LöbauERleben Ausgabe 01-2018

MediaLight

...rund um die Stadt

Vorgestellt

Das macht der

Verein LöbauLebt e.V.

Es geht voran...

Reges Bautreiben

in der Löbauer Innenstadt

GRATIS!

zum Mitnehmen

Ausgabe 01 | 2018

November 2018


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LöbauERleben

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Liebe Leserinnen

und Leser ,

LöbauERLEBEN oder auch LöbauerLeben - ein Bezug

der sowohl Besucher und Gäste als auch Bürger der Stadt

anspricht. Jeder mag für sich das zutreffende herausnehmen.

Was bleibt ist das Wesentliche und Besondere - das

Leben, das Handeln und das Tätigsein in oder auch für die

Stadt am Berg und ihre Region.

Die anerkennende Würdigung von Menschen, als Privatperson,

im Ehrenamt oder in Vereinen, in gesellschaftlichen

Organisationen, Einrichtungen/Verbänden etc., die sich im

besonderen Maße engagieren, findet trotz der vielfältigen

Medienlandschaft noch viel zu wenig Beachtung. Es sind

gerade Diejenigen, die sich im Interesse der Verbesserung

der Lebenssituation von Menschen unermüdlich und meist

unentgeltlich einbringen, sich über viele Jahre hinweg ehrenamtlich

nützlich machen oder sich für die Entwicklung in der

Stadt engagieren.

Diesen Menschen ein Gesicht zu geben, sie zu benennen, aufzuzeigen

mit welch großem Engagement sie in unserer Stadt

viel wert- und sinnvolles leisten, ist ein besonderes Anliegen

dieses Magazines. Ganz besonders freuen wir uns, den Verein

„LöbauLebt e.V.“ an unserer Seite zu wissen, die sich

in dieser Erstausgabe präsentieren und Ihnen, also unseren

Leserinnen und Lesern, sichtbar machen, wo und wie sie Einfluss

nehmen können auf Dinge und Prozesse die es sich lohnt

zu unterstützen und mitzuwirken. Nicht wenige Ideen und

Vorschläge für Themen und Inhalte in unseren neuen Magazin,

die vom Verein an uns herangetragen wurden finden hier

ihren Platz und stammen zum Teil auch selbst aus der Feder

eines Vereinsmitgliedes.

Lassen Sie sich als Leserinnen und Leser unserer Erstausgabe

überraschen und haben Sie Teil an einigen Streiflichtern, die

Löbau zu bieten hat.

Hans-Henner Niese

und das Team von Media-Light

Aus dem Inhalt

LöbauLebt e.V. stellt sich vor . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 5-7

ULT AG - Lufttechnik made in Germanny . Seite 16-17

Mehr als Selbsthilfe -

die Gärtnergruppe des CVJM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 20-21

Privatkonzerte des MDR

im Haus Schminke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 22-23

Bauvorhaben im Gewerbepark Löbau . . . . . . . . . Seite 34-36

Gut wohnen und leben in Löbau . . . . . . . . . . . . . . . Seite 37-40

Impressum

Unsere Redaktion ist offen für Ihre Meinung zum neuen

Magazin. Schicken Sie uns Ihr Lob oder auch konstruktive

Kritik an: post@media-light-loebau.de

Sie haben Ideen für neue Beiträge, Themen oder möchten

Ihren Beitrag der Öffentlichkeit vorstellen? Dann schreiben

Sie uns an und erläutern Sie uns kurz, prägnant und

informativ Ihre Geschichte!

Die nächste Ausgabe

erscheint 06|2019.

Herausgeber: Werbeagentur Media-Light Löbau,

Ernst-Thälmann-Str. 63, 02708 Großschweidnitz

post@media-light-loebau.de, www.media-light-loebau.de

Projektleitung: Hans-Henner Niese, Werbeagentur Media-Light

Verantwortlich für Satz & Gestaltung: Anne Rammelt, Werbeagentur Media-Light

Autoren: Redaktion, Arnd Krenz, Bettina Hennig, Ina Doering, Kerstin Niese, Vereine

Anzeigenakquise: Roswitha Beil, Hans-Henner Niese, Werbeagentur Media-Light

Bildnachweis: Redaktion (Titel, S. 9, S. 14, S. 25, S. 32, S. 37 li.) Tim Schneider (S. 4 René Seidel), Marcel

Schröder (S. 4 Michael Wagner) Verein LöbauLebt e.V. (S. 5-8), Arnd Krenz (S. 10-11, S. 12-14, S. 18-19)

Sharon Hille (S. 12), ULT AG (S. 16-17), CJVM Bernd Eichler (S. 20-21), Stiftung Haus Schminke (S. 22 oben,

S. 23 oben re.), DW/MDR/Marcel Schröder (S. 22-23) Franziska Gnauck (S. 24), WohnLuSt GbR (S. 26-27),

Andreas Kurth Stellv. Schlossverein Kittlitz (S. 28), freepik.com (S. 29 links; S. 30) DRK Löbau (S. 29 rechts),

Ingo Morgenstern (S. 34-36), Peter Emrich (S. 37), Juhl Immobilien (S. 38-39)

Verteilung: Kostenlos an kommunale Einrichtungen der Stadt und der Verwaltungsgemeinschaften von Löbau,

sowie Einrichtungen in Löbau und Umgebung. An alle mitwirkenden Vereine, Verbände, Firmen und

Hilfsorganisationen und publikumswirksamen Auslagestellen.

Für die Richtigkeit der Werbeaussagen übernimmt die Werbeagentur Media-Light Löbau keine Gewähr. Haftungsausschluss

besteht auch für redaktionelle und technische Fehler. Der Nachdruck, auch auszugsweise,

ist untersagt.

Copyright: Werbeagentur Media-Light Löbau, 2018, all rights reserved

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3

LöbauERleben


Löbauer Leben - Löbau erleben

Zittau wird die Schöne genannt,

Görlitz mausert sich gerade fast

zur kleinen Weltstadt und Bautzen

hat im Wettkampf um die meisten

Türme die Nase vorn. Zwischendrin

liegt Löbau, kleiner, beschaulicher,

mit weniger Gastronomie,

ohne Einkaufszentrum, Skaterpark,

Bio Markt oder Deutschlands

beliebtester Drogeriekette*. Heißt

dies nun im unumgänglichen

Folgesatz, dass Löbau weniger (er)

lebens- und liebenswert ist? Wir

behaupten nein. Zugegeben, die

Jahre der gebetsmühlenartigen

Predigten um das blasse Aussehen

der kulturellen Landschaft in

und um Löbau haben ihre Spuren

in der Wahrnehmung hinterlassen.

Im Laufe der Zeit haben sich die

Angebote aus unterschiedlichen

Michael Wagner

Bereichen deutlich erhöht, Vereine

sind sehr aktiv und großformatige

Veranstaltungen locken in die Stadt.

Wir als Verein LöbauLebt, ein

Verein, der mit Projekten aus

Kultur, Sport und Bildung sowie

mit Netzwerkaktivitäten seinen

kleinen Beitrag zu einer lebendigeren

Stadt leisten möchte, freuen

uns sehr, Kooperationspartner

dieses Magazins sein zu dürfen.

Mit diesem Magazin wurde uns

die Möglichkeit gegeben, frische,

lebendige Themen aufzuspüren,

sogenannte hidden Champions

vorzustellen sowie Geschichten

vorzuschlagen, die Menschen mit

einem besonderen Engagement

zeigen. Die redaktionelle Mitarbeit

hat uns sehr viel Freude bereitet.

Denn auch in Löbau ist der neue

Takt zu spüren, der sich seit einiger

Zeit durch die Oberlausitz zieht.

Junge Initiativen entstehen, Raumpioniere

landen, alte Bausubstanz

wird erobert und saniert, Qualitätsangebote

im Konsum- und Gastronomiebereich

setzen sich mehr

und mehr durch, Rückkehrern gelingt

es, sich gut in die Arbeitswelt

zu integrieren und immer mehr

Stimmen rühmen die hohe Lebensqualität.

Davon möchten wir erzählen,

begeistern und die schönen

Seiten der Stadt zeigen, die vielleicht

irgendwann ihre eigene Filiale

Deutschlands beliebtester Drogeriekette

hat.

Viel Freude beim Löbauer Leben

bzw. Löbau erleben! Herzliche

Grüße im Namen aller Mitglieder

des Vereins LöbauLebt

René Seidel, Michael Wagner und

Bettina Hennig

*Quelle: VuMA (Jahr 2017).

Bettina Hennig

René Seidel

LöbauERleben

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Löbauer Vereine -

Löbau ist das, was du draus machst.

Gestatten?

Ein Verein stellt sich vor

Die Löbauer Vereinslandschaft ist äußerst vielfältig.

Ein Blick in das aktuelle Vereinsregister zeigt über

200 Vereine, die eine breite Palette von Interessensgebieten

sowie soziale Bedürfnisse ansprechen.

LÖBAULEBT e.V. ist da eine vergleichsweise junge

Initiative mit einer spannenden Geschichte, die um

einiges früher als mit der eigentlichen Vereinsgründung

beginnt.

Im Jahr 2015 wurde es im Kontext Löbau plötzlich laut

auf der sozialen Plattform facebook. Eine unbekannte

Person oder Personengruppe plakatier-te knackige

Zeilen, verbunden mit einer gesunden Portion Ironie,

an die unrühmlichsten Orte, die Löbau zu bieten hatte.

Bedacht wurden unter anderem der geschlossene Bahnhof

mit verzwei-felten Rufen und Bitten nach einer

Fahrkarte oder etliche Schmierereien an Fassaden (wir

nennen sie bewusst nicht Graffitis, da diese zwar oft

auch unerwünscht sind aber nicht selten einen künstlerischen

Anspruch haben). Die Aktion sprach sich schnell

herum, die Presse berichtete regelmäßig, die User

unterstützten mehrheitlich die Aktionen und waren

voller Anerkennung, Lob und Motivation zum Weitermachen.

„Wem interessiert ein Gesicht, ist es nicht

viel wichtiger, was bewegt wird? Das was bewegt wird?

Weiter machen und unerkannt bleiben!“ kommentierte

zum Beispiel ein User. Bewegen wollen auch viele Löbauer

etwas. Dem Aufruf, Fotos zu senden von Orten,

an denen etwas verbessert werden sollte, folgten zahlreiche

Einsendungen. Beim Bürgerstammtisch im Juni

2015 zeigte der unbekannte nun das erste Mal Gesicht.

Sein Name, René Seidel, Sprachwissenschaftler,

diplomierter Übersetzer und natürlich Löbauer.

Schnell hat sich eine Gruppe um René gefunden, die

ebenfalls ihren Beitrag leisten wollte, wenn es darum

geht den Notendurschnitt von Löbau in den Bereichen

Lebendigkeit, Jugend, Engagement, Lebensqualität

und Kultur zu verbessern.

Ein großes Projekt wurde geplant. Ein leeres und

dem Verfall preisgegebenes Gebäude sollte dabei

im Mittelpunkt stehen. Wir wollten das seit Jahren

geschlossene Gewandhaus temporär für die

Öffentlichkeit zugänglich machen und mit einer Ausstellung

an die Historie dieses Gebäudes erinnern,

Menschen zusammen bringen und zum Austausch

bewegen. Mit guter Unterstützung aus der Stadtverwaltung

arbeitete die Gruppe mit Hochdruck an

der Umsetzung des Projekts. Die Spendenbereitschaft

aus der Bevölkerung war enorm, innerhalb

kürzester Zeit standen mehr als 3.000 EUR

aus einem Crowdfunding-Aufruf über die Plattform

startnext zur Verfügung. Es folgten Recherchen

in Archiven, die Erarbeitung eines Ausstellungskonzeptes,

die Produktion von Schautafeln,

Arbeiten, die eine Begehbarkeit des Gebäudes möglich

machten, inklusive Beleuchtungskonzept, eine breite

Werbekampagne zum Event sowie zahlreiche

Pressegespräche zum Vorhaben.

5

LöbauERleben


„Diese Energie und das Interesse

aus der Bevölkerung,

welches wir an diesem Wochenende

gespürt haben, wollten wir

in etwas Substanzielleres

überführen.“

Anfang Mai 2016 war es dann vollbracht, das

Gewandhaus öffnete seine Türen für zwei Tage mit

einem Programm aus Ausstellung, Vortrag, Musik,

Theater und Verköstigung. Der Besucherstrom war

überwältigend. „Wir haben als Gruppe wunderbar

funktioniert“, erinnert sich René Seidel. „Diese Energie

und das Interesse aus der Bevölkerung, welches wir

an diesem Wochenende gespürt haben, wollten wir in

etwas Substanzielleres überführen.“ Mit einem Verein

stehen uns noch andere Möglichkeiten vor allem der

Förderung zur Verfügung. Das war die Geburtsstunde

von LÖBAULEBT.

Als Verein organisiert, können wir mit viel mehr

Verbindlichkeit Aktionen und Projekte planen, gezielter

Menschen bewegen und zum Mitmachen gewinnen.

Wir alle fühlen uns sehr verbunden mit der Stadt Löbau,

für viele ist es die Geburtsstadt und der Ort einer

wunderbaren Kindheit. Aktuell sind wir 11 Mitglieder,

die sehr aktiv die Vereinsarbeit und die Ausrichtung

des Vereins unterstützen. Noch einmal genau so viele

Mitglieder sind stille Mitglieder, die uns regelmäßig

finanziell unter die Arme greifen. Darüber hinau

haben wir viele Förderer aus der Löbauer Wirtschaft,

die uns nicht nur finanziell sondern auch mit Rat und

Tat zur Seite stehen.

Durch eine Förderung innerhalb des LEADER-Programms

haben wir seit Mai 2018 eine feste Mitarbeiterin,

deren Arbeit sich vor allem um den

Bereiche Netzwerk innerhalb der bestehenden Vereinslandschaft

in und um Löbau konzentriert. Mit Bettina

haben wir jemanden unter uns, der wunderbar Personen

mit einander ins Gespräch bringen kann, so dass

mehrwertige Kooperationen und Synergien entstehen.

Für die vor uns liegende Zeit möchten wir unsere Veranstaltungen,

die bereits eine kleine Tradition haben,

wie der lebendige Adventskalender am 21. Dezember

2018, die Beteiligung am Neiße-Film-Festival im Mai,

das Jugend- und Seniorenforum, die Beteiligung am

Blumenstraßenfest und unser Oktoberfest zusammen

mit den Löbauer Bergmusikanten wieder anbieten. Zudem

sind wir gern dabei, wenn es um die Moderation

von Bürgerbeteiligungsprozessen und die Übersetzung

in konkrete Handlungspläne geht.

Als größeres Projekt verfolgen wir nach wie vor einen

Ansatz, der uns seit den Gewandhaustagen begleitet,

einen kulturellen Raum für Löbau zu schaffen, der mit

unterschiedlichen Formaten bespielbar ist. Um diesem

Ziel ein kleines Stück näher zu kommen sind wir aktuell

Stipendiaten der Drosos Stiftung, die in Kooperation

mit der Erfurter Kulturhanse Werkstätten anbietet,

in denen Themen zum Aufbau von Gründerlaboren

im ländlichen Raum bearbeitet werden. In diesen

Seminaren gewinnen wir als Verein umfangreiches

Know-how und haben die Möglichkeit unter professioneller

Leitung ein Konzeptpapier inklusive Finanzierungsstrategie

zu entwickeln.

LöbauERleben

6


Besonders aufmerksam machen möchten wir auf eine

Veranstaltung, die wir gemeinsam mit der Volkshochschule

Dreiländereck am 6. April 2019 durchführen

werden. Diese richtet sich gezielt an Vereine. In den

vergangenen Monaten haben wir vermehrt Bedürfnisse

von Weiterbildungsthemen für die Vereinsarbeit

wahrgenommen und daraus einen eintägigen Workshoptag

entwickelt, an dem die Teilnehmenden selber

aus zehn angebotenen Themen wählen können. Für

jedes Thema, wie zum Beispiel Mitgliedergewinnung,

Öffentlichkeitsarbeit, Fördermöglichkeiten von Bund

und Land sowie Gewinnung von Sponsoren, konnten

wir eine/n erfahrene/n Referenten/in buchen, der/

die sowohl theoretisches Wissen als auch die Praxisseite

kennt. Das detaillierte Programm werden wir

spätestens im Februar veröffentlichen. Ein weiteres

Schwerpunktthema wird für das Jahr 2019 wieder die

Jugendarbeit sein. Im Moment entwickeln wir Formate

für die ersten Programmierschritte weiter.

An dieser Stelle möchten wir die Gelegenheit nutzen,

um ein mehr als normales Dankeschön, wie wir es

in der guten Kinderstube gelernt haben, an unsere

großartigen Sponsoren zu richten. Ohne die Menschen,

die an uns glauben, wäre vieles nicht möglich gewesen,

was in den letzten Jahren passiert ist. Wir sind

jedes Mal aufs Neue sehr gerührt von eurer meist so

schnellen, unkomplizierten Hilfe und euren motivierenden

Worten. Unser spezieller Dank richtet sich an

die Bergquell Brauerei Löbau GmbH, an die ULT AG,

den Audio Service Frank Ullrich, die Wendler Drogerie,

Druckpol, an die Stempel und Schilder Rudolph

Schmorrde KG, an Optik Neumann, an die Bodega Nr. 6,

an das Löbau Druckhaus, an die Praxis für Physiotherapie

Langenfeld, an Theurich Bürosysteme und

an das Autohaus Scholz. Von öffentlicher Seite geht

unser Dank besonders an die Stadt Löbau, die die

meisten unserer verrückten Ideen unterstützt und mit

trägt.

Würde man LÖBAULEBT nach den drei Wünschen

fragen, die wir gern für die Stadt erfüllt sehen würden,

dann stünde auf der Liste: ein noch größeres Interesse

und noch mehr Beteiligung der Einwohner an

einer aktiven Gestaltung des Löbauer Lebens, die Ansiedlung

und erfolgreiche Führung weiterer gastronomischer

Angebote in der Innenstadt, die sich positiv

auf die Ausgehkultur auswirken und viel Kontakt zu

Menschen, die konkrete Ideen haben und diese mit uns

teilen möchten.

Uns findet man im Internet unter www.loebaulebt.de

oder www.facebook.com/loebaulebt. Unser Büro ist in

der Brunnenstraße 3.

Wer direkt mit uns per E-Mail in Kontakt treten

möchte, sucht sich von unseren Mitstreitern einfach

einen Vornamen aus und setzt ein @loebaulebt.de

dahinter. Zur Auswahl stehen Sylvio, Claudia, Felix,

Nicole, Rene, Marcel, Bettina, Manuela, Micha, Juliane

und Bernd. Wir haben nichts dagegen, wenn die Liste

länger und länger wird!

Ahoi und bis bald, euer

e.V.

Die große Geschichte

um den kleinen Kiosk

Jeder Kiosk ist ein magischer

Ort. Von jeher ging es um viel

mehr als den bloßen Verkauf von

Waren durch ein Fenster. Der

Kiosk macht Menschen glücklich.

Als sozialer Treffpunkt

bietet so ein Kiosk jedem einen

Platz zum ankommen und verweilen.

Kein Thema ist zu ausgefallen

um am Kiosk nicht lebhaft

diskutiert zu werden. Jeder

wird bedient - vor dem Kiosk

sind alle gleich. Kein Platz um

sich vor einem kleinen Häuschen

zu verstecken; zwangsläufig

kommt man ins Gespräch,

wenn man vor dem Kiosk steht,

völlig egal ob man einen Anzug

trägt oder Jogginghose. Manche

Buden beherbergen ganze Tante-

Emma-Läden, andere sind heute

noch Fahrkartenhäuschen.

Allerdings wird der Erhalt der

Kiosk-Kultur immer schwieriger.

Zum Einen ist das Geschäft

schwer rentabel und eine ganze

Familie als Kioskbetreiber zu ernähren

wird schwer.

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LöbauERleben


Zum Anderen wird die Substanz

immer schlechter und nicht jeder

ist gewillt, sich mit den Unterlagen

und Auflagen von Ämtern und

Denkmalschutz im Zuge einer Sanierung

zu beschäftigen.

Wir sind eher zufällig Kioskbesitzer

geworden: auf der Suche

nach einer Anschlagtafel um Werbung

für unsere Veranstaltungen

zu machen, wurden wir informiert,

dass die alten Tafeln an den

Arkadenwiesen im Zuge der Sanierung

kurz vor dem Abriss standen.

Auf dem Rückweg, mit hängenden

Schultern, kamen wir am Kiosk

vorbei und nahmen Kontakt mit

der Stadtverwaltung auf. Wenige

Gespräche später waren wir im

Besitz eines Nutzungsvertrages

und eines Schlüssel. Das war noch

der einfachste und schnellste Teil.

Nach einer groben Schätzung der

Sanierungskosten und Absprachen

mit dem Bauamt der Stadt Löbau

sammelten wir unverzüglich via

Crowdfunding Spenden ein, damit

wir die Sanierung auch finanzieren

konnten. Die Resonanz hat uns damals

schon überwältigt: Es ist unglaublich

wie viele Menschen sich

für den kleinen Kiosk interessiert

haben und sich für den Erhalt engagieren

wollten.

Danach lief es für uns etwas zäher,

da wir zum einen auf die Rückmeldung

von Firmen warten mussten,

zum anderen aber auch die teilweise

langen Laufzeiten der Ämter

bei der Beantragung der Fördermittel.

Eine Durststrecke die sich

beinahe ein Jahr hinziehen sollte.

In dieser Zeit wurde aber auch

schon deutlich, was uns besonders

am Herzen liegt: die inneren Werte

zählen. Natürlich wären die vielen

Feste und Veranstaltungen an einem

frisch sanierten Kiosk noch

schöner gewesen, aber die vielen

Besucher legten vor allem Wert

darauf, dass er um jeden Preis erhalten

wird. Auch wenn er noch

nicht im neuen Glanz erstrahlte

waren alle unsere Veranstaltungen

dort ein voller Erfolg. Und

jedes Mal wenn das Fenster auch

nur fünf Minuten geöffnet war,

hielt schon der erste Passant an

und schüttete uns sein Herz aus

und seine persönliche Beziehung

zu diesem kleinen Häuschen. So

konnten wir bis jetzt schon viele

Geschichten sammeln, die sich vor

dem Kiosk abgespielt haben. Alle

Berichte wurden abgeschlossen mit

dem beinahe gleichen Satz: Schön,

dass ihr euch darum kümmert und

er nicht abgerissen wird.

Seit Oktober 2018 ist es endlich

soweit, wir haben alle notwendigen

Genehmigungen und Unterschriften

zusammen, und können

die Aufträge der Firmen auch auslösen.

Die Sanierung soll noch im

aktuellen Kalenderjahr vollständig

über die Bühne gehen.

Nach der Sanierung wollen wir

regelmäßiger öffnen und damit

unseren Teil zur Wiederbelebung

der etwas eingeschlafenen Löbauer

Ausgehkultur beitragen. Als sozialer

Treffpunkt soll bei uns vor dem

Kiosk gequatscht und diskutiert

werden. Wir wollen Menschentrauben

im Halbdunkel bei uns haben,

die zu leiser Musik verweilen und

noch weitere Menschen dazu animieren

auszugehen, draußen zu

bleiben und die Stadt dadurch zu

beleben. Wir laden jetzt schon alle

recht herzlich ein, zu verweilen,

ins Gespräch zu kommen, sich des

Miteinanders zu freuen und vielleicht

das kleinste begehbare Löbauer

Denkmal zu erleben.

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Wir unterstützen

die Kiosk-Sanierung

des Vereins

LÖBAULEBT e.V.

Ronny Seibt

Dachdeckermeister

Georgewitzer Straße 6

02708 Löbau

Telefon 0 35 85 47 73 15

Mobil 0152 22 96 52 40

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LöbauERleben

8


22 Kinder im Alter von 2 bis 17 Jahren

haben im Kinderheim „Löbau“ ein

neues Zuhause gefunden. Sie leben in

mehreren Wohngruppen und werden

von 10 Erziehern betreut.

CJD Wohngruppe

„Horizont“

in Löbau

Ina Doering

„Es liegt uns am Herzen,

dass die Kinder in Sicherheit und

mit Struktur aufwachsen können.“

„Es liegt uns am Herzen, dass die Kinder in Sicherheit

und mit Struktur aufwachsen können.“ Herr Lutz

Kaden, Ansprechpartner der CJD-Wohnstätte in Löbau

setzt sich für die „Inobhutnahme“ von Kindern

und Jugendlichen ein, die nicht mehr in einem gefährdeten

Elternhaus leben können. Auch die „Kinderwohlgefährdung“

ist so ein Fachbegriff aus der Jugendfürsorge.

Genau definiert wird dieser Begriff im

Sozialgesetzbuch (SGB VIII), § 42 - Inobhutnahme von

Kindern und Jugendlichen.

Manchmal erhält das Jugendamt Kenntnis von häuslichen

Mißständen, oder die Eltern bitten selbst um

Hilfe. Aber auch die Kinder und Jugendlichen wenden

sich an das Jugendamt und wünschen sich eine Lösung

ihrer Probleme. Der Kontakt mit dem Elternhaus bleibt

bestehen. Im weiteren Verlauf erhalten auch die Eltern

bzw. die Familie der Kinder Hilfe und Unterstützung

mit dem Ziel, dass die jungen Menschen wieder nach

Hause können und wollen.

Aktivitäten des Kinderheimes „Löbau“

Die Tag- und Nacht-Betreuung im Kinderheim kostet

natürlich auch Geld. Für jedes Kind zahlt der Landkreis

einen bestimmten Betrag, mit dem die Unterbringung,

die Betreuung und Verpflegung, schulische

und Freizeitaktivitäten beglichen werden können. Die

Kinder erhalten auch Taschengeld, und es gibt ein

Bekleidungsgeld für jedes Kind. Hausaufgabenhilfe,

falls notwendig, ist ebenfalls organisiert. Platz zum

Spielen und Toben gibt es in der großen Parkanlage des

Anwesens genug. Eine Kletterburg, das Trammpolien,

Sport- und Spielgeräte und sogar ein Swimmingpool

laden dazu ein.

Feiertage, Geburtstage, Weihnachten, der Schulabschluss

und weitere Festlichkeiten werden in der CJD-

Wohngruppe natürlich wie in jeder anderen Familie

auch mit Freude erwartet. Es gibt Urlaubsfahrten und

Ausflüge, die den Kindern und Erziehern besonders

viel Spaß bereiten. Dabei geht es auch darum, dass

die jungen Menschen ihre Heimat ein Stück weit kennen-

und lieben lernen. Radtouren, Fußballturniere

und Grillabende finden genauso statt wie in diesem

schönen Sommer das „Bude bauen“ in einem Teil des

Parks.

Sponsoren willkommen

für kleine Extra-Wünsche

Von Sponsoren und Freunden des Kinderheimes die

gelegentlich etwas spenden, können einige Extra-Wünsche

erfüllt werden, wie beispielsweise ein Fotoapparat,

ein Hochbett, ein Beamer oder der Besuch der

Musikschule. Über den CJD selbst kann das Kinderheim

auch von einem Spendenfond mit partizipieren.

Für die Kinder ist im großen und ganzen gut gesorgt,

auch für das bevorstehende Weihnachtsfest. Gerade

in der Weihnachtszeit denken viele liebe Menschen an

das Kinderheim in Löbau und möchten etwas schenken.

Ja, das ist sehr lieb gemeint. Vielleicht ist es aber

möglich, die Geschenke nicht alle auf Weihnachten,

sondern ein Teil lieber auf das Osterfest zu legen.

Eine weitere schöne Aktivität ist noch besonders erzählenswert.

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit

werden über das Kosmetikinstitut Küchler kleine Wunschzettel

der Kinder an die Kunden weitergereicht, so

im Wert von 10 – 15 Euro. Wenn diese dann mit dem

Weihnachtsmann erfüllt werden, ist die Freude besonders

groß. Eine wunderschöne Idee…

Kontakt

Telefon: 03585 / 402412

Mail: wohnstaette@cjd-sachsen.de

9

LöbauERleben


Der Altmarkt

die Visitenkarte unserer Stadt

Arnd Krenz

LöbauERleben

10


Er ist schon etwas Besonderes - unser Altmarkt.

Wir Einheimischen bemerken es kaum,

doch unsere Gäste sind da aufmerksamer.

Staunend bleiben sie stehen. Sie bewundern

das imposante Rathaus sowie die weitläufige,

durch barocke und Bürgerhäuser geprägte Bebauung.

Dass der Platz sein Aussehen wesentlich

einer Katastrophe verdankt, ahnen dabei

die Wenigsten.

Vom Opidum zum Altmarkt

Der Altmarkt ist nicht nur Mittelpunkt unserer Stadt,

sondern ihr Ursprung schlechthin. Als ihn zu Zeiten

des Přemysliden Ottokar I. am 24. Juni anno 1221 eine

Urkunde erstmals erwähnte, lag er sicher noch offener

auf dem Plateau über dem Flüsschen Löbau. Opidum

Lubaw hieß der Ort, den sich böhmische Herrscher

einstmals zum Handelsplatz auserwählten. Später,

wie um ihn eine größere Stadt entstand, nannten ihn

die Leute „Am Ring“. Wahrscheinlich taten sie es deshalb,

weil sie das noch einzeln stehende Rathaus frei

umrunden konnten. In den nachfolgenden Jahrzehnten

zugebaut, hießt der Platz bis 1889 „Am Altmarkt“,

danach nur noch „Altmarkt“. Zu DDR-Zeiten bezeichnete

man ihn als „Platz der Befreiung“ und nach 1990

bekam er seinen alten Namen zurück.

11

LöbauERleben


Phönix aus der Asche – der neue Markt

So alt und traditionsreich der Name, so dringend war

nach der Wende die Sanierung des Platzes. Ende der

1990er Jahre fasste der Stadtrat dazu einen Beschluss.

Infolgedessen wurde der gesamte Boden aufgegraben.

Neue Kanalrohre kamen unter die Erde und darüber,

denkmalgerecht und parallel verlegt, böhmisches

Pflaster. Auf eine Bepflanzung und Bebauung, bis auf

den historischen Brunnen sowie zwei Kandelaber, verzichteten

die Planer. Der Rundblick auf die einzigartige

Architektur sollte erhalten bleiben. Diese übrigens

verdankt unser Altmarkt dem großen Stadtbrand von

1710. An der Westseite inklusive des Rathauses stehen

nämlich barocke Gebäude und im Gegensatz dazu an

den anderen Seiten Bürgerhäuser. Das hängt damit

zusammen, dass reiche Kaufleute an den Brandstellen

ihre neuen Häuser errichteten. Die giebelständigen

Bauten an der Süd- sowie Ostseite blieben vorerst

erhalten und sind erst im Laufe des 19. Jahrhunderts

durch Traufständige ersetzt worden.

Unser Schmuckstück –

das schönste Rathaus Sachsens

Der ultimative Blickfang am Altmarkt ist das Rathaus.

In den Jahren 1711 bis 1714 hat es der Zittauer

Baumeister Prescher wiederaufgebaut. Gut wie wir finden,

denn für uns ist es das schönste Rathaus Sachsens.

Die beste (Foto)Sicht auf Turm und Sonnenuhr

hat man nebenbei bemerkt vom Mondstein aus. Die

Bauleute haben ihn auf der östlichen Hälfte des Marktes

ins Pflaster eingefügt. Der Stein heißt deshalb so,

weil Betrachter an dieser Stelle im optimalen Sichtwinkel

zur Mondphasenkugel stehen. Diese ragt im oberen

Teil des Turmes aus dem Mauerwerk, um exakt den

Stand unseres Erdtrabanten anzuzeigen. Dem sogenannten

Juden bzw. Judutekopf scheint das zu gefallen.

Gelassen schaut er aus der Rathausuhr und macht

alle Viertelstunden den Mund auf und zu. Nicht nur

ihm geht das so. Auch unsere Gäste bleiben auf dem

Markt immer wieder staunend stehen. Und das liegt

nicht allein am Turm, sondern ebenso am prächtig vergoldeten

Stadtwappen sowie dem kurfürstlich sächsischen

und königlich polnischen Doppelwappen über der

Eingangstür.

Ein goldenes Schiff zeugt vom Überseehandel

Trotz des Rathauses sind auch die links neben ihm stehenden

Gebäude ein Hingucker. Als erstes fällt dabei

das sogenannte Goldene Schiff ins Auge. In den Jahren

1733 bis 1735 vom Kaufmann Lücke erbaut, zählt

LöbauERleben

12


das barocke Haus heute zu den wertvollsten Baudenkmälern

der Stadt. Stolz zeugt die an der Fassade leuchtende Kogge

von den Handelserfolgen des Hausherren in der ganzen Welt.

Über den goldenen Segeln hat er den Bibelspruch: „NON

DORMIT QVI GISTO DIT“ einmeißeln lassen. Sinngemäß

übersetzt: „Der über dich wacht, schläft nie“, heißt, dass er

sich auf allen Wegen unter der Obhut Gottes wähnte. Auch

über das zirka 100 Jahre später im Haus befindliche Hotel

hielt er seine schützende Hand. Der Besitzer machte am

Markt gute Geschäfte und konnte das Anwesen nach hinten

ausbauen. So kam im Obergeschoss beispielsweise ein Tanzsaal

mit Galerie dazu. Nachdem die Stadt 1921 das Gebäude

übernommen hatte, nutzte sie den Raum als Stadthaussaal

und später als Bücherei. Da lange Jahre vergingen, ohne

dass jemand am Haus etwas machte, zeigte es mit der Zeit

beträchtliche Schäden. Deshalb übernahm die Wohnungsverwaltung

und Bau GmbH den Gebäudekomplex und baute

ihn zwischen 2014 und 2016 um und aus. Nach erfolgreichem

Abschluss der Arbeiten zogen hier erneut die Bibliothek und

Teile der Stadtverwaltung ein.

Unermüdlicher Aufbauwille – Christian Schlockwerder

Nicht minder betucht als Kaufmann Lücke, der Erbauer des Goldenen

Schiffes, war dessen ‚Kollege‘ Christian Schlockwerder. Er war ein

fleißiger Mann, dem es geradezu in die Wiege gelegt schien, neues zu erschaffen.

Nicht nur, dass er mit 4 Ehefrauen 22 Kinder zeugte, nein, auch

gleich nach dem Brand fing er an, Zerstörtes wieder aufzubauen. Auf

den Grundmauern einer Brandruine errichtete er sein Wohn- und Geschäftsdomiziel.

Entsprechend der Stilepoche tat er das in barocker Bauweise.

Von der ist am Haus allerdings nicht mehr viel zu sehen. 1872 ließ

Bankier Heydemann das Haus umbauen und bei der Gelegenheit die Fassade zum Altmarkt überformen. Seither

kannten die alten Löbauer das Haus Schlockwerder in dieser Gestalt als Bank. Erst unter dem Namen G.E. Heydemann

– Bank und Kommanditgesellschaft, nach dem 2. Weltkrieg für kurze Zeit als Sächsische Landeskreditbank.

In den darauf folgenden Jahren nutzte die Stadt Löbau das Gebäude für Verwaltungszwecke, bis es 2016 die

Wohnungsgenossenschaft Löbau eG erwarb. Ab Oktober begann sie das Haus mit Unterstützung des Bundes, des

Landes sowie der Stadt zu sanieren. Seit August 2018 ist sie damit fertig und hat jetzt ihre Büros im Obergeschoss

eingerichtet. Unten dürfen wir uns über das neue Ladenlokal des Schreibwarengeschäftes DIGS freuen.

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13

LöbauERleben


Das Bretschneider Haus im neuen Glanz

Auch der Spender unseres Gusseisernen Turmes

hat am Altmarkt seine Spuren hinterlassen.

Obwohl Friedrich August Bretschneider

als gebürtiger Delitzscher kein waschechter

Löbauer war, schlug sein Herz leidenschaftlich

für die Stadt. Spontan und quasi auf den letzten

Drücker, entschloss er sich Ende 1853, uns

diese Aussichtsplattform zu schenken. Was

er nicht wissen konnte: Heute existiert kein

gleichartiges Objekt mehr auf der ganzen Welt.

Bezahlen konnte er den Bau des Turmes damals

locker. Als Angehöriger der Braukommune und

am Markt ansässiger Bäckermeister war er ein

reicher Mann. Im Jahre 1862 brannte jedoch

sein Haus mit einigen anderen an der Ostseite

des Altmarktes ab. Den Wiederaufbau hat

er kaum erlebt, denn Bretschneider verstarb

am 22. Juli 1863. Schade, denn er wäre stolz

ge-wesen, was sein Sohn und nachfolgende

Generationen aus ihm machten. So haben die

Maler bei der Rekonstruktion des Gebäudes an

den Wänden des Hallenflures beispielsweise

diverse Texte aus den Turmtafeln aufgetragen.

Darunter sein Motto: „Je weiter der Blick, desto

freier das Herz“. In den vergangenen zwei Jahren

ließ der jetzige Besitzer diese Bilder noch

einmal ausbessern. Ebenso reparierte er die

Fassade und brachte zum Hof hinaus Balkone

an.

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LöbauERleben

14


Man schrieb den 21. August anno 1346, als Abgesandte in Löbau die Urkunde zur Gründung eines

Sechsstädtebundes unterzeichneten. Diese Allianz erwarb sich Ansehen und hatte Einfluss in

deutschen Landen. Noch heute ist sie den Oberlausitzern Vorbild, aktiv zu werden und etwas in

Gang zu bringen. Vorn mit dabei: der (Ober)Lausitzer Granitschädel und die Radlerin.

Das ganze Jahr

Arnd Krenz

Aktiv

& Präsent

Sportlich und gesund bleiben

Unter dem Granitschädel und der

Radlerin verbergen sich der allseits

bekannte Radl-Martin, alias Martin

Noack, und seine Enkelin Anne

Dietrich. Mit der Initiative „Wir bewegen

aktiv & präsent“ wollen sie

Menschen animieren, sich sportlich

zu betätigen. Ob das im Verband der

Familie, mit Freunden, oder allein

geschieht, ist egal, Hauptsache die

Leute tun etwas für ihre Gesundheit

und bewegen sich. Die dazu

in Gang gebrachten Aktivitäten

verteilen sich über das ganze Jahr.

Ihren Höhepunkt und zugleich

alljährlichen Abschluss findet die

Initiative anlässlich des „Tages der

Oberlausitz“.

Echt Oberlausitz -

Teichelmaucke,

Granitschädel und Radlerin

Schwerpunktmäßig fand der

Höhepunkt der Bewegung in Löbau

statt, denn Löbau war ja wie

jeder weiß Gründungsort des

Oberlausitzer Sechsstädtebunds.

Los ging es am Abend des 21. August,

als Oberlausitzer Originale,

darunter Hans Klecker nebst seiner

Bühnenpartnerin, mit Bürgern im

Schloss Kittlitz zusammenkamen.

Gemeinsam stimmten sie Lieder an

und plauderten über die Geschichte

der Oberlausitz. Fortsetzung fand

das Event am nächsten Tag.

Mittags traf man sich in Löbau,

diesmal vor dem Geschäft

Whisk(e)y & Vine auf der Inneren

Zittauer Straße. Der Geschäftsinhaber

André Ludwig servierte

Teichelmaucke, dazu gab es je

eine Flasche der von ihm gekürten

oberlausitzer Getränkemarken:

dem Likör Lausitzer Granitschädel

sowie dem Biermischgetränk

Lausitzer Radlerin.

Finale und eine Umarmung

Im Rahmen der Abschlussfeierlichkeiten

strampelten am 25. August

einige Pedalritter zur Obstpresse

nach Carlsbrunn. Neben den

ausgeschenkten Getränken zeigten

sich die Teilnehmer auch angetan

von der vor Ort angebotenen

Gelegenheit, eine romantische

Nacht im Heu zu verbringen. Und

während mancher Radler dabei

ins Träumen geriet, lief in Kittlitz

erfolgreich das Parkfest an. Viel

Spaß gab es dort am Sonntag bei

der Ziehung der Tombolagewinner.

Sie war gleichzeitig Abschluss der

Initiative. Als Hauptakteure traten

wie immer der Granitschädel und

die Radlerin auf. Mit von der Partie

war Schlagersänger Uwe Jensen. Er

beglückwünschte die Hauptgewinnerin

persönlich und umarmte sie.

Überglücklich glänzten ihre Augen,

denn sie darf kostenlos in einem

Ballon über Löbau

schweben.

15

LöbauERleben


Ausbildung

für eine

saubere Luft

Ina Doering

Lufttechnik made in Germany.

Die ULT AG Löbau sucht ständig Lehrlinge für die Produktion

und Montage der lufttechnischen Anlagen.

Weltweit für saubere Luft sorgt die ULT AG. Absaug- und Filteranlagen

werden zur Luftreinhaltung in industriellen Produktionsstätten,

bei handwerklichen Arbeiten und in Forschungslaboren

benötigt. Vor allem Branchen wie Maschinenbau,

Elektronikfertigung, additive Fertigung, aber auch Lebensmittelhersteller,

Kunststoffproduzenten, Chemiefabriken und die

Pharmaindustrie profitieren von der reinen und trockenen Luft

für sensible Herstellungsprozesse. Die ULT steht für Sauberkeit,

auch in den eigenen Reihen.

Ausbildung für

talentierte Luftverbesserer

Frau Claudia Menzel, seit zehn Jahren,

Mitarbeiterin im Marketing

erzählt begeistert von der Insider-

Ausbildungsmesse, der Lausitz-

Matrix e.V. mit jobs-oberlausitz.de

und Heimkehrermessen, die für die

Rekrutierung weiterer Fachkräfte

gern genutzt werden. Die Schulen

aus der Umgebung, insbesondere

die 9. und 10. Klassen, besuchen

das Unternehmen jedes Jahr

regelmäßig.

Bevor sich die Jugendlichen für eine

Ausbildungsrichtung entscheiden,

öffnet die ULT AG ihre Türen, zeigt

ihre modernen Fertigungshallen

und den Büro- bzw. Verwaltungskomplex.

Auch die Berufsschule

ist mit dabei. So können sich die

angehenden Lehrlinge mit eigenen

Augen von den Entwicklungsmöglichkeiten

überzeugen, die das Löbauer

Unternehmen neuen Mitarbeitern

bietet. “Die jungen Leute

sehen dann erst einmal, was sich

dahinter verbirgt”, sagt Frau Menzel

und verweist im gleichen Atemzug

auf die hausinterne Arbeitgeberbroschüre

sowie Anzeigen in

Ausbildungsmagazinen.

„Wir bieten auch ständig Lehrstellen

für die Ausbildung von Facharbeitern

sowie Praktika und

Themen für Diplom-, Bachelorund

Masterarbeiten an.” So heißt

es auf der Karrierewebsite des

Unternehmens. Welche Ausbildungsplätze

sind das jetzt genau?

Gesucht werden derzeit Servicetechniker

für den Einbau der Filteranlagen

und Mechatroniker.

Aber auch Initiativbewerbungen

sind willkommen. Die ULT AG ist

seit Jahren auf gesundem Wachstumskurs.

Im September 2018, zum Tag der

Ausbildung, warb die ULT AG

mit den Ausbildungsrichtungen

Mechatroniker/-in, Industriekaufmann/-frau

und Technischer

Produktdesigner/-in.

LöbauERleben

16


Nicht jeder wird wissen, welche

Aufgaben ein Technischer Produktdesigner

übernimmt. „...wir

werden diesen Ausbildungsberuf

2019 auch anbieten ...” ist auf Facebook

zu lesen. Denn so, wie es

Modedesigner gibt, wollen auch

technische Produkte wie eine

Maschine oder eben eine Luftfilteranlage

gut aussehen und zweckmäßig

funktionieren. Früher hieß

dieses Berufsbild einmal “Technischer

Zeichner”. Aber diese

Bezeichnung trifft heute den Kern

der Tätigkeit längst nicht mehr,

denn die Arbeit mit 3D-Datensätzen

ist keine alleinige Domäne

der Konstrukteure oder Grafikdesigner

mehr.

Multimediale Kommunikation

für reine Luft

Modern ist die ULT AG auch im

Marketing, multimedial sozusagen

- für Schüler, Studenten und gestandene

Erwachsene gleichermaßen

interessant. Die Homepage wirkt

aussagekräftig und informativ, sie

sprüht förmlich vom Engagement

des Unternehmens. Messen und

Events, Aktivitäten und Initiativen

wechseln über das Jahr verteilt.

„Unsere Facebook-Seite müssen Sie

sich unbedingt anschauen.” Frau

Menzel ist stolz auf ihre Firma und

das große Engagement, von dem sie

ein Teil ist.

Wissenschaftliche Symposien mit

Geschäftspartnern und Lieferanten

sowie „Vertretern von Hochschulen”,

etwa aus Cottbus, Dresden,

Zittau und Senftenberg, betreffen

mehr die Forschung, unterstützen

aber auch Studenten.

Doch selbst mit dem Sport-Sponsoring

für die C-Jugendmannschaft

im Fußball des SV Horken Kittlitz

wirbt die ULT AG noch für eine

Ausbildung im Unternehmen. Die

bedruckten Trikots erzählen davon.

Ebenso unterstützt die ULT eine

Jugendmannschaft des Görlitzer

Handballvereins SV Koweg mit

Aufwärm-T-Shirts.

17

LöbauERleben


Unterirdische

Gänge

in Löbau?

Arnd Krenz

Hin und wieder sind sie auch bei uns

ein Gesprächsthema: unterirdische

Gänge. Manchmal bei Stadtführungen,

öfter jedoch bei den alljährlich

in der Adventszeit stattfindenden

Kellerführungen, erkundigen sich

die Leute nach ihnen. Sie besuchen

diese Veranstaltungen gern, denn

alles, was unter der Erde steckt, übt

eine besondere Faszination aus.

Beinahe jedes mal wird die Frage

gestellt: „Existieren in und um Löbau

unterirdische Gänge, und wenn

ja, woher kommen sie und wo führen

sie hin?“

LöbauERleben

18


Sicher sind es auch alte Sagen von unter der Erde

hausenden Gnomen und diversen Fabelwesen, welche

die Fantasien der Menschen befeuern. Desgleichen

Geschichten, die berichten, wie Einheimische Schutz

vor Feinden suchten, indem sie über verborgene Wege

ungesehen verschwanden. So soll zum Beispiel ein unterirdischer

Gang von der Löbauer Johanniskirche bis

zum Löbauer Berg führen, ein weiterer - um nur zwei

Mutmaßungen zu nennen - von der Südseite des Marktplatzes

zum Rathaus. Gerüchte gibt es derlei viele.

Einige Mitbürger geben sogar vor, es genau zu wissen,

denn davon hatte ja schon der Großvater erzählt.

Andere dagegen sind skeptisch und warten auf handfeste

Beweise. Wiederum andere schütteln allerdings

ungläubig den Kopf. Wahrscheinlich haben Letztere

Recht, denn offengelegt wurde bis jetzt kein einziger

Gang. Doch was nicht ist, kann ja noch werden!

Lesen sie dazu den Originalbericht von K. Kor aus

dem Jahre 1913:

Geheimnisvolles, Gruseliges haben unterirdische Gänge.

Das erklärt sich aus ihrer Anlage und ihrer Bestimmung. Sie

boten einstmals Gelegenheit zum Entfliehen bei Belagerungen,

vermittelten aber auch den geheimen Zugang zu Burgen,

Schlössern, Klöstern, Kirchen usw., deshalb auch die

unterirdische Anlage. Der Volksmeinung nach besaßen sie

mitunter eine unglaubliche Länge. Manche sollen sogar unter

fließenden Gewässern hinwegführen. Dies wurde früher

auch von dem einen der Löbauer Klostergänge behauptet.

Dies und sodann das andere, daß er sehr steil zum Löbauer

Wasser abfallen müsse, bewogen mich, da diese Annahme

von berufener Seite stark bezweifelt worden war, im Jahre

1913 Nachforschungen anzustellen.

Bekannt war mir durch meinen Großvater, daß beide Gänge

in der Krypta der früheren Kloster-, jetzt Johanniskirche

ihren Anfang genommen hatten. Mein Großvater war als

Schüler des Löbauer Lyceums mit mehreren anderen in den

einen Gang, der ins Rathaus führte, eingedrungen. Man

hatte aber infolge „dicker Luft“ nicht weit gehen können.

Die Öffnung des anderen Ganges sollte sich in einem kleinen

Seitenraume der Krypta befunden haben. Dies bestätigte

auch mir gegenüber eine Frau, unter deren Führung ich als

Seminarist den genannten Seitenraum besuchte. Sie erzählte

mir dabei, daß ihr Vater den Gang habe zumauern helfen. Er

habe dabei die in den Berg hineinführenden Stufen gesehen.

Also war zunächst das Vorhandensein beider Gänge nicht

zu bezweifeln. Nachdem mir vom Rat zu Löbau gütigst Erlaubnis

zum Nachforschen zuteil geworden war, begann ich

mit zwei Arbeitern im Beisein des Herrn Stadtbaumeisters

mein Werk. Genannter Herr machte mich zuvor auf die Tür

des Seitenraumes aufmerksam, die vor langer Zeit von innen

hatte verriegelt werden können, und er brachte dies mit dem

Gange in Beziehung, außerdem glaubte er an der einen Wand

des Raumes einen Entlastungsbogen zu erkennen. Da der

Fußboden eine Aufschüttung aus späterer Zeit aufwies, was

daraus hervorging, daß darin Topfscherben gefunden wurden,

begannen wir zunächst auszuschachten. Zu unserem

größten Bedauern mußten wir aber schon bei einem halben

Meter Tiefe sehen, daß die Grundmauer aufhörte, ohne daß

sich das ersehnte Mundloch des Ganges gezeigt hatte. Wir

wuchteten nun mit unsäglicher Mühe aus der Nebenwand

einen großen Stein und merkten dabei, wie eisenfest die Mauern

von Anno 1336 gebaut waren, aber – zweite Enttäuschung

– wir stießen auf sogenannte „gewachsene Erde“. In

dem Seitenraume war also unser Forschen vergeblich. Blieb

nur noch die Blendnische in der Westmauer der Krypta, die

mit einem zugemauerten Türeingang große Ähnlichkeit hat.

Wieder wurden Steine aus der scheinbar später ausgeführten

Mauer gelöst und wieder zeigte sich dahinter kein Hohlraum,

obwohl die sichtbar werdende lockere Erde auf eine Zuschüttung

hinwies. Als aber der Herr Stadtbaumeister mit einem

Stabe die Erde schräg nach oben zu durchstieß und keine

Wölbung fand, mußten wir auch die Annahme, daß hier der

Rathausgang den Anfang genommen fallen lassen, was um

so bedauerlicher war, als Rat und Bürgerschaft während der

Nachforschungsarbeit das regste Interesse bekundet hatten.

Ich stand vor einem Rätsel. Hatten mich Großvater und jene

Frau falsch berichtet. Fast mußte ich es annehmen; denn nun

wurden die verschiedensten Meinungen laut. Alte Löbauer

Bürger, die sich eingefunden hatten, gaben die verschiedensten

Stellen an, wo nachgeforscht werden müsse. Nach Meinung

des einen war ein Kellerraum der Bürgerschule, die

dort steht, wo sich einst das Franziskanerkloster befand,

der rechte Ort. Ein andrer hatte in einem noch vorhandenen

Klostergewölbe die eiserne Tür des Ganges gesehen. Diese

Aussage fand Beachtung. Es wurde später in dem betreffenden

Gewölbe vom Herrn Stadtbaumeister nachgeforscht und

– nichts gefunden. Nun sind mir die Löbauer unterirdischen

Gänge nicht bloß geheimnisvoll, sondern auch rätselhaft

geworden. Wird einmal das darin befindliche und darüber

schwebende Dunkel gelichtet werden? Es vorlohnte sich, zumal

seinerzeit behauptet wurde, daß in dem nach dem Berge

zu führenden Gange im Kriege von 1813 der Silberschatz des

Bürgermeisters Quirner verborgen worden sein soll.

Aus: „Oberlausitzer Heimatzeitung“ 1. Jahrgang, Nr. 10, Sonntag, 8. Februar 1920

19

LöbauERleben


„Guten Morgen Chef“. So wird Bernd Eichler jeden Tag

gegen 9.00 Uhr von einem jungen Mann in ‚seinem Garten’

hinter dem Haus des Christlichen Vereins Junger

Menschen (CVJM) in Löbau begrüßt. Chef sein möchte

Bernd Eichler überhaupt nicht. Und dennoch zeigen

diese Worte wie sehr er Leitfigur in diesem Garten ist.

Vor acht Jahren fing er an, mit weiteren Mitgliedern der

Selbsthilfegruppe Abstinent Lebende Alkoholiker Obercunnersdorf

diesen Garten zu bewirtschaften. Seither

fanden viele Menschen vor allem über den Löbauer

Verein Alkanti in die Gärtnergruppe um Bernd Eichler.

Für viele ist das Gärtnern zum Lebensinhalt geworden.

Neben den gepflegten Gemüsebeeten gehören ein Kräutergarten,

ein Freilandhühnergehege, Gewächshäuser,

Bienenhotels und ein Kaninchenstall ebenfalls zu dieser

Anlage. Mit der Schließung von Alkanti finden deutlich

weniger Betroffene den Weg in dieses verlängerte Angebot

einer Selbsthilfegruppe. Bernd Eichlers Ziel ist es,

so vielen wie möglich zu zeigen, wie gut ein strukturierter

Tagesablauf, Gemeinschaft, fordernde Aufgaben

sowie Lob und Anerkennung für die Begleitung einer

Suchttherapie und das Leben danach sind. Ohne Sorge

vor Stigmatisierung erzählt Bernd aus seinem eigenen

Leben und dem für ihn wichtigen Jahr 1999. In diesem

Jahr verließ er nach einem erfolgreichen Entzug das

Fachkrankenhaus Großschweidnitz. Heute besucht er

die Klinik regelmäßig, um an den dafür vorgesehenen

Terminen das Selbsthilfeangebot der Gärtner vorzustellen.

Das reicht ihm aber noch nicht. Um den Kontakt mit

Betroffenen zu erhöhen, wünschen sich Bernd Eichler

und seine Mitstreiter eine bessere Vernetzung von Sozialeinrichtungen,

Ämtern und Behörden. Vielleicht

würde ein Streetworker eine gute Unterstützung bieten,

stellt er in den Raum.

Die Gärtnergemeinschaft wird für viele zum Familienersatz.

„Wenn es uns gelingt, den Betroffenen wieder

bewusst zu machen, dass eine kleine Blume am Wegesrand

Freude schenken kann, dann haben wir viel erreicht”,

so Bernd Eichler. Bis auf wenige Ausnahmen im

Jahr verbringen die Gärtner den ganzen Tag draußen.

„Morgens trinken wir zusammen erst mal einen Kaffee”,

erzählt Mandy.

LöbauERleben

20


„Morgens trinken

wir zusammen

erst mal einen Kaffee.

Es macht einen großen

Unterschied, wenn man

in einem vertrauten

Umfeld und in Gemeinschaft

in den Tag startet.”

Für sie ist es vor allem die Gemeinschaft, die ihr gut

tut. Sie kommt regelmäßig und gerne in den Garten.

Wir pflegen die Beete, wir ernten, wir kochen und wir

essen gemeinsam. Mandy macht es richtig stolz, von

der eigenen Ernte und dem selbst eingekochten Obst zu

berichten. Bernd führt mich zur Feuerstelle, auf der gerade

zwei große Töpfe gefüllt mit Quitten kochen. Heute

bereiten wir Quittenmus zu, der im zweiten Schritt zu

einem süßen aber gesunden Snack verarbeitet wird. Das

Holz für das Feuer sammeln wir auch selber, ruft mir

Hans zu. Hans kümmert sich außerdem um technische

Dinge. Gleich muss er noch einmal los, um ein Ersatzteil

für den großen Aufsitzrasenmäher abzuholen. Natürlich

reparieren wir das hier selber lässt er mich noch wissen.

Der sechsköpfige Kern der Gruppe wirkt eingespielt.

Gerade trägt ein weiterer

Mitstreiter einen großen

Karton mit alten Brötchen

für die Enten und

Hühner in den Garten.

Die Brötchen stammen

aus einer tschechischen

Großbäckerei und werden

zwei Mal im Monat durch

die Mitstreiter abgeholt.

Wir möchten in erster Linie helfen und Betroffenen einen

Weg aufzeigen. Aber wir freuen uns natürlich auch, wenn

unsere Arbeit gesehen und gewürdigt wird. Dazu gehörte

die Einladung zur feierlichen Verleihung des Selbsthilfepreises

des Landkreises Görlitz nach Niesky unter Anwesenheit

des sächsischen Ministerpräsidenten Michael

Kretschmer im Oktober. Auch wenn Bernd Eichler und

seine Mitstreiter dieses Jahr nicht zu den Preisträgern

zählten, sind sie trotzdem ungemein stolz auf ihre Teilnahme

an der Veranstaltung. Der Kontakt zu Bernd

Eichler und seinen Mitgärtnern kann gern über den

CVJM in Löbau, Martin-Luther-Straße 15 erfolgen.

Feste Termine sind:

Dienstag, Donnerstag und Samstag von 9.00 - 17.00 Uhr

(auch im Winter) für Betroffene, die das Gartenprojekt

kennen lernen möchten.

Mittwoch, 18.00 Uhr

trifft sich die Selbsthilfegruppe (zukünftig)

abstinent lebende Alkoholiker Löbau

Freitag, 16.00 Uhr

trifft sich die Selbsthilfegruppe (zukünftig)

abstinent lebende Alkoholiker Obercunnersdorf

21

LöbauERleben


Viel Technik im

Haus Schminke

Bettina Hennig

Quelle: MDR und Deutsche Welle, alle Fotos Copyright DW/ MDR/ Marcel Schröder

Musik und Talk für das Fernsehen

füllte im Oktober erneut das Wohnzimmer

und den Wintergarten des

Hauses Schminke. Davon kündete

rund um das Haus in der Kirschallee

ein großer Technikfuhrpark,

welcher das nötige Equipment für

die TV-Produktion an den Ort der

Aufzeichnung gebracht hat. Am

Tag fanden die Proben statt, gegen

19.00 Uhr hieß es dann Kamera

ab. Wigald Boning und Stephanie

Stumpf, die ihre Kollegin Kim

Fisher ablöste, empfingen an drei

Abenden deutsche und internationale

Stars zum Privatkonzert

in kleiner Runde. Aufgezeichnet

wurde dieses Format für den MDR

und die Deutsche Welle, jeweils in

einer deutschen und einer englischen

Fassung. Die Moderationen

in englischer Sprache für die

Night Grooves, so der englische

Titel der Sendung, erfolgten parallel

zu Aufzeichnung in deutscher

Sprache.

Das ist bereits die zweite Staffel, für

die das Haus Schminke eine einzigartige

Kulisse bietet. Es entstanden

sechs neue Folgen in denen sich auf

der Couch jeweils deutsche und internationale

Künstler treffen.

LöbauERleben

22


Für die neuen Staffeln des Privatkonzerts

haben sich unter anderem

Ray Wilson (Genesis), Chris Thompson

(Manfred Mann’s Earth Band),

Glasperlenspiel und Angelo Kelly

angesagt.

Das Publikum besteht aus nur ca. 20

Personen, die den Gästen und Moderatoren

direkt gegenüber sitzen.

Die Nachfrage für die Tickets war

sehr groß, nicht alle Interessenten

konnten berücksichtigt werden. Die

nächsten Aufzeichnungen werden

vorrausichtlich im Februar 2019

stattfinden. Wer auf dem Laufenden

bleiben möchte, kann dem Haus

Schminke via facebook folgen, wo

unter anderem ein monatlich erscheinender

Newsletter verlinkt

wird.

Ausgestrahlt werden die im Oktober

gedrehten Folgen ab 1. Februar 2019.

Auch online kann man dann unter

dw.com/musik die Privatkonzerte

verfolgen.

Dreharbeiten im Denkmal sind immer

eine besondere Herausforderung.

Dazu kommt noch der begrenzte

Raum, auf dem sich Künstler,

Produktionsteam und Publikum bewegen.

Es hat alles sehr gut funktioniert,

die Produktionsfirma und die

Mitarbeiter des Haus Schminke sind

sehr glücklich über den gelungenen

Dreh. Der Löbauer Fotograf Marcel

Schröder begleitete im Auftrag der

TV Sender die Produktionsarbeiten

mit seiner Kamera. Er nimmt

die Leser hier mit auf einen kleinen

Streifzug hinter die Kulissen des

Privatkonzerts.

Kurz & Knapp

1933

Fertigstellung des Hauses

und Einzug der Familie

1945

Flucht vor der anrückenden

Roten Armee, die das Haus

später beschlagnahmte

1946

Rückgabe des Hauses an

die Familie, aber Enteignung

von der Firma

1951

Familie Schminke verlässt

Löbau, Vermietung des

Hauses an die FDJ als

Klubhaus

1952

Enteignung der Familie

1963

Haus wird zum Pionierhaus

„Oswald Richter“

1990

Haus wird Freizeitzentrum

der Stadt

1993

Stadt Löbau wird Eigentümer,

Trägerscha

übernimmt ein Verein

2006

Stadt führt das Haus

ab 2007

„Stiftung Haus Schminke“

betreibt das Haus weiter

23

LöbauERleben


Ein Freund bleibt ein Freund,

auch wenn er dir weh tut

Rugby Buntspechte Kittlitz

Menschen, die zum ersten Mal ein Rugbyspiel sehen

empfinden diesen Sport meist als sehr rau und unübersichtlich.

Dieser Eindruck täuscht, denn Rugby ist eine

der fairsten Sportarten, die es gibt. Aufgrund der starken

Körperlichkeit während des Spiels, ist es enorm wichtig,

dass sich jeder Spieler an die Regeln hält und egal wie hart

es während des Spiels zugeht, nach dem Abpfiff ist dies vergessen

und es werden sich gegenseitig die Hände gereicht.

Wahrscheinlich war es gerade dieser Sportsgeist, welcher

Bernd Stracke dazu brachte, 2003 die Rugbymannschaft Buntspechte

Oberlausitz ins Leben zu rufen. Nach Trainingsorten in

Großhennersdorf, Herrnhut und Zittau haben die Buntspechte

seit 2010 beim SV Horken Kittlitz e.V. ein dauerhaftes zu Hause

gefunden. Dort findet jeden Dienstag das Training statt. Aufgrund

der geringen Mitgliederzahl, gibt es keine strenge Trennung

nach Alter oder Geschlecht. Trainiert wird zusammen, was auch

die Fairness und gegenseitige Rücksichtnahme fördert. Das Training

leiten derzeit Martin Schubach und Björn Ruhland.

Info

Training immer

Dienstags ab 18:00 Uhr

E-Mail:

buntspechte.rugby@web.de

Web:

www.svhorkenkittlitz.de

Das erste Mal standen die Buntspechte 2010 im Rampenlicht, als sie

durch die SZ-Sportlerumfrage zur Mannschaft des Jahres gewählt

wurden. Ein weiterer Höhepunkt der Vergangenheit war der Besuch

der Rugbyweltmeisterschaft in Montpellier/Frankreich. Dieser erfolgte

mit anderen Mannschaften der mitteldeutschen 7er-Rugbyliga.

In dieser Liga findet der reguläre Spielbetrieb statt. Das Einzugsgebiet

erstreckt sich über Sachsen, Brandenburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt

bis nach Berlin. Während der Saison finden alle zwei Wochen Turniere

statt, bei denen jede Mannschaft die Möglichkeit hat teilzunehmen und

Punkte zu sammeln. Durch die geringe Mitgliederzahl war es für die Buntspechte

schwierig mit einer kompletten Mannschaft an den Turnieren teil

zu nehmen. Da jedoch dieses Problem in der Liga bekannt ist, ist es möglich

sich mit anderen Teams zu „Piratenmannschaften“ zusammen zu schließen

und so ebenfalls Punkte zu erhalten.

Seit dieser Saison haben sich die Buntspechte zu einer regulären Spielgemeinschaft

mit Tower Rugby Chemnitz zusammengeschlossen und führen

zurzeit unter dem Kürzel RCK die Liga an.

Sie sind neugierig geworden und möchten mehr über Rugby erfahren, oder den

Sport selbst ausprobieren? Dann kommen sie doch einfach bei einem Training

vorbei. Unter der Homepage des SV Horken Kittlitz (www.svhorkenkittlitz.de)

oder unserer Facebookseite (www.facebook.com/BuntspechteRugbySvHorken-

Kittlitz) können Sie Kontakt aufnehmen.

LöbauERleben

24


Familienbüro „Satellit“

neu in Löbau

Kerstin Niese

Bereits seit September

gibt es

in Löbau in der

Sporgasse 1, dem

Geschäftshaus der

WOBAU, ein neues

Familienbüro.

Gefördert wird es durch die Europäische

Union, dem Freistaat

Sachsen und der Stadt Löbau.

Die Nutzung des Familienbüros ist

für Ratsuchende und Interessierte

kostenfrei.

Das Familienbüro „Satellit“ versteht

sich als Anlaufstelle für ratsuchende

Bürgerinnen und Bürger, die unab-

hängig vom familiären Hintergrund

und Lebensalter hier Beratungsangebote

nutzen können.

Sprechzeiten sind immer Dienstag

und Donnerstag von 9-12 und von

13-17 Uhr. Hilfe und Unterstützung

gibt ihnen Diplom-Sozialarbeiterin

Carina Schindler-Meusel.

Ratsuchende, wie z. B. interessierte

Mütter und Väter, pflegende Angehörige

oder von Krankheit und Behinderung

betroffene Bürger finden

hier eine Koordinierungs- und Vernetzungsstelle

mit „Lotsenfunktion“

zu unterschiedlichsten Themen.

Es werden vorhandene Beratungs-

Bildung- und Betreuungsangebote

sowie Hilfsstrukturen gebündelt

und vernetzt, wohnortnah kommuniziert

und zwischen den Ratsuchenden

und Ämtern, Behörden,

Beratungsstellen oder ortsansässigen

Wohnungsunternehmen

vermittelt. Denn oftmals fehlt einfach

die Kenntnis darüber, welche

Möglichkeiten oder Angebote zur

jeweiligen Sache möglich und machbar

sind.

Ab 2019 will das Familienbüro

„Satellit“ auch familienbildende

Angebote in Kooperation mit Kindereinrichtungen

anbieten. So

können sich zu unterschiedlichen

Themen der Erziehung ihrer Kinder

Mütter und Väter austauschen.

Darüber hinaus wird es im geplanten

„Erzählcafe“ verschiedene

Themenangebote für interessierte

Bürgerinnen und Bürger geben.

Ebenfalls im neuen Jahr ist im Familienbüro

eine kostenlose Rechtsberatung

mit Rechtsanwalt Torsten

Wildner vorgesehen. Seine Schwerpunkte

liegen im Familienrecht, Erbrecht,

Sozialrecht und Mietrecht.

Kontaktdaten:

Sporgasse 1 in 02708 Löbau

Telefon (03585) 45 21 905

E-Mail: satellit@awo-oberlausitz.de

www.awo-oberlausitz.de

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Ambulanter Pflegedienst Löbau

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EIN HERZ FÜR JEDES ALTER

25

LöbauERleben


Eine Männerfreundschaft von

der Löbaus Innenstadt profitiert

Bettina Hennig

Männerfreundschaften werden gern in Filmen thematisiert

und sind spätestens seit den Romanhelden

Winnetou und Old Shatterhand legendär. Hans Albers

und Heinz Rühmann, selbst natürlich gute Freunde, widmeten

dem Mythos Männerfreundschaft mit „Ein Freund,

ein guter Freund” sogar eine eigene Hymne. Heute

finden Männerfreundschaften gern auf Golfplätzen, in

Stamm-kneipen oder beim Motorradfahren statt. „Das

Kann jeder“, dachten sich die Löbauer Denny Steffan und

Jan Ludwig, Jahrgang 1986 und 1987 und Freunde seit

der gemeinsamen Schulzeit in Löbau Süd. Unterschiedliche

Lebenswege und berufliche Stationen mit großem

Abstand zueinander konnten dieser Freundschaft nicht

gefährlich werden. Und auch die Verbundenheit mit ihrer

Heimatstadt Löbau blieb bestehen. Die Voraussetzungen

für ein großes, gemeinsames Projekt konnten besser nicht

sein. „Beruflich hatten wir viele unserer Ziele erreicht und

waren bereit für eine neue Herausforderung“ erzählt Jan

Ludwig, derzeit Offizier bei der Bundeswehr in Leipzig.

„Diese solltekommen

und zwar mehr zufällig

als von langer Hand geplant“ sagt

Denny Steffan, Betriebswirt bei einer

Zittauer Bank. Alles begann im November 2016 mit einem

nahezu vergilbten Zettel, handschriftlich verfasst

und ausgelegt in einem Schaufenster eines geschlossenen

Ladengeschäfts in der Inneren Zittauer Straße.

„Auf einem Stadtspaziergang mit meiner Frau und unserem

kleinen Sohn wurde ich zufällig darauf aufmerksam“.

Zu lesen war „zu verkaufen“. Denny Steffan und

Jan Ludwig begannen im Internet zu recherchieren,

fanden aber auf den gängigen Portalen keinerlei Informationen

zur angebotenen denkmalgeschützten Wohnhausimmobilie.

Schließlich nahmen sie Kontakt zur

Eigentümerin auf und es folgte eine längere Verhandlungsphase.

Zur Kaufeinigung kam es im April 2017,

daran schloss sich die Phase der Projektentwicklung, der

Aufstellung des Finanzierungsplans sowie die Auswahl-

Fuhrbetrieb

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LöbauERleben

26


phase der Handwerksbetriebe für

die Komplettsanierung an. Denny

Steffan beschreibt diese Zeit als sehr

prägend und fordernd, dabei betont

er die gute Unterstützung der Stadt

Löbau und der regionalen Bauunternehmen

bei ihrem Vorhaben.

Zusammen mit einem Ingenieurund

Architektenbüro arbeiteten sie

an der Umgestaltung des Wohn- und

Geschäftshauses. Die Bausubstanz

war eher schlecht, der Dachstuhl

sehr in Mitleidenschaft gezogen, das

Dach gar nicht mehr zu retten. Alle

Leitungen im Innerendes Hauses

waren veraltet und die kleinen Grundrisse

der Wohnungen nicht mehr

zeitgemäß. Zudem kam eine starke

Müllbelastung in einigen der leeren

Wohnungen. Diese Ausgangssituation

hat die Bauherren eher noch

mehr motiviert als entmutigt. „Alleine

die Instantsetzung des kaputten

Dachstuhls ist eine Geschichte,

die wir wahrscheinlich noch unseren

Enkeln erzählen werden“. Aufgrund

der Straßenbausituation in Löbau

war es unmöglich eine Straßensperrung

der Inneren Zittauer Straße zu

bekommen. Freunde und Verwandte

wurden aktiviert, die mit ihren

Fahrzeugen freie Parkplätze vor der

Front des Hauses besetzten. Am

Tag als der Kran für die Dachstuhlarbeiten

kam, sammelten sich um

vier Uhr morgens die Helfer und

räumten die Parkplätze, damit der

Kran für die nötigen Arbeiten am

Dachstuhl abgestellt werden konnte.

„Beruflich hatten

wir viele unserer

Ziele erreicht und

waren bereit

für eine neue

Herausforderung“

Das Ergebnis aller Mühen ist heute

eine frisch sanierte Hausfassade,

hinter welcher sich fünf Wohneinheiten

verbergen, die ab Dezember

2018 ihre Mieter erwarten.

Die Wohnungen sind durch ihren

großzügigen Schnitt sehr hell, verfügen

jeweils über einen Balkon,

Fußbodenheizung, Gästebad und

einen Kaminanschluss. Die Etagen

sind durch einen Lift erreichbar.

„Wir möchten damit vor allem

Familien ansprechen, die Wert auf

eine gute Ausstattung und ein positives

Raumgefühl legen“. Einige

Mietinteressenten gibt es bereits.

Für die Sanierung und die Vermietung

gründeten sie eine GbR, in

Anlehnung an die Familiennamen

wurde ‚WohnLuSt’ – Wohnen bei

Ludwig und Steffan daraus.

Die Familien der beiden stehen

vollkommen hinter dem Projekt.

Fast jeden Freitag gegen Mittag

verlässt Jan Ludwig seinen derzeitigen

Wohnort Leipzig, um wenige

Stunden später mit dem zweiten

Bauherren Uniform bzw. Anzug gegen

Arbeitskluft zu tauschen. Dann

wird auf der Baustelle selber mit

angepackt und viele Dinge werden

in Eigenleistung erbracht. Und das,

wie sie berichten, dieses Jahr bereits

an 34 von 42 Wochenenden.

Eine wunderbare Männerfreundschaft

eben, die Löbau ein neues

Juwel beschert.

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27

LöbauERleben


Seit 2002 ist der Verein

ein interessanter Ansprechpartner

für vielfältige

und unterhaltsame Veranstaltungen

im Schloß

Kittlitz.

Der

Heimat- und Schloßverein Kittlitz e.V.

steht vor umfangreichen Aufgaben

Ina Doering im Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden des Heimat- und Schloßverein Kittlitz e.V., Herrn Locke

Eigentümer des Schlosses und des

Parkgeländes um das Schloss herum

ist die Stadt Löbau. Diese führt

momentan umfangreichere Dacharbeiten

am Schloss aus. Weitere

Arbeiten sind im kommenden Jahr

vorgesehen. Ziel ist es, so der Vereinsvorsitzende,

das Haus und den

Park wieder in einen ansehnlichen,

gut gepflegten Zustand zu versetzen.

Die Aufgabe des Vereins besteht im

Wesentlichen in der Erhaltung und

Bewirtschaftung des Schlosses und

der Außenanlagen. So finden in den

Räumlichkeiten des Schlosses Lichtbildervorträge,

Irish Folk Konzerte,

Kabarett, Buchlesungen oder ähnlich

gelagerte, vom Verein organisierte,

Veranstaltungen, statt. Dazu

werden dann z.B. Schnittchen, ein

kleiner Imbiss, der von den Mitgliedern

selbst zubereitet wurde,

und Getränke gereicht. Ostereier

suchen für Kinder und das Aufstellen

des Maibaums sind weitere tra-

ditionelle Veranstaltungen. In die

Räume kann man sich auch einmieten,

wenn eine Familienfeier, ein

Jubiläum oder ähnliches ansteht.

Hier kümmert sich der Mieter der

Räume aber selbst um die gastronomische

Versorgung.

„Das Highlight der Veranstaltungen

ist unser jährliches Parkfest”,

betont Herr Locke, “das immer am

letzten Wochenende im August stattfindet”.

Weitere Höhepunkte sind

die Eröffnung der Faschingssaison

am 11.11., zu der sich der Kittlitzer

Faschingsclub e.V. dann meist am

darauffolgenden Sonnabend einmietet

und zusätzlich noch ein großes,

beheiztes Festzelt im Außenbereich,

auf dem Schlossparkgelände, aufstellt.

Auch der Frauenring ist im

Schloss aktiv.

Der Verein zählt heute 51 Mitglieder.

Das hört sich schon recht gut an,

aber Herr Locke weist auf das Problem

hin, dass es unbedingt an Nachwuchs

fehlt und trotz Bemühungen

keine großen Fortschritte bisher erzielt

wurden. Wer also Interesse hat,

sich hier einzubringen, kann sich

gern an ihn oder andere Vereinsmitglieder

wenden. „Gut unterstützen

uns drei Mitarbeiter, die über eine

Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für

uns tätig sind”, erzählt er weiter. In

den nächsten Monaten wird auch

nach einer Nachwuchskraft gesucht,

die dann die anderen Beschäftigten

anleiten kann, aber möglichst einen

Bezug zum Schloss Kittlitz besitzt.

„Die drei geförderten Mitarbeiter

helfen uns recht gut bei den anstehenden

Arbeiten, und darüber können

wir recht froh sein.”

Einnahmen des Vereins aus Eintrittsgeldern

und Vermietung der

Räume werden für die notwendigen

Instandsetzungsarbeiten am

Schloss und Parkgelände eingesetzt.

Das funktioniert ganz gut.

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LöbauERleben

28


Das

„Hand in Hand“ Kaffee

in Löbau

Mike Schnitter - DRK

Das „Hand in Hand“ Kaffee ist ein Projekt, was durch

den Europäischen Sozialfond (ESF) und die Stadt

Löbau gefördert wird.

Wir sind ein Anlaufpunkt für interessierte Löbauer zu

verschiedenen Anliegen. Obwohl sich unsere Angebote

vor allem an Bürgerinnen und Bürger im Alter zwischen

18 und 65 Jahren richten, wird natürlich niemand

abgewiesen, der jünger oder älter ist.

Aktuell werden folgende Veranstaltungen angeboten:

• „Jobs on the Rocks – Hilfe bei Bewerbungen und Co.

› Sie brauchen Hilfe bei einer Bewerbung oder sind sich

nicht sicher ob Ihre Unterlagen richtig und vollständig

sind? Kommen Sie mit Ihren Unterlagen vorbei und

wir schauen uns Ihre Bewerbung zusammen an

• Engagement in der Stadt- aber wo?

› Sie suchen einen Verein in dem Sie ehrenamtlich

Tätig werden können? Wir finden den passenden Verein

und unterstützen Sie bei der Kontaktaufnahme.

• Hilfe bei Formularen

› Sie haben einen Antrag den Sie nicht verstehen

oder es verwirrt Sie, was z. B die Krankenkasse wissen

möchte? Ich helfe Ihnen beim Ausfüllen der verschiedenen

Formulare oder helfe Ihnen bei der Suche

des richtigen Ansprechpartners

• Aktion „Vereine zu Gast“:

unser Treffpunkt bietet

den ortsansässigen Vereinen

die Möglichkeit

sich zu präsentieren. Sie

können das Schaufenster

gestalten oder sich im gesamten

Aufenthaltsraum ausbreiten

– und alles völlig kostenlos.

Geplante Veranstaltungen sind:

Wir sind

ein Anlaufpunkt

für interessierte

Löbauer zu

verschiedenen

Anliegen

• Teilnahme beim Lebenden Adventskalender der Stadt

Löbau am 13.12.2018 › es wird eine Bastelrunde zum

Thema Bascetta-Sterne geben

• ein kleiner Kaffeeklatsch für unsere Löbauer Bürgerinnen,

voraussichtlich Mittwochvormittags, im

„Hand in Hand“ Kaffee. Natürlich wird dazu auch

eine Tasse Kaffee oder Tee gereicht

• Ansprechstelle für den Oma-Opa-Dienst des DRK

Kreisverband Löbau e. V. – Vermittlung von ehrenamtlichen

Großeltern an junge Familien

• Verschiedene wechselnde Angebote und Vorträge

nach Interessenlage der Besucher

Wir freuen uns wenn Sie bei uns vorbeischauen!

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• Unterstützung bei Bewerbungen

• Vermittlung von sozialen, kulturellen und

sportlichen Vereinskontakten

• Hilfe beim Ausfüllen von Formularen

• interkulturelle Förderung

• Patenschaften

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09:00 - 12:00 Uhr

09:00 - 12:00 u. 13:00 - 18:00 Uhr

nach Vereinbarung

29 LöbauERleben


Advent

Gemeinsam durch den

mit dem Altstadtverein Löbau Arnd Krenz

Eigentlich wurde der Altstadtverein Löbau e. V. bereits 2004 gegründet, doch erst in den letzten

5 Jahren ist er richtig aktiv geworden. Er wählte einen neuen Vorstand, überarbeitete die Satzung

und hat danach in Löbau manches wieder schön gemacht. Nun hat er sogar Weihnachten

für sich entdeckt.

Veranstaltungen bis in die Weihnachtszeit

Erhaltung und Pflege von Kulturgütern

Obwohl der Verein die Bezeichnung ‚Alt‘ im Namen

trägt, will er sich heute nicht mehr nur auf den historischen

Kern festnageln lassen. Wenn die Mitglieder

von Begeisterung, Heimatpflege und der Erhaltung von

Kulturgütern sprechen, geht es ihnen um die gesamte

Stadt. Und in dieser Beziehung haben sie in den vergangenen

Jahren echt eine Menge zustande gebracht. Los

ging es 2013 mit der Skulptur am Katzenturmbrunnen.

Narrenhände hatten der alten Katzenfigur Ohren, Nase

und Schwanz abgeschlagen. Sie war nicht mehr reparabel

und der Verein beschloss, in Eigenleistung eine

Neue anzufertigen. Natürlich konnte er das Unterfangen

nur in Zusammenarbeit mit der Stadt sowie bereitwilligen

Firmen schultern, die die Arbeiten großzügig unterstützten.

Genauso bei den anderen Projekten: 2014

stellte der Altstadtverein die Postdistanzsäule am Theaterplatz

wieder auf und 2015 den restaurierten königlichsächsischen

Meilenstein am Bahnhof. Ausruhen auf

ihren Lorbeeren wollen sich die Frauen und Männer des

Vereins allerdings nicht. So steht derzeit zum Beispiel

noch die Rekonstruktion des Soldatengrabmals auf dem

Alten Friedhof aus. Dazu fehlt aber noch Geld, wobei

der Altstadtverein die Bürger auch an dieser Stelle nochmals

herzlich bitten möchte, sie bei dem Unterfangen

zu unterstützen.

Es sind jedoch nicht nur materielle Vorhaben, die vom

Verein realisiert werden. Ebenso gab es in der Vergangenheit

eine ganze Reihe Infoveranstaltungen. Deren

Anliegen war es, Menschen für die Historie und Sehenswürdigkeiten

Löbaus zu begeistern. Dazu gehörten

Stadtführungen, diverse Vorträge, eine Besichtigung

alter Brauereikeller sowie ein Serenadenkonzert mit

den Löbauer Bergmusikanten. Seit 3 Jahren hat der Altstadtverein

nun auch die Weihnachtszeit für Aktivitäten

entdeckt. Neu im Repertoire ist hier der lebendige Adventskalender.

Die Idee dahinter: An jedem Tag geht

irgendwo in der Stadt ein geheimnisvolles Türchen auf,

hinter dem ein kleines Event auf seine Besucher wartet.

Man trifft sich in der Familie, mit Freunden und Bekannten

zum Basteln, singen, backen oder einfach nur

zum Schauen. Auf diese Weise stimmt man sich gemeinsam

auf die Feiertage ein. Wer einmal mitgemacht hat,

der war begeistert. Egal ob Kind oder Erwachsener,

gern erinnern sich die Teilnehmer beispielsweise an das

Sternebasteln in Lieschens Buchladen, die Gipfelbuchgeschichten

bei Stempel Schmorrde oder das Weihnachts-

Yoga im Wohlfühlladen am Altmarkt. Auch dieses Jahr

werden etliche Türchen in der Stadt für Sie aufgehen.

Welche, entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsplan.

Der Altstadtverein wünscht Ihnen beim Mitmachen viel

Spaß und auf jedem Fall eine schöne Weihnachtszeit.

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LöbauERleben

30


31

LöbauERleben


Löbauer Autor und

Großschweidnitzer Verlag

finden zusammen

Hans-Henner Niese

Kennen tun sie sich schon lange

und seit etlichen Jahren arbeiten

sie an dem einen oder anderen Projekt

zusammen. Der Löbauer Autor

Arnd Krenz und der Inhaber der

Großschweidnitzer Werbeagentur

Media-Light. Arnd Krenz hat

sich seit ca. 6 Jahren mit Texten zu

den unterschiedlichsten Themen

zur Geschichte, Wirtschaft, Kultur

u.v.m. in die von der Agentur

herausgegebenen Broschüren, Heften

und Zeitschriften eingebracht.

Nach einiger Zeit der gemeinsamen

Tätigkeit entwickelte sich die Idee

bei Herrn Krenz, eine historische

Schriftenreihe zu spannenden und

bedeutsamen Begebenheiten der

letzten Jahrhunderte von Löbau und

der unmittelbaren Umgebung zu

Papier zu bringen und diese in einer

kleinen Heftreihe an die Öffentlichkeit

zu bringen. Gemeinsam mit

dem Inhaber der Werbeagentur

waren beide Feuer und Flamme für

die Idee, so dass diese sich relativ

schnell entwickelte und Formen annahm.

Der Autor begab sich in die

heiligen Hallen des Löbauer Archivs

und suchte nach interessanten

Begebenheiten in der Löbauer

Historie, die es interessant machen

diese in spannend und unterhaltsame

Erzählungen einzubetten.

Hans-Henner Niese kümmerte sich

derweilen mit seinen Mitarbeiterinnen

um das Layout, das Cover und

die Vermarktung in der Region in

und um Löbau. Im Jahr 2009, ca. 6

Monate nachdem die Idee geboren

wurde konnte das erste Exemplar

der Schriftenreihe unter dem Titel

„Auf historischen Pfaden“ herausgegeben

werden. In den einschlägigen

Medien wurde die Erscheinung

öffentlich gemacht und darüber

informiert, wo es zu erwerben war.

Das waren insbesondere Buchhandlungen,

Presseläden und Handelseinrichtungen

in Löbau und der

unmittelbaren Umgebung. Der erste

Schritt zum künftigen Buchautor

bzw. Verlag war getan. Insgesamt

entstanden auf diesem Wege

6 Hefte dieser Schriftenreihe, die

mit gutem Erfolg an die Leserinnen

und Leser mit einer Auflage von ca.

1.000 bis 2.000 Stück je Ausgabe

gebracht werden konnten. Im Jahr

2016/17 verstärkte sich mehr und

mehr bei den Macher dieser Schriftenreihe

auch den Schritt zum Buch

zu gehen.

Der Autor Arnd Krenz suchte das

Archiv von Löbau und für das

2. Buch die Archive der umliegenden

Städte und Gemeinden sowie das

Staatsarchiv in Bautzen auf, um den

nötigen Stoff für seine tollen Geschichten

zu finden.

Buchtitel, Cover, Layout wurden

langfristig ausgewählt und vorbereitet.

Anfang 2018, kurz vor der Leipziger

Buchmesse werden die ersten

2 Bücher fertiggestellt und durch

den im Februar gegründeten „Litte

Verlag“, nach einem kleinen Flüsschen

in Großschweidnitz benannt,

herausgegeben. Beide Bücher mit

den Titeln „Verratene Liebe“ und

„Das behexte Lenchen“ werden kurz

darauf entsprechend vermarktet,

sowohl über die meisten einschlägigen

Großhändler wie Amazon oder

Thalia. Natürlich sind die Bücher

auch in den Buchhandlungen und

Büchereien in der Oberlausitz bis

nach Dresden. Buchhandlungen

werden aufgesucht und Buchlesungen

werden durch den Verlag in

Bautzen, Görlitz, Zittau, Löbau und

Niesky organisiert und vom Autor

gehalten. Die Geschichten in beiden

Büchern beruhen, wie schon in den

Schriftenreihen, auf historischen

Hintergründen mit Sachverhalten,

die wirklich einst hier stattgefunden

haben. Es sind Episoden

aus dem Leben der einfachen Leute,

aber auch vornehmer Leute wie

Rittergutsbesitzer, Adliger, Bauern,

Soldaten oder Menschen die in der

Region etwas bewegen wollen bzw.

mit ihrer Umwelt nicht klar kamen

LöbauERleben

32


und in Konflikt gerieten. Abgerundet werden die

Erzählungen mit einigen Sagen aus der Oberlausitz,

die der Autor in seiner eigenen, unverkennbaren

Art neu festgehalten hat. Beim Lesen

verspüren die ein wenig historisch Interessierten,

die Lust weiter zu blättern und mehr zu erfahren

über die Vergangenheit der Region. Die Verkaufszahlen

belegen, dass die Bücher in der Region gut

angenommen werden. Selbstverständlich gibt es

auch Leserinnen und Leser die nicht in der Oberlausitz

zu Hause sind, aber sich für die Historie der

Oberlausitz und ihren Menschen interessieren. In

Gesprächen mit dem Autor und dem Verleger betonen

die Leser, dass die einzelnen Geschichten

unterhaltsam und spannend erzählt sind und es

sich lohnte diese Bücher gekauft zu haben.

Der Autor und der Verlag haben sich vorgenommen

weitere Bücher unter der Reihe „Auf historischen

Pfaden“ herauszugeben und damit weiter

erfolgreich zu sein. Im Verlaufe des kommenden

Jahres 2019 werden wir sicherlich wieder ein Buch

aus der Feder von Arnd Krenz in der Hand halten

können.

Um es jungen oder zukünftigen Autoren leichter

zu machen mit Ihren Texten an die Öffentlichkeit

zu gehen, so der Verlagsleiter, Hans-Henner Niese,

steht er und sein Team gern bereit Unterstützung

bei den ersten Schritten zu geben. Also ran

ans Schreiben oder sich Mut fassen und mit dem

Manuskript beim Verlag vorsprechen.

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an uns! Wir freuen uns

auf Ihr Manuskript.

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33

LöbauERleben


Gewerbepark Löbau

Das Einkaufszentrum wurde

im Jahr 2016 an einen neuen

Eigentümer aus Berlin verkauft,

der das Objekt langfristig

sichern möchte und auch

bereit zu Investitionen ist.

Die Lingner Stadt Immobilienmanagement

GmbH aus Dresden

ist seit 1998 mit der Verwaltung

des Objektes beauftragt.

In Mietergesprächen wurde

u.a. mit dem Ankermieter

NORMA die Verkaufsflächengröße

besprochen.

Der NORMA Markt möchte sich

langfristig an den Standort an

der Breitscheidstraße binden und

sein Erscheinungsbild und die

Verkaufsflächenstruktur an das

aktuelle Flächenkonzept, welches

auch bei umliegenden Lebensmittelmärkten

Anwendung findet, anpassen.

Dies beinhaltet im Wesentlichen

die Erweiterung der Verkaufsfläche

von 770 m² auf 1000 m², wobei

das Augenmerk auf eine kundenfreundlichere

Gestaltung der Gänge

und Regale, sowie des Eingangsbereiches

in Bezug auf Befahrung

mit Kinderwagen und auch Rollstuhlfahrer

gerichtet ist. Dabei soll

keine nach außen wirksame bauliche

Veränderung erfolgen, sondern

es soll eine innenliegende Flächenerweiterung

umgesetzt werden.

Auf Grund eines doch erheblichen

Leerstandes von kleineren Einzel-

handelsgeschäften am Standort

soll durch den Umbau und den

damit verbundenen Umzügen einzelner

Mieter innerhalb des Gebäudes

auch eine Verbesserung der

Attraktivität des Hauptgebäudes,

der Ladenpassage erfolgen.

Diese Revitalisierung wird auch

Synergieeffekte auslösen, die den

Standort wieder für kleinere Einzelhandelsgeschäfte

attraktiv macht

und zu einer Einmietung animiert.

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Öffnungszeiten

Mo-Fr: 06:15 - 12:00 Uhr

Sa: 06:15 - 10:00 Uhr

LöbauERleben

34


Vor kurzem ist uns dabei die Vermietung

der ehemaligen Hautarztpraxis

gelungen. Die Zahnarztpraxis

von Frau Dr. Bähr muss

aus Ihren bisherigen Räumen im

Wohngebiet Löbau Ost auf Grund

und des Abrisses des Gebäudes

ausziehen und wird nun ab dem

01.01.2019 ihre Praxis im Einkaufszentrum

an der Breitscheidstraße

betreiben. Die notwendigen Bauund

Renovierungsarbeiten sind

schon im Gange.

Wir sehen den Standort, der in der

Einzelhandelskonzeption der Stadt

Löbau von regionaler Bedeutung

ist, nicht nur als Versorger für das

umliegende Wohngebiet, sondern

auch für die nördlich an Löbau

angrenzenden Ortsteile. Die kieferorthopädische

Praxis von Frau

Dr. Mönch hat dabei noch ein

größeres Einzugsgebiet und das

Angebot des Therapiezentrums

ist für Patienten und Kunden von

außerhalb ebenfalls interessant.

Der Branchenmix von Lebensmitteldiscounter,

Sonderpostenmarkt,

Bäcker, Friseur, Apotheke,

Sanitätshaus, Änderungsschneiderei,

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LöbauERleben


In der ersten Bauphase müssen wir

für die vom Umbau für NORMA

betroffenen Mieter, den Schuhladen

Kummer, Mode für Sie - Frau

Hanus, Trägers Preisbombe und

den Presseladen Heller, neue und

langfristig optimale Ladeneinheiten

schaffen. Als erstes wurde

der Schuhladen um eine Ladeneinheit

versetzt und während des Betriebes

umgebaut. Derzeit wird

eine leerstehende Ladeneinheit für

den neuen Modeladen umgebaut

und nach dessen Fertigstellung und

Umzug wiederum ein dann leerstehender

Laden für Trägers Preisbombe

geschaffen. Diese für den

NORMA Umbau vorbereitenden

Umzüge sollen im Wesentlichen bis

zum Frühjahr 2019 abgeschlossen

sein.

Lärmintensive Bauarbeiten sollen

durch Arbeitszeitverlagerung

außerhalb der Öffnungszeiten

durchgeführt werden. Die anderen

Gewerke, Fußboden, Elek-

triker, Heizung, Trockenbau, Maler

werden von ortsansässigen Firmen,

teilweise aus der direkten Nachbarschaft

während der normalen

Geschäftszeit ausgeführt.

Der eigentliche Umbau des

NORMA Marktes ist dann nach

dem Abschluss umfangreicher

Genehmigungsverfahren geplant.

Über den weiteren Bauvorgang

werden die Bürger von Löbau

natürlich auf dem Laufenden

gehalten.

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LöbauERleben

36


Wohnen

in der Stadt am Berg Andrea Heinke

Erstrebenswert für eine jede Stadt

ist, Sie für seine Einwohner und künftige

Ansiedler attraktiv zu machen,

sowohl was die Häuser, die Wohnungen

und das Wohnumfeld betrifft,

aber auch die Infrastruktur,

das kulturelle Leben und natürlich

die Bewertung als Wirtschaftsstandort,

egal wie groß eine solche

Stadt ist.

Seit einigen Jahren wird vieles

getan Leute hier zu halten und

Weggezogene wieder in die Heimat

zu holen. In der Innenstadt

wurde in den Wohnquartieren viele

Wohnobjekte in privater Hand

und den Wohnungsunternehmen/

-genossenschaften im Stadtzentrum

und auch am Rande der Stadt saniert

und modernisiert und das Wohnumfeld

ansehnlich hergerichtet.

Im Zusammenhang mit dem Rückgang

der Einwohnerzahl und dem

Schaffen von mehr Freiraum in den

Wohngebieten wurde seit ca. 2-3

Jahren begonnen Wohnsubstanz zu

beseitigen und Wohnblöcke in den

Wohngebieten abzureißen.

Beispielsweise wurden bzw. werden

noch bis Ende 2019 durch die Wohnungsverwaltung

und Bau GmbH

Löbau 328 Wohnungseinheiten im

Wohnkomplex Löbau-Ost abgerissen,

mit Nechen und der Altlöbauer

Siedlung sind das insgesamt 386

Wohnungen.

Einwohner, deren Wohnblöcke in

den Wohngebieten abgerissen wurden

fanden oft im selben Wohngebiet

eine neue Wohnung gleichen

Bautyps. Auch die anderen Wohnungsgenossenschaften

in der

Stadt haben und werden einen Teil

ihrer Wohneinheiten durch Abriss

reduzieren. Wohnraum zu finden

in den Wohngebieten oder auch der

Innenstadt ist momentan kein allzu

großes Problem. Gefragt dabei

sind insbesondere kleinere 2- oder

große 4-5 Raumwohnungen.

Attraktive Förderung von Eigentum

und gleichzeitige Schaffung

von bezahlbarem Wohnraum (ein

seit vielen Jahren bezahlbares Mietniveau

ist in Löbau gegeben) und

auch Eigeninitiative zur Erhaltung

und Verbesserung von Wohnraum

aber auch Schaffung von altersgerechtem

Wohnraum für die ältere

Generation z. B. mit Mehrgenerationshäusern

oder betreutem/begleitendem

Wohnen sind Themen,

die nach wie vor aktuell sind. Gepaart

mit einer funktionie-renden

Infrastruktur und einer weiteren

wirtschaftlichen Entwicklung der

Region sind dies die Kriterien für

das Verbleiben, Wohlfühlen und

Leben in der Stadt und besonderer

Bedeutung.

Vieles dafür wurde in Löbau bereits

getan und weiteres gilt es noch in

Angriff zu nehmen.

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37

LöbauERleben


Erst einmal vorweg, in Löbau wird aktuell viel umgezogen.

Dafür gibt es zweierlei Gründe, die zum Teil

miteinander verbunden sind. Junge Paare möchten

zusammen ziehen und suchen sich dafür eine günstige

Wohnung in der Löbauer Innenstadt.

Gestaltet sich das Zusammenleben nicht wie erhofft,

wird wieder auseinander gezogen. Der Löbauer Wohnungsmarkt

macht das leicht, denn es gibt zahlreiche

Angebote für diese Zielgruppen. Günstige Zweiraumwohnungen

für junge Paare ohne Kinder und Singles

sind in Löbau problemlos zu finden, sagt Immobilienexpertin

Elvira Juhl.

Etwas komplizierter wird es bei der Suche nach

größeren Wohnungen, die den Bedürfnissen einer

Vier- oder Fünfköpfigen Familie gerecht werden. Und

eins weiß Elvira Juhl noch zu berichten; junge Familien

beziehen bei der Wohnraumsuche schon zeitig

die Familienplanung mit ein. Der Markt für größere

Wohnungen, die zudem gut ausgestattet sind, hinkt

im Moment der Nachfrage etwas hinterher. Familien

legen beispielsweise Wert auf einen modernen Wohnungsschnitt,

helle Räume, viel offenen Wohnraum

mit großen Fenstern, Balkone, Gartennutzung, Autostellplätze

oder die Nutzung vorhandener Außenflächen

als Garten und Spielfläche für Kinder. In den

letzten Jahren wurden außerdem Kaminanschlüsse

wieder sehr nachgefragt. Interessante Objekte mit verschiedenen

Wohnungsgrößen gibt es einige in Löbau,

weiß die Verwalterin. Diese Gebäude, die zum Teil von

nicht ortsansässigen Investoren saniert wurden, haben

Weißenberger Str. 37

kaum Leerstand, frei gewordene Wohnungen vermieten

sich schnell wieder neu. Dazu zählt zum Beispiel

die sanierte Häuserzeile gegenüber dem Bahnhof, mit

Wohnungen, deren Balkone einen herrlichen Ausblick

zum Löbauer Berg bieten.

Ein weiteres Objekt ist die kürzlich sanierte Weißenberger

Straße 37, schwärmt die Expertin. Wir dürfen

dieses Objekt verwalten, eine Aufgabe die uns sehr

große Freude bereitet. Der Eigentümer pflegt zu seinen

Mietern ein sehr vertrauensvolles Verhältnis. Wünsche

werden ernst genommen, das sorgt für eine entspannte

Mieter-Vermieter-Beziehung. „Ich würde mir

wünschen, dass sich noch mehr Investoren nach Löbau

wagen. Auch wenn den hohen Baukosten auf der

einen Seite moderate Mietpreise gegenüber stehen und

sich die Investition vielleicht erst nach einer längeren

Phase behutsam rentiert. Dafür haben wir in diesen

Wohnungen vergleichsweise lange Mietverhältnisse“.

Auf die Frage, in welchen Gegenden in Löbau besonders

gern gewohnt wird, verrät Elvira Juhl: „Beliebt

ist das Quartier Löbauer Neustadt, die Häuser in

der Damaschkestraße und im Querweg sowie sanierte

Häuser in direkter Innenstadtlage mit Balkonen und

nutzbaren Grünflächen.

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„Ich würde mir wünschen,

dass sich noch mehr Investoren

nach Löbau wagen.”

Elvira Juhl,

Geschäftsführerin

Juhl Immobilien

Auch beim Thema Kauf ist viel Bewegung im Löbauer

Immobilienmarkt. Für familiengerechte Einfamilienhäuser

am Stadtrand gibt es derzeit eine große

Nachfrage. Besonders beliebt sind im Augenblick die

Ortsteile Altlöbau und Oelsa sowie die Gemeinden

Ebersdorf und Großdehsa. Kaufinteressenten sei hier

etwas Geduld bei der Immobiliensuche empfohlen.

Neue Häuser kommen immer wieder auf den Markt,

aber eben nicht mehr in so großer Zahl, wie noch vor

ein paar Jahren. Die Gründe dafür liegen zum einen

in der steigenden Zahl der Rückkehrer, die elterliche

Häuser und Grundstücke übernehmen. Ein weiterer

Trend ist, dass Häuser, die beispielsweise nach einem

Umzug in altersgerechte Wohnungen, nicht mehr

so schnell auf den Markt kommen, sondern für eine

Weile vermietet werden, mit Blick auf eventuelle Rückkehroptionen

jüngerer Familienmitglieder.

„Das Preis-Leistungsverhältnis für Wohnraum in Löbau,

egal ob Kauf oder Miete, ist sehr gut. Löbaus Lage zwischen

Bautzen und Görlitz macht die Stadt auch für Pendler

interessant. Durch ihre überschaubare Größe kann

man vieles in der Stadt zu Fuß erledigen. Und auch ist

man in wenigen Minuten in der Natur, die man sogar im

Stadtgebiet mit der ehemaligen Fläche der Landesgartenschau

findet. Das schätzen vor allem Familien mit

kleinen Kindern und Senioren. Angebote, die man in

Löbau vergebens sucht, wie Theater oder Kino erreicht

man trotzdem gut in wenigen Kilometern in den Nachbarstädten.

Fahrwege hat man auch in der Großstadt.

Auch wenn ich dann öfter auf das Auto ausweichen

muss, ist das für mich in Ordnung” so Elvira Juhl.

Wenn ich für Löbau die berühmten drei Wünsche frei

hätte, dann würde ich mir die schnelle Umsetzung

eines Konzeptes für die Nudelfabrik wünschen, das

eine enge Verzahnung mit dem Haus Schminke sowie

anderer Initiativen aus Kultur und Kunst vorsieht.

Der zweite Wunsch wäre die Aufwertung des Gebietes

Pestalozzistraße/Ecke Äußere Bautzener Straße - an

welchem derzeit das alte Möbelhaus zusehens verfällt -

als Grün-, Park- oder Spielfläche und nicht wie aktuell

geplant mit dem nächsten Einkaufsmarkt zugebaut

wird. Und der dritte Wunsch wäre die Ansiedlung

eines guten Italieners in Löbau.

Wir danken Frau Juhl ganz herzlich für ihre Insights

zum Löbauer Wohnungsmarkt. Wir dürfen ergänzen,

dass wir alle drei Wünsche sehr gut nachvollziehen

können. Wer weiß, vielleicht gibt es demnächst ein

Wiedersehen in einem neuen Löbauer Lokal.

Uns würde es sehr freuen.

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