PT-Magazin 06 2018
Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung
Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung
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14. Jahrgang | Ausgabe 6 | <strong>2018</strong> | ISSN 1860-501x | 3 Euro<br />
Die Ausgezeichneten <strong>2018</strong><br />
Finalisten, Preisträger,<br />
Sonderpreise<br />
Der Nominierungsaufruf 2019<br />
Das 25. Wettbewerbsjahr<br />
steht unter dem Motto:<br />
Nachhaltig wirtschaften.<br />
Die Sterngucker:<br />
Goethe & Schiller<br />
12. Februar 1800.<br />
„Den Mond betrachtet.“<br />
Lebenswerke<br />
Die „Plangenehmigungspraxis“<br />
Über ein nervendes<br />
Entwicklungshemmnis<br />
Wir sind der Mittelstand!<br />
Seit 24 Jahren wirbt der Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ dafür, dem<br />
unternehmerischen Mittelstand mit Respekt und Achtung zu begegnen, und ihn für<br />
seine wirtschaftlichen und sozialen Leistungen ehren. Das geschah auch <strong>2018</strong>.<br />
Senden Sie Ihre Kommentare, Diskussionen und Themen an redaktion@op-pt.de.<br />
Herzliche Grüße, Ihr <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>!
20 Jahre<br />
Produkte für die Schönheit<br />
made in Bad Schlema<br />
PREISTRÄGER<br />
<strong>2018</strong><br />
08301 Bad Schlema | Anton-Günther-Straße 19<br />
Telefon: 03772 3604-0 | Fax: 03772 3604-18<br />
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EDITORIAL<br />
Grand Prix Mittelstand<br />
SLF.<br />
DA BEWEGT<br />
SICH WAS.<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Was man heute CSR nennt - corporate<br />
social responsibility – mit Lehrstühlen<br />
an Universitäten und einer „CSR-Richtlinie“<br />
des Europäischen Parlaments, ist im<br />
Mittelstand seit Jahrhunderten selbstverständlich:<br />
Nachweislich seit dem 12.<br />
Jahrhundert wurde in Europa das Leitbild<br />
des Ehrbaren Kaufmanns in Kaufmannshandbüchern<br />
gelehrt und zum<br />
Beispiel im norddeutschen Städtebund<br />
der Hanse aktiv gelebt.<br />
Vor 758 Jahren, am 28. Dezember<br />
1260, bestätigte der Hildesheimer<br />
Bischof Johann I. von Brakel die Rechtmäßigkeit<br />
der Bergmannsvereinigung<br />
„Sankt Johannis Bruderschaft am Rammelsberg<br />
bei Goslar“. Damit entstand<br />
die älteste bekannte Urkunde zur Regelung<br />
einer Sozialversicherung, nämlich<br />
der gegenseitigen finanziellen Unterstützung<br />
im Falle von Erwerbsunfähigkeit.<br />
Erst 600 Jahre später entstand die<br />
Sozialdemokratie als politische Bewegung<br />
der sozialen Sicherung.<br />
1945 gründeten sich die CDU und<br />
CSU und 1947 die FDP. Der Begriff „Mittelstand“<br />
war da schon lange da. Er<br />
taucht erstmals vor über 320 Jahren in<br />
Schlesien in einer Klageschrift der Königlichen<br />
Erbfürstentümer und Städte in<br />
Bezug auf die Steuerbelastungen aus<br />
dem Jahr 1695 auf.<br />
Die 1980 gegründete Umweltpartei<br />
„Die Grünen“ forcierte das breite gesellschaftliche<br />
Nachdenken über Nachhaltigkeit.<br />
Der Begriff selbst war da schon<br />
lange da. Erstmals vor über 300 Jahren<br />
bezeichnete der sächsische Oberberghauptmann<br />
des Erzgebirges Hans Carl<br />
von Carlowitz im 1713 erschienenen Werk<br />
Silvicultura oeconomica den langfristig<br />
angelegten verantwortungsbewussten<br />
Umgang mit einer Ressource als<br />
„Nachhaltigkeit“. Es gibt nur Weniges,<br />
was über die Jahrhunderte national und<br />
international so nachhaltig segensreich<br />
gewirkt hat wie der unternehmerische<br />
Mittelstand. Der Begriff (German)<br />
Mittelstand findet sich heute in einer<br />
ganzen Reihe internationaler Wikipedia-<br />
Enzyklopädien, unter anderem in der<br />
arabischen, französischen, chinesischen,<br />
indonesischen, englischen, italienischen,<br />
japanischen, russischen, polnischen, spanischen,<br />
portugiesischen und türkischen<br />
Wikipedia.<br />
In Vorbereitung des Jubiläumsjahres<br />
2019 – 25 Jahre Großer Preis des Mittelstandes<br />
– startet die Oskar-Patzelt-<br />
Stiftung folgende Initiativen:<br />
1. Die Oskar-Patzelt-Stiftung richtet<br />
einen ehrenamtlich arbeitenden „Gesellschaftlichen<br />
Beirat“ ein. Den Vorsitz<br />
übernimmt die ehemalige Unternehmerin,<br />
Oberbürgermeisterin und Preisträgerin<br />
„Kommune des Jahres“ und heutige<br />
Bundestagsabgeordnete Dr. Dietlind Tiemann.<br />
2. In Vorbereitung der Internationalisierung<br />
des Wettbewerbs „Großer Preis<br />
des Mittelstandes“ wurde die Wort-<br />
Bildmarke „Grand Prix Mittelstand“ als<br />
Unionsmarke angemeldet und deren<br />
internationale Erstreckung beantragt.<br />
3. Das Wettbewerbsportal Kompetenznetz-Mittelstand<br />
wird zu einer Wissensdatenbank<br />
zu den Bereichen des<br />
Grand Prix Mittelstand ausgebaut. Dem<br />
dienen vier neue Instrumente: Grand-<br />
Prix-Toolbox, Grand-Prix-Collection,<br />
Grand-Prix-Experience, Grand-Prix-<br />
Events.<br />
4. Das Netzwerk der Besten wird als<br />
Instrument kooperativen Arbeitens der<br />
Unternehmer untereinander ausgebaut.<br />
Dem dienen zwei neue Kooperationsformen:<br />
Grand-Prix-Hotspots und Grand-<br />
Prix-Partner.<br />
5. Beim Sächsischen Staatsministerium<br />
für Wissenschaft und Kunst wurde<br />
beantragt, den „Mittelstand“ in die Liste<br />
„immaterielles Kulturerbe der Menschheit“<br />
aufzunehmen.<br />
Wir laden Sie ein, diese Initiativen<br />
aktiv aufzugreifen, zu nutzen und zu<br />
unterstützen. Lassen Sie uns gemeinsam<br />
in Zukunft viel offensiver mit dem<br />
Begriff Mittelstand umgehen!<br />
Ihr Helfried Schmidt<br />
Kugellager<br />
und Rollenlager<br />
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<strong>06</strong><br />
58<br />
46<br />
Inhalt<br />
44<br />
50<br />
08<br />
3 Grand Prix Mittelstand<br />
Editorial von Helfried Schmidt<br />
Gesellschaft<br />
<strong>06</strong> Vision als Führungsinstrument<br />
Im Sport ist das relativ einfach,<br />
wie schaffen wir den Transfer<br />
zum Business<br />
08 Die Da-Vinci-Formel<br />
Sieben Erfolgsgesetze für<br />
innovatives Denken<br />
10 Plangenehmigungspraxis<br />
Hanspeter Georgi über ein<br />
nervendes Entwicklungshemmnis<br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
14 Qualität als Prinzip<br />
Strenge Regeln und hohe Ansprüche<br />
16 Premier-Ehrenplakette <strong>2018</strong><br />
Berlin, 27. Oktober <strong>2018</strong><br />
18 Premier <strong>2018</strong><br />
Berlin, 27. Oktober <strong>2018</strong><br />
21 Premier-Kommune, Premier-Bank<br />
Berlin, 27. Oktober <strong>2018</strong><br />
22 Premier-Finalisten <strong>2018</strong><br />
Berlin, 27. Oktober <strong>2018</strong><br />
26 Ehrenplaketten für beispielhafte<br />
Preisträger der Vorjahre<br />
Berlin, 27. Oktober <strong>2018</strong><br />
28 Junge Wirtschaft <strong>2018</strong>,<br />
Nachwuchsentwicklung <strong>2018</strong><br />
Berlin, 27. Oktober <strong>2018</strong><br />
29 Mittelstands-Buch <strong>2018</strong><br />
Berlin, 27. Oktober <strong>2018</strong><br />
32 Preisträger <strong>2018</strong><br />
Regional<br />
36 Finalisten <strong>2018</strong><br />
Regional<br />
40 Nominierungsaufruf für 2019<br />
Nominieren Sie jetzt!<br />
42 Wir sagen Danke!<br />
Sponsoren<br />
43 Der funkelnde Diamant<br />
Kolumne von Petra Tröger<br />
Wirtschaft<br />
44 STARKE RENDITE<br />
„MADE IN GERMANY“<br />
46 Fehler machen. Siegen lernen.<br />
Wie Unternehmen eine fehlertolerante<br />
Lernkultur entwicheln können<br />
Bilder:<br />
<strong>06</strong>: © Bernd SchoenfelderAudio-Video-Photography<br />
08: © Musée du Louvre, public domain<br />
44: © antonmatveev - Fotolia<br />
46: © Peter Atkins - stock.adobe.com<br />
50: © hajotthu<br />
56: © MoreVector - stock.adobe.com<br />
58: © K.- P. Adler - stock.adobe.com<br />
60: © djama - stock.adobe.com<br />
64: © Wilhelm Rafael Garth und Carthago<br />
Titelbild:<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Covermontage: Remo Eichner-Ernst,<br />
OPS Netzwerk GmbH
60<br />
WKN: A1W5T2<br />
56<br />
64<br />
50 Goethe und Schiller als Sterngucker<br />
Goethes Tagebuch 12. Februar 1800.<br />
54 Der Bambus-Code 4.0<br />
So gewinnen Sie die digitale<br />
Transformation<br />
56 HUMAN RESOURCES OHNE<br />
HUMANS?<br />
WARUM ROBOT RECRUITING NICHT<br />
DIE LÖSUNG SEIN KANN<br />
58 „Wir leben in der perfekten<br />
Brot-und-Spiele-Welt“<br />
Die beiden Ökonomen und<br />
Querdenker Matthias Weik und<br />
Marc Friedrich nehmen im Gespräch<br />
mit dem <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong> kein Blatt vor<br />
den Mund.<br />
Norddeutschland<br />
60 Norddeutschland<br />
Bremen, Hamburg, Niedersachsen,<br />
Schleswig-Holstein, Mecklenburg-<br />
Vorpommern<br />
62 Handwerk in<br />
Mecklenburg-Vorpommern<br />
Handwerk = Strukturwandel<br />
und innovative Vielfalt.<br />
Lifestyle | Auto<br />
64 Jetset auf dem Campingplatz<br />
– der andere mobile Gedanke<br />
Camping – was für den Einen das<br />
beschwerliche ins Zelt kriechen<br />
und im Regen mit Mücken streiten<br />
bedeutet, ist für den Anderen ein<br />
attraktiver Wirtschaftszweig.<br />
Leserbriefe | Impressum<br />
66 Leserbriefe<br />
zur Ausgabe 5/<strong>2018</strong><br />
Mit mir nicht!<br />
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Der Deutsche<br />
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<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Gesellschaft<br />
6<br />
© Bernd SchoenfelderAudio-Video-Photography<br />
Im Sport ist das relativ<br />
einfach, wie schaffen<br />
wir den Transfer zum<br />
Business<br />
Vision als<br />
Führungsinstrument<br />
Große Menschen, so heißt es<br />
immer wieder, haben Visionen.<br />
Aber diese Visionen sind nicht irgendwelche<br />
Hirngespinste, sondern ganz<br />
konkrete Ziele, die sie erreichen wollen.<br />
Solche Ziele gibt es sowohl im privaten<br />
wie auch im geschäftlichen Bereich.<br />
Nur wer es schafft, sich Ziele zu setzen,<br />
weiß, in welche Richtung er gehen muss,<br />
um Erfolg zu haben. Aber auch nur der,<br />
der seine Ziele klar definiert hat, weiß<br />
irgendwann, dass er sie erreicht hat –<br />
und darf diesen Erfolg dann durchaus<br />
auch einmal feiern.<br />
Sie fragen sich vielleicht, warum ich Prof.<br />
Dr. Rödl und Francesco Friedrich zusammengebracht<br />
habe und weshalb ausgerechnet<br />
zu diesem Thema?<br />
Ganz einfach: Beide haben ihre<br />
Position verändert, sind vom Bremser<br />
und Nachfolger zum Piloten und Lenker<br />
der „Geschicke“ geworden. Sie bewegen<br />
sich auf genau definierten Bahnen und<br />
geben diese auch an ihr Team weiter.<br />
Dabei kommt aber trotzdem die individuelle<br />
Kreativität als Führungspersönlichkeit<br />
nicht zu kurz. Sie haben eine<br />
klare Vision und setzen diese strategisch<br />
um. Sie haben bereits tolle Ziele<br />
erreicht, befinden sich aber weiterhin<br />
auf einer spannenden Reise. Prof. Dr.<br />
Christian Rödl ist Unternehmer und Ausdauersportler,<br />
Francesco Friedrich ist als<br />
Sportler zugleich auch Unternehmer. Im<br />
Gespräch hat sich schnell herausgestellt,<br />
wie viele Parallelen es zwischen den beiden<br />
tatsächlich gibt – obwohl man das<br />
von dem Piloten eines kleinen Bobteams<br />
und dem Chef einer der größten Beratungs-<br />
und Prüfungsgesellschaften für<br />
Recht, Steuern, Unternehmensberatung<br />
und Wirtschaftsprüfung nicht vermutet<br />
hätte. Aber irgendwie sitzen wir wohl<br />
doch alle in einem Bob …<br />
Vision als Führungsinstrument<br />
Die Linie vorgeben bedeutet letztendlich<br />
nichts anderes, als eine Vision zu<br />
haben. Im Sport ist das relativ einfach:<br />
Dieser Weltcup-Sieg, diese Medaille oder<br />
vielleicht den Olympia-Sieg, die beste<br />
Mannschaft der Welt zu sein. Die Vision,<br />
verknüpft mit einem Symbol, ist mit<br />
Sicherheit ein großes und starkes Führungsinstrument.<br />
Doch wie gelingt es<br />
letztendlich, die Mannschaft zu integrieren,<br />
um diese Vision des Sieges auch<br />
miteinander zu tragen?<br />
Francesco Friedrich: „Irgendwie macht ja<br />
jeder im Team und in der ganzen Nationalmannschaft<br />
seinen Sport, um im<br />
Endeffekt irgendwann einmal genau das<br />
zu erreichen. Das ist die Voraussetzung!<br />
Wer im Kopf nicht bereit ist, nicht genügend<br />
Ehrgeiz entwickelt oder wirklich<br />
nicht genau weiß, warum und wieso er<br />
das tut, der wird sein Ziel wahrscheinlich<br />
nie erreichen. Sport hat hier ganz viel<br />
mit Kopfsache zu tun. Hier zählt nicht<br />
nur das reine Trainieren. Es gewinnt<br />
nicht automatisch der, der stupide am<br />
meisten und am schwersten trainiert.<br />
Nur mehr zu machen, bringt nicht viel.<br />
Man muss sich auch mit sich und mit<br />
seinem Körper, mit seinem Team und<br />
allem, was dazugehört, beschäftigen,<br />
um letztendlich erfolgreich zu sein, um<br />
seine Vision durchsetzen zu können.“<br />
Visionen konkretisieren<br />
„Der führende Berater der deutschen<br />
Wirtschaft werden“, mit dieser Vision<br />
wollte Prof. Dr. Christian Rödl dem Unternehmen<br />
eine tragende Kraft geben,<br />
musste jedoch schnell feststellen, dass<br />
die Vision zu weit gefasst und zu wenig<br />
konkret war.
Prof. Dr. Christian Rödl: „Am Anfang fanden<br />
es alle gut. Tolles Ziel! Aber letztendlich<br />
hat keiner so richtig gewusst, was<br />
sich dahinter verbirgt. Keiner konnte sich<br />
vorstellen, wie die Goldmedaille wirklich<br />
aussieht. Auch nicht, als wir die Vision<br />
auf unser Klientel Familienunternehmen<br />
zugespitzt hatten. Im Jahr 2013 haben wir<br />
es dann durch ein klares und messbares<br />
Ziel weiter konkretisiert: Wir wollen von<br />
den 500 größten Familienunternehmen<br />
100 als Mandanten haben, und wir wollen<br />
auch von den 160 börsennotierten<br />
Unternehmen in diesem Index 20 %<br />
als Mandanten haben. Jetzt wissen die<br />
Leute, auf welches Ziel sie hinarbeiten<br />
müssen.“<br />
Die Spitze der Leistungsfähigkeit<br />
erreichen<br />
Im Business ist es nicht wie im Sport,<br />
wo in regelmäßigen Abständen Weltmeisterschaften<br />
oder Olympische Spiele<br />
stattfinden, auf die man sich gezielt<br />
vorbereitet. Umgekehrt kann und muss<br />
man es auch relativ schnell abhaken,<br />
wenn ein Wettkampf mal nicht so läuft<br />
und sich auf das nächste Ziel konzentrieren.<br />
Prof. Dr. Christian Rödl: „In unserem<br />
Bereich müssen wir eher schauen, dass<br />
wir kontinuierlich Leistungen erbringen,<br />
unsere Mandanten natürlich zufriedenstellen<br />
oder begeistern, dass sie uns<br />
wieder beauftragen beziehungsweise<br />
weiterempfehlen. Parallel müssen wir<br />
natürlich auch immer wieder neue Kunden<br />
gewinnen. Das sind für uns oder für<br />
mich persönlich dann die großen Erfolgserlebnisse.<br />
Wenn wir bei Unternehmen,<br />
die wir unbedingt als Kunden haben<br />
wollen, weil sie uns auf unserem strategischen<br />
Ziel weiterbringen, antreten,<br />
uns vorstellen, ins Gespräch kommen,<br />
vielleicht auch mal getestet werden und<br />
dann die Mitteilung bekommen: Okay,<br />
wir beauftragen euch jetzt als unseren<br />
Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer<br />
oder Rechtsanwalt. Das sind zum Teil<br />
Ziele, die wir zwei, drei Jahre verfolgen.<br />
Auch das Verlieren gehört ab und<br />
zu dazu. Wir bewegen uns in einem<br />
Verdrängungswettbewerb. Wenn das<br />
passiert, sage ich immer, ein verlorener<br />
Mandant ist ein künftiger Mandant. Hier<br />
ist wohl eine Parallele zum Sport, in dem<br />
das Ziel dann eben die nächste Goldmedaille<br />
ist.“<br />
Mit Herausforderungen umgehen<br />
Kein Mensch kann immer gewinnen. Das<br />
wäre – bezogen auf den Sport – nicht<br />
nur für die Zuschauer eher langweilig.<br />
Ein starker Wettbewerb spornt an und<br />
ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das man für<br />
sich entscheidet, ist letztendlich auch<br />
ein viel größeres Erfolgserlebnis für den<br />
Gewinner. Genauso sieht das auch Prof.<br />
Dr. Christian Rödl im Wirtschaftsleben.<br />
Prof. Dr. Christian Rödl: „Bezogen auf<br />
unsere Goldmedaille sind wir vielleicht<br />
gerade so in den Top 10. Der Weg zum<br />
Podium ist noch weit und ich weiß nicht,<br />
ob wir die Spitze des Podiums noch in<br />
meiner Generation erreichen. Aber das<br />
ist natürlich das Ziel. Die Goldmedaille<br />
umgehängt zu bekommen, ist schon<br />
etwas ganz Besonderes. Da tun wir uns<br />
als Unternehmen eher schwer. Aber wir<br />
versuchen schon, Leistungen so gut es<br />
geht, messbar zu machen, um den Leuten<br />
die Ziele und den Lohn der Arbeit zu<br />
vermitteln.“<br />
Personalentwicklung<br />
Im Sport wie im Business ist es wichtig,<br />
dass nicht nur Einer den Erfolg einheimst.<br />
Schaut man als Laie beim Bobfahren<br />
zu, könnte man meinen, die einen<br />
schieben nur kurz an und dann ducken<br />
sie sich, während der Pilot das Team zum<br />
Sieg fährt. Schafft es der Pilot aber nicht,<br />
den Vorsprung in der Anschubphase zu<br />
nutzen, ist ein Teil der Teamarbeit wieder<br />
zunichte gemacht. Auch im Unternehmen<br />
ist es wichtig, alle einzubeziehen.<br />
Auch wenn einer vielleicht den Auftrag<br />
an Land zieht und steuert, gibt es viele,<br />
die anschieben und sich dadurch das<br />
Vertrauen der Kunden verdienen. Und<br />
gewinnen können letztendlich nur alle<br />
gemeinsam.<br />
Prof. Dr. Christian Rödl: „Manchmal muss<br />
sich der Pilot auch zwingen, sich zurückzunehmen,<br />
um andere in den Vordergrund<br />
zu schieben. Wir müssen also die<br />
Aufgaben so verteilen, dass die Kollegen<br />
alle gemäß ihren Fähigkeiten eingesetzt<br />
sind. Ich kann beispielsweise nicht die<br />
schwierigen Teile eines Projekts an die<br />
jungen unerfahrenen Leute geben – die<br />
müssen langsamer herangeführt werden<br />
und auch von den anderen lernen,<br />
indem sie erst einmal kleine Ausschnitte<br />
bearbeiten. Irgendwann einmal steht<br />
dann natürlich für jeden der Sprung ins<br />
Wasser bevor. Dann steht man in der ersten<br />
Reihe und muss selber schwimmen,<br />
ein Team übernehmen, Projekte durchführen,<br />
sich um das Team kümmern und<br />
für dessen Auslastung sorgen.“ ó<br />
Tipp: Wie Sie Ihre Vision-Sicherheit<br />
vermitteln:<br />
• Integrieren Sie lebhafte, positive<br />
Gefühle in Ihr inneres Bild.<br />
• Lassen Sie alle Beteiligten an Ihrer<br />
Vision teilhaben.<br />
• Seien Sie richtig mutig mit Ihren<br />
Gedanken.<br />
Über den Autor<br />
Theo Bergauer ist Souveränitäts-Experte<br />
und Autor des neuen Buches „Warum<br />
Gewinner mehrfach siegen. Wie Spitzensportler<br />
und Topunternehmer Herausforderungen<br />
weltmeisterlich lösen.“ ISBN:<br />
978-3-648-05980-7. Weitere Infos unter<br />
www.b-wirkt.de. Rödl & Partner wurde<br />
2016 für „Lebenswerk“ beim „Großer<br />
Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet.<br />
Francesco Friedrich wurde als Bobfahrer 5x<br />
Weltmeister sowie Doppel-Olympiasieger<br />
<strong>2018</strong>.<br />
7<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Gesellschaft
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Gesellschaft<br />
8<br />
Die Da-Vinci-Formel<br />
• Vor 862 Jahren, im Jahr 1157,<br />
Gründung des ältesten, jemals beim<br />
„Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichneten<br />
Familienunternehmen:<br />
Gräflich Eltz‘sche Kastellanei<br />
(Burg Eltz).<br />
• 640. Jahrestag der Stiftungsurkunde<br />
von Papst Clemens VII. zur Gründung<br />
der Universität Erfurt, noch vor den<br />
Universitäten Heidelberg und Köln<br />
• 250. Geburtstag Alexander von<br />
Humboldt<br />
• 150. Geburtstag Mahatma Gandhi<br />
• 100 Jahre Demokratie in Deutschland<br />
• 100 Jahre Bauhaus<br />
• 70 Jahre Bundesrepublik Deutschland<br />
• 50 Jahre APOLLO-11<br />
(erste Mondlandung)<br />
© Musée du Louvre, public domain<br />
Jubiläumsjahr 2019: 500. Todestag Leonardo da Vinci und …<br />
• 30 Jahre Friedliche Revolution in der<br />
DDR und Mauerfall<br />
• 25 Jahre Wettbewerb<br />
„Großer Preis des Mittelstandes“ –<br />
Grand Prix Mittelstand<br />
Sieben Erfolgsgesetze<br />
für innovatives Denken<br />
126<br />
Millionen Treffer ergibt<br />
die Google-Suche nach<br />
„Leonardo da Vinci“ und laut Wikipedia<br />
ist der berühmte Maler, Forscher und<br />
Erfinder der Inbegriff des Universalgenies.<br />
Fast 500 Jahre nach seinem Tod ist<br />
die Strahlkraft des italienischen Renaissance-Künstlers<br />
größer denn je. Die<br />
Gründe für diese unsterbliche Faszination<br />
erläutert Jens Möller in seinem Buch<br />
„Die Da-Vinci-Formel“ (Redline, ISBN-10:<br />
3868817093). Die Innovationsstärke da<br />
Vincis beruhte auf sieben grundlegenden<br />
Lebens- und Arbeitsprinzipien. Er<br />
verfolgte sie sein Leben lang.<br />
1. Umgib dich mit inspirierenden<br />
Menschen!<br />
Seiner Zeit weit voraus war Leonardo da<br />
Vinci ein leidenschaftlicher Netzwerker.<br />
Bei jedem neuen Projekt machte er sich<br />
auf die Suche nach Fachleuten, die seine<br />
Wissenslücken füllen konnten. Da Vinci<br />
schuf sich immer wieder ein inspirierendes<br />
Umfeld aus führenden Persönlichkeiten,<br />
Künstlern und Wissenschaftlern<br />
seiner Zeit, um seine Fähigkeiten optimal<br />
zur Entfaltung zu bringen und über<br />
sich hinauszuwachsen.<br />
2. Klaue gute Ideen – und<br />
perfektioniere sie!<br />
Er scheute sich nicht, auf fremde Ideen<br />
zurückzugreifen und sie für sich zu nutzen.<br />
Dabei ging es natürlich nicht um<br />
blinde Nachahmung, sondern vielmehr<br />
darum, eine fremde Idee als Impuls zu
nutzen und diese dann zu verbessern<br />
und zu perfektionieren. Gerade die Art<br />
und Weise, wie da Vinci bestehende Stile,<br />
Theorien und Techniken hinterfragte,<br />
überdachte und verbesserte, zeigt die<br />
Brillanz seines innovativen Geistes.<br />
Selbst eines von Leonardos bekanntesten<br />
Werken, der Vitruvianische Mensch,<br />
basiert auf den Ideen des römischen<br />
Architekten Vitruv und gilt bis heute als<br />
Symbol der Renaissance schlechthin.<br />
3. Denke mit dem Stift in der Hand!<br />
Als leidenschaftlicher Ideenjäger wusste<br />
da Vinci, dass der nächste zündende<br />
Einfall überall auf ihn warten konnte –<br />
in der Natur, auf den Straßen Mailands<br />
oder in einem anregenden Gespräch.<br />
Deshalb trug er immer ein kleines Notizbuch<br />
bei sich, um sicherzustellen, dass er<br />
all seine spontanen Beobachtungen und<br />
Gedanken zu jedem Zeitpunkt aufschreiben,<br />
weiterentwickeln und bei Bedarf<br />
auf sie zurückkommen konnte. Auf insgesamt<br />
24.000 Notizbuchseiten hielt er<br />
alles fest, was er beobachtete und was<br />
ihn bewegte – seien es Ideen, Studien,<br />
Zeichnungen, persönliche Erfahrungen<br />
oder sogar Einkaufslisten. Um der Flüchtigkeit<br />
von Gedanken zu trotzen, wollte<br />
er so viele Wahrnehmungen, Gedanken<br />
und Fragestellungen wie möglich in seinen<br />
Notizbüchern festhalten.<br />
4. Verbinde das Unverbundene!<br />
Da Vinci besaß die Fähigkeit und den<br />
Mut, Dinge miteinander in Verbindung<br />
zu bringen, die auf den ersten Blick gar<br />
nichts miteinander zu tun zu haben<br />
schienen. Um bei seinen Flugstudien<br />
neue Erkenntnisse zur Luftströmung zu<br />
gewinnen, beschloss er beispielsweise,<br />
schwimmende Fische im Wasser zu studieren<br />
und gewann dadurch viele neue<br />
Erkenntnisse zur Aerodynamik. Er war<br />
also ein begnadeter Querdenker und<br />
erweiterte auf diese Weise immer wieder<br />
seinen eigenen kreativen und wissenschaftlichen<br />
Horizont.<br />
5. Fühle, was andere fühlen!<br />
Innovation beginnt mit Empathie. Wer<br />
sich in andere hineinversetzen kann, der<br />
kann deren Bedürfnisse nachvollziehen<br />
und kreative Lösungen dafür entwickeln.<br />
6. Probe Deinen Mut!<br />
Leonardo überschritt die Grenzen des<br />
Etablierten und hatte den Mut, revolutionäre<br />
Ideen auszudrücken. Er verwechselte<br />
das nie mit Übermut und Leichtsinn.<br />
Mut war für ihn, nach sorgfältiger<br />
Abwägung aller Schritte trotz der eigenen<br />
Zweifel zu handeln.<br />
7. Folge Deinem Stern!<br />
Große Ziele gelingen nur, wenn man<br />
sich nach den Sternen streckt. Auf dieser<br />
Reise gehören Fehler dazu. Sie zeigen an,<br />
was noch fehlt, um erfolgreich weiterzumachen.<br />
ó<br />
Über den Autor<br />
Jens Möller ist Anglist und Wirtschaftswissenschaftler.<br />
Als Mitglied der Leonardo da<br />
Vinci Society London hält er regelmäßig<br />
Vorträge über den genialen Maler, Forscher<br />
und Erfinder.
Plangenehmigungspraxis<br />
Hanspeter Georgi über ein nervendes Entwicklungshemmnis<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Gesellschaft<br />
10<br />
1. Klagen über die Dauer von Plangenehmigungsverfahren<br />
gibt es seit langem.<br />
Im Verkehrsbereich wurde daher<br />
zwecks Beschleunigung der Verfahren<br />
die Beseitigung der Verbandsklage ins<br />
Gespräch gebracht. Aber kein Politiker<br />
traut sich, dies zu artikulieren. Neuerdings<br />
werden die Klagen über die<br />
Genehmigungspraxis- vor allem auch im<br />
Hinblick auf die Art und Weise der Brandschutzauflagen-<br />
immer lauter. Manche<br />
Projekte verhungern gar am langen Arm<br />
der Genehmigungsbehörden.<br />
2. Gewiss, die Behörden arbeiten auf<br />
der Grundlage von Gesetzen und Verordnungen.<br />
Ermessensspielräume werden<br />
im Zweifel nicht „pro reo“ genutzt,<br />
vielmehr sichern sich die Behörden ab,<br />
um keinen Fehler zu machen. Das kann<br />
dann dauern.<br />
3. Das Verordnungsdickicht erinnert<br />
an die Mahnung von Niall Ferguson<br />
in seinem Werk „Der Niedergang des<br />
Westens – Wie Institutionen verfallen<br />
und Ökonomien sterben“. Dort heißt<br />
es: “Der Rechtsstaat hat viele Feinde,<br />
aber zu den gefährlichsten gehören die<br />
Verfasser langer, umfangreicher Gesetzestexte.“<br />
Anders hatte es mal der Philosoph<br />
des kritischen Rationalismus, Karl<br />
Popper, im Kontext der Suche nach der<br />
besten Regierungsform formuliert. Das<br />
ist übertragbar auf das Thema dieses<br />
Beitrags. Wenn Du versuchst, etwas vollkommen<br />
zu machen, tötest du es ab.<br />
Schon die Lateiner wussten: summum<br />
bonum summum malum !<br />
4. Daran denkt man unwillkürlich,<br />
wenn man sich die Klagen von Unternehmen<br />
anhört. Die Neigung zur Projetrealisierung<br />
nimmt ab.<br />
5. Ein gutes Beispiel, wie es anders<br />
geht, war im Saarland das Plangenehmigungsverfahren<br />
für den Steinkohle-Doppelblock<br />
als Ersatz für das Kraftwerk in<br />
Ensdorf. Mittels Methode Runder Tisch<br />
unter Leitung des damaligen Staatssekretärs<br />
im Wirtschaftsministerium,<br />
wurde das Genehmigungsverfahren<br />
innerhalb eines halben(!) Jahres erfolgreich<br />
abgeschlossen- zum Erstaunen<br />
mancher Zeitgenossen im Lande. Aber<br />
auch in NRW, wo es hieß: das hätte bei<br />
uns mindestens zwei Jahre gedauert.<br />
Dass das Projekt dann dennoch nicht<br />
realisiert worden ist, ist eine andere<br />
Geschichte. Hier geht es darum, dass<br />
trotz der durch Gesetz und Verordnung<br />
geschaffenen Komplexität bei gutem<br />
Willen und zielorientierter Vorgehensweise<br />
Planungsverfahren in angemessener<br />
Frist abgeschlossen werden können.<br />
6. Daran ist zu denken, wenn man<br />
(Un-) Fälle hört wie die Nutzung der Flächen<br />
des ehemaligen Bergwerks Warndt<br />
für Gewächshäuser (inzwischen ist der<br />
Investor so genervt, dass er aufgegeben<br />
hat, mehrere sichere Arbeitsplätze bleiben<br />
auf dem Business-Plan nur Papier)<br />
oder die Art und Weise der Genehmigungspraxis<br />
für das Stadion und die<br />
Parkplatzsituation an der Kaiserlinde<br />
in Elversberg. Zahlreiche kleinere Beispiele<br />
hierfür ließen sich anfügen. Zu<br />
nennen in diesem Kontext ist freilich: wo<br />
bleibt das Raumordnungskonzept für<br />
den Campus der Uni? Oder will die Politik<br />
auch fortan bei jedem Einzelfall von<br />
neuem auf die Suche nach einem Standort<br />
gehen? Die Zeit ist reif für ein Raumordnungskonzept,<br />
das dem Campus für<br />
Wissenschaft und wissensbasierte neue<br />
Einrichtungen Platz zum Atmen gibt.<br />
7. Die Frage lautet generell: was können<br />
die Entscheider tun, um das Entwicklungshemmnis<br />
Genehmigungspraxis<br />
zu verringern.<br />
8. Je nach kurzfristiger, mittelfristiger<br />
und erst langfristiger Wirksamkeit lassen<br />
sich folgende Maßnahmen empfehlen:<br />
- Methode Runder Tisch, sofort umsetzbar:<br />
alle, die es verfahrensmäßig<br />
angeht, versammeln sich am Runden<br />
Tisch unter Moderation eines hierfür<br />
Verantwortlichen<br />
- Die Kammern der Wirtschaft sollten<br />
ihre Mitgliedsunternehmen auffordern,<br />
Umwelt<br />
Ressourcenschutz<br />
Entwicklung<br />
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CO 2<br />
Wiederverwertung<br />
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in den Bereichen Brandschutz, Klimatechnik,<br />
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FINALIST<br />
<strong>2018</strong><br />
“People feel better in Colt conditions.”
ihre Beschwerdefälle zu nennen. Damit<br />
lässt sich das Problem dann insgesamt<br />
transparent analysieren mit der Folge,<br />
dass Verfahrens- bzw. Verordnungskorrekturen<br />
aufgezeigt werden können<br />
- Die Plangenehmigungsbehörden sollten<br />
ihre Praxis so ändern dürfen, dass<br />
sie schon ex ante in die Verfahren<br />
eingebunden sind (also zum Beispiel:<br />
Brandschutzauflagen schon während<br />
des Verfahrens, nicht erst als nachträgliche<br />
Auflage), Plangenehmigungsbehörden<br />
zu Dienstleistern entwickeln.<br />
- Neben den Korrekturempfehlungen<br />
der Kammern, sind von den politischen<br />
Entscheidern die Behörden selbst zu<br />
befragen, wo sie Reformbedarf sehen.<br />
Das mag zunächst blauäugig klingen,<br />
aber bei einem anderen Bild von Behörden<br />
sollte ein solches Unterfangen probiert<br />
werden.<br />
- Schließlich bleibt: der Gesetz- und<br />
Verordnungsgeber hat nach den<br />
Erfahrungen der oben genannten Vorschläge,<br />
Verfahren so zu ändern, dass<br />
die erforderlichen Planungsverfahren<br />
kein Entwicklungshemmnis mehr darstellen.<br />
Dazu gehört sicherlich, angesichts<br />
der Kleinheit des Landes, die<br />
UBA’s zusammen zu legen. Das allein<br />
schon würde die Effizienz steigern<br />
(Spezialkompetenzen und Vertretungen<br />
in Urlaubs- und Krankheitsfällen<br />
der Sachbearbeiter lassen sich dann<br />
besser organisieren).<br />
9. Es hat keinen Zweck, über die Politik<br />
zu klagen. Das Vorschriftendickicht<br />
hat sich so entwickelt, dass es in der Tat<br />
deutschlandweit zu einem ärgerlichen<br />
Entwicklungshemmnis geworden ist.<br />
Wie beim Steuerrecht jedem Einzelfall<br />
gerecht werden zu wollen, hat sich auch<br />
das Plangenehmigungsrecht einzelfallorientiert<br />
zu einer Komplexität entwikkelt,<br />
die kaum noch handhabbar ist.<br />
Oder es kommen gar Ergebnisse heraus,<br />
die ausreichend Stoff für das politische<br />
Kabarett liefern. Aber Steuern zahlenden<br />
Bürgern vergeht dabei das Lachen.<br />
10. Die Kleinheit des Landes sollte<br />
es möglich machen, hier best praxis zu<br />
kultivieren. Das wäre nicht nur für die<br />
heimische Wirtschaft nützlich, sondern<br />
würde sich als bedeutsamer Standortvorteil<br />
erweisen. Wir hier im Lande sollte<br />
beweisen, dass Niall Ferguson (siehe<br />
Absatz 3) widerlegbar ist. ó<br />
Über den Autor<br />
Dr. Hanspeter Georgi war Wirtschaftsminister<br />
des Saarlands und davor Hauptgeschäftsführer<br />
der IHK Saarland. Er ist<br />
Mitglied im Präsidium der Oskar-Patzelt-<br />
Stiftung.<br />
11<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Gesellschaft<br />
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Industriegebäude<br />
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Qualität als Prinzip<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
14<br />
Strenge Regeln und hohe Ansprüche legt der<br />
„Große Preis des Mittelstandes“ auch im 25. Jahr<br />
an die Wettbewerbsdurchführung und an die Nominierten an.<br />
Q<br />
ualität macht den Unterschied.<br />
Deshalb arbeitet die Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
nach einem zertifizierten<br />
Qualitätsmanagement-System gemäß<br />
DIN EN ISO 9001:2015. Organisation,<br />
Durchführung und Nachbereitung<br />
aller Phasen des Wettbewerbs werden<br />
anhand klar kommunizierter Regelungen<br />
und Vorgaben genau geplant, dokumentiert<br />
und archiviert, um eine exakte<br />
Rückverfolgbarkeit aller Vorgänge zu<br />
gewährleisten.<br />
Ein Corporate Governance Kodex<br />
formuliert die eigenen Ansprüche und<br />
Werthaltungen der Stiftung an den<br />
Wettbewerb. Die Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />
deren Mitglieder aus Wirtschaft, Verwaltung<br />
und Politik stammen, ist vollständig<br />
ehrenamtlich organisiert. Alle Mitglieder<br />
sind sich der Ziele der Stiftung<br />
bewusst und handeln stets nach dem<br />
bestehenden Corporate Governance<br />
Kodex. Die Oskar-Patzelt-Stiftung wird<br />
als Nichtregierungsorganisation (NGO)<br />
und Non-Profit-Organisation (NPO) ohne<br />
jedes Steuergeld ausschließlich privat<br />
finanziert. Der „Große Preis des Mittelstandes“<br />
schafft Gemeinnutz, indem er<br />
Regionalmarketing und Wirtschaftsförderung<br />
mit einem breiten bürgerschaftlichen<br />
Engagement und der Förderung<br />
des demokratischen Staatswesens verknüpft.<br />
Prinzipien von Wettbewerb und<br />
Stiftung<br />
Datenschutz genießt innerhalb der<br />
Stiftung höchste Priorität. Alle im Zuge<br />
des Wettbewerbs gesammelten Daten<br />
sowie weitere individuelle Daten werden<br />
nur mit Zustimmung von Unternehmen<br />
bzw. der jeweiligen Ansprechpartner<br />
veröffentlicht. Sie sind ausschließlich<br />
den Beauftragten der Stiftung (Juroren,<br />
Servicestellen) und nur für die Zwecke<br />
des Wettbewerbs zugänglich.<br />
Die Stiftung sorgt für größtmögliche<br />
Transparenz der Informations- und<br />
Entscheidungsprozesse und nutzt dazu<br />
neben dem <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong> vor allem die<br />
Websites www.mittelstandspreis.com<br />
bzw. www.kompetenznetz-mittelstand.<br />
de.<br />
Ehrenamtlichkeit wird innerhalb<br />
der Stiftung mit Nachdruck gelebt: Die<br />
Tätigkeit in Vorstand, Kuratorium, Beiräten,<br />
Jurys oder Servicestellen etc. wird<br />
in keinerlei Form vergütet. Umgekehrt<br />
verzichtet die Stiftung bei den nominierenden<br />
Institutionen und bei den nominierten<br />
Firmen/Personen konsequent<br />
auf die Erhebung von Teilnahme- oder<br />
Bearbeitungsgebühren.<br />
Alle Aufgaben, die mit ehrenamtlichem<br />
Engagement allein nicht bewältigt<br />
werden können, sondern wirtschaftlich<br />
organisiert werden müssen, werden<br />
durch die OPS Netzwerk GmbH bzw. weitere<br />
Dienstleister auf der Grundlage von<br />
Kooperationsverträgen übernommen.<br />
Dadurch bleibt die Stiftung von wirtschaftlichen<br />
Risiken so weit wie möglich<br />
verschont. Dabei sind die Aktivitäten<br />
der Stiftung und ihrer Dienstleister klar<br />
getrennt und sichern die Neutralität und<br />
Unabhängigkeit der Entscheidungsprozesse.<br />
Auch der Ablauf des Wettbewerbs<br />
ist klar und konsequent geregelt. Keine<br />
der Auszeichnungen beim „Großen Preis“<br />
ist dotiert. Die Teilnahme am Wettbewerb<br />
durch Selbstnominierung ist ausgeschlossen.<br />
Jeder Teilnehmer muss von<br />
einem Dritten dafür nominiert werden.<br />
Die Entscheidungen über die Auszeichnungen<br />
innerhalb des Wettbewerbs<br />
werden strikt nach der Geschäfts- bzw.<br />
Wettbewerbsordnung und ausschließlich<br />
von den zuständigen Jurys getroffen.
Preisträger<br />
Alle Nominierten eines<br />
Wettbewerbsjahres<br />
Finalist<br />
Jurysitzung – Diskussion der einzelnen<br />
Favoriten und Abstimmung<br />
Bewertung der Unterlagen durch<br />
Juroren – Auswahl von Favoriten<br />
Ausfüllen und Einstellen der Wettbewerbsunterlagen<br />
im Kompetenznetz<br />
Prämierung<br />
Vorauswahl<br />
Juryliste<br />
Nominierungsliste<br />
Ihr Spezialist<br />
für die<br />
Automatisierungstechnik<br />
Softwarekomponenten<br />
Fernwartungslösungen<br />
Kommunikationsadapter<br />
Nachhaltigkeit ist Trumpf<br />
Ein Grundpfeiler innerhalb des Corporate<br />
Governance Kodex besteht in der<br />
Verfolgung nachhaltiger Entwicklungen.<br />
So berücksichtigt die Stiftung die Interessen<br />
aller beteiligten Personengruppen<br />
und steht im offenen Dialog mit potentiellen<br />
Partnern, Medien und Institutionen<br />
und informiert die Öffentlichkeit regelmäßig<br />
und ausführlich über Ordnungen<br />
und Entwicklungen innerhalb der Stiftung<br />
und des Wettbewerbs.<br />
Nominierte Unternehmen erhalten<br />
kostenfrei Nutzerprofile im Expertenportal<br />
www.kompetenznetz-mittelstand.de,<br />
werden auf www.mittelstandspreis.com<br />
dargestellt und erhalten bei Bedarf nach<br />
Möglichkeit weitere Unterstützung<br />
durch ca. 50 regionale Servicestellen vor<br />
Ort.<br />
Die Stiftung wird durch den Vorstand<br />
(Führungsduo Dr. Helfried Schmidt, Petra<br />
Tröger) unter Beachtung der Regeln ordnungsgemäßer<br />
Stiftungsführung und<br />
auf der Grundlage der „Geschäftsordnung<br />
des Vorstands der Oskar-Patzelt-<br />
Stiftung“ geleitet. Daneben wird die<br />
Stiftungsarbeit jährlich in einem dreistufigen<br />
Prozess vom Kuratorium, vom<br />
zuständigen Finanzamt und von der<br />
staatlichen Stiftungsaufsichtsbehörde<br />
überwacht.<br />
Die Jury entscheidet<br />
Der „Große Preis des Mittelstandes“<br />
steht auf allen Ebenen und hinsichtlich<br />
jeglicher (Wettbewerbs-)Kriterien für<br />
Transparenz und Professionalität. Das<br />
gilt besonders in der zeitaufwendigsten<br />
und gleichermaßen spannendsten Phase<br />
des Wettbewerbs, den Juryentscheidungen.<br />
Jährlich werden weit über 4.000<br />
Unternehmen aus ganz Deutschland für<br />
den Wettbewerb nominiert. Von A wie<br />
Anlagenbauer bis Z wie Zimmermann<br />
sind alle Branchen und Geschäftszweige<br />
vertreten. Diese adäquat zu bewerten,<br />
braucht Zeit und Know-how. Hier kommen<br />
die Juroren des Wettbewerbs ins<br />
Spiel.<br />
Fast 100 Persönlichkeiten aus Wirtschaft,<br />
Verwaltung und Politik wurden<br />
vom Vorstand der Stiftung berufen. Die<br />
Juroren der 12 Regionaljurys sind in den<br />
jeweiligen Wettbewerbsregionen ansässig<br />
und kennen die Regionen und deren<br />
wirtschaftliche Gefüge genau. Anhand<br />
der eingereichten Unterlagen der Unternehmen<br />
bereitet sich jeder Juror auf die<br />
Jurysitzung vor und entscheidet sich für<br />
seine Favoriten. Hierbei berücksichtigt<br />
er alle fünf Preiskriterien, die im Zweifelsfall<br />
sämtlich als Ausschlusskriterien<br />
gelten.<br />
Zur Jurysitzung, die in der Regel in<br />
den Räumen der Bundesgeschäftsstelle<br />
der Oskar-Patzelt-Stiftung in Leipzig<br />
stattfindet, begründet jeder Juror seine<br />
Vorschläge für Finalisten und Preisträger.<br />
Über die Vorschläge wird diskutiert,<br />
bis die Jury übereinstimmend, im<br />
Zweifelsfall per Mehrheitsabstimmung,<br />
zu einem Resultat gekommen ist. Die<br />
individuellen Ratings durch die Juroren<br />
werden abschließend zu einem gemittelten<br />
OPS-Rating des Unternehmens<br />
zusammengeführt. In der Gesamtheit<br />
aller Juryentscheidungen wird darauf<br />
geachtet, dass sich möglichst verschiedene<br />
Eigentumsformen, Betriebsgrößen<br />
und Branchen (Produktion/Handel/<br />
Handwerk/Dienstleistung) unter den<br />
Ausgezeichneten befinden, damit der<br />
Wirtschaftspreis auch zukünftig den<br />
Mittelstand als Ganzes anspricht und<br />
repräsentiert. ó<br />
Petra Hönle Rainer Hönle Thomas Hönle<br />
CFO CEO CMO<br />
JAHRE<br />
DELTA LOGIC<br />
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Premier-Ehrenplakette <strong>2018</strong><br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
16<br />
FingerHaus GmbH<br />
35<strong>06</strong>6 Frankenberg<br />
Höchste Qualität für ein Zuhause<br />
Mit viel Liebe zum Detail und zum guten<br />
Handwerk erfüllt FingerHaus jedes<br />
Jahr mehr als 700 Träume vom eigenen<br />
Zuhause. Das Angebot reicht von Ein-<br />
Familien- und Mehrfamilienhäusern bis<br />
zu Bugalows, von der Fertigbauweise<br />
bis hin zu freigeplanten Häusern. Besonderen<br />
Wert legt das Unternehmen auf<br />
den neuesten Stand des Energiesparens<br />
sowie die erneuerbare und umweltfreundliche<br />
Energienutzung. In den letzten<br />
Jahren arbeitete es intensiv an der<br />
weiteren Minimierung des CO2-Ausstoßes,<br />
der Entwicklung von 0-Emmissionshäusern<br />
sowie von Gebäuden, die mehr<br />
Energie produzieren, als sie benötigen.<br />
Auf diese Weise konnte die FingerHaus<br />
GmbH ihre Marktführerschaft beim Einsatz<br />
zukunftsweisender Energietechnik<br />
ausbauen.<br />
Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen<br />
die Güte der Finger-Häuser: Nach<br />
2015 wurde FingerHaus 2017 bereits zum<br />
zweiten Mal Testsieger in der „Servicestudie<br />
Fertighausanbieter“ des Deutschen<br />
Instituts für Servicequalität. 2017<br />
erhielt das Unternehmen den „Plus X<br />
Award“ als „Beste Holzfertighausmarke<br />
des Jahres“, ein Jahr zuvor errang es mit<br />
einem Familienhaus den 1. Platz beim<br />
„Deutschen Traumhauspreis“.<br />
Fortlaufend investiert die Finger-<br />
Haus GmbH in die Optimierung ihrer<br />
Produktions- und Verwaltungsabläufe.<br />
Mit einer Investitionssumme von 11 Mio.<br />
Euro brachte das Unternehmen 2017 und<br />
<strong>2018</strong> den Neubau einer Ausbildungshalle<br />
für technische Berufe, die Aufstockung<br />
der Verwaltung sowie den Neubau einer<br />
dritten Produktionshalle, den Um- und<br />
Anbau der vorhandenen Produktionshallen<br />
und den Austausch und Neukauf<br />
zahlreicher Maschinen voran.<br />
In den letzten Jahren konnte das<br />
Unternehmen die Anzahl seiner Mitarbeiter<br />
kontinuierlich von 511 im Jahr<br />
2014 auf 634 im Jahr <strong>2018</strong> steigern, hinzukommen<br />
aktuell 50 Auszubildende.<br />
Diese erhalten überdurchschnittlich<br />
hohe Urlaubs- und Weihnachtsgelder<br />
sowie Prämienzahlungen. Wöchentlich<br />
stehen Obstrationen auf Firmenkosten<br />
sowie seit 2017 ein Wasserspender für<br />
die Angestellten in der Produktion und<br />
Verwaltung zur Verfügung. Das Unternehmen<br />
beteiligt sich zudem an den<br />
Kosten eines Massageangebotes in den<br />
Pausenzeiten und organisiert Inhouse-<br />
Grippeimpfungen, Ernährungsvorträge<br />
und Entspannungskurse.<br />
Als familienfreundlicher Arbeitgeber<br />
bietet die FingerHaus GmbH Eltern, insbesondere<br />
auch weiblichen Führungskräften,<br />
die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit<br />
an. Werdende Väter können beispielsweise<br />
zur 4-Tage-Woche oder zum heimatnahen<br />
Montageeinsatz wechseln.<br />
Beim zuständigen Bundesministerium<br />
errang das Unternehmen für seine<br />
familienfreundlichen Arbeitsmodelle<br />
2016 den Gesamtsieg beim Wettbewerb<br />
„Erfolgsfaktor Familie“.<br />
Die FingerHaus GmbH engagierte<br />
sich allein 2017 mit circa 12.500 Euro für<br />
Vereine. Dabei reicht der Wirkkreis weit<br />
über die Landesgrenzen hinaus. Seit<br />
2010 beteiligte sich das Unternehmen<br />
beispielsweise an dem Bau eines Waisenhauses<br />
in Togo. Zudem unterstützt es<br />
Handball-, Golf-, Fußball-, Tennis-, Beachvolleyball-<br />
und Reitvereine in der Region.<br />
Als Hauptsponsor ist FingerHaus auch<br />
für den „Literarischen Frühling“ sowie<br />
den Hessentag <strong>2018</strong> in Korbach aktiv.<br />
Nach zahlreichen Nominierungen für<br />
den „Großen Preis des Mittelstandes“ war<br />
die FingerHaus GmbH 2000 „Preisträger“,<br />
20<strong>06</strong> „Premier-Finalist“ und 2009 Premier<br />
und erhielt 2012 und 2014 die „Premier-Ehrenplakette“.<br />
Nominiert wurde<br />
das Unternehmen in diesem Jahr durch<br />
die IHK Kassel-Marburg, den Magistrat<br />
der Stadt Frankenberg (Eder) sowie die<br />
Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement<br />
GmbH. ó<br />
fit GmbH<br />
02788 Zittau<br />
Aus dem Osten in die Welt<br />
Nach der Wiedervereinigung startete<br />
das inhabergeführte Unternehmen im<br />
Wesentlichen mit einem einzigen Produkt.<br />
Aus der seit 1954 bestehenden Tradition<br />
der Herstellung von Spülmitteln<br />
entwickelte sich eine breite Produktpalette<br />
von Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln.<br />
Sie ermöglichte der fit GmbH,<br />
zum größten Konsumgüter-Markenhersteller<br />
in Ostdeutschland zu werden. Das<br />
Unternehmen meisterte in den letzten<br />
Jahren nicht nur den Weiterbetrieb nach<br />
massiven Schäden durch das Neiße-<br />
Hochwasser 2010, sondern es behauptet<br />
sich auch erfolgreich im Wettbewerb mit<br />
internationalen Konzernen wie Henkel,<br />
Unilever, Colgate-Palmolive oder Beiersdorf.<br />
Die Ursprungsmarke „fit Spülmittel<br />
Original 500 ml“ hat ihre Wurzeln in<br />
Ostdeutschland, ist dort mit über 35<br />
Prozent Anteilen Marktführer und darüber<br />
hinaus, gemessen an den Verkaufszahlen,<br />
als zweitstärkste Marke auch<br />
deutschlandweit erfolgreich. Darüber<br />
hinaus überzeugt die fit GmbH mit weiteren<br />
Produkten: Die „fit Power Tabs 12“<br />
kamen als erstes Markenprodukt mit<br />
phosphatfreier Formel in den Verkauf<br />
und wurden 2015 zum Testsieger der<br />
Stiftung Warentest gekürt. Für seine<br />
„Grüne Kraft“-Produkte, die auf nachwachsenden<br />
Rohstoffen basieren, erhielt<br />
das Unternehmen den „Sächsischen<br />
Umweltpreis“ 2011. Erfolgreich etablierte<br />
sich auch das Produkt „Rei in der Tube“<br />
mit einem Marktanteil von 68 Prozent<br />
bei Reisewaschmitteln. Dank der Markenübernahmen<br />
2015 von „GARD“ und<br />
2016 von „fenjal“ konnte die fit GmbH<br />
ihre Stellung im Handel nochmals stärken.<br />
Wichtigste Produktlinie ist mit 40<br />
Prozent Umsatzanteil „Kuschelweich“.<br />
Hierunter fallen Weichspüler und seit<br />
2016 das neu etablierte Wäscheparfüm.<br />
Mit inzwischen 85 Millionen produzierten<br />
Einzelartikeln konnte die fit<br />
GmbH ihren Umsatz seit 2014 um 27<br />
Prozent steigern. Mit einer Investitionssumme<br />
von mehr als 170 Mio. Euro seit<br />
1993 verfügt sie über eine der modernsten<br />
Produktionsanlagen für Wasch-, Putzund<br />
Reinigungsmittel.<br />
Für seine 240 Mitarbeiter bietet<br />
das Unternehmen familienfreundliche<br />
Lösungen wie Teilzeit- und Home-Office-<br />
Modelle. Eine subventionierte, firmeneigene<br />
Kantine versorgt sie mit Frühstück<br />
und Mittagessen. Zudem findet<br />
seit über fünf Jahren wöchentlich ein<br />
Betriebstraining mit einem Trainer des<br />
örtlichen Leichtathletik-Sportvereins<br />
statt, bei dem das Teamgefühl gestärkt<br />
und gemeinsam für das Deutsche Sportabzeichen<br />
trainiert wird.<br />
Neben der betrieblichen Ausbildung<br />
wirbt das Unternehmen neue Mitarbeiter<br />
über ein Trainee-Programm im<br />
Bereich Marketing und Vertrieb sowie<br />
über das „KIA“-Modell in den Fachbereichen<br />
Chemie und Informatik an. Dabei<br />
wird die betriebliche Ausbildung mit<br />
einem Studium an der Fachhochschule<br />
Görlitz/Zittau verbunden.<br />
Eine Vielzahl von regionalen und<br />
überregionalen Projekten erhält Unterstützung<br />
durch die fit GmbH. Beispielsweise<br />
konnte im Jahr 2017 die BVB-<br />
Fußballschule durch Sponsoring nach<br />
Zittau geholt werden, bei der mehr als<br />
80 Mädchen und Jungen zwischen 7 und<br />
13 Jahren von Profi-Trainern des Bundesliga-Erstligisten<br />
drei Tage lang trainiert<br />
wurden. Weiterhin engagiert sich das<br />
Unternehmen für die regionalen Feuerwehren,<br />
die „Freunde und Förderer<br />
der TU Bergakademie Freiberg“ und das
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
FingerHaus GmbH,<br />
(v.l.) Dr. Mathias Schäfer, Klaus Cronau, Geschäftsführer<br />
„Gläserne Labor“ des Hygiene-Museums<br />
Dresden.<br />
Die fit GmbH ist bereits zum dritten<br />
Mal seit 2016 für den „Großen Preis des<br />
Mittelstandes“ nominiert. 2000 war sie<br />
„Preisträger“, 2002 folgte die Auszeichnung<br />
zum „Premier“. In diesem Jahr ist<br />
das Unternehmen nominiert von EMS Ihr<br />
Beraterteam Hinner. ó<br />
Wirtschaftsförderungsgesellschaft für<br />
den Kreis Borken mbH<br />
48683 Ahaus<br />
In einem halbem Jahrhundert zum<br />
mittelständischen Tausendfüßler<br />
Was noch in den 1980er Jahren eine<br />
monostrukturierte Region mit Textilund<br />
Landwirtschaft war, entwickelte<br />
sich mithilfe der Wirtschaftsförderungsgesellschaft<br />
für den Kreis Borken zur<br />
mittelständisch geprägten Musterregion.<br />
Heute bietet der Kreis Borken<br />
ein modernes, leistungsfähiges und<br />
zukunftsorientiertes Branchenspektrum,<br />
das weit über die Region hinaus als vorbildlich<br />
gilt. Mit seiner Konzentration auf<br />
viele kleinere Unternehmen anstelle von<br />
Großkonzernen nutzt die Region seither<br />
die volle Kraft des Mittelstandes.<br />
Als Gesellschafter treiben der Kreis<br />
Borken und 17 weitere Städte und<br />
Gemeinden im Umkreis die wirtschaftliche<br />
Entwicklung für ihre rund 370.000<br />
Einwohner und rund 16.500 Unternehmen<br />
stetig voran. Im Mittelpunkt stehen<br />
die Förderung und Verbesserung<br />
der Rahmenbedingungen für den Mittelstand,<br />
dabei setzt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft<br />
auf standortbezogene,<br />
individuelle Lösungen und bietet eine<br />
zentrale Anlaufstelle für alle betrieblichen<br />
Fragen sowie einen Schnittpunkt<br />
zwischen Wirtschaft und Verwaltung<br />
an. Die inzwischen 20 Mitarbeiter und<br />
Mitarbeiterinnen leisten Gründungs-,<br />
Betriebs- und<br />
Innovationsberatung,<br />
ebenso wie<br />
Standortmarketing,<br />
Infrastruktur und<br />
Netzwerkarbeit.<br />
Als zertifiziertes<br />
STARTCENTER NRW<br />
konnten aus der<br />
Gesellschaft selbst<br />
heraus bereits drei<br />
Unternehmen –<br />
Innotronic Gronau,<br />
Thinkworks Bocholt<br />
und Innotec Control<br />
Rheine – gegründet<br />
werden. Darüber<br />
hinaus setzt sie sich<br />
seit mittlerweile<br />
zehn Jahren für den<br />
Breitbandausbau in<br />
der Region ein und initiierte ein eigenes<br />
Kreisleerrohrnetz, das zu 100 Prozent<br />
an einschlägige Anbieter vermietet ist<br />
und 85 Prozent der Haushalte im Kreis<br />
Borken mit einer Bandbreite von über 50<br />
Mbit/s versorgt.<br />
Die erfolgreiche Arbeit der<br />
Gesellschaft spricht für sich: Mit verbesserter<br />
Wirtschaftsstruktur, Innovationsdynamik<br />
und der hohen Gründungsbereitschaft<br />
konnte die Zahl der<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen<br />
allein zwischen 2010 und 2015<br />
um 7,2 Prozent gesteigert werden, die<br />
Entwicklung liegt dabei deutlich über<br />
dem Durchschnitt des Bundeslandes<br />
mit 1,5 Prozent. Ihren Umsatz steigerten<br />
die Unternehmen im Kreis sogar<br />
um 19 Prozent. Positiv wirkt sich dies<br />
auch auf die Zahl sozialversicherungspflichtiger<br />
Beschäftigter aus: Seit 2010<br />
liegt die Arbeitslosenquote permanent<br />
unter fünf Prozent, seit 2016 sogar unter<br />
vier Prozent. Hinzu kommt eine hohe<br />
Auszubildenden-Quote von 6,5 Prozent.<br />
Außerdem sind weitgehend bruchlose<br />
fit GmbH, Dr. Wolfgang Groß,<br />
Geschäftsführender Gesellschafter mit Ehefrau<br />
Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH,<br />
Dr. Heiner Kleinschneider, Geschäftsführer, Dr. Markus Könning,<br />
Leiter Innovationsberatung (v.l.)<br />
Übergänge von Schule zu Beruf kennzeichnend<br />
für die Region.<br />
Derzeit widmet sich die Gesellschaft<br />
verstärkt der Förderung frauengeführter<br />
Unternehmen und will in den nächsten<br />
Jahren das Potential weiblicher Existenzgründungen<br />
weiter ausschöpfen. Erste<br />
Impulse hierfür setzt das Projekt „Münsterland-Initiative<br />
Unternehmerin“. Einen<br />
weiteren Schwerpunkt bilden Umweltschutz<br />
und Energieeffizienz, der unter<br />
anderem durch das Projekt „Ökoprofit“<br />
vorangetrieben wird, sowie die künftige<br />
Sicherung insbesondere von MINT-Fachkräften.<br />
Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft<br />
für den Kreis Borken mbH konnte<br />
bereits 20<strong>06</strong> die Auszeichnungen als<br />
Kommune des Jahres und 2012 als Premier-Kommune<br />
entgegen nehmen. Nominiert<br />
wurde die Gesellschaft in diesem<br />
Jahr durch 56 verschiedene Partner, darunter<br />
2G Energy AG, AIW „Aktive Unternehmen<br />
im Westmünsterland“ e. V. und<br />
AXA Entwicklungs- und Maschinenbau<br />
GmbH. ó<br />
17<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
18<br />
Premier <strong>2018</strong><br />
Burchard Führer GmbH<br />
<strong>06</strong>847 Dessau-Roßlau<br />
Im Mittelpunkt steht der Mensch<br />
Als mittelständisch geprägtes<br />
Familienunternehmen ist die Burchard<br />
Führer GmbH mit 42 stationären Einrichtungen,<br />
fünf Tagespflegen, sechs<br />
ambulanten Diensten und vier Anlagen<br />
für betreutes Wohnen in zehn Bundesländern<br />
aktiv. Unter ihrer Firmenphilosophie<br />
„kompetent. engagiert. familiär“<br />
übernimmt sie die komplette ambulante,<br />
teilstationäre und stationäre Versorgung<br />
ihrer Bewohner in der Altenund<br />
Behindertenpflege.<br />
Im Vordergrund steht die beständige<br />
Qualitätssteigerung von Pflege und<br />
Betreuung. Die Einrichtungen „Rosenhain“<br />
in Köthen und „Herthasee“ in<br />
Berlin wurden 2015 und 2016 bereits<br />
zweimal von der Zeitschrift Focus zum<br />
„TOP-Pflegeheim“ gekürt.<br />
Mit 95 Prozent besitzt die Burchard<br />
Führer GmbH eine überdurchschnittlich<br />
hohe Auslastungsquote. Sie mietet im<br />
Vergleich zu anderen Anbietern gleicher<br />
Größe keine Betten an, sondern legt<br />
Wert auf die Einheit von Besitz und<br />
Betrieb.<br />
Zu den Besonderheiten des Firmenkonzepts<br />
gehören die Übernahme,<br />
Rekonstruktion und nachhaltige Bewirtschaftung<br />
alter Gebäude. Viele denkmalgeschützte<br />
Bauten konnten auf diese<br />
Weise vor dem Verfall geschützt werden.<br />
Einrichtungen befinden sich beispielsweise<br />
im Kloster Meyendorf im Bördekreis<br />
und im Wasserschloss Großpaschleben<br />
im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Die<br />
Unternehmenszentrale hat ihren Sitz<br />
auf dem Gelände der ehemaligen Hugo-<br />
Junkers-Werke in Dessau.<br />
Die erfolgreiche Entwicklung des<br />
Unternehmens schlägt sich in der<br />
Anzahl der Mitarbeiter nieder. Zwischen<br />
2014 und <strong>2018</strong> steigerte sich diese von<br />
2.680 auf 3.280. Die Burchard Führer<br />
GmbH engagiert sich gegen den Fachkräftemangel<br />
und beschäftigt im aktuellen<br />
Jahr rund 280 Auszubildende. Das<br />
Seniorenpflegeheim „Fritzenhof“ in<br />
Flöha konnte bereits eine Ehrung als<br />
ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb<br />
entgegennehmen. Um Nachwuchs in<br />
Pflegeberufen zu gewinnen, öffnet das<br />
Unternehmen seine Einrichtungen für<br />
Schulklassen und bietet Praktika und<br />
Projekte für ausländische Auszubildende<br />
an. Darüber hinaus besteht im<br />
Rahmen eines dualen Studiums eine<br />
enge Zusammenarbeit mit der Berufsakademie<br />
Leipzig und der Fachhochschule<br />
Chemnitz.<br />
Führungspersonal<br />
rekrutiert<br />
das Unternehmen<br />
vorzugsweise aus<br />
den eigenen Reihen.<br />
Über gezielte Fortbildungen<br />
werden<br />
Mitarbeiter zu Heimund<br />
Pflegedienstleitern<br />
berufen. <strong>2018</strong><br />
soll ein umfangreiches<br />
Nachwuchsprogramm<br />
für<br />
Führungskräfte entstehen,<br />
das unter<br />
anderem Workshops<br />
zum Themenschwerpunkt<br />
„Gesunde Führung“ anbietet.<br />
Gute Leistungen werden gesondert<br />
honoriert. Zusätzlich bietet die Burchard<br />
Führer GmbH eine betriebliche Altersvorsorge<br />
und mit dem „Sodexo Benefitspass“<br />
vergünstigte Einkaufsmöglichkeiten.<br />
In enger Kooperation mit dem Dessauer<br />
Walter-Gropius-Gymnasium stellt<br />
das Unternehmen sein Betriebsgelände<br />
für den Sportunterricht zur Verfügung.<br />
Darüber hinaus sponsert es die Knabenkapelle<br />
Auerbach, die Weihnachtsfeier<br />
des lokalen Kinderheims, den Handballverein<br />
in Ahlbeck auf Usedom, den Fußballverein<br />
Union Berlin sowie das Sportfest<br />
des Landes-Behindertenverbandes<br />
Sachsen-Anhalt.<br />
Die Burchard Führer GmbH ist zum<br />
8. Mal seit 2009 für den „Großen Preis<br />
des Mittelstandes“ nominiert. 2014 war<br />
sie „Finalist“, 2015 „Preisträger“ und 2017<br />
erhielt das Unternehmen die „Ehrenplakette“.<br />
Nominiert wurde sie in diesem<br />
Jahr durch den Landkreis Anhalt-Bitterfeld,<br />
die Stadtsparkasse Dessau und WIS-<br />
SENSBILANZ.DEUTSCHLAND. ó<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
NETGO Unternehmensgruppe GmbH<br />
46325 Borken<br />
Unternehmenskultur als Erfolgsgarant<br />
Seit ihrer Gründung weist die NETGO<br />
Unternehmensgruppe eine steile<br />
Erfolgskurve auf. Aus dem 2007 gestarteten<br />
Unternehmen mit drei Personen<br />
ist in gut zehn Jahren ein beachtetes<br />
IT-Systemhaus mit über 300 Mitarbeitern<br />
geworden. Mehrere Geschäftsbereiche<br />
und Schwestergesellschaften mit<br />
zugkräftigen Marken stellen sich den<br />
Herausforderungen des IT-Marktes. Den<br />
größten Anteil hat die NETGO GmbH<br />
und deren Unterteilung in Systemhaus,<br />
NETGO Consulting, Reseller-Solution,<br />
Burchard Führer GmbH, Jan Fritsche, Geschäftsführer und<br />
Konstanze Führer, Prokuristin<br />
NETGO Smartwork und NETGO Innovations.<br />
Darüber hinaus ist die Gruppe seit<br />
2016 mit einem Sitz in Aalten auch auf<br />
dem niederländischen Markt vertreten.<br />
Allein im vergangenen Jahr konnte<br />
die NETGO Unternehmensgruppe GmbH<br />
durch Integration der CompuTech weiter<br />
wachsen und ihren Umsatz im Vergleich<br />
zum Vorjahr um 62 Prozent steigern.<br />
<strong>2018</strong> begann sie mit dem Bau ihrer<br />
neuen Firmenzentrale. Auf 5.700 qm<br />
entsteht für neun Mio. Euro das neue<br />
„Basecamp“. Es bietet eine betriebseigene<br />
Kindertagesstätte, öffentliche Gastronomie,<br />
ein Fitness-Studio sowie einen<br />
Ruheraum für die Mitarbeiter. Mit der<br />
NETGO Innovations verfügt die Gruppe<br />
über ein eigenes Kreativteam, das Ideen<br />
der Belegschaft umsetzt, Lösungen für<br />
neue Herausforderungen sucht, diese<br />
im „Innovation Lab“ in Bochum testet<br />
und verbessert. Aufgrund des herausragenden<br />
Ausbildungsstandes der NETGO-<br />
Mitarbeiter wurde die NETGO-Gruppe<br />
als eines von sieben Unternehmen<br />
deutschlandweit und eines von nur 50<br />
weltweit zum „Platinum Partner“ des<br />
Marktführers im Bereich Enterprise<br />
Hardware, Hewlett Packard ausgezeichnet.<br />
Mit der erheblichen Steigerung<br />
der Mitarbeiteranzahl von 75 im Jahr<br />
2014 auf 320 in diesem Jahr, erweist<br />
sich die Gruppe als äußerst erfolgreich<br />
im Bereich Recruiting sowie in der Mitarbeiterbindung.<br />
Der Wachstumstrend<br />
hält an. Weitere 49 Stellen sind derzeit<br />
noch unbesetzt. Im Vordergrund stehen<br />
die Firmenkultur und eine starke Identifikation<br />
des Einzelnen mit dem Unternehmen.<br />
Mit flachen Hierarchien, großer<br />
Eigenverantwortung, Raum für persönliche<br />
Entfaltung und eigene Ideen legt<br />
die Gruppe größten Wert auf ein familiäres<br />
Arbeitsumfeld. Die Vereinbarkeit<br />
von Familie und Beruf gewährleisten flexible<br />
Arbeitszeiten, Möglichkeiten zum
Home-Office und eine firmeneigene<br />
Kinderbetreuung. Unter dem Leitspruch<br />
„Keine Entscheidung ist so falsch wie die,<br />
die man nicht getroffen hat“, erhalten<br />
junge Mitarbeiter bereits früh Verantwortung.<br />
Firmeneigene IT-Trainer sowie<br />
ein eigenes „PearsonVUE“-Testcenter am<br />
Stammsitz Borken ermöglichen beständig<br />
die zertifizierte Weiterbildung.<br />
Im gesellschaftlichen Engagement<br />
liegt das Augenmerk der Gruppe auf<br />
der Unterstützung der Kinder- und<br />
Jugendförderung. Neben Spenden von<br />
technischen Geräten für Schulen und<br />
caritative Einrichtungen ist die NETGO-<br />
Gruppe im Projekt „Schlaumäuse“ aktiv.<br />
Dabei stellt sie Kindergärten kostenfrei<br />
PC´s und Software zur Verfügung, die<br />
Unterstützung bei der Sprachentwicklung<br />
bieten sowie auf individuelle Vorkenntnisse<br />
und das Lerntempo der Kinder<br />
abgestimmt ist. Insgesamt werden<br />
ca. 30 Vereine mit mehr als 100.000 Euro<br />
jährlich gefördert.<br />
Die NETGO Unternehmensgruppe<br />
GmbH wurde zum 9. Mal seit 2010 für<br />
den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />
nominiert. 2010 wurde sie als „Finalist“,<br />
2012 als „Preisträger“ und 2015 mit der<br />
„Ehrenplakette“ geehrt. Nominiert wurde<br />
das Unternehmen in diesem Jahr durch<br />
die Abgeordneten des Deutschen Bundestages<br />
Johannes Röring und Karl-Heinz<br />
Busen, die Landtagsabgeordneten Hendrik<br />
Wüst und Wilhelm Korth, die Bezirksregierung<br />
Münster, die Stadt Borken und<br />
die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für<br />
den Kreis Borken mbH. ó<br />
uesa GmbH<br />
04938<br />
Uebigau-Wahrenbrück<br />
Elektro- und Schaltanlagen für die<br />
Region und die Welt<br />
1990 gegründet, etablierte sich die<br />
uesa GmbH in der Energiebranche als<br />
Einzelauftragsfertiger im Elektro- und<br />
Schaltanlagenbau. Von der Planung<br />
über die Fertigung bis hin zur Montage<br />
liefert sie Elektroausrüstungen für<br />
die Industrie und Energieversorgung.<br />
Das Leistungsspektrum umfasst Energieverteilungsanlagen,<br />
Kabelverteiler,<br />
Transformatorenstationen, Nieder- und<br />
Mittelspannungsschaltanlagen bis 24<br />
kV sowie Automatisierungs- und Steuerungsanlagen<br />
und Serviceleistungen im<br />
Solarbereich.<br />
Entsprechend den Kundenwünschen<br />
werden die Produkte flexibel gestaltet<br />
und produziert. Darüber hinaus bietet<br />
das Unternehmen beispielsweise mit<br />
der Vermietung von Trafostationen,<br />
kombinierte Leistungsangebote und<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
NETGO Unternehmensgruppe GmbH,<br />
Benedikt Kisner und Patrick Kruse, Geschäftsführer<br />
ist anerkannter Zulieferer für rund 70<br />
Prozent aller deutschen Energieversorgungsunternehmen.<br />
Kontinuierlich konnte der Umsatz<br />
in den vergangenen Jahren seit 2014<br />
um fast 30 Prozent gesteigert werden.<br />
Ergänzt werden die Aktivitäten auf dem<br />
deutschen Markt durch internationale<br />
Vertriebsstrukturen sowie Produktion<br />
und Absatz vor allem in Polen, Rußland<br />
und der Mongolei. Beispielsweise konnten<br />
Mittelspannungsanlagen und Trafostationen<br />
an die Stadtwerke Sergjev<br />
Posad im Moskauer Gebiet und elektronische<br />
Ausstattungen in die mongolische<br />
Hauptstadt Ulan-Batur zur Stromversorgung<br />
eines Stadtviertels geliefert<br />
werden. Hier errichtete das Unternehmen<br />
in Kooperation mit der Gesellschaft<br />
für Internationale Zusammenarbeit<br />
zudem ein Schulungszentrum für angehende<br />
Elektrotechniker.<br />
19<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
RÄGER<br />
Preis PREISTRÄGER<br />
des<br />
PREISTRÄGER<br />
tandes Großer Preis des<br />
15 Großer Mittelstandes Preis des<br />
Mittelstandes 2015<br />
2015<br />
• Seniorenpflegeheime<br />
• Seniorenpflegeheime<br />
• Hotel- Seniorenpflegeheime<br />
& Ferienanlagen<br />
• Hotel- & Ferienanlagen<br />
• Vermietung Hotel- Ferienanlagen<br />
& Verpachtung<br />
• Vermietung & Verpachtung<br />
Vermietung Verpachtung<br />
„Wir sind für Sie da“<br />
„Wir sind für Sie da“<br />
„Wir sind für Sie da“<br />
www.fuehrergruppe.de<br />
www.fuehrergruppe.
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
20<br />
uesa GmbH,<br />
Helmut Hoffmann, Geschäftsführer<br />
Aktuell beschäftigt die uesa GmbH<br />
415 Mitarbeiter und zählt damit zu den<br />
großen Arbeitgebern in Brandenburgs<br />
Elbe-Elster-Kreis. Jährlich finden Personalgespräche<br />
statt, und entscheidende<br />
Verbesserungsvorschläge werden prämiert.<br />
Außerdem gewährleistet die<br />
Einführung flexibler und auf Wunsch<br />
verkürzter Arbeitszeiten für Eltern die<br />
Vereinbarkeit von Familie und Beruf.<br />
Des Weiteren wird eine über dreijährige<br />
Betriebszugehörigkeit durch Teilhabe an<br />
der uesa Mitarbeitergesellschaft mbH<br />
und durch die Ausschüttung von Gewinnen<br />
honoriert. Die Ausbildungsjahre<br />
im Unternehmen werden anerkannt,<br />
wodurch auch unter den Jungfacharbeitern<br />
eine hohe Firmenbindung erzielt<br />
wird.<br />
In der Region engagiert sich die uesa<br />
GmbH bei Abschlussfeiern und anderen<br />
schulischen Höhepunkten. Außerdem<br />
erhalten Jugendclubs und die Kindergärten<br />
in Falkenberg und Uebigau<br />
Unterstützung. Seit zehn Jahren bietet<br />
uesa regelmäßig Schülerpraktika sowie<br />
Schülerferienarbeit an. 20 bis 30 Schüler<br />
erhalten jeweils die Möglichkeit, in<br />
den Sommerferien erste Einblicke in das<br />
Berufsfeld zu nehmen. Darüber hinaus<br />
unterstützt das Unternehmen die freie<br />
Schule Uebigau, die örtliche Feuerwehr,<br />
den Halbmarathon ElsterLauf, den Sportverein<br />
Schmerkendorf, den Volleyballverein<br />
VSB Offensiv Eisenhüttenstadt, die<br />
Fußballmannschaft des SV Lok Uebigau<br />
und das Heimatmuseum Uebigau.<br />
Die uesa GmbH wurde zum 10. Mal<br />
seit 2010 für den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />
nominiert. 20<strong>06</strong> erhielt sie<br />
die Auszeichnung „Finalist“. 2007 wurde<br />
sie als „Preisträger“ geehrt und 2010 mit<br />
der „Ehrenplakette“ honoriert. Nominiert<br />
wurde das Unternehmen in diesem Jahr<br />
durch die BTU Brandenburgische Technische<br />
Universität Cottbus-Senftenberg. ó<br />
Premier-Bank <strong>2018</strong><br />
Volksbank RheinAhrEifel eG<br />
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler<br />
Genossenschaft für Regionalität,<br />
Heimat und Sicherheit<br />
Die Geschichte der Volksbank RheinAhr-<br />
Eifel eG geht bis in das Jahr 1886 zurück.<br />
Insgesamt 81 Vorgängerinstitute schlossen<br />
sich im Laufe der Zeit zusammen<br />
und bilden heute den Grundstein für<br />
die Genossenschaftsbank, die ihren über<br />
95.000 Mitgliedern gehört. Damit ist sie<br />
die mitgliederstärkste Bank im Bereich<br />
des Genossenschaftsverbandes e.V. und<br />
eine der mitgliederstärksten Organisationen<br />
in Rheinland-Pfalz überhaupt. Das<br />
weiß die Bank zu nutzen: Sie verzeichnet<br />
seit Jahren ein stetiges Wachstum und<br />
gewinnt Marktanteile hinzu. 2017 stieg<br />
die Bilanzsumme so um 79 Millionen<br />
Euro auf insgesamt 2,6 Milliarden Euro,<br />
das betreute Kundenvolumen weitete<br />
sie um 294 Millionen Euro auf über 5,1<br />
Milliarden Euro aus. Die Volksbank RheinAhrEifel<br />
stellte allein im vergangenen<br />
Jahr 455 Millionen Euro an Krediten aus<br />
– der höchste Wert, den das Kreditinstitut<br />
jemals erreichen konnte. Mit 36<br />
Geschäftsstellen und 18 Selbstbedienungsfilialen<br />
ist sie flächendeckend in<br />
der Region präsent und gleichzeitig die<br />
größte Bank in der Umgebung. Bundesweit<br />
schafft sie es dadurch in Bezug<br />
auf ihre Größe auf Rang 64 unter den<br />
deutschen Genossenschaftsbanken, in<br />
Rheinland-Pfalz sogar auf den sechsten<br />
Rang.<br />
Besondere Bedeutung im letzten<br />
Jahr hatte die Fertigstellung des neu<br />
und umgebauten Verwaltungssitzes in<br />
Mayen sowie die Verschmelzung mit der<br />
Volksbank Mülheim-Kärlich eG. Durch<br />
die Fusion ist die Bank noch stärker als<br />
Volksbank RheinAhrEifel eG,<br />
(v.l.) Elmar Schmitz, und Vorstandsmitglieder Markus Müller,<br />
Sascha Monschauer<br />
zuvor in einer prosperierenden Wirtschaftsregion<br />
entlang des Rheins und<br />
erstmals auch an der Mosel vertreten.<br />
Um ihren Kunden weiterhin Verlässlichkeit<br />
und Sicherheit zu bieten, weitete<br />
sie gleichzeitig ihre Eigenkapitalausstattung<br />
auf über 280 Millionen Euro aus.<br />
Als Genossenschaft bekennt sich die<br />
Bank zu Selbsthilfe, Selbstverwaltung<br />
und Selbstverantwortung als Fundamente<br />
ihrer Arbeit. Daher ist ein intensiver<br />
Austausch mit ihren Mitgliedern<br />
unabdingbar. Diese haben außerdem die<br />
Möglichkeit, online an der Vertreterwahl<br />
teilzunehmen und sich durch Co-Creation-Ansätze<br />
an der Entwicklung neuer<br />
Lösungen zu beteiligen.<br />
Mit ihrer Kampagne „Wir sind Heimat“<br />
tritt die Genossenschaftsbank für<br />
ihre Region ein und übernimmt Verantwortung<br />
für die lokale wirtschaftliche<br />
Entwicklung, gerade im Hinblick auf<br />
den Strukturwandel in der Region Rhein,<br />
Ahr und Eifel. Sie fördert das Kapital<br />
an dem Ort, an dem es gebildet wird.<br />
Daher ist die Bank ausschließlich lokal<br />
aktiv. Statt an risikoreichen und spekulativen<br />
Geschäften orientiert sie sich an<br />
realwirtschaftlichen Transaktionen. Das<br />
kommt vor allem ihren 150.000 Privatund<br />
Firmenkunden in der Region zugute.<br />
Durch ihr Kerngeschäft, dem Einlagenund<br />
Kreditgeschäft sowie der Vermittlung<br />
von Produkten der Unternehmen<br />
aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe,<br />
stärkt die Volksbank RheinAhr-<br />
Eifel zudem die regionale Wirtschaft<br />
insgesamt. Zusätzlich festigen regionale<br />
Beiräte und Mitgliederkonferenzen die<br />
dezentrale Struktur, die schnelle Ent-
scheidungen ermöglicht. So nimmt die Volksbank RheinAhrEifel<br />
eine Vorreiterrolle in der Stärkung des ländlichen Raums ein.<br />
Auch sozial zeigt sich die Volksbank RheinAhrEifel heimatverbunden.<br />
Schon 2008 rief sie den Zukunftspreis Heimat ins<br />
Leben. Mit ihm zeichnet sie jährlich Projekte aus, die geeignet<br />
sind, die Infrastruktur, Lebensqualität und Attraktivität der<br />
Region zu fördern. Das Preisgeld von 25.000 Euro macht den<br />
Zukunftspreis zu einer der höchstdotieren Auszeichnungen für<br />
regionales Engagement. In den letzten zehn Jahren wurden auf<br />
diese Weise von den verschiedensten Seiten annähernd 1.100<br />
Konzepte zur Stärkung des heimatlichen Lebens- und Wirtschaftsraumes<br />
erstellt. Sie alle halfen dabei, zahlreiche innovative<br />
Projekte in der Region zu fördern.<br />
Die Volksbank RheinAhrEifel eG wurde zum seit 2013 sechsten<br />
Mal in Folge zum Wettbewerb durch nominiert. Vorgeschlagen<br />
haben sie in diesem Jahr die HEGAS Vermögensverwaltungs KG,<br />
die Reinhard Koll GmbH, die Stadt Andernach, die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler,<br />
die Stadt Mayen, die Verbandsgemeinde Brohltal<br />
und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel mbH. 2015<br />
wurde sie als Bank des Jahres ausgezeichnet. ó<br />
Wirtschaftsförderung Landkreis<br />
Bamberg und Stadt Bamberg<br />
– Wirtschaftsförderung<br />
96052/ 96047 Bamberg<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Landkreis Bamberg, Stadt Bamberg,<br />
Johann Kalb, Landrat des Landkreises Bamberg,<br />
Reiner Keis, Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises<br />
Bamberg, Dr. Stefan Goller, Leiter des Referats Wirtschaft der<br />
Stadt Bamberg, Frau Ruth Vollmar,<br />
Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Bamberg<br />
21<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Erfolgsverwöhntes Duo<br />
Bamberg ist nicht nur Weltkulturerbe,<br />
sondern für ein Einzugsgebiet von<br />
mehr als 350.000 Menschen ein kultureller<br />
Mittelpunkt der Europäischen<br />
Metropolregion Nürnberg und das Wirtschaftszentrum<br />
Oberfrankens. In dieser<br />
Region weiß man das Engagement der<br />
Unternehmer und ihre häufig lange<br />
Familientradition zu schätzen. Die Verbundenheit<br />
der Unternehmer zur Region<br />
ist Bestätigung und Motivation zugleich.<br />
Global Player wie Bosch, Brose und viele<br />
andere haben sich hier niedergelassen.<br />
Im FOCUS-Ranking konnte sich der<br />
Landkreis Bamberg bei „Wachstum und<br />
Jobs“ um 53 Plätze auf Rang 41 (von<br />
401) verbessern und bei „Produktivität<br />
und Standortkosten“ um 16 Plätze auf<br />
Rang 27. In der Region Bamberg herrscht<br />
mit einer Arbeitslosenquote unter drei<br />
Prozent praktisch Vollbeschäftigung.<br />
Diese tendenziell positive Entwicklung<br />
begründet sich besonders auf Beschäftigungszuwächsen<br />
z.B. im Bereich der<br />
freiberuflichen, wissenschaftlichen<br />
und technischen Dienstleistungen, im<br />
Bereich Erziehung und Unterricht sowie<br />
im Gastgewerbe.<br />
Im Jahr 1996 begann die kundenorientierte<br />
Wirtschaftsförderung des Landkreises<br />
Bamberg mit dem Ziel, einen systematischen<br />
Dialog mit der Wirtschaft<br />
aufzubauen. In ihrer Arbeit geht sie<br />
strukturiert und gezielt auf die Unternehmen<br />
der Region zu. Um die eigenen<br />
Leistungen zu optimieren wird seit 2002<br />
regelmäßig eine Unternehmensbefragung<br />
in Auftrag gegeben. Die steigende<br />
Premier-Kommune <strong>2018</strong><br />
Rücklaufquote, positive Rückmeldungen<br />
der Betriebe und die gewonnenen Daten<br />
ermöglichen, Serviceangebote noch<br />
gezielter zu entwickeln und zu kommunizieren.<br />
Schwerpunkte der letzten<br />
Befragung 2017 bildeten die Standortanalyse,<br />
die regionale Entwicklungsstrategie<br />
sowie Qualitäts- und Kontaktmanagement.<br />
Um den Transfer von Wissenschaft<br />
und Wirtschaft zu fördern, bietet die<br />
Wirtschaftsförderung gemeinsam mit<br />
der Otto-Friedrich-Universität Bamberg<br />
eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel<br />
‚KMUni‘ an. Diese Schnittstelle unterstützt<br />
den intellektuellen und praxisrelevanten<br />
Input und sorgt damit zugleich<br />
für die Bildung informeller Netzwerke.<br />
Die Zahl der Gewerbeanmeldungen hält<br />
sich in der Region Bamberg auf einem<br />
konstant hohen Niveau.<br />
Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg<br />
(13.000 Studierende) sowie weiterführende<br />
Schulen und Einrichtungen<br />
der beruflichen Bildung mit vielfältigen<br />
Weiterbildungsangeboten bringen qualifizierte<br />
Fachkräfte hervor und sichern<br />
so die Zukunftsfähigkeit der gesamten<br />
Region. 60% der sozialversicherungspflichtig<br />
Beschäftigten sind Fachkräfte,<br />
12% sogar Spezialisten und weitere 12%<br />
Experten. Die zentrale Idee bei der Förderung<br />
des Mittelstandes ist es, möglichst<br />
nahe am Unternehmen zu sein und die<br />
Unternehmen persönlich in allen Entwicklungsphasen<br />
zu unterstützen. Neu<br />
ist der Fokus auf die Gesundheitswirtschaft<br />
und die für 2019 geplante Eröffnung<br />
des Digitalen Gründerzentrums.<br />
In Stadt und Landkreis Bamberg wird<br />
nicht nur geredet, sondern gehandelt.<br />
So finden Geschichte, Kultur, Wirtschaft<br />
und Lebensqualität zu beeindruckender<br />
Harmonie. Die Wirtschaftsförderungen<br />
von Stadt und Landkreis sorgen dafür,<br />
dass sich Unternehmen am Standort<br />
wohl und willkommen fühlen. Dabei<br />
arbeiten Stadt und Landkreis abgestimmt<br />
und Hand in Hand.<br />
Aus all diesen Gründen wird der Sonderpreis<br />
„Premier-Kommune“ dieses Jahr<br />
erstmals doppelt verliehen: An Stadt und<br />
Landkreis Bamberg für die nachgewiesenermaßen<br />
konstant hervorragende<br />
mittelstandsorientierte Wirtschaftsförderung.<br />
Die Stadt Bamberg und die Wirtschaftsförderung<br />
Landkreis Bamberg<br />
wurden seit 2014 durchgehend für den<br />
Großen Preis des Mittelstandes nominiert,<br />
2015 konnten sie die Auszeichnung als<br />
Kommune des Jahres entgegen nehmen.<br />
Nominiert wurde das Duo in diesem Jahr<br />
durch IMBEMA Consult GmbH und Centron<br />
GmbH. ó
Premier-Finalisten <strong>2018</strong><br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
22<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
EDEKA Ernst<br />
66482 Zweibrücken<br />
EDEKA Ernst Zweibrücken,<br />
Dieter Ernst, Geschäftsführer<br />
Einsatz für die Heimatstadt<br />
Als moderne Einkaufsmärkte bieten die<br />
beiden Standorte von EDEKA Ernst im<br />
Hildegard-Center Zweibrücken und in<br />
Niederauerbach alles für den täglichen<br />
Bedarf ihrer Kunden. Neben den üblichen<br />
Produkten setzt das Unternehmen<br />
ganz auf ein innovatives Sortiment und<br />
erschließt sich neue Zielkunden. Waren<br />
für vegan lebende Menschen und Allergiker<br />
ergänzen das Sortiment ebenso<br />
wie Halal-Produkte, die nach islamischem<br />
Glauben zulässig sind. Ernährungs-,<br />
Rezept- und Weinberatung sowie<br />
ein Geschenk- und Verpackungsservice<br />
runden das Angebot<br />
ab. Ganz dem generationenfreundlichen<br />
Einkaufen<br />
verschrieben, bieten<br />
die Märkte zudem<br />
spezielle Einkaufswagen<br />
für Rollstuhlfahrer<br />
sowie solche<br />
mit integrierter Sitzgelegenheit<br />
an.<br />
Besonderen<br />
Wert legt EDEKA<br />
Ernst auf die Unterstützung<br />
regionaler<br />
Jungunternehmer.<br />
So konnte das Angebot<br />
in den letzten<br />
Jahren beispielsweise<br />
um Produkte von Piranja Cola,<br />
Stugge Bier Winterbach, Kartoffelhof<br />
Bößhar oder der Kaffeerösterei Huber<br />
Pirmasens erweitert werden. Darüber<br />
hinaus werden Bezahlfunktionen per<br />
Funk, Handy und der EDEKA-App bis hin<br />
zu kostenfreiem Kunden-WLAN angeboten.<br />
Die seit Jahren stabile Umsatzsteigerung<br />
gibt dem Erfolgskonzept Recht.<br />
Im laufenden Jahr sind mit einer im Vergleich<br />
zum Vorjahr fast vervierfachten<br />
Investitionssumme weitere Neuerungen<br />
im Warenwirtschafts- und Kassensystem,<br />
neue Leergutautomaten, Einkaufsboxen<br />
und -wagen sowie die Erneuerung<br />
des Eingangsbereichs geplant.<br />
Die derzeit 98 Mitarbeiter und zehn<br />
Auszubildenden profitieren von der familiären<br />
und teamorientierten Prägung im<br />
Unternehmen. Beispielweise erhalten<br />
junge, alleinerziehende Eltern bereits<br />
während der Ausbildung die Möglichkeit<br />
zur Teilzeitarbeit. Seit 2017 beschäftigt<br />
EDEKA Ernst keine Aushilfskräfte mehr<br />
und bietet seinen Angestellten neben<br />
Weihnachts- und Urlaubsgeld ein persönliches<br />
Geburtstagsgeschenk sowie<br />
ergebnisorientierte Prämienzahlungen.<br />
Neben gemeinsamen Firmenausflügen<br />
werden auch Erfolge zusammen<br />
gefeiert: Anlässlich der Auszeichnung<br />
zum „Finalisten“ 2015 beim „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“ richtete EDEKA<br />
Ernst einen Dankeschön-Brunch für alle<br />
Mitarbeiter aus. Das Engagement von<br />
EDEKA Ernst in der Region ist vielfältig<br />
und reicht von Spenden für den Tierschutzverein<br />
Zweibrücken und die örtliche<br />
Stadt- bzw. Jugendbücherei bis hin<br />
zur Unterstützung von Theatervereinen,<br />
den Landfrauen, Schulfesten und der<br />
Feuerwehr. Als Hauptsponsor des Fußballvereins<br />
TSC Zweibrücken konnte das<br />
Unternehmen 2016 den „EDEKA-Ernst-<br />
Park“ eröffnen. Für die Aktion „Inklusion“<br />
des VB Zweibrücken übernahm es das<br />
Sponsoring der gesamten Verpflegung.<br />
Alle Vereine der Umgebung erhalten<br />
die Möglichkeit, Waren für ihre Sportveranstaltungen<br />
zu Sonderkonditionen<br />
zu erwerben. Ebenso erhält die örtliche<br />
Tafel regelmäßig Lebensmittelspenden.<br />
Preisträger<br />
2017<br />
99974 MÜHLHAUSEN<br />
Langensalzaer Landstr. 39<br />
Tel.: (03601) 433-3<br />
Fax: (03601) 433-555<br />
99091 ERFURT<br />
Alte Mittelhäuser Str. 15<br />
Tel.: (0361) 7 30 31-0<br />
Fax: (0361) 7 30 31-18<br />
98544 ZELLA-MEHLIS<br />
Gewerbestr. 2<br />
Tel.: (03682) 45 99-0<br />
Fax: (03682) 45 99-22<br />
07751 JENA Zöllnitz<br />
Stadtrodaer Landstr. 3<br />
Tel.: (03641) 62 05 24<br />
Fax: (03641) 62 05 26<br />
34260 KASSEL-Kaufungen<br />
Industriestraße 14<br />
Tel.: (05605) 30 51-0<br />
Fax: (05605) 30 51-25<br />
95030 HOF<br />
An der Hohensaas 3<br />
Tel.: (09281) 7 69 15-0<br />
Fax: (09281) 6 27 09<br />
99819 EISENACH-Krauthausen<br />
Am Marktrasen 2<br />
Tel.: (03691) 7 25 81-0<br />
Fax: (03691) 7 25 81-26<br />
99734 NORDHAUSEN<br />
Herforder Str. 96<br />
Tel.: (03631) 61 56 10<br />
Fax: (03631) 60 01 24
AKTENLAGERUNG...<br />
AKTENDIGITALISIERUNG...<br />
ARCHIV-OUTSOURCING...<br />
EDEKA Ernst<br />
wurde zum 4. Mal<br />
seit 2015 jedes Jahr<br />
für den „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“<br />
nominiert. 2015<br />
erhielt das Unternehmen<br />
die Auszeichnung<br />
als „Finalist“,<br />
2016 war es „Preisträger“<br />
und erhielt<br />
die „Ehrenplakette“.<br />
Nominiert wurde es<br />
in diesem Jahr durch<br />
die Stadt Zweibrücken.<br />
ó<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Lager 3000 GmbH<br />
26215 Wiefelstede<br />
Lager 3000 GmbH,<br />
(v.l.) Heinz Riemer, Gründer und Oliver Riemer, Geschäftsführer<br />
Der Alleskönner unter den<br />
Aktenarchiven<br />
Das Logistikunternehmen LAGER 3000<br />
GmbH aus Wiefelstede bietet alle denkbaren<br />
Dienstleistungen des modernen<br />
Archivmanagements. Beim Unternehmensschwerpunkt,<br />
der DV-gestützten<br />
Aktenarchivierung und Aktenlagerung<br />
in Stahlsicherheitsboxen, bleiben keine<br />
Kundenwünsche offen. Ob Digitalisierung,<br />
zertifizierte Aktenvernichtung,<br />
Mengenerfassung, Logistik, elektronische<br />
Erfassung und Registrierung,<br />
barcodegestützte Einlagerung oder<br />
ordnungsgemäße Vernichtung nach<br />
neuesten Sicherheitsstufen – Lager<br />
3000 wird seiner Philosophie „Alles aus<br />
einer Hand“ mehr als gerecht.<br />
Besonders erwähnenswert ist die<br />
sogenannte hybride Aktenführung von<br />
Lager 3000. Als Mischform ergänzt<br />
sie das Angebot aus konventioneller<br />
Aktenführung in Papierform und der<br />
rein elektronischen Aktenführung. Bei<br />
der hybriden Aktenführung werden nur<br />
die zeitlich oder inhaltlich beschränkten<br />
Aktenteile eingescannt und über ein<br />
spezielles, gut gesichertes Internetportal<br />
zur Verfügung gestellt, während die<br />
gesamte Akte in herkömmlicher Papierform<br />
gelagert wird. Außerdem verfügt<br />
Lager 3000 dank seiner umfassenden<br />
Softwareentwicklungen über das firmeneigene<br />
Programm Archiv3000, das über<br />
die Jahre zu einem äußerst umfangreichen<br />
Mittel zur Verwaltung von Akten<br />
und Prozessen geworden ist.<br />
Das breite Portfolio kombiniert mit<br />
über einem Jahrzehnt Erfahrung locken<br />
zahlreiche namhafte Kunden wie Landesbanken,<br />
Versicherungen, Großfirmen<br />
und große öffentliche Einrichtungen. Für<br />
eine norddeutsche Regionalbank mit<br />
mehr als 170 Filialen hat LAGER 3000<br />
beispielsweise 60 Millionen Seiten eingescannt<br />
und archiviert, die Akteneinlagerung<br />
übernommen sowie die digitale<br />
Kredit-Akte eingeführt.<br />
Durch sein kontinuierliches Wachstum<br />
kann LAGER 3000 stetig neue<br />
Arbeitsplätze generieren und beschäftigt<br />
heute siebzig Mitarbeiter und fünf<br />
Auszubildende – ein gutes Drittel mehr<br />
als noch 2012. Zudem helfen besonders<br />
in der Ferienzeit bis zu zehn Werkstudenten<br />
im Unternehmen aus und ermöglichen<br />
den festangestellten Mitarbeitern<br />
auf diese Weise mehr Freiraum in ihren<br />
Urlaubsplanungen. In den kaufmännischen<br />
sowie lagerspezifischen Bereichen<br />
ermöglicht LAGER 3000 ganzjährig Praktika.<br />
Interne Schulungsmaßnahmen wie<br />
Telefontraining oder Staplerfahrerausbildung<br />
sowie externe Mitarbeiterweiterbildungen,<br />
etwa zum Datenschutzbeauftragten<br />
oder Sicherheitsbeauftragten,<br />
gehören für das Unternehmen schon<br />
seit Jahren zum Standard.<br />
Außerdem lässt LAGER 3000 regelmäßig<br />
Kinderherzen höherschlagen.<br />
Umliegende Kindergärten besuchen das<br />
Unternehmen, die Kinder freuen sich<br />
über Gabelstaplerfahrten und staunen<br />
über die Großscanner, die 12.000 Scans<br />
pro Stunde schaffen. Bei Betriebsführungen<br />
für Berufsschüler und andere<br />
Interessierte wirbt LAGER 3000 zudem<br />
fortlaufend für das papierlose Büro,<br />
Eigenständige Brandabschnitte.<br />
Feuer im Container erlischt<br />
aufgrund Sauerstoffmangels.<br />
Schutz durch wasserdichte aber<br />
atmungsaktive Konstruktion.<br />
Schutz vor Licht und Staub.<br />
Profitieren Sie von der Erfahrung zahlloser<br />
Projekte in den Bereichen Archivoutsourcing<br />
und Aktendigitalisierung,<br />
die LAGER 3000 bereits durchgeführt hat.<br />
Zahlreiche Banken, Sparkassen, Behörden,<br />
Gerichte, Versicherungen sowie<br />
Handels- und Industriekunden sehen<br />
in LAGER 3000 ihre effiziente, kostengünstige<br />
und sichere „externe Fachabteilung“<br />
für das moderne Archivmanagement.<br />
Die Lagerung der Akten erfolgt ausschließlich<br />
in gesicherten Überseecontainern,<br />
die sich in hochgesicherten<br />
Hallen befinden. In den Containern<br />
sind die Akten hervorragend vor<br />
Wasser- und Brandschäden geschützt.<br />
Bei Bedarf können die<br />
Einheiten zusätzlich<br />
klimatisiert werden.<br />
Das gesamte Lager<br />
ist videoüberwacht,<br />
jeder Container<br />
elektronisch<br />
gesichert.<br />
WWW.LAGER3000.DE<br />
TEL. 04402 / 98 3000
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
24<br />
indem es zeigt, wie der Papierverbrauch<br />
praktisch auf nahezu Null gesenkt werden<br />
kann. So leistet das Unternehmen<br />
einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen<br />
Umgang mit Ressourcen.<br />
Die LAGER 3000 GmbH unterstützt<br />
neben Kindergärten und Schulen der<br />
Umgebung auch die Hilfe für krebskranke<br />
und behinderte Kinder im<br />
Ammerland e. V. sowie weitere wohltätige,<br />
aber auch künstlerische Organisationen<br />
und Sportvereine mit Spenden.<br />
Gemeinsam mit einem Partner aus der<br />
Sozialarbeit organisiert das Unternehmen<br />
Betriebspraktika für Menschen mit<br />
Behinderungen mit dem Ziel, solche Mitarbeiter<br />
langfristig in das Unternehmen<br />
zu integrieren. So konnte LAGER 3000<br />
bis heute schon zwei neue Angestellte<br />
unbefristet in das Team einbinden.<br />
Die LAGER 3000 GmbH wurde zum<br />
vierten Mal für den Wettbewerb nominiert,<br />
in diesem Jahr von verschiedenen<br />
Experten. 2015 wurde das Unternehmen<br />
Finalist, 2016 wurde es Preisträger und<br />
mit einer Ehrenplakette ausgezeichnet. ó<br />
Hanse Haus GmbH & Co. KG<br />
97789 Oberleichtersbach<br />
Deutschlands fairster Fertighaushersteller<br />
kommt aus Bayern<br />
Die Hanse Haus GmbH & Co. KG hat<br />
sich auf den Bau von Häusern in Holztafelbauweise<br />
spezialisiert. Das Unternehmen<br />
besticht mit seiner beachtlichen<br />
Fertigungstiefe und hohen Produktqualität.<br />
Dies wissen auch die Kunden von<br />
Hanse Haus zu schätzen. Die Anzahl der<br />
ausgelieferten Häuser steigt stetig. So<br />
wurden im vergangenen Jahr 573 Häuser<br />
gefertigt, was ein Plus von 14 Prozent<br />
zum Vorjahr bedeutet. Alle zum Hausbau<br />
notwendigen Gewerke werden innerhalb<br />
des Unternehmens durch eigenes Personal<br />
abgedeckt. Auch Ausbildungsstellen<br />
werden fortlaufend für jeden Teilbereich<br />
zur Verfügung gestellt, um langfristig die<br />
hohe Qualität, für die das Unternehmen<br />
steht, zu halten und dem Fachkräftemangel<br />
entgegenzuwirken.<br />
Nicht nur in Deutschland hat<br />
sich das Unternehmen einen Namen<br />
gemacht. Auch in der Schweiz sowie in<br />
Großbritannien und Irland sind Häuser<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Hanse Haus GmbH & Co. KG, Marco Hammer, Geschäftsführer,<br />
Petra Tröger, Vorstand Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
der Hanse Haus GmbH & Co. KG sehr<br />
gefragt – Tendenz steigend. Als Unterstreichung<br />
der erstklassigen Position<br />
am Markt wurde das Unternehmen im<br />
letzten Jahr bereits zum fünften Mal<br />
in Folge mit der Spitzenreiterposition<br />
„Deutschlands fairster Fertighaushersteller“<br />
durch die Zeitschrift Focus Money<br />
ausgezeichnet. Damit verteidigt das<br />
Unternehmen aus Oberleichtersbach<br />
seine Position als einer der drei besten<br />
deutschen Fertighausanbieter. Eine<br />
Besonderheit des Unternehmens ist<br />
zudem der Bau von Häusern mit dem<br />
Nachhaltigkeitsstatus „Gold“ ab der<br />
Ausbaustufe „Fast Fertig“, der von der<br />
Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges<br />
Bauen vergeben wird. Im letzten<br />
Jahr stellte die Hanse Haus GmbH &<br />
Co. KG das erste Musterhaus mit dem<br />
Status Nachhaltigkeitsstatus „Platin“ als<br />
höchstmögliches Zertifikat in Fellbach<br />
fertig. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal<br />
ist die Listung des Unternehmens<br />
im Verzeichnis der bayrischen Polizei.<br />
Als einziger geprüfter und zertifizierter<br />
Fertighaushersteller verwendet es einbruchshemmende<br />
Fenster und Fassaden,<br />
um dem großen Sicherheitsbedürfnis<br />
zukünftiger Hauseigentümer gerecht<br />
zu werden. Ein weiteres Maximum, das<br />
Häuser der Hanse Haus GmbH & Co.<br />
KG erreichen, ist die höchste KfW-Förderstufe<br />
für Neubauten in Verbindung<br />
mit Photovoltaik- und Batteriespeicherlösungen.<br />
Um weiterhin seine starke Position<br />
am Markt zu halten bzw. sukzessive weiter<br />
auszubauen, pflegt das Unternehmen<br />
Kooperationen, die dem Wissenstransfer<br />
und dem Austausch sowie zur<br />
Gewinnung von zukünftigem Personal<br />
dem Recruting dienen. Wichtige Kooperationspartner<br />
sind dabei beispielsweise<br />
der Bundesverband Deutscher Fertigbau,<br />
die Hochschule in München, die Fachhochschule<br />
Rosenheim sowie die Bauhausuniversität<br />
Weimar und der Landkreis<br />
Bad Kissingen.<br />
Einen großen Stellenwert hat die<br />
Personalpolitik innerhalb der Hanse<br />
Haus GmbH & Co. KG. Das Ziel dabei<br />
ist, die insgesamt 650 Mitarbeiter sowie<br />
die 52 Auszubildenden der unterschiedlichen<br />
Gewerke langfristig an das Unternehmen<br />
zu binden und eine beiderseitige<br />
Perspektive zu schaffen. Daher<br />
ist es eines der ersten Unternehmen<br />
der Region, das seinen Mitarbeiter mit<br />
einem Lebensarbeitszeitkonto einen früheren<br />
Eintritt in die Altersrente oder<br />
Freistellungen für Sabbaticals, Weiterbildungen<br />
und Pflegeauszeiten ermöglicht.<br />
Gemeinsame Aktivitäten runden das<br />
Gemeinschaftliche ab. Des Weiteren bietet<br />
das Unternehmen derzeit 120 Stellen<br />
für Praktikanten und Werkstudenten an,<br />
um junge Menschen für eine Ausbildung<br />
in Handwerksberufen zu begeistern bzw.<br />
Studenten das Erlernen praktischer Skills<br />
zu ermöglichen.<br />
Soziales Engagement zeigt das<br />
Unternehmen unter anderem als<br />
Hauptsponsor des Stadtfestes Bad Brückenau<br />
sowie als Sponsor für verschiedene<br />
weitere Vereine, die sich dem Erhalt<br />
von Kultur und Volksfesten widmen.<br />
Die Hanse Haus GmbH & Co. KG<br />
wurde in diesem Jahr zum vierten Mal für<br />
den Großen Preis des Mittelstands vorgeschlagen.<br />
Nominiert wurde das Unternehmen<br />
von der IMBEMA Consult GmbH und<br />
dem Landkreis Bad Kissingen. ó<br />
caleg Schrank und Gehäusebau GmbH<br />
03205 Calau<br />
Erfolg durch Spezialanfertigungen<br />
Über mehrere Generationen hinweg<br />
ist die Gründer- und Eigentümerfamilie<br />
von caleg seit 1922 im Gehäusebau
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
caleg Schrank und Gehäusebau GmbH,<br />
(v.l) Dieter Lubert, Jacek Korszun, Geschäftsführer<br />
tätig. Mit der Neugründung der caleg<br />
Schrank und Gehäusebau GmbH 1990<br />
setzt sich eine jahrzehntelange Tradition<br />
mit neuer Spezialisierung auf den<br />
Sonderschaltschrankbau einschließlich<br />
Dienstleistungen wie Klimatisierung<br />
und Steuerungsbau fort. Von der Idee<br />
bis zum fertigen Produkt beliefert das<br />
Unternehmen Kunden aus dem Aufzugsund<br />
Fahrtreppenbau, der Bahntechnik<br />
oder den erneuerbaren Energien. Das<br />
Leistungsspektrum reicht vom Engineering<br />
über die Fertigung bis hin zur kundenspezifischen<br />
Endmontage. Neben<br />
der Blechkonstruktion und dem Gehäusebau<br />
mit mechanischer Vormontage,<br />
dem elektrischen Ausbau und der Kühlung<br />
bietet die hundertprozentige Tochterfirma<br />
im polnischen Lubsko seit 2016<br />
auch Kabelkonfektionierung an. Mit<br />
dem Slogan „Sonderlösungen sind unser<br />
Standard“ konnte sich das Unternehmen<br />
die deutsche Marktführerschaft im<br />
Sonderbau und auf dem Gebiet der weiteren<br />
Leistungen rund Schaltschrankgehäuse<br />
erarbeiten.<br />
<strong>2018</strong> steigerte die caleg Schrank und<br />
Gehäusebau GmbH die Anzahl ihrer Mitarbeiter<br />
im Vergleich zu den Vorjahren<br />
von 176 auf 216. Mit einer hundertprozentigen<br />
Übernahmegarantie für die<br />
derzeit 15 Auszubildenden sichert sie die<br />
künftige Personalstruktur. Teilzeitstellen<br />
für Eltern, die Einführung von Arbeitszeitkonten<br />
und seit 2010 Gleitarbeitszeiten<br />
in allen Bereichen des Unternehmens<br />
schaffen flexible Möglichkeiten<br />
und sorgen für eine positive Bindung<br />
zum Unternehmen.<br />
Zusätzlich werden durchschnittlich<br />
20 Stunden pro Jahr in die Weiterbildung<br />
jedes Mitarbeiters investiert.<br />
Das Angebot reicht von englischen<br />
Sprachschulungen für das technische<br />
und kaufmännische Personal bis hin zu<br />
Gesprächsführungstrainings für Gruppensprecher,<br />
Meister und Führungskräfte.<br />
Über ein Patenmodell werden<br />
künftige Führungskräfte aus den eigenen<br />
Reihen rekrutiert.<br />
Großen Wert legt das Unternehmen<br />
auf außergewöhnliche Aktivitäten<br />
seiner Mitarbeiter. Sowohl betriebsinterne<br />
Leistungen als auch ehrenamtliche<br />
Tätigkeiten in Feuerwehr, Ortschaftsrat<br />
oder Heimatverein werden in der<br />
monatlichen Firmenzeitschrift hervorgehoben<br />
und zum Jahresabschluss durch<br />
öffentliche Auszeichnungen gewürdigt.<br />
Seit ihrer Gründung veranstaltet die<br />
caleg Schrank und Gehäusebau GmbH<br />
zweimal jährlich Tage der offenen Tür,<br />
zu denen Familienangehörige, ehemalige<br />
Mitarbeiter und Interessierte aus<br />
der Umgebung willkommen sind. Das<br />
Unternehmen begleitet und unterstützt<br />
den firmeneigenen „Klub der Ehemaligen“<br />
mit derzeit 60 Mitgliedern.<br />
Darüber hinaus leistet das Unternehmen<br />
ein breitgefächertes Engagement<br />
in der Region. Hierzu gehören<br />
Sponsorentätigkeiten für Kindertagesstätten,<br />
die Freiwillige Feuerwehr, lokale<br />
Handball-, Fußball- und Radsportvereine,<br />
die Volkssolidarität und den Kegelverein<br />
Altdöbern sowie für den örtlichen Theaterverein<br />
und Chor. Zudem vergibt caleg<br />
Aufträge an Behindertenwerkstätten<br />
und Betriebe mit einem Volumen von<br />
etwa 500.000 Euro.<br />
Die caleg Schrank und Gehäusebau<br />
GmbH ist seit 2005 fast durchgehend<br />
für den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />
nominiert worden. 2008 war sie „Finalist“,<br />
2013 „Preisträger“ und 2016 erhielt sie<br />
die „Ehrenplakette“. Nominiert wurde das<br />
Unternehmen in diesem Jahr durch die<br />
Industrie- und Handelskammer Cottbus,<br />
den Landkreis Oberspreewald-Lausitz, die<br />
Stadt Calau und die Wirtschaftsmagnet<br />
GmbH. ó<br />
5 Mio. Gäste<br />
bringen wir täglich<br />
sicher ans Ziel.<br />
Denn Gehäuse der caleg-gruppe schützen<br />
Fahrgäste während Hochspannung aus der<br />
Fahrleitung in Betriebsspannung ihrer Straßen -<br />
bahn umgewandelt wird.<br />
Mit modernster, Ressourcen schonender<br />
Technik produziert, sorgen sie für eine<br />
saubere und sichere Zukunft.<br />
We protect hightech.<br />
www.caleg-gruppe.de
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
26<br />
Ehrenplaketten für beispielhafte<br />
Preisträger der Vorjahre<br />
In diesem Jahr wurden 235 Preisträger aus den Jahren 1995 bis 2017 zum<br />
Premier nominiert. Davon haben 110 die Jurystufe erreicht.<br />
Sieben davon wurden mit einer Ehrenplakette ausgezeichnet.<br />
AKOTHERM GmbH<br />
aus Bendorf in Rheinland-Pfalz.<br />
Preisträger 2013<br />
Aluminium-Profile fürs Haus<br />
AKOTHERM entwickelt und vertreibt<br />
Aluminium-Profilsysteme für Fenster,<br />
Türen, Fassaden und Wintergärten. Ein<br />
neues patentiertes Fassadensystem<br />
besticht durch seine optimale Wärmedämmung<br />
und Energieeffizienz und ist<br />
deshalb mittlerweile auch in Bauwerken<br />
in Vorderasien zu finden. Für die Weiterbildung<br />
der Mitarbeiter gibt es bei AKO-<br />
THERM GmbH ein zukunfts-orientiertes<br />
Personalentwicklungsprogramm. ó<br />
Globus Handelshof St. Wendel<br />
GmbH & Co. KG<br />
aus Rostock-Roggentin<br />
in Mecklenburg-Vorpommern,<br />
Preisträger 2014<br />
Lebensmittel im Großformat mit<br />
Engagement<br />
Als Lebensmittel-Einzelhandelsunternehmen<br />
bietet Globus Handelshof St.<br />
Wendel in Rostock regionale, hochwertige<br />
und gesunde Produkte zu einem<br />
erschwinglichen Preis. Die hauseigene<br />
Eisproduktion, Konditorei, Bäckerei und<br />
Metzgerei, die neukonzipierte Salat- und<br />
Dessertbar, eine gläserne Sushi-Manufaktur,<br />
ein WOK-Restaurant und eine<br />
offene Küche mit heißem Stein machen<br />
Einkaufen und Gastronomie hier zum<br />
Erlebnis. ó<br />
Lampenwelt GmbH<br />
aus Schlitz in Hessen<br />
Preisträger 2012<br />
Die richtige Leuchte entdecken<br />
2004 gegründet, ist Lampenwelt heute<br />
Europas größter und erfolgreichster<br />
Online-Fachmarkt für Lampen und<br />
Leuchten. Für 1,5 Millionen Kunden<br />
werden die circa 50.000 Produkte auf<br />
einer Fläche von 9.500 Quadratmetern<br />
mit 11.500 Palettenstellplätzen in bis zu<br />
10.000 Paketen täglich versendet. Die<br />
Zahl der Mitarbeiter stieg kontinuierlich<br />
auf über 300. Ein wahrer Hessen-Champion!<br />
ó<br />
knk Business Software AG<br />
aus Kiel in Schleswig-Holstein<br />
Preisträger 2015<br />
Hightech an der Kieler Förde<br />
Die knk Business Software AG entwickelt<br />
Software zur Optimierung von<br />
Geschäftsprozessen für rund 450 mittelständische<br />
Verlagsgruppen aus Europa,<br />
Nordamerika und Asien. Ihre Software<br />
ist die einzige von Microsoft zertifizierte<br />
Branchenlösung für das Verlagswesen<br />
weltweit. Jeder der 132 Mitarbeiter hat<br />
ein jährliches Weiterbildungsbudget in<br />
Höhe von 5.000 Euro. Mit der Senior-<br />
Junior-Beziehung wird bei knk das Prinzip<br />
des voneinander Lernens gelebt. ó<br />
VEINLAND GmbH<br />
aus Seddiner See OT Neuseddin<br />
in Brandenburg<br />
Preisträger 2015<br />
Vorreiter in der Schiffselektronik<br />
Die VEINLAND GmbH hilft Reedereien<br />
mit Soft- und Hardwarelösungen für die<br />
Elektronik auf Schiffen. Digitale, analoge,<br />
serielle, visuelle sowie auditive Daten<br />
SFW Schildauer Fleischund<br />
Wurstwaren GmbH<br />
Unsere regionaltypischen<br />
Spezialitäten:<br />
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(v.r.n.l.)<br />
AKOTHERM GmbH, Frank Schneider,<br />
Geschäftsführer;<br />
Globus Handelshof St. Wendel GmbH &<br />
Co. KG, Frank Meißler, Geschäftsführer;<br />
Lampenwelt GmbH, Andreas Rebmann,<br />
Geschäftsführer;<br />
knk Business Software AG,Knut Nicholas<br />
Krause, Geschäftsführer, Thomas Kasten,<br />
Kaufm. Leiter<br />
VEINLAND GmbH, Gerald Rynkowski,<br />
Geschäftsführer;<br />
Hotel Romantischer Winkel, Nora Oelkers<br />
und Josef Oelkers, Geschäftsführung;<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Peter Huber Kältemaschinenbau AG,<br />
Daniel Huber, Geschäftsführer<br />
aus dem Schiffsbetrieb werden erfasst<br />
und verarbeitet. Durch seine hohe Fertigungstiefe<br />
ist VEINLAND unabhängig<br />
von Zulieferern und wird dadurch<br />
jederzeit höchsten Qualitätsansprüchen<br />
gerecht. Das ständige Streben nach<br />
neuen Ideen ermöglicht Produktentwicklungen,<br />
die weltweit einzigartig<br />
sind. ó<br />
Hotel Romantischer Winkel<br />
aus Bad Sachsa in Niedersachsen<br />
Preisträger 2013<br />
Zuhause sein ist ein Gefühl<br />
Das ist das Motto für innovative Wellness<br />
und herzliche Gastfreundschaft im<br />
Südharz, im familiengeführten Hotel<br />
Romantischer Winkel. Die Gäste sind so<br />
begeistert, dass der Anteil der Stammgäste<br />
bei rund 60 Prozent liegt. Die Mitarbeiter,<br />
liebevoll „RoWianer“ genannt,<br />
genießen zahlreiche Vorteile und Boni<br />
über den hoteleigenen „RoWianer Club“.<br />
Das hauseigene BHKW spart jährlich<br />
rund 230 Tonnen Kohlendioxid ein. ó<br />
Peter Huber Kältemaschinenbau AG<br />
aus Offenburg in Baden-Württemberg<br />
Preisträger 2016<br />
Der Revolutionär der<br />
Temperiertechnologie<br />
Das 1968 gegründete Familienunternehmen<br />
zählt mit 330 Angestellten und<br />
50 Azubis durch ständige Innovationen<br />
zu den weltweit fortschrittlichsten<br />
Herstellern in der Temperiertechnolo-<br />
gie. Die Qualität ihrer Geräte wird auch<br />
höchsten Anforderungen wie extremen<br />
Temperaturen von -125 bis +425 Grad<br />
Celsius in Verbindung mit schnellen<br />
Temperaturwechseln gerecht. Weltweit<br />
führend sind zum Beispiel die „Unistat“-<br />
Technologie, die „Ministate“ und der<br />
„Rotostat“. ó<br />
Mittelständler sind Wertschöpfer und<br />
Steuerzahler:<br />
Diese sieben Unternehmen machten<br />
gemeinsam über 200 Millionen Euro<br />
Umsatz 2017 und führen jährlich mehr<br />
als 30 Millionen Euro an Umsatzsteuern,<br />
Ertragssteuern, Sozialabgaben und vielfältigen<br />
Gebühren an den Staat ab.<br />
27<br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
knkVerlag<br />
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Großer Preis des<br />
MITTELSTANDES
Junge Wirtschaft<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
28<br />
Flair Hotel Reuner<br />
158<strong>06</strong> Zossen<br />
Nachhaltigkeit, Bio und Regionalität<br />
Als seine Eltern Anfang der 90er Jahre<br />
erst eine Gaststätte und dann ein kleines<br />
Hotel aufbauten, war Daniel Reuner<br />
gerade 10 Jahre alt. 2012 übernahm er<br />
das Hotel von seinen Eltern. Seitdem<br />
verwirklicht er seine Idee: Ein schönes<br />
Hotel mit inzwischen 30 Zimmern und<br />
50 Restaurantplätzen, direkt am Naturschutzgebiet<br />
Prierowersee, mit einer<br />
regionalen saisonalen Küche, die fast<br />
alles selbst anbaut. Von Gurken, Paprika<br />
und Tomaten über Blumenkohl, Brokkoli<br />
und Kohlrabi bis hin zu Kürbissen und<br />
Zucchini ist alles dabei. Zum nachhaltigen<br />
Bio-Garten gehören auch noch eine<br />
Herde mit 50 Lämmern, Hühner und<br />
Kaninchen, die selbst geschlachtet und<br />
zu köstlichen Wurstwaren verarbeitet<br />
werden.<br />
Reuner hat Erfolg: Die Gästezahlen<br />
steigen, die Hauskapazität musste<br />
erweitert werden, 15 Mitarbeiter sind<br />
inzwischen beschäftigt. Mit dem<br />
Anspruch, die Vereinbarkeit von Familie<br />
und Beruf zu stärken, schafft er machbare<br />
Arbeitszeitkonzepte.<br />
Die unternehmerische<br />
Weiterentwicklung<br />
stützt<br />
sich auf die Förderung<br />
des einzelnen<br />
Mitarbeiters und<br />
Durchführung eigener<br />
Weiterbildungsmaßnahmen,<br />
wie<br />
Weinschulungen<br />
oder Einblicke in<br />
die Wurstproduktion oder Obst- und<br />
Gemüseverarbeitung. Jeder Mitarbeiter<br />
bekommt Verantwortung übertragen<br />
und wird in alle Aufgaben seines Bereiches<br />
eingearbeitet. So bekommt alles<br />
eine Selbstständigkeit, die durch die<br />
Unternehmensführung dann nur regelmäßig<br />
kontrolliert wird.<br />
Daniel Reuner ist mit Herz und Seele<br />
Gastwirt. Netzwerken liegt ihm im Blut.<br />
Trotz seiner 7-Tage-Woche und der Familie<br />
mit zwei Kindern gründete er des-<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Flair Hotel Reuner,<br />
Daniel Reuner, Inhaber<br />
halb mit Gleichgesinnten den Business<br />
Clubs Teltow-Fläming. Er ist im Vorstand<br />
der Flair Hotels e.V. und er wurde als<br />
Vizepräsident im DEHOGA Brandenburg<br />
gewählt.<br />
Daniel Reuners großes Thema ist die<br />
Nachhaltigkeit. Deshalb bietet er mit<br />
dem Wohnwagon „Frieda“ das bislang<br />
erste autarke Hotelzimmer Deutschlands<br />
an, das sich dank Bio-Toilette, Photovoltaik-Anlage<br />
und Wasserkreislaufsystem<br />
autark selbst versorgt. ó<br />
Nachwuchsentwicklung<br />
Schachstiftung GK g GmbH<br />
04425 Taucha<br />
Kinderschach für Deutschland<br />
Dr. Gerhard Köhler übernahm 2003 das<br />
Fotogroßlabor ORWO aus der Insolvenzverwaltung,<br />
führte die ORWO Net GmbH<br />
ins digitale Zeitalter und verzehnfachte<br />
die Mitarbeiteranzahl auf über 300.<br />
2009 wurde er als Preisträger „Großer<br />
Preis des Mittelstandes“ und 2013 als<br />
Premier ausgezeichnet.<br />
Seine große Liebe ist das Schachspiel.<br />
Er wurde 2016 Schachweltmeister<br />
der Amateure in der Wertungsgruppe A.<br />
Bereits 2013 hatte er den Verein „Kinderschach<br />
in Deutschland“ gegründet. Im<br />
August 2016 kam die Schachstiftung GK<br />
gGmbH dazu.<br />
Weil das Schachspiel Konzentration<br />
und vernetztes Denken, Ruhe und<br />
Rationalität fördert und Kinder lernen,<br />
mit Normen und Regeln sowie mit Sieg<br />
und Niederlage umzugehen, verbessert<br />
es die frühkindliche Bildung die Chancengerechtigkeit<br />
verbessert und beugt<br />
digitaler Demenz vor. Und da das Brettspiel<br />
keine Sprache<br />
braucht, werden<br />
auch Integration<br />
und Inklusion befördert.<br />
Gerade Kinder<br />
aus sozialen Brennpunkten<br />
profitieren<br />
dabei überdurchschnittlich.<br />
Deshalb will die<br />
Schachstiftung GK<br />
gGmbH das Schachspiel<br />
als Bestandteil<br />
der vorschulischen Bildung in ganz<br />
Deutschland verankern. Dafür wird Kitas<br />
ein Komplettpaket zum Nulltarif angeboten.<br />
Die Erzieher werden vor Ort von<br />
einem Schachverein ganzheitlich an das<br />
Thema herangeführt und erhalten ein<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
standardisiertes „Kinderschach-Komplettpaket“<br />
mit Anleitungsmaterialien<br />
und einem mehrteiligen kindgerechten<br />
Schachset mit einer Vielzahl von Schachbrettern,<br />
Figuren und Schachspielzeug.<br />
Die einzigartige Methodik wurde bisher<br />
Schachstiftung GK gGmbH,<br />
Dr. Gerhard Köhler, Geschäftsführender Gesellschafter<br />
bereits erfolgreich in 475 Kitas aus neun<br />
Bundesländern umgesetzt. 650 Erzieherinnen<br />
und Erzieher wurden geschult<br />
und 15.000 Kinder wurden erreicht. Da<br />
eine Erzieherin in 30 Arbeitsjahren über<br />
1.000 Kinder erreicht, ist das Projekt in<br />
besonderer Weise nachhaltig. Um in den<br />
nächsten zehn bis zwölf Jahren jeden<br />
zweiten der rund 50.000 Kindergärten<br />
in Deutschland zu erreichen, werden insgesamt<br />
25 Millionen Euro Sponsor- und<br />
Fördergelder benötigt. ó
Mittelstands-<br />
Buch <strong>2018</strong><br />
Rolf Westermann<br />
Der Tag der Entscheidung<br />
Verlag: Matthaes Verlag, 2017, ISBN 10:<br />
3875153146 / ISBN 13: 9783875153149<br />
Das Buch „Der Tag der Entscheidung“<br />
porträtiert 14 Branchengrößen der<br />
Hotellerie. Westermann fragt nach den<br />
ganz persönlichen Geschichten hinter<br />
den großen Marken und Namen. Er lässt<br />
die Protagonisten offenbaren, was sie<br />
antreibt. Er hinterfragt, wo ihre Entscheidungsfähigkeit<br />
und Zielstrebigkeit<br />
herkommt. Er skizziert die Lebenswege<br />
der Hoteliers, und vor allem ihre Wendepunkte<br />
im Leben, ihre „Tage der Entscheidung“,<br />
mit allen, was davor und<br />
danach passierte.<br />
Westermann versteht es, dem Leser<br />
nicht mit der Unterschiedlichkeit der<br />
Protagonisten in Herkunft, Ausbildung,<br />
Lebensweg und Alltag zu faszinieren,<br />
sondern er beeindruckt mit der Themenführung<br />
zu den entscheidenden<br />
Gemeinsamkeiten: Jeder Einzelne hat<br />
sich seinem Ziel mit Haut und Haar verschrieben.<br />
Und jeder Einzelne liebt seine<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Kunden, seine Aufgabe, sein<br />
Werk.<br />
Gewöhnlich hat man<br />
es als Gast im Hotel mehr<br />
mit den Angestellten als mit<br />
dem Hotelier zu tun. Westermann<br />
gelingt es, dies<br />
umzukehren. Er bringt die<br />
Hoteliers dem Leser nahe<br />
und meistert das Kunststück,<br />
230 sowohl spannende als<br />
auch kurzweilige Seiten zu<br />
servieren. Man kann das<br />
Buch in einer Nacht komplett<br />
durchlesen. Man kann sich in einer<br />
ruhigen Stunde das eine oder andere<br />
Kapitel vornehmen. Oder man kann<br />
auch einfach darin blättern und wird auf<br />
jeder Seite von einer interessanten Stelle<br />
zum Weiterlesen angeregt. Alle diese<br />
Hoteliers sind Unternehmer. Sie sind<br />
verantwortlich. Sie handeln verantwortlich.<br />
Sie tragen die Konsequenzen ihrer<br />
Entscheidungen. Es ist imponierend, wie<br />
der Autor es versteht, dem Leser diese<br />
permanente Verantwortung und Verantwortlichkeit<br />
zu zeigen.<br />
Matthaes Verlag GmbH,<br />
Rolf Westermann, Chefredakteur AHGZ<br />
Es genügt eben nicht, eine Hotelfachschule<br />
zu besuchen oder BWL zu studieren.<br />
Man muss die Chancen, die das<br />
Leben bietet, erkennen, ergreifen, nicht<br />
mehr loslassen, und durch Nachhaltigkeit<br />
und Flexibilität das Beste daraus<br />
machen. Das kann man Management<br />
by Intuition nennen. Oder gesunden<br />
Menschenverstand. Oder Verantwortlichkeit.<br />
Die publizistische Leistung von<br />
Rolf Westermann wird mit dem Titel<br />
„Mittelstands-Buch <strong>2018</strong> der Oskar-Patzelt-Stiftung“<br />
gewürdigt. ó<br />
29<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
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inklusive After-Sales-Service und Logistik.<br />
2004 Finalist<br />
2005 Großer Preis des Mittelstandes<br />
2011 Ehrenplakette<br />
2012 Premier-Finalist<br />
<strong>2018</strong> Lebenswerk (Firmengründer)<br />
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Preisträger <strong>2018</strong> aus<br />
Baden-Württemberg<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
32<br />
AVAT Automation GmbH<br />
72072 Tübingen<br />
Gasmotoren und BHKWs<br />
perfekt gesteuert<br />
Die AVAT Automation GmbH ist mit<br />
100 Mitarbeitern auf die Entwicklung<br />
von Konzepten und Produkten für die<br />
Automations- und Steuerungstechnik<br />
von Energieversorgungsanlagen spezialisiert.<br />
Das Portfolio umfasst nahezu<br />
alle Bereiche vertikal integrierter Automationslösungen,<br />
angefangen bei Prozess-Leitsystemen<br />
bis hin zu Feldgeräten<br />
sowie umfangreichen produktanhängigen<br />
Leistungen. Weltweite Marktführerschaft<br />
hat das Unternehmen mit dem<br />
innovativen Motormanagementsystem<br />
für stationäre Gasmotoren inne. Der<br />
eigene Forschungs- und Entwicklungsbereich<br />
kooperiert mit der TU München,<br />
der Universität Karlsruhe und weiteren<br />
Hochschulen sowie mit global agierenden<br />
Ingenieurunternehmen.<br />
Das Tübinger Unternehmen erlangt<br />
dank seiner Smart-Energy-Lösungen Einzigartigkeit.<br />
Es bietet u. a. Energiekonzepte<br />
für Stadtquartiere in Verbindung<br />
mit e-Mobilität sowie die Steuerung von<br />
Blockheizkraftwerken über integrierte<br />
Automationslösungen zur Energieversorgung<br />
unter Einbeziehung erneuerbarer<br />
Energien an.<br />
Das Unternehmen konnte in der<br />
Vergangenheit mit weiteren Produktinnovationen<br />
punkten. So entwickelte es<br />
die Systemplattform openECS, mit der<br />
Kunden ihr eigenes Steuerungs-Knowhow<br />
aufbauen können und mittels Beratung<br />
sowie gezielten Entwicklerschulungen<br />
unterstützt werden. Mit dieser<br />
Plattform sind Steuerungslösungen für<br />
Motoren jeglichen Ausmaßes realisierbar.<br />
Weitere Projekte, die sich derzeit in<br />
der Realisierungsphase befinden, sind<br />
unter anderem eine modulare Steuerung,<br />
die höhere Wirkungsgrade und<br />
eine geringere Schadstoffemission bei<br />
kleineren Verbrennungsmotoren ermöglicht<br />
sowie Geräte und Leitsysteme zur<br />
Realisierung virtueller Kraftwerke.<br />
Das Unternehmen ist Industriepartner<br />
verschiedener Hochschulen und<br />
Universitäten, darunter die Hochschule<br />
Reutlingen. Mit großem Engagement<br />
unterstützt das Unternehmen Organisationen<br />
wie RockYourLife und Leita,<br />
die via Lerntandems Schüler aus einem<br />
sozial schwierigen Umfeld zum Schulabschluss<br />
verhelfen. ó<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
AVAT Automation GmbH,<br />
Dipl.-Ing. Frank Ganssloser, Geschäftsführer<br />
Metzgerei Nagel<br />
73340 Amstetten<br />
Immer etwas Neues<br />
Die Metzgerei Nagel ist ein regionaler<br />
Familienbetrieb in vierter Generation.<br />
Rund 200 Sorten Wurst, 220 küchenfertige<br />
Produkte sowie verschiedene<br />
Fleischprodukte gehören zum Sortiment.<br />
Vegetarische und vegane Wurstsorten<br />
runden das Angebot ab. Gerne experimentiert<br />
die Metzgerei Nagel mit saisonalen<br />
und regionalen Zutaten wie<br />
Bärlauch, Spargel, Wellness- und Heilkräutern.<br />
Bei der Entwicklung neuer<br />
Produkte kooperiert der Familienbetrieb<br />
zudem mit verschiedenen Gewürzfirmen,<br />
um neue Ideen zu erhalten. So entstanden<br />
beispielsweise eine WM-Grillwurst<br />
nach Hausrezeptur, Merguez-Würstchen,<br />
Feuerbratwürste, ein Schinken mit Kaffeearoma<br />
sowie eine Haselnuss- und<br />
eine Feuersteinsalami. Saisonale Produktkataloge<br />
für Ostern und Weihnachten<br />
ergänzen das Angebot. Die Metzgerei<br />
ist der erste zugelassene Betrieb nach<br />
EU-Recht im Alb-Donau-Kreis.<br />
Eine Besonderheit der Metzgerei<br />
ist die hauseigene Herstellung von<br />
Salami. Rund 20 verschiedene Sorten<br />
der Rohwurst, deren Produktion sehr<br />
anspruchsvoll ist, hat der Familienbetrieb<br />
im Sortiment. Dank der hohen Qualität<br />
der Salami und dem einzigartigen<br />
Geschmackserlebnis ist das Einzugsgebiet<br />
der Kunden sehr weit und umfasst<br />
das großräumige Gebiet zwischen Stuttgart<br />
und Ulm. Weitere<br />
Alleinstellungsmerkmale<br />
sind die<br />
verfeinerte Räucherung<br />
von Produkten<br />
und deren Verkauf<br />
in Vorverpackungen<br />
zur Erhöhung der<br />
Mindesthaltbarkeit,<br />
zur Reduzierung des<br />
Gewichtsverlusts<br />
sowie zur Verbesserung<br />
der Konsistenz.<br />
Die Metzgerei<br />
Nagel setzt sich<br />
für gesundes, regionales<br />
Essen für Kinder<br />
von der Krippe<br />
bis zur Schule ein.<br />
Regelmäßig wird frisches<br />
Obst für ein<br />
Projekt zur gesünderen<br />
Ernährung an<br />
einen Kindergarten gespendet. Er ist ein<br />
gern gesehener Partner bei Exklusiv-entwicklungen<br />
von Produkten für Veranstaltungen<br />
wie Blutwurstpralinen für die<br />
aktuelle Musical-Produktion „Dracula“.<br />
Um den Nachwuchs für das eigene<br />
Unternehmen zu sichern, bietet der<br />
Familienbetrieb Praktikanten die Möglichkeit,<br />
in den Beruf hineinzuschnuppern.<br />
ó<br />
Steinhauser GmbH<br />
88079 Kressbronn<br />
Feines vom Weinberg seit 1828<br />
Ein absolutes Muss für Genießer sind die<br />
Produkte der Steinhauser GmbH mit Sitz<br />
am Bodensee. Das Familienunternehmen,<br />
1828 gegründet, hat sich dem Obstanbau,<br />
der Herstellung von erlesenen<br />
Weinen und der Produktion von Likören,<br />
Edelbränden, Whisky, Spirituosen und<br />
Gin verschrieben. In seiner Region gilt<br />
das Unternehmen als Vorreiter, da es<br />
die erste Verschlussbrennerei am Bodensee<br />
war, den ersten Bodensee-Prosecco<br />
namens Kressecco herstellte und die<br />
erste Whisky-Brennerei betrieb. Des<br />
Weiteren brachte die Steinhauser GmbH<br />
2014 ihren SeeGin auf den Markt, der<br />
noch im gleichen Jahr den 1. Platz bei<br />
der größten internationalen Spirituosenprämiierung<br />
- der IWSC in London - holte<br />
und seither als weltbester Gin großes<br />
Ansehen genießt. Steinhauser war das<br />
erste deutsche Unternehmen, das die-
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Metzgerei Nagel,<br />
Marc Nagel, Geschäftsführer<br />
sen Sieg sein Eigen nennen durfte. Weitere<br />
Prämierungen waren Großes Gold<br />
beim ISW für den Likör „Alte Kirsche im<br />
Bourbonfass“ und Silber bei der IWSC für<br />
den Likör „Alte Himbeere im Portweinfass“.<br />
Die Spirituosen des Familienbetriebes<br />
werden insgesamt nach BIOLAND-<br />
Richtlinien hergestellt.<br />
Die Steinhauser GmbH unterhält<br />
den mit mehr als 500 Mitgliedern größten<br />
Whiskyclub Deutschlands und hat 57<br />
Marken patentrechtlich geschützt.<br />
Die Gewinnung von Nachwuchskräften<br />
liegt dem Familienunternehmen<br />
besonders am Herzen. So wurde durch<br />
die Steinhauser GmbH der erste Destillateur<br />
des süddeutschen Raumes ausgebildet.<br />
Auch die Ausbildung zum Weinküfer<br />
ist fest im Unternehmen verankert.<br />
Regionalität und Nachhaltigkeit<br />
sind ebenso wichtige Entscheidungsfaktoren<br />
des Unternehmens. So wird<br />
beispielsweise nur regionales Obst für<br />
die Herstellung der Produkte verwendet<br />
und der Kontakt zu externen Winzern<br />
und Obstbauern gepflegt. Der Familienbetrieb<br />
hat nicht nur für seine Mitarbeiter<br />
und Kooperationspartner das Herz<br />
am rechten Fleck. Regionale Vereine und<br />
Organisationen werden regelmäßig mit<br />
Spenden bedacht. ó<br />
Zedler-Gruppe<br />
71634 Ludwigsburg<br />
Fahrradtechnik mit Leidenschaft<br />
Die Zedler-Gruppe hat sich auf die Verbesserung<br />
der Sicherheit von Fahrrädern<br />
und Pedelecs spezialisiert und gilt als<br />
Antreiber des Fortschritts bei der Optimierung<br />
von Fahrrad- und Pedelecprüfanlagen<br />
und -systemen. Des Weiteren<br />
ist es externes Prüfunternehmen für<br />
Steinhauser GmbH,<br />
Martin Steinhauser, Geschäftsführer<br />
33<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Regionaler geht´s nicht!<br />
Über 100 Sorten Wurst und<br />
Schinken aus Amstetten<br />
Hauseigene Schlachtung<br />
und Produktion<br />
Regionale Lieferanten<br />
<strong>2018</strong><br />
Hersteller und für die Konzeption und<br />
Erstellung von Bedienungsanleitungen<br />
für Fahrräder und e-Bikes zuständig.<br />
Die erscheinen in mehr als 40 Sprachen<br />
und sind mehrfach als Testsieger der<br />
Stiftung Warentest hervorgingen. Die<br />
Erarbeitung von Schadensgutachten<br />
durch Dipl.-Ing. Dirk Zedler als öffentlich<br />
bestallter und vereidigter Sachverständiger<br />
für Gerichte in Deutschland<br />
und dem europäischen Ausland sowie<br />
die Veröffentlichung von Produktbewertungen<br />
in der Fachpresse runden das<br />
Portfolio ab, mit dem das Unternehmen<br />
weltweit einzigartig aufgestellt ist.<br />
Zur Abgrenzung der einzelnen<br />
Geschäftsfelder gliedert sich die Zedler-<br />
Gruppe in drei Tochterunternehmen:<br />
die Zedler – Institut für Fahrradtechnik<br />
und -sicherheit GmbH, die Gesellschaft<br />
der Fahrrad-Sachverständigen mbH und<br />
das Sachverständigenbüro für Fahrwww.metzgerei-nagel.eu
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
34<br />
Zedler – Institut für Fahrradtechnik und -Sicherheit GmbH,<br />
Dirk Zedler, Geschäftsführer<br />
radtechnik Zedler. Mehr als 850 Fahrradgutachten<br />
werden jährlich erstellt.<br />
Innerhalb der vergangenen vier Jahre<br />
hat das Unternehmen seinen Umsatz<br />
nahezu verdoppelt und das Eigenkapital<br />
um rund 25 Prozent gesteigert. Dies<br />
konnte unter anderem durch den Aufbau<br />
eines innovativen und einzigartig<br />
effizienten Prüflabors realisiert werden,<br />
das es ermöglicht, 24/7-Prüfdienstleistungen<br />
anzubieten und Wartezeiten zu<br />
vermeiden.<br />
Zedler unterhält eine Bildungspartnerschaft<br />
mit drei Schulen, für die eine<br />
Fahrradwerkstatt eingerichtet wurde.<br />
Das Ziel ist, sozial benachteiligten oder<br />
förderbedürftigen Kindern und Jugendlichen<br />
Unterstützung zu bieten. International<br />
engagiert sich das Unternehmen<br />
in Form von Spenden verschiedenster<br />
Art, darunter für das Projekt „Fahrräder<br />
für Afrika“, Greenpeace und Ärzte ohne<br />
Grenzen sowie für drei Patenkinder in<br />
Indien, Senegal und Ecuador. ó<br />
Bank des Jahres <strong>2018</strong><br />
Volksbank Stuttgart eG<br />
70174 Stuttgart<br />
Ein starker Partner in der Region<br />
Die 1865 als genossenschaftliche Gewerbebank<br />
in Waiblingen gegründete heutige<br />
Volksbank Stuttgart eG hat sich<br />
mit dem Motto „Meine Heimat. Meine<br />
Bank“ Heimatverbundenheit, Leistungsstärke,<br />
Mitgliederorientierung und Weltoffenheit<br />
auf die Fahnen geschrieben. Im<br />
Laufe ihrer Geschichte hat sie sich durch<br />
bis dato insgesamt 46 Fusionen in der<br />
Rems- und Neckarregion zur größten<br />
Volksbank Baden-Württembergs entwickelt.<br />
170.000 Mitglieder, 110 Geschäftsstellen<br />
mit 1.100 Beschäftigten und 53<br />
Auszubildenden sind der Beleg dafür.<br />
Die Bank betreut zurzeit Kundeneinlagen<br />
im Wert von 13 Mrd. Euro und hat<br />
selbst eine Bilanzsumme von 6,7 Mrd.<br />
Euro. Als leistungsstarke Universalbank<br />
in der Region Stuttgart sind viele mittelständische<br />
Unternehmen, oft seit deren<br />
Gründung beziehungsweise vielfach<br />
bereits in dritter Generation, Kunden der<br />
Bank. Ganz im Sinne der lokalen Wirtschaft<br />
unterstützt sie zudem mit ihrer<br />
Mittelstandsinitiative „RemsTalk“ die<br />
interkommunale Wirtschaftsförderung<br />
der großen Kreisstädte der Region sowie<br />
des Rems-Murr-Kreises und fördert die<br />
Standortpolitik der Region.<br />
Die Volksbank Stuttgart eG ist in<br />
einer der wirtschaftlich stärksten Metropolregionen<br />
Deutschlands zu Hause. Die<br />
Beschäftigung in der Region ist in den<br />
letzten Jahren deutlich angestiegen und<br />
liegt derzeit bei mehr als 1,2 Millionen<br />
sozialversicherungspflichtigen Beschäf-<br />
Wir verbessern das Leben von<br />
Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen<br />
Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen.<br />
Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />
an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />
Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />
In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />
Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />
den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />
Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />
PREISTRÄGER<br />
<strong>2018</strong><br />
Innovating<br />
special nutrition.
tigten, während die Arbeitslosenquote<br />
lediglich 3,4 Prozent beträgt und damit<br />
deutlich unter dem bundesweiten<br />
Durchschnitt angesiedelt ist. Dank dieser<br />
Entwicklung hat sich auch das Kreditvolumen<br />
„Mittelstand“ der Bank in<br />
den letzten fünf Jahren um mehr als<br />
25 Prozent erhöht. Die Anzahl gewerblicher<br />
Mittelstandskunden konnte das<br />
Unternehmen in den letzten vier Jahren<br />
sogar um 12,5 Prozent auf knapp 30.000<br />
steigern.<br />
Die Bank genießt bei ihren mittelständischen<br />
Kunden einen sehr guten<br />
Ruf. Das zeigen die Ergebnisse einer<br />
repräsentativen Umfrage, in der Faktoren<br />
wie Erreichbarkeit und Verfügbarkeit,<br />
Schnelligkeit bei der Bearbeitung<br />
und bei der Entscheidung sowie der<br />
Bewertung des gesellschaftlichen Engagements<br />
bewertet wurden. Auch die<br />
Freundlichkeit und das Engagement der<br />
Mitarbeiter, die Qualität der Arbeit, die<br />
Vertrauenswürdigkeit und das Einhalten<br />
von Versprechen, Transparenz und<br />
Verständlichkeit von Produkten sowie<br />
Zuverlässigkeit wurden<br />
durchweg mit<br />
„sehr gut“ bewertet.<br />
So wird die Bank<br />
auch gern von ihren<br />
Kunden weiterempfohlen.<br />
Die Volksbank<br />
Stuttgart eG wird<br />
regelmäßig in verschiedenen<br />
Bereichen<br />
ausgezeichnet.<br />
Beispielsweise für<br />
Beratungsqualität<br />
in Privat- und Firmenkundenberatung,<br />
im Private Banking,<br />
als TOP nationaler Arbeitgeber und<br />
als TOP Arbeitgeber im Schülerbarometer.<br />
In der Zukunft sollen die Partnerschaften<br />
der genossenschaftlichen<br />
Finanzgruppe zu Förderbanken, Stiftungen,<br />
Bausparkassen und anderen Kreditinstituten<br />
gestärkt und Netzwerke<br />
der Wirtschaft in der Region wie der<br />
„Bund der Selbstständigen“, „Handels-<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Volksbank Stuttgart eG, (v.l.) Michael Huppert, Andreas Haas,<br />
beide Generalbevollmächtigte<br />
und Gewerbeverein“, „Wirtschafts- und<br />
Industrievereinigung“ weiter ausgebaut<br />
werden. Darüber hinaus werden Mandate<br />
in neuen Bürgerstiftungen und in<br />
einer privaten Stiftung durch Vertreter<br />
der Bank aktiv ausgeübt.<br />
Die Volksbank Stuttgart eG wurde<br />
für den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />
nominiert durch Petra Hetzel, MITTEL-<br />
STANDSIMPULSE c/o BVMW Bundesverband<br />
mittelständische Wirtschaft. ó<br />
35<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Bank<br />
des Jahres<br />
sparkasse-saarbruecken.de<br />
Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />
der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />
Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />
„Bank des Jahres“.<br />
Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />
unseren innovativen Weg weiterzugehen.
Preisträger <strong>2018</strong> aus Bayern<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
32<br />
1. Bier- und Wohlfühlhotel<br />
Gut Riedelsbach GmbH & Co. KG<br />
94089 Neureichenau<br />
Bier, Wellness, Regionalität<br />
Das beschauliche Neureichenau im Bayerischen<br />
Wald ist dank der Familie Sitter<br />
weit über die Grenzen Bayerns hinaus<br />
bekannt. Was als kleiner Beherbergungsbetrieb<br />
in den 1950er Jahren begann, ist<br />
mit Hilfe fortgeführter Familientradition<br />
heute das weltweit 1. Bier- und Wohlfühlhotel<br />
Gut Riedelsbach. Hier dreht<br />
sich alles um Bier und Erholung. Das<br />
Hotel bietet neben einer eigenen Brauerei,<br />
einem Brauerei-Kulturmuseum und<br />
einem Bier-Erlebnisgarten auch einen<br />
1.000 qm großen Wellnessbereich mit<br />
einem neuen Wellnessturm.<br />
Bierfreunde kommen im Gut Riedelsbach<br />
voll auf ihre Kosten. Bernhard<br />
Sitter, der erste Diplom-Biersommelierwirt<br />
Deutschlands, sorgt zusammen mit<br />
seiner Familie und seinen 36 Vollzeitmitarbeitern,<br />
fünf Auszubildenden und<br />
vier Praktikanten dafür, dass sich die<br />
Gäste jederzeit wohl fühlen. In dem gayfriendly-Hotel<br />
kann neben exklusiven<br />
Themenzimmern wie Bierkuschelzimmer<br />
oder Braumeisterzimmer auch eine<br />
urige Bierhütte mit eigener Zapfanlage<br />
gewählt werden. Bei dieser einzigartigen<br />
Mischung aus der Expertise von<br />
mittlerweile drei Diplom-Biersommeliers<br />
und innovativen Ideen verwundert<br />
es nicht, dass die Medien seit vielen<br />
Jahren sehr oft über<br />
Bernhard Sitter und<br />
das Gut Riedelsbach<br />
berichten. Der<br />
Bier-Guru gastiert<br />
immer wieder in TV-<br />
Sendungen und ist<br />
zudem Preisrichter<br />
beim European Beer<br />
Star und beim World<br />
Beer Cup.<br />
Gemeinsam mit<br />
rund 25 Partnern,<br />
darunter acht Brauereien,<br />
bildet das 1.<br />
Bier- und Wohlfühlhotel<br />
Gut Riedelsbach<br />
eine Bierkulturregion,<br />
von der<br />
der ganze Bayerische<br />
Wald profitiert.<br />
Die Zukunft des Guts Riedelsbach ist<br />
gesichert. Bernhard Sitter Junior ist einer<br />
der Teamleiter der Europa-Miniköche<br />
und hat bis heute hunderte von Kindern<br />
für das Kochen begeistert. ó<br />
PIXIDA GmbH<br />
80805 München<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Innovative Beratung von morgen<br />
Die Münchner PIXIDA GmbH ist auf die<br />
qualitative Beratung für Technik und<br />
Forschung spezialisiert und feiert <strong>2018</strong><br />
1. Bier und Wohlfühlhotel Gut Riedelsbach GmbH & Co. KG,<br />
Bernhard Sitter und Petra Sitter, Inhaber<br />
ihr zehnjähriges Bestehen. In den Bereichen<br />
Vernetzung, Mobilität und Internet<br />
of Things (IoT)-basierte Anwendungen<br />
entwickeln die Fachleute des Unternehmens<br />
auch für komplexe technische Probleme<br />
passende Lösungen.<br />
Durch seine inzwischen drei ausländischen<br />
Tochterunternehmen in den<br />
USA, Brasilien und China ist das Beratungsunternehmen<br />
international stark<br />
vertreten.<br />
Als Technologiepartner von Amazon<br />
Web Services und neuerdings auch<br />
von OSRAM beteiligt sich PIXIDA an<br />
NEU!<br />
Wir sind eines der wenigen Hotels, die einen Textilbereich<br />
und eine textilfreie Wohlfühllandschaft anbieten.<br />
Wirtshaus<br />
Gut<br />
1. Bierund<br />
Wohlfühlhotel<br />
Brauerei<br />
Riedelsbach<br />
natürlich erleben! ★★★S<br />
FKK-Dachpool (34,9 °C)<br />
<strong>2018</strong><br />
für jeden<br />
Anlass - ob Geburtstag, Hochzeit,<br />
Jubiläum usw.<br />
Die Geschenkidee für jeden<br />
Gutscheine<br />
für den<br />
Wohlfühlbereich,<br />
Bierkulinarium, Speisen &<br />
Getränke und Übernachtungen.<br />
Gerne auch online!<br />
1. Bier- und Wohlfühlhotel<br />
Gut Riedelsbach GmbH & Co. KG<br />
Familie Bernhard u. Petra Sitter<br />
Gut Riedelsbach 12 · 94089 Neureichenau<br />
Telefon 08583/96040 · Telefax 08583/960413<br />
info@gut-riedelsbach.de · www.gut-riedelsbach.de
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Pixida GmbH,<br />
Panagiota Dimou, Geschäftsführerin<br />
zahlreichen Großprojekten. Um eigene<br />
Produkte zu entwickeln, gründete das<br />
Unternehmen 2016 seine Tochter PI<br />
Labs GmbH. Telematik-Lösungen in den<br />
Bereichen Usage Based Insurance oder<br />
Vehicle und Asset Tracking stehen hier<br />
im Fokus. Auf diese Weise erwirtschaftete<br />
die PIXIDA GmbH in den letzten<br />
Jahren stets eine Ertragssteigerung von<br />
rund 20 Prozent.<br />
Das Ingenieur-Beratungsunternehmen<br />
kümmert sich intensiv mit individuellen<br />
Weiterbildungsmaßnahmen<br />
um seine derzeit 170 Mitarbeiter. Da<br />
die Nachwuchsförderung eine wichtige<br />
Rolle einnimmt, beschäftigt das Unternehmen<br />
zusätzlich 14 Werkstudenten<br />
und Praktikanten, deren Anzahl weiter<br />
steigen soll. Im Mittelpunkt der Personalarbeit<br />
stehen Erfahrung und Weiterbildung.<br />
Leistungsboni, Expat-Programme,<br />
Seminare und Trainings. ó<br />
Arcobräu Gräfliches Brauhaus<br />
GmbH & Co. KG<br />
94554 Moos<br />
Biertradition seit 1567 in<br />
Familienhand<br />
Bereits seit 1567 existiert 20 km nordwestlich<br />
von Passau die durchweg<br />
familiengeführte Brauerei. Sie ist heute<br />
einer der Marktführer in Bayern und die<br />
am schnellste wachsende Brauerei in<br />
Deutschland. Sie hält die Marken- und<br />
Kostenführerschaft unter den Markenbierbrauereien.<br />
Mit Hefe aus eigener<br />
Reinzucht, dem allerbesten Hopfen aus<br />
der Hallertau und dem Brauwasser aus<br />
einem 96 Meter tiefen Mineralwasserbrunnen<br />
entstehen 15 Bierspezialitäten.<br />
Das Unternehmen verzichtet<br />
bewusst auf die Produktion von Bier-<br />
Mischgetränken. Mit der Monomarke<br />
„Mooser Liesl“ hat die Arcobräu die<br />
Arcobräu Gräfliches Brauhaus GmbH & Co.KG, Seine Hoheit<br />
Ulrich Graf von und zu Arco-Zinneberg und Holger Fichtel,<br />
Geschäftsführung<br />
erfolgreichste Markeneinführung im<br />
Hellbier-Segment innerhalb der letzten<br />
zehn Jahre geschafft. Das Unternehmen<br />
ist fest in der Region verwurzelt und<br />
folgt seinen selbstgesteckten Leitlinien:<br />
die Freiheit durch Unabhängigkeit von<br />
Konzernen, persönliche Verantwortung,<br />
einzigartige Vielfalt, höchste Qualität,<br />
saubere Umwelt, echte Tradition und<br />
gelebte Heimatverbundenheit.<br />
Mit der Veranstaltung eines eigenen<br />
Volksfestes, dem Mooser Pfingstfest, das<br />
mit rund 50.000 Besuchern zu einem<br />
der größten privat veranstalteten Feste<br />
in Niederbayern zählt, zeigt das Gräfliche<br />
Brauhaus seine besondere Verbundenheit<br />
und das Engagement für die<br />
Region. Regionales Engagement zeigt<br />
Arcobräu auf vielfältige Weise. So wurde<br />
mit dem „Mooser Liesl Preis“ ein Preis<br />
zur Förderung der Volksmusik in Niederbayern<br />
ins Leben gerufen. ó<br />
33<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
w w w . h e i m e r l - b a u . d e
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
34<br />
va-Q-tec AG<br />
97080 Würzburg<br />
va-Q-tec AG,<br />
Dr. Joachim Kuhn, Vorstandsvorsitzender<br />
Einzigartiges Prüfsystem weltweit<br />
Die va-Q-tec AG hat sich auf die Forschung,<br />
Entwicklung und Herstellung<br />
von Hochleistungsprodukten<br />
und -lösungen für die thermische Isolation<br />
spezialisiert. Zu den Produkten<br />
des Unternehmens gehören temperatursichere<br />
Container für medizinische<br />
Dienste, Dämmplatten für den Baubereich,<br />
thermische Verpackungsboxen<br />
sowie Vakuumisolationspaneele (VIP).<br />
Dem Unternehmen ist es möglich, die<br />
gesamte Wertschöpfungskette von der<br />
VIP-Entwicklung über die Herstellung<br />
und letztlich den Absatz auch in hochspezialisierten<br />
Branchen abzudecken.<br />
Transportboxen von va-Q-tec transportierten<br />
zum Beispiel Bilder Rembrandts<br />
oder die Himmelsscheibe von Nebra.<br />
va-Q-tec rief ein weltweit einzigartiges<br />
Prüfsystem des Vakuumniveaus, das<br />
„va-Q-check“ ins Leben und arbeitet mit<br />
Global Players wie Lufthansa, KLM oder<br />
Cathay zusammen und unterhält Partnerschaften<br />
zu internationalen Logistikunternehmen,.<br />
Die va-Q-tec AG hat Innerhalb der<br />
letzten vier Jahre die Belegschaft mehr<br />
als verdoppelt, Tendenz steigend. Der<br />
Ursprung der va-Q-tec AG liegt im universitären<br />
Bereich, bis zum heutigen Tag<br />
weren daher Studenten der Universität<br />
Würzburg unterstützt. ó<br />
Sontheim Industrie Elektronik GmbH<br />
87437 Kempten<br />
Weltmarktführer, Diagnosespezialist<br />
und Innovationstreiber moderner<br />
Soft- und Hardware<br />
Die Sontheim Industrie Elektronik GmbH<br />
hat sich auf die Entwicklung, Herstellung<br />
Sontheim Industrie Elektronik GmbH, (v.l.) Dipl.-Ing. Bruno<br />
Sontheim, Geschäftsführer, Frederico Sontheim, Prokurist<br />
und den Vertrieb moderner Soft- und<br />
Hardware auf Basis von Feldbus- und PC-<br />
Technik für den Sondermaschinenbau<br />
und die Nutzfahrzeugbranche spezialisiert.<br />
Die Sontheim Industrie Elektronik<br />
GmbH ist Weltmarktführer im Bereich<br />
der Interfacetechnik von Agrarfahrzeugen<br />
und Anbieter für Diagnosesysteme.<br />
Das Unternehmen gilt in der Branche<br />
als Innovationstreiber, u. a. durch<br />
das Modulare Diagnose-Tool, kurz MDT,<br />
einem modernen Autorensystem zur<br />
Entwicklung von Diagnose-Tools für<br />
Werkstätten in der ländlichen Nutzfahrzeugbranche.<br />
Des Weiteren wurde durch<br />
die Sontheim Industrie Elektronik GmbH<br />
das Steuergerät Comhawk für den Automobilmarkt<br />
etabliert.<br />
Dank hoher Qualität und stetiger<br />
Produktinnovationen konnte das Unternehmen<br />
seinen Umsatz fast und die<br />
Ertragsentwicklung innerhalb der letzten<br />
vier Jahre mehr als verdoppeln. ó<br />
Wir verbessern das Leben von<br />
Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen<br />
Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen.<br />
Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />
an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />
Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />
In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />
Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />
den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />
Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />
PREISTRÄGER<br />
<strong>2018</strong><br />
Innovating<br />
special nutrition.
Kommune<br />
des Jahres <strong>2018</strong><br />
Landkreis Ebersberg<br />
85560 Ebersberg<br />
Mit Service zum Erfolg<br />
Der Landkreis Ebersberg, östlich von<br />
München gelegen, zählt mit einer Fläche<br />
von 549 qkm und mehr als 140.000<br />
Einwohnern deutschlandweit zu den<br />
kleineren Landkreisen. Gleichwohl ist er<br />
von Focus Money für das Jahr 2017 zum<br />
Wirtschaftsstandort Nr. 1 in Deutschland<br />
gekürt und als erster bayerischer<br />
Landkreis mit dem RAL Gütezeichen als<br />
mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung<br />
zertifiziert worden.<br />
Über persönliche Ansprechpartner<br />
unterstützt das Landratsamt den Mittelstand<br />
aktiv und hilft bei Neugründungen.<br />
Schnelle Genehmigungsprozesse,<br />
transparente Strukturen und eine<br />
mittelstandsfreundliche Verwaltung<br />
sind die Grundpfeiler für den starken<br />
Wirtschaftsstandort. Die Anzahl der Ausbildungsabbrüche<br />
konnte im Handwerk<br />
auf nur noch<br />
vier Prozent verringert<br />
werden, im<br />
Gegensatz zu 30 bis<br />
33 Prozent im Bundesdurchschnitt.<br />
Als verlässlicher<br />
Partner für<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Landkreis Ebersberg, Brigitte Keller, Vertreterin des Landrates<br />
im Amt und Magdalena Föstl, Stellvertretende Landrätin<br />
die Unternehmen<br />
begleicht der Landkreis<br />
70 Prozent aller an ihn gestellten<br />
Rechnungen noch am Tag des Rechnungseingangs.<br />
Mitarbeiter des Landkreises<br />
sind regelmäßig zu Gesprächen<br />
bei den Firmen vor Ort. Auch dank dieses<br />
kontinuierlichen Kontaktes bewertet<br />
eine Vielzahl Unternehmen die Arbeit<br />
des Landkreises als sehr gut. Die Anzahl<br />
der Gewerbeanmeldungen steigt kontinuierlich<br />
und lag im Jahr 2016 bei knapp<br />
1.600. Von Vorteil ist auch der konsequente<br />
Ausbau der Breitbandversorgung,<br />
der derzeit im Ebersberger Land in vollem<br />
Gange ist. Nach Abschluss der Arbeiten<br />
wird der Landkreis die Region mit<br />
der größten Glasfaserdichte in Bayern<br />
sein. Gemeinsam mit der Stadt Grafing<br />
gründete der Landkreis 2016 die Wohnbaugesellschaft<br />
Ebersberg WBE gKU als<br />
gemeinsames Kommunalunternehmen.<br />
1.000 bezahlbare Wohnungen sollen in<br />
den nächsten Jahren entstehen.ó<br />
35<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Bank<br />
des Jahres<br />
sparkasse-saarbruecken.de<br />
Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />
der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />
Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />
„Bank des Jahres“.<br />
Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />
unseren innovativen Weg weiterzugehen.
Preisträger <strong>2018</strong><br />
aus Berlin / Brandenburg<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
32<br />
ASL Automationssysteme Leske GmbH<br />
16816 Neuruppin<br />
Ein neuer Blick auf Automation<br />
Die ASL Automationssysteme Leske<br />
GmbH ist auf die Entwicklung, Konstruktion<br />
und Fertigung von Maschinen,<br />
Vorrichtungen und Produktionsanlagen<br />
für die verarbeitende Industrie, darunter<br />
Automotive, Kunststoff- und Möbelindustrie<br />
sowie Hausgerätehersteller<br />
spezialisiert. ASL liefert jedem Kunden<br />
eine individuell auf seine Bedürfnisse<br />
und Wünsche abgestimmte Anlage, die<br />
neu entwickelt wird oder bei der bereits<br />
vorhandene Komponenten früherer<br />
Entwicklungen miteinander kombiniert<br />
werden. Das Unternehmen besticht<br />
durch eine große Leistungs- und Fertigungstiefe<br />
und kurze Reaktionszeiten,<br />
die durch die Bündelung aller relevanten<br />
Leistungs-erstellungsprozesse im eigenen<br />
Haus, darunter Prozessentwicklung,<br />
CNC-Fertigung, Montage und Instandhaltung<br />
ermöglicht werden. Dank<br />
seiner Kompetenz, des großen Erfahrungsschatzes<br />
und hohen Spezialisierungsgrades<br />
gelang es dem Unternehmen<br />
u. a. als Subunternehmer für die<br />
Firma ENGEL, dem Weltmarktführer im<br />
Bereich der Spritzgießmaschinenherstellung,<br />
als Lieferant von Automationstechnik<br />
gelistet zu werden.<br />
Die ASL Automationssysteme GmbH<br />
legt großes Augenmerk auf ihre Mitarbeiter<br />
als wertvolles Humankapital des<br />
Unternehmens. Dies führte u. a. im Jahr<br />
2016 zu Investitionen im hohen fünfstelligen<br />
Bereich für die Qualifizierung<br />
vorhandener und die Einarbeitung neuer<br />
Mitarbeiter, um beispielsweise lieferanten-<br />
und typenoffen Industrieroboter<br />
programmieren zu können. Dank seiner<br />
hohen Personalstärke im Vergleich zu<br />
regionalen Mitbewerbern gewährleistet<br />
das Unternehmen zudem eine hohe Termintreue.<br />
Eine Vorreiterrolle nimmt das<br />
Unternehmen aus dem brandenburgischen<br />
Neuruppin in<br />
bestimmten Bereichen<br />
der Automatisierungstechnik<br />
ein. Darunter die<br />
Montage und Prüftechnik<br />
für Haptikelemente,<br />
die<br />
Highspeed-Oberflächeninspektion<br />
und die Entwicklung<br />
besonders energieeffizienter<br />
Verfahren<br />
in der Kunststoffverarbeitung.<br />
Auch eine Entwicklung<br />
von Prototypen<br />
findet unternehmensintern<br />
statt.<br />
Die ASL Automationssysteme<br />
GmbH hat sich auch<br />
dank ihrer Produktinnovationen in Fachkreisen<br />
einen Namen gemacht. So entwickelte<br />
sie eine Anlage, die Oberflächen<br />
von zylindrischen Bauteilen auf Beschädigungen<br />
prüft, Werkstücke gemäß<br />
gewünschter Prüfparameter sortiert<br />
und Bauteile geometrisch analysiert.<br />
Im Jahr 2015 erfolgte die Vorstellung<br />
des Prototyps auf der Hannover Messe.<br />
Eine weitere Produktinnovation, die <strong>2018</strong><br />
zum Patent angemeldet wurde, ist eine<br />
Portalkrananlage als Hebevorrichtung<br />
für Sportboote bis vier Tonnen Gewicht,<br />
deren Bedienung, Auf- und Abbau sowie<br />
Zerlegung durch eine Person erfolgen<br />
kann. Des Weiteren wirkt das Unternehmen<br />
bei einem seit 2017 bestehenden<br />
Kooperationsprojekt mit, bei dem Fraunhofer<br />
IKTS sowie verschiedene Firmen<br />
eine intelligente, solarbetriebene und<br />
energieeffiziente Kühlung für Off-Grid-<br />
Regionen der Dritten Welt für Impfstoffe<br />
und Endverbraucher fertigen. Aufgabe<br />
des Unternehmens ist hierbei die Ent-<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
ASL Automationssysteme Leske GmbH,<br />
(v.l.) Tom Spaniel, Entwicklungsleiter, David Dzienian, Prokurist,<br />
Andreas Leske, Geschäftsführer, Manuela Schmidt-Patzer,<br />
Frank Leest, Techn. Leiter<br />
wicklung der Energieflusssteuerung und<br />
der Kompressorenelektronik.<br />
Soziales Engagement wird bei ASL<br />
ebenfalls großgeschrieben. So werden<br />
Menschen mit Behinderungen in die<br />
Produktion einbezogen und finanzielle<br />
Hilfe u. a. an regionale Projekte wie die<br />
Aktion Sterntaler und das örtliche Hospiz<br />
geleistet. Auch die eigenen Mitarbeiter<br />
liegen dem Unternehmen am Herzen.<br />
Deshalb gehören Gesundheitspräventionsmaßnahmen<br />
am Arbeitsplatz, regelmäßige<br />
ärztliche Untersuchungen und<br />
die Beteiligung an den Kosten für Sportund<br />
Fitnessvereinen zur festen Unternehmenskultur.<br />
Die ASL Automationssysteme Leske<br />
GmbH wurde bereits zum 11. Mal seit<br />
dem Jahr 2005 für den „Großen Preis des<br />
Mittelstandes“ nominiert und im Jahr<br />
2016 als „Finalist“ ausgezeichnet. In diesem<br />
Jahr wurde ASL vom Regionalcenter<br />
Ostprignitz-Ruppin der IHK Potsdam<br />
nominiert. ó
Industrieelektronik Brandenburg GmbH<br />
14772 Brandenburg an der Havel<br />
Elektronik und Automation<br />
mit Rundumblick<br />
Die Industrieelektronik Brandenburg<br />
GmbH, kurz IEB, hat sich auf die Entwicklung,<br />
Realisierung und Betreuung<br />
von speziell angepasster Elektronik,<br />
Steuerungen und Regelungen für Industrie-<br />
und Bahntechnikunternehmen<br />
spezialisiert. Des Weiteren fertigt und<br />
installiert das Unternehmen mit Sitz<br />
in Brandenburg an der Havel eigene<br />
und individuell nach Kundenwunsch<br />
entwickelte Produkte aus dem Bereich<br />
der Gebäudeautomation, des Transports<br />
und der Industrieautomation. Ein weiteres<br />
Alleinstellungsmerkmal der IEB,<br />
das die Einzigartigkeit und Einmaligkeit<br />
des Unternehmens widerspiegelt, ist die<br />
Abdeckung des gesamten Dienstleistungsportfolios,<br />
das Planung, Projektierung,<br />
Optimierung und die Erstellung<br />
von Industrieanlagen beinhaltet.<br />
Das Unternehmen investiert seine<br />
Gewinne konsequent in die Schaffung<br />
neuer Arbeitsplätze sowie in die Erschließung<br />
sowie Intensivierung bestehender<br />
Geschäftsfelder wie beispielsweise<br />
die Anschaffung neuer elektronischer<br />
Prüfplätze und Serverstrukturen. Um<br />
ihren Kunden noch schneller qualitativ<br />
höchstwertige Produkte zur Verfügung<br />
stellen zu können, wurden außerdem<br />
Investitionen im Entwicklungsbereich<br />
getätigt. Seit dem Jahr 2014 wurde die<br />
diesbezügliche Investitionssumme mehr<br />
als verdoppelt.<br />
Die Industrieelektronik Brandenburg<br />
GmbH setzt zudem auf eigens entwickelte<br />
Programme der Digitalisierung<br />
und Energieeffizienz mit großem Plus<br />
für ihre Kunden. Getreu dem Unternehmensmotto<br />
„Stillstand ist Rückstand“<br />
wurden einzelne Geschäftsbereiche<br />
erweitert, darunter die Elektrotechnik<br />
um die Sparte Sicherheitstechnik und<br />
elektronische Schließsysteme. Diese<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Unternehmenskultur schätzen seit<br />
Gründung der IEB auch regionale, überregionale<br />
und internationale Großhersteller<br />
wie Siemens und Honeywell, die<br />
mit der IEB als autorisiertem Vertragspartner<br />
Großprojekte im Industrie- und<br />
Gebäudeautomationsbereich projektieren<br />
und realisieren. Der Exportanteil des<br />
Unternehmens beträgt 25 Prozent.<br />
Bisherige Prozessinnovationen des<br />
Unternehmens waren u. a. ein komplexes<br />
System zur normgerechten Verkleidung<br />
von Holzbalken inklusive einer<br />
optimalen Materialausnutzung oder<br />
die Erneuerung der haustechnischen<br />
Anlagentechnik im Kanzlereck in Berlin.<br />
Der hohe Qualitätsanspruch des<br />
Unternehmens wird durch die Zertifizierung<br />
des TÜV NORD CERT nach DIN EN<br />
ISO 9001:2005 bestätigt. Die Mitarbeiter<br />
besuchen regelmäßige Schulungen, die<br />
mit entsprechenden Zertifikaten belegt<br />
werden. Auf Patente und Gebrauchsmuster<br />
im Bereich der Entgasungsanlagen<br />
für hydraulische Systeme ist das<br />
Unternehmen ebenfalls stolz.<br />
IEB Industrieelektronik Brandenburg GmbH,<br />
Ralf Herrmann, Geschäftsführer<br />
Die Industrieelektronik Brandenburg<br />
GmbH engagiert sich intensiv auf<br />
dem Feld der Nachwuchsförderung.<br />
Jährlich werden zwei Ausbildungsstellen<br />
inklusive firmeneigenem Ausbildungsprogramm<br />
und zwölf Stellen für Praktikanten<br />
bzw. Werkstudenten angeboten.<br />
Soziales Engagement beweist die<br />
Industrieelektronik Brandenburg GmbH<br />
durch die Unterstützung der weltweiten<br />
Aktion zur Ausrottung der Kinderlähmung<br />
und die Beteiligung an Frischwasser-<br />
und Solarprojekten in Afrika. Zudem<br />
werden viele regionale Projekte, Institutionen<br />
und Vereine unterstützt, darunter<br />
die Grundschulen der Stadt, das Kinderhospiz<br />
und die Demenzgesellschaft.<br />
Die Industrieelektronik Brandenburg<br />
GmbH wurde zum 5. Mal seit 2003 für<br />
den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />
nominiert. Im Jahr 2017 wurde das Unternehmen<br />
als „Finalist“ ausgezeichnet. In<br />
diesem Jahr wurde IEB von der IHK Potsdam,<br />
der Stadt Brandenburg an der Havel<br />
sowie der Wirtschaftsmagnet GmbH<br />
nominiert. ó<br />
33<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
34<br />
Mahr EDV GmbH<br />
12205 Berlin<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Mahr EDV GmbH,<br />
Fabian Mahr und Pascal Kube, Geschäftsführung<br />
IT-Dienstleistungen rund um die Uhr<br />
Die Mahr EDV GmbH, ein EDV-Dienstleister<br />
mit Sitz in Berlin, hat auf kleine<br />
und mittelständische Unternehmen,<br />
vorrangig aus dem Raum Berlin, Brandenburg<br />
und Nordrhein-Westfalen mit<br />
maximal 100 PC-Arbeitsplätzen spezialisiert.<br />
Das Unternehmen wird von seinen<br />
Kunden für sein breites und stark individualisierbares<br />
sowie rund um die Uhr<br />
verfügbares Dienstleistungsportfolio,<br />
das von der EDV-Wartung bis zu Cloud-<br />
Lösungen reicht, hoch geschätzt. Auch<br />
die selbstentwickelte Software zur systematischen<br />
Protokollierung, Messung<br />
und Rund-um-die-Uhr-Überwachung<br />
der Kundenserver überzeugt viele Auftraggeber.<br />
Unternehmen haben dank des Mahr<br />
EDV Monitoring die Möglichkeit, eventuelle<br />
Havarien oder Engpässe rechtzeitig<br />
zu erkennen und entsprechend zu<br />
reagieren. Nicht nur die unternehmenseigene<br />
Cloud wird so geschützt, sondern<br />
auch kundeneigene Serversysteme<br />
und PC´s in Bezug auf die Einhaltung<br />
von Compliance- und Datenschutzanforderungen<br />
auf vier Kontinenten. Außerdem<br />
gehören kurze Reaktionszeiten auf<br />
Wünsche und Probleme der Kunden via<br />
Fernwartung, Telefon, Fax oder E-Mail<br />
und feste Ansprechpartner zum Service<br />
der Mahr EDV GmbH dazu. Auch die<br />
Microsoft Deutschland GmbH ist vom<br />
Wir verbessern das Leben von<br />
Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen<br />
Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen.<br />
Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />
an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />
Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />
In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />
Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />
den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />
Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />
PREISTRÄGER<br />
<strong>2018</strong><br />
Innovating<br />
special nutrition.
Know-how des Unternehmens überzeugt:<br />
Seit mehr als 15 Jahren ist die<br />
Mahr EDV GmbH in der höchsten Partnerkategorie<br />
gelistet.<br />
Seit 2014 konnte das 55 Mitarbeiter<br />
umfassende Unternehmen seinen<br />
Umsatz um fast ein Drittel erhöhen. Dies<br />
wurde unter anderem durch eines der<br />
Kerngeschäfte, den Betrieb einer eigenen<br />
Cloud-Lösung an drei deutschen<br />
Rechenzentrumsstandorten und die Entwicklung<br />
einer Monitoring-Lösung mit<br />
dem Ziel einer fast vollständig automatisierten<br />
IT-Wartung, erreicht. Eine Innovation<br />
des Unternehmens ist die Mahr<br />
EDV Cloud, die die Virtualisierung der<br />
gesamten mittelständischen Kunden-IT<br />
ermöglicht und dem Kunden ein server-<br />
und damit ortsunabhängiges Arbeiten<br />
gestattet.<br />
In der jüngeren Vergangenheit wurden<br />
verschiedenste Institutionen auf<br />
die Mahr EDV GmbH aufmerksam und<br />
haben die Leistungen des Unternehmens<br />
gewürdigt. Dazu zählt die FOCUS-BUSI-<br />
NESS-Auszeichnung als TOP Arbeitgeber<br />
Mittelstand <strong>2018</strong>. Außerdem wurde die<br />
Mahr EDV GmbH vom FOCUS-BUSINESS<br />
als TOP 27 im TK/IT-Ranking Deutschland,<br />
Österreich, Schweiz ausgezeichnet<br />
und von der „Wirtschaftswoche“ im Jahr<br />
2016 als TOP 2 der beliebtesten Unternehmen<br />
in Berlin.<br />
Die Basis des unternehmerischen Erfolges<br />
liegt auf der permanenten Qualifikation<br />
und Weiterentwicklung der<br />
Mitarbeiter, deren jährliches Weiterbildungsbudget<br />
bis zu 6.000 Euro pro Person<br />
beträgt.<br />
Des Weiteren engagiert sich das Unternehmen<br />
im Kampf gegen Kinderpornografie.<br />
Dazu schulen Mitarbeiter die<br />
Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen<br />
zu IT-Tools und schnellen Ermittlungsmöglichkeiten.<br />
Die Mahr EDV GmbH wurde zum<br />
dritten Mal für den „Großen Preis des<br />
Mittelstandes“ nominiert und im Jahr<br />
2017 als „Finalist“ ausgezeichnet. In diesem<br />
Jahr wurde das IT-Unternehmen von<br />
der Servicestelle Berlin/Brandenburg der<br />
Oskar-Patzelt-Stiftung nominiert. ó<br />
35<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Bank<br />
des Jahres<br />
sparkasse-saarbruecken.de<br />
Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />
der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />
Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />
„Bank des Jahres“.<br />
Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />
unseren innovativen Weg weiterzugehen.
Preisträger <strong>2018</strong> aus Hessen<br />
elektroplan-schneider GmbH<br />
35260 Stadtallendorf<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
32<br />
Elektronisch alles im Griff<br />
Im ehemaligen Kinderzimmer seines<br />
Wohnhauses gründete Hans-Jürgen<br />
Schneider 1978 das Ingenieurbüro für<br />
Elektrotechnik „elektroplan-schneider“.<br />
Kerngeschäft ist bis heute das Planen<br />
und Ausschreiben sowie die Vergabe<br />
und Objektüberwachung von elektro-,<br />
sicherheits- und informationstechnischen<br />
Anlagen unterschiedlicher Größenordnung,<br />
national wie international.<br />
Mit der Wiedervereinigung erhielt<br />
das Unternehmen von der Commerzbank<br />
den Auftrag, alle Filialen der Bank in den<br />
neuen Bundesländern elektrotechnisch<br />
zu planen und die Bauleitung zu übernehmen.<br />
Dafür gründete elektroplanschneider<br />
Niederlassungen in Städten<br />
wie Berlin, Leipzig, Dresden und Hamburg.<br />
Damit konnten alle Aufträge zeitnah und<br />
mit höchstmöglicher Qualität umgesetzt<br />
werden. Dank der technischen Entwicklungen<br />
ist das große Niederlassungsnetz<br />
inzwischen nicht mehr nötig. Neben<br />
dem Stammsitz in Stadtallendorf ist das<br />
Unternehmen heute noch in Berlin und<br />
Köln präsent. Projektteams, bestehend<br />
aus Projektleiter, Projektsachbearbeiter<br />
sowie Projektassistenten, gewährleisten<br />
die technisch einwandfreie Umsetzung<br />
aller gestellten Aufgaben.<br />
Als erstes und bisher einziges<br />
Ingenieurbüro in Deutschland wurde<br />
elektroplan-schneider durch den Bundesverband<br />
der Hersteller- und Errichterfirmen<br />
von Sicherheitssystemen e. V.<br />
(BHE) mit dem Prüfsiegel „Zertifizierter<br />
Planer“ für seine qualifizierten Leistungen<br />
der gesamten Sicherheitstechnik<br />
ausgezeichnet. Die prämierten Bereiche<br />
umfassen Brand- und Einbruchmeldeanlagen,<br />
Rauch- und Wärmeabzugsanlagen,<br />
Freigeländeüberwachung, Sprachalarm-<br />
und Videoüberwachungsanlagen,<br />
Zutrittskontrollanlagen und mechanische<br />
Sicherheitstechnik. Das Ingenieurbüro<br />
verfügt weiterhin über ein eigenes<br />
Kompetenzzentrum auf circa 200 qm.<br />
Dort berät es Auftraggeber, Bauherrn,<br />
Architekten und Elektroinstallationsfirmen<br />
kompetent über DIN-Produkte<br />
verschiedener Hersteller anhand eines<br />
großen Tableaus funktionsfähiger Musteranlagen.<br />
Der Geschäftsführer des Ingenieurbüros<br />
Hans-Jürgen Schneider engagiert<br />
sich seit langem in zahlreichen Vereinen<br />
und Verbänden. Für seine ehrenamtlichen<br />
Tätigkeiten<br />
erhielt er 2016<br />
den „Hessischen<br />
Verdienstorden“.<br />
Gemeinsam mit<br />
dem gesamten<br />
Unternehmen engagiert<br />
er sich unter<br />
anderem seit 1970<br />
für SOS-Kinderdörfer,<br />
ist Sponsor des<br />
Marburger Tafel e. V.<br />
und tritt seit 2009<br />
als Sponsor für ein<br />
Obdachlosenweihnachtsfest<br />
in Berlin<br />
auf. Die elektroplanschneider<br />
GmbH ist<br />
Mitglied der Energiegenossenschaft<br />
Marburg-Biedenkopf<br />
eG und unterstützt damit eine klimafreundliche<br />
Energieerzeugung.<br />
Neben Hans-Jürgen Schneider<br />
sind auch dessen Sohn und Ehefrau im<br />
Unternehmen tätig. Gemeinsam mit<br />
den derzeit 25 Mitarbeitern bilden sie<br />
eine eingeschworene Betriebsfamilie.<br />
Sommerfeste sowie gemeinsame<br />
Betriebsausflüge zu Bundesligaspielen<br />
von Eintracht Frankfurt und Weihnachtsmärkten<br />
fördern die Motivation der Mitarbeiter.<br />
Da es keinen Ausbildungsberuf<br />
zum Elektroplaner gibt, muss das Ingenieurbüro<br />
selbst für geeigneten Nachwuchs<br />
im Büro mit der entsprechenden<br />
Zusatzausbildung sorgen. Derzeit lernen<br />
fünf Azubis im Unternehmen. Weiterhin<br />
plant Hans-Jürgen Schneider eine<br />
eigene Elektroplaner-Akademie (EPA).<br />
Hier sollen in naher Zukunft in einer<br />
dreijährigen Ausbildung - mit vier Tagen<br />
Praxis und einem Tag Theorie in der<br />
Woche - Elektroplaner ausgebildet werden.<br />
Der Betrieb arbeitet bei der Lehrmittelentwicklungsstelle<br />
der IHK mit, ist<br />
zudem Mitglied des Prüfungsausschusses<br />
der IHK in Kassel-Marburg und führt<br />
Weiterbildungsmaßnahmen für Auszubildende<br />
durch.<br />
Die elektroplan-schneider GmbH<br />
wurde bereits zum vierten Mal in Folge<br />
für den Wettbewerb nominiert und im<br />
Jahr 2016 als „Finalist“ ausgezeichnet. In<br />
diesem Jahr erfolgte die Nominierung<br />
durch den Kreisausschuss Landkreis<br />
Marburg-Biedenkopf Wirtschaft. ó<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Verzahnungs-Präzision aus Eschwege<br />
Die 1908 in Berlin gegründete und heute<br />
im nordhessischen Eschwege ansässige<br />
PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH ist ein<br />
modern aufgestelltes, mittelständisches<br />
Technologieunternehmen und Hersteller<br />
von Präzisionswerkzeugmaschinen.<br />
Kernkompetenz ist die Verzahnung, das<br />
heißt, PRÄWEMA produziert ein breites<br />
Spektrum an Sondermaschinen für die<br />
Zahnradbearbeitung in der automobilen<br />
Getriebefertigung, auf denen Zahnräder,<br />
Wellen und Synchronteile des Antriebsstrangs<br />
bearbeitet werden. Zu den Kunden<br />
zählen neben Firmen aus der Automobilindustrie<br />
Unternehmen aus dem<br />
Getriebebau, der Windkraft und dem<br />
Energiesektor sowie Zahnradhersteller.<br />
Die PRÄWEMA ist Teil der DVS TECHNO-<br />
LOGY GROUP (Drehen, Verzahnen, Schleifen),<br />
die verschiedene Werkzeugmaschinenhersteller<br />
vereint.<br />
PRÄWEMA ist der weltweit führende<br />
Technologieanbieter zur Optimierung<br />
von Verzahnungsoberflächen an Getriebezahnrädern<br />
und -wellen. Daneben hat<br />
PRÄWEMA ein eigenes Werkzeugsystem<br />
für Honmaschinen (Spanen mit geometrisch<br />
unbestimmter Schneide) entwickelt<br />
und damit seit 2013 auf dem Markt.<br />
Das Unternehmen ist Lösungsanbieter<br />
und hat neben einem eigenen Werkzeugsystem<br />
auch einen umfassenden<br />
Service im Portfolio. Außerdem verfügt<br />
PRÄWEMA über eine eigene mechanielektroplan-schneider<br />
| Ingenieurbüro für Elektrotechnik,<br />
Sicherheits- und Informationstechnische,<br />
Hans-Jürgen Schneider, Geschäftsführer<br />
PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH<br />
37269 Eschwege
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH,<br />
Dipl.-Ing. Josef Preis, Dipl.-Ing. Jörg Schieke, Geschäftsführer<br />
sche Fertigung. Innovationskraft ist eine<br />
der Triebfedern der Eschweger Firma. Ihre<br />
jüngste Entwicklung ist eine Maschine<br />
zur Herstellung von Zahnrädern bis zu<br />
einem Durchmesser von zwei Metern,<br />
wie sie beispielsweise in Windkraftanlagen<br />
zum Einsatz kommen. Auch für<br />
die Automobilindustrie werden Präzisionswerkzeugmaschinen<br />
entwickelt, die<br />
die Fertigungsprozesse bei der Autoproduktion<br />
optimieren. Ein wichtiges und<br />
ebenfalls innovatives Markenzeichen der<br />
PRÄWEMA-Maschinen ist der Unterbau<br />
der Maschinen aus<br />
Granit. Der natürliche<br />
Stein ist leichter<br />
als die sonst verwendete<br />
Stahlkonstruktion<br />
und kann<br />
die Schwingungen<br />
besser absorbieren.<br />
Die Maschinen laufen<br />
dadurch wesentlich<br />
ruhiger. Es ist<br />
diese Präzision, mit<br />
der PRÄWEMA der<br />
Konkurrenz stets<br />
einen Schritt voraus<br />
ist.<br />
Am Standort<br />
in Eschwege, in der<br />
Mitte Deutschlands,<br />
hat sich PRÄWEMA<br />
mit aktuell fast 300<br />
Mitarbeitern, davon 15 Auszubildende,<br />
und einem Umsatz von 85 Mio. Euro im<br />
Jahr 2017 als Partner für die Industrie<br />
fest etabliert. Im Rahmen des Wettbewerbs<br />
„Hessen Champions 2017“ wurde<br />
die PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH zu<br />
einem der Top 3 Unternehmen aus Hessen<br />
in der Kategorie Weltmarktführer<br />
gekürt.<br />
Ein weiterer Grundstein für den<br />
Erfolg von PRÄWEMA ist die überbetriebliche<br />
Berufsausbildung. Im Schnitt<br />
durchlaufen jährlich etwa 65 Auszubildende,<br />
auch aus anderen Unternehmen,<br />
den Betrieb. Die PRÄWEMA ist hierbei<br />
über die Grenzen hinaus für ihre gründliche<br />
und hoch qualifizierte Ausbildung<br />
bekannt, sodass die Absolventen in der<br />
Regel ohne Schwierigkeiten eine Anstellung<br />
finden. Ausgebildet werden Industriemechaniker,<br />
Mechatroniker und Zerspaner.<br />
Das Unternehmen bezahlt seine<br />
Mitarbeiter nach Tarif und gewährt eine<br />
freiwillige Erfolgsbeteiligung sowie<br />
einen Zuschuss zur Altersvorsorge.<br />
PRÄWEMA setzt auf langfristige<br />
Bindung und Entwicklung seiner Mitarbeiter.<br />
Sommerfeste und Weihnachtsfeiern<br />
sowie jährliche Jubiläumsveranstaltungen<br />
unterstützen das positive<br />
Betriebsklima. Es herrscht eine offene<br />
und partizipative Führungskultur. Die<br />
Geschäftsführung bezieht Führungskräfte<br />
und Schlüsselpersonen in Entscheidungsprozesse<br />
aktiv ein und<br />
stimmt sich eng mit dem Betriebsrat ab.<br />
Das Unternehmen unterstützt Sportvereine<br />
und Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich<br />
engagieren.<br />
Die PRÄWEMA Antriebstechnik<br />
GmbH wurde zum sechsten Mal seit<br />
2005 für den Wettbewerb „Großer Preis<br />
des Mittelstandes“ nominiert und im<br />
Jahr 2005 als „Finalist“ ausgezeichnet. In<br />
diesem Jahr erfolgte die Nominierung<br />
durch die Board Xperts GmbH. ó<br />
Preisträger <strong>2018</strong><br />
aus Mecklenburg-Vorpommern<br />
33<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
PALMBERG<br />
Büroeinrichtung + Service GmbH<br />
23923 Schönberg<br />
Büromöbel fern vom<br />
Schubladendenken<br />
Die PALMBERG Büroeinrichtung + Service<br />
GmbH mit Sitz in Schönberg, ist<br />
die erste Adresse für multifunktionale<br />
Büromöbel mit einzigartigem Design<br />
und erstklassiger Qualität, die dank der<br />
Einhaltung anspruchsvoller Qualitätsstandards<br />
und einer umweltbewussten<br />
Herstellungsweise unter dem Aspekt<br />
der Nachhaltigkeit produziert werden.<br />
Hierfür wurde dem Unternehmen das<br />
Gütesiegel „Blauer Engel“ verliehen,<br />
das die besonders umweltfreundliche<br />
Produktion aller Schreibtischsysteme<br />
untermauert. Neben Schreibtischen<br />
und Büromöbeln umfasst das Portfolio<br />
Möbelstücke für Besprechungen und<br />
Konferenzen. Im Jahr 2016 wurde die<br />
Produktpalette um akustisch wirksame<br />
Raumkomponenten erweitert, die der<br />
Minimierung negativer Schallstörungen<br />
in Großraumbüros dienen. Der Einsatz<br />
moderner Lasertechnologie ermöglicht<br />
PALMBERG eine hundertprozentig<br />
fugenlose Kantenverarbeitung. Für die<br />
Fertigung der Möbel in aller höchster<br />
Güteklasse verfügt das Unternehmen<br />
über eines der modernsten Büromöbelwerke<br />
Europas, wodurch es in der Lage<br />
ist, Bürolandschaften für jegliche Raumsituation<br />
zu gestalten.<br />
Alle Produkte von PALMBERG, führender<br />
Hersteller der deutschen Büromöbelindustrie,<br />
sind ISO-zertifiziert. Das<br />
Unternehmen wurde für sein Tischsystem<br />
CREW und die Stauraumvariante<br />
PRISMA 2 mit dem LEVEL-Zertifikat für<br />
die Einhaltung ökologischer, ökonomischer<br />
und sozialer Standards über die<br />
gesamte Lieferkette hinweg ausgezeichnet.<br />
Bei der Entwicklung neuer Bürokonzepte<br />
legt das Unternehmen großen<br />
Wert auf die Verwendung umweltschonender,<br />
langlebiger und recyclingfähiger<br />
Materialien und Komponenten.<br />
Das 1991 gegründete Unternehmen<br />
wurde für verschiedene Produkte u. a.<br />
mit dem Ionic Award, dem Red Dot Designpreis<br />
und dem German Design Award<br />
ausgezeichnet. Im Industrieverband<br />
Büro und Arbeitswelt e. V. engagiert sich<br />
die Unternehmensführung stark für die<br />
Belange der Büromöbelbranche und
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
34<br />
prägt dadurch nachhaltig die Entwicklung<br />
neuer Bürokonzepte.<br />
Die PALMBERG Büroeinrichtung<br />
+ Service GmbH legt großen Wert auf<br />
sozial verantwortliches Handeln. So<br />
gehören seit mehr als 20 Jahren Menschen<br />
mit Behinderungen zum festen<br />
Mitarbeiterstamm des Unternehmens.<br />
Es erfolgt ein kontinuierliches Wachstum<br />
der Mitarbeiteranzahl, zu der auch<br />
die sukzessive Erhöhung der Anzahl<br />
der Ausbildungsplätze gehört. Des Weiteren<br />
werden Vereine der Region mit<br />
Spenden unterstützt, wie die Fußballvereine<br />
FC Schönberg, TSV Schilksee und<br />
RSV Mummendorf. Auch im kulturellen<br />
Bereich hilft PALMBERG mit Zuschüssen<br />
wie für den Schönberger Musiksommer,<br />
die Schützenzunft des Ortes sowie das<br />
Volkskundemuseum. Spenden, u. a. an<br />
den ASB, die Feuerwehr, das Rote Kreuz<br />
und Schulfördervereine<br />
der Region,<br />
kommen hinzu.<br />
Die PALMBERG<br />
Büroeinrichtung<br />
+ Service GmbH<br />
wurde zum sechsten<br />
Mal seit 2013<br />
für den „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“<br />
nominiert. In<br />
diesem Jahr wurde<br />
der Büromöbelhersteller<br />
vom Ministerium<br />
für Wirtschaft,<br />
Arbeit und Gesundheit<br />
Mecklenburg-<br />
Vorpommern vorgeschlagen.<br />
ó<br />
Preisträger <strong>2018</strong><br />
aus Schleswig-Holstein / Hamburg<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
PALMBERG Büroeinrichtung + Service GmbH,<br />
Nicole Eggert und Julianne Utz, Geschäftsführung<br />
Schlemmer-Markt Freund<br />
Lebensmittelmärkte GmbH<br />
24105 Kiel<br />
Mehr als ein einfacher Supermarkt<br />
Marten Freund betreibt mit dem<br />
Schlemmer-Markt Freund in Kiel eins der<br />
größten Feinkostgeschäfte in Schleswig-<br />
Holstein mit rund 40.000 angebotenen<br />
Artikeln. Das Besondere am Schlemmer-<br />
Markt Freund ist die große Produktauswahl<br />
von beispielsweise etwa 450 Sorten<br />
Käse, 100 Salate und 450 verschiedene<br />
Whiskeys aus aller Welt.<br />
Im Jahr 2014 gab es für das familiengeführte<br />
Unternehmen einen gravierenden<br />
Einschnitt: Für vier Monate musste<br />
das Geschäft geschlossen bleiben, da ein<br />
mutwillig gelegtes Feuer in der Bäckerei<br />
eine komplette Entkernung und Sanierung<br />
zur Folge hatte. Der Jahresumsatz<br />
brach um etwa die Hälfte ein. Zahlreiche<br />
Stammkunden waren erst einmal verloren.<br />
Marten Freund nutzte die Chance<br />
und schaffte sich neueste Technik an. Seit<br />
dem Vorkommnis sind so nur noch energieeffiziente<br />
Tiefkühlmöbel, Kühltresen<br />
und neue LED-Lampen im Einsatz. Ein<br />
untervermietetes Hot-Yoga-Studio kann<br />
nun sogar über die Wärmerückgewinnung<br />
der Kühltruhen beheizt werden.<br />
Mit dem Ausbau des Sortiments,<br />
dem Angebot eines Mittagstisches,<br />
Wir verbessern das Leben von<br />
Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen<br />
Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen.<br />
Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />
an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />
Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />
In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />
Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />
den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />
Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />
PREISTRÄGER<br />
<strong>2018</strong><br />
Innovating<br />
special nutrition.
Whiskey-Messen und -Tastings, Onlineund<br />
Telefonbestellungen inkl. Heimbelieferung<br />
konnte der Händler viele Kunden<br />
zurückgewinnen und sein Geschäft<br />
wieder am Markt etablieren. Jetzt bietet<br />
er auch einen Partyservice und zahlreiche<br />
Eigenmarken-Produkte an. Dafür<br />
werden, wo möglich, regionale Produkte<br />
verwendet und großer Wert auf die individuellen<br />
Wünsche der Kunden gelegt.<br />
Der Markt wurde im Jahr 2008 mit dem<br />
Preis für „Deutschlands beste Weinabteilung“<br />
ausgezeichnet und hat darüber<br />
hinaus 2017 den Norddeutschen Handelspreis<br />
gewonnen.<br />
Für Schlemmer-Markt Freund arbeiten<br />
70 Angestellte und zehn Auszubildende,<br />
einer davon im Dualen Studium.<br />
Die Geschäftsführer sind wann<br />
immer es geht im Unternehmen präsent<br />
und unterstützen die Mitarbeiter<br />
bei allen Aufgaben. Sei es an der Kasse,<br />
beim Auffüllen der Regale oder an den<br />
Bedienungstheken. Marten Freund hat<br />
dabei immer ein offenes Ohr für seine<br />
Angestellten und steht für persönliche<br />
Gespräche zur Verfügung. Die Auszubildenden<br />
werden zum Teil übernommen<br />
und können im Laufe ihrer Karriere bis<br />
zu Abteilungsleitern aufsteigen.<br />
Waren, die sich<br />
kurz vor Ablauf des<br />
Mindesthaltbarkeitsdatums<br />
befinden,<br />
werden für<br />
den hauseigenen<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Partyservice und<br />
den Salattresen verwendet<br />
oder an die<br />
Kieler Tafel gespendet.<br />
So wird der<br />
Lebensmittelverschwendung<br />
vorgebeugt.<br />
Zudem findet<br />
alle zwei Jahre ein<br />
Schlemmerabend<br />
statt, bei dem Kunden<br />
ein Ticket kaufen<br />
und sich dann<br />
durch das Sortiment probieren können.<br />
Die Erlöse aus dem Ticketverkauf werden<br />
an die Kieler „Klinik Cläune“ und<br />
eine Einrichtung, die Kindern warme<br />
Mahlzeiten zubereitet, gespendet.<br />
Der Schlemmer-Markt Freund schaltet<br />
nicht nur klassische Print-Anzeigen,<br />
um auf sich aufmerksam zu machen.<br />
Das Unternehmen sponsert zusätzlich<br />
Rezept- und Gourmettipps in zwei Kieler<br />
Stadtmagazinen.<br />
Schlemmer-Markt Freund Lebensmittelmärkte GmbH,<br />
Marten Freund, Geschäftsführer<br />
Für die Schlemmer-Markt Freund<br />
Lebensmittelmärkte GmbH ist es bereits<br />
die siebte Nominierung für den „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“. Im Jahr 2015<br />
wurde das Unternehmen als „Finalist“<br />
ausgezeichnet. Nominiert wurde das<br />
Unternehmen in diesem Jahr durch die<br />
Si.C - Sieg Consulting und die CreArte KG<br />
change-management. ó<br />
35<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Bank<br />
des Jahres<br />
sparkasse-saarbruecken.de<br />
Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />
der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />
Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />
„Bank des Jahres“.<br />
Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />
unseren innovativen Weg weiterzugehen.
Preisträger <strong>2018</strong><br />
aus Niedersachsen / Bremen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
32<br />
DINO Anlagen- und Maschinenbau e. K.<br />
28259 Bremen<br />
Anlagenbau in ihrer ganzen Breite<br />
Die DINO Anlagen- und Maschinenbau<br />
e. K. wurde 1960 mit Sitz in Bremen<br />
gegründet und hat sich auf den Bau und<br />
die Entwicklung elektrischer Dampfanlagen<br />
nach individuellem Kundenwunsch<br />
spezialisiert. Unternehmen aus mehr als<br />
140 Ländern vertrauen der hohen Kompetenz<br />
und Erfahrung des Unternehmens.<br />
Weiterhin gehören die Herstellung<br />
von Wasseraufbereitungsanlagen,<br />
Wärmetauschern, Kondensatsammelbehältern,<br />
Trinkwasser- und Treibstofftanks,<br />
Abschlammbehältern sowie Stahl- und<br />
Edelstahlbehältern aus Rohrmaterial<br />
und Blech sowie verschiedenste Sonderaufträge<br />
zum Portfolio des Unternehmens.<br />
DINO ist ein gern gesehener Kooperationspartner.<br />
So wurde beispielsweise<br />
mit der WFB Bremen und der BIME –<br />
Universität Bremen ein durch die EU<br />
und das BMfW gefördertes ZIM-Projekt<br />
realisiert, in dessen Rahmen eine neuartige<br />
Maschine zur Herstellung hochwertiger<br />
Holzwolle konstruiert wurde. Diese<br />
erlangt im Frühjahr 2019 Serienreife. Für<br />
<strong>2018</strong> konnte das Unternehmen bereits<br />
einen Großauftrag dieser Maschine verzeichnen.<br />
Die DINO entwickelte eine Komponente<br />
zum Einsatz in einer Zigarettenfilter-Produktionsmaschine<br />
sowie<br />
einen speziellen Dampferzeuger für die<br />
Lackiertechnik. Weitere Produktinnovationen<br />
waren die neuartige, webbasierte<br />
Steuerung für Dampfanlagen, eine Destillationsanlage<br />
zur Aufbereitung verschmutzter<br />
Lösungsmittel sowie eine<br />
Absorptionsanlage zur Luftreinigung<br />
und Abscheidung von Schadstoffen aus<br />
der Abluft in Produktionsanlagen. Das<br />
Unternehmen entwickelte außerdem<br />
eine wassersparende Reinigungs- und<br />
Desinfektionsanlage für die fleischverarbeitende<br />
Industrie sowie Enthärtungsund<br />
Osmose-Anlagen.<br />
Ein weiteres aktuelles Auftragsprojekt<br />
ist die Entwicklung einer elektrischen<br />
Beheizungsmöglichkeit zur Erwärmung<br />
alter Kirchengebäude inklusive<br />
ihrer Steuerung über mobile Endgeräte.<br />
Auftraggeber ist der Landeskirchenverband<br />
Sachsen-Anhalt. Gewinne, die<br />
das Unternehmen<br />
erwirtschaftet, werden<br />
reinvestiert.<br />
So wurden u. a. im<br />
vergangenen Jahr<br />
die Schweißrauchabsaugung<br />
und<br />
eine Bearbeitungsmaschine<br />
erneuert<br />
und ein gasbetriebener<br />
Gabelstapler<br />
gekauft.<br />
Die DINO Anlagen-<br />
und Maschinenbau<br />
e. K. besitzt<br />
verschiedene Zertifizierungen,<br />
darunter<br />
zum Qualitäts-<br />
und Umweltmanagement. Des<br />
Weiteren ist das Unternehmen Mitglied<br />
der „Partnerschaft Umwelt Unternehmen“,<br />
die sich für Energieeinsparungen<br />
und Umweltschutz in der Metropolregion<br />
Nord einsetzt. Auch sozial ist das<br />
Unternehmen engagiert. So wurde im<br />
letzten Jahr bereits zum zehnten Mal<br />
der DINO Golf-Cup veranstaltet, dessen<br />
Spendeneinnahmen dem Schattenriss e.<br />
V., einer Beratungsstelle gegen sexuellen<br />
Missbrauch von Mädchen und Frauen,<br />
zu Gute kamen. Außerdem beteiligte<br />
sich das Unternehmen am Aufbau einer<br />
Kleiderkammer für sozial benachteiligte<br />
Personen und ist Sponsor verschiedener<br />
Vereine sowie kultureller Veranstaltungen.<br />
Die DINO Anlagen- und Maschinenbau e.<br />
K. wurde zum 5. Mal für den „Großen Preis<br />
des Mittelstandes“ vorgeschlagen und im<br />
Jahr 2016 als „Finalist“ ausgezeichnet. In<br />
diesem Jahr wurde sie von WISSENSBI-<br />
LANZ-DEUTSCHLAND nominiert. ó<br />
Hermes Systeme GmbH<br />
27793 Wildeshausen<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Automatisierungssysteme in ihrer<br />
vollen Breite<br />
Die Hermes Systeme GmbH hat sich<br />
auf die Erstellung innovativer Automatisierungslösungen<br />
für Industrie, öffentliche<br />
Ver- und Entsorgungsbetriebe,<br />
DINO Anlagen- und Maschinenbau e. K.,<br />
Sigrid Nobel und Kurt Nobel, Geschäftsführer<br />
Schwimmbäder und Kommunen inkl.<br />
produktbegleitender Dienstleistungen<br />
von der Konzeption bis zur Wartung der<br />
Anlage spezialisiert. Zukünftig plant das<br />
Unternehmen, zur prozessoptimierten<br />
Störungsabwicklung ein zentrales Störmeldemanagement<br />
einzuführen sowie<br />
einen BAFA-Energieberater auszubilden,<br />
der Kunden zum Energiemanagement<br />
und zu Optimierungsmöglichkeiten vor<br />
allem im Bereich Schwimmbadtechnik<br />
berät. Kunden schätzen das Unternehmen<br />
unter anderem auf Grund seiner<br />
hohen Kompetenz, der Flexibilität und<br />
Termintreue, mit der es qualitativ hochwertige<br />
Produkte und Dienstleistungen<br />
nach Maß anbietet. Um das weitere<br />
Wachstum des Unternehmens voranzutreiben,<br />
wurde im Jahr 2014 eine Holding<br />
mit dem Ziel gegründet, deutschlandweit<br />
Niederlassungen zu eröffnen.<br />
Zur Erweiterung des Portfolios hat die<br />
Hermes Systeme GmbH die Rebehn<br />
Elektroanlagen GmbH übernommen,<br />
deren Kernkompetenz jedweder Service<br />
im Bereich Elektronik für Bürogebäude<br />
und Kitas ist. Hermes Systeme betreibt<br />
zudem mit verschiedenen Hochschulen,<br />
Fachhochschulen, Universitäten und Lieferanten<br />
aktive Forschungs- und Entwicklungsarbeit,<br />
um fortlaufend neue<br />
innovative Produkte auf den Markt<br />
bringen und weitere Dienstleistungen<br />
anbieten zu können. Die neueste Produktinnovation<br />
des Unternehmens, die
es derzeit gemeinsam mit seinem Lieferanten<br />
Phoenix-Contact erarbeitet, ist<br />
ein Cloud-basiertes Fernwartungskonzept.<br />
Das Unternehmen verfügt über eine<br />
interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung,<br />
die für die Entwicklung von<br />
Hard- und Softwarekomponenten sowie<br />
für die Durchführung von Studien u. a.<br />
zu den Themen Softwareentwicklung<br />
und Energiemanagement zuständig ist.<br />
Technologischen Vorsprung verschafft<br />
sich die Hermes Systeme GmbH durch<br />
die unternehmenseigene Elektronikentwicklung<br />
und über eigenentwickelte<br />
Peripherieprodukte mit branchenspezifischen<br />
Funktionalitäten, die zu enormen<br />
Einsparungen im Schaltanlagenbau beitragen<br />
und dem Unternehmen signifikante<br />
Wettbewerbsvorteile ermöglichen.<br />
Das Unternehmen erhielt Verschiedene<br />
Ehrungen wie das Siegel<br />
„Wirtschaftsmagnet“ sowie die Auszeichnungen<br />
„Herausragendes Ausbildungsunternehmen<br />
HWK“ und „Herausragendes<br />
Ausbildungsunternehmen<br />
Elektro-Innung“.<br />
Die Ausbildung von<br />
Nachwuchskräften<br />
liegt dem Unternehmen<br />
sehr am Herzen.<br />
Aus diesem Grund<br />
engagiert es sich für<br />
das Projekt „Schule<br />
trifft Wirtschaft“,<br />
bei dem Schülern<br />
aller Schulformen<br />
die Möglichkeit<br />
geboten wird, einen<br />
Tag lang hinter die<br />
Kulissen verschiedenster<br />
Firmen zu<br />
schauen.<br />
Auch das sozi-<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
ale Engagement<br />
kommt nicht zu kurz. So unterstützt<br />
das Unternehmen verschiedene regionale<br />
Organisationen, Institutionen und<br />
Vereine, darunter die diakonische Behindertenwerkstätte<br />
„proWerkstätten Himmelstür“,<br />
das Kinderhospiz Löwenherz<br />
sowie zahlreiche Jugend- und Sportver-<br />
HERMES Systeme GmbH,<br />
Ingo Hermes und Jörg Deitermann, Geschäftsführer<br />
eine. Da die Hermes Systeme GmbH ihre<br />
Mitarbeiter als höchstes Gut sieht, erhalten<br />
auch diese immer wieder verschiedene<br />
Benefits, darunter die unbegrenzte<br />
Nutzung des Firmenfitness-Verbundes<br />
„Hansefit“, Fahrsicherheitstrainings und<br />
eine betriebliche Altersvorsorge.<br />
33<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
www.ruwac.de | 0 52 26 98 30-0
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
34<br />
Die Hermes Systeme GmbH wurde<br />
in diesem Jahr bereits zum 4. Mal für<br />
den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />
vorgeschlagen. Im Jahr 2016 wurde das<br />
Unternehmen als „Finalist“ ausgezeichnet.<br />
Nominiert wurde das Unternehmen<br />
in diesem Jahr durch Abgeordnete des<br />
Deutschen Bundestages, die Wirtschaftsmagnet<br />
GmbH und die WISSENSBILANZ-<br />
DEUTSCHLAND. ó<br />
Nordic-Haus Blockhäuser<br />
49439 Steinfeld<br />
Gesundes und atmungsaktives<br />
Wohnen<br />
Die Firma Nordic-Haus Blockhäuser<br />
hat sich auf den Bau ökologischer und<br />
energieeffizienter Wohnblockhäuser<br />
„Made in Germany“ inkl. Finanzierungsberatung,<br />
Bauantragstellung und Materialauswahl<br />
spezialisiert. Dank ihres<br />
Alleinstellungsmerkmals, dem ökologisch-atmungsaktiven<br />
und folienfreien<br />
Bauen ohne Lüftungsanlagen, sind die<br />
Häuser besonders für Allergiker geeignet.<br />
Im Jahr 2016 brachte das Unter-<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
nehmen das in Kooperation mit der<br />
österreichischen Firma Stora Enso eigenentwickelte<br />
Schwedenwand-Haus als<br />
Niedrigenergievariante auf den Markt,<br />
das ebenso wie alle anderen Häuser des<br />
Unternehmens aus umweltfreundlichen,<br />
nachhaltig zertifizierten Baustoffen<br />
sowie aus nachwachsenden Rohstoffen<br />
und mit einer positiven CO2-Bilanz<br />
Nordic-Haus Blockhäuser,<br />
Frank Berding, Inhaber und Geschäftsführer<br />
errichtet wird. Dank des sehr niedrigen<br />
Leim- und Klebstoffanteils des Schwedenwand-Hauses<br />
hat das Unternehmen<br />
die Vorreiterrolle im ökologischen Bauen<br />
inne. Für die Fertigung der Häuser nutzt<br />
Nordic-Haus ausschließlich das Holz der<br />
sehr langsam wachsenden finnischen<br />
Polarkiefer, das quasi verzugsfrei ist und<br />
eine lange Lebensdauer aufweist.<br />
Wir verbessern das Leben von<br />
Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen<br />
Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen.<br />
Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />
an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />
Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />
In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />
Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />
den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />
Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />
PREISTRÄGER<br />
<strong>2018</strong><br />
Innovating<br />
special nutrition.
Die Nordic-Haus konnte dank der<br />
gestiegenen Nachfrage nach ökologischem<br />
Bauen seinen Ertrag innerhalb<br />
von vier Jahren mehr als verdoppeln.<br />
Auch die Anzahl der Mitarbeiter wächst<br />
stetig. Studenten des Fachbereichs Holzbau<br />
der verschiedensten Universitäten<br />
erhalten bei Nordic-Haus die Möglichkeit,<br />
als Werkstudent ihre Kenntnisse zu<br />
vertiefen und ihr theoretisches Wissen<br />
mit der Praxis zu untermauern. Dass<br />
sich alle Mitarbeiter wohlfühlen, ist für<br />
das Unternehmen sehr wichtig. Mindestens<br />
ein- bis zweimal monatlich finden<br />
gemeinsame Frühstücksrunden statt.<br />
Des Weiteren werden kleine Feste veranstaltet,<br />
zu denen die jeweiligen Partner<br />
eingeladen werden.<br />
Für seine herausragenden Leistungen<br />
wurde das Unternehmen bereits<br />
mehrfach ausgezeichnet. So erhielt es<br />
beispielsweise 2013 den RWE Klimaschutzpreis<br />
für die klimaschonende und<br />
umweltfreundliche Ausgestaltung eines<br />
Wohnraums und ein Jahr später das RAL-<br />
Gütezeichen von der Gütegemeinschaft<br />
Blockhaus e. V. sowie eine CO2-Zertifizierung.<br />
Das soziale Engagement der gesamten<br />
Firma ist immens. Im August 2017<br />
sammelten die Mitarbeiter Spenden für<br />
das Kinderhospiz in Syke, indem sie mehr<br />
als 800 Kilometer mit eigenen Traktoren<br />
als Mitglied der Treckerfreunde Lohne<br />
bis nach Polen fuhren. So konnte dem<br />
Hospiz eine Spende in Höhe von 42.000<br />
Euro übergeben werden. Auch weitere<br />
Vereine und Institutionen werden<br />
finanziell unterstützt, darunter die Feuerwehr<br />
Steinfeld und der Förderverein<br />
der Grundschule Varl und „Apen musiziert“.<br />
Des Weiteren arbeitet das Unternehmen<br />
mit der Behindertenwerkstatt<br />
Lichtblick Wahlde gGmbH zusammen,<br />
die für Nordic-Haus Holzbriefkästen herstellt.<br />
Innerhalb der kommenden zwei<br />
Jahre plant das Unternehmen zudem<br />
gemeinsam mit einem Arzt und dem<br />
Bürgermeister von Klein Upahl ein kleines<br />
Ärztehaus im Gutshaus von Klein<br />
Upahl zu errichten, um den ärztlichen<br />
Notstand der Region zu mindern.<br />
Die Firma Nordic-Haus Blockhäuser<br />
wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal<br />
für den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />
nominiert und 2017 als „Finalist“ ausgezeichnet.<br />
Vorgeschlagen wurde das Unternehmen<br />
in diesem Jahr durch die HERMES<br />
Systeme GmbH, die Müller-Technik GmbH<br />
und WISSENSBILANZ-DEUTSCHLAND. ó<br />
35<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Bank<br />
des Jahres<br />
sparkasse-saarbruecken.de<br />
Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />
der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />
Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />
„Bank des Jahres“.<br />
Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />
unseren innovativen Weg weiterzugehen.
Preisträger <strong>2018</strong><br />
aus Nordrhein-Westfalen<br />
Ewers Strümpfe GmbH<br />
59964 Medebach<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
32<br />
Baby- und Kinderstrümpfe mit dem<br />
besonderen Etwas<br />
Die Ewers Strümpfe GmbH hat sich auf<br />
die Herstellung von Baby- und Kinderstrümpfen<br />
spezialisiert und gilt in der<br />
Branche mit seinen bunten, kuscheligen<br />
und fröhlich wirkenden Produkten als<br />
Modemacher. Als eine der wichtigsten<br />
Innovationen ist die patentierte Antirutsch-Socke<br />
(VABS-Socke) mit Luftlöchern<br />
zu nennen. Sie zählt zu den Aushängeschildern<br />
des Unternehmens und<br />
bietet neben einem sicheren Halt hohen<br />
Tragekomfort.<br />
Ein weiteres Aushängeschild von<br />
Ewers ist der Soft-Step-Strumpf, der mit<br />
Hilfe einer zusätzlichen ergonomischen<br />
Beschichtung eine sehr genaue Passform<br />
bietet. Bezogen werden können<br />
die Produkte der Ewers Strümpfe GmbH<br />
über einen firmeneigenen Online-Shop,<br />
einen Amazon-Shop, über das hauseigene<br />
Factory-Outlet und einen B2B-<br />
Bereich im Internet für die mehr als<br />
3.000 Handelspartner und -vertreter.<br />
Zu den Besonderheiten des Unternehmens<br />
zählen u. a. Strümpfe mit Thermolite,<br />
einem wärmenden Spezialgarn<br />
für die kalten Monate des Jahres, und mit<br />
Coolmax, einem besonders atmungsaktiven<br />
Funktionsgarn für Sport und Freizeit.<br />
Um weiterhin auf Expansionskurs<br />
zu bleiben, arbeitet die Ewers Strümpfe<br />
GmbH derzeit an der Entwicklung einer<br />
Wäsche- und Accessoires-Kollektion.<br />
Außerdem steht eine Damen- und Herrensockenkollektion<br />
auf der Agenda, so<br />
dass das Unternehmen zukünftig alle<br />
Altersklassen abdecken kann.<br />
Die Einhaltung streng ökologischer Kriterien<br />
während des gesamten Produktionsprozesses<br />
hat oberste Priorität. Viel<br />
Wert wird auf hohe Qualitätsstandards<br />
mit dem Gütesiegel „Made in Germany“<br />
gelegt.<br />
Die Ewers Strümpfe GmbH konnte<br />
ihren Umsatz dank eines hohen Engagements<br />
und ihrer fundierten Kompetenzen<br />
seit dem Neustart im Jahr 2014<br />
mehr als verdreifachen und die Anzahl<br />
der Mitarbeiter und Auszubildenden verdoppeln.<br />
Ewers engagiert sich auch in der<br />
außerbetrieblichen Bildung. Darüber<br />
hinaus ist Ewers Business-Partner und<br />
Sponsor des Frauenhandball-Bundesligisten<br />
Wildunger Vipers. ó<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Ewers Strümpfe GmbH, (v.r.n.l.) Michael Papenheim, Geschäftsführender<br />
Gesellschafter, Kay Stiefermann, Gesellschafter<br />
GRÜN Software AG<br />
52076 Aachen<br />
Spezialsoftware für Mitglieds- und<br />
Spendenorganisationen<br />
Die GRÜN Software AG wurde vor rund<br />
30 Jahren gegründet und ist ein 150<br />
Mitarbeiter starkes Unternehmen mit<br />
Hauptsitz in Aachen sowie Niederlassungen<br />
in Berlin, Bremen, Wien und Bratislava.<br />
Das Unternehmen ist mit seiner<br />
Windows-Branchensoftware GRÜN<br />
VEW A7 Marktführer auf dem Gebiet der<br />
Softwarelösungen für Mitglieds- und<br />
Spendenorganisationen. Außerdem bietet<br />
sie als ganzheitlicher Strategiepartner<br />
unter dem Dach der GRÜN Gruppe<br />
weitere umfassende Agenturdienstleistungen<br />
an. Dank der hohen Kompetenz<br />
und der Erweiterung der Geschäftsfelder<br />
konnte die GRÜN Software AG ihren<br />
Umsatz sowie die Eigenkapitalentwicklung<br />
innerhalb der letzten vier Jahre verdoppeln<br />
und die Anzahl der Mitarbeiter<br />
um ein Drittel erhöhen.<br />
Die GRÜN Software AG verfügt über<br />
eine eigene Forschungsabteilung, die<br />
GRÜN Lab, die Förderprojekte von Land,<br />
Bund und der EU wie die „Handwerker-<br />
Cloud“, „eStep Mittelstand“ und „KompUEterchen4KMU“<br />
initiiert und fördert.<br />
So wird Know-how generiert und die<br />
nachhaltige Nutzung von Forschungsergebnissen<br />
ermöglicht. Mit dem Ziel, eine<br />
Aachen Area als digitales Innovationsland<br />
zu schaffen, kooperiert die GRÜN<br />
Software AG mit dem neuen digitalHUB<br />
Aachen e. V. Zahlreiche Preise untermauern<br />
die hohe<br />
Qualität der unternehmenseigenen<br />
Produkte, darunter<br />
die Auszeichnung<br />
mit dem iF Design<br />
Award 2012 und<br />
<strong>2018</strong>, der INNOVA-<br />
TIONSPREIS-IT 2014<br />
sowie der European<br />
Excellence Award<br />
2017.<br />
Mitarbeitermotivation<br />
wird<br />
bei GRÜN Software<br />
großgeschrieben.<br />
Viermal im Jahr gibt<br />
es für besonders<br />
engagierte und kreative Mitarbeiter die<br />
„GREENER“-Auszeichnung einschließlich<br />
einer Prämienzahlung. Außerdem läuft<br />
seit 2017 das GRÜN Talente-Programm<br />
mit speziellem Fortbildungs- und Ideenfindungsprogramm<br />
für je zehn junge<br />
Mitarbeiter.<br />
Die GRÜN Software AG unterstützt<br />
diverse Projekte in Afrika wie einen Schulbau<br />
in Äthiopien und die Ausstattung<br />
eines Krankenhauses in Ghana mit einer<br />
Solaranlage und einer Brunnenanlage. ó<br />
Terhalle Holzbau GmbH<br />
48683 Ahaus-Ottenstein<br />
Ökologischer Holzhausbau<br />
- schlüsselfertig<br />
Die Terhalle Holzbau GmbH ist Vorreiter<br />
im Bereich der ökologischen, umweltschonenden<br />
und nachhaltigen Holzrahmenbauweise<br />
inkl. Objekt-, Innenaus-,<br />
Fassaden- und Fensterbau sowie Zimmerei-<br />
und Schreinereileistungen. Ein<br />
weiterer, noch junger Unternehmensbereich<br />
ist der Aluminiumbau. Dank des<br />
hohen Vorfertigungsgrades innerhalb<br />
des Unternehmens ist die Fertigung witterungsunabhängig.<br />
Die Produktion von<br />
kompletten Hauskomponenten erleichtert<br />
den internationalen Vertrieb, was<br />
der Terhalle Holzbau GmbH den vom<br />
Zoll verliehenen Status „Ermächtigter<br />
Ausführer“ einbrachte. Eine Klassifizierung,<br />
die die vereinfachte Warenausfuhr<br />
ermöglicht.<br />
Der moderne Maschinenpark und<br />
ein großes Maß an Flexibilität machen
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
GRÜN Software AG,<br />
(v.l.) Oliver Grün, Geschäftsführer, Dirk Hönscheid, Prokurist<br />
das Unternehmen attraktiv für Kunden<br />
mit Kleinstaufträgen bis hin zu Großprojekten<br />
im Millionenbereich. Um den<br />
hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens<br />
zu gewährleisten, finden „Werker<br />
Selbstprüfungen“ statt, in deren Rahmen<br />
jede einzelne Komponente vor der<br />
Weiterverarbeitung intern abgenommen<br />
wird. Terhalle ist zudem in die Liste<br />
der präqualifizierten Bauunternehmen<br />
eingetragen.<br />
Weitere Alleinstellungsmerkmale<br />
sind im Bereich Fensterbau das Terhalle-<br />
Protekt-System, ein hochwertiger Vier-<br />
Schicht-Aufbau der Oberflächen, die<br />
Verwendung von Faserverfestigern an<br />
jedem Einzelteil vor dem Verleimen, die<br />
Halogentrocknung und die RC2-Zertifizierung.<br />
Zukünftig plant die Terhalle<br />
Holzbau GmbH die Entwicklung einer<br />
Verbindung von vorgefertigten Holz-<br />
Verbund-Decken inklusive integrierten<br />
Leitungen für die Bauteilaktivierung. Für<br />
sein Niedrig-Energie-/Passivhauskonzept<br />
für ein Einfamilienhaus in Dortmund<br />
wurde das Unternehmen mit dem<br />
Holzbaupreis ausgezeichnet.<br />
Die Terhalle Holzbau GmbH engagiert<br />
sich stark in der Ausbildung junger<br />
Menschen. Der Anteil an Auszubildenden<br />
innerhalb der Belegschaft liegt bei<br />
rund 15 Prozent. Ausbildungsberufe sind<br />
u. a. Tischler, Dachdecker, Bauzeichner<br />
und Fachinformatiker. Auch das soziale<br />
Engagement kommt nicht zu kurz. ó<br />
Wenker GmbH & Co. KG<br />
48683 Ahaus<br />
Terhalle Holzbau GmbH, Thekla Terhalle, Juniorchefin,<br />
Dipl.-Ing. Jürgen Ellerkamp, Geschäftsführer Wittland,<br />
Ludger Terhalle, Holding GmbH & Co. KG, Geschäftsführer<br />
Anlagenbau mit Pfiff<br />
Die Wenker GmbH & Co. KG ist ein in<br />
Deutschland und in den USA ansässiger<br />
Generalunternehmer mit internationaler<br />
Ausrichtung, der sich auf den Bereich<br />
Metallverarbeitung in allen Facetten<br />
spezialisiert hat und auf den Kundenbedarf<br />
zugeschnittene Komplettlösungen<br />
inklusive Planung anbietet. Das in<br />
der dritten Generation familiengeführte<br />
Unternehmen punktet darüber hinaus<br />
durch eine eigene Forschung, die u. a.<br />
im Jahr 2017 die Wenker Paneelsysteme<br />
neuentwickelt und brandschutztechnisch<br />
zertifiziert hat. Ein großer Absatzmarkt<br />
ist der Schiffbau. Wenker baut<br />
Crew- und Passagierkabinen aus extrem<br />
hochwertigem und gleichzeitig leichtem<br />
Material, das zudem exzellente Schallund<br />
Brandschutzeigenschaften aufweist.<br />
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal<br />
sind die vorgefertigten Raum-Module<br />
KLIMA-LINER® mit integrierter technischer<br />
Ausstattung und Ausrüstung, mit<br />
denen sich mehrstöckige Wohn- und<br />
Arbeitsgebäude errichten lassen. Wenker<br />
kreierte damit eine clevere Antwort<br />
auf die voranschreitende Bauflächenknappheit<br />
in den Städten. Eine weitere<br />
Eigenentwicklung ist das ERGO-LUX®-<br />
33<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
• Holzbau<br />
• Objektbau<br />
• Innenausbau<br />
• Fenster & Fassaden<br />
SIE WÜNSCHEN.<br />
WIR BAUEN.<br />
Zimmerer- • Dachdecker- • Klempnerarbeiten • Holzrahmenbau<br />
Fassaden • Innenausbau • Fenster & Haustüren • schlüsselfertiges Bauen<br />
Solmsstraße 46 • 48683 Ahaus-Ottenstein • Tel. 02561 9823-0 • www.terhalle.de<br />
PREISTRÄ GER<br />
Großer Preis des<br />
MITTELSTANDES
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Kommune des<br />
Jahres <strong>2018</strong><br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
34<br />
Wenker GmbH & Co. KG, (v.l.) Franz Leers, Stefan Leers,<br />
beide Geschäftsführer, Detlef Herking, Vertrieb,<br />
Matthias Leers, Geschäftsführer<br />
System, ein High-Tech-Lichttunnel für<br />
Qualitätskontrollen bei der Oberflächeninspektion<br />
etwa im Automobilbau.<br />
Wachsende Mitarbeiterzahlen zeugen<br />
vom Erfolgskurs der Wenker GmbH<br />
& Co. KG. Insgesamt 65 neue Arbeitsplätze,<br />
darunter 20 Ausbildungsplätze<br />
und fünf Stellen für Praktikanten bzw.<br />
Werkstudenten, konnten innerhalb der<br />
letzten vier Jahre geschaffen werden.<br />
Ein weiterer Erfolg war die Realisierung<br />
von acht neuen Patent- und Gebrauchsmustern.<br />
Fortlaufend entwickelt Wenker<br />
einzelne Unternehmensbereiche weiter<br />
und/oder bringt sie auf den neuesten<br />
Stand der Technik.<br />
Auch beim Thema Fachkräftenachwuchs<br />
ist Wenker aktiv. Ein eigener<br />
Ausbildungskanal auf Instagram ist in<br />
Planung. In enger Kooperation mit den<br />
umliegenden Fachhochschulen werden<br />
Master- und Bachelorarbeiten betreut<br />
und Arbeitsplätze für Werkstudenten<br />
angeboten. ó<br />
Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH<br />
59494 Soest<br />
Breitbandausbau und<br />
Hausarztkampagne<br />
Der westfälische Landkreis Soest, zwischen<br />
Dortmund und Paderborn gelegen,<br />
hat rund 300.000 Einwohner und ist der<br />
viertgrößte Kreis Nordrhein-Westfalens.<br />
Er zählt zu den großen, ländlich geprägten<br />
Flächenkreisen im Land und verfügt<br />
über eine bestens ausgebaute Infrastruktur.<br />
Außerdem ist der Landkreis eine<br />
erfolgreiche Wirtschaftsregion mit einer<br />
vielfältigen Branchen- und Unternehmensstruktur.<br />
Umsatz, Produktion und<br />
Exportquote der regionalen Wirtschaft<br />
können sich sehen lassen. Erfolgreiches<br />
Arbeiten und gutes Leben sind im Kreis<br />
Soest wunderbar miteinander zu verbinden.<br />
Die 14 Städte und Gemeinden des<br />
Kreises bieten eine hohe Lebensqualität<br />
für jede Generation, und auch touristisch<br />
hat der Landkreis einiges zu bieten.<br />
Die Wirtschaftsförderung Kreis<br />
Soest GmbH (wfg) sorgt mit dafür, dass<br />
der Kreis weiter auf diesem Erfolgsweg<br />
bleibt. So konnte die wfg im vergangenen<br />
Jahr mehr als 8,7 Mio. Euro und 2016<br />
über 2,1 Mio. Euro an Fördermitteln für<br />
den Kreis und die Region Südwestfalen<br />
akquirieren. Die lösten wiederum fünf<br />
Mio. Euro 2016 und sieben Mio. Euro<br />
2017 an zusätzlichen Investitionen im<br />
Mittelstand aus. Außerdem half die wfg<br />
Unternehmen, dank geförderter Investitionen<br />
Energiekosten, zu sparen.<br />
Zielgerichtet kümmert sich die wfg,<br />
ausgestattet mit einer Website auf neuestem<br />
Stand, um Trend- und Zukunftsthemen<br />
des Mittelstandes. Dazu hat sie<br />
einen unternehmerischen Beirat mit<br />
circa 30 Unternehmen unterschiedlicher<br />
Branchen ins Leben gerufen. Mit diesem<br />
werden Strategien diskutiert und überprüft.<br />
Erfahrungen aus Unternehmensbesuchen,<br />
Gesprächen und Ergebnisse<br />
von Unternehmensbefragungen dienen<br />
als Grundlage für die Aktivitäten der<br />
wfg. Hinzu kommt der enge Austausch<br />
mit Wirtschaftsfördererkollegen aus<br />
anderen Regionen Deutschlands.<br />
Ganz besonderes Augenmerk legt<br />
das 16köpfige Team der wfg auf den<br />
Breitbandausbau. Die Strategie war<br />
Wir verbessern das Leben von<br />
Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen<br />
Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen.<br />
Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />
an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />
Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />
In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />
Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />
den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />
Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />
PREISTRÄGER<br />
<strong>2018</strong><br />
Innovating<br />
special nutrition.
dabei von Anfang an darauf ausgerichtet,<br />
keine Übergangstechnologien zu verbauen,<br />
sondern dem Mittelstand bereits<br />
hochwertige Glasfaseranschlüsse zur<br />
Umsetzung ihrer Anforderungen anzubieten.<br />
Kein Kreis, keine Region in NRW<br />
verfolgt dieses Ziel so stringent wie die<br />
wfg des Kreises Soest. Dazu wurden<br />
in den vergangenen Jahren durch die<br />
wfg Fördermittelanträge an Bund und<br />
Land im Umfang von insgesamt rund 30<br />
Mio. Euro eingereicht und teilweise auch<br />
bewilligt.<br />
Zweiter aktueller Schwerpunkt der<br />
Soester Wirtschaftsförderer ist die Sicherung<br />
der medizinischen Versorgung. Um<br />
drohenden Lücken im Ärztenetz - vor<br />
allem bei den Allgemeinärzten - entgegenzuwirken,<br />
umwirbt die wfg aktiv die<br />
Ärzteschaft sowie Medizinabsolventen<br />
und versucht sie für den Kreis Soest und<br />
den Beruf des Allgemeinarztes zu begeistern.<br />
Außerdem sorgt die wfg dafür, dass<br />
das Thema stets präsent bleibt. Erste<br />
Erfolge haben sich bereits eingestellt. So<br />
haben sich vier neue Mediziner im Kreisgebiet<br />
niedergelassen. In Kürze wird<br />
zudem ein Pilotprojekt<br />
im Bereich Telemedizin<br />
gestartet.<br />
Auch auf anderen<br />
Feldern ist<br />
die wfg aktiv. So<br />
zeichnet sie Unternehmen,<br />
die auf<br />
dem Gebiet der<br />
Vereinbarkeit von<br />
Beruf und Familie<br />
vorbildlich sind,<br />
mit dem Zertifikat<br />
„Familienfreund-<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
liches Unternehmen“<br />
aus. Außerdem<br />
organisiert sie seit mehr als acht<br />
Jahren gemeinsam mit über 30 Unternehmenspartnern<br />
im Landkreis den<br />
Schulwettkampf „Gedankenblitz“, um<br />
MINT-Talente, gerade im Hinblick auf<br />
den Mittelstand, zu fördern. Des Weiteren<br />
gründete die wfg gemeinsam mit<br />
allen Städten und Gemeinden das Digitale<br />
Zentrum Mittelstand, um digitale<br />
Fragen und Anforderungen zu beantworten<br />
und umzusetzen. Zu guter Letzt<br />
Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH,<br />
Markus Helms, Prokurist<br />
initiierten die Wirtschaftsförderer den<br />
Transferverbund Südwestfalen, damit<br />
der Mittelstand einen leichten und<br />
direkten Zugang zu den Hochschulen<br />
erhält und so schneller Kooperationen<br />
geschmiedet werden können.<br />
Die Wirtschaftsförderung Kreis<br />
Soest GmbH wurde für den „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“ nominiert von<br />
der Effizienz-Agentur des Landes Nordrhein-Westfalen.<br />
ó<br />
35<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Bank<br />
des Jahres<br />
sparkasse-saarbruecken.de<br />
Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />
der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />
Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />
„Bank des Jahres“.<br />
Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />
unseren innovativen Weg weiterzugehen.
Preisträger <strong>2018</strong><br />
aus Rheinland-Pfalz / Saarland<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
32<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG,<br />
(v.l.) Bruno Hirtz, Geschäftsführer,<br />
Mario Huber, Vertriebsleiter<br />
Bilstein & Siekermann<br />
54576 Hillesheim<br />
Neue Wege in der Automobilbranche<br />
Der Hillesheimer Automobilzulieferer<br />
Bilstein & Siekermann GmbH & Co. KG<br />
ist ein weltweit gefragter Entwickler<br />
und Hersteller von Kaltfließpressteilen<br />
für Automotive, Hydraulik, Antriebstechnik<br />
und Maschinenbau. Jüngst wurde<br />
mit einem Invest von drei Mio. Euro<br />
die größte Einzelanschaffung der über<br />
60jährigen Unternehmensgeschichte<br />
realisiert: eine Sechs-Stufen-Presse.<br />
In Zeiten immer knapper werdender<br />
Ressourcen treibt Bilstein & Siekermann<br />
ein Verfahren voran, mit dem<br />
sich die komplexen Bauteile für Fahrzeuge,<br />
Maschinen und Anlagen auch<br />
mit geringstem Materialeinsatz auf<br />
eine neue Art herstellen lassen. Mit der<br />
neuen Vorgehensweise, Drehteile durch<br />
Kaltfließpressteile zu ersetzen, entstehen<br />
technologisch und wirtschaftlich<br />
überzeugende Produkte. Diese Methode<br />
verhalf dem Unternehmen bereits dreimal<br />
zum „GM Supplier Quality Excellence<br />
Award“..<br />
Als innerbetriebliche Maßnahme zur<br />
Risikominimierung und Wissensverbreitung<br />
wurde ein eigenes System geschaffen:<br />
Das interne Onlineportal kann vom<br />
Personal abgerufen und aktualisiert<br />
werden. Die 117 Angestellten und zwölf<br />
Auszubildenden können somit jederzeit<br />
auf das Wissen der anderen zugreifen<br />
und, wenn sie selbst mit Problemen konfrontiert<br />
wurden,<br />
den Lösungsansatz<br />
eintragen.<br />
Seit 2007<br />
investierte Bilstein<br />
& Siekermann rund<br />
700.000 Euro in ein<br />
Personalentwicklungsprogramm,<br />
welches Schulungsprogramme<br />
für die<br />
Angestellten auf<br />
allen Hierarchieebenen<br />
ermöglicht.<br />
Weiterhin werden<br />
Teilzeitarbeit, Gleitzeit,<br />
Sabbatical und<br />
Home-Office-Arbeit<br />
ermöglicht. Auch<br />
Weiterbildungen,<br />
die zu dem Kompetenzprofil<br />
eines Angestellten passen,<br />
werden ermöglicht. Auf diese Art und<br />
Weise lernen die Mitarbeiter das Unternehmen<br />
von allen Seiten kennen.<br />
Bilstein & Siekermann unterstützt<br />
die Drogenprävention an der Realschule<br />
Plus in Hillesheim, fördert die Schulausbildung<br />
eines Mädchens in Ghana<br />
und sponsert verschiedene Kultur- und<br />
Sportvereine in der Region mit Sachspenden<br />
und finanziellen Mitteln. ó<br />
RHODIUS Mineralquellen und Getränke<br />
GmbH & Co. KG<br />
56659 Burgbrohl<br />
Premiumwasser in achter Generation<br />
Wasser ist nicht gleich Wasser. In der<br />
Firma RHODIUS Mineralquellen und<br />
Getränke GmbH & Co. KG weiß man das.<br />
Daher hat sich das Unternehmen sein<br />
Wasser auch deutschlandweit als erster<br />
Mineralwasseranbieter vom Institut Fresenius<br />
als Premium-Mineralwasser zertifizieren<br />
und auf soziale und ökologische<br />
Nachhaltigkeit prüfen lassen. RHODIUS<br />
erhielt für sein Premium-Mineralwasser<br />
gleich dreimal die Höchstauszeichnung<br />
des Superior Taste Award, von Ökotest<br />
die Note „Sehr gut“ und durfte bereits<br />
drei goldene DLG-Münzen in Empfang<br />
nehmen.<br />
Das in achter Generation geführte<br />
Familienunternehmen ist auch als Lohnabfüller<br />
tätig. Im letzten Jahr trennte<br />
RHODIUS sich vom margenschwachen<br />
Lohnabfüllgeschäft für PepsiCo, dem bis<br />
dato größten Kunden – verantwortlich<br />
für immerhin 50 Prozent des Gesamtumsatzes.<br />
Der Getränkeproduzent konnte<br />
den Umsatz dennoch stabil halten. Er<br />
investierte in eine neue Maschinentechnologie<br />
und ebnete so den Weg zu<br />
neuen Kundenaufträgen: Nun füllt das<br />
Unternehmen „MAYA MATE“, „afri Cola“<br />
und den Energy Drink „Power Point“ ab.<br />
Das Unternehmen beschäftigt<br />
aktuell 221 Mitarbeiter aus mehr als 20<br />
Ländern und 17 Auszubildende. Zudem<br />
kommen über das Jahr 29 junge Menschen<br />
für ein Praktikum oder im Rahmen<br />
einer Tätigkeit als Werkstudent in das<br />
Unternehmen. RHODIUS ist damit einer<br />
der größten Arbeitgeber im Landkreis<br />
Ahrweiler. Damit es so bleibt, ist der<br />
Mineralwasserproduzent schon jetzt bei<br />
der Suche nach neuen Azubis engagierter<br />
als viele Mitbewerber. Tage der offenen<br />
Tür, Azubi-Speed-Dating und eine<br />
Facebookseite von Azubis für potentielle<br />
Azubis und eine nahezu 100prozentige<br />
Übernahmequote sind nur einige Beispiele.<br />
Rhodius unterstützt örtliche Schulfeste<br />
und einen wöchentlichen Treff für<br />
junge Flüchtlinge. Außerdem ist RHODIUS<br />
seit Jahren Unterstützer der regionalen<br />
Fußballferiencamps und finanziert bei<br />
Bedarf dem örtlichen Fußballverein die<br />
Trikotsätze der Jugendmannschaften. ó<br />
Zahnen Technik GmbH<br />
54687 Arzfeld<br />
Wasseraufbereitung nach Maß<br />
Die vor 60 Jahren gegründete Zahnen<br />
Technik GmbH kümmert sich um die<br />
Erhaltung und Verbesserung der Wasserqualität,<br />
und das international. Zahnen<br />
steht für Optimierung, Modernisierung<br />
und Neubau von Wasser- und Abwasseranlagen.<br />
Das Unternehmen entwickelt,<br />
plant, liefert und montiert elektro- und<br />
maschinentechnische Anlagen für Kläranlagen,<br />
Pumpstationen, Anlagen für die<br />
Regenwasserbewirtschaftung und Biogasanlagen.<br />
Um mit den Kunden noch passgenauer<br />
zusammenarbeiten zu können,<br />
entwickelte Zahnen Technik ein eigenes<br />
Baukastenkonzept, mit dem die
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
RHODIUS Mineralquellen und Getränke GmbH & Co. KG,<br />
Rolf Hübner, Geschäftsführer<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Zahnen Technik GmbH,<br />
Herbert Zahnen, Geschäftsführer<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
33<br />
verschiedenen Angebote des Arzfelder<br />
Unternehmens bedarfsgerecht kombiniert<br />
werden können. 85 Mitarbeiter<br />
arbeiten bei dem Wasserspezialisten,<br />
darunter 20 Auszubildende. Ein eigens<br />
zusammengestelltes Qualitätsmanagementteam<br />
sorgt dafür, dass sofort auf<br />
Probleme reagiert wird und Unternehmensabläufe<br />
verbessert werden können.<br />
Die Firma hat zur Jahrtausendwende<br />
einen Strategiewechsel vom<br />
Elektroinstallationsbetrieb hin zum<br />
Abwasserspezialisten vollzogen. Begleitet<br />
wurde dies von einer Vielzahl Mitarbeiterprogramme.<br />
Auf diese Art und<br />
Weise konnte der Umsatz verzwölffacht<br />
werden. Erreicht wurde dies, indem das<br />
Unternehmen die Belegschaft mehrmals<br />
jährlich je nach individuellem Bedarf<br />
schult und leistungsorientiert bezahlt.<br />
Obstkörbe in den Aufenthaltsräumen,<br />
Dienstfahrräder sowie Geburtstags- und<br />
Weihnachtsgeschenke und Betriebsausflüge<br />
werden organisiert.<br />
Bemerkenswert ist auch die Einstellung<br />
des Unternehmens zu Vereinsaktivitäten<br />
der Mitarbeiter. So werden bei<br />
Neueinstellungen bevorzugt Bewerber<br />
eingestellt, die sich in Vereinen engagieren.<br />
Mit dem Projekt „Wasser 3.0“<br />
setzt sich das Unternehmen dafür ein,<br />
dass möglichst überall auf der Welt der<br />
Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht<br />
wird. In dem Projekt der Universität<br />
Koblenz-Landau werden neue Materialien<br />
erforscht, die Wasser von Stressoren<br />
reinigen können. Zahnen Technik stellt<br />
dafür die benötigte Prozesstechnik und<br />
das Know-how zur Verfügung. ó<br />
Ihre Zufriedenheit ist unser Ziel!<br />
Wir leben Energie!<br />
0<br />
Industriegebiet Scheid 16<br />
56651 Ihre Niederzissen Zufriedenheit ist unser Ziel!<br />
– Kundendienst<br />
Wir leben Energie!<br />
Tel. 0 26 36 / 8 07 55-0<br />
– Gebäudetechnik<br />
oder Tel. 0 26 36 / 20 81 /-20 82<br />
Fax 0 26 36 / 20 84<br />
E-Mail: info@elektro-koll.de<br />
www.elektro-koll.de<br />
Unsere Geschäftszeiten:<br />
Montag geschlossen<br />
Di. –- Sa. Kundendienst<br />
9.30 - 12.00 Uhr<br />
Di. - Fr. 14.30 - 18.00 Uhr<br />
– Gebäudetechnik<br />
Bürozeiten:<br />
Montag - Freitag 8.00-18.00 Uhr<br />
– Industrieanlagen<br />
– Industrieanlagen<br />
– Beleuchtungstechnik<br />
– Schwachstromanlagen<br />
EDV-Netzwerktechnik<br />
– Elektro-Heizungsbau<br />
-Service-Partner<br />
– Blitzschutzanlagen<br />
– EDV-Netzwerktechnik<br />
– Elektro-Heizungsbau<br />
– Blitzschutzanlagen<br />
– Sat-Antennenbau<br />
– BK-Breitbandkabelfernsehen<br />
PREISTRÄGER<br />
2017
Bank<br />
des Jahres <strong>2018</strong><br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
34<br />
Sparkasse Saarbrücken<br />
66117 Saarbrücken<br />
Ausgezeichnete Qualität für<br />
mittelständische Unternehmer<br />
Die Sparkasse Saarbrücken ist das<br />
größte Kreditinstitut ihrer Region und<br />
gleichzeitig die größte Sparkasse Südwestdeutschlands.<br />
Im vergangenen<br />
Geschäftsjahr sorgten mehr als 1.200<br />
Mitarbeiter in über 80 Standorten dafür,<br />
dass eine Bilanzsumme von mehr als<br />
7 Mio. Euro erzielt werden konnte. Sie<br />
betreuen heute mehr als die Hälfte aller<br />
Firmen- und Privatkunden in der Umgebung<br />
und stehen damit stellvertretend<br />
für die richtungsweisende Rolle, die die<br />
Sparkasse für das gesamte Saarland<br />
spielt.<br />
Beim Banken-Qualitätstest 2017<br />
der Tageszeitung DIE WELT im Saarland<br />
wurde die Bank zudem gleich mehrfach<br />
ausgezeichnet: als beste Bank für<br />
Firmenkunden, für ihr Privat-Banking<br />
und für die Baufinanzierung. Die Sparkasse<br />
Saarbrücken ist folglich auf einem<br />
andauernden Erfolgskurs.<br />
Ihrem Motto „Wir sprechen die Sprache<br />
der Unternehmer“ wird die Bank<br />
dabei mehr als gerecht. Knapp 250 neue<br />
Firmenkunden mit<br />
einem Kreditvolumen<br />
von über 182<br />
Mio. Euro sorgten<br />
dafür, dass sie ihren<br />
hohen Marktanteil<br />
zuletzt sogar noch<br />
ausbauen konnte.<br />
Allein im Jahr 2017<br />
wurde so ein Nettozuwachs<br />
von mehr<br />
als sieben Prozent<br />
bei Kreditanfragen<br />
im gewerblichen<br />
Bereich erzielt. Auch<br />
auf kommunaler<br />
Ebene wuchs der<br />
Kreditbestand auf<br />
1,2 Mrd. Euro.<br />
Die Sparkasse Saarbrücken bekennt<br />
sich klar zum Mittelstand und will durch<br />
dessen Förderung der ganzen Region<br />
Vorteile verschaffen. Dazu gründete sie<br />
unter anderem die S-Beteiligung GmbH,<br />
die mittelständischen Unternehmern<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Sparkasse Saarbrücken, Hans-Werner Sander,<br />
Vorstandsvorsitzender, Uwe Johmann, Firmenkundenvorstand<br />
umfassende Lösungen für die Eigenkapitalausstattung<br />
bietet. Das Tochterunternehmen<br />
bekämpft durch die Aufnahme<br />
einer stillen Beteiligung aktiv<br />
und erfolgreich eine der häufigsten<br />
Insolvenzursachen. Vor allem aber die<br />
Wir verbessern das Leben von<br />
Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen<br />
Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen.<br />
Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />
an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />
Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />
In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />
Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />
den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />
Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />
PREISTRÄGER<br />
<strong>2018</strong><br />
Innovating<br />
special nutrition.
deutschlandweit einzigartige Unternehmensbörse<br />
SaarLorLux, die die Sparkasse<br />
Saarbrücken ebenfalls initiierte, stärkt<br />
den Mittelstand und entfacht die Lust<br />
am Unternehmertum neu.<br />
Als Plattform für Unternehmer,<br />
Nachfolger, Investoren und Erfinder<br />
vermittelt sie künftige Geschäftsführer,<br />
bringt Innovationen ein und bietet<br />
die Grundlagen zur Vergrößerung und<br />
Angebotserweiterung von Unternehmen.<br />
Der Erfolg spricht dabei für sich:<br />
Jeder Vierte der Nachfolgesuchenden<br />
im ganzen Saarland nutzt die Plattform<br />
heute – mit einer Vermittlungsquote<br />
von beachtlichen 40 Prozent.<br />
Auch als Arbeitgeber präsentiert<br />
sich die Sparkasse Saarbrücken erstklassig.<br />
Das Gütesiegel „Familienfreundliches<br />
Unternehmen“ erhielt sie bereits<br />
zum zweiten Mal in Folge. Außerdem<br />
setzt die Bank erfolgreich auf Chancengleichheit<br />
in der Personal- und Organisationspolitik<br />
und wurde dafür von<br />
der TOTAL E-QUALITY Deutschland e. V.<br />
mit fünf Prädikaten und dem Nachhaltigkeitspreis<br />
geehrt. Focus und Focus<br />
Money zählten die Sparkasse im Jahr<br />
2017 zu den bundesweit besten Ausbildungsbetrieben,<br />
wovon vor allem ihre<br />
jungen Mitarbeiter profitieren.<br />
Auch das Thema Nachhaltigkeit<br />
spielt für die Sparkasse Saarbrücken<br />
wegen ihrer eigenen, langen Tradition<br />
und gesellschaftlichen Verantwortung<br />
eine entscheidende Rolle. Daher<br />
ist ein nachhaltiges Umweltmanagement<br />
schon seit einigen Jahren fest<br />
in der Unternehmensstrategie verankert.<br />
Als eine von nur vier Sparkassen<br />
ganz Deutschlands darf die Sparkasse<br />
Saarbrücken für ihr Engagement das<br />
weltweit anspruchsvollste Gütesiegel<br />
für nachhaltiges Umweltmanagement<br />
„EMAS“ tragen, das die Europäische<br />
Union vergibt.<br />
Die Sparkasse Saarbrücken stand in<br />
den Jahren 2017 und <strong>2018</strong> auf der Juryliste<br />
und wurde jetzt als „Bank des Jahres“<br />
ausgezeichnet. Die Landeshauptstadt<br />
Saarbrücken schlug die Sparkasse<br />
in diesem Jahr vor. ó<br />
35<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Bank<br />
des Jahres<br />
sparkasse-saarbruecken.de<br />
Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />
der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />
Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />
„Bank des Jahres“.<br />
Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />
unseren innovativen Weg weiterzugehen.
Preisträger <strong>2018</strong> aus Sachsen-Anhalt<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
32<br />
EWS „Die Schuhfabrik“ e. K.<br />
<strong>06</strong>295 Lutherstadt Eisleben<br />
Von der Sohle bis zur Schnürung:<br />
Sicherheitsschuhe<br />
„Made in Lutherstadt Eisleben“<br />
Die EWS „Die Schuhfabrik“ e. K. fertigt<br />
Sicherheitsschuhe für Feuerwehren,<br />
Rettungsdienste, Forst- und Tiefkühlbetriebe<br />
sowie die Industrie, vor allem<br />
für Heißbereiche in Aluminium- oder<br />
Stahlwerken und Gießereien. Das Unternehmen<br />
hat sich im gesamten Bundesgebiet<br />
innerhalb der letzten Jahre<br />
etablieren können, gilt mittlerweile<br />
innerhalb Deutschlands als Nummer<br />
Zwei der Branche und gehört zu den<br />
Top 5 in Europa im Segment Feuerwehrstiefel.<br />
Die hohe Innovationskraft der EWS<br />
„Die Schuhfabrik“ e. K. wird durch ihre<br />
stetigen Neuentwicklungen untermauert.<br />
Jährlich werden drei bis fünf neue<br />
Produkte auf den Markt gebracht. Als<br />
erstes Unternehmen stellte die EWS den<br />
voll zertifizierten Feuerwehrschuh EWS<br />
PINK FIRE zur Verfügung, der als „Rekrutierungsstiefel“<br />
für Frauen gilt und<br />
deutschlandweit bekannt ist. Damit<br />
reagiert die EWS auf die zunehmend<br />
steigende Anzahl von Frauen in den<br />
Freiwilligen Feuerwehren. Auch für Rettungskräfte<br />
hält das Unternehmen mit<br />
dem Modell „Pink Lady“ die weibliche<br />
Ausführung eines Sicherheitsschuhs<br />
bereit. Die EWS entwickelte für Heißbereich-Sicherheitsschuhe<br />
einen innovativen<br />
Notausstieg und sicherte sich damit<br />
nicht nur einen enormen Vorsprung<br />
zu Wettbewerbern, sondern auch das<br />
Alleinstellungsmerkmal in diesem Segment.<br />
Eine jährliche Überprüfung inklusive<br />
Zertifizierung der Normkonformität aller<br />
EWS-Sicherheitsschuhe findet durch den<br />
TÜV Rheinland statt. Die hohe Flexibilität,<br />
langjährige Erfahrung und das große<br />
Know-how schätzen mittlerweile mehr<br />
als 1.000 Kunden in Deutschland und<br />
Europa, die auf rund 300 verschiedene<br />
Produktvarianten zurückgreifen können.<br />
Großes Engagement zeigt die EWS<br />
„Die Schuhfabrik“ e. K. als Partner des<br />
Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-<br />
Anhalt im Rahmen<br />
der Nachwuchsgewinnung<br />
für Freiwillige<br />
Feuerwehren.<br />
Auch regionale<br />
Vereine und Institutionen<br />
werden<br />
fortlaufend unterstützt.<br />
So erhalten<br />
u. a. das Kinderheim<br />
Hakerode, verschiedene<br />
Schulen und<br />
Kindergärten sowie<br />
die Eislebener Tafel<br />
finanzielle Unterstützung.<br />
ó<br />
PS Union GmbH<br />
<strong>06</strong>122 Halle/Saale<br />
Ganzheitlicher Mobilitätsdienstleister<br />
mit Gespür für die Automobilbranche<br />
von morgen<br />
Die PS Union GmbH ist ein in Halle/<br />
Saale ansässiges Handels-, Handwerksund<br />
Dienstleistungsunternehmen<br />
der Automobilbranche, das sich unter<br />
anderem auf den Verkauf von Neuund<br />
Gebrauchtwagen spezialisiert hat.<br />
Neben Hyundai, Volvo und Peugeot liegt<br />
das Hauptaugenmerkt im Neu- und<br />
Gebrauchtwagenverkauf auf der Automarke<br />
Ford, mit der die PS Union GmbH<br />
zu den 20 größten Händlern im gesamten<br />
Bundesgebiet zählt.<br />
Das Unternehmen betreibt darüber<br />
hinaus das leistungsfähigste Werkstattnetz<br />
in ganz Mitteldeutschland, ist an<br />
zehn Standorten im südlichen Sachsen-<br />
Anhalt und in Nord-Thüringen präsent.<br />
Die PS Union GmbH sieht sich als<br />
ganzheitlicher Mobilitätsdienstleister,<br />
wozu auch das Carsharing-System<br />
„JEZ!mobil“ gehört, das ergänzend<br />
Hybrid- und Elektrofahrzeuge in seine<br />
Flotte aufgenommen hat. Es leistet<br />
damit einen wichtigen Beitrag zum Projekt<br />
„neogrün“, das die Stadt Halle als<br />
E-Mobilitäts-Hauptstadt im gesamten<br />
Bundesland etablieren möchte. Nach<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
EWS „Die Schuhfabrik“ e. K.,<br />
Jörg Schlichting, Inhaber<br />
der Bereitstellung der größten Elektrofahrzeugflotte<br />
der Stadt in Kooperation<br />
mit den Stadtwerken Halle und anderen<br />
Partnern plant das Unternehmen,<br />
diese noch <strong>2018</strong> um Wasserstofffahrzeuge,<br />
eine Elektrotankstelle, eine Wasserstofftankstelle<br />
und ein Waschareal<br />
mit umweltfreundlichem Wasseraufbereitungssystem<br />
zu ergänzen.<br />
Als erstes Unternehmen hat die<br />
PS Union GmbH die digitale Fahrzeugpräsentation,<br />
den sogenannten virtuellen<br />
Verkaufsberater, ins Leben gerufen.<br />
Das Unternehmen punktet mit einer<br />
überdurchschnittlich hohen Anzahl an<br />
Auszubildenden, die knapp 20 Prozent<br />
des 240 Mitarbeiter starken und zwölf<br />
Nationen umfassenden Teams ausmachen.<br />
Alle Mitarbeiter sind an 22 Prozent<br />
des Stammkapitals der Unternehmensgruppe<br />
beteiligt.<br />
Soziales Engagement zeigt das<br />
Unternehmen durch die Unterstützung<br />
verschiedenster Vereine, Vereinigungen<br />
und Institutionen, darunter der Mukoviszidose-Förderverein<br />
Halle/Saale e. V.,<br />
das Kloster Petersberg und der Katastrophenschutz<br />
Halle/Saale. ó
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
33<br />
PS Union GmbH,<br />
Vertreter der Geschäftsführung<br />
Landkreis Saalekreis, Andre Wähnelt,<br />
Dezernent für Gesundheit und Soziales<br />
Kommune<br />
des Jahres <strong>2018</strong><br />
Landkreis Saalekreis<br />
<strong>06</strong>217 Merseburg<br />
Stark durch Chemie und Logistik<br />
Der Landkreis Saalekreis zählt mit knapp<br />
77.000 Einwohnern zu den wirtschaftlich<br />
stärksten Regionen in Sachsen-Anhalt<br />
und beheimatet zahlreiche umsatz- und<br />
beschäftigungsstarke Unternehmen, die<br />
zu den größten des Landes zählen. Viele<br />
von ihnen sind im traditionsreichen<br />
Chemiestandort Leuna beheimatet, wie<br />
TOTAL, InfraLeuna, ADDINOL Lube Oil,<br />
CRI Catalyst Leuna, Domo Caproleuna,<br />
Global Bioenergies und Leuna Harze. Die<br />
fünf umsatzstärksten Unternehmen im<br />
Landkreis erwirtschaften einen jährlichen<br />
Gesamtumsatz von circa 8,7 Millionen<br />
Euro. Das entspricht einem Drittel<br />
des Gesamtumsatzes der 100 größten<br />
Unternehmen in Sachsen-Anhalt. Hinzu<br />
kommt ein Rückgang der Arbeitslosigkeit<br />
im Saalekreis um 42,7 Prozent<br />
seit 2007 und eine Verminderung der<br />
Jugendarbeitslosigkeit im gleichen Zeitraum<br />
sogar um 61,7 Prozent. Zudem liegt<br />
die Kaufkraft im Saalekreis über dem<br />
Durchschnitt in Sachsen-Anhalt.<br />
Nach umfassenden Investitionen<br />
seit 1990 präsentiert sich die Chemieund<br />
Kunststoffindustrie dieses Traditions-<br />
und Innovationsstandorts im Zentrum<br />
Europas heute internationaler und<br />
stärker denn je. Auch Polymerforschung<br />
und -produktion haben hier ihren Platz.<br />
Die erstklassige Anbindung an transnationale<br />
Verkehrswege und die strategisch<br />
vorteilhafte Lage machten den<br />
Landkreis zusätzlich zu einem Top-Logistikzentrum.<br />
Seit 1990 sind rund 12.000<br />
neue Arbeitsplätze in über 40 Gewerbegebieten<br />
entstanden. Große Namen wie<br />
Arvato, DHL, Rossmann, Hermes, Jungheinrich<br />
oder die Nagel Group, zahlreiche<br />
Ansiedlungen von Logistikzentren, Weiterverarbeitern,<br />
Energieunternehmen<br />
und wirtschaftsnahen Dienstleistern<br />
und wiederholte Einzelinvestitionen im<br />
zweistelligen Millionenbereich stehen<br />
für eine nachhaltig positive Entwicklung,<br />
die weit in die Zukunft reicht.<br />
Nach Chemie und Logistik bietet die<br />
Landwirtschaft als drittstärkste Branche<br />
im Saalekreis fast 1700 Beschäftigten<br />
Lohn und Brot. Auch das Handwerk ist<br />
stark vertreten: Mit 2.500 Betrieben bildet<br />
es ein wichtiges Rückgrat des Mittelstandes<br />
des Landkreises. Gleichzeitig<br />
wird der geplante Ausstieg aus der Kohleverstromung<br />
zu einer Herausforderung<br />
für den Saalekreis, denn neben dem<br />
Braunkohlekraftwerk in Schkopau (Landkreis<br />
Saalekreis) werden bis zu 1.000<br />
direkt oder indirekt in der Braunkohle<br />
Beschäftigte aus dem Landkreis Saalekreis<br />
in den Tagebauen Profen (Burgenlandkreis)<br />
und Vereinigtes Schleenhain<br />
(Landkreis Leipzig) davon betroffen sein.<br />
Die Wirtschaftsförderung des Landkreises<br />
hat diese Herausforderung fest<br />
im Blick. So haben sich sieben Landkreise
Lebenswerk<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
34<br />
und zwei Oberzentren der Region zusammengeschlossen,<br />
um gemeinsam den<br />
Strukturwandel in der Braunkohleregion<br />
Mitteldeutschland positiv zu gestalten.<br />
Im Regionalforum Halle werden die entsprechenden<br />
Zukunftsthemen zudem<br />
begleitend diskutiert. In enger Kooperation<br />
mit den Landesministerien, der IHK<br />
Halle-Dessau und der regionalen Handwerkskammer<br />
sowie den Berufsschulen<br />
(auch über die Landkreisgrenzen hinaus)<br />
arbeitet die Wirtschaftsförderung an<br />
Maßnahmen und Konzepten zur nachhaltigen<br />
Wirtschaftsentwicklung. So<br />
initiierte die Wirtschaftsförderung des<br />
Landkreises Saalekreis das Gründernetzwerk<br />
Halle-Saalekreis, die Logistikregion<br />
Halle, die Machbarkeitsstudie für ein<br />
Innovatives Technologie- und Anwenderzentrum<br />
Merseburg, das Regionale Digitalisierungszentrum<br />
Sachsen-Anhalt<br />
Süd, die Studie zur Zukunftssicherung<br />
der Chemischen Industrie und den Breitbandausbau<br />
im Landkreis. Außerdem<br />
verleiht der Landkreis alle zwei Jahre<br />
einen Gründerpreis und führte gemeinsam<br />
mit der IHK Halle-Dessau und der<br />
Handwerkskammer Halle-Saalekreis<br />
eine Unternehmensbefragung durch.<br />
Der Landkreis Saalekreis wurde zum<br />
4. Mal seit dem Jahr 2000 für den „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“ nominiert,<br />
in diesem Jahr von der Dynamik 2000<br />
Unternehmensgruppe. ó<br />
AKTUELL BAU GmbH<br />
39128 Magdeburg<br />
Schlüsselfertiger Massivhausbau mit<br />
höchsten Öko-Standards<br />
Seit 23 Jahren realisiert die AKTUELL BAU<br />
GmbH aus Magdeburg für ihre Kunden<br />
den Traum von den eigenen Wänden. Die<br />
vielfältigen Hauskonzepte des Unternehmens<br />
im Bereich Ein- und Zweifamilienhäuser<br />
werden inklusive Verkauf,<br />
Planung und Bau aus einer Hand angeboten,<br />
und das zu fairen Festpreisen<br />
einschließlich garantiertem Fertigstellungsdatum.<br />
Besonderes Anliegen dabei:<br />
Klimaschutz und Energieeffizienz. So<br />
achtet die AKTUELL BAU GmbH stets<br />
darauf, dass nur umweltverträgliche<br />
Baustoffe, Materialien und Substanzen<br />
beim Bau ihrer Häuser zum Einsatz kommen.<br />
Auch bei der Anlagentechnik wird<br />
auf maximales Energiesparpotenzial<br />
gesetzt und so die CO2-Emmission drastisch<br />
gesenkt. Seit Gründung 1995 ist<br />
AKTUELL Bau zudem ohne Wechsel des<br />
Inhabers oder Geschäftsführers tätig.<br />
Neben Massivhäusern hat das mehrfach<br />
ausgezeichnete Unternehmen auch<br />
Komplettangebote für Erdwärmehäuser<br />
mit hocheffizienter, monovalenter Wärmepumpe<br />
und Klimaschutzfenster mit<br />
umweltfreundlicher GreenLine-Technologie<br />
im Portfolio. Besonders erfolgreich<br />
ist das Unternehmen mit dem eingeführten<br />
„BioMassivhaus“, das in Sachen<br />
Umweltschonung durch Verwendung<br />
von naturbelassenen Baustoffen und<br />
hocheffizienten Heizanlagen mit bis<br />
zu 70 Prozent Energieeinsparung einzigartig<br />
ist. Neu hinzugekommen ist<br />
jüngst das „sunhouse24“ mit modernster<br />
Anlagentechnik einschließlich einer<br />
vernünftig dimensionierten, energiesparenden<br />
Gebäudeaußenhülle. „sunhouse24“-<br />
Häuser können mehr Energie<br />
produzieren, als sie selber benötigen<br />
und tragen so aktiv zur Energiewende<br />
bei. Darüber hinaus führte AKTUELL BAU<br />
die leiseste Luftwärmepumpe der Welt<br />
auf dem Markt ein. Gerade auch bei der<br />
Auswahl der Materialien und Techniken<br />
für den Hausbau punktet AKTUELL Bau.<br />
So setzt der 72 Mitarbeiter und sechs<br />
Azubis umfassende Baubetrieb auch<br />
Techniken wie Lehmputz, Dämmung aus<br />
Schafwolle oder Schüttungen aus porosiertem<br />
Lavagestein ein.<br />
Dank festem Lieferanten- und<br />
Handwerkerstamm sorgt das Unternehmen<br />
stets für reibungslose Bauabläufe.<br />
Gleichzeitig sichert diese Partnerschaft<br />
gut 700 Arbeitsplätze bei diesen Subunternehmen<br />
mit ab.<br />
Zentral bei AKTUELL BAU ist die laufende<br />
Verbesserung und Steigerung der<br />
Energieeffizienz der Häuser. So werden<br />
nicht nur die Musterhäuser stets mit<br />
neuester Anlagentechnik ausgestattet,<br />
sondern auch die Hauskonzepte und<br />
Wir verbessern das Leben von<br />
Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen<br />
Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen.<br />
Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />
an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />
Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />
In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />
Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />
den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />
Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />
PREISTRÄGER<br />
<strong>2018</strong><br />
Innovating<br />
special nutrition.
-pläne laufend den aktuellsten Erkenntnissen<br />
angepasst. Schon seit 2013 erfüllen<br />
die Häuser der AKTUELL BAU GmbH<br />
einen so hohen Energiesparstandard,<br />
dass sie bereits die verschärften Anforderungen<br />
der EnEV 2014 erfüllten, die<br />
erst 2016 bindend wurden.<br />
Regelmäßige Prozessoptimierungen,<br />
etwa durch die Entwicklung einer<br />
hauseigenen Workflow-Software und<br />
eine automatisierte Vorkalkulation<br />
sowie Ausführungsplanung einschließlich<br />
laufender Qualitätskontrollen durch<br />
Bausachverständige sorgen dafür, dass<br />
AKTUELL BAU beste Qualität in kürzesten<br />
Zeiträumen liefern kann.<br />
Die AKTUELL BAU GmbH engagiert<br />
sich auch gesellschaftlich. So integriert<br />
das Bauunternehmen regelmäßig im<br />
Rahmen eines Pilotprojektes in Kooperation<br />
mit dem Arbeitsamt Magdeburg<br />
Langzeitarbeitslose beziehungsweise<br />
ungelernte Arbeitskräfte<br />
in seinen<br />
Betrieb.<br />
Regelmäßig<br />
unterstützt AKTU-<br />
ELL BAU außerdem<br />
Schüler und Lehrer<br />
durch Klassenpatenschaften<br />
sowie<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
die Bereitstellung<br />
von Praktikumsplätzen.<br />
Daneben greift das Unternehmen<br />
Handball- und Fußballvereinen sowie<br />
einem Radsportverein unter die Arme<br />
und tritt als Sponsor verschiedener kultureller<br />
Institutionen in Erscheinung. Bei<br />
Überschwemmungen an der Elbe ist<br />
das Unternehmen stets mit Transportfahrzeugen,<br />
Material für den Dammbau<br />
sowie entsprechenden Fluthelfern zur<br />
Stelle.<br />
Aktuell Bau GmbH,<br />
Manfred Schindler, Geschäftsführer<br />
Die AKTUELL BAU GmbH wurde<br />
beim „Großen Preis des Mittelstandes<br />
2004 als Finalist und 2005 als Preisträger<br />
ausgezeichnet. 2011 erhielt das Unternehmen<br />
die Ehrenplakette, und 2014<br />
wurde es als Premier-Finalist geehrt. In<br />
diesem Jahr wurde AKTUELL BAU von der<br />
Landeshauptstadt Magdeburg und der<br />
Dynamik 2000 Unternehmensgruppe<br />
vorgeschlagen. ó<br />
35<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Bank<br />
des Jahres<br />
sparkasse-saarbruecken.de<br />
Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />
der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />
Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />
„Bank des Jahres“.<br />
Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />
unseren innovativen Weg weiterzugehen.
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
32<br />
Preisträger <strong>2018</strong><br />
aus Sachsen<br />
Beautyspa Service GmbH<br />
08301 Bad Schlema<br />
Kosmetik mit Passion<br />
Als Christine Rößler 1998 ihr Unternehmen<br />
im Erzgebirge gründete, hatte sie<br />
konkrete Vorstellungen von ihrer beruflichen<br />
Zukunft. Vom erzgebirgischen<br />
Bad Schlema aus bietet sie mittlerweile<br />
sämtliche Dienstleistungen rund um das<br />
Thema Kosmetik an – und zwar weltweit.<br />
In einem sanierten historischen<br />
ehemaligen Schachtgebäude der Wismut<br />
AG entwickeln und produzieren ihre<br />
40 Mitarbeiter hochwertige Kosmetika<br />
Kunden können sich von Beautyspa das<br />
komplette Produktdesign entwerfen lassen<br />
und Hinweise zur Vermarktung ihrer<br />
Mixturen bekommen.<br />
Geschäftsleitung und Führungskräfte<br />
besitzen jahrzehntelange Erfahrungen<br />
von der Entwicklung über<br />
Herstellung, Abfüllung bis hin zur Produktauswahl,<br />
Grafik, Vermarktung von<br />
Produkten sowie Schulung von Mitarbeitern.<br />
In den vergangenen 20 Jahren<br />
wurden mehr als 5.800 verschiedene<br />
Produkte entwickelt.<br />
Wichtig für den<br />
Erfolg ist die Vernetzung<br />
in der Branche,<br />
um trendige Kosmetika<br />
entwerfen zu<br />
können. So gehören<br />
die in Asien beliebten<br />
Whitening-<br />
Produkte ebenso<br />
zum Sortiment wie<br />
schmelzende Texturen,<br />
die einer Eiscreme<br />
gleichen.<br />
Das Spektrum<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Beautyspa Servicegesellschaft mbH,<br />
Christine Rößler, Geschäftsführerin,<br />
Diana Jauch, Produktmanagement<br />
von Beautyspa reicht von Cremes für<br />
alle Hauttypen und Altersklassen über<br />
Whithening-Produkte, Emulsionen,<br />
Seren, Fluids, Reinigungsemulsion-Gels,<br />
Milch, Gesichtstonic, Peelings und Makeup<br />
bis zu Sonnenschutzprodukten und<br />
Gesichtsmasken.<br />
Die Stärke des erzgebirgischen<br />
Unternehmens liegt im Know-how bei<br />
der Entwicklung neuester Produkte<br />
gegen umweltbedingte Hautalterung.<br />
So war ein Anti-Aging-Gel mit verschiedenen<br />
verkapselten Edelsteinpulvern<br />
eine besondere Innovation. Auch gelang<br />
es, mit Zellen alpiner und exotischer<br />
Pflanzen die Haut besser vor schädlichen<br />
Umwelteinflüssen zu schützen.<br />
Auf vielfältige Weise unterstützt<br />
Beautyspa Schüler der Region. Dies<br />
reicht von jährlichen Betriebspraktika<br />
über finanzielle Zuwendungen an einen<br />
in Not geratenen Schüler bis zur Unterstützung<br />
einer Abiturientin im Bereich<br />
forschendes Lernen. ó<br />
ONI Temperiertechnik Rhytemper GmbH<br />
01900 Großröhrsdorf<br />
Mit Impulskühlung an die Spitze<br />
Der Industrieausrüster ONI Temperiertechnik<br />
hat sich vor allem durch seine<br />
intelligenten Systeme, die er für die<br />
Kunststoff- und Metallindustrie entwickelt,<br />
weltweit einen Namen gemacht.<br />
Denn spezialisierte Systemlösungen<br />
rund um das Thema Temperiertechnik<br />
sind der Markenkern des Unternehmens<br />
zwischen Dresden und Bautzen gelegen.<br />
Das Zauberwort heißt Impulskühlung<br />
und wird für genau abgestimmte<br />
Temperierung von Spritzgieß-Produktionslinien<br />
eingesetzt. ONI-Kunden können<br />
so die Zykluszeiten ihrer Produktion<br />
optimieren, den Energieverbrauch reduzieren<br />
und ihre Spritzgussfertigungsanlagen<br />
müssen nicht mehr so oft<br />
gewartet werden.<br />
Herumgesprochen hat sich das<br />
inzwischen bei so namhaften Konzernen<br />
wie Audi, BMW, Bosch, Playmobil,<br />
Siemens und VW. Für diese und weitere<br />
Unternehmen vor allem aus der Automobilindustrie<br />
hat sich gezeigt, dass<br />
diese spezielle Technik allen herkömmlichen<br />
Temperiergeräten überlegen ist.<br />
So baute das Unternehmen seine<br />
Marktführerschaft auf dem Gebiet der<br />
Temperiertechnik im Kunststoffbereich<br />
zunehmend aus.<br />
Grundlage dafür bildete<br />
das Expertenwissen<br />
des Gesellschafters<br />
Wolfgang<br />
Oehm und des<br />
Geschäftsführers<br />
Dietmar Hofmann<br />
sowie deren Zusammenarbeit<br />
mit hochqualifizierten<br />
und<br />
motivierten Mitarbeitern.<br />
Im Laufe der<br />
Zeit hat das Unternehmen<br />
die Technik<br />
weiter verbessert,<br />
was sich auch in<br />
Investitionen von<br />
mehr als einer Mio.<br />
Euro im vergangenen<br />
Jahr niederschlägt.<br />
Interne und externe Weiterbildung<br />
wird bei ONI für Mitarbeiter und Kunden<br />
kontinuierlich großgeschrieben. Gute<br />
Ergebnisse und außergewöhnlichen<br />
Einsatz honoriert die Geschäftsleitung<br />
regelmäßig mit Sach- und Geldprämien.<br />
So wurden im vergangenen Jahr 25.000<br />
Euro an die Mitarbeiter ausgeschüttet.<br />
Daneben engagiert sich das Unternehmen<br />
für soziale Einrichtungen. Regionale<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
ONI Temperiertechnik Rhytemper GmbH,<br />
Sandy Bachmann, Leiterin Finanzen, Olaf Baars (l.),<br />
Andreas Drey<br />
Sportvereine, Kinder- und Jugendgruppen<br />
kommen in den Genuss von Geldspenden.<br />
Der Unternehmenserfolg spiegelt<br />
sich auch eindrucksvoll im Bonitätsindex<br />
wider. Nach Prüfung und Zertifizierung<br />
durch Creditreform erhielt ONI nach<br />
einem „Sehr gut“ 2016 im vergangenen<br />
Jahr ein „Ausgezeichnet“. Das ist in der<br />
Branche einmalig. ó
Weihnachtsumtrunk<br />
mit Dirk Panter<br />
Fotograf: Julian Hoffmann<br />
Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Sächsischen<br />
Landtag lädt Sie stellvertretend im Namen<br />
des SPD-Ortvereins Leipzig-Mitte herzlich<br />
am 15.12.<strong>2018</strong> ab 16 Uhr<br />
zu einem Glas Glühwein in die Badische Wein-,<br />
Kunst- und Gourmet-Stube ein. Hierbei steht er<br />
interessierten Gästen für Fragen zu aktuellen<br />
politischen Themen zur Verfügung.<br />
Für die musikalische Unterhaltung<br />
des Umtrunk-Abends sorgt<br />
Akkordeonmeister Uwe Steger.<br />
Badische Wein-, Kunst- und Gourmet-Stube<br />
Zum Türkenlouis<br />
Seepromenade 6 • 04442 Zwenkau<br />
Telefon: 034203 556 160<br />
info@zum-tuerkenlouis.de<br />
www.zum-tuerkenlouis.de
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
34<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
INTERPANE Glasgesellschaft mbH,<br />
Sebastian Schmidt, Geschäftsführer<br />
INTERPANE Glasgesellschaft mbH<br />
04874 Belgern-Schildau/OT Liebersee<br />
High-Tech-Fensterbau in<br />
neuer Dimension<br />
Glasfassaden bekannter Gebäude in Berlin,<br />
Hamburg oder London haben eins<br />
gemeinsam: Ihre Sonnen- und Wärmeschutzgläser<br />
wurden alle von der INTER-<br />
PANE Glasgesellschaft mbH in Liebersee<br />
entworfen und produziert. Das Unternehmen<br />
ist mittlerweile der größte<br />
Arbeitgeber der Region Belgern-Schildau<br />
am Rand der Dahlener Heide. In dem<br />
kleinen, rund 300 Einwohner zählenden<br />
Ort werden High-End-Sonnen- und Wärmeschutzgläser<br />
sowie aktive Glasfassaden<br />
hergestellt. Aber auch doppelte oder<br />
dreifache Isolierglasfenster für Eigenheime<br />
stehen in der Produktpalette.<br />
Die Stärken der INTERPANE liegen<br />
in einem umfassenden Service- und<br />
Logistikangebot. Das mittelständische<br />
Unternehmen ist nicht nur der größte<br />
Arbeitgeber in der Region, sondern hat<br />
seine Geschäftstätigkeit in den vergan-<br />
genen Jahren sogar gegen<br />
den Trend ausgebaut.<br />
Damit das Unternehmen<br />
an den Trend<br />
hin zu intelligenten Appgesteuerten<br />
Isoliergläsern<br />
sowie organischer Stromerzeugung<br />
anknüpfen kann,<br />
arbeitet es eng mit dem Institut<br />
für Fenstertechnik in<br />
Rosenheim und dem amerikanischen<br />
Unternehmen<br />
Cinnestral zusammen. Prototypen<br />
konnten bereits in<br />
diesem Jahr auf der Nürnberger<br />
Fensterbaumesse<br />
vorgestellt werden.<br />
Mit einer neuen Fertigungslinie und<br />
dem Zuschnitt-Zentrum ist INTERPANE<br />
jetzt in der Lage, Isolierglas bis zu einem<br />
Gewicht von einer Tonne und einer<br />
Gesamtlänge von 5,50 Metern anzubieten.<br />
Damit gehört es zu den wenigen<br />
Betrieben in Deutschland, in denen dieser<br />
Produkttyp automatisiert ist.<br />
Seit drei Jahren gibt es eine eigenständige<br />
Abteilung, die sich mit dem<br />
Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagement<br />
befasst. Dadurch konnten der<br />
betriebliche Abfall in drei Jahren um<br />
26 Prozent und die Energiekosten trotz<br />
Werkausbau um 21 Prozent gesenkt werden.<br />
INTERPANE Belgern ist zusätzlich<br />
seit vier Jahren Mitglied der Umweltallianz<br />
Sachsen und setzt sich aktiv für die<br />
ressourcenschonende Fertigung ein.<br />
Seine gesellschaftliche Verantwortung<br />
sieht das Unternehmen darin, den<br />
rund 100 Mitarbeitern gute Arbeitsbedingungen<br />
zu schaffen und sich auch<br />
um ihr Lebensumfeld zu kümmern. ó<br />
IMM electronics GmbH<br />
09648 Mittweida<br />
Am Puls des digitalen Zeitalters<br />
IMM ist ein weltweit agierender, innovativer<br />
mittelständischer Electronic<br />
Engineering and Manufacturing Services<br />
Dienstleister mit besonderer Logistikkompetenz.<br />
Sie bietet maßgeschneiderte<br />
Lösungen von der Konzeption<br />
über Hard- und Softwareentwicklung,<br />
ressourcenschonender Konstruktion bis<br />
hin zur Muster- und Serienfertigung<br />
kompletter Baugruppen und Geräte vor<br />
allem im Bereich Automatisierungs-,<br />
Gesundheits-, Medizin-, Unterhaltungsund<br />
Medientechnik.<br />
Die Erfolgsstory des Unternehmens<br />
begann im Jahr 1991 mit der Gründung<br />
des Ingenieurbüros Müller Mittweida<br />
(IMM). Grundidee war die Entwicklung,<br />
Konstruktion und Fertigung sowie<br />
Erprobung und Anwendung elektronischer<br />
Baugruppen und Geräte. Beim<br />
anfänglich reinen Elektronikdienstleister<br />
kamen in den Folgejahren zunehmend<br />
Kooperationsentwicklungen mit<br />
Partnern sowie eigene Entwicklungen<br />
hinzu, die schließlich zu einem ganzen<br />
Produktspektrum in vier Kerngeschäftsfeldern<br />
führten: Technik/Automation,<br />
Medizintechnik, Medientechnik und<br />
Exergaming/Systems.<br />
Dank intensiver Kooperationen mit<br />
der Fraunhofer Gesellschaft, mit Universitäten<br />
und Hochschulen sowie speziellen<br />
Unternehmen schafft es IMM<br />
mit derzeit 140 Mitarbeitern und fünf<br />
Azubis, stets „am Puls der Zeit“ zu bleiben.<br />
Insbesondere mit der Hochschule<br />
Wir verbessern das Leben von<br />
Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen<br />
Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen.<br />
Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />
an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />
Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />
In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />
Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />
den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />
Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />
PREISTRÄGER<br />
<strong>2018</strong><br />
Innovating<br />
special nutrition.
Lebenswerk<br />
Mittweida findet eine vielfältige Zusammenarbeit<br />
statt. Eine unternehmenseigene<br />
Stabstelle Business Development<br />
Management koordiniert die Entwicklungsaktivitäten.<br />
Aktuell arbeitet IMM<br />
beispielsweise an mehreren Projekten<br />
zur intelligenten Überwachung von<br />
Prozessen und Zuständen im Zeitalter<br />
von Industrie 4.0. Beispielsweise für die<br />
Elektroniksteuerung von Werkzeugen.<br />
Geforscht wird zudem an einem speziellen<br />
Controllerboard für Videoüberwachungssysteme<br />
sowie für Telekommunikationsanlagen.<br />
IMM ist aktuell ein innovatives<br />
Unternehmen, das sich auf seine Kernkompetenzen<br />
als Elektronikdienstleister<br />
konzentriert, sich dabei jedoch abseits<br />
der reinen Lohnfertigung als Impulsgeber<br />
in der Region, aber auch in seinen<br />
globalen Märkten versteht.<br />
IMM ist eines der wenigen mittelständischen<br />
Unternehmen, das sich<br />
regional gewachsen zur Region Mittelsachsen<br />
bekennt und weiterhin in<br />
Familienhand liegt<br />
- neben dem Firmengründer<br />
arbeiten<br />
zwei Töchter und ein<br />
Bruder des Firmengründers<br />
bei IMM.<br />
Das Unternehmen<br />
ist mit zahlreichen<br />
Preisen ausgezeichnet<br />
worden. Unter<br />
anderem für die<br />
Nachwuchsförderung<br />
und die Firmenkultur.<br />
Seit 2005 regelmäßig als<br />
familienfreundliches Unternehmen.<br />
Aufgrund der angespannten Fachkräftesituation<br />
ist es IMM besonders<br />
wichtig, die eigenen Mitarbeiter zu fördern<br />
und somit die Mitarbeiterbindung<br />
zu erhöhen. Ein interner Wettbewerb um<br />
innovative technische Lösungen gehört<br />
ebenso dazu wie kostenfreie Firmen-<br />
Fitnesskurse, Massagen am Arbeitsplatz<br />
sowie hochverzinste Mitarbeiter-beteiligungen.<br />
Seit 2003 unterstützt IMM mit<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Prof. Detlev Müller,<br />
Gründer und Geschäftsführer von IMM<br />
einer eigenen Stiftung soziale regionale<br />
Projekte mit Geldspenden, aber auch<br />
mit projektbezogener Entwicklungsförderung.<br />
Regionale Partnerschaften und<br />
Sponsoring für Vereine sind für IMM eine<br />
Selbstverständlichkeit. Ebenso engagiert<br />
sich das Unternehmen im Bereich<br />
Berufsorientierung und unterstützt beispielsweise<br />
an einer Grundschule die AG<br />
Technik und die AG Raumfahrt. ó<br />
35<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Bank<br />
des Jahres<br />
sparkasse-saarbruecken.de<br />
Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />
der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />
Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />
„Bank des Jahres“.<br />
Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />
unseren innovativen Weg weiterzugehen.
Preisträger <strong>2018</strong> aus Thüringen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
32<br />
COLANDIS GmbH<br />
07768 Kahla<br />
Herausragende Mitarbeiterbindung<br />
Das familiengeführte Unternehmen<br />
entwickelt und realisiert weltweit kundenspezifische<br />
Reinraumlösungen. Das<br />
Angebotsspektrum von COLANDIS reicht<br />
von der Prozessanalyse über die Entwicklung<br />
und Herstellung bis hin zur Qualifizierung<br />
von Reinräumen einschließlich<br />
Reinraum- und Reinheitstauglichkeits-<br />
Untersuchungen. Zum Abnehmerkreis<br />
gehören neben der Halbleiterindustrie<br />
auch die optische Industrie, die Automobilindustrie<br />
sowie Unternehmen der<br />
Elektronikbranche, der Oberflächenbeschichtung,<br />
der Mikrosystemtechnik,<br />
Biotechnologie, Medizin- und Feinwerktechnik<br />
sowie Forschungs- und Entwicklungsabteilungen.<br />
Die COLANDIS GmbH hat sich zum<br />
Ziel gesetzt, nicht die Kosten-, sondern<br />
die Innovationsführerschaft in<br />
der Branche zu übernehmen und vor<br />
allem bei Kunden in der Hochtechnologie,<br />
Halbleiterindustrie sowie der Luftund<br />
Raumfahrt erfolgreich zu sein. Der<br />
gute Ruf des Unternehmens spiegelt<br />
sich in den Auftragsbüchern wider: Mehr<br />
als 80 Prozent der Aufträge stammen<br />
von Bestandskunden. Alle Produkte der<br />
COLANDIS GmbH sind Eigenentwicklungen<br />
für die bereits über zehn Patente,<br />
Gebrauchsmuster und Marken angemeldet<br />
wurden. Investitionen von mehr als<br />
350.000 Euro im Jahr 2017, sichern die<br />
Zukunft des Unternehmens.<br />
Die derzeit 30 Mitarbeiter sowie sieben<br />
Auszubildenden und Praktikanten<br />
sind die Seele des Unternehmens, das<br />
auf hochspezialisierte Mitarbeiter angewiesen<br />
ist. Zur Bindung guter Mitarbeiter<br />
schöpft COLANDIS aus einem breiten<br />
Angebot. Es ermöglicht Teilzeit- und<br />
Home-Office-Modelle, übernimmt pro<br />
Kind Betreuungskosten bis zu 200 Euro<br />
und gewährt eine betriebliche Altersvorsorge.<br />
Für Kaffee und Mittagessen zahlt<br />
der Arbeitgeber Zuschüsse. Es gibt einen<br />
Fußballkicker im Pausenraum, Firmenwandertage,<br />
Festlichkeiten für gemeinsam<br />
erreichte (Umsatz-)Ziele sowie<br />
einen Geburtstagskuchen für jeden<br />
Mitarbeiter. Außerdem unterstützt<br />
COLANDIS ehrenamtliche Tätigkeiten<br />
oder Wettkämpfe<br />
von Hobbysportlern<br />
durch Freistellungen.<br />
Besondere Fürsorge<br />
trägt das<br />
Unternehmen für<br />
die Gesundheit der<br />
Belegschaft. Neben<br />
der ergonomischen<br />
Arbeitsplatzgestaltung<br />
haben die Mitarbeiter<br />
zweimal<br />
wöchentlich die<br />
Möglichkeit, während<br />
der Arbeitszeit<br />
am Rückentraining<br />
mit einem<br />
vom Arbeitgeber<br />
bezahlten Physiotherapeuten<br />
teilzunehmen. 2017 erhielt<br />
COLANDIS dafür das „Thüringer Siegel<br />
für gesunde Arbeit“.<br />
Engagiert ist das Unternehmen<br />
zudem in der Nachwuchsgewinnung. Es<br />
übernimmt in der Regel seine Auszubildenden<br />
und bietet Bachelor- sowie<br />
Masterarbeiten und Praktika an. Bei<br />
guten Ergebnissen erhalten Absolventen<br />
Übernahmeverträge. Um Wissen im<br />
Betrieb zu halten, werden älteren Mitarbeitern<br />
rechtzeitig junge Kollegen zu<br />
Seite gestellt. Auf dem firmeneigenen<br />
Gelände wird schließlich für jeden Mitarbeiter<br />
bei Eintritt in den Ruhestand ein<br />
selbst gewählter Baum gepflanzt.<br />
Seit vielen Jahren ist dem Unternehmen<br />
die Zusammenarbeit mit dem<br />
palliativmedizinischen Verein des Universitätsklinikums<br />
Jena wichtig. Der Verein<br />
erhält von COLANDIS regelmäßig<br />
dieselben Prämien, wie sie die Mitarbeiter<br />
des Reinraum-Spezialisten erhalten.<br />
Zusätzlich werden von allen Einnahmen<br />
aus den Roadshows von COLANDIS<br />
20 Prozent an den Verein überwiesen.<br />
Anlässlich des 20jährigen Firmenjubiläums<br />
sammelte COLANDIS zudem eine<br />
gute vierstellige Spendensumme für den<br />
Verein.<br />
Für die COLANDIS GmbH ist es seit<br />
2012 bereits die 7. Nominierung für den<br />
„Großen Preis des Mittelstandes“ in Folge.<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
COLANDIS GmbH,<br />
Joachim Ludwig, Geschäftsführer<br />
Im Jahr 2014 wurde das Unternehmen<br />
als „Finalist“ ausgezeichnet. Nominiert<br />
wurde das Unternehmen in diesem Jahr<br />
vom BVMW Thüringen Jena, der Merkur<br />
Bank KGaA, der Servicestelle Technologieregion<br />
Jena c/o Ingenieurbüro Heuer, der<br />
VACOM Vakuum Komponenten & Messtechnik<br />
GmbH sowie von der Volksbank<br />
eG Gera Jena Rudolstadt. ó<br />
JENATEC Industriemontagen GmbH<br />
07747 Jena<br />
Engagiert gegen den<br />
Fachkräftemangel<br />
Die Auftragslage beim Bau ist bekanntermaßen<br />
gut, doch es fehlt an qualifizierten<br />
und einsatzbereiten Schlossern,<br />
Schweißern, Elektrikern, Heizungs- und<br />
Sanitärmonteuren. Diese Lücke schließt<br />
die JENATEC Industriemontagen GmbH<br />
für ihre Kunden. Mit Verfahren der klassischen<br />
Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung,<br />
Projektlösungen mit<br />
Freiberuflern, Rahmenverträgen oder<br />
individuellen Lösungen vermittelt das<br />
Unternehmen kurzfristig und weltweit<br />
Fachpersonal hauptsächlich für industrielle<br />
Großprojekte. Darüber hinaus bietet<br />
JENATEC eine umfassende Bedarfsplanung<br />
sowie die Entwicklung von Personalkonzepten<br />
an.
Das Unternehmen bietet gemeinsam<br />
mit Kooperationspartnern über<br />
Werk- oder Dienstverträge auch die<br />
Komplettabwicklung von Projekten, beispielsweise<br />
Maschinenverlagerungen,<br />
Wartungen, Automatisierungslösungen<br />
oder Inbetriebnahmen an und sichert<br />
sich damit branchenweit ein Alleinstellungsmerkmal.<br />
Dem Fachkräftemangel begegnet<br />
die JENATEC Industriemontagen GmbH<br />
seit vergangenem Jahr durch gezielte<br />
Integration ausländischer Arbeitskräfte.<br />
Diese erhalten unbefristete Arbeitsverträge,<br />
werden zunächst von einem<br />
sprachkundigen Mitarbeiter begleitet<br />
und auf dem Betriebsgelände des<br />
Kunden von Sprachlehrern unterrichtet.<br />
Durch dieses innovative Konzept stehen<br />
die Arbeitskräfte direkt zur Verfügung,<br />
ohne langwierige Lehrgänge und<br />
Genehmigungsverfahren abwarten zu<br />
müssen.<br />
In den Jahren 2014 bis 2017 konnte<br />
das Unternehmen seinen Umsatz um<br />
ein Drittel steigern. Im Sommer 2017<br />
eröffnete es seinen neunten Standort<br />
in Frankfurt am Main und schaffte<br />
damit erstmalig den<br />
Sprung in die ehemals<br />
alten Bundesländer.<br />
Ihren derzeit<br />
460 Mitarbeitern<br />
und fünf Auszubildenden<br />
sowie<br />
Praktikanten bietet<br />
die JENATEC<br />
Industriemontagen<br />
GmbH umfangreiche<br />
Leistungen an.<br />
Gleitzeitmodelle<br />
sowie Teilzeitregelungen<br />
gehören<br />
ebenso dazu wie<br />
eine direkte Beteiligung<br />
am Unternehmensgewinn,<br />
eine<br />
betriebliche Altersvorsorge, ein Zuschuss<br />
zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung<br />
oder kostenfreie Getränke und<br />
Tageszeitungen. Der Erwerb von Führerscheinen<br />
sowie regelmäßige Sicherheitsschulungen<br />
werden ebenfalls<br />
vom Arbeitgeber getragen. Das ehrenamtliche<br />
Engagement der Mitarbeiter<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
JENATEC Industriemontagen GmbH,<br />
Peter Schmidt, Geschäftsführer<br />
unterstützt das Unternehmen durch<br />
Freistellungen. Im Bereich der Gesundheitsvorsorge<br />
bietet die Firma einen<br />
Sonderurlaubstag für Nichtraucher<br />
sowie einen firmeneigenen Masseur. Zur<br />
Stärkung der gemeinsamen Identität<br />
werden regelmäßig Firmencoachings<br />
und niederlassungsübergreifende Ver-<br />
33<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Experte für maßgeschneiderte Personaldienstleistungen<br />
nach Ihren Bedürfnissen<br />
Ob in Spitzenzeiten, für Urlaubs- und Krankheitsvertretung<br />
oder bei zusätzlichen Aufträgen, die<br />
Ihre kurzfristig verfügbaren Personalressourcen<br />
sprengen: Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir<br />
passgenau auf Sie zugeschnittene Personalkonzepte<br />
und unterstützen Sie mit qualifiziertem Fachpersonal<br />
bei nationalen und Internationalen Projekten.<br />
Ihr Vorteil liegt auf der Hand:<br />
Sie verfügen jederzeit über die Mitarbeiter, die<br />
Sie brauchen – Nicht mehr und nicht weniger.<br />
info@jenatec.de | www.jenatec.de<br />
<strong>2018</strong>
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
34<br />
anstaltungen durchgeführt. Darüber<br />
hinaus sind speziell auf die Mitarbeiter<br />
zugeschnittene Coachings zu Selbstreflexion<br />
und Persönlich-keitsentwicklung<br />
geplant.<br />
Regelmäßig unterstützt die JENATEC<br />
Industriemontagen GmbH die Elterninitiative<br />
krebskranker Kinder in Jena. Im<br />
Rahmen des neugebauten Eltern-Kind-<br />
Hauses unterstützte das Unternehmen<br />
2017 ein Abenteuerspielzimmer mit<br />
10.000 Euro. Zudem unterstützt es das<br />
Kinderhospiz Tambach-Dietharz und<br />
gründete als Haupt- und Namenssponsor<br />
ein eigenes Nachwuchsteam im Radsport.<br />
Für die JENATEC Industriemontagen<br />
GmbH ist es bereits die 5. Nominierung<br />
für den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />
seit 2013. Im Jahr 2016 wurde das<br />
Unternehmen als „Finalist“ ausgezeichnet.<br />
Nominiert wurde das Unternehmen<br />
in diesem Jahr durch die TIG Thüringer<br />
Immobiliengesellschaft mbH und die<br />
Wirtschaftsmagnet GmbH. ó<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Dr. Schär Deutschland GmbH,<br />
Richard Stampfl, Geschäftsführer,<br />
Manfred Eiden, Prokurist<br />
Dr. Schär Deutschland GmbH<br />
07768 Kahla<br />
Gesunde Ernährung für<br />
anspruchsvolle Verbraucher<br />
Menschen mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten<br />
oder Stoffwechselstörungen<br />
standen noch vor wenigen Jahren<br />
vor großen Herausforderungen beim<br />
täglichen Einkauf. Seit ihrer Gründung<br />
20<strong>06</strong> bietet ihnen die Dr. Schär Deutschland<br />
GmbH mit Entwicklung, Produktion,<br />
Handel und Vertrieb Lebensmittel für<br />
besondere und diätische Ernährungsbedürfnisse<br />
an. Der Schwerpunkt liegt auf<br />
glutenfreien Produkten, beispielsweise<br />
aus Mais, Reis, Buchweizen oder Hirse.<br />
Die Werke in Dreihausen und Apolda<br />
fertigen eine Vielfalt an Keksen, Riegeln,<br />
Nudeln, Frühstückscerealien, Tiefkühlprodukten,<br />
Brot und Brötchen. Alle Produkte<br />
tragen mit wertvollen Zutaten<br />
und gutem Geschmack zur besseren<br />
Lebensqualität bei. Mittlerweile hält das<br />
Unternehmen auch spezielle eiweißarme<br />
Angebote bereit.<br />
Die Dr. Schär Deutschland GmbH<br />
gehört seit 20<strong>06</strong> zu einer weltweiten<br />
Firmengruppe mit inzwischen 15 Stand-<br />
Wir verbessern das Leben von<br />
Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen<br />
Seit fast 40 Jahren engagiert sich Dr. Schär für Menschen mit besonderen<br />
Ernährungsbedürfnissen.<br />
Kernkompetenz des Unternehmens mit Hauptsitz in Südtirol ist es spezielle Anforderungen<br />
an die Ernährung mit Lebensfreude und Lebensgenuss zu verbinden. Dieser<br />
Gedanke prägt und motiviert mehr als 1.210 Mitarbeiter an 15 Standorten weltweit.<br />
In der deutschen Zentrale in Dreihausen laufen 53 verschiedene Sorten Gebäck vom Band.<br />
Seit 20<strong>06</strong> werden in Thüringen, im Werk Apolda, glutenfreies Brot und Brötchen für<br />
den internationalen Markt produziert. Der Standort Rosbach komplettiert das deutsche<br />
Trio, hier werden Aminosäuremischungen und eiweißarme Produkte hergestellt.<br />
PREISTRÄGER<br />
<strong>2018</strong><br />
Innovating<br />
special nutrition.
orten und etwa 1.300 Mitarbeitern. Mit<br />
der Spezialisierung auf glutenfreie Nahrungsmittel<br />
konnte in wenigen Jahren<br />
die europäische Marktführerschaft<br />
erreicht werden. Von 2014 bis 2017 stieg<br />
der Umsatz des thüringischen Unternehmens<br />
um fast 30 Prozent. Die Dr. Schär<br />
Deutschland GmbH entwickelt im Jahr<br />
20 neue Produkte und arbeitet ständig<br />
an der Verbesserung des bestehenden<br />
Sortiments. Bisher wurden das dunkle<br />
Brot „Meisterbäckers Vital“ mit dem „Eat<br />
Healthy Award“ sowie die laktosefreie<br />
Pizza Margherita mit dem „Free From<br />
Food Award“ ausgezeichnet. Mehrere<br />
Brotsorten erhielten das DLG-Siegel.<br />
Derzeit beschäftigt das Unternehmen<br />
377 Mitarbeiter und bildet 24 Azubis<br />
sowie Praktikanten vorrangig für<br />
den Eigenbedarf aus. In Kooperation mit<br />
Schulen in der Region intensiviert die<br />
Dr. Schär Deutschland GmbH seit zwei<br />
Jahren ihre Bemühungen, den Jugendlichen<br />
vor Ort eine berufliche Perspektive<br />
zu bieten. Im betriebseigenen „Buddy-<br />
System“ übernehmen langjährige Mitarbeiter<br />
die Verantwortung für Neueinsteiger.<br />
Im Vordergrund steht ein festes<br />
Wertegerüst des Unternehmens, das<br />
auf Basis einer Mitarbeiterbefragung<br />
erstellt wurde. Die Wertschätzung des<br />
Einzelnen, dessen Entwicklungsmöglichkeiten<br />
und Bindung an das Unternehmen<br />
werden großgeschrieben. Alle<br />
Mitarbeiter können sich in jährlichen<br />
Personalentwicklungsgesprächen sowie<br />
an Befragungen mit eigenen Anregungen<br />
aktiv einbringen. Das Unternehmen<br />
bietet eine betriebliche Altersvorsorge,<br />
vermögenswirksame Leistungen sowie<br />
Zuschüsse zur Kinderbetreuung und<br />
besitzt seit 2014 eine „Dr. Schär Akademie“,<br />
die die firmeninterne Entwicklung<br />
und Weiterbildung aller Mitarbeiter<br />
organisiert.<br />
Mit Geld- und Produktspenden<br />
engagiert sich das Unternehmen für den<br />
Förderverein der Kinderklinik im Robert-<br />
Koch-Krankenhaus in Apolda und für die<br />
KITA „Fliegenpilz“ in Dreihausen. Weiterhin<br />
sponsert die Dr. Schär Deutschland<br />
GmbH den Handballverein HSV Apolda<br />
sowie den Fußballverein VfL Dreihausen.<br />
Für die Dr. Schär Deutschland GmbH<br />
ist es bereits die zweite Nominierung für<br />
den „Großen Preis des Mittelstandes“ in<br />
Folge. Im vergangenen Jahr wurde das<br />
Unternehmen als „Finalist“ ausgezeichnet.<br />
Nominiert wurde es in diesem Jahr<br />
durch die Commerzbank AG. ó<br />
35<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Bank<br />
des Jahres<br />
sparkasse-saarbruecken.de<br />
Die Sparkasse Saarbrücken bedankt sich bei<br />
der Oskar-Patzelt-Stiftung und dem deutschen<br />
Mittelstand für die angesehene Auszeichnung<br />
„Bank des Jahres“.<br />
Das ist Ansporn und Verantwortung zugleich,<br />
unseren innovativen Weg weiterzugehen.
Finalisten <strong>2018</strong><br />
aus Baden-Württemberg<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
36<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
(v.r.n.l.)<br />
Arnulf Betzold GmbH, Ulrich Betzold,<br />
Geschäftsführer;<br />
Schilling Engineering GmbH,<br />
Gerda Schilling und Günther Schilling,<br />
Geschäftsführung;<br />
HANS FLEIG GmbH, Edmund Barth,<br />
Thorsten Braun und Wolfgang Isenmann,<br />
Geschäftsführung;<br />
All for One Steeb AG, Dirk Sonntag,<br />
Leiter Corporate and Investor Relation;<br />
C. Josef Lamy GmbH, Beate Oblau und<br />
Thomas Trapp, Geschäftsführer;<br />
ADA Cosmetics International GmbH,<br />
Wilhelm B. Könning,CEO<br />
Arnulf Betzold GmbH<br />
73479 Ellwangen<br />
Innovativer Schulausstatter<br />
Die Arnulf Betzold GmbH hat sich mit<br />
der Entwicklung, Produktion und den<br />
Vertrieb von Lehrmitteln, Ausstattungsgegenständen<br />
und Bildungsmedien auf<br />
die umfassende Ausstattung von Schulen,<br />
Kindergärten und weitere Bildungseinrichtungen<br />
spezialisiert. Das Unternehmen<br />
ist Marktführer im Bereich<br />
Schul-Universalhändler und einer der<br />
bundesweit fünf großen Kindergartenausstatter.<br />
In der Produktion von<br />
Schulmöbeln und der Kunststoff-Spritzgussfertigung<br />
hält seit 2014 Betzolt<br />
deutschlandweit das Alleinstellungsmerkmal.<br />
Das Unternehmen engagiert<br />
sich für die Ausbildung von Nachwuchskräften<br />
und fördert das Projekt „Taktile<br />
Bilderbücher für blinde Kinder“ des<br />
Rotary Clubs Aalen-Limes. ó<br />
Schilling Engineering GmbH<br />
79793 Wutöschingen<br />
Reinräume mit hoher Energieeffizienz<br />
Die Schilling Engineering GmbH entwickelt<br />
und produziert hochwertige<br />
Reinraumsystemlösungen und gehört<br />
als Komplettanbieter zu den führenden<br />
Spezialisten der Branche. Kunden können<br />
flexibel Reinräume neu- bzw. umgestalten<br />
und gleichzeitig bestehende<br />
Elemente weiterverwenden. Es ist das<br />
erste Unternehmen weltweit, das sich<br />
mit der Produktlinie Green Cleanroom<br />
auf eine hohe Energieeffizienz und<br />
damit der Einsparung von Ressourcen<br />
u. a. zur Beleuchtung und Lüftung der<br />
Reinräume spezialisiert hat. Die Schilling<br />
Engineering GmbH kann dank seiner<br />
hohen Kompetenzen und Erfahrungen<br />
auf individuelle Sonderlösungen und<br />
kundenspezifische Anforderungen eingehen.<br />
ó<br />
All for One Steeb AG<br />
70794 Filderstadt-Bernhausen<br />
Kompetenz in der IT<br />
Die All for One Steeb AG ist geschätzter<br />
SAP-Platinum-Partner und betreut mehr<br />
als 2.000 Kunden und ist in ihrem Segment<br />
die Nummer Eins. Das führende IT-<br />
Haus gilt als zuverlässiger und kompetenter<br />
Partner für Digitalisierungen im<br />
Mittelstand und Anbieter von One-Stop-<br />
Shops, ganzheitlichen Lösungen und<br />
Services entlang der IT-Wertschöpfungskette.<br />
Dies beinhaltet Management- und<br />
Technologieberatung, Branchenlösungen,<br />
Cloud-Anwendungen sowie hochskalierbare<br />
Multi-Cloud-Services aus<br />
deutschen Rechenzentren. Kompetenz<br />
und Service schätzen auch die Kunden.<br />
Daher darf die All for One Steeb AG<br />
die größte installierte SAP-Mittelstandskundenbasis<br />
mittels Softwarewartungsverträgen<br />
sowie Cloud Subscriptions im<br />
deutschsprachigen Raum ihr Eigen nennen.<br />
ó<br />
C. Josef Lamy GmbH<br />
69123 Heidelberg<br />
Schreiben lernen mit Qualität<br />
Schwerpunkt der C. Josef Lamy GmbH ist<br />
die Herstellung hochwertiger Schreibgeräte,<br />
mit denen sie im internationalen<br />
Premiumsegment die Weltmarktführerschaft<br />
hält. Die Besonderheit des Unternehmens<br />
ist die Verbindung zwischen<br />
dem signifikanten und bereits mehrfach<br />
ausgezeichneten Design und dem Qualitätsversprechen<br />
„Made in Germany“. Die<br />
Herstellung aller Produkte findet aus-
schließlich am Heidelberger Unternehmensstandort<br />
statt. Die C. Josef Lamy<br />
GmbH konnte ihren Umsatz innerhalb<br />
der letzten vier Jahre mehr als verdoppeln<br />
und mehr als 80 neue Arbeitsplätze<br />
schaffen. Großes Engagement wird<br />
gezeigt beim Thema Schreiben lernen,<br />
so wird eng zusammengearbeitet mit<br />
Pädagogen, Ärzten und Ergonomen, um<br />
Kindern den Einstieg in das Erlernen des<br />
Schreibens zu erleichtern. ó<br />
ADA Cosmetics International GmbH<br />
77694 Kehl<br />
Nachhaltige Hotelkosmetik<br />
Als Teil der weltweit agierenden ADA-<br />
Gruppe ist die ADA Cosmetics International<br />
GmbH das einzige in der DACH-<br />
Region operierende Unternehmen für<br />
Hotelkosmetik, das auch in Deutschland<br />
produziert. In Auseinandersetzung mit<br />
dem Thema Nachhaltigkeit wurden verschiedene<br />
Produktlinien unter der Kategorie<br />
„Responsible Living“ kreiert, so<br />
zum Beispiel spezielle geschlossene und<br />
nachfüllbare Spendersysteme. Aktuell<br />
liegt der Fokus auf ökologischen Konzepten<br />
wie dem Einsatz einer Holztube aus<br />
95 % Zuckerrohr und Holz und auf dem<br />
Verzicht von Plastikartikel in Cremes und<br />
Duschgels zur Entlastung der Meere. Das<br />
soziale Engagement zeigt sich bereits<br />
bei der Personalpolitik, so wurden erste<br />
Arbeitsplätze für Flüchtlinge bereitgestellt<br />
und die Kehler Behindertenwerkstätten<br />
übernehmen die Konfektionierung<br />
der Produkte. ó<br />
HANS FLEIG GmbH<br />
77933 Lahr/Schwarzwald<br />
Ressourcensparende<br />
Dünnwandtechnologie<br />
1968 gegründet, arbeitet das Unternehmen<br />
auf dem Gebiet der Herstellung<br />
von Spritzgießwerkzeugen und technischer<br />
Kunststoffteile für die Automobil-,<br />
Elektronik-, Luftfahrt- und Lebensmittelindustrie<br />
sowie der Medizintechnik.<br />
Ein besonderes „Steckenpferd“ ist die<br />
Dünnwandtechnologie. Nachhaltig und<br />
Ressourcen sparend werden kleinere<br />
und leichtere Bauteile aus Kunststoff<br />
angusslos gefertigt.<br />
Die HANS FLEIG GmbH ist zudem<br />
alleiniger strategischer Lieferant für<br />
Zündspulenkörper, patentierte Heckklappensysteme<br />
und Dichtungen für die<br />
Medizintechnik. ó<br />
37<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
Uneitelkeit und Exzellenz<br />
Aus Grußworten und Kolumnen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
38<br />
Meine Erwartung, nach der<br />
Eröffnung des Abends Zeuge<br />
einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />
zu werden, wurde natürlich<br />
nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />
mit Preisverleihung, Buffet und<br />
Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />
begeisterte schon für sich gesehen<br />
rundum. Doch inmitten der tosenden<br />
Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />
akustischen und kulinarischen Reizen,<br />
fand ich mich im Kern aus einem noch<br />
ganz anderen Grund staunend und<br />
sprachlos.<br />
Ein Finalist nach dem anderen<br />
wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />
für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />
Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />
Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />
sie über den roten Teppich die Stufen<br />
hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />
Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />
Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />
stellten Helfried Schmidt und<br />
Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />
vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />
jeder Kategorie reihenweise im<br />
Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />
entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />
dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />
Uneitelkeit der Beteiligten und<br />
der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />
konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />
Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />
einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />
diese Gewinner die Hinweise der<br />
Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />
seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />
Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />
oder Familienunternehmer<br />
in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />
Höchste Kreativität und Perfektion in<br />
der Produktherstellung, Loyalität in der<br />
Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />
neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />
Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />
Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />
Bereitschaft zur Hilfestellung<br />
für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />
gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />
Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />
Warum, fragte ich mich, stehen<br />
Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />
im Fokus des allgemeinen medialen<br />
Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />
dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />
nicht auf den Titelseiten unserer<br />
Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />
und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />
die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />
die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />
Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />
gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />
durch ihre beharrliche Motivation,<br />
sich anderen dienstbar zu machen, das<br />
alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />
und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />
Blickt man nur auf die vergangenen<br />
100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />
man fest, dass es politischen Akteuren<br />
1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />
gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />
Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />
zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />
dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />
Ausmaßes verbunden, im<br />
Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />
Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />
Akteure, die die Trümmer<br />
beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />
angerichteten Chaos – einen<br />
immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />
Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />
Studienabbrecher und Berufslosen,<br />
die ihr eigenes, persönliches Leben<br />
erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />
vermochten, die Lufthoheit des<br />
öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />
den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />
was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />
„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />
Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />
leisten, selber gar nicht ver-<br />
Lammetal GmbH<br />
Ein Unternehmen<br />
mit sozialem Auftrag<br />
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Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />
An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net
Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />
Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />
stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />
Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />
aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />
zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />
Generationen würden? Ich habe eine<br />
Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />
Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />
Einblick gewährt zu haben.<br />
Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />
Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />
seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />
frei Nr. 187.<br />
Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />
Bedeutung des Mittelstandes für die<br />
deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />
insgesamt kann man gar nicht<br />
oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />
des diesjährigen Wettbewerbes:<br />
„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />
… Die Initiative, Innovationskraft und<br />
Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />
– das sind zentrale<br />
Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />
zu gestalten.<br />
Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />
für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />
des Landes Sachsen-Anhalt,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />
„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />
diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />
Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />
Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />
Unternehmen wird jeden Tag<br />
an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />
forscht. Er erschließt neue Technologien<br />
und Geschäftsfelder. Er bildet<br />
aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />
in Produktion, Qualitätssicherung,<br />
Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />
Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />
erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />
und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />
Unternehmertums. Der Mittelstand<br />
ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />
Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />
der CDU-Fraktion im Landtag<br />
von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />
Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />
Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />
Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />
halten“, diejenigen, die wirklich die<br />
(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />
Willingmann, Petra Tröger<br />
„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />
der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />
Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />
Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />
von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />
Anerkennung nämlich, eine<br />
unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />
Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />
Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />
Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />
des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />
hängt in entscheidendem Maße davon<br />
ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />
Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />
Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />
Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />
MdB, sprach ein Grußwort zur<br />
Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />
39<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
Finalisten <strong>2018</strong> aus Bayern<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
36<br />
JP Industrieanlagen GmbH<br />
94315 Straubing<br />
Glasbeschichtung unter Vakuum<br />
Die JP Industrieanlagen GmbH hat sich<br />
auf die kundenspezifische Planung, Fertigung<br />
und Montage komplexer Sondermaschinen<br />
und Anlagen spezialisiert<br />
sowie auf Prozess- und Verfahrenstechnik<br />
und Automatisierungstechnik. Im<br />
Bereich der additiven Fertigung stellt die<br />
JP Industrieanlagen GmbH Kleinteile aus<br />
Metall mit dem 3D-Druckverfahren her<br />
und baut diese in Sondermaschinen ein.<br />
Alleinstellungsmerkmale ist die industrielle<br />
Glasbeschichtung.<br />
Das Unternehmen hat spezielle<br />
Frästische für die mechanische Bearbeitung<br />
sowie eine Magnetschleuse zum<br />
automatischen Schließen von Prozesskammern<br />
entwickelt. Diese ist etwa 80<br />
Meter lang und beschichtet das Glas<br />
unter Vakuum. Zu den Kunden zählen<br />
Unternehmen der Automobil-, Lebensmittel-,<br />
Glasbeschichtungs- und Automobilzuliefererindustrie.<br />
ó<br />
Eirenschmalz Maschinenbaumechanik<br />
und Metallbau GmbH<br />
86987 Schwabsoien<br />
Lasertechnik auf höchstem<br />
Entwicklungsniveau<br />
Die Eirenschmalz Maschinenbaumechanik<br />
und Metallbau GmbH, 1990 gegründet,<br />
ist im Metallbau und in der Laserbearbeitung<br />
tätig und Komplettanbieter<br />
für den Bereich Blechfertigung. Sie ist<br />
Technologieführer im Bereich der Laser-<br />
Blechbearbeitung und bietet sämtliche<br />
Lasertechnologien, darunter Flachbettlasern<br />
2D, Rohrlasern, Laserstanzen,<br />
Lasergravieren, Laserschweißen und<br />
3D-Laserschneiden aus einer Hand. Dank<br />
des großen Know-hows ist sie Technologie-<br />
und Testpartner der Firma Trumpf,<br />
dem bedeutendsten deutschen Maschinenbauer.<br />
Um Nachwuchskräfte für das<br />
Unternehmen zu sensibilisieren, bestehen<br />
enge Kooperationen zur Hochschule<br />
Kempten und den regionalen Schulmessen.<br />
ó<br />
GEDA-Dechentreiter GmbH & Co. KG<br />
86663 Asbach-Bäumenheim<br />
App-gesteuerte Industrieaufzüge<br />
mit Sicherheit<br />
Die GEDA-Dechentreiter GmbH & Co.<br />
KG hat sich auf die Herstellung von Bauund<br />
Industrieaufzügen spezialisiert und<br />
gilt innerhalb der Branche als Marktführer.<br />
Im Bereich der Industrieaufzüge<br />
punktet das Unternehmen mit Alleinstellungsmerkmalen<br />
wie extrem hohen<br />
Sicherheitsansprüchen und explosionsgeschützten<br />
Geräten. Die Neuentwicklung<br />
des AkkuLeiterLifts kann Materialien<br />
bis zu einem Gesamtgewicht von<br />
120 kg akkubetrieben bis zu 10 Meter<br />
in die Höhe befördern. Die Steuerung<br />
erfolgt wahlweise mit einer Smartphone-App<br />
oder einer Funkfernsteuerung.<br />
Einen hohen Stellenwert genießt<br />
die Ausbildung von Nachwuchsfachkräften.<br />
So werden jährlich knapp 50 Ausbildungsstellen<br />
zur Verfügung gestellt. ó<br />
nanoplus Nanosystems and<br />
Technologies GmbH<br />
97218 Gerbrunn<br />
Immer auf der richtigen Wellenlänge<br />
Das Unternehmen ist der weltweit einzige<br />
Anbieter für monomodige Halbleiterlaser<br />
im gesamten Wellenlängenbereich<br />
von 760 bis 1.400 Nanometer<br />
für die Anwendung in der Gas-Sensorik.<br />
Für Wellenlängenbereiche bis 6.000<br />
Nanometer hat die nanoplus GmbH ein<br />
Quasimonopol für monomodige Halbleiterlaser<br />
inne. Die Kunden schätzen<br />
das Unternehmen aufgrund seiner konkurrenzlosen<br />
Flexibilität und schnellen<br />
Reaktionszeiten. Zudem weist es im<br />
internationalen Wettbewerb die größte<br />
Produkt-palette auf und ist Marktführer<br />
seiner Branche. Zu den Kunden des<br />
Unter-nehmens gehören alle international<br />
führenden Hersteller von Analysenmesstechnik.<br />
Kleine Stückzahlen mit<br />
Sonderwellenlängen für die Wissenschaft<br />
als auch beliebig große Produktionsvolumina<br />
für Industriekunden werden<br />
problemlos umgesetzt. ó<br />
BrauKon GmbH<br />
83370 Seeon<br />
Bierbrauen auf Weltniveau<br />
Die BrauKon GmbH hat sich auf den<br />
Anlagenbau für die Brau- und Getränkeindustrie<br />
spezialisiert und gehört zu<br />
den weltweit führenden Technologieunternehmen.<br />
Mehr als 30 Braumeister<br />
und Ingenieure entwerfen und bauen<br />
Brauanlagen auf höchstem Niveau. So<br />
www.pixida.com<br />
Data Analytics<br />
10<br />
Software<br />
Development<br />
Preisträger <strong>2018</strong><br />
GROSSER PREIS<br />
DES MITTEL-<br />
STANDES<br />
Business Services<br />
YEARS<br />
Cloud Solutions<br />
of simplifying success<br />
Engineering Services
(v.r.n.l.)<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
wurde die Hopfentechnologie, mit der<br />
das Unternehmen Marktführer ist, neubzw.<br />
weiter-entwickelt und ein Trubabscheide-verfahren<br />
im Whirlpool mit neu<br />
entwickelter Trenntechnik patentiert.<br />
Die Camba Bavaria diente einst als Brau-<br />
Technikum des Unternehmens. Heute<br />
ist sie eine eigenständige State-of-the-<br />
Art-Brauerei, die erfolgreich traditionelle<br />
und internationale Biere braut, darunter<br />
auch das fassgereifte Oak Aged Bier.<br />
BrauKon engagiert sich aktiv im sozialen<br />
Bereich. So wurde die Aktion Knochenmarkspende<br />
Bayern „Bier für Blut“<br />
unterstützt. ó<br />
FORUM MEDIA GROUP GmbH<br />
86504 Merching<br />
Fachverlag mit Wachstum<br />
Die FORUM MEDIA GROUP GmbH<br />
zählt zu den 20 größten Fachverlagen<br />
im deutschsprachigen Raum mit Niederlassungen<br />
und Tochterunternehmen<br />
auf vier Kontinenten. Innerhalb von<br />
vier Jahren wuchs die FMG um rund<br />
350 Mitarbeiter. Das Unternehmen veröffentlicht<br />
jährlich mehr als 100 neue<br />
Produkte. Verschiedene Kooperationen<br />
mit mittelständischen Unternehmen für<br />
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb<br />
der Produkte bestimmen den Unternehmensalltag.<br />
Zur Nachwuchsförderung<br />
unterhält die FMG eine Schulpartnerschaft<br />
mit dem Gymnasium Friedberg,<br />
um den Schülern den Arbeitsalltag<br />
eines modernen Medien-unternehmens<br />
näherzubringen. Unterstützung erhalten<br />
Waisenhäuser, Kinderhospize, Tierschutzvereine,<br />
die Kinderkrebshilfe, die<br />
Freiwillige Feuerwehr sowie der Tafel. ó<br />
FischerHaus GmbH & Co. KG<br />
92439 Bodenwöhr<br />
Fertighäuser mit Energieeffizienz<br />
Das Familienunternehmen ist im Bereich<br />
Fertighausbau tätig und führender<br />
Eirenschmalz Maschinenbaumechanik<br />
und Metallbau GmbH, Markus Eirenschmalz,<br />
Mitglied der Geschäftsführung;<br />
GEDA-Dechentreiter GmbH & Co. KG, Stefan<br />
Schweitzer, kaufmännischer Leiter;<br />
JP Industrieanlagen GmbH,<br />
Johann Paulus, Geschäftsführer;<br />
nanoplus Nanosystems and Technologies<br />
GmbH, Dr. Johannes Koeth,<br />
Geschäftsführer;<br />
BrauKon GmbH, Markus Lohner,<br />
Christian Nuber, Gesellschafter;<br />
FischerHaus GmbH & Co. KG,<br />
Barbara Fuchs, Geschäftsführerin;<br />
FORUM MEDIA GROUP GmbH,<br />
Norbert Bietsch, Geschäftsführer<br />
Anbieter der Branche. Das Grundprodukt<br />
des Unternehmens sind Fertighäuser in<br />
Großtafelbauweise, die unter ökologischen<br />
Gesichtspunkten mit Fokus auf<br />
Energieeffizienz errichtet werden. Die<br />
Variabilität der Hauskonzepte kann<br />
problemlos auf den jeweiligen Kundenwunsch<br />
angepasst werden. Zielgruppen<br />
sind Paare allen Alters, woraus der Slogan<br />
„Mit Liebe bauen“ entstand, der sich<br />
durch die gesamte Unternehmensphilosophie<br />
zieht. Im vergangenen Jahr hat<br />
die FischerHaus GmbH & Co. KG eine<br />
Ausbildungsoffensive ins Leben gerufen,<br />
so bietet das Unternehmen neun verschiedene<br />
Ausbildungsberufe an. Das<br />
soziale Engagement ist breit gefächert.<br />
Seit über zehn Jahren wird die Initiative<br />
Plant for the planet unterstützt und<br />
damit fast 10.000 Bäume gepflanzt. ó<br />
37<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
…alles fließt.<br />
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www.schambeck-automotive.de<br />
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Uneitelkeit und Exzellenz<br />
Aus Grußworten und Kolumnen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
38<br />
Meine Erwartung, nach der<br />
Eröffnung des Abends Zeuge<br />
einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />
zu werden, wurde natürlich<br />
nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />
mit Preisverleihung, Buffet und<br />
Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />
begeisterte schon für sich gesehen<br />
rundum. Doch inmitten der tosenden<br />
Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />
akustischen und kulinarischen Reizen,<br />
fand ich mich im Kern aus einem noch<br />
ganz anderen Grund staunend und<br />
sprachlos.<br />
Ein Finalist nach dem anderen<br />
wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />
für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />
Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />
Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />
sie über den roten Teppich die Stufen<br />
hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />
Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />
Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />
stellten Helfried Schmidt und<br />
Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />
vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />
jeder Kategorie reihenweise im<br />
Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />
entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />
dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />
Uneitelkeit der Beteiligten und<br />
der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />
konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />
Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />
einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />
diese Gewinner die Hinweise der<br />
Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />
seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />
Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />
oder Familienunternehmer<br />
in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />
Höchste Kreativität und Perfektion in<br />
der Produktherstellung, Loyalität in der<br />
Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />
neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />
Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />
Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />
Bereitschaft zur Hilfestellung<br />
für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />
gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />
Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />
Warum, fragte ich mich, stehen<br />
Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />
im Fokus des allgemeinen medialen<br />
Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />
dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />
nicht auf den Titelseiten unserer<br />
Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />
und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />
die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />
die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />
Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />
gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />
durch ihre beharrliche Motivation,<br />
sich anderen dienstbar zu machen, das<br />
alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />
und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />
Blickt man nur auf die vergangenen<br />
100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />
man fest, dass es politischen Akteuren<br />
1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />
gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />
Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />
zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />
dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />
Ausmaßes verbunden, im<br />
Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />
Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />
Akteure, die die Trümmer<br />
beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />
angerichteten Chaos – einen<br />
immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />
Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />
Studienabbrecher und Berufslosen,<br />
die ihr eigenes, persönliches Leben<br />
erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />
vermochten, die Lufthoheit des<br />
öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />
den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />
was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />
„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />
Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />
leisten, selber gar nicht ver-<br />
Lammetal GmbH<br />
Ein Unternehmen<br />
mit sozialem Auftrag<br />
•<br />
Menschen mit Behinderung als<br />
gleichberechtigte Partner<br />
•<br />
Teilhabe am Arbeitsleben und<br />
am Leben in der Gemeinschaft<br />
•<br />
Individuelle Entwicklung der<br />
Fähigkeiten und Interessen<br />
www.lammetal.net<br />
Kontakt<br />
Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />
An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net
Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />
Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />
stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />
Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />
aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />
zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />
Generationen würden? Ich habe eine<br />
Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />
Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />
Einblick gewährt zu haben.<br />
Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />
Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />
seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />
frei Nr. 187.<br />
Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />
Bedeutung des Mittelstandes für die<br />
deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />
insgesamt kann man gar nicht<br />
oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />
des diesjährigen Wettbewerbes:<br />
„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />
… Die Initiative, Innovationskraft und<br />
Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />
– das sind zentrale<br />
Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />
zu gestalten.<br />
Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />
für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />
des Landes Sachsen-Anhalt,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />
„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />
diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />
Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />
Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />
Unternehmen wird jeden Tag<br />
an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />
forscht. Er erschließt neue Technologien<br />
und Geschäftsfelder. Er bildet<br />
aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />
in Produktion, Qualitätssicherung,<br />
Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />
Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />
erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />
und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />
Unternehmertums. Der Mittelstand<br />
ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />
Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />
der CDU-Fraktion im Landtag<br />
von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />
Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />
Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />
Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />
halten“, diejenigen, die wirklich die<br />
(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />
Willingmann, Petra Tröger<br />
„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />
der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />
Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />
Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />
von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />
Anerkennung nämlich, eine<br />
unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />
Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />
Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />
Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />
des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />
hängt in entscheidendem Maße davon<br />
ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />
Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />
Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />
Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />
MdB, sprach ein Grußwort zur<br />
Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />
39<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
Finalisten <strong>2018</strong><br />
aus Berlin / Brandenburg<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
36<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
v.r.n.l.:<br />
KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH,<br />
Alexandra Knauer, Geschäftsführerin;<br />
Körber & Körber GmbH<br />
Präzisionsmechanik,<br />
Benjamin Körber, Geschäftsführer;<br />
ORAFOL Europe GmbH, Dr. Holger Loclair,<br />
Geschäftsführender Gesellschafter;<br />
VCAT Consulting GmbH,<br />
Patrick Schwalger und Nico Danneberg,<br />
Geschäftsführer<br />
KNAUER<br />
Wissenschaftliche Geräte GmbH<br />
14163 Berlin<br />
Labormessgeräte auf höchstem<br />
technischen Niveau<br />
Die KNAUER Wissenschaftliche Geräte<br />
GmbH produziert und vertreibt weltweit<br />
Labormessgeräte in der Life-Science-<br />
Branche. Das Familienunternehmen<br />
bietet Lösungen für Flüssigkeits-Chromatografie<br />
und punktet mit dem Siegel<br />
„Made in Germany“. Bei Osmometern<br />
hält KNAUER weltweit einen Marktanteil<br />
von 15 Prozent. Die Weiterentwicklung<br />
der Mitarbeiter, zum Beispiel durch<br />
Finanzierung von Fernstudien oder Meisterausbildungen<br />
oder die Gründung<br />
einer KNAUER Akademie, steht ebenso<br />
im Fokus wie Nachwuchsförderung mit<br />
dem Schülerlabor „KNAUER Entdecker<br />
Klub“ und im Lernort-Labor des Bundesverbands<br />
der Schülerlabore e. V.ó<br />
Körber & Körber GmbH<br />
Präzisionsmechanik<br />
16547 Birkenwerder<br />
Präzisionsmechanik sogar im All<br />
Die Körber & Körber GmbH Präzisionsmechanik<br />
hat sich auf die Fertigung<br />
komplexer Fräs- und Drehteile als Einzelanfertigung<br />
oder in Kleinserien spezialisiert.<br />
Einsatz finden die Produkte des<br />
Unternehmens in Operationssälen, Flugzeugen,<br />
Teilchenbeschleunigern und auf<br />
der ISS. Das Unternehmen fußt auf drei<br />
Säulen: Technologie und Digitalisierung,<br />
ein starkes, hochqualifiziertes Team<br />
und ein Höchstmaß an Service. Soziales<br />
Engagement zeigt das Unternehmen<br />
bei der erfolgreichen Integration von<br />
Langzeitarbeitslosen und Menschen mit<br />
Behinderung. ó<br />
ORAFOL Europe GmbH<br />
16515 Oranienburg<br />
Hochleistungsfolien weltweit<br />
Das Familienunternehmen ist für die<br />
Bereiche Graphic Innovations, Reflective<br />
Solutions und Adhesive Tape Systems<br />
weltweit bekannt. Mit einem Händlernetz<br />
in mehr als 100 Ländern zählt<br />
ORAFOL im Bereich Graphic Innovations<br />
zu den global führenden Anbietern<br />
für selbstklebende grafische Produkte.<br />
Innerhalb der letzten Jahrzehnte ist die<br />
ORAFOL Europe GmbH stark gewachsen<br />
mit einen Produktionsstandort in Black<br />
Creek (USA), in Dubai,der Türkei und<br />
Australien und mit der Übernahme der<br />
Reflexite Corporation mit Sitz in China,<br />
Südafrika, Australien, Japan, Taiwan,<br />
Kanada und Irland. ó<br />
VCAT Consulting GmbH<br />
14482 Potsdam<br />
IT-Dienstleister für<br />
hochkomplexe Sozialthemen<br />
Die VCAT Consulting GmbH hat sich<br />
auf den Bereich Web-Entwicklung mit<br />
Schwerpunkt Open Source Veredelung<br />
spezialisiert und agiert als Entwicklungsabteilung<br />
dynamisch und projektbasiert<br />
in Bezug auf Programmierung<br />
und Support. Grundsätzlich bildet das<br />
Unternehmen die komplette Wertschöpfungskette<br />
von Internetprojekten<br />
ab. Dank des Know-hows konnte sich<br />
der Umsatz innerhalb der letzten vier<br />
Jahr mehr als verdoppeln. Die VCAT Consulting<br />
GmbH gehört zu den wenigen<br />
Unternehmen bundesweit, die eine Ausbildung<br />
zum Mathematisch-Technischen<br />
Softwareentwickler anbieten. ó
Brandenburg boomt!<br />
© www.hoffotografen.de<br />
Grußwort von Dr. Dietmar Woidke,<br />
Ministerpräsident des Landes Brandenburg,<br />
zum „Großen Preis des Mittelstandes“<br />
<strong>2018</strong><br />
Deutschlands Wirtschaft wächst und<br />
die positive Entwicklung der monatlichen<br />
Arbeitsmarktzahlen geben Anlass<br />
zur Freude. Daran hat der Mittelstand<br />
durch sein Verantwortungsbewusstsein,<br />
die Leistungsfähigkeit und den Innovationswillen<br />
großen Anteil. Die mittelständischen<br />
Unternehmen sind auf<br />
den globalen Märkten ebenso souverän<br />
unterwegs wie in ihren Heimatregionen.<br />
Sie fühlen sich ihren Arbeitnehmerinnen<br />
und Arbeitnehmern genauso verpflichtet<br />
wie ihrer Region. Daher ist es ihnen<br />
eine Selbstverständlichkeit, sich desgleichen<br />
für den gesellschaftlichen Zusammenhalt<br />
zu engagieren. Das zeichnet sie<br />
als Kandidaten zur Nominierung für den<br />
„Großen Preis des Mittelstandes“ aus.<br />
Auch in den Brandenburger Unternehmen<br />
treffen Beständigkeit und<br />
unternehmerische Risikobereitschaft,<br />
Tradition und Visionen aufeinander, mit<br />
dem Bewusstsein der Verantwortlichkeit<br />
gegenüber nachfolgenden Generationen.<br />
Aber Fachkräfte werden knapp,<br />
zu viele junge Menschen suchten nach<br />
1990 andernorts nach Ausbildungs- und<br />
Arbeitsplätzen. Die Situation ist heute<br />
eine andere, das Land boomt. Es bietet<br />
neue Möglichkeiten und beste Perspektiven<br />
in der eigenen Heimat. Daher<br />
gibt es hier inzwischen zahlreiche lokale<br />
Rückkehrer-Initiativen, die denjenigen,<br />
die in die Orte ihrer Kindheit bzw. die<br />
Nähe von Familie oder Freunde zurückkehren<br />
wollen, Unterstützung anbieten.<br />
Unser gemeinsames Ziel ist es, dass<br />
Brandenburg eine moderne, attraktive<br />
Heimat für alle ist.<br />
Da volkswirtschaftlicher Erfolg<br />
immer auf einem Zusammenwirken<br />
mehrerer Partner basiert, ist es naheliegend,<br />
dass zum Kreis der Vorgeschlagenen<br />
für den Mittelstandspreis zugleich<br />
wirtschaftsfreundliche Kommunen<br />
sowie mittelstandsfreundliche Banken<br />
und Kreditinstitute zählen. Die Auszeichnung<br />
ist sowohl eine Bestätigung der<br />
geleisteten Arbeit als auch eine Ermutigung,<br />
diese fortzusetzen. Sie hebt<br />
Tugenden, vorbildhaftes Handeln sowie<br />
besondere Stärken hervor und lädt zum<br />
Nachahmen hervorragender Ideen oder<br />
kreativer Ansätze ein.<br />
Ich gratuliere allen Nominierten und<br />
wünsche weiterhin gedeihliches Agieren<br />
sowie eine unterhaltsame Preisverleihung<br />
mit vielen angenehmen Begegnungen.<br />
ó<br />
37<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Aus dem Mut zu Neuem entstehen<br />
Perspektiven<br />
© Lena Giovanazzi<br />
Grußwort von Michael Müller, Regierender<br />
Bürgermeister von Berlin, zum<br />
„Großen Preis des Mittelstandes“ <strong>2018</strong><br />
Der „Große Preis des Mittelstandes“ ist<br />
seit nunmehr 24 Jahren eine begehrte<br />
Auszeichnung für wirtschaftliches<br />
Know-how, unternehmerische Verantwortung<br />
und Innovationsgeist. Mit dem<br />
diesjährigen Motto „Zukunft gestalten“<br />
setzt der Wettbewerb eine Überschrift,<br />
die inspiriert und antreibt.<br />
In Zeiten von Digitalisierung, Globalisierung<br />
und Wachstum stehen Unternehmen<br />
vor großen Herausforderungen<br />
und müssen Antworten finden, um im<br />
Strom der Entwicklungen mitzuhalten.<br />
Gleichzeitig sind viele Unternehmen<br />
auch Taktgeber dieser Entwicklung mit<br />
neuen Geschäftsmodellen, Produkten<br />
und Innovationen. Unzählige Start-ups<br />
beflügeln die Städte und verändern die<br />
Struktur und Dynamik der Wirtschaft. Es<br />
zeigt sich an vielen Stellen: Die Digitalisierung<br />
ist ein Motor, der auch für den<br />
Mittelstand Chancen bietet.<br />
Viele mittelständische Unternehmen<br />
zeigen in dieser Zeit des Wandels,<br />
dass Tradition und Innovation zusammengehören.<br />
Dass aus dem Mut zu<br />
Neuem neue Perspektiven entstehen<br />
– für wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens<br />
und für die Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter. Leistungsbereitschaft,<br />
Verantwortung, Innovationsgeist und<br />
Zukunftsglauben sind die Triebfedern,<br />
die den Mittelstand voranbringen.<br />
Und an den über 4.900 Nominierungen<br />
für den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />
zeigt sich, dass der Mittelstand<br />
damit großen Erfolg hat. Und es sind<br />
diese Leistungen, die die Oskar-Patzelt-<br />
Stiftung seit 24 Jahren motivieren, das<br />
mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“<br />
auszuzeichnen. Für den Mittelstand<br />
ist alleine der Wettbewerb ein Erfolg,<br />
denn er rückt Kompetenz und Leistung<br />
des Teils der Wirtschaft in den Blickpunkt,<br />
der sonst weniger im Rampenlicht<br />
steht. Ich freue mich über diese<br />
Würdigung und gratuliere allen Preisträgern<br />
sehr herzlich. Genießen Sie die<br />
große Abschlussgala in Berlin, lassen Sie<br />
sich feiern und machen Sie so weiter! ó
Uneitelkeit und Exzellenz<br />
Aus Grußworten und Kolumnen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
38<br />
Meine Erwartung, nach der<br />
Eröffnung des Abends Zeuge<br />
einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />
zu werden, wurde natürlich<br />
nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />
mit Preisverleihung, Buffet und<br />
Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />
begeisterte schon für sich gesehen<br />
rundum. Doch inmitten der tosenden<br />
Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />
akustischen und kulinarischen Reizen,<br />
fand ich mich im Kern aus einem noch<br />
ganz anderen Grund staunend und<br />
sprachlos.<br />
Ein Finalist nach dem anderen<br />
wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />
für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />
Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />
Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />
sie über den roten Teppich die Stufen<br />
hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />
Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />
Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />
stellten Helfried Schmidt und<br />
Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />
vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />
jeder Kategorie reihenweise im<br />
Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />
entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />
dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />
Uneitelkeit der Beteiligten und<br />
der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />
konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />
Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />
einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />
diese Gewinner die Hinweise der<br />
Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />
seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />
Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />
oder Familienunternehmer<br />
in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />
Höchste Kreativität und Perfektion in<br />
der Produktherstellung, Loyalität in der<br />
Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />
neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />
Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />
Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />
Bereitschaft zur Hilfestellung<br />
für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />
gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />
Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />
Warum, fragte ich mich, stehen<br />
Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />
im Fokus des allgemeinen medialen<br />
Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />
dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />
nicht auf den Titelseiten unserer<br />
Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />
und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />
die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />
die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />
Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />
gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />
durch ihre beharrliche Motivation,<br />
sich anderen dienstbar zu machen, das<br />
alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />
und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />
Blickt man nur auf die vergangenen<br />
100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />
man fest, dass es politischen Akteuren<br />
1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />
gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />
Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />
zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />
dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />
Ausmaßes verbunden, im<br />
Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />
Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />
Akteure, die die Trümmer<br />
beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />
angerichteten Chaos – einen<br />
immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />
Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />
Studienabbrecher und Berufslosen,<br />
die ihr eigenes, persönliches Leben<br />
erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />
vermochten, die Lufthoheit des<br />
öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />
den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />
was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />
„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />
Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />
leisten, selber gar nicht ver-<br />
Lammetal GmbH<br />
Ein Unternehmen<br />
mit sozialem Auftrag<br />
•<br />
Menschen mit Behinderung als<br />
gleichberechtigte Partner<br />
•<br />
Teilhabe am Arbeitsleben und<br />
am Leben in der Gemeinschaft<br />
•<br />
Individuelle Entwicklung der<br />
Fähigkeiten und Interessen<br />
www.lammetal.net<br />
Kontakt<br />
Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />
An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net
Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />
Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />
stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />
Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />
aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />
zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />
Generationen würden? Ich habe eine<br />
Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />
Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />
Einblick gewährt zu haben.<br />
Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />
Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />
seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />
frei Nr. 187.<br />
Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />
Bedeutung des Mittelstandes für die<br />
deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />
insgesamt kann man gar nicht<br />
oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />
des diesjährigen Wettbewerbes:<br />
„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />
… Die Initiative, Innovationskraft und<br />
Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />
– das sind zentrale<br />
Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />
zu gestalten.<br />
Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />
für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />
des Landes Sachsen-Anhalt,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />
„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />
diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />
Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />
Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />
Unternehmen wird jeden Tag<br />
an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />
forscht. Er erschließt neue Technologien<br />
und Geschäftsfelder. Er bildet<br />
aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />
in Produktion, Qualitätssicherung,<br />
Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />
Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />
erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />
und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />
Unternehmertums. Der Mittelstand<br />
ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />
Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />
der CDU-Fraktion im Landtag<br />
von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />
Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />
Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />
Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />
halten“, diejenigen, die wirklich die<br />
(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />
Willingmann, Petra Tröger<br />
„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />
der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />
Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />
Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />
von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />
Anerkennung nämlich, eine<br />
unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />
Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />
Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />
Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />
des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />
hängt in entscheidendem Maße davon<br />
ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />
Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />
Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />
Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />
MdB, sprach ein Grußwort zur<br />
Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />
39<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
Finalisten <strong>2018</strong> aus Hessen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
36<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
(v.r.n.l.)<br />
Roth Industries GmbH & Co. KG,<br />
Manfred Roth, Präsident;<br />
sera GmbH, Carsten Rahier,<br />
geschäftsführender Gesellschafter;<br />
Alexander Binzel Schweisstechnik<br />
GmbH & Co. KG, Holger Saalmann,<br />
Leiter Controlling;<br />
Pedex GmbH, Florian Kisling, CEO;<br />
WIKUS-Sägenfabrik Wilhelm H. Kullmann<br />
GmbH & Co.KG, Dr. Jörg H. Kullmann und<br />
Michael Möller, Geschäftsführer<br />
Roth Industries GmbH & Co. KG<br />
35232 Dautphetal<br />
Vom Handwerksbetrieb zum<br />
Weltmarktführer<br />
Als Handwerksbetrieb 1947 gegründet,<br />
entwickelte sich Roth Industries zum<br />
Welt-marktführer für Flächenheiz- und<br />
Kühlsysteme, Energiespeichersysteme<br />
und Composite Technologie und ist bis<br />
heute Familienunternehmen geblieben.<br />
Roth Industries beschäftigt mehr<br />
als 1.200 Mitarbeiter und 77 Auszubildende.<br />
Etwa 70 Prozent der Mitarbeiter<br />
sind in Deutschland tätig. Dank der<br />
stetigen Förderung von Produkt- und<br />
Prozessinnovationen erhielten sie zahlreiche<br />
Innovationspreise. Die erste Filament-Winding-Anlage<br />
zur Massenproduktion<br />
von Gasdruckbehältern sei hier<br />
genannt. Die Innovationskraft zeigt sich<br />
in 51 Patenten und Gebrauchsmustern.<br />
Roth Industries fördert nicht nur seine<br />
Beschäftigten, sondern engagiert sich<br />
auch gesellschaftlich sehr stark. ó<br />
sera GmbH<br />
34376 Immenhausen<br />
Flüssigkeiten und Gase exakt dosiert<br />
Seit der Firmengründung 1945 steht der<br />
Name sera für Qualität, Innovationskraft,<br />
Kompetenz, Innovation, Zuverlässigkeit<br />
und Flexibilität auf dem Gebiet der<br />
Dosier- und Kompressorentechnik von<br />
Flüssigkeiten und Gasen, als weltweit<br />
operierendes Familienunternehmen. Die<br />
sera GmbH unterhält weltweit mehr als<br />
30 Repräsentanzen. Das Unternehmen<br />
hält mehrere Patente und Gebrauchsmuster<br />
sowie acht eingetragene Marken,<br />
die sowohl national als auch international<br />
geschützt sind.<br />
Die sera GmbH engagiert sich als<br />
Sponsor für den Kinderschutzring e. V.<br />
der Gesamtschule Immenhausen, den<br />
Kinderhospiz Mitteldeutschland e. V., für<br />
den Handball-Bundesligisten MT Melsungen.<br />
Das Unternehmen ist darüber<br />
hinaus Mitglied des Fördervereins „Omaruru<br />
Children’s Haven“ in Namibia.ó<br />
Alexander Binzel<br />
Schweißtechnik GmbH & Co. KG<br />
35418 Buseck<br />
Damit die Schweißnaht sitzt<br />
Das 1945 gegründete Schweißtechnik-<br />
Unternehmen etablierte 1997 die Marke<br />
ABICOR als globale Dachmarke. Insgesamt<br />
1.200 Angestellte arbeiten für die<br />
Unternehmensgruppe. Mit mehr als 20<br />
Exklusivpartnern und 35 Tochtergesellschaften<br />
ist die ABICOR BINZEL Unternehmensgruppe<br />
in über 50 Ländern<br />
präsent. Gefertigt wird im Stammhaus<br />
in Buseck und in Dresden sowie in den<br />
USA, Brasilien, Indien, China und Russland.<br />
Bereits früh spezialisierte sich das<br />
Unternehmen auf die Entwicklung und<br />
Produktion von Schutzgasschweiß- und<br />
-schneidbrennern. Seither ist technologischer<br />
Fortschritt das Markenzeichen des<br />
Unternehmens. Binzel unterstützt den<br />
Elternverein für leukämie- und krebskranke<br />
Kinder, Gießen e. V. und das Diakonische<br />
Werk Gießen. ó<br />
Pedex GmbH<br />
69483 Wald-Michelbach-Affolterbach<br />
Weltspitze für saubere Zähne<br />
Die Pedex GmbH hat eine über 50jährige<br />
Tradition und ist internationaler Marktführer<br />
in der Entwicklung und Produktion<br />
innovativer Zahnbürsten-borsten.<br />
Einzigartig im europäischen Dentalfilamentmarkt<br />
ist das Unternehmen mit<br />
seiner von ihm entwickelten Coextrusionstechnik.<br />
Bei der Forschung und Entwicklung<br />
arbeitet die Pedex GmbH mit<br />
vielen Partnern wie dem Forschungszentrum<br />
Jülich und dem Deutschen Zentrum<br />
für Luft- und Raumfahrt zusammen.<br />
Pedex hält aktuell 44 Patente. So<br />
entwickelt es gemeinsam mit allen<br />
fünf großen Konsumgüterherstellern<br />
gemeinsame Projekte. Die Pedex GmbH<br />
ist optimal in der Region verankert und<br />
unterstützt seine Mitarbeiter bei der<br />
Ausübung ehrenamtlicher Tätigkeiten.ó
WIKUS-Sägenfabrik<br />
Wilhelm H. Kullmann GmbH & Co. KG<br />
34286 Spangenberg<br />
Präzision an der Schnittstelle<br />
Die WIKUS-Sägenfabrik wurde 1958 in<br />
Spangenberg von Wilhelm Hubert Kull-<br />
mann gegründet. Das Unternehmen<br />
produziert Präzisionssägebänder. Es ist<br />
Weltmarktführer beim Sägen von Metall<br />
und Europas größter Sägebandhersteller.<br />
So werden heute in der Automobilproduktion<br />
Europas, Amerikas die Zylinderköpfe<br />
zu einem sehr hohen Prozentsatz<br />
mit FUTURA PLUS oder ECODUR Sägebändern<br />
aus Spangenberg bearbeitet.<br />
Derzeit sind 590 Mitarbeiter und 24 Auszubildende<br />
bei WIKUS beschäftigt. Zwei<br />
neue Patente wurden WIKUS allein im<br />
Jahr 2017 erteilt. ó<br />
Finalisten <strong>2018</strong><br />
aus Mecklenburg-Vorpommern<br />
37<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
v.r.n.l.:<br />
RoweMed AG - Medical 4 Life,<br />
Dr. Dirk Forberger, Vorstandsvorsitzender;<br />
Stralsunder Möbelwerke GmbH,<br />
Guido Krüger, Geschäftsführer;<br />
MEDIA MARKT<br />
TV-HiFi--Elektro GmbH Stralsund,<br />
Torsten Grundke, Geschäftsführender<br />
Gesellschafter;<br />
LBG Landbetriebsgesellschaft<br />
Rehberg mbH, Christa-Maria Wendig,<br />
Geschäftsführerin<br />
RoweMed AG<br />
19370 Parchim<br />
Weltmarktfähige Medizintechnik<br />
aus Parchim<br />
Die im Jahr 2000 gegründete Rowe-<br />
Med AG entwickelt, produziert und vertreibt<br />
innovative Spezialprodukte aus<br />
Kunststoff für die Medizintechnik. Die<br />
Rowe-Infusionspumpe funktioniert als<br />
erste weltweit ohne zusätzlichen elektrischen<br />
Antrieb. Der Patient bleibt mobil<br />
und muss nicht mehr stationär behandelt<br />
werden. Mittlerweile sind mehr als<br />
100 Mitarbeiter bei der RoweMed AG<br />
beschäftigt. Als produzierendes Medizintechnik-Unternehmen<br />
ist es gemäß<br />
DIN EN ISO 13485 zertifiziert. RoweMed<br />
pflegt enge Kontakte zu den Universitäten<br />
Rostock und Greifswald, den<br />
Hochschulen Wismar und Lübeck sowie<br />
den Fachhochschulen in Stralsund und<br />
Wildau. ó<br />
Stralsunder Möbelwerke GmbH<br />
18437 Stralsund<br />
Moderne Möbel mit Tradition<br />
Die Stralsunder Möbelwerke GmbH ist<br />
ein Traditionsunternehmen mit einer<br />
65jährigen Geschichte. Kerngeschäft<br />
ist die Produktion von Wohnraummöbeln,<br />
die deutschland- und EU-weit<br />
vertrieben werden. Auf 6.800 qm Produktionsfläche<br />
werden zusätzlich Büro-,<br />
Esszimmer- und Objektmöbel für Ferienappartements<br />
und Hoteleinrichtungen<br />
produziert. Technische Modernisierung<br />
in die EDV-Infrastruktur, die Digitalisierung<br />
und Robotik sowie ständige Produktinnovationen<br />
sind die Schlüssel<br />
zum Erfolg. 64 Mitarbeitern und zehn<br />
Auszubildenden arbeiteten im Jahr 2017<br />
im Unternehmen. Flexible Arbeitszeiten<br />
und zahlreiche gemeinsame Aktivitäten<br />
fördern den Zusammenhalt der Belegschaft.<br />
Das Unternehmen engagiert sich<br />
vielfältig in der Region. ó
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
38<br />
LBG Landbetriebsgesellschaft<br />
Rehberg mbH<br />
17348 Woldegk<br />
Weltmarktfähige Landwirtschaft in<br />
Familienhand<br />
Die Landbetriebsgesellschaft ist mit<br />
1.850 Hektar Fläche ein erfolgreicher<br />
landwirtschaftlicher Großbetrieb. Mit<br />
14 Mitarbeitern produziert sie Marktfrüchte<br />
wie Raps, Weizen, Gerste, Silomais<br />
und Zuckerrüben. 2012 übernahm<br />
Christa-Maria Wendig das Unternehmen<br />
vom Vater. Die 500-kW-Biogasanlage<br />
mit eigener Beschickungseinrichtung,<br />
erzeugt jährlich bis zu 4,2 Mio. Kilowattstunden<br />
Strom. Die LBG trägt zur Energie-<br />
und regenerativen Rohstoffgewinnung<br />
bei und legte eigene Blühflächen<br />
für Bienen zur Honiggewinnung an. Ein<br />
weiteres Standbein ist die Schafhaltung.<br />
Die LBG ist anerkannter Ausbildungsbetrieb<br />
und engagiert sich in der Region<br />
in Bildung, Soziales, Sport und Kultur. ó<br />
MediaMarkt TV-HiFi-Elektro GmbH<br />
Stralsund<br />
18437 Stralsund<br />
HiFi und Co.<br />
Die MediaMarkt TV-HiFi-Elektro GmbH<br />
Stralsund hat eine starke lokale Marktpräsenz,<br />
die künftig mit Multi-Channel-<br />
Aktivitäten weiter ausgebaut wird. Das<br />
Unternehmen beschäftigt 60 Mitarbeiter<br />
und neun Auszubildende. Über fünfzig<br />
Praktikanten und Werkstudenten<br />
waren überdies allein 2017 im Unternehmen<br />
tätig. Mit dem Projekt „Startklar“,<br />
das den Kunden beim Einrichten<br />
seines Notebooks oder Smartphones<br />
unterstützt und das mittlerweile über<br />
die Grenzen von Stralsund hinaus in der<br />
gesamten Bundesrepublik Umsetzung<br />
findet, zeigt der Media Markt Stralsund<br />
seine hohe Innovationskraft. Regionales<br />
Engagement zeigt das Unternehmen<br />
mit der Einrichtung eines Snoezel-Raums<br />
für behinderte Schülerinnen<br />
und Schüler sowie der Unterstützung<br />
des Stralsunder Handballverein und des<br />
Segelsports. ó<br />
Finalisten <strong>2018</strong><br />
aus Schleswig-Holstein / Hamburg<br />
Krüger und Salecker Maschinenbau<br />
GmbH & Co. KG<br />
23611 Bad Schwartau<br />
Exzellenter Maschinenbau<br />
Made in Germany<br />
Krüger und Salecker Maschinenbau<br />
GmbH & Co. KG vertreibt weltweit<br />
Maschinen und Anlagen, die die Produkte<br />
ihrer Kunden in Form bringen.<br />
Dazu zählen Süßwaren wie das Lübecker<br />
Marzipan, aber auch Tierfutter, Knetgummis<br />
oder Duftkerzen. Der selbst<br />
entwickelte Cerealienformer ist für die<br />
Herstellung von Health-, Lowfat- und<br />
Superfruitprodukten geeignet und geht<br />
so auch mit den neuesten Trends der<br />
Branche mit. Heute sind die Maschinen<br />
des Unternehmens auf den unterschiedlichsten<br />
Märkten gefragt: Qualität<br />
Made in Germany. Das 1948 gegründete<br />
Unternehmen beschäftigt heute<br />
48 Mitarbeiter und ist ein IHK-ausgezeichneter<br />
Ausbildungsbetrieb. Ein offener<br />
Umgang mit Kritik sowie die Wertschätzung<br />
intensiver Kommunikation<br />
sorgen für Transparenz und Offenheit. In<br />
Zusammenarbeit mit lokalen Bildungseinrichtungen<br />
absolvieren Schüler ein<br />
Wirtschaftspraktikum bei Krüger und<br />
Salecker. ó<br />
Lammetal GmbH<br />
Ein Unternehmen<br />
mit sozialem Auftrag<br />
•<br />
Menschen mit Behinderung als<br />
gleichberechtigte Partner<br />
•<br />
Teilhabe am Arbeitsleben und<br />
am Leben in der Gemeinschaft<br />
•<br />
Individuelle Entwicklung der<br />
Fähigkeiten und Interessen<br />
www.lammetal.net<br />
Kontakt<br />
Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />
An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
Henry Kruse GmbH & Co. KG<br />
24537 Neumünster<br />
Vollversorger mit Tradition<br />
und Zukunft<br />
Die Henry Kruse GmbH & Co. KG versorgt<br />
als Fachgroßhandel vor allem die<br />
Marktsegmente Hotellerie, Restaurants,<br />
Catering und Retail, Gesundheitswesen<br />
sowie Gebäudereinigung, Industrie und<br />
Verwaltung. Während das Sortiment bei<br />
der Gründung durch Henry Kruse 1934<br />
noch auf Reinigungsmittel, Seifen und<br />
Bohnerwachse beschränkt war, umfasst<br />
es heute 22.000 verschiedene Produkte.<br />
Dazu gehören auch Medical-Produkte<br />
für Krankenhäuser. Bei Bedarf verantwortet<br />
Henry Kruse die Feinlogistik bis<br />
in den Operationssaal hinein. In 3. Generation<br />
beschäftigt das Unternehmen<br />
heute 201 Mitarbeiter und 19 Auszubildende<br />
sowie Praktikanten und Werkstudenten.<br />
Mitarbeiter können aus rund<br />
60 verschiedenen Weiterbildungsseminaren<br />
auswählen. 120.000 Euro Geldund<br />
Sachspenden wurden in den letzten<br />
vier Jahren in diversen sozialen Engagements<br />
investiert. ó<br />
VisiConsult X-ray<br />
Systems & Solutions GmbH<br />
23617 Stockelsdorf<br />
Röntgensysteme auf Weltniveau<br />
Es gibt nur vier Global Player im Bereich<br />
der Röntgenbildverarbeitung. Drei sind<br />
Aktiengesellschaften. Einer ist die Visi-<br />
Consult X-ray Systerms & Solutions. Der<br />
(v.r.n.l.)<br />
Henry Kruse GmbH & Co. KG,<br />
Kai Kruse und Jens Braasch,<br />
Geschäftsführer;<br />
VisiConsult X-ray<br />
Systems & Solutions GmbH,<br />
Hajo Schulenburg, Geschäftsführer;<br />
Krüger & Salecker Maschinenbau<br />
GmbH & Co. KG,<br />
Jörg Maskow, CEO<br />
Mittelständler punktet mit seiner seiner<br />
Flexibilität und Innovationsfreudigkeit<br />
und wurde als das am viertschnellsten<br />
wachsende deutsche Unternehmen im<br />
Anlagenbau ausgezeichnet. VisiConsult<br />
ist einziger globaler Anbieter von kundenspezifischen<br />
Röntgenprüfsystemen<br />
zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung<br />
und beschäftigt neben 51 Mitarbeitern<br />
8 Praktikanten, 10 Werkstudenten und<br />
2 geflüchtete Menschen. Visi-Consult<br />
bietet Gleitzeit und Home-Office sowie<br />
diverse Sportangebote wie eine eigene<br />
Kletterwand oder einen Lauftreff. Visi-<br />
Consult unterstützt unter anderem eine<br />
Schule für taubstumme Kinder in Kenia.<br />
Fast alle Systemkomponenten stammen<br />
aus einem Umkreis von 100 Kilometern,<br />
wodurch die Region gestärkt und unterstützt<br />
wird. ó<br />
39<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
Finalisten <strong>2018</strong><br />
aus Niedersachsen / Bremen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
36<br />
Kardiologisch-Angiologische Praxis<br />
Herzzentrum Bremen<br />
28277 Bremen<br />
Ein starkes Netzwerk für die<br />
Gesundheit<br />
Die Bremer Gemeinschaftspraxis von<br />
Herz- und Gefäßspezialisten ist die<br />
zweitgrößte ihrer Art in Deutschland.<br />
1989 gegründet, erbringen mittlerweile<br />
14 ärztliche Partner, etwa zehn angestellte<br />
Ärzte sowie weit mehr als 100<br />
medizinische Fachkräfte für 50.000<br />
Patienten bei annähernd 100.000 Terminen<br />
jährlich alle Dienstleistungen<br />
der modernen Medizin ihres Fachgebiets.<br />
Hier steht das modernste Herzkathederlabor<br />
Norddeutschlands, das in<br />
puncto Patientenkomfort und Vermeidung<br />
unnötiger Strahlungen höchstes<br />
Niveau erreicht. Die Mediziner engagieren<br />
sich auch sozial. So wurde einem<br />
geflüchteten syrischen Arzt geholfen,<br />
im deutschen Gesundheitswesen Fuß<br />
zu fassen. Die Ausstattung von Nachwuchsmannschaften<br />
mit Spielkleidung<br />
gehört ebenso zum Engagement wie<br />
die ehrenamtliche Betreuung von Laufveranstaltungen<br />
oder die Unterstützung<br />
des Fördervereins der Bremer Philharmoniker<br />
und der musikalischen Landschaft<br />
in Bremen. ó<br />
Heino Mühlenbeck Fleischwaren GmbH<br />
27619 Schiffdorf-Spaden<br />
Mit leckeren Grillwürsten zum Erfolg<br />
Seit genau 110 Jahren geht’s bei der<br />
Heino Mühlenbeck Fleischwaren GmbH<br />
um die Wurst. Etwa 40 Mitarbeiter<br />
produzieren Brüh- und Bratwürste,<br />
Kochwurstsorten und Kochpökelprodukte,<br />
Mettwürste und Rohpökelwaren,<br />
hausgemachte Menüs und Suppen;<br />
und sogar Grillwürste aus exklusiven<br />
Fleischsorten wie Wasserbüffel, Galloway<br />
oder Hirsch. Innovativ ist die Idee<br />
eines Wurstautomaten „Tante-Emma-<br />
Laden“ mit einer ausgereiften Kühlund<br />
Frostschutztechnik für Grillfleisch,<br />
Salate und Grillwürste. Seit 2015 investierte<br />
Mühlenbeck rund fünf Mio. Euro.<br />
Zwei eigene Heizkraftwerke produzieren<br />
Strom und Warmwasser, eine eigene Trafostation<br />
sorgt für Energie, unabhängig<br />
vom Ortsnetz. Seit 2016 besteht eine<br />
Kooperation mit den Bremerhavener<br />
Eishockey-Profis „Fischtown Pinguins“<br />
und mit EDEKA Minden-Hannover. Dafür<br />
wurde ein neues Produkt, die Fischtown<br />
Currywurst im Becher entwickelt. Teile<br />
des Verkaufserlöses fließen in die Nachwuchsarbeit<br />
des Vereins. ó<br />
Lammetal GmbH Gemeinnützige<br />
Lebenshilfe Einrichtungen<br />
31195 Lamspringe<br />
Unternehmen mit sozialem Auftrag<br />
In einem Einzelhandelsfachgeschäft<br />
werden fünf Menschen mit Behinderung<br />
als Einzelhandelsfachkraft qualifiziert<br />
und verkaufen überwiegend<br />
Produkte, die durch 24 Mitarbeiter mit<br />
Behinderung selbst hergestellt wurden.<br />
So arbeitet die anerkannte Rehabilitationseinrichtung<br />
Lammetal. Die 200<br />
Mitarbeiter entdecken die individuellen<br />
Stärken der 400 Werkstattbeschäftigten<br />
mit geistiger und körperlicher Behinderung<br />
und verbessern ihre Lebensqualität<br />
durch Maßnahmen beruflicher Bildung<br />
in verschiedenen Berufsfeldern. Ein<br />
Novum ist ein neues Wohnangebot für<br />
Menschen mit Autismus. Zusammen mit<br />
der Kirchengemeinde Lamspringe werden<br />
Deutschkurse für Flüchtlinge sowie<br />
Sprach- und Arbeitspraktika durchgeführt.<br />
Auf Jobmessen zeigt das Unternehmen<br />
auch ein besonderes Patent:<br />
ein hölzernes Schaukelpferd, das seit 40<br />
Jahren zum Markenzeichen formschöner<br />
Holzprodukte aus Lammetal geworden<br />
ist. ó
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
pb+ Ingenieurgruppe AG<br />
28199 Bremen<br />
Brücken zur Verständigung zwischen<br />
Architekt und Investor<br />
Die pb+ Ingenieurgruppe GmbH entwickelte<br />
sich in den letzten 20 Jahren<br />
zum Marktführer für Bauplanung und<br />
Bauprüfung in der Region Bremen mit<br />
45 Beschäftigten. Zahlreiche Produktinnovationen<br />
verließen schon das Büro<br />
von pb+. So wurde eine Brücke aus Kohlenstofffaser-verstärkten<br />
Kunststoffen<br />
entwickelt und pb+ machte sich beim<br />
Korrosionsschutz bei Windenergieanlagen<br />
sowie neuartigen Lärmschutzanlagen<br />
entlang von Hochgeschwindigkeitsbahnstrecken<br />
verdient. Finanziell und<br />
personell werden unter anderem der<br />
jährlich ausgelobte Schülerwettbewerb<br />
der Ingenieurkammer Bremen zur Nachwuchsförderung<br />
technischer Berufe und<br />
der jährlich gemeinsam von der Hochschule<br />
Bremen und dem Verband der<br />
beratenden Ingenieure (VBI) ausgelobte<br />
Studentenpreis für Bauingenieur- und<br />
Architekturstudenten unterstützt. ó<br />
Ruwac Industriesauger GmbH<br />
49328 Melle<br />
Spezialsauger für heikle Stoffe<br />
1976 gegründet, hat sich die Ruwac<br />
Industriesauger GmbH mit 150 Mitarbeitern<br />
weltweit als Entwickler und<br />
Produzent von Spezialsaugern für jede<br />
Anwendungsart etabliert. Ganz gleich<br />
ob Aluminium oder Asbest, Schaum<br />
oder Späne, unabhängig von Zusammensetzung<br />
oder Aggregatzustand<br />
- ein Industriesauger von Ruwac wird<br />
(v.r.n.l.):<br />
Lammetal GmbH Gemeinnützige<br />
Lebenshilfe Einrichtungen,<br />
Carolin Reulecke, Geschäftsführerin;<br />
Ruwac Industriesauger GmbH,<br />
Sebastian Jendrny, Leiter Vertrieb;<br />
pb+ Ingenieurgruppe AG,<br />
Lothar Köster, Heiner Richter, Prokuristen;<br />
Kardiologisch-Angiologische Praxis<br />
Herzzentrum Bremen, Lena Oberascher,<br />
Assistenz der Geschäftsführung;<br />
Heino Mühlenbeck Fleischwaren GmbH,<br />
Gebhard Buck, Geschäftsführer<br />
mit allen Medien fertig. So ermöglicht<br />
der Funkenfallensauger das gefahrlose<br />
Absaugen von Schleifpartikeln. Glühende<br />
Funken finden dabei ihren Weg<br />
in eine Art Falle und werden danach in<br />
einem Rohrsystem abgekühlt. Da der<br />
Trockensauger von Ruwac als Einziger<br />
auf dem Markt hoch explosive Aluminiumstäube<br />
aufnehmen darf, haben führende<br />
Autohersteller in ihren Werkstätten<br />
weltweit zertifizierte Arbeitsplätze<br />
mit Staubsaugern von Ruwac ausstatten<br />
lassen. Erfolgreichstes neues Geschäftsfeld<br />
sind darüber hinaus 3-D-Drucker, die<br />
sich zunehmend in der Industrie etablieren.<br />
Dort anfallende Stäube verlangen<br />
modernste Industriesauger. ó<br />
37<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
ASTRO Motoren GmbH & Co. KG<br />
Tel.: (0) 47 43 / 27 69 0 · astro@astro-motoren.de · www.astro-motoren.de<br />
Zu Land, im Wasser, unter Wasser,<br />
in der Luft und im Weltall<br />
Elektrokleinmotoren bis 200 Watt<br />
nach Kundenwunsch- in Millionen<br />
verschiedener Kombinationen<br />
2017<br />
Debstedt · Große Beek 7 · 27607 Geestland
Uneitelkeit und Exzellenz<br />
Aus Grußworten und Kolumnen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
38<br />
Meine Erwartung, nach der<br />
Eröffnung des Abends Zeuge<br />
einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />
zu werden, wurde natürlich<br />
nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />
mit Preisverleihung, Buffet und<br />
Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />
begeisterte schon für sich gesehen<br />
rundum. Doch inmitten der tosenden<br />
Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />
akustischen und kulinarischen Reizen,<br />
fand ich mich im Kern aus einem noch<br />
ganz anderen Grund staunend und<br />
sprachlos.<br />
Ein Finalist nach dem anderen<br />
wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />
für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />
Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />
Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />
sie über den roten Teppich die Stufen<br />
hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />
Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />
Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />
stellten Helfried Schmidt und<br />
Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />
vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />
jeder Kategorie reihenweise im<br />
Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />
entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />
dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />
Uneitelkeit der Beteiligten und<br />
der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />
konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />
Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />
einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />
diese Gewinner die Hinweise der<br />
Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />
seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />
Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />
oder Familienunternehmer<br />
in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />
Höchste Kreativität und Perfektion in<br />
der Produktherstellung, Loyalität in der<br />
Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />
neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />
Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />
Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />
Bereitschaft zur Hilfestellung<br />
für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />
gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />
Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />
Warum, fragte ich mich, stehen<br />
Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />
im Fokus des allgemeinen medialen<br />
Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />
dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />
nicht auf den Titelseiten unserer<br />
Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />
und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />
die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />
die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />
Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />
gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />
durch ihre beharrliche Motivation,<br />
sich anderen dienstbar zu machen, das<br />
alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />
und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />
Blickt man nur auf die vergangenen<br />
100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />
man fest, dass es politischen Akteuren<br />
1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />
gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />
Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />
zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />
dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />
Ausmaßes verbunden, im<br />
Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />
Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />
Akteure, die die Trümmer<br />
beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />
angerichteten Chaos – einen<br />
immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />
Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />
Studienabbrecher und Berufslosen,<br />
die ihr eigenes, persönliches Leben<br />
erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />
vermochten, die Lufthoheit des<br />
öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />
den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />
was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />
„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />
Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />
leisten, selber gar nicht ver-<br />
Lammetal GmbH<br />
Ein Unternehmen<br />
mit sozialem Auftrag<br />
•<br />
Menschen mit Behinderung als<br />
gleichberechtigte Partner<br />
•<br />
Teilhabe am Arbeitsleben und<br />
am Leben in der Gemeinschaft<br />
•<br />
Individuelle Entwicklung der<br />
Fähigkeiten und Interessen<br />
www.lammetal.net<br />
Kontakt<br />
Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />
An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net
Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />
Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />
stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />
Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />
aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />
zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />
Generationen würden? Ich habe eine<br />
Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />
Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />
Einblick gewährt zu haben.<br />
Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />
Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />
seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />
frei Nr. 187.<br />
Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />
Bedeutung des Mittelstandes für die<br />
deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />
insgesamt kann man gar nicht<br />
oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />
des diesjährigen Wettbewerbes:<br />
„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />
… Die Initiative, Innovationskraft und<br />
Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />
– das sind zentrale<br />
Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />
zu gestalten.<br />
Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />
für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />
des Landes Sachsen-Anhalt,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />
„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />
diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />
Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />
Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />
Unternehmen wird jeden Tag<br />
an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />
forscht. Er erschließt neue Technologien<br />
und Geschäftsfelder. Er bildet<br />
aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />
in Produktion, Qualitätssicherung,<br />
Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />
Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />
erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />
und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />
Unternehmertums. Der Mittelstand<br />
ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />
Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />
der CDU-Fraktion im Landtag<br />
von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />
Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />
Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />
Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />
halten“, diejenigen, die wirklich die<br />
(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />
Willingmann, Petra Tröger<br />
„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />
der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />
Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />
Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />
von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />
Anerkennung nämlich, eine<br />
unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />
Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />
Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />
Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />
des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />
hängt in entscheidendem Maße davon<br />
ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />
Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />
Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />
Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />
MdB, sprach ein Grußwort zur<br />
Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />
39<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
Finalisten <strong>2018</strong><br />
aus Nordrhein-Westfalen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
36<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
(v.r.n.l.)<br />
Pix Software GmbH,<br />
David-Andreas Bergens, CEO;<br />
PFLITSCH GlmbH & Co. KG,<br />
Matthias Stendke,<br />
geschäftsführender Gesellschafter;<br />
Augen-Zentrum-Nordwest (MVZ),<br />
Dr. med. Stefanie Schmickler,<br />
Dr. med Olaf Cartsburg, Geschäftsführer;<br />
Helmut Hinz GmbH & Co.,<br />
Günther Hinz, Geschäftsführer;<br />
Betonwerk Büscher GmbH & Co. KG,<br />
Hans-Jürgen Büscher, Wolfgang Büscher,<br />
Inhaber und Gesellschafter;<br />
Colt International GmbH, Lukas Verlage,<br />
Direktor Continentale Europe<br />
Pix Software GmbH<br />
41372 Niederkrüchten<br />
Beim Datenschutz ganz vorn<br />
Seit mehr als 10 Jahren ist die Pix<br />
Software GmbH einer der weltweit<br />
erfolgreichsten Partner der Kollaborationssoftware<br />
ATLASSIAN und bietet<br />
ein professionelles Hosting mit dem<br />
Datenschutzsiegel nach DS-BvD-GDD-01<br />
an. Die Server im Düsseldorfer Rechenzentrum<br />
„myloc“ werden über ein<br />
Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-<br />
Kälte-Kopplung gekühlt. Als innovativer<br />
Arbeitgeber schafft Pix durch modernste<br />
Technik und Ausstattung gute Arbeitsbedingungen.<br />
Durchdachte Arbeits- und<br />
Raumkonzepte sichern eine „Zukunftsfähige<br />
Unternehmenskultur“. Innerhalb<br />
von vier Jahren vervierfachte Pix Software<br />
seine Mitarbeiterzahl auf über 30.<br />
Gesellschafter, Geschäftsführer und Mitarbeiter<br />
sind ehrenamtlich bei der internationalen,<br />
christlichen Pfadfinderschaft<br />
„Royal Rangers“ tätig und vielfältig regional<br />
engagiert. ó<br />
PFLITSCH GmbH & Co. KG<br />
42499 Hückeswagen<br />
Perfekte und dichte<br />
Kabelverschraubungen<br />
Das von Ernst Pflitsch 1919 gegründete<br />
Unternehmen bietet Kabelverschraubungen<br />
und Kabelkanäle angefangen<br />
von der Entwicklung über die Produktion<br />
bis zum Vertrieb an. Als Branchenpionier<br />
brachte PFLITSCH als erstes Unternehmen<br />
eine Hygienekabelverschraubung<br />
auf den Markt. In 4.Generation<br />
mit knapp 260 Mitarbeitern werden<br />
mehr als zehn verschiedene Branchen<br />
beliefert. Bereits 1965 entwickelte das<br />
Unternehmen das erste Baukastensystem<br />
im Kabelverschraubungs-bereich,<br />
das UNI Dicht System. Eine der neuesten<br />
Technologien ist die blueglobe®<br />
mit Mehrfach-Inlet, die einen 55 Prozent<br />
größeren Dichtbereich aufweist als die<br />
Standardausführung. Zudem hat die<br />
PFLITSCH GmbH & Co. KG ein neues<br />
Portal für den Kabelverschraubungsbereich<br />
geschaffen, das bei der Planung<br />
von Schaltschränken im Anlagen- und<br />
Maschinenbau einen großen Nutzen<br />
darstellt. ó<br />
Augen-Zentrum-Nordwest (MVZ)<br />
48683 Ahaus<br />
Hochprofessionelle Augenheilkunde<br />
einmal nicht im Krankenhaus<br />
Das Augen-Zentrum-Nordwest hat sich<br />
auf die konservative und operative Versorgung<br />
von Patienten im Bereich der<br />
Augenheilkunde spezialisiert, es entstand<br />
aus der Augenarztpraxis Ahaus.<br />
Heute werden an elf Standorten im<br />
westlichen Münsterland und im Emsland<br />
Patienten flächendeckend auch in<br />
strukturschwachen Gebieten versorgt.<br />
Im vergangenen Jahr wurden 125.000<br />
Patienten untersucht, weitere 12.000<br />
Patienten ambulant und 1.000 stationär<br />
operativ behandelt. Das Augen-<br />
Zentrum bildet das gesamte Spektrum<br />
der Augenheilkunde ab. Damit gilt<br />
es als eine direkte Alternative zu den<br />
Universitäts-Augenkliniken der weiteren<br />
Umgebung mit dem Vorteil, dass<br />
neben der hochwertigen medizinischen<br />
Versorgung auch ein partnerschaftliches<br />
Miteinander mit den Patienten einen<br />
wichtigen Aspekt darstellt. ó<br />
Betonwerk Büscher GmbH & Co. KG<br />
48619 Heek<br />
Individuelle Betonfertigteile und<br />
Beton-Recycling<br />
Das Unternehmen plant und produziert<br />
Betonfertigteile für den Industrie-, Wohnungs-<br />
und Brückenbau sowie individuelle<br />
Betonfertigteile. Zur Unternehmensgruppe<br />
gehört ein Entsorgungsbetrieb<br />
mit einer eigenen Abfallbehandlungsanlage<br />
und einer Bauschuttaufbereitungsanlage<br />
inklusive Containerdienst. In der<br />
Branche genießt das Betonwerk den<br />
Ruf als individuelle Betonmanufaktur,
die vom kilogrammschweren Sockel bis<br />
zu tonnenschweren Modulbauten und<br />
Steuerzellen alles fertigt.<br />
Die Bereiche Forschung und Entwicklung<br />
sind klar im Unternehmen verankert,<br />
um neue Wege für den Einsatz von<br />
Recyclingbauschutt zu generieren. Im<br />
gesamten Bundesgebiet ist das Betonwerk<br />
Büscher mit dem Büscher Block<br />
hochangesehen, der aus 100 Prozent<br />
recycelten Bauschutt besteht und einen<br />
Beitrag zum Klimaschutz und zur Reduzierung<br />
des CO2-Ausstoßes leistet.ó<br />
Colt International GmbH<br />
47533 Kleve<br />
Brandschutz und Klimatechnik ganz groß<br />
Die Colt International GmbH ist auf<br />
dem Gebiet der technische Gebäudeausrüstung<br />
im Brandschutz, Klimatechnik<br />
und Sonnenschutz tätig mit Produktionsstätten<br />
auf vier Kontinenten.<br />
Als einziges Unternehmen bietet Colt<br />
International im vorbeugenden Brandschutz<br />
die gesamte Produktpalette<br />
aus Rauchschürzen, natürlicher und<br />
maschineller Entrauchung und Lüftung.<br />
Herausragende Projekte, an denen das<br />
Unternehmen beteiligt war, waren unter<br />
anderem der EU-Sitz in Brüssel und die<br />
Elbphilharmonie. Technologischen Vorsprung<br />
beweist Colt International insbesondere<br />
bei der Energieeffizienz der entwickelten<br />
Produkte und dabei, Produkte<br />
„smart“ zu machen, so dass sie sich in<br />
Building-Managementsysteme einbinden<br />
lassen oder eigenständig operieren<br />
können. Das Unternehmen ist beispielsweise<br />
Marktführer bei der adiabatischen<br />
Kühlung in der Gebäudelüftung. ó<br />
Helmut Hinz GmbH & Co.<br />
50937 Köln<br />
Gebäudetechnik at it’s best<br />
Das Handwerksunternehmen Helmut<br />
Hinz ist ein Betrieb für Heizung-, Sanitär-<br />
und Klimatechnik und gilt als Vorzeigeunternehmen<br />
und Qualitätsführer<br />
in dieser Region. Kunden schätzen die<br />
zahlreichen Alleinstellungsmerkmale<br />
der Helmut Hinz GmbH & Co. Wie die<br />
kostenfreie, auf zehn Jahre verlängerte<br />
Gewährleistung auf getätigten Arbeiten,<br />
fünf Jahre auf alle verbauten Komponenten<br />
sowie der automatisierte E-Mail-<br />
Statusreport für alle Kundendienstaufträge<br />
bei Auftragsanlage, Terminvergabe<br />
und Auftragserfüllung. Die Helmut Hinz<br />
GmbH & Co. Ist erster regionaler Kompetenzpartner<br />
der Pall Medical Germany,<br />
für die sie exklusiv den Pall-Filter als<br />
Sofortmaßnahme gegen Legionellen<br />
im Trinkwasser vertreibt. Das gesamte<br />
Team, 60 Mitarbeiter und elf Azubis ,<br />
definiert sich als Hinz-Familie, was den<br />
Zusammenhalt und die hohe Zufriedenheit<br />
der Mitarbeiter widerspiegelt. ó<br />
37<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
Uneitelkeit und Exzellenz<br />
Aus Grußworten und Kolumnen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
38<br />
Meine Erwartung, nach der<br />
Eröffnung des Abends Zeuge<br />
einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />
zu werden, wurde natürlich<br />
nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />
mit Preisverleihung, Buffet und<br />
Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />
begeisterte schon für sich gesehen<br />
rundum. Doch inmitten der tosenden<br />
Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />
akustischen und kulinarischen Reizen,<br />
fand ich mich im Kern aus einem noch<br />
ganz anderen Grund staunend und<br />
sprachlos.<br />
Ein Finalist nach dem anderen<br />
wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />
für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />
Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />
Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />
sie über den roten Teppich die Stufen<br />
hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />
Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />
Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />
stellten Helfried Schmidt und<br />
Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />
vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />
jeder Kategorie reihenweise im<br />
Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />
entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />
dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />
Uneitelkeit der Beteiligten und<br />
der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />
konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />
Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />
einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />
diese Gewinner die Hinweise der<br />
Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />
seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />
Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />
oder Familienunternehmer<br />
in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />
Höchste Kreativität und Perfektion in<br />
der Produktherstellung, Loyalität in der<br />
Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />
neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />
Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />
Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />
Bereitschaft zur Hilfestellung<br />
für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />
gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />
Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />
Warum, fragte ich mich, stehen<br />
Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />
im Fokus des allgemeinen medialen<br />
Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />
dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />
nicht auf den Titelseiten unserer<br />
Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />
und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />
die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />
die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />
Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />
gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />
durch ihre beharrliche Motivation,<br />
sich anderen dienstbar zu machen, das<br />
alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />
und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />
Blickt man nur auf die vergangenen<br />
100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />
man fest, dass es politischen Akteuren<br />
1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />
gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />
Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />
zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />
dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />
Ausmaßes verbunden, im<br />
Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />
Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />
Akteure, die die Trümmer<br />
beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />
angerichteten Chaos – einen<br />
immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />
Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />
Studienabbrecher und Berufslosen,<br />
die ihr eigenes, persönliches Leben<br />
erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />
vermochten, die Lufthoheit des<br />
öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />
den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />
was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />
„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />
Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />
leisten, selber gar nicht ver-<br />
Lammetal GmbH<br />
Ein Unternehmen<br />
mit sozialem Auftrag<br />
•<br />
Menschen mit Behinderung als<br />
gleichberechtigte Partner<br />
•<br />
Teilhabe am Arbeitsleben und<br />
am Leben in der Gemeinschaft<br />
•<br />
Individuelle Entwicklung der<br />
Fähigkeiten und Interessen<br />
www.lammetal.net<br />
Kontakt<br />
Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />
An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net
Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />
Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />
stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />
Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />
aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />
zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />
Generationen würden? Ich habe eine<br />
Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />
Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />
Einblick gewährt zu haben.<br />
Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />
Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />
seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />
frei Nr. 187.<br />
Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />
Bedeutung des Mittelstandes für die<br />
deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />
insgesamt kann man gar nicht<br />
oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />
des diesjährigen Wettbewerbes:<br />
„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />
… Die Initiative, Innovationskraft und<br />
Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />
– das sind zentrale<br />
Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />
zu gestalten.<br />
Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />
für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />
des Landes Sachsen-Anhalt,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />
„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />
diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />
Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />
Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />
Unternehmen wird jeden Tag<br />
an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />
forscht. Er erschließt neue Technologien<br />
und Geschäftsfelder. Er bildet<br />
aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />
in Produktion, Qualitätssicherung,<br />
Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />
Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />
erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />
und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />
Unternehmertums. Der Mittelstand<br />
ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />
Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />
der CDU-Fraktion im Landtag<br />
von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />
Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />
Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />
Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />
halten“, diejenigen, die wirklich die<br />
(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />
Willingmann, Petra Tröger<br />
„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />
der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />
Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />
Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />
von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />
Anerkennung nämlich, eine<br />
unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />
Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />
Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />
Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />
des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />
hängt in entscheidendem Maße davon<br />
ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />
Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />
Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />
Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />
MdB, sprach ein Grußwort zur<br />
Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />
39<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
Finalisten <strong>2018</strong><br />
aus Rheinland-Pfalz / Saarland<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
36<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
(v.r.n.l.):<br />
apra-norm Elektomechanik GmbH,<br />
Sabine Rademacher-Anschütz mit<br />
Begleitung, Geschäftsführerin;<br />
Augel GmbH, Andre Prytamannyi,<br />
Projektleiter;<br />
Klaus Weinand Heizung & Sanitär,<br />
Klaus Weinand, Geschäftsführer;<br />
Nanogate AG, Stefanie Müller, Juliane<br />
Wernet, beide Marketing;<br />
Wessamat Eismaschinenfabrik GmbH,<br />
Michael Jäger und Begleitung,<br />
Geschäftsführer;<br />
Weingut Peter Kriechel GbR,<br />
Peter Kriechel, Michael Kriechel,<br />
Geschäftsführer<br />
Weingut Peter Kriechel GbR<br />
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler<br />
Im Einklang mit der Heimat<br />
Das Weingut Peter Kriechel hat sich in 3.<br />
Generation mit etwa 24 ha Anbaufläche<br />
zum größten privaten Weingut an der<br />
Ahr entwickelt. Neben Spät-, Weiß- und<br />
Grauburgunder wird auf rund 4 ha die<br />
seltene Ahr-Spezialität Frühburgunder<br />
angebaut. Zahlreiche Preise belegen die<br />
hohe Qualität des Rotweines. Mit 91<br />
Punkten ist der 2015er Grauburgunder<br />
der bestbewertete trockene Ahr-Weißwein,<br />
den es bisher im „Gault Millau“<br />
gab. Der Betrieb setzt auf Leguminosen<br />
als Gründünger, verzichtet auf Insektizide,<br />
bezieht Energie über die hauseigene<br />
Photovoltaikanlage und lässt seine<br />
Weinfässer aus heimischer Ahr-Eiche<br />
herstellen. Derzeit sind 10 Vollzeit- und<br />
9 Teilzeitangestellte, 3 Auszubildende<br />
sowie mehrere Praktikanten beschäftigt.<br />
Für Erhalt und Pflege der Natur- und Kulturlandschaft<br />
werden traditionsreiche<br />
Schützengesellschaften oder gemeinsam<br />
mit der örtlichen Grundschule der<br />
Bau eines Bienenhotels unterstützt. ó<br />
Wessamat Eismaschinenfabrik GmbH<br />
67661 Kaiserslautern<br />
Europaweit an der Spitze des<br />
Eisberges<br />
Seit 1986 stellt die Wessamat Eismaschinenfabrik<br />
GmbH Eiswürfel- und Crushed-Ice-Bereiter<br />
für den nationalen wie<br />
internationalen Vertrieb her. Bei der Konzeption<br />
von industriellen Großanlagen,<br />
die in 24 Stunden 120 Tonnen Eis produzieren,<br />
hält sie mit heute 58 Mitarbeitern<br />
und mehr als 10 Patenten die europaweite<br />
Technologieführerschaft. Mit den<br />
Produktlinien Combi-Line, Micro Cube<br />
und Crusher ist Wessamat Marktführer.<br />
Die Einsatzmöglichkeiten reichen von<br />
der Gastronomie bis zu Sportmedizin,<br />
Labor- und Medizintechnik, Wurst- und<br />
Backwarenproduktion, Landwirt-schaft,<br />
Lebensmittelhandel und exklusiver<br />
Kücheneinrichtung. Verbesserungsvorschläge<br />
werden bei Umsetzung mit 25<br />
Prozent der Jahreseinsparung prämiert.<br />
Betriebsrat, Mitarbeiter und Vorgesetzte<br />
wirken gemeinsam an einem internen<br />
Beurteilungs- und individuellen Prämiensystem<br />
mit, bei dem sich monatliche<br />
Prämien aus Unternehmenserfolg, Mitarbeiterbewertung<br />
und Anwesenheitsstunden<br />
errechnen. ó<br />
Augel GmbH<br />
56745 Weibern<br />
Bauexpertise seit 1928<br />
Die Augel GmbH plant, baut und sichert<br />
Bürogebäude, Fundamente, Kleinkläranlagen,<br />
Umspannstationen, Tankstellen,<br />
Pipelines und Hallen. Dank flexibler<br />
Arbeitszeit-modelle können ganzjährig<br />
und rund um die Uhr Aufträge realisiert<br />
werden. Die Innovationskraft zeigt sich<br />
in der Entwicklung des ultrahochfesten<br />
Materials „ingbeton“ zur dauerhaften<br />
Bodensanierung besonders strapazierter<br />
Flächen im Industrie- und Verkehrsbau<br />
oder in der „Digitalen Bauakte“, mit<br />
der alle Projektbeteiligten vom Eingang<br />
der Anfrage bis zur Schlussrechnung auf<br />
sämtliche Dokumente zugreifen können.<br />
Derzeit beschäftigt die Augel GmbH 90<br />
Mitarbeiter sowie zwölf Auszubildende<br />
und Praktikanten. Mit der Einführung<br />
eines Einstellungstests konnte das<br />
Unternehmen das Niveau der Auszubildenden<br />
deutlich anheben. Als Bestandteil<br />
des Gesundheitsmanagementsystems<br />
finden alle zwei Monate für die<br />
Verwaltungsangestellten „Kraft der<br />
Gedanken“-Workshops statt. ó<br />
Klaus Weinand Heizung & Sanitär<br />
54608 Bleialf<br />
Erfolgsgeschichte aus Familienhand<br />
1983 als Ein-Mann-Betrieb gegründet,<br />
hat sich Klaus Weinand Heizung & Sanitär<br />
heute erfolgreich in der Region etabliert<br />
und konnte Standorte in Köln und<br />
Luxemburg eröffnen. Klaus Weinand<br />
bietet maßgeschneiderte Heizungs- und<br />
Sanitär-dienstleistungen an. Dazu gehören<br />
neben Öl- und Gasheizungsanlagen
moderne Energieversorgungs-konzepte<br />
wie Wärmepumpen, Solaranlagen, Pellet-<br />
und Hackschnitzelheizungen. Größten<br />
Wert legt das Unternehmen auf die<br />
Familien seiner derzeit 45 Mitarbeiter,<br />
zehn Auszubildenden und Praktikanten.<br />
Die speziellen Bedürfnisse etwa Alleinerziehender<br />
oder Eltern von Kleinkindern<br />
werden respektiert und bestmöglichst<br />
bei der Arbeitszeitplanung berücksichtigt.<br />
Klaus Weinand setzt sich gezielt für<br />
die Förderung von Asylbewerbern und<br />
Bewerbern aus sozial schwierigen Verhältnissen<br />
ein. Darüber hinaus engagiert<br />
sich das Unternehmen für zahlreiche<br />
Vereine und gesellschaftliche Veranstaltungen<br />
in der Region. ó<br />
Nanogate SE<br />
66287 Quierschied-Göttelborn<br />
Mit Plan zum Erfolg<br />
1999 gegründet, entwickelt sich Nanogate<br />
SE mit rund 1.200 Mitarbeitern<br />
zum weltweit führenden Spezialisten<br />
für Hightech-Oberflächen und -komponenten<br />
und zum europäischen Vorreiter<br />
für Nano-technologie. Es stellt seinen<br />
Kunden technologisch und optisch hochwertige<br />
Systeme zur Verfügung, mit<br />
neuen Eigenschaften wie Kratzfestigkeit,<br />
UV-Schutz, erleichterte Reinigung,<br />
Antibeschlag oder Antistatik. Die Anwendung<br />
reicht von Fahrzeugbauteilen über<br />
Outdoor-Bekleidung bis hin zu Kunststoffscheiben<br />
in Flugzeugen und energieeffizienten<br />
Oberflächen in Heizungsanlagen.<br />
Der Erfolg liegt nicht zuletzt in<br />
der systematischen Unternehmensentwicklung<br />
mit festgeschriebenen Phasen<br />
und langfristiger Wachstumsstrategie<br />
begründet. Seit 2014 wurde der Umsatz<br />
mehr als verdoppelt. Nanogate unterstützt<br />
German Doctors e. V., die freiwillige<br />
Arzteinsätze in Entwicklungsländern<br />
leistet, und vermittelt Kindern in einer<br />
„Märchenakademie“ naturwissenschaftliche<br />
Fertigkeiten und Fähigkeiten. ó<br />
apra-norm Elektromechanik GmbH<br />
54552 Mehren<br />
Erfolgreiche Schale für den<br />
elektronischen Kern<br />
Unter dem Slogan „Die optimale Schale<br />
für wertvolle Elektronik“ entwickelt<br />
apra-norm seit fast 50 Jahren Gehäuseund<br />
Schranksysteme für Kunden aus<br />
mehr als 25 Industriezweigen, darunter<br />
Luft- und Raumfahrttechnik, Energiespeicher-<br />
und Bürotechnik, Maschinenbau<br />
und Medizintechnik. 70 Patente und<br />
Gebrauchsmuster zeigen die besondere<br />
Innovationskraft. Das familiengeführte<br />
Unternehmen beschäftigt derzeit 266<br />
Mitarbeiter sowie 40 Auszubildende<br />
und Praktikanten. Die durchschnittliche<br />
Betriebszugehörigkeit beträgt 24 Jahre.<br />
Mitarbeitern stehen derzeit 37 unterschiedliche<br />
Arbeitszeitmodelle zur Verfügung.<br />
Seit 1980 unterstützt apra-norm<br />
die Europäische-Werkstätten-Cooperation<br />
gGmbH durch Außenarbeitsplätze<br />
für psychisch behinderte Menschen und<br />
engagiert sich unter anderem für den<br />
Maare-Mosel-Lauf und die Ferienfreizeiten<br />
des SV Neunkirchen. ó<br />
37<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
Uneitelkeit und Exzellenz<br />
Aus Grußworten und Kolumnen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
38<br />
Meine Erwartung, nach der<br />
Eröffnung des Abends Zeuge<br />
einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />
zu werden, wurde natürlich<br />
nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />
mit Preisverleihung, Buffet und<br />
Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />
begeisterte schon für sich gesehen<br />
rundum. Doch inmitten der tosenden<br />
Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />
akustischen und kulinarischen Reizen,<br />
fand ich mich im Kern aus einem noch<br />
ganz anderen Grund staunend und<br />
sprachlos.<br />
Ein Finalist nach dem anderen<br />
wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />
für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />
Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />
Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />
sie über den roten Teppich die Stufen<br />
hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />
Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />
Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />
stellten Helfried Schmidt und<br />
Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />
vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />
jeder Kategorie reihenweise im<br />
Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />
entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />
dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />
Uneitelkeit der Beteiligten und<br />
der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />
konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />
Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />
einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />
diese Gewinner die Hinweise der<br />
Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />
seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />
Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />
oder Familienunternehmer<br />
in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />
Höchste Kreativität und Perfektion in<br />
der Produktherstellung, Loyalität in der<br />
Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />
neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />
Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />
Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />
Bereitschaft zur Hilfestellung<br />
für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />
gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />
Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />
Warum, fragte ich mich, stehen<br />
Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />
im Fokus des allgemeinen medialen<br />
Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />
dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />
nicht auf den Titelseiten unserer<br />
Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />
und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />
die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />
die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />
Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />
gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />
durch ihre beharrliche Motivation,<br />
sich anderen dienstbar zu machen, das<br />
alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />
und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />
Blickt man nur auf die vergangenen<br />
100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />
man fest, dass es politischen Akteuren<br />
1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />
gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />
Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />
zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />
dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />
Ausmaßes verbunden, im<br />
Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />
Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />
Akteure, die die Trümmer<br />
beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />
angerichteten Chaos – einen<br />
immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />
Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />
Studienabbrecher und Berufslosen,<br />
die ihr eigenes, persönliches Leben<br />
erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />
vermochten, die Lufthoheit des<br />
öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />
den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />
was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />
„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />
Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />
leisten, selber gar nicht ver-<br />
Lammetal GmbH<br />
Ein Unternehmen<br />
mit sozialem Auftrag<br />
•<br />
Menschen mit Behinderung als<br />
gleichberechtigte Partner<br />
•<br />
Teilhabe am Arbeitsleben und<br />
am Leben in der Gemeinschaft<br />
•<br />
Individuelle Entwicklung der<br />
Fähigkeiten und Interessen<br />
www.lammetal.net<br />
Kontakt<br />
Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />
An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net
Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />
Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />
stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />
Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />
aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />
zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />
Generationen würden? Ich habe eine<br />
Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />
Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />
Einblick gewährt zu haben.<br />
Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />
Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />
seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />
frei Nr. 187.<br />
Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />
Bedeutung des Mittelstandes für die<br />
deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />
insgesamt kann man gar nicht<br />
oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />
des diesjährigen Wettbewerbes:<br />
„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />
… Die Initiative, Innovationskraft und<br />
Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />
– das sind zentrale<br />
Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />
zu gestalten.<br />
Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />
für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />
des Landes Sachsen-Anhalt,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />
„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />
diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />
Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />
Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />
Unternehmen wird jeden Tag<br />
an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />
forscht. Er erschließt neue Technologien<br />
und Geschäftsfelder. Er bildet<br />
aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />
in Produktion, Qualitätssicherung,<br />
Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />
Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />
erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />
und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />
Unternehmertums. Der Mittelstand<br />
ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />
Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />
der CDU-Fraktion im Landtag<br />
von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />
Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />
Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />
Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />
halten“, diejenigen, die wirklich die<br />
(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />
Willingmann, Petra Tröger<br />
„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />
der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />
Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />
Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />
von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />
Anerkennung nämlich, eine<br />
unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />
Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />
Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />
Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />
des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />
hängt in entscheidendem Maße davon<br />
ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />
Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />
Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />
Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />
MdB, sprach ein Grußwort zur<br />
Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />
39<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
Finalisten <strong>2018</strong> aus Sachsen-Anhalt<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
36<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
v.r.n.l.:<br />
ALEXMENÜ GmbH & CO. KG,<br />
Alexandra Krotki, Geschäftsführerin;<br />
Cybertrading GmbH,<br />
Frank Niemann, Geschäftsführer;<br />
ThermHex Waben GmbH,<br />
Jochen Pflug, Geschäftsführer<br />
ALEXMENÜ GmbH & Co. KG<br />
39126 Magdeburg<br />
Essen – gesund und lecker<br />
Das Familienunternehmen hat sich der<br />
gesunden Ernährung verschrieben. Kerngeschäft<br />
ist die Kinder- und Schulspeisung,<br />
für täglich rund 9.000 Mittagessen,<br />
3.000 Portionen Frühstück und Vesper<br />
sowie 4.500 Essen für älteren Menschen<br />
in Hamburg, Bremen und Berlin.<br />
Um Kinder schon früh an eine gesunde<br />
Ernährung heranzuführen, bietet die<br />
ALEXMENÜ Wissenseinheiten und mit<br />
„Hopsi & Klopsi“ maskottchengestützte<br />
Ernährungsprojekte. Das Unternehmen<br />
hat eine hauseigene Fleischerei und verzichtet<br />
auf Konservierungsstoffe und<br />
Geschmacksverstärker. Dank der eigenen<br />
Ernährungswissenschaftler können<br />
Sie auf Lebensmittelallergien reagieren.<br />
ALEXMENÜ unterstützt Schulvereine,<br />
Schülercafés und Kindergärten. ó<br />
Cybertrading GmbH<br />
39179 Barleben<br />
Remarketing statt Entsorgung<br />
Die Cybertrading GmbH hat sich auf<br />
nationalen und internationalen Handel<br />
mit IT-Hardware, vor allem im Bereich<br />
B2B, spezialisiert. Das Produktportfolio<br />
umfasst unterschiedliche Hardwarekomponenten<br />
und setzt auf den<br />
Vertrieb von neuer wie auch generalüberholter<br />
Technik. Das Unternehmen<br />
steigerte ihren Umsatz um 23 Prozent<br />
pro Jahr durch neue Vertriebskanäle wie<br />
einem Onlineshop und Online-Marktplätzen<br />
sowie durch Professionalisierung<br />
der Mitarbeiter. Das Kinderförderwerk<br />
Magdeburg e. V. und die Tafel werden<br />
ebenso unterstützt wie die Früh- und<br />
Neugeborenenabteilung des Universitätsklinikums<br />
Magdeburg mit einen speziellen<br />
Känguru-Stuhl. ó<br />
ThermHex Waben GmbH<br />
<strong>06</strong>130 Halle/Saale<br />
Wabenkerne für Sandwichbauteile<br />
Die ThermHex Waben GmbH ist Spezialist<br />
für besonders kosten- und ressourcensparende<br />
Wabenkernproduktionen<br />
sowie in der Herstellung vollständig<br />
recycelbaren Wabenplatten im in-line-<br />
Verfahren. Dadurch können Platten in<br />
individueller Länge produziert werden.<br />
Dank des kostengünstigen Produktionsverfahrens<br />
haben sie die Kostenführerschaft<br />
weltweit. Weiterhin wurde ein<br />
großserienfähiges Organosandwich<br />
zum Einsatz in Automobilen und ein<br />
duroplastischer sowie ein thermoplastischer<br />
Wabenkern für die Luftfahrtindustrie<br />
entwickelt und ein Wabenkern mit<br />
einer Zellweite von 3,5 Millimetern. ó<br />
Salzwedeler Baumkuchen GmbH<br />
29410 Salzwedel<br />
Leckerei mit Tradition<br />
Die Salzwedeler Baumkuchen GmbH ist<br />
eine handwerkliche Bäckerei mit Vollsortiment,<br />
deren Tradition auf das Jahr 1843<br />
mit der erstmaligen Erwähnung des<br />
Salzwedeler Baumkuchens zurückzuführen<br />
ist. 115 Beschäftigte, die sich auf 12<br />
Filialen, 6 Verkaufsmobile und 3 Cafés<br />
verteilen, bieten den Kunden 29 Brotsorten,<br />
23 Brötchensorten und 134 Kuchenerzeugnisse<br />
an. Das Premiumprodukt ist<br />
der Original Salzwedeler Baumkuchen.<br />
Den „Tag des Baumkuchens“ rief das<br />
Unternehmen ins Leben und wirkte mit<br />
bei der Einrichtung des „Baumkuchengeschichtszimmers“<br />
im Märchenpark von<br />
Salzwedel. ó
Mittelstand braucht Unterstützung<br />
außerhalb der Politik<br />
© www.AndreasLander.de © www.AndreasLander.de<br />
Grußwort von Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident<br />
des Landes Sachsen-Anhalt,<br />
zum „Großen Preis des Mittelstandes“<br />
<strong>2018</strong><br />
In Ostdeutschland ist der Mittelstand<br />
nicht nur das Rückgrat der Wirtschaft,<br />
er ist die Wirtschaft selbst. Dafür steht<br />
nicht nur der Wertschöpfungsbeitrag,<br />
sondern auch das große Arbeitsplatzund<br />
Ausbildungsangebot. Leider stehen<br />
die Belange kleiner und mittlere Betriebe<br />
nicht immer im Blickpunkt einer überregionalen<br />
Öffentlichkeit. Deshalb braucht<br />
der Mittelstand auch außerhalb der<br />
Politik Unterstützer, die sich tagtäglich<br />
Mit Initiative, Innovationskraft und<br />
Kreativität „Zukunft gestalten“<br />
Grußwort von Prof. Dr. Armin Willingmann,<br />
Minister für Wirtschaft, Wissenschaft<br />
und Digitalisierung des Landes<br />
Sachsen-Anhalt, zum „Großen Preis des<br />
Mittelstandes“ <strong>2018</strong><br />
Ohne „Mitte“ geht es nicht – die<br />
große Bedeutung des Mittelstandes<br />
für die deutsche Wirtschaft und unsere<br />
Gesellschaft insgesamt kann man gar<br />
nicht oft genug hervorheben. Gut 99<br />
Prozent der Unternehmen in Deutschland<br />
sind Mittelständler – sie beschäftigen<br />
rund zwei Drittel der sozialversicherungspflichtigen<br />
Arbeitnehmer. In<br />
Sachsen-Anhalt liegt der Anteil sogar<br />
noch höher. Doch nicht nur für Wachstum,<br />
Beschäftigung und Wohlstand sind<br />
die kleinen und mittleren Unternehmen<br />
in ihren Regionen wichtig, sondern auch<br />
durch ihr großes gesellschaftliches und<br />
soziales Engagement. Dieses zählt zu<br />
Recht zu den fünf Kriterien bei der Vergabe<br />
des „Großen Preises des Mittelstandes<br />
<strong>2018</strong>“.<br />
Die deutsche Wirtschaft brummt<br />
derzeit so laut wie lange nicht. Gerade<br />
unsere vielen Mittelständler profitieren<br />
von der aktuell sehr positiven konjunkturellen<br />
Entwicklung. Das darf aber nicht<br />
von der wichtigen Frage ablenken, ob<br />
für ihn einsetzen. Ich danke der Oskar-<br />
Patzelt-Stiftung, dass sie genau dies tut.<br />
Ihre beharrliche Arbeit ist in hohem<br />
Maße bewundernswert. Sichtbar wird<br />
sie vor allem durch den jedes Jahr vergebenen<br />
Großen Preis des Mittelstandes.<br />
Der Wettbewerb würdigt nicht nur die<br />
Leistungen der Unternehmen. Er sorgt<br />
zudem für Publicity. Das ist auch dringend<br />
nötig, denn Erfolgsgeschichten<br />
mittelständischer Firmen werden oft<br />
im Verborgenen geschrieben. Ich freue<br />
mich, dass der in dieser Form einzigartige<br />
und inzwischen bundesweite Mittelstandspreis<br />
von Mitteldeutschland<br />
ausgegangen ist. Ich danke der Stiftung<br />
für ihr jahrzehntelanges unermüdliches<br />
Engagement.<br />
Die Unternehmen sind für die<br />
Zukunft gut gerüstet. Ihr wichtigstes<br />
Kapital ist das Know-how ihrer Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter. Das Bewusstsein<br />
dafür ist angesichts der demografischen<br />
Entwicklung gewachsen. Es ist vor<br />
diesem Hintergrund eine große Herausforderung,<br />
den Fachkräftenachwuchs<br />
weiterhin zu sichern. Rege Kontakte mit<br />
den umliegenden Schulen und Hochschulen<br />
sind dazu ebenso notwendig<br />
wie eine ordentliche Bezahlung und die<br />
Schaffung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen.<br />
Mein Eindruck ist, dass<br />
die heimischen Firmen hier deutliche<br />
Fortschritte machen. Dieser Weg muss<br />
fortgesetzt werden.<br />
Die Landesregierung ist fortlaufend<br />
bestrebt, bestmögliche Rahmenbedingungen<br />
für die heimischen Unternehmen<br />
zu schaffen. Auch Neugründungen<br />
und Innovationen stehen im Fokus. Wir<br />
nutzen hier die Möglichkeiten, die die im<br />
Rahmen der aktuellen EU-Förderperiode<br />
zur Verfügung stehenden Mittel bieten.<br />
Sehr gern habe ich auch in diesem<br />
Jahr im Rahmen des Großen Mittelstandspreises<br />
die Schirmherrschaft für<br />
die Wettbewerbsregion Sachsen-Anhalt<br />
übernommen. Ich wünsche der Jury eine<br />
glückliche Hand bei der Auswahl der<br />
Preisträger. ó<br />
sich der Mittelstand in Deutschland auch<br />
künftig erfolgreich entwickeln kann – ob<br />
also in den Unternehmen wichtige Weichen<br />
gestellt werden. Damit sind wir<br />
beim Leitspruch des diesjährigen Wettbewerbes:<br />
„Zukunft gestalten“.<br />
Das Motto ist gut gewählt: Deutschland<br />
braucht auch künftig einen erfolgreichen<br />
Mittelstand, der die Gesellschaft<br />
in vielen Bereichen stärkt. Die Zukunft<br />
bringt zahlreiche Herausforderungen<br />
mit sich, die es zu bewältigen gilt; zu den<br />
wichtigsten zählen die Digitalisierung<br />
und der zunehmende Fachkräftemangel.<br />
Die Initiative, Innovationskraft und<br />
Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />
– das sind zentrale<br />
Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />
zu gestalten. Ich bin zuversichtlich, dass<br />
uns dies gemeinsam gelingt. ó<br />
37<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
Uneitelkeit und Exzellenz<br />
Aus Grußworten und Kolumnen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
38<br />
Meine Erwartung, nach der<br />
Eröffnung des Abends Zeuge<br />
einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />
zu werden, wurde natürlich<br />
nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />
mit Preisverleihung, Buffet und<br />
Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />
begeisterte schon für sich gesehen<br />
rundum. Doch inmitten der tosenden<br />
Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />
akustischen und kulinarischen Reizen,<br />
fand ich mich im Kern aus einem noch<br />
ganz anderen Grund staunend und<br />
sprachlos.<br />
Ein Finalist nach dem anderen<br />
wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />
für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />
Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />
Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />
sie über den roten Teppich die Stufen<br />
hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />
Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />
Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />
stellten Helfried Schmidt und<br />
Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />
vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />
jeder Kategorie reihenweise im<br />
Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />
entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />
dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />
Uneitelkeit der Beteiligten und<br />
der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />
konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />
Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />
einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />
diese Gewinner die Hinweise der<br />
Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />
seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />
Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />
oder Familienunternehmer<br />
in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />
Höchste Kreativität und Perfektion in<br />
der Produktherstellung, Loyalität in der<br />
Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />
neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />
Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />
Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />
Bereitschaft zur Hilfestellung<br />
für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />
gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />
Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />
Warum, fragte ich mich, stehen<br />
Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />
im Fokus des allgemeinen medialen<br />
Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />
dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />
nicht auf den Titelseiten unserer<br />
Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />
und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />
die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />
die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />
Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />
gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />
durch ihre beharrliche Motivation,<br />
sich anderen dienstbar zu machen, das<br />
alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />
und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />
Blickt man nur auf die vergangenen<br />
100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />
man fest, dass es politischen Akteuren<br />
1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />
gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />
Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />
zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />
dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />
Ausmaßes verbunden, im<br />
Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />
Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />
Akteure, die die Trümmer<br />
beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />
angerichteten Chaos – einen<br />
immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />
Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />
Studienabbrecher und Berufslosen,<br />
die ihr eigenes, persönliches Leben<br />
erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />
vermochten, die Lufthoheit des<br />
öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />
den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />
was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />
„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />
Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />
leisten, selber gar nicht ver-<br />
Lammetal GmbH<br />
Ein Unternehmen<br />
mit sozialem Auftrag<br />
•<br />
Menschen mit Behinderung als<br />
gleichberechtigte Partner<br />
•<br />
Teilhabe am Arbeitsleben und<br />
am Leben in der Gemeinschaft<br />
•<br />
Individuelle Entwicklung der<br />
Fähigkeiten und Interessen<br />
www.lammetal.net<br />
Kontakt<br />
Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />
An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net
Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />
Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />
stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />
Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />
aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />
zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />
Generationen würden? Ich habe eine<br />
Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />
Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />
Einblick gewährt zu haben.<br />
Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />
Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />
seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />
frei Nr. 187.<br />
Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />
Bedeutung des Mittelstandes für die<br />
deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />
insgesamt kann man gar nicht<br />
oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />
des diesjährigen Wettbewerbes:<br />
„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />
… Die Initiative, Innovationskraft und<br />
Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />
– das sind zentrale<br />
Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />
zu gestalten.<br />
Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />
für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />
des Landes Sachsen-Anhalt,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />
„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />
diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />
Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />
Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />
Unternehmen wird jeden Tag<br />
an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />
forscht. Er erschließt neue Technologien<br />
und Geschäftsfelder. Er bildet<br />
aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />
in Produktion, Qualitätssicherung,<br />
Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />
Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />
erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />
und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />
Unternehmertums. Der Mittelstand<br />
ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />
Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />
der CDU-Fraktion im Landtag<br />
von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />
Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />
Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />
Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />
halten“, diejenigen, die wirklich die<br />
(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />
Willingmann, Petra Tröger<br />
„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />
der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />
Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />
Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />
von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />
Anerkennung nämlich, eine<br />
unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />
Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />
Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />
Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />
des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />
hängt in entscheidendem Maße davon<br />
ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />
Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />
Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />
Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />
MdB, sprach ein Grußwort zur<br />
Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />
39<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
Finalisten <strong>2018</strong> aus Sachsen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
36<br />
markSTAHL Roland Markert<br />
09387 Jahnsdorf/Erzgebirge<br />
Robotergesteuerte Veredlung<br />
von Stahlrohren<br />
Das vor 8 Jahren gründete Unternehmen<br />
spezialisierte sich auf den Verkauf<br />
und die individuelle Ver- und Bearbeitung<br />
von Stahlrohren. Für kurze Wege<br />
wurde eine Niederlassung in Dortmund<br />
gegründet. Die weltweite Zusammenarbeit<br />
mit großen Stahlwerken wurde<br />
gesucht. Getreu dem Motto „Geht nicht,<br />
gibt´s nicht“ verstehen es die Mitarbeiter,<br />
Bearbeitungsschritte sowie die<br />
Anlieferung just in time aus einer Hand<br />
anzubieten. Kunden aus der Möbel-,<br />
Medizin- und Automobilindustrie mit<br />
Sonderlösungen finden hier den richtigen<br />
Partner. 2016 gelang es markSTAHL,<br />
eine Weltneuheit vorzustellen: die All-inone-Technologie.<br />
ó<br />
LEIPZIGER Logistik & Lagerhaus GmbH<br />
04249 Leipzig<br />
Logistik und mehr aus einer Hand<br />
Als Günter Bauer 1990 die Firma gründete,<br />
wollte er beweisen, dass mit den<br />
Leipzigern künftig deutschlandweit<br />
zu rechnen sein wird. Knapp drei Jahrzehnte<br />
später ist das Unternehmen<br />
mit einem Außenlager in Zwenkau und<br />
Niederlassungen in Hamburg, Ettlingen<br />
und Rodgau sowie 90 Mitarbeitern breit<br />
aufgestellt. Das Unternehmen bietet<br />
integrierte Logistikdienstleistungen für<br />
den deutschen und europäischen Markt.<br />
25.000 Warenpaletten werden eingelagert<br />
und bewegt. Die LEIPZIGER Logistik<br />
& Lagerhaus GmbH gründete eine Leipziger<br />
Galerie und am Kap Zwenkau eine<br />
Badische Wein-, Kunst- und Gourmet-<br />
Stube „Zum Türkenlouis“. ó<br />
ITSM IT-Systeme & Management GmbH<br />
08427 Fraureuth<br />
Perfekte IT für Bau und Handwerk<br />
Kernkompetenz sind miteinander kommunizierende<br />
IT-Systeme, die die Ressourcenplanung<br />
eines Unternehmens<br />
unterstützen. Als ERP-Komplettanbieter<br />
ist das Unternehmen bei der technischen<br />
Gebäudeausrüstung in Sachsen<br />
Marktführer. Gegründet 2004 von Jana<br />
Popp, Uwe Gündel und Torsten Jacobasch.<br />
Ein sehr gut ausgebildetes Team<br />
sicherte ITSM ein zweistelliges Wachstum<br />
sowie langfristige Partnerschaften.<br />
Familienfreundlichkeit wird großgeschrieben.<br />
Seit Jahren wird unterstützt<br />
die Kindervereinigung Dresden e. V.<br />
sowie das Projekt „Kinder Gardening“<br />
der KITA „Regenbogen“ in Fraureuth. ó<br />
KSM Mike Schärschmidt<br />
04420 Markranstädt/OT Großlehna<br />
Energieeffiziente Haustechnik<br />
zum Wohlfühlen<br />
Sanitär, Heizung, Klima – darum kümmert<br />
sich seit 42 Jahren in 3. Generation<br />
die Firma Mike Schärschmidt. Mit<br />
modernen Konzepten sorgen 9 Mitarbeiter<br />
dafür, dass Energiekosten nicht weiter<br />
steigen. Mit der ISO-Zertifizierung<br />
und der Vorführanlage zur Gewinnung<br />
von Alternativenergien im spanischen<br />
Llorret de Mar besitzt das Unternehmen<br />
ein Alleinstellungsmerkmal. Als<br />
vorbildlicher Ausbildungsbetrieb sorgt<br />
die Firma für Mitarbeiternachwuchs. Ziel<br />
ist Jugendliche für Handwerksberufe zu<br />
finden und zu begeistern. Unterstützt<br />
werden lokale Vereine wie Schach, Ringen<br />
und Fußball sowie die Freiwillige<br />
Feuerwehr. ó<br />
ERFOLG!<br />
Interpane entwickelt maßgeschneiderte Isolierverglasungen<br />
für Wohnhäuser und die beste Architektur in<br />
aller Welt. Unsere Produkte sind Gegenstand ständiger<br />
Forschung und ihre technologische Weiterentwicklung<br />
trägt seit vielen Jahren zu Energieeffizienz und Umweltschutz<br />
bei. Und dafür, dass wir immer nah an unseren<br />
Kunden geblieben sind, haben Sie uns nun zum Preisträger<br />
des «Großen Preis des Mittelstandes» gewählt - das macht<br />
uns stolz! Wir sagen DANKE!<br />
Ihr Sebastian Schmidt<br />
ap grand prix0910.indd 1 09/10/17 12:50
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
REIER ist spezialisiert auf die Entwicklung,<br />
Herstellung und Montage von<br />
Museums- und Ausstellungseinrichtungen,<br />
insbesondere von Vitrinen. Das<br />
Unternehmen gehört zu den weltweit<br />
nur fünf hochspezialisierten Anbietern.<br />
Da die Auftraggeber zu 90 % ihren Sitz<br />
im Ausland haben, müssen die Mitarv.r.n.l.:<br />
markSTAHL - Roland Markert,<br />
Roland Markert, Geschäftsführer;<br />
LEIPZIGER Logistik & Lagerhaus GmbH,<br />
Günter Bauer, Geschäftsführer;<br />
ITSM IT-Systeme & Management GmbH,<br />
Jana Popp, Geschäftsleitung;<br />
Firma Mike Schärschmidt,<br />
Mike Schärschmidt, Geschäftsführer<br />
37<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Vitrinen- und Glasbau REIER GmbH<br />
02991 Lauta<br />
Schutz für die Schätze der Welt<br />
Die Erfolgsgeschichte der Vitrinen- und<br />
Glasbau REIER GmbH begann vor 30<br />
Jahren in der Werkstatt des Privathauses<br />
von Firmengründer Volker Reier.<br />
beiter bei REIER zwölf verschiedene<br />
Sprachen abdecken. Während damals<br />
auf einer Fläche von 400 qm produziert<br />
wurde, entstehen heute auf 6.500 qm<br />
hochspezialisierte Museumsvitrinen. ó
Uneitelkeit und Exzellenz<br />
Aus Grußworten und Kolumnen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
38<br />
Meine Erwartung, nach der<br />
Eröffnung des Abends Zeuge<br />
einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />
zu werden, wurde natürlich<br />
nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />
mit Preisverleihung, Buffet und<br />
Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />
begeisterte schon für sich gesehen<br />
rundum. Doch inmitten der tosenden<br />
Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />
akustischen und kulinarischen Reizen,<br />
fand ich mich im Kern aus einem noch<br />
ganz anderen Grund staunend und<br />
sprachlos.<br />
Ein Finalist nach dem anderen<br />
wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />
für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />
Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />
Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />
sie über den roten Teppich die Stufen<br />
hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />
Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />
Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />
stellten Helfried Schmidt und<br />
Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />
vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />
jeder Kategorie reihenweise im<br />
Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />
entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />
dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />
Uneitelkeit der Beteiligten und<br />
der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />
konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />
Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />
einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />
diese Gewinner die Hinweise der<br />
Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />
seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />
Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />
oder Familienunternehmer<br />
in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />
Höchste Kreativität und Perfektion in<br />
der Produktherstellung, Loyalität in der<br />
Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />
neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />
Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />
Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />
Bereitschaft zur Hilfestellung<br />
für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />
gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />
Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />
Warum, fragte ich mich, stehen<br />
Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />
im Fokus des allgemeinen medialen<br />
Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />
dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />
nicht auf den Titelseiten unserer<br />
Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />
und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />
die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />
die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />
Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />
gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />
durch ihre beharrliche Motivation,<br />
sich anderen dienstbar zu machen, das<br />
alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />
und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />
Blickt man nur auf die vergangenen<br />
100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />
man fest, dass es politischen Akteuren<br />
1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />
gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />
Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />
zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />
dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />
Ausmaßes verbunden, im<br />
Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />
Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />
Akteure, die die Trümmer<br />
beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />
angerichteten Chaos – einen<br />
immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />
Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />
Studienabbrecher und Berufslosen,<br />
die ihr eigenes, persönliches Leben<br />
erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />
vermochten, die Lufthoheit des<br />
öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />
den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />
was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />
„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />
Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />
leisten, selber gar nicht ver-<br />
Lammetal GmbH<br />
Ein Unternehmen<br />
mit sozialem Auftrag<br />
•<br />
Menschen mit Behinderung als<br />
gleichberechtigte Partner<br />
•<br />
Teilhabe am Arbeitsleben und<br />
am Leben in der Gemeinschaft<br />
•<br />
Individuelle Entwicklung der<br />
Fähigkeiten und Interessen<br />
www.lammetal.net<br />
Kontakt<br />
Lammetal GmbH · Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen<br />
An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe · Tel (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net
Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />
Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />
stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />
Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />
aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />
zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />
Generationen würden? Ich habe eine<br />
Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />
Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />
Einblick gewährt zu haben.<br />
Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />
Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />
seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />
frei Nr. 187.<br />
Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />
Bedeutung des Mittelstandes für die<br />
deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />
insgesamt kann man gar nicht<br />
oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />
des diesjährigen Wettbewerbes:<br />
„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />
… Die Initiative, Innovationskraft und<br />
Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />
– das sind zentrale<br />
Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />
zu gestalten.<br />
Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />
für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />
des Landes Sachsen-Anhalt,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />
„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />
diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />
Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />
Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />
Unternehmen wird jeden Tag<br />
an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />
forscht. Er erschließt neue Technologien<br />
und Geschäftsfelder. Er bildet<br />
aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />
in Produktion, Qualitätssicherung,<br />
Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />
Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />
erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />
und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />
Unternehmertums. Der Mittelstand<br />
ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />
Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />
der CDU-Fraktion im Landtag<br />
von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />
Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />
Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />
Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />
halten“, diejenigen, die wirklich die<br />
(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />
Willingmann, Petra Tröger<br />
„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />
der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />
Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />
Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />
von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />
Anerkennung nämlich, eine<br />
unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />
Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />
Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />
Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />
des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />
hängt in entscheidendem Maße davon<br />
ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />
Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />
Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />
Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />
MdB, sprach ein Grußwort zur<br />
Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />
39<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
Finalisten <strong>2018</strong> aus Thüringen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
36<br />
© Oskar-Patzelt-Stiftung, Boris Löffert<br />
(v.r.n.l.)<br />
LFG-Eckhard Oertel e.K.,<br />
Peter Dube, Vertriebsleiter;<br />
Hehnke GmbH & Co. KG,<br />
Tommy Hehnke,<br />
Geschäftsführender Gesellschafter;<br />
FME Frachtmanagement Europa GmbH,<br />
Oliver Zentgraf, Vertriebsleiter;<br />
SOMAG AG Jena, Sabrina Warmuth,<br />
Leiterin Marketing<br />
SOMAG AG Jena<br />
07745 Jena<br />
Stabil, präzise und erfolgreich<br />
Die von der SOMAG AG entwickelten<br />
und hergestellten Stabilisierungsgeräte<br />
finden für verschiedenste Bereiche<br />
Anwendung in der ganzen Welt.<br />
Der Anwendungsbereich der<br />
SOMAG-Konstruktionen reicht von<br />
Drohnen bis hin zu über 120 Kg schweren<br />
Sensoren, von Luft- über Boden- bis<br />
hin zu Offshore-Einsätzen. Ein passiver<br />
Vibrationsisolationsring gleicht dabei<br />
die Bewegungen aller drei Achsen<br />
sowie bei der Datenerhebung entstehende<br />
Vibrationen aus. Zudem bietet die<br />
SOMAG Konstruktionsdienstleistungen<br />
für hochpräzise Testinstrumente optischer<br />
Instrumente und Lasersysteme.<br />
Die eigene „SOMAG Mount Controll App“<br />
bietet zusätzlich Kontroll- und Analysemöglichkeiten.<br />
Unkompliziert können<br />
Betriebssoftwares aufgespielt, Fehleranalysen<br />
durchgeführt und Gerätebewegungen<br />
visuell dargestellt werden. ó<br />
Hehnke GmbH & Co. KG<br />
98587 Steinbach-Hallenberg<br />
Engagierte Nachwuchsarbeit<br />
Bereits in 2. Generation versprechen<br />
Kunststoffprodukte des Familienunternehmens<br />
Funktionalität, Wirtschaftlichkeit<br />
und Innovation. Mittels Spritzgießverfahren<br />
werden komplexe Bauteile<br />
und Baugruppen für die Automobil-,<br />
Elektronik-, Elektro-, Möbel- und Konsumgüterindustrie<br />
hergestellt. Mit dem<br />
Schwerpunkt komplexe Kunststoff-komponenten<br />
im Bereich der Hybridbauteile<br />
gehört das Unternehmen deutschland-<br />
und europaweit zu den führenden<br />
Anbietern. Die Mitarbeiter werden durch<br />
ein firmeneigenes Bonussystem am<br />
Erfolg der Firma beteiligt. Seit 2016<br />
führt die Firma eine „Jugend-Unternehmerwerkstatt“<br />
durch, die Schülern der<br />
5. und 6. Klassen das rechnergestützte<br />
Konstruieren sowie den 3D-Druck näher<br />
bringt. ó<br />
FME Frachtmanagement Europa GmbH<br />
98693 Ilmenau<br />
Neue Wege zur Mitarbeiterbindung<br />
Europaweit organisiert die FME Frachtmanagement<br />
Europa GmbH Schwerlasttransporte,<br />
Teil- und Komplettladungen,<br />
Sonderfahrten, See- und Luftfrachttransporte<br />
und Lagerhaltungen. Was als Kellerbüro<br />
2012 begann, ist mittlerweile zu<br />
einem Unternehmen mit drei Standorten<br />
in Ilmenau, Hof und Köln angewachsen.<br />
Mit 8 Auszubildenden im Verhältnis<br />
zu 50 Mitarbeitern kann das Unternehmen<br />
eine hohe Ausbildungsquote mit<br />
Übernahmegarantie vorweisen.<br />
Das Unternehmen setzt auf großen<br />
Freiraum und Eigenverantwortung<br />
der Angestellten, die aktiv zur<br />
Entwicklung beitragen. Für gesunde<br />
Ernährung der Mitarbeiter sorgt die firmeneigene<br />
Wohnküche und ein Feel-<br />
Good-Manager.ó<br />
LFG-Eckhard Oertel e. K.<br />
07549 Gera<br />
Elektronische Bauteile in<br />
höchster Qualität<br />
Seit 26 Jahren produziert LFG-Eckhard<br />
Oertel e. K. Prototypen sowie Kleinserien<br />
von Leiterplatten. Derzeit ist das Unternehmen<br />
der einzige deutsche Anbieter<br />
von Leiterplatten verschiedenster innovativer<br />
Technologien und modernster<br />
Baugruppen aus einer Hand. Qualität,<br />
Zuverlässigkeit und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis<br />
sind dabei die erklärten<br />
Ziele. Mit seinen mehr als 200 Kunden<br />
konnte das Unternehmen seinen<br />
Umsatz zwischen 2014 und 2017 um fast<br />
40 Prozent Euro steigern.<br />
Die Gewinnung von Nachwuchskräften<br />
ist für LFG-Eckhard Oertel e. K. ein<br />
zentrales Anliegen durch enge Zusammenarbeit<br />
mit der Fachhochschule Jena<br />
sowie der Dualen Hochschule Gera-<br />
Eisenach. Das Unternehmen sponsert<br />
mehrere schulerzieherische Projekte<br />
und fördert Gewalt- und Drogen-Präventionskurse.<br />
ó
Mittelständische Wirtschaft in<br />
Thüringen auf Spitzenplatz<br />
© HMWEVL<br />
Grußwort des Thüringer Ministerpräsidenten<br />
Bodo Ramelow zum „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“ <strong>2018</strong> (Auszug)<br />
Jahr für Jahr ist der „Große Preis<br />
des Mittelstandes“ ein Höhepunkt für<br />
Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft.<br />
Als Thüringer Ministerpräsident freue<br />
ich mich, dass 184 Nominierungen aus<br />
dem Freistaat sich an diesem Wettbewerb<br />
beteiligen.<br />
Die Thüringer Wirtschaft wird<br />
geprägt durch seine tragende Säule -<br />
den Mittelstand. Rund 95.000 Betriebe<br />
tragen zum guten Ruf des Wirtschaftsstandortes<br />
bei. Darunter sind zahlreiche<br />
sogenannte „Hidden Champions“, verborgene<br />
Meister, die auf ihrem Gebiet<br />
hochspezialisierte Weltmarktführer sind.<br />
Der mittelständischen Wirtschaft<br />
in Thüringen ist seit der Wiedervereinigung<br />
nicht nur eine beispiellose Aufholjagd<br />
gelungen, vielmehr nimmt sie<br />
heute einen Spitzenplatz unter den ostdeutschen<br />
Ländern ein. Ein Kennzeichen<br />
für den Erfolg ist die gewachsene Wettbewerbsfähigkeit.<br />
Den Thüringer Unternehmen<br />
gelingt es auf beeindruckende<br />
Weise, national und international neue<br />
Märkte zu erobern und zu behaupten. …<br />
„Zukunft gestalten“ heißt heute in<br />
erster Linie, diese positive Entwicklung<br />
voranzutreiben. Deshalb setzt Thüringen<br />
auf die Akteure des Mittelstands.<br />
Wir haben und brauchen in Thüringen<br />
eine starke Wirtschaft und dynamische<br />
Persönlichkeiten unter den Unternehmerinnen<br />
und Unternehmern. ó<br />
Hier wächst Deutschland zusammen<br />
37<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
© TMWWDG<br />
Grußwort von Wolfgang Tiefensee, Thüringer<br />
Minister für Wirtschaft, Wissenschaft<br />
und Digitale Gesellschaft, zum<br />
„Großen Preis des Mittelstandes“ <strong>2018</strong><br />
(Auszug)<br />
Als ehemaliger Leipziger Oberbürgermeister<br />
erlebe ich mit besonderer<br />
Freude, wie der Große Preis des Mittelstandes,<br />
ein echtes Leipziger Kind,<br />
gedeiht. 1995 wurde der Mittelstandspreis<br />
erstmals in Leipzig verliehen. Seit<br />
nunmehr zwanzig Jahren ist auch Thüringen<br />
dabei, seit 2002 findet die Ausschreibung<br />
gesamtdeutsch statt. Der<br />
Große Preis ist damit selbst zu einem<br />
Beispiel dafür geworden, dass gute<br />
Ideen aus dem Osten auch bundesweit<br />
ihre Chance haben. Auch das zeigt: Im<br />
Mittelstand wächst Deutschland zusammen.<br />
Dieser Preis leistet einen gewichtigen<br />
Beitrag dazu. Ich habe deshalb mit<br />
großer Freude die Schirmherrschaft für<br />
die Wettbewerbsregion Thüringen übernommen.<br />
…<br />
In einer modernen Wirtschaft ist die<br />
Fähigkeit zu Vernetzung und Zusammenarbeit<br />
eine der unverzichtbaren<br />
Voraussetzungen für Erfolg. Die Oskar-<br />
Patzelt-Stiftung hat dafür adäquate<br />
Plattformen geschaffen. Dafür gebühren<br />
ihr Anerkennung und Dank.<br />
Diejenigen, die ein preiswürdiges<br />
Unternehmen kennen, möchte ich ermutigen,<br />
es für den Großen Preis des Mittelstandes<br />
vorzuschlagen. ó<br />
ab 1 Stück<br />
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FINALIST<br />
<strong>2018</strong>
Uneitelkeit und Exzellenz<br />
Aus Grußworten und Kolumnen<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
38<br />
Meine Erwartung, nach der<br />
Eröffnung des Abends Zeuge<br />
einer perfekt organisierten Unterhaltungsshow<br />
zu werden, wurde natürlich<br />
nicht enttäuscht. Das angekündigte Programm<br />
mit Preisverleihung, Buffet und<br />
Ball, mit Tänzern, Sängern und Artisten,<br />
begeisterte schon für sich gesehen<br />
rundum. Doch inmitten der tosenden<br />
Veranstaltung, zwischen allen optischen,<br />
akustischen und kulinarischen Reizen,<br />
fand ich mich im Kern aus einem noch<br />
ganz anderen Grund staunend und<br />
sprachlos.<br />
Ein Finalist nach dem anderen<br />
wurde auf die Bühne gerufen, Preisträger<br />
für Preisträger, Mittelständler, Chefs,<br />
Geschäftsführer, Eheleute, Brüderpaare,<br />
Kollegen, Unternehmensvertreter. Während<br />
sie über den roten Teppich die Stufen<br />
hinauf auf die Bühne traten, erschienen<br />
Bilder ihrer Unternehmen und ihrer<br />
Produkte auf der Leinwand. Abwechselnd<br />
stellten Helfried Schmidt und<br />
Petra Tröger die Leistungen der Geehrten<br />
vor. Zuletzt standen die Ausgezeichneten<br />
jeder Kategorie reihenweise im<br />
Rampenlicht und nahmen ihre Preise<br />
entgegen. Der Kontrast zwischen der<br />
dort einerseits durchgängig beobachtbaren<br />
Uneitelkeit der Beteiligten und<br />
der Exzellenz ihrer Arbeit andererseits<br />
konnte kaum größer sein. Mit scheuen<br />
Blicken, sanftem Nicken und bisweilen<br />
einem kleinen Schulterzucken quittierten<br />
diese Gewinner die Hinweise der<br />
Laudatoren darauf, dass sie Weltmarktführer,<br />
seit Jahrzehnten Innovationsgewinner,<br />
Arbeitsplatzgaranten, Umsatzsteigerer<br />
oder Familienunternehmer<br />
in jahrhundertelanger Tradition sind.<br />
Höchste Kreativität und Perfektion in<br />
der Produktherstellung, Loyalität in der<br />
Zusammenarbeit, Sensibilität zum stetig<br />
neuen Erspüren von Kundenbedürfnissen,<br />
Verlässlichkeit gegenüber Partnern,<br />
Seriosität und – nicht zuletzt – allgegenwärtige<br />
Bereitschaft zur Hilfestellung<br />
für Bedürftige kristallisierten sich in den<br />
gut zwei Stunden der Vorstellung dieser<br />
Menschen als Extrakt ihres Erfolges heraus.<br />
Warum, fragte ich mich, stehen<br />
Unternehmer wie diese nicht tagtäglich<br />
im Fokus des allgemeinen medialen<br />
Interesses? Warum sehe ich die Gesichter<br />
dieser realen Helden unseres Wohlstandes<br />
nicht auf den Titelseiten unserer<br />
Zeitungen? Warum erzählen uns Funk<br />
und Fernsehen nicht ununterbrochen<br />
die Lebensgeschichten dieser Mitmenschen,<br />
die durch ihren Einsatzwillen, ihre<br />
Risikobereitschaft, ihre Unbeugsamkeit<br />
gegenüber Niederlagen und Rückschlägen,<br />
durch ihre beharrliche Motivation,<br />
sich anderen dienstbar zu machen, das<br />
alltägliche Leben von jedermann erleichtern<br />
und mit Annehmlichkeiten versehen?<br />
Blickt man nur auf die vergangenen<br />
100 Jahre in Deutschland zurück, so stellt<br />
man fest, dass es politischen Akteuren<br />
1918, 1933, 1945 und 1989 gleich viermal<br />
gelungen ist, das von ihnen beherrschte<br />
Gemeinwesen jeweils krachend scheitern<br />
zu lassen. Und mit jedem Scheitern<br />
dieser Art waren Trümmerfelder unterschiedlichen<br />
Ausmaßes verbunden, im<br />
Materiellen wie im Immateriellen. Jedes<br />
Mal danach waren es dann die wirtschaftlichen<br />
Akteure, die die Trümmer<br />
beseitigten und uns – trotz des je haarsträubend<br />
angerichteten Chaos – einen<br />
immer besseren Lebensstandard sicherten.<br />
Warum lassen wir zu, dass die notorischen<br />
Studienabbrecher und Berufslosen,<br />
die ihr eigenes, persönliches Leben<br />
erweislich nicht nachhaltig zu organisieren<br />
vermochten, die Lufthoheit des<br />
öffentlichen Diskurses beherrschen und<br />
den politischen Ton angeben? Trifft zu,<br />
was ein Gast des Festes mir zuraunte:<br />
„Journalisten schreiben lieber über Kevin<br />
Kühnert, weil sie das, was diese Unternehmer<br />
leisten, selber gar nicht ver-<br />
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Ein Unternehmen<br />
mit sozialem Auftrag<br />
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Bilder: Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert<br />
Carlos A. Gebauer Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Dr. Dietlind Tiemann<br />
stehen“? Wie sähen wohl Deutschland,<br />
Europa und die Welt in 20 oder 50 Jahren<br />
aus, wenn die Preisträger dieses Abends<br />
zu sichtbaren Vorbildern nachfolgender<br />
Generationen würden? Ich habe eine<br />
Vorstellung. Und ich danke Helfried<br />
Schmidt und Petra Tröger dafür, mir diesen<br />
Einblick gewährt zu haben.<br />
Carlos A. Gebauer, stellv. Vorsitzender<br />
Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg. Auszug aus<br />
seiner Kolumne aus dem <strong>Magazin</strong> eigentümlich<br />
frei Nr. 187.<br />
Ohne „Mitte“ geht es nicht – die große<br />
Bedeutung des Mittelstandes für die<br />
deutsche Wirtschaft und unsere Gesellschaft<br />
insgesamt kann man gar nicht<br />
oft genug hervorheben. …(Der) Leitspruch<br />
des diesjährigen Wettbewerbes:<br />
„Zukunft gestalten“ … ist gut gewählt:<br />
… Die Initiative, Innovationskraft und<br />
Kreativität von Mitarbeitern und Unternehmensführungen<br />
– das sind zentrale<br />
Eigenschaften, um Zukunft erfolgreich<br />
zu gestalten.<br />
Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister<br />
für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung<br />
des Landes Sachsen-Anhalt,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 8.9.<strong>2018</strong> in Dresden<br />
„Zukunft gestalten“ heißt das Motto des<br />
diesjährigen Wettbewerbs um den „Großen<br />
Preis des Mittelstandes“. In der Tat:<br />
Unser Mittelständler ist ein kraftvoller<br />
Gestalter der Zukunft. In den mittelständischen<br />
Unternehmen wird jeden Tag<br />
an der Zukunft gearbeitet. Der Mittelstand<br />
forscht. Er erschließt neue Technologien<br />
und Geschäftsfelder. Er bildet<br />
aus. Der Mittelstand sorgt für Innovationen<br />
in Produktion, Qualitätssicherung,<br />
Service, Gestaltung der Arbeitswelt und<br />
Corporate Citizenship. Er entwickelt und<br />
erprobt neue Modelle der Fachkräftebindung<br />
und ist oft Vorreiter eines innovativen<br />
Unternehmertums. Der Mittelstand<br />
ist das kreative Herz unserer Wirtschaft.<br />
Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Vorsitzender<br />
der CDU-Fraktion im Landtag<br />
von Baden-Württemberg, Mitglied des<br />
Präsidiums der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />
sprach ein Grußwort zur Regionalgala<br />
am 13.9.<strong>2018</strong> in Würzburg<br />
Wir reden zu wenig über jene, die „den<br />
Laden, unsere Bundesrepublik, am Laufen<br />
halten“, diejenigen, die wirklich die<br />
(v.l.) Dr. Helfried Schmidt, Prof. Dr. Armin<br />
Willingmann, Petra Tröger<br />
„ Zukunft gestalten“, gemäß des Mottos<br />
der heutigen, festlichen Veranstaltung.<br />
Das ist auch weiterhin meine felsenfeste<br />
Position. Indes erwarten Sie berechtigt<br />
von der Politik mehr als nur deklaratorische<br />
Anerkennung nämlich, eine<br />
unternehmens-/ unternehmerfreundliche<br />
Atmosphäre, denn nur sie schaffen<br />
Arbeitsplätze, wofür ich allen an dieser<br />
Stelle ganz herzlich danke. Die Zukunft<br />
des Wirtschaftsstandortes Deutschland<br />
hängt in entscheidendem Maße davon<br />
ab, wie gut es uns gelingen wird, die<br />
Fachkräftebasis zu sichern und zu erweitern.<br />
Dr. Dietlind Tiemann, ehemalige Unternehmerin,<br />
Oberbürgermeisterin, Preisträgerin<br />
MdB, sprach ein Grußwort zur<br />
Bundesgala am 27.10.<strong>2018</strong> in Berlin ó<br />
39<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung
Nominierungsaufruf für 2019<br />
Auch im kommenden Jahr werden die Besten der Besten<br />
im deutschen Mittelstand gesucht. Nominieren Sie jetzt!<br />
Motto 2019: Nachhaltig Wirtschaften<br />
Hauptsponsor<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
40<br />
Durch den „Großen Preis des Mittelstandes“<br />
konnte der unternehmerische<br />
Mittelstand über Jahre<br />
hinweg seine Präsenz in der Öffentlichkeit,<br />
in der Politik und den Medien weiter<br />
ausbauen. Teilnehmern, Preisträgern,<br />
Botschaftern und Unterstützern ist das<br />
bisher Erreichte Ansporn, auch zukünftig<br />
im Rahmen des „Großen Preises“ den<br />
enormen Leistungen des Mittelstandes<br />
die Würdigung zukommen zu lassen, die<br />
sie verdient haben. So werden also ab 1.<br />
November 2017 wieder mittelständische<br />
Unternehmen gesucht, die sich überdurchschnittlich<br />
entwickelt haben.<br />
Sie sollten jährlich mindestens zehn<br />
Arbeitsplätze und 1,0 Mio. Euro Umsatz<br />
aufweisen und wenigstens drei Jahre<br />
stabil am Markt tätig sein. Niemand<br />
kann sich selbst bewerben, sondern<br />
muss von Dritten zum Wettbewerb<br />
nominiert werden.<br />
Bewertet werden die Leistungen in<br />
fünf Wettbewerbskriterien:<br />
1. Gesamtentwicklung des Unternehmens<br />
2. Schaffung/Sicherung von Arbeits- und<br />
Ausbildungsplätzen<br />
3. Modernisierung und Innovation<br />
4. Engagement in der Region<br />
5. Service und Kundennähe, Marketing<br />
Die Nominierung kann online vorgenommen<br />
werden im Portal<br />
www.kompetenznetz-mittelstand.de<br />
oder per E-Mail an op@op-pt.de der<br />
Bundesgeschäftsstelle der Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
mitgeteilt werden.<br />
Wettbewerbsregionen<br />
In jeder der zwölf Wettbewerbsregionen<br />
• Baden-Württemberg<br />
• Bayern<br />
• Berlin/ Brandenburg<br />
• Hessen<br />
• Mecklenburg-Vorpommern<br />
• Niedersachsen/Bremen<br />
• Nordrhein-Westfalen<br />
• Rheinland-Pfalz/Saarland<br />
• Sachsen<br />
• Sachsen-Anhalt<br />
• Schleswig-Holstein/Hamburg<br />
• Thüringen<br />
Hauptmedienpartner<br />
können in der Regel drei Unternehmen<br />
als Preisträger und weitere fünf als Finalist<br />
ausgezeichnet werden. Die Entscheidungen<br />
treffen rund 100 Juroren, die in<br />
zwölf regionalen Jurys organisiert sind.<br />
Die Juroren unterliegen einer eigenen<br />
Geschäftsordnung sowie einem Corporate<br />
Governance Kodex und handeln<br />
nach einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem<br />
gemäß DIN EN ISO<br />
9001:2008.<br />
Keine Gebühren<br />
Es werden keine Anmelde- oder Bearbeitungsgebühren<br />
für die Teilnahme<br />
am Wettbewerb erhoben. Zur Betreuung<br />
nominierender Institutionen und<br />
nominierter Unternehmen vor Ort sind<br />
rund 50 ehrenamtliche Servicestellen<br />
der Oskar-Patzelt-Stiftung bundesweit<br />
im Einsatz. Mit Sonderpreisen würdigt<br />
die Oskar-Patzelt-Stiftung darüber hinaus<br />
das Wirken von Persönlichkeiten<br />
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www.colandis.com
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Finalist<br />
Großer Preis des<br />
Mittelstandes<br />
Kommune des Jahres<br />
Bank des Jahres<br />
und Institutionen für die Gestaltung der<br />
notwendigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen<br />
unternehmerischen<br />
Handelns. Auf jeder der drei regionalen<br />
Auszeichnungsgalas können je einmal<br />
folgende Sonderpreise verliehen werden:<br />
Die „Bank des Jahres“ für ein Kreditinstitut<br />
mit besonderem Engagement<br />
bei der Begleitung/Förderung mittelständischer<br />
Unternehmen und Wirtschaftsstrukturen<br />
und die „Kommune<br />
des Jahres“ für eine kommunale Institution<br />
(Kommune, Landkreis) mit herausragenden<br />
Leistungen und Erfolgen beim<br />
Aufbau und bei der Entwicklung mittelständischer<br />
Wirtschaftsstrukturen.<br />
Ehrenplakette<br />
Premier-<br />
Finalist<br />
Bundesweite Sonderpreise<br />
Preisträger des Wettbewerbs, deren Auszeichnung<br />
mindestens zwei Jahre zurückliegt<br />
und die sich seitdem bedeutend<br />
weiterentwickelt haben, können auf<br />
dem Bundesball (Abschlussgala) in Berlin<br />
mit den höchsten Auszeichnungsstufen<br />
des Wettbewerbs „Großer Preis<br />
des Mittelstandes“ ausgezeichnet werden:<br />
„Premier – Großer Preis des Mittelstandes“<br />
ist die höchste Auszeichnung,<br />
die die Oskar-Patzelt-Stiftung verleiht.<br />
Sie kann an Premier-Finalisten verliehen<br />
werden.<br />
„Premier-Finalist – Großer Preis<br />
des Mittelstandes“ ist die nächste Auszeichnungsstufe<br />
für Preisträger, die<br />
vorgenannte Bedingungen erfüllen.<br />
Auch Träger der Sonderpreise<br />
„Bank des Jahres“ und „Kommune des<br />
Jahres“ können als „Premier-Bank des<br />
Jahres“ bzw. „Premier-Kommune des<br />
Premier<br />
Premier-Kommune<br />
Premier-Bank<br />
Premier-<br />
Ehrenplakette<br />
Jahres“ bzw. mit der entsprechenden<br />
Premier-Finalisten-Stufe ausgezeichnet<br />
werden.<br />
Erst am Abend der Preisverleihung<br />
am 31. August 2019 in Dresden,<br />
am 14. September in Würzburg, am<br />
28. September in Düsseldorf und am<br />
19. Oktober 2019 in Würzburg werden<br />
die Preisträger und Finalisten bekannt<br />
gegeben. ó<br />
Eine ausführliche Beschreibung der Wettbewerbsbedingungen<br />
und –kriterien<br />
sowie weitere Informationen zum organisatorischen<br />
und zeitlichen Ablauf des<br />
Wettbewerbs finden Sie unter:<br />
www.mittelstandspreis.com/<br />
wettbewerb/ausschreibung<br />
41<br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
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den Weg, wenn der traditionelle Tiefbau an seine Grenzen stößt.<br />
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und bebauten Flächen, z. B. für Rohre oder Leitungen<br />
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© Daniel Berkmann<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
42<br />
© Chinnapong - stock.adobe.com<br />
A ó AFK Andreas Franke Kunststoffverarbeitung<br />
GmbH & Co. KG ó Apotheker<br />
Walter Bouhon GmbH ó AKTUELL<br />
BAU GmbH ó Albert Fischer GmbH ó<br />
Amapharm GmbH ó Argenta Schokoladenmanufaktur<br />
GmbH ó ARS Betriebsservice<br />
GmbH ó Arcobräu Gräfliches<br />
Brauhaus GmbH & Co.KG ó ASTRO<br />
Motorengesellschaft GmbH & Co. KG ó<br />
AVS Ing. J.C. Römer GmbH<br />
B ó Beautyspa Servicegesellschaft mbH<br />
ó Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH ó<br />
Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG<br />
ó Bohlsener Mühle GmbH & Co. KG ó<br />
Bramburg Werbung Torsten Koch e.K. ó<br />
BRUDER Spielwaren GmbH + Co. KG<br />
C ó Caleg Schrank- und Gehäusebau<br />
GmbH ó CBV Blechbearbeitung GmbH<br />
ó COLANDIS GmbH ó Colt International<br />
GmbH ó Curt Bauer GmbH<br />
D ó DELTA LOGIC Automatisierungstechnik<br />
GmbH ó DINO Anlagen- und<br />
Maschinenbau e.K. ó DR. BUTZE GmbH<br />
& Co. KG ó Dr. Schär Deutschland GmbH<br />
E ó Edeka Ernst,Zweibrücken ó EGGER<br />
Holzwerkstoffe Brilon GmbH & Co. KG ó<br />
ELMO-Elektromontagen Leipzig GmbH<br />
ó elektroplan - schneider GmbH ó<br />
Eifler Kunststoff-Technik GmbH & Co.<br />
KG ó EMS Ihr Beraterteam Hinner ó<br />
Endress+Hauser Conducta GmbH + Co.<br />
KG ó ET blue chip GmbH<br />
F ó Fasihi GmbH ó Federn Oßwald<br />
Fahrzeugteile & Technischer Handel ó<br />
Fertighaus Weiss GmbH ó FingerHaus<br />
GmbH ó Franken Brunnen GmbH & Co.<br />
KG / BT Ileburger Sachsen Quelle ó<br />
G ó Gemeinde Niederwinkling ó global<br />
Flash Service GmbH & Co. KG ó Globus<br />
Handelshof St. Wendel GmbH & Co. KG<br />
ó Goldeck Süßwaren GmbH & Co. KG,<br />
NL Zeitz ó Gräflich Eltzsche Kastellanei<br />
Burg Eltz ó Grädler Fördertechnik GmbH<br />
ó GÜNZBURGER STEIGTECHNIK GmbH<br />
H ó HANS FLEIG GmbH ó Hänssler<br />
Kunststoff- und Dichtungstechnik GmbH<br />
ó Hallingers Genuss Manufaktur GmbH<br />
ó HALLOG GmbH ó Hanse Haus GmbH<br />
& Co. KG ó H&E Bohrtechnik GmbH<br />
ó Henkell & Co. Sektkellereien KG ó<br />
HERMES Systeme GmbH ó HSP STEUER<br />
Henniges, Schulz & Partner Steuerberatungsgesellschaft<br />
ó Humanas GmbH<br />
K ó KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH<br />
ó Keunecke Feinkost GmbH ó KFM<br />
Deutsche Mittelstand AG ó KHW Kunststoff-<br />
und Holzverarbeitungswerk GmbH<br />
ó KRAIBURG Relastec GmbH & Co. KG<br />
ó Kunstgiesserei Bildguss Gebr. Ihle ó<br />
Kunststofftechnik Backhaus GmbH ó<br />
K&S Anlagenbau GmbH<br />
L ó Lager 3000<br />
M ó M. Asam GmbH ó ma design GmbH<br />
& Co. KG ó Maintal Konfitüren GmbH<br />
ó Makowski Rusa Unternehmensberatung<br />
ó Masson-Wawer Fiberglasmöbel<br />
GmbH ó Mauersberger Badtechnik<br />
Betriebs-GmbH ó Mathias Normann<br />
Spedition GmbH & Co. KG ó miunske<br />
GmbH ó Mauser Sitzkultur GmbH &<br />
Co. KG ó Max Heimerl Bau GmbH ó<br />
meeco Communication Services GmbH<br />
ó Melitta Europa GmbH & Co. KG ó<br />
monte mare Unternehmensgruppe<br />
ó Günter Morsbach, Herausgeber der<br />
Onlinezeitung „Reitender Bote“<br />
N ó Network Concept GmbH ó Nordic-<br />
Haus Blockhäuser<br />
O ó Obstland Dürrweitzschen AG ó<br />
Oelkers Betriebe OHG ó ONI-Wärmetrafo<br />
GmbH ó ONI Temperiertechnik<br />
Rhytemper GmbH ó Orthopädie- und<br />
Reha- Team Zimmermann GmbH ó<br />
Oskar Lehmann GmbH & Co. KG<br />
P ó Paul Köster GmbH ó P_D Management<br />
Industrie - Technologies GmbH ó<br />
Pilzhof Pilzsubstrat Wallhausen GmbH<br />
ó Pixida GmbH ó Peter Kölln KGaA ó PK<br />
- designed for people, Peter Kenkel GmbH<br />
ó PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH ó<br />
PREMOSYS GmbH ó profipresent.com<br />
GmbH<br />
R ó Raiffeisenlandesbank Oberösterreich<br />
AG/Zweignierlassung Süddeutschland<br />
ó Reinhard Koll GmbH ó Rennsteig<br />
Werkzeuge GmbH ó Reza Shari Make-<br />
Up-Akademie ó RFT kabel Brandenburg<br />
GmbH<br />
S ó SACHSENKÜCHEN Hans-Joachim<br />
Ebert GmbH ó schambeck automotive<br />
GmbH ó Sächsische Porzellan-Manufaktur<br />
Dresden GmbH ó Schilkin GmbH<br />
& Co. KG Berlin Spirituosen ó Schlemmer-Markt<br />
Freund Lebensmittelmärkte<br />
GmbH ó Schoepe Display GmbH ó<br />
Schoeller Allibert GmbH ó SFW Schildauer<br />
Fleisch- und Wurstwaren GmbH<br />
ó Schottener Soziale Dienste gGmbH<br />
ó Sparkasse Neuss ó Spindel- und<br />
Lagerungstechnik Fraureuth GmbH ó<br />
SSL Maschinenbau GmbH / Unternehmensgruppe<br />
Scholz ó SSB Stark Stahlbau<br />
GmbH ó Strandhotel Dünenmeer<br />
GmbH & Co. KG ó Steinhauser GmbH ó<br />
SUSA S. Sauer GmbH & Co. KG Automatendreherei<br />
ó SWOOFLE GmbH<br />
T ó TAS AG ó Terhalle Holzbau GmbH<br />
U ó Unternehmensgruppe Burchard<br />
Führer GmbH ó Unternehmensgruppe<br />
Kögel<br />
V ó VEINLAND GmbH ó Vermessungsund<br />
Sachverständigenbüro Dipl.-Ing.<br />
Uwe Ehrhorn ó Volksbank Mittweida<br />
eG ó Vollack GmbH & Co. KG<br />
W ó Waldheimer Gewürze GmbH ó<br />
Weit Führung GmbH ó Wenker GmbH<br />
& Co. KG ó WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft<br />
am Mittelrhein mbH ó Wilhelm<br />
Schröder GmbH ó Wockenfuß Hörakustik<br />
ó Weingut Ernst Bretz e.K.<br />
Z ó Zedler – Institut für Fahrradtechnik<br />
und -Sicherheit GmbH ó Zweirad<br />
Gruber
KOLUMNE<br />
Der funkelnde Diamant<br />
Im Jahr 2017 waren 4.917 Unternehmen<br />
nominiert. Sie beschäftigen mehr Mitarbeiter<br />
als Deutsche Post, Deutsche Bahn<br />
und Deutsche Lufthansa zusammen:<br />
Mehr als 900.000 Menschen! Sie bilden<br />
mehr als 50.000 Jugendliche aus. Und<br />
sie führen mehr als 50 Milliarden Euro<br />
an vielfältigen Steuern und Abgaben an<br />
den Staat ab. Mittelständische Unternehmer<br />
sind Zukunftsgestalter – das<br />
war das Motto des Jahres <strong>2018</strong>. Sie sind<br />
Weltveränderer und dabei gleichzeitig<br />
Bewahrer wertvoller Traditionen.<br />
Mittelstand – das ist Nachhaltigkeit<br />
pur. Ein mittelständischer Unternehmer<br />
haftet selbst für seine Produkte, für die<br />
Arbeit seiner Mitarbeiter, für die Zukunft<br />
seines Unternehmens. Mittelstand –<br />
das sind immer Lebenswerke, die es zu<br />
bewahren und über die Zeit zu erhalten<br />
gilt. Wir freuen uns immer wieder, wenn<br />
wir Unternehmen auszeichnen dürfen,<br />
die diesen speziell mittelständischen<br />
Geist verkörpern. Darunter sind immer<br />
wieder junge Unternehmen, die erst seit<br />
wenigen Jahren am Markt sind. Und<br />
darunter sind auch altehrwürdige Firmen,<br />
die seit Generationen und manchmal<br />
sogar seit Jahrhunderten mit immer<br />
neuen innovativen Produkt- und Prozessideen<br />
ihre Unternehmen und damit<br />
die Arbeitsplätze der Mitarbeiter in die<br />
Zukunft führen.<br />
Wir sagen manchmal, Mittelstand<br />
und Beschäftigung - das sind zwei Seiten<br />
derselben Medaille. Aber dieses Bild<br />
greift eigentlich viel zu kurz. Der unternehmerische<br />
Mittelstand ist viel mehr<br />
als eine einfache Medaille. Er ist ein Diamant<br />
mit vielen funkelnden großartigen<br />
Facetten wie Geschäftsentwicklung und<br />
Beschäftigung, Innovation und Tradition,<br />
Flexibilität und Nachhaltigkeit, Regionalität<br />
und Internationalität und vielem<br />
vielem mehr.<br />
Deshalb ist der Mittelstand als Ganzes<br />
immer wieder zu großen Erneuerungs-<br />
und Anpassungsleistungen fähig.<br />
Deshalb hat er auch die Kraft zur Bewahrung<br />
von Traditionen und Kultur. Wo ein<br />
starker Mittelstand in einem gesunden<br />
Branchenmix zu Hause ist, dort sind<br />
lebendige Regionen und Kommunen,<br />
in denen Menschen gern wohnen und<br />
arbeiten.<br />
Deshalb feiern wir im Jahr 2019 das<br />
25. Jubiläum des Wettbewerbs „Großer<br />
Preis des Mittelstandes“. Sie sind alle<br />
eingeladen: Beteiligen Sie sich! Nominieren<br />
Sie Unternehmen, die in Ihren Regionen<br />
und Kommunen diese mittelständische<br />
Kraft und Energie, diesen Geist<br />
verkörpern. Jedes solche Unternehmen<br />
verdient es, mit einer Nominierung zum<br />
25. „Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet<br />
zu werden. Unser Motto 2019<br />
ist deshalb: Nachhaltig Wirtschaften.<br />
Ihre Petra Tröger<br />
43<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Oskar-Patzelt-Stiftung<br />
Welcome<br />
to Nature<br />
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Starke rendite<br />
„Made in GerMany“
Die Düsseldorfer KFM Deutsche<br />
Mittelstand AG hat<br />
sich auf die Analyse und Auswahl<br />
festverzinslicher Wertpapiere von<br />
deutschen mittelständischen<br />
Unternehmen spezialisiert und<br />
im Jahr 2013 den Deutschen Mittelstandsanleihen<br />
FONDS (WKN<br />
A1W5T2) ins Leben gerufen. Mit<br />
einem Fondsvolumen über 100<br />
Mio. Euro überzeugt der Fonds<br />
viele private als auch institutionelle<br />
Investoren mit einer überdurchschnittlichen<br />
Wertentwicklung<br />
und leistet einen wichtigen<br />
Beitrag zur Finanzierung des<br />
deutschen Mittelstandes.<br />
Das Anlage-Universum:<br />
Der ausschüttende Rentenfonds<br />
ist ein Euro-Fonds, der seinen<br />
Anlageschwerpunkt auf deutschen<br />
Emittenten des Mittelstandes<br />
hat. Dabei fokussiert<br />
sich das Fondsmanagement auf<br />
Unternehmen mit Umsätzen<br />
unterhalb von einer Mrd. Euro,<br />
die familien- bzw. inhabergeführt<br />
sind oder Bestandteil<br />
des DAXplusFamily 30-Index<br />
oder der Gruppe der TOP-500<br />
Familienunternehmen sind.<br />
Konsequenter Anlageprozess<br />
Für den Deutschen Mittelstandsanleihen<br />
FONDS analysieren die<br />
Experten des Unternehmens<br />
permanent jeden einzelnen<br />
Emittenten. Bei der Analyse und<br />
Auswahl der Investments kommt<br />
das KFM-Scoring-Verfahren zum<br />
Einsatz, das exklusiv für den<br />
Deutschen Mittelstandsanleihen<br />
FONDS eingesetzt wird. Nur<br />
wenn die Ergebnisse, die nach<br />
einem mehrstufigen Verfahren<br />
ermittelt werden, eindeutig sind,<br />
werden Anlageempfehlungen<br />
für den Fonds im Sinne der Anleger<br />
abgegeben.<br />
Transparenz<br />
Wichtigste Maxime bei der<br />
Arbeit der Experten ist dabei<br />
die Schaffung einer vollständigen<br />
Transparenz. Diese Anforderung<br />
gilt auf der einen Seite<br />
für den vollständigen Zugang zu<br />
relevanten Unternehmensinformationen<br />
bei den potentiellen<br />
Portfoliounternehmen als auch<br />
in Bezug auf die Offenlegung<br />
aller aktuellen Investitionen des<br />
Fonds, die u.a. auf der Homepage<br />
www.deutscher-mittelstandsanleihen-fonds.de<br />
veröffentlicht<br />
werden.<br />
Das breit diversifizierte Rentenportfolio<br />
weist derzeit rund<br />
60 Titel auf und ist in ein Kernportfolio<br />
und ein Liquiditätsportfolio<br />
unterteilt, was dem Fonds<br />
hohe Flexibilität in Bezug auf<br />
mögliche Anteilsrückgaben verschafft.<br />
Anlageziel und Ausschüttung<br />
Der Deutsche Mittelstandsanleihen<br />
FONDS strebt als Anlageziel<br />
eine Renditeentwicklung in<br />
Höhe von 3 Prozentpunkten über<br />
der Rendite von 5-jährigen Bundesobligationen<br />
an. Der Fonds<br />
schüttet seine Erträge einmal im<br />
Jahr aus und konnte in den letzten<br />
Jahren das gesetzte Renditeziel<br />
mit einer Ausschüttungsrendite<br />
von jeweils über 4 %<br />
regelmäßig übertreffen.<br />
Nachhaltigkeit<br />
Insbesondere in Deutschland<br />
sind mittelständische Unternehmen<br />
bekannt für ihr hohes<br />
gesellschaftliches Engagement,<br />
ihre wertorientierten Unternehmenskulturen<br />
sowie für ihren<br />
generationenübergreifenden<br />
Weitblick. Diese Aspekte sind<br />
nicht nur anerkannte Grundlage<br />
für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg<br />
der deutschen<br />
Mittelständler; sie sind vielfach<br />
auch ein entscheidendes Kriterium<br />
für die Konformität eines<br />
Anlagebausteines mit den Anlagerichtlinien<br />
von Stiftungen und<br />
anderen institutionellen Investoren.<br />
Ausblick<br />
Über 4 % Rendite pro Jahr bei<br />
moderater Volatilität erklären<br />
angesichts des Nullzinsumfeldes<br />
den Zuspruch des von Morningstar®<br />
und FWW mit Bestnoten<br />
bewerteten Fonds. Das Analysehaus<br />
GBC hat den Deutschen<br />
Mittelstandsanleihen FONDS im<br />
April dieses Jahres als „Hidden<br />
Champion“ unter 9.000 Fonds<br />
identifiziert. Seit Fondsauflage<br />
kletterte das Anlagevolumen<br />
von Null auf 94 Millionen Euro.<br />
Die Fondsexperten der KFM<br />
Deutsche Mittelstand AG sind<br />
sich sicher, mit Performance,<br />
Risikostreuung, laufender Überwachung<br />
der Investments und<br />
Transparenz weiter Mehrwerte<br />
für Portfolios zu schaffen. ó<br />
Hans-Jürgen Friedrich<br />
Vorstand<br />
Deutscher<br />
Mittelstandsanleihen Fonds<br />
Rathausufer 10<br />
40213 Düsseldorf<br />
Fon: 0211 210 737 40<br />
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45<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Wirtschaft
Fehler machen. Siegen lernen.<br />
Anne M. Schüller beschreibt, wie Sie in Ihrem Unternehmen<br />
eine fehlertolerante Lernkultur entwickeln können<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Wirtschaft<br />
46<br />
Klassische Unternehmen haben oft eine angstvolle Fehlerkultur.<br />
In Jungunternehmen hingegen geht man sehr<br />
locker mit Fehlern um. Dort hat man verstanden: Nur da, wo<br />
nichts passiert, passieren garantiert keine Fehler. Lernen ist<br />
ohne Fehler einfach nicht möglich. Sie sind der Preis für den<br />
Fortschritt. Denn wer sich nie verirrt, findet auch keine neuen<br />
Wege.<br />
In der alten Industriekultur konnte jeder Produktionsfehler<br />
den Ruin bedeuten, weil klassische Herstellungsprozesse<br />
teuer waren. Hohe Qualitätsstandards<br />
und eine Null-Fehler-Kultur<br />
waren und sind bei Gebrauchsgütern<br />
ganz einfach Pflicht. Digitale<br />
Produkte hingegen sind<br />
sowieso niemals fertig. Sie<br />
kommen als Beta-Version<br />
auf den Markt und werden<br />
mithilfe der User<br />
ständig verbessert<br />
und weiterentwickelt.<br />
„In jeder Töpferei<br />
liegen auch Scherben“,<br />
sagt ein ägyptisches<br />
Sprichwort.<br />
Jede Entscheidung<br />
trägt zwangsläufig<br />
die Möglichkeit<br />
des Scheiterns in<br />
sich. Fehler bergen<br />
neben Risiken ja<br />
immer auch Möglichkeiten,<br />
sind<br />
quasi sich öffnende<br />
Fenster, manchmal<br />
sogar wahre Schätze.<br />
Ohne Fehlermachen ist<br />
Lernen überhaupt gar<br />
nicht möglich.<br />
Deshalb brauchen<br />
Unternehmen eine fehlertolerante<br />
Lernkultur. Sie brauchen<br />
Führungskräfte, die konstruktive<br />
Fehler-Feedbackgespräche<br />
führen können. Und sie brauchen folgenden<br />
Punkt auf der Meeting-Agenda:<br />
„Welche Erfahrungen ich gemacht habe, die<br />
sich alle sparen können.“ Jeder Mitarbeiter weiß<br />
damit sogleich: Das wird uns hier nie wieder passieren.<br />
Und sofort ist das gesamte Team einen Schritt weiter.<br />
Findet eine solche Aktivität intern statt, wird ein geschützter<br />
Rahmen benötigt, damit alles offen und ehrlich auf den<br />
Tisch kommen kann. Jede erzählte Geschichte hilft den Anwesenden<br />
dabei, genau die Fehler zu vermeiden, die andere hinter<br />
sich haben. Zudem gibt es inzwischen Firmen, die Bewerber<br />
bevorzugen, die schon mit einem Projekt gescheitert sind. Sie<br />
wissen um den Wert dieser Erfahrung.<br />
Eine fehleroffene, sanktionsfreie Lernkultur ist essentiell<br />
für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Denn Fehler<br />
machen heißt üben, um siegen zu lernen. Wenn man Fehler hingegen<br />
verbirgt, dann machen andere möglicherweise bald den<br />
gleichen Fehler - und das ganze wiederholt sich unzählige Mal.<br />
Und wenn man sie verschleppt, macht man aus einem Mini- ein<br />
Maxiproblem.<br />
Pflegt man hingegen eine offene Fehlerkultur, dann bringt<br />
dies alle dazu, auch über das „Unsagbare“ nachzudenken.<br />
Das totale Scheitern wird als mögliche Option ganz<br />
selbstverständlich in die Arbeit von Mitarbeiterteams<br />
und Projektgruppen miteinbezogen.<br />
Wenn der Super-GAU dann tatsächlich<br />
eintreten sollte, ist man wenigstens<br />
darauf vorbereitet. Denn Fehlervermeidung<br />
ist ja das eigentliche Ziel.<br />
Die einzigen Fehler, die<br />
nicht toleriert werden können,<br />
sind Absicht, Nachlässigkeit<br />
und Schlamperei. Der falsche<br />
Umgang mit Fehlern<br />
verursacht gleich fünffache<br />
Kosten:<br />
• Aufwendungen<br />
für die fehlerhafte Leistungserstellung,<br />
• Aufwendungen<br />
für die notwendige<br />
Mängelbeseitigung,<br />
• Umsatzverluste<br />
durch die Abwanderung<br />
enttäuschter<br />
Kunden,<br />
• Umsatzverluste,<br />
die aus negativer<br />
Mundpropaganda entstehen,<br />
• Vertrauensverluste<br />
aufgrund einer<br />
schlechten Reputation.<br />
Dort, wo keine Fehler<br />
zugelassen oder diese<br />
sogar geahndet werden, verbringen<br />
Mitarbeiter ihre Zeit<br />
© Artem - stock.adobe.com<br />
damit, sich abzusichern. Sie belauern<br />
die lieben Kollegen, um deren<br />
kleinste Fehler anzuprangern. Oder sie<br />
lassen sie wissentlich ins Messer laufen. Deshalb<br />
heißt es, Fehlerkompetenz zu entwickeln. Das<br />
bedeutet, Fehler schnellstmöglich aufzudecken und zu melden,<br />
Missstände zu beseitigen und dann gemeinsam zu<br />
besprechen, wie Fehler in Zukunft umgangen werden können.<br />
Jede Führungskraft kann, soll und muss eine Aus-Fehlernlernen-Kultur<br />
etablieren. Um den gesamten Prozess in die richtige<br />
Richtung zu lenken, beginnen Sie so: ˘
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Wirtschaft<br />
48<br />
• Verlangen Sie von Ihren Mitarbeitern,<br />
über schlechte Nachrichten als Erster<br />
informiert zu werden.<br />
• Verlangen Sie außerdem, dass Ihre<br />
Mitarbeiter Ihnen widersprechen, und<br />
loben Sie diese dafür öffentlich.<br />
• Bedanken Sie sich ausdrücklich bei<br />
denen, die ihre Fehler zügig offenlegen<br />
oder schlechte Botschaften überbringen.<br />
• Drücken Sie starkes Missfallen aus,<br />
wenn Ihnen gezielt etwas verschwiegen<br />
wurde, wenn Fehler unter den Teppich<br />
gekehrt werden, wenn Berichte<br />
geschönt sind oder wenn ganz offensichtlich<br />
gelogen wird.<br />
Fragen Sie sich aber auch, welche<br />
internen Strukturen und Prozesse individuelles<br />
Versagen überhaupt erst möglich<br />
gemacht haben. Denn Fehler werden<br />
gerne personalisiert. Sind aber „der<br />
Huber“ oder „die Müller“ schuld, dann<br />
kann die Organisation selbst nichts für<br />
sich lernen. „Dumme und Gescheite<br />
unterscheiden sich dadurch, dass der<br />
Dumme immer dieselben Fehler macht<br />
und der Gescheite immer neue“, hat<br />
der Schriftsteller Kurt Tucholsky einmal<br />
gesagt.<br />
Aktives Fehlermanagement<br />
heißt außerdem: Fehler und die<br />
dazugehörige(n) Lösung(en) werden aufgezeichnet<br />
und für diejenigen, die daraus<br />
lernen können, einsehbar gemacht.<br />
Und sie werden statistisch ausgewertet.<br />
Dann macht jedes Team-Mitglied diesen<br />
Fehler (hoffentlich) nur noch einmal.<br />
Und Verbesserungen müssen nicht<br />
immer wieder neu entwickelt werden.<br />
Die Suche nach Schuldigen kommt<br />
bei all dem nicht vor. Erst dann kann es<br />
auch keine Rechtfertigungsarien geben,<br />
die Zeit und Nerven kosten, aber nichts<br />
bringen. Dies kann sogar bedeuten, die<br />
Mitarbeiter von Schuld freizusprechen,<br />
also ausdrücklich zu sagen, dass niemand<br />
schuld ist an einer Situation. So<br />
wird der blockierte Kopf schnell wieder<br />
frei.<br />
„ Man darf dem anderen die Wahrheit<br />
nicht wie einen nassen Lappen um die<br />
Ohren schlagen. Man sollte sie ihm vielmehr<br />
hinhalten wie einen Mantel, damit<br />
er hineinschlüpfen kann.“ Diese weisen<br />
Worte stammen vom Schriftsteller Max<br />
Frisch. Machen Sie also aus einem Fehler-<br />
ein Fördergespräch. Wer den Mitarbeiter<br />
nicht abkanzelt und entwürdigt, sondern<br />
konstruktiv aufbaut, fördert nicht<br />
nur dessen Selbstachtung, sondern auch<br />
dessen kritische Selbsteinschätzung.<br />
Natürlich wird von einer guten Führungskraft<br />
erwartet, dass sie klar und<br />
deutlich ihre Meinung sagt, und dass sie<br />
mit Konsequenz und Nachdruck handelt,<br />
wenn Ergebnisse nicht erreicht werden<br />
oder Fehler immer wieder passieren. Die<br />
Frage ist eben nur, auf welche Art und<br />
Weise sie dies tut. Sie kann vorwurfsvoll<br />
die schlechte Leistung tadeln oder<br />
eine zukünftige Herausforderung darin<br />
erkennen.<br />
Ein Fehler lässt sich auch wie folgt<br />
umschreiben: Kinderkrankheit, Korrekturmodus,<br />
Lernchance, Verbesserungsmöglichkeit,<br />
Optimierungspotenzial,<br />
Testlauf, Rückschlag, Schwachstelle,<br />
Anlaufschwierigkeit, Lapsus, Patzer, Missgeschick,<br />
anfänglicher Irrtum, Panne,<br />
Ersterfahrung. Solche Formulierungen<br />
schützen vor dem Gefühl des Versagens<br />
und machen Fehler verzeihlich.<br />
Viele Vorgesetzte vermeiden es<br />
jedoch, Fehlergespräche zu führen, weil<br />
sie Angst haben vor einer unangenehmen<br />
Reaktion des Mitarbeiters (er/sie<br />
ist verletzt, wird böse, sperrt sich, weint),<br />
mit der sie nicht umgehen können. Oder<br />
sie befürchten, sich unbeliebt zu machen<br />
beziehungsweise im Gegenzug selbst<br />
kritisiert zu werden.<br />
Wer seinen Mitarbeitern jedoch<br />
berechtigte Kritik vorenthält, nimmt<br />
ihnen die Möglichkeit, sich zu entwickeln.<br />
Kritikgespräche sind also in Wirklichkeit<br />
Fördergespräche und damit Geschenke.<br />
Sie sind notwendig, um den Mitarbeiter<br />
auf unerwünschte Auswirkungen seines<br />
Verhaltens hinzuweisen und ihm die<br />
Möglichkeit zu geben, seine Leistungen<br />
zu verbessern.<br />
In einem Fehlergespräch gibt es<br />
letztlich nur zwei Fragen, die interessieren:<br />
• Was war die genaue Ursache und wie<br />
kam es dazu?<br />
• Wie können wir diese Sache in Zukunft<br />
besser machen?<br />
In dem Bewusstsein, dass besprochene<br />
Fehler Lernchancen sind, werden alle<br />
experimentierfreudig auf die Suche<br />
nach passenderen Lösungen gehen. Das<br />
kann sich etwa wie folgt anhören: …“Gut<br />
dass der Fehler jetzt aufgetaucht ist.<br />
Was er bewirkt hat, darüber bin ich wirklich<br />
nicht glücklich, doch nun lassen Sie<br />
uns sehen, wie wir das aus der Welt<br />
schaffen können und was wir in Zukunft<br />
daraus lernen.“<br />
Besonders wichtig bei Fehlergesprächen,<br />
ich füge es, da weitläufig bekannt,<br />
nur der Vollständigkeit halber hier an: Es<br />
geht rein um die Beschreibung von Eindrücken<br />
und Empfindungen, nicht um<br />
Wertungen oder gar ums Moralisieren.<br />
Bleiben Sie sachlich, werden Sie nicht<br />
persönlich, tadeln Sie nur die Sache,<br />
nicht aber den Menschen, damit der<br />
Mitarbeiter einsichtig und nicht eingeschnappt<br />
reagiert.<br />
Denn niemand macht Fehler gern.<br />
Und es ist unmöglich, alles richtig zu<br />
machen. Richten Sie Ihren Blick also auf<br />
die Lösung und nicht auf das Malheur.<br />
Machen Sie Angebote statt Vorschriften,<br />
geben Sie Anregungen und keine<br />
Ratschläge. Nichts ist schlimmer als ein<br />
oberlehrerhafter Ratschlag im falschen<br />
Augenblick oder ein Chef, der ständig<br />
herausstellt, um wie viel besser er es<br />
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Goethe und Schiller als Sterngucker<br />
Goethes Tagebuch 12. Februar 1800.<br />
„Nachts G.R.Voigt und Hofrat Schiller. Den Mond betrachtet.“<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Wirtschaft<br />
50<br />
11.<br />
Februar<br />
1800. Über<br />
Weimar strahlte ein<br />
herrlicher Wintervormittag.<br />
Man darf<br />
annehmen, dass<br />
Friedrich Schiller in<br />
seiner vom Geruch<br />
fauliger Äpfel<br />
durchzogenen, gut<br />
geheizten Stube am<br />
Schreibtisch hockte;<br />
in diese Zeit fiel die<br />
Bühnenbearbeitung<br />
von Shakespeares<br />
„Macbeth“.<br />
Da klopfte ein Bote<br />
an die Pforte seiner<br />
Mietwohnung in der<br />
Windischengasse Nr.<br />
A 71. Schiller wurde<br />
eine kurze Note seines<br />
Freundes Goethe<br />
überbracht: „um<br />
sieben Uhr, da der<br />
Mond aufgeht, sind<br />
Sie zu einer astronomischen<br />
Partie eingeladen,<br />
den Mond<br />
und den Saturn zu<br />
betrachten; denn es<br />
finden sich heute<br />
Abend drei Teleskope<br />
in meinem<br />
Hause“.<br />
Eines dieser Teleskope, vermutlich<br />
das leistungsfähigste, war ein „siebenfüßiger<br />
Newtonspiegel nach Herschelscher<br />
Bauart“. Drei Tage zuvor hatte es Goethe<br />
von seinem Freund Karl Ludwig von Knebel<br />
in Kommission genommen und in<br />
seinem Gartenhaus aufgestellt. Goethe<br />
hielt am 11. Februar fest: „Das Teleskop ist<br />
nun aufgestellt und sein schönes äußeres<br />
Ansehen ist lockend, so dass man<br />
auch seine inneren Tugenden wünscht<br />
kennenzulernen“.<br />
Mit Astronomie wird der „Dichterfürst“<br />
kaum in Verbindung gebracht.<br />
Eine Äußerung gegenüber Johann Peter<br />
Eckermann bestätigt dies scheinbar: „Ich<br />
habe mich in den Naturwissenschaften<br />
ziemlich nach allen Seiten hin versucht;<br />
jedoch gingen meine Richtungen immer<br />
nur auf solche Gegenstände, die mich<br />
irdisch umgaben und die unmittelbar<br />
© hajotthu<br />
durch die Sinne wahrgenommen werden<br />
konnten; weshalb ich mich denn<br />
auch nie mit Astronomie beschäftigt<br />
habe“.<br />
Sind Goethes Worte im Licht der<br />
hohen Ansprüche an sich zu sehen?<br />
Denn zahlreiche Zeugnisse belegen, dass<br />
Goethe sich zeitlebens gerne mit Himmelskunde<br />
befasst hat.<br />
Goethe war seit 1799 von den Landschaften<br />
des Mondes angetan. Immer<br />
wieder stand er nachts am Teleskop und<br />
schwenkte es über Maare und Krater.<br />
Am 10.August 1799 schrieb er an Schiller:“<br />
Durch das Steinische Spiegelteleskop<br />
habe ich einen Besuch im Monde<br />
gemacht (möglicherweise handelte es<br />
sich hier um ein vom Hofmechanikus<br />
Auch im Gartenhaus aufgestelltes Gerät).<br />
Die Klarheit mit welcher man die Teile<br />
sieht ist unglaublich;<br />
man muss ihn<br />
im Wachsen und<br />
Abnehmen beobachten<br />
wodurch das<br />
Relief sehr deutlich<br />
wird.“<br />
Für den 13.<br />
September 1799<br />
hielt Goethe im<br />
Tagebuch fest:<br />
„Machte ich mich<br />
mit dem Monde, so<br />
viel es die Witterung<br />
zuliess, bekannt mit<br />
Hilfe des Auchischen<br />
Teleskops und<br />
der Schröderischen<br />
Selentopographie“<br />
(die zu dieser Zeit<br />
genaueste Mondkarte).<br />
Auch am 18.<br />
September steht<br />
im Tagebuch: „Den<br />
Mond beschaut“. In<br />
den „Annalen“ gibt<br />
er auch ein Motiv<br />
preis: „Im August<br />
und September<br />
bezog ich meinen<br />
Garten am Stern,<br />
um einen ganzen<br />
Mondswechsel<br />
durch ein gutes<br />
Spiegel-Teleskop zu<br />
betrachten, und so ward ich denn mit<br />
diesem, so lange geliebten und bewunderten<br />
Nachbar endlich näher bekannt.<br />
Bei allem diesem lag ein grosses Naturgedicht,<br />
das mir vor der Seele schwebte,<br />
durchaus im Hintergrund“.<br />
“An Ihren Mondbetrachtungen<br />
wünschte ich wohl auch teilzunehmen“,<br />
antwortete Schiller am 24.August 1799<br />
an Goethe. „Mir hat dieser Gegenstand<br />
immer einen gewissen Respekt abgenötigt<br />
und mich nie ohne eine sehr ernste<br />
Stimmung entlassen. Bei einem guten<br />
Teleskop wird das Körperliche der Oberfläche<br />
sehr deutlich, und es hat mir immer<br />
etwas Furchtbares, dass ich diesen entfernten<br />
Fremdling auch mit einem anderen<br />
Sinn als dem Aug zu erfassen glaubte“.<br />
Ob Schiller am 11.Februar 1800 Goethes<br />
Einladung angenommen hat und<br />
beide Dichterfürsten in jener Nacht tat-
alle drei Bilder: © Christian Wolter<br />
Wirtschaft<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
sächlich gemeinsam unter dem Sternenzelt<br />
gestanden haben, ist nicht überliefert.<br />
Einen Hinweis gibt der Brief Goethes am<br />
nächsten Tag, denn am 12.Februar 1800<br />
lud er Schiller erneut ein: „Mögen Sie<br />
heute abend, nach geendigtem Schauspiel,<br />
sich zu mir verfügen, so sollen Sie,<br />
nach einer kalten Viertelstunde, einen<br />
deutlichern Begriff von den Mondshöhen<br />
und Tiefen mit hinwegnehmen, so<br />
wie es mich sehr freuen wird Sie nach<br />
einer so langen Pause wieder bei mir zu<br />
sehen“. Für dieses Datum enthält Goethes<br />
Tagebuch: „Nachts G.R.Voigt und<br />
Hofrat Schiller. Den Mond betrachtet.“.<br />
War die schwere Erkrankung des<br />
Dichters Mitte Februar 1800 die Folge<br />
einer Unterkühlung während der späten<br />
Partie mit Goethe? Noch bis Ende März<br />
kämpfte Schiller mit Fieber und Husten.<br />
Im Frühjahr und Sommer 1800<br />
stand Goethe mehr als einmal in seinem<br />
Garten und schaute durchs Okular. Es<br />
war ihm ersichtlich ein Anliegen, auch<br />
andere in den Mond einzuführen. Goethe<br />
berichtet: „Das Teleskop hat mir und<br />
Freunden schon manchen vergnügten<br />
Abend gemacht. Es erregt die würdigsten<br />
Gefühle, wenn man einen so weit<br />
entfernten Gegenstand sich so nahe<br />
gerückt sieht, wenn es uns möglich wird,<br />
den Zustand eines 50.000 Meilen von<br />
uns entfernten Körpers mit so viel Klarheit<br />
einzusehen<br />
Schillers Krankheit dürfte seine<br />
Bereitschaft, sich frische Nächte um die<br />
Ohren zu schlagen nicht gefördert haben.<br />
Goethe versuchte nun, ihn nach seiner<br />
Genesung mit der Idee einer „Starparty“<br />
zu ködern. Am 10.April 1800 schrieb<br />
er Schiller: „Es war eine Zeit, wo man<br />
den Mond nur empfinden wollte, jetzt<br />
will man ihn sehen. Ich wünsche, dass<br />
es recht viele Neugierige geben möge,<br />
damit wir die schönen Damen nach und<br />
nach in unser Observatorium locken“.<br />
Bereits beim jungen Goethe findet<br />
sich Anteilnahme an den astronomischen<br />
Erkenntnissen seiner Zeit. Für<br />
den 8.Dezember 1769 war ein Vorbeiziehen<br />
(Durchgang) der Venus vor der<br />
Sonne vorhergesagt. In einem Brief an<br />
A.F. Oeser schrieb Goethe am 14.Februar<br />
1769:“Frankreich und Spanien schicken<br />
Astronomen nach Kalifornien, den<br />
Spaziergang der Venus zu beobachten“.<br />
Um 1780 will er einen „Roman über das<br />
Weltall“ verfassen. Charlotte von Stein<br />
lässt er wissen: “einige Brief des grossen<br />
Romans geschrieben“. Doch das Werk<br />
bleibt ein Fragment. Und am 19. November<br />
1784 in einem Brief an Charlotte: „Ich<br />
bringe...eine Astronomie die sich gut<br />
lesen lässt“ (für Frau von Stein verwendete<br />
Goethe in seinen Aufzeichnungen<br />
das astronomische Zeichen der Sonne,<br />
für den Herzog das des Jupiters).<br />
Spätestens ab 1799 verstärkte sich<br />
sein himmelskundliches Interesse anhaltend.<br />
Es ist anzunehmen, dass hier auch<br />
der Gedankenaustausch mit dem Herzog<br />
eine motivierende Rolle spielte. Über<br />
Jahrzehnte hinweg war Astronomie ein<br />
verbindendes Thema zwischen dem<br />
Landesherren und seinem Minister. Am<br />
6. Oktober 1820 schrieb Goethe an Carl<br />
August „..so muss ich doch gestehen,<br />
dass ich meinen langen Abenden und<br />
Nächten gar sehr wieder die Erscheinung<br />
eines geistig-leuchtenden Gestirns<br />
wünsche. Der Mond hat mich diesmal,<br />
mit allen seinen Phasen bis zuletzt, gar<br />
sehr unterhalten, da er immer noch<br />
als der späte Freund hinter den Bergrücken<br />
hervortritt; Jupitern mit seinen<br />
Trabanten begrüss ich nächtlich, mit<br />
meinem Fernrohr, die Plejaden glaube<br />
ich niemals schöner gesehen zu haben.<br />
Ich denke, durch den Kometensucher<br />
(ein lichtstarkes Teleskop mit geringer<br />
Vergrösserung) müssten sie sich ganz<br />
unschätzbar zeigen. So kommt alles<br />
auf die Umstände an, die freie Aussicht<br />
auf den Morgenhimmel ist zu solchen<br />
Nacht-Beschauungen höchst anlockend“.<br />
˘<br />
51
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Wirtschaft<br />
52<br />
Als 62-jährigen ergab sich für Goethe<br />
schliesslich eine hauptberufliche<br />
Beziehung zur exakten Wissenschaft<br />
vom Universum. 1811 beschloss Herzog<br />
Carl August in Jena eine Sternwarte zu<br />
bauen. Das Observatorium wurde nicht<br />
der Universität angegliedert, sondern<br />
unterstand als „Herzogliche Sternwarte<br />
zu Jena“ den Anstalten für Wissenschaft<br />
und Kunst und damit dem Verantwortungsbereich<br />
von Goethe.<br />
Auch in der Theorie muss Goethe<br />
auf der Höhe gewesen sein. Seine Tagebuch-<br />
und Leiheinträge der Weimarer<br />
Bibliothek zwischen 1798 und 1831<br />
beweisen sein breites Studium der astronomischen<br />
Literatur. Von 1805 ab bis<br />
etwa 1820 hielt Goethe am Mittwochvormittag<br />
im Wohnhaus am Frauenplan<br />
vor ausgesuchten Hörern physikalische<br />
Vorträge. Astronomische Themen wie<br />
Sonne, Planeten, Ringe des Saturn oder<br />
Kometen, behandelte er hierbei ab 1807<br />
in den „Geognostischen Vorlesungen“.<br />
Zu Goethes Sternstunden zählten<br />
Sonnen- und Mondfinsternisse, die<br />
er regelmässig als aktiver Beobacher<br />
verfolgte. Über jeden neu entdeckten<br />
Kometen liess er sich berichten und<br />
nutzte möglichst jede klare Nacht, um<br />
den Schweifstern selbst zu observieren.<br />
Aber am 7.September 1820 war in<br />
Thüringen eine ringförmige Sonnenfinsternis<br />
zu bewundern. Hierbei reicht<br />
der Monddurchmesser gerade nicht aus,<br />
um die Sonne ganz zu verfinstern, so<br />
dass von der Sonne zur Finsternismitte<br />
ein dünner Ring übrigbleibt. Allerdings<br />
bleibt es um Grössenordnungen zu<br />
hell, damit der lichtschwache Strahlenkranz<br />
der Korona hervortritt. Das Sichtbarkeitsgebiet<br />
erstreckte sich über die<br />
grössten Teile von Deutschland, Österreich<br />
und Italien. Weimar und Jena lagen<br />
knapp innerhalb, am östlichen Rand des<br />
Finsterniskorridors. Goethe beobachtete<br />
die Eclipse zusammen mit dem Herzog<br />
im Garten der Prinzessinnen in Jena.<br />
„Hinaus in den Garten. Draussen gespeist.<br />
Die Sonnenfinsternis trat ein und konnte<br />
gut beobachtet werden“.<br />
„Wir hatten bedeutende Instrumente<br />
in den Garten der Prinzessinnen<br />
gebracht, als wir durch höchste Ankunft<br />
überrascht wurden (Besuch des Herzogs).<br />
Da war nun der Mond so artig, während<br />
der Mittagstafel einzutreten und bei<br />
völlig klarem Himmel der vollkommene<br />
Ring zum Nachtisch zu erscheinen“. Als<br />
der Mond seinen Rückzug von der Sonnenscheibe<br />
begann, fuhr Goethes Beobachtergruppe<br />
auf die Jenaer Sternwarte,<br />
wo gegen Abend der Austritt des Mondes<br />
„auch ganz unbewölkt beobachtet<br />
wurde“. Im nahen Weimar hatte man<br />
weniger Glück. Dort konnte nur der Einund<br />
Austritt des Mondes einigermassen<br />
gesehen werden. Die zentrale, ringförmige<br />
Phase versteckte sich hinter dicken<br />
Wolken.<br />
Am 29.3. desselben Jahres 1820 verzeichnet<br />
Goethes Tagebuch bereits eine<br />
„Sichtbare Mondfinsternis“.<br />
Auch im hohen Alter hatte Goethe<br />
das Interesse an den Sternen nicht verloren.<br />
Im Eintrag ab dem 15. Juni 1828<br />
findet sich bei Eckermann: „Ich verlebe<br />
hier“ (gemeint ist Dornburg bei Jena),<br />
sagte Goethe, „so gute Tage wie Nächte.<br />
Oft vor Tagesanbruch bin ich wach und<br />
liege im offenen Fenster, um mich an der<br />
Pracht der jetzt zusammenstehenden<br />
drei Planeten zu weiden und an dem<br />
wachsenden Glanz der Morgenröte zu<br />
erquicken“. (Es ist davon auszugehen,<br />
dass Goethe seine Beobachtungen um<br />
den 11/12 August 1828 herum gemacht<br />
hat, als die Planeten Merkur, Venus und<br />
Saturn alle im Sternbild Krebs beieinander<br />
standen).<br />
Ein gutes Jahr vor seinem Tod<br />
begann sich Goethe auf die für 1834<br />
vorhergesagte Wiederkehr des Kometen<br />
Halley vorzubereiten. Er war zuletzt 1758<br />
erschienen, als er ein neunjähriges Kind<br />
war. Goethe wies am 12.Februar 1831<br />
den Sternwartenleiter Schrön an: „…so<br />
ich auch von dem Irrstern, welcher in<br />
den nächsten Jahren erwartet wird in<br />
Kenntnis zu sein wünsche…“. Im Februar<br />
1832 sagte er zu Kanzler v. Müller: „Im<br />
Jahre 1834 kommt der grosse Komet;<br />
schon habe ich an Schrön geschrieben...<br />
damit er wohl vorbereitet und würdig<br />
empfangen werde“. Nur einer Auswahl<br />
von Erdenbürgern ist es vergönnt, den<br />
Hallyschen Kometen, der etwa alle 76<br />
Jahre am Himmel erscheint, zweimal zu<br />
erleben. Auch Goethe gehörte nicht zu<br />
ihnen. Nur drei Jahre nach seinem Tod,<br />
im Jahr 1835, zog der berühmteste aller<br />
Kometen über das Firmament.<br />
Die Wissenschaft von den Sternen<br />
genoss bei dem berühmtesten deutschen<br />
Dichter, nach allem was wir wissen,<br />
größte Hochschätzung. Er stellte<br />
fest: „Die Astronomie... ist mir deswegen<br />
so wert, weil sie die einzige aller Wissenschaften<br />
ist, die auf allgemein anerkannten,<br />
unbestreitbaren Basen ruht, mithin<br />
mit voller Sicherheit immer weiter durch<br />
die Unendlichkeit fortschreitet. Getrennt<br />
durch Länder und Meere teilen die Astronomen,<br />
diese geselligsten aller Einsiedler,<br />
sich ihre Elemente mit und können<br />
darauf wie auf Felsen fortbauen“. ó<br />
Tieferen Aufschluss über Goethes Verhältnis<br />
zur Astronomie, geben seine<br />
Verse:<br />
Ach nein, erwerben kann ichs nicht,<br />
Es steht mir gar zu fern,<br />
Es weilt so hoch, es blinkt so schön,<br />
Wie droben jener Stern<br />
Die Sterne, die begehrt man nicht,<br />
Man freut sich Ihrer Pracht,<br />
Und mit Entzücken blickt man auf<br />
In jeder heitern Nacht<br />
Goethe als Naturforscher<br />
Dass Goethe heute als bedeutender<br />
Naturwissenschaftler<br />
und Wissenschaftstheoretiker<br />
nicht übermäßig hochgehalten<br />
wird, liegt möglicherweise an<br />
seinem ganzheitlichen Ansatz,<br />
der dem heutigen Zeitgeist<br />
zuwiderläuft. Goethe war der<br />
Antityp zum heute gefragten<br />
angepassten Fachidioten, der<br />
„fast alles über nichts weiss“.<br />
Über den Autor<br />
Christian Wolter ist Ingenieur und verfasst<br />
u.a. Artikel mit Schwerpunkt Wissenschaftsjournalismus<br />
aber auch zum<br />
Thema Reisen.
Der Bambus-Code 4.0<br />
So gewinnen Sie die digitale Transformation<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
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Für Lösungen.<br />
Wirtschaft<br />
54<br />
Die Möglichkeiten zur digitalen<br />
Transformation sind endlos und<br />
zum Teil unübersichtlich, doch gleichzeitig<br />
nimmt der Handlungsdruck zu.<br />
Wie gelingt es in diesem Spannungsfeld,<br />
zeitnah zu attraktiven digitalen<br />
Geschäftsmodellen zu gelangen? Der<br />
direkte Weg geht über eine klare Wachstumsstrategie,<br />
die die Digitalisierung<br />
mit einbezieht. Dieser Aufgabe hat<br />
sich das Strategieverfahren „Bambus-<br />
Code 4.0“ verschrieben. Seine Guerilla-<br />
Wachstumswege bilden das Fundament<br />
für nahezu alle erfolgreichen digitalen<br />
Geschäftsmodelle am Markt. Doch noch<br />
nicht alle Unternehmer sind offen für<br />
digitale Möglichkeiten, manche werden<br />
von der Digitalisierung überrollt und<br />
haben völlig unvermittelt das Nachsehen,<br />
wie das folgende Beispiel aus dem<br />
Beratungsalltag zeigt.<br />
Partner.<br />
Für Lösungen.<br />
Die JP Industrieanlagen GmbH ist ein<br />
expandierendes mittelständisches Unternehmen<br />
mit derzeit 46 Mitarbeitern.<br />
JP Industrieanlagen ist in den Branchen Sondermaschinenbau,<br />
Automobil industrie, Prozess- und<br />
Verfahrenstechnik und Automatisierungs technik<br />
für seine Kunden weltweit erfolgreich tätig.<br />
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Automobil industrie, Prozess- und<br />
Verfahrenstechnik und Automatisierungs technik<br />
für seine Kunden weltweit erfolgreich tätig.<br />
Die unsichtbare Gefahr<br />
Im Herbst letzten Jahres riet ich einem<br />
Unternehmen, das sich seit 25 Jahren<br />
mit dem Stahlhandel beschäftigt,<br />
sowohl einen Onlineshop als auch einen<br />
Loginbereich für die Stammkunden einzurichten,<br />
um den digitalen Weg einzuleiten<br />
und für die Zukunft vorzusorgen.<br />
Die Antwort des 35-jährigen Firmenlenkers<br />
war eindeutig: er und seine Kollegen<br />
seien der Meinung, dass das nichts<br />
bringe, weil es zu viele Sonderwünsche<br />
gäbe und die Rohstoffpreise täglich<br />
wechseln. Er sehe hier derzeit keinen<br />
Handlungsbedarf, weil seine Mitbewerber<br />
auch nicht aktiv werden.<br />
Was er komplett übersehen hatte:<br />
die großen Stahlhersteller Thyssenkrupp<br />
und Klöckner hatten gerade begonnen,<br />
mit Onlineshops als neuen Handelsplattformen<br />
zu arbeiten. Die Stahlriesen<br />
verfolgen eine klare Strategie: möglichst<br />
viele Aufträge am traditionellen Handel<br />
vorbei direkt abschließen und Privatkunden<br />
vom Baumarkt weg auf die eigene<br />
Plattform holen. Für die Umsetzung<br />
ihrer Plattformen suchen sie die Nähe<br />
zu Start-ups.<br />
So entstand für den kleinen Stahlhändler<br />
eine existenzielle Bedrohung durch<br />
seine größten Lieferanten.<br />
Was lässt sich aus diesem Beispiel ableiten:<br />
1. Neue digitale Geschäftsmodelle können<br />
etablierte Geschäftsmodelle fast<br />
über Nacht zum Einsturz bringen.<br />
2. Die Ecken, aus denen diese Gefahren<br />
kommen, sind nicht sichtbar. Sie<br />
können vom Zwei-Mann-Start-up aus<br />
einem anderen Land bis hin zu einem<br />
börsennotierten Konzern reichen.<br />
3. Die Lösung, nichts zu tun, ist mit<br />
Abstand die schlechteste, denn<br />
zu einem erfolgreichen digitalen<br />
Geschäftsmodell gehört immer eine<br />
gewisse Vorlaufzeit, um aus der<br />
Erfahrung zu lernen und das neue<br />
Geschäftsmodell zu optimieren.<br />
Der Weg zum digitalen<br />
Geschäftsmodell<br />
Ein effizientes Tool, um die passende<br />
Lösung zu finden, bieten die Guerilla-<br />
Wachstumswege. Sie zeigen Unternehmen,<br />
wie sie auf ungewöhnliche, fast<br />
schon paradoxe Weise, zu neuen Aufträgen<br />
und neuen Kunden kommen.<br />
Im Zuge der Digitalisierung sind viele<br />
erfolgreiche Geschäftsmodelle entstanden,<br />
die genau auf diesen Guerilla-<br />
Wachstumswegen fußen, die ein wichtiger<br />
Bestandteil des Strategieverfahrens<br />
Bambus-Code® sind.<br />
Als Beispiel sei hier die Heidelberger<br />
Druckmaschinen AG erwähnt. Sie<br />
entkam der Abwärtsspirale durch ein<br />
Redesign ihrer Zahlungsbedingungen.<br />
Statt Kauf oder Leasing der kostspieligen<br />
Druckmaschinen wird nur noch<br />
der bedruckte Papierbogen in Rechnung<br />
gestellt. Mit diesem Pay-per-Use-Modell,<br />
das für die Branche völlig ungewöhnlich<br />
ist, schwang sich das Unternehmen zu<br />
neuen Höhen auf.<br />
Guerilla-Wachstumswege<br />
Neues Leistungsangebot definieren:<br />
Um der direkten Vergleichbarkeit von<br />
Preis und Leistung zu entkommen, sollten<br />
Sie darüber nachdenken, um welche<br />
Leistungen Sie Ihr Produkt erweitern<br />
können. Welche Zusatzpakete es strukturell<br />
noch attraktiver für Ihre Kunden<br />
machen. Strukturell heißt, dass dieses<br />
Paket kein einfacher „Added Value“ ist,<br />
den der Verkäufer mit anpreist, sondern<br />
dass seine Realisation einen Einschnitt in<br />
die Prozessabläufe des Kunden darstellt.<br />
Das Berliner Unternehmen Outfittery<br />
hat diesen Gedanken konsequent<br />
umgesetzt. Es liefert seinen Kunden<br />
nicht nur Hemd oder Hose, sondern<br />
immer eine komplette, „ausgehfertige“<br />
Garnitur. Die Männer, die Zielgruppe des<br />
Unternehmens, sparen sich viel Zeit und<br />
zudem die lästigen Kleidungsauswahl-,<br />
Anprobier- und Vergleichsprozesse.<br />
Bestellzeit verkürzen:<br />
Viele Unternehmer sind regelmäßig<br />
unangenehm überrascht, wenn sie in<br />
ihrem Unternehmen sowie auf Kundenseite<br />
erfassen, wie viele unproduktive<br />
Arbeitsschritte anfallen, bis der Auftrag<br />
angelegt, von der Produktion erfasst,<br />
gelagert, ausgeliefert und abgerechnet<br />
ist. Nicht selten geht dabei der Großteil<br />
der Wertschöpfung verloren. Diese<br />
unproduktive Zeit ist für alle Beteiligten<br />
eine Belastung.<br />
Wie lässt sie sich reduzieren? Sie<br />
können Ihre Angebotsvielfalt verkleinern<br />
oder Ihre Leistungen zu Paketen<br />
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zusammenfassen. Sie können eine<br />
E-Commerce-Website einrichten, in der<br />
der Kunde seine Bestellung eingibt, und<br />
diese so aufbauen, dass Sie alle Daten<br />
direkt übernehmen können. Fragen kann<br />
der Kunde per E-Mail oder Telefon klären,<br />
ohne die gesamte Bestellung mitzuteilen.<br />
Es lohnt sich, sich mit diesen webbasierten<br />
Möglichkeiten auseinanderzusetzen.<br />
Schließlich sind Ihre Kunden es<br />
bereits gewohnt, auch komplexe Vorgänge<br />
über das Internet abzuwickeln.<br />
In der Praxis fußen beispielsweise<br />
die digitalen Geschäftsmodelle von Flyeralarm,<br />
CosmosDirekt und mymuesli auf<br />
diesem Guerilla-Wachstumsweg. Sie alle<br />
verdanken den Erfolg ihres Unternehmens<br />
dem radikal vereinfachten Bestellprozess.<br />
Fazit<br />
Sie sehen, mit ein wenig Querdenken,<br />
wie es die Guerilla-Wachstumswege<br />
ermöglichen, helfen Sie dem Auffinden<br />
neuer digitaler Geschäftsmodelle gezielt<br />
auf die Sprünge. Dabei kennen Sie jetzt<br />
erst zwei von zehn Wegen. Beide lassen<br />
sich mit normalen Bordmitteln erreichen.<br />
Sie müssen dazu weder ein ausgewiesener<br />
Spezialist im Bereich der Künstlichen<br />
Intelligenz noch der Augmented Reality<br />
sein. Sie benötigen lediglich eine<br />
gewisse IT-Kompetenz. Denn im Kern<br />
lassen sich digitale Geschäftsmodelle<br />
meist auf ein Plattformsystem, eine entgeltabhängige<br />
Nutzung, ein Datenbanksystem<br />
oder auf eine Kombination dieser<br />
Alternativen reduzieren. ó<br />
Über das Buch<br />
Christian Kalkbrenner: „Der Bambus-Code<br />
4.0 – Erfolgreiche Wachstumsstrategien<br />
für den digitalen Wandel“, Norderstedt<br />
<strong>2018</strong>, 212 Seiten, 19,95 Euro.<br />
ISBN: 9783748130307<br />
Über den Autor<br />
Christian Kalkbrenner ist Strategieberater<br />
aus Überzeugung und zeigt Unternehmen<br />
den Weg an die Spitze. Dafür hat er ein<br />
eigenes Strategieverfahren entwickelt,<br />
den Bambus-Code®, für den er mit dem<br />
„Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet<br />
wurde. Seit Jahren entwirft er<br />
erfolgreiche, skalierende Geschäftsmodelle<br />
für seine Kunden und legt dabei ein<br />
besonderes Augenmerk auf die Digitalisierung.<br />
E-Mail: info@ub-kalkbrenner.de<br />
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55<br />
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<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Wirtschaft<br />
56<br />
Künstliche Intelligenz ist für Experten<br />
die Zukunft im Recruiting, um<br />
bestehende Prozesse in der Personalgewinnung<br />
grundlegend zu revolutionieren.<br />
Der Telekommunikationsanbieter<br />
Vodafone führt bereits Videointerviews<br />
mit Roboterunterstützung durch und<br />
auch die Deutsche Telekom setzt Chatbots<br />
in der Kandidatenkommunikation<br />
ein. Propagiert werden die Vorteile<br />
der intelligenten Maschinen vor allem,<br />
wenn es um Routineaufgaben geht.<br />
Warum auch nicht? Laut einer aktuellen<br />
LinkedIn-Umfrage zu den Trends der Personalbeschaffung<br />
fallen darunter jedoch<br />
auch das Prüfen von Kandidaten und die<br />
Beziehungspflege. Und genau hier stellt<br />
sich die Frage: Sind das wirklich Routineaufgaben?<br />
Schließlich gehört das Prüfen wie<br />
auch die Kommunikation mit Interessenten<br />
zu den sensibelsten Themen im<br />
Recruiting überhaupt. Diese Aufgaben<br />
als Routine einzuordnen, lässt den niedrigen<br />
Stellenwert erkennen, der ihnen<br />
noch immer anhaftet. Und genau deshalb<br />
wirft die fortschreitende Digitalisierung<br />
des HR-Bereichs mehr denn je<br />
alte grundlegende Fragen im Recruiting<br />
auf. Die erste und vermutlich wichtigste:<br />
Wo bleibt der Mensch als Individuum<br />
und Dreh- und Angelpunkt bei dieser<br />
Entwicklung? Werden die lernenden Systeme<br />
wirklich besser als ein Recruiter<br />
den Menschen in seiner einzigartigen<br />
Persönlichkeit hinter dem Bewerber<br />
erkennen? Und wie zuverlässig entscheiden<br />
sie am Ende, welches Potenzial die<br />
Person hat und inwieweit der Cultural<br />
Fit passt?<br />
War früher, sagen wir mal im Recruiting<br />
der Steinzeit, ein handschriftlicher<br />
Lebenslauf gefordert, um Bewerber<br />
zu charakterisieren und zu bewerten,<br />
scheint künftig bald das gegenteilige<br />
Extrem erreicht zu sein. Der Einsatz von<br />
People Analytics macht den Menschen<br />
zum gläsernen Bewerber. Und das alles<br />
hat seinen Preis. Natürlich sollen und<br />
müssen Recruitingprozesse sich weiterentwickeln,<br />
auch in technischer Hinsicht.<br />
Auch Bewerber erwarten zu Recht im<br />
Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern<br />
unkomplizierte, schnellere und vor<br />
allem mobile und vernetzte Standards,<br />
die längst in unser aller Leben Einzug<br />
gehalten haben. Dagegen erwarten<br />
viele Vertreter der Arbeitgeberseite noch<br />
immer „aussagekräftige Bewerbungsunterlagen“<br />
und erkennen nicht, dass diese<br />
Form des beruflichen Zueinanderfindens<br />
nicht nur wenig aussagekräftig, sondern<br />
vor allem in Zeiten von Instagram & Co.<br />
schon längst nicht mehr State of the Art<br />
ist. Der Gap könnte also auch hier größer<br />
kaum sein.<br />
MIT DEN AUGEN DER BEWERBER<br />
SEHEN<br />
Doch wie steht es um die Candidate<br />
Experience, wenn Bewerber in der für<br />
sie beruflich wichtigen ersten Kontaktphase<br />
mit einem potenziellen Arbeitgeber<br />
nur mit Chatbots statt mit echten<br />
Menschen kommunizieren oder<br />
aufgrund der Parameter des digitalen<br />
Recruiters gar durchs Raster der Erstselektion<br />
fallen. Denn genau wie bei<br />
menschlichen Personalentscheidungen<br />
stellt sich auch im Rahmen der Digitalisierung<br />
wieder die Frage nach der Qualität<br />
der Parameter. Sind Robot Recruiting<br />
Tools also eine wirkliche Hilfe in Zeiten<br />
immer schnellerer Personalprozesse?<br />
Oder spucken sie am Ende im wahrsten<br />
Sinne des Wortes uniforme Arbeitsroboter<br />
aus, die nur rein oberflächlichen<br />
Kriterien entsprechen? Fakt ist: Früher<br />
wie heute und auch im Kontext<br />
von KI werden die Auswahl-Parameter<br />
zunächst von Menschen definiert. Und<br />
so lange diese noch davon ausgehen,<br />
dass ein Bewerber zum Job und nicht<br />
der Job zum Bewerber passen muss, ist<br />
und bleibt genau das der grundsätzliche<br />
Knackpunkt im Recruiting. Nicht der<br />
Algorithmus ist also das Problem, sondern<br />
vielmehr der Umgang damit. Mögliche<br />
Risiken und Nebenwirkungen von<br />
KI auf Seiten aller Beteiligten sind somit<br />
noch nicht bekannt. Und auch die Gefahr,<br />
dass Interessenten genau aus diesem<br />
Grund auf eine Jobofferte gar nicht erst<br />
anspringen oder vorschnell abspringen,<br />
sollte bedacht werden.<br />
RECRUITING: KONSEQUENT<br />
UNTERSCHÄTZT<br />
Doch trotz allem technischen Fortschritt<br />
kämpfen Personaler nach wie vor mit<br />
einem grundlegenden, ganz analogen<br />
Problem: sie befinden sich auch im<br />
Rahmen ihres beruflichen Alltags permanent<br />
zwischen den Stühlen, sollen<br />
einerseits digitale Trendsetter sein, die<br />
stets die Bewerberinteressen im Blick<br />
haben und sind intern häufig noch in der<br />
Position eines ungeliebten Erfüllungsgehilfen,<br />
der darum kämpfen muss, dass<br />
die Bedeutung seiner Position nicht auf<br />
der Strecke bleibt. Somit wird auch das<br />
(Arbeits-)Leben der Recruiter mehr und<br />
mehr auf den Kopf gestellt. Sie haben<br />
mit gehörigem Druck von allen Seiten<br />
zu kämpfen, auch mit selbstgemachten<br />
Problemen. Denn wird der wichtige<br />
Stellenwert ihrer Arbeit selbst von der<br />
Führungsebene oftmals noch völlig verkannt,<br />
fehlt ihnen selbst einerseits ein<br />
klares Bewusstsein für ihre neuen Rollen<br />
im Recruiting der Zukunft und andererseits<br />
auch der Wille und die Lust, mutig<br />
neue Wege zu beschreiten.<br />
ÜBERLEBENSTIPPS FÜR PERSONALER<br />
Stattdessen blockieren herrschende<br />
Missstände zwischen Unternehmensleitung,<br />
HR und Fachabteilung nach<br />
wie vor viel zu oft den bestmöglichen<br />
Besetzungserfolg. Die Folge: Personaler<br />
empfinden allzu oft Unlust und Frust<br />
im Job und diese Tatsache ist angesichts<br />
der steigenden Relevanz des Recruitings<br />
alles andere als zukunftsfähig. Mit Hinblick<br />
auf diese vielschichtigen bestehenden<br />
und neuen Herausforderungen hilft<br />
nur noch eines: Selbsthilfe. Zum Beispiel<br />
mit diesen Ideen und Impulsen:<br />
Mehr Spaß am eigenen Job<br />
Wie könnten Sie im Team die Aufgaben<br />
so neu verteilen, dass jeder im Idealfall<br />
mehr von dem macht, was er gut kann<br />
und mit Begeisterung tut? Wen brauchen<br />
Sie wirklich für Ihren Recruiting-<br />
Change? Hat z.B. ein Kollege aus der IT<br />
das Zeug zum „Digitalen Recruiter“, weil<br />
er nicht nur IT kann, sondern auch Menschen<br />
liebt? Oder ist einer der Recruiter-<br />
Kollegen ein echter Forschertyp mit der<br />
Spürnase für neue Trends? Der Ansatz<br />
des Job Crafting ist nur eine Möglichkeit,
den eigenen Aufgabenbereich entsprechend<br />
des Ansatzes „Erst die Stärken,<br />
dann die Stelle“ so zu modifizieren, dass<br />
Ihre individuellen Stärken und Talente<br />
mit den Anforderungen bestmöglich in<br />
Deckung sind.<br />
Mehrwert „Kollegiales Recruiting“<br />
Recruiter sind im Auswahlprozess häufig<br />
in der Rolle eines Erst- oder Zweit-Entscheiders.<br />
Der Verantwortliche des Fachbereichs<br />
trifft die Entscheidung meist<br />
vorwiegend aus seiner Perspektive. Bitten<br />
Sie aktiv auch die zukünftigen Kollegen<br />
mit an den Tisch und klären Sie alle<br />
gemeinsamen Fragen wie „Wen brauchen<br />
wir wirklich?“ und „Wer passt wirklich<br />
zu uns?“ Sogar Azubis mit einem<br />
guten Gespür haben hier das Zeug für<br />
innovative und überraschende Ideen.<br />
Stellen Sie Prozesse auf den Kopf<br />
In puncto Personalmarketing und<br />
Bewerber-Kontakt gilt: alles auf Anfang.<br />
Ersetzen Sie bspw. langweilige Stellenanzeigen<br />
durch magnetisierende Fragestellungen<br />
nach dem Motto „Zeig<br />
uns, was Dich ausmacht und wofür<br />
Du brennst.“ Lassen Sie kreative Köpfe<br />
passende Alternativen zu traditionellen<br />
Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgesprächen<br />
entwickeln wie z.B.<br />
Blind-Dating, Kaffee-Trinken via Skype,<br />
oder Reflected-Best-Self-Präsentation.<br />
Bieten Sie Ihrerseits reale Einblicke in die<br />
zu besetzenden Arbeitsfelder z.B. über<br />
eine Action Cam. Locken Sie mit innovativen<br />
Ideen und Experimenten Ihre<br />
Zielgruppen und auch Multiplikatoren<br />
aus der Reserve.<br />
Nutzen Sie den Sympathiefaktor<br />
Noch immer sind fehlende Kontaktdaten<br />
in Ausschreibungen & Co ein No-Go<br />
und regelrechter „Abtörner“ für Interessenten.<br />
Höchste Zeit also für Recruiter,<br />
durch Angabe ihrer Kontaktdaten nicht<br />
nur erreichbar, sondern auch durch ein<br />
Einzel- oder Team-Foto auf der Unternehmens-<br />
bzw. Karriereseite, in Social<br />
Media, auf Bewertungsplattformen etc.<br />
konkret sichtbar zu werden. Die Chance:<br />
von Mensch zu Mensch wecken Sie deutlich<br />
mehr Sympathie als ein Chatbot. Die<br />
Voraussetzung dafür: mit den Augen der<br />
Interessenten sehen.<br />
Mut tut gut<br />
Neue Ideen ermöglichen neue Erkenntnisse<br />
und Erfahrungswerte. Warten<br />
Sie nicht re-aktiv auf eine Losung von<br />
oben, sprich von der Geschäftsleitung,<br />
sondern werden Sie pro-aktiv neugierig<br />
auf alles, was es an spannenden Trends<br />
und Entwicklungen gibt. Am Ende geht<br />
es um die sinnvolle Optimierung und<br />
Erleichterung Ihrer Arbeit. Und manches<br />
lässt sich im Kleinen einfach mal ausprobieren,<br />
wie z.B. die Wahlmöglichkeit<br />
für Interessenten zwischen Quick- und<br />
Lang-Bewerbung, eine konkrete Arbeitsprobe<br />
statt Anschreiben, eine Stärken-<br />
Analyse statt Lebenslauf.<br />
Bleiben Sie cool auch ohne Tool<br />
Sie sollen natürlich nicht komplett auf<br />
technische Unterstützung verzichten,<br />
denn Modernisierung, Entwicklung und<br />
das sinnvolle Nutzen digitaler Helfer im<br />
Recruiting werden zweifelsohne immer<br />
wichtiger. Der unbedingte Einsatz analytischer<br />
Tools um jeden Preis – für den<br />
viele werben – jedoch nicht. Nicht jeder<br />
Hype muss mitgemacht werden, vor<br />
allem dann nicht, wenn er nicht zu Ihnen<br />
als Unternehmen und zur Zielgruppe<br />
passt. Wichtig ist, die relevanten Trends,<br />
Systeme und Lösungen wie auch deren<br />
mögliche Nebenwirkungen zu kennen,<br />
um dann klar zu definieren, was für die<br />
Optimierung Ihrer Prozesse das wirklich<br />
Richtige ist. Nur ein intelligenter und vor<br />
allem bewusster Einsatz moderner und<br />
zukunftsweisender Tools wird Ihr Recruiting<br />
tatsächlich zukunftsfähig machen.<br />
ó<br />
Über die Autorin<br />
Brigitte Herrmann ist Rednerin, Potenzialberaterin<br />
und Autorin. 15 Jahre war sie<br />
selbstständiger Headhunter. Sie gehört<br />
zu den Top 100 Excellence Speakern in<br />
Deutschland, Österreich und der Schweiz.<br />
57<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Wirtschaft<br />
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„Wir leben in der perfekten<br />
Brot-und-Spiele-Welt“<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Die beiden Ökonomen und Querdenker Matthias Weik und Marc Friedrich<br />
nehmen im Gespräch mit dem <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong> kein Blatt vor den Mund.<br />
Wirtschaft<br />
der Krise mit Geld überschüttet und verlagert<br />
haben aber die wahren Ursachen<br />
nicht mal mit der Kneifzange angegangen<br />
sind. Die nächste Finanzkrise wird<br />
kommen und sie wird wesentlich heftiger<br />
als die Krise 2008.<br />
58<br />
© K.- P. Adler - stock.adobe.com<br />
<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Sie zitieren auf Ihrer Website<br />
Oscar Wilde. Der hielt es für ein Zeichen<br />
geistiger Gesundheit, nicht mit der<br />
Mehrheitsmeinung von 90 Prozent der<br />
Menschen übereinzustimmen. Die Bundesregierung<br />
hält ihre Entscheidungen<br />
seit Jahren für „alternativlos“. Und das<br />
vorherrschende Argument der Klimadiskussionen<br />
ist, dass „mehr als 90 Prozent“<br />
der Wissenschaftler dieselbe „Meinung“<br />
hätten. Was sagt all das über unsere Zeit?<br />
Weik: Zuerst einmal ist nichts alternativlos<br />
außer dem Tod. Es gibt ansonsten<br />
immer Alternativen, auch wenn diese<br />
Frau Merkel und Co nicht wahrhaben<br />
möchten. Und diese brechen sich Bahn.<br />
Früher war die Mehrheit der Wissenschaftler<br />
auch davon überzeugt, dass<br />
die Erde eine Scheibe ist. Der einheitliche<br />
Meinungskanon ist nie gesund und<br />
sollte immer als Warnung angesehen<br />
werden. Es zeigt auf, dass wir im Endspiel<br />
sind, vor dem Ende eines Zyklus.<br />
<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Ihr erstes Buch wurde erst<br />
von 176 Verlagen abgelehnt, bevor es<br />
zu einem Bestseller wurde. Oscar Wilde<br />
würde Ihnen offenbar beste geistige<br />
Gesundheit attestieren. Haben Sie ein<br />
Rezept, wie man in Zeiten von social<br />
media einen Shitstorm vermeidet und<br />
einen Bestseller landet?<br />
Friedrich: Einen Shitstorm vermeidet<br />
man am besten, indem man keinen<br />
Unfug, sondern faktenbasiert, wahrheitsgemäß<br />
und verständlich schreibt.<br />
Einen Bestseller kann man nicht planen,<br />
denn niemand anderes als die Leser entscheiden<br />
darüber, wie sich ein Buch entwickelt.<br />
Da wir Querdenker sind, haben<br />
wir nie ein Blatt vor den Mund genommen<br />
und das wird vom Leser honoriert.<br />
<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Die Lehmann-Finanzkrise ist<br />
jetzt schon zehn Jahre her. Alle behaupten,<br />
daraus gelernt zu haben. Wenn Sie mit<br />
Schulnoten von 1 bis 6 bewerten müssten:<br />
Welche europäischen Regierungen<br />
schneiden besser als „3“ ab?<br />
Weik: Sie haben Humor. Dürfen wir auch<br />
eine 7 vergeben? In Europa hat lediglich<br />
Island eine 2 und Deutschland eine egoistische<br />
3 verdient. Alle anderen haben<br />
de facto versagt. Auch Deutschland hat<br />
langfristig einen Fehler begangen. Uns<br />
gehts nur so gut, weil es den Partnern<br />
in Europa so schlecht geht. Wir haben<br />
von Griechenland genau das Gegenteil<br />
eingefordert von dem was wir in der<br />
Krise gemacht haben nämlich Abwrackprämie,<br />
Investitionen, Kurzarbeitergeld<br />
etc. Damit ist eines vollkommen klar:<br />
wir haben uns seit 2008 lediglich teuer<br />
Zeit erkauft indem wir die Symptome<br />
<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Immer wieder fällt in solchen<br />
Diskussionen das Codewort Target 2.<br />
Was genau hat es damit auf sich?<br />
Friedrich: Kurz gesagt geht es da um<br />
die Verrechnung wechselseitiger Forderungen<br />
der Zentralbanken der Euro-<br />
Zone oder eine Art Vermögenstransfer<br />
und Insolvenzverschleppung, um das<br />
marode System künstlich am Leben zu<br />
erhalten. Die Süddeutsche Zeitung hat<br />
das System im August 2012 anschaulich<br />
erklärt: „Verkauft zum Beispiel ein<br />
deutscher Händler ein Auto nach Spanien,<br />
fließt das Geld folgenden Weg:<br />
der Spanier geht zu seiner Hausbank,<br />
um die Überweisung nach Deutschland<br />
in Auftrag zu geben. Die Hausbank<br />
wendet sich an die spanische Zentralbank,<br />
die der Europäischen Zentralbank<br />
EZB Bescheid gibt. Die EZB meldet die<br />
Summe der Bundesbank, die dann das<br />
Geld an die Hausbank des deutschen<br />
Autohändlers zahlt. Der Deutsche sieht<br />
es dann auf seinem Konto und schickt<br />
das Auto an den Spanier. Eigentlich ein<br />
gutes Geschäft – nur senden sich die<br />
spanischen und die deutschen Notenbanken<br />
kein Geld hin und her, denn<br />
Zentralbanken erschaffen quasi Geld<br />
aus dem Nichts. Die Bundesbank erhält<br />
somit ‚nur’ eine virtuelle Forderung, die<br />
an den Mittler der Euro-Zone gerichtet<br />
ist, an die EZB.“<br />
Weik: Wir wissen, dass es rund um das<br />
Thema Target2 eine kontroverse Debatte<br />
unter den Ökonomen gibt. Einige, vorneweg<br />
der ehemalige Chef des Münchner<br />
ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn,<br />
gehen mit guten Argumenten davon<br />
aus, dass in diesem an sich rein technischen<br />
Abwicklungssystem sehr reale<br />
Forderungen aufgelaufen sind. Andere
der EZB.<br />
Gesprächspartner<br />
sehen in den Target-Salden nur eine theoretische<br />
Verrechnungseinheit, da die<br />
eigentlichen Waren- und Geldflüsse ja 1:1<br />
abgewickelt worden seien. Das ist auch<br />
der offizielle Standpunkt der Deutschen<br />
Bundesbank. Klar ist: der deutsche Händler<br />
hat fast immer sein Geld, und der<br />
Spanier sein Auto bekommen. Vom Werk<br />
bis zum Endkunden werden alle Forderungen<br />
früher oder später glattgestellt.<br />
Aber das ist sozusagen nur die betriebswirtschaftliche<br />
Seite der Sache. Volkswirtschaftlich<br />
wird es spannend, wenn<br />
die Spanier weit mehr in Deutschland<br />
einkaufen als sie uns liefern. Statistisch<br />
entsteht dann ein Leistungsbilanzdefizit.<br />
Monetär entsprechen diesem Defizit<br />
die Target-Salden. Deutschland hat mehr<br />
Forderungen an Spanien oder Griechenland<br />
als umgekehrt. Der Punkt ist, dass<br />
diese transnationalen Forderungen der<br />
Zentralbanken gegeneinander in der<br />
Summe eben leider nicht alle beglichen<br />
worden sind. Denn im Gegensatz zu<br />
allen Geschäftsbanken sowie jenen Zentralbanken,<br />
die nicht am Euro-System<br />
teilnehmen, müssen die Euro-Zentralbanken<br />
ihre Forderungen und Guthaben<br />
nicht täglich um 24:00 Uhr auf Euro und<br />
Cent abrechnen. Die Hausbank des deutschen<br />
Autohändlers hat von der Bundesbank<br />
via EZB Geld bekommen und dies<br />
ihrem Kunden auch gutgeschrieben. Die<br />
spanische Nationalbank aber hat der<br />
EZB bislang bloß Bescheid gesagt, dass<br />
sie das Geld bitte überweisen soll. Die<br />
Kohle des spanischen Autokäufers hat<br />
sie, sehr salopp gesagt, aber noch nicht<br />
rübergeschoben. Und so stehen Jahr für<br />
Jahr höhere Differenzen in den Büchern<br />
<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Der große Crash<br />
wurde in den letzten Jahren<br />
immer wieder prognostiziert.<br />
Aber der ökonomische Cocktail<br />
aus Luftgeldschwemme und<br />
Minuszinsen hält nun schon<br />
einige Jahre. Die Regierungen<br />
kaufen sich Zeit durch Enteignung<br />
der Sparer und der Sparkassen<br />
und Volks- und Raiffeisenbanken.<br />
Warum machen die<br />
das alle still mit?<br />
Friedrich: Die Frage zum Crash<br />
lautet lediglich wann, nicht ob<br />
er kommt. Dieses historisch<br />
einmalige Notenbankexperiment wird<br />
unserer Ansicht nach nicht funktionieren.<br />
Noch nie wurden Krisen dadurch<br />
gelöst, in dem man Geld gedruckt hat.<br />
Der Grund warum alle noch still halten<br />
ist weil ein jeder Geld verdienen möchte<br />
und die Sparer anscheinend eine enorme<br />
Schmerzgrenze haben. Uns geht es in<br />
Deutschland noch zu gut. Zudem traut<br />
sich keiner an die heilige Kuh „Geldsystem“<br />
ran. Da liegt aber das Grundübel.<br />
<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Wieso gibt es weder Demos<br />
noch Petitionen?<br />
Weik: Weil doch alles super läuft. Wir<br />
sind Exportweltmeister und Bundesliga<br />
ist ja auch wieder losgegangen. Wir<br />
leben in der perfekten Brot-und-Spiele-<br />
Welt.<br />
<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Und wann werden die<br />
Finanzmärkte explodieren?<br />
Friedrich: Das kann niemand genau<br />
sagen. Solange die Mehrheit glaubt,<br />
dass man Schulden mit Schulden bezahlen<br />
kann und dass man Probleme mit<br />
Gelddrucken lösen kann, geht das Spiel<br />
noch weiter. Wir erwarten aber in den<br />
nächsten 1-2 Jahren eine Rezession und<br />
in den nächsten 5 Jahren den Gau im<br />
Finanzsystem.<br />
<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Sind Euro und EU doch eher<br />
Regierungs-Kopfgeburten als gewachsene<br />
Strukturen? Gibt es eine Chance, die<br />
Geburtsfehler doch noch auszuräumen?<br />
Weik: Wir sagen ganz klar nein. Wir sind<br />
überzeugte Demokraten und Europäer.<br />
Der Euro ist jedoch zum Scheitern verurteilt,<br />
denn es ist Irrsinn unterschiedlich<br />
Die beiden Ökonomen und Querdenker<br />
Marc Friedrich und Matthias Weik schrieben<br />
gemeinsam mehrere Bestseller, u. a.<br />
„Sonst knallt´s!: Warum wir Wirtschaft und<br />
Politik radikal neu denken müssen“.<br />
starke Volkswirtschaften wie beispielsweise<br />
Deutschland und Griechenland<br />
in ein Zins- und Währungskorsett zu<br />
schnallen. Der Euro ist viel zu schwach<br />
für Deutschland und viel zu stark für<br />
Südeuropa. Wir brauchen ein starkes<br />
Europa als Wirtschaftsunion, aber wir<br />
müssen aufhören mit der Gleichmacherei<br />
und uns von der Vision eines Staates<br />
Europa verabschieden, denn das wollen<br />
viele Bürger nicht. Wird diese Meinung<br />
von der Politik weiter ignoriert, werden<br />
populistische Kräfte in Europa immer<br />
stärker. Die Südschiene Europas wird mit<br />
dem Euro niemals gesunden sondern<br />
immer weiter dem Tod entgegensiechen.<br />
Wir haben schon 2014 in unserem 2.<br />
Buch geschrieben: Der Euro eint nicht<br />
Europa, er zerstört Europa und unseren<br />
Wohlstand und Demokratie. Und genau<br />
das haben wir jetzt.<br />
<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Gestatten Sie noch zwei persönliche<br />
Fragen zum Schluss: Sie beide<br />
sind seit dem Kindergartenalter befreundet.<br />
Wie macht man das? Dass Sie über<br />
all die Jahre niemals Meinungsverschiedenheiten<br />
hatten, ist schwer vorstellbar.<br />
Weik: Selbstverständlich gibt es auch<br />
Meinungsverschiedenheiten. Dann wird<br />
diskutiert. Wir lassen uns beide niemals<br />
überreden, aber gerne überzeugen.<br />
<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>: Noch eine persönliche Frage<br />
zum Schluss: Mindestens einer von Ihnen<br />
ist ein großer Whiskyliebhaber. Welche<br />
Whiskeys empfehlen Sie im Herbst <strong>2018</strong><br />
vor dem nächsten Crash?<br />
Friedrich: Einen torfigen Lagavulin oder<br />
Bowmore geht immer oder ein süßer<br />
Maccallan Sherry Oak 18 Jahre. Nicht nur<br />
tolle Investments und Tauschartikel für<br />
den Notfall sondern auch leckere Single<br />
Malts. ó<br />
59<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Wirtschaft
© helmutvogler - stock.adobe.com<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Norddeutschland<br />
60<br />
Norddeutschland<br />
Bremen<br />
Hamburg<br />
Niedersachsen<br />
Schleswig-Holstein<br />
Mecklenburg-Vorpommern<br />
© mstein<br />
© powell83 - stock.adobe.com<br />
©Manuel Schönfeld<br />
©Carl-Jürgen Bautsch<br />
© costadelsol<br />
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© costadelsol<br />
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<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
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Norddeutschland<br />
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61<br />
© SEB - www.sebfoto.de<br />
© Ralf Gosch, Hamburg<br />
© Harald Adamus
Handwerk in<br />
Mecklenburg-Vorpommern<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Norddeutschland<br />
62<br />
Handwerk = Strukturwandel und<br />
innovative Vielfalt. Auszug aus<br />
der neuen Monografie von Prof. Norbert<br />
Zdrowomyslaw und seinen Studierenden<br />
an der Hochschule Stralsund.<br />
Um die relative wirtschaftliche und<br />
gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks<br />
in Mecklenburg-Vorpommern<br />
einzuordnen, seien zunächst überblicksartig<br />
einige Kenngrößen für das Land<br />
präsentiert. Seit dem 3. Oktober 1990 bilden<br />
Mecklenburg und Vorpommern wieder<br />
gemeinsam das nordöstliche Bundesland<br />
Mecklenburg-Vorpommern im<br />
wiedervereinigten Deutschland. Die Landesmarketing-Kampagne<br />
„MV tut gut.“<br />
wird seit 2014 um die inhaltliche Leitidee<br />
„Willkommen im Land zum Leben“<br />
ergänzt. Mecklenburg-Vorpommern ist<br />
ein Land zum Wohlfühlen, Leben, Arbeiten<br />
und Investieren. Es bietet eine gute<br />
Mischung aus wirtschaftlicher Standortund<br />
vielfältiger Lebensqualität.<br />
Die Veränderung von Wirtschaftsräumen<br />
ist ein dynamischer und langfristiger<br />
Prozess, der von vielen Einflussfaktoren<br />
getragen wird und sich nicht<br />
über Nacht vollzieht. Die Entwicklung<br />
wird grundsätzlich durch unterschiedlich<br />
harte und weiche Standortfaktoren<br />
beeinflusst. Mecklenburg-Vorpommern<br />
zählt in Deutschland einerseits<br />
zu den sogenannten strukturschwachen<br />
und andererseits zu den flächenstarken<br />
und maritim geprägten Regionen.<br />
Dass Unternehmen aus Branchen wie<br />
Forst- und Landwirtschaft, Tourismus,<br />
Gesundheit und Handwerk sich historisch<br />
betrachtet hier etabliert haben und<br />
weiterhin den Schwerpunkt der Wirtschaftsstruktur<br />
bilden, ist u.a. den natürlichen<br />
Standortfaktoren wie den weitgehend<br />
unberührten Landschaften, der<br />
besonderen Tier- und Pflanzenwelt, den<br />
zahlreichen Seen und Flüssen, kilometerlangen<br />
Sandstränden an der Ostsee und<br />
der kulturellen Vielfalt geschuldet.<br />
Einige Daten und Fakten zum Standortprofil<br />
MV: Im Norden liegt die Ostsee,<br />
im Westen grenzt das Bundesland an<br />
Schleswig-Holstein und Niedersachsen,<br />
und im Süden an Brandenburg. Im Osten<br />
befindet sich die Landesgrenze zu Polen.<br />
Landeshauptstadt ist Schwerin. Mecklenburg-Vorpommern<br />
ist ein Küstenland<br />
und gehört geografisch zur norddeutschen<br />
Tiefebene mit der charakteristischen<br />
Landschaftsform hügliges Flachland<br />
mit Wäldern und Seen. Das Land<br />
verfügt entlang seiner 381 Kilometer<br />
langen Außenküste und 1.562 Kilometer<br />
langen Bodden- und Haffküste über<br />
gute natürliche Voraussetzungen für<br />
den Seeverkehr.<br />
Insgesamt 14 Hafenstandorte bieten<br />
ihre maritim-logistischen Dienstleistungen<br />
für die See- und Binnenschifffahrt<br />
sowie für die See- und Flusskreuzschifffahrt<br />
an. Auf einer Fläche von 23.193<br />
km 2 leben heute rund 1,60 Millionen<br />
Menschen und das Durchschnittsalter<br />
beträgt 46,5 Jahre (2015). Mit durchschnittlich<br />
69 Einwohnern je Quadratkilometer<br />
ist Mecklenburg-Vorpommern<br />
das am dünnsten besiedelte Bundesland<br />
in der Bundesrepublik Deutschland<br />
(Stand: 31.12.2012), nicht jedoch im Vergleich<br />
zu den Ostseeanrainerstaaten.<br />
Einzige Großstadt des Flächenlands ist<br />
die Hansestadt Rostock mit gut 200.000<br />
Einwohnern. Die Anzahl der Betriebe<br />
beträgt 68.411 in 2017 (Stand: 30. September<br />
2017).<br />
Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen<br />
Eckdaten können dem Handwerk<br />
in Mecklenburg-Vorpommern etwa 10 %<br />
der Bruttowertschöpfung, rund 14 % der<br />
Erwerbstätigen und etwa 25 % des Ausbildungsmarktes<br />
zugerechnet werden.<br />
Mit 12,4 Handwerksbetrieben je 1.000<br />
Einwohner wird der deutsche Durchschnitt<br />
von 11,8 Betrieben pro 1.000<br />
Einwohnern übertroffen. Seit mehreren<br />
Jahren, wenn auch mit gewissen<br />
Unterschieden der einzelnen Gewerke,<br />
wird die wirtschaftliche Lage positiv<br />
bewertet. Der Geschäftsklimaindex ist<br />
über Jahre als gut einzustufen, so dass<br />
im Herbst-Konjunkturbericht 2016 der<br />
Schweriner Handwerkskammer die Entwicklung<br />
der Geschäftslage wie folgt<br />
beschrieben wird: „Hochstimmung im<br />
…wir machen Dampf<br />
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lediglich Beschäftigte gemäß der Anlage A werksbetriebe in MV zeigt Abbildung 11.<br />
Abb. 11: Handwerksbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern 1990 – 2016<br />
Handwerk hält an. Das Handwerk zeigt mern erkennen: Die Zahl der Betriebe<br />
76 III. Kapitel: Region und Unternehmensstruktur des Handwerks<br />
sich jetzt im Herbst weiter in guter Verfassung.<br />
im Lebensmittel- und Bauhauptgewerbe<br />
Der Geschäftsklimaindex bleibt geht stetig zurück, während im Hand-<br />
nahezu identisch auf dem Vorjahreswert. werk für persönliche Dienstleistungen<br />
Dies spiegelt die robuste Stabilität des ein Anstieg zu verzeichnen ist.<br />
Handwerks, das sich jetzt schon seit Wie stellt sich die Aufteilung der<br />
2010 nahezu ungebrochen einer guten Handwerksbetriebe nach Handwerksgewerbezweigen<br />
Konjunktur erfreut.“<br />
heute dar? Von den<br />
Nach der Handwerksnovelle im 7.693 Betrieben zum Jahresende 2016 im<br />
Jahre 2004 mit der Aufhebung der Meisterpflicht<br />
Kammerbezirk Schwerin sind die meis-<br />
für 53 Handwerke und dem ten Betriebe in den drei Gewerbegrup-<br />
Anstieg der zulassungsfreien Handwerke<br />
pen Ausbaugewerbe, Bauhauptgewerbe<br />
veränderte sich die Struktur des und die Handwerke für A den privaten<br />
Handwerks in Deutschland insgesamt. Bereich tätig. Anzahlmäßig nimmt das<br />
Zum einen sind durch die Liberalisierung<br />
Kraftfahrzeuggewerbe Rang vier und die<br />
der Berufszugangsbeschränkungen Handwerke für den gewerblichen Bedarf<br />
mehr Gesellen ermutigt, sich selbstständig<br />
Rang fünf ein. Vergleichsweise wenig<br />
zu machen und zum anderen stieg Betriebe sind im Gesundheitsgewerbe<br />
die Anzahl der zulassungsfreien Handwerksbetriebe,<br />
und im Lebensmittelgewerbe tätig. Eine<br />
stark getrieben durch ähnliche Aufteilung der Handwerksbe-<br />
Fliesenleger und Gebäudereiniger. Wird triebe auf die sieben Gewerbegruppen<br />
von Sondereffekten abstrahiert, lässt dürfte auch im Bezirk der Handwerkskammer<br />
sich folgender Trend in Deutschland<br />
Ostmecklenburg-Vorpommern<br />
und eben auch in Mecklenburg-Vorpom-<br />
vorliegen.<br />
Über den Autor<br />
Prof. Norbert Zdrowomyslaw ist Experte<br />
für Aspekte der Regionalentwicklung und<br />
für die Managementausbildung für KMU.<br />
„Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern:<br />
Strukturwandel und innovative Vielfalt“<br />
erschien mit 396 Seiten im MV-Verlag,<br />
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Mit rund 130 Berufen bietet das<br />
Handwerk eine große Auswahl an attraktiven<br />
Ausbildungsmöglichkeiten. Die<br />
Handwerksbetriebe in MV sind bedeutende<br />
Ausbilder. Jeder 9. Beschäftigte in<br />
den Handwerksbetrieben des Landes ist<br />
ein Lehrling. Jeder vierte Auszubildende<br />
im Land erlernt einen Handwerksberuf.<br />
Unter anderem bedingt durch die demografische<br />
Entwicklung, ist die Fachkräfteund<br />
Nachwuchssicherung zu einer der<br />
wichtigsten Herausforderungen geworden.<br />
Angesichts der Tatsache, dass viele<br />
Lehrstellen nicht besetzt werden können,<br />
spielt das Thema Fachkräftesicherung<br />
im Handwerk für die Politiker und<br />
Interessenvertreter des Handwerks eine<br />
große Rolle. ó<br />
63<br />
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64<br />
Jetset auf dem Campingplatz<br />
– der andere mobile Gedanke<br />
Camping – was für den Einen<br />
das beschwerliche ins Zelt kriechen<br />
und im Regen mit Mücken streiten<br />
bedeutet, ist für den Anderen ein<br />
attraktiver Wirtschaftszweig. Allein in<br />
Deutschland gibt es knapp 3000 Campingplätze<br />
mit einer Viertelmillion Stellplätzen,<br />
31 Millionen Übernachtungen<br />
im Jahr und ein Branchenumsatz in Milliardenhöhe.<br />
Fotos: © Wilhelm Rafael Garth und Carthago
Man sieht, Camping boomt, Wohnmobile<br />
sind der Trend. Wer bei Innovation<br />
ganz oben mitschwimmen will,<br />
ist bei dem Deutschen Wohnmobilhersteller<br />
Carthago genau richtig. Das prämierte<br />
Unternehmen aus dem beschaulichen<br />
Aulendorf in Süddeutschland ist<br />
die Nummer Eins im Bereich der Premiumwohnmobile.<br />
Besteigt man einen Carthago, weiß<br />
man auch sofort, warum. Für unseren<br />
Test hat uns die Wohnmobilmanufaktur<br />
aus Baden-Württemberg den C-Tourer<br />
lightweight (max. 5 Schlafplätze) als<br />
Fotos: © Wilhelm Rafael Garth und Carthago<br />
Diesel 2,3 l Multi-Jet, 130 PS (96 kW), 4<br />
Zylinder, Euro 6, 6-Ganggetriebe, zur Verfügung<br />
gestellt, der dank seiner Superleichtbauweise<br />
maximalen Komfort und<br />
höchste Ausstattung vereint, ohne die<br />
3,5-t-Gewichtsklasse zu überschreiten.<br />
Die hochwertige Möbelvariante „casablanca<br />
bicolor“ besticht durch stimmige<br />
Farben und entzückende Akzente. Der<br />
stufenlose Boden mutet sehr hochwertig<br />
an, bietet zusätzlichen Stauraum und<br />
führt uns an einer variabel verstellbaren<br />
Sitzecke, einer Küche mit genügend<br />
großen Auszügen und einem Gourmet-<br />
Gasherd an der Badlösung vorbei, die<br />
separierbar als Umkleidezimmer und<br />
Duschraum funktioniert, bis hin zu den<br />
anmutigen Heckbetten mit den klassengrößten<br />
Liegemaßen. Konzepte und<br />
Ideen werden bei Carthago aufgrund<br />
der langen Erfahrungen und der innovativen<br />
Verarbeitung zu Ende gedacht, so<br />
sind die Fußräume der Betten gleichzeitig<br />
beleuchtete Kleiderschränke, in der<br />
Küche ist eine Kaffeemaschine eingebaut<br />
und die Spülabdeckung ist gleichzeitig<br />
entnehmbares Schneidebrett. So<br />
wird das sonst so unbequeme Campen<br />
schnell zum luxuriösen Erlebnisurlaub,<br />
bei dem man keine Kompromisse eingehen<br />
muss. Über dem Fiat Ducato Chassis<br />
ist ein stilvolles Hubbett eingebaut,<br />
was nochmal zusätzlichen komfortablen<br />
Schlafraum bietet, ohne dass man, wie<br />
bei anderen Herstellern, Gefahr läuft,<br />
sich in dem engen Alkoven zu stoßen.<br />
Stauraum zum Stauen und Staunen<br />
Das Stauraumkonzept von Carthago<br />
ist einzigartig, so passt in die 120cm<br />
hohe Rollergarage nicht nur der Roller<br />
oder die Fahrräder, sondern auch gleich<br />
der Grill, das Feuerholz, die Tische und<br />
Stühle, das Bier und eigentlich auch alles,<br />
was man eben so mitnehmen möchte.<br />
Dazu bieten weitere Fächer im Außenbereich<br />
genügend Unterbringungsmöglichkeiten,<br />
es gibt ein eigenes Hausschuhschränkchen,<br />
der Kühlschrank<br />
lässt jedes Ikea-Konzept alt aussehen,<br />
der Fernseher verschwindet diskret in<br />
den Wandschränken und generell wirkt<br />
das Wohnmobil trotz aller Reiseutensilien<br />
stets aufgeräumt und ordentlich<br />
sogar der Boden bietet an verschiedenen<br />
Stellen nochmal von Innen Zugriff auf<br />
zusätzliche Lagerfläche.<br />
Sollte das Wetter mal nicht mitspielen,<br />
heizt sich der Carthago mit der integrierten<br />
Heizungsanlage in Minutenschnelle<br />
auf die gewählte Temperatur<br />
und überwacht diese thermostatgesteuert.<br />
Bei den ganzen Ausstattungsmerkmalen<br />
bleibt das Wohnmobil erstaunlich<br />
wendig und hervorragend manövrierbar.<br />
Die Rundumkameras ermöglichen leichtes<br />
Navigieren auch in engen Passagen.<br />
Man sieht, Carthago weiß genau,<br />
was sie tun und warum. So macht Campen<br />
und Wohnmobilurlaub Spaß, so fährt<br />
man gern durch Europa, die komfortable<br />
Wohnung immer mit dabei, das ist spürbare<br />
und gelebte Carthago-DNA. ó<br />
Wilhelm-Rafael Garth &<br />
Prof. Arnd Joachim Garth<br />
65<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
Lifestyle | Auto
Leserbriefe | Impressum <strong>PT</strong>-MAGAZIN 6/<strong>2018</strong><br />
66<br />
Zur Ausgabe: 5/<strong>2018</strong><br />
Mit mir nicht!<br />
Leserbriefe<br />
Zu: Sprachgenderismus<br />
immer wieder gerne lese ich das durchaus<br />
als satirisch-kritisch zu bezeichnende<br />
<strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>. Sowohl Ökonomen<br />
wie auch anderen Berufsgruppen, Praktikern<br />
wie Wissenschaftlern wird immer<br />
wieder mal ein notwendiger Spiegel hingehalten,<br />
das ist gut.<br />
Nun haben Sie bzw. Ihr Autor Reiner<br />
Kunze bzgl. dem Sprachgenderismus<br />
den Nagel auf den Kopf getroffen.<br />
Mich stören die Beweggründe des<br />
Sprachgenderismus nicht, im Gegenteil,<br />
ich bin für eine Gleichbehandlung jedweder<br />
Person. Was mich stört ist, dass<br />
wir die Sprache verunstalten, verkomplizieren,<br />
„unsprechbar“ (und unschreibbar)<br />
machen.<br />
So haben wir soeben eine dreiseitige<br />
Anleitung unserer Verwaltung erhalten,<br />
wie man Texte gender-neutral schreibt.<br />
In der Tat steht da als Beispiel, dass<br />
man „Wenn man Elektrotechnik studieren<br />
möchte…“ besser umformuliert in<br />
„Für ein Studium in der Elektrotechnik…“<br />
(Hervorhebung im Original). Mir war bis<br />
dahin nicht bewusst, dass „man“ ein<br />
bestimmtes Geschlecht beinhaltet oder<br />
impliziert.<br />
Der Verantwortliche hat leider keine<br />
Empfehlung für einen Satz mit jemand<br />
gegeben.<br />
Schade, denn jetzt weiß ich nicht,<br />
was hier korrekt wäre.<br />
H.-Christian Brauweiler,<br />
Zwickau<br />
Zu: Industrie 4.0<br />
Industrie 4.0 beurteile ich als Hype, der<br />
sich seit 2012 rasant auswirkt, insbesondere<br />
über die Medienlandschaft und<br />
technischen Fachzeitschriften.<br />
Wie revolutionär Industrie 4.0 sein<br />
kann habe ich gerade auf der Hannover<br />
Messe gesehen. Aber es gibt noch<br />
die anderen Betriebe, die sicher auch<br />
den Anspruch haben, sich ständig fortzuentwickeln<br />
und eine effizientere Fertigung<br />
anstreben, aber vielleicht nicht so<br />
schnell und direkt nach dem Hype.<br />
Zum Onlinemagazin www.pt-magazin.de<br />
und zum Portal www.kompetenznetz-mittelstand.de<br />
Leserbriefe & Kommentare (red. gekürzt)<br />
Eine umfassende Digitalisierung<br />
und Vernetzung von Produktionsabläufen<br />
und Wertschöpfungsketten ist nicht<br />
in jeder Branche notwendig. Es gibt nicht<br />
nur Automotive, Maschinenbau, Massenproduktion<br />
und global player. Somit<br />
habe ich keine große Angst, dass ich<br />
ohne Industrie 4.0 nicht mehr am Markt<br />
bestehen könnte. Mit meinem mittelständischen<br />
Unternehmen bewege ich<br />
mich zwischen den „Stühlen“, bei mir<br />
überwiegt die Skepsis….<br />
Wir stellen noch sehr gute, handwerklich<br />
gemachte Artikel her wie z.B.<br />
Abfallbehälter oder ovale Wannen, die<br />
anschließend noch feuerverzinkt wird.<br />
Dabei werden viele Arbeitsschritte<br />
manuell über Ovaldrückbank, Falz-,<br />
Sicken- und Bordiermaschinen sowie<br />
Tiefzieh- oder Hydraulikpressen ausgeführt.<br />
Dafür benötigen wir keine<br />
Robotortechnologie oder selbststeuernde<br />
Transportroboter. …<br />
Ich schaue ständig und gerne nach<br />
aktuellen Entwicklungstendenzen.<br />
Somit kann man mich vielleicht als<br />
Unternehmertyp 4.0 bezeichnen, mein<br />
Unternehmen aber noch nicht als Unternehmen<br />
4.0….<br />
Jürgen Henke,<br />
Ahlen<br />
Zu: Ich bin nur schneller<br />
In unserer Zeit, in der man unsere<br />
Geschichte ideologisiert präsentiert<br />
bekommt, ist es wohltuend, etwas über<br />
einen deutschen Helden, über großartige<br />
Leistungen und Errungenschaften unserer<br />
Vorfahren zu lesen. Die Geschichte<br />
um Dr. Hugo Eckener ist nicht nur interessant<br />
und lehrreich. Sie ist, gelöst vom<br />
Zerrbild der alliierten Indoktrination,<br />
eine eigene Vorbildgeschichte und zeigt<br />
zugleich die außergewöhnliche, exzellente<br />
Qualität des <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong>s.<br />
Arnd Joachim Garth,<br />
Wolgast-Usedom<br />
<strong>PT</strong>-MAGAZIN<br />
für Wirtschaft und Gesellschaft<br />
Impressum<br />
ISSN 1860-501x | 14. Jahrgang<br />
Ausgabe 6/<strong>2018</strong><br />
Verlag: OPS Netzwerk GmbH,<br />
Melscher Str. 1, 04299 Leipzig,<br />
Tel. 0341 240 61 - 00, Fax 0341 240 61 - 66<br />
info@op-pt.de | www.pt-magazin.de<br />
Das <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong> ist das offizielle <strong>Magazin</strong><br />
des Wettbewerbes „Großer Preis des<br />
Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />
eingetragen im Stiftungsregister<br />
des Re gie rungs be zir kes Leipzig unter<br />
Nr. 2/1998.<br />
Geschäftsführer:<br />
Petra Tröger, Dr. Helfried Schmidt<br />
Redaktion:<br />
Dr. Helfried Schmidt (V.i.S.d.P.)<br />
Autoren/Interviewpartner:<br />
Theo Bergauer, Hans-Jürgen Friedrich,<br />
Marc Friedrich, Arnd Joachim Garth,<br />
Wilhelm-Rafael Garth, Hanspeter Georgi,<br />
Brigitte Herrmann, Christian Kalkbrenner,<br />
Jens Möller, Helfried Schmidt, Anne<br />
M. Schüller, Petra Tröger, Matthias Weik,<br />
Christian Wolter, Norbert Zdrowomyslaw<br />
Korrespondenten:<br />
Bernd Schenke (Berlin)<br />
D-Rolf Becker (Halle)<br />
Satz/Layout:<br />
Remo Eichner-Ernst<br />
Anzeigen:<br />
Petra Tröger (V.i.S.d.P.)<br />
Clemens Vogel<br />
Druck:<br />
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Gutenbergstraße 2, 01471 Radeburg<br />
Erscheinungsweise: 6x jährlich, Einzelpreis<br />
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