SPORTaktiv Dezember 2018

Sportaktiv.Magazin

DEZ/JÄN 2018/19

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EDITORIAL

KLAUS MOLIDOR

SPORTaktiv-Chefredakteur

klaus.molidor@styria.com

BEWEGEN

WIR DIE WELT

Sven Kueenle

German freeskier

and CEP Pro

Coverfoto: Seefeld Tourismus; Foto: Thomas Polzer

Und schwupp ist es wieder vorbei, das Jahr 2018. War denn nicht gerade

erst Silvester? Zack, zack, rinnen die Körner durch das Stundenglas

– wieder ein Jahr älter. Und was ist aus den guten Vorsätzen geworden?

Nein, ich will die Ausreden gar nicht hören. Kein Hätti-wari-wäri in den

letzten Stunden des Jahres. Stattdessen: Integrieren wir Sport doch alle in

den Alltag. Einbeinig Zähneputzen, die Stiegen nehmen statt des Lifts,

Bauchmuskeltraining am Bürosessel. Wer jetzt damit beginnt, der wird

noch halbwegs fit für den Winter – das zeigt unsere Story auf Seite 22.

Und dann tauchen wir ein in den Rhythmus des Winters, wie wir ihn am

Cover dieser Ausgabe beschwören: Ice, Ice Baby. Wer 1990 zu jung oder

noch gar nicht auf der Welt war: Ice, Ice Baby war ein (hitziger) Song von

Vanilla Ice, dessen weltberühmten Refrain wir verwenden, um Lust auf

Kälte und Winter zu machen. Und um zu zeigen, dass man im Winter

viel machen kann. Langlaufen zum Beispiel. In welchem Stil, mit

welcher Ausrüstung und mit welcher Vorbereitung, erfahrt ihr in unserem

Special ab Seite 65. Wir zeigen euch auch, wie man auf dem

Mountain bike durch den Winter radelt, oder wie ihr euch gerade jetzt mit

Grundlagenausdauer auf die kommende Saison vorbereiten könnt.

Und das neue Jahr? Schwerer denn je ist es vorauszusagen, oder vorauszuahnen,

was sich in unserer beschleunigten Welt tun wird. Weltwirtschaft,

Digitalisierung, Brexit, bumm, bumm, bumm. Der gelernte Österreicher

sagt jetzt: Ja, was kann ich da schon tun? Der alte Grieche Sokrates

sagt: „Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen.“ Ich sage:

im doppelten Sinn. Körperlich und geistig.

Ein Anstoß dazu soll unser Magazin sein.

Bleibt fit,

Euer Klaus

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DRY BACK

INHALT

TOP-STORY

6 DER EISEILIGE

Extremkletterer Dani Arnold im Interview

FIT

18 DIE WELT AUF DEN KOPF GESTELLT

Wie aus Young-Ho Kim ein gefeierter Yoga-Lehrer wurde

22 FIT IM VORÜBERGEHEN

Wie Bewegung im Alltag das Training ergänzt

28 LASST SIE RENNEN

Warum Bewegung im Kindesalter gescheit macht

40 AUSPROBIERT

Thermobecher, Haltungstrainer und Kokosflocken

46 DAS SPORTLICHE REZEPT

Diesmal: Zucchini-Champignon-Frittata

RUN

POWERED BY RUNTASTIC

48 SENNAHOJ UND DIE RÜCKWÄRTSLIEBE

Welche positiven Effekte Rückwärtslaufen hat

W I N T E R T R A I N

56 LANGSAM IST DOCH LUSTIG

Ein Plädoyer für die Grundlagen-Ausdauer

62 AUSPROBIERT

Schuhe mit Spikes, Kompressionsstutzen, Neoprenmaske

LANGLAUF-SPECIAL

68 EINE FRAGE DES STILS

Klassik oder Skating – welche Technik sich für wen eignet

Besonders im Winter, wenn die Temperaturen

sinken, birgt das Schwitzen

bei schnellen Aufstiegen die Gefahr der

Unterkühlung. Um deinen Rücken

trocken zu halten, haben wir den Winter

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Abenteuer in den Bergen benötigst.

72 WORK-OUT HOCH DREI

Skiletics trainiert Kraft, Ausdauer und Technik in der Loipe

80 GESELLSCHAFT MIT BEGRENZTER HAFTUNG

Die drei Varianten des Klassik-Skis unter der Lupe

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Fotos: Yongsubi, iStock

BIKE

92 #MYFIRSTBIKEWINTER

Durchfahren statt pausieren. So geht’s

96 WINTER-TIPPS FÜRS E-BIKE

Alles über Akku, Motor und das Einwintern

100 PERFEKT IST ES NUR IN MEINEM KOPF

Youtube-Biker Fabio Wibmer über Kreativität

106 AUSPROBIERT

Winter-Bikeschuhe, Speichenlichter und Bike mit ABS

OUTDOOR

110 KOPF, BAUCH UND BLINDES VERTRAUEN

Fitmacher Klettern, Teil 2: der mentale Effekt

124 KLEINE GERÄTE, ...

... große Verantwortung: Sicherungsgeräte im Fokus

128 SPUREN IM SCHNEE

Die angelegte Spur ist die Visitenkarte des Tourengehers

134 UNTERWEGS MIT PIPPI LANGSTRUMPF

54 Jobs in einem: aus dem Leben einer Rangerin

146 HÜTTEN-GENUSS

Zehn besondere Hütten für besondere Touren-Erlebnisse

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DER

EISEILIGE

DER SCHWEIZER DANI ARNOLD

KLETTERT IN REKORDZEIT AUF FELS UND

EIS. WAS IHN AN DEN BERGEN FASZINIERT

UND WOHIN DIE JAGD NACH IMMER

NEUEN EXTREMEN FÜHRT, VERRÄT

ER IM INTERVIEW.

VON KLAUS HÖFLER

Unter unseren Füßen knirscht der

frische Schnee. Etwas weiter oben

kratzen die Steigeisen dann und

wann übers Gletschereis. Auch wenn das

Breithorn einer der am leichtesten erreichbare

4000er-der Westalpen ist, ist am Weg

hinauf Vorsicht geboten. Viel passieren

sollte heute aber nicht. Mich führt einer

der aktuell besten Extremkletterer der Welt

Richtung Gipfel: Dani Arnold.

Wir wandern da gerade recht gemütlich

den Gletscher hinauf. Ist so eine Tour für

Dich nicht ein bisserl langweilig?

(Lacht). Ja, heute ist es nicht so aufregend.

Aber ich gehe immer auch gerne einfachere

Touren, weil es schön ist, mit anderen

Menschen unterwegs zu sein. Außerdem

genieße ich es, nicht immer am Limit unterwegs

zu sein.

Apropos Limit: Wenn wir uns umdrehen,

ist hinter uns das Matterhorn in

Griffweite. Dessen Nordwand bist du

2011 in der damaligen Rekordzeit von

zwei Stunden 28 Minuten durchstiegen.

Welche Erinnerungen kommen da hoch,

wenn Du den Berg siehst?

Das Matterhorn ist schon ein spezieller

Berg für mich. Es war meine zweite große

Nordwand, in der ich einen Geschwindigkeitsrekord

aufstellen konnte. Später habe

ich dort noch eine neue Route gemacht –

ja, dieser Berg ist schon etwas Besonderes

für mich.

Was ist das Besondere am Bergsport?

Dass einem niemand sagen kann, dass

man etwas nicht tun kann oder nicht

darf. Das ist schon cool. Wir können alles

machen, was wir wollen – wir müssen nur

auch mit den Konsequenzen leben, falls

etwas passiert.

Wie erklärst Du jemandem den „Mythos

Berg“?

Es ist megawild, weil man den Elementen

unmittelbar ausgesetzt ist. Diese spezielle

Energie spürt man einfach, wenn man in

den Bergen unterwegs ist. Das nährt dieses

Mystische, das die Berge umgibt.

Aber macht diese mystische Übermacht

einen selbst nicht sehr klein?

Freilich. Extrem klein. Es zeigt, dass wir in

der großen Natur ja eigentlich nichts sind.

Fotos: Mammut

6 SPORTaktiv


SPORTaktiv

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Besonders klein wirken wir vor

8000er-Gipfeln. Ein Ziel für Dich?

Einen würde ich schon gerne machen,

weil es zu einem kompletten Bergsteiger

dazugehört. Aber so richtig hinziehen

tut’s mich nicht. Die Höhe allein als

Challenge hat nicht so einen Riesenreiz.

Aber wenn, dann ohne

Flaschensauerstoff?

Ja sicher. Wenn es so nicht geht, dann

geht’s halt nicht.

Die Motive, auf einen Berg zu gehen,

können unterschiedlich sein. Für die einen

sind es Plätze kontemplativer Ruhe und

Erholung, für Dani Arnold sind es Orte

sportlicher Wettkämpfe. Für die rund 1800

Meter hohe Eiger-Nordwand – 1938 von

einer Viererseilschaft rund um Heinrich

Harrer erstbestiegen in drei Tagen –

benötigte Dani Arnold 2011 nur zwei

Stunden und 28 Minuten. Damals ein

neuer Rekord und für den Alpinisten

aus dem Schweizer Kanton Uri das

Sprungbrett Richtung Profibergsteigen.

Warum „läuft“ man senkrechte Felswände

hinauf, noch dazu ungesichert

im Freesolo-Stil?

Kein Seil, kein Klettergurt: Man spürt

dabei die Freiheit so unglaublich intensiv.

Das ist pure Freude. Das ist etwas

anderes als Spaß: Spaß ist Achterbahnfahren

im Europapark. Das ist auch fein.

Aber Freude kommt von innen. Dafür

muss man selbst etwas tun.

Macht dieses Gefühl süchtig?

Definitiv – nicht nur nach dem Extremen.

Ich spüre auch, wenn ich länger

nicht draußen war, dass mir etwas fehlt.

Weil, wenn man spürt, dass man etwas

sehr gut kann, dann versucht man

automatisch, noch ein bisschen weiterzugehen.

Man geht ans Limit – und

manchmal vielleicht auch ein bisschen

zu weit ...

… bis der Eiszapfen bricht.

Ja, das ist mir passiert. In einer 340

Meter hohen Wand im sechsten Eiskletter-Grad,

also von unten bis oben

ziemlich, ziemlich steil, ist ein geschätzt

35 Tonnen schwerer Zapfen unter mir

weggebrochen, weil ich mit dem Steigeisen

an einer falschen Stelle hineingetreten

hatte.

Lernst Du die Touren bei Deinen

Eis- und vor allem Solo- und Speedkletter-Projekten

wie ein Slalomfahrer

seinen Kurs auswendig?

Das ist eine meiner ganz großen Stärken:

Dass ich mir Routen sehr gut merken

kann. Ich weiß jetzt noch Schlüsselstellen

von Routen, die Jahre zurückliegen.

Wohin führt diese Jagd nach immer

neuen Extremen?

Jemand hat einmal gesagt, dass nach der

Besteigung des Mont Blanc der Alpinismus

tot sei. Das stimmt nicht. Der

Mensch sucht immer neue Herausforderungen,

um sich beweisen zu können.

Das Gefühl, am Eisfall zu stehen, im

Wissen, den Elementen ausgeliefert

zu sein: Gibt es da nie den Moment

der Angst?

Den gibt es tatsächlich manchmal. Zum

Beispiel mussten wir in einer Höhle in

Kanada am Weg zum Einstieg zu einer

8 SPORTaktiv


DANI ARNOLD (34)

ist ein Schweizer

Extrembergsteiger. Bekannt

wurde er vor allem durch seinen

Geschwindigkeits rekord

bei der Besteigung

der Eiger-Nordwand.

Arnold ist Bergführer,

verheiratet und lebt

in Bürglen in der Schweiz.

www.daniarnold.ch

Route immer an tausenden Eiszapfen,

die von der Decke hingen, vorbei. Es

gab keine Alternative.

Außer umzudrehen.

Das wollten wir nicht. Der Ort war zu

genial. Wir nahmen die Angst in Kauf.

Wie geht man mit ihr um?

Es geht da mehr um eine Taktik, dieses

Gefühl in den Griff zu bekommen.

Wichtig ist, nicht das Ganze zu sehen,

sondern es in kleine Schritte herunterzubrechen.

Am Ganzen zerbricht man ja

fast, weil es einfach zu gewaltig ist.

Wie erklärt man der Familie, was man

da macht? Die hat doch noch viel mehr

Angst als man selbst.

Natürlich ist es extrem schwierig, das

Verständnis zu erlangen. Familienangehörige

und ganz enge Freunde

sehen aber, wie viel man investiert ins

Training, in die Vorbereitung – und sie

sehen, dass es nicht leichtsinnig ist. Die

sehen auch, wenn ich nach einer erfolglosen

Expedition zurückkomme, die sehen

also auch, dass ich umdrehen kann,

wenn es nicht passt.

Wie lange arbeitet das dann in einem?

Das ist unterschiedlich. Wenn es aus

sportlicher Sicht nicht funktioniert hat,

dann nervt es brutal. Wenn es sonst irgendetwas

ist, geht’s ein bisschen besser.

Am leichtesten zu verkraften ist es bei

Projekten, bei denen man erkennt, dass

es objektiv zu gefährlich ist. Dann ist

es sowieso gegessen. Dann mach ich es

nicht. Punkt.

Wie steckt man es weg, wenn etwas

passiert? Wie weit lässt man es an

sich heran, wenn Bergsteigerkollegen

verunglücken?

Das ist schon … (überlegt). Zum Glück

hatte ich noch nie einen Fall, wo mir

die Person ganz nahe gestanden hat.

Aber ich bin mir nicht sicher, ob man es

ganz verarbeiten kann. Im Hinterkopf

bleibt es. Ich wäre mir nicht sicher, ob

ich noch mit derselben Freude in die

Berge gehen könnte. Aber es hilft ja

auch nichts, wenn man dann nicht mehr

weitermacht.

Entlang eines schmalen Grats geht es

die letzten Meter hinauf. Ein richtiger

Gipfel mit schroffem Fels ist der

höchste Punkt des Breithorns auf 4159

Meter nicht. Fast schüchtern reiht es

sich in die Kette atemberaubender

Felsspitzen vom Weisshorn über das

Obergabelhorn und Matterhorn bis zur

Dufour spitze ein. „Aber schon ein

geiles Gefühl, oder“, lacht Dani Arnold.

Es ist unmöglich, ihm in diesem

Moment zu widersprechen.

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Unbenannt-6 1 30.1

DIE LEGENDE IM

MTB-MARATHON:

DER KITZALPBIKE

1000 Mountainbiker nehmen

jedes Jahr im Juni den legendärsten

MTB-Marathon Österreichs

in Angriff: den KitzAlpBike in

Tirol. Seit 24 Jahren verlangt das

Rennen den Athleten in der Königsdistanz

Ultra alles ab. Fünf

Distanzen von Light bis Ultra

stehen zur Auswahl. Hier findet

vom Einsteiger bis zum Profi

jeder seine Herausforderung.

Und kein Wunder, dass der

KitzAlpBike auch immer mehr

Fans an den Streckenrand

zieht. So wie am Bild links der

Hotspot Choralpe auf mehr als

1900 Metern Seehöhe. 1000 Zuschauer

feiern hier die Biker und

Bikerinnen an – nicht nur die

Führenden, bis zu den Letzten

wird applaudiert.

Das gesamte Mountainbike-Festival

rund um Kirchberg, Brixen

und Westendorf dauert von 22.

bis 30. Juni 2019. Es beginnt

bereits am Samstag mit der

Windautaler Radlrallye, hat seinen

ersten Höhepunkt am Mittwochabend

beim Int. VAUDE

MTB-Hillclimb und endet am

Sonntag mit den Kinder und

Jugendrennen.

www.kitzalpbike.com

Foto: Erwin Haiden

SPORTaktiv

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15. DEZEMBER

RISE & FALL MAYRHOFEN

Ein Extremsportevent, bei dem 340

Athleten in Viererteams in den Disziplinen

Skibergsteigen, Paragleiten,

Mountainbiken und Skifahren um

den Sieg kämpfen: Das ist das „Rise

& Fall“ in Mayrhofen im Zillertal

(T). Weltklasse- und Hobbysportler

gehen hier an ihre Grenzen.

www.riseandfall.at

AB FEBRUAR: JOHN HARRIS

AM HAUPTBAHNHOF WIEN

Im Februar eröffnet John Harris

Fitness seinen siebenten Wiener

Standort am Hauptbahnhof. Im

„The Icon Vienna“ entsteht ein

Premium-Fitnessclub auf rund

2400 m2. Einschreiben ist seit

Anfang Dezember möglich.

www.johnharris.at

TOP

EVENTS

DEZEMBER | JÄNNER | FEBRUAR

13. JÄNNER

TOUR DE RAMSAU

Das WM-Langlaufstadion

von Ramsau am Dachstein

(St) verwandelt sich wieder

zum Hotspot der Hobby-

Skimarathon-Langlaufszene.

Hauptbewerb ist das 42 km

Dachstein Skating-Rennen.

www.tour-de-ramsau.com

28. DEZEMBER

CLOUD 9 OPENING PARTY

Die Cloud 9 Iglu Bar über

Innsbruck ist ein Hot spot für

Sonnenanbeter wie für Partytiger!

Ab 28. Dezember verwandelt

sich das Iglu jeden Freitag in den

höchsten Nachtclub Österreichs

mit internationalen DJs – bei der

Opening Party mit FOUK.

www.nordkette.com

12. UND 13. JÄNNER

KAISER MAXIMILIAN LAUF

In der Olympiaregion Seefeld, wo

2019 bekanntlich die Nordische

Ski-WM über die Bühne geht, findet

zum vierten Mal dieses Visma

Ski Classics-Rennen statt. 60 oder

30 Kilometer stehen zur Wahl, jeweils

in der Klassisch- oder Skatingtechnik.

#weildueinsiegerbist

www.kaisermaximilianlauf.com

12 SPORTaktiv


11. JÄNNER

MOUNTAIN ATTACK SAALBACH

Hart, härter, Mountain Attack!

Österreichs populärstes

Skitourenrennen geht am 11.

Jänner zum 21. Mal über die

Bühne und bringt über 1000

Athleten nach Saalbach (S).

Auf der Marathon-Distanz

warten 3010 Höhenmeter

und sechs Gipfel.

www.mountain-attack.at

Fotos: Dominic Ebenbichler, John Harris, Günther Egger, www.stephanelsler.at, TVB Ramsau, wildbild, Erwin Petz, EXPA/Martin Huber

13. JÄNNER|

SNOW SPIRIT RIESNERALM|

Beim Snow Spirit 2019 kann

man dank Sport Scherz auf der

Riesneralm in Donnersbachwald

(St) die neuesten Skimodelle

gratis testen. Von erfahrenen

Experten gibt’s jede Menge

Tipps rund ums Skimaterial.

www.riesneralm.at

12. BIS 26. JÄNNER|

BALLONFAHREN IN FILZMOOS|

Ballonfahren in Filzmoos (S) hat

eine lange Tradition. Ganze zwei

Wochen, von 12. bis 26. Jänner,

steht der Ort im Zeichen von „50

Jahre Ballonfahren in Filzmoos“.

Zwei Highlights: die „Nacht der

Ballone“ am 19. und das „Ballon

Kinderfest“ am 20. Jänner.

www.filzmoos.at

19. FEBRUAR BIS 3. MÄRZ|

FIS NORDISCHE SKI WM|

In Seefeld (T) gehen die Nordischen

Skiweltmeisterschaften

2019 über die Bühne. Fans der

nordischen Sportarten sollten

sich die Gelegenheit, WM-Luft

live vor Ort zu schnuppern, nicht

entgehen lassen.

www.seefeld.com

25./26. JÄNNER

STEIRALAUF BAD MITTERNDORF

2019 findet der Steiralauf zum 40.

Mal statt. Start und Ziel des Volkslanglaufs

befinden sich bei der Grimmingtherme

Bad Mitterndorf. Über

50, 25 oder 10 km geht es in der freien

Technik, für Klassik-Läufer ist die

30-km-Distanz vorgesehen. Auch ein

Kids Race steht auf dem Programm.

www.steiralauf.at

SPORTaktiv

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SPORTaktiv & die Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten präsentieren:

DAS 1. HOHE TAUERN

SKITOUREN-EINSTEIGERCAMP

14.–17. März 2019 (Do.–So.)

• 3 Übernachtungen im Eggerhof in Mallnitz

• reichhaltiges Frühstücksbuffet, 3-Gang-Wahlmenü

am Abend, Lunchpaket und Marschtee

• täglicher Gratiseintritt ins Tauernbad Mallnitz

• hauseigener Wellnessbereich mit Sauna, Sanarium,

Erlebnisduschen und Ruheraum

• Gratis-WLAN

• Parkplatz

• bei Zuganreise: Shuttle vom/zum Bahnhof

• 2 geführte Skitouren

• 1 Abend-Workshop zum Thema Tourenplanung

und Sicherheit

• optional SPORTaktiv-Bergschutz powered by

Nürnberger-Versicherung für die Dauer des Camps

• die Spezialpreise fürs Camp:

€ 390,– p. P./Doppelzimmer

€ 411,– p. P./Einzelzimmer

PROGRAMM

Zwei geführte Skitouren mit Berg- und Skiführer

ZUM TESTEN

Ski Transalp 90 mit Bindung und Skitourenschuh

Travers Carbon von FISCHER sowie

ein PIEPS-Sicherheitspaket mit elektronischer

Sonde iProbe II 260, Lawinenschaufel

C660 und LVS-Gerät PIEPS Powder BT

DAS ANGEBOT:

2 GEFÜHRTE SKITOUREN

UND 3 NÄCHTE MIT VERPFLEGUNG

AB € 390,–

DEINE GESCHENKE

SPORTaktiv-Stirnband

von Buff; Peeroton-Paket;

Sonnenschutz von Ultrasun

14 SPORTaktiv


1. HOHE TAUERN SKITOURENCAMP

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In der Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten

stehen über 250 traumhafte Skitouren zur Auswahl.

Da ist für jeden Anspruch die ideale Tourenmöglichkeit

dabei. Und während die erfahrensten und

ausdauerndsten Skitourensportler hier vielleicht mit

einer Großglockner-Umrundung liebäugeln, richtet

sich unser 1. Hohe Tauern Skitourencamp an die große

Zielgruppe derer, die das Skitourengehen gerade erst

für sich entdeckt haben. Oder dies erst tun wollen.

Etwas unterhalb der bekannten 3000er-Gipfel im

Nationalpark gibt es nämlich eine Vielzahl von lohnenden

Zielen, die für Skitourenneulinge bestens geeignet

sind. Damit ihr eure ersten Schritten ins verschneite

Wintergelände aber auch richtig genießen könnt, werdet

ihr von lokalen Experten begleitet, die für perfekte

Sicherheit sorgen. Ein tolles Material- und Sicherheitspaket

von Fischer und Pieps gibt es leihweise zum

Testen.

Homebase dieses neuen SPORTaktiv-Lesercamps ist

der traditionsreiche, in vierter Generation familiengeführte

Eggerhof, mitten im Nationalparkdorf Mallnitz.

Nach der Tour könnt ihr im Wellnessbereich relaxen,

eure strapazierten Muskeln massieren lassen oder euch

aufs feine tägliche Abend-Wahlmenü freuen ...

ANMELDUNG

Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten

9844 Heiligenblut

T. 0 48 24/27 00

E-Mail: tourismus@nationalpark-hohetauern.at

www.nationalpark-hohetauern.at

ZIELGRUPPE

Tourengänger und Skitoureneinsteiger

TEILNEHMER

max. 20 Personen

Fotos: Ernst Rieger, Franz Gerdl, Hersteller

DAS HOTEL

Der traditionsreiche Eggerhof liegt mitten im

Zentrum des Nationalparkdorfs Mallnitz.

SPORTaktiv

15


DIE SPORTAKTIV

LESERCAMPS

VITAL CAMP BAD RADKERSBURG

21.–24. MÄRZ

im Vital Hotel Bad Radkersburg

Mehr dazu: Seiten 32/33

EINE TEILNAHME AN EINEM

SPORTAKTIV-CAMP ZAHLT

SICH AUS: EUCH ERWARTEN

SPORTLICHE TAGE UNTER

PROFIANLEITUNG IN TOLLEN

HOTELS ZU FAIREN PREISEN.

IM WINTER ERWARTEN EUCH

FÜNF UNTERSCHIEDLICHE

CAMPS MIT SECHS TERMI-

NEN. DA SOLLTE FÜR JEDEN

GESCHMACK DAS PASSENDE

DABEI SEIN.

ALSO: ANMELDEN – WIR

SEHEN UNS!

SCHNEESCHUH-CAMP

10.–13. JÄNNER

im Sportresort Hohe Salve in den

Kitzbüheler Alpen/Tirol.

Mehr dazu: Seiten 140/41

FREERIDE-CAMP

24.–27. JÄNNER

21.–24. MÄRZ

am Nassfeld/Kärnten.

Mehr dazu: Seite 117

HELISKIINGCAMP

14.–17. MÄRZ

in Livigno/Italien

Mehr dazu: im Winterguide auf Seiten 128/129

SKITOUREN-EINSTEIGERCAMP

14.–17. MÄRZ

in der Nationalparkregion Hohe Tauern Kärnten.

Mehr dazu: Seiten 14/15

ALLE INFOS UNTER WWW.SPORTAKTIV.COM

EIN SOMMER VOLLER

FRAUENPOWER

Nach dem großen Erfolg heuer

bauen SPORTaktiv und BOSCH die

E-Mountainbike-Camps für Frauen

weiter aus: 2019 in Bad Aussee und

St. Anton am Arlberg. Reserviere

dir schon jetzt einen Platz.

Die Teilnehmeranzahl ist wieder

begrenzt, weitere Infos folgen!

23. BIS 26. MAI IN

BAD AUSSEEE

E-MTB-Women Camp im Narzissen

Vital Resort Bad Aussee,

Vorreservierungen unter:

info@vitalresort.at

20. BIS 23. JUNI IN

ST. ANTON AM ARLBERG

E-MTB-Women Camp für

fortgeschrittene Bikerinnen,

Vorreservierungen unter:

office.sportaktiv@styria.com

Foto: Bosch

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TRAINING | GESUNDHEIT | ERNÄHRUNG

FIT

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ADVENT

Wir verkürzen euch das Warten

aufs Christkind und verlosen täglich

bis zum 24. 12. einen sportlichen

Gewinn. Auf unserer Website

nachschauen, was hinter

den Türchen steckt, mitspielen

und mit Glück gewinnen.

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Fotos: Parktherme Bad Radkersburg/Walter Schmidbauer, Naturfreunde, iStock / Yuliia

LAUFEND AKTUELLE STORYS,

TRENDS UND TIPPS RUND

UMS THEMA FITNESS AUF:

WWW.SPORTAKTIV.COM

MUT UND PERSPEKTIVEN

„Outdoor against Cancer“ (OaC) und die Naturfreunde

Österreich wollen Menschen mit einer Krebsdiagnose

neuen Mut und Perspektiven geben. 2019 starten eine

Reihe von Bewegungsangeboten für Betroffene.

Günter Abraham (li. im Bild) und Philipp Liesnig von

den Naturfreunden stellten mit OaC-Gründerin Petra

Thaller die Kooperation vor. www.naturfreunde.at,

www.outdooragainstcancer.com

24-STUNDEN-

WELTREKORD

Beim 24-Stunden-Schwimmen für Licht ins

Dunkel in Bad Radkersburg (St) knackte die

Staffel der Neckarsulmer Sport union (D) mit

105,1 km den Weltrekord. Einzel-Seriensiegerin

Claudia Müller schaffte fantastische

72,6 km und ließ wie in den letzten Jahren

den besten Mann (Gerald Brettenhofer, 67,2

km) hinter sich. Rund 10.000 Euro wurden für

Licht ins Dunkel erschwommen.

www.parktherme.at

SPORTaktiv

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18 SPORTaktiv


DIE

WELT

AUF DEN

KOPF GESTELLT

YOGA TRAINIERT

KÖRPER, GEIST UND

SEELE. ABER SELBST

EINER DER GEFRAGTESTEN

LEHRER WIE YOUNG-HO

KIM HAT KLEIN ANGEFAN-

GEN – UND ZWAR MIT

GROSSEN TRÄUMEN,

DIE DEN GEBÜRTIGEN

SÜDKOREANER IN

KLEINEN SCHRITTEN

VON DEUTSCHLAND

AUS DIE WELT IN DEN

FLUSS BRINGEN LIESSEN.

VON MARTINA STIX

Foto: Yongsubi

Die einen mögen sich ihren Kick

holen, indem sie sich Felsklippen

hinabstürzen. Die anderen

vielleicht dadurch, dass sie ganz profan

flüssig kredenzt ihren Koffeinspiegel hinaufschnellen

lassen. Und wiederum andere

betrachten dafür einfach die Welt auf

den Kopf gestellt. So wie Young-Ho Kim.

Denn Adho Mukha Vrikshasana mache,

so der Yogalehrer, schlicht und ergreifend

süchtig: „Ich mag den Handstand so sehr,

weil dabei dein ganzer Körper arbeitet.

Aber auch, weil er superehrlich ist, dabei

kannst du nichts faken. Du hast es drauf

– oder eben nicht.“

In einer Yogawelt, in der zurzeit oft der

schöne Schein in Form von noch schöneren

Instagram-Bildern zelebriert wird,

erscheint die Frage nach dem Sein wichtiger

denn je. Kim sagt: „Sechsstellige

Follower-Zahlen machen noch lange keinen

guten Lehrer!“ Aber was dann? Vor

allem eines: Authentizität. Für ihn gebe

es nichts Widerlicheres als Yogalehrer, die

etwas vorgeben zu sein, das sie nicht sind:

„Das fängt schon bei der Stimme an. Du

hast Leute, die außerhalb des Studios

ganz normal mit dir reden und dann ihre

pseudoerleuchtete Stimme auspacken.“

Kritisch sehe er auch Dinge, die man

nur macht, weil sie von einem Yogalehrer

erwartet werden. „Ich würde etwa nie auf

die Idee kommen, Mantras zu chanten,

das ist nicht mein Ding.“

Yoga an sich ist aber seit 20 Jahren vollends

Kims Ding. Die Liebe dazu brachte

der gebürtige Südkoreaner, dessen sportliche

Wurzeln im Taekwondo liegen, aber

nicht aus seiner Heimat mit – er sollte

sie mit Anfang 20 andernorts erst finden.

„Asien hat mich damals überhaupt nicht

interessiert. Jedes Mal, wenn ich genug

Geld zusammen hatte, bin ich in die

USA.“ 1998 reichten die Ersparnisse für

eine Reise an die Westküste. Es war dort

die Zeit des ersten großen Asana-Booms.

Jeder machte damals in Kalifornien Yoga

– und so machte es Kim zum Ausprobieren

eine Woche lang mit einer Fülle

unterschiedlicher Klassen auch. Zum

schicksalsschweren Yoga-Erlebnis sollte es

dennoch nicht auf der Matte kommen.

In einer Buchhandlung stolperte er über

Rodney Yee, einen Yogalehrer, der damals

mehr als eine Million Videokassetten

verkauft hatte: „In meinem jugendlichen

SPORTaktiv

19


Chefkoch:

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Leichtsinn habe ich mir gesagt: Ich will

der Rodney Yee von Europa werden!“

Millionen DVDs hat Kim seit damals

zwar nicht verkauft – vor allem, weil

man sich heute den Yogalehrer meist online

ins Wohnzimmer holt. Ausgezahlt

hat sich die Unvernunft der frühen Jahre

à la longue trotzdem: „Inside Yoga“

in Frankfurt avancierte zum größten

Studio Deutschlands, an der angeschlossenen

Akademie wird mit einem

Team laufend eine Vielzahl an Lehrern

aus- sowie weitergebildet und ein Gros

des Jahres bringt der 42-Jährige als international

gefragter Trainer Menschen von

Österreich bis Thailand so sehr in den

Fluss, dass der Schweiß fließt.

So weit, so gut. Die Anfangszeiten

waren aber alles andere als gut. Schonungslos

ehrlich sagt Kim heute: „Es

war richtig scheiße. Ich war ständig

blank, konnte nicht einmal die Versicherung

für mein Auto bezahlen und

wurde immer wieder beim Schwarzfahren

erwischt.“ Pro Woche hielt er in

acht Studios einzelne Kurse. Und er gab

sein Maschinenbau-Studium auf – lediglich

drei Prüfungen fehlten bis zum

Abschluss. Keine leichte Entscheidung,

schließlich waren seine Eltern 1989

extra nach Deutschland ausgewandert,

um ihren Kindern eine gute Bildung zu

ermöglichen. Der Frankfurter erklärt:

„Südkorea hat zwar eines der besten

Schulsysteme der Welt, aber nur, wenn

du reich bist, und meine Eltern waren

arm.“ Heute leistet sich Kim etwas, das

früher undenkbar gewesen wäre – einen

freien Tag pro Woche: „Der Dienstag ist

mein Tag, der gehört nur mir. Da mache

ich auch kein Yoga.“

Aus dem Koffer

An sehr vielen anderen Tagen ist der

dreifache Vater aber unterwegs: 200

pro Jahr lebt er aus dem Koffer. Kennt

jemand wie er, dessen Zuhause ein Gutteil

des Jahres die Welt ist, so etwas wie

Heimweh überhaupt? „Auf jeden Fall!

Heimat ist für mich dort, wo meine

Frau und meine Kinder sind: in Frankfurt.

Ich kann nicht länger als zwei Wochen

von meiner Familie getrennt sein,

sonst drehe ich durch.“ Damit er ausgeglichen

bleibt, gibt es die 14-Tage-Regel:

Engagements, die länger dauern, werden

nicht angenommen. Ein wichtiger

Schlüssel zur Gelassenheit ist auch der

Zen-Buddhismus, den Kim noch vor

dem Yoga für sich entdeckte. „Früher

Fotos: Yongsubi (2)

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie den Beipackzettel

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Fotos: Red Bull Content Pool/Corey Rich, iStock

YOUNG-HO KIM

wurde am 4. Juni 1976 in

Südkorea geboren. Vor elf

Jahren gründete er das Studio

„Inside Yoga“ in Frankfurt,

vor rund drei Jahren kam die

Premium-Onlineplattform TINT

(„There is no try“) dazu.

insideyoga.de, tintyoga.com,

Instagram: @insideyoga

Vom 11. bis zum 13. Jänner

2019 unterrichtet Young-Ho Kim

126 bei den Yogadays im Studio

„Yogalife“ von Nicki Vellick

in Graz.

yoga-life.at

bin ich in den Sommerferien immer für

sechs Wochen zurück nach Korea, habe

SERVICE

mit Mönchen gelebt und mit ihnen meditiert.

24 7 Und SCHRITTE eigentlich ZUR war mein SICHEREN Plan, TOUR

Zen-Mönch Wie sich zu Gefahren werden.“ im Warum Bergsport einfach sich minimieren Zu erklären lassen gilt es manchmal dann

dann dagegen entschied? „Ganz einfach aber doch etwas – und zwar, wenn

76 VON HÜTTE ZU HÜTTE

– ich habe mich total verliebt.“ Männer Yoga belächeln und als etwas

10 traumhafte Mehrtageswanderungen quer durchs Land

Heute hat Kim einen Sohn, zwei Töchter

112 und SMART ein Baby NAVIGIEREN

– den „Inside Flow“. das, vor allem, wenn das Yoga sehr eso-

abtun, das kein Sport sei. „Ich verstehe

Abgeleitet GPS, vom Smartphone Vinyasa oder Flow Karte? entsteht Tipps zur Berg-Orientierung

terisch ist.“ Die Skepsis liege laut Kim

dabei 126 aus DAS einem ZIEL Potpourri EBNET an DEN fordernden

Asanas Wie man (also Kinder überwiegend zum Wandern ruhigen motiviert keine messbaren Resultate gebe: „Män-

WEG wohl auch darin begründet, dass es

Körperstellungen) eine Choreografie zu ner sind pragmatischer und wollen

weltlicher 176 MIT Musik. WAU Die WAU Grundidee? AUF DEN „Mein GIPFEL direkte Effekte, Frauen sind geduldiger

So gelingt die Wanderung mit dem vierbeinigen Freund

Yoga war schon immer sehr körperlich, – und wohl einfach intelligenter.“

es 184 ist für DAS mich STERNENZELT ein Vehikel. Über ZUM den GREIFEN Apropos NAH Geduld: Mit einer etwas

körperlichen Sieben Zugang Möglichkeiten kann zum man Übernachten Menschen

mehr fühlen lassen. Irgendwann fast jeder zum Handstand-Kick ki-

auf größeren dem Berg Portion davon könne sich

wollte ich das mit Musik verbinden, die cken. Der Yogalehrer sagt: „Es kommt

noch dazu für mich authentisch ist. Und natürlich auf die körperlichen Voraussetzungen

an, aber mit der richtigen

MATERIAL

das sind bei mir eben keine esoterischen

Klänge, 30 HEUTE das ist Popmusik.“ FÜR MORGEN So schreibt Technik und Anleitung kann man das

er etwa Orientierungshilfe Flows zu Songs im von Dschungel Ed Sheeran der Nachhaltigkeitszertifikate

in ein bis zwei Jahren hinkriegen.“

oder Lady Gaga. Und ist alles im Fluss, Man glaubt es ihm, und hat dabei

56 KLOBIG WAR GESTERN

fließen Wanderschuhe mitunter auch sind Tränen: heute „Es robuste, gibt modische auch Leichtgewichte

sein Lebensmotto im Hinterkopf:

da gerade diesen großartigen Film, ,A „Träume immer groß, aber mach stets

Star 72 Is AUSPROBIERT

Born‘. Ich habe dazu einen Flow kleine Schritte.“ Denn nicht oft im

Am Berg getestet: Schlafsack, Strickschuh, Merino-Kleidung

gemacht – und alle haben geweint. Ich Leben lässt sich mit kleinen Schritten

muss 98 nichts UNKLARHEIT erklären, um AM Emotionen KLETTERSTEIG zu – zumindest für einen selbst betrachtet

erzeugen, Das das Wichtigste macht die für Spaß Musik und für Sicherheit mich.“ bei – die dem Welt Trendsport auf den Kopf stellen.

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AUF EINEM BEIN ZÄHNEPUTZEN.

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ZEITMANGEL DEN ALLTAG DIKTIERT,

STELLT SICH DIE FRAGE: WIE WEIT

KANN BEWEGUNG IM ALLTAG

„RICHTIGES“ TRAINING

ERGÄNZEN ODER GAR ERSETZEN?

VON CHRISTOF DOMENIG

K

abarettist Alf Poier, in seiner Jugend scherzfrei

ein sehr guter Bergläufer, hat es einmal so ausgedrückt:

„Schräg ist für mich, mit dem Auto

ins Fitnessstudio zu fahren, dort am Stand

Rad zu fahren und zu schauen, wie weit man

fahren würde, wenn man fahren würde und

danach mit dem Auto wieder heim zu fahren.“

Sport oder einfacher: Bewegung möglichst

in den Alltag zu integrieren, das empfehlen ja

auch Mediziner. Viele Strecken per Muskelkraft,

zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen,

die Treppen statt dem Lift zu benutzen,

Fotos: iStock

22 SPORTaktiv


Kräftigen und mobilisieren

Gehen und Radfahren ist aber nicht

nur fürs Herz-Kreislauf-System gesundheitsrelevant,

sondern vor allem auch

fürs Muskelkorsett. Wobei Gehen vor

allem für den heute so oft strapazierten

Nacken sowie den Schultergürtel dem

Radeln vorzuziehen wäre. Die Pendelbewegung

der Arme lockert die Schulter-Nackenmuskulatur.

Beim Radeln

wird durch die vorgebeugte Haltung

der Nacken eher weiter belastet. Stiegensteigen

wiederum, fürs Herz-Kreislauf-System

ein zu kurzer Reiz, kräftigt

vor allem die Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur.

Besser ist es übrigens:

zwei Stufen auf einmal nehmen.

Muskelschwächen, Dysblanancen

und Verspannungen sind heute mindestens

so verbreitete „Zivilisationskoordinative

Übungen in den Alltag

einzubauen. Bringt ein bewegter Alltag

auch sportlichen Menschen etwas? Wie

weit würde man mit einem konsequent

in den Alltag integrierten „Fitnesstraining“

kommen, wo liegen die Grenzen?

Laut Sportwissenschafter Kurt Steinbauer

müsse man zunächst zweierlei

auseinanderhalten: Bewegungsreize

und Trainingsreize. Bei Bewegung im

Sinne einer Gesundheitsförderung gilt

tatsächlich: jeder Schritt zählt. Ein

Trainingsreiz ziele dagegen auf eine

Fitness-Verbesserung ab und er ist vom

aktuellen Niveau abhängig. „Es geht

darum, dem Körper eine Aufgabe zu

stellen, die er meistern muss und an der

er wächst“, erklärt Steinbauer.

Ferner könne man zwischen Reizen

fürs Herz-Kreislauf-System, für die

Muskulatur und für die Koordination

unterscheiden, sagt Steinbauer. Alle drei

sind gesundheitsrelevant, jedoch durch

unterschiedliche Mittel zu erreichen.

Auch nicht uninteressant sind die

Parameter: Intensität und Dauer, mit

denen sich ein Trainingsnutzen quantifizieren

lässt. Studien hätten ergeben,

dass Menschen, die tendenziell kürzer,

aber intensiver trainieren, eine größere

Lebenserwartung haben als solche, die

sich mit geringer Intensität ausdauernd

bewegen. Auch niedrigintensive ist

gesundheitsrelevant, eine Erhöhung der

Intensität wirkt sich also noch günstiger

auf die Lebenserwartung aus.

Alltagswege per Muskelkraft

Angenommen, der tägliche Weg in die

Arbeit wird konsequent zu Fuß oder

mit dem Rad zurückgelegt. Wie lang

müsste der Weg sein, wie flott müsste

er zurückgelegt werden, um gesundheitlich

davon zu profitieren? Und im

Idealfall seine Fitness zu verbessern?

10.000 Schritte soll man täglich

zurücklegen, kursiert als bekannte

Empfehlung. Viele Activity Tracker

funktionieren im Wesentlichen übers

Schrittezählen. Kurt Steinbauer kennt

die Studie, auf der die ominöse Zahl

fußt: „Sie besagt, dass man mit dieser

Schrittzahl mit hoher Wahrscheinlichkeit

sein Körpergewicht hält.“

SCHNELL MAL

KRÄFTIGEN/

MOBILISIEREN

DIESE FÜNF ÜBUNGEN

VON KURT STEINBAUER

FUNKTIONIEREN FAST

IMMER UND ÜBERALL

BAUCHMUSKULATUR

Im Sessel sitzend, die Arme auf dem

Tisch abstützen (Geübte legen sie auf

die Oberschenkel) und die angewinkelten

Knie vom Boden heben. Beine

10 Sekunden in der Luft halten,

6 bis 10 mal wiederholen.

MITTLERE UND KLEINE

GESÄSSMUSKULATUR

Aus dem Einbeinstand (z. B. beim

Zähneputzen) das gestreckte Bein

abwechselnd vor und hinter dem

Standbein vorbeipendeln lassen.

3 x 10 Wiederholungen

TRIZEPS/SCHULTERGÜRTEL

Mit beiden Händen auf der Sitzseitenkante

des Sessel stützen, die Füße

je nach Fitnessgrad 1 bis 1,5 m vom

Sessel entfernt, rücklings Liegestütze

durchführen.

BEIN-/GESÄSSMUSKULATUR

Schrittkniebeuge: Auf der Lehne

eines Sessels aufstützen in leichter

Schrittstellung das Gesäß absenken.

3 x 10 Wiederholungen pro Bein

MOBILISIERUNG DER

BRUSTWIRBELSÄULE BEI DER

BILDSCHIRMARBEIT

Den Stuhl schräg zum Bildschirm

stellen und 1 bis 2 Minuten seitwärts

gedreht arbeiten – danach auf der

anderen Seite gleich lang. Generell

die Arbeitspositionen sollen sich aber

immer wieder abwechseln.

Bei 80 Zentimetern Schrittlänge

bedeuten 10.000 Schritte rund acht

zurückgelegte Kilometer. Ein Pensum,

das täglich erreicht „auf jeden Fall gesundheitsrelevant

ist“, wie Steinbauer

versichert. Der Selbstversuch zeigt: An

normalen Bürotagen ohne Sport sind

es bloß 5000, 6000 Schritte. Lege ich

meinen 6,4 Kilometer langen Arbeitsweg

(hin und retour gemessen) zu Fuß

statt mit Öffis zurück, komme ich locker

über die ominöse Marke. Zeitverlust:

bloß zehn Minuten pro Richtung.

Ist das auch Training oder „nur“

gesundheitsrelevant? Mit einem niederschwelligen

Trainingsnutzen könne

man ab 60 Prozent des Maximalpulses

rechnen. Das bedeutet schon schnelles

Gehen, nicht normales Gehtempo.

Auch beim Radfahren muss man dafür

schon ordentlich treten, und als

„Trainingszeit“ zwischen daheim und

Arbeitsplatz bleiben nur rund 15 Minuten

übrig statt 40 beim Gehen.

Was man noch bedenken muss: Wer

täglich die gleiche Strecke mit gleicher

Geschwindigkeit geht oder Rad fährt,

werde zu Beginn zwar profitieren.

Sobald der Körper daran gewöhnt ist,

stagniert man aber. Nicht umsonst besagt

das Trainingsprinzip der Varianz,

dass ständig unterschiedliche und neue

Reize gefragt sind.

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23


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MAG. KURT

STEINBAUER

ist Sportwissenschafter,

Leistungsdiagnostiker,

Lauftrainer und betreibt das

Fitnessstudio „Fitpoint“ in

Deutschlandsberg (St).

www.spiritofsports.at

www.fitpoint.at

krankheiten“ wie Bluthochdruck. Auch

da gilt: Einmal pro Stunde Aufstehen

und ein kleines Stück gehen hilft schon

– zumindest ein wenig.

Doch auch, wer körperlich arbeitet,

bewegt sich ziemlich sicher zu einseitig.

Jede andere Bewegung, die im

Alltag einen Ausgleich schafft, hilft, hat

aber auch ihre Grenzen. „Ein gezieltes

Kräftigungs- und Mobilisationstraining

zweimal pro Woche ist für jeden zu

empfehlen“, sagt Experte Steinbauer.

Weil alle „nebenher“ gesetzten muskulären

Reize nie alle wichtigen Muskelgruppen

erreichen, Bewegungen in der

Regel unvollständig ausgeführt werden,

und fast immer einseitig sind. Auch

(Ausdauer-)Sportler sollen schließlich

gezielt kräftigen und mobilisieren.

Balancieren und Co.

Und dann gibt es noch die wichtige

Koordination – da gilt wie bei den

Muskeln: „Use it or lose it“. Gerade

später einmal, im fortgeschrittenen

Leben – zahlt es sich aus, die Koordination

ein Leben lang gefordert zu haben.

Stichwort: „Mobilbleiben“. Koordinations-Übungen

hätten für eine Integration

in den Alltag grundsätzlich den

Vorteil, dass mit kurzem Zeiteinsatz

große Wirkungen erzielt werden können:

Wo immer es geht, balancieren,

seitwärts und rückwärts gehen, das ist

gut und immer und überall möglich.

Doch auch hier hat der „Alltagssport“

deutliche Grenzen: Koordinative

Reize sollten möglichst vielfältig sein.

„Auf einem Bein beim Zähneputzen

zu stehen, kann man halt bald“, erklärt

Steinbauer, und dann bleibe weiterer

Nutzen aus. Außer, man entwickelt

die Übung stetig weiter, schwenkt zum

Beispiel das Bein dabei, setzt, wenn

man das kann, den nächsten Reiz usw.

Mit koordinativ fordernden Sportarten

(Tanzen, Ballsport), wo sich die Variation

ständig von selbst ergibt, ist das alles

doch einfacher.

Mit dem Rad ins Fitnessstudio

Bewegung im Alltag hilft also beim

Gesundbleiben. Und auch dabei, uns

zu „Bewegungsmenschen“ zu machen.

Sprich: Man bekommt Lust, sich noch

mehr zu bewegen, und verbraucht sogar

ein paar Kalorien zusätzlich. Richtig

„fit“ wird man allein damit jedoch

nur begrenzt. Weil das Herz-Kreislauf-System

sich erst gut entwickelt,

wenn man ins Schwitzen kommt, und

weil ohne unbekannte Reize keine

Anpassung erfolgt. Weil wirkungsvolle

Koordinationsübungen Abwechslung

erfordern, und weil fürs Muskelkorsett

auch noch so viel Alltagsbewegung insgesamt

zu einseitig und zu wenig ist.

Naheliegender Gedanke: Man

kann ja auch mit dem Radl ins

Fitnessstudio fahren.


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Sport und Bewegung schmackfhaft

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paradox: Einerseits wird (zu Recht) der

verbreitete Bewegungsmangel, oft schon

im frühen Schul- und spätestens im Jugendalter

beklagt. Auf der anderen Seite

werden Kinder genau in jenem Alter, wo

ihr Bewegungsdrang noch am größten

ist, zum Stillsitzen „motiviert“.

„Bewegung ist ein menschliches

Grundbedürfnis“, sagt der Sportsoziologe

und Leiter des Zentrums für Sportwissenschaften

an der Uni Wien, Otmar Weiß:

„Andererseits wird der menschliche Bewegungsdrang

seit jeher, spätestens mit

dem Schulsystem unterdrückt.“ Weiß

und ein Wissenschafter-Team der Uni

Wien haben aktuell eine mehrjährige Studie

an Schulen abgeschlossen, in der die

Bedeutung von Bewegung im Kindesalter

untermauert wird. Bei dieser sogenannten

„Psychomotorik“-Studie ging es aber

nicht nur darum, ausreichend Bewegung

als Ausgleich in den sitzend verbrachten

Schulalltag zu bringen: Lernen und

Bewegung werden in der psychomotorischen

Pädagogik miteinander verknüpft.

Psychomotorik ist eine relativ junge

Wissenschaft. Sie geht davon aus, dass

Bewegungsimpulse erstaunliche Auswirkungen

auf die Gehirn- und auch die

Charakterbildung haben. „Bewegung ist

Leben – und Bewegung ist der Motor der

Entwicklung des Menschen“, bringt es

Weiß auf den Punkt.

Foto: iStock, Universität Wien

28 SPORTaktiv


UNIV.-PROF. DR.

OTMAR WEISS

ist Sportsoziologe und Leiter des

Zentrums für Sportwissenschaft

und Universitätssport an der

Universität Wien.

zsu-schmelz.univie.ac.at

diese Feststellung gilt wiederum nicht nur

für die körperliche Gesundheit, sondern

auch für die Entfaltung von Kreativität

und geistigen Kapazitäten. „Enorme

Potenziale“ würden brachliegen, weil

geistige Arbeit in der Regel im Sitzen zugebracht

wird, davon ist Weiß überzeugt.

Damit wieder zu den Kindern: „Je jünger

man ist, desto besser funktioniert die

Entwicklung, die durch Bewegung angeregt

wird“, sagt Weiß. Psychomotorik

beschäftige sich zwar grundsätzlich mit

den Auswirkungen von Bewegung auf

den Geist in jeder Altersgruppe – doch

„Bewegungs- und Kreativitätspotenziale

sind bei Kindern am höchsten.“

Sport macht gescheit ...

Generell ist heute viel darüber bekannt,

wie stark sich Sport und Bewegung nicht

nur auf die körperliche, sondern auch auf

die geistige Leistungsfähigkeit auswirken

– doch die Wissenschaft ist bei dem

Thema noch lange nicht am Ziel. Junge

Erkenntnisse der „Bewegungsneurowissenschaften“

etwa zeigen, dass sich Bewegung

nicht nur positiv auf die Konzentrationsfähigkeiten

auswirkt, sondern sogar

die Bildung von Synapsen im Gehirn

anregt. Dass sich sozusagen das Gehirn

wie ein Muskel trainieren lässt.

Oder: „Man hat Sportlern und Nichtsportlern

in Studien Denkaufgaben

gestellt und dabei nachgewiesen, dass in

den Gehirnen von körperlich trainierten

Menschen nur jene Kreise in Betrieb genommen

werden, die dafür notwendig

sind – während bei den Nichtsportlern

das gesamte Gehirn arbeitete, um dieselbe

Leistung zu erbringen“, erklärt Weiß.

Vereinfacht auf den Punkt gebracht:

„Sportlergehirne arbeiten effizienter.“

Weiß hält auch fest: „Die sitzende Position

ist die schlechteste Körperhaltung

für den Menschen überhaupt“. Und

… und formt die Persönlichkeit

Weiß hat vor einigen Jahren den „Lehrgang

für Psychomotorik“ am Wiener

Zentrum für Sportwissenschaften initiiert,

in dem Pädagogen psychomotorische

Lehrmethoden erlernen – und dadurch

anschließend im Unterricht anwenden

können. „Psychomotorik geht vom

natürlichen Bewegungsbedürfnis aus.

Es geht dabei darum, Anreize und eine

Begleitung zum Lernen zu schaffen, die

die Bedürfnisse der Kinder mit einbezieht.

Und es geht darum, den Bewegungsdrang

von klein auf zu nutzen, weil

Bewegung zentral für die Gehirn- und

Persönlichkeitsentwicklung ist.“

SPORTaktiv

29


BESSERE HALTUNG, MEHR LEISTUNG

Haltungstrainer optimieren die Körperhaltung und sorgen

für eine bessere Performance – in Training und Wettkampf.

Haltungstrainer von den Marken BACKGYM und SWE-

DISH POSTURE eignen sich neben dem Alltag auch im

Sport dazu, die Körperhaltung zu optimieren. Und das

bringt zahlreiche Vorteile: ökonomischere Bewegungen,

eine gleichmäßige Belastung des Bewegungsapparates, eine

verbesserte Ventilation durch Öffnen des Brustkorbs und

eine Kräftigung der Schultermuskulatur. Die Größe wählt

man nach der T-Shirt-Größe aus. Haltungstrainer gibt es im

guten Sport- und Sanitätsfachhandel oder auf:

www.simplyfit.at/haltung

ANZEIGE / Foto: Simplyfit

Wie das in der Praxis aussieht? Zum Beispiel

werden Buchstaben und Zahlen in Bewegung gelernt

und somit körperlich, mit mehreren Sinnen

gleichzeitig erfahren. Klassen werden nicht als

Sitzräume, sondern als Bewegungsräume gestaltet.

„Erst wenn etwas im Sinn ist, ist es im Verstand“,

sagt Weiß.

Im Jahr 2012 haben die Wiener Experten die

Studie über psychomotorisches Lernen in Klassen

an Wiener Volksschulen und Neuen Mittelschulen

gestartet, sechs Jahre lang Ergebnisse gesammelt

und die Entwicklung mit solchen Kindern,

die gewöhnlich sitzend unterrichtet werden, verglichen.

Auffälligstes Ergebnis der Studie sei, dass

sich die „bewegt“ unterrichteten Kinder vor allem

in emotionaler und sozialer Hinsicht signifikant

besser entwickelt hätten, erklärt der Sportsoziologe.

Weniger signifikant waren die Ergebnisse

bei Lese- und Rechentests. Weiß ist dennoch von

den großen Vorteilen, wenn man das Lernen mit

Bewegung kombiniert, überzeugt: „Psychomotorik

erreicht genau in jenen Bereichen die besten

Ergebnisse, wo sie ihre Stärken hat – in der emotionalen

und sozialen Entwicklung.“

Was können Eltern nun als Fazit daraus ziehen?

In erster Linie: Seid „bewegungshungrige“ Vorbilder

und fördert und erhaltet den natürlichen

Bewegungsdrang eurer Kinder. Auch Jugendliche

haben einen solchen Bewegungsdrang grundsätzlich

noch – da geht es aber dann oft wirklich

darum, ihn erst wieder zu erwecken.

„Bewegung fördert ganz stark auch die emotionale

Entwicklung“, schließt Otmar Weiß – sprich:

den Umgang im Miteinander, die Stabilität der

Persönlichkeit oder die soziale Eingebundenheit.

„Werte wie Fairness und Respekt aber auch den

Umgang mit Emotion und Frustration: Das alles

lernt man durch Bewegung und Sport am besten.“

Nicht umsonst sagt man: Sport ist die beste

Lebensschule.

Bei psychomotorischen

Unterrichtsmethoden

wird bewegt

gelernt.

30 SPORTaktiv


PEEROTON FITNESSTALK, TEIL 6

GLÜCK

KANN MAN SICH ERARBEITEN

„Wir arbeiten seit sechs Jahren

mit Peeroton zusammen. Unsere

Erfahrungen sind sehr positiv,

die Leistungen auf dem Eis sind

die beste Bestätigung.“

Franz Kalla, General Manager

Vienna Capitals

TÄGLICHES

TRAINING UND

JEDEN DRITTEN

TAG EIN MATCH:

WIE MAN SOLCHE

BELASTUNGEN

MEISTERT, VERRÄT

RAFAEL ROTTER

VON DEN VIENNA

CAPITALS IN

UNSEREM

FITNESSTALK.

ANZEIGE / Foto: Wolfgang Kern

Was sind die Erfolgsfaktoren für einen

Eishockey-Spieler?

An oberster Stelle steht, dass man seinen

Körper fit hält, auf ihn hört und sich

gesund ernährt. Dein Körper ist das Um

und Auf, und benötigt vor allem auch

die Regeneration zwischen den Trainingseinheiten.

Wie schafft man eine Siegesserie, wie

die Caps sie dieses und letztes Jahr

hatten?

Du denkst immer von Spiel zu Spiel,

versuchst, dich in allen Situationen zu

verbessern und an vielen Sachen zu arbeiten.

Natürlich gehören zu so einer Siegesserie

auch viel Glück und ein sehr guter

Tormann dazu. Das war bei uns bei der

letzten 12-Spiele-Siegesserie der Fall. Wir

spielten nicht optimal, aber sind trotzdem

immer als Sieger vom Eis gegangen.

Ich glaube, das zeichnet eine Mannschaft

aus. Das Glück war auch auf unserer

Seite, so ehrlich muss man sein, aber ich

denke, das kann man sich körperlich wie

auch mental erarbeiten.

Welchen Stellenwert hat Sportnahrung

bei euch?

Wir haben bis zu 70 Spiele innerhalb

von acht Monaten, meist im Drei-Tages-Rhythmus

und trainieren jeden Tag.

Wie erwähnt ist der Umgang mit dem

Körper das Um und Auf. Da gehört natürlich

die vielfältige Sportnahrung von

Peeroton dazu. Du versuchst deinen Körper

täglich, nach einem harten Training

oder einem intensiven Spiel, wieder aufzuladen.

Da helfen z. B. Sportdrinks von

Peeroton unglaublich. Darüber hinaus

vertraue ich auch besonders auf die Gels.

Wie viel trinkt man eigentlich

während eines Spiels?

Das variiert von Spieler zu Spieler. Ich

selbst trinke sicher dreieineinhalb Liter

während eines Spiels. Du schwitzt sehr

viel, deshalb musst du deinem Körper

auch die nötige Flüssigkeit wieder zuführen.

Mit den Getränken von Peeroton

gelingt es uns im Schlussdrittel oder in

der Overtime, die letzte Kraft aus dem

Körper herauszuquetschen.

PEEROTON

WINTER-PAKET

• MVD Mineral Vitamin Drink

Energie, die man im Winter

auch warm trinken kann

• Powerpack Riegel

der Energie-Riegel, der

im Winter nicht hart wird

• ISO Active Sport Drink

der Treibstoff für maximale

Ausdauer

• BCAA-Kapseln

machen Muskeln fit und

beugen Muskelkater vor

• Magnesium Professional

der Direktstick, der

auch schmeckt

www.peeroton.com

SPORTaktiv

31


Die Parktherme Bad Radkersburg & SPORTaktiv laden ein ins

2. VITAL-CAMP

BAD RADKERSBURG

21. bis 24. März 2019 (Do.–So.)

PROGRAMM

• Do.: Anreise nach Bad Radkersburg,

Erholung und Entspannung im besonderen

Thermalwasser der Parktherme ab 8 Uhr möglich;

am Abend offizielle Begrüßung

• Fr. und Sa.: Anwendungen im Rahmen des gewählten

Grünkraft Vita med-Pakets, Erholung und Entspannung

in der Therme, Abendessen im Restaurant

Mehrblick oder Fontäne der Parktherme nach Wahl

• So.: Thermennutzung bis 11 Uhr (oder ganztägig

gegen kleinen Aufpreis), Abreise

SPORTaktiv-Preis:

€ 399,– p. P./DZ Kat. Cesare (statt € 535,–), EZ auf Anfrage

DAS ANGEBOT:

VIER TAGE/DREI

NÄCHTE IM

TOP-THERMENHOTEL

UND GESUNDHEITS -

PROGRAMM

UM € 399,–/PERSON

IM PREIS ENTHALTEN

• 3 Übernachtungen im 4*Vitalhotel der Parktherme

Bad Radkersburg

• 3 x Halbpension in den Restaurants der Parktherme

• 3 Tageseintritte in die Parktherme inkl. Saunadorf

• tägliche selbstständige Nutzung des medizinischen

Trainingszentrums im Vita-med-Gesundheitszentrum

• Betreutes Programm je nach gewähltem Paket

„Balance“, „Energie“ oder „Aktiv & Fit“

DIE 3 GESUNDHEITSPAKETE

Grünkraft BALANCE: Gesundheit fürs Ich

• 1 x medizinisches Outdoortraining

• 1 x Intuitivmassage (25 Min.)

• 1 x Long-Life-Kohlensäurebad mit Holunder- Lavendelduft

• 1 Trinkkur Mineralwasserquelle Long Life

• umfassendes Aktiv- und Vitalprogramm

Grünkraft ENERGIE: Achtsame Ernährung

• 1 x Ernährungsberatung und Bioimpedanzmessung

• 1 x Klöcher Vulcano-Fango-Behandlung

• 1 x Entspannungsmassage mit Holunderblütenöl (25 Min.)

• 1 Trinkkur Mineralwasserquelle Long Life

• umfassendes Aktiv- und Vitalprogramm

Grünkraft AKTIV & FIT: Stärkung durch Bewegung

• 1 x medizinisches Training inkl. Rückencheck und

Erstellung eines Trainingsplans (50 Min.)

• 1 x Faszienmassage (25 Min.)

• 1 Trinkkur Mineralwasserquelle Long Life

• umfassendes Aktiv- und Vitalprogramm

32 SPORTaktiv


VITAL-CAMP

www.sportaktiv.com

Wie neugeboren fühlt man sich nach einem

Aufenthalt in der Parktherme Bad Radkersburg

und dem neuen Vita-med-Gesundheitszentrum.

Perfekt für einen guten Start in die

warme Jahreszeit. Deshalb können unsere Leser/-innen

dessen Angebote im SPORTaktiv-Vital-Camp von 21.

bis 24. März kennenlernen – zu einem Toppreis.

Das Camp richtet sich an alle, die Sport in erster

Linie zum Gesundbleiben und Wohlfühlen betreiben.

Ganzheitliche Angebote und Vorsorge mit den

Schwerpunkten Bewegung, Entspannung und mentale

Gesundheit stehen nämlich im Vita-med-Gesundheitszentrum

im Mittelpunkt. Die medizinische Kompetenz,

das regenerative Thermalwasser und die Anwendungen

mit regionalen Naturprodukten ergänzen das

bekannte Wohlfühlambiente im Südosten der Steiermark.

Zu diesem trägt auch die einzigartige Landschaft

rundherum bei: die Murauen und die Weinberge.

Auf dem Weg zum gesteigerten und nachhaltigen

Wohlbefinden werden die Campgäste von Gesundheitsspezialisten

mit medizinisch-therapeutischem

Fachwissen und hoher sozialer Kompetenz begleitet.

Zur Wahl stehen drei Pakete (siehe links im Kasten).

Die Campgäste wohnen im 4* Vitalhotel der Parktherme,

das seit vielen Jahren zu den beliebtesten

Wohlfühlhotels im Thermenland Steiermark gehört.

Du fühlst dich angesprochen? Dann zögere nicht

lang: 25 können im Camp dabei sein – und danach

wie neugeboren zu neuen Aufgaben starten.

ANMELDUNG

Fotos: Parktherme Bad Radkersburg, Harald Eisenberger

DIE UNTERKUNFT

Die Camp-Teilnehmer wohnen im 4* Vitalhotel

direkt an der Parktherme Bad Radkersburg.

Mehr Infos zum Hotel: www.vital-hotel.at

Kontakt und Buchung mit Kennwort „SPORT aktiv-

Vital-Camp“:

Vitalhotel der Parktherme Bad Radkersburg

Tel.: +43 34 76/41 500

E-Mail: office@vital-hotel.at

www.vital-hotel.at

www.parktherme.at/vita-med

DIE GESCHENKE

Ein Top-Sportnahrungs paket

von Peeroton für genügend

Energie;

ein SPORTaktiv-

Headband von BUFF

und ein Theraband-Set für

Kräftigungsübungen

SPORTaktiv

33


DIE „CARBS“

IM BLICKPUNKT

LOW CARB UND KETOGENE ERNÄHRUNG,

SPORTLICHE VEGANER, SUPPLEMENTE:

DIE ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT

FÜR ERNÄHRUNG (ÖGE) WIDMETE IHRE

JAHRESTAGUNG DEM THEMA

SPORTERNÄHRUNG. WIR HABEN UNS

DIE VERANSTALTUNG ANGESCHAUT

UND INTERESSANTE AKTUELLE INHALTE

FÜR FREIZEITSPORTLER HERAUSGEGRIFFEN.

VON CHRISTOF DOMENIG

ie hohe Zeit der Nudelparty

ist lang vorüber: Geht es

nach Empfehlungen, die

D

im Internet und vor allem

in den sozialen Medien

kursieren, kommen Sportler mit deutlich

weniger Kohlenhydraten aus, als man lange

Zeit gedacht hat. Und mit weniger sogar

besser über die Runden.

Sagt jetzt aber welcher Experte genau?

Um Empfehlungen realistisch einordnen

zu können, ist es immer noch am besten,

sich an wissenschaftlich fundierte Quellen

zu halten. Solche, wie sie von der Österreichischen

Gesellschaft für Ernährung

(ÖGE) herangezogen und in allgemeine

Empfehlungen umgesetzt werden.

Österreichs größte wissenschaftliche

Ernährungsgesellschaft widmete ihre Jahrestagung

2018 ganz dem Schwerpunkt

„Sporternährung“. SPORTaktiv hat sich

die Tagung angesehen, die auch deshalb

spannend war, weil sie die derzeit mittels

sozialer Medien gepushten Ernährungsformen

unter die Lupe nahm.

Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett

Starten wir mit dem „Big Picture“, den

Makronährstoffen Kohlenhydrate, Proteine

und Fett. Wie ist das nun mit den

Kohlenhydraten – unverzichtbarer Brennstoff

für den Körper oder überschätzter

Müde- und Dickmacher? Ihre besondere

Bedeutung im Vergleich zum zweiten

Fotos: iiStock

34 SPORTaktiv


Energieträger, den Fetten, ergebe sich

aus den begrenzten Speichern, erklärte

die Sportwissenschafterin Barbara Prüller-Strasser.

Nach 90 Minuten intensiver

Belastung wären die körpereigenen Glykogen-

sprich: Kohlenhydrat-Speicher

erschöpft.

Und damit gleich eine Kernbotschaft:

Der allgemeine Kohlenhydratbedarf von

Sportlern hängt stark vom Trainingsumfang

ab: Während man bei einer

Stunde Sport am Tag mit 3-5 Gramm

Kohlenhydraten pro kg Körpergewicht

das Auslangen findet, steigt der Bedarf

bei extremen Sportumfängen auf 8 bis

12 Gramm pro kg Körpergewicht auf

über das Doppelte an. Bei den typisch

moderaten Sportumfängen im Freizeitsport

darf man den Kohlenhydratbedarf

folglich nicht überschätzen.

Die Wissenschafterin sprach auch das

„Train Low“-Konzept (nicht zu verwechseln

mit einer generell stark kohlenhydratreduzierten

„Low Carb“ -Ernährung)

an, bei dem eine gewisse Zahl an

Trainingseinheiten gezielt ohne Kohlenhydrat-Verfügbarkeit

absolviert wird.

Das soll den Körper lehren, vermehrt

Fett als „Brennstoff“ heranzuziehen.

Studien hätten gezeigt, dass ein gezieltes

Beschränken der Kohlenhydratzufuhr

bei einem Teil der Trainingseinheiten

tatsächlich zu einer gewissen Leistungsverbesserung

führen könne.

Protein, also Eiweiß, werde im Ausdauersport

oftmals unterschätzt, hielt

Prüller-Strasser weiters fest: Empfohlen

sind 1,2 bis 1,7 g pro kg Körpergewicht.

Und die Fette? Hier würden sich die

(sparsamen) Empfehlungen für Sportler

nicht von denen für Nichtsportler

unterscheiden: 20 bis höchstens 35 Prozent

der täglichen Gesamt-Energiezufuhr

sollten aus Fett gewonnen werden.

Low Carb und „ketogen“

Der kohlenhydratarmen „Low Carb“-

Ernährung für Sportler, und speziell

dem kohlenhydratarmen und fettreichen

„ketogenen“ Ernährungskonzept

widmete sich die Ernährungswissen-

SPORTaktiv

35



schafterin Petra Rust. Die ketogene

Ernährung wird aktuell auch mit Spitzensportlern

wie Rennradprofi Chris

Froome in Verbindung gebracht.

Befürworter der Low-Carb-Konzepte

stützen sich meist auf die US-Wissenschafter

Stephen Phinney und Jeff Volek

sowie auf den Südafrikaner Tim Noakes.

Die Theorie: „Athleten machen sich zu

stark von Kohlenhydraten abhängig.“

Der Körper sollte lernen, die Glykogenspeicher

zu schonen und die Fettoxidation

zu maximieren, weil eben Fette

praktisch unbegrenzt verfügbar seien.

Bei der ketogenen Ernährung, oft

auch als „Low Carb/High Fat“ bezeichnet,

soll die Energie zu über 60 Prozent

aus Fettquellen gewonnen werden,

berichtete Ernährungswissenschafterin

Rust. Doch die Expertin zeigte sich

skeptisch: Es gäbe zwar eine Studie mit

Elite-Ausdauersportlern (Anmerkung:

die Ergebnisse kann man allein dadurch

nicht auf Freizeitsportler einfach umlegen).

Leistungsvorteile für Sportler, die

sich „Low Carb/High Fat“ statt traditionell

kohlenhydratlastig ernähren, ließen

sich daraus aber nicht ableiten.

Skepsis sollte aber vor allem aus gesundheitlicher

Sicht herrschen: eine

derart fettlastige Ernährungsweise würde

den üblichen Empfehlungen einer ausgewogenen

und gesunden Ernährung

diametral widersprechen, warnte Rust.

Ihr Fazit: Man soll weder eine „Low

Carb“ noch „High Carb“-Ernährung allgemein

bevorzugen. Vielmehr sollte eine

individuelle Anpassung der Kohlenhydratzufuhr

an die Sportart, die Trainingsziele

und den Trainingszyklus erfolgen.

Vegan läuft’s auch

Die Ernährungswissenschafterin beschäftigte

sich auch mit der vegetarischen

und veganen Lebensweise. Rund

10 Prozent der österreichischen Bevölkerung

lebt vegetarisch – im Breitensport

ließen sich ähnliche Zahlen vermuten.

Rust sieht Vorteile wie Nachteile durch

ES GEHT NICHT UM

‚LOW CARB’ ODER ‚HIGH

CARB’, SONDERN UM EINE

ANPASSUNG DER

KOHLENHYDRATZUFUHR AN

DIE SPORTART, DIE

TRAININGSZIELE UND DEN

TRAININGSZYKLUS.

das Einschränken tierischer Produkte.

Zu den Vorteilen zählten ein hoher

Anteil an Kohlenhydraten aus Gemüse

und Obst und ein generell geringerer

Fettkonsum. Für den Sport bedeute das

in der Regel: einen geringeren Körperfettanteil

und ein gutes Immunsystem.

Nachteile könnten Nährstoff-Mängel

sowie ein geringer Proteinanteil in der

Nahrung sein. „Eine Lösung dafür wäre,

Lebensmittel clever zu kombinieren:

etwa Kartoffel mit Ei und Erbsen mit

Reis.“ Speziell Veganer sollten auch ihren

Eisen- und Zinkhaushalt im Auge

behalten. Die Auswahl an Lebensmitteln

müsse bewusst erfolgen. Doch insgesamt

könnten sich mit entsprechender

Umsicht sogar Sportler mit höchsten

Sportumfängen vegetarisch und vegan

ernähren, ohne Vor- oder Nachteile.

Wer braucht Supplemente?

Vegane Sportler gehören auch zu den

wenigen Gruppen, bei denen eine

gezielte Nährstoff-Supplementation

tatsächlich notwendig sein kann – erklärte

ÖGE-Präsident Karl-Heinz

Wagner. Ob und wann Breitensportler

Nahrungsergänzungsmittel benötigen,

war Thema seines Vortrags. In den USA

habe die Wissenschaft schon Probleme,

Studienteilnehmer zu finden, weil

Supplementierung mit Vitaminen, Mikronährstoffen

und Spurenelementen

flächendeckend zum Lifestyle gehöre, so

Wagner. Solche Verhältnisse habe man

in Europa nicht. Jedoch würden beispielsweise

80 Prozent der Breitensportler

in Deutschland gelegentlich Magnesium

supplementieren.

Die Nährstoffversorgung aus der Alltagsernährung

sei heute gut. Und: „Der

Mikronährstoffbedarf steigt nicht proportional

mit dem Energiebedarf an“,

klärte Wagner einen häufigen Irrtum

auf. Auch wichtig: Eine zu hohe Dosierung

von Vitaminen, Mikronährstoffen

und Co. könne auch schaden.

Fazit: „Nur bei einem nachgewiesenen

schlechten Status ist eine Supplementation

sinnvoll“, plädierte Wagner dafür,

sich im Zweifel medizinisch auf Nährstoffmängel

testen zu lassen. Auf die

Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln

auf bloßen Verdacht hin sollte man

dagegen verzichten.

36 SPORTaktiv


Einfach gut fernsehen.

SPORTaktiv

37


Sportnahrung unter der Lupe.

Was bringt’s, was soll drin sein?

TEIL 3: KOHLENHYDRATRIEGEL

GEBALLTE

ENERGIE

DR. ROBERT FRITZ

ist Sportmediziner und

Ernährungsmediziner in Wien.

www.sportordination.at

1. WELCHE SPORTRIEGEL GIBT ES?

Riegel ist nicht gleich Riegel: Neben Kohlenhydratriegel

für eine rasche Energieversorgung beim Sport

(auf die wir uns diesmal in unserer Serie konzentrieren)

gibt es zum Beispiel Eiweißriegel für die Regeneration

oder für Kraftsportler, oder Eiweiß-Kohlenhydratriegel

ebenfalls für die Regeneration. Und

daneben „Lifestyleriegel“, die oft „Sportriegel“

heißen, aber für den Sport nicht geeignet sind, erklärt

Dr. Robert Fritz. Ausdauersportler, die sich mit

Energie versorgen wollen, greifen zum Kohlenhydratriegel

– wichtigstes Erkennungsmerkmal sind 50 bis

60 Gramm Kohlenhydrate pro 100 g.

3. DER UNTERSCHIED ZWISCHEN RIEGEL, GETRÄNK

– ODER AUCH EINER BANANE?

Vorrangig spielt das Handling – und daneben die Verträglichkeit

– eine Rolle. In Sportarten mit hoher Belastung des Magen-Darm-Trakts

wie dem Laufen wird ein Getränk meist besser

vertragen. Beim Radfahren oder auf Skitouren ist dagegen

der Riegel plus Wasser oft besser und einfacher eingesetzt. Eine

reife Banane ist grundsätzlich ebenfalls ein guter Energieversorger

mit 20 bis 30 g Kohlenhydraten per 100 g – der Riegel ist

aber noch kompakter, inhaltlich optimiert. Und er bleibt auch

über Wochen in der Sporttasche oder im Rucksack frisch.

2. WIE SETZT MAN KOHLENHYDRATRIEGEL

SINNVOLL EIN?

Die gängigste Funktion ist der Energienachschub

in Wettkämpfen. Auch einem plötzlichen Einbruch

auf einer langen Trainings runde oder etwa

einer Skitour kann man mit einem eingesteckten

„Notfallsriegel“ begegnen. Bei niedrigintensiven

Belastungen im Training braucht man dagegen keinen

Energienachschub, der Körper sollte vielmehr

lernen, mit Kohlenhydraten hauszuhalten.

Alternativ zu den Riegeln kann man auf Kohlenhydratgetränke

oder Gels zurückgreifen. Mehrere

Quellen zu kombinieren ist aber sinnlos oder gar

kontraproduktiv, da die meisten Sportler nur 50-60

g Kohlenhydrate pro Stunde aufnehmen können.

Magen-Darm-Probleme in Wettkämpfen haben oft

die Ursache, dass Sportler Energiequellen „mixen“

und es mit dem Nachschub übertreiben.

4. WAS VERRÄT DER BLICK AUF DIE

NÄHRWERTTABELLE?

In erster Linie zählt das Verhältnis zwischen Kohlenhydraten,

Eiweiß und Fett – je nach gewünschtem Einsatzbereich. Neben

den 50-60 Gramm Kohlenhydraten pro 100 Gramm sollen

Kohlenhydratriegel mindestens zwei Kohlehydratarten (z. B. angegeben

als: „Maltodextrin“, „Glucose“, „Fructose“ oder „Isomaltulose“)

enthalten sein. Der Anteil von komplexen Kohlenhydraten

und Ballaststoffen sollte bei diesen Riegeln klein sein, weil ja,

anders als im Alltag, eine möglichst schnelle Energie versorgung

gefragt ist.

5. WAS IST SONST NOCH ZU BEACHTEN?

Wichtigster Punkt ist sicher die Verträglichkeit, die man im

Training bei jedem Sportnahrungs-Produkt, das man im

Wettkampf einsetzen will, austesten sollte. Einen hochwertigen

Riegel zeichnet auch aus, dass er auch bei Hitze und

Kälte seine Konsistenz behält. Nicht unwichtig ist auch, dass

einem der Riegel schmeckt, damit im Wettkampfstress der

Energienachschub nicht zur Überwindungsprobe wird.

Foto: Dr. Fritz

38 SPORTaktiv


REZEPT-TIPP:

KOKOS-APFEL-PUNSCH

ZUTATEN (für 2 Tassen)

300 ml Dr. Goerg Premium

Bio-Kokoswasser

50 ml Bio-Apfelsaft

50 ml Bio-Granatapfelsaft

Wintergewürze (wie Zimt, Nelken,

Kardamom, Sternanis)

Granatapfelkerne, Zimtstangen und

Orangen zum Garnieren

1 TL Bio-Kokos-Würzöl Zimt

ANZEIGE / Fotos: Dr. Goerg

PUNSCH-ZEIT

IST AUCH KOKOSWASSER-ZEIT!

PREMIUM BIO-KOKOSWASSER VON DR. GOERG –

HEISS UND KALT EIN GENUSS.

Nicht nur für den Sommer: Unser

Premium Bio-Kokoswasser ist auch

im Winter ein Highlight. Das wohltuende

und – mit nur 15 Kalorien pro 100 ml

– kalorienarme Getränk verfeinert Tee,

Kakao oder Punsch. Es ist sowohl glutenfrei

als auch laktosefrei – so können Sie

bedenkenlos die kalte Jahreszeit genießen.

Augen auf!

Es gibt extrem hohe Qualitätsunterschiede

beim Kokoswasser. Die erstklassige Qualität

des erntefrisch abgefüllten Premium

Bio-Kokoswassers von Dr. Goerg setzt

neue Maßstäbe. Nicht nur Sportler schwören

auf diesen Durstlöscher – auch in der

Küche verfeinert das vegane Kokoswasser

mit seinem milden, leicht süßlichen Kokosgeschmack

Speisen und Getränke. Damit

es eine erstklassige Qualität aufweisen

kann, kommt es auf die schonende und

erntefrische Herstellung an.

100 % erntefrische Qualität

Naturbelassenes Kokoswasser schmeckt

nicht nur hervorragend, es ist auch noch

reich an Vitaminen, Mineralstoffen und

Spurenelementen. Es ist nahezu fettfrei,

kalorienarm und eignet sich damit perfekt

als Beitrag zur gesunden und figurbewussten

Ernährung. Das Dr. Goerg Bio-Kokoswasser,

das sich ganz natürlich in den

noch jungen, grünen Kokosnüssen befindet,

ist außerdem von Natur aus frei von

Gluten, Laktose und Casein.

Auch in der kalten Jahreszeit

Jeder Sport- und Fitness-Fan weiß, wie

wichtig Trinken für den Körper ist. Denn

wer viel schwitzt, dem gehen zahlreiche

Elektrolyte verloren. Gut, wenn man dann

beim Training immer ein Päckchen Kokoswasser

dabei hat. Denn auch im Winter

ist es wichtig, den Wasser- und Mineralhaushalt

des Körpers auszugleichen.

ZUBEREITUNG

1. Das Bio-Kokoswasser mit

dem Bio-Apfelsaft und dem

Bio-Granatapfelsaft mischen und

in einem Topf erwärmen.

Mit Gewürzen oder auch Orangen

und Granatapfelkernen nach

Belieben verfeinern.

2. Für das besondere Geschmackserlebnis

zum Schluss noch einen

Teelöffel Bio-Kokos-Würzöl Zimt

hineinrühren.

3. Genießen!

DR. GOERG

Mehr zu den Premium

Bio Kokosnuss-Produkten

von Dr. Goerg erfahren:

www.drgoerg.com

SPORTaktiv

39


AUS

PRO

BIERT

FIT

COFFEE TO HIKE

Aus der Produktbeschreibung eines Online-Händlers über den

CAMELBAK Hot Cap: „Die 360-Grad-Deckelkappe ermöglicht

es, jederzeit gedankenversunken deinen Tee oder Kaffee zu

genießen.“ Nun: Mit einer „gedankenversunkenen“ Coffee-togo-Kultur

kann ich weniger anfangen, vor allem, wenn sie wie

oft in Kombination mit einer „gedankenversunkenen“ Smartphone-Kultur

im öffentlichen Straßenraum auftritt.

Darauf reduziert zu werden, hat sich der fesche Thermobecher

nicht verdient. Es gibt ihn in sechs Farben, er fühlt sich hochwertig

an und ja, man kann durch den Drehverschluss von jeder

Stelle daraus trinken. Ohne kleckern. Zugeschraubt, rinnt

kein Tropfen raus. Sechs Stunden soll der Inhalt warm bleiben

– stimmt auch, wie das Ausprobieren zeigt. Auf kürzeren Touren

in der kühlen Jahreszeit reicht das, um sich unterwegs

über wärmenden Tee zu freuen. Für ganztägige Outdooreinsätze

ist der Hot Cap aber nicht gemacht, das merkt man auch an

den zwei Größen von 350 ml (€ 24,99) und 600 ml (€ 27,99).

Im Alltag ist der warm (und für den Sommer: auch 24 Stunden

kalt) haltende Camelbak-Becher perfekt. Womit wir wieder

beim Coffee-to-go sind: Wenn der Hot Cap ein paar Wegwerfbecher

ersetzt, ist das ein Grund mehr, ein Fan davon zu sein.

VOM ESSEN, TRINKEN UND

AUFRECHTEN SITZEN

(NICHT NUR BEI TISCH)

HANDELT DIESMAL UNSER

„FIT-AUSPROBIERT“.

VON CHRISTOF DOMENIG

Fotos: Thomas Polzer

40 SPORTaktiv


KOKOSBUSSERL-FEELING

Vegan liegt bei gesundheitsbewussten Menschen im Trend,

Alternativen zu tierischen Produkten sind aber oft gar nicht

einfach zu finden. Man will sich ja auch ausgewogen ernähren

und auch als Sportler seinen Nährstoffbedarf decken.

GRAD SITZEN

Älterwerden ist nichts für Feige. Digitalisierung auch nicht:

Orthopäden warnten erst wieder vorm „Smartphone-Nacken“.

Das Büro an den klimaerwärmten Novembertagen ins Freie zu

verlegen, streichelt zwar die Seele, macht aber mit

Laptop die unübersehbare Last von 43 Lebensjahren

auf den Schultern nicht besser.

Als vegane Alternative zum vielfältigen Einsatz in der Küche

eignen sich die Kokos-Produkte von DR. GOERG. Wir haben

die Bio Kokos Flakes (€ 2,95/125 g) und das Bio-Kokosmus

(€ 14,95/500 g) ausprobiert. Die Flakes passen zum Beispiel als

Topping aufs Müsli und sind wirklich lecker. Auch zum Snacken

zwischendurch, halt nicht in rauen Mengen bei 686 Kilokalorien

auf 100 Gramm. Mit dem Kokosmus kann man vielen

Gerichten einen asiatischen Touch verleihen, oder auch Backwaren

eine Kokosnote verpassen.

Dass der Hersteller Wert auf faire Arbeitsbedingungen und

Löhne für seine Produzenten auf den Philippinen legt, auch

Sozialprojekte betreibt, sei hier noch angemerkt. Das Fazit, das

auch super in der Weihnachtszeit passt: Das Kokosbusserl-

Feeling lässt sich mit Flakes, Mus und Co. das ganze Jahr

über konservieren.

Der BACKGYM Haltungstrainer (€ 69,90 – zu bekommen auf

www.simplyfit.at) soll gegensteuern und helfen, insgesamt

wieder aufrechter (und damit verspannungs- und schmerzfrei)

durchs Leben zu schreiten. Umgeschnallt, übt er einen Zug auf

den Schultergürtel aus, was die Haltung korrigieren und zur

jugendlich aufrechten Körperhaltung zurückführen soll. Den

Zug spürt man auch sofort. „Zu Beginn nicht mehr als eine halbe

Stunde verwenden, damit sich die Muskulatur gewöhnt und

dann nach Gefühl steigern“, steht in der Anleitung. Tragen

kann man den Backgym bei der Arbeit wie beim Sport,

das Rückenteil ist zu dem Zweck perforiert.

Auch unter jede Jacke passt der Backgym.

Der aber natürlich nicht von heute auf morgen wirkt, sondern

Geduld und ein regelmäßiges Verwenden braucht. Vergleichbar

mit Haltungs-Gymnastik. Also: Disziplin aufbringen,

Backgym anlegen. Dann wird das wieder was mit dem, was

man schon in der Kindheit eingetrichtert kriegt,

wenn man bei Tisch lümmelt: „Grad sitzen.“

SPORTaktiv

41


ALLE

ZIELE

ERREICHT

Viele Profisportler schwören auf

Panaceo Sport. Aber wie geht es

ambitionierten Freizeitathleten damit?

Drei Leser/-innen haben 2018 für uns

das medizinische Naturprodukt

getestet. Heute ziehen sie Bilanz.

Panaceo Sport wirkt sich positiv auf die Leistungs-

und Regenerationsfähigkeit, auf die Gesundheit

und das Wohlbefinden von Sportlern

aus. Viele Profis, etwa die Extrem-Ausdauerathleten

Christoph Strasser oder Yvonne van Vlerken,

haben beste Erfahrungen damit gemacht.

Aber wie schaut es im Freizeitsport aus? Von Februar

bis Ende November haben drei Leser Panaceo

Sport ausgiebig getestet. Heute ziehen sie in

SPORTaktiv Bilanz über ihr Training mit dem

medizinischen Naturprodukt.

Alle Panaceo-Athleten,

-Teams und -Veranstaltungen

findest du unter

www.panaceo-sport.com

„ICH SCHLAFE

BESSER UND MEINE

ERHOLUNGSZEIT HAT

SICH DEUTLICH VERKÜRZT.

Ich nehme die Panaceo-Kapseln

an trainingsfreien Tagen. Das

dankt mir mein Darm und ich

konnte auch meine sportlichen

Ziele allesamt erreichen. Ich habe

es weiterempfohlen und werde

es selbst weiter verwenden.“

Franziska Kraus, Höchstadt (D)

„MEIN ALLGEMEINES

BEFINDEN HAT SICH

DEUTLICH VERBESSERT.

Meine Darmtätigkeit hat sich bei

langen Läufen beruhigt, ich habe

meinen ersten 85km-Ultra geschafft

und meine Marathon-Bestzeit

von 3:42 auf 3:18 Stunden

verbessert. Vor Wettkämpfen werde

ich Panaceo weiter nehmen.“

Sascha Wobker, Kefermarkt (OÖ)

„ICH BIN BEIM LAUFEN

BIS ZU FÜNF MINUTEN

SCHNELLER GEWORDEN.

Und das auf unterschiedlichen

Distanzen. Das finde ich beeindruckend.

Ziel 2018 erreicht, der

Ironman Frankfurt 2019 kann

kommen. Panaceo verwende ich

weiter und auch Triathlon-Kollegen

nehmen es bereits.“

Andreas Eisele, Augsburg (D)

ANZEIGE / Fotos: Panaceo, privat

42 SPORTaktiv


KOPFSACHE

ANGSTGEGNER

PETER

GURMANN

Sport- und Gesundheitspsychologe

sowie

Beratungs lehrer in

Klagenfurt. Kontakt:

peter.gurmann@aon.at

Unter einer „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“

verstehen wir eine Vorhersage, die

dann tatsächlich eintrifft. Der Begriff wird

gebraucht, wenn Menschen sich bewusst oder

unbewusst so verhalten, dass diese Erwartung,

Überzeugung oder Sorge in der Realität passiert.

Jeder Sportler kennt die negative Ausprägung

dieses Phänomens: Es gibt Gegner, Sportstätten,

Witterungsbedingungen ... die uns Angst machen.

Wodurch wird diese Angst ausgelöst? In

der Regel haben wir mit diesem Gegner, an diesem

Ort oder unter diesen Bedingungen schlechte

Erfahrungen gemacht. Unsere Psyche versucht

nun, die negativen Erfahrungen zu verarbeiten.

Sie verbindet diese Situationen mit Angst. Evolutionsgeschichtlich

hat Angst eine wichtige Funktion

für Menschen: Sie schärft die Sinne und aktiviert

die Körperkräfte. Kampf oder Flucht – ein

Überleben in als bedrohlich wahrgenommenen

Situationen wird wahrscheinlicher.

Ist jedoch der Aktivierungsgrad aufgrund der

Angst zu hoch, verschlechtert sich die Konzentrationsfähigkeit

dramatisch. Unsere Gedanken

springen wild umher, wir verlieren jede Entscheidungskraft.

Was hilft?

Der Sportpsychologe Lothar Linz empfiehlt zu

den nüchternen Fakten zurückzukehren:

Ein Angstgegner ist eine Mannschaft oder

Person, gegen die ich mehrmals verloren habe.

Nicht mehr und nicht weniger.

Für diesen Gegner habe ich die richtige Lösung

n o c h nicht gefunden. Neue Lösungen

müssen her. Muss ich vielleicht eine andere

Vorbereitung wählen? Kann der Kontrahent

mit den eigenen Waffen geschlagen werden?

Im Vorfeld erarbeitete und trainierte Lösungswege

ermöglichen mir, auch in Stresssituationen

handlungsfähig zu bleiben.

Als Sportler glaube ich immer an meine Chance.

Gerade dieses Denken zeichnet Sportler aus.

ANZEIGE / Foto: Chiba

CHIBA:

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EINSATZ UND GRIP

Fitness-Handschuhe von CHIBA

unterstützen das Fitnesstraining

perfekt!

Marcus

Chiba ist

Geschäftsführer

des

traditionsreichen

Handschuh-

Spezialisten

CHIBA.

Es gibt viele Gründe für Handschuhe

im Fitnessstudio. Ein wichtiger Punkt

ist die Hygiene, andere wichtige

Gründe sind ein besserer Griff an den

Geräten und dadurch weniger Verletzungsgefahr,

keine Schwielen oder effizienteres

Training durch eingebaute

Handgelenksbandagen.

Der hochfunktionelle Wrist Guard

Protect aus der neuen CHIBA Fitness-Handschuh-Kollektion

besitzt

elastische Oberhandmaterialien für

perfekte Passform, eine Innenhand

aus robuster Microfaser, anatomisch

geformte Polsterungen der Innenhand,

eine Handgelenksbandage

die das Handgelenk stabilisiert für

perfekte Trainingsergebnisse, Quickpull-Ausziehhilfen,

Frotteedaumen

zum Schweiß abwischen und ist

waschbar bei 30 Grad.

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das Handgelenk für perfekte

Trainingsergebnisse.

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SPORTaktiv

43


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Immunsystem und ist optimal in Trainings und

Work-outs bis 60 Minuten eingesetzt. Für

mehr Ausdauer ist der MVD mit Carbo Plus

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44 SPORTaktiv


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Wintersportwochen

haben wieder

Saison!

Foto: © Benni Schön

Die Servicestelle Wintersportwochen bietet auf dem YouTube­Kanal WISPOWO

und der WISPOWO­App FIS-Pistenregeln für die Sicherheit, aktuelle Tipps zum

Skifahren und Snowboarden, gezielte Übungen zur Verbesserung von Sprungkraft,

Ausdauer, Gleichgewicht und Koordination und vieles mehr für den Spaß im Schnee.

Teilnehmende Schulen erhalten mit der WISPOWO­Card exklusive Leistungen zur

Abwicklung der Schulskikurse.

Foto: © Benni Schön

Alle Infos zu den Wintersportwochen unter www.wispowo.at

Der Sportminister unterstützt das österreichweite Projekt Pro Wintersportwochen,

um möglichst viele Kinder und Jugendliche für den Wintersport zu begeistern.


Zucchini-

Champignon-Frittata

Pro Portion:

200 kcal

4 g Kohlenhydrate

15 g Protein

14 g Fett

Foto: Runtastic

Frühstück, Mittag- oder Abendessen? Eine Frittata schmeckt zu jeder

Tageszeit köstlich und ist noch dazu sehr proteinreich. Diese Variante mit

Champignons, Zucchini und Feta bereitest du in nur kurzer Zeit zu.

Zutaten:

6 Eier

50 ml Milch

1 EL Pflanzenöl

1 Zwiebel

100 g Champignons

1 Zucchini

60 g Feta

1 Handvoll Beeren

nach Belieben Salz und

Pfeffer

1. Heiz den Backofen auf 200°C Ober- und

Unterhitze vor.

2. Erhitze das Öl in einer Pfanne. Hack die Zwiebel klein

und dünste sie in der Pfanne glasig an.

3. Schneide Zucchini und Champignons klein. Gib das

Gemüse in die Pfanne und lass es so lange braten,

bis es gar ist.

4. Vermixe währenddessen die Eier mit Milch, Salz und

Pfeffer in einem Becher.

5. Gieß die Eier-Milch-Mischung über das Gemüse,

rühr ein paar Mal um und lass die Eier dann stocken.

6. Streu den Feta nach 3 bis 4 Minuten darüber.

7. Lass die Frittata anschließend ca. 7 Minuten

im Ofen garen.

Zubereitungszeit: 25 Minuten | Portionen: 4 | Schwierigkeitsgrad: mittel

Mehr Rezepte auf www.runtastic.com/apps/runtasty

46 SPORTaktiv

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TRAINING | GESUNDHEIT | ERNÄHRUNG

RUN

LAUFENDER

AUSKLANG

Am letzten Tag des Jahres

finden in ganz Österreich

wieder mehr als 20 Silvesterläufe

statt, der berühmteste

steigt in Peuerbach

(OÖ). Alle Events unter:

www.sportaktiv.com/events/

search

Fotos: TVB Kaiserwinkl, saalbach.com/Daniel Roos, Chritoph Mühlböck

LAUFEND AKTUELLE STORYS,

TRENDS UND TIPPS RUND

UMS THEMA LAUFEN AUF:

WWW.SPORTAKTIV.COM

HIER BIN ICH KAISER

Mit einem Loipennetz von 127 Kilometern ist der Kaiserwinkl

eines der herausragenden Langlaufgebiete

Österreichs. Zwischen den zackigen Bergriesen des

Zahmen und Wilden Kaiser und dem Walchsee erlebst

du kaiserliches Wintervergnügen. Langlauf-Schnuppertage

mit drei Übernachtungen, Trainerstunde und

Leihski gibt es schon ab 164 Euro pro Person.

www.kaiserwinkl.com

SAALBACH WIRD NABEL

DER TRAILRUN-WELT

Von 7. bis 9. Juni 2019 geht die Premiere

der Trailrun Worldmasters Saalbach über

die Bühne. In acht Kategorien werden im

Salzburger Land die neuen Weltmeister in

den Master-Disziplinen ermittelt. Die Anmeldephase

dafür läuft bereits. Infos und

Streckendetails findest du unter

www.trailrunworldmasters.at


JA, IHR HABT RICHTIG GELESEN. SENNAHOJ

HEISST SCHLICHT JOHANNES UND STEHT ALS

SYNONYM FÜR DIE RÜCKWÄRTSLAUF-

LEIDENSCHAFT VON JOHANNES GOSCH.

WIE DER GRAZER ZU SEINER LIEBE GEKOMMEN

IST UND WARUM JEDER LÄUFER VOM

RETOURGANG PROFITIEREN KANN.

VON KLAUS MOLIDOR

D

SENNAHOJ

UND DIE

RÜCKWÄRTS-

enn Bewegung ist Dünger für unser Gehirn.

Diese Geschichte beginnt mit dem letzten

und nicht mit dem ersten Satz. Der Mann,

mit dem wir eine Laufrunde drehen wollen,

ist schließlich passionierter Rückwärtsläufer,

daneben Sportwissenschafter, Sportpsychologe

und vor allem Läufer aus Leidenschaft. Irgendwann

während des Studiums hatte Johannes

Gosch „eine kreative Phase“. Er wollte beim

Laufen einmal etwas anders machen. „Das

hat angefangen mit einem Lauf vom Ziel zum

Start“, erinnert sich der heute 56-jährige Grazer.

Weitergegangen ist es dann mit kurzen

Rückwärtsläufen, die immer länger wurden,

bis er sich eines Tages dazu entschieden hat,

den Silvesterlauf mit dem Rücken voraus in

Angriff zu nehmen. „Ich hab das erst alles als

Projekt für mein Studium gesehen.“ Aus dem

einfach immer mehr und mehr geworden ist.

Mit dem Welschmarathon im Rückwärtsgang

als Höhepunkt.

Die 42,195 Kilometer rückwärts durchs

steirische Weinland sind mit ordentlich Höhenmetern

ausgestattet und alles andere als

ein einfacher Marathon. Aber wie bitte schafft

man so eine Distanz, ohne sich komplett Hals

und Nacken durch ständiges Umdrehen

zu ruinieren? „Ich hatte zwei Begleitläufer,

die mir immer gesagt haben, was kommt.“

Dabei hat er in seiner Hochphase auch mit

der Sicht viel experimentiert. „Sogar mit

Rückspiegel hab ich es probiert, aber das war

Blödsinn.“ Auch spezielle Brillen mit Spiegeln

hat er bald wieder verworfen. Bei langen

Läufen empfehlen sich Begleiter, bei kürzeren

das Umdrehen. „Man tastet sich an die längeren

Distanzen ja langsam heran. Und man

lernt bewusst zu schauen und das Bild abzuspeichern,

damit man nicht ständig schauen

muss“, erzählt Gosch.

LIEBE

Foto: Thomas Polzer

48 SPORTaktiv


SPORTaktiv

49


JOHANNES

GOSCH

ist Sportwissenschafter

mit den Schwerpunkten

Sportpsychologie und

Bewegtes Lernen.

www.active-life.at

Ausgleich zur Monotonie

Da sind wir schon mittendrin bei den

positiven Effekten des „Retrorunnings“,

wie die Sportart offiziell heißt. „Die perihpere

Wahrnehmung verbessert sich“,

sagt Gosch. Dazu bekommst du ein

besseres Gefühl für deinen Körper, weil

du aufmerksamer und achtsamer sein

musst. „Durch den Rückwärtsschritt

wird auch die Hüfte offener.“ Etwas, das

der Schrittlänge beim Vorwärtslaufen

ebenfalls sehr gut bekommt. Es werden

andere Muskelgruppen beansprucht –

ein optimaler Ausgleich zur Monotonie.

Auch die Haltung verbessert sich. Und

das hat nicht nur einen körperlichen

Effekt. „Durch die Rückwärtsbewegung

lehnst du dich automatisch mit dem

Oberkörper ein wenig nach hinten“,

sagt Gosch. „Dadurch ist der Oberkörper

aufrechter, du läufst mit breiterer

Brust und nicht nach vorne zusammengeklappt.“

Das wiederum sorgt dafür,

dass man sich besser fühlt. „Probier einmal,

die Schultern nach vorne zu geben

und den Kopf hängen zu lassen und sag

dir, dass du dich super fühlst.“ Funktioniert

nicht, wie Gosch aus seinen

Seminaren weiß. Wenn wir uns gut fühlen,

stark und selbstbewusst, gehen wir

aufrecht und haben die sprichwörtlich

breite Brust. Durch die Wechselwirkung

können wir also mit der richtigen Haltung

auch den Geist beeinflussen.

Auch wenn er heute seine Rückwärts-Primetime

hinter sich hat,

empfiehlt Gosch es immer noch als

Trainings-Alternative. „Auf langen

Läufen immer wieder ein paar Meter

IN MEINER

BESTEN ZEIT

HAB ICH

RÜCKWÄRTS

UNTERSCHRIEBEN.

eingestreut ist das optimal.“ Mit

mehr Übung darf es dann schon auch

einmal ein Kilometer sein. Wie beim

Gift gilt auch hier: Die Dosis macht’s.

Übertreiben bringt also gar nichts.

„Das hab ich zwischendurch aber

getan“, gibt Gosch zu. Bei der WM

2010 in Kapfenberg wollte er es allen

zeigen. Der Sieg über 100 Meter sollte

her. „Just im Finale ist mir dann aber

kurz vor dem Ziel die Achillessehne

gerissen.“

In dieser Zeit hat er sich voll „seiner“

Sportart verschrieben. Er hat den

österreichischen Verband gegründet,

ist die 100 Meter in 17 Sekunden

(!) gelaufen. Wem das langsam vorkommt,

der möge das einmal vorwärts

probieren. Ja, sogar unterschrieben

hat er rückwärts. Also Sennahoj und

nicht Johannes. „Das hat auf der Post

das eine oder andere Mal für Probleme

gesorgt. Da musste ich dann immer

meinen Ausweis herzeigen, wenn ich

ein Paket abgeholt hab, weil als Adressat

ja Johannes und nicht Sennahoj

gestanden ist“, sagt er und lacht.

Fotos: Thomas Polzer, Sporterziehertag 2017 Ph Stmk/Martin Grössler

50 SPORTaktiv


Nacktlauf bei Vollmond

Wer den Rückwärtsläufer und Sportpsychologen

kennenlernt, sieht einen

Mann, der in sich ruht, aber über den

Tellerrand hinausblickt. Der Neues

wagt – aber nicht in Harakiri-Aktionen.

Bei Gosch entsteht erst immer ein

Plan im Kopf und dann ein Projekt.

Als Bub vom Land in der Südweststeiermark

hat er mit 12, 13 Jahren

gemerkt: Wenn ich trainiere, bin ich

besser als die anderen. So hat seine

sprichwörtliche Laufbahn begonnen.

In einem Sport, der damals nicht so

en vogue war wie heute. Nach dem

Präsenzdienst war er lange als Exekutivbeamter

tätig, hat dann währenddessen

wieder den Horizont erweitert und mit

dem Studium begonnen. Die halblustigen

Kommentare, warum er nicht

rückwärts zur Arbeit kommt und, dass

er alles nur der Inszenierung wegen

macht, hat er weggesteckt und ist seinen

Weg gegangen. Immer mit einem

Schuss kreativen Andersseins. „Einmal

bin ich bei Vollmond nackt rückwärts

auf den Plabutsch, einen Berg im Grazer

Umland, gelaufen.“

Heute hat er eine sportwissenschaftliche

und sportpsychologische Beratungsstelle,

betreut das Nationalteam der

Sportschützen mental und hat mit Erich

Frischenschlager, einem Hochschulprofessor

für Bewegungswissenschaften

und Sportpädagogik, einen Ratgeber

geschrieben, wie man seine Lebensqualität

steigert. Auch Übungskärtchen

für den Alltag haben die beiden entwickelt.

„Darum geht es mir: gesund

AB UND ZU

RÜCKWÄRTS

ZU LAUFEN

VERBESSERT

DEN LAUFSTIL.

bleiben bis ins Alter.“ Darum hat er

seine extremen sportlichen Projekte

zurückgeschraubt, läuft heute nur noch

„weil es mir guttut“. Er hält auch ein

Plädoyer für Bewegung, als Mittel zur

Steigerung der Lernfähigkeit. „Wenn

wir komplexe Sportarten ausüben, erhöhen

wir die Anzahl der neuronalen

Verschaltungen“, sagt Gosch. Und das

geht in jedem Alter, nicht nur in der

Schulzeit. Oder mit einfachen Übungen

abseits des Sportplatzes oder der

Turnhalle. In Seminaren lässt er Leute

gerne gemeinsam bis 100 zählen. „Bei

ungeraden Zahlen müssen sie die linke

Hand heben, bei Geraden die rechte,

bei Zahlen, die durch drei teilbar sind

müssen sie klatschen, bei Zahlen, die

durch fünf teilbar sind hüpfen.“

Den Zusammenhang zwischen Körper

und Geist zu fördern – das ist so

etwas wie die Mission, die Sennahoj

Gosch antreibt. Ob vorwärts oder

rückwärts. „Denn Bewegung ist Dünger

für unser Gehirn.“

SPORTaktiv

51


IN DER WACHAU

WIRD 2019

SPÄTER GELAUFEN

Der WACHAUmarathon findet 2019

eine Woche später als sonst statt.

Ebenfalls neu: weniger Plastik

und eine spezielle Versicherung.

Flexibel und im Sinne der Region haben

Veranstalter Michael Buchleitner und sein

Team vom WACHAUmarathon reagiert.

Die 22. Auflage des traditionellen Marathons

entlang der Donau findet 2019 nun nämlich

doch eine Woche später als ursprünglich

geplant statt. Am 28./29. September wird das

Weltkulturerbe Wachau wieder zum Nabel der

österreichischen Laufwelt. Der Grund: Man

weicht doch der Starnacht aus der Wachau aus.

Und das, obwohl es bereits im Sommer eine

terminliche Abstimmung der beiden Events gegeben

hat. Nun musste die Starnacht aber aus

koordinatorischen Gründen verschoben werden

– und damit hätten beide Veranstaltungen am

selben Wochenende stattgefunden. „Diese Verschiebung

bedeutet für uns einen erheblichen

Aufwand. Aber beide Veranstaltungen sind für

die Region sehr wichtig und sollten sich nicht

Fotos: Benjamin Butschell, Bernd Gruber

52 SPORTaktiv


Schnell und vor allem

schön ist die Laufstrecke

entlang der Donau durch

das Weltkulturerbe Wachau

nach Krems.

negativ beeinträchtigen“, sagt Organisator

Michael Buchleitner.

Weniger Plastik, mehr Schutz

Auch die Umwelt will man nicht mehr negativ

beeinträchtigen. Darum wird es 2019

auch keine Goodie Bags und Regenponchos

aus Plastik mehr geben. All diese Produkte

werden beim WACHAUmarathon künftig

aus gentechnikfreier und europäischer Maisstärke

bestehen. Damit sind Startsackerl und

Regenponcho innerhalb weniger Wochen zu

100 Prozent kompostierbar. „Wir möchten als

Laufveranstalter Step by Step unseren ökologischen

Fußabdruck verbessern“, erklärt Michael

Buchleitner den Schritt. „Wenn wir damit gut

zurecht kommen, werden wir sie auch bei unseren

anderen Laufveranstaltungen einsetzen.“

Und: Als erste heimische Großveranstaltung

bietet der WACHAUmarathon einen Versicherungs-Komplettschutz

an. Der gewährleistet die

Rückerstattung des Startgelds bei Verletzung

bzw. Erkrankung und bei Rennabsage und ist

eine spezielle 1-Tages-Sport-Unfallversicherung

im Rahmen der Veranstaltung. Die Versicherung

ist im Startpreis inkludiert, kann aber

„abgewählt“ werden.

SPORTaktiv

53


Alle Ergebnisse:

www.grazmarathon.at

EIN JUBILÄUM,

ZWEI REKORDE

DER 25. GRAZ MARATHON LIEF

PRÄCHTIG: PERFEKTES WETTER, 9500

ANMELDUNGEN UND REKORDE IM

MARATHON UND HALBMARATHON.

Knapp, aber doch ist der Streckenrekord

beim Graz Marathon gefallen.

Um sechs Sekunden hat Edwin Kirwa

aus Kenia die Bestmarke von Peter Kariuki

Mutitu aus dem Jahr 2012 unterboten

und ist in 2:11:11 Stunden ins Ziel

gelaufen. „Das Finish war hart, denn ich

musste mich selber pushen“, sagt Kirwa,

der knapp 12 Kilometer alleine an der

Spitze gelaufen ist. Bester Österreicher

wurde Mahdi Sareban als Vierter in

einer Zeit von 2:32:36 Stunden.

Bei den Damen siegte Agnieszka

Glomb aus Polen in 2:54:16 Stunden

vor der besten Österreicherin Sonja

Tajsich (3:00:18)

Auch auf der halben Distanz hat

es einen Rekord gegeben. Lemawork

Ketema, der mit Österreichs Team

in Berlin EM-Bronze im Marathon

erlaufen ist, hat die alte Bestmarke von

Günter Weidlinger (1:05:04) deutlich

unterboten. Der neue Rekord steht jetzt

bei 1:03:55 Stunden. Auch er musste

die meiste Zeit über alleine laufen.

„Das war nicht einfach und auch der

Gegenwind hat mich ein wenig aus dem

Rhythmus gebracht.“ Gereicht hat es

trotzdem. Ketema kürte sich damit auch

zum österreichischen Meister über die

Halbmarathondistanz.

Zufriedene Bilanz

Sieger waren aber eigentlich alle Teilnehmer,

die sich bei spätsommerlichen

Temperaturen auf die Strecke gemacht

haben – ob beim Bambinisprint, dem

City Run, Viertel- oder Halbmarathon

oder eben auf der klassischen 42,195

Kilometer-Distanz.

Längst bewährt hat sich auch das

Läuferzelt vor der Grazer Oper, die

wieder die perfekte Kulisse für den

Herbst-Klassiker geboten hat. „Es war

ein Tag der Rekorde“, zog auch Organisator

Michael Kummerer zufrieden

Bilanz über die Jubiläumsveranstaltung.

„Ganz besonders freuen wir uns über die

deutliche Steigerung der Anmeldezahl

auf 9500.“ Damit geht der Graz Marathon

gestärkt ins zweite Vierteljahrhundert

und hat das Ziel, nach Wien, der

zweitgrößte Marathon des Landes zu

werden, wieder deutlich vor Augen.

Fotos: GEPA Pictures/Mario Buehner, Thomas Polzer

54 SPORTaktiv


BECOME A LEGEND!

7.-9. JUNI 2019

TRAIL SHORT 10 KM TRAIL MEDIUM 21 KM TRAIL LONG 45 KM

MASTER MEN / WOMEN 40+

SENIOR MASTER MEN / WOMEN 50+

GRAND MASTER MEN / WOMEN 60+

SENIOR GRAND MASTER MEN / WOMEN 65+

www.trailrunworldmasters.com


LAAANGSAM

IST DOCH

LUSTIG

GRUNDLA-GÄHN-AUSDAUER?

WILL JEDER HABEN, ABER KAUM

WER TRAINIEREN. WIE DU DIE

FREUDE AM SCHNECKENTEMPO

FINDEST UND WIE DU DARAUS

DAS BESTE HERAUSHOLST.

VON KLAUS MOLIDOR

Ist das schon Laufen oder noch

Gehen? Gedanken, die einem auf

der ersten Laufrunde nach einer

Leistungsdiagnostik kommen. Die hat

schonungslos festgestellt, dass es mehr

Grundlagenausdauer braucht und für

die wiederum muss man langsam, also

laaaaaangsam laufen. „Im Bereich von

70 bis 75 Prozent der maximalen Herzfrequenz“,

sagt Sportwissenschafter

Stefan Arvay. Wissen wir ja prinzipiell,

ist halt aber schon sehr anstrengend –

mental, nicht körperlich. Man hat das

Gefühl, als würde man sich selbst auf die

Füße steigen.

„In diesem Bereich lernt der Körper

optimal, sich die Energie aus dem Fett

und nicht aus den Kohlenhydraten zu

holen.“ Das hilft dem Sportler bei Wettbewerben

länger durchzuhalten ohne

tempomäßig einzubrechen. Dem Freizeitsportler

ohne Rennambition bringt

es Abnehmeffekt und Gesundheit. Es

ist also für alle.

Viele schaffen es trotzdem nicht,

dieses Training über einen längeren Zeit-

raum durchzuziehen. Es fehlt ihnen die

Ausdauer für die Ausdauer. „Man darf

nicht die einzelnen Trainings beachten“,

sagt Arvay, sondern müsse einen Zeitraum

von mehreren Monaten beobachten.

Bis sich ein Effekt einstellt, dauert

es im Durchschnitt zwischen sechs

und acht Wochen. „Aber Achtung: Du

kannst dann nicht automatisch einen

10er schneller laufen. Man merkt es,

weil man im moderaten Tempo die gleiche

Strecke bei gleicher Herzfrequenz

schneller laufen kann.“

Fotos: istock, Stefan Arvay

56 SPORTaktiv


Bis dahin aber erst kommen. Nervlich

vor allem. Wenn du Fußgänger nur so

langsam überholst, wie ein Lkw den

anderen auf dem Brenner? Muss dir egal

sein. Einen Trick hat Sportmediziner

Robert Fritz parat. „Zum Beispiel am

Samstag harte Intervalle laufen, dann

hast du am Sonntag gar keine Lust

schnell zu laufen und machst da das

Grundlagentraining.“

Gesagt, getan. Ergebnis: Man läuft

tatsächlich lieber langsam, also laaaaangsam.

Natürlich muss man sich immer

DREI STUNDEN VOR DEM

TRAINING KEINE NUDELN,

BANANEN ODER RIEGEL,

SONDERN EIWEISS ESSEN,

ERHÖHT DEN EFFEKT.

noch zwingen, die Frau mit Kinderwagen

NICHT schnell zu überholen,

sondern gemächlich und nur eine Spur

flotter als sie vorbeizulaufen. Aber dieses

Problem lösen die Wiederholungen.

Denn nach vier, fünf, sechs Grundlagenläufen

stellt sich der Trainingseffekt ein

und du läufst bei gleichem Puls schon

deutlich schneller.

Wo genau der optimale Herzfrequenzbereich

für die Grundlagenausdauer

liegt, lässt sich am besten mit einer Leistungsdiagnostik

feststellen, bei der die

„Laktat Turn Points“ und die aerobe, sowie

anaerobe Schwelle ermittelt werden.

„Die Fitnesstests auf den verschiedenen

Sportuhren bieten aber auch schon einen

recht guten Anhaltspunkt“, erklärt

Arvay. Vorteil dabei: Du musst dich

nicht komplett ausbelasten wie bei einer

Diagnostik. Auch die Herzfrequenz-Regel

liefert einen brauchbaren „Daumen

mal Pi“-Wert. Kannst du auf der Laufrunde

noch ganze Sätze mit deinem

Partner sprechen und fühlt es sich ganz

locker an, stimmt die Richtung auch.

Es gibt aber auch Leute, die ihre

Grundlagenausdauer gar nicht mit dem

Laufen trainieren können, weil sie so

langsam laufen müssten um im Pulsbereich

zu bleiben, dass der Effekt verpufft.

„Mit denen mach ich zuerst schnellere

Einheiten um ihre Leistungsfähigkeit

zu steigern.“ Sind Muskeln, Bänder

und Gelenke dann fit für ein schnelleres

Tempo, „darennt“ der Körper also eine

gewisse Pace, geht es an die Grundlage.

Das Tolle am Grundlagenausdauertraining:

Es ist egal, in welcher Sportart

man es ausübt. Also musst du nicht

laufen. „Man kann Radfahren, eine Skitour

gehen, Nordic Walken – den Effekt

holst du dir auch so.“ Das bringt Abwechslung

ins Training und reduziert die

Gefahr, es aus Langeweile wieder bleiben

zu lassen. „Außerdem stoßen Läufer

SPORTaktiv

57


KLAGENFURTAM WÖRTHERSEE

irgendwann an ihre Grenzen, wo es für

die Muskulatur in den Bewegungsapparat

zu anstrengend wird. Drei Stunden

Laufen sind schon ziemlich viel. Beim

Radfahren ist die Belastung für den Körper

wesentlich geringer.“ Merkst du was?

Die Ausreden brechen weg.

Verbessern kann man den Trainingseffekt

auch mit der richtigen Ernährung.

„Das ist ein wichtiges Zusammenspiel“,

weiß Arvay. Vor einer GLA-Einheit sollte

man auf Kohlenhydrate weitgehend

verzichten. „Drei Stunden vorher also

keine Nudeln, Bananen oder Riegel

essen, sondern Eiweiß zu sich nehmen.“

Sonst zapft der Körper wieder die

schneller verfügbare Energie aus Kohlenhydraten

an und der Trainingseffekt

für den Fettstoffwechsel setzt später ein.

Optimal wäre ein Nüchtern-Training.

„Da reichen dann schon 30, 40

Minuten, um dem Körper wieder neue

STEFAN ARVAY

ist Sportwissenschaftler und

Konditionstrainer des

U21-Fußball-Nationalteams.

Reize zu geben.“ Wichtig dabei: langsam

steigern. Mit der Zeit lässt sich das auf

zwei, zweieinhalb Stunden ausdehnen.

Diese Art ist auch ein guter Indikator

für die richtige Intensität. Wenn du

ohne Hungerast heimkommst und nicht

das Gefühl hast, durch die Eingangstür

hineinzufallen, hat die Intensität sehr

wahrscheinlich gestimmt.

Nach sieben, acht, neun Wochen stellt

sich – zumindest beim Autor – noch

etwas ein: die Freude am langsamen

Laufen. Natur genießen, ohne Hunger,

ohne Durst, ohne Schmerzen auch

nach zweieinhalb Stunden – herrlich.

Tricks zur Überwindung an das – schon

nicht mehr ganz so langsame – Tempo

braucht es gar nicht mehr. Die sanfte

Bewegung und der Genuss wecken sogar

die Freude daran. Sowie der Gedanke,

dass du mit weniger Aufwand am Ende

mehr erreichst.

präsentiert von

SAVE THE DATE

23.–25. August 2019

Österreichs schönste Halbmarathon Strecke liegt am

türkisen Wörthersee. Bei zehn Bewerben von 400 Meter

bis 21 km ist für jeden der richtige Mix aus Laufspaß und

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Foto: Traussnig

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integrierter Gamasche als

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damit der Schuh wärmer ist

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schlechten Lichtverhältnissen

besser gesehen zu werden.

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Fotos: Hersteller

60 SPORTaktiv


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Dörfer und Städte erleben Sie einen Adrenalinstoß in einzigartiger

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können Sie sich auch beim 5-Kilometer-Rennen oder beim Aquathlon

durchstarten!

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SPORTaktiv

61


AUS

PRO

BIERT

RUN

LAUFEN IM WINTER? LOGISCH.

MIT SPIKES-WINTERLAUF-

SCHUHEN, EINER NEOPREN-

MASKE UND KOMPRESSIONS-

STUTZEN.

ENDLICH WIEDER WINTER

In der Stadt, wo jedes Flankerl Schnee mit Salz niedergemetzelt

wird, ist ein ICEBUG-Laufschuh fehl am Platz. „Klackklack-klack“

wie Schneeketten auf Asphalt. Zum Glück gibt es

Schwiegermama in den Bergen. Die Kinder freuen sich beim

Schneemannbauen – und ich mich wegen der weiß verzierten

und blank gefrorenen Straßen und Wegerl.

Mit dem Icebug sind mir fiese Eisflächen am liebsten. Was

tagsüber in der Sonne antaut, friert bei nächtlichen minus 10

bis zum Morgenlauf wieder blitzblank. Während Hundeausführer

mit Trippelschritten unterwegs sind und hoffen, dass der

Liebling am anderen Ende der Leine nicht gach anreißt, trabt

man mit den Icebugs freundlich grüßend vorbei. Na logisch,

man ist ja auf dem Land.

Auch auf hartem Schnee verhalten sich die Schuhe mit den

kleinen Stahlstiften in der Sohle grandios. Während ich meine

„Eiskäfer“ den vorigen wunderbaren Winter hindurch langzeitausprobieren

durfte, ist der aktuelle ICEBUG ORIBI3 BU-

GRIP GTX (UVP € 199,95, Bild) des Kollegen Molidor der „leichteste

Laufschuh der Welt mit GTX-Membran“. Was ich gar

nicht so wichtig finde. Die Stifterl in der Sohle machen es aus.

VON CHRISTOF DOMENIG UND KLAUS MOLIDOR

Fotos: Thomas Polzer

62 SPORTaktiv


IM GANGSTA-STYLE GEGEN DEN FROST

KOMPRESSION FÜR KONDITION

Der Winter kann ein Hund sein. Wenn der Wind dann noch auffrischt

und in die Wangen beißt, ist es mit dem Laufspaß

schnell zu Ende. Für solche Fälle gibt es Neoprenmasken, die

man sich wie ein Halstuch vors Gesicht schnallen kann. Ein

Klettverschluss ermöglicht variable Anpassung, ein Nasenstück

und kleine Löcher vor dem Mund sorgen für ausreichend

Luftzufuhr. Sieht zwar komisch aus, hilft aber ungemein und ist

gerade auch beim Langlaufen ein Hit. Der Wind beißt sich daran

die Zähne aus, das Tragegefühl ist angenehm und wenn es

warm wird, ist sie mit einem Griff entfernt und passt auch in

eine kleine Jackentasche. Und es muss ja nicht neongelb sein.

Mittlerweile gibt es unter der Bezeichnung Neoprenmaske/

Sturmhaube/Outdoormaske schon zahlreiche Motive, von dezent

über lustig bis spooky mit Halloween-Gebiss oder Monsterfratze.

Fazit: gut investiertes Geld – ab 10 Euro ist sie unter

oben genannten Suchbegriffen online erhältlich. Aber aufpassen:

Nicht bei warmen Temperaturen verwenden – wegen des

Vermummungsverbots.

Der Effekt von Kompressionsstutzen auf die Leistung ist ja bekanntlich

umstritten. Unstrittig ist, dass die meisten Produkte

nur mit Kraft und Geduld anzulegen sind. In diesem Punkt hebt

sich der „RUN & WALK SPORT COMPRESSION SOCK“ vom

Kompressionsspezialisten BAUERFEIND (UVP € 49,90) deutlich

ab. Wie leicht und schnell das geht, ist nicht nur spürbar. Auch

den Kollegen fällt es beim Zuschauen auf. Kompression am

Wadl: trotzdem okay. Angenehm straff, aber nicht eng. Auf der

Hausrunde nach der Arbeit stellt sich dann kein besonderer Effekt

ein. Angenehm zu tragen sind sie, auch wenn der Fußteil

dünner ist als bei speziellen Laufsocken. Das sorgt anfangs im

Schuh kurz für Ungewohnheit und hat Potenzial für Verbesserung.

Der Fußteil ließe sich sicher dicker stricken. Bei der langen

Einheit merkt man dann schon einen Unterschied. Nach

zwei Stunden fallen Sprünge über Äste oder Gehsteigkanten

leichter, generell fühlt sich alles weniger schwabbelig und

müde an als mit normalen Socken.

SPORTaktiv

63


LEI(N)WAND!

Der ADIDAS Terrex Two Boa

aus der Zerodye-Trailrunning-

Kollektion ist für mittlere bis

lange Strecken gemacht. Er

trägt sich top und sein Design

fällt aus dem Rahmen. Motto:

Mach deine Schuhe zur

Leinwand und trag die Spuren

deiner Läufe mit Stolz.

www.adidas.com

RUN

NEWS

INS WASSER

Triathletinnen checken

sich den SPEEDO

Hydrosense Flowback:

Er besteht zu 78 Prozent

aus recyceltem Polyamid,

sorgt für ein verbessertes

Wassergefühl und hebt die

Schwimmleistung auf ein

neues Level.

www.speedo.com

MIT DER FORMEL

LÄUFT ES BESSER

Beim intenisiven Sport und

hoher Muskelaktivität hilft

PURE Magnesium Energy.

Der Mineralstoffmix besteht

aus Magnesium und Kalium,

Natriumbicarbonat, Vitamin

B12 und Taurin.

www.purecaps.net

KARTENLESEN AM

HANDGELENK

Alle Modelle der neuen

GARMIN fenix 5 plus-Serie

verfügen über Topo-Karten in

Farbe, Speicherplatz für 500

Songs und eignen sich für

kontaktloses Zahlen. Highlight

ist der Pulsoximeter-Sensor

der fenix 5X: er misst die

Sauerstoffsättigung im Blut.

www.garmin.com

COLD RUNNINGS

Tech Fleece ist neben Thermonet

ein Kälteschutz-Material in

der BUFF®-Welt. Das Tech-

Fleece-Hat-Modell ist leicht und

langlebig, schützt perfekt bei

Kälte und Wind und trägt sich

durch den hohen Elasthan-Anteil

überaus komfortabel.

www.buff.com

Fotos: Hersteller

64 SPORTaktiv


LANGLAUF

SPECIAL

26 SEITEN-SPECIAL

ÜBER DIE SPORTART,

DIE DEN GANZEN

KÖRPER TRAINIERT.

WIE MAN TECHNIK,

AUSDAUER UND

KRAFT IN DER LOI-

PE TRAINIERT, OB

KLASSISCHER STIL

ODER SKATING UND

WAS ES 2018/19

BEIM MATERIAL

NEUES GIBT.

Foto: Christoph Schoech

SPORTaktiv

65


EINE LEGENDE

FEIERT IHREN

„VIERZIGER“

Vormerken, mitlaufen,

mitfeiern: Am 25./26. Jänner

2019 geht der 40. Steiralauf

über die Bühne. Beim

Jubiläum bleibt der beliebte

Volkslanglauf mit Distanzen

von 10 bis 50 Kilometern

dem Samstag-Termin (26.

Jänner) treu. Los geht es aber

schon am Freitag mit dem

Steiralauf Kidsrace 4.0.

Start und Ziel befinden

sich wie gewohnt bei der

Grimmingtherme Bad

Mitterndorf. Dort kann man

ab Freitag schon Skitest- und

Serviceangebote in Anspruch

nehmen, und sich im Ziel

an regionalen Köstlichkeiten

laben. Einzigartig ist die

Durchführungsgarantie:

Bei Schneemangel wird auf

die 1600 m hohe Tauplitz

verlegt. Diese Option musste

aber in 39 Jahren noch nie

gezogen werden ...

www.steiralauf.at

Foto: Steiralauf


EINE

FRAGE

DES

STILS

LANGLAUFEN BOOMT. AUSGEBUCHTE|

KURSE BELEGEN DAS STEIGENDE|

INTERESSE AM NORDISCHEN SPORT.|

BLEIBT NUR DIE FRAGE: SKATING ODER|

DOCH LIEBER KLASSISCHE TECHNIK?|

WIR HABEN DIE STILE|

GEGENEINANDER ABGEWOGEN.|

TEXT: KLAUS MOLIDOR|

FOTOS: THOMAS POLZER|

Mit der Wahrnehmung ist das ja so eine

Sache. Schaut man sich bei der After-Work-Runde

auf der Flutlichtloipe

um, bei Volkslangläufen im In- und Ausland

oder auf Strecken, die nicht in Tourismushochburgen

des nordischen Sports liegen, bekommt

man den Eindruck, als hätte der Skating-Stil die

klassische Technik fast komplett aus der Spur

gedrängt. Doch der Schein trügt. Gewaltig sogar,

wie Reinhold Kaurzinek weiß. „65 Prozent

Klassiker stehen 35 Prozent Skatern gegenüber“,

sagt der Steirer. Der Reini, wie er in der Ramsau

am Dachstein heißt, war sechs Mal österreichischer

Langlaufmeister. Mit seinen 56 Jahren

läuft er natürlich nicht mehr im Weltcup, der

68 SPORTaktiv


Sport bestimmt aber weiterhin sein Leben.

Als Inhaber der Langlaufschule „Fit

and Fun“ sitzt er an der Basis, und das

in DEM Langlauf-Hotspots des Landes,

neben Seefeld und dem Pillerseetal.

Kurz, der Reini weiß, wovon er spricht.

Skating werde eben als die sportlichere,

coolere Variante des Langlaufs

propagiert, während dem Diagonalschritt

ein verstaubtes Image anhaftet.

Also rücken wir aus, zum Selbsttest auf

dem Dachsteingletscher. Profi Kaurzinek

hat zur Unterstützung für das

SPORTaktiv-Doppel (neben dem Autor

hat auch Bertram Taferner die Latten

angeschnallt) Theresa Rindler, Sportwissenschafterin,

Physiotherapeutin,

Ex-Biathletin und heute Trainierin in

der Schule von Kaurzinek mitgebracht.

Dynamisch schaut das aus, wie sie im

Diagonalschritt den Anstieg mühelos

meistert. Wir schnaufen hinterher. Ein

paar Korrekturen zum Druckpunkt für

die Steigzone des Skis und schon geht es

auch bei uns leichter. Im Skating schaut

uns Reini selbst auf Arme und Beine,

korrigiert Haltungen, verschafft uns mit

kleinen Tipps große Sprünge vorwärts.

Plötzlich machen beide Techniken mehr

Spaß. „Und darum geht es. Die Motiv-

ation, die Lust, die musst du haben zum

Langlaufen, dann kippst du hinein“,

sagt Kaurzinek. Der Durchschnittslangläufer

will sich nicht auspowern bis zum

Erbrechen und sucht nicht nach Sekunden

sondern nach Erlebnissen an der

frischen Luft.

Klassik für die Kids

Und der Spaß, das Erfolgserlebnis, das

stellt sich eben beim Laufen im klassischen

Stil prinzipiell schneller ein, als in

der freien Technik. „Wer ohne Schnee

aufgewachsen ist, wie heute viele Leute

aus großen Ballungsräumen und weder

gut Skifahren, noch Eislaufen oder

Inlineskaten kann, ist bei der Klassik

besser aufgehoben.“ Beratungsresistente

Anfänger lässt er Skating gerne einmal

20 Minuten probieren. „Dann merken

sie, dass es keinen Spaß macht, weil sie

nicht vom Fleck kommen, sondern nur

schauen müssen, dass sie nicht hinfallen,

und wechseln in den Klassikkurs.“

Industrieller Indikator für die Nachfrage

nach klassischem Langlauf ist

der Fell-Ski, der vor sieben Jahren auf

den Markt gekommen ist, und seither

ständig weiterentwickelt wird. Er bildet

mit dem altbekannten Schuppenski und

dem wartungsintensiven Wachsski die

gleitende Trias im nordischen Segment

(siehe auch unsere Story auf Seite 80).

Ein weiteres Vorurteil, das Kaurzinek

schwupps entkräftet: dass der Sport

ein Nachwuchsproblem hat. „Die

Kinderkurse boomen.“ Dieser Satz ist

das Stichwort für Theresa. Ihre Augen

beginnen zu leuchten, wenn sie von

den Stöpseln erzählt, die sie betreut.

„Wir haben eine Wellenbahn, einen

Tunnel, kleine Steilkurven – da haben

die Kinder einen irrsinnigen Spaß.“ Im

klassischen Stil wohlgemerkt. Spiele

werden da gemacht oder eine Runde Laser-Biathlon

auf verkürzter Runde. Die

Technik lernen sie dabei unterschwellig

und nicht im Frontalunterricht.

Für uns heroben auf dem Gletscher

gehen sich solche Spielchen leider nicht

aus. Aber wir kommen trotzdem zu der

SPORTaktiv

69


Oft reichen kleine Korrekturen

vom Profi und du

hast mit der gleichen Kraft

deutlich mehr Vortrieb –

und Spaß!

Erkenntnis: Klassisch laufen hat seinen

Reiz. Weil es eben mehr ist als nur der

Diagonalschritt. „Insgesamt gibt es 13

Techniken“, doziert Kaurzinek, jetzt

voll in seinem Element. Neben dem

Diagonalschritt gibt es auch den Doppelstockschub,

den Doppelstockschub

mit Zwischenschritt. Dann den Grätenschritt

für den Anstieg, den Halbgrätenschritt,

bei dem nur ein Bein aus

der Loipe gestellt wird, die Kurven- und

Bremstechniken. Klassisch Langlaufen

ist also weit weg von Monotonie. „Du

hast schnell ein Erfolgserlebnis, aber

bis du alles perfekt beherrscht, ist es ein

steiniger Weg“, weiß der Reini. Also:

Für jeden etwas dabei. Für Anfänger als

auch für Ambitionierte, die dann doch

auf der Suche nach der sportlichen Herausforderung

sind.

Gefühl statt Gas

Ganz wichtig – egal, in welcher Technik

man unterwegs ist, ist das Feingefühl.

„Immer Vollgas geben bringt nichts. Du

musst schauen, wie der Schnee ist, wie

deine Tagesform ist und daran angepasst

laufen.“ Soll heißen: Einmal zu Beginn

schauen, wie der Ski gleitet, wie lange

man die Gleitphase selbst locker halten

kann. Sonst verkrampft man, als Folge

davon geht dir schneller der Saft aus

und Hand in Hand damit der Spaß.

Bei den Gleitübungen merkt man auch,

wie schnell oder langsam der Schnee ist.

„Wenn es saugt, also bei einer gewissen

Geschwindigkeit bergab bremst, bringt

THERESA

RINDLER

ist Ex-Biathletin,

Sportwissenschafterin,

Physiotherapeutin und

Langlauftrainerin.

es nichts, mit Gewalt dagegen zu arbeiten.

Dann lieber kürzere Schritte machen,

dafür die Frequenz steigern.“

Vor allem aber: Nicht den Profis

nacheifern. Die reduzieren die umfangreichen

13 Techniken im klassischen Stil

nämlich auf eine – den Doppelstockschub.

„Das ist Brachialgewalt und hat

mit Langlaufen nichts mehr zu tun“,

ärgert sich Kaurzinek. Beim Wasalauf,

dem berühmtesten und größten Volkslanglauf

der Welt in klassischer Technik,

schieben die Profis ohne Schritt durch.

90 Kilometer lang, auch bergauf. „Das

ist nicht das, was wir vermitteln wollen.“

Reini und Theresa wollen aber auch

das Skating nicht verteufeln. Wer gut

Ski fährt, sportlich ist und koordinativ

begabt, kann durchaus auch mit der

freien Technik in den Sport einsteigen.

Auch hier sind es viele kleine Details und

viel Training, bis die Schritte (Eintakter,

Zweitakter symmetrisch, Zweitakter

asymmetrisch) perfekt funktionieren. „Es

braucht schon eine Zeit, bis du merkst,

REINHOLD

KAURZINEK

war sechsmal österreichischer

Meister. Betreibt heute die

Langlaufschule Fit und Fun in

Ramsau am Dachstein.

www.langlauf.co.at

wie dich die Schwungmasse vorwärts

treibt“, erklärt Kaurzinek. Dazu muss

man lange genug auf einem Bein gleiten

können und richtig über dem Ski stehen.

Viele Anfänger setzen die Arme zu stark

ein. „Der Motor sind die Beine. Erst

wenn der richtig läuft, kann ich den Zusatzantrieb

Arme zuschalten“, sagt er.

Wer jetzt kein Einsteiger mehr ist, sondern

sich schon in der Loipe bewegt: ruhig

einmal auch die andere Technik probieren.

„Man profitiert beim Klassisch laufen fürs

Skating und umgekehrt“, sagt Theresa.

„Du hast dann einfach ein breiteres Bewegungsrepertoire,

wenn – vor allem in

einem Rennen – einmal eine unvorhergesehene

Situation auftaucht.“

Den Tipp schlechthin hat zum Abschluss

der Meister selbst: „Aufhören

wenn es am schönsten ist. Dann hast ein

gutes Gefühl. Geht man darüber hinaus

und macht sich völlig fertig, sinkt die

Motivation für ein nächstes Mal.“ Also,

zack, raus aus der Bindung. Damit die

Lust an der Loipe steigt.

70 SPORTaktiv


NORDIC LIFESTYLE

INMITTEN DER ALPEN

Der Nordic Park am Ritzensee in Saalfelden

Leogang vereint alle nordischen Sportmöglichkeiten:

Langlauf, Biathlon, Eislaufen, Winterwandern.

Veranstaltungen wie der Skimarathon oder die Nordic

Park Experience runden das Angebot ab.

Fotos: Klaus Bauer, Artisual/Peter Moser

Das Loipennetz in Saalfelden Leogang

umfasst 150 Kilometer in verschiedenen

Schwierigkeitsgraden und präpariert

sowohl für den klassischen Stil als auch

fürs Skating. Anfänger und Fortgeschrittene

treffen hier auch echte Langlauf- und

Biathlon-Größen wie Felix Gottwald

und Simon Eder, die selbst gerne auf den

Loipen in Saalfelden Leogang trainieren.

Über den zugefrorenen Ritzensee kann

man wunderbar Schlittschuhlaufen. Für

die Kleinsten gibt es den Fun & Snow

Park, wo auch sie in malerischer Umgebung

bereits die ersten Langlauf-Schritte

lernen können.

12. Skimarathon Saalfelden

Rund 350 Teilnehmer aus der ganzen

Welt sind jedes Jahr dabei und machen den

Skimarathon damit zu einem der größten

Langlauf-Events in Österreich.

Datum: 2. + 3. Februar 2019

Bewerbe: 21 km, 42 km, Teambewerb und

Mini-Skimarathon für Kinder und Schüler

Mehr Infos und Anmeldung: www.skimarathon.at

Nordic Park Experience

Wer Fan des nordischen Lebensstils ist,

wird diese Veranstaltung lieben. Hier wird

für die ganze Familie etwas geboten.

Datum: 10. + 24. Februar 2018, 12.00 –

16.00 Uhr im Nordic Park Saalfelden

Programm: Eisdisco, Kids Wintergames,

Schneebar mit schwedischem Punsch und

BBQ, Chill Out-Lounge u. v. m.

Saalfelden Leogang

Touristik

Mittergasse 21a

5760 Saalfelden

T.: +43 65 82/70 660

info@saalfelden-leogang.at

SPORTaktiv

71


WORKOUT

KRAFT, AUSDAUER UND TECHNIK

TRAINIEREN UND DABEI AUCH NOCH

EINE SCHÖNE RUNDE IN DER LOIPE

DREHEN? MIT DEM SKILETICS-

WORKOUT GEHT DAS ALLES

ZUGLEICH. WIR HABEN ES FÜR

EUCH AUSPROBIERT.

VON KLAUS MOLIDOR

HOCH

DREI

F

it musst du sein, um langzulaufen und

die Technik sollte passen – dann brauchst

du weniger Kraft und kannst länger laufen.

Viele Alltagsgehetzten fragen sich

jetzt: Krafttraining und Techniktraining

– da komm ich ja gar nicht zum Langlaufen

an sich. Stimmt so nicht. Denn: Es

lässt sich alles miteinander kombinieren.

Die eierlegende Wollmilchsau nennt sich

„Skiletics“ und ist ein von Skihersteller

Fischer entwickeltes Konzept, das mit

verschiedenen Übungen sowohl Kraft

und Ausdauer trainiert, als auch die Lauftechnik

verbessert.

Das geht von leichten Übungen, die

auch für den Anfänger geeignet sind, bis

zu durchaus komplexen und fordernden

Varianten, wie dem Sprung mit 180-

Grad-Drehung. „Das ist schon schwer,

aber gerade mit Kindern funktioniert auch

das bald einmal“, sagt Philipp Bachl. Der

Salzburger hat die Übungen alle intus und

ist auch auf Youtube-Videos zu sehen, in

denen er alle Übungen vormacht. Er weiß,

wovon er spricht, war er doch selbst im

Kontinental-Cup der Langläufer unterwegs.

„Den Sprung in den Weltcup hab

ich aber leider nicht geschafft“, erzählt er.

Die Leidenschaft zum nordischen Sport ist

ihm aber geblieben und so nimmt er auch

an Volkslangläufen teil und ist in der Freizeit

oft in der Loipe. 2500 Kilometer pro

Jahr spult er auf Klassik- und Skating-Ski

insgesamt ab.

In Ramsau am Dachstein zeigt uns also

ein echter Experte, wie’s gemacht wird.

„Stöcke weg und nur im Schlittschuhschritt

mir nach“, beginnt er gleich mit

der ersten Übung. „Die sorgt für einen

besseren Beinabdruck beim Skaten“, erklärt

Bachl. Es folgen Doppelstockschübe

und der sogenannte „Siitonen-Schritt“,

der Vorläufer zum Skating. Der Finne

Pauli Siitonen stellte als Erster bei

Langlaufrennen nur einen Ski in die Spur

und machte mit dem anderen einen Skating-Schritt.

Insgesamt gibt es 15 verschiedene

Übungen, die den ganzen Körper fordern.

In Ramsau am Dachstein gibt es einen

eigenen Skiletics-Park, wo auf Schautafeln

die Übungen erklärt werden. „Man

kann sie aber auf www.fischersports.com

ausdrucken und leicht mitnehmen“, sagt

Hochspringen und

sicher landen:

Philipp Bachl zeigt

eine Übung aus

dem Skiletics-

Programm vor.

Foto: P. Langwallner/Fischer Ski

72 SPORTaktiv


Bachl und zieht ein A4-Blatt aus der

Tasche. Dort sind auch verschiedene

Trainings für unterschiedliche Leistungsstufen

zusammengestellt.

Was auffällt: Schon nach den ersten

drei Übungen hat sich der Stand auf

dem Ski verbessert. „Das hat auf jeden

Fall einen positiven Effekt auf die Technik“,

bestätigt Bachl. „Aber reines Techniktraining

ist es keines, weil es Kraft

und Ausdauer genauso fördert.“ Sagt’s

und setzt zum Sprint im Eins-Einser-

Schritt an – also ein Doppelstockabstoß

bei jedem Beinabdruck. „Skiletics ist

ein Ganzkörper-Workout – wie das

Langlaufen ja auch.“

Für Langläufer ist das in den Wintermonaten,

wenn die Loipen gespurt sind,

also der beste Fitnessstudio-Ersatz. Zumal

man auch an keinen Ort gebunden ist.

Den Plan in der Tasche, kannst du die

Übungen immer und überall machen.

Entweder am Stück oder zwischendurch

auf einer Runde. „In 45 Minuten hast

du ein super Training gemacht. Optimal,

wenn du in der Mittagspause auf

die Loipe kannst oder abends nach der

Arbeit auf einer kleinen, beleuchteten

Loipe“, sagt Bachl. Wer mehr Zeit hat

und drei Stunden durch die Landschaft

gleiten will, kann die Übungen alle 25,

30 Minuten einstreuen. Angepasst ans

Gelände. Den „Swiss Cross“ macht man

am besten, wenn es leicht fällt. Dabei

gleitest du auf einem Bein und drehst den

anderen Ski im 90 Grad Winkel über den

gleitenden Ski. Verbessert die Koordination

ungemein.

ÜBUNG 1:

DOUBLE POLING

Doppelstockschübe in der Loipe

oder Skating-Spur. Dabei auf

aktive Streckung der Hüfte

achten. 200 Meter, 3 Durchgänge.

ÜBUNG 2:

SWISS CROSS

Gleiten auf einem Ski. Den anderen

Ski im 90-Grad-Winkel über

den Gleitski drehen. 5 mal links,

5 mal rechts. Fördert Gleichgewicht

und Koordination.

ÜBUNG 3:

ONE LEGGED SQUAT

Ski parallel führen und im Gleiten

einen Ausfallschritt machen

und das Knie möglichst auf den

Boden bringen. 5 mal links, 5 mal

rechts aus dem Skaten heraus.

ÜBUNG 4:

SKATING LEGS ONLY

Stöcke weg legen und

Schlittschuhschritte machen.

200 Meter, danach 1-3 Minuten

Pause, 3 Durchgänge.

SPORTaktiv

73


Kurvenübungen – entweder im Kreis

oder als Achter – eigenen sich dagegen

auf freien Schneeflächen mit viel Platz.

„Die Übungen sind auch optimal, wenn

du länger nicht langgelaufen bist und

wieder damit beginnen möchtest“, erklärt

Bachl. Als Rostentferner quasi.

Egal, ob Klassik oder Skating – die

Übungen bringen Abwechslung ins

Training und rüsten dich mit Kraft und

Kondition aus. Wie auch die einbeinige

Kniebeuge. Mit etwas Schwung gleiten

und dabei ein Knie möglichst weit zu

Boden bringen. „Stärkt nicht nur die

Oberschenkel, sondern ist eine tolle

Koordinationsübung“ macht es Bachl

spielerisch vor.

Sprünge, Achterfahren, Swiss Cross –

alles ein paar Minuten, dann eine kurze

Pause, noch einen Durchgang und fertig

ist das Loipen-Workout. Beansprucht

tatsächlich den ganzen Körper und das

noch dazu an der frischen Luft. Auf

der anschließenden Runde durch die

verschneite Winterlandschaft bauen wir

dann auch die eine oder andere Übung

noch einmal mit ein. Kraft, Ausdauer,

Technik trainiert und das Naturerlebnis

auch noch genossen. Geht doch!

Wer sich nicht in ein Plan-Konzept

stecken lassen will, oder nicht immer einen

Zettel mit den Übungen dabei hat,

dem rät Bachl zu drei Übungen, die jeden

weiterbringen. Erstens: Laufen ohne

Stöcke. „Weil das den Beinabdruck

stärkt und du dich danach bewusster

abstößt.“ Zweitens: den Doppelstockschub.

„Dabei solltest du auf die aktive

Hüftstreckung vor dem Stockeinsatz

achten. Trainiert auch die Rumpfstabilität.“

Und drittens: die einbeinige

Kniebeuge. „Eine super Übung für das

Gleichgewicht.“

Foto: P. Langwallner/Fischer Ski

LEIDENSCHAFT

IM LEUTASCHTAL

Am 9. und 10. März geht der beliebteste

Volkslanglauf Tirols in Leutasch

in eine neue Runde. Mit toller Atmosphäre,

Klassik- und Skatingbewerben

und dem Mini-Ganghoferlauf für

die jungen Langläufer.

INFOS UND

ANMELDUNG

Tourismusverband Seefeld

ganghoferlauf@seefeld.com

www.ganghoferlauf.com

Natürlich trägt die Mitgliedschaft in

der Euroloppet- und in der Austrialoppet-Serie

ein Scherflein zur Beliebtheit

bei. In erster Linie jedoch locken die

eindrucksvollen Strecken, die Landschaft

und die leidenschaftliche Atmosphäre

jedes Jahr rund 2000 Sportler

im Spätwinter ins Tiroler Leutaschtal.

Der Ganghoferlauf gehört damit zu den

beliebtesten Langlauf-Events in Europa.

Am Samstag können sich klassische

Langläufer wahlweise in den 25- oder

50-Kilometer-Lauf stürzen; am Sonntag

haben die Skater die Wahl zwischen

20 und 42 Kilometern. Beim Mini-Ganghoferlauf

steht für die Kids der

Spaß an erster Stelle. Organisiert wird

der Lauf vom Ski Club Leutasch sowie

vom Tourismusverband Seefeld – seit

fast einem halben Jahrhundert: Der Lauf

geht heuer in die 49. Runde!

HIGHLIGHTS IN DER

OLYMPIAREGION SEEFELD

• 20. Leutascher Langlaufopening

(14. – 16. 12. 2018)

• 4. Kaiser Maximilian Lauf

(12./13. 1. 2019)

• FIS Nordische Ski-WM 2019

(19. 2. – 3. 3. 2019)

• 49. Int. Euroloppet Ganghoferlauf

Leutasch (9./10. 3. 2019)

Foto: Tourismusverband Seefeld

74 SPORTaktiv


Tour de Ramsau

EUROLOPPET CHAMPIONSRACE

11. - 13. Jänner 2019

Jetzt anmelden unter: www.tour-de-ramsau.com

Wir sind für Dich da.


ENDLOS

LANGLAUFEN IM

UNESCO-ERBE

Elf Gebiete in Südtirol, Friaul-Julisch-Venetien

und Österreich,

alle inmitten des UNES-

CO-Welterbes Dolomiten: So

schön präsentiert sich Europas

größtes Langlaufkarussell mit

1300 Loipenkilometern. Der

klingende Name der nordischen

Top-Region: Dolomiti Nordicski.

Wer dort mit Langlauflatten

unterwegs ist, kann sich auf

beste Serviceleistungen und

optimale Bedingungen verlassen:

täglich präparierte Loipen,

Schneesicherheit ab Dezember

dank gezielter Beschneiung, ein

einheitliches Preissystem und

einen Gesamt-Skipass. Dazu

tolle Events, die auf die Zielgruppe

spezialisierten Dolomiti

Nordicski- Hotels sowie Top-

Angebote.

Alle elf Gebiete von Alta Badia

bis Osttirol, und alle Infos zum

Langlaufparadies Dolomiti

Nordicski findest du auf:

www.dolomitinordicski.com

Foto: www.wisthaler.com


KRAFT TANKEN IN DER

LOIPE UND IM SPA

INFOS & BUCHUNGEN

WELLNESSHOTEL SANTER

I-39034 Toblach

+39 04 74/97 21 42

info@hotel-santer.com

www.hotel-santer.com

LANGLAUFEN IM SÜDTIRO-

LER HOCHPUSTERTAL IST EIN-

ZIGARTIG SCHÖN. IM HOTEL

SANTER IN TOBLACH KANN

MAN EINEN LANGLAUF- UND

WELLNESSURLAUB IN IDEALER

WEISE KOMBINIEREN.

PACKAGE-TIPP

ADVENTSPECIAL

Buchbar zw. 10. und 22. 12. 2018.

Dieses spezielle Angebot

gilt in der Zeit der Südtiroler

Weihnachtsmärkte:

3+1=4 Tage zum Preis von 3; oder

6+1=7 Tage zum Preis von 6.

ab € 390,– p. P. /HP (4 Tage),

ab € 780,– p. P./HP (7 Tage)

Toblach ist das Langlaufzentrum in Südtirol,

von hier aus warten 200 Loipenkilometer.

Das Langlaufzentrum „Nordic

Arena“, mit Skiverleih und Langlaufschule,

befindet sich nur 50 m vom Langlaufhotel

Santer entfernt. Ein Klassiker ist die

30 Kilometer lange Tour de Ski-Strecke

Toblach–Cortina; entlang der alten Bahnhofstrasse,

mit zwei beleutchteten Tunnels,

die Drei Zinnen im Blick und vorbei am

Toblacher See und am Dürrensee. Im

gesamten Hochpustertal stehen Loipen

verschiedener Schwierigkeitsgrade in der

herrlichen Natur zur Verfügung. Kein

Wunder bei den Voraussetzungen, dass alle

drei Töchter der Familie Santer, Nathalie,

Saskia und Stephanie, erfolgreiche Mitglieder

der italienischen Nationalmannschaft

im Langlauf und Biathlon waren.

Das Wellnesshotel in Toblach

Hallenbad und Außenpool, Sauna,

Kneipp, Massage und Beautyzentrum

– und das alles auf 3000 m². Ein

Wellness urlaub im Hotel Santer bedeutet

Erholung für Körper und Geist, fern von

Stress und Sorgen des Alltags.

Der neue Spa-Bereich im Santer ist

einzigartig im Pustertal. Sanfte Farben,

aromatische Düfte und der Panoramablick

auf die Gipfel des Unesco-Weltnaturerbes

Dolomiten machen den

Wellnessurlaub zum Erlebnis für alle

Sinne. Alpines Wohlgefühl trifft auf

Kneippanwendungen und Kräuterwissen.

Die natürlichen Anwendungen und

Behandlungen wirken in Kombination

mit dem angebotenen Aktivprogramm

am besten.

Fotos: Wellnesshotel Santer

78 SPORTaktiv


SPORTaktiv

79


GESELLSCHAFT

MIT BEGRENZTER

HAFTUNG

KLASSIKSKI VON

AUFWENDIG BIS

PFLEGELEICHT.

WIR HABEN DIE DREI

VARIANTEN FÜR DIE

LOIPE UNTER DIE LUPE

GENOMMEN.

VON KLAUS MOLIDOR

Fotos: Salomon, Atomic, Fischer Ski

80 SPORTaktiv


Fällt auf: das bunte Fell in der Steigzone

eines Klassik-Skis. Unten: Der lang

bekannte und altbewährte Schuppenski

Glatt, schnell, aber

wartungsintensiv: Der

Wachs-Ski ist die für

den Hobbyläufer am

wenigsten attraktive

Variante.

D

rei Systeme, ein Ziel. Möglichst gut

in der parallelen Spur vorankommen,

damit das klassische Langlaufen auch

den maximalen Spaßfaktor bringt. Was

aber unterscheidet Wachs-, Fell- und

Schuppenski und wer sollte zu welchem

Modell greifen?

Den ersten landläufigen Irrtum klären

wir gleich an erster Stelle auf: Ohne

Wachs geht es bei keinem der drei Varianten.

Der Unterschied liegt aber im

Aufwand. Daher ist eine Entscheidung

auch schnell getroffen. Der Wachsski

eignet sich nämlich hauptsächlich für

Profis. Seine Laufäche ist durchgängig

glatt. Damit er aber in der Ebene und

bergab optimal gleitet und im Anstieg

Grip und Halt bietet, muss er unterschiedlich

präpariert werden. Vorne

und hinten befindet sich die Gleitzone.

Vereinfacht gesagt ist ungefähr all das

Gleitzone, was Bodenkontakt hat, wenn

der Ski im Schnee liegt. Dort, wo er

durch die Vorspannung in der Luft ist,

befindet sich die Steigzone. Beide Zonen

brauchen unterschiedliches Wachs.

Soweit gar nicht so kompliziert. Aber:

Die Steigzone kann je nach Läufer

und Können variieren, vor allem aber

muss das Steigwachs ganz genau an den

Schnee angepasst werden. Und hier

wird es komplex. „So etwas ist für den

Hobbyläufer nicht interessant, weil du

dich so intensiv und genau mit dem

Schnee beschäftigen musst, um den Ski

richtig zu präparieren“, erklärt Reini

Kaurzinek, Ex-Weltcupläufer und Chef

der Langlaufschule „Fit und Fun“ in

Ramsau am Dachstein in der Steiermark.

Diesen Aufwand tut sich einfach

kaum jemand an. Bleiben für den Hobbylangläufer

also Fell- und Schuppenski.

Die Schuppenvariante ist seit Jahrzehnten

bewährt und auch heute noch haben

alle namhaften Hersteller solche Ski im

Programm. Die Schuppen befinden sich

in der Steigzone. Verlagert der Langläufer

sein Gewicht auf den Druckpunkt,

setzen die Schuppen am Schnee auf und

SPORTaktiv

81


verhindern durch ihre Struktur ein Zurückrutschen

im Anstieg.

Vor knapp einem Jahrzehnt ist der

Fellski auf den Markt gekommen, bei

dem in der Steigzone statt Schuppen

ein Fell mit Fasern aufgeklebt ist, die

für den Halt bergauf sorgen. Dank

ständiger Weiterentwicklungen ist dieses

System schon relativ ausgereift und das

Verhältnis zwischen Gleiten und Halten

optimiert. Der Vorteil gegenüber dem

Schuppenski kommt vor allem dann

zum Tragen, wenn die Loipe eisig oder

sehr hart ist. „Um ihre Wirkung zu entfalten,

müssen die Schuppen ein wenig

in den Schnee einsinken“, weiß Experte

Kaurzinek. Ist die Loipe zu hart, ist das

kaum möglich, der gute Halt geht flöten.

In diesem Punkt siegt der Fellski.

Beim Spurwechsel oder Halbpflug

hingegen hat er noch Schwächen. „Hebt

man zum Spurwechsel den linken Ski,

verlagert sich das Gewicht auf den


BEIM FELLSKI

IST DIE

BERATUNG

EXTREM

WICHTIG.

DER MUSS

GENAU AUF

DEIN GEWICHT

ABGESTIMMT

WERDEN.

Rechten, der runtergedrückt und recht

abrupt abgebremst wird“, erklärt Kaurzinek.

„Zieht man dann den rechten nach,

stoppt es den linken her. Die Sturzgefahr

steigt deutlich. Da ist bei den Fellmodellen

noch Luft nach oben.“ Verhindern

oder zumindest stark minimieren kann

man diesen Effekt mit dem perfekt zum

Körpergewicht abgestimmten Modell.

„Die Beratung ist hier ganz wichtig.

Wenn der Ski die richtige Spannung

für dein Gewicht hat, gelingt der Anstieg

leichter und der Bremseffekt beim

Wechseln oder Bremsen per Halbpflug

ist auch geringer.“

Was man bei Fell- und Schuppenvariante

aber machen muss: die Gleitzone

wachsen, wie eingangs erwähnt. „Allerdings

reicht da ein flüssiges Paraffinwachs,

das man aufstreicht und einpoliert.

Nach rund 60 Kilometern tut dem

Ski dann aber schon ein Heißwachs, das

eingebügelt wird, gut.“

SKIFAHREN WIE

DIE JUNGPROFIS

REGION VAL DI FASSA

I-38032 Canazei

T. +39 0462/60 95 00

www.fassa.com

Das Val di Fassa in Italien

ist eine Winterurlaubsregion

der Vielfalt. Und

2019 Austragungsort

der Alpinen Ski-WM der

Junioren.

Das Val di Fassa und die Dolomiten sind bereit

für ihr sportliches Winterhighlight: die Alpinen

Ski-Juniorenweltmeisterschaften. Von 18. bis

27. Februar 2019 werden die besten Nachwuchsskifahrer

im Alter von 16 bis 20 Jahren

die schwarzen Pisten von Pozza und Passo San

Pellegrino hinunterjagen.

Das Val di Fassa ist bekannt für seine Vielfalt.

Alpines Flair und italienische Leichtigkeit, herzhafte

alpine Küche und mediterrane Köstlich-

keiten: So ist auch der Urlauber, der es lieber

etwas ruhiger angeht, im Fassatal goldrichtig.

Die Nähe der sieben Skigebiete untereinander

und die vielen Einkehrmöglichkeiten

ermöglichen wunderbare Touren und machen

den Winterurlaub zu einer faszinierenden

Entdeckungsreise. Und egal, ob Profi oder

Amateur: In den vier Thermenanlagen fällt es

leicht, vor einmaliger Bergkulisse zu entspannen

und den Alltag weit hinter sich zu lassen.

ANZEIGE / Foto: Region Val di Fassa

82 SPORTaktiv


Fotos: Pillersee Tal, Schmitten

NORDISCHES OPENING MIT BIATHLON-CAMP

Wer nicht bis zum Weltcup warten will, kann von 6. bis 9.

Dezember im PillerseeTal Biathlon-Luft schnuppern.

TIROL. Bei den Biathlon-Camps im PillerseeTal können

die Teilnehmer das neueste Material von Fischer testen

und erhalten von erfahrenen Trainern Tipps für Loipe und

Schießstand. Neben dem Biathlon-Erlebnis bleibt aber auch

genug Zeit, um die Region kennenzulernen. Beim abschließenden

„Biathlon-Bewerb“ können die Teilnehmer dann

zeigen, was sie gelernt haben. Weitere Biathlon-Camps sind

von 10.-13.1.2019 und von 7.-10.3.2019 geplant. Alle

Infos zum IBU Biathlon Weltcup in Hochfilzen und dem

nordischen Opening: www.pillerseetal.at

SKI‘N‘BRUNCH AUF DER SCHMITTEN

Leere Pisten bei Sonnenaufgang und ein genussvoller

Brunch auf der Schmittenhöhe in Zell am See (S).

SALZBURG. Dieses Highlight auf der Schmitten gibt es von

Anfang Jänner bis Mitte März immer donnerstags ab 07:00

Uhr! Begleitet von einem Skiguide wartet purer Skigenuss

auf leeren sowie jungfräulichen Pisten. Zusätzlich gibt es

weitere Insidertipps von den kundigen Guides. Mit dem

köstlichen Skihüttenbrunch endet der frühmorgendliche

Hochgenuss – der pro Person € 45,- (zusätzlich zur gültigen

Tageskarte, bzw. dem Skipass) kostet.

Infos und Anmeldung: www.schmitten.at

CLX HEISST DAS

„THERABAND 2.0“

Therabänder kennt jeder.

Die vielseitigen Trainingsbänder

gibt es jetzt als verbessertes

Theraband CLX.

ANZEIGE / Foto: Simplyfit

Was genau ist neu an diesem „Theraband 2.0“? Die hochwertigen

und latexfreien CLX-Bänder bestehen aus fortlaufenden

Schlaufen, den sogenannten Loops. Diese machen

das Halten und Fixieren der Bänder in unterschiedlichen

Längen deutlich leichter als bei den klassischen Therabändern.

Der gleichmäßige Dehnungsverlauf ermöglicht ein effektives

und gelenkschonendes Training. Bei den Übungen

hilft auch die kostenlose CLX-App: Sie bietet Anleitungen

für ein vielseitiges und kostenloses Training für daheim oder

auf Reisen. Die neuen CLX-Bänder erhältst du im ausgewählten

Sporthandel – oder du bestellst sie online auf:

www.simplyfit.at/clx

THERMENZEIT SCHENKEN

Tipp fürs Christkindl: Mit Gutscheinen der Alpentherme

Gastein schenkt man winterliche Glücksmomente.

SALZBURG. Den Schneeflocken beim Tanzen zuschauen,

prickelndes, warmes Thermalwasser auf der Haut, weiße

Bergspitzen rundherum: In der Alpentherme Bad Hofgastein

kann man richtig schön entspannen und abtauchen.

In der Sauna World versüßen Spezial- und Showaufgüsse

das Schwitzen. Von der Beauty-Behandlung bis zur Massage

wird in der Beauty Residenz alles geboten, was gut tut.

Verschenk dieses Glück doch zu Weihnachten:

Thermengutscheine gibt es telefonisch (0 64 32/82 93-0)

oder online: www.alpentherme.com

SPORTaktiv

83


ATOMIC REDSTER S9 CARBON

SKATE

• neuer V-förmiger Sidecut mit

schmalerem Skiende und breiterer

Skispitze, verleiht dem Ski

seinen Vorwärtsdrang

• dank Carbon Race Monocoque-Konstruktion

ist der Ski

noch leichter und stabiler, bei

gleichzeitig noch direkterer

Kraftübertragung

• Atomic Race-Profil mit optimiertem

Dickenverlauf für

Kontrolle und Stabilität

PREIS (UVP): € 599,95

www.atomic.com

FISCHER SPORTS SPEEDMAX SKATE

• zukunftsweisende Technologie für maximalen Speed

• Cold Base Bonding

• stark verbesserte Wachsaufnahme und Schleifbarkeit

des Belages

• Finish First

• mit Weltcup-Profis entwickelt

PREIS (UVP): € 549,95

www.fischersports.com

NEED FOR

SPEED

FÜNF SKATING-SKI MIT DENEN|

|DU IN DER LOIPE RICHTIG|

ZUM ZUG KOMMST.|

SALOMON LAB CARBON YEL-

LO SKATE

• ausbalancierte Spannung

mit gleichmäßiger Druckverteilung

über gesamte Lauffläche

• „Triangle Thickness-Profil“

verbessert die Beschleunigung

und erhöht die

Kraftübertragung von der

Skimitte auf die Skienden

• leichtester Ski, den Salomon

bis jetzt entwickelt hat

PREIS (UVP): € 599,99

www.salomon.com

ROSSIGNOL X-IUM

SKATING PREMIUM S2 IFP

• hochwertiger Raceski

für ambitionierte Skilangläufer

• verfügt über einen Universalflex

und eine Vorspannung,

die die überwiegende

Anzahl der

Schneebedingungen abdeckt

• feste Taillierung liefert

überaus kraftvolle Energieübertragung

und erhöhte

Beschleunigung

PREIS (UVP): € 529,99

www.rossignol.com

MADHUS HYPERSONIC

CARBON SKATE

• vom Training bis zum

Renntag hat dieser Ski alles,

um Fortschritte bei

unterschiedlichsten Bedingungen

zu machen

• mittelhohes, flexibles

Camberprofil, medium

Druckzonen und eine

leichte Triaxial Carbon

Construction

PREIS (UVP): € 369,95

de-de.madshus.com

Fotos: Hersteller

84 SPORTaktiv


FISCHER SPORTS SPEEDMAX TWIN SKIN

• Twin Skin mit Weltcup Performance

• sicherer Abstoß bei harten und eisigen Bedingungen

• optimale Wachsaufnahme und Schleifbarkeit des Belages

• Precision Pairing System

• Finish First

PREIS (UVP): € 579,95

www.fischersports.com

Fotos: Hersteller

KLASSIKER

MIT FELL

DIESE KLASSIK-SKI MIT FELL|

BIETEN HALT IM ANSTIEG|

UND SPEED IN DER ABFAHRT.|

MADHUS TERRASONIC

CLASSIC INTELLIGRIP

• schlanker und leichter

Performance-Ski, der sich

sowohl für Touren als

auch für intensive

Work-outs eignet

• Fell aus 70% Mohair und

30% Nylon bietet die

perfekte Kombination aus

Grip und Gleitfähigkeit und

ist strapazierfähig

PREIS (UVP): € 329,95

de-de.madshus.com

SALOMON RACE SKIN

• wahre Renngeschwindigkeit

in wechselnden

Schneebedingungen mit

einem Fell

• niedrige Spannungseinstellung

ermöglich direkte

Verbindung zum Schnee

für ein geschmeidiges

Schneegefühl

PREIS (UVP): € 429,99

www.salomon.com

ROSSIGNOL R-SKIN IFP

• auf der hochwertigen Delta-Konstruktion von Rossignol

basierende R-SKIN

• High-Performance Mohair-Klassikski für fitnessorientierte

Wintersportler sowie geübte Skilangläufer

• die neue Integrated Fixation Plate (IFP) bewirkt überaus

natürlichen Skiflex für unvergleichliches Schneegefühl,

Präzision sowie Gleitgefühl

• kompatibel mit dem neuen Turnamic-Bindungssystem

PREIS (UVP): € 299,95

www.rossignol.com

ATOMIC REDSTER C9 SKINTEC

• hat dieselbe Konstruktion mit

Nomex-Kern wie der Redster

Carbon Classic

• Kombination aus Skintec-

Technologie und SDS Camber-

Konstruktion verleiht ihm

hervorragende Kick- und

Gleiteigenschaften

• hochwertiger Rennbelag

ermöglicht absolute

Höchstgeschwindigkeiten

PREIS (UVP): € 499,95

www.atomic.com

SPORTaktiv

85


„LÄNGER LAUFEN“

IN DEN DOLOMITEN

Im Herzen der Dolomiten erwartet dich „Dolomiti NordicSki“, Europas größtes Langlauf karussell.

Mit elf Regionen, die schneesicher und bequem erreichbar sind.

HIGHLIGHT-EVENTS

dolomitinordicski.com/de/

events.html

PACKAGE-ANGEBOTE

dolomitinordicski.com/de/

pauschalen.html

INFOS UND BUCHUNGEN:

Dolomiti NordicSki

T. +39 0474 972 132

info@dolomitinordicski.com

dolomitinordicski.com

Dolomiti NordicSki heißt das Langlaufkarussell

im Herzen der Dolomiten,

und es hat jede Menge zu bieten: Mehr als

1300 Loipenkilometer, elf Regionen in Italien

und Österreich, ein einheitliches Preissystem

und einen Gesamtskipass. Dazu

spannende Events, speziell auf Langläufer

ausgerichtete Unterkünfte, ein GPS-Service

für jede Tour und noch einiges mehr.

Was sofort auffällt: die majestätischen

Dolomitengipfel. Diese und die perfekte

Loipenqualität haben alle elf Gebiete

gemeinsam. Alta Badia, das Antholzertal,

das Gsieser Tal-Welsberg-Taisten und die

Dolomitenregion 3 Zinnen; weiters die

Seiser Alm-Gröden, das Tauferer Ahrntal,

Comelico. Und noch mal vier: Cortina

d’Ampezzo, Auronzo-Misurina-Lorenzago,

Forni di Sopra und Osttirol. Überall gelten

einheitliche Preise für Tages-, Wochen- und

Saisontickets. Dazu ist die Loipenbenutzung

bis 14 Jahre kostenlos. Die Loipen von Dolomiti

NordicSki werden täglich präpariert

und sind dank gezielter Beschneiungsmaßnahmen

ab Dezember schneesicher.

Ganz bequem erreichbar

Die Dolomiti NordicSki-Gastgeber kennen

die Wünsche von Langlaufgästen, sind bei

der Auswahl der schönsten Loipen behilflich

und lassen sich vielleicht auch einen

Geheimtipp entlocken.

Alle elf Regionen liegen nahe beieinander

und sind mit den öffentlichen

Verkehrsmitteln erreichbar. Durch das einheitliche

Kartensystem sind auch alle 1300

Loipenkilometer nutzbar.

Noch ein Plus: Viele Gastbetriebe liegen

direkt an der Loipe. Vor der Hoteltür in

die Langlaufski steigen, und danach im

Wellnessbereich aufwärmen: Da wird ein

Langlauftraum wahr ...

Foto: Osttirol

86 SPORTaktiv


INFOS & BUCHUNGEN

HOTEL QUELLE NATURE

SPA RESORT

I-39030 Gsies

T. +39/0474/94 81 11

info@hotel-quelle.com

www.hotel-quelle.com

WINTERSPASS

UND LUXUS-SPA

DAS HOTEL QUELLE NATURE

SPA RESORT IN GSIES IST EIN

RÜCKZUGSORT, DEN MAN AM

LIEBSTEN GAR NICHT VERLAS-

SEN WÜRDE. DABEI HAT DAS

GANZE SÜDTIROLER GSIESER-

TAL ENORM VIEL ZU BIETEN.

Fotos: Hotel Fotos: Quelle Martin Nature Bihounek, Spa Resort Saalfelden Leogang/Christoph Laue, Kärnten Werbung

PACKAGE-TIPP

WINTERZAUBER ZWISCHEN

DOLOMITEN UND ALPEN

4, 5 oder 7 Übernachtungen

inkl. 3/4-Kulinarium

geführte Schneeschuh- und

Winterwanderungen

Langlaufkurse mit dem

Vitaltrainer des Hauses

Superior Wellness Spa &

Family Spa u. v. m.

PREIS: ab € 660,– p. P. (4 ÜN)

(buchbarer Zeitraum:

6. 1.–3. 2. 2019)

Das Quelle Nature Spa Resort ist ein

Fünf-Stern-Hotel, es verfügt über

ein exklusives Spa und eine vielfach

prämierte Haubenküche. Umgeben von

unberührter Natur und dem spektakulären

Bergpanorama der Dolomiten,

verwöhnt das Refugium mit seinem

einmaligen Genießer- und Wohlfühlambiente.

Herz, was willst du mehr?

Zum Beispiel feine Sportmöglichkeiten

– ja, auch die sind top. Direkt beim

Hotel kann man in die Langlaufloipe

einsteigen, ein Shuttle bringt Skifahrer

in wenigen Minuten bequem ins

beliebte Skigebiet Kronplatz. Man kann

Schneeschuhe im Hotel leihen und damit

in aller Stille die verschneite Natur

erobern – und auch Skitourengehern

steht die Südtiroler Bergwelt weit offen.

Tipp: Die hoteleigenen Guides bringen

noch mehr Bewegung und Abwechslung

in den Urlaubsalltag – in diesem

Winter sogar mit ganz neuen Angeboten:

Dämmerungs- und Sonnenaufgangswanderungen,

Langlaufkurse oder

ein Gaudi-Biathlon im Weltcupstadion

Antholz stehen auf dem Programm.

Nach der Bewegung an der frischen

Winterluft geht es – klar: zum Aufwärmen

ins Spa. Die Schneesauna ist

einzigartig im Alpenraum! Ein Infinity-

Outdoor-Sportpool mit 30 Grad warmem

Wasser, eine spezielle Event-Sauna

oder eine exklusive Sky Lodge versprechen

puren Hochgenuss, der abends

im Restaurant, bei feinen Südtiroler

und mediterranen Spezialitäten, seine

nahtlose Fortsetzung findet ...

SPORTaktiv

87


FIT MIT SUMI

WENN BIENEN

STURM LAUFEN

CHRISTOPH

SUMANN

war als Biathlet

viele Jahre

Weltklasse

und ist jetzt

leidenschaftlicher

Freizeitsportler.

Wenn die Verhältnisse passen, gibt

es nichts Schöneres als klassisches

Langlaufen. Pulverschnee, eine gute

Spur, Sonnenschein und dann durch einen verschneiten

Wald laufen – ein Traum! Überhaupt,

wenn du nicht mehr Profi bist. Weil heute

brauch ich mich nicht mehr so intensiv mit der

Wachs-Tüftlerei auseinanderzusetzen und laufe

klassisch nur noch mit No-Wax-Skiern. Die

Fellski haben sich gut entwickelt und gehen bei

den meisten Verhältnissen echt gut. Schuppenski

kommt für mich keiner in Frage. Da glaubst ja,

es ist ein Schwarm Bienen hinter dir her, so wie

der in der Loipe summt. Er hat seine Berechtigung,

aber eher für Leute, die winterwandern.

Wer sportlicher unterwegs ist, greift zum Fellski.

Als Kind bin ich mit dem Diagonalschritt

aufgewachsen, damals gab es Skating noch nicht.

Und auch, wenn ich im Skating viel besser war –

die Bewegung beim Diagonalschritt ist unglaublich

elegant. Und: Sie ist die ursprüngliche Form

des Langlaufens. Leider komme ich viel zu selten

dazu, weil ich entweder mit meiner Tochter Lea

auf Biathlon-Wettkämpfen oder als TV-Experte

eingespannt bin. Daher fehlen mir auch Klassik-Rennen

wie der Birkebeiner in Norwegen,

bei dem du über 54 Kilometer mit einem 3,5 Kilogramm

schweren Rucksack laufen musst, oder

der legendäre Wasalauf in Schweden.

Was ich aber mit Sorge beobachte: Es wird bei

den Volkslangläufen an der Spitze fast ausschließlich

Doppelstock durchgeschoben. Das hat doch

mit klassischem Langlaufen nichts zu tun. Jetzt

passiert das auch im Weltcup schon. Ich bin

gespannt, wie die FIS da reagiert. Entweder werden

die Strecken noch schwerer gemacht, oder

der klassische Stil wird vielleicht über kurz oder

lang ganz abgeschafft. Das wäre nicht im Sinne

des Erfinders und die Skandinavier würden mit

Sicherheit Sturm dagegen laufen. Und der Bienenschwarm

sicher auch.

Foto: Thomas Polzer

88 SPORTaktiv


DIE 10 SPIELE

Damen-Basketball:

UBI Graz – Young Angels Kosice,

15. Jänner, 18.45 Uhr, Raiffeisen

Sportpark Graz.

Eishockey:

Moser Medical Graz 99ers – Red

Bull Salzburg, 18. Jänner, 19.15 Uhr,

Merkur Eisstadion Graz.

Damen-Volleyball:

UVC Graz – SG Trofaiach/

Eisenerz, 26. Jänner, 17.30 Uhr,

Raiffeisen Sportpark Graz.

Herren-Basketball:

UBSC Graz – Gmunden Swans,

3. Februar, 18 Uhr, Raiffeisen Sportpark

Graz.

Damen-Handball:

HIB Graz – WAT Atzgersdorf,

17. Februar, 18 Uhr,

ASVÖ-Sporthalle Graz.

Herren-Fußball:

Puntigamer Sturm Graz – LASK,

2. oder 3. März,

Merkur Arena Graz.

Herren-Volleyball:

UVC Graz – VBC Weiz, 13. März,

19 Uhr, Raiffeisen Sportpark Graz.

Herren-Handball:

retcoff HSG Graz, Play-off-Spiel am

5. April, 19 Uhr,

Raiffeisen Sportpark Graz.

Damen-Fußball:

SK Sturm Damen – Neulengbach,

13. oder 14. April, Trainingszentrum

Messendorf Graz.

American Football:

Graz Giants – Vienna Vikings,

22. April, 15 Uhr, ASKÖ-Stadion Graz

Eggenberg.

DAS IDEALE GESCHENK FÜR

ALLE SPORTFANS

DIE GRAZER BUNDESLIGAKLUBS MACHEN

GEMEINSAME SACHE UND BESCHENKEN IHRE

FANS. MIT DEM SUPERTICKET KOMMST DU UM

€ 49,90 ZU 10 BUNDESLIGASPIELEN.

Die Sportstadt Graz hat Vieles zu bieten! Die

Dichte an Bundesligavereinen sucht in Österreich

ihresgleichen. Davon profitieren jetzt

alle, denn die Klubs haben erstmals ein Superticket

aufgelegt, mit dem man in den kommenden Monaten

zehn (bereits feststehende) Bundesliga-Heimspiele

in Graz besuchen kann. Im Angebot: Fußballspiele

von Sturm Graz, Eishockey mit den 99ers, die Spitzenvolleyballer

des UVC Graz, Basketball mit UBI

und dem UBSC, die Giants aus der Football-Liga

und das Handballüberraschungsteam der HSG – alle

Spiele siehe links in der Infobox.

Der Clou: Das Superticket kostet nur 49,90 Euro!

Aber es heißt schnell zugreifen, denn das exklusive

Angebot ist auf 500 Tickets limitiert. 250 davon hat

die Kleine Zeitung reserviert und die können ganz

bequem im Kleine Zeitung Shop in der Styria-Zentrale

in Graz (Gadollaplatz 1) gekauft werden. Alternativ

gibt es die Karten bei oeticket und bei den

teilnehmenden Grazer Bundesligavereinen.

Psssst, Tipp vom Christkind: Weil das Superticket

bei der Kleinen Zeitung in einer schön gedruckten

Form mit Geschenkehülle erhätlich ist, eignet es sich

bestens als Weihnachtsgeschenk für alle Sportfans.

SUPERTICKET

HIER ERHÄLTLICH

KLEINE ZEITUNG SERVICE DESK

Gadollaplatz 1, 8010 Graz,

Mo. bis Fr. 8-16 Uhr

www.kleinezeitung.at/

vorteilsclub

Foto: Joel Kernasenko

SPORTaktiv

89


GENUSSLAUFEN

ODER RENNACTION

AM ACHENSEE IN TIROL FINDEN

LANGLÄUFER IHRE BESTIMMUNG.

SEI ES BEIM RUHIGEN DAHINGLEITEN

IM NATURPARK KARWENDEL ODER

BEIM TRADITIONELLEN 3-TÄLER-LAUF

DER VOLKSLANGLÄUFER.

RENNINFOS

Der Achensee-3-Täler-Lauf findet am

24. Februar 2019 statt. Die Strecken

führen in die Bergwelt des Naturpark

Karwendel, in das Gern-, Falzthurnund

Tristenautal. Vier Bewerbe

stehen zur Wahl: der Volkslanglauf

Skating über 15 km oder Klassisch

über 11 km sowie der Achensee-3-

Täler-Lauf mit einer Distanz von 30 km

für Skater und 33 km für klassische

Langläufer. Nachwuchs: 0,5 bis 3 km.

Start: ab 9.30 Uhr in Pertisau

(Eingang Karwendeltäler).

ANMELDUNGEN

bis 17. Februar, Nennung und

alle weiteren Infos unter

www.achensee.com.

Das sportliche Highlight vorweg:

Die Region wird am 24. Februar

2019 zum Schauplatz eines der schönsten

Volkslangläufe Österreichs, dem

Achenseer 3-Täler-Lauf. Wenn morgens

um 9.30 Uhr in Pertisau der Startschuss

zum Rennen der bis zu 33 Kilometer

langen Distanzen durchs Tal hallt (siehe

Infos links), sind die sportlichsten der

Langlaufliebhaber bestens aufgehoben

in ihren Startblöcken und bereit für die

Rennaction.

Die Genusslangläufer sitzen um diese

Zeit vielleicht noch beim Frühstück.

Weniger die Action, die Entspannung

steht bei ihnen im Vordergrund. Sie

genießen ein ausgiebiges Sportlerfrühstück

in einer zertifizierten Langlaufunterkunft

und machen sich dann in

aller Ruhe auf zu den Loipen. Lieber am

Ufer des Achensees sanft dahingleiten

oder eine anspruchsvollere Tour in die

Berge hinein ausprobieren? Insgesamt

erstreckt sich rund um das „Tiroler

Meer“ ein Streckennetz von 220,5 Kilometern

Länge. Genusslangläufer zieht

es nach Pertisau, je nach Laune und

Kondition geht es gemütlich von Hütte

zu Hütte oder sportlich in die spektakulären

Karwendeltäler. Der Naturpark

Karwendel ist nicht nur landschaftlich

ein Highlight, sondern auch ein ideales

Trainingsgebiet. Zum Warmlaufen eignet

sich die Panoramaloipe oberhalb des

Sees, die Guffertloipe ist anspruchsvoller

und verbindet Achenkirch mit dem

abgeschiedenen Örtchen Steinberg am

Rofan. Und wer weiß? Vielleicht meldet

sich der eine oder die andere dann sogar

zum Achensee-3-Täler-Lauf an ...

Foto: sportalpen.com

90 SPORTaktiv


TECHNIK | MENSCHEN | MATERIAL

BIKE

E-BIKE-BOOM:

2019 ERSTE WM

Viele hielten es zunächst für einen

Scherz, doch der Weltradsportverband

hat bestätigt: Die UCI trägt

dem E-Bike-Boom Rechnung und

wird 2019 erstmals einen offiziellen

WM-Bewerb für E-MTBs ausrichten,

im Rahmen der „echten“ MTB-WM in

Kanada im August. Über das Format

ist noch nichts bekannt.

Fotos: Haibike, Vic Armijo/RAAM Media, Michael Strasser

LAUFEND AKTUELLE STORYS,

TRENDS UND TIPPS RUND

UMS THEMA RAD AUF:

WWW.SPORTAKTIV.COM

MIT HIGHSPEED ZU GOLD

38 km/h im Schnitt über 24 Stunden! Das schaffte der

Steirer Christoph Strasser bei seinem Weltrekord

in Borrego Springs (USA). Im Rahmen der 24-Stunden-Weltmeisterschaft

holte sich Strasser damit nicht

nur den (zweiten) WM-Titel, mit 913,46 km stellte der

fünffache Race-Across-America-Sieger auch einen

neuen Weltrekord auf.

www.christophstrasser.at

84 TAGE! REKORDFAHRT

Michael Strasser hat es geschafft: Der Wiener

hat am Rad die längste fahrbare Strecke

der Welt absolviert, die „Panamericana“,

22.642 km von Nord-nach Südamerika, von

Alaska nach Patagonien („Ice2Ice“). Mit 84

Tagen und 11 Stunden unterbot der Extremradler

die bisherige Bestmarke um mehr als

15 Tage. Seit Kurzem wird Strassers Wahnsinns-Benefizfahrt

im Guinness Buch der

Rekorde als offizieller Weltrekord geführt.

www.michaelstrasser.at

SPORTaktiv

91


92 SPORTaktiv


#myfirstbikewinter

DU BIST SCHWER MOTIVIERT UND KANNST

JETZT AUCH IM DEZEMBER, JÄNNER UND

FEBRUAR NICHT GENUG VOM RADFAHREN KRIEGEN?

WILLKOMMEN IM KLUB! DAS SIND DEINE SCHLÜSSEL

ZUM ERFOLG BEIM WINTERBIKEN.

VON CHRISTOPH HEIGL

Fotos: iStock

Heuer fahr ich zum ersten Mal

durch! So lauten vielerorts die

Parolen und Kampfansagen motivierter

Zweiradritter und -ritterinnen.

Die Ursachen mögen vielschichtig sein:

Übermotivation nach einem großartigen

Bike-Herbst, ein ehrgeiziger Trainingsplan

für den Frühjahrsauftakt, das neue

E-Bike, ein paar Extra-Kilo auf den Hüften,

der Klimawandel (eh kaum Schnee,

eh kaum Minusgrade) oder schlicht und

einfach: Spaß. Sämtliche Beweggründe

stellen uns aber vor offene Fragen: Was

muss ich beachten? Was adaptieren, bevor

ich mit klammen Fingern Bilder zu

#myfirstbikewinter posten kann?

Schlüssel 1: deine Motivation

Wichtigster Faktor ist dein eigener Antrieb.

Jeder findet Biken im Frühling, an

genialen Sommertagen und im goldenen

Herbst herrlich. Im Gatsch bei 2 Grad

plus und Nebel schaut das schon anders

aus. Und da reden wir noch gar nicht

von Gefrierfach-Temperaturen und

35 Zentimeter Neuschnee. Der innere

Schweinehund ist ein zähes Tier, oft ist

er stärker als du.

Dir muss also klar sein, dass es die

Extra-Motivation braucht, bei Schlechtwetter

in die vielen Schichten deines

Radgewandes zu schlüpfen. Du wirst

nicht sauber nach Hause kommen. Du

wirst das Stiegenhaus versauen, den

Kellerabgang, du wirst dein Bike putzen

müssen. Aber du wirst glücklich sein.

Was hilft? Plane keine zu langen Ausfahrten,

Kälte kriecht irgendwann durch

das beste Gewand. Lass es mit einer

Stunde gut sein, oder 90 Minuten, Rekorde

brichst du nicht jetzt. Hilfreich ist

es im Winter, sich einer Gruppe oder einem

Verein anzuschließen. Gemeinsam

gegen den Schweinehund.

Schlüssel 2: deine Bekleidung

Beginnen wir unten: Mit deinen normalen

Sommer-Radschuhen (egal,

ob für Flatpedals oder Click-Pedale)

kommst du recht weit, sofern sie nicht

extraluftig sind und du dickere (Ski-)

Socken anziehst oder sogar ein zweites

Paar. Damit geht es bis etwa 5 Grad

plus. Zusätzlich kannst du dich mit

Neopren-Überschuhen wappnen. Doch

sobald das Quecksilber unter null

fällt, braucht es spezielle und gefütterte

Winter-Radschuhe. Bei Flatpedals tun

es auch Winterwanderschuhe. Vorsicht

bei Clickpedalen: Der Mechanismus

vereist durch Schnee schnell. Welche

Hosen? In der Praxis bewährt es sich,

kurze, normale Radhosen als unterste

Schicht zu tragen und darüber entweder

lange Softshell-Radhosen (eng

oder weit geschnitten) oder praktische

Skitourenhosen. Wer dann noch je nach

Kälte eine Schicht darüber wünscht,

greift zu Primaloft-Überhosen oder

für den Bikerlook zur normalen Sommer-Baggyshort.

Ja, die äußerste Hosenschicht

wird sehr schmutzig werden.

SPORTaktiv

93


Am Oberkörper zunächst wie an den

Beinen schichtenweise auftragen. Funktionsunterwäsche

wie beim Skifahren

ist superpraktisch, dann folgen Kombinationen

von Langarmtrikots, Merinowolle,

Wintertrikots, Softshelljacken

und robuster Außenhülle. Tipp: Nicht

zu viel anziehen! Selbst bei -10 Grad

kann man extrem schwitzen – und sich

dann wunderbar verkühlen. Stück für

Stück herantasten, im Rucksack kann

man trockenes Gewand mitnehmen.

Für den Hals eignen sich Tücher und

Buffs. Beim Helm schlauerweise nicht

zu jenem Sommer-Modell greifen, das

gerade den neuen Rekord an Belüftungsöffnungen

aufgestellt hat. Für darunter

wieder Tücher, Buffs oder Helmhauben.

Extrem wichtig: gute Handschuhe. Mit

dem Langfinger-Modell aus dem Herbst

kommst du (ähnlich wie bei den Schuhen)

bis etwa 5 Grad. Darunter folgt garantiert

das große Bibbern, wen du nicht

in warme Handschuhe mit Windstopper

und Softshell investierst. Bei dicken Modellen

prüfen, ob man genug Gefühl für

Schalt- und Bremshebel hat. Generell

gilt beim Anziehen: Ein paar Minuten

extra einplanen, es dauert, bis der Zwiebellook

perfekt ist.

Schlüssel 3: dein Bike

Jedes Bike und jedes E-Bike ist winterfest.

Worauf man achten muss?

Durch die Kälte zieht sich die Luft

zusammen, was direkte Auswirkungen

auf den Druck in den Reifen und in

den Federelementen der Federgabeln

und Hinterbaudämpfer hat. Also nachpumpen,

falls der Druck abgefallen ist.

Zweiter Kälteeffekt: In Federgabel und

Hinterbaudämper fließt dünnflüssiges

Öl. Das wird bei Minusgraden deutlich

zähflüssiger und langsamer und kann

zu einer viel schlechteren Performance

führen. Tüftler greifen zu speziellen

Dämpferölen, in der Praxis reicht es aber

oft aus, bei den Dämpfereinstellungen


DEINE FAHRTECHNIK WIRD

ENORM PROFITIEREN.

IM FRÜHJAHR FÄHRST

DU EINE KLASSE BESSER.

(Rebound, Compression) ein bis drei

Clicks in Richtung schnellerer und offenerer

Set-ups zu drehen. Ansonsten

wird das Mountainbike wie immer

funktionieren. Einzig die Schaltperformance

leidet im Winter, Seilzüge bzw.

Schaltwerk können im Extremfall sogar

einfrieren. Oft gefragt: Moderne, weiche

MTB-Reifen mit griffigem Profil funktionieren

im Schnee ausgezeichnet. Wer

oft auf eisigen Trails und Abschnitten

unterwegs ist, greift zu speziellen, leider

sehr teuren Spikereifen. Wintertipp: ein

Fatbike ausprobieren. Die superbreiten

Wobbelreifen machen riesig Spaß.

Schlüssel 4: deine Streckenwahl

So lange es noch Plusgrade hat, ist es

nicht dramatisch. Wurzeln und Steine

sind im Winter zwar deutlich rutschiger,

aber man muss kaum Abstriche machen.

Erst Schnee und Eis verlangen nach etwas

mehr Augenmerk, was Routen und

Streckenwahl betrifft. Auf festgepresstem

Schnee kommt man erstaunlich weit

nach oben (nach unten sowieso), bei

tieferem Schnee und Matsch verliert

man bergauf irgendwann die Traktion.

Bergab kann man bis etwa 10, 15 Zentimeter

Tiefschnee herrlich biken. Darü-

ber wird es mühsam. Deine Fahrtechnik

wird übrigens enorm profitieren: Im

Frühjahr fährst du garantiert eine Klasse

besser.

Schlüssel 5: deine Gewohnheiten

Du wirst im Winter andere Strecken

fahren. Du wirst mit anderen Leuten

fahren. Du wirst mit anderem Outfit

fahren. Du wirst bis zum Knöchel im

Gatsch versinken. Du wirst im Schnee

wedeln. Und du wirst noch etwas

ganz Neues erleben: Nachdem es nur

zwischen 7 Uhr morgens und 16 Uhr

ausreichend hell ist, wirst du deinen ersten

abendlichen Niteride machen. Das

heißt: Lampe aufs Bike, Lampe auf den

Helm, hinten ein rotes Funzerl auf die

Sattelstütze und los geht es. Fahre auf

Straßen und Trails, die du gut kennst

(und die legal sind). Es ist erstaunlich,

wie schnell Strecken vor deiner Haustür

zum Abenteuer werden, wenn du sie

nur im LED-Feuerwerk deiner Lampen

siehst. Rundherum bleibt alles finster,

Orientierung wird zur Challenge. Kombiniert

mit einer Prise Neuschnee wird

es dich packen. Und vielleicht wirst du

traurig sein, wenn im März dein erster

Bike-Winter wieder vorbei ist.

94 SPORTaktiv


LUPINE BLIKA RX 4 SC

• maximal 2100 Lumen

• schneller Wechsel von

Stirnband auf Helm

• über App programmierbar

• neues FrontClick-System

für einen schnellen Wechsel

von z. B. Stirnband auf

Helm

PREIS (UVP): € 399,–

www.lupine.de

SIGMA BUSTER 700 HL

• 700 Lumen

• enorme Leuchtweite von 100 Metern

• bis zu 18 Stunden Brenndauer

• trotz des starken Outputs bleibt die

Helmleuchte leicht und kompakt

PREIS (UVP): € 69,95

www.sigmasport.com/de

ES WERDE

LICHT!

NIE MEHR IM DUNKELN TAPPEN MIT DIESEN|

LAMPEN FÜR BIKE- UND OUTDOORSPORT.|

BONTRAGER ION/FLARE

• Tagfahrlichterset mit

konzentriertem Fokus

• auffälliges Blinkmuster

• praktisch für die Stadt und

dort mit 100 bzw 35 Lumen

ausreichend stark

PREIS (UVP): € 74,99

www.trekbikes.com/at

Fotos: Hersteller

HOPE R4+

• für Montage am Lenker

oder am Helm

• 1500 Lumen, 4 LED

• 6 Dimmstufen

• 2:25 Stunden Laufzeit mit

4 Zell-Akku in der höchsten

Dimmstufe

PREIS (UVP): € 255,–

(mit 4-Zell-Akkus)

www.hopetech.com/de

BBB SCOPE 1500

• Doppelscheinwerfer mit

1500 Lumen

• 4 Leuchtstufen

• Adapter für Halterung am

Lenker und Helm

• wasserfestes Alu-Gehäuse

mit Kühlsystem für optimale

Temperaturkontrolle

PREIS (UVP): € 199,99

www.bbbcycling.com/de

SPORTaktiv

95


WINTERTIPPS

FÜR DAS

E-BIKE

DARF MAN MIT DEM E-BIKE|

BEI SCHNEE, KÄLTE UND|

SALZSTREUUNG FAHREN?

MUSS MAN DEN AKKU VOR DEM|

EINWINTERN VOLL AUFLADEN?|

UNSERE FRAGEN ZUR|

TECHNIKSERIE, PART VI.|

VON CHRISTOPH HEIGL|

Zwei Szenarien für E-Biker um

diese Jahreszeit: Warm anziehen,

Gatsch-Allergie unterdrücken

und elektrisch durch die Wintermonate

kurbeln. Oder das Biken vorerst bleiben

lassen und das neue E-Geschoss im

Keller oder in der Garage einwintern.

Egal, wofür du dich entscheidest, du

wirst Fragen haben wie wir. Weil speziell

das Thema E-Bike mit Motor, Akku

und sensibler Elektronik für viele neu

ist, es noch wenig Erfahrungen mit der

Technik gibt und vor allem viele falsche

Mythen kursieren, haben wir uns Jürgen

Wöss als Experten in den Bikekeller

geholt. Er ist technischer Repräsentant

bei Bosch eBike-Systems und kennt die

Systeme wie kaum ein anderer.

SZENARIO I: WIR FAHREN MIT

DEM E-BIKE AUCH IM WINTER.

PUNKT.

Ist das überhaupt eine schlaue Idee, mit

dem sündteuren E-Bike auch bei unwirtlichen

Verhältnissen zu radeln? „Keine

Sorge, E-Bikes sind sehr robust“, gibt

Wöss Entwarnung. Bei normaler Verschmutzung

reicht es, das Rad nach der

Fahrt schonend (kein Dampfstrahler!)

vom Mix aus Spritzwasser, Salz, Schnee

und Dreck zu befreien und gut trocknen

zu lassen. Dann sollte aber – anders als

im Sommer – der Akku vom Fahrrad

entnommen und idealerweise drinnen

bei Temperaturen zwischen 15 und 20

Grad gelagert werden. „Das gilt auch für

in den Rahmen integrierte Akkus wie

den Bosch PowerTube 500.“ Damit das

E-Bike vor Wind und Wetter geschützt

ist, sollte es in der Garage oder im Keller

untergebracht werden. Auch eine Fahrradabdeckung

(ähnlich einer Motorradhülle)

kann das Bike vor Schnee und

Regen schützen.

WINTER-FAHRTIPPS:

1. BEI LÄNGEREN FAHRTEN in der Kälte

sollte man den Akku mit Thermohüllen

aus Neopren o. ä. schützen.

2. BEI NIEDRIGEN TEMPERATUREN ist

dennoch mit einer reduzierten Reichweite

des elektrischen Antriebes zu

rechnen.

3. NACH JEDER FAHRT im Winter sollte

man den Akku vom Rad nehmen und

erst ganz kurz vor der nächsten Ausfahrt

wieder einsetzen.

4. AKKU bei Raumtemperatur und weder

ganz leer noch ganz voll lagern. Am besten

ist eine Ladekapazität zwischen 30

und 60 Prozent.

Fotos: Bosch

96 SPORTaktiv


Und wenn es einmal ganz heftig und

nass wird und Wasser bis in die Akku-Aufnahme

rinnt? „Die Aufnahme

ist so konzipiert, dass Wasser ablaufen

kann und die Kontakte trocknen

können“, erklärt Wöss. „Man sollte

die Aufnahme und den Stecker-Bereich

sauber halten. Die Kontakte sind

mit einer Beschichtung versehen, die

die Oberfläche vor Korrosion und

Verschleiß schützt. Bei Bedarf kann

man ab und zu Polfette oder technische

Vaseline verwenden.“

5. NACH DEM WASCHEN kurzer Funktions-Check:

Ist der Akku eingerastet?

Funktioniert der Antrieb richtig? Reagiert

das System auf Tastendruck?

SZENARIO II. DAS E-BIKE GEHT

IN WINTERSCHLAF. PAUSE.

Auch kein Beinbruch, der Frühling

kommt früh genug. Wichtig ist, das

E-Bike vor dem Einwintern gut zu waschen

und zu pflegen. „Es sollte sauber

und leicht eingefettet sein“, empfiehlt

Bosch-Experte Wöss. Unterschiedlichste

Tipps hört man zum Thema

Akku-Ladestand. Ganz voll? Ganz leer?

Die Antwort: weder noch! Am besten

für die Zellen – das gilt übrigens für jeden

Akku – ist ein Ladestand zwischen

30 und 60 Prozent.

TIPPS FÜRS EINWINTERN:

1. DAS E-BIKE GRÜNDLICH mit Wasser

und speziellen Pflegemitteln reinigen.

Keinen Hochdruck- oder Dampfstrahler

verwenden, weil Wasser in die

Lagerungen von Motor, Naben oder

Hinterbauten eindringen kann. Fest

montierte Displays wie Bosch-Purion

oder Remote-Tasten, die das System

eines E-Bikes steuern, sollte man mit

einem Tuch oder einer Folie abdecken.

2. WENN DAS E-BIKE SAUBER IST, leicht

einfetten. Auch die Kette und freie

Aluminiumteile mit Pflegemitteln behandeln.

4. AKKU UND DISPLAY im Anschluss

ganz entfernen, trocken und bei

Raumtemperatur lagern. Wichtig ist,

dass der Akku nicht leer ist, sondern

noch eine Ladekapazität zwischen 30

und 60 Prozent hat.

Wind/Regenjacke

Pocket shield / BBW-266

SPORTaktiv

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GOLDENE

KAISERWETTER, 600.000

FANS, DIE RAD-WELTMEIS-

TERSCHAFT WAR EIN FEST.

VERANSTALTER, TOURIS-

MUS UND FACHPRESSE

ÜBERSCHLUGEN SICH MIT

LOB, DER WERBEWERT

WAR IMMENS. UND

MITTENDRIN STRAHLTE

DIE 18-JÄHRIGE TIROLERIN

LAURA STIGGER

ÜBER GOLD.

WM FÜR TIROL

Ehrlich waren die Worte von

WM-Botschafter Thomas Rohregger

nach dem letzten Rennen

live im TV. „Nur in seinen kühnsten

Träumen“ habe er sich die Heim-WM so

traumhaft ausmalen können, bilanzierte

der Ex-Profi und strahlte mit der Sonne

um die Wette. Der WM-Abschluss, das

Straßenrennen der Herren, war am 30.

September der würdige Höhepunkt

der WM und Rohregger lieferte als

Co-Kommentator der ORF-Liveübertragung

genauso spannende Einblicke

wie parallel die Kollegen von Eurosport.

Mehr als 50 Radio- und TV-Stationen

haben in 150 Länder übertragen. 764

Medienvertreter produzierten Content

und Österreich-Bilder bei Kaiserwetter.

Die WM war ein Publikumsmagnet:

275.000 Zuschauer säumten allein am

Finaltag die Strecke (insgesamt 600.000

in der WM-Woche) und sorgten speziell

am Olympia-Rundkurs Richtung Patscherkofel

mit Dutch Corner und Co.

für Radsportflair wie bei den großen

Rundfahrten. Österreichs Profi Patrick

Konrad meinte sogar: „Die Stimmung

war besser als bei der Tour de France.“

Und dann dieses Finale des Herrenrennen

mit atemberaubenden Attacken

und die Entscheidung rund um die

Höttinger Hölle. Unter dem Goldenen

Dachl jubelte schließlich der 38-jährige

Spanier Alejandro Valverde, der Romain

Fotos: UCI Rad WM Innsbruck Tirol/Luca Bettini

98 SPORTaktiv


Bardet (FRA) und Michael Woods

(CAN) auf die Plätze verwies. „Ich bin

sprachlos nach meiner ersten Goldmedaille,

so oft war ich knapp dran“,

strahlte der Spanier. „Die Emotionen,

noch dazu vor so einer gewaltigen Zuschauerkulisse,

waren beeindruckend.“

Goldene Bilanz

Tirol zeigte sich die ganze WM-Woche

über als Radsportland der Extraklasse:

Organisation, Helfer, Landschaft, alles

war auf höchstem Niveau, was sich

auch in den Reaktionen wiederfand.

David Lappartient, der Präsident des

Weltradsportverbandes UCI, sprach

von einem Erfolg auf ganzer Linie:

Ganz links: Laura

Stigger strahlte nach

WM-Gold bei den

Juniorinnen. Bei den

Herren setzte sich dieses

Trio durch (Alejando

Valverde, Bildmitte). Die

Begeisterung für den

Radsport erreichte in

Tirol Tour-de-France-

Dimensionen.

„Besser hätte die WM nicht ablaufen

können. Sportler, Trainer und Offizielle

– wir bekommen nur positives Feedback

zur ausgezeichneten Gesamtorganisation

und den perfekten Bedingungen.“

Das hört einer besonders gerne,

Andreas Klingler, der Geschäftsführer

der WM-GmbH: „Die monatelange

Planung und enge Abstimmung haben

sich ausgezahlt. Großer Dank gebührt

allen Institutionen und Einzelpersonen,

die einen Beitrag geleistet haben“,

meinte er. Da strahlte auch die Politik,

wie Landeshauptmann Günther Platter:

„Die Welt war zu Gast in Tirol. Über

200 Millionen Menschen haben wir

mit vielen Stunden TV-Übertragung

erreicht und ein Bild unseres Landes

gezeigt, auf das man stolz sein muss.“

Vorrang für das Rad

Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi

nimmt die WM auch als Anstoß: „In der

städtischen Mobilität spielt das Fahrrad

eine immer wichtigere Rolle: Bei der

Rad-WM hatten die Radfahrerinnen

und Radfahrer Vorrang – das soll in Zukunft

immer öfter der Fall sein.“

Apropos Zukunft: Der Werbewert ist

immens. „In unsere wichtigen Quellmärkte

Deutschland, Italien, Frankreich,

Niederlande, Belgien, Dänemark und

Großbritannien hat das TV direkt

übertragen“, freut sich Josef Margreiter,

Geschäftsführer der Tirol Werbung.

„Die Stimmung und eine derart positive

Onlinewelle der Begeisterung über hunderte

Plattformen und soziale Medien

an Millionen Fans auf allen Kontinenten

sucht ihresgleichen“, resümierte er. Ein

Beispiel: Der Onlinewerbewert allein

durch 11.900 Onlineartikel (!) nur in

der WM-Woche beträgt 82,7 Millionen

Euro. Da sind Print und TV noch gar

nicht berücksichtigt.

Auch Startregionen zufrieden

Den Start in der AREA 47 im Ötztal

verfolgten mehr als 3000 Fans. Zur

Mitte der Woche stand das Ötztal dank

Laura Stiggers Goldmedaille wieder im

Rampenlicht – als Sponsor der 18-jährigen

Ausnahmeathletin. Kufstein erwies

sich als Hochburg der Rennradteams.

Mehr als zehn Mannschaften bezogen

im Kufsteinerland Quartier. Im Alpbachtal

Seenland sorgte die Stimmung

in der historischen Altstadt von Rattenberg

für Aufsehen. Hall-Wattens durfte

sich über viele Medaillen der bei ihnen

untergebrachten Teams aus Holland,

Österreich und Australien sowie Bilder

der Swarovski Kristallwelten und des

„Salat-Willkommensfeldes“ zwischen

Absam und Thaur freuen. Das Resümee

unisono: „Wir sind sehr zufrieden, bessere

Werbung für unsere Tourismusregionen

könnten wir uns nicht vorstellen.“

SPORTaktiv

99


PERFEKT IST ES NUR|

IN MEINEM KOPF|

ER IST ÖSTERREICHS YOUTUBE-STAR

UNTER DEN RADFAHRERN UND SORGT

DAFÜR, DASS AUCH KANADA

TIROLERISCH SPRICHT. FABIO WIBMER

ÜBER DIE KREATIVITÄT BEIM BIKEN.

VON CHRISTOPH HEIGL

Reinklicken. Nur bei Fabio Wibmer lässt dieses

Verb Assoziationen zum Radpedal und zum

Internet im selben Atemzug zu. Der 23-Jährige

ist einer der Typen, der das Netz genial für seine

Zwecke zu nutzen weiß. Seine Kurzfilme wurden bereits

232 Millionen Mal auf Youtube geklickt (Stand

November). Das sorgt für massig Bekanntheit. In einem

aktuellen Clip aus dem kanadischen Bike-Mekka

Whistler grüßen ihn selbst die Typen der kultigen

kanadischen Bike-Comedy IFHT mit dem tirolerischen

„Servas Leitln“, eine Begüßung, mit der die

Wibmer-Videos mit Kumpel Elias Schwärzler („Sick

Series“) beginnen. Auch Kanada lernt Tirolerisch.

Nun, was macht diese Videos so außergewöhnlich?

Sehr herzig sind noch Wibmers Anfänge aus 2008,

als er als 13-Jähriger im Kinderskianzug und im

Garten Saltos und Backflips im Schnee macht. Noch

ohne Bike und ohne Vision, einmal davon leben

zu können. Später entwickelt er eine Kreativität am

Rad und beim Videodreh, die es weltweit nur selten

(und wenn nur beim einstigen Vorbild und jetzigen

Teamkollegen Danny MacAskill) gibt. In den beliebtesten

Edits springt Wibmer über Stufen, von Mauern

und Brücken, schrottet ein Damenstadtrad im

Bikepark, flüchtet vor der „Polizei“ mittels BH auf

einem Stahlseil – und er stürzt auch immer wieder

furchterregend. Selbst seine Crashes absolviert der

Blondschopf aber mit einer natürlichen Lässigkeit

und Style. Sick! Er kann nicht nur stylish, sondern

auch schnell. 2016 wurde Wibmer bei den Mountainbikern

Downhillstaatsmeister.

FABIO WIBMER

GEBOREN AM 30. JUNI 1995, AUFGEWACHSEN IN

OBERPEISCHLACH (BEZIRK LIENZ), YOUTUBER,

MTB-PROFI, TRIAL- UND DOWNHILLFAHRER,

SPITZNAMEN: WHIPMER, FLIPMER.

INTERNETSTATISTIKEN:

1,84 MIO. ABONNENTEN SEINES

YOUTUBE-KANALS, INSGESAMT 232 MIO.

VIDEOAUFRUFE (STAND NOVEMBER 2018),

BELIEBTESTES VIDEO „URBAN FREERIDE LIVES“

MIT 47 MIO. AUFRUFEN,

AUF FACEBOOK 248.000 FOLLOWER,

INSTAGRAM 584.000 ABONNENTEN,

6400 AUF TWITTER.

Fotos: Red Bull Content Pool/Hannes Berger, David Robinson

100 SPORTaktiv


SPORTaktiv 101


Den Vogel abgeschossen hat er heuer

mit „Fabiolous Escape 2“, einem

Zehn-Minuten-Clip aus Saalbach. „Ich

bin Perfektionist und perfekt ist es nur

in meinem Kopf“, schickt Wibmer voraus,

„aber das Saalbach-Video ist ziemlich

gut gelungen und kommt meiner

Idealvorstellung schon sehr, sehr nahe.“

Kaum zu glauben, aber wegen dieses

perfektionistischen Antriebes schneidet

er selbst solche HD-Megaproduktionen

am eigenen Laptop. „Das hab ich mir

auf Youtube beigebracht. Zeittechnisch

ist das aber schon ein Wahnsinn, in Zukunft

werd ich mir helfen lassen.“

Schnelles, actionreiches Fahren hat

Wibmer im Blut, weil er mit Bruder

und Papa früher auf Motocross-Maschinen

durch die Lande gedüst ist.

Kreatives Mountainbiken wollte er

nach dem genreprägenden Debütwerk

MacAskills („Inspired Bicycles“, 2009)

machen. „Das Erste und Wichtigste ist,

in den Videos immer eine Geschichte

zu erzählen“, erklärt der Osttiroler. Eine

bloße Aneinanderreihung von Bike-Sequenzen

fesselt vielleicht Freaks, die

breite Masse begeistert man über eine

witzige Story. Und damit zurück nach

Saalbach. Ein bis zwei Monate verbringt

Wibmer im Schnitt, um ein Drehbuch

zu schreiben, einiges wird dann vor Ort

spontan verändert oder eingebaut. Die

Inspiration für seine Tricks holt sich

Wibmer bei Skateboardern, Freeskiern

und Parcoursläufern. „Ich schaue, was

sie machen und denke: Kann ich das

auch am Bike? 97 Prozent der Ideen

sind von mir.“ Eines seiner Highlights in

Saalbach: der Double-Backflip über die

Snowboard-Schanze. Auch der 43-Meter-Sprung

auf der Skipiste sorgte für

offene Münder.

Der Sprung aus dem Heli

Im Fall des bislang 19 Millionen Mal

geklickten Saalbach-Videos brauchte es

viel Aufwand, zudem Genehmigungen

für die Helikopterszenen und die Gebäudesprünge.

„Saalbach ist ein Partner

von mir und das macht es leichter, aber

natürlich muss man die Leute fragen,

ob man bei ihnen aufs Haus springen

und übers Dach fahren darf. Die fanden

das cool.“ 24 Drehtage brauchte es, bis

alles im Kasten und Wibmer selbst im

Krankenhaus war. Denn zum Abschluss

verletzte er sich bei einer der spektakulärsten

Szenen, beim Sprung aus einem

Hubschrauber sieben Meter auf die Piste

unter ihm. Beim dritten Versuch brach

er sich das Schlüsselbein. „Stürze gehören

leider dazu, Verletzungen halten sich

bei mir aber in Grenzen.“

In der Saalbach-Story mit Comedyelementen

flüchtet er zum wiederholten

Male vor – gelinde gesagt – unbeholfenen

„Polizeibeamten“. Gab es da schon

Feedback oder Kritik von der Exekutive?

„Nein, bis jetzt nicht“, lacht der 23-Jährige.

„Aber kürzlich haben mich zwei

Polizisten angesprochen, dass sie das

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,,NATÜRLICH MUSS MAN DIE LEUTE|

FRAGEN, OB MAN BEI IHNEN|

AUFS HAUS SPRINGEN UND ÜBERS|

DACH FAHREN DARF.“|

lässig finden, weil sie selbst Biker sind.“

Kritik wurde im Vorjahr jedoch laut, als

Wibmer in Lienz die Berglaufstrecke des

Dolomitenmanns runterbretterte und

Bremsspuren ins alpine Gelände zog.

„Im Nachhinein ist man immer gescheiter,

es hatte eine blöde Außenwirkung.“

Seiner Vorbildwirkung speziell auf die

vielen jungen Fans ist er sich natürlich

bewusst, „aber es ist bei aller Kreativität

oft schwierig abzuwägen, was geht und

was nicht“.

Allzu große Sorgen muss er sich aber

nicht machen. Durch ein Dutzend

Sponsoren und die vielen Webclicks

lässt es sich gut vom Sport leben. „Ich

komme ganz gut über die Runden.“ Nebenbei

hat Wibmer in Innsbruck noch

sein Sportmanagement-Studium laufen,

Videos und Reisen erlauben anders als

am Bike aber keine großen Sprünge auf

der Uni. „Aber wer weiß? Ich bin mir

bewusst, dass alles auch sehr schnell wieder

vorbei sein kann.“

TACX SETZT EIN

NEUES HIGHLIGHT

Noch leiser, noch realistischer,

noch besser. Tacx baut seine

Benchmark aus und bietet mit

dem Neo 2 Smart den besten

Indoor-Trainer am Markt.

Fotos: Tacx

Das Highlight unter den Indoor-Fahrradtrainern,

der Tacx NEO 2 Smart, ist noch besser

geworden. Neben realistischen Simulationsfunktionen

wie Road Feel, dynamische Trägheit

und Abfahrtssimulation beherrscht dieser

neue Direktantriebstrainer auch die Tritt-Analyse

für linkes und rechtes Pedal extra. Zudem

ist der neue Neo noch leiser und noch genauer

geworden und z. B. für Zwift die Ideallösung.

Features: bis 25% Steigung und bis 2200 Watt

Leistung darstellbar.

TACX NEO 2

SMART TRAINER

Die Benchmark für realistisches

Indoor-Radtraining.

www.tacx.com

Der Tacx NEO 2 Smart ist

leicht zu transportieren

und passt für mehrere

Achsenstandards.

SPORTaktiv

103


RADFAHREN AUF

DER SONNENSEITE

SÜDAFRIKA, KROATIEN, GRIECHENLAND?

WAS IST DAS ERFOLGSREZEPT HINTER DEN

INTERNATIONALEN RADREISEN DES SCHWEIZER

SPEZIALISTEN HUERZELER BICYCLE HOLIDAYS?

EINE BEGEISTERTE HOBBYRADLERIN ERZÄHLT.

DER FIRMENGRÜNDER SAGT 2019 BYE BYE.

Viele Radsportfreunde erfüllen

sich den Traum, mit dem Rad zu

verreisen und fremde Länder aus dem

Sattel des Zweirades zu erkunden.

Dabei sammelt man nicht nur wertvolle

Erfahrungen, sondern auch viele und

sonnige Trainingskilometer. Oft gerade

dann, wenn es in Europa wettermäßig

ein bisschen ungemütlicher wird.

Sandra Scheffknecht hat sich so einen

Traum schon mehrmals erfüllt. „Ich bin

eigentlich Mountainbikerin und hatte

heuer ein super Bikejahr“, freut sich

die Vorarlbergerin, die seit neun Jahren

in Zürich lebt und arbeitet. „Wenn es

darum geht, neue Länder und Orte zu

entdecken, liebe ich aber das Rennrad.“

Radleidenschaftlich

Durch Kurzurlaube auf Mallorca ist

Scheffknecht schon vor Jahren auf

den Schweizer Radreiseexperten Max

Hürzeler aufmerksam geworden. Der

Ex-Bahn-Weltmeister organisierte auf

der Insel bereits seit 1986 Radcamps.

Scheffknecht hat angedockt und ihre

Radleidenschaft dank „Huerzeler Bicycle

Holidays“ mittlerweise in Südthailand,

Südafrika und in den USA (Seattle –

San Francisco) ausgelebt.

Was das Besondere an Huerzeler ist,

kann sie schnell erklären. „Erstens ist die

Organisation bei der An- und Abreise

und während des gesamten Aufenthaltes

top, und zweitens sind die verschiedenen

Stärkeklassen ein Alleinstellungsmerk-

Fotos: Huerzeler

104 SPORTaktiv


Radfahren unter

Gleichgesinnten

und das am besten

in Südafrika (links),

Kroatien oder Griechenland

(unten)?

Die Auswahl macht

Lust aufs Rad.

AKTUELLE

REISEANGEBOTE

Südafrika, von Kapstadt

nach Pretoria: 15. März bis

3. April 2019 (geeignet auch

für Begleitpersonen ohne

Radsportaktivität)

Kroatien, entlang der Adriaküste

von Laibach nach

Dubrovnik: 11. bis 24. Mai 2019

Griechenland, vom antiken

Olympia bis Korinth:

13. bis 26. September 2019

Mexiko, Bye Bye Max

Hürzeler Tour, Yucatan und

Cozumel, 19. 10. bis

3. 11. 2019 bzw. 23. 11.

bis 8. 12. 2019

www.huerzeler.com/de/

radrundfahrten

mal bei Huerzeler.“ Die Radsportler

können sich selbstständig je nach Fitness

und Vorlieben einteilen und finden sich

dann mit eigenem Guide in Gruppen

wieder, die von gemütlich („Plausch“)

über „Fun“, „Hobby“ bis hin zu „Speed“

reichen. „Diese Vario-Möglichkeit ist

super für Paare, die sich in unterschiedlichen

Stärkeklassen befinden“, weiß

Scheffknecht, „aber auch für Alleinreisende

ist es genial, denn man findet

unter Gleichgesinnten immer Anschluss,

SANDRA

SCHEFFKNECHT

liebt Radfahren am Rennrad

und Mountainbike.

Die Vorarlbergerin lebt

und arbeitet in Zürich.

egal, ob alt oder jung. Alle verbindet die

Leidenschaft des Rennvelofahrens.“

Voller Energie

Und aus eigener Erfahrung weiß sie

auch, wie wertvoll solche Reisen sind:

„Nach einem Rennradurlaub fühle ich

mich weder ausgelaugt noch schlapp,

das Gegenteil ist der Fall! Es gibt mir

150 Prozent Energie.“ Und die kann

sie in ihrem Berufsalltag („Brand und

Design Management“) gut brauchen.

„Für mich ist Sport ein Muss für eine

gesunde Work-Life-Balance, es ist einfach

eine Lebenseinstellung.“ Gleiches

gilt natürlich auch für den Firmengründer

Max Hürzeler selbst. Er hat früh

erkannt, welche Chancen der Radsport

dem Tourismus und Menschen bietet,

die Sport und Urlaub verbinden möchten.

So wurden seine Radreisen zu einer

Erfolgsgeschichte. 2019 stehen wieder

viele Knaller am Programm, wie z. B. die

beliebten Radreisen in Südafrika, Griechenland

und Kroatien (siehe Infobox).

Hürzeler hat das Unternehmen mittlerweile

in jüngere Hände gelegt und ist

nur noch als Berater tätig. Als Tourleiter

hört der 64-Jährige 2019 nach 30 Jahren

weltweit geführter Radreisen auf.

Nicht, ohne noch ein Highlight auf die

Räder zu stellen. Als Abschluss steigt

die „Bye Bye Max Hürzeler Tour“ in

Mexiko, mit vielen Freunden und Stars

des Radsports wie Urs Freuler, Oscar

Camenzind und Tony Rominger.

SPORTaktiv

105


AUS

PRO

BIERT

BIKE

RADSCHUHE FÜR

ARKTISCHE TEMPERATUREN,

BIKE-ABS VON BOSCH

UND DIE WITZIGSTEN

LED-GIMMICKS FÜR MEHR

SICHERHEIT- UND SPASS!

HAPPY FEET, WÄRMSTENS EMPFOHLEN

Was bringen echte Winter-Radschuhe? Nach den leider

durchwegs schlechten Erfahrungen mit unterschiedlichsten

Überschuhen musste schon vor geraumer Zeit eine bessere

Lösung her. Speziell beim Biken und Gehen im Gelände und im

Schnee zerfetzte es ständig die wasserdichten und textilen

„Überzieher“ über den normalen Schuhen. Übrig blieben nasse

Radschuhe, kalte Füße und klappernde Zähne.

Aber viel Geld ausgeben für echte Spezialschuhe?

Die Antwort: Ja. Die Erfahrungen dieses „Ausprobiert“ beziehen

sich auf die schon jahrelange Winterliebe zu einem echten

Polarfuchs unter den Radschuhen, dem G.ARTIX MTB-Schuh

der italienischen Spezialisten von GAERNE. Der UVP von

€179,90 ist zwar eine größere Investition als die wesentlich billigeren

Überschuhe, aber Boots dieser Kategorie sind jeden

Euro wert. Dank des Thinsulate-Innenschuhs wird der Fuß vor

Kälte geschützt (bis minus 12 Grad im Eigenversuch), mittels

zunächst ungewohnter Schnürung angepasst und oben drüber

mit einem Dreifach-Klettschluss verdeckt. Kalte Füße? Fehlanzeige!

Nasse Füße? Fehlanzeige! Zumindest durch den Schuh

dringt nichts durch. Gegen das Eindringen von Schnee „von

oben“ ist der knöchelhohe Gaerne natürlich auch machtlos. Da

würden nur Gamaschen helfen, aber die sind beim Biken ungefähr

so cool wie weiße Tennissocken. Der Gaerne-Schuh hat

eine griffige MTB-Sohle, ist SPD-kompatibel und macht – trotz

etwas klobiger Optik – auch das Rennradfahren bei Minusgraden

erträglich. Happy Feet eben.

VON CHRISTOPH HEIGL

Fotos: Thomas Polzer, Christoph Heigl

106

SPORTaktiv


KATZENAUGEN 2.0

Das mit der StVO ist so eine Sache. Also, dass alle Räder bei

Dunkelheit ein weißes Vorderlicht und ein rotes Rücklicht haben

müssen, ist klar und Gesetz. Seitenstrahler („Katzenaugen“)

haben schon die wenigsten. Die nutzen auch nur etwas,

wenn sie selbst angeleuchtet werden. Und damit kommen wir

zum Punkt: Seitlich – und das wäre größenmäßig die ergiebigste

Nutzfläche – haben Fahrräder keine Beleuchtung.

BATMAN BREMST BESSER

Sohnemann betritt über den Keller das Haus und fragt: „Ist

Batman zu Besuch??? Weil in der Garage steht das Batbike!“

Wahre Geschichte. Das vollgefederte Tourenrad von RIESE &

MÜLLER wirkt mit seinen geschwungenen Formen, dem Gepäckflügelheck

und der Stealth-Optik wie aus dem Batman-Fuhrpark.

Das Modell Delite (UVP €6199,-) besticht durch

Hightech und ist extrem hochwertig. An diesem E-Bike ist nur

Luxus verbaut, wie der BOSCH-Antrieb, zwei 500 Wh-Akkus

und das 100 Lux starke Frontlicht. Kehrseite: ein heftiges Gewicht

von 33 kg. Der Clou ist aber etwas anderes: das weltweit

erste serienreif von Bosch für Räder entwickelte

ABS-Bremssystem, ein Anti-Blockier-System (optional um

€509,90). Das schwarze Kästchen unter dem Lenker sorgt dafür,

dass das Vorderrad bei einer Vollbremsung nicht blockiert

(und wegrutscht) und keine Stürze und Unfälle passieren.

Also Hand anlegen, der StVO unter die Arme greifen und im

Stadtverkehr für mehr eigene Sichtbarkeit und Sicherheit sorgen.

Moderne LED-Technik und (billige) Elektronikartikel lassen

einige Spielereien zu. Den Anfang machten wir mit beleuchteten

Ventilkappen („Tire Flys“) um € 3,90. In voller Fahrt und

beim Idealfall orange oder rot ziehen die einen echten Feuerring

in das Laufrad. Schön! Sicher! Die Ventilkappen gibt es

auch mit rot-blau-blinkenden LED, die sich via Feder nur bei

Erschütterungen einschalten. Spektakulär! Ein Hit für Kinderaugen

sind die Speichenlichter mit 14 LED, die zwischen die

Speichen geklemmt werden und bei entsprechender Bewegung

bunte Muster (Pfeile, Flammen, Herzchen, Totenköpfe)

ins Rad malen. Super. Nachhaltigkeit? Naja. Vieles ist leider

billiger Elektronikschrott, der nur kurz Freude bereitet.

Neuester Streich am Stadtflitzer ist eine Weihnachtsbeleuchtung

mit 40 MULTICOLOR-LED (bei „Action“ um €1,85 siehe

Bild), die sich easy um die Speichennippel wickeln lässt. Der

Batterieteil wird einfach mit Panzertape an die Nabe geklebt.

Damit wird man im Dunkeln garantiert von niemandem übersehen,

ganz im Gegenteil! „Wie der Coca-Cola-Weihnachts-

Truck“, raunt Kollege CD. In diesem Sinne: Frohes Fest!

In der Praxis sind die Bremskraft-Unterbrechungen des

Bosch-Magura-Systems kaum merkbar. Auf Sand, Kies und

Schotter ist es tatsächlich unmöglich, das Vorderrad zum Blockieren

zu bringen. Auf Asphalt schon gar nicht. Nur nasses

Gras hat das System überlistet, da finden auch die Reifen zu

wenig Grip. Fazit: Eine tolle Sache für E-Bike-Anfänger, die 800

Gramm Mehrgwicht sind bei einem E-Bike kein Drama.

SPORTaktiv

107


WUNDERWUZZI

150 mm Federweg, 2,8er-

Reifen in 27,5 Zoll: So mächtig

steht das XDURO AllMtn 6.0

von HAIBIKE da. Features:

Bosch-Motor, 12-fach-Sram

GX, Kunststoff-Schlagschutz,

Integrated Motor-Konzept,

SES-System mit Umlenkritzel.

www.haibike.com

REGENKOMBI

1977 ausgezeichnet und seitdem

der Standard für schlechtes

Wetter. Über eine Million Mal

wurde die Regenkombi verkauft.

Jetzt legt AGU dieses Original mit

traditionellen Streifen und doppeltem

Reißverschluss wieder neu

auf – mit den Topmaterialien der

Moderne. In vier Farben.

www.agu.com

BIKE

MIT AMINOSÄUREN

2019 HAT BEI WOOM

SCHON BEGONNEN

Die neuen Modelle der

österreichischen Kinderbike-

Spezialisten von woom für 2019

sind da! Ergonomische Griffe,

vollgeschlossener Kettenschutz,

der neue Vario-Vorbau, der das

Rad nicht nur höher, sondern auch

länger werden lässt – das sind

einige der neuen Highlights.

www.woombikes.com

NEWS

Du suchst nach der schnellen

Energiequelle für deine Muskeln?

Versuche es mal mit Magnesium

Sport ® plus Aminosäuren, dem neuen

Produkt von Dr. Böhm ® . Die optimale

Kombination aus Aminosäuren,

Magnesium, Kalium, Vitaminen und

Spurenelementen.

www.magnesium-sport.at

ALLESKÖNNER

FÜR JEDES WETTER

Die Active Jacket von DOWE ist eine

hochfunktionelle 3-Lagen-Jacke, ideal

für alle Outdooraktivitäten und ein

zuverlässiger Begleiter für Alpin- und

Bikesport. Dreilagige Performance

Pro Shell, Wassersäule von mehr als

10.000 mm, robust, schnell trocken.

www.dowe-shop.com

Fotos: Hersteller

108 SPORTaktiv


TOUREN | MENSCHEN | SICHERHEIT

OUTDOOR

VOM BETT

AUF DIE PISTE

Die Landal GreenParks haben

pünktlich zur Wintersaison ihren

siebenten Ferienpark eröffnet:

Das Landal Resort Maria Alm (S)

liegt mitten im Skigebiet Hochkönig

und bietet luxuriöse Ferienwohnungen

in zehn Chalets.

www.landalskilife.de

RUND UM INNSBRUCK

Fotos: Landal GreenParks, World Skitest, Innsbruck Tourismus

LAUFEND AKTUELLE STORYS,

TRENDS UND TIPPS RUND

UMS THEMA OUTDOOR AUF:

WWW.SPORTAKTIV.COM

DIE BESTEN SKI GESUCHT

St. Johann Alpendorf (S) war Schauplatz des World

Alpin Skitest 2018. Dabei wurden Ski in acht Kategorien

von Experten, Journalisten und Hobbyskifahrern

getestet und bewertet. Im Bild (v. l. n. r.): Hans Knauss,

Eva-Maria Brem, World Skitest-Organisator Gerhard

Brüggler, Stefanie Mayr (TVB St. Johann Alpendorf)

und Christian Mayer. Ergebnisse auf:

www.worldskitest.com

Weitwanderer dürfen sich 2019 auf den

Innsbruck Trek freuen. Der touristische

Weitwanderweg verbindet die Bergwelt

rund um die Tiroler Landeshauptstadt zur

Runde, und ist ab sofort in flexiblen Paketen

als 3- oder 4-Sterne-Variante, mit oder ohne

Guide buchbar. Konzipiert hat den Trek die

„Alpinschule Innsbruck“ (ASI).

www.innsbruck-trek.com

SPORTaktiv

109


110 SPORTaktiv

KOPF, BAUCH

UND BLINDES

VERTRAUEN


FITMACHER KLETTERN, TEIL 2.

IM OKTOBER HABEN WIR DEN

KÖRPERLICHEN BENEFIT BEIM

SPORTKLETTERN BELEUCHTET.

DIESMAL WERFEN WIR MIT DEM

EXPERTEN EINEN BLICK AUF DIE

MENTALEN EFFEKTE. KLETTERN

UND BOULDERN ALS IDEALE

LEBENSSCHULE.

VON CHRISTOF DOMENIG

MAG. PETER

GEBETSBERGER

ist Sportwissenschafter,

staatl. geprüfter Bergführer

und leitet unter anderem das

Referat Sportklettern bei den

Naturfreunden Österreich.

www.naturfreunde.at

Fotos: iStock, Naturfreunde

Klettern, zumal in der Halle, ist nach

allen Statistiken eine sehr sichere

Sportart. Was der Kopf weiß, muss

der Bauch noch lange nicht zur Kenntnis

nehmen. „Den Halt zu verlieren und zu fallen,

spricht eine ureigene, tief in uns verankerte

Angst an“, erklärt Peter Gebetsberger

von den Naturfreunden.

Schon Kletteranfänger kennen das Gefühl

gut, wenn die Schwerkraft die Wandneigung

ungefiltert vermittelt, der Grat

zwischen Noch-Halt-Finden oder Abrutschen

dünn ist, und man nicht sicher ist,

ob man eine knifige Passage meistert oder

eben nicht. Mit zunehmendem Können

gewinnen Kletterer naturgemäß an Sicherheit,

eine „Hemmschwelle“ bleibt dennoch

ein Klettererleben lang bestehen. Diese sei

eine natürliche Schutzreaktion und mit der

Urangst vor dem Fallen einfach erklärbar,

weiß der Leiter des Referats Sportklettern

von den Naturfreunden.

Diese Urangst und der Umgang mit ihr

ist nur einer von zahlreichen interessanten

Erklärungsansätzen, warum Klettern „das

Zusammenspiel von Körper, Geist und

Emotionen entwickelt wie fast keine andere

Sportart“, wie es Gebetsberger ausdrückt.

Geist und Emotion, Kopf und Bauchgefühl:

Üblicherweise wird in unserer Gesellschaft

der Vernunft, also dem Kopf, der

Vorrang gegenüber einem „diffusen“ Bauchgefühl

eingeräumt. Doch dieses Gefühl sei

keineswegs gering zu schätzen, sondern immens

wichtig, sagt Gebetsberger. Und gerade

im Klettern könnte man sehr gut lernen,

nicht nur nach dem Kopf, sondern auch

nach Intuition und Gefühl zu handeln. Nähere

Erklärung: „Alle Eindrücke, die wir im

Leben machen, sind in uns abgespeichert,

und beeinflussen unsere Handlungen, entweder

mit kognitivem oder emotionalem

Bezug. Im Klettern spielen eben jene Eindrücke,

die in der ‚Bauchgegend‘ ihren Ausdruck

finden, in der Entscheidungsfindung

eine wichtige Rolle.“

Die Sportart lehre uns auch sonst im

Leben, mit als bedrohlich empfundenen

Situationen umzugehen und diese angemessen

einzuschätzen. Etwa: „Der Chef ruft an

und erklärt dir, dass es ein Problem gibt, du

sollst sofort zu ihm kommen. Es entsteht

eine emotionale Belastungssituation.“ Kletterer

seien im Umgang mit Belastungssituationen

deutlich im Vorteil, weil sie dieses

Gefühl gut kennen, und in der Regel gelernt

haben, der Erregung gegenzusteuern.

Gebetsberger plädiert generell dafür, den

Umgang mit Risikosituationen im Leben zu

üben und zu erlernen. Sportarten wie das

Klettern eignen sich dafür sehr gut. Klettern

auch deshalb, weil es eben die eingangs

erwähnte Diskrepanz zwischen objektiv

SPORTaktiv

111


Am persönlichen

Leistungslimit zu klettern

bringt automatisch

eine fokussierte

Aufmerksamkeit mit

sich. Was unwichtig

ist, wird ausgeblendet.

Das nennt man „Konzentrationsfähigkeit“.

POLE

SPEED S

∂ HÖCHSTER KOMFORT

SCHNELLES, EINFACHES

EIN RASTEN BZW.LÖSEN

DER SCHLAUFE

∂ MAXIMALE SICHERHEIT

VERMINDERTES

VERLETZUNGSRISIKO

∂ IDEALE

KRAFTÜBERTRAGUNG

PERFEKTER SITZ,

OPTIMALE FÜHRUWNG

GLOVE

PERFORMANCE S GTX

Photo © Christoph Oberschneider

hoher Sicherheit bei zugleich gefühlter

Unsicherheit gibt, sobald man in

Grenzsituationen seiner persönlichen

Leistungsfähigkeit gelangt.

Fokussierte Aufmerksamkeit

Sich in der Fels- oder Hallenwand an

kleinen Punkten zu halten und den

nächsten Schritt zu tun: Das alles

benötigt auch eine sehr fokussierte

Aufmerksamkeit. Die Fähigkeit, seine

Aufmerksamkeit bewusst auf einen

spezifischen Ausschnitt der Wahrnehmung

zu lenken, bezeichnet man als

„Konzentrationsfähigkeit“ – was einen

weiteren Erklärungsansatz liefert,

warum uns regelmäßiges Klettern in

sehr vielen Lebensbereichen zugute

kommt. Klettern schult aber nicht

nur die Fähigkeit, sich aufs Wesentliche

zu konzentrieren, sondern auch

die Körperwahrnehmung: Etwa,

seine Position im Raum zu erfühlen

genauso wie zu erleben, was Körperspannung

eigentlich bedeutet.

Im Klettern könne man weiters

auch das sehr gut erlernen, was Psychologen

als „Selbstwirksamkeit“ bezeichnen,

erklärt Peter Gebetsberger.

Darunter versteht man, vereinfacht

ausgedrückt, die Überzeugung, herausfordernde

Situationen aus eigener

Kraft bewältigen zu können. Herausforderungen

werden im Leben in der

Regel nur dann angenommen, wenn

man überzeugt ist, diese bewältigen zu

können. Im Klettern lassen sich Leistungsfortschritte,

die Erfahrung, etwas

zu schaffen, was zunächst unmöglich

erscheint, hervorragend erleben und

„erfühlen“.

Zwischen anfängertauglichen

Schwierigkeitsgraden und solchen, an

denen die weltbesten Kletterer an ihre

Grenzen stoßen bietet das Klettern nie

endende Entwicklungsmöglichkeiten.

Um sich in einer Sportart weiterzuentwickeln,

braucht es ab einem gewissen

Level mehr, als die Sportart ständig

auszuüben: zielgerichtetes Training.

Das gilt zwar für viele Sportarten,

im Klettern aber besonders, sei es in

Form von Kraft-, Beweglichkeits- oder

auch mentalem Training. Dafür gilt

es, ein Ziel zu definieren, notwendige

Teilziele zu identifizieren sowie auch

die Selbstmotivation aufzubauen, die

nötig ist, um diese Ziele auch zu erreichen.

Im Klettern, im Beruf, wie in

vielen anderen Bereichen des Lebens.

Mitleben in der Gruppe

Der Klettersport bietet aber auch ein

soziales Gefüge. Klettern und hier

vor allem auch Bouldern, also das

Klettern in Absprunghöhe, wird oft

in Gruppen ausgeübt, in denen „die

Anerkennung von Leistungen anderer,

die Mitfreude und das Mitleben mit

den Handlungen anderer eine große

Rolle spielt“, sagt der Experte. Und

er betont auch: „Seine Bedeutung als

Fotos: iStock

WWW.LEKI.COM


,,DIE ANERKENNUNG VON

LEISTUNGEN ANDERER SPIELT

EINE GROSSE ROLLE.“

Teil einer Gruppe, wie auch als Teil der

Gesellschaft zu erkennen, ist wesentlich,

um Selbstvertrauen und Selbstakzeptanz

zu entwickeln.“ Seine Leistungsfähigkeit

realistisch einzuschätzen, seine Position

und seine Entwicklungspotenziale zu erkennen,

sind Grundvoraussetzungen für

jede persönliche Entwicklung.

Gerade das Sportklettern ist aber aus

noch einem anderen Grund in sozialer

Hinsicht ideal: durch das Sichern. Womit

wir wieder bei der Urangst vorm

Fallen sind: „Gegenseitiges Vertrauen

und das Übernehmen von Verantwortung

für den Partner sind unabdingbar

und helfen, die soziale Kompetenz

zu entwickeln“, sagt der Naturfreunde-Experte.

Am persönlichen Limit zu

klettern ohne dabei zu verkrampfen

(was entscheidend dafür sei, sein Leistungspotenzial

auszuschöpfen): das setze

absolutes, „blindes“ Vertrauen in den

sichernden Partner voraus. „Sich auf dieses

Vertrauen einzulassen, bedarf einer

gravierenden persönlichen Entwicklung.

Diese muss aber nicht eigens gesteuert

werden, sondern passiert durch bewusstes

Vorgehen quasi von selbst.“

Spaß an einer Sportart haben, Anerkennung

erfahren und ganz nebenher

vielfältig fürs Leben profitieren: Was

kann es Besseres geben?

BOULDERN AUF HÖCHSTER STUFE

Das Bloc House in Graz bietet Boulder-Erlebnisse von

allerhöchster Qualität. Für Sportler aller Könnensstufen.

STEIERMARK. Klettern in Absprunghöhe, zu jeder Jahreszeit,

in chilliger Atmosphäre – das ist Bouldern im Bloc

House in Graz. Auf mehr als 1000 Quadratmetern bietet

das Bloc House Bouldersport in höchster Qualität. Im

Kurs programm finden Anfänger genauso wie Fortgeschrittene

ein umfangreiches Angebot. „Für uns ist Bouldern

ein zeitloser, lebendiger Sport, bei dem Kreativität, Bewegungslust

und Respekt im Vordergrund stehen“, sagt Stefan

Tscherner vom Bloc House.

www.bloc-house.at

Foto: Block House

-50 %

„Komm zum Schnupperklettern!“

auf deine Tageskarte einlösbar bis 31.03.2019

Sicher Sichern


mit perfekter Anleitung

in der besten Kletterhalle Österreichs

2300m² Kletterfläche In- und Outdoor

600m² Boulderfläche inkl. Boulderbalkon

Kletterkurse für alle Alters- und Könnensstufen

Gruppenbetreuuung

Skywalk am Hallendach

Übernachtungsmöglichkeit


Idlhofgasse 74 • 8020 Graz •

0676/57 77 555 • www.c-a-c.at

SPORTaktiv 113


SCHNELL

MAL SONNE

TANKEN

Biker, Wanderer, Trailrunner

und Co. aufgepasst: Wer dem

Winter in unseren Breiten

ein Schnippchen schlagen

will, kann es sich im Valamar

Collection Girandella

Resort in Rabac gutgehen

lassen. Wenige Autostunden

entfernt, auf der kroatischen

Halbinsel Istrien und direkt

in einer malerischen Bucht

gelegen, lockt das 2018 neu

renovierte Resort mit tollem

Komfort, moderaten Wintertemperaturen

und einer Umgebung,

die sich für sportliche

Unternehmungen ideal

eignet. Vom Trainingscamp

bis zum Familienurlaub – die

Valamar Hotels und Resorts

haben das passende Angebot.

www.valamar.com

Fotos: Valamar Hotels

114 SPORTaktiv


SPORTaktiv 115


OUT

DOOR

NEWS

DIE REVOLUTION

„Revolution des Skitourenschuhs“

nennt DYNAFIT den

Hoji Pro Tour: Kompromisslos

im Aufstieg und in der Abfahrt

– das patentierte Hoji-Lock-

System macht es möglich.

Das Umschalten zwischen

Ski- und Walk-Modus

funktioniert kinderleicht.

www.dynafit.com

FALTENFREI ZUM

DIREKTEN SKIGEFÜHL

Der CEP Ski Ultralight Sock sitzt

faltenfrei, sorgt für ein direktes

Skigefühl und eignet sich zum

Skifahren wie für Skitouren. Die

Mittelfußkompression aktiviert das

Fußgewölbe. Die Mikrofaser sorgt für

hohen Tragekomfort.

www.cepsports.at

... UND ACTION!

Das CROSSCALL Trekker X4

ist ein Outdoor-Smartphone,

bei dessen Entwicklung die

Videokamera im Fokus stand.

Das absolut wasserdichte

und stoßresistente Gerät

liefert Bilder wie die besten

Actioncams. Erhältlich ist es

bei Conrad.

www.conrad.at

BUFF FÜR KIDS

Die BUFF® Kids – Monster

Jolly Combi ist eine stylische

Kombination aus Mütze und

-Neckwarmer. Die Fleece-

Innenseite wärmt optimal und

sorgt für ein Top-Tragegefühl;

und die gestrickte Außenseite

sowie die ausgefallenen

Motive für eine tolle Optik.

www.buff.com

NACHHALTIGER

WINTERSCHUH

Der HANWAG Anros ist ein

multifunktionaler Winterschuh

mit Eco-Shell Footwear-Membran

und damit gilt: wasserdicht,

atmungsaktiv, nachhaltig.

Nubukleder und die gezwickte

Machart sprechen

für Langlebigkeit.

www.hanwag.de

Fotos: Hersteller

116 SPORTaktiv


FREERIDE CAMP

www.sportaktiv.com

DAS SPORTAKTIV-

FREERIDE-CAMP

24. bis 27. Jänner und

21. bis 24. März 2019

am Kärntner Nassfeld

• 3 Nächte im 4-Sterne-Superior-Hotel

Falkensteiner & Spa Carinzia, DZ mit Verwöhn-

Halbpension, Wellness paket

• Benutzung des 2.400 m² großen Acquapura-SPA

und weitere Inklusivleistungen

• 3-Tage-TOP-SKIPASS Nassfeld

• Begleitung & Betreuung durch Profi-Bergführer

sowie durch den Freeride-Star Alex Huber

• Testmöglichkeit von Pieps-Sicherheits -

equipment: LVS-Gerät, Schaufel, Sonde

• optional SPORTaktiv-Bergschutz powered by

Nürnberger-Versicherung für die Dauer des Camps

• Top-Preis nur für SPORTaktiv-Leser: € 512,90,–

Aufpreis für Einzelzimmer/Aufenthalt: € 138,–

Die angegebenen Preise sind inkl. MwSt und aller Abgaben.

Weitere Infos: www.nassfeld.at/agb)

PROGRAMM

• Sicherheitsprolog

• 3 Tage Freeride-Technik mit den Freeride-Pros

• erweiterter Lawinensicherheits-Workshop

• Inside-Talk mit den Guides und aktiven Freeridern

• auf Wunsch: Aufstieg mit Fellen je nach Schnee- und

Wetterlage möglich

Alex Huber, der

„Local-Hero“, ist

wieder Chef-Guide

beim SPORTaktiv-

Freeride- Camp.

DAS ANGEBOT:|3 TAGE FREERIDEN|

IN KLEINEN GRUPPEN MIT|

TOPGUIDES, 3 NÄCHTE HP IM|

4-STERNE-SUPERIOR-HOTEL|

UM € 512,90|

ZUM TESTEN

ZIELGRUPPE

DIE UNTERKUNFT

Fotos: Nassfeld - Hermagor/AntonBrey, Falkensteiner, KK

PIEPS-Sicherheitspaket mit elektronischer

Sonde iProbe II 260, Lawinenschaufel

C660 und LVS-Gerät PIEPS Powder BT;

Freeride-Ski-Testmaterial gibt es gegen

einen Aufpreis vor Ort auszuleihen.

DEINE GESCHENKE

1 Paar „CEP“-Ski-Merino-Socks

(Wert € 49,90) & Microfiber-

Reversible-Hat von Buff®

Peeroton-Paket

gute Skifahrer mit hoher

Motivation fürs Freeriden

TEILNEHMER

maximal 24

REVIER

Freeride-Area Nassfeld

Unser Basecamp: das 4-Sterne-Superior-

Falkensteiner Hotel & Spa Carinzia

ANMELDUNG

Mit Kennwort „SPORTaktiv-Freeride-Camp“

Info & Servicecenter:

Nassfeld – Pressegger See

9620 Hermagor/Austria

T.: +43 (0) 42 85/82 41

E-Mail: info@nassfeld.at

www.nassfeld.at

SPORTaktiv

117


ES

GEHT

WIEDER

AUFWÄRTS

THERAPEUTISCHES

KLETTERN IST SO

ETWAS WIE DAS

SCHWEIZER

TASCHENMESSER

UNTER DEN

THERAPIEARTEN:

ES WIRD IN DER

ORTHOPÄDIE,

SPORTTHERAPIE UND

KINDERHEILKUNDE

EBENSO ANGEWANDT

WIE IN DER

PSYCHOTHERAPIE.

EINE EXPERTIN

ERKLÄRT, WIE ES

FUNKTIONIERT.

VON WOLFGANG LIU KUHN

Es war nur ein kurzer Moment im

Leben von Andrea Maruna – doch

einer, der ihren Weg nachhaltig

beeinflussen würde. Unverschuldet erlitt

die vom Klettern begeisterte Sportlerin

auf der Hohen Wand einen Unfall: „Ich

bin aufgrund eines Materialversagens

aus großer Höhe abgestürzt und habe

dabei ein Polytrauma erlitten. Unter

anderem hatte das eine Fraktur in der

Halswirbelsäule zur Folge. Für mich war

klar: Wenn ich nicht im Rollstuhl sitze,

dann möchte ich auf alle Fälle wieder in

den Klettersport zurück.“ Schon zuvor

hatte sie sich im Verlauf ihres Studiums

Gedanken darüber gemacht, wie man

ihren Lieblingssport auch für Patienten

anwendbar machen kann. „Ich habe

mich gefragt, welche Bewegungselemente

oder -abfolgen aus dem Klettern

therapeutisch nutzbar sind. Denn es

stimmt leider nicht, dass Klettern an

und für sich ‚therapeutisch‘ ist. Das war

mein Zugang: Wie kann ich den Sport

für Patienten attraktiv und verwendbar

machen?“

Spätestens seit ihrem Unfall im Jahr

2006 konzentriert sich die Sportwis-

Fotos: Claudia Ziegler

118 SPORTaktiv


senschafterin und Physiotherapeutin auf

therapeutisches Klettern, auch Klettertherapie.

„Ich weiß seitdem selbst, was es heißt,

Patientin zu sein. Damals hat mir die Erkenntnis

sehr geholfen, dass ich auf leichtem

Niveau mit einfachen Bewegungsabfolgen

wieder Klettern kann, und das war für meine

Motivation sehr hilfreich.“ Das therapeutische

Klettern verbindet die Vorteile dieses

Sports wie Motivation, Zutrauen, Selbstvertrauen

und Faszination mit therapeutischen

Möglichkeiten, beispielsweise zielgerichtetes

Bewegen, Koordination, Kräftigung und Stabilisation.

Motorische Defizite werden an der

Kletterwand spielerisch und erlebnisintensiv

beseitigt.

Stärkung für den Geist

Die Anwendungsgebiete sind dabei vielfältig,

wie Maruna erzählt: „Der Hauptfokus in der

Therapie liegt sicherlich auf der gesamten

Rumpfmuskulatur. Das betrifft alles, was in

Richtung Haltungsschwäche, Rückenschmerzen,

Skoliose, muskuläre Disbalance und so

weiter geht. Auf der anderen Seite kann ich

auch Schultergelenke, Muskelschwächen sowie

Instabilität behandeln. Das alles betrifft

den großen orthopädischen Traumabereich.

Ein zweiter Punkt umfasst diverse neurologische

Erkrankungen, so kann die Ansteuerung

der Bein- und Armmuskulatur trainiert werden.

Die Therapie kann also ebenfalls Menschen

helfen, die einen Schlaganfall erlitten

haben oder an Multipler Sklerose leiden.“

Auch bei psychischen Problemen kann eine

Klettertherapie positive Wirkungen zeigen,

wie schon Viktor Frankl feststellte. Der

Pionier der Psychotherapie sah im Klettern

eine heilsame Möglichkeit, um den Geist

eines Menschen gegenüber den Ängsten und

Schwächen der Seele zu stärken. Tatsächlich

werden bei dem Sport intensive Gefühle aktiviert,

die dabei helfen können, persönliche

Belastungen zu verarbeiten.

Doch warum gerade Klettern und nicht

eine andere Sportart? Expertin Maruna erklärt:

„Es ist einerseits ein funktionelles Training

der Muskeln, das heißt, man trainiert

sie nicht isoliert wie zum Beispiel auf einem

Krafttrainingsgerät, sondern in ihrer gesamten

Abfolge. Wenn man nicht die gesamte

Kette von Arm, Schulter, Rumpf und Bein

ansteuert, wird man sich auf der Kletterwand

nicht halten können und herunterfallen.

Andererseits ist es sehr leicht umsetzbar, man

braucht ja nur eine Kletterhalle, und davon

gibt es viele. Zudem ist das Gefahren- und

Verletzungspotenzial äußerst gering.“ Darüber

hinaus bietet Klettern unmittelbare

Erfolgserlebnisse, da man Ziele schnell und

SPORTaktiv

119


VOM ROBINSON

CLUB AUF DIE PISTE

Der Robinson Club Landskron in Kärnten,

direkt am Südufer des wunderschönen

Ossiacher Sees, startet mit neuem

Glanz in den Winter.

MAG. ANDREA

MARUNA, BSC

Loudonstr. 12,

1140 Wien

bzw. Edelweiss Klettercenter

Walfischgasse 12,

1010 Wien

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Foto: Robinson Club

Alle, die ihren Winterurlaub 2018/19

im Robinson Club Landskron verbringen

möchten, können sich freuen, denn

er wurde renoviert und erstrahlt rechtzeitig

zum Winterstart in neuem Glanz.

Der Club liegt im wunderschönen

Dreiländereck zwischen Österreich-Italien-Slowenien,

am Südufer des Ossiacher

Sees und nahe dem Skigebiet Gerlitzen

Alpe. Mit 60 Pistenkilometern

und 16 Liftanlagen ist dieses Skigebiet

ideal für Einsteiger, Fortgeschrittene

und für Familien. Das Bergrestaurant

lädt mit neuem Gästebereich zum abwechslungsreichen

Mittagessen ein.

Aber nicht nur für Ski- und Snowboardfans

bietet der Robinson Club

Landskron jede Menge Möglichkeiten:

Geführte Winterwanderungen und

Schneeschuhtouren, ein großer Wellness-Bereich,

sowie die herzliche Atmosphäre

machen jeden Aufenthalt zu

einem besonderen Erlebnis.

Und für alle unentschlossenen gibt

es die Robinson Schneegarantie. Die

ermöglicht bei Schneemangel eine gebührenfreie

Umbuchung bis zu 5 Tage

vor Anreise.

Weitere Informationen und Angebote

im Reisebüro oder unter

www.robinson.com

KONTAKT

0511/56780104 täglich 8-22 Uhr

www.robinson.com

sichtbar erreicht – während man am

Laufband 20 Minuten rennt und sich

nicht vom Fleck bewegt.

Viele Erfolgsgeschichten

So unterschiedlich wie die Anwendungsgebiete

sind auch die Kunden, die zur

Klettertherapie kommen: „Ich habe als

erste Gruppe typische Büroangestellte,

die einen Ausgleich von ihrer Arbeit

brauchen. Die möchten vor allem die

Muskeln kräftigen, welche für die aufrechte

Haltung verantwortlich sind.

Andererseits kommen Menschen mit

Diagnosen zu mir, die eine Verletzung

oder einen Unfall erlitten haben. Als dritte

Gruppe habe ich relativ viele Kinder,

die vom Schularzt kommen, weil sie ein

Gegengewicht zur Schule brauchen oder

keine Sportart gefunden haben, mit der

sie glücklich sind. Die möchten auch ihre

Stütz- und Haltemuskulatur trainieren.“

Im Verlauf der Jahre hat Maruna so

schon viele Erfolgsgeschichten erleben

können. Eine ist ihr besonders in Erinnerung

geblieben: „Eine ältere Patientin

war nach drei Einheiten überglücklich,

dass sie wieder den Mut hatte, stehend

in der Straßenbahn oder in der U-Bahn

zu fahren. Endlich hatte sie wieder genug

Selbstvertrauen, um sich an den Griffen

festzuhalten. Das hat mir gezeigt, dass

die Patienten diese Therapie in den Alltag

mitnehmen können, und das ist letztlich

das Entscheidende.“

DASS PATIENTEN

DIESE THERAPIE IN

DEN ALLTAG

MITNEHMEN

KÖNNEN, DAS IST

LETZTLICH DAS

ENTSCHEIDENDE.

Fotos: Claudia Ziegler

120 SPORTaktiv


Fotos: Mountain Attack, Skiwelt

HART, HÄRTER, MOUNTAIN ATTACK

Österreichs größtes und härtestes Tourenskirennen am 11.

Jänner 2019 in Saalbach.

SAALBACH. Bei DJ-Musik machen sich die Starter ab 15

Uhr bereit für die „Attack“ – denn um 16 Uhr fällt der

Startschuss für die rund 1000 Athleten. 1017 Höhenmeter

bei bis zu 70 Prozent Steigung gilt es allein beim ersten Anstieg

zu meistern. Drei Distanzen stehen bei der Mountain

Attack zur Wahl: Marathon (3010 Höhenmeter, 6 Gipfel),

Tour (2036 Höhenmeter, 5 Gipfel) und das Schattberg

Race als reines Vertical mit 1017 Höhenmetern. Beim Zieleinlauf

werden die Sportler von einer Liveband empfangen.

www.mountain-attack.at

SUPER SPAREN BEIM SKIURLAUB

In der SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental kann man in den

„SuperSkiwochen“ besonders günstig urlauben.

TIROL. Klingt verlockend: Jetzt zu Saisonstart von 8. bis 21.

Dezember und noch einmal von 16. bis 31. März finden in

der Tiroler SkiWelt die „SuperSkiwochen“ statt. Die Ski-

Welt Wilder Kaiser – Brixental gehört zu den größten und

modernsten Skigebieten der Welt; und ab 2 Übernachtungen

gibt es in den Angebotszeiträumen Vergünstigungen auf

Unterkunft, Skipass, Leihausrüstung und Skischulen. Und:

Familien, die im gleichen Zeitraum urlauben, erhalten für

alle Kinder bis 15 den Skipass kostenlos. Reinschauen:

www.skiwelt.tirol

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ATRACK: Definition einer neuen Rucksackkategorie.

Wasserdichter Outdoor-Rucksack mit einzigartigem

Öffnungsprinzip für eine neue Art zu reisen.


SCHÖNE AUSSICHT AUF SILVESTER

Ein Tipp für den außergewöhnlichen Rutsch ins Jahr 2019:

das Bergsilvester am 31. Dezember in Hopfgarten in Tirol.

TIROL. Einen sportlichen Urlaub mit einem speziellen

Silvestererlebnis kann man in Hopfgarten im Tiroler Brixental

miteinander kombinieren. Beim Bergsilvester an der

Hohen Salve werden auf der Salvenalm und im Tenner Stadl

kulinarische Schmankerln serviert – die Gondelbahn fährt

zwischen 19 Uhr und 2 Uhr früh ab Hopfgarten bis zur

Mittelstation (Hin- und Rückfahrt kosten 16 Euro). Zehn

Minuten nach Mitternacht startet das Feuerwerk am Berg –

ein Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt.

www.hohe-salve.com

Bergbahnen Hohe Salve, Weigand

ZAUBERHAFTER ADVENT IN MITTERSILL

Der traditionelle Mittersiller Nationalpark-Adventmarkt

lockt mit Genuss und unvergesslicher Stimmung.

SALZBURG. Bei Punsch und Glühwein kann man es sich

in der Vorweihnachtszeit so richtig gut gehen lassen. Auf

dem traditionellen Mittersiller Adventmarkt kann man

kulinarische Schmankerln nach Herzenslust probieren.

Neben diversen Geschenkideen erwarten dich Christbaumschmuck,

Wollprodukte und Spielzeug aus Holz. Das

Kinderprogramm verkürzt den Jüngsten auch das Warten

auf das Christkind. Und: In der Mittersiller Altstadt gibt es

tolle Aktionen und ein großes Weihnachtsgewinnspiel.

www.mittersill.info

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BEGINNERS

FOR

EXPERTS

FOR

RESTARTERS

56. HOCHFÜGNER SEILRENNEN POWERED

BY BMW XDRIVE

Das Seilrennen in Hochfügen findet von 28. bis 31. März

zum bereits 56. Mal statt. Mit dabei sind viele Stars.

TIROL. Unter dem Namen „Seilrennen powered by BMW

xDrive“ geht der Klassiker in Hochfügen zum 56. Mal

über die Bühne. Drei Skifahrer binden sich mit einem Seil

zusammen und rasen über eine Rennstrecke. Dabei kehren

heuer Stars wie Michaela Dorfmeister und Günther Mader

nach Hochfügen zurück, es gibt statt einem gleich vier Tage

voller Action. Das Snowlicious-Finale, eine Konzertbühne,

der Winterzauber-Almmarkt und die Hochfügen-Nacht

sind nur einige der vielen Höhepunkte.

www.hochfuegenski.com

Fotos: Hohe Salve, Mittersill, Hochfügenski

122 SPORTaktiv

Follow us: Swiss Ski School


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STÖSST AUF EINE FRAGE:

WELCHES SICHERUNGS GERÄT

SOLL ICH VERWENDEN? UND:

ERST LEIHEN UND LERNEN –

ODER GLEICH KAUFEN?

WAS ES AM MARKT DER

SICHERUNGSGERÄTE GIBT,

UND WOFÜR

KLETTEREINSTEIGER

SICH ENTSCHEIDEN SOLLEN.

VON CHRISTOF DOMENIG

FOTOS: THOMAS POLZER

124 SPORTaktiv


AUTOTUBER SIND GUT FÜR|

EINSTEIGER GEEIGNET UND|

IM SPORTKLETTERN|

DIE BELIEBTESTEN GERÄTE. |

HALBAUTOMATEN BLOCKIEREN|

NOCH ZUVERLÄSSIGER, IHRE|

BEDIENUNG IST ABER ZUMEIST|

KOMPLEXER.|

TUBER SIND IN DEN HÄNDEN VON|

GEÜBTEN KLETTERERN|

AM BESTEN AUFGEHOBEN.|

örpergewicht, Schwerkraft

und Sturzdynamik

– es ist simple Physik:

K

Stürzt ein Kletterer

ins Seil, treten enorme

Kräfte auf. Dass diese Kräfte von einem

einzelnen sichernden Partner gebändigt

werden können, ermöglicht das

Sicherungsgerät. So lässt sich, grob vereinfacht,

die Funktion eines Sicherungsgeräts

beschreiben. Um das Wichtigste

aber gleich vorneweg zu betonen: Ganz

oben in der „Sicherheitskette“ steht

immer der Mensch, nicht das Gerät.

Der Umgang mit jedem Sicherungsgerät

erfordert neben Verantwortungsbewusstsein

eine jederzeit saubere, korrekte

Bedienung, damit die Geräte ihre Funktion

erfüllen können – und diese Bedienung

muss man erlernen. Am besten

funktioniert das in professionell angeleiteten

Kursen, wie sie in allen Kletterhallen

ständig angeboten werden.

Was man auch wissen muss: In der

Bedienung unterscheiden sich Sicherungsgeräte

beträchtlich. Anders als

beim Auto, wo sich Gas-, Brems- und

Kupplungspedal immer an der gleichen

Stelle befinden, sind die erforderlichen

Handgriffe beim Sichern vom verwendeten

Gerät abhängig.

Umso wichtiger ist es, von Anfang an

mit jenem Gerät, das für die eigenen Bedürfnisse

wirklich passt, zu lernen. Grob

lässt sich der Markt der Sicherungsgeräte

in drei Gerätegruppen unterteilen, erklärt

Stefan Kleinhappl von der Kletterhalle

„City Adventure Center“ in Graz:

„Tuber, Autotuber und Halb automaten.

Tuber sind am längsten am Markt, und

es gab Zeiten, da wurde fast ausschließlich

mit Tubern gesichert“. Heute gibt es

seit Längerem Autotuber und Halbautomaten.

Beide Konzepte haben einen

wichtigen Vorteil gegenüber Tubern:

Kommt es zu einem Sturz, verfügen sie

über eine Brems- und Blockierfunktion,

die manchen Sicherungsfehler auszugleichen

vermag, und ein zusätzliches

Sicherheitsnetz bietet. Fehlbedienungen

sind zwar nach wie vor mit keinem Gerät

grundsätzlich ausgeschlossen – doch

„Bodenstürze sind durch Halbautomaten

und Autotuber stark zurückgegangen“,

weiß Kleinhappl.

Klare Empfehlung für Anfänger

Der Experte spricht deshalb eine klare

Empfehlung aus: „Anfänger sollten mit

einem Sicherungsgerät sichern, das eine

Blockierfunktion hat. Also mit Autotubern

oder Halbautomaten. Tuber sehe

ich nicht mehr im Einsteigersegment,

sondern bei Fortgeschrittenen.“ Auch

Tuber haben ihre unbestreitbaren Vorteile:

Ein einfaches Handling beim Seilausgeben

und Ablassen sowie die Möglichkeit,

„dynamisch“ zu sichern. Heißt:

Ein Sturz lässt sich vom erfahrenen

Sichernden mit einem Tuber am weichsten

abfangen, die Sturzdynamik lässt

sich per Hand regulieren. „Für Profis ist

der Tuber gut und sinnvoll, aber für Anfänger

bieten die anderen Geräte mehr

Sicherheitsreserven“, sagt der Experte.

Autotuber und Halbautomaten haben

beide ihre spezifischen Vorteile:

Autotuber ähneln im Aufbau und in

der Funktion Tubern, haben aber eben

eine Blockierfunktion. Mammut Smart,

Salewa Ergo oder das AustriAlpin Fish

sind bekannte Vertreter dieser Gruppe.

„Sie sind im Sportklettern derzeit die

am stärksten verbreiteten Geräte und

sowohl im Top-Rope wie im Vorstiegsklettern

gut einsetzbar“, erklärt Kleinhappl.

Das Vorstiegssichern funktioniere

mit Autotubern einfacher als mit Halbautomaten.

Halbautomaten verfügen über eine

Blockierfunktion, die noch zuverlässiger

funktioniert – dazu gehört beispielsweise

das aktuelle Petzl Grigri Plus oder das

Edelrid Eddy; sie sind deshalb auch etwas

teurer. Topropeklettern lässt sich mit

Halbautomaten ebenso einfach wie mit

Autotubern. „In unseren Kursen halten

wir es so, dass wir Autotuber verwenden,

wenn Einsteiger die Ambition haben,

sich später weiterzuentwickeln. Weil

eben das Vorstiegsklettern damit einfacher

funktioniert. Bei Schnupperern,

SPORTaktiv

125


STEFAN

KLEINHAPPL

ist staatlich geprüfter Bergführer,

Klettertrainer und

leitet die Kletterhalle

City Adventure Center

(CAC) in Graz.

MARCO

LAMPRECHT

(im Bild links) ist Kursleiter

und Sicherheitsverantwortlicher

in der CAC-Kletterhalle.

www.c-a-c.at

oder Sportlern, die stets nur Toprope

klettern wollen, verwenden wir dagegen

Halbautomaten.“

Punkte, auf die Einsteiger achten

Welches Gerätesegment, und innerhalb

des Segments wiederum welches Sicherungsgerät

man nun bevorzugt, hängt

also einerseits vom Einsatzbereich und

von der eigenen Ambition ab. Andererseits

auch vom Angebot: Üblicherweise

werden bei Kursen die Sicherungsgeräte

vom Anbieter zur Verfügung gestellt.

Erst wenn man den Umgang beherrscht,

empfiehlt Kleinhappl einen Kauf.

Zusammenfassend sind es für Stefan

Kleinhappl drei Punkte, die ein gutes

und für Einsteiger geeignetes Sicherungsgerät

ausmachen:

ERSTENS soll das Seil einfach

ausgegeben und eingezogen werden

können. Ein wichtiger Hinweis: „Jedes

Sicherungsgerät hat einen vorgeschriebenen

Seildickebereich, den man

beachten muss“. Ist ein Seil zu dünn,

funktioniert der Bremsmechanismus

nicht, ist es zu dick, wird das Handling

erschwert. Aufpassen heißt es vor allem

bei etwas älteren Sicherungsgeräten,

weil Seile in den letzten Jahren tendenziell

dünner wurden.

ZWEITENS soll das Ablassen einfach

und sicher funktionieren. Bei

Halbautomaten empfiehlt Kleinhappl

diesbezüglich darauf zu achten, dass eine

„Panikfunktion“ vorhanden ist. Darunter

versteht man eine Vorrichtung, die

sicherstellt, dass bei versehentlichem,

zu schnellem Ablassen des Kletterpartners

ein Blockieren eintritt: Nicht alle

Halbautomaten verfügen über so eine

Funktion.

DRITTENS sollten Stürze möglichst

sicher gehalten werden können – „das

macht eine zuverlässige Blockierfunktion

deutlich leichter.“

In den letzten Jahren sind auch sogenannte

Vorschaltwiderstände aufgekommen:

Diese werden zusätzlich zum

Sicherungsgerät verwendet und eignen

sich dafür, Gewichtsunterschiede zwischen

Kletterpartnern auszugleichen.

Wenn ein leichterer Partner einen

schwereren sichert, etwa wenn Pärchen

klettern, ist so ein „Bremskraftverstärker“

durchaus eine Empfehlung wert.

Neu am Markt und ein interessantes

Konzept bietet auch das Wild Country

Revo – ein Tuber, der bei unkontrolliert

schnellem Seildurchlauf blockiert. Da

aber Tests und vor allem Langzeiterfahrungen

mit dem Revo fehlen, möchte

Experte Kleinhappl dieses Gerät derzeit

dennoch eher in den Händen von Geübten

wissen.

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126 SPORTaktiv


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Foto: Ranggetiner

HERBERT

RANGGETINER

... ist Profikletterer

und einer der

besten Extrem kletterer

Europas – und ein

„Querdenker“ der

Outdoorsport szene.

In seiner „Outside“-

Kolumne lässt er die

SPORT aktiv-Leser

an seinen Gedanken

teilhaben.

Ich alias „harter Hund“ spüre meine Finger

nicht mehr, mein Kumpel der Spanier schreit

„muy frio“, also arschkalt oder so ähnlich!

Noch vor Minuten kletterten wir einige Seillängen

am sonnenerwärmten Fels, doch im Winter

werden solche Aktionen schnell von einer Wolke

beendet. Der Spanier und Väterchen Frost

werden wohl keine „best friends“. Für mich hat

der Winter etwas mit Magie zu tun (abgesehen

von Pfotenabfrieren und einem pavianähnlichen

Hinterteil). Als Kinder waren wir ständig

draußen im meterhohen Schnee, bauten wilde

Skipisten oder Schneehöhlen, warm eingepackt

und mit Endlosenergie! Eine Horde sorgenfreier

Knirpse im Schneesturm, weit und breit kein

Erwachsener, beim Abendessen musste man zu

Hause sein, fertig. Danach mit roten Wangen

am Kachelofen bei Kletzenbrot und heißem Tee.

Ich denke, es sind diese prägenden Erlebnisse,

die mich heute Dinge mit extremer Klarheit

und Verspieltheit angehen lassen. Wenn Frau

Holle ihre Betten schüttelt muss ich raus – in

diese weiche Materie, der ich im Gelände mit

viel Respekt gegenübertrete. Was gibt es Genialeres,

als mit den Skiern in einen Hang einzutauchen,

der Pulverschnee streichelt dir übers

Gesicht und du ziehst mühelos deine Schwünge.

Du reitest über Hügel, springst und surfst im

Powder wie ein Cowboy der Gegenwart und

alles mit dieser Leichtigkeit der Sinne, die mit

Leichtsinn gar nichts zu tun hat.

Wer den Winter nie erlebt hat, vermisst ihn

auch nicht, wie mein spanischer Kumpel, der

als Kind wahrscheinlich im Meer nach Muscheln

getaucht hat. Frau Holle, du wirst wohl

auch nicht mehr die Knackigste sein, aber bitte

schüttle, gib alles und dann meinetwegen ab mit

dir an den Strand zum Chillen. Ja, du bist wohl

die zweite wichtige Frau in meinem Leben.

SKYLOTEC entwickelt und produziert

hochspezialisierte Fallschutzausrüstungen

für Industrie und Klettersport.


SPUREN

IM SCHNEE

EINE GUT ANGELEGTE

AUFSTIEGSSPUR IST FÜR

SKITOURENGEHER WIE EINE

VISITENKARTE. WORAUF ES

ANKOMMT, WENN MAN

DIE ERSTE SPUR IM

GELÄNDE ZIEHT.

VON CHRISTOF DOMENIG

Wer nur auf Modeskitouren unterwegs

ist, hat vielleicht noch nie selbst eine

Aufstiegsspur angelegt. Dabei ist „eine

schön angelegte Spur die Visitenkarte eines Skitourengehers,

deine Unterschrift im Schnee“, wie

es Martin Edlinger, Bergführer und Leiter des

Skitourenreferats der Naturfreunde, ausdrückt.

Was ist aber nun eine „schöne“ Spur? Und wieso

ist es wichtig, sich bei der Spuranlage ein paar

Gedanken zu machen? Einerseits geht es dabei

darum, kräfteschonend unterwegs zu sein. Und

andererseits gilt es, Gefahrenbereiche möglichst

zu umgehen. „Aus meiner Sicht sollte eine Spur

möglichst gleichmäßig, in nicht zu steiler Neigung

angelegt werden, dem Gelände angepasst

und zugleich risikobewusst“, sagt Edlinger.

In der Spur

Das „Glück der ersten Spur“ gibt es nicht nur

bergab, sondern auch bergwärts. Auf beliebten

Touren ist es fast eine Seltenheit. Gehen in einer

Spur, die jemand anderer schon gelegt hat, ist

vorderhand zumindest ökonomischer als eine

neue Spur anzulegen. Es heißt aber auch: „Kopf

einschalten“. „Eine vorhandene Spur suggeriert

einen gewissen Sicherheitspolster und verleitet

zum Gedanken: Da ist schon jemand gegangen,

da ist es also sicher. Das ist jedoch definitiv ein

falscher Schluss, zu dem man sich nicht verleiten

lassen sollte“, warnt Martin Edlinger.

Erste Spuren, denen dann die Masse gern folgt,

werden oft auch von konditionsstarken Sportlern

angelegt. Erkennbar an einer geraden, steilen Li-

nie. „Die Masse der Normalskitourengeher folgt

der Spur und hinterfragt nicht, dass sie damit

stärker ermüden und letztlich länger brauchen, als

wenn sie eine flachere, gleichmäßigere Spur selbst

anlegen.“ Hinterfragen sollte man auch, ob eine

vorhandene Spur denn wirklich zum anvisierten

Ziel führt. Mancher Zielgipfel ist durch bloßes

„Nachlatschen“ schon verfehlt worden, weiß der

Bergführer.

Was eine gute Spuranlage ausmacht

Das Thema Spuranlage beginnt schon zu Hause

während der Tourenplanung. Auf Karten ließe

sich schon viel erkennen. Zum Beispiel, ob ein

steiler Hang über einen seitlich flacher verlaufenden

Rücken umgangen werden kann. Sich mit

der Topografie mittels Karte im Voraus vertraut

zu machen, ist also der erste Schritt zu einer guten,

„schönen“ Spurwahl. „Vorausschauende Geländebeurteilung“

bezieht natürlich die Verhältnisse

vor Ort mit ein. Wieder ein Beispiel: „Links

im Hang ist deutlich frischer Triebschnee ersichtlich.

Folglich werde ich die Spur besser rechts im

Hang ziehen, wo es eher abgeblasen ist.“

Unterwegs sollte ein Wechsel zwischen steil

und flach so gut wie möglich durch die Wahl der

Spur ausgeglichen werden. Gleichmäßig steiles

Ansteigen bedeutet ökonomisch voranzukommen.

Eine gute Spurwahl nutzt dazu Geländeformen geschickt

aus: „Eine gerade Linie von Punkt A nach

Punkt B muss nicht immer der beste Weg sein,

etwa wenn ein leichter Rücken dazwischen liegt.

Es gilt, den Zielpunkt B zwar im Auge zu behalten,

Foto: Scarpa

128 SPORTaktiv


SPORTaktiv 129


aber die Geländeform des Rückens auszunützen.

Der Weg wird zwar etwas länger,

aber die Neigung bleibt konstant und

eine schöne, gleichmäßige, kräfteschonende

Spur entsteht.“

Dass ein etwas längerer, dafür flacherer

Weg oft kraftsparender ist, gilt erst

recht im steilen „Spitzkehrengelände“,

das ziemlich genau ab 30 Grad Hangneigung

beginnt. Spitzkehren haben

generell den Nachteil, dass sie kräftezehrender

sind – „so lange es geht, sollten

Richtungsänderungen in flacheren

Bereichen vorgenommen und in Bogenform

bewältigt werden“, sagt Edlinger.

Kommt man um eine Spitzkehre nicht

herum, dann gilt: „So wenige Spitzkehren

wie möglich, so viele wie nötig.“

Gefahrenstellen berücksichtigen

Nicht vergessen darf man bei all dem,

dass ab 30 Grad Hangneigung jenes

Gelände beginnt, in dem Schneebrettlawinen

möglich sind und in dem 95

Prozent aller Lawinenunfälle passieren.

„Neben dem Gelände sind die Lawinenverhältnisse

der entscheidende Schlüssel

der Spuranlage. Die Spur muss sehr bewusst

in Abstimmung und Beurteilung

der vorherrschenden Lawinensituation

gelegt werden.“

Grundsätzliches Ziel der Spuranlange

ist es hier, Gefahrenstellen zu erkennen

und bestmöglich zu umgehen oder zu

meiden. Was sind solche Stellen? „Auf

der einen Seite hilft der Lawinenlagebe-

MARTIN EDLINGER

ist staatlich geprüfter Berg- und

Skiführer und leitet die Referate

Bergsport und Skitouren bei den

Naturfreunden Österreich.

www.naturfreunde.at

richt auf die aktuellen Gefahrenstellen

aufmerksam zu machen: zum Beispiel

eine gewisse Hangexposition oder Höhenlage,

kammnahe Geländebereiche

oder mit Triebschnee gefüllte Rinnen

und Mulden. Auf der anderen Seite sollte

man lokale Gefahrenstellen bei einer

vorausschauenden Planung der Spuranlage

vor Ort finden, um ihnen ausweichen

zu können.“ Bereiche wie etwa

Gräben im Auslaufbereich eines Hanges.

Oder viele andere: Alle Gefahrenquellen

hier aufzuzählen, würde zu weit führen

und ist vielmehr Teil einer fundierten,

,,SO OFT WIE

MÖGLICH

SELBST

SPUREN –

STATT SPUREN

NUR FOLGEN.“

lawinenkundlichen Ausbildung. Nur so

viel: Mit einer guten Spuranlage könne

man nicht immer, aber sehr oft solche

Gefahrenbereiche gut umgehen.

So oft wie möglich spuren

Wissen ist das eine, die Praxis das andere.

„So oft wie möglich selbst spuren – und

nicht blindlings einer anderen Spur nachgehen“,

rät Martin Edlinger allen Skitourengehern,

die an ihrer „Visitenkarte

im Schnee“ arbeiten wollen. Heißt: Auch

wenn man mit erfahrenen Tourengehern

unterwegs ist, nicht immer nur nachgehen,

sondern selbst die Verantwortung

in die Hand nehmen. „Dabei verbessert

man das Gespür, das Gelände zu lesen,

dem Gelände angepasst zu spuren. Und

man erhält auch viel besser Informationen;

typische Alarmzeichen beim Spuren

sind Risse in der Schneedecke oder

Wumm-Geräusche. Auch daran soll sich

die Spuranlage ausrichten.“

Foto: Naturfreunde/Martin Edlinger

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Gardasee das neue Resort. Mit dem

Quellenhof Luxury Resort Lazise erfüllt

sich Familie Dorfer einen lang gehegten

Traum, am Gardasee ein exklusives, modernes

Haus zu schaffen. Die Eröffnung

ist für Anfang des Jahres 2019 geplant.

Sowohl im Passeiertal wie auch in Lazise

sucht vor allem das exklusive, vielfältige

Wellness & Spa-Angebot seinesgleichen.

Geteilt sind die luxuriösen

Wellnessbereiche in „adults only“ und

Familienbereiche, um die Bedürfnisse

aller Ruhesuchenden erfüllen zu können.

Daneben bestechen beide Resorts durch

ihr ausgezeichnetes kulinarisches Angebot.

Im neuen Quellenhof Luxury Resort

Lazise genießen die Gäste vom Panorama-Restaurant

mit Cabrio-Dach einen

traumhaften Ausblick auf den See.

Logiert werden kann in beiden Resorts

in kuscheligen Doppelzimmern, luxuriösen

Suiten oder aber auch exklusiven

Chalets oder Penthouse Pool Villen. Alles

Weitere zu beiden Quellenhof Luxury

Resorts: www.quellenhof-resorts.it

SPORTaktiv

131


URBAN OUTDOOR

Der FJÄLLRÄVEN Keb Hike

20 ist ein stabiler Rucksack,

der sich für alpines Wandern

und Tagesskitouren sehr gut

eignet. Ersatzkleidung findet

reichlich Raum und es gibt ein

Fach für die Trinkblase. Der

Rucksack macht auch in der

City eine gute Figur.

www.fjallraven.de

MIT WOLLE VON

BERGSCHAFEN

Die klein packbare SALEWA

Ortles Hybrid TirolWool

Celliant-Jacke verdankt ihre

Isolationseigenschaften Tiroler

Bergschafen. Durch eine

spezielle Behandlung ist die

Wolle wunderbar weich und

reflektiert die Körperwärme.

www.salewa.at

FESCH, ROBUST

UND VIELSEITIG

Der Lederhandschuh STUBAI Iconic ist

fürs Abseilen, Eisklettern, Drytooling

oder Klettersteiggehen konzipiert und

eignet sich auch für Skitouren und zum

Wandern. Durch die leichte Fütterung

ist er an wärmeren Wintertagen

ideal eingesetzt.

www.stubaisports.com

OUT

DOOR

VOLLER SCHUB VOM

START BIS INS ZIEL

NEWS

Leki‘s HRC TEAM aus Karbon

liegt dank Zwei-Komponenten-

Griff aus Naturkork und der

verstellbaren Schlaufe perfekt

in der Hand. Die lässt sich

dank Trigger System ebenso

schnell vom Stock lösen,

wie sicher Teller und Spitze

wechseln lassen.

www.leki.com

DAMMKAR

Wie die legendäre

Tourenabfahrt heißt diese

Skijacke von MAIER SPORTS:

Dammkar. Die leicht wattierte

und extrem atmungsaktive

Primaloft-Jacke gibt es in

puristisch-stylischem Rot oder

Blau als Damen- und (im Bild)

als Herrenmodell.

www.maier-sports.com

LEICHT GEMACHT

Rundum erneuert geht der bewährte

Skitourenrucksack DEUTER Rise Lite 28 nun

in einer neuen Gewichtsklasse an den Start –

unter 1200 Gramm. Die Sicherheitsausrüstung

findet leicht erreichbar im Frontfach ihren Platz.

www.deuter.com

Fotos: Hersteller

132 SPORTaktiv


EQUIPMENT

CRIMP

TOURENSTÖCKE

nuovoline.at | © Fotos: Stubai ZMV; © Imagefoto: Stijn Van Hulle

Laptopfach für 16“

MESSENGER BAG 30 L

RUCKSACK

ICE TRACK

STEIGEISEN

ICONIC

LEDERHANDSCHUHE

stubai-sports.com


UNTERWEGS MIT

PIPPI LANGSTRUMPF

MARIA MATTERSBERGER IST

NATIONALPARK-RANGERIN.

IHR ARBEITSPLATZ: DIE NATUR

OSTTIROLS. MEISTENS ZUMIN-

DEST. UNS HAT SIE ERZÄHLT, WAS

„RANGER-SEIN“ HIERZULANDE

BEDEUTET, WAS SIE MIT EINER KIN-

DERBUCH-HELDIN VERBINDET UND

WELCHE AUFGABEN IHR

JOB MIT SICH BRINGT.

SPOILER: ES SIND VIELE!

VON CLAUDIA RIEDL

Keine khakifarbene Uniform,

kein Hut und kein Hüftgurt mit

Pistole! Maria Mattersberger ist

eine Rangerin. Ihr Einsatzgebiet: der

Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol.

Mit dem Bild, das viele vermutlich

von einem „Ranger“ im Kopf haben

(Hollywood lässt grüßen), hat sie aber

optisch nicht viel gemein. „Eine einheitliche

Kleidung tragen wir Ranger

hier schon, aber mit dicken, schwarzen

Sonnenbrillen und Gewehren laufen wir

nicht herum“, lacht Maria, die solche

Vergleiche längst kennt und gesteht:

„Viele Leute wissen nicht genau, was sie

sich unter einem hiesigen Ranger vorstellen

sollen und was wir alles machen.

Da besteht oft Erklärungsbedarf.“

Aber Maria erklärt gerne. Aufg’legte Sache,

denn die Wissensvermittlung macht

einen wesentlichen Bestandteil ihrer

Arbeit aus. „Eine Hauptaufgabe des

Rangers besteht darin, Besuchergruppen

durch die Schutzgebiete zu führen und

die Gäste mit der Tier- und Pflanzenwelt

sowie dem Naturschutz vertraut zu

machen.“ Und was viele nicht wissen:

Fotos: Nationalpark Hohe Tauern/Robert Maybach, Martin Lugger

134 SPORTaktiv


MARIA MATTERSBERGER

ist 32 Jahre alt und seit 13 Jahren Rangerin im

Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol. Ihr Leitsatz:

„Die Gebirge sind stumme Meister und machen

schweigsame Schüler.“

(Johann Wolfgang von Goethe)

Nature Watch

in Osttirol am

Fuße des

Großglockners.

Nicht nur in, sondern auch abseits des „Freilicht“-Klassenzimmers

wird Bildungsarbeit

geleistet. „Wir halten Vorträge an Schulen,

organisieren Projekttage und veranstalten

Naturerlebniscamps für Jung und Alt.“

Zweites wichtiges Standbein des Rangerberufs

ist der Naturschutz. Mit anderen Worten:

Ranger kontrollieren Informationstafeln,

stellen Hinweisschilder auf, halten Lehrpfade

instand und betreuen Beobachtungshütten.

On top erfassen sie die im Schutzgebiet

lebenden Pflanzen und Tiere und achten darauf,

dass Nationalpark-Besucher auf den Wegen

bleiben. Puh, ganz schön viel Arbeit! Das

war’s jetzt aber, oder? Nope! „Aus Jux hab ich

mit meinen Kollegen einmal aufgeschrieben,

wie viele Berufe ein Ranger eigentlich in sich

vereint. Es sind 54“, lacht Maria. Soll heißen?

„Im Grunde bin ich Tischler, Techniker,

Doktor, Verkäufer, Lehrer, Kindergärtner,

Clown und natürlich Naturschützer in einem.

Von der Bespaßung der Gäste bis hin

zum Verarzten kleiner Wehwehchen ist alles

dabei.“ Ein anderer würde angesichts dieses

Aufgabenbergs wahrscheinlich nicht mehr

lachen. Nicht so Maria. Sie liebt ihren Job –

und zwar alle 54 Facetten davon.

,,MEINE MAMA

HAT IMMER

GESAGT, ICH SEI

MIT RUCKSACK

AUF DIE WELT

GEKOMMMEN. “

Das ganze Jahr im Einsatz

Rangerin zu werden war Marias Kindheitstraum.

Schon zu ihrer Schulzeit in der

Osttiroler Gemeinde Matrei kamen immer

wieder Nationalparkwarte oder Nationalparkbetreuer,

wie sie vor dem klangvollen

Anglizismus „Ranger“ genannt wurden,

für Vorträge in die Klassenzimmer. Eine

gemeinsame Projektwoche im Kalser Ködnitztal

(Osttirol) hat die junge Maria dann

vollends von ihrem Berufswunsch überzeugt:

„Ich war fasziniert von den Erzählungen der

Ranger, von der Natur, den Bergen und ganz

besonders von den Wildtieren in unserem

Nationalpark.“ Draußen unterwegs war die

Osttirolerin aber schon immer gerne, hat

viele Sommermonate auf der Alm verbracht:

„Meine Mama hat immer gesagt: ‚Die Maria

ist mit Rucksack auf die Welt gekommen‘“.

Nach einem lerntechnischen Zwischenstopp

an der Hotelfachschule startet sie 2005

schließlich die Ausbildung zum Nationalpark-Ranger,

die mindestens zwei Jahre dauert

und seit 2010 österreichweit einheitlich

ist. „Damit man Besuchergruppen durch den

Park führen darf, muss man zusätzlich die

Ausbildung zum Bergwanderführer absolvieren“,

stellt sie klar. Nicht zu verwechseln mit

einem Bergführer übrigens, der mit Gästen

auch im hochalpinen Gelände unterwegs sein

darf, wo technische Hilfsmittel wie Steigeisen

benötigt werden.

Heute arbeitet Maria – gleich wie 12 ihrer

Kollegen – als „Ganzjahres“-Ranger im

SPORTaktiv

135


SYMBIOZ

Hochgebirgsnationalpark Hohe Tauern

in Osttirol, das mit Kärnten und Salzburg

das gemeinsame, 1856 km 2 große

Schutzgebiet bildet. „Früher war unser

Beruf ein Sommerjob, heute ist man

als Ranger das ganze Jahr im Einsatz.“

Geführte Touren werden also auch im

Winter angeboten (siehe Kasten rechts

unten). „Da packen wir dann unsere

Schneeschuhe aus“, erzählt Maria.

„Winter-Mode on“ heißt’s dann etwa

bei den Nature-Watch-Touren mit

Wildtierbeobachtung. Ausgerüstet

mit Spektiv und Fernglas ist man hier

Gämse, Schneehase und Co. in freier

Wildbahn auf der Spur. Und zwar

buchstäblich, denn gerade im Schnee

lassen sich Tierspuren besonders gut

erkennen. Und die Rangerin legt gleich

mit weiteren Schmankerln aus dem

Winterprogramm nach: „Besonders

magisch sind unsere Sonnenuntergangswanderungen

und Vollmondtouren

auf Schneeschuhen. Bei Mondschein

wirkt der Park nochmal ganz

anders als am Tag.“

„Widewide“ wie es ihr gefällt

Apropos Magie: Seit 13 Jahren ist

Maria jetzt schon als Rangerin im

Einsatz. Magische Momente hat’s da

sicher schon viele gegeben, oder? „Ja,

allerdings! Ein sehr schönes Erlebnis

hatte ich erst heuer. Da war ich drei

Tage lang mit einer Musikklasse unterwegs

und am letzten Tag haben

mich die Schüler mit einem eigens

für mich umgedichteten Lied überrascht.

Das war für mich ein schönes

Zeichen der Wertschätzung.“ Und

eine weitere Besucher-Geschichte

ließ sich die Osttirolerin auch noch

entlocken: „Immer wieder passiert

mir das! Mindestens einmal im Jahr

kommt ein Gast zu mir und meint,

ich schaue jemandem ähnlich. Und

dann fällt der Groschen: ‚Ah, wie die

Pippi Langstrumpf schaust du aus!‘“

Zugegeben, gewisse Parallelen in

puncto Optik gibt’s schon zwischen

der Maria und der Pippi. Auch beim

Charakter? „Ich bin auf jeden Fall

eine sehr offene Persönlichkeit. Fad

wird’s mit mir auf Tour sicher nicht.“

Und auch für Maria selbst hat nach

über einem Jahrzehnt die „Rangersache“

nichts an Reiz eingebüßt. „Mein

Job steckt voller Abwechslung. Jeden

Tag lerne ich neue Leute kennen, darf

neue Herausforderungen anpacken.“

Einen 9-to-5-Job hat sie (meist) nicht:

„Mein Tag kann schon mal in den

frühen Morgenstunden starten und

am späten Abend enden.“ Aber das

stört Maria nicht: „So viel Vielfalt am

Arbeitsplatz bekommt nicht jeder geboten.

Mir taugt’s. Und meinen Wandergästen

auch!“, schwärmt sie. Noch

Erklärungsbedarf nötig?

NATIONALPARK-

ERLEBNISSE

IM WINTER

DIENSTAGS – FREITAGS VOM

18.12.2018 – MITTE MÄRZ 2019

NATURE WATCH TOUREN

REGION: MATREI I.O., VIRGEN- & DEFEREG-

GENTAL, KALS A. GROSSGLOCKNER

20. & 21.01.2019 /

18. & 19.02.2019 / 20. & 21.03.2019

VOLLMONDTOUREN – MYTHOS BERG

REGION: KALS A. GROSSGLOCKNER,

MATREI I.O., VIRGEN- & DEFEREGGENTAL

03.01.2019 SOWIE DONNERSTAGS

VOM 31.01. – 07.03.2019

SONNENAUFGANGSWANDERUNG AUF

SCHNEESCHUHEN

REGION: LIENZ – ZETTERSFELD

RENT A RANGER

INFOS/BUCHUNG

WEB: WWW.NATIONALPARK.OSTTIROL.COM

MAIL: NATIONALPARKSERVICE.TIROL@HOHETAUERN.AT

136 SPORTaktiv

tsloutdoor.com


DAS FESTIVAL FÜR

SCHNEESCHUHE

IM JÄNNER KOMMEN FANS VON

SCHNEESCHUWANDERUNGEN

VOLL AUF IHRE KOSTEN.

30 VERANSTALTUNGEN IN 1O

TAGEN LOCKEN IN DIE SCHNEE-

SCHUHREGION MURTAL IN

DER STEIERMARK.

Fotos: Schneeschuhregion Murtal/Weges, Herbert Raffalt

ZAHLEN & FAKTEN

„aufSCHNEESCHUHwandern“ -

das größte Schneeschuhfestival

im Murtal in der Steiermark, dem

Grünen Herzen Österreichs, von

18. bis 27. Jänner 2019.

PROGRAMM

Wanderungen, Workshops,

Vorträge mit namhaften Experten,

Entspannung in Sauna und Therme.

Komplettes Programm unter

www.aufschneeschuhwandern.at

D

ie Bergwelt der Seckauer Alpen,

der Glein- und Stubalpe, der

Seetaler Alpe sowie der Rottenmanner

und Wölzer Tauern – diese Vielfalt an

Bergen und Tälern schafft im Murtal

ein Wanderparadies der Extraklasse.

Natürlich auch im Winter. Und so ist

es kein Wunder, dass von 18. bis 27.

Jänner 2019 Österreichs größtes Schneeschuhfestival

zu Gast ist. „Herzklopfen

spüren“ lautet die Devise.

30 Veranstaltungen in 10 Tagen verwandeln

die ganze Region in ein Festivalgelände,

drei Schwerpunkte stechen

hervor: die „Gaude mit Schneeschuhen“

mit Highlight am Red Bull Ring, die

Vortragsreihe „G’scheit mit Schneeschuhwandern“

(Bergrettung, Lawinen,

Foto-Kurs) und „G’sund mit Schneeschuhwandern“

mit Wanderungen, mit

Yoga, Therme, Sauna sowie speziellem

Vortrag. Dazu kommen die Specials

„Bau dir deinen eigenen Schneeschuh“

und die Möglichkeit der Übernachtung

in einer luxuriösen Jurte.

Hol dir dein gratis Schneeschuhinfopaket:

Region Murtal in der Steiermark

Red Bull Ring Straße 1, 8724 Spielberg,

info@murtal-herzklopfen.at,

T. +43 (0) 664-88929 666.

SPORTaktiv

137


TUBBS FLEX VRT

• konzipiert für den Einsatz im

alpinen Gelände

• kann dank des in der

Bindung integrierten Boa®-

Verschluss systems mit einem

Handgriff justiert werden

• gezahnte 3-D-Seitenschienen

bieten optimalen Grip bei

Querungen

PREIS (UVP): € 259,90

www.kochalpin.at

TSL SYMBIOZ MOTION 2

• hoher Gehkomfort und

extreme Flexibilität durch das

Hyperflexkonzept

• geringes Gewicht

(gesamt 2030 g bei Größe M)

• sehr gute Haftung durch

Frontalzacken und acht

austauschbare Stahlspikes

• thermoplastische-

Verstärkung

PREIS (UVP): € 229,99

www.tsloutdoor.de

MSR LIGHTNING ASCENT

• DTX Crampons für bessere

Kraftübertragung und höhere

Haltbarkeit

• 360°Traction-Rahmen mit

Steigeisenzacken

• individuell einstellbare

PosiLock AT-Bindung für

optimalen Halt

• Ergo Televator-Steighilfen

für waagrechte Fußhaltung

bei starker Hangneigung

PREIS (UVP): € 319,90

www.msrgear.com

GEH AUF

SCHNEE

AKTUELLE SCHNEESCHUHMODELLE:|

HOCHGEFÜHL DURCH HIGHTECH|

ATLAS SPINDRIFT

• ultraleicht (ab 1,6 kg pro Paar)

• die ultraflache PackFlat-

Riemenbindung ermöglicht

platzsparendes Verstauen am

Rucksack

• SLS-Bindungsaufhängung

bietet beste Dämpfung und

optimale Kontrolle

PREIS (UVP): € 279,90

www.kochalpin.at

KOMPERDELL CARBON

AIRFRAME 25

• Durch 100 Prozent-Carbon Hohlrahmen

um 50 Prozent leichter als

herkömmliche Schneeschuhe,

600 g Gesamtgewicht

• Carbon Decking für maximalen

Auftrieb bei minimalem Gewicht

• Live Action Hinge (große Kralle am

Ballen) für den Extrakick im Schnee

PREIS (UVP): € 349,95

www.komperdell.com

Fotos: Hersteller

138 SPORTaktiv


UNBEGRENZTE

SICHT

Skydome heißt das neue Topmodell von

JULBO. Die XXL-Skibrille kommt mit

Oversize-Panoramascheibe für maximalen

Sehwinkel und wiegt trotz ihrer Größe nur

135 Gramm. Die selbsttönende Scheibe

passt sich den Lichtverhältnissen an.

www.julbo.com

MEHR VOLUMEN

Kompromisslose Kontrolle und

Kraftübertragung ohne Komfortverzicht:

Der DALBELLO DS 130 ist das

Spitzenmodell der DS-Serie und für alle

ideal, die einen Skischuh mit höchster

Präzision suchen, aber gleichzeitig mehr

Platz im Schuh brauchen.

www.dalbello.it/de

OUT

DOOR

SICHERE TOUR

Der s.LIGHT 30L ist das

neue Leichtgewicht unter

den ABS-Lawinenrucksäcken

und mit unter 2 kg bestens

für dynamische Bergtouren

geeignet. In drei Farben und

einer Limited Edition von

Xavier De Le Rue ist er auch

optisch ein Highlight.

www.abs-airbag.com

NEWS

FEDERLEICHTE

SCHUBKRAFT

NATIONALTEAM 74 nennt Komperdell sein

Leichtgewicht unter den Langlaufstöcken.

Trotz der nur 123 Gramm (bei 150 cm)

bietet das Karbonrohr dank spezieller

Wicklungstechnik optimale Steifigkeitswerte.

Damit schiebst du ordentlich an.

www.komperdell.com

NEUES PIEPS

Mit dem PRO BT (Bild) und dem

POWDER BT hat PIEPS die neueste

Generation von LVS-Geräten vorgestellt.

Die volldigitalen 3-Antennen-LVS-Geräte

vereinen maximale Leistungsfähigkeit

mit einfachster Bedienung und sind mit

Bluetooth ausgestattet.

www.pieps.com

RAUF AUF DIE

WINTERGIPFEL

Im alpinen Gelände sind

TUBBS Flex VRT-Schneeschuhe

„artgerecht“ eingesetzt. Gezahnte

Seitenschienen helfen bei

Querungen, die Steighilfe entlastet

die Waden und das flexible hintere

Ende erhöht den Gehkomfort.

www.kochalpin.at

SPORTaktiv

139


Das Sportresort Hohe Salve in den Kitzbüheler Alpen & SPORTaktiv präsentieren:

2. SCHNEESCHUH-CAMP

IM SPORTRESORT

HOHE SALVE

10.–13. Jänner 2019 (Do.–So.)

• 3 Übernachtungen im Sportresort Hohe Salve in

Hopfgarten in Tirol

• Energy-Halbpension

• kostenfreies WLAN

• 2 geführte Schneeschuhwanderungen (inkl.

Produkttest)

• Core-Fitness-Workshop (inkl. Produkttest)

• Eintritt in den „Move & Relax“-Bereich des Hotels

• 1 x Teilmassage (25 Minuten)

• 1 x Anwendung am Aquathermojet (20 Minuten)

PREIS: EUR 450,– pro Person (DZ Classic),

EUR 480,– p. P. (DZ Classic Plus)

Einzelzimmer-Zuschlag: EUR 90,- pro Aufenthalt

PROGRAMM

Donnerstag, 10. Jänner:

• Anreise

• Begrüßung/Erhalt Goodie Bag

• Entspannung & Erholung im „Move & Relax“- Bereich

des Hotels

Freitag, 11. Jänner:

• Ausgabe der Ausrüstung fürs Schneeschuhwandern

• geführte Schneeschuhwanderung/

Produkttest in der Kelchsau, einem

idyllischen Seitental des Brixentales

• nachmittags Entspannung & Erholung im

„Move & Relax“-Bereich des Hotels

• Teilmassage oder Anwendung am Aquathermojet

Samstag, 12. Jänner:

• geführte Schneeschuhwanderung/

Produkttest in Hopfgarten

• Nachmittags: Workshop zum Thema Core-

Fitness inkl. Test der MFT-Core-Fitness-

Produkte

• Entspannung & Erholung im „Move &

Relax“- Bereich des Hotels

• Teilmassage oder Anwendung am

Aquathermojet

Sonntag, 13. Jänner:

• individuelle Abreise

Programmänderungen vorbehalten

DEINE GESCHENKE

Peeroton-Paket, Stirnband &

Trinkflasche (vom Hotel), Bandana

& Powerbank (von der

Region Kitzbüheler Alpen)

DAS ANGEBOT:

3 TAGE UND 3 NÄCHTE MIT HALBPENSION

IM SPORTRESORT HOHE SALVE IN

HOPFGARTEN AB € 450,–

140 SPORTaktiv


SCHNEESCHUH CAMP

www.sportaktiv.com

Fotos: Ferienregion Hohe Salve/Eisele-Hein, Sportresort Hohe Salve/Kogler

Durch die tief verschneite Landschaft stapfen,

die klare Winterluft einatmen und nur das

leise Knirschen unter den breiten Sohlen wahrnehmen.

Die Hektik des Alltags hinter sich lassen

und den Winter von seiner sanften Seite erleben. So

präsentiert sich ein Urlaub in der Ferienregion Hohe

Salve. Die acht Orte rund um Tirols wohl schönsten

Aussichtsberg, die Hohe Salve, bieten Urlaubsvergnügen

dies- und abseits vom Pistentrubel. So kann

man beim Schneeschuhwandern in der Natur richtig

abschalten. Perfekt funktioniert das beim 2. SPORTaktiv-Schneeschuh-Camp

in Hopfgarten im Brixental.

Neben zwei geführten Wanderungen und einem Core-

Fitness-Workshop steht vor allem entspanntes Genießen

am Programm. Die beste Unterkunft dafür ist das

Sportresort Hohe Salve. Das „Move & Relax“-Konzept

des Hotels rückt das Wechselspiel zwischen gesetzten

Reizen durch Bewegung und Regeneration in den Mittelpunkt.

Der 1400 m² große „Move & Relax“-Bereich

mit Yogaraum, Kraftraum, 630 m² Poolbereich mit 25

m Sportbecken, einer großen Saunalandschaft, Massage-

und Behandlungsräumen sowie zwei Restaurants

lassen jedes sportliche Genießerherz höher schlagen.

Und falls jemand noch ein paar Schwünge in bestens

präparierte Pisten ziehen will – das Hotel liegt direkt

am Einstieg zur SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental, einem

der größten Skigebiete weltweit (Angebote für Verlängerungsnächte

unter: www.hohesalve.at).

Tipps zur Anreise:

Bequem mit dem Zug – die Bahnhaltestelle Hopfgarten

Berglift ist nur wenige Meter vom Sportresort entfernt.

Mit dem Auto erreichen Sie Hopfgarten in nur ca.

10 Autominuten ab der Autobahnabfahrt Wörgl Ost.

TEILNEHMER

max. 25 Personen

ANMELDUNG

DIE UNTERKUNFT

Die Campteilnehmer wohnen im

Sportresort Hohe Salve in Hopfgarten.

KONTAKT & BUCHUNG mit Kennwort

SPORTaktiv-Schneeschuh-Camp“:

TVB Kitzbüheler Alpen – Ferienregion Hohe Salve

Tel.: +43 57507 7000

E-Mail: info@hohe-salve.com

www.hohe-salve.com

ZUM TESTEN

Tubbs-Schneeschuhe mit stabilen

Seitenschienen zum Queren steilerer

Hänge. Dazu leichte, zweiteilige

Tubbs-Teleskopstöcke.

www.hohe-salve.com

SPORTaktiv

141


DYNAFIT SPEEDFIT

WINDSTOPPER JACKE

• sehr leichte Softshell-

Jacke mit rund 300

Gramm Gewicht

• winddicht dank Gore®

Windstopper®

• wasserabweisend und

atmungsaktiv

PREIS (UVP): € 220,–

www.dynafit.com

LEICHT UND

FUNKTIONELL

LEICHTE UND DÜNN ABER WINDDICHT|

UND| ATMUNGSAKTIV SIND DIE|

BERGSPORT JACKEN DER SAISON 2018/19.|

SCHÖFFEL HOODY KEYLONG M

• absolut winddicht, atmungsaktiv

und wasserabweisend dank

Gore® Windstopper®

• Unterarmbelüftung

• zweifach verstellbare Kapuze

• höchste Funktionalität durch

3-Lagen-Konstruktion

PREIS (UVP): € 219,95

www.schoeffel.com

MARMOT ROM JACKE M

• robuste Softshelljacke

• Gore-Tex® WINDSTOPPER-

Material

• atmungsaktiv

• Kapuze

• Packtaschen

PREIS (UVP): € 200,–

www.marmot.eu

SALEWA PEDROC HYBRID ALPHA JACKE W

• als aktive Isolation kommt Polartec®-

Alpha® Kunstfaser zum Einsatz

• extrem luftdurchlässig, reguliert die

Körpertemperatur und bietet

bedarfsorientierte

Wärmeleistung

PREIS (UVP): € 220,–

www.salewa.com

LA SPORTIVA BORG JACKET M

• ideales Klimamanagement dank

PrimaLoft-Active-Füllung

• windresistent und wasserabweisend

dank Gore®

Windstopper®-Material

• vorgeformte Kapuze

PREIS (UVP): € 249,–

www.lasportiva.com/de

Fotos: Hersteller

142 SPORTaktiv


BERGANS SLINGSBY ROBUST

SOFTSHELL JACKE M

• funktionelle, robuste Softshelljacke

mit extra hohem

Kragen und verlängerter Rückenpartie

• winddichtes Material im

Frontbereich

• flexibleres und atmungsaktiveres

Material an den Armen

und im Rückenbereich

PREIS (UVP): € 160,–

www.bergans.com

FJÄLL RÄVEN KEB LITE

PADDED JACKE W

• anschmiegsamer, windund

wasserabweisender

Stoff

• gefüllt mit G-Loft Supreme

• wärmt auch in feuchtem

Zustand

• anschmiegsame Passform

mit optimaler Bewegungsfreiheit

PREIS (UVP): € 179,95

www.fjallraven.de

MAMMUT ULTIMATE V SO HOODED

JACKE M

• dank 3-Lagen-Gore-Windstopper

Material ist die Softshell-Jacke

rundum winddicht

• wasserabweisend durch

DWR-Behandlung des Außenstoffes

• Wind- und Kinnschutz

• verdeckte Brusttasche mit

Reißverschluss

• produziert in Europa

PREIS (UVP): € 259,–

www.mammut.com

MATTHIAS MAYER

Skirennläufer

Dainese Partner

FLEXAGON

Stellen Sie die Standards komfortabler

Schutzausrüstung auf eine neue Stufe.

sponsored by:

dainese.com

SPORTaktiv

143


144 SPORTaktiv


SEHNSUCHT

NACH DEM

BESONDEREN

Neu: die weltweit erste Trail-Buchungsplattform

für einzigartige

Weitwanderwege (und mehr).

Traumrouten wie Alpe-Adria-

Trail, Luchs Trail, Krk Island

Trail oder Snow Leopard Trail

im Himalaya gibt es nur auf

www.bookyourtrail.com, mit

bislang ungeahnten Möglichkeiten

der individuellen Reiseplanung,

zu buchen! Um die

Sehnsucht nach dem Besonderen

und persönlicher Freiheit mit

Service und Sicherheit perfekt

zu verbinden. Zudem steht im

Trail-Info- und Buchungscenter

auf Wunsch ein kompetentes

Team mit Rat und Tat zur

Verfügung!

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Wanderreise am

atemberaubenden Luchs Trail!

6 Etappen, 7 Übernachtungen

mit Halbpension in unseren

Partnerbetrieben, Gepäckservice,

Shuttle-Services und Rücktransport

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im DZ.

www.bookyourtrail.com

Foto: Stefan Leitner/TVB Gesäuse

SPORTaktiv

145


HÜTTEN-

GENUSS

ES GIBT HÜTTEN, DIE LÖSEN PROBLEME. UND

ES GIBT HÜTTEN, DIE SIND SEHNSUCHTSZIELE.

MANCHMAL, WEIL DIE TOUR DORTHIN SO SCHÖN

IST. MEIST ABER, WEIL KULINARISCHE QUALITÄT

UND WIRTSPERSÖNLICHKEIT HERAUSRAGEND

SIND. ZEHN GENUSSHÜTTEN MIT DEM GEWISSEN

ETWAS, WINTERTOURENMÖGLICHKEITEN INKLUSIVE.

VON OLIVER PICHLER

GJAIDALM

Ob Skitour, Schneeschuh- oder Winterwanderung

– undenkbar ohne Hütteneinkehr.

Keine Frage, Hütten dienen

gerade im Winter auch der „Problemlösung“,

wenn es ums Aufwärmen oder die kulinarische

Grundversorgung geht. Und natürlich kommt es

auf die Möglichkeiten an, die rund um die Hütte

warten: Ski- oder Schneeschuhtouren genauso wie

Winterwanderungen und anderer Wintersport,

vom gemütlichen Rodeln bis zum ambitionierten

Eisklettern. Doch viel von der Anziehungskraft

„guter“ Hütten liegt woanders. Für die einen ist

es dieses Gefühl, etwas geschafft zu haben und

sich nun „belohnen“ zu wollen. Den anderen besonders

lieb ist die eigene Atmosphäre, die man

spürt, wenn man in der Hütte unter seinesgleichen

ist. Das fühlt sich dann so an, als wäre man eine

große eingeschworene Gemeinschaft. Wir haben

uns nach besonderen Hütten umgesehen und

Insidertipps von Bergprofis (Wolfgang Krainer,

Sportschule Krainer; Gregor Krenn, Naturfreunde;

Christoph Puggl, Freiluftleben; Herbert Raffalt,

Bergführer & Alpinfotograf) eingeholt.

Top Schutzhütte auf 1738 m am

Dachsteinplateau, zwischen Skipisten

und unberührter Winterwelt

Skitourengeher-, Schneeschuhwander- und Skifahr-Idyll

mit Anreise via Krippenstein-Seilbahn

Besser kann eine Hütte mit Übernachtungsmöglichkeit

nicht liegen. Nahe dran am

Skigebiet, das unter Freeridern als Geheimtipp

gehandelt wird. Und direkt am Dachsteinplateau.

Daher ist vom Skitourengehen (leicht bis

ambitioniert), Schneeschuhwandern (leicht,

etwa den markierten Trail zum Wiesberghaus,

bis herausfordernd) und Langlaufen (eigene

Loipe) bis zum Winterwandern alles möglich.

Noch besser ist das Wirtspaar: Mikela und

Patrick Endl. Ihre Kulinarik ist top, beider

Engagement sensationell.

www.gjaid.at

Fotos: Gjaid Alm, Zinkenstüberl

146 SPORTaktiv


ZINKENSTÜBERL

Ziel für Ski- und Schneeschuhtouren und

Abend-Skitouren auf den Zinkenkopf

(1336 m), nahe Hallein

Gemütliche Wintervielfalt – Skifahren, Skitouren, Schneeschuhwandern,

Winterwandern – vor den Toren Salzburgs

Das Zinkenstüberl am Dürrnberg ist der Treffpunkt fürs

Skitourengehen, speziell für abendliche Touren. Es gibt

Strecken für Anfänger und Fortgeschrittene. Der abendliche

Aufstieg ist hier täglich gestattet. Im Zinkenstüberl spielen

die Wirtsleute Sandra und Christian Lindtner ihren Charme

aus. Kulinarisch bieten sie hüttentypisch Deftiges samt

Wochenprogramm vom Ripperltag bis zur Ladiesnight.

www.zinkenstueberl.at

www.duerrnberg.at

SPORTaktiv

147


SÜDWIENER HÜTTE

RIFUGIO LUIGI

ZACCHI

Prachtlage am Fuß des Mangart, oberhalb der

Laghi di Fusine, auf 1380 m, nahe Tarvisio

Ziel gemütlicher Ski-, Schneeschuh- und Winterwandertouren

Die Laghi di Fusine nahe Tarvisio im Dreiländereck Österreich,

Italien, Slowenien sind das Ziel vieler Winter-Spaziergänger.

Die Idylle der zwei Seen und der Blick auf den

imposanten Mangart (2677 m) sind eine Wucht. Wer es

sportlicher angehen will, steigt per Tourenski, Schneeschuhen

oder als Winterwanderung zur Zacchi-Hütte auf. Der

Lohn: Die Wirtsleute Rosa und Gianni Matiz servieren

italienische Köstlichkeiten – molto buono. Und man kann

hier – nicht nur wenn es zu viel Vino war – übernachten.

www.rifugiozacchi.it

Hüttenjuwel auf 1801 m in den Radstätter Tauern

Skitouren-Zentrum – auch perfekt für

Neueinsteiger und Schneeschuhwanderer

Die Südwiener Hütte nahe Obertauern, mitten in den

Radstätter Tauern, liegt ideal, um sich ans Skitourengehen

heranzutasten. Der Aufstieg via Hintergadenalm erfolgt auf

einer Pistenraupenspur. Von der Hütte aus gibt es zahlreiche

leichte bis mittelschwere Möglichkeiten für Ski- und

Schneeschuhtouren. Die Wirtsfamilie Scharler steht für

sympathische Gastlichkeit und sehr gute, meist typische,

hausgemachte kulinarische Genüsse. Auf der Hütte besteht

die Möglichkeit zu übernachten.

www.alpenverein.at/suedwienerhuette

100% CARBON HOHL-

RAHMEN — 50% leichter

CARBON DECKING

für maximalen Auftrieb

bei geringem Gewicht

LIVE

ACTION HINGE

für den Kick

im Schnee

STAHL KRALLEN

für unvergleichlichen Halt

auf Eis und Schnee

DER ERSTE CARBON SCHNEESCHUH DER WELT.

Dank unserer Erfahrung in der Produktion von ultraleichten Carbon Produkten, ist es uns gelungen, einen Schneeschuh

komplett aus Carbon zu entwickeln. In einem Guß gefertigt ist unser neuer Schneeschuh um bis zu 50% leichter als herkömmliche

Schneeschuhe und verfügt, dank seiner integrierten Stahlkrallen, über maximale Traktion auf Schnee, Eis und

hartem Gelände. Mehr Informationen finden Sie auf www.komperdell.com


DOBRATSCH-GIPFEL-

HAUS

NATURFREUNDE

HAUS KOLM

SAIGURN

Perfekte Winter-Basis auf 1598 m im

Rauris-Tal, am Fuß des Sonnblicks

Ausgangspunkt für Skitouren, Skihochtouren,

Schneeschuhwandern, Eisklettern

Rund um die Sonnblickbasis, wie sich das Naturfreunde

Haus in Kolm Saigurn nennt, warten im

Winter zig Tourenmöglichkeiten. Klassische Skitouren

(Kolmkarspitze und Silberpfennig) und ambitionierte

Skihochtouren (Sonnblick und Hocharn).

Der Standort ist auch für Schneeschuhtouren aller

Schwierigkeitsgrade ideal und bei Eiskletterern sehr

beliebt. Wirt Hermann Maislinger und sein Team

servieren solide-sympathische Hüttenkulinarik und

bieten Übernachtungsmöglichkeiten.

www.sonnblickbasis.at

2010 neu errichtete, traditionsreiche Schutzhütte

im Gipfelbereich des Dobratsch (2166 m)

Ziel für Skitouren, Schneeschuh- & Winterwanderungen;

Rodelweg talwärts; Alpenstraße bis auf 1700 m

Johannes Staudacher ist einer der Hüttenwirte, die ihren

Job echt gut machen. Die Hütte ist alpin-modern und bietet

Top-Übernachtungsmöglichkeiten. Kulinarisch wird gute,

typische Hüttenküche mit regionalen Zutaten serviert.

Villachs Hausberg verspricht Winter-Vielfalt. Von einfachen

Skitouren (präparierter Weg) und Skitouren mit mehr

Ambition bis zu Schneeschuhtouren sowie Winterwandern

reichen die Möglichkeiten.

www.gipfelhaus-dobratsch.at

www.naturparkdobratsch.at

WIESBERGHAUS

Fotos: Rifugio Zacchi, Südwiener Hütte, Region Villach, Naturfreunde, Hannoverhaus

HANNOVERHAUS

Moderne Schutz- & Skihütte auf

2565 m in der Ankogelgruppe

Ziel für Skitouren- bzw. Pistengeher,

Ausgangspunkt für Winter-Hochtouren

Das traditionsreiche Hannoverhaus liegt nahe

der Bergstation der Ankogelseilbahn. Es wurde

2013 an dieser Stelle neu errichtet. Im Winter

treffen sich hier drei Gästetypen: Skitourengeher,

die aus dem Tal rund 1300 hm aufsteigen,

Skifahrer (kleines, hochalpines Skigebiet), und

Bergprofis, die von hier zu Ski-Hochtouren

aufbrechen. Die Hütte bietet Übernachtungsmöglichkeiten.

Die jungen Gastgeber Elli und

Christopher König sind sehr sympathisch

und machen einen guten Job.

www.hannoverhaus-ankogelgruppe.at

www.ankogel-ski.at

Ziel, Zwischenstation und Ausgangs -

punkt für Wintertouren, auf 1884 m

im Dachsteingebiet

Winter-Vielfalt ob Schneeschuhtrail zum Krippenstein

oder Skitouren aller Schwierigkeitsstufen

Schon alleine der Renate wegen – Hüttenwirtin wie

aus dem Lehrbuch – lohnt es sich, von Hallstatt

oder Obertraun (via Krippenstein Seilbahn) zum

Wiesberghaus aufzusteigen. Wirtin Renate Kritzinger

serviert klassische Hüttengenüsse und bietet

Übernachtungsmöglichkeiten. Einfachere Skitouren

(Zwölferkogel, Vorderer Hirlatz), Ambitionierteres

(etwa Hoher Trog oder Skihochtour zum Hohen

Dachstein) sowie der markierte Schneeschuhtrail

vom/zum Krippenstein stehen zur Wahl.

www.wiesberghaus.at

SPORTaktiv

149


HOCHFÜGEN:

EINE HAUBENKÜCHE

MIT 430 PS

In Hochfügen (Tirol) sorgt TV-Koch

Alexander Fankhauser mit seinem

„SNOWLICIOUS®“-Foodtruck für

das Highlight dieses Winters.

Foto: Skiliftgesellschaft Hochfügenski

So etwas gab es im Zillertal noch nie.

Das Skigebiet Hochfügen startet

diesen Winter mit der Eventreihe

„SNOWLICIOUS®“: Ein 430 PS

starkes PRINOTH-Pistenfahrzeug

wird mit einer Profi-Küche ausgestattet,

TV-Haubenkoch Alexander Fankhauser

und ein DJ kommen an Bord und so

werden direkt auf der Piste die Geschmacksknospen

unsicher gemacht.

1999 verwirklichte der TV-Starkoch

seinen Traum eines Gourmet-Restaurants

auf 1500 Metern Höhe. Jetzt geht

es noch höher hinaus: In der Saison

18/19 verwöhnt er an zehn Terminen

Gäste und Einheimische mit exklusiven

BMW Mountains Menüs – und das

direkt in Hochfügens Skigebiet auf bis

zu 2500 Metern Höhe.

Mit gemütlichen Chill-out-Areas,

feurigen Beats von bekannten DJ’s live

vom Dach der Pistenraupe und

herrlichen Köstlichkeiten sorgt

Hochfügen mit Sicherheit vor allem

für eines: Good Vibes.

Wann und wo der PRINOTH-

Foodtruck unterwegs ist, steht hier:

www.hochfuegenski.com/snowlicious

SKILIFTGESELLSCHAFT

HOCHFÜGEN

T. +43 52 88/62 3 19

www.hochfuegenski.com

LOOSBÜHELALM

GenussHütte mit hofeigenen Produkten & Wintervielfalt

abseits der Pisten auf 1769 m in Großarl

Skitourenziel und -zwischenstation, Schneeschuh wanderidyll

und eigene Rodelstrecke

Kuh- und Ziegenkäse, Butter, Bauernbrot, Schinkenspeck

und Hauswürste, Säfte, Schnäpse u. v. m. – alles vom eigenen

Bauernhof, dem Klausbauer – tischen die Rohrmosers den

Gästen in ihrer Loosbühelalm auf. Qualität und Geschmack

sind großartig. Nur logisch, dass der Betrieb als GenussHütte

ausgezeichnet ist. Wie fein, dass man am Weg hinauf auf die

Alm per Tourenski oder schneeschuh- bzw. winterwandernd

Einiges „verbrennt“. Dann genießt man all die Köstlichkeiten

noch unbeschwerter.

www.loosbuehelalm.at

FELDPANNALM

Nockberge-Alm auf 1500 m, zwischen Bad

Kleinkirchheim und Feld am See

Winteridylle für Schneeschuhwanderer, Tourengeher und Winterwanderer

Die Feldpannalm ist im Winter einer dieser naturbelassenen Orte, die

prächtige Wintererlebnisse in unberührter Natur versprechen. Ob man

von Feld am See aufsteigt oder von der Bergstation der Maibrunnbahn

(Skigebiet Bad Kleinkirchheim) absteigt ist Geschmacksache. Von

hier aus ist mit dem Wöllaner Nock (2145 m) einer der bekanntesten

Nockberge mit Tourenski oder Schneeschuhen gut erreichbar.

Kulinarischer Treffpunkt ist die Klamerhütte von Klaus Kohlweiß.

www.feldamsee.at

www.badkleinkirchheim.com

Fotos: Richard Haller, Wiesberghaus, MS Photography by Michael Stabentheiner, Loosbühelalm

150 SPORTaktiv


Das Skivergnügen ist

fast endlos. Kein Wunder,

bei 284 Kilometer

Pisten, 90 Bahnen und

Liften sowie 81 Hütten

in der SkiWelt Wilder

Kaiser-Brixental.

ABFAHREN IM

„AUSSICHTS-REICH“

Die Hohe Salve ist Tirols schönster Aussichtsberg

– und die Ferienregion Hohe Salve Teil eines

der weltgrößten und modernsten Skigebiete.

Foto: SkiWelt - Simon Beizaee

Mitten in Hopfgarten in die Gondel einsteigen

und einige Minuten später auf

dem Gipfel von Tirols schönstem Aussichtsberg

wieder aussteigen. Auf 1829 m Höhe erwartet

einen ein herrlicher 360-Grad-Rundblick auf

über 70 Dreitausender. Bevor man die Ski

anschnallt, heißt es: Zeit nehmen, durchatmen

und Aussicht genießen.

Und dann startet der Pistenspaß. 284 Kilometer

Pisten sind eine Ansage, die SkiWelt Wilder

Kaiser-Brixental ist eines der größten und

modernsten Skigebiete weltweit. Das merkt

man auch an den 90 Bahnen und Liften, mit

denen es nach oben geht. Zur Stärkung kehrt

man in eine der 81 urigen, familiengeführten

Hütten ein. Apropos Hütten: Nach dem Motto

„Schnee, Musik und irrsinnig viel Spaß“ laden

die Orte der SkiWelt von 9. bis 31. März zur

großen „Skihütten-Gaudi“. Kostenlose Guides

verraten in dieser Zeit ihre persönlichen Geheimtipps

in Sachen Abfahrten – und natürlich

auch für den perfekten Einkehrschwung. In

der Zeit zwischen 16. und 31. März wiederum

erhalten Gäste im Rahmen der „Superskiwochen“

bis zu 25 Prozent Ermäßigung auf ihren

Urlaub. Ausgewählte Vermieter bieten in dieser

Zeit attraktive Pauschalen zwischen 3 und 14

Tagen. Und Kinder bis 15 Jahre fahren frei,

wenn ein Elternteil einen Skipass von mindestens

drei Tagen Länge kauft.

Mit der Gästekarte, der „Kitzbüheler Alpen

Card“, ist man auch ohne Auto voll mobil: Sie

gilt als Fahrkarte für alle Busse in der Region,

wie auch für die Nahverkehrszüge.

Ferienregion

Hohe Salve

T. +43 57 507 7000

www.hohe-salve.com

SPORTaktiv

151


AUS

PRO

BIERT

OUTDOOR

BOA STATT KLETTVERSCHLUSS

Boa – drei Buchstaben, eine Verschlussphilosophie. Die einen

lieben das runde Verschlussding. Die anderen hassen es. Für

Leki ist Boa das logische Bindeglied zwischen Arm, Hand,

Handschuh und Stock. Die fein abstimmbare Fixiermöglichkeit

soll jeden Stockeinsatz effizienter, kraftschonender und freudvoller

machen. Ob beim Langlaufen oder beim Skitourengehen.

Mit dem neuen LEKI NORDIC TUNE SHARK BOA (UVP € 99,95)

soll der Handschuh zur zweiten Haut werden. Die weichen,

relativ dünnen 4-Wege-Stretch-Handschuhe sitzen angenehm,

luftig im Bereich der Finger, verlässlich fest am Übergang zwischen

Mittelhand und Handwurzel – also genau dort, wo es

beim Stockschub notwendig ist. Ob mit Leki-Trigger Langlaufstöcken

oder Skitourenstöcken – die Kraftübertragung klappt

im Test wunderbar. Und das lockernde Aufmachen der Hand

fällt noch leichter. Zweierlei ist bei den neuen Wunderhandschuhen

zu bedenken: 1.) sie machen nur in Kombination mit

Trigger-System Stöcken (keine klassische Schlaufe mehr) Sinn.

2.) das Modell ist eher fürs Langlaufen gemacht, weil sie eher

dünn und ohne Flexband (ermöglicht bei Trigger-Skitourenschlaufen

ein Umgreifen am Stock) ausgeführt sind.

BOA-HANDSCHUHE, EINE

ISOLATIONSJACKE, DIE

DAUNE IN DEN SCHATTEN

STELLT, UND BERGSCHUHE FÜR

HOCHALPINE EINSÄTZE. DREI

INNOVATIONEN IM TEST.

VON OLIVER PICHLER

Fotos: Oliver Pichler

152

SPORTaktiv


SUPERLEICHT UND STEIGEISENFEST

DAUNE WAR GESTERN

PET-Flaschen, die recycelt werden, sind die Basis eines neuen,

superwarmen Wärmeisolationsmaterials. Power Fill nennt sich

der innovative „Stoff“, der ähnlich leicht und gut isolierend ist

wie Daune. Und das Material behält, anders als die Daune, seine

Wärmeleistung weitestgehend, auch wenn es nass wird.

Power Fill-Entwickler Polartec liefert die Super-Faser exklusiv

an Millet, wo man eine neue Isolationsjackenlinie entworfen

hat. Eine davon, das MILLET ELEVATION AIRLOFT JACKET

(UVP € 199,95), haben wir auf Herz und Nieren getestet – sie

als Außenschicht im eisigen Wind getragen (perfekt warm), sie

total durchgeschwitzt (kaum Verlust an Wärmeleistung) und

sie dann normal in der Waschmaschine gewaschen (sieht aus

wie neu). Teile aus Stretchmaterial erhöhen Beweglichkeit wie

Reißfestigkeit. Der Zwei-Wege-Reißverschluss ist praktisch,

die Brust- und zwei Seitentaschen bieten viel Platz. Das Elevation

Airloft Jacket ist das Paradebeispiel für neue Isolationsjacken,

die ohne Daune auskommen. Haupteinsatzbereiche: als

wärmender Midlayer bei alpin-sportlichen Unternehmungen im

Winter und äußerste Schicht an nicht ganz so kalten Tagen.

Wichtig zu wissen: Die Millet-Jacke ist körpernah geschnitten,

was bei der Größenauswahl zu bedenken ist.

Zum 90. Geburtstag hat La Sportiva einen High-End-Hochtourenbergschuh

entwickelt. Voll steigeisenfest. Sensationell

leicht (790 Gramm je Schuh beim Testpaar) – im Vergleich mit

anderen Modellen, die Gleiches leisten. Ebenso robust wie

überraschend bequem, selbst auf lästig langen Forstwegpassagen.

Das alles verspricht der neue LA SPORTIVA TRANGO

TOWER EXTREME GTX (UVP € 349,–). Er ist kein Schuh für gemütliche

Wanderungen und Bergspaziergänge, obwohl er bequem

zum Gehen ist. Er ist – außen extrem robust – gemacht

fürs Hochgebirge. Für Hochtouren und, weil voll steigeisenfest,

gerade auch für lange, schwierige Gletschertouren. Selbstverständlich

fühlt man sich mit ihm im anspruchsvollen, hochalpinen

Felsgelände ebenso wohl, wie in schwierigen Klettersteigen.

Zweckmäßig und sehr angenehm ausgeführt ist auch der

eher nieder gehaltene, obere Schuhabschluss (elastische

Kleingamasche), um das Eindringen von Schnee oder kleinen

Steinen zu verhindern.

SPORTaktiv

153


NACHSPIEL

ES LEBE DIE

SPORTKLEIDUNG

EGYD GSTÄTTNER

Der Klagenfurter ist

freier Schriftsteller

und Hobbysportler.

Nach all den breitensportlichen Aktivitäten

des letzten Jahres ist es Zeit, einmal

ein Time-out zu nehmen und mir ein Wellness-Wochenende

in einer schönen Therme

zu gönnen. Einfach Nichtstun! (Nothinging).

Um einem Bore-out vorzubeugen, nehme

ich ein Aktiv-Sport-Magazin zur Hand und

informiere mich über die Laufbekleidungsmode

des kommenden Frühjahrs. Man will

ja nicht ganz dumm aus der Wäsche schauen!

Kompressionsstoff, Silberfäden, Funktionsmembrane

oder doch Merinowolle? Das ist

die Frage! Der Autor des Artikels denkt mit

Grausen an die Baumwollleiberlschweißflecken

seines Vaters zurück und meint, dass

wir „echt froh sein können, im Zeitalter

der ‚Funktionsbekleidung’“ zu leben. Also

gut, ich bin froh! Es wimmelt heute von

Hightechmaterialien und neuen Verarbeitungsmethoden:

Silberfäden, Carbonfasern,

Aktivkohle und andere Wundermaterialien

kommen zur Anwendung, sodass die Funktionsbekleidung

noch immer Jahr für Jahr

besser wird. Parallel dazu und umgekehrt

wird aber mein Körper Jahr für Jahr älter und

schlechter. Das ist mir echt peinlich, und es

macht mich nicht froh. Es ruiniert manchmal

sogar den bisher vorhandenen Frohsinn.

Ich sollte mir einmal einen neuen Körper

kaufen, der wissenschaftlich am letzten Stand

ist und der dann auch zu den Silberfäden

und Carbonfasern passt. Was sollte ich – vom

trendigen Design abgesehen – noch von meinen

Laufklamotten verlangen? Ah ja, genau:

Feuchtigkeitsmanagement, gute Belüftung,

Müffelschutz, antibakteriell wirkende Silberionen,

karbonisierten Bambus und dezente

Infrarotstrahlen für verbesserte Blutzirkulation.

Wenn ich freilich mitten im Nothinging

darüber nachdenke, welches Sportbekleidungsstück

im letzten Jahr den meisten

Eindruck auf mich gemacht hat, dann war

das weder das wüstenfuchstechnologische Reflektorshirt,

noch das mit 3-D-BionicSphere-System-Rückenteil,

noch die Hose mit

Innerlap AirConditioning Zone, die schnell

überschüssige Wärme an den Innenschenkeln

abgibt. Am allermeisten beeindruckt hat

mich ein ganz gewöhnliches schwarzes Band

(usual black ribbon), das es vermutlich gar

nicht zu kaufen gibt, sondern das womöglich

aus Großmutters Stoffrestekiste stammt.

Das eine Ende dieses Bands war am linken

Handgelenk einer Frau befestigt, das andere

Ende am rechten Handgelenk ihrer blinden

Freundin, die auf derselben Strecke wie ich

das ganze Jahr lang laufen gingen ...

IMPRESSUM

sportaktiv.com

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Tel.: 0 316/80 63-25 80

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Beiträge über Tourismusregionen und Eventankündigungen werden in Kooperation mit der

Tourismuswirtschaft und mit Veranstaltern gegen Druckkostenbeiträge produziert.

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Das Jahresabonnement (6 Ausgaben) kostet € 19,90.

154 SPORTaktiv


Weihnachten

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beschränkt auf 100.000km), gültig bis 31.12.2018 bei Ford Bank Leasing. Leasingrate €49,– zzgl. €200,– Bearbeitungsgebühr und 1,17% gesetzlicher Vertragsgebühr, Laufzeit 36 Monate, 30% Anzahlung, 30.000km Gesamtfahrleistung, Fixzinssatz

4,4%, Gesamtbelastung €21.026,78, vorbehaltlich Bonitätsprüfung der Ford Bank Austria. Aktion gültig bei Ihrem teilnehmenden Ford-Händler. Nähere Informationen bei Ihrem Ford Händler oder auf www.ford.at. *Werte nach dem

Prüfverfahren WLTP ermittelt und zurückgerechnet auf NEFZ. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch,

die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der bei allen Ford Vertragspartnern unentgeltlich erhältlich ist und unter http://www.autoverbrauch.at/ heruntergeladen werden kann.

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