Diabetes Broschüre 2018_DE

Medisana2018

RATGEBER

GESUND LEBEN

MIT DIABETES


VORWORT

INHALT

Wenn Sie erfahren, dass Sie an Diabetes leiden, tauchen meistens viele Fragen auf:

Warum gerade ich?

Wie wird sich die Zuckerkrankheit

auf mein Leben auswirken?

Und vor allem: Was kann ich jetzt tun?

Diese Broschüre will Ihnen bei der Beantwortung Ihrer

Fragen helfen.

Eine gute Nachricht gleich am Anfang: Bei kaum

einer anderen Krankheit können Sie selbst so viel

zur Behandlung beitragen wie bei Diabetes. Dazu

zählen vor allem eine gesunde Ernährung und ausreichend

Bewegung, aber auch Entspannung ist wichtig.

Und natürlich sollten Sie Ihre Blutzuckerwerte immer

im Auge behalten.

Diabetes verändert immer ein wenig das Leben der

Betroffenen. Es wäre viel zu gefährlich so weiterzumachen

wie bisher: Bleibt Diabetes unbehandelt,

können Folgeerkrankungen entstehen. Möglich

sind unter anderem Sehstörungen, Nierenschäden

und der sogenannte Diabetische Fuß.

Mit diesem Ratgeber erhalten Sie alle Informationen,

die jetzt für Sie von Bedeutung sind. Sie erfahren,

wie Diabetes entsteht und wie Sie Ihre Blutzuckerwerte

und damit Ihre Lebensqualität verbessern

können. Für Ihren nächsten Urlaub haben wir ebenfalls

einige Tipps zusammengestellt. Denn natürlich

können Sie mit der Diagnose Diabetes weiter schöne

Reisen unternehmen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und alles

Gute für Ihre Gesundheit!

Ihre Medisana GmbH

Diabetes – was ist das eigentlich? 04

Eine Volkskrankheit 05

Typ 1 und Typ 2 – das sind die Unterschiede 06

Symptome des Diabetes 07

Behandlung von Typ-2-Diabetes 08

Mehr Bewegung 10

Gesund essen bei Diabetes 13

Regelmäßig den Blutzucker messen 17

Auch Entspannung ist wichtig 20

Folgeerkrankungen vermeiden 22

Reisen mit Diabetes 24

Diabetes-Checkliste 26

02 03


DIABETES – WAS IST DAS EIGENTLICH?

EINE VOLKSKRANKHEIT

Rund neun Millionen Menschen sind in Deutschland an Diabetes erkrankt.

Tendenz: stark steigend. In anderen Ländern sieht es ähnlich aus.

Bei Diabetes – auch Zuckerkrankheit genannt – handelt es sich um eine

chronische Stoffwechselstörung. Die betroffenen Patienten haben zu hohe

Blutzuckerwerte.

Weltweit sind rund 382 Millionen Menschen zwischen 20

und 79 Jahren an Diabetes erkrankt. Davon 58 Millionen

Europäer. Die Dunkelziffer wird doppelt so hoch geschätzt.

Nicht nur in Deutschland bezeichnet man Diabetes daher

inzwischen als Volkskrankheit Nr. 1.

dafür unter anderem die zunehmende Technisierung verantwortlich.

Sie bedingt, dass das Leben immer schneller

abläuft und dass wir, ohne es zu merken, enormen Stress

ausgesetzt sind. Die Menschen essen schneller, süßer und

fetter. Fertiggerichte sind oft die größten Zuckerfallen.

Diabetes mellitus, die medizinische Bezeichnung für die

Zuckerkrankheit, kommt ursprünglich aus dem Griechischen.

Bei den Ärzten im antiken Griechenland war es

üblich, für die Diagnose den Urin der Erkrankten zu probieren.

Und der schmeckte süßlich. Denn ab einer bestimmten

Höhe scheidet der Körper den überflüssigen Zucker

über den Harn aus. Von dieser Zuckerausscheidung über

den Urin hat die Zuckerkrankheit ihren Namen. Diabetes

mellitus bedeutet „honigsüßer Durchfluss“.

Man spricht von Diabetes,

wenn der morgendliche Messwert

110 mg/dL übersteigt.

Beim Diabetiker findet man somit mehr Zucker (Glukose)

im Blut als bei gesunden Menschen. Man spricht von Diabetes,

wenn der morgendliche Messwert, der nüchtern

ermittelt werden muss, 110 mg/dL übersteigt.

Ein zu hoher oder zu niedriger Blutzuckerspiegel kann

gefährlich werden. Kurzfristig drohen Bewusstseinsstörungen,

langfristig Folgeerkrankungen. Denn der übermäßige

Zucker im Blut stört den Stoffwechsel des gesamten

Körpers. Besonders gefährdet sind die Füße von

Diabetikern, die Augen, die Nieren, die Nerven und das

Herz.

Über 90 Prozent der Diabetiker haben einen Typ-2-

Diabetes, der oftmals im höheren Lebensalter auftritt.

Typ-1-Diabetes wird in der Regel im jüngeren Lebensalter

diagnostiziert.

Über 90 % der

Diabetiker haben einen

Typ-2-Diabetes.

Akute Gefahren: Unterzuckerung und

Überzuckerung

Entgleist der Stoffwechsel, kann das lebensgefährlich für

einen Diabetiker werden. Eine Unterzuckerung wird auch

als Hypoglykämie oder „Hypo“ bezeichnet. Fällt die Blutzuckerkonzentration

weiter ab, kann es zu einem hypoglykämischen

Schock mit Orientierungslosigkeit und

Bewusstlosigkeit kommen. Eine Überzuckerung ist nicht

weniger bedrohlich. Diese wird medizinisch Hyperglykämie

genannt. Mögliche Symptome sind Bauchschmerzen,

Benommenheit, starker Durst und Erbrechen. Unbehandelt

droht ein diabetisches Koma.

Der starke Anstieg bezieht sich vor allem auf den

Typ-2-Diabetes und wird mit dem wachsenden Anteil

an Übergewichtigen in Zusammenhang gebracht. Denn

Übergewicht ist die Hauptursache, warum Menschen an

Diabetes Typ-2 erkranken. Studien zufolge sind bereits

52 Prozent der Deutschen übergewichtig, ein Viertel sogar

adipös.

Warum immer mehr Menschen übergewichtig werden –

dazu gibt es viele Überlegungen. Wissenschaftler mache

Nord-Amerika

Karibik

2017 46 Mio.

2045 62 Mio.

Mittlerer Osten

Nord-Afrika

2017 39 Mio.

2045 82 Mio.

Europa

2017 58 Mio.

2045 67 Mio.

Süd- und

Zentralamerika

2017 26 Mio.

2045 42 Mio. Afrika

2017 16 Mio.

2045 41 Mio.

Mit einem gesunden Lebensstil

wären 90 Prozent der Fälle der Typ-

2-Diabetes vermeidbar, schätzen

schätzen Experten. Zwar spielt

auch die Veranlagung eine Rolle,

aber die Krankheit bricht eigentlich

nur bei falscher Lebensweise

aus. Die beste Vorbeugung ist

gleichzeitig die beste Behandlung:

Sich besser ernähren, mehr Sport

treiben. Und natürlich Übergewicht

abbauen.

Südostasien

2017 82 Mio.

2045 151 Mio.

Westpazifik

2017 159 Mio.

2045 183 Mio.

Was ist Adipositas?

Der Begriff Adipositas stammt von dem

lateinischen Wort „adeps“ („Fett“) ab und

man versteht darunter „Fettleibigkeit“

beziehungsweise „Fettsucht“. Die Betroffenen

leiden unter einem starken, krankhaften

Übergewicht. Mediziner haben

genau festgelegt, ab wann ein Mensch

als adipös eingestuft wird. Berechnungsgrundlage

ist dafür der Körpermassenindex,

der sogenannte Body-Mass-Index

(BMI). Der BMI ist der Quotient aus Gewicht

und Körpergröße zum Quadrat

(kg/m²). Adipös sind demnach definitionsgemäß

Menschen ab einem BMI von 30

und darüber.

Quelle: International Diabetes Federation, 2017

04 05


TYP 1 UND TYP 2 – DAS SIND DIE UNTERSCHIEDE

SYMPTOME DES DIABETES

Es gibt zwei Arten von Diabetes: Typ 1 und Typ 2. Im Zuckerstoffwechsel

spielt das Hormon Insulin die zentrale Rolle.

Typ-2-Diabetes macht lange Zeit keine Beschwerden.

Deshalb bleibt er oft viele Jahre unentdeckt.

Unsere Körperzellen brauchen Energie, damit wir atmen,

laufen oder denken können. Als „Treibstoff“ dient ihnen

Zucker, genauer gesagt Traubenzucker (Glukose). Glukose

wird über die Nahrung aufgenommen. Er wandert über

die Darmwand ins Blut und dann zu den Körperzellen.

Dort angekommen, wird ein bestimmtes Hormon benötigt:

Insulin. Denn Glukose kann nur mit Hilfe von Insulin

in die Körperzellen eindringen.

Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und hat

die Aufgabe die Zuckermenge im Blut zu regulieren.

Vergleichbar mit einem Schlüssel schließt Insulin die

Zellen für Glukose auf. Ist dieses Schlüssel-Schloss-Prinzip

gestört, sammelt sich Glukose im Blut. Die Art dieser

Störung ist bei Diabetes Typ 1 und Typ 2 unterschiedlich.

Warum habe gerade ich Typ-2-Diabetes?

Es gibt verschiedene mögliche Ursachen für den Ausbruch der Erkrankung:

◊ Übergewicht ist der häufigste

Risikofaktor. 80 Prozent der neu

diagnostizierten Diabetiker leiden

unter Übergewicht. Falsche Ernährungsgewohnheiten,

vor allem zu

kalorien- und fettreiches Essen

sowie mangelnde Bewegung sind

die Ursachen.

◊ Bei vielen Patienten liegt eine

genetische Disposition vor. Meistens

war oder ist ein Elternteil an

Diabetes erkrankt.

◊ Das Alter spielt ebenfalls eine

Rolle. Zunehmendes Alter birgt

ein erhöhtes Diabetesrisiko.

◊ Bluthochdruck wirkt sich ebenfalls

nachweislich negativ auf den

Blutzuckerstoffwechsel aus.

◊ Ferner können dauerhaft hohe

Cholesterinwerte eine Diabetes-

Erkrankung auslösen.

Diabetes Typ 1

Bei einem Diabetes Typ 1 kann die Bauchspeicheldrüse

kein Insulin mehr produzieren. Folge: absoluter Insulinmangel.

Die Erkrankung tritt meist schon im Kindes- und

Jugendalter auf. Man geht heute davon aus, dass es

sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, das heißt

das körpereigene Immunsystem richtet sich gegen die

insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse

und zerstört sie. Typ-1-Diabetiker müssen daher sofort

und lebenslang Insulin spritzen.

Diabetes Typ 2

Menschen mit einem Typ-2-Diabetes waren früher meist

älter als 60 Jahre, weshalb diese Form auch „Altersdiabetes“

genannt wurde. Heute bekommen oft schon

40-Jährige diese Krankheit. Hauptursache für Diabetes

Typ-2 ist eine verminderte Wirkung von Insulin und

Übergewicht. Denn bei stetig zunehmenden Körpergewicht

wird auch mehr Insulin benötigt. Hat man die

entsprechende Veranlagung, schafft die Bauchspeicheldrüse

es nicht mehr, zunehmend Insulin zu produzieren.

Folge: relativer Insulinmangel. Glukose gelangt nicht

mehr zu den Zellen, sondern staut sich im Blut an. Der

Blutzuckerwert steigt.

Die Symptome unterscheiden sich deutlich zwischen

Diabetes Typ 1 und Typ 2. Während die Diabetes-Typ-2-

Erkrankung schleichend mit weniger ausgeprägten

Symptomen beginnt, treten die Beschwerden bei Typ-1-

Diabetes meist plötzlich und heftig auf.

Symptome bei Diabetes Typ 1

(Tage bis wenige Wochen)

◊ Starker Durst

◊ Häufiges Wasserlassen

◊ Starker Gewichtsverlust

◊ Verminderte Leistungsfähigkeit

◊ Wadenkrämpfe

Symptome bei Diabetes Typ 2

(Monate bis mehrere Jahre)

◊ Müdigkeit, Mattigkeit, Antriebsarmut

◊ Häufiges Wasserlassen

◊ Starker Durst

◊ Juckreiz

◊ Heißhunger

◊ Sehstörungen

◊ Infektanfälligkeit

◊ Hautinfektionen

Oft wird Diabetes zufällig bei einer Routine-Untersuchung festgestellt.

Diabetes Typ 2 frühzeitig

erkennen

Da Diabetes Typ 2 oft schleichend beginnt, sollten

Menschen mit einem erhöhten Diabetesrisiko

Symptome wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit

nicht als Befindlichkeitsstörung abtun, sondern ihnen

auf den Grund gehen. Ein zeitnaher Besuch beim

Arzt ist empfehlenswert.

06 07


BEHANDLUNG VON TYP-2-DIABETES

Diabetes kann leicht diagnostiziert werden. Um die Blutzuckerwerte optimal

zu senken, besteht die Therapie im Idealfall aus verschiedenen Bausteinen.

Liegt ein Verdacht auf Diabetes vor, werden die Blutzucker-

und die Urinzuckerwerte bestimmt. Bei einem

gesunden Stoffwechsel liegt der Blutzuckerwert nüchtern

normalerweise unter 100 mg/dl und steigt nach dem Essen

auf maximal 140 mg/dl an. Steigt der Blutzuckerwert

über 160-180 mg/dl kann die Niere den Zucker nicht mehr

vollständig im Blut halten, ein Teil wird dann mit dem Urin

ausgeschieden.

Der HbA1c-Wert erlaubt einen

Rückschluss auf die durchschnittliche

Blutzuckerhöhe.

Für Diabetiker ist vor allem der sogenannte HbA1c-Wert

wichtig. Hb ist die Abkürzung für Hämoglobin, der rote

Blutfarbstoff, den die roten Blutkörperchen enthalten. Das

Hämoglobin transportiert den Sauerstoff durch den Körper

und wird – wie andere Eiweiße im Körper auch – mit

Zucker beladen. Je mehr Zucker im Blut ist, desto mehr

wird das Hämoglobin beladen, und das ist eben messbar.

Der HbA1c-Wert erlaubt einen Rückschluss auf die

durchschnittliche Blutzuckerhöhe der letzten zwei bis drei

Monate. Normal sind Werte bis sechs Prozent, das heißt

sechs Prozent des Hämoglobins sind dann verzuckert.

Durch die Messung des Blutzuckerwertes lässt sich schnell

klären, ob es sich um eine Diabetes-Erkrankung handelt.

Bevor die Therapie beginnt, werden konkrete Behandlungsziele

vereinbart. Die Zielwerte für Diabetiker liegen

– je nach Patient – zwischen 6,5 und 7,5 HbA1c. Man ist

davon abgekommen, dass ein bestimmter Blutzuckerwert

für jeden passt. Das Motto heute: Jeder Patient hat ein individuelles

Therapieziel. Das berücksichtigt das Alter des

Patienten, mögliche Begleiterkrankungen und was jeder

Patient aufgrund seiner Fähigkeiten selbst machen kann.

Natürlich geht es bei der Therapie nicht nur darum, einen

bestimmten Blutzuckerwert zu erreichen, sondern vor

allem um die Verbesserung der Lebensqualität. So sollen

akute Beschwerden beseitigt und möglichen Folgeerkrankungen

vorgebeugt werden.

Bei kaum einer anderen

Krankheit kann der Patient selbst

so viel zur Behandlung beitragen

wie bei Diabetes.

Die Behandlung erfolgt immer mehrgleisig. Das Wichtigste

bei der Therapie von Diabetes ist die Eigeninitiative. Bei

kaum einer anderen Krankheit kann der Patient selbst so

viel zur Behandlung beitragen wie bei Diabetes.

Regelmäßige Bewegung trägt maßgeblich zur Behandlung von Diabetes bei.

Da Rauchen und Diabetes eine gefährliche Kombination

darstellen, sollten Raucher unbedingt versuchen, mit dem

Rauchen aufzuhören. Neuere Forschungsergebnisse internationaler

Wissenschaftler zeigen sogar, dass übermäßiger

Nikotinkonsum eine Diabeteserkrankung auslösen kann.

Blutzuckerwerte regelmäßig überwachen

Gesunder Stoffwechsel

(nüchtern)

< 100 mg/dl

< 6 mmol/l

Gesunder Stoffwechsel

(nach dem Essen)

max. 140 mg/dl

max. 7,8 mmol/l

Stoffwechsel zu hoch!

160 – 180 mg/dl

9 – 10 mmol/l

Die beste Therapiemaßnahme ist: Ab sofort gesünder

leben! Dazu zählen vor allem eine gesunde Ernährung sowie

eine Steigerung der körperlichen Aktivität. Wer unter

Übergewicht leidet, sollte versuchen, nach und nach das

Gewicht zu reduzieren. Entspannung ist ebenfalls von

Bedeutung, um die Blutzuckerwerte zu verbessern. Im

Idealfall braucht der Patient dann keine oder weniger

Medikamente einzunehmen.

Die Blutzuckerwerte sollten regelmäßig überprüft werden. Die

Messungen helfen, zu hohe und zu tiefe Werte zu vermeiden und

Folgekrankheiten vorzubeugen.

Reicht die alleinige Behandlung mit Ernährung und Sport

nicht mehr aus, um die Blutzuckerwerte in den Griff zu

bekommen, verschreibt der Arzt zusätzlich Medikamente.

08 09


MEHR BEWEGUNG

Sport ist für Diabetiker besonders wichtig. Denn Sport

senkt auf ganz natürliche Weise den Blutzucker.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Sport viele positive

Effekte auf die Gesundheit hat: Die Bewegung regt die

Durchblutung an und bringt den Stoffwechsel auf Trab.

Sport schützt vor zahlreichen Krankheiten wie Herzinfarkt

oder Schlaganfall. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass zusätzliche

Kalorien verbrannt werden und die körperliche

Aktivität somit beim Abnehmen hilft. Auch die Psyche

profitiert: Durch den Sport werden Glückshormone (Endorphine)

ausgeschüttet.

Sport ist ein wichtiger Bestandteil der Diabetes-Therapie.

Denn Bewegung wirkt wie Insulin: Sobald der Mensch aktiv

wird, fangen seine Muskeln an zu arbeiten. Dafür brauchen

sie Energie. Diese Energie wird aus Zucker (Glukose)

gewonnen. Während des Sports wird folglich vermehrt

Blutzucker aus dem Blut in die Muskelzellen transportiert.

So senkt Sport auf natürliche Weise den Blutzucker.

Wer sich regelmäßig bewegt, steigert außerdem die

Sensibilität der Körperzellen. Dadurch reagieren die Zellen

auf das vorhandene Insulin wieder besser, der Blutzuckerspiegel

sinkt.

Experten empfehlen Diabetikern dreimal wöchentlich

30 Minuten Sport zu treiben. Selbst leichtes Wandern oder

Nordic Walking wirken sich positiv aus. Mit jedem Schritt

gewinnt man dazu. Um anschließend zu wissen, wie viele

Kilometer man gelaufen ist, empfiehlt sich die Verwendung

eines Schrittzählers, oft auch Aktivitäts-Tracker genannt.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt

ohnehin, 10.000 Schritte pro Tag zurückzulegen, um langfristig

gesund zu bleiben.

Übrigens: Die positive Wirkung von Sport

und Bewegung hält bis zu 72 Stunden

nach dem Training an!

Wer nach der Diagnose nach langer Pause

erst wieder mit dem Training beginnt, sollte

sich beim Arzt durchchecken lassen. Der Arzt

wird vor allem prüfen, ob das Herz der geplanten

Belastung gewachsen ist. Er wird in

der Regel ein Belastungs-EKG durchführen.

Keine Angst: Kleine Gesundheitseinbußen

bedeuten nicht gleich ein Sportverbot. Gegebenenfalls

erhält der Patient besondere

Ratschläge für das Training.

VIFIT TOUCH

AKTIVITÄTSTRACKER

Fahrradfahren ist eine ideale Sportart für Diabetiker.

Gute Sportarten für Diabetiker

sind Schwimmen, Walken oder

Fahrradfahren.

Schwimmen eignet sich auch bei Übergewicht und Gelenkbeschwerden.

Bei Problemen mit der Wirbelsäule ist

Rückenschwimmen die ideale Technik. Weil beim Radeln

das meiste Gewicht auf dem Sattel lastet, eignet es sich

ebenfalls für Menschen mit Gelenkproblemen. Bei Kniebeschwerden

ist Vorsicht geboten. Fürs Joggen sollten die

Gelenke und Füße gesund sein. Bei starkem Übergewicht

sowie Gelenkproblemen ist Walking besser geeignet.

Diabetiker sollten

ihren Blutzucker beim Sport

regelmäßig messen.

Die Zuckerwerte sollte man auch beim Sport immer im

Auge behalten. Das heißt: Eine regelmäßige Kontrolle

ist empfehlenswert. Dieser Rat bezieht sich nicht nur

auf schweißtreibende Sportarten wie Joggen oder Fußball,

sondern auch auf weniger anstrengende Tätigkeiten

wie leichte Radtouren oder Wandern. Denn während

oder nach dem Sport kann es zu kurzfristigen starken

Blutzuckerabsenkungen kommen. Eine Unterzuckerung

droht. Mögliche Warnzeichen für eine Unterzuckerung

wie Schwitzen und Herzjagen werden von Diabetikern

oft als Folgen der körperlichen Anstrengung fehlgedeutet.

Tipp: Unmittelbar vor dem Sport den Blutzucker messen

und nach etwa einer halben Stunde erneut. Das ist besonders

am Anfang wichtig, wenn der Diabetiker noch nicht

genau weiß, wie sein Körper auf die Belastung reagiert.

Es gilt: Besser einmal zu viel messen als zu wenig.

Neueinsteiger sollten sich einen Sport aussuchen, der

ihnen Spaß macht und ein Pensum wählen, das nicht

überfordert. Denn nur wenn das Training Freude bereitet,

wird man es dauerhaft durchführen. Die Belastung ist

Das Gerät erfasst die Anzahl der Schritte, die zurückgelegte

Strecke, verbrannte Kalorien, die Aktivitätsdauer und die

richtig dosiert, wenn man sich dabei wohlfühlt. Um die

Erreichung des täglichen Bewegungsziels in %.

Motivation zu steigern, kann man sich auch einer Sportgruppe

Außerdem misst es die Bewegungsaktivität

anschließen. So erweitert man gleichzeitig den

während des Schlafs und die Schlafdauer.

Bekanntenkreis.

10 TIPP

11


MEHR BEWEGUNG

GESUND ESSEN BEI DIABETES

Pfiffig ist, wer auch im Alltag mehr Bewegung einbaut. Zum

Beispiel kann man kürzere Wege zu Fuß gehen, statt immer

mit dem Auto zu fahren. Oder man steigt bei schönem Wetter

auf dem Weg zur Arbeit eine Bushaltestelle früher aus und

läuft das letzte Stück. Abends auf dem Rückweg bietet sich das

Gleiche an. Fahrstühle sollte man möglichst selten benutzen.

Regelmäßiges Treppensteigen verbraucht Kalorien und ist

ohnehin gesünder.

Mit der richtigen Ernährung kann der Diabetiker seine Blutzuckerwerte

deutlich verbessern. Zu Beginn empfiehlt sich ein Ernährungsprotokoll.

TIPP

Es gibt viele Möglichkeiten mehr Bewegung im Alltag unterzubringen –

verzichten Sie einfach mal konsequent auf Fahrstuhl und Rolltreppe.

MEDITOUCH 2

BLUTZUCKERMESSGERÄT

Die besten Vorsichtsmaßnahmen

◊ Wer in einer Mannschaft spielt, sollte die Teamkollegen über

die eigene Diabeteserkrankung informieren, damit diese im

Notfall richtig reagieren können. Wer sich einer Sportgruppe

zum Beispiel zum Walken anschließt, sollte dem Trainer

Bescheid sagen.

◊ Gute passende Sportschuhe sind für Diabetiker besonders

wichtig, um offene Wunden zu vermeiden.

◊ Für den Notfall (Unterzuckerung) empfiehlt es sich Traubenzucker

in Reichweite zu haben.

◊ Vor dem Training hat sich ein kohlenhydratreicher Imbiss

bewährt.

◊ Den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen am besten mit

Wasser oder Apfelschorle ausgleichen.

◊ Der Blutzucker sollte beim Sport regelmäßig gemessen werden.

◊ Bei Blutzucker-Werten über 300 mg/dl darf kein Sport

getrieben werden.

◊ Auch wenn die Teamkollegen anschließend gleich ein Bier

trinken: Auf Alkohol besser verzichten, denn Alkohol verhindert

die Bildung von Glukose in der Leber.

Für eine präzise und zügige Messung hat sich das Blutzuckermessgerät

MediTouch 2 bewährt. Das Starterset enthält

zusätzlich modernste Teststreifen. Diese basieren auf einer

verbesserten Enzymzusammensetzung (GDH-FAD). So können

noch genauere Messergebnisse erzielt werden.

Teststreifenverordnung

Nach dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses vom

1. Oktober 2011 können sich Menschen mit Typ-2-Diabetes, die nicht

mit Insulin behandelt werden, keine Teststreifen mehr verordnen

lassen. Sprich: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dafür

nicht mehr die Kosten. Teststreifen können jedoch bei Medisana auf

www.medisana.de bestellt werden.

Die Ernährung bei Diabetes ist weder langweilig noch

fade. Es wird nicht alles Gute verboten. Im Gegenteil: Auf

die Mischung kommt es an. Experten empfehlen heute

eine gesunde, ausgewogene und abwechslungsreiche

Ernährung.

was man wann isst. Das Protokoll sollte man dann mit

dem behandelnden Arzt besprechen. Nur so kann man

herausfinden, ob gegebenenfalls Ernährungsfehler liegen.

Im Anschluss empfiehlt es sich, die Ernährung langsam

umzustellen. Was das konkret bedeutet, sehen Sie auf

den nächsten Seiten:

Wichtig ist, zunächst eine Bestandaufnahme der jetzigen

Ernährung zu machen. Der Patient sollte über mindestens

eine Woche ein Protokoll führen. Darin wird aufgeführt,

12 13


GESUND ESSEN BEI DIABETES

Weniger ist mehr

Keine zu großen Portionen auf einmal

essen, denn damit ist der Körper

überfordert. Am besten drei Mahlzeiten

über den Tag verteilen.


Fitmacher


Vitaminbomben

Obst und Gemüse sollten fünfmal täglich auf

dem Speiseplan stehen. Neben Getreideprodukten

sind Obst und Gemüse die wichtigsten Kohlenhydratquellen.

In Obst und Gemüse befinden sich zahlreiche

Inhaltsstoffe, die bis zu einem gewissen Grad vor Krankheiten

– wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen und

Krebs – schützen. Verantwortlich für diesen Effekt sind vor

allem Vitamin C, Folsäure, Ballaststoffe und die sekundären

Pflanzenstoffe. Obst und Gemüse können auch vor Infektionen

schützen, indem sie die Anzahl und Aktivität von

Krankheitserregern vermindern und gleichzeitig das

Immunsystem stimulieren. Diese zahlreichen

krankheitsvorbeugenden Eigenschaften sind

bei Menschen mit Diabetes ganz besonders

wichtig.

Fifty Fifty

Hülsenfrüchte sind für Diabetiker deswegen

empfehlenswert, weil sie einen geringen

Blutzuckeranstieg bewirken. Als Hülsenfrüchte

– auch Leguminosen genannt – werden die

lenhydraten bestehen. Wichtig ist aber die richtige

Die Ernährung sollte zu 50 Prozent aus Koh-

Genug trinken, am besten zwei Liter über

reifen, luftgetrockneten Samen von Erbsen, Bohnen

und Linsen bezeichnet. Sie sind in der Regel

hydrate. Zu den einfachen zählt zum Beispiel der Trauben-

Die Milch macht‘s

gessen werden. Denn sämtliche Stoffwechselfunk-

Auswahl, denn es gibt einfache und komplexe Kohlen-

den Tag verteilt – das darf ebenfalls nicht ver-

sehr fettarm, kohlenhydratreich und enthalten

zucker. Dieser schießt sofort ins Blut und treibt den Blutzuckerwert

schnell nach oben. Besser sind für Diabetiker die

tionen des Körpers sind abhängig von einer ausreichenden

Flüssigkeitszufuhr. Der menschliche Körper

reichlich Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe

und pflanzliches Eiweiß.

komplexen Kohlehydrate wie Vollkornbrot. Diese werden im

Milchprodukte sind wahre Fitmacher.

Denn neben reichlich Energie enthalten sie

besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Dieses Wasser

Darm erst in die einfache Form zerlegt bevor sie über das

auch noch jede Menge Vitamine und Mineralstoffe.

dient zum Beispiel als Lösungsmittel für Nähr- und

Blut zu den einzelnen Körperzellen transportiert werden.

Milch und Milchprodukte können zwar täglich verzehrt

werden, dennoch sollten besonders Diabetiker

tiker vor allem kalorienarme Getränke

Botenstoffe. Empfehlenswert sind für Diabe-

Wegen dieser verzögerten Verdauung gelangen die

Kohlenhydrate viel langsamer ins Blut. Optimal sind

auf die darin enthaltene Fettmenge achten. Pro 100

wie stilles Wasser, Saftschorlen und

Getreideprodukte wie Vollkornbrot und Reis.

Gramm Vollmilch sind dies 67 Kilokalorien, bei fettarmer

Milch (1,5 Prozent) nur 47 Kilokalorien.

Früchtetees.

14 15


Unverzichtbar

Wichtig ist ebenfalls eine ausreichende

Eiweißzufuhr. Eiweiß ist für

den Körper lebensnotwendig, um Körperzellen

aufzubauen. Gute Eiweißlieferanten

sind zum Beispiel: Sojaprodukte (z.B.

Tofu), magerer Käse, Geflügel und

magerer Fisch.


Süße Versuchung

Süßigkeiten, Konfekt und Kuchen sollten

selten verzehrt werden und auf keinen

Fall abends. Sie machen nicht nur dick,

sondern haben auch eine starke und

schnelle den Blutzucker erhöhende

Wirkung.


Gesundes Fett

Aus Pflanzen hergestellte Öle können einen

wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung leisten.

Pflanzenöle bestehen überwiegend aus Fettsäuren.

Günstig sind die in Pflanzenölen reichlich enthaltenen

einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, denn sie

schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sind nützlich

für die Insulinempfindlichkeit des Diabetikers. Man sollte

aber nicht mehr als 30 bis maximal 35 Prozent der täglich

benötigten Energie (das heißt bei 1800 Kalorien zirka 60

bis 65 Gramm Fett pro Tag) mit Fetten abdecken. Ein

Tipp: Möglichst verschiedene Ölsorten verwenden.

Denn jede Sorte hat ihre Stärken und

Schwächen.

Fettfalle

Da viele Diabetiker unter Übergewicht

leiden: Vorsicht mit dem

Fett, besonders vor versteckten

Fetten in Wurst oder Käse. Fett

enthält sehr viele Kalorien und

macht somit schnell dick.

Wasser Marsch


GESUND ESSEN BEI DIABETES

REGELMÄSSIG DEN BLUTZUCKER MESSEN

Übergewicht vermeiden

Übergewicht und Diabetes sind eng miteinander verbunden.

Denn bei stetig zunehmendem Körpergewicht

wird auch mehr Insulin benötigt. Die Bauchspeicheldrüse

schafft es bald nicht mehr, zunehmend Insulin zu produzieren.

Glukose gelangt nicht mehr zu den Zellen, sondern

staut sich im Blut an. Der Blutzuckerwert steigt.

Bei stetig zunehmendem

Körpergewicht wird auch mehr

Insulin benötigt.

Es gibt konkrete Werte, ab denen ein Mensch als übergewichtig

eingestuft wird. Hierfür wird der sogenannte

Body-Mass-Index (BMI) herangezogen. Liegt der BMI zwischen

25 und 29, handelt es sich um Übergewicht. Die

Fettleibigkeit, medizinisch Adipositas, beginnt bei einem

BMI von 30. Die Betroffenen ernähren sich in der Regel zu

ungesund, greifen oft auf Fast-Food zurück. Dazu kommt,

dass sich die meisten Menschen zu wenig bewegen.

Durch das Übergewicht werden auch das Herz und der

Kreislauf enorm belastet. Die Blutmenge ist bei Übergewichtigen

größer und das Herz muss stärker schlagen,

um das Blut in Bewegung zu halten. Bluthochdruck ist

die Folge.

Die größten Zuckerfallen

Zucker befindet sich nicht nur in Schokolade und Kuchen.

Viele Lebensmittel haben mehr Zucker als man im ersten

Moment vermuten würde, darunter zum Beispiel Fruchtsäfte

und Energydrinks.

TIPP

BS 444 CONNECT

KÖRPERANALYSEWAAGE

Um das Gewicht immer im Auge zu behalten, ist eine gute Waage zu

empfehlen. Zum Beispiel die Körperanalysewaage BS 430 connect.

14 Stück Zucker

Milchschokolade

(100 g)

6 Stück Zucker

Schokomüsli

(100 g)

8 Stück Zucker

Fruchtjoghurt

(150 g)

6 Stück Zucker

Fertiggericht

(z. B. Tiefkühlpizza)

7 Stück Zucker

Orangensaft pur

(250ml)

11 Stück Zucker

Trinkjoghurt

(250 ml):

Jeder Diabetiker kann durch die tägliche Kontrolle der Blutzuckerwerte

eine hohe Lebensqualität erzielen und Entgleisungen des Stoffwechsels

vorbeugen.

Ein sehr wichtiger Bestandteil der Diabetestherapie ist die

regelmäßige Selbstkontrolle der Stoffwechselsituation.

Wenn man weiß, wie sich der Blutzucker in verschiedenen

Situationen verhält, kann man eventuelle Stoffwechselentgleisungen

frühzeitig erkennen und behandeln.

Die tägliche Kontrolle gibt dem Patienten mehr Sicherheit.

Moderne Blutzuckermessgeräte sind sehr handlich und

sehr leicht zu bedienen. Die Messgeräte arbeiten so

schnell und zuverlässig, dass man fast überall den Test

durchführen kann – ob zuhause, im Hotel oder Fitnesscenter.

Ein Tropfen Blut genügt bereits für die Analyse. Das

Stechen spürt man kaum, denn es geht sehr schnell.

Innerhalb weniger Sekunden zeigt das Gerät den Blutzuckerwert

an.

Die tägliche Kontrolle gibt dem

Patienten mehr Sicherheit.

Da bei erhöhtem Blutzucker der Zucker über den Harn

ausgeschieden wird, kann auch ein Urinzuckertest empfehlenswert

sein. Dafür wird ein Teststreifen in einen

Plastikbecher mit Urin getaucht oder kurz in den Harnstrahl

gehalten. Der Streifen nimmt dann je nach Zuckergehalt

eine bestimmte Farbe an. Er reagiert in der Regel

bei Blutzuckerwerten über 160 bis 180 mg/dl und gibt

somit nur an, ob der Blutzucker erhöht ist, aber nicht

um wieviel.

Wie oft die Blutzuckerselbstmessungen durchgeführt

werden sollten, muss im Einzelfall entschieden werden

und hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Personen,

die unter Begleiterkrankungen leiden oder unter großen

Stoffwechselschwankungen, sollten sicher häufiger

messen.

1,5 Stück Zucker

17 Stück Zucker

17,5 Stück Zucker

Ketchup

Smoothie

Cola

Das regelmäßige Messen der Blutzuckerwerte

kann erheblich zur Verbesserung

(1 Portionsbeutel 20g) (Orange, Karotte,

(500 ml)

der Lebensqualität beitragen.

Banane: 200 ml)

16 17


REGELMÄSSIG DEN BLUTZUCKER MESSEN

Diabetologen machen immer wieder darauf aufmerksam,

wie wichtig eine korrekte Blutzuckermessung zuhause ist.

Besonders am Anfang kommt es jedoch häufiger zu Fehlern,

die das Ergebnis verfälschen können. So vergessen

einige Patienten mitunter, sich vor der Blutzuckermessung

Besonders am Anfang kommt

es häufiger zu Fehlern, die das

Ergebnis verfälschen können.

gründlich die Hände zu waschen. Das kann jedoch das Ergebnis

verfälschen, zum Beispiel, wenn man kurz vorher

Obst geschält hat. Der Zucker an den Händen erhöht den

gemessenen Wert. Der Diabetiker sollte möglichst auch

nicht die Fingerkuppe des Zeigefingers für die Messung

verwenden, denn dieser wird im Alltag sehr häufig genutzt.

Besser ist die Seite des Ring- oder Mittelfingers.

Oft wird am Finger regelrecht herumgequetscht, um Blut

herauszudrücken. Dabei wird jedoch Gewebeflüssigkeit

in das Blut gedrückt. Das Blut wird so verdünnt und ein

falsch-niedriger Messwert entsteht.

So misst man richtig den Blutzuckerwert:

◊ Einen ruhigen und sauberen Ort auswählen,

alle Utensilien bereit legen

◊ Den Teststreifen in das Messgerät stecken

◊ Kurz in den Ringfinger oder Mittelfinger stechen

(am besten an der Seite der Fingerkuppe)

◊ Den Finger sanft ausstreichen

◊ Den gewonnenen Tropfen auf den Teststreifen geben

◊ Den Blutzuckerwert ablesen und im Blutzuckertagebuch

dokumentieren

◊ Hände mit einer rückfettenden Creme pflegen

Falls die Hände ausnahmsweise einmal nicht vor der

Messung gewaschen werden können, sollte der erste

Bluttropfen abgestrichen und erst der zweite zur Messung

verwendet werden.

TIPP

MEDITOUCH 2 CONNECT

BLUTZUCKERMESSGERÄT

Das MediTouch 2 connect von MEDISANA misst nicht

nur äußerst präzise in fünf Sekunden den Blutzucker,

sondern erinnert akustisch an die nächste Messung.

Weiterer Vorteil: Die Daten können mit Bluetooth Smart

(4.0) auf das Handy übertragen werden. Hierfür steht

die kostenfreie VitaDock+ App zur Verfügung.

Am besten auch den Blutdruck messen

Die meisten Typ-2-Diabetiker leiden neben der Stoffwechselstörung

an einem erhöhten Blutdruck (Hypertonie).

Denn die Hauptursachen sind die gleichen: Übergewicht,

falsche Ernährung, mangelnde Bewegung. Es ist daher

wichtig, auch den Blutdruck regelmäßig zu messen, da

ein zu hoher Blutdruck oft jahrelang keine Beschwerden

verursacht, aber dennoch gefährlich werden kann.

Optimal ist ein Blutdruck für Erwachsene von 120 zu 80

mmHg, ab 140 zu 90 mmHg spricht man von leichter

Hypertonie, ab 160 zu 100 mmHg von schwerer Hypertonie.

Für Diabetiker gilt: Der Blutdruck sollte unter 135 zu

85 mmHg liegen.

TIPP

MTP Pro

OBERARM-BLUTDRUCK-

MESSGERÄT

Das Oberarm-Blutdruckmessgerät MTP PRO hat sich

für die Blutdruckmessung millionenfach bewährt. Die

Einstufung der Messwerte erfolgt durch eine Ampel-

Farbskala gemäß des Bewertungssystems der

Weltgesundheitsorganisation (WHO).

18 19


AUCH ENTSPANNUNG IST WICHTIG

Studien zeigen: Stress erhöht den Blutzuckerspiegel und kann eine Diabeteserkrankung

verschlechtern. Schon kleine Entspannungsübungen über die

Woche verteilt wirken wahre Wunder.

Wer kennt das nicht: Stress und Hektik den ganzen Tag.

Doch gesund ist das auf Dauer nicht. Dauerstress ist

einer der größten Risikofaktoren für Bluthochdruck und

Herzinfarkt. Der Körper wird anfälliger für Infekte, weil

die Immunabwehr herabgesetzt ist. Weitere mögliche

Folgen: Müdigkeit, Vergesslichkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen,

Ohrensausen, Magenschmerzen. Auch die

Psyche leidet: Man hat das Gefühl, das Leben nicht mehr

richtig unter Kontrolle zu haben. Bereits die kleinsten

Dinge bringen dann das Fass zum Überlaufen.

Dauerstress ist einer der

größten Risikofaktoren für Bluthochdruck

und Herzinfarkt!

Stress wirkt sich auch negativ auf die Blutzuckerwerte

aus. Denn Stresshormone, vor allem Kortisol, wirken

entgegengesetzt wie das Insulin. Kortisol mobilisiert

Energie, indem es den Blutzuckerspiegel ansteigen

lässt. Akuter Stress führt also zu einer Erhöhung des Blutzuckers.

Für Diabetiker gilt deshalb ganz besonders:

Stress möglichst zu vermeiden.

Stress ist immer davon abhängig, wie man selbst die Situation

erlebt. Und genau hier liegt die große Chance: Wenn

die Bewertung von Stress unterschiedlich ist, bedeutet

das, dass jeder Mensch sein Leben selbst in der Hand hat.

Jeder kann lernen, mit Stress besser umzugehen.

In einem entspannten Körper passiert genau das Gegenteil

wie in einem gestressten: Muskelspannung und

Atemfrequenz reduzieren sich, die Gefäße werden erweitert

und der Puls verlangsamt. Blutdruck und Sauerstoffverbrauch

sinken. Natürlich sinkt gleichzeitig der

Blutzuckerspiegel.

Entspannung bedeutet übrigens für jeden Menschen

etwas anderes und jeder Mensch entspannt auf andere

Weise. Der eine liegt lieber auf dem Sofa und hört Musik,

der andere joggt lieber im Wald.

Nicht jeder Stress macht krank

Es gibt positiven und negativen Stress. Gibt der Chef dem Mitarbeiter

zum Beispiel eine besonders schwierige Aufgabe und dieser freut sich,

endlich mal zeigen zu dürfen, was in ihm steckt, ist das positiver Stress.

Fühlt man sich dagegen mit der Aufgabe restlos überfordert, bezeichnet

man das als negativen Stress.

Gezielt entspannen kann man auf

unterschiedliche Art:

◊ Entspannungstechniken. Bewährt hat sich vor allem das

Autogene Training: Formelhafte Sätze wie „Ich bin ganz

ruhig und entspannt“ sollen die Muskulatur entspannen

und Atem sowie Puls beruhigen.

◊ Yoga. Bestimmte Körperübungen sollen Körper, Seele

und Geist in Einklang bringen.

◊ Atemübungen. Ruhige Atmung wirkt entspannend,

weil sie Sauerstoff und Energie in den Körper bringt.

◊ Entspannungsbäder. Eine wahre Wohltat sind Bäder mit

duftenden Zusätzen.

◊ Lesen und Musik. Genauso entspannend kann es sein,

sich in den Lieblingssessel zu kuscheln und ein gutes

Buch zu lesen oder Musik zu hören.

◊ Massagen. Sich nach einem anstrengenden Tag zurücklehnen

und sich massieren lassen – das entspannt fast

jeden Menschen. Es gibt inzwischen auch Massagesessel,

die für eine angenehme und wohltuende Entspannung

sorgen.

◊ Sauna. Das Wechselspiel zwischen Wärme und Kälte

wirkt entspannend und belebend.

RC 410

2IN1 RELAXSESSEL MIT MASSAGEFUNKTION

Der 2in1 Relaxsessel bietet ein ganz neues Massageerlebnis.

Im Schlaf auftanken

Erholsamer Schlaf ist für Diabetiker genauso

wichtig wie gesunde Ernährung und regelmäßige

Bewegung. Im Schlaf erholt sich der Körper,

tankt neue Energie. Nur wenn der Mensch

nachts wirklich zur Ruhe kommt, ist er tagsüber

konzentriert, leistungsfähig und gut gelaunt.

Auch der Stoffwechsel braucht einen festen

Rhythmus, um optimal zu funktionieren.

20 21


FOLGEERKRANKUNGEN VERMEIDEN

Übermäßiger Zucker im Blut stört den Stoffwechsel des gesamten Körpers.

Besonders gefährdet sind die Füße von Diabetikern, die Augen, die Nieren,

die Nerven und das Herz.

Studien zeigen: Bei einem unbehandelten Diabetes

treten nach etwa acht bis zehn Jahren Folgeerkrankungen

auf. Denn es entstehen viele Abfallprodukte, die die

Gefäße schädigen können.

Häufige Folgeerkrankungen sind:

TIPP

Tipps für gesunde Füße:

MP 840

HAND- UND FUSSPFLEGESET

Mit dem Hand- und Fußpflegegerät MP 840 von MEDISANA können die

Nägel sowie die Nagel- und Hornhaut optimal gepflegt und behandelt

werden. Durch die automatische Stop-Funktion bei zu starkem Druck ist

es besonders gut für Diabetiker geeignet.

Diabetische Nervenschädigung

Diabetes ruft bei etwa der Hälfte der Patienten Nervenschädigungen

(Neuropathien) hervor. Es gibt verschiedene

Arten der Neuropathie: Die sogenannte periphere

Neuropathie betrifft vor allem die Nerven in den Füßen

und Beinen. Sie äußert sich in Missempfindungen wie

Ameisenkribbeln, taubem Gefühl, Brennen und einer

verringerten Schmerzwahrnehmung. Bei der autonomen

Neuropathie ist das vegetative Nervensystem geschädigt.

Die inneren Organe sind hier betroffen. Mögliche Beschwerden

sind Verdauungsprobleme wie Durchfall und

Verstopfung, Blasenentleerungsstörungen und Potenzprobleme

können ebenfalls auftreten. Auch der Herzmuskel

kann betroffen sein und Herzschmerzen verursachen.

Diabetische Augenschädigung

Diabetes schädigt besonders die feinen Gefäße der

Netzhaut des Auges (Retina). Von daher kommt auch

der Name dieser für Diabetiker sehr gefährlichen Augenerkrankung:

Retinopathie. Die Netzhaut wird nicht mehr

ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die

frühe Retinopathie ist an sich noch nicht gefährlich. Es

finden allerdings Gefäßveränderungen an der Netzhaut

statt, von denen der Betroffene zunächst noch nichts

merkt. Es können kleine Aussackungen der Gefäße entstehen,

sich neue Gefäße bilden und es kommt mitunter

sogar zu Einblutungen in den Glaskörper des Auges. Die

Sehkraft lässt immer mehr nach. Im schlimmsten Fall

droht eine Erblindung.

Herzinfarkt und Schlaganfall

Diabetes gehört zu den Hauptrisikofaktoren für die Entstehung

von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der übermäßige

Zucker schädigt die Herzkranzgefäße und führt – oft

in Verbindung mit zu hohen Cholesterinwerten – zu einer

Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Mit zunehmender

Verengung kann die Durchblutung des Herzmuskels so

schwach werden, dass ein Herzinfarkt auftritt. Die Halsschlagader

kann ebenfalls durch Verkalkung eng werden,

ein Schlaganfall droht. Untersuchungen zeigen,

dass Diabetiker im Vergleich zu Nichtdiabetikern ein

fünffach erhöhtes Herzinfarktrisiko und ein dreifach erhöhtes

Risiko für einen Schlaganfall haben.

Depressionen

Diabetiker leiden doppelt so häufig unter einer Depression

wie Menschen ohne Diabetes. Diabetes und Depressionen

bedingen sich gegenseitig. Denn beide Erkrankungen

hängen eng mit dem Gehirn zusammen. Das

Gehirn steuert die Stoffwechselprozesse – zum einen

den Blutzucker und zum anderen die Botenstoffe, die

unsere Stimmung beeinflussen. Die genauen biochemischen

Zusammenhänge sind aber bislang noch nicht

vollständig erforscht. Dass viele Diabetiker im Laufe

ihrer Erkrankung zusätzlich eine Depression bekommen,

hängt auch mit der psychischen Belastung zusammen:

Diabetiker haben häufig Angst, ihrer Krankheit hilflos

ausgeliefert zu sein, es drohen Gefahren wie Unterzuckerung,

Potenzprobleme, Augenerkrankungen. Das Gefühl

von Hilflosigkeit macht Menschen eher depressiv.

Das Problem: Wer wegen der Diabetes-Erkrankung

frustriert oder sogar depressiv ist, vernachlässigt die

Therapie. Dadurch verschlechtern sich die Werte, was

bei Betroffenen wiederum auf die Stimmung drückt. Ein

Teufelskreis entsteht.

Diabetisches Fußsyndrom

Schon kleinste Verletzungen an den Füßen können bei

Diabetikern zu Geschwüren führen. Mediziner sprechen

vom diabetischen Fußsyndrom. Die Ursache für diese

Erkrankung: Bei Menschen mit Diabetes verengen sich

die Arterien im Bein oder auch im Becken. So werden

die Füße nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und

Sauerstoff versorgt. Der hohe Blutzucker kann auch die

Nerven in den Füßen beeinträchtigen. Die Füße werden

unempfindlich gegen Gefühle aller Art. Entsteht zum

Beispiel eine Druckstelle durch zu enge Schuhe oder

eine kleine Wunde aufgrund eines Steines im Strumpf,

wird diese Verletzung vom Diabetiker oft anfangs gar

nicht bemerkt. Weiter problematisch:

Während bei gesunden Menschen

kleine Wunden von allein

abklingen, heilt die Wunde beim

◊ Nicht zu enge Schuhe tragen.

Diabetische Nephropathie

Diabetiker aufgrund von Durchblutungsstörungen

schlecht oder gar

◊ Die Füße am besten täglich untersuchen, auch von

Rund 40 Prozent aller Diabetiker entwickeln Nierenschäden.

Denn durch den hohen Zuckergehalt des Blutes verdi-

nicht. Im Gegenteil: Meistens wird unten (Spiegel nehmen). Bei Druckstellen oder

die Wunde immer größer und tiefer. Verletzungen sofort den Arzt aufsuchen.

cken sich die Wände der winzig kleinen Blutgefäße in den

Nierenkörperchen. Irgendwann führt dies dazu, dass die

Bakterien dringen ein, die Stelle ◊ Nicht barfuß laufen und am Strand und Schwimmbad

Niere ihrer Filterfunktion nicht mehr nachkommen kann.

entzündet sich. Es kann so schlimm immer Badeschuhe tragen.

Diese eingeschränkte Nierenfunktion hat weitere Folgen:

werden, dass der Fuß oder Teile ◊ Einmal täglich Füße reinigen und eincremen.

EXTRA-TIPP:

Da viele Arzneimittel über die Niere ausgeschieden werden,

dürfen sie bei eingeschränkter Nierenfunktion nicht

davon amputiert werden müssen. ◊ Zehennägel immer gerade abschneiden, damit sie

Es gibt spezielle Schuhe für Diabetiker.

Diese sind breiter und weicher

Jedes Jahr gibt es allein in Deutschland

60.000 Fußamputationen auf-

als normale Schuhe und lassen sich

nicht einwachsen.

genommen werden. Darunter auch Medikamente, die bei

◊ Niemals Rasierklingen benutzen, um Hornhaut zu

Diabetes verschrieben werden. Nimmt der Patient trotz

grund eines nicht oder schlecht behandelten

Diabetes.

unter: www.promed.de/gesund-

individuell einstellen. Mehr Infos

entfernen.

eingeschränkter Nierenfunktion diese Mittel, kann es zu

einer gefährlichen Unterzuckerung kommen.

heitsschuhe/

22 23


REISEN MIT DIABETES

Es spricht in der Regel nichts dagegen, mit einer

Diabeteserkrankung in den Urlaub zu fahren. Auch

Fernreisen sind möglich. Jedoch empfiehlt sich eine

gute Vorbereitung.

Der Urlaub gehört für viele Menschen zu den schönsten

Wochen des Jahres. Es ist die Zeit, um mal auszuspannen,

dem Alltag zu entfliehen und neue Eindrücke zu

gewinnen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Diabetiker

rechtzeitig vor der Abfahrt mit dem behandelnden Arzt

reden. Dies empfiehlt sich vor allem dann, wenn man

in einer anderen Zeitzone Urlaub machen will. Bei Flügen

in den Westen verlängert sich der Tag, sodass man

gegebenenfalls mehr Medikamente braucht. Bei Flügen

nach Osten ist das Gegenteil der Fall.

Diabetiker sollten rechtzeitig

vor der Abfahrt mit dem

behandelnden Arzt reden.

Wer im Urlaub mehr Sport treiben möchte, zum Beispiel

einen Wanderurlaub gebucht hat, sollte beachten, dass

man möglicherweise die Medikamentendosis senken

muss, um eine Unterzuckerung vorzubeugen.

Es empfiehlt sich, den

Blutzucker im Urlaub öfter

zu messen als sonst.

Endlich am Urlaubsort angelangt, bringen oft klimatische

Veränderungen, die Zeitumstellung oder fremde Nahrungsmittel

den ansonsten gut eingestellten Zuckerspiegel

durcheinander. Es empfiehlt sich daher, den Blutzucker

im Urlaub öfter zu messen als sonst. So kann man

eventuelle Auswirkungen der neuen Gegebenheiten auf

den Blutzucker schnell erkennen.

Mit Auto unterwegs

Natürlich kann ein Diabetiker auch mit dem eigenen

Auto in den Urlaub starten – vorausgesetzt der Diabetes

ist gut eingestellt und wird regelmäßig kontrolliert. Besonders

bei längeren Autofahrten sind mehrere Pausen

angebracht. Außerdem sollte der Diabetiker genug trinken

und möglichst zu den üblichen Zeiten die Mahlzeiten einnehmen.

Natürlich sollte auch ein mehrsprachig verfasster Diabetesausweis

nicht fehlen. Wer mit dem Flugzeug fliegt,

nimmt die Diabetesutensilien am besten ins Handgepäck.

Zum einen kann es im Frachtraum so kalt werden,

dass Medikamente gefrieren und dadurch unbrauchbar

werden. Zum anderen könnte der Koffer verloren gehen

oder später ankommen.

24 25


DIABETES-CHECKLISTE

Um den Krankheitsverlauf zu überwachen und möglichen Folgeschäden

vorzubeugen, sollten Diabetiker in regelmäßigen Abständen Untersuchungen

durchführen lassen. Die Blutzuckermessung übernimmt der Patient selbst.

Alle Werte im Überblick mit der

VitaDock+ App

Ob Blutzucker, Blutdruck, Gewicht, Schritte oder Blutsauerstoff

– mit der VitaDock+ App sind alle individuellen Gesundheitsdaten

immer und überall auf dem Smartphone

Die Maßnahmen im Überblick:

Halbjährlich

✓ Zahnarztbesuch, denn Diabetiker sind

verfügbar. Die Messergebnisse werden in übersichtlichen

Grafiken angezeigt, zusätzliche Verläufe und Auswertungen

sind ebenfalls leicht darstellbar. Gut zu wissen: Alle

Täglich

Messgeräte von Medisana sind so entwickelt worden,

anfälliger für Zahnfleischentzündungen

dass die Werte automatisch über Bluetooth auf das Handy

übertragen werden können. Jeder Wert kann noch mit

✓ Den Blutzucker messen

✓ Blutwerte beim Arzt kontrollieren lassen.

✓ Ein Blutzuckertagebuch führen

Kommentaren ergänzt werden. So wird Gesundheitsmanagement

noch individueller.

Dabei geht es um die Konzentration des

✓ Blutdruck messen

Gesamtcholesterins, das LDL-Cholesterin,

✓ Auf gesunde Ernährung achten

das HDL-Cholesterin und Triglyceride.

✓ Die Füße untersuchen und eincremen

✓ Mindestens eine halbe Stunde

spazieren gehen

Jährlich

✓ Termin beim Augenarzt, um den Augenhintergrund

und den Zustand der Netzhaut

Wöchentlich

✓ Das Gewicht kontrollieren

✓ Sport treiben (am besten mindestens

2,5 Stunden pro Woche)

✓ Mani- und Pediküre

(Retina) kontrollieren zu lassen

✓ Bestimmung der Nierenfunktion, um Nierenerkrankungen

vorzubeugen. Erhöhte Eiweißwerte

im Urin sind ein Hinweis auf eine

beginnende diabetische Nierenerkrankung.

Vorteile der VitaDock+ App

✓ Untersuchung des peripheren Nervensystems,

also der Nerven in Armen und Beinen

◊ Registrierung via Facebook

◊ Vereinfachte Anbindung von Bluetooth-Geräten

Vierteljährlich

✓ Kontrolltermin beim Diabetologen.

✓ Untersuchung der Gefäße am Bein

◊ Auflistung der Messergebnisse

Der Arzt überprüft den HbA1c-Wert,

◊ Kommentarfunktionen

✓ Ruhe-EKG, ggf. Belastungs-EKG und Herz-

Weiterführende Links:

den Blutdruck und bespricht mit dem

Echo (Ultraschalluntersuchung des Herzens)

Patienten das weitere Vorgehen.

Deutsche Diabetes Gesellschaft: www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de

Deutscher Diabetiker Bund: www.diabetikerbund.de

Deutsche Diabetes Stiftung: www.diabetesstiftung.de

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MEDISANA GMBH

Jagenbergstraße 19

41468 Neuss

Germany

Telefon: +49 2131 / 3668-0

Telefax: +49 2131 / 3668-5095

info@medisana.de

www.medisana.com

Stand August 2018 – Technische Änderungen, Weiterentwicklungen, Druckfehler, Satzfehler und Irrtümer bleiben auch ohne Ankündigung vorbehalten.

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