SPORTaktiv Winterguide 2018

Sportaktiv.Magazin

WINTER

G U I D E 2 0 1 8 / 1 9


Planai Planai West West

NE

Schneem

WILLKOMMEN IN DER REGION

NEU

XXL-Funslope

Tellerlift

Vorderkar

Gipfelbahn

Galsterberg

Gondel Gondel

Galsterbergalmlift

Höf-Express

I

HauserKaibling 8er-Gondel 8er-Gondel

II

Höf-Express

Ennslingalm-Lift

Tauern Seilbahn Seilbahn

Quattralpina

Kaibling 6er

Übungslift

Gipfelbahn

Senderbahn

6er Alm Alm

Sonnecklift

6er

Fastenberg Fastenberg

Planai I

II Planai Planai 3er

Mitterhausbahn

Burgstallalmbahn

Schrägaufzug

NEU

Kinderland

Lärchkogelbahn

Märchenwiesebahn

Weitmooslift

Fr

Roßfeldlift

ift

Übungslift

Stoderzinken Lifte

2018/19 außer Betrieb

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4 Berge in 4 Tagen! Schaffst du es, erhältst du ein besonderes Goodie an den Kassen

der 4-Berge-Skischaukel. Details zur unserer Jubiläums-Challenge: www.4berge.at

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Weitmoos-Tellerlift

Moserbodenlift

Hopsilift

Rohrmoos II

Obertalbahn

Gipfelbahn Hochwurzen

Hochwurzen II

Hochwurzen I

I

Reiteralm

NEU

Crosspark

Sepp’n Sepp’n Jet

Reiteralm »Preunegg Jet«

Reiteralm

Übungslift

III

Verbindungslift

Jet« »Silver »Silver Reiteralm

6er Gasselhöhebahn II

Muldenlifte

Hasecklifte

Hinterfager

Tellerlift

Vorderkar

Gipfelbahn

Tellerlift

Galsterberg

Galsterberg

Gondel

Gipfelbahn Vorderkar

Übungslifte

Gondel Galsterberg

Mitterfager

Galsterbergalmlift

Galsterbergalmlift

Vorderfager

Vorderfager I

Jägerlift

Forstaubahn

II

Höf-Express

I

Übungslift

I

Höf-Express

Hauser Hauser Kaibling 8

Rohrmoos I

Hauser Kaibling 8

Drachenlift II

Drachenlift

II

Zauberlift

Rittislift

Kalilift

Rittisbergbahn

Adlerlift

Gipfellift

Gipfellift

Gipfellift

I

AdlerliftII

Lärchberglift

Lärchberglift

Roßfeldlift

Übungslift

Roßfeldlift

Übungslift

Bergkristalllift

Sky-Line

Klanglift

Schladminger Gletscher

U

andllift

Dachstein Südwandbahn

Austriascharte

Hunerkogellift

Mitterstein

SPORTaktiv

3


THE

STEEPER

THE

BETTER

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DEACON 74

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EDITORIAL I

KLAUS MOLIDOR

SPORTaktiv-Chefredakteur

klaus.molidor@styria.com

LEIDENSCHAFT

VORAUS

Von Marcel Hirscher, der ganz oben an der Spitze der Skifahrer steht, bis

zur Kinderskilehrerin, die an der Basis an der Begeisterung für die zwei

Brettln arbeitet, sind alle in unserem Winterguide vertreten. Vom kleinen

Lift in Niederösterreich bis zu den endlosen Weiten der Rocky Mountains.

Von den legendärsten Wintersportorten der Alpen bis zur Gondel,

die in Nordkorea für nur einen Gast fährt. Von Service bis Genuss. Breiter

könnte das Spektrum nicht sein, das wir euch vorlegen.

Losgegangen ist es ja schon sehr kontroversiell. Mitten im goldenen

Herbst haben die Kitzbüheler Bergbahnen in Mittersill Schnee aus dem

Depot geholt und ein weißes Band auf die Resterhöhe gelegt, das wieder

einmal die Diskussion angeheizt hat, ob Skifahren in Zeiten des Klimawandels

noch Zukunft hat und vielmehr: ob es noch zu verantworten ist.

Auch diese Debatte bilden wir ab – beleuchtet von mehreren Standpunkten

und Sichtweisen aus. Denn der Winter und das Skifahren sind uns ein

Anliegen, eine Herzensangelegenheit, es ist in unseren Breiten geradezu

ein Kulturgut. Mit unserer differenzierten Beschäftigung wollen wir dieses

Gut lebendig erhalten, damit es nicht zur Denkmalpflege verkommt und

wir unsere Kindeskinder ins Museum schleppen müssen, um ihnen trocken

zu zeigen, was uns einst mit Leidenschaft erfüllt hat.

Jetzt mag die eine oder der andere einwenden, dass der Spaß zu teuer

geworden ist. Stimmt in Summe aber nicht. Skifahren war nie eine Billigbeschäftigung

und in Relation zu den 1970er- und 80er-Jahren hat sich in

Summe nichts verändert. Es ist eine Frage der Priorität, was wir mit unserer

Zeit machen. Lest euch durch die folgenden 300 Seiten, informiert

euch und entscheidet dann, ob ihr die Brettln nicht doch wieder aus dem

Keller holt. In diesem Sinne – Ski Heil und:

Coverfoto: VÖLKL/Sam Smothy

Bleibt fit,

Euer Klaus


hochwertige,

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gewonnene und

rückverfolgbare

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Fjällrävens Daunenversprechen

Die Natur wartet

auf dich

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während du diese Zeilen liest, wartet draußen

die Natur auf dich. Ob die winterliche Landschaft

im Park nebenan oder schneebedeckte Felder und

Wiesen:mit Fjällräven kannst du dich bei Wind und

Wetter draußen aufhalten.Unsere zeitlosen,langlebigen

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Körperklima.

EDITORIAL II

DANIEL WAKOUNIG

Managing Director Skiline

DREI

MILLIONEN

Perfekte Bedingungen und drei Millionen registrierte Skiline-User: Der

letzte Winter war auf ganzer Linie ein Rekordwinter. Unglaubliche 25

Milliarden Höhenmeter wurden von den Skiline-Usern letzte Saison

zurückgelegt. Mit 68 Millionen Liftfahrten und vier Millionen aufgenommenen

Videos und geknipsten Fotos zeigt sich, wie aktiv die größte Wintersport-Community

der Welt ist.

In bereits über 300 Skigebieten in 14 Ländern der Welt findet man

Skiline-Attraktionen: Österreich, Schweiz, Deutschland, Italien, Frankreich,

Spanien, Norwegen, Schweden, Slowakei, Tschechien, Türkei, Russland,

Japan und Andorra.

Unser Highlight für den perfekten Start in die Saison 18/19: die neue

Skiline-Android-App! Mit der App siehst du deine zurückgelegten Höhenmeter,

gefahrenen Pistenkilometer und selbstverständlich alle Skimovies

und Fotos deines Skitages. Die Auswertung geschieht über deine Skipassnummer

und kann auch nach deinem Skiurlaub abgerufen werden.

Das ist auch ganz einfach: Skiline-App downloaden oder auf

www.skiline.cc kostenlos anmelden und die Skipassnummer eintippen,

fertig!

Mein Tipp: Skipassnummer gleich in der ersten Gondel eingeben oder

Skipass abfotografieren und so die Nummer für später merken.

Was erwartet dich im Winter 2018/19?

Zahlreiche Wettbewerbe in den Skigebieten, wobei man sich mit anderen

messen kann, und nebenbei gibt es sogar noch tolle Preise zu gewinnen.

Sehr beliebt sind auch unsere Top-100-Listen wie „Die meisten Höhenmeter

pro Tag“ oder „Die schnellste Zeit auf der Skimovie-Strecke“,

welche auch auf die jeweilige Landes- und Alterskategorie eingeschränkt

werden können.

Foto: Skiline

Scandic Outdoor GmbH

info@scandic.de

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INHALT

WARM-UP

by NATURE.

TOP-STORY

16 „MEIN VORBILD SIND DIE HIRSCHERS“

Marcel Hirscher im großen SPORTaktiv-Interview

EMOTION

22 FELIX NEUREUTHER ÜBER ... HUNDERTSTEL

Was für den Slalomspezialisten wirklich wichtig ist

28 ES GIBT EIN ZURÜCK

Der Arlberg einst und jetzt: Ski-Autor Jimmy Petterson erzählt

32 LEGENDEN DES WINTERS

Was Kitzbühel, St. Moritz & Co. von der Masse abhebt

38 MUTIG IN DIE NEUEN ZEITEN

Oh Winter, wo bist du? Und wie geht es mit dir weiter?

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92 MIT EINEM KNALL ANTRETEN

Ski-Openings entwickeln sich immer mehr zu Großevents

112 HÖCHSTER GENUSS

Norbert Santeler bäckt Torten & Kuchen – auf 3000 Metern

120 WEISSES PULVER, DOLCE VITA

SPORTaktiv wagt sich von der Piste in den Powder und den Heli

140 OB‘N AUF DA HÜTTN

Was eine Skihütte braucht, um das Etikett „urig“ zu verdienen

150 HENRIK K. ÜBER HERAUSFORDERUNG

Was wir von Slalomstar Henrik Kristoffersen lernen können

176 DIE SCHÖNSTE KNOCHENARBEIT DER WELT

Aus dem Leben einer passionierten Kinderskilehrerin

Fördert die lokale Hautdurchblutung

Zur Lockerung, Entspannung und Erfrischung

Für Wohlbefinden und den Einsatz beim Sport

302 NORDKOREA NUR FÜR MICH

Exklusiv und skurril: Skifahren im Reich von Kim Jong-un

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SERVICE

68 ALLES SCHNEE VON MORGEN

Klima-Experten über Schnee, Prognosen und Gefahren

100 BÜGELN BRINGT‘S

Warum Wachs den Ski haltbarer und komfortabler macht

160 ALLE IN DIE KÜCHE

Tipps und gschmackige Sport-Rezepte von Jakob Herrmann

182 YODA, STEPHAN & DIE GROSSEN KINDER

Was SPORTaktiv im Schnellsiede-Skikurs gelernt hat

228 SO GELINGT DER WIEDEREINSTIEG

Wenn die Lust aufs Skifahren zurückkehrt

258 NA KLAR SIND WIR WINTERFIT

Wie du in kurzer Zeit fit für die Piste wirst

16

290 MIT LEIDENSCHAFT UND HANDARBEIT

Besuch bei Nordica: So entsteht ein Skischuh

REGIONEN

42 TIROL

lsp-austria.at

Fotos: Servus TV/Neumayr/Leo, Skischule Heugenhauser

130 VORARLBERG

144 SALZBURG

188 STEIERMARK

216 OBERÖSTERREICH

222 KÄRNTEN

244 NIEDERÖSTERREICH

254 SÜDTIROL

284 BAYERN


10 SPORTaktiv


WIEGE,

MYTHOS UND

FREERIDE-KULT

Gesellschaftlicher Treffpunkt,

Faszination und Mythos: All

das ist der Arlberg. Er gilt als

Wiege des alpinen Skilaufs

und als Sehnsuchtsort des

internationalen Skisports.

St. Anton, St. Christoph,

Stuben, Zürs und Lech heißen

die fünf charismatischen Orte

des Arlbergs, von denen man in

das größte zusammenhängende

Skigebiet Österreichs mit 305

Skiabfahrten einsteigen kann.

Als Freeride-Zentrum genießt

der Arlberg fast kultische Verehrung.

Warum, zeigen Bilder

wie dieses: Bei 200 Kilometer

hochalpinen Tiefschneeabfahrten

im freien Skiraum ist die

Freiheit abseits der Pisten fast

grenzenlos. Mit durchschnittlich

neun Metern Neuschnee zählt

die Region zu den schneereichsten

der Alpen, was die Chance

auf den perfekten Freeride-Run

noch zusätzlich erhöht.

www.arlberg.net

Foto: Arlberg Marketing GmbH by Sepp Mallaun

SPORTaktiv

11


12 SPORTaktiv


HOHE BERGE,

STARKE

STADT

Mitten im Herzen der Alpen

gelegen, bietet die Region Innsbruck

die perfekten Voraussetzungen

für die unterschiedlichsten

Aktivitäten auf und abseits

der Pisten. Orte, die bis in

hochalpine Gegenden reichen,

sonnenbeschienene Plateaus und

atemberaubende Panoramablicke

garantieren aktive und abwechslungsreiche

Wintertage.

Die Kombination aus alpin und

urban macht generell den einzigartigen,

erlebnisreichen und

genussvollen Mix der Urlaubsdestination

Innsbruck aus: oben

in den Bergen der Wintersport,

unten das städtische Angebot,

zu dem das Shopping genauso

wie die Kultur und die Kulinarik

gehören.

www.innsbruck.info

Foto: TVB Innsbruck

SPORTaktiv

13


ENDLOSPISTEN

UND TIROLER

HERZLICHKEIT

Raus aus der Gondel, die

Skier geschultert – und

los geht’s! Skifahrer und

Snowboarder erwartet auf

530 Pistenkilometern riesiger

Fahrspaß – da ist für jeden

die perfekte Piste dabei.

Bergwärts geht es mit einer

von 180 Liftanlagen. Auch

für den Einkehrschwung ist

die Auswahlmöglichkeit riesig:

Rund 80 Hütten bieten

sich für eine Auszeit vom

Sport an.

Wem der Sinn nach Erholung

steht, dem gibt eine

genussvolle Winterwanderung

Kraft für den nächsten

Tag auf der Piste. Zurück in

der Unterkunft, vermitteln

die Gastgeber ihren Gästen

mit Tiroler Herzlichkeit das

Gefühl, wirklich angekommen

zu sein. In allen vier

Ferienregionen des Zillertals

ist man nämlich zu Gast bei

Freunden.

www.zillertal.at

Foto: Zillertal Tourismus

14 SPORTaktiv


SPORTaktiv

15


H

art zu sich selbst, hart zu seinem Umfeld,

immer auf der Suche nach den entscheidenden

Hundertstelsekunden, nach

der noch besseren Position am Ski, nach

einem noch so kleinen Vorsprung beim

Material, nach dem perfekten Schwung.

So kennt die Öffentlichkeit Marcel

Hirscher, den Dominator des alpinen

Skiweltcups. Sieben Mal in Serie hat er

die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup

gewonnen und sich in die Geschichtsbücher

des Sports geschrieben.

Unabdingbar für so ein Unternehmen:

Leidenschaft.

Mit einem Schlag, oder besser mit

einem Schrei, ist alles anders. Nach der

Geburt seines Sohnes hat der Ausnahmekönner

beim jährlichen Hofhalten

seines Skiherstellers alle Interviewtermine

gestrichen und sich nur für ein kurzes

Statement vor versammelter Presse anschauen

lassen. Seine Prioritäten haben

sich verschoben. „Wenn ich in Zukunft

an anderer Stelle dringend gebraucht

werde, werde ich Rennen auslassen“,

gab Hirscher bekannt. Er bitte auch um

Respekt für seine Privatsphäre. Wegen

des Wandels der Werte hat dieses Interview

auch nicht wie geplant persönlich

stattgefunden, sondern ist in einem

Mail-Verkehr entstanden.

Der Rummel um Marcel Hirscher ist

immer groß, zuletzt nach der Geburt

deines Sohnes aber noch größer.

Wie groß ist angesichts dessen die

Leidenschaft zu der, wie du selbst

sagst, „Mission Hirscher“?

MAMA UND PAPA VOR BENNI UND BODE.

MARCEL HIRSCHER ÜBER VORBILDER

UND LEIDENSCHAFT. UND WAS DU DIR

VOM SIEBENFACHEN GESAMTWELTCUP-

Die „Mission Hirscher“ entsteht mehr

im Außen, die Person Marcel im Innen.

Und sicher komme ich mit dem Rummel

mal besser und mal schlechter klar,

aber davon ist nicht bestimmt, wer ich

jeden Tag sein will. Die Leidenschaft

fürs Skifahren ist auf jeden Fall da!

Was hat sich durch die Geburt

deines Sohnes verändert punkto

Leidenschaft zum Skifahren?

Ich bin immer noch ich und jetzt auch

Vater.

Dabei könntest du das Rennfahren

ja auch bleiben lassen. Warum verstehen

wir Laien den Antrieb nicht,

der dich immer weitermachen lässt,

obwohl du alles gewonnen und zig

Rekorde gebrochen hast?

So streng würde ich das gar nicht sehen.

Unterschiedliche Menschen sind

Experten in unterschiedlichen Gebieten,

oder eben Laien. Worin jemand

durch harte Arbeit gut (geworden)

SIEGER ABSCHAUEN KANNST.

VON KLAUS MOLIDOR

ist, sieht von außen betrachtet dann

schnell leicht aus. In meinem derzeitigen

Beruf kommen da halt noch

mediales Interesse und Fans dazu –

das ist aber auch schon alles. Eigentlich

gar nicht schwer zu verstehen,

glaub ich.

Ist die Suche nach der Perfektion,

nach dem perfekten Schwung, dem

perfekten Lauf schön oder anstrengend,

weil man es eben nicht bei 95

Prozent Perfektion belassen kann

auch wenn das reicht, ein Rennen

mit Riesenvorsprung zu gewinnen?

Tatsächlich beides! Und manchmal

bedingt das eine sogar das andere. Die

Früchte von dem zu ernten, was man

sät, das ist schön – und davor auch oft

anstrengend.

Wie wichtig ist eine starke Konkurrenz

für dich und das Aufrechterhalten

deiner Leidenschaft?

Ich messe mich gerne, das ist irgend-

Foto: Servus TV/Neumayr/Leo

16 SPORTaktiv


„MEIN

VORBILD

SIND DIE

HIRSCHERS“

SPORTaktiv

17



wie schon immer ein Teil von mir. Und

glücklicherweise gibt’s da halt noch so

einige andere Burschen, die meine diesbezügliche

Leidenschaft teilen. Schlagen

kannst du eine Zeit nur im Vergleich.

Ob deine oder die eines anderen.

Sprechen wir über die Zukunft des

Skiweltcups. Bringen City-Events mit

Parallel-Rennen den Sport weiter?

Ich glaube, dass diese Events den Weltcup

schon aufpeppen und ziemlich

cool sind! Ob sie den Sport weiterbringen,

so weit würde ich nicht gehen.

Anspruchsvoll ist, dass du auf deinem

Kurs bleibst, weil du sonst nicht nur

dich, sondern auch noch einen zweiten

verletzen kannst. Aber von der sportlichen

Herausforderung gehen die kurzen

Kurse schon weniger an die Substanz als

ein reguläres Weltcuprennen mit zwei

Läufen.

Was kann sich der Freizeitskifahrer

von dir abschauen?

Besser nichts! (lacht) – Na, im Ernst,

schon am meisten von der Begeisterungsfähigkeit

und dem Staunen für die

Natur, Neuschnee, die Berge … Und

bei meinen Schwüngen ist mir eh lieber,

wenn mir die keiner nachmacht.

Wie setzt du immer neue Reize in der

Vorbereitung?

Der Reiz kommt tatsächlich immer

dann wieder, wenn ich das erste Mal

auf Schnee stehe. Jedes Mal aufs Neue

wird mir dann klar, dass ich noch nicht

ausgelernt habe – auch nicht beim Skifahren.

Das reizt mich!

BEIM ERSTEN|

MAL AUF SCHNEE|

WIRD MIR|

IMMER|

AUFS NEUE|

KLAR, DASS ICH|

NOCH NICHT|

AUSGELERNT*

HABE.|

Wie hat sich deine Saisonvorbereitung

über die Jahre gewandelt?

Die späten Einstiege ins Schneetraining

wären früher nie denkbar gewesen. Im

Laufe der Jahre habe ich gelernt, was alles

geht, und auch, was nicht geht. Früher

hätte ich mich das so nicht getraut,

heute weiß ich, was notwendig ist, dass

ich meinen Job und die Motivation dazu

gut machen kann.

In einem Interview aus dem Spätherbst

2017 hast du über die Erleichterung

nach deiner Knöchelverletzung gesprochen.

Da stand der Satz: „Es gibt

wieder die Möglichkeit, dass es einen

Erfolg gibt, der nicht selbstverständlich

ist. Ich darf einmal 30. werden.

Nicht dass ich‘s will, aber ich darf“

– wie groß ist der Druck, den du von

der Öffentlichkeit spürst, nach all den

Siegen noch? Oder war damit gemeint:

Dürfen vor mir selbst?

Jetzt gerade verspüre ich gar keinen

Druck. Es gibt einfach wichtigere

Dinge, und das macht mich immer noch

gelassener. Sicher ist niemand strenger

zu mir als ich selbst. Zum

Auftakt will ich es daher schon wissen!

Hermann Maier, Alberto Tomba,

Ingemar Stenmark – hattest du

Vorbilder als Kind? Jemand der dich

geprägt hat, der dich infiziert hat mit

der Leidenschaft fürs Skifahren?

SIEGE

VON 2011/12 BIS 2017/18 HAT

MARCEL HIRSCHER SIEBEN

MAL IN FOLGE DEN GESAMT-

WELTCUP GEWONNEN – ER HAT

DAMIT NICHT NUR DIE MEISTEN

TRIUMPHE IN SERIE, SONDERN

HÄLT ÜBERHAUPT DEN REKORD

AN GROSSEN KRISTALLKUGELN.

DAZU HAT ER JE FÜNFMAL DEN

SLALOM- UND DEN RIESEN-

SLALOM-WELTCUP GEWONNEN.

VOR DER SAISON 2018/19 HÄLT

DER SALZBURGER BEI 58 RENN-

SIEGEN IM WELTCUP (28 RTL,

27 SLALOM, 2 PARALLELRENNEN,

1 SUPER G).

BEI DREI WELTMEISTERSCHAF-

TEN HAT HIRSCHER SECHS MAL

GOLD (JE 2 MAL SLALOM UND

MANNSCHAFT, JE 1 MAL RTL

UND KOMBI) GEHOLT, DAZU

DREI MAL SILBER.

BEI DEN OLYMPISCHEN

WINTERSPIELEN IN

PYEONGCHANG 2018 HOLTE ER

GOLD IM RTL UND IN DER KOMBI,

2014 IN SOTSCHI GEWANN ER IM

SLALOM DIE SILBERMEDAILLE.

Foto: Erich Spiess/Red Bull Content Pool

18 SPORTaktiv


Ja, die Hirschers zu allererst. Meine Eltern

haben mich mit ihrer Freude fürs

Skifahren angesteckt. Und das ist es

auch, was ich weitergeben will!

Und klar gab es da auch das eine, oder

andere Poster vom Hermann, Benni

oder Bode.

Wen siehst du als deine Erben, die

in drei, vier Jahren den Weltcup

dominieren werden?

Es gibt da echt einige mit Potenzial! Ich

will mich nicht entscheiden müssen und

wenn der Tag kommt, müssen sich das

die Burschen untereinander ausmachen.

Dann bin ich auch froh, wenn ich nicht

mehr mitrede.

Würdest du mit den Preisgeldern deiner

Karriere Skigebiete kaufen und

ÖSV-Präsident werden wollen?

Hahaha! – Nein …

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20 SPORTaktiv


HOCHGENUSS

ZU FRÜHER

STUNDE

Sportlich rasant oder herrlich genussvoll?

Diese Frage stellt sich

beim Skifahren im Großarltal

gar nicht. Hier wird jede Abfahrt

zum Genuss! Auf den herrlich

breiten Pisten genauso wie auf

anspruchsvollen Freerideruns

oder auch im Funpark. Ein besonderer

Tipp heißt „Skikeriki“:

Skifahren bei Sonnenaufgang,

kombiniert mit einem Verwöhnfrühstück

am Berg.

Am Eingang zum Nationalpark

Hohe Tauern kann man die

Natur aber auch bei geführten

Schneeschuhwanderungen, auf

Skitouren oder beim Eisklettern

genießen. Die fachkundige

Anleitung zu diesen Highlights

liefern die Ski- und Bergführer

von „Berg-Gesund“. Gäste der

rund 110 „Berg-Gesund“-Partnerbetriebe

können sogar gratis

an den Touren und Kursen

teilnehmen. Infos und Termine:

www.berg-gesund.at oder

T. +43 (0)64 14/281

www.grossarltal.info

Foto: TVB Großarltal

SPORTaktiv

21


FELIX NEUREUTHER ÜBER . . .

HUNDERTSTEL

EIN JAHR LANG HAT ER AN SEINEM

COMEBACK GEARBEITET. NUN IST DAS

DEUTSCHE SLALOMASS FELIX

NEUREUTHER ZURÜCK IN DER SPUR. UND

WILL NOCH EINMAL ALLES GEBEN – DAMIT

DIE HUNDERTSTEL AUF SEINER SEITE SIND.

VON AXEL RABENSTEIN

Fotos: Pentaphoto/Nordica

22 SPORTaktiv


Felix, aus aktuellem Anlass müssen

wir dich leider fragen, was mehr weh

tut: der gebrochene Daumen oder die

Tatsache, dass dein Comeback nach

Sölden und Levi ein weiteres Mal

aufgeschoben werden musste?

Beides ist schmerzlich. Du sitzt frisch

operiert im Krankenhaus und siehst

im Fernsehen, wie die anderen das

Rennen fahren. Ich habe lange auf ein

Comeback hingearbeitet, mich gut gefühlt,

und dann kommt der Daumen.

Heute Nacht hat’s geschneit, draußen

ist blauer Himmel, da willst du einfach

nur raus! Stattdessen geht’s in die Reha.

Aber es gibt Schlimmeres.

Werden auch bei einem Daumenbruch

alle Register der Medizin gezogen?

Oder ist das eher bei schwerwiegenden

Verletzungen der Fall?

Es wird alles aufgefahren, die Maschinerie

läuft! Bei einer Kreuzbandverletzung

brauchst du Zeit. Beim Daumen

zählt von Anfang an jeder Tag. Lymphdrainagen,

die Wundheilung steht im

Fokus. Vier Tage nach der OP wird

bereits mit Stoßwellentherapie gearbeitet,

damit der Knochen so schnell wie

möglich zusammenwächst. Und ich

endlich angreifen kann.

Nach Kreuzbandriss und einjähriger

Pause gehst du in eine ungewisse

Saison. Du hattest schon mehrfach

Comebacks nach Verletzungen. Was

ist diesmal anders?

Ich kann entspannter damit umgehen.

Früher hat mich eine Verletzung härter

getroffen und länger beschäftigt. Heute

komme ich nach Hause und werde von

einem kleinen Mädel begrüßt. Dem ist

es vollkommen egal, ob der Papa Ski

fährt oder nicht.

Bist du im Nachhinein sogar dankbar,

dass du aufgrund der Verletzung nach

der Geburt deiner Tochter Mathilda so

nahe bei deiner Familie sein konntest?

Die Zeit zu Hause war unbeschreiblich

schön. Außerdem war es wichtig

für mich, zu sehen, wie ich überhaupt

damit klarkomme, keine Rennen zu

fahren. Ich habe mir viele Gedanken

darüber gemacht, wie es nach meiner

Karriere aussehen wird. Auch wenn

die Verletzung natürlich bitter war. Ich

hatte alles mobilisiert, ohne den Kreuzbandriss

wäre es vielleicht meine letzte

Saison gewesen. Meine Trainer, die Physios,

der Servicemann, sie alle hatten so

viel Zeit investiert. Und dann macht’s

‚Peng‘ – und alles ist anders.

FELIX

NEUREUTHER

wurde am 26. März 1984 in

München geboren. Der Sohn

der beiden früheren deutschen

Skirennläufer Rosi

Mittermaier und Christian

Neureuther holte im Dezember

2003 mit einem achten Rang

beim Slalom von Madonna di

Campiglio seine ersten

Weltcuppunkte.

2005 gewann er bei der WM

in Bormio Mannschafts-Gold,

von 2013 bis 2017 einmal

WM-Silber und zweimal

WM-Bronze im Slalom;

47-mal stand er in einem

Weltcup-Rennen auf dem

Podium, feierte 13 Siege.

Felix Neureuther ist

verheiratet mit der Biathletin

Miriam Neureuther (geb.

Gössner), im Oktober 2017

kam ihre gemeinsame

Tochter zur Welt.

www.felix-neureuther.de

SPORTaktiv

23


Plötzlich geht’s nicht mehr um

Hundertstel, sondern um Monate:

Wie lange braucht man, um sich

darauf einzustellen?

Das zieht sich. Geduld ist nicht meine

Stärke. Aber du musst es sportlich nehmen

und um jeden Tag fighten, den du

früher am Start bist. Wenn du es schneller

schaffst, als die Ärzte es vorhergesagt

haben, ist das auch ein schöner Erfolg.


DIE ANZAHL DER

SIEGE IST NICHT

ENTSCHEIDEND.

ES GEHT UM

BESONDERE

MOMENTE.

Du hast zuletzt davon gesprochen,

nach deiner Verletzung „neue Wege“

finden zu wollen, um zu siegen. Was

für Wege sind das?

Wenn du dir eine ganze Saison am

Bildschirm ansiehst, kann das durchaus

inspirierend sein. An Marcel Hirscher

und Henrik Kristoffersen konnte man

sehen, dass sie ihren Siegeswillen in

jeden Schwung legen. Ich habe viel mit

meinen Trainern gesprochen und daran

gearbeitet, meine Linienführung zu optimieren.

Nach der

Vertragsverlängerung

von Felix

Neureuther mit

Nordica sind

auch Geschäftsführer

Luka

Grilic (links) und

Rennsportchef

Bernie Knauss

happy.

Kann man das so einfach umstellen?

Einfach nicht. Aber eine solche Umstellung

kann genau die Chance sein,

die sich aus einer Verletzung ergibt.

Gewohnte Bewegungsabläufe haben

über einen längeren Zeitraum nicht

stattgefunden. Das eröffnet dir die Möglichkeit,

alte Fehler abzustellen und den

Körper von Grund auf neu zu justieren.

Hast du dich im Laufe deiner Karriere

schon öfter grundlegend verändert?

Immer wieder! Zuerst vom Lebemann

zum Profisportler. Und dann habe ich

vom Ausscheiden auf Durchkommen

umgestellt, zum konstanten Skifahrer.

Es gibt immer wieder Momente, die etwas

in dir auslösen und dich nach vorne

bringen.

Bruchteile einer Sekunde entscheiden

über Sieg oder „nur“ Podest. 34 Mal

warst du Zweiter oder Dritter in einem

Weltcuprennen. Gehen dir diese Hundertstel

nicht auf die Nerven?

Manchmal schon. Ich habe mal wegen

einer Hundertstelsekunde die Slalom-Kugel

verpasst. Aber das musst du

akzeptieren, der andere war eben besser.

Hundertstel sind gleichzeitig Fluch und

Segen. In erster Linie sind sie allerdings

gerecht. Und wer mehr dafür tut, wird

am Ende die Hundertstel auf seiner Seite

haben.

Ist ein zweiter Platz mit 0,01 Sekunden

Rückstand besonders viel wert? Oder

ist dir ein deutlicher Rückstand zum

Ersten lieber, weil’s einen dann nicht

so ärgert?

Ehrlich gesagt, ärgere ich mich nicht

besonders über zweite Plätze. Aber klar,

wenn es um eine Hundertstel geht, dann

bist du auf der Suche, wo du sie verloren

hast. Wenn du mit einer vollen Sekunde

Rückstand Zweiter bist, dann sagst du

dir einfach nur: Okay, alles klar ...

An welche Hundertstel erinnerst du

dich spontan?

Das war diese eine in Schladming 2014.

Ich habe geführt, Marcel kam eine

Hundertstel vor mir ins Ziel und hat

sich damit den Slalom-Weltcup geholt.

Aber ganz ehrlich: Heute ist das gar

nicht mehr so wichtig. Wegen dieser

Hundertstel bin ich heute kein anderer

Mensch.

Fotos: Pentaphoto/Nordica

24 SPORTaktiv


RACING

Ski: Dobermann GSR

Athlete: Felix Neureuther

NORDICA.COM

#FITFORTHELONGRUN


Das Schicksal hat dir den Jahrhundertläufer

Marcel Hirscher als

Konkurrenten beschert. Hat er dich

maßgeblich gepusht? Oder wär’s dir

ohne Marcel doch lieber gewesen?

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich

gegen ihn fahren konnte. Ohne ihn

hätte ich niemals mein heutiges Niveau

erreicht. Außerdem hätte ich doch nur

schneller Ski fahren müssen, um ihn

öfter zu schlagen. Wenn du schneller als

Marcel warst, dann weißt du jedenfalls,

dass du den Sieg wirklich verdient hast.

Du bist mit 13 Weltcupsiegen der erfolgreichste

deutsche Skirennläufer.

Zufrieden mit dem Erreichten? Oder

hungrig auf mehr?

Meine 13 Weltcupsiege sind jetzt auch

nicht so das Brett. Viele Fahrer haben

mehr erreicht. Ich hätte mehr gewinnen

müssen, das weiß ich auch. Aber ich bin

dennoch zufrieden. Nach wie vor lebe

ich meinen Traum des Profi-Skifahrers.

Davon träumen viele. Außerdem ist die

Anzahl der Siege nicht entscheidend.

In 20 oder 30 Jahren werde ich mich

nicht als geiler Typ fühlen, weil ich eine

bestimmte Anzahl an Rennen gewonnen

habe.

Worauf kommt es an?

Es geht um besondere Momente. Das

sehe ich an meinen Eltern. Wenn die

sich mit Kollegen von früher treffen, ist

vollkommen egal, wer was gewonnen

hat. Alle sind gleich. Sie sind ehemalige

Skifahrer, die wegen ihrer Geschichten

von damals vor Lachen unter dem Tisch

liegen.

Das Ende deiner Karriere wird

kommen. Wo wirst du dann an den

Start gehen?

Mir ist meine Stiftung sehr wichtig,

mit der ich Kinder zu mehr Bewegung

animieren möchte. Als Sportler kannst

du nicht nur viel für dich erreichen,

sondern auch für andere. Es geht nicht

um Weltcupsiege. Es geht um das, was

du für andere bewirkt hast.

So wie Alberto Tomba viel bei dir

bewirkt hat?

Er war mein großes Idol, hat mir viel

Motivation und Energie geschenkt.

Und einmal einen Kaugummi, den du

gar nicht mehr hergeben wolltest ...

Das war im Auto meines Vaters, der

Alberto zum Flughafen gefahren hat.

Ich war ein kleiner Junge, konnte nur

Deutsch, aber wir haben uns trotzdem

verstanden. Die ganze Fahrt über hat

er Blödsinn gemacht, es war so lustig.

Am Ende hat er mir dann diesen Kaugummi

geschenkt. Alberto Tomba war

mein Hero. Durch ihn weiß ich, wie

wichtig es ist, dass Kinder Vorbilder

haben, um sich selbst große Ziele zu

setzen – und diese eines Tages zu erreichen.

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DER BESTE WEG

ZUM TRAUMBERUF

DIE SNOWSPORTS ACADEMY, DER SKILEHRERVERBAND DER

BUNDESHAUPTSTADT WIEN, BILDET WINTERSPORT -

BEGEISTERTE ZU SCHNEESPORTLEHRERN AUS.

Foto: Snowsports Academy

INFOS ZU DEN

AUSBILDUNGEN

SNOWSPORTS ACADEMY

T. +43 650/500 55 22

office@snowsports.at

www.snowsports.at

oder auch auf

Facebook und Instagram

Seit mehr als 50 Jahren gibt es den

„Wiener Ski- und Snowboardlehrer

Verband“, besser bekannt als Snowsports

Academy. Der Skilehrerverband der

Bundeshauptstadt bildet Wintersportbegeisterte

für die Tätigkeit als Schneesportlehrer

für die österreichischen

Skischulen aus, aber auch für Skigebiete

und Skihallen rund um den Erdball.

In der Ausbildung wird die international

anerkannte Qualität und Perfektion

der „Österreichischen Ski- und Snowboardschule“

an Teilnehmer aus der

ganzen Welt vermittelt. Das Ausbildungs-

und Demo-Team besteht aus 50

staatlich geprüften Ski- und Snowboardlehrern,

die an 240 Tagen im Jahr im

Einsatz sind. Teilnehmer aus mehr als

30 verschiedenen Nationen stellen sich

jedes Jahr den Herausforderungen auf

der Piste sowie im Gelände.

Ziel: Ganzheitliche Entwicklung

Als Ausbildungszentrum dient Salzburgs

höchstgelegenes Skigebiet, das Kitzsteinhorn

mit über 3000 Metern Seehöhe.

Ziel ist die ganzheitliche Entwicklung

der Technik, Persönlichkeit und Kommunikation

sowie des Natur- und Körpergefühls

der Teilnehmer. Mit diesen

Grundlagen können sie später für ihre

Ski- und Snowboardschüler interessante

und erlebnisreiche Unterrichtsstunden

gestalten und das in den Kursen erworbene

Wissen vermitteln.

Unter dem Motto „Snow Connecting

People“ arbeitet die Snowsports

Academy in verschiedenen Ländern auf

allen Kontinenten. Die Erfahrungen

zeigen, dass im Schnee Freundschaften

entstehen, unabhängig von Nationalität,

Kultur oder Religion: Im Schnee sprechen

alle eine gemeinsame Sprache.

SPORTaktiv

27


28 SPORTaktiv

Foto: Jimmy Petterson


LEGENDÄRE SKIORTE,

TEIL 1: DER ARLBERG.

UNSER AUTOR JIMMY

PETTERSON KEHRTE NACH

MEHREREN JAHRZEHNTEN

AN DEN SEHNSUCHTSORT

SEINER JUGEND ZURÜCK.

ES GIBT

EIN ZURÜCK

homas Wolfes Roman

T

„You can’t go home

again“, zu deutsch: „Es

führt kein Weg zurück“,

hatte einen starken Effekt

auf die englische Sprache. Der Titel

wurde zu einer Redewendung. „You

can’t go home again“ heißt so viel wie:

Jeder nostalgische Versuch, deine Jugend

wieder zu besuchen, ist zum Scheitern

verurteilt.

Ich bin alt und erfahren genug, um zu

wissen, dass diese landläufige Meinung

sehr oft wahr ist. Trotzdem kann ich

manchmal der Versuchung nicht widerstehen,

einen dieser Orte zu besuchen,

die mir als Burschen so große Freude

bereitet haben. Man muss das mit einem

offenen Geist tun und akzeptieren, dass

nicht alles so sein wird, wie man es in

Erinnerung hat. Einige Dinge werden

sich immer zum Schlechteren gewendet

haben, während andere vielleicht besser

geworden sind als in der Vergangenheit.

Vor Kurzem bin ich nach vielen Jahren

wieder an einen meiner Lieblingsorte

der Vergangenheit zurückgekehrt – St.

Anton am Arlberg. Es war Mitte April,

als ich durch das Inntal gefahren bin.

Der Frühling stand in voller Blüte, die

Wiesen im Tal waren schon saftig grün

und ich habe auf meinem Weg viele,

viele Radfahrer gesehen. Die hatten ihre

Ski für diesen Winter schon längst eingemottet.

Damals, 1970 ...

Auf der Fahrt hab ich zurückgedacht

an meinen ersten Besuch in St. Anton.

Es war Jänner 1970 und in der Woche

bin ich auf der renommierten Valluga

gefahren, habe einen Tag in der Skischule

von St. Anton verbracht, habe

in St. Christoph auf der zauberhaften

Terrasse der „Arlberghöhe“ zu Mittag

gegessen und abends hab ich mit einem

Schwarm hübscher Schwedinnen in

der Disco „Die Klause“ im Keller des

Hotels „Schwarzer Adler“ getanzt. Ich

war ein Tourist – ein Frischling. In den

folgenden 15 Jahren hab ich mich vom

Frischling zum Stammgast hochgedient

und es schließlich in den gehobenen

Stand eines „Ski-Bums“ gebracht – ein

Ski-Bum verzichtet auf eine traditionelle

Karriere und macht komische Jobs in

Skigebieten, um die ganze Saison über

seiner Leidenschaft frönen zu können.

Viele Jahre und viele Powder-Sprünge

sind seit den Tagen meiner Jugend

vergangen. Heute hab ich in das wunderbare

Hotel Rundeck mitten im Ort

eingecheckt, ein neueres Vier-Sterne-

Haus, das es zum Zeitpunkt meines letzten

Besuchs noch gar nicht gegeben hat.

Nichtdestotrotz hat mich die Nostalgie

wie ein Magnet ins elegante Restaurant

des Hotels Schwarzer Adler gezogen, in

dem ich mit einem exzellenten Wildbret

meine Rückkehr gefeiert habe.

Wenn man hier über die Jahre viel

Zeit verbracht hat, lauert die Nostalgie

in St. Anton an jeder Ecke, während

das Drumherum konstant modernisiert

wurde. Die Seilbahnen wurden verbessert,

neue gebaut, und über die Jahre

immer wieder einem Facelift unterzogen.

St. Anton ist nicht stehengeblieben

und hat sich nicht auf seinen Lorbeeren

ausgeruht.

An meinem ersten Skitag habe ich

mich also auf das Neue konzentriert. Ich

fuhr von Tirol nach Vorarlberg, um die

neuen Seilbahnen zu erkunden, die der

SPORTaktiv

29


JIMMY

PETTERSON

geb. 1949 in Kalifornien (USA), seit

1985 Ski- und Abenteuerjournalist.

Seine Erlebnisse veröffentlichte er

in Zeitschriften in rund 20 Ländern

sowie im Buch „Skiing Around the

World“ (2005). „Skiing Around the

World Pt. 2“ ist in Planung (www.

skiingaroundtheworld book.com).

Petterson lebt heute in Altaussee

(ST) und Göteborg (Schweden).

Arlberg jetzt auf der Karte stehen hat

und die Warth und Schröcken mit Lech

verbinden. Diese kleinen Orte bieten 14

Lifte, von kleinen Anfänger-Schleppliften

bis zu modernen Sechser-Sesselbahnen.

Die neue Liftverbindung ist

ein Gewinn für alle Seiten. Durch den

Zusammenschluss ist Warth von einem

kleinen Familienskigebiet zum Teil eines

Weltklasse-Skizentrums gewachsen. Für

die Stammgäste aus Lech hat die Erweiterung

ein gutes Stück an Nordhängen

gebracht, ein Teil, der im Lech-Repertoire

bislang unübersehbar gefehlt hat.

Tag zwei habe ich auf der Valluga mit

der Schindlerkar-Abfahrt begonnen. In

früheren Zeiten sind 50 Skifahrer mit

der Gondel auf den Berg gefahren. Die

Schindlerkar war eine der schwersten

Abfahrten und nie überlaufen. Sie war

auch ausnahmslos eine Tiefschnee-Variante.

Mit der größeren Kapazität der

FRÜHER HÄTTEN

WIR IM APRIL

UM DIE FIRST

LINE KÄMPFEN

MÜSSEN. HEUTE

WAREN WIR

ALLEINE AM BERG.

Bahn und den immer besseren Fahrkünsten

der Skifahrer und Boarder ist

die Schindlerkar zu einer riesigen Buckelpiste

geworden. Das war ein echter,

laktatschwangerer Ausdauertest und ich

muss gestehen, dass ich mir die alten

Zeiten zurückgewünscht habe.

Nächster Halt: Mittagessen. Natürlich

musste es wieder die Arlberghöhe in St.

Christoph sein. Nach einem Wiener

Schnitzel mit Bier machte ich mich

rasch zum Nachmittagsteil auf, zum

Rendl. Dort, auf dem Nordhang, hatte

ich am 10. März 1980 den wahrscheinlich

besten Skitag meines Lebens. Nach

einem mehrtägigen Schneesturm hatte

der Bodennebel die meisten Skifahrer im

Bett gehalten und sogar die Ski-Verrückten

in die Irre geführt. Ein paar Freunde

und ich hingegen fuhren hinauf, über

den Nebel. Mehr als 10.000 Höhenmeter

im knapp 90 Zentimeter tiefen,

ultraleichten Pulverschnee haben wir an

diesem Tag gemacht.

Ich sah sofort: Diese Erfahrung kann

sich heute nicht wiederholen. Als Folge

zahlreicher Lawinenabgänge wurde eine

Vielzahl an Lawinensperren errichtet,

die gefühlt den ganzen Berg besetzen,

auf dem wir früher über endlose Felder

durch den Powder gepflügt sind.

Teppich statt Eishölle

Etwas anderes hat sich dagegen zum

Besseren verändert. Der Schnee an

diesem Tag war schwerer Sulz. Vor 40

Jahren war so etwas ein Albtraum, denn

es hat keine Pistenpflege gegeben. Im

Frühjahr waren die Buckeln jeden Morgen

eine eisige Hölle. Erst nach und

nach sind sie aufgegangen und waren

fahrbar. Später wurde daraus aber ein

Fotos: Jimmy Petterson

30 SPORTaktiv


Always Good Times

Gatsch, in dem man seinen müden

Muskeln gut zureden musste, um am

Ende des Tages durch den schweren

Schnee wieder ins Tal zu kommen.

Heute sind die Pisten breiter und

werden jede Nacht zu einem himmlischen,

samtweichen Teppich glattgestreichelt.

Darauf bin ich den ganzen

Nachmittag gekurvt, hab Schneekörner

Hals über Kopf ins Tal gespritzt,

bis es Zeit fürs Aprés-Ski war.

Das sich übrigens auch verändert

hat. Zu meiner Zeit war das „Krazy

Känguruh“ DER Ort, an dem du den

Skitag beendet hast. Es ist zwar immer

noch angesagt, doch der benachbarte

MooserWirt hat ihm die Show gestohlen.

Der brüstet sich mit den wildesten

After-Ski-Partys in den Alpen.

Bei der Rückkehr an meinen alten

Spielplatz hab ich natürlich nichts

ausgelassen – es war genug Zeit für ein

großes Bier in beiden Lokalen.

So blieb mir noch ein Tag auf meiner

kurzen Zeitreise und da habe ich

ein Auge auf Zürs geworfen. Über den

Trittkopf gelangst du zu einer Riesenauswahl

an steilen westlichen Graten

und Tälern, der Großteil abseits der

Piste. Hier gab es keine Buckeln wie

auf der Schindlerkar-Abfahrt, dafür

ist der Berg zu breit und weitläufig.

Es ist nahezu bei jeder Fahrt möglich,

noch ein Stückchen weiter hinaus zu

fahren, sodass dir der unverspurte Firn

niemals ausgeht. Das war ein Free ride-

Firn-Furioso wie in alten Zeiten.

Wo sind alle?

Trotzdem war da etwas, dass diese

Skierfahrung von der „guten alten

Zeit“ unterschieden hat. Wir waren

nicht nur die einzigen Skifahrer, die

diesen fabelhaften Schnee genossen,

es war auch sonst niemand auf dem

Berg. In der Gondel waren nie mehr

als vielleicht 15 Leute. Auf den Sonnenterrassen

im Ort waren mehr Leute

als auf der Piste. Damals war Mitte

April in Zürs noch Hochsaison. Da

wären die Leute Schlange gestanden

und wir hätten mit vielen anderen

um die First Line kämpfen müssen.

Heute? Die Radfahrer, die mir auf

der Anreise begegnet sind, zeigen mir:

Die Lust am Skifahren erlischt heute

früher und Mitte April ist schon mehr

als Nachsaison. Die Skiindustrie mag

das mit Besorgnis verfolgen. Ich nicht.

Wir hatten herrlichen Grip im Firn.

Tausende Eiskügelchen haben sich bei

jedem Schwung gelockert und sind

mit uns bergab gekollert. Und wie in

den Zeiten von Skischulpionier Hannes

Schneider hat heute eine kleine

Gruppe von Skifahrern ein zärtliches

Verhältnis mit Mutter Natur erlebt.

Also doch: You can go home again, es

führt ein Weg zurück.

ELEMENT

IMMER IM GLEICHGEWICHT

IMMER UNTER KONTROLLE


32 SPORTaktiv


LEGENDEN

DES

WINTERS

HERBERT GRÖNEMEYER

FRAGTE: WANN IST EIN

MANN EIN MANN?

WIR FRAGEN: WANN IST EIN

WINTERSPORTORT EINE

LEGENDE? WAS MACHT IHN

AUS? WARUM HEBEN SICH

MANCHE ORTE VON DER

MASSE AB UND

STECHEN HERAUS?

VON KLAUS MOLIDOR

UND CHRISTOPH HEIGL

Foto: iStock

Den Anfang hat der Arlberg gemacht,

die vielzitierte Wiege des

alpinen Skilaufs. Jetzt sind wir anderen

Legenden der Alpen auf der Spur.

Jede ein Solitär, jede einzigartig auf ihre

Weise. Abfahrt zu einer Reise mit Geschichte

und Geschichten durch St. Moritz

(im Bild links), Cortina d’Ampezzo,

Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen.

SPORTaktiv

33


ST. MORITZ UND DIE ENGLISCHE WETTE

Wenn der Kellner aussieht wie ein Admiral,

lässt sich der Preis des Dargebotenen

schon erahnen. Die 25 Euro für

ein Gläschen Champagner sind es aber

wert. Zu dem standesgemäßen Getränk

gibt es nämlich einen traumhaften Ausblick

dazu. Über den zugefrorenen St.

Moritzersee auf die schneebedeckten

Gipfel von Piz Rosatsch und Piz Surlej,

zwei Bergen der Berninagruppe. Eine

leichte Verbeugung und weg ist der

Herr mit dem Silbertablett und der uniformähnlichen

Livree. Zugetragen hat

sich die Szene im Hotel Badrutt’s Palace,

dem teuersten Hotel der Schweiz, im

Herzen von St. Moritz. Bei strahlendem

Sonnenschein. Na klar, würde Johannes

Badrutt jetzt sagen. Der Schweizer Hotelier,

der im April seinen 200. Geburtstag

feiern würde, ist nicht nur Vater des

Hotelgründers Caspar Badrutt, jenes

Hotel in dem wir den Schaumwein bewusst

langsam genießen. Er ist auch der

Vater des modernen Wintertourismus.

Das Engadin war im Vergleich zu Luzern

oder Interlaken schwer erreichbar,

Der schwarze Blitz.

In Cortina holte Toni

Sailer 1956 dreimal

Olympia-Gold mit

Rekordvorsprüngen

und gewann im

selben Jahr auch in

seiner Heimatstadt

Kitzbühel bei den

Hahnenkamm-

Rennen.

Badrutt wollte es aber bekannt machen.

Also wettete er mit englischen Gästen.

Er lud sie auf einen Winterurlaub in

sein „Kulm Hotel St. Moritz“ ein. Zudem

versprach er ihnen, dass sie auch im

Winter hemdsärmelig auf der Terrasse

sitzen könnten. Wenn nicht, so würde er

auch die Reisekosten von London nach

St. Moritz übernehmen. Badrutt gewann

aber, die Engländer verbreiteten daheim

die Botschaft, der Wintertourismus war

geboren.

Auch heute noch wirbt St. Moritz

mit 320 Sonnentagen im Jahr und

tatsächlich regiert hier gefühlt der Sonnenschein.

Das zieht. Die Quote der

Reichen und Schönen ist so hoch wie

die Dreitausender ringsum. Der Winter

spielt hier eine Riesenrolle. Die Olympischen

Winterspiele waren hier zu Gast,

Weltmeisterschaften sowieso. Dank der

Engländer gab es schon früh Curlingbahnen,

wurde auf dem „Cresta Run“

Skeleton gefahren, gibt es die einzige

Naturbobbahn der Welt. Ein Zimmer

im Winter zu bekommen ist schwer –

nicht nur wegen des Preises. Dabei haben

die Liftanlagen großteils schon viele

Winter erlebt und wirken für das österreichische

Auge geradezu nostalgisch.

CORTINA – KRIEG, OLYMPIA UND JAMES BOND

Geschichtsträchtiges hat natürlich

auch Cortina d’Ampezzo zu bieten. Allein

schon im Namen, wenngleich sich

Cortina aus dem Lateinischen ableitet

und bloß den ummauerten Friedhof

meint. Spektakulärer ist da schon die

– nicht bestätigte – These, Cortina sei

eine „Außenstelle“ des Orakels von

Delphi gewesen und „Ampez“ stamme

von den Namen Apollo und Pythia. So

entstehen Legenden. Der 5000-Einwohnerort

im norditalienischen Belluno

war schon im 19. Jahrhundert

eine der ersten Blüten des Tourismus,

als er von Bergbegeisterten aller Herren

Länder „entdeckt“ wurde. Der

österreichisch-ungarische Adel kam

genauso wie das gehobene Bürgertum

Frankreichs und Englands. Noble

Gäste lieben noble Dinge, „Perle der

Dolomiten“ und „Königin der Alpen“

wurde Cortina getauft, Luxushotels

wurden gebaut, die erste Skischule.

Bis der Erste Weltkrieg die Dolomiten

zum fürchterlichen Schlachtfeld und

danach zum Ziel von „Kriegertourismus“

machte.

Ab 1924 wurden die ersten Bergbahnen

gebaut, ein Aufschwung, der

in den Olympischen Spielen von 1956

und Toni-Sailer-Festspielen (3 x Gold)

gipfelte. Der mondäne Ruf von Ski

und Party steigerte sich weiter, bis

Cortina in den 1970er-Jahren in einem

Atemzug mit St. Moritz und Kitzbühel

genannt wurde und sogar Film-Agent

James Bond anzog, der 1981 für „For

Your Eyes Only“ im weinroten Lotus

(mit Ski-Dachträger!) durch den Ort

kurvte. Regelmäßig ist der Skiweltcup

auf der legendären „Olimpia delle Tofane“

zu Gast, mit dem „Tofana-Schuss“

zwischen den zwei markanten Felspfeilern.

2021 kommt auch die Ski-WM

wieder unter die weltberühmte Gipfelgruppe

der „Cinque Torri“ zurück.

Und welcher Ort kann schon behaupten,

dass nach ihm ein Automodell benannt

ist? In England wurde von 1962

bis 1982 das Mittelklassemodell Ford

„Cortina“ gefertigt.

Foto: www.tonisailer.com

34 SPORTaktiv


FÜR WINTERVERLIEBTE

WINTER-VERSPRECHEN

| Skipass- und kurse in den meisten Clubs inklusive

| Kurse für Kinder (ab 4 Jahren) und Erwachsene für Einsteiger bis zum Profi

| Clubs in Top-Skigebieten, direkt am Berg oder am Lift

| Essen/Tischgetränke am Berg oder im Club zu den Hauptmahlzeiten inkl.

| Nach der Abfahrt: Après-Ski, Livemusik und Barlife and Dance

| Großzügige WellFit ® -Spas zum Entspannen

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KITZBÜHEL – HAHNENKAMM UND MAUSEFALLE

Schlag nach bei Stephan Eberharter

(Interview S. 56), was die „Faszination

Kitz“ ausmacht und wie sich Perfektion

auf der Streif anfühlt. Die spektakuläre

Weltcupabfahrt der Herren am Hahnenkamm

gilt als schwierigste der Welt,

ist ein Fixpunkt im Jänner-Kalender,

zieht Stars und Promis an und ist sogar

Hauptdarsteller des Kinofilms „One

Hell of a Ride“.

Daran war im 14. Jahrhundert noch

nicht zu denken, als das Kitzbüheler

Wappen entstand, das von einem Siegel

aus 1362 abgeleitet ist. Darauf sieht

man, wie eine junge Gämse („Kitz“) auf

einem Dreiberg („Bühel“ mit drei Wölbungen)

klettert und damit Flora und

Fauna rund um die Kitzstadt symbolisiert.

Jahrhunderte später machen die

Sportler die Stadt weltberühmt. Eine

komplette Liste der besten Skiläufer

und Sportler des Ortes würde hier den

Rahmen sprengen, stellvertretend seien

Toni Sailer, Christl Haas, Ernst und

Hansi Hinterseer sowie Anderl Molterer

erwähnt. Es gab Zeiten, da wusste in

Österreich jedes Kind etwas anzufangen

mit Mausefalle, Alte Schneise, Seidlalm-Sprung,

Hausbergkante und Traverse

– ikonischen Streckenabschnitten

der 3312 Meter langen Rennstrecke.

Thomas Dreßen

raste 2018 als

Schnellster über

die Hausbergkante

ins Ziel und sorgte

als Sieger der

Abfahrt für die

große Sensation.

Franz Klammer, Karl Schranz und

Didier Cuche siegten gleich mehrfach,

wurden vor Zigtausenden Fans

und einen TV-Millionenpublikum zu

Sporthelden und – wie alle Sieger – zu

Namensgebern ihrer eigenen Gondeln

bei der Hahnenkamm-Bahn. Schockierende

Stürze wie jene von Daniel

Albrecht (2009) und Hans Grugger

(2011) lassen dazwischen kurz hochschrecken,

Streckenführung und zugespitzte

Dramaturgie sind in Kitzbühel

halt immer ein Spiel mit dem Feuer.

The Show must go on.

Rund ums Rennen treffen sich Stars

wie Arnold Schwarzenegger, Bernie

Ecclestone und David Alaba mit weiteren

Promis aus Politik und Show.

Die Partys tragen zum Legendenruf

der Gamsstadt genauso viel bei wie

das Rennen. Die Landschaft rund um

den majestätischen Wilden Kaiser tut

das übrige, das kleine Kitzbühel in

der Liga der Großen zu halten.

GARMISCH-PARTENKIRCHEN, EIN ZUG UND EIN KÖNIG

Schmücke dich mit schönen Freunden.

Wer Wintersportgrößen wie Aspen,

Chamonix und Lahti als Partnerstädte

hat, braucht sein Licht auch nicht unter

den Scheffel stellen. Unter Deutschlands

höchstem Berg, der Zugspitze, darf sich

auch das bayerische Garmisch-Partenkirchen

zu den legendärsten Wintersportiorten

zählen.

Begonnen hat der Wintertourismus

mit einem Zug bzw. mehreren, denn

erst die Fertigstellung der Eisenbahnverbindung

nach München im Jahre 1889

gab den Startschuss für den „Fremdenverkehr“

in der heutigen Form. Mit den

Arlberg-Kandahar-Rennen ab 1954

den Olympischen Winterspielen 1936,

diversen Weltmeisterschaften und

Klassikern wie dem Neujahrsspringen

hat der 28.000-Einwohner-Ort wie

Kitzbühel den Sport in der DNA. Berühmte

Töchter und Söhne der Stadt

belegen das: Maria Höfl-Riesch, Felix

Neureuther, Miriam Gössner, Thomas

Dreßen, Hans-Joachim Stuck.

Atemberaubende Bergwelt und

typischer Charme – das trifft auf alle

„Legenden“ dieses Best-of zu, in diesem

Falle noch versüßt mit bayerischer

Herzlichkeit. Deutschlands Wintersportort

Nummer 1 ist auch ein Platzerl

zum Entspannen, zum Shoppen,

für Kongresse, für Wellness, Kultur,

Museen und Konzerte. Damit haben

„GaPa“ und die Zugspitzbahn zuletzt

auch viele Gäste aus dem arabischen

und asiatischen Raum sowie den USA

angesprochen. Drei Skiberge umfasst

das Skigebiet Garmisch-Classic

(Hausberg, Kreuzeck und Alpspitze),

das Dach bildet die Zugspitze mit

2962 Metern. Der thailändische König

war zuletzt das dritte Mal in Folge

Urlaubsgast in Garmisch. Schmücke

dich mit Kronen.

Foto: Red Bull Content Pool

36 SPORTaktiv


MEIN URLAUB

IM SCHNEE

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Unsere komfortablen Unterkünfte befinden

sich größtenteils direkt an der Piste.

Erleben Sie spektakuläre Abfahrten in beliebten

Skigebieten wie Hochkönig,Saalbach Hinterglemm

oder Arosa-Lenzerheide.

Vielfältige Freizeitangebote wie Saunen,

Schwimmbäder und Restaurants erwarten

Sie direkt im Park. Übungshänge, Ski-Schulen

und urige Hütten, die zum Après-Ski einladen,

befinden sich in direkter Umgebung.

NEU: Landal Resort Maria Alm

Am 15. Dezember öffnet das luxuriöse Landal

Resort Maria Alm inmitten des Top-Skigebiets

Hochkönig.

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Salztal Paradies

Köln

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Frankfurt

DEUTSCHLAND

Prag

TSCHECHIEN

Marina Lipno

München

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ÖSTERREICH

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Zürich

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Alpine Lodge Lenzerheide

Innsbruck

Chalet Matin

Hochmontafon

Resort Maria Alm - NEU

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Katschberg

Zell am See

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Klagenfurt

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landalskilife.de

01806 - 700 730

aus dem dt. Festnetz € 0,20/Anruf;

mobil max. € 0,60/Anruf

landalskilife.at

0820 - 988 330

aus Österreich € 0,20/Minute

Wir sind für Sie da: Montags bis freitags: 9.00 bis 21.00 Uhr

Samstags, sonntags und feiertags: 10.00 bis 15.00 Uhr


OH

MUTIG

Winter, wo bist du? Aussprechen mag

es keiner, denken tun es sich aber die

meisten, Mitte November in Kaprun.

Zweistellige Plusgrade statt zweistellige

Zentimeter Schneehöhe erwarten

die Branche zum schon traditionellen

„Forum Zukunft Winter“, dem Gedankenaustausch

des gesamten Wirtschaftszweigs

Wintersport. Organisator Franz

Schenner begrüßt als „lebende Beruhigungspille“

Vertreter der Skifirmen, der

Seilbahnwirtschaft, der Skilehrer, der

Hotellerie, der Wirtschaftskammer, der

Österreich-Werbung.

Die gute Nachricht: Die Einstiegshürde

zum Skifahren wird nahezu jedes

Jahr geringer. Die Seilbahnen haben im

Land 600 Millionen Euro investiert in

immer noch komfortablere Bahnen, die

Ski- und Schuhhersteller haben in den

letzten Jahren allesamt an der Gewichtsund

Bequemlichkeitsschraube gedreht.

Ski und Schuhe sind viel leichter geworden.

Das steht nicht nur auf dem

Datenblatt der Produkte, das spürt auch

der Laie im Praxistest. Das Gewichtsargument

fällt also weg.

Dazu sind so gut wie alle Schuhe

individuell anpassbar, was den Komfortfaktor

erhöht. „Skifahren ist wieder

trendy“, sagt daher Wolfgang Maierhofer,

Sprecher der Skiindustrie und

Atomic-Chef in Personalunion. Immer

noch freut sich die Branche über Zuwächse

im Verkauf, jubelt die Hotellerie

über mehr Nächtigungen und nach dem

vergangenen Winter strahlen auch die

Seilbahner.

Aber in Zukunft? Es wird wärmer,

die technische Beschneiung muss sich

im Zeitalter des Umdenkens Richtung

Nachhaltigkeit stärker rechtfertigen denn

je, der Gast wird immer anspruchsvoller.

Skifahren alleine reicht da nicht mehr.

Also, Winter, wohin gehst du?

IN DIE

NEUEN

ZEITEN

38 SPORTaktiv


WERDEN UNSERE PISTEN AUCH IN DEN KOMMENDEN

JAHREN BEVÖLKERT SEIN ODER WIRD SKIFAHREN

ZUR RANDSPORTART? WIRD ES EINEN VERDRÄNGUNGS-

WETTBEWERB GEBEN ODER SIND DIE GEGNER VIELLEICHT

GANZ ANDERE? UND WARUM SOLLTE FRAU HOLLE

JOHANNISBEERSAFT TRINKEN.

VON KLAUS MOLIDOR

Foto: iStock

Fangen wir mit der Beschneiung an.

Einen Bärendienst haben da die Kitzbüheler

Bergbahnen der ganzen Branche

erwiesen. Mitten im goldenen Herbst

haben die Tiroler den Schnee aus dem

Depot geholt und bei T-Shirt-Temperaturen

im Bereich Resterhöhe im

Gemeindegebiet von Mittersill (S) eine

Piste präpariert. Das Schneeband wurde

gestürmt, für die Seilbahner im restlichen

Land wurde der Marketinggag aber

zum Boomerang. „Die müssen sich jetzt

anhören, ob sie völlig übergeschnappt

sind“, erzählt Michael Rothleitner,

Ex-Vorstand der Mayrhofener Bergbahnen

und mit seinem „Schneezentrum

Tirol“ heute so etwas wie der oberste

Schneeforscher des Landes.

Auch er stuft das Signal, das die Kitzbüheler

mit der Aktion ausgesendet

haben, als verheerend ein. Dennoch

relativiert er: „Mich würde interessieren,

was mehr Energie gekostet hat: die

Schneeaktion von Kitzbühel oder die

vielen Autos, die an diesem warmen

Wochenende an Kitzbühel vorbei gleich

bis an den Gardasee gefahren sind.“

Dazu ist im Sommer noch die Debatte

um die technische Beschneiung

mit künstlichen Zusätzen gekommen.

„Snowmax“ heißt das Produkt das dem

Wasser beigemengt wird und dadurch

Schneeerzeugung bei höheren Temperaturen

ermöglicht. Das Bakterium frisst

SPORTaktiv

39



den Inhalt von Zellen, dabei kommt

es zu einem Frostschaden und wenn

es nicht zu warm ist, dass der Frost

gleich wieder schmilzt, kommt aus der

Schneekanone eben auch bei wärmeren

Temperaturen Schnee. Tirol hat das per

Landesgesetz verboten. Brauchen wir

eh nicht, sagen viele Seilbahner. Weil

wenn es drei, vier Tage kalt ist, brummen

die Schneekanonen durch und

machen die Pisten damit befahrbar. Naturschnee?

Braucht es eigentlich nicht

mehr, weil bundesweit 70 Prozent der

Pisten beschneibar sind. In den starken

Tourismusregionen im Westen sind es

oft sogar 100 Prozent.

Kostet aber alles. Wasser und Strom

vor allem. „Auch das lässt sich nicht

pauschal verurteilen“, weiß Rothleitner.

Erstens würden wir in Österreich nur

ein Prozent des Trinkwassers nutzen.

Der Rest fließt einfach durch. Zweitens

kann man die Kosten nicht pauschalisieren.

Wenn wo ein Gebirgsbach

vorbeifließt, kostet der Kubikmeter

vielleicht weniger als einen Euro. „Das

Wasser ist schon kalt und reich an

Sedimenten, was einen super Nukleationseffekt

ergibt.“ Auf der anderen Seite

gibt es Gebiete, wo das Wasser aus dem

Tal hochgepumpt werden muss. „Weil

es zu warm ist, muss man es dann noch

zweimal runterkühlen und kann kostet

der Kubikmeter schon 15, 20 Euro.“

Was sich auch gezeigt hat: In niederschlagsarmen

Jahren gibt der

Kunstschnee dem Boden Feuchtigkeit,

die er sonst nicht gehabt hätte. All das

zeigt: Die Thematik lässt sich nicht in

ein Schwarz-Weiß Schema pressen.

Wenn wir also den Schnee auf unseren

Bergen haben, heißt das immer

noch nicht automatisch, dass die Gäste

auch in Zukunft die Pisten stürmen

werden. „Wenn die Leute Ski fahren

gehen, tun sie das immer noch hauptsächlich

in den Alpen“, erklärt Tourismusforscher

Ulf Sonntag aus Kiel.

Früher, in den 1980er-Jahren, war auch

für ihn als Nordlicht die Gleichung

einfach. „Winter ist gleich Skifahren.“

Heute? „Wollen viele in die Wärme,

die Ferne oder auf eine Kreuzfahrt“,

sagt Sonntag. Mit der deutschen Reiseanalyse

forscht er seit Langem an der

Urlaubsmotivation, mit Standard-Fragebögen,

die über vier Jahrzehnte gleich

geblieben sind und daher gut vergleich-

DIE SEILBAHNER

MÜSSEN SICH JETZT

OFT ANHÖREN,

OB SIE VÖLLIG

ÜBERGESCHNAPPT

SIND.

bare Ergebnisse liefern. Klar beziehen

sich seine Untersuchungen nur auf

Deutschland. Aber unsere nördlichen

Nachbarn sind für den Tourismus

hierzulande immer noch die wichtigste

Zielgruppe und die Ergebnisse

zumindest auch für Mitteleuropa als

Trend ableitbar.

In dieses Horn stößt auch Martin

Dolezal von der Snowsports Academy,

einem der größten Skilehrer-Ausbildner

des Landes, der auch international

tätig ist. „Wir müssen die Leute

vorrangig einmal zum Skifahren und

nach Österreich bringen. Sie dazu motivieren,

dass sie das probieren. Dann

können wir uns immer noch streiten,

Foto: istcok

40 SPORTaktiv


ob sie nach Vorarlberg, Tirol, Salzburg

usw. fahren sollen.“ Da herrsche leider

immer noch das österreichische Schrebergartendenken

vor.

Wo der Schulterschluss schon funktioniert:

bei den Skischulen. Nachdem

sich Buchungen immer mehr auf den digitalen

Sektor verlagern, haben die Skischulen

die Plattform „book2ski. com“

ins Leben gerufen. Dort soll man ab 10.

Dezember 2018 in möglichst allen der

650 Skischulen Kurse online buchen

können. „Man kann sich daheim in

Ruhe die Region aussuchen, in die man

fährt, Angebote vergleichen und Kurse

für alle Könnensstufen buchen“, sagt

Sprecher Gerhard Sint.

Es bewegt sich also etwas in der Branche.

Muss es auch. Denn angesichts einer

immer größeren Palette an Freizeitmöglichkeiten

steigt auch die Drop-out-

Gefahr. Gemeinsam statt einsam – das

ist so etwas wie das Gebot der Stunde.

Gemeinsam für den Skisport werben,

WINTER IST NICHT MEHR GLEICH

SKIFAHREN. VIELE WOLLEN IN DIE

WÄRME ODER AUF EINE KREUZFAHRT.


gemeinsam Kurse anbieten und gemeinsam

offenlegen, wie groß der ökologische

Fußabdruck jetzt wirklich ist.

Womit wir endgültig bei Frau Holle

angelangt sind. Studenten der Universität

für Bodenkultur haben nämlich an der

technischen Beschneiung geforscht. Weil

es zu warm war, ist aber nur Wasser aus

der Maschine gekommen. „Dann haben

sie aus Jux ihren Johannisbeersaft, der ihnen

übrig geblieben ist, in die Maschine

gekippt“, erzählt Schneeforscher Rothleitner.

„Und auf einmal ist wie durch

ein Wunder doch Schnee aus den Düsen

gekommen.“ Unerklärbar, aber eine Anekdote,

die zweierlei zeigt: Erstens, dass

man über den Tellerrand des „Das haben

wir noch nie so gemacht“ hinausblicken

soll. Und dass es zweitens manchmal

auch der Kraft des Zufalls bedarf.

DAS PARADIES

FÜR DIE KLEINEN

In St. Corona am Wechsel hat

man sich auf die kleinen

Wintergäste spezialisiert.

Neben den Kinderpisten heuer

neu: die „Schneefestung“

für feinste Schneeballschlachten.

Foto: Familienarena St. Corona

Voller Fokus auf Familien und Kinder:

Dieses Motto wird hier perfekt

umgesetzt. In der Familienarena im

südlichen Niederösterreich – zwischen

Südautobahn und Semmering-Schnellstraße

– findet sich alles, was Kids und

Skianfänger brauchen. Neben dem

Tellerlift gibt es gleich drei Förderbänder

(9, 35 und 90 Meter lang), die

für einen umkomplizierten und völlig

kindgerechten Zugang zum Skifahren

sorgen. So können die Kleinen Stück

für Stück lernen. Größere haben schon

auf der Funslope und der Wellenbahn

ihren Spaß, auf einer Zeitstrecke sind

ihre Fortschritte sogar messbar. Die ganz

Kleinen kugeln daneben in „Coronas

Wintererlebnisland“ herum, nutzen die

Rodelbahn bzw. Rodelwiese oder toben

sich in der heuer neuen „Schneefestung“

beim Spielen aus.

FAMILIENARENA

ST. CORONA AM WECHSEL

Hier fühlen sich Große und

Kleine wohl: Tellerlift, drei

Förderbänder, Rodelbahn,

Funslope, Winterspielplatz

www.familienarena.at

SPORTaktiv

41


DIE TOP

NEWS

AUS DEN TIROLER

SKIBERGEN

IN ISCHGL

Die Gampenbahn wird durch

eine neue 6er-Sessel bahn

ersetzt (2800 Fahrgäste/

Stunde). Darüber hinaus

entstehen zwei neue

Restaurants.

IN KITZBÜHEL

gehen zwei topmoderne

Liftanlagen in Betrieb, die alle

Stückeln spielen: die Bahn

namens „6SB Brunelle“ und

die 10er-Kabine „Comfortline

S 10EUB Raintal“.

IN MAYRHOFEN

wird eine neue 10er-Einseilumlaufbahn

auf dem

Actionberg Penken eröffnet.

Und die Wintersportler

bekommen zusätzlich zwei

Pistenkilometer.

IN DER ZILLERTALARENA

kommt die neue 6er-

Sesselbahn Larmach, die

mit Haube und Sitzheizung

ausgestattet ist und 2800

Personen pro Stunde

befördert.

IM PITZTAL

gilt eine einzige Karte für 76

Pisten, sechs Skigebiete und

121,5 Pistenkilometer.

IM ÖTZTAL

kommt mit dem „Ötztal

Superskipass“ eine

Verbund karte, die alle sechs

Skigebiete des Ötztals mit

ihren 356 km vereint.

INFO

Tirol Werbung

www.tirol.at

Foto: Tirol Werbung/Jarisch Manfred

42 SPORTaktiv


ZU GAST IN

TIROL

#KITZLEGENDE

In Kitzbühel verschmelzen Sport, Tradition

und Lifestyle auf einzigartige Weise

und kreieren das unverkennbare

Kitzbüheler Lebensgefühl.

Skifahrer finden hier traumhafte

Bedingungen und Urlauber ein wahres

Winterparadies. Die legendärste

Sportstadt der Alpen hat immer Saison.

SPORTaktiv

43


Powered by

SKIBERGE

IN TIROL

Achensee achensee.com 11 6 2 17 30 7 53 nein - -

Alpbach – Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau skijuwel.com 45,5 22,5 29 7 9 26 54 13 109 ja - 2

Astenberg / Wiesing – Achensee achensee.com 1 - - 1 - - 1 nein - -

Axamer Lizum axamer-lizum.at 39,5 23,5 3 6 1 7 21 2 41 ja - -

Bergbahn Pillersee – Buchensteinwand bergbahn-pillersee.com 35,5 20,5 6 2 - 10 7 5 22 ja - -

Bergeralm – Steinach am Brenner bergeralm.net 39,5 21 2 2 2 9,5 10 9 29,5 ja - -

Berwang berwang.tirol 45 22,5 8 3 1 24,2 9,7 1,5 35,4 ja - -

Biberwier – Marienbergbahnen bergbahnen-langes.at 46 23 3 2 - 7,3 3,7 0 12,3 ja - -

Boden – Bschlabs tirol.com/bergheimat 12 8,5 2 - - - - 0,5 0,5 nein - -

Brandlift Scharnitz brandlift.at 11 9 1 - - 0,3 - - 0,3 nein - -

Brixen im Thale – SkiWelt skiwelt.at 51 25 39 35 16 122 129 10 284 ja - -

Burglift Stans schwarzbrunn.at 12,8 8,3 1 - - 1 1 - 1 nein - -

Christlum Achenkirch – Achensee christlum.at 45 23 7 4 - 6 16 5 27 nein - -

Dorfberglift – Kanterlift/Kartitsch – Osttirol kartitscher-liftgesellschaft.jimdo.com 25,4 16,5 2 - - 1,2 1 0,5 2,7 nein - -

Eggalm – Tux – Lanersbach tux.at 53,5 24 2 2 1 6 16 - 22 ja - 1

Ehrwald Wettersteinbahnen wetterstein-bahnen.at 46 23 2 2 - 15 5 2 23 ja - -

Ehrwalder Almbahn / Ehrwald zugspitze.tirol 46 23 3 3 1 18 7,5 2 27,5 ja - 1

Elferbahnen Neustift / Stubaital elfer.at 29,8 14,9 3 - 1 2 5 - 7 nein - -

Ellmau – SkiWelt skiwelt.at 51 25,5 39 35 16 122 129 10 284 ja 3 -

Fendels – Ried – Prutz kaunertaler-gletscher.at 38 23 5 1 1 6 4 1 11 nein - -

Fieberbrunn – Saalbach Hinterglemm

Leogang

saalbach.com 55 27,5 20 21 29 140 112 18 270 ja 2 4

Fügen – Spieljoch spieljochbahn.at 54 24,5 5 2 3 3,6 10,8 2,7 21,1 ja - -

Füssener Jöchle – Grän lifte-graen.com 37 22,5 3 1 1 3 5,5 0,5 9 nein - -

Galtür / Paznaun-Ischgl silvapark.at 41,5 24,5 6 2 2 5 26 12 43 nein - -

Gerlos – Zillertal Arena zillertalarena.com 52 23,4 18 22 11 43 89 11 143 ja 5 8

Gerlosstein / Hainzenberg – Zillertal Arena zillertalarena.com 53,5 24,1 1 2 1 1,2 8,4 0,6 10,2 ja 5 8

Glungezer glungezerbahn.at 32,5 19,5 5 1 1 6,5 15,5 1 23 nein - -

Going – SkiWelt skiwelt.at 51 25,5 39 35 16 122 129 10 284 ja 3 -

Gries – Längenfeld oetztal.com 22 3 1 - - 1 - - 1 nein - -

Grünberg Obsteig innsbruck.info/sonnenplateau 18 11 1 - - 1 - - 1 nein - -

Hinterfeldlift Mösern skigebiet-seefeld.at 20,5 20,5 - - - 1 - - 1 nein - -

Hintertuxer Gletscher / Hintertux hintertuxergletscher.at 53,5 24 9 6 6 14 35 11 60 ja - 1

Hochfügen Zillertal hochfuegenski.com 54 24,5 19 12 5 31,2 32,4 13,2 88,3 ja 1 1

Hochkössen – Unterberg bergbahnen-koessen.at 40 20 8 3 1 10 9 3 22 ja - -

Hochmoos – Bergbahn Kreithlift Leutasch hochmoos-tirol.com 32 22 2 1 - 3,5 1 1 5,5 nein - -

Hochzeiger – Jerzens im Pitztal hochzeiger.com 45 28 4 4 1 10 22 8 40 ja - 2

Hochzillertal hochzillertal.com 54 24,5 22 11 6 29,7 41,3 14,6 90,7 ja - -

Hopfgarten – Itter – Kelchsau – SkiWelt skiwelt.at 51 25,5 39 35 16 122 129 10 284 ja 3 -

Hüttegglift Weerberg huettegglift.at 21 16 1 - - 3 - - 3 nein - -

Imster Bergbahnen imster-bergbahnen.at 31,5 16,5 2 2 - 4 3 2 9 nein - -

Innsbruck – Nordkette nordkette.com 34,5 20,7 - 2 3 0,4 9,3 0,2 13 nein - -

Innsbruck Igls – Patscherkofel patscherkofelbahnen.at 37 23 2 - 1 10 8 - 18 nein - -

Ischgl ischgl.com 49 30,5 13 25 7 39 150 34 238 nein - -

Jöchelspitze – Lechtaler Bergbahnen lechtaler-bergbahnen.at 34 21 1 1 - 2,5 2,5 - 5 nein - -

Jungholz jungholz.de 31,5 20,5 5 2 - 7 3 - 10 nein - -

Kals – GG Resorts Kals-Matrei gg-resort.at 47,5 24,5 7 5 3 8,5 22,5 6 41,6 ja - -

Kappl / Paznaun-Ischgl kappl.com 41,5 26 6 3 1 10 20 5 42 nein - -

Karwendel-Bergbahn Pertisau – Achensee karwendel-bergbahn.at 28 19 3 - 1 6 6 - 12 nein - -

Kaunertaler Gletscher / Kaunertal kaunertaler-gletscher.at 45 29 5 2 1 14,8 4,3 2,7 21,8 nein - -

Kirchdorf in Tirol / Kitzbüheler Alpen skilift-kirchdorf.com 29,5 17,5 1 1 - 5 - - 5 nein - -

Kitzbühel – Kirchberg kitzski.at 57 28 15 28 11 101 61 17 179 ja - 2

Kühtai kuehtai.info 40 20 6 5 1 6 26,2 8,9 41,1 ja - -

Landeck – Zams – Fliess / Venetregion venet.at 39 23,5 3 3 1 6 15 1 22 nein - -

Lermoos – Grubigsteinbahnen bergbahnen-langes.at 46 23 1 4 3 13,2 10,2 1,9 27 ja 1 -

Lienzer Bergbahnen – Zettersfeld/Hochstein lienzer-bergbahnen.at 47,5 24,5 4 5 1 10 22 5 37 ja - -

Tageskarte

Erwachsene


Tageskarte

Kinder


Schlepper

Sessellift

Kabinen/Gondel

•km leicht

•km mittel

•km schwer

Pisten km

Höhenmeter

Video

Foto

44 SPORTaktiv


Matrei – GG Resorts Kals-Matrei gg-resort.at 47,5 24,5 7 5 3 8,5 22,5 6 41,6 nein - -

Maurach am Achensee – Rofanseilbahn rofanseilbahn.at 31,5 18,5 - 2 1 1 8 2 11 nein - -

Mayrhofen – Zillertal mayrhofner-bergbahnen.com 53,5 24 31 17 10 40 66 33 139 ja 1 -

Muttereralm muttereralm.at 35,5 22 1 1 2 6 5 2 13 nein - -

Nauders nauders.com/de 43,5 26,5 7 5 1 23 34 12 75 nein - -

Nesselwängle im Tannheimertal lifte-nesselwaengle.at 15 9,5 4 1 - 3 6,5 1 12,5 nein - -

Obergurgl – Hochgurgl obergurgl.com 53 34 8 8 9 37 55 20 112 nein - -

Oberperfuss – Rangger Köpfl rangger-koepfl.at 29,5 15 3 - 1 8 7 2 17 nein - -

Obertilliach / Golzentipp – Lesachtal obertilliacher-bergbahnen.com 37 18,5 4 - 1 3,4 7,8 1 15,6 nein - -

Oetz – Hochötz oetz.com 40 20 4 6 2 12 21 3 39 ja - -

Pitztaler Gletscher – Rifflsee / Pitztal pitztaler-gletscher.at 51 30 4 4 4 13,2 20,8 5,1 39,1 nein - -

Planberg- und Wiesenlifte schischule-leithner.at 15 10 3 - - 1 - - 1 nein - -

Prägraten am Großvenediger osttirol.com 24 12 2 - - 1 0,5 0,5 2 nein - -

Rastkogel – Tux – Vorderlanersbach tux.at 52 23,5 3 3 2 10 11 6 27 ja - 1

Reuttener Seilbahnen Hahnenkamm –

Höfener Alm

reuttener-seilbahnen.at 37 22,5 1 1 1 4 9 2 15 nein - -

Roggenboden roggenboden.com 32,5 18 2 - - k. A. k. A. k. A. 3 nein - -

Schattwald – Zöblen im Tannheimertal tannheimer-bergbahnen.at 37 22,5 2 2 - 9 4 2 15 nein - -

Scheffau – SkiWelt skiwelt.at 51 25,5 39 35 16 122 129 10 284 ja 3 -

Schlepplifte Neuleutschach seefeld.com 15 10 1 - - 1 - - 1 nein - -

Schollenwiesenlift /Höfen bei Reutte reutte.com 26,5 16,5 1 - - 1,5 - - 1,5 nein - -

Schwaz-Pill – Kellerjochbahn kellerjochbahn.at 31 19 2 1 - 7 5 2 14 nein - -

See / Paznaun-Ischgl bergbahn.com 41,5 26 5 2 2 8 25 8 41 nein - -

Seefeld / Birkenlift & Geigenbühellift seefeld.com 30 24 3 - - 5 - - 5 nein - -

Seefeld / Gschwandtkopf skigebiet-seefeld.at 41,5 28 9 1 - 4,7 - - 4,7 nein - -

Seefeld / Rosshütte rosshuette.at 44,5 31,5 3 3 3 10 9 1 20 ja 1 -

Serfaus – Fiss – Ladis serfaus-fiss-ladis.at 51 31 11 16 12 47 123 28 214 ja 2 -

Serlesbahnen Mieders serlesbahnen.com 30 15 3 - 1 3 2,7 - 5,7 nein - -

Sillian – Hochpustertal hochpustertal-ski.at 47,5 24,5 2 3 2 5,6 15 1,1 22,4 ja - -

Skilifte Knittel Elbigenalp knitteltirol.at 20 1 - - 2 1 1 3 nein - -

Skizentrum Schlick 2000 schlick2000.at 39,5 20,1 6 3 2 12 6,8 3,2 22 ja - -

Sonnenberglift – Gries im Sellrain sonnenberglift.at 13 9 1 - - 0,6 0,4 - 1 nein - -

Sölden soelden.com 54,5 30 8 15 8 69,8 44,8 29,4 146 ja 8 4

Söll – SkiWelt skiwelt.at 51 25,5 39 35 16 122 129 10 284 ja 3 -

St. Anton am Arlberg arlbergerbergbahnen.com 54,5 32,5 28 46 14 131 123 51 305 nein - -

St. Jakob im Defereggental / Brunnalm stjakob-ski.at 47,5 24,5 4 2 1 4,7 11,1 1,2 23,7 ja - -

St. Johann in Tirol skistar.com/stjohann 45 23 8 5 4 16 23,5 3,5 43 nein - -

Stanzach stanzach.at 22 15,9 3 - - 0,7 1 3 nein - -

Steinberg am Rofan - Rofanlifte christlum.at 23 15 2 - - 1 - - 1 nein - -

Stubaier Gletscher / Stubaital stubaier-gletscher.com 48 24 10 7 5 23 15 4 64 nein - -

Tannheim – Neunerköpfle tannheimer-bergbahnen.at 37 22,5 4 1 1 5 5,5 1 11,5 nein - -

Thiersee – Mitterland schneeberg-hagerlifte.at 18 14 3 - - 2 2 - 4 nein - -

Tiroler Zugspitzbahn zugspitze.tirol 46,5 23,5 4 2 2 6,6 10,2 - 17 ja - -

Tirolina – Ski-, Sport- & Aktivberg Thiersee tirolina.at 18 14 2 - - 2 2 1 4 nein - -

Tux – Finkenberg tux.at 52 23,5 4 2 2 5 10 11 26 ja - 1

Umhausen – Niederthai umhausen.com 26 17,5 4 - - 2 1 1 4 nein - -

Vent vent.at 38 19,5 2 2 - 5 10 - 15 nein - -

Virgen in Osttirol osttirol.com 10 7 1 - - 1 - - 1 nein - -

Waidring – Steinplatte steinplatte.tirol 46 23,5 1 9 2 20 20 2 42 nein - -

Westendorf – SkiWelt skiwelt.at 51 25,5 39 35 16 122 129 10 284 ja - -

Wildschönau – Ski Juwel Alpbachtal wildschoenau.com/ski 47,5 24 29 7 9 26 54 13 109 ja - 2

Zahmer Kaiser – Walchsee zahmerkaiser.com 30 15 8 1 - 13 2 15 nein - -

Zell am Ziller – Zillertal Arena zillertalarena.com 53,5 24,1 18 21 13 43 89 11 143 ja 5 8

Tageskarte

Erwachsene


Tageskarte

Kinder


Schlepper

Sessellift

Kabinen/Gondel

•km leicht

•km mittel

•km schwer

Pisten km

Höhenmeter

Video

Foto

SKILINE.CC-LEGENDE

Skiline Höhenmeter: Höhenmeter Service | Skiline Video: Skimovie, Riesenslalom, Slalom, Parallelslalom, Skicross, Mix Race etc. | Skiline Foto: Speedcheck, Fotopoint, Fotofalle, Fotostart

SPORTaktiv

45


ZWISCHEN

KULTSTATUS UND

MODERNE

Dort, wo alles begann. Am Arlberg

trifft sich die Wiege des Skisports

mit den Topevents.

Die fünf klassischen Arlberg-Orte St.

Anton, St. Christoph, Stuben, Zürs

und Lech schreiben einmal mehr Skigeschichte.

Seit Dezember 2016 bilden sie dank

der neuen Flexenbahn das größte zusammenhängende

Skigebiet Österreichs und schaffen

damit den Aufstieg zum fünftgrößten Skigebiet

weltweit. Mit diesem Superlativ hat die

Arlberg-Familie ein weiteres Qualitätsversprechen

an passionierte Wintersportler eingelöst.

Für Skifahrer bedeutet die neue Flexenbahn

höchsten Komfort. Nach einer sechsminütigen

Gondelfahrt hat man beim Ausstieg die

Wahl zwischen der weiterführenden Trittkopfbahn

oder einer Piste ins Tal. Spätestens

hier erahnen ausdauernde Skiläufer erstmals

die unglaubliche Weitläufigkeit, die durch

die neue Verbindung entstanden ist. Gesamt

sind es nun 88 Lifte und Bahnen, die 305 km

markierte Skiabfahrten durchgehend befahrbar

machen. Und praktisch im Vorbeigehen etliche

Kilometer an Tiefschneerouten im freien

Skigelände. Eine beeindruckende Möglichkeit,

die neue Größe auszuloten, bietet der „Run of

Fame“. Diese spektakuläre Skirunde führt

vom Rendl in St. Anton am Arlberg über

Zürs und Lech bis nach Schröcken und

Warth. 85 km und 18.000 Höhenmeter bilden

die Eckpunkte.

Wie wurde der Arlberg zu einem Ski-Dorado

von solch globaler Geltung? Unter anderem

deshalb, weil die Region ein Liebkind

der Wettergötter ist. Ost- und westseitige

Anströmungen entladen sich mit enormen

Fotos: Arlberg Marketing/Christoph Schoech, Sepp Mallaun

46 SPORTaktiv


ZAHLEN & FAKTEN

LIFTE: 14 46 28

PISTEN: 305 km • 131 • 123 • 51

PREISE: Erw. € 54,50

Jugend € 49,50

Kinder € 32,50

WINTER-HIGHLIGHTS

S T. ANTON

„LADIES FIRST“

Wohlfühlwochen für Damen von

5. bis 26. Jänner 2019.

AUDI FIS SKI WORLD CUP LADIES

Arlberg-Kandahar-Rennen am

12. und 13. Jänner 2019.

„NEW ORLEANS MEETS SNOW“

Jazz- und Blues-Festival von

5. bis 7. April 2019.

„DER WEISSE RAUSCH“

Kult-Skirennen am 21. April 2019 zum

Saisonabschluss.

Unvergleichlich: Am Arlberg findet man

ikonische Hänge am Berg und dieses

bestimmte Flair beim Après Ski.

LECH/ZÜRS

„DER WEISSE RING“

Das Rennen am 19. Jänner 2019

in Lech.

TANZCAFÉ ARLBERG

Swing&Snow-Tanzkurse von

1. bis 18. April 2019.

RÜFI 900

Uphill-Rennen für Hobbysportler

am 6. April 2019

2. ZÜRSER STREET FOOD FESTIVAL

Höchst gelegenes Street Food Festival

von 6. bis 7. April 2019

Niederschlägen an den Hängen. Durchschnittlich

beträgt die seit 1946/47

jährlich gemessene Schneemenge neun

Meter. Die Gegend gilt als eine der

schneereichsten der Alpen, die Skisaison

dauert entsprechend lange. Dank der

privilegierten Höhenlage zwischen 1300

und 2800 Meter Seehöhe gilt weitgehend

Schneesicherheit. Bis weit in den Frühling

hinein tummeln sich die Genussski-

fahrer auf den Firn- und Pulverschneehängen

dies- und jenseits des Passes.

Und dann als Draufgabe die 200 Kilometer

an Tiefschneerouten und Freeride-Abfahrten!

Features: epische Ausmaße,

eine fast programmatische „First

Line“-Garantie sowie erhöhte Sicherheit

dank vieler bewaldeter Abschnitte. Zürs

pflegt sein exklusives Profil dank des einzigen

Heliskiing-Ports Österreichs.

STUBEN

24. HANNES SCHNEIDER

GEDÄCHTNISLAUF

Nachtriesentorlauf am

22. Februar 2019.

20. LONGBOARD CLASSIC

The Woodstock of Snowboarding

am 6. April 2019.

Alle Informationen unter

www.arlberg.net

SPORTaktiv

47


Mehr auf...

www.burghotel-lech.com/hellowinter

IN DEN SCHNEE.

INS VERGNÜGEN.

IN DIE BURG.

15.12.– 19.12.2018

SAMSTAG BIS MITTWOCH

HELLO WINTER 1

· 4 Übernachtungen mit Gourmet-Halbpension

im Standard-Doppelzimmer

· 3-Tages-Skipass

· Burg Verwöhnleistungen

· Weihnachtskekse am Zimmer

€ 813,– pro Person

12.01. – 19.01.2019

SAMSTAG BIS SAMSTAG

SKI PERFECT

· 7 Übernachtungen mit Gourmet-Halbpension

im Standard-Doppelzimmer

· 6-Tages-Skipass

· Burg Verwöhnleistungen

€ 1.819,– pro Person

Genießen Sie unsere Ski-Arrangements im Dezember und Januar in bester Lage:

Direkt vor der Haustür der BURG beginnen 200 Kilometer Tiefschnee-Abfahrten und 305 Kilometer Pisten.

Unser Familienhotel auf der Sonnenloge des Arlbergs bietet alles, um aus jedem Skitag das Maximum

herauszuholen. Die Ski verwöhnt der hauseigene Ski-Service und die Fahrerinnen und Fahrer verwöhnen

wir in einem 1200 m2 großen Beauty & Wellness-Bereich. Abschluss und Höhepunkt bildet unsere

Zwei-Hauben-Küche, die jeden Weltklasse-Skitag mit einem ebensolchen Finale krönt.

Alle Details auf www.burghotel-lech.com/hellowinter

Familie Lucian | Burg Hotel | Oberlech 266 | 6764 Lech am Arlberg | Österreich

Tel +43 (0)5583 2291 | Fax -12 | info@burghotel-lech.com | www.burghotel-lech.com


WINTER

Fotos: Hersteller

SCHÜTZ DICH VOR

DER ALPINSONNE

KUSCHELIG

Der CARINTHIA G350

stößt erst bei –14 Grad ans

Komfortlimit und passt als

Expeditionsschlafsack für

echte Winterabenteuer. Mit

seiner G-Loft-Isolation und

dem wasserabweisenden

Außenmaterial lässt er dich

garantiert nie hängen.

www.carinthia.eu

EIN STOCK FÜR

ALLE FÄLLE

Das hochwirksame ULTRASUN

Alpine 2-in-1 kommt ohne kritische

Inhaltsstoffe aus und schützt mit

einer speziellen Kombination

aus UVA-, UVB- und Infrarot-A

Breitbandfiltern vor der Sonne.

Ideal bei frostigen Temperaturen

und in alpinen Höhen.

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Der STUBAI Crimp ist ein

hochwertiger Aluminiumstock

für alle Einsatzzwecke –

Alpinstock, Skitouren- und

Wanderstock in einem. Er ist

faltbar und klein verstaubar, was

zum Beispiel bei der Abfahrt mit

dem Splitboard ein Top-Feature

ist. Gewicht: 594 Gramm/Paar.

www.stubai-sports.com

FEEL FREE

DURCHBLICK

Die SHRED Smartefy Goggles

bieten ein extra weites Sichtfeld,

Kontrastverstärkung und kommen

mit beschlagfreier Doppelscheiben-

Technologie daher. Die Skibrille

kombiniert innovative Features mit

einem modischen Design – exakt,

wie es sein soll.

www.shredoptics.com

Die FJÄLLRÄVEN Keb

Touring Trousers sind aus

wetterbeständigem Stretch-

Material gefertigt. Sie

bieten auf Skitouren und

beim Freeride-Touring volle

Bewegungsfreiheit und

passen auch für viele andere

Bergsportaktivitäten.

www.fjallraven.de

NEWS

SPORTaktiv

49


JEDE MENGE

GLÜCKS-

MOMENTE

Wenn der Winter die Naturparkregion

Lechtal erreicht,

zeigt sich die Landschaft

von ihrer schönsten Seite.

Wattig weiße Schneedecken

umhüllen das vom Lech und

den Alpen geprägte Tal. Die

Natur hält für einen

Moment den Atem an.

Winter- und Schneeschuhwanderer,

aber auch

Tourengeher finden nun

ideale Bedingungen in der

ursprünglichen Naturlandschaft

der Region vor.

Der Lech steht dabei im

Zentrum Ihrer Ausflüge und

sorgt für erholsame Wintertage

fernab vom hektischen

Skitourismus. Auf 34 Winter-Routen

erwandern Sie

rund 130 Kilometer, die Sie

zu den schönsten Destinationen

der Naturparkregion

führen und dazu einladen,

dem Wildfluss und den

majestätischen Bergen ganz

nah zu sein. Es erwarten Sie

kulturelle sowie landschaftliche

Highlights, die jede

Menge Glücksmomente

versprechen und das Herz

höherschlagen lassen.

www.lechtal.at

Foto: Gerhard Eisenschink

50 SPORTaktiv


SPORTaktiv

51


EINE REGION,

UNZÄHLIGE ABENTEUER

Die Olympiaregion Seefeld liegt auf einem sonnigen Hochplateau

auf 1200 Metern Seehöhe im Herzen der Tiroler

Alpen. Die Vielfalt an Freizeit möglichkeiten zeichnet die Region

ebenso aus wie die Landschaft. Tipp: Von 19.2. bis 3.3.

gastiert hier die FIS Nordische Ski-WM.

INFOS & BUCHUNGEN

TOURISMUSVERBAND SEEFELD

region@seefeld.com

www.seefeld.com

Unter einer weißen Schneedecke präsentiert

sich das Hochplateau als wahres

Urlaubparadies. Die traditionsreiche Tiroler

Region besticht neben ihrer landschaftlichen

Schönheit mit einem vielfältigen

sportlichen und kulturellen Angebot. Und

diesen Winter besonders auch mit internationalem

Flair – als Austragungsort der FIS

Nordischen Ski-WM 2019.

Wo Weltmeister gekürt werden, werden

natürlich ideale Bedingungen zum Langlaufen

geboten. Dieser Sport hat in Seefeld

eine lange Tradition und wird aktiv gelebt,

von Genusssportlern und Profis gleichermaßen.

Die Olympiaregion bietet nicht nur

mehr als 245 Kilometer ausgezeichnet präparierte

Langlaufloipen, sondern auch ein

weltweit einzigartiges Loipenservice- und

Rettungskonzept. Ein ausgebildetes Team

sorgt entlang des gesamten Loipennetzes für

Sicherheit und umfassendes Service.

Winterwandern – Idyll im Schnee

Durch die frisch verschneite Landschaft

entlang präparierter Wege wandern und

strahlenden Sonnenschein genießen – so

schön präsentiert sich hier ein weiteres

Wintererlebnis. Winterwandern in der

Olympiaregion vereint körperliche Aktivität,

Vitalität und Landschaftsgenuss,

weshalb sich dieses winterliche Abenteuer

zu einem absoluten Highlight in der Region

entwickelt hat. In allen fünf Orten der

Region bieten sich besondere Routen zum

Entdecken und Genießen der beeindruckenden

Naturkulisse an.

Die Olympiaregion Seefeld bietet neben

diesen beiden Highlights noch viele weitere

Winteraktivitäten: In unmittelbarer Nähe

des Dorfzentrums Seefeld können Familien

und Genussskifahrer die weitläufigen und

sonnigen Pisten genießen und in urige

Almhütten einkehren.

Fotos: Olympiaregion Seefeld

52 SPORTaktiv


SKI IN – SKI OUT

Genießen Sie die atemberaubende Natur der

Osttiroler Bergwelt. Winterspaß und

Skivergnügen direkt vom Hotel aus.

www.enjoy-osttirol.at

GRADONNA **** SUP MOUNTAIN RESORT

CHÂLETS & HOTEL

Mitten in unberührter Natur auf 1.350 Meter

Höhe steigen Winterfans in einem exklusiven

„Bergdorf“ ab:

dem Gradonna **** SUP Mountain Resort mit

Hotel und 41 Châlets. Gäste starten direkt

von der Haustür zum Winterwandern, Langlaufen

oder auf die Piste. Gewohnt wird in bis

zu 57 m² großen Suiten oder in Châlets mit

bis zu 120 m² Fläche für bis zu 8 Personen.

Kalser Marmor, Zirbenholz, Leder, Loden und

Leinen bestimmen das Interieur. Im Hotel gibt

es ein 3.000 m² großes Spa, einen Natur-

Kinderclub für Kids ab 3 Jahren und einen

Teenie Club 12+, einen Sport Shop, einen

Feinkostladen und ein Restaurant, das zeitgemäße

Küche aus vorwiegend regionalen

Produkten serviert. Aufgrund der Tiefgarage

ist das gesamte Resort autofrei.

www.gradonna.at

DOLOMITEN RESIDENZ **** SUP

SPORTHOTEL SILLIAN

Das Bett direkt neben der Piste und dem

Loipennetz sowie unzähligen Winterwanderwegen,

ein traumhaftes, schneesicheres

Hochpustertal und typische Osttiroler

Gastlichkeit genießen Sie in der Dolomiten

Residenz **** SUP Sporthotel Sillian. Osttirols

erstes Familien-Wellness-Hotel. Das Skizentrum

Hochpustertal ist ideal für Familien

mit kleineren Kindern geeignet. Jede Art

von Sportausrüstung gibt es im Sportshop

gegenüber. Wenn die Kinder nicht mit

zum Wintersport wollen, ist das auch kein

Problem: Im Übernachtungspreis sind täglich

zwölf Stunden Kinderbetreuung enthalten

sowie ein Teenie-Programm für Kids ab

12 Jahren. Für Erholung sorgt die 3.000 m 2

große Vitalresidenz. Im Restaurant verwöhnt

man Sie mit herzhafter, regionaler und saisonaler

Osttiroler Küche.

www.sporthotel-sillian.at

Dolomiten Residenz ★★★★sup Sporthotel Sillian

Gradonna ★★★★sup Mountain Resort

Hochpustertaler Bergbahnen Nfg. GesmbH & Co KG I Sporthotel Sillian, A-9920 Sillian I ATU 44074407

Großglockner Mountain Resort Kals GesmbH & Co KG I Gradonna 1 I A-9981 Kals am Großglockner I ATU 65650066


WINTERGLÜCK

IN TUX-FINKENBERG

Mit dem Hinter tuxer

Gletscher am Talschluss

zählt das Tuxertal zu

den schönsten

Alpen hochtälern Tirols.

Zeit, den Alltag hinter

sich zu lassen und

pures Winterglück zu

spüren.

Die Ski- und Gletscherwelt Zillertal

3000 ist eine Skiregion der

Superlative, das lassen schon die

Zahlen erkennen: 199 Kilometer Pisten

und 66 modernste Liftanlagen in fünf

Skigebieten können mit einem Skipass

erkundet werden. Insider empfehlen die

Gletscherrunde vom Penkenjoch-Finkenberg

über das Skigebiet Rastkogel

zur Eggalm bis hin zum Hintertuxer

Gletscher – ergibt 15.000 Höhenmeter

und 60 Abfahrtskilometer an einem Tag.

Nach Tux-Vorderlanersbach, Tux-Lanersbach

und Hintertux führen jeweils

beschneite Talabfahrten. Gäste erwartet

hier auch Österreichs einziges Ganzjahresskigebiet,

der Hintertuxer Gletscher:

Mit 60 Kilometern Top-Pulverschneepisten,

einer ausgezeichneten Gastronomie

und einer atemberaubenden Aussicht von

der Panoramaterrasse auf 3250 m auf die

umliegenden Dreitausender.

Traumhafte Wintererlebnisse

Abseits der Pisten hat die Urlaubsregion

Tux-Finkenberg ebenfalls viel zu

bieten: 28 Kilometer Langlaufloipen

und der Natur eislaufplatz mit Eisstock-

Fotos: wisthler.com/Heiligenblut-Bergbahnen

54 SPORTaktiv


INFOS UND BUCHUNGEN

T. +43 52 87/85 06

E-Mail: info@tux.at

www.tux.at

bahnen zählen dazu. Drei beleuchtete

Naturrodelbahnen mit urigen Einkehrmöglichkeiten

bringen eine Extraportion

Geselligkeit in den Urlaub. Die

klare Winterluft bei einem gemütlichen

Spaziergang in der verschneiten Winterlandschaft

zu spüren, auf den vielen geräumten

Winterwanderwegen den Alltag

mit jedem Schritt weiter hinter sich zu

lassen: Auch das ist pures Winterglück.

In Tux-Finkenberg kann man auch in

die Genusswelt der traditionellen und

modernen Küche eintauchen. In den

Skigebieten warten über 30 Skihütten

und Restaurants – von „urig und echt“

bis „stylish und trendy“. Und nach Firn

und Fun am Gletscher wird in den Après

Ski- und Partylokalen bis in die Nacht

hinein ausgelassen gefeiert.

Der Winter ist aber auch die perfekte

Zeit für einen Familienurlaub im Tuxertal.

In den Kinderskischulen werden

Kurse für alle Altersgruppen und Lernniveaus

angeboten – dort lernen kleine

Winterfans schnell die grundlegende

Skitechnik. In den Skigebieten warten

Kinder- und Jugendbereiche für jedes

Alter (z. B. der Eggalm-Kinderpark,

die Kid’s Funslope und die Funslope in

Hintertux). Pepis Kinderklub auf der

Granatalm mit professioneller Betreuung

oder die Playarena, ein Indoorpark

der Spitzenklasse mit 1000 m² Spielfläche,

sorgen ebenfalls dafür, dass auch

die kleinen Gäste das Winterglück voll

auskosten können.

ZAHLEN & FAKTEN

5 SKIGEBIETE: Hintertuxer

Gletscher, Eggalmbahnen,

Rastkogelbahnen, Finkenberger

Almbahnen, Mayrhofner

Bergbahnen

PISTEN: 199 km

PREISE: Erw. € 53,50

Jugend € 42,50; Kinder € 24,–

WINTEREVENTS 2018/19

BERGADVENT IM TUXERTAL

am 13. Dezember

VORSILVESTERPARTY

für Kinder am 30. Dezember

DJ ÖTZI GIPFELTOUR

Konzert am 21. März

HINTERTUXER GLETSCHER

OPEN AIR

mit „Die Höhner“ am 12. April

VÄLLEY RÄLLEY AM GLETSCHER

27.–28. April

SPORTaktiv

55


DER STEFF, DIE STREIF

UND DIE

GESUNDHEIT

STEPHAN EBERHARTER HAT SKIGESCHICHTE

GESCHRIEBEN. WARUM ER KURZ VOR SEINEM 50ER

FROH IST, AUS DEM RAMPENLICHT GETRETEN ZU SEIN,

WIE KRITISCH ER DIE ENTWICKLUNG IN „SEINEM“ SPORT

SIEHT UND WIE ER VON DER ANGST VOR DER STREIF ZU

PERFEKTEN ABFAHRT IN KITZBÜHEL GEKOMMEN IST.

VON KLAUS MOLIDOR

Fotos: Stephan Eberharter

56 SPORTaktiv


STEPHAN

EBERHARTER

geboren am 24. März 1969,

zweimal Gesamtweltcup-

Sieger, 2002 Olympia-Gold

im RTL, Silber im Super-G,

Bronze in der Abfahrt,

dreifacher Weltmeister

(Super-G 1991, 2003),

Kombination (1991).

Er feierte insgesamt 29

Weltcupsiege. Seine Abfahrt

in Kitzbühel 2004 wurde zur

perfekten Streif-Fahrt gewählt.

Legenden stehen oft gar nicht auf

so hohen Denkmälern, wie wir

glauben. „Natürlich kannst, Steff

zu mir sagen“, eröffnet Stephan Eberharter

das Gespräch in St. Anton. Für seine

Skifirma ist er immer noch auf Medienterminen,

gibt aber auch in Seminaren

seine Erfahrungen als Profi an Leute

aus der Wirtschaft weiter und geht vor

allem immer noch sehr gerne Ski fahren.

Neben Olympia-Gold im RTL 2002,

drei WM-Titeln und zwei Siegen im

Gesamtweltcup hat er einen besonderen

Erfolg in der Tasche: Seine Siegesfahrt

auf der Streif in Kitzbühel 2004 wurde

zur besten Streif-Abfahrt aller Zeiten

gewählt.

Steff, bist du traurig oder froh darüber,

die Streif nicht mehr im Renntempo

bezwingen zu können?

Na, Trauer ist es nimmer, dafür ist es

zu lange her. Es war eine tolle Sache,

solange ich Rennfahrer war – bis 35 mit

Leib und Seele. Wenn du im Sommer

aber nicht mehr zu 100 Prozent trainieren

kannst und nicht mehr 100 Prozent

Risiko eingehen kannst, dann hast du

keine Chance.

Die Streif und du, das ging ja von

Angst bis Rekord.

Kitzbühel, die Abfahrt, das war bei mir

generell immer so eine Hassliebe. Ich

wollte eigentlich nie Abfahrer werden.

Das wissen die wenigsten. Aber bei meinem

Comeback Mitte der 1990er-Jahre

bin ich wieder in der Abfahrt eingestiegen

und war plötzlich schnell. Am Ende ist

das die erfolgreichste Disziplin geworden.

Als 21-Jähriger hatte ich aber Angst und

wollte da auf keinen Fall runterfahren.

2004 dann diese legendäre Abfahrt mit

diesem großen Vorsprung. Wo ich oben

gestanden bin und gedacht hab: So, jetzt

knall ich einen obi. Auch angespannt bis

zum Letzten, das war nicht im Vorbeigehen,

aber dann doch zu wissen, das passt.

Was war das am Start? Angst oder

Respekt?

Mehr Respekt. Wenn du Angst hast,

darfst dich dort nicht hinstellen. Aber

der Respekt und das Wissen darum,

dass etwas passieren kann und deshalb

nie locker zu lassen, immer in der Konzentration

drinnenzubleiben, den Fokus

zu haben, das macht es aus. Man sagt

immer, man muss das Hirn ausschalten

und Augen zu und durch. Die Wahrheit

ist eine ganz andere. Du kannst bei solchen

komplexen Aufgaben nie deinen

Kopf ausschalten. Das ist einfach ein

dummer Spruch, der nicht stimmt. Die

Zentrale da oben ist höchst gefordert.

Da trennt sich dann oft die Spreu vom

Weizen. Wer hat diese mentalen Fähigkeiten,

wenn es zählt, gut drauf zu sein

und noch einen draufzusetzen?

Nach der Karriere hast du dich

ziemlich weit entfernt vom

Skiweltcup. Hattest du genug von

dem ganzen Zirkus?

Ich war gesättigt. Ich hab das ja nicht

erst seit meinem 20. Lebensjahr gemacht.

Man darf ja die Jahre davor nicht

vergessen, bevor man bekannt wird. Da

ist viel auf der Strecke geblieben. Natürlich

war viel Tolles dabei, aber vieles

ist auf der Strecke geblieben. So wie das

Soziale. Die Freundin – musste immer

hinten anstehen. Kinder – haben warten

müssen. Ein eigenes Heim gründen –

die Mittel waren zwar immer da, aber

die Zeit nicht. Es ist ganz wichtig, ein

soziales Leben zu haben. Ich bin heute

heilfroh, das zu haben. Und ich hätte

SPORTaktiv

57


PASST MIR

UND ZU MIR.

MAIER SPORTS –

der Passformspezialist – bei unserer

breiten Auswahl an

PFC-freien Skihosen muss man

nicht lang suchen und

es kommt niemand zu kurz.

Hier geht‘s zum Video:

www.maier-sports.com/passform

58 SPORTaktiv

nach der Karriere nicht als Co-Kommentator

oder so anfangen können.

Man hat mich bekniet, aber ich musste

mir eine Auszeit nehmen. Um sozusagen

wieder gegroundet zu sein.

Und damit Familie und Kinder nicht

im grellen Licht der Öffentlichkeit

stehen?

Schau, ich bin ja mit den Einheimischen

zu Hause bald nicht mehr

zusammengekommen. Ich hab mich

zurückgezogen, weil wenn du nach

einem Rennen nach Hause kommst

und irgendwo hingehst, sind da 10.000

Trainer herumgestanden. A jeder versteht’s

besser. Oder die Gratulationen.

Du hast ja keine Ruhe. Jetzt – der Bua

geht in die Schul. Du kommst mit den

Leuten wieder zusammen, beim Hinbringen,

beim Abholen, beim Elternsprechtag.

Da ist ein Resozialisierungsprozess

in Gang gekommen.

Das klingt wie nach einer Haftstrafe.

Ich nenn es halt so. Jetzt ist es okay.

Vor zehn Jahren, wie ich zurückgekommen

bin und mein Sohn auf die Welt

gekommen ist, war es so. Eine tolle Erfahrung,

die ich nicht missen möchte.

Dein Stern ist in Saalbach bei der

WM 1991 aufgegangen.

Das war eine eigene Story. Da sind

viele Sachen passiert. Kurz davor ist

Gernot Reinstadler in Wengen tödlich

gestürzt. Der erste Golfkrieg war damals,

da waren wir in Gedanken auch

immer irgendwie dabei. Alles war neu

für mich. Alles abgesperrt, überall Gendarmerie.

Ich war absoluter Neuling,

hab aber davor schon viel trainiert in

Saalbach. Schlafen gegangen bin ich

mit der Einstellung: Morgen hol ich im

Super-G Gold oder gar nichts. Wenn

ich morgen net Gold hole, bin ich enttäuscht

bis an mein Lebensende.

Oha, eine – sagen wir – mutige

Einstellung

Heavy, gell? Darf man normal niemandem

erzählen, aber es ist so lange her.

Ich hab 15, 16, 17 Super-G-Fahrten

dort herunter gemacht. Wir haben

NACH DER

KARRIERE IST

BEI MIR EIN

RESOZIALISIE-

RUNGSPROZESS

IN GANG

GEKOMMEN.

gewusst, es geht um diese Baumgruppe

herum mit einer Kompression. Die

wird schwierig. Die haben wir immer

so gesetzt, wie sie dann im Rennen sein

wird. Wir haben dort viel trainiert und

ich hab’s am besten derfahren. Bin oben

weg aber schon über die Wellen volles

Risiko gefahren. Ich wusste: So leicht

wird es nie wieder werden, eine Medaille

zu holen. Eingeschlafen bin ich mit dem

Gedanken: Ich hole Gold.

Sollen deine Kinder Profis werden?

Die Frage ist einfach, die Antwort ist

schwierig. Da sind wir bei einem Thema,

bei dem ich mir schwertu. Zum

einen ist der Skisport wirklich toll. Vor

allem, wenn Kinder Sport machen wollen,

danach streben – gibt nichts Besseres.

Sport ist charakterbildend, sie geben

nicht gleich auf, merken, dass nicht alles

geschenkt ist im Leben. Das lernen sie

sehr früh. Aber. (Lange Pause) Zu meiner

Zeit, als ich angefangen hab, haben

wir solche Carvinggeräte ja nicht gehabt.

Das waren bessere Holzlatten, da haben

wir nichts zurückbekommen, keinen

Rebound. Das war einfach schnelleres

Rutschen. Das heißt, die Belastung für

den Körper, für so junge Menschen,

war de facto null. Wennst dir heut den

Nachwuchs anschaust, 10-, 12-, 14-Jährige,

wie die fahren! 16-Jährige, wie

die über die Eisplatten fahren – mit 16

Jahren über die Eisplatten! Ich will gar

nicht mehr sagen. Jeder 25-Jährige im


Weltcup sagt, er hat zweimal das Kreuzband

gerissen und hat Rückenprobleme. 25. Das

sind genau die, die als Kinder schon angefangen

haben mit dem Carvingski. Die sind Mitte,

Ende der 1990er-Jahre gekommen.

DIE NEUEN

SPORTHOTELS

Foto: Ingo Derschmitt

Also aus gesundheitlichen Gründen keinen

Leistungssport für deine Kinder?

Müsste ich es entscheiden, was ich aber nicht

tue, würde ich es nicht tun. Aber es liegt natürlich

auch an mir, das zu forcieren oder nicht.

Man kennt natürlich auch sein Kind sehr gut.

Ist es ambitioniert? Ist ein Ehrgeiz da? Nicht

falsch verstehen. Das ist ganz schwierig. Mein

Sohn hat sich schon zweimal das Schlüsselbein

gebrochen. Einmal beim Skifahren, einmal

beim Fußball. Das Seitenband im Knie hat er

sich auch gerissen. Er ist bitte achteinhalb Jahre

jetzt und hat schon drei Verletzungen gehabt.

Aber dein Sohn weiß ja, was du vor seiner

Geburt gemacht hast.

Natürlich sieht er das gerne. Aber die Gegebenheiten

haben sich geändert. Mit diesen Ski

die so extreme Kräfte auf den jungen Körper

ausüben. Schau dir einen RTL an. Da reißen

sich Fahrer ohne Sturz das Kreuzband. Das ist

hochbedenklich. Wir sind in einer Pattstellung.

Die harten, eisigen Pisten geben allen die

gleichen Chancen und dafür brauchst du so

ein Gerät, damit du dort fahren kannst. Andererseits:

Wollen wir das wieder sehen, dass

sie runterrutschen? Das will doch auch keiner.

Ich hab noch keinen heiligen Gral gefunden.

Definitiv ist die Belastung enorm. Und ganz

ehrlich: Ich hab lieber ein gesundes Kind.

25-JÄHRIGE

IM WELTCUP

HABEN HEUTE

RÜCKEN-

PROBLEME

UND OFT

SCHON ZWEI

KREUZ-

BANDRISSE

HINTER SICH.

IN DEN ALPEN

} Übernachtung im Design-Zimmer

} vitales Frühstücksbuffet

} 6-Tages-Skipass

} Sport Spa mit Sauna, Dampfbad

und Fitness

7 Nächte

inkl. Skipass

ab € 399,– p.P.

Locations DE }

Oberstdorf | Neuschwanstein | Berchtesgaden

Locations AT }

Montafon | Kitzbühel | Zillertal | Hinterstoder | Ötztal

Mehr Infos unter Tel. +49 8322 / 940 79 445

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www.explorer-hotels.com/winter

SPORTaktiv 59

Explorer Hotels Entwicklungs GmbH

An der Breitach 3, 87538 Fischen, GF: K. Leveringhaus


SCHNEE – SO WEIT

DAS AUGE REICHT

Kitzbühel und der

alpine Skisport –

ganz klar, das gehört

zusammen. Aber nur

wenige kennen die

sanfte Winterseite der

Gamsstadt. Und die

ist mindestens ebenso

entdeckenswert.

Skifahren ist in Kitzbühel ein Muss.

Seit 125 Jahren wird hier Skigeschichte

geschrieben und die

Faszination für den Schnee ist in all den

Jahren groß geblieben. 185 Pistenkilometer

und modernste Liftanlagen sind heute der

Traum aller Skifans.

Auf verschneiten Tiefschneehängen und

weiten Winterwanderwegen zeigt sich die

Gamsstadt jedoch von einer ganz anderen

Seite. Hier gibt es auch noch viel unbekanntes

Terrain zu entdecken. Unter den

Schuhen knirscht der Schnee, die Luft

ist klar und der Blick reicht bis zu den

höchsten Bergen Österreichs. Zu hören ist

nur noch der eigene Atem und es ist Zeit

Fotos: Michael Werlberger (3); Bernhard Spöttel (1)

60 SPORTaktiv


INFOS

Kitzbühel Tourismus

T. +43 53 56/66 660

E-Mail: servus@kitzbuehel.com

ski.kitzbuehel.com

ZAHLEN & FAKTEN

LIFTE: 12 27 10

PISTEN: 185 km • 106 • 61 • 18

PREISE: Erw. € 57,–

Jugend € 42,–

Kinder € 28,–

für Entspannung und Ruhe. Im Sommer

kann man die Region auf über 1000

Kilometern beschilderten Wanderwegen

erkunden – im Winter sind die Sportund

Wandermöglichkeiten mindestens

ebenso vielseitig.

Die Panoramarundwanderwege am

Hahnenkamm und dem Kitzbüheler

Horn sind beliebte Ausgangspunkte, um

die Region und die Berge im eigenen

Tempo zu erkunden. Das Skitourengebiet

rund um die Bichlalm eignet sich

auch hervorragend für ausgedehnte

Schneeschuhwanderungen. Bewirtschaftete

Almhütten laden am Weg immer

wieder zur Rast und zum Genießen ein.

Loipen für Genießer

Nicht ganz auf Ski verzichten muss

man beim Langlaufen. Die Loipen der

Gamsstadt sind Strecken für Genießer:

einfach zu laufen und ohne extreme

Steigungen. Einen imposanten Ausblick

bietet dabei die schneesichere Höhenloipe

am Pass Thurn auf 1200 Metern

Seehöhe. Auf den beleuchteten Loipen

rund um den Schwarzsee kann man

seine Runden bis in die Abendstunden

drehen.

Für alle, die jetzt Lust bekommen

haben: Die schönsten Touren und

Winterwanderrouten findest du immer

aktuell auf maps.kitzbuehel.com.

TOUREN MIT GUIDE

WINTERWANDERN

In aller Ruhe die Region kennenlernen:

Kitzbühel Tourismus

bietet jede Woche kostenlos

geführte Winterwanderungen

an. Immer Montag, Dienstag und

Donnerstag – Treffpunkt: 9.45 Uhr,

Kitzbühel Tourismus

SCHNUPPER-

SCHNEESCHUHWANDERN

Profis führen durch die Winterlandschaft

und geben Tipps zum

Aufstieg – für lediglich 6 Euro

Unkostenbeitrag (ggf. zzgl. Bergbahnticket

und Transfer).

Immer Montag und Donnerstag,

Treffpunkt um 13.30 Uhr bei

Kitzbühel Tourismus.

SPORTaktiv

61


WINTER

NEWS

LEICHT, ROBUST

UND WARM

Der stylishe ALLTRACK

ELITE 100 LT W von

Rossignol ist das Aushängeschild

bei den Damen-

Freetouring-Schuhen.

Grilamid macht ihn extrem

leicht (1690 Gramm), aber

auch robust und stabil.

Dank Thinsulate-Isolierung

ist er auch warm.

www.rossignol.com

B LOVE PRO

JACKET

Sie erfüllt alle Ansprüche,

die Freerider an eine Jacke

stellen, die B LOVE PRO

JACKET von Marmot. Getapte

Nähte, wasserdichtes und

atmungsaktives Gore-Tex-Pro.

Kragen und Kinnbereich sind

weich gefüttert.

www.marmot.de

Fotos: Hersteller

Entschleunigung.Freiheit.freie Zeit

BICHLHOF.AT


ALLZWECKSTOCK|

Ein Faltmechanismus, den man auch

mit Handschuhen bedienen kann. Ein

Packmaß von nur 42 Zentimetern,

eine Schlaufe mit Neopren und eine

schnelle Längenverstellung – der TOUR

STICK VARIO CARBON von Leki ist ein

Stock für alle Fälle.

www.leki.com

HAUTNAHE

KLIMAREGULATION

Leichtes, elastisches Merino, kombiniert mit

Merino-Mesh-Einsätzen – das macht das 200

ZONE LONG SLEEVE CREWE von Icebreaker

zur optimalen Baselayer für Bikerinnen und

Tourengeherinnen. Das Körperklima wird perfekt

reguliert.Flachnähte verhindern jegliche Reibung.

www.icebreaker.com

BERG UND STADT

Die EGGA JACKET von Devold

of Norway ist ein Midlayer aus

100 % Merinowolle. Durch

besondere Rautenmuster

auf der Innenseite kann Luft

strömen. Der ideale Begleiter

für sportliche Aktivitäten im

Gebirge – und auch im Alltag.

www.devold.de

NUR MIT ABS

INS GELÄNDE

Der ABS-Airbag gehört beim

Freeriden und Tourengehen

neben LVS-Set, Sonde und

Schaufel schon fast standardmäßig

zur Sicherheitsausrüstung.

s.LIGHT compact

mit 15l-XV-ZipOn (l.);

30l-Glacier-Blue-

ZipOn (re)

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ABS PROTECTION GMBH

D-80805 München

T. +49 89/89 87 89-0

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Es ist weltweit tausendfach praxiserprobt

und bekannte Athleten wie Eva Walkner,

Xavier de Le Rue, Matthias Haunholder

oder Felix Neureuther verlassen sich darauf.

Zu Recht – kann das ABS-System doch im

Falle eines Lawinenabgangs das Risiko der

Verschüttung reduzieren und die Überlebenswahrscheinlichkeit

deutlich erhöhen.

ABS setzt auf ein System mit Doppelairbag,

dem „Twinbag“. Neben der großen, effektiven

Fläche bleibt im Fall, dass ein Airbag

zerstört werden sollte, ein zweiter.

Der ABS p.RIDE ist das einzige System

mit Partnerauslösung am Markt, zudem

bietet er 30 Prozent mehr Wirkungsfläche

und eine automatische Systemkontrolle. Das

neue Leichtgewicht, der unter 2 kg wiegende

ABS-s-LIGHT ist bestens für dynamische

Bergtouren geeignet, wenn jedes Gramm

eine Rolle spielt.

SPORTaktiv

63


VOLLTREFFER FÜR

FANS UND AKTIVE

INFOS UND BUCHUNGEN

TVB PILLERSEETAL –

KITZBÜHELER ALPEN

T. +43 53 54/56 304

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VON 11. BIS 16. DEZEMBER

ERWARTET DAS PILLERSEETAL

WIEDER DIE BIATHLON-ELITE

ZUM ERSTEN HÖHEPUNKT

DER WINTERSAISON 2018/19:

DEM BMW IBU WELTCUP

BIATHLON IN HOCHFILZEN.

Hochfilzen, Austragungsort der IBU Biathlon-WM

2017, ist im Weltcupkalender eine Fixgröße.

Auch heuer rücken die weltbesten Biathleten die

kleine Gemeinde im PillerseeTal in den Kitzbüheler

Alpen in den Blickpunkt. Vor Ort ist tolle Stimmung

garantiert, Zigtausende Fans werden erwartet – aus

heimischer Sicht sind die Blicke vor allem auf die Lokalmatadore

Dominik Landertinger und Lisa Hauser

gerichtet.

Die Begeisterung spüren auch die Gäste in der

Tiroler Tourismusregion, die für ihre besondere

Gastfreundschaft bekannt ist. Neben den Wettkämpfen

sind auch die Siegerehrungen und zahlreiche

Side-Events während des Weltcup-Wochenendes

Garanten für unvergessliche Momente im PillerseeTal.

Schneereichste Region Tirols

Solche Momente gibt es aber auch den ganzen

Winter über zu erleben, hat sich das PillerseeTal

doch zu einem echten nordischen Zentrum in Tirol

entwickelt. Mehr als 100 Kilometer Loipen in der

klassischen sowie in der Skating-Technik, professionelle

Serviceeinrichtungen, Langlaufschulen, Verleih

und Shops finden Langläufer vor Ort.

Durch die besondere Schneesicherheit – in der

schneereichsten Region Tirols – sind die Loipen von

Dezember bis Ende März in Betrieb. Wer selbst gerne

einmal auf den Spuren der Biathlon- Weltmeister

wandeln möchte, der landet beim allwöchentlichen

Gästebiathlon in der Region garantiert einen Volltreffer.

Fotos: TVB PillerseeTal – Kitzbüheler Alpen

64 SPORTaktiv


JORIS PERILLAT PESSEY©C. HUDRY

rise

up

IT’S A FORCE

THAT CALLS US

FROM THE HEIGHTS,

A FEELING OF

FULLNESS.

#MILLETriseup


QUERFELDEIN

IN DIE WINTERIDYLLE

Eine verschneite Berglandschaft auf Tourenskiern

oder Schneeschuhen zu erobern ist ein Traum, der

aber Können und Wissen voraussetzt. Wanderführer

und Berg- und Skiführer in Kals am Großglockner

nehmen Gäste des Taurerwirts mit auf

Tour und sorgen für Sicherheit.

Schneeschuhe anlegen: Die geführten

Schneeschuhtouren für

Gäste des Wanderhotels Taurerwirt

sind die Domäne der Wanderführer

Ingrid, Martin und Christoph.

Wer die Bergwelt im Nationalpark

Hohe Tauern lieber auf Tourenskiern

erkunden und dabei auf Nummer

sicher gehen will, für den sind die

Kalser Berg- und Skiführer perfekte

Ansprechpartner.

66 SPORTaktiv


INFOS & BUCHUNGEN

WANDERHOTEL TAURERWIRT

A-9981 Kals am Großglockner

T. +43 48 76/82 26

info@taurerwirt.at

www.taurerwirt.at

ANGEBOTS-TIPP

SPORTaktiv-Leser-Package

23.–30. März 2019

7 Übernachtungen Taurerwirt

Verwöhnpension Glockner Spa

3 geführte Schneeschuh wanderungen

Schneeschuhe, Teleskop stöcke,

Rucksack und Trinkflasche leihweise

für die ganze Woche

Massage-Gutschein (Wert € 25,–)

ab € 665,– p. P.

Fotos: Wanderhotel Taurerwirt

Natürlich verwöhnt ...

Küchenchef Sigi genießt es, die Gäste

mit Wild aus dem Kalser Jagdrevier,

Fleisch und Milchprodukten von den

Kalser Bauern und vielen anderen regionalen

Produkten zu verwöhnen.

Natürlich vital ...

Das „GlocknerSpa“ ist ein Ort der

Ruhe und Wärme. Viele Saunen und

Ruheräume, wohltuende Massagen

und Kräuterbäder oder erfrischende

Kosmetikanwendungen sind die

reinsten Wohltaten für Körper und

Geist.

Natürlich entspannt ...

Ein gesunder Schlaf ist im Urlaub

besonders wichtig. Die Lage am Ende

des Kalsertales ohne Durchzugsverkehr

garantiert Ruhe und Entschleunigung.

Natürlich aktiv ...

Alle Mitglieder der Familie Rogl sind

von Kindesbeinen an naturverbunden.

Sie begleiten Gäste zu allen Jahreszeiten

in die einmalig schöne Natur des

Nationalparks Hohe Tauern.

Natürlich ökologisch ...

Naturverbundenheit und Umweltbewusstsein

werden im Taurerwirt seit

Generationen gelebt. So stammt zum

Beispiel die gesamte Energie aus dem

privaten, hauseigenen Wasserkraftwerk.

SPORTaktiv

67


ALLES SCHNEE

VON MORGEN

Ach, es könnte ja so einfach sein. Früher

gab es den Wetterfrosch Quaxi. Der

turnte im Gurkenglas auf einer Leiter

herum und die ganze Welt (zumindest die Seher

der Mini-ZIB, wer sich erinnert …) wusste,

wie das Wetter wird. Heute schaut man auf das

Smartphone und erkennt im besten Fall anhand

wenige Millimeter großer Icons der Wetter-App,

was sich morgen vor dem Fenster abspielen wird.

Allein: So einfach ist es nicht.

Und so stoßen wir mit unseren einfachen Fragen

nach dem Wetter und dem Klima auf keine

einfachen Antworten, sondern auf viele Zahlenmodelle,

Prognosen, Statistiken und im Kern auf

eine hochkomplexe Wissenschaft.

Anlass sind aktuelle Studien des renommierten

Forschungsinstitutes für Schnee und Lawinenforschung

(SLF) mit Sitz in Davos. Die Schweizer

Forscher – und damit ganz viele Touristiker und

Betreiber von Skigebieten – sahen 2017/18 nach

„drei mageren Jahren“ einen „aus touristischer

Sicht großartigen Winter“. Vor allem in hohen

Lagen gab es so viel Schnee „wie nur alle 75

Jahre“, speziell Mitte/Ende Jänner gab es enorme

Schneemengen. Und dennoch: Der Jänner

brachte zwar „oben“ so viel Schnee wie zuletzt

1981/82, war aber insgesamt der wärmste seit

Beginn der Messungen von MeteoSchweiz im

Jahre 1864. Was in tiefen Lagen sehr viel Regen

brachte. Unterhalb von 1000 Metern Seehöhe

fiel nur halb so viel Schnee wie üblich. Oben

mehr, unten weniger – so lautet verknappt die

Schweizer Formel des letzten Winters.

Fotos: iStock, Christoph Heigl

68 SPORTaktiv


WIE WIRD ES IN ZUKUNFT

SCHNEIEN? WAS SAGEN

AKTUELLE STUDIEN?

UND WAS BEDEUTEN DIE

REKORDSCHNEEMENGEN

DES LETZTEN WINTERS FÜR

DEN JETZIGEN? ZWISCHEN

FRAU HOLLE UND DER ZAMG.

VON CHRISTOPH HEIGL

Wie schaut das in Österreich aus? „Der vergangene

Winter war ein perfekter Winter, so wie

früher“, erinnert sich auch Alexander Podesser,

in Graz der Leiter der Außenstelle der Zentralanstalt

für Meteorologie und Geodynamik (kurz:

ZAMG). Empirisch nachgewiesen wird das auch

von der ZAMG mit enormem Aufwand: Mit

„Snowgrid“ hat man eine Methode entwickelt,

um aus 84.000 Messdaten einzelner Wetterstationen

und weiterer meteorologischer Daten (z.B.

Radar) flächendeckende Schneeinformationen

für 28 Millionen Datenpunkte in ganz Österreich

zu berechnen. Die Anwendungen reichen

von Neuschneeprognosen für die nächsten Tage

bis zu Klimaanalysen für die letzten Jahrzehnte.

Ab dem jetzigen Winter stehen Anwendern

erstmals Schneedaten bis in Jahr 1961 zurück

zur Verfügung. Die ZAMG betreibt auch selbst

Forschung. Seit September 1886 werden auf

dem Sonnblick in 3000 Metern Höhe die Wetterdaten

gemessen. Damit verfügt die ZAMG

über die weltweit längste Messreihe in so großer

Höhe. Die Aufzeichnungen aus Kremsmünster

reichen bis in die 1760er-Jahre zurück und gehören

zu den ältesten weltweit.

Rekorde, Rekorde

Klimawandel war damals kein großes Thema,

heute bestimmt es die Medien fast täglich. 2018

wird unter die vier wärmsten Jahre der 252-jährigen

Messgeschichte kommen. Wenn der Dezember

ähnlich mild wie in den letzten zehn Jahren

wird, prescht 2018 sogar als neuer Rekord an die

SPORTaktiv

69


Wärmer oder

kälter? Alexander

Podesser (links)

und Andreas

Gobiet vor den

ZAMG-Wetterdaten

des

Sonnblick.

Verbesserte Sicht bedeutet mehr Selbstvertrauen. In

Zusammenarbeit mit Essilor® Sun Solution TM entwickelt,

definiert die Phantomglas-Technologie Ihre Sicht auf den

Schnee vollkommen neu. Mit branchenführender optischer

Klarheit und dem lichtadaptiven Glas offenbart sich Ihnen

eine neue Sichtweise.

DAS WETTER IN

ÖSTERREICH

68,6 GRAD TEMPERATURUNTER-

SCHIED MUSSTE MAN STATIS-

TISCH AUSHALTEN ZWISCHEN

DEM WÄRMSTEN GEMESSENEN

TAG DES VORJAHRES

(3. AUGUST, 38,9 GRAD IN WIEN,

INNERE STADT) UND DEM

KÄLTESTEN TAG (6. JÄNNER,

–29,7 GRAD, AM

BRUNNENKOGEL/TIROL).

WINTER 17/18 LAUT ZAMG:

0,8 GRAD CELSIUS ÜBER DEM

MITTEL, 25 PROZENT MEHR

REGEN UND SCHNEE,

NEUSCHNEESUMME VOM

ARLBERG BIS INS

HOCHSCHWABGEBIET (ST) UM

50 BIS 100 PROZENT ÜBER DEM

MITTEL, 15 PROZENT WENIGER

SONNENSTUNDEN

WINTER-REKORDWERTE:

+19,1 GRAD AM

29. JÄNNER IN EISENSTADT UND

–25 GRAD AM 26. FEBRUAR IN

FLATTNITZ (K) UND

ST. MICHAEL (S).

Spitze der 252 Jahre – das wärmste Jahr seit

Beginn der Aufzeichnungen. „An Rekorde

haben wir uns in den letzten Jahren gewöhnt“,

meint Podesser.

Dass der Teufel im Detail steckt und

selbst die Statistiken Interpretationsraum

zulassen, zeigen die ZAMG-Daten vom

Sonnblick. In den vergangenen 90 Jahren

ist die winterliche Temperatur auf den

Bergen um 2 Grad gestiegen – analog zu

anderen Jahreszeiten und tieferen Lagen.

Doch in diesen 90 Jahren selbst gibt es

große Schwankungen. Betrachtet man etwa

isoliert nur die jüngsten 30 Jahre, ist die

Temperatur in diesem Zeitraum sogar gesunken.

Ein Kuriosum, das die nicht leicht

erklärbaren Schwankungen über lange Zeiträume

zeigt.

Beim Blick in die Zukunft zeigt sich die

Wichtigkeit des Pariser Klimaschutzabkommens.

Wenn wir die ambitionierten

Klimaschutzziele der EU erreichen („2-

Grad- Ziel“), wird die Temperatur im

Alpenraum noch um etwa 1 Grad ansteigen

und es wird weiterhin wie gewohnt

Naturschnee geben – wenn auch kürzer

als zurzeit. „Aber ohne ambitionierten Klimaschutz

erwarten wir im Alpenraum +4

Grad. Unter solchen Bedingungen schaut

es für Sportarten wie Skitourengehen düster

aus“, meint Andreas Gobiet, Klima- und

Lawinen experte der ZAMG.

Die Erwärmung wird aber auch schon so

Städte im Sommer zum Schwitzen bringen

und Skifahren im Winter nur noch in höheren

Lagen sinnvoll machen. „Die Gebiete

müssen mit einem erhöhten Beschneiungsaufwand,

mehr Kosten und mehr

Infrastruktur rechnen“, so Gobiet. Wie sich


Tourismus und Partner wie der Skiweltcup

anpassen, bleibt abzuwarten. „Früher hieß

das erste Skirennen der Saison in Val d’Isere

,Kriterium des ersten Schnees‘ und das war

erst im Dezember“, erinnert sich Podesser.

„Heute fahren sie im Oktober.“ Der Winter

wird aber in Zukunft noch später beginnen.

Podesser überspitzt: „Für weiße Weihnachten

müsste man das Fest auf 24. Jänner

verlegen.“ Die heftigen Debatten verlangen

kühle Köpfe. „Wir achten sehr darauf, in

unserer Ausdruckweise präzise zu sein und

nicht zu polarisieren. Wir wollen seriös sein

und keine Katastrophenszenarien an die

Wand malen“, betont Gobiet.

Die „Schneelöcher“

Zurück in den Schnee. Wie der heurige

Winter und ob er auf den Bergen so

schneereich wird wie der letzte, lässt sich

natürlich noch nicht sagen. Die ZAMG

erstellt Vier-Wochen-Prognosen, die kommenden

zehn Tage kann man „ziemlich

sicher“ voraussagen. Die Skigebiete unter

den Kunden interessiert zu Winterbeginn

vor allem die Frage, wann es kalt genug für

künstliche Beschneiung ist.

Die Schneelage gilt als eine der komplexesten

Bereiche der Klimaforschung und

ist im Alpenraum von Region zu Region

sehr unterschiedlich. Am Arlberg oder bei

Phänomenen wie Tauplitz und Planneralm

schneit es oft stark. „Unsere Untersuchungen

zeigen aber, dass die Dauer der Schneebedeckung

in fast allen Regionen deutlich

abgenommen hat“, sagt Gobiet, „besonders

unter 1500 Metern.“ Die Zahl der Tage mit

natürlicher Schneedecke und die Schneehöhen

werden weiter abnehmen, in tiefen und

mittleren Lagen wird es häufiger regnen

statt schneien. Weiter oben wird es Frau

Holle schon noch richten. Für viele Skigebiete

erstellt die ZAMG genaue Detailstudien,

um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Angst haben muss aber keiner, beruhigt

Podesser: „Österreich ist ein gut entwickeltes

Land, wir können den Klimawandel

gut bewältigen und sind von der Lage her

begünstigt. Dürren wie in Spanien werden

nicht auftreten.“ Indirekte Folgen betreffen

Österreich hingegen sehr wohl, Stichwort

Füchtlings- und Migrationspolitik.„Insgesamt

bedeutet Klimawandel ganz sicher

Anpassungsbedarf.“


FÜR WEISSE

WEIHNACHTEN

MÜSSTE MAN

DAS FEST AUF

24. JÄNNER

VERLEGEN.


SPORTaktiv

71


DA SPRÜHEN

DIE IDEEN

DAS TIROLER STUBAITAL

SETZT AUF EVENTKULTUR UND

FAMILIENFREUNDLICHKEIT.

INFOS & BUCHUNGEN

TOURISMUSVERBAND STUBAI

T. +43 50/18 81-0

info@stubai.at

www.stubai.at

ZAHLEN & FAKTEN

SKIGEBIETE: Das Stubai bietet

vier Skigebiete: den Stubaier

Gletscher (26 Liftanlagen,

35 Abfahrten), Schlick 2000 in

Fulpmes (11 Liftanlagen,

19 Abfahrten), die Elferbahnen

(4 Liftanlagen, 2 Abfahrten)

und die Serlesbahnen

(4 Lifte, 4 Abfahrten).

Seit Langem steht das Stubaital

für seine Familienfreundlichkeit.

Dazu tragen die auf die Bedürfnisse der

Familien und kleinen Gäste eingestellten

Beherbergungsbetriebe genauso bei wie

die vier Skigebiete, in denen Kinder

unter zehn Jahren in Begleitung eines

zahlenden Elternteils kostenlos befördert

werden. Daneben gibt es noch die Skischulen

mit dem BIG-Family-Konzept.

Auch der heurige Winter wird da keine

Ausnahme machen. Bei den regelmäßigen

Ski-Nightshows in der Schlick

2000 und im Neustifter Ortsteil

Milders zeigen die Skilehrer auch am

Abend ihre Kompetenz, Profis tricksen

wie jedes Jahr beim Freeski-Weltcup

am Gletscher und bei den Winterwandernächten

im „Natur Aktiv Park“

Klaus Äuele kommen im Jänner alle

Genießer auf ihre Kosten. Eingeheizt

wird den Gästen auch bei fünf Winter-Open-Airs

in Neustift. Die Ideen

gehen im Stubai nicht aus.

Fotos: Schlick 2000/Stefan Richter, Andre Schoenherr, TVB Stubai

72 SPORTaktiv


WINTERWANDER-

NÄCHTE IM STUBAITAL

10.01. & 24.01.2019

19.30 - 22.00 UHR

KLAUS ÄUELE

Durch tief verschneite Landschaften schlendern, die Stille genießen und nur

das Knarren des Schnees unter seinen Füßen hören – das macht für viele die

Faszination des Winterwanderns aus. Noch eine Spur faszinierender wird das

Wandererlebnis bei Nacht.

Neben unvergleichlichen Natureindrücken in der traumhaft verschneiten

Winterkulisse erwartet Besucher ein zur Stimmung passendes Programm.

Die von Fackeln und Laternen beleuchteten Wege des weitläufigen Geländes

führen hin zu unterschiedlichen Stationen, an denen Halt gemacht werden

kann. Im Winterwunderland für die ganze Familie kommen Groß und Klein in

den Genuss traditioneller Musik sowie echter Gaumenfreuden:

- Kostenlos geführte Fackelwanderungen

- Eislaufen auf zugefrorenen Teichen

- Eisstockschießen

- Husky-Schlittenfahrten

- Eiskünstler

- Kostenlose Shuttle-Busse

www.stubai.at


DIE SCHNEEMANAGER

MIT DEM WEISS

ALLEIN, DAS VOM

HIMMEL FÄLLT, GEHT

BEIM SKIFAHREN

NICHTS MEHR. SCHNEE

WIRD IN DEN SKIGE-

BIETEN HEUTE ABER

NICHT NUR ERZEUGT,

SONDERN GEMANAGT.

WAS DAS BEDEUTET,

HABEN WIR UNS IN

MAYRHOFEN IM

TIROLER ZILLERTAL

ANGESCHAUT.

VON CHRISTOF DOMENIG

Am liebsten fahre ich auf Naturschnee“,

diktiert das Herz auch

2018 noch vielen Skifahrern.

Laut Richard Schneider von den Mayrhofner

Bergbahnen, ist dieses Gefühl

aber eher Ausdruck einer romantischen

Verklärung. „Viele kennen das Fahren

auf einer richtigen Naturschneepiste gar

nicht mehr“, weiß der 35-Jährige und

erinnert daran, dass es in seiner Jugend

noch normal war, zwischendurch über

braune Stellen und den einen oder

anderen Stein zu rattern. Bei derart belagsmordenden

Makeln würde es heute

sofort Beschwerden ins E-Mail-Postfach

der Bergbahnen hereinschneien, ist

Schneider sicher. Von Saisonstart bis

Pistenschluss erwarten Skifahrer durchgehend

einen perfekten weißen Teppich.

Diese Erwartung erfüllen Skigebietsbetreiber.

Alle Pisten der Mayrhofner

Skiberge Penken, Horberg und Ahorn

werden beschneit. Dafür können die

Mayrhofner Schneemacher auf 314

„Schneeerzeuger“ (so der Fachbegriff

für die landläufig als „Schneekanonen“

bezeichneten Geräte) zurückgreifen,

die mit Wasser aus drei Speicherteichen

versorgt und an 633 Zapfstellen angeschlossen

werden können.

Aber Schnee wird heute nicht einfach

nur erzeugt, sondern „gemanagt“. Ver-

74 SPORTaktiv


RICHARD

SCHNEIDER

ist Betriebsleiter-Stv. der

Mayrhofner Bergbahnen

im Zillertal (T).

www.mayrhofner-bergbahnen.com

Fotos: Julia Rotter/Mayrhofner Bergbahnen, Mayrhofner Bergbahnen, socialweb

High-Tech im

Cockpit: Jedes Pistengerät

hat einen

GPS-Empfänger

eingebaut, der die

aktuelle Schneehöhe

an jeder Stelle

der Piste ermittelt.

Auf fünf Zentimeter

genau.

einfacht erklärt, geht es beim Schneemanagement

darum, zwei an sich widersprüchliche

Dinge unter einen Hut zu

bringen, erklärt Schneider: höchste Pistenqualität

bei effizientem Mitteleinsatz.

Einfach so über Nacht die Beschneiung

anzuwerfen und sich am Morgen über

die entstandenen „3-Meter-Haufen“

zu freuen, das ist Schnee von gestern:

„Das hat ja in der Früh recht lässig ausgeschaut.

Aber man hat keine Sekunde

darüber nachgedacht, ob man den erzeugten

Schnee eigentlich braucht.“

Natürlich ist effiziente Schneeerzeugung

– ganz unromantisch – auch

ein Kostenfrage. Salopp ausgedrückt:

Schnee ist Geld. Aus einem Kubikmeter

Wasser lassen sich im (witterungsabhängigen)

Idealfall zwei Kubikmeter Schnee

gewinnen. In Mayrhofen werden pro

Saison rund eine Million Kubikmeter

vom Weiß produziert. Aus Wasser, das

durch die Leitungen der Schneeerzeuger

fließt und per Luftkühlung in Schnee,

der dann auf die Pisten rieselt, umgewandelt

wird. Ein ökonomischer Mitteleinsatz

tut aber auch der Umwelt gut

– weil damit nicht nur Wasser, sondern

viel Strom eingespart wird.

Schneesollhöhen und GPS-Messung

Der Großteil der Schneeerzeugung passiert

im November und Dezember. Später

werde nur noch punktuell bei Bedarf

nachproduziert, erklärt Schneider. Eine

wesentliche Rolle spielen die Außentemperaturen:

Ab -2 Grad „Feuchtkugeltemperatur“

funktioniert die Schneeproduktion,

die höchste Effizienz ist aber

erst bei -12 Grad erreicht. Die Feuchtkugeltemperatur

weicht etwas von der

Lufttemperatur ab und errechnet sich

aus dem Verhältnis zwischen Außentemperatur

und Luftfeuchtigkeit. Jedenfalls

gilt, den idealen Zeitpunkt abzuwarten,

um die Schneeerzeuger anzuwerfen.

Rund zehn Tage dauert auf den Mayrhofner

Bergen eine „Vollbeschneiung“.

„Bei Saisonstart Anfang Dezember

haben wir in der Regel rund 70 Prozent

der Sollschneehöhen erreicht.“

Diese Sollschneehöhen sind auch ein

wichtiger Faktor: Sie sind exakt für jeden

Teil der 185 Hektar Pistenfläche definiert

und liegen je nach Hangbeschaffenheit

zwischen 20 Zentimetern (in Flachpassagen)

und rund 80 Zentimetern (in

Steilhängen). Das Skigebiet ist GPS-vermessen,

die Schneehöhen werden täglich

mit hochmodernen GPS-Geräten, die

in allen Pistengeräten eingebaut sind,

gemessen und die Daten an einen zentralen

Computer übermittelt. Dieses

satellitengestützte Wunderwerk funktioniert

beeindruckend genau mit maximal

fünf Zentimetern Abweichung zur realen

Schneehöhe. Aus den Computerdaten

und täglichen Lagebesprechungen wissen

die Pistenbully-Fahrer somit Tag für Tag

exakt, wie und wo sie den Schnee umverteilen

müssen, damit bis zum letzten Skitag

im Jahr die Unterlage tip top bleibt.

Und falls das Prozedere jetzt jemandem

doch allzu technisch und wenig romantisch

vorkommt, der kann eine Mitteilung

des Mayrhofner Betriebsleiters

mitnehmen: Der wichtigste Faktor im

Schneemanagement sind nicht die Maschinen,

sondern die Menschen, die sie

bedienen. Und das vielleicht noch: Auch

vom Himmel herab hat es in den letzten

Jahren überdurchschnittlich viel in den

Zillertaler Bergen geschneit. Oft jedoch

erst Ende Dezember oder gar im Jänner.

Der pünktliche Saisonstart und der weiße

Teppich die ganze Saison über: Beides

ist den Schneemanagern und ihren technischen

Hilfsmitteln zu verdanken.

SPORTaktiv

75


UNVERGESSLICHE

BERGERLEBNISSE

IN MAYRHOFEN IM ZILLERTAL

Action trifft Genuss, Entspannung begegnet Adrenalin –

so soll der Skiurlaub sein! Mayrhofen im Tiroler

Zillertal verspricht unvergessliche Bergerlebnisse

zwischen Österreichs steilstem Pistenerlebnis und

Winterzauber. 2018/19 gibt es eine

neue Verbindung und eine neue Piste.

ZAHLEN & FAKTEN

LIFTE: 9 18 18

PISTEN: 139 km • 40 • 66 • 33

PREISE: Erw. € 53,50

Jugend € 42,50

Kinder € 24,–

INFOS & TICKETS

MAYRHOFNER BERGBAHNEN

T. +43 52 85/62 277

info@mayrhofnerbergbahnen.com

www.mayrhofnerbergbahnen.com

Inmitten der malerischen Zillertaler Alpen

liegt Mayrhofen mit seinen Skibergen.

Auf 139 Kilometern perfekt präparierten

Pisten bekommen Anfänger wie Profis jede

Menge Spaß und Abwechslung auf Skiern

und Snowboard geboten. Eine Vielzahl

an Highlights wartet darauf, entdeckt zu

werden: Wie die Harakiri, Österreichs

steilstes Pistenerlebnis; der Penken Park, das

Rennparadies Unterberg, drei Fun Rides

oder die 5,5 Kilometer lange Ahorn-Talabfahrt.

Abseits von Liften und Pisten laden

romantische Winterwanderwege, eine

Iglu-Übernachtung oder das Rodelvergnügen

mit dem Pistenbock am Ahorn

zum Entspannen und Genießen ein.

Zum Saisonstart 2018/19 erwarten

Wintersportfreunde auch mehrere Neuigkeiten.

Ein Höhepunkt ist dabei die Eröffnung

der Möslbahn am Hochschwendberg.

Die Zubringerbahn erschließt die Flanke

zwischen dem Ortsteil Mösl am Hochschwendberg

und der Horbergbahn; als

innovative Zehner-Einseil-Umlaufbahn ausgeführt,

kann sie ab Dezember 2000 Personen

pro Stunde ins Herz des Skigebiets am

Penken transportieren. Die dazugehörige

neue Piste Nummer 16 ist mit einer Skimoviestrecke

für einzigartige Erinnerungen

an den Skitag ausgestattet.

Einen speziellen Tagesausklang verspricht

jeder Dienstag von Jänner bis April: Im

Kunstraum Ahorn wird ein exklusives

Dinner geboten, während im Iglu-Dorf

White Lounge die Party steigt. Den Durchblick

darüber, was auf den Mayrhofner

Bergen los ist, bietet die Mayrhofner

Mountain-App. Und unter „So müssen

Berge sein“ können Fans den Mayrhofner

Bergbahnen auf Facebook sowie unter

#somuessenbergesein auch auf Instagram

folgen, um immer up to date zu sein.

Fotos: Mayrhofner Bergbahnen

76 SPORTaktiv


WINTERURLAUB

DE LUXE AM ACHENSEE

WINTERSPORTLER, WANDERFREUNDE,

GENIESSER UND WELLNESS-FANS KOMMEN

IN DER SPORT & VITAL REGION ACHENSEE

IN TIROL VOLL AUF IHRE KOSTEN UND

ERLEBEN EIN WAHRES URLAUBSPARADIES.

INFOS & BUCHUNGEN

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Sanfter Après-Ski

Nach der Bewegung im Schnee

heißt es Entspannung mit

Weitblick – das neue Atoll

Achensee lädt mit Infinity-Pool,

Penthouse-SPA sowie

Lakeside-GYM und einer

BOULDER-Halle zum

Trainieren, Relaxen, Genießen.

www.atoll-achensee.com

Wie ein Fjord erstreckt sich der Achensee

zwischen Rofan und Karwendel.

Und während auf den Schilfhalmen am

Ufer die Schneekristalle glitzern, genießen

Urlaber den Winter auf den Langlaufloipen,

den Pisten oder im Gelände.

Über 200 Loipenkilometer unterschiedlicher

Schwierigkeitsgrade machen

die Region zu einem ausgezeichneten

Langlauf-Dorado. Hier findet jeder seine

Lieblingsstrecke. Genusslangläufer zieht es

besonders gerne nach Pertisau. Je nach Laune

und Kondition geht es gemütlich von

Hütte zu Hütte oder sportlich in die spektakulären

Täler des Naturpark-Karwendel.

Neues Langlaufcamp

Anfänger und Wiedereinsteiger können von

11. bis 13. Januar und von 18. bis 20. Januar

2019 den Langlaufsport von der Pike

auf lernen oder sich Tipps für den Wiedereinstieg

holen. Langlauflehrer führen

in Kleingruppen durch das Programm, die

Ausrüstung wird gestellt und im Package

sind Übernachtungen, Verpflegung, Fotobegleitung

und Goodie-Bag inkludiert. Die

Teilnahme am Langlaufcamp kostet ab 299

Euro pro Person.

Sicherheit geht vor

Tourengeher und Schneeschuhwanderer

finden am Achensee beste Voraussetzungen.

Damit man immer sicher unterwegs ist,

wurden an vier Touren-Ausgangspunkten

LVS-Checkpoints aufgestellt.

Sicherheit am Berg steht auch im Fokus

bei den drei Skitourencamps, die im Jänner

und Februar 2019 stattfinden. Erfahrene

Coaches erklären, wie man sich – nicht

nur in Notfallsituationen – am Berg richtig

verhält. Alle Infos und Termine findest du

auf achensee.com

Fotos: Achensee Tourismus

78 SPORTaktiv


HERO

KIDS

ACE

BY ROSSIGNOL

#ANOTHERBESTDAY

DIE HERO KIDS RACE STARTEN

IN DIE NÄCHSTE RUNDE

STUHLECK 26.01.2019

GOLDEGG 02.02.2019

GERLITZEN 09.02.2019

OBERPERFUSS 11.02.2019

SIBRATSGFÄLL 13.02.2019

SCHWOICH 14.02.2019

HINTERSTODER 23.02.2019

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ÖSTERREICHS

GRÖSSTE SKI-

HÜTTENGAUDI

Es ist ebenso beliebte wie gemütliche

Tradition: In der SkiWelt

Wilder Kaiser-Brixental steht

der Monat März im Zeichen

von Österreichs größter Skihüttengaudi.

Zwischen 9. und 31.

März 2019 gibt es nicht nur

täglich Livemusik, es verraten

auch kostenlose Skiguides den

Gästen die besten Geheimtipps

in Sachen Pisten und Abfahren

und zeigen ihnen anschließend

ihre ganz persönlichen Lieblingshütten.

Der perfekte Einkehrschwung

gehört zur gelungenen Skisafari

eben dazu. Nach einigen Stunden

auf der Piste auf der Terrasse

zu sitzen, sich die Märzsonne ins

Gesicht scheinen zu lassen und

sich mit typischer Tiroler Hausmannskost

(oder einem anderen

Hüttenschmankerl) verwöhnen

zu lassen – was kann dieses

Gefühl eigentlich toppen?

www.hohe-salve.com

Foto: SkiWelt – Kapfinger

SPORTaktiv

81


GIB DIR

DEN VOLLEN SKIGENUSS

530 PISTENKILOMETER, REGIONALE

KULINARISCHE SPEZIALITÄTEN UND

EARLY-MORNING-SKIING: DREI VON

VIELEN GUTEN ARGUMENTEN FÜRS

SKIFAHREN IM TIROLER ZILLERTAL.

ZAHLEN & FAKTEN

LIFTE: 180

PISTEN: 530 km

PREISE: Der Superskipass gilt im

ganzen Zillertal. Er ist ab 2 Tagen

Gültigkeitsdauer erhältlich, Preisbeispiel:

€ 105,50 für Erw./2 Tage.

INFOS & BUCHUNGEN

ZILLERTAL TOURISMUS GMBH

T. +43 52 88/87 1 87

holiday@zillertal.at

www.zillertal.at

Anfänger, Genussskifahrer und Kilometerfresser:

Bei 530 km Pisten im

Zillertal bekommt jeder Skifahrertyp, was

er sich wünscht. Breite Abfahrten mit angenehmem

Gefälle finden sich dort in großer

Zahl, aber auch Superlative wie Österreichs

längste Talabfahrt mit zehn Kilometern

Pistenspaß. Für Könner ist die „Harakiri“

perfekt: 78 Prozent Gefälle flößen selbst

erfahrenen Skifahrern Respekt ein.

Höchster Schlemmfaktor

Beim Skifahren geht es aber nicht nur um

die besten Abfahrten: Der Einkehrschwung

in urige Hütten, Bergrestaurants oder auf

sonnige Terrasse ist mindestens genauso

wichtig. Hausgemachte Spezialitäten aus

regionaler Produktion wie Fleisch vom

Biobauern, Wild aus den Wäldern und

Hochtälern, traditionell gebackenes Brot

und selbst geräucherter Speck sorgen für

Stärkung. Am besten schmeckt dazu ein

frisch gezapftes Zillertaler Bier.

Früh aus den Federn

Das sollte man sich auch nicht entgehen

lassen: Frühmorgens mit der aufgehenden

Sonne seine Spuren in die ganz frische Piste

zu ziehen. Zahlreiche Hütten bieten Zimmer

direkt an den Pisten an und die ersten

Bergbahnen fahren schon ab 7.30 Uhr und

machen Early-Morning-Skiing möglich.

Nach den ersten paar Abfahrten ist ein

ausgiebiges Frühstück wirklich verdient!

Fotos: Zillertal Tourismus

82 SPORTaktiv


hohesalve.at

AN

MEHR

DAS

SPORT

UND

ERHOLUNG

PERSONAL

TRAINING UNTER

SPORTWISSENSCHAFTLICHER

AUFSICHT, GROSSZÜGIGE

ERGO- UND

TRX-AUSSTATTUNG,

25M SPORTBECKEN,

WELLNESSBEREICH

Endlose Pisten!

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Das Sportresort Hohe Salve ist der perfekte Einstieg in die SkiWelt Brixental.

Die Gondelbahn startet direkt vor der Haustüre, dort wo auch die Talabfahrt mündet.

284 perfekt präparierte Pistenkilometer und umfangreiche Sport- und Erholungsmöglichkeiten

erwarten Wintersportlerinnen und -sportler im Sportresort Hohe Salve.

Meierhofgasse 26 | 6361 Hopfgarten im Brixental

T +43 5335 2420 | welcome@hohesalve.at


VÖLKL RACETIGER SL

erste Wahl für Slalom-

Aspiranten

von Grund auf neu aufgebaut mit

3D-Glass-Technologie und insgesamt

breiterem Sidecut

der extrem spritzige Tip-Rocker-Ski

bietet satten Griff dank

Speedwall-Multi-Layer

Holzkern

Radius: 13,4 m (bei 170 mm)

Taillierung:127-68-103

(bei 170 mm)

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RACE-

READY

8 NEUE MODELLE AUS DER RACE-KATEGORIE.|

ATOMIC REDSTER G9

weltcuperprobte Race-Technologien

wie Servotec, eine Art

Servolenkung im Ski

Agilität und präzises Steuern bei

kürzeren Schwüngen und mehr

Stabilität beim Geradeausfahren

Wendigkeit, gepaart mit Verlässlichkeit

und Kontrolle

Radius: 18,4 m (bei 177 cm)

Taillierung: 110-68-96,5

(bei 177 cm)

PREIS (UVP): € 899,–

www.atomic.com

HEAD WORLD CUP REBELS

I.SPEED PRO

gibt dir außergewöhnliche

Stabilität bei perfektem

Kantengriff

lenkt gut ein, wenn du zu

langen Schwüngen ansetzt

Radius: 18 m

(bei 180 cm)

Taillierung: 119-68-99 (bei

180 cm)

PREIS (UVP): € 1050,–

www.head.at

ROSSIGNOL HERO ELITE ST TI

hervorragend für kurze Schwünge geeignet

punktet mit unvergleichlicher Kraft,

Griffigkeit und Manövrierbarkeit

hervorragende Stabilität und dynamische

Spurkontrolle bei allen Schnee- und Geländearten

Radius: 13 m (bei 167 cm)

Taillierung: 122-68-104 (bei 167 cm)

PREIS (UVP): € 849,99

www.rossignol.com

84 SPORTaktiv


BLOSSOM OVERLIMIT FIS-GS

überzeugt nicht nur durch

sein en Aufbau, sondern auch

durch das schlichte Design in

Schwarz/Gelb

Holzkern, Fiber-Carbon

Power in jedem Turn

Radius: 25 m (bei 186 cm)

Taillierung: laut FIS mit Mittelbreite

von 65 mm (bei 186 cm)

PREIS (UVP): € 899,–

www.blossomski.com

STÖCKLI LASER WRT

vereint Stärken von Slalom- und

Riesenslalomski

Agilität trifft auf Stabilität

das Resultat ist ein

Short-turn-Riesenslalomski

Radius: 14,8 m (bei 172 cm)

Taillierung: 118-66-100

PREIS (UVP): € 1000,–

www.stoeckli.ch

KURZPORTRÄT:

RACE SKI

Die Ski in der Race-Kategorie kommen

den Renngeräten aus dem Weltcup recht

nahe. Allerdings sind die im Handel

erhältlichen Modelle natürlich eine Spur

gutmütiger als die Profi-Renngeräte.

Beispielsweise haben die Ski einen kleineren

Radius als die Weltcupski.

Charakteristisch für Race Ski ist die

schmale Mitte (66–72 mm), auch das

Ende wird schmal gehalten. Dadurch

ergibt sich ein gutes Steuerverhalten in

jeder Phase des Schwungs. Riesentorlaufski

sind auch an der Spitze schmal,

Slalom-Carver kommen dagegen mit

breiter Schaufel daher. Was beide Rennskitypen

gemeinsam haben: Nur mit

sehr guter Technik und hohem Kraftaufwand

sind sie sinnvoll zu fahren. Skifahrern,

die über beides verfügen, bieten sie

Beschleunigung und Tempostabilität wie

kein anderer Ski.

FISCHER SPORTS RC4 WORLD-

CUP RC

höchste Stabilität und Halt bei

allen Bedingungen

0,8 mm Titanium

Holzkern

Radius: 18 m (bei 175 cm)

Taillierung: 115-68-197

(bei 175 cm)

PREIS (UVP): € 699,95

www.fischersports.com

ELAN SLX FUSION

Gas geben, ohne die

Kontrolle zu verlieren

definiert „High Energy“

neu und überträgt

die geballte Kraft auf

die gesamte Skilänge

Radius: 13,5 m

(bei 170 cm)

Taillierung: 120-69-105

(bei 170 cm)

PREIS (UVP): € 949,95

www.elanskis.com

Fotos: Hersteller

SPORTaktiv

85


„WIR MÜSSEN DEN

SPORT JUNG HALTEN“

ER IST EIN FIXSTERN AM

INTERNATIONALEN SKI-

HIMMEL. ER IST SEILBAHN-

UNTERNEHMER, PIONIER

BEI TOURISTISCHEN

INFORMATIONS SYSTEMEN,

PRÄSIDENT DES

ÖSTERREICHISCHEN

SKIVERBANDES. UND

ER IST BEGEISTERTER

FREIZEITSKIFAHRER – DER

„SCHRÖCKSI“. PROFESSOR

PETER SCHRÖCKSNADEL (77)

IM GESPRÄCH.

VON OLIVER PICHLER

86 SPORTaktiv


Was am Skifahren macht Ihnen am meisten

Spaß?

Mir taugt das Skifahren generell. Am meisten

freut mich heute das Stangen-Fahren (Anm.:

Riesentorlauf-Trainingsläufe). Früher bin ich

mit großer Begeisterung Tiefschnee gefahren.

Nun bin ich gerne auf den Pisten unterwegs,

auch weil sie mit Maschinenschnee besonders

gut präpariert sind.

Fotos: Spiess Foto Tirol Erich Spiess

PETER SCHRÖCKSNADEL

DER „SCHRÖCKSI“ IST SEIT 1990

PRÄSIDENT DES ÖSTERREICHISCHEN

SKIVERBANDES (ÖSV).

AM 30. JULI 1941 IN INNSBRUCK GEBOREN,

IST ER BIS HEUTE ALS

MULTIUNTERNEHMER TÄTIG.

DER KNORRIGE TIROLER BEGANN SEINE

KARRIERE ALS UNTERNEHMER 1964 MIT

GRÜNDUNG DER SITOUR (PISTENLEITSYS-

TEME & PISTENPANORAMATAFELN).

MIT SEINER 1978 GESTARTETEN FIRMA

FERATEL GILT ER ALS EINER DER PIONIERE

DES EINSATZES MODERNER INFORMATI-

ONSTECHNOLOGIEN IM TOURISMUS.

SCHRÖCKSNADEL IST AN SEILBAHNUN-

TERNEHMEN IN ÖSTERREICH, ITALIEN UND

DER SCHWEIZ BETEILIGT, U.A. HEILIGEN-

BLUT, HINTERSTODER-WURZERALM,

HOCHFICHT, HOCHKAR, KÖSSEN, ÖTSCHER.

DIE OPERATIVE FÜHRUNG IN ALL DEN

UNTERNEHMEN HAT LÄNGST SEIN SOHN

MARKUS SCHRÖCKSNADEL

ÜBERNOMMEN.

WWW.OESV.AT

WWW.SITOUR.AT

WWW.FERATEL.AT

WWW.SKISPORT.COM

Wie oft kommen Sie selbst zum Skifahren?

Sehr häufig. Rund 100 Tage je Saison stehe ich

auf Skiern, wobei ich meist nur eine oder zwei

Stunden fahre.

Wie wirkt sich das Skifahren auf den

Menschen aus?

Alpinskifahren ist in jedem Alter möglich. Und

es ist ein gutes Herz-Kreislauf-Training. Das

mehrfache 500, 800 oder 1000 Höhenmeter

Hinunter- und wieder Hinauffahren, trainiert

den Kreislauf, ohne dass man sich überforderr.

Man kann ja jederzeit stehen bleiben.

Wohin entwickelt sich Skifahren als der

Österreicher liebster Winter-Freizeitsport?

Die Sportart Skifahren an und für sich ist so

schön und daher das Interesse daran ungebrochen.

Das wird klar, wenn man etwa am Saisonbeginn

den Gästezustrom zu den Gletscherskigebieten

beobachtet. Die Beliebtheit ist groß. Was

wir feststellen, ist eine Verlagerung: Zu Saisonstart

ist das Interesse enorm. Gegen Ende der Saison

flacht es schneller ab. Die letzte Saison war in

Österreich der erfolgreichste Winter überhaupt.

Und doch müssen wir den Skisport immer jung

und attraktiv halten.

Ist auch beim Ski-Nachwuchs alles eitel

Wonne?

Natürlich müssen wir darauf schauen, Kinder

und Jugendliche zum Skisport zu bringen. Das

ist für uns alle – den ÖSV, die Skiindustrie,

die Seilbahnwirtschaft, den Sportartikelhandel

u.v.m. – wichtig. Deshalb müssen wir uns gezielt

um den Nachwuchs kümmern. Die immer öfter

ausfallenden Schulskikurse gilt es durch andere

Aktionen aufzufangen. Spezielle Skitage für

SPORTaktiv

87


Kinder, die es in jedem Bundesland gibt,

sind ein Beispiel dafür. So haben wir

150.000 Kinder und Jugendliche wieder

auf die Pisten gebracht. Zentral ist, dass

die Kinder probieren Ski zu fahren und

dabei selbst erleben, wie toll es ist. Wenn

sie beim Skifahren Freude haben, wollen

sie es wieder tun. Und insgesamt gilt es,

die Kinder, auch der Gesundheit wegen,

vermehrt zu Sport und Bewegung zu

bringen. Das wäre eine wichtige Aufgabe

der Schulen.

I bins, dei

Präsident. Peter

Schröcksnadel auf

den Schultern von

Philipp Leitinger

(links) und Marcel

Hirscher, sowie bei

einem Benefizrennen

mit Marlies

Raich

Welche Rolle spielen alternative

Ski- bzw. Wintersportarten neben dem

klassischen Skifahren für Interesse

und Motivation der Kids?

Dass es alternative Sportarten im Winter

gibt, ist ganz wichtig. Alles, was in

und modern ist und was es an Modeerscheinungen

gibt, hält den gesamten

Schneesport jung – ob das jetzt Freeski

ist, Skicross, Snowboard aber auch Tourengehen.

Wie sehen Sie den Boom beim

Tourengehen und vor allem bei den

Touren auf der Piste?

Tourengehen ist eine tolle Geschichte.

Wenn es beim Pistengehen um das

Zusammenleben zwischen den Hinaufgehenden

und den Herunterfahrenden

geht, muss es Regelungen geben.

Ebenso braucht es Lösungen, etwa

wenn Tourengeher die Parkplätze der

Liftgesellschaft benützen wollen, die für

die Skifahrer gedacht sind, die Skipässe

gekauft haben.

Ist der Spitzensport ein Motivationsfaktor

für Kids, um mit dem Skifahren

zu beginnen?

Der Spitzensport spielt eine Rolle, Kinder

zum Skifahren zu bringen, wird aber

überschätzt. Viel stärker wirkt sich der

Spitzensport bei den Urlaubsentscheidungen

der Gäste aus. Denn man fährt

dorthin auf Skiurlaub, wo die besten

Rennläufer herkommen. So gesehen

sind unsere Erfolge von großer Bedeutung

für das Skiurlaubsland Österreich.


ICH HALTE WENIG

VON DER EINSCHÄT-

ZUNG, DASS MAN

NICHT MEHR LANGE

WIRD SKI FAHREN

KÖNNEN, WEIL UNS

DER SCHNEE

AUSGEHT.

Blicken wir ein Stück voraus. Wie

schätzen Sie denn die Zukunftsperspektiven

des Skifahrens und der

Skigebiete ein?

Um die Seilbahnwirtschaft brauchen

wir uns bezüglich möglicher Gäste keine

Sorgen zu machen. Zusätzlich zu den

Einheimischen brachte und bringt uns

die Ostöffnung viele weitere Skifahrer.

Und doch haben meist kleine

Skigebiete Probleme?

Ich finde es immer schlecht, wenn Skigebiete

aufgelöst werden. Viel besser

sind Entwicklungen, die in Richtung

spezieller Angebote für Anfänger, für

Fotos: Spiess Foto Tirol Erich Spiess

88 SPORTaktiv


Familien, für Kinder gehen – etwa das

Familienskiland St. Corona am Wechsel

in Niederösterreich.

Haben Skigebiete in niederen Lagen

überhaupt eine Chance?

Durch die Beschneiung haben wir auch

in niedrig gelegenen Skigebieten viel

mehr Skitage als vor 20 oder 30 Jahren.

Damit ist der Betrieb viel konstanter

geworden. Wir wissen das aus eigener

Erfahrung, etwa im Skigebiet Hochficht

(Anm.: 933–1337 m Höhe) in Oberösterreich.

Welche Strategie liegt Ihrem

Engagement als Seilbahnunternehmer

zugrunde?

Da war nie ein Plan dahinter. Es war

Zufall. Dass wir in den 1980er-Jahren

Kössen übernommen haben, lag daran,

dass ich immer wieder dort bei Freunden

zum Fischen war und wir dabei ins

Gespräch gekommen sind.

Wie ist es zu den weiteren

Gebieten gekommen?

Auch durch Zufall. Es gab, etwa in

Oberösterreich, Skigebiete, die nicht so

gut gingen, wie es möglich wäre. Und

dann kam der Landeshauptmann auf

mich zu. Da es niemand anderen gab,

der solche Skigebiete übernehmen wollte,

haben wir es eben probiert. Heute

prüfen wir die an uns herangetragenen

Skigebiete sehr gründlich.

Der Herbst war außergewöhnlich

warm. Wie beurteilen Sie den Klimawandel?

Insgesamt halte ich wenig von der Einschätzung,

dass man nicht mehr lange

wird Ski fahren können, weil uns der

Schnee ausgeht. Um das Klima müssen

wir uns alle kümmern, keine Frage. Alleine

in Bezug auf Skigebiete mache ich

mir keine Sorgen, weil es für die Beschneiung

um die Wintertemperaturen

und die Temperaturextreme geht und

nicht um den Jahresdurchschnitt.

Ohne Beschneiung geht es aber wohl

gar nicht mehr.

Die Skifahrer wollen Sonne und Schnee.

Kaum jemand will bei schlechtem Wetter

Ski fahren, was der Fall wäre, wenn

es viel schneien würde. Südtirol etwa hat

viel mehr schönes Wetter und arbeitet

seit weit über 30 Jahren sehr erfolgreich

mit Maschinenschnee. Dass heute alle

Skigebiete beschneien müssen, liegt an

der viel höheren Skifahrer-Frequenz auf

den Pisten, als es früher der Fall war.

Damit wird der Schnee viel mehr beansprucht,

weshalb der normale, gefallene

Schnee nicht ausreicht.

SPORTaktiv

89


LANGLAUFEN

WIE EIN

KAISER

Zwischen dem imposanten

Kaisergebirge und den

Chiemgauer Alpen eingebettet,

so liegt die Ferienregion

Kaiserwinkl mit ihren Orten

Kössen, Walchsee, Schwendt

und Rettenschöss. Und hier

wartet auf Langläufer auch

ein wahrhaft kaiserlicher Genuss.

Egal, ob klassisch oder

Skating – auf den perfekten

Loipen, die gratis benützbar

sind, genießt du die atemberaubende

Bergwelt. Insgesamt

warten im Kaiserwinkl

in Tirol 127 km Loipen klassisch

und 125,5 km Loipen

Skating, zwei schneesichere

Loipen und eine 1,5-km-

Nachtloipe vervollständigen

das Spektrum.

Selbstverständlich kommen

die anderen Wintersportarten

wie Skifahren, Rodeln und

Eislaufen auch nicht zu kurz.

Und der ganz besondere

Genuss: Schneeschuhwandern.

Getreu dem Motto

„Actionreich und genussvoll

zwischen Bergen und See“.

#hierbinich_langlaufkaiser

www.kaiserwinkl.com

Foto: TVB Kaiserwinkl

90 SPORTaktiv


SPORTaktiv

91


MIT

EINEM

KNALL

ANTRETEN

IN IMMER MEHR

TOURISMUSREGIONEN

WIRD DIE SAISON MIT EINEM

SKIOPENING EINGELÄUTET.

DIE ENTWICKELN SICH

ZUNEHMEND ZU

GROSSEVENTS, BEI DENEN

SICH INTERNATIONALE

SUPERSTARS DIE KLINKE

IN DIE HAND GEBEN.

VON WOLFGANG LIU KUHN

Womit beginnt eigentlich der

Winter? Für einige mit der

ersten Schneeflocke, für

andere mit dem ersten Pistenschwung

und für immer mehr Menschen mit

dem Dröhnen der Bässe, die von einer

Megabühne in den Alpen abgefeuert

werden. Denn immer mehr Skigebiete

begnügen sich nicht mehr damit, die

Lifte sang- und klanglos einzuschalten

und ihre Gäste formlos auf die Piste zu

bitten. Die Skiopenings haben sich zu

fixen Größen im Eventkalender gemausert,

und die Namen der Stars auf den

Plakaten werden zunehmend größer.

Dabei ist es noch gar nicht lange her, da

galten Playback-Auftritte von C-Promis

vor einer Skihütte schon als das Höchste

der Gefühle. Doch diese Zeiten sind

vorbei, und im Wettrüsten um das

schillerndste, lauteste und – vor allem –

medienwirksamste Event wird die Latte

immer höher gelegt.

Vorreiter dieser Entwicklung war

in Österreich sicherlich Ischgl – nicht

nur als Party-Mekka, sondern auch

als Event-Location für Großkonzerte.

Schon 1995 brachte hier Elton John den

Berg zum Beben, es folgten Schwerkaliber

wie Tina Turner, Udo Jürgens bis

Foto: Planai Bergbahnen/Thomas Kaserer

92 SPORTaktiv


SKI OPENINGS 2018/19

24.11.: ISCHGL

„TOP OF THE MOUNTAIN“-

KONZERT MIT JASON DERULO

1.12.: OBERTAUERN

SKIOPENING MIT WANDA

1.12.: SCHLADMING

SNOW BREAK EUROPE MIT DEN TOTEN HOSEN

UND DONOTS

1.12.: ST. ANTON & LECH

SKIOPENING MIT ANASTACIA UND

SPECIAL GUEST MELANIE C

7.–9.12.: SAALBACH-HINTERGLEMM

BERGFESTIVAL MIT BEATSTEAKS, SEILER & SPEER U. A.

7.–8.12.: SERFAUS-FISS-LADIS

SAISONSTART MIT APRÈS-SKI-PARTY

8.–9.12. & 14.-16.12 SKIWELT WILDER KAISER

GROSSE HÜTTENGAUDI ZUM WINTERSTART

15.12.: MAYRHOFEN

„RISE & FALL“ ZUM SKIOPENING

18.1.–20.1.: BAD HOFGASTEIN

ANDREA BERG, DIE FANTASTISCHEN 4,

MARTIN GARRIX U.A.

Robbie Williams und Helene Fischer.

Andere Skigebiete zogen nach. Gut

beobachten lässt sich die Entwicklung

in Schladming, wo 2007 erstmals Pink

am Fuße der Planai rockte. Im Verlauf

der Jahre änderte sich die Ausrichtung

mehrfach, bis 2017 eine Armada an

Top- DJs anrückte, um das Zielstadion

restlos auszuverkaufen. Nicht alle sind

mit dieser „Eventisierung der Berge“

einverstanden, manche betrachten die

„Höher-Weiter-Lauter“-Entwicklung

mit Sorge. Doch der Trend ist unumkehrbar,

und die Betreiber haben gute

Gründe, die Saison mit einem öffentlichkeitswirksamen

Knall zu eröffnen.

Denn: War der Skiurlaub in Kinderund

Jugendtagen noch ein Fixpunkt im

familiären Jahreskalender, so leistet sich

heute in erster Linie der gehobene Mittelstand

eine Auszeit in den Bergen. Dabei

bleibt der Nachwuchs zunehmend

aus, bleibt lieber zu Hause oder vertreibt

sich die Zeit bei Großevents. Wobei, war

da nicht was …? Bingo: Wenn der Berg

nicht zum Superstar kommt, kommt

der Superstar eben zum Berg (oder

auch umgekehrt). Skiopenings sind also

nicht zuletzt der Versuch, Zielgruppen

auf Berge aufmerksam zu machen, die

ansonsten eher einen Bogen um sie machen.

In Europa gibt es derzeit 48,2 Millionen

aktive Skifahrer. Ganze Regionen

in den Alpen leben seit Jahrzehnten

vom Schneetourismus, doch die langjährige

Boombranche hat die Grenzen

des Wachstums erreicht. Fieberhaft

wird nach neuen Impulsen gesucht,

um einerseits neue Kundengruppen zu

erschließen und andererseits auch dann

im Gespräch zu bleiben, wenn sich der

Schnee einmal verspäten sollte. Denn im

Dunkel einer Eventnacht bleibt praktischerweise

verborgen, ob jetzt nur ein

dünnes Kunstschneeband auf der Piste

liegt oder eben eine echte Schneedecke.

Die Bilder von Stars und begeisterten

Menschenmassen haben daher Signalwirkung,

vor allem für die Daheimgebliebenen

in der Stadt: Schaut her, es

geht wieder los und hier versäumt ihr

was! Selbst, wenn ihr noch nie in eurem

Leben auf Ski gestanden seid …

SPORTaktiv

93


DER SCHAF-ANZUG

FÜR KALTE WINTER

Icebreaker verlost unter SPORTaktiv-

Lesern den „Zone One Sheep Suit“

für Herren aus Merinowolle.

Ganz gleich, ob Tiefschneeabfahrten,

Skitouren oder Schneeschuhwandern

bei eisiger Kälte auf dem Programm

stehen – der überarbeitete Zone One

Sheep Suit von Icebreaker ist ein einteiliger

Baselayer, der dich rundum schützt.

Die BodyfitZONE-Konstruktion

besteht aus leichter, geruchsabweisender

und elastischer Merinowolle in Kombination

mit strategisch platzierten

Merino-Mesh-Einsätzen, die helfen,

die Körpertemperatur bei Stop-and-go-

Sportarten wie Skifahren und Bergsteigen

zu regulieren. Der Zone One Sheep

Suit mit Zwickel, Raglanärmel und

Flachnähten bietet uneingeschränkte

Bewegungsfreiheit ohne störende Nähte

– egal, ob beim Aufstieg oder auf der

Tiefschneeabfahrt. Auch wenn’s mal

schnell gehen muss, haben wir mit einem

Eingriff und einem Zweiwege-Reißverschluss

im Rückenteil vorgesorgt.

GEWINNSPIEL

Icebreaker verlost den Sheep Suit im Wert

von €199,95. Einfach Mail mit Betreff

Icebreaker und der Konfektionsgröße an

office.sportaktiv@styria.com senden. Der

Gewinner wird schriftlich verständigt.

Einsendeschluss: 31. Dezember 2018

www.icebreaker.com

Foto: Icebreaker

„MAN MUSS ES

ERLEBT HABEN“


BEI SKI

OPENINGS

GIBT ES

NEBEN DEM

KÜNSTLER

EINEN ZWEI-

TEN STAR:

DIE REGION.

Klaus Leutgeb ist mit seiner Leutgeb Entertainment

Group einer der größten Konzertveranstalter

in Österreich. Mit Schladming

und Bad Hofgastein zeichnet er für zwei Skiopenings

verantwortlich.

Die Gagen der Stars, die bei Großevents

auftreten, sind beträchtlich. Rechnen sich

solche Openings für die Skigebiete?

Der Tourismus ist für viele Regionen Österreichs

eine unverzichtbare Einnahmequelle,

weil er teilweise auch die einzige ist. Jede Tourismusregion

muss Akzente in verschiedener

Form setzen, um überleben zu können, sich

im Wettbewerb behaupten zu können. Und

Events wie Skiopenings werden weit über die

Grenzen Österreichs hinaus medial verbreitet

– denken Sie nur einmal an die Reichweiten

verschiedener Social-Media-Plattformen.

Wie überzeugt man einen Star bzw.

Mega-Act, bei einem Skiopening zu

spielen?

Im Falle von Schladming ist das nicht besonders

schwierig: ein attraktiver, vielbesuchter

Wintersportort und das bereits bekannte,

traditionelle Skiopening als solches sind dabei

sehr hilfreich.

Wie lange wird an so einem Event im

Vorfeld gearbeitet?

Die Vorlauf- und Planungsarbeiten nehmen

zirka 10 Monate in Anspruch und beginnen

bei der Ideenfindung für das Bühnendesign

und natürlich der Auswahl der Künstler.

Diese Basisentscheidungen werden mit den

örtlichen Institutionen abgesprochen. Wenn

diese Punkte geklärt sind, beginnt ein ganzes

Netzwerk zu arbeiten, um den Gästen eine

gelungene Veranstaltung zu präsentieren.

Worin liegt für Sie als Veranstalter der

Unterschied zwischen einem Event in

einer etablierten Location und einem

Skigebiet?

Es gibt einen wesentlichen Unterschied: In

einer Halle, egal wo, ist die Hauptattraktion

der Künstler. Bei einem Skiopening gibt es

Fotos: Paul Ripke, Wolfgang Seehofer

94 SPORTaktiv


Du musst dich

entscheiden: Am 1.

Dezember eröffnen

Wanda die Saison

in Obertauern – zeitgleich

mit den Toten

Hosen in Schladming.

„Ich bin mit Leib und Seele Freeskiprofi.

Meine Liebe zum Sport treibt mich an

und gibt mir die Energie, meine sportlichen

Ziele zu erreichen.“

einen zweiten Star: die Region als solche:

Ein Open-Air vor einer traumhaften

Gebirgskulisse mitten im Winter ist einfach

etwas ganz Spezielles. Man muss es

erlebt haben.

Angesichts des Konkurrenzkampfes

der Skigebiete: Kann man bei den

Events von einer „Eskalationsspirale“

sprechen?

Nein, das würde ich in Abrede stellen.

Doch wie bereits gesagt: Man muss ein

Event in erste Linie als Marketinginstrument

der örtlichen Verantwortlichen

sehen und als Veranstalter das Maximum

dazu beitragen, dass ein Event wie das

Skiopening zu einem Erfolg wird. Die

Gäste, die ja schließlich in die Region

anreisen und dafür Geld ausgeben, sollen

schließlich voll zufrieden sein.

Angenommen, Sie hätten freie Wahl

und Geld spielt keine Rolle – wie

würde Ihrer Meinung nach das

perfekte Skiopening aussehen, von

welchen Stars und welchem Setting

träumen Sie?

Für Schladming ist die Konzeption des

Skiopenings, wie sie jetzt besteht, das

Optimale. Es gibt ja neben dem Konzert

auch noch jede Menge anderer

Aktivitäten.

BENEDIKT MAYR MIT DEM FREERIDER PRO 30

SPORTaktiv

95


IRRSINNIG GROSS

UND IRRSINNIG

INNOVATIV

So zeigt sich die SkiWelt Wilder

Kaiser- Brixental. Und verspricht

eins: irrsinnig viel Pistenspaß!

Die SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental ist eines

der größten und modernsten Skigebiete

weltweit. Absolut einzigartig sind die neun direkten

Einstiegsorte: Ellmau, Going, Scheffau,

Söll, Brixen im Thale, Westendorf, Hopfgarten,

Kelchsau, Itter sind die Hotspots der SkiWelt

Wilder Kaiser-Brixental. Und diese energiegeladene

Vereinigung ergibt in Summe über

284 ehrliche und täglich perfekt präparierte

Pistenkilometer sowie 21 Talabfahrten. Ob als

Anfänger, als Genuss- oder Vielskifahrer oder

auch als ganze Familie: In der SkiWelt haben

alle Wintersportler und Genießer jede Menge

Spaß. In puncto Schneesicherheit trifft man

hier ebenfalls ins Weiße, denn die SkiWelt zählt

zu den schnee sichersten Wintersportregionen

der Alpen.

Kein Jahr ohne Neuerungen

Kein Jahr ohne Investitionen. Die SkiWelt Wilder

Kaiser-Brixental investiert auch in diesem

Jahr 11,6 Millionen Euro für ein irrsinnig tolles

Skierlebnis! Auch 2018 standen der kontinuierliche

Ausbau der Beschneiungsanlagen und die

laufende Investition für noch perfektere Pisten

in der gesamten SkiWelt ganz oben auf der

Liste der Maßnahmen.

Bemerkenswert auch die enorme Erweiterung

der Beschneiungsanlagen: Nicht weniger als

229 Pistenkilometer sind mittlerweile beschneibar

und innerhalb von nur drei Tagen winterfit!

Österreichs höchstes Drehrestaurant auf der

Hohen Salve, neue Skidepots und Parkplätze

für bequemes Ski-in & Ski-out – die Liste der

Highlights in der SkiWelt ist so lang wie die

Summe der Pistenkilometer.

Seit letztem Winter ist die SkiWelt Teil des

weltgrößten Skikartenverbundes, der AllStar-

Card. Durch den Zusammenschluss mit der

Fotos: Skiwelt, Christian Kapfinger

96 SPORTaktiv


www.skiwelt.tirol

SKIWELT WILDER

KAISER-BRIXENTAL

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ZAHLEN & FAKTEN

LIFTE: 16 35 39

PISTEN: 284 km • 122 • 129 • 33

PREISE: Erw. € 51,–

Jugend € 38,50

Kinder € 25,50

(HS Tageskarte)

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Gültig: 8.–21. 12. 2018 und 16. 3.–

31. 3. 2019, für Jg. 2003–2012,

wenn zumindest ein Elternteil

einen Skipass von mind. drei Tagen

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Salzburger SuperSkicard wurde das Angebot

schlagartig verdreifacht und das Pistenangebot

der irrsinnig großen SkiWelt macht über

10 % dieser SuperSkicard aus: Mehr als 2750

Pistenkilometer sind dadurch mit einer Karte

befahrbar und sorgen für jede Menge

Pistenspaß.

EVENTS

SKIWELT-WINTER-OPENING-

PARTY-WOCHENENDE

8.–9. 12. und 14.–16. 12. 2018

SKIWELT-PISTEN-PARTY-

WOCHEN

5.–20. 1. 2019

SKIHÜTTEN-GAUDI-WOCHEN

Täglich Livemusik und Gratis-

Skiguiding, 9.–31. 3. 2019

SPORTaktiv

97


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DIREKT AN DER

SKIPISTE

INFOS UND

BUCHUNGEN

HOTEL KAISERHOF*****S GMBH

A-6352 Ellmau

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Wilder Kaiser – Brixental

Exklusiv für SPORTaktiv-Leser:

1 Teilmassage (25 min) bei

Wochenbuchung pro Person

AB € 1444,– P. P. /DZ

(buchbar bis 16. März 2019)

Wer im Kaiserhof wohnt, hat mehr

vom Skiurlaub. Vom Frühstück

direkt auf die Piste und Abschwingen

erst bei Dämmerung – das geht bei dieser

Traumlage mit Leichtigkeit. Und wenn

der Skitag zu Ende ist, tauchen Gäste in

das liebevoll geführte Reich der Familie

Lampert ein. Den Wilden Kaiser vor Augen,

das malerische Dorf Ellmau zu Füßen,

lässt sich Gastfreundschaft in Perfektion

erleben. Günter Lampert, der Hausherr

und vielfach ausgezeichnete Koch (u. a.

mit zwei Gault-Millau-Hauben), zaubert

lukullische Genüsse der Extraklasse. Längst

zählt der Kaiserhof zu den führenden Gourmetadressen

des Landes. Garniert wird das

Ganze mit Freundlichkeit und jeder Menge

liebenswertem Charme.

Edle Suiten, exkusives Spa

Die Zimmer sind exklusive Refugien, Räume

voller Inspiration und Esprit mit

durchdachten, bemerkenswerten Details. In

den Themensuiten wird nicht nur die Energie

unterschiedlicher Farbwelten spürbar.

Vielmehr umgibt sie eine besondere Aura

des Loslassens und Auftankens.

Ebenso exklusiv zeigt sich die Wellnessoase

„PurPur“ – die im Relax Guide mit

zwei Lilien ausgezeichnet ist. Wirkungsvolle

Behandlungsmethoden, ein fast privat

anmutendes Flair und ein luxuriöses Schönheitsprogramm

für „sie“ und „ihn“ lassen

den Alltag verblassen. Ayurveda, Massagen,

Aromabäder, Saunen, Gesichts- und Körperbehandlungen

– wohltuender können

Skitage nicht ausklingen.

Fotos: Kaiserhof Ellmaut

98 SPORTaktiv


LODEN UND LEDER

Die Sessel der neuen

Plattenkarbahn in Obertauern

bestechen mit Sitzheizung,

Echtleder und Lodenbezügen für

noch mehr Fahrkomfort.

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NEUER SCHWUNG

AUF UNSEREN PISTEN

Foto: Leitner ropeways

NEUE SEILBAHN-

PROJEKTE DES TIROLER

TOP HERSTELLERS

LEITNER ROPEWAYS

STEIGERN SICHERHEIT,

KOMFORT UND KAPAZI-

TÄT AN DEN HOTSPOTS

DER ALPEN.

Die österreichische Seilbahnbranche

zählt zu den innovativsten, beliebtesten

und modernsten der Welt. Auch für

die neue Wintersaison wurde kräftig

investiert. Ein genauer Blick auf die

Projektliste des Tiroler Seilbahnhersteller

LEITNER ropeways zeigt,

dass auch die heimischen Hotspots in

Salzburg in Sachen Angebotsqualität an

der Spitze bleiben und den Wintersport

einer neuen Generation prägen.

In Salzburg entstehen gleich zwei

neue Anlagen. Mit der neuen Seilbahn

auf den Maiskogel in Kaprun gelangen

die Gäste in einer 10er-Kabinenbahn

direkt aus dem Ort ins Skigebiet und in

einem weiteren Ausbauschritt ab 2019

mit einer Dreiseilumlaufbahn ins Gletscherskigebiet

am Kitzsteinhorn.

Für die Bergbahnen Obertauern

errichtete Leitner die neue Plattenkarbahn,

eine sogenannte Telemix-Bahn,

die mit Diamond-10er-Kabinen und

Premium-8er-Sesseln ausgestattet

wurde. Die Sessel sind mit Lodenstoffen

bezogen und vermitteln Gemütlichkeit

und Exklusivität. Mit 3600 beförderten

Personen pro Stunde ist die Anlage ein

wahres Kraftpaket.

Im Skigebiet Hochzillertal-Kaltenbach

sorgt die neue 10-er-Kabinenbahn

„Wimbachexpress“ für maximale Beförderungsqualität

und erschließt dank

der verlängerten Trasse gleich auch neue

Skipisten. In Kitzbühel modernisieren

gleich zwei neue LEITNER-Bahnen

eine 30 bzw. 50 Jahre alte Bahn am

Kitzbüheler Horn. Die Sessel der Bahn

„Brunelle“ mit Sitzheizung, Wetterschutzhaube

und Echtlederbezug vermitteln

Premium-Gefühl, die Fahrzeit

zum Gipfel wird von acht auf vier Minuten

halbiert. Die neue 10er-Kabinenbahn

„Raintal“ spart sogar Zweidrittel

Zeit. Die Ausstattung ist auch hier top:

ergonomisch geformte Einzelsitze mit

Sitzheizung und Echtlederbezug, ein

geräumigerer Innenraum sowie breitere

Sitzflächen mit mehr Abstand zwischen

den gegenüberliegenden Sitzreihen.

SPORTaktiv

99


BÜGELN

BRINGT’S

NAKED SHEEP

ANDERSARTIG LEICHT

ANNA VEITH ZEIGT ES IM

BILD VOR, MANUEL VEITH

ERKLÄRT ES: OHNE WACHS

WIRD DAS NICHTS MIT

SCHNELLEM SKIFAHREN.

WAS WENIGER BEKANNT

IST: WACHS VERLÄNGERT

DIE LEBENSDAUER DEINES

SKIS, VERBESSERT DEN

FAHRKOMFORT UND

VERRINGERT SOGAR DAS

VERLETZUNGSRISIKO.

VON KLAUS MOLIDOR

Eine ordentliche Watschn

hat die Diskussion in Gang

gesetzt. Weil Österreichs

Skifahrer bei der WM 1987

in Crans Montana chancenlos

gegen die Schweizer Hausherren

waren, sprach der damalige

ÖSV-Cheftrainer Dieter Bartsch

von einem unzulässigen „Wunderwachs“,

das die Eidgenossen

um Pirmin Zurbriggen und Maria

Walliser so stark und schnell

gemacht hätte.

Die These stellte sich bald als

Unfug heraus, das Image des

Wachses als Schnellmacher aber

ist geblieben. Zu Recht, denn

ohne Wachs würde es mit unseren

Brettern deutlich langsamer

Fotos: Armin Walcher


SPORTaktiv 101


ergab gehen. Und das von Mal zu Mal,

bis irgendwann der Belag komplett ausgetrocknet

und kaputt wäre.

„Das Wachs hält den Belag fettig. Je

fettiger der Belag, desto besser, schneller

und komfortabler“, erklärt Manuel

Veith. Der Ex-Profi-Snowboarder, Hotelier

und Mann von Anna Veith betreibt

in Schladming-Rohrmoos neben einem

Hotel auch einen Skiservice-Shop, in

den er seine Erfahrung aus dem Spitzensport

ebenso einfließen lässt, wie die

seiner Frau.

Das Wachs hält den Ski auch länger

am Leben. „Wenn man ihn zu lange

austrocknen lässt, wird er irgendwann

kaputt“, erklärt Veith. Feststellen, ob der

Belag schon zu trocken ist, kann auch

der Laie ganz leicht. Wenn sich von der

Kante her weiße Streifen bilden, ist das

ein Zeichen, dass man dem Ski schleunigst

wieder eine Pflege angedeihen

lassen sollte. Damit das gar nicht erst

passiert, sollte man dem Ski regelmäßig

geben, was er braucht. „Am besten wäre

nach jedem Skitag“, sagt Veith. Nachsatz:

„Das mach aber nicht einmal ich

selbst.“ Zumindest zu Saisonstart und

vor dem Skiurlaub sollte der Ski präpariert

werden. „Weil er dann mehr Spaß

macht. Du gleitest auf Ziehwegen besser,

der Ski dreht leichter, ist somit mit weniger

Kraft zu fahren, wodurch auch das

Risiko einer Verletzung verringert wird“,

sagt Experte Veith.

Und ist schon mitten drin im Thema

Ski-Service. Mindestens ebenso wichtig

wie das Wachs ist die Kante. Scharf

sollte sie sein und für den Nichtprofi

im Winkel von 89 Grad geschliffen.

„Darunter beginnt der Profi-Skisport.“

Denn: je kleiner der Winkel

ist, desto schwieriger wird es, den Ski

auf die Kante zu stellen. Im Bereich

der Schaufel wird die Kante meist gebrochen.

„Dadurch beißt der Ski im

vorderen Bereich nicht so stark und der

Schwung lässt sich leichter auslösen.“

Regelmäßiges Service bringt auch

hier mehr Spaß. Denn bei jedem Mal

schleifen wir die Kante dünner, der

Kontakt der Lauffläche zum Schnee

wird größer und die Drehfreudigkeit

steigt. „Anfangs rattert der Ski vielleicht,

wenn du starken Druck auf die

Kante gibst, weil sie zu sehr bremst“,

erklärt Veith. Keine Angst übrigens vor

dem regelmäßigen Service der Kante:

Rund 100 Mal schleifen verträgt sie.

Das wären bei 20 Skitagen pro Jahr

und täglichem Skiservice fünf Jahre.

Weil beide Werte für die meisten aber

utopisch sind, hält die Kante also mit

Sicherheit ein ganzes Skileben lang.

Finger weg von der Kante

Während man das Wachsen ruhig

selbst machen kann, rät Veith vom

Kantenservice eher ab. „Das ist nicht so

einfach. Gute 100 Mal brauchst schon,

bis du so was beherrschst.“ Das Präparieren

geht da wesentlich einfacher.

„AM ABEND

WACHSELN UND

IN DER FRÜH VORM

SKIFAHREN ABZIEHEN

IST GLEICH EINE GUTE „

AUFWÄRMÜBUNG.

„Da kannst auch kaum was verhauen.“

Verwachseln geht also nicht? „Nein. Für

den Hobbyskifahrer reicht auf alle Fälle

ein Universalwachs, das einen breiten

Schneetemperaturbereich von rund minus

5 bis plus 10 Grad abdeckt.

Womit wir beim Thema Wachs an

sich wären. Heißwachs ist natürlich das

Mittel der Wahl. „Aber auch Streichund

Sprühwachse, die schnell und

einfach anzuwenden sind haben gute

Effekte. Über den Skiurlaub kommst du

damit sicher.“

Wer Heißwachs selbst auftragen will,

braucht Wachs, ein eigenes Bügeleisen,

ein, zwei Abziehklingen aus Kunststoff,

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. mehr Sicherheit auch wenn es steil wird

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Der neue VEITH

SPORT Concept

Store von Anna und

Manuel Veith in

Schladming-

Dachstein.

Sportshop, Skiverleih

und ARX

Boutiquehotel unter

einem Dach.

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eine Drahtbürste und eine weiche

Bürste. Kostet in Summe rund 270

bis 300 Euro. „Die Bürsten braucht

man, um den Ski für das Wachs

vorzubereiten. Damit öffnest du die

Poren.“ In die fließt dann das heiße

Wachs, das der Belag aufsaugt. „Man

kann sagen: Er wird süchtig nach

Wachs.“ Wer also mit dem Präparieren

beginnt, muss es in der Folge immer

wieder tun, damit der Ski keine

Entzugserscheinungen bekommt und

austrocknet.

Das Aufbügeln des Wachses ist

keine Raketenwissenschaft. Wachsblock

ans Eisen halten, die Tropfen

gleichmäßig verteilen auf dem Belag

und danach drüberbügeln. „Nur das

Bügeleisen nie an einer Stelle stehen

lassen“, sagt Veith. „Sonst wird der

Belag kaputt.“ Der Bügelvorgang

dauert auch nicht ewig. „Am besten

den Ski am Abend wachseln und über

Nacht stehen lassen. In der Früh vor

dem Skifahren dann abziehen und

ausbürsten. Das ist gleich eine gute

Aufwärmübung“, sagt Veith und lacht.

Das wichtigste Wachseln findet aber

am Saisonende statt. „Da sollte man

unbedingt eine ordentliche Schicht

aufbügeln und nicht abziehen. Das

Wachs konserviert den Belag und

schützt ihn vorm Austrocknen.“ Am

besten stellt man den Ski dann – wenn

möglich – auf den Dachboden. Dort

wechseln Wärme und Kälte, das

Wachs wird immer wieder weicher

und kühlt ab. So kann es der Belag

dann optimal aufsaugen. Und ist im

Winter schneller einsatzbereit, ohne

nach der nächsten heißen Dosis zu

gieren.

BETAMIX SKIWAX RED

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Experten empfohlen!

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104 SPORTaktiv


DER PERFEKTION

AUF DER SPUR

Wann ist eine Skipiste

perfekt präpariert?

„Wenn sie lange hält und den Skifahrern

den ganzen Tag viel Freude bereitet“,

sagt PRINOTH-Produktmanager

Andreas Muigg. Selbstverständlich soll

sie homogen sein und frei von Eisbrocken,

Löchern oder Grasflächen, die

das Pistenvergnügen der Skifahrer beeinträchtigen

könnten. PRINOTH ist

auf diesem Gebiet Technologieführer

mit der einzigartigen POWER-Fräse

und Innovationen wie der patentierten

Parallelverschiebung.Die Schneedecke

wird dank PRINOTH-Technologie

ideal aufbereitet.

Wie wird man eigentlich zum

perfekten Pistenfahrzeugfahrer?

„In die Nähe der Perfektion kommt

man nur mit Übung. Den Startpunkt

können wir aber seitens PRINOTH

mit unseren Fahrertrainings optimal

gestalten. Dadurch kann der neue, aber

auch bereits erfahrene Pistenfahrzeugfahrer

lernen, wie er das Potenzial der

Fahrzeuge ideal nutzt.“

ANZEIGE / Fotos: Prinoth

Wie funktioniert die 3D-Technik?

Zusammen mit dem Vermessungspezialisten

Leica Geosystems hat

PRINOTH ein intelligentes 3D-System

zur Schneehöhenmessung, das via

Satellit und Referenzwerten der schneelosen

Piste die Schneehöhe bis auf

zwei Zentimeter (!) genau auf einem

Live-Monitor im Fahrzeug abbildet.

Die Maschinen können dann effizienter

und effektiver eingesetzt werden.

Das bedeutet für das Skigebiet nicht

nur eine Reduzierung der Kosten, sondern

auch eine einwandfreie Piste. Was

das bringt? Planungssicherheit, Effektivitäts-

und Effizienzsteigerung.

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DER NEUE SKITOURENPARK AM

PITZTALER GLETSCHER ERLAUBT

VÖLLIG NEUE MÖGLICHKEITEN.

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Skifahren und Skitourengehen ist seit

dem vergangenen Winter am Pitztaler

Gletscher um eine Attraktion reicher.

Der Dynafit-Skitourenpark wurde

angelegt, um Einsteigern völlig gefahrlose

Spuren anzubieten und Schnuppern

in einem gesicherten Skiraum zu

ermöglichen. Das beginnt schon bei der

Skitourenausrüstung, die man sich oben

am Gletscher ganz einfach ausleihen

kann, und bei den Schnupperkursen, die

immer dienstags angeboten werden.

Die Skitourenrouten sind auf Infotafeln

ersichtlich und wie Pisten in den

Farben Blau, Rot und Schwarz markiert.

Der erste Skitourenpark Tirols führt

durch lawinengesichertes Gelände, der

Ausstieg von den Routen hin zu den

präparierten Gletscher-Skipisten ist

jederzeit über kurze Tiefschneepassagen

möglich. Die schwarze Strecke, die

„Cappuccino-Route“, führt hinauf zur

Bergstation der Wildspitzbahn, wo das

„Café 3440“ thront und köstliche Mehlspeisen

als Belohnung bietet.

Atemberaubende Kulisse

Fortgeschrittene Tourengeher nehmen

sich die Wildspitze zum Ziel, mit 3768

Metern der höchste Berg des Bundeslandes.

Das Dach Tirols ist vom Pitztaler

Gletscher aus bei guter Kondition in

drei Stunden erreichbar und liefert einen

atemberaubenden Rundumblick über

die Nachbar-Dreitausender. Insgesamt

bieten Pitztaler Gletscher und daneben

der Rifflsee an die 15 Skitourenmöglichkeiten.

Von Petersennenspitze über

Brochkogel, Rechten und Linken Fernerkogel

bis zum Rettenbachjoch gibt es

für Skibergsteiger echte Traumtouren,

die zwar in der Szene bekannt, ansonsten

aber noch eher Geheimtipps sind.

Die zwei großen Skitouren-Events dieser

Saison: das Rifflsee Vertical 2.300 am

14. Dezember 2018 und das Gletscher

Vertical 3.440 am 1. Mai 2019.

Normale Alpinskifahrer finden am

Pitztaler Gletscher das höchstgelegene

Skigebiet Österreichs, das bis 3440

Meter hinauf reicht und von September

bis Mai geöffnet ist. Breite Pisten und

fluffiger Schnee sind garantiert. Mit dem

Gletscher verbunden ist das Skigebiet

Rifflsee, das mit seinen steilen Abfahrten

Fortgeschrittene lockt. Das Skigebiet

Hochzeiger liegt ein paar Kilometer

weiter talauswärts und punktet als Familiendestination

mit Übernachtungsmöglichkeiten

direkt am Pistenrand.

Fotos: TVB Pitztal, Mario Webhofer, Dynafit Pitztaler Gletscherbahnen

106 SPORTaktiv


WHAT’S YOUR LIMIT?

KORE 105 SKI / AAATTACK BINDING / KORE 1G BOOT

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PERFORMANCE

AUF DER PISTE

Die Flucht ins Gelände ist ja nicht

jedermanns Sache. Muss es auch

nicht. Wer einen genussvoll durchgezogenen

Carvingschwung einem

Ausritt in den Tiefschnee jederzeit

vorzieht, ist mit Skiern der Kategorie

„Piste“ oder „Performance Piste“

(die Bezeichnung variiert je nach

Hersteller) perfekt bedient. Auch

ambitionierte Fahrer wissen die

sportlichen Pistenski zu schätzen,

denen sowohl lange als auch kurze

Schwünge liegen.

Im Vergleich zu den Race-Modellen

sind sie stärker tailliert, komfortabler

und weicher, vor allem

im Bereich der Skienden. Damit

verzeihen sie Fehler großzügiger als

die sehr aggressiven Rennski, der

Radius lässt sich einfacher und mit

weniger Kraftaufwand bestimmen.

Im Vergleich zum All-Mountain-

Ski wiederum sind sie in der Mitte

schmäler (rund 70 mm), was dem

Fahrverhalten auf der Piste entgegenkommt.

SALOMON RACE SHOT

• Edge-Amplifier-Technologie für

unvergleichlichen Kantengriff

• Race-S-Kern, Rennbelag, zwei

Titanschichten und eine durchgehende

Sandwich-Seitenwangen-Konstruktion

sorgen für

Stabilität und Power

• moderne Skiform verbessert die

Präzision und ermöglicht den

leichten Kurvenwechsel

• Radius: 14 m (bei 165 cm)

• Taillierung: 121-68-104

(bei 165 cm)

PREIS (UVP): € 799,99

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HEAD SUPERSHAPE I.SPEED

• schlanker, rennorientierter Carver

für fortgeschrittene Skifahrer

• leichter Ski, hat einen harmonisierten

Flex, der durch vereinfachte

Handhabung und erhöhte Reaktionsschnelligkeit

besticht

• Radius: 14 m (bei 170 cm)

• Taillierung: 124-68-103

(bei 170 cm)

PREIS (UVP): € 800,–

www.head.com

FISCHER SPORTS RC4 THE CURV GT

• extreme Kurvendynamik, dank

80-mm-Taille für optimale Stabilität

und bestes Feeling in den Kurven

• knallgelbes World-Cup-Belagsdesign

• Diagotex

• Triple Radius

• Free-Milled-Titanium

• Radius: 16 m (bei 175 cm)

• Taillierung: 129-80-112

PREIS (UVP): € 899,95

www.fischersports.com

108 SPORTaktiv


ELAN AMPHIBIO 16 TI2 FUSION

• ultimativer Ski für die Piste mit

herausragender Kraftübertragung

• zieht lange Schwünge bei

schnellem Tempo und ist ebenso

agil für schmale Pisten

• Radius: 13,3 m (bei 160 cm)

• Taillierung: 121-73-104

(bei 160 cm)

PREIS (UVP): € 849,95

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PISTEN-

RÄUBER

8 PERFORMANCE-SKI FÜR

MAXIMALEN SPASS AUF DER PISTE.

ROSSIGNOL HERO ELITE MULTI-TURN TI

• für leidenschaftliche Pistenskifahrer, die gerne

mit höherer Geschwindigkeit

unterwegs sind

• Line-Control-Technologie, Taillierung von

74 Millimetern und Multi-Turn-Sidecut sorgen

für herausragende Schnelligkeit, Präzision

und Power.

• Radius:15 m (bei 167 cm)

• Taillierung: 123-74-109

(bei 167 cm)

PREIS (UVP): € 679,99

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ATOMIC REDSTER X9

• Servotec – für ultimative Agilität im

Schwung und maximale Stabilität

beim Geradeausfahren

• Multi-Radius-Sidecut, der sich genau

zwischen Riesentorlauf und Slalom

bewegt

• ideal für kurze ebenso wie für lange

Schwünge auf der Piste

• Radius: 15,4 m (bei 175 cm)

• Taillierung: 114-65,5-99,5 (bei 175 cm)

PREIS (UVP): € 999,95

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STÖCKLI LASER AX

• perfekt für Powder und

Piste

• FEC-adaptiv-Technologie

• mehr Agilität bei gleichbleibender

Stabilität

• Turtle-Shell-Comfort

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BLOOSOM FLY UP PLUS

• sehr sportlicher Carver inklusive Bindung

für gute bis sehr gute Skifahrer

• größter Fahrspaß bei mittleren bis langen

Kurven

• Radius: 17,5 m (bei 174 cm)

• Taillierung: 114-69-99 (bei 174 cm)

PREIS (UVP): € 734,–

www.blossomski.com

Fotos: Hersteller

SPORTaktiv

109


HOCHFÜGEN: HAUBEN-

KÜCHE MIT 430 PS

INFOS

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EIN PRINOTH-FOOD TRUCK,

TV-KOCH ALEXANDER FANK-

HAUSER, EIN DJ-PULT: DAS

SIND DIE ZUTATEN FÜR

„SNOWLICIOUS“, DAS NEUE

GENUSS-EVENT IM SKIGEBIET

HOCHFÜGEN IM ZILLERTAL.

ZAHLEN & FAKTEN

LIFTE: 5 12 19

PISTEN: 88 km 31 32 13

Freeride-Routen: 10 km

PREISE: Erw. € 54,–

Jugend € 43,–

Kinder € 24,50

Alexander Fankhauser schwingt nicht

nur im Fernsehen gern den Kochlöffel.

Auf dem „Leitwolf“-Pistengerät

von Prinoth pflügt er in diesem Winter

auch als kulinarische Bergrettung über

Hochfügens Pisten. Mitsamt Haubenküche

und einem DJ am Dach.

„SNOWLICIOUS“ nennt sich der

kulinarische Topevent, der in diesem

Winter zehnmal an verschiedenen

Standorten im Skigebiet Hochfügen geplant

ist. Starkoch Fankhauser, mit drei

Hauben und 18 Gault-Millau-Punkten

ausgezeichnet, verspricht feinstes Fingerfood

von regionalen Zutaten direkt an

der Skipiste zu leistbaren Preisen. Von

Alpensashimi aus Kartoffelplattl, Kraut

und Blutwurst über neu interpretierte

Gulaschsuppe bis hin zu Spargelvari-

ationen im Frühjahr. „Der Snowlicious-Truck

soll durch bodenständige

Gerichte mit einem gewissen Extra Lust

auf mehr machen“, erklärt Fankhauser.

Und lädt jeden Skifahrer ein, im Vorbeiwedeln

einen Happen zu verkosten.

Eingeheizt wird den Gästen aber

nicht nur mit fantastischen Gaumenkitzlern,

sondern auch mit Live-

DJ-Acts am Dach des 430 PS starken

Snowtrucks. Wer etwas mehr Zeit hat,

kann in der Chill-out-Lounge die Beine

hochlegen, die frische Luft genießen

und sich von Feuertonnen wärmen

lassen. Alexander Fankhauser wird auch

mit anderen Haubenköchen gemeinsam

den Kochlöffel an der Piste schwingen.

Nicht verpassen! Alle Termine unter:

www.hochfuegenski.com/snowlicious

Fotos: Hochfügen Ski

110 SPORTaktiv


Mach diesen Winter zum

Winter deines

Lebens.

www.best-of-zillertal.at


NORBERT SANTELER GEHT

NACH 35 JAHREN ALS

KONDITORMEISTER AM

PITZTALER GLETSCHER IN

PENSION. IHM MACHT

KEINER VOR, WIE MAN MIT

DEM LUFTDRUCK BEIM BA-

CKEN AUF 3000 METERN

SEEHÖHE UMGEHT.

ER BÄCKT NACH

WETTERBERICHT.

VON CHRISTOPH HEIGL

HÖCHSTER

GENUSS

Ein fester Händedruck, freundliche

Augen, weiße Bäckermütze. So

kennt man Norbert Santeler seit 35

Jahren am Pitztaler Gletscher. Oben in

luftigen Höhen hat sich der bald 62-Jährige

sein kleines Reich aufgebaut und

es sogar bis in eine Weihnachtssendung

der britischen BBC geschafft. „Dabei

spreche ich kein Wort Englisch. Na,

die ham gelacht mit mir“, sagt Santeler

und muss selber lachen. Was er offenbar

regelmäßig macht. Backen scheint die

Seele fröhlich zu färben.

Mit der Eröffnung des Gletscherskigebietes

1983 hat Santeler „oben“

begonnen. Davor hatte der waschechte

Pitztaler aus Zaunhof in München und

am Starnberger See gearbeitet. Die einmalige

Chance, wieder in der Heimat zu

werken und die Aufbruchstimmung am

Gletscher zu spüren, ließ er sich nicht

nehmen. Er begann als Angestellter der

ins Bergrestaurant Kristall integrierten

Backstube und quasi bei null. „Wir hat-

Fotos: Christoph Heigl, Daniel Zangerl, Pitztal Marketing

112 SPORTaktiv


Norbert Santeler

präsentiert stolz

seine Gletscherschneetorte

(linkes Bild), die

oben im „Café

3440“ (rechts)

ein echter

Renner bei den

Gästen ist.

ten keinerlei Erfahrungswerte. Für den

ersten Tag haben wir mit 500, 600 Gästen

gerechnet. Man sagte mir, ich solle

halt mal zwei Torten bereiten.“ Dann

lacht er. „Die waren schnell weg, 1200

Leute sind gekommen.“ Der Beginn

einer süßen Erfolgsgeschichte. Heute

ist Santeler stolz auf die Mengen, die er

mit seinem Team frisch zubereitet und

die die zufriedenen Skigäste verputzen.

In Summe pro Jahr vier Tonnen Kaiserschmarren

und 10.000 Palatschinken

mit 23 verschiedenen Füllungen, an

Spitzentagen werden 250 Tortenstücke

und 25 Meter Strudel gemampft, bis zu

300 Stück Kleingebäck.

Viel Höhenluft

Bei null begann es auch mit den Erfahrungswerten,

was Teig und Co. betrifft,

und damit geht diese Geschichte endgültig

auf wie ein Germteig. Um 5 Uhr

10.000

PALATSCHINKEN

4 TONNEN

KAISERSCHMARREN

250

TORTENSTÜCKE

25 METER

STRUDEL

300 STÜCK

KLEINGEBÄCK

PRO JAHR

AN SPITZENTAGEN

früh klingelt der Wecker in Zaunhof,

das schon auf knapp 1300 Metern Seehöhe

liegt. Dann folgen die 20 Kilometer

Fahrt noch weiter ins Tal hinein,

wo es nur noch ein Fortbewegungsmittel

gibt: den Gletscherexpress, eine

Schrägstollenbahn durch den Berg, von

der Talstation (1740 Meter) bis hinauf

zum Bergrestaurant auf 2840 Metern

Seehöhe. „Österreichs höchste Konditorei“,

sagen die Pitztaler stolz, woanders

liest man sogar von „Europas höchstgelegener

Backstube“. Ja, gibt es überhaupt

höhere auf der Welt? „Keine Ahnung“,

sagt Santeler (und lacht), „diese Recherchearbeit

hat sich nie wer angetan. Ich

weiß zumindest von keiner höheren Bäckerei.“

Doch selbst hier am Gletscher

geht es noch weiter hinauf. Von der Produktionsstätte

auf 2840 Metern Höhe

führt daneben noch die Wildspitz-Gondelbahn

zur Bergstation, wo auf 3440

SPORTaktiv

113


DER PRODUZENT

KENNT DAS SCHAF

Nachhaltige Wollproduktion und

Premiumqualität sind für

Devold of Norway eine echte

Herzensangelegenheit.

Foto: Devold of Norway

Das norwegische Traditionsunternehmen

Devold of Norway startete mit

„Sheep to Shop“ eine neue Qualitätsstrategie.

Der Wertschöpfungsprozess vom

Schaf, das beispielsweise in Patagonien

aufwächst, über die Produktion in

Litauen bis hin zur Verkaufsfläche im

Shop ist in allen Bereichen transparent

und nachvollziehbar.

Es gibt langfristige Verträge mit

ausgewählten Farmen aus Australien,

Neuseeland und Argentinien, die

sowohl den Qualitätsmaßstäben als

auch ethischen Richtlinien des Unternehmens

entsprechen.

Alle Farmen sind den fünf Freiheiten

für Tiergerechtheit des Farm

Animal Welfare Council (FAWC)

verpflichtet. Dazu zählen etwa Freiheit

von Schmerz, Angst und Stress

oder die Freiheit, natürliche Verhaltensmuster

auszuleben. Aktuell liegt

der Anteil des Rohstoffs aus diesem

Konzept bei 50 Prozent, bis zum Jahr

2020 soll er auf 80 Prozent ansteigen.

www.devold.de

Metern Seehöhe das gleichnamige

„Café 3440“ auch von Santelers Team

mit frischer Ware beliefert wird. Oder

in Superlativen ausgedrückt: mit der

höchsten Seilbahn Österreichs zum

höchstgelegenen Kaffeehaus der Alpen.

Oft werden die ersten Torten in

der Früh mit der ersten Gondel mitgeschickt,

Tortenexpress nennen sie

diese Fahrten. „Unfälle“ gab es noch

nie. „Geht etwas schief, bleibt es in

der Familie“, schmunzelt der Bäcker,

denn sein Sohn Markus ist Maschinist

bei besagter Bahn.

Apropos Familie: Anders als der Junior

haben sich Santelers drei Töchter

allesamt für die Karriere des Papas

entschieden. Sowohl Steffi als auch

Sandra und Bianca haben bei ihm

persönlich die Konditorlehre absolviert.

„Oft war untertags vor lauter

Arbeit keine Zeit, ihnen Feinheiten

wie aufwendige Glasuren und Beschriftungen

zu zeigen. Das haben wir

dann am Abend noch privat zu Hause

nachgeholt. Das glauben viele eh

kaum, mit welcher Leidenschaft wir

hier als Angestellte am Werke sind.“

Es gab Tage, da fuhren fünf Santelers

in der Früh gleichzeitig auf den Berg.

Pläne, die Bäckerei selbstständig führen

zu dürfen oder in der Talstation

ein Café zu eröffnen, konnten nicht

realisiert werden. Die Töchter helfen

noch aus, haben aber auch andere berufliche

Tätigkeiten unten im Tal.

Schönwetter = Backwetter

Die schwierigste Herausforderung

oben am Berg ist zum einen die interne

Logistik im dreigeschossigen

Gebäude, in dem sich in Zwischengängen

die spektakuläre Baugeschichte

erahnen lässt, denn man sieht heute

noch viel nackten Fels. Stück für

Stück wurden Kühlräume erweitert,

als die Eigenproduktion immer größere

Dimensionen annahm. Mitunter

war ein Mitarbeiter ganztags damit

beschäftigt, im Transportlift des Hauses

auf und ab zu rasen, um das Restaurant

zu beliefern. Zum anderen sind es die

Backkünste selbst. „Bei Schlechtwetter

bzw. Tiefdruck ist es deutlich schwieriger,

beim Biskuitteig Volumen in die

Masse zu schlagen. Der Teig wird nicht

luftig und geht nicht auf.“ Deshalb

schaut Santeler auf die Wetterprognose

und bäckt bei Hochdruckwetter einfach

auf Vorrat vor. „Da bleibe ich ein paar

Stunden länger und fahr mit der letzten

Bahn ins Tal.“ Die frische Ware wird per

Schockfroster bei minus 38 Grad tiefgefroren.

Luftdruckprobleme gab es auch

bei der Kaffeemaschine (Kondenswasser

im Mahlwerk) und beim Bierzapfhahn,

die Höhenlage forderte selbst erfahrene

Gastrotechniker. Heute läuft alles wie

geschmiert und Santeler ist stolz auf

seine Cremeschnitten, die selbst entwickelte

Gletscherschneetorte und einen

Pizzarekord. Vor einigen Jahren versuchte

sich das Team auf 2840 Metern

nämlich als Pizzabäcker und feuerte über

114 SPORTaktiv



BEI TIEFDRUCK IST ES SCHWIERIGER,

VOLUMEN IN DIE MASSE ZU SCHLAGEN. DER

TEIG WIRD NICHT LUFTIG UND GEHT NICHT AUF.

die 13 Tage zu Ostern 2055 Pizze aus

dem Ofen, 158 pro Tag. Allgemeiner

Renner während der Skisaison bleiben

aber Kaiserschmarren und die Strudelköstlichkeiten.

Wie sich der Winter in seinen 35

Jahren am Berg verändert hat? „Vom

Schnee her kaum. Es gab und gibt immer

wieder Winter mit sehr viel Schnee,

dann wieder sehr wenig Schnee. Aber

der Gletscher ist gewaltig geschmolzen.

1983 reichte er bis ans Restaurant, heute

ist er 250 Meter weg. Und an Dicke

hat er wohl 40 bis 50 Meter verloren.“

Schneedepots und Schneekanonen

waren damals am Gletscher ein Hirngespinst,

heute Alltag.

Ein zweites Mal wird der Bäckermeister

kurz nachdenklich. Ende Dezember

geht er in Pension. Echter Nachfolger

ist noch keiner in Sicht. Sollte keiner

gefunden werden, droht am Berg oben

eine Mehlspeisenzukunft mit zugelieferten

Fertigprodukten statt ofenfrischer

Ware. „Das wäre für mich wie ein Stich

ins Herz.“ In der Pension wird Santeler

„ab und zu“ oben vorbeischauen, glaubt

er. Vor allem, wenn er mit mehr Freizeit

wieder aufnimmt, was er vor Jahren aufgehört

hat: das Skifahren.

ZEIT FÜR

SKI-GENUSS

ZEIT FÜR DRAUSSEN.

Zeit für Abenteuer. Zeit für Entspannung.

Zeit für sich und Ihre Liebsten. Schier

unvergängliche Glücksmomente im Schnee

am Pitztaler Gletscher. Unvergessliche

Aussichten im spektakulären Café auf

3.440 Metern Seehohe genießen. Der Natur

so nahe sein in der höchsten Seilbahn

Österreichs. Es ist Zeit, endlich anzukommen

– bei uns im Mandarfnerhof dürfen Sie Ihre

Uhr ablegen und sich einfach im zeitlos

kostbaren Wintervergnügen treiben lassen.

08h 30’01ˮ

ab 08 Uhr, 30 Minuten und 01 Sekunden

fährt die erste Gondel auf den

Pitztaler Gletscher.

**** Verwöhn-Harmonie-Hotel

Mandarfner Hof | Mandarfen 81

6481 St. Leonhard im Pitztal

Österreich

T. +43 (0) 5413 86271

F. +43 (0) 5413 86272

info@mandarfnerhof.at

MANDARFNERHOF.AT

SPORTaktiv

115


116 SPORTaktiv


NÄCHSTER

HALT: TOP OF

INNSBRUCK

Mit der Nordkettenbahn

ist man vom Innsbrucker

Stadtzentrum aus in zwanzig

Minuten im größten Naturpark

Österreichs. Mit Zwischenstopp

auf der 1905 m hoch

gelegenen Seegrube, seit jeher

das Wintersportgebiet der

Innsbrucker. Besonders beliebt

ist die Seegrube bei Neuschnee,

wenn sie sich zur Traumkulisse

und zum alpinen Abenteuerspielplatz

verwandelt.

Mit dem Nordkette Skylinepark

gibt es hier außerdem

einen weltweit einzigartigen

„In-City“ Snowpark, der mit

zahlreichen Kickern, Rails und

Obstacles lockt. All jene, die es

richtig wissen wollen, fahren

noch weiter auf zum „Top of

Innsbruck“, dem Hafelekar auf

2256 m Seehöhe. Dort genießt

man den Ausblick auf die

Stadt und die Berggipfel; und

stürzt sich danach die Karrinne,

Europas steilste Skiroute,

hinunter ...

www.nordkette.com

Foto: Innsbruck Tourismus

SPORTaktiv

117


STYLE

UND

PERFORMANCE

Er ist die Grundlage für jedes

Skigebiet und die Heimat der

schnellsten Rennfahrer: hart

gepresster Schnee. Alle Pistenerlebnisse

werden davon zusammengehalten,

vom sogenannten

„hardpack“. Darum nennt Dainese

seine aktuelle Pisten-Kollektion

auch HP – hardpack.

Die „HP1“ ist dabei die Linie

für Speed und Performance.

Gemacht für jene, die frühmorgens

die ersten auf der Piste sind

und mit Carvingschwüngen ans

Limit gehen. Die „HP2“ dagegen

bietet die beste Mischung

aus Komfort und Performance.

Beide Linien schützen natürlich

gegen Wind und Wetter, sind

dabei aber auch atmungsaktiv

sowie optisch mehr als ansprechend.

Wie gesagt: Style trifft

Performance.

Weitere Infos:

www.dainese.com

ANZEIGE / Fotos: Roberto Bragotto, Dainese

SPORTaktiv

119


120 SPORTaktiv


WEISSES

PULVER,

DOLCE VITA

VON DER PISTE IN DEN POWDER. SPORTAKTIV

SCHNUPPERT IM TIEFSCHNEE BEI DEN PROFIS

IN ISCHGL UND KAPPL, WAGT SICH INS

FREERIDE-MEKKA LIVIGNO UND IN DEN HELI.

VON CHRISTOPH HEIGL

Foto: Simon Rainer

Ein Jahrhundertereignis! Der erste Tag meines

Lebens, an dem ich mit Lawinenpieps

und ABS-Rucksack am Rücken auf Skiern

unterwegs bin, fühlt sich für mich persönlich so

an. Aber für die breite Öffentlichkeit ist das wohl

von untergeordnet dramatischer Wichtigkeit. Zur

selben Zeit jedoch, nur ein paar Kilometer entfernt,

holt sich gerade ausgerechnet ein Deutscher

im österreichischsten aller Sportevents, der Herrenabfahrt

in Kitzbühel, den Streifsieg. Und ich,

respektive wir, verfolgen das Rennen in der Mittagspause

am TV-Schirm in einem Tiroler Bergrestaurant

– umgeben von deutschen Skitouristen.

Johlen, Länderspielatmosphäre, ja, was glaubst!

Jahrhundertereignis, schreiben die Gazetten tags

darauf. „Ein Deutscher? Die Streif? Wie ist das

möglich?“, titelt Spiegel Online.

Der Tag, an dem an Österreichs alpinen Fundamenten

gerüttelt wird, eignet sich sodann auch

bestens, das eigene System schwer ins Wanken

zu bringen. Wir sind auf Einladung der netten

Ischgler beim Tiefschneefahren im Paznauntal.

Heute hoch oben im Pulver-Eldorado Kappl.

Der SPORTaktiv-Schreiber, leichtfertig entsandt,

um als Normalo-Skifahrer erstmals ins bewusstseinserweiternde

Freeriden zu schnuppern,

bekommt zum ersten Mal eingangs erwähnten

SPORTaktiv

121


Die Landung des

Hubschraubers

ist jedes Mal ein

Heckmeck. Kurz

kommt Hektik auf.

ABS-Rucksack „für den Fall der Fälle“

umgeschnallt und ein Lawinenpiepserl.

Zunächst ein ungutes Gefühl, denn Erfahrung

null. Pull the handle? Aber wie

und wann? Kurze Einschulung.

Die Partie um die restlichen Skifahrer,

allesamt dem Vernehmen nach Halbprofis

oder von Powdermagazinen und

ein paar Skiguides der Skischule Kappl,

zieht voran und wir finden uns alsbald

am Alblittkopf auf 2640 Metern Seehöhe.

Der Open Faces Freeride Contest

an der Bergflanke gegenüber war Tage

davor abgesagt worden – zu viel Neuschnee,

Lawinengefahr! Unter kundiger

Anleitung der Locals und des deutschen

Freeride-Pros Bene Höflinger stechen

wir im Skigebiet in die markierten (aha!)

und sicheren (uff!) Tiefschneehänge. Der

Pulver ist frisch, wie im Traum, metertief.

Die Hänge breit, die Ski erst recht

und selbst der SPORTaktiv-Anfänger

kommt mehr oder weniger mühelos in

dieses schwerelose Gleiten. Es schaut

zwar nicht so gut aus wie bei den Profis,

fühlt sich aber „mindestens“ so flowig

an. Zwischendurch gibt es Tipps für

die Skiführung und den Körperschwerpunkt.

Ich sauge alles wissbegierig auf.

Ein, zwei (harmlose) Stürze baue ich geschickt

zwischen die Instruktionen ein.

Frau Holle schüttelt weiter die Polster,

es schneit aus vollen Bezügen. (Tags darauf

wird das ganze Tal gesperrt, auch der

Arlberg ist dann wegen der Schneemas-


SIND WIR NICHT|

SCHNELL GENUG, ODER|

WAGT SICH|EINER|

BEIM SELFIE ZU NAHE AN DIE|

ROTORBLÄTTER, SCHIMPFT|

|DER PILOT WIE EIN|

ROHRSPATZ. ZU RECHT.|

sen zu.) Kappl lässt trotz der Unmengen

an Schnee sicheres Freeriden zu. Wenn

man das Hirn einschaltet, den Guides

folgt und selbst kein unnötiges Risiko

eingeht. An einer Stelle im freien Gelände

ist so viel Schnee, dass wir gar nicht

bemerken, dass wir über das Dach einer

Holzhütte fahren. Im letzten Moment

schreit ein Guide, an der Vorderseite wären

wir fast vom Dachfirst gestürzt. Wir

machen viele Runs, jauchzen, auch bei

der abenteuerlichen Abfahrt bis ins Tal,

fernab der Pisten und vorbei an Hotels,

Einfamilienhäusern und staunenden

Einheimischen, die aus ihren Garagen

laufen. Ups, tja, verfahren. Das gehört

beim Freeriden wohl dazu.

Fazit: Skifahren im echten Tiefschnee

ist einfach geil. Bitte mehr davon!

Auf nach Livigno

Wenig später ergibt sich für den Pulverschnee-Rookie

eine nächste Möglichkeit.

Livigno ruft, Heliskiing. Da lässt man

sich nicht lange bitten. Der Lead-Guide

unseres Heliskiing-Abenteuers im

Norden Italiens heißt Francesco. Den

Hinweis, sich dem Helikopter nur gebückt

zu nähern, unterstreicht der Italiener

mit ernstem Blick: „If you touch

the rotor, no good.“ Was die wirbelnden

Rotorblätter mit einem Skihelm bzw.

dem Köpfchen darunter machen, malen

wir uns gar nicht erst aus. Die Sicherheitshinweise

prägen wir uns umso

besser ein.

Vier Leute quetschen sich hinten

auf die Bank. Dort ist es so eng, dass

man kaum die Sicherheitsgurte ertastet,

weil man schon draufsitzt. Vorne, links

neben dem Piloten, sitzt der Guide. In

unserem Fall ist das niemand Geringerer

als Stephan Görgl. Der Ex-ÖSV-Rennfahrer

trägt jetzt Rauschebart, veranstaltet

Abenteuer wie dieses und hat ein

paar Partner und Freunde nach Livigno

eingeladen. Was das für die Abfahrt

bedeutet, wenn uns ein Weltcupsieger

anführt? Der Flug selbst ist herrlich und

turbulenzfrei, weil das Wetter perfekt

ist und den Blick auf die Traumkulisse

zwischen Ortler und der Bernina-Gruppe

freigibt. Der Heli landet auf knapp

3200 Metern und immer noch blickt

man zu Riesen wie dem Piz Bernina

(4049 Meter) auf. Unsere Landeplätze

heißen u. a. Pizzo Filone und Corno di

Capra. Deren Gipfel sind schroff, die

Flanken echt steil.

Ein mulmiges Gefühl in der Magengegend

macht sich beim „Normalo“ in

der Gruppe breit. Die Lawinengefahr ist

niedrig (Stufe zwei), dennoch haben wir

Lawinenrucksack und Pieps dabei. „Ich

fahre voraus und gebe Zeichen, dann

kommt ihr mit Abstand nach“, sagt

Görgl und zieht die erste Spur zwischen

die Felsen. Eine Augenweide. Beim Anfänger

vermischt sich viel Respekt mit

ein bissl Angst. Die Knie sind weich wie

Foto: Simon Rainer

122 SPORTaktiv


STRIDER &

ENFORCER

ADVENTURE READY.

Skiboot

Strider 130 Pro Dyn

Ski

Enforcer 100

NORDICA.COM

#FITFORTHELONGRUN



ACHTUNG!

NICHT DORT

RECHTS!

DA IST EIN

FELSVORSPRUNG!

Kaugummi. Dann fasst man Vertrauen

selbst in spärlichste Geländeerfahrung

und die Faszination Tiefschnee flutet

wie in Kappl das Hirn. Die bis zu 120

mm breiten Tiefschneeski sind fast wie

Surfbretter und treiben im Schnee herrlich

auf. In der Gruppe sind richtig gute

Tiefschneefahrer, die ersten jauchzen.

Ich suche meinen Weg nach unten.

„Beine zusammen“, ruft mir Görgl zu.

Ja, eh. Nach wenigen Schwüngen ringe

ich nach Luft, die Höhenlage ist nicht

ohne.

Sicherheit hat Vorrang

Unsere drei Gruppen fahren selten am

selben Hang, so hat jede unverspurtes

Tiefschneevergnügen. Und Sicherheit

wird großgeschrieben: Die drei Guides

stehen permanent in Funkkontakt und

lotsen sich und die Gruppen gegenseitig

nach unten. „Achtung! Nicht dort

rechts! Da ist ein Felsvorsprung.“ Als die

steilen Gipfelhänge vorbei sind, gleiten

wir auf flacheren Flanken in ein Nebental

hinunter. Grinsen, abklatschen und

fertig machen für den nächsten Flug.

Dazu werden Ski und Stöcke zu einem

Bündel verpackt und an den Landeplatz

im verdichteten Schnee gelegt. Wir

knien uns dazu, geben dem Heli damit

eine Orientierungshilfe und halten das

Bündel fest, damit nichts davonfliegt.

Der Guide richtet ein, küsst wieder fast

das Fluggerät und auch wir können es

berühren, so knapp setzt es mit den

Kufen vor uns auf. Beim Ein- und Aussteigen

entsteht Hektik, weil der Pilot

nur wenige Sekunden am Boden sein

will. Time is money, die nächste Fuhr

wartet. Die Ski müssen aber seitlich in

der Box verstaut werden und wir mit

Rucksack und Helm durch die schmale

Helitür klettern. Sind wir nicht schnell

genug oder wagt sich einer beim Selfie

zu nahe an die Rotorblätter, versteht der

Pilot keinen Spaß und schimpft wie ein

Rohrspatz. Zu Recht, Sicherheit geht

vor. An zwei Tagen machen wir in Summe

sechs Flüge.

Vor der Haustür

In Österreich kann man Heliskiing nur

am Arlberg erleben. Bekannte Destinationen

gibt es in Kanada, Grönland,

LIVIGNO-VIDEO AUF

SPORTAKTIV.COM

Russland und Asien. Von günstigeren Varianten

wie in Livigno wissen nur Eingeweihte

(Erstflug ab 180 Euro pro Person,

weitere ab 95 Euro, Guide inkludiert).

Dabei liegt der Wintersportort quasi vor

der Haustür und schon die spektakuläre

Anreise aus Tirol über den einspurigen

Munt-la-Schera-Tunnel ist jeden Abstecher

wert. Die Verantwortung nimmt

man ernst. Jeden Tag gibt es ein Lawinenbulletin

und Infoabende zu Touren und

Sicherheit, bei denen Guides anwesend

sind und Tipps aus erster Hand geben.

Wer in Livigno auch ohne Sport leben

kann, geht zollfrei shoppen oder genießt

die italienische Küche. Dolce Vita und alpiner

Tiefschnee? Wer hätte das gedacht?

Fast schon ein – richtig – Jahrhundertereignis.

Fotos: Simon Rainer

124 SPORTaktiv


Cam McCleod

#

Marmots Produktentwickler teilen

mit ihren Kunden die Leidenschaft

und die Liebe zum Backcountry.

Daher entwerfen sie Styles, die die

Bedürfnisse an Performance und

Funktion uneingeschränkt erfüllen.

B Love Pro Jacket & Pant

Farbe: 4921 Blue Agave / Mallard

Green Mars Orange Zips


KURZPORTRÄT:

FREERIDE SKI

Durch ihre große Breite – ab 90

mm in der Mitte, bei manchen auch

deutlich mehr („Big Mountain“)

schwimmen die Ski im tiefen Schnee

obenauf. Zu dieser Eigenschaft trägt

auch bei, dass sie in größerer Länge

als andere Skitypen gefahren werden.

Freeride-Einsteiger wählen die Ski

ungefähr in Körperlänge, erfahrene

Freerider noch darüber. Die Faustregel:

je breiter der Ski, desto besser im

Gelände – aber desto schwieriger auch

das Handling auf einer Skipiste.

Eine weiche Schaufel trägt ebenfalls

zur Geländetauglichkeit bei. Wichtig

ist weniger die Taillierung allein, sondern

eine gute Abstimmung von Flex,

Rocker und Taillierung bzw. Radius.

Eine sehr gute Skitechnik ist nötig,

um mit Freeride-Skiern gut zurechtzukommen.

K2 PINNACLE 95 TI

• Konic-Technologie mit Espe-Nanolite-Holzkern

im Zentrum optimiert

Handling und Kontrolle

• Holzkern und Titanal-Laminat

entlang der Seitenbereiche verleihen

dem Ski eine Extraportion

Power und Stabilität für den All-

Mountain-Einsatz

• Radius: 17 m (bei 184 cm)

• Taillierung:132-95-115

(bei 184 cm)

PREIS (UVP): € 599,95

www.k2skis.com

VÖLKL MANTRA M5

• neu konstruiert ein hochsportives

All-Mountain-Freeride-Setup mit

Carbon-Enden, Titanalrahmen und

voller Seitenwange

• die neuen Proportionen sind um

einen Multilayer-Holzkern aufgebaut

mit Moderate-Taper-Tip- und

Tail-Rocker

• Radius: 17,9 m (bei 170 cm)

• Taillierung:134-96-117 (bei 170 cm)

PREIS (UVP): € 729,95

www.voelkl.com

KÄSTLE BMX105 HP

• spielerisch im Tiefschnee

• zuverlässig bei wechselnden

Bedingungen

• HP – zwei Lagen Titanal für zusätzliche

Stabilität

• Radius: 21 m (bei 181 cm)

• Taillierung: 134-105-123

(bei 181 cm)

PREIS (UVP): € 899,–

www.kaestle.com

SCOTT SCRAPPER 115

• 3Dimension-Sidecut für

leichte Schwungeinleitung

• leichtes Gewicht und

Stabilität

• optimales Treiben durch

eine Oberfläche von 0,43 m²

• Holzkern von der Spitze bis

zum Skiende

• Radius: 23 m (bei 182 cm)

• Taillierung: 142-115-131

(bei 182cm)

PREIS (UVP): € 599,95

(ohne Bindung)

www.scott-sports.com

126 SPORTaktiv


FREERIDE,

FREIHEIT

8 MODELLE DER FREERIDE-KATEGORIE FÜR

UNVERGESSLICHE TIEFSCHNEE-ERLEBNISSE.

DYNASTAR LEGEND X 106

• Powerdrive-Technologie

• Rocker an Tip und Tail

• 5D-Shape

• für anspruchsvolle Freerider, die

in jedem Terrain zu Hause sind

• Radius: 17 m (bei cm)

• Taillierung: 139-106-123 (bei cm)

PREIS (UVP): € 799,99

www.dynastar.com

ROSSIGNOL SOUL 7 HD

• verlängerte Air-Tip-2.0-Technologie

für herausragende Zugänglichkeit

• progressive Konstruktion mit

leichterer Schaufel sorgt für weniger

Trägheit an den Skienden

und eine höhere Drehfreudigkeit

• Carbon-Alloy-Matrix-Faser

garntiert unglaubliche Kraft und

Griffigkeit

• Radius: 18 m (bei 188 cm)

• Taillierung: 136-106-126

(bei 188 cm)

PREIS (UVP): € 1199,99

www.rossignol.com

SALOMON QST106

• Power und Stabilität in allen Schneebedingungen

• geringes Gewicht

• die durchgehende 360°-Sandwich- und

ABS-Konstruktion sorgt für erhöhten

Schneekontakt, eine robuste Konstruktion

und hervorragende Geländeanpassung

• Radius: 20 m (bei 174 cm)

• Taillierung: 106-138-125 (bei 174 cm)

PREIS (UVP): € 599,99

www.salomon.com

ELAN RIPSTICK 96

• geringes Gewicht

• Vielseitigkeit und Laufruhe in allen

Schneebedingungen

• breit genug für Tiefschneefahrten,

schmal genug in der Mitte, um die

Schaufel aufzukanten

• sorgt für ausgezeichnete Beweglichkeit

und Kantengriff

• Radius: 16,2 m (bei 174 cm)

• Taillierung: 134-96-113 (bei 174 cm)

PREIS (UVP): € 649,95

www.elanskis.com

Fotos: Hersteller

SPORTaktiv

127


PAPPAS & THULE & SPORTaktiv LADEN EIN

DAS SPORTAKTIV-

HELISKIING-CAMP

14. bis 17. März 2019

in Livigno/ITA

Treffpunkt am 14. März (Donnerstag) in Hall in Tirol.

Von dort Shuttle mit der Mercedes-Benz-Flotte unseres

Mobilitätspartners Pappas

Unterkunft mit Frühstück in der edlen

Agriturismo La Tresenda in Livigno

Begleitung und Betreuung durch Profi-Guides

und Ex-Weltcupsieger Stephan Görgl

Inkludiert: Nordica-Testski, Lawinenrucksäcke zum

Testen von Thule, Helm und Brille von Smith

Pappas-Shuttle retour nach Hall

am 17. März (Sonntag)

PROGRAMM

2 volle Heliskiing-Tage mit fünf Hubschrauberflügen und

ein Freeride-Skitag

ZIELGRUPPE

Sportive Skifahrer mit Tiefschnee-Erfahrung, sturzfreies

Fahren in steilem Gelände Voraussetzung

TEILNEHMER

Maximal 12 Teilnehmer

BUCHUNG, ANMELDUNG

TOBIS Travel Solutions

Wiltener Platzl, Mentlgasse2

6020 Innsbruck

E-Mail: info@tobis.at

T.: +43 0512/35 90 990

www.tobis.at

DEINE GESCHENKE

Skihelm und Skibrille von SMITH,

Headband von BUFF und

ein PEEROTON-Energie-Paket

SERVICE

Shuttle bei An- und Abreise zwischen

Hall in Tirol und Livigno mit

Mercedes-Benz-Fahrzeugen

128 SPORTaktiv


1. HELISKIING-CAMP

www.sportaktiv.com

Fotos: Simon Rainer, Daimler AG, Hersteller

DAS ANGEBOT:|

5 FLÜGE/4 TAGE/3 NÄCHTE|

MIT GEFÜHRTEN|

HELISKIING-RIDES|

UM € 1590,–|

Bitte anschnallen! Für unsere Leser schnürt

SPORTaktiv ein exklusives Paket, das es so

in der Form auch bei uns noch nie gegeben

hat. Heliskiing! Schon allein bei diesem Wort

malen sich Bilder ins Hirn, die jeder Skifahrer

einmal selbst mit eigenen Augen gesehen haben

will. Losgelöst von Liftzeiten und -kapazitäten mit

dem Hubschrauber zu herrlichen Gipfeln emporschweben

und dort auf 3000 Metern das exklusive

Vergnügen von menschenleeren Berghängen und

unverspurtem Tiefschnee erleben. Das alles unter

der Aufsicht erfahrener Profi-Guides, die dich sicher

durchs Gelände führen.

SPORTaktiv bietet mit seinen Partnern Pappas,

Thule, Smith und Nordica und unter der Führung

von Ex-ÖSV-Pro Stephan Görgl und seinem Team

ein viertägiges Camp in der atemberaubenden

Bergwelt von Livigno. Schon die gemeinsame

Anreise aus Hall mit der Mercedes-Benz-Flotte

von Pappas führt in eine ganz andere Welt. Oben

in Livigno auf 1800 Metern warten eine Topkulisse

und insgesamt sechs Hubschrauberflüge

auf die umliegenden Gipfel. Wer will, kann die

neuesten Freeride-Ski testen, die Nordica mit der

Enforcer-Serie zur Verfügung stellt, Powder-Performance

vom Feinsten. Selbstverständlich steht

Sicherheit auch bei uns an erster Stelle, dafür

garantieren erfahrene Guides, sichere Routenwahl

und als Backup zum Testen die neuen Lawinenrucksäcke

„Upslope“ von Thule.

Rasch anmelden

Dieses Angebot, das angesichts der Leistungen und

Goodies mit fairen 1590 Euro ein echtes Preis-

Schmankerl ist, sollten sich Tiefschneefreaks mit

Erfahrung nicht entgehen lassen. Allerdings sind

nur 12 Plätze im Camp frei. Es heißt also: schnell

sein! Wer keinen der Plätze mehr ergattert, findet

im abwechslungsreichen Winterprogramm von

„Goergl Intense“ aber sicher auch was Passendes.

www.goergl-intense.com.

SPORTaktiv

129


DIE TOP

NEWS

AUS DEN VORARLBERGER

SKIBERGEN

IN LECH ZÜRS

am Arlberg investieren

die Bergbahnen rund 3,5

Millionen Euro. Pisten

und das gastronomische

Angebot wurden optimiert.

Investiert wurde außerdem

in noch mehr Sicherheit

und in Maßnahmen zum

Umweltschutz.

ZU GAST IN

VORARLBERG

IN WARTH-SCHRÖCKEN

wurde die Beschneiungsanlage

ausgebaut, um die

Verbindung ins Skigebiet

Lech-Zürs am Arlberg zu

gewährleisten.

IN DAMÜLS-MELLAU

ersetzt in Oberdamüls

ein Sechser-Sessellift den

bisherigen Zweier-Sessellift.

IN GOLM IM MONTAFON

können ab diesem Winter

alle Pisten beschneit

werden.

IM MONTAFON

an der Talstation der

Versettla­ Bahn, eröffnet der

neue Après-Ski-Treffpunkt

„Alte Talstation“. Der

moderne Bau beherbergt

einen Sportshop sowie

verschiedene Lokale.

Besonderheit ist die acht

Meter lange Skybar auf der

großen Panoramaterrasse,

mit Blick auf das Silvretta-

Massiv und die Gipfel der

Vallüla.

INFOS

Vorarlberg Tourismus

www.vorarlberg.travel

Foto: Skigebiet Damuels-Mellau/Sepp Mallaun/Vorarlberg Tourismus

130 SPORTaktiv


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SKIBERGE IN

VORARLBERG

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Riefensberg

alpenarena.com 31 21 3 1 - 3,5 4 2,5 10 nein - -

Andelsbuch Bergbahnen bergbahnen-andelsbuch.at 32 18,4 5 2 1 5 4 1 10 nein - -

Bödele – Schwarzenberg boedele.info 33,6 18,4 9 1 - 8,5 12 3,5 24 ja - -

Brandnertal vorarlberg-alpenregion.at/brandnertal 48,5 29 5 6 3 22 30 3 65 ja - -

Damüls damuels-mellau.at 50 28,5 9 15 2 35,6 50,5 22,9 109 ja 1 2

Diedamskopf diedamskopf.at 44,5 25,5 4 2 2 13 18 9 40 ja 1 -

Dorflift Sulzberg dorflift.com 9 8 1 - - 0,5 0,5 - 1 nein - -

Faschina – Fontanella seilbahnen-faschina.at 38,5 24,5 2 2 - 4 9 2 15 ja - -

Gargellen / Montafon traumschnee.at 48,5 27,9 4 3 1 21 10 2 39 nein - -

Golm im Montafon golm.at 47,5 27,5 2 4 3 13,2 11,8 1,5 44 nein - -

Gurtis gurtis.at 20 13 3 - - 4 nein - -

Hagenberg Sulzberg-Thal skilifte-hagenberg.at 22 18 2 - - 0,2 4,2 - 4,4 nein - -

Heumöserlifte – Ebnit Dornbirn heumoeserlift.at 18 11,7 1 - - 2,5 - - 2,5 nein - -

Hochlitten Riefensberg skilifte-hochlitten.com 3 - - 3 2 0,5 6 nein - -

Kleinwalsertal – Kanzelwand – Fellhorn ok-bergbahnen.com 48 18,5 3 6 4 13 20 0,5 36 ja - 1

Laterns – Gapfohl laterns.net 37 19 4 2 - 8 15 4 27 nein - -

Lech Zürs am Arlberg lech-zuers.at 54,5 32,5 28 46 14 132 123 51 305 nein 1 -

Mellau – Damüls – Faschina Skischaukel mellau-damuels.at 50 28,5 7 15 2 27,6 50,5 9,7 109 ja 1 2

Montafoner Kristbergbahn – Silbertal kristbergbahn.at 35,5 20,5 2 - 1 2 2 - 4 nein - -

Pfänderbahn – Bregenz am Bodensee pfaenderbahn.at 19,4 11,6 2 - 2 6 - - 6 nein - -

Schetteregg schetteregg.at 33,5 18,5 5 1 - 3 5 1 10 nein - -

Schilift Bazora schilift-bazora.at 18 11 1 - - 1 2 3,7 nein - -

Schilift Reuthe – Baien reuthe.at 12,5 7 1 - - - 0,4 0,7 1,1 nein - -

Schilifte Gröllerkopf / Übersaxen uebersaxen.at 19 12 1 - - 1,5 1,5 0 3 nein - -

Skilifte Schuttannen 14 8,5 2 - - k. A. k. A. k. A. 3 nein - -

Schneiderkopf Buch gemeinde-buch.at 16,5 11,5 2 - - 2 1 - 3 nein - -

Seilbahn Bezau seilbahn-bezau.at 32 18,4 5 2 1 5 9 1 22 nein - -

Seilbahnen Sonntag sonntagstein.at 36 21,3 - 1 1 4 3 - 8,5 nein - -

Sibratsgfäll – Krähenberg sibra.at 1 - - 2 - - 2 nein - -

Silvretta Bielerhöhe im Montafon silvretta-bielerhoehe.at 30,1 17,4 1 - 1 2 - - 2 nein - -

Silvretta Montafon silvretta-montafon.at 52,5 30 8 17 9 60 45 8 140 nein - -

Skilift Hittisberg hittisau.at 15,5 11 1 - - - 0,9 - 0,9 nein - -

Skilift Hütten Hirschberg Bizau bizau-bregenzerwald.com 5 5 1 - - 1 - - 1 nein - -

Skilifte Furx zwischenwasser.at 19 13 2 - - 1 1 - 2 nein - -

Skilifte Raggal skilifte-raggal.com 22 15 3 - - 4,2 2,8 - 7 nein - -

Sonnenkopf – Klostertal sonnenkopf.com 43 24,5 4 4 1 13 16 1 34 nein - -

Stuben am Arlberg stuben-arlberg.at 53 32 28 46 14 131 123 51 305 nein - -

Walmendingerhorn – Ifen – Heuberg ok-bergbahnen.com 48 18,5 9 5 4 36,5 21,5 9 67 nein - -

Warth – Schröcken am Arlberg warth-schroecken.at 52,5 26 28 46 14 131 123 51 305 ja 1 1

Tageskarte

Erwachsene


Tageskarte

Kinder


Schlepper

Sessellift

Kabinen/Gondel

km leicht

km mittel

km schwer

Pisten km

Höhenmeter

Video

Foto

SKILINE.CC-LEGENDE

Skiline Höhenmeter: Höhenmeter Service | Skiline Video: Skimovie, Riesenslalom, Slalom, Parallelslalom, Skicross, Mix Race etc. | Skiline Foto: Speedcheck, Fotopoint, Fotofalle, Fotostart

SPORTaktiv

131


ZWEI

BAHNEN,

ZWEI WELTREKORDE

VORBEI DIE ZEITEN DER RATTERNDEN

EINSERSESSELLIFTE. HEUTE SIND SEILBAHNEN

KRISTALLBESETZTE DESIGNERSTÜCKE

UND TECHNISCHE INNOVATIONEN, DIE

WELTREKORDE BRECHEN – WIE DIE STOOSBAHN

UND DER „MATTERHORN GLACIER RIDE“.

VON KLAUS MOLIDOR

Wehe, wenn er stehenblieb.

Der Einsersessellift konnte

einem schreckhaften

Gemüt Angst einjagen, wenn er baumelnd

den Dienst quittierte. Diese

Zeiten sind gottlob vorbei. Lifte und

Seilbahnen sind heute komfortable

Aufstiegshilfen und längst auch Designerstücke.

Auch hier hat der Wettbewerb

um das spektakulärste Projekt

eingesetzt. Zwei Bahnen holen wir

stellvertretend vor den Vorhang: Die

3S-Bahn in Zermatt und die Stoosbahn

im Kanton Schwyz. Beide sind

brandneu, beide warten mit Rekorden

auf, beide sind sowohl von der Fahrstrecke

als auch von den Fahrzeugen

her besonders.

Die Dreiseilumlaufbahn (kurz:

3S-Bahn) in Zermatt „Matterhorn

glacier ride“ startet schon hoch auf

2923 m und führt auf das „Klein

Matterhorn“ in 3821 m. In Gondeln

des berühmten Designerstudios

„Pininfarina“, wie sie in Österreich

auch bei der vor zwei Jahren eröffneten

„Eisgratbahn“ auf den Stubaier

Gletscher im Einsatz sind. In Zermatt

sind sie noch eine Stufe spektakulärer:

Vier der 25 Gondeln sind „crystal

Foto: Timo B. Schluessel

132 SPORTaktiv


SPORTaktiv 133


POLE

TOUR STICK VARIO CARBON

EXTERNAL

LOCKING

DEVICE

¬ Spezielle Konstruktion für

noch mehr Stabilität und

Sicherheit

¬ Einfacher Auf- und Abbau.

Leicht zu bedienen – per

Knopfdruck wird die

Stockspannung gelöst

Photo © Christoph Oberschneider

ride“ Kabinen, die mit 280.000 Swarovski-Kristallen

besetzt sind. Wer die

betritt, sollte kein Problem mit Höhe

haben. Nach knapp drei Minuten

Fahrt wird das trübe Verbundglas

durch Strom von milchig-weiß auf

durchsichtig geschaltet – 170 Meter

über dem Boden. „Die Leute, die

damit gefahren sind, sagen: wow“,

erzählt Paolo Pininfarina. „Weil sie

es nicht erwartet haben, auf dieser

Höhe diesen Luxus zu haben. Diese

Bahn zeigt, dass Design keine Grenzen

kennt.“

Leicht war es für den Hersteller

„Leitner ropeways“ aber nicht, dieses

Projekt umzusetzen. 145 Personen

waren an der Meisterleistung beteiligt.

Sie hatten im hochalpinen Gelände

mit Temperaturen von bis zu minus

30 Grad zu kämpfen. Windspitzen bis

240 km/h haben die Arbeiten auch

nicht gerade erleichtert. „Insgesamt

sind 27.000 Stunden an Projektarbeit

unserer Techniker in die 3S-Bahn

geflossen“, erklärt Leitner-Vorstands-

STOOSBAHN

Die Standseilbahn der

Doppelmayr/Garaventa-

Gruppe führt von Morschach

im Schweizer Kanton Schwyz

ins Bergdorf Stoos. Auf der

1738 Meter langen Strecke

überwindet sie dabei eine

maximale Steigung von 110

Prozent – Weltrekord.

Die 2 Fahrzeuge

bieten 136 Personen Platz.

www.doppelmayr.com

mitglied Martin Leitner. Um den

Materialaufwand noch zu verdeutlichen:

Allein das acht Kilometer

lange Zugseil wiegt 67 Tonnen. Im

längsten Seilfeld der Anlage hängt es

über drei Kilometer frei. „Die Anlage

ist ein Prestigeprojekt mit weltweiter

Referenz“, freut sich Markus Hasler,

der CEO der Zermatt-Bergbahnen.

„Sie beweist, dass man das scheinbar

Unmögliche möglich machen kann.“

Denn mit dem Rekord für die

höchste 3S-Bahn der Welt ist es in

Zermatt noch nicht getan. Mit ihr

wurde der Grundstein für das „Alpine

Fotos: Timo B. Schluessel, Andrea Soltermann

WWW.LEKI.COM


3S MATTERHORN

GLACIER RIDE

Die Dreiseilumlaufbahn von Leitner ropeways führt

in Zermatt von 2923 auf 3821 Meter auf das „Klein

Matterhorn“ ist damit die höchste 3S-Bahn weltweit.

Die 25 Pininfarina-Kabinen bieten je 28 Personen Platz

und befördern pro Stunde 2000 Leute auf den Gipfel.

www.leitner.com

Crossing“ zwischen Zermatt in der

Schweiz und Cervinia in Italien gelegt.

Damit können nicht nur Fußgänger

die Strecke ganzjährig per Seilbahn

zurücklegen. „Langfristig soll sie die

Verbindung der drei Skigebiete Zermatt,

Cervinia/Valtourmenche und Monte

Rosa werden“, schwebt Hasler vor.

Steiler Weltrekord

Vom Schweben geht es mit dem zweiten

spektakulären Projekt wieder auf

den Boden. Ebenfalls in die Schweiz,

genauer gesagt in den Kanton Schwyz.

In Morschach hat die Doppelmayr/

Garaventa- Gruppe eine Standseilbahn

gebaut – die steilste der Welt. Bis zu

110 Prozent Steigung überwindet die

Bahn. Hohe Verfügbarkeit und optimale

Erschließung des Bergdorfs Stoos waren

die Triebfeder für die Stoosbahn. Durch

die bodennahe Führung ist sie nämlich

selbst bei widrigsten Witterungsbedingungen

einsatzfähig. „Wir haben den

Weltrekord nicht gesucht“, sagt Bruno

Lifart vom Verwaltungsrat der Stoosbahnen

AG. „Doch wenn er nun schon

mal realisert ist, haben wir nichts dagegen.“

In den zwei Fahrzeugen werden

in je 4 Kabinen bis zu 136 Personen

befördert. Über zwei Brücken und drei

Tunnels geht es von Schlattli 1738

Meter bergauf nach Stoos, mit einem

Höhenunterschied von 744 Metern. Im

ersten Tunnel erreicht die Bahn gleich

die Rekordsteigung. Wie kann man

sich da noch halten? Problemlos, denn:

Die zylindrischen Kabinen passen sich

dank einer hydraulischen Steuerung

dem Neigungswinkel der Trasse an.

Dabei ist diese Innovation eigentlich

aus der Not geboren. Erste Wahl wäre

hier eine Luftseilbahn gewesen. Aufgrund

der Schießanlage im Ort war das

aber nicht möglich.

SPORTaktiv

135


FISCHER SPORTS RANGER FREE

130

• extrem leicht: 1560 g

• hohe Beweglichkeit und optimale

Steifigkeit durch Carbon-Reinforced-Cuff

• Schuh für Freeride, Tour und

Piste

• integrierter Ski/Walk-Mode und

GripWalk bringen Vielseitigkeit

und die Freiheit, jedes Gelände

zu erkunden

• Flex: 130

PREIS (UVP): € 699,95

www.fischersports.com

HARTE

SCHALE

. . . WEICHER KERN. DRÜCKENDE SKISCHUHE|

GEHÖREN LÄNGST DER VERGANGENHEIT AN.|

HEAD NEXO LYT 130 G

• für sportliche und fortgeschrittene

Skifahrer

• das neue Graphene-Material

in Kombination mit dem neuen

Smart-Frame bietet das optimale

Gleichgewicht zwischen Leistung,

Komfort und Leichtigkeit

• mit dem neuen Smart-Frame

weist der Schuh ein reaktionsfreudigeres

Flexverhalten und

hervorragenden Rebound auf

PREIS (UVP): € 550,–

www.head.com

NORDICA PROMACHINE 130

• für unterschiedlichste Bedingungen

bestens geeignet

• bietet die Performance eines

Dobermann-Rennschuhs, hat

aber eine leichtere Schale und

einen komfortableren Innenschuh

• das neueste Mitglied der Machine-Familie

ist der modernste,

schmalste Skischuh, den

Nordica je hergestellt hat.

PREIS (UVP): € 569,95

www.nordica.com

LANGE RS 130

• hervorragend geeignet für technisch

versierte Skifahrer und

Hobby-Rennläufer

• Dual-Core-Bauweise, bietet

bestechenden Halt und herausragende

Flexkontrolle

• punktgenaue, strategische Anpassung

des Flex und des rückwärtigen

Halts

PREIS (UVP): € 499,99

www.lange-boots.com

Fotos: Hersteller

136 SPORTaktiv


SALOMON MAX 130

• neue Coreframe-Konstruktion

für verbessertes Geländefeedback

sowie präzisere Kraftübertragung

auf die Kanten

• neuer, vorgeformter Innenschuh

für besseren Komfort

• Sensitive-Shell-Technologie für

ein tolles Schneegefühl

PREIS (UVP): € 559,99

www.salomon.com

DALBELLO DS 130

• POWER CAGE-Bauweise mit

Struktur aus härterem Material

garantiert kompromisslose Kontrolle

und Kraftübertragung

• trotz Härte kein Komfortverzicht

• 3D-GRIPSTRUKTUR entlang der

Schuhsohle sorgt für Halt beim

Gehen, direktere Kraftübertragung

und wirkungsvollen Schutz

des Schuhs

PREIS (UVP): € 499,99

www.dalbello.it/de

SO PASST DER

SKISCHUH

Er ist die halbe Miete beim Skifahren:

ein Skischuh, der nirgendwo drückt,

den Fuß aber gleichzeitig optimal

umschließt und so eine perfekte,

direkte Kraftübertragung auf den Ski

ermöglicht. Vorbei sind die Zeiten,

in denen man hoffte, dass der Fuß

die passende Form zum Schuh hat.

Längst ist es umgekehrt und Innenschuhe

können im Handel in wenigen

Minuten an den Fuß des Besitzers

angepasst werden.

Auch die Außenschale kann bei

manchen, in der Regel höherpreisigen

Modellen adaptiert werden. Dafür

wird die Kunststoffschale mit unterschiedlichen

Methoden behandelt. All

das ist seit einigen Jahren im Sporthandel

möglich. Ergänzt wird die

professionelle Skischuhanpassung bei

Bedarf durch Einlagen und mit den

ideal dazupassenden Funktionssocken.

SCARPA F1

• perfekte Kraftübertragung durch

die Carbon-Core-Technologie,

Kraftübertragung auf die Kanten

• BOA-Verschlusssystem für eine

individuelle Passform

• thermoverformbarer Intuition-

Innenschuh

• Quick-Step-in-Einsätze kompatibel

mit allen TLT-Bindungen

PREIS (UVP): € 559,99

www.scarpa.net

ATOMIC HAWX PRIME

• leicht, kraftvoll, sportlich

• revolutionäre, leichte Pro lite-

Konstruktion mit zusätzlichen

Verstärkungen an Schlüsselstellen

spart 25 % des Gewichts

• vorgeformter Memory-Fit-3D

Platinum-Innenschuh bietet dem

Fuß von Beginn an

optimalen Halt

PREIS (UVP): € 499,95

www.atomic.com

SPORTaktiv

137


WILLKOMMEN

IN DER

FIRST CLASS

Mit der D-Line hat Doppelmayr/

Garaventa die nächste Seilbahngeneration

erschaffen. Mit Vorteilen

für Fahrgäste und Bergbahnen.

Der gesellschaftliche Wandel macht auch

vor der Seilbahnbranche nicht halt. Das

hat Doppelmayr/Garaventa früh erkannt

und schon vor einigen Jahren das größte

Entwicklungsprojekt seit der Firmengründung

gestartet – die D-Line. Herausgekommen ist

dabei nicht weniger als eine neue Seilbahngeneration,

die rundum Vorteile bringt: für

Fahrgäste, Wartungsmitarbeiter, Bergbahnen

und Skigebiete.

Intuitiv und komfortabel

Dank der neuen Designlinie ist die Seilbahn

für Fahrgäste äußerst leicht zugänglich – wie

die erste D-Line-Bahn im Skigebiet Hochgurgl

in Tirol zeigt. Zudem wurde die Kirchenkarbahn

so konstruiert, dass aus der Bergstation in

diesem Winter die Mittelstation wird, wenn der

zweite Abschnitt noch ein Stück höher hinaus

geht.

Die Bergbahnen profitieren vom größeren

Gestaltungsspielraum. Diverse Elemente und

Bauteile können auf das Corporate Design des

Skigebiets oder der Gesellschaft abgestimmt

werden.

Das neue System ist zudem extrem leistungsfähig,

intiutiv bedienbar und komfortabel. Sowohl

Wartung als auch der Betrieb der Anlage

werden dadurch erheblich erleichtert und der

Arbeitsaufwand reduziert. Die intelligenten

Komponenten der D-Line wurden aufbauend

auf der Erfahrung, die in der Vergangenheit

gesammelt wurde, neu konstruiert.

Nicht zuletzt war auch das Thema Sport ein

Designaspekt: Seilbahnen werden heute immer

häufiger im urbanen Bereich als öffentliches

Verkehrsmittel eingesetzt, das Haupteinsatzgebiet

liegt aber noch klar in den Skigebieten.

Daher unterstreichen sportliche Akzente die

technisch präzisen und klaren Formen, um

Fotos: Daniel Zangerl

138 SPORTaktiv


Erstklassig bergauf: Mit der Kirchenkarbahn in Hochgurl

hat Doppelmayr/Garaventa ein neues Seilbahnzeitalter

eingeläutet.

ein auf den Markt abgestimmtes Design zu

erreichen.

Zahlreiche Skigebiete in Österreich bringen

ihre Kunden mit der D-Line bereits in der

First Class auf den Berg und zum Pistenvergnügen.

Wie die bereits erwähnte Kirchenkarbahn

in Hochgurgl. Alle D-Line-Vorteile

wurden hier eindrücklich unter Beweis gestellt.

Außergewöhnlich an dieser 10er-Gondelbahn

ist aber auch ihre Talstation auf 2174 m, die

alle Stücke spielt und deren Architektur an das

Aussehen von Schneewechten erinnert: Bei

der Wahl der Materialien und der Planung der

Form haben sich die Verantwortlichen stark

an der umliegenden Natur orientiert und viel

mit Holz gearbeitet. Die Station liegt an der

Timmelsjoch-Hochalpenstraße und bildet,

gemeinsam mit einem Restaurant, einem Motorrad-Museum

und einer Mautstation, einen

multifunktionalen Komplex, den sogenannten

„Top Mountain Crosspoint“ – eine Erlebniswelt

für sich.

SPORTaktiv

139


Ob’n

AUF DA

HÜTT’N

140 SPORTaktiv


EINE WINTERSPORTNATION,

DIE AUF SICH HÄLT, HAT

NICHT NUR WELTCUPSIEGER

UND BESTENS PRÄPARIERTE

ABFAHRTEN ZU BIETEN,

SONDERN AUCH GEMÜTLICHE

GASTSTÄTTEN AM RANDE

DER PISTE. WAS ABER

MACHT EINE WIRKLICH GUTE

SKIHÜTTE AUS? UNSER

AUTOR UND GASTROKRITIKER

WOLFGANG KÜHNELT

HAT SICH AUF DIE

SPURENSUCHE GEMACHT.

Foto: Edelweissalm Fanningberg/www.feriendorf-edelweiss.com

Das Wetter ist für echte Wintersportler

eigentlich nebensächlich. Wenn man so

richtig in Fahrt ist, spielt es auch keine

Rolle, ob die Piste schmal oder breit, hängend,

flach oder steil ist. Aber eines ist absolut nicht

egal: der richtige Platz für den Einkehrschwung.

Gerade noch war es klirrend kalt, da sitzt man

schon vor der dampfenden Leberknödelsuppe

und taut langsam auf. An sonnigen Tagen genießt

man das Ganze im Freien. Aber auch bei Nebel

oder heftigem Schneetreiben ist die Ski-Hütte ein

Anziehungspunkt für Jung und Alt.

Wenn man der Frage nachgeht, was ein gutes

Platzerl für eine Pause ausmacht, steht man vor

einem Definitionsproblem. Was unterscheidet die

Hütte vom Gasthaus oder gar dem Restaurant

am Berg? Das Onlinelexikon Wikipedia meint,

eine Hütte sei vergleichsweise klein und einfach

konstruiert. Gerade in den größeren Skigebieten

stimmt beides wohl schon länger nicht mehr. Einigen

wir uns darauf: Wenn Hütte draufsteht, ist

Hüttenstimmung drin. Egal, wie viele Sitzplätze

es gibt und wie umfangreich oder minimalistisch

die Speisekarte sein mag.

Wahrscheinlich sind sich alle Wintersportler in

diesem Punkt einig: Eine Hütte muss gemütlich

sein. Da spielt etwa die Temperatur eine große

Rolle. Eine kalte Stube geht auf keinen Fall. Andererseits

ist beim Heizen ein bisschen Zurückhaltung

angebracht: Wenn man im Anorak von

der Kälte hereinkommt, will man nicht gleich

einen Hitzeschlag erleiden. Ein angenehm temperierter

Ofen ist also ein Fixpunkt. Wenn er auch

SPORTaktiv

141


noch Sitzplätze rundherum bietet, umso

besser. Und weil wir schon beim Inventar

sind: Holz sollte bei einer Hütte das

dominierende Material sein, egal, ob bei

der Gestaltung der Theke, der Tische

oder der Wände.

Apfelstrudel und Kaiserschmarrn

– immer noch

zwei Hüttenklassiker,

die in einer urigen Hütte

einfach dazugehören

Griaß di!

Noch wichtiger: der Empfang. Ein

Wirtshaus ohne Wirt oder Wirtin ist

eine traurige Angelegenheit. In der

Hütte, die in der Regel ja recht übersichtlich

ist, gilt das noch stärker. Auch

wenn gerade viel los ist, wir würden gern

freundlich begrüßt werden, wenn wir

in die gute Stube stapfen. Apropos: Ein

„Du“ ist auf Österreichs Bergen immer

die beste Ansprache, auch wenn die

Hütte vielleicht noch knapp unter der

Baumgrenze liegt. Zumindest marginale

Fremdsprachenkenntnisse sind übrigens

auch von Vorteil.

Dann geht es ans Bestellen. Wir

lehnen uns jetzt weit hinaus, stehen

aber dazu: Selbstbedienung ist in einer

Hütte mittlerweile ziemlich fehl am

Platz, außer vielleicht auf der Terrasse.

Und noch etwas hat sich im Laufe der

Jahre gewandelt: Mit Gulaschsuppe und

Germknödeln allein gewinnt man nicht

mehr die Herzen der verwöhnten Gäste.

Es muss nicht viel sein, das auf der Karte

steht, im Gegenteil. Konzentration auf

das Wesentliche kann sehr sinnvoll sein.

Aber das, was es gibt, sollte hausgemacht

und frisch sein. Auch auf 1500 Metern

Seehöhe und darüber.

Wie etwa in einer unserer Lieblingsgegenden.

Der Fanningberg in Salzburg ist

keine glamouröse Destination, sondern

ein übersichtliches Familienskigebiet

mit einem erfreulichen kulinarischen

Niveau. Die Edelweißalm etwa besitzt

weder WLAN noch eine Facebook-Seite,

dafür strahlt sie viel Gemütlichkeit

aus und das Personal ist freundlich und

flott. Außerdem liegt die Hütte perfekt

am Rande der Piste und überzeugt

durch Schmankerln aus dem Lungau.

Kulinarische Grenzfälle

Die guten Wirtinnen und Wirte setzen

sowieso seit jeher auf regionale Bezüge.

Auch an Vegetarier

und Veganer wird

gedacht: etwa mit

veganen Steinpilztascherln.

Fotos: Sonnalm Hütte, Gamskogelhütte, Almzeit Hütte

142 SPORTaktiv


Am Hochkar in Niederösterreich darf es schon

ein wenig anders schmecken als im Tiroler Ötztal.

In diesem Sinne sind die Grenzregionen besonders

spannend. Die Gamskogelhütte am Katschberg

ist so ein Fall, sie liegt genau am Berührungspunkt

von Kärnten und Salzburg. Im einen

Bundesland wird gekocht, im anderen gegessen.

Dort, wo Kärnten an die Steiermark grenzt,

verschmelzen in der Sonnalm-Hütte auf der

Turracher Höhe sogar die landestypischen Köstlichkeiten

zu einem Gericht. Kärntner Nudeln

mit Kernöl, klingt vielleicht ein wenig seltsam,

schmeckt aber himmlisch. Und noch eine Lieblingshütte

auf der Turrach sollte man hier erwähnen,

zumal sie in dieser Saison „frisch“ übernommen

wurde. Die AlmZeit liegt knapp unter der

2000-Meter-Grenze und ist am leichtesten mit

der Panoramabahn zu erreichen. Das Wirte-Ehepaar

Mathiesl, das im vergangenen Sommer hier

startete, macht schon jetzt einen sehr guten Job.

Da gibt es nämlich nicht nur herzhafte Kost wie

diverse Reindl-Gerichte, sondern auch reichlich

Auswahl für vegetarisch und vegan lebende Sportler.

Falls ihr zu dieser wachsenden Zielgruppe gehört:

Probiert bei Georg Mathiesl unbedingt die

Steinpilznudeln oder den Veggie-Burger.

Was die Wirte auf der Turrach auszeichnet,

gilt auch für viele andere Gastronomen auf Österreichs

Bergen. Sie müssen ungemein flexibel

sein, denn wenn die Sonne lacht, kommen zigmal

mehr Gäste als an einem trüben Tag. Und sie

müssen ihre Hütten oft auf unkonventionellen

Wegen versorgen. Mit Liften, Gondeln, Materialseilbahnen

oder im Geländewagen. Vielleicht

sollte man an diese Herausforderungen denken,

wenn man einmal vergeblich etwas ganz Spezielles

auf der Karte sucht.

Prost, Mahlzeit!

Zum Finale noch zu den Getränken. Auch sie

kommen heute erfreulich oft aus der näheren Umgebung.

Vom Fruchtsaft bis zum Bier gibt es hier

viel zu entdecken. Und damit zu einem „heiß diskutierten“

Thema im Wintersport: dem Alkohol.

Im berühmtesten Skifahrer-Lied dieses Landes sang

Wolfgang Ambros: „Ob’m auf da Hütt’n kauf’ i ma

an Jägertee, weil so a Tee mocht’ den Schnee erst

so richtig schee.“ Gilt das heute noch? Letztlich ist

jede und jeder selbst verantwortlich, wie er auf die

Piste zurückkommt. Aufmerksames Personal in der

Hütte wird aber rechtzeitig einschreiten, bevor man

es übertreibt. Damit man auch das nächste Mal

wieder gesund und munter einkehren kann.

WILLKOMMEN IM HOME OF LÄSSIG

Der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang

Fieberbrunn wartet wieder mit tollen Neuerungen auf.

SAALBACH. Mit seinen 270 Abfahrtskilometern ist der

Skicircus nicht nur eines der größten Skigebiete Österreichs.

Er bietet auch mehr als 60 gemütliche Hütten, Snowparks,

Flutlichtpisten, Rodelbahnen und einen Freeride Park.

Und auch in diesem Winter gibt es wieder etwas Neues für

jede Menge Action: Die Funslope Zwölfer und die Funslope

U-Bahn bieten mit beeindruckenden Schneebauten

Pistenaction der ganz besonderen Art. Zudem neu: Die

Kohlmaisbahn in Saalbach und die Asitzmuldenbahn in

Leogang. Mehr Infos unter: saalbach.com

18. und 19. Jänner 2019

Streckenlänge: 25,6 km | Höhendifferenz: 6.400 m

Freitag, 18. Jänner 2019

9–19 Uhr: Startnummernausgabe

im Rennbüro Talstation Millennium Express

12–15 Uhr: Streckenbesichtigung

ab 15 Uhr: Grand Opening mit UNIQA

„Schüler Race“ & Warm up Party

Samstag, 19. Jänner 2019

8.15 Uhr: Start zum 10 Jahre

Schlag das ASS Jubiläumsrennen

ab 9 Uhr: Zielankunft der ersten Teilnehmer

ca. 12 Uhr: Siegerehrung im Zielgelände

Infos & Anmeldungen

www.schlagdasass.at

Meine Kleine.


ZU GAST IN

SALZBURG

144 SPORTaktiv


DIE TOP

NEWS

AUS DEN SALZBURGER

SKIBERGEN

IN BAD HOFGASTEIN

wird die Schlossalmbahn

erneuert und eine 10er-

Gondel entsteht. Außerdem

wird die Sicherheit auf den

Pisten erhöht.

IM SNOWSPACE

Salzburg wird die „Sonntagskogelbahn

2“ neu

gebaut – eine kuppelbare

8er-Sesselbahn entsteht.

DER HOCHKÖNIG

und Maria Alm werden

verbunden. Die neue

Skianbindung zum Aberg

wird mit zwei neuen

Seilbahnanlagen auf

den Natrun und einer

ausgebauten Skiabfahrt – der

Sonnbergpiste – ermöglicht.

IN SAALBACH

HINTERGLEMM

wird eine moderne 10er-

Kabinenbahn die ehemalige

Kohlmaisgipfelbahn ersetzen.

IN OBERTAUERN

ersetzt die neue

Plattenkarbahn, eine

Kombibahn mit 8er-Sesseln

und 10er-Gondeln, die alte

4er-Sesselbahn Plattenkar.

Foto: Salzburger Land Tourismus

IN SAALFELDEN

LEOGANG

entsteht die 8er-Sessel-

Asitzmuldenbahn mit

Bubble, Sitzheizung

und automatischen

Schließbügeln.

INFOS

Salzburger Land Tourismus

www.salzburgerland.com

SPORTaktiv

145


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IN SALZBURG

Abtenau im Lammertal karkogel.com 33,5 17 4 1 1 6 3 1 10 nein - -

Annaberg – Lungötz – Dachstein West annaberg-lungoetz.com 44,9 20,2 6 8 3 15 33 3 51 ja - -

Bad Gastein – Ski amadé skigastein.com 54 27 4 6 8 30,7 52,5 2,6 87,1 ja 1 1

Bad Hofgastein – Ski amadé skigastein.com 54 27 4 6 8 30,7 52,5 2,6 87,1 ja 1 1

Dorfgastein – Ski amadé dorfgasteiner-bergbahnen.at 51,5 26 4 8 5 26 36 1 73 ja - 1

Eben – monte popolo – Ski amadé eben.at 36 18 2 2 - 1,8 4,2 - 6 ja 1 1

Fageralm / Forstau – Ski amadé ski-fageralm.at 48 24,5 5 2 - 8 7 - 15 ja - -

Fanningberg fanningberg.info 41 20,5 3 2 - 13 7 10 30 nein - -

Filzmoos – Ski amadé filzmoos.at 45 22,5 5 2 1 6 6 1 13 ja - -

Flachau – Snow Space Salzburg – Ski amadé snow-space.com 53 26,5 18 16 11 30 81 4 120 ja 2 6

Gaissau Hintersee gaissauhintersee.at 5 3 - 23 10 1 34 nein - -

Goldegg – Ski amadé skiamade.com 34 17 2 - - 4 1 - 5 nein - -

Großarl Tal – Ski amadé grossarltal.info 51,5 26 4 8 5 26 36 2 73 ja - -

Großeck – Speiereck – Mauterndorf grosseck-speiereck.at 42 21 4 4 2 26 17 7 50 nein - -

Grossglockner – Zellersee grossglockner-zellersee.info 12 9 21 17 12 57 49 32 139 nein - -

Hallein Dürrnberg – Zinkenlifte duerrnberg.at 25,8 15,5 3 1 - 2 5,5 0,5 8 nein - -

Hochkönig / Maria Alm – Dienten – Mühlbach

– Ski amadé

hochkoenig.at 51,5 26 18 9 6 52 41 19 120 ja - 3

Hörndllift Embach embach.at 20 15 2 - - 2 1 - 3 nein - -

Kaprun – Maiskogel maiskogel.at 40 20 1 1 1 14 5 1 20 ja - -

Kitzsteinhorn – Kaprun kitzsteinhorn.at 53 26 5 5 7 13 22 6 41 ja 1 1

Königsleiten / Wald – Zillertal Arena zillertalarena.com 53,5 24,1 18 21 13 43 89 11 143 ja 5 8

Krimml / Hochkrimml – Zillertal Arena krimml.at 53,5 24,1 18 22 12 43 89 11 143 ja 5 8

Leogang – Saalbach Hinterglemm Fieberbrunn leoganger-bergbahnen.at 55 27,5 19 22 29 140 112 18 270 ja 2 4

Lofer – Almenwelt Lofer skialm-lofer.com 43 21,5 5 3 2 32 12 2 46 nein - -

Nussbaumer Lifte / Hof bei Salzburg skilift-hof.at 2 - - 0,2 0,4 1 nein - -

Obertauern obertauern.com 47 23,5 6 17 3 61 35 4 100 nein - -

Oberwaldlift Faistenau oberwaldlift-faistenau.at 12 11 1 - - 0,4 0,4 0,4 1,2 nein - -

Panoramabahn Kitzbüheler Alpen – Mittersill panoramabahn.at 55 27 7 28 12 101 61 17 215 ja - -

Piesendorf Niedernsill erlebnisberg.at 18,1 10,1 2 - - 0,5 2 - 2,5 nein - -

Radstadt – Altenmarkt – Ski amadé radstadt-altenmarkt.at 53 26,5 3 2 3 9,2 7,5 0,6 17,3 ja - -

Raurisertal – Hochalmbahnen hochalmbahnen.at 43,5 22 4 1 3 15 12,5 5 32,5 ja - -

Rußbach am Paß Gschütt – Dachstein West dachstein.at 44,9 20,2 6 8 3 15 33 3 51 ja - -

Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn saalbach.com 55 27,5 20 21 29 140 112 18 270 ja 2 4

Saalfelden – Hinterreit hinterreit.at 33 16,5 2 - - 1,7 1,6 1,1 4,4 ja - -

Schmitten – Zell am See schmitten.at 53 26 9 10 8 30 28 19 77 ja 2 2

Schönfeld – Thomatal schoenfeld.co.at 24 12 2 - - 0,5 3 - 3,5 nein - -

Shuttleberg Flachauwinkl-Kleinarl / Ski amadé shuttleberg.com 53 26,5 2 7 - 19 7 2 40 ja - -

Skilifte Unken / Heutal heutal-lift.at 27 13,5 4 - - 4,5 6 1 13,5 nein - -

Sportgastein – Ski amadé skigastein.com 54 27 1 - 2 3,5 13,2 24,4 ja - -

St. Johann – Alpendorf – Snow Space

Salzburg – Ski amadé

snow-space.com 53 26,5 18 16 11 30 81 4 120 ja 2 6

St. Johann – Hahnbaum – Ski amadé alpendorf.com 35 17,5 2 1 - 1,5 5,5 - 7 ja - -

St. Martin im Lammertal stmartin.info 26 23 3 - - 2 2 - 4 nein - -

St. Veit im Pongau – Astenlift sonnenterrasse.at 1 - - 1 - - 1 nein - -

Thalgau thalgau-tourismus.at 13 12 1 - - 1 - - 1 nein - -

Wagrain – Snow Space Salzburg – Ski amadé snow-space.com 53 26,5 18 17 11 30 81 4 120 ja 2 6

Weissee Gletscherwelt weissee.at 38 19 4 2 2 6 15 2 23 nein - -

Werfenweng bergbahnen-werfenweng.com 42,5 22,5 5 2 2 11 15 1 27 ja - -

Wildkogel-Arena – Neukirchen Bramberg wildkogel-arena.at 46,5 22,5 10 4 5 35 30 10 75 ja 1 4

Winterpark Postalm postalm.ski 34 16 4 1 - 5,3 5,5 1,2 12 nein - -

Zauchensee – Flachauwinkl – Ski amadé zauchensee.at 53 26,5 5 6 4 23,5 16,2 4,3 44 ja 3 2

Zwölferhorn Seilbahn St. Gilgen 12erhorn.at 30 20 1 - 1 1 5 1 7 nein - -

Tageskarte

Erwachsene


Tageskarte

Kinder


Schlepper

Sessellift

Kabinen/Gondel

km leicht

km mittel

km schwer

Pisten km

Höhenmeter

Video

Foto

SKILINE.CC-LEGENDE

Skiline Höhenmeter: Höhenmeter Service | Skiline Video: Skimovie, Riesenslalom, Slalom, Parallelslalom, Skicross, Mix Race etc. | Skiline Foto: Speedcheck, Fotopoint, Fotofalle, Fotostart

146 SPORTaktiv


SKISPASS

MIT GUTEM GEWISSEN

IN RAURIS (SALZBURG) BEFINDET SICH

ÖSTERREICHS ERSTES SKIGEBIET, DAS

KLIMABÜNDNIS-PARTNER IST.

Foto: TVB Rauris

ZAHLEN & FAKTEN

LIFTE: 3 1 4

PISTEN: 32,5 km 15 12,5 5

PREISE: Erw. € 43,50

Jugend € 34,–

Kinder € 22,–

INFOS & BUCHUNGEN

TVB RAURIS

T. +43 65 44/20 0 22

info@raurisertal.at

www.raurisertal.at

Perfekte Pisten hinunterwedeln, herrliche

Weitsicht genießen, tief verschneite

Hänge auskosten oder im Funpark Tricks

ausprobieren. Danach in der Skihütte den

Kaiserschmarrn genießen. Das alles kann

man im Skigebiet der Rauriser Hochalmbahnen

tun – noch dazu mit bestem Gewissen

der Umwelt gegenüber. Die Hochalmbahnen

sind nämlich die erste Bergbahn

Österreichs mit einer eigenen Stromversorgung

und Klimabündnis-Partner. Das eigene

Wasserkraftwerk erzeugt 1,2 Millionen

Kilowatt Strom und damit genug, um das

ganze Skigebiet zu versorgen.

Auf den überwiegend leichten und

mittelschweren Pisten fühlen sich im

klima freundlichen Skigebiet Familien mit

kleinen Brettlakrobaten, Wiedereinsteiger

oder Genusskifahrer am wohlsten. Aber

auch geübte Skifahrer, Tiefschnee- und

Funpark-Fans kommen auf ihre Kosten, im

Tiefschneeparadies an den Nordosthängen,

im Nugget-Park oder auf der Funslope.

Im Talschluss Kolm Saigurn finden

Skitourengeher, Winterwanderer und Eiskletterer

sportliche Herausforderungen und

herrliche Ruhe. Auf Schneeschuhen kann

man den geschichtsträchtigen Talschluss

gemeinsam mit einem Nationalpark-Ranger

erkunden. Skitoureneinsteiger werden im

Skitourencenter im Raurisertal fündig: Dort

warten zwei markierte Hauptrouten mit

vier Varianten zum Aufsteigen – retour geht

es über die Pisten der Hochalmbahnen.

SPORTaktiv

147


„WILD AUF“

SKI, RODEL UND

NATUR PUR

Familien und Wiedereinsteiger

sind in der Wildkogel-Arena in der

Ferienregion Nationalpark Hohe

Tauern perfekt aufgehoben.

Starten wir mit einem Farbenspiel: Von

den 75 Kilometern Pisten sind 85

Prozent blau oder rot markiert, was

Anfänger, Familien und Genuss-Skifahrer

besonders freut. Sie alle schätzen aber nicht nur

das „Rot und Blau“ der Pisten, sondern vor

allem das Weiß. 80 Prozent der Skiabfahrten

sind technisch beschneibar, was Skivergnügen

von Dezember bis nach Ostern ermöglicht.

Mit der Wildkogelbahn in Neukirchen und der

Smaragdbahn in Bramberg sind 2100 Meter

Seehöhe rasch erreicht. Im vergangenen Winter

nahm dazu die neue 10er-Kabinenbahn „Ganzer

X-press“ am Wildkogel Fahrt auf und sorgt

seither für noch mehr Pistenvielfalt vor der

Traumkulisse der 3000er des Nationalparks.

Best friends: Kogel-Mogel und Kogel-Mia

Familienfreundlichkeit erkennt man am Angebot

für die kleinen Skistars. In den Kogel-

Mogel-Kinderbereichen halten die beiden lustigen

Maskottchen Kogel-Mogel und Kogel-Mia

fest zusammen. Unter ihrer Anleitung und

jener der Profis der Skischulen gelingt der Einstieg

ganz leicht. Kids von zwei bis fünf haben

im modernisierten Aussichts-Bergrestaurant

mit professioneller Kinderbetreuung viel Spaß

beim Basteln, Malen oder Herumtollen im

Freien. Ein echter Renner für alle wird kom-

menden Winter eröffnet: die neue „Family Fun

Arena“ mit Steilkurven, Schneewellen und Co.

Freestyler und Boarder werden hier über sich

hinauswachsen. Den Flow holen sich zugleich

auch Einsteiger auf den Beginnerschanzen, die

ersten Slides werden auf breiten Boxen geprobt.

Rodeln auf der Weltrekordstrecke

Eine Region der Superlative ist die Wildkogel-Arena

auch, weil hier die längste beleuchtete

Rodelbahn der Welt zu finden ist. Sie

schlängelt sich über 14 Kilometer und 1300

Höhenmeter hinunter ins Tal bis nach Bram-

Fotos: Wildkogel-Arena

148 SPORTaktiv


WILDKOGEL-ARENA

NEUKIRCHEN &

BRAMBERG

T. +43 720 710 730

info@wildkogel-arena.at

www.wildkogel-arena.at

ZAHLEN & FAKTEN

LIFTE: 5 4 10

PISTEN: 75 km 35 30 10

PREISE: Erw. € 46,50

Jugend € 37,50

Kinder € 22,50

Jede Menge herrlich sanfte

Skipisten, Winterwander-Möglichkeiten

und eine 14 Kilometer

lange Rodelstrecke erwarten

Familien in der Wildkogel-Arena.

berg. Rasante Kurven wechseln mit erholsamen

Gleitstücken auf der perfekt präparierten,

breiten Strecke – auf der kleine und große Kufenfans

dank Beleuchtung täglich bis 22 Uhr

unterwegs sein können. Rauf geht es mit der

Wildkogelbahn oder der Smaragdbahn. Das

längste Rodelabenteuer der Welt dauert ca. 30

bis 50 Minuten, Zwischenstopps und Hütteneinkehren

nicht eingerechnet.

Schneeschuh-Wandern mit den Rangers

Rein in die weiße Pracht heißt es auch auf dem

neuen Winterwanderweg am Wildkogel, der

die Bergstationen der Smaragdbahn, der Wildkogelbahn

und der Gensbichlalmbahn miteinander

verbindet. Wer sich fernab der gespurten

Pisten auf den Weg machen möchte, hat im

Rahmen des WildkogelAktiv-Programms Gelegenheit

dazu: Die Sulzbachtäler am Fuße des

Großvenedigers mit den vereisten Wasserfällen

eignen sich bestens für Schneeschuhtouren.

Oder man macht sich mit einem Nationalpark-Ranger

auf zur „Wildtierbeobachtung“

ins Habachtal: Bei der Schaufütterung kann

man Rehe, Hirsche, Kühe und Kälber in freier

Wildbahn und fast greifbarer Nähe sehen.

SPORTaktiv

149


HENRIK K. ÜBER

HERAUSFORDERUNG

WIE LEBT UND DENKT

EINER, DER ALS

CHALLENGE EINEN

GEWISSEN MARCEL

HIRSCHER HAT, DEN

EIGENEN TRAINERVATER

UND DIE JAGD NACH

SEKUNDEN UND

KALORIEN?

FOLGLICH: WAS KÖNNEN

WIR VON SLALOMSTAR

HENRIK KRISTOFFERSEN

LERNEN?

VON CHRISTOPH HEIGL

Lässig schlapft er herein, über dem

Blondschopf ein Kapperl. Aber

nicht, damit er nicht erkannt wird.

Hier, im Süden der Stadt Salzburg, hat

Henrik Kristoffersen eine Wohnung. In

dem Café, in dem wir verabredet sind,

ist er öfters. Die Seniorchefin erkundigt

sich umgehend über Verletzungs- und

Fitnessstatus, Kristoffersens freundliche

Auskünfte klingen bereits nach Salzburger

Mundart. „Ich versuche, im TV

Deutsch, Salzburger oder steirischen

Dialekt zu sprechen, das kommt gut

an“, scherzt der Norweger später. „Habe

d’Ehre“ hat er drauf, zur Mama seines

österreichischen Cheftrainers Christian

Mitter sagen er und die norwegische

Techniker-Truppe „Mutti“. Das Interview

will Kristoffersen auf Englisch

führen, das spricht er noch besser. Vor

mir sitzt ein aufgeräumter junger Mann,

kurz vor Beginn der Rennsaison. Dass

er auch ganz anders kann, dazu später.

Henrik, die Robert-Seeger-Frage

gleich zu Beginn: Wie viele

Norwegerpullis hat ein Norweger?

(Lacht) Du meinst, diese Mariusgenser-Muster?

Ich habe nur einen und

den trage ich kaum, vielleicht zu

Weihnachten. Ich vertrage Wolle nicht

so gut.

Hier im Kaffeehaus kennt man dich.

Wie empfindest du Stellenwert und

Image in Österreich?

Die Leute erkennen mich manchmal

auf der Straße oder am Flughafen und

sind überrascht. Der Norweger in Salzburg?

Angeredet werde ich nicht, aber

ich höre, wie sie meinen Namen flüstern.

Mich stört das nicht, meine Freunde

irritiert das manchmal. Ich versuche,

mich so normal wie möglich zu geben.

Ich bin kein Superstar.

Und in Norwegen selbst? Bist du ein

Star in der Tradition der „Superelche“

wie Kjus, Aamodt, Svindal?

In Norwegen hat das alpine Skifahren

einen hohen Stellenwert, die Speedbewerbe

allerdings mehr als Slalom und

Riesensalom – da bin ich der Erste, der

so viel gewinnt. Vielleicht erkennen

mich in Österreich mehr Leute auf der

Straße als in Norwegen. Bei uns ist

Langlaufen ja wesentlich populärer. Aamodt

war übrigens immer mein größtes

Idol. Als er 2002 Olympia-Gold holte,

saß ich als Achtjähriger vor dem TV und

wusste: Ich will der beste Rennfahrer der

Welt sein. (Denkt etwas nach) Noch ist

Marcel ein bisschen besser, aber er fährt

nur noch ein, zwei Jahre.

Du wirst in Porträts als „Wild Child“

beschrieben. Wie hat man dich als

Kind gezähmt?

Ja, ich war ein schwieriges Kind, hasste

es, ruhig sitzen zu müssen. In der Schule

hat es mir überhaupt nicht gefallen, ich

wollte einfach nur draußen sein. Zudem

bin ich im Osten Oslos aufgewachsen.

Das ist zwar nicht ganz so schlimm

wie die Bronx (lacht), aber schon eine

schwierige Gegend, die Leute haben

nicht viel Geld. Mein Vater war sehr

streng, hat früh erkannt, dass Sport für

mich ein Mittel ist, meinen Bewegungsdrang

auszuleben. Mit sechs bekam ich

Foto: Red Bull Content Pool/Sebastian Marko

150 SPORTaktiv


HENRIK

KRISTOFFERSEN

SLALOM- UND RTL-SPEZIALIST

AUS NORWEGEN.

GEBOREN AM 2. JULI 1994

IN LORENSKOG (NOR).

ERFOLGE: 16 WELTCUPSIEGE,

45 PODESTPLÄTZE, OLYMPIA-SILBER

2018, OLYMPIA-BRONZE 2014,

6-FACHER JUNIOREN-WELTMEISTER.

WWW.HENRIKKRISTOFFERSEN.COM

SPORTaktiv

151


die erste Motocross-Maschine. Dass ich

ein guter Skifahrer geworden bin, hängt

sehr viel damit zusammen, dass ich Motocross

so liebe. Und die Unruhe trage

ich noch immer ein bisschen in mir …

Dein Vater Lars ist genauso erste Bezugsperson

und Trainer wie es Marcel

Hirschers Vater bei ihm ist, oder?

Ja, und deswegen sind wir uns auch so

ähnlich. Manchmal denke ich, Marcel

sieht sein jüngeres Ich ein wenig in mir.

Mein Vater war selbst Trainer und Skilehrer.

Nach anderen Jobs kam er als Skitrainer

zurück, als ich Ski zu fahren begann.

Mein Vater ist die wichtigste Person für

mich. Beim Skitraining, was Technik und

Equipment betrifft, ist er sicher einer der

besten Trainer der Welt, weil er alle Altersstufen

abdeckt. Außerdem kümmert

er sich um meine Medientermine und

meine Finanzen.

„DAS COOLSTE IST

DOCH, DIE BESTEN DER

WELT ZU BESIEGEN. ICH

NEHME JEDE HERAUS-

FORDERUNG AN.“

Trainer und Vater, diese familiäre

Nähe ist sicher nicht immer leicht.

Wie geht ihr damit um?

Manchmal ist die Bindung fast zu eng,

ja. Wir können Ski und privat natürlich

nicht trennen, da wären wir ja Roboter,

keine menschlichen Wesen. Manchmal

ist es schmerzhaft und hart, aber ich

würde nichts ändern wollen. Ohne meinen

Vater würde ich nicht hier stehen.

Ich und mein Bruder Magnus, wir

schulden ihm, überhaupt unseren Eltern,

sehr viel.

Du giltst stets als erster Gegner von

Marcel Hirscher. Wie steht es um eure

Konkurrenz und euer privates

Verhältnis?

Ich respektiere ihn sehr und er mich.

Die Scharmützel, die wir uns teilweise

liefern, sind oft nur für die TV-Kameras

(lacht). Die zwei Minuten auf der Rennpiste

sind wir erbitterte Gegner, zwei

Minuten später sind wir Freunde und

alles ist normal. Privat haben wir keinen

engen Kontakt, manchmal sind wir im

selben Flugzeug. Aber heuer wollten

wir im Sommer in Salzburg gemeinsam

Motocross fahren, da ist dann meine Zehenverletzung

dazwischengekommen.

Hast du jemals nachgerechnet, wie

viele Weltcupsiege du mehr hättest,

wenn es Hirscher nicht gäbe? Im Slalom

wärst du Seriensieger ...

In einer TV-Show haben sie recherchiert,

dass ich statt 16 Weltcupsiegen

schon 30 Siege hätte und ohne Marcel

drei Mal den Gesamtweltcup gewonnen

und fünf kleine Kristallkugeln mehr hätte.

Aber so denke ich nicht. Das Coolste

ist doch, die Besten der Welt zu schlagen.

In den letzten 30 Slaloms habe ich

ihn öfter besiegt als er mich. Ich nehme

jede Herausforderung an.

Im Zielraum wirkst du nach den

Rennen oft zornig. Warum?

Die Leute verstehen das falsch. Wenn

ich ein Rennen verliere, weil ich nicht

100 Prozent ins Ziel bringe und einen

blöden Fehler mache, ärgert mich das.

Ich ärgere mich nie über Gegner, nur

über mich selbst, das ist Teil meiner

Persönlichkeit. Okay, in Zagreb, als

ich in den Zaun getreten habe, das war

übertrieben, aber ich war als Dritter

0,11 Sekunden hinter Marcel als Sieger

und hatte einen schweren Fehler. Ohne

Emotion kommst du nicht weiter. Wenn

du als Zweiter oder Dritter zufrieden

bist, wirst du nie Erster werden. Hirscher

ärgert sich nach knappen Niederlagen

doch genauso. Wir ticken ganz

gleich, wir sind beide Siegertypen.

Die Schneebälle von Schladming sind

vergessen? Was wirst du 2019

machen? Zurückschießen?

Keine gute Idee. Ich habe das nach ein

paar Minuten abgehakt, das Rennen

hätte ich sowieso nicht gewonnen. Marcel

war um vier Zehntel besser, basta.

Wäre er nur vier Hundertstel besser

gewesen, hätte ich wohl anders reagiert.

Ich liebe Österreich, Schladming ist eines

der besten Rennen. Dass bei 50.000

Fans drei Deppen dabei sind, lässt sich

nicht vermeiden. Sogar Österreichs

Sportminister hat sich bei mir entschuldigt.

Und in Norwegen haben sie im

Radio einen Song daraus gemacht.

Du musst dir auch sicher viel über

Social Media anhören. Wie gehst du

damit um?

Social Media ist wichtig für die Sponsoren

und für die Fans, persönlich lege

ich keinen großen Fokus drauf. Ich

lese ein paar Kommentare, ärgere mich

aber nicht über die negativen. Wirklich

schlimme Sachen sind noch nicht passiert.

Auch meine Freundin Tonje kann

private Bilder von uns posten. Noch hatten

wir keine schlechten Erfahrungen.

Tonje ist ausgebildete Ernährungsexpertin.

Wie schaut bei euch die

Ernährung aus?

Ich bin mit meinen 78 Kilogramm einer

der leichtesten Fahrer im Weltcup. Bis

vor zwei, drei Jahren musste ich essen,

Fotos: Rossignol, Agence Zoom

152 SPORTaktiv


Zum Angreifen: Henrik Kristoffersen als

Botschafter beim Hero Kids Race by

Rossignol und beim Lieblingsrennen in

Schladming. Zum Abheben: Der Norweger

liebt Motocross-Action (rechts).

„WER SETZT SICH AM WOCHENENDE UM 9 UHR VOR

DEN FERNSEHER? DIE CHAMPIONS LEAGUE SPIELT JA

AUCH NICHT AM SONNTAG IN DER FRÜH.“

sorgen. Außerdem können die Rennen

ruhig in China, Korea oder Japan

stattfinden, solange die Menschen im

Stammmarkt Europa sie zu attraktiven

Zeiten im TV sehen.

essen, essen, damit ich endlich schwerer

werde. Marcel hat wohl immer noch einige

Kilos mehr. Für mich war es damals

echt hart und schwer, so viel zu essen,

um zuzunehmen. Jetzt normalisiert sich

das. Tonje und ich essen ganz ausgewogen.

Sie hat im Juni ihren Masterabschluss

gemacht, kennt sich gut aus und

ist mir eine große Hilfe. Außerdem war

sie im norwegischen Handball-Junioren-Team,

hat also genug Background.

Gibt es eigentlich privates Skifahren

bei einem Profi-Skifahrer?

Ehrlich, wenn ich einen freien Tag habe,

bin ich froh, keinen Schnee zu sehen.

Meine Eltern haben Tourenski, das habe

ich noch nie ausprobiert, obwohl das sogar

Tonje gerne mal versuchen würde. Mein

Vater und mein Bruder, wir träumen lange

schon davon, einmal in Kanada im Tiefschnee

zu fahren. Nach der Saison.

Der Weltverband FIS steht vor der

Herausforderung, die Weltcuprennen

besser zu vermarkten und Formate zu

ändern. Hast du Ideen?

Die FIS-Ideen wie City-Events und Parallelsalom

gefallen mir nicht. Ich bin ein

Fan der Klassiker und die sind in Wengen,

Kitzbühel, Gröden, Schladming,

Adelboden. Um mehr TV-Publikum zu

kriegen, würde ich so viele Slaloms und

Riesenslaloms wie möglich an Wochentagen

und am Abend machen, zweiter

Durchgang um 21 Uhr. Also Nightraces

wie Schladming, wo immer es möglich

ist, mittwochs oder donnerstags. Denn

wer bitte setzt sich am Samstag oder

Sonntag um 9 Uhr für ein Skirennen

vor den Fernseher? Die Fußball-Champions-League

spielt ja auch nicht am

Sonntag in der Früh. Warum machen

wir das also? Zudem würde ein höheres

Preisgeld für mehr Aufmerksamkeit

Apropos TV: Was kann sich der

Hobby-Skifahrer von der Weltklasse

des Herrn Kristoffersen abschauen?

Den Kids und jungen Rennfahrern sage

ich immer: Don’t try to be cool. Als Junge

wollten wir alle wie Ted Ligety fahren:

tief unten, wilde Winkel, die Hand

im Schnee. Jetzt sage ich, fahrt sauber

und schnell, findet euren eigenen Stil.

Denn Siegen ist cool. Niemanden kopieren!

Gegen den Strom schwimmen!

Als Teil des Systems kommst du nicht

nach oben. Die Großen gingen ihren

eigenen, den schweren Weg: Stenmark,

Tomba, Vonn, Shiffrin, Hirscher, Girardelli,

Maier. Wäre ich im norwegischen

Skisystem geblieben, würde ich jetzt im

Supermarkt arbeiten, nicht Ski fahren.

Dem Hobbyskifahrer könnte ich ein

paar Techniktipps geben, aber ich sage

lieber: Genieße es. Habe Spaß. Mache

einen Skikurs. Geh zu einem Coach.

Nutze die Carving-Technik, wofür sie

erfunden wurde. Have Fun!

SPORTaktiv

153


WILLKOMMEN IM

HOME OF LÄSSIG

Der Skicircus Saalbach

Hinterglemm Leogang

Fieberbrunn gehört mit

270 Abfahrtskilometern

nicht nur zu den

größten Skigebieten

Österreichs – sondern ist

die wohl lässigste

Skiregion der Alpen.

Ein abwechslungsreiches Angebot,

internationales Flair und eine

atemberaubende Naturlandschaft:

Dieser Mix ist es, der den Skicircus

Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

an die Spitze bringt. Für alle

Wintersport-Fans bedeutet das schlicht:

maximalen Schneespaß.

Imposant sind schon die Zahlen: Die

270 Abfahrtskilometer teilen sich auf

in 140 km blaue Pisten, 112 km rote

Abfahrten und 18 km schwarze Strecken.

70 Seilbahnen und Liften, mehr

als 60 gemütliche Skihütten, zahlreiche

Snowparks, Flutlichtpisten, Rodelbahnen

und ein Freeride-Park sorgen für

pure Abwechslung beim Skifahren.

Action und Spaß versprechen auch

die SkiMovie-, Speed- und Rennstrecken,

die Snow-Trails, Funslopes und

Snowtubing. Dazu kommen jede Menge

Zusatzangebote: Die Snowmobil-City in

Saalbach Hinterglemm, der Flying Fox

XXL in Saalfelden Leogang, der Baumzipfelweg

im Talschluss des Glemmtals

oder der Timoks Coaster, ein Rodelspaß

der anderen Art in Fieberbrunn.

Pures Freeridevergnügen

Durch den Zusammenschluss mit dem

Tiroler Fieberbrunn vor wenigen Jahren

wurde ein wahres Freeride-Mekka geschaffen.

Wobei Freeride mehr bedeutet,

als eine Spur in den frischen Schnee zu

Fotos: saalbach.com

154 SPORTaktiv


KONTAKT

E-Mail: skicircus@saalbach.com

www.saalbach.com

TOP-EVENTS

BERGFESTIVAL OPENING

7.–9. Dez. Saalbach Hinterglemm

25 JAHRE RAVE ON SNOW

13.–16. Dez. Saalbach Hinterglemm

AUDI FIS SKIWELTCUP- HERREN RIESENTORLAUF

20. Dez. Saalbach Hinterglemm

MOUNTAIN ATTACK/TOURENSKI-MARATHON

11. Jän. Saalbach Hinterglemm

3 TAGE JAZZ

18.–20. Jän. Saalfelden Leogang

FREERIDE WORLD TOUR

23. Feb. Fieberbrunn

WHITE PEARL MOUNTAIN DAYS

15.–31. März, im gesamten Skicircus

Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

ZAHLEN & FAKTEN

LIFTE: 29 21 20

PISTEN: 270 km 140 112 18

PREISE: Erw. € 55,–

Jugend € 41,50

Kinder € 27,50

ziehen. Sondern: Freiheit und sich selbst

zu spüren oder aufmerksam zu sein – auf

die Natur, die Stille, die nur durchs Rauschen

des Schnees durchbrochen wird.

Und auf das Gefühl, das sich ausbreitet,

wenn man die unzähligen Freeride- und

Abfahrtsvarianten entdeckt. Der Skicircus

Saalbach Hinterglemm Leogang

Fieberbrunn bietet Freeride-Liebhabern

einen Freeride-Park, zahlreiche Skirouten

in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden,

diverse Checkpoints, LVS-Suchfelder

und vieles mehr.

Drei Orte – ein gemeinsamer Nenner

Drei Regionen verbindet das Skigebiet –

und gerade auch die Unterschiedlichkeit

der Orte macht den Zusammenschluss

so attraktiv. Saalbach Hinterglemm besticht

nicht nur durch eine atemberaubende

Bergkulisse – im Winter ist die

Region vor allem für die spektakulären

Events und das legendäre Après-Ski

bekannt.

Die kontrastreiche Region Saalfelden

Leogang bietet Gästen ein breites

sportliches sowie kulturelles Angebot.

Vielfältige Freizeitmöglichkeiten

verbinden sich mit Erholung und

Entspannung auf hohem Niveau. „Easy

up – Wild down“ lautet die Devise im

dritten Ort, in Fieberbrunn: Der Freeride-Hotspot

inmitten der Kitzbüheler

Alpen lockt neben seinen Tiefschnee-

hängen mit herrlichen Sonnenabfahrten

und einer familiären Atmosphäre.

Bei so viel Bewegung an der frischen

Luft knurrt natürlich auch einmal der

Magen. Für leckere und vielfältige Abhilfe

sorgen die zahlreichen Restaurants

und Hütten. Von heimischer Küche bis

zu Feinschmeckermenüs findet sich alles,

was den Gaumen glücklich macht,

wobei der Schwerpunkt stets auf der

Verwendung regionaler Produkte liegt.

Entlang der Skipisten finden erschöpfte

Wintersportler eine große Auswahl von

über 60 Hütten, um sich zu stärken,

den Durst zu löschen, die Aussicht auf

die Berge sowie die Sonne im lässigsten

Skigebiet zu genießen.

SPORTaktiv

155


AB INS GELÄNDE

Der HEAD Kore 105 ist ein

sehr wendiger Geländeski,

der sich direkt fährt. Und

er ist, gemessen an der

imposanten Mittelbreite von

105 mm, ein Leichtgewicht.

Auch gelegentliche

Pisteneinsätze machen mit

dem Ski Spaß.

www.head.com

SEHR FESCH

Eine technische, sportliche Skijacke für

Herren ist die ZIENER Takosh. Die cool

designte Jacke besitzt eine atmungsaktive,

wind- und wasserdichte Dermizax-

Membran, ist strapazierfähig, mach

t alle Bewegungen mit

und trägt sich komfortabel.

www.ziener.com

WINTER

NEWS

Fotos: Hersteller

Hotel & Chalets

Wie im Traum vereinen sich hier

Skigenuss, Wellness und Kulinarik vom

Feinsten in Leogangs bester Lage.

Genau zwischen den beiden Gondelbahnen

liegt das 4 Sterne Superior

PURADIES Hotel & Chalets. Direkt an

der Skipiste: Die Bar „FREIRAUM“, die

feine Haubenküche, das Badhaus

„INNERE MITTE“ ... Alles traumhaft schön.

Harmonisch eingebettet in die Natur.

Ruhig. Entspannend. Vielseitig. Wie in

meinen kühnsten Träumen. Alles kann,

nichts muss.

Willkommen zurück.

PURADIES Embachhof GmbH & Co. KG · Rain 9 · 5771 Leogang

T +43 6583 8275 · info@puradies.com · www.puradies.com


ALLES IM GRIFF MIT

DEN NEUEN GRIFFEN

Skistöcke von KOMPERDELL

haben viele herausragende

Qualitäten. Zu den Neuerungen

der Saison gehören die

TAC-Griffe: Die leichten,

thermoisolierenden Griffe sind

besonders rutschfest, angenehm

weich und (im Frühjahr ohne

Handschuhe getragen) sogar

schweißabsorbierend.

www.komperdell.com

SCHNELLE TOUR|

Die temperaturregulierenden

Eigenschaften, das Nylon-

Stretch-Material und die

hohe Atmungsaktivität

prädestinieren die MILLET-

Touring-Speed-XCS-

Skitourenjacke für intensive

Einsätze. Die Jacke gibt es als

Herren- und Damenmodell.

www.millet-mountain.de

POWERPACK

„WINTER EDITION“

Der PEEROTON Powerpack ist der „Riegel

unter den Riegeln“ und wird im Winter nicht

hart. Hochwertige Kohlenhydrate sorgen für

lang anhaltende Energie. Zwei neue Sorten,

Apfelstrudel und Schoko-Nuss, wie vom Bäcker.

www.peeroton.com


158 SPORTaktiv


SKISPASS

UND NOCH

VIEL MEHR

Filzmoos ist einer der Orte, von

denen man träumt, wenn man

an Schnee, Berge und Winterurlaub

denkt. Alle, die ein überschaubares,

familienfreundliches

Skigebiet oder stille, unberührte

Natur bevorzugen, sind hier

richtig. Skifahrer finden hier

ungetrübten Schneegenuss. Garantiert

durch die Lage inmitten

der Wintersportregion „Ski

amadé“ und die Nachbarschaft

zum Gletscherskigebiet Dachstein.

Skifahren in Filzmoos

ist weitab vom sonst üblichen

Rummel – das schätzen Kinder

und Anfänger sehr. Ihnen

sind Sicherheit und Platz beim

Skifahren besonders wichtig.

Aber auch diejenigen, die eher

die stille, unberührte Natur

suchen, werden in Filzmoos

beim Langlaufen im Tal oder auf

der Höhenloipe Rossbrand, bei

Skitouren und Schneeschuhwanderungen

oder bei einer Fahrt

mit dem Pferdeschlitten fündig.

Der Winterurlaub in Filzmoos

verspricht viel Spaß und Abwechslung.

www.filzmoos.at

Foto: Tom Lamm/ikarus.cc

SPORTaktiv

159


GEMÜSEGRÖSTL

MIT SPIEGELEI

(1 JAKOB-PORTION =

2 NORMALE PORTIONEN)

ZUTATEN

500 g Kartoffeln

1 Karotte

1 Rote Rübe (vorgekocht)

½ Zucchini

1 Schalotte

Knoblauch oder Ingwer (nach

Geschmack)

2 Eier

Salz, Pfeffer, Kümmel, frische

Kräuter

ZUBEREITUNG

1. Kartoffeln und Karotten (mit

Schale) dämpfen oder kochen

2. Olivenöl in einer beschichteten

Pfanne erhitzen (nicht zu heiß,

weil Olivenöl einen niedrigen

Siedepunkt hat)

3. Zwiebeln kurz anschwitzen,

restliches Gemüse dazugeben,

mit Salz, Pfeffer, Kümmel und

frischen Kräutern (Rosmarin)

verfeinern und gut anrösten

4. In einer zweiten Pfanne

Spiegeleier machen und über

das Gröstl geben

5. Das Gröstl in einer Pfanne

servieren

JAKOBS TIPP

Ein Gemüsegröstl ist bei mir immer

„Restlverwertung“. Ich schau

einfach, was in der Gemüselade

noch da ist und verarbeite es.

Und: Ich koche/dämpfe das meiste

Gemüse (wie Kartoffeln, Karotten)

immer vor, damit es leichter

verträglich ist.

ALLE IN DIE

KÜCHE

JAKOB HERRMANN

IST ÖSTERREICHS

ERFOLGREICHSTER

SKIBERGSTEIGER – UND

ALS ERNÄHRUNGSEXPERTE

ÜBERZEUGT DAVON,

DASS GENUSS UND

SPORTGERECHTES ESSEN

HAND IN HAND GEHEN.

VON CHRISTOF DOMENIG

Fotos: Jakob Herrmann

160 SPORTaktiv


Top drei-Plätze im Weltcup der Skibergsteiger,

ein Sieg 2018 mit dem

spanischen Star Kilian Jornet beim

renommierten Langdistanzrennen Altitoy

in den Pyrenäen und ein haarscharf

verpasster Sieg ebenfalls mit Jornet bei

der Pierra Menta, der „Tour de France“

des Skitourensports: Das alles steht

mittlerweile auf Jakob Herrmanns sportlicher

Visitenkarte. Im Winter 2018/19

greift daher der 31-jährige Werfenwenger

erstmals als Profisportler an, von

seinem „Brotberuf“ als NMS-Lehrer ließ

er sich karenzieren.

Mancher Stammleser mag sich nun

fragen, warum der Skibergsteiger in diesen

doch alpinskilastigen Winterguide

passt. Die Erklärung: Jakob Herrmann

ist ein Experte in Sachen sportlicher

Ernährungsweise und das keineswegs

autodidaktisch: Ernährung ist eines seiner

Fächer, die er bis letzten Juli noch

unterrichtet hat.

Womit sich der Kreis schließt: Denn

Herrmann ist überzeugt, dass beliebte

Klassiker der heimischen Skihüttenküche

wie Gröstl oder Kaiserschmarrn, geradezu

ideal für Sportler passen. Dass sie

also nicht nur leckere Kalorienbomben

sind, wie oft verschrien, sondern perfekte

Energielieferanten für Ausdauersportler

genauso wie für Skifahrer. Wenn man

die Gerichte bloß ein wenig modifiziert.

Wie das ausschauen kann, zeigen die

drei Rezepte, die uns der Salzburger für

diese Story verraten hat.

Der erste Guglhupf mit zehn

Aber zunächst: Wie kommt es, dass

Ernährung eine so große Leidenschaft

von ihm ist? Und vor allem auch: dass

er selber so gern kocht und bäckt? „Als

Kind hatte ich Neurodermitis und

musste eine Zeit lang Milchprodukte

weglassen“, nennt der gebürtige Wiener,

der aber seit dem dritten Lebensjahr in

den Salzburger Bergen lebt, einen wichtigen

Ausgangspunkt. Die Probleme hat

er längst in den Griff bekommen – aber

damit hat er sich eben von Kindesbeinen

an mit den Auswirkungen des Essens auf

seinen Körper beschäftigt. Der kleine

Jakob werkte schon früh und gern mit

seiner Mama gemeinsam in der Küche

– und hat mit zehn Jahren allein seinen

ersten Marmorgugelhupf gebacken.

Als in der Jugend eine Leistungssportkarriere

absehbar war, intensivierte sich

sein Interesse noch deutlich. „Dass ich

mich gut ernähren muss, um sportliche

Leistung zu bringen, war mir immer bewusst.“

Die Wahl des Fachs Ernährung

im Rahmen des Pädagogikstudiums war

daher für Herrmann auch ein weiterer

logischer Schritt. Allerdings hat er zeitlebens

nicht nur auf Lehrmeinungen vertraut,

sondern auch an sich selbst stets

ausgelotet, welche Ernährungsformen

ihm guttaten, und sich somit seine eigene

Meinung gebildet.

„Unrund“ beim aufgebackenen Brot

Jakob Herrmann hat heute klare Ernährungsgrundsätze

– und betont gleichzeitig,

dass man keine Wissenschaft daraus

machen muss. Nicht als Leistungs- und

schon gar nicht als Freizeitsportler.

Gesunde Ernährung könne und solle

stets eine einfache Sache sein, das hat

er als Lehrer auch seinen Schülern

stets vermittelt. Heißt: Herrmann ernährt

sich tendenziell pflanzlich, ohne

tierische Produkte abzulehnen („Eier

vertrag ich irrsinnig gut“, „Fleisch gibt

es in Maßen auch, bloß am Abend kein

großes Steak“). Sehr wichtig sind ihm

biologische und regionale Zutaten: Gibt

es zum Beispiel in einem Hotel nur

aufgebackenes Brot, wird er so richtig

unrund: „Ich finde es total schrecklich,

wenn es nicht möglich ist, mit einem

Bäcker der Region zusammenzuarbeiten.

Allein schon, weil man die Leute

unterstützen muss, die so hochwertige

Lebensmittel wie ein gutes Gebäck regional

produzieren und weiterentwickeln.“

Und wie schon erwähnt: Der 31-Jährige

ist (obwohl Experimenten nie abgeneigt)

ein Fan von Klassikern der österreichischen

Küche. Etwa Tiroler Gröstl:

SÜSSER

REISAUFLAUF

(1 JAKOB-PORTION =

2 NORMALE PORTIONEN)

ZUTATEN

250 g Reis

5 Eier

1 Pkg. Topfen

50 g Rosinen

75 g Zucker

1 Pkg. Vanillepuddingpulver

(muss nicht sein)

Prise Salz

ZUBEREITUNG

Reis in Wasser (oder Milch)

kochen und ein bisschen

auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit:

1. Eier trennen (Schnee

schlagen – mit Zucker und

einer Prise Salz)

2. Topfen, Eidotter, Vanillepuddingpulver

und Rosinen unter

den Reis mixen (man kann

auch Apfel-, Birnenstücke dazugeben

– evt. dann weniger

Rosinen oder Zucker verwenden)

3. Eischnee unterheben und in

eine 28er-Tortenform geben

4. Bei 170 Grad ca. 40 min

backen

Mit Apfelmus, Marmelade etc.

servieren

JAKOBS TIPP

Je nach persönlichem Geschmack

könnt ihr die Masse

auch mit Kurkuma, Zimt, Rum,

Zitronenschale etc. verfeinern

SPORTaktiv

161


KAISERSCHMARRN

(1 JAKOB-PORTION =

2 NORMALE PORTIONEN)

„Das mache ich gern mit Gemüse

statt Fleisch, dazu Spiegelei, Spitze!

Die Kombination aus Ei und Kartoffeln

hat generell eine der höchsten

biologischen Wertigkeiten.“ Fett

brauchen Sportler natürlich auch –

wenngleich er etwas reduzierten Einsatz

empfiehlt. Wer beim Fettanteil

ein wenig spare, bekomme mit dem

Gröstl eine Kombination aus Kohlenhydraten,

Proteinen und Fetten,

die nahezu ideal für Sportler sei.

Klassiker-Beispiel Nummer zwei:

der Kaiserschmarrn. Herrmann greift

nicht nur dabei, sondern generell

gern auf alternative Mehlsorten

zurück und versucht Weizen zu vermeiden.

„Dinkelmehl passt für mich

perfekt zum Kaiserschmarrn, weil es

auf der lieblichen, süßlichen Seite

ist. Und der Schmarrn wird super

flaumig.“ Auch glutenfreie Varianten

kann Herrmann empfehlen – mit

Kastanien- oder Amaranthmehl.

Ein weiterer Klassiker heimischer

Küche, der für den Salzburger ein

sehr guter (und leckerer) Bestandteil

sportlicher Ernährung ist, ist Polenta.

Bleibt ihm davon etwas übrig,

dann kombiniert er die Polenta gern

nachmittags mit einem Kaffee oder

Kakao. Den Geschmackssinn mitentscheiden

zu lassen, Lust an einem

guten Essen zu haben – das gehört

für ihn einfach dazu. Auch wenn

Ausdauersportler den Ruf von Asketen

haben: Jakob Herrmann gehört

nicht zu dieser Sorte.

162 SPORTaktiv

Auch Kochen ist ein Hochgenuss

Kein Muss, sondern Genuss ist es

für den Salzburger auch, selber den

Kochlöffel zu schwingen. So oft es

nur geht. Den Zeitfaktor als Ausrede,

warum man nicht selber kochen

kann, lässt Herrmann nicht gelten:

„Ein Kaiserschmarrn ist in 20, 25

Minuten zubereitet. Und wenn man

ein wenig organisiert ist, ist man

gemütlich in einer Stunde mit allem

fertig. Auswärts essen dauert viel länger.“

Selber zu kochen heißt für ihn

einerseits, volle Kontrolle über die

Inhaltsstoffe und ihre Herkunft zu

haben. Andererseits auch Lust und

Entspannung, Kreativität sowie Spaß

daran, Neues auszuprobieren.

Apropos ausprobieren: Der eine

oder andere ernährungstechnische

Irrweg war in Jakob Herrmanns

Karriere schon auch dabei. Etwa rohkostlastig

zu essen: „Für die Verdauung

war das nicht optimal – besser

ist für mich, Gemüse zu dünsten,

auch so bleiben sehr viele Nährstoffe

erhalten.“ Mit dem trendigen „Low

Carb“- Konzept hat Herrmann vor

zwei Jahren experimentiert. Die Theorie,

den Körper dazu zu bringen,

mehr Energie aus den Fettreserven zu

ziehen, um die Kohlenhydratspeicher

zu schonen, klang interessant – in

der Praxis fühlte er sich müde und

ausgelaugt. Erkenntnis: „Ohne Kohlenhydrate

schläft der Stoffwechsel

ein.“ Also ruhig zugreifen bei Gröstl,

Kaiserschmarrn und Co: Mahlzeit!

ZUTATEN

180 g Dinkelmehl (oder Kastanienmehl –

das ist glutenfrei)

4 Eier

Wasser (nach Gefühl) – man kann auch

Milch verwenden

Rosinen nach Belieben

Prise Salz (gehört in jede Süßspeise)

2 EL Zucker

Butter (ca. 20 g) zum Rausbacken –

besser Butterschmalz, das hat einen

höheren Siedepunkt

Dazu: Apfelmus, Preiselbeermarmelade,

o. ä. je nach Geschmack! Mein Favorit ist

selbst gemachte Preiselbeermarmelade.

ZUBEREITUNG

1. Mehl, Salz und Wasser zu einem

glatten Teig rühren

2. Eier dazugeben und nur unterschlagen

(gelbe Schlieren sollen noch

sichtbar sein – nicht vermixen, denn

dadurch geht der Teig besser auf

bzw. wird der Schmarrn flaumiger)

3. Butterschmalz in eine beschichtete

Pfanne geben und stark erhitzen

4. Teigmasse reingeben, Rosinen

verteilen, Deckel drauf und die Hitze

um die Hälfte reduzieren

5. Warten, bis der Teig zu stocken

anfängt (kann bis zu 10 min dauern),

und wenn möglich den ganzen Teig

auf einmal umdrehen (ansonsten

halbieren oder vierteln)

6. Deckel sofort wieder draufgeben

und warten bis der Teig richtig

schön aufgeht (ca. 5–8 min) – der

Deckel kann sich dadurch nach

oben bewegen

7. Teig in Stücke reißen (mit Bratenwender,

etc.) und die Hitze wieder

erhöhen, Butter rein geben, immer

wieder durchschwenken

8. Zucker drüberstreuen, wieder durchschwenken

und leicht karamellisieren

lassen – die Stücke sollen schön

goldgelb/leicht braun sein

9. Für den Feinschliff kann man den

Kaiserschmarrn jetzt noch mit Rum

flambieren bzw. ablöschen

10. Den Kaiserschmarrn mit Staubzucker

bestreuen, Preiselbeermarmelade

dazugeben und am besten in

der Pfanne servieren


INFOS & BUCHUNGEN

FLACHAU TOURISMUS

T. +43 64 57/22 14

info@flachau.com

www.flachau.com

ERLEBNISURLAUB

AM GIPFEL DER GAUDI

Wer Winterurlaub mag, wird Flachau im Salzburger

Land lieben: Ambitionierte Wintersportler,

Genuss­ Skifahrer, Freerider, Wiedereinsteiger und

Skizwergerl kommen in der Heimat von Skilegende

Hermann Maier voll auf ihre Kosten.

Fotos: Flachau Tourismus

ZAHLEN & FAKTEN

SKI AMADÉ: 270 Lifte

PISTE: 760 km

PREISE: Erw. € 53,–

Jugend € 40,–; Kinder € 26,50

SAVE THE DATE

START UP 19

7.–9. Dezember 2018

AUDI FIS SKIWELTCUP

DAMEN NACHTSLALOM

8. Jänner 2019

SPRING BATTLE

16.–22. März 2019

PACKAGE-TIPP

SKI WEEK FLACHAU

7 Nächte mit Frühstück inkl.

6-Tages-Skipass für Ski amadé

ab € 498,–

Flachau bildet das Herzstück von Ski

amadé – Österreichs größtem Skivergnügen

mit 760 Pistenkilometern und 270

Liftanlagen. Mit seinem breiten Pistenangebot

für alle Könnerstufen, seinen international

bekannten Snowparks, sechs Skischulen,

zahlreichen Skihütten und einem

abwechslungsreichen Hotel- und Freizeitangebot

erfüllt Flachau alle Ansprüche an ein

vollkommenes Wintersportvergnügen.

Flachau beweist aber auch, dass viele

Funsportarten auch auf Schnee funktionieren:

So etwa geht’s mit dem Segway oder

mit dem Fatbike durch die winterliche

Landschaft. Wem das zu langsam ist, der

schwingt sich auf ein Snowbike. Oder auf

einen Schlitten: Vier beleuchtete Rodelbahnen

versprechen jede Menge Spaß auf

Kufen. Rasant ins Tal geht’s auch mit der

Alpen-Achterbahn „Lucky Flitzer“, dank

Flutlicht auch am Abend.

Wer den ganzen Tag im Freien verbracht

hat, der freut sich auf wohlig-warme

Genussmomente im Wasser: Die nahe gelegene

Erlebnistherme Amadé mit elf Becken,

weitläufigem Saunabereich und zahlreichen

Rutschen sorgt für jede Menge Vergnügen,

aber auch ganzheitliche Entspannung.

Gut essen und das Leben feiern

Flachau ist bekannt für sein legendäres

Après-Ski. Livemusik und DJs sorgen für

beste Stimmung und durchtanzte Nächte.

Auch kulinarisch hat Flachau viel zu bieten:

Auf und neben den Pisten werden auf den

Skihütten und in den Restaurants feine

Köstlichkeiten serviert. Die Gastronomie

zeichnet sich durch Regionalität und Saisonalität

aus. Junge Köche, die international

Erfahrung gesammelt haben, verstehen sich

darauf, der traditionellen Pongauer Küche

einen modernen Anstrich zu verleihen.

SPORTaktiv

163


HERZHAFT DEN

URLAUB ERLEBEN

In St. Johann in Salzburg trifft ein modernes

Topskigebiet auf Ski-Nostalgie, und

Bergeinsamkeit aufs Lebensgefühl der Stadt.

Sankt Johann in Salzburg liegt rund 60

Kilometer südlich der Landeshauptstadt

und gilt als Homebase für Genießer.

Die charmante Kleinstadt in den Bergen

mitsamt dem etwas erhöht liegenden Alpendorf

ist ideal, um den stressigen Alltag hinter sich

zu lassen und eine schöne Zeit mit der Familie

oder mit Freunden zu verbringen.

Im Alpendorf kann man praktisch vom

Hotel weg in die Skigondel steigen – Bus und

Wartezeiten? Kann man beides vergessen. Mit

der Bergbahn landet man direkt im bekannten

und hochmodernen Skigebiet Snow Space

Salzburg, wo 120 perfekte Pistenkilometer zur

Verfügung stehen. Sportliche Typen wie Genussskiläufer

finden mühelos die für sie ideale

Piste. Nostalgische Gefühle kommen dagegen

am Hahnbaum-Lift direkt im Stadtzentrum

von St. Johann auf. Hier kann man es erleben,

das Skifahren, „wie es früher einmal war“. Für

Fotos: JOsalzburg.com/Mirja Geh

164 SPORTaktiv


INFOS &

BUCHUNGEN

TOURISMUSVERBAND

ST. JOHANN IN SALZBURG

info@JOsalzburg.com

www.JOsalzburg.com

ZAHLEN & FAKTEN

LIFTE: 11 16 18

PISTEN: 120 km 30 81 4

5 km Skirouten

PREISE: Erw. € 53,–

Jugend € 40,–

Kinder € 26,50

Nostalgiker, aber auch Eltern mit Kindern und

Einsteiger sowie Wiedereinsteiger ist der St.

Johanner Hausberg eine absolute Geheimadresse

– mit dem Tellerlift geht es sogar kostenlos

nach oben und schon kann man seine Schwünge

in den Schnee ziehen.

Und was wäre Skifahren ohne den verdienten

Einkehrschwung? Zahlreiche Hütten stehen für

den gemütlichen Teil des Skitags zur Verfügung,

um sich an kalten Tagen in heimeliger

Atmosphäre aufzuwärmen, oder einfach zum

gemütlichen „Z’sammsitzen“.

Flucht in die Berge und Shoppingspaß

Ein großer Vorteil von St. Johann ist, dass

es auch abseits der Pisten so viele Möglichkeiten

bietet. Wer dem regen Wintertreiben

lieber entkommen will, der greift zu den

Tourenskiern und findet jede Menge einsame

Tourenmöglichkeiten in der Bergwelt vor der

Haustür. Die verschneite Winterlandschaft von

ihren schönsten Seiten lässt sich auch bei einer

Pferdekutschenfahrt entdecken. Ein Highlight

jedes erholsamen Winterurlaubs ist auch eine

Rodelpartie im Freundeskreis: Ob tagsüber

oder in den Abendstunden – es macht einfach

immer Spaß, mit der Rodel den Berg hinunterzudüsen.

Nicht zu vergessen: Die Kleinstadt St. Johann

bietet auch jede Menge urbanes Flair. Neben

einer hochklassigen Hotellerie finden sich auch

tolle Shoppingmöglichkeiten in der Innenstadt.

Egal, ob man auf der Suche nach der perfekten

Sportausrüstung, einem traditionellen Dirndl

oder der neuesten Kollektion angesagter Designer

ist. Beim Flanieren durch die City darf der

eine oder andere Kaffee und ein Stück Torte

dazwischen nicht fehlen. Denn dafür ist der

Urlaub schließlich da – um das Leben in vollen

Zügen zu genießen.

SPORTaktiv

165


GUT

GESCHÜTZT

SICHERHEIT GEHT AUCH AUF DER PISTE VOR:|

DIE AKTUELLEN TOP-SKIHELME|

K2 DIVERSION

• Hybrid-Konstruktion

• aktives Lüftungssystem

• 360-Grad-Anpassung

• waschbarer herausnehmbarer

Liner

• abnehmbare Ohren-Pads

• Audiosystem

PREIS (UVP): € 159,95

www.k2skis.com

SCOTT CHASE 2 PLUS

• Mips®-Brain-Protection-System

• 360°-P.S.-Ohrpolster für besseres

Hören

• Aktivbelüftung

• drei verschiedene Größen

• optimale Passform durch das

MRAS2-Fit-System

PREIS (UVP): € 129,95

www.scott-sports.com

SHRED SLAM CAP NOSHOCK

• maximale Shock-Absorption durch die revolutionäre

SLYTECH-NOSHOCK-Technologie

• erfüllt Snowsport- und Bike-Standards

• moderne In-Mold-Konstruktion

• Futter aus antibakteriellem und schnelltrocknendem

Aegis-Material

PREIS (UVP): € 179,99

www.shredoptics.com

PICTURE UNITY HELMET

• Außenschale: ABS-Hardshell

• Innenschale: 100 % recyceltes EPS von

Armaturenbrettern aus der

japanischen Autoindustrie

• Innenlining: 100 % aus recycleten PET

Flaschen

• Größenverstellung mit BOA-Closure-System

• verstellbares Belüftungs-System

PREIS (UVP): € 99,99

www.picture-organic-clothing.com

Fotos: Hersteller

166 SPORTaktiv


ALPINA MAROI

• moderner, kompakter, unverwechselbarer

Shape

• Höchstmaß an Tragekomfort

• hervorragendes Klimamanagement

PREIS (UVP): € 129,95

www.alpina-sports.com

BOLLE INSTINCT MIPS

• für verstärkten Schutz mit

MIPS-Technologie ausgestattet:

sorgt bei schrägem Aufprall für

deutlich mehr Schutz des Gehirns

und verhindert dessen Rotationsbewegung

• regulierbares Belüftungssystem:

• Dual-Shell-In-Mold-Konstruktion

• abnehmbare Earpads

PREIS (UVP): € 179,99

www.bolle.com

SALOMON DRIVER+

• einfaches und werkzeugfrei zu handhabendes

Scheibenwechselsystem

• Salomon-Motion-Shield-System:

leicht zu handhabendes Over-theglass-System,

damit man nicht auf

die Sehbrille verzichten muss

• patentierte EPS-4D-Molding

Lösung für optimalen Schutz

PREIS (UVP): € 259,99

www.salomon.com

MARKER PHONIX MAP CARBON

• Kombination aus Komfort, Qualität

und geringem Gewicht

• mit 360°-MAP-Padding ausgestattet

und eine leichte Oberschale

aus Carbon Fasern runden

die Hybridbauweise ab

• die Hightech-MAP-Schockabsorber

bestehen aus einem

Spezialschaum, der bis zu 22 %

mehr Schutz bietet

PREIS (UVP): € 299,95

www.marker.net


168 SPORTaktiv


GEHEIMTIPP IM

SALZBURGER

LAND

Im Winter sinken die Temperaturen

in der Lungauer Bergwelt,

umso wärmer wird es Wintersportlern

ums Herz. Mauterndorf

mit dem Skigebiet Großeck-Speiereck

vor der Haustür

liegt auf 1123 Metern Seehöhe.

Mariapfarr ist der sonnenreichste

Ort Österreichs und liegt auf

einer Seehöhe von 1119 Metern.

Die kurze Entfernung zu den

schneesicheren Skigebieten Fanningberg,

Obertauern, Skischaukel

Katschberg-Aineck und der

Skischaukel Großeck-Speiereck

sorgt für Abwechslung. Lungo

– der Skipass für Vielfahrer –

ermöglicht den Zugang zu über

250 Pistenkilometern und 62

Liftanlagen. Gut in Schuss sind

auch die Loipen im Langlaufzentrum

Lignitz. Als besonderes

Highlight wird auch Laser-Biathlon

angeboten.

Abgerundet wird das Angebot

durch romantische Pferdekutschenfahrten

und Winterausritte,

Rodelbahn und Eisstockschießen,

Schlittschuhlaufen,

Schneeschuhwandern, Winterwanderwege

und den Besuch

im Vital- & Wellnesscenter

SAMSUNN.

www.mauterndorfmariapfarr.at

Foto: BNW Ferienregion Lungau

SPORTaktiv

169


ABFAHREN

AUF DEN

FANNINGBERG

Das Lungauer Skigebiet punktet

mit herrlichen Pisten, an denen

man direkt Quartier beziehen kann.

Die Lage zwischen 1500 und 2150 m

Seehöhe ist sonnig und schneesicher,

das Pistenangebot abwechslungsreich,

das Ambiente familienfreundlich und die Hütten

urgemütlich: So schön präsentiert sich das

Skigebiet Fanningberg im Salzburger Lungau.

Beginnen wir bei Bahnen und Pisten: Mit

der komfortablen „Samson“-Sechsersesselbahn

mit Wetterschutzhauben, dem ebenfalls

wettergeschützten und beheizten Sechser-Zirbenjet

oder mit einem der drei Schlepplifte

geht es nach oben. Bergab stehen 30 Kilometer

Pisten zur Verfügung, davon ein sattes Drittel

in „Schwarz“ gefärbt. Wer lieber auf Skiern

und Board genießt, als es krachen zu lassen, hat

dennoch genügend schöne Möglichkeiten in

den Farben Blau und Rot zur Verfügung.

Kleine Skifahrer sind im Fanny-Kinderpark

richtig. Zwischen Zauberteppich und Märchenfiguren

lässt sich das Skifahren ganz spielerisch

erlernen. Apropos lernen: Die beiden lokalen

Ski- und Snowboardschulen unterstützen jeden

gerne dabei – egal, ob Anfänger, Wiedereinsteiger

oder geübter Skifahrer, der seiner Technik

den letzten Schliff verpassen will.

Wer seine Skiausrüstung nicht ständig

schleppen will, kann sich entweder in den

Sportfachgeschäften bei der Talstation das

neueste Leihmaterial holen. Alternativ kann

man das neue Skidepot bei der Talstation in

Anspruch nehmen.

Viele Skihütten und ein Chaletdorf

Logisch – irgendwann braucht jeder eine Pause.

Dafür bietet der Fanningberg eine Reihe von

exzellenten Möglichkeiten. Im Gamsstadl und

Pizzastadl auf 2015 m Höhe kocht Hüttenwirt

Toni persönlich die gschmackigen Gerichte.

Auf der Panoramaterrasse sitzend, überblickt

man den gesamten Lungau und kann sich zum

Fotos: Gernot Hutter, Fanningbergbahnen

170 SPORTaktiv


FANNINGBERG

Schneetelefon: +43 64 73/70 08

www.fanningberg.info

ZAHLEN & FAKTEN

LIFTE: 2 3

PISTEN: 30 km 13 7 10

PREISE: Erw. € 42,–

Jugend € 31,–

Kinder € 21,–

Der Fanningberg ist ein familiäres

und schneesicheres Skigebiet in

sonniger Lage mitten in der

Lungauer Bergwelt.

VERANSTALTUNGEN

AKTION „SALZBURG FÄHRT SKI“

16. Dezember 2018,

13. Jänner, 13. Februar, 17. März

und 14. April 2019

SILVESTER AM FANNINGBERG

31. Dezember 2018

SKI-SCHNUPPERTAGE

12. Jänner, 16. März

und 30. März 2019

MUSIKALISCHE HÜTTENROAS

MIT LIVEMUSIK

10. März 2019

FANNINGBERGER

HILLCLIMBING

6. April 2019

OSTER-OPEN-AIR IM

GAMSSTADL

20.–21. April 2019

Kaffee auch ein Stück von Omas Mehlspeise

bringen lassen. Im Gamsstadl wird immer mittwochs

zum Stelzenessen mit anschließender

Abfahrt auf der Naturbahnrodelstrecke geladen.

Die Zirmbar und das Zirberl werden von Hans

und Christina betrieben, die ihre Gäste mit

Produkten aus der eigenen Landwirtschaft verwöhnen.

Die Edelweißalm bei der Familienabfahrt,

die Sauschneideralm und das Restaurant

„s’Stüberl“ bieten weitere Möglichkeiten zum

Erholen, Krafttanken und Genießen.

Im Gasthof Sauschneideralm und dem schon

erwähnten Stüberl kann man auch Quartier

beziehen und gleich neben der Piste wohnen.

Dasselbe bietet das Appartementhaus Samson.

Und seit dem Vorjahr steht auch das Chaletdorf

zur Verfügung, um nicht nur die Tage,

sondern auch gleich die Nächte am schönen

Fanningberg zu verbringen. Die 15 Ferienhäuser

im alpenländischen Ambiente sind exklusiv

ausgestattet und erlauben es, direkt von der

Haustür in den Skitag zu starten.

SPORTaktiv

171


SLYTECH VEST BACKPRO

FLEXI MIT ZIP

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Fotos: Hersteller

172 SPORTaktiv


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SPORTaktiv

173


WINTERURLAUB

MIT WEITBLICK

Seit mehr als 90 Jahren ist die Schmittenhöhe in Zell

am See (S) als Winter-Eldorado für Familien bekannt.

Das 360-Grad-Panorama, viele Sonnenstunden und

Schneesicherheit kennt man – 2018/19 wartet die

Schmitten aber auch mit neuen Attraktionen auf.

ZAHLEN & FAKTEN

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PISTEN: 77 km 30 28 19

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Jugend € 39,–

Kinder € 26,–

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T. +43 65 42/789-0

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Da kommt Weltcupstimmung auf: Ein

original Audi-Starthaus wie für Marcel

Hirscher & Co, eine Zeitmessung, ein

scharfer Riesenslalomparcours und eine

Videoaufzeichnung erwarten sportliche

Skifahrer ab sofort auf der Schmitten. Der

„Audi Ski Run“ ist nur eine von mehreren

neuen Attraktionen auf dem Zeller

Hausberg. Nach dem Riesentorlauf bietet

sich eine kurze Erholungspause im Panoramarestaurant

„Das Franzl“ an: Dort gibt es

einen neuen Bedienbereich, zwei gemütliche

Stuben und jede Menge Schmankerl

auf der Karte. Die Sonnenterrasse lässt

keine Wünsche offen – Traumblicke auf das

Bergpanorama kann man zugleich auch von

innen durch große Glasfronten genießen.

Auch auf die kleinen Skifahrer warten

einige tolle Neuerungen. Seit Jahren ist ja

der Drache Schmidolin auf der Schmitten

der Begleiter der Kleinsten. Mit ihm lernen

Kinder das Skifahren ganz spielerisch.

„Schmidolins Drachenpark“ bietet 2018/19

neben Wellenbahnen, dem Flammenslalom,

einer Speedstrecke sowie kindgerechten

Hindernissen ganz neue Skirouten, auf

denen die Kleinsten erste „Off-Piste“-Versuche

starten können. Ideal für Jugendliche ist

die Funslope XXL, die größte Funslope der

Welt – klar: Auch jenseits der 30 kann und

darf man dort jede Menge Spaß haben.

Vorfreude auf den zellamseeXpress

Auch ein Ausblick auf den Winter 2019/20

lohnt sich: Denn ab dann verbindet die

Sektion I des zellamseeXpress die Schmitten

mit Saalbach. In Viehhofen wird dafür

ein neuer, moderner Einstieg ins Skigebiet

errichtet. Diese neue Zehnerbahn bringt

Gäste ab nächstem Winter besonders

schnell und komfortabel auf den Berg, wo

ihnen der Zeller See zu Füßen liegt.

Fotos: Audi, Schmittenhöhebahn AG/Felsch Fotodesign

174 SPORTaktiv


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DIE SCHÖNSTE

KNOCHENARBEIT

DER WELT

DER JOB EINER

KINDERSKILEHRERIN IST

NICHT NUR ROMANTISCH,

SONDERN OFT AUCH EINE

NERVENPROBE. MAGDALENA

OBERLOHR-AMON WILL SICH

DENNOCH KEINE ANDERE

ARBEIT IM WINTER

VORSTELLEN.

VON CHRISTOF DOMENIG

Was es bedeutet, kleinen Skianfängern

das Skifahren

beizubringen, lässt sich gut

an Simon darstellen. Simon ist fünf,

ein Kind, das seine Eltern – vorsichtig

ausgedrückt – fordert. Als Schützling

von Magdalena Oberlohr-Amon setzt er

sich alle zwei Meter protestierend in den

Schnee und behauptet: „Es geht nicht.

Ich hab mich eh bemüht.“ Nach gefühlten

„tausend Mal aufheben“ innerhalb

des Fünf-Tage-Kurses gelingt es dem Urlauberkind

am letzten Tag, den blauen

Kurs tadellos, sturzfrei und ganz allein

zu bewältigen. Ein Strahlen und die Erkenntnis:

„Der Papa wird stolz auf mich

sein.“ Ein Moment, der die Lehrerin des

kleinen Skizwergs fast zu Tränen rührt.

Je schwieriger die Begleitumstände, desto

größer der Sieg.

Das „Schicksal“ von Kinderskilehrern

im Anfängerbereich gleicht im Wesentlichen

dem von Kindergartenpädagoginnen

(meistens sind es ja Frauen): große

Verantwortung, kleine Anerkennung.

Kinderskilehrer, zumal die, die mit den

Kleinsten arbeiten, würden oft bloß als

Betreuungspersonal betrachtet, erzählt

die gebürtige Osttirolerin, oder als

die, „die eh nur ein bisschen mit den

Kindern herumrutschen.“ Dabei hängt

von den ersten Metern schon ab, ob die

Lust aufs Skifahren bleibt oder wieder

vergeht. Nicht ganz unwesentlich in

einer Zeit, wo der Skinachwuchs mehr

und mehr auszubleiben droht. Seit 1992

ist Magdalena Oberlohr-Amon leidenschaftliche

Skilehrerin, 1999 absolvierte

sie die Landesskilehrerprüfung und seit

2003 arbeitet sie bei der Skischule Heugenhauser

in Vorderglemm. Sie bildet

längst auch andere Skilehrer aus und ist

die Spezialistin für die kleinen Skianfänger.

„Das ist eine Knochenarbeit“, sagt

Fotos: Skischule Heugenhauser

176 SPORTaktiv


MAGDALENA

OBERLOHR-AMON

arbeitet als Skilehrerin für

Kinder bei der Skischule

Heugenhauser in

Vorderglemm (S). Im Sommer

arbeitet sie auf der Hütte ihres

Bruders im Glockner-Gebiet.

Sie wohnt mit Ehemann

Markus und Sohn Philipp

(10) in Maishofen (S).

www.heugenhauser.at

www.saalbach.com

sie – und bevor das jetzt aber negativ

klingt: „Ich würd mir gar keinen anderen

Beruf vorstellen wollen.“

Magdalenas Schützlinge sind meist

dreieinhalb bis fünf. Vier sei oft ein

ideales Alter, um mit dem Skifahren zu

beginnen. Was nicht heißt, dass es nicht

auch zu früh sein kann. Kinder entwickeln

sich eben unterschiedlich. Wenn

sie oder ihre Kollegen zur Erkenntnis

kommen, dass der Start ins Skifahrleben

noch ein Jahr warten soll, braucht

es Einsicht der Eltern und manchmal

auch ein bisschen Überzeugungsarbeit

– schließlich wollen Mama und Papa

die 270 Pistenkilometer im Skicircus

Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn

genießen. „Aber die meisten

erkennen das schon an, wenn ein Kind

noch ein Jahr braucht.“

Mit den Augen der Kinder

Geduld und Einfühlungsvermögen sind

aber nicht nur im Umgang mit Eltern

gefragt, sondern vorrangig in der Arbeit

mit den Kindern: „Sich in Kinder hineinfühlen

zu können, ist das Wichtigste.“

Der Arbeitsplatz der Skilehrerin befindet

sich oft zwischen Märchenfiguren,

im Anfängerbereich bei der Talstation

der Schönleitenbahn in Vorderglemm.

In ihrem Arbeitsrucksack steckt neben

Ersatzequipment in Kleinkindergröße

von Brille bis Handschuhen auch ein

Rudel Kuscheltiere. Die erleichtern die

Kontaktaufnahme und brechen das

SPORTaktiv

177


ES BRAUCHT GEDULD UND

EINFÜHLUNGSVERMÖGEN.

UND DIE KUNST, ZU

IMPROVISIEREN.

# L I V E T H E M O M E N T

F I R E B I R D R A C E . C O M

Eis. Große „Krokodilstränen“ beim

Abschied von den Eltern kennt man

vom Kindergartenstart und warum

soll das bei Skikursen anders sein? Für

andere Betreuer wäre es die erste Gelegenheit,

die Nerven wegzuschmeißen

– weshalb manche Skilehrerkollegen

die Arbeit mit so kleinen Kindern

gern „der Magdalena“ überlassen.

Immer sonntags startet ein neuer

Kurs und das von Dezember bis

Ostern: Neue Schützlinge, neue

Herausforderungen. Um 9.30 Uhr

ist Treffpunkt, um 10 geht’s auf der

Übungspiste los. Der „Zwergenkurs“

für alle unter vier endet nach zwei

Stunden. Für die über Vierjährigen

geht es nach einer Stunde Mittagspause

weiter. Viereinhalb Stunden

auf Skiern bedeuten schon eine Herausforderung,

weshalb sich das Programm

ganz nach Konzentration und

Kondition der Kids richtet. Improvisieren

ist ständig gefragt. Zehn Kinder

beträgt die höchste Gruppengröße,

die kleinen Anfänger bekommen zumindest

zwei Betreuer pro Gruppe.

Wie man auch zu zweit eine Zehner-Rasselbande

bändigt, will man

sich als Elternteil von bloß zwei

Kindern in dem Alter lieber gar nicht

vorstellen. Jedoch: „In der Gruppe

sind die meisten Kinder viel braver,

als wenn sie mit den Eltern unterwegs

sind“, erzählt die Wahlsalzburgerin.

Kein gemaultes „Ich will nicht ...“

(Handschuhe anziehen, prophylaktisch

aufs Klo etc.). „Es braucht eine

gewisse Struktur, einen Ordnungsrahmen.

Zum Beispiel eine Reihenfolge

in der gefahren wird. Das ist schließlich

auch eine Sicherheitsfrage.“

Ritterschlag und „Krönchen“

Besonders braucht es ein wenig Disziplin,

wenn es nach ersten Lernerfolgen

auch mit der Gondel auf den Berg

geht. Eine ausufernde Pistenvielfalt

benötigen Kinder in dem Alter natürlich

nicht und „generell fühlen sie sich

in einem geschützten Bereich, den sie

überblicken können, am wohlsten“.

Aber eine richtige, wenngleich leichte

blaue Piste zu bezwingen, ist schon ein

Ritterschlag – oder eine Krönung für

Prinzessinnen. Wobei die Skilehrerin

auch anmerkt, dass viele Eltern ihre

Kids mit der Pistenwahl in Wahrheit

überfordern würden – ihr Rat an Eltern:

„Kinder kommen eine Piste zwar

schon runter, die für sie eigentlich

zu schwierig ist. Aber sie lehnen sich

dabei nach hinten und werden so eher

fahrerisch schlechter als besser.“

Den Schlusspunkt markiert das

Rennen, das die Zwerge im Beisein

der Eltern im Pflugbogen absolvieren.

Klar kullern auch beim Abschied

manchmal Tränen – nach fünf Tagen,

die Kinder untereinander wie auch

die Schützlinge und Betreuer zusammenschweißen.

„Kinder lieben dich

von Herzen und zeigen das auch.“

sagt Skilehrerin Magdalena. Auch ein

Grund, warum ihre Arbeit der

schönste Knochenjob der Welt ist.

178 SPORTaktiv


ENDLICH

IM WINTERWUNDERLAND

VON BEZAUBERNDEN

LANDSCHAFTEN,

SPITZENKULINARIK

UND DUFTENDEN

SPA-ERLEBNISSEN.

Fotos: Ebner‘s Waldhof

****SUPERIOR-HOTEL

EBNER‘S WALDHOF

AM SEE

Fuschl am See/Salzburg

www.ebners-waldhof.at

Horch, wie die kleinen Schneekristalle

unter der Schuhsohle knirschen. Schau,

wie die Sonne über dem Fuschlsee den Nebel

des übrigen Salzkammerguts verdrängt.

Spüre: endlich daheim und am idealen

Urlaubsort angekommen – im ****Superior

Hotel Ebner’s Waldhof am See. Ein

Winterurlaub im Zeichen des Genusses

und der Gemütlichkeit kann beginnen.

Wo der Winter am schönsten ist

Rein in die schneefesten Winterschuhe,

warm anziehen und dann nichts wie raus,

den herrlichen Wintertag genießen. Als

„Cross Country Ski Holidays Hotel“ weiß

man natürlich über die Vorlieben von

Skating- und Klassikläufern Bescheid. Das

weitläufige Loipennetz mit traumhafter Kulisse

bietet perfekte Bedingungen für motivierte

Wintersportler. Ein Shuttle bringt die

Gäste vom Hotel direkt zum Langlaufdorf

in Faistenau, wo man auch bei Flutlicht seine

Runden drehen kann. Oder genießen Sie

die Ruhe und Abgeschiedenheit in den verschneiten

Wäldern rund um den Fuschlsee

bei einer gemütlichen Schneeschuhwanderung.

Die winterliche Stimmung lässt sich

auch bei einer Pferdeschlittenfahrt erleben.

„Wer noch mehr Abwechslung möchte,

kann sich auf der Waldhof-Alm beim

Snowbiken oder Snowtubing austoben“,

verrät Hotelchef Thomas Ebner einen Tipp

für Groß und Klein. Nach der Kälte folgt

die Hitze: in einer der Saunen oder im

Dampfbad und den Innen- wie Außenpools.

Entspannt wird bei Massagen und

der wohligen Empfehlung aus der Küche:

Gourmetkakao mit Kardamom oder Zimt.

SPORTaktiv

179


SHRED SMARTEFY GOGGLES

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Technologie

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Lens Technology“ (CBL)

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zwei Brechwerte, VIVID (Giro Markenname

der High-End-Scheiben) Scheiben

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Fotos: Hersteller

180 SPORTaktiv


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Tönungen; einzigartige Spektris-Spiegelbeschichtungen

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Rahmenkonstruktion

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flexiblem Grilamid

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SPORTaktiv

181


YODA, STEPHAN

UND DIE

GROSSEN

KINDER

NICHT NUR ANFÄNGER

UND KINDER

PROFITIEREN VOM

SKIKURS. WIR HABEN

AM EIGENEN LEIB

GESPÜRT, WAS

FORTGESCHRITTENE

UND ERWACHSENE

MIT VIELEN

JAHRZEHNTEN

ERFAHRUNG NOCH

LERNEN KÖNNEN.

SPORTAKTIV IN

DER SKISCHULE.

TEXT: CHRISTOPH HEIGL

FOTOS: THOMAS POLZER

Viel Bewegung kommt aus

dem Sprunggelenk, erklärt

unser Coach Stephan

Skrobar (links) und lässt die

Skispitze tänzeln.

182 SPORTaktiv


S

töcke weg und Schuhe komplett aufmachen.“

Bitte wie? Die Aufforderung

von Stephan Skrobar lässt den Kollegen

Thomas und mich ungläubig staunen.

Und offenbar blinken Fragezeichen über

unseren Skihelmen, denn Skrobar legt

gleich nach. „Die Stöcke brauchen wir

jetzt nicht und die Schnallen könnt’s ganz

offen lassen.“ Wir befinden uns auf den

Skipisten des Dachstein-Gletschers in der

Steiermark und irgendwie läuft das gerade

nicht so, wie sich die Redaktion von

SPORTaktiv das erwartet hat …

Was haben wir denn erwartet? Nun,

Ausgangspunkt der Story war der Umstand,

dass immer mehr Erwachsene

Skikurse buchen oder sich einen Skilehrer

nehmen und sich coachen lassen.

Und durch große und kleine Tipps aus

Profihand ihre Skitechnik verfeinern,

verbessern und damit sicherer, besser

und eleganter fahren. Was man dabei

alles lernen kann, wollten wir in einem

Selbstversuch erfahren.

„Erwachsene lernen vom ersten Augenblick

weg“, sagt Stephan Skrobar.

Der Bad Mitterndorfer ist staatlich

geprüfter Skilehrer und Skiführer, Alpin-Ausbildner,

Freerider und exzellenter

Skifahrer. Seine Erfahrungen hat er

in Europa genauso gemacht wie in Neuseeland

und Japan. Meistens trainiert er

mit erwachsenen Skifahrern und führt

gemeinsam mit seinem Kollegen Peter

Perhab das Freeride- und Alpin-Center

„Die Bergstation“. Expertise en masse

SPORTaktiv

183


also. Ein so allgemein ausgebildeter

Ski-Kapazunder sollte ein paar Tipps für

uns parat haben. Wir? Wir sind normale

Pistenskifahrer in den besten Jahren und

stehen dank damals wintersportbegeisterter

und engagierter Eltern seit rund

30, 35 Jahren auf Skiern. Mit einem

Wort: Durchschnittsskipistenösterreicher.

Die letzten skifahrerischen Tipps

gab es seinerzeit bei Schulskikursen.

Und da hat man – wie bei den meisten

Kinderkursen – weniger das skifahrerische

Lernen im Sinn als Fragen wie: Wo

ist die Mama? Wann gibt es Mittagessen?

Und wozu das Ganze überhaupt?

Die ersten Tipps

Zurück am Dachstein-Gletscher bei den

Herrschaften, die jetzt ohne Stöcke und

mit offenen Skischuhen dastehen und

den Eindruck von Küken erwecken, die

gerade aus dem Ei geschlüpft sind und

nicht weiter wissen. Neben uns carven

die Nachwuchsfahrer des WSV Schladming

wie die Weltmeister von morgen,

dazwischen Skiteams aus Maribor und

Bratislava. Skrobar hat uns zwar bei den

drei, vier Aufwärmfahrten gnädig als

„Talente“ und „Rohdiamanten“ bezeichnet,

bei genauerer Beobachtung aber

natürlich sofort Techniktipps parat. Die

betreffen nicht – wie eigentlich erwartet

– Beinstellung, Körperschwerpunkt,

Kanten, Knie oder Hände. Nein, wir

widmen uns eingehend einem Gelenk,

das von uns beim Skifahren bislang

völlig unbeachtet blieb, aber für die

technisch saubere Ausführung große

Wichtigkeit zu haben scheint: das

Sprunggelenk. Und nein, auch wenn der

Skischuh fest zugeknallt ist, bewegt es

sich merklich (Anm.: Zum Zuknallen

an sich später). „Versucht, im Stand den

Bergski anzuheben und die Skispitze in

rascher Folge auf den Schnee tippen zu

lassen. Diese Bewegung kommt rein aus

einem flexiblen Sprunggelenk“, erklärt

,,OFFENE SCHUHE

JUSTIEREN DAS

GEFÜHL FÜR DEN SKI

WIEDER NEU. “

Skrobar. Schon diese Übung gelingt uns

beiden unterschiedlich gut. Skispitzen

und -enden abwechselnd auf die Piste

klatschen zu lassen, ist die nächste Aufgabe.

Und dann die echte Challenge mitten

auf der Piste: mit komplett offenen Schuhen

und ohne Stöcke kurze Schwünge

machen. „Mit offenen Schuhen fahre ich

selbst an den ersten Skitagen der Saison,

weil es das Gefühl für den Ski und die

große Auflagefläche wieder neu justiert“,

sagt Skrobar und wedelt davon. Und als

ob das nicht schon schwer genug wäre,

bei der nächsten Fahrt der nächste Auftrag:

„Probiert, aus dem Sprungelenk

heraus eine leichte Auf-und-ab-Bewegung

zu machen und die Schwünge über den

vorderen Teil der Ski, über die Schaufel

einzuleiten.“ Vor allem dieses bewusste

Auf und Ab zwischen den Schwüngen

erleichtert den Bewegungsablauf sofort

merklich. Durch diese kurze Entlastung

der Muskulatur sollte ein wesentlich

kräfteschonenderes Skifahren möglich

sein. Das spielerische Üben macht Spaß.

Vor allem die nächste Aufgabe: komplette

184 SPORTaktiv


360-Grad-Drehungen um die eigene

Achse, mehrfach und in beide Richtungen.

Alles aus dem Sprunggelenk.

Wie definiert sich die Zielgruppe

für Erwachsenenskikurse eigentlich?

Natürlich sind da viele echte Anfänger

darunter, vor allem in den großen Tourismusgebieten,

wo Urlaubsgäste einmal

das alpine Skifahren ausprobieren

wollen und sich nicht zu schade sind,

erste Rutschversuche zwischen all den

Könnern zu unternehmen. Oft sind es

aber auch erfahrene Skifahrer, die neue

Techniken erlernen wollen oder schon

aus Gewohnheit regelmäßig Kurse bei

Profis buchen. „Bei uns selbst haben

wir im Regelfall viel studentische und

poststudentische Klientel“, sagt Skrobar.

„Das sind Leute, die schon gut Ski fah-

Stephan Skrobar (links) hatte

jede Menge Tipps für das

SPORTaktiv-Duo. Und Spaß

hat es obendrein gemacht.

ren können und sich ein paar Tipps holen,

mit uns ins Gelände fahren wollen

und eher in Richtung Guiding buchen.“

Das SPORTaktiv-Duo hat leider nur

einen kurzen Tag lang Zeit, bei längeren

Kursen wird bei vielen Skischulen nicht

nur auf der Piste gelernt, sondern auch

Videocoaching angeboten. Denn wer

das einmal selbst erlebt hat, weiß: Erst

wenn man sich auf Aufnahmen sieht,

bekommt man ein Gefühl dafür, was

man alles noch besser machen könnte

und dass man weit weg ist vom Hirscher-,

Klammer- oder Sonstwas-Stil.

Weiter im Programm

Auch für die Haltung des Oberkörpers

und der Arme hat Skrobar Tipps für

uns und das sieht man auch nebenan

bei den Technikübungen der Skiklubs:

Stöcke vor dem Oberkörper mit beiden

Händen umfassen und damit Ruhe ins

System bringen, umherwirbelnde Arme

verhindern und auf eine ruhige Ausrichtung

oberhalb der Hüfte achten.

Unser Coach Stephan Skrobar hat

uns selbst in diesem Mini-Kurzschikurs

auf ein paar technische Feinheiten aufmerksam

gemacht, die Input für jeden

lernwilligen Skifahrer sein können. Systemupdate

abgeschlossen, die Vorbereitung

passt, der heurige Skiwinter kann

endgültig kommen.

Guter Sitz

Ach ja, unsere Skischuhe haben wir später

doch wieder ein bisschen fester zugemacht,

aber nicht mehr so zugeknallt,

dass kaum Blut durchkommt. Skrobar:

„Entscheidend für den Sitz sind immer

die unteren Schnallen, die kann man

schon fester zumachen. Aber die oberen

Schnallen am Unterschenkel kann man

lockerer lassen. Die sind für das Gefühl

am Ski nicht ausschlaggebend.“ Schon

wieder was gelernt. Und da fällt uns zum

Abschluss, wiewohl unklar, ob er alpine

Skiausbildung genossen hat, der altehrwürdige

Meister Yoda ein: „Viel lernen

du noch musst.“

SPORTaktiv

185


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• mit Titanal, mit PG4-Griff und

Standardstockschlaufe kommt

er am ganzen Berg zum Einsatz

• Vario-Flex-Carbid-Stockspitze

hält auf jedem Untergrund

• schwarze Stockteller-Sets in 85

und 100 mm lassen ihn von Piste

bis Powder rocken.

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LEKI SPITFIRE S

• neuer Trigger-S-Pro-G-Griff

• hochwertiges und sehr

leichtes Aluminium

• Touring-/Backcountry-

Teller sowie Alpine-Cobra-

Teller dabei

• extrem robust

• Diamantspitze

PREIS (UVP): € 140,–

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KOMPERDELL

CARBON BAMBOO

• Nostalgie im Erscheinungsbild

und Hightech im Inneren

• extrem leichtes

Carbon-Featherlight-Rohr

• echtes, extrem dünnes

Bambusfurnier außen

• hochwertiger Ledergriff

PREIS (UVP): € 119,95

www.komperdell.com

Fotos: Hersteller

186 SPORTaktiv


VOM NATIONALPARK

AUF DIE STREIF

INFOS & BUCHUNGEN

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www.mittersill.info

DIE REGION MITTERSILL-

HOLLERSBACH-STUHLFELDEN

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EGAL OB SKIFAHRER,

LANGLÄUFER ODER

WANDERER.

Fotos: Michael Huber

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LIFTE: 12 28 7

PISTEN: 215 km (inkl. Routen)

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PREISE: Erw. € 57,–

Jugend € 42,–

Kinder € 28,–

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RESTERHÖHE SPECIAL

Ausgewählte Top-Liftanlagen und

fünf Pistenabfahrten gibt es für

Kinder und Jugendliche um 10

bzw. 16 Euro, für Erwachsene

um 32,50 Euro.

Inmitten der Ferienregion Nationalpark

Hohe Tauern liegt die perfekte Winterlandschaft

Mittersill-Hollersbach-Stuhlfelden

– direkt angrenzend an das

Skigebiet Kitzbüheler Alpen im Norden

und die Hohen Tauern im Süden.

Von Mittersill oder Hollersbach geht’s

in wenigen Minuten auf die Bergstation

Resterkogel und somit direkt in das

weltbeste Skigebiet. Bereits zum dritten

Mal wurde das Skigebiet Mittersill-Hollersbach-Stuhlfelden

im Nationalpark

Hohen Tauern von der renommierten

Plattform skiresort.de als „Weltbestes

Skigebiet“ ausgezeichnet.

Für den perfekten Skitag stehen

Skibegeisterten rund 170 km bestens

präparierte Pistenkilometer, der spektakuläre

Snowpark Hanglalm, zahlreiche

Freeride- und Off-Pisten sowie urige

Hütten und Restaurants zur Verfügung.

Die Abfahrt auf der Kitzbüheler Streif

und eine Fahrt mit der Dreiseilumlaufbahn

– Pengelstein in 400 Meter Höhe

über das Tal sind weitere Highlights der

Region.

Absolutes Highlight für Langläufer

ist die schneesichere Hochmoor-Loipe

auf einem Sonnenplateau in 1200 m

Höhe. Der traumhafte Blick auf die

verschneiten Gipfel der Dreitausender

des Nationalparks Hohe Tauern lässt

das Herz höherschlagen.

Die Möglichkeiten in der Region sind

nahezu unbegrenzt! Die Ranger des Nationalparks

organisieren abwechslungsreiche

Touren – von Wildtierbeobachtung

bis zu Schneeschuhwanderungen.

SPORTaktiv

187


ZU GAST IN DER

STEIERMARK

188 SPORTaktiv


DIE TOP

NEWS

AUS DEN STEIRISCHEN

SKIBERGEN

AUF DER PLANAI-

HOCHWURZEN

wird 2019 die Planai-Seilbahn

erneuert und von 6er- auf

10er-Gondeln umgerüstet.

AM STUHLECK

wird die Leistungsfähigkeit

der Schneeanlage in etwa

verdoppelt und entlang der

beliebten Stuhleck-Abfahrt

eine zweite Piste angelegt.

AUF DER AFLENZER

BÜRGERALM

stehen zu Saisonbeginn

zwei neue Doppelmayr-

Schlepplifte zur Verfügung,

die den Almboden mit der

Schönleiten verbinden.

AM LACHTAL UND AM

KREISCHBERG

wird das Skifahren zum

Abenteuer: Erlebnis-Parcours

mit Waldtieren (Lachtal) und

Dino-Wald und Begegungen

mit Löwe, Elefant, Giraffe

und Co. (Kreischberg).

AUF DER RIESNERALM

werden der Neubau des

Sportgeschäftes Scherz mit

Skiverleih das alle Stückln

spielt, und der Umbau der

Talstation mit Indoorkassen,

Gästeinfo etc. verwirklicht.

Foto: Steiermark Tourismus/ikarus.cc/Tom Lamm

AM HAUSER KAIBLING

entsteht direkt neben

der Prenner-Abfahrt ein

„Bergresort“, eine Ferienanlage

mit 36 „Premium-Chalets“

und 30 Suiten.

INFOS

Steiermark Tourismus

www.steiermark .com

SPORTaktiv

189


Powered by

SKIBERGE IN DER

STEIERMARK

Aflenzer Bürgeralm aflenzer-buergeralm.at 29 18 6 1 - 2 6 - 8 nein - -

Annerlbauer Lift – Krieglach annerlbauer.at 19 15 1 - - 1 - - 1 nein - -

Dachstein Gletscher Schladming Ramsau dachsteingletscher.at 53,5 27 3 1 1 2 3 1 4 ja - -

Dorflift Johnsbach admont.at 11 9 1 - - 1,2 - - 1,2 nein - -

Eibisberg schiverein-weiz.at 14 9 1 - - 1,5 1 0,6 3,1 nein - -

Eichfeldlift Turnau eichfeldhuette.at 17 13 1 - - 0,3 0,7 - 1 nein - -

Familienschiberg St. Jakob im Walde familienschiberg.at 22,5 21 3 - - 1 3 - 4 nein - -

Familienschigebiet Rieseralm - Obdach rieseralm.at 26 17 5 - - 4 6 1 12 nein - -

Gaaler Lifte gaalerlifte.at 33 20 2 1 - 3,5 2 0,5 6 nein - -

Gaberl gaberl.at 22 11 3 - - 3 2 1 6 nein - -

Galsterbergalm / Schladming - Ski amadè galsterberg.at 46 23 2 1 1 10 8 2 20 ja - -

Grebenzen – St.Lambrecht grebenzen.at 36 21 6 1 - 2,9 9 0,3 25,2 nein - -

Hauereck St. Kathrein am Hauenstein hauereck.com 30 17 2 1 - 2 2 1 5 nein - -

Hauser Kaibling / Schladming – Ski amadè hauser-kaibling.at 53,5 27 14 22 8 46,1 68,3 8,3 123 ja - 2

Hochwurzen / Schladming – Ski amadè planai.at 53,5 27 14 22 8 46,1 68,3 8,3 123 ja - -

Hohentauern skihohentauern.at 34 19,5 4 - - 2 9 1 12 nein - -

Kaiserau – Admont – Schneebären kaiserau.at 27 18 3 - - 2 1 - 3 nein - -

Kleinlobming lobmingtal.at 25 15 2 - - - 1 - 1 nein - -

Klug Lifte Hebalm - Freiländeralm kluglifte.at 21 16 3 - - 3 1 - 4 nein - -

Krakau Tockneralmlift krakau.at 17 13 1 - - 1 2 - 3 nein - -

Kreischberg / Murau kreischberg.at 45,5 23,5 6 4 3 17 16 9 42 ja - -

Lachtal lachtal.at 42 22 8 2 - 7 16 2 25 ja - -

Loser – Altaussee – Schneebären loser.at 42 21,5 4 4 - 21 12 1 34 ja - -

Mariazeller Bürgeralpe buergeralpe.at 35,5 18,5 2 2 1 5,5 3,5 2 11 ja 1 1

Miesenbach – Wiesenhofer gasthof-wiesenhofer.at 19 14 1 - - 1 - - 1 nein - -

Modriach-Winkel Hoislifte hoiswirt.at 20 16,5 5 - - 6 1 7 nein - -

Mönichwald – Hochwechsellifte schiregion-joglland.at 22 15 3 - - 2 3 - 5 nein - -

Niederalpl niederalpl.at 32 18 4 1 - 4 6 1 12 nein - -

Obdach schilift-obdach.at 23,5 19,5 2 - - 0,3 0,5 1 1,8 nein - -

Planai / Schladming – Ski amadè planai.at 53,5 27 14 22 8 46,1 68,3 8,3 123 ja 1 -

Planneralm – Schneebären planneralm.at 41 21 3 2 - 3 11 2 16 ja - -

Präbichl praebichl.at 39 19,5 3 2 - 6 11 3 20 ja - -

Ramsau / Dachstein – Ski amadè ramsau.com 36,5 18,5 10 1 - 14 10 1 25 nein - -

Reiteralm / Schladming – Ski amadè reiteralm.at 53,5 27 14 22 8 46,1 68,3 8,3 123 ja 1 2

Riesneralm – Schneebären riesneralm.at 42 21,5 2 3 - 20 9 3 32 ja - -

Salzstiegl bei Hirschegg salzstiegl.at 33 19,8 5 - - 6 4 2 12 ja - -

Schmoll Lifte – Steinhaus am Semmering schmoll-lifte.at 20 16 2 - - 0,5 0,5 0,5 1,5 nein - -

Schöckl schoeckl.at 19,8 9,6 - - 1 nein - -

Seeberg / Seewiesen wsv-au.at 25 18 2 - - 3 2 1 6 nein - -

Sommeralm – Holzmeisterlifte holzmeisterlift.at 21,5 15,5 2 - - 2 1 - 3 nein - -

Sommeralm – Pirstingerkogellift sommeralm.at 19 12,5 1 - - 1 2 - 3 nein - -

Sonnberglifte – Wald am Schoberpass sonnberglifte.at 26 18 3 - - 9 nein - -

St. Hemma – Edelschrott sthemma.at 17 14 1 - - 0,9 0,9 - 1,8 nein - -

Stoderzinken – Ski amadè stoderzinken.at 36,5 18,5 4 - - 4 3 1 8 nein - -

Strallegg schiregion.at 22 15 2 - - 2 1 - 3 nein - -

Stuhleck – Semmering stuhleck.com 44,5 22 6 4 - 19 7 - 26 ja 1 2

Tauplitz / Bad Mitterndorf – Schneebären dietauplitz.com 42 21,5 12 4 1 18 19 6 43 ja - -

Teichalm Lifte teichalmlifte.at 23,5 15,5 2 - - 1,5 2 1 4,5 nein - -

Tonnerhüttenlift tonnerhuette.at 21 16 1 - - 2 2,5 - 4,5 nein - -

Turnau – Schwabenbergarena schwabenbergarena.at 30 18 3 - - 1 4 1 6 nein - -

Veitsch – Brunnalm brunnalm-hoheveitsch.at 32 18 3 1 - 5 3,5 2 12 nein - -

Wenigzell schneeland-wenigzell.at 22 15 2 - - 2 - - 2 nein - -

Wildalpen wildalpen.at k. A. k. A. 1 - - 0,5 1 - 1,5 nein - -

Zlaim – Grundlsee zlaim.at 18,5 15 1 - - 1 - - 1 nein - -

SKILINE.CC-LEGENDE

Skiline Höhenmeter: Höhenmeter Service | Skiline Video: Skimovie, Riesenslalom, Slalom, Parallelslalom, Skicross, Mix Race etc. | Skiline Foto: Speedcheck, Fotopoint, Fotofalle, Fotostart

Tageskarte

Erwachsene


Tageskarte

Kinder


Schlepper

Sessellift

Kabinen/Gondel

km leicht

km mittel

km schwer

Pisten km

Höhenmeter

Video

Foto

190 SPORTaktiv


S P O R T P E R F O R M A N C E

L A DY

2018/2019

VIP Almountain Performance

2018/2019

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Radius: 17.5m @ 177cm


AUF INS

WINTERGLÜCK

Die Urlaubsregion Murau-

Murtal bietet im Winter

Sport, Spaß und jede

Menge Abwechslung an.

WINTER-ERLEBNISSE

VOM GIPFEL BIS INS TAL

INFOS UND

BUCHUNGEN

Urlaubsregion

Murau-Murtal

T. +43 35 72/44 2 49

www.murau-murtal.com

Wenn die ersten Schneeflocken fallen,

wird die Urlaubsregion Murau-Murtal

zum Winter-Erlebnisland. Ob Genusscarver,

Boarder, Freestyler oder Anfänger:

Mit dem neuen „Mur-Mürz Top Skipass“,

ist Spaß für jeden garantiert. Der Mur-

Mürz Top Skipass öffnet die Drehkreuze

zu 76 Seilbahnen und Liften mit rund

226 Pistenkilometern und Routen und

bietet Skivergnügen auf den Skibergen

Turracher Höhe, Kreischberg, Grebenzen,

Lachtal, Gaal, Obdach, Salzstiegl, Präbichl,

Stuhleck, Turnau und Veitsch.

Da ist es kein Wunder, dass Nici Schmidhofer,

die amtierende Super-G-Weltmeisterin

und Werbebotschafterin der

Region Murau-Murtal, zwischen den

Weltcup-Einsätzen überaus gern in ihrer

Heimat trainiert ...

LACHTAL –

LEGENDÄR

Auf den Pisten des Lachtals begann die

Karriere von Super-G-Weltmeisterin Nici

Schmidhofer – und für „weltmeisterliche“

(sprich: perfekte) Pisten ist das Skigebiet in

den letzten Jahren auch vielfach ausgezeichnet

worden. Sei es auf skiresort.de oder beim

internationalen Skiarea-Test. Ein hochalpiner

Charakter (die 35 Kilometer Pisten und

Routen befinden sich zwischen 1660 und

2222 m Höhe), die Weitläufigkeit und die

besondere Hüttenatmosphäre sind weitere

Pluspunkte des Skigebiets Lachtal.

Das sowieso schon herausragende „Kinder-Lachtal“

ist jetzt noch größer: Im neuen

Erlebnisparcours „Wildes Lachtal“ treffen die

kleinen Gäste auf Hirsch, Hase, Bambi und

andere Waldtiere. Als Alternativprogramm

zum Skifahren ist ein gemütlicher Winterspaziergang

durch die mittelalterliche Stadt

Oberwölz sehr zu empfehlen.

Fotos: Tonnerhütte, Tom Lamm, ikarus.cc

192 SPORTaktiv


SPORTLICHER GENUSS

IM NATURPARK

INFOS UND

BUCHUNGEN

TVB Naturpark

Zirbitzkogel-

Grebenzen

T. +43 35 84/20 05

info@natura.at

www.natura.at

Als Fan der kalten Jahreszeit ist man im

Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen sehr gut

aufgehoben. Zwei Skigebiete locken mit bester

Schnee- und Pistenqualität: einmal das Familienskigebiet

Grebenzen, das 25 breite Pistenkilometer

für Familien im Angebot hat. Skiasse wie

Nicole Schmidhofer, Lindsey Vonn oder Hannes

Reichelt trainieren regelmäßig hier. Kinder

können im eigenen Gelände mit Zauberteppich,

Babylift und Karussell den Spaß auf den zwei

Brettern entdecken. Ein Anreiz sind auch die

günstigen Preise für alle bis 28.

Ein Geheimtipp ist das Familienskigebiet

Tonnerhütte mit vier Pistenkilometern und

zusätzlichem Übungshang. Den Schlepplift

können auch die Rodler nutzen („BERGaufRO-

DELN“). Abseits der Pisten hat der Naturpark

ebenso viel zu bieten: Jeden Sonntag geht es

bis 21.30 Uhr auf Nachtskitour, am Grebenzen-Gipfel

erwartet Tourengeher sogar eine Umkleide.

Seit Kurzem gibt es das NaturLese-Museum

in Neumarkt, das Familien spannende

Entdeckungsreisen in die Natur ermöglicht.

INFOS UND

BUCHUNGEN

TVB Lachtal-Oberwölz

T. +43 35 81/84 20

info@oberwoelzlachtal.at

www.oberwoelzlachtal.at

KREISCHBERG/MURAU –|

WO SONST|

Genussvoll carven und boarden kann man am

Kreischberg. Er begeistert mit herrlich breiten

Pisten, die sich über 42 km erstrecken und

zwischen 860 m und 2120 m Seehöhe liegen.

Eine Speedstrecke mit Geschwindigkeitsmessung,

eine permanente Rennstrecke, die Tubing-Arena

und das Yabaa-Dabba-Doo-Land

sind Kreischberg-Extras. Top für Familien: der

Dino-Wald und die neue Kreischi-Safari.

Das Skigebiet am Kreischberg wurde übrigens

vom Portal skiresort.de als Testsieger in

der Kategorie „weltweit führendes Skigebiet

bis 60 km“ ausgezeichnet und der Snowpark

auf 1900 m Seehöhe hat in der Szene einen

hervorragenden Ruf. Ein perfektes Loipennetz,

sowie tolle Möglichkeiten zum Schneeschuhwandern

und Tourengehen runden das

Aktivangebot in der Region Murau ab. Tipp:

Das malerische Städtchen Murau lädt zum

Spaziergang und zur Besichtigung

der „Brauerei der Sinne“ ein.

INFOS UND

BUCHUNGEN

TVB Murau-

Kreischberg

T. +43 35 32/27 20

info@tvb-murau.at

www.muraukreischberg.at

SPORTaktiv

193


FRAUENPOWER

AM SKIBERG

ES IST EINE MÄNNERWELT, IN DER

SICH DIE SEILBAHNER UND SKIBERG-

BETREIBER VEREINEN. ABER AUSGE-

RECHNET BEIM GRÖSSTEN PRIVATEN

SKIBERG-UNTERNEHMEN ÖSTERREICHS

STEHT EINE FRAU MIT AN DER SPITZE:

MARTHA SCHULTZ, „TIROLERIN DES

JAHRES“, ÜBER MUT IM BUSINESS,

CHILLIGE HÜTTEN – UND IHRE KRAFT,

DIE SIE SICH AUS DEN BERGEN HOLT.

VON GERHARD POLZER

Martha, was denken Sie sich,

wenn Sie Mitte November aus

dem Bürofenster in der Talstation

Kaltenbach auf Ihr Skigebiet Hochzillertal

schauen und nur grüne Wiese statt

weißer Piste sehen – dass Grün die Farbe

Hoffnung ist?

Nein, Mitte November denke ich mir

höchstens, wir sollten dem Winter auch

zeitlich eine Chance geben zu starten! Das

ist doch jedes Jahr das gleiche Spielchen

vor allem in den Medien, mit der Sorge des

Handels, der Skiberge und natürlich der

Skisportler, ob und wann endlich der erste

Schnee kommt. Aber der Schnee ist noch

immer gekommen.

Aber es ist beruhigend, dass ihr schon

lange nicht mehr von der Natur und dem

Wetter abhängig seid, sondern praktisch

alle Pisten selbst einschneien könnt.

Das sehe ich nicht so. Skifahren ist ein

Sport, der in der Natur und im Freien stattfindet.

Da wird das Wetter immer eine Rolle

spielen. Die Beschneiung gibt uns nur die

Sicherheit, den Gästen die perfekten Pisten

bieten zu können, die sie sich wünschen.

Gemeinsam mit Ihrem Bruder Heinz sind

Sie als Schultz-Gruppe mit den Skigebieten

Hochzillertal, Hochfügen, Ankogel,

Großglockner Resort, Sillian/Hochpustertal,

St. Jakob/Defreggental und Möll taler

Gletscher die größten privaten Skiliftbetreiber

Österreichs. Was gibt’s für News

aus der großen Schultz-Skiwelt?

Puh, schwierige Frage, weil es immer Neues

auf unseren Skibergen gibt. Fürs Hochzillertal

kann ich es schnell sagen: Neu ist der

„Wimbacher-Express“, mit dieser tollen

Zehner-Gondel erreicht man auch das neue

Panorama restaurant und Hotel „Albergo“

auf 2400 Metern. Neu sind auch der

„Zwergerl-Club“ in der Zentralstation, ein

Winterwanderweg und ein Winterwandersteig

für Abenteuerlustige.

194 SPORTaktiv


Qualität, Komfort,

Genuss: Der Wohlfühlfaktor

beim

Wintersportgast ist

oberste Prämisse auf

den sieben Skibergen

der Schultz-Gruppe.

Zu sehen bei der Visualisierung

der Station

auf dem Wimbachkopf

(links) oder der

Bergstation Hochzillertal

(unten).

Fotos: Schultz-Gruppe

Quizfrage: Wissen Sie eigentlich, wie

viele Skilifte und Seilbahnen, vom Kinderlift

bis zur Mega-Gondel, Sie insgesamt

betreiben?

Sorry, weiß ich im Detail wirklich nicht.

Die Summe spielt ja auch keine Rolle,

weil jeder Skiberg sein Eigenleben hat und

von uns ganz separat betrachtet wird. Ein

Tipp: Auf schultz-ski.at sind alle sieben

Skiberge genau aufgelistet.

Jahr für Jahr sperren Skiliftbetreiber zu.

Die Schultz-Gruppe dagegen expandiert

praktisch jedes Jahr, kauft dazu, baut

aus. Gibt es ein besonderes Geheimnis

für diese Erfolgsgeschichte?

Das ist kein Geheimnis, das sind genaue

und vorausschauende Businesspläne, ohne

große oder riskante Spielräume. Unsere

Stärke ist sicher das kleine Managementteam

in der Geschäftsführung, das genaue

Vorgaben trifft und dann dafür sorgt, dass

diese auch eingehalten werden.

DEN BERG, AUF

DEM MAN

SKIFAHREN

GELERNT HAT, DEN

VERGISST MAN

NICHT. DORT

FÄHRT MAN ALS

ERWACHSENER

WIEDER HIN.

Oder liegt es einfach daran, dass Sie

mehr Mut haben als andere?

Das wird schon auch ein Teil des Erfolgs

sein. Mein Bruder und ich verlassen und

vertrauen gegenseitig auf unser Können

und unsere Arbeit.

Ein typisches Beispiel: In Österreich hat

sich die Zahl der Schulskikurse halbiert,

überall wird geklagt, dass die Jugend

keine Lust mehr hat. Die Schultz-Gruppe

dagegen veranstaltet seit 25 Jahren für

Zigtausende Jugendliche Skikurse. Warum

funktioniert das bei Ihnen?

Es liegt doch auf der Hand, dass man als

Unternehmer hier was macht. Den Berg,

wo man Skifahren gelernt oder den ersten

Skischulkurs gemacht hat, den vergisst

man nicht, dort fährt man als Erwachsener

wieder hin. Die Schulskikurse, die wir

veranstalten, sind für uns kein Geschäft,

sondern eine Investition in die Zukunft.

Und die Schulen nehmen es mit Freude

SPORTaktiv

195


an, wenn beim Produkt Preis-Leistung-Verhältnis

stimmt.

Die Schultz-Gruppe betreibt auf ihren

Skibergen mehrere Tophotels, Edelhütten

und Lounges. Warum wird man

als Seilbahner auch Hotelier und Bewirter?

Sagen wir, es war eine logische Folge.

Schon unser Vater hat nicht nur den

ersten Skilift gebaut, sondern auch das

erste Hotel. Es ging ihm schon damals

um die Möglichkeit, für den Gast ein

Gesamtprodukt anbieten zu können.

Und das sehen wir heute auch noch so.

Mein Bruder und ich sind selbst in den

Bergen zu Hause, die Berge sind unsere

Kraftquelle. Und damit das auch unsere

Gäste erleben und genießen können,

bieten wir ihnen am Berg ein „rundes“

Angebot. Wichtig ist, dass dabei immer

die Natur im Mittelpunkt steht.

Liegt darin auch die Erklärung,

warum ihr etwa bei euren „Hütten“

im Hochzillertal statt auf das übliche

Schirmbar-Getöse auf ein edles

Ambiente setzt, in dem der Gast chillt

und genießt?

Unser Leben ist so schon rasant genug,

da sollte gerade im Skiurlaub, neben

aller Action, auch Platz fürs Runterkommen,

fürs Entschleunigen sein. Die

Gäste, die bei unserer Kristallhütte in

der Sonne oder gar im Whirlpool liegen

– die wissen, wovon ich rede.

Apropos rasant: Ein solches Firmen-

Imperium zu führen, ist ja an sich

schon eine Herkulesaufgabe. In jeder

Branche. Aber wie schafft man es noch

dazu als Frau, sich in der eigentlich

rauen Männerwelt der Skiberg-

Betreiber Respekt und Anerkennung

zu verschaffen?

Ehrlich, ich tu mir schwer, das zu beantworten.

Denn Tatsache ist, dass die

Akzeptanz von Anfang an gegeben war.

Heißt, ich war mit den Herren immer

auf Augenhöhe. Vielleicht liegt es auch

daran, dass es in der Schultz-Gruppe

immer Frauen auf Geschäftsführerebene

gegeben hat, da war von Quotenregelung

noch keine Rede. Und das hat jeder

so akzeptiert.

Als weibliches Ehrenmitglied der

Zillertaler Schützen haben Sie eine

jahrhundertelange Tradition durchbrochen.

Ist das symptomatisch für Sie, für

Ihre Lebenseinstellung: ,Was Männer

können, können Frauen genauso gut‘?

Nein, das ist ein falscher Zugang. Sicher,

als Frau in einer Schützenkompanie

Ehrenmitglied zu sein – und davon gibt

es mittlerweile mehrere –, das ist schon

eine besondere Auszeichnung. Die Tiroler

Schützen sind eine Gemeinschaft,

deren Werte sehr hoch gehalten werden.

Hier aufgenommen zu werden ist eine

große Ehre – und zwar für Männer genauso

wie für Frauen.

Dass Sie unlängst vom Land Tirol zur

„Tirolerin des Jahres 2018“ gewählt

wurden, ist nicht nur mit der Erfolgsstory

der Schultz-Gruppe begründet.

Sie sind ja auch seit acht Jahren

Vizepräsidentin der österreichischen

Wirtschaftskammer, Sie engagieren

sich zudem in EU-Kommissionen zum

Thema Tourismusentwicklung und

auch immer wieder bei sozialen Projekten

im Zillertal.

Ich sag’s, wie’s ist: Diese Auszeichnung

ist für mich eine ganz besondere, die

Fotos: Schultz-Grruppe

196 SPORTaktiv


Das Hochzillerteral

lockt

auch Freerider

mit unendlichen

Weiten.

mich tief berührt. Natürlich bin ich mit

Herzblut Tirolerin, aber vom eigenen Land

bzw. von den 400 Mitgliedern des Club

Tirol in Wien ausgezeichnet zu werden, das

hat mich echt bewegt. Ich bin sozusagen

jetzt eine „ausgezeichnete Tiroler Botschafterin“

...

In der Laudatio hieß es: „Martha Schultz

hat ihr ganzes bisheriges Leben unter das

Motto ,Unternehmer sein bedeutet mehr‘

gestellt.

Es stimmt, wir beide, mein Bruder Heinz

und ich, leben das Unternehmertum 24

Stunden am Tag. Für uns war es von Jugend

an immer schon Realität, Verantwortung

zu übernehmen. Als Familienunternehmen

wird man in so was hineingeboren und

geprägt, wenn es die Eltern und Großeltern

positiv vorleben.

Trotzdem: Woher nehmen Sie diese

unglaubliche Power?

Klingt für manchen vielleicht kitschig, ist

aber wahr: Ich nehm die Kraft aus dem

Wald, aus den Bergen! Da genügt mir

sogar oft schon der Blick in der Früh vom

Fenster aus aufs Hochzillertal. Das gibt

mir mehr Power als jeder Energy-Drink ...

Es gibt also auch eine Martha Schultz,

die Zeit genug hat, um ihre Liebe zu

den Bergen ausleben zu können; die im

Winter selbst auf den Pisten unterwegs

ist, nur so zum Spaß …

Na ja, sagen wir, ich hatte schon mal

mehr Skitage. Aber wenn es einmal an

der Zeit ist und wenn’s so richtig kribbelt,

dann heißt mein Power-Rezept: Mit

oder ohne Ski – Hauptsache, rauf auf

den Berg!

DAS PLATZ’L IST

DER HOTSPOT

Die Qualitätsoffensive im Skigebiet

Riesneralm geht weiter. Mit noch

besserem Service, mehr Musik

und der „1. österreichischen Kinder-Skischaukel.“

Eben: „Mehr Skifahren,

weniger Liftfahren.“

Foto: Riesneralm Bergbahnen

Das Platz’l Riesneralm ist zweifellos das

neue Aushängeschild des Skigebietes

Riesneralm und hat ein neues Servicezeitalter

gebracht: Ein neues Sportgeschäft

mit Ski-Depot und computergesteuerter

Servicestraße wurde in nur

drei Monaten aus dem Boden gestampft.

Kundenzufriedenheit steht bei der Riesneralm

an oberster Stelle – die ist auch

durch viele internationale Auszeichnungen

bestätigt. Am Berg selbst geht es

wöchentlich mit Top-Musikgruppen wie

den Edlseer, oder den Jungen Paldauern

hoch her.

Trotz all dieser Entwicklungen hat

man den Nimbus als „Geheimtipp“ nie

verloren. Auf 32 Pistenkilometern mit

vier Talabfahrten, der „1. österreichischen

Kinder-Skischaukel, oder dem großen

Feeridegelände. Getreu dem Motto:

„Mehr Skifahren – weniger Liftfahren!“

RIESNERALM BERGBAHNEN

A-8930 Donnersbachwald

T. +43 36 80/606-0

www.riesneralm.at

SPORTaktiv

197


Fotos: Moritz Ablinger, Albert Florian


GIB DIR DIE

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NISCHE, FINDET MANUELA

MANDL, DIE ALS NEUE

SNOWBOARD-WELTMEISTERIN

AUS WIEN EINE „EXOTIN“ IST

UND MIT KINDERN AUS

OSTÖSTERREICH ÜBT, ÜBER

FELSEN ZU SPRINGEN UND IM

TIEFSCHNEE ZU POWDERN.

TIPPS FÜR DEN RITT

AUF DER KANTE VON

EINEM „STADTKIND“.

VON CHRISTOPH HEIGL

FREERIDE-ABC

SO LÄUFT EIN FREERIDE-WETTBEWERB AB:

IM FREIEN GELÄNDE AM BERGHANG („FACE“) SIND

START UND ZIEL VORGEGEBEN. NACH GUTER VORBE-

REITUNG UND ORIENTIERUNG VOM GEGENHANG AUS

(„FACECHECK“), ABER OHNE TRAININGSMÖGLICHKEIT,

VERSUCHT MAN, MÖGLICHST SCHÖN, SPEKTAKU-

LÄR UND FLÜSSIG („FLOWIG“) HINUNTERZUFAHREN

UND SCHWIERIGKEITEN WIE SPRÜNGE ÜBER FELSEN

(„DROPS“) EINZUBAUEN. EINE JURY AUS PUNKTE-

RICHTERN („JUDGES“) BEWERTET DEN LAUF.

obei, Stadtkind ist relativ. Manuela Mandl,

jetzt erwachsene 30 Jahre alt, ist zwar durch

W und durch Wienerin, verbrachte als Kind

aber viel Zeit im steirischen Ennstal, wo

ihre Eltern am Hauser Kaibling eine Ferienhütte haben.

Mit den dortigen Nachwuchs-Pistoleros eiferte sie mit,

lernte Dachstein-Gletscher und Co. von ihrer steilsten

Seite kennen und war oft gefordert, mit teils älteren,

männlichen Locals mithalten zu müssen. Die Basis war

gelegt. „Ich empfinde das als Privileg, wie ich aufgewachsen

bin, und möchte versuchen, das auch anderen

zu vermitteln“, sagt Mandl. Exotin? Wir einigen uns auf

„Wienerin mit exotischem Lebensstil“.

Bis 14 fuhr Mandl Ski, dann entdeckte sie das Snowboarden

für sich und ließ es nicht mehr los. Das hat

zum einen seine Gründe im Ursprung der Sportart als

„Subkultur, die dem Snowboarden noch immer innewohnt“,

wie sie meint. „Das Boarden hat noch eine

grundrelaxte Atmosphäre. Es geht viel um Style und

Freiheit und darum, dass es eigentlich wenig Regeln

braucht.“ Zum anderen ist es die Faszination des Sports

selbst. „Diese Zentrifugalkraft kann man sehr schnell

erleben. Dieses Gleiten und das Schwebegefühl, für das

schon 10, 15 Zentimeter Tiefschnee reichen“, schwärmt

sie. „Für all das braucht es keine zwei Bretter, sondern

nur diese eine Kante.“ Und als Nachsatz mit Augenzwinkern:

„Beim Snowboarden kann man im Tiefschnee

auch nicht so viel verlieren. Wie oft ich früher

beim Skifahren meine Ski und Stecken gesucht habe!“

Ski fährt sie auch heute noch, aber wie beim Biken

und Klettern laut Eigendefinition „auf eher mäßigem

Niveau“, und auf Nachfrage korrigiert sie auf „schon

schnell und risikofreudig, aber technisch halt nicht so

ausgereift“.

Nicht, dass es für den Spirit der Boarder-Community

wahnsinnig wichtig wäre, aber beim Snowboarden gibt

SPORTaktiv

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es nach zuletzt rückläufigen Absatzzahlen am Markt

wieder einen leichten Aufwärtstrend. „Boarden ist

wieder in“, empfindet auch Mandl. Wie viel davon der

Rennzirkus und Olympiabilder und heimische Erfolge

von Snowboard-Aushängeschild Anna Gasser bewirken,

wie viel davon der gerade moderne Mountainfilm-

und Adventure-Trend, lässt sich schwer abschätzen,

schaden wird es sicher nicht. Mit der Freestylerin

Gasser will sich die Freeriderin Mandl übrigens nicht

vergleichen. „Anna ist sicher die wesentlich bessere

Snowboarderin, keine Frage.“

Mandl, die frischgebackene Weltmeisterin der Freeride

World Tour 2018, ist seit dem heurigen Sommer

erstmals echter Sportprofi und auch Snowboard-Instruktorin

und darf bei Freeride-Testivals und Camps ihr

Wissen weitergeben. Speziell mit Kids aus Wien und

Umgebung hat sie schon beste Erfahrungen gemacht.

„Da kommt schon einiges nach. Wir dürfen uns auf

die nächsten Jahre freuen.“ Zu den Camps kommen

Kinder und Jugendliche mit Erfahrung, mit der Frau

Weltmeisterin lernen sie weiter und vertiefen ihr Wissen.

„Wir schaufeln Schanzen, springen über kleine

Felsen und versuchen, verschiedene Schneearten kennenzulernen.“

FÜR ANFÄNGER FASST SIE IHRE

STANDARDTIPPS KURZ ZUSAMMEN:

1. Den Popo schützen. Stürze auf den Hintern lassen sich

am Beginn schwer vermeiden. Am besten eine „Crash-

Pant“ verwenden, eine Protektoren-Unterhose mit

Polsterung.

2.Die Knie schützen. Auch blaue Knie werden vorkommen,

Knieschützer helfen.

3.Sturztipp Nummer eins: NICHT mit dem Handgelenk

abstützen, die klassische Snowboardverletzung ist sonst

die logische Folge. „Am besten üben, sich mit der Faust

oder besser dem ganzen Unterarm aufzufangen.

4.Generell ist ein „Sturztraining“ ratsam, sich beispielsweise

kontrolliert umwerfen zu lassen.

5.Bauchmuskeltraining und Rumpftraining machen, denn

beim Snowboarden wird ganz viel aus der Körpermitte

heraus gesteuert. Anfängerübung: aus dem Sitz aufstehen,

ohne die Arme zu benutzen.

6.Trampolinspringen ist das beste Ganzkörpertraining für

viele Sportarten und trainiert das Gefühl für Sprünge

und Luftstand.

„DIESES|

SCHWEBEGEFÜHL|

IST AM BOARD|

UNVERGLEICHLICH|

GENIAL. DA KOMMT|

KEIN SKI MIT.“|

Von den Snowboardern, erfahren wir, kann man also

Style, Lässigkeit, Abenteuerlust und Relaxtheit lernen.

Auch Respekt ist ein großer Wert innerhalb der Boarderszene,

selbst im Wettkampfmodus bei Contests.

Mandl fährt aber nicht nur Wettbewerbe, sondern ist

viel auf Reisen, dreht Filme, schreibt für Magazine,

organisiert Festivals, macht Fotoshootings und Expeditionen.

Dabei ist sie auch viel auf Tourenskiern unterwegs,

um gewisse Hänge zu erkunden, oder nutzt die

Ideakombination aus Tourenski und Snowboards, das

sogenannte Splitboard.

Manuela Mandl ist nicht nur Sportprofi, sondern

interessiert sich auch brennend für Themen wie Nachhaltigkeit

und hat ein abgeschlossenes Architekturstudium.

In der Masterarbeit wird es um eines ihrer Lieblingsthemen

gehen: Infrastruktur im alpinen Raum,

Chancen und Wechselwirkungen. Dabei sprudelt es

aus ihr heraus: nachhaltige Kraftwerkslandschaft, bessere

Anbindung der Öffis an die Skigebiete, schmälere,

landschaftsplanerisch reizvollere Skipisten statt der

glattgestreichelten Skiautobahnen. Aber das ist eine

andere Geschichte.

Foto: Paris Tsitsos

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