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sporting hamburg Ausgabe Dezember 2018 / Januar 2019

Olympiastützpunkt ©

Olympiastützpunkt © Fotos: sporting hamburg Der Hub des Hamburger Leistungssports… 30! Happy, happy, auch von uns, und diese donnernden Glückwünsche gehen direkt auch an Ingrid Unkelbach, seit nunmehr 17 Jahren ist sie die Chefin von’s Janze. Sie brennt für den Sport, lichterloh, und noch lichterloher für ihre Athleten. Um das mal …Wird vorwegzunehmen. Und das ist, finden wir, schon mal eine spitzen(sportliche) Voraussetzung in dieser spannenden Position. Sport hat viel mit Bewegung zu tun, ach was, und deswegen ist wohl auch ihr OSP immer in Bewegung, im wahrsten Wortsinne. Und zwar wenn möglich nach vorn. Wir treffen Ingrid Unkelbach und reichen die Blumen nach. Zurzeit ist sie mit ihrem OSP der Hub für 330 Spitzensportler bzw. Kaderathleten über alle olympischen und paralympischen Sportarten in Hamburg und Schleswig-Holstein. Dazu kommen dann die Trainer, Bundes- und Landestrainer, die Sportwissenschaftler, Trainingssteuerer, die Physios, die Laufbahnberatung, die Verwaltung und dergleichen mehr. Wie der Name nicht überraschen lässt, stellen die Schwerpunktsportarten Hockey, Segeln, Schwimmen, Rudern, Beachvolleyball, Rollstuhlbasketball und Badminton die meisten Athleten. Ob genug Platz für alle ist, wollen wir wissen, und dann kommt sie: „Wenn zur Primetime sieben Trainer nebst ihren Gruppen zeitgleich im Kraftraum effektiv arbeiten, ist es viel zu eng, gerade im Kraftraum.“ Und wir denken, Platz kommt von platzen, sie weiter: „Und dann wird ja sehr unterschiedlich trainiert, ein Ruderer stemmt ganz andere Gewichte als eine Badminton-Spielerin, da kann nicht immer umgebaut werden.“ Und mangels Alternative wird der Kraftraum auch zum Meetingraum, was ja dann schon wieder gut ist. „Wir wollen, dass die Athleten, Trainer etc. auch von einander profitieren, aber mehr Platz tut einfach Not“, grinst sie. Die Zahlen nahmen noch mal im Zuge der Leistungssportreform (wir berichteten) Fahrt auf, als dass die „Beacher“ und die skullenden Ruderer aus der ganzen Nation hier ihren Trainingsstandort haben sollen. Umso mehr braucht es auch Platz für die Trainer, Sportdirektoren und Co. Die teilen sich Großraumbüros und tauschen sich schon zwangsläufig aus. Die Kooperation mit der Eliteschule leidet nun inzwischen ein wenig, weil deren Nutzungszeiten im Kraftraum zwangsläufig gekürzt bzw. verlegt werden mussten. Dennoch ist Ingrid ein großer Fan von WIR und von Zusammenarbeit, gerade mit der Eliteschule. Der Etat wird nunmehr, das ist ganz aktuell, komplett vom Bund (BMI) übernommen. Wenn die Förderung der Länder nicht gegengerechnet werden würde, sondern on top bliebe, wäre Ingrid glücklich, aber das ist noch nicht final mit dem Bund verhackstückt worden. Sie bleibt da natürlich dran. Morgens, halb sieben am OSP: Ruhe vor dem Sturm. Unten: Frühaufsteherin Victoria Bieneck (Beachvolleyball). Die Faktenlage und die Finanzierung sind natürlich immer ein Thema, schmälern aber nicht wirklich die Freude an der Arbeit des OSP und an der Arbeit mit den Athleten – geprägt von den großen Erfolgen der jüngsten Vergangenheit durch die Ruderer, Beacher, Rollstuhlbasketballerinnen, „auch die Schwimmer kommen dank toller Aufbauarbeit wieder“, sagt sie, und von sehr vielen emotionalen, menschlichen Erlebnissen für alle Beteiligten. Und so, wie Ingrid Unkelbach gern im WIR arbeitet, träumt sie von einem Haus der Athleten, auch für Zwischenmenschliches, von einem optimalen Austausch, einer weiterhin so erfolgreichen, weiter ausgebauten Kooperation mit der Eliteschule im Sportpark Dulsberg, und dann von ein wenig mehr Platz. In diesem Sinne: Alles Gute, lieber OSP! 50 51