Heilsbronn Dezember 2018

seifertmedien

Worte zum Jahreswechsel 2018/2019

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das zu Ende gehende Jahr ist sehr turbulent verlaufen. Die

politischen und wirtschaftlichen Spannungen haben weltweit

zugenommen: Handelsstreit USA – China und USA – Europa, USA-

Iran-Krise, politisches Chaos in Italien, ungelöste Fragen im Zusammenhang

mit dem Brexit, Schwächung der Volksparteien in vielen

europäischen Ländern bei gleichzeitigem Erstarken polarisierender

Parteien zeigen nichts Gutes. Auch die selbstverschuldeten Entwicklungen

darunter z. B. der „Dieselskandal“ und mögliche, wohl

von den USA ausgehende Zinssteigerungen können u. a. zu einer

Abkühlung auch des deutschen Geschäftsklimas führen.

Wenn erkennbar mit abnehmenden Zuwachsraten die Steuereinnahmen

wiederum ein Rekordniveau erreichen, sollte man dies

nicht zu euphorisch betrachten. Bedauerlicherweise hat sich die

Neigung der übergeordneten politischen Ebenen, Aufgaben und

dadurch auch finanzielle Lasten in zunehmendem Maße ohne

entsprechenden Finanzausgleich auf die kommunale Ebene aufzuladen,

nicht verringert und die Bürokratie nimmt auch nicht ab.

Zwar hat der bayerische Landtag erfreulicherweise die Abschaffung

der gesetzlichen Grundlage für die Straßenausbaubeitragssatzungen

beschlossen (siehe dazu auch meine Berichte und Anstrengungen

aus den letzten Jahren im Monatsblatt), doch ist für die

Stadt Heilsbronn hier eine finanziell ausgleichende Lösung durch

den Freistaat leider bisher nicht in Sicht.

Dennoch konnten im nun zu Ende gehenden Jahr erneut einschneidende

Folgen, u. a. was die finanzielle Situation Heilsbronns und

seiner Stadtteile betrifft, vermieden werden. Dass dies für unsere

Bürger möglichst so bleibt, wird einer meiner Tätigkeitsschwerpunkte

mit meiner jahrzehntelangen Erfahrung bleiben.

Der gut vorbereitete, angeschobene Entwicklungssprung in Heilsbronn

und seinen Stadtteilen als Wohn- und Wirtschaftsstandort setzt

sich erfreulicherweise weiterhin geordnet fort. Auch 2018 haben wir

zahlreiche Maßnahmen umgesetzt bzw. auf den Weg gebracht:

Abgeschlossen wurden u. a. die Erschließung des Baugebietes

„Am Lehrfeld“ in Weißenbronn, die Sanierung der Kanalisation mit

Hauptwasserleitung und Röhrenfahrt im Bereich der Hauptstraße,

die Sanierung von Kanal und Wasserleitung im Bereich der St.

Gundekarstraße, die Schaffung von zwei zusätzlichen Provisorien

für Krippenkinder an unserer KiTa Peter Pan sowie einem Provisorium

für die Mittagsbetreuung an der Grundschule Heilsbronn, die

Fertigstellung des ersten Verfahrens zum Ausbau der Breitbandversorgung,

die Beschaffung eines Hilfeleistung-Löschgruppenfahrzeuges

HLF 20 für die Stützpunktfeuerwehr, usw.

Auf den Weg gebracht bzw. mit der baulichen Umsetzung begonnen

wurden u. a. die Erneuerung der Ortsverbindungsstraße Weiterndorf

nach Gottmannsdorf, die Sanierung der Oberflächen des Marktplatzes

beginnend in der Abteigasse, die Umsetzung des zweiten

Verfahrens zum Ausbau der Breitbandversorgung, der sogenannte

eigenwirtschaftliche Ausbau der Telekom zum Breitbandausbau im

Kernort, die Planungen für eine weitere KiTa in Zusammenarbeit mit

dem Diakonieverein Heilsbronn, usw. Die Sanierung des „Marktplatzhauses“

ist weit fortgeschritten. Da sich die Situation im Gaststättenbereich

in der Innenstadt nicht bewegt, wurde nun von mir

zum runden Tisch geladen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Stadt

in irgendeiner Form hier selbst Hand anlegen muss. Die von den

Behörden aufgetragene notwendige Sanierung/Änderung der Kläranlage

Müncherlbach wurde durch die Vorbereitung der Anbindung an

die Kläranlage Weiterndorf weiter vorangetrieben.

Heilsbronner Monatsblatt • DEZEMBER 2018

Nachhaltig ist die Nachfrage nach Wohnraum und Grundstücken

für gewerbliche Investitionen und damit die erfreuliche Schaffung

von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Ein großes

Projekt im Wohnungsbau mit behindertengerechter Ausstattung

wurde fertiggestellt, ein weiteres großes Wohnungsbauprojekt

befindet sich in der Umsetzung, weitere Projekte in der Abstimmungs-

und Genehmigungsphase. Mehrere gewerbliche Bauprojekte

wurden genehmigt, einige wurden bereits abgeschlossen,

andere befinden sich in der Bauphase.

Um der nach wie vor guten Nachfrage nach Bauplätzen – auch

in den Ortsteilen – gerecht zu werden, wurde das Neubaugebiet

„Am Mühlbuck“ in Bürglein weiter vorangebracht. Weiteres ist in

Vorbereitung. Die Altlastenthematik wegen der Grundstücke an der

Schönau ist trotz guter Fortschritte noch nicht geklärt. Der Ausbau

der Breitbandversorgung durch die Deutsche Telekom zeigt zwar

Fortschritte, ist jedoch zu meinem Leidwesen noch nicht abgeschlossen

und belastet z. B. zum Teil den Straßenverkehr.

Die Zahl der Einwohner und der Arbeitsplätze nimmt weiter zu

(gute Einkommen und Steuereinnahmen für Heilsbronn), die Zahl

der Geburten bleibt hoch – eine gute Entwicklung, die motiviert;

ein weiterer Ausbau unserer KiTas und Schulen ist in Vorbereitung.

Eine gute Mischung zwischen Jung und Alt ist wichtig.

In diesem durch lang anhaltendes sommerliches Wetter geprägten

Jahr durften wir erneut viele schöne Feste und kulturelle Höhepunkte

erleben. Beispielhaft erwähne ich den Kunstraum Heilsbronn, Kultur

im Kreuzgang, Klassik im Garten, die Karpfenlust am Klosterweiher,

unser Stadtfest und unsere Kirchweih, das 1. Kernfrankenfest, usw.

Mein herzlicher Dank gilt unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie

allen, die sich mit ihren zahlreichen Ideen und ihrem zum Teil großen

Engagement in vielen Bereichen für unsere Stadt einsetzen. Ein

besonderer Dank gilt auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Großer Dank gebührt auch für das Miteinander und ausgeprägte

ehrenamtliche Engagement unserer Vereine, Verbände, Organisationen

und Selbsthilfeeinrichtungen, Schulen, sozialen Vereinigungen

und Kirchen. Besonders erwähne ich auch unsere Feuerwehren, den

Stadt- und Seniorenbeirat, den Kulturverein, die Ehrenamtlichen in

der Flüchtlingsbetreuung und im Kunstraum, die Schülerlotsen, die

Tafel, die Bürgerstiftung, den Bürgertreff, das Tauschnetz und viele

andere. Sie alle leisten großartige Dienste für unser Gemeinwohl!

Herzliche Grüße sende ich unseren ehemaligen Bürgerinnen und

Bürgern im In- und Ausland sowie den vielen Freunden in unseren

Partnerstädten Jößnitz und Objat – nicht zuletzt auch unserer

Partnerschule 248 in Kiew.

Ich wünsche Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, persönlich

und im Namen des Stadtrates, der Ortssprecher sowie der gesamten

Stadtverwaltung ein gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage

und für das Neue Jahr 2019 viel Freude, Gesundheit, Glück,

Zuversicht und Gottes Segen! Meine Gedanken sind bei denjenigen

unter uns, die mit Gesundheit und Glück nicht so gesegnet sind

sowie bei den Menschen in den Krisengebieten unserer Welt.

Gemeinsam lässt sich wirklich was bewegen und es zeigt, dass

das Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger dazu führt, nicht

nur Ideen anzubringen sondern auf vielfältige Art und Weise auch

zum Gemeinwohl beiträgt. Dafür mein ausdrückliches Dankeschön

verbunden mit der Bitte: „Weiter so!“

Ihr Jürgen Pfeiffer, Erster Bürgermeister

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