Caliban | Programmheft | Junge Oper Rhein-Main | 2018

Bjoern.Rodday

Nachdem die Kammeroper Caliban von Moritz Eggert 2017 in Amsterdam uraufgeführt wurde, erlebt das Werk im Herbst 2018 unter der Jungen Oper Rhein-Main seine Deutschland-Premiere.

In Caliban wählte der Komponist Moritz Eggert eine Gestalt aus William Shakespeares Drama „Der Sturm“ als Protagonisten. Caliban, so lautet der Name einer doppeldeutigen und höchst wandelbaren Figur in Shakespeares Stück, ist der Sohn der Sycorax, die wegen Zauberei aus ihrer algerischen Heimat auf eine Insel verbannt wurde. Als der weise Zauberer Prospero auf dieser Insel eintrifft, gesellt sich Caliban zu ihm und bleibt an seiner Seite.

Mit seiner Naturverbundenheit und instinktiv gesteuerten Energie bildet er einen Gegensatz zum stets selbstkontrollierten und kultivierten Prospero. Als Prospero Caliban verdächtigt, seine Tochter vergewaltigt zu haben, kommt es zum Konflikt. Prospero versklavt den Wilden und lässt ihn Härte spüren. Dennoch bleibt die Beziehung zwischen dem Ungezähmten und dem Gebildeten und Kultivierten bis zum Ende ein ungelöstes Problem, denn Caliban weiß sich zu verteidigen. Eggerts ausdrucksstarke Komposition ermöglicht neue und zeitgemäße Perspektiven auf eine bekannte literarische Figur.

CALIBAN


CALIBAN

Kammeroper für drei Sänger*innen, einen Sprecher und elf Instrumentalist*innen

Musik

Libretto

Freitag, 26. Oktober 2018

Theater Rüsselsheim

Samstag, 10. November 2018

Stadttheater Aschaffenburg

Caliban

Prospero

Miranda

Ferdinand/Stephano

Trinculo

Moritz Eggert

Peter te Nuyl

Michael Long

Josia Jacobi

Katharina Nieß

Thomas Dorn

Manuela Strack

Regie

Max Koch

Bühne

Theresa Steinert

Kostüm

Sophie Simon

Kostümassistenz Natascha Dick

Dramaturgie

Judith Kissel

Inspizienz

Daniela Kiesewetter

Produktionsassistenz Clemens Gaberdiel

Musikalische Leitung David Holzinger

Musikalische Assistenz Anja Abler

Korrepetition Julian Mörth

Orchester

William Overcash

Minhee Lee

Sherry Kim

Thomas Dittmann

Raúl Flores Aloy

Sonja Dörner

Bálint Gyimesi

Johannes Maruschke

Lukas Kling

Andriy Lisovsky

Anja Abler

Management

Violine

Viola

Violoncello

Kontrabass

Schlagwerk

Flöte/Piccolo/Kontrabassflöte

Klarinette/Bassklarinette

Trompete

Tenor-/Bassposaune

Akkordeon

Keyboard

Björn Rodday

Manuela Strack


VORWORT

von Moritz Eggert

Dass sich eine unabhängige Opernkompanie wie die Junge

Oper Rhein-Main einer Oper wie „Caliban“ annimmt, ist

keine Selbstverständlichkeit. Neuinszenierungen gerade

eben uraufgeführter Opern sind selbst im Standard-Opernbetrieb

keineswegs häufig, sondern eine große Seltenheit. Im

freien Opernbetrieb finden sie dagegen quasi nicht statt –

wir haben dort inzwischen alles, von „Carmen im Wohnzimmer“

bis zu „Don Giovanni im Dönerladen“, aber keineswegs

würde man zum Beispiel „Die Soldaten“ oder „Das Mädchen

mit den Schwefelhölzern“ aufführen, auch, weil diese Opern

viel zu aufwändig sind, um sie in einer Produktion der freien

Szene zu präsentieren.

In der Geschichte der Oper haben private Initiativen

wie zum Beispiel die Florentiner Camerata immer eine

große Rolle gespielt. Viele Opernhäuser existieren überhaupt

nur deswegen, weil Privatleute ihr Geld dafür gesammelt

haben. Das Repertoire der Oper war für einen Großteil ihrer

Geschichte immer zeitgenössisch und keineswegs museal,

die Dominanz des Alten setzt erst mit dem Beginn des 20.

Jahrhunderts ein und dauert bis heute an. Die Junge Oper

Rhein-Main kann sich also auf eine große und für die Operngeschichte

essentielle Tradition berufen: Es war selbstverständlich,

dass das, was man aufführte, auch neu war.

Warum nicht auch heute?

Ich freue mich daher sehr, dass die Junge Oper

Rhein-Main diesen Weg konsequent geht und die Deutsche

Erstaufführung meiner OperCaliban“ unter großem Einsatz

und bewundernswerter Eigeninitiative möglich macht. Sie

setzt hiermit auch politisch ein sichtbares Zeichen für den

selbstverständlichen Umgang mit der Musik der heutigen

Zeit, was im Opernbetrieb keineswegs eine Selbstverständlichkeit

ist.

Dass diese Aufführungen jungen Talenten im Bereich

Gesang, Regie, Dirigieren und Bühne/Kostüm eine

Möglicheit geben, sich zu erproben, ist ein schöner und

sehr wichtiger weiterer Effekt der ganzen Unternehmung.

Ich wünsche daher der Jungen Oper Rhein-Main von

Herzen viel Erfolg auf diesem Weg, bedanke mich bei den

vielen Sponsoren und Förderern, die dieses Unterfangen

möglich gemacht haben, und freue mich auf viele weitere

Projekte, die aus der Liebe zur Oper entstehen mögen. Denn

ohne Liebe haben wir keine Chance.

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HANDLUNG

Caliban – Kammeroper von Moritz Eggert

Prospero, ehemaliger Herzog von Mailand, ist vom Thron

gestoßen und gemeinsam mit seiner Schwester Miranda

auf eine weit entfernte Insel verbannt worden, wo er seitdem

auf seine Chance wartet, wieder nach Hause zurückzukehren.

In dem Eingeborenen Caliban, dem einzigen

Bewohner der Insel, sieht er einen unkultivierten Wilden und

hält ihn als Sklaven.

Szene 1 „Über Sprache und Macht“

Prospero trainiert mit Caliban Vokabeln: Muskatnuss, Öl,

Demokratie. „Die Sprache Shakespeares und Jeffersons“ ist

in seinen Augen die Macht, die den Menschen vom Kannibalen

trennt. Bei jedem Fehler bestraft er Caliban hart.

Szene 2 „Über Liebe und Schuld“

Caliban und Miranda begegnen sich allein und nähern sich

zärtlich an. Miranda ist fasziniert von Calibans Geruch nach

Fenchel, Salbei, Rosmarin und Nelken; fast kommt es zum

Kuss der beiden. Doch Prospero hat die Begegnung bemerkt

und fährt brutal dazwischen. Er beschimpft Caliban

und beschuldigt ihn der versuchten Vergewaltigung.

Szene 3 „Über Sturm und Schiffbruch“

Prospero träumt, er könne das Schiff des neapolitanischen

Prinzen Ferdinand zum Kentern bringen und diesen so auf

die Insel holen. Durch dessen Heirat mit Miranda soll sie

wieder zu Besitz und Macht gelangen. Er steigert sich in

diese Fantasie hinein und bricht schließlich ermattet zusammen.

Szene 4 „Über Herr und Sklave“

Caliban wird das Unrecht klar, das Prospero ihm angetan

hat: Er selbst war zuvor Herr der Insel gewesen, bis Prospero

seine Naivität und Hilfsbereitschaft ausnutzte und ihm

Freiheit und Heimat nahm. Mutig begehrt er nun auf, doch

Prospero korrigiert seine Vorwürfe: Er habe Caliban erstmals

wie einen Menschen behandelt, ihn Sprache, Moral

und Anstand gelehrt. Calibans Übergriff auf Miranda habe

jedoch ausreichend bewiesen, dass er nur ein Tier sei, das

Prügel und Strafe verdiene.

Szene 5 „Über Ertrinken und Betrinken“

Caliban sammelt Holz für Prospero. Als er Geräusche hört,

fürchtet er sich vor erneuter Bestrafung und stellt sich tot.

Doch es sind Trinculo und Stephano, Freunde des Prinzen

Ferdinand, die neu auf der Insel angekommen sind und sich

schließlich gemeinsam mit Caliban betrinken. Dieser zeigt

ihnen die Insel und hofft, dass ihn Stephano, der ihm im

Alkoholrausch gottgleich erscheint, von Prospero befreien

kann.

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Szene 6 „Über Liebe und Spiele“

Miranda und Ferdinand begegnen sich alleine. Ferdinand

umwirbt Miranda und gibt sich als Mann von Welt. Schließlich

gestehen sie sich ihre Liebe. Eifersüchtig und enttäuscht

beobachtet Caliban die Szene und begreift die Oberflächlichkeit

wie Doppelbödigkeit ihres Spiels.

Szene 7 „Über das Lecken von neuen Schuhen“

Caliban versucht Stephano davon zu überzeugen, Prospero

zu ermorden, Miranda zu heiraten und die Macht über die

Insel zu übernehmen. Dieser Plan trifft auf offene Ohren:

Stephano und Trinculo folgen Caliban, um es mit Prospero

aufzunehmen. Doch dieser ahnt die Verschwörung bereits.

Szene 8 „Über Freiheit“

Enttäuscht von der Hinterlistigkeit seines Sklaven Caliban

schwört Prospero Rache.

Szene 9 „Über Gier und Unterdrückung“

Stephano und Trinculo lassen sich von Prosperos Schätzen

ablenken, vergessen den Plan der Übernahme der Insel und

raffen stattdessen alle Reichtümer zusammen. So werden sie

gemeinsam mit Caliban von Prospero gefasst und bestraft.

Szene 10 „Über Zivilisation“

Wenige Monate später in einem Palast in Neapel spielen

Ferdinand und Miranda miteinander Schach. Caliban dient

ihnen als Sklave.


VOLLER LEBENDIGKEIT

Judith Kissel im Gespräch mit Moritz Eggert, Max Koch und David Holzinger

Moritz, du schreibst Musik über Fußball, Twitter, Schnecken

oder die Nutzungsbedingungen von Google; wie

kamst du zum klassischen Shakespeare und zu „Caliban“?

Moritz Eggert: Die Idee kam von der Regisseurin der Uraufführung,

Lotte de Beer, und sie schlug auch den großartigen

Autoren Peter te Nuyl für das Libretto vor. Ich selbst wiederum

hatte schon immer ein Faible für Underdog-Stoffe, auch

ein Thema meiner Oper „Freax“. Sich auf eine Figur wie Caliban

zu konzentrieren, fand ich perfekt für eine Kammeroper.

Shakespeare ist für mich immer noch voller Lebendigkeit

und das lebensbejahendste Theater überhaupt. Alles was

im Leben Platz hat, findet auf der Bühne erst seinen wahren

Raum.

In welcher Hinsicht ist „Caliban“ ein aktueller Stoff, der mit

unserem Leben zu tun hat?

Moritz Eggert: Wir leben in einer Welt, in der wir das ernten,

was aus jahrzehnte- bis jahrhundertelanger Unterdrückung

entstanden ist. Uns allen ist klar, dass vieles was in Krisengebieten

passiert und uns durch Phänomene wie Terrorismus

entgegenschlägt, mit Entwicklungen zu tun hat, die wir

selber als gewissenlose und ausbeutende Kolonialmächte

ins Leben gerufen haben. Umgekehrt ist diese Vorgeschich-

te keineswegs eine Entschuldigung für Völkermord und Gewalt.

Caliban ist hierbei für mich eine symbolische Figur –

ihm wird Gewalt angetan als Ureinwohner der Insel, und am

Ende des Stückes kehrt er den Spieß um. Ist er also Held

oder Opfer oder vielleicht auch Täter? Diese Frage finde ich

sehr interessant.

Das ist ein komplexes Thema. Max, wie gehst du das in

der Inszenierung der Oper an?

Max Koch: Wir haben es in „Caliban“ mit Figuren zu tun,

die an einem Ort leben, an den sie nicht freiwillig gekommen

sind. Sie sind vertrieben worden, mussten fliehen und

treffen nun ohne den Schutz ihres vertrauten Umfelds aufeinander.

Ich will erzählen, aus welchen unterschiedlichen

Lebenssituationen sie kommen und welchen Herausforderungen

sie sich nun in der Konfrontation mit anderen stellen

müssen. Wie begegne ich den anderen? Nehme ich sie als

mir fremd oder mir ähnlich wahr? Bin ich bereit, Kompromisse

hinsichtlich meiner Gewohnheiten und Lebensentwürfe

einzugehen, um mit anderen zusammenzuleben, zu

einer Gemeinschaft zu werden? – Das sind Fragen, die in

der Oper immer wieder gestellt werden. Und immer wieder

bekommen auch die Figuren Chancen, diese Fragen neu zu

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eantworten, sich anders als zuvor zu entscheiden. Dass sie

diese Chancen nicht ergreifen können – aus Angst, aufgrund

von Schwäche oder Groll – sondern sich die Spirale der Gewalt,

Enttäuschung und Wut immer weiter dreht, macht die

Geschichte so tragisch und aktuell.

Der Konflikt wird zunächst zwischen Prospero und Caliban

deutlich. Sie eint ein gemeinsames Schicksal – doch die

Möglichkeit, sich zu verbünden entsteht nicht. Woran liegt

das?

Max Koch: Das liegt vor allem an Prospero, der von Anfang

an nicht bereit ist, vielleicht auch nicht in der Lage ist, Caliban

auf Augenhöhe zu begegnen und ein Zusammenleben

zu ermöglichen. Er hält stur an seinem Weltbild mit unverrückbaren

Macht- und Hierarchiestrukturen fest und muss

sie – und da kommt die Gewalt ins Spiel – unbedingt auch

Miranda und Caliban aufzwingen. Für jene tut sich in ihrer

zarten Begegnung schließlich eine wirkliche Alternative auf,

ein eigener möglicher Lebensentwurf, den Prospero jedoch

brutal zerstört. Damit schafft er Leid, Unterdrückung und

Ungerechtigkeit, aus der sich die anderen schließlich nur

befreien können, indem sie selbst zu Tätern werden.

Auch die Musik betont die Unterschiede: Caliban kann

singen, Prospero ist als Schauspieler angelegt – ein Duett

ist von Vorneherein ausgeschlossen. Warum sind sie sich

so fremd?

Moritz Eggert: Prospero kommt aus einer komplett anderen

Welt, die sich vielleicht rühmt, nicht mehr ihren ursprünglichen

Emotionen ausgeliefert zu sein. Diese Welt empfindet

sich als „fortschrittlicher“, ist technisch weiter, traut aber

ihrer eigenen Stimme nicht mehr. Daher ist es für mich klar,

dass Prospero nicht mehr singt, er hat es schlicht und einfach

verlernt.

Wie verändern sie sich im Verlauf der Oper?

Max Koch: Prospero bleibt bei uns unverändert und stur.

Caliban aber verändert sich durch die Gewalt, die er durch

Prospero erlebt. In gewisser Weise kann man sagen, dass

Prospero ihn mehr und mehr durchdringt: Seine Gewalt

staut sich in Caliban zum Hass auf und sein Denken – über

Macht, Herrschaft und Besitz – bringt Caliban zur Erkenntnis,

dass er sich die Insel, die ihm einst gehörte, wieder erkämpfen

muss. Das war für ihn zuvor nicht relevant.

Wie ist das mit Miranda?

Max Koch: Für sie war Caliban offensichtlich nie ein Fremder,

für sie war nie relevant, ob er ihre Sprache spricht oder

nicht. Sie sieht ihn mit anderen Augen als Prospero, was die

ehrliche, zarte Begegnung zwischen den beiden ermöglicht.

Doch Prospero und seine brutale Intervention – aber auch

Calibans harte Worte – haben sie enttäuscht und verändert,

sodass sie, als sie Ferdinand begegnet, bereit ist, eine

Zweckehe einzugehen und Prosperos Plan zu erfüllen.

Wie erzählt Moritz Eggerts Musik diese Geschichte? Was

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Listen to the voices

and noises of the isle.

Music is in the air and

in the earth. Caliban


passiert zum Beispiel im Orchester, David?

David Holzinger: Wir haben eine kleine, kammermusikalische

Orchesterbesetzung mit nur elf Instrumentalist*innen,

aber dafür ein besonders großes und farbenreiches Instrumentarium:

Eine Kontrabassflöte, die sehr selten im üblichen

Konzertrepertoire zu hören ist, bringt einen dunklen, warmen,

erdigen Klang in die Musik. Ein synthetisches Keyboard mit

zahlreichen Effekten – darunter das zentrale „Toy Piano“,

das sich mit einer prägnanten Melodie durch die Oper zieht

– wird genutzt. Das architektonische Zentrum, oder das

Herzstück der Oper ist jedoch die erweiterte Schlagwerksektion

mit fünfzehn verschiedenen Instrumenten, die von nur

einem Perkussionisten übernommen wird.

Stehen Musik und Instrumentierung in Beziehung zur

Handlung?

David Holzinger: Ja, unbedingt. Die Kontrabassflöte zum

Beispiel ist klar der Welt Calibans, der Insel und der Natur

zugeordnet. Ihre Farbe charakterisiert die Inselsituation

ebenso wie Caliban selbst in seiner Naturverbundenheit und

Ursprünglichkeit. Gleichzeitig spielt sie durch ihren ungewohnten

Klang mit Fremdheitsgefühlen der Zuhörenden.

Ähnlich ist das mit den verschiedenen musikalischen Stilen,

die Moritz Eggert bewusst und musikdramaturgisch begründet

einsetzt: Ein Rock-Anthem markiert einen Moment des

Aufbegehrens Calibans, ein barocker Gesangsgestus zitiert

die höfische Sphäre, aus der die Neuankömmlinge stammen

und in der sie verhaftet sind. Egal ob liedhafte, choralartige

oder popmusikalische Elemente – die Musik hat stets

unmittelbar mit den Figuren und der Handlung zu tun, hat

selbst ein szenisches Bewusstsein.

Moritz Eggert: Ja, da Oper immer mit Emotionen zu tun

hat und ihre eigentliche Stärke in der tiefenpsychologischen

Deutung mittels Musik liegt, kann man als Komponist nicht

umhin, als sich in die Figuren mit Sympathie hineinzudenken.

Hierbei ist für mich ewig Mozart Vorbild, der sich selbst

in die kleinsten und unwichtigsten Nebenfiguren hineinversetzt

und in ihnen einen Kosmos an Bedeutung findet, woraus

die schönsten Arien resultieren. Diesen grundsätzlichen

Respekt vor jeder Figur möchte ich auch walten lassen, ich

hasse es, wenn alles nur abstrakt und Symbol für etwas ist.

Was ist dir wichtig, wenn das Ensemble deine Musik auf die

Bühne bringt? Gibt es für dich so etwas wie Werktreue?

Moritz Eggert: Die größte Musik ist die, die man auf hunderte

Weisen interpretieren kann, und in der man dann immer

neue Sachen entdeckt. Eine sorgfältige Realisation kann

in Entscheidungen münden, die vielleicht sogar gegen die ursprüngliche

Intention des Komponisten gehen. Solange ich

lebe, werde ich dazu eine Meinung haben – manches wird

mir vielleicht nicht gefallen, manches wird mich überzeugen.

Aber am Ende des Tages habe ich mein Stück in die Welt

gesetzt und es aus der Hand gegeben. Es ist die Aufgabe der

Musiker*innen, verantwortungsvoll damit umzugehen.

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Listen to the

noises and

voices of the

isle. Music is

in the air and

in the earth

Caliban


ÜBER FREMDHEIT

Kannibalen – das sind immer die anderen

Als William Shakespeare 1611 sein Schauspiel „Der Sturm“

veröffentlichte, blickte man voller Faszination und Furcht auf

die fremden Welten und Kulturen mit ihren „wilden“ Tieren

und Menschen, die durch Expeditionsfahrten zur See nun in

greifbare Nähe rückten. Schon bevor Christoph Kolumbus

in seinem Logbuch am 23. November 1492 von den auf der

Insel Hispaniola so gefürchteten „Caniba“ berichtete und den

Namen zu einer der wirkungsmächtigsten Fremdzuschreibungen

lieferte, war man in Europa fest davon überzeugt,

am Rande der bekannten Welt müsse es anthrophagische

(menschenfressende) „Völker“ geben. Die karibischen „Canibales“

erschienen als erste Verkörperung dieser Vorstellung,

aber auch, was man sich nun über die „Westindier“ erzählte,

über ihre halbtierische, dämonische Rohheit, bestätigte

dieses Bild der außereuropäischen Fremde.

Bereits bei Kolumbus wurde klar, dass die vermeintlichen

Kannibalen immer jeweils auf der jeweiligen Nachbarinsel

lebten, diese Zuschreibung also stets gegenseitig

war und immer „die Fremden“ bezeichnete. Später, als sich

schiffbrüchige Seeleute, die in der Not einen Kameraden

verspeist hatten, regelmäßig in Gerichtsprozessen zu verantworten

hatten, trat in dieser Furcht vor dem Fremden die

Angst vor der eigenen Entmenschlichung zu Tage. Und doch

gehört der Kannibalismusvorwurf zu den stabilsten Topoi der

Darstellung fremder Kulturen, diente zur massiven Diskriminierung

von indigenen Bevölkerungsgruppen und schrieb sich

in die Geschichte der gewaltvollen Kolonialisierung zahlreicher

Länder und Regionen ein.

Affe, Bastard, Fisch, Sklave, Monster – es sind nicht

Shakespeare oder Peter te Nuyl, die Caliban so beschreiben;

es sind die anderen Figuren des Stücks, die ihn als wild und

fremd betrachten. Es steht also weniger „der Wilde“ selbst

auf der Bühne, sondern vielmehr der – weiße, kolonialistische

– Blick auf ihn, der die Hierarchie, Herrschaft und Ungerechtigkeit

erst verursacht. Diese Konstruktion einer Andersartigkeit

zwischen einem weißen, europäischen, hegemonialen

„Wir“ und dem vermeintlich wilden, barbarischen „Anderen“

fasst der Literaturtheoretiker Edward Said mit dem Begriff

des „Othering“, also der „Fremdmachung“ Anderer, der eine

Hierarchisierung inkludiert.

Wenn Max Koch in seiner „Caliban“-Inszenierung

die Figur des Prospero „entzaubert“, ihn der tatsächlichen

Zaubermacht entledigt, nimmt er diese Prozesse ernst. Hier

begegnen sich die Figuren als einfache Menschen, und die

Gemachtheit und Willkür entstehender Macht- und Herrschaftsverhältnisse

wird sichtbar.

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Language is

the only

power that

saves us

from being

cannibals.

Prospero


MICHAEL

LONG

Caliban

Michael Long wurde 1987 in Shenyang in China geboren.

Seine musikalische Ausbildung begann er unter Anleitung

seiner Mutter am Klavier, 2003 setzte er sie an der Shenyang

Musikhochschule fort.

Bei dem namhaften Bariton Liu Song-Hu nahm

er erstmals Gesangsunterricht und zog in Folge 2008

nach Wien, um zunächst am Konservatorium der Stadt

Wien und später am Gustav Mahler-Konservatorium zu

studieren. 2011 wechselte er ans renommierte Prayner

Konservatorium und in die dortige Opernklasse. Seit 2010

wird er von der Sopranistin Anna Ryan unterrichtet, weitere

künstlerische Impulse erhält er in der Arbeit mit Maestro

Maximilian und Ljerka Cenčić.

Drei Jahre lang war er in Konzerten des Vienna Imperial

Orchestra und Wiener Royal Orchester als Solist zu

hören. Als lyrischer Tenor glänzte er in zahlreichen Opern-

Galas mit Arien aus u. a. Donizettis „Lucia di Lammermoor“,

Puccinis „La Bohème“ und Bizets „Carmen“.


Josia Jacobi, geboren 1995, studiert American Studies und

Linguistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Seine Leidenschaft für Schauspiel entdeckte er bereits in

jungen Jahren. Erste Erfahrungen sammelte er als Synchronsprecher

für Hörspiele bei „Dream Land Productions“.

In Produktionen des Junges Ensembles Rüsselsheim übernahm

er die Rolle des Max Prince in „Ein Gag für Max“ von

Neil Simon. Später besuchte er in Wiesbaden die Schauspielschule

Scaramouche Academy, wo er sich in Improvisation

und Camera-Acting übte.

In den letzten Jahren übernahm er mehrere Statistenrollen,

unter anderem für TV-Krimis wie „Mordsfreunde“

und „Tiefe Wunden“ nach den Büchern von Nele Neuhaus.

Einen weiteren TV-Auftritt hatte er in der Show „Deutschland

Tanzt“, wo er als Live-Announcer für das Bundesland

Hessen die Punkte vergab. Während seinen Auslandssemestern

am Mississippi College in den USA sammelte

Josia Jacobi Bühnenerfahrung durch eine Vielzahl an Theaterstücken

in denen er mitwirkte. So übernahm er die Rolle

des Benedick in Shakespeares „Much Ado About Nothing“

und war später in „The Tempest“ als Caliban zu erleben.

Neben seinem Studium war Josia zwei Jahre lang Teil einer

selbst gegründeten, unabhängigen Impro-Theatergruppe.

JOSIA JACOBI

Prospero


KATHARINA

NIESS

Miranda

Katharina Nieß studierte Operngesang an der Hochschule

für Musik und Tanz Köln und schloss ihr Studium mit dem

Diplom und ein darauffolgendes Aufbaustudium mit dem

Master of Music/Oper ab.

Entscheidende künstlerische und pädagogische

Impulse erhielt sie durch Meisterkurse bei Prof. Thomas

Heyer (Frankfurt a. M.) mit dem Pianisten Klaus B. Roth

(Köln) und Judith Lindenbaum (Köln). Weitere Kurse

besuchte sie bei Gemma Visser (Eijsden, NL) und Ulrich

Eisenlohr (Mannheim, Lied).Engagements führten sie u. a.

ans Stadttheater Aachen, Studio d’Opéra Luxembourg,

Opernloft Hamburg, zu Bayer Kultur (Leverkusen), den

Burgfestspielen Bad Vilbel und der Jungen Oper Rhein-

Main.

Katharina Nieß lebt in Köln und ist freischaffend

tätig. Auftritte im Konzertfach und Liederabende gehören

neben ihrer Operntätigkeit zu ihrer musikalischen Arbeit;

ebenso verschiedene kammermusikalische Projekte. Katharina

Nieß ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes.


Als „durchweg beseelter Evangelist“ (Saarbrücker Zeitung)

gepriesen, hat sich der Tenor Thomas Dorn als Konzert-,

aber auch Opernsänger etabliert. Sein Repertoire reicht von

Bachs großen Passionen und zahlreichen Kantaten bis zu

Mendelssohns „Elias“, von der französischen und deutschen

Romantik bis zurück zum Frühbarock.

Seine Fähigkeiten, verschiedene Rollen und Charaktere

zu erarbeiten und zu vermitteln („Mit viel Gespür für

die Gefühlslage des Helden“, Pirmasenser Zeitung), konnte

er sowohl im Musiktheater als auch auf der Konzertbühne

vielfach unter Beweis stellen. Projekte im Bereich der Alten

und vor allem der Zeitgenössischen Musik liegen im besonderenFokus

seiner Tätigkeiten.

Thomas Dorn studierte bei Yaron Windmüller in

Saarbrücken. Er ist Stipendiat der Bruno- und Elisabeth

Meindl-Stiftung und besuchte Meisterkurse bei James

Taylor, Thomas Heyer, Moritz Eggert und Peter Schöne.

Weitere Impulse bekam er unter anderem von Liora Maurer

(New York), Ruth Ziesak sowie Ichiro Nakayama (Tokio).

THOMAS DORN

Ferdinand/Stephano


MANUELA

STRACK

Trinculo

Manuela Strack studierte Operngesang und Gesangspädagogik

an der Hochschule für Musik und Tanz Köln sowie

in der Klasse von C. Grose am Peter-Cornelius-Konservatorium

Mainz. Zusätzlich studierte sie an der Johannes

Gutenberg-Universität Mainz Theater- und Filmwissenschaft

sowie Kulturanthropologie. Maßgebliche künstlerische

Impulse erhielt sie durch Prof. Thomas Heyer

(Frankfurt a. M.).

Bereits während ihres Studiums übernahm sie

Partien in verschiedenen Opernproduktionen, u.a. am

Stadttheater Aachen, dem Staatstheater Mainz, dem Festspielhaus

Baden-Baden und der Kammeroper Köln. Seit

dem Sommersemester 2015 ist Manuela Strack Dozentin

für Stimm- und Sprechtraining und Intonation an der TU

Darmstadt. Sie ist Mitgründerin des Kammerchores Rheinland-Pfalz.

Manuela Strack ist seit 2012 Ensemblemitglied

der Jungen Oper Rhein-Main und war als Rosina in Paisiellos

„Il Barbiere di Siviglia“, als Susanna in Mozarts „Le

nozze di Figaro“ und als Eurydike in Offenbachs „Orphée

aux enfers“ zu hören. 2015 gab sie ihr Regiedebüt mit

Mozarts „Così fan tutte“. In der Spielzeit 2016 war sie in

der Titelpartie in Donizettis „Maria Stuarda“ zu hören. Für

(u. a.) die Vorpommersche Landesbühne, das Kurtheater

Bad Wildbad und das Comoedienhaus Hanau hat Strack

die Operngala „Bretter, die die Welt bedeuten“ inszeniert,

mit welcher die Junge Oper Rhein-Main in der Spielzeit

2018/19 wieder auf Tournee gehen wird.


David Holzinger studierte Orchesterdirigieren an der Hochschule

für Musik Carl Maria von Weber in Dresden bei Christian

Kluttig und Steffen Leißner. Dort probte und konzertierte

er mit Orchestern wie dem Philharmonischen Orchester

Plauen-Zwickau, der Elblandphilharmonie Sachsen, der

Neuen Lausitzer Philharmonie, der Erzgebirgischen Philharmonie

Annaberg/Aue und der Landeskapelle Eisenach.

2015 war David Holzinger Studienleiter der hochschulinternen

Opernproduktion von Scott Joplins „Treemonisha“,

mit der er am kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden

debütierte. Sein Dirigierstudium begann er bei Maximilian

Cenčić am Prayner Konservatorium für Musik und dramatische

Kunst in Wien.

David Holzinger ist der Gründer und musikalische

Leiter des EXEDRA Ensembles, mit dem er im Juli 2017

beim Fest zur Eröffnung der Salzburger Festspiele debütierte.

Bereits in der dritten Saison ist er Assistent von Gustav

Kuhn, dem künstlerischen Leiter der Tiroler Festspiele in Erl.

Als Dirigent übernahm er dort erstmals im Sommer 2016

die Probenarbeit zu Rossinis „Guillaume Tell“, „Semiramide“

und Verdis „La Traviata“.

David Holzinger dirigierte erfolgreich mehrere

Konzerte mit dem Amsterdam Chamber Orchestra auf einer

einmonatigen Tournee nach China. Als Gastdirigent konzertierte

er im Berio-Saal des Konzerthauses Wien mit dem

Orchester der Konzertvereinigung Wien und dem ASO Wien.

Er war Chefdirigent des TU-Orchesters Dresden und des

Kammerorchesters Dippoldiswalde.

DAVID

HOLZINGER

Musikalische Leitung


MAX KOCH

Regie

Max Koch studiert Musiktheaterregie an der Hochschule

für Musik und Theater Hamburg und Musiktheaterwissenschaft

an der Universität Bayreuth. Im Rahmen seiner

Studien besuchte er Workshops und Meisterkurse bei Willy

Decker, Alexander Meier-Dörzenbach, Francis Hüsers

und Les Ballets C de la B.

Max Koch arbeitet als Regieassistent u. a. am

Theater Augsburg, den Bad Hersfelder Festspielen und

den Bregenzer Festspielen mit Regisseuren wie Peer

Ripberger, Philipp Himmelmann, Benedikt Borrmann,

David Ortmann und Johannes Erath zusammen. Er nahm

am Campustriennale-Programm der Ruhrtriennale teil

und war 2017 Stipendiat des Richard-Wagner-Verbands

Bayreuth. Am Forschungsinstitut für Musiktheater in

Thurnau arbeitet er zurzeit auch als wissenschaftlicher

Mitarbeiter für die Ausstellung „Hitler.Macht.Oper“ im

NS-Dokumentationszentrum in Nürnberg.

Zu seinen Inszenierungen zählen u. a. „Das

Hinterhaus“ nach der Monooper „Das Tagebuch der

Anne Frank“ im Theaterquartier Hamburg, die Stückentwicklung

„Liebestod“ beim 67. Festival junger Künstler

Bayreuth und „L’Humaine Comédie – Das Menschentheater“

im Rahmen der Bayreuther Residenztage. Zu seinen

zukünftigen Arbeiten zählen „The Armed Man: A Mass

For Peace“ von Karl Jenkins in der Bayreuther Stadtkirche

und die Stückentwicklung „Birkenau 18/10“ im NS-Dokumentationszentrum

Nürnberg in Kooperation mit dem

Staatstheater Nürnberg.


2017 beendete Theresa Steinert ihr Szenografiestudium

an der Hochschule für Design und Medien in Hannover.

Zu ihren Arbeiten zählen die Bühnenbilder zu „Michaela,

der Tiger unserer Stadt“ von Gianina Carbunariu (Regie:

Christoph Hetzenecker), einer szenischen Lesung im Rahmen

des Festivals „Fabulamundi Playwriting Europe“ im

Marstall des Residenztheaters in München, zu „Archiv der

Erschöpfung“ (Regie: Daniel Förster) und „Das Apokalyptische

Ich“ (Regie: Christine Cyris) beim Spieltriebefestival

des Theaters Osnabrück, zu „Das Hinterhaus“ (Regie: Max

Koch) im Theaterquartier Hamburg sowie zu „Liebestod“

(Regie: Max Koch) beim 67. Festival junger Künstler Bayreuth.

Weitere Erfahrungen im Bereich Bühne und Kostüm

sammelte Theresa Steinert bei Praktika am Jungen

Schauspielhaus Hamburg, in einer ZDF-Filmproduktion,

am Landestheater Salzburg, sowie an der Bayerischen

Staatsoper. Sie arbeitet als freischaffende Ausstatterin und

Ausstattungsassistentin und war in dieser Funktion in der

Außenrequisite einer Filmproduktion des ZDF beschäftigt,

sowie am Theater Magdeburg für die Produktion „Der kleine

Horrorladen“ und als Kostümmitarbeiterin für Sebastian

Ritschel bei der Openair-Produktion „Jesus Christ Superstar“

auf dem Domplatz.

THERESA

STEINERTBühne


SOPHIE SIMON

Kostüm

Nach ihrem Abitur und einem halbjährigen Praktikum in

der Kostümabteilung an der Deutschen Oper am Rhein in

Düsseldorf, fing Sophie Simon 2015 an der Hochschule

für Angewandte Wissenschaften Hamburg an, bei Reinhard

von der Thannen Kostümdesign zu studieren. Im

Laufe ihres Studiums arbeitete sie an mehreren Opernund

Filmprojekten, teilweise in Kooperation mit der Hochschule

für Musik und Theater Hamburg.

Zu ihren Arbeiten gehörten unter anderem „Die

7 Todsünden“ mit Mien Bogaert, „Die Schutzbefohlenen“

mit Ron Zimmering, „Die roten Schuhe“ mit Rica Blunck

und „Liebestod“ mit Max Koch. Im Sommer 2018 entwarf

Sophie Simon das Kostümbild zu Georg Friedrich Händels

Oper „Alcina“ in der Regie von Philipp Himmelmann.


Judith Kissel studierte Germanistik, Theaterwissenschaft

und Musikwissenschaft (Magister) an der Johannes

Gutenberg-Universität Mainz. Assistenzen und Anstellungen

in den Bereichen Dramaturgie und PR führten Sie

ans Landestheater Coburg, zum Rheingau Musik Festival

sowie zu den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen.

Seit der Saison 2013/2014 verantwortete sie die Bereiche

PR, Marketing und Dramaturgie bei der PRO ARTE

Frankfurter Konzertdirektion mit Konzerten in der Alten

Oper Frankfurt, ab 2017 baute sie in diesen Arbeitsfeldern

zusätzlich die Konzertreihe Wiesbaden Musik auf. Seit der

Spielzeit 2018/2019 ist sie als Mitarbeiterin im Marketing

am Staatstheater Darmstadt angestellt.

Darüber hinaus schreibt Judith Kissel Programmhefttexte

für Konzertveranstalter, konzipert und organisiert

Konzertveranstaltungen im Rhein-Main-Gebiet,

betreut eine Radiosendung im Freien Radio und engagiert

sich in sozialen Bewegungen. Neben dem Studium absolvierte

sie eine Gesangsausbildung und arbeitete in Chorprojekten

u. a. mit Sylvain Cambreling, Vladimir Jurowski,

Plácido Domingo, Krzysztof Penderecki und Bramwell

Tovey in London, New York, Peking, Luxembourg u. a.;

aktuell ist sie im Bachchor Mainz, dem Extrachor des

Staatstheaters Mainz, im Vocalconsort Mainz und weiteren

kleineren Projekten zu hören.

JUDITH

KISSEL

Dramaturgie/Presse


BJÖRN RODDAY

Management

Björn Rodday studierte Freie Bildende Kunst an der

Akademie der Bildenden Künste Nürnberg (Zeichnung/Malerei)

und an der Kunsthochschule Mainz (Film). Zudem

hat er in Humanmedizin promoviert. Sein künstlerisches

Schaffen ist technikübergreifend angelegt, mit Schwerpunkt

im videoinstallativen Bereich.

Auf musikalischer Ebene war er zunächst Mitglied

des Windsbacher Knabenchores, bevor er mehrere Jahre

als 2. Bass im A-cappella-Quintett VivaVoce sang. Neben

diesem eher modern ausgerichteten Ensemble richtet

sich sein Hauptaugenmerk auf die (Kammer-)Chormusik.

So sang er u. a. im Chor der Bamberger Symphoniker, der

EuropaChorAkademie, im Kammerchor Claritas Vocalis

und im Bachchor Mainz. Aktuell ist er Mitglied des Kammerchores

Rheinland-Pfalz und des A-cappella-Sextetts

„fast 7“.

Neben dem aktiven Part ging seine künstlerische

Tätigkeit stets auch mit der Arbeit im Kulturmanagement

einher. So ist er im Management der Jungen Oper Rhein-

Main und des Kammerchores Rheinland-Pfalz tätig.


JUNGE OPER

RHEIN-MAIN

Die Junge Oper Rhein-Main e.V. (JORM) ist eine gemeinnützige

Förderinstitution für angehende Bühnenkünstler*innen aller Sparten.

Das Ensemble setzt sich zusammen aus angehenden Opernsänger*innen,

Orchestermusiker*innen, Regisseur*innen, Dirigent*innen,

Dramaturg*innen, Theaterpädagog*innen, Bühnen-, Kostüm- und

Maskenbildner*innen u. v. a..

JORM bietet durch die jährlich stattfindenden Opernproduktionen

dem Musiktheaternachwuchs vielfältige Möglichkeiten und

eine Plattform um die künstlerischen Fähigkeiten unter professionellen

Bedingungen weiterzuentwickeln. Seit vielen Jahren existieren

Kooperationen mit Gastspielhäusern, wie dem Theater Rüsselsheim

und dem Stadttheater Aschaffenburg. Zudem finden regelmäßig

Meisterkurse, Schauspielworkshops oder auch Fortbildungen in Bereichen

wie Bühnenkampf und Opernitalienisch durch renommierte

Dozent*innen statt.

Teamgeist, Kollegialität, Kreativität und viel Herzblut aller

Beteiligten sind maßgeblich und charakteristisch für die Arbeit

von JORM. Das Ensemble setzt sich international zusammen, die

Arbeitsweise ist interdisziplinär. Die Unterstützung durch Stiftungen

und Sponsoren ist für die Realisierung der Projekte essentiell, ebenso

das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder von JORM.


Danke an

den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Talentschmiede

Unternehmensberatung AG, das Theater Rüsselsheim und

Karin Krömer, das Stadttheater Aschaffenburg und Burkard

Fleckenstein, die Stadt Raunheim und Kerstin Mohr sowie

die Familie Mörth, Moritz Eggert, Peter Schöne, das Staatstheater

Darmstadt und Ruth Spemann und Peter Weigand,

Christopher Glocker von Musikaktiv, Wake Port in Raunheim,

Florian Parkitny, Sophia Fitz, Jessica Quinlan, Hilde Kuethe

und die vielen anderen, ohne die „Caliban“ nicht möglich gewesen

wäre.

Impressum

Junge Oper Rhein-Main e.V.

1. Vorsitzende Manuela Strack

2. Vorsitzender Dr. Björn Rodday

Kontakt info@jorm.de | www.jorm.de

www.facebook.com/jungeoperrheinmain

www.instagram.com/jungeoper

Redaktion Judith Kissel

Text- und Bildnachweise Titelbild: Theresa Steinert

Vorwort: Moritz Eggert | Handlung: Max Koch, Judith Kissel

Über Fremdheit: Judith Kissel | Szenenfotos: Philip Artus

Foto Thomas Dorn: Michael Haggenmüller | Foto David Holzinger:

Christoph M. Bieber | Foto Judith Kissel: Annika Wehrle

Foto Björn Rodday: Lisa Farkas


Talentschmiede, die

Young Professional Beratung

In der heutigen Arbeitswelt muss jedes Unternehmen darum bemüht

sein, sich frühzeitig um die besten Talente für seinen Mitarbeiter- und

Managementnachwuchs zu bemühen.

Die Talentschmiede fördert als branchenübergreifende IT Unternehmensberatung

den Einsatz von Absolventen und Young Professionals. Wir

bieten unseren Kunden Projektteams mit jungen, talentierten und hoch

motivierten Mitarbeitern, die dank unseres innovativen Ausbildungs und

Betreuungskonzeptes sehr gute Kenntnisse und Fähigkeiten ihres jeweiligen

Fachgebietes besitzen.

Unsere Mitarbeiter sind in ein durchgängiges Betreuungs und Ausbildungskonzept

inklusive kontinuierlichen Weiterbildungs und Zertifizierungsprogrammen

(nach Absprache auch auf den Systemen der

Kunden) eingebunden, das den kontinuierlichen Ausbau ihres Wissens

sicherstellt. Alle Mitarbeiter erhalten Coaching und Mentoring durch vom

Management geführte Programme.

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