 12:50


© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

REIER ist spezialisiert auf die Entwicklung,<br />

Herstellung und Montage von<br />

Museums- und Ausstellungseinrichtungen,<br />

insbesondere von Vitrinen. Das<br />

Unternehmen gehört zu den weltweit<br />

nur fünf hochspezialisierten Anbietern.<br />

Da die Auftraggeber zu 90 % ihren Sitz<br />

im Ausland haben, müssen die Mitarv.r.n.l.:<br />

markSTAHL - Roland Markert,<br />

Roland Markert, Geschäftsführer;<br />

LEIPZIGER Logistik & Lagerhaus GmbH,<br />

Günter Bauer, Geschäftsführer;<br />

ITSM IT-Systeme & Management GmbH,<br />

Jana Popp, Geschäftsleitung;<br />

Firma Mike Schärschmidt,<br />

Mike Schärschmidt, Geschäftsführer<br />

37<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Vitrinen- und Glasbau REIER GmbH<br />

02991 Lauta<br />

Schutz für die Schätze der Welt<br />

Die Erfolgsgeschichte der Vitrinen- und<br />

Glasbau REIER GmbH begann vor 30<br />

Jahren in der Werkstatt des Privathauses<br />

von Firmengründer Volker Reier.<br />

beiter bei REIER zwölf verschiedene<br />

Sprachen abdecken. Während damals<br />

auf einer Fläche von 400 qm produziert<br />

wurde, entstehen heute auf 6.500 qm<br />

hochspezialisierte Museumsvitrinen. ó


Uneitelkeit und Exzellenz<br />

Aus Grußworten und Kolumnen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

38<br />

Meine Erwartung, nach der<br />

Eröffnung des Abends Zeuge<br />

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />

zu werden, wurde natürlich<br />

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />

mit Preisverleihung, Buffet und<br />

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />

begeisterte schon für sich gesehen<br />

rundum. Doch inmitten der tosenden<br />

Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />

akustischen und kulinarischen Reizen,<br />

fand ich mich im Kern aus einem noch<br />

ganz anderen Grund staunend und<br />

sprachlos.<br />

Ein Finalist nach dem anderen<br />

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />

sie über den roten Teppich die Stufen<br />

hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />

stellten Helfried Schmidt und<br />

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />

jeder Kategorie reihenweise im<br />

Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />

entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />

dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />

Uneitelkeit der Beteiligten und<br />

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />

konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />

einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />

diese Gewinner die Hinweise der<br />

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />

oder Familienunternehmer<br />

in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />

Höchste Kreativität und Perfektion in<br />

der Produktherstellung, Loyalität in der<br />

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />

Bereitschaft zur Hilfestellung<br />

für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />

Warum, fragte ich mich, stehen<br />

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />

im Fokus des allgemeinen medialen<br />

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />

dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />

nicht auf den Titelseiten unserer<br />

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />

und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />

die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />

durch ihre beharrliche Motivation,<br />

sich anderen dienstbar zu machen, das<br />

alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />

und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />

Blickt man nur auf die vergangenen<br />

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />

man fest, dass es politischen Akteuren<br />

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />

gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />

zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />

Ausmaßes verbunden, im<br />

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />

Akteure, die die Trümmer<br />

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />

angerichteten Chaos – einen<br />

immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />

Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />

Studienabbrecher und Berufslosen,<br />

die ihr eigenes, persönliches Leben<br />

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />

vermochten, die Lufthoheit des<br />

öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />

den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />

was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />

„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />

leisten, selber gar nicht ver-<br />

Lammetal GmbH<br />

Ein Unternehmen<br />

mit sozialem Auftrag<br />

•<br />

Menschen mit Behinderung als<br />

gleichberechtigte Partner<br />

•<br />

Teilhabe am Arbeitsleben und<br />

am Leben in der Gemeinschaft<br />

•<br />

Individuelle Entwicklung der<br />

Fähigkeiten und Interessen<br />

www.lammetal.net<br />

Kontakt<br />

Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />

An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net


Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />

aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />

Generationen würden? Ich habe eine<br />

Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />

Einblick gewährt zu haben.<br />

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />

seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />

frei Nr. 187.<br />

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />

Bedeutung des Mittelstandes für die<br />

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />

insgesamt kann man gar nicht<br />

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />

des diesjährigen Wettbewerbes:<br />

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />

… Die Initiative, Innovationskraft und<br />

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />

– das sind zentrale<br />

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />

zu gestalten.<br />

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />

des Landes Sachsen-Anhalt,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />

Unternehmen wird jeden Tag<br />

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />

forscht. Er erschließt neue Technologien<br />

und Geschäftsfelder. Er bildet<br />

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />

in Produktion, Qualitätssicherung,<br />

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />

Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />

und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />

Unternehmertums. Der Mittelstand<br />

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />

der CDU-Fraktion im Landtag<br />

von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />

Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />

halten“, diejenigen, die wirklich die<br />

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />

Willingmann, Petra Tröger<br />

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />

der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />

Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />

von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />

Anerkennung nämlich, eine<br />

unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />

Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />

des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />

hängt in entscheidendem Maße davon<br />

ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />

MdB, sprach ein Grußwort zur<br />

Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />

39<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


Finalisten <strong>2018</strong> aus Thüringen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

36<br />

© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />

(v.r.n.l.)<br />

LFG-Eckhard Oertel e.K.,<br />

Peter Dube, Vertriebsleiter;<br />

Hehnke GmbH & Co. KG,<br />

Tommy Hehnke,<br />

Geschäftsführender Gesellschafter;<br />

FME Frachtmanagement Europa GmbH,<br />

Oliver Zentgraf, Vertriebsleiter;<br />

SOMAG AG Jena, Sabrina Warmuth,<br />

Leiterin Marketing<br />

SOMAG AG Jena<br />

07745 Jena<br />

Stabil, präzise und erfolgreich<br />

Die von der SOMAG AG entwickelten<br />

und hergestellten Stabilisierungsgeräte<br />

finden für verschiedenste Bereiche<br />

Anwendung in der ganzen Welt.<br />

Der Anwendungsbereich der<br />

SOMAG-Konstruktionen reicht von<br />

Drohnen bis hin zu über 120 Kg schweren<br />

Sensoren, von Luft- über Boden- bis<br />

hin zu Offshore-Einsätzen. Ein passiver<br />

Vibrationsisolationsring gleicht dabei<br />

die Bewegungen aller drei Achsen<br />

sowie bei der Datenerhebung entstehende<br />

Vibrationen aus. Zudem bietet die<br />

SOMAG Konstruktionsdienstleistungen<br />

für hochpräzise Testinstrumente optischer<br />

Instrumente und Lasersysteme.<br />

Die eigene „SOMAG Mount Controll App“<br />

bietet zusätzlich Kontroll- und Analysemöglichkeiten.<br />

Unkompliziert können<br />

Betriebssoftwares aufgespielt, Fehleranalysen<br />

durchgeführt und Gerätebewegungen<br />

visuell dargestellt werden. ó<br />

Hehnke GmbH & Co. KG<br />

98587 Steinbach-Hallenberg<br />

Engagierte Nachwuchsarbeit<br />

Bereits in 2. Generation versprechen<br />

Kunststoffprodukte des Familienunternehmens<br />

Funktionalität, Wirtschaftlichkeit<br />

und Innovation. Mittels Spritzgießverfahren<br />

werden komplexe Bauteile<br />

und Baugruppen für die Automobil-,<br />

Elektronik-, Elektro-, Möbel- und Konsumgüterindustrie<br />

hergestellt. Mit dem<br />

Schwerpunkt komplexe Kunststoff-komponenten<br />

im Bereich der Hybridbauteile<br />

gehört das Unternehmen deutschland-<br />

und europaweit zu den führenden<br />

Anbietern. Die Mitarbeiter werden durch<br />

ein firmeneigenes Bonussystem am<br />

Erfolg der Firma beteiligt. Seit 2016<br />

führt die Firma eine „Jugend-Unternehmerwerkstatt“<br />

durch, die Schülern der<br />

5. und 6. Klassen das rechnergestützte<br />

Konstruieren sowie den 3D-Druck näher<br />

bringt. ó<br />

FME Frachtmanagement Europa GmbH<br />

98693 Ilmenau<br />

Neue Wege zur Mitarbeiterbindung<br />

Europaweit organisiert die FME Frachtmanagement<br />

Europa GmbH Schwerlasttransporte,<br />

Teil- und Komplettladungen,<br />

Sonderfahrten, See- und Luftfrachttransporte<br />

und Lagerhaltungen. Was als Kellerbüro<br />

2012 begann, ist mittlerweile zu<br />

einem Unternehmen mit drei Standorten<br />

in Ilmenau, Hof und Köln angewachsen.<br />

Mit 8 Auszubildenden im Verhältnis<br />

zu 50 Mitarbeitern kann das Unternehmen<br />

eine hohe Ausbildungsquote mit<br />

Übernahmegarantie vorweisen.<br />

Das Unternehmen setzt auf großen<br />

Freiraum und Eigenverantwortung<br />

der Angestellten, die aktiv zur<br />

Entwicklung beitragen. Für gesunde<br />

Ernährung der Mitarbeiter sorgt die firmeneigene<br />

Wohnküche und ein Feel-<br />

Good-Manager.ó<br />

LFG-Eckhard Oertel e. K.<br />

07549 Gera<br />

Elektronische Bauteile in<br />

höchster Qualität<br />

Seit 26 Jahren produziert LFG-Eckhard<br />

Oertel e. K. Prototypen sowie Kleinserien<br />

von Leiterplatten. Derzeit ist das Unternehmen<br />

der einzige deutsche Anbieter<br />

von Leiterplatten verschiedenster innovativer<br />

Technologien und modernster<br />

Baugruppen aus einer Hand. Qualität,<br />

Zuverlässigkeit und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis<br />

sind dabei die erklärten<br />

Ziele. Mit seinen mehr als 200 Kunden<br />

konnte das Unternehmen seinen<br />

Umsatz zwischen 2014 und 2017 um fast<br />

40 Prozent Euro steigern.<br />

Die Gewinnung von Nachwuchskräften<br />

ist für LFG-Eckhard Oertel e. K. ein<br />

zentrales Anliegen durch enge Zusammenarbeit<br />

mit der Fachhochschule Jena<br />

sowie der Dualen Hochschule Gera-<br />

Eisenach. Das Unternehmen sponsert<br />

mehrere schulerzieherische Projekte<br />

und fördert Gewalt- und Drogen-Präventionskurse.<br />

ó


Mittelständische Wirtschaft in<br />

Thüringen auf Spitzenplatz<br />

© HMWEVL<br />

Grußwort des Thüringer Ministerpräsidenten<br />

Bodo Ramelow zum „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“ <strong>2018</strong> (Auszug)<br />

Jahr für Jahr ist der „Große Preis<br />

des Mittelstandes“ ein Höhepunkt für<br />

Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft.<br />

Als Thüringer Ministerpräsident freue<br />

ich mich, dass 184 Nominierungen aus<br />

dem Freistaat sich an diesem Wettbewerb<br />

beteiligen.<br />

Die Thüringer Wirtschaft wird<br />

geprägt durch seine tragende Säule -<br />

den Mittelstand. Rund 95.000 Betriebe<br />

tragen zum guten Ruf des Wirtschaftsstandortes<br />

bei. Darunter sind zahlreiche<br />

sogenannte „Hidden Champions“, verborgene<br />

Meister, die auf ihrem Gebiet<br />

hochspezialisierte Weltmarktführer sind.<br />

Der mittelständischen Wirtschaft<br />

in Thüringen ist seit der Wiedervereinigung<br />

nicht nur eine beispiellose Aufholjagd<br />

gelungen, vielmehr nimmt sie<br />

heute einen Spitzenplatz unter den ostdeutschen<br />

Ländern ein. Ein Kennzeichen<br />

für den Erfolg ist die gewachsene Wettbewerbsfähigkeit.<br />

Den Thüringer Unternehmen<br />

gelingt es auf beeindruckende<br />

Weise, national und international neue<br />

Märkte zu erobern und zu behaupten. …<br />

„Zukunft gestalten“ heißt heute in<br />

erster Linie, diese positive Entwicklung<br />

voranzutreiben. Deshalb setzt Thüringen<br />

auf die Akteure des Mittelstands.<br />

Wir haben und brauchen in Thüringen<br />

eine starke Wirtschaft und dynamische<br />

Persönlichkeiten unter den Unternehmerinnen<br />

und Unternehmern. ó<br />

Hier wächst Deutschland zusammen<br />

37<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

© TMWWDG<br />

Grußwort von Wolfgang Tiefensee, Thüringer<br />

Minister für Wirtschaft, Wissenschaft<br />

und Digitale Gesellschaft, zum<br />

„Großen Preis des Mittelstandes“ <strong>2018</strong><br />

(Auszug)<br />

Als ehemaliger Leipziger Oberbürgermeister<br />

erlebe ich mit besonderer<br />

Freude, wie der Große Preis des Mittelstandes,<br />

ein echtes Leipziger Kind,<br />

gedeiht. 1995 wurde der Mittelstandspreis<br />

erstmals in Leipzig verliehen. Seit<br />

nunmehr zwanzig Jahren ist auch Thüringen<br />

dabei, seit 2002 findet die Ausschreibung<br />

gesamtdeutsch statt. Der<br />

Große Preis ist damit selbst zu einem<br />

Beispiel dafür geworden, dass gute<br />

Ideen aus dem Osten auch bundesweit<br />

ihre Chance haben. Auch das zeigt: Im<br />

Mittelstand wächst Deutschland zusammen.<br />

Dieser Preis leistet einen gewichtigen<br />

Beitrag dazu. Ich habe deshalb mit<br />

großer Freude die Schirmherrschaft für<br />

die Wettbewerbsregion Thüringen übernommen.<br />

…<br />

In einer modernen Wirtschaft ist die<br />

Fähigkeit zu Vernetzung und Zusammenarbeit<br />

eine der unverzichtbaren<br />

Voraussetzungen für Erfolg. Die Oskar-<br />

Patzelt-Stiftung hat dafür adäquate<br />

Plattformen geschaffen. Dafür gebühren<br />

ihr Anerkennung und Dank.<br />

Diejenigen, die ein preiswürdiges<br />

Unternehmen kennen, möchte ich ermutigen,<br />

es für den Großen Preis des Mittelstandes<br />

vorzuschlagen. ó<br />

ab 1 Stück<br />

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FINALIST<br />

<strong>2018</strong>


Uneitelkeit und Exzellenz<br />

Aus Grußworten und Kolumnen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

38<br />

Meine Erwartung, nach der<br />

Eröffnung des Abends Zeuge<br />

einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />

zu werden, wurde natürlich<br />

nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />

mit Preisverleihung, Buffet und<br />

Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />

begeisterte schon für sich gesehen<br />

rundum. Doch inmitten der tosenden<br />

Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />

akustischen und kulinarischen Reizen,<br />

fand ich mich im Kern aus einem noch<br />

ganz anderen Grund staunend und<br />

sprachlos.<br />

Ein Finalist nach dem anderen<br />

wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />

für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />

Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />

Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />

sie über den roten Teppich die Stufen<br />

hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />

Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />

Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />

stellten Helfried Schmidt und<br />

Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />

vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />

jeder Kategorie reihenweise im<br />

Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />

entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />

dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />

Uneitelkeit der Beteiligten und<br />

der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />

konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />

Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />

einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />

diese Gewinner die Hinweise der<br />

Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />

seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />

Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />

oder Familienunternehmer<br />

in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />

Höchste Kreativität und Perfektion in<br />

der Produktherstellung, Loyalität in der<br />

Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />

neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />

Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />

Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />

Bereitschaft zur Hilfestellung<br />

für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />

gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />

Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />

Warum, fragte ich mich, stehen<br />

Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />

im Fokus des allgemeinen medialen<br />

Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />

dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />

nicht auf den Titelseiten unserer<br />

Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />

und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />

die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />

die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />

Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />

gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />

durch ihre beharrliche Motivation,<br />

sich anderen dienstbar zu machen, das<br />

alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />

und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />

Blickt man nur auf die vergangenen<br />

100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />

man fest, dass es politischen Akteuren<br />

1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />

gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />

Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />

zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />

dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />

Ausmaßes verbunden, im<br />

Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />

Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />

Akteure, die die Trümmer<br />

beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />

angerichteten Chaos – einen<br />

immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />

Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />

Studienabbrecher und Berufslosen,<br />

die ihr eigenes, persönliches Leben<br />

erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />

vermochten, die Lufthoheit des<br />

öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />

den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />

was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />

„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />

Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />

leisten, selber gar nicht ver-<br />

Lammetal GmbH<br />

Ein Unternehmen<br />

mit sozialem Auftrag<br />

•<br />

Menschen mit Behinderung als<br />

gleichberechtigte Partner<br />

•<br />

Teilhabe am Arbeitsleben und<br />

am Leben in der Gemeinschaft<br />

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Individuelle Entwicklung der<br />

Fähigkeiten und Interessen<br />

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Kontakt<br />

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Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />

Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />

stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />

Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />

aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />

zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />

Generationen würden? Ich habe eine<br />

Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />

Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />

Einblick gewährt zu haben.<br />

Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />

seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />

frei Nr. 187.<br />

Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />

Bedeutung des Mittelstandes für die<br />

deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />

insgesamt kann man gar nicht<br />

oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />

des diesjährigen Wettbewerbes:<br />

„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />

… Die Initiative, Innovationskraft und<br />

Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />

– das sind zentrale<br />

Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />

zu gestalten.<br />

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />

für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />

des Landes Sachsen-Anhalt,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />

„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />

diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />

Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />

Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />

Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />

Unternehmen wird jeden Tag<br />

an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />

forscht. Er erschließt neue Technologien<br />

und Geschäftsfelder. Er bildet<br />

aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />

in Produktion, Qualitätssicherung,<br />

Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />

Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />

erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />

und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />

Unternehmertums. Der Mittelstand<br />

ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />

der CDU-Fraktion im Landtag<br />

von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />

Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />

sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />

am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />

Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />

Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />

halten“, diejenigen, die wirklich die<br />

(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />

Willingmann, Petra Tröger<br />

„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />

der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />

Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />

Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />

von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />

Anerkennung nämlich, eine<br />

unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />

Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />

Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />

Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />

des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />

hängt in entscheidendem Maße davon<br />

ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />

Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />

Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />

Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />

MdB, sprach ein Grußwort zur<br />

Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />

39<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung


Nominierungsaufruf für 2019<br />

Auch im kommenden Jahr werden die Besten der Besten<br />

im deutschen Mittelstand gesucht. Nominieren Sie jetzt!<br />

Motto 2019: Nachhaltig Wirtschaften<br />

Hauptsponsor<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

40<br />

Durch den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />

konnte der unternehmerische<br />

Mittelstand über Jahre<br />

hinweg seine Präsenz in der Öffentlichkeit,<br />

in der Politik und den Medien weiter<br />

ausbauen. Teilnehmern, Preisträgern,<br />

Botschaftern und Unterstützern ist das<br />

bisher Erreichte Ansporn, auch zukünftig<br />

im Rahmen des „Großen Preises“ den<br />

enormen Leistungen des Mittelstandes<br />

die Würdigung zukommen zu lassen, die<br />

sie verdient haben. So werden also ab 1.<br />

November 2017 wieder mittelständische<br />

Unternehmen gesucht, die sich überdurchschnittlich<br />

entwickelt haben.<br />

Sie sollten jährlich mindestens zehn<br />

Arbeitsplätze und 1,0 Mio. Euro Umsatz<br />

aufweisen und wenigstens drei Jahre<br />

stabil am Markt tätig sein. Niemand<br />

kann sich selbst bewerben, sondern<br />

muss von Dritten zum Wettbewerb<br />

nominiert werden.<br />

Bewertet werden die Leistungen in<br />

fünf Wettbewerbskriterien:<br />

1. Gesamtentwicklung des Unternehmens<br />

2. Schaffung/Sicherung von Arbeits- und<br />

Ausbildungsplätzen<br />

3. Modernisierung und Innovation<br />

4. Engagement in der Region<br />

5. Service und Kundennähe, Marketing<br />

Die Nominierung kann online vorgenommen<br />

werden im Portal<br />

www.kompetenznetz-mittelstand.de<br />

oder per E-Mail an op@op-pt.de der<br />

Bundesgeschäftsstelle der Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

mitgeteilt werden.<br />

Wettbewerbsregionen<br />

In jeder der zwölf Wettbewerbsregionen<br />

• Baden-Württemberg<br />

• Bayern<br />

• Berlin/ Brandenburg<br />

• Hessen<br />

• Mecklenburg-Vorpommern<br />

• Niedersachsen/Bremen<br />

• Nordrhein-Westfalen<br />

• Rheinland-Pfalz/Saarland<br />

• Sachsen<br />

• Sachsen-Anhalt<br />

• Schleswig-Holstein/Hamburg<br />

• Thüringen<br />

Hauptmedienpartner<br />

können in der Regel drei Unternehmen<br />

als Preisträger und weitere fünf als Finalist<br />

ausgezeichnet werden. Die Entscheidungen<br />

treffen rund 100 Juroren, die in<br />

zwölf regionalen Jurys organisiert sind.<br />

Die Juroren unterliegen einer eigenen<br />

Geschäftsordnung sowie einem Corporate<br />

Governance Kodex und handeln<br />

nach einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem<br />

gemäß DIN EN ISO<br />

9001:2008.<br />

Keine Gebühren<br />

Es werden keine Anmelde- oder Bearbeitungsgebühren<br />

für die Teilnahme<br />

am Wettbewerb erhoben. Zur Betreuung<br />

nominierender Institutionen und<br />

nominierter Unternehmen vor Ort sind<br />

rund 50 ehrenamtliche Servicestellen<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung bundesweit<br />

im Einsatz. Mit Sonderpreisen würdigt<br />

die Oskar-Patzelt-Stiftung darüber hinaus<br />

das Wirken von Persönlichkeiten<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

www.colandis.com


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Finalist<br />

Großer Preis des<br />

Mittelstandes<br />

Kommune des Jahres<br />

Bank des Jahres<br />

und Institutionen für die Gestaltung der<br />

notwendigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen<br />

unternehmerischen<br />

Handelns. Auf jeder der drei regionalen<br />

Auszeichnungsgalas können je einmal<br />

folgende Sonderpreise verliehen werden:<br />

Die „Bank des Jahres“ für ein Kreditinstitut<br />

mit besonderem Engagement<br />

bei der Begleitung/Förderung mittelständischer<br />

Unternehmen und Wirtschaftsstrukturen<br />

und die „Kommune<br />

des Jahres“ für eine kommunale Institution<br />

(Kommune, Landkreis) mit herausragenden<br />

Leistungen und Erfolgen beim<br />

Aufbau und bei der Entwicklung mittelständischer<br />

Wirtschaftsstrukturen.<br />

Ehrenplakette<br />

Premier-<br />

Finalist<br />

Bundesweite Sonderpreise<br />

Preisträger des Wettbewerbs, deren Auszeichnung<br />

mindestens zwei Jahre zurückliegt<br />

und die sich seitdem bedeutend<br />

weiterentwickelt haben, können auf<br />

dem Bundesball (Abschlussgala) in Berlin<br />

mit den höchsten Auszeichnungsstufen<br />

des Wettbewerbs „Großer Preis<br />

des Mittelstandes“ ausgezeichnet werden:<br />

„Premier – Großer Preis des Mittelstandes“<br />

ist die höchste Auszeichnung,<br />

die die Oskar-Patzelt-Stiftung verleiht.<br />

Sie kann an Premier-Finalisten verliehen<br />

werden.<br />

„Premier-Finalist – Großer Preis<br />

des Mittelstandes“ ist die nächste Auszeichnungsstufe<br />

für Preisträger, die<br />

vorgenannte Bedingungen erfüllen.<br />

Auch Träger der Sonderpreise<br />

„Bank des Jahres“ und „Kommune des<br />

Jahres“ können als „Premier-Bank des<br />

Jahres“ bzw. „Premier-Kommune des<br />

Premier<br />

Premier-Kommune<br />

Premier-Bank<br />

Premier-<br />

Ehrenplakette<br />

Jahres“ bzw. mit der entsprechenden<br />

Premier-Finalisten-Stufe ausgezeichnet<br />

werden.<br />

Erst am Abend der Preisverleihung<br />

am 31. August 2019 in Dresden,<br />

am 14. September in Würzburg, am<br />

28. September in Düsseldorf und am<br />

19. Oktober 2019 in Würzburg werden<br />

die Preisträger und Finalisten bekannt<br />

gegeben. ó<br />

Eine ausführliche Beschreibung der Wettbewerbsbedingungen<br />

und –kriterien<br />

sowie weitere Informationen zum organisatorischen<br />

und zeitlichen Ablauf des<br />

Wettbewerbs finden Sie unter:<br />

www.mittelstandspreis.com/<br />

wettbewerb/ausschreibung<br />

41<br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Schwierige Projekte meistern!<br />

Mit unserem umweltschonenden Spülbohrverfahren bereiten wir<br />

den Weg, wenn der traditionelle Tiefbau an seine Grenzen stößt.<br />

Bohrungen in großer Tiefe oder Unterquerung von Verkehrswegen<br />

und bebauten Flächen, z. B. für Rohre oder Leitungen<br />

für Wasser-, Energie- und Datenversorgung.<br />

Kompetent. Umweltfreundlich. Zuverlässig.<br />

Fordern Sie uns!<br />

2017<br />

Im Gewerbepark 6 • 07646 Bollberg<br />

Telefon +49 36428 5133-00<br />

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© Daniel Berkmann<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

42<br />

© Chinnapong - stock.adobe.com<br />

A ó AFK Andreas Franke Kunststoffverarbeitung<br />

GmbH & Co. KG ó Apotheker<br />

Walter Bouhon GmbH ó AKTUELL<br />

BAU GmbH ó Albert Fischer GmbH ó<br />

Amapharm GmbH ó Argenta Schokoladenmanufaktur<br />

GmbH ó ARS Betriebsservice<br />

GmbH ó Arcobräu Gräfliches<br />

Brauhaus GmbH & Co.KG ó ASTRO<br />

Motorengesellschaft GmbH & Co. KG ó<br />

AVS Ing. J.C. Römer GmbH<br />

B ó Beautyspa Servicegesellschaft mbH<br />

ó Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH ó<br />

Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG<br />

ó Bohlsener Mühle GmbH & Co. KG ó<br />

Bramburg Werbung Torsten Koch e.K. ó<br />

BRUDER Spielwaren GmbH + Co. KG<br />

C ó Caleg Schrank- und Gehäusebau<br />

GmbH ó CBV Blechbearbeitung GmbH<br />

ó COLANDIS GmbH ó Colt International<br />

GmbH ó Curt Bauer GmbH<br />

D ó DELTA LOGIC Automatisierungstechnik<br />

GmbH ó DINO Anlagen- und<br />

Maschinenbau e.K. ó DR. BUTZE GmbH<br />

& Co. KG ó Dr. Schär Deutschland GmbH<br />

E ó Edeka Ernst,Zweibrücken ó EGGER<br />

Holzwerkstoffe Brilon GmbH & Co. KG ó<br />

ELMO-Elektromontagen Leipzig GmbH<br />

ó elektroplan - schneider GmbH ó<br />

Eifler Kunststoff-Technik GmbH & Co.<br />

KG ó EMS Ihr Beraterteam Hinner ó<br />

Endress+Hauser Conducta GmbH + Co.<br />

KG ó ET blue chip GmbH<br />

F ó Fasihi GmbH ó Federn Oßwald<br />

Fahrzeugteile & Technischer Handel ó<br />

Fertighaus Weiss GmbH ó FingerHaus<br />

GmbH ó Franken Brunnen GmbH & Co.<br />

KG / BT Ileburger Sachsen Quelle ó<br />

G ó Gemeinde Niederwinkling ó global<br />

Flash Service GmbH & Co. KG ó Globus<br />

Handelshof St. Wendel GmbH & Co. KG<br />

ó Goldeck Süßwaren GmbH & Co. KG,<br />

NL Zeitz ó Gräflich Eltzsche Kastellanei<br />

Burg Eltz ó Grädler Fördertechnik GmbH<br />

ó GÜNZBURGER STEIGTECHNIK GmbH<br />

H ó HANS FLEIG GmbH ó Hänssler<br />

Kunststoff- und Dichtungstechnik GmbH<br />

ó Hallingers Genuss Manufaktur GmbH<br />

ó HALLOG GmbH ó Hanse Haus GmbH<br />

& Co. KG ó H&E Bohrtechnik GmbH<br />

ó Henkell & Co. Sektkellereien KG ó<br />

HERMES Systeme GmbH ó HSP STEUER<br />

Henniges, Schulz & Partner Steuerberatungsgesellschaft<br />

ó Humanas GmbH<br />

K ó KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH<br />

ó Keunecke Feinkost GmbH ó KFM<br />

Deutsche Mittelstand AG ó KHW Kunststoff-<br />

und Holzverarbeitungswerk GmbH<br />

ó KRAIBURG Relastec GmbH & Co. KG<br />

ó Kunstgiesserei Bildguss Gebr. Ihle ó<br />

Kunststofftechnik Backhaus GmbH ó<br />

K&S Anlagenbau GmbH<br />

L ó Lager 3000<br />

M ó M. Asam GmbH ó ma design GmbH<br />

& Co. KG ó Maintal Konfitüren GmbH<br />

ó Makowski Rusa Unternehmensberatung<br />

ó Masson-Wawer Fiberglasmöbel<br />

GmbH ó Mauersberger Badtechnik<br />

Betriebs-GmbH ó Mathias Normann<br />

Spedition GmbH & Co. KG ó miunske<br />

GmbH ó Mauser Sitzkultur GmbH &<br />

Co. KG ó Max Heimerl Bau GmbH ó<br />

meeco Communication Services GmbH<br />

ó Melitta Europa GmbH & Co. KG ó<br />

monte mare Unternehmensgruppe<br />

ó Günter Morsbach, Herausgeber der<br />

Onlinezeitung „Reitender Bote“<br />

N ó Network Concept GmbH ó Nordic-<br />

Haus Blockhäuser<br />

O ó Obstland Dürrweitzschen AG ó<br />

Oelkers Betriebe OHG ó ONI-Wärmetrafo<br />

GmbH ó ONI Temperiertechnik<br />

Rhytemper GmbH ó Orthopädie- und<br />

Reha- Team Zimmermann GmbH ó<br />

Oskar Lehmann GmbH & Co. KG<br />

P ó Paul Köster GmbH ó P_D Management<br />

Industrie - Technologies GmbH ó<br />

Pilzhof Pilzsubstrat Wallhausen GmbH<br />

ó Pixida GmbH ó Peter Kölln KGaA ó PK<br />

- designed for people, Peter Kenkel GmbH<br />

ó PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH ó<br />

PREMOSYS GmbH ó profipresent.com<br />

GmbH<br />

R ó Raiffeisenlandesbank Oberösterreich<br />

AG/Zweignierlassung Süddeutschland<br />

ó Reinhard Koll GmbH ó Rennsteig<br />

Werkzeuge GmbH ó Reza Shari Make-<br />

Up-Akademie ó RFT kabel Brandenburg<br />

GmbH<br />

S ó SACHSENKÜCHEN Hans-Joachim<br />

Ebert GmbH ó schambeck automotive<br />

GmbH ó Sächsische Porzellan-Manufaktur<br />

Dresden GmbH ó Schilkin GmbH<br />

& Co. KG Berlin Spirituosen ó Schlemmer-Markt<br />

Freund Lebensmittelmärkte<br />

GmbH ó Schoepe Display GmbH ó<br />

Schoeller Allibert GmbH ó SFW Schildauer<br />

Fleisch- und Wurstwaren GmbH<br />

ó Schottener Soziale Dienste gGmbH<br />

ó Sparkasse Neuss ó Spindel- und<br />

Lagerungstechnik Fraureuth GmbH ó<br />

SSL Maschinenbau GmbH / Unternehmensgruppe<br />

Scholz ó SSB Stark Stahlbau<br />

GmbH ó Strandhotel Dünenmeer<br />

GmbH & Co. KG ó Steinhauser GmbH ó<br />

SUSA S. Sauer GmbH & Co. KG Automatendreherei<br />

ó SWOOFLE GmbH<br />

T ó TAS AG ó Terhalle Holzbau GmbH<br />

U ó Unternehmensgruppe Burchard<br />

Führer GmbH ó Unternehmensgruppe<br />

Kögel<br />

V ó VEINLAND GmbH ó Vermessungsund<br />

Sachverständigenbüro Dipl.-Ing.<br />

Uwe Ehrhorn ó Volksbank Mittweida<br />

eG ó Vollack GmbH & Co. KG<br />

W ó Waldheimer Gewürze GmbH ó<br />

Weit Führung GmbH ó Wenker GmbH<br />

& Co. KG ó WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft<br />

am Mittelrhein mbH ó Wilhelm<br />

Schröder GmbH ó Wockenfuß Hörakustik<br />

ó Weingut Ernst Bretz e.K.<br />

Z ó Zedler – Institut für Fahrradtechnik<br />

und -Sicherheit GmbH ó Zweirad<br />

Gruber


KOLUMNE<br />

Der funkelnde Diamant<br />

Im Jahr 2017 waren 4.917 Unternehmen<br />

nominiert. Sie beschäftigen mehr Mitarbeiter<br />

als Deutsche Post, Deutsche Bahn<br />

und Deutsche Lufthansa zusammen:<br />

Mehr als 900.000 Menschen! Sie bilden<br />

mehr als 50.000 Jugendliche aus. Und<br />

sie führen mehr als 50 Milliarden Euro<br />

an vielfältigen Steuern und Abgaben an<br />

den Staat ab. Mittelständische Unternehmer<br />

sind Zukunftsgestalter – das<br />

war das Motto des Jahres <strong>2018</strong>. Sie sind<br />

Weltveränderer und dabei gleichzeitig<br />

Bewahrer wertvoller Traditionen.<br />

Mittelstand – das ist Nachhaltigkeit<br />

pur. Ein mittelständischer Unternehmer<br />

haftet selbst für seine Produkte, für die<br />

Arbeit seiner Mitarbeiter, für die Zukunft<br />

seines Unternehmens. Mittelstand –<br />

das sind immer Lebenswerke, die es zu<br />

bewahren und über die Zeit zu erhalten<br />

gilt. Wir freuen uns immer wieder, wenn<br />

wir Unternehmen auszeichnen dürfen,<br />

die diesen speziell mittelständischen<br />

Geist verkörpern. Darunter sind immer<br />

wieder junge Unternehmen, die erst seit<br />

wenigen Jahren am Markt sind. Und<br />

darunter sind auch altehrwürdige Firmen,<br />

die seit Generationen und manchmal<br />

sogar seit Jahrhunderten mit immer<br />

neuen innovativen Produkt- und Prozessideen<br />

ihre Unternehmen und damit<br />

die Arbeitsplätze der Mitarbeiter in die<br />

Zukunft führen.<br />

Wir sagen manchmal, Mittelstand<br />

und Beschäftigung - das sind zwei Seiten<br />

derselben Medaille. Aber dieses Bild<br />

greift eigentlich viel zu kurz. Der unternehmerische<br />

Mittelstand ist viel mehr<br />

als eine einfache Medaille. Er ist ein Diamant<br />

mit vielen funkelnden großartigen<br />

Facetten wie Geschäftsentwicklung und<br />

Beschäftigung, Innovation und Tradition,<br />

Flexibilität und Nachhaltigkeit, Regionalität<br />

und Internationalität und vielem<br />

vielem mehr.<br />

Deshalb ist der Mittelstand als Ganzes<br />

immer wieder zu großen Erneuerungs-<br />

und Anpassungsleistungen fähig.<br />

Deshalb hat er auch die Kraft zur Bewahrung<br />

von Traditionen und Kultur. Wo ein<br />

starker Mittelstand in einem gesunden<br />

Branchenmix zu Hause ist, dort sind<br />

lebendige Regionen und Kommunen,<br />

in denen Menschen gern wohnen und<br />

arbeiten.<br />

Deshalb feiern wir im Jahr 2019 das<br />

25. Jubiläum des Wettbewerbs „Großer<br />

Preis des Mittelstandes“. Sie sind alle<br />

eingeladen: Beteiligen Sie sich! Nominieren<br />

Sie Unternehmen, die in Ihren Regionen<br />

und Kommunen diese mittelständische<br />

Kraft und Energie, diesen Geist<br />

verkörpern. Jedes solche Unternehmen<br />

verdient es, mit einer Nominierung zum<br />

25. „Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet<br />

zu werden. Unser Motto 2019<br />

ist deshalb: Nachhaltig Wirtschaften.<br />

Ihre Petra Tröger<br />

43<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Welcome<br />

to Nature<br />

Am Weiher 1 • 49439 Steinfeld • Tel.: 05492-557188-0<br />

www.nordic-haus.de


Starke rendite<br />

„Made in GerMany“


Die Düsseldorfer KFM Deutsche<br />

Mittelstand AG hat<br />

sich auf die Analyse und Auswahl<br />

festverzinslicher Wertpapiere von<br />

deutschen mittelständischen<br />

Unternehmen spezialisiert und<br />

im Jahr 2013 den Deutschen Mittelstandsanleihen<br />

FONDS (WKN<br />

A1W5T2) ins Leben gerufen. Mit<br />

einem Fondsvolumen über 100<br />

Mio. Euro überzeugt der Fonds<br />

viele private als auch institutionelle<br />

Investoren mit einer überdurchschnittlichen<br />

Wertentwicklung<br />

und leistet einen wichtigen<br />

Beitrag zur Finanzierung des<br />

deutschen Mittelstandes.<br />

Das Anlage-Universum:<br />

Der ausschüttende Rentenfonds<br />

ist ein Euro-Fonds, der seinen<br />

Anlageschwerpunkt auf deutschen<br />

Emittenten des Mittelstandes<br />

hat. Dabei fokussiert<br />

sich das Fondsmanagement auf<br />

Unternehmen mit Umsätzen<br />

unterhalb von einer Mrd. Euro,<br />

die familien- bzw. inhabergeführt<br />

sind oder Bestandteil<br />

des DAXplusFamily 30-Index<br />

oder der Gruppe der TOP-500<br />

Familienunternehmen sind.<br />

Konsequenter Anlageprozess<br />

Für den Deutschen Mittelstandsanleihen<br />

FONDS analysieren die<br />

Experten des Unternehmens<br />

permanent jeden einzelnen<br />

Emittenten. Bei der Analyse und<br />

Auswahl der Investments kommt<br />

das KFM-Scoring-Verfahren zum<br />

Einsatz, das exklusiv für den<br />

Deutschen Mittelstandsanleihen<br />

FONDS eingesetzt wird. Nur<br />

wenn die Ergebnisse, die nach<br />

einem mehrstufigen Verfahren<br />

ermittelt werden, eindeutig sind,<br />

werden Anlageempfehlungen<br />

für den Fonds im Sinne der Anleger<br />

abgegeben.<br />

Transparenz<br />

Wichtigste Maxime bei der<br />

Arbeit der Experten ist dabei<br />

die Schaffung einer vollständigen<br />

Transparenz. Diese Anforderung<br />

gilt auf der einen Seite<br />

für den vollständigen Zugang zu<br />

relevanten Unternehmensinformationen<br />

bei den potentiellen<br />

Portfoliounternehmen als auch<br />

in Bezug auf die Offenlegung<br />

aller aktuellen Investitionen des<br />

Fonds, die u.a. auf der Homepage<br />

www.deutscher-mittelstandsanleihen-fonds.de<br />

veröffentlicht<br />

werden.<br />

Das breit diversifizierte Rentenportfolio<br />

weist derzeit rund<br />

60 Titel auf und ist in ein Kernportfolio<br />

und ein Liquiditätsportfolio<br />

unterteilt, was dem Fonds<br />

hohe Flexibilität in Bezug auf<br />

mögliche Anteilsrückgaben verschafft.<br />

Anlageziel und Ausschüttung<br />

Der Deutsche Mittelstandsanleihen<br />

FONDS strebt als Anlageziel<br />

eine Renditeentwicklung in<br />

Höhe von 3 Prozentpunkten über<br />

der Rendite von 5-jährigen Bundesobligationen<br />

an. Der Fonds<br />

schüttet seine Erträge einmal im<br />

Jahr aus und konnte in den letzten<br />

Jahren das gesetzte Renditeziel<br />

mit einer Ausschüttungsrendite<br />

von jeweils über 4 %<br />

regelmäßig übertreffen.<br />

Nachhaltigkeit<br />

Insbesondere in Deutschland<br />

sind mittelständische Unternehmen<br />

bekannt für ihr hohes<br />

gesellschaftliches Engagement,<br />

ihre wertorientierten Unternehmenskulturen<br />

sowie für ihren<br />

generationenübergreifenden<br />

Weitblick. Diese Aspekte sind<br />

nicht nur anerkannte Grundlage<br />

für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg<br />

der deutschen<br />

Mittelständler; sie sind vielfach<br />

auch ein entscheidendes Kriterium<br />

für die Konformität eines<br />

Anlagebausteines mit den Anlagerichtlinien<br />

von Stiftungen und<br />

anderen institutionellen Investoren.<br />

Ausblick<br />

Über 4 % Rendite pro Jahr bei<br />

moderater Volatilität erklären<br />

angesichts des Nullzinsumfeldes<br />

den Zuspruch des von Morningstar®<br />

und FWW mit Bestnoten<br />

bewerteten Fonds. Das Analysehaus<br />

GBC hat den Deutschen<br />

Mittelstandsanleihen FONDS im<br />

April dieses Jahres als „Hidden<br />

Champion“ unter 9.000 Fonds<br />

identifiziert. Seit Fondsauflage<br />

kletterte das Anlagevolumen<br />

von Null auf 94 Millionen Euro.<br />

Die Fondsexperten der KFM<br />

Deutsche Mittelstand AG sind<br />

sich sicher, mit Performance,<br />

Risikostreuung, laufender Überwachung<br />

der Investments und<br />

Transparenz weiter Mehrwerte<br />

für Portfolios zu schaffen. ó<br />

Hans-Jürgen Friedrich<br />

Vorstand<br />

Deutscher<br />

Mittelstandsanleihen Fonds<br />

Rathausufer 10<br />

40213 Düsseldorf<br />

Fon: 0211 210 737 40<br />

info@kfmag.de<br />

www.kfmag.de<br />

45<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Wirtschaft


Fehler machen. Siegen lernen.<br />

Anne M. Schüller beschreibt, wie Sie in Ihrem Unternehmen<br />

eine fehlertolerante Lernkultur entwickeln können<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Wirtschaft<br />

46<br />

Klassische Unternehmen haben oft eine angstvolle Fehlerkultur.<br />

In Jungunternehmen hingegen geht man sehr<br />

locker mit Fehlern um. Dort hat man verstanden: Nur da, wo<br />

nichts passiert, passieren garantiert keine Fehler. Lernen ist<br />

ohne Fehler einfach nicht möglich. Sie sind der Preis für den<br />

Fortschritt. Denn wer sich nie verirrt, findet auch keine neuen<br />

Wege.<br />

In der alten Industriekultur konnte jeder Produktionsfehler<br />

den Ruin bedeuten, weil klassische Herstellungsprozesse<br />

teuer waren. Hohe Qualitätsstandards<br />

und eine Null-Fehler-Kultur<br />

waren und sind bei Gebrauchsgütern<br />

ganz einfach Pflicht. Digitale<br />

Produkte hingegen sind<br />

sowieso niemals fertig. Sie<br />

kommen als Beta-Version<br />

auf den Markt und werden<br />

mithilfe der User<br />

ständig verbessert<br />

und weiterentwickelt.<br />

„In jeder Töpferei<br />

liegen auch Scherben“,<br />

sagt ein ägyptisches<br />

Sprichwort.<br />

Jede Entscheidung<br />

trägt zwangsläufig<br />

die Möglichkeit<br />

des Scheiterns in<br />

sich. Fehler bergen<br />

neben Risiken ja<br />

immer auch Möglichkeiten,<br />

sind<br />

quasi sich öffnende<br />

Fenster, manchmal<br />

sogar wahre Schätze.<br />

Ohne Fehlermachen ist<br />

Lernen überhaupt gar<br />

nicht möglich.<br />

Deshalb brauchen<br />

Unternehmen eine fehlertolerante<br />

Lernkultur. Sie brauchen<br />

Führungskräfte, die konstruktive<br />

Fehler-Feedbackgespräche<br />

führen können. Und sie brauchen folgenden<br />

Punkt auf der Meeting-Agenda:<br />

„Welche Erfahrungen ich gemacht habe, die<br />

sich alle sparen können.“ Jeder Mitarbeiter weiß<br />

damit sogleich: Das wird uns hier nie wieder passieren.<br />

Und sofort ist das gesamte Team einen Schritt weiter.<br />

Findet eine solche Aktivität intern statt, wird ein geschützter<br />

Rahmen benötigt, damit alles offen und ehrlich auf den<br />

Tisch kommen kann. Jede erzählte Geschichte hilft den Anwesenden<br />

dabei, genau die Fehler zu vermeiden, die andere hinter<br />

sich haben. Zudem gibt es inzwischen Firmen, die Bewerber<br />

bevorzugen, die schon mit einem Projekt gescheitert sind. Sie<br />

wissen um den Wert dieser Erfahrung.<br />

Eine fehleroffene, sanktionsfreie Lernkultur ist essentiell<br />

für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Denn Fehler<br />

machen heißt üben, um siegen zu lernen. Wenn man Fehler hingegen<br />

verbirgt, dann machen andere möglicherweise bald den<br />

gleichen Fehler - und das ganze wiederholt sich unzählige Mal.<br />

Und wenn man sie verschleppt, macht man aus einem Mini- ein<br />

Maxiproblem.<br />

Pflegt man hingegen eine offene Fehlerkultur, dann bringt<br />

dies alle dazu, auch über das „Unsagbare“ nachzudenken.<br />

Das totale Scheitern wird als mögliche Option ganz<br />

selbstverständlich in die Arbeit von Mitarbeiterteams<br />

und Projektgruppen miteinbezogen.<br />

Wenn der Super-GAU dann tatsächlich<br />

eintreten sollte, ist man wenigstens<br />

darauf vorbereitet. Denn Fehlervermeidung<br />

ist ja das eigentliche Ziel.<br />

Die einzigen Fehler, die<br />

nicht toleriert werden können,<br />

sind Absicht, Nachlässigkeit<br />

und Schlamperei. Der falsche<br />

Umgang mit Fehlern<br />

verursacht gleich fünffache<br />

Kosten:<br />

• Aufwendungen<br />

für die fehlerhafte Leistungserstellung,<br />

• Aufwendungen<br />

für die notwendige<br />

Mängelbeseitigung,<br />

• Umsatzverluste<br />

durch die Abwanderung<br />

enttäuschter<br />

Kunden,<br />

• Umsatzverluste,<br />

die aus negativer<br />

Mundpropaganda entstehen,<br />

• Vertrauensverluste<br />

aufgrund einer<br />

schlechten Reputation.<br />

Dort, wo keine Fehler<br />

zugelassen oder diese<br />

sogar geahndet werden, verbringen<br />

Mitarbeiter ihre Zeit<br />

© Artem - stock.adobe.com<br />

damit, sich abzusichern. Sie belauern<br />

die lieben Kollegen, um deren<br />

kleinste Fehler anzuprangern. Oder sie<br />

lassen sie wissentlich ins Messer laufen. Deshalb<br />

heißt es, Fehlerkompetenz zu entwickeln. Das<br />

bedeutet, Fehler schnellstmöglich aufzudecken und zu melden,<br />

Missstände zu beseitigen und dann gemeinsam zu<br />

besprechen, wie Fehler in Zukunft umgangen werden können.<br />

Jede Führungskraft kann, soll und muss eine Aus-Fehlernlernen-Kultur<br />

etablieren. Um den gesamten Prozess in die richtige<br />

Richtung zu lenken, beginnen Sie so: ˘


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Wirtschaft<br />

48<br />

• Verlangen Sie von Ihren Mitarbeitern,<br />

über schlechte Nachrichten als Erster<br />

informiert zu werden.<br />

• Verlangen Sie außerdem, dass Ihre<br />

Mitarbeiter Ihnen widersprechen, und<br />

loben Sie diese dafür öffentlich.<br />

• Bedanken Sie sich ausdrücklich bei<br />

denen, die ihre Fehler zügig offenlegen<br />

oder schlechte Botschaften überbringen.<br />

• Drücken Sie starkes Missfallen aus,<br />

wenn Ihnen gezielt etwas verschwiegen<br />

wurde, wenn Fehler unter den Teppich<br />

gekehrt werden, wenn Berichte<br />

geschönt sind oder wenn ganz offensichtlich<br />

gelogen wird.<br />

Fragen Sie sich aber auch, welche<br />

internen Strukturen und Prozesse individuelles<br />

Versagen überhaupt erst möglich<br />

gemacht haben. Denn Fehler werden<br />

gerne personalisiert. Sind aber „der<br />

Huber“ oder „die Müller“ schuld, dann<br />

kann die Organisation selbst nichts für<br />

sich lernen. „Dumme und Gescheite<br />

unterscheiden sich dadurch, dass der<br />

Dumme immer dieselben Fehler macht<br />

und der Gescheite immer neue“, hat<br />

der Schriftsteller Kurt Tucholsky einmal<br />

gesagt.<br />

Aktives Fehlermanagement<br />

heißt außerdem: Fehler und die<br />

dazugehörige(n) Lösung(en) werden aufgezeichnet<br />

und für diejenigen, die daraus<br />

lernen können, einsehbar gemacht.<br />

Und sie werden statistisch ausgewertet.<br />

Dann macht jedes Team-Mitglied diesen<br />

Fehler (hoffentlich) nur noch einmal.<br />

Und Verbesserungen müssen nicht<br />

immer wieder neu entwickelt werden.<br />

Die Suche nach Schuldigen kommt<br />

bei all dem nicht vor. Erst dann kann es<br />

auch keine Rechtfertigungsarien geben,<br />

die Zeit und Nerven kosten, aber nichts<br />

bringen. Dies kann sogar bedeuten, die<br />

Mitarbeiter von Schuld freizusprechen,<br />

also ausdrücklich zu sagen, dass niemand<br />

schuld ist an einer Situation. So<br />

wird der blockierte Kopf schnell wieder<br />

frei.<br />

„ Man darf dem anderen die Wahrheit<br />

nicht wie einen nassen Lappen um die<br />

Ohren schlagen. Man sollte sie ihm vielmehr<br />

hinhalten wie einen Mantel, damit<br />

er hineinschlüpfen kann.“ Diese weisen<br />

Worte stammen vom Schriftsteller Max<br />

Frisch. Machen Sie also aus einem Fehler-<br />

ein Fördergespräch. Wer den Mitarbeiter<br />

nicht abkanzelt und entwürdigt, sondern<br />

konstruktiv aufbaut, fördert nicht<br />

nur dessen Selbstachtung, sondern auch<br />

dessen kritische Selbsteinschätzung.<br />

Natürlich wird von einer guten Führungskraft<br />

erwartet, dass sie klar und<br />

deutlich ihre Meinung sagt, und dass sie<br />

mit Konsequenz und Nachdruck handelt,<br />

wenn Ergebnisse nicht erreicht werden<br />

oder Fehler immer wieder passieren. Die<br />

Frage ist eben nur, auf welche Art und<br />

Weise sie dies tut. Sie kann vorwurfsvoll<br />

die schlechte Leistung tadeln oder<br />

eine zukünftige Herausforderung darin<br />

erkennen.<br />

Ein Fehler lässt sich auch wie folgt<br />

umschreiben: Kinderkrankheit, Korrekturmodus,<br />

Lernchance, Verbesserungsmöglichkeit,<br />

Optimierungspotenzial,<br />

Testlauf, Rückschlag, Schwachstelle,<br />

Anlaufschwierigkeit, Lapsus, Patzer, Missgeschick,<br />

anfänglicher Irrtum, Panne,<br />

Ersterfahrung. Solche Formulierungen<br />

schützen vor dem Gefühl des Versagens<br />

und machen Fehler verzeihlich.<br />

Viele Vorgesetzte vermeiden es<br />

jedoch, Fehlergespräche zu führen, weil<br />

sie Angst haben vor einer unangenehmen<br />

Reaktion des Mitarbeiters (er/sie<br />

ist verletzt, wird böse, sperrt sich, weint),<br />

mit der sie nicht umgehen können. Oder<br />

sie befürchten, sich unbeliebt zu machen<br />

beziehungsweise im Gegenzug selbst<br />

kritisiert zu werden.<br />

Wer seinen Mitarbeitern jedoch<br />

berechtigte Kritik vorenthält, nimmt<br />

ihnen die Möglichkeit, sich zu entwickeln.<br />

Kritikgespräche sind also in Wirklichkeit<br />

Fördergespräche und damit Geschenke.<br />

Sie sind notwendig, um den Mitarbeiter<br />

auf unerwünschte Auswirkungen seines<br />

Verhaltens hinzuweisen und ihm die<br />

Möglichkeit zu geben, seine Leistungen<br />

zu verbessern.<br />

In einem Fehlergespräch gibt es<br />

letztlich nur zwei Fragen, die interessieren:<br />

• Was war die genaue Ursache und wie<br />

kam es dazu?<br />

• Wie können wir diese Sache in Zukunft<br />

besser machen?<br />

In dem Bewusstsein, dass besprochene<br />

Fehler Lernchancen sind, werden alle<br />

experimentierfreudig auf die Suche<br />

nach passenderen Lösungen gehen. Das<br />

kann sich etwa wie folgt anhören: …“Gut<br />

dass der Fehler jetzt aufgetaucht ist.<br />

Was er bewirkt hat, darüber bin ich wirklich<br />

nicht glücklich, doch nun lassen Sie<br />

uns sehen, wie wir das aus der Welt<br />

schaffen können und was wir in Zukunft<br />

daraus lernen.“<br />

Besonders wichtig bei Fehlergesprächen,<br />

ich füge es, da weitläufig bekannt,<br />

nur der Vollständigkeit halber hier an: Es<br />

geht rein um die Beschreibung von Eindrücken<br />

und Empfindungen, nicht um<br />

Wertungen oder gar ums Moralisieren.<br />

Bleiben Sie sachlich, werden Sie nicht<br />

persönlich, tadeln Sie nur die Sache,<br />

nicht aber den Menschen, damit der<br />

Mitarbeiter einsichtig und nicht eingeschnappt<br />

reagiert.<br />

Denn niemand macht Fehler gern.<br />

Und es ist unmöglich, alles richtig zu<br />

machen. Richten Sie Ihren Blick also auf<br />

die Lösung und nicht auf das Malheur.<br />

Machen Sie Angebote statt Vorschriften,<br />

geben Sie Anregungen und keine<br />

Ratschläge. Nichts ist schlimmer als ein<br />

oberlehrerhafter Ratschlag im falschen<br />

Augenblick oder ein Chef, der ständig<br />

herausstellt, um wie viel besser er es<br />

selbst gemacht hätte. ó<br />

Das Buch zum Thema,<br />

Managementbuch des Jahres<br />

Anne M. Schüller: Das Touchpoint-Unternehmen.<br />

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Über die Autorin<br />

Anne M. Schüller ist Managementdenker,<br />

Keynote-Speaker, mehrfach preisgekrönte<br />

Bestsellerautorin und Businesscoach.<br />

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Goethe und Schiller als Sterngucker<br />

Goethes Tagebuch 12. Februar 1800.<br />

„Nachts G.R.Voigt und Hofrat Schiller. Den Mond betrachtet.“<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Wirtschaft<br />

50<br />

11.<br />

Februar<br />

1800. Über<br />

Weimar strahlte ein<br />

herrlicher Wintervormittag.<br />

Man darf<br />

annehmen, dass<br />

Friedrich Schiller in<br />

seiner vom Geruch<br />

fauliger Äpfel<br />

durchzogenen, gut<br />

geheizten Stube am<br />

Schreibtisch hockte;<br />

in diese Zeit fiel die<br />

Bühnenbearbeitung<br />

von Shakespeares<br />

„Macbeth“.<br />

Da klopfte ein Bote<br />

an die Pforte seiner<br />

Mietwohnung in der<br />

Windischengasse Nr.<br />

A 71. Schiller wurde<br />

eine kurze Note seines<br />

Freundes Goethe<br />

überbracht: „um<br />

sieben Uhr, da der<br />

Mond aufgeht, sind<br />

Sie zu einer astronomischen<br />

Partie eingeladen,<br />

den Mond<br />

und den Saturn zu<br />

betrachten; denn es<br />

finden sich heute<br />

Abend drei Teleskope<br />

in meinem<br />

Hause“.<br />

Eines dieser Teleskope, vermutlich<br />

das leistungsfähigste, war ein „siebenfüßiger<br />

Newtonspiegel nach Herschelscher<br />

Bauart“. Drei Tage zuvor hatte es Goethe<br />

von seinem Freund Karl Ludwig von Knebel<br />

in Kommission genommen und in<br />

seinem Gartenhaus aufgestellt. Goethe<br />

hielt am 11. Februar fest: „Das Teleskop ist<br />

nun aufgestellt und sein schönes äußeres<br />

Ansehen ist lockend, so dass man<br />

auch seine inneren Tugenden wünscht<br />

kennenzulernen“.<br />

Mit Astronomie wird der „Dichterfürst“<br />

kaum in Verbindung gebracht.<br />

Eine Äußerung gegenüber Johann Peter<br />

Eckermann bestätigt dies scheinbar: „Ich<br />

habe mich in den Naturwissenschaften<br />

ziemlich nach allen Seiten hin versucht;<br />

jedoch gingen meine Richtungen immer<br />

nur auf solche Gegenstände, die mich<br />

irdisch umgaben und die unmittelbar<br />

© hajotthu<br />

durch die Sinne wahrgenommen werden<br />

konnten; weshalb ich mich denn<br />

auch nie mit Astronomie beschäftigt<br />

habe“.<br />

Sind Goethes Worte im Licht der<br />

hohen Ansprüche an sich zu sehen?<br />

Denn zahlreiche Zeugnisse belegen, dass<br />

Goethe sich zeitlebens gerne mit Himmelskunde<br />

befasst hat.<br />

Goethe war seit 1799 von den Landschaften<br />

des Mondes angetan. Immer<br />

wieder stand er nachts am Teleskop und<br />

schwenkte es über Maare und Krater.<br />

Am 10.August 1799 schrieb er an Schiller:“<br />

Durch das Steinische Spiegelteleskop<br />

habe ich einen Besuch im Monde<br />

gemacht (möglicherweise handelte es<br />

sich hier um ein vom Hofmechanikus<br />

Auch im Gartenhaus aufgestelltes Gerät).<br />

Die Klarheit mit welcher man die Teile<br />

sieht ist unglaublich;<br />

man muss ihn<br />

im Wachsen und<br />

Abnehmen beobachten<br />

wodurch das<br />

Relief sehr deutlich<br />

wird.“<br />

Für den 13.<br />

September 1799<br />

hielt Goethe im<br />

Tagebuch fest:<br />

„Machte ich mich<br />

mit dem Monde, so<br />

viel es die Witterung<br />

zuliess, bekannt mit<br />

Hilfe des Auchischen<br />

Teleskops und<br />

der Schröderischen<br />

Selentopographie“<br />

(die zu dieser Zeit<br />

genaueste Mondkarte).<br />

Auch am 18.<br />

September steht<br />

im Tagebuch: „Den<br />

Mond beschaut“. In<br />

den „Annalen“ gibt<br />

er auch ein Motiv<br />

preis: „Im August<br />

und September<br />

bezog ich meinen<br />

Garten am Stern,<br />

um einen ganzen<br />

Mondswechsel<br />

durch ein gutes<br />

Spiegel-Teleskop zu<br />

betrachten, und so ward ich denn mit<br />

diesem, so lange geliebten und bewunderten<br />

Nachbar endlich näher bekannt.<br />

Bei allem diesem lag ein grosses Naturgedicht,<br />

das mir vor der Seele schwebte,<br />

durchaus im Hintergrund“.<br />

“An Ihren Mondbetrachtungen<br />

wünschte ich wohl auch teilzunehmen“,<br />

antwortete Schiller am 24.August 1799<br />

an Goethe. „Mir hat dieser Gegenstand<br />

immer einen gewissen Respekt abgenötigt<br />

und mich nie ohne eine sehr ernste<br />

Stimmung entlassen. Bei einem guten<br />

Teleskop wird das Körperliche der Oberfläche<br />

sehr deutlich, und es hat mir immer<br />

etwas Furchtbares, dass ich diesen entfernten<br />

Fremdling auch mit einem anderen<br />

Sinn als dem Aug zu erfassen glaubte“.<br />

Ob Schiller am 11.Februar 1800 Goethes<br />

Einladung angenommen hat und<br />

beide Dichterfürsten in jener Nacht tat-


alle drei Bilder: © Christian Wolter<br />

Wirtschaft<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

sächlich gemeinsam unter dem Sternenzelt<br />

gestanden haben, ist nicht überliefert.<br />

Einen Hinweis gibt der Brief Goethes am<br />

nächsten Tag, denn am 12.Februar 1800<br />

lud er Schiller erneut ein: „Mögen Sie<br />

heute abend, nach geendigtem Schauspiel,<br />

sich zu mir verfügen, so sollen Sie,<br />

nach einer kalten Viertelstunde, einen<br />

deutlichern Begriff von den Mondshöhen<br />

und Tiefen mit hinwegnehmen, so<br />

wie es mich sehr freuen wird Sie nach<br />

einer so langen Pause wieder bei mir zu<br />

sehen“. Für dieses Datum enthält Goethes<br />

Tagebuch: „Nachts G.R.Voigt und<br />

Hofrat Schiller. Den Mond betrachtet.“.<br />

War die schwere Erkrankung des<br />

Dichters Mitte Februar 1800 die Folge<br />

einer Unterkühlung während der späten<br />

Partie mit Goethe? Noch bis Ende März<br />

kämpfte Schiller mit Fieber und Husten.<br />

Im Frühjahr und Sommer 1800<br />

stand Goethe mehr als einmal in seinem<br />

Garten und schaute durchs Okular. Es<br />

war ihm ersichtlich ein Anliegen, auch<br />

andere in den Mond einzuführen. Goethe<br />

berichtet: „Das Teleskop hat mir und<br />

Freunden schon manchen vergnügten<br />

Abend gemacht. Es erregt die würdigsten<br />

Gefühle, wenn man einen so weit<br />

entfernten Gegenstand sich so nahe<br />

gerückt sieht, wenn es uns möglich wird,<br />

den Zustand eines 50.000 Meilen von<br />

uns entfernten Körpers mit so viel Klarheit<br />

einzusehen<br />

Schillers Krankheit dürfte seine<br />

Bereitschaft, sich frische Nächte um die<br />

Ohren zu schlagen nicht gefördert haben.<br />

Goethe versuchte nun, ihn nach seiner<br />

Genesung mit der Idee einer „Starparty“<br />

zu ködern. Am 10.April 1800 schrieb<br />

er Schiller: „Es war eine Zeit, wo man<br />

den Mond nur empfinden wollte, jetzt<br />

will man ihn sehen. Ich wünsche, dass<br />

es recht viele Neugierige geben möge,<br />

damit wir die schönen Damen nach und<br />

nach in unser Observatorium locken“.<br />

Bereits beim jungen Goethe findet<br />

sich Anteilnahme an den astronomischen<br />

Erkenntnissen seiner Zeit. Für<br />

den 8.Dezember 1769 war ein Vorbeiziehen<br />

(Durchgang) der Venus vor der<br />

Sonne vorhergesagt. In einem Brief an<br />

A.F. Oeser schrieb Goethe am 14.Februar<br />

1769:“Frankreich und Spanien schicken<br />

Astronomen nach Kalifornien, den<br />

Spaziergang der Venus zu beobachten“.<br />

Um 1780 will er einen „Roman über das<br />

Weltall“ verfassen. Charlotte von Stein<br />

lässt er wissen: “einige Brief des grossen<br />

Romans geschrieben“. Doch das Werk<br />

bleibt ein Fragment. Und am 19. November<br />

1784 in einem Brief an Charlotte: „Ich<br />

bringe...eine Astronomie die sich gut<br />

lesen lässt“ (für Frau von Stein verwendete<br />

Goethe in seinen Aufzeichnungen<br />

das astronomische Zeichen der Sonne,<br />

für den Herzog das des Jupiters).<br />

Spätestens ab 1799 verstärkte sich<br />

sein himmelskundliches Interesse anhaltend.<br />

Es ist anzunehmen, dass hier auch<br />

der Gedankenaustausch mit dem Herzog<br />

eine motivierende Rolle spielte. Über<br />

Jahrzehnte hinweg war Astronomie ein<br />

verbindendes Thema zwischen dem<br />

Landesherren und seinem Minister. Am<br />

6. Oktober 1820 schrieb Goethe an Carl<br />

August „..so muss ich doch gestehen,<br />

dass ich meinen langen Abenden und<br />

Nächten gar sehr wieder die Erscheinung<br />

eines geistig-leuchtenden Gestirns<br />

wünsche. Der Mond hat mich diesmal,<br />

mit allen seinen Phasen bis zuletzt, gar<br />

sehr unterhalten, da er immer noch<br />

als der späte Freund hinter den Bergrücken<br />

hervortritt; Jupitern mit seinen<br />

Trabanten begrüss ich nächtlich, mit<br />

meinem Fernrohr, die Plejaden glaube<br />

ich niemals schöner gesehen zu haben.<br />

Ich denke, durch den Kometensucher<br />

(ein lichtstarkes Teleskop mit geringer<br />

Vergrösserung) müssten sie sich ganz<br />

unschätzbar zeigen. So kommt alles<br />

auf die Umstände an, die freie Aussicht<br />

auf den Morgenhimmel ist zu solchen<br />

Nacht-Beschauungen höchst anlockend“.<br />

˘<br />

51


<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Wirtschaft<br />

52<br />

Als 62-jährigen ergab sich für Goethe<br />

schliesslich eine hauptberufliche<br />

Beziehung zur exakten Wissenschaft<br />

vom Universum. 1811 beschloss Herzog<br />

Carl August in Jena eine Sternwarte zu<br />

bauen. Das Observatorium wurde nicht<br />

der Universität angegliedert, sondern<br />

unterstand als „Herzogliche Sternwarte<br />

zu Jena“ den Anstalten für Wissenschaft<br />

und Kunst und damit dem Verantwortungsbereich<br />

von Goethe.<br />

Auch in der Theorie muss Goethe<br />

auf der Höhe gewesen sein. Seine Tagebuch-<br />

und Leiheinträge der Weimarer<br />

Bibliothek zwischen 1798 und 1831<br />

beweisen sein breites Studium der astronomischen<br />

Literatur. Von 1805 ab bis<br />

etwa 1820 hielt Goethe am Mittwochvormittag<br />

im Wohnhaus am Frauenplan<br />

vor ausgesuchten Hörern physikalische<br />

Vorträge. Astronomische Themen wie<br />

Sonne, Planeten, Ringe des Saturn oder<br />

Kometen, behandelte er hierbei ab 1807<br />

in den „Geognostischen Vorlesungen“.<br />

Zu Goethes Sternstunden zählten<br />

Sonnen- und Mondfinsternisse, die<br />

er regelmässig als aktiver Beobacher<br />

verfolgte. Über jeden neu entdeckten<br />

Kometen liess er sich berichten und<br />

nutzte möglichst jede klare Nacht, um<br />

den Schweifstern selbst zu observieren.<br />

Aber am 7.September 1820 war in<br />

Thüringen eine ringförmige Sonnenfinsternis<br />

zu bewundern. Hierbei reicht<br />

der Monddurchmesser gerade nicht aus,<br />

um die Sonne ganz zu verfinstern, so<br />

dass von der Sonne zur Finsternismitte<br />

ein dünner Ring übrigbleibt. Allerdings<br />

bleibt es um Grössenordnungen zu<br />

hell, damit der lichtschwache Strahlenkranz<br />

der Korona hervortritt. Das Sichtbarkeitsgebiet<br />

erstreckte sich über die<br />

grössten Teile von Deutschland, Österreich<br />

und Italien. Weimar und Jena lagen<br />

knapp innerhalb, am östlichen Rand des<br />

Finsterniskorridors. Goethe beobachtete<br />

die Eclipse zusammen mit dem Herzog<br />

im Garten der Prinzessinnen in Jena.<br />

„Hinaus in den Garten. Draussen gespeist.<br />

Die Sonnenfinsternis trat ein und konnte<br />

gut beobachtet werden“.<br />

„Wir hatten bedeutende Instrumente<br />

in den Garten der Prinzessinnen<br />

gebracht, als wir durch höchste Ankunft<br />

überrascht wurden (Besuch des Herzogs).<br />

Da war nun der Mond so artig, während<br />

der Mittagstafel einzutreten und bei<br />

völlig klarem Himmel der vollkommene<br />

Ring zum Nachtisch zu erscheinen“. Als<br />

der Mond seinen Rückzug von der Sonnenscheibe<br />

begann, fuhr Goethes Beobachtergruppe<br />

auf die Jenaer Sternwarte,<br />

wo gegen Abend der Austritt des Mondes<br />

„auch ganz unbewölkt beobachtet<br />

wurde“. Im nahen Weimar hatte man<br />

weniger Glück. Dort konnte nur der Einund<br />

Austritt des Mondes einigermassen<br />

gesehen werden. Die zentrale, ringförmige<br />

Phase versteckte sich hinter dicken<br />

Wolken.<br />

Am 29.3. desselben Jahres 1820 verzeichnet<br />

Goethes Tagebuch bereits eine<br />

„Sichtbare Mondfinsternis“.<br />

Auch im hohen Alter hatte Goethe<br />

das Interesse an den Sternen nicht verloren.<br />

Im Eintrag ab dem 15. Juni 1828<br />

findet sich bei Eckermann: „Ich verlebe<br />

hier“ (gemeint ist Dornburg bei Jena),<br />

sagte Goethe, „so gute Tage wie Nächte.<br />

Oft vor Tagesanbruch bin ich wach und<br />

liege im offenen Fenster, um mich an der<br />

Pracht der jetzt zusammenstehenden<br />

drei Planeten zu weiden und an dem<br />

wachsenden Glanz der Morgenröte zu<br />

erquicken“. (Es ist davon auszugehen,<br />

dass Goethe seine Beobachtungen um<br />

den 11/12 August 1828 herum gemacht<br />

hat, als die Planeten Merkur, Venus und<br />

Saturn alle im Sternbild Krebs beieinander<br />

standen).<br />

Ein gutes Jahr vor seinem Tod<br />

begann sich Goethe auf die für 1834<br />

vorhergesagte Wiederkehr des Kometen<br />

Halley vorzubereiten. Er war zuletzt 1758<br />

erschienen, als er ein neunjähriges Kind<br />

war. Goethe wies am 12.Februar 1831<br />

den Sternwartenleiter Schrön an: „…so<br />

ich auch von dem Irrstern, welcher in<br />

den nächsten Jahren erwartet wird in<br />

Kenntnis zu sein wünsche…“. Im Februar<br />

1832 sagte er zu Kanzler v. Müller: „Im<br />

Jahre 1834 kommt der grosse Komet;<br />

schon habe ich an Schrön geschrieben...<br />

damit er wohl vorbereitet und würdig<br />

empfangen werde“. Nur einer Auswahl<br />

von Erdenbürgern ist es vergönnt, den<br />

Hallyschen Kometen, der etwa alle 76<br />

Jahre am Himmel erscheint, zweimal zu<br />

erleben. Auch Goethe gehörte nicht zu<br />

ihnen. Nur drei Jahre nach seinem Tod,<br />

im Jahr 1835, zog der berühmteste aller<br />

Kometen über das Firmament.<br />

Die Wissenschaft von den Sternen<br />

genoss bei dem berühmtesten deutschen<br />

Dichter, nach allem was wir wissen,<br />

größte Hochschätzung. Er stellte<br />

fest: „Die Astronomie... ist mir deswegen<br />

so wert, weil sie die einzige aller Wissenschaften<br />

ist, die auf allgemein anerkannten,<br />

unbestreitbaren Basen ruht, mithin<br />

mit voller Sicherheit immer weiter durch<br />

die Unendlichkeit fortschreitet. Getrennt<br />

durch Länder und Meere teilen die Astronomen,<br />

diese geselligsten aller Einsiedler,<br />

sich ihre Elemente mit und können<br />

darauf wie auf Felsen fortbauen“. ó<br />

Tieferen Aufschluss über Goethes Verhältnis<br />

zur Astronomie, geben seine<br />

Verse:<br />

Ach nein, erwerben kann ichs nicht,<br />

Es steht mir gar zu fern,<br />

Es weilt so hoch, es blinkt so schön,<br />

Wie droben jener Stern<br />

Die Sterne, die begehrt man nicht,<br />

Man freut sich Ihrer Pracht,<br />

Und mit Entzücken blickt man auf<br />

In jeder heitern Nacht<br />

Goethe als Naturforscher<br />

Dass Goethe heute als bedeutender<br />

Naturwissenschaftler<br />

und Wissenschaftstheoretiker<br />

nicht übermäßig hochgehalten<br />

wird, liegt möglicherweise an<br />

seinem ganzheitlichen Ansatz,<br />

der dem heutigen Zeitgeist<br />

zuwiderläuft. Goethe war der<br />

Antityp zum heute gefragten<br />

angepassten Fachidioten, der<br />

„fast alles über nichts weiss“.<br />

Über den Autor<br />

Christian Wolter ist Ingenieur und verfasst<br />

u.a. Artikel mit Schwerpunkt Wissenschaftsjournalismus<br />

aber auch zum<br />

Thema Reisen.


Der Bambus-Code 4.0<br />

So gewinnen Sie die digitale Transformation<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Partner.<br />

Für Lösungen.<br />

Wirtschaft<br />

54<br />

Die Möglichkeiten zur digitalen<br />

Transformation sind endlos und<br />

zum Teil unübersichtlich, doch gleichzeitig<br />

nimmt der Handlungsdruck zu.<br />

Wie gelingt es in diesem Spannungsfeld,<br />

zeitnah zu attraktiven digitalen<br />

Geschäftsmodellen zu gelangen? Der<br />

direkte Weg geht über eine klare Wachstumsstrategie,<br />

die die Digitalisierung<br />

mit einbezieht. Dieser Aufgabe hat<br />

sich das Strategieverfahren „Bambus-<br />

Code 4.0“ verschrieben. Seine Guerilla-<br />

Wachstumswege bilden das Fundament<br />

für nahezu alle erfolgreichen digitalen<br />

Geschäftsmodelle am Markt. Doch noch<br />

nicht alle Unternehmer sind offen für<br />

digitale Möglichkeiten, manche werden<br />

von der Digitalisierung überrollt und<br />

haben völlig unvermittelt das Nachsehen,<br />

wie das folgende Beispiel aus dem<br />

Beratungsalltag zeigt.<br />

Partner.<br />

Für Lösungen.<br />

Die JP Industrieanlagen GmbH ist ein<br />

expandierendes mittelständisches Unternehmen<br />

mit derzeit 46 Mitarbeitern.<br />

JP Industrieanlagen ist in den Branchen Sondermaschinenbau,<br />

Automobil industrie, Prozess- und<br />

Verfahrenstechnik und Automatisierungs technik<br />

für seine Kunden weltweit erfolgreich tätig.<br />

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Die JP Industrieanlagen GmbH ist ein<br />

Schlesische expandierendes Straße 249 · mittelständisches 94315 Straubing Unternehmen<br />

Telefon mit +49 derzeit 9421 96350-0 46 Mitarbeitern.<br />

info@jp-industrieanlagen.de JP Industrieanlagen ist · www.jp-industrieanlagen.de<br />

den Branchen Sondermaschinenbau,<br />

Automobil industrie, Prozess- und<br />

Verfahrenstechnik und Automatisierungs technik<br />

für seine Kunden weltweit erfolgreich tätig.<br />

Die unsichtbare Gefahr<br />

Im Herbst letzten Jahres riet ich einem<br />

Unternehmen, das sich seit 25 Jahren<br />

mit dem Stahlhandel beschäftigt,<br />

sowohl einen Onlineshop als auch einen<br />

Loginbereich für die Stammkunden einzurichten,<br />

um den digitalen Weg einzuleiten<br />

und für die Zukunft vorzusorgen.<br />

Die Antwort des 35-jährigen Firmenlenkers<br />

war eindeutig: er und seine Kollegen<br />

seien der Meinung, dass das nichts<br />

bringe, weil es zu viele Sonderwünsche<br />

gäbe und die Rohstoffpreise täglich<br />

wechseln. Er sehe hier derzeit keinen<br />

Handlungsbedarf, weil seine Mitbewerber<br />

auch nicht aktiv werden.<br />

Was er komplett übersehen hatte:<br />

die großen Stahlhersteller Thyssenkrupp<br />

und Klöckner hatten gerade begonnen,<br />

mit Onlineshops als neuen Handelsplattformen<br />

zu arbeiten. Die Stahlriesen<br />

verfolgen eine klare Strategie: möglichst<br />

viele Aufträge am traditionellen Handel<br />

vorbei direkt abschließen und Privatkunden<br />

vom Baumarkt weg auf die eigene<br />

Plattform holen. Für die Umsetzung<br />

ihrer Plattformen suchen sie die Nähe<br />

zu Start-ups.<br />

So entstand für den kleinen Stahlhändler<br />

eine existenzielle Bedrohung durch<br />

seine größten Lieferanten.<br />

Was lässt sich aus diesem Beispiel ableiten:<br />

1. Neue digitale Geschäftsmodelle können<br />

etablierte Geschäftsmodelle fast<br />

über Nacht zum Einsturz bringen.<br />

2. Die Ecken, aus denen diese Gefahren<br />

kommen, sind nicht sichtbar. Sie<br />

können vom Zwei-Mann-Start-up aus<br />

einem anderen Land bis hin zu einem<br />

börsennotierten Konzern reichen.<br />

3. Die Lösung, nichts zu tun, ist mit<br />

Abstand die schlechteste, denn<br />

zu einem erfolgreichen digitalen<br />

Geschäftsmodell gehört immer eine<br />

gewisse Vorlaufzeit, um aus der<br />

Erfahrung zu lernen und das neue<br />

Geschäftsmodell zu optimieren.<br />

Der Weg zum digitalen<br />

Geschäftsmodell<br />

Ein effizientes Tool, um die passende<br />

Lösung zu finden, bieten die Guerilla-<br />

Wachstumswege. Sie zeigen Unternehmen,<br />

wie sie auf ungewöhnliche, fast<br />

schon paradoxe Weise, zu neuen Aufträgen<br />

und neuen Kunden kommen.<br />

Im Zuge der Digitalisierung sind viele<br />

erfolgreiche Geschäftsmodelle entstanden,<br />

die genau auf diesen Guerilla-<br />

Wachstumswegen fußen, die ein wichtiger<br />

Bestandteil des Strategieverfahrens<br />

Bambus-Code® sind.<br />

Als Beispiel sei hier die Heidelberger<br />

Druckmaschinen AG erwähnt. Sie<br />

entkam der Abwärtsspirale durch ein<br />

Redesign ihrer Zahlungsbedingungen.<br />

Statt Kauf oder Leasing der kostspieligen<br />

Druckmaschinen wird nur noch<br />

der bedruckte Papierbogen in Rechnung<br />

gestellt. Mit diesem Pay-per-Use-Modell,<br />

das für die Branche völlig ungewöhnlich<br />

ist, schwang sich das Unternehmen zu<br />

neuen Höhen auf.<br />

Guerilla-Wachstumswege<br />

Neues Leistungsangebot definieren:<br />

Um der direkten Vergleichbarkeit von<br />

Preis und Leistung zu entkommen, sollten<br />

Sie darüber nachdenken, um welche<br />

Leistungen Sie Ihr Produkt erweitern<br />

können. Welche Zusatzpakete es strukturell<br />

noch attraktiver für Ihre Kunden<br />

machen. Strukturell heißt, dass dieses<br />

Paket kein einfacher „Added Value“ ist,<br />

den der Verkäufer mit anpreist, sondern<br />

dass seine Realisation einen Einschnitt in<br />

die Prozessabläufe des Kunden darstellt.<br />

Das Berliner Unternehmen Outfittery<br />

hat diesen Gedanken konsequent<br />

umgesetzt. Es liefert seinen Kunden<br />

nicht nur Hemd oder Hose, sondern<br />

immer eine komplette, „ausgehfertige“<br />

Garnitur. Die Männer, die Zielgruppe des<br />

Unternehmens, sparen sich viel Zeit und<br />

zudem die lästigen Kleidungsauswahl-,<br />

Anprobier- und Vergleichsprozesse.<br />

Bestellzeit verkürzen:<br />

Viele Unternehmer sind regelmäßig<br />

unangenehm überrascht, wenn sie in<br />

ihrem Unternehmen sowie auf Kundenseite<br />

erfassen, wie viele unproduktive<br />

Arbeitsschritte anfallen, bis der Auftrag<br />

angelegt, von der Produktion erfasst,<br />

gelagert, ausgeliefert und abgerechnet<br />

ist. Nicht selten geht dabei der Großteil<br />

der Wertschöpfung verloren. Diese<br />

unproduktive Zeit ist für alle Beteiligten<br />

eine Belastung.<br />

Wie lässt sie sich reduzieren? Sie<br />

können Ihre Angebotsvielfalt verkleinern<br />

oder Ihre Leistungen zu Paketen<br />

Schlesische Straße 249 · 94315 Straubing<br />

Telefon +49 9421 96350-0<br />

info@jp-industrieanlagen.de · www.jp-industrieanlagen.de


zusammenfassen. Sie können eine<br />

E-Commerce-Website einrichten, in der<br />

der Kunde seine Bestellung eingibt, und<br />

diese so aufbauen, dass Sie alle Daten<br />

direkt übernehmen können. Fragen kann<br />

der Kunde per E-Mail oder Telefon klären,<br />

ohne die gesamte Bestellung mitzuteilen.<br />

Es lohnt sich, sich mit diesen webbasierten<br />

Möglichkeiten auseinanderzusetzen.<br />

Schließlich sind Ihre Kunden es<br />

bereits gewohnt, auch komplexe Vorgänge<br />

über das Internet abzuwickeln.<br />

In der Praxis fußen beispielsweise<br />

die digitalen Geschäftsmodelle von Flyeralarm,<br />

CosmosDirekt und mymuesli auf<br />

diesem Guerilla-Wachstumsweg. Sie alle<br />

verdanken den Erfolg ihres Unternehmens<br />

dem radikal vereinfachten Bestellprozess.<br />

Fazit<br />

Sie sehen, mit ein wenig Querdenken,<br />

wie es die Guerilla-Wachstumswege<br />

ermöglichen, helfen Sie dem Auffinden<br />

neuer digitaler Geschäftsmodelle gezielt<br />

auf die Sprünge. Dabei kennen Sie jetzt<br />

erst zwei von zehn Wegen. Beide lassen<br />

sich mit normalen Bordmitteln erreichen.<br />

Sie müssen dazu weder ein ausgewiesener<br />

Spezialist im Bereich der Künstlichen<br />

Intelligenz noch der Augmented Reality<br />

sein. Sie benötigen lediglich eine<br />

gewisse IT-Kompetenz. Denn im Kern<br />

lassen sich digitale Geschäftsmodelle<br />

meist auf ein Plattformsystem, eine entgeltabhängige<br />

Nutzung, ein Datenbanksystem<br />

oder auf eine Kombination dieser<br />

Alternativen reduzieren. ó<br />

Über das Buch<br />

Christian Kalkbrenner: „Der Bambus-Code<br />

4.0 – Erfolgreiche Wachstumsstrategien<br />

für den digitalen Wandel“, Norderstedt<br />

<strong>2018</strong>, 212 Seiten, 19,95 Euro.<br />

ISBN: 9783748130307<br />

Über den Autor<br />

Christian Kalkbrenner ist Strategieberater<br />

aus Überzeugung und zeigt Unternehmen<br />

den Weg an die Spitze. Dafür hat er ein<br />

eigenes Strategieverfahren entwickelt,<br />

den Bambus-Code®, für den er mit dem<br />

„Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet<br />

wurde. Seit Jahren entwirft er<br />

erfolgreiche, skalierende Geschäftsmodelle<br />

für seine Kunden und legt dabei ein<br />

besonderes Augenmerk auf die Digitalisierung.<br />

E-Mail: info@ub-kalkbrenner.de<br />

www.ub-kalkbrenner.de<br />

55<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Wirtschaft<br />

Bei dir werd i<br />

immer<br />

schwach“<br />

A R C O B R Ä U<br />

PRÄMIERT<br />

Großer Preis des<br />

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HUMAN RESOURCES<br />

OHNE HUMANS?<br />

WARUM ROBOT RECRUITING<br />

NICHT DIE LÖSUNG SEIN KANN<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Wirtschaft<br />

56<br />

Künstliche Intelligenz ist für Experten<br />

die Zukunft im Recruiting, um<br />

bestehende Prozesse in der Personalgewinnung<br />

grundlegend zu revolutionieren.<br />

Der Telekommunikationsanbieter<br />

Vodafone führt bereits Videointerviews<br />

mit Roboterunterstützung durch und<br />

auch die Deutsche Telekom setzt Chatbots<br />

in der Kandidatenkommunikation<br />

ein. Propagiert werden die Vorteile<br />

der intelligenten Maschinen vor allem,<br />

wenn es um Routineaufgaben geht.<br />

Warum auch nicht? Laut einer aktuellen<br />

LinkedIn-Umfrage zu den Trends der Personalbeschaffung<br />

fallen darunter jedoch<br />

auch das Prüfen von Kandidaten und die<br />

Beziehungspflege. Und genau hier stellt<br />

sich die Frage: Sind das wirklich Routineaufgaben?<br />

Schließlich gehört das Prüfen wie<br />

auch die Kommunikation mit Interessenten<br />

zu den sensibelsten Themen im<br />

Recruiting überhaupt. Diese Aufgaben<br />

als Routine einzuordnen, lässt den niedrigen<br />

Stellenwert erkennen, der ihnen<br />

noch immer anhaftet. Und genau deshalb<br />

wirft die fortschreitende Digitalisierung<br />

des HR-Bereichs mehr denn je<br />

alte grundlegende Fragen im Recruiting<br />

auf. Die erste und vermutlich wichtigste:<br />

Wo bleibt der Mensch als Individuum<br />

und Dreh- und Angelpunkt bei dieser<br />

Entwicklung? Werden die lernenden Systeme<br />

wirklich besser als ein Recruiter<br />

den Menschen in seiner einzigartigen<br />

Persönlichkeit hinter dem Bewerber<br />

erkennen? Und wie zuverlässig entscheiden<br />

sie am Ende, welches Potenzial die<br />

Person hat und inwieweit der Cultural<br />

Fit passt?<br />

War früher, sagen wir mal im Recruiting<br />

der Steinzeit, ein handschriftlicher<br />

Lebenslauf gefordert, um Bewerber<br />

zu charakterisieren und zu bewerten,<br />

scheint künftig bald das gegenteilige<br />

Extrem erreicht zu sein. Der Einsatz von<br />

People Analytics macht den Menschen<br />

zum gläsernen Bewerber. Und das alles<br />

hat seinen Preis. Natürlich sollen und<br />

müssen Recruitingprozesse sich weiterentwickeln,<br />

auch in technischer Hinsicht.<br />

Auch Bewerber erwarten zu Recht im<br />

Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern<br />

unkomplizierte, schnellere und vor<br />

allem mobile und vernetzte Standards,<br />

die längst in unser aller Leben Einzug<br />

gehalten haben. Dagegen erwarten<br />

viele Vertreter der Arbeitgeberseite noch<br />

immer „aussagekräftige Bewerbungsunterlagen“<br />

und erkennen nicht, dass diese<br />

Form des beruflichen Zueinanderfindens<br />

nicht nur wenig aussagekräftig, sondern<br />

vor allem in Zeiten von Instagram & Co.<br />

schon längst nicht mehr State of the Art<br />

ist. Der Gap könnte also auch hier größer<br />

kaum sein.<br />

MIT DEN AUGEN DER BEWERBER<br />

SEHEN<br />

Doch wie steht es um die Candidate<br />

Experience, wenn Bewerber in der für<br />

sie beruflich wichtigen ersten Kontaktphase<br />

mit einem potenziellen Arbeitgeber<br />

nur mit Chatbots statt mit echten<br />

Menschen kommunizieren oder<br />

aufgrund der Parameter des digitalen<br />

Recruiters gar durchs Raster der Erstselektion<br />

fallen. Denn genau wie bei<br />

menschlichen Personalentscheidungen<br />

stellt sich auch im Rahmen der Digitalisierung<br />

wieder die Frage nach der Qualität<br />

der Parameter. Sind Robot Recruiting<br />

Tools also eine wirkliche Hilfe in Zeiten<br />

immer schnellerer Personalprozesse?<br />

Oder spucken sie am Ende im wahrsten<br />

Sinne des Wortes uniforme Arbeitsroboter<br />

aus, die nur rein oberflächlichen<br />

Kriterien entsprechen? Fakt ist: Früher<br />

wie heute und auch im Kontext<br />

von KI werden die Auswahl-Parameter<br />

zunächst von Menschen definiert. Und<br />

so lange diese noch davon ausgehen,<br />

dass ein Bewerber zum Job und nicht<br />

der Job zum Bewerber passen muss, ist<br />

und bleibt genau das der grundsätzliche<br />

Knackpunkt im Recruiting. Nicht der<br />

Algorithmus ist also das Problem, sondern<br />

vielmehr der Umgang damit. Mögliche<br />

Risiken und Nebenwirkungen von<br />

KI auf Seiten aller Beteiligten sind somit<br />

noch nicht bekannt. Und auch die Gefahr,<br />

dass Interessenten genau aus diesem<br />

Grund auf eine Jobofferte gar nicht erst<br />

anspringen oder vorschnell abspringen,<br />

sollte bedacht werden.<br />

RECRUITING: KONSEQUENT<br />

UNTERSCHÄTZT<br />

Doch trotz allem technischen Fortschritt<br />

kämpfen Personaler nach wie vor mit<br />

einem grundlegenden, ganz analogen<br />

Problem: sie befinden sich auch im<br />

Rahmen ihres beruflichen Alltags permanent<br />

zwischen den Stühlen, sollen<br />

einerseits digitale Trendsetter sein, die<br />

stets die Bewerberinteressen im Blick<br />

haben und sind intern häufig noch in der<br />

Position eines ungeliebten Erfüllungsgehilfen,<br />

der darum kämpfen muss, dass<br />

die Bedeutung seiner Position nicht auf<br />

der Strecke bleibt. Somit wird auch das<br />

(Arbeits-)Leben der Recruiter mehr und<br />

mehr auf den Kopf gestellt. Sie haben<br />

mit gehörigem Druck von allen Seiten<br />

zu kämpfen, auch mit selbstgemachten<br />

Problemen. Denn wird der wichtige<br />

Stellenwert ihrer Arbeit selbst von der<br />

Führungsebene oftmals noch völlig verkannt,<br />

fehlt ihnen selbst einerseits ein<br />

klares Bewusstsein für ihre neuen Rollen<br />

im Recruiting der Zukunft und andererseits<br />

auch der Wille und die Lust, mutig<br />

neue Wege zu beschreiten.<br />

ÜBERLEBENSTIPPS FÜR PERSONALER<br />

Stattdessen blockieren herrschende<br />

Missstände zwischen Unternehmensleitung,<br />

HR und Fachabteilung nach<br />

wie vor viel zu oft den bestmöglichen<br />

Besetzungserfolg. Die Folge: Personaler<br />

empfinden allzu oft Unlust und Frust<br />

im Job und diese Tatsache ist angesichts<br />

der steigenden Relevanz des Recruitings<br />

alles andere als zukunftsfähig. Mit Hinblick<br />

auf diese vielschichtigen bestehenden<br />

und neuen Herausforderungen hilft<br />

nur noch eines: Selbsthilfe. Zum Beispiel<br />

mit diesen Ideen und Impulsen:<br />

Mehr Spaß am eigenen Job<br />

Wie könnten Sie im Team die Aufgaben<br />

so neu verteilen, dass jeder im Idealfall<br />

mehr von dem macht, was er gut kann<br />

und mit Begeisterung tut? Wen brauchen<br />

Sie wirklich für Ihren Recruiting-<br />

Change? Hat z.B. ein Kollege aus der IT<br />

das Zeug zum „Digitalen Recruiter“, weil<br />

er nicht nur IT kann, sondern auch Menschen<br />

liebt? Oder ist einer der Recruiter-<br />

Kollegen ein echter Forschertyp mit der<br />

Spürnase für neue Trends? Der Ansatz<br />

des Job Crafting ist nur eine Möglichkeit,


den eigenen Aufgabenbereich entsprechend<br />

des Ansatzes „Erst die Stärken,<br />

dann die Stelle“ so zu modifizieren, dass<br />

Ihre individuellen Stärken und Talente<br />

mit den Anforderungen bestmöglich in<br />

Deckung sind.<br />

Mehrwert „Kollegiales Recruiting“<br />

Recruiter sind im Auswahlprozess häufig<br />

in der Rolle eines Erst- oder Zweit-Entscheiders.<br />

Der Verantwortliche des Fachbereichs<br />

trifft die Entscheidung meist<br />

vorwiegend aus seiner Perspektive. Bitten<br />

Sie aktiv auch die zukünftigen Kollegen<br />

mit an den Tisch und klären Sie alle<br />

gemeinsamen Fragen wie „Wen brauchen<br />

wir wirklich?“ und „Wer passt wirklich<br />

zu uns?“ Sogar Azubis mit einem<br />

guten Gespür haben hier das Zeug für<br />

innovative und überraschende Ideen.<br />

Stellen Sie Prozesse auf den Kopf<br />

In puncto Personalmarketing und<br />

Bewerber-Kontakt gilt: alles auf Anfang.<br />

Ersetzen Sie bspw. langweilige Stellenanzeigen<br />

durch magnetisierende Fragestellungen<br />

nach dem Motto „Zeig<br />

uns, was Dich ausmacht und wofür<br />

Du brennst.“ Lassen Sie kreative Köpfe<br />

passende Alternativen zu traditionellen<br />

Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgesprächen<br />

entwickeln wie z.B.<br />

Blind-Dating, Kaffee-Trinken via Skype,<br />

oder Reflected-Best-Self-Präsentation.<br />

Bieten Sie Ihrerseits reale Einblicke in die<br />

zu besetzenden Arbeitsfelder z.B. über<br />

eine Action Cam. Locken Sie mit innovativen<br />

Ideen und Experimenten Ihre<br />

Zielgruppen und auch Multiplikatoren<br />

aus der Reserve.<br />

Nutzen Sie den Sympathiefaktor<br />

Noch immer sind fehlende Kontaktdaten<br />

in Ausschreibungen & Co ein No-Go<br />

und regelrechter „Abtörner“ für Interessenten.<br />

Höchste Zeit also für Recruiter,<br />

durch Angabe ihrer Kontaktdaten nicht<br />

nur erreichbar, sondern auch durch ein<br />

Einzel- oder Team-Foto auf der Unternehmens-<br />

bzw. Karriereseite, in Social<br />

Media, auf Bewertungsplattformen etc.<br />

konkret sichtbar zu werden. Die Chance:<br />

von Mensch zu Mensch wecken Sie deutlich<br />

mehr Sympathie als ein Chatbot. Die<br />

Voraussetzung dafür: mit den Augen der<br />

Interessenten sehen.<br />

Mut tut gut<br />

Neue Ideen ermöglichen neue Erkenntnisse<br />

und Erfahrungswerte. Warten<br />

Sie nicht re-aktiv auf eine Losung von<br />

oben, sprich von der Geschäftsleitung,<br />

sondern werden Sie pro-aktiv neugierig<br />

auf alles, was es an spannenden Trends<br />

und Entwicklungen gibt. Am Ende geht<br />

es um die sinnvolle Optimierung und<br />

Erleichterung Ihrer Arbeit. Und manches<br />

lässt sich im Kleinen einfach mal ausprobieren,<br />

wie z.B. die Wahlmöglichkeit<br />

für Interessenten zwischen Quick- und<br />

Lang-Bewerbung, eine konkrete Arbeitsprobe<br />

statt Anschreiben, eine Stärken-<br />

Analyse statt Lebenslauf.<br />

Bleiben Sie cool auch ohne Tool<br />

Sie sollen natürlich nicht komplett auf<br />

technische Unterstützung verzichten,<br />

denn Modernisierung, Entwicklung und<br />

das sinnvolle Nutzen digitaler Helfer im<br />

Recruiting werden zweifelsohne immer<br />

wichtiger. Der unbedingte Einsatz analytischer<br />

Tools um jeden Preis – für den<br />

viele werben – jedoch nicht. Nicht jeder<br />

Hype muss mitgemacht werden, vor<br />

allem dann nicht, wenn er nicht zu Ihnen<br />

als Unternehmen und zur Zielgruppe<br />

passt. Wichtig ist, die relevanten Trends,<br />

Systeme und Lösungen wie auch deren<br />

mögliche Nebenwirkungen zu kennen,<br />

um dann klar zu definieren, was für die<br />

Optimierung Ihrer Prozesse das wirklich<br />

Richtige ist. Nur ein intelligenter und vor<br />

allem bewusster Einsatz moderner und<br />

zukunftsweisender Tools wird Ihr Recruiting<br />

tatsächlich zukunftsfähig machen.<br />

ó<br />

Über die Autorin<br />

Brigitte Herrmann ist Rednerin, Potenzialberaterin<br />

und Autorin. 15 Jahre war sie<br />

selbstständiger Headhunter. Sie gehört<br />

zu den Top 100 Excellence Speakern in<br />

Deutschland, Österreich und der Schweiz.<br />

57<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Wirtschaft<br />

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„Wir leben in der perfekten<br />

Brot-und-Spiele-Welt“<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Die beiden Ökonomen und Querdenker Matthias Weik und Marc Friedrich<br />

nehmen im Gespräch mit dem <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong> kein Blatt vor den Mund.<br />

Wirtschaft<br />

der Krise mit Geld überschüttet und verlagert<br />

haben aber die wahren Ursachen<br />

nicht mal mit der Kneifzange angegangen<br />

sind. Die nächste Finanzkrise wird<br />

kommen und sie wird wesentlich heftiger<br />

als die Krise 2008.<br />

58<br />

© K.- P. Adler - stock.adobe.com<br />

<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Sie zitieren auf Ihrer Website<br />

Oscar Wilde. Der hielt es für ein Zeichen<br />

geistiger Gesundheit, nicht mit der<br />

Mehrheitsmeinung von 90 Prozent der<br />

Menschen übereinzustimmen. Die Bundesregierung<br />

hält ihre Entscheidungen<br />

seit Jahren für „alternativlos“. Und das<br />

vorherrschende Argument der Klimadiskussionen<br />

ist, dass „mehr als 90 Prozent“<br />

der Wissenschaftler dieselbe „Meinung“<br />

hätten. Was sagt all das über unsere Zeit?<br />

Weik: Zuerst einmal ist nichts alternativlos<br />

außer dem Tod. Es gibt ansonsten<br />

immer Alternativen, auch wenn diese<br />

Frau Merkel und Co nicht wahrhaben<br />

möchten. Und diese brechen sich Bahn.<br />

Früher war die Mehrheit der Wissenschaftler<br />

auch davon überzeugt, dass<br />

die Erde eine Scheibe ist. Der einheitliche<br />

Meinungskanon ist nie gesund und<br />

sollte immer als Warnung angesehen<br />

werden. Es zeigt auf, dass wir im Endspiel<br />

sind, vor dem Ende eines Zyklus.<br />

<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Ihr erstes Buch wurde erst<br />

von 176 Verlagen abgelehnt, bevor es<br />

zu einem Bestseller wurde. Oscar Wilde<br />

würde Ihnen offenbar beste geistige<br />

Gesundheit attestieren. Haben Sie ein<br />

Rezept, wie man in Zeiten von social<br />

media einen Shitstorm vermeidet und<br />

einen Bestseller landet?<br />

Friedrich: Einen Shitstorm vermeidet<br />

man am besten, indem man keinen<br />

Unfug, sondern faktenbasiert, wahrheitsgemäß<br />

und verständlich schreibt.<br />

Einen Bestseller kann man nicht planen,<br />

denn niemand anderes als die Leser entscheiden<br />

darüber, wie sich ein Buch entwickelt.<br />

Da wir Querdenker sind, haben<br />

wir nie ein Blatt vor den Mund genommen<br />

und das wird vom Leser honoriert.<br />

<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Die Lehmann-Finanzkrise ist<br />

jetzt schon zehn Jahre her. Alle behaupten,<br />

daraus gelernt zu haben. Wenn Sie mit<br />

Schulnoten von 1 bis 6 bewerten müssten:<br />

Welche europäischen Regierungen<br />

schneiden besser als „3“ ab?<br />

Weik: Sie haben Humor. Dürfen wir auch<br />

eine 7 vergeben? In Europa hat lediglich<br />

Island eine 2 und Deutschland eine egoistische<br />

3 verdient. Alle anderen haben<br />

de facto versagt. Auch Deutschland hat<br />

langfristig einen Fehler begangen. Uns<br />

gehts nur so gut, weil es den Partnern<br />

in Europa so schlecht geht. Wir haben<br />

von Griechenland genau das Gegenteil<br />

eingefordert von dem was wir in der<br />

Krise gemacht haben nämlich Abwrackprämie,<br />

Investitionen, Kurzarbeitergeld<br />

etc. Damit ist eines vollkommen klar:<br />

wir haben uns seit 2008 lediglich teuer<br />

Zeit erkauft indem wir die Symptome<br />

<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Immer wieder fällt in solchen<br />

Diskussionen das Codewort Target 2.<br />

Was genau hat es damit auf sich?<br />

Friedrich: Kurz gesagt geht es da um<br />

die Verrechnung wechselseitiger Forderungen<br />

der Zentralbanken der Euro-<br />

Zone oder eine Art Vermögenstransfer<br />

und Insolvenzverschleppung, um das<br />

marode System künstlich am Leben zu<br />

erhalten. Die Süddeutsche Zeitung hat<br />

das System im August 2012 anschaulich<br />

erklärt: „Verkauft zum Beispiel ein<br />

deutscher Händler ein Auto nach Spanien,<br />

fließt das Geld folgenden Weg:<br />

der Spanier geht zu seiner Hausbank,<br />

um die Überweisung nach Deutschland<br />

in Auftrag zu geben. Die Hausbank<br />

wendet sich an die spanische Zentralbank,<br />

die der Europäischen Zentralbank<br />

EZB Bescheid gibt. Die EZB meldet die<br />

Summe der Bundesbank, die dann das<br />

Geld an die Hausbank des deutschen<br />

Autohändlers zahlt. Der Deutsche sieht<br />

es dann auf seinem Konto und schickt<br />

das Auto an den Spanier. Eigentlich ein<br />

gutes Geschäft – nur senden sich die<br />

spanischen und die deutschen Notenbanken<br />

kein Geld hin und her, denn<br />

Zentralbanken erschaffen quasi Geld<br />

aus dem Nichts. Die Bundesbank erhält<br />

somit ‚nur’ eine virtuelle Forderung, die<br />

an den Mittler der Euro-Zone gerichtet<br />

ist, an die EZB.“<br />

Weik: Wir wissen, dass es rund um das<br />

Thema Target2 eine kontroverse Debatte<br />

unter den Ökonomen gibt. Einige, vorneweg<br />

der ehemalige Chef des Münchner<br />

ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn,<br />

gehen mit guten Argumenten davon<br />

aus, dass in diesem an sich rein technischen<br />

Abwicklungssystem sehr reale<br />

Forderungen aufgelaufen sind. Andere


der EZB.<br />

Gesprächspartner<br />

sehen in den Target-Salden nur eine theoretische<br />

Verrechnungseinheit, da die<br />

eigentlichen Waren- und Geldflüsse ja 1:1<br />

abgewickelt worden seien. Das ist auch<br />

der offizielle Standpunkt der Deutschen<br />

Bundesbank. Klar ist: der deutsche Händler<br />

hat fast immer sein Geld, und der<br />

Spanier sein Auto bekommen. Vom Werk<br />

bis zum Endkunden werden alle Forderungen<br />

früher oder später glattgestellt.<br />

Aber das ist sozusagen nur die betriebswirtschaftliche<br />

Seite der Sache. Volkswirtschaftlich<br />

wird es spannend, wenn<br />

die Spanier weit mehr in Deutschland<br />

einkaufen als sie uns liefern. Statistisch<br />

entsteht dann ein Leistungsbilanzdefizit.<br />

Monetär entsprechen diesem Defizit<br />

die Target-Salden. Deutschland hat mehr<br />

Forderungen an Spanien oder Griechenland<br />

als umgekehrt. Der Punkt ist, dass<br />

diese transnationalen Forderungen der<br />

Zentralbanken gegeneinander in der<br />

Summe eben leider nicht alle beglichen<br />

worden sind. Denn im Gegensatz zu<br />

allen Geschäftsbanken sowie jenen Zentralbanken,<br />

die nicht am Euro-System<br />

teilnehmen, müssen die Euro-Zentralbanken<br />

ihre Forderungen und Guthaben<br />

nicht täglich um 24:00 Uhr auf Euro und<br />

Cent abrechnen. Die Hausbank des deutschen<br />

Autohändlers hat von der Bundesbank<br />

via EZB Geld bekommen und dies<br />

ihrem Kunden auch gutgeschrieben. Die<br />

spanische Nationalbank aber hat der<br />

EZB bislang bloß Bescheid gesagt, dass<br />

sie das Geld bitte überweisen soll. Die<br />

Kohle des spanischen Autokäufers hat<br />

sie, sehr salopp gesagt, aber noch nicht<br />

rübergeschoben. Und so stehen Jahr für<br />

Jahr höhere Differenzen in den Büchern<br />

<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Der große Crash<br />

wurde in den letzten Jahren<br />

immer wieder prognostiziert.<br />

Aber der ökonomische Cocktail<br />

aus Luftgeldschwemme und<br />

Minuszinsen hält nun schon<br />

einige Jahre. Die Regierungen<br />

kaufen sich Zeit durch Enteignung<br />

der Sparer und der Sparkassen<br />

und Volks- und Raiffeisenbanken.<br />

Warum machen die<br />

das alle still mit?<br />

Friedrich: Die Frage zum Crash<br />

lautet lediglich wann, nicht ob<br />

er kommt. Dieses historisch<br />

einmalige Notenbankexperiment wird<br />

unserer Ansicht nach nicht funktionieren.<br />

Noch nie wurden Krisen dadurch<br />

gelöst, in dem man Geld gedruckt hat.<br />

Der Grund warum alle noch still halten<br />

ist weil ein jeder Geld verdienen möchte<br />

und die Sparer anscheinend eine enorme<br />

Schmerzgrenze haben. Uns geht es in<br />

Deutschland noch zu gut. Zudem traut<br />

sich keiner an die heilige Kuh „Geldsystem“<br />

ran. Da liegt aber das Grundübel.<br />

<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Wieso gibt es weder Demos<br />

noch Petitionen?<br />

Weik: Weil doch alles super läuft. Wir<br />

sind Exportweltmeister und Bundesliga<br />

ist ja auch wieder losgegangen. Wir<br />

leben in der perfekten Brot-und-Spiele-<br />

Welt.<br />

<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Und wann werden die<br />

Finanzmärkte explodieren?<br />

Friedrich: Das kann niemand genau<br />

sagen. Solange die Mehrheit glaubt,<br />

dass man Schulden mit Schulden bezahlen<br />

kann und dass man Probleme mit<br />

Gelddrucken lösen kann, geht das Spiel<br />

noch weiter. Wir erwarten aber in den<br />

nächsten 1-2 Jahren eine Rezession und<br />

in den nächsten 5 Jahren den Gau im<br />

Finanzsystem.<br />

<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Sind Euro und EU doch eher<br />

Regierungs-Kopfgeburten als gewachsene<br />

Strukturen? Gibt es eine Chance, die<br />

Geburtsfehler doch noch auszuräumen?<br />

Weik: Wir sagen ganz klar nein. Wir sind<br />

überzeugte Demokraten und Europäer.<br />

Der Euro ist jedoch zum Scheitern verurteilt,<br />

denn es ist Irrsinn unterschiedlich<br />

Die beiden Ökonomen und Querdenker<br />

Marc Friedrich und Matthias Weik schrieben<br />

gemeinsam mehrere Bestseller, u. a.<br />

„Sonst knallt´s!: Warum wir Wirtschaft und<br />

Politik radikal neu denken müssen“.<br />

starke Volkswirtschaften wie beispielsweise<br />

Deutschland und Griechenland<br />

in ein Zins- und Währungskorsett zu<br />

schnallen. Der Euro ist viel zu schwach<br />

für Deutschland und viel zu stark für<br />

Südeuropa. Wir brauchen ein starkes<br />

Europa als Wirtschaftsunion, aber wir<br />

müssen aufhören mit der Gleichmacherei<br />

und uns von der Vision eines Staates<br />

Europa verabschieden, denn das wollen<br />

viele Bürger nicht. Wird diese Meinung<br />

von der Politik weiter ignoriert, werden<br />

populistische Kräfte in Europa immer<br />

stärker. Die Südschiene Europas wird mit<br />

dem Euro niemals gesunden sondern<br />

immer weiter dem Tod entgegensiechen.<br />

Wir haben schon 2014 in unserem 2.<br />

Buch geschrieben: Der Euro eint nicht<br />

Europa, er zerstört Europa und unseren<br />

Wohlstand und Demokratie. Und genau<br />

das haben wir jetzt.<br />

<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Gestatten Sie noch zwei persönliche<br />

Fragen zum Schluss: Sie beide<br />

sind seit dem Kindergartenalter befreundet.<br />

Wie macht man das? Dass Sie über<br />

all die Jahre niemals Meinungsverschiedenheiten<br />

hatten, ist schwer vorstellbar.<br />

Weik: Selbstverständlich gibt es auch<br />

Meinungsverschiedenheiten. Dann wird<br />

diskutiert. Wir lassen uns beide niemals<br />

überreden, aber gerne überzeugen.<br />

<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Noch eine persönliche Frage<br />

zum Schluss: Mindestens einer von Ihnen<br />

ist ein großer Whiskyliebhaber. Welche<br />

Whiskeys empfehlen Sie im Herbst <strong>2018</strong><br />

vor dem nächsten Crash?<br />

Friedrich: Einen torfigen Lagavulin oder<br />

Bowmore geht immer oder ein süßer<br />

Maccallan Sherry Oak 18 Jahre. Nicht nur<br />

tolle Investments und Tauschartikel für<br />

den Notfall sondern auch leckere Single<br />

Malts. ó<br />

59<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Wirtschaft


© helmutvogler - stock.adobe.com<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Norddeutschland<br />

60<br />

Norddeutschland<br />

Bremen<br />

Hamburg<br />

Niedersachsen<br />

Schleswig-Holstein<br />

Mecklenburg-Vorpommern<br />

© mstein<br />

© powell83 - stock.adobe.com<br />

©Manuel Schönfeld<br />

©Carl-Jürgen Bautsch<br />

© costadelsol<br />

© Mapics<br />

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© pixelschoen<br />

© costadelsol<br />

© Wolfgang Jargstorff


© pixelschoen<br />

© M. Schönfeld - stock.adobe.com<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

© powell83<br />

Norddeutschland<br />

© Wolfgang Jargstorff - stock.adobe.com<br />

61<br />

© SEB - www.sebfoto.de<br />

© Ralf Gosch, Hamburg<br />

© Harald Adamus


Handwerk in<br />

Mecklenburg-Vorpommern<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Norddeutschland<br />

62<br />

Handwerk = Strukturwandel und<br />

innovative Vielfalt. Auszug aus<br />

der neuen Monografie von Prof. Norbert<br />

Zdrowomyslaw und seinen Studierenden<br />

an der Hochschule Stralsund.<br />

Um die relative wirtschaftliche und<br />

gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks<br />

in Mecklenburg-Vorpommern<br />

einzuordnen, seien zunächst überblicksartig<br />

einige Kenngrößen für das Land<br />

präsentiert. Seit dem 3. Oktober 1990 bilden<br />

Mecklenburg und Vorpommern wieder<br />

gemeinsam das nordöstliche Bundesland<br />

Mecklenburg-Vorpommern im<br />

wiedervereinigten Deutschland. Die Landesmarketing-Kampagne<br />

„MV tut gut.“<br />

wird seit 2014 um die inhaltliche Leitidee<br />

„Willkommen im Land zum Leben“<br />

ergänzt. Mecklenburg-Vorpommern ist<br />

ein Land zum Wohlfühlen, Leben, Arbeiten<br />

und Investieren. Es bietet eine gute<br />

Mischung aus wirtschaftlicher Standortund<br />

vielfältiger Lebensqualität.<br />

Die Veränderung von Wirtschaftsräumen<br />

ist ein dynamischer und langfristiger<br />

Prozess, der von vielen Einflussfaktoren<br />

getragen wird und sich nicht<br />

über Nacht vollzieht. Die Entwicklung<br />

wird grundsätzlich durch unterschiedlich<br />

harte und weiche Standortfaktoren<br />

beeinflusst. Mecklenburg-Vorpommern<br />

zählt in Deutschland einerseits<br />

zu den sogenannten strukturschwachen<br />

und andererseits zu den flächenstarken<br />

und maritim geprägten Regionen.<br />

Dass Unternehmen aus Branchen wie<br />

Forst- und Landwirtschaft, Tourismus,<br />

Gesundheit und Handwerk sich historisch<br />

betrachtet hier etabliert haben und<br />

weiterhin den Schwerpunkt der Wirtschaftsstruktur<br />

bilden, ist u.a. den natürlichen<br />

Standortfaktoren wie den weitgehend<br />

unberührten Landschaften, der<br />

besonderen Tier- und Pflanzenwelt, den<br />

zahlreichen Seen und Flüssen, kilometerlangen<br />

Sandstränden an der Ostsee und<br />

der kulturellen Vielfalt geschuldet.<br />

Einige Daten und Fakten zum Standortprofil<br />

MV: Im Norden liegt die Ostsee,<br />

im Westen grenzt das Bundesland an<br />

Schleswig-Holstein und Niedersachsen,<br />

und im Süden an Brandenburg. Im Osten<br />

befindet sich die Landesgrenze zu Polen.<br />

Landeshauptstadt ist Schwerin. Mecklenburg-Vorpommern<br />

ist ein Küstenland<br />

und gehört geografisch zur norddeutschen<br />

Tiefebene mit der charakteristischen<br />

Landschaftsform hügliges Flachland<br />

mit Wäldern und Seen. Das Land<br />

verfügt entlang seiner 381 Kilometer<br />

langen Außenküste und 1.562 Kilometer<br />

langen Bodden- und Haffküste über<br />

gute natürliche Voraussetzungen für<br />

den Seeverkehr.<br />

Insgesamt 14 Hafenstandorte bieten<br />

ihre maritim-logistischen Dienstleistungen<br />

für die See- und Binnenschifffahrt<br />

sowie für die See- und Flusskreuzschifffahrt<br />

an. Auf einer Fläche von 23.193<br />

km 2 leben heute rund 1,60 Millionen<br />

Menschen und das Durchschnittsalter<br />

beträgt 46,5 Jahre (2015). Mit durchschnittlich<br />

69 Einwohnern je Quadratkilometer<br />

ist Mecklenburg-Vorpommern<br />

das am dünnsten besiedelte Bundesland<br />

in der Bundesrepublik Deutschland<br />

(Stand: 31.12.2012), nicht jedoch im Vergleich<br />

zu den Ostseeanrainerstaaten.<br />

Einzige Großstadt des Flächenlands ist<br />

die Hansestadt Rostock mit gut 200.000<br />

Einwohnern. Die Anzahl der Betriebe<br />

beträgt 68.411 in 2017 (Stand: 30. September<br />

2017).<br />

Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen<br />

Eckdaten können dem Handwerk<br />

in Mecklenburg-Vorpommern etwa 10 %<br />

der Bruttowertschöpfung, rund 14 % der<br />

Erwerbstätigen und etwa 25 % des Ausbildungsmarktes<br />

zugerechnet werden.<br />

Mit 12,4 Handwerksbetrieben je 1.000<br />

Einwohner wird der deutsche Durchschnitt<br />

von 11,8 Betrieben pro 1.000<br />

Einwohnern übertroffen. Seit mehreren<br />

Jahren, wenn auch mit gewissen<br />

Unterschieden der einzelnen Gewerke,<br />

wird die wirtschaftliche Lage positiv<br />

bewertet. Der Geschäftsklimaindex ist<br />

über Jahre als gut einzustufen, so dass<br />

im Herbst-Konjunkturbericht 2016 der<br />

Schweriner Handwerkskammer die Entwicklung<br />

der Geschäftslage wie folgt<br />

beschrieben wird: „Hochstimmung im<br />

…wir machen Dampf<br />

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lediglich Beschäftigte gemäß der Anlage A werksbetriebe in MV zeigt Abbildung 11.<br />

Abb. 11: Handwerksbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern 1990 – 2016<br />

Handwerk hält an. Das Handwerk zeigt mern erkennen: Die Zahl der Betriebe<br />

76 III. Kapitel: Region und Unternehmensstruktur des Handwerks<br />

sich jetzt im Herbst weiter in guter Verfassung.<br />

im Lebensmittel- und Bauhauptgewerbe<br />

Der Geschäftsklimaindex bleibt geht stetig zurück, während im Hand-<br />

nahezu identisch auf dem Vorjahreswert. werk für persönliche Dienstleistungen<br />

Dies spiegelt die robuste Stabilität des ein Anstieg zu verzeichnen ist.<br />

Handwerks, das sich jetzt schon seit Wie stellt sich die Aufteilung der<br />

2010 nahezu ungebrochen einer guten Handwerksbetriebe nach Handwerksgewerbezweigen<br />

Konjunktur erfreut.“<br />

heute dar? Von den<br />

Nach der Handwerksnovelle im 7.693 Betrieben zum Jahresende 2016 im<br />

Jahre 2004 mit der Aufhebung der Meisterpflicht<br />

Kammerbezirk Schwerin sind die meis-<br />

für 53 Handwerke und dem ten Betriebe in den drei Gewerbegrup-<br />

Anstieg der zulassungsfreien Handwerke<br />

pen Ausbaugewerbe, Bauhauptgewerbe<br />

veränderte sich die Struktur des und die Handwerke für A den privaten<br />

Handwerks in Deutschland insgesamt. Bereich tätig. Anzahlmäßig nimmt das<br />

Zum einen sind durch die Liberalisierung<br />

Kraftfahrzeuggewerbe Rang vier und die<br />

der Berufszugangsbeschränkungen Handwerke für den gewerblichen Bedarf<br />

mehr Gesellen ermutigt, sich selbstständig<br />

Rang fünf ein. Vergleichsweise wenig<br />

zu machen und zum anderen stieg Betriebe sind im Gesundheitsgewerbe<br />

die Anzahl der zulassungsfreien Handwerksbetriebe,<br />

und im Lebensmittelgewerbe tätig. Eine<br />

stark getrieben durch ähnliche Aufteilung der Handwerksbe-<br />

Fliesenleger und Gebäudereiniger. Wird triebe auf die sieben Gewerbegruppen<br />

von Sondereffekten abstrahiert, lässt dürfte auch im Bezirk der Handwerkskammer<br />

sich folgender Trend in Deutschland<br />

Ostmecklenburg-Vorpommern<br />

und eben auch in Mecklenburg-Vorpom-<br />

vorliegen.<br />

Über den Autor<br />

Prof. Norbert Zdrowomyslaw ist Experte<br />

für Aspekte der Regionalentwicklung und<br />

für die Managementausbildung für KMU.<br />

„Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern:<br />

Strukturwandel und innovative Vielfalt“<br />

erschien mit 396 Seiten im MV-Verlag,<br />

ISBN-10: 3946096<strong>06</strong>9.<br />

Mit rund 130 Berufen bietet das<br />

Handwerk eine große Auswahl an attraktiven<br />

Ausbildungsmöglichkeiten. Die<br />

Handwerksbetriebe in MV sind bedeutende<br />

Ausbilder. Jeder 9. Beschäftigte in<br />

den Handwerksbetrieben des Landes ist<br />

ein Lehrling. Jeder vierte Auszubildende<br />

im Land erlernt einen Handwerksberuf.<br />

Unter anderem bedingt durch die demografische<br />

Entwicklung, ist die Fachkräfteund<br />

Nachwuchssicherung zu einer der<br />

wichtigsten Herausforderungen geworden.<br />

Angesichts der Tatsache, dass viele<br />

Lehrstellen nicht besetzt werden können,<br />

spielt das Thema Fachkräftesicherung<br />

im Handwerk für die Politiker und<br />

Interessenvertreter des Handwerks eine<br />

große Rolle. ó<br />

63<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

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Lifestyle | Auto<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

64<br />

Jetset auf dem Campingplatz<br />

– der andere mobile Gedanke<br />

Camping – was für den Einen<br />

das beschwerliche ins Zelt kriechen<br />

und im Regen mit Mücken streiten<br />

bedeutet, ist für den Anderen ein<br />

attraktiver Wirtschaftszweig. Allein in<br />

Deutschland gibt es knapp 3000 Campingplätze<br />

mit einer Viertelmillion Stellplätzen,<br />

31 Millionen Übernachtungen<br />

im Jahr und ein Branchenumsatz in Milliardenhöhe.<br />

Fotos: © Wilhelm Rafael Garth und Carthago


Man sieht, Camping boomt, Wohnmobile<br />

sind der Trend. Wer bei Innovation<br />

ganz oben mitschwimmen will,<br />

ist bei dem Deutschen Wohnmobilhersteller<br />

Carthago genau richtig. Das prämierte<br />

Unternehmen aus dem beschaulichen<br />

Aulendorf in Süddeutschland ist<br />

die Nummer Eins im Bereich der Premiumwohnmobile.<br />

Besteigt man einen Carthago, weiß<br />

man auch sofort, warum. Für unseren<br />

Test hat uns die Wohnmobilmanufaktur<br />

aus Baden-Württemberg den C-Tourer<br />

lightweight (max. 5 Schlafplätze) als<br />

Fotos: © Wilhelm Rafael Garth und Carthago<br />

Diesel 2,3 l Multi-Jet, 130 PS (96 kW), 4<br />

Zylinder, Euro 6, 6-Ganggetriebe, zur Verfügung<br />

gestellt, der dank seiner Superleichtbauweise<br />

maximalen Komfort und<br />

höchste Ausstattung vereint, ohne die<br />

3,5-t-Gewichtsklasse zu überschreiten.<br />

Die hochwertige Möbelvariante „casablanca<br />

bicolor“ besticht durch stimmige<br />

Farben und entzückende Akzente. Der<br />

stufenlose Boden mutet sehr hochwertig<br />

an, bietet zusätzlichen Stauraum und<br />

führt uns an einer variabel verstellbaren<br />

Sitzecke, einer Küche mit genügend<br />

großen Auszügen und einem Gourmet-<br />

Gasherd an der Badlösung vorbei, die<br />

separierbar als Umkleidezimmer und<br />

Duschraum funktioniert, bis hin zu den<br />

anmutigen Heckbetten mit den klassengrößten<br />

Liegemaßen. Konzepte und<br />

Ideen werden bei Carthago aufgrund<br />

der langen Erfahrungen und der innovativen<br />

Verarbeitung zu Ende gedacht, so<br />

sind die Fußräume der Betten gleichzeitig<br />

beleuchtete Kleiderschränke, in der<br />

Küche ist eine Kaffeemaschine eingebaut<br />

und die Spülabdeckung ist gleichzeitig<br />

entnehmbares Schneidebrett. So<br />

wird das sonst so unbequeme Campen<br />

schnell zum luxuriösen Erlebnisurlaub,<br />

bei dem man keine Kompromisse eingehen<br />

muss. Über dem Fiat Ducato Chassis<br />

ist ein stilvolles Hubbett eingebaut,<br />

was nochmal zusätzlichen komfortablen<br />

Schlafraum bietet, ohne dass man, wie<br />

bei anderen Herstellern, Gefahr läuft,<br />

sich in dem engen Alkoven zu stoßen.<br />

Stauraum zum Stauen und Staunen<br />

Das Stauraumkonzept von Carthago<br />

ist einzigartig, so passt in die 120cm<br />

hohe Rollergarage nicht nur der Roller<br />

oder die Fahrräder, sondern auch gleich<br />

der Grill, das Feuerholz, die Tische und<br />

Stühle, das Bier und eigentlich auch alles,<br />

was man eben so mitnehmen möchte.<br />

Dazu bieten weitere Fächer im Außenbereich<br />

genügend Unterbringungsmöglichkeiten,<br />

es gibt ein eigenes Hausschuhschränkchen,<br />

der Kühlschrank<br />

lässt jedes Ikea-Konzept alt aussehen,<br />

der Fernseher verschwindet diskret in<br />

den Wandschränken und generell wirkt<br />

das Wohnmobil trotz aller Reiseutensilien<br />

stets aufgeräumt und ordentlich<br />

sogar der Boden bietet an verschiedenen<br />

Stellen nochmal von Innen Zugriff auf<br />

zusätzliche Lagerfläche.<br />

Sollte das Wetter mal nicht mitspielen,<br />

heizt sich der Carthago mit der integrierten<br />

Heizungsanlage in Minutenschnelle<br />

auf die gewählte Temperatur<br />

und überwacht diese thermostatgesteuert.<br />

Bei den ganzen Ausstattungsmerkmalen<br />

bleibt das Wohnmobil erstaunlich<br />

wendig und hervorragend manövrierbar.<br />

Die Rundumkameras ermöglichen leichtes<br />

Navigieren auch in engen Passagen.<br />

Man sieht, Carthago weiß genau,<br />

was sie tun und warum. So macht Campen<br />

und Wohnmobilurlaub Spaß, so fährt<br />

man gern durch Europa, die komfortable<br />

Wohnung immer mit dabei, das ist spürbare<br />

und gelebte Carthago-DNA. ó<br />

Wilhelm-Rafael Garth &<br />

Prof. Arnd Joachim Garth<br />

65<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

Lifestyle | Auto


Leserbriefe | Impressum <strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />

66<br />

Zur Ausgabe: 5/<strong>2018</strong><br />

Mit mir nicht!<br />

Leserbriefe<br />

Zu: Sprachgenderismus<br />

immer wieder gerne lese ich das durchaus<br />

als satirisch-kritisch zu bezeichnende<br />

<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>. Sowohl Ökonomen<br />

wie auch anderen Berufsgruppen, Praktikern<br />

wie Wissenschaftlern wird immer<br />

wieder mal ein notwendiger Spiegel hingehalten,<br />

das ist gut.<br />

Nun haben Sie bzw. Ihr Autor Reiner<br />

Kunze bzgl. dem Sprachgenderismus<br />

den Nagel auf den Kopf getroffen.<br />

Mich stören die Beweggründe des<br />

Sprachgenderismus nicht, im Gegenteil,<br />

ich bin für eine Gleichbehandlung jedweder<br />

Person. Was mich stört ist, dass<br />

wir die Sprache verunstalten, verkomplizieren,<br />

„unsprechbar“ (und unschreibbar)<br />

machen.<br />

So haben wir soeben eine dreiseitige<br />

Anleitung unserer Verwaltung erhalten,<br />

wie man Texte gender-neutral schreibt.<br />

In der Tat steht da als Beispiel, dass<br />

man „Wenn man Elektrotechnik studieren<br />

möchte…“ besser umformuliert in<br />

„Für ein Studium in der Elektrotechnik…“<br />

(Hervorhebung im Original). Mir war bis<br />

dahin nicht bewusst, dass „man“ ein<br />

bestimmtes Geschlecht beinhaltet oder<br />

impliziert.<br />

Der Verantwortliche hat leider keine<br />

Empfehlung für einen Satz mit jemand<br />

gegeben.<br />

Schade, denn jetzt weiß ich nicht,<br />

was hier korrekt wäre.<br />

H.-Christian Brauweiler,<br />

Zwickau<br />

Zu: Industrie 4.0<br />

Industrie 4.0 beurteile ich als Hype, der<br />

sich seit 2012 rasant auswirkt, insbesondere<br />

über die Medienlandschaft und<br />

technischen Fachzeitschriften.<br />

Wie revolutionär Industrie 4.0 sein<br />

kann habe ich gerade auf der Hannover<br />

Messe gesehen. Aber es gibt noch<br />

die anderen Betriebe, die sicher auch<br />

den Anspruch haben, sich ständig fortzuentwickeln<br />

und eine effizientere Fertigung<br />

anstreben, aber vielleicht nicht so<br />

schnell und direkt nach dem Hype.<br />

Zum Onlinemagazin www.pt-magazin.de<br />

und zum Portal www.kompetenznetz-mittelstand.de<br />

Leserbriefe & Kommentare (red. gekürzt)<br />

Eine umfassende Digitalisierung<br />

und Vernetzung von Produktionsabläufen<br />

und Wertschöpfungsketten ist nicht<br />

in jeder Branche notwendig. Es gibt nicht<br />

nur Automotive, Maschinenbau, Massenproduktion<br />

und global player. Somit<br />

habe ich keine große Angst, dass ich<br />

ohne Industrie 4.0 nicht mehr am Markt<br />

bestehen könnte. Mit meinem mittelständischen<br />

Unternehmen bewege ich<br />

mich zwischen den „Stühlen“, bei mir<br />

überwiegt die Skepsis….<br />

Wir stellen noch sehr gute, handwerklich<br />

gemachte Artikel her wie z.B.<br />

Abfallbehälter oder ovale Wannen, die<br />

anschließend noch feuerverzinkt wird.<br />

Dabei werden viele Arbeitsschritte<br />

manuell über Ovaldrückbank, Falz-,<br />

Sicken- und Bordiermaschinen sowie<br />

Tiefzieh- oder Hydraulikpressen ausgeführt.<br />

Dafür benötigen wir keine<br />

Robotortechnologie oder selbststeuernde<br />

Transportroboter. …<br />

Ich schaue ständig und gerne nach<br />

aktuellen Entwicklungstendenzen.<br />

Somit kann man mich vielleicht als<br />

Unternehmertyp 4.0 bezeichnen, mein<br />

Unternehmen aber noch nicht als Unternehmen<br />

4.0….<br />

Jürgen Henke,<br />

Ahlen<br />

Zu: Ich bin nur schneller<br />

In unserer Zeit, in der man unsere<br />

Geschichte ideologisiert präsentiert<br />

bekommt, ist es wohltuend, etwas über<br />

einen deutschen Helden, über großartige<br />

Leistungen und Errungenschaften unserer<br />

Vorfahren zu lesen. Die Geschichte<br />

um Dr. Hugo Eckener ist nicht nur interessant<br />

und lehrreich. Sie ist, gelöst vom<br />

Zerrbild der alliierten Indoktrination,<br />

eine eigene Vorbildgeschichte und zeigt<br />

zugleich die außergewöhnliche, exzellente<br />

Qualität des <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>s.<br />

Arnd Joachim Garth,<br />

Wolgast-Usedom<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN<br />

für Wirtschaft und Gesellschaft<br />

Impressum<br />

ISSN 1860-501x | 14. Jahrgang<br />

Ausgabe 6/<strong>2018</strong><br />

Verlag: OPS Netzwerk GmbH,<br />

Melscher Str. 1, 04299 Leipzig,<br />

Tel. 0341 240 61 - 00, Fax 0341 240 61 - 66<br />

info@op-pt.de | www.pt-magazin.de<br />

Das <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong> ist das offizielle <strong>Magazin</strong><br />

des Wettbewerbes „Großer Preis des<br />

Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />

eingetragen im Stiftungsregister<br />

des Re gie rungs be zir kes Leipzig unter<br />

Nr. 2/1998.<br />

Geschäftsführer:<br />

Petra Tröger, Dr. Helfried Schmidt<br />

Redaktion:<br />

Dr. Helfried Schmidt (V.i.S.d.P.)<br />

Autoren/Interviewpartner:<br />

Theo Bergauer, Hans-Jürgen Friedrich,<br />

Marc Friedrich, Arnd Joachim Garth,<br />

Wilhelm-Rafael Garth, Hanspeter Georgi,<br />

Brigitte Herrmann, Christian Kalkbrenner,<br />

Jens Möller, Helfried Schmidt, Anne<br />

M. Schüller, Petra Tröger, Matthias Weik,<br />

Christian Wolter, Norbert Zdrowomyslaw<br />

Korrespondenten:<br />

Bernd Schenke (Berlin)<br />

D-Rolf Becker (Halle)<br />

Satz/Layout:<br />

Remo Eichner-Ernst<br />

Anzeigen:<br />

Petra Tröger (V.i.S.d.P.)<br />

Clemens Vogel<br />

Druck:<br />

Druckerei Vetters GmbH & Co. KG<br />

Gutenbergstraße 2, 01471 Radeburg<br />

Erscheinungsweise: 6x jährlich, Einzelpreis<br />

3,00 € inkl. 7% MwSt.; Abonnement<br />

16 ,00 € inkl. 7% MwSt. sowie inkl.<br />

Versand und Porto für 6 Ausgaben. Unser<br />

<strong>Magazin</strong> erhalten Sie in unserem Verlag<br />

sowie im Abo und in ausgewählten<br />

öffentlichen Einrichtungen.<br />

Leser-Fax: 0341 240 61 - 66<br />

E-Mail: redaktion@op-pt.de<br />

Mehrfachlieferungen auf Anfrage. Konditionen<br />

unter www.pt-magazin.de. Es<br />

gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1/<strong>2018</strong>,<br />

gültig seit 15.09.2017.<br />

© <strong>2018</strong> OPS Netzwerk GmbH<br />

Nachdruck nur mit schrift licher<br />

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Alle Angaben ohne Gewähr. Namentlich<br />

gekennzeichnete Beiträge müssen<br />

nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben.<br />

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Leserbriefe auch unter www.pt-magazin.de/service/leserbriefe


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Die Kinder auch aus benachteiligten<br />

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Durch das spielerische Miteinander<br />

werden Barrieren abgebaut, Kommunikation<br />

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Schach der digitalen Demenz<br />

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Schach bietet hier einen aktiven<br />

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