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01.12.2018 Lindauer Bürgerzeitung

01.12.2018 Lindauer

· GEWINNSPIEL Ihre LINDAUER Bürgerzeitung mit Amtsblatt der Stadt Lindau (B) 1. Dezember 2018 · Ausgabe KW 48/18 · an alle Haushalte feiert 16. Geburtstag ANSICHTEN Hans-Jörg Apfelbacher, Geschäftsführer Lindauer Bürgerzeitung Der Advent ist eine Zeit, mit der viele Menschen ganz bestimmte Vorstellungen verbinden. Es sind Wochen, in denen Bräuche eine große Rolle spielen, eine Zeit besonderer Stimmung und es sollte eine Zeit der Besinnung sein. Die Adventszeit war früher zum Fasten und zur Buße gedacht. Heute verbinden wir mit ihr geschmückte Einkaufsstraßen, Einkaufsrummel und Weihnachtsmärkte. Der Adventskranz deutet mit seinem Kerzenlicht auf das Licht hin, mit dem der Heiland auf die Erde kam. Seine typisch runde Form steht für das „Fortwährende“, wie „Anfang und Ende“ oder „Leben und Tod“. Die verwendeten Tannenzweige symbolisieren das Leben und die Fruchtbarkeit. Der heutige Adventskalender ist mit Schokolade oder anderen Süßigkeiten bestückt und geht auf das 19. Jahrhundert zurück. In Deutschland kam der Brauch erstmals gegen Beginn des 20. Jahrhunderts auf. Kalender mit Schokolade waren hierzulande mit Beginn der 1950er Jahre erhältlich. Vor dieser Zeit waren sie reine „Adventszeitmesser“, mit denen die noch verbleibende Zeit bis Heilig Abend gezählt wurde. Man sieht zur Weihnachtszeit viele Lichterbögen in den Fenstern, diese gehen auf eine Bergarbeitertradition aus dem Erzgebirge zurück. Sie sind als Halbbögen geformt und heute in der Regel hölzern. Beleuchtet werden sie häufig mit Kerzen. Erscheinungstermine Ihre nächsten BZ erscheinen Samstag, 15.12.2018 Samstag, 12.01.2019 BZ-Gewinnspiele: Viel Spaß haben die Gewinner unserer Verlosungen von Tickets für verschiedene Volkstheater der Region. S. 16 · GEWINNSPIEL LINDAUER · GEWINNSPIEL Lindau in der Projektwerft gestalten Am Montag, 11. Dezember, startet neue Form der Bürgerbeteiligung Die Stadt Lindau fasst ihre Veranstaltungen zur Bürgerinformation und –beteiligung unter dem Namen Bürgerwerft zusammen. In diesem Rahmen will sie auch eine neue Form etablieren: die Projektwerft. Zur ersten lädt sie am Dienstag, 11. Dezember, 17.30 Uhr, in die Inselhalle ein. Grundidee ist es, Vorhaben und interessante Projekte aus Lindau und der Region durch neue Ideen und Sichtweisen zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Dazu sind Vereine ebenso eingeladen, wie Bürgerinitiativen, Einzelpersonen und städtische Stellen. Wie breit gefächert das Spektrum der Projekte sein kann, zeigt ein Blick nach Vorarlberg. Dort hat sich die „Projektschmiede“, wie es dort heißt, bereits fest etabliert. Vereine suchen nach Möglichkeiten zur Nachwuchsgewinnung, Kirchengemeinden entwickeln neue Ideen, aber auch die Arbeiterkammer oder das Vorarlbergmuseum gehen mit ihren Ideen in die Projektschmieden, um sich zusätzliche Impulse zu holen. Die Liste ließe sich über viele engagierte Privatpersonen fortsetzen bis zum Olympiastützpunkt Vorarlberg oder Gemeinden, die Ihre Themen in diesem Rahmen durchdenken. Auch Themen aus Lindau hatten dort bereits Platz: Beispielsweise die Frage nach einem Verkehrskonzept für die Insel oder nach der Projektwerft Lindau. Denn die Projektwerft macht nicht jeweils an der Gemeindegrenze halt. Vielmehr soll sie vernetztes Denken und Lernen über alle Grenzen hinweg fördern Die Einen bringen sich mit ihrem Projekt und ihren Fragen ein, weil sie sich damit an einem Punkt befinden, wo ein frischer Blick und Querdenken entscheidende Impulse für das Weiterkommen geben können. Es geht um die Eröffnung neuer Perspektiven - die Freiheit der Entscheidung bleibt immer in der eigenen Die Idee der Projektwerft ist, Vorhaben für Lindau gemeinsam mit anderen zu entwickeln und zu gestalten. Foto: Herpich Verantwortung der Projektgeber. Die Anderen kommen, um spannende Initiativen kennen zu lernen, mitzudenken und mit ihren Ideen Projekte zu unterstützen. Dabei ist keinerlei Vorbildung oder Spezialistentum gefragt, sondern vor allem der Wille mitzudenken und wohlwollend zu gestalten. Begleitet wird der Nachmittag bei der Veranstaltung von gut ausgebildeten ModeratorInnen aus Lindau und der Region, die sich für Bürgerbeteiligung engagieren. Durch die methodisch klare Struktur sorgen sie dafür, zu möglichst hilfreichen Ergebnissen zu finden. In kleinen Gruppen wird an den Projekten in drei aufeinander aufbauenden Runden gearbeitet: sich begegnen, einander zuhören, voneinander lernen. Durch die verschiedenen Blickwinkel, tauchen neue Möglichkeiten auf, können Hindernisse ausgeräumt werden und Klarheit für die nächsten Schritte entstehen. „Wir alle haben unsere beruflichen, wie privaten Erfahrungen, wissen Dinge, die ▶ Heiß auf Eis! EV Lindau Islanders veranstalten am 15.12. ab 13 Uhr erstmals einen „Girls on Ice Day“ für Mädchen ab 3 Jahren S. 19 vielleicht sonst niemand weiß, oder kennen jemanden, der oder die genau bei einem Projekt mit ins Boot geholt werden sollte. Diese Tipps erweisen sich oft als sehr wertvoll und können so viel zum Erfolg von Projekten beitragen“, sagt Christian Bandte, einer der Initiatoren für das neue Format. Der Vorteil in der Projektwerft: Die Moderatorinnen und Moderatoren schaffen eine Atmosphäre, in der auch die Leisen gehört werden und zudem wertschätzend miteinander gesprochen wird. Damit dies alles gelingt ist eine vorherige Anmeldung notwendig. Das geht ganz einfach über email, direkt an: projektwerft@lindau.de Denn nur, wenn vorher klar ist, wie viele Projekte pro Abend bearbeitet werden und wie groß die Gesamtgruppe der Teilnehmenden ist, können die Organisatoren für den entsprechenden Rahmen sorgen, das Team entsprechend zusammenstellen und die Projektwerft optimal vorbereiten. Auch für die erste Lindauer Projektwerft zeichnet sich bereits ab, dass das Spektrum der Projekte sehr weitgespannt ist. So will sich ein Projektgeber mit der Frage beschäftigen, wie Jugendliche besser an die Kommunalpolitik herangeführt werden können. Ein anderer stellt die Frage, wie das Hoyerbergschlössle genutzt werden könnte. In Zukunft werden auch immer wieder städtische Projekte und Fragestellungen in die Projektwerft kommen. „Ich sehe hier eine Chance, dass Bürgerinnen und Bürger ihr Wissen zum Wohl der Stadt einbringen können“, sagt Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker, der an der ersten Projektwerft ebenfalls teilnehmen wird. Ähnlich sehen dies auch Pro Lindau, die Spielbank und die Sparkasse, die sich finanziell für die Projektwerft engagieren. Christian Bandte/JW Kurzinfo: Die erste Projektwerft findet am Dienstag, 11. Dezember, 17.30 Uhr, in der Inselhalle statt. Eine Anmeldung ist per E-Mail unter projektwerft@ lindau.de oder telefonisch unter 0 83 82/9 18-1 02 möglich.