Taxi Times DACH - Oktober 2018

taxitimes
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OKTOBER 2018 4,80 €

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D – A – CH

PBEFG IST

KUNDENSCHUTZ

DIESE

POLITIKER

HABEN

VERSTANDEN

Verkehrsausschuss

GESICHTER UND

ADRESSEN

Nachschau

KASSE UND

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Testfahrt

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INHALT

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FOTO: Taxi München eG (4), Christian Liss (2), MONTAGE: Raufeld Medien

Unter der Schirmherrschaft

des Landesverbands

Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen

haben

Taxiunternehmer und

-fahrer am 18. September in

München und Nürnberg

demonstriert. Unterstützt

wurden die Veranstalter

von etlichen fränkischen

sowie der Münchner Genossenschaftszentrale, von IsarFunk,

dem Taxiverband München und diversen WhatsApp- und

Facebook-Gruppen. Nur mytaxi hatte explizit per Rundmail

von einer Teilnahme abgeraten.

Bundesweit dominiert die Ansicht, dass Taxidemos das

letzte Mittel sein sollten, in Bayern hatte man sich für ein

Statement zwischendurch entschieden – weil es klare Hinweise

gab, dass die Politik das Personenbeförderungsgesetz

(PBefG) schon im Herbst ändern will. Rund 1.000 Taxis waren

in beiden Städten auf der Straße, die dank einer professionellen

Kommunikationsstrategie eindeutige Forderungen

auf ihren Taxis platziert hatten (siehe Seite 6).

Der wahre Erfolg dieser Demos waren für mich persönlich

aber die Statements der Politiker während der beiden Kundgebungen.

Parteiübergreifend wurde dem Taxigewerbe signalisiert,

dass ein PBefG nicht dem Gewinnstreben von

Großkonzernen geopfert werden darf. Die Redner von München

und Nürnberg haben gesehen, dass vor ihnen Hunderte

„echte Menschen“ stehen, (preis-)verlässliche Dienstleister,

Steuer zahlende, ehrliche Arbeiter. Kurzum: Vertreter einer

Branche, die mit ihrem Einsatz dafür sorgen, dass Mobilität

jeden Tag 24 Stunden lang bis ins letzte Eck der Republik

sichergestellt ist.

Die bayerischen Taxidemos haben gezeigt, dass dies von

immer mehr Politikern in Deutschland verstanden wird.

Alleine deshalb haben sich die Proteste gelohnt. Und dass

sich diese Erkenntnis immer mehr durchsetzt, ist zweifellos

ein Ergebnis der kontinuierlichen Gespräche, die Vorstände

von Taxiverbänden seit Monaten mit der Politik führen und

die jeder einzelne Kollege mit seinem Fahrgast führen muss.

Die anderen mögen mehr Geld haben, die Taxibranche hat

die besseren Argumente.

Wir dürfen nicht aufhören, diese Argumente immer wieder

vorzubringen. Auch und gerade denen gegenüber, die

bald über eine mögliche Änderung des PBefG und damit über

das Schicksal einer ganzen Branche entscheiden. Ab Seite 10

zeigen wir deshalb die Gesichter und Büro-Adressen der

Mitglieder des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestags.

Nehmen Sie Kontakt zu denjenigen auf, die in Ihrer

Nähe sind. Zeigen Sie ihnen Ihr Gesicht und machen Sie

ihnen klar, wie viel tatsächlich auf dem Spiel steht. Es haben

schon viele verstanden, aber wir sollten erst ruhen, wenn es

alle verstanden haben.

Jürgen Hartmann (Chefredakteur)

PERSONEN

4 Die letzte Fahrt nach Bayern

TITELSTORY

6 München und Nürnberg: Diese Politiker

haben verstanden

10 Gesichter und Adressen: alle Mitglieder des

Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestags

15 Digital und verlässlich: Einladung an die Politik

zur Europäischen Taximesse

ÖSTERREICH

16 Deutsch-Prüfung für Taxilenker

17 Hohe Uber-Strafen wegen Gesetzesbruch

TAXI INTERNATIONAL

19 Niederlande erhöhen den Taxitarif

20 TEA-Verband verstärkt Lobbyarbeit

STEUERN + VERSICHERUNG

22 Spontan-Besuch zur Kassennachschau

24 Gut vorbereitet auf die Kassennachschau

27 Kölner Heimspiel für FVO

TESTFAHRTEN

28 Mitsubishi Outlander als Plug-in Hybrid

30 Caddy Maxi mit Erdgas

GASTKOLUMNE

32 Textbausteine der Lobbyisten

QUERSCHAU

34 Das Dutzend des Grauens in Berlin

34 Impressum

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TAXI OKTOBER/ 2018

3


PERSONEN

DIE LETZTE TOUR

GEHT NACH BAYERN

226.000 Kilometer hat der Hamburger Unternehmer

Jürgen Diener mit seinem VW Touran hinter sich

gebracht. Dann kam die Fahrt über 830 Kilometer

bis nach Bad Tölz. Es sollte die letzte sein.

Jürgen Diener (links) übergibt nach

vier Jahren und 226.000 Kilometern

sein Taxi an Toni Kloiber und Michael

Much (rechts).

Diese letzte Fahrt war keine Spontanfahrt

und hatte auch keinen

Fahrgast. Es war quasi eine Überführungsfahrt,

denn in der Kleinstadt an

den bayerischen Alpen warteten bereits

Geschäftsführer Michael Much vom gleichnamigen

Autohaus und sein Verkäufer Toni

Kloiber auf den Hamburger Einzelunternehmer,

um das vier Jahre alte Touran-Taxi in

Empfang zu nehmen. Diener hatte einen

Käufer für sein Taxi gesucht und war dabei

auf den An- und Verkäufer von gebrauchten

Taxis aufmerksam geworden. „Wir haben

in Hamburg über die Hansafunk-Zentrale

einen direkten Anlaufpunkt für die Taxiunternehmer

im Norden“, berichtet Much.

So entstand auch der Kontakt mit Diener.

Anschließend wurden zwischen Bad Tölz

und Hamburg noch ein paar Fotos per

WhatsApp geschickt und der Preis verhandelt.

Man einigte sich auf 6.000 Euro. „Bei

den Hamburger Taxi-Aufkäufern hätte ich

nur 4.000 Euro bekommen“, berichtete Diener.

„Der Toyota-Händler, bei dem ich mir

jetzt einen Prius+ gekauft habe, hätte ihn

mit 5.000 Euro in Zahlung genommen.“

Dementsprechend zufrieden wirkt der

Einzelunternehmer, als er auf der Besucherterrasse

des Much-Autohauses sitzt. Er war

am Vorabend angekommen und hatte in

einem Hotel auf Kosten von Much übernachtet.

„Ein Hotelzimmer am nahe gelegenen

Tegernsee ist bei unserem Angebot

immer enthalten“, berichtet Kloiber, Viele

würden das nutzen, um mit der Familie ein

paar Tage am Rande der Alpen zu verbringen.

Diener hat das nicht eingeplant. Für

ihn geht es gleich am nächsten Tag in

einem gemieteten VW Sharan wieder

zurück nach Hamburg, schließlich soll das

lukrative Wochenend-Geschäft noch mitgenommen

werden. Den Mietwagen stellt

ebenfalls das Autohaus zur Verfügung.

Michael Much hätte auch ein Zugticket

bezahlt, „aber die meisten wollen lieber mit

einem Mietwagen zurückfahren“. jh

TAXI NACH SACHSEN

Was für die einen die letzte, ist

für andere die erste Fahrt. Britta

und Michael Laubitz aus Taucha

nordöstlich von Leipzig haben sich

Ende Juli einen zulassungsfertigen

Vito persönlich vom Autohaus Much

abgeholt. Mit rund 210.000 Kilometern

bekommt das Großraumtaxi

nun seine zweite Bestimmung. „Das

ist schon unser zehntes gebrauchtes

Taxi, das wir bei Much in Bad Tölz

kaufen“, berichtet Michael Laubitz

gegenüber Taxi Times.

Das Unternehmer-Ehepaar hat 1990

mit einem Taxi angefangen und

betreibt mittlerweile gemeinsam

mit Sohn und Tochter 17 Taxis und

eine eigene Werkstatt. Deshalb und

wegen des Wertverlusts kaufe man

auch selten Neufahrzeuge. „Neu

würde der Vito mit dieser Ausstattung

knapp 50.000 Euro kosten, hier

bekommen wir ein werkstattgeprüftes

Taxi für weniger als die Hälfte“,

rechnet Laubitz vor.

Der zulassungsfertige Vito soll auch

als Rollstuhltaxi eingesetzt werden.

Für die Rampenumrüstung sorgt in

der Heimat die Kirchhoff Mobility.

Vorher aber muss das Fahrzeug

noch vom bayerischen Voralpenland

nach Sachsen überführt werden,

hierfür stellt Much kostenlose Überführungskennzeichen

zur Verfügung.

Das Unternehmer-Ehepaar übernimmt

das Fahrzeug persönlich und

genießt zwischen der Abholung in

Bad Tölz und der Heimfahrt noch

zwei Urlaubstage am wunderschönen

Tegernsee. Damit macht Michael

Much seinen Kunden aus dem

gesamten Bundesgebiet den Kauf

eines gebrauchten Taxifahrzeuges

zu einem unvergesslichen Erlebnis.

„Sie haben sich genau den richtigen

Tag ausgesucht“, begrüßt Much

seine Kunden nach ihrer Zuganreise.

„Heute Abend findet am

Tegernsee das Seefest mit einem

Feuerwerk statt. Das ist etwas ganz

Besonderes.“

jh

FOTOS: TaxiTimes

4 OKTOBER/ 2018 TAXI


RUBRIK

POLITIK

750 Münchner

Taxifahrer hatten

sich mit ihren

Taxis am Siegestor

versammelt.

Rund 300 Taxifahrer

aus Nürnberg und

Umgebung waren zur

Taxidemo gekommen.

»PBEFG IST

KUNDENSCHUTZ«

In München und Nürnberg demonstrierten am 18. September Taxiunternehmer

und Fahrer. Auf der Straße waren über 1.000 Taxis, auf der Redner-Bühne

versprachen Politiker Unterstützung für die Branche.

Das Taxigewerbe, als wichtiger Bestandteil für die Mobilitätsbedürfnisse

der Bürger, fordert eine offene und sachliche

Diskussion.“ Mit diesen Worten luden die Münchner

Taxizentralen Taxi München eG und IsarFunk sowie die Gewerbevertretungen

Landesverband Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmer

und Taxiverband München TVM die Taxifahrer wie auch

die Kunden zur Taxidemonstration in München ein. Die Nürnberger,

Erlanger und Fürther Taxizentralen hatten für denselben Tag

– zeitlich versetzt – ebenfalls zur Demo und Kundgebung aufgerufen.

„Eine Novellierung der Personenbeförderungsricht linien

könne weder am Kundenschutz noch am Taxigewerbe

vorbeidiskutiert werden“, lautete das

Motto der Veranstalter. Zudem sei der ÖPNV

kein Spielplatz für Investoren. Sammelverkehre

müssen als Teil der Daseinsvorsorge in Händen

der öffentlichen Verkehrsträger bleiben.

An der Münchner Demo haben viele Kollegen

aus München und dem Umland mit ihren

Fahrzeugen teilgenommen. Rund 750 Taxis

machten sich um die Mittagszeit vom Münchner

Norden und vom Westen auf dem Weg in Richtung Innenstadt.

Im von der Polizei begleiteten Konvoi fuhr man hupend durch die

Straßen. An den Scheiben konnten die Passanten verschiedene

Parolen lesen. „Schluss mit der Uberisierung – Fairplay gilt auch

digital“, „Bits und Bytes tragen keine Koffer“, „ÖPNV ist kein

Spielplatz für Investoren“, „Nur Taxi kann Rollstuhl, Kinderwagen,

Krankentransport“. Das übergeordnete Motto lautete: „Wir sind

Taxis, billige Kopien sind die Anderen.“

„Die deutsche Taxibranche beschäftigt 250.000 Menschen“,

machte der Vorstand des Landesverbands Bayerischer Taxi- und

Mietwagenunternehmer und Demo-Organisator Frank Kuhle auf

»Bits und Bytes

tragen keine

Koffer«

Parole der bayerischen Taxidemo

6

der anschließenden Kundgebung deutlich. „Es wäre das erste Mal

in der Bundesrepublik, dass ein Gesetzgeber es zulässt, eine ganze

Branche den Bach runtergehen zu lassen. Dagegen müssen wir

uns wehren.“

Vor dem Beginn der Kundgebung hatten die versammelten

Kollegen symbolisch ihre leeren Hosentaschen nach außen

gestülpt und ihre Handys hochgehalten, auf denen Fotos ihrer

Kinder und Familien gezeigt wurden.

In München leiden die Kolleginnen und Kollegen besonders

stark unter dem Wettbewerber Uber, dessen Partner täglich massiv

gegen die Rückkehrpflicht verstoßen und

dessen Lobbyisten massiv Einfluss auf die

Politik nehmen, damit das Personenbeförderungsgesetz

(PBefG) zu dessen Gunsten geändert

wird. Dafür soll nicht nur die

Rückkehrpflicht aufgehoben werden, sondern

am liebsten auch die Tarif- und Beförderungspflicht

– das Ganze in einem deregulierten

Markt ohne Konzessionsbeschränkung.

Geht es nach Uber und den Anbietern sogenannter

Ride-Sharing-Verkehre, sollen die geforderten Gesetzesänderungen

des PBefG Verkehre mit Laientaxis und

Sammelfahrten ohne die typischen Mietwagenpflichten ermöglichen.

Dafür setzt man sich bei der Politik massiv ein und liefert

sogar Textbausteine, die dann auch prompt im aktuellen Koalitionsvertrag

der Bundesregierung auftauchen, was von den handelnden

Akteuren in einer viel beachteten Sendung der ARD

bestätigt worden ist. Dort hatte auch Steffen Bilger, Staatssekretär

beim Bundesverkehrsministerium, von einer raschen Änderung

des PBefG nach der Sommerpause gesprochen. Die Gesetzesänderung

steht wohl ganz oben auf der Tagesordnung.

OKTOBER/ 2018 TAXI

FOTO: Taxi München eG

FOTOS: Christian Liss

In Nürnberg stand die Taxidemo daher unter dem Motto: „Hände

weg vom Taxitarif – Uber darf keine Gesetze diktieren.“ Rund 300

Taxis hatten dort rund drei Stunden nach dem Ende der Münchner

Demo eine viel befahrene Straße in Nürnberg blockiert. Die Taxiunternehmer

und deren Fahrer waren aus Nürnberg, Erlangen,

Fürth und anderen fränkischen Städten und Gemeinden zusammengekommen.

Selbst Kolleginnen

und Kollegen aus Berlin waren mit

vier Taxis angereist und auch der

eine oder andere Taxifahrer aus

München hatte sich nach der eigenen

Demo auch noch auf den Weg

nach Nürnberg gemacht. Sie alle

wurden von Wolfgang Ziegler, Vorstandsmitglied

der Taxizentrale

Nürnberg sowie des Landesverbands

Bayern, begrüßt.

Der Organisator der Nürnberger

Demo verwies in seiner Ansprache

Durch solche Plakate wussten die Passanten, worum es bei

dieser Demo ging.

auf die Änderungsvorschläge einer

Arbeitsgruppe der Länder, die

bereits letztes Jahr dem Verkehrsministerium

„zur Kenntnisnahme“ vorgelegt wurden. Danach sollte

der Taxitarif künftig nur nach Höchstpreis geregelt werden,

Abweichungen somit nur nach unten, nicht aber nach oben möglich

sein. „Das halten wir für eine absurde Überlegung“, sagte

Ziegler bei der Kundgebung. „Der einheitliche Taxitarif sichert

unseren Kunden zu jeder Zeit ein Beförderungsangebot zu einem

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vor unwirtschaftlichen Leistungen, er schützt vor allen Dingen

den Kunden vor überhöhten Preisen.“ Den festgelegten Tarif nur

nach unten aufzuheben, sei aberwitzig. Ein freigegebener Taxitarif

müsste nach Marktregeln funktionieren, was zur Folge hätte,

dass eine Taxifahrt im August fünf Euro und an Silvester 120 Euro

kosten müsste. „Das wollen wir

nicht.“

Als zweiten Punkt warnte Ziegler

vor Plänen, den Städten und Landkreisen

die bisherige Begrenzung

von Taxikonzessionen zu verbieten.

Es wäre schade, wenn man in dieser

Frage auf den kommunalen Sachverstand

der Städte und Gemeinden

verzichten würde.

RIDE-SHARING ALS ÖPNV

Zum Thema Ride-Sharing oder auch

Ride-Pooling, das aktuell von großen

Fahrzeugherstellern eingeführt

wird, lieferte Ziegler die deutsche

Übersetzung: „Sammelverkehr mit Kleinbussen“. Das klinge schon

nicht mehr so sexy und werde von Taxibetrieben schon lange eingesetzt

– vornehmlich im ländlichen Bereich als Anruf-Linien-Bus

oder Anruf-Sammel-Taxi. Wenn es nun aber in die Städte kommt,

müssen solche Verkehre in ein städtisches Verkehrskonzept

eingebunden sein, übte Ziegler den Schulterschluss mit den u

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RUBRIK

„Rund-um-die-Uhr-

Abholer“: Den Slogan

der aktuellen Taxi-

Kampagne schätzt

SPD-Politikerin

Natascha Kohnen

besonders bei ihrer

Tochter.

POLITIK

Partner ÖPNV: Eine wichtige Straße in Nürnberg

war gesperrt, die Straßenbahn nebenan

konnte fahren.

Solidarischer Kunde:

Münchens Alt-Ob

Christian Ude mischte

sich als „zufriedener

Fahrgast“ unter die

Zuhörer und wurde

mit Applaus begrüßt.

Florian Post, SPD Sebastian Brehm, CSU Dr. Reinhold Babor, CSU

Spürbar wütend

auf Uber:

Markus Ganserer

von den Grünen.

für Rosinenpickerei. Während Taxis Pflichten, etwa die Betriebspflicht

oder die Beförderungspflicht, haben, suchen sich andere

willkürlich raus, wann, wo und wen sie fahren wollen.“ Post, der

vorgab, selbst noch nie ein Uber-Fahrzeug genutzt zu haben, traute

sich zu wetten, „dass der Uber-Tarif jetzt nicht derselbe ist wie

gestern zu dieser Zeit, als es eben keine Taxidemonstration in der

Stadt gab“.

deshalb nicht komplett dem freien Markt überlassen werden.

Brehm verwies auf Michael Donth, ebenfalls Mitglied des Bundestags

und innerhalb der CDU/CSU Fraktion der Taxi-Experte. „Ich

habe mich heute mit Michael Donth unterhalten“, verriet Brehm.

„Und er hat auch gesagt, seiner Meinung nach solle es so bleiben,

wie es ist, und ich soll herzliche Grüße ausrichten, dass wir es

gemeinsam schaffen.“

jh

städtischen Verkehrsbetrieben. „Das macht dann Sinn, wenn man

damit entfernter gelegene Stadtteile einbindet. Es macht aber keinen

Sinn, wenn man damit zum Hauptbahnhof fährt und die Straßen

noch mehr verstopft, während unter dem Asphalt nur noch

halb volle U-Bahnen unterwegs sind“, sagte Ziegler.

Damit all das nicht eintritt, habe man bewusst die Taxidemos

organisiert. „Wir wollen die öffentliche Diskussion anregen und

verhindern, dass Änderungen am PBefG hinter verschlossenen

Türen vorgenommen werden. Die Struktur des PBefG hat auf alle

Bürger in den Städten Auswirkungen.“

Das Taxigewerbe argumentiert schon seit Langem in diese

Richtung und stößt damit auf immer mehr

Verständnis in der Bevölkerung und vor allen

Dingen in der Politik. Insgesamt sechs Redner

verschiedener Parteien waren der Einladung

zur Taxidemo gefolgt und hatten zu den

protestierenden Taxiunternehmern und Fahrer

gesprochen. Einer von ihnen sprach

sowohl in München als auch in Nürnberg. Sie

alle erwiesen sich als Befürworter des Taxigewerbes

und gaben allen Zuhörern das gute

Gefühl, verstanden zu haben, worum es nicht

nur bei den Taxidemos, sondern ganz grundsätzlich

geht.

Natascha Kohnen, Landtagsabgeordnete der SPD und Spitzenkandidatin

der in Bayern bevorstehenden Landtagswahl, sagte,

man brauche auch in Zukunft feste Tarife für Taxifahrten. „Städte

und Landkreise müssen die Taxis vor Ort regulieren können, auch

mit Begrenzung der Konzessionen.“ Kohnen lobte die Verlässlichkeit

des Taxis, auch in Hinblick auf die Sicherheit für die Fahrgäste.

Das schätze sie besonders bei ihrer 18-jährigen Tochter. Als

»Taxiunternehmer

zahlen Löhne

und Gehälter und

damit Steuern«

MdB Sebastian Brehm, CSU

Mutter fühle sie sich immer besser, wenn sie weiß, dass die Tochter

vom Taxi gut nach Hause gebracht wird.

Direkt an die Zuhörer gewandt versprach Kohnen: „Wir werden

es nicht zulassen, dass internationale Konzerne kommen, Milliarden

auf dem Kapitalmarkt einsammeln und Sie dann mit Dumpingangeboten

kaputtkonkurrieren. Die SPD wird da nicht

mitmachen.“ Mit Uber-Vertretern hätte die bayerische SPD kritische

Diskussionen geführt.

„Die habe ich gleich wieder heimgeschickt, als sie mit mir reden

wollten“, stellte Markus Ganserer vor dem Nürnberger Publikum

klar. Der Landtagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher

der Grünen war schon wenige Stunden vorher

bei der Münchner Taxidemo aufgetreten und

sicherte auch den fränkischen Kollegen seine

uneingeschränkte Solidarität zu. Er sprach

die PR-Lüge der sogenannten Sharing Economy

an. Uber wolle den ganzen Markt, „und

zwar für sich alleine. Und wenn sie ihn

beherrschen, dann wird abkassiert. Sharing

heißt teilen, das wollen die aber nicht“.

Dank technischen Fortschritts könne man

überall per Internet die Telefonnummer oder

Kontaktdaten der Taxizentrale herausfinden,

dort anrufen und bekomme immer ein Taxi.

„Dazu braucht man keine App und kein Uber“, sagte Ganserer.

„Und weil ein Taxi dank Beförderungs- und Tarifpflicht den Kranken

auch dann befördert, wenn der Weg nur zwei Kilometer lang

ist, und wenn es pressiert, auch mal bis nach München fährt, sage

ich: Hände weg vom Taxitarif!“

Florian Post, SPD-Bundestagsabgeordneter und Redner in München,

nannte das Geschäftsmodell von Uber „ein Paradebeispiel

FOTO: Simi, axi München eG, Christian Liss

FOTOS: Taxi München eG, Christian Liss

„MACHEN SIE DAS IHREN FAHRGÄSTEN KLAR“

Für den Münchner Alt-OB Christian Ude, auch SPD, dürfen keine

funktionierenden Strukturen zerstört werden. Daher gehe es nicht

nur um die legitimen ökonomischen Motive der Taxibranche, sondern

um das gesamtstädtische Interesse, das Taxi als funktionierende

Ergänzung zum ÖPNV nicht leichtsinnig zu gefährden und

zu verlieren. „Machen Sie das Ihren Fahrgästen klar“, appellierte

Ude direkt an alle Kollegen, als er spontan auf die Bühne kam.

„Lassen Sie nicht zu, dass lukrative Geschäftsbereiche herausgebrochen

werden, um dann hinterher, wenn der Marktanteil erobert

ist, kräftig zuzulangen.“ Fahrgäste dürften nicht in die Situation

gebracht werden, nicht mehr die Zuverlässigkeit einer Tarifordnung

zu haben, sondern „der Willkür eines Algorithmus ausgesetzt

zu sein, der nichts mit sozialer Verantwortung und nichts

mit den Überlegungen einer Taxikommission zu tun hat“.

Auch Reinhold Barbor, Stadtrat der Münchner CSU und seniorenpolitischer

Sprecher, warnte vehement vor irgendwelchen Aufweichungen

der Vorschriften. Er verwies auf die über

300.000 Menschen in München, die über 65 Jahre alt sind und

für die aufgrund mancher altersbedingter Mobilitätseinschränkungen

das Taxi ein wichtiger Bestandteil des ÖPNV ist. Eine

Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes dürfe also nicht

zulasten des Taxigewerbes gehen.

Sebastian Brehm, Bundestagsabgeordneter für die CSU, sieht

das Taxi als wichtigen Teil des Mittelstands und als Rückgrat der

Gesellschaft. „Wir werden nicht zulassen, dass internationale Großkonzerne

den Markt komplett übernehmen und den Mittelstand

kaputtmachen. Wir stehen zu den Taxiunternehmern und Taxifahrern,

weil sie Löhne und Gehälter und damit Steuern zahlen

und es somit alles nach Recht und Gesetz läuft“, sagte der Politiker

in Nürnberg. Das Taxi sei öffentliche Daseinsvorsorge und dürfe

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8 OKTOBER/ 2018 TAXI

TAXI OKTOBER/ 2018

9


POLITIK

POLITIK

44 WEICHENSTELLER

Die Bundesregierung will das Personenbeförderungsgesetz ändern. Die

Beratungen und daraus resultierenden Empfehlungen kommen maßgeblich

aus dem »Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur«.

Cem Özdemir,

Die Grünen,

Vorsitzender

Daniela Kluckert,

FDP, stellvertretende

Vorsitzende

38 von dessen 43 ordentlichen Mitgliedern plus dem Vorsitzenden führen wir auf den nachfolgenden Seiten

auf. Dabei nennen wir – nach PLZ sortiert – die Kontaktdaten der Wahlkreisbüros der jeweiligen Abgeordneten.

01097 01099 09111 09599

STEPHAN KÜHN,

BÜNDNIS 90/

DIE GRÜNEN

GRÜNE ECKE

Bischofsplatz 6

01097 Dresden

Tel.: 0351 / 81 05 616

stephan.kuehn.wk@

bundestag.de

STEFAN GELBHAAR,

BÜNDNIS 90/

DIE GRÜNEN

Prenzlauer Allee 22

10405 Berlin

Tel.: 030 / 98 35 40 70

stefan.gelbhaar.ma04@

bundestag.de

TORSTEN HERBST,

FDP

Liberales Haus

Radeberger Straße 51

01099 Dresden

Tel.: 0351 / 65 57 65 60

torsten.herbst.wk@

bundestag.de

DANIELA KLUCKERT,

FDP

Raumerstraße 29

10437 Berlin

Tel.: 030 / 22 77 93 29

daniela.kluckert.ma03@

bundestag.de

DETLEF MÜLLER,

SPD

Bahnhofstraße 5,

09111 Chemnitz

Tel: 0371 / 66 60 54 40

detlef.mueller.wk@

bundestag.de

10405 10437 21337 22299

ECKHARD POLS,

CDU

Stadtkoppel 16

21337 Lüneburg

Tel.: 04131 / 72 77 741

eckhard.pols.wk01@

bundestag.de

VERONIKA BELLMANN,

CDU

Erbische Straße 5

09599 Freiberg

Tel.: 03731 / 21 29 67

veronika.bellmann.wk@

bundestag.de

DR. CHRISTOPH PLOSS,

CDU

Leinpfad 74

22299 Hamburg

Tel.: 040 / 47 70 55

christoph.ploss.wk@bundestag.de

FOTOS: Thomas Trutschel, Julia Nowak, Susie Knoll, Stella von Saldern, Stefan Kaminski, Inga Haar (3), Joerg Ahlfeld,

FOTOS: Thomas Trutschel, Michael Donth, Lichtblick/Achim Melde, Benno Kraehahn (2), Susie Knoll (2), Inga Haar

Michael Donth,

CDU, ÖPNV- und

Taxi-Experte

UWE SCHMIDT,

SPD

Schifferstraße 22

27568 Bremerhaven

Tel.: 0471 / 391 64 94

uwe.schmidt.wk@

bundestag.de

KIRSTEN LÜHMANN,

SPD

Großer Plan 27

29221 Celle

Tel.: 05141 / 26 609

kirsten.luehmann.wk@

bundestag.de

23795 24143

GERO STORJOHANN,

CDU

„Altes Amtsgericht“

Hamburger Straße 29

23795 Bad Segeberg

Tel.: 04551 / 90 80 601

Gero.storjohann@

bundestag.de

27568 29221 33330 35390

ELVAN KORKMAZ,

SPD

Hohenzollernstraße 28

33330 Gütersloh

Tel.: 05241 / 23 08 228

elvan.korkmaz@bundestag.de

MATHIAS STEIN,

SPD

Medusastraße 16

24143 Kiel

Tel.: 0431 / 70 54 24 10

mathias.stein.wk@

bundestag.de

JÖRG CEZANNE,

DIE LINKE

Marktplatz 2

35390 Gießen

Tel.: 0641 / 97 20 92 27

joerg.cezanne.ma04@

bundestag.de

10 OKTOBER/ 2018 TAXI

TAXI OKTOBER/ 2018

11


POLITIK

POLITIK

39340 40213 41747 45468

66117 67655 70173 70794

MANFRED BEHRENS,

CDU

Magdeburger Straße 26

39340 Haldensleben

Tel.: 03904 / 66 88 55

manfred.behrens.wk@

bundestag.de

INGRID REMMERS,

DIE LINKE

Wildenbruchstraße 15–17

45888 Gelsenkirchen

Tel.: 0209 / 91 35 88 55

E-Mail: ingrid.remmers.ma06@

bundestag.de

BJÖRN SIMON,

CDU

Paul-Ehrlich-Straße 38

63322 Rödermark

Tel.: 06104 / 98 79 995

E-Mail: info@björn-simon.de

THOMAS JARZOMBEK,

CDU

Wasserstraße 5

40213 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 93 67 04 00

thomas.jarzombek@

bundestag.de

BERND REUTHER,

FDP

Korbmacherstraße 21

46483 Wesel

Tel.: 0281 / 46 09 26 70

bernd.reuther.ma04@

bundestag.de

SABINE LEIDIG,

DIE LINKE

Martin-Luther-King-Straße 2a

63452 Hanau

Tel.: 06181 / 96 90 725

sabine.leidig.ma05@

bundestag.de

UDO SCHIEFNER,

SPD

Rektoratstraße 30,

41747 Viersen

Tel.: 02162 / 81 96 740

udo.schiefner@bundestag.de

REINHOLD SENDKER,

CDU

Stiftsbleiche 6

48231 Warendorf

Tel.: 02581 / 94 16 11

reinhold.sendker.ma04@

bundestag.de

DANIELA WAGNER,

BÜNDNIS 90/

DIE GRÜNEN

Lauteschlägerstraße 38

64289 Darmstadt

Tel.: 0151 / 10 59 09 61

daniela.wagner.wk@

bundestag.de

ARNO KLARE,

SPD

45888 4648X 45888

48231 54550

63322

63452

64289 66111

Auerstraße 13

45468 Mülheim an der Ruhr

Tel.: 0208 / 45 93 560

arno.klare.wk@bundestag.de

PATRICK SCHNIEDER,

CDU

Lindenstraße 5

54550 Daun

Tel.: 06592 / 95 75 277

patrick.schnieder@

bundestag.de

OLIVER LUKSIC,

FDP

Ursulinenstraße 39

66111 Saarbrücken

Tel.: 0681 / 92 72 914

oliver.luksic.wk@bundestag.de

FOTOS: Achim Melde (2), Benno Kraehahn (2), Inga Haar, Maike Maier, Thomas Koehler, Patrick Schnieder, wikipedia/Patrick Liste/CC BY-SA 4.0, Uwe Steinart, Julia Nowak, fdpbt.de

FOTOS: Achim Melde, Susie Knoll, Thomas Trutschel, Stefan Kaminski, Michael Donth, fdpbt.de, wikipedia/CC BY-SA 3.0, Stella von Saldern

MARKUS UHL,

CDU

Stengelstraße 5

66117 Saarbrücken

Tel.: 0681 / 92 55 80 84

kontakt@markusuhl.de

MICHAEL DONTH MDB,

CDU

Seestraße 6–8

72764 Reutlingen

Tel.: 07121 / 38 54 44

michael.donth@bundestag.de

GUSTAV HERZOG,

SPD

Schulstraße 5

67655 Kaiserslautern

Tel.: 0631 / 63 16 96 50

gustav.herzog.wk@

bundestag.de

DR. CHRISTIAN JUNG,

FDP

Am Eisweiher 1

76356 Weingarten/Baden

Tel.: 07244 / 40 99 209

christian.jung@bundestag.de

CEM ÖZDEMIR,

BÜNDNIS 90/

DIE GRÜNEN

Königstraße 78

70173 Stuttgart

Tel.: 0711 / 65 83 29 00

cem.oezdemir.wk@

bundestag.de

72764 76356 79761 82538

FELIX SCHREINER,

CDU

Hauptstraße 18,

79761 Waldshut-Tiengen

Tel.: 07741 / 83 54 490

Felix.schreiner@bundestag.de

MATTHIAS GASTEL,

BÜNDNIS 90/

DIE GRÜNEN

Aicher Straße 2

70794 Filderstadt

Tel.: 0711 / 99 72 61 40

matthias.gastel.ma04@

bundestag.de

ANDREAS WAGNER,

DIE LINKE

Kirchplatz 14

82538 Geretsried

Tel.: 08171 / 99 92 358

andreas.wagner.ma05@

bundestag.de

12 OKTOBER/ 2018 TAXI

TAXI OKTOBER/ 2018

13


POLITIK

POLITIK

www.taxi-times.taxi

06844 17033

83026 84028

DANIELA LUDWIG,

CSU

FLORIAN OSSNER,

CSU

28217 39576

Klepperstraße 19

83026 Rosenheim

Tel.: 08031 / 90 03 10

daniela.ludwig.wk@

bundestag.de

Wahlkreis Landshut

Freyung 618

84028 Landshut

Tel.: 0871 / 97 46 37 80

florian.ossner.ma04@

bundestag.de443

70574 82008

Betreff: Einladung zur Europäischen Taximesse

90459 93413

MARTIN BURKERT,

SPD

Karl-Bröger-Straße 9

90459 Nürnberg

Tel.: 0911 / 43 89 630

martin.burkert@

wk.bundestag.de

KARL HOLMEIER,

CSU

Karl Holmeier

Dr.-Karl-Stern-Straße 4

93413 Cham

Tel.: 09971 / 99 63 700

karl.holmeier@

wk.bundestag.de

TRITTBRETTFAHRER AFD

Als in München 750 Taxis demonstrierten und

deren Besitzer bei der Kundgebung den Reden

zuhörten (siehe Seite 6), wurde ungefragt und

unabgesprochen an allen Taxis das Wahlprogramm

der AFD-Partei an die Scheibe geklemmt.

Frank Kuhle bezeichnete dies als unglaubliche

Frechheit und auch wir schließen uns dem an.

Kaum ein Gewerbe steht dermaßen für gelungene

Integration wie die Taxibranche. Wir haben

uns daher entschlossen, eine Partei, die während

einer Demo ungefragt Wahlpropaganda verteilt

und auf eigenen Demonstrationen gemeinsam

mit Rechtsradikalen marschiert, in Taxi Times

nicht zu erwähnen. Deshalb nennen wir von den

sechs Abgeordneten, die für die AFD im Verkehrsausschuss

sitzen, nur die Postleitzahl des

Wahlkreisbüros.

jh

FOTOS: Tobias Koch, florian-ossner.de, Benno Kraehahn, Renate Blanke

Sehr geehrte Bundestagsabgeordnete und Mitglieder des Verkehrsausschusses,

laut Koalitionsvertrag soll in der aktuellen Legislaturperiode

das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) „mit

Blick auf neue digitale Mobilitätsangebote“ modernisiert

werden. Als Mitglied des Ausschusses für Verkehr

und Digitale Infrastruktur fällt es in Ihren Verantwortungsbereich,

darüber kompetent zu beraten und einen

praxisgerechten sowie gesellschaftspolitisch sinnvollen

Änderungsvorschlag zu unterbreiten.

Das PBefG ist in erster Linie ein Kundenschutzgesetz,

das der Bevölkerung Mobilität garantieren soll, sei es nun

im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel (ÖPNV) oder

in der individuellen Form eines Taxis oder Mietwagens.

Wobei das Taxi seine Funktion als Teil und Ergänzung

des ÖPNV nur durch klare Reglementierung aufrechterhalten

kann und gerade deshalb die im PBefG definierte

Abgrenzung zum Mietwagen beibehalten werden muss.

Es mag der Lauf der Zeit sein, dass aktuell immer mehr

Großkonzerne den Markt der Personenbeförderung für

sich entdecken und man das eigene Produkt als hip und

modern darstellt. Daraus zu folgern, dass die bisherigen

Marktteilnehmer im Umkehrschluss altbacken und unmodern

sind, ist jedoch ein fataler Trugschluss.

Wir wollen deshalb Sie, liebe Verkehrsausschussmitglieder,

zur Europäischen Taximesse am Freitag, den 2. und

Samstag, den 3. November nach Köln einladen (Infos unter

www.eurotaximesse.de). Hier haben Sie die Möglichkeit,

auf einen Blick die geballte Kompetenz einer leistungsfähigen

Taxibranche zu erleben, und lernen in nur wenigen

Stunden die vielen Facetten eines modernen und äußerst

digitalen Gewerbes kennen.

Dass dazu auch die Beförderung von Personen im Rollstuhl

gehört und welche ausgereiften Techniken dabei

zum Einsatz kommen, zeigen diverse Spezialumrüster.

Parallel dazu veranstaltet am 2. November die national Road Union (IRU) einen Taxikongress, bei dem

Inter-

zahlreiche Redner und Experten aus der weltweiten Taxibranche

über die Auswirkungen so mancher im Ausland

bereits erfolgten Deregulierung informieren.

Wir von Taxi Times, dem Sprachrohr der Branche, und

unsere Leser hoffen, mit Ihnen Anfang November in Köln

auf der Europäischen Taximesse ins Gespräch zu kommen.

Nehmen Sie sich die Zeit. Es wird Ihnen garantiert helfen,

im Verkehrsausschuss die richtige PBefG-Entscheidung

zu treffen.

Mit freundlichen Grüßen

DAS AUTOHAUS FÜR TAXIFAHRZEUGE

Gewerbering 18, 3646 Bad Tölz

WEG MIT DER

ALTEN KAROSSE

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Und Sie machen Kurzurlaub.

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TAXI OKTOBER/ 2018

15

Foto: Daimler AG, Gestaltung: www.grafisch.cc

FOTO: Pixabay, Raufeld Medien

Herausgeber Taxi Times

PS: Ganz besonders möchten wir Herrn Thomas Jarzombek

einladen. Nicht nur, weil Sie, Herr Jarzombek, als

Düsseldorfer nur die Rheinseite wechseln müssen,

sondern wir Sie aufgrund Ihrer bisherigen öffentlichen

Auftritte und Äußerungen als großen Freund des Digitalen

wahrgenommen haben. Die Europäische Taximesse wäre

eine tolle Gelegenheit, Sie zu überzeugen, wer wirklich

„digital“ kann.


ÖSTERREICH

ÖSTERREICH

PRÜFUNG

IN DEUTSCH

Seit einiger Zeit tagt in Wien regelmäßig ein

Taxigipfel, auf dem Ideen zur Qualitäts verbesserung

der eigenen Branche diskutiert werden.

Ortskunde allein

wird nicht mehr reichen.

Wiener Taxilenker sollen künftig

auch die deutsche Sprache beherrschen.

Softcover, DIN A5,

216 Seiten,

1. Auflage 2016,

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PBefG

KONKRET

Thomas Grätz

Das Personenbeförderungsgesetz

erläutert für Taxi- und Mietwagenunternehmer

Das Personenbeförderungsgesetz (PBefG)

extra für Taxi- und Mietwagenunternehmer!

Diese Erläuterung gibt einen praxisnahen

Gesamtüberblick über dieses wichtige Gesetz.

Neben PBefG mit Erläuterungen beinhaltet

das Werk die Texte der Freistellungsverordnung,

Berufszugangs-Verordnung, BOKraft,

Krankentransport-Richtlinie, zudem Antragsund

Genehmigungsmuster und eine Muster-

Taxiordnung.

Beim zweiten Treffen im September, an dem laut österreichischer

Medien rund 15 Vertreter der Branche dabei

waren, wurden eine ganze Reihe von Ideen entwickelt, die

nun schnellstmöglich umgesetzt werden sollen. Eine davon betrifft

die Sprachkenntnisse: Taxilenker sollen künftig einen Kurs nebst

Prüfung in deutscher Sprache absolvieren. „Zudem müssen sie

auch einen Erste-Hilfe-Kurs erfolgreich abschließen“, sagte Davor

Sertic, Spartenobmann Transport und Verkehr bei der Wirtschaftskammer

Wien, der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Das Sprachniveau müsse höher werden, so die feste Meinung

der Runde. Konkret wird bei der Taxi-Prüfung künftig ein zertifizierter

Nachweis über die Deutschkenntnisse fällig. Wie die Regelung

im Detail ausschauen soll, werde noch diskutiert.

Die verpflichtenden Erste-Hilfe-Kurse wären nicht nur für das

Gewerbe ein Schritt nach vorn – mit einem Schlag wären dadurch

7.000 Ersthelfer auf ganz Wien verteilt. Fortschritte soll es auch

bei der Ortskenntnis geben. Wie bei Lkw- oder Busfahrern kommen

verpflichtende Auffrischungskurse, allerdings ist noch unklar,

ob dies alle zwei oder alle fünf Jahre stattfinden soll.

Auch bargeldloses Zahlen im Taxi wurde debattiert, jedes Fahrzeug

muss künftig eine Karten-Funktion haben. Es habe immer

wieder Beschwerden von Kunden gegeben, dass das nicht möglich

sei. „Dieses Service ist einfach wichtig“, zitiert oe24.at Davor Sertic.

Diskutiert wurden auch effizientere Kontrollen und die Möglichkeit

zur Abstrafung von schwarzen Schafen in der Branche.

Die Wirtschaftskammer will entsprechende Änderungen in das

Gelegenheitsverkehrsgesetz aufnehmen, für das ähnlich wie in

Deutschland eine Novelle geplant ist. Im Oktober soll der dritte

Taxi-Gipfel stattfinden.

Bei einem ersten Gipfel hatten sich rund 25 Teilnehmer auf

zwei Schwerpunkte festgelegt. Man wolle einerseits einheitliche

politisch-rechtliche Rahmenbedingungen, andererseits eine tiefgreifende

Qualitätskontrolle. Zumindest im zweiten Punkt konnten

beim letzten Gipfel erste Ergebnisse erzielt werden. jh / tm

Wissen schafft Vertrauen.

Softcover, DIN A5, 402 Seiten,

27. Auflage 2018

Bestell-Nr. 24015

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NEUE

AUFLAGE

Gerhard Hole

BOKraft Kommentar

Betrieb von Omnibus-, Obus-, Taxiund

Mietwagenunternehmen

FOTO: Taxi Times

Taxi- und Mietwagenunternehmer müssen

die Vorschriften der BOKraft befolgen.

Der Kommentar dazu liefert Antworten

auf alle Fragen, die im Zusammenhang

mit dem Betrieb von Kraftfahrunternehmen

im Personenverkehr entstehen.

Für die aktuelle Auflage wurde die

neuere Rechtsprechungt eingearbeitet

und kommentiert.

GRAFIK: Raufeld Medien

TEURER

GESETZESBRUCH

Nahezu wöchentlich verhängt das Wiener Exekutionsgericht drastische

Geldstrafen gegen den Uber-Konzern. Und trotzdem werden über die App

weiterhin Fahrten vermittelt. Uber verhöhnt den Rechtsstaat.

Es hat allmählich eine beängstigende Routine: Uber setzt

rechtswidrig seine App ein und wird dafür vom Wiener

Exekutionsgericht zu Geldstrafen verurteilt. 20.000 Euro,

120.000 Euro, 80.000 Euro und zuletzt 100.000 Euro.

Fast wöchentlich gibt das Exekutivgericht den

Strafanträgen der Wiener Taxizentrale 40100

statt und verdonnert den Fahrdienstvermittler

zu hohen Bußgeldzahlungen. Noch muss

das Unternehmen nicht bezahlen, da man

immer sofort Widerspruch eingelegt hat.

Einer dieser Widersprüche nimmt

nahezu absurde Züge an. So argumentiert

Uber beispielsweise, dass

eine Taxizentrale gar keine Testfahrten

mit Uber durchführen dürfe,

um dem Unternehmen ein illegales

Verhalten nachzuweisen. Mit

einer einstweiligen Verfügung

wollte man das verhindern, notfalls

durch alle Instanzen. Nun war

aber bereits nach der zweiten

In stanz Schluss. Der Antrag wurde

bereits im Juli abgelehnt und im September

final bestätigt. Die Rechtslage

sei so eindeutig, so das Gericht,

dass eine weitere Berufung nicht

zugelassen werde.

UBER MISSACHTET DAS VERBOT

Die Wiener Taxizentrale 40100 darf somit

weitere Beweisfahrten durchführen, die dann jeweils

an das Exekutivgericht weitergereicht werden und zu den besagten

Geldbußen führen. Hintergrund der Strafen ist der Erlass

einer einstweiligen Verfügung am 25. April 2018, wonach Uber

die App nicht mehr einsetzen darf. Das Unternehmen hatte

daraufhin drei Tage lang nicht vermittelt und anschließend den

Betrieb wieder aufgenommen. Seitdem sammelt der von der

Wiener Taxizentrale

beauftragte Rechtsanwalt

Dieter Heine

Dutzende Verstöße

von Uber-Fahrern

und Uber-Unternehmern, die sich nicht an

die Auflagen der einstweiligen Verfügung

vom 25. April 2018 halten,

dokumentiert diese und leitet sie an

das Gericht weiter. „Insgesamt neun

Strafanträgen hat das für die Causa

zuständige Bezirksgericht Innere

Stadt schon stattgegeben“, berichtet

Taxi 40100.

UBER DARF SEINE APP NICHT

ZUR VERFÜGUNG STELLEN

Was wie eine Dauerschleife klingt, hat

im Fall der letzten ausgesprochenen

Strafe doch eine aussagekräftige Neuerung:

„Das Exekutionsgericht hat den

Strafbeschluss zum achten Antrag allein

aufgrund der Tatsache erlassen, dass Uber

seine App und die Homepage zur Verfügung

stellt. Die Uber-App, wie sie derzeit in Wien

funktioniert, verstößt gegen die einstweilige

Verfügung und ist illegal“, betont Rechtsanwalt

Heine.

Mit der erneuten Bestrafung muss Uber nun

schon insgesamt 320.000 Euro bezahlen. Christian

Holzhauser, Geschäftsführer bei Taxi 40100, kann darüber

nur verwundert den Kopf schütteln: „Wir haben in unserem Land

Taxivermittler, die sich an das Recht halten, die Steuern zahlen

und die ebenfalls per App gebucht werden können – warum schafft

Uber das nicht? Offenbar sind insgesamt 320.000 Euro Strafe für

einen internationalen Konzern noch immer kein Grund, rechtskonform

zu handeln.“

jh

www.heinrich-vogel-shop.de

TAXI OKTOBER/ 2018

17


TAXI INTERNATIONAL

TAXI INTERNATIONAL

NEWSTICKER

DÄNEMARK BESTRAFT

UBER-PARTNER

Auf Basis von Daten, die den dänischen

Behörden aus den Niederlanden

übermittelt wurden,

wurden kürzlich vier Laien-Taxifahrer

zu Strafzahlungen von insgesamt

91.000 Euro verurteilt. Die

verurteilten Uber-Fahrer führten

2015 im Auftrage Ubers gewerbliche

Personentransporte aus und

verstießen auch gegen die Steuergesetze.

Wie die „Jydiske Vestkysten“

berichtete, war die Staatsanwältin

Anna Risager zufrieden mit dem

„sehr klaren“ Urteil. „Dass deutlich

gemacht wurde, wie viel es kostet,

wenn das Steuergesetz in einem derart

großen Umfang übertreten wird,

war sehr wichtig.“ Die Strafen seien

angemessen, wenngleich sie unter

dem von der Anklagebehörde geforderten

Maß blieben. Sie hatte gefordert,

dass 20 Prozent des Verdienstes

einbehalten werden sollen. „Ein Verstoß

gegen die Steuergesetze darf

sich nicht bezahlt machen“, zitiert

sie die Zeitung aus Jütland.

Das Gericht stellte auch fest, dass die

Behörden Steuerdaten aus den Niederlanden

als Beweis verwenden

dürfen. Die Steuerbehörde prüfte

nämlich die Daten, die Uber, steuerlich

veranlagt in Amsterdam, mehr

oder weniger freiwillig übermittelte.

jh/prh

UBER „SPART SICH“

500 MILLIONEN ABGABEN

Indem Uber seine Fahrer als selbstständige

Unternehmer falsch

klassifiziere, spare sich der Fahrdienstanbieter

allein in Kalifornien

illegal 500 Millionen Dollar jährlich

an Abgaben. Eine Mietwagenfirma

hat deshalb Klage wegen Wettbewerbsverzerrung

gegen Uber eingereicht.

Nach Ansicht der Kläger, die

einen Limousinenservice betreiben,

müsse Uber einem Gerichtsurteil

vom April folgen und seine Fahrer

wie Angestellte entlohnen. Somit

würden erhebliche Kosten für Sozialversicherungen,

bezahlte Pausen

und Überstunden anfallen. Das tut

Uber jedoch nicht.

prh

TAGELANGER STREIK

DER PORTUGIESISCHEN

TAXIFAHRER

Mitte September war es in Portugal sehr schwer, ein Taxi zu bekommen. Die Taxifahrer

waren in einen tagelangen Streik getreten, haben teilweise sogar in ihren

Taxis geschlafen. Sie kämpfen dafür, dass die für November geplante Einführung

eines neues Transportgesetzes gekippt und durch das oberste Gericht geprüft

wird.

Betroffen waren in erster Linie die Städte Faro und Porto sowie die Hauptstadt

Lissabon, in denen kein Taxi mehr zu bekommen war. Ausnahmen: Familien mit

kleinen Kindern und Senioren wurden weiterhin befördert. Der Streik brachte die

große Wut der Taxifahrer zum Ausdruck, denn mit dem Gesetz würden die vier

privaten Fahrdienste Uber, Taxify, Cabify und Chauffeur Privé nicht nur legalisiert,

sondern auch bevorzugt, zitierten mehrere Medien die beteiligten Fahrer. Die Privaten

würden nicht die Auflagen erhalten, denen Taxiunternehmen unterliegen.

„Wir gehen hier nicht weg, bevor wir eine Lösung haben. Der Protest dauert an –

mit dem gleichen Engagement“, sagte Carlos Ramos von der portugiesischen

Taxiföderation bei Xinhua. Und Euronews zitierte den Verbandspräsidenten mit

den Worten: „Es geht nicht um den Wettbewerb, wir sind nicht gegen den Wettbewerb.

Um einen gesunden Wettbewerb zu führen, muss es Chancengleichheit

geben. Der Gesetzgeber verursacht zwei Systeme, mit unterschiedlicher Besteuerung,

für dieselbe Leistung.“

Die Taxifahrer wollen die Parlaments-Abgeordneten nachdrücklich auf die

Ungleichbehandlung hinweisen. Denn eigentlich sollte das Gesetz für mehr Wettbewerb

sorgen. Unter anderem soll die Zahl der Fahrzeuge nicht beschränkt werden,

Preise unterliegen demnach auch keiner Kontrolle. Die portugiesische

Taxiföderation weist daher seit Bekanntwerden des Gesetzes auf die Ungleichbehandlung

hin. Denn während Taxitarife 365 Tage im Jahr gleich sind, werden die

neuen Anbieter im Kampf um Marktanteile mit Dumpingpreisen an den Start

gehen, fürchten die Taxifahrer. Zudem sind die behördlichen Lizenzen limitiert.

Ein weiterer Vorwurf lautet: Uber versteuert seine Gewinne nicht in Portugal.

Stattdessen würden die Erträge in Steueroasen verschoben.

Daher fordern die Fahrer, das oberste Verfassungsgericht solle das Gesetz überprüfen.

jh/tm

FOTO: Taxi Times

TAXIFAHREN IN

DEN NIEDERLANDEN

WIRD TEURER

Mit dem Stichtag 1. Januar 2019 werden die Taxitarife in den Niederlanden um

5,75 Prozent ansteigen. Grund ist neben einer Anpassung an den Preisindex auch

eine Erhöhung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes.

In den Niederlanden wird ab 2019 der

sogenannte ermäßigte Mehrwertsteuersatz

von aktuell sechs Prozent auf dann

neun Prozent erhöht. Ähnlich wie in

Deutschland gilt dieser reduzierte Mehrwertsteuersatz

auch für Taxitarife, die nun

erhöht werden sollen, um jene drei Prozent

aufzufangen. Dazu kommt eine Anpassung

an den gestiegenen Verbraucherpreisindex.

Allein auf der Basis der boomenden Wirtschaft

und dem damit verbundenem Anstieg

der Kaufkraft würden die Taxipreise

vo raussichtlich um drei Prozent steigen,

was einem höherem Anstieg als in den Vorjahren

entspricht.

Im deregulierten niederländischen Taximarkt

können die Taxiunternehmen selbst

entscheiden, wie hoch sie ihre Tarife festsetzen.

Allerdings darf der staatlich festgelegte

Höchsttarif nicht überschritten

werden. Eine Grenze nach unten wird nicht

gesetzt. Erfahrungen aus früheren Jahren

haben allerdings gezeigt, dass die meisten

Taxiunternehmen ihre Tarife nahe am

zulässigen Höchstsatz festlegen werden.

2019 können nun sowohl die Kilometerals

auch Minutentarife um 5,75 Prozent

erhöht werden. Der maximal zulässige

Starttarif wird 2019 von 3,02 Euro auf

3,19 Euro steigen. Der maximale Kilometertarif

erhöht sich von 2,22 Euro auf 2,35 Euro.

Der neue EKO-Umbau zum

Rollstuhlbeförderungsfahrzeug

Ab Januar 2019 zeigen

niederländische Taxameter

höhere Preise an.

Der Minutenpreis steigt von 0,37 Euro um

zwei Cent auf jetzt maximal 0,39 Euro. Auch

die Tarife für Großraumtaxis steigen. Ein

Sprecher des Ministeriums für Infrastruktur

und Wasserwirtschaft kommentiert den

Anstieg gelassen: „Wenn die Wirtschaft

boomt, steigen die Preise entsprechend. Die

Leute werden dann auch mehr Geld haben,

um ein Taxi zu bezahlen.“

Die Höchstsätze gelten nicht für Fahrten

zum vorab vereinbarten Festpreis und auch

nicht für die sogenannten „Contract-Touren“.

Das sind Vertragsfahrten, die von

Krankenkassen oder staatlichen Stellen mit

dem Taxigewerbe vereinbart werden.

Abgesehen von den Tarifen wird es ab

Januar 2019 in den Niederlanden noch weitere

Neuigkeiten geben. Seit 2011, als das

Personenbeförderungsgesetz zuletzt aktualisiert

wurde, müssen die Taxiunternehmen

sicherstellen, dass die Kunden, egal

Effizient

Kostengünstig

Original

wer sie befördert hat, eine unabhängige

Anlaufstelle für Beschwerden haben. Sie

müssen daher auf ihren Quittungen und

Webseiten auf die nationale Beschwerdestelle

TaxiKlacht“ verweisen. Sie bearbeitet

seit 2011 telefonisch und online durchschnittlich

800 Beschwerden pro Jahr. Da

aber, so der Gesetzgeber, die Nutzung von

Apps es jedoch einfacher gemacht hat, sich

direkt beim Betreiber zu beschweren, wird

es ab 2019 keine staatliche Subvention

mehr für diese Hotline geben. Der niederländische

Taxiverband KNV Taxi befürchtet

deshalb, dass mangels finanzieller Ressourcen

diese Beschwerdestelle nicht mehr weiterbetrieben

werden kann.

Weiterhin wird ab Januar eine Klausel

eingeführt, die besagt, dass in Zukunft alle

Taxiquittungen über den Namen des Konzessionsbesitzers

und Details der Fahrt Auskunft

geben müssen.

wf

im Doorgrund 13

D-26160 Bad Zwischenahn

18 OKTOBER/ 2018 TAXI

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19

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TAXI INTERNATIONAL

TAXI INTERNATIONAL

007 – IM DIENSTE DES

EU-LOBBYISMUS

Taxiunternehmer und Verbandsvertreter aus sieben Ländern haben sich in

einer geschichtsträchtigen Villa in Rom getroffen, um einen Neuanfang für

die Taxi-Lobby bei der EU zu planen.

Südeuropa verbündet

sich: Die

TEA-Konferenz in

Rom wurde von

Dolmetschern ins

Englische übersetzt.

So konnten immerhin

die Sprachbarrieren

der sieben

teilnehmenden

Länder überwunden

werden.

Doch nach der Gründung von TEA stagnierte der Fortschritt. Wie

bereits bei früheren Versuchen, einen paneuropäischen Taxiverband

ins Leben zu rufen (zum Beispiel der Europäische Taxiverband

in den 80er-Jahren – eine französisch-spanische Allianz),

erwiesen sich Sprachbarrieren, der anfängliche Mangel an kompetenter

Unterstützung und Geldmangel als größere Hindernisse

für eine Erweiterung. Da diesmal zwei kleine Brüsseler Lobbygruppen

mit ins Boot geholt wurden, scheint zumindest ein Stolperstein

für TEA aus dem Weg geräumt zu sein.

TEA SUCHT NEUE MITGLIEDER

Was hat sich also in Rom getan? Das Arbeitsprogramm von TEA

für 2018/2019 wurde genehmigt. Auf europäischer Ebene will

TEA die Debatte über das Taxi als Teil der Daseinsvorsorge führen.

TEA wird sich dem Vorschlag der EU-Kommission zu einer gerechten

Besteuerung der Digitalwirtschaft anschließen und sich auf

EU-Ebene in Brüssel als Interessenvertreter der Taxibranche in

Europa empfehlen. Die Entwicklung einer europäischen Taxi-App

scheint ebenfalls ein TEA-Ziel zu sein, ist jedoch angesichts der

Anzahl an verfügbaren Apps vielleicht nicht sehr realistisch.

Eine Hauptaufgabe ist die Gewinnung neuer Mitglieder in den

28 (bald 27) EU-Mitgliedstaaten. Der Verband bemüht sich insbesondere

um Mitglieder aus Nordeuropa. Nach der Veranstaltung

in Rom konnten bislang keine neuen Mitglieder begrüßt werden,

obwohl die maltesische Delegation sich stark für einen Beitritt zu

TEA interessierte. Österreichische und deutsche Vertreter zeigten

vorsichtiges Interesse, schienen aber von dem ersten TEA-Treffen

nicht überzeugt zu sein.

Im Mittelpunkt der Konferenz in Rom, an der zahlreiche ausländische

Vertreter, italienische Politikgrößen, Mitglieder des

Europaparlaments und etwa 100 überwiegend lokale Taxiunternehmer

teilnahmen, standen in erster Linie die Entwicklung „eines

neuen politischen Dialogs“ und die Sicherung der Schlüsselrolle

des Taxis und seiner Betreiber in der neuen innerstädtischen

Mobilitätslandschaft.

Trotz des Drängens hin zu gleichen Wettbewerbsbedingungen

haben sich viele Länder für eine Deregulierung entschieden, was

gleichzeitig eine Aufweichung der Taxiverordnungen (und des

Schutzes) für Taxiunternehmer bedeutet. Spanien und Italien

betonten die wichtige Rolle von Taxis als „öffentliche Dienstleistung“,

die jederzeit verfügbar und für alle zugänglich ist, und

priesen die Taxifahrer als „Profis der städtischen Mobilität“, die

jedoch national und international nicht geschützt würden.

Seit seiner Expansion nach Europa vor sechs Jahren bekommt

Uber kräftig Gegenwind von Taxiunternehmen wegen des Umgehens

von Lizenzierungs- und Sicherheitsvorschriften. Bei der Konferenz

wurde von Beispielen für Widerstand aus London,

Australien, Spanien, Belgien und Österreich berichtet.

Der zweite Teil der Konferenz war dem nachhaltigen Taxibetrieb

und E-Taxis gewidmet. Der 82-jährige Remo Mariani (Torino

59) wurde zum „Taxifahrer des Jahres“ gewählt, schlicht und einfach

aufgrund der Länge seiner Berufstätigkeit (52 Jahre) und des

positiven Eindrucks, den er bei einer Fahrt zum Flughafen auf

Luciano Stella, den neuen Generalsekretär von TEA, hinterließ.

„Wenn man seine Arbeit mag, verrichtet man sie mit Freude“, so

Mariani bescheiden. „Wir arbeiten als Taxifahrer, weil andere

Menschen uns brauchen, wenn sie Probleme haben.“ wf

Remo Mariani (r.), TEA-Taxifahrer des Jahres, und TEA-Vizepräsident

Loreno Bittarelli (l.): „Wir arbeiten als Taxifahrer, weil andere Menschen

uns brauchen, wenn sie Probleme haben.“

Offiziell arbeiten derzeit sieben Taxi-Lobbygruppen offiziell

in Brüssel – einschließlich Uber mit drei registrierten

Lobbyisten und mit überraschend niedrigen

jährlichen Ausgaben von rund 900.000 Euro. Es besteht jedoch

kein Zweifel, dass der Laientaxi-Gigant aus den USA mit weiteren

(informellen) Lobbyisten in Brüssel deutlich aktiver ist. Und während

diese sogar im Hochsommer durch die Brüsseler Korridore

der Macht bei der EU huschten, traf sich eine Gruppe in einer

eleganten Villa am Rande Roms, die einmal Roger Moore gehörte,

als der einen James-Bond-Film in der Stadt drehte. Heute ist die

Villa der Sitz der Cooperativa Radiotaxi 3570, der mit 3.700 Taxis

größten Taxizentrale Roms, und des italienischen nationalen Taxiverbands

URI.

Hier kamen nun also potenzielle Lobbyisten, Taxiunternehmer

und Verbandsvertreter aus sieben Ländern zusammen: Portugal,

Spanien, Italien, Malta, Belgien, Österreich und Deutschland. Das

Zusammengehörigkeitsgefühl dieser Taxigemeinschaft, die fleißig

bemüht war, eine neue internationale Taximacht zu bilden, war

deutlich spürbar. Sie nennen sich Taxi Europe Alliance (TEA) und

veranstalteten am späten Nachmittag des 16. Juli eine sehr interessante

Konferenz: „Taxi zwischen Tradition und Innovation:

Ideen für gute Ansätze zur innerstädtischen Mobilität.“

Rückblick: Bei einem Treffen mit Mitgliedern des Europäischen

Parlaments (MdEPs) hatten Interessenvertreter der Taxibranche,

hauptsächlich aus dem streitbaren Süden Europas, am 26. April

letzten Jahres die Allianz ins Leben gerufen, „um die Rechte von

Taxifahrern zu schützen und deren Position im Wettbewerb mit

‚sozialen Plattformen‘ wie dem US-Laientaxidienst Uber zu verbessern“.

Als streitbar erwies sich auch der spanische Verband

Elite Taxi aus Barcelona. Seine Klage gegen Uber landete vor dem

Europäischen Gerichtshof, der Uber als Taxiunternehmen und

nicht als IT-Plattform einstufte, ein Urteil, das manches Verfahren

zugunsten der Taxibranche ausgehen ließ bzw. noch beeinflussen

wird.

UBER BETREIBT SOZIALDUMPING

Gastgeber und TEA-Vizepräsident Loreno Bittarelli (Radiotaxi

3570) hatte Uber im April des „Sozialdumpings zu unseren Lasten“

bezichtigt, während der Präsident von TEA und vom spanischen

Verband Fedetaxi Miguel Angel Leal Casado den Wettbewerb

begrüßt, „weil er zu Verbesserungen anregt“. Fedetaxi aus Spanien,

URI aus Italien und Antral aus Portugal waren die Gründungsverbände

von TEA – in diesen drei Ländern repräsentieren sie

weit über 100.000 Fahrer und Unternehmer.

FOTOS: Wim Faber

FOTO: Name Name

IMMER ALLES IM BLICK

Das Unternehmerportal Plus

Einzelaufzeichnung aller Geschäftsvorfälle

Schichtdokumentation

Kassennachschau

20 OKTOBER/ 2018 TAXI

TAXI OKTOBER/ 2018

21

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STEUERN

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SPONTAN-BESUCH

VOM FINANZPRÜFER

Deutsche Finanzämter haben ein neues Kontrollinstrument: die Kassennachschau.

Das Taxigewerbe steht dabei nicht im Hauptfokus, muss aber trotzdem

vorbereitet sein.

Am 1. Januar 2018 ist der § 146b der Abgabenordnung

(AO) in Kraft getreten, der die rechtliche Basis für die

so genannte Kassen-Nachschau bildet. Sie ist ein Bestandteil

des „Gesetzes zum Schutz vor Manipulationen an digitalen

Grundaufzeichnungen (Kassengesetz)“ vom Dezember 2016. Das

Bundesfinanzministerium hat am 29. Mai per Anwendungserlass

festgelegt, wie eine solche Nachschau durchzuführen ist. Jener

Erlass sieht vor, dass auch Taxameter und Wegstreckenzähler einer

Kassen-Nachschau unterzogen werden dürfen.

Das warf bei einer vom Gesamtverband Verkehrsgewerbe

Niedersachsen (GVN) in Visselhövede organisierten Infoveranstaltung

einige Fragen auf. Zahlreiche Taxameterhersteller und

Softwareanbieter nutzten dort die Möglichkeit, jene Funktionen

ihrer Geräte und Software vorzustellen, mit denen die Anforderungen

an eine Kassennachschau steuergerecht erfüllt werden

(siehe Bericht auf Seite 24).

Vor allem aber trat in Visselhövede Edo Diekmann vor das

Mikrofon, ein Finanzbeamter des Landesamt für Steuern in Oldenburg,

der früheren Oberfinanzdirektion. Von ihm bekamen die

rund 120 niedersächsischen Taxiunternehmer eine ausführliche

Einschätzung des Themas – und noch den ein oder anderen Tipp

darüber hinaus. Zunächst einmal konnte Diekmann zumindest für

Niedersachsen einige Bedenken ausräumen: „Die 57 niedersächsischen

Finanzämter führen Nachschauen mit dem Fokus Bargeldbranche

bereits seit 2012 regelmäßig durch. Damals noch unter

dem Namen „Umsatzsteuer-Nachschau“, seit 1. Januar 2018 als

„Kassen-Nachschau“, berichtete er.

Für die im ersten Halbjahr 2018 durchgeführten 870 Kassen-

Nachschauen konnte Diekmann eine Statistik vorweisen: 49 Prozent

davon betrafen den Bereich Gastronomie, 18 Prozent den

Einzelhandel. Lediglich sieben Taxi- und Mietwagenbetriebe wurden

bisher kontrolliert. Ein Beleg dafür, dass diese Branche nicht

Voller Tagungsraum:

Rund 120 Taxiunternehmer

waren

zum GVN-Infotag

nach Visselhövede

gekommen.

im Hauptfokus stehe, eine Kontrolle aber auch nicht ausgeschlossen

werden kann.

UNANGEKÜNDIGT – ABER NICHT WILLKÜRLICH

Das warf einige Fragen auf, auf die Diekmann für Niedersachsen

die passenden Antworten geben konnte. Eine Kassen-Nachschau

findet generell unangekündigt statt. Das bedeute aber nicht, dass

ein Finanzbeamter willkürlich bei einem Taxibetrieb auftauchen

kann. „Ein solcher Besuch setzt ein innerbetriebliches Verwaltungsverfahren

voraus, muss also vom Vorgesetzten genehmigt

werden“, erläutert Diekmann. Zur Kassenprüfung erscheinen

grundsätzlich nicht mehr als zwei Beamte, von denen einer allerdings

auch parallel eine Lohnsteuernachschau durchführen könnte.

Wenn ein Unternehmer nicht angetroffen wird, ist das keine

Verletzung der Mitwirkungspflicht. Unternehmen mit mehreren

Betriebsstätten sollten allerdings eine innerbetriebliche Rahmenanweisung

erlassen, wie eine Kassen-Nachschau auch in Abwesenheit

des Inhabers durchgeführt werden kann. Die Befürchtung,

dass ein Kassensturz beim angestellten Fahrer gemacht wird, sei

unbegründet. Der Geldbeutel des Taxifahrers spielt keine Rolle.

Unter dem Motto „Breite statt Tiefe“ verspricht Diekmann, dass

als Zielsetzung bei einer Kassen-Nachschau lediglich ein oberflächlicher

Eindruck gewonnen werden soll. „Der Blick richtet sich

auf die Einzelaufzeichnungen. Werden die elektronisch geführt,

ist jeder Unternehmer gut beraten, darüber eine genaue Verfahrensdokumentation

zu führen.“

Kontrolliert wird darüber hinaus, ob für jede ausgestellte Quittung

ein Doppel aufbewahrt und ob jede Fahrerabrechnung sauber

am Betriebssitz aufbewahrt wird. Diekmann präzisiert: „Wünschenswert

wäre zwar, dass der angestellte Fahrer täglich abrechnet,

aber wenn aus betrieblichen oder anderen Gründen mehrere

Tage und somit mehrere Schichten einmal pro Woche abgerechnet

FOTO: Taxi Times

22 OKTOBER/ 2018 TAXI

TAXI OKTOBER/ 2018

23

FOTOS: Taxi Times, Tobias Koch

werden, ist dies gesetzeskonform. Wichtig ist die zeitgerechte,

genaue Dokumentation eines jeden Geschäftsvorfalls.“

Bei Schichten, die über den Kalendertag hinausgehen, muss

kein Kassensturz um 24 Uhr durchgeführt werden. Michael Müller,

Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands und

Moderator der GVN-Veranstaltung in Visselhövede, ergänzte in

diesem Zusammenhang, dass man auch nicht täglich abrechnen

müsse. Spätestens alle sieben Tage sollte allerdings eine Kassenbuchung

vorgenommen werden. In diesem Fall sei dann aber zu

beachten, dass die Schichtabrechnung mit dem Datum versehen

sein muss, an dem der Betrag in die Kasse eingebucht wird. Das

gelte auch für die Tankbelege.

Diese Lockerungen entbinden den Unternehmer aber nicht von

der Pflicht, jeden Geschäftsvorfall einzeln aufzuzeichnen. „Jegliche

Form der Vermögensmehrung muss genau dokumentiert sein, das

betrifft im Taxi- und Mietwagenbereich jede Besetzt-Tour“, erläutert

Diekmann, räumt aber auch ein, dass nirgends festgeschrieben

sei, in welcher Form der Unternehmer seine Grundaufzeichnungen

führen muss. „Erst durch die Kassensicherungs-Verordnung vom

26. September 2017 wird mit Wirkung zum 1. Januar 2020 für

Kassensysteme technisch vorgeschrieben, in welcher Struktur die

Daten für steuerliche Zwecke zu speichern sind. Ob Taxameter

und Wegstreckenzähler den Kassen gleichgestellt werden, ist bis

jetzt noch unklar, weil das Bundesfinanzministerium entgegen

einer Absichtserklärung die Kassensicherungs-Verordnung bislang

noch nicht ergänzt hat. Und ob der Zeitplan der Umsetzung

für Taxameter/Wegstreckenzähler bis 2020 verwirklicht werden

kann, darf mittlerweile bezweifelt werden (siehe auch nebenstehenden

Beitrag „Wird INSIKA anerkannt?“).

jh

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»Jede

Besetzt-Tour

muss genau

dokumentiert

sein.«

Edo Diekmann gab wichtige

Tipps zum Umgang mit der

Kassennachschau

WIRD INSIKA ANERKANNT?

Ist es richtig, dass Taxameter

und Wegstreckenzähler künftig

auch zu den Kassensystemen

zählen sollen, für die

ein kompliziertes Zertifizierungsverfahren

nachgewiesen

werden muss? Und falls ja,

wird dann das INSIKA-Verfahren

anerkannt? Diese Fragen

hat Uwe Feiler, Mitglied des

Finanzausschusses für die

Uwe Feiler (CDU) ist

CDU im Deutschen Bundestag,

gegenüber Taxi Times

Mitglied des Finanzausschusses

im Deutschen

Bundestag.

beantwortet.

Feiler sprach von einem

„durchaus ambitionierten Zeitplan zur Einführung der

Zertifizierungspflicht für Registrierkassen“, weshalb

Taxameter und Wegstreckenzähler vom Anwendungsbereich

der Kassensicherungsverordnung zunächst

nicht erfasst wurden.

Feiler bestätigte eine als Protokollnotiz festgehaltene

Bitte der Abgeordneten, „dass zu einem späteren Zeitpunkt

sowohl die Taxameter als auch die Wegstreckenzähler

miteinbezogen werden sollen, was auch dem

ausdrücklichen Wunsch der Verbandsvertreter entsprach,

mit denen ich in engem Kontakt dazu stand.“

Auf die Frage, ob im Falle der Aufnahme von Taxametern

und Wegstreckenzählern die dann nötige

Zertifizierung auch das INSIKA-Verfahren ermöglichen

würde, antwortete Feiler: „Für meine Fraktion und mich

war immer wichtig, dass die Regelungen der Kassensicherungsverordnung

eine technologieoffene Lösung

vorsehen und den betroffenen Unternehmern die Wahl

gelassen wird, zwischen mehreren unterschiedlichen

Systemen wählen zu können. Dazu gehört nach meinem

Verständnis natürlich auch, aber eben nicht nur,

das INSIKA-Verfahren, gerade auch in Hinblick auf die

Pilotprojekte in Hamburg und Berlin. Selbstverständlich

ist dann auch den Taxameterherstellern eine angemessene

Übergangsfrist einzuräumen, genauso, wie wir das

auch den Kassenherstellern eingeräumt haben.

Wann mit einer Aufnahme der Taxameter und Wegstreckenzähler

in die Kassensicherungsverordnung zu

rechnen ist, sei laut Feiler derzeit nicht absehbar. jh

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Wenn der Finanzprüfer vor der

Tür steht und eine Kassennachschau

durchführen will,

inte ressieren ihn die tagesaktuellen Ge -

schäftsvorfälle. Im Bereich der Taxis und

Mietwagen könnte er dazu auch den Taxameter

bzw. Wegstreckenzähler überprüfen,

wie aus einem BMF-Schreiben vom 2. Mai

2018 hervorgeht. Je detaillierter also zu diesem

Zeitpunkt bereits die Taxameterdaten

erfasst sind, desto klarer und zufriedenstellender

wird das Bild, das sich der Finanzbeamte

machen kann.

Um jene Taxameterdaten zu erfassen,

manipulationssicher auszulesen und steuerkonform

zu verarbeiten, bieten Taxameterhersteller

entweder eigene Lösungen an

oder stellen Schnittstellen zu Softwaredienstleistern

zur Verfügung. Hale beispielsweise

hat bereits bei der Entwicklung des INSIKA-

Verfahrens mitgewirkt und dadurch für alle

seine Produkte entsprechende Signaturlösungen.

Eine davon ist die SEI-03, die aufgrund

ihres Displays und der eingebauten

Signatur laut Meinung des Hale-Geschäftsführers

Martin Leitner für zukünftige Aufgaben

schon gut gerüstet sei. Derzeit wird

an einer Software gearbeitet, sodass vor

allem Tankbelege direkt vom Fahrer eingegeben

werden können. „Gewisse Bürotätigkeiten

werden damit ins Taxi zum Chauffeur

verlegt“, erläutert Leitner.

Hale will mit all seinen Taxametern und

Geräten sicherstellen, dass die Datenauslese

gemäß den fiskalischen Anforderungen

durchgeführt werden kann, und bietet ein

eigenes Datencenter sowie eine kostenlose

Weiterleitung der INSIKA-Daten an externe

Dienstleister wie Tesymex, Taxiwin und

Starksoft. Zusatzinformationen wie beispielsweise

die Pausenerfassung sind für

die dortigen Kunden dann allerdings mit

einem Aufpreis verbunden.

KEIN ZWEITER SERVER

Auf einen solchen Aufpreis verzichten die

Hale-Konkurrenten Semitron und Kienzle.

Bei Semitron werden die Daten aus dem

Taxameter in die Box übertragen und dort

signiert per Modem weiterübermittelt.

Wohin, wird völlig dem Kunden überlassen.

„Bei uns gibt es keinen Weg über einen zweiten

Server“, sagt Jürgen Weberpals von der

Heedfeld Taxameter GmbH mit Sitz in Bielefeld,

die für den Semitron-Vertrieb in

Deutschland zuständig sind. „Die Daten werden

als Gesamtpaket kostenfrei direkt zum

Datendienstleister geschickt. Zu den bei

einer möglichen Kassennachschau angeforderten

Einzelnachweisen aller Geschäftsvorfälle

verweist Weberpals auf die Lösungen

der externen Datendienstleister, stellt für

sein Produkt aber klar, dass die TIM-Box

auch GPS-Daten übertragen kann, sodass

Gut besucht:

Taxameterhersteller,

wie hier Hale, und

Softwareanbieter

präsentierten

manipulationssichere

Lösungen

zur Speicherung der

Taxameterdaten.

GUT VORBEREITET AUF

DIE KASSENNACHSCHAU

Bei der Kassennachschau geht es vor allem um den Nachweis einer

einwandfreien Dokumentation der Einzelaufzeichnungen. Taxameterhersteller

und Softwaredienstleister haben ihre Produkte darauf abgestimmt.

der Beginn und das Ende einer Fahrt jeweils

um die Ortsangaben ergänzt werden kann.

Als absolut neutral gegenüber allen Software-Dienstleistern

bezeichnet Kienzle

seine Firmenphilosophie. „Es wird nicht die

eine Lösung geben, die alle glücklich macht.

Jeder Taxameter sollte jede Lösung unterstützen.

Es sind Ihre Daten und Ihr Recht,

diese zu nutzen, ohne dass wir dafür Gebühren

verlangen“, sagte Michael Tasbach, Produktchef

bei Kati, auf dem GVN-Infotag in

Visselhövede (siehe Beitrag auf Seite 22).

Demzufolge konzentriert man sich bei Kati

auf den Taxameter T21 (optional auch als

T21S) als die Hardware-Variante, die mit

allen Software-Angeboten kombinierbar ist.

Auch Taxameterhersteller aus Italien

(Digitax), Spanien (Taxitronic) oder den Niederlande

(Cabman) bieten Schnittstellen zu

Softwaredienstleistern. Im Taxameterterminal

BCT von Cabman lässt sich eine TIM-

Card der Bundesdruckerei integrieren, mit

der eine Datenverschlüsselung nach dem

INSIKA-Verfahren erfolgt. Die Niederländer

arbeiten hier sehr eng mit den Datendienstleistern

Taxiwin und Tesymex zusammen.

Über eine Schnittstelle können sämtliche

Taxameterdaten in Echtzeit auf die Server

der genannten Firmen übertragen werden.

Alternativ zur TIM-Card können bei Cabman

die Daten auch über einen USB-Stick ausgelesen

werden oder über ein mit dem BCT

FOTO: Taxitimes

FOTO: Taxitimes

integriertes Modem in Echtzeit an das

Cabman-Datencenter übertragen werden.

Norbert Pahlow, der den Taxameter-

Importeur Taxitronic für Niedersachsen

betreut, versprach in Visselhövede, dass mit

dem All-in-one-Taxameter TXD70 ein Kassenabschluss

jederzeit möglich ist.

Unter dem Motto „Software trifft Hardware“

arbeitet das Hamburger Unternehmen

Taxitech als Importeur für Digitax-Taxameter

ganz eng mit dem Neubeckumer Softwarehaus

MPC zusammen. Sofern der

Taxiunternehmer das Software-Produkt

Taris nutzt, werden sämtliche Taxameterdaten

verschlüsselt übertragen und stehen im

Taxiunternehmen zur weiteren Verarbeitung

bereit. „Die Daten sind somit über Taris

komplett beim Unternehmer und werden

nicht extern gespeichert“, betont MPC-Software

Vertriebsleiter Holger Kampmann.

Das INSIKA-Verfahren kommt dabei nicht

zwingend zum Einsatz, wäre mit Digitax aber

jederzeit nutzbar. Für Torsten Poreda von

Taxitech gibt es preiswertere Systeme, die

zuverlässig die Touren und Schichten inklusive

der Summenzähler senden. „Dann sind

zumindest alle Leer- und Besetztkilometer

erfasst und auch alle Umsätze, die über das

Taxameter ermittelt wurden.“ Diese Daten

zu fälschen, sei ein normaler Taxiunternehmer

nicht in der Lage.

MPC-Software ermöglicht neben der

Schnittstelle zu Digitax auch Verbindungen

zu anderen gängigen Taxameter-Herstellern

wie Hale, Semitron und Kienzle.

Nicht ganz so breit gestreut präsentiert

sich der Systemanbieter FMS. Dort wurde

eine eigene Lösung mit Schnittstelle zu

Hale- und Semitron-Taxametern entwickelt,

Der österreichische Anbieter, über dessen

System in ganz Europa 155 Taxizentralen

mit 65.000 Fahrzeugen 190 Millionen Fahrten

pro Jahr vermitteln, nutzt für die gesetzeskonforme

Übermittlung der

Taxameterdaten einen eigenen Hub, den

Das Cabman-Team mit

Geschäftsführer Leon

Van Lier (rechts).

Für Deutschland ist

Dirk Freese zuständig

(Mitte).

Taxiunternehmer, deren Auftragsvermittlung

über das FMS-System läuft, sowieso

im Auto haben. Die Daten aus den Taxametern

werden an den FMS SmartHUBX

geschickt. Innerhalb des Hubs findet eine

AES-Datenverschlüsselung mit 256 Bit statt.

Die verschlüsselten Daten (vom TÜV zertifiziert)

werden dann in das FMS-Fiskaldatencenter

geschickt. Dort findet eine

Entschlüsselung und zeitgleich eine digitale

Signatur statt. „Das ist der Unterschied

zu INSIKA, wo im Fahrzeug eine Signatur

vorgenommen wird“, erläutert FMS-Mitarbeiter

Dieter Janoth während einer Präsentation

im Rahmen des GVN-Infotags in

Visselhövede.

Die signierten Daten werden als Einzelfahrtaufzeichnungen

in einem „intelligenten

Portal“ aufbewahrt – einmal als

unveränderbarer Taxameterdatensatz, einmal

als Buchungssatz, der nachträglich verändert

bzw. ergänzt werden kann. FMS

verfolgt dabei die Philosophie, dass damit

möglichst wenig zusätzlicher Aufwand entsteht.

Deshalb beginnt die vollständige Einzelbelegaufzeichnung

bereits im Taxi.

Ähnlich agiert auch der Auftragssoftwareanbieter

Seibt & Straub. Das Unternehmen

hat seine Vermittlungssoftware so

ausgelegt, dass bereits vom Fahrer im Taxi

alle Geschäftsvorfälle erfasst werden –

inklusive Korrekturen und weiterer Nicht-

Taxameter-Vorgänge wie Rechnungsfahrten

ohne Taxameter. Die manipulationssichere

Übertragung gewährleistet dabei eine T-Box

V2. „Geschäftsvorfälle und Kassenprotokolle

(Abschlüsse) werden im Fahrzeug sofort

signiert und verschlüsselt“, erläutert Markus

Becker während des GVN-Infotages in

Visselhövede. Auch eine INSIKA-Architektur

sei verfügbar. Die Daten werden sofort

auf ein Unternehmerportal übertragen und

in der T-Box zwischengespeichert. Somit ist

eine Sicherung der Vollständigkeit gegeben.

„Die Kassennachschau kann dadurch

INSIKA ODER KEIN INSIKA –

DAS IST HIER DIE FRAGE

Bei dem vom GVN organisierten

Infotag zur Kassennachschau

kamen in den Vorträgen der

Systemanbieter wieder einmal die

unterschiedlichen Auffassungen

zum INSIKA-Verfahren zur Sprache.

Gerrit Kuhlendahl, Geschäftsführender

Gesellschafter des Abrechnungsdienstleisters

Tesymex aus

Hamburg, hat volles Vertrauen in

INSIKA. Sein Unternehmen war an

der Entwicklung des INSIKA-Verfahrens

bei der Physikalisch Technischen

Bundesanstalt PTB beteiligt.

„Das System erfüllt alle Anforderungen“,

verspricht Kuhlendahl.

Der kleine Unterschied, bei dem

es bisher nicht ganz konform lief,

habe sich mittlerweile auch geklärt:

„Einer der wesentlichen Kritikpunkte

des BSI war der Umstand, dass

die alten TIMs nur mit 256er Hashcodes

arbeiteten. Dies wurde in den

neuen Versionen geändert.“

Ganz anders positioniert sich

Manfred Schröder vom ebenfalls

in Hamburg sitzenden Unternehmen

PayCo. Im Hinblick auf die

Aufzeichnungspflichten verwies

Schröder auf ein Memorandum des

Landesamts für Steuern Niedersachsen.

Jeder Geschäftsvorfall sei

einzeln aufzuzeichnen. Daraus muss

sich der Abfahrtsort, die Länge der

Fahrtstrecke, der Bestimmungsort,

der Fahrpreis und die Zahlungsart

ergeben. Die Aufzeichnung des

einzelnen Geschäftsvorfalls kann

auf einem Erfassungsbeleg, wie

z. B. auf einem Schichtzettel (mit

der Möglichkeit der Einzeldatenaufzeichnung),

erfolgen. Alternativ

kann die Erfassung und Archivierung

elektronisch erfolgen. Das

PayCo-Kassensystem würde diese

Anforderungen erfüllen.

jh

sowohl über das Portal als auch im Fahrzeug

vorgenommen werden“, fasst Becker zusammen.

„Es sind keine zusätzlichen Einbauten

erforderlich.“

jh

Ausführliche Beiträge zu den Taxameter-Produkten

und Leistungen der Softwareanbieter

können Sie unter www.taxi-times.com nachlesen.

Einfach im Suchfeld jeweils die Begriffe

Cabman, Digitax, FMS, Hale, Kienzle, MPC,

Payco, Seibt & Straub, Semitron, Taxitronic

und Tesymex eingeben.

24 OKTOBER/ 2018 TAXI

TAXI OKTOBER/ 2018

25


RAHMENPROGRAMM

ZUR EUROPÄISCHEN

TAXIMESSE

VERSICHERUNG

Heimvorteil: Firmenchef Maximilian Junker versichert Münchens

erste vollelektrische Jaguar-Taxiflotte.

Mitten im Taxigeschehen: Die Kölner FVO-Geschäftsstelle wird von

Michael Corzilius geleitet. Das Büro ist im Gebäude der Kölner Taxi Ruf eG.

HEIMSPIEL FÜR FVO

Mit der Eröffnung einer Kölner Geschäftsstelle ist ein deutschlandweit agierender

Taxi-Versicherungsmakler nun auch im Westen Deutschlands persönlich präsent.

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18. Oktober 2018 unter www.taxifahrzeuge.de/ankertreff

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*Preis zzgl. Mehrwertsteuer gilt für much Autohaus Kunden

bzw. für Abonnenten der Taxi Times,

Regulärer Nettopreis: 88 Euro

1. November

18:00 - 01:00

Kölner Altstadtufer

Schifffahrt

19:00 - 22:30

FOTOS: TAXI TIMES, FVO

Die Adresse, unter der man seit dem 1. August 2018 in der

Domstadt als FVO Versicherungsmakler – Geschäftsstelle

Köln – firmiert, ist den ortsansässigen Kölner Kollegen

nur allzu bekannt: Bonner Wall 37. Hier tauchen die Kollegen

regelmäßig auf, weil sie fast alle Mitglied der Kölner Taxizentrale

sind und ihre Zentrale eben dort ihre Verwaltung und Vermittlung

beherbergt. FVO ist hier nun als Mieter ins Souterrain eingezogen.

Filialleiter Michael Corzilius betreut von hier aus sowohl die

Bestands- als auch Neukunden. Nicht nur die Kölner, sondern auch

Taxibetriebe im restlichen NRW inklusive Ruhrgebiet, in Mitteldeutschland,

Rheinland-Pfalz und Hessen.

MÜNCHEN, BERLIN – UND JETZT KÖLN

„Es war der Wunsch von vielen Kunden aus der Region, dass wir

doch auch persönlich vor Ort sein sollten“, nennt Maximilian Junker

den Grund, warum er neben einer Geschäftsstelle in Berlin

nun auch in die viertgrößte Stadt Deutschlands expandiert ist. Der

Hauptsitz liegt im Süden Münchens.

Corzilius ist ein erfahrener Versicherungskaufmann, der den

Beruf bereits 1984 in einer dreijährigen Ausbildung gelernt hat

und seitdem mit Schwerpunkt Kfz-Versicherung für diverse Versicherer

tätig ist – die letzten 18 Jahre im gewerblichen Kfz- und

Flottenversicherungsgeschäft bei einem Bremer Makler. Auch bei

FVO in Köln wird Corzilius sein Hauptaugenmerk auf Kfz-Versicherungen

legen, und er hofft im neuen Standort auf viele neue

Kunden – ganz egal, ob Einzel- oder Mehrwagenunternehmer.

Vor allem Neustarter in der Taxibranche wollen Junker und

Corzilius mit einem Spezialangebot für FVO begeistern (gilt für

ganz Deutschland). „Existenzgründer werden bei uns in der

Schadenfreiheitsklasse 3 eingestuft“, berichtet Junker. „Das

bedeutet 50 Prozent Nachlass auf den Normaltarif.“ Für eine in

Köln zugelassene neue Mercedes E-Klasse 200 CDI wird somit

eine monatliche Prämie von 283,33 Euro fällig, für einen Prius

Plus Hybrid 1,8 Liter 293,18 Euro. Versichert ist das Taxi dann

Vollkasko mit einer Selbstbeteiligung über 500 Euro bzw.

150 Euro bei Teilkaskoschäden und ohne Beteiligung bei Haftpflichtregulierungen.

FAST EIN FÜNFTEL ALLER TAXIS

„Der Einsteigertarif wurde in den ersten Wochen hier in Köln

schon zahlreich in Anspruch genommen“, berichtet Corzilius, was

die Anteilsquote im Taximarkt weiter ansteigen lässt. „Rund

10.000 Taxis, also rund 18 Prozent, sind bei FVO versichert“, ist

Firmenchef Junker sichtbar stolz. Auf der Europäischen Taximesse

sollen noch mehr Kunden dazukommen – schließlich tritt man

diesmal als bayerischer Gast mit Heimvorteil an.

jh

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TESTFAHRT

Outlanderpräsentation

im Bergischen Land.

An der Ladestation.

Outlander Cockpit.

Zeitloser Chic von vorn.

Kofferraum mit

230-V-Steckdose.

EIN FÄHIGES TAXI ZUM

ERSTAUNLICHEN PREIS

Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander – von dem Zungenbrecher-Namen

sollte sich niemand abschrecken lassen. Das Modell 2019 erweist sich

als praktikables Taxi, das allen umweltpolitischen Anforderungen genügt

und dabei auch noch bezahlbar ist.

Mitsubishi ist ein großer japanischer Industriekonzern,

der alles Mögliche baut – seit 1917 auch Autos. Mitsubishi

Motors wurde erst 1970 als selbstständige Firma

ausgegliedert. Technisch waren die immer sehr innovativ, als man

Vierradantrieb in Pkw salonfähig machte, den ersten Diesel-Direkt-

Einspritzer fabrizierte etc. Und jetzt eben jenen Plug-in Hybrid,

dessen Name „Outlander“ in deutschen Ohren wie Ausländer

klingt, aber eher einen Naturburschen meint, der draußen lebt.

Da hätte man keinen treffenderen Namen finden können, denn

dieser Outlander ist ein echter Naturbursche. Auf holprigen Waldwegen

mit extremen Steigungen, Gefällen und tiefen Pfützen

kommt er gut zurecht.

GELÄNDEWAGEN FÜR HOLPRIGE STRASSEN

„Was brauche ich einen Geländewagen?“, wird der scharf kalkulierende

Taxiunternehmer jetzt fragen. Braucht er nicht, wenngleich

die innerstädtische Straßeninfrastruktur auch immer

holpriger wird. Der Outlander weist mit seiner Geländegängigkeit,

wie mit einigen anderen Eigenschaften, in die Zukunft. Bis alle

Straßen saniert sind, vergehen noch Jahre. Da könnte ein entsprechend

angepasstes Fahrwerk durchaus angebracht sein.

Ernsthaft geht es darum aber gar nicht. Die Off-Road-Fähigkeiten

des Outlander sind vielmehr ein Nebenprodukt seines ziemlich

genialen Vierradantriebs, der auch im Taxi-Normalbetrieb Vorteile

bringt. Der Plug-in Hybrid verfügt über einen besonders fortschrittlich

gesteuerten Benzinmotor (Leistung: 135 PS bei 4.500

1/min, 211 Nm bei 4.500 1/min), einen Elektromotor (Leistung:

82 PS, Drehmoment: 137 Nm), die beide auf die Vorderachse wirken,

und einen weiteren Elektromotor (Leistung: 70 kW/95 PS,

Drehmoment: 195 Nm), der auf die Hinterachse Einfluss nimmt.

Diese Dreifachmotorisierung schafft den Allradantrieb und

durch entsprechende elektronische Steuerung nebenbei die Geländegängigkeit,

und zwar ohne gewichtsträchtige Kardanwelle und

Sperrdifferenziale. Der Plug-in Hybrid Outlander wiegt mit allem

Drum und Dran knapp unter zwei Tonnen. Damit ist er zwar kein

Leichtgewicht, aber im Vergleich zu manchem Pseudo-Geländewagen,

der keinen schweren Fahr-Akku dabeihat und auch sonst

viel weniger kann, eben auch nicht besonders schwer.

SCHÜTZT VOR FAHRVERBOTEN

Als Plug-in Hybrid kann er rund 50 Kilometer weit mit Strom aus

der Steckdose fahren und ist damit nach den geltenden Regeln

förderfähig – und, was in naher Zukunft besonders wichtig ist,

vor drohenden Fahrverboten sicher.

Die offiziell exakt mit 54 km angegebene elektrische Reichweite

und die Verbrauchsangaben von Kraftstoff: 1,8 l/100 km, Strom:

FOTOS: Wilfried Hochfeld

14,8 kWh/100 km und CO2: 40 g/km kombiniert nach (altem)

NEFZ dienen ausschließlich dem Vergleich und dürften, wie allgemein

üblich, mit der Wirklichkeit im Straßenverkehr wenig zu

tun haben.

SCHNELLLADEN IN 25 MINUTEN

Das Aufladen der Fahrbatterie dauert an einer 16-A-Haushaltssteckdose

(weniger empfehlenswert) bzw. an einer entsprechenden

Wall-Box oder Ladestation (besser) 5,5 Stunden. Beim ebenfalls

ohne Zusatzausrüstung möglichen Schnellladen werden nach

25 Minuten 80 % der Kapazität erreicht. Ansonsten funktioniert

der Outlander wie ein herkömmlicher Hybrid ohne Plug-in. Wäh-

rend der Fahrt wird der Akku durch Energierückgewinnung immer

wieder nachgeladen. Der Grad der Rekuperation

ist wie mit einer Gangschaltung regelbar.

Der Anteil rein elektrischer Fahrt

wird so gerade im Stadtverkehr

weiter erhöht. Energiefluss,

Ladezustand, Anteil elektrischer

Fahrt in Prozent

und vieles mehr

kann man sich im Borddisplay

anzeigen lassen.

Außerdem kann der

Outlander den Strom auch

wieder abgeben. Im Kofferraum

befindet sich eine

230-V-Steckdose (nicht in der

preisgünstigsten Ausstattungsvariante), an der der Strom-

Tagesbedarf eines Einfamilienhauses abgezapft werden kann. Mit

frischem Kaffee aus einer dort angeschlossenen Kaffeemaschine

… und von hinten.

wurde das während der Testfahrten mitten im Wald eindrucksvoll

demonstriert. In der Fachöffentlichkeit wird genau diese Bidirektionalität

des Stromflusses viel diskutiert. Die Rede ist von Elektroautos

als temporäre Stromspeicher im sogenannten Smart-Grid

(intelligentem Stromnetz). Der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander

ist das einzige mir bekannte serienmäßige Elektro-Auto, das

diese Technik beherrscht.

Die Fahrleistungen sind für den Taxigebrauch mehr als ausreichend.

Die Inneneinrichtung ist praktisch und robust, ohne teure

Verzierungen, das Äußere von schlichter Eleganz. Die Platzverhältnisse

sind großzügig, die Einstiegshöhe ist bequem. Der Kofferraum

ist mit einem Ladevolumen von min./max. 463/1.602 l

und zusätzlicher Unterflur-Cargobox (35 l) anständig.

Das alles gibt zusammen mit dem Taxipaket von INTAX, das

man beim Mitsubishi-Händler gleich mitbestellen kann, ein Taxi,

wie man es sich wünscht. Der Outlander, Modelljahr 2019 (ab sofort

im Handel), ist um 2.000 Euro billiger als der Vorgänger bei besserer

Ausstattung. Was heißt das? Die drei Ausstattungsvarianten

kosten laut Liste wie folgt: „Basis“ 37.990 Euro, „Plus“ 44.990 Euro

und „Top“ 49.990 Euro. Abzüglich aller Prämien und Rabatte

kommt man auf rund 30.000 (Basis), 37.000

(Plus) und 42.000 (Top) Euro.

AB 25.200 EURO

Bis voraussichtlich April

2019 bekommt man noch

ein „Intro Edition Paket“ mit

zusätzlicher Ausstattung

im Wert von etwa

2.000 Euro dazu. Wie

sich das Taxipaket niederschlägt,

ist noch nicht

raus.

Wer mit der Basis-

Version zufrieden ist

und auf ein paar besondere technische Leckerbissen verzichtet,

bekommt für unglaubliche 25.200 Euro netto ein großes, voll

zukunftsfähiges Taxi. Ein Angebot, das man kaum ablehnen kann.

Auch für Taxikunden, die mit ihrem Geld nicht länger die traditionellen

Taxi-Anbieter unterstützen wollen, weil die ihre

Zukunft darin sehen, Mobilität ohne das mobilste Gewerbe der

Welt zu verkaufen, wäre dieses Taxi eine Alternative. Von Mitsubishi

ist bislang keine Beteiligung an irgendwelchen „experimentellen“

Mobilitätsdiensten oder Fahrtenanbietern à la Uber

bekannt.

wh

28 OKTOBER/ 2018 TAXI

TAXI OKTOBER/ 2018

29


TESTFAHRTEN

TESTFAHRTEN

CADDY MAXI TAXI –

WAS SICH REIMT,

IST GUT

Auch der Müllwagen tankt Erdgas –

der Caddy war deutlich schneller abgefüllt.

Ab vier Erwachsenen

wird’s auf der zweiten

und dritten Sitzreihe

gemütlich.

Der Volkswagen Caddy ist in der

Taxibranche als zuverlässiges

Lastentier mit sparsamem Dieselmotor

bekannt. Bei den aktuell

steigenden Spritpreisen kann

der Gasantrieb nun wieder

eine Alternative werden.

… Per Taxi mit vier

Koffern zum Bahnhof?

Kein Problem.

Nichts dran auszusetzen:

Das Cockpit ist ordentlich

und funktionell gestaltet.

Dem Caddy Maxi Taxi TGI

BlueMotion sieht man nicht

an, dass er mit CNG fährt.

Die Rede ist vom Caddy Maxi TGI BlueMotion mit CNG-

Gasantrieb. Diese Antriebsvariante hat beim Caddy schon

eine lange Tradition, denn bereits im Vorgängermodell

unseres Testwagens, genauer seit 2006, gibt es den Caddy, damals

noch unter dem Label EcoFuel, als Gasauto – mit Erfolg. Immer

mehr Hersteller haben mittlerweile ein Gasauto im Portfolio. Allen

voran ist aber der Volkswagen Konzern mit seinen verschiedenen

Marken der größte Anbieter. Auch für das Taxigewerbe werden

die Fahrzeuge immer interessanter, denn laut Volkswagen Nutzfahrzeuge

kann man mit einem CNG Caddy rund 50% der Betriebskosten

einsparen. Und das soll so funktionieren.

900 ERDGAS-TANKSTELLEN

Die aktuellen Dieselpreise steuern unaufhaltsam in Richtung 1,40

Euro pro Liter Diesel, während der Kraftstoff CNG, steuerlich subventioniert

bei ca. 1,15 Euro pro Kilogramm steht, Hinzu kommt,

dass ein Kilo CNG im Vergleich zu einem Liter Benzin die 1,5 fache

Menge an Energie enthält. Man muss nur eine Tankstelle finden,

die CNG, nicht zu verwechseln mit dem Flüssiggas LPG, anbietet.

In Deutschland tun das mittlerweile über 900 Tankstellen. Auch

im Ausland kann man das Gas tanken. Wo genau, dass lässt sich

via Smartphone , beispielsweise mit der gibgas CNG App jederzeit

herausfinden.

CNG steht übrigens für Compressed Natural Gas und war bislang

immer als Erdgas bekannt. Dieser Name soll aber zunehmend

in Vergessenheit geraten, denn ein fossiler Brennstoff, welcher

CNG nun mal zum Teil auch ist, hat aus umwelttechnischer Sicht

keine gute Lobby. Aber, neben den günstigen Betriebskosten (siehe

oben), spricht eben genau die Umwelt für den Kauf eines CNG

Caddy. Konkret sollen rund ein Viertel des Kohlendioxids, drei

Viertel der Kohlenwasserstoffe, über die Hälfte der Stickoxide und

rund 35 % weniger Ruß aus dem Auspuff des Caddys kommen.

Tankt man sogar nachhaltig hergestelltes Biomethan, dann geht

der CO 2

-Ausstoss gegen null. Unterm Strich bietet ein Gasauto

also geringe Emissionen in Verbindung mit geringeren Betriebskosten.

Ein Grund, den Caddy Maxi TGI BlueMotion genauer

anschauen.

Interessanterweise sieht man auf den ersten Blick nur einen

Caddy Maxi mit Taxipaket. Bis auf ein lautes Plopp beim Anstellen

der Zündung, was nach dem Öffnen eines Ventils klingt, und einer

zweiten Tankanzeige im Armaturenbrett wird man kaum Unterschiede

finden. Das ändert sich auch bei laufendem Motor nicht.

Im Zweifel fühlt sich der Caddy an wie ein klassischer Benziner.

Und gewissermaßen ist er das ja auch, denn an der gewohnten

Stelle unter dem Tankdeckel sitzt, wie gehabt, der Einfüllstutzen

für Benzin, denn einen Benzintank hat der Caddy weiterhin. Dieser

fasst ca. 13 Liter und soll für rund 200 zusätzliche Kilometer

gut sein. Der Tank ist notwendig, um bei schwierigen Witterungsverhältnissen

den Motor zu starten. Gleichzeitig ist der Tank ein

zusätzliches Argument gegen die immer noch ganz latent vorhandene

Reichweitenangst. In der Praxis merkt man davon allerdings

nichts, denn das Umschalten zwischen den beiden Kraftstoffen

geschieht vollautomatisch und gänzlich unbemerkt.

FÜR CNG MODIFIZIERT

Wenn auch der Caddy, oberflächlich betrachtet, ein ganz normales

Auto ist, so hat Volkswagen doch viel dafür getan, damit das Fahrerlebnis

wie bei einem klassischen Benziner ist. Unter dem eher

funktionalen Blechkleid steckt allerdings viel Entwicklungsarbeit.

Beispielsweise die Gastanks, aber auch der Motor, genauer der

Kurbeltrieb samt Ventiltrieb und Zylinderkopf wurde für den Kraftstoff

CNG modifiziert. Das ist notwendig, weil CNG mit über 130

FOTOS: Taxi Times

Oktan über eine deutlich höhere Energiedichte im Vergleich zu

Benzin verfügt und deutlich heißer verbrennt. Dies ist übrigens

auch der Grund, warum unser Testwagen doppelt so oft zu einem

Ölwechsel antreten muss, als ein Caddy ohne Gasantrieb. Durch

die hohen Verbrennungstemperaturen werden die Additive im

Motoröl vorzeitig in Mitleidenschaft gezogen.

Im Testwagen werden dank Turboaufladung aus 1,4 Litern

Hubraum 110 PS Leistung und 200 Nm Drehmoment geschöpft,

was zumindest auf dem Papier mehr als ausreichend ist. Im realen

Betrieb, würde man sich allerdings schon ein wenig mehr Drehmoment

wünschen. Zumal kurze Beschleunigungen das sechsstufige

DSG-Getriebe mit Zurückschalten und einer hohen Drehzahl

quittiert

470 MILLIMETER MEHR RADSTAND

Der Caddy Maxi kann mit einem Basis Taxipaket geordert werden.

Darin ist die Vorbereitung für einen Taxameter mit eine Aufbaukonsole

inklusive. Auf Wunsch ist auch ein Spiegeltaxameter

erhältlich. Alle weiteren taxirelevanten Umbauten, wie der Taxialarm,

die Vorrüstung für das Taxischild oder die Funkvorbereitung

können oder besser müssen optional bestellt werden. Die

von uns getestete Langversion unterscheidet sich vom klassischen

Caddy in erster Linie durch den um 470mm gewachsenen

Radstand. Der Längenzuwachs kommt einer dritten Sitzreihe zugute,

die in unserem Testwagen zusätzlich zwei Personen Platz

bietet. Die wickelbare Zusatzbank macht sich auf der Rechnung

mit 730 Euro netto zusätzlich bemerkbar, ist aber eine sinnvolle

Ergänzung.

Mit fast 4,87 Metern Gesamtlänge fährt sich der Caddy auf

längeren Strecken sehr schön. Muss man häufig in enge Parklücken,

sind die optionalen Parksensoren oder die Rückfahrkamera

extrem hilfreich. Bei häufigen Spurwechsel im fließenden Verkehr

würde man sich trotzdem größere Außenspiegel wünschen.

Der Caddy und der Caddy Maxi werden häufig als Basis für

Rollstuhlumbauten genutzt, die auch direkt über Volkswagen Nutzfahrzeuge

und dem Taxiansprechpartner Joachim Flämig geordert

werden können. Viele Umrüster setzen auf den flexiblen Van. Leider

gibt es für den Caddy TGI BlueMotion keine Umbaulösung, da

die Gastanks zum Teil auch unterhalb des Hecks verbaut sind.

Obwohl es bislang noch keine offiziellen Zahlen für das Modelljahr

2019 gibt, soll der Caddy Maxi TGI BlueMotion mit Taxi -

paket und mit der fahrverbotssicheren Abgasnorm Euro 6d-TEMP

in der günstigsten Conceptline Ausstattung bei 22.400 Euro netto

starten.

Bereits im Einstiegsmodell sind viele Assistenzsysteme, wie

beispielsweise die City-Notbremsfunktion, eine Multikollisionsbremse

und die klassischen elektronischen Stabilisierungsprograme

verbaut. Interessant: Beim TGI BlueMotion gehört die

Müdigkeitserkennung, genau wie ein Tempomat bereits zur Standardausstattung.

TAXI-GARANTIE BIS 500.000 KILOMETER

Der Caddy Maxi TGI BlueMotion ist ein Allrounder, der zwar viel

verspricht, aber auch viel halten kann. Ein gutes Gefühl gibt auch

die inbegriffene Taxi Garantie. Sie gilt bis zu einer Laufleistung

von 500.000 Kilometern, verspricht im Schadensfall ein Ersatzfahrzeug

und versichert unter anderem auch Komponenten der

Gasanlage. Der vergleichsweise geringe Anschaffungspreis in

Verbindung mit den günstigen Betriebskosten und den guten Emissionswerten

machen den Caddy TGI BlueMotion zu einem guten

Gesamtpaket, welches ganz individuell auf die Ansprüche jedes

Taxiunternehmens konfiguriert werden kann.

sg

30 OKTOBER/ 2018 TAXI

TAXI OKTOBER/ 2018

31


GASTKOMMENTAR

KLEINANZEIGEN

LEIHTAXIS

VERKAUF/VERMIETUNG

ALLES

DIKTAT,

ODER WAS?

»Ach, was muss man oft von bösen Buben

hören oder lesen.« – So hätte es wohl

Wilhelm Busch formuliert, wenn er aus dem,

was kürzlich publik wurde, eine

Lausbubengeschichte hätte schreiben müssen.

Da wird doch tatsächlich öffentlich,

dass die „Revolutionäre für eine

bessere Mobilität“ quasi ihren

Wunschzettel zur Deregulierung des deutschen

Personenbeförderungsrechts als

Textbaustein an die zuständigen Mitglieder

des Bundestags bzw. seiner Ausschüsse

übersandt haben, verbunden mit der nachdrücklichen

Bitte, dies in Gesetzesform zu

gießen!

Nicht verwunderlich, wenn man den

enormen finanziellen Aufwand betrachtet,

den Uber und Konsorten in ihre Lobbyarbeit

investieren, damit – sicher zum Wohl

der Verbraucher – endlich der digitale Fortschritt

auch in Deutschland ankommt.

Mein Gott, sind wir alle rückständig: Befördern

täglich Millionen von Menschen –

gleich welchen Alters und welcher

Herkunft – von A nach B, zu festgelegten

Preisen, 24 Stunden, 365 Tage im Jahr.

Taxiunternehmen unterwerfen sich im

öffentlichen Interesse der Beförderungspflicht,

Betriebs- und Tarifpflicht, versuchen

individuelle Beförderungswünsche zu

erfüllen und „verlässlich und modern“ zu

sein – und dann so etwas: alles auf Anfang,

jede Differenzierung weg. Stattdessen neue

Marktteilnehmer im Rahmen der Novellierung

von Pflichten entbinden, deren Rechtfertigung

sich aus der ÖPNV-Funktion zum

Schutz der Verbraucher ergibt, aber offensichtlich

von den neuen Marktteilnehmern

als Hemmnis der Digitalisierung ausgemacht

wird.

Und solche Änderungen werden dann einfach

den Verantwortlichen im Bundestag

wie ein Wunschzettel diktiert? Normalerweise

müsste ein Aufschrei durch die Republik

hallen, aber es geht ja wieder einmal

nur um das Taxigewerbe, den Hort der Steuerbetrüger,

Konzessionshändler und renitenten

Behördenquäler.

Und da liegt genau das Problem, der völlig

falsche Denkansatz: Mehr als 60.000

zumeist Kleinunternehmer kämpfen um

»Die Digitalisierung

ist nichts anderes

als das Diktat neuer

Marktteilnehmer.«

ihre Existenz. Beschäftigen sozialversicherungspflichtig

nur 250.000 Mitarbeiter

und tragen so natürlich nur einen ganz

geringen Anteil zu unserem Bruttosozialprodukt

bei.

Anders als die Global Player Uber, Lyft

oder auch die Mobildienste der Autoindustrie,

die als systemrelevant erkannt werden,

aber in Wahrheit nur Anlagestrategien,

bestenfalls Abschreibungsobjekte oder wie

Google u. a. nur globale Marktdirigenten

sind, die bei uns noch keinen Euro Steuern

bezahlt haben oder bezahlen werden.

Die Unternehmer wissen um das Problem,

werden an verschiedenen Standorten

demonstrieren und versuchen, ihre Positionen

– völlig zu Recht – deutlich zu

machen, sich ein Gehör zu verschaffen.

Verbände müssen ihre Bemühungen

verstärken, müssen auch den Schulterschluss

mit den großen unabhängigen Zentralen

suchen und dürfen nicht müde

werden, allen politisch Verantwortlichen

klarzumachen, dass die sogenannte Digitalisierung

nichts anderes ist als das Diktat

neuer Marktteilnehmer, die ihre Position

nur dann nutzen wollen, wenn der Rahmen

ihren genauen Vorstellungen entspricht.

So weit kann und darf es nicht kommen!

Also bitte, verweigert das Diktat! au

Axel Ulmer ist ausgebildeter Volljurist mit

Schwerpunkt Verwaltungsrecht/PBefG und

FOTOS: Wikipedia / cc-Lizenz, Taxi Times

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6 Ausgaben pro Jahr

DAS DUTZEND

DES GRAUENS

FOTO: Stanislav Statsenko,Taxi Times

Mit einer Fotodokumentation zeigt die Regionalaus -

gabe von Taxi Times Berlin die täglichen Verfehlungen

der Uber-Fahrer. Parallel wird intensiv über eine

Kommunikationsstrategie diskutiert.

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte“,

heißt es in einem Sprichwort. Die

Regionalausgabe der Taxi Times

Berlin zeigt gleich zwölf solcher Bilder, auf

denen Uber-Fahrer zu sehen sind, die sich

nicht an die Rückkehrpflicht halten und

darüber hinaus auch noch die (Halte-)Bereiche

besetzen, die eigentlich nur dem Taxigewerbe

vorbehalten sind. Als „Dutzend

des Grauens“ hat die Berliner Taxi Times-

Redaktion diese Collage intern bezeichnet,

Blacky Horror Picture Show lautet der Slogan

auf dem Titel-Cover.

Die Geschichte klagt mal wieder die

Untätigkeit der zuständigen Berliner Aufsichtsbehörde

an, was in etlichen vorherigen

Ausgaben auch schon thematisiert

wurde. Da aber tausend Wörter (und mehr)

bisher keine Wirkung gezeigt haben, probiert

es die Berliner Redaktion nun mit

besagten zwölf Bildern.

Es ist schade, dass ausgerechnet die

Hauptstadt rechtsfreie Räume zulässt, was

zweifellos in den Verantwortungsbereich

jenes Regierenden Bürgermeisters fällt, der

ansonsten eine eher taxifreundliche und

zukunftsgewandte Taxipolitik betreibt. Berlin

fördert beispielsweise die Hybrid- , Elektro-

und Inklusionstaxis. Berlin hat auch

ein Mobilitätsgesetz gestartet, das bei positiver

Resonanz auch auf andere Bundesländer

übertragen werden soll.

Grund genug für unsere Berliner Redaktion,

dessen Inhalte genauer unter die Lupe

zu nehmen. Überraschendes Fazit: Dieses

Mobilitätsgesetz könnte zum Plan B werden,

mit dem die Taxibranche weiterhin als

wichtiger Bestandteil des ÖPNV seine

Daseinsberechtigung behalten könnte.

Selbst dann, wenn bei der geplanten Änderung

des PBefG der worst case eintritt und

die Säulen des Taxibetriebs (Tarif- und

Beförderungspflicht) eingerissen werden.

Um das zu verhindern, braucht es die

richtige Kommunikation, die passenden

Worte und schlagkräftige Argumente,

mit denen der Fahrgast als Verbündeter

ge wonnen wird. Taxi Berlin hatte dazu

gemeinsam mit der vom BZP engagierten

Beratungsagentur „elephantlogic“ zu einer

Strategiediskussion geladen. Der Saal war

brechend voll, die Besucher hatten neben

mancher (Selbst-)Kritik auch viele gute

Ideen. Selbst die Verlagsredakteure haben

sich eingebracht. Der Bericht, der daraus

nun entstanden ist, strahlt eigentlich weit

über Berlin hinaus. Noch ein Grund mehr,

diese Ausgabe auch anderswo zu lesen.

Bestellbar über Internet bzw. per E-Mail an

info@taxi-times.taxi.

jh

IMPRESSUM

Verlag

taxi-times Verlags GmbH

Frankfurter Ring 193 a

80807 München, Deutschland

Telefon: +49 (0)89/14838791,

Fax: +49 (0)89/14838789

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Internet: www.taxi-times.taxi

Geschäftsführung: Jürgen Hartmann

Bankverbindung

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BIC: SSKMDEMM

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Handelsregister: Amtsgericht München

HRB 209524

Redaktion (redaktion@taxi-times.taxi)

Simon Günnewig (sg),

Jürgen Hartmann (jh, V.i.S.d.P.),

Mitarbeiter dieser Ausgabe

Wim Faber; Wilfried Hochfeld (hf);

Thomas Müller (tm), Axel Ulmer (au)

Grafik & Produktion

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Martina Jacob, Stephan Krause,

Iris Lutterjohann;

Raufeld Medien GmbH,

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Anzeigenleitung, Online-Verkauf, Vertrieb

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Druckteam, Maik Roller & Andreas Jordan GbR,

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Taxi Times DACH erscheint

seit 2016

Erscheinungsweise 6 x pro Jahr

Heftpreis: 4,80 €, Jahres-Abo: 35 €

ISSN-Nr.: 2367-3834

Weitere Taximagazine aus dem Taxi-Times Verlag:

Taxi Times Berlin

Taxi Times München

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Taxi Times ist Ihr Fachmagazin mit Taxithemen aus Deutschland,

Österreich und der Schweiz und immer auch mit einem Blick auf

die internationale Taxi-Szene. Was machen die anders, welche

Entwicklungen kommen auch auf uns zu?

Für das regional agierende Taxigewerbe bieten wir mit Taxi Times

die Möglichkeit, sich auch über die regionalen Grenzen hinaus

zu informieren. Durch eine hohe Kompetenz– unsere Redakteure

stammen größtenteils selbst aus der Taxibranche – informieren wir

www.taxi-times.taxi/Heftbestellung

oder per E-Mail:

oder per Fax:

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stets mit dem Blickwinkel aus dem Gewerbe für das Gewerbe. Taxi

Times zeigt, wie auf die großen Veränderungen und auf politisch

motivierte Gesetzesregelungen reagiert wird, und hält Sie über die

Entwicklung neuester Techniken auf dem Laufenden.

Es wird Zeit, sich bei der Suche nach Lösungen untereinander

zu vernetzen, es wird Zeit, über den Tellerrand der eigenen Region

hinauszublicken.

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