Bahnsport 12/2018

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Zum Eisspeedwaysaisonabschluss geht es 2019 erneut ins holländische
Heerenveen. Der nimmermüde Eisspeedwayclub aus Assen veranstaltet
die letzten beiden WM-Finals zum dritten Mal in Heerenveen.
Heerenveen ist eine Gemeinde in der niederländischen Provinz Friesland,
zählt zirka 50.000 Einwohner und liegt zirka 60 Kilometer südwestlich
von Groningen. Vor über 30 Jahren, 1987, fand dort das Team-WM-Finale
statt. Allerdings wurde das Eisstadion komplett neu gebaut, nur der Name
Thialf ist geblieben. Das Stadion ist komplett überdacht.
Das Konzept der Assener bleibt wie gehabt. Das Rennwochenende startet
am Freitagabend, 29. März, mit dem traditionellen Roelof-Thijs-Pokal, bei
dem die „Nicht-WM-Fahrer“ sicher wieder Kopf und Kragen riskieren werden,
um am Ende die begehrte Trophäe in Händen zu halten. Weiter geht
es am Samstagabend, 30. März, um 18:30 Uhr mit WM-Finale 9 und am
Sonntag, 31. März, um 13:30 Uhr mit WM-Finale 10...

48. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 12/18

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

X-mas

Greets

IM INTERVIEW

Speedway-Weltmeister

Tai Woffinden

IM INTERVIEW und in den USA: Martin Smolinski


Dimitri Koltakow ist als amtierender Eisspeedway-Weltmeister

als einziger Fahrer bereits für

die WM-Endrunde 2019 qualifiziert; hier vor

dem letztjährigen Vizeweltmeister Daniil Iwanow

29.-31.3. HEERENVEEN

WM-FINALS + ROELOF-THIJS-POKAL

Zum Eisspeedwaysaisonabschluss geht es 2019 erneut ins holländische

Heerenveen. Der nimmermüde Eisspeedwayclub aus Assen veranstaltet

die letzten beiden WM-Finals zum dritten Mal in Heerenveen.

Heerenveen ist eine Gemeinde in der niederländischen Provinz Friesland,

zählt zirka 50.000 Einwohner und liegt zirka 60 Kilometer südwestlich

von Groningen. Vor über 30 Jahren, 1987, fand dort das Team-WM-Finale

statt. Allerdings wurde das Eisstadion komplett neu gebaut, nur der Name

Thialf ist geblieben. Das Stadion ist komplett überdacht.

Das Konzept der Assener bleibt wie gehabt. Das Rennwochenende startet

am Freitagabend, 29. März, mit dem traditionellen Roelof-Thijs-Pokal, bei

dem die „Nicht-WM-Fahrer“ sicher wieder Kopf und Kragen riskieren werden,

um am Ende die begehrte Trophäe in Händen zu halten. Weiter geht

es am Samstagabend, 30. März, um 18:30 Uhr mit WM-Finale 9 und am

Sonntag, 31. März, um 13:30 Uhr mit WM-Finale 10.

Mit Sicherheit wird das Saisonfinale genauso gut organisiert sein wie im

Vorjahr an gleicher Stelle. Fahrer-technisch können wir hier noch nicht

viel sagen, da am 12. Januar ja erst mal die beiden Qualifikationsrennen

im finnischen Kauhajoki und im schwedischen Örnsköldsvik anstehen.

Dort starten von deutscher Seite Max Niedermaier, Tobias Busch und Stefan

Pletschacher (Finnland) und Günther Bauer und Hansi Weber sowie

Luca Bauer mit italienischer Lizenz (Schweden). Drücken wir die Daumen,

dass wir den ein oder anderen in Heerenveen sehen werden. Fest rechnen

wir natürlich auch mit Franz Zorn und Harald Simon. Bei den Schweden

planen wir schon mal mit Newcomer Martin Haarahiltunen, Ove Ledström

und Niclas und Stefan Svensson. Aus Russland dürften „die üblichen Verdächtigen“

dabei sein – Weltmeister und Titelverteidiger Dimitri Koltakow,

Vizeweltmeister Daniil Iwanow, Igor Kononow und Exweltmeister Dimitri

Komisewitsch – aber mit Sicherheit auch wieder ein „GP-Neuling“.

Für die heimischen Fans drücken wir die Daumen, dass auch ein Holländer

den Sprung in die Endrunde schafft, und wenn nicht, gibt es ja noch die

Wildcards. Freuen wir uns also auf ein spannendes Saisonfinale mit einem

krönenden Abschluss.

Termin: 29. bis 31. März 2019

Eisspeedway-WM - Finale 5 - Heerenveen/NL

Freitag 29 - Sonntag 31 März

Freitag 29. März

18:30 Uhr

Roelof Thijs Pokal

Samstag 30. März

18:30 Uhr

WM Finale

Sonntag 31. März

13:30 Uhr

WM Finale

2019 FIM Ice Speedway

Gladiators World Championship

Final 5

Bestellen Sie Ihre Tickets online

www.ijsspeedway.nl


Im Interview: Langbahn-Weltmeister Martin Smolinski • Foto: David Reygondeau/goodshoot.com 6

INTERVIEW

Martin Smolinski 6

Tai Woffinden 14

FEIERN/EHRUNGEN

NBM-Tagung/Ehrung Wittstock 10

SBM-Tagung/Ehrung Landshut 12

X-MAS GREETS

Weihnachtsgrüße 16

GRASBAHN

Neuenhasslau 23

10

Zum Titelbild: Tai Woffinden • Foto: Jarek Pabijan

SPEEDWAY

Wittstock 20

Parchim 21

Neuenknick 22

SONSTIGES

Vorschau Heerenveen/NL 2

People & Facts 4

Notizen 19

International 24

Termine/Bazar/Impressum 30

NBM und SBM ehrten ihre erfolgreichen Bahnsportler im November (hier v.l. Noel-Maximilian

Koch und Hannah Grundwald, Klasse Junior B II 85 ccm) • Foto: Ubbo Bandy

Ende gut,

alles gut

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe BSA-Leser,

INHALT & EDITORIAL

man kann es zwar kaum glauben, aber schon

wieder ging ein Jahr – gefühlt – schneller um als

gedacht. Die Saison ist um und somit ist jetzt

erst mal Schicht im Schacht, zumindest renntechnisch

und auf den ersten Blick gesehen.

Denn natürlich ist immer etwas los und alles hat

seine Zeit. Und jetzt ist die Zeit gekommen für

die ganzen verdienten Ehrungen, Feierlichkeiten,

Planungen schon fürs nächste Jahr und

doch auch einmal zum Verschnaufen. Und das

ist gut so. Denn alles braucht auch seinen Gegenpol

und jede Anspannung in Folge auch ihre

Entspannung! Das Jahr war auch heuer kein

leichtes und begleitet von verschiedenen Höhen

und Tiefen war es durchaus als durchwachsen

anzusehen. Da gab es zum einen viele und

teils auch schlimme Stürze, da gab es kaum Regen

und enorme Hitze, was es allen Beteiligten

rund um ein Rennen auch nicht gerade leicht

gemacht hat, da gab es unschöne Diskussionen

und Unstimmigkeiten und vieles mehr … hier

besteht also vor und hinter den Kulissen durchaus

noch Luft nach oben im respektvollen und

fairen Umgang miteinander. Aber was mich so

freut, ist, dass es das Gegenteil natürlich auch

gibt und vor allem, dass dieses überwiegt! Ich

bin nicht nur großer Fan unseres sehr speziellen

Sports, sondern vor allem auch Fan vieler

besonderer Menschen, die dieser mit sich

bringt und woraus nicht nur Sympathien, sondern

auch schon wahre Freundschaften entstanden

sind. Dafür bin ich sehr dankbar und

dies freut mich immer wieder aufs Neue rund

um die Rennbahn.

Wo wir gerade beim Thema dankbar sein sind,

ist es auch uns als Verlag ein Anliegen, uns zum

Jahresende noch einmal bei Ihnen allen zu bedanken.

Dafür, dass wir ein aufs andere Jahr gemeinsam

die Saison – Sommer wie Winter – bestreiten

in Form treuer Leser, in Form einer guten

Zusammenarbeit mit unseren Kunden und

in Form einer offenen und direkten Weise miteinander

umzugehen und alles zu besprechen,

was denn so anliegt … ganz lieben Dank auch all

„meinen“ Clubs, für die ich so gerne deren Ansprechpartnerin

bin und die ich so gerne besuchen

komme! Unterm Strich und zum Jahresende

bin ich froh, das Fazit ziehen zu können,

dass es zwar nicht immer leicht war (bzw. ist im

Leben), aber ich finde, dass es sowohl vom

Sportlichen als auch insgesamt jetzt ein gutes

Ende nimmt, unser Jahr 2018!

Und jetzt wünschen wir Ihnen allen frohe Weihnachten

mit Ihren Familien und Freunden, einen

guten Rutsch ins neue Jahr sowie vor allem Gesundheit!

Wir wünschen allen Sommerfahrern

nun ihre wohlverdiente Pause und unseren

Spikerittern einen guten Start in die nahende

Eissaison, auf die wir uns auch schon so sehr

freuen. Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben,

zögern Sie also niemals, sich auf den Weg zu

machen auf die Rennbahn, ins Stadion oder gar

einem Besuch bei Freunden! Die beste Zeit ist

immer jetzt und es gibt nix Gutes, außer man tut

es! So einfach ist das.

In diesem Sinne Ende gut, alles gut, bis bald

und auf ein glückliches 2019!

MfG

Nadine P.

Besuchen Sie uns auf

Dezember '18 BAHNSPORT AKTUELL 3


PEOPLE & FACTS

WM-Termine 2019

(alle Termine ohne Gewähr)

Eisspeedway-WM - Einzel: 12.1. Qualifikationsrunde (QR) 1, Örnsköldsvik/S;

QR 2, Kauhajoki/FIN; 2./3.2. Finale 1, Almaty/KAZ; 9./10.2. Finale

2, Schadrinsk/RUS; 2./3.3. Finale 3, Berlin/D; 16./17.3. Finale 4, Inzell/D;

30./31.3. Finale 5, Heerenveen/NL.

Eisspeedway-Team-WM: 16./17.2. Finale, Togliatti/RUS.

Speedway-WM: 8.6. QR 1, Glasgow/GB; QR 2, Zarnovica/SK; QR 3, Lamothe-Landerron/F;

10.6. QR 4, Abensberg/D; 24.8. Challenge, Gorican/

KRO.

Speedway-Grand-Prix: 18.5. Warschau/PL; 1.6. Krsko/SLO; 15.6. Prag/

CZ; 6.7. Hallstavik/S; 3.8. Wroclaw/PL; 17.8. Malilla/S; 31.8. Teterow/D;

7.9. Vojens/DK; 21.9. Cardiff/GB; 5.10. Torun/PL; Australien (Termin und

Ort noch offen).

Speedway of Nations: 4.5. Race-off 1, Ort und Land noch offen; 11.5.

Race-off 2, Ort und Land noch offen; 20./21.7. Finals, Togliatti/RUS.

Speedway-U21-WM: 25.5. QR 1, Pardubice/CZ; QR 2, Deutschland (Ort

noch offen); QR 3, Polen (Ort noch offen); 27.7. Finale 1, Polen (Ort noch

offen); 14.9. Finale 2, Lettland (Ort noch offen); 4.10. Finale 3, Tschechien

(Ort noch offen).

Speedway-Team-U21-WM: 29.6. Semifinale 1, Daugavpils/LV; Semifinale

2, Vetlanda/S; 12./13.7. Finale, Manchester/GB.

Speedway-Jugend-WM: 20./21.7. Semifinale 1, 2 und Finale, Holstebro/DK.

Langbahn-WM: 30.5. Finale 1, Herxheim/D; 15.6. Finale 2, La Réole/F;

29.6. QR, Marienbad/CZ; 7.7. Finale 3, Mühldorf/D; 25.8. Challenge,

Scheeßel/D; 7.9. Finale 4, Morizes/F; 22.9. Finale 5, Roden/NL.

Langbahn-Team-WM: 14.9. Finale, Vechta/D.

Speedway Jugend Gold Trophäe: 6.7. Finale, Vissenbjerg/DK.

Bahnsport Jugend Gold Trophäe: 14.9. Finale, Vechta/D.

Freuen sich auf 2019:

Günther Bauer,

Max Niedermaier

... Bernd Sagert und

Hans Weber

Eisspeedway-WM-

Nominierungen steht fest

Bereits zum 54. Mal werden die besten Eisspeedwayfahrer der Welt in der

kommenden Wintersaison um den WM-Titel kämpfen. Die Finalrunde wird

am ersten Februar-Wochenende im kasachischen Almaty starten und am

30./31. März findet in Heerenveen der WM-Abschluss statt. Es werden insgesamt

fünf Doppelveranstaltungen ausgetragen, um den neuen Eisspeedwayweltmeister

zu ermitteln. Vorher werden jedoch am 12. Januar

zwei Qualifikationsrunden in Skandinavien durchgeführt. Der Weltverband

hatte dem DMSB zwar fünf Startplätze zugesprochen, aber an den

Qualis werden insgesamt sechs Deutsche teilnehmen.

Im schwedischen Örnsköldsvik werden Günther Bauer und Hans Weber

an den Start gehen. Luca Bauer fuhr in der vergangenen Saison mit italienischer

Lizenz und der 20-Jährige wird auch in Schweden als FMI-Vertreter

starten. Im finnischen Kauhajoki werden Max Niedermaier, Stefan Pletschacher

und Tobias Busch um die begehrten Finalstartplätze kämpfen,

wobei die Teilnahme von „Buscher“ noch nicht hundertprozentig sicher

ist. Als Reservist hofft Markus Jell auf einen Einsatz. Von den beiden WM-

Runden qualifizieren sich jeweils sechs Fahrer für die Finalrunden. Titelverteidiger

Dimitri Koltakow wurde als Einziger für die Finals direkt gesetzt

und zwei permanente Wildcards wird die FIM nach den Qualifikationen

vergeben.

Markus Jell und Marc Geyer werden die Plätze für die Eisspeedway-EM erhalten,

die wahrscheinlich am 2./3. Februar im russischen Ufa stattfinden

soll. • Text: Georg Dobes; Foto: David Reygondeau/good-shoot.com

Franz Zorn geht

nach Russland

Am 20. November machte sich Franz Zorn auf

die Suche nach günstigen Eisbedingungen,

um sich für die kommende Wintersaison optimal

vorbereiten zu können. Der Österreicher

fuhr mit einem seiner Transporter nach Kamensk-Uralskij,

um dort an einem 14-tägigen

Trainingslager teilzunehmen. In den vergangenen

Jahren suchte der 48-Jährige in Schweden

nach guten Trainingsmöglichkeiten, aber es wurde immer schwieriger,

im Dezember entsprechende Wetterbedingungen zu finden. Nach

den Trainingseinheiten wird der 48-Jährige in Westsibirien bei den Auftaktrennen

der russischen Superliga an den Start gehen. „Franky“ wird

am 8./9. Dezember die Farben des Vereins aus Schadrinsk vertreten. Danach

geht’s wieder nach Hause, während das Auto und ein Teil seiner

Technik in Russland bleiben. Am 12. Januar wird Zorn die WM-Qualifikation

in Örnsköldsvik bestreiten und falls er sich für die Finalrunde qualifiziert,

wovon man fest ausgeht, wird er wieder nach Russland per Flugzeug

reisen. Damit will der Österreicher die lange Fahrt nach Almaty, wo die

ersten WM-Finalrunden stattfinden, vermeiden. In der letzten Saison legten

sein Team und er über 5000 Kilometer zurück und der Pilot war in der

kasachischen Hauptstadt Astana alles andere als fit. Dort erkämpfte

„Franky“ nur 5 bzw. 4 Zähler. Es ist nicht auszuschließen, dass der Saalfeldener

nach dem Russland-Trip auch in Schweden trainieren wird, aber

momentan ist es dort viel zu warm.

Franz Zorn hofft, dass sich die Veränderung auszahlen wird und seine

Leistung besser als in der vergangenen Saison sein wird. Wir drücken

Franky die Daumen!

• Text: Georg Dobes; Foto: David Reygondeau/good-shoot.com

Mathias Bartz: „Der Eichenring

ist mein Schicksal“

Auf dem Eichenring in Wolfslake begann die Speedwaykarriere von Mathias

Bartz und auf dem Eichenring in Dohren hat er sie am 13. Oktober beendet.

Beim Flutlichtrennen im Emsland nahm der Kremmener seinen Abschied

vom aktiven Bahnsport und hängte seinen Stahlschuh an den Nagel.

Zum Abschluss seiner aktiven sportlichen Karriere wollte es Mathias

Bartz noch einmal wissen. Beim Flutlichtrennen in Dohren sollte ihm in

der B-Gruppe ein Sieg gelingen, das war der größte Wunsch für sein letztes

Rennen.

Und es gelang. Aber einfach war es

nicht. Nachdem der 33-Jährige aus

Kremmen im Landkreis Oberhavel

in Brandenburg in seinem zweiten

Heat auf dem ultrakurzen Speedwayoval

in Dohren einen kuriosen

Dreher mit abschließendem Halbüberschlag

hingelegt hatte, geriet

die Finalteilnahme damit schon

leicht außer Sichtweite.

Aber 5 Punkte in den beiden weiteren

Läufen und ein Sieg im Finale

gegen den starken Polen Karol Zupinski

sorgten bei wohl allen Anwesenden für eine Riesenstimmung. Das

hatten sie „Matze“, wie Mathias Bartz gemeinhin genannt wird, total gegönnt.

Am Ende versammelten sich die Teams, Helfer und Freunde auf der Bahn

und ließen ihn hochleben. „Matze, wir kennen uns nun schon vom Beginn

unserer beider Karrieren an und du warst immer der Größte, zumindest

von der Körperlänge her“, sagte Tobias Kroner, der 1. Vorsitzende des

MSC Dohren danach, „es ist schön, dass du bei uns hier auf dem Eichenring

noch einmal gefahren bist.“

„Ja, der Eichenring ist mein Schicksal“, gestand Bartz, „ich habe auf dem

Eichenring in Wolfslake mit dem Sport begonnen und beende hier auf

dem Eichenring in Dohren, wo stets eine geile Stimmung herrscht, meine

Karriere. Ich habe Speedway immer nur als Hobby betrachtet und musste

im Laufe der Jahre da sehr viel Arbeit und Kraft hineinstecken. Mit 33 Jahren

muss ich aber Prioritäten setzen. Ich habe zuletzt schon nicht mehr jedes

Rennen auf Biegen und Brechen mitgenommen. Jetzt baue ich zusammen

mit meiner Freundin ein Haus.“

4 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '18


Mathias Bartz wurde am 27. Juli 1985 in Hennigsdorf geboren und fuhr

1994 sein erstes Rennen. 1998 wurde er deutscher Meister der Schülerklasse

C, nahm 2002 erstmals an der Junioren-WM teil und wurde 2004

deutscher Vizemeister der Junioren. Er war langjähriger Pilot des Speedwayteams

Wolfslake und fuhr zuletzt in der 1. Bundesliga für den MC

Nordstern Stralsund und in Liga 2 für den MSC Diedenbergen. 2017 wurde

Bartz mit der Reservistenrolle beim Speedway-GP in Teterow für seine

Leistungen belohnt. Als Coach gibt er auch seine Erfahrungen in Ludwigslust

an junge Fahrer der U21 und der Junioren C weiter.

• Text u. Foto: Rudi Hagen

Fahrt ins Glück: Achim San Millan und Lydia Neuendorf

Stephan Prante interviewt

Ex-Speedwayweltmeister

Peter Collins, gerngesehener

Gast auf dem Leineweberring

in Bielefeld

Rennteam wurde Team fürs Leben

Schon seit einigen Jahren war Lydia Neuendorf als mutige und zuverlässige

Beifahrerin mit verschiedenen Seitenwagenfahrern bei vielen Sandund

Grasbahnrennen am Start. In den letzten Jahren startete sie mit

Achim San Millan aus Gengenbach im Schwarzwald.

Aus diesem Rennteam ist nun ein Team fürs Leben geworden. Am 15. September

gaben sich die beiden in der evangelischen Stadtkirche in Gengenbach

das Jawort.

Alle Bahnsport-Fans wünschen dem jungen Ehepaar alles erdenklich Gute,

viel Glück und vor allen Dingen Gesundheit auf dem weiteren gemeinsamen

Lebensweg.

• Text: MSC Berghaupten e.V. im DMV; Foto: Raphael San Millan

News aus der ADAC Stiftung Sport

In der Saison 2018 fördert die ADAC Stiftung Sport 35 Motorsporttalente

aus neun unterschiedlichen Disziplinen. Sowohl national als auch international

sind die Talente erfolgreich im Einsatz und errangen zahlreiche

Titel.

Entscheidungen im Titelkampf

Spannung im Kampf um die Deutsche Jugendmeisterschaft (250 ccm) in

Olching: Stiftungstalent Erik Bachhuber startete im Finale gegen den

neuen Weltmeister Ben Ernst und schloss die Saison 2018 als Vizechampion

ab. Bei der letzten Veranstaltung Mitte September gab es nach dem

abschließenden Lauf einen

Erik

Bachhuber

Punktegleichstand. Ein Stechen

musste über die Vergabe

des Meistertitels entscheiden.

Bachhuber erwischte bei

der Auslosung der Startplätze

die schlechtere Bahn und unterlag

anschließend im direkten

Duell. „Gegen einen Ben

Ernst zu verlieren, ist ganz sicher

keine Schande“, bilanzierte

der 15-jährige Schüler

aus Augsburg. Der fünf Jahre

ältere Lukas Fienhage sicherte

sich beim Saisonfinale in

Landshut die Deutsche

U21-Vizemeisterschaft 2018.

• Text u. Foto: ADAC Motorsport

Hör’ mal, wer da spricht:

Stephan Prante

Stephan Prante war von 1993 bis 2010 ein gefragter Moderator bei

den großen Renntagen in Lüdinghauen, Harsewinkel oder Vechta und

führte am Gala-Abend des ADAC Westfalen im Goldsaal der Westfalenhalle

in Dortmund durch das Programm. „Das waren nicht nur unvergessliche

Erlebnisse und ein guter Nebenverdienst, die Moderationen

haben mich auch super auf den Lehrerberuf vorbereitet“, sagt

Prante heute. „Wer vor 10.000 Zuschauern im Stadion frei sprechen

kann, der hat auch vor 25 Schülern in der Klasse kein Problem.“

Seit einigen Jahren hört und sieht man den Studiendirektor einer Berufsschule

in Ostwestfalen mit Wohnort Bad Oeynhausen allerdings

nur noch als Sprecher bei den Rennen seines Clubs des DMSC Bielefeld.

„Die Zeit am Mikrofon, in der ich regelmäßig so an die zehn Veranstaltungen

im Jahr moderiert habe, ist unvergessen und hat mir

sehr viel Spaß gemacht“, sagt Stephan Prante im Rückblick. „Allerdings

habe ich mich jetzt auf Familie, die Arbeit im DMSC und meine

eigene sportliche Aktivität als Trialfahrer fokussiert und spreche nur

noch auf dem Leineweberring, beim Internationalen Hallentrial in

Bielefeld und bei zwei Siegerehrungen des ADAC. Zudem bin ich als

Beauftragter für den Motorrad-Bahnrennsport im erweiterten Sportausschuss

des ADAC Ostwestfalen-Lippe tätig, in dem ich die Belange

der Bahnsportler in unserer Region vertrete.“

Aber immer wieder kommen Anfragen von Vereinen, ob Prante nicht

die ein oder andere Moderation auch bei ihnen übernehmen könnte.

Sein ruhiger, unaufgeregter, positiv zugewandter, freundlicher und

sachkundiger Stil ist noch gut in Erinnerung und wird bei den Rennen

„seines“ DMSC von allen Beteiligten durchweg als sehr angenehm

empfunden.

„Diese ganzen Anfragen lehne ich dann immer schweren Herzens ab,

weil auch mein zeitlicher Rahmen begrenzt ist“, erklärt Prante, warum

er sich in dieser Beziehung rar macht. Der mittlerweile 51-Jährige

ist neben seiner Schultätigkeit Mitglied des geschäftsführenden Vorstands

des DMSC Bielefeld und Träger der Ewald-Kroth-Medaille in

Gold des ADAC.

Nicht zuletzt steht da auch die Familie im Vordergrund mit Lebensgefährtin

Esther, Sohn Johannes (8) und Tochter Luise (5) sowie Vater

Herbert Prante, dem Ehrenpräsidenten und langjährigen Vorsitzenden

des DMSC Bielefeld. • Text u. Foto: Rudi Hagen

Spendenbereitschaft groß

Es gibt sie noch und die Spendenbereitschaft für die Bahnsport-Unfallhilfe

ist groß. Auf diesem Wege möchten wir uns bei den Spendern bedanken:

Peter Möller ............. 200,00 Euro

Karl Demuth ............. 100,00 Euro

Frank Bretschneider ... 80,00 Euro

Veronika u. Bernhard

Mika .......................... 70,00 Euro

Renate u. Erich

Schäfferer ................. 50,00 Euro

Josef Heile .................. 50,00 Euro

Helmut Evers .............. 50,00 Euro

Max Fischer ................ 32,50 Euro

Wiebke Lüders ............ 30,00 Euro

Hannelore Wenger ...... 30,00 Euro

Patrik Fiecker .............. 25,00 Euro

Hartmut Henkel ........... 15,00 Euro

Dezember '18 BAHNSPORT AKTUELL 5


Weltmeister-Talk

mit Everybodys Darling?

Von und mit Nadine Pfeiffer und Martin Smolinski

Die Zeit vergeht ... Fünf Jahre genau ist es her, als wir unser letztes großes Interview geführt haben.

Ging es damals inhaltlich maßgeblich ums Thema Speedway, liegt heute unser Fokus auf der Langbahn

und dem Gewinn der Weltmeisterschaft. Werfen wir also mit Freuden noch einmal einen Blick darauf ...

BSA: Wie kam es zu deinem Entschluss, dieses

Jahr überhaupt an der Langbahn-WM

teilnehmen zu wollen, nachdem dies in den

letzten Jahren ja nicht immer der Fall gewesen

war?

Martin Smolinski: Das Ziel Langbahnweltmeister

stand 2016 schon auf meiner Agenda,

daher war es für uns im Team kein Entschluss,

sondern ein zielstrebig orientierter

Weg mit klaren Zielen. Ich persönlich sowie

mein Team setzten uns das Ziel in unserer

Agenda 2016 mit einem Drei-Jahres-Plan: im

Jahr 2018 Langbahnweltmeister und/oder zurück

in den Speedway Grand Prix.

Den Speed auf der Langbahn hattest du ja

schon immer und wurdest seinerzeit in Vechta

auch schon Vizeweltmeister. Mit einem

Schmunzeln versehenes, erklärtes Ziel war

von vornherein die Verbesserung um einen

Platz. Diesen einen Platz, der es am Ende

ausmacht und den es erst einmal zu erkämpfen

gilt. Jetzt kennt man ja sich selbst ganz

gut und wohl auch sein Team und Bike. Will

heißen, man kann seine Leistung, die sich

aus dem Ganzen ergibt, bestimmt recht gut

einschätzen. Alles soweit also (fast) unter

Kontrolle. Wie sehr hat dich da das Risiko

rund ums Thema Zahnriemen gefuchst und

wie habt ihr das just in time in den Griff bekommen?

Das war kein Schmunzeln, das war von Anfang

an im Jahr 2018 meine klare Ansage, ich

will Weltmeister werden, und mein gesetztes

Ziel. Wir wussten teamintern, dass wir mit

dem Gesamtpaket sowie den MKR-Jawa-

Werksmotoren (Manfred Knappe) sehr

schlagkräftig sind.

Wie hast du dich selbst nach deinem Sturz in

La Réole wieder in den Griff bekommen, sowohl

körperlich als auch mental, wenn auf

einmal der ärgste Konkurrent mit sage und

schreibe 19 Zählern vor einem steht?

Nach dem Sturz denkt man erst an die Genesung,

welche Möglichkeiten man hat, um

wieder fit zu werden. Es war nicht einfach, da

eine Ecke des Brustwirbels abgesplittert war

und ich nicht wusste, wie sich das alles verhält.

Dank dem guten orthopädischen Background

konnte Entwarnung gegeben werden

und ich wieder mit Aufbautraining/Physiotherapie

beginnen. Mental war das eine ganz

andere Sache. Denn rein rechnerisch war es

fast unmöglich, diesen Rückstand aufzuholen.

Ich arbeite seit diesem Jahr mit einer

Mentaltrainerin eng zusammen, die mir speziell

in solchen Phasen stark hilft, meinen Fokus

auf das gesteckte Ziel nicht zu verlieren.

Dazu kommt auch mein Siegeswille. Und wie

wir alle wissen, abgerechnet wird zum

Schluss.

Jetzt ist es ja leider so, wenn’s einmal dicke

kommt, dann kommt garantiert auch noch

was anderes dazu, nennen wir es in dem Fall

mal Nebenbaustellen, wie z. B. die äußerst

leidigen Diskussionen zuerst um die GP-

Quali-Landshut-Wildcard und dann um die

Frage, „was Du denn so am 1. September

machst“? Dazu meinte sich ja gefühlt nahezu

jeder äußern zu müssen, besonders im Netz.

Du wiederum bist geradezu bewundernswert

ruhig geblieben, trotz ungerechtfertigter

Schuldzuweisungen dir gegenüber bis hin zu

Beleidigungen. Ist das die Kehrseite deines

Erfolgs oder fehlt es schlichtweg leider allgemein

manchmal einfach nur an Anstand,

Respekt und einer guten und direkten Kommunikation

untereinander?

Neid ist der höchste Grad der Anerkennung,

Mitleid bekommst du geschenkt, Neid musst

du dir erkämpfen. Ich weiß, dass ich nicht

everybodys Darling bin, was ich auch nicht

sein möchte. Ich finde es aber schade, auf

welches Niveau sich manche Personen begeben

und mit diversen Aussagen nicht nur sich

selbst, sondern auch dem Sport schaden. Dazu

muss auch bedacht werden, dass das

World Wide Web kein rechtsfreier Raum mehr

ist. Ich konnte so ruhig bleiben, da ich ein

Top-Team hinter mir stehen habe und Personen,

die sich vor mich stellen. Rechtlich und

sportgesetzlich lief alles nach Paragraphen,

die ich persönlich eingehalten habe.

Mehr möchte ich dazu nicht sagen, da mir der

Sport sehr am Herzen liegt. Es wäre aber sicherlich

angebracht, dass diverse Personen

hierzu ein Statement oder sogar eine Entschuldigung

abgeben.

Zurück zum Wesentlichen. Und wieder auf

Kurs in den beiden Holland-Grand-Prix. Wie

ist dir die Kehrtwende gerade rechtzeitig gelungen

und wer oder was spielt hierbei besonders

mit eine tragende Rolle?

6 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '18


Dezember '18 BAHNSPORT AKTUELL 7


WM-TALK

8 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '18


Überraschungspic made by me: Zusammenhalt seit klein auf!

Emotionen pur: Josef Zupin Arm in Arm mit seinem Schützling

Eine tragende Rolle spielt hier mein Team, auf

das ich mich immer verlassen kann in guten

sowie in schlechten Zeiten. Danke! Hinzu

kommt die enge und sehr professionelle

Zusammenarbeit mit meinem Motoren-Tuner

Manfred Knappe (MKR Motors), der jeden

Motor speziell für die Bahnen mit seinem

Sohn Manfred Knappe jun. auf dem Prüfstand

für mich und meine Belange vorbereitet.

Um zurück auf WM-Kurs zu kommen vor dem

GP in Roden, sagte ich zu meiner Freundin,

als ich das Haus verließ, ich komme mit

28 Punkten zurück. Gesagt, getan.

In Eenrum ging es weiter. Dreizehn Läufe war

ich ungeschlagen bis zum Finale, wo ich den

falschen Startplatz wählte und wir wieder

Punkte verloren.

Mit großer Vorfreude und spannungsgeladen

ging’s dann nach Mühldorf zum ganz großen

Showdown. Dieser Rennnachmittag war wie

aus dem Bilderbuch, hier passte einfach alles.

Ganz großes Kino! Während die Saison

zuvor schon von Höhen und Tiefen gezeichnet

war, war auch das Finale nicht gerade ein

Zuckerschlecken und die Spannung gipfelte

letztendlich schier bis ins Unermessliche. Du

wirktest dennoch über den ganzen Tag hinweg

sehr ruhig, fokussiert und konzentriert.

Warst du gar nicht nervös bzw. wie hältst du

deine Nerven in Schach, wenn’s drauf ankommt?

Ein Hollywood-Drehbuch hätte nicht besser

geschrieben werden können. Und ich glaube,

dass kein Zuschauer solch eine Ruhe hatte

wie ich. Dank der guten mentalen Arbeit, der

Top-Arbeit meines Teams und der fokussierten

Zielsetzung hat „Mann“ Scheuklappen

auf. Ich war auf einer Mission. Wenn andere

in Extremsituationen 10 % verlieren, schaffe

ich es, 20 % draufzulegen. Aber wenn ich

jetzt das Jahr und das Finale Revue passieren

lasse, läuft es mir kalt den Rücken runter.

Du hast dir deinen Sieg mehr als hart erkämpft

und man hat es dir auch nicht unbedingt

leichtgemacht. Gerade und besonders

den einen Punkt, den du im Lauf gegen einen

eigenen Landsmann lassen musstest, das

hat einem selbst als Zuschauer wehgetan

und für Kopfschütteln und Unverständnis gesorgt,

zumindest bei vielen. Natürlich fährt

unterm Strich jeder sein Rennen und will und

muss sich selbst am besten präsentieren

und vermarkten, aber hier bei einem Finale

geht’s doch ums große Ganze. Gibt’s da

nicht so was wie Team-Spirit oder eine Art

unausgesprochene Regel, dass man so etwas

„Unsportliches“ einfach nicht macht

oder hat sich diese einfach noch nicht zu allen

(Youngstern) rumgesprochen? Wie hast

du das empfunden bzw. wie siehst du das generell?

Und möchtest du dich überhaupt dazu

äußern oder lassen wir das schlichtweg

für sich sprechen?

Mhhhhh, mir kann keiner vorwerfen, „der is

doch eh bloß Weltmeister geworden, weil er

Schützenhilfe bekommen hat.“ Ich habe mir,

wie schon sehr oft in meiner Karriere den Erfolg

selbst erarbeitet. Zur eigentlichen Frage

ist Reden Silber, Schweigen Gold.

Der Final-Krimi gipfelte dann doch tatsächlich

bei Punktegleichheit im allerletzten

Lauf. Die Sonne schien, der Himmel war blau

und die allgemeine Herzfrequenz lag bei 84

plus, plus, plus! Wo lag eigentlich deine?

Bei mir lag die Herzfrequenz bei 84 Schlägen

pro Minute am Vorstart, doch als ich die Stimmung

der Fans spürte und hörte, als ich die

Bahn befuhr und ich meinen Startplatz vorbereitete,

stieg auch bei mir kurzzeitig der Puls

auf 184. Denn die Stimmung, die Spannung

war atemberaubend.

Du hast vom WM-Titel geträumt, dafür gekämpft

und es geschafft! Ganz herzlichen

Glückwunsch nochmals, man kann es gar

nicht oft genug sagen! Kannst du uns deine

Emotionen beschreiben, als die Zielflagge in

Sicht kam und du sie passiert hattest? Wie

fühlt sich das an, auf einmal Weltmeister zu

sein? Und hat dieser Titel auch deine Sicht

auf die Langbahn verändert/verbessert?

Als ich die Ziellinie auf dem Hinterrad überquerte,

die Massen jubelten, ich wusste ja,

ich habe es geschafft, war ich für eine Runde

wo anders. Ich schwebte auf einer Wolke und

genoss es, dass ganz wichtige Personen in

meinem Leben bei mir waren und ich sie lächeln

sah.

Die Qualität des Langbahnsport/GP hat stark

zugelegt, dies zeigte auch das Interesse des

dreifachen Speedwayweltmeisters Nicki Pedersen.

Du bist nicht nur Weltmeister und Sportler,

ich sehe in dir vor allem den Menschen Martin

Smolinski. Nachdem dein Sportjahr so erfolgreich

für dich verlief mit der Erfüllung

deines ganz großen Traums, was wünschst

du dir persönlich zum Jahresende oder vielleicht

ja auch zu deinem baldigen Geburtstag

oder Weihnachten?

Ich wünsche mir Gesundheit für mich und

mein Umfeld, alles andere hat man ja selbst

in der Hand.

Er ist ein Mann der klaren Worte. Damit muss

man können. Zu dem, was er sagt und macht,

steht er auch, und zwar zu 100 %. Das ist das,

was ich so sehr an ihm schätze, seine Geradlinigkeit

und sein Rückgrat und vor allem sein

großes Herz. Er engagiert sich nicht nur unendlich

viel und mit Herzblut für unseren

schönen Sport, sondern auch für den Nachwuchs

und ist außerdem Botschafter für die

Stiftung KinderHerz! Unser gemeinsames

großes Idol ist der unvergessene Simon

Wigg. Auch das spricht fast schon für sich.

Martin, ich danke dir vielmals für unser Weltmeister-Interview!

Es war mir eine Freude

und es war mir eine Ehre!

• Fotos: David Reygondeau/good-shoot.com;

Nadine Pfeiffer; SR Speed Performance

Dezember '18 BAHNSPORT AKTUELL 9


Wittstock

Internationale und nationale Titelträger (v.l.): Fabian Wachs (Bahnpokalsieger

B-Lizenz Solo), Norick Blödorn (Speedway Youth Gold Trophysieger

85 ccm), Ben Ernst (Speedway-Jugend-Weltmeister 250 ccm), Lukas

Fienhage (Langbahn-Team-WM-Dritter), Jörg Tebbe (Deutscher

Langbahmeister und Langbahn-Team-WM-Dritter), Thies Schweer

(Deutscher Meister Junioren 50 ccm) und NBM-Chef Josef Hukelmann

NBM-Tagung/Ehrung

NBM-TAGUNG

Am 10. November fand in Wittstock in den Räumen

der Firma Lutter Veranstaltungsservice die

NBM-Veranstaltertagung statt. Zwanzig Veranstalter

waren der Einladung gefolgt. Die beiden

Vorsitzenden Josef Hukelmann und Werner Rinkenburger

begrüßten die Anwesenden und bedankten

sich bei den Sponsoren, die es ermöglichen,

die NBM-Ehrung in diesem Umfang zu

gestalten. Dank ging auch an den MSC Wölfe

Wittstock für die Ausrichtung. Bevor es im Programm

weiterging, wurde in einer Gedenkminute

den in den letzten zwölf Monaten Verstorbenen

gedacht.

Hukelmann fuhr mit einem Saisonrückblick

fort, in dem er auch die Erfolge der NBM-Fahrer

hervorhob. Hendrik Jähn lieferte eine Statistik

über die Juniorenklassen ab. Außerdem merkte

er an, dass sich die Clubs besser um den Nachwuchs

zwecks Ausbildung der Neueinsteiger

kümmern sollten.

Mit der ADAC-Stiftung Sport wurde ein Vertrag

über die Neuanschaffung von 800 Meter Airfences

abgeschlossen, da die vorhandenen wegen

verlorener Homologation nur noch für nationale

Rennen genutzt werden können. Auflage ist

die Anbringung der Banner der Stiftung.

Kassenwartin Beate Olliges legte ihren Bericht

vor und Eckhard Koslowski bestätigte, dass er

die Kasse mit Herbert Prante geprüft hat und

bat die Versammlung, den Vorstand zu entlasten.

Nach erfolgter Entlastung wurden die Wahlen

durchgeführt. Alle zur Wahl stehenden Personen

stellten sich zur Wiederwahl: Josef Hukelmann

(1. Vorsitzender), Beate Olliges (Kassenwartin)

und Eckhard Koslowski (Kassenprüfer).

Als nächstes trugen die Betreuer der einzelnen

Prädikatsläufe ihre Berichte vor. Nach der Mittagspause

wurden die Termine so weit möglich

abgearbeitet.

FIM/FIM-Europe-News: Sönke Petersen löst

Frank Ziegler in der Track-Racing-Kommission

ab. Tobias Kroner scheidet als Fahrervertreter

aus. Als Ersatz für die Tageslizenz gibt es nun eine

neue Race Card. Der Datenschutz wurde auf

den neuesten Stand gebracht. Künftig dürfen

z.B. nach einem Sturz keine Infos über zugezogene

Verletzungen weitergegeben werden.

Weiterhin wurde über folgende Themen berichtet:

Austragungsorte der DMSB-Lehrgänge,

Gastrennleiter, SVG, Bundesliga, Team Cup,

Speedway Liga Nord sowie Speedway Talents

Team Trophy. Zum Schluss wurden noch die Betreuer

für die Prädikatstermine benannt.

Die nächste NBM-Tagung/Ehrung findet am

16. November 2019 in Cloppenburg in der

Münsterlandhalle statt.

NBM-EHRUNG

In der Wittstocker Stadthalle fand am Abend die

Ehrung der Platzierten statt. Über 300 Gäste

waren anwesend. Josef Hukelmann bedankte

sich beim MSC Wittstock für die Organisation,

begrüßte Fahrer und Gäste und übergab sodann

das Mikrofon an Michael Schubert, der

durch die Ehrung führte.

Natürlich wurden auch die Deutschen Meister

und Weltmeister geehrt. Und zu guter Letzt erhielt

noch das Langbahn-WM-Team für den

3. Platz in Morizes eine Auszeichnung. Nach der

Ehrung wurden die Lose für die Tombola verkauft

und die Preise im Anschluss ausgegeben.

In nicht allen Klassen waren die zu Ehrenden

anwesend, so fehlte z.B. die komplette internationale

Soloklasse mit Bernd Diener, Stephan

Katt und Christian Hülshorst.

• Text u. Fotos: Ubbo Bandy

B-Seitenwagen-Sieger (v.l.): Manuela Hinrichs, Linda

Frohbös, Nicole Standke, Kim Kempa, Oliver Möller,

Dana Frohbös, Jan Kempa und Dennis Pollrich

10 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '18


Sieger im Deutschen Speedway-Paar-Cup wurde der MSC Cloppenburg

(v.l. Burkhard Timme, René Deddens und Lukas Fienhage)

Junior A 50 ccm (v.l.): Carl Wynant (2.), Magnus Rau (1.) und Paul Weisheit (2.)

Junior C Langbahn (v.l.): Sam Ensing (2.),Timo Wachs (1.) und Jonny Wynant (2.)

NBM-Endstände

Pl./Name

Ges. Gew.

I-Lizenz Solo

1. Bernd Diener 39 27

2. Stephan Katt 37 27

3. Christian Hülshorst 30 22

4. Jörg Tebbe 32 22

5. Jens Benneker 19 18

6. Marcel Sebastian 11 10

7. Danny Maaßen 3 3

8. Lukas Fienhage 0 0

B-Lizenz Solo

1. Fabian Wachs 35 29

2. Fabien Neid 49 29

3. Jens Buchberger 31 25

4. Sascha Stumpe 18 18

5. Finn Loheider 21 18

6. Dirk Oellrich 9 9

7. Stefan Repschläger 6 6

8. Till Schlimm 3 3

9. Andreas Kielkämper 2 2

10. Rainer Arndt 1 1

11. Maik Brinkkötter 0 0

12. Sven Klein 0 0

Speedway-Bundesliga

1. Kevin Wölbert 43 43

2. René Deddens 19 19

3. Dominik Möser 17 17

4. Steven Mauer 20 16

5. Lukas Fienhage 15 15

6. Danny Maaßen 18 15

7. Stephan Katt 12 11

8. Darrel de Vries 10 10

9. Kai Huckenbeck 7 7

Speedway Team Cup

1. Kai Huckenbeck 54 43

2. Kevin Wölbert 41 41

3. René Deddens 65 38

4. Lukas Fienhage 46 33

5. Ronny Weis 29 27

6. Richard Geyer 26 25

7. Lukas Baumann 23 22

8. Dominik Möser 20 20

9. Darrel de Vries 20 20

10. Danny Maaßen 17 17

11. Hannes Gast 15 15

12. Fabian Wachs 14 14

13. Steven Mauer 11 11

14. Niels Oliver Wessel 10 10

15. Stephan Katt 5 5

16. Maximilian Pott 4 4

17. Marc Leon Tebbe 1 1

Speedway Team Cup - Junior C

1. Ben Ernst 38 31

2. Lukas Wegener 31 26

3. Jonny Wynant 31 25

4. Timo Wachs 21 21

5. Melf Ketelsen 3 3

Speedway U21

1. Niels Oliver Wessel 38 31

2. Birger Jähn 33 27

3. Maximilian Pott 21 21

4. Domenik Otto 19 19

5. Marc Leon Tebbe 18 18

6. Kai Gehl 9 9

7. Lukas Baumann 8 8

Fabian Wachs 8 8

9. Timo Wachs 5 5

Junior A - 50 ccm

1. Magnus Rau 64 49

2. Carl Wynant 51 48

Paul Weisheit 62 48

4. Thies Schweer 45 45

5. Frieda Thomas 36 36

6. Freyja Redlich 34 34

7. Valentino Scheibe 26 26

8. Michelle Rau 27 25

9. Len Joris Rixen 18 17

10. Felix Klütemeyer 11 11

11. Levi Böhme 11 11

12. Max Streller 4 4

13. Niko Baumann 3 3

14. Felix Bernert 0 0

Junior A - PW 50 ccm

1. Janek Konzach 31 24

2. Lennard Ede Lüth 23 20

3. Joel Schuck 23 18

4. Aiden Schomacher 21 17

5. Tyler Haupt 14 14

6. Paul Joris Wende 14 14

7. Carlos Gennerich 12 12

8. Maylin Jurisch 18 12

9. Alexander Hagen 11 11

Junior B II - 85 ccm

1. Hannah Grunwald 15 15

2. Noel-Maximilian Koch 12 12

3. Fynn Ole Schmietendorf 12 12

4. Melf Ketelsen 8 8

Junior B - 125 ccm

1. Marlon Hegener 78 56

2. Bruno Thomas 50 46

3. Calvin Richter 40 40

4. Nick Colin Haltermann 50 38

5. Marvin Kleinert 35 35

6. Ben Iken 33 33

7. Manuel Rau 20 20

8. Mascha Schwend 19 19

9. Nikodem Czarnecki 16 16

10. Jonas Landwehr 11 11

11. Freyja Redlich 9 9

12. Julian Ploog 7 7

13. Julian Schlüter 4 4

14. Tom Meyer 4 4

15. Hanna Marie Jasper 3 3

16. Mika Fynn Janssen 1 1

17. Heidi Stolzenberg 1 1

18. Lennard-Johannes Suhr 0 0

Junior C - 250 ccm Speedway

1. Ben Ernst 39 39

2. Lukas Wegner 36 36

3. Tomek Matten Dau 29 29

4. Jonny Wynant 28 28

5. Mattis Möller 26 25

6. Melf Ketelsen 22 22

7. Timo Wachs 13 13

8. Maximilian Firniß 13 13

9. Tom Finger 13 13

10. Kevin Lück 13 13

11. Fabian Heinemann 10 10

12. Jason Sobolewitsch 10 10

13. Ann-Kathrin Gerdes 7 7

14. Jelto Schäfer 5 5

15. Jan Meyer 4 4

16. Sem Ensing 2 2

17. Michelle Köhler 0 0

Junior C - 250 ccm Langbahn

1. Timo Wachs 29 23

2. Sem Ensing 25 21

3. Jonny Wynant 18 18

4. Kevin Lück 20 16

5. Ben Ernst 15 15

6. Fabian Heinemann 3 3

B-Lizenz Seitenwagen

1. Möller/Frohbös 32 25

2. Standke/Kempa 32 22

3. Kempa/Pollrich/

Drönner 20 15

4. Schönig/Frohbös 12 12

Linda Hukelmann, Lukas Fienhage, Jörg Tebbe, J.Hukelmann, Beate Olliges (v.l.)

Dezember '18 BAHNSPORT AKTUELL 11


SBM-TAGUNG/EHRUNG Landshut

I-Seitenwagen (v.l.): Markus Venus/Markus Heiß (li.), Raphael

San Millan/Benedikt Zapf u. Manuel Meier/Melanie Schrempp

B-Lizenz Seitenwagen (v.l.): Sebastian

Kehrer/Patrick Lepnik, Mike Kolb/Nadin

Pierick, Andreas Horn/Sonja End, Josef

Frohnwieser, vorne Patrick Zwetsch/

Viktor Caric, in der hinteren Reihe

Kerstin Rudolph und Joachim Ohmer

B-Lizenz Solo (v.l.): Dennis Helfer, Mario Niedermeier,

Jamie Isherwood, Julian Bielmeier und Joachim Ohmer

Ehrung

Vom Venus-Baby bis zu

Abnehm-Zielen war alles dabei

Bei der SBM-Ehrung in Zweikirchen bei Landshut

gab es deutlich mehr zu erfahren als lediglich

die Namen der Sieger der diesjährigen

Wertung. Kerstin Rudolph plauderte mit den

Klassenbesten und präsentierte auch das

ADAC Junior Bahnsport Team. Achtundzwanzig

Pokale galt es zu überreichen, sechs Sonderehrungen

auszusprechen. Zwölf Solisten und sieben

Gespann-Duos folgten der Einladung und

feierten bei der vom AC Landshut organisierten

Ehrung mit 180 Teilnehmern.

Der Wunsch von Josef Frohnwieser ging in jedem

Fall in Erfüllung. „Es soll eine schöne und

lange Feier werden“, sagte der SBM-Chef zur

Begrüßung. Achtundsechzig Motorsportler haben

sich 2018 in acht Klassen bei 24 Veranstaltungen

gemessen. Zudem erreichten die süddeutschen

Bahnsportler auch nationale und internationale

Erfolge. Bei der SBM-Feier in Zweikirchen

bei Landshut war also endlich Zeit, die

Erfolge der nun abgelaufenen Saison auch gebührend

zu feiern. Und: Auch darüber hinaus

gab es Grund zur Freude. „Wir haben eine großartige

Saison hinter uns gebracht und sind ohne

schwere Verletzungen geblieben“, sagte

Frohnwieser. Auch ACL-Vorsitzender Christian

Schmid sprach in seinem Grußwort von der für

den Verein „erfolgreichsten Saison seit langer

Zeit“ und „super vielen Zuschauern“.

Stadtrat Thomas Haslinger war es, der die Stadt

Landshut vertrat: „Wir sind stolz auf unseren AC

Landshut und wissen sehr zu schätzen, was ihr

an ehrenamtlicher Arbeit leistet.“ Haslinger

versprach, seitens der Stadt „alles zu tun, um

den Sport weiter zu fördern und zu unterstützen.“

Danach führte Kerstin Rudolph durch den

Abend und plauderte mit den jungen und den

etablierten Motorsportlern aller Kategorien.

Dass Markus Venus zwei Tage vor der SBM-Ehrung

Vater eines Sohnes geworden ist, war

ebenso Thema, wie Celina Liebmanns Erlebnisse

bei der Deutschen Paar-Meisterschaft und

dem damit verbundenen Zusammentreffen mit

den „Granaten“ Kai Huckenbeck und Martin

Smolinski: „Da geht dir die Puste, wenn du ne-

ben denen stehst.“ Und auch Julian Bielmeiers

Erfahrungen, erstmals auch auf einer 500er-

Maschine den Sport ausgeübt zu haben, kam

zum Ausdruck: „Da ist so richtig Power unter

dem Arsch. Das ist schon ein anderes Feeling.“

Bei der Ehrung kam auch der Humor nicht zu

kurz. So verriet beispielsweise Patrick Lepnik,

Beifahrer von Sebastian Kehrer, seine Ziele für

das neue Jahr: „Abnehmen!“. Und Kehrer selbst

wusste auch genau, was das zweitbeste Duo in

der B-Lizenz-Seitenwagenklasse vorwärts gebracht

hat: „Der Motor!“ Nachwuchspilot Mario

Niedermeier hingegen bekannte sich klar zur

kurzen und zur langen Bahn: „Ich werde beides

weitermachen.“ Und mit Fabien Neid aus

Schwarme war auch ein Nordfahrer zu Gast im

Süden: „Ich habe gedacht, da wir so viele Rennen

im Süden gefahren sind, werde ich auch

runterfahren und mir die SBM-Ehrung anschauen.“

Das Gespann-Geschwisterpaar Manuel

Meier und Melanie Schrempp erzählte, wie es

auch zur sportlichen Zusammenarbeit gekommen

ist. Und Raphael San Millan berichtete von

einer „Saison der vergebenen Plätze“, die im

kommenden Jahr so nicht mehr vorkommen

soll. Aus unterschiedlichen Gründen nicht präsent

waren die drei Erstplatzierten aus der Internationalen

Soloklasse. Sonderehrungen für

ihre Siege bei den nationalen Meisterschaften

konnten aber Markus Venus/Markus Heiß, Andreas

Horn/Sonja End, Sandro Wassermann für

den AC Landshut und Patrick Hyjek entgegennehmen.

Mit Alexandra Schauer, Maximilian Troidl, Jonas

Wilke, Mario Niedermeier, Celina Liebmann

und Patrick Hyjek präsentierte Kerstin Rudolph

abschließend das ADAC Junior Bahnsport Team,

das von ihr, ihrem Mann Pepi und Sascha Dörner

durch Unterstützung des ADAC Südbayern

seit zwei Jahren betreut wird. „Wir versuchen,

jungen Fahrern den Weg im Bahnsport etwas zu

erleichtern und sie nach vorne zu bringen“, sagte

Kerstin Rudolph. • Text u. Fotos: Susi Weber

Foto rechts - U21 (v.l.): Josef Frohnwieser, Dustin

Schultz, Julian Bielmeier und Herbert Rudolph

Junioren A (v.l.):

Tajo-Nicolas Groh,

Josef Frohnwieser

und Nadine

Bärmann

Junioren B (v.l.): Alexandra Schauer, Sarah Fischer, Cyrill

Hofmann, Patrick Hyjek, Josef Frohnwieser und Nadine

Junioren C (v.l.):

Josef Frohnwieser,

Celina Liebmann

und Nadine Bärmann

12 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '18


Veranstaltertagung

APD-Problematik gelöst

Sechzehn Vereinsvertreter waren bei der SBM-

Tagung in Zweikirchen bei Landshut mit dabei.

Für Erleichterung sorgte die Lösung der APD-

Problematik. Die SBM wird ab 2019 auch Rücklagen

für eine künftige Neuanschaffung bilden.

Tim Scheunemann ist neuer Fahrersprecher im

SBM-Vorstand.

Sechzehn Vereinsvertreter und in der Summe

knapp 50 Personen aus Veranstaltern, Fahrern

und Angehörigen waren in Landshut mit dabei,

um mehr zur abgelaufenen Saison, aber vor allem

von Neuerungen und der Zukunft zu erfahren.

Von großer Zufriedenheit geprägt waren die

Rückblicke der Veranstalter in der überwiegend

von gutem Wetter verwöhnten Saison. Erfreuliches

hatte auch SBM-Schatzmeister Klaus Dudenhöffer

zu berichten. Es verblieb ein Plus in

Höhe von rund 1500 Euro. Ähnlich sieht es auch

in der (noch nicht endgültig abgerechneten)

Kasse der APD-Gesellschaft aus. Dort wird 2018

ein kleiner Gewinn übrigbleiben. Von 16 Vermietungen

im Inland und einer im Ausland

konnte Heiko Zeiter berichten. Auch deshalb,

weil in diesem Jahr durch die Neuanschaffung

der APD durch die ADAC Stiftung (siehe gesonderter

Bericht auf S. 30) entfallen wird. Groß

war in Sachen Airfences die Erleichterung der

Veranstalter. Einigkeit herrschte auch darüber,

dass bereits im kommenden Jahr von den SBM-

Vereinen Rücklagen für einen erneuten APD-

Neuanschaffungs-Grundstock gebildet werden.

Ein entsprechender Beschluss wird dann 2019

gefasst.

Bestätigt wurden die SBM-Vorstandsmitglieder

Joachim Ohmer (2. Vorsitzender), Susi Weber

(Schriftführerin), Silke Großhans und Christian

Froschauer (jeweils Beisitzer). Als neuer Fahrersprecher

fungiert künftig Tim Scheunemann. Er

löst Marco Hundsrucker ab. Kassenprüfer

bleibt – neben Heiko Zeiter – Gerd Henn. Sowohl

Nadine Bärmann (geb. Frenk) als auch

Kerstin Rudolph berichteten über die Nachwuchsarbeit

und richteten ihren Appell auch an

die Vereine, in diesem Bereich mehr zu tun. Mit

Schnuppertrainings, die auch nicht zwingend

auf Bahnen sein müssen, sondern auch im Innenbereich

oder Fahrerlager verlaufen können,

sollen Kinder und Jugendliche gewonnen werden.

„Machen kann jeder was“, sagte Kerstin

Rudolph. Sie nannte als Beispiele unter anderem

Werbung in Programmheften oder auch Kooperationen

mit anderen Vereinen. Rudolph:

„Es sind alle gefragt, um Nachwuchs generieren

zu können.“

Von Neuerungen im DMSB- und FIM-Bereich berichtete

Christian Froschauer. So wird die Inter-

Lizenz wegfallen und in die A-Lizenz integriert.

Die neue DMSB-Race-Card entspreche zwar der

C-Lizenz, aber nicht der im Bahnsport nötigen

V-Lizenz, sagte Froschauer: „Sie gilt nur für

Sonderklassen und Clubsport.“ Im Seitenwagen-Bereich

ist die Tageslizenz damit eine V(eranstalter)-Lizenz.

In der Bundesliga ist künftig

ein zweiter Ausländer ohne die bislang übliche

Altersbeschränkung zugelassen. Sowohl im Bereich

Langbahn als auch im Eisspeedway wird

es neue Race-Direktoren geben. Das Tragen des

Zündunterbrechers ist künftig immer Pflicht,

wenn und solange der Motor läuft. Und: Drehzahlbegrenzer

werden ab 2020 auch bei den

500er-Maschinen zur Pflicht. Zudem gibt es Änderungen

in den internationalen Gremien: Sönke

Petersen beerbt Frank Ziegler bei der FIME

und Christian Froschauer wird auf Wolfgang

Glas in der CCP folgen.

Die SBM wird künftig im Junioren-Bereich alle

Junioren-Altersgruppen von Fahrern werten,

die im Norden starten. Und auch das Thema Datenschutz

und Datenschutzgrundverordnung

wurde thematisiert. Erneut von SBM/NBM aufgelegt

werden die Terminflyer 2019, die voraussichtlich

ab Inzell wieder verteilt werden. Die

nächste SBM-Tagung und -Ehrung wird am

16. November 2019 in Abensberg abgehalten.

Die deutschen Prädikate

Noch vor Veröffentlichung der FIME-Termine

wurden bei der SBM-Veranstaltertagung Mitte

November folgende Termine für die deutschen

Prädikate 2019 bekanntgegeben:

DMSB-Meisterschaft Eisspeedway: 28.2.

Berlin.

DMSB Speedway Paar Cup: 1.4. oder 13.9.

Cloppenburg.

DMSB-Meisterschaft U21: 20.7., Ludwigslust.

DMSB-Meisterschaft Seitenwagen: Termin offen,

abhängig von FIME-Vergabe: Pfarrkirchen

oder Haunstetten.

DMSB Langbahn-Pokal Seitenwagen: 6.10.

Lübbenau.

Deutsche Langbahn-Meisterschaft Solo:

noch offen.

DMSB Langbahn-Pokal Solo: 27.7. Werlte.

Deutsche Speedway-Meisterschaft: Termin

offen, Abensberg.

Speedway-Bundesliga: 1.5. Brokstedt; 4.5.

Stralsund; 4. oder 5.5. Diedenbergen; 25.5.

Wittstock; 31.5. oder 1.6. Landshut; 1. oder

2.6. Diedenbergen; 8.6. Stralsund; 15.6.

Brokstedt; 13.7. Wittstock; 26.7. Landshut;

3.10. Finale 2 (beim Ersten der Vorrunde).

Internationale Prädikate

in Deutschland

Noch nicht endgültig bestätigt sind die FIME-

Termine für 2019. Die genannten Termine sind

daher vorbehaltlich der Bestätigung des Verbandes.

Eisspeedway-WM: 2./3.3. Berlin; 16./17.3.

Inzell.

Langbahn-WM: 30.5. Herxheim (Finale 1); 7.7.

Mühldorf (Finale 3); 25.8. Scheeßel, (Challenge);

14.9. Vechta (Team-EM).

FIM Track Racing Youth Gold Trophy: 14.9.

Vechta.

Speedway-WM: 10.6. Abensberg (WM-Qualifikation,

Runde 4); 31.8. Teterow (GP 7).

U21-Speedway-WM: 25.5. Stralsund (WM-

Qualifikation, Runde 2).

Europameisterschaft Solo: 2.6. Bielefeld

(Semifinale); 17.8. Bad Hersfeld (Finale).

Europameisterschaft Seitenwagen: 29. oder

30.6. Haunstetten (Semifinale, noch nicht bestätigt).

Europa Jugend Gold Trophäe 85 ccm Speedway:

13. oder 14.7. oder 3. oder 4.8. Güstrow.

U19 Europameisterschaft: 9.8. Güstrow.

SBM-Endstände

Pl./Name

Ges. Gew.

I-Lizenz Solo

1. Martin Smolinski 30 30

2. Max Dilger 29 25

3. David Pfeffer 16 15

4. Marcel Dachs 11 11

5. Michael Härtel 4 4

B-Lizenz Solo

1. Dennis Helfer 45 29

2. Mario Niedermeier 21 21

3. Julian Bielmeier 21 19

4. Sebastian Trapp 16 14

5. Jamie Isherwood 8 8

6. Ernst Frank 4 4

7. Rudi Eichenlaub 2 2

8. Robert Grichtmaier 2 2

U21

1. Dustin Schultz 14 14

2. Leon Maier 12 12

3. Julian Bielmeier 9 9

4. Tim Wunderer 8 8

5. Jonas Wilke 7 7

6. Mario Niedermeier 6 6

7. David Pfeffer 5 5

8. Sebastian Trapp 4 4

Junior A

1. Tajo-Nicolas Groh 15 15

Junior B

1. Alexandra Schauer 60 48

2. Sarah Fischer 38 34

3. Cyrill Hofmann 38 32

4. Patrick Hyjek 28 28

5. Luca Kastner 26 26

6. Julian Kuny 25 25

7. Sebastian Adorjan 19 19

8. Leonie Weinhold 17 17

9. Maximilian Gammel 13 13

10. Patricia Erhart 13 13

11. Kacper Aggelos Cymerman 7 7

12. Toni Eichhorn 5 5

13. Erik Puffer 4 4

14. Manuel Thalmann 3 3

15. Mario Häusl 0 0

Junior C

1. Celina Liebmann 36 36

2. Erik Bachhuber 26 26

3. Maximilian Pongratz 21 21

4. Tim Wunderer 19 19

5. Maximilian Troidl 15 15

6. Leon Krusch 4 4

7. Alexandra Schauer 3 3

I-Lizenz Seitenwagen

1. Venus/Heiß 49 30

2. R.San Millan/B.Zapf 30 23

3. Meier/Schrempp 18 18

4. M.Brandhofer/Scheunemann 16 16

5. Brandl/Brandl 16 16

6. A.San Millan/M.Zapf 15 14

7. Kreuzmayr/Grammelsbacher 9 9

8. Hübsch/Hübsch 3 3

B-Lizenz Seitenwagen

1. Zwetsch/Caric 29 27

2. Kehrer/Lepnik 40 24

3. Kolb/Pierick 25 23

4. Horn/End 15 15

5. Poppe/Weick 13 13

6. Löffler/Fischer 10 10

7. Schreiner/Schreiner 10 10

8. Zeiler/Berndt 5 5

7. Klaas/McNeil 3 3

10. Rösler/Niedermeier 3 3

Dezember '18 BAHNSPORT AKTUELL 13


INTERVIEW

Speedway-Weltmeister Tai Woffinden

Irgendwann will ich

der größte Fahrer aller

Zeiten sein!

14 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '18


BSA: Tai, heuer wurdest du zum dritten Mal Speedway-Einzelweltmeister

– so erfolgreich war kein anderer

britischer Fahrer. Was bedeutet speziell diese

Tatsache für dich?

Tai Woffinden: Natürlich bedeutet dieser dritte WM-

Titel alles für mich. Ich bin der jüngste Speedwayfahrer,

dem es gelang, dreimal Weltmeister zu werden.

Aber ich möchte das fortsetzen und noch mehr

Titel gewinnen! Die nächste Herausforderung besteht

nun darin, die WM-Krone zu verteidigen. Klar

gelte ich jetzt als der erfolgreichste britische Fahrer

aller Zeiten – irgendwann jedoch will ich der größte

Fahrer aller Zeiten sein!

Bei der FIM-Ehrung wirst du Martin Smolinski treffen,

der sich eine andere WM-Krone sicherte – nämlich

die im Langbahnsport. Wie schätzt du seinen

Erfolg ein? Freust du dich auf das Wiedersehen?

Glückwunsch an Martin, den neuen Langbahnweltmeister!

Diesen Titel zu gewinnen, ist eine großartige

Leistung – da steckt viel harte Arbeit dahinter –

das weiß ich nur zu gut! Auf die FIM-Ehrung freue ich

mich natürlich und auch darauf, Martin dort zu treffen.

Ausgeschlossen ist es ja nicht, dass ihr euch in Zukunft

öfter bei diesem Event sehen werdet?

Ich bin mir sicher: Martin ist entschlossen, weitere

WM-Titel auf der Langbahn zu gewinnen – so wie ich

im Speedway! Von daher kann es schon sein, dass

wir uns in Zukunft noch öfter bei den FIM-Awards begegnen

werden.

In Sachen Titelverteidigung: Welchen deiner Konkurrenten

schätzt du nächstes Jahr als deinen gefährlichsten

Widersacher ein?

Respekt habe ich grundsätzlich vor jedem meiner

Konkurrenten. Mir ist klar, dass alle Fahrer im GP-

Feld alles daran setzen werden, um das zu schaffen,

was ich erreicht habe: nämlich Weltmeister zu werden

– da will ich niemanden hervorheben.

Welche Bahn des diesjährigen GP-Kalenders magst

du besonders? ... und: Gibt es ein Oval, das du gerne

aus dem WM-Programm streichen würdest?

Natürlich ist mein Heim-Grand-Prix in Cardiff für

mich etwas ganz Besonderes – und selbstverständlich

möchte ich eines Tages dort gewinnen! Streichen

würde ich eigentlich kein Rennen.

Abgesehen von zwei Artikeln im „Daily Star“ und im

Boulevardblatt „The Sun“ gab es in den britischen

Medien keine größere Berichterstattung über deinen

fantastischen Erfolg ... ist das enttäuschend für

dich?

Stimmt nicht ganz: Ich hatte Auftritte bei der BBC –

sowohl für das TV- als auch für das Radioprogramm.

Auch in den regionalen Medien wurde viel berichtet,

so freue ich mich, dass ich mithelfen konnte, den

Speedwaysport weiter zu verbreiten.

Nach unzähligen Rennen auf höchstem Level ist

man am Saisonende vielleicht ein wenig ausgelaugt?

Wie lädt ein dreifacher Weltmeister während

des Winters seine physische Batterie wieder auf?

Ich trainiere schon für 2019! Die freie Zeit wiederum

mit meiner Familie zu Hause zu verbringen, empfinde

ich als die beste Art, mich zu entspannen. Im Fitnessstudio

bin ich aber an den meisten Tagen – ich

habe also ständig ein Auge auf die nächste Saison

gerichtet!

Ich kann dir versichern: Du hast sehr viele Fans in

Deutschland. Möchtest du denen an dieser Stelle

etwas sagen?

Gerne – das ist eine tolle Gelegenheit, mich bei meinen

Fans in Deutschland zu bedanken. Der Moment,

in dem ich den Grand Prix in Teterow gewonnen habe,

war für mich etwas ganz Besonderes, denn die

Fans waren großartig in dieser Nacht. Auf diesem

Weg nochmal: Viele Grüße nach Deutschland – ich

danke euch allen für die großartige Unterstützung!

Das Interview führte Erhard Wallenäffer im Oktober

• Fotos: Jarek Pabijan

Dezember '18 BAHNSPORT AKTUELL 15


Merry Christmas and a happy New Year

DAS TEAM VON BAHNSPORT AKTUELL

wünscht allen Lesern, Fahrern, Funktionären und Veranstaltern sowie Anzeigenkunden

ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest sowie ein gesundes, unfallfreies

und erfolgreiches neues Jahr.

Wir sind für Sie da von

Montag bis Donnerstag, 8:00 bis 13:00 Uhr + 14:00 bis 17:00 Uhr sowie Freitag, 8:00 bis 14:00 Uhr

Per E-Mail: redaktion@ziegler-verlag.de, nadine.pfeiffer@ziegler-verlag.de (Anzeigenabteilung), Fax 06184 923355

16 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '18


Motorsport-Weekend MELSUNGEN

Alle Wege führen nach Rom?

So ein Blödsinn!

Nicht am 1. Augustwochenende!

Rennsport vom Feinsten gepaart mit Show und Action

Schon

jetzt

Vormerken!

Wir sagen

“Danke”

und wünschen allen ein

Frohes Weihnachtsfest

2.bis 4. August 2019

und ein gesundes neues Jahr!

59. Int. ADAC Grasbahnrennen MELSUNGEN

Ein frohes Weihnachtsfest und

einen guten Rutsch ins neue Jahr

wünscht allen Fans,

Freunden, Fahrern

und Veranstaltern.

Verkaufs- und Präsentationsteam

WÖRMANN

Ein frohes Weihnachtsfest

und ein glückliches Jahr 2019 wünscht der

MSC ALTRIP E.V.

Ein herzliches Willkommen zum

66. INT. SANDBAHNRENNEN

FRONLEICHNAM, 20. JUNI 2019

Fahrerbewerbungen A-/B-Solo + Seitenwagen 500 ccm an:

karl-martin.gensinger@t-online.de

Dezember '18 BAHNSPORT AKTUELL 17


Merry Christmas and a happy New Year

Ein frohes Weihnachtsfest,

ein gutes neues Jahr sowie eine

erfolgreiche Saison 2019

wünschen der

MSC Dingolfing

e.V./ADAC

& Michael Härtel

Wir bedanken uns bei allen

Bahnsportfans sowie bei

unseren Funktionären,

Sponsoren und den Fahrern.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen

bei unserem Traditionsrennen

am 1. Mai 2019.

Infos: www.msc-dingolfing.de

Unser neues

Inn-Isar-Racing Team

wünscht frohe Weihnachten und

einen guten Rutsch ins neue Jahr!

„Wir gfrein uns sakrisch

auf die Eissaison!“

Der AC Vechta

wünscht

allen Aktiven,

Veranstaltern,

Fans und Sponsoren

frohe Weihnachten

und ein

erfolgreiches

neues Jahr 2019

DANKE an die Veranstalter,

meine Sponsoren,

den MC Güstrow,

meine Familie

und meine Fans.

Ganz besonderer Dank geht

an Mario Bohn.

Kommt gut über den

Winter und rutscht gut rein.

Ben Ernst

Der DMSC Bielefeld e.V. im ADAC

bedankt sich auf diesem Wege ganz herzlich bei allen,

die zum Gelingen des ADAC-Grasbahnrennens

am 24. Juni 2018 auf dem Leineweberring in Bielefeld

beigetragen haben!

Wir wünschen allen Bahnsportfans, den Fahrern

und unseren Veranstalterkollegen eine schöne Weihnachtszeit

und für 2019 viel Glück und Erfolg!

Wie immer können die aktuellen Entwicklungen im

DMSC Bielefeld e.V. im ADAC unter

WWW.DMSCBIELEFELD.DE

verfolgt werden.

Termin 2019: EM-Halbfinale am 2. Juni 2019

18 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '18


NOTIZEN

Fahrer gesucht

Franz Lehmann (F.L. Tuning) sucht einen jungen dynamischen internationalen

Sand- und Grasbahnfahrer, der seine Maschinen voll beherrscht,

sich aber aufgrund zu geringer Motorleistung nicht durchsetzen kann.

Franz Lehmann würde gerne mit seiner Erfahrung und neuen Ideen weiterhelfen

und sich für ihn einsetzen.

Kontakt: F.L. Tuning, Franz Lehmann, Klosterstr. 10/2, 88069 Tettnang-

Oberlangnau, Tel. 07543 54847

DMSC Bielefeld

Aktuelles vom DMSC

Die Saison 2018 ist Geschichte – genau der richtige Zeitpunkt, um in den

Vereinen ein sportliches und organisatorisches Fazit zu ziehen. Gleichzeitig

hat der DMSC mit der aufwändigen Präparierung des Leineweberrings

bereits die Weichen für das bevorstehende Sportjahr gestellt.

Neben zwei Trialveranstaltungen und einem 2-Stunden-Mofa-Enduro

stand auch 2018 wieder die größte Motorsportveranstaltung in Ostwestfalen-Lippe,

das Int. ADAC-Motorradrennen auf dem Leineweberring, im

Fokus der DMSC-Mitglieder. Am 24. Juni 2018 wurde auf dem 700-Meter-

Grasoval die FIM-Langbahn-WM-Challenge ausgetragen. Mit viel Einsatz

und entsprechend hohen Erwartungen gingen die engagierten DMSCler

diesen besonderen Renntag an. Leider wurde das Event von zwei schweren

Stürzen mit insgesamt vier zum Teil schwer verletzten Fahrern überschattet.

Nach Unterbrechungen von insgesamt 120 Minuten konnte das

Rennen dann fortgesetzt werden. Im Anschluss an die beiden Stürze entwickelte

sich für die Zuschauer dann aber dennoch ein spannender Renntag,

der mit Romano Hummel, Martin Malek, Josef Franc und Andrew

Appleton vier würdige Direktqualifikanten für den Langbahn-GP 2019 hervorbrachte.

Auch die Rennen der internationalen Seitenwagenklasse waren

hochklassig besetzt. Hier konnte sich das Team Markus Venus/Markus

Heiß gegen William Matthijssen/Sandra Mollema und Markus Brandhofer/Tim

Scheunemann durchsetzen. In der international ausgeschriebenen

Klasse bis 250 ccm zeigten die C-Junioren im Rahmen eines Ländervergleichskampfes

tollen Sport. Team Deutschland (Timo Wachs und

Johnny Wynant) lag am Ende vor den Teams aus England (Chad Wirtzfeld/

Jake Mulford) und Team Europa (Sam Ensing, NL/Kevin Lück, D). Mit den

sogenannten „Powergirls“ aus den Niederlanden war erstmalig eine rein

weiblich besetzte Enduroklasse am Start. Die Offroad-Damen aus den

Niederlanden konnten auf Anhieb begeistern und waren sicherlich nicht

zum letzten Mal auf dem Leineweberring am Start.

Damit auch im kommenden Jahr spannender Sport auf dem Leineweberring

gezeigt werden kann, wurde dieser nach dem Rennen aufwändig präpariert.

Verantwortlich zeichnen sich hier Bahndienstkoordinator Günter

Uhlemeier und Sohn Markus, der Leiter des DMSC-Bahnausschusses Georg

Nork sowie DMSC-Rennleiter Michael Junklewitz. So wurde die Strecke

über die gesamte Breite komplett gefräst, die vorhandenen Unebenheiten

verfüllt und intensiv geschleppt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen

und macht Vorfreude auf den Renntag im kommenden Jahr.

Aus sportlicher Sicht ist der DMSC mit dem Verlauf der Saison 2018 zufrieden.

Clubfahrer Marcel Sebastian musste in seinem ersten Jahr in der

A-Lizenz erwartungsgemäß Lehrgeld zahlen. Dazu kommt, dass er aufgrund

seiner Selbstständigkeit im Bereich Tiefbau andere Prioritäten setzen

musste. • Text u. Fotos: Stephan Prante

Otto Bauer mit seinem Dragster ... es ist eines der letzten Fotos als aktiver Fahrer

Kleines Foto: Auf seiner Bauer-Jap mit Beifahrer Max Bomberger

Otto Bauer verstorben

Der ehemalige Seitenwagen-Europameister Otto Bauer ist am

20.10.2018 nach langer Krankheit verstorben. Der am 27. Juli 1951 geborene

Bayer war 1980 Europameister und 1979 und 1980 Deutscher

Vizemeister der Gespanne. Es gab noch etliche andere Auszeichnungen

in seinem Leben. Otto Bauer fuhr bis 2006 in seinem eigenen

Rennteam, in der Klasse Super Twin Top Gas Dragster, sein Motorrad

war Marke Eigenbau und sein großer Stolz. Bis zum Schluss schraubte

und werkelte er daran. Die Krankheit zwang ihn dann vor einigen

Jahren, sein Hobby aufzugeben. Er war ein toller Mann, Vater und

Großvater, wie seine Tochter Helena Bauer uns mitteilte.

Die gesamte Bahnsport-Familie wünscht ihr und der gesamten Familie

Bauer viel Kraft und trauert mit um den verdienten Gespannfahrer.

„Du warst immer schnell, wir konnten Dir schon auf Erden

nicht folgen, lass Dir jetzt im Himmel Zeit!“

Erlöst von schwerer Krankheit

nahmen wir am 20. Okt. 2018

Abschied von

OTTO BAUER

geb. 27. Juli 1951

Gespann-Europameister 1980

Aktiver Gras- und Sandbahn-

Gespann-Motorsportler

1973 - 1986

Aktiver Dragster-Motorsportler

1990 - 2006

Im Namen seiner Tochter Helena Bauer und aller Familienangehörigen,

Bahnsport- und Dragsterkameraden

Dezember '18 BAHNSPORT AKTUELL 19


SPEEDWAY

„Race of the Night“ Wittstock

Martin Vaculik,

der WiederholungstŠter

Maximumfahrer Martin Vaculik vor Mads Hansen, Grzegorz Walasek und Steven Mauer

Das „Race of the Night“ 2018 kostete das Veranstalterteam rund um Frank Mauer einige Nerven. Hatten doch fast alle Grand-Prix-

Fahrer und ihre Mechaniker nach der langen Saison am 20. Oktober keine Lust mehr, nochmal ans Startband zu gehen.

Glücklicherweise kam dann die Idee auf, den polnischen Vizemeister der Ekstraliga Stal Gorzow einzuladen.

Stal Gorzow siegt gegen die Hausherren

20 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '18


Leider hatte auch Vizeweltmeister Bartosz

Zmarzlik keine Lust mehr, doch auch so hatten

die Polen eine starke Truppe dabei. Angeführt

von Grand-Prix-Star Martin Vaculik traten die

Gorzower mit Grzegorz Walasek, Adrian Cyfer,

Alan Szczotka, Rafal Karczmarz und Gast Thomas

Gapinski an. Für die Wölfe Wittstock war

Grand-Prix-Star Matej Zagar angereist. Dazu

kamen die restlichen Wölfe Mads Hansen, Michael

Härtel, Steven Mauer und Gast Tobias

Busch. Für den verletzten Mirko Wolter startete

erstmals als wahrer „Joker“ Lukas Baumann.

Das Wetter spielte auch mit und der frühe Anfang

um 17:00 Uhr war genau richtig. So kamen

dann doch einige Zuschauer, die im Laufe des

Abends tolle Rennen sehen sollten.

Das Rennen: Gleich im ersten Heat siegte Vaculik

klar vor Zagar, Walasek und Busch, also

ein 4:2 für die Polen. Hansen setzte sich im Anschluss

gegen das polnische Paar Gapinski/

Szczotka durch, während Mauer nur Letzter

blieb. Im dritten Lauf gelang Adrian Cyfer ein

Sieg über Lukas Baumann, der immer wieder

angriff. Karczmarz konnte Michael Härtel hinter

sich lassen und so führten die Polen mit

11 zu 7 Punkten. Mads Hansen besiegte in Lauf

4 dann in tollem Kampf Cyfer und Karczmarz.

Steven Mauer hatte wieder keine Chance. Es

folgte der erste 5:1-Sieg durch Zagar und Busch

für die Wölfe vor Gapinski und Szczotka und

damit erstmals der Ausgleich von 15:15. Doch

die Polen revanchierten sich mit Vaculik/Walasek

mit 5:1 gegen Härtel und Baumann. In Lauf

7 lieferten sich die jungen Deutschen Lukas

Baumann und Michael Härtel einen tollen Fight

um Platz 1. Baumann gewann am Ende vor Härtel,

Gapinski und Szczotka. Vaculik dominierte

in Heat 8 auch bei seinem dritten Einsatz, aber

Mads Hansen saß ihm immer im Genick. Walasek

wurde vor Mauer Dritter. Mit einem 5:1-

Sieg holten sodann Zagar und Busch mit insgesamt

28:26 Punkten erstmals die Führung für

die Wölfe. Cyfer und Karczmarz hatten keine

Chance. Karczmarz kam in Heat 10 gleich wieder

ans Band und besiegte Baumann vor

Szczotka. Mauer fuhr zum vierten Mal nur hinterher.

Damit stand es wieder 30:30. Nun starteten

die Polen aber durch und Walasek/Cyfer

konnten wieder mit einem 5:1 gegen Härtel und

Busch gewinnen. Im letzten Vorlauf machte Vaculik

seinen vierten Sieg klar. Sein Partner Gapinski

fiel aus, sodass Hansen und Zagar noch

ein 3:3 herausfuhren. So stand es 34:38 für

Gorzow. In Heat 13 konnte Baumann unter dem

Jubel der Fans seinen zweiten Laufsieg vor Walasek,

Zagar und Karczmarz feiern. Damit hatte

Lukas mit 10 Punkten eine sehr gute Leistung

gezeigt. Er wurde dann auch fürs Finale des

„Race of the Night“ nominiert. Den letzten Lauf

des Teamkampfes konnte dann wieder Vaculik

gewinnen. Er war am Ende der Einzige mit

15-Punkte-Maximum. Adrian Cyfer war mit

10 Punkten auch Zweitbester bei den Polen

und damit klar, wie Vaculik, für das große Finale

nominiert. Hansen holte noch einen Punkt

und war mit 11 Punkten zweitbester Fahrer der

Wölfe und auch im Finale. Tobias Busch und

Michael Härtel erzielten nur 4 Zähler. Zagar

wirkte an diesem Abend etwas unmotiviert und

hatte auch keine Chance gegen seinen Grand-

Prix-Partner Vaculik.

Nun stand noch das „Race of the Night“ auf

dem Programm und Martin Vaculik ließ den

Gegnern keine Chance. Er siegte wirklich souverän

und gewann dieses Rennen wie im letzten

Jahr. Adrian Cyfer wurde Zweiter vor Mads

Hansen. Lukas Baumann wurde nach dem Start

so weit nach außen gedrängt, dass er keine

Chance mehr hatte. Trotzdem ein toller Erfolg.

• Texte: Jörn Werner; Fotos: Daniel Sievers

AM RANDE

Die Bahn in Wittstock war in gutem Zustand,

doch in den ersten Läufen staubte es sehr.

Den einzigen Sturz konnte Lukas Baumann im

Training nach einem Kettenriss nicht verhindern.

Lukas macht übrigens eine Ausbildung

bei der Polizei.

Josef Hukelmann war mit seinem Gast Tony

Briggs vor Ort und Moderator Egon Müller ließ

es sich nicht nehmen, ein Interview zu führen.

Im Rahmenprogramm fuhren vier Fahrer/innen

der Junior Klasse C 250 ccm vier Läufe. Jürgen

Liebmann war mit Tochter Celina extra nach der

Absage der Junior-C-Rennen beim Bundesligafinale

nochmal nach Wittstock gereist. „Celina

fährt hier so gern“, sagte Jürgen noch vor dem

Rennen und prompt konnte sie drei ihrer vier

Läufe gewinnen. Dabei hatte sie nie gute Starts

und musste das Feld von hinten aufrollen. Nur

den letzten Lauf konnte Lukas Wegner gewinnen.

Celina hatte am Ende 11 Punkte auf dem

Konto und Wegner 8. Dritter wurde der junge

Däne Patrik Skaarup mit 5 Punkten vor seinem

Landsmann Mathias Karlsen.

Fazit: Ein richtig gutes Rennen zum Saisonabschluss

und alle waren mit der Idee, einen

Clubvergleich zu starten, zufrieden. Da braucht

man keine 20 bzw. 24 Fahrer in sechs Gruppen.

Auch die Anfangszeit 17:00 Uhr kam gut an.

„Race of the Night“ Wittstock - 20.10.2018

Ergebnisse:

Teamvergleich: 1. Stal Gorzow, 45 Punkte (Martin Vaculik 15,

Tomasz Gapinski 4, Grzegorz Walasek 9, Adrian Cyfer 10,

Alan Szczotka 2, Rafal Karczmarz 5); 2. MSC „Wölfe“ Wittstock,

39 (Matej Zagar 10, Mads Hansen 11, Tobias Busch 4,

Michael Härtel 4, Steven Mauer 0, Lukas Baumann 10).

Sonderlauf „Race of the Night“: 1. Vaculik; 2. Cyfer; 3. Hansen;

4. Baumann.

Junior C - 250 ccm: 1. Celina Liebmann, 11 Punkte; 2. Lukas

Wegner, 8, 3. Patrik Skaarup, DK, 5; 4. Mathias Karlsen, DK, 0.

Saisonabschlusstraining Parchim

Volle

Hütte

Prall gefüllt war das Fahrerlager beim Saisonabschlusstraining am 20. Oktober auf dem „Mecklenburgring“

in Parchim. Von den Juniorenklassen über die 500er Speedwayfahrer bis hin zu

Quads, Seitenwagen und Sandbahn Solo war alles vertreten. Vor allem aus Dänemark waren

sehr viele Fahrer angereist. Mit Jacob Bukhave und Tobias V. Thomsen auch bekannte Speedwayfahrer,

die sich erstaunlich gut auf der Sandbahn probierten und präsentierten. Auf allen drei

Bahnen (Sandbahn, Speedway und Kidsspeedway), die wie immer bestens präpariert waren,

wurde bei bestem Herbstwetter ausgiebig trainiert. Teilweise auch schon am Freitag. Die Trainingstage

auf dem „Mecklenburgring“ in Parchim erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Was

nicht nur den perfekten Trainingsbedingungen, sondern dem top organisierten und wohltuenden

Drumherum geschuldet ist. • Text: Christian Seliger; Foto: M.L. Pics/Matthias Lehmann

Jacob Bukhave, Jakob Nymark und Tobias V. Thomsen (v.l.)

Dezember '18 BAHNSPORT AKTUELL 21


SPEEDWAY

Clubmeisterschaft

des SC Neuenknick

Die Clubmeisterschaft des SC Neuenknick fand bei sonnig-warmem Herbstwetter statt.

Rund 40 Fahrer – Aktive und auch Ex- und Hobbyfahrer – traten in sechs Klassen gegeneinander an.

Unter ihnen so erfahrene Piloten wie Buddy Prijs, Sjoerd Rozenberg, Marc Leon Tebbe und Marcel Sebastian,

aber auch bekannte Gesichter aus der Speedkartszene wie Julian Fischer oder Ralf und Max Lawrentz.

Die Zahl externer Fahrer, die ans Startband gingen, war allerdings weitaus höher als die

dem SC angehörigen Akteure. Doch zum Clubmeister in den einzelnen

Klassen gekürt werden konnten nur diejenigen, die

auch Mitglied im SC Neuenknick sind.

Buddy Prijs vor Sjoerd Rozenberg und Marc Leon Tebbe

Natürlich – die Clubmeisterschaft des SC Neuenknick

ist kein Prädikatsrennen. Und natürlich

dient eine solche Veranstaltung auch der

Begegnung untereinander – der unterschiedlichen

Bahnsportgenerationen beispielsweise.

Gemeinsame Erlebnisse werden aufgefrischt.

An Menschen wird erinnert, die mal dazu gehörten.

Neue im „Bahnsportzirkus“ lernen sich

kennen. Gemeinsam lässt man die Höhepunkte

und die großen und kleinen Storys der vergangenen

Saison Revue passieren. Und man

freut sich gemeinsam auf das Kommende. Aber

auch diese Veranstaltung ist und bleibt Ergebnissport.

Der 21-jährige Buddy Prijs, Ex-Bahnsportler,

hatte an diesem Tag in dem mutigen und

schnellen Angreifer Marc Leon Tebbe den einzigen

gefährlichen Konkurrenten. Prijs fuhr den

Tagessieg souverän ja fast lässig mit Maximum

und einem Start-Ziel-Sieg nach dem anderen

heraus. Eine bemerkenswerte Leistung, die

zeigte, dass der einstige Schützling von Kulttrainer

Meik Lüders immer noch hart ans Gas

gehen kann, auch nachdem er vor drei Jahren

seinen Stahlschuh an den Nagel gehängt hat.

„Dass ich noch nichts verlernt habe, das verdanke

ich vor allem meinem Freund und langjährigen

Coach“, betonte Prijs, der auch bei

diesem Rennen wieder von Meik Lüders (mit

Uwe Fienhage) technisch unterstützt wurde.

Prijs führt inzwischen ein Autohaus in De Krim

bei Emmen.

Auch Sjoerd Rozenberg zeigte sich kämpferisch

und entschlossen. Der Niederländer – eigentlich

spezialisiert auf Gras- und Sandbah-

nen – war bei all seinen Starts hochkonzentriert.

Besonders bestechend die Startphase in

Heat 6, als Rozenberg wie aus einem Katapult

geschossen vom Startstrich wegschnellte und

Marc Leon Tebbe nur durch hartnäckiges

„Dranbleiben“ an ihm vorbeikam. Auch Marcel

Sebastian hatte nach seinen ersten zwei Vorläufen

durchaus noch eine Chance auf einen

der vorderen Plätze, doch er verzichtete nach

einem Sturz in Heat 6 auf einen Neustart.

In der Ü50-Klasse dominierte Burkhard Zoschke

(Clubsieger 2017) sämtliche Vorläufe. Der

Georgsmarienhüttener musste aber mit Andreas

Knöschke (ebenfalls Georgsmarienhütte)

ins Stechen. Kurz vor diesem Entscheidungsrennen

war Wasser auf die knochentrockene

Bahn gefahren worden. Allerdings trocknete

die Strecke unregelmäßig ab. Burkhard Zoschke

hatte im Stechen nach einem ausgezeichneten

Start und einem schnell herausgefahrenen

Vorsprung das Ziel schon vor Augen, als er im

Scheitelpunkt der Zielkurve auf einer nassen

Stelle wegrutschte. Andreas Knöschke zog vorbei

und wurde Clubmeister in der Ü50-Klasse.

Auch in der Hobbygruppe U50 wurde hart um

den Sieg gerungen. Vor allem Pascal Dammeyer,

Michael Walczak und Waldemar Saks zeigten

schönen Speedwaysport und sorgten in ihren

Duellen untereinander für viel Spannung.

Letztlich lief alles auf ein Stechen zwischen Michael

Walczak aus Köln und Pascal Dammeyer

(Helmsloh) hinaus. Der Weg zum Clubmeister

war für Michael Walczak frei, als Pascal Dammeyer

im Rad-an-Rad-Kampf noch während der

Startphase Mitte der Startkurve stürzte.

Die Junior-B- und C-Gruppe war leider jeweils

mit nur drei Fahrern besetzt. In der 125-ccm-

Klasse war mit Ben Iken vom MC Norden immerhin

ein Talent am Start, von dem in Zukunft

noch viel zu erwarten ist. Doch dem jungen

Mann stahl die 12-jährige Nynke Sijbesma vom

niederländischen Racing-Team Sjibesma die

Schau. Viel Beifall und Lob gab es auch für das

Rennen der 250er-Klasse, das mit Maximum

von Jelto Schäfer vom MC Norden vor Neuenknicks

Clubfahrer Calvin Richter gewonnen

wurde. Unterstützt und gefördert wird der junge

Stahlschuhartist vom MC Norden ebenfalls

durch Trainer Meik Lüders.

Endlich gab es auf der schnellen 360-Meter-

Bahn auch wieder exzellenten Speedkartsport,

und zwar in großer Besetzung. Acht Karts

kämpften gegeneinander. Maurice Meyer, von

seinem „Ziehvater“, dem ehemaligen internationalen

Gespannfahrer Bernd Söger, betreut,

schien nur mit Vollgas um den Parcours zu „nageln“.

Der 31-Jährige fuhr einen Start-Ziel-Sieg

nach dem anderen ein. Selbst der siegesgewohnte

Julian Fischer (Rinteln) hatte dem souverän

fahrenden Osnabrücker nichts entgegenzusetzen.

Die Vierradpiloten hatten sichtlich

Spaß an dem schnellen 360-Meter-Parcours

und lieferten sich teils hartnäckige Gefechte

über die gesamte Strecke hinweg. Ein

besonders schneidiges Duell (Lauf 4) lieferte

sich Max Lawrentz (19) aus Minden mit seinem

Vater Ralf (55).

Die Veranstaltung wurde sehr zügig durchgezogen

und war schon gegen 15:00 Uhr zu Ende,

sodass noch ein freies Training gefahren werden

konnte. • Text u. Fotos: André Lindhorst

22 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '18


GRASBAHN

Shorttrack-Premiere in Neuenhasslau

Großes Kino und „Full House“

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte gastierte die MAXXIS REIFEN Deutsche DMV

Shorttrack Quad Meisterschaft auf dem Kinzigtalring in Neuenhasslau. Die nur

427 Meter lange Grasbahn wurde erstmals seit elf Jahren wieder für ein Bahnrennen

benutzt und entsprechend groß war die Unsicherheit, ob alles gelingen würde,

aber auch die Vorfreude der Motorsportfans aus dem Main-Kinzig-Kreis und darüber

hinaus, die lange Zeit auf ein Bahnsport-Event verzichten mussten und viele sahen

überhaupt zum ersten Mal Quads und Speedkarts im Oval.

Buddy

Prijs

siegt

Buddy Prijs mit seinem

langjährigen Coach

Meik Lüders aus Norden

Um es vorwegzunehmen: Die Premiere wurde

rundum zu einem Riesenerfolg. Die Besucherzahl

ging auf die Tausend zu; das Wetter

spielte mit und die spannenden Rennen blieben

mit einer Ausnahme unfallfrei. Obwohl

es im Laufe des Nachmittags technische Probleme

mit dem Wasserwagen, der ständig im

Einsatz war, gab, bekamen die Helfer des

MSC Neuenhasslau auch diese in den Griff

und schon um 16:23 Uhr senkte sich die letzte

Zielflagge.

Das Rennen begann am Vormittag in der Automatikklasse

mit einem Schreck: Vivian

Obermüller und Conny Kraft stürzten in die

Bande, blieben aber glücklicherweise unverletzt.

Conny bekam vom Arzt allerdings für

den restlichen Tag Startverbot; Vivians Quad

war kaputt, sodass die Fahrerin des MSC

Neuenhasslau ebenfalls nicht mehr fahren

konnte. So holte sich Susana Lopes den Tagessieg

im Alleingang gegen Marlon Dreier,

der in der Klasse 6 zusammen mit der Klasse

1 fuhr.

Der Jugendliche des MSC Neuenhasslau war

leider auch in der Rookiesklasse (2) ziemlich

allein, denn sein einziger Konkurrent Dieter

„Teddy“ Desenz musste nach dem ersten

Lauf mit technischen Problemen aufgeben.

So fuhr Marlon Dreier konkurrenzlos den Tagessieg

ein.

Deutlich mehr Betrieb war in der Klasse 3,

die allerdings einmal mehr von Stephan Bischoff

beherrscht wurde. Der Angenröder gewann

vor Clubkollege Matthias Hahnke und

Dietmar Ziegler, während Christian Bonkowski

sein Quad nie richtig zum Laufen bekam.

In der Königsklasse MEFO Sport starteten

fünf Piloten und auch hier war Stephan Bischoff

überlegen. Niklas Staufenberg wurde

sicherer Zweiter vor dem Augsburger Achim

Metzger mit seiner „KawaYama“.

In der Schülerklasse hieß die Reihenfolge

Chantal Wagner, Justin Reichmann, Felix

Schulze. Leon Joel Ziegler konnte noch nicht

starten.

Nachdem Marvin Schulzes Quad schon im

Training kaputtging, hatte Marlon Dreier in

der Jugendklasse keinen Gegner.

Das Salz in der Suppe waren wieder einmal

die Speedkarts: Mit sieben Piloten am Start

entwickelte sich ein Thriller. Maurice Meyer

gewann alle Läufe, doch weil Ingo Duttine in

den Vorläufen zweimal siegte, fiel die Entscheidung

erst im A-Finale. Meyer gewann

mit beeindruckenden Attacken vor Duttine

und Evergreen Johnny Bund, der mit seinen

78 Jahren auf dem Treppchen stand und bei

der Siegerehrung seinen – vorläufigen –

Rücktritt erklärte! (?).

Meisterschaftsleader Peter Heußner konnte

mit Platz 5 nicht zufrieden sein und vor dem

Grande Finale in Diedenbergen lagen er und

Duttine punktgleich an der Spitze!

In der Seitenwagenklasse um den Hessencup

gewann der Neuenhasslauer Clubfahrer

Imanuel Schramm mit Hermann Bacher vor

dem Damenteam Nicole Standke/Kim Kempa

und Moritz Straub/Patrick Löffler. Standke/

Kempa erhielten von Jürgen Schmitt nach

dem Rennen den Gesamt-Hessencup überreicht.

Das Grasbahn-Revival in Neuenhasslau fand

so großen Anklang bei Zuschauern und Fahrern,

dass die Neuauflage 2019 schon fest

ins Auge gefasst wurde.

Aktuelle Meisterschaftsstände

auf https://shorttrack-online.de

• Foto: Jürgen Schmitt, Falk Bachmann

Clubmeisterschaft Neuenknick - 20.10.2018

Ergebnisse:

A/B (4 Runden): 1. Buddy Prijs, 9 Punkte; 2. Marc Leon Tebbe,

7; 3. Anne Bos, 6; 4. Sjoerd Rozenberg, 6; 5. Dominik Otto,

3; 6. Rubben Guikema, 2; 7. Jarno de Vries, 0; 8 Fabian

Wachs, 0. Clubmeister: Buddy Prijs.

Hobby 1 - U50 (3 Runden): 1. Michael Walczak, 9 Punkte;

2. Pascal Dammeyer, 9; 3. Waldemar Saks, 7; 4. Jens Ripke,

6; 5. Kasper ten Thieje, 5; 6. Paul Kattlun, 4; 7. Kai Kording, 3;

8. Angie Dammeier, 3; 9. Marek Mokrych, 3. Clubmeister:

Jens Ripke

Hobby 2 - Ü 50 (3 Runden): 1. Andreas Knöschke, 9 Punkte;

2. Burkhard Zoschke, 9; 3. Jack Drenthe, 6; 4. Thomas Fleming,

5; 5. Wolfgang Star, 4; 6. Mark v.d. Maas, 2; 7. Heiko

Scheer, 1; 8. Andreas Kielkämper, 0. Clubmeister: Andreas

Knöschke.

Junior B (3 Runden): 1. Nynke Sijbesma, 5 Punkte; 2. Ben

Iken, 4; 3. Tom Meyer, 0. Clubmeisterin: Nynke Sijbesma.

Junior C (3 Runden): 1. Jelto Schäfer, 6 Punkte; 2. Calvin Richter,

2; 3. Fabian Heinemann, 1. Clubmeister: Calvin Richter.

Speedkarts (3 Runden): 1. Maurice Meyer, 9 Punkte; 2. Julian

Fischer, 7; 3. Max Lawrentz, 6; 4. Corinna Wennemann, 4;

5. Marco Dahms, 4; 6. Ralf Lawrentz, 3; 7. Ole Hohnholz, 2;

8. Tim Goedke, 0. Clubmeister: Julian Fischer.

Dezember '18 BAHNSPORT AKTUELL 23


INTERNATIONAL

Ergebnis: 1. Nick Morris, 12 Punkte; 2. Chris

Harris, 11; 3. Kyle Howarth, 10; 4. Ricky Wells,

10; 5. Sam Masters, 9; 6. Nicolai Klindt, 9; 7. Richard

Lawson, 8; 8. Paul Starke, 8; 9. Steve

Worrall, 6; 10. Ashley Morris, 6; 11. Drew Kemp,

1; 12. Sebastian Niedzwiedz, 0.

Grand Final: 1. Harris; 2. Howarth; 3. Wells;

4. N.Morris S.

Championship Play-offs

Halbfinale

Ergebnisse: Peterborough - Lakeside 44:46

Punkte; Lakeside - Peterborough 56:34.

Lakeside gewinnt 102:78.

Glasgow - Workington 51:38 Punkte; Workington

- Glasgow 52:38.

Workington gewinnt 90:89.

Premiership Knockout Cup - Finale

Freud’ und Leid

Für die Rebels aus Somerset gab es zum Saisonende noch ein Happyend.

Nach einem großartigen Sieg daheim in der Oak Tree Arena reichte letztlich

ein Unentschieden im Rückkampf in King’s Lynn zum Pokalgewinn.

King’s Lynn hatte auch zu Hause absolut keine Chance gegen ein stark

fahrendes Team aus Somerset. Das Remis, das erst im letzten Lauf erreicht

wurde, war für die Stars eher schmeichelhaft.

Ergebnisse: Somerset, 53 Punkte (Nico Covatti 12, Charles Wright (Gast) 11, Jason Doyle 11, Jake Allen

8, Chris Harris (Gast) 6, Richard Lawson 5); King’s Lynn, 37 (Niels-Kristian Iversen 10, Thomas

Jörgensen 7, Erik Riss 0-2-2-2=6, Simon Lambert 4, Tyron Proctor 4, Robert Lambert 4, Tero Aarnio

(Gast) 2).

King’s Lynn, 45 Punkte (Robert Lambert 12, Erik Riss 1-3-3-2-1=10, Niels-Kristian Iversen 7, Thomas

Jörgensen 6, Tyron Proctor 6, Tero Aarnio (Gast) 2, Simon Lambert 2); Somerset, 45 (Nico Covatti

12, Jason Doyle 9, Richard Lawson 9, Chris Harris (Gast) 8, Paul Starke (Gast) 6, Coty Garcia

(Gast) 1).

Somerset gewinnt 98:82.

ENGLAND

Olympique Wolverhampton

Handicap-Klassiker

Pech hatte Nick Morris im Grand Final. Er überdrehte und stürzte. Ricky

Wells konnte nicht ausweichen. Der Re-run wurde zu einer sicheren Angelegenheit

für Altmeister Chris Harris. Das große Talent Drew Kemp hatte

an diesem Abend keine Chance, ebenso wie Debütant Sebastian

Niedzwiedz aus Polen.

Knockout-Cup-Sieger Workington

Finale

Furiose

Kometen

Auf der Jagd nach dem begehrten

Triple erhielt Workington ausgerechnet

im Play-off-Finale in der Meisterschaft einen herben Dämpfer.

Nach der Heimniederlage im Shield-Wettbewerb konnte Lakeside diesmal

einen 10-Punkte-Vorsprung herausfahren. Tags darauf fand der Rückkampf

in Workington statt, in dem Lakeside aber auch gar nichts entgegenzusetzen

hatte. Auch ohne den immer noch an der Hand verletzten Ty

Proctor fuhr Workington ein furioses Rennen und deklassierte die Gäste

deutlich. Nach dem Gewinn des Pokals drei Tage zuvor konnten die Comets

erstmals die Meisterschaft gewinnen.

Ergebnis (Regen-Abbruch nach Lauf 13): Lakeside, 44 Punkte (Nick Morris 12, Richard Lawson 10,

Adam Ellis 9, Ben Morley 5, Zach Wajtknecht 4, Alfie Bowtell 2, Kyle Newman 2); Workington,

34 (Mason Campton 9, Nicolai Klindt 8, Rasmus Jensen 6, Rene Bach 6, Tero Aarnio (Gast) 5, Kyle

Bickley 0).

Workington, 61 Punkte (Nicolai Klindt 15, Rasmus Jensen 14, Tero Aarnio (Gast) 11, Rene Bach 10,

Kyle Bickley 6, Mason Campton 5); Lakeside, 29 (Adam Ellis 9, Richard Lawson 8, Nick Morris 5,

Kyle Newman 4, Zach Wajtknecht 2, Alfie Bowtell 1, Ben Morley 0).

Workington gewinnt 95:73.

Championship Knockout Cup

Halbfinale

Ergebnisse: Scunthorpe - Peterborough 59:31 Punkte; Peterborough - Scunthorpe 51:39.

Scunthorpe gewinnt 98:82.

Finale

Starker Endspurt

Nach dem ersten Rennen konnte Scunthorpe einen überraschend deutlichen

Vorsprung über die favorisierten Comets herausfahren und hatte bereits

eine Hand am „Pott“. Aber abgerechnet wird immer am Schluss. Das

Play-off-Finale: Mason Campton und Rene Bach (Workington)

vor Alfie Bowtell und Richard Lawson (Lakeside)

Workington siegt auch im Play-off-Finale

24 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '18


18-Punkte-Defizit konnte im zweiten Match bereits nach acht Läufen ausgeglichen

werden. Letztlich wurde Scunthorpe mit 34 Punkten deklassiert.

Ergebnisse - Scunthorpe, 54 Punkte (Steve Worrall 12, Jason Garrity 11, Jake Allen 9, Ricky Wells

(Gast) 9, Stefan Nielsen 7, Gino Manzares 6, Daniel Phillips 0); Workington, 36 (Rasmus Jensen 15,

Mason Campton 8, Rene Bach 5, Nicolai Klindt 4, Paul Starke (Gast) 3, Kyle Bickley 1).

Workington, 62 Punkte (Rasmus Jensen 16, Rene Bach 15, Nicolai Klindt 14, Mason Campton 11,

Claus Vissing (Gast) 5, Kyle Bickley 1); Scunthorpe, 28 (Jake Allen 10, Stefan Nielsen 6, Steve Worrall

5, Thomas Jörgensen (Gast) 3, Jason Garrity 2, Gino Manzares 2, Daniel Phillips 0).

Workington gewinnt 98:82.

Championship Shield

Finale

Lakeside, das seine Rennen nunmehr in Hoddesdon auf der Bahn von Rye

House austragen wird, hatte sehr viel Mühe mit Workington. Die Comets

hatten das Match zu jeder Zeit im Griff. Letztlich konnten die Gäste einen

2-Punkte-Vorsprung herausfahren.

Der Rückkampf fand zehn Tage später statt. Zu diesem Zeitpunkt war Workington

bereits Meister und Pokalgewinner. Nun wollten die Comets natürlich

das begehrte Triple und machten entsprechend Druck. Wie schon

in den Play-offs zur Meisterschaft mussten sich die Hammers Workington

geschlagen geben.

Ergebnisse: Lakeside, 44 Punkte (Nick Morris 13, Richard Lawson 11, Zach Wajtknecht 6, Adam Ellis

6, Kyle Newman 1, Ben Morley 6, Alfie Bowtell 1); Workington, 46 (Nicolai Klindt 13, Mason Campton

12, Rasmus Jensen 10, Rene Bach 8, Kyle Bickley 2, Tyron Proctor 1).

Workington, 52 Punkte (Mason Campton 12, Rasmus Jensen 12, Nicolai Klindt 10, Rene Bach 8,

Kyle Bickley 7, Stefan Nielsen 3); Lakeside, 38 (Nick Morris 12, Richard Lawson 10, Adam Ellis 9,

Kyle Newman 4, Alfie Bowtell 1, Zach Wajtknecht 1, Ben Morley 1).

Workington gewinnt 98:82.

National League - Play-offs

Halbfinale

Ergebnisse: Eastbourne - Coventry 60:30 Punkte; Coventry - Eastbourne 40:50.

Eastbourne gewinnt 110:70.

Finale

Desaster für die Fen Tigers

Mildenhall schloss die Rennen der National League als einziges Team ungeschlagen

ab und war auch heißer Favorit für die entscheidenden Playoffs.

Aber es kam alles anders.

Wie schon im Pokalwettbewerb fanden die Fen Tigers in Eastbourne ihren

Meister. Im ersten Match an der Südküste mussten sie eine hohe 19-Punkte-Niederlage

einstecken. Es war erst die zweite Niederlage von Mildenhall

in dieser Saison. Im zweiten Match erwies sich Eastbourne als zu zäher

Gegner. Mildenhall tat sich ungewohnt schwer bzw. die Eagles fuhren

enorm stark. Nach der herben Pokalniederlage nun auch das Aus in der

Meisterschaft. Die Fen Tigers sind die ganz großen Verlierer dieser Saison.

Ergebnisse: Eastbourne, 54 Punkte (Georgie Wood 13, Mark Baseby 12, Tom Brennan 10, Ethan

Spiller 1-2-1-2=6, Jason Edwards 6, Charlie Brooks 5, Charley Powell 2); Mildenhall, 35 (Drew

Kemp 11, Josh Bailey 9, Ryan Kinsley 9, Matt Marson 6, Kelsey Dugard (Gast) 0, Sam Bebee 0).

Mildenhall, 46 Punkte (Drew Kemp 13, Josh Bailey 10, Ryan Kinsley 10, Nathan Stoneman (Gast) 6,

Matt Marson 5, Sam Bebee 2); Eastbourne, 44 (Georgie Wood 11, Mark Baseby 10, Charlie Brooks

7, Tom Brennan 7, Jason Edwards 5, Ethan Spiller S-1-1-1=3, Charley Powell 1).

Eastbourne gewinnt 98:81.

National League

Ergebnisse: Stoke - Plymouth 48:41 Punkte; Buxton - Birmingham 44:46; Buxton - Eastbourne

38:52; Stoke - Eastbourne 41:49.

National League Knockout Cup

Finale

Mildenhall konnte zuvor zwar einen komfortablen 14-Punkte-Vorsprung

herausfahren, aber das reichte überraschend nicht. Ausgerechnet die

erste Saisonniederlage der Fen Tigers in Eastbourne bedeutete gleichzeitig

den vierten Pokalerfolg in Folge für die Eagles. Ab Lauf 10 hatten die

Gastgeber das Match sicher im Griff.

• Texte: Andreas Fahldiek; Fotos: Ron MacNeill + Jarek Pabijan (Porträt)

Ergebnisse: Mildenhall, 52 Punkte (Drew Kemp 15, Josh Bailey 12, Ryan Kinsley 9, Jordon Jenkins

7, Sam Bebee 6, Matt Marson 3); Eastbourne, 38 (Tom Brennan 11, Georgie Wood 9, Mark Baseby

9, Charley Brooks 4, Jason Edwards 3, Ethan Spiller 0-1-0-1=2, Charley Powell 0); Eastbourne,

58 Punkte (Tom Brennan 13, Georgie Wood 12, Ethan Spiller 2-2-2-3=9, Charlie Brooks 7, Mark

Baseby 7, Jason Edwards 6, Charley Powell 4); Mildenhall, 32 (Drew Kemp 13, Ryan Kinsley 6, Matt

Marson 6, Josh Bailey 6, Jordan Jenkins 1, Sam Bebee 0).

Eastborne gewinnt 96:84.

NATIONAL LEAGUE

ABSCHLUSSTABELLE

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Mildenhall (1) 17 17 0 0 57

2. Eastbourne (5) 17 12 0 5 42

3. Kent (2) 18 11 1 6 38

4. Birmingham (3) 18 9 1 8 33

5. Coventry (6) 17 9 1 7 31

6. Belle Vue (4) 18 9 0 9 30

7. Plymouth (7) 18 7 0 11 23

8. Isle of Wight (8) 18 6 0 12 20

9. Stoke (9) 18 5 1 12 19

10. Buxton (10) 16 1 0 15 3

Robert

Lambert

SGB PREMIERSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Robert Lambert (1) GB King’s Lynn 33 9,69

2. Jason Doyle (3) AUS Somerset 30 9,65

3. Max Fricke (4) AUS Belle Vue 31 8,76

4. Troy Batchelor (2) AUS Swindon 28 8,56

5. Craig Cook (8) GB Belle Vue 25 8,36

6. Sam Masters (6) AUS Wolverhampton 26 8,27

7. Rory Schlein (7) AUS Wolverhampton 20 8,22

8. Chris Harris (-) GB Poole 16 8,17

9. Hans Andersen (5) DK Leicester 24 8,10

10. Jack Holder (9) AUS Somerset 30 8,08

17. Erik Riss D King’s Lynn 18 7,44

50. Wimborne Whoppa - 21.10.18

Saisonabschluss

Zum Abschluss der Saison fand auf der Bahn des Motor Cycle Clubs in

Wimborne nochmals ein großes Grasbahnrennen statt. Am Start waren

viele der besten Piloten der Insel. Gefahren wurde in den Klassen:

250 ccm sowie 500 ccm Solo und 500 ccm sowie 1000 ccm Seitenwagen.

Während sich in der 250-ccm-Klasse klar Luke Harris durchsetzen konnte,

ging es in den anderen Klassen enger zu. Bei den 500-ccm-Solisten siegte

im alles entscheidenden Finale Edward Kennett. Er verwies Vorrundensieger

James Wright auf Rang 2, Dritter wurde Stephen Green.

Bei den Seitenwagen bis 500 ccm gewannen die britischen Meister

Joshua Goodwin/Liam Brown all ihre Vorläufe und auch das entscheidende

Finale. Auf Rang 2 landeten die Vizeeuropameister Mitch Godden/Paul

Smith.

In der Klasse 1000 ccm Seitenwagen siegten Gareth Winterburn mit Doppelstarter

Liam Brown im Beiwagen. Ihnen folgten Paul Whitelam/Alan

Elliott und Mark Crosser/Carl Blyth aufs Podium. • Daniel Becker

Ergebnisse - 250 ccm: 1. Luke Harris, 44 Punkte; 2. Ollie Stanford, 32; 3. Ben Ilsley, 31; 4. Russell

Little, 29; 5. Tim Greig, 21; 6. Adam Hawker, 21; 7. Lee Charles, 18; 8. Lee Bassett, 12; 9. Anthony

Sales, 8; 10. Gary Cook, 8.

500 ccm Solo - Vorrunde: 1. James Wright, 31 Punkte; 2. James Shanes, 29; 3. Edward Kennett, 28;

4. Dave Mears, 23; 5. Chris Harris, 22; 6. Stuart Mears, 20; 7. Arran Butcher, 19; 8. Luke Harris, 18;

9. Tim Nobes, 17; 10. Stephen Green, 14; 12. Jody Hodgson, 11.

B-Finale: 1. Harris; 2. Green; 3. Nobes; 4. Cooper; 5. S.Mears; 6. Butcher; 7. Hodgson.

A-Finale: 1. Kennett; 2. Wright; 3. Green; 4. Nobes; 5. Harris; 6. D.Mears; 7. Cooper; 8. Shanes.

500 ccm Seitenwagen - Vorrunde: 1. Joshua Goodwin/Liam Brown, 21 Punkte; 2. Shaun Hughes/

Louis Bennett, 18; 3. Mitch Godden/Paul Smith, 17; 4. Shaun Harvey/Danny Hogg, 14; 5. Chris Hay/

Aaron Hay, 11; 6. Barrie Bennett/Eifon Hughes, 10; 7. Aaron Vale/Ciara Southgate, 10; 8. James

Hogg/Scott Goodwin; 9. Natasha Bartlett/Curtis McAlinney, 6; 10. Simon Beard/Shane Freeman,

5; 11. Mike Read/Mark Hopkins, 5; 12. Chris Neame/Luke Russell, 4.

B-Finale: 1. Bennett/Hughes; 2. Hay/Hay; 3. Hogg/Goodwin; 4. Vale/Southgate; 5. Read/Hopkins;

6. Bartlett/McAlinney.

A-Finale: 1. Goodwin/Brown; 2. Godden/Smith; 3. Harvey/Hogg; 4. Hughes/Bennett; 5. Hay/Hay;

6. Bennett/Hughes.

1000 ccm Seitenwagen - Vorrunde: 1. Paul Whitelam/Alan Elliott, 19 Punkte; 2. Gareth Winterburn/

Liam Brown, 18; 3. Colin Blackbourn/Carl Pugh, 17; Matt Fumarola/Gareth Williams, 17; 5. Neal

Owen/Jason Farwell, 16; 6. Will Offen/Josh Russell, 15; 7. Kieran Hicks/Kieron Ivy, 15; 8. Mark Cossar/Carl

Blyth, 14; 9. John Hiscock/Terry Madley, 14; 10. Tom Cossar/Wayne Rickards, 14; 11. Clint

Blondel/Kevin Bennett, 12; 11. Richard Jenner/Richard Webb, 12; 13. Mick Stace/Ryan Knowles, 9;

14. Simon Heal/Rowland Broomfield, 8; 15. Will Penfold/Ricky Pay, 7; 16. Dave Buckley/Kylub Wilce,

6; 17. Mike Elliott/Simon Elliott, 6; 18. Matthew Huddy/Mark Truscott, 5; 19. Joe Mogg/Jake Cutler,

4; 20. Tom Marvell/Lewis Davies, 4; Cossar/Rickards A.

B-Finale: 1. Owen/Farwell; 2. Cossar/Blyth; 3. Offen/Russell; 4. Hiscock/Madley; 5. Hicks/Ivy;

Cossar/Rickards A.

A-Finale: 1. Winterburn/Brown; 2. Whitelam/Elliott; 3. Cossar/Blyth; 4. Fumarola/Williams;

5. Owen/Madley; Blackbourn/Pugh A.

Dezember '18 BAHNSPORT AKTUELL 25


INTERNATIONAL

Das siegreiche World-Team mit (v.l.) Martin Smolinski, Mikkel Michelsen,

Sam Masters, Carlos Venegas, (vorne) Peter Ljung und Mikkel Bech

USA

USA - Rest der Welt - Auburn

Fast Fridays

Die Fast-Fridays-Speedway-Saison wurde mit einem Knaller-Meeting Mitte

Oktober in Auburn beendet. Die 14.000-Einwohner-Stadt liegt 200 Kilometer

nordöstlich von San Francisco entfernt. Bester Fahrer des Abends

war – mit Hilfe eines Bonuspunktes – US National Champion Billy Janniro.

In der Weltauswahl war Martin Smolinski der beste Scorer. Der Deutsche

ist nach wie vor gerngesehener Gast in den Staaten und dort sehr beliebt.

• Andreas Fahldiek

Ergebnis: USA, 52 Punkte (Billy Janniro 16, Aaron Fox 12, Bart Bast 8, Ryan Bast 7, Russell Green 5,

Tommy Hedden 4); World, 57 (Martin Smolinski 15, Mikkel Michelsen 14, Sam Masters 13, Mikkel

Bech 7, Carlos Venegas 5, Peter Ljung 3).

Bester seines Teams ... die # 84

Kampfansage bei der Fahrervorstellung

Mit Partner Carlos Venegas

26 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '18


Martin Smolinski blickt zurück auf seine Amerika-Reise

Das Treffen der Weltmeister

auf der anderen Seite der Welt

Wie alle Jahre lud Dave Joiner, der Promoter von Fast Fridays Speedway,

wieder zur Jahresabschlussveranstaltung auf die sehr kurze, technische

Speedwaybahn in Auburn, oberhalb von Sacramento gelegen, ein.

Amerika trat gegen eine Weltauswahl an. Ich war schon ein paarmal vor

Ort und man kennt sich. Genau 14 Jahre war es her, als ich das erste Mal

mit 19 Jahren alleine in die USA reiste.

Alle Jahre wieder ist es eine wunderbare Art, die Saison zu beenden – bei

25 Grad unter der California Sun und bei einem guten Promoter kann man

es aushalten. Viele fragen sich, wie bekommt ihr die Bikes da rüber? Ich

nehme nur meinen Rennanzug und meine Rennausrüstung mit in die USA.

Das Motorrad wird immer gestellt. Einen Tag vor der Veranstaltung findet

immer ein Training für uns World Rider statt. Leider gab es dieses Jahr Probleme

mit meinem Bike: Es wurde vergessen. Na ja, irgendwas zum Fahren

gab’s dann schon und ich drehte, um den Radius wieder kennenzulernen,

ein paar Runden auf einem komplett neu aufgebauten Motorrad mit

stehendem Motor. Man glaubt es kaum, aber es ist was ganz anderes nach

so vielen Jahren wieder ein Bike mit stehendem Motor zu fahren.

Zum Glück bekam ich am Renntag ein Bike von Tommy Hedden, das gut in

Schuss war. Aber zwei Stunden vor Rennstart sein Motorrad zu bekommen

und es nicht zu kennen, ist nicht einfach. Aber in den USA geht es nicht um

Motorleistung, da muss man fahren können, mein Mechaniker Mischa

checkte das Bike, wir montierten meine Verkleidung, Lenker eingestellt

und schon ging’s los. Einfach ist es nicht, ohne Training ein fremdes Bike

zu fahren, aber es ging gut was voran, auch deshalb, weil die Show an erster

Stelle der Tagesordnung steht.

Mein alter Racing-Kollege Billy Janniro „is the man to beat“ in den USA.

Der AMA Champion ist fast unschlagbar, doch schon bei der Fahrervorstellung

machte ich eine klare Ansage: „Wir sind hier, um das US-Team zu

schlagen. Ich bin hier, um meinem alten Freund BJ, mit dem ich drei Jahre

für Coventry gefahren bin, zu schlagen. Die Fans jubelten. Sie wussten

nicht, dass ich auf einem mir gänzlich fremden Bike antrat.

Aber ich rede ja nicht nur, ich liefere auch und mit vier Siegen in meinen

ersten vier Läufen lieferte ich. Speziell in meinem dritten Lauf fuhr ich gegen

Billy Janniro und ich zeigte ihm, wie’s um das Oval geht, doch im letzten

Lauf konterte er und besiegte mich.

Es ist immer eine wundervolle Veranstaltung mit einer sehr schönen Atmosphäre,

dazu kommt, dass man die ganzen Fahrerkollegen auch mal privat

trifft. Wir alle übernachteten bei Dave und seiner Frau im Haus. American

Lifestyle. Das heißt volle Hütte, aber in den USA fallen die Häuser immer

ein wenig größer aus. Bei der Barbecue Party zählten wir 28 Personen

in der Küche, da wisst ihr, das wir Platz hatten.

Die Amis waren nicht so happy, dass wir eine gute geschlossene Teamleistung

an den Tag gelegt haben, aber das ist der Sport. Unser Teammanager

war der mehrfache Langbahnweltmeister Joonas Kylmäkorpi, mit dem wir

viel Zeit verbrachten. Wir hatten viel zu reden und diskutierten den Langbahneinsatz

von Nicki Pedersen in Scheeßel (Nicki testete dort seine Langbahn-Fähigkeiten,

Anm. der Red.). Wir standen regelmäßig mit ihm in

Kontakt :-)

Einen Tag nach dem Hauptrennen findet immer ein Fun Day auf der Bahn

statt. Die Bahn wird umgebaut, damit auch das Innenfeld genutzt werden

kann, und es wird auf dem gefahren, was rumsteht. Das ist wunderbar.

Hier treffen Sechsjährige mit der PW 50 auf mich mit der KX 250. Es ist ein

tolles Miteinander und jeder passt auf jeden auf. Bei uns in Deutschland

wäre das unvorstellbar. In den Staaten zeigt das das Miteinander zwischen

Klein und Groß und Jung und Alt. Ein Rießenspaß.

Schön zu sehen war auch, dass Billy Hamill als Chef-Methanolauffüller vor

Ort war. Er betreibt seit drei Jahren einen Speedwayshop in Auburn und

kümmert sich ums Methanol.

Sam Ermolenko war Teammanager der Amis und Joonas Kylmäkorpi, wie

bereits erwähnt, der des Weltteams, dazu kam ich noch und somit fand ein

Weltmeistertreffen in Amerika statt.

Die Zeit ist immer wundervoll. Langsam aber sicher habe ich viele Freunde

in den Staaten und es wird nicht langweilig. Es wird immer was geboten.

Wir nutzten die Zeit, um San Francisco, die Golden Gate Bridge und die Gegend

um Auburn zu erkunden und gingen mit Joonas zum Gun-Schießen.

Immer wieder eine Reise wert.

Euer Martin Smolinski

Besuch der Golden Gate Bridge

Mit „Methanol-Chef“ Billy Hamill Sorry, wir konnten nicht anders ...

Gun-Schießen

Mit Joonas Kylmäkorpi und

Michael Völkner

Viel Spaß beim Fun Day

Dezember '18 BAHNSPORT AKTUELL 27


INTERNATIONAL

Sebastian Niedzwiedz ...

und ...

Bartosz Smektala

POLEN

Krystian-Rempala-Memorial - Tarnow - 14.10.2018

Smektala/Niedzwiedz siegen

Die zweite Ausgabe des Krystian-Rempala-Memorials wurde vor zirka

2000 Fans als Paarwettbewerb ausgetragen. Erwartungsgemäß triumphierte

das Duo Bartosz Smektala/Sebastian Niedzwiedz. Sie erzielten

insgesamt 25 Punkte. Der Juniorenweltmeister hatte in der Rennanfangsphase

einige Probleme, seine Technik entsprechend abzustimmen und

kam auf der 392 Meter langen Bahn auf 10 Zähler.

Die punktbesten Piloten bestritten nach dem Paarrennen noch einen Zusatzlauf,

aus dem Dominik Kubera als Sieger hervorging. Zweiter wurde

Artur Czaja, gefolgt von Patryk Rolnicki, während Sebastian Niedzwiedz

ausfiel.

Ergebnis: 1. Team A, 25 Punkte (Bartosz Smektala 10, Sebastian Niedzwiedz 15); 2. Team G, 24

(Artur Czaja 17, Michal Gruchalski 7); 3. Team E, 21 (Mateusz Cierniak 10, Patryk Rolnicki 11); 4. Team

D, 18 (Dominik Kubera 16, Bartlomiej Kowalski 2); 5. Team B, 18 (Jakub Jamrog 9, Oskar Bober 9);

6. Team F, 10 (Daniel Kaczmarek 10, Patryk Zielinski 0); 7. Team C, 10 (Denis Zielinski 2, Marcin Rempala

8).

Opole - 14.10.2018

Saisonabschluss

Ergebnis: 1. OK Kolejarz, 56 Punkte (Miesiac 9, Polis 9, Legowik 10, Gizatullin 6, B.Pedersen 10,

A.Wozniak 4, Wojdylo 8); 2. „Team des Weltmeisters”, 34 (Koza 8, Seifert-Salk 7, Kosciuch 9,

C.Wright 4, Woryna 3, Kiebasa 2, Pioro 0, Orwat 1).

Int. Speedwayrennen um „die Wappenkette der Stadt Ostrow“

21.10.2018

Walasek setzt sich durch

Die 66. Ausgabe des polnischen Klassikers ließ die Speedwaysaison in

Polen offiziell ausklingen. Etwas überraschend wurde Grzegorz Walasek

vor rund 2500 Zuschauern Sieger des Turniers. Der 42-Jährige erkämpfte

in der Qualifikation 12 Zähler und zog zusammen mit dem punktgleichen

Bjarne Pedersen direkt ins Finale ein. Auch im Endlauf war der Däne sein

größter Konkurrent, er wurde am Ende Zweiter. „Ich weiß nicht ganz genau,

wie viele Jahre ich schon Speedway fahre, aber bisher ist es mir noch

nie gelungen, die Wappenkette zu gewinnen. Mal war ich nah dran, mal

lag ich weit hinten. Ich freue mich sehr, dass ich mich endlich in die Siegerliste

eintragen konnte“, sagte Walasek. Der Pole befindet sich dort in

guter Gesellschaft, denn unter anderem gewannen Jerzy Szczakiel, Edward

Jancarz, Tomasz Gollob, Nicki Pedersen, Bartosz Zmarzlik und Tai

Woffinden die Trophäe.

Auf die niedrigste Stufe des Podiums kam Bartosz Smektala. Der Juniorenweltmeister

verzeichnete in den Vorläufen drei Siege und schloss diese

Rennphase mit 10 Zählern ab. Im Last-Chance-Heat kreuzte der 20-Jährige

als Sieger die Ziellinie. „Ehrlich gesagt, bin ich nach Ostrow gekommen,

um zu siegen. Das Rennen genießt

großes Ansehen und es ist wichtig,

in Ostrow zu gewinnen. Leider

reichte meine heutige Leistung nur für

den 3. Rang. Grzegorz und Bjarne waren

heute besser als ich“, sagte Smektala.

• Georg Dobes

Ergebnis: 1. Grzegorz Walasek, 12 Vorlaufpunkte;

2. Bjarne Pedersen, DK, 12, 3. Bartosz Smektala, 10;

4. Pawel Przedpelski, 10; 5. Grzegorz Zengota, 11;

6. Wadim Tarasenko, RUS, 9; 7. Niels-Kristian Iversen,

DK, 8; 8. Nicklas Porsing, DK, 8; 9. Norbert Kosciuch,

7; 10. Kamil Brzozowski, 7; 11. Renat Gafurow,

RUS, 7; 12. Zbigniew Suchecki, 6; 13. Krystian Pieszczek,

6; 14. Sam Masters, AUS, 5; 15. Karol Zupinski,

2; 16. Damian Balinski, 0; 17. Kamil Nowacki, 0.

TSCHECHIEN

Extraliga

Pardubicer Fahrer geben

den Ton an

Die Mannschaft von Zlata Prilba hatte in der vergangenen Saison in ihren

Reihen die drei besten Fahrer der Extraliga. Sie konnte allerdings nur zwei

von ihnen gleichzeitig einsetzen, weil Patryk Dudek und Grzegorz Zengota

in der Teammeisterschaft als Ausländer fuhren. Die Polen bestritten jeweils

nur drei Ligarennen. Zengota musste sich insgesamt dreimal der

Konkurrenz beugen und erzielte einen Durchschnitt von 11,08 Punkten.

Bester tschechischer Pilot war erwartungsgemäß Vaclav Milik. Der 25-Jährige

nahm an allen acht Ligamatches teil und erkämpfte insgesamt

98 Zähler. Er belegte in der Rangliste Platz 2. Hynek Stichauer trug auch

wesentlich dazu bei, dass der Club aus Pardubice den Meistertitel holte.

Der 31-Jährige landete auf Platz 7.

Josef Franc, der im Oktober zum zweiten Mal Landesmeister wurde, belegte

im Ranking mit einem Durchschnitt von 9,16 Platz 4. Der 39-Jährige absolvierte

in der Extraliga die meisten Läufe. Er rollte insgesamt 38-mal

ans Startband. Sein Teamkollege Matej Kus wurde Achter. Das Team von

AK Slany hatte drei starke Fahrer. Eduard Krcmar wurde mit einem Average

von 8,67 Fünfter, gefolgt von seinem Teamkameraden Jakub Jamrog

aus Polen. Zdenek Simota belegte Rang 10.

Die Mannschaft des SC Zarnovica wurde in der Extraliga Gesamtvierter.

Ihr bester Fahrer war Adrian Gala. Der Pole bestritt drei Ligarennen und erzielte

einen Average von 7,43, was für Platz 9 reichte. Martin Vaculik, Aushängeschild

des slowakischen Speedwaysports, nahm an nur einem

Match teil. Der GP-Teilnehmer holte auf seiner Heimbahn 9 Punkte in drei

Heats, konnte jedoch in der Rangliste nicht berücksichtigt werden. Um

klassifiziert zu werden, musste man mindestens zwölf Läufe bestreiten.

Die Teammanager hatten sich insgesamt zwölfmal entschlossen, ihre

Fahrer als Joker einzusetzen. Sechsmal ergriff Jan Danijel vom SC Zarnovica

die Gelegenheit, doch diese Regelung half den Slowaken nicht viel. Die

Mannschaft aus Slany nutzte die Möglichkeit viermal. Am meisten kam ihr

Fahrer Jakub Jamrog als Joker zum Einsatz und der Pole war sehr effektiv.

In drei Läufen holte er zwei Sechser und kam einmal als Zweiter ins Ziel.

Zusätzliche Zähler der Joker wurden in der Rangliste nicht berücksichtigt.

• Text: Georg Dobes; Foto: Jarek Pabijan

Grzegorz Zengota

EXTRALIGA TOP-10

Pl./Name Club R P L Ave.

1. Grzegorz Zengota Pardubice 3 36 13 11,08

2. Vaclav Milik Pardubice 8 98 36 10,89

3. Patryk Dudek Pardubice 3 39 15 10,40

4. Josef Franc Prag 8 87 38 9,16

5. Eduard Krcmar Slany 8 78 36 8,67

6. Jakub Jamrog Slany 8 73 35 8,34

7. Hynek Stichauer Pardubice 7 60 31 7,74

8. Matej Kus Prag 7 57 30 7,60

9. Adrian Gala Zarnovica 3 26 14 7,43

10. Zdenek Simota Slany 8 61 34 7,18

28 BAHNSPORT AKTUELL Dezember '18


RUSSLAND

Gizatullin bester Fahrer

der Teammeisterschaft

Das Team von STK Oktjabrskij konnte in der Speedwayliga kein einziges

Rennen gewinnen, hatte jedoch in seinen Reihen den effektivsten Fahrer

der Teammeisterschaft. Denis Gizatullin bestritt insgesamt sechs Ligarennen

und erzielte einen Average von 9,60 Punkten. Wegen einer Verletzung

konnte der 35-Jährige die Matches um die Bronzemedaille leider

nicht bestreiten und seiner Mannschaft im Kampf gegen Mega-Lada nicht

helfen. Sein Teamkollege Igor Kononow belegt in der Rangliste den

14. Platz. Das Eisspeedway-Ass absolvierte alle Rennen des Clubs aus

Baschkortostan und hatte am Ende einen Durchschnitt von 5,62. Das

Team von Turbina holte im Championat den Vizemeistertitel und hatte unter

den Topsechs nicht weniger als drei Piloten. Wiktor Kulakow belegte

mit einem Average von 9,52 Rang 2. Ilja Tschalow landete auf Platz 4 und

Wladimir Borodulin wurde Sechster. Andrej Kudrjaschow von Mega-Lada

erzielte in der Liga die meisten Punkte. Der Landesmeister erreichte als

Einziger die Grenze von 100 Zählern. Er belegte im Ranking Platz 3. Eine

starke Leistung zeigte auch Renat Gafurow. Der 36-Jährige erzielte einen

Durchschnitt von 8,93, was letztendlich für Rang 5 reichte. Roman Lachbaum,

der den Meistertitel unter den Junioren gewann, landete auf Platz 10.

Das Team aus Wladiwostok gewann die Goldmedaille, aber sein bester

Fahrer wurde in der Rangliste nur Siebter. Sergej Logatschew erreichte einen

Average von 8,17. Ausschlaggebend für den Erfolg von Wostok war die

Ausgeglichenheit des Teams. Insgesamt vier Piloten aus dem fernen Osten

erzielten Averages über 6 Punkten. Witali Kotlar verfehlte mit einem

Durchschnitt von 5,91 die Grenze ganz knapp. Sergej Logatschew, Wadim

Tarasenko und Pawel Laguta bestritten im Wettbewerb die meisten Läufe.

Sie rollten jeweils 48-mal ans Startband. Logatschew war mit Abstand

auch der kollegialste Pilot. Er erzielte insgesamt 11 Bonuspunkte, das

heißt, so viele Male kam er direkt hinter seinen Teamkameraden als Zweiter

oder Dritter ins Ziel. Zweite in dieser Kategorie wurden Ilja Tschalow

und Pawel Laguta mit jeweils 8 Bonuspunkten.

SPEEDWAYLIGA TOP-15

Pl./Name Club R P L Ave.

1. Denis Gizatullin Oktjabrskij 6 30 70 9,60

2. Wiktor Kulakow Balakowo 8 42 96 9,52

3. Andrej Kudrjaschow Togliatti 8 44 100 9,45

4. Ilja Tschalow Balakowo 8 41 85 9,07

5. Renat Gafurow Togliatti 8 43 93 8,93

6. Wladimir Borodulin Balakowo 7 36 69 8,22

7. Sergej Logatschew Wladiwostok 8 48 87 8,17

8. Wadim Tarasenko Wladiwostok 8 48 91 8,08

9. Pawel Laguta Wladiwostok 8 48 79 7,25

10. Roman Lachbaum Togliatti 8 46 67 6,35

11. Mark Karion Wladiwostok 5 29 41 6,21

12. Witali Kotlar Wladiwostok 8 46 61 5,91

13. Jewgeni Saidullin Togliatti 6 25 33 5,76

14. Igor Kononow Oktjabrskij 8 47 62 5,62

15. Marat Gatijatow Oktjabrskij 8 47 61 5,28

In den 16 Ligarennen kamen insgesamt elf Joker zum Einsatz. Denis Gizatullin

kämpfte viermal um doppelte Punkte und holte dabei unter anderem

zwei Sechser. Die zusätzlichen Zähler wurden in der Rangliste der

besten Fahrer nicht berücksichtigt.

Saifutdinow wieder in der Liga

Anfang November teilte Emil

Saifutdinow mit, dass er bei

Turbina einen neuen Vertrag

unterschrieben hat und im

kommenden Jahr erneut für

die Mannschaft aus Balakowo

starten wird. Der 29-Jährige

möchte gern mehr Ligarennen

bestreiten als in der vergangenen

Saison. 2018 nahm der

GP-Teilnehmer nur an zwei

Matches teil und fand keinen

Bezwinger. Die Tatsache, dass

Saifutdinow ein sehr zuverlässiger

Punktelieferant ist,

brachte den Bürgermeister

von Balakowo wohl dazu, an

den Gesprächen mit dem

Speedway-Ass aktiv teilzunehmen.

„Ich werde im kommenden

Jahr in der russischen

Liga starten, aber ich weiß

noch nicht, wie viele Rennen ich absolvieren werde. Ich möchte mich bei

Bürgermeister Alexander Solowow bedanken, dass er uns während der

Gespräche unterstützt hat. Ich hoffe, dass die neue Saison sehr erfolgreich

und uns viel Freude bringen wird“, sagte Saifutdinow.

Eisspeedway-Termine 2018/2019

Die Eissaison wird am zweiten Dezember-Wochenende in Russland starten.

Traditionell finden in Kamensk-Uralskij die Auftaktrunden der Superliga

statt. Eine Woche später werden die Semifinals zur Einzelmeisterschaft

ausgetragen. Der offizielle Saisonabschluss soll am ersten März-

Wochenende über die Bühne gehen. Es ist geplant, dass das zweite Finale

des Landespokals an diesem Termin in Neftekamsk durchgeführt wird.

• Text u. Foto: Georg Dobes

Einzelmeisterschaft: 15./16.12.18 Semifinals Schadrinsk, Ufa, Kamensk-

Uralskij; 22./23.12. Finale 1 Togliatti; 4./5.1.19 Finale 2 Kamensk-Uralskij.

Landespokal: 16.-17.2.19 Finale 1 Wjatskije Poljany; 2./3.3. Finale 2 Neftekamsk.

MFR-Pokal: 23./24.2.19 Finale Jugorsk.

Junioren-Einzelmeisterschaft: 12./13.1.19 Finale Luchowitsy.

Teammeisterschaft (Superliga): 8./9.12.18 Runde 1/2 Kamensk-Uralskij;

19./20.1.19 Runde 3/4 Schadrinsk; 26./27.1. Runde 5/6 Ufa; 23./24.2.

Runde 7/8 Togliatti.

Teammeisterschaft (Höhere Liga): 26./27.1.19 Runde 1/2 Neftekamsk;

9./10.2. Runde 3/4 Luchowitsy.

Junioren-Teammeisterschaft: 2./3.2. Finale Togliatti.

Offene Rennen: 2./3.3. Pokal von Sibirien und dem Fernen Osten Irkutsk.

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Dezember '18 BAHNSPORT AKTUELL 29


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de. Konkret drohte all‘ jenen Veranstaltern,

die über keine eigenen

„Luftkissen“ verfügen, das Aus.

Denn bekanntlich sind die Sicherheitselemente

für die allermeisten

Bahnen ein Muss. Nun konnte bei

den Veranstaltertagungen im Norden

und Süden Entwarnung gegeben

werden: Die ADAC Stiftung hat

in der vergangenen Woche Geld

für eine Neuanschaffung zugesagt

– und investiert über 100.000 Euro

in und für die Sicherheit im Motorsport.

„Ich bin froh, dass das Ganze ein

gutes Ende gefunden hat“, sagte

Josef Frohnwieser, Vorsitzender

der Veranstaltergemeinschaft

Süddeutsche Bahnmeisterschaft

(SBM) bei der SBM-Tagung am

Samstag in der Nähe von Landshut.

Mehr als ein Jahr lang suchte

er gemeinsam mit NBM-Chef Josef

Hukelmann und DMSB-Bahnausschuss-Vorsitzendem

Christian

Froschauer nach einer Lösung.

Und fand beim ADAC bzw. dessen

Stiftung Gehör. Die ADAC Stiftung

stellt diesen sechsstelligen Betrag

für die Anschaffung von 800 Metern

APD-Material zur Verfügung.

Die Vereine, die die APD benötigen,

werden darüber hinaus einen

500,- Euro hohen, einmaligen Betrag

leisten. Vereine, die aufgrund

eines Grünstreifens die Kissen

nicht benötigen, beteiligen sich

solidarisch mit 300,- Euro. Ausgeliehen

werden sie auch weiterhin

an alle Vereine, unabhängig davon,

welchem Trägerverband der

Verein angehört. Die Verwaltung

mit Vermietung und Logistik läuft

über die vor fünf Jahren von der

NBM und SBM gegründeten APD-

Gesellschaft. Frohnwieser machte

aber auch klar: „Ab jetzt tickt die

Uhr!“ Im Süden wurde daher beschlossen,

ab 2019 einen jährlichen

Beitrag für eine APD-Neuanschaffungs-Rücklage

zu leisten,

wenn in sieben Jahren die nächste

Anschaffung ansteht.

Die bislang genutzten Airfences

wurden vom Deutschen Motorsport

Bund für die Saison 2011 angeschafft

und zunächst selbst verliehen.

Ab diesem Zeitpunkt waren

die APD für alle Prädikatsveranstaltungen,

ab 2012 für alle Rennen,

verpflichtend, sofern keine

entsprechend breiten Grünzonen

zwischen Bahn und Bande vorhanden

waren und sind. 2015 ging die

Verwaltungsarbeit auf die beiden

Veranstaltergemeinschaften über.

• Text u. Foto: Susi Weber

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