hallertau Magazin_2018-2

Hallertau

Lust auf Heimat. Entspannen und Geniessen: Entdecken Sie das bayerische Hopfenland! Reportagen über Menschen, Landschaft, Feste, Freizeitangebote, Spezialitäten, Geschichte, Hopfen und Bier...

hallertau

Ausgabe 2 / 2018

Leben und Erleben in einer einzigartigen europäischen Kulturlandschaft magazin

Die schlucht

in der Weltenburger Enge

N

..

ZuckerbAcker

auf Erfolgskurs

Pfaffenhofen

Eine Stadt, die handelt.

Schatz-Suche:

Antik- &

Trödelmarkt

BEER STARS '18

Die Hallertau gewinnt!

Mit

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und

Gewinnspiel!

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mit Informationen des Hopfenland Hallertau Tourismus e. V.


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Unser Titelbild:

Der Uhu, „König der Nacht“ und größte Eule Europas.

Im Nordosten der Hallertau gehören die Felswände der

Weltenburger Enge zu den wenigen Orten in Bayern, wo

Uhus noch ihre Jungen großziehen können.

14

Alexander Schillert

Freizeit & Tourismus

06 Im Trödelfieber: Antik- und Flohmarkt Pfaffenhofen

10 Uralt, magisch und wertvoll: Jeder Baum ist eine Arche

14 Die Schlucht: Ein Jahr in der Weltenburger Enge

18 Informationen vom Hopfenland Hallertau Tourismus e. V.

Uhus und Wanderfalken

Ein Jahr unterwegs in der Weltenburger Enge

mit Gebietsbetreuerin Franziska Jäger

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Portrait

12 Alter Baum, was tun? Baumpfleger Philipp Schwaiger

28 Serie: Biodiversitäts-Check: Eine Stadt, die handelt.

Pfaffenhofen auf dem Weg zu mehr Biodiversität

30 Wachstumsstärkste Unternehmen in Bayern:

Mainburger Unternehmen Bachner erhält

Auszeichnung ‚Bayerns Best 50‘!

Hoch hinauf:

Baumpfleger

Philipp Schwaiger

klettert in die Arbeit

12

Kulinarik

25 Der Torten-Zauberer: In Mauern wagte Johannes

Meißner den Schritt in die Selbstständigkeit

34 Klaus' und Anjas Stadtcafé im Lindenkeller

36 Rezept: Lachsfilet auf mediterranem Ofengemüse

6

Maité Herzog

Maité Herzog

Trödelfieber in Pfaffenhofen:

Der vielleicht schönste Antik- und Flohmarkt

Bayerns lockt auch prominente

Sammler an. Wer hier stöbert, könnte auf

Horst Lichter oder sogar auf den König von

Thailand treffen!

Bierland Hallertau

20 Medaillenregen für Biere der Region Hallertau bei

Europas bedeutendstem Bierwettbewerb

21 „Förderung der Biervielfalt und handwerklicher

Braukunst” Interview mit Oliver Dawid und

Georg Rittmayer vom Verband der Privaten Brauereien

32 Neue Biere braucht das Land! Versuchsbrauerei von

Hopsteiner in Mainburg nimmt Betrieb auf

37 Bierfestival Moosburg: Interview mit Jürgen Appel

38 In Hohenthann wird Gold gebraut

40 Hallertauer Biere im Test

41 Spatenstich in St. Johann: Weltweit größtes Hopfenverarbeitungswerk

erweitert die Produktion

28

Bodenallianz

Pfaffenhofen investiert

über 1 Million Euro in die

Artenvielfalt

vipman4 - stock.adobe.com

Rubriken

AlenKadr/Fotolia

05 Editorial

16 Der perfekte Rahmen für Ihre Feier!

17 Gewinnspiel: Diese Adressen sollten Sie kennen!

23 Tipps & Service

24 In der Hallertau entdeckt

42 Fotorätsel & Gewinnspiel

Aber bitte mit Sahne!

Johannes Meißner ist ein

Konditor auf Erfolgskurs

25

Maité Herzog

IMPRESSUM:

Herausgeber: IMAGO87 GmbH, Agentur für Öffentlichkeitsarbeit und Mediengestaltung, Hauptstr. 22, 85395 Attenkirchen/Hallertau · Tel.: 08168-42999-50 · www.imago87.de

Konzept, Design: IMAGO87 GmbH, Agentur für Öffentlichkeitsarbeit und Mediengestaltung · Redaktion: Alexander & Maité Herzog · Druck: Druckhaus Kastner, Wolnzach

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EDITORIAL

2:44 Seite 1

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Gabi Hartman

gerne waren wir wieder für Sie in der Hallertau unterwegs, um

Geschichten über Land und Leute erzählen zu können sowie

lohnende Ausflugsziele und Veranstaltungen für Sie zu finden.

In der vorliegenden Ausgabe berichten wir über eine großartige

Initiative der Stadt Pfaffenhofen. Mehr als eine Million Euro wird

hier für die Umstellung auf Bio-Landwirtschaft bereitgestellt.

Alte Bäume sind Archen der Vielfalt. Sie wollen geschützt und

bewahrt werden. Wir haben die Wolfgangseiche bei Bad Abbach

besucht und in Au in der Hallertau einem Baumpfleger bei seiner

Arbeit in luftiger Höhe zugesehen.

Hopfenland

Hallertau

Schrobenhausen

Ingolstadt

Scheyern

Alexander Herzog

Herausgeber

Manching

Geisenfeld

Pörnbach

Wolnzach

Au i. d. Hallertau

Pfaffenhofen

München

Kelheim

Weltenburg

Bad Gögging

Vohburg

Aiglsbach

Attenkirchen

Kirchdorf

Freising

Abensberg

Pfeffenhausen

Mainburg

Regensburg

Bad Abbach

Langquaid

Siegenburg

Rottenburg a.d. Laaber

Hohenthann

Gammelsdorf Furth

Mauern

Moosburg

Landshut

Nandlstadt

Über das Naturschutzgebiet Weltenburger Enge ist ein sehenswerter

Film entstanden: BR-Redakteur Bernd Strobel hat Gebietsbetreuerin

Franziska Jäger ein Jahr lang auf ihrer Mission begleitet.

Schon seit 40 Jahren organisiert Thomas Seizmeir in Paffenhofen

einen Antik- und Trödelmarkt, zu dem Anbieter und Interessenten

aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus dem Ausland

anreisen. Auch Horst Lichter („Rares für Bares“) stöbert hier gerne!

Kulinarisches gehört natürlich auch in diese Ausgabe: In Mauern

durften wir dem Konditor Johannes Meißner über die Schulter

schauen und Johannes Rauchenecker von der Schlossbrauerei

Hohenthann hat uns erzählt, wie sich eine mittelständische Brauerei

in einem hart umkämpften Markt bestens behauptet. Bier

ist immer ein Thema bei uns: Der renommierte Wettbewerb

European Beer Star zeigt mal wieder, dass die Brauereien in

unserer Region herausragende Biere brauen. Ja, wie könnte es

auch anders sein, im bayrischen Hopfenland, wo die würzigen

Dolden in erprobten Sorten quasi neben den Braukesseln reifen ...

Viel Freude wünsche ich Ihnen bei der Lektüre dieser Ausgabe des

hallertau-Magazins.

Alexander Herzog

und Ihre Redaktion hallertau-Magazin


Wilde

Hallertau ntik-

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IM TRÖDELFIEBER:


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ohmarkt affenhofen


Sammler, Flohmarkt-Fans und Schnäppchenjäger

freuen sich auf den 4. Sonntag

im Monat: Dann findet auf dem

Volksfestplatz in Pfaffenhofen der

immer gut bestückte „Antik & Trödel“-

Markt von Thomas Seizmeir statt. Ob

Gemälde, Möbel, Kleidungsstücke,

Schmuck, Spielzeug, Haushaltswaren,

Bücher oder Schallplatten – hier finden

sich ganz persönliche Lieblings- und

Sammlerstücke, antik oder à la „Shabby-Chic“,

Schmuck, Nippes und Kuriositäten.

Sammler sind glückliche Menschen, soll

Goethe angeblich gesagt haben. Wie

er das wohl gemeint hat? Nun, eine

Sammelleidenschaft hilft in jedem Fall,

den Trödelmarktbesuch zu strukturieren.

Wie ein Jagdhund eine Fährte, so

braucht der wahre Flohmarktfan ein

Sehnsuchtsobjekt. Für den einen sind

es Porzellanpfeifen, für den anderen sind

es alte Schlösser aus Schmiedeeisen. Und

Hat mit Dalí über Kurioses geplaudert

und den heutigen König von Thailand

zum Stöbern begrüßt: Seit 40 Jahren

veranstaltet Thomas Seizmeir den

Antik-Event in Pfaffenhofen

die werden sogar richtig teuer gehandelt,

verrät Organisator Thomas Seizmeir. Seit

40 Jahren arrangiert der in Tegernbach

gebürtige Pfaffenhofener den Trödel-

Event auf dem Volksfestplatz seiner

Heimatstadt. Über einen von Antiquitäten

begeisterten Kollegen fand der gelernte

Lebensmittelkaufmann Ende der 1970er

Jahre zum Handel mit den begehrten

gebrauchten Dingen. Er tourte über die

Flohmärkte Europas, stöberte auf Dachböden

und lernte dabei viele Menschen kennen –

auch sehr prominente. So plauschte er in

Katalonien mit dem Surrealisten Salvador

Dalí, trank in Prag ein Bierchen mit

Menschenrechtler Václav Havel, dem letzten

Staatspräsidenten der Tschechoslowakei,

und traf in Rumänien auf den Unternehmer


„Den echten Sammler

erkennt man nicht an

dem, was er hat, sondern

an dem, worüber er sich

freuen würde.“

Marc Chagall

und Tennis-Ass-Manager Ion Tiriac. „Über

die Antiquitäten kamen die ausgefallensten

Begegnungen und Kontakte zustande.

Ich könnte darüber ein Buch schreiben“,

meint Thomas Seizmeir. Das Handeln mit

Raritäten gab er auf. Stattdessen begann er

Ende der 1980er Jahre damit, Flohmärkte

„in Vollzeit“ zu organisieren.

Zu den Markt-Sonntagen auf dem Volksfestplatz

in Pfaffenhofen reisen Sammler

und Händler aus ganz Deutschland und

auch aus dem Ausland an. Viele bereits

am Freitagabend. Man kennt sich, tauscht

sich aus. Thomas Seizmeir selbst sammelt

nicht. „Meine Sammlung ist quasi der Antikmarkt“,

schmunzelt er. „Ich bin da immer

umgeben von schönen und skurrilen Dingen“.

Auf die Frage, ob man denn in Zeiten

von Internet, Ebay und „Bares für Rares“

noch Schnäppchen auf dem Markt machen

kann, nickt er zuversichtlich. Auch wenn

Sensationen selten sind. Aufsehen erregte vor

einigen Jahren ein Bild, das in Pfaffenhofen

für 2.000 Euro gekauft und anschließend in

einer Auktion in Stockholm für über 60.000

Euro weiterverkauft wurde. Auch ein mit

Edelsteinen besetzter, massiv goldener Trinkbecher

sorgte einmal für Furore. Das aber ist

sehr lange her. „Zu D-Mark-Zeiten war

das“, meint Seizmeir und nennt die Zahl

„45.000“. Möglich ist alles, noch längst sind

nicht alle Raritäten entdeckt. Und so wird

Pfaffenhofen weiterhin jeden 4. Sonntag im

Monat zum Sammler-Treffpunkt. Übrigens

schaut hier auch „Star-Trödler“ Horst Lichter

(„Bares für Rares“) gelegentlich vorbei.

Maité Herzog, Fotos: Maité Herzog

Der Antik- und Trödelmarkt findet jeden

4. Sonntag im Monat auf dem Volksfestplatz

Pfaffenhofen statt

• Eintritt frei

• 6:00–14:00 Uhr

• Parken ohne Gebühr

• Gastronomie-Zelt mit Imbiss

Zugang und Toiletten

barrierefrei


Was Bäume leisten:

E Sauerstofflieferung: 6 Tonnen Sauerstoff (Jahres bedarf von 10 Menschen)

E

Lufterneuerung / CO 2

-Speicherung: 6,3 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr

werden gebunden

E Wasserspeicherung: entspricht einem Ministausee inklusive Wasserregulation

E Filterfunktion: 700 kg Staub pro Jahr werden gebunden, Reinigung von Wasser

E Temperaturdämpfung: 1.000.000 Blätter verdunsten 400 l Wasser täglich

E

E

E

Bodenleben: im fruchtbaren Humus: 40 kg Bakterien, 40 kg Pilze, 17 kg Regenwürmer,

Käfer und zahlreiche weitere Bodenorganismen

Nahrungsspender für viele verschiedene Lebewesen: Früchte/Samen

(z. B. 20.000 Bucheckern, 150 kg Eicheln, 1.000.000 Blätter, Holz)

Bodenfestigung (in Anbetracht von Starkregen-Ereignissen

nicht zu unterschätzen)

E Windschutz: v. a. innerhalb eines Waldbestandes

-

Wüsste ich genau, wie dies Blatt

aus seinem Zweig hervorkam,

schwieg ich auf ewige Zeit still,

denn ich wüsste genug.

Hugo von Hofmannsthal

-

E

Erholungswert, ästhetischer Wert, Inspiration,

Lebensraum ...

Basierend auf Prof. Dr. Frederic Vesters berühmter Rechnung: Der Biochemiker

und Systemforscher errechnete am Beispiel einer 100jährigen Buche einen

volkswirtschaftlichen Wert von jährlich 270.000 Euro (Frederic Vester, „Ein Baum ist

mehr als ein Baum“, 1986)

„In Zeiten des Klimawandels mit steigender

Hitzebelastung in den Stadtzentren sind Stadtbäume

und innerstädtische Grünflächen als

natürliche Klimaanlagen überlebensnotwenig

für die Bevölkerung.“ (Prof. Dr. Hubert Weiger,

Landesvorsitzender des BUND Naturschutz)

Mach mit: Jeder neu

gepflanzte Baum hilft,

das weltweite Klima zu

schützen!

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Wer unsicher ist, welcher Baum der richtige für den

Garten ist, erkundigt sich am besten in einer Baumschule

oder wendet sich an einen Baumpflege-Profi.

Rund um das Thema Stadtbäume bietet der BUND Naturschutz

eine Baumsprechstunde unter der kostenfreien Telefonnummer

0800 / 78 23 822 (0800/STADTBAUM) an, Montag bis Donnerstag

von 9:00 bis 13:00 Uhr sowie unter der E-Mail-Adresse

stadtbaum@bund-naturschutz.de

Jeder Liter Benzin, der einen Motor antreibt,

verbraucht 2 kg Sauerstoff. Ein Laubbaum kann

diese Menge Sauerstoff in einer Stunde ersetzen.

Carola Vahldiek - stock.adobe.com

Quelle: Prof.Dr.Jörn Wittern

Uralt, magisch und wertvoll:

X

Jeder Baum

ist eine

Arche

Als die Wolfgangseiche in Neueglofsheim keimte, zogen Ritter

durch die Hallertau und die Menschen glaubten an Hexen.

Heute stehen wir vor einem „Archebaum“, der bis zu 500

Insektenarten eine Lebensgrundlage bieten kann.

Auch uns Menschen und vielen anderen Lebewesen nutzen

Bäume. Sie spenden Leben und sie beschützen. Unseren Vorfahren

waren sie heilig. Es lohnt darüber nachzudenken.

10

hallertau-Magazin


Die St.Wolfgangs-Eiche bei Schloss Haus, Neueglofsheim

nahe Bad Abbach, zählt zu den größten Eichen in Bayern.

Auf Brusthöhe erreicht die mindestens 500 Jahre alte Stieleiche

einen Umfang von nahezu 10 Metern. Foto: Maité Herzog hallertau-Magazin 11


Alter Baum, was tun?

Bäume brauchen Pflege. Insbesondere in die Jahre

gekommene Ast-Riesen müssen stabilisiert werden,

um Stürmen trotzen zu können. Wert sind sie es

allemal. Alte Bäume sind wahre Archen der

Biodiversität. Aber wie hinaufkommen in die lichten

Höhen? Philipp Schwaiger aus Meilendorf bei

Nandlstadt gelingt es. Mittels einer ausgefeilten

Seilklettertechnik erklimmt der geprüfte

Baumpfleger jeden Baum.

Es braucht Mut und sportliches Geschick, um

sich hoch oben in den Kronen unserer Sauerstoffriesen

von Ast zu Ast zu schwingen. Die

„seilunterstützte Baumklettertechnik“ hat wenig

gemein mit den alpinen Klettertechniken,

erklärt Philipp. Doch gerade seine Leidenschaft

für das alpine Klettern, kombiniert mit seiner

Liebe zur Natur, veranlassten den 33-Jährigen

zum Berufswechsel. Der ehemalige Heilerziehungspfleger

ließ sich zum Baumpfleger ausbilden

und als Baumkontrolleur und „European Treeworker“

zertifizieren. Momentan bereitet er sich

auf die Prüfung zum Fachagrarwirt für Baumpflege

und -sanierung vor. Es hilft ein exzellenter

Kletterer zu sein, aber das Verständnis für den

komplexen Organismus Baum steht an erster

Stelle. Und da gibt es vieles zu wissen. Das Ziel

ist immer, die Bäume zu erhalten und zu schützen

– mitsamt den Lebewesen, die auf sie angewiesen

sind. Aufgrund des Klimawandels steigt der

Handlungsbedarf: Strenge Winter, trockenes

Klima im Frühjahr und starke Stürme stressen

die Bäume besonders. Neue Formen von Baumkrankheiten

und gestiegener Schädlingsbefall

sind die Folgen. Die Diagnose von Baumschäden

und ihre Behandlung sowie auch die rechtlichen

und sozialen Aspekte der Baumpflege gehören

neben den Arbeiten am Baum zum beruflichen

Alltag. Auch in der Baustellenplanung ist Philipp

Schwaiger beratend tätig, um Schäden durch

Maschinen abzuwenden. Bei Abgrabungen kann

er Baumbestände durch Wurzelvorhänge schützen.

Der naturschutzaffine Familienvater freut sich,

wenn er gerufen wird bevor ein Schaden eingetreten

ist: „Unser Ökosystem ist ohne die Leistung

der Bäume nicht vorstellbar. Sie verdienen

unsere Achtsamkeit“. mh, Fotos Maité Herzog

12

hallertau-Magazin


hallertau-Magazin 13


Die Schlucht

Ein Jahr in der Weltenburger Enge

BR-Redakteur und Kameramann Bernd Strobel dokumentiert die Gebietsbetreuung in einem der

ältesten Naturschutzgebiete Bayerns. Mit einem Filmteam und seinem Hund Amy begleitet

der diplomierte Forstwissenschaftler und Wildbiologe die Gebietsbetreuerin Franziska Jäger

ein Jahr lang auf ihrer Mission im Naturschutz vor Ort.

Die Weltenburger Enge zählt zu den schönsten und bekanntesten

Sehenswürdigkeiten Bayerns. Die eindrucksvollen Filmaufnahmen

belegen, was es hier das ganze Jahr über zu entdecken und zu

bestaunen gibt: von den ersten Frühlingsboten in den Auwäldern

über die prachtvollen Buchenwälder im Sommer zur nebelverhangenen

Donau im Herbst und den schneebedeckten Felsen

im Winter. Bereits 1840 verfügte König Ludwig I. von Bayern

die Erhaltung der Weltenburger Enge, um sie vor einer Zerstörung

durch Steinbruchbetriebe zu schützen. Vom Europarat

wurde das einmalige Ensemble 1978 mit dem Europadiplom

ausgezeichnet, 2006 folgte die Ernennung zum „Nationalen

Geotop“ durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft

und Forschung. Seit Anfang 2018 ist die Verleihung des

Titels „Nationales Naturmonument Bayerns“ durch das bayerische

Umweltministerium im Gespräch.

Die faszinierend schöne Landschaft im Donaudurchbruch

zieht Touristen an und ist dabei sehr schutzbedürftig. Hier muss

der Spagat gelingen: den Besuchern das Naturerlebnis ermöglichen

und gleichzeitig gefährdete Tiere und Pflanzen vor ihnen

schützen. Die steilen Kalkfelsen sind einige der wenigen Orte

in Bayern, wo Wanderfalken und Uhus noch ihre Jungen großziehen

können. Es gelang Bernd Strobel und seinem Team, eine

Falken-Rettungsaktion zu dokumentieren und einige atemberaubende

Flugszenen einzufangen. Neben der Vielfalt an Flora

und Fauna vermittelt der Film einen klärenden Einblick in die

Naturschutzmaßnahmen, die vom Landschaftspflegeverband

Kelheim VöF e.V. vor Ort durchgeführt werden: wie und warum

zum Beispiel durch den Einsatz von Seiltechnik-Spezialisten die

Felsen von Gebüsch befreit und weshalb gefällte Bäume in der

Donau belassen werden.

Zu finden ist der 45-minütige Beitrag bis Oktober

2019 in der Mediathek des Bayerischen

Rundfunks. mh

Maité Herzog

Wolfgang Willner, www.naturfoto-willner.de

Franziska Jäger, VöF e.V.

Highlights im Naturschutzgebiet Weltenburger Enge:

zweitgrößtes Eibenvorkommen in Bayern mit Deutschlands

höchster Eibe (23 m), Donau-Kahnschnecke, Uhu und Wanderfalke.

Mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) wird ein Artenhilfsprogramm

für Felsbrüter durchgeführt.

Auf www.br.de in der Mediathek zu

finden oder (einfacher) bei Google

Die Schlucht eingeben.

14

hallertau-Magazin


Oskar Schad, www.uwafot.de

Gebietsbetreuerin Franziska Jäger mit Filmhund Amy

Oskar Schad, www.uwafot.de

Kloster Weltenburg

Alexander Schillert

„Naturschutz. Für Dich. Vor Ort"

Gebietsbetreuer sind wichtige Ansprechpartner

„vor Ort“, die in ganz Bayern auf regionaler Ebene

mit der Vermittlung von Wissen zur Wertschätzung

ökologisch besonders bedeutsamer Gebiete beitragen

( www.gebietsbetreuer.bayern ).

hallertau-Magazin 15


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Philharmonic Orchestra spielen Musik

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sind Sie dabei!

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Foto: Kristian Schuller | Artwork: Stephan Brammen

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Nennen Sie uns alle nebenstehend

aufgeführten Gasthäuser jeweils mit

Ortsangabe

und schreiben Sie bis 01.05.2019 an:

redaktion@hallertau-magazin.de

oder per Post: hallertau-Magazin,

c/o Imago 87 GmbH,

Hauptstraße. 22, 84395 Attenkirchen

Unter allen korrekten Einsendungen

entscheidet das Los. Viel Glück!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter des hallertau-Magazins sind von der Teilnahme

ausgeschlossen.


© 2012 Anton Mirwald bild-gestalten.de

INFORMATIONEN VOM HOPFENLAND HALLERTAU TOURISMUS E.V.

Hopfakranzlfest in Au begeistert die Besucher

Über 5.000 Besucher konnten die

Organisatoren des 13. Hallertauer

Hopfakranzlfestes am 9. September

2018 in Au i. d. Hallertau verzeichnen.

Ideales Wetter, liebevoll

dekorierte Stände mit Hopfenprodukten

und ein abwechslungsreiches

Bühnen- und Rahmenprogramm

bescherten den Gästen

einen herrlichen Tag rund um das

„Grüne Gold“. „Wir sind stolz, dass das 13. Hallertauer Hopfakranzlfest bei uns im

Markt Au stattfinden konnte. Die Veranstaltung war rundum gelungen und ein voller

Erfolg für alle Beteiligten“, resümiert Bürgermeister Karl Ecker. Das 14. Hallertauer

Hopfakranzlfest wird am 1. September 2019 im Kloster Scheyern stattfinden.

Gmelch Gmelch

Hopfenland goes Flughafen

Mitte September hatte der Hopfenland Hallertau Tourismus e.V. die Möglichkeit, die

Hopfenregion in der „Welcome-Lounge“ im Terminal 2 des Münchner Flughafens zu

präsentieren. Der Tourismusverein konnte als Partner des Hauptausstellers, der Stadt

Freising, an zwei Tagen die Hallertau vorstellen. Neben den Prospekten zu Übernachtungsbetrieben

und Freizeitaktivitäten sowie dem persönlichen Gespräch boten

rund um die Uhr Touchscreens und eine Medienwand kurzweiliges Infotainment und

Reiseinspirationen. Eine gute Gelegenheit, um die Hallertau-Bilder den Gästen aus

aller Welt präsentieren zu können.

Neue Broschüre

„Hopfen und Bier erleben

im Hopfenland Hallertau“

Das vielfältige Erlebnis-Angebot der

Region hat eine neue, kostenlose

Broschüre zum Inhalt. Auf 48 Seiten

werden spezielle Hopfen- und Biererlebnisangebote

vorgestellt: von

traditionellen Brauereien, spannenden

Bierseminaren über köstliche

Biermenüs bis hin zu speziellen

Bier- und Hopfenerlebnisführungen.

Natürlich finden sich auch die Themen

Radfahren sowie Hopfenwellness im

Heft.

Die Broschüre ist nicht nur für Bierbegeisterte

ein wertvolles Nachschlagewerk, sondern dient Einheimischen und

Gästen ganzjährig als praktischer Ausflugs- und Freizeitplaner. Erhältlich ist sie

bei allen Tourist-Informationen und Gemeinden sowie beim Hopfenland Hallertau

Tourismus e.V.

Ausblick:

Neues Gastgeberverzeichnis 2019/2020

Urlaub in der Region Hallertau heißt, naturnahen, sanften Tourismus in einer vom

Hopfen geprägten Landschaft und Kultur zu genießen. Und nicht nur Tagesgäste

interessieren sich für das Urlaubsgebiet, sondern auch Erholungssuchende, die ein

paar Tage bleiben wollen. Dafür bietet der Tourismusverein das gedruckte Gastgeberverzeichnis,

welches für die Dauer von zwei Jahren erstellt wird und in

einer Auflage von ca. 20.000 Stück erscheint. Das Unterkunftsverzeichnis erscheint

Anfang 2019 im handlichen DIN A5 Quer-Format.

f.re.e 2019

Interessante Freizeit- und Ausflugsangebote aus der Region und Aktionen

zum Mitmachen bietet das Hopfenland Hallertau den Besuchern auf Bayerns

beliebtester Freizeitmesse f.re.e vom 20.–24. Februar 2019 in München. Mit auf

dem Hallertau-Stand werden das Kommunalunternehmen Strukturentwicklung

Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm (KUS) und viele weitere Mitaussteller wie z. B.

Kuchlbauer's Bierwelt aus Abensberg und das Deutsche Hopfenmuseum sein.

Genießen an kalten Tagen:

Winter.Wellness.Weihnachtszauber.

Lassen Sie die Seele baumeln auf einer idyllischen Wanderung durch die Winterlandschaft

der sanften Hallertauer Hügel. Von der weihnachtlichen Stadt Abensberg

führt Sie Ihr Weg nach Bad Gögging. Dort finden Sie Entspannung und Erholung

in der Thermenwelt. Gönnen Sie sich eine Auszeit vom Alltag und lassen

Sie sich wie einst die alten Römer in der Salzgrotte oder der Römer-Sauna der

Limes-Therme kaiserlich verwöhnen. In der Weihnachtszeit verzaubert Sie

zudem die Märchenstadt Abensberg mit gleich drei Christkindlmärkten: Der

Niklasmarkt im Schlossgarten, der Hüttenzauber am Stadtplatz und Kuchlbauers

Turmweihnacht versüßen das Warten auf das Christkind. In Bad Gögging

erwartet Sie ein Adventsmarkt mit großem Kinderprogramm: Weihnachtsbäckerei,

Bastelstube und „Christkindl-Postamt“ lassen Kinderaugen strahlen.

Infos unter: www.tourismus-landkreis-kelheim.de

© Brauerei zum Kuchlbauer GmbH Co KG

18

hallertau-Magazin


Messepräsenzen des Landkreises Pfaffenhofen in 2019

Seine kulturelle Vielfalt und Erlebnisse rund um den Hopfen präsentiert der Landkreis

Pfaffenhofen auch im Jahr 2019 auf den wichtigsten Messen in Nah und Fern.

Den Auftakt macht vom 12. bis 20. Januar die weltweit größte Publikumsmesse für

Freizeit und Tourismus CMT in Stuttgart. Vom 18. bis 27. Januar werden Besucher

auf der Grünen Woche in Berlin informiert. Mit im Gepäck sind unter anderem drei

überarbeitete Broschüren sowie ein neues Printprodukt. Wer es nicht schafft, den

Landkreis auf den Messen zu besuchen, kann sich die neuen Infomaterialien ab

Anfang Januar auch bei den bekannten Auslagestellen abholen oder direkt online

durchblättern.

Weitere Messetermine: f.re.e München vom 20.–24. Februar 2019; Gewerbemesse

Manching 3.–5. Mai 2019; Die 66 vom 3.–5. Mai 2019; E-Bike Days vom 24.–26.

Mai 2019.

Winterhighlights im Landkreis Freising:

Weihnachtsmärkte und neues Erlebnisschwimmbad

Visualisierung des neuen Freisinger Erlebnisschwimmbades „fresch”.

Stadtwerke Freising

KUS Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm

Landrat Martin Wolf und KUS-Vorstand Johannes Hofner (v.r.n.l.) im

Gespräch mit interessierten Besuchern auf der Grünen Woche in Berlin.

Winterwanderung im Hopfenland Hallertau

– Hohenthann Wanderweg 1

Hansjörg Eder

Die Schneekristalle glitzern in der Sonne und die Backen der Kinder leuchten rot vor

Freude! Genau so soll eine winterliche Wanderung mit der Familie sein. Die Hallertauer

Gemeinde Hohenthann bietet gleich 10 Tourenvorschläge für Wanderungen „Rund um

Hohenthann“. Der Wanderweg 1 ist durchgehend rot beschildert und führt auf fünf Kilometern

durch die Fluren und Wälder der Gemeinde. Das Hohenthanner Bräustüberl bietet

sich als Start/Ziel an, ist doch eine gemütliche Gaststube nach einer Winterwanderung die

beste Motivation. Die abwechslungsreiche Strecke führt auf gut ausgebauten Feldwegen

zur Einöde Auhof, von wo man einen wunderbaren Ausblick ins Tal des Bibelsbach und auf

die nahe Wallfahrtskirche Heiligenbrunn hat, welche einen Abstecher wert ist. Die Hirsche

im Wildgehege vor Altenburg kommen nah an den Zaun und lassen Kinderaugen strahlen.

Die Kapelle St. Georg in Altenburg blickt seit dem 13. Jahrhunder hinaus ins kleine Laabertal.

Auf einem bewaldeten Geh- & Radweg geht es zurück zum Dorf.

Nähere Informationen erhalten Sie bei der Gemeinde Hohenthann: www.hohenthann.de

Lassen Sie sich auf zahlreichen Weihnachtsmärkten und Adventsausstellungen im

Hopfenland Hallertau in Weihnachtsstimmung bringen. Zu den bekanntesten im Landkreis

Freising zählen der Altstadt-Christkindlmarkt in Freising (29.11. bis 23.12.) oder

der Moosburger Christkindlmarkt (08./09.12. und 15./16.12.). Aber auch kleinere

Märkte, wie die Schlossweihnacht in Mauern (01.12.), lassen Sie verzaubern. Zudem

bietet die Touristinfo Freising an jedem Adventssamstag einen weihnachtlichen

Altstadtrundgang mit Dombesichtigung an. Infos unter www.kreis-fs.de oder

www.tourismus.freising.de.

Für ganzjährigen Badespaß und Saunagenuss sorgt ab Ende 2018 „fresch“, das

neue Freisinger Erlebnisschwimmbad mit verschiedenen Becken, großzügiger

Saunalandschaft, Dampfbad und Schwimmteich mit Ruhehaus. Infos unter:

www.freisinger-stadtwerke.de.

Veranstaltungen im Hopfenland Hallertau:

28.11.–23. 12.: (Mi bis So) Kuchlbauers Turmweihnacht, Abensberg

29.11.–09. 12.: (Do bis So) Niklasmarkt, Abensberg

29.11.–23.12.: Altstadt-Christkindlmarkt, Freising

30.11.–02.12: Christkindlmarkt, Geisenfeld

1.12.: „Lutzmannsdorfer Christkindlmarkt“ im

Drei-Seit-Hof inmitten der Hopfengärten

1.12.: Christkindlmarkt am Klosterberg, Hohenwart

1.12.: Sternenfest, Moosburg

8.–9.12: Waldchristkindlmarkt im Kletterpark, Jetzendorf

8.–9. 12.: Bad Gögginger Adventsmarkt

8.–9. & 15.–16.12.: Moosburger Christkindlmarkt

14.–16.12: Weihnachtsmarkt, Vohburg

31.12.: Silvesterkonzert im Kloster Scheyern

2.2.2019: Ball der Hallertau, Au i. d. Hallertau

Zu den Veranstaltungen sind Bevölkerung und Besucher herzlich eingeladen.

Weitere Infos zur Mitgliedschaft und

zum Tourismusverein unter:

Hopfenland Hallertau Tourismus e.V. · Münchener Vormarkt 1 · 85276 Pfaffenhofen a.d.Ilm

Telefon 08441 4009-284 · info@hopfenland-hallertau.de

www.hopfenland-hallertau.de

Projektmanagement gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER).

hallertau-Magazin 19


Medaillenregen

für Biere der Region Hallertau bei Europas bedeutendstem Bierwettbewerb

Goldmedaillen für Hofbrauhaus Freising, Hohenthanner Schlossbrauerei,

Staatsbrauerei Weihenstephan und Weissbierbrauerei Schneider

Rekordbeteiligung von 2.344 Bieren aus 51 Ländern aller

Kontinente beim European Beer Star 2018

Wenn alljährlich im Spätsommer in der Brau-Akademie Doemens

(Gräfelfing bei München) internationale Bierexperten in einer

Blindverkostung die besten Biere der Welt beim European Beer

Star ermitteln, wartet die Brauwelt mit gespannter Erwartung

auf die Ergebnisse, die einen ähnlichen Stellenwert wie die Michelin-Sterne

für die Gastronomie haben. Heuer hatte es die 144köpfige

Jury besonders schwer, denn galt es doch die Rekordbeteiligung

von 2.344 Bieren aus 51 Ländern zu verkosten, um Gold-,

Silber- und Bronzemedaillen in 65 Kategorien (Bierstilen) zu

vergeben. Umso spektakulärer sind die vielen Auszeichnungen,

welche die Brauereien der Region in diesem Jahr erfahren haben:

Das Hofbrauhaus Freising kann sich über Gold für das Huber

Weisse Dunkel und Bronze für das 1160 Kellerbier freuen. Das

Beste des Jahres darf sich das Hohenthanner Tannen Hell der

gleichnamigen Schlossbrauerei in der besonders wettbewerbsintensiven

Kategorie Helles/Lager nennen. Sogar drei Medaillen

gehen nach Kelheim zu Schneider Weisse: Gold für das TAP X,

ein Cuvee aus barriquegereiften Bieren sowie jeweils Bronze für

den Aventinus und den Eisbock – beides besonders gehaltvolle

Doppelbockbiere. Die Staatsbrauerei Weihenstephan erhält für

ihren – bereits vielfach prämierten – Weizenbock Vitus die Goldmedaille

sowie für das Hefe-Weissbier Dunkel die Silbermedaille.

„Es ist ein Ritterschlag für den Braumeister, wenn sein Bier mit

einer Medaille beim European Beer Star prämiert wird“, erklärt

Oliver Dawid, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Privaten

Brauereien, der diesen Wettbewerb, der zu den bedeutendsten

Bier-Wettbwerben der Welt zählt, ausrichtet. ›››

Weißbier

Spezialitäten

Unser Gold prämiertes Huber Weisses Dunkel


Private Brauereien

Georg Rittmayer

» Förderung der Biervielfalt

und handwerklicher

Braukunst «

Oliver Dawid

Private Brauereien

Der Verband der Privaten Brauereien ist die mitgliederstärkste

Interessensvertretung der deutschen Brauwirtschaft. Allein in

Bayern sind 400 Brauereien bei den Privaten Brauereien organisiert.

Seit 2003 richten die Privaten Brauereien den international viel beachteten

European Beer Star (EBS) aus, der seitdem von Rekord zu

Rekord eilt. Über diese Erfolgsgeschichte des Verbandes hat sich das

hallertau-Magazin mit dem Hauptgeschäftsführer Oliver Dawid

sowie dem Mitte Oktober gewählten, neuen Präsidenten Georg

Rittmayer unterhalten.

Seit 2003 gibt es den Wettbewerb European Beer Star. Die

Teilnehmerzahlen steigen seitdem jählich um 10 oder

mehr Prozent. Eine Erfolgsgeschichte, die noch nicht zu

Ende erzählt ist?

Rittmayer: Wir sind überzeugt davon, dass die Erfolgsgeschichte

noch lange nicht zu Ende erzählt ist. Bei immer noch wachsender Anzahl

von Craft Brauereien weltweit und einem noch längst nicht erschöpften

Innovationspotential der Braumeister machen wir uns da schon berechtigte

Hoffnungen auf weitere Zuwachsraten. Wir arbeiten kontinuierlich daran,

Ideen und Marketingansätze umzusetzen, um die Teilnehmerzahlen auch in

den Folgejahren weiter zu steigern.

Der European Beer Star, einer der bedeutendsten Bier-Wettbewerbe

der Welt, hat inzwischen fast so viele Kategorien (= Bierstile) wie die

Olympischen Spiele Wettbewerbe. Was ist der Grund dafür und was ist

für die Zukunft zu erwarten?

Dawid: Die kreativen Ansätze der Craft Beer Bewegung haben die Ausweitung

der Kategorien beim EBS sicher beschleunigt. Dabei wurden nicht nur

neue, zum Teil experimentelle Bierstile in die EBS-Kategorieliste aufgenommen,

sondern es wurde auch dem Wiederaufleben von traditionellen, zum Teil

schon in Vergessenheit geratenen Bierstilen Rechnung getragen. Obwohl die

Interpretation von alten und die Entwicklung neuer Bierstile noch nicht abgeschlossen

ist, so wollen wir die Anzahl der Kategorien beim EBS aus Gründen

der Übersichtlichkeit nur noch geringfügig verändern.

Was sind die Charakteristika des European Beer Star? Wie sehen Sie die

Positionierung des EBS in der Bierwelt?

Dawid: Beim European Beer Star werden unverfälschte, charaktervolle und

qualitativ hochwertige Biere gewürdigt. Berücksichtigt werden Bierstile,

die ihren Ursprung in Europa haben. Zentrales Prüfkriterium ist

dabei die Sensorik. Neben der Bierqualität ist aber auch das Erfüllen der

Kategoriebeschreibung ausschlaggebend, es kommt auf das besondere,

das authentische Bier an. In jeder Kategorie werden nur die drei

besten Biere mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet.

Der Verband der Privaten Brauereien vertritt die Interessen

inhabergeführter, zumeist mittelständischer Brauereien, die auf

traditionelles Brauhandwerk setzen. Ist es Zufall, dass das Gros der

Medaillengewinner genau aus diesem Kreis kommt? Beteiligen sich die

Industriebrauereien nicht an solchen Wettbewerben?

Rittmayer: Eine Besonderheit des EBS ist die Tatsache, dass wir beim EBS keine

Teilnehmer kommunizieren, sondern nur die Gewinner. Deshalb kann man nur

sagen, dass in den vergangenen Jahren auch immer wieder vereinzelte nationale

und internationale Brauereikonzerne auf den Siegerlisten standen und damit zeigen,

dass auch sie vom stetig wachsenden Renommee des EBS und Wertschätzung

eines „Sterns” durch ihre Kunden überzeugt sind. Die überwiegende Anzahl der

prämierten Biere stammt aber aus mittelständischen Brauereien, die Bierspezialitäten

produzieren, die alleine schon aufgrund der regionalen Kundenerwartungen

über den „Mainstream Geschmack“ der Großbrauereien hinausgehen müssen. Die

renommiertesten Braumeister der Welt brauen dort echte Biere mit Charakter, mit

hochwertigsten Rohstoffen sowie traditionellen Herstellverfahren, bei dem auch

der Faktor Zeit für Reifung noch eine Rolle spielen darf.

Europas bestes Helles


Der European Beer Star gilt nicht erst im 15. Jahr des Bestehens

zu den meist nachgefragten Auszeichnungen, weil dabei

jedes Jahr nur jeweils eine Gold-, Silber und Bronzemedaille

vergeben wird. Nach transparenten Kriterien, wie sie auch der

Verbraucher ansetzt: Optik, Schaum, Geruch und Geschmack.

Die Siegerehrung fand Mitte November im Rahmen der

internationalen Getränkefachmesse BrauBeviale in Nürnberg

statt.

Zwei Tage lang hatten im Oktober bei Doemens Braumeister

und Bierexperten aus 32 Ländern all die eingereichten 2.344

Biere verkostet, ehe die Gewinner des Wettbwerbes feststanden,

bei dessen Premiere vor 15 Jahren gerade mal 271 Biere

dabei waren. Die Vielfalt an individuellen, charaktervollen

Bieren handwerklicher Brauart einer breiten Öffentlichkeit zu

vermitteln, war das Ziel der Privaten Brauereien bei der erstmaligen

Auslobung des Wettbewerbs, erläutert Oliver Dawid,

„heute gilt eine Medaille beim European Beer Star als Auszeichnung,

die sich fast immer auch unmittelbar in steigenden

Verkaufszahlen niederschlägt.“

In diesem Jahr sind die deutschen Brauereien, die rund 39 %

der eingereichten Biere stellten, ganz besonders erfolgreich:

Mit 28 Gold-, 23 Silber- und 28 Bronzemedaillen dominieren

sie den European Beer Star wie nie zuvor. Mit jeweils neun

Goldmedaillen folgen die US-Brauer und die Brauereien aus

Italien, vor den Niederlanden (7 Goldmedaillen) und Österreich

(5 Goldmedaillen). Insgesamt gehen Medaillen in 26

Länder aller fünf Kontinente, darunter auch eher unvermutete

Nationen wie Myanmar, Namibia oder Taiwan.

„Wir sind überwältigt von dem Erfolg“, freut sich Johannes

Rauchenecker, Inhaber der Schlossbrauerei Hohenthann, „bei

der Konkurrenz in diesem Jahr ist die neuerliche Goldmedaille für

unser Helles von ganz besonderem Wert“. Der helle Weizenbock

„Vitus” der Staatsbrauerei Weihenstephan tauchte ebenfalls bereits

in den Vorjahren in den Gewinnerlisten des European Beer Star auf.

Gleichwohl begeistert sich Marketingleiterin Karin Gürtner für die

Goldmedaille: „Das ist doch die prägnanteste Empfehlung für ein

außergewöhnliches Bier an unsere Kunden.“ Das internationale

Renommee dieses Preises hat man in Kelheim bei der Schneider

Rainer Lehmann

Rainer Lehmann

Juroren des European Beer Stars 2018 beim Gruppenfoto und bei der Blindverkostung, die in der Brau-Akademie Doemens stattfand.

Weisse im Blick. „Wir gehören seit Jahren zu den Medaillengewinnern

beim European Beer Star“, bekräftigt Geschäftsführer und

erster Braumeister Hans-Peter Drexler, „mal mit diesem, mal mit

jenem Bier – in allen Fällen findet das überregionale Beachtung.

Sogar unsere Kunden in den USA sprechen uns darauf an.“

„Nahezu sprachlos“, zeigt sich Hauke Winterer, Vertriebsleiter beim

Hofbrauhaus Freising, über den Premieren-Erfolg gleich zweier Biere

seiner Brauerei: „Das ist schon sensationell. Wir werden das

natürlich gegenüber unseren Kunden entsprechend kommunizieren.“

Kurios, dass die zwei besten dunklen Weissbiere der Welt

aus einer Stadt kommen. Das spricht doch für die Bierstadt

Freising ... Alexander Herzog

Unsere Sieger beim

European Beer Star!

URSPRUNG DES BIERES


s

Tipps & Service – Winter 2018 bis Frühjahr 2019

06. Dezember

Sankt Nikolaus im Weltwald Freising

15:00–16:00 Uhr · Ein musikalischer Nachmittag,

kleiner Markt mit weihnachtlichen

Holzkunstwerken, exotischen Nadelbaumzweigen

und duftendem Kinderpunsch.

Treffpunkt: Zentralpavillon im Weltwald,

nahe der Waldkirche St. Clemens.

08161 4802-0, Anfahrt siehe:

www.weltwald.de

08.–09. Dezember

Der Adventsmarkt im Schafhof

10:00–18:00 Uhr · Mit Kreisel und

Kuppelkrippen in den Advent · Es werden

ausschließlich kunsthandwerklich arbeitende

Werkstätten zugelassen

WORKSHOPS (10:00–18:00 Uhr):

Windlichter, Bäume und Futterstellen

– Kunstvolle Objekte aus Weiden und

Binsen flechten / Rita Schäftlmeier, Blumenkunststücke

/ Für die Paarsuche am

Spieltisch – Memories mit Farbe und Fotos

fantasievoll gestalten / Karin Traxler, vier

werkstätten (Bitte nach Wunsch eigene

Fotos mitbringen) / Feuerzauber für die

dunkle Jahreszeit – Gartenfackeln selber

machen, Birgit Bode, Eigenmacherei

15. Dezember–10. Februar 2019

Ausstellung im Schafhof:

„Ich liebe dich, ich hasse dich”

Ein Spiegelbild gesellschaftlicher Realitäten:

Die Münchner Künstlerin Stefanie

Unruh arbeitet im Bereich Zeichnung,

Installation, Video und Fotografie. In ihren

Arbeiten verfremdet sie die alltägliche

Wirklichkeit und schafft daraus surreale

Situationen. Am Schafhof 1, 85354

Freising · Öffnungszeiten Ausstellungen /

Café Botanika: Di–Sa 13:00–18:00 Uhr

So + Feiertage 10:00–19:00 Uhr

www.cafe-botanika.de

www.schafhof-kuenstlerhaus.de

Die Ausstellungsräume und das Café

sind barrierefrei zu erreichen.

Sehenswert: Der Freisinger Dom

„Dom St. Maria und St. Korbinian“

mit Marien-Motiv von Peter Paul Rubens,

filigranem Stuckwerk der Gebrüder Asam

und meisterlich geschnitztem gotischen

Chorgestühl. Jeden Sonntag nach

der Hl. Messe (10:30 Uhr) kostenfreie

Domkurzführung (ca. 30 Min.), Treffpunkt

Domportal www.freisinger-dom.de

Tipp: Spezielle Führungen für Gruppen

z. B. zu Rubens Hochaltarbild, zur Krypta

und Bestiensäule, zum Thema Licht im

Kirchenbau oder zu alten Inschriften und

Symbolen. Auf Ihre Wünsche zugeschnittene

Führungen zum Wunschtermin jeweils

zu einem Thema oder Kunstwerk.

Dauer: 60–90 Min. · Preis: 75–85 €

Beratung/Buchung: Tel. 08161 181 2160,

domfuehrungen@eomuc.de

Kleinkunstbühne in Unterpindhart:

17. Januar Erich Blötzinger

08. Februar Frederic Hormuth

01. März Franziska Wanninger

17. März Christine Eixenberger

05. April Lisa Fitz

02. Mai Hallertauer Kleinkunstpreis

2019 moderiert von Wolfgang Krebs;

Vier Künstler bzw. Künstlergruppen kommen

aus ganz Deutschland zum Hallertauer

Kleinkunstpreis nach Unterpindhart. Im

Gepäck haben sie einen Ausschnitt ihres

Programms – und jede Menge Mut. Sie

stellen sich nämlich gleich zweimal einer

Abstimmung: Auf der einen Seite der Jury

(zusammengesetzt aus Kulturschaffenden,

Kulturbeobachtenden und anderen

Kulturen), auf der anderen Seite dem

Publikum. Zusammen wird der Sieger des

Hallertauer Kleinkunstpreises gewählt.

Landgasthof Rockermeier, Bachstraße 3,

85290 Geisenfeld/Unterpindhart

www.kleinkunst-unterpindhart.de

bis 27. Januar 2019

Sonderausstellung:

Die Bilderwelt der Kelten

Di–Fr. 9:30-16:00 Uhr, Sa, So + Feiertage

10:00–17:00 · Die Kelten prägten im

1. Jahrhundert v. Chr. weite Teile Mitteleuropas,

sie brachten aber keine eigenen

Schriftzeugnisse hervor. Dank langjähriger

Forschung lässt sich die keltische Kultur

jedoch durch ihre Alltagsgegenstände

erschließen, die oft mit kunstvoller

Ornamentik verziert sind. Mensch und

Tier werden als phantastische Mischwesen

dargestellt. Die Archäologische

Staatssammlung präsentiert über 100

Highlights. · Eintritt Ausstellung: Erw. 4 €

(Museums-Kombi 8 €), Kinder bis 6

Jahre frei, Jugendliche/Auszubildende 2 €

(Museums-Kombi 3 €) kelten römer

museum manching, Im Erlet 2, 85077

Manching, www.museum-manching.de

Alle Räumlichkeiten sind auch für

Rollstuhlfahrer erreichbar.

Bewegung im Winter:

Kunsteisbahn Pfaffenhofen

mit Gaststätte

Discolauf jeden Samstag 19:30–21:30 Uhr

Leihschlittschuhe 3 € · Eintritt Erw. 4 €,

Kinder 2 €, Familien (2 Erw., 2 Kinder

unter 16 Jahren) 10 € · Eissport-Club

Pfaffenhofen e. V., Stadtwerke Arena,

Ingolstädter Str. 76, 85276 Pfaffenhofen

www.ec-pfaffenhofen.de

08. Dezember

Benefiz-Klettermarathon

für die Karakorumhilfe

8:00–18:00 Uhr · u.a. mit Thomas Huber,

einem der bekannten „Huberbuam“

Kletterzentrum der DAV Sektion

Freising, Seilerbrücklstr. 3, 85354

Freising, Tel. 08161 548656

www.kletterzentrum-freising.de

23.–24. Februar 2019

71. Internationale Jubiläums Wandertage

Kelheim Abwechslungsreiche

Strecken mit 5 km und 10 km, Kaffee und

Kuchen. 23.2.: 8:00–12:00 Uhr (Zielschluss

15:00 Uhr), 24.2.: 7:00–11:00 Uhr (Zielschluss

14.00 Uhr)

09441 3474 · Hinweis: Auch für

Kinder bis 12 Jahre geeignet · Start/Ziel:

Donau-Gymnasium Kelheim, Rennweg

61, 93309 Kelheim · GPS:48°54'53.46''N

11°53'18.13''E · Veranstalter: Wanderverein

Kelheim e.V.

Aktuelle Hinweise finden Sie in

den Veranstaltungskalendern

online:

www.hopfenland-hallertau.de

(„Aktivitäten“)

www.tourismus-landkreis-kelheim.de

(„Veranstaltungen“)

www.freising.de („Veranstaltungskalender“)

Naturfreunde: Veranstaltungen des

Landschaftspflegeverbandes Kelheim

unter www.voef.de

jeden 4. Sonntag im Monat:

großer Antik- und Flohmarkt,

Pfaffenhofen auf dem Volksfest-Gelände

www.Flohmarkt-Paffenhofen.de

Problem- und Spezialfällung,

Kronenpflege, Baumkontrolle,

Kronensicherung und

-einkürzung

Philipp Schwaiger

European Tree Worker

Baumkontrolleur

Meilendorf 21 / 85405 Nandlstadt

info@baumpflegeschwaiger.de

www.baumpflegeschwaiger.de

T +49 152 084 292 63

Ein Schluck sagt mehr

als tausend Worte.

Bayerns älteste Weissbierbrauerei.


ADVERTORIAL

In der

Hallertau entdeckt ...


Weil’s nicht Wurscht ist!

Qualität mit Respekt!

Südlich der Hallertau, in Niederhummel, findet man

die TAGWERK Bio-Metzgerei.

Die Tiere kommen aus nur bis ca. 50 km entfernten

Betrieben. Und hier hört Bio nicht an der Stalltür auf!

Wertschätzung dem Tier gegenüber ist selbstverständlich:

stressfrei nach einer Ruhephase geschlachtet,

verwertet ‚From Nose to Tail‘. Handwerklich

weiterverarbeitet ohne künstliche Phosphate und

natürlich ganz ohne Nitritpökelsalz! Diese besondere

Art der Verarbeitung ist sehr zeitintensiv und belohnt

mit einer schmackhaften Produktvielfalt.

Tagwerk Bio-Metzgerei · Ortstr. 2, 85416 Niederhummel · Tel. 08761 7247377 ·

www.tagwerkbiometzgerei.de

Lieferung von München bis

Pfeffenhausen:

Naturgarten Schönegge:

Hofladen, Selbsternte,

Ökokiste – alles bio!

Wer naturbelassene Lebensmittel sucht, ist

im Naturgarten Schönegge in Meilendorf (bei

Attenkirchen) goldrichtig. Im Hofladen gibt es

Obst und Gemüse, Eier oder Molkereiprodukte,

Brot oder Fleisch- und Wurstwaren sowie ein

breites Trockensortiment.

Das ganze Jahr über besteht die Möglichkeit, auf

den Feldern bzw. in den Gewächshäusern selbst

zu ernten. Für den, der dazu keine Möglichkeit

Weihnachtsduft liegt in der Luft

bei Majuntke in Mainburg

Majuntke Gärtner von Eden in Mainburg stimmt seine

Kundinnen und Kunden zu Weihnachten mit meisterhaften

Ausstellungen auf die festlichen Tage ein. Zu

sehen sind einzigartige Kränze und Gestecke von

Meisterfloristen, ausgefallene sowie klassische Dekorationen,

feine Kerzen und viele weitere schöne Dinge,

die Feste stimmungsvoll machen. Für das leibliche Wohl

der Besucher wird auch gesorgt ein.

Adventausstellung: Vom 23. bis 25. November 2018

Majuntke Gärtner von Eden · Ebrantshauser Str. 4, 84048 Mainburg · Tel. 08751 8647-52

www.majuntke-gaerten.de

hat, liefern die Schönegges auf Bestellung ihre

„Ökokiste“ mit Gemüse, Obst und Salat „für

Genießer, die noch alle Sinne beisammen haben“

nach Hause. Gerade gibt es dazu eine besondere

Probier-Aktion für die Neukunden: Die „Schnupperkiste“

zum Vorzugspreis!

Naturgarten Schönegge · Meilendorf 20,

85405 Nandlstadt · Tel. 08168 96080 ·

www.schoenegge.de

Wir sind Ihr idealer Ansprechpartner für regionale Präsente mit Hopfen.

www.lutzenburger.de · Scharfstraße 1 · 84048 Mainburg · Tel. 08751 1027

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hallertau-Magazin


Der

Torten-Zauberer

Zuckerbäcker bereichern das Leben: Zu festlichen Ereignissen als auch im Alltag.

Froh kann sich schätzen, wer noch eine handwerklich arbeitende Konditorei in seiner Nähe hat.

In Mauern wagte Johannes Meißner als junger Konditormeister den Schritt in die Selbstständigkeit.

Um seine Backstube scharen sich bereits Fans. Wie es dazu kam …

Eines Tages steht das Ladengeschäft im Erdgeschoß leer. 80 m 2

Gewerbefläche an der Durchgangsstraße in Mauern, schräg

gegenüber vom Alten Wirt. In einem Mehrparteienhaus,

in welchem Johannes Meißner eine Wohnung gemietet hat.

Johannes bemerkt es. Ohne auch nur zu ahnen, wie sich sein Alltag

dadurch dramatisch verändern würde. Ein paar Tage später trifft

er seine Vermieterin im Hausflur. „Wie wär's, Herr Meißner“,

scherzt sie im Vorbeigehen, „hatten Sie mir nicht

erzählt, Sie träumen davon, eines Tages eine eigene

Confiserie aufzumachen? Warum machen Sie das

denn nicht hier in Mauern?“ Tja ... warum eigentlich

nicht in Mauern? Johannes grübelt. Keine 48

Stunden. Dann geht alles sehr schnell: Businessplan

erstellt, mit der Bank geredet, Laden gemietet,

Job gekündigt. Und schon ist der erst 25-jährige

Konditormeister und Lebensmitteltechnologe

Johannes Meißner selbstständig.

Das war im Februar. Doch bevor das Schokoladen-Rührwerk

anlaufen kann, gibt es noch einiges

zu tun. Es ist ein ganzes Stück Arbeit, den Laden

herzurichten. Die ehemalige Blumenhandlung

muss komplett entkernt werden. Aus Neustadt

an der Waldnaab reist Unterstützung an. Auf die

Eltern ist Verlass! Johannes' Vater Manfred ist Landwirt und

verfügt handwerklich über umfassendes Geschick. Zusammen

legen die beiden los. Der Papa legt die Fliesen, Sohn Johannes

verputzt meisterhaft die Wände (beim Verputzen und beim

Torteneinstreichen gibt es schließlich Parallelen!). Gemeinsam

bauen sie die Präsentationstheken. Mutter Hildegard umsorgt

die beiden und hält daheim die Stellung. Im Juni 2017 eröffnet

Johannes in Mauern „seine“ Konditorei und Patisserie:

„My Sweet Dream“ (engl.: Mein

süßer Traum; Anm.d.Red.).

Nun beginnt der Alltag in der

Backstube. Johannes läuft zu Höchstform

auf. Seine Hochzeitstorten sind der

Renner: verlockende Gebilde, lilienweiß

verzuckert, umkränzt von pastellfarbenen

Blütenträumen ... oder – für

entspannte Landhochzeiten – fröhlich

meterhoch gestapelte, duftig-fluffige Biskuitböden,

zwischen denen fruchtige

Sahnecremes weiß und rosa üppig hervorquellen,

gefüllt und getoppt mit tiefroten

Beeren ... Oh, was für Torten! Man

braucht schon gestalterisches Können um

hallertau-Magazin 25


hiphoto39 - stock.adobe.com

solche Hingucker-Torten hinzubekommen. „Aber sie wollen

nicht nur gebacken und gestaltet werden“, bemerkt „Süßbaumeister“

Johannes trocken, „der Transport zum Fest ist meist

die größere Herausforderung für mich.“ Kühlen, sichern,

transportieren, tragen ... diese Mühe kostet auch oft mehr

als die Zutaten für die Torte. Erfunden hat da noch niemand

etwas. Nur für Etageren-Torten gibt es zangenartige Haltevorrichten

für den Transport. Aber Etageren-Torten sind halt

nicht solche Blickfänge wie die mehrstöckig gebauten „Einmal-in-unserem-Leben“-Torten.

Auf die Frage „Geht auch

mal etwas schief?“ reagiert Johannes entspannt. Nein. Schief

geht nur das, was in jeder Küche gelegentlich passiert: Die

Milch kocht über, ein Ei fällt auf den Boden.

„Ein Konditor muss heiß und kalt kennen“

Das Geschäft läuft gut an. Dafür heißt es aber auch zwischen

4 und 6 Uhr aufstehen. Seinen Urlaub plant Johannes in der

Fastenzeit. An den hohen Feiertagen herrscht Hochbetrieb in

der Backstube. Auf sein Team von inzwischen sechs Mitarbeitern

kann Johannes sich verlassen. Alle sind mit Engagement

bei der Sache. Damit andere sich und ihre Familien

verwöhnen können, werden im „My Sweet Dream“ kleine

Nougat-Träumchen gefertigt, Sahnetorten gefüllt, Pralineés

gerollt, Schokoladen gegossen ... Ja, Schokolade ist ein Thema,

mit dem sich Johannes bereits intensiv beschäftigt hat –

beginnend während seine Ausbildung in einer alteingesessenen

Konditorei nahe Bayreuth (Kohr in Erbendorf, gegr. 1883)

bis zu seiner Tätigkeit als Lebensmitteltechnologe in der Industrie

(beim Hersteller der Schoko-Hobbits).

Neben einem qualitativ hochwertigen Rohstoff ist die korrekte

Temperatur ausschlaggebend beim Gelingen von Pralinées

und Schokoladen, erklärt der geprüfte Lebensmitteltechnologe

und zitiert seinen Meister: „Ein Konditor muss heiß und kalt

kennen.“ Soll heißen, dass ein erfahrener Konditor die exakt

Zum Pralinenkurs anmelden!

Interessierte Hobbybäcker können

bei Johannes Meißner Kurse belegen.

Teilnehmer erfahren Wissenswertes über

Schokolade, über die Herstellung von

Pralinen und das Temperieren von Kuvertüre.

Selbst gefertigte Pralinen dürfen mit

nach Hause genommen werden. Der

Konditormeister verrät sogar seine

Rezepturen. Eine süße und unterhaltsame

Art und Weise, einen grauen Winternachmittag

zu verbringen! In Form eines Gutscheins

auch eine schöne Geschenkidee.

Alles über Schokolade

Schokolade wird aus den bohnenförmigen

Samen der Kakaofrucht gewonnen. Die

Mayas und Azteken in Mittelamerika

waren die ersten Schokoladenproduzenten.

Sie züchteten bereits vor über 3000

Jahren Kakaobäume und stellten Schokolade

her. Vermutlich handelte es sich dabei

meist um ein schaumiges, kaltes Getränk

mit einem ähnlichen Stellenwert, wie ihn

bei uns heute der Champagner inne hat.

Ab dem 16. Jahrhundert trat die Schokolade

von Spanien aus den Siegeszug in

Europa an – als teures Heißgetränk für die

wohlhabenden Eliten der Gesellschaft. In

England wurde 1847 die Tafelschokolade

erfunden. Im Rahmen der industriellen

Revolution und dem daraus resultierenden

Wohlstand konnten sich bald alle

Gesellschaftsschichten Schokolade leisten.

Aktuell ist Deutschland Weltmeister

im Schokolade-Essen: mit 11,7 Kilogramm

pro-Kopf. Angebaut wird Kakao heute

überwiegend in Afrika. Bisher werden nur

ca. 6% des importierten Rohstoffs „fair“

gehandelt.

© Andrey Kuzmin - stock.adobe.com


passenden Verarbeitungstemperaturen

auf das Grad genau kennt oder sogar

im Gefühl hat. Aufgrund des Kristallisationsverhaltens

der in der Schokolade

enthaltenenen Kakaobutter muss

die Schokolade erst erhitzt und dann

gekühlt werden, je nach Kakaobuttergehalt

mehr oder weniger. Sonst wird

sie stumpf und brüchig. Johannes erklärt

es Wissbegierigen gerne im Detail:

Ambitionierte Amateure können bei

ihm Kurse belegen zur Herstellung von

Pralinées und Schokoladen.

Backen ist Liebe?

Jedes Dekorationselement fertigt

Johannes selbst. Nur die kleinen silbernen

und goldenen Zuckerkugeln

bringt der Postbote. Auf die Frage,

ob es denn ein Zauberwerkzeug für

all die kunstvollen Verzierungen gibt,

grinst Johannes fröhlich: die Hände,

ein Messer! Damit sei im Grunde alles

möglich. Wenn man nicht gerade

Grobmotoriker sei ... Kreative Herausforderungen

liebt er. Industriekonditor

mag er allein deshalb schon nicht sein.

50 Erdbeerkuchen am Stück belegen:

Nein! Geregelte Arbeitszeiten hin und

her, er setze auf seine selbstständige

Schaffenskraft und Kreativität. Ist das

eher optimistisch gedacht? Aber warum

... Qualität setze sich durch und

Süßes gehe doch immer! Und was ist

mit der Konkurrenz durch die vielen

Hobby-Konditoren? Backen heute nicht

„gefühlt“ alle, wenn es um etwas geht?

Cupcakes und Fondant-Torten sind

mega-trendy. In Online-Backshops

lassen sich viele Dekos einkaufen. Wer

hat nicht eine gute Freundin, „die da

ein super Händchen für hat“ und die

sicher auch eine spektakuläre Hochzeitstorte

hinbekäme? Der Profi sieht es

entspannt. Es sei doch toll, wenn die

Leute sich mit der Materie befassen.

So wüssten sie die Leistung besser zu

schätzen, die in einer solchen Torte

oder modellierten Marzipanblüte

stecke. Als geprüfter Lebensmitteltechnologe

allerdings, setzt er hinzu,

habe er schon Bedenken, wenn es um

große Anlass-Torten für Festgesellschaften

aus privaten Küchen gehe.

Die Zutatenkontrolle und strikte

Hygiene sei schnell unterschätzt im

Zusammenhang mit Eiern, Baisermasse,

Buttercreme, Milch und Sahne.

Professionelle Hygiene und insbesondere

durchgehende, stringente

Temperierung in allen Arbeitsschritten

gelten als oberstes Gebot. Welche

private Küche sei dafür schon ausreichend

gerüstet? Ja, aber manche

wollen doch halt partout selbst backen

für das große Fest, von wegen „Backen

ist Liebe“ und so ... Johannes zuckt

mit den Schultern. „Da sage ich nur:

Nutzt die Zeit vor dem Fest doch lieber,

um Glückwünsche zu formulieren, um

euch auszuruhen und um euch aufzuhübschen!“

Klingt nach einem guten

Rat. Mit den besten Freundinnen den

Moment feiern. Ohne ihnen Teig unter

den Fingernägeln und Eischnee in den

Haaren zuzumuten. Oder hektische

„Last-Minute“-Reparaturen verlaufender

Deko-Schriften. Sich gemeinsam

ganz dem Anlass widmen. Und dabei

unbekümmert Torte essen!

Können Sie ein Hotel backen?

Manchmal kommen Menschen mit

ganz ausgefallenen Ideen zu Johannes.

Die kniffligste Torte, die er bisher nach

Vorlage erschaffen hat? Ein detailgetreues

Abbild eines Hotels im Schwarzwald!

Von den Schindeln auf dem Dach

über die Geranien vor den Fenstern

bis hin zum Jesuskreuz an der Fassade.

„Das war eine Arbeit!“ strahlt Johannes,

während er eine Mappe mit Fotos

aufschlägt. Ob es dekadent, ist solche

Torten zu bestellen?

Nein, in diesem Fall sei es sicher

nicht dekadent gewesen. Es sei eine

Wertschätzung des Ereignisses. Eine

solche Torte werde nicht einfach gekauft.

Der Bestellende mache sich

Gedanken, die mit der Person des

oder der Beschenkten und seinem

Fest in enger Verbindung stehen. In der

Regel finden sich zum „Projekt Torte“

auch mehrere Schenkende zusammen.

Die Torte werde dann eigens

und ausschließlich zu diesem besonderen

Anlass entworfen und erschaffen.

Sie sei somit eine Investition in

einen einzigartigen Moment, der so im

Leben nie wiederkehre. Das Schöne an

Torten: Nach einem Erinnerungsfoto

werden sie geteilt. Alle bekommen

ein Stück süßes Glück, kein bombastisches

Geschenk verstaubt im Regal

und jeder erinnert sich gerne. An

den Moment. An das Miteinander.

Und an die phänomenale Torte!

von Maité Herzog, Fotos: Maité Herzog,

privat

hallertau-Magazin 27


stock.adobe.com: Sanduhr: freshidea,

Pfaffenhofen: Otto Durst,

Schmetterling: animaflora

Eine Stadt,

die handelt.

Pfaffenhofen

auf dem Weg zu

mehr Biodiversität

pel, „unser Ziel ist es, diesen Anteil auf

mindestens ein Fünftel zu steigern.“ Die

erste Informationsveranstaltung habe bereits

stattgefunden und sei auf großes Interesse

gestoßen, immer weniger Landwirte

Eine beispiellose Initiative der Stadt

Pfaffenhofen will dazu beitragen,

die Artenvielfalt zu fördern „Bodenallianz“

nennt die Stadt das Anreizprogramm,

um konventionell wirtschaftende

Landwirte im Stadtgebiet zum Umstieg

auf Öko-Landwirtschaft zu motivieren.

Mehr als eine Million Euro stehen dafür

von 2019–2021 bereit: für Beratung, für

Schulungen, für Praktika, für Exkursionen

und zur Vertriebsunterstützung. Betreut

wird das Projekt von Pfaffenhofens

Nachhaltigkeits-Manager Dr. Peter Stapel

und dem Landwirtschaftsberater Joseph

Amberger, der über langjährige Erfahrung

in der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft

verfügt. „Das Projekt ist einmalig,

als Pfaffenhofener habe ich mein

ganzes Leben davon geträumt“, schwärmt

Amberger, der erkennbar eine große Leidenschaft

für das Thema mitbringt. „Ich

bin überzeugt, dass die Chemie-Ära in der

Landwirtschaft bald zu Ende geht, weil

die Menschen sich wieder nach intakter

Kulturlandschaft sehnen, nach Heimat

und Identität. Das gehört für mich

zusammen.“ Derzeit gibt es im Stadtgebiet

Pfaffenhofen 185 landwirtschaftliche

Betriebe, die insgesamt eine Fläche von

4.700 Hektar bewirtschaften. „Lediglich

6 % der Fläche wird derzeit extensiv

bzw. biologisch genutzt“, berichtet Sta-

Pfaffenhofens Nachhaltigkeits-Manager

Dr. Peter Stapel (r.) im Gespräch mit Berater

Joseph Amberger.

Privat

28

hallertau-Magazin


hätten Berührungsängste bei dem Thema.

Das kennt auch Amberger aus seinen

vielen Kontakten mit Bauern und weiß,

dass die Nachfrage nach Umstellungen in

jüngerer Zeit bayernweit stark gestiegen

sei. Zwischen fünf und sieben Jahre dauert

die Umstellung, ehe sich das „Lebewesen

Boden“ vollständig regeneriert hat. Bis

zu 500 Euro pro Hektar/Jahr erhält der

Landwirt aus verschiedenen Programmen

des Landwirtschaftsministeriums, wie z. B.

dem „Kulturlandschaftsprogramm“.

Idealismus und Herzblut: der Bimeshof

Ortswechsel. Mit Peter Stapel besuchen

wir den „Bimeshof“ der Familie Herzinger

in Uttenhofen (Stadt Pfaffenhofen). Katja

Herzinger hat den 7-Hektar-Betrieb von

den Eltern übernommen und vor drei

Jahren begonnen, ausschließlich nach

ökologischen Standards Gemüse anzubauen.

Mit viel Idealismus und Herzblut:

„Schließlich habe ich drei Kinder und

deshalb kommt für mich nichts anderes in

Frage.“ Von Auberginen bis Zuckermais

reicht das Spektrum, das je nach Saison

verfügbar ist. Das frisch geerntete Gemüse

wird via „Ökokiste“ versandt. Ansonsten

läuft die Vermarktung ab Hof, wo in Kürze

ein kleiner Hofladen eingerichtet wird.

Auch wenn der Bimeshof etwas abseits

der Verkehrswege liege, kämen die Leute

sehr gerne zu uns, um sich die Produktion

anzusehen und einzukaufen, betont Herzinger.

„Dies ist der einzige Bio-Gemüsehof

in Pfaffenhofen“, stellt Stapel fest, „aber

der Bimeshof kann beispielgebend sein

für andere Landwirte. Es müssen mehr

werden, um die Stadt mit gesunden, unbehandelten

Lebensmitteln versorgen

zu können.“ Dass die Nachfrage steige,

Handeln für die Vielfalt

„Unsere Agrarlandschaften brauchen wieder

Wiesenvögel, Schmetterlinge, Wildbienen

und Frösche“, fordern renommierte Wissenschaftler.

Alle zwei Jahre veröffentlicht die

internationale Umweltorganisation WWF

den „Living Planet Index“, einen ökologischen

Gesundheits-Check der Erde. Das

Ergebnis: Unser Planet braucht dringend

Schonung um sich zu regenerieren. Handeln

ist das Gebot der Stunde: Jede Kleinigkeit

zählt. Weniger Plastik ist ein Anfang. Warum

also nicht mal die gute alte Seife im Karton

kaufen, statt Duschgel in der massiven

Plastikflasche? Obst und Gemüse lose auf

dem lokalen Wochenmarkt oder im Hofladen

holen, statt im Plastikcontainer aus dem

Supermarkt?

könne man daran erkennen, dass heute

im Lebensmitteleinzelhandel und selbst

bei Discountern ein breites Angebot

von Bio-Produkten erhältlich sei, stellt

Amberger fest. Eine seiner wichtigsten

Aufgaben in dem Projekt sieht er darin,

die „Umsteiger“ bei der Vermarktung zu

unterstützen. „Wir müssen an die Pfaffenhofener

– immerhin rund 25.000 Verbraucher

– appellieren, verstärkt biologische

Produkte einzukaufen.“ Amberger, selbst

auf einem Bauernhof aufgewachsen, hat

nach dem Landwirtschaftsstudium als

Berufsschullehrer in Eichstätt und Pfaffenhofen

gewirkt. Parallel dazu hat er seine

„Leidenschaft für Ökolandbau“ entwickelt

und viele Jahre Umstellungsberatung für

den Bioland-Verbund gemacht. Die Zeiten,

in denen er als „Öko-Freak“ galt, sind

vorbei. Längst hat er das Vertrauen der

Landwirte, die „oft unsicher sind, ob ihr

Wirtschaften zukunftsfähig ist.“

Ökologisches Wirtschaften als Lebenseinstellung

Vertrauen ist der Schlüssel für den Erfolg

des ambitionierten Projektes „Boden-

Allianz“, weiß Peter Stapel. Er ist sehr

froh über die Unterstützung von Amberger,

wenn das Projekt nun in konkrete

Umsetzungsschritte geführt wird.

Schwerpunkt dabei ist ein Bildungskonzept,

das dem Landwirt vermittelt,

wann welche Schritte bei der Umstellung

erfolgen müssen. Eine ausgeklügelte

Fruchtfolge und die langfristige Umstellung

auf andere Pflanzenkulturen

sind dabei wesentliche Kriterien. Die

Beratung umfasst auch aufzuzeigen, wie

der Landwirt die Wechselwirkungen der

Pflanzen nutzen könne, um Unkraut

oder Krankheitsbefall zu vermeiden.

Diesen Lernprozess hat Katja Herzinger

schon hinter sich. Fast ganz allein

bewirtschaftet sie ihren Hof. Ehemann

Christian hat einen Fulltime-Job, denn

der Bimeshof kann die fünfköpfige Familie

(noch) nicht ernähren. Vieles hat die

Gemüsebäuerin sich „selbst beigebracht

oder bei anderen abgeschaut“. Demnächst

möchte sie einen Ziegenhof im

Landkreis Freising besichtigen, weil auch

sie vorhat, Ziegen zu halten und Käse

herzustellen. Und sie plant Streuobstwiesen

anzulegen, wohl wissend, dass der

erste Ertrag in weiter Ferne liegt. Aber

darum geht es ihr nicht in erster Linie.

Ökologisches Wirtschaften ist für sie eine

Lebenseinstellung. von Alexander Herzog

Rainer Lehmann

Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm/ Wirtschafts- und Servicegesellschaft mbH

Peter Stapel zu Besuch auf dem Bimeshof, der von Katja Herzinger

ökologisch bewirtschaftet wird.

Plastik vermeiden geht am besten, wenn man auf dem Grünen

Markt in Pfaffenhofen einkauft.

hallertau-Magazin 29


Wachstumsstärkste Mittelstandsunternehmen in Bayern:

‚Bayerns Best 50‘

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

vergibt jedes Jahr die Auszeichnung ‚Bayerns Best 50‘ an ausgewählte Unternehmen

in Bayern. In diesem Jahr gehört das Mainburger Elektrotechnik-

Unternehmen Bachner zu den Preisträgern.

Bei der Preisverleihung betonte

Hans Bachner, der geschäftsführende

Gesellschafter der

Bachner Elektro GmbH & Co.

KG, den Preis stellvertretend

für alle Mitarbeiter entgegenzunehmen:

„Jeder Einzelne hat

seinen Anteil am Erfolg des Unternehmens.

Darauf bin ich stolz“.

Standort in USA geplant

Die Firma Bachner wurde

1920 von seinem Urgroßvater

in Mainburg gegründet. Der

Hauptsitz ist nach wie vor im

Herzen der Hallertau. Niederlassungen

befinden sich in

Dingolfing, Landshut, Oberschleißheim,

Ingolstadt, Leipzig

und Steyr (Österreich). Aktuell

entsteht ein neuer Standort in

den USA.

Mit der Auszeichnung würdigt das Bayerische

Staatsministerium die volkswirtschaftliche

und soziale Bedeutung der

Unternehmen im Mittelstand sowie ihren

Beitrag für die Wirtschaftskraft der Region.

Ausgewählt werden die Preisträger jeweils

durch unabhängige Wirtschaftsprüfungsund

Steuerberatungsgesellschaften.

Fotostudio Heuser

Ein Löwe geht nach Mainburg (v. l.): Hans und Sabine Bachner nahmen

die Auszeichnung ‚Bayerns Best 50‘ aus der Hand des Bayerischen

Wirtschaftsministers Franz Josef Pschierer entgegen.

Umsatz in fünf Jahren verdoppelt

Die Bachner-Gruppe überzeugte durch

ihr besonders hohes Wachstum und die

Steigerung der Mitarbeiterzahl in den vergangen

fünf Jahren. Der Umsatz konnte

in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt

werden. Von 60,9 Mio. Euro im Jahr 2013

auf 124,9 Mio. Euro im Jahr 2017. Die Anzahl

der Mitarbeiter hat sich im

gleichen Zeitraum von 354 auf

550 gesteigert.

48 Auszubildende

Besondere Anerkennung bekam

die Firma Bachner Elektro GmbH

& Co. KG für die überdurchschnittlich

hohe Zahl an Auszubildenden.

Derzeit stehen 48 junge

Menschen in der Ausbildung bei

Bachner. Dies wurde von der Jury

als Ausdruck für nachhaltigen

wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens

bewertet.

Kriterium für die Auszeichnung

ist auch die Übernahme

gesellschaftlicher Verantwortung.

Dazu zählt beispielsweise

das soziale Engagement, dass

die Firma Bachner mit ihrem

offenen, integrativen Betriebskindergarten

„Igelbau“ lebt. Dort erfahren

Kinder vieler Nationen mit den unterschiedlichsten

körperlichen, sozialen und

geistigen Fähigkeiten eine Pädagogik, die

an Maria Montessori orientiert ist: mit dem

Ziel, den Grundstein für eine ganzheitliche

Persönlichkeitsentwicklung nach individuellem

Lerntempo zu legen.

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Eines der weltweit führenden Hopfenhandels- und Hopfenverarbeitungsunternehmen,

die Fa. Hopsteiner, hat in Mainburg eine eigene Versuchsbrauerei

in Betrieb genommen. In dem modernen 2-Geräte-Sudwerk

mit Innenkocher und Whirlpool können bis zu 5 Hektoliter gebraut werden.

Der Sud kann dann auf vier kleine Lagertanks verteilt werden, um mittels

unterschiedlicher Hopfengaben vier unterschiedliche Biere entstehen zu

lassen. „Der Bedarf nach Versuchssuden wächst stetig “, erläutert Technischer

Direktor Willi Mitter, „nicht zuletzt, weil wir – gerade im Hinblick auf den

Klimawandel – eine ganze Reihe neuer Sorten gezüchtet haben, deren

Braueigenschaften wir so testen und die Ergebnisse an unsere Kunden

weitergeben können.“

Derzeit entstehen in der Hopsteiner-Brauerei ganz besondere Biere wie

z. B. das „New England IPA“ mit einer ganz neuen Hopfenzüchtung. „Wir

können uns durchaus vorstellen, künftig auch für unsere weltweiten Kunden

Brauversuche zu machen“, so Leiter der Versuchsbrauerei Frank Peifer,

„aber Vorrang hat zunächst unser eigenes Programm.“ Fotos: Rainer

Lehmann

Geschäftsführer Joachim Gehde (M.) mit Frank Peifer (l.) und Willi

Mitter (r.), beides Mitglieder der Technischen Direktion

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32

hallertau-Magazin


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hallertau-Magazin 33


Mit viel Gespür für Atmosphäre

haben die Pächter Anja Duppelfeld

und Klaus Thermer das Stadtcafé

im Lindenkeller gestaltet.

34

hallertau-Magazin


Z

Kaffeeklatsch in Freising Y

Klaus' und Anjas

Stadtcafé im

L

indenkeller

Mit dem „Lindenkeller“ verbinden

gleich mehrere Generationen

von Freisingern bleibende Erinnerungen.

Die Älteren erinnern sich

noch gerne an den zentrumsnahen

Biergarten mit der verglasten Veranstaltungshalle

(„Bierhalle“) im Jugendstil.

In den 1970er und -80er Jahren

machte sich der Lindenkeller weit über

Freising hinaus einen Namen als Konzertlocation

und Disco. Die dazugehörige

Gastronomie sah wechselnde Pächter mit bisweilen

wechselhaftem Erfolg. 1990 erwarb die Stadt

Freising das gesamte Areal mit der Gaststätte

und ließ an der Stelle der Bierhalle ein modernes

Kulturzentrum errichten, das seitdem erfolgreiche

Bühne für namhafte Künstler ist. Nachdem

der Lindenkeller zuletzt mehr oder weniger verwaist

war, konnte die Stadt Freising vor rund einem Jahr Klaus Thermer

als neuen Betreiber gewinnen. „Es war eine Bauchentscheidung,

den Lindenkeller zu übernehmen, wo ich meine Jugend verbrachte“,

erinnert sich der Koch und Küchenmeister Klaus Thermer, der

eigentlich nicht vor hatte, unter die Gastronomen zu gehen.

Räumlichkeiten für Familienfeiern

Gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Anja Duppelfeld, Ingenieurin

für Ernährungs- und Versorgungsmanagement, sah er aber ein

vielfältiges Potential in dem Objekt: Die vorhandenen Räumlichkeiten

eignen sich sehr gut für Familienfeiern, Hochzeiten, Tagungen

und Seminare. Klar war aber, „dass wir keine Gastronomie, sondern

eine Party-Location übernommen haben“ (Duppelfeld). Dementsprechend

mussten die beiden investieren: Für die Modernisierung der

Küche, für die Einrichtung und die Dekoration war ein bedeutender

sechsstelliger Betrag aufzubringen; die Renovierung dauerte fast ein

halbes Jahr. „Wir haben auch viel selbst gemacht“, erinnert sich Thermer,“

unter anderem ganz bewusst die Bestuhlung auf Flohmärkten

oder Nachlässen gesucht.“ So stammen Tische und Stühle im Lokal

teilweise aus der ehemaligen Kantine des Keksfabrikanten Balsen.

Entstanden ist ein schmuckes, gemütliches Restaurant-Bistro,

das nicht „überdesigned“ wirkt und trotzdem viel Gespür für Details

verrät. Rund 70 Plätze bietet das Lokal, im Stüberl finden

80 Gäste und im Oberhaus rund 140 Gäste Platz. Im Biergarten

können nochmals etwa 150 Personen bewirtet werden. Das sogenannte

Unterhaus, wo Konzerte des städtischen Kulturamtes

stattfinden, fasst rund 380 Besucher. Der Namenszusatz „Stadtcafe“

ist auch kulinarisches Programm: Es gibt ein großes Frühstückangebot,

mittags eine feine Auswahl ausgefallener Salate,

Snacks, Burger und Flammkuchen.

Sympathisch: Nur zwei bis drei Gerichte stehen auf der kleinen,

wechselnden Mittagskarte. Auf der Abendkarte, die wöchentlich

und saisonal überarbeitet wird, findet sich dann ein

deutlich breiteres Angebot mit Vorspeisen, Suppen,

Nudel- und Fleischgerichten. „Wir haben immer

auch eine Auswahl an vegetarischen Gerichten

auf der Karte“, versichert Thermer, „alles frisch

zubereitet mit Zutaten aus der Region.“

Rund 30 % des Wareneinkaufes stammen

aus biologischer Produktion, darunter

Eier, Milch, Wurstwaren,

Kaffee. Der Bioanteil werde weiter

gesteigert, erklärt Duppelfeld, die

für nachhaltig produzierte, unbelastete

Lebensmittel eine wachsende

Nachfrage feststellt. Gerade auch im

Catering, was für Duppelfeld/Thermer

nach wie vor das bedeutendste

Geschäftsfeld darstellt. Mit ihrer Firma

Event-Kitchen (bzw. Thermer Catering)

sorgen die beiden für das Catering bei

großen Firmenveranstaltungen, Familienfeiern oder öffentlichen Veranstaltungen.

Event-Kitchen ist u. a. im Olympia-Park, der Allianz

Arena, der Augsburg Arena sowie bei Festivals wie der Brass Wiesn

oder dem Uferlos-Festival vertreten. Rund 100 Mitarbeiter sind

für Event-Kitchen tätig. „Bisweilen haben wir darüber hinaus noch

Bedarf an Mitarbeitern, wenn z. B. der FC Bayern und der FC Augsburg

am gleichen Tag Heimspiele austragen und gleichzeitig eine

große Firma ein Jubiläum feiert“, betont Klaus Thermer, „da geht es

uns wie allen Gastronomen, die händeringend nach Personal suchen.“

Bratwurst für Thomas Müller

Für das Stadtcafé/Lindenkeller gilt das nicht. Hier ist ein fester

Mitarbeiterstamm im Einsatz, darunter Klaus‘ Tochter Anna

Thermer. So wichtig das Geschäftsfeld Catering ist, so wichtig ist

Duppelfeld/Thermer die Entwicklung ihres Gastronomie-Projektes:

„Perspektivisch wollen wir den Lindenkeller weiter ausbauen“.

Dazu zählen seit kurzem auch eigene Veranstaltungen, die bereits

hervorragend angenommen werden: Weinabende mit dem

Sommelier Toni Wallner, das Magic-Dinner mit dem Zauberer

Werner Link oder das Science-Dinner mit dem Freisinger Physiker

Kim Ludwig Petsch, bei dem die sogenannte „Elementar-

Küche“ à la Ferran Adria eine ganz neue Entsprechung erfährt.

„Die Gäste sind heute sehr anspruchsvoll, schätzen aber umso

mehr, wenn ihnen etwas Besonderes geboten wird,“ weiß Anja

Duppelfeld. Und seien es auch vermeintlich einfache Gerichte.

Dem Bayern-Star Thomas Müller hat sie in der Olympiahalle

schon mal eine Bratwurst zubereitet, über die er sich ebenso begeistert

zeigte wie Tina Turner, die bei Konzerten in München

immer darauf besteht, dass ihr von Duppelfeld/Thermer im

Backstage-Bereich Bratwürste kredenzt werden. Alexander

Herzog, Fotos: Rainer Lehmann

hallertau-Magazin 35


Lachsfilet

auf mediterranem Ofengemüse

Zubereitung

Zutaten für 4 Personen

4 Lachsfilet ohne Haut à ca. 140 g

3 Zwiebeln (ca. 150 g)

3 Knoblauchzehen

1 Aubergine (ca. 200 g)

2 kleine Zucchini (ca. 200 g)

2 Paprika (rot und gelb)

6 Tomaten (ca. 300 g) oder eine

Dose Tomatenwürfel 275 g

Gewürze, Kräuter, Pfeffer,

Olivenöl

600 g kleine Kartoffeln

(z. B. LeRatte mit Schale)

4 Zweige à 5 Kirschtomaten

an der Rispe

Rainer Lehmann

Ofengemüse

Die Gemüsezwiebel schälen. Das Olivenöl in einer

Pfanne erhitzen. Die Zwiebel fein hacken, Aubergine,

Zucchini und Paprika würfeln. Alles in heißem

Öl etwa 5–7 Minuten andünsten, dabei gelegentlich

umrühren. Anschließend die enthäuteten und entkernten

Tomaten würfeln und darunter mischen.

Im Backofen bei ca. 140 Grad ca. 20 Minuten garen.

Mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und mediterranen

Kräutern abschmecken.

Klaus Thermer wünscht

Ihnen gutes Gelingen!

Lachsfilets

Die Lachsfilets entgräten und von der Haut lösen.

Würzen mit grobem Meersalz und Zitronenpfeffer.

Kurz auf beiden Seiten in einer beschichteten Pfanne

bei geringer Hitze in Olivenöl anbraten, Knoblauch

und Rosmarin dazugeben und im Backofen

bei ca. 140 Grad ca. 7 Minuten garen.

Kirschtomaten an der Rispe kurz mitgaren.

Als Beilage empfehlen wir gebratene Kartoffelgnocchi

oder Ofenkartoffeln, gegart mit Rosmarin,

Olivenöl und Zitrone.

Lachsfilet auf Ofengemüse anrichten und mit Kräutern

und sautierten Kirschtomaten garnieren.

Landschaft als Leidenschaft

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Bereichen des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus tätig.

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Bierfestival Moosburg

erfährt in 2019 eine Neuauflage

Jürgen Appel

Im Juni 2017 fand auf dem Viehmarktplatz in Moosburg

(Landkreis Freising) erstmals das Bierfestival

Moosburg als Open-Air-Veranstaltung bei

freiem Eintritt statt. Beteiligte wie Besucher und

auch die Presse waren sich einig: Eine rundum gelungene

Premiere. Im kommenden Jahr findet das

2. Bierfestival Moosburg vom 14.–16. Juni statt. Das

hallertau-Magazin hat sich mit dem Veranstalter

Jürgen Appel, Getränkeverleger, über das Konzept

und die Erfahrungen bei der Premiere und die

Erwartungen an die Neuauflage des Bierfestivals

Moosburg unterhalten.

Bereits vor der Premiere wurde Ihre Veranstaltung mit dem Hallertauer

Bierfestival in Attenkirchen verglichen?

Es handelt sich um zwei unterschiedliche Profile. Wir präsentieren Biere ohne kulturelles

Rahmenprogramm, eine Publikumsmesse für Bier bei freiem Eintritt. Wir

wechseln uns im übrigen im 2-Jahresrhythmus mit Attenkirchen ab.

Wie ist die Idee entstanden, in Moosburg ein Bierfestival zu veranstalten?

Die Idee beschäftigt mich schon sehr lange. Seit meinem Studium der Brauwissenschaft

in Weihenstephan beschäftige ich mich mit Bier und bin begeistert, welche

grandiose Vielfalt das Lebensmittel Bier kennzeichnet. Mit der Veranstaltung will ich

Bier mal anders präsentieren als in meinen Getränkemärkten. Außerdem verfüge ich

als Getränkeverleger über sehr gute, langjährige Kontakte zu den Brauereien, die mir

vertrauen, eine solche Großveranstaltung erfolgreich aufzuziehen. Nur so war es

möglich, bei der Premiere 43 Brauereien zu gewinnen. Im kommenden Jahr werden

es sogar mindestens 55 Brauereien sein, die den Besuchern mehr als 200 verschiedene

Biere anbieten.

Craft-Biere sind in aller Munde. In Moosburg liegt der Angebots-Schwerpunkt

jedoch mehr auf traditionellen Bierstilen?

Wir bieten einen Querschnitt unserer regionalen Brauereien. Dazu zeigen

wir nationale Schmankerl, Biere aus biologischem Anbau und Craftbiere,

die zur Steigerung der Wertigkeit des Produktes Bier in den letzten Jahren viel

beigetragen haben. Wir präsentieren in Moosburg das gesamte Spektrum des

wundervollen Lebensmittels Bier – mit Brauereien von der Ostsee bis zum

Allgäu. Ich war wieder viele Tage unterwegs, um bestimmte Biere auszusuchen.

Übrigens: Alle Festivalbiere gibt es wieder in meinen Getränkemärkten zu kaufen. Die

Brauereien kommen mit eigenen Messeständen oder Schankwägen und eigenem

Personal, darunter sogar Biersommeliers. Die Biere der Brauereien, die nicht

mit eigenem Personal vor Ort sein können, werden von meinen Mitarbeitern

ausgeschenkt, die entsprechend geschult sind. Falls das Wetter nicht mitspielt,

stehen Zelte und die Schäfflerhalle zur Verfügung.

Die Eröffnung bei der Premiere 2017 fand im Kreise von viel Prominenz

statt: Schirmherr Staatsminister Marcel Huber, Hallertauer

Hopfenkönigin, Jürgen Appel, Bayerische Bierkönigin und Oliver

Dawid, Hauptgeschäftsführer der Privaten Brauereien e. V. (v.r.n.l.).

Wurden Ihre Erwartungen beim 1. Bierfestival Moosburg erfüllt? Gibt es

Neuerungen für die Veranstaltung in 2019?

Ich bin sehr zufrieden, dass zur Premiere mehr als 5.000 Besucher gekommen

sind. Das Konzept ist aufgegangen. Für das kommende Jahr werden wir aber

deutlich mehr Sitzgelegenheiten vorsehen. Und es gibt die Möglichkeit, halbe

Gläser („Pfiff“) zu ordern, sodass noch mehr verschiedene Biere verkostet werden

können.

Letztendlich mache ich das Bierfestival ja nicht um Geld zu verdienen. Ich

möchte bei den Besuchern Begeisterung für das großartige Lebensmittel Bier

wecken. Klar habe ich die Hoffnung, dass die Festivalbesucher danach in meinen

Getränkemärkten vorbeischauen, weil sie neugierig geworden sind ... Das Gespräch

führte Alexander Herzog · Fotos: privat

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In Hohenthann

wird

Gold

gebraut

Mauricio Dreher

In der Schlossbrauerei Hohenthann weiß man tolle Feste zu feiern

und vor allem exzellente Biere zu brauen. Seit Jahren zählen

Biere aus Hohenthann zu den Preisträgern der bedeutendsten

Bier-Wettbwerbe der Welt. Beim European Beer Star 2018 wurde

das „Tannen Hell“ der Schlossbrauerei mit Gold ausgezeichnet.

„Das ist für uns besonders erfreulich, ist doch das Helle unsere

mit Abstand absatzstärkste Sorte“, freut sich Brauerei-Inhaber

Johannes Rauchenecker. Der 35-Jährige stieg nach einer Brauerlehre,

dem Abschluss als Braumeister bei Doemens sowie

einer Zusatzqualifikation zum Getränke-Betriebswirt vor neun

Jahren in den elterlichen Betrieb ein. Eigentlich habe er nur

mal „reinschnuppern“ wollen, erzählt Rauchenecker, doch dann

machte die schwere Erkrankung seines Vaters alle anderen Überlegungen

obsolet und er wurde so zu einem der jüngsten Brauerei-

Chefs in Deutschland. Was der Schlossbrauerei Hohenthann

sehr gut bekommen ist. Rauchenecker hat eine so einfache wie

überzeugende Positionierung für seine Brauerei entwickelt, die

er kontinuierlich in der Produktentwicklung und im Marketing

umsetzt: eine regionale Familienbrauerei, authentisch-bayerisch

und nachhaltig wirtschaftend. Damit wächst die Brauerei seit

Jahren gegen den Trend und obwohl man auf „Export-Abenteuer“

verzichtet, wie Rauchenecker erklärt: „Wir haben einige Zeit

auch in China, Russland oder Brasilien unser Bier verkauft. Aber

das sind wenig nachhaltige Impulsgeschäfte. Wir konzentrieren

uns auf den Heimatmarkt.“ Das ist ein Vertriebsgebiet von ca. 60

Kilometer um Hohenthann, vorrangig im Landkreis Landshut.

In der Schlossbrauerei, für die 35 Mitarbeiter tätig sind, werden

alle gängigen unter- und obergärigen Bierstile gebraut: wichtigste

Sorte ist das Helle, gefolgt vom Hefeweißbier. Daneben hat

Johannes Rauchenecker die Produktlinie „Hallertauer Craftbiere“

entwickelt: besonders gehopfte Biere wie Grünhopfen, Bayerisch

Pale Ale, Blau Weisse und Polarsommer. Diese Biere gibt es zu

unterschiedlichen Jahreszeiten nur für einen begrenzten Zeitraum.

„Unsere Craftbier-Spezialitäten laufen hervorragend“,

freut sich der Brauerei-Chef, für den diese Biere dem Verbraucher

eben auch zeigen, dass Tradition und Innovation kein

Gegensatz sein muss. Tradition bedeute nämlich nicht die Asche

anzubeten, sondern das Feuer weiterzugeben. In diesem Sinn

formuliert Johannes Rauchenecker auch die Zielstellung für seine

Brauerei: „Mittelständische Brauereien brauchen Liebhaber,

ja Fans, die hinter der Marke stehen – und die wollen immer

wieder neu umworben werden.“ Das gelingt der Schlossbrauerei

Rainer Lehmann

N

„ Wir konzentrieren

uns auf den

Heimatmarkt”,

so Johannes

Rauchenecker,

Inhaber der

Schlossbrauerei

Hohenthann

N

Hohenthann offensichtlich recht gut. Beispielsweise mit dem alle

zwei Jahre stattfindenden Hoffest, das seit Jahren einen festen Platz

im Veranstaltungskalender aller Bierfreunde der Region hat. Mit

Brauereiführungen und großem Rahmenprogramm, darunter

einem „Bierkistl-Rennen“, ein spektakulärer Wettbewerb, der

sich zu einem wahren Gaudium entwickelt hat. Vor zwei Jahren

hat man dem Hoffest noch eine zweite Veranstaltung vorgeschaltet,

die sich unter dem vieldeutigen Namen „Mundrausch“

dem hippen Tradi-Mix neuer bayerischer Volksmusik widmet.

Zehn Gruppen aus ganz Bayern sind in diesem Jahr auf verschiedenen

Bühnen in und um die Brauerei, im Brauereigasthof

und einem Festzelt aufgetreten, darunter so bekannte Szenegrößen

wie Kofelgrschoa oder Oansno. Die zahlreichen Besucher


magdal3na - stock.adobe.com

des Festivals waren begeistert, so dass einer Fortsetzung in zwei

Jahren nichts im Wege stehen sollte. In der Zwischenzeit verfolgt

Johannes Rauchenecker ein weiteres Projekt: Im nahen Furth,

auf dem Areal des ehemaligen Maristenklosters, folgt auf das bereits

eröffnete neugebaute Hotel- und Tagungszentrum bis Ende

2019 eine Gastronomie mit Schaubrauerei und Destillerie. Die

Schlossbrauerei Hohenthann wird dort eine Brauerei betreiben

und Klosterbiere in Bio-Qualität anbieten. Die Verträge seien

schon unterschrieben, verrät Rauchenecker. Er kann es kaum

erwarten, dass es in Furth losgeht. Alexander Herzog

Die Gemeinde Hohenthann im Landkreis Landshut (3.500 Einwohner) liegt an

der östlichen Grenze der Hallertau. Hopfengärten reichen bis an die Gemeindegrenze

heran und liefern die Rohstoffe für die Brauerei, die zusammen mit Schloss

und Gasthof das Zentrum des Ortes bilden.

Seit 1864 ist die Schlossbrauerei Hohenthann im Besitz der Familie Rauchenecker.

Das unmittelbar neben dem Brauereigebäude befindliche Rokoko-Schloss

aus dem 19. Jahrhundert wurde 1930 von einer Landshuter Adelsfamilie

erworben und aufwändig renoviert. Das gesamte Ensemble ist ein echtes

Schmuckstück für den kleinen Ort und alle zwei Jahre Schauplatz für ein großes

Brauereifest, das Tausende aus der ganzen Region anzieht.

Brauereibesichtigung

(nach Anmeldung unter Tel: 08784 9602-0, Dauer: 60 Minuten)

· Gruppengröße: 20–60 Personen · Preis: € 15,00 / Person

Im Preis enthalten: Führung, Essen, 1 Liter Bier oder alkoholfreies Getränk

· Gruppengröße: Unter 20 Personen · Preis: pauschal € 30,00 für die Führung,

Essen und Getränke à la carte im Brauereigasthof


Fotos: Privat

Christian Hermann, Bernhard

Nieder, Thilo Steindorf und

Alexander Herzog (v.l.n.r.) verkosten

besondere Hallertauer Biere*

In dieser Rubrik stellt das hallertau-Magazin

jeweils drei Bier-Besonderheiten vor:

z. B. besonders gehopfte, temporär

erhältliche, prämierte oder erstmals

gebraute Biere.

„50 Shades of Hops“

Brauwerkstatt Haag

Alkohol: 4,8 Vol. · Stammwürze: 11,5

Besonderheit: untergäriger Spezialsud mit fünf

Hopfensorten und fünf Malzen; Publikumsliebling

beim 5. Hallertauer Bierfestival 2018

Farbe/Optik: rotbraun, leichte Trübung, wenig Schaum

Geruch: beim Einschenken entfaltet sich ein

ausgeprägtes Hopfenaroma, das sich dann aber

verflüchtigt; deutlich wahrnehmbare Malznoten

Hopfenaroma: ausgeprägte Fruchtnoten aus den

verwendeten US-Hopfensorten

Vollmundigkeit: schöne Hopfen-Malz-Komposition,

leichte Bittere, gehaltvoll, sehr angenehm zu trinken

Rezenz: frisch, prickelnd

Gesamteindruck:

Sehr gelungenes Bier für Freunde stark gehopfter

Biere; dank des niedrigen Alkoholgehaltes eine hohe

Drinkability, eine echte Alternative zum IPA;

das Etikett ist allerdings gewöhnungsbedürftig ...

BEWERTUNG

„1 hoch 2 - Wheat Ale“

AMP Brewing, Inkofen

Alkohol: 5,3 Vol. · Stammwürze: 12,5 · 23 BE1

Besonderheit: naturtrübes Weißbier mit Aromahopfen

Farbe/Optik: schöner feinporiger Schaum, der

lange stabil bleibt, klassische, helle Weißbierfarbe

Geruch: anfänglich Bananenaromen, die schnell

verfliegen, danach sehr ausgeprägte Zitrusnoten

Hopfenaroma: für ein Weißbier sortenuntypisch

starke Hopfennoten, Hopfensorte Manadarina

Bavaria kaum wahrnehmbar

Vollmundigkeit: komplexe Komposition aus

Frucht- und Bitternoten

Rezenz: weißbiertypisch spritzig, anhaltende

Bittere im Nachtrunk

Gesamteindruck:

Ein außergewöhnlicher Vertreter der Kategorie

Weißbier, sehr edle Aufmachung, bedauerlicherweise

in der Einwegflasche abgefüllt

BEWERTUNG

„Kellerbier“

Zieglerbräu Mainburg

Alkohol: 5,2 Vol. · Stammwürze: 12

Besonderheit: Das Kellerbier – oder auch Zwickelbier

– gehört zu den ungespundeten Bieren. Es unterliegt

nicht der üblichen kalten Reifung, hat daher einen geringen

Kohlensäuregehalt. Ursprünglich vorwiegend

in der Oberpfalz und Franken beheimatet, ist es in

jüngerer Zeit auch in Altbayern zunehmend verbreitet.

Farbe/Optik: naturtrüb, goldfarben, schöner,

feinporiger, stabiler Schaum

Geruch: ausgeprägter, sortentypischer Kellergeruch,

leichte Zitrusnoten

Hopfenaroma: kaum wahrnehmbar

Vollmundigkeit: schöner Körper, sortentypisch,

angenehm

Rezenz: prickelnd, viel Kohlensäure

Gesamteindruck:

interessante, nicht unbedingt typische Variante

eines Kellerbieres

BEWERTUNG

* Biere aus der Hallertau oder mit Hallertauer Hopfen gebraut · 1 BE = Bittereinheiten

SKALA

Der Braumeister sollte sich Rat holen

Akzeptabel, hinterlässt wenig Eindruck

Ein gut trinkbares „Tafel-Bier“

Ein feines Bier, lohnt auch einen Umweg!

Ein herausragendes Bier, unbedingt probieren!

Sensation, ein Bier zum Niederknien!

Mathias Mittenentzwei/pixelio.de

40

hallertau-Magazin


Annika Redl

Spatenstich in St. Johann

60 Millionen für St. Johann: Weltweit größtes Hopfenverarbeitungswerk

erweitert die Produktion

In der Hallertau befindet sich das größte zusammenhängende

Hopfenanbaugebiet der Welt. Weit weniger bekannt ist, dass in der

Hallertau auch das weltweit größte Hopfenverarbeitungswerk steht: in

St. Johann zwischen Mainburg und Abensberg. Hier werden bereits heute

ca. 25 % der Welthopfenmenge veredelt, also zu Pellets und Extrakten

verarbeitet, um eine längere Lagerung des Hopfens und eine exaktere

Dosierung bei der Hopfengabe zu gewährleisten. Nun investieren

die beiden Gesellschafter der Hopfenveredelung St. Johann, Joh.

Barth & Sohn und die HVG Hopfenverwertungsgenossenschaft,

in den nächsten drei Jahren rund 60 Mio. Euro in den Ausbau der

Produktion. Beim Spatenstich zum Projektstart vor wenigen Wochen

mit dabei: die Geschäftsführer Regine Barth (5. v. l.) und Dr. Johann

Pichlmaier (4. v. r.).

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Gewinnen Sie

einen bayerischen Abend

für zwei Personen



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Welches Gebäude zeigt unser Suchbild?

Unter allen Einsendern, die bis zum 30.04.2019 die richtige Lösung einsenden,

verlosen wir ein Menü für zwei Personen im „Stadtcafé im Lindenkeller“ in Freising.

Siegfried Martin

Gewinner des letzten Fotorätsels:

Unser letztes Suchbild zeigte die Wallfahrtskirche St. Anton (Hl. Antonius von Padua,

1195–1231), kunstgeschichtlich eine interessante Kirche im Landkreis Kelheim. Die

prunkvoll ausgestattete, barocke Eremitenkirche beherbergt u. a. eine Orgel aus dem

18. Jahrhundert und eine Darstellung der Wilgefortis am Kreuz. Die Besonderheit dieser

Märtyrerin ist, dass sie mit einem Bart in Frauenkleidern dargestellt wird.

Der Legende nach war sie die zum Christentum bekehrte Tochter eines heidnischen

Königs, die sich gegen die vom Vater erzwungene Heirat wehrte. Wilgefortis (auch als

„Kümmernis“ bezeichnet) wurde als Volksheilige eine Symbolfigur der individuellen Freiheit und zur „Ikone des Aufbegehrens“ gegen

herkömmliche Geschlechterbilder. Von der katholischen Kirche wurde sie bisher nicht heilig gesprochen.

Unter den Einsendern, die das Rätsel korrekt gelöst haben, wurde per Los eine Gewinnerin ermittelt: Irmi Wimmer hatte das Glück und

darf einen bayerischen Abend mit Begleitperson im Gasthaus „Alte Eiche“ in Pfaffenhofen genießen ( www.wirtshaus-alte-eiche.de ).


Einsendungen an:

redaktion@hallertau-magazin.de

(Bitte Name und Telefonnummer angeben!)

Die Auflösung gibt es dann in der nächsten

Ausgabe des hallertau-Magazins.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter des hallertau-Magazins sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

42

hallertau-Magazin


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